10.06.2018 Aufrufe

{have speed in f[ ]cus!} DTM 2018 Race 05 | 06 Budapest

Die Letzten werden die Ersten sein, so sagt ein deutsches Sprichwort… Dass dies ausgerechnet im 6. von 20 Wertungsläufen in Ungarn eingetreten ist, liegt nicht nur an der grandiosen Vorstellung von BMW, sondern an den Wetterkapriolen in den ersten 10 Rennminuten. Auch sorgte Mercedes in erster Linie durch die dann folgenden Ereignisse in der Boxengasse für Safetycarphase und Rennabbruch. In Folge dessen wurden die BMW von Wittmann, Glock und Eng, durch eine aus der Not heraus geborenen Boxenstoppstrategie, nach vorne gespült und waren die lachenden Dritten. Insbesondere Timo Glock, der in Runde 1 nach Kurve 2 von Müllers Audi umgedreht wurde, hatte in diesem Moment keiner, nicht mal er selber, für das Podium auf dem Zettel. Nach einer Rutschpartie in der Boxengasse durch Aquaplaning und drei Crashs mit 7 verletzten Personen, einem davon schwer, zwei mittelschwer, 2 Krankenwagen und einem Rennabbruch war die bis dahin super Performance von Mercedes von Rennen 1 und Qualifying 2 nur noch Schall und Rauch. Nach 15 Minuten Chaos-Aquaplaning und Verletzten in der Working Lane der Boxengasse - Rennabbruch und Restart mit 28 Minuten Restfahrzeit - konnten Mercedes und Audi die, bis dato hoffnungslos unterlegenen, BMW nicht mehr halten. Entsprechend glücklich waren die Einen und frustriert die Anderen. Audi hatte wieder am gesamten Wochenende nicht die erhofften Ergebnisse eingefahren, die man mit Blick auf die Meisterschaftstabellen so nötig bräuchte. Unabhängig von den schlimmen Ereignissen in der Boxengasse ist die DTM im Jahr 2018 nach dem 3. Rennwochenende alles Andere als langweilig. Wir hoffen und wünschen den hier betroffenen schwerverletzten ungarischen Sportwart und den beiden Feuerwehrleuten sowie den verletzten deutschen DTM Mechanikern alles erdenklich Gute für die Genesung. Motorsport bringt, wie auch hier in Budapest, ständig Unverhofftes mit sich. In positiver wie auch in negativer Hinsicht… …und Motorsport ist und bleibt gefährlich auf und auch an der Strecke…

Die Letzten werden die Ersten sein, so sagt ein deutsches Sprichwort…
Dass dies ausgerechnet im 6. von 20 Wertungsläufen in Ungarn eingetreten ist, liegt nicht nur an der grandiosen Vorstellung von BMW, sondern an den Wetterkapriolen in den ersten 10 Rennminuten. Auch sorgte Mercedes in erster Linie durch die dann folgenden Ereignisse in der Boxengasse für Safetycarphase und Rennabbruch. In Folge dessen wurden die BMW von Wittmann, Glock und Eng, durch eine aus der Not heraus geborenen Boxenstoppstrategie, nach vorne gespült und waren die lachenden Dritten. Insbesondere Timo Glock, der in Runde 1 nach Kurve 2 von Müllers Audi umgedreht wurde, hatte in diesem Moment keiner, nicht mal er selber, für das Podium auf dem Zettel. Nach einer Rutschpartie in der Boxengasse durch Aquaplaning und drei Crashs mit 7 verletzten Personen, einem davon schwer, zwei mittelschwer, 2 Krankenwagen und einem Rennabbruch war die bis dahin super Performance von Mercedes von Rennen 1 und Qualifying 2 nur noch Schall und Rauch. Nach 15 Minuten Chaos-Aquaplaning und Verletzten in der Working Lane der Boxengasse - Rennabbruch und Restart mit 28 Minuten Restfahrzeit - konnten Mercedes und Audi die, bis dato hoffnungslos unterlegenen, BMW nicht mehr halten. Entsprechend glücklich waren die Einen und frustriert die Anderen. Audi hatte wieder am gesamten Wochenende nicht die erhofften Ergebnisse eingefahren, die man mit Blick auf die Meisterschaftstabellen so nötig bräuchte. Unabhängig von den schlimmen Ereignissen in der Boxengasse ist die DTM im Jahr 2018 nach dem 3. Rennwochenende alles Andere als langweilig.
Wir hoffen und wünschen den hier betroffenen schwerverletzten ungarischen Sportwart und den beiden Feuerwehrleuten sowie den verletzten deutschen DTM Mechanikern alles erdenklich Gute für die Genesung.
Motorsport bringt, wie auch hier in Budapest, ständig Unverhofftes mit sich. In positiver wie auch in negativer Hinsicht…
…und Motorsport ist und bleibt gefährlich auf und auch an der Strecke…

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{have speed in f[ ]cus!}

Race 05 & 06 Hungaroring

Mercedesdominanz

auf dem Hungaroring

Hitzeschlacht & Regenchaos

Tabellenführung

für Glock

3fach Sieg für BMW

nach Boxengassendesaster

im Race 6


002

Die Letzten werden die Ersten sein so sagt ein deutsches Sprichwort…

Dass dies ausgerechnet im 6. von 20 Wertungsläufen in Ungarn eingetreten ist, liegt nicht an der grandiosen Vorstellung

von BMW, sondern an den Wetterkapriolen in den ersten 10 Rennminuten. Mercedes sorgte in erster Linie

durch die dann folgenden Ereignisse in der Boxengasse, für Safetycarphase und Rennabbruch. In Folge dessen

wurden die BMW von Wittmann, Glock und Eng durch eine, aus der Not heraus gebohrenen, Boxenstoppstrategie

nach vorne gespühlt und waren die lachenden Dritten. Insbesondere Timo Glock , der in Runde 1 nach Kurve 2 von

Müllers Audi umgedreht wurde, hatte in diesem Moment keiner, nicht mal er selber, für das Podium auf dem Zettel.

Nach einer Rutschpartie in der Boxengasse durch Aquaplaning und drei Crashs mit 7 verletzten Personen, einem davon

schwer und zwei mittelschwer, 2 Krankenwagen und einem Rennabbruch war die bis dahin super Performance

von Mercedes von Rennen 1 und Qualifying 2 nur noch Schall und Rauch. Nach 15 Minuten Chaos - Aquaplaning

und Verletzten in der Working Lane der Boxengasse - Rennabbruch und Restart mit 28 Minuten Restfahrzeit - konnten

Mercedes und Audi, die bis dato hoffnungslos unterlegenen BMW nicht mehr halten. Entsprechend glücklich

waren die Einen und frustriert die Anderen. Nur Audi hatte wieder am gesamten Wochenende nicht die erhofften

Ergebnisse eingefahren, die man mit Blick auf die Meisterschaftstabellen so nötig bräuchte. Unabhängig von den

schlimmen Ereignissen in der Boxengasse ist die DTM im Jahr 2018 nach dem 3. Rennwochenende alles Andere als

langweilig.

Wir hoffen und wünschen dem hier betroffenen schwerverletzten ungarischen Sportwart und den beiden Feuerwehrleuten

sowie den verletzten deutschen DTM Mechanikern alles erdenklich Gute für die Genesung.

Motorsport bringt wie auch hier in Budapest, ständig Unverhofftes mit sich.

In positiver wie auch in negativer Hinsicht…

...und Motorsport ist und bleibt gefährlich auf und auch an der Strecke…

{have speed in f[ ]cus!} - DAS TEAM !

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Impressum

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powered by art-of-speed.net

www.art-of-speed.net

www.have-speed-in-focus.net

https://www.facebook.com/havespeedinfocus


Since 2013

HR 003

Hankook News

Rennstrecken Informationen

006

Best Pit stop Award

Fahrerlagergeschichten...

Edoardo Mortara

3 Fragen - 3 Antworten

013

Fahrerlagergeschichten...

Ullrich Fritz

Mercedes-AMG Motorsport DTM

Teamchef

072

Race 05 & 06

Qualifying

Race 05 & 06

Fakten & Bilder

017

FIA Reaktion auf Unfallserie...

in der Boxengasse

Interview mit Motorsport-Total.com

076

Unerwartete Ereignisse

Working Lane glatt wie

Schmierseife

Champioship 2018

Tabelle Fahrerwertung

Herstellerwertung

Teamwertung

058

070

art of DTM colors

Der besondere Blick! 080

Lifestyle

Von der Piste auf die Straße

082

G-Power M4 CS [F82]

002 | 003


004

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HR 005


006

Ausgewogenes Fahrzeug-Setup -

Schlüssel zum Erfolg am

heißen Hungaroring

Für Premium-Hersteller Hankook und die DTM ist

der Hungaroring an diesem Wochenende der erste

Auslands-Stopp in der Saison 2018. Auf der 4,381

Kilometer langen Strecke nordöstlich der ungarischen

Hauptstadt Budapest werden die Rennen

fünf und sechs in der internationalen Tourenwagenserie

ausgetragen. Der technisch anspruchsvolle

Kurs mit vielen Richtungsänderungen, Bremsund

Beschleunigungsvorgängen erfordert eine

ausgewogene Fahrzeugabstimmung, damit die 18

DTM-Piloten das hohe Grip-Niveau des Hankook

Rennreifens voll ausschöpfen können.

Zum fünften Mal ist der Hungaroring Gastgeber

der DTM, an dem sich im vergangenen Jahr Mercedes-Benz-Pilot

Paul Di Resta und René Rast (Audi)

in die Siegerliste eintrugen. Die Strecke liegt 20 Kilometer

außerhalb von Budapest in direkter Nähe

zu Hankooks hochmoderner europäischer Fabrik

in Rácalmás und ist damit ein Heimspiel für den Reifensponsor.

Die Strecke liegt in einem Tal und wird

deshalb auch „Flacher Teller“ genannt. Den Zuschauern

kommt diese Topografie sehr entgegen, denn sie

können rund 80 Prozent des Asphaltbandes von den

Tribünen aus einsehen. Allerdings herrschen wegen

dieser Kessellage bei Sonnenschein extrem hohe

Luft- und Streckentemperaturen, eine Herausforderung,

die der Hankook Ventus Race DTM Rennreifen

jedoch in den vergangenen Jahren erfolgreich meisterte.

Bei 14 Kurven und vielen engen Passagen ist das

Überholen auf dem Rennkurs in Ungarn schwierig.

Die beste Möglichkeit ergibt sich am Ende der Startund-Ziel-Geraden,

die nach knapp 800 Metern einen

scharfen Rechtsknick macht. „Das Streckenlayout des

Hungarorings mit vielen langsamen Abschnitten und

unterschiedlich schnellen Kurven erfordert ein ausgeglichenes

Fahrzeug-Setup. Die Reifendrücke müssen

korrekt eingestellt sein, um das hohe Grip-Level des

Ventus Race voll auszunutzen und schnell aus den

langsamen Bereichen herausbeschleunigen zu können.

Auch der Fahrstil muss passen. Es ist wichtig,

nicht zu aggressiv zu fahren, sondern das Auto rollen

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zu lassen und immer auf der Ideallinie zu bleiben“,

erklärt Hankook DTM-Chefingenieur Thomas Baltes.

Auf dem 4,381 Kilometer langen Asphaltband befindet

sich aufgrund der Tal-Lage vor allem zu Beginn,

aber auch während des Rennwochenendes, viel

Staub und Schmutz. Die Fahrzeuge sammeln daher

viel Pickup auf, was bei den vielen Brems- und Beschleunigungsmanövern

zu einer erhöhten Temperatur

des Hankook Rennreifens führen kann. Thomas

Baltes: „Mit einem gut abgestimmten Fahrzeug-Setup

und dem entsprechend eingestellten Luftdruck

können zu hohe Reifentemperaturen und damit einhergehender

Verschleiß vermieden werden. Insgesamt

liegt die Reifenbelastung am Hungaroring im

Vergleich zu anderen DTM-Strecken im mittleren Bereich,

wobei die Lauffläche des Ventus Race stärker

beansprucht wird als dessen Konstruktion.“

HR 007


008

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HR 011

Best Pitstop Award

An diesem Rennwochenende

zeigten die Jungs vom

Audi Sport Team Phoenix,

wie der schnellste

Boxenstopp durchgeführt wird.

30.746 Sekunden

25 Punkte


012

Fahrerlager-Geschichten – Edoardo Mortara:

„Nach einem schwierigen Jahr wie 2017 hegst du

Zwei Wochen nach deinem ersten

Sieg mit Mercedes - wie ist die Stimmung

bei dir und deinem Team,

nachdem es in diesem Jahr bisher

so gut läuft?

Edoardo Mortara: Mein Gefühl ist gut, viel

besser als im letzten Jahr. In dieser Saison

läuft es viel besser und wir sind dadurch

als Team natürlich sehr viel zufriedener.

Es macht viel mehr Spaß, vorne

mitzufahren. Jetzt hoffe ich auf ein gutes

Rennwochenende in Budapest.

Nach vier Rennen bist du Vierter

in der Gesamtwertung. Wie groß

war die Sorge vor der Saison, dass

es in diesem Jahr wieder so laufen

könnte wie im Vorjahr?

Edoardo Mortara: Nach einem schwierigen

Jahr wie 2017 hegst du natürlich schon

ein paar Zweifel. Wir haben in der Winterpause

super gearbeitet und viele Da-

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natürlich schon ein paar Zweifel“

HR 013

ten mit meinen Ingenieuren analysiert. So haben

wir einige Lösungen für unsere Probleme

gefunden. Aber es liegen erst zwei Rennwochenenden

hinter uns und die Saison ist noch

lang. Die Arbeit ist also noch lange nicht abgeschlossen.

Budapest ist eine Strecke, die Mercedes

in der Vergangenheit nicht so gelegen

hat. Denkst du, dass sich das durch die

neue Aero verändert hat?

Edoardo Mortara: Wir haben in diesem Jahr neue

Regeln und es ist schwierig, diese Frage genau

zu beantworten. Es ist eine neue Situation für

uns und wir haben in Hockenheim und am

Lausitzring gezeigt, dass wir ein gutes Auto

haben. Unser Setup hat auf beiden Strecken

gut funktioniert und ich hoffe, dass es in Budapest

genauso sein wird. In der DTM darf man

sich nie zu sicher sein, aber ich blicke dem Rest

der Saison optimistisch entgegen.


014

#93 Pascal Wehrlein

„Ich bin mit dem heutigen Tag sehr unzufrieden. Aus irgendeinem

Grund ist es weder im Qualifying noch im Rennen gut gelaufen. Jetzt

müssen wir uns ansehen, woran das gelegen hat und ob wir etwas an

der Einstellung verändern müssen. Die anderen Fahrer haben ja gezeigt,

dass das Auto gut ist. Alles in allem bin ich mit dem Tag absolut

nicht happy.“

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HR 015


016

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HR 017

Qualifying Race 5:

P1 #2 Paul Di Resta [Mercedes-AMG C63 DTM]

1:37.349 min

P2 #51 Nico Müller [Audi RS5 DTM]

1:37.484 min

P3 #22 Lucas Auer [Mercedes-AMG C63 DTM]

1:37.564 min


018

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HR 019

Race five

02.06.2018


020

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HR 021


022

Start-Ziel-Sieg für Paul Di Resta

Paul ging zum achten Mal in seiner Karriere von der Pole Position in

ein DTM-Rennen und erzielte am Ende seinen neunten DTM-Sieg. Von

den acht Rennen, die er von Startplatz eins in Angriff genommen hat,

hat Paul sechs gewonnen, die anderen beiden beendete er jeweils als

Zweiter.

Nach dem schwierigen Saisonstart zeigte sich Audi auf dem Hungaroring

von Anfang an in stärkerer Form. Im ersten Freien Training am

Freitag fuhr Jamie Green (Audi Sport Team Rosberg) Bestzeit, im Regen

am Samstagmorgen hatte DTM-Neuling Robin Frijns die Nase vorn. Im

anschließenden Qualifying musste sich Nico Müller im Castrol EDGE

Audi RS 5 DTM nur Paul Di Resta im Mercedes-Benz um 135 Tausendstelsekunden

geschlagen geben. René Rast (Audi Sport Team Rosberg)

meldete sich beim Comeback nach seinem schweren Unfall auf dem

Lausitzring mit Startplatz vier zurück.

Nach dem Qualifying, in dem Augusto Farfus als Achter das beste BMW

Ergebnis erreicht hatte, setzten die meisten BMW Fahrer im Rennen

auf einen sehr frühen Boxenstopp. Diese Strategie zahlte sich jedoch

nicht aus. Glock kam als 14. ins Ziel und liegt in der Fahrerwertung nun

mit 72 Punkten auf dem zweiten Rang hinter Paffett. Farfus, Wittmann,

Eriksson und Eng belegten die Plätze 15, 16, 17 und 18.

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HR 025

„Vom neunten Startplatz war es von Anfang an nicht gerade einfach, da das

Überholen hier sehr schwierig ist. Ich hatte einen guten Start und machte

einige Positionen gut. Danach versuchten wir, zum richtigen Zeitpunkt zu

stoppen, um danach freie Fahrt zu haben. Leider kamen wir ein wenig in den

Verkehr, da wir lange nach den anderen Fahrern stoppten.“ #2 Gary Paffett Race 1


026

#16 Timo Glock

nach seinem Boxenstopp

zurück auf der Rennstrecke...

will seine Position sichern...

Reifen noch kalt...

kein Grip = Verbremser!

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HR 029

#4 Robin Frijns

gelang mit Platz sieben das beste Ergebnis

seiner noch jungen DTM-Karriere.

Der Niederländer fuhr zum

zweiten Mal in Folge in die Punkteränge.

„Wir haben leider nicht das Maximum

aus dem Wochenende

herausgeholt. Am Samstag ist

mir nach einem enttäuschenden

Qualifying ein erfreuliches

Rennen gelungen.“


030

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HR 031

Verrückte Strategien!

In dieser Saison werden die Pflichtboxenstopps

nicht mehr in einem

vorgegebenen Zeitfenster absolviert.

Hier ist der Fahrer gefordert.

Beim Samtagsrennen kam Jamie

Green bereits nach der 1. Runde an

die Box und Mike Rockenfeller ließ

sein Team bis kurz vor Rennende

warten.


032

Die letzte Kurve

vor der Zielgeraden!

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HR 033


034

Rennen 05

FAZIT

Vierter Sieg im fünften Saisonrennen

Mercedes-AMG Motorsport erobert den Hungaroring:

#3 Paul Di Resta

Nach einigen schwierigen Rennen in den vergangenen Jahren

erzielten Paul Di Resta und #22 Lucas Auer einen Doppelsieg

auf dem Kurs vor den Toren der ungarischen Hauptstadt. Für

Mercedes-AMG Motorsport war es der 185. Sieg in der DTM

und der vierte auf dem Hungaroring.

Nach 35 Runden fuhren fünf der sechs Mercedes-AMG Motorsport

DTM-Fahrer in die Top-10. Mortara und Paffett belegten

die Plätze fünf und sechs. Juncadella beendete das Rennen auf

Position zehn und Wehrlein überquerte die Ziellinie als 13.

Mit seinem sechsten Platz übernahm Gary (79 Punkte) die Führung

in der Fahrerwertung vor BMW-Pilot Glock (72 Punkte).

Nach zwei starken Rennwochenenden zum DTM-Saisonauftakt

in Hockenheim und auf dem Lausitzring haben die BMW Fahrer

im fünften Lauf des Jahres auf dem Hungaroring (HUN) zum

ersten Mal keinen Podestplatz eingefahren. In einem schwierigen

Rennen belegte Spengler als bestplatzierter BMW Fahrer

den zwölften Rang.

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„Fünf Autos in den Punkten, Nico Müller

erstmals in diesem Jahr auf dem Podium

und René Rast Vierter: Wenn man

den bisherigen Saisonverlauf betrachtet,

dürfen wir mit dem Ergebnis sehr

zufrieden sein. Es war ein sauberes Rennen

aller unserer Fahrer mit verschiedenen

Strategien. Schade, dass es Mike

Rockenfeller am Ende nicht mehr geschafft

hat, in die Top Ten zu kommen,

sonst hätten wir alle Autos in die Punkteränge

gebracht.“

Audi-Motorsportchef Dieter Gass

HR 039


040

#33 René Rast

„Ich war mit meiner Pace über das ganze Wochenende eigentlich ganz zufrieden.

Leider drücken die Resultate das nicht aus. Der vierte Rang am Samstag war noch

in Ordnung, den Sonntag konnten wir dagegen komplett vergessen. Ich bin quasi

genau zu dem Zeitpunkt in die Box gefahren, als das Rennen mit der Roten Flagge

abgebrochen wurde.“

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#16 Timo Glock BMW M4 DTM

„Das Auto hat sich im Rennen eigentlich ganz gut

angefühlt, aber leider hat uns auf die Spitze Speed

gefehlt. Woran das gelegen hat, müssen wir uns

ganz genau anschauen – und es morgen besser

machen.“

Bart Mampaey (Teamchef BMW Team RBM)

„Wir haben nach dem schwierigen Qualifying alles

versucht und eine mutige Strategie fürs Rennen

gewählt. Mehr konnten wir heute leider nicht tun.

Wir werden dieses Ergebnis genau analysieren und

alles versuchen, um es morgen besser zu machen.

Gratulation an Paul di Resta zum Sieg.“


044

Qualifying Race 6:

P1 #22 Lucas Auer [Mercedes-AMG C63 DTM]

P2 #94 Pascal Wehrlein [Mercedes-AMG C63 DTM]

P3 #3 Paul Di Resta [Mercedes-AMG C63 DTM]

1:36.717 min

1:36.780 min

1:36.977 min

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Race Six

03.06.2018

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048

Wenn Regen alles durcheinander spült...

Lucas Auer startete bei trockenen Verhältnissen von der

Pole Position in das Rennen. Kurz nach dem Start setzte

jedoch Regen ein, der im Laufe der ersten Runden immer

stärker wurde und dazu führte, dass immer mehr

Fahrer zum Wechsel von Trocken- auf Regenreifen an

die Box kamen. Dabei konnten mehrere Piloten ihre mit

Slicks bestückten Autos auf der nassen Streckenoberfläche

in der Boxengasse nicht mehr kontrollieren und für

den Stopp abbremsen.

Einer der Gewinner der DTM-Lotterie von Budapest war

Mike Rockenfeller vom Audi Sport Team Phoenix. Von

Startplatz 16 ins Rennen gegangen, wechselte „Rocky“

gleich in der ersten Runde die Reifen. Nach sieben Runden

sorgte ein starker Regenschauer für drei schwere

Unfälle in der Boxengasse und eine längere Rennunterbrechung,

die all jene Fahrer benachteiligte, die noch

nicht gestoppt hatten oder zum Zeitpunkt des Abbruchs

gerade an der Box waren. Außer Rockenfeller traf das

auf alle anderen fünf Audi-Piloten zu.

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Runde 1:

Nico Müller [#51 Audi RS5 DTM]

touchiert Timo Glock [#16 BMW M4 DTM].

In Folge drehte sich Glock mehrmals

in Richtung Auslaufzone, der in einer

Bremswolke eintauchte und erst am

Ende des Fahrerfeldes auf die Strecke

zurück kam.

„...Es war von Beginn an alles sehr

unübersichtlich. Das fing schon

mit dem Dreher in Runde eins

an...! So Glock nach Rennende.


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HR 053

#3 Paul Di Resta

„Zunächst hoffe ich natürlich, dass alle nach

den Zwischenfällen bei den Boxenstopps okay

sind. Sportlich haben wir nach einem sehr vielversprechenden

Qualifying für die Marke nach

der roten Flagge versucht, zu retten, was zu

retten war. Wir haben das Beste daraus gemacht,

aber als Hersteller bist du natürlich enttäuscht,

wenn du daraus kein Kapital schlagen

kannst. Aber so ist der Rennsport. Es gibt Höhen

und Tiefen. Wir hatten an den letzten drei

Rennwochenenden ein super Auto und das

gibt uns den nötigen Kampfgeist, um nach vorne

zu blicken und ein Wörtchen im Titelkampf

mitzusprechen. Hoffentlich können wir diesen

Schwung mitnehmen.“


054

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HR 055

O-Ton Pascal Wehrlein

[#94 Mercedes-AMG DTM Team HWA]

„Das allerwichtigste ist heute, dass alle

verletzten Personen so schnell wie möglich

wieder gesund werden. Zum Rennen

gibt es wenig zu sagen. Ich bin einfach

sehr enttäuscht über das Ergebnis.

Aber das kann ich nicht mehr ändern.

Darum schaue ich jetzt nach vorne. Wir

haben ein tolles Team und ein starkes

Auto. Danke an die Jungs für ihre harte

Arbeit. Heute hat man gesehen, wie

gefährlich ihr Job wirklich ist.“


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HR 057

#47 Joel Eriksson

„Natürlich waren die Umstände dieses Rennens

alles andere als erfreulich. Letztlich haben

wir davon profitiert, dass wir zum Zeitpunkt

des Regenschauers schon gestoppt

hatten. So konnten wir am Ende wichtige

Punkte sammeln, obwohl wir eigentlich nicht

die Pace für Platz sechs hatten.“


058

5 Minuten Regen

mit dramatischen Folgen

Die DTM erlebte kurz nach dem Start des

sechsten Saisonlaufs auf dem Hungaroring

einige Schrecksekunden. Schon nach einer

Viertelstunde Rennzeit wurde das zweite Rennen

in Budapest wegen mehrerer Zwischenfälle

in der Boxengasse unterbrochen.

Grund hierfür waren mehrere voneinander

unabhängige Unfälle in der regennassen Boxenstraße,

in die auch die Autos von Lucas

Auer und Edoardo Mortara verwickelt waren.

Dabei wurden drei Personen verletzt und zur

Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Ein

verletzter Sportwart erlitt schwere Beinverletzungen,

zwei weitere Personen wurden mittelschwer

verletzt. Nach einer längeren Pause

wurde das Rennen um 14:20 Uhr für eine Distanz

von 28 Minuten plus einer Runde wieder

aufgenommen.

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HR 059


„Was für ein Rennen

nen Mechanikern g

Moment beim Boxen

im Unglück hatte. Ich

lage mit vielleicht 40

und zum Glück wurd

Darüber bin ich froh,

böse enden können

gen unternehmen k

kam, stand die Boxe

es waren ein Kranke

ten überall. Sobald ic

Bremspedal gestiege

ckiert und ich fuhr ein

chaniker und die Box

Vorfall spielt das Ren

keine Rolle. Ich bin n

chanikern bei dem Z

ist und es tut mir sehr

ckenposten mit dem

so gut ausgegangen

schnelle Genesung.“

060

#48 Edoardo Mort

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HR 061

ara

... Ich habe gerade zu meiesagt,

dass ich in diesem

stopp echt riesiges Glück

habe die Boxenstoppanoder

50 km/h getroffen

e dabei niemand verletzt.

denn das hätte heute sehr

und ich hätte nichts dageönnen.

Als ich in die Box

ngasse unter Wasser und

nwagen und Streckenposh

nur ganz leicht auf das

n bin, haben die Räder blofach

geradeaus in die Meenanlage.

Nach so einem

nergebnis heute absolut

ur froh, dass meinen Mewischenfall

nichts passiert

leid, dass es bei dem Stregebrochenen

Bein nicht

ist. Ich wünsche ihm eine


062

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HR 063

#11 Marco Wittmann

„Mein Team hat mich in der richtigen Runde zum

Reifenwechsel reingeholt, als es angefangen hat

zu regnen und die Bedingungen schwierig wurden.

Die Boxengasse war sehr rutschig, auch ich

bin etwas zu weit gefahren.“

#7 Bruno Spengler

„Ich möchte mich zunächst einmal bei meinem Mechaniker

entschuldigen. Obwohl ich schon deutlich

langsamer unterwegs war als sonst, haben

die Räder blockiert. Dadurch habe ich ihn getroffen.

Das tut mir sehr leid. Glücklicherweise ist ihm

nichts Ernstes passiert. Wir hätten wahrscheinlich

eine Runde früher stoppen und auf Regenreifen

wechseln sollen. Dann wäre die Boxengasse vielleicht

auch weniger nass gewesen. Aber in diesen

chaotischen Situationen ist es nicht einfach. Nach

dem Ergebnis am Samstag ist es wichtig, dass BMW

heute viele Punkte holen konnte.“


064

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HR 065


066

14 | 8 | 15 = 1. 2. 3.

Startplatz

Zieleinlauf

14 |

1

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HR 067

8 |

2

15 |

3

054 | 055


068

Rennen 06

FAZIT

Die DTM bleibt unberechenbar: Im

turbulenten Sonntagsrennen auf dem

Hungaroring stellte ein Regenschauer das

Renngeschehen komplett auf den Kopf.

Am Ende lagen jene Fahrer vorn, die in

eher aussichtslosen Positionen ihre Pflichtboxenstopps

gleich zu Beginn des Rennens

absolviert hatten.

Wittmann hat im Sonntagsrennen auf dem

Hungaroring am Steuer des BMW M4 DTM

seinen ersten Saisonsieg errungen. Glock

und Eng komplettierten den Dreifachsieg

für BMW. Allerdings spielte das Rennergebnis

am Ende eines chaotischen sechsten

Saisonlaufs nur eine Nebenrolle.

Nach sieben Runden brach die Rennleitung

den Lauf ab, nachdem es während

eines Regenschauers in der Boxengasse

zu Zwischenfällen gekommen war. Auf

der nassen und extrem rutschigen Betonfläche

vor den Garagen kamen einige

Fahrzeuge, die zum Reifenwechsel abbiegen

wollten, nicht rechtzeitig zum Stehen.

Dabei wurden in der Boxengasse arbeitende

Personen verletzt und mussten im Krankenhaus

medizinisch versorgt werden.

Das Rennergebnis wurde durch die turbulente

Anfangsphase mit frühen Boxenstopps,

dem einsetzenden Regen sowie

der zwischenzeitlichen Unterbrechung

nach den Boxenzwischenfällen und dem

folgenden Re-Start stark durcheinandergewürfelt.

Zu Rennbeginn lagen die sechs

Mercedes-AMG Motorsport DTM-Fahrer

noch auf den ersten sechs Plätzen.

Im Endergebnis waren es die BMW, die

das Podest erfolgreich erzwingen konnten.

Damit übernahm Glock erneut die

Führung in der Fahrerwertung vor Paffett.

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HR 069


070

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2

DTM

STA

TIS

TIK

Team Championship 2018

Team

Pkt.

BMW Team RMR 131

Mercedes-AMG Petronas 120

Mercedes-AMG Silberpfeil 102

Constructors Championship 2018

Hersteller

Pkt.

Mercedes-Benz 294

BMW 236

Audi 112

HR 071

Championship 2018

Stand nach 6 Rennen

Pos Fahrer Team Pkt

1 Timo Glock BMW M4 DTM | RMG [RMR] 090

2 Gary Paffett Mercedes-AMG C63 DTM HWA 079

3 Paul Di Resta Mercedes-AMG C63 DTM HWA 067

4 Lucas Auer Mercedes-AMG C63 DTM HWA 055

5 Marco Wittmann BMW M4 DTM | RMG 051

6 Edoardo Mortara Mercedes-AMG C63 DTM HWA 047

7 Philipp Eng BMW M4 DTM | RBM [RMR] 041

8 Pascal Wehrlein Mercedes-AMG C63 DTM HWA 041

9 Mike Rockenfeller Audi Sport RS5 DTM | Phoenix 034

10 Joel Eriksson BMW M4 DTM | RBM 023

11 René Rast Audi Sport RS5 DTM | Rosberg 023

12 Bruno Spengler BMW M4 DTM | RBM 023

13 Nico Müller Audi Sport RS5 DTM | Abt 017

14 Loic Duval Audi Sport RS5 DTM | Phoenix 017

15 Robin Frijns Audi Sport RS5 DTM | Abt 011

16 Jamie Green Audi Sport RS5 DTM | Rosberg 010

17 Augusto Farfus BMW M4 DTM | RMG 008

18 Daniel Juncadella Mercedes-AMG C63 DTM HWA 005

Punkte im Qualifying Race 03 & 04

Race 05

Pkt

Poleposition Paul Di Resta 3

Startplatz 2 Nico Müller 2

Startplatz 3 Lucas Auer 1

Race 06

______Pkt

Poleposition Lucas Auer 3

Startplatz 2 Pascal Wehrlein 2

Startplatz 3 Paul Di Resta 1


072

Fahrerlager-Geschichten – Ulrich Fritz: „Wenn Menschen verletzt werden, ist das sportliche Ergebnis nur noch sekundär“

Mit ein paar Tagen Abstand, wie siehst Du das Budapest-Wochenende?

Ulrich Fritz: Es war sicher eines der emotionsreichsten

DTM-Wochenenden, die wir je hatten. Alles hat so gut angefangen.

Wir waren uns zu Beginn des Rennwochenendes

nicht sicher, wo wir im Vergleich zu BMW und Audi

stehen. Budapest war in der Vergangenheit ja keine Strecke,

auf der wir stark waren. Dann kam das erste Qualifying

und du siehst, wir sind bei der Musik, wir können

hier was holen. Der Doppelsieg und die Meisterschaftsführung

von Gary waren sicher das Highlight des Wochenendes.

Die Freude währte aber leider nicht lange, da

ja gleich die Diskussionen über die angebliche Teamorder

anfingen. Nach dem historisch starken Qualifying-Ergebnis

mit den ersten fünf Startplätzen plus Startplatz sieben

am Sonntag dachten wir dann alle: „Wow, heute kann

ein richtiger toller Tag werden.“ Leider war genau das Gegenteil

der Fall. In dem Moment, wenn Menschen verletzt

werden, ist das sportliche Ergebnis nur noch sekundär.

Es war sicher ein Schock für alle Beteiligten, als es zu den

Situationen in der Boxengasse kam. Wir hoffen alle, dass

die verletzten Personen schnellstmöglich wieder gesund

werden. Das ist das Allerwichtigste. Zum sportlichen Er-

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HR 073

gebnis will ich eigentlich gar nicht viel sagen. Aber

klar, ist es sehr frustrierend, wenn man eigentlich auf

dem Weg ist, viele Punkte einzufahren und am Ende

des Tages die stärksten Konkurrenten auf dem Podium

stehen. Dass Marco, Timo und Philipp auf dem

Podium auf die Champagnerdusche verzichtet haben,

zeigt einen tollen Charakter. Wir werden jetzt

sicher nicht den verlorenen Punkten nachtrauern,

sondern uns darauf konzentrieren, am Norisring zurückzuschlagen.

Seit Sonntag gibt es große Diskussionen, ob

zumindest die Unfälle nach Lucas hätten verhindert

werden können. Deine Meinung?

Ulrich Fritz: Die Rennleitung hat in Situationen wie am

Sonntag einen sehr, sehr schweren Job. Hier müssen

Entscheidungen in Sekunden getroffen werden.

Die Tragweite dieser Entscheidungen beeinflusst

aber nicht nur die Sicherheit aller Beteiligten sowie

das Renngeschehen, sondern auch Meisterschaften

und eventuell sogar Karrieren. Natürlich wäre es im

Nachhinein richtig gewesen, die rote Flagge früher

zu zeigen. Aber sowas lässt sich mit dem Wissen von

heute auch einfach sagen. Wichtig ist, dass wir alle

gemeinsam die Ereignisse adäquat aufarbeiten

müssen und besprechen, wie wir so etwas in Zukunft

vermeiden können. Diese Diskussion haben

wir bereits direkt nach den Ereignissen in Budapest

gestartet.

Wenn wir noch einen Blick auf den Sport

werfen. Wie siehst Du die Leistung Deiner

Mannschaft bisher?

Ulrich Fritz: Rein von der Performance war vor allem

das Wochenende in Budapest schon extrem stark

für uns. Die Autos sind ja über die Marken hinweg

sehr eng beieinander. Das zeigt umso mehr, was

für einen super Job unsere Ingenieure beim Setup

und unsere Fahrer auf der Strecke abliefern.

Es ist ein sehr gutes Gefühl, wenn du weißt, dass

du um Siege mitfahren kannst und Chancen hast,

im Titelkampf ein Wort mitzusprechen. Timo führt

zwar im Moment, aber wir haben einige Fahrer in

Schlagdistanz. Es wird bei den nächsten Rennen

also alles andere als langweilig werden.


074

Verwarnungen im Motorsport

sorgen für Diskussionsstoff.

Noch am Sontagabend wurden Lucas Auer,

Edoardo Mortara und Bruno Spengler von den

Sportkommissaren disqualifiziert und aus der

Wertung genommen. Alle drei Piloten hatten

im DTM-Sonntagsrennen Unfälle in der Boxengasse

verursacht. Im neuen Rennergebnis rücken

die nachfolgenden Fahrer auf.

Die Sportkommissare berufen sich bei ihren

Entscheidungen auf das Sportliche Reglement

und sehen in den Unfällen einen Verstoß gegen

Artikel 30.9:

„Ab Auffahrt auf die Einfädelspur hat

der Fahrer seine Geschwindigkeit so herabzusetzen,

dass er sein Fahrzeug ohne

Gefährdung anderer Teilnehmer oder

Sportwarte an den Boxen zum Halten

bringen kann.“

Mortara und Spengler wurden darüber hinaus

mit einer Rückversetzung um zehn Plätze in der

Startaufstellung des jeweiligen nächsten Wertungslaufs

bestraft. Die Strafe ist ausgesetzt auf

zwei Rennwochenende zur Bewährung. Beide

Piloten wurden per Funk von ihren Teams

auf die extrem rutschigen Bedingungen in der

Boxengasse vorbereitet. Zudem wurden nach

dem ersten Unfall von Auer in der Box gelbe

Flaggen gezeigt.

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Der frühere DTM-Renndirektor und heutige FIA-Sicherheitsinspekteur Roland

Bruynseraede im Gespräch mit ‚Motorsport-Total.com‘

Fünf Tage nach dem Chaosrennen der DTM in Budapest, wo bei drei Unfällen in der Boxengasse

am Hungaroring insgesamt sieben Personen verletzt wurden, kommt jetzt die Wahrheit ans

Licht: Die aalglatte Working Lane (Arbeitsfläche in der Boxengasse) am Hungaroring war zum

Zeitpunkt der letzten Abnahme durch den Automobil-Weltverband FIA am 20. Juli 2015 nicht

in dem aktuellen Zustand, der am vergangenen Sonntag dazu führte, dass es dort drei Unfälle

in der Boxengasse und insgesamt sieben verletzte Personen gab. Das hat ein FIA-Mitarbeiter auf

Nachfrage von ‚Motorsport-Total.com‘ bestätigt.

Demnach sei Mitte 2016 und damit nach (!) der letzten Abnahme durch Formel-1-Renndirektor

Charlie Whiting der Boxenvorplatz mit einer Betonfläche versehen worden, hieß es. Hintergrund

dieser Maßnahme, die auch auf anderen Formel-1-Rennstrecken vorgenommen wurde, ist die

Tatsache, dass auslaufendes Benzin und Öl den Asphalt beschädigt, Beton aber nicht.

Bis zum nächsten Formel-1-Rennen am 29. Juli 2018 hat die FIA den Streckenbetreiber aufgefordert,

die Betonoberfläche in der Boxengasse durch Sandstrahlen aufzurauen.

Sogar ein Lizenzentzug wäre möglich gewesen!

Bezüglich der von den Sportkommissaren des Deutschen Motor Sport Bundes (DMSB) verhängten

Strafen, unter anderem Wertungsausschlüsse für Lucas Auer und Edoardo Mortara (beide

Mercedes) sowie Bruno Spengler (BMW), gab es keine (!) Alternative.

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Im Gegenteil:

„Jedes Team und jeder Fahrer ist für das Handeln auf einer Rennstrecke selbst verantwortlich“,

erklärte der frühere DTM-Renndirektor und heutige FIA-Sicherheitsinspekteur Roland Bruynseraede im Gespräch

mit ‚Motorsport-Total.com‘. „Wer feststehende Regeln missachtet und Menschen bei ihrer

Arbeit in der Boxengasse oder am Kommandostand gefährdet, kann sogar mit Lizenzentzug

bestraft werden!“

Was der Belgier damit andeuten will, ist klar: Die betroffenen Fahrer können von Glück reden,

dass sie beim nächsten Rennen in Nürnberg (23./24. Juni) wieder an den Start gehen können.

Insbesondere der Gesamtzweite und Mercedes-Pilot Gary Paffett hatte die Entscheidung der Stewards,

das Rennen zunächst „nur“ zu neutralisieren und nicht sofort abzubrechen sowie die Disqualifikationen

der Fahrer, die die Unfälle verursacht haben, scharf kritisiert. Ex-DTM-Champion

und Sat.1-Experte Timo Scheider hatte die Entscheidungen der Sportkommissare des DMSB gar

als „völligen Schwachsinn“ bezeichnet und von einem „absoluten No-Go“ gesprochen.

Unabhängig von der zum Teil völlig überzogenen und nicht gerechtfertigten Kritik haben der

DMSB und die DTM-Dachorganisation ITR reagiert und bereits am vergangenen Sonntagabend

in Budapest mit einer Untersuchung der Vorfälle begonnen.

„Wichtig ist, dass die Vorkommnisse sachlich und von allen Seiten beleuchtet werden“,

sagte ein ITR-Sprecher auf Anfrage zu ‚Motorsport-Total.com‘.

Die Ereignisse müssten detailliert aufgearbeitet werden, „um für die Zukunft die richtigen Schlüsse

zu ziehen“. Die Fahrer und alle Beteiligten hätten eine „Extremsituation“ erlebt.


078

#99 Mike Rockenfeller

„Für mich persönlich ein ziemlich ernüchterndes

Wochenende. Im ersten Rennen hätte ich vielleicht

mit ein bisschen Glück noch Neunter werden

können. Das zweite Rennen stand im Zeichen

der Unfälle in der Boxengasse. Ich wünsche den

Beteiligten nur das Beste. Sportlich ist es schwierig

zu bewerten. Platz vier ist okay, am Ende war

ich sogar noch ganz knapp dran am möglichen

Podestplatz.“

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art of DTM colours

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G-POWER M4 CS [F82]

auf die Straße

von der Piste


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G-POWER M4 CS (F82):

Leistungszuwachs für

das BMW M4-Sondermodell CS

Die M-Ausführungen der BMW-Mittelklasse-Modelle

3er beziehungsweise seit 2013

4er gehören zweifellos zu den beliebtesten

Sportwagen in ihrem Segment. Das gilt umso

mehr für die limitierten Sondermodelle, die

der Münchener Hersteller über die vergangenen

Jahrzehnte in regelmäßigen Abständen

auf dem Markt gebracht hat.

Der bisher letzte Vertreter dieser Art ist der

M4 CS, der auf Vorgänger mit so ruhmreichen

Beinamen wie GTS, CSL, GT oder auch

Sport Evolution folgte. Eines dieser seltenen

Coupés wurde nun bei dem BMW-Spezialisten

aus dem oberbayrischen Aresing einer

Leistungskur unterzogen.

Mittels einer Kombination aus Softwareund

Hardware-Upgrades erreichten sie eine

deutliche Leistungssteigerung des drei Liter

großen Reihensechszylinders. Satte 600

PS stehen bei einer Drehzahl von 6.500 U/

min zur Verfügung, während das maximale

Drehmoment von kraftvollen 740 Nm zwischen

4.000 und 5.500 U/min anliegt.

Neben der individuellen G-POWER-Performance-Software,

die ihre Zusatzpower in

Abhängigkeit von den Öl- und Wassertemperaturen

des S55B30-Motors entfaltet und

die werksseitigen Motorschutz- und Diagnosefunktionen

unbeeinträchtigt lässt, sorgt

insbesondere eine hauseigene Turbolader-Modifikation

für den signifikanten Leistungssprung.

Deren zentrale Maßnahme ist

der Austausch des serienmäßigen Verdichterrads

durch ein von G-POWER entwickeltes

und mittels CNCFrästechnik gefertigtes Exemplar.

Dessen Durchmesser fällt deutlich

größer aus als beim OEM-Bauteil.

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126 | 127


086

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Darüber hinaus sorgen zahlreiche Detailmaßnahmen für eine

überragende Durchflussrate, welche das G-POWER-Turbinenrad

im Vergleich zur Serie deutlich effizienter macht. Zugleich

ist es aber auch leichter, sodass sich das Trägheitsmoment reduziert:

Ein optimiertes Ansprechverhalten ist das spürbare

Ergebnis. Parallel optimiert G-POWER auch die Abgasturbine:

Speziell geschwungene Turbinenblätter mit gekappten Enden

sorgen für eine reduzierte Abgastemperatur, die in der Folge

sie sichere Umsetzung höherer Ladedrücke erlaubt. Perfektioniert

wird der Wirkungsgrad des Systems durch CNC-gefräste

Abgas- und Verdichtergehäuse mit vergrößerten Zu- und Abgängen.

Abschließend werden die modifizierten Turbolader

einer dynamischen Feinwuchtung mit bis zu 250.000 U/min

unterzogen, die eine überdurchschnittliche Zuverlässigkeit

und Langlebigkeit der Lader sicherstellt.

Mit feinster Technik wurde auch die Abgastechnik aufgerüstet:

An G-POWER-Downpipes schließt sich eine aus superleichtem

Titan gefertigte Abgasanlage an, die ihren herrlichen

Turbo-Sound durch vier 90-MillimeterCarbon-Endrohre emittiert.

Dank einer Aufhebung der elektronischen Vmax-Limitierung

darf der G-POWER-M4 CS seine Kraft auch ungebremst

in Vortrieb ummünzen, sodass die Tachonadel sich auf Anforderung

über die 320-km/h-Markierung erhebt.


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Auf 100 km/h katapultiert sich das Power-Coupé

in nur 3,7 Sekunden. Für eine perfekte Straßenlage

des M-Sondermodells zeichnen ein G-POW-

ER G4M RS-Gewindefahrwerk mit verstellbarer

Dämpferwirkung sowie die gewichtsoptimierten

HURRICANE RR-Schmiederäder in den XL-Formaten

9x20 und 10,5x21 Zoll mit Hochleistungsbereifung

der Dimensionen 265/30R20 und

295/25R21 verantwortlich.

Wer den von G-POWER optimierten M4 CS live

und in Action sehen will, dem sei das zugehörige

Video empfohlen:

https://youtu.be/FQ-H9rHzOQA

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Key Facts: G-POWER M4 CS (F82)

• 600 PS / 441 kW bei 6.500 U/min

(+140 PS / 103 kW)

• 740 Nm bei 4.000–5.500 U/min (+140 Nm)

• V-max: >320 km/h

• 0-100 km/h: 3,7s

• G-POWER-Performance-Software: 3.867,50 Euro

• V-Max Anhebung: 794,92 Euro

• G-POWER-Turbolader-Modifikation: 4.343,50 €

• G-POWER-Downpipes ohne Katalysatoren: 2.118,20 €

• G-POWER- Titan-Abgasanlage inkl. 4x 90-mm-Carbon-Endrohren: 6.372,52 €

• G-POWER-GM4-RS Gewindefahrwerk: 2.427,49 €

• 20-Zoll-/21-Zoll-Schmiederadsatz G-POWER HURRICANE RR inkl. Bereifung: ab 8.650,00 Euro

(alle Preise inkl. MwSt.)

OXIGIN – AD Vimotion GmbH

Kelterstraße 40

72669 Unterensingen

Tel: 0 70 22 / 97 96 22

Fax: 0 70 22 / 97 96 24

E-Mail: info@oxigin.de

www.oxigin.de


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