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syndicom magazin: Holen wir unsere Zeit zurück!

Das syndicom-Magazin bietet Informationen aus Gewerkschaft und Politik: Die Zeitschrift beleuchtet Hintergründe, ordnet ein und hat auch Platz für Kultur und Unterhaltendes. Das Magazin pflegt den Dialog über Social Media und informiert über die wichtigsten Dienstleistungen, Veranstaltungen und Bildungsangebote der Gewerkschaft und nahestehender Organisationen.

30 Aus dem Leben von ...

30 Aus dem Leben von ... Marzia Giudicetti Die Gewerkschaft ist die zweite Familie 1976 geboren und in Roveredo aufgewachsen, lebt Marzia heute mit ihrem Lebensgefährten Davide in Val Calanca. Nach der Kantonalen Verwaltungsschule in Bellinzona begann sie 1996 ihre berufliche Laufbahn mit dem Eintritt in die Personalersatzabteilung beim Schweizerischen Posthalterverband (SPV). 2002 wechselte sie als Kunden betreuerin am Schalter in das Postamt von Claro, 2900 Einwohner. Die Post von Claro figuriert auf der «schwarzen Liste» und läuft Gefahr, geschlossen zu werden. Dieser Umstand hat Marzia dazu bewegt, der Aktionsgruppe des Postnetzes beizutreten. Die Gruppe kämpft für den Erhalt des Universaldienstes. Text: Barbara Iori Bild: zVg Transparenz und Solidarität leiten mich. «Es liegt offenbar ein bisschen in der Familie: Schon meine Mama arbeitete bei der Post und ist bis heute eingetragenes Gewerkschaftsmitglied. Mein Grossvater, Luigi Bologna, genannt der «Ciri», tagsüber Landwirt und nachts Arbeiter bei Monteforno, hasste Ungerechtigkeiten und verteidigte stets die Schwachen: Er war Mitbegründer der Sozialistischen Partei in Roveredo und Mitglied des SMUV. Von ihm habe ich diesen Geist der Solidarität geerbt. Als ich in der Personalersatzabteilung anfing, kam postwendend der Einzahlungsschein der Gewerkschaft. Zu jener Zeit waren alle bei der Gewerkschaft, es war völlig normal, Mitglied zu sein. Ich schrieb mich also in die Gewerkschaft für Kommunikation ein, das was heute syndicom ist. In meiner Abteilung musste ich verschiedene Aufgaben übernehmen: Ich besorgte Ersatz für Abteilungsleiter, Schalterkollegen und bisweilen auch für Mitarbeiter der Zustellung. Meine wahre Begegnung mit der Gewerkschaft hatte ich im Jahr 2005, als ich Marco Forte, den syndicom- Regionalsekretär kennenlernte. Ihn bat ich um Hilfe, als ich nach Reorganisationsmassnahmen unter den Sozialplan fiel. Was mir bei der Post während der Reorganisation fehlte, war die Achtung vor Werten wie Transparenz, die mir sehr am Herzen liegen. Und das alles in einem schwierigen Moment, denn meine Grossmutter lag gerade im Sterben. Ich fühlte mich schwach. Doch syndicom hat mich unterstützt, ohne über mich zu urteilen und ohne Bedingungen. Denn das ist Gewerkschaft: Du fühlst dich nie allein. Meine Leidenschaft für die Arbeit hat mich dazu gebracht, 2017 in die Aktionsgruppe des Postnetzes einzutreten, um der neuen Schliessungswelle bei den Postämtern entgegenzutreten. Hier trafen wir uns mit verschiedenen Kollegen aus allen Teilen des Tessins, und gemeinsam haben wir über unsere Aktionen entschieden. Dazu tauschten wir unsere Erfahrungen aus. Wir sind alle Mitglieder der Gewerkschaft, und allen ist unser Betrieb in besonderer Weise wichtig. Arbeitsstress? Sicherlich, manchmal haben wir mehr Arbeit, aber als richtig gutes Team helfen wir uns gegenseitig. Nur weiss ich, dass nicht in allen Postämtern dieselbe Harmonie herrscht wie in Claro. Wirklicher Stress ist eine unsichere Zukunft. Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren. In solchen Zeiten ist man sehr verwundbar. Die Post sollte mehr Rücksicht zeigen. Das ist der Grund, warum ich mit meiner Mama in Bellinzona am 6. Mai an der Demonstration zur Verteidigung des Postdienstes teilgenommen habe. Auch bei der Demonstration gegen die Initiative No Billag am 27. Januar haben wir nicht gefehlt, um dort alle zusammen mit lauter Stimme zu rufen: Hände weg vom öffentlichen Dienst!» syndicom.ch/aktuell/artikel/schluss-mitprofit-im-service-public/

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