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E_1949_Zeitung_Nr.008

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AUTOMOBIL REVUE

AUTOMOBIL REVUE MITTWOCH, 23. FEBRUAR 1919 - Nr. Verkehrsunterricht in der Schule Zahlreiche Behördevertreter und Folizeifunktioriäre der deutschen Schweiz versammelten sich gestern Dienstag in Zürich zu einer Konferenz, an der die Fragen des polizeilichen Verkehrsunterrichts in den Schulen eingehend besprochen wurden. In seiner Begrüssungsansprache hob Feldweibel Linder von der Stadtpolizei St. Gallen hervor, dass mangelndes Verantwortungsbewusstsein der Strassenbenützer und die Grenzen der menschlichen Wahrnehmungs- und Reaktionsfähigkeit immer Unfälle verursachen werden (laut Unfallstatistik sind 95 % aller Verkehrsunfälle auf menschliches Versagen zurückzuführen). Vor allem fehlt es der Bevölkerung am notwendigen Verkehrsgeist, der sich mit Bussen und amtlichen Mahnzetteln nicht züchten lässt Nur eine zweckmässige Erziehung kann hier zum Erfolg führen. Bei den Jugendlichen, der Generation vor morgen, muss angesetzt werden. Da im Elternhaus die Kinder nicht zu richtigem Verhalten im Strassenverkehr erzogen werden, bleibt dies der Schule und der Polizei vorbehalten — eine dankbare, aber nicht gar leichte Aufgabe. In seinem klaren und aufschlussreichen Bericht über den Stand der Schiilerverkehrserziehiing der auf Grund einer Umfrage der FRS ausgearbeitet worden ist, führte Dr. Raaflaub im wesentlichen aus: Die Verkehrserziehung ist in einigen wenigen Städten schon vor 1939 zur Einführung gelangt. Während des Krieges wurde sie zeitweise eingestellt, mit dem Jahr 1945 jedoch vermehrt wieder aufgenommen. Seither hat sich eine erhebliche Zahl von Städten und Ortschaften mit der Durchführung von Verkehrsunterricht befasst. Dabei lassen sich grundsätzlich drei verschiedene Methoden unterscheiden: entweder wird der Unterricht durch speziell ausgebildete Polizisten erteilt oder aber es befasst sich der Lehrer selbst damit, unter Verwendung besonderer Lehrmittel und geeigneten Anschauungsmaterials. Und schliesslich — was meines Erachtens der beste Weg wäre — nehmen sich Lehrer und Polizei gemeinsam der Aufgabe an. Dabei ist es selbstverständlich, dass die Polizeiorgane in Uniform vor die Schüler treten, wird doch dadurch vermehrte Aufmerksamkeit und Disziplin erreicht und gleichzeitig die ungerechtfertigte, aber weit verbreitete Angst vor dem Polizeimann gemildert. Vorwiegend werden die Schüler über ihre Pflichten als Fussgänger aufgeklärt, wobei jedoch in einzelnen Städten auch die jugendlichen Radfahrer ihre besonderen Lektionen erhalten. In der Regel beginnt der Verkehrsunterricht mit theoretischen Erläuterungen, denen dann möglichst eindrückliche praktische Demonstrationen folgen. Bei allen diesen Aktionen, so betonen viele Behörden ausdrücklich, haben die grossen Verkehrsverbände einen günstigen Einfluss ausgeübt, sei es durch die Lieferung von Material oder durch praktische Unterstützung aller Art Leider hat sich dagegen das Zusammenwirken zwischen Lehrern und Polizeiorganen noch nicht überall so gestaltet, wie es im Interesse der Sache wünschenswert, wäre. Oft bringen die Lehrer für die neue Unterrichtsart nur wenig Begeisterung auf, oft aber beklagen sie sich auch über mangelhafte Unterstützung durch die Polizei. Vor allem muss man darauf bedacht sein, dass sich die Eltern in vermehrtem Masse- bewusst werden, welche wichtige Rolle sie bei der Verkehrserziehung ihrer Kinder zu spielen haben, sollten sie doch ihre Sprösslinge dauernd zu vernünftigem Verhalten auf der Strasse ermahnen. Bei der Jugend fehlt es nicht an Interesse hiefür, und dies sollte jeden Lehrer ermutigen, den Wissensdrang der Schüler auf dem Gebiet des Verkehrs zu fördern. Mittel und Material für den Verkehrsunterricht gibt es heute schon recht zahlreich, wobei den Lehrbüchern besondere Bedeutung beigemessen wird. Die Ergebnisse der Verkehrserziehung sind recht befriedigend. Nicht nur ist in allen Fällen eine bessere Verkehrsdisziplin festzustellen, auch die Zahl der Unfälle hat sich wesentlich vermindert. So hat z. B. St. Gallen, wo von 1926 bis 1936 fünf Kinder durch Verkehrsunfälle ums Leben kamen, zwischen 1936 und 1946 kein solcher Unfall mehr verzeichnet werden müssen. Aehnliche Feststellungen werden aus Basel und Bern gemeldet. Der Gedanke, dass der Schülerverkehrsunterricht notwendig ist, hat in letzter Zeit stark an Boden gewonnen, aber noch immer gibt es viele Leute, die Zweck und Ziel dieser Bestrebungen nicht begreifen wollen. Ueberall muss man gegen Schwierigkeiten kämpfen. Alle diese Hindernisse werden sich jedoch durch das Bewusstsein überwinden lassen, dass den Erwachsenen die schöne Verpflichtung obliegt, junge Menschenleben zu beschützen und damit ihre Zukunft zu sichern. Wachtmeister R. Hugi von der Stadtpolizei Bern bewies hierauf mit einer wohlgelungenen Lektion, dass auch Schüler des Kindergartens für Verkehrsunterricht empfänglich sind. Begeistert horchten die Kleinen auf die Worte des c Onkels von der Polizei». Und dass es sehr richtig ist, den Unterricht den verschiedenen Altersstufen anzupassen, wurde deutlich sichtbar, als Polizist E.Josef (Stadtpolizei Zürich) den Sechstklässlern beibrachte, wie man sich auf der Qtrasse zu benehmen hat. Und schliesslich zeigte noch Wachtmeister Weber als Vertreter der Zürcher Kantonspolizei, wie man mit guten Lichtbildern den Verkehrsunterricht lebendig und wirksam gestalten kann. Im Anschluss an diese praktischen Vorführungen referierte Seminardirektor Dr. Schohaus (Kreuzungen) über Nach seiner Ansicht ist es falsch, sich zu scheuen, andere Leute als Lehrer vor die Schulklasse zu stellen. Das Pensum der Schulmeister ist ohnehin derart belastet, dass die Verkehrserziehung besser Fachleuten überlassen bleibt. An sich ist es zwar nicht natürlich, dass die Verkehrserziehung den Kindern von Staats wegen Eine Konferenz in Zürich beigebracht wird, denn eigentlich wäre dies ja Sache der Mütter und Väter. Weil dies jedoch nicht geschieht, bleibt diese Aufgabe dem Verkehrsinstruktor überlassen, der der Lehrerschaft sehr willkommen ist An die Adresse der polizeilichen Verkehrserzieher gewendet, führte Dr. Schohaus weiter über die Methodik aus: Der Polizist soll den Kindern nicht als «Lehrerkopie», sondern als wohlwollender Freund und Berater entgegentreten. Die Uniform freilich ist notwendig, damit sich die Kinder schon frühzeizig an die Polizei gewöhnen können. Nach verschiedenen, für die P^^xis wertvollen Hinweisen stellte der Referent' fest, dass für die Verkehrserziehungslektionen unbedingt die nötige Zeit zur Verfügung gestellt werden muss und kann. Es ist wichtig, den Schülern Gelegenheit zum Fragenstellen zu bieten. Viel besser ist es, pro Jahr mehrere Stunden für Verkehrserziehung zu reservieren und nachher vielleicht eine kurze Pause einzuschalten. Als unerlässlich erscheint es überdies, bei den Demonstrationen die Schüler nach Möglichkeit mitarbeiten zu lassen; nach dem « Selbsterarbeitungsprinzip • wird der erlernte Stoff so besser haften bleiben. Und sicher bedeutet es für die meisten Kinder ein seltsam befriedigendes Gefühl, einmal der Polizei helfen zu dürfen. Als gewichtige Forderung stellte der Referent den Satz auf, dass man den Schülern vor dem Strassenverkehr nicht Angst machen dürfe. Aengstlichkeit kann verheerender wirken als Leichtsinn oder Draufgängertum. Deshalb soll auf keinen Fall der Furchtsamkeit Vorschub geleistet werden. Gerade darum ist in der Auswahl des Bildmaterials grösste Vorsicht am Platze. Sensationsbilder, Schauerszenen von Unfällen gehören nicht vor Kinderaugen. Die Ursache der meisten Verkehrsunfälle liegt in der charakterlichen Unvollkommenheit jedes Menschen (Verträumtheit, Prahlerei, Rücksichtslosigkeit, mangelnder Gemeinsinn). Ein Unfall ist fast immer eine Offenbarung menschlicher Schwäche; Charakterbildung bedeutet somit das erste Erfordernis der Unfallverhütung. Wiederum wäre dies eine Aufgabe der Eltern, die sie jedoch scheinbar nicht restlos zu erfüllen vermögen. Hier kann der Polizist sehr viel mithelfen; gleichzeitig hat er aber auch die Möglichkeit, sich die Herzen der Kinder zu erobern, und gerade dies sollte ausgenützt werden. Angstprovokation ist psychologisch falsch, und die Meinung irrig, ohne Angst gebe es keine Autorität. Die Bereitschaft bei der Jugend, die Polizei zu bewundern, ist da, und der Schritt zur Sympathie nicht mehr gross. Wenn diese einmal erreicht ist, hat die Verkehrserziehung auch ausserhalb ihres Zieles Wertvolles geschaffen, denn Im Netz unserer Alpenstrassen klafft zwischen dem Pillon und der Grimsel eine grosse Lücke, verkehrswirtschaftlich gesehen ein höchst unbefriedigender Zustand, weil eine direkte Verbindung vom Mittelland nach dem Rhonetal von Aigle aufwärts, vor allem nach dem Simplon, fehlt. So von ungefähr geschah es denn auch nicht, dass schon vor zwei Jahrzehnten Projekte zur Ausfüllung besagter Lücke auftauchten, 1928 für eine Sanetsch-, 1929/30 für eine Rawilstrasse. Dabei ist es indessen geblieben, und wenn es auch nicht an Versuchen fehlte, diese Pläne nach dem Krieg zu aktivieren, so sind sie bisher daran gescheitert, dass auf dem Gebiet des Alpenstrassenbaues andere, dringendere Aufgaben der Lösung harrten und auch heute noch zu einem sehr grossen Teil harren; Ausbau der bestehenden Paßstrassen und der Zufahrtsrouten heisst das Programm, das zunächst einmal der Verwirklichung entgegengeführt, werden soll. Bis es soweit ist, werden noch Jahre und Jahre verstreichen, denn bei der « Verkehrspolitik >, wozu sich beispielsweise der Nationalrat soeben bei der Beratung der Bundesfinanzreform bekannt hat, darf der benzihzoll- und steuerzahlende Automobilist vorläufig kaum auf eine Beschleunigung des Ausbautempos hoffen. Das hindert natürlich Diskussionen um neue Alpenstrassenprojekte nicht Um in « unserer» Region zu verbleiben: dem Sanetsch- und dem Rawilprojekt hat sich vergangenes Jahr als neuestes ein Gemmistrassenprojekt hinzugesellt, für dessen Förderung sich unlängst — wie gemeldet — Initiativkomitees im Kandertal und in Brig gebildet und die Diskussion darüber in Gang gebracht haben. Ueber diese Projektstudie, die gegenüber einer früheren eine Reihe von Verbesserungen aufweist, entnehmen wir einem Bericht des Verfassers, Ing. Minder (Interlaken): Die Entwicklung der Nordrampe beginnt in Kandersteg bei der BLS-Unterführung, von wo nur in den Diktaturstaaten sind die Vertreter, des Staates gefürchtet Bedeutungsvolle Vergleiche zwischen der Verkehrssicherheit in den USA tmd bei uns zog »odann Herr J o h o, der Leiter der Schweiz. Beratungsstelle für Unfallverhütung in Bern. Nachdem er die neuesten Unfallziffern für 1948 in der Schweiz (27 232 Unfälle, 15 852 Verletzte und 655 Tote) mitgeteilt und mit Nachdruck auf die Notwendigkeit der Verkehrserziehung der Schüler hingewiesen hatte, schilderte er die Verhältnisse im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. In Amerika ist, wie bei uns, die Verkehrserziehung der Erwachsenen eine höchst problematische Angelegenheit. Um so mehr aber wird die Jugend für den Verkehr erzogen. Währenddem der eigentliche Unterricht ungefähr nach denselben Grundsätzen wie bei uns erfolgt (allerdings mit bedeutend mehr. Aufwand an Zeit und Material), wird auf anderen Gebieten sehr viel mehr für die Sicherheit der Kinder auf der Strasse gesorgt Da sind einmal die Patrol- Girls und -Boys zu erwähnen, die nach vielwöchiger Ausbildung in besonderen Lagern und Wochenendkursen auserkoren und befähigt-sind, ihre Kameraden auf dem Schulweg vor den Gefahren der Strasse zu behüten. Sie sind sehr stolz auf ihr Amt und die damit verbundenen Auszeichnungen, und ihre Aufgabe erfüllen sie mit viel Geschick und grossem Erfolg. Darüber hinaus wird die Umgebung der Schulhäuser mit ganz besonderer Sorgfalt markiert, mit Signaltafeln und Bodenmarkierungen, die in der Regel auch die Geschwindigkeit auf 25 Meilen/h oder noch weniger beschränken. Alle diese Anstrengungen haben bewirkt, dass die Zahl der verunglückten und getöteten Kinder in den letzten Jahren wesentlich zurückgegangen ist. Obwohl in Amerika die Unfallstatistiken sich erheblich günstiger präsentieren als bei uns (USA 11 Tote, Schweiz 16 Tote auf 100 000 Einwohner), scheut man dort keine Bemühungen, um auch die Erwachsenen zur Disziplin zu erziehen. Mit Plakaten, Broschüren, Wettbewerben, mit Film und Radio versucht man auf die grosse Masse einzuwirken. Dabei hat erstaunlicherweise der Film bisher für die Verkehrserziehung nur wenig zu bieten vermocht. Der Schülerverkehrsunterricht wird in den USA fast ausschliesslich durch die Lehrerschaft erteilt. Vielfach verwendet man dabei verschiedenartige Tests, die verblüffend wertvolle Ergebnisse zeitigen. Gleichzeitig wird auch die Wirksamkeit und die Bedeutung der Patrol-Girls und -Boys immer wieder überprüft Die reichaltige und vielgestaltige Ausstellung bot jedem Konferenzteilnehmer nützliche Anregungen, und nicht minder gross dürfte auch die gedankliche Ausbeute aus der regen Diskussion sein. Schliesslich aber — und das ist nur eine billige Genugtuung — wird jedermann gespürt haben, wie gross und edel die Aufgabe der Verkehrserziehung jeder Art ist R.S. Und jetzt ein Projekt für eine Gemmistrasse die Strasse mit zwei Kehren in das Ueschmental .abschwenkt und die Weiler dort bedient Dann führt das Trasse über zwei Kehren zum Nordwestportal des südöstlich verlaufenden Tunnels durch den Uesc.h in engrat Dieser Tunnel weist eine Länge von 1 km sowie 8 % Steigung auf. Das Südostportal befindet sich bereits auf Walliser Boden. Ueber Schwarenbach gewinnt die Strasse dann den Seestutz und führt längs dem rechten Ufer des Daubensees zum Südwestportal des ebenfalls in südöstlicher Richtung verlaufenden Tunnelsunter dem Plattenhorn, der das Gemmiplateau mit der Clawinenalp ob Leukerbad verbindet und eine Länge von 2,4 km sowie 8 % Gefälle aufweist Von der Clawinenalp führt die Strasse in fünf Kehren über Dorenweid—Gassenallmend— Pfeiren nach dem Kurort Leukerbad. Kosten: ca. 27 Millionen Franken! Die Strassenbreite beträgt gemäss den Alpenstrassennormalien 6 m wie bei der Sustenstrasse. Für die beiden Scheiteltunnels ist eine lichte Weite von 8 m vorgesehen. Die maximale Steigung liegt zwischen 8 und 10 %. Von Kandersteg bis Leukerbad misst die ganze Strecke 23,2 km. Die Erstellungskosten der Gemmistrasse werden nach dem vorliegenden Projekt vom November 1948 auf ca. 27 MUL Fr. geschätzt, einschliesslich Betonbelag mit griffigem Hartschichtüberzug. Vom Nordwestportal des Plattenhorntunnels aus ist .die Gemmipasshöhe mit ihrem prachtigen Panorama zu Fuss in 20 Minuten bequem erreichbar. Dort sowie an mehreren anderen Stellen sind grössere Parkplätze vorgesehen. In Kandersteg beginnt die Strasse auf 1196 m ü. M. Das Nordwestportal des Ueschinengrattunnels liegt auf 2010 m und dessen Südostportal auf 2090 m. Die Kulmination der Passstrasse bildet das Nordportal des Plattenhorn- LängenproFit der fiassfrass» Mehr P&rkraum bei der Aareschlucht Man schreibt uns: Am Eingang zur Aareschlucht auf der Innertkirchener Seite sind, gegenwärtig Arbeiten im Gang, um mehr Raum zum Abstellen von Wagen zu schaffen. Bisher war an jener Stelle kaum Platz für vier Cars, wobei nichts anderes übrig blieb, als sie am Strassenrand zu parkieren und diesen solcherart zu « garnieren ». Als Carchauffeur weiss ich es zu schätzen, dass jetzt für eine grössere Parkierungsflache gesorgt und damit unseren Passagieren die Möglichkeit geboten wird, in Ruhe auszusteigen. Jeder Automobilist, der die Aaretschlucht besucht, wird diesen Ausbau sicher begrüssen, und ich möchte nicht unterlassen, den zuständigen Behörden dafür zu danken. F. H, tunnels beim Daubensee auf 2240 m u. M. In Leukerbad endigt die Strasse auf 1400 m. Entlüftung und Klimatisierung der beiden Tunnels. Die beiden Scheiteltunnels sollen in neuzeitlichem Sinne belüftet, klimatisiert und taghell beleuchtet werden. Hochdruckventilatoren an den Tunneleingängen füllen den gesamten Tunnelrauminhalt stündlich mehrmals vollständig mit frischer Luft und saugen die gesamte Abluft ebenso oft ab. Damit infolge des Wärmeunterschiedes zwischen der Frischluft und der Felstemperatur keine Kondensnässe entstehen kann, wird die Frischluft künstlich getrocknet, d.h. durch Klimaanlagen vor der Förderung in den Tunnel konditioniert Die Verteilung der Frischluft im Tunnel erfolgt in der Weise, dass eine Vergasung durch Kohlenoxyd CO (Auspuffgase) unmöglich ist Ein Sohlenkanal führt Frischluft, während die Abluft durch einen Kanal in der Tunnelfirst abgesogen wird. In beiden Kanälen sind zur Förderung und Sicherung der Luftzu- und -abfuhr weitere Ventilatoren eingebaut Die Querlüftung erfolgt von unten nach oben, wobei die Auspuffgase durch Respirationsöffnungen in der Stollenfirst direkt in den Abluftkanal abgesogen •werden. Zur Verbesserung der Beleuchtung werden die Tunnelwandungen geweisselt Für den Fall, dass die Fremdstromzuruhr unterbrochen würde, sind dieselelektrische Notstromanlagen vorgesehen, die im Augenblick des Stromausfalles selbsttätig, einschalten und die Ventilation und Beleuchtung so lange aufrechterhalten, bis die Fremdstromzufuhr wieder intakt ist Dagegen stehen die Klimaanlagen bei Notstrombetrieb stilL da. die Luftkonditionierung im Notfall vorübergehend entbehrt werden kann. Mit der Traversierung der Berner Alpen in deren Zentrum und in der Mitte zwischen der Grimsel- und der Pillonstrasse liesse sich eine Verkürzung der Zufahrt nach dem Wallis verwirklichen, wobei z. B. Leukerbad von Interlaken aus mit dem Auto in 1 ^ Stunden Fahrzeit bequem erreicht werden könnte. Die Strecke von Bern nach Brig, dem Ausgangspunkt für die Simplonstrasse, würde über die Gemmi ca. 56, bzw. 61 km kürzer als über eine Rawil-, resp. Sanetschstrasse. Auch die Anhänger eines Tunnels durch den Gr. St Bernhard rühren sich. Wie stark die verkehrspolitischen und damit auch die strassenbaulichen Interessen des Oberund des Unterwallis divergieren, erhellt aus dem Umstand, dass fast zu gleicher Zeit da ein in Brig erscheinendes Blatt eine Lanze für das Gemmiprojekt bricht und dabei schreibt, es sei an der Zeit die utopischen Projekte um den Grossen St Bernhard aufzugeben und sich auf den bereits bestehenden Simplon zu konzentrieren, Nationalrat Hirzel (Lausanne) dem Bundesrat folgende Kleine Anfrage eingereicht hat: «Der Bau eines Strassentunnels durch den Grossen St Bernhard interessiert ganz speziell die Kantone Waadt und Wallis. Dieser neue Verbindungsweg würde den allgemeinen Interessen des schweizerischen Verkehrswesens entsprechen. Ist der Bundesrat in der Lage, die eidgenössischen Räte und damit die Oeffentlichkeit über seine bezügliche Stellungnahme zu orientieren und vor allem über die Unterstützung, die er dem Projekt angedeihen lassen will? • Ob Grosser St Bernhard, ob Sanetsch, Rawil oder Gemmi — es wird auch bei uns mit Wasser gekocht!

Nr. 8 -»' MITTWOCH, 23. FEBRUAR 1949 AUTOMOBIL REVUE VON ENGLAND FÜR DIE SCHWEIZ GESCHAFFEN Die oft Aaraui Baden i Basel i ßerni Bieli Bvrgdorft Chun Frauenfeld i Freiburgi Glarusi Landquart Langenthali Vertreter der FORD MOTOR COMPANY (Belgium) S.A. erteilen gerne alle weiteren Auskünfte Fritz Brack Fritz Wymann Autavia A6. Willy & Co. Grand Garage du Jura Werner Börrsihl Garage Städell W. Merz & Co. Garage A. Maradan Kaspar Milt L Weibel, Landquart- Garage Meyer & Süss Wagenheber-Reparaturen Luzerni Neuhausem Oltem Rapperswilt St. Gollent St. Morilzi Sitten« Solothumt Surseei Thum Winterthsri Züricht Spezialwerkstätte für hydraulische Heber aller Systeme. Prompter Service. E. SCHLATTER, Feinmech. Werkatätte, Döltschiweg 18, ZÜRICH 55. Tel. 33 35 51. 72822(8,9 Brunner-Rollpritschen Das Beste und Billigste Aus Eschenholz, mit Kopfpolster Auf Rollen oder Kugeln, ä Fr. 27.50 Versand per Nachnahme Fabrikation und Verkauf A. Brunner. Habsburrerstrasse 19, Zürich 10 Th. 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