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E_1948_Zeitung_Nr.008

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AUTOMOBIL-REVUE

AUTOMOBIL-REVUE MITTWOCH, 25. FEBRUAR 1948 - Nr. 8 Vor 52 Jahren ab erster Serienwagen auf dem Montageband hergestellt, wurde Oldsmobile - ein Produkt der GENERAL MOTORS, die für sorgfältige Qualitätsarbeit bürgt. General Motors bietet vertrauenswürdigen Service und reelle Garantie. Ersatzteile sind überall in der Schweiz erhältlich. Ein halbes Jahrhundert Erfahrung begründet Oldsmobiles Ruhm 1. Einfache, ruhige Karosserie-Linienführung. 2. Zugkräftiger Motor, da sehr günstiges Verhältnis von Wagengewicht zu Pferdekraft. 3. Vorzügliche Strassenhaltung, dank den vier Spiralfedern und der verwindungsfreien Rahmenkonstruktion. Diese drei besonderen Vorteile kennzeichnen den Oldsmobile als einen für unser gebirgiges Gelände sehr geeigneten Wagen Preis 4-türige Limousine Fr. 14 000.— plus Wust. bald das erste wirklich populäre amerikanische Automobil. Vertreternachweis durch GENERAL MOTORS SUISSE S.A., BIEL Telephon (032) 2 61 61 PRONTO- ZÜNDKERZENPRÜFER Das unentbehrliche Werkzeug für jeden Automobilisten! Ich besfelU hiermit Name: Adresse: Kombiniert als Schraubenzieher (Silverstahl) Unzerbrechlicher Griff, hochwertig isoliert Glimmröhrchen leicht auswechselbar Glimmröhrchen mit Elektroden Leuchteffekt auch bei Tageslicht 100% Schweizer Fabrikat Metallteile verchromt Preis per Stück Fr. 6.25 Nachnahmeversand durch: Hier abtrennen B UTE K-ZÜ R I C H, Ottikerstrasse 10, Zürich 33 PRONTO-Zündkerzenprüfer Flotter Start und gesicherte Fahrt dank... I O N AG. B I E l Generalvertreter: HENRI ß ACHMANN Biet, SpitalstraBe 12b Telephon (032) 2 78 42 Genf, Rue de Fribourg 3, Telephon (022) 2 63 43 ' Zürich, LöwenstraBe 37, Telephon (051) 25 88 24 Erhältlich durch alte Garagen und Fachgeschäft«. Verlangen Sie ausdrücklich die bewährten Original U N I O N Ketten. Ersatzteile für ältere Automobile wie Motoren. Getriebe, Weilen. Räder. Achsen. Dynamos. Anlasser. Kühler sowie Federn und Chassis liefert Hs. Zysset. Station. Zollikofen Tel. 4 7011. ZU VERKAUFEN Traktor Grunder mit Ford-Motor, 17 PS, Modell 1941, neue Pneus komplett für Industrie u. Landw. ausgerüstet. Preis günstig. (8,9 Offerten unter Chiffre 64175 an die AutomobiJ- Revue, Bern. Zahnräder und andere Getriebeteile für europ. und amerik. Fahrzeuge fabrizieren als Spezialität Gebr. Grell, Rheinfelden Abt. Zahnradfabrik & Autobestandteile Kaiserstr. 492 -Tel. 061 67100 Schweissspezialist auf Aluminium-Motorenguss empfiehlt sich für Reparaturen von Auto- und Motorradgehäusen etc. Einsendestation : W. T. B. Oder S. B. B. Menzikeit oder Postsendungen Burg 6 Leichtmetallschweisserei Ad. Eichenbercer Tel. (064) 6 10 27 Kleine Transporte rentabel... Mensch sei helle schneie! Die melstgekautte Kerze der Welt, konstruiert auf Grund 40jähriger . Erfahrung Die Mittel-Elektrode ist gasdicht eingepasst. Das steigert den elektrischen und thermischen Wirkungsgrad und schont den Isolator. la amerikanische Pneus und Schläuche 5.50X16 normal 6.00X16 Stollen ab Lager lieferbar. Garage Aebli-Heussi, Brugg (AargJ, Tel. (056) 4 15 00 Wiederverkäufer normaler Rabatt! (OFA 25260 R) 86698 Schottische Decken handgewoben, feinste Hochlandwolle, sehr warm, von unerhörter Schönheit, der Stolz Ihres Wagens oder Heims. Masse 145X195, Gewicht 750 g! Preis Fr. 68.—. Direkt-ImporC. Versand' durch, Nachnahme. Bei' Nichtgefallen Geld zurück. 64237(8 Sütterlin, Cosmos-Haus, Zürich 4. Jparftti» Grefe Das ist zehntausendfach bewiesen! Hunderte von Betrieben benützen mit grösstem wirtschaftlichem Vorteil TEMPO-Lieferwagen neben ihren schweren Mehrtonner-Lastwagen. Auch der kleinste Transport mit nur 100 kg Nutzlast ist mit TEMPO nutzbringend. Jedes Gewerbe setzt mit Vorteil den TEMPO-Lieferwagen als wirtschaftlichstes Transportmittel ein! Brücken-, Pritschen-, Kastenwagen Brücken- und Pritschenmasse: 250x150/160 cm Preis* ab Fr. 5500.- plus Wust. Prompte Lieferung WEWERKA ZÜRICH 8. Kreuzstrasse 36 Telefon (051) 241626 Filialen in Bern und Lugano z U VERKAUFEN ab Berna G5: 1 kompletter Motor, 125/170 mm, mit Kühler. 1 Kupplung. 1 Schnellgang. 1 Hinterachse mit Fischerrädern 40/8" 1 Vorderachse mit Fischerrädern 40/8" 1 komplette Getriebeachse samt Ritzel. komplette Kippvorrichtung, 5 t, Wirz, mit Brücke, 410/220/40 cm (Original Wirz). G. Schibier, Ollen, Tel. (062) 5 28 76. Die Untervertretung für einzelne Kantone, Bezirke, Gemeinden ist noch an seriöse Fachleute zu vergeben Generalvertretung für die Schweiz: AG. FÜR AUTOMOBILE, ZÜRICH 4 Pflanzschulstr. 9, Ecke Badenerstr. 190 Tel. (051) 272733

II. Blatt BERN, 25. Februar 1948 AUTOMOBIL-REVUE II. Blatt BERN, 25. Februar 1948 man eingerichtet ist. Bei einem teureren Wagen fällt die Zolldifferenz zwischen; der Einfuhr in Teilen oder in fertigem Zustand immerhin erheblich ins Gewicht, so dass Jaguar z. B. bei der Eröffnung deg Salons für die Verkäufe in Belgien eine Preissenkung im Ausmass von 20 % ankündigen konnte. U. S. A. Der Wunschzettel der Amerikaner (Von unserem New Yorker E. B.-Korr.) Gesamtansicht des Brüsseler Automobil-Salons, der jetzt Im Palais du Centenaire untergebracht ist. Die Weite der Halle kommt auch den einzelnen Ständen zustatten, die durchwegs sehr geräumig gehalten sind Dazu verleiht die geschmackvolle Aufmachung der ganzen Schau eine Atmosphäre gediegener Schönheit. Der 31. Brüsseler Automobilsalon Der Salon hat am 16. Februar in einer Atmosphäre der Zuversicht und des Optimismus seine Pforten geöffnet, was um 6O mehr erstaunen muss, als die wirtschaftlichen Probleme der Gegenwart die Automobilwirtschaft Belgiens in empfindlicher Weise erschüttern. Bekanntlich gingen hier die Preise für Personenwagen infolge der neuen Benelux-Zolltarife sprunghaft in die Höhe, so dass sich die Importeure ernsthaft mit dem Gedanken der Errichtung von Montagewerken befassen. Dies gilt vor allem für das Dollargebiet, da der Devisenschwund zu einer ziemlich massiven Reduktion der Importkontingente für die USA geführt hat. All diesen Restriktionen zum Trotz Hess sich das Publikum nicht davon abhalten, vom ersten Tage an dem Salon, dem ersten seit neun Jahren, in Massen die Ehre seines Besuches zu erweisen. Es stehen Rekordbesucherzahlen zu erwarten, denn während man vor dem Kriege auf höchstens 110 000 zahlende Eintritte kam, 60 glaubt man für diesmal mindestens deren 200 000 voraussagen zu dürfen. Die Stände freilich, auf denen man die einzigen wirklichen Neuheiten zu erspähen hoffte — Tucker und f layboy —, waren leer und die allgemeine Enttäuschung darob nicht gering. Wenn man den vorliegenden Informationen Glauben schenken darf, so verfügt Tucker erst über fünf verschiedene Prototypen, die sich zur Zeit im Versuchsstadium befinden, weshalb ihr Konstrukteur davon abgesehen hat, einen davon in Brüssel zur Schau zu stellen, teils um die Versuche nicht zu unterbrechen, teils um das Publikum nicht irrezuführen. In weiten Kreisen hätte man es indessen begrüsst, wenn Tucker wenigstens mit einer Maquette, einer Nachbildung seines Wagens, auf den Plan getreten wäre, um die durch eine grosszügige Propaganda geweckte Neugierde des Publikums zu befriedigen. Jedenfalls hat der belgische Vertreter Tuckers alles getan, um ihn zur Beteiligung in Brüssel, zu bewegen. Alle Telegramme und Telefonate, mit denen er Tucker hoffte umstimmen zu können, vermochten indessen nicht, dessen Entscheid zu ändern. Für das Fernbleiben des Playboy, des neuen amerikanischen Kleinwagens, sollen übrigens ähnliche Motive ausschlaggebend gewesen sein. Sind also die mit Spannung erwarteten Neuheiten von jenseits des grossen Teiche ausgeblieben, so hat wenigstens England das Interesse am Salon dadurch auf Touren gehalten, dass es, in letzter Minute sozusagen, den Standard « Vanguard » entsandte, der vorab durch seine schönen Linien auffällt, wobei es sich bei näherem Betrachten sofort zeigt, dass diese Linienführung sich nicht etwa nur an amerikanische Vorbilder anlehnt, sondern dass die Erbauer neue Wege beschritten haben. (Dieser Wagen ist auf Seite 15 der vorliegenden Ausgabe ausführlich beschrieben.) — Endlich bilden auch die beiden neuen Modelle von Rover, denen der technische Leiter in der letzten «A.-R. > gewidmet war, Gegenstand starken Interesses. Hervorgehoben zu werden verdienen bei einer allgemeinen Würdigung des Brüsseler Salons auch die Leistungen der belgischen Karosseriebauer. Die 1948er Linie, die sie geschaffen, unterscheidet sich deutlich von der italienischen und der Pariser Linie, ohne hinter ihnen zurückzubleiben. Vor allem sei hier Van den Plaas erwähnt, der mit 6ei- (Von unserem Belgien Korrespondenten) Zu behaupten, der Brüsseler Salon stehe im Zeichen einer Offensive der französischen Kleinnen Neuschöpfungen den Ton in dieser Abteilung angibt. Die fünf prächtigen Sport- und Tourenwagenkaro6serien, welche die Firma auf Jaguarund Riley-Chassis ausstellt, tragen durchwegs die persönliche Handschrift Jean van den Plaas, eines Enkels des Gründers,, der 20 Jahre lang in Paris für die dortigen Karossiers arbeitete. Etwas vom EindruckvolLsten, was van den Plaas- hier in Brüssel zeigt, ist ein stromlinienförmiger Innenlenker auf einem Healey-Chaesis. Zwar wurzelt die aerodynamische Gestaltung hier in technischen Ueberlegungen und Zielen, denn Jean van deniPlaas arbeitete während des ganzen "Krie-, ges im Flugzeugbau, aber gerade diese Art der Konzeption führt hier zu einer überraschenden- Schönheit der Linie. . / > Beachtung verdient bei van den Plaas auch ein Grand Sport Roadster auf Jaguar-Chassis und bei Vesters und Meyrlnck Delage- und Delahaye- Cabriolets von klassischer Eleganz. Bei Oblin lenkt ein Delahaye mit sehr weitgetriebener Plexiglasverwendung den Blick auf sich. Von einer 'ganz anderen Seite her ist «Consumer Research» durch die bedeutendste Verbraucherorganisation der USA, die «Consumers Union», angepackt worden. Diese greift wesentliche Punkte heraus, die der durchschnittliche Käufer aus Unkenntnis oder Gleichgültigkeit nicht beachtet, die aber von allergrößtem Wert für die Ermittlung der Unterhaltskosten und der Lebensund Kleinstwagen, die man 6eit dem Pariser Salon vom letzten Herbst kennt, ist keine Uebertreibung. Renault hat eine ganze Armee von Vorführungswagen seines 4-PS-Heckwagens mitgebracht, und der Stand von Dolo ist einer der wichtigsten der Ausstellung. Als Problem von typischer Aktualität erweist sich, wie die nie abreissenden Diskussionen zeigen, die Frage der Montage ausländischer Wagen in Belgien, über deren Zweckmässigkeit die Ansichten stark auseinandergehen. Allerdings liegt auch ein jeder Fall wieder andere. Der Rootes-Konzern beispielsweise hat sich entschlossen, seine Wagen fertig einzuführen, weil die 4500 belgischen Franken, die er beim Import eines Hillman in zerlegtem Zustand gewinnen könnte, bei der Einzelmontage — im Gegensatz zu der Montage in Grossserie, wie sie die Fabrik in England praktiziert — fast restlos wieder verloren ginge. Jaguar schlägt'den entgegengesetzten Weg ein. Da6 erklärt sich daraus, dass es im Jahr nur etwa 7000 Wagen herausbringt, währenddem Rootes für eine monatliche Produktion von allein 3000 Hill- Die amerikanische Autoindustrie behauptet, die funktioneile und ästhetische Gestaltung des Autos werde vom Publikum bestimmt. Sollte diese Behauptung auch ehrlich gemeint sein, so trifft 6ie doch kaum zu Was dem Publikum angeboten wird das bestimmen in erster Linie die Werkingenieure manchmal auch der Zufall, wie bei einem neuen Luxusmodell, für Sessen Farbgebung das Abendkleid der Fabrikantengattin Modell stand. Die Erfassung und Wertung des Massengeschmacks ist der Autoindustrie ebenso wenig gelungen wie etwa der Filmindustrie. Zugegebenermassen hält es schwer, sich darüber zu informieren, was _das Publikum wirklich will. « Consumer Research », ein neuer Zweig der Betriebswissenschaft, wobei der Fabrikant der öffentlichen Meinung gewissermaßen den Puls fühlt, ist erst im Anfangsstadium seiner Entwicklung. Immerhin wird die Bedeutung von « Consumer Research » von nahezu allen Fabriken anerkannt. Ford hat es bis zu einer gewissen Systematisierung gebracht und nicht nur Zehntausende von Fragebogen an gegenwärtige und künftige Autokäufer verschickt, sondern auch alle Filialleiter angewiesen, die Bemerkungen, die das Publikum bei der Besichtigung neuer Modelle macht, aufzuschreiben und der Fabrikleitung einzusenden. Bei allem guten Willen ist aber auch Ford vorerst ün Elementaren •steckengeblieben. Sein Fragebogen diente vor allein dazu, dem Kaufsinteressenlen. klarzumachen, da6s er mehr zählen müsse, wenn er mehr haben wollte. Beispielsweise wurde eryauigefojdert, sich darüber zu äussern, ob ihm eifle'' airjömatis'che'. Kraftübertragung einen Aufpreis ^von, 150 Dollar wert sei. Aehnliche Fragen 'bezogen sich auf die Stärke des Motors, die Qualität,, der Polsterung, die Frage, ob zwei oder vier Türen bevorzugt würden u.dgl. mehr. Eine in ihrer Linienführung sehr ansprechende Van den Plaas-Karosserie auf einem 2V 2->-iter-Jaauar-Chassis. dauer,von Automobilen sind. Beispielsweise erwägt der Käufer beim Ankauf eines neuen Wagens kaum je die Frage, wieviel ihn die Reparatur eines eingebeulten Kotflügels kosten wird. Bei den mannigfachen Hebeln und Knöpfen beachtet er eher die ChTomveraerung als die funktionell ideale Lage. Mechanische Einzelheiten sind seiner Beurteilung in der Regel überhaupt entzogen. Durch Befragung von Tausenden von Fahrern und Technikern hat nun « Consumers Union » eine vorläufige Wunschliste zusammengestellt, die sich auf die folgenden elf Hauptpunkte konzentriert: 1. Grosse der Pneus. Pneus sollten imstande sein, ausser der toten Last des Wagens mehrere Hundert Pfund Nutzlast zu tragen, ohne überlastet zu sein. Folgende Beispiele zeigen die Variationen zwischen « gut > und «schlecht»: Marke A: 730 Pfund Nutzlast; Marke B: 600 Pfund Nutzlast-, Marke C: nur 117 Pfund; Marke D: nur 120 Pfund. 2. Niedrige Reparaturkosten. 1947 wurden in den USA etwa 6,8 Milliarden Dollar für Autoreparaturen ausgegeben, d. h. rund 185 Dollar für jeden einzelnen der 37 Millionen Personenund Lastwagen Ein erheblicher Teil dieser Summe entfällt auf wirtschaftlich nicht zu rechtfertigende Ausgaben für minderwertige Batterieri> verrostete Karosserien und Chassis, überflüssige Verzierungen und ungeschickt konstruierte Kotflügel. Ein Teil der Summe muss darauf verwendet werden, um die «metallenen Unterröcke» abzumontieren, hinter denen die beschädigten Teile verborgen sind. Die Arbeitskosten waren, nach « Consumers Union », am niedrigsten für den 3. Sicht und Bequemlichkeit. Beide werden zu oft den Erfordernissen der von Detroit bevorzugten Linienführung geopfert. Die neuen Studebaker-Modelle gelten hier als vorbildlich, reichen aber nicht an die Lastwagenkonstruktionen heran, die heute (1948) die grösste Bequemlichkeit beim Sitzen und die beste Sicht nach vorne und hinten bieten. 4. Gesamtlänge im Verhältnis zum Nutzraum. Eine unsinnige Mode verlangt eine exzessive, durch Breite und Tiefe der Sitze selten gerechtfertigte Wagenlänge, die die Manövrierfähigkeit im Verkehr beeinträchtigt und zu sonst vermeidbaren Karo6seriebeschädigungen führt. Die beste Note erhalten in dieser Beziehung die Kaiser- und Studebaker-Modelle. 5. Verzicht auf überflüssigen Luxus. Hierher gehören teure Lacke, die immer wieder durch Wachs geschützt werden müssen, teure Kühlerhauben, die einen eigenen Chromschutz verlangen, teure Stossdämpfer, die nur « 6chön », aber nicht funktioneil notwendig sind, und teure Polsterstoffe, die Schutzüberzüge erfordern. 6. Rostschutz. Durch das «undercoating» von Wagenunterseiten kann heute ein Rosten verhindert oder wenigstens verzögert werden. Wenn die Fabriken selbst zum «undercoating > übergingen, Hessen sich die Kosten dieses Verfahrens auf einen Bruchteil der bisherigen Kosten reduzieren.. 7. Starten mit kaltem Motor. Es steht längst fest, da6S kaum ein Faktor so viel zum vorzeitigen Verschleiss der Motoren beiträgt wie « kaltes Starten ». Die Ingenieure der Autowerke haben dieses Problem jedoch überhaupt noch nicht in Angriff genommen. 8. Vielseitigkeit. Die Trennungslinien zwischen Personentransport- und Nutzwagen sollten nicht so scharf gezogen werden. Es sollte möglich sein, gewöhnliche Autos durch Entfernung der hinteren Sitze vorübergehend in Fahrzeuge zum Transport nichtsperriger Güter zu verwandeln, ohne dass sich der Käufer gleich einen der kostspieligeren « Station wagons » zulegen müsste. 9. Grössere Auswahl zusätzlicher Einrichtungen. Jeder Käufer sollte die Wahl haben, ein und dasselbe Modell je nach Bedarf z. B. mit Vierganggetriebe, mit automatischer Kraftübertragung oder mit Spezialmotoren für bergiges Gelände usw. zu kaufen. Eine solche Auswahl wurde 1947 nur bei Buick, Crosley, Mercury und Plymouth geboten. 10. Geringeres Gewicht. Fast jeder Wagen ist heute ein paar Hundert Pfund schwerer, als er zu sein brauchte. Das Publikum zahlt für das Metall und für den erhöhten Benzinverbrauch und erhält einen Motor, der sich infolge stärkerer Beanspruchung schneller abnutzt. 11. Weniger Luxus — mehr gesunder Menschenverstand. Folgende Teile müssen verbessert und folgende Operationen vereinfacht werden: Anbringung von Hebeln, Schaltern und Knöpfen am Armaturenbrett, Neigung der Windschutzscheiben (um den Blendeffekt herabzusetzen), Kontrolle des Oelniveaus, Montieren der Schneeketten und — das Ein- und Aussteigen. Dieser Wunschzettel ist gewiss nicht zu anspruchsvoll. Wenn 6eine Erfüllung von logischen Erwägungen abhinge, dürfte das amerikanische Publikum, bald das ideale Auto haben. Leider gibt die Logik allein jedoch nicht den Ausschlag.