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E_1939_Zeitung_Nr.039

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Li< Automobil-Revue —

Li< Automobil-Revue — N° 40 Das Im Auto äurcH die Halle „o„ MarkuBa ? Die Markuba? Im weiteren Sinne versteht man darunter jene zwischen dem Wüstenplateau und dem sudanesischen Busch gelegene Region fester, WK^mMM ^^^kmWE^^KlSSmfl^^ ^Mlliniilli 1 K^MIllwtEBsSi?' ^mKMMW^^HlM^^^^^ß 1^ selbst das terraingewohnte Kamel, dieses «Schiff ' ^^^^^SP^^^^T^l der Wüste», zu tastendem Ausschreiten zwingt, ^^^^»^^%/%.-%^% ' andwüste nie zu Ende sein, bis der Erschöpfte _•• __ _ ,. , plötzlich in furchtbarer Sinnestäuschung Oasen, M0tf%Vtt mm sgfcM^iMB*ssfcssWi>Ü«ss\ Wasser und Meere zu sehen meint und endlich WF JLPH SVVCRVI JLURTII ihn zu wahnsinniger Eile anspornend, das Delirium ;• über ihn hereinbricht. Ein solcher' Todeskampf . ^ an |m Auto du?ch di^Hsile der Markubal Allen, . ' U/lU ÖTZtllCllQTl DlYl@ßTl die eine solche Fahrt des Nachts wagen wollen, . f ~* zur Warnung hat man unter Leitung des franzö- '• • _ ... , ,, , , _ , . . . sischen Ingenieurs Laplace in «Bidon 5», dem be- Ein Arzt hält be! Nicht SprechStUlldt l^* lie l j lei1 P^H 9 U " 9 - J ^'r^i ^^'SZ? n deutendsten Wasserplatz der Sahara, jenen ersten * o j h d « Rattern eines voruberfahrenden Motor- Leuchtturm errichtet und «Bidon 5» zu einem im In Prag gibt es seit zwei Jahren einen iungen ra . ds ' . trau . men °° er > uns inmitten einer bchlacht gesamten Saharagebiet wie in ganz Afrika be- Arzt, derdi! wahrscheinlkh in ganz Europ'a lih- ° d^ '" •'"«" ^TW^ "**??*% Wüirf kannten Verkehrsbegriff gemacht. Ursprünglicher- zig dastehende Idee gehabt hat, ausschrieb bei befi n den -, D f s v '£ rt ° S L adlU jJ St Rl e - r^eI^Ä' weise die mit Stoff bezogene Feldflasche des Nacht zu ordinieren. Adresse und Telephonnum- 'n dem unser Geist ke.neriei Berührungspunkte französischen Soldaten bezeichnend, versteht man mer des Dr. Mychaskiv sind allgemein bekannt, Ä„« i A Ji 'ÜTIM K^L JE' Simrf nun unter «Bidon 5> die vom nächsten Wasser- und seine Praxis gehört zu den besten der gan- Stad.um, jn dem der möde Korper sich erhol und platz 250 km entfernte «Wasser- und Tankstelle», zen Stadt. Wie in der Natur der Sache liegt, hat s «r' n . e . Kr ?^e .. re9 |". ( r r ' e „ rt - Da f j- u j!^ Ä i S S Anfangs nur aus einigen Zelten, Blockhäusern er unverhältnismässig viel schwere Fälle zu be- Stadium ist die Zeitspanne, die dem Aufwachen und Benzinschuppen bestehend, ist «Bidon 5> ge- handeln, da man sicH bei Nacht ja bei leichteren v fJ 16 !^;. N h ?f fi Pro^? r «J^6** ^!M„IT genwärtig eine Hauptdurchgangsstation, von wel- Erkrankungen ungern dazu entschliesst, einen Arzt gen sämtliche Träume in dieser kurzen Zeihpanne, eher aus man die genaue Abfahrtszeit des Aut- herbeizurufen. Auch die Behandlung von Unfallfol- auch wenn wir uns einbilden, unsere Traume hatlers, dessen Personalien, die Beschreibung seines gen gehört zu Dr. Mychaskivs Spezialitäten, und t en , SIch uber 5tunden erstreckt, haben sie sich Wagens, sowie die Angabe seines Wasservorrates schliesslich hat er, da er zugleich Zahnarzt ist, "]' °en wen.gen Sekunden des Ewachens, also nach der 700 km weit entfernten Station Gav — auch häufig Personen zu behandeln, die nachts eben m l enem n " e " Stadium, abgespielt, in der Tuareg-Sprache «Tanez Ruft>, das heisst von unerträglichen Zahnschmerzen befallen wer- «Reich des Durstes> genannt — und vice versa den. funkt. Trifft ein also avisierter Wagen innert 2 Jedenfalls Ist seine Praxis ein Beweis dafür, Eine Weittragende Entdeckung: Tagen nicht ein, wird unter der Vermutung, er dass es oft recht gut sein kann, es «anders zu ma- T«I.I.«MI-I«. !•* ...taoi^.nii müsse eine Panne erlitten haben, oder vom Wege chen wie die anderen». «nmauini» III inneCKCna abgekommen sein, die mit Kamelen und Raupenautos ausgerüstete Suchkolonne nach ihm ausge- Das Berliner Robert-Koch-Institut hat eine Entschickt, um seine Insassen vor dem sonst unfehl- deckung gemacht, die für die zahnärztliche Praxis baren Tod in der Hölle der Markuba zu bewahren. Fun! Stadien dtt Schlaft von grösster Bedeutung ist: man hat den Bazillus H. Mattern. der Zahnfäulnis gefunden! Es war bisher trotz In einem ausführlichen Werk hat Prof. Joshua grösster Bemühungen noch niemals gelungen, Bak- Ein Einbrecher hat Pech Ro *« tt von d « amerikanischen Columbia Univer- terien, die an angefressenen Zahnstellen gefunden ein CHUIIBMICI nai reu« $jjy ^ Resu(taf fe, ner | an gjahrigen Forschungen wurden, ausserhalb des Mundes auf künstlichem Ein Dieb, der dieser Tage in einem Warschauer um das Wesen des Schlafs niedergelegt. Nach Nährboden zu kultivieren. Dies ist nun mittelst Vorort in die Villa des Herrn Antoniuk einbrach, seinen Beobachtungen muss man fünf verschte- eines neuen Verfahrens, bei welchem jeder Sauerwar unvorsichtig genug gewesen, sich nicht genau dene Stadien beim Schlaf unterscheiden. Das erste stoffzutritt ausgeschlossen wurde, gelungen. Zwei über die Hausbewohner zu informieren. So war ist ein fast wacher Zustand, der sich unmittelbar der auf diese Art festgestellten Bazillenarten waes ihm entgangen, dass die Schwiegermutter An- einstellt, sobald man sich zum Schlafen nieder- ren nicht von aussen in den Mund gelangt, sontoniuks eine Karriere als — Kraftdame und Ketten- gelegt hat. In diesem Stadium überdenken wir dem siedelten Innerhalb der Mundhohle, und sprengerin auf Jahrmärkten hinter sich hatte. Die in rascher Folge alle oder zumindest die für uns zwar fast ausschliesslich an angefaulte^ Zähnen. Schwiegermama hörte im Nebenzimmer ein ver- wichtigsten Ereignisse des abgelaufenen Tages. Es Bei Versuchen an toten Zähnen, die von leder Bedächtiges Geräusch und ging nachschauen... folgt Stadium Nr. 2, das um so intensiver ist, je rührung mit zersetzenden Stoffen sorgfältig fern- Die Polizei hatte mit der Sache vorläufig nichts künstlerischer der betreffende Mensch veranlagt gehalten wurden, glückte es nun, an diesen Zahnzu tun. Der telephonisch herbeigerufene Polizei- ist: die Wirklichkeit beginnt, sich mit angenehmen faule hervorzurufen. Das Gelingen des Expenbeamte rief vielmehr schleunigst die Rettungsstelle Vorstellungen zu vermischen und diejenigen For- mentes beweist gleichzeitig, dass die bei den Veran, die den Einbrecher bewusstlos mit drei ge- men anzunehmen, die man sich im Unterbewusst- suchen benützten Bakterien die Erreaer der Zahnbrochenen Rippen und einem doppelt gebrochenen sein gewünscht hatte. Im dritten Stadium verwqn- faule sind, und dass also die Zahnfaule eine bak- Arm abtransportierte. Er ist noch immer nicht vernehmungsfähig. dein sich die Gedanken bereits in richtige Träume, terielle, von einem Menschen auf den anderen behalten aber noch Immer den Kontakt mit der tat- übertragbare Krankheit ist. Kommende Ereignisse (Aendenuioea vorbehalten.) JLMelfingeai 18. Mal: Coneönn hippiqno. tiM Jtrantel 18.-30. Mal: Blühen der Nardseea. Basel l IB. Mail Professional JUd-Kriterium. 21. Mai: Lauf «Quer durch Basel» Baera: 16. Mai: Offizieller Begfc» An täglichen Xandälntca durch die Stadt Bern. 17. Mai: Grosse Orchester-Serenade des Bern. Orefcestecvereins auf dem Münsterplatz. Seroratlaster: 18. Mai: Historischer Auffahrtsoznritt. Freiburg: 21. Mai: Lauf «Quer durch Fribonrg* (Leichtathletik- Verband Freiburgia). Fürigen: 20. Mai: Wiedereröffnung des Strandbades. Genf: 18. Mai: Fussball: «Coupes generoises». 21. Mai: Golf-Club: Meisterschaft der welschen Schwell. Xnterlaken: 20.21. Mai: Aufführung der Oper «Orpheus» von Gluck, im Kursaal. Lausanne: 21. Mai: ErSffnungs-Segelregatta. 22.-28. Mai: Internat. Tennisturnier («Club des Sports»). Laxem: 21. Mai: Golf Wettspiel: «Richard-Winch»-Cup. Maibach: 18. Mai: St. Gallisches Kantonal-Schwingfest. iftUihrannil 21. Mals Aarganische* Kantonal-Schwingfest. Viims 2O./21.Mai: Kantonales Singerfest. Xttiisk! Bis 28. Okti Schweizerisch« T.inri.e.—«eüio. 20. Mai: Hardwiese: Dressurprüfungen. 18. Mai: Oerlikon: Schweiz. Rad-BahnmeistenchaftML 21. Mai: Dübendorf: Auto-Hindernisfahren. 23. Mai: Tonhalle: Missa solemnis von Beethoren. Oh, diese Sommersprossen Der Fröhling ist die gefährlichste Zeit für den Teint. — Wie vertilgt man Leberflecken? Endlich scheint die Sonne I Sehnsüchtig reckt man nach den unfreundlichen. Regen-'und Nebeltagen sein Gesicht den Strahlen zu, da ertönt auch schon der Schreckensruf: Vorsichtl Die Sommersprossen 1 Ja, die ersten Strahlen der Frühlingssonne sind für die Sommersprossen der beste Boden. In den ersten Frühlingssonnentagen machen sie sich breit, um dann den ganzen Sommer über nicht zu verschwinden, wenn man sie nicht fachmännisch bekämpftl Sommersprossen und Leberflecken sind Ablagerungen von dunklem Hautfarbstoff (Pigment) in der Oberhaut. Man kann den unangenehmen braunen Flecken nur äusserlich zu Leibe gehen. Als gutes Mittel hat sich Borax bewährt, wenn man es dem Waschwasser zusetzt — allerdings ist das nur ein Vorbeugungsmittel. Wenn dagegen die Sommersprossen bereits da sind, dann hilft es nicht mehr viell Nun kann man aber heute, wo alle Welt Freiluftkultur predigt, wo man an Sport im Freien gewöhnt ist, nicht verlangen, dass man seinen Körper ängstlich vor allen Sonnenstrahlen verbirgt. Also muss man sich auf andere Weise schützen. Gegen Sommersprossen hat sich eine Mischung, die man sich in jeder Drogerie herstellen lassen kann, sehr bewährt. Man verlange: 10 Teile Glyzerinsalbe, 1 Teil schwefelsaures Chinin, 2 Teile destilliertes Wasser. Dieses Mittel hält die ultravioletten Strahlen von den empfindlichen Gesichtsteilen ab. Bereits in einem Kräuterbuch aus dem Jahre 1551 findet sich ein ausprobiertes Rezept: «Wasser aus Kraut und Wurzel vom Löwenzahn, gebrannt», täglich aufgestrichen, schützt die Haut vor Sommersprossen. Hat man irgendwo einen besonders hässlichen Leberfleck, so kann man ihn durch vorsichtige Behandlung mit Karbolsäure entfernen, aber man muss aufpassen, dass keine Verbrennungen und Aetzungen vorkommen. Am besten lässt man es Vom Arzt machen, dann kann nichts passieren. Man tupft die flüssige Karbolsäure mit einem Glasstäbchen auf den Leberfleck und lässt sie antrocknen. Hat sich die Stelle Wider Erwarten doch entzündet, dann lege man einen Verband mit kühlender Zinksalbe auf, In wenigen Stunden ist alles wieder gut, und der Leberfleck ist verschwunden. , «Warum wird die Nase in der Sonne eigentlich immer zuerst rot?» Ja, das ist eine sonderbare Erscheinung 1 Sobald die ersten Sonnenstrahlen scheinen, fängt bei vielen Leuten die Nase an zu glühen. Die rote Nase entsteht durch Störungen im Blutkreislauf der Hautblutgefässe. Sie entstehen hauptsächlich in der Nasenspitze, weil diese im Verhältnis zum übrigen Körper nur mangelhaft durchblutet wird. Es kommt noch hinzu, dass gerade die Nase besonders schlecht, dran ist, weil die Haut, die die Nase bedeckt, sehr straff gespannt ist. Wenn also die Sonne auf diese straff gespannte Haut strahlt, so rüstet sich die Haut zur Abwehr, sie bildet reichlich Pigment (also Sommersprossen) und rötet sich leicht! Also: Wer im Frühjahr nicht mit einer roten, sommersprossenbedeckten Nase herumlaufen will, der fette sie immer gut ein und lasse die Nase «sich in Portionen» an die Sonne gewöhnen I N.R. BIERLIHANS ERLEBNISSE DEM I. Hans Bleril eilt an den Hydrant, Uschi dann mit li«r den eigne* •VanA

Farben leben im ^ehnh Laufschuh aus schwarzem Chamois mit hellgrüner Ledergarnierung. Wahrhaft festlich sehen jetzt die Schuhe aus, die sich mit schönsten Bordeaux, mit Blau und Rost verbunden haben, Naturtöne weichsten Kalbleders heranholen, sich mit Weiss, mit Schwarz vereinen, auch Terracotta, dem Rost verwandt, lässt sich vernehmen, und schon kündet die fortschreitende Aufhellung den sommerlichen Sieg der schönsten Pastelltöne an. Doch mit nur einer Farbe begnügen sich die modischen Schuhe nicht mehr. Sie lieben Zwei- und Mehrfarbigkeit, die sich in abstechenden Passepoils, Applikationen und leichter Stepperei ausdrücken. So wird im Schuh selbst* ein Farbenkontrast herausgearbeitet, der sich im Zusammenwirken von Kleid, Mantel und Tailleur wiederholt. Weinrot und Blau verbinden sich gerne. Blau gesellt sich den Rost- und Brauntönen zu. Dem seltenen Dunkelbraun fällt unter anderem die Rolle garnierender Passepoils zu, beispielsweise an Naturkalbledern und am schmiegsamen, hellgelassenen Relax. Mit den Schuhen stimmen sonstige Ledersachen, vor allem die Handschuhe und Gürtel, eine gleichfarbige Melodie an. Hutbänder, Echarpen und Blumen, wie sonstige Kleidgarnierungen schlagen vielfach die am Schuh schon wirksame Taste an. Und damit entsteht jenes so anziehende Bild* farbiger Einheit, die zugleich ganz Vielfach geworden ist. An schmiegsamen Ledersorten besteht kein Mangel. Unausgesetzt bemüht sich die führende Schweizer Schuhindustrie, immer weichere Leder, die nichtsdestoweniger dauerhaft sind, zu verwenden. Da überrascht sie beispielsweise die Frauen mit dem elastischen Relaxleder, das jenen reizvollen, ungefütterten Trotteurs dient, die als Schnürmodelle oder als seitlich ausgeschnittene, auf dem Rist hochansteigende Formen vor uns stehen. Leicht geöltes, sehr glattes Softycalf blickt hell Schwarzer Nachmittagssehuh in Ghamois mit zinnoberroter Chevreau-Garnierung. Rillenabsatz. in die Welt, weiche Box, Briarproof und verschie- Passes vos vacances en Pour vos vacances en FRANCE ulilisez la CARTE DE VOYAGE TOURISTIQUE qui vous procure les avaniaaes suivanls: 1. REDUCTION DE / sur les 0 de fer Chemins Francais. 2. un Carnet de BONS D'ESSENCE donnani dioil ä kll, une reduction de W W CIS pai litre (maximum 600 litres) Prix des höiels gaianiis pai homologaiion officielle. Gastronomie repuiee. Si vous recherchez avani ioutun repos bienfaisani. passez vos vacances dans les stations tranquilles des vallees de la DOR- DOGNE, du LOT ei du TARN, dans le MASSIF CENTRAL, le VIVARAIS ou le VELAY. RENSEIGNEMENTS paT toutes les agences de voyages et dans les Bureaux FRANCE: ä Geneve 3 rue du Mt-Blanc, tel. 2.30.35; Zürich; Werdmuhleplaiz 2. lel. 3.26.49. den starkes Chamois besitzen die Gunst der Frauen. Zarte Modecalfs, und feinste Chevreaus und namentlich dünnes Wildleder bestreiten die Eleganz des Nachmittags. Letztere vereinen sich neuerdings gerne mit Lackleder, das zu eleganten Nachmittagstoiletten ergänzend hinzutritt. Sehr aparte Schnitte und hohe Absätze charakterisieren diesen als Cocktailtyp bezeichneten Schuh. Applikationen" von Lack oder glänzende, aufgesteppte Tressen sorgen für diese neuen Mattglanzkontraste. Im Bereich des Abendschuhs fallen uns silber- und ifofätgefandete Atlasschuhe auf, die mit Rillenabsätzen in den Farben von Einfassung und Schuh .•verbunden wurden. Als glückliche Bereicherung Sei Abends grüssen wir das zwischen Gold und Silber stehende Moonlight, welches sich mit allen abendlichen Modetönen so gut verträgt. Bei den Schnitten erstaunen uns neue, kräftige Laufschuhe mit Herrenabsatz. Diese wählt die Pariserin jetzt mit Vorliebe. Sie verstecken unter ihrer phantasievollen Lasche ein Ristelastr diese Lasche nun wird mit farbig abstechendem Leder bordiert und durchzogen, so sie sich nicht, teilweise geschlitzt und gerollt, als Motiv origineller Art vorstellt. Daneben leben Schnürschuhe vielfach mit Lauparnaht und farbiger Einfassung auf. Bei allen neuen Modellen zeigt sich die Tendenz, die Sohlen zu betonen, sei es durch farbig abstechende Passepoils zwischen Oberteil und Sohle, oder durch die kantigen, dicken Plateaus und die bekannten, immer wieder abgewandelten Mudgardbesätze. Auch kräftige Stepperei und Lederdurchzug werden in gleichem Sinn verwendet. Breite Lederbänder laufen über vorn hoch ansteigende Modelle, schliessen seitlich mit kleiner Schnalle. Lochungen am ungefütterten Relax wie an andern Schuhen gehören schon zum Trotteur, der sich das gleichmassig durchbrochene Siebleder zu eigen gemacht hat, das auch sonst wichtig geworden ist. Sandalentypen gehen schon morgens herum, sind sehr oft vorne mit Guckloch versehen, öffnen sich weitgehend seitlich und lassen je weiter wir in die schöne Jahreszeit hineingehen, die Fersenkappe fort. Natürlich kommt der Nachmittag diesen graziösen Formen noch viel mehr entgegen. Doch stehen nun auch strapazierfähige, zugleich schicke Nachmittagsschuhe auf dem Programm. Mit abstechendem Mudgardbesatz belebt und mit mehrfarbigem Rillenabsatz gestützt, zeigt sich die Mode der niedrigeren und kräftigen Fersenstütze nicht mehr abhold. Die Grenzen zwischen Nachmittag- und Strassentyp sind fliessend geworden, sie werden von Phantasieschnitten verwischt. Doch leben die ausgesprochenen zierlichen und hochgestellten Modelle weiter, um sich beim Cocktailschuh vielfach mit auffallend dünnem Louis-XV-Absatz einzufinden. Aber überall meldet sich der Phantasieabsatz in Rillenform, der zwei-, ja dreifarbig geworden ist, Mattglanz nicht verschmäht, runde und ovale Form, sogenannte Fadenspulengestalt annimmt. Andere Absätze sind eckig. Einzelne niedrige Louis XV verbinden sich mit einem schmalen Keil und leiten damit zum Lifty mit völlig flacher Sohle über. All diese Neuerungen in zahlreichen Varianten, in schönster Ausführung und in sehr kultivierten Farben und Materialien begegnen uns in der Ballykollektion, die auch im Ausland als massgebend gilt und begeistert aufgenommen wird. E.S. Nachmittags-Sandale aus weissem Vognette-Leder und kabalt-blauem Ristband. Chamois und Lackleder wirken bei diesem schwarzen Abendsehuh zusammen. Zu beachten ist die seitliche Schnalle. Ein kleidsamer Trctteur. Naturfarbiges Kalbleder in ansteigendem Schnitt und Lederband mit Schnalle. (Modelle Bally.)