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Lectio divina –

Lectio divina – Geistliche Schriftlesung „Zu bestimmten Zeiten sollen sie sich mit heiliger Lesung beschäftigen.“ (Benediktsregel, Kap. 48,1) Die geistliche Schriftlesung (Lectio divina) gehört für Benediktinerinnen und Benediktiner zum täglichen Brot. Sie wird aber auch von vielen Christen heute wieder als wichtiger Bestandteil ihres Lebens entdeckt. Sie ist ein probates Mittel, sich dem Kern des Wortes Gottes in vier Schritten zu nähern. Lectio – Lesung Im Wort der Heiligen Schrift spricht Gott selbst zu uns, ganz konkret und immer neu und aktuell. Die Heilige Schrift ist der bevorzugte Ort der Begegnung mit Gott. Deshalb ist das Lesen der Schrifttexte (leise oder halblaut murmelnd) der erste Schritt. Meditatio – Betrachtung Die Meditation vertieft und verarbeitet den Text. „Meditari“ heißt, einen Text lesen, ihn mit Leib und Seele erfassen, ihn im Gedächtnis behalten und mit ganzem Willen in die Tat umsetzen. Die Meditation fordert Mühe, Willenskraft und Ausdauer. Erst dieser Prozess weckt in uns die Sehnsucht, Gott tiefer zu erkennen und zu erfahren. Oratio – Gebet Es kommt der Augenblick, wo wir unser Verlangen nach der Begegnung mit Gott ins Wort, d.h. ins Gebet, bringen möchten. Hier geht es um eine bestimmte Weise des Bittgebetes, das Offenheit und Bereitschaft voraussetzt, die Gnade Gottes zu empfangen und sie mit unserem eigenen Leben zu beantworten. Contemplatio – Anschauung Gottes In der Kontemplation wissen wir uns urplötzlich von Gottes Gegenwart ergriffen. In uns wird ein tiefes Verlangen nach der Anschauung Gottes geweckt. All das entzieht sich rationaler Darlegung. Solche Sternstunden - biblisch gesprochen: Tabor-Erlebnisse – sind ein Vorgeschmack des Himmels, immer im Wissen darum, dass die letzte Vollendung noch aussteht. Lectio divina – The spiritual Reading from the Scriptures. “At certain times they should be occupied with sacred reading.” (Rule of St Benedict, Ch 48, 1) The spiritual reading is a daily routine for Benedictine Sisters and Brothers. Now, though, it has also been rediscovered by many Christians as an important part of their lives. It is an appropriate way of gaining access to the nucleus of God`s word in four steps: Lectio - Reading Through the word of the Holy Gospel God himself speaks to us, very concretely and always anew and with relevance. The Holy Gospel is the preferred venue for meeting God. This is why the reading of the texts from the Holy Gospel (in silence or murmured) is the first step. Meditatio – Meditation The text is enhanced and interpreted by meditation. “meditare” means reading a text, comprehending it with body and soul, keeping it in mind and wanting to do what is says. Meditation demands work, willpower and endurance. This alone is what inspires our desire to reach a deeper awareness and understanding of God. Oratio – Prayer There comes a moment when we want to express our desire to approach God through words. This is a special form of invocation which implies our openness and the willingness to receive the mercy of God and to respond to it in our own lives. Contemplatio – The adoration of God In contemplation we feel all of a sudden deeply stirred by God`s presence, and yearn to adore God. These feelings are beyond rational explanations. Such great moments – in biblical terms “Tabor experiences” - are a foretaste of heaven. And at the same time we are always aware that the final fulfilment has yet to come.

Bibliothek „Nach Tisch sind sie frei für ihre Lesungen … die Älteren sollen nachsehen, ob sich keiner findet, der an geistiger Trägheit leidet und sich dem Müßiggang oder dem Geschwätz überlässt, statt aufmerksam zu lesen, und damit nicht nur sich selbst schadet, sondern auch andere ablenkt.“ (Benediktsregel, Kap. 48, 13.17) Seit dem frühen Mittelalter sind die benediktinischen Klöster „Kulturträger“. Die Pflege und Weitergabe von Wissenschaft, Kultur und Bildung gehörten immer zu ihren besonderen Aufgaben. Die Lektüre ist Teil unseres geistlichen Lebens. Dieses schließt geistige Tätigkeit mit ein, z.B. die Beschäftigung mit der Heiligen Schrift, der Theologie und der Liturgie. Das zeigt sich besonders in den Klosterbibliotheken und in deren Ausgestaltung. Sinnbild für das Lesen sind in unserer Bibliothek die Deckenausmalungen: sie zeigen symbolisch die großen Kirchenväter und - mütter sowie die Mönchs- und Wüstenväter und die großen benediktinischen Schriftsteller durch die Jahrhunderte. Unsere Bibliothek umfasst ca. 60.000 Bände und ist auf mehrere Abteilungen (Theologie, Liturgie, Geschichte, Psychologie, Kunst, Musik, Literatur etc.) und Bibliotheksräume verteilt. Über alte Bestände aus dem alten Kloster Eibingen verfügen wir nicht. Die Handschriften und Bücher, die vor der Säkularisation und Aufhebung des Klosters 1802 gerettet werden konnten, befinden sich heute in der Hessischen Landesbibliothek in Wiesbaden. Das wertvollste Buch unserer Bibliothek ist die Handkopie auf Pergament des Rupertsberger SCIVIAS-Kodex der heiligen Hildegard, die in den Jahren 1928-1932 in unserer Abtei angefertigt wurde. Da das Original der Rupertsberger Handschrift mit den 35 berühmten und wertvollen Miniaturen seit dem Zweiten Weltkrieg als verschollen gilt, hat „unser“ SCIVIAS-Kodex heute Originalwert und stellt die einzige Überlieferung des illuminierten Hauptwerkes Hildegards dar. The Library “After the meal let them apply themselves to their reading or to the Psalms … But certainly one or two of the seniors should be deputed to go about the monastery at the hours when the sisters are occupied in reading and see that there be no lazy sister who spends her time in idleness or gossip and does not apply herself to the reading, so that she is not only unprofitable to herself but also distracts others.“ (Rule of St Benedict, Ch 48, 13.17) Benedictine monasteries have been centres of culture since the early Middle Ages. Their special duties have always included the preservation and the passing on of science, culture and education. Reading is part of our spiritual life. This involves spiritual practises such as giving priority to the Holy Gospel, theology and liturgy. This becomes evident in the design and lay-out of monastic libraries. The ceiling frescoes in our library are symbols of reading, depicting the great Mothers and Fathers of the Church as well as the famous monks and desert fathers and the well-known Benedictine authors down the centuries. Our library contains 60,000 volumes which are divided to several sections (theology, liturgy, history, psychology, art, music, literature etc.) and split up in various rooms. We do not possess stocks from the old monastery in Eibingen. The manuscripts and books which could be saved prior to secularization and the dissolution of the monasteries in 1802 are now kept in the Hessian Landesbibliothek in Wiesbaden. The most valuable book in our library is the vellum-bound copy of the Rupertsberger SCIVIAS Codex of St Hildegard, which was produced in our abbey from 1928 to 1932. As the original is said to be lost “our“ SCIVIAS-Codex is of original value and represents the only written record of the illuminated main work of St Hildegard.

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