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E_1949_Zeitung_Nr.008

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16 AUTOMOBIL REVUE

16 AUTOMOBIL REVUE MITTWOCH, 2S. FEBRUAR 1949 - Nr. 8 Wagenheizungsversuche englischer Firmen Mne wirksame Wagenheizung ist nicht einfach zu entwickeln. Die Karosserie sollte von Anfang an auf die Heizanlage ausgerichtet werden, da es nicht angeht, einfach nachträglich einen Heisslufterzeuger einzubauen und seinen Luftstrom irgendwohin zu lenken. Normalerweise stammt die Heizungswärme vom Kühlwasser. Der Radiator, der ähnlich wie ein Kühlerelement gebaut ist, wird mit dem Wasserkreislauf verbunden und erhält Heisswasser vom Zylinderkopf, und vom Heizelement strömt es in die untere Kühlwasserleitung zurück. Bei Wagen mit Thermosyphonkühlung ist eine zusätzliche Wasserpumpe einzubauen, die Kühlwassermenge ist etwas zu reduzieren oder der untere Teil der Kühlerfläche abzudecken. Die vom Radiator erzeugte Warmluft wird durch einen mit einem Widerstand regulierten Ventilator in Zirkulation gesetzt. Besser als ein einfaches Umwälzverfahren der Innenluft ist die Zufuhr von Frischluft nicht nur wegen der dauernden Erneuerung der Atmosphäre, sondern auch wegen des dabei entstehenden leichten Ueberdrucks, der das Auftreten von Zugluft verhindert. Die übliche minütliche Fördermenge des Ventilators beträgt 700 bis 850 Liter pro Person. Die Warmluft muss in genügender Menge überall dorthin gefördert werden, wo sie die Insassen am besten warmhält und die Sicht Montage der Messinstrumente für Innentemperaturen eines Humber Hawk mit und ohne Heizung. (von unserem Londoner Korrespondenten) freigibt. Die Windschutzscheibe darf nicht anlaufen, und es sind vor allem die Füsse der Passagiere zu erwärmen, während keine Warmluft direkt ins Gesicht strömen solL DieDüsengrosse des Defrosters spielt ebenfalls eine grosse Rolle. Praktische Versuche können naturgemäss nur unter entsprechenden klimatischen Verhältnissen durchgeführt werden. In England ist genügend starke Kälte selten vorhanden, und doch müssen die zu exportierenden Wagen, die teilweise in Gegenden mit stark kontinentalem Klima gehen, wirkungsvolle Heizanlagen besitzen. Aus diesem Grund veranstaltete die Smith Motor Accessories Ltd., die einen bedeutenden Teil der englischen Wagenheizungen baut, eine Versuchsexpedition, deren Ziel infolge Devisenmangels nicht, wie ursprünglich vorgesehen, die Schweiz, sondern Norwegen war. Als Zentrum der Versuche wurde die Stadt Tynset 300 km nördlich von Oslo gewählt. Die notwendigen Wagen, ein Austin A 70, ein Hillman Minx, ein Humber Hawk, ein Standard Vanguard und ein Wolseley 4-50 wurden von den Herstellern zur Verfügung gestellt. Die Karawane verliess England am 29. Januar und erreichte Tynset am 2. Februar. Drei Tage später trat eine genügend scharfe Kälte auf, worauf die Versuche bei Tag und Nacht fortgeführt wurden. Sie bestanden darin, die Aussentemperatur wie auch die Innentemperatur der mit Heizungen ausgerüsteten Wagen an 15 Punkten vermittelst Thermoelementen und Millivoltmetern zu messen. Auch die zirkulierende Wassermenge und ihre Temperatur bei Ein- und Austritt wurde festgehalten, ferner die umlaufende Luftmenge. Verschiedene Heizungskonstruktionen kamen zur Prüfung, und alle Undichtheiten der Wagen Vor einigen Tagen führte der Kurverein Davos einem kleinen Kreis von Interessenten eine neue, kleine Schneeräumungsmaschine vor. Dem Kurverein Davos liegt, wie dessen Dir. Kassier ausführte, u. a. die Schneeräumungsarbeiten auf den Strassen, den Spazierwegen (Davos besitzt über 100 km Spazierwege), den Eisbahnen und den übrigen Anlagen in Davos ob. Bisher wurden etwa 100 Arbeiter zum Schneeschaufeln eingesetzt, und die Schneemauern rund um das Eisfeld türmten sich bis zu 6 m Höhe. Die dadurch erwachsenden Kosten sind in den letzten Jahren stark gestiegen. Schwierig ist auch oft das Wegräumen des Schnees. Der Kurverein Davos sah sich nach neuen Mitteln zur Bewältigung der anfallenden Arbeit um. An Stelle einer grossen Maschine, wie sie zur Offenhaltung der Alpenstrassen verwendet werden, verlangte man möglichst viele kleine Maschinen, die für alle Zwecke und an vielen Orten zu gleicher Zeit eingesetzt werden können. 1947 wurde der erste Prototyp einer kleinen Schneefräse gebaut; im letzten Jahr wurden verbesserte Typen angefertigt, und heute steht die erste Serie der « Snow Boys > gebrauchsfertig bereit. .. , Thermoelement zum Messen der Aussentemperatur wurden durch Isolierband abgedeckt. Während der zehn Tage dauernden Versuche blieben die Wagen ständig im Freien, doch starteten ihre Motoren täglich ohne Schwierigkeiten. Die Kälte verursachte einmal das Festfrieren des Bremsbelages eines Wagens. Gleichzeitig prüfte ein Vertreter der Radiomobile Co. (mit Smiths und His Masters Voice liiert) den Empfang von Radiogeräten unter winterlichen Bedingungen, wobei wertvolle Resultate bezüglich der günstigsten Montage der Antennen sowie Störungen wegen der statischen Elektrizität infolge der Schneekettenreibung erzielt wurden. Die Versuchsgruppe verliess Norwegen am 12. Februar. Dudley Noble. Die Klein-Schneeräumungsmaschine Snow-Boy Die rasche Entwicklung und die kurze Zeit bis zur Fertigstellung der ersten Seriemaschinen wurde durch Zusammenarbeit mit der Motoren- Die Klein-Motorsenneeschleoder Snowboy des Davos, die von der Maschinenfabrik Grunder gebaut wurde. und Maschinenfabrik A. Grunder & Co. AG. In Binningen bei Basel möglich. Der Snow Boy gleicht auf den ersten Blick den von Grunder hergestellten und in der Landwirtschaft bewährten Bodenfräsen. Das Antriebsaggregat, bestehend aus einem 2-Takt- Motor von 350 oder 460 cm 1 und einem Dreiganggetriebe ist auf einem Paar kleiner, doppelt bereifter Räder von 500 mm Durchmesser aufgebaut. Der Antrieb dieser Räder erfolgt vom Motor über das Getriebe über eine Welle mit gehärteter Stahlschnecke auf ein Schneckenrad, das auf der Welle der Räder sitzt. Die Geschwindigkeiten des Fahrwerks betragen bei einer Motordrehzahl von 2500/min 0,8, 1,4 und ca. 3 km/h im ersten, zweiten und dritten Gang. Die Lenkung erfolgt mittelst zweier Holme; eine patentierte Einzelradausschaltung gestattet das Wenden auf engem Räume. An der Vorderseite des Getriebekastens ist das Arbeitsaggregat angeflanscht; es besteht aus einem Turbinenrad, das auf der in Fahrtrichtung aus dem Getriebkasten austretenden Zapfwelle sitzt, sowie der Fräserwalze, die vor ihm liegt und deren Welle quer zur Fahrtrichtung angeordnet ist. Der Antrieb der letzteren erfolgt mittelst eines Kegelradgetriebes durch die' verlängerte Welle des Turbinenrades. Die Zapfwelle und mit ihr das Turbinenrad besitzen zwei Antriebsdrehzahlen, die unabhängig von der im Fahrwerk eingeschalteten Geschwindigkeit gewählt werden können. Bei 2500 Motortouren beträgt die Drehzahl der Antriebswelle des Arbeitsaggregates 900, resp. 1200 T/min. Die Frästrommel dreht bei der gleichen Motorgeschwindigkeit mit HCH. UPS, ZÜRICH 1 Kompressoren und Farbspritzapparat* Seilergraben 41, Telephon (051)327924 Parko-Tip Nr. 4 Ed. Steiner AG., Bern Laupensfrasse 9-11, Tel. (031) 2 35 45/2 58 22 ZU VERKAUFEN Benzinkanister, fabrikneu 20 Liter fassend, Patentverschluss. Lieferung sofort ab Lager. Zcpt 295/49 89575 Albert Jud sen., Import-Export, Küsnacht-Zch. Telephon 9114 55. Neue Pneus 165x400 sehr billig. Bei grösserem Quantum Rabatt. Garage du Quai, 26,

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