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der letzte versuch

10 Zur Überwindung

10 Zur Überwindung der Versuchung, die zur bösen Tat führen kann, soll der Mensch aber Hilfe suchen (ohne Überwindung keine Freiheit; steht auch bei Mt18, 7: „… es müssen ja Verführungen kommen.“). Ohne eigene Mithilfe geht es aber nicht. Schon Mose musste in 2Mo17, 8-13 zum Sieg der Israelis über die Amalekiter etwas dazu beitragen, nämlich den Stab mit seinen Händen hochhalten. Das genügte auch schon, den Rest – den Sieg – tat Gott. Der Mensch erkannte, dass die Überwindung des Eigennutzes zu Liebe und Freiheit führen kann. Hier wurde schon aus Bösem (Eigennutz) Gutes (Liebe). D. h., ohne das Böse hätte sich das Gute nicht entwickeln können, was bedeutet, dass das Böse eigentlich auch gut, zumindest erforderlich ist. Ähnliche Gedanken habe ich im Magazin „Israel heute“, in Heft 438, 2015, gefunden (von Aviel Schneider). Dieser Plan findet sich bei Joh9, 3b (der Blindgeborene): „ Es hat weder dieser gesündigt noch seine Eltern (dass er blind geboren ist), sondern es sollen die Werke Gottes offenbar werden an ihm“. D. h., dass er krank geboren wurde, damit Gott ihn gesund machen konnte wir (Menschen) sind „krank“ geboren, damit Gott uns „gesund“ machen kann. Da aber Liebe und Freiheit im Menschen nur unvollkommen erreicht werden können, gibt es die Idee der Erlösung vom Unvollkommenen nebst dem Streben des Menschen danach. Der Mensch kann nun zwar erkennen, dass Freiheit und Liebe erstrebenswert sind, ist aber aus eigener Kraft nicht in der Lage, gegen seine Gene anzugehen. Aus dem Mord Kains an Abel wird schon deutlich, dass das Böse stärker als das Gute ist (Röm7, 19: „Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht, sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich.“), und mit dem Kainsmal (1Mo4, 15) wird verdeutlicht, dass das Böse mit dem Guten bestehen bleibt (Mt13, 24f: Gleichnis vom Unkraut (das Böse), das mit dem Weizen (das Gute) aufwächst). Aber der Mensch erkannte – wie gesagt - im Verlauf der Evolution, dass er in Kooperation viel erfolgreicher war (Christian Vogel, Anthropologe, 1933-94, sagte: „Der wahre Egoist kooperiert.“), und es entstanden Gene im Menschen über Gruppenbildung, Moral, Verantwortung, Gewissen und Fürsorge, die zur Möglichkeit der (unreinen) Liebe führten. Auf einen wahrscheinlichen Einwand, warum es so lange dauere: 1) Für die Ewigkeit sind 13,7 Milliarden Jahre nichts – so lange besteht unser Universum. Allein die Entwicklung zum Menschen hat schon Millionen Jahre gedauert. Und seit wenigen Tausend Jahren überschlägt sich sozusagen alles. 2) Für uns Menschen ist es nur unsere Lebensspanne, die bei Leid aber sehr groß sein kann. In 2Petr3, 9 steht: „ … sondern er hat Geduld mit euch … dass jedermann zur Buße findet“. Das Wesentliche bisher: Wir kommen aus einem Vor-Universum, entwickelten uns zum heutigen Menschen in unserem Universum, wobei Gott die Entwicklung unserer Versuchbarkeit zur bösen Tat zuließ, um sie zu unserem Nutzen einzusetzen, wie wir gleich sehen werden. – III.2.2) Schuld Aufgrund unserer Gene werden wir immer wieder schuldig. Unser Eigennutz lässt sich nicht aus eigener Kraft überwinden, und die Versuchung ist immer noch da. Aufgrund dieser Schuld entsteht also immer wieder Leid. Beides wird von Gott zu unserem Wachstum eingesetzt, gehört also zu seinem Plan. Man könnte natürlich fragen, wo die Idee zum Bösen herkommt. Nach 1Mo2, 17 („… aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen sollst du nicht essen …“) muss das Böse schon vor dem Sündenfall existiert haben. Hier sind wir wieder bei der Versuchung schon im Himmel, die letztlich zum Bösen auf Erden führte. Und dass das Böse nicht von ungefähr herkommt, sehen wir an mehreren Bibelsprüchen: In Röm11, 32 steht: „ Denn Gott hat alle eingeschlossen in den Ungehorsam, damit er sich aller erbarme.“ ;Am3, 6b: „Ist etwa ein Unglück in der Stadt, das der Herr nicht tut?“; 1Joh5, 19b: „… und die ganze Welt

11 liegt im Argen.“; 1Sam18, 10: „… kam der böse Geist von Gott über Saul, …“; Hiob 2, 10: „Haben wir Gutes empfangen von Gott und sollten das Böse nicht auch annehmen?“; Kol1, 15-17; Jes45, 7: „… der ich Frieden gebe und schaffe Unheil“. Der Bibelschreiber hatte also schon das Böse auf Erden als Ergebnis der Versuchung im Himmel vor Augen. Schicksale und Katastrophen werden uns weiterhin begleiten (Röm8, 22: „Denn wir wissen, dass die ganze Schöpfung mit stöhnt und ächzt bis zum heutigen Tag,…“) - III.2.3) Leid Gott wusste, was auf uns zukommen würde Leid. Nach Asa Gray, amerikanischer Botaniker, als Erklärung für die theologisch schwer begründbare Existenz von Leiden "Wenn Kampf und Wettbewerb die Grundlagen evolutionärer Veränderungen sind, dann sind Schmerz und Leiden der Preis für die Entstehung höherer Lebewesen." Alles Leid dient diesem Zweck: Veränderung bei sich und/oder bei anderen. Doch Gott hilft uns dabei durch Veränderung – Veränderung wg. Freiheit. Aber Veränderung bedeutet Überwindung gepaart mit Loslassen. Das schafft der Mensch aber nur schwer, so dass Gott ihn durch „Wegnehmen“ unterstützt, frei nach dem Motto: „Gott gibt durch Nehmen“ (Freiheit für Zwang). Nur: Das empfindet der Mensch als Leid. Loslassen ist das Zauberwort, frei nach dem Motto: „Je weniger ich will, je mehr habe ich.“ Das macht wirklich frei, und was man loslässt füllt Gott mit Liebe auf, denen, die Gott lieben. Das steht schon in Mt10, 39: „Wer sein Leben findet, der wird´s verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird´s finden.“ Und hier passt auch 1Joh5, 4: „… und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat“. Leid ist „weg genommen kriegen“. Leid soll u. a. zum Loslassen führen. Je mehr ich loslasse, je weniger kann mir passieren. Wenn man alles (das Leben) losgelassen hat, kann passieren, was will, man wird nicht leiden. Leid ist nie sinnlos. D. h. Umkehr und Gottvertrauen führen in Richtung Freiheit und Liebe. Ein Ja zu Gott heißt nicht: weniger leiden. Der Mensch ist ebenso ein Sünder, wie ein Nein-Sager und muss auch schmerzhafte Veränderungen ertragen. Nach Ps34, 20. „Der Gerechte muss viel erleiden, …“ Einmal, damit er sich nicht überhebt (2Kor12, 7), zum zweiten kann ein Mensch je freier werden, je mehr er leidet. Wir zeugen auch Kinder, obwohl wir wissen, dass sie in ihrem Leben leiden werden. Jeder leidet nach seiner Kraft. D. h. Starke tragen Lasten der Schwächeren. Wenn man sich das klar macht, dann gilt: Leiden aus Barmherzigkeit (für andere) macht das Leiden erträglicher. Jeder hat jemanden, für den er Lasten tragen würde. Es gibt immer einen Schwächeren. Wenn man sich selbst betrachtet: Was müsste man leiden – wenn denn Leid der Weg ist– um seinen Eigennutz zu überwinden. Das geht aber gar nicht – man müsste die Evolution überwinden. Es gibt fürchterliches Leid: Folter; Verzweiflung, bei der man nur noch die Lösung im Selbstmord sieht; Ohnmacht, eine schlimme Situation zu ändern; unerträgliche Schmerzen; schlimme Krankheit; Verhungern; Angst, ohne eine Linderung zu sehen; … Ich bin mir sicher, dass Gott auch bei diesem Leid hilft, bei jedem, auch ungebeten. Aber kann man diese Überzeugung verinnerlichen? Vielleicht dadurch, dass man sich der Angst vor diesem Leid stellt und sie Gott darlegt. Bei einigen Ursachen von Leid hilft Galgenhumor, auch eine Gnade. Es gibt Mut machende Beispiele: „Und reichst du uns den schweren Kelch, den bittern des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand, so

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