Society 364 / 2012

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WIRTSCHAFT n POLITIK n DIPLOMATIE n WISSENSCHAFT n KULTUR n LEUTE

Seit 1945 | 68. Erscheinungsjahr | Nr. 364 | Nr. 2 | 2013 | www.society.at | Preis e 10,-

P.B.B. GZ 03Z034905M, Erscheinungsort, Verlagspostamt 1140, 2120

RUSSLAND

90 Jahre

diplomatische

Beziehungen

ASERBAIDSCHAN

Land des Feuers

5 Jahre SOCAR

Repräsentanz Wien

USA

175 Jahre

diplomatische

Beziehungen


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Jubiläen •

society

editorial

Diesmal haben wir eine Reihe von Jubiläen zum Thema der

aktuellen SOCIETY-Ausgabe gemacht.


Russland

90 Jahre diplomatische Beziehungen zu Österreich

sind Anlass für eine ausführliche Berichterstattung

einschließlich einer Fotoreportage über

das frisch renovierte Botschaftsgebäude in der

Reisnerstraße ebenso wie die orthodoxe Kirche,

die auf russischer Erde gebaut wurde. Ein Interview

mit S.E. Botschafter Sergej Netschajew sowie

Artikel über die olympischen Winterspiele Sotschi

2014 und ein Interview mit der österreichischen

Botschafterin in Moskau, Dr. Margot Klestil-Löffler,

runden den Themenschwerpunkt ab.


USA

Eine umfassende Ausstellung über 175 Jahre diplomatische

Beziehungen zwischen den USA und Österreich dokumentieren

die Intensität des Austausches zwischen den beiden Ländern.

Die aktuellen Beziehungen kommen in meinem Interview mit

der neuen Botschafterin I.E. Alexa Wesner im Amerikahaus zur

Sprache. Abgerundet wird dieser Schwerpunkt mit einem Wirtschaftsporträt

der USA und einem Interview aus Washington mit

unserem Botschafter Hans Peter Manz.


Aserbaidschan

Das Land des Feuers ist in dieser Ausgabe vertreten mit dem

Fünfjahresjubiläum des Wienbüros von SOCAR (State Oil Company

of Azerbaijan Republic). Generaldirektor Gulmirza Javadov

führt uns durch seine fünfjährige Tätigkeit und die fulminante

Jubiläumsfeier im Kursalon Vienna, an der namhafte Persönlichkeiten

aus Politik und Wirtschaft teilnahmen, darunter drei

ehemalige Außenminister Aserbaidschans. Eine Demonstration

dafür, wie wichtig die Drehscheibe Österreich für das Thema

Energiestrategie ist.


Eigenevents von SOCIETY Magazin

In vielen Events seit der letzten Ausgabe konnten wir unsere

Netzwerkkapazität in Kooperation mit namhaften Partnern verstärken.

Angefangen von der Präsentation unserer Jubiläumsausgabe,

die wir in der Villa Flora gemeinsam mit dem deutschen

Botschafter S.E. Detlev Rünger präsentieren konnten, ein Gartenfest,

zu dem mehr als 400 Gäste kamen. In weiterer Folge berichten

wir vom traditionellen Botschafterempfang im Hotel Imperial,

vom Bristols Ambassadors‘ Breakfast mit

Professor Carl Djerassi, dem Kamerunfest, dem

Junior Diplomats‘ Oktoberfest in der Brauerei

Fischer, und der Wirtschaftswanderung in Tirol,

an der zahlreiche Botschafter teilnahmen und zu

der café+co und SOCIETY einluden – und wo wir

von Landeshauptmann Günther Platter und Wissenschaftsminister

Karlheinz Töchterle und dem

ehemaligen Vizekanzler Josef Pröll begleitet wurden.

(Wir freuen uns schon auf die Wanderung

im nächsten Jahr.)


Diversität und Green SOCIETY

Experten wie Beatrice Achaleke und Simon Inou sind hochkarätige

Gastautoren zu den Fragen der kulturellen und Vielfalt

und Integration. Ein Interview mit der Leiterin der Wiener Stelle

zur Beratung von Diskriminierungen gibt Einblick in dieses

wichtige gesellschaftliche Thema.


Life & Style

Diesmal haben wir eine Reihe von Reisen und Luxushotels vorgestellt,

die wir unseren Lesern schmackhaft machen wollen und

auch persönlich für Sie getestet haben.


Coverstory

Dem Bankaustria Kunstforum widmen wir wieder das Titelblatt

gekoppelt mit einer Beschreibung der Ausstellung über

die ‚Collaborations‘ zwischen Andy Warhol und Jean-Michel

Basquiat.

Auf Ihre zahlreichen Besuche auf unserer Homepage, unserem

Facebookauftritt und im Realleben bei unseren Events freuen

wir uns wie immer und wünschen Ihnen viel Freude beim

Durchblättern und Lesen dieser Ausgabe.

Herzlich Ihre

Gerti Tauchhammer

Cover: Jean-Michel Basquiat, Brown Spots (Portrait of Andy Warhol as a Banana), 1984, Sammlung Bischofberger, Schweiz,

© Foto: Galerie Bruno Bischofberger, Schweiz, © The Estate of Jean-Michel Basquiat © VBK, Wien, 2013

Society 2_2013 | 5


Inhalt

Winter

Frühling

122 Kommunikation mit Hirn

Diversität & Green SOCIETY

124 Simon Inou: Herausforderung

Integration

125 Beatrice Achaleke: Erfolgsfaktor

kulturelle Vielfalt

126 Antidiskriminierung

128 Software ReUse

SOCIETY Eigenevents

10 SOCIETY Jubiläums-Gartenfest

14 Majestic Imperator: Ausflug ins

Loisium

16 Kamerunfest über den Dächern

Wiens

18 Diplomatische Gipfelstürmer

20 Prof. Carl Djerassi im Hotel

Bristol

22 Parkhotel Igls: Gesundheit im

Zentrum

24 Junior Diplomats Oktoberfest

26 Neue Botschafter im Hotel

Imperial

28 Pre-Opening „Warhol/Basquiat“

Fokus: Russland

30 Länderporträt Russland

32 Interview mit S.E. Sergej

Netschajew

36 Russische Kirche: Auf Heimaterde

gebaut

38 Die Russische Botschaft

40 Sotschi 2014

42 Interview: Botschafterin Margot

Klestil-Löffler

Fokus: USA

44 Länderporträt USA

46 Interview mit I.E. Alexa

Wesner

50 175 Jahre diplomatische

Beziehungen

54 Wirtschaftsporträt USA

55 Interview: Botschafter Hans Peter

Manz

50

75 Jahre dipl. Beziehungen USA-Österreich Bundespräsident

Dr. Heinz Fischer und US-Präsident Barack Obama

20

Prof. Carl Djerassi als Gast beim Bristol’s Ambassadors‘

Breakfast

40

Karl Schranz und Margot Klestil-Löffler bei der Olympiapräsentation

Sotschi 2014

Life & Style

130 KAPO: Handwerkskunst nach

Maß

132 Atmosphere Kanifushi

Maldives

133 Parkhotel Igls

134 Hotel Excelsior Lido di

Venezia

135 Steigenberger Hotel Herrenhof

136 Toskana – Immer wieder ein

Traum

138 Gritti Palace Hotel

140 Auf den Spuren des Löwen im

Veneto

142 Die Entdeckung der Langsamkeit

143 Marina Verde

144 Tunesien: Abenteuer Wüste

146 SeaDream: Exklusives Reisen im

Mittelmeer

148 Zeigt her Eure Stiefel

150 „The Mobile Natural Museum of

Russian National Costume“

154 Lifestyle-Events

Kunst & Kultur

156 Coverstory:

Mozarthaus Vienna

160 Ausstellung: Dreaming

Russia

162 Il Sole – Restaurant der

Musikstars

164 Preisregen bei Zepter

International

166 Trompetenrufe

167 Trommelcafé

168 Events der Kultur

Diplomatie

56 Kommentar: Hermine

Schreiberhuber

58 Jubiläum: SOCAR

72 Kasachstan: Für eine atomfreie

Welt

74 Diplomatische Akademie

Montenegro

76 Botschafter Ernst-Peter

Brezovszky

102 Events der Diplomatie

113 PaN: Ein Beitrag für den Frieden

114 ÖGAVN

115 Welcome to Austria

116 Nachruf: Botschafter James

Cumes

117 Ordensreise nach Venedig

Wirtschaft

118 Georg Zanger: Studentenaustausch

China

119 Über Grenzen hinweg: PKF

120 Profiling bei Begrüßungen

120 Kommentar: Simon Inou

121 Türkei: Lansky, Ganzger +

partner

Standards

5 Editorial

8 Gastautoren

78 Ambassadors‘ Caleidoscope

84 Neue Botschafter

96 Österreichische Dienststellenleiter

170 Neuheiten & Stylingtipps

172 Horoskop

174 Ex Libris

176 Impressum

177 Veranstaltungstipps

178 Karikatur

Fotos: SOCIETY/Preiss, SOCIETY/Svirak, HBF

6 | Society 2_2013


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Gastautoren

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Partner von SOCIETY

Wir präsentieren in jeder Ausgabe von SOCIETY Gastautoren,

die sich mit den unterschiedlichsten Themen aus Politik, Wirtschaft,

Wissenschaft und Lifestyle befassen.

SIMON INOU HERMINE SCHREIBERHUBER INGRID CHLADEK RANKO VUJACIC GEORG ZANGER PATRICIA STANIEK

KARL KALTENEGGER war langjähriger

ORF-Journalist, Manager und Moderator

für Radio Salzburg, Ö3 (u. a. Ö3-Wecker)

und Radio Wien. Mittlerweile ist er als

Reisejournalist aktiv und schreibt für verschiedene

Publikationen. In diesem Heft

fährt er für uns mit dem Fahrrad durch

die Hügelwelt der Toskana und besucht

so berühmte Städte wie Lucca, Siena und

Florenz.

HERMINE SCHREIBERHUBER war

stellvertretende Ressortleiterin der Außenpolitik

bei der APA. Sie ist außerdem

Übersetzerin und freie Journalistin und

wirkt an politischen Reisebüchern mit.

Für die SOCIETY-Länderschwerpunkte

verfasst sie regelmäßig politische Analysen

und Hintergrundberichte. In dieser

Ausgabe analysiert sie die politische Situation

nach dem dritten Gipfeltreffen der

Östlichen Partnerschaft in Vilnius.

INGRID CHLADEK ist Gesellschafterin

der Dresscode Company und Head

von Dressforsuccess. Sie berät in Fragen

Business-Outfit, Image, Stil und Styling.

Ihr Wissen präsentiert sie u. a. anhand

von Prominenten-Styling-Checks. Dieses

Mal philosophiert sie über die Faszination

des Stiefels als modisches Schuhwerk, das

auch die Fantasie anregt.

PATRICIA STA-

NIEK ist Unternehmensberaterin

und

Profilerin. Als solche

erstellt sie Performance-Analysen,

z. B. für Fernsehauftritte.

Sie begleitet

als Unternehmens-

beraterin Mittelbetriebe und Konzerne

auf strategischen Pfaden, coacht und

performt Teams. Sie gründete das „Institut

für Menschen lesen und Emotionsforschung“

und benutzt das Facial Action

Coding System F.A.C.S., um die Körpersprache

zu analysieren. Für SOCIETY erklärt

sie, wie man Gesichtsausdruck und

Körpersprache des Gegenübers bei Begrüßungen

richtig liest und deutet.

GEORG ZANGER ist als selbstständiger

Rechtsanwalt seit 1975 u. a. auf Wettbewerbs-,

Urheber- und Medienrecht spezialisiert.

Er ist Autor verschiedenster Fachbücher

und Fachartikel. Er ist außerdem

Präsident der Austrian Chinese Business

Association. In seinem Artikel regt er eine

Lösung des Fachkräftemangels in Österreich

an, indem chinesischen Studenten

Ausbildungen und Studien hierzulande

ermöglicht werden.

CHRISTINA M. BERAN und ELISA-

BETH KAISER sind Gründerinnen der

„Coop Kaiser Beran“. Sie arbeiten in der

Management- und Organisationsberatung

mit Schwerpunkt Veränderungsmanagement

mit neuropsychologischen Methoden.

In ihrem Artikel „Kommunikation

mit Hirn“ beschäftigen sie sich mit den

unbewussten Motiven in der Kommuni-

GERHARD VON LENTNER ELISABETH KAISER und CHRISTINA M. BERAN KARL KALTENEGGER

kation und welche Faktoren zum Erfolg

führen, die eigene unverwechselbare Botschaft

zu vermitteln.

SIMON INOU ist Soziologe und Journalist,

z. B. bei Radio Africa International. Er

engagiert sich außerdem beim Verein M-

Media, der journalistische Talente mit Migrationshintergrund

sucht und fördert.

Für seine Arbeit hat er zahlreiche Auszeichnungen

bekommen, u. a. vom Land

Steiermark und der EU. Im SOCIETY-Kommentar

befasst er sich mit der Diskriminierung

von Migranten aufgrund deren

Herkunft – obwohl offiziel „Integration

durch Leistung“ propagiert wird.

RANKO VUJACIC studierte an der TU in

Graz und Berlin Elektrotechnik. Danach

absolvierte er Post-Graduate-Studien an

der Diplomatischen Akademie in Wien.

Er arbeitete viele Jahre als Direktor bei der

UNIDO in Wien. Zwischen 2011 und 2013

war er Direktor der neu geschaffenen Diplomatischen

Akademie in Montenegro,

über deren Entstehung und Programm

er in seinem Gastartikel für SOCIETY

schreibt.

GERHARD VON LENTNER blickt für

SOCIETY in die Sterne. Der mediale Berater,

Kartenleger, Heiler und Buchautor

beschäftigt sich intensiv

mit Lebensberatung

und verrät

den SOCIETY-Lesern

in jeder Ausgabe,

was die Sterne in Beruf,

Liebe, Finanzen

und Gesundheit für

das nächste halbe

Jahr bereithalten.

8 | Society 2_2013


society eigenevent

Jubiläums-Gartenfest

Jubiläums-Gartenfest

SOCIETY lud zum Jubiläums-Gartenfest in die Villa Flora anlässlich

des Erscheinens der Deutschlandausgabe. Highlight war

die Pflanzung einer Deutschen Eiche.

Text: SOCIETY

10 | Society 2 _2013


S.E. Detlev Rünger

und BM a.D. Claudia

Bandion-Ortner

Fotos: SOCIETY/Preiss

M

ehr als fünfhundert Gäste

aus Diplomatie, Wirtschaft,

Politik und Kultur

kamen zum SOCIETY

Gartenfest in der Villa

Flora aus Anlass der Jubiläumsausgabe

mit dem Deutschlandschwerpunkt.

Highlight des Events war die Pflanzung

einer Deutschen Eiche durch den

deutschen Botschafter S.E. Detlev Rünger

gemeinsam mit Maler Prof. Ernst Fuchs.

Somit gesellte sich in nächster Nähe zur

ältesten Eiche Wiens bei der Fuchs-Villa

die jüngste Eiche hinzu.

In seiner Begrüßungsansprache bedankte

sich Botschafter Rünger bei

SOCIETY Herausgeberin Gertrud Tauchhammer

für die loyale Kooperation bezüglich

der Gestaltung des Deutschlandschwerpunktes,

die ihm sehr viel Spaß

gemacht habe.

Das Cover-Motiv der Deutschlandausgabe

– Goethe auf seiner berühmten Italienreise

– war gleichsam die Überleitung

zum italienischen Stargast des Gartenfestes,

dem Singer-Songwriter Massimo

Galfano. Der in Deutschland geborene

Sizilianer machte als Gastgeschenk einen

Zwischenstopp auf seiner Welttournee,

von der er gerade aus Taschkent zurückgekehrt

war, um aus seiner neuesten CD

„Tra Cenere e Parole“ (Zwischen Asche

und Worten) Kostproben zu singen.

Besonderer Dank gilt dem Caterer „Lob

Essen & Trinken“ für das hervorragende

Büffet, die Betreuung der Gäste und die

Dekoration und das Equipment für das

Event. Dem Anlass entsprechend wurden

u.a. original Nürnberger Rostbratwürste

und deutsche Rinderbratwürste serviert.

Ein mobiler Eiswagen versorgte die Gäste

mit diversen Eissorten.

Schlumberger Sekt stellte eine Erdbeerbowle

zur Verfügung und Jakob Lackner

organisierte eine Degustation hervorragender

Deutscher Weine.

Dr. Leyla Gasimova

mit Sohn

Opernsänger

Clemens

Unterreiner

BM a. D. Willibald

Pahr mit Gattin

Massimo Galfano präsentierte

seine neue CD

Dr. Ernst Wolner

Gäste aus der deutschen Botschaft

Botschafter Dr.

Alexander Christiani

mit Gattin

Ian Stafford

(Britische

Botschaft)

Alfred Stiassny Rita

Davidson (Österr.

Sporthilfe)

Maria Lahr, Univ. Prof.

Dr. Reinhart Waneck


society eigeneventevent

Jubiläums-Gartenfest

Auszug

aus der

Gästeliste

Bundesministerin a.D.

Claudia Bandion-Ortner •

Ernst Bachner (BMLVS) • S.E.

Andrij Bereznji (Ukraine) •

Dr. Peter Blumauer (BMI) •

Chargé d‘Affaires Goran Bradic

(Botschaft von Serbien)

• Botschaftsrat Blerim Canaj

(Botschaft von Kosovo) • S.E.

Hyun Cho (Korea) • Mag. Rita

Davidson (Österreichische

Sporthilfe) • Mag. Elisabeth

Edhofer (Österreichische

Nationalbibliothek) • S.E.

Mahmoud Elamin (Sudan) •

S.E. Ayoob Erfani (Afghanistan)

• Alexander Ermolaev

(Botschaft Russland) •

Botschaftsrat Xuecheng Fan

(Botschaft von China) • Chargé

d‘Affaires Manuel Fernandez

Rondón (Botschaft von

Kuba) • S.E. Prof. Dr. Gjorgji

Filipov (Mazedonien) • Direktor

Dr. Leyla Gasimova (Kulturzentrum

Aserbaidschan)

• Gerald Hamilton (Botschaft

der USA) • Generaldirektor

Matthias Herd (Hilton Vienna

Plaza) • Petra Hrdlicka

(Deutsche Handelskammer

in Österreich) • Direktor Dr.

Gulmirza Javadov (SOCAR

) • S.E. Dr. Sabri Kiqmari

(Kosovo) • S.E. Mohamed

Samir Koubaa (Tunesien) •

Mag. Gerald Krauchenberg

(WKO) • Maria Lahr • Andrea

Meyer (Deutsche Botschaft)

• Botschaftsrätin Tatiana

MISHUKOVSKAYA (Botschaft

der Russischen Föderation)

• Generaldirektor Alexander

Moj (Sofitel Stephansdom)

• S.E. Jean-Marc Mpay

(Kamerun) • Bundesminister

a.D. Willibald PAHR • Michael

Pfeifer (ÖGAVN) • Erika

Pluhar • S.E. Ramon Andres

Quinones Rodriguez (Botschaft

der Dominikanischen

Republik) • Alois Schwarzgruber

(Containex) • Thomas

Slatko (Bundeskanzleramt)

• Ian Stafford (Botschaft von

Großbritannien) • Kai Stobbe

(Botschaft von Deutschland)

• Gabriele Stowasser (Senat

der Wirtschaft) • Boschaftsrat

José Tascon (Botschaft

Spanien) • Lev Terekhov

(Botschaft von Russland) •

Prim. Univ. Prof. Dr. Reinhart

Waneck (Staatssekretär a.

D.) • Dr. Manfred Weinschenk

(Botschaft der USA) •

Bernard Weiss (Botschaft der

USA) • Univ. Prof. Dr. Ernst

Wolner (Rudolfinerhaus) •

HK Dr. Ernst Wunderbaldinger

(Deutsches Honorarkonsulat

in Tirol)

HK Wilhelm und Christine

Rieder mit dem neuen

Porsche BoxsterS Cabriolet

Xuecheng Fan (Botschaft China),

Yutong Ji, Fr. Maschietto,

Stefan Tauchhammer

HK Ernst Wunderbaldinger

im

Gespräch mit

S.E. Prof. Gjorgji Filipov

vor dem neuen Mercedes

Modell von Wiesenthal

Karikaturist Christian

Gschöpf mit seiner

Richard-Wagner-Karikatur

für SOCIETY

Erika Pluhar, Prof. Ernst

Fuchs, Dina Larot

12 | Society 2_2013


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society eigenevent

ausflug

Die Botschafter vor dem

Waggon „Ambassador“ von

Majestic Imperator Train de Luxe

Majestic Imperator:

Ausflug ins Loisium

SOCIETY lud die internationalen Botschafter in Wien zu einer

spätsommerlichen Eisenbahnfahrt mit dem Majestic Imperator

Train de Luxe, dem Zug Kaiser Franz Josefs, nach Langenlois ein.

Text: SOCIETY

Dort stand anlässlich ihres zehnjährigen

Jubiläums eine Führung

durch die Weinerlebniswelt

Loisium am Programm.

Nach der Anreise mit dem historischen

Zug vom Kaiser Franz Josef Bahnhof wurden

die Teilnehmer vom Langenloiser Bürgermeister

Hubert Meisl mit traditioneller

Blasmusik begrüßt. Nach einem kurzen

Prägnante Architektur: das Loisium

Fußmarsch durch die zauberhaften Weingärten

ging es zur Führung durch die Loisium

Weinerlebniswelt. Hier konnten die Exzellenzen

den Weg der Traube von der Rebe

bis zur Weinflasche miterleben.

Nach der Besichtigung des Loisium konnten

die internationalen Gäste beim Besuch

der Winzer Steininger und Bründlmayer die

Spitzenweine des Kamptals verkosten.

14 | Society 2_2013


society eigenevent

ausflug

Gottfried Rieck von

Majestic Imperator (rechts)

Luxuriöse Ausstattung des

Waggon „Ambassador“

Begrüßung durch Bürgermeister

Hubert Meisl in Langenlois

Ankunft in Langenlois

Auszug

aus der

Gästeliste

Weinverkostung beim

Winzer Steininger

Fotos: SOCIETY

S.E. Ayoob M. ERFANI

(Afghanistan) • S.E. Khaled

SHAMAA (Ägypten) • S.E.

Abdulhakim Abdulrahman

AL-ERYANI (Jemen) • S.E.

John BARRETT (Kanada) •

S.E. Michael Adipo Okoth

OYUGI (Kenia) • S.E. Gjorgji

FILIPOV (Mazedonien) • I.E.

Deborah Mary GEELS (Neuseeland)

• S.E. Pedro Luis

Baptista MOITINHO DE AL-

MEIDA (Portugal) • I.E. Silvia

DAVIDOIU (Rumänien) • S.E.

Xolisa MABHONGO (Südafrika)

• S.E. Mahmoud ELAMIN

(Sudan) • S.E. Ismatullo NAS-

REDINOV (Tadschikistan)

Society 2_2013 | 15


society eigenevent

kamerunfest

S.E. Jean-Marc Mpay (Mitte)

kam zum Kamerunfest aus

Berlin angereist

Hoher Besuch über

den Dächern Wiens

Zur Feier des Nationalfeiertages von Kamerun kam S.E. Botschafter

Jean-Marc Mpay, Botschafter der Republik Kamerun in Berlin, als

Ehrengast nach Wien.

Text: SOCIETY

Mit einem rauschenden Fest

wurde gleichzeitig die Übersiedlung

des Amtssitzes des

Honorarkonsulats von Kamerun

an die neue Adresse auf der Ladenburghöhe

in Wien-Währing gefeiert. Künstlerisches

Highlight war die Ausstellung der

kamerunisch-gabunischen Malerin und

Bildhauerin Michelle Nze, die für ihre Arbeit

u. a. den Nelson Mandela Preis erhalten

hatte. Eine afrikanische Trommelanimation

sorgte für die akustische Begleitung.

16 | Society 2_2013

Empfang mit Blick

über Wien


society eigenevent

kamerunfest

Künstlerin Michelle Nze

Franz Moser (Containex),

Christoph Mayer (Andritz

Hydro), S.E. Evandro

Didonet (Brasilien)

Afrikanische Trommelmusik

Nuntius Peter

Stephan Zurbriggen

Auszug

aus der

Gästeliste

Heide Proksch

S.E. Samir Koubaa (Tunesien),

Massimo Galfano

Larissa Laktionova

(Geffa Immobilien)

Fotos: SOCIETY/Preiss

Catherine Calothy (Botschaft

von Frankreich) • S.E. Botschafter

Mahmoud ELAMIN

(Sudan) • S.E. Botschafter

Gordan BAKOTA (Kroatien)

• S.E. Botschafter Mohamed

Samir KOUBAA (Tunesien)

• Mona Allesa (OFID) • S.E.

Botschafter Prof. Dr. Gjorgji

FILIPOV (Mazedonien) • Ing.

Robert KREMPEL (Wiesenthal)

• S.E. Botschafter

Mohamed BENHOCINE (Algerien)

• S.E. Botschafter Dr.

Vili MINAROLLI (Albanien) •

Univ. Prof. Mag. DDr. Werner

ZIPS (Universität Wien) •

S.E. Nuntius Dr. Peter Stephan

(ZURBRIGGEN) • S.E.

Botschafter Ayoob ERFANI

(Afghanistan) • Botschafter

Andreas NOTHELLE (OSZE

Parlamentarische Versammlung)

• S.E. Botschafter Dr.

Sabri KIQMARI (Kosovo)

• S.E. Botschafter Ramon

QUINONES RODRIGUEZ

(Dominikanischen Republik)

• S.E. Botschafter Evandro

DIDONET (Brasilien) •

Dr. Walter KOREN (Wirtschaftskammer

Österreich) •

Ramin MONAJEMI (UNFCU

Advisors) • Ayse Can ÖZTOP

(Türkei) • Botschafter Konrad

SCHARINGER (UN Ständige

Vertretung von Deutschland)

• Botschafterin Dr. Bettina

KIRNBAUER (BMEIA)

S.E. Jean-Marc Mpay,

Franz Frey (Freylit)

Ing. Robert Krempel (Wiesenthal)

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Society 2_2013 | 15


society eigenevent

Wirtschaftswanderung

Josef Pröll und Gerald Steger

(vorne) bei der Wirtschaftswanderung

2013

Diplomatische

Gipfelstürmer

Das internationale diplomatische Corps

war auf Einladung von SOCIETY Gast bei

der vierten Wirtschaftswanderung in den

Kitzbüheler Alpen.

Text: SOCIETY

Der Berg rief und sie kamen, die

Größen aus Wirtschaft, Politik

und Diplomatie, um an der diesjährigen

Wirtschaftswanderung

in Fieberbrunn teilzunehmen. Gastgeberin

Gerti Tauchhammer freute es besonders,

ihren Gästen aus der internationalen Diplomatie

ein Stück österreichischer Kultur

näherbringen zu können. Organisiert wurde

der Ausflug von café+co gemeinsam mit

SOCIETY, dem Tourismusverband Pillersee-

Tal und der Wirtschaftskammer.

Nach der Anreise – mit einem Zwischenstopp

in der Brauerei Zipf in Oberösterreich

– konnten sich die Teilnehmer bei einem

Hüttenabend im Alpengasthof Streuböden

stärken, wo regionale Spezialitäten kredenzt

wurden. Am darauffolgenden Tag

wurden dann die Wanderschuhe geschnürt

und es ging nach einer Begrüßung durch

die Knappenmusikkapelle Fieberbrunn

bergauf. Bei Tiroler Schmankerln im Alpengasthof

Streuböden wurde gejausnet, um

sich danach mit neuem Elan zur Sommerrodelbahn

zu begeben und bei einem Zeitrennen

einen Preis vom Gasthof Alte Post

zu gewinnen. Als Ehrengäste waren Landeshauptmann

Günther Platter, LLI Vorstandsvorsitzender

Dipl. Ing. Josef Pröll und Bundesminister

Karlheinz Töchterle zugegen.

cvmb jkdsdhjgjh

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society eigenevent

Wirtschaftswanderung

Gabriele Pröll,

LH Günther

Platter, Gerti

Tauchhammer

S.E. Michael Oyugi und Gattin

Diana (Kenia) waren von den

Trachten begeistert

S.E. Ramon Quinones

mit Begleitung

(Dominikanische

Republik)

BM Karlheinz Töchterle

im Gespräch mit den

Botschaftern

S.E. Prof. Gjorgji Filipov mit Gattin und

café+co CEO Gerald Steger

Knappenmusikkapelle

Fieberbrunn

Beschwingter Tanz im

Alpengasthof Streuböden

Auszug

aus der

Gästeliste

Fotos: SOCIETY

S.E. James Brennan (Irland)

• Gesandter Botschaftsrat

Lee Brudvig (USA) • I.E.

Silvia Davidoiu (Rumänien) •

S.E. Ali El Mhamdi (Marokko)

• S.E. Mahmoud Elamin

(Sudan) • S.E. Prof. Gjorgji

Filipov (Mazedonien) • I.E.

Eve-Külli Kala (Estland) • I.E.

Tanja Milasinovic Martinovic

(Bosnien und Herzegowina)

• S.E. Dr. Vili Minarolli (Albanien)

• S.E. Pedro Moitinho

(Portugal) • S.E. Michael

Oyugi (Kenia) • S.E. Ramon

Quinones (Dom. Rep.) • S.E.

Alvaro Robelo (Nicaragua) •

I.E. Mag. Elena Shekerletova

(Bulgarien) • S.E. Edgars

Skuja (Lettland) • S.E. David

Stuart (Australien) • S.E. Valery

Voronetsky (Belarus)

Die Botschafter vor dem Start

der Wanderung in Fieberbrunn

Society 2_2013 | 19


Society Eigenevent

Botschafterfrühstück

GD Gerald Krischek, Gertrud

Tauchhammer, Prof. Carl Djerassi,

Botschafter Ernst-Peter Brezovszky,

S.E. Aviv Shir-On (Israel)

Begegnung mit dem

„Schattensammler“

Das Hotel Bristol unter Generaldirektor Gerald Krischek und

SOCIETY-Herausgeberin Gertrud Tauchhammer luden zum

zweiten Ambassadors‘ Breakfast mit Prof. Carl Djerassi, der

seine Autobiografie „Der Schattensammler“ vorstellte.

Text: SOCIETY

20 | Society 2 _2013


Botschafter

Konrad

Scharinger

S.E. Largaton Ouattara (Côte d‘Ivoire),

Konstanze Mantsch (BMEIA)

Einleitende Worte bei diesem

exklusiven Botschafterfrühstück

sprach der österreichische

Botschafter Ernst-Peter

Brezovszky, neuer Botschafter

in Dänemark und bis vor kurzem Generalkonsul

in New York.

Anschließend war Prof. Carl Djerassi

am Wort, der seine neue Autobiografie

„Der Schattensammler“ vorstellte. Es ist

dies die mittlerweile vierte Autobiografie

des berühmten Chemikers, und die

gewiss letzte, wie er selbst meint. Darin

beschreibt er dem Titel entsprechend die

weniger hellen Seiten seines bewegten Lebens.

In seinem Vortrag erzählte er aber

auch über interessante Begebenheiten,

die in der Sphäre der Diplomatie angesiedelt

sind. Abschließend stand er für kurze

persönliche Gespräche zur Verfügung

und erfüllte bereitwillig Signierwünsche

der zahlreichen Gäste.

Djerassi, der sich selbst die „Mutter

der Pille“ nennt, ist seit zwanzig Jahren

vor allem als Schriftsteller hervorgetreten

und hat neben Theaterstücken Romane im

Genre „Science-in-Fiction“ publiziert. Er ist

außerdem Kunstsammler und –mäzen.

Dr. Peter

Pelinka

S.E. Khaled

Shamaa

(Ägypten)

Dina Larot

Prof. Carl Djerassi

K. Habsburg-

Lothringen

Botschafter Cristian

Istrate (UN Rumänien)

Fotos: SOCIETY/Preiss

Auszug

aus der

Gästeliste

Botschafter Cristian ISTRATE

(UN-Ständige Vertretung von

Rumänien) • Dina LAROT •

Dr. Hans LÖSCHNER (IMS

Nanofabrication AG) • Honorarkonsul

Dipl.-Ing. Dr. Harald

MEIXNER (Honorarkonsulat

von Botsuana) • Nicolas

NEUHOLD (Regisseur) • S.E.

Largaton OUATTARA (Côte

d‘Ivoire) • Dr. Peter PELINKA

(News) • S.E. Dr. Andrej RAH-

TEN (Slowenien) • Botschafter

Konrad SCHARINGER

(UN-Ständige Vertretung von

Deutschland) • S.E. Khaled

SHAMAA (Ägypten ) • I.E.

Mag. Elena SHEKERLETOVA

(Bulgarien) • S.E. Aviv SHIR-

ON (Israel) • Mag. Konstanze

MANTSCH (BMEIA)

Frühstück im

Salon „Schönbrunn“

des

Hotel Bristol

Die Botschafter beim

Bristol‘s Ambassadors‘

Breakfast


society eigenevent

gesundheit

Küchenchef Markus Sorg,

Geschäftsführerin Andrea

Gnägi, Gerti Tauchhammer,

Dr. Peter Gartner

Gesundheit im Zentrum

Das Parkhotel Igls - Gesundheit im Zentrum und SOCIETY luden

zum kulinarischen Informationsabend über die Philosophie der

modernen Mayr-Medizin ins Hotel Bristol.

Text: SOCIETY

Dr. Peter Gartner erklärt die

Prinzipien der Modernen

Mayr-Medizin

Dr. Peter Gartner, der medizinische

Leiter des Parkhotel Igls,

präsentierte in seinem kurzweiligen

Vortrag die Grundzüge

der Modernen Mayr-Medizin für ein

gesundes Leben. Dabei hob er besonders

den zukunftsweisenden Zugang des Parkhotel

Igls zur Mayr-Medizin hervor, der

auch mitbestimmend war, dass das Hotel

kürzlich in London als bestes „Destination

Spa“ weltweit ausgezeichnet wurde.

Als Probe seines Könnens und quasi

als Beweis dafür, wie delikat eine moderne

Diätküche schmecken kann, servierte

Parkhotel Igls Küchenchef Markus Sorg

anschließend an den Vortrag Mayr-Gaumengenuss

auf Hauben-Niveau.

Es gab u. a. ein Confit von Artischocke

und Fenchel mit Schwarzwurzel-Sauce, in

Pistazien krustierte Keulchen vom Perlhuhn

und ein Apfelmus mit Muskatkürbis-Gelee.

Parkhotel Igls Geschäftsführerin Mag.

Andrea Gnägi und SOCIETY-Herausgeberin

Gertrud Tauchhammer begrüßten bei

diesem Gesundheits-Event mehr als siebzig

an einer gesunden Lebensweise interessierte

Gäste aus Diplomatie, Kultur und

Wirtschaft im mondänen Salon Schönbrunn

des Hotel Bristol.

22 | Society 2_2013


society eigenevent

gesundheit

Blick auf die Gäste

Univ. Prof. Dr. Michael

Zimpfer, BM a.D. Dr.

Andrea Kdolsky

Auszug

aus der

Gästeliste

Büchertisch mit den Kochbüchern

von Küchenchef Markus Sorg

Fotos: SOCIETY/Pobaschnig

Beatrice ACHALEKE (Diversity

Leadership) • Botschafter

a.D. Dr. Heinrich BIRNLEIT-

NER () • Dr. Brigitte BÖSEN-

KOPF (Stresscenter Wien) •

Dr. Elisabeth CZERWENKA-

KULMON (COC GmbH) •

Dkfm Horst DAGNER (Werbeagentur)

• Mag. Dusko

DIMITROVSKI (Journalist und

Filmkritiker) • Mohamed Doweidar

(Botschaft von Ägypten)

• Oberamtsrätin Mag.

Bsc (Hons) Ingrid GÖTZL

(Magistrat der Stadt Wien) •

o.Univ.-Prof. Dr. Günter HA-

RING (Universität Wien Fakultät

für Informatik) • MR Dr.

Karl Johann HARTIG (ÖBB) •

Mag. Gunnar HEINRICH (APC

Business Services GmbH) •

Mag. Hans-Jörg HÖRTNAGL

(Wirtschaftskammer Österreich)

• Bundesministerin

a. D. Dr. Andrea KDOLSKY

(PWC Österreich GmbH) •

S.E. Mohamed Samir KOU-

BAA (Tunesien) • Ing. Robert

KREMPEL (Wiesenthal) •

Hermann KROIHER (Verband

Österreich-Nordische Länder)

• Larissa LAKTIONOVA

(Geffa Immobilien) • Dina

LAROT • Mag. Konstanze

MANTSCH (BMEIA) • Mag.

Wolfgang PESSL (Subaru Österreich)

• Günther PICHLER

(APC Consulting GmbH) •

Honorarkonsul KR Ing. Karl

Hans POLZHOFER (Wiener

Werkstätten) • Senator KR

Heinz STIASTNY • Charilaos

ZIKOS (Zikos Pelze) • o. Univ.

Prof. Dr. Michael ZIMPFER

(Gesundheitszentrum Döbling)

Wolfgang Tomic (Splendid

Fashion) mit Begleitung

S.E. Samir Koubaa (Tunesien),

Ing. Robert Krempel (Wiesenthal)

Society 2_2013 | 23


society eigenevent

Junior Diplomats

Gute Stimmung bei Bier,

Brezel und Weißwurst

Zweites Junior Diplomats‘

Oktoberfest

SOCIETY setzte die Reihe der Junior Diplomats‘ Einladungen mit

einem Oktoberfest im Fischer Bräu in Döbling fort.

Text: SOCIETY

SOCIETY lud zum 2. Junior Diplomats

Oktoberfest ins Fischer Bräu in

Wien-Döbling. Bei frisch angezapftem

Herbstbier – direkt in der gasthauseigenen

Brauerei gebraut – und original

Weißwürsten konnten sich die neu in

Wien eingetroffenen Diplomaten aus aller

Welt kennen lernen. Als Höhepunkt gab es

in einer Tombola, die auf charmante Weise

von Schauspieler Peter Horak moderiert

wurde, wertvolle Preise zu gewinnen:

Jeannette Mwangi aus Kenia gewann

einen Geschenkkorb der Bäckerei Felber

mit besonderen Brotspezialitäten, zwei

Geschenkkörbe von café+co gingen an

Nahida Abdurahmanova aus Aserbaidschan

und Isaac Gibbons aus den Vereinigten

Staaten, und ein weiterer Geschenkkorb

des vegetarischen Restaurants Tian

mit wertvollen Produkten wurde an Soari

Mizuno aus Japan verlost.

Über zwei Bademäntel von Möve Frottana

und Calvin Klein, zur Verfügung

gestellt vom traditionsreichen Bettwarenhersteller

Gans, durften sich Dilrukshi

Welisarage aus Sri Lanka und Grzegorz

Gancarz aus Polen freuen. Den dritten

Hauptpreis – eine Tagesdecke der italienischen

Firma Bassetti, überreicht durch

das Einrichtungshaus Leiner – erhielt

JUNG Kang aus Südkorea.

Der zweite Hauptpreis – ein edles

Bierglas-Set der Firma Lobmeyr – ging an

Christopher Sullivan aus den Vereinigten

Staaten. Und schließlich den ersten

Hauptpreis – eine kostbare Kristallschale

von Swarovski – gewann Valentina-Liliana

Soare aus Rumänien. SOCIETY gratuliert

herzlich!

24 | Society 2_2013


society eigenevent

Junior Diplomats

Bieranstich des

Herbstbieres

Der Braumeister, Dilrukshi

Welisarage (Sri Lanka),

Walter Hejl (Fischer Bräu)

Auszug

aus der

Gästeliste

Fotos: SOCIETY/Preiss

Naida ABDURAHMANOVA

(Aserbaidschan) • Nate

ADAMS (USA) • Adriana ARI-

AS CASTIBLANCO (Kolumbien)

• Glenn BARRY (Australien)

• Tobias Burghardt

(Diplomatische Akademie)

• A John D‘AMICANTONIO

(USA) • Angela Maria DE LA

TORRE BENITEZ (Kolumbien)

• Ulanbek DYIKANBAEV

(Kirgistan) • Grzegorz

GANCARZ (Polen) • Isaac

Gibbons (USA) • Benjamin P.

HINES (USA) • Shariful Islam

(Diplomatische Akademie)

• Jeannette Marie JURICIC

(USA) • Jaehwan KWON (Korea

Republik) • Edgar Daniel

LEAL MATTA (Guatemala) •

Rada LESSIDRENSKA (Bulgarien)

• Timothy Edward

LISTON (USA) • Caitlin Elizabeth

MACCALLUM (Kanada)

• Irada MALIKOVA (Aserbaidschan)

• Emin MAMMADOV

(Aserbaidschan) • Casandra-

Maria MARINESCU (Rumänien)

• Selina Akello MASIRA

(Kenia) • Anadel MATOS

TEJEDA (Dominikanische

Republik) • Adi-Cristina

MITEA (Rumänien) • Saori

MIZUNO (Japan) • Jeannette

E.Wanjiru MWANGI (Kenia)

• Deepak OJHA (Indien) •

Nohra QUINTERO (Kolumbien)

• Phillip Saleh (USA) •

Svitlana SHEVKO (Ukraine)

• Eric Loflin SMITH (USA) •

Major Iulian SOARE (Rumänien)

• Valentin VALEV (Bulgarien)

• Kaleb WARNOCK

(Diplomatische Akademie)

• Philip Andrew WEBSTER

(Kanada) • Monika Dilrukshi

WELISARAGE (Sri Lanka)

Felber-Geschenkkorb

an Kenia

Geschenk von Restaurant

Tian an Japan

Tagesdecke von Bassetti

überrascht JUNG

Kan aus Südkorea

café+co Geschenkkorb

an Aserbaidschan

Bademantel von Möve

Frottana an Sri Lanka

Bierglas-Set von

Lobmeyr an USA

Weißwürste

und Brezel

Calvin Klein

Bademantel

nach Polen

Hauptpreis von Swarovski

an Valentina-Liliana Soare

Society 2_2013 | 25


society eigenevent

Botschafterempfang

Die neuen Exzellenzen beim

Gemeinschaftsfoto in der

Fürstensuite des Hotel Imperial

Fürstliches Willkommen

für neue Botschafter

SOCIETY lud zur traditionellen Botschafterbegrüßung in das Hotel

Imperial, wo sich gleich 14 neue Botschafter ein Stelldichein gaben.

Text: SOCIETY

Empfangen wurden die Exzellenzen

dieses Mal in den herrschaftlichen

Fürstensuiten, wo sonst

königliche Hoheiten, Staatsgäste

und illustre Stars residieren. Unter Fanfarenklängen

wurden die Botschafter

einzeln vorgestellt. Zahlreiche weitere

Botschafter und Diplomaten nutzten die

Gelegenheit für ein erstes Kennenlernen

der ‚Neuen‘.

Begrüßt wurden die neuen Botschafter

I.E. Liselotte Plesner (Dänemark), S.E. Wilson

Pastor (Ecuador), I.E. Anu Laamanen

(Finnland), S.E. Audunn Atlason (Island),

S.E. Giorgio Marrapodi (Italien), S.E. Hussam

Al Husseini (Jordanien), S.E. Sadiq Marafi

(Kuwait), S.E. Edgars Skuja (Lettland),

S.E. Ibrahim Albesbas (Libyen), S.E. Selwyn

Das (Malaysia), S.E. Luis de Alba (Mexiko),

S.E. Simon Maruta (Namibia), S.E. Dr. Andrej

Rahten (Slowenien) und S.E. Ismatullo

Nasredinov (Tadschikistan).

Hotel Imperial Generaldirektor Klaus

Christandl verwies in seiner Begrüßungsansprache

auf die 140-jährige Geschichte

des noblen Hauses am Kärntner Ring und

die guten Verbindungen zu Gästen aus aller

Welt.

Trumpets in Concert

26 | Society 2_2013


society eigenevent

Botschafterempfang

Dr. Ranko Vujacic

Auszug

aus der

Gästeliste

Fotos: SOCIETY/Preiss

S.E. Kairat ABDRAKHMANOV

(Kasachstan) • Raimond

Andersen (Vienna Society) •

Cathie BURTON (OSZE) • Dr.

Bieranstich des

Marzia Di Bella-Negi (Amadeus

Herbstbieres International School

Vienna) • Univ. Prof. Dr. Carl

Djerassi • S.E. Mahmoud

ELAMIN (Sudan) • S.E.

Ayoob M. ERFANI (Afghanistan)

• Christina Fichtinger

(Fichtinger & Partner) • S.E.

Prof. Dr. Gjorgji FILIPOV (Mazedonien)

• Senator Senator

Walter J. Gerbautz (ÖAG)

• S.E. Batjargal GUNAA-

JAV (Mongolei) • Michael

Habel (Wolfgang Denzel) •

Botschafter Cristian ISTRATE

(UN Rumänien) • Mag. Christian

J. KOIDL (Swarovski) •

Ing. Robert KREMPEL (Wiesenthal)

• Larissa LAKTIONO-

VA (Geffa Immobilien) • S.E.

Xolisa MABHONGO (Südafrika)

• S.E. Juraj MACHAC

(Slowakei) • Andrea-Victoria

MEYER (Botschaft von

Deutschland) • I.E. Dr. Elena

MOLARONI BERGUIDO

(San Marino) • S.E. Largaton

OUATTARA (Côte d‘Ivoire) •

Botschafter Toshiro OZAWA

(UN Japan) • Botschaftsrätin

Yonca ÖZCERI (Botschaft

Türkei) • S.E. Freddy PADIL-

LA DE LEON (Kolumbien) •

Dr. Peter PELINKA (NEWS)

• S.E. Alexander PILETS-

KY (Belize) • Botschafter

Ihor PROKOPCHUK (OSZE

Ukraine) • Leszek PUDLOW-

SKI (IAEA) • S.E. Ramon

QUINONES RODRIGUEZ

(Dominikanischen Republik)

• Gesandte Botschaftsrätin

Galit RONEN (Israel) •

Botschafterin Dr. Angelika

SAUPE-BERCHTOLD (Welcome

to Austria) • Botschafter

Konrad SCHARINGER (UN

Deutschland) • Mag. Hermine

Schreiberhuber (Journalistin)

• I.E. Mag. Elena SHEKERLE-

TOVA (Bulgarien) • Dr. Monika

Türk • Dr. Ranko VUJACIC

• Mag. Liselotte WALDHEIM-

NATURAL • Gesandter Mag.

Martin WEISS (BmeiA) • S.E.

Erzbischof Nuntius Dr. Peter

Stephan ZURBRIGGEN (Botschaft

des Heiligen Stuhl)

S.E. Alexander

Piletsky (Belize)

I.E. Liselotte Plesner mit

Gatte (Dänemark)

Die Gäste des Botschafterempfangs in

der Fürstensuite des Hotel Imperial

Dr. Rolf Thaler (CSC

Austria), Nuntius Peter

Stephan Zurbriggen

GD Klaus Christandl (Hotel

Imperial), S.E. Sadiq Marafi

mit Gattin (Kuwait), S.E. Ali

El Mhamdi (Marokko)

Prof. Carl Djerassi, Mag.

Martin Weiss (BMEIA)

Wiesenthal präsentierte

den neuen Mercedes CLS

Shooting Break

GD Klaus Christandl (Hotel

Imperial), Botschafter

Erwin Kubesch (BMEIA)

Society 2_2013 | 27


society eigenevent

BA Kunstforum

Die Botschafter beim Pre-Opening „Warhol/

Basquiat“ im Bank Austria Kunstforum

Collaborations im Bank

Austria Kunstforum

SOCIETY lud zum Pre-Opening der Ausstellung „Warhol/Basquiat“

im Bank Austria Kunstforum mit anschließendem Cocktail Lunch

im Hilton Vienna Plaza.

Text: SOCIETY

Ingried Brugger (Direktor des Bank Austria

Kunstforums Wien), Gerti Tauchhammer

(Herausgeberin SOCIETY) und

Matthias Herd (Generaldirektor Hilton

Vienna Plaza) luden zum Pre-Opening der

Ausstellung „Wahrhol/Basquiat“, deren Gemeinschaftsarbeiten

(Collaborations) im

Bank Austria Kunstforum Wien noch bis

Anfang Februar 2014 zu besichtigen sind.

Am Programm stand eine Führung für

das diplomatische Corps durch die facettenreichen

Werke der beiden Künstler-Ikonen

Andy Warhol und Jean-Michel Basquiat.

Gertrud Tauchhammer

und Ingried Brugger

Dabei wurden den kunstbegeisterten Besuchern

die unterschiedlichen Arbeiten der

beiden Ausnahme-Talente und deren Einflüsse

näher gebracht, sowie interessante

Hintergrundinfos über das Leben von Warhol

und Basquiat geliefert.

Abschließend warteten bei einem Cocktail

Lunch im Hotel Hilton Vienna Plaza exquisite

Schmankerln und erlesene Getränke

auf die Gäste. Ein einzigartiges Event, das

mit großem Anklang aufgenommen wurde

und den Besuchern ein Stück Kulturgeschichte

vermittelte!

28 | Society 2_2013


society eigenevent

ba kunstforum

Gertrud Tauchhammer

und Gottfried Rieck von

Majestic Imperator

Gesandte Galit Ronen

(Israel), Matthias Herd

Sebastián Palou mit

Gattin (Argentinien)

Exklusive Führung durch

die Ausstellung

Auszug

aus der

Gästeliste

Michael Gleitsmann

(Wolford)

I.E. Liselotte K. Plesner

(Dänemark)

Fotos: SOCIETY/Prochnow

S.E. Kairat ABDRAKHMANOV

(Kasachstan) • Raimond

Andersen (Vienna Society)

• S.E. Audunn ATLASON (Island)

• S.E. Gordan BAKOTA

(Kroatien) • S.E. Ishaya EL

KHOURY (Libanon) • S.E.

Prof. Dr. Gjorgji FILIPOV (Mazedonien)

• I.E. in Deborah

Mary GEELS (Neuseeland)

• Michael GLEITSMANN

(Wolford AG) • S.E. Stephane

Laurent GOMPERTZ (Frankreich)

• Dr. Gulmirza Javadov

(SOCAR) • S.E. Mohamed

Samir KOUBAA (Tunesien)

• Stéphane LE JEUNE

D‘ALLEGEERSHECQUE

(Großbritannien) • S.E. Xolisa

MABHONGO (Südafrika) •

S.E. Juan Carlos MARSAN

(Kuba) • Tatiana MISHU-

KOVSKAYA (Botschaft der

Russischen Föderation) • I.E.

Tsitsi MUTANDIRO (Simbabwe)

• Sebastián J. PALOU

(Botschaft von Argentinien)

• DI Andrea PITONAKOVA

(Slowakisches Institut) • I.E.

Liselotte K. PLESNER (Dänemark)

• S.E. Ramon Quinones

(Dominikanische Republik)

• S.E. Dr. Andrej RAHTEN

(Slowenien) • Gesandte

Botschaftsrätin Galit RONEN

(Israel) • I.E. Mag. Elena SHE-

KERLETOVA (Bulgarien)

S.E. Kairat Abdrakhmanov

(Kasachstan), Dr. Gulmirza

Javadov (SOCAR)

S.E. Audunn Atlason mit

Familie (Island)

Ingried Brugger,

Stéphane Le Jeune

d’Allegeershecque

S.E. Stéphane Gompertz

mit Gattin (Frankreich)

Society 2_2013 | 29


RUSSLAND

Länderporträt

Facts in

Brief

Ländername: Rossijskaja

Federazija (Russische Föderation)

Einwohner: 141.930.000 Mio.

Fläche: 17.075.400 km 2 (flächengrößter

Staat der Erde)

Klima: kontinental mit heißen

Sommern und sehr kalten

Wintern (Oimjakon ist der

Kältepol der Nordhalbkugel)

Lage: nordöstliches Eurasien;

grenzt an Norwegen, Finnland,

Polen, Estland, Lettland,

Litauen, Weißrussland, Ukraine,

Georgien, Aserbaidschan,

Kasachstan, die Mongolei,

China und Korea

Geografie: (von Nord nach

Süd) arktische Kältewüste,

Tundra, Waldtundra, Waldzone,

Waldsteppen-, Steppenund

Halbwüstenzone

Hauptstadt: Moskau (circa

11.503.501 Einwohner)

Bevölkerung: 80% Russen,

4% Tataren, 2% Ukrainer u.a.

Sprachen: Russisch; Sprachen

der übrigen Nationalitäten

Währung: 1 russischer Rubel=100

Kopeken; 1 EUR = ca.

40,46 RUB

Religion: 70% Orthodoxe,

14% Muslime, 1,4% Protestanten,

0,6% Katholiken, 0,5%

Juden; Minderheiten von

Buddhisten, u.a.

Nationalfeiertag: 12.6. (Unabhängigkeitstag)

Staatsform: Präsidialrepublik

Staatsoberhaupt und Regierung:

Präsident Wladimir

Putin (2012); Regierungschef

Dmitri Medwedew (2012);

Außenminister Sergei Lawrow

(2004)

Mitglied in internationalen

Organisationen: WTO, UN-

Sicherheitsrat, Europarat

Aus der

Geschichte

1917: Februarrevolution;

Ende der Zarenherrschaft

1922: Zusammenschluss aller

Sowjetischen Sozialistischen

Republiken zur Sowjetunion

1924: Tod Lenins; Stalin als

Nachfolger

1945: Eroberung der Reichshauptstadt

Berlin

1947: Beginn des Kalten

Krieges

1985: Generalsekretär Gorbatschow

veranlasst wirtschaftspolitische

Öffnung

1991: Beschluss zur Auflösung

der Sowjetunion; Auflösung

des Warschauer Pakts;

Gründung der GUS

1992: Bildung der Russischen

Föderation

1994-1996 und 1999-2006:

Tschetschenien-Kriege

2000: Wladimir Putin wird

Präsident

Basilius Kathedrale in

Moskau

Der flächengrößte

Staat der Welt

Russland lädt mit seinen atemberaubenden Landschaften,

beeindruckenden Architekturen sowie

einer unvergleichbaren Kunst- und Kulturszene

zum Staunen ein.

Text: SOCIETY

R

ussland wird nicht umsonst als „Vielvölkerstaat“

bezeichnet: Russland ist

das größte Land weltweit. Auf Grund

der enormen Fläche des Landes trafen

im Laufe der Geschichte verschiedene

Nationalitäten mit jeweils eigener Sprache, Kultur

und Religion aufeinander.


Mit dem Zug durch Russland

Mit der Transsibirischen Eisenbahn, deren Bau

bereits im Jahr 1891 begann, kann man von der

Hauptstadt Moskau über Sibirien bis zur Hafenstadt

Wladiwostok am Pazifik fahren. Wer die Route

durchgehend von Moskau bis Wladiwostok fährt,

nämlich ohne zwischendurch auszusteigen, wäre

sieben Tage auf Schienen unterwegs. Es handelt

sich um eine Distanz von mehr als 9.000 km und

somit um die längste Bahnstrecke weltweit.

Die Transsibirische Eisenbahn hält an zahlreichen

Städten wie Nischni Nowgorod, Omsk, Novosibirsk,

Krasnojarsk, Irkutsk und Ulan-Ude. Zudem überquert

sie auch sechzehn größere Flüsse (darunter

die Wolga). Mit der Transsibirischen Eisenbahn kann

30 | Society 2_2013


RUSSLAND

Länderporträt

ebenso eine Verbindung nach Zentralasien, in die

Mongolei (mit der Transmongolischen Eisenbahn),

nach China oder sogar nach Nordkorea erfolgen.


Mondäne Metropolen

Moskau ist das wirtschaftliche, politische und

kulturelle Zentrum Russlands. Der Kreml gilt

als besonders sehenswert. Was bedeutet „Kreml“

eigentlich? Für eine Ableitung kommen die russischen

Wörter „ukreplenie“ („Befestigung“),

„kremen‘“ („Kieselstein“) oder etwa „krem‘“

(„Baumstamm“) in Frage. Beim Kreml handelt

es sich um den historisch ältesten Teil Moskaus.

Zum Ensemble des Kremls gehören imposante

Kathedralen, Paläste und Museen, ein großflächig

angelegter Landschaftsgarten sowie das Verwaltungsgebäude

und der Staatliche Kremlpalast

– umringt von eindrucksvollen Mauern und Türmen.

Der Kreml diente ursprüngliche als Residenz

für den Zaren und auch heute noch dient er als

Amtssitz für den russischen Präsidenten. Konkret

sind hauptsächlich der Große Kremlpalast und

das Senatsgebäude präsidiale Residenzen. Der

Staatliche Kremlpalast hingegen dient in erster

Linie als Veranstaltungsgebäude.

Der Rote Platz, eines der meistgefilmten Motive

weltweit, setzt sich aus atemberaubenden

Bauwerken wie dem staatlichen historischen Museum,

der Basiliuskathedrale und dem Kaufhaus

„Gosudarstvennyj Universal’nyi Magazin“ (kurz:

GUM) zusammen.

Seekanal in Petershof

Sankt Peterburg, Geburtsstadt Wladimir Putins,

ist nach Moskau die größte Stadt Russlands

und zugleich die viertgrößte Stadt europaweit.

Besonders charakteristisch für die Stadt sind ihre

Paläste, Prunkbauten und Schlösser. Bis zum Jahr

2004 wurde Sankt Peterburg als „Leningrad“ bezeichnet.

Der Kreml, der Rote Platz in Moskau

sowie zahlreiche Bauwerke von Sankt Petersburg

zählen zum UNESCO Weltkulturerbe.


Russland als Weltbühne und Galerie

Aufführungen wie „Der Schwanensee“, „Dornröschen“

oder „Der Nussknacker“, Literaturwerke

wie „Anna Karenina“ und Malereien wie „Der blaue

Reiter“ verleihen Russland eine ganz besondere

Stellung in der Kunst- und Kulturszene. Schriftsteller

wie Tolstoi, Tänzerinnen wie Anna Pawlowa und

Musiker wie Pjotr Iljitsch Tschaikowski sind wahrscheinlich

der Grund, weshalb Theater, Ballett und

Oper in Russland beheimatet sind. Nennenswerte

Künstler im malerischen Bereich wären etwa die

Impressionisten Wassily Kandinsky, Kasimir Malewitsch

und Alexej von Jawlensky.

Wussten Sie, dass...?

… die kyrillische Schrift auch „Asbuka“ genannt wird?

Nach den Buchstaben as (a) und buki (b).

… dass die Matroschka auch über einen Talisman-Charakter

verfügt?


Buchtipps

Natalija Nossowa

Russland in kleinen

Geschichten

Deutscher Taschenbuch

Verlag

Dieses Werk enthält 33

kleine Lesestücke über

Russland auf Russisch

mit gegenübergestellter

deutscher Übersetzung.

Thematisiert werden neben

Dampfbad, Tee und Kaviar

auch Matroschkas und

Ikonen.

Veronika Wengert

Fettnäpfchenführer

Russland: Was sucht

der Hering unterm Pelzmantel?

Conbook Medien

Die Autorin Veronika

Wengert versteht es auf

Klischees einzugehen und

diese auf unterhaltsame Art

und Weise ein wenig überspitzt

darzustellen.

RUSSLAND im

Internet

Server der staatlichen Körperschaften

Russland

www.gov.ru

Russland Up-to-date

www.aktuell.ru

Staatssymbole

RUSSLANDS

Fotos: pixelio/Hautumm, Harry; Winter, Birgit

Katharinenpalast in

Puschkin

Transsibirische Eisenbahn

Die Flagge Russlands besteht

aus den Farben Weiß,

Blau und Rot. Die Farben

sind als horizontale Streifen

zu sehen.

Auf dem Wappen Russlands

ist ein goldener zweiköpfiger

Adler und eine Krone zu

sehen. In der rechten Klaue

hält der Adler das russische

Reichszepter und in

seiner linken den russischen

Reichsapfel.

Die aktuelle Hymne der Russischen

Föderation wurde

2000 von Präsident Putin

anstelle der vorherigen textlosen

Hymne eingeführt.

Society 2_2013 | 31


Russland

Interview

Es gibt seit neunzig Jahren

diplomatische Beziehungen

zwischen Russland

und Österreich. Wie beschreiben

Sie die gemeinsame

Vergangenheit?

Die ersten diplomatischen Kontakte

zwischen den beiden Höfen in Wien und

Moskau gab es im Jahr 1489. Damals regierte

der russisch Zar Iwan III in Moskau und

in diesem Sinne begehen wir nicht nur

neunzig Jahre neue diplomatische Beziehungen,

sondern 525 Jahre diplomatische

Kontakte zwischen Moskau und Wien. Wir

haben eine sehr interessante gemeinsame

Geschichte, die natürlich nicht immer

einfach war, aber mit der Gegenwart können

wir sehr glücklich sein. Wir freuen

uns über den regelmäßigen politischen

Dialog, die Tatsache, dass es keine ernsthaften

Probleme im bilateralen Verhältnis

gibt sowie über die steigende Dynamik

der wirtschaftlichen und auch kulturellen

Beziehungen. Wir machen zurzeit die

russisch-österreichischen Kultursaisonen,

die mit den wichtigen historischen Daten

unserer Beziehungen in Zusammenhang

stehen. Wir sind zufrieden und hoffen darauf,

dass diese ungetrübte Entwicklung

auch weiter andauert.

Was waren aus Ihrer Sicht die größten

Höhepunkte in der Botschaft in den

vergangenen neunzig Jahren?

Es gab viele verschiedene bedeutende

Ereignisse, wie beispielsweise den Staatsvertrag

im Jahr 1955, der auch von sowjetischer,

russischer, Seite unterzeichnet wurde.

Am 13. April 1945 haben die russischen

Truppen Wien befreit und dann kam es zu

Verhandlungen. Folglich gab es verschiedene

interessante Entwicklungen im bilateralen

Verhältnis. Österreich ist unser ältester

europäischer Partner in Energiefragen.

Diese Beziehung verläuft seit 45 Jahren absolut

perfekt. Wien hat als internationale

diplomatische Metropole viele gute Leistungen

angeboten, nämlich auch für Kontakte

zwischen der früheren Sowjetunion

mit anderen größeren Staaten wie den Vereinigten

Staaten, wo es zu den berühmten

zwei Gipfeltreffen 1961 und 1979 kam.

Natürlich müssen hier auch wichtige

Ereignisse der letzten Jahre erwähnt werden,

wie der Besuch des Präsidenten Russlands,

Wladimir Putin, in Österreich im

April 2010 und der Besuch des Präsidenten

Österreichs, Heinz Fischer, in Russland im

Mai 2011. Die Ergebnisse dieser Besuche,

die erzielten Abkommen gaben unseren

partnerschaftlichen Beziehungen kräftige

Impulse.

Wolkenlose

Beziehungen

S.E. Sergej Netschajew, Botschafter der

Russischen Föderation, im Interview über

die vieljährigen diplomatischen Beziehungen

zwischen Russland und Österreich,

die olympischen Winterspiele in Sotschi

und über die freundschaftlichen Beziehungen

zu Georgien und der Ukraine.

Interview: Gertrud Tauchhammer

Sie hatten kürzlich in der Botschaft

eine erfolgreiche Präsentation der Olympischen

Winterspiele 2014 in Sotschi.

Welche Synergien und Kooperationen

gibt es zwischen Österreich und der Russischen

Föderation bei den Winterspielen?

Ich weiß, dass für die Österreicher

der Wintersport sehr wichtig ist, und ich

»Wir betrachten

Visa als eine

Art Relikt aus

den Zeiten des

Kalten Krieges

und des Eisernen

Vorhangs.

«

Sergej

Netschajew

freue mich daher umso mehr, dass diese

Kooperation von Anfang an so erfreulich

verlief. Die österreichischen Unternehmen

sind sehr aktiv – sowohl in Sotschi

als auch in der gesamten Region Krasnodar.

Wir wollen natürlich nicht nur die

Olympischen Spiele durchführen, sondern

die ganze Region in Schwung bringen.

Das ist uns ein wichtiges Anliegen.

Olympische Spiele kommen und gehen,

aber die russische Bevölkerung bleibt. Es

liegt daher auf der Hand, dass wir anlässlich

der Olympischen Winterspiele die

gesamte Infrastruktur für die weiteren

Generationen und die gesamte Bevölkerung

des südlichen Russlands möglichst

effizient nutzen und ausbauen. Wir danken

den österreichischen Unternehmen

und der ganzen Wirtschaft für die hohen

Leistungen. Wir danken auch den österreichischen

Sportlern und Experten, die

sehr aktiv mitwirken. Selbstverständlich

werden wir uns darauf freuen, die olympischen

und paralympischen Teams aus

Österreich in Sotschi begrüßen zu dürfen.

Gibt es mehrere österreichische Firmen,

die in Russland in diesem Zusammenhang

tätig sind?

Es sind fast vierzig österreichische Unternehmen

vor Ort tätig. Ich möchte hier

natürlich keine Werbung für einzelne Un-

Fotos: SOCIETY/Svirak

32 | SocietY 2_2013


Russland

Interview

»Österreich ist unser

ältester europäischer

Partner in Energiefragen.

Diese Beziehung

läuft seit 45 Jahren absolut

perfekt.

«

Society 2_2013 | 33


Russland

Interview

ternehmen machen. Jedes von ihnen ist

erfolgreich und lobenswert. Sie arbeiten

auffallend tüchtig an ihren Aufträgen.

Wir können zuversichtlich sein, dass alles

gut läuft und dass die Olympischen Spiele

wirklich ein Fest des Sports und des Friedens

sind.

Die Schulden- und Finanzkrise in der

EU betrifft z. B. in Zypern auch hohe

russische Investitionen. Wie beurteilt

Russland die gegenwärtige Lage und die

Zukunftsaussichten des Euro?

Wir waren mit der großen Finanz- und

Wirtschaftskrise in Europa auf keinen Fall

glücklich, denn die Europäische Union ist

für Russland der wichtigste Wirtschaftpartner.

Unsere Fremdwährungsreserven

haben wir zu vierzig Prozent in Euro.

Deswegen betrifft uns diese europäische

Krise ebenso, und wir sind auch gerne bereit,

mit den europäischen Partnern auf

verschiedenen Ebenen in Dialog zu treten,

um gewisse Situationen gemeinsam

zu besprechen. Mit Zypern haben wir sehr

gute politische Beziehungen, und diese

harten Maßnahmen waren uns sehr unangenehm,

da ja auch russische Anleihen

betroffen waren. Daraus müssen wir also

eine gewisse Lehre ziehen, nämlich in Zukunft

mehr miteinander zu kommunizieren,

um Missverständnisse vermeiden zu

können beziehungsweise bei Problemen

gemeinsam abzustimmen – lieber im Voraus

als post factum.

Verhandlungen über Visa-Erleichterungen

zwischen Russland und der

EU sind vorläufig gescheitert. Welche

Möglichkeit sehen Sie, dieses Ziel beim

nächsten EU-Russland-Gipfel zu erreichen?

Ich würde nicht „gescheitert“ sagen.

Die Verhandlungen dauern schließlich

weiter an und es gibt bestimmte Fortschritte

auf dem Verhandlungsweg.

Was den nächsten Summit betrifft, der

Anfang 2014 stattfinden soll, sind die

Chancen noch nicht allzu groß für die

Abschaffung der Visapflicht. Wir betrachten

Visa als eine Art Relikt aus den Zeiten

des Kalten Krieges und des Eisernen Vorhangs.

Deswegen war es die Initiative des

russischen Präsidenten Putin, diese Visa-

Erleichterungen zu erreichen und auf diese

Weise freie Luft zu schaffen für Unternehmer,

Touristen und Kulturschaffende.

Visa-Erleichterungen wären ein großes

Positivum. Wir wissen, wie viele russische

Touristen jährlich nach Österreich kommen.

Die Tendenz ist zudem steigend. Der

Verhandlungsball ist jetzt auf der Seite

unserer europäischen Partner und liegt

»Die Ukraine ist

für Russland

nicht nur ein

Nachbar. Das

ukrainische

Volk ist für die

Russen ein

Brudervolk.

«

Sergej

Netschajew

in Brüssel. Wir hoffen sehr, dass wir den

Erfolg, den die Visa-Erleichterungen mit

sich bringen würden, gemeinsam teilen

können. Es handelt sich schließlich nicht

um eine Einbahnstraße. Es wäre für alle

Beteiligten eine sogenannte Win-Win-

Situation: Für die russischen Staatsbürger

wie für die Bürger der europäischen Staaten

gleichermaßen. Die Bürger der europäischen

Staaten wollen ja auch visumfrei

nach Russland fahren können. Wir warten

nun einfach ab. Ich gehe davon aus,

dass die Visa-Erleichterungen umgesetzt

werden, wenn auch nicht so schnell, wie

wir es gerne hätten.

Der Vilnius-Gipfel Ende November

wurde mit Spannung erwartet bezüglich

des Assoziierungsabkommens zwischen

der EU und der Ukraine. Was ist der

Standpunkt Russlands gegenüber der

Ukraine und wie wird Russland reagieren?

Die Ukraine ist für Russland nicht nur

ein Nachbar. Das ukrainische Volk ist für

die Russen ein Brudervolk. Wir haben

lange in einem Staat zusammengelebt.

Das heißt, wir haben viele Probleme, viel

Kummer bewältigt, aber auch Freuden geteilt.

Die Konfessionen der Mehrheit der

Bevölkerung vereinigen uns ebenso, wie

Familienverwandtschaften. Zudem leben

viele Ukrainer in Russland und auch umgekehrt.

In diesem Sinne sind die Schicksale

unserer Völker sehr eng miteinander

verflochten. Deswegen ist uns die Zukunft

des ukrainischen Volkes nicht gleichgültig.

Wir erzählen unseren Freunden in

der Ukraine, welche Konsequenzen die

überhastete Unterzeichnung dieses Abkommens

bringen kann – zum Beispiel

für unsere bilateralen wirtschaftlichen

Beziehungen. Selbstverständlich muss

die Ukraine die Wahl selbst treffen. Diese

Entscheidung können wir ihnen nicht

abnehmen. Die Ukraine ist ein souveräner,

unabhängiger Staat und daher ist es

Sache der Ukraine, sich zu entscheiden.

Wir können bloß die Probleme aufzeigen,

die aus einer Unterzeichnung resultieren

würden. Wir sind eben nicht nur seelisch,

sondern auch wirtschaftlich sehr eng miteinander

verflochten. Wir gehören beide

zu der „Gemeinschaft Unabhängiger Staaten“.

Das sind gewisse Erleichterungen,

die mit der Schaffung der Freihandelszone

der Ukraine mit der Europäischen

Union leider nicht mehr lange aufrechter-

Fotos: SOCIETY/Svirak

34 | SocietY 2_2013


Russland

Interview

halten bleiben könnten, denn wir haben mit der

Europäischen Union einige andere Regelwerke.

Mit dem Beitritt der Ukraine müssten wir mit der

Ukraine folglich wie mit den anderen EU-Staaten

diese Wirtschaftbeziehungen regeln. Und genau

das könnte für die Ukraine gewisse negative Konsequenzen

haben. Wir wollen diese Entscheidung

nicht künstlich ankurbeln, aber wir wollen gewisse

Fakten offen darlegen, die beispielsweise

das reale Wachstum des Bruttoinlandprodukts

betreffen, sowie die Vorteile der Ukraine in der

Zollunion. Die Zahlen sind überzeugend. Auch

was die Migrationsströme anbelangt, ist es kein

Geheimnis, dass circa 300.000 Ukrainer in Russland

arbeiten und mehr als zwei Milliarden Dollar

jährlich in die Ukraine überweisen. Wie gesagt,

die Entscheidung liegt bei der Ukraine, aber der

Ukraine muss bewusst sein, welche Konsequenzen

das für das Volk, die Industrie und die wirtschaftlichen

Beziehungen mit Russland hat.

Der Beschluss der politischen Führung der Ukraine

bezüglich der Unterzeichnung des Abkommens

mit der EU ist eine souveräne Entscheidung

Kiews, die auf Basis einer realen Analyse der wirtschaftlichen

Lage gefällt wurde. Der Vorschlag

von trilateralen Konsultationen im Format Russland

– Ukraine – EU geht ebenfalls von Kiew aus.

Wir haben ihn unterstützt. Jetzt muss die EU noch

dazu Stellung nehmen.

S.E. Sergej

Netschajew im

SOCIETY-Interview

curriculum

vitae

S

.E. Sergej Netschajew

wurde 1953 in Moskau

geboren. Er studierte

Germanistik an der Moskauer

Lomonossow-Universität.

Nach seinen Tätigkeiten in

der sowjetischen Botschaft

in Ost-Berlin in der damaligen

DDR und im sowjetischen

Generalkonsulat in

Erdenet (Mongolei) schloss

er im Jahr 1988 das Studium

an der Diplomatischen Akademie

ab. Von 1992-1996

war er an der russischen

Botschaft in Deutschland

tätig. Im selben Jahr begann

er als Leiter der Politischen

Abteilung an der Botschaft

in Deutschland. Bis 2001

war er Erster Botschaftsrat.

Im Anschluss war er Generalkonsul

der Russischen

Föderation in Bonn, bis er

im April 2003 die Stelle des

Stellvertretenden Direktors

des 3. Europäischen Departments

im Außenministerium

annahm. Im August 2007

übernahm er den Posten

des Direktors. Seit 2010 ist

er als Botschafter in der Republik

Österreich im Dienst.

Er ist verheiratet und hat

einen Sohn.

Wie stellen sich die Beziehungen zu Georgien

seit dem Regierungswechsel im Herbst 2013 dar?

Was erwartet sich Russland vom neuen georgischen

Präsidenten Georgi Margwelaschwili?

Es war nicht Russland, das die diplomatischen

Beziehungen zu Georgien 2008 abgebrochen hat.

Das war die Entscheidung des damaligen georgischen

Präsidenten, der seine – gelinde gesagt – negative

Einstellung zu Russland nicht verheimlichte

und der kaum verhandlungsbereit war. Auch

nach dem Bruch dieser diplomatischen Beziehungen

bleiben die Einwohner Georgiens für Russland

aber dennoch ein befreundetes Volk. Ein großer

Teil der georgischen Bevölkerung lebt außerdem

in Russland. Und man emigriert schließlich nicht

in ein „verfeindetes“ Land. Was ich damit sagen

möchte ist, dass die Georgier in Russland stets

willkommen sind und das wissen und spüren sie

auch. Viele von ihnen sind berühmte Vertreter in

unserem Kulturbereich, in der Wirtschaft, der Industrie

oder etwa im Gesundheitswesen. Auch die

Küche Georgiens ist sehr zu schätzen. Fest steht,

dass das georgische Volk für uns ein befreundetes

Volk ist mit dem wir seit hunderten von Jahren

zusammenleben. Wir hoffen sehr, dass mit der

Wahl des neuen Präsidenten einer besseren Beziehung

auf der Grundlage der heutigen Reaktionen

nichts mehr im Wege steht.

Demokratie, Datenschutz und Persönlichkeitsrechte

im Zusammenhang mit Überwachungsstrategien

sind heiß diskutierte Themen

auf der ganzen Welt. Was ist der Standpunkt

Russlands und wie unterscheidet er sich vom jenem

der EU und der USA?

Wir waren und bleiben Initiatoren für die Verabschiedung

internationaler Dokumente in verschiedenen

internationalen Institutionen bezüglich

der Informationssicherheit. Sicherheit kann

jedoch nur gemeinsam angestrebt und erreicht

werden. Natürlich ist es nicht angenehm für einen

Bürger zu wissen, dass sein Privatleben abgehört

und genutzt wird. Wir müssen gemeinsam

internationale Regeln ausarbeiten, um ein faires

Miteinander zu ermöglichen und dem Terrorismus

entgegenzuwirken.


Gertrud Tauchhammer im

Gespräch mit S.E. Sergej

Netschajew.

Society 2_2013 | 35


Auf Heimaterde g

Die St.-Nikolaus-Kathedrale ist der Mittelpunkt

der russisch-orthodoxen Kirche in

Österreich und Mitteleuropa. Sie wurde

auf dreißig Wagenladungen russischer

Erde gebaut und 1899 eingeweiht.

Text: SOCIETY

Allsonntäglich strömen an

die dreihundert Gläubige

zum Gottesdienst in die

prächtige russisch-orthodoxe

Kathedrale St. Nikolaus

in Wien-Landstraße.

Der sakrale Bau wurde im April 1899 eingeweiht

und dient seitdem der russischorthodoxen

Gemeinde als Gotteshaus. Die

Initiative für den Bau der Kathedrale ging

im Jahr 1885 von Erzpriester Alexander

Nikolajewskij aus, der Spenden sammelte

und den russischen Botschafter A. B.

Lobanov-Rostovskij dazu brachte, ein Bittgesuch

nach St. Petersburg zur finanziellen

Unterstützung des Baus zu schicken.

Tatsächlich wurden 400.000 Rubel bereit

gestellt und im Oktober 1893 konnte die

Grundsteinlegung erfolgen. Dafür hatte

die russische Botschaft einen Teil ihres

36 | Society 2_2013


Das Innere der Kathedrale

erstrahlt in freundlichem Licht

RUSSLAND

KiRCHE

Info

St.-Nikolaus-

Kathedrale

Die St.-Nikolaus-Kathedrale

beherbergt einen geistlichen

Chor, eine Bibliothek,

eine Notenbibliothek, eine

Sonntagsschule und ein

kleines Kirchengeschäft. Der

Kirchenbau ist in eine Oberund

Unterkirche geteilt. Die

Oberkirche erstrahlt wegen

der getönten Fenster selbst

an trüben Tagen in freundlichem

Licht. Zahlreiche Ikonen

schmücken das Innere,

darunter eine Ikone des Hl.

Nikolaus, ein Geschenk von

Patriarch Alexij I. im Jahr

1949 zum fünfzigjährigen

Jubiläum. Die Unterkirche

hat ihren eigenen Eingang

und ist durch das niedrige

Gewölbe charakterisiert.

Die Gottesdienste werden in

kirchenslawischer Sprache

unter Einbeziehung

deutschsprachiger Teile

zelebriert. Einmal im Monat

wird eine Liturgie in deutscher

Sprache zelebriert

und gesungen.

Zahlreiche Ikonen

schmücken die Wände

ebaut

Fotos: SOCIETY/Svirak

Gartens zur Verfügung gestellt. Außerdem wurden

dreißig Wagenladungen russischer Erde nach

Wien gebracht – als symbolische Geste, um den in

Wien lebenden Russen ein Stück Heimat näher zu

bringen.


Weihe zum heiligen Nikolaus

Die Bauarbeiten der St. Nikolaus-Kathedrale

konnten 1899 beendet werden und im April desselben

Jahres fand die feierliche Einweihung statt.

Die Zeremonie leitete Erzbischof Ieronim von

Chelm und Warschau. Außerdem nahmen russische

Priester aus den umliegenden Ländern, Priester

der griechischen und serbischen Kirchen, Angehörige

der russischen Botschaft, österreichische

Repräsentanten und Botschafter verschiedener

Länder teil. Am folgenden Tag wurde Erzbischof

Ieronim von Kaiser Franz Joseph empfangen,

anschließend gab es ein geistliches Konzert.

Kontakt

Russische

Orthodoxe

Kirche

Jauresgasse 2

A-1030 Wien

Tel. +43-(0)1-713 82 50

office@nikolsobor.org

www.nikolsobor.org


Neueröffnung im Jahr 1945

Bis zu seinem Tod im Jahr 1913 bemühte sich

Erzpriester Alexander um die weitere Ausgestaltung

der Kathedrale. Doch im Jahr 1914 wurde die

Kirche wegen des Beginns des Ersten Weltkriegs geschlossen.

Infolge der Wirren der Zwischenkriegszeit

und des anschließenden Zweiten Weltkriegs

wurde die Kirche erst im Jahr 1945 wieder eröffnet.

Die Renovierung des vom Krieg schwer beschädigten

Baus übernahm Erzbischof und Exarch des Patriarchats

in Mitteleuropa Sergij Korolev.


Treffpunkt der Konfessionen

In den Jahrzehnten danach ist die Kirche ständig

renoviert und weiter ausgeschmückt worden,

sodass sie heute in ihrer prachtvollen Schönheit

glänzt. Vor einigen Jahren wurden die Wandmalereien

im Inneren der Kirche vollendet. Die Gemeinde

St. Nikolaus vereinigt die Gläubigen, die

unter der Obhut des Patriarchen von Moskau

stehen und ist die Vertretung der russischen Orthodoxie

in Mitteleuropa. St. Nikolaus ist auch ein

Treffpunkt für die Begegnung und den Meinungsaustausch

verschiedener christlicher Kirchen.

Ein Höhepunkt in der Geschichte der Kathedrale

war der Besuch des Patriarchen Aleksij II. im

Juni 1997. Zwei Jahre später, im Jahr 1999, wurde

das hundertjährige Jubiläum gefeiert. •

Society 2_2013 | 37


Russland

Botschaft

Die Botschaft der Russischen

Föderation befindet

sich in einem ehemaligen

Palast in der

Reisnerstraße 45-47 im

dritten Wiener Gemeindebezirk.

Auftraggeber des Bauwerks war

der Herzog von Nassau, ausführender

Architekt Alois Wurm-Arnkranz. Das Gebäude

wurde 1872/73 im Stil der Wiener

Neorenaissance errichtet. Der große Empfangssaal

und zwei weitere Salons erstrahlen

noch heute im Dekort der originalen

Inneneinrichtungen und Stuckverzierungen.

Eine zentrale Glaskuppel sorgt

für architektonische Leichtigkeit. Nach

schweren Bombenschäden im Zweiten

Weltkrieg wurde der Palast in den Jahren

1947 bis 1950 unter der Leitung des österreichischen

Architekten Richard Sidek restauriert.


Wechselhafte Geschichte

Der damalige russische Botschafter

Fürst Lobanow-Rostowskij kaufte das Gebäude

1891 für Botschaftszwecke. Seit

1923 ist hier die diplomatische Vertretung

zunächst der Sowjetunion und seit 1991

deren Rechtsnachfolgerin, der Russischen

Föderation, ansässig. Aufgrund der beiden

Weltkriege war die Botschaft für längere

Zeit nicht besetzt. 1941 beschlagnahmten

die Nationalsozialisten das Gebäude und

stellten es der Reichshochschule für Musik

und der Hitler-Jugend zur Verfügung.

1944 nutzte das japanische Generalkonsulat

einige Räume. Ab 1945 diente der

Palast wieder der russischen Diplomatie.


Wichtige Gipfeltreffen des

Kalten Krieges

Zwei bedeutende Gipfeltreffen haben

hier stattgefunden. Im Juni 1961 kam es

zum ersten persönlichen Zusammentreffen

zwischen dem sowjetischen Ministerpräsidenten

Nikita Chruschtschow und

dem amerikanische Präsidenten J. F. Kennedy.

Chruschtschow überreichte damals

das Berlin-Memorandum, in dem es um

den zukünftigen Status der Stadt ging.

Berlin war zu dieser Zeit noch immer von

den vier Siegermächten besetzt. Achtzehn

Jahre später, im Juni 1979, erfolgte ein

weiteres wichtiges Treffen der Vertreter

beider Supermächte: Leonid Breschnew

und Jimmy Carter unterzeichneten den

SALT-II-Vertrag über die zahlenmäßige

Begrenzung von Trägerraketen im großen

Saal der Wiener Hofburg, wo das

größte Pressezentrum in der Geschichte

Österreichs eingerichtet wurde.

1 2

Die Botschaft R

Das Gebäude dient seit mehr als hundert

Jahren der diplomatischen Vertretung

Russlands. Zweimal war dieser Ort Schauplatz

wichtiger geschichtlicher Ereignisse.

• Text: SOCIETY

38 | Society 2_2013


Stiegenhaus der

Russischen

Botschaft

Fassade der

Russischen Botschaft

3 4

usslands

Fotos: SOCIETY/Svirak

1 Zentraler Stiegenaufgang

2 Salon im originalen

Dekor

3 Russische

Motive und

Verzierungen

4 Die zentrale

Glaskuppel sorgt für

Licht im Stiegenhaus

Society 2_2013 | 39


Entzündung

der olympischen

Flamme im Heiligen

Hain des antiken

Olympia

Sotschi 2014

In der russischen Stadt am Schwarzen Meer werden zwischen

7. und 23. Februar 2014 die 22. Olympischen Winterspiele

ausgetragen.

Text: SOCIETY

Die Entscheidung über

den Austragungsort für

die 22. Olympischen Winterspiele

wurde am 4.

Juli 2007 von 103 stimmberechtigten

Mitgliedern

des Internationalen Olympischen

Komitees gefällt. Auch Salzburg und

Pyeongchang in Südkorea zählten zu

den Bewerbern. In zwei Wahlgängen entschied

sich das Komitee schließlich für

die russische Stadt Sotschi, die zu einem

der beliebtesten Bade- und Kurorte Russlands

zählt. Somit finden die Olympischen

Winterspiele 2014 erstmals in der Geschichte

in einem Ort der subtropischen

Klimazone statt.


Hohe Kosten

Der Großevent in Sotschi, bei dem die

gesamte Infrastruktur und die Sportstätten

neu gebaut werden mussten, wird an die

vierzig Milliarden Euro kosten. Das macht

das Ereignis zu den teuersten Olympischen

Winterspielen aller Zeiten. Zu den größten

Investitionen zählt, neben dem Olympischen

Dorf und den Sporthallen, der Ausbau

der Infrastruktur wie Eisenbahnen und

Straßen, der auch nach den Olympischen

Spielen einen positiven Effekt für Sotschi

bringen soll.

Um die Athleten und die internationalen

Gäste zu schützen, wurden die Sicherheitsvorkehrungen

in der Stadt erhöht. Der

russische Präsident Wladimir Putin garantierte

für sichere Spiele am Austragungsort.


Der Weg der Olympia-Fackel

Russland scheute keine Mühen und

Kosten, um auch den Fackellauf der Olympischen

Flamme zu einem besonderen

Spektakel zu machen. Nach dem Start in

Moskau soll der Lauf 123 Tage dauern – so

lange wie noch nie. Außerdem wurde die

Flamme zum ersten Mal in der Geschichte

an gleich zwei extreme Orte gebracht,

zum Nordpol und in den Weltraum. Ein

Eisbrecher fuhr mit der Flamme bis zum

Nordpol, und eine russische Sojus-Kapsel

dockte mit der Fackel – aus Sicherheits-

40 | Society 2_2013


RUSSLAND

OLYMPIA

Adler

Arena

Insgesamt wird es bei den Olympischen Spielen

2014 92 Bewerbe in fünfzehn Disziplinen geben.

Neu im Programm sind Skispringen der Frauen,

Ski-Halfpipe Damen/Herren, Mixed Staffel im Biathlon,

Teamwettbewerbe in Rennrodel und Eiskunstlaufen,

Slopestyle Damen/Herren und der

Snowboard-Parallelslalom Damen/Herren.

Die Medaillen

Bolschoi

Eispalast

Buchtipp

Sotschi

Russische Schwarzmeerküste

und

Kaukasus

Andreas Sternfeldt

Trescher Verlag


Temperaturen und Klima

Zum ersten Mal werden die Olympischen Spiele

an einem Ort mit subtropischem Klima ausgetragen.

Für Sotschi, das zwischen Küste und

Kaukasus-Gebirge liegt, sind kurze, milde Winter

typisch. Weil auch in den Monaten Jänner und

Februar oftmals Plusgrade herrschen, könnte es

bei den Olympischen Spielen nicht ausreichend

Schnee geben. Um dies zu verhindern, hat man

rechtzeitig vorgesorgt und schon im Vorjahr

Schnee im Kaukasus-Gebirge als Reserve gelagert.

Schneekanonen, die genügend Kunstschnee produzieren,

sind ebenfalls reichlich vorhanden.

Fotos: Sochi2014

gründen ohne Flamme – an der Weltraumstation

ISS an. Die Fackel wurde anschließend von Kosmonauten

in den Weltraum getragen.


Wettkampfstätten und sportliche

Disziplinen

Die Wettkampfstätten sind in zwei Bereiche geteilt:

die Küsten-Region und das Gebirgsdorf Krasnaja

Poljana. Die wichtigsten Hallen, in denen die

sportlichen Ereignisse ausgetragen werden, sind

im Olympia Park Sotschi direkt am Schwarzen

Meer angesiedelt, darunter das Olympiastadion

Sotschi – das auch bei der Fußball-WM 2018 als

Stadion genutzt werden wird –, die Schaiba-Eisarena

für Eishockey-Spiele, das Ice Cube Curling

Center, die Adler-Arena für die Eisschnelllaufbewerbe,

der Bolschoi-Eispalast und der Iceberg Eislaufpalast

für die Eiskunstbewerbe. Bis auf das Stadion

können alle Hallen abgebaut und an einem

anderen Ort wieder aufgebaut werden. Sowohl die

Eröffnungsfeier als auch die Abschluss-Zeremonie

finden im Olympia-Stadion statt. Das Stadion fasst

40.000 Zuschauer. Das Besondere: Alle Hallen sind

untereinander zu Fuß erreichbar.

Im Bergdorf Krasnaja Poljana, siebzig Kilometer

von Sotschi entfernt, finden die Schnee-, Bobund

Rodelbewerbe statt. Hier befinden sich das

Skisprung-Zentrum, die Bob- und Rodelbahn, das

Biathlon- und Langlaufzentrum, ein Snowboard-

Park und das Alpin-Zentrum.

Westliche Besucher sind

überrascht, wie wenig die

Region Groß-Sotschi mit

ihrer südlichen Vegetation

und den Stränden den

gängigen Russland-Bildern

entspricht. Neben den

Russen leben außerdem

noch Angehörige von

über fünfzig Völkern in der

Region, die die Kultur und

die Küche geprägt haben.

Hinter der Küste lockt die

Natur des Westkaukasus

mit Gletschern, Wäldern,

Canyons, Höhlen und Wasserfällen.

Dieser Reiseführer

bietet praktische Infos für

eine Reise an die russische

Schwarzmeerküste.

Das olympische Feuer zum ersten

Mal am Nordpol


Medaillen und Maskottchen

Die Medaillen für die Winterspiele in Sotschi

wurden gänzlich in Russland gefertigt. Erstmals

haben die Medaillen einen Einsatz aus Polykarbonat-Glas,

in das landestypische Motive aus verschiedenen

Regionen Russlands eingraviert sind.

Je nach Farbe wiegt ein Edelmetall zwischen 460

und 531 Gramm. Der Durchmesser beträgt zehn

Zentimeter.

Gleich drei Maskottchen wurden für die Olympischen

Winterspiele 2014 präsentiert: Hase, Eisbär

und Leopard. Das russische Fernsehpublikum hatte

Gelegenheit, über diese Maskottchen abzustimmen.

Von 7. bis 16. März 2014 finden in Sotschi übrigens

die Paralympics statt. Die dazu gehörigen Maskottchen

sind „Schneeflocke“ und „Lichtstrahl“. Sie

stehen symbolisch für die „Harmonie im Gegensatz“

und stellen im übertragenen Sinn den schwierigen

Weg vom Himmel zur Erde dar. •

Society 2_2013 | 41


ussland

Interview

»Zwischen Österreich

und

Russland besteht

ein traditionell

enges

Verhältnis

basierend auf

gegenseitigem

Vertrauen und

Freundschaft.

«

Margot

Klestil-Löffler

Curriculum

Vitae

Dr. Margot Klestil-Löffler

wurde am 4. März 1954 in

Speisendorf/Niederösterreich

geboren. Sie studierte

Slawistik, Geschichte und

Philosophie an der Universität

Wien. 1977 trat sie in

das Bundesministerium für

auswärtige Angelegenheiten

ein, wo sie bereits 1978

bis 1982 an der Botschaft

in Moskau als Kulturattachée

tätig war. Danach war

sie in der Politischen und

Wirtschaftssektion in Wien

eingesetzt, später an der

Botschaft in Bangkok, im

Büro des Generalsekretärs

(Leiterin) und Leiterin der

Amerika-Abteilung. 2005-

2009 war sie Botschafterin

in Prag. Seit 2009 ist sie

Botschafterin in Moskau. Sie

ist die Witwe des verstorbenen

Bundespräsidenten Dr.

Thomas Klestil.

„Facettenreich und

zukunftsorientiert“

Österreichs Botschafterin in Moskau Dr. Margot

Klestil-Löffler über das traditionell enge Verhältnis

zu Russland und die strategische Partnerschaft in

wichtigen Fragen.

Interview: SOCIETY

2014 ist der 90. Jahrestag der Begründung

diplomatischer Beziehungen

zwischen Österreich und Russland,

damals Sowjetunion. Wie ist der

Charakter der Beziehungen zwischen

den beiden Staaten?

Zwischen Österreich und Russland besteht

ein traditionell enges Verhältnis basierend auf

gegenseitigem Vertrauen und Freundschaft. In

den letzten Jahrzehnten erreichte dieses Verhältnis

aufgrund der tiefgreifenden Veränderungen

in politischer und wirtschaftlicher Hinsicht eine

neue Dimension. Unsere aktuellen bilateralen

Beziehungen kann man als facettenreich und zukunftsorientiert

bezeichnen.

Was sind die derzeit wichtigsten bilateralen

Kooperationen in Politik und Kultur?

Die bilaterale Kooperation zwischen unseren

beiden Ländern befindet sich auf sehr hohem

Niveau, was auch durch den regen Besuchsaustausch

auf politischer Ebene zum Ausdruck

kommt. Besonders positiv entwickeln sich die

Beziehungen mit den österreichischen Bundesländern

– 2013 besuchten u.a. der Landeshauptmann

von Niederösterreich Dr. Erwin Pröll und

Wiens Bürgermeister Dr. Michael Häupl Russland.

Auch auf parlamentarischer Ebene gibt es einen

regen Austausch, im November des Jahres befand

sich etwa Bundesrats-Präsident Reinhard Todt auf

Einladung des Staatsduma-Vorsitzenden Sergej

Naryschkin in Moskau.

Die Verbundenheit zwischen unseren Völkern

beruht neben den politischen und wirtschaftlichen

Beziehungen auch auf dem großen kulturellen

Reichtum und der Begeisterung für die

Kultur. Um diesem Umstand Rechnung zu tragen,

haben wir das Projekt der Österreichischen

Kultursaison in Russland 2013/14 ins Leben gerufen

– eine Leistungsschau des aktuellen österreichischen

Kunstschaffens, im Rahmen derer über

fünzig Veranstaltungen in 17 russischen Regionen

durchgeführt werden. Einige Höhepunkte der Kultursaison

– wie etwa Gastspiele des Wiener Burgtheaters,

des Schauspielhauses, eine Ausstellung

der Albertina in der Ermitage in Sankt Petersburg

oder eine Ausstellung junger österreichischer und

russischer Künstler auf dem ersten Atomeisbrecher

der Welt „Lenin“ in Murmansk – konnten

bereits erfolgreich begangen werden.

Die Beziehungen zwischen Russland und

der EU sind derzeit schwierig, siehe Visaerleichterung,

Erneuerung des Rahmenabkommens.

Welchen Standpunkt nimmt Österreich

dazu ein?

Die Unterzeichnung eines neuen Rahmenabkommens

sowie die Visaliberalisierung sind auf

dem Weg der EU und Russlands zueinander von

großer symbolischer, aber auch praktischer Bedeutung.

Österreich unterstützt diesen Annäherungsprozess,

da wir uns bewusst sind, welche

Bedeutung Russland für den Frieden, die Stabilität

und den Wohlstand in Europa trägt. Daher

ist es wichtig, im EU-Rahmen beständig an einer

gemeinsamen Position in Bezug auf die aktuellen

Fragen der Beziehungen zu Russland zu arbeiten.

Dabei sollten wir das mittel- und langfristige Ziel

nicht aus den Augen verlieren, das auch von europäischen

wie russischen Entscheidungsträgern

immer wieder hervorgehoben wird – die Schaffung

eines einheitlichen Wirtschaftsraums vom

Atlantik bis zum Pazifik.

Wie würden Sie die gemeinsamen Werte

und Interessen definieren?

Die EU und Russland sind strategische Partner.

Wir sind einerseits durch unsere gemeinsame

Geschichte eng miteinander verbunden, andererseits

werden uns unsere politischen, wirtschaftlichen

und kulturellen Verbindungen auch in Zukunft

immer enger aneinander binden. Russland

ist der größte Nachbar der EU und einer der wichtigsten

Handelspartner, insbesondere im Energiebereich.

Doch auch auf internationaler Ebene

kooperieren wir eng in einer Reihe bedeutender

Fragen, wie etwa dem Klimawandel, dem Kampf

gegen Terrorismus, organisiertes Verbrechen und

Menschenhandel sowie der Nicht-Verbreitung von

Massenvernichtungswaffen.


Foto: BMEIA

42 | Society 2_2013


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usa

Länderporträt

Facts in

Brief

Ländername: United States

of Amerika (USA)

Einwohner: 311.592.000 Mio.

Fläche: 9.809.155 km 2 (flächenmäßig

drittgrößter Staat

der Erde)

Klima: vor allem gemäßigt; in

Hawai und Florida tropisch;

in Alaska arktisch

Lage: Nordamerika; grenzt

an Kanada und Mexiko

Geografie: gebirgig, Wüstenund

Graslandschaften

Hauptstadt: Washington (circa

5.582.170 Einwohner)

Bevölkerung: 72,4 % Weiße,

12,6 % Schwarze, 4,8 % Asiaten,

0,9 % Native Americans,

16,3 % Hispanics, u.a.

Sprachen: Englisch (Amerikanisch),

Spanisch, Sprachen

der Minderheiten

Währung: 1 US- Dollar=100

cents; Kurs: 1 EUR=1,27 US-$

Religion: 76 % Christen, 1,2 %

Juden, 0,6 % Muslime, 0,5%

Buddhisten, 0,3% Hindus;

20 % religionslos oder keine

Angabe

Nationalfeiertag: 4. Juli

Staatsform: Präsidiale

Bundesrepublik

Staatsoberhaupt und Regierung:

Staats- und Regierungschef

Barack Obama

(2009); Außenminister John

Kerry (2013)

Mitglied in internationalen

Organisationen: Organisation

Amerikanischer Staaten

(OAS), Weltbank, IWF, UN-

Sicherheitsrat, NATO, WHO,

WTO, UNESCO

Aus der

Geschichte

Vor 1492: circa 7 Mio.

Indianer leben in vielfältigen

Kulturen

1492: Entdeckung Amerikas

durch Christoph Kolumbus

1607: Erste englische Kolonie

in Virginia

04.07.1776: Unabhängigkeitserklärung

1789: George Washington als

erster Präsident der USA

1791: Bill of Rights

1861-1865: Bürgerkrieg; Abschaffung

der Sklaverei

1917: USA erklären Deutschland

Krieg

29.10.1929: Schwarzer Freitag

an New Yorker Börse

1941: USA erklären Japan

den Krieg

1945: Ende des Zweiten

Weltkrieges; Gründung der

UNO

1949: Gründung der NATO

1969: Erste Mondlandung

durch die Mission Apollo 11

11.09.2001: Terroranschlag

auf das World Trade Center

2009: Barack Obama wird

als erster Afroamerikaner

Präsident

Land der unbegrenzten

Möglichkeiten

Die USA als grenzenloses Land: Neben der Einstellung,

dass alles möglich sei, geht auch der

Gemeinsamkeitssinn über die Bundesstaatengrenzen

hinaus.

D

as Klischee „vom Tellerwäscher zum

Millionär“ ist fest mit der Lebenssicht

der Menschen in den Vereinigten

Staaten von Amerika verbunden.

Der Glaube an die Verwirklichung

von Möglichkeiten, an die Überwindung von Grenzen

und die Verbesserung der eigenen Lebensumstände

durch Arbeit und Willenskraft ist in den

USA besonders verankert. Es ist ein real gelebtes

Klischee. Diese Idee ist zusammen mit dem Gedanken

des Strebens nach Glück als elementares

Recht jedes Einzelnen auch Teil der Unabhängigkeitserklärung

der USA.

Die Freiheitsstatue

als Symbol der

Vereinigten Staaten


Gemeinschaftsgefühl

Ein weiteres typisches Merkmal der Amerikaner

ist die Liebe zu ihrem Land. Obwohl die USA

in fünfzig teilsouveräne Staaten aufgeteilt sind,

besteht dennoch ein grenzüberschreitendes Gemeinschaftsgefühl

zwischen den Bundesstaaten.

Der allerwichtigste Feiertag ist nicht religiöser

sondern patriotischer Natur: der 4. Juli, der Unabhängigkeitstag.

Der 4. Juli 1776 gilt als Geburtstag

eines freien und unabhängigen Amerika. Dieses

Datum ist auch auf der Tabula Ansata, die die

Freiheitsstatue – ein Geschenk der Frankreichs

44 | Society 2_2013


usa

Länderporträt

an die USA – in ihrer linken Hand hält, verewigt.

Patriotismus wird in Europa oft mit Liebe zum

Vaterland gleichgesetzt. Im Fall der USA bezieht

sich Patriotismus in Wahrheit aber vor allem

auf die Idee von Amerika und darauf, auf die geschichtliche

Entwicklung von der Kolonie zur

Weltmacht stolz sein zu können.


Aufgetischt

Die Küche der USA geht weit über Hot Dogs

und Hamburger hinaus: Beispielsweise zu Thanks

Giving wird groß aufgekocht. Im Mittelpunkt

steht traditionellerweise der Truthahn. Die Beilagen

setzen sich aus dem Gemüse der Saison,

wie Kürbis, Karotten und Süßkartoffeln, zusammen.

Das wäre ein klassisches Thanks Giving

Menü: Maisbrot Muffins als Vorspeise, Truthahn

mit Chorizo-Pekanuss-Cheddarkäse-Füllung als

Hauptspeise, serviert mit eine Cranberry-Apfel-

Soße mit gerösteten Süßkartoffeln und anderem

Wurzelgemüse als Beilage und zimtiger Apfelkuchen

als Nachspeise.

Der Memorial Day wird nicht mit einem förmlichen

Sit-Down-Dinner gefeiert – es wird gegrillt

oder gepicknickt. Wenn das Wetter jedoch einmal

nicht mitspielen sollte, findet ein ‚potluck-gettogether’

statt. Das bedeutet, dass jede Familie

ein fertiggekochtes Gericht mitbringt. Auch der

Independence Day findet in der Grill-Barbecue-

Picknick-Hochsaison statt. Kartoffelsalat darf an

diesem Tag auf keinen Fall fehlen! Flaggenkuchen

oder andere Desserts mit rot-weiß-blauer Deko

versüßen den Festtag.


Wunder der Natur

Es gibt in den USA unbeschreiblich faszinierende

Nationalparks. Der älteste Nationalpark der

Welt ist der Yellowstone-Nationalpark in Wyoming,

wo Bisons, Grizzlybären und Wölfe beheimatet

sind. Besonders charakteristisch für den Park sind

zudem geothermale Quellen. Ob die vulkanogene

Landschaft des Yellowstone-Nationalparks, die weiter

als das Auge reichenden Schluchten des Grand

Canyon, die letzten Überlebenden der Archosaurier

in den Everglades, die Salamander-Hauptstadt

der Welt – auch ‚Great Smoky Mountains’ genannt,

die horizontlosen Great-Sand-Dunes oder

die zum Klettern einladenden Granitwände des Yosemite-Nationalpark:

Eines ist sicher: Die USA sind

in Wahrheit nicht nur das Land der unbegrenzten

Möglichkeiten, sondern auch das Land des unbegrenzten

Ausblicks.

Wussten Sie, dass...?

… die USA mit der Fracking-Technologie Russland als

größten Öl- und Gasproduzenten der Welt abgelöst

haben?

… dass Rauchen in Restaurants und Bars in den USA

bereits seit 2002 verboten ist?

Buchtipps

Das USA Buch

Verlag Kunth

Die USA gelten nicht

umsonst als Land der unbegrenzten

Möglichkeiten.

Auch abseits der Hauptattraktionen

findet sich Spektakuläres:

englisches oder

spanisches Kolonialerbe,

traditionelle Indianerkultur,

die unermesslichen Prärien

und reizvollen Steilküsten

von Atlantik und Pazifik.


Eric T. Hansen

Planet America

Ein Ami erklärt sein

Land

Bastei Lübbe

Die USA im

Internet

Webportal der Regierung

www.usa.gov

Lokale Informationsseiten

www.usa.com

Die USA sind eine Weltmacht,

die polarisiert. Der

US-Amerikaner Eric T.

Hansen erzählt unterhaltsame

Anekdoten mit subtilem

Witz und amüsanten Klischees.

Staatssymbole

DER USA

Fotos: Pixelio

Grand Canyon

Das Empire State

Building war mit 381

Metern Höhe, bis 1972

das höchste Gebäude

der Welt

Auf der Flagge der Vereinigten

Staaten von Amerika

sind fünfzig Sterne und

dreizehn Streifen zu sehen.

Die Sterne stehen für die

fünfzig Staaten, die dreizehn

Streifen für die dreizehn

ursprünglichen Kolonien.

Die Flagge wird „stars and

stripes“ oder auch „old

glory“ genannt. Die offizielle

Hymne der USA lautet

„Star-Spangled Banner“.

Sie wurde am 3. März 1931

eingeführt. Der Text stammt

vom US-amerikanischen

Rechtsanwalt und Dichter

Francis Scott Key, die

Melodie vom englischen

Komponisten und Musikwissenschaftler

John Stafford

Smith.

Society 2_2013 | 45


USA

Interview

Full of energy

H.E. Ambassador Alexa Lange Wesner talks

about the economic vitality on both sides of the

Atlantic, sports as a universal language and her

attitude towards social commitment.

Interview: Gertrud Tauchhammer

You are the new US Ambassador

to Austria. Which

political, economical and

cultural aspects are important

to you?

I will look at all my priorities through

the lenses of peace, security and prosperity.

My focus will be on entrepreneurship,

building community through culture,

sports diplomacy, energy security and

the Transatlantic Trade and Investment

Partnership. Many of these topics have to

do with women, youth and minority outreach.

So we are covering a large spectrum

of issues.

Let’s focus on the entrepreneurship.

What are your new projects?

We have already done a lot of outreach

regarding entrepreneurship. For instance,

we participated in the Pioneers Festival

last month. I look forward to working

with a start-up culture that is already

vibrant here, in Austria, in order to help

promote innovation for mutual benefit.

Entrepreneurship is a means for individual

empowerment, job-creation, and economic

vitality.

What is your attitude towards sports?

Sports is a unique way to bring people

from all different backgrounds together,

since it is a universal language – we are

all on the same playing field, so to speak.

Sports is something near to my heart and

the Austrians love sports as well. We will

be participating in the alpine culture

here, too. I love to ski both downhill and

Langlauf, and I cannot wait to hit the

slopes. I am also a runner. I enjoy watching

all types of different sports. For instance,

I have recently had the opportunity

to watch the Austrian-American soccer

game at Ernst-Happel-Stadion.

Do you still have time to make some

sports, since you are the US Ambassador

to Austria?

»My mother is from

Germany and my father

is from Latvia. I feel in

a way that this is like a

homecoming.

«

Alexa Lange Wesner

Yes, I do. I make time. I think that it is, for

me, and for most people, very important to

take a holistic approach to health. So even

when there is little time, I try to make it a

priority and if I only get out for fifteen minutes,

I would say “immerhin.“ Running is

one of the most convenient sports because

all you need is a pair of shoes.

In matters of cultural priorities – what

are the projects you are working on?

Right now we are creating an exhibit

that will be displayed at the residence.

The artworks are from young, contemporary

artists from the U.S. I will unveil my

favorite artists soon.

Which economical project is the biggest

one for you right now?

The biggest economic opportunity on

the table right now, is the Transatlantic

Trade and Investment Partnership (TTIP).

It will increase trade, jobs and economic

vitality in Europe, in Austria, and in the

United States.

Coming to 175 years of diplomatic

relations between the U.S. and Austria:

Which main topics do you personally see

when you look back?

The most important topic, historically,

is our cooperation in post-war recovery and

European integration – returning Austria

to the center of Europe – whole and free.

Austria was the biggest recipient per capita

of Marshall Plan aid. Even today, it is a

lasting part of our bilateral partnership,

in which Austria contributes to regional

stability, both bilaterally, and multilaterally.

In 2007, on the anniversary of George

C. Marshall’s speech at Harvard University,

Austria and the U.S. renewed our cooperation

in scientific and scholarly exchange.

What do you think you can do to leave

an impression in Austria?

Everyone would like to leave a legacy.

Our relations with Austria are strong.

There is nothing “broken” and I am very

grateful for that. It is a very interesting

time for me to be here. The TTIP is going

Fotos: SOCIETY/Pobaschnig

46 | SocietY 2_2013


USA

Interview

to be an historical landmark agreement.

I am hoping that I will add my part to

peace, prosperity, security and entrepreneurship.

I hope that positive energy, economic

growth, and continued great bilat

cooperation are part of my legacy.

Did you face any surprises or unexpected

situations in Austria so far?

Everyone I spoke to before I came to

Vienna said, “You are going to love being

in Vienna”. And I do. It has been a warm

welcome, which is not a surprise. I have

European heritage. My mother is from

Germany and my father is from Latvia. I

feel, in a way, that this is like a homecoming.

I knew what to expect from a cultural

perspective. I am looking forward to the

Christmas-markets, to the skiing, and

will always be pleasantly surprised when

I experience these things in a new place.

There have been no negative surprises.

Which kind of picture did you have

from Austria before coming here?

I think the Austrian brand is about culture,

about the beautiful landscape, and

the low unemployment rate! Austria has

done a remarkable job at weathering the

European economic downturn.

You are very engaged in social matters.

What is your commitment to charity

and community work?

Whenever I reach out to society, it

comes from an innate feeling to give back

to the community. I often say that there

are seasons in one’s life. In your twenties,

you concentrate on your career, on your

education. When you reach your thirties,

you start thinking, “how can I give back to

the community?” It coincides, often, with

becoming a parent. Unfortunately, not everyone

has the opportunity for an education.

Not everyone has the opportunity for

health care. We are working on changing

that. We are all people, all one community,

and that is why we need to make sure everyone

has at least their basic needs met.

H.E. Alexa Wesner looks

forward to her new job

as Ambassador

Where does your social attitude derive

from?

From my personal history. My parents

came to the U.S. as immigrants. They

worked very hard to make a life for themselves

in the U.S. I saw hard work and dedication.

I grew up valuing what the U.S.

could offer but I also knew that I needed to

work hard to make use of those opportunities.

I think the value of hard work was in

me at the very beginning and then I was

always fortunate to have all my basic needs

met.

Society 2_2013 | 47


USA

Interview

Gertrud Tauchhammer

and H.E. Alexa Wesner in

front of a picture of the

White House

You are the youngest US Ambassador to Austria.

Do you think this could be an asset?

Every ambassador brings a valuable, different

perspective and I think when you look at them all

as a group you get an amazing set of values. My

business experience is an asset, especially when it

concerns TTIP. I also have a lot of energy, and passion

for my job.

Where do you take your energy from?

That is a good question. I think it is a work

ethic. One of my philosophies is, if you are going

to spend time and energy to do something, then

you should try to do it right. I get very passionate

about most things that I do. I really believe that

you need to love what you do every day, because

in any job, intrinsically, there are easy days and

there are hard days. The only way you can make

it through more difficult days for any length of

time, is if you really enjoy, or find a way to enjoy,

what you are doing. Every person can make a difference,

no matter if you make a difference for

yourself, for your children or for the community

at large: you as an individual can make a difference.

Concerning the protection of data privacy,

does the US handle the current situation differently

from the EU?

This is an important question. I am trying to understand

right now, the difference between what

the U.S. defines as “data privacy” and what Europe

curriculum

vitae

lexa Lange Wesner

was born in Washing-

D.C. In 1994, she Aton

graduated from Stanford

University with a BA degree

in Biology. She founded two

companies (HireTECH and

Recruiting Labs) and several

state-based organizations

like Be One Texas. The spectrum

of activities spans civic

engagement, organizational

collaboration, voter empowerment,

voter turn-out and

primary research. She is a

triathlete and, in 2003, qualified

for the World Triathlon

Championship as a member

of the U.S. National team.She

is married to Blaine Wesner.

They have three children.

defines as ”data privacy”. My initial impression is

that data privacy in Europe relates to everything

from social media, law enforcement and intelligence

which in the U.S. are different buckets. The

“data privacy” nomenclature requires some important

distinctions. The first thing that needs to

happen is that we have to define, through a common

language, what we mean by “data privacy”.

In most areas, including commerce, law enforcement,

and social media, we share a strong commitment

to protect privacy. Now, to the alleged

NSA issue: privacy concerns are shared by people

in the U.S. and in the EU. The U.S. government

takes this very seriously. There we need to strike a

balance between privacy and security. We also all

share the desire for security. The debate on how to

balance security and privacy is an important one.

And it is happening on both sides of the Atlantic

right now.


Fotos: SOCIETY/Pobaschnig

48 | SocietY 2_2013


Wintererlebnis

Nur eine knappe Autostunde von Wien entfernt, warten am Zauberberg Semmering unbeschwerte

Urlaubstage auf alle Fun- und Genusssportler.

Freuen Sie sich auf 6 Nachtpisten, ein einzigartiges Rodelangebot, 14 top gepflegte Pistenkilometer

und Après Ski vom Feinsten. In der ZauberBAR wird die Nacht zum Tag, wenn Ihnen Show-

Barkeeper, Live DJs und Themen-Events einheizen!

Grand Hotel PANHANS

Bereits seit 125 Jahren wird im ehrwürdigen Grand Hotel Gastlichkeit

gelebt. Die 113 individuell eingerichteten Themenzimmer,

der 1000 m² große Vital Club, die herrliche Lage mit Panoramablick

über den Luftkurort und nicht zuletzt unsere mit einer

Haube prämierte Küche machen Ihren Urlaub im Grand Hotel

zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Grand Hotel Panhans • Hochstraße 32 • A-2680 Semmering

Tel: +43 (0)2664 / 81 81 • www.panhans.at

SPORTHOTEL am Semmereing

Das Sporthotel liegt in direkter Nähe zur Piste und ist ideal für einen

Skiurlaub mit der ganzen Familie. Zahlreiche Sportmöglichkeiten

sorgen für viel Abwechslung in Ihrem Aktivurlaub. Kulinarisch

werden Sie mit einem reichhaltigen Frühstücksbuffet und

traditionellen, heimischen und saisonalen Gerichten verwöhnt.

Sporthotel am Semmering • A-2680 Semmering 99

Tel.: +43 (0)2664 / 86 41-0 • www.sporthotel-semmering.at

Zau[:ber:]g im Winter

Zau[:ber:]g im Sommer

DAS RING Hotel

Der „Ring“ ist der neue Hotspot am Semmering. Neben

einem 3-Sterne Hotel sind in dem Haus auch eine Pizzeria,

ein Café mit Konditorei, ein BBQ–Buffet–Restaurant, ein

Irish Pub und ein Eventbereich für Veranstaltungen aller Art

untergebracht. Das Ring Hotel ist ideal für all jene Gäste,

die mitten im Geschehen sein wollen.

Event Gastro Hotel Ring • Bundesstraße 4 • A-2680 Semmering

Tel: +43 (0)2664 / 81 81-914 • www.ring-semmering.at

www.zauberberg.at

Der Zauberberg …

… auch im Sommer ein Erlebnis

● Wandereldorado mit variantenreichen Touren

● Zahlreiche Nordic Walking Routen

● Anspruchsvoller Bikepark (12 km)

● Monsterroller zum Ausleihen

Ski & Fun 2

• 2 Nächte im DZ inkl. Halbpension

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für den Hirschenkogel

• – 20% auf alle SPA Angebote

ab € 169,- im Sporthotel

ab € 229,- im Grand Hotel


Der amerikanische Präsident Barack

Obama und der österreichische Bundespräsident

Heinz Fischer bei einem

kurzen Gespräch während des Treffens

der Präsidenten Zentraleuropas in

Warschau 2011.

Österreich-USA:

Eine 175-jährige

Partnerschaft

Die gegenseitigen Beziehungen zwischen Österreich und den USA

haben eine langjährige Geschichte. Im Jahr 2013 wurde der 175.

Jahrestag des Beginns diplomatischer Beziehungen gefeiert und

mit einer Wanderausstellung gewürdigt.

Text: SOCIETY

50 | Society 2_2013


USA

BEZIEHUNGEN

Fotos: Andreas Wenzel/HBF, Library of Congress/Prints and Photographs Division/Washington, D.C., Library of Congress/Maps Collection/Washington, D.C.

Schon früh wurden die Weichen für

die diplomatischen Beziehungen zwischen

den USA und Österreich gelegt.

Hier ein Überblick über die wichtigsten

Stationen einer wechselhaften Geschichte:


Erste Anfänge

Der offizielle Anfang diplomatischer Beziehungen

wurde vor genau 175 Jahren gemacht, im Jahr

1838, als Henry A. Muhlenberg zum ersten amerikanischen

Gesandten am Hof in Wien ernannt

wurde. Im Gegenzug entsandte Wien Wenzel Philipp

Baron von Mareschal im selben Jahr nach Washington,

D.C. Doch schon in den Jahren zuvor gab

es Interaktionen zwischen den beiden Ländern.

Österreich erkannte die USA im Jahr 1797 an, 1820

wurde in New York ein österreichisches Konsulat

eröffnet. Bereits 1829 wurde ein Handels- und

Schifffahrtsvertrag zwischen den Vereinigten

Staaten und Österreich geschlossen, der bis zum

Ersten Weltkrieg gültig war. Die Beziehungen zwischen

Österreich und den USA waren aber nicht

immer konfliktfrei. So hat der Kaiser den ersten

diplomatischen Vertreter der USA im Jahr 1777

nicht empfangen, da er es ablehnte, ein Land anzuerkennen,

das sich gegen einen Monarchen aufgelehnt

hatte. Heute stehen die beiden Länder in

einer stabilen Verbindung zueinander und verfolgen

viele gemeinsame Interessen.


Immigration – die Flucht über

den grossen Teich

Die Geschichte der USA ist stark von der Einwanderung

von Menschen aus aller Welt geprägt.

Auch viele Österreicher verließen ihre Heimat,

in der Hoffnung, in den USA ein besseres Leben

Uncle Sam begrüßt Auswanderer auf der US-Arche der Zuflucht.

Eine Karikatur des in Wien geborenen Austroamerikaners Joseph F.

Keppler, der die satirische Karikatur in den USA wesentlich prägte.

Henry A. Muhlenberg, der erste

amerikanische Gesandte in Wien,

ernannt am 8. Februar 1838.

George C. Marshall diente im

Zweiten Weltkrieg als Generalstabschef

bei der US Army. Als

Außenminister lieh er seinen

Namen dem nach ihm benannten

Marshallplan, für den er 1953 den

Nobelpreis erhielt.

Im Jahr 1850 hatte Österreich elf Honorarkonsulate

entlang der Golf- und der Atlantikküste eingerichtet,

um seine Handelsbeziehungen auszudehnen.

zu führen. Die Einwanderung österreichischer

Immigranten in die Vereinigten Staaten fand ihren

Höhepunkt in den ersten zehn Jahren des 20.

Jahrhunderts. Man geht davon aus, dass mehr als

2,1 Millionen Menschen die österreichisch-ungarische

Monarchie in Richtung USA verließen. Sie

stellten damit die größte Gruppe von Immigranten

dieser Zeit dar. Das Ende der großen Einwanderungswelle

in die USA wurde mit dem Beginn

des Ersten Weltkrieges besiegelt. Heute geben

735.128 US-Bürger an, österreichische Wurzeln

zu besitzen. Sie leben vor allem in den Staaten

New York, Florida, Illinois, Kalifornien, Pennsylvania

und New Jersey.


Erster Weltkrieg und

Zwischenkriegszeit

Die Kriegserklärung von US-Präsident Woodrow

Wilson an Deutschland führte dazu, dass

Österreich-Ungarn die diplomatischen Beziehungen

zu den USA abbrach mit der Folge, dass die

Vereinigten Staaten der Donaumonarchie am 7.

Dezember 1917 ebenfalls den Krieg erklärten.

US-Präsident Woodrow Wilson legte am 8. Januar

1918 ein 14-Punkte-Programm vor, welches

als Rahmen für die politische Neuordnung nach

dem ersten Weltkrieg gesehen werden kann.

Selbstbestimmung und wirtschaftliche Unabhängigkeit

der Völker Europas sollte im Vordergrund

stehen. Für Österreich-Ungarn wurde in

Punkt 10 des Wilson-Programms festgelegt, dass

den Völkern die „freieste Gelegenheit zur autonomen

Entwicklung“ eingeräumt werden sollte,

was mit dazu beitrug, dass die Habsburgermonarchie

zerfiel.

Am 24. August 1921 wurde ein Staatsvertrag

zwischen Österreich und den USA geschlossen,

der die freundschaftlichen Beziehungen der bei-

Society 2_2013 | 51


USA

Beziehungen

Die meisten Einwanderer überquerten

den Atlantik mit ihren Familien in den

Zwischendecks der Schiffe.

den Staaten nach dem Ende der Monarchie

begründete.

In den 1930er Jahren war die Handlungsfähigkeit

der USA u.a. durch die

Weltwirtschaftskrise eingeschränkt.

Das Land betrieb außerdem eine Politik

der Nichteinmischung in Angelegenheiten

anderer Staaten. Zwischen dem Jahr

1938, dem Anschluss Österreichs an Nazi-

Deutschland, und 1941, als die Vereinigten

Staaten in den Krieg eintraten, flüchteten

29.000 Österreicher in die USA.

Der Großteil von ihnen war jüdischer

Abstammung; darunter waren u.a. berühmte

Musiker, Wissenschaftler, Ärzte

und Intellektuelle. Darunter waren etwa

der Schauspieler Leon Askin, der 1940 in

die USA einwanderte, der Psychologe Bruno

Bettelheim, der 1939 einwanderte, der

Journalist und Schriftsteller Friedrich

Torberg, der Chemiker Carl Djerassi, der

Mathematiker Kurt Gödel, der Komponist

Arnold Schönberg, der Jurist und Mitgestalter

der österreichischen Verfassung

Hans Kelsen, und Billy Wilder, Autor und

Produzent.


Neubeginn nach dem Weltkrieg

Nach dem Zweiten Weltkrieg unterstützten

die USA den Wiederaufbau Österreichs

und anderer Länder mit dem

berühmten „Marshallplan“. Offiziell hieß

die Wirtschaftshilfe „Europäisches Wirtschaftswiederaufbauprogramm“

(European

Recovery Program, ERP) und ging

auf US-Außenminister und den späteren

Friedensnobelpreisträger des Jahres 1953

George C. Marshall zurück. Marshall war

der Meinung, dass sich die angeschlagenen

europäischen Länder nur mittels

internationaler Wirtschaftshilfe regenerieren

können, und für die USA war eine

stabile politische Lage von großer Wichtigkeit,

gerade im Hinblick auf zuverlässige

Handelspartnerschaften und um ein

Gegengewicht zum sowjetischen Einfluss

zu schaffen. Das ERP-Abkommen wurde

von Österreich am 2. Juli 1948 unterzeichnet.

Das Programm bestand vor allem aus

der Lieferung von Rohstoffen, Lebensmitteln

und Waren; die USA unterstützten

Am 2. April 1917 fordert US Präsident

Woodrow Wilson den Kongress auf,

Deutschland den Krieg zu erklären.

52 | Society 2_2013


USA

Beziehungen

Fotos: Library of Congress, Prints and Photographs Division, Washington, D.C. / Sammlung Samsinger / U.S. Embassy Vienna

Österreich, indem sie diese Lieferungen

finanzierten. Die finanzielle Hilfe von insgesamt

962 Millionen US-Dollar zwischen

1948 und 1953 katapultierte Österreich

auf Platz zwei der größten Pro-Kopf-Empfänger

des ERP in Europa nach Norwegen.

Gleichzeitig wurden auch sog. „Amerika-

Häuser“ mit Bibliotheken, Konzertsälen

und Kinos geschaffen, um auch die kulturelle

Verbindung zwischen Österreich und

den USA zu stärken.


ERP-Counterpart-Abkommen

Das ERP-Counterpart-Abkommen wurde

vom österreichischen Bundeskanzler

Julius Raab und US-Botschafter H. Freeman

Matthews am 29. März 1961 unterschrieben

und übertrug Österreich die

Verfügung über die Mittel aus dem Marshall-Plan.

Der ERP Fonds ist auch heute

noch aktiv und beläuft sich auf Vermögenswerte

von rund 3,5 Milliarden US-

Dollar und ist aus der österreichischen

Struktur- und Wirtschaftspolitik nicht

mehr wegzudenken.


Fulbright-Gesetz

Das im Jahre 1946 ins Leben gerufene

Gesetz regelte die wirtschaftliche Unterstützung

in den Bereichen Bildung und

Forschung. Das Fulbright-Programm ist

ein internationales Austauschprogramm

zwischen den USA und 180 weiteren Staaten

und zählt zu den renommiertesten

Stipendienprogrammen weltweit. Initiator

ist der US-amerikanische Senator William

Fulbright, dessen Motivation es war,

gegenseitiges Verständnis zwischen den

Menschen der USA und den Völkern anderer

Länder aufzubauen und zu fördern.

Insgesamt wurden in Österreich zwischen

1945 und 1955 zwölf US Kulturzentren

eingerichtet – sogenannte „Amerika

Häuser“. Die wesentlichen Aufgaben

dieser Amerika Häuser war die Vermittlung

demokratischer Ideale und des

amerikanischen „Way of Life“.

Österreich investiert in den Vereinigten Staaten: Vertreter der

Voestalpine bei der Grundsteinlegung für eine neue Automobilteilefabrik

in der Nähe von Cartersville, Georgia, USA, November 2012

Mehrere Tausend Amerikaner und Österreicher

haben seit 1951 am Fulbright-Programm

teilgenommen.


International Visitor

Leadership Program

Es gilt als wichtiges Expertenaustauschprogramm,

an dem die führenden

österreichischen Kapazitäten einzelner

Fachgebiete in Form von Kurzbesuchen

in den USA Kultur und Gesellschaft des

Landes näher kennen lernen können,

und leistet somit einen positiven Beitrag

in Hinblick auf die internationalen Beziehungen

der Nationen.


Kontinuität und Kooperation

Die USA zählen zu jenen vier Staaten,

welche am 15. Mai 1955 den österreichischen

Staatsvertrag im Schloss Belvedere

in Wien unterschrieben. „Österreich ist

frei!“ verkündete der damalige Außenminister

Leopold Figl euphorisch nach

der Unterzeichnung. Mit der Unterschrift

des Staatsvertrages erlangte der österreichische

Staat seine Unabhängigkeit und

Freiheit zurück.

Gemeinsame politische Themen zwischen

Österreich und den USA bis zum

heutigen Tag sind die Unterstützung für

Menschenrechte, die Förderung von Sicherheit

und Wohlstand, die Klimapolitik,

die Schaffung von Frieden und Freiheit

für alle Menschen, die Bekämpfung von

Terrorismus, Drogenhandel, organisiertem

Verbrechen und Menschenhandel.

Den Handelsbeziehungen zwischen

den Vereinigten Staaten und Österreich

kommt eine besondere Bedeutung zu.

Bis 1850 stand vor allem der Tabak- und

Baumwollhandel im Vordergrund. Als

drittgrößter Investor in Österreich sind

die USA für Österreich bis heute von enormer

Wichtigkeit. Umgekehrt stellt Österreich

für die Vereinigten Staaten einen

begehrten Exportmarkt dar.

Natürlich gibt es immer wieder auch

Meinungsverschiedenheiten zwischen

den beiden Staaten, trotzdem sind die

bilateralen Beziehungen zwischen Österreich

und den USA hervorragend. US-

Präsident Barack Obama beschreibt die

Kooperation beider Länder wie folgt:

„Österreich ist ein wichtiger Partner der

Vereinigten Staaten. Vom Balkan bis nach

Afghanistan haben wir zusammengearbeitet,

um die Sache des Friedens, der Demokratie

und der allgemeinen Menschenrechte voranzutreiben.

Sie haben durch Ihre Bemühungen

für die Wahrung des Friedens und der Nichtverbreitung

bleibende Beiträge zur internationalen

Sicherheit geleistet. Österreichs Rolle als

Befürworter und Gastgeber von Dialog und

Zusammenarbeit unter den europäischen Nationen

ist heute wichtiger denn je.“ •

Society 2_2013 | 53


USA

Wirtschaft

Das BIP der USA ist fast

genau so groß wie jenes

der gesamten EU.

Facts

Wirtschaftsdaten

USA

Bedeutende

Wirtschaftssektoren

Finanz- und Versicherungswesen,

IT, Automobil-, Flugzeug-

u. Rüstungsindustrie,

Bergbau, Maschinenbau

Wirtschaftswachstum

2,2%

BIP pro Kopf

49.959 USD

BIP

15.685 Mrd. USD

Inflation

2,1%

Arbeitslosigkeit

8,1%

Auslandsverschuldung

16.708,25 Mrd. USD

Währung

Dollar (USD), 1 EUR =

ca. 1,3 USD

Exporte

1.564 Mrd. USD

Wichtigste Exportländer

Kanada, Mexiko, China,

Japan, GB, Deutschland

Importe

2.299 Mrd. USD

Wichtigste Importländer

China, Kanada, Mexiko, Japan,

Deutschland, Südkorea

Aussenhandel

mit Österreich

Importe aus Österreich

6,94 Mrd. EUR

Importprodukte

Maschinen, Anlagen,

Fahrzeuge, chemische und

pharmazeutische Erzeugnisse,

Metalle

Exporte nach Österreich

4,1 Mrd. EUR

Exportprodukte

Maschinen, Kraftfahrzeuge,

Halbleiter, pharmazeutische

und medizinische Produkte,

Kunststoffe

Führende

Wirtschaftsmacht

Die USA sind trotz der Finanzkrise die größte

Wirtschaftsmacht der Welt und werden auch in

den kommenden Jahrzehnten nicht eingeholt

werden können.

Text: SOCIETY

Die USA sind nach wie vor die größte

Wirtschaftsmacht der Welt. Darüber

kann auch die Finanzkrise nicht

hinwegtäuschen. Schwellenländer

wie die BRICS-Staaten Brasilien, Russland,

Indien, China und Südafrika hatten in den

vergangenen Jahren zwar immense, oft zweistellige

Wachstumsraten zu verzeichnen, doch selbst

Hauptkonkurrent China als Nummer zwei der Weltwirtschaftsmächte,

hat immer noch ein nur halb so

großes Bruttoinlandsprodukt wie die USA. Das BIP

der USA ist außerdem fast genau so groß wie jenes

der gesamten EU. 22 Prozent der Weltwirtschaftsleistung

gehen allein auf das Konto der USA. Eine

Untersuchung des Forschungsinstitutes „Prognos“

ergab kürzlich, dass China zwar rasant aufholt, aber

die USA in den kommenden zwanzig Jahren voraussichtlich

nicht einholen können wird.

Das Wirtschaftswachstum ist mit knapp über

zwei Prozent zwar langsam verglichen mit den

aufholenden Ländern, doch es entwickelt sich stabil.

Einiges deutet sogar darauf hin, dass die USA

im Vergleich zu Billiglohnländern in Asien wieder

an Standortvorteilen gewinnen können. Während

die Lohnkosten in Asien ständig steigen und so ein

klassischer Vorteil immer mehr abhandenkommt,

trumpfen die USA mit billiger Energie, stagnierenden

Lohnkosten und der konkurrenzlosen Innovations-

und Technologieführerschaft auf. Der Schiefergasabbau

in den USA macht Energie weniger als

halb so teuer wie beispielsweise in Europa. Manche

Experten sprechen bereits von einer „Reindustrialisierung“

der USA. Es gibt eindeutig den Trend, die

Produktion von Asien wieder zurück in die USA zu

verlagern. Ein fast nicht einholbarer Standortvorteil

sind auch die hohen Investitionen in Forschung und

Entwicklung gepaart mit dem Innovationsgeist einer

freien Marktwirtschaft.

Das soll nicht über die Probleme der USA hinwegtäuschen:

Die Staatsschulden sind in den vergangenen

Jahren explodiert – sie sind mittlerweile größer

als das BIP. Auch die Privathaushalte sind hoch verschuldet,

was sich negativ auf das Konsumverhalten

auswirkt. Die in den USA im Jahr 2008 ausgelöste

Finanzkrise hat im sozialen Gefüge tiefe Kerben

hinterlassen. Investitionen in (Grund-)Bildung wie

Volksschulen und die veraltete Infrastruktur sind

dringend nötig, sowie eine Gesundheitsreform. Die

aktuelle politische Konstellation, die zum „Shutdown“

geführt hat, hat zu einem Vertrauensverlust

geführt und behindert die Reformen.

Für Österreich liegen die USA als Außenhandelspartner

an dritter Stelle hinter Deutschland und Italien.

Österreich erwirtschaftet jedoch mit den USA

den größten Handelsbilanzüberschuss aller Länder.

Besonders Maschinen und Anlagen aus Österreich

sind in den USA gefragt. Mehr als fünfhundert österreichische

Tochterfirmen existieren in den USA. Die

Direktinvestitionen belaufen sich im Jahr 2012 auf

5,5 Milliarden Euro.


Foto: PIXELIO/ANDREA DAMM

54 | Society 2_2013


USA

Interview

Foto: Bmeia

Transatlantische

Freundschaft

Dr. Hans Peter Manz, Österreichs Botschafter in

Washington, über 175 Jahre diplomatische Beziehungen

und die Bedeutung der USA für Österreich.

Interview: SOCIETY

2013 ist der 175. Jahrestag der Begründung

diplomatischer Beziehungen

zwischen Österreich und

den USA. Wie ist der Charakter

der Beziehungen zwischen den

beiden Staaten? Was zeigt die

175-jährige Geschichte der diplomatischen Beziehungen?

Dieses Jubiläum zeigt zunächst die gewaltigen

politischen und wirtschaftlichen Veränderungen,

zu denen es seit der Eröffnung der diplomatischen

Vertretung der USA in Wien 1838 gekommen

ist. Damals war das ein großer Erfolg für die

noch jungen, aus der Revolution gegen das feudale

Europa hervorgegangenen Vereinigten Staaten.

Man war in der Welt angekommen und in direkten

Beziehungen zur mächtigen Habsburger Monarchie.

Etwas mehr als ein Jahrhundert später waren

die USA zur Weltmacht aufgestiegen und die

Monarchie längst Geschichte. Aus Konkurrenten

und Kriegsgegnern wurden letztlich Freunde und

Partner. Österreich wäre heute wahrscheinlich ein

völlig anderes Land. Insbesondere die weitblickende

Unterstützung durch den Marshall-Plan war

ein wesentliches Element für das Wiedererstehen

Österreichs in der Zweiten Republik.

Heute spiegeln die Beziehungen die positiven

Entwicklungen in Europa wider: als Teil der

EU gehören wir zu den wichtigsten Partnern der

USA; das starke Engagement Österreichs seit der

Öffnung Mittel- und Osteuropas 1989, speziell

auch der intensive Einsatz für und in den Nachfolgestaaten

des ehemaligen Jugoslawiens, bildet

immer wieder Ansatzpunkte für unsere bilaterale

Zusammenarbeit. Die Herausforderungen des 21.

Jahrhunderts, von langwierigen Konflikten bis

zum Auftreten neuer Spieler, von der globalisierten

Wirtschaft bis zu Fragmentierungstendenzen,

vom Schutz der Menschenrechte bis zum Kampf

gegen radikale Intoleranz, werden wir nur gemeinsam

im Sinne unserer gemeinsamen Werte

meistern können.

Was sind die derzeit wichtigsten bilateralen

Kooperationen in Wirtschaft, Kultur und

Politik?

Trotz der Ausläufer der großen Finanzkrise haben

sich die wirtschaftlichen Beziehungen in den

letzten Jahren überdurchschnittlich gut entwickelt.

Nun kommt es auch zu relativ großen Investitionen

österreichischer Unternehmen in den USA.

Das stimmt mich sehr zuversichtlich, dass sich der

bilaterale Wirtschaftssektor nachhaltig auf einem

höheren Niveau etabliert. Wir würden auch vom

Abschluss des Transatlantic Trade and Investment

Partnership (TTIP) profitieren, das seit einigen Monaten

zwischen der EU und den USA verhandelt

wird.

Kulturell ist Österreich in den USA ohne Übertreibung

als Großmacht einzustufen. Um nur ein

Beispiel herauszugreifen, sei auf das im Februar und

März 2014 stattfindende Festival der Carnegie Hall

„Vienna – City of Dreams“ in New York hingewiesen.

Im politischen Bereich laufen zahlreiche Kooperationen

auf bilateraler und multilateraler Ebene

weiter. Das ist im Moment nicht sehr spektakulär

(deshalb aber auch nicht weniger wichtig), naturgemäß

aber auch den Umständen geschuldet: die

starke Fokussierung während der vergangenen Monate

auf die Innenpolitik sowohl in den USA (Stichwort

Budgetstreit und Umsetzung der Gesundheitsreform)

als auch in Österreich (Wahlkampf

und Koalitionsverhandlungen) haben hier wenig

Raum gelassen. Ich gehe davon aus, dass wir schon

sehr bald neue Anstöße sehen werden können.

Welche Auswirkungen haben die Enthüllungen

von Edward Snowden auf die diplomatischen

Beziehungen zur EU und Österreich

bzw. auf die Verhandlungen in transatlantischen

Abkommen?

Das größte Problem ist zweifellos der Vertrauensverlust.

Aber bei aller Empörung ist unbestreitbar,

dass die transatlantischen Beziehungen auch

für uns von essentieller Bedeutung bleiben. Es

bleibt zu hoffen, dass sich diese Krise letztlich als

Chance entpuppt, den Schutz persönlicher Daten

und geistigen Eigentums im Cyber-Zeitalter deutlich

zu stärken. Erste Anzeichen für ein wachsendes

Verständnis sind in der Folge dieser Affäre

nun auch in den USA zu registrieren. Darauf können,

ja müssen wir aufbauen.


»Die USA waren

ein wesentliches

Element für das

Wiedererstehen

Österreichs in

der Zweiten

Republik.

«

Hans Peter

Manz

Curriculum

Vitae

Dr. Hans Peter Manz wurde

am 7. Oktober 1955 in Canberra

geboren. Er absolvierte

an der Universität Wien

ein Doktoratsstudium an der

juridischen Fakultät. 1979

trat er in das Außenministerium

ein. Nach Einsätzen in

Bern und Teheran wechselte

er ins Ministerium in Wien in

die Abteilung für Osteuropa.

1994 wurde er stellvertretender

Missionschef an der

Ständigen Vertretung bei

den Vereinten Nationen

in New York. 2000 war er

Leiter der Abteilung für

Politische Integration und

Kooperation, danach sieben

Jahre außenpolitischer Berater

im Bundeskanzleramt.

Von 2007 bis 2011 war er

Botschafter in Bern.

Society 2_2013 | 55


diplomatie

Kommentar

Im Ringen um Einflussbereiche

wurde im

Vorfeld von Vilnius ein

Match zwischen der EU

und Russland ausgetragen.

Es ging nicht zugunsten

der Union aus. Sechs

Staaten, allesamt frühere

Sowjet-Republiken, als engere

Partner der Europäischen Union

– das war die Zielvorgabe

für Brüssel. Die Ukraine, Moldau,

Weißrussland, Georgien,

Aserbaidschan und Armenien

sollten von dieser Ostöffnung

ebenso profitieren wie die EU-

Staaten. Allerdings ging diese

Rechnung nicht auf. Kurz vor

dem EU-Gipfel zur Östlichen

Partnerschaft legte Kiew das

fertige, mühsam ausverhandelte

Assoziierungsabkommen

auf Eis. Die Gründe sind

vielfältig.

Wie auch immer die Erklärungen

der Staatskanzleien

lauteten – hinter den Gefechten

um regionale Machtpositionen

standen handfeste

Wirtschaftsinteressen. Im EU-

Programm für die Sechs ist die

Ukraine ein Schwergewicht.

Nach Russland ist der 45-Millionen-Staat

das größte Land Europas.

Ökonomisch hängt die

Ukraine stark von Russland ab,

vor allem im Energie- und Bankensektor.

Zum Vergleich: Das

ukrainische Handelsvolumen

mit der EU beträgt jährlich 45

Milliarden Euro. Russland ist

der wichtigste Absatzmarkt.

Es unterhält auf der Krim eine

Marinebasis.

Europa-Match zwischen

EU und Russland

Es sollte ein Gipfeltreffen werden, das die Staaten

am östlichen Rand Europas näher an Kerneuropa

heranführt. Doch es kam anders.

Analyse von Hermine Schreiberhuber


Wirtschaftliches

„Ultimatum“

Der plötzliche Rückzug

Kiews aus dem EU-Assoziierungsprojekt

mag mit Druck

aus Moskau oder – diplomatisch

gesagt – mit ‚Bestimmtheit‘

interpretiert werden. Die

Kreml-Führung gab der Ukraine

zu verstehen, sie werde

im Falle des EU-Abkommens

alle Handelsvorteile verlieren.

In Europa ist die Erinnerung

an den russisch-ukrainischen

„Gaskrieg“ von 2009 noch

wach, der auch in der Union

zu Lieferengpässen führte. Offiziell

begründete Kiew sein

„Njet“ zur EU zunächst mit

der nationalen Sicherheit.

Ungewollt wurde Österreich

in dieser Causa zum

Akteur. Der ukrainische Präsident

Viktor Janukowitsch

hielt sich gerade in Wien auf,

als die Regierung in Kiew per

Dekret die EU-Assoziierung

stoppte und eine Dreierkommission

unter Einschluss

Russlands für Handelsfragen

forderte. Man werde auf dem

Weg der europäischen Kooperation

vorankommen, sagte

Janukowitsch in der Hofburg,

kurz vor der Kehrtwende in

Kiew. Nur Stunden später

musste er den Bundespräsidenten

über die neue Sachlage

informieren.

Schadensbegrenzung war

angesagt. Der ukrainische Ministerpräsident

Mikola Asarow

begründete den Schulterschluss

mit Russland, dem

wichtigsten Gaslieferanten

und Handelspartner, rein

wirtschaftlich. Einen Strategiewechsel

stellte er in Abrede. Beobachter

erwarten vor einem

Regierungswechsel in Kiew

keine Neuausrichtung zur EU.

Denn das Abkommen enthielt

eine Freihandelsregelung und

politische Vorgaben zu Rechtsstaatlichkeit

und Korruptionsbekämpfung.

2015 sollen Präsidentschaftswahlen

stattfinden.

Bedeutet die Entscheidung

zwischen EU und Moskau die

Rückkehr zu einem bipolaren

Europa? Der Gipfel der EU-Ratspräsidentschaft

mit den östlichen

Partnern verlief anders

als geplant. Auf beiden Seiten

gab es offene Kritik. Die EU-Seite

sprach von „inakzeptabler“

Einmischung Russlands, Moskau

von „beispiellosem Druck“

der EU auf Kiew. Zugleich fielen

auch beschwichtigende Worte.

„Die Tür zur Europäischen Union

ist offen“, betonte die EU-

Außenbeauftragte Catherine

Ashton.

zur person

ag. Hermine

Schreiberhuber war

Mstellvertretende Ressortleiterin

für Außenpolitik bei der

Austria Presse Agentur (APA).

Ferner verfasst sie Reportagen

für Wochenzeitungen wie „Die

Furche“ und wirkt an politischen

Büchern mit.


Bescheidene

Gipfelbilanz

Der Gipfel von Vilnius

erbrachte also keinen Meilenstein,

sondern nur einige

kleinere Abkommen. Die

Zerreißprobe um die Ukraine

stellte die Bemühungen

der anderen Ostpartner um

eine EU-Annäherung völlig in

den Schatten. Mit Georgien

und Moldau wurden Assoziierungs-

und Freihandelsabkommen

unterzeichnet. Die

EU-Spitzen sparten nicht mit

Lob für die beiden Staaten,

mit denen Europa „Kultur und

Werte“ teile.

Moskau stellte nicht nur

der Ukraine die Rute ins Fenster.

Vor dem Gipfeltreffen

verhängte Russland ein Importverbot

für georgische und

moldauische Weine, was als

Replik auf die EU-Assoziierung

verstanden werden kann. Der

Republik Moldau attestierten

EU-Experten große demokratische

Fortschritte. Georgien

hat eine EU- und NATO-Mitgliedschaft

im Auge. Mit Russland

unterhält Tiflis seit dem

Krieg von 2008, als es die Regionen

Abchasien und Südossetien

an den großen Nachbarn

verlor, keine diplomatischen

Beziehungen.


Nach Machtwechsel

in

Georgien

Ende Oktober hatten in Georgien

Wahlen einen Machtwechsel

herbeigeführt und

die Ära von Präsident Michail

Saakaschwili besiegelt. Nicht

nur die EU, auch Russland

gratulierte zum demokratischen

Prozess. Die frühere

georgische Außenministerin

hatte bei einem Wien-Besuch

kurz vor der Wahl den Urnen-

Fotos: Nelson, © Europäische Union 2013

56 | SocietY 2_2013


diplomatie

Kommentar

Gipfel der Östlichen Partnerschaft in Vilnius

gang als „letzten Test für die Demokratie“

bezeichnet. Georgien werde die Olympischen

Winterspiele im russischen Sotschi

2014 nicht boykottieren.

Aserbaidschan und Armenien gehen

zurückhaltend an die Union heran. Eine

Assoziierung mit der EU war für die beiden

Kaukasus-Republiken von vornherein kein

Thema, wenn auch aus ganz unterschiedlichen

Gründen. Aserbaidschan kann sich

dank großer Öl- und Gasvorkommen ein

hohes Maß an Eigenständigkeit leisten.

Mehr Distanz zu Russland und mehr Nähe

zum Westen wünscht sich die Führung in

Baku. Mit Aserbaidschan unterschrieb die

EU ein Visa-Erleichterungsabkommen.


Moskau bereitet Eurasische

Union vor

Armenien, ein an Ressourcen armes

Land, ist hingegen wirtschaftlich weitgehend

von Moskau abhängig. Auch gilt

Russland als Schutzmacht, sollte es zu

einem militärischen Eingreifen Aserbaidschans

im ungelösten Konflikt um das

von Armenien beherrschte Konfliktgebiet

Nagorny-Karabach kommen. Im September

hatte sich die Regierung in Eriwan

entschieden, statt einer EU-Assoziierung

der Zollunion mit Russland beizutreten.

Fixstarter für diese Zollunion sind auch

Kasachstan und Weißrussland.

Ein Kandidat für die Zollunion, die

nach Plänen Moskaus 2015 in eine Eurasische

Union münden soll, ist auch die Ukraine.

Russland hat Kiew Nachlass beim

Gaspreis zu bieten. Mit der Ukraine konnte

die EU in Vilnius lediglich ein Luftfahrtabkommen

paraphieren. Weißrussland

war auf dem Gipfel nur ein stummer Gast.

Die Union und die USA haben wegen Menschenrechtsverletzungen

gegen das Land

Sanktionen verhängt. Eine Basis für eine

EU-Annäherung ist für Minsk somit nicht

gegeben.


EU-Kiew: Angebot und

Nachfrage

Nach der Absage Kiews an das EU-Assoziierungsabkommen

stellte sich die Frage,

ob die EU die wirtschaftlichen Verknüpfungen

mit den Ostpartnern entsprechend

berücksichtigt habe. Eine echte EU-Beitrittperspektive

fehlt in dem Programm. Die

finanziellen Versprechen Moskaus in Milliardenhöhe

sind ungleich höher als die zugesagten

Millionen aus Brüssel. Ein ukrainischer

Parlamentarier auf Wien-Besuch

sprach offen aus, dass die EU auf Grund

der internen Finanzkrise an Attraktivität

verloren habe. Die Union biete weniger als

früher.

Dazu kommen politische Vorgaben

der EU, die für die ukrainische Führung

abschreckende Wirkung hatten. Die EU

hatte in einem Junktim die Freilassung

der inhaftierten Kontrahentin des Präsidenten,

Julia Timoschenko, gefordert.

Ein Comeback der Oppositionspolitikerin

auf die Polit-Bühne zur Wahl 2015 käme

Janukowitsch ungelegen. Der Fall Timoschenko

warf seine Schatten voraus und

überschattete auch den Gipfel selbst. Timoschenko

wollte auf medizinische Behandlung

verzichten, um den EU-Vertrag

zu retten. Vergeblich.


Pro-West-Demos in der

Ukraine

Nach dem Match EU-Russland in Vilnius

geht das inner-ukrainische Match

in die nächste Runde. Das Regierungs-

Nein zur EU-Bindung spaltet das Volk.

Die Zerrissenheit des Landes zwischen

West- und Moskau-Orientierung kam voll

zum Ausbruch. Hunderttausende Ukrainer

gingen in Kiew auf die Straße, Timoschenko

trat in Hungerstreik. Die Polizei

ging hart gegen die Demonstranten vor.

Die EU-Anhänger fordern den Rücktritt

der Staatsspitze und einen Westkurs. Der

Oppositionspolitiker und Boxweltmeister

Vitali Klitschko steht an der Spitze des

Protests.

Russland konnte – als nicht anwesender

Akteur – in Vilnius punkten. Doch der

Preis in der Ukraine ist hoch. Präsident Janukowitsch

versuchte zu kalmieren, denn

auch in der Regierungspartei regt sich Widerstand

gegen den Pro-Moskau-Kurs. Die

Regierung steht vor einer Zerreißprobe,

während die ukrainische Opposition nun

geeint auftritt. EU und NATO riefen zur Besonnenheit

auf. Das interne Ukraine-Match

ist noch lange nicht beendet. beendet. •

Society 2_2013 | 57


socar

event

Society-Special

SOCAR IN VIENNA

&

National

oilworker ’s Day

of azerbaijan

SOCAR Vienna

Oil Workers‘ Da

Fireworks and flame show

symbolising Azerbaijan as the

“Land of Fire”, its strong connection

to oil and gas industry

were demonstrated in Vienna

City Park located in front of

Kursalon cultural palace –

right in the heart of Vienna.

58 | Society 2_2013


Society-Special

socar

event

Jubilee Event &

y of Azerbaijan

An official reception was held at Vienna

Kursalon to mark the 5 th Anniversary of

the opening of SOCAR’s office in Austria

and Azerbaijani Oil Workers’ Day.

Fotos: SOCAR

Society 2_2013 | 59


socar

opening speech

Society-Special

Azerbaijan –

Pioneer of Global

Oil Industry

1997: 1st Big Oil of New Azerbaijan:

H. Aliyev, following an old tradition

of oilmen, smeared a handfull of

warm Chirag Oil on his face (Chirag

Platform, November 1997)

Opening speech by Gulmirza Javadov, Director

General of SOCAR Representative Office in Vienna.

»Their heroic

work has been

always highly

appreciated by

the State and

Government

of our country

and it is impossible

to imagine

Azerbaijan

without its courageous

oilmen.

«

Gulmirza

Javadov

Mr. Gulmirza

Javadov, Head

of the Representative

Office

of SOCAR

in Austria welcomed

around 500 guests on behalf

of the President of SOCAR Mr.

Rovnag Abdullayev and thanked

everybody, particularly those who

travelled from abroad for participating

in this event.

G. Javadov informed the quests

about significant input Azerbaijani

oilmen since many decades have

been contributing into the development

of Azerbaijan. “Their heroic work has been

always highly appreciated by the State and Government

of our country and it is impossible to imagine

Azerbaijan without its courageous oilmen” stated

Javadov during his speech.

He underlined the importance of oil in

Azerbaijan’s history as well as the country’s historic

and pioneering role in the development of the

global oil and gas industry he, also mentioned the

fact that the world’s first industrial oil production

started in Baku back in 1846. It was also emphasized

a great role of Azerbaijani oil industry specialists

in the development of oil and gas industry

of the entire former Soviet Union as well as many

other countries in Africa, Asia and Latin America.

“Azerbaijani Oil-gas-petrochemical Academy was the

first academic institution of such concept across the

entire Eurasian area, where many students from the

whole world were studied and today we know a lot

of heads of states, governments and ministers in different

countries among them” said G. Javadov.

Moreover, he stated that “Oilman’s Day”, cherished

by each Azerbaijani citizen, was proclaimed

as a professional day of Azerbaijani oilmen by late

President Heydar Aliyev in connection with the

historic “Contract of the Century” signed on 20

September, 1994 in Baku, and since then being

widely celebrated on the national

level in Azerbaijan every year.

Mr. Javadov briefed guests on

the rapid economic growth of

Azerbaijan and realization of

large-scale projects across the

country in all spheres. „Successful

implementation of „The Contract

of the Century“ as well as careful

realization of the “New Oil Strategy”

of the state plays a decisive

role in the rapid development of

our country. It enabled Azerbaijan

not only to speed up the transition

period of the country since

regaining of independence, to

implement a strong and successful social policy

aiming at increasing living standards of its people

but also to become an investor abroad. The fundamental

basis of these significant changes was ensured

thanks to tremendous efforts and endeavors

of the national leader Heydar Aliyev and further

promoted by forward-looking energy policy by the

President Ilham Aliyev.

Gulmirza Javadov specifically emphasized that

starting from 2007 Azerbaijan, historically known

as an oil producing country, became globally recognized

as gas exporting country too. Speaking

about large projects realized in the gas industry

in recent years. Mr. Javadov informed about

the increased gas production as well as further

development of the “Shahdeniz-2” - one the biggest

gas projects in the world. He mentioned that

after years of intensive negotiations with the

European partners Signing Ceremony of “Agreements

on Azerbaijani Gas Export Sales to Europe”

took place on 19 September, 2013 in Baku - historical

event which connected Europe and Azerbaijan

for decades to come.

He mentioned the decision of Azerbaijan and

SHAH DENIZ Consortia to connect TANAP and

TAP pipeline projects aiming at direct gas deliveries

to EU and underlined that: “It is only the


Fotos: SOCAR

60 | Society 2_2013


Society-Special

socar

statement

“Austria and Azerbaijan

are friends”

Statement of Azerbaijan’s Ambassador in Vienna,

His Excellency Mr. Galib Israfilov.

Ambassador of Azerbaijan to Austria,

H.E. Galib Israfilov, lauded the growing

partnership of Azerbaijan with Austria

and other European states in the energy

sphere, as well as stressing the country’s fundamental

role in ensuring Europe’s energy security.

Furthermore, it was stated that national leader

Heydar Aliyev had established a relevant basis for

Azerbaijani energy resources to be exported to European

and world markets, as well as a basis for activities

and commencement of large-scale projects

related to the European export routes of Azerbaijani

gas nowadays, and which all had taken place

due to his smart and balanced energy policy. Successful

adherence of this policy by the President

of Azerbaijan Ilham Aliyev leads to the even more

progressive development of these processes nowadays.

Ambassador Israfilov mentioned achievements

of Azerbaijan in the oil industry. He stressed that

around 1900-1903 more than half the world’s oil

came from Azerbaijan. He referred to a fascinating

offshore “Oil Rocks” exploration erected for

the first time in the world in 1949 and that it is

now oil producing city in the open sea. “Our oil

workers have made a huge contribution to the

economic blossoming of Azerbaijan“, says the Ambassador.

We have overcome the problems caused

by the collapse of the USSR. Ambassador Israfilov

also recalled the unresolved conflict with Armenia,

which still keeps under occupation twenty

per cent of Azerbaijani territory.


Ambassador of Azerbaijan in

Vienna H.E. Galib Israfilov

1994: CONTRACT OF THE CENTURY signed on 20 September 1994 creating the

AIOC consortium for the development and production sharing of the Azeri-

Chirag-Guneshli fields (ACG)

2012: „TANAP” new Gas Pipeline Signing Ceremony in 2012, Turkey


beginning of a long-term strategic partnership

between Azerbaijan and Europe that will last

for many years. We are starting with TAP pipeline,

but the focus on Vienna as the future alternative

route is and may become even more important for

Azerbaijan and entire Caspian region. Policy of diversification

of energy supply routes is one of the

priorities for the Government of Azerbaijan”.

G. Javadov also touched the importance of

establishing its representation in Vienna for

SOCAR: „Celebrating National Oilman Day we also

celebrate 5 years Anniversary of SOCAR’s Vienna

Office. Vienna is very important for many reasons

for Azerbaijan and SOCAR. We try to bring

together Azerbaijan and Austria as well as Central

Europe closer to each other, we try to establish

more cooperation between the industries and

energy sector in particular. It is an honour to

represent SOCAR and entire energy industry of

Azerbaijan in Vienna and we all even more should

do to cooperate more“. He concluded by saying:

„SOCAR Vienna will continue to do all it can to

promote also cultural understanding between

Austria and Azerbaijan. In this direction we actively

cooperate and work in tandem with the

Embassy of Azerbaijan in Austria. Exhibitions,

concerts, anything that will bring people of our

two countries closer, to build more understanding

and friendship among us”.


Curriculum

Vitae

Gulmirza Fakhraddin oglu

Javadov is the Head of

SOCAR’s Representative

Office in Austria since March

2008. Born in Baku,

Gulmirza Javadov graduated

from school No. 134. He

started his career in SOCAR

in the capacity of Director

General of SOCAR’s

Representative Office in

Austria. G. Javadov has

been holding various positions

over the years in the

Ministry of Foreign Affairs

of Azerbaijan, Embassy of

Azerbaijan in Austria, Slovenia

and Slovakia as well as

at Permanent Representative

Mission of Azerbaijan at

United Nations, OSCE and

other international organizations

in Vienna. He holds a

Bachelor and PhD diploma

respectively in International

Law and International Relations

as well as professional

MBA in Energy Management.

Married, has two

children.

Society 2_2013 | 61


socar

event

Society-Special

SOCAR IN VIENNA

&

National

oilworker ’s Day

of azerbaijan

Flames “welcoming” guests

at the Kursalon “Hübner”

palace’s entrance

The soloists of the

Vienna Chamber

Philharmonic

62 | Society 2_2013


Society-Special

socar

event

Models wearing

Azerbaijani national

hair dresses and scarfs

Fotos: SOCAR

The event was attended by

Austrian state and government

officials, members of

Federal and province Parliaments

of Austria, OMV top

management representatives, representatives

of the UN, OPEC, UNIDO (United Nations

International development Organization),

OSCE and high-ranking officials

from other international organizations

based in Vienna, ambassadors and representatives

of the diplomatic corps accredited

in Vienna, several ambassadors of

Azerbaijan stationed in Europe. The event

was also attended by a large number of

high level representatives of the Ministries

of Energy and the top management

of national energy companies of Hungary,

Slovenia, Slovakia and other neighbouring

countries. Mass media representatives

both from Austria and countries in the region

also took part at the event.

At the main entrance of the Kursalon

palace the guests were hailed by a boy and

a girl wearing Azerbaijani national costumes.

The square in front of the palace

was decorated with a national flag ➢

Ambassador H.E. Galib

Israfilov, Mr. Franz Frey,

Mrs. Leyla Gasimova

Suleiman Al Herbish Director

General of OFID (OPEC Fund

for International Development)

and company

Master of Ceremony

Mr. Georg Riedlhammer

Society 2_2013 | 63


socar

event

Society-Special

SOCAR IN VIENNA

&

National

oilworker ’s Day

of azerbaijan

Famous Azerbaijani

silk from Sheki

National flag of

Azerbaijan together

with flags of SOCAR in

front of the palace

➢ of Azerbaijan and with flags of SO-

CAR. “Azerbaijan – the State of Marvellous

Colours” and “Azerbaijan – the State of

Future” special video clips were presented

at the ceremony.

Compositions of famous Azerbaijani

composers, such as great Uzeyir Hajibeyov,

the outstanding author Tofig Guliyev and

others, as well as selected compositions of

various Austrian and European composers

were performed at the ceremony by the

string quartet “Vienna Chamber Orchestra

Soloists”.

Afterwards, the Azerbaijani opera singer

living in Milan and famous tenor Mr.

Yusif Eyvazov accompanied by the pianist

Mrs. Seadet Ismayilova performed such patriotic

songs as “My Country”, “Song about

Baku”, “Oilmen”, “Azerbaijan” and others.

Azerbaijani national jazz and mugam musical

pieces were performed throughout

the ceremony.

Azerbaijani national cuisine and various

types of pakhlava were presented to

the guests. In parallel separate areas such

“Azerbaijani Tea Corner” and “Azerbaijani

Cognac Lounge” were created.

Various special video clips and documentary

films devoted to Azerbaijani culture,

music, carpets, national cuisine and

oil history were constantly being played in

the main hall during the event.

Moreover, leaflets and books containing

information related to the history of

Azerbaijani oil and gas industry was reflected

on special stands at the entrance

hall of the palace, along with exhibition

of souvenirs, plates and various items,

handmade works reflecting Azerbaijani

national motives on the specially prepared

desks. In the meantime valuable

books on different topics prepared by

Heydar Aliyev Foundation were also presented

at the event. A separate corner

dedicated to Armenian aggression against

Azerbaijan and Khojali Genocide, where

various relevant books, CDs and booklets

were presented to the guests, was also established

in the hall.

At the end of the event different products

and souvenirs manufactured in Azerbaijan,

music CDs, books and booklets related to

Azerbaijan and SOCAR, including two documentaries

entitled “Azerbaijan - the Land of

Fire” and “The Khojaly Genocide”’ were likewise

distributed among the guests.

Distinguished attendees of the event

expressed their satisfaction with the highly

organised ceremony, their gratitude for

organisation of such a colourful and enriching

event related to Azerbaijan and

its oil and gas industry, defining it as “an

amazing trip to Azerbaijan”. •

Fotos: SOCAR

64 | Society 2_2013


Society-Special

socar

event

Guests watching a

short film “Azerbaijan

– Land of Future”

Azerbaijani classic music performers:

Tenor Mr. Yusif Eyvazov and

pianist Mrs. Seadet Ismayilova

H.E. Galib Israfilov

Presenting the main

cake of the event

Gulmirza Javadov welcomes

H.E. Suleiman Al Herbish

Director General of OPEC

Fund for International

Development (OFID)

Former President of

OMV, now a chairman

of supervisory board

of Vienna Insurance

Group (VIG) Mr. W.

Ruttenstorfer (on the

right) and the President

of EPIC Fund Mr.

Peter Goldscheider

Society 2_2013 | 65


socar

event

SOCAR IN VIENNA

&

National

oilworker ’s Day

of azerbaijan

Society-Special

„Amazing journey to azerbaijan“

A boy and a girl

in Azerbaijani

national costumes

Various sorts of premium

Azerbaijani cognac

Azerbaijani pakhlava

Girls presenting SOCAR’s

memorial gift bags

Guests surprised by the variety

of Azerbaijani motives

66 | Society 2_2013


Society-Special

socar

event

Model of an oil rig

Tea corner

Tea corner

Souvenirs from Azerbaijan

Guests reviewing special

cognac menu

Fotos: SOCAR

Society 2_2013 | 67


socar

office

»SOCIETY

magazine has

already covered

Azerbaijan in

three editions

in 2006, 2009

and 2013.

«

Gertrud

Tauchhammer

Owner, publisher and editor-in-chief

of “SOCIETY”, the Austrian magazine

widely known to readers in the diplomatic,

political and economic spheres,

Mrs. Gertrud Tauchhammer, talked about the

positive impression she gained from all her trips to

Azerbaijan. She also emphasised the highly successful

cooperation with the Embassy of Azerbaijan to

Austria and SOCAR’s Representative Office in Austria.

Mrs. Tauchhammer informed the guests about

the recent successful project implemented by the

magazine in cooperation and support of SOCAR’s

representation. Thus, the first official visit of the

President Ilham Aliyev to Austria in May, 2013, and

the exhibition “Fly to Baku” organised and held in

Vienna by the initiative of Vice-President of Heydar

Aliyev Foundation Mrs. Leyla Aliyeva, as well as the

opening of Azerbaijani Cultural Center in Vienna

Society-Special

Successful projects of

Azerbaijan and SOCAR

Remarks of Gertrud Tauchhammer, owner, publisher

and editor-in-chief of SOCIETY Magazine.

were broadly covered and reported in this magazine.

Mrs. Tauchhammer also presented a copy of

the magazine to the guests.


SOCAR in the

Heart of Vienna

The Representative Office of the State Oil

Company of Azerbaijan (SOCAR) in Austria was

established in 2008 and represents the energy

industry of Azerbaijan in the region.

Contact

socar

representative

office

in Austria

Kärntner Ring 5-7

Ringstraßen-Galerien

A-1010 Vienna

Phone: +43-1-512 88 20

Fax: +43-1-512 88 20-20

email: office@socar.at

www.socar.at

The office is located in

Ringstraßen-Galerien

68 | Society 2_2013


Society-Special

socar

event

Reception devoted to the

Constitution Day and National

Revival Day of Azerbaijan

Staff of the Embassy of Azerbaijan and SOCAR

Staff of the

Embassy of

Azerbaijan and

SOCAR

Mr. Tofig Murshudlu

and spouse

Irada Malikova,

Elgün Niftaliyev

Prof. Shapour

Djavan and spouse,

Gerti Tauchhammer

Gulmirza and

Jamila Javadov,

Irada Malikova

Gulmirza Javadov

presenting “Azeri Light”

crude oil painting

Foto: SOCAR

A

reception organized by the

Representative Office of SOCAR

in Austria on the occasion of

Azerbaijan’s Constitution Day,

12th of November and National Revival

Day, 17th of November, was held in Vienna.

Employees of the Representative Office

of SOCAR in Austria, diplomats and staff

members of the Embassy of the Republic

of Azerbaijan in the Republic of Austria,

Azerbaijani nationals living, studying as

well as Azerbaijanis working in various

international Organizations located in

Vienna and a number of public figures

were among the guests.

Head of the Representative Office of

SOCAR in Austria Mr. Gulmirza Javadov

opened an event with welcome speech,

emphasizing a special role of the National

Revival Day in the history of Azerbaijani

national liberation movement, spoke

about the development path and gained

achievements in all spheres, especially

economic growth after restoration of its

independence. He also highlighted the

fact that Azerbaijan, has already gone

through the very hard but successful statehood

building process since recent years

and has become the major player in the

region.

Society 2_2013 | 69


Socar

facts

Society-Special

SOCAR Flame Tower:

new headquarters

of SOCAR in Baku

SOCAR

Oil is Azerbaijan‘s most

valuable resource. It

is impossible to imagine

the ancient history

of the ‘‘Land of Fire‘‘

without it; it is as if

the most glorious pages

of its history have

been written in oil and

with oil. The development

of the oil industry

has, through the ages,

promoted both the economic

prosperity of

Azerbaijani nation and

even influenced its art

and culture.

SOCAR

SOCAR is the state owned

oil and gas corporation of

Azerbaijan with more than

80,000 employees is one of

the largest energy companies

in the world (currently

holds the 35th position in

the global ranking!)

By 2025, SOCAR and

Azerbaijan will have

invested into oil and gas

sector more than 90 billion

US-Dollars both in and

outside of Azerbaijan.

Facts

Gas production of

Azerbaijan: 28 billion cubic

metres. Production is expected

to rise to 50 billion

or more by 2025.

Estimated gas reserves:

ca. 2,8-3,0 trillion cubic

meters.

Oil production of

Azerbaijan: absolute record

was reached in 2010 with

more than 51 million tons

per year.

Estimated industrial and

geological oil reserves:

ca. 4 billion tons.

Fotos: SOCAR

70 | Society 2_2013


Society-Special

socar

facts

1803: For the first time in the world, Haji

Kasymbek Mansurbekov from Baku began offshore

oil production in Bibi Heybat Bay from

two wells located 18 and 30 metres from the

shore. These offshore fields ceased to exist in

1825 when a violent storm destroyed the wells

in the Caspian Sea.

1846: Industrially valuable oil was for the first

time in history produced from wells drilled

through application of mechanical methods

at Bibiheybat and, then, at Balakhani fields of

Baku.

1877: The world’s first metal hull oil tanker

“Zoroastr” was built and used for transportation

of white oil.

1881: For the first time in the world, Nobel

Brothers began transporting crude oil and oil

products in rail tanks.

1883: On May 16, brothers Alphonse and

Edmond Rotschild founded the Caspian and

Black Sea Oil Industry and Trade Society in

Baku. David Landau was the chief engineer

at this firm for many years. He was the father

of famous physicist and Nobel Prize Laureate

(1962) Lev Landau.

1899-1901: In terms of the absolute volume of

extracted oil, Baku oil industry ranked first in

the world (producing 11.5 million tons per year,

i.e. 51.5 % of the global production, compared

to the US, which was producing 9.1 million tons

per year at that time).

1904: In November, the Emanuel Nobel (1859-

1932) Prize was introduced in Baku.

1920: On November 13, Azerbaijan Polytechnic

Institute (currently Azerbaijan State Oil

Academy) was established. It was the first

academic institution specialized in oil and gas

studies in Europe and Asia.

1941: For the first time in the world, a 2000

meter deep inclined well was drilled and operated

in Bayil district of Baku by the application

of the turbine method invented by the

prominent Azerbaijani and Soviet oilman Aga

Nematulla.

1941: 71.4 per cent of overall Soviet (USSR)

oil was produced by Azerbaijan! It was a significant

contribution of Baku Oil Industry into

Allies Victory in World War II.

1949: For the first time in the world, Neft

Dashlari (Oil Rocks) an offshore field was

brought into operation and construction

of steel offshore platforms started on the

Absheron shelf. A fountain rose to the surface

from the first oil well, 1,000 metres deep, in

this field.

This world-famous “oil rocks” man-made town

in the open sea is still producing oil today.

Development of the early

global oil and gas industry

– historic innovations

related to Azerbaijan

1877

1846

1941

1881

interesting

Historical

data

IV century BC: Alexander the Great’s (356-323

BC) fighters used oil exported from Absheron

in pottery containers for lighting purposes.

Further, Alexander indicated that Girkan Sea

(Caspian Sea) region residents (Girkans,

Medes and others) used oil-filled wick lamps.

1272: Prominent traveller Marco Polo (1254-

1324) who had visited China (by the Great

Silk route) noted that an oil trade flourished

around Baku city and its residents extracted

oil leaking from sand.

Society 2_2012 | 71


diplomatie

kasachstan

The tragic history of Soviet

nuclear weapons testing in

Kazakhstan predicated our

country’s unbending stance

against nuclear weapons

and for complete global nuclear

disarmament.

In the 1940s, it was Lavrentiy Beria,

Joseph Stalin’s feared secret police chief,

who was responsible for setting up the

Soviet Union’s secret nuclear test site at

Semipalatinsk in eastern Kazakhstan. According

to various accounts, he reported

to the Soviet ruler that the land near

Semipalatinsk was almost uninhabited

and, therefore, could be used for testing

without much harm to the Soviet economy.

Which, of course, was not exactly

true. Still, 18,500 square kilometers were

carved out of Kazakhstan’s territory to

be used as the test site and on August 29,

1949, when the first Soviet 20-kiloton A-

bomb was detonated there, the long nuclear

nightmare began.

From 1949 through 1989, the Soviet

Union conducted more than 450 nuclear

weapons tests at the Semipalatinsk site,

detonating more than 600 nuclear devices

and bringing radioactive contamination

to our land and deaths and illnesses

to our people. According to the United

Nations, close to 1.5 million people were

impacted by the nuclear weapons tests

over that period, while huge areas of land,

way beyond the fenced borders of the test

site, were contaminated by radiation to

one degree or another.

So it was no coincidence that on August

29, 1991, even before Kazakhstan

became independent, President Nursultan

Nazarbayev, defying the will of the

Kremlin, decreed that the Semipalatinsk

test site be closed down forever. And soon

after our independence in December

1991, he made an irrevocable decision for

Kazakhstan to renounce the world’s

fourth largest nuclear arsenal we had inherited

from the Soviet Union.

This commitment to global nuclear disarmament

has since defined his policies.

Those policies have included completely

dismantling the nuclear arsenal and eliminating

the infrastructure of the Semipalatinsk

test site, leading Central Asia to

establish its nuclear weapons free zone,

and initiating the adoption at the UN of

a resolution proclaiming August 29 the International

Day Against Nuclear Tests.

The ATOM Project, launched by

President Nazarbayev at the international

conference "From a Nuclear Test

Ban to a Nuclear Weapons-Free World",

in Astana on August 29, 2012, builds on

For a Nuclear-

Weapons-Free

World

The ATOM Project of Kazakhstan is seeking

to ban nuclear weapons testing and achieve

a nuclear-weapons-free world.

By Roman Vassilenko, Ambassador-at-Large, Ministry of Foreign Affairs of Kazakhstan

these policies and expands their scope.

“We have an opportunity to once again

remind the world about the tragic consequences

of nuclear testing and to push

the global community towards more decisive

actions to achieve a final and definitive

ban of such testing,” President

Nazarbayev told the conference participants

in August 2012. “In this regard,

Kazakhstan launches today the international

campaign, The ATOM Project.”

“Under the Project, any human being

on Earth who stands against nuclear weapons,

can sign an online petition (at www.

theATOMproject.org) urging governments

of the world to abandon nuclear tests forever

and ensure early entry into force of

the Comprehensive Nuclear Ban Treaty.

I urge the participants of the conference

and all people of goodwill to support the

ATOM Project and to make the creation

of the non-nuclear world our main goal,”

the President added.

“From day to day, the radiation poisoned

our steppes, rivers and lakes, slowly

killing all life in the area,” the President

told the conference. “This nuclear evil

destroyed the lives and health of over 1.5

million people of Kazakhstan living in the

vicinity of the test site. The effects of the

nuclear tests are being felt to this day.”

The then German Foreign Minister

Guido Westerwelle who attended the 2012

conference also announced his country’s

support for the ATOM Project.

Dr. Lassina Zerbo, who represented the

Comprehensive Nuclear Test Ban Treaty

Organization (CTBTO) at the conference

and who has since become the Executive

Secretary of the Vienna-based CTBTO Preparatory

Commission, acknowledged the

success of the CTBT over the past 16 years

in virtually eliminating the specter of nuclear

test explosions around the world.

But he also warned against the dangers

of complacency and of the need to revive

and reinvigorate the movement for global

nuclear disarmament.

“Since the CTBT was adopted in 1996,

the genie of nuclear testing has virtually

been pushed back into the bottle. In contrast

to some 400 explosions every decade

since 1945, there were only two tests in

the last decade. However, until we seal the

bottle once and for all, until we bring the

treaty into force, none of us can feel safe,”

Zerbo said.

The ATOM Project’s efforts have also

attracted the support of other significant

figures in the nonproliferation movement,

such as Alyn Ware, Global Coordinator for

Parliamentarians for Nuclear Nonproliferation

and Disarmament (PNND). “PNND

is honored to partner with The ATOM

Project to help educate parliamentarians,

governments and civil society about the

horrific humanitarian consequences of

any use of nuclear weapons and the imperative

this provides for their abolition,”

Ware said after the August 2012 conference,

which PNND co-organized. “This

assembly in Kazakhstan, which included

a field trip to the former Soviet nuclear

test site in Semipalatinsk, has energized

parliamentarians from around the world

to step up their action to abolish nuclear

weapons, including through the spread of

nuclear-weapon-free zones and the promotion

of a global treaty to ban nuclear

weapons.”

In recent decades, the cause of abolishing

nuclear weapons and weapons

testing, and the awareness of the fundamental

dangers they pose to life on the

planet have been superseded by other

humanitarian and environmental issues.

72 | Society 2_2013


diplomatie

kasachstan

Fotos: Embassy of Kazakhstan in Vienna, OSCE

Karipbek Kuyukov, the Honorary

Ambassador of the ATOM Project,

an international online petition

campaign to legally stop nuclear

testing around the globe, achieve

the entry into force of the Comprehensive

Nuclear Test Ban Treaty

and ultimately eradicate nuclear

weapons.

About the

Author

Roman Vassilenko is

Ambassador-at-Large in the

Ministry of Foreign Affairs

of Kazakhstan in charge of

nuclear disarmament. He is

also Deputy Director of the

Nazarbayev Center. Prior to

this he was Chairman of the

Committee for International

Information at the MFA

between 2009 and 2012.

It is time, however, to revive among

governments and publics around the

world an awareness of how dangerous

and appalling the consequences of the

testing and retention of nuclear arsenals

has been, and of the threats that

their continued possession poses to

the human race. And this is what The

ATOM Project is about.

Its mission is to galvanize global

support for a permanent end to nuclear

weapons testing and the complete

eradication of nuclear weapons by all

countries. The Project seeks to put the

often forgotten human face on the

consequences of nuclear testing, not

only by sharing the stories of the victims

and survivors of nuclear testing still living

today, but by sharing Kazakhstan’s devastating

nuclear history as a present day reminder of those

consequences. The project will also continue to

share the documented reports and concerns of

scientists, doctors and nuclear experts around the

world about the medical and environmental costs

of nuclear weapons production, testing and deployment

to inspire individuals around the world

to take concrete action by signing the international

ATOM Project petition.

The ATOM Project is implementing an international

communications effort with a particular

focus on the publics of nuclear weapons-armed

states to educate and remind them of the terrible

realities of nuclear war that were documented in

the 1945 attacks on the cities of Hiroshima and

Nagasaki, and on the enormous human and environmental

damage and suffering caused by the

legacy of five decades of nuclear weapons testing

that followed around the world until the CTBT

was open for signature in 1996.

The ATOM Project highlights the suffering

of individual victims of nuclear testing over the

decades around the world and hopes to bring attention

to the peoples of the world the plight of

possibly as many as 15 million victims of radiation

poisoning that are suffering today worldwide in

countries such as Kazakhstan, Marshall Islands,

Japan and Algeria.

The ATOM Project features the stories and images

of some of the survivors and victims of the

40 years of nuclear testing in eastern Kazakhstan

and of the severe physical consequences suffered

by their descendants. Though sometimes difficult

to witness, these individuals are featured in the

campaign in order to demonstrate the human toll

of nuclear weapons testing.

A 1991 study by the Nobel Peace Prize-winning

organization International Physicians for the Prevention

of Nuclear War (IPPNW) estimated that

the radiation and radioactive materials from atmospheric

testing taken in by people until the

year 2000 would cause 430,000 cancer deaths,

some of which had already occurred by the time

the results were published. The IPPNW study further

predicted that roughly 2.4 million

people could eventually die from cancer

as a result of atmospheric testing.

The CTBTO accepted this estimate and

cited it in its own publications.

In the words of PNND Global Coordinator

Alyn Ware, “I believe it is safe to

claim that the global impact of nuclear

tests is somewhere between 2 million

and 6 million deaths, and up to 20 million

people with severe health impacts

including cancers (some of which are

treatable like thyroid cancer but, reduce

life quality) and birth defects.”

The children who were born deformed

to the inhabitants of eastern

Kazakhstan who lived within the fallout

region of the years of Soviet nuclear testing

bear eloquent witness to a horrific human reality

of unlimited suffering.

Trapped in a body of a three-year-old baby,

11-year-old Valikhan Serikkaliev suffers from osteogenisis

imperfecta leaving him crippled and

unable to walk for life with severe bone deformity

and abnormally small stature. His condition is

incurable.

Three-year-old Rustam Zhanabayev lives in a

foster home. His genetic deformities were so horrific

that he was abandoned at birth by his parents.

He was diagnosed with malfunction of the brain,

and hydranencephaly at the stage of decompensation.

His brains have the consistency of water. He

spends his entire life in a wheelchair and cannot

move his head because it is too heavy for his body.

Dina Batyrova is another abandoned baby that

lives in a foster home. She was also born with a

malformation of the brain and hydranencephaly

at the stage of decompensation. Her head is the

size of her whole body and it is filled with water.

She cannot move it and she cannot even sit up.

She could die at any moment.

The ATOM Project, whose petition has already

been supported by people from more than 100

countries, is dedicated to reviving and expanding

the movement for global nuclear non-proliferation

and disarmament to ensure that no more

nuclear tests take place and that eventually the

specter of nuclear war is fully and finally removed

from the human race.

The goals of the Project were articulated well

by Honorary ATOM Project Ambassador Karipbek

Kuyukov of Kazakhstan, a survivor of the effects

of nuclear tests born without arms and a famous

artist, who spoke at the assembly about the horrific

impact of the tests on the lives of the people

who had to endure them. “Many of (the people

in my life) have died from the radiation from the

nuclear tests,” he said. “In one family, first the father

then the mother then all the children passed

away – the whole family of 10. I myself have no

arms to hug you, but I have a heart as big as the

open space of Kazakhstan ready to embrace the

world for peace and nuclear disarmament.” •

Society 2_2013 | 73


Perast in the bay of Kotor

Montenegro is a country

situated in South-

East Europe at the

Adriatic Sea and has

a population of about

650.000 inhabitants

with an area of around 14.000 square kilometers

and with the Euro as its official

currency. It has regained its independence

in 2006 and has meanwhile obtained

the candidate status for the EU and NATO

membership. Montenegro, having excellent

relationships with all the neighbouring

countries, is considered to be a factor

of peace and stability in the region. It is

also committed to enhancing regional

cooperation and playing an active role in

this endeavor.


Diplomatic Academy

The Diplomatic Academy, as an organizational

unit within the Ministry of Foreign

Affairs and European Integration of

Montenegro, was re-established in Podgorica,

in 2011. The mission of the Diplomatic

academy is to advance knowledge and

enhance students' abilities by providing

an opportunity to acquire a wide and comprehensive

knowledge and understanding

Montenegrin Young

Diplomacy

The young state of Montenegro is a country

that has always preserved multiethnic

harmony and tolerance and as such fosters

these values among younger generations as

the foundation on which the society rests.

Text: Dr. Ranko Vujacic

of diplomacy and international affairs.

The challenges of the present processes of

European and Euro-Atlantic integration

require creation and development of new

capacities with the balanced combination

of theory and practice for the young employees

of the Ministry.

The aim of the Academy is to prepare

innovative leaders in the field of diplomacy

and intentional affairs who are

committed to making a difference in the

region and throughout the world. One of

the tasks of the Academy is also to provide

a conductive environment to promote initiative,

teamwork and collaboration that

are essential skills for future leaders. The

principles of responsible citizenship and

ethical behavior also play a prominent

74 | Society 2_2013


Montenegro

Diplomatie

Ministry of Foreign Affairs of Montenegro

Millenium-Bridge in Podgorica

Fotos: Aussenministerium Montenegro/ Visit Montenegro

role. Last year the Diplomatic Academy was attended

by the first group of 44 students and about

forty percent of the lectures were conducted by

foreign professors in English language. Some of

those students after having been trained at the

Academy have already joined the Montenegrin

diplomatic service abroad.

Dr. Ranko Vujacic

THE Author

r. Ranko Vujacic

studied at the Techni-

University of Graz, Dcal

Austria and at the Technical

University of Berlin, Germany

where he graduated

in the field of electrical engineering.

Thereafter he was

admitted to the Diplomatic

Academy in Vienna where

he successfully completed

his post graduate education.

He has vast international

experience and has worked

for many years until 2011 as

the Director at the United

Nations Industrial Development

Organization (UNIDO)

in Vienna. From 2011 until

2013 Dr. Ranko Vujacic held

the position of the Director

of the Diplomatic Academy

at the Ministry of Foreign

Affairs and European Integration

of Montenegro.


Summer School for Young Diplomats

"Gavro Vukovic"

The Montenegrin Summer School is named after

Duke Gavro Vukovic (1852-1928) who was one of

the most celebrated figures in the history of Montenegrin

diplomacy. More than a century ago he was

long-term Minister of foreign affairs of the internationally

recognized Principality of Montenegro. He

is considered to be the founder of the Montenegrin

official diplomacy.

The Summer School is a separate programme

which promotes intercultural awareness by bringing

together world-renowned scholars, academics and

experts together with young diplomats from around

the world to discuss and gain better understanding

of important global issues. The Summer School of

Young Diplomats, which has been held in the row

for the last six years, has become a Montenegrin success

story with the faculty and participants from

over forty countries worldwide. This initiative helps

building network of mutual trust and understanding.

These efforts have been acknowledged by many

world leaders, just to name two of them: Secretary

General of the UN Ban Ki-moon and US President

Barack Obama.


International Cooperation

And New Generations

The Diplomatic Academy of Montenegro is a

member of the "International Forum on Diplomatic

Training" (IFDT) which was established at the

Diplomatic Academy of Vienna in 1972. Currently,

the Montenegrin Diplomatic Academy is in the process

of becoming a member of the world famous

"Royal Institute of International Affairs" in London.

This Institute, also known as the "Chatham House",

was founded in 1921 and received its Royal Charter

in 1926. Moreover, the high responsibility of the

Diplomatic Academy's work is reflected in the close

cooperation with many national and international

partners through a series of bilateral and multilateral

agreements concluded with the relevant institutions.

And finally, the Diplomatic Academy of Montenegro

is preparing new generations of its young

diplomats capable of dealing successfully with the

challenges of the new global environment and being

able to carry out their duties with utmost efficiency

and effectiveness. They will contribute to

maintaining international peace and stability. •

Society 2_2013 | 75


DiPLOMATIE

BERICHt

Meine vier Jahre als Generalkonsul

der Republik

Österreich in

New York sind nicht

nur wie im Flug vergangen,

sie haben mir

auch viele neue Kontakte und zahlreiche

Erkenntnisse gebracht. Über allen Erinnerungen

an interessante Projekte und

Erlebnisse steht ein Grundgedanke, den

ich nach Dänemark mitgenommen habe:

Europa und die Vereinigten Staaten von

Amerika brauchen einander genauso wie

in Zeiten des Kalten Krieges, man muss die

transatlantische Partnerschaft aber mit

neuem Leben erfüllen und an die Erfordernisse

des 21. Jahrhunderts anpassen.

In meinen New Yorker Jahren waren

mein Team und ich bemüht, den Dialog

durch sehr konkrete Einzelthemen anzukurbeln,

andererseits aber auch den

„human factor“ zu stärken, jene Kontakte

zu fördern, die die Textur zwischen zwei

Staaten bzw. Kontinenten verstärken können.


Wichtige Begegnungen

In diesem Zusammenhang schien mir

die Entwicklung wesentlich intensiverer

Zusammenarbeit mit den weltberühmten

Ivy League-Universitäten vordringlich. Zu

meiner Freude gelang es im September

2010, einen Vortrag von Bundespräsident

Dr. Heinz Fischer an der Universität Harvard

zu organisieren. Im sogenannten

„Harvard Forum“, einer Vortragsserie für

Staats- und Regierungschefs, hörten 500

Teilnehmer die Überlegungen des Herrn

Bundespräsidenten zu „Österreichs Rolle

im heutigen Europa“. In den folgenden Jahren

konnten Vorträge von Vizekanzler und

Außenminister Dr. Michael Spindelegger,

Gesundheitsminister Alois Stöger, Wirtschaftskammerpräsident

Christoph Leitl,

Nationalbankgouverneur Prof. Dr. Ewald

Nowotny und Staatssekretär im Bundesministerium

für Finanzen Mag. Andreas Schieder

an den Universitäten Harvard, Princeton,

Yale und an der Columbia University

ein zeitgemäßes Österreichbild darstellen.

Zugleich war es mir ein Anliegen, auf

die maßgeblichen jüdischen Organisationen

und Protagonisten in New York proaktiv

zuzugehen und mit ihnen gemeinsame

Veranstaltungen zu organisieren. American

Jewish Committee (AJC), Anti-Defamation

League (ADL), World Jewish Congress (WJC)

und die Park East Synagogue mit ihrem charismatischen

geistlichen Oberhaupt Rabbi

Arthur Schneier sowie der jüdische Jugendverband

AJC – Access wurden zu engen Partnern

und Freunden.

Die Förderung des transatlantischen

Dialogs im Sinne gemeinsamer Projekte

zählt zu den wichtigsten Erfordernissen

der heutigen Zeit.

Text: Dr. Ernst-Peter Brezovszky

Quentin Tarantino und Dr. Ernst-Peter Brezovszky

Für einen

dynamischen

Dialog

76 | Society 2_2013


DIPLoMATIE

BERICHT

Fotos: BMEIA

Dazu kamen aber auch Begegnungen, die mir unvergesslich

bleiben werden. Mit Henry Kissinger, bis

heute ein scharfsichtiger außenpolitischer Denker,

New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg, dem

Hollywood-Starregisseur Quentin Tarantino sowie

dem großartigen Christoph Waltz. Letzteres Zusammentreffen

anlässlich einer Lobbying-Veranstaltung

für die Oscars 2010 und den Film „Inglorious Basterds“.

Besonders wichtig schien mir dabei eines: es

muss der Eindruck verstärkt werden, dass ein kleines

Land wie Österreich mit seinen 8,5 Millionen

Einwohnern und eine Supermacht wie die USA mit

ihren über 310 Millionen Einwohnern einander an

Hand von konkreten Einzelprojekten sehr wohl etwas

anzubieten haben. Hierbei halfen mir immer

wieder außergewöhnliche Österreicherinnen und

Österreicher, die in unterschiedlichsten Sparten

und Branchen in New York erfolgreich sind, ebenso

wie Österreichs Außenwirtschaftsdelegierter in den

USA, Dr. Christian Kesberg, und der Vertreter der

Österreichischen Nationalbank in New York, Mag.

Gerald Fiala.


Wechsel nach Dänemark

Mit 19. August 2013 wurde mir durch den Herrn

Bundespräsidenten Heinz Fischer und Herrn Außenminister

Michael Spindelegger bzw. die Österreichische

Bundesregierung die ehrenvolle Aufgabe

des österreichischen Botschafters im Königreich

Dänemark sowie in der Republik Island überantwortet.

Meine Pläne hier schließen unmittelbar an

meine New Yorker Aktivitäten an. Die Dynamisierung

des Dialogs durch konkrete Einzelprojekte,

sowohl zwischen Österreich und Dänemark sowie

Island, wie auch in transatlantischer Hinsicht.

Imponierend an Dänemark ist ja, wie es ein relativ

kleines Land durch Innovationskraft und auch

Wagemut immer wieder schafft, Akzente zu setzen,

die europa- und weltweit gesehen werden. Im

Bereich grüner Technologien spielt Dänemark bei

der Windenergie eine führende Rolle. Im Kampf

gegen die Jugendarbeitslosigkeit plädiert die dänische

Ministerpräsidentin für eine Betonung der Cyber

Economy, die beträchtliches Wirtschaftswachstum

und damit neue Perspektiven für die jungen

Menschen mit sich bringen kann. Durch kluges

und großzügiges Investieren in die UN-City Kopenhagen

setzt Dänemark ein klares Zeichen zur multilateralen

Politik.

Mein Team und ich werden in den kommenden

Jahren bemüht sein, die zahlreichen Gemeinsamkeiten

Österreichs und Dänemarks in der Europaund

Weltpolitik nicht nur zu betonen, sondern

auch für gemeinsame Projekte zu nutzen. Beide

Staaten können durch kluge Projekte zugleich jene

Besserwisser korrigieren, die glauben, transatlantischer

Dialog ist auf die USA und einige wenige

große europäische Staaten beschränkt. Eine Achse

vom Wiener Riesenrad über die kleine Meerjungfrau

zur Freiheitsstatue kann und wird in den kommenden

Jahren zu einem dynamischeren transatlantischen

Dialog beitragen.


Ernst-Peter Brezovszky und New Yorks

Bürgermeister Michael Bloomberg

Zur Person

Dr. Ernst-Peter Brezovszky, Botschafter

der Republik Österreich

im Königreich Dänemark und

der Republik Island (seit August

2013), war Österreichischer Generalkonsul

in New York (2009-

2013) sowie Botschafter (für

internationale Organisationen

und Konferenzen) im Bundesministerium

für europäische und

internationale Angelegenheiten

(2005-2009).

Mit US-Botschafter in Dänemark

Rufus Gifford (rechts)

Botschafter Ernst-Peter Brezovszky mit seiner Frau Barbara sowie seiner Delegation (Gesandte

Elisabeth Riederer, Außenwirtschaftsdelegierte Eva Frei, Brigadier August Reiter, ganz links der

dem Botschafter zugeteilte Royal Chamberlain) am Weg zu Ihrer Majestät Königin Margrethe II.

Society 2_2013 | 77


Ambassadors

a to z

Ambassadors' Caleidoscope

Embassies resident in Vienna

119 bilateral ambassadors are currently

representing their countries in Austria.

SOCIETY presents them with their names,

pictures and day of accreditation alphabetically

arranged according to countries.

Afghanistan

H.E. Ayoob M. Erfani

since 05.04.2013

Argentina

H.E. Rafael Mariano

Grossi

since 17.09.2013

Belgium

H.E. Frank Recker

since 30.06.2010

afg.emb.vie@chello.at

www.embassyofafghanistan.com

embargviena@embargviena.at

vienna@diplobel.fed.be

www.diplomatie.be/vienna

Albania

Chargé d'Affaires a.i.

Arten Hanku

Armenia

H.E. Arman

Kirakossian

since 09.11.2011

Belize

H.E. Alexander Piletsky

since 01.10.1999

*)

albemb.vie@chello.at

armenia@armembassy.at

belizeembassy@utanet.at

Algeria

H.E. Mohamed

Benhocine

since 02.07.2012

Australia

H.E. David Gordon

Stuart

since 12.09.2012

Bolivia

Chargé d’Affaires a.i.

Ricardo Javier

Martinez Covarrubias

since 11.02.2009

office@algerische-botschaft.at

www.algerische-botschaft.at

austemb@aon.at

www.austria.embassy.gov.au

embolaustria@of-viena.at

Andorra

Chargé d’Affaires a.i.

Gemma Cano Berne

since 11.01.2012

Azerbaijan

H.E. Galib Israfilov

since 28.09.2011

Bosnia and Herzegovina

H.E. Tanja Milasinovic

Martinovic

since 19.04.2012

*)

office@ambaixada-andorra.at

vienna@mission.mfa.gov.az

www.azembassy.at

bhbotschaft@bhbotschaft.at

www.bhbotschaft.at

Angola

H.E. Maria De Jesus

Dos Reis Ferreira

since 09.11.2011

embangola-viena@embangola.at

www.embangola.at

Belarus

H.E. Valery

Voronetsky

since 09.11.2011

mail@byembassy.at

www.austria.belembassy.org

Brazil

H.E. Evandro Didonet

since 17.10.2012

mail@brasilemb.at

Fotos: © YuI - Fotolia.com, HBF

78 | Society 2_2013


Ambassadors

a to z

Bulgaria

H.E. Elena Radkova

Shekerletova

since 28.03.2012

Côte d’Ivoire

H.E. Largaton

Gilbert Ouattara

since 09.11.2011

Ecuador

H.E. Wilson Pastor

Morris

since 22.10.2013

amboffice@embassybulgaria.at

office@ambaciaut.org

mecaustria@chello.at

Burkina Faso

H.E. Paul Robert

Tiendrebeogo

since 28.03.2012

s.r@abfvienne.at

www.abfvienne.at

Croatia

H.E. Gordan Bakota

since 09.03.2011

croemb.bec@mvpei.hr

http://at.mfa.hr

Egypt

H.E. Khaled Abdelrahman

Abdellatif

Shamaa

since 09.11.2011

egyptembassyvienna@egyptembassyvienna.at

www.egyptembassyvienna.at

Canada

H.E. Mark Bailey

since 14.09.2009

Cuba

H.E. Juan Carlos

Marsan Aguilera

since 17.05.2011

El Salvador

H.E. Mario Antonio

Rivera Mora

since 09.03.2011

vienn@international.gc.ca

www.kanada.at

secembajador@ecuaustria.at

www.cubadiplomatica.cu/austria

elsalvador@embasal.at

www.rree.gob.sv

Chile

H.E. Alfredo Alejandro

Labbe Villa

since 30.06.2010

Cyprus

H.E. Costas

Papademas

since 19.04.2012

Estonia

H.E. Eve-Külli Kala

since 11.01.2010

echile.austria@minrel.gov.cl

office@cyprusembassy.at

embassy@estwien.at

www.estemb.at

China

H.E. Zhao Bin

since 12.09.2012

Czech Republic

H.E. Jan Sechter

since 11.11.2013

Finland

H.E. Anu Irene

Laamanen

since 17.10.2013

chinaemb_at@mfa.gov.cn

www.chinaembassy.at

vienna@embassy.mzv.cz

www.mzv.cz/vienna

sanomat.wie@formin.fi

www.finnland.at

Colombia

H.E. Freddy Jose

Padilla de Leon

since 18.10.2010

Denmark

H.E. Liselotte K.

Plesner

since 17.09.2013

France

H.E. Stéphane

Gompertz

since 19.04.2012

eaustria@cancilleria.gov.co

vieamb@um.dk

www.oestrig.um.dk

secretariat.vienne-amba@diplomatie.gouv.fr

www.ambafrance-at.org

Costa Rica

H.E. Ana Teresa Dengo

Benavides

since 26.09.2006

Dominican Republic

H.E. Ramon Andres

Quinones Rodriguez

since 04.06.2007

Georgia

H.E. Konstantine

Zaldastanishvili

since 18.06.2013

embajadaaustria_costa.rica@chello.at

mprdoiv@yahoo.com

vienna@geomission.at

Society 2_2013 | 79


Ambassadors

a to z

Germany

H.E. Detlev Rünger

since 12.09.2012

Indonesia

H.E. Rachmat Budiman

since 17.10.2012

Jordan

H.E. Hussam

Al Husseini

since 22.10.2013

info@wien.diplo.de

www.wien.diplo.de

unitkom@kbriwina.at

www.kbriwina.at

info@jordanembassy.at

www.jordanembassy.at

Greece

H.E. Themistoklis

Dimidis

since 12.01.2012

Iran

H.E. Hassan Tajik

since 02.07.2012

Kazakhstan

H.E. Kairat

Abdrakhmanov

since 17.05.2011

gremb@griechischebotschaft.at

www.griechische-botschaft.at

public@iranembassy-wien.at

www.iran.embassy.at

embassy@kazakhstan.at

www.kazakhstan.at

Guatemala

H.E. Antonio Roberto

Castellanos Lopez

since 12.09.2012

Iraq

H.E. Dr. Surood R. Najib

Najib

since 09.12.2010

Kenya

H.E. Michael Adipo

Okoth Oyugi

since 05.04.2013

embajada@embaguate.co.at

www.embaguate.co.at

office@iraqembassy.at

*)

kenyarep-vienna@aon.at

www.kenyaembassyvienna.at/de/

Holy See

H.E. Archbishop Dr.

Peter Stephan

Zurbriggen

since 17.04.2009

Ireland

H.E. James Brennan

since 09.12.2010

Kosovo

Chargé d'Affaires a.i.

Blerim Canaj

since 14.10.2009

nuntius@nuntiatur.at

www.nuntiatur.at

vienna@dfa.ie

www.dfa.ie

*)

embassy.austria@ks-gov.net

www.ambasada-ks.net/at/

Hungary

H.E. Vince Szalay-

Bobrovniczky

since 09.12.2010

Israel

H.E. Zvi Heifetz

since 11.11.2013

Kuwait

H.E. Sadiq M. Marafi

since 17.10.2013

mission.vie@mfa.gov.hu

info-sec@vienna.mfa.gov.il

www.vienna.mfa.gov.il

kuwait.embassy.vienna@speed.at

Iceland

H.E. Audunn Atlason

since 17.09.2013

Italy

H.E. Giorgio Marrapodi

since 17.09.2013

Kyrgyzstan

H.E. Lidia

Imanalieva

since 14.09.2009

emb.vienna@mfa.is

www.iceland.is/at

ambasciata.vienna@esteri.it

www.ambvienna.esteri.it

kyremb@inode.at

www.kyremb.at

India

H.E. Ramachandran

Swaminathan

since 12.09.2012

Japan

H.E. Makoto Taketoshi

since 17.10.2013

Laos

H.E. Khamkheuang

Bounteum

since 18.10.2010

indemb@eoivien.vienna.at

www.indianembassy.at

info@wi.mofa.go.jp

www.at.emb-japan.go.jp

laoembassyvienna@hotmail.com

Fotos: HBF

80 | Society 2_2013


Ambassadors

a to z

Latvia

H.E. Edgars Skuja

since 17.10.2013

Malaysia

H.E. Dato' Selwyn

Vijayarajan Das

since 22.10.2013

Namibia

H.E. Simon Madjuma

Maruta

since 11.11.2013

embassy.austria@mfa.gov.lv

embassy@embassymalaysia.at

nam.emb.vienna@speed.at

www.embnamibia.at

Lebanon

H.E. Ishaya El Khoury

since 10.09.2008

Malta

H.E. Keith Azzopardi

since 17.10.2013

Netherlands

H.E. Peter Paul van

Wulfften Palthe

since 12.09.2012

embassy.lebanon@inode.at

maltaembassy.vienna@gov.mt

wen@minbuza.nl

www.mfa.nl/wen

Libya

H.E. Dr. Ibrahim Ali

Albesbas

since 11.11.2013

Marocco

H.E. Dr. Ali El Mhamdi

since 12.01.2012

New Zealand

H.E.

Deborah Geels

since 05.04.2013

office@libyanembassyvienna.at

emb-pmissionvienna@morocco.at

nzemb@aon.at

www.nzembassy.com/austria

Liechtenstein

H.H. Maria-Pia

Kothbauer Prinzessin

v.u.z. Liechtenstein,

since 11.12.1997

Mexico

H.E. Luis Alfonso De

Alba

since 17.09.2013

Nicaragua

H.E. Alvaro José

Robelo Gonzáles

since 11.01.2013

info@vie.llv.li

embamex@embamex.or.at

embanicviena@chello.at

Lithuania

Chargé d’Affaires

Edvilas Raudonikis

since 07.08.2012

Moldova

H.E. Andrei Popov

since 22.10.2013

Nigeria

Chargé d'Affaires a.i.

Aminu Nabegu

since 28.09.2011

amb.at@urm.lt

vienna@moldmission.at

www.austria.mfa.md

*)

info@nigeriaembassyvienna.com

www.nigeriaembassyvienna.com

Luxembourg

H.E. Hubert Wurth

since 09.11.2011

Mongolia

H.E. Gunaajav

Batjargal

since 05.04.2013

North Korea

H.E. Kwang Sop Kim

since 18.03.1993

vienne.amb@mae.etat.lu

www.vienne.mae.lu/ge

office@embassymon.at

www.embassymon.at

d.v.r.korea.botschaft@chello.at

Macedonia

H.E. Prof. Dr.

Gjorgji Filipov

since 18.10.2010

Montenegro

H.E. Slavica Milacic

since 05.04.2013

Norway

H.E. Jan Petersen

since 14.10.2009

botschaft@makedonien.co.at

diplomat-mn@me-austria.eu

emb.vienna@mfa.no

www.norwegen.or.at

Society 2_2013 | 81


Ambassadors

a to z

Oman

H.E. Dr. Badr Mohamed

Zaher Al Hinai

since 11.12.2007

Philippines

H.E. Lourdes O.

Yparraguirre

since 30.06.2010

Saudi Arabia

H.E. Mohammed Al

Salloum

since 02.07.2012

embassy.oman@chello.at

office@philippine-embassy.at

www.philippine-embassy.at

saudiembassy@saudiembassy.at

Order of Malta

H.E. Christof Maria

Fritzen

since 11.01.2013

Poland

S.E. Artur Lorkowski

since 18.06.2013

Serbia

H.E. Pero Jankovic

since 22.10.2013

botschaft@malteser.at

www.orderofmalta.int

wieden.amb.sekretariat@msz.gov.pl

www.wien.polemb.net

embassy.vienna@mfa.rs

www.vienna.mfa.rs

Pakistan

H.E. Ayesha Riyaz

designated

Portugal

H.E. Pedro Luís

Baptista Moitinho

de Almeida

since 05.04.2013

Slovakia

H.E. Juraj Machac

since 28.03.2012

*)

parepvienna@gmail.com

www.mofa.gov.pk/austria

viena@mne.pt

emb.vieden@mzv.sk

www.vienna.mfa.sk

Palestinian Territories

H.E. Salahaldin

Abdalshafi

since 22.10.2013

Qatar

H.E. Ali Khalfan Al-

Mansouri

since 11.11.2013

Slovenia

H.E. Andrej Rahten

since 17.10.2013

palestine.mission@chello.at

botschaft@katarbotschaft.at

vdu@gov.si

Panama

H.E. Ricardo Vallarino

Perez

since 28.03.2012

Romania

H.E. Silvia Davidoiu

since 12.01.2009

South Africa

H.E. Xolisa Mfundiso

Mabhongo

since 29.04.2010

mail@empanvienna.co.at

ambromviena@ambrom.at

vienna.bilateral@dirco.gov.za

www.dirco.gov.za/vienna/

Paraguay

H.E. Dr. Horacio

Nogues Zubizarreta

since 15.02.2008

Russian Federation

H.E. Sergey Nechaev

since 29.04.2010

South Korea

H.E. Hyun Cho

since 17.05.2011

embaparviena@chello.at

info@rusemb.at

www.rusemb.at

mail@koreaemb.at

http://aut.mofat.go.kr

Peru

H.E. Antonio Javier

Alejandro Garcia

Revilla

since 14.07.2009

San Marino

H.E. Dr. Elena

Molaroni Berguido

since 17.09.2008

Spain

H.E. Alberto Carnero

Fernández

since 18.06.2013

embajada@embaperuaustria.at

rsmvienna@gmail.com

emb.viena@maec.es

Fotos: HBF

82 | Society 2_2013


Ambassadors

a to z

Sri Lanka

H.E. Aliyar Lebbe

Abdul Azeez

since 28.09.2011

Tunisia

H.E. Mohamed Samir

Koubaa

since 28.09.2011

Uruguay

H.E. Carlos Alejandro

Barros Oreiro

since 17.04.2009

embassy@srilankaembassy.at

www.srilankaembassy.at

at.vienne@aon.at

uruvien@embuy.at

Sudan

H.E. Mahmoud Hassan

Elamin

since 17.04.2009

Turkey

H.E. Mehmet Hasan

Gögüs

designated

Uzbekistan

Chargé d’Affaires a.i.

Ravshanbek

Duschanov

since 16.09.2009

sudanivienna@prioritytelecom.biz

www.sudanivienna.at

*)

botschaft.wien@mfa.gov.tr

www.vienna.emb.mfa.gov.tr

embassy@usbekistan.at

www.usbekistan.at

Sweden

H.E. Nils Gustav Daag

since 28.09.2011

Turkmenistan

H.E. Silapberdi

Nurberdiev

since 28.09.2011

Venezuela

H.E. Alí De Jesús

Uzcategui Duque

since 06.05.2008

ambassaden.wien@foreign.ministry.se

www.swedenabroad.com

info@botschaft-turkmenistan.at

www.botschaft-turkmenistan.at

embajada@austria.gob.ve

www.austria.gob.ve

Switzerland

H.E. Urs Breiter

since 27.09.2010

Ukraine

H.E. Andrii Bereznyi

since 30.06.2010

Vietnam

H.E. Thiep Nguyen

since 17.05.2011

vie.vertretung@eda.admin.ch

www.schweizerbotschaft.at

info@ukremb.at

www.ukremb.at

office@vietnamembassy.at

www.vietnamembassy-austria.org/vi/

Syria

H.E. Bassam Sabbagh

since 29.04.2010

United Arab Emirates

Chargé d'Affaires

Ali Mohammed

Almarzooqi

since 10.05.2011

Yemen

H.E. Abdulhakim Abdulrahman

Al-Eryani

since 27.09.2010

vienna_embassy@syrianembassy.

jet2web.at

*)

emirates@aon.at

yemenembassy.vienna@aon.at

Tajikistan

H.E. Ismatullo

Nasredinov

since 17.09.2013

United Kingdom

H.E. Susan Le Jeune

d’Allegeershecque

since 12.09.2012

Zimbabwe

H.E. Tsitsi Grace

Mutandiro

since 17.01.2005

info@tajikembassy.at

www.tajikembassy.org

press@britishembassy.at

www.ukinaustria.fco.gov.uk

z.vien@chello.at

Thailand

H.R.H. Princess

Bajrakitiyabha

Mahidol

since 17.10.2012

United States

H.E. Alexa Wesner

since 22.10.2013

embassy@thaivienna.at

www.thaiembassy.at

embassy@usembassy.at

www.usembassy.at

*) Nota bene: Some pictures were not

available at the time of going to press.

Society 2_2013 | 83


Diplomatie

neue Botschafter

Diplomatenkarussell | Juni bis November 2013

Die neu akkreditierten Botschafter bei Bundespräsident Dr. Heinz Fischer in der Hofburg.

argentinien

dänemark

ecuador

H.E. Rafael

Mariano Grossi

H.E. Liselotte

Plesner

H.E. Wilson

Pástor-Morris

Born on 29 January,

1961 in Buenos Aires.

Born in Aarhus on 6

July 1960. Married.

One son.

Born on January 23,

1946, married. Four

children.

Education

• 1983: B.A. Political Science, Pontifical

Catholic University of Argentina

• 1985: Nuclear Technology Training

Course

• 1985: National Institute for Foreign

Service

• 1991: M.A. International Relations,

University of Geneva

• 1997: Ph. D. International Relations,

Int. History and Politics, University

of Geneva

Professional Career

• 1998-2002: Minister Counsellor,

Chief of the Chancellery, Embassy to

Belgium and Luxembourg

• 2002-07: Chief of Cabinet, OPCW,

The Hague

• 2007: DG for Political Coordination,

Office of the Vice Minister of

Foreign Affairs

• 2007-09: Special Advisor, CONAE

• 2007-09: Special Advisor on Nuclear

Affairs, Ministry of Federal Planning

and Investments

• 2008-09: DG for Political Coordination,

Private Office of the Minister of

Foreign Affairs

• 2009-10: Argentine Sous-Sherpa,

Nuclear Security Summit

• 2010-11: Chief of Cabinet, Office of

DG, IAEA, Vienna

• 2011-13: Assistant DG for Policy and

Chief of Cabinet, IAEA, Vienna

Education

• 1982-87: Master’s Degree in political

science, University of Aarhus

Professional career

• 1987-88: Department of International

Maritime Transportations and

Aviation, MFA

• 1988-90: Department of Policy and

Planning/Development Cooperation

and assistant to the Under-Secretary

for International Development

Cooperation

• 1990-91: Desk Officer, Department

of Asia

• 1991-94: Secretary of Embassy, Bonn

• 1995-97: Private Secretary to the

Foreign Minister, subsequently head

of the Private Office

• 1997-2001: Deputy Head of Mission,

Embassy in Rome

• 2001: Head of Department of EU enlargement

and Central and Eastern

European countries as well as Switzerland,

Turkey, Cyprus and Malta

• 2003: Head of Department of relations

with OECD countries and EU

enlargement

• 2005: Political Director, Ambassador

• 2008-13: Ambassador of Denmark to

Israel

education

• 1964-70: Studies at the Geology,

Mines and Petroleum Engineering

School of Centr. Univ. of Ecuador

• 1970-71: Energy Economics at

University II, Pierre Mendes France,

Grenoble

professional career

• 1981-83: Advisor to the President of

the National Congress

• 1983-84: Advisor to the State General

Controller on Petroleum Contracts

and Foreign Marketing

• 1987-88: Consultant to the World

Bank

• 1990-92: General Manager of Petroamazonas,

operator of the Cepe-Texaco

consortium

• 1993-95: General Coordinator of the

Petroleum Contracts Unit of the

Seventh Bidding Round

• 1995-99: General Manager of Triton

Energy Ecuador

• 1999-2000: Executive President of EP

Petroecuador

• 2001-07: Operations Manager of

CPEB, affiliate of China Natural

Petroleum Corporation CNPC

• 2007-10: General Manager of Petroamazonas

• 2010-13: Minister of Non-Renewable

Natural Resources of Ecuador

• since 2013: Governor of Ecuador to

OPEC

Fotos: HBF

84 | Society 2_2013


Diplomatie

neue Botschafter

finnland

georgien

island

H.E. Anu Irene

Laamanen

H.E. Konstantine

Zaldastanishvili

H.E. Audunn

Atlason

Born on 30 October

1958 in Finland. One

son.

Born on 23 December,

1960. Married. Two

daughters.

Born in Reykjavík, Iceland,

4 February 1971

Education

• M.Pol.Sc., University of Helsinki

• Post-graduate studies, Graduate Institute

of International and Development

Studies, University of Geneva

Professional career

• 1986-93: Different tasks at the MFA

and at the Perm. Mission of Finland

to the UN, New York and at the Embassy

of Finland to Norway, Oslo

• 1993-95: First Secretary, Adviser to

the Director General of the Political

Department, MFA, Helsinki

• 1995-98: Deputy Permanent Representative,

Permanent Mission of

Finland to the OSCE, Vienna

• 1998-99: Counsellor, Military and

Civilian Crisis Management, Unit

for Security Policy, Political Department,

MFA, Helsinki

• 2000-01: Counsellor, Unit for Security

Policy, NATO and General Security

Policy, Political Department,

MFA, Helsinki

• 2003-07: Director, Unit for Civilian

Crisis Management, Political Department,

MFA, Helsinki

• 2001-03: Deputy Director, Unit for

Security Policy, Political Department,

MFA, Helsinki

• 2007-13: Deputy Director General,

Political Department, MFA, Helsinki

Education

• 1977-82: Faculty of Automation and

Computer Engineering, Georgian

Polytechnic Institute, Tbilisi

• 1984-87: Dresden Technical University,

Doctoral Dissertation

Professional career

• 1991-92: Dep. Dir. of the Institute

of Mechanics and Mechanical

Engineering, Georgian Technical

University

• 1992-93: Head of Division of Foreign

Investments and Credits, State

Committee of Foreign Economic

Relations

• 1993: Head of Division of Bilateral

Economic Relations, State Committee

of Foreign Economic Relations

• 1993-94: Head of Division of International

Relations in the Tbilisi City

Municipality

• 1994-95: Minister-Plenipotentiary,

Embassy of Georgia in Germany

• 1995-98: Minister of Trade and Foreign

Economic Relations

• 1998-2000: Ambassador, Head of Mission

to the European Communities

• 2000-05: Ambassador to the Benelux

Countries, Head of Mission to the

European Communities

• 2005-13: Secretary General of the EU-

Georgia Business Council (EUGBC)

Education

• 1990-91: Deutsch als Fremdsprache,

Albert–Ludwigs–Universität,

Freiburg im Breisgau

• 1991-96: Diplom Politologie (Dipl.

Pol.), Freie Universität Berlin

Professional Career

• 1997/98 and 2008/09: Part-time

lecturer, Department for Political

Science, University of Iceland

• 1997-1999: International Secretary,

International Secretariat, Parliament

of Iceland

• 1999-2002: First Secretary, MFA

• 2001-2002: Director of the Icelandic

Crisis Response Unit, MFA

• 2002-2006: Counselor, Embassy of

Iceland Washington D.C.

• 2006-2007: Deputy Chief of Mission,

Embassy of Iceland New Delhi

• 2008-2009: Deputy-Director, Defense

Department, MFA

• 2009: Acting Director, Department

for External Trade, MFA

• 2009: Director, Department for

Information, MFA

• 2011: European Policy Advisor to the

Foreign Minister of Iceland

• 2013: Appointed Ambassador in the

Icelandic Foreign Service

• 2013: Permanent Representative to

OSCE, IAEA, CTBTO and UNOV in

Vienna

Society 2_2013 | 85


Diplomatie

neue Botschafter

Diplomatenkarussell | Juni bis November 2013

Die neu akkreditierten Botschafter bei Bundespräsident Dr. Heinz Fischer in der Hofburg.

israel

italien

japan

S.E. Zvi Heifetz

Geboren am 09.12.1956

in Tomsk/Sibirien.

Verheiratet. Sieben

Kinder.

H.E. Giorgio

Marrapodi

Born in 1961, married.

One child.

H.E. Makoto

Taketoshi

Born on December 2,

1949

ausbildung

• 1985: Abschluss in Rechtswissenschaften

an der Universität in Tel

Aviv

berufliche laufbahn

• 1985-1999: Partner der Anwaltskanzlei

Osnat, Heifetz & Co

• 1989: Mitglied einer Delegation von

Israelischen Diplomaten in der Niederländischen

Botschaft in Moskau

• 1990-97: Regelmäßige externe

Rechtsberatung für das Büro des

Premierministers

• 1997: Aufsichtsratsmitglied von

Matav Cabel TV

• 1999-2004: Stellvertretender Vorsitzender

der Maariv Holdings

• 2001-03: Vorsitzender der Hed Artzi

Music Production

• 2003: Zweiter Irak Krieg: Mitglied

des Forums für Information und Öffentlichkeitsarbeit,

Pressesprecher

für die russische Gemeinde und die

Russischen Medien in Israel und

Übersee im Auftrag des Verteidigungsministers

und des Premierministers

• 2004-07: Israelischer Botschafter in

Großbritannien

• 2008 bis heute: Strategischer Berater

in Israel und Übersee

2012: Vorstandsdirektor von Clal

Industries Ltd, Hadera Paper Ltd,

Beit Shemesh Engines Ltd

Education

• 1984: Graduated cum laude, Law

Faculty of the University of Florence

• 1985/86: Fondazione Richerche e

Studi Internazionali of Florence

• 1989: Diplomatische Akademie of

Vienna

Professional career

• 1987-90: Secretary to the General Directorate

for Emigration and Social

Affairs, MFA, Rome

• 1990-94: First Secretary, Italian Embassy

to Romania; Consul of Italy

• 1994-98: Legation Counsellor, Perm.

Miss. of Italy to the UN, New York;

repr. of Italy to UNICEF, and UNDP

• 1995: Italian repr. on the Sanctions

Committee, UN Security Council

• 1996: Chaired the EU coordination

meeting for the Second Committee

issue during Italy’s Presidency of

the EU

• 1998-99: General Directorate for

Economic Affairs, MFA, Rome

• 1999-2001: General Secretariat of

the MFA, Rome

• 2001-05: Permanent Mission of Italy

to the EU in Brussels, Counsellor

• 2005-09: Deputy Chief of Mission,

Italian Embassy to Spain, Minister

Counsellor

• 2010-13: Office for Legal Affairs,

Diplomatic Disputes and Int. Agreements,

MFA, Rome, Division Chief

education

• 1972: Bachelor of Law, the University

of Tokyo

• 1977: Master of Philosophy in Economics,

Oxford University

professional career

• 1982-85: Ibaraki Prefectural Government,

Director, Regional Development

Division II

• 1985-96: Ministry of Construction:

several positions as Director, most

recently Chief Planning Director in

the Minister’s Secretariat

• 1996-98: Public Corporation for

Housing and Urban Development,

Director, Planning and Coordination

Department

• 1998-2001: Ministry of Construction:

Director in the Budget and

Accounting Division, then Deputy

Director-General for the Minister’s

Secretariat

• 2001-11: Ministry of Land, Infrastructure,

Transport and Tourism (MLIT):

several positions as Director, most

recently Vice Minister for Land and

Infrastructure, and Vice Minister of

MLIT

• 2011-12: Cabinet Office, Deputy

Chief Cabinet Secretary

• 2013: Visiting Professor, Graduate

School of Public Policy, University

of Tokyo

Fotos: HBF

86 | Society 2_2013


Diplomatie

neue Botschafter

jordanien

kanada

katar

H.E. Hussam Al

Husseini

H.E. Mark Bailey

H.E. Ali Khalfan

Al-Mansouri

Born on November 13,

1965, married. Three

children.

Born on 20 August,

1951, in Victoria/British

Columbia. Married.

Born on 10 May 1969.

Married. Three children.

Education

• 1987: B.A. in Public Administration,

Yarmouk University, Jordan

Professional career

• 1989-91: Privately owned business

• 1991: Joined the MFA as diplomatic

attaché

• 1991-93: Diplomatic Officer at the

Department of UN and Int. Org. of

the Ministry

• 1993-98: Attaché, Second Secretary

at the Embassy of Jordan in Tokyo

• 1998: Diplomatic Officer, Political

Department of the Ministry

• 1999: Head, Peace Process Coordination

Bureau at the MFA

• 1999-2001: Chargé d’Affaires at the

Embassy of Jordan, Pretoria, South

Africa

• 2001-03: Assistant Director, Asian

and African Affairs Department,

MFA

• 2003-07: Deputy Permanent Representative,

Permanent Mission of

Jordan to the UN, Geneva

• 2007-08: Deputy Director, International

Relations and Organizations

Department, MFA

• 2008-11: Chargé d’Affaires at the Embassy

of Jordan in Brussels, Belgium

• 2011-13: Director, European Affairs

Department, MFA, Jordan’s Representative

at the Co-Presidency of the

Union for the Mediterranean

Education

• 1973: BA Honours, Political Science,

University of Victoria

Professional career

• 1973: Joined the Department of

External Affairs

• Has served in the Personnel Operations

Divisions

• as Desk Officer for OECD

• as Deputy Director for Investment

Policy and Financial Affairs

• as Director of the International

Financial and Investment Affairs

Division

• Worked as Director of the Maghreb

and Arabian Peninsula Division

• Director of the Assignments Division

• Director General of the Middle East/

North Africa Bureau

• Has served abroad in Rabat, Abidjan,

Jeddah, Geneva and Washington

D.C.

• Has been posted as Ambassador to

Morocco, to Syria and to Turkey

• Since 2012 Special Advisor on Iran

and Syria, Director General of the

Middle East Bureau

Education

• 1989: Administration Institute

Diploma, Doha

• 1999-2000: Diplomatic Training

course, Diplomatic Institute in

Washington D.C.

Professional Career

• 1989-92: Attaché, Administrative

Division, MFA

• 1992-98: Third Secretary at the

Embassy of the State of Qatar in the

Kingdom of Saudi Arabia

• 2000-03: Second Secretary, Administrative

Division MFA

• 2002: Member of the State of Qatar

delegation to the 56th session of the

United Nations General Assembly in

New York

• 2003-07: Chargé d’affaires, Embassy

of the State of Qatar, Dhaka, Bangladesh

• 2007-12: Representative of the State

of Qatar to Austria

• 2010-present: Permanent Representative

to the IAEA, CTBTO

2012: Appointed as the Consul General

in Benghazi, Libya

• Sep. 2013: Promoted to the rank of

Ambassador

Society 2_2013 | 87


Diplomatie

neue Botschafter

Diplomatenkarussell | Juni bis November 2013

Die neu akkreditierten Botschafter bei Bundespräsident Dr. Heinz Fischer in der Hofburg.

kuwait

lettland

libyen

H.E. Sadiq

Marafi

H.E. Edgars

Skuja

H.E. Dr. Ibrahim

Ali Albesbas

Born on March 17,

1968, married. Three

children.

Born on February 20,

1966, married. Two

children.

Born on 18 March,

1957, in Benghazi.

Education

• 1991: Degree in Political Science,

Kuwait University

Professional Career

• 1993: Admission to the Foreign

Ministry

• 1997: Appointed to Third Secretary

• 2001: Appointed to Second Secretary

• 2004: Appointed to First Secretary

• 2007: Appointed to Counselor

• 2011: Chaired the Kuwaiti delegation

at the Committee against Torture,

UN, Geneva

2012: Chaired the Kuwaiti delegation

in the Committee on the Elimination

of Racial Discrimination, UN,

Geneva

2012: Participating the Asian Cooperation

Dialogue Summit

• 2013: Participating the Int. Humanitarian

Pledging Conference for Syria

in Kuwait

• 2013: Member of the Official Delegation

to the Arab League Summit in

Doha

• 2013: Member of the Official Delegation

to the GCC Summit, Bahrain

• 2013: Member of the Official Delegation

to the 12th Session of the

Islamic Summit Conference, Egypt

• 2013: Member of the Official Delegation

to Makkah Islamic Summit

Conference

Education

• 1992: University of Latvia, Faculty of

History and Philosophy,

• 1992: University of Latvia, Institute

of Foreign Relations

Professional career

• 1993: Senior Specialist of the CIS

Countries Division

• 1993-95: Assistant to the Parliamentary

Secretary

• 1995-96: Head of the CIS Countries

Division

• 1996-97: Director of the First Political

Directorate

• 1997-98: Director of the Second

Political Department

• 1998-2001: Head of the Delegation of

the Republic of Latvia at the OCSE,

Vienna

• 2001-02: Ambassador, Head of the

Permanent Mission at the OSCE,

Vienna

• 2002-05: Ambassador to Estonia

• 2005-08: Under-Secretary of State,

Third Political Directorate

• 2009: Head of Bilateral Relation’s

Directorate

• 2009-13: Ambassador to the Russian

Federation

education

• 1981: B.A. English Language, University

of Tripoli

• 1983: M.A. Linguistics, University of

Bath, UK

• 1991: PhD, Applied Linguistics, University

of Exeter, UK

professional career

• 1981: Joined the Ministry of Foreign

Affairs

• 1992-98: In charge of Disarmament

File in the Dept. of int. org. of the

ministry; participated in a large

number of int. conferences on nuclear,

chemical and biological weapons

disarmament, in the General

Assembly of the UN, the Conference

on Disarmament in Geneva

• 1999-2002: First secretary, Libyan

Embassy in Austria

• 2004-07: Deputy Director and Head

of training at the Institute of Diplomatic

Studies, MFA

• 2007-13: Director of the Department

of International Cooperation, MFA

• 2011-12: Undersecretary of the MFA

until the formation of the first

transitional government in Libya;

member of the committee for restructuring

the MFA

Fotos: HBF

88 | Society 2_2013


Diplomatie

neue Botschafter

malaysia

malta

mexiko

H.E. Dato‘ Selwyn

Vijayarajan Das

H.E. Keith

Azzopardi

H.E. Luis Alfonso

de Alba

Born on 26 Dec 1954.

Married. Two children.

Born on 09 February,

1978

Married. Three children.

Education

• B.A. Hons. University Malaya

Professional career

• 1979-91: Implementation and

Coordination Unit, Prime Minister’s

Department

• 1991-2000: Budget Division, Ministry

of Finance

• 2000-01: Principal Assistant Secretary

I, Finance, Account, Budget and

Development Division, MFA

• 2001-02: Principal Assistant Secretary,

Economic and South-South

Global Division, MFA

• 2002-03: Under Secretary, Secretariat

of Non-Align Movement, MFA

• 2003-05: Minister and Deputy Head

of Mission, Embassy in Bangkok

• 2005-09: High Commissioner to

Kenya

• 2009-10: High Commissioner to

Canada

• 2010-13: Deputy Secretary General,

Department of Multilateral Affairs,

MFA

Education

• 1998-2001: B.A. (Hons) in International

Relations, University of Malta

• 2001-02: M.A. in Diplomatic Studies,

Mediterranean Academy of Diplomatic

Studies, Malta

Professional career

• 2003-04: Stagiaire, Socialist Group,

European Parliament, Brussels

• 2004: Assistant Journalist, Maltastar.

com

• 2005-13: Political Advisor, European

Parliament, Group of the Progressive

Alliance of Socialists and Democrats

(S&D), Brussels

• 2005: Participated the Enlargement

and Eastern Partnership Unit

• 2007: Participated the EU-Ukraine

Parliamentary Cooperation Committee,

EU-Moldova Parliamentary

Cooperation Committee

• 2009: Participated the Euronest

Parliamentary Assembly

• 2010: Participated the NATO-EU

Parliamentary Assembly

2012: Participated the Committee

on Foreign Affairs, Sub-Committee

on Security & Defence

2012: Inter-parliamentary Conference

on CFSP and CSDP

Education

• International Relations, Institut des

Hautes Études Internationales, Paris

Professional Career

• Career diplomat since 1983

• 1991-93: Director for Social and Humanitarian

Affairs of the UN, MFA

• 1994-98: Alternate Permanent Representative

of Mexico to the Organization

of American States

• 1998-2001: Director-General for the

United Nations System, MFA

• 2002: Vice-president of the Economic

and Social Council of the UN

• 2002-04: Alternate Permanent Representative

of Mexico to the UN in

New York

• 2004-09: Permanent Representative

of Mexico to the United Nations and

other International Organizations

in Geneva

• 2006-07: first President of the Human

Rights Council in Geneva

• 2009-11: Special Representative for

Climate Change, MFA

• 2011-13: Permanent Representative

of Mexico to the United Nations in

New York

• 2013: Permanent Representative to

Int. Org. in Vienna

Society 2_2013 | 89


Diplomatie

neue Botschafter

Diplomatenkarussell | Juni bis November 2013

Die neu akkreditierten Botschafter bei Bundespräsident Dr. Heinz Fischer in der Hofburg.

moldau

namibia

palästina

H.E. Andrei

Popov

H.E. Simon

Madjuma Maruta

H.E. Salah H.

Abdel-Shafi

Born on January 24,

1973. Married. Two

children.

Born on 10 February

1960. Married. Three

children.

Born on 29 August,

1962. Married. Two

children.

Education

• 1990-94: Bucharest State University,

Faculty of Journalism and Communication

Sciences

• 1994-96: National School of Political

and Administrative Studies, Faculty

of International Relations

• 2002-03: Geneva Center for Security

Policy, International Training

Course (17th ITC)

Professional Career

• 1996-97: United Nations Development

Programme (UNDP) in

Moldova, Information and Public

Relations Officer

• 1997-2001: Embassy of the Republic

of Moldova to the United States of

America, Washington, DC, First

Secretary, Second Secretary

• 2001-04: Ministry of Foreign Affairs

of the Republic of Moldova, General

International Security Department,

Director, Deputy Director, Head of

Section

• 2004-09: Foreign Policy Association

of Moldova (APE), Executive Director

• 2009: Member of the Parliament of

Moldova, Foreign Policy and European

Integration Committee

• 2009-13: Deputy Minister of Foreign

Affairs and European Integration

• since 2013: Permanent Representative

to OSCE and Int. Org.

Education

• 1983: Bachelor of Commerce, INC

University of Zululand, South Africa

• 1998: Diploma Business Administration,

Open University, Newcastle, UK

Professional career

• 1984-87: Accountant, Kavango Region,

ended in 1988 by the Apartheid

Regime

• 1988-92: Representative for the

Kavango Region, Justice and Peace

Commission of the Roman Catholic

Church, Windhoek – investigation

of human rights violations by the

Apartheid Regime

• 1992: Accountant, Ministry of Education;

Senior Accountant, Ministry

of Finance

• 1994: Principle Accountant, MFA

• 1997-2011: First Secretary, Embassy

of Namibia, Vienna

• 2004-08: First Secretary, Embassy of

Namibia to Abuja

• 2008-10: Acting Deputy Director,

MFA

• 2010-13: Chargé d’Affaires, Permanent

Mission of Namibia to the UN,

Geneva

• 2013: Bulgaria, Croatia, Czech

Republic, Hungary, Montenegro,

Romania, Serbia, Slovakia, Slovenia

education

• 1985: B.A. Economics, Univ. of Economic

Sciences, Berlin

• 1986: M.A. Economics, Univ. of Economic

Sciences, Berlin

• 2001: Certificate in Leadership and

Governance, John F. Kennedy School

of Governance, Harvard University

professional career

• 1990: Loan Officer, Welfare Association,

Gaza

• 1990-94: Economic Development

Group, Director of the Gaza office

• 1994-96: USAID West Bank & Gaza

Mission, Private Sector Programme

Manager

• 1996-99: Development Resource

Centre, Director General

• 1999-2001: Palestine Trade Centre

(Paltrade), Director of Gaza office,

Deputy Director General

• 2002-05: Gaza Community Mental

Health Program, Director General

• 2005-06: Emerge Consulting Group

plc, Senior Partner and consultant

• 2006-10: Ambassador and the Palestinian

General Delegate and PLO

Representative to the Kingdom of

Sweden

• 2010-13: Ambassador and Head of

the Palestinian Mission to the Federal

Republic of Germany

Fotos: HBF

90 | Society 2_2013


Diplomatie

neue Botschafter

polen

serbien

slowenien

S.E. Artur

Lorkowski

S.E. Pero

Jankovic

H.E. Prof. Dr.

Andrej Rahten

Geboren 1974.

Geboren am 17. Juni

1948 in Belgrad, verheiratet.

Zwei Kinder.

Geboren am 4. März

1973, Celje, Slowenien.

Verheiratet. Ein Kind.

ausbildung

• 1997-98: Stipendiat an der Universität

Göttingen

• 1999: Absolvent der Wirtschaftshochschule

• 1999-2001: Nationale Schule für

Öffentliche Verwaltung

berufliche laufbahn

• 2001-09: Amt des Komitees für Europäische

Integration

• 2003: Stv. Direktor der Abteilung für

Politik der Integration in den EU-

Politikbereichen

• seit 2010: Tätig im Ministerium

für Auswärtige Angelegenheiten,

zunächst stv. Direktor der Abteilung

Wirtschaftspolitik im Bereich Energie-

und Klimapolitik

2012: Stv. Direktor des Departments

für Ökonomie der EU

ausbildung

• 1972: Diplom der Wirtschaftsfakultät

der Universität Belgrad

berufliche laufbahn

• 1980-83: Botschaft der SFRJ in Berlin

– Sekretär für Wirtschaftsang.

• 1983-87: Bundessekretariat für

auswärtige Angelegenheiten der

SFRJ - Abteilung für Forschung und

Dokumentation

• 1987-91: Botschaft der SFRJ in Bern,

Schweiz - Botschaftsrat für politische

und wirtschaftliche Ang.

• 1991-96: Ministerium für auswärtige

Angelegenheiten - Abteilung für

Forschung und Dokumentation –

Gesandter

• 1996-99: Außenministerium – Dir.

der Agentur für auswärtige Informationen

– Botschafter

• 1999-01: Botschafter der Bundesrepublik

Jugoslawien in Zypern

• 2001-02: Außenministerium – Botschafter

• 2002-04: Generalkonsulat in Hamburg

– Gérant

• 2004-05: Außenministerium – Botschafter

bei der Botschaftergruppe

für Sonder- und „ad hoc“- Angelegenheiten

• 2005-09: Koordinator für regionale

Initiativen des Stabilitätspaktes für

Südosteuropa, MARRI

• 2009-13: Generalkonsul in Stuttgart

Ausbildung

• 1994-95: Stipendiat des Österr. Akad.

Austauschdienstes, Univ. Klagenfurt

• 1997: Südost Institut, München,

Stipendiat des Deutschen Akademischen

Austauschdienstes

• 1998: Magister, Universität Ljubljana

• 2000: Doktor der Geschichtswiss.,

Universität Ljubljana

berufliche laufbahn

• 2001-03: Berater, Kabinett des Außenministers

• 2003-04: Unterstaatssekretär, MFA

• 2004-07: Sekretär, Berater für Außenpolitik,

Kabinett des Premiers

• 2005: Assistenz-Professor, Universität

Maribor

• 2007-08: Altsekretär, Hauptberater

für Außenpolitik, Kabinett des Premierministers

• 2007: Assistenz-Professor, Universität

von Nova Gorica

• 2008: Wiss. Mitarbeiter, Slowenische

Akademie der Wissenschaften

• 2008-10: Hauptredakteur des Slowenischen

Biographischen Lexikons

• 2008-09: Präsident, Euro-Mediterranean

University, Portoroz

• 2010: Ao. Professor für Neuere

Geschichte und Zeitgeschichte,

Universität Maribor

2012: Präsident des Strategischen

Rates für Außenpolitik

Society 2_2013 | 91


Diplomatie

neue Botschafter

Diplomatenkarussell | Juni bis November 2013

Die neu akkreditierten Botschafter bei Bundespräsident Dr. Heinz Fischer in der Hofburg.

spanien

H.E. Alberto

Carnero

tadschikistan

H.E. Ismatullo

Nasredinov

tschechische

republik

S.E. Jan Sechter

Born in Madrid in

1962. Married. Three

children.

Born on 21 February,

1971. Married. Two

children.

Geboren am 18. September

1968. Verheiratet.

Zwei Kinder.

Education

• 1986: Graduated in Law, Universidad

Complutense de Madrid

• Master’s Degree, International Studies,

Diplomatic School of Madrid

• National Defence Studies, CESEDEN

Professional Career

• Served at the Spanish Embassy in

Liberia; was appointed Consul in

Manila; political counsellor at the

Spanish Embassy in Germany

• Advisor to José María Aznar, Prime

Minister’s Office; Foreign Policy

Chief for Latin America; Head of the

International Policy and Security

Department; Director of the International

Department at FAES Foundation,

chaired by José María Aznar

2012-13: Deputy Director of the

Cabinet of the Spanish Minister of

Foreign Affairs and Cooperation

Education

• 1988-93: Tajik Agriculture University,

Dushanbe, Engineer – mechanic

• 1994-96: Russian Diplomatic

Academy, Moscow, Diplomatic and

consular relations

Professional career

• 1993-94: State Customs Committee

of the Republic of Tajikistan,

customs officer

• 1996-99: Second Secretary, Dep. of

Int. Organizations, MFA

• 1999-2002: First Secretary, Dep. of

International Organizations, MFA

• 2002-04: Chief of UN Section, Dep. of

International Organizations, MFA

• 2004-08: Head of Department of

European and American Countries,

MFA

• 2008-11: First Secretary, Embassy of

Tajikistan to the United Kingdom of

Great Britain and Northern Ireland

• 2011-12: Head of Department of

European and American Countries,

MFA

• From July 2012: Permanent Representative

of Tajikistan to the OSCE,

UN and other International Organizations

in Vienna

Ausbildung

• 1987-1992: Ökonomische Fakultät

der Landwirtschaftlichen Universität

in Prag

• Studienaufenthalte in Deutschland

und der Schweiz

Berufliche laufbahn

• 1993-1995: Abteilung für Kultur und

Auslandstschechen des Außenministeriums

der Tschechischen Republik

• 1995-2000: Botschaftssekretär für

Presse, Kultur und Politik der Botschaft

der Tschechischen Republik

in Deutschland, Außenstelle Berlin

• 2000-2002: Referatsleiter für „crosssectional“

Agenden der Abteilung

für Mitteleuropäische Staaten des

Außenministeriums der Tschechischen

Republik

• 2000-2002: Koordinator des Außenministeriums

der Tschechischen

Republik für den Zweiten Weltkrieg

betreffende Entschädigungen

• 2002-2007: Gesandter-Botschaftsrat

der Botschaft der Tschechischen

Republik in Deutschland

• 2007-2008: Exekutivsekretär des

Internationalen Ausschusses für Erinnerung,

Erforschung und Bildung

über den Holocaust (ITF)

• 2008 - 2013 Botschafter der Tschechischen

Republik in Polen

Fotos: HBF

92 | Society 2_2013


Diplomatie

neue Botschafter

vereinigte

staaten

H.E. Alexa Lange

Wesner

Born in Washington,

D.C. Married. Three

children.

honduras

S.E. Ramon

Custodio

Espinoza

(residiert in Berlin)

mauritius

S.E. Sarojini

Seeneevassen-

Frers

(residiert in Berlin)

Education

• 1994: Graduated from Stanford University,

B.A. degree in Biology

Professional career

• 1994: Joined Trilogy Software, Austin,

Texas

• 1997: Founded HireTECH, a recruiting

and consulting company, served

as President and CEO

• 2000: Founded Recruiting Labs, a

web-based recruiting venture

• Founder of Be One Texas, The Texas

Civic Engagement Table, Engage

Texas, Progress Texas and Texas

Research Institute

• Served on the President’s Committee

on the Arts and Humanities; and

the boards of Lifeworks (homeless

youth), Breakthrough (disadvantaged

youth), Arthouse (contemporary

art), The Blanton Museum of

Art, GenAustin and the Austin Film

Society.

Order of precedence of the Chiefs of the

diplomatic missions resident in Vienna

n Apostolic Nuncio – Holy See

Dr. Peter Stephan ZURBRIGGEN

n Korea – Democratic Peoples’ Republic

H.E. Mr. Kwang Sop KIM, (18.03.1993)

n Liechtenstein

H.H. Ms. Maria-Pia KOTHBAUER, (Prinzessin

v.u.z.Liechtenstein) (11.12.1997)

n Belize

H.E. Mr. Alexander PILETSKY, (01.10.1999)

n Zimbabwe

H.E. Ms. Tsitsi Grace MUTANDIRO, (17.01.2005)

n Costa Rica

H.E. Ms. Ana Teresa DENGO BENAVIDES, (26.09.2006)

n Dominican Republic

H.E. Mr. Ramon Andres QUINONES RODRIGUEZ, (04.06.2007)

n Oman

H.E. Mr. Dr. Badr Mohamed Zaher AL HINAI, (11.12.2007)

n Paraguay

H.E. Mr. Dr. Horacio NOGUES ZUBIZARRETA, (15.02.2008)

n Venezuela

H.E. Mr. Alí De Jesús UZCATEGUI DUQUE, (06.05.2008)

n Lebanon

H.E. Mr. Ishaya EL KHOURY, (10.09.2008)

n San Marino

H.E. Ms. Dr. Elena MOLARONI BERGUIDO, (17.09.2008)

n Romania

H.E. Ms. Silvia DAVIDOIU, (12.01.2009)

n Sudan

H.E. Mr. Mahmoud Hassan ELAMIN, (17.04.2009)

n Uruguay

H.E. Mr. Carlos Alejandro BARROS OREIRO, (17.04.2009)

n Peru

H.E. Mr. Antonio Javier Alejandro GARCIA REVILLA,

(14.07.2009)

n Kirgizstan

H.E. Ms. Lidia IMANALIEVA, (14.09.2009)

n Norway

H.E. Mr. Jan PETERSEN, (14.10.2009)

n Estonia

H.E. Ms. Eve-Külli KALA, (11.01.2010)

n South Africa

H.E. Mr. Xolisa Mfundiso MABHONGO, (29.04.2010)

n Syria

H.E. Mr. Bassam SABBAGH, (29.04.2010)

n Russian Federation

H.E. Mr. Sergey NECHAEV, (29.04.2010)

n Belgium

H.E. Mr. Frank RECKER, (30.06.2010)

n Philippines

H.E. Ms. Lourdes O. YPARRAGUIRRE, (30.06.2010)

n Chile

H.E. Mr. Alfredo Alejandro LABBE VILLA, (30.06.2010)

n Ukraine

H.E. Mr. Andrii BEREZNYI, (30.06.2010)

n Switzerland

H.E. Mr. Urs BREITER, (27.09.2010)

n Yemen

H.E. Mr. Abdulhakim Abdulrahman AL-ERYANI, (27.09.2010)

n Macedonia

H.E. Mr. Prof. Dr. Gjorgji FILIPOV, (18.10.2010)

n Colombia

H.E. Mr. Freddy Jose PADILLA DE LEON, (18.10.2010)

n Laos

H.E. Mr. Khamkheuang BOUNTEUM, (18.10.2010)

n Ireland

H.E. Mr. James BRENNAN, (09.12.2010)

n Hungary

H.E. Mr. Vince SZALAY-BOBROVNICZKY, (09.12.2010)

Society 2_2013 | 93


Diplomatie

Botschafter

n Iraq

H.E. Mr. Dr. Surood R. Najib NAJIB, (09.12.2010)

n El Salvador

H.E. Mr. Mario Antonio RIVERA MORA, (09.03.2011)

n Croatia

H.E. Mr. Gordan BAKOTA, (09.03.2011)

n Kazakhstan

H.E. Mr. Kairat ABDRAKHMANOV, (17.05.2011)

n Korea - Republic

H.E. Mr. Hyun CHO, (17.05.2011)

n Cuba

H.E. Mr. Juan Carlos MARSAN AGUILERA, (17.05.2011)

n Vietnam

H.E. Mr. Thiep NGUYEN, (17.05.2011)

n Sweden

H.E. Mr. Nils Gustav DAAG, (28.09.2011)

n Sri Lanka

H.E. Mr. Abdul Azeez ALIYAR LEEBE, (28.09.2011)

n Turkmenistan

H.E. Mr. Silapberdi NURBERDIEV, (28.09.2011)

n Azerbaijan

H.E. Mr. Galib ISRAFILOV, (28.09.2011)

n Tunisia

H.E. Mr. Mohamed Samir KOUBAA, (28.09.2011)

n Egypt

H.E. Mr. Khaled Abdelrahman Abdellatif SHAMAA,

(09.11.2011)

n Luxemburg

H.E. Mr. Hubert WURTH, (09.11.2011)

n Côte d‘Ivoire

H.E. Mr. Largaton Gilbert OUATTARA, (09.11.2011)

n Angola

H.E. Ms. Maria De Jesus Dos Reis FERREIRA, (09.11.2011)

n Belarus

H.E. Mr. Valery VORONETSKY, (09.11.2011)

n Armenia

H.E. Mr. Arman KIRAKOSSIAN, (09.11.2011)

n Greece

H.E. Mr. Themistoklis DIMIDIS, (12.01.2012)

n Morocco

H.E. Mr. Dr. Ali EL MHAMDI, (12.01.2012)

n Burkina Faso

H.E. Mr. Paul Robert TIENDREBEOGO, (28.03.2012)

n Panama

H.E. Mr. Ricardo VALLARINO PEREZ, (28.03.2012)

n Slovakia

H.E. Mr. Juraj MACHAC, (28.03.2012)

n Bulgaria

H.E. Ms. Elena Radkova SHEKERLETOVA, (28.03.2012)

n Bosnia und Herzegovina

H.E. Ms. Tanja MILASINOVIC MARTINOVIC, (19.04.2012)

n Cyprus

H.E. Mr. Costas A. PAPADEMAS, (19.04.2012)

n France

H.E. Mr. Stephane Laurent GOMPERTZ, (19.04.2012)

n Algeria

H.E. Mr. Mohamed BENHOCINE, (02.07.2012)

n Saudi Arabia

H.E. Mr. Mohammed AL SALLOUM, (02.07.2012)

n Iran

H.E. Mr. Hassan TAJIK, (02.07.2012)

n Guatemala

H.E. Mr. Antonio Roberto CASTELLANOS LOPEZ, (12.09.2012)

n Netherlands

H.E. Mr. Peter Paul VAN WULFFTEN PALTHE, (12.09.2012)

n India

H.E. Mr. Swaminathan RAMACHANDRAN, (12.09.2012)

n China

H.E. Mr. Bin ZHAO, (12.09.2012)

n United Kingdom

H.E. Ms. Susan Jane LE JEUNE D‘ALLEGEERSHECQUE, (12.09.2012)

n Germany

H.E. Mr. Detlev RÜNGER, (12.09.2012)

n Australia

H.E. Mr. David Gordon STUART, (12.09.2012)

n Brazil

H.E. Mr. Evandro DE SAMPAIO DIDONET, (17.10.2012)

n Indonesia

H.E. Mr. Rachmat BUDIMAN, (17.10.2012)

n Thailand

H.R.H. Princess Bajrakitiyabha MAHIDOL, (17.10.2012)

n Nicaragua

H.E. Mr. Alvaro Jose ROBELO GONZALES, (11.01.2013)

n Order of Malta

H.E. Mr. Christof Maria FRITZEN, (11.01.2013)

n New Zealand

H.E. Ms. Deborah Mary GEELS, (05.04.2013)

n Kenya

H.E. Mr. Michael Adipo Okoth OYUGI, (05.04.2013)

n Mongolia

H.E. Mr. Batjargal GUNAAJAV, (05.04.2013)

n Afghanistan

H.E. Mr. Ayoob M. ERFANI, (05.04.2013)

n Montenegro

H.E. Ms. Slavica MILACIC, (05.04.2013)

n Portugal

H.E. Mr. Pedro Luis Baptista MOITINHO DE ALMEIDA,

(05.04.2013)

n Spain

H.E. Mr. Alberto CARNERO FERNANDEZ, (18.06.2013)

n Georgia

H.E. Mr. Konstantine ZALDASTANISHVILI, (18.06.2013)

n Poland

H.E. Mr. Artur LORKOWSKI, (18.06.2013)

n Mexico

H.E. Mr. Luis Alfonso DE ALBA, (17.09.2013)

n Argentina

H.E. Mr. Rafael Mariano GROSSI, (17.09.2013)

n Iceland

H.E. Mr. Audunn ATLASON, (17.09.2013)

n Denmark

H.E. Ms. Liselotte K. PLESNER, (17.09.2013)

n Italy

H.E. Mr. Giorgio MARRAPODI, (17.09.2013)

n Tajikistan

H.E. Mr. Ismatullo NASREDINOV, (17.09.2013)

n Latvia

H.E. Mr. Edgars SKUJA, (17.10.2013)

n Finland

H.E. Ms. Anu Irene LAAMANEN, (17.10.2013)

n Malta

H.E. Mr. Keith AZZOPARDI, (17.10.2013)

n Japan

H.E. Mr. Makoto TAKETOSHI, (17.10.2013)

n Slovenia

H.E. Mr. Andrej RAHTEN, (17.10.2013)

n Kuwait

H.E. Mr. Sadiq MARAFI, (17.10.2013)

n United States

H.E. Ms. Alexa WESNER, (22.10.2013)

n Jordan

H.E. Mr. Hussam Abdullah AL HUSSEINI, (22.10.2013)

n Malaysia

H.E. Mr. Selwyn Vijayarajan DAS, (22.10.2013)

n Ecuador

H.E. Mr. Wilson Marcelo PASTOR MORRIS, (22.10.2013)

n Serbia

H.E. Mr. Pero JANKOVIC, (22.10.2013)

n Moldova

H.E. Mr. Andrei POPOV, (22.10.2013)

n Libya

H.E. Mr. Ibrahim ALBESBAS, (11.11.2013)

n Namibia

H.E. Mr. Simon Madjumo MARUTA, (11.11.2013)

n Qatar

H.E. Mr. Ali Khalfan AL-MANSOURI (11.11.2013)

n Canada

H.E. Mr. Mark BAILEY, (11.11.2013)

n Czech Republic

H.E. Mr. Jan SECHTER, (11.11.2013)

n Israel

H.E. Mr. Zvi HEIFETZ, (11.11.2013)

n Pakistan

H.E. Ms. Ayesha RIYAZ, designated

n Turkey

H.E. Mr. Mehmet Hasan GÖGÜS, designated

n Bolivia

Mr. Ricardo Javier MARTINEZ COVARRUBIAS, Minister

Counsellor, (11.02.2009), Chargé d’Affaires

n Uzbekistan

Mr. Ravshanbek DUSCHANOV, Chargé d’Affaires,

(16.09.2009)

n United Arab Emirates

Mr. Ali Mohammed Ali ALMARZOOQI, Counsellor,

(10.05.2011), Chargé d’Affaires

n Andorra

Ms. Gemma CANO BERNE, Counsellor (11.01.2012), Chargé

d’Affaires

n Nigeria

Mr. Aminu NABEGU, Minister, (05.07.2012), Chargé d’Affaires

n Lithuania

Mr. Edvilas RAUDONIKIS, Minister Counsellor (07.08.2012),

Chargé d’Affaires

n Kosovo

Mr. Blerim CANAJ, Counsellor, (21.12.2012), Chargé d’Affaires

n Albania

Mr. Arten HANKU, Minister Counsellor, (17.01.2013)

Embassies not

resident in Austria

in alphabetical

order

n Antigua and Barbuda

no diplomatic mission to Austria

n Bahamas

no diplomatic mission to Austria

n Bahrain

N.N.

(Geneva)

n Bangladesh

Chargé d’Affaires Mr. M. Nazrul ISLAM, (12.05.2011)

(Berlin)

n Barbados

Chargé d’Affaires Ms. Yvette GODDARD, (17.07.2002)

(Brussels)

n Benin

H.E. Mr. Séraphin LISSASSI, (29.04.2010)

(Geneva)

n Bhutan

H.E. Mr. Daw PENJO, (11.01.2013)

(Geneva)

n Botswana

H.E. Mr. Mothusi Bruce Rabasha PALAI, (11.01.2013)

(Geneva)

n Brunei Darussalam

Chargé d’Affaires Mr. AK Asnawi Arbi PG DP HJ SHARIFUD-

DIN, (18.10.2011)

(Berlin)

n Burundi

Counsellor Mr. Barthélemy MFAYOKURERA

94 | Society 2_2013


Diplomatie

Botschafter

(Berlin)

n Cambodia

H.E. Mr. Saem HEM, (22.06.2009)

(Brussels)

n Cameroon

H.E. Jean-Marc MPAY

(Berlin)

n Cape Verde

N.N.

(Geneva)

n Central African Republic

no diplomatic mission to Austria

n Chad

Chargé d’Affaires Ms. Solalta NGARMBATINAN, (28.01.2013)

(Berlin)

n Comoros

no diplomatic mission to Austria

n Congo (Republic)

Chargé d’Affaires Mr. Henri DIMI, (27.11.2007)

(Berlin)

n Congo (Democratic Republic)

no diplomatic mission to Austria

n Dominica

no diplomatic mission to Austria

n Djibouti

no diplomatic mission to Austria

n Equatorial Guinea

no diplomatic mission to Austria

n Eritrea

H.E. Mr. Petros TSEGGAI ASGHEDOM, (10.11.2005)

(Berlin)

n Ethiopia

H.E. Mr. Minelik Alemu GETAHUN, (12.01.2012)

(Geneva)

n Fiji

no diplomatic mission to Austria

n Gabun

H.E. Mr. Jean Claude BOUYOBART, (14.01.2008)

(Berlin)

n Gambia

H.E. Ms. Elizabeth Ya Eli HARDING, (14.01.2008)

(London)

n Ghana

H.E. Mr. Sammie Pesky EDDICO, designated

(Bern, CH)

n Grenada

Counsellor Ms. Kasandra Roxie HUTCHINSON, (07.09.2012)

(Brussels)

n Guinea

H.E. Mr. Ibrahima Sory SOW, (11.01.2013)

(Berlin)

n Guinea-Bissau

N.N.

(Berlin)

n Guyana

H.E. Mr. Dr. Patrick I. GOMES, (31.05.2006)

(Brussels)

n Haiti

N.N.

(Geneva)

n Honduras

H.E. Mr. Ramon CUSTODIO ESPINOZA, (18.06.2013)

(Berlin)

n Jamaica

H.E. Mr. Wayne McCOOK, (11.01.2013)

(Geneva)

n Kiribati

no diplomatic mission to Austria

n Lesotho

N.N.

(Berlin)

n Liberia

H.E. Ms. Ethel DAVIS, (19.04.2012)

(Berlin)

n Madagascar

Chargé d’Affaires Ms. Lea RAHOLINIRINA

(Falkensee, D)

n Malawi

Chargé d’Affaires Mr. Oliver KUMBAMBE, (26.04.2009)

(Berlin)

n Maldives

no diplomatic mission to Austria

n Mali

Counsellor Mr. Bounafou SIDIBE, (09.11.1999)

(Berlin)

n Marshall Islands

no diplomatic mission to Austria

n Mauretania

N.N.

(Berlin)

n Mauritius

H.E. Ms. Sarojini SEENEEVASSEN-FRERS

(Berlin)

n Micronesia

no diplomatic mission to Austria

n Monaco

H.E. Mr. Claude GIORDAN, (16.04.2007)

(Berlin)

n Mozambique

H.E. Mr. Amadeu Paulo Samuel DA CONCEICAO, (02.07.2012)

(Berlin)

n Myanmar

H.E. Mr. Soe NWE, designated

(Berlin)

n Nauru

no diplomatic mission to Austria

n Nepal

Chargé d’Affaires Mr. Prakash Mani PAUDEL, (16.01.2012)

(Berlin)

n Niger

N.N.

(Geneva)

n Palau

no diplomatic mission to Austria

n Papua New Guinea

no diplomatic mission to Austria

n Ruanda

H.E. Ms. Christine NKULIKIYINKA, (12.01.2012)

(Berlin)

n Samoa

no diplomatic mission to Austria

n São Tomé and Príncipe

no diplomatic mission to Austria

n Senegal

H.E. Mr. Henri Antoine TURPIN, (12.01.2012)

(Berlin)

n Seychelles

no diplomatic mission to Austria

n Sierra Leone

H.E. Mr. Jongopie Siaka STEVENS, (11.01.2010)

(Berlin)

n Singapore

H.E. Mr. Kok Leng SOO, (16.04.2007)

(Singapore)

n Solomon Islands

no diplomatic mission to Austria

n Somalia

no diplomatic mission to Austria

n St. Kitts and Nevis

no diplomatic mission to Austria

n St. Lucia

no diplomatic mission to Austria

n St. Vincent and the Grenadines

Minister Counsellor Ms. Anne MORRIS, (27.12.2005)

(London)

n South Sudan

no diplomatic mission to Austria

n Suriname

no diplomatic mission to Austria

n Swaziland

H.E. Ms. Dr. Thembayena Annastasia DLAMINI, (17.04.2009)

(Geneva)

n Tanzania

Chargé d’Affaires Mr. Christopher MVULA

(Berlin)

n Timor-Leste

no diplomatic mission to Austria

n Togo

H.E. Mr. Essohanam Comla PAKA, (31.05.2006)

(Berlin)

n Tonga

no diplomatic mission to Austria

n Trinidad and Tobago

First Secretary Ms. Simone YOUNG, (15.02.2008)

(Geneva)

n Tuvalu

no diplomatic mission to Austria

n Uganda

Chargé d’Affaires Mr. Julius Joshua KIVUNA, (13.12.2008)

(Berlin)

n Vanuatu

no diplomatic mission to Austria

n Zambia

Counsellor Ms. Mwitwa Irene MULONDA

(Berlin)

Society 2_2013 | 95


Botschafter

Österreich

Rot-Weiß-Rot in aller Welt

Österreichische bilaterale diplomatische Vertretungen im Ausland

Österreich pflegt diplomatische Beziehungen mit 194 Staaten

und hat Botschaften und Generalkonsulate in 80 Ländern.

SOCIETY präsentiert exklusiv alle LeiterInnen der im Ausland

befindlichen bilateralen österreichischen Vertretungen.

Ägypten

Ferdinand Maultaschl

Amtsbereich: Ägypten,

Sudan, Eritrea

Aserbaidschan

Sylvia Meier-Kajbic

Aserbaidschan, Georgien

Bosnien und Herzegowina

Martin Pammer

Bosnien und

Herzegowina

kairo-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/kairo

baku-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/baku

*)

sarajewo-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/sarajewo

Albanien

Thomas Schnöll

Albanien

tirana-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/tirana

Äthiopien

Gudrun Graf

Äthiopien, Dschibuti,

Kongo, Uganda,

Südsudan

addis-abeba-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

addisabeba

Brasilien

Marianne Feldmann

Brasilien, Suriname

brasilia-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/brasilia

Algerien

Aloisia Wörgetter

Algerien, Niger

algier-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/algier

Argentinien

Karin Proidl

Argentinien, Paraguay,

Uruguay

Armenien

buenos-aires-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

buenosaires

Alois Kraut

Sitz in Wien

www.aussenministerium.at/armenien

Australien

Helmut Böck

Australien, Fidschi,

Kiribati, Marshallinseln,

Mikronesien, Nauru,

Neuseeland, Papua-

Neuguinea, Salomonen,

Samoa, Tuvalu, Tonga,

Vanuatu

canberra-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/canberra

Belgien

Karl Schramek

Belgien

bruessel-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/bruessel

Bulgarien

Chile

China

Gerhard Reiweger

Bulgarien

sofia-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/sofia

Dorothea Auer

Chile

santiago-de-chile-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

santiagodechile

Irene Giner-Reichl

China, Mongolei

peking-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/peking

Fotos: Privat, BMEIA, Dolomiten (Italien Mailand), Katsuhiro Ichikawa (Japan)

96 | Society 2_2013


Botschafter

Österreich

China – Generalkonsulat

Hongkong

Claudia Reinprecht

since 28.03.2012

Frankreich

Ursula Plassnik

Frankreich, Monaco

Irland

Thomas Nader

Irland

hongkong-gk@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

hongkong

paris-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/paris

*)

dublin-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/dublin

China – Generalkonsulat

Shanghai

Silvia Neureiter

Frankreich – Generalkonsulat

Strassburg

Wolfgang Strohmayer

Israel

Franz Kuglitsch

Israel

shanghai-gk@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

shanghaigk

*)

strassburg-gk@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

strassburggk

tel-aviv-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/telaviv

Dänemark

Ernst-Peter Brezovszky

Dänemark, Island

Griechenland

Melitta Schubert

Griechenland

Italien

Christian Berlakovits

Italien

kopenhagen-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

kopenhagen

athen-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/athen

rom-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/rom

Deutschland

Nikolaus Marschik

Künftiger österreichischer

Botschafter in

Berlin.

berlin-ob@bmeia.gv.at

www.oesterreichische-botschaft.de

Heiliger Stuhl

Alfons Kloss

Heiliger Stuhl, Malteser

Ritterorden, San Marino

vatikan-ob@bmeia.gv.at

Italien – Generalkonsulat

Mailand

Sigrid Berka

mailand-gk@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

mailandgk

Deutschland – Generalkonsulat

München

Helmut Koller

*)

muenchen-gk@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

muenchen

Indien

Bernhard Wrabetz

Bangladesch, Bhutan, Indien,

Malediven, Nepal,

Sri Lanka

new-delhi-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/newdelhi

Japan

Bernhard Zimburg

Japan

tokio-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/tokio

Estland

Renate Kobler

Estland

Indonesien

Andreas Karabaczek

Indonesien, Singapur,

Timor-Leste

Jordanien

Astrid Harz

Jordanien, Irak

tallinn-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/tallinn

jakarta-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/jakarta

amman-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/amman

Finnland

Elisabeth Kehrer

Finnland

Iran

Friedrich Stift

Iran

Kanada

Arno Riedel

Jamaika, Kanada

helsinki-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/helsinkit

teheran-ob@bmeia.gv.at

www.bmeia.gv.at/teheran

ottawa-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/ottawa

Society 2_2013 | 97


Botschafter

Österreich

Kasachstan

Wolfgang Banyai

Kasachstan, Kirgisistan,

Tadschikistan,

Turkmenistan

astana-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/astana

Kuwait

Ulrich Frank

Bahrain, Kuwait

kuwait-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/kuwait

Malaysia

Christophe Ceska

Brunei Darussalam,

Malaysia

kuala-lumpur-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

kualalumpur

Katar

Roland Hauser

Katar

Lettland

Stefan Pehringer

Lettland

Malta

Petra Schneebauer

Malta

*)

doha-ob@bmeia.gv.at

riga-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/riga

valletta-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/valletta

Kenia

Christian Ebner

Burundi, Komoren,

Kongo - Demokratische

Republik, Ruanda, Seychellen,

Tansania - Vereinigte

Republik, Somalia,

*)

Sambia, Malawi, Kenia

nairobi-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/nairobi

Korea - Republik

Elisabeth Bertagnoli

Korea - Republik, Korea -

Demokratische Volksrepublik

*)

Kosovo

Kroatien

seoul-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/seoul

Johann Brieger

Kosovo

pristina-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/pristina

Andrea Ikic-Böhm

Kroatien

Libanon

Libyen

Ursula Fahringer

Libanon

beirut-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/beirut

Franz Hörlberger

Libyen

tripolis-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/tripolis

Liechtenstein

Arthur Winkler-

Hermaden

Litauen

Johann Spitzer

Litauen

Marokko

Wolfgang Angerholzer

Marokko, Mauretanien

rabat-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/rabat

Mazedonien

Thomas Michael Baier

Mazedonien

Mexiko

skopje-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/skopje

Eva Hager

Mexiko, Belize, Costa

Rica, El Salvador,

Guatemala, Honduras,

Nicaragua, Panama

mexiko-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/mexiko

Montenegro

Johann Fröhlich

Montenegro

Kuba

agram-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/agram

Andreas Rendl

Kuba

havanna-ob@bmeia.gv.at

*)

*)

wilna-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/wilnat

Luxemburg

Thomas Oberreiter

Luxemburg

luxemburg-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

luxemburgp

podgorica-ob@bmeia.gv.at

Niederlande

Werner Druml

Niederlande

den-haag-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/denhaag

98 | Society 2_2013


Botschafter

Österreich

Nigeria

Joachim Öppinger

Nigeria, Äquatorialguinea,

Kamerun, Gabun,

Tschad, Zentralafrikanische

Republik, São Tomé

und Príncipe, Benin,

Togo, Ghana

abuja-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/abuja

Norwegen

Thomas

Wunderbaldinger

Norwegen

Pakistan

Peru

oslo-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/oslo

Axel Wech

Pakistan, Afghanistan

islamabad-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

islamabadd

Andreas Melan

Peru, Bolivien,

Kolumbien, Ecuador

lima-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/lima

Philippinen

Josef Müllner

Palau, Philippinen

Rumänien

Michael Schwarzinger

Rumänien, Moldau

bukarest-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/bukarest

Russische Föderation

Margot Klestil-Löffler

Russische Föderation,

Belarus

moskau-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/moskau

Saudi Arabien

Gregor Kössler

Saudi Arabien, Oman,

Jemen

Schweden

Schweiz

riyadh-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/riyadh

Arthur Winkler-

Hermaden

Schweden

stockholm-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

stockholm

Jürgen Meindl

Schweiz

Slowakei

*)

Markus Wuketich

Slowakei

pressburg-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/pressburg

Slowenien

Clemens Koja

Slowenien

Spanien

laibach-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/laibach

Peter Huber

Andorra, Spanien

madrid-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/madrid

Südafrika

Brigitte Öppinger-

Walchshofer

Angola, Botsuana,

Lesotho, Madagaskar,

Mauritius, Mosambik,

Namibia, Simbabwe,

Südafrika, Swasiland

pretoria-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/pretoria

Syrien

Isabel Rauscher

Syrien

Fotos: Privat, BMEIA

Polen

Portugal

manila-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/manila

Thomas Buchsbaum

Polen

warschau-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/warschau

Thomas Stelzer

Portugal, Kap Verde

lissabon-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/lissabon

Senegal

Serbien

bern-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/bern

Gerhard Deiss

Senegal, Gambia, Guinea,

Guinea-Bissau, Mali, Burkina

Faso, Côte d'Ivoire,

Liberia, Sierra Leone

dakar-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/dakar

Johannes Eigner

Serbien

belgrad-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/belgrad

Thailand

damaskus-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/damaskus

Enno Drofenik

Kambodscha, Laos ,

Myanmar, Thailand

bangkok-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/bangkok

Tschechische Republik

Ferdinand

Trauttmansdorff

Tschechische Republik

prag-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/prag

Society 2_2013 | 99


Botschafter

Österreich

Tunesien

Gerhard Weinberger

Tunesien

Vincent und die Grenadinen, Trinidad

und Tobago

caracas-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/caracas

Zypern

Karl Müller

Zypern

Türkei

tunis-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/tunis

Klaus Wölfer

Türkei

Vereinigte Arabische

Emirate

Peter Elsner-Mackay

Vereinigte Arabische

Emirate

*)

abu-dhabi-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/abudhabi

*)

nicosia-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/nikosia

*) Nota bene: Manche Fotos waren bei

Drucklegung nicht zur Verfügung.

ankara-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/ankara

Türkei – Generalkonsulat

Istanbul

Christine Wendl

Vereinigte Staaten

von Amerika

Hans Peter Manz

Bahamas,

Vereinigte Staaten

*)

Ukraine

Ungarn

istanbul-gk@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

istanbulgk

Wolf-Dietrich Heim

Ukraine

kiew-ob@bmeia.gv.at

www.bmeia.gv.at/kiew

Ralph Scheide

Künftiger österreichischer

Botschafter in

Budapest.

washington-ob@bmeia.gv.at

Vereinigte Staaten von

Amerika – Generalkonsulat

New York

Georg Heindl

New York, Bermudas

new-york-gk@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

newyorkgk

Vereinigte Staaten von

Amerika – Generalkonsulat

Los Angeles

Ulrike Ritzinger

los-angeles-gk@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

losangeles

*)

budapest-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/budapest

Usbekistan

Alois Kraut

mit Sitz in Wien

zentralasien-suedkaukasien@

bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

usbekistan

Venezuela

Gerhard Mayer

Venezuela, Antigua

und Barbuda, Barbados,

Dominica, Dominikanische

Republik, Grenada,

Guyana, Haiti, St. Kitts

und Nevis, St. Lucia, St.

Vereinigtes Königreich

Emil Brix

Großbritannien und

Nordirland, Kanalinseln,

Isle of Man

Vietnam

london-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/londons

Thomas Loidl

Vietnam

hanoi-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/hanoi

Fotos: Privat, BMEIA

100 | Society 2_2013


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Diplomatie

EVENTs

Event-highlights der Diplomatie

Thailand: Pressekonferenz

Bereits seit sechzig Jahren bestehen diplomatische Beziehungen

zwischen Thailand und Österreich. Anlässlich dieses

Jubiläums wurde das Programm des Thaifestivals 2013 von

Botschafterin I.K.H. Prinzessin Bajrakitiyabha in der thailändischen

Residenz präsentiert.

Botschafterin I.K.H. Prinzessin

Bajrakitiyabha Mahidol

S.E. Hubert Wurth

und Francisca Wurth

Luxemburg: Nationalfeiertag

S

.E. Botschafter Hubert Wurth und Gattin Francisca Wurth

luden zum Nationalfeiertagsempfang des Großherzogtums

Luxemburg in den Garten der Botschaft in Wien-Währing.

Großbritannien: Geburtstag von

Queen Elizabeth II

I

.E. Botschafterin Susan le Jeune d‘Allegeershecque mit Gatte

Stéphane und der Delegationschef Großbritanniens bei der

OSZE Dominic Schroeder mit Gattin Susan luden zu einem

Empfang in die britische Botschaft.

Donna Eacho, S.E.

William Eacho,

S.E. Susan le Jeune

d’Allegeershecque

Frankreich: Nationalfeiertag

Empfang mit anschließendem

Cocktail

in der französischen

Botschaft am Schwarzenbergplatz.

S.E. Stephane

Gompertz

S.E. Makram Queisi und Gattin Luna Queisi

Jordanien: Nationalfeiertag

Empfang der Botschaft

von Jordanien im Crystal

Ballroom des The Ritz-

Carlton am Schubertring in

Wien.

102 | Society 2_2013


Diplomatie

EVENTs

Russische Föderation:

Nationalfeiertag

Einen Einblick in die russische Kultur zeigten die Vertreter

der Russischen Föderation beim Empfang anlässlich des Nationalfeiertages.

CTBTO Exekutivsekretär

Lassina Zerbo, Präsident

Blaise Compaoré

CTBTO: Gala in der Hofburg

Ein Gala-Dinner mit der feierlichen Übergabe der Funktion

des Exekutivsekretärs der CTBTO Prep Com von Tibor Tóth

an Lassina Zerbo wurde zu Ehren des Präsidenten von Burkina

Faso, S.E. Blaise Compaoré, gegeben.

S.E. Sergej

Netschajew

(Mitte)

Aserbaidschan: Tag der Streitkräfte

S

.E. Botschafter Galib Israfilov und Militärattaché Kamin

Guliyev luden zu einem Empfang am Tag der Streitkräfte.

Fotos: SOCIETY/Schiffl, SOCIETY/Prokofieff, Michael Stopka/Britische Botschaft, SOCIETY/Preiss

S.E. Surapong Tovichakchaikul, I.K.H. Bajrakitiyabha Mahidol, Dr. Johannes Kyrle

Thailand: Festivaleröffnung

I

.K.H.Prinzessin Bajrakitiyabha Mahidol eröffnete gemeinsam

mit Dr. Johannes Kyrle (BMEIA) und dem thailändischen Außenminister

S.E. Surapong Tovichakchaikul das Thaifestival auf

der Kaiserwiese im Wiener Prater.

Die Receiving Line mit dem

Botschafter (links im Bild)

Belarus: Unabhängigkeitstag

S

.E. Botschafter Valery Voronetsky lud mit Gattin Zhanna ins

Hotel Hilton Danube zu einem Mittagsempfang.

Die Receiving Line mit dem

Botschafter (rechts im Bild)

Society 2_2013 | 103


Diplomatie

EVENTs

Gruppenbild mit Außenminister

Michael Spindelegger

BMEIA:

Diplomatensommerausflug

Ausflug des Außenministeriums für die Leiter der diplomatischen

Missionen. Am Programm standen Führungen in

Carnuntum und Schloss Hof mit einer Schiffsrundfahrt entlang

des Nationalparks Donau-Auen.

S.E. Ramachandran Swaminathan (links)

mit Gästen in der Receiving Line

Indien: Nationalfeiertag

en 66. Nationalfeiertag Indiens feierte S.E. Botschafter

D Ramachandran Swaminathan im Garten der Residenz in

Wien-Währing.

Die Receiving Line

Türkei: Tag des Sieges

I

.E.Botschafterin I.E. Ayse Sezgin und Militärattaché und Oberstleutnant

Ahmet Cevikbas luden anlässlich des 91. Jahrestages

„Tag des Sieges“ in die türkische Botschaft in Wien-Wieden.

Die Receiving Line mit dem

Botschafter (rechts im Bild)

Indonesien: Nationalfeiertag

Mit traditionellem Tanz und Musik feierten Botschafter S.E.

Rachmat Budiman und Frau Riet Rietany den 68. Nationalfeiertag

von Indonesien im Garten der Botschaft.

Traditioneller Tanz

Fotos: SSOCIETY/Schiffl, SOCIETY/Preiss, Mahmoud Ashraf/BMEIA, SOCIETY/Prochnow, SOCIETY/Pobaschnig, SOCIETY/Pobaschnig

104 | Society 2_2013


Diplomatie

EVENTs

China: Jahrestag der Volksbefreiungsarmee

Großoberst CHEN Haoping lud zum 86. Jahrestag der Volksbefreiungsarmee

in die Botschaft der VR China.

S.E. William Eacho und Donna Eacho

Großoberst CHEN Haoping

und Botschafter ZHAO Bin

USA: Unabhängigkeitstag

Gleichzeitig mit dem Empfang wurden 175 Jahre diplomatische

Beziehungen zwischen Österreich und den USA mit

einer Ausstellung geehrt.

Marokko: Fête du Trône

S.E. Ali El Mhamdi und Gattin mit

seinen Gästen in der Receiving Line

S

.E. Botschafter Ali El Mhamdi und Gattin luden zum Thronfest

S.M. König Mohammed VI. von Marokko. Der Empfang

fand im Radisson Blu Palais Hotel in Wien statt.

Malaysia: Nationalfeiertag

Mit Torte und asiatischen Speisen feierten S.E. Dato‘ Muhammad

Shahrul Ikram Yakoob und seine Gattin Datin

Izdina Izaidin den 56. Nationalfeiertag von Malaysia und ihren

Abschied aus Wien.

BMEIA: Botschafterkonferenz

Das Außenministerium lud zur Botschafterkonferenz für die

Leiter der österreichischen Dienststellen mit einem Empfang

im Marmorsaal. Staatssekretär Dr. Reinhold Lopatka hielt

die Eröffnungsrede.

Staatssekretär Dr. Reinhold Lopatka

S.E. Dato‘ Muhammed

Shahrul

Ikram Yakoob

und seine Gattin

Datin Izdina

Izaidinj

Society 2_2013 | 105


Diplomatie

EVENTs

Brasilien: Unabhängigkeitstag

S

.E. Botschafter Evandro Didonet und der Ständige Vertreter Brasiliens bei der IAEO

und CTBTO Laércio Antonio Vinhas luden zum Nationalfeiertagsempfang in die

Botschaft.

S.E. Thiep Nguyen

Vietnam:

Nationalfeiertag

Laércio Antonio Vinhas,

S.E. Evandro Didonet

S

.E. Botschafter Thiep Nguyen und dessen

Gattin luden zum Nationalfeiertagsempfang

in die Botschaft ein.

Ukraine: Nationalfeiertag

S

.E. Botschafter Andrii Bereznyi und S.E. Ihor Prokopchuk

luden zu einem Empfang in die Räumlichkeiten des Kursalon

Wien.

S.E. Andrii Bereznyi und S.E.

Ihor Prokopchuk

USA: 175 Jahre diplomatische

Beziehungen

Die

Wanderausstellung

„175 Years of

U.S.-Austrian Diplomatic

Relations 1838-2013“ im

Heeresgeschichtlichen

Museum befasste sich mit

den diplomatischen Beziehungen

zwischen den

USA und Österreich.

Dr. Christian Ortner (Direktor HGM),

Mag. Scott Ogledzinski (US-Botschaft)

Armenien: Nationalfeiertag

Den 22. Nationalfeiertag zelebrierten S.E. Botschafter Arman

Kirakossian und Susanna Nazaryan gemeinsam mit Gästen

aus der internationalen Diplomatie in den ehrenwerten Börsensälen

in Wien.

Die Receiving Line

Fotos: SOCIETY/Pobaschnig, SOCIETY/Schiffl, SOCIETY/Prochnow, SOCIETY/Svirak

106 | Society 2_2013


Diplomatie

EVENTs

Receiving Line

Slowakei: Nationalfeiertag

S

.E. Botschafter Juraj Machac lud zum Nationalfeiertagsempfang

mit Modenschau in die Hietzinger Residenz.

Die Protagonisten der neu gegründeten

Usbekisch-Österreichischen Gesellschaft

Usbekistan: Konferenz

Modenschau

Von der Seidenstaße zur Kärnterstraße, diese Verbindung

will die im Juni gegründete Usbekisch-Österreichische Gesellschaft

fördern und ausbauen. In einer Konferenz im Hilton

Plaza präsentierten S.E. Botschafter Ravshanbek Duschanov

und Alexander Ristic neue Perspektiven für einen gemeinsamen

Weg.

Mexiko:

Unabhängigkeitstag

Der neu akkreditierte Botschafter

von Mexiko in

Wien, S.E. Luis Alfonso de Alba,

lud zum traditionell bunten

Nationalfeiertagsempfang Mexikos

mit original mexikanischem

Mariachi-Ensemble und

jeder Menge Stimmung.

S.E. Luis Alfonso

mit seiner Gattin

Original

Mariachi-

Ensemble

HK Wilhelm Rieder mit Gattin Christine, S.E. Prof.

Gjorgji Filipov mit Gattin Liljana

Mazedonien:

Nationalfeiertag

S.E. Prof. Gjorgji Filipov

Im Hotel de France am Schottenring

fand der Empfang anlässlich

des Nationalfeiertages der Republik

Mazedonien statt.

Society 2_2013 | 107


Diplomatie

EVENTs

KAICIID: Global Forum

Türkei: Nationalfeiertag

Die Receiving Line

I

.E. Botschafterin Ayse Sezgin lud zum Empfang anlässlich des

90. Jahrestages der Ausrufung der Republik Türkei.

Das von dem in Wien ansässigen KAICIID Dialogzentrum

organisierte Global Forum „The Image of the Other / „Das

Bild des Anderen“ in der interreligiösen und interkulturellen

Erziehung schloss mit der Bekanntgabe von Kooperationsabkommen

zwischen KAICIID und verschiedenen internationalen

Partnern wie der Afrikanischen Union, der Islamischen Organisation

für Bildung, Wissenschaft und Kultur (ISESCO), der

World Scouts Foundation und der UNESCO.

Belgien: Königstag

Zum Königstag von Belgien gaben sich S.E. Botschafter Frank

Recker und Gattin Anna die Ehre zu einem Empfang in die

belgische Residenz zu laden.

S.E.Frank Recker und

Gattin Anna Recker

Kosovo: Verabschiedung

Seit 2009 war S.E. Botschafter Sabri Kiqmari in Österreich

als Vertreter des Kosovo tätig. Nun erwarten ihn andere

Aufgaben, weswegen er mit seiner Gattin zu einem Abschiedsempfang

in die Botschaft von Kosovo lud.

Receiving Line mit S.E. Botschafter Edgars Skuja (2. von rechts)

S.E. Sabri

Kiqmari mit

seiner Gattin

Lettland: Nationalfeiertag

Zum 95. Jahrestag der Republik Lettland luden S.E. Botschafter

Edgars Skuja und Gattin Sandra Skuja zu einem Empfang

in den Festsaal der Technischen Universität Wien.

108 | Society 2_2013


Diplomatie

EVENTs

Algerien: Nationalfeiertag

S

.E. Botschafter Mohamed Benhocine lud zu einem Empfang

in die Residenz.

Dr. Balázs Csuday,

S.E. Vince Szalay-

Bobrovniczky,

Dr. Miklós Boros

Ungarn: Nationalfeiertag

S.E. Mohamed

Benhocine mit

seiner Gattin

S

.E. Botschafter Vince Szalay-Bobrovniczky, die Ständigen

Vertreter Dr. Balázs Csuday (UN) und Dr. Miklós Boros (OSZE)

luden zu einem Empfang in die Ungarische Botschaft.

Südkorea: Nationalfeiertag

S

.E. Botschafter Cho

Hyun und Gattin

luden zum Nationalfeiertagsempfang

von

Südkorea in das mondäne

Ambiente des

Weltmuseum Wien am

Heldenplatz.

Fotos: SOCIETY/Prochnow, SOCIETY/Pobaschnig, SOCIETY/Svirak, KAICIID,

Die Receiving Line mit S.E.

Alberto Carnero (im Bild rechts)

Spanien: Nationalfeiertag

Der neue Botschafter von Spanien, S.E. Alberto Carnero, lud

zum Nationalfeiertagsempfang in die Botschaft.

Anschnitt der Nationalfeiertagstorte

Koreanische Tracht

S.E. CHO Hyun mit seiner

Gattin und Vizebotschafter See

Jeong CHANG mit seiner Gattin

Society 2_2013 | 109


Diplomatie

EVENTs

Tschechische Republik: Nationalfeiertag

Chargé d’Affaires Dr. Ivana Cervenková und der Ständige Vertreter bei den UN

Dr. Vladimír Galuska luden zum Nationalfeiertagsempfang in die Botschaft.

Helga Kinsky, S.E.

Detlev Rünger

Gut gelaunte Gäste

Dr. Ivana Cervenková (r.)

Libanon: Nationalfeiertag

S

.E. Botschafter

Ishaya El Khoury

lud zum Nationalfeiertagsempfang

in

die Villa Reinheimer

im Wiener Cottage

Viertel.

S.E. Ishaya El Khoury mit

seiner Gattin

Sri Lanka: Dinner

Deutschland:

Ehrung für Helga

Kinsky

An Helga Kinsky, die als jüdisches

Mädchen im KZ Theresienstadt ein

Tagebuch führte, wurde in der deutschen

Botschaft das Verdienstkreuz am Bande

des Verdienstordens der BR Deutschland

verliehen.

Der

srilankische

Botschafter S.E.

Azeez lud zum

Dinner zu Ehren

von Industrieminister

Rishad

Bathiudeen, der

zu einem offiziellen

Besuch in

Wien weilte.

S.E. Aliyar Azeez, Minister

Rishad Bathiudeen

Malteser Ritterorden: 900 Jahre

S

.E. Günther Granser und S.E. Max Turnauer luden zur Feier

von 900 Jahren Unabhängigkeit des Malteserordens.

Zu Gast: Staatssekretär Sebastian

Kurz und Christoph Leitl (WKO-

Präsident)

Fotos: SOCIETY/Pobaschnig, SOCIETY/Prochnow, Deutsche Botschaft in Wien, Botschaft von Sri Lanka, Deutsche Botschaft in Wien

110 | Society 2_2013


Mitglieder des Chores der Wiener

Staatsoper präsentierten

das musikalische Programm

Diplomatie

EVENTs

Deutschland: Tag der Deutschen

Einheit

Zum Tag der Deutschen Einheit luden S.E. Botschafter Detlev

Rünger und der Hessische Minister für Wirtschaft, Verkehr

und Landesentwicklung Florian Rentsch zum Empfang in das

Wiener Palais Liechtenstein.

Die Receiving Line

China: Nationalfeiertag

64 Jahre Volksrepublik

China

feierten S.E. Botschafter

Zhao Bin

und Gattin mit einem

Empfang im

Hotel Savoyen.

Minister Florian Rentsch, BM

Dr. Reinhold Mitterlehner,

S.E. Detlev Rünger

Die Festtagstorte

Marco Mercuri: Jahresempfang

Cavaliere Marco Mercuri, der für diplomatische Dienste und

Protokoll im freiheitlichen Parlamentsklub zuständig ist,

feierte seinen Geburtstag. Aus diesem Anlass wurden Diplomaten

und Militärs sowie Mitglieder des Nationalrats und Freunde

des österreichischen Bundesheers zu einem Jahresempfang

ins Hohe Haus eingeladen.

S.E. Konrad Scharinger (UN

Deutschland), Helga Welser-

Lagler, S.E. Rafael Grossi, Senator

Walter Gerbautz (ÖAG)

Cavaliere Marco Mercuri (2.

von links) mit Gästen

Argentinien:

Empfang

Der neue argentinische Botschafter

S.E. Rafael Mariano

Grossi und Botschaftsrätin Cinthia

Achavarria Grossi luden aus

Anlass der Überreichung des Beglaubigungsschreibens

an den

Bundespräsidenten in die Argentinische

Residenz ein.

Cinthia Grossi und

S.E. Rafael Grossi

Society 2_2013 | 111


diplomatie

pan

Generalmajor Heinrich Winkelmayer

Militärischer Festakt im Inneren

Burghof in Wien

Ein Beitrag für den

Frieden

PaN-Präsident Dr. Oskar Wawra

Eine zukunftsträchtige Partnerschaft wurde kürzlich

begründet: Das Streitkräftekommando beschloss

eine Partnerschaft mit dem Dachverband aller österreichisch-ausländischen

Gesellschaften – PaN.

Text: PaN

Vertreter vom Streitkräftekommando

und Dachverband - PaN

PaN-Präsident Dr. Oskar Wawra und

Generalleutnant Mag. Franz Reißner

Kontakt

dachverband

pan

Dachverband aller österreichisch-ausländischen

Gesellschaften

www.dachverband-pan.org

Der Dachverband aller österreichisch-ausländischen

Gesellschaften

– Partner aller

Nationen (PaN) und das Streitkräfteführungskommando

des

Österreichischen Bundesheeres

schlossen eine Partnerschaft. Im Rahmen eines

militärischen Festaktes im Inneren Burghof

unterzeichneten der PaN-Präsident Dr. Oskar

Wawra und der Kommandant der Streitkräfte,

Generalleutnant Mag. Franz Reißner, das Kooperationsabkommen.

Zahlreiche Festgäste aus Politik,

Wirtschaft, Verwaltung und Militär sowie

VertreterInnen der bilateralen Freundschaftsgesellschaften

wohnten dieser Veranstaltung in der

Wiener Innenstadt bei.


Kooperationen des Bundesheeres

Auslandseinsätze gewinnen für das Österreichische

Bundesheer immer mehr an Bedeutung.

Das Streitkräfteführungskommando schafft die

Rahmenbedingungen für solche Einsätze wie z.B.

bei humanitären Hilfseinsätzen, bei der Katastrophenhilfe

oder bei friedensunterstützenden Operationen.

Seit dem Jahr 1969 geht das Bundesheer

Partnerschaften mit Unternehmen und Institutionen

ein. Die Kooperationen sollen helfen, die

gesellschaftliche Verankerung und Akzeptanz der

Streitkräfte in der Bevölkerung weiter zu stärken.

Für friedenserhaltende Maßnahmen im Rahmen

des „Comprehensive Approach“ – also eines umfassenden

Lösungsansatzes – ist eine Zusammenarbeit

mit zivilen Partnern, die sich dem Prinzip

der vorurteilsfreien Völkerfreundschaft und der

friedliche Koexistenz verpflichtet fühlen, eine

wertvolle Bereicherung. „Da eine Aufgabe der

Streitkräfte die Teilnahme an multinationalen

friedensunterstützenden Missionen darstellt,

ergänzen sich PaN und das Streitkräfteführungskommando

in einer Partnerschaft ideal”, so Generalleutnant

Reißner.


Interkulturelles Know-how

PaN-Präsident Dr. Oskar Wawra betonte in

seiner Ansprache die Bedeutung der bilateralen

Freundschaftsgesellschaft in der Zweiten Republik

beim Aufbau von Vertrauen zwischen den Nationen.

Die PaN-Mitglieder verfügen über ein reichhaltiges

interkulturelles Know-how und arbeiten

als stille Diplomaten. „Wir leisten einen Beitrag

für den Frieden und setzen uns gegen Ausgrenzung

ein. Für beide Kooperationspartner ergeben

sich so gemeinsame Aktivitäten und Synergien“,

so Wawra abschließend.


Fotos: Harald G. M. Minich

112 | Society 2_2013


„Der Wiener“ von der

Pariser Polizei

Jede Geschichte hat einen Anfang, einen Verlauf

und ein Ende – oder auch nicht. Dabei kann sich

alles ganz unterschiedlich gestalten, von erfreulich

bis zur Katastrophe.

Diplomatie

porträt

Bundespräsident Dr. Heinz Fischer und

Olivier Boulenguez

Text: Hermann Kroiher

Beim Wiener Polizeiball,

mit Hermann Kroiher

(ganz rechts)

Der Beginn einer Freundschaft zwischen

Olivier Boulenguez, ehemals

ranghoher Beamter des französischen

Innenministeriums und der

Polizei in Paris und dem Autor des

Artikels war zumindest problematisch.

Es war das Jahr 1986 und die „Causa Waldheim“

kam ins Rollen. Damit ergaben sich auch

Probleme für österreichische Auslandsvertretungen,

so auch für das Büro der Österreich Werbung

in Paris, dessen stellvertretender Direktor ich zu

dieser Zeit war. Ich bekam einen Anruf vom französischen

Innenministerium, und es wurde ein

kurzfristiger Gesprächstermin mit einem Vertreter

der Polizei in meinem Büro vereinbart. Zu mir

kam dann Herr Divisionär Olivier Boulenguez,

der mir erklärte, man wisse um die Probleme Bescheid

und seitens der französischen Polizei müssten

Schutzmaßnahmen ergriffen werden, da die

Österreich Werbung auch eine Vertretung der Republik

Österreich sei. So war es eben.

Die nächste Gesprächsrunde über weitere Veranlassungen

fand in der Nähe der Préfecture de Police

bei der Notre Dame statt, unterschiedliche Auffassungen

gab es nicht und wir verstanden uns mittler-

weile auch privat sehr gut. Das war der Beginn einer

Freundschaft, die nun bald fast dreißig Jahre dauert.

Vier Jahre später wurde ich als Chef der Österreich

Werbung nach Stockholm versetzt, wo ich

zwölf Jahre bleiben sollte, doch der Kontakt zu Paris

und den Freunden riss nie ab. Immer wenn ich

nach Paris kam, sagte mir Olivier: „Melde dich im

voraus, denn ich komme sowieso drauf, wenn du

da bist…“ Oft habe ich ihn nach Schweden eingeladen,

doch es ging sich leider nie aus.

Als ich im Jahr 2003 nach 27 Auslandsjahren

nach Österreich zurückging und in Eigenregie

meine berufliche Tätigkeit weiterführte, wurde

natürlich Wien als Besuchsstadt vorgeschlagen.

Und er kam auch bald und fand Gefallen an der

Stadt, den Menschen und allem, was sich so abspielte.

Kontakte zu Amtskollegen und Institutionen

waren schnell hergestellt, so auch zu einem

ehemaligen Schulfreund von mir, dem jetzigen

Landespolizeidirektor von Niederösterreich, Hofrat

Dr. Franz Prucher, der seinerseits nun ein großer

Paris-Fan ist. Das war auch der Beginn einer

intensiven Zusammenarbeit und gegenseitigen

Besuchen der IPA – der „Internationalen Polizei

Vereinigung“ in Wien und Paris, deren Höhepunkt

im September 2013 die Unterzeichnung eines Kooperationsabkommens

in der österreichischen

Botschaft in Paris war. Die treibende gemeinsame

Kraft dahinter waren Olivier Boulenguez und der

Präsident der IPA Wien, Herbert Stammer.

Mittlerweile ist Wien schon längst zur „zweiten

Heimat“ von Olivier Boulenguez geworden, wie er

selber sagt. Zumindest viermal im Jahr besucht er

seine Stadt und bei der Pariser Polizei wird er bereits

„der Wiener“ genannt. An Bekanntheit und

Freundschaften in Wien mangelt es ihm nicht,

er gehört hier quasi schon zum Erscheinungsbild.

Die Verständigung ist auch kein Problem, er

spricht ausgezeichnet Deutsch, war er doch nach

dem Jusstudium als Soldat in Neustadt an der

Weinstraße in Deutschland stationiert.

An Plänen und Ideen für die Zukunft fehlt es

nicht. Aber zwei Städte stehen immer im Mittelpunkt

des Geschehens – und das sind nun

einmal Paris und Wien.


Olivier Boulenguez und Wiens

Landespolizeivizepräsident Karl

Mahrer

curriculum

vitae

livier Boulenguez

ist in Versailles

Ogeboren. Er studierte

Rechtswissenschaften an

der Universität in Lille. Nach

dem Studium war er als

Soldat in Neustadt an der

Weinstraße in Deutschland

stationiert. 1976 trat er in

die französische Polizei ein.

Er arbeitete zuletzt in der

Abteilung für internationale

Angelegenheiten der Polizei

in Paris und ging 2007 als

Commandate de Police in

Pension. Er ist Vizepräsident

der International Police

Association (IPA).

Society 2_2013 | 113


Diplomatie

ÖGAVN

Internationaler

Club der ÖGAVN

Mitgliedschaft

Im „Internationalen Club“ der Österreichischen

Gesellschaft für Außenpolitik und die Vereinten

Nationen (ÖGAVN) wird wöchentlich über gesellschaflich,

politisch und wirtschaftlich relevante

Themen referiert.

Text: ÖGAVN

Seit 1945

Alle Personen, die am

internationalen Geschehen

interessiert sind und zur

Stärkung der Vereinten

Nationen beitragen wollen,

können ordentliche Mitglieder

der Österreichischen

Gesellschaft für Außenpolitik

und die Vereinten

Nationen (ÖGAVN) werden.

Daneben sind Unternehmen

und andere Institutionen

eingeladen, als unterstützende

Mitglieder beizutreten.

Wenn Sie Interesse an

einer Mitgliedschaft haben,

wenden Sie sich bitte an:

Österreichische Gesellschaft

für Außenpolitik und

die Vereinten Nationen

(ÖGAVN)

Hofburg/Stallburg, Reitschulgasse

2/2. OG, A-1010

Wien

Tel. +43-(0)1-535 46 27

E-Mail: office@oegavn.org,

www.oegavn.org

Magazin Society

Mag. Gertrud Tauchhammer

hat mit dem Magazin

SOCIETY als offizielles

Organ schon seit 1995

fungiert und übt seitdem

mit verschiedensten Aktivitäten

den Brückenschlag

zwischen Österreich und

den Vereinten Nationen aus.

Auf Vorschlag von Altbundeskanzler

Dr. Wolfgang

Schüssel wird die Kooperation

zwischen dem Magazin

SOCIETY und der ÖGAVN

fortgesetzt. SOCIETY ist zu

hundert Prozent im Eigentum

der Tauchhammer KG/

Mag. Gertrud Tauchhammer.

Im Oktober war u.a. die Außenministerin von

Georgien Dr. Maia Panjikidze zu Gast. Sie

gab, übrigens in perfektem Deutsch, einen

Überblick zu den aktuellen politischen Themen

des Landes. Der außenpolitische Kurs

Georgiens gehe tendenziell in Richtung EU- und

NATO-Annäherung und der Umsetzung des Assoziierungsabkommens

mit der EU. Die Mitgliedschaft

in der NATO bleibe eines der Fernziele. Die

Menschenrechtslage in Georgien habe sich laut

einem Bericht des ehemaligen Menschenrechtskommissars

der EU, Thomas Hammarberg, in den

letzten Jahren enorm verbessert.


Anfang November präsentierte Dr. Judith Knieper

eine der weniger bekannten UNO-Institutionen

in Wien, die United Nations Commission on International

Trade Law (UNCITRAL). Diese ist auf dem

Gebiet des internationalen Handelsrechts die wichtigste

Institution der Vereinten Nationen. Der zunehmende

Welthandel und die unterschiedlichen

Regelwerke der Staaten begründeten die dringende

Notwendigkeit Gemeinsamkeiten für das internationale

Handelsrecht zu schaffen. UNCITRAL wurde

1966 auf Antrag von Ungarn gegründet und von der

Generalversammlung mit dem Mandat, der Harmonisierung

und Modernisierung des internationalen

Handelsrechts versehen. Ihre Arbeit besteht

daher darin, Handelsabkommen, Modellgesetze,

allgemeine Klauseln und Ratgeber für Gesetzgeber

aufzustellen. Mitgliedstaaten können diese flexibel

ratifizieren oder anwenden.

Die georgische

Außenministein

in der Stallburg


Die ehemalige Außenministerin und jetzige

Parlamentarierin von Griechenland, Dora Bakoyannis,

eine der beliebtesten Politikerinnen

des Landes, informierte die österreichische Öffentlichkeit

im November im Rahmen ihres Vortrags

vor der ÖGAVN in der Stallburg der Wiener

Hofburg über die Fortschritte bei den Reformen

Griechenlands zur Sanierung der Wirtschaft und

der Verwaltung des Staates. Es seien drastische

Einsparungen vorgenommen worden, die auch

von der Bevölkerung von Griechenland einiges

abverlangen. So ist leider auch etwa die Zahl

der Menschen, die auf öffentliche und karitative

Ausspeisungen angewiesen sind, stark gestiegen.

Griechenland ist für die internationale und europäische

Hilfe natürlich außerordentlich dankbar,

selbst wenn die Bedingungen sehr hart sind und

zum Teil überdacht werden sollten. •

114 | Society 2_2013

Judith Knieper mit ÖGAVN-Vorstandsmitglied

Axel Wüstenhagen

Dora Bakoyannis und ÖGAVN-

Präsident Altbundeskanzler Schüssel


Diplomatie

Welcome to Austria

Fotos: BMEIA/Mahmoud, Privat

Highlights of WA

This autumn WA held its annual general assembly

in which Honorary Vice President Gabrielle Schallenberg

was decorated for her effort and engagement.

The Board of Welcome

To Austria. Gabrielle

Schallenberg presents her

decoration.

Welcome to Austria” is an international

platform with

the purpose of introducing

foreign diplomats and international

civil servants to

Austrian history and culture past and present.


Historical Weekend Tour

One of the highlights of the past trimester was

an overnight trip to the Czech Republic with visits

to Brno and castle Namiest. This excursion offered

insights into different architectural styles and historical

attractions – the beautiful city of Brno and

the functionalist architecture of Villa Tugendhat

by Mies van der Rohe. The evening was spent in historical

castle Namiest where Countess Dr. Hanna

Haugwitz-El Kalak received “WA” for a concert in

the castle’s world-famous library with music by

Claudio Monteverdi performed by a Czech baroque

ensemble, choir and soloists.


Special guided tours

“WA” offers its members special invitations to

art seminars and shows normally not accessible to

people outside the Association. This autumn “WA”

had the chance to enjoy a special preview of the

exhibition “Lucian Freud” at the KHM, explained

by its curator, Jasper Sharp.

Other events included a visit to the highly renowned

Institute of Science and Technology Aus-

tria (IST) in Maria Gugging. And a walking tour,

“Exploring the Gumpendorfer Strasse”, was dedicated

to one of Vienna’s most picturesque coffee

houses, Café Sperl, and an intriguing blend of

shops, boutiques, businesses and architecture in

the sixth district of Vienna.


General Assembly

In the 16th general assembly of “WA” two new

board members were introduced, i. e. art historian

Mag. Agnes Stillfried as successor of Dr. Monika Türk

as 2nd Vice President, and Robert Thum as the new

treasurer. After the general assembly, long lasting

founding member and honorary vice president Gabrielle

Schallenberg was honoured for her outstanding

engagement for “WA”. Secretary General of the

Foreign Ministry Dr. Johannes Kyrle presented her

the Decoration of Honour in Gold for Services to the

Republic of Austria. Congratulations! •

Honorary Vice President of “WA” Gabrielle Schallenberg, Secretary General

Dr. Johannes Kyrle (BMEIA)

Welcome

to Austria

WA “Welcome to

Austria” was founded

in 1997 by Dr. Benita

Ferrero-Waldner, who

was then State Secretary

for Foreign Affairs,

with the overriding objective

of introducing

foreign diplomats and

international civil servants

assigned to Vienna and their

spouses to the Austrian way

of life. The aims of WA are to

promote the awareness and

understanding of Austria’s

rich heritage of culture and

history past and present. WA

would welcome newly accredited

diplomats and their

spouses to join the club.


WA invites you to join:

■ You will meet many

interesting Austrians in a

relaxed atmosphere and

make new friends.

■ You will be offered a

wide choice of excellent

programmes and learn

a great deal about your

host country.

■ You will be invited to private

homes and through

WA events you will enjoy

many things which you

would not have access to

outside our Association.


THE BOARD OF

“WELCOME TO AUSTRIA”

• Dr. Benita Ferrero-Waldner

Founding President

• Foreign Minister Dr.

Michael Spindelegger –

President

• Gabrielle Schallenberg –

Honorary Vice President

• Ambassador Dr. Angelika

Saupe – 1 st Vice President

• Mag. Agnes Stillfried – 2 nd

Vice President

• Robert Thum – Treasurer

• Mag. Gertrud Tauchhammer

– Publicity, “Schriftführerin”

• Dr. Elisabeth Wolff – Music

• Dr. Heidelore Almoslechner

– German

• Anne Thun-Hohenstein –

History, Art

• Dr. Stefanie Winkelbauer –

Applied Arts, Cuisine

• Mag. Adelaida Calligaris –

Liaison Officer

• Ellen Spallinger – Liaison

Officer


OFFICE HOURS

Mo-Tue-Wed: 2 a.m.–5 p.m.

Thurs-Fri: 9 p.m.–12 p.m.

Gabriela Znidaric, Secretary

Hofburg, Stallburg, Reitschulgasse

2, 1010 Vienna

Phone: +43-(0)1-535 88 36,

Fax: +43-(0)1-535 88 37

office@welcome-to-austria.org

www.welcome-to-austria.org

Society 2_2013 | 115


diplomatie

nachruf

„My Lazy Life“

James Cumes, Diplomat, Ökonom und Schriftsteller,

ist kürzlich im 92. Lebensjahr in Wien verstorben.

Text: SOCIETY

»Ein Großteil

meiner Karriere

verlief im Umfeld

des Kalten

Krieges.

«

James

Cumes

Heide Schulte-Bäuminghaus Cumes

mit James Cumes

James Cumes mit Tochter Kim

Diplomat James Cumes – u. a. ehemaliger

australische Botschafter in Wien

–, Ökonom und Schriftsteller, ist am

29. Oktober 2013 im 92. Lebensjahr

unerwartet verstorben. Geboren am

23. August 1922 in Rosewood, Queensland, Australien,

machte er nach dem Bachelor sein Wirtschaftsdoktorrat

an der London School of Economics

and Political Science, absolvierte danach die

Diplomatische Akademie in Canberra und trat

noch während des Zweiten Weltkriegs in das Außenministerium

von Australien ein. Mit Beginn

des Kalten Krieges in den frühen 1950er Jahren

wurde er nach Europa an die Botschaften in London,

Paris und Bonn versetzt. Gegen Ende des Jahrzehnts

war er Leiter der australischen Militärvertretung

in Berlin ernannt. Nach einem Interim im

Ministerium in Canberra ging er von 1961 bis 1965

abermals nach Europa, diesmal an die Botschaft in

Brüssel. Von 1965 bis 1967 war er Hochkommissar

in Nigeria. Von 1968 bis 1974 war er als Erster Botschaftssekretär

im Außenministerium tätig.

1975 wurde er zum Botschafter ernannt und in

Belgien, Luxemburg und bei den Europäischen Gemeinschaften

(Vorläufer der EU) akkreditiert. Von

1977 bis 1980 war er erstmals beruflich in Wien tätig

– als Botschafter in Österreich, ebenfalls akkreditiert

in Ungarn und als Ständiger Vertreter bei

der in Wien ansässigen IAEO und UNIDO. Danach

war er von 1980 bis 1984 vier Jahre Botschafter in

den Niederlanden, was auch sein letzter Auslandsposten

vor seiner Pensionierung war.


Tätigkeit als Schriftsteller

Schon früh begann James Cumes zu schreiben,

und er hinterlässt Dutzende Werke der Literatur

wie Romane und Theaterstücke, geschichtliche

Werke und Fachliteratur über Wirtschaft und Politik.

Zu seinen erfolgreichsten Werken zählt das

1978 erschienene Buch „Their Chastity was Not

Too Rigid“, in welchem er über die Geschichte Australiens

und die Tatsache schreibt, dass Großbritannien

seine australische Kolonie anfänglich zur

Deportation von Verbrechern „nutzte“. Heute sind

viele australische Familien stolz darauf, wenn sie

ihre Ahnenreihe auf einen Vorfahren dieser Deportierten

zurückführen können.

Mit „America’s Suicidal Statecraft: The Selfdestruction

of a Superpower“ aus dem Jahr 2006

beschreibt James Cumes die Stellung der USA. In

diesem Werk kritisiert er die selbstzerstörerische

Wirtschaftspolitik der USA seit den 1970er Jahren,

die seiner Meinung dazu führen wird, dass die USA

ihre wirtschaftliche und militärische Vorrangstellung

schon bald verlieren werden – etwa an China.

Einer seiner Bestseller ist – nicht ohne Grund,

wie der Titel suggeriert – das Buch „How to Become

a Millionaire Without Really Working“. Darin

beschreibt er, wie man es am geschicktesten

anstellt, aus einem vergleichsweise bescheidenen

Anfangskapital ein großes Vermögen zu machen.

Im Jahr 2008 fand die Weltpremiere seines Theaterstücks

„The Lovers The Outcasts“ im Schloss

Schönbrunn Theater statt. Darin behandelt er den

Kalten Krieg, gegenseitige Spionage und die Auswirkungen

auf das Individuum. Er kann in dem

Stück auf eigene Erfahrungen des Kalten Krieges

zurückgreifen, die er als Leiter der australischen

Militärvertretung im Berlin der späten 1950er Jahre

sammelte.

Sein Roman „Haverleigh“ ist die Saga über die

Menschen einer Kleinstadt seinem Heimatstaat

Queensland und zeigt im Mikrokosmos dieser

Stadt die wichtigsten Momente australischer Geschichte

vom Zweiten Weltkrieg bis in die 1970er

Jahre. Voraussichtlich 2014 wird dieser Roman von

James Cumes auch verfilmt.


Charity-Events

Seit 1980 war James Cumes mit der Österreicherin

Heide Schulte-Bäuminghaus Cumes verheiratet.

Sie haben eine gemeinsame 27-jährige Tochter

Kim. Ihr Leben pendelte zwischen Wien, Australien,

Monaco und Südfrankreich. Heide Cumes organisierte

gemeinsam mit ihrem Mann regelmäßig

Benefizbälle und Charity-Events, etwa für ihr Hilfsprojekt

„Ihr Anruf hilft“, bei dem man mit einem

einfachen kurzen Anruf Geld für Hilfsprojekte in

Österreich spenden kann.

Heide Cumes hat angekündigt, die Memoiren

ihres verstorbenen Mannes schon bald unter dem

Titel „My Lazy Life“ – James Cumes hatte schon

immer einen Sinn fürs Understatement – fertig zu

stellen. Neben privaten Enthüllungen wird dieses

Buch gewiss ein interessantes Zeitdokument über

die Geschichte des 20. Jahrhunderts werden, in der

James Cumes als engagierter Diplomat sowie


als

kritischer Geist mitgewirkt hat.

Fotos: Privat

116 | Society 2_2013


Diplomatie

Orden

Treffen im Palazzo Bollani

Führung durch den Palazzo Bollani

Ordensreise nach

Venedig

Die Verbindung zwischen dem venezianischen

Ritterorden „Cavalieri di San Marco“ und dem St.

Georgs-Orden des Hauses Habsburg-Lothringen

wrude mit einer Ordensreise gestärkt.

Aufführung alter Musik

Text: SOCIETY

Der St. Georgs-Orden des Hauses

Habsburg-Lothringen unter der

Leitung der Komturei Südosteuropa

organisierte eine Ordensreise

nach Venedig, um die kürzlich auf

Initiative von Gertrud Tauchhammer geknüpfte

Verbindung mit dem Hohen Orden von San Marco

zu stärken. Exzellenz Doge Präsident Cavaliere

Dr. Guiseppe Vianello empfing eine Abordnung

des St. Georgs-Ordens, angeführt von Prokurator

Baron Dr. Norbert van Handel, in seinem Palazzo

Bollani zu einem Gedankenaustausch.

Damit soll die grenzüberschreitende gute

Zusammenarbeit der ehrenwerten Ritterorden

erfolgreich fortgesetzt werden. Wie bereits berichtet,

wurde Prokurator Baron van Handel zum

Ehrenmitglied der Cavalieri di San Marco ernannt,

wobei Gertrud Tauchhammer als Patin fungierte.

Im Gegenzug wurde Doge Präsident Dr. Guiseppe

Vianello in den St. Georgs-Orden aufgenommen.

Auf dem Programm der Venedigreise standen

auch kulturelle Besichtigungen, etwa ein Besuch

im berühmten Gran Teatro La Fenice, wo „L’Elisir

d’Amore“ von Gaetano Donizetti gegeben wurde.

Abgerundet wurde der Aufenthalt mit einer Stadtführung

unter dem Motto „Das unbekannte Venedig“

fernab der Touristenpfade. Einer weiteren

Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen den Ritterorden

steht nichts im Wege. Nächstes Jahr wird

beim Jahresfest am Markustag in einer feierlichen

Zeremonie Karl Habsburg-Lothringen als Ehrenpräsident

konstituiert.


Dr. Giuseppe Vianello, Dr. Norbert

van Handel (Mitte)

Kontakt

St. georgsorden

http://europaeischer-sanctgeorgs-orden.org

cavalieri di

san marco

www.cavalieridisanmarco.it

Society 2_2013 | 117


wirtschaft

Recht

Kolumne

Österreich braucht

chinesische Studenten

Ein Schlüssel zur Lösung des Fachkräftemangels

besteht in der Ausbildung von Studenten aus Ländern

wie China. Doch die bürokratischen Hürden

sind derzeit noch zu groß.

Text von Georg Zanger

Laut Industriellenvereinigung

fehlen infolge der demografischen

Entwicklung aktuellen

Schätzungen zufolge in Österreich

30.000 bis 50.000 Fachkräfte,

die im Ausland aktiv

angeworben werden müssten, um den Arbeitskräftemangel

der nächsten Jahrzehnte

auszugleichen.

Viel zu wenig Österreicher interessieren

sich für technische und naturwissenschaftliche

Berufe. Während die medizinischen

und rechtswissenschaftlichen

Studienplätze überbelegt sind, bleiben andere

Studienrichtungen wie z. B. Energie,

Umweltschutz, Biotechnologie und viele

technologische Ausbildungsmöglichkeiten

ungenützt. Der Schlüssel zur Problemlösung

besteht unter anderem in der Ausbildung

fremder Studenten vor allem aus den

so genannten Drittstaaten, wie z.B. China.

Der Studentenaustausch zwischen China

und Österreich begann im Jahr 1973,

ziemlich am Anfang nach Aufnahme der

diplomatischen Beziehungen. 2004 unterzeichneten

beide Regierungen „Das

Abkommen über die gegenseitige Anerkennung

von Gleichwertigkeit im Hochschulbereich“.

China verfügt über eine

große Anzahl von Schulabsolventen, die

großes Interesse daran haben, in Europa

zu studieren.


Bürokratische Hürden

Für Chinesen ist Bildung ein großes

Thema. Viele erfolgreiche Familien wünschen,

dass ihre Kinder im Ausland studieren.

Das eröffnet ihnen den Zugang zum

attraktiven internationalen Arbeitsmarkt.

Kehren die fertigen Akademiker nach

China zurück, finden sie außerdem dort

die besseren Stellenangebote.

Dennoch finden jährlich nur etwa 800

chinesische Studenten den Weg nach Österreich,

simporerem großteils hil expe est, aber odis sima nur pla-

für ein Semes-

Xerum

borro ter dolupit, im Rahmen solecerum ipsusdae eines quiducimi, Studienaustausches.

corestibus Dies nicht eicipitibus zuletzt eos deshalb, weil – so wie

bei der Rot-Weiß-Rot-Card – die bestehenden

bürokratischen Hürden und die Verzögerungen

bei der Antragseinbringung

Studierende davon abhält, nach Österreich

zu kommen.

Ein weiteres Hindernis liegt darin, dass

die Rot-Weiß- Rot-Card Absolventen eines

Bachelorstudiums bisher noch nicht den

Zugang zum Arbeitsmarkt ermöglicht. Die

Folge ist, dass hervorragend ausgebildete

und gut integrierte junge Menschen mit

ihrem Wissen und ihren Qualifikationen

Österreich wieder verlassen.

In den USA suchen Firmen gezielt nach

den besten Schulabgängern in China und

zahlen ihnen ein Harvardstudium. Bei

uns fehlt noch das Engagement österreichischer

Unternehmer. Offenbar erkennen

sie das Wertschöpfungspotential von

chinesischen Akademikern, die unsere

Kultur und Sprache erlernt haben, noch

nicht. Ob sie als Absolventen in österreichischen

Betrieben tätig werden oder aber

in ihren Heimatstaat zurückkehren und

dort einen Brückenpfeiler für die österreichische

Wirtschaft bilden, ist einerlei: Sie

sind wertvolle Kommunikatoren im Wirtschaftsaustausch

zwischen der VR China

und Österreich.

Dr. Georg Zanger,

ist seit 1975 selbstständiger

Rechtsanwalt in

Wien mit Spezialgebiet

Wettbewerbsrecht. Er

ist außerdem Präsident

der Austrian Chinese

Business Association.

www.zanger-bewegt.at


„Studienbrücke“

Das ist der Grund, weshalb die Austrian-

Chinese Business Association, ACBA, in einer

Vielzahl von persönlichen Gesprächen

mit Vertretern österreichischer Hochschulen

und Fachhochschulen damit begonnen

hat, in Österreich Studienplätze für chinesische

Studenten für Bachelor- und Masterstudien

zu suchen.

Chinesische Studenten belegen regelmäßig

gerade jene Studienrichtungen, für die

sich ihre österreichischen Kollegen nicht

so stark interessieren: Technik, Energie,

Umweltschutz, Biotechnologie und Technologiemanagement.

Die Fachhochschulen,

wie z. B. die FH Burgenland, die FH OÖ,

die FH Kufstein, und die Montanuniversität

bieten dafür ideale Studienfächer an.

Ein weiterer interessanter Studienzweig ist

die Ausbildung von Museumsdirektoren

und Kuratoren, die in China angesichts

des boomenden Kunstmarktes dringend

benötigt werden. Österreichische Universitäten

wie z. B. die Donauuniversität, bieten

hierfür maßgeschneiderte Studien an. Die

großen österreichischen Museen, wie die

Albertina, das MAK oder das MUMOK, bieten

den Studenten darüber hinaus kostenlose

Praktika an, die letztlich ihnen wieder

zu gute kommen können: Die Absolventen

werden verlässliche Partner in der internationalen

Zusammenarbeit.

Gemeinsam mit ihren Mitgliedern in

der VR China bemüht sich die ACBA, Schulabsolventen

in verschiedenen Provinzen

für Österreich zu interessieren und bietet

ihnen Hilfe bei den Anträgen zur Erlangung

eines Visums und in der Folge einer

Aufenthaltsbewilligung an.

Eine Studienbrücke zwischen China

und Österreich stellt für beide Staaten eine

„win-win“ Situation dar!

118 | SocietY 2_2013


Ein besonderes Profil

Wirtschaft

RECHT

Mit gebündelter Kompetenz und interdisziplinärer Beratung ist PKF

eine der führenden Steuerberatungskanzleien.

Ein sich ständig veränderndes Umfeld

stellt besondere Anforderungen an Wirtschaftsprüfungs-

und Steuerberatungskanzleien

dar. PKF in Österreich entwickelt

deshalb seine Leistungen laufend

fort, um seine Mandanten bei der Verwirklichung

ihrer unternehmerischen Ziele zu unterstützen.


Über Grenzen hinweg

Ein wichtiges Aufgabenfeld ist die Überwindung

von fachlichen, räumlichen und sprachlichen

Grenzen. PKF nützt dafür die Kompetenzen und

Leistungsfähigkeit eines österreich- und weltweit

agierenden Prüfungs- und Beratungsnetzwerkes in

125 Ländern.

Im Zentrum Wiens gelegen, bietet PKF alle Leistungen

für Abschluss- und sonstige betriebswirtschaftliche

Prüfungen sowie Unternehmens- und

Steuerberatung aus einer Hand. Es werden auch

Fach- und Branchenspezialisten dabei integriert.

Persönliche Beratung und umfassendes Know-how

stehen im Vordergrund.


Umfassende Leistungen

Die Leistungen umfassen u. a. Wirtschaftsprüfung,

Steuerberatung, Rechnungswesen, Betriebswirtschaft,

Gutachten, Luftfahrtconsulting, Hotelconsulting

und IT-Dienstleistungen. PKF hat eine

ausgeprägte Expertise und ist anerkannter Berater

und Gutachter bei Mediationsfällen und Schlichtungssituationen

sowie bei Schiedsgerichten. Im

Bereich Hotelconsulting ist PKF ein international

anerkannter Marktführer. Im IT-Bereich prüft und

berät PKF im Umfeld von ERP-Systemen und bei der

Auswahl und Implementierung von IT-gestützten

Geschäftsprozessen.

Info

PKF Österreicher-

Staribacher

Wirtschaftsprüfungs

GmbH & Co KG

Hegelgasse 8

1010 Wien

E-Mail: office@pkf.at

www.pkf.at

AUSTRIA CONNECT 2014

WIR BAUEN BRÜCKEN IN DIE WELT

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Vernetzen Sie sich auf unseren weltweit stattfindenden Konferenzen

mit Top-Managern und Experten, den Leitern österreichischer

Niederlassungen sowie Österreichern im jeweiligen Exportmarkt!

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wirtschaft

coaching

Profiling bei

Begrüßungen

Was Körperbotschaften über das Gegenüber

verraten, lässt sich durch präzises „Lesen“ von

Mimik, Gestik und Körpersprache richtig deuten.

Text: Patricia Staniek

Patricia Staniek gründete das

„Institut für Menschen lesen und

Emotionsforschung“ und Senatorin

der Hanse SvF International Society

Buchtipp

Profiling

Ein Blick genügt, und ich weiß,

wer du bist

Patricia Staniek

Echomedia

Info

Workshops

Profiling Level 1 und 2

www.managementpilots.com

Wer Mimik, Gestik und Körpersprache

richtig deuten kann,

ist manchmal über „Begegnungen“

enttäuscht, andererseits

ist man durch präzises

Lesen der Körpersignale anderen oft einen Schritt

voraus. Den größten Anteil an Kommunikationselementen

transportieren wir über unsere Körpersprache.

Die Körpersprache, im speziellen die Mimik,

übersetzt präzise unsere Gefühle von der Innenin

die Außenwelt und macht sie so für unsere Mitmenschen

sichtbar. Durch empirische Forschung

in den 60er Jahren von Paul Ekman und Wallace

Friesen, arbeite ich heute u. a. mit einer speziellen

wissenschaftlich fundierten Methode, dem

F.A.C.S. Facial Action Coding System. Das F.A.C.S.

beschreibt präzise die den speziellen Muskelimpulsen

zugeordneten Emotionen, und diese sind

für uns sichtbar. Macroexpressions, das sind die

„großen“ mimischen Bewegungen im Gesicht.

Sie drücken unsere sieben Grundemotionen Wut,

Trauer, Überraschung, Freude, Ekel, Verachtung

und Angst aus. Die Macroexpressions können wir

durchaus kontrollieren und steuern. Nicht aber

die Microexpressions, die kleinen Nervenimpulse,

die schneller als unsere Gedanken sind, maximal

1/5 Sekunde. Sie werden, wenn wir gefühlsmäßig

in eine Situation involviert sind, sichtbar und für

gute Beobachter wahrnehmbar und sind den sieben

Grundemotionen zuordenbar. Das bedeutet,

dass wir durch die Microexpressions verdeckte

und verborgene Gefühle lesen können.


Begrüssungsrituale prüfen

Wie wertschätzend, respektvoll und ehrlich erfreut

ist unser Gegenüber? Mit einer Begrüßung

kann man unglaublich viel ausdrücken: Macht,

Status, ehrliche und aufrichtige Freude, Oberflächlichkeit,

Verachtung und, und, und…

Sehen wir uns mal das Gesicht an. Heben sich

die Augenbrauen an, vergrößert sich dadurch das

Auge und die Person lächelt, so ist man bestimmt

erfreut oder überrascht, Sie zu sehen. Verengen

sich die Augen, freut man sich gerade weniger,

Sie hier zu begrüßen, vielleicht ist man sogar verärgert.

Vielleicht wird die Augenverengung noch

durch ein unechtes oder soziales Lächeln unterstützt.

Bei einem unechten Lächeln stretchen

sich die geschlossenen oder geöffneten Lippen

nach Hinten. Bei einem echten Lächeln ziehen die

Mundwinkel nach oben und bei den Augen sind

Krähenfüße sichtbar.

Sollte sich ein Mundwinkel während des

scheinbar freundlichen Begrüßungsrituals in die

Höhe ziehen – vielleicht nur ganz leicht –, könnte

es sein, dass Sie es mit einer Verachtungsmimik

zu tun haben. Pressen sich die Lippen aneinander,

vielleicht auch nur ganz leicht, ist Ihr Gegenüber

möglicherweise verärgert.

Unter „Faux pas“ sind oft die Einhaltung von

Distanz und Respektregeln einzuordnen. Wenn

man eine Person nicht kennt, macht man keine

Sandwichbegrüßung. Man legt die eigene Hand

nicht auf die fremde wie in einem Sandwich oben

drauf. Zumindest nicht in unseren Breiten. Damit

überschreiten wir die Distanz- und Respektregeln.

Oder aber auch die Hand auf den Unterarm, den

Oberarm, die Schulter zu legen, sollte man ebenfalls

nur mit Personen machen, die man gut kennt.

Diese Gesten verwendet man am besten nur bei vertrauten

Personen, um zu vermeiden, dass man jemanden

bei öffentlichen Empfängen zu nahe tritt.

Achten Sie bei Begrüßungen auf Empfängen

auch auf Fußstellungen. Und zwar nicht beim

offiziellen Gastgeber-Begrüßungsritual sondern

bei den Ritualen, wo man sich untereinander

begrüßt. Die Beine sind unser unterbewusstester

Spiegel der Emotionen und Handlungsabsichten.

Sie zeigen dorthin, wohin Sie gehen wollen. Im

Idealfall sollten die Beine zu der Person zeigen,

mit der das Begrüßungsritual durchgeführt wird.

Man ist dem Gegenüber komplett zugewendet, die

Fußspitzen zeigen zum Begrüßenden. Wir halten

freundlichen Blickkontakt, die Handflächen liegen

aneinander – wir greifen in die Hand hinein, –

so weit dass sich die Daumen treffen und kreuzen.

Nach zwei, maximal drei Handschlägen lassen wir

die Hand los.


Foto: Martin Siebenbrunner

120 | Society 2_2013


Austria-Turkey:

Changing Roles

Austria has been the biggest investor in Turkey for the

past three years. Now Turkish investors have become

interested in Austria as an investment hub as well.

wirtschaft

recht

Text: Sezen Ergen

Foto: Kultur- und Tourismusministerium der Republik Türkei

Turkey and Austria have

very good business

relations

Austria and Turkey have always had a

good relationship when it comes to

trade. Over the past ten years, Turkey

has become a very important investment

hub for Austria. As the biggest

investor in Turkey for three years in a row now, Austria

has likewise recently started to attract the attention

of Turkish businessmen as an investment location.

This new trend along with the long and fruitful

economic relations between the two countries have

been strengthened by the recent visit in 2012 of Turkey’s

Minister of Economy, Zafer Caglayan. Turkish

investors are now as enthusiastic about Austria as a

business location as Austrian investors are about Turkey.

Favorable agreements with regard to taxes and

social security make things even more interesting.

Austria is considered a small market, yet it is a

small market with a lot of advantages. The political

stability of the country, tax advantages as well as

legal certainty make Austria an interesting location

for foreign investments. Investors can enjoy the benefits

of corporation group formation, low tax rates

in holding companies or the premium granted to researches

as well as other tax benefits, depending on

the details of the investment project at hand. Turkey

and Austria also have a double taxation agreement

and a social security agreement. Subsequently, Turkish

investors may avoid high tax leverage.

In addition to that, there are many other factors

that should encourage Turkish businessmen to invest

in Austria, such as the established bilateral trade

system between the two countries. These trade relations

further benefit from the strong establishment

of the respective Trade Chambers Associations. The

Turkish state is also promoting investments abroad

by offering many advantages to its businesses and

investors. Furthermore, Austria ranks 16 th in a worldwide

list of business locations. In a recent interview,

Austria’s Ambassador to Turkey, Dr. Klaus Wölfer,

voiced the country’s interest in and commitment to

attracting Turkish investors and maintaining a balance

between the investment amounts of both countries.

These efforts are supported by those of the Austrian

Business Agency (ABA), which offers support to

Turkish investors and businesses.


“The Red Book”

The Viennese-based law firm Lansky, Ganzger +

partner (LGP), which has a strong Turkish desk, has

joined the efforts to strengthen Austrian-Turkish relations

and has hence become the editor of the 4 th

edition of the book “Austrian-Turkish Economic Relations

- An Inventory”; a series also known as “The Red

Book”. Its main focus is the bilateral trade relations

between the two countries, with an additional focus

in this edition on success stories of Turkish Investors

in Austria. “The Red Book” in its upcoming 4th edition

will showcase the importance of Austria as a

business location for Turkish investors.

In the wake of a global financial crisis, it is crucial

for countries and businesses to find safe and stable

investment hubs. Austria as a business location can

provide such a safe and stable haven. •

The author

Sezen Ergen, LL.M., is

Legal Counsel and Regional

Manager for Turkey at

Lansky, Ganzger + partner

Attorneys at Law

info

Lansky,

Ganzger +

partner

With its 140 attorneys and

employees from more than

20 countries, Vienna-based

law firm Lansky, Ganzger

+ partner has established

itself as one of the leading

law firms in Austria and

the Slovak Republic. The

firm, with offices in Vienna

(Austria), Bratislava (Slovak

Republic), Baku (Azerbaijan)

and Astana (Kazakhstan),

has longstanding and

profound experience that

enables it to deliver an allencompassing,

interdisciplinary

and cross-regional

service of the highest level.

Contact

Lansky, Ganzger

+ partner Rechtsanwälte

GmbH

Biberstraße 5

1010 Wien

Tel.: +43-(0)1-533 3330

E-mail: office@lansky.at

www.lansky.at

Society 2_2013 | 121


wirtschaft

coaching

Kommunikation

mit Hirn

(Neuro)-Management ist die Zukunft. Neueste Erkenntnisse aus der

Hirnforschung helfen, die eigene Person als Marke zu etablieren,

die unbewussten Motive in der Kommunikation zu verstehen und

effektiv zu nutzen.

Text: Christina M. Beran und Elisabeth Kaiser

Elisabeth Kaiser (l.),

Christina M. Beran (r.)

Führungskräfte und Persönlichkeiten

des öffentlichen Lebens

sind die wichtigsten Repräsentanten

ihres Unternehmens

oder ihrer Organisation.

Mittels neuer Medien haben

wir eine enorme Beschleunigung und einen

nie da gewesenen Transparenzanspruch erfahren.

Zudem steigt die Quantität der Informationen,

die wir Menschen rund um

den Globus täglich zu verarbeiten haben,

stetig an. In einer Welt wie dieser wird es

immer schwieriger, Aufmerksamkeit zu generieren,

unterscheidbar zu sein, durchzudringen,

und die eigene unverwechselbare

Botschaft zu vermitteln.


Neuronal. Emotional. Genial?

Für EntscheidungsträgerInnen und

Personen im Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit

(und solche, die es werden

wollen) ist es daher von großem Interesse,

zu verstehen wie Verhalten, Motive, Emotionen,

Werte, Persönlichkeitseigenschaften

und Image funktionieren, um diese

in weiterer Folge für die eigene Performance

bestmöglich zu nutzen. Dafür ist

es zunächst notwendig, sich von einem

Mythos zu verabschieden und gleichzeitig

Sigmund Freud Abbitte zu leisten.

Die Ergebnisse der aktuellen Hirnforschung

machen deutlich, dass der Mensch

122 | Sociey 2_2013


wirtschaft

coaching

Foto: Privat

nicht rational, sondern zu einem großen Teil – an

die achtzig Prozent – unbewusst und damit emotional

funktioniert. Auch wenn wir uns als Kinder der

Aufklärung mit unserem Verstand und logischen

Entscheidungen identifizieren, sieht die Wahrheit

doch anders aus: Die positive Wirkung auf andere

Menschen, unseren letzten Verhandlungserfolg,

den überzeugenden Auftritt, haben wir erreicht,

weil die Mehrheit der Signale, die wir (unbewusst!)

ausgesendet haben, von unserem Gegenüber (unbewusst!)

zu einem guten Gefühl zusammen gesetzt

wurden.


Next Generation: Neue

Generation von Image

Beratung und Coaching

Jedes Jahr investieren Unternehmen und Organisationen

Milliarden Euro für Kommunikationsmaßnahmen,

Werbekampagnen, Reputation Management

und Coaching ihrer Top-Führungskräfte.

Doch die Wirksamkeit von herkömmlichen Maßnahmen

ist begrenzt und sie führen nicht zum

angestrebten Ziel. Ein großer gemeinsamer Nenner

von Interventionen, die zwar teuer aber nicht erfolgreich

sind, liegt in der Tatsache begründet, dass

sie den Faktor Mensch falsch berechnen: nämlich

rational; die unbewusste, emotionale Komponente

wird vernachlässigt. Ein Kapitalfehler. Denn nur

wer oder was Emotionen erzeugt bleibt in Erinnerung.

So funktioniert unser Gehirn. So speichert es.

Hirnforschung und die aktuellen Erkenntnisse

der angrenzenden Disziplinen (Neuropsychologie,

-ökonomie, -linguistik, Kulturwissenschaften, Soziologie)

die die Autorinnen erfolgreich für ihre

KlientInnen nutzen, sind eine höchst emotionale

Angelegenheit. Weil faszinierende Einblicke in

Denken, Fühlen und Verhalten und damit erheblich

wirksamere und erfolgreiche Kommunikation

möglich wird. Erfolgreiche Interventionen – beginnend

bei Präsentationen und Vorträgen über Kampagnen

oder der Markenentwicklung einer ganzen

Produktpalette – müssen dabei maßgeschneidert

werden: Lösungen als Massenware funktionieren

nicht. Es muss immer ein Schuh sein, der exakt

passt. Und es sind die unbewussten (im Neuromarketing

auch oft als „implizit“ bezeichneten) Motive,

die erkannt und gezielt angesprochen werden

müssen.

curriculum

vitae

C

hristina M. Beran,

Diplompsychologin,

Lektorin, wissenschaftliche

Autorin, Kommunikations-

und Kampagnenstrategin

arbeitet intensiv an

der empirischen Verknüpfung

aktueller Erkenntnisse

aus den Neurowissenschaften

mit ausgewählten

wirtschafts-, individual- und

sozialpsychologischen

Ansätzen zur praktischen

Anwendung. Sie begleitet

und berät Unternehmen,

Institutionen, NGOs, öffentliche

Verwaltungseinheiten,

Einzelpersonen und

Personen des öffentlichen

Interesses bei Design und

Umsetzung von Kampagnen.

Sie berät bei Markenentwicklungsprozessen

und

i. S. Neuromarketing. Ihr

Know-how als langjährige

Mediensprecherin, in der

strategischen Entwicklung

und Aufbereitung von

Politikfeldern vermittelt sie

für den Kommunikationsalltag

(Presse, Marketing,

Management). Sie hält

Vorträge über Neuromarketing,

Neurokommunikation

und über die Wirkung von

Emotionen – mit Hirn.

lisabeth Kaiser,

Dozentin für Organi-

Leadership, interkulturelle

Esationspsychologie,

Kommunikation und Change

Management, zertifizierte

Wirtschaftscoachin, und

Mediatorin und Juristin,

kombiniert etabliertes

Methoden–Know-how und

jahrelanges Praxiswissen

mit Neurokommunikation,

mit der sie sich seit Jahren

beschäftigt wegen der faszinierenden

Treffsicherheit

von Kommunikation und

gewünschtem Verhalten. Sie

unterstützt Führungskräfte

mit Wirtschaftscoaching

und begleitet Personen, die

im Brennpunkt der Öffentlichkeit

stehen oder sich in

schwierigen Berufssituationen

befinden mit (Neuro-)

Coaching, sie berät Unternehmen,

Organisationen,

NGOs und Führungskräfte

im Bereich Reputation,

Positionierung, Change

Management, strategische

Kommunikation und gibt ihr

Wissen mit großer Leidenschaft

an Universitäten und

in Seminaren weiter.

INFO

www.kaiser-veraenderungs

management.at

www.beran.org


Energiesparen als Erfolgsrezept

Wir wissen heute, dass unser Gehirn wie ein

Wächter agiert, um nur einen Bruchteil der Informationen

und Sinneseindrücke, die auf uns einströmen

in unser Bewusstsein zu lassen. Warum?

Bewusstheit ist Schwerstarbeit fürs Gehirn und kostet

sehr viel Energie. Unser Gehirn unterscheidet

ununterbrochen Wichtig von Unwichtig, Gut von

Böse, Neu von Bekannt. Routinen und automatische

bzw. automatisierte Abläufe werden bevorzugt

und belohnt. Und was uns belohnt, bevorzugen wir.

Daher macht im Übrigen auch Ähnlichkeit sympathisch.

Es ist schlicht weniger Arbeit, d. h. weniger

Energieaufwand. Niedriger Energieverbrauch ist

für den Menschen deshalb von Bedeutung, damit

er sie hat, wenn er sie braucht und zusätzlich immer

noch eine Reserve zur Verfügung hat. Ein Erbe

aus der Evolution.

Der Mechanismus der Automatisierung ist in allen

Menschen angelegt. Welches Verhalten jedoch

automatisiert wird und durch welche Signale positive

oder negative Emotionen erzeugt werden – darin

unterscheiden wir uns.


Lösungsansätze und ein Hund

Faszinierend an der Neurokommunikation ist,

dass es sich dabei nicht um eine neue Methode für

Management und Leadership im herkömmlichen

Sinn handelt. Die bildgebenden Verfahren aus der

Hirnforschung und neurochemische Messverfahren

haben uns enorm weitergeholfen. Denn heute

wissen wir nicht nur mehr, WIE man treffsicher

kommuniziert, sondern haben uns dem Verstehen

des WARUM ein großes Stück angenähert.

Jede Frage- bzw. Problemstellung, die die Autorinnen

als Auftrag übernehmen, wird sorgfältig

aus Sicht des Gehirns analysiert. Ein Maximum an

Faktoren, die Signalwirkung haben können und somit

Einfluss auf die Entscheidungen haben werden

erfasst. Die konkreten Lösungsansätze d.h. Handlungs-,

Verhaltens- und Entscheidungsempfehlungen

werden in der Folge ebenso gehirngerecht

aufbereitet. Für die AuftraggerberInnen oft überraschend

gestaltet sich der Prozess der Analyse kurz

aber sehr intensiv, begleitet von vielen Aha-Effekten,

die über das berufliche Umfeld hinausgehen.

Oder wie ein zufriedener Auftraggeber kürzlich bemerkte:

„...jetzt versteh ich auch meine Frau besser

und sogar unseren Hund.“


Freund-Feind-Erkennung

Das Gehirn jedes/jeder einzelnen Vorstandvorsitzenden

ist u.a. dafür gemacht, zu erkennen ob

sich bereits in der Ferne ein Säbelzahntiger zeigt

oder ein freundlicher Mitmensch mit frisch erlegter

Beute über der Schulter, die er bereit ist zu teilen.

Dass es eine gute Idee ist, dem freundlichen

Mitmenschen Signale zu senden, die er ebenfalls

als freundlich interpretieren wird oder die sehr

empfehlenswerte sehr rasche Entfernung vom Säbelzahntiger

muss nachvollziehbarerweise schnell

und automatisch gehen. Und darauf ist unser Hirn

neurobiologisch geeicht. Immer noch. Noch ein

Grund, warum Ähnlichkeit Sympathie erzeugt. Sie

ist ein Beschleunigungsmechanismus.

Auch bei Coachings von Executives sensibilisieren

die Autorinnen, wie das Gehirn in kritischen

Situationen reagiert, welche Entscheidungen und

Verhalten zu erwarten sind. Ziel ist es, bestmöglich

(ver)handeln zu können und den eigenen

Kommunikations- und Führungsstil zu optimieren

– hirngerecht, zielgruppenorientiert und immer

emotional.


Society 2_2013 | 123


diversität

kommentar

Kolumne

Herausforderungen

der Integration

Das Motto „Integration durch Leistung“ ist lobenswert.

Wegen ihrer Herkunft und Religion werden

MigrantInnen in Österreich jedoch immer noch

diskriminiert. Es gibt aber Gründe zur Hoffnung.

Text von simon INOU

Ende September dieses Jahres

wählte Österreich ein neues

Parlament. Zum ersten Mal in

der Geschichte unseres Landes

wurden von beiden Großparteien

bewusst KandidatInnen

mit Migrationshintergrund gezielt an

wählbarer Stelle positioniert und gewählt.

In der Kanzlerpartei wurde Nürten Yilmaz

gewählt und in der ÖVP Asdin El Habassi.

Aygün Berivan Aslan wurde als zweite

grüne Abgeordnete mit Migrationshintergrund

gewählt. Ein Zeichen, dass das Thema

ethnische Vielfalt gesamtgesellschaftlich

an Bedeutung gewonnen hat.


Neues Staatssekretariat

Ende September ginge es auch darum,

zum ersten Mal in der Geschichte Österreichs

über das Thema Integration, das

seit zwei Jahren ein eigenes Ressort hat, zu

entscheiden: Ein Verdienst mehrerer NGOs

und Gemeinden, die ein Staatssekretariat

für Integration gefordert haben. Der originelle

Vorschlag betonte die Trennung von

Integration und Sicherheit. Menschen mit

Migrationshintergrund in Österreich betrachten

sich nicht primär als ein Sicherheitsproblem

für unser Land. Sie sehen,

dass sie eine Herausforderung für Österreich

darstellen und wollen als MitgestalterInnen

wahrgenommen werden. Deswegen

ist das Integrationsstaatssekretariat in

einem anderen Ressort besser aufgehoben

als in einem Ressort, wo sie primär als Sicherheitsproblem

wahrgenommen werden.

In zwei Jahren hat das Integrationsstaatssekretariat

viel geleistet. Die größte positive

Änderung bleibt eine Versachlichung der

Diskussion über die so genannten „Fremden“,

die in Österreich leben. Der Bonus

von Staatssekretär Sebastian Kurz ist, dass

seine Arbeit nicht mit der eines Vorgängers

Xerum verglichen simporerem und hil expe bewertet est, odis sima werden plaborro

was dolupit, er tut, solecerum wird von ipsusdae vielen quiducimi, Menschen als gut

kann. Alles

corestibus und positiv eicipitibus aufgenommen.

et eos


Leistung vs. Diskriminierung

Sein Motto „Integration durch Leistung“

ist und bleibt lobenswert. Leider

gilt dieses Motto nicht für alle, sondern

nur für MigrantInnen. Die Verbreitung

der Botschaft „Je mehr du leistest, desto

mehr wirst du in unserer Gesellschaft akzeptiert“

ist bis dato eine große Illusion.

Denn solange wir in einer Gesellschaft

leben, wo Diskriminierung höchstens ein

Randthema für den Integrationsstaatssekretär

ist, wird ein entscheidender Teil

der Wahrheit ausgeblendet. Denn die Realität

ist, dass oftmals nicht die Leistung

zählt sondern die Herkunft, wie in vielen

Studien u. a. gezeigt worden ist. In Österreich

haben wir noch eine überwiegende

Herkunfts- und kaum Leistungselite, die

z. B. die Arbeit über Netzwerke verteilt.

Angesprochen auf eine Studie der Arbeiterkammer

über die Schwierigkeiten von

jungen MigrantInnen in Österreich Jobs

zu finden, reagiert Margit Kreuzhuber,

Integrationsbeauftragte der Wirtschaftskammer

Österreich in einem Interview

mit Ö1 wie folgt: „Jobsuche in Österreich

geht großteils über Netzwerke; wenn die-

Simon inou hat in

Douala (Kamerun)

Soziologie und in Wien

Publizistik studiert. Der

Journalist hat 2008 das

Bundes-Ehrenzeichen im

Bereich des interkulturellen

Dialogs erhalten.

www.m-media.or.at

se fehlen, sei es schwieriger einen adäquaten

Arbeitsplatz zu bekommen.“


Das Bild des Islam

In der Europäischen Wertestudie 2011

lag Österreich im Vergleich, was die Antipathie

gegenüber MigrantInnen betrifft,

an der Spitze. 23 Prozent der Österreicher-

Innen lehnen „Ausländer“ ab. Wichtig zu

erwähnen ist aber auch, dass 77 Prozent

keine Antipathie zeigen.

Gesetzliche Anerkennung bedeutet

nicht unbedingt gesellschaftliche Akzeptanz.

Obwohl beispielsweise der Islam

seit 101 Jahren in Österreich rechtlich anerkannt

ist, sind diese Religion und ihre

Angehörigen in Österreich die am meisten

missverstandenen. Laut einer IMAS

Umfrage im Jahre 2010 sehen 54 Prozent

der ÖsterreicherInnen den Islam als Bedrohung,

weitere 70 Prozent sehen einen

Widerspruch zwischen dem Islam und den

„westlichen“ Werten. Wie in vielen anderen

Ländern Westeuropas ist im letzten

Jahrzehnt spätestens nach dem Terroranschlag

auf das World Trade Center auch in

Österreich der antimuslimische Rassismus

gesellschaftsfähig geworden. Auch die Medien

spiegeln die negativen Assoziationen

unserer Gesellschaft wider.

Probleme? Nein. Nur Herausforderungen,

die unsere Gesellschaft, die nach dem

Zweiten Weltkrieg dieses Land wiederaufgebaut

hat, meistern kann. Weil österreichische

Traditionen vielfältig und nicht starr

sind. Wir können eine neue WIR-Gesellschaft

schaffen, wo Inklusion und Respekt

die entscheidenden Säulen sind. Vielleicht

haben wir MigrantInnen nicht dieselbe

Vergangenheit wie ÖsterreicherInnen, aber

dezidiert dieselbe Zukunft, die wir gemeinsam

gestalten sollen.


124 | SocietY 2_2013


diversität

erfolg

Erfolgsfaktor

kulturelle Vielfalt

Foto: Thomas Traub

In ihrem Buch „Erfolgsfaktor kulturelle Vielfalt“

schreibt Beatrice Achaleke über eine verschämt

verschwiegene Tatsache: Vielfalt ist ein Risiko nur

für jene, die sie nicht nützen.

Text von Ulrich Ahamer, wortfabrik.at

Wie hältst du‘s mit der Vielfalt?

Was sind die ersten Gedanken,

die ersten Bilder? Sind es

Menschen, Länder, Gerüche,

Töne, Speisen oder Getränke?

Ist es angenehm, ambivalent oder negativ? Vielfalt

braucht man nicht suchen. Sie ist einfach da.

Beatrice Achaleke hat ihr zweites Buch dem „Erfolgsfaktor

kulturelle Vielfalt“ gewidmet. Bei Vorträgen

fragt sie ihr Publikum: „Wer von Ihnen hat

Familie, Kinder? Wer kennt betagte Menschen, wer

Menschen, die Pflege brauchen? Wer Menschen

mit anderer sexueller Orientierung? Wer Menschen

mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen?“

Die Antworten zeigen nüchtern, dass

die Welt nicht uniform, sondern die Vielfalt die Regel

ist und man wahrscheinlich erst dann irritiert

von Andersseienden ist, wenn diese die eigene, für

die Norm gehaltene Vielfalt, stören.

„Sichtbare Vielfalt“ fällt auf und diese „ist wirklich

nicht egal“, schreibt Achaleke in ihrem Buch.

„Als einzige Schwarze in einem Team mit weißen

Menschen in Österreich und Europa falle ich auf

und das hat Konsequenzen. Menschen mit anderer

Hautfarbe werden ‚anders’ wahrgenommen.“

Achaleke zitiert hier Margaret Beale Spencer von

der University of Chicago. Sie wiederholte 2010

an US-Schulen den „Doll-Test“ aus dem Jahr 1947

von Kenneth and Mamie Clark, der die Segregation

von afroamerikanischen Kindern untersuchte.

Viel hat sich in den gut sechzig Jahren nicht geändert,

musste Margaret Beale Spencer feststellen.

Selbst vierjährige Kinder hielten gleichaltrige mit

anderer Hautfarbe für dumm oder hässlich. „We

are still living in a society where dark things are

devalued and white things are valued.“ – Hat da

Pierre Bourdieu vielleicht doch recht, als er vom

„Paradox der Bildung“ sprach?


Wenn Namen Bilder und

Wertigkeiten schaffen

Was ist die erste Assoziation, wenn Sie bei einem

Transportunternehmen die Namen Mohammad

Abdul und Davor Sertic hören? Ganz spontan?

Welche Typen stehen da vor einem, wie sehen sie

aus, was arbeiten sie…? – Nun: Der eine ist Salesmanager

für die Türkei, der andere sein Chef und

Gründer des Unternehmens „UnitCargo“. – Heuer

mit dem Exportpreis der Wirtschaftskammer Österreich

als eines der erfolgreichsten Exportunternehmen

des Landes ausgezeichnet. „Unit Cargo“

wurde 2004 gegründet und beschäftigt zurzeit

rund vierzig Mitarbeiter in fünf Ländern

Beatrice Achaleke hat Davor Sertic für ihr Buch

interviewt. „Wenn ich mich bei einem österreichischen

Logistikunternehmen als Geschäftsführer

oder meinen Sales-Manager Mohammad Abdul

vorgestellt habe, hatten wir keine Chance.“ Sertic

machte die vorgebliche Schwäche zu seiner Stärke

und positionierte sich als österreichisches Unternehmen

im Ausland. „Dort hat man erkannt, dass

die UnitCargo der Schlüssel für den Balkanmarkt,

für die Türkei, für Asien sein kann.“


Koffer auspacken!

Das Bild der unausgepackten Koffer zieht sich

wie ein roter Faden durch das Buch. Einmal gehört

er der Kunstfigur Alima, die ihre Umgebung

so wahrnimmt: „Sei dankbar, pass dich unseren

Gebräuchen an, deine Sachen interessieren uns

nicht, schmeiße sie auf den Müll“ – Sehr viele handeln

so, stellen aber fest, dass trotz Anpassung das

Verheißene, das Ersehnte nicht Wirklichkeit wird.

Manche besinnen sich erst viel später der weggepackten

Talente, fördern sie zu Tag und können

damit reüssieren. Doch (zu) viele schaffen das

nicht.

In Achalekes Buch schwingt stets der wirtschaftliche

Aspekt von Diversity mit. „RegioData“

bezifferte 2010 das Kaufkraftvolumen aller Menschen

mit Migrationshintergrund in Österreich

mit rund zwanzig Milliarden Euro höher als das

Nachfragepotenzial aller ausländischen Touristen

mit circa sechzehn Milliarden Euro.

„Vielfalt ist ein Risiko für jene Menschen und

Firmen, die es nicht als Chance oder Ressource anerkennen.

Und für alle, die meinen, das sei zu kompliziert,

zu aufwändig: Es geht um Menschen“, so

Beatrice Achaleke.


Zur Person

Beatrice Achaleke ist

Inhaberin und CEO der

Beatrice Achaleke Diversity

in Leadership & Consulting

e.U. und Initiatorin und Kongressmanagerin

des

European Diversity & Business

Congress

www.diversityleadership.eu

»Wir sind am

effektivsten,

wenn wir uns

kennen.

«

Carmen

Smith,

Walt Disney,

Vice President

Creative

Development.

Buchtipp

Beatrice Achaleke

Beatrice Achaleke

Erfolgsfaktor

kulturelle Vielfalt

Andere Menschen. Bessere Teams. Neue Kunden.

Diversity Management in Österreich und Europa.

Erfolgsfaktor kulturelle

Vielfalt. Andere Menschen.

Bessere Teams. Neue

Kunden.

diaspora edition

ISBN: 978-3-9502957-6-4

19,50 Euro

Onlinebestellung:

www.beatrice-achaleke.at/

publications/

Society 2_2013 | 125


Diversität

Interview

Sie haben eigentlich das Studium

Raumplanung an der TU

in Wien absolviert – wie war

Ihr beruflicher Werdegang

zur Stelle zur Bekämpfung

von Diskriminierungen?

Ich beschäftige mich schon seit längerer

Zeit mit Diskriminierungen, sowohl

privat als auch beruflich. Da ich selbst

eine Frau bin und einen „Migrationshintergrund“

habe, kenne ich problematische

Situationen aus eigener Erfahrung.

Ich entschloss mich, meine Diplomarbeit

über wirtschaftliche Integration von Migrantinnen

und Migranten in einem Stadtgebiet

zu schreiben. Mit dem Abschluss

meines Studiums habe ich begonnen, bei

der Gebietsbetreuung zum Bereich der

Stadterneuerung zu arbeiten. Ich habe

in diesem Zusammenhang auch sehr

viel mit zugewanderten Mitbürgerinnen

und Mitbürgern gearbeitet. Außerdem

habe ich bei der Stadtverwaltung in der

Stadtentwicklung und Stadtplanung (MA

18) gearbeitet, stets mit dem Themenbezug

zu Migration und auch Gender. Vor

viereinhalb Jahren habe ich das Angebot

der Stelle zur Bekämpfung von Diskriminierungen

bekommen und ich bin sehr

glücklich, hier mitwirken zu können.

Seit wann gibt es diese Einrichtung

und in welchem Kontext wurde sie eröffnet?

Die Stelle zur Bekämpfung von Diskriminierungen

gibt es seit 2004. Kontext

st