SOCIETY 378

Villaflora23aa

Die neue SOCIETY-Ausgabe mit den Fokusländern United Kingdom und China, Interviews mit Botschaftern von u.a. Frankreich, Kroatien, Mexiko.
Porträts von Prinz Charles, Chris Lohner und Hugo Portisch.

THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY

ECONOMY • POLITICS • REAL ESTATE • MEDICINE • LIFE & STYLE

Nr. 378 | Dezember 2020 - Juni 2021

www.society.at | Preis 10,- Euro

since 1945

Year 75 /76

P.B.B. GZ 03Z034905M, Erscheinungsort, Verlagspostamt 1140, 2120

CHINA

50 Jahre Diplomatische

Beziehungen

NEW AMBASSADORS

El Salvador, Frankreich,

Georgien, Indien, Iran,

Kroatien, Mexiko, Saudi

Arabien, Usbekistan,

VAE

ZUKUNFT DER

LANDWIRTSCHAFT

Franz Fischler im

Interview

EU-POLITIK

Martin Selmayr im

Interview

UNITED KINGDOM

Historische Partnerschaft

Leben nach dem

BREXIT

LEGENDEN

Hannes Androsch

Chris Lohner

Hugo Portisch

ZUKUNFTSVISION

Matthias Horx

Charles: Der

nachhaltige Prinz



SOCIETY

Wird die

Zukunft „retro“?

SOCIETY-Chefredakteurin

Tanja Tauchhammer

SOCIETY-Herausgeberin

Gerti Tauchhammer

Foto: Pascal Schrattenecker

Nach dem Jahr des Coronaschocks

sind wir aufgefordert, nicht nur nach

vorne zu schauen sondern auch mehr

denn je, Bilanz zu ziehen:

Erstmals war in der Begegnungsdiplomatie

das Herausfiltern von gemeinsamen

Nennern durch sogenannte

Couloirgespräche nicht mehr möglich.

Dieser wesentliche Teil der Aufgabe

des Diplomaten, gewisse Themen

persönlich vorzufiltern, war im Jahr

2020 unmöglich gemacht worden.

Dennoch konnten wir unter Einhaltung

der jeweils gültigen Covidvorschriften

einige Eigenevents erfolgreich

realisieren und dem Hunger

nach persönlichen Begegnungen

nachkommen:

Begrüßung der neu akkreditierten

Botschafter in der Villa Flora, Nationalfeiertage

von Kamerun und

Mosambik und Präsentation der

letzten Ausgabe von SOCIETY mit

dem Themenschwerpunkt Griechenland

und der symbolischen Pflanzung

eines Weinstockes durch die griechische

Botschafterin.

Ambassadors‘ Breakfast im Hilton

Plaza mit dem britischen Botschafter

zum Thema “digitale Diplomatie“ .

Das Schweizerhaus konnten wir für die

Jungdiplomaten bei Bier, Brezel und

Stelze zum informellen Get-Together

als Wiener Traditionsunternehmen und

Begegnungsplattform vorstellen.

Silk Road Event im Hotel Park Hyatt:

seit zehn Jahren widmen wir uns dem

Thema der politikfreien und kulturellen

Verbindung auf dem Landweg

zwischen dem asiatischen Kontinent

und Europa und bieten den Botschaften

von China, Kasachstan, Russland,

Usbekistan, Afghanistan, Pakistan,

Iran und Serbien, stellvertretend für

viele andere Länder die Möglichkeit,

ihre Traditionen durch kulinarische,

kunsthandwerkliche und videotechnische

touristische Darbietungen zu

präsentieren.

Prinz Charles und dessen Engagement

für sogenannte grüne Themen

führten ihn bereits mehrere Male

nach Österreich. Hier tauschte er

sich gerne mit unserem Bundespräsidenten

Van der Bellen und Firmen zu

ökologisch engagierten Themen aus.

Deswegen nennen wir ihn den „sustainable

prince“. Großbritannien hat

sich einer Vielzahl von Veränderungen

durch den Brexit zu stellen, dem wir

hier einen kurzen Einblick widmen.

50 Jahre diplomatische Beziehungen

China und Österreich: mehrjährige

Freundschaft – ein tiefgründiges Anliegen.

Auf weitere, hoffentlich bessere

Zeiten in denen wir aus dem „retro“

zukunftsweisende Erkenntnisse umsetzen

können.

Herzlich Ihre

Mag. Gerti Tauchhammer und

Mag. Tanja Tauchhammer

EDITORIAL

003


SOCIETY

Inhalt

Heft Nr. 378

FOKUS: PERSÖNLICHKEITEN

10 Coverstory: Prinz Charles

14 Hugo Portisch

144 Chris Lohner

SOCIETY POLITIK

16 Kommentar zu Montenegro von

Christian Wehrschütz

18 Interview: Martin Selmayr, EU

Botschafter in Österreich

SOCIETY EIGENEVENTS

22 Gartenparty in der Villa Flora

26 Silk Road Event im Park Hyatt

30 Social Media Breakfast

34 Weinlese bei Willi Opitz in Illmitz

36 Junior Diplomats Oktoberfest

LÄNDER IM FOKUS:

UNITED KINGDOM

40 Länderporträt UK

44 S.E. Leigh Turner (UK)

48 Martin Gilbert, British Council

49 HK Harald Kronberger,

50 Rechtliche Folgen des BREXIT

52 Austro-British Society

53 Oldtimertreff

54 Jasper Sharp KHM

56 Shakespeare and Company

DIPLOMATIE

58 Akkreditierungen Bilateral

65 100 Jahre österreichische

Verfassung

86 Ambassadors Caleidoscope

93 PaN-Partner aller Nationen

94 Österreichische Botschafter

101 ÖGAVN

102 Welcome to Austria

104 Interview mit HK Bernhard Barta

156 Events der Diplomatie

NEW AMBASSADORS

66 I.E. Julia Emma Villatoro Tario

(El Salvador)

68 S.E. Gilles Pécout (Frankreich)

70 I.E. Ketevan Tsikhelashvili

(Georgien)

72 S.E. Jaideep Mazumdar (Indien)

74 S.E. Abbas Bagherpour Ardekani

(Iran)

76 S.E. Daniel Gluncic (Kroatien)

78 S.E. Luis Javier Campuzano Pina

(Mexiko)

80 S.K.H. Abdullah B.S. El Saud

(Saudi Arabien)

82 S.E. Ibrahim Al Musharrakh (VAE)

84 S.E. Abat Fayzullaev (Usbekistan)

LÄNDER IM FOKUS: CHINA

106 Botschafter S.E. Li Xiaosi

108 Michael Berger, WKO Peking

109 50 Jahre diplomatische

Beziehungen China-Österreich

SOCIETY AKTUELL

20 Corona hat die Welt um Jahre

zurückgeworfen

103 Journalismus und Social Media

WIRTSCHAFT

110 Die Gewinner der Corona-Krise

112 Matthias und Tristan Horx

114 Interview mit Ulrike Rabmer-

Koller, Rabmer Group

BILDUNG

116 Interview mit Hannes Androsch

118 Schwarze Bildung in Österreich

120 CEU University

121 Krumbach International School

122 St. Gilgen

IMMOBILIEN

124 Immobilien als Wertanlage

126 Neue Immobilien Projekte

GREEN SOCIETY AND DIVERSITY

128 Interview mit Franz Fischler

130 Black Lives Matter

131 Corona in Afrika

GESUNDHEIT

134 Moderne Zahntechnik in Wien

135 Vienna Medical Center

LIFE & STYLE UND KULTUR

132 Weinritter in Eisenstadt

133 Rennfahrer Ferdinand Habsburg

146 Astrik Khanamiryan

147 Maryna Lopez

151 House of Switzerland

154 Hochkönigliche Urlaubsfreuden

155 Hotel Spanberger

STANDARDS

3 Editorial

6 Impressum

8 Gastautoren

148 Exlibris

162 Emil Brix

INHALT

004


SOCIETY

54

10

66

22

40

156

INHALT

005


SOCIETY

(Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz)

Medieninhaber & Eigentümer: Tauchhammer KG 100%

(Komplementär: KR Mag. Gertrud Tauchhammer,

Kommanditist: Mag. Tanja Tauchhammer)

Unternehmensgegenstand: Herausgabe von Druckwerken

Firmenbuchnummer: FN 235924y

Firmensitz: Hüttelbergstraße 23a, 1140 Wien

Firmenbuchgericht: Handelsgericht Wien

UID-Nummer: ATU57082123

Blattlinie: SOCIETY berichtet über Top-Ereignisse aus

Wirtschaft, Politik, Diplomatie, Immobilien, Medizin, Gesellschaft,

Lifestyle, und Nachhaltigkeit („Green Society“).

Jede Ausgabe ist einem Fokusland gewidmet.

Herausgeberin: KR Mag. Gertrud Tauchhammer, in Kooperation

mit der Österreichischen Gesellschaft für Außenpolitik

und die Vereinten Nationen (ÖGAVN),

www.oegavn.org

Chefredaktion: Mag. Tanja Tauchhammer

Sekretariat: Thomas Streicher

Redaktion: Mag. Sarah Heftberger

Mag. Hermine Schreiberhuber, Nicky Deluggi BA, Nadine

Terasa

Gastautoren: Mag. Denise Aichelburg, Dr. Emil Brix, Simon

Inou, Dr. Michael Komuczky, Mag. Valentin Neuser, Dr.

Sonja Sagmeister, Kurt Seinitz, Mag. Christian Wehrschütz

Anzeigenverkauf: Mag. Gertrud Tauchhammer

Re-Design & Layoutentwicklung: OOOM AGENCY

Art Director: Daniel Pucher / OOOM

www.ooom.agency, www.ooom.com

Redaktionsadresse:

Villa Flora, Hüttelbergstraße 23a, 1140 Wien

Telefon +43-(0)1-914 77 44-0

E-Mail: mail@society.at

www.society.at

Fotos: Heeresbild- und Filmstelle, Richard Pobaschnig,

Ugur Karakan,

Pascal Schrattenecker

Coverfoto: Darren Filkins/Camera Press

Druck: Druckerei Berger, www.berger.at

Erscheinungsweise: halbjährlich

Preis pro Ausgabe: EUR 10,- zuzügl. Versandkosten

Bankverbindung: Bank Austria,

IBAN: AT35 1200 0515 7811 1601, BIC/Swift: BKAUATWW

ÖSTERREICHISCHE

GESELLSCHAFT

FÜR AUSSENPOLITIK UND DIE VEREINTEN NATIONEN

(ÖGAVN)

Präsidium:

Dr. Wolfgang Schüssel (Präsident)

Dr. Peter Jankowitsch (Vizepräsi-

Seit 1945

dent)

Dr. Gregor Woschnagg (Vizepräsident)

Herbert Scheibner (Vizepräsident)

Univ.-Prof. Dr. Alexander Van der Bellen (Vizepräsident)

Dr. Willibald Pahr (Ehrenpräsident)

Dr. Wolfgang Schallenberg (Ehrenpräsident)

Michael F. Pfeifer (Generalsekretär)

Bernd Hermann (stv. Generalsekretär)

Weitere Vorstandsmitglieder:

Dr. Alexander Christiani, Dr. Angela Kane., Ass.-Prof. DDr.

Renate Kicker, Dr. Michael Linhart, Dr. Eva Nowotny

Dkfm. Dr. Karl Peterlik, Dr. Johannes Peterlik, Dr. Gerhard

Pfanzelter, Dr. Ursula Plassnik,

Dr. Hans Dietmar Schweisgut

IMPRESSUM

006


COCO-MAT – nachhaltig

ins Land der Träume

“Sleep on nature…wake up in a dream” – diesen Traum verfolgte der

Grieche Paul Evmorfidis, als er 1989 COCO-MAT gründete.

Fotos: Coco-Mat

„Herrlicher Schlaf für Jeden, der COCO-

MAT Betten und Matratzen benutzt“,

so lautet die Philosophie des Erfinders.

Als Kraft- und Inspirationsquelle dient

die Weisheit der Natur. So hat er es geschafft,

innovative Produkte und Möbel

aus natürlichen Materialien zu bauen.

Basierend auf der Idee, dass unser Körper

(griechisch „soma“) natürlich weiß,

was richtig (griechisch „ortho“) für ihn ist,

hat Evmorfidis höchst elastische Matratzen

entwickelt, die sich perfekt jeder Figur

und Form anpassen. Mehrere Lagen

natürlicher Materialien liegen in jedem

Produkt übereinander. Reiner Naturkautschuk

dient als elastisches Element,

das zart jede Kurve des Körpers umarmt,

während firme Elemente wie Kokosfaser,

Rosshaar und Kaktusfaser dem Körper

maximale Unterstützung bieten. Lavendel,

Eukalyptus und Seegras dienen als

Aromatherapie. COCO-MAT benutzt

keine Metallfedern. Mit Hingabe wird

Schritt für Schritt in unzähligen Stunden

an jeder handgefertigten Ergo-Base,

dem wichtigsten Element des charakteristischen

COCO-MAT Schlafsystems,

gearbeitet. Sie liegt als Basis in den Bett-

Matratzen und besteht aus biegsamen

Eukalyptusholz-Latten, die wiederum

auf natürlichem Kautschuk liegen.

Dabei gibt sie das Gefühl, dass die

Bett-Matratze bodenlos ist, federt jede

Körperbewegung ab und absorbiert den

Belastungsdruck. Gleiche Gewichtsverteilung

auf der ganzen Schlafoberfläche

und Luftzirkulation werden dadurch

ebenfalls gewährleistet. Alle Matratzen,

Kissen und Schlafprodukte werden in

der hauseigenen Manufaktur in Xanthi,

Nordgriechenland, handgefertigt. Dabei

hat COCO-MAT eine nahezu neutrale

Klimabilanz und eine Recyclingrate von

96 Prozent. Nachwachsende Rohstoffe

wie Wolle, Holz, oder Algen werden

lokal aus Griechenland bezogen. Jeder,

der sich en detail für die Produktion

interessiert, ist von COCO-MAT herzlich

nach Nordgriechenland eingeladen. Wer

mag, kombiniert diese Reise mit einem

Aufenthalt in Athen, wo Evmorfidis vor

einigen Jahren mit Bruder Mike eigene

Boutique Hotels, ausgestattet mit CO-

CO-MAT Betten und Möbeln, eröffnet

hat. Als ursprünglich griechisches Unternehmen

ist COCO-MAT inzwischen

weltweit mit über 100 Geschäften und

unzähligen Hotelpartnern erfolgreich.

Auch im Herzen Wiens lädt COCO-MAT

seine Kunden auf einen griechischen

Bergtee und zum Probeschlafen auf

diesen außergewöhnlichen Betten aus

Naturmaterialien ein.

www.coco-mat.com

007


SOCIETY

SOCIETY

Gastautoren

SOCIETY präsentiert in jeder Ausgabe zahlreiche

Gastautoren, die sich mit aktuellen Themen aus Politik,

Lifestyle, Wirtschaft und Kultur befassen.

Dr. Emil Brix ist Diplomat und Historiker und als Direktor der Diplomatischen

Akademie Wien tätig. Er trat 1982 in den diplomatischen Dienst ein, seine letzten

Posten waren als Botschafter Österreichs in Großbritannien (2010-2015) und in der

Russischen Föderation (2015-2017). Er ist Vorsitzender des Instituts für den Donauraum

und Mitteleuropa und Mitglied des Verwaltungsrates der Austrian Research

Association. Emil Brix ist Verfasser zahlreicher Bücher und Artikel über die österreichische

und europäische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Dieses Mal

reflektiert er in seinem Beitrag über nationale Zugehörigkeiten in Mitteleuropa.

Mag. Hermine Schreiberhuber ist freie Journalistin in Wien. Sie studierte an

den Universitäten Wien und Paris Sprachen und Kommunikationswissenschaft,

war Redakteurin bei der APA – Austria Presse Agentur und langjährige

Vizeressortleiterin in der Außenpolitik. Für die SOCIETY-Länderschwerpunkte

verfasst sie regelmäßig politische Analysen und Hintergrundberichte. Für diese

Ausgabe beschäftigte sie sich in ihrem Gastbeitrag mit dem Thema „100 Jahre

österreichische Verfassung“.

Sonja Sagmeister war lange Zeit als ORF-Korrespondentin bei der EU und

NATO in Brüssel tätig und arbeitet jetzt in der Wirtschaftsredaktion der „Zeit im

Bild“. Sie studierte in Graz Sprachen und Journalismus und wurde als Sonderberichterstatterin

rund um die Euro-Einführung in die Wirtschaftsredaktion der

„Zeit im Bild“ berufen. Später konzentrierte sie sich auf Sozial- und Wirtschaftsreportagen

zur EU-Erweiterung. In diesem Heft schreibt sie über den Umgang

mit Krankheiten und Pandemien in Afrika.

Kurt Seinitz ist seit 1974 Ressortleiter der Außenpolitik der Kronenzeitung und

hat in dieser Funktion bereits den chinesischen Ministerpräsidenten Zhou Enlai

interviewt und sämtliche Nahostreisen des damaligen Bundeskanzlers Bruno

Kreisky begleitet. Er berichtete außerdem über den Vietnamkrieg, die iranische

Revolution und viele weitere historische Ereignisse. Seinitz ist Autor zweier

Bücher über China. In der aktuellen Ausgabe des SOCIETY Magazins schreibt

er über die Auswirkungen von Corona auf den Fortschritt.

Fotos: Foto Nelson, SOCIETY/Pobaschnig, Diplomatische Akademie. Philipp Horak, privat, Lansky Ganzger+partner

GASTAUTOREN

008


SOCIETY

Christian Wehrschütz ist Korrespondent des ORF für den Balkan und für die

Ukraine und war zuvor als Redakteur in der Außenpolitischen Redaktion des

Aktuellen Dienstes des Fernsehens, als dritter Korrespondent des ORF in

Brüssel und im Aktuellen Dienst des Hörfunks (ORF) in der Nachrichtenredaktion

tätig. Im Zuge seines Gastbeitrages setzt er sich mit den politischen und

wirtschaftlichen Umbrüchen des Balkanstaates Montenegro auseinander.

Simon Inou ist Soziologe und Journalist, z. B. bei Radio Africa International. Er

engagiert sich außerdem beim Verein M-Media, der journalistische Talente mit

Migrationshintergrund sucht und fördert. Für seine Arbeit hat er zahlreiche Auszeichnungen

bekommen, u. a. vom Land Steiermark und der EU. Gemeinsam mit

anderen gibt er das neue Magazin „fresh“ der schwarzen Bevölkerung Österreichs

heraus, das einen frischen Wind in die heimische Medienlandschaft bringt. In dieser

Ausgabe gibt er Einblicke in die Black-Lives-Matter-Bewegung in Österreich.

Denise Aichelburg ist TV-Moderatorin und Reporterin bei oe24TV und hat eine

Übersetzer- und Dolmetscherausbildung an der Universität Wien abgeschlossen.

Danach unterrichtet sie Business- Englisch für Jugendliche und Erwachsene.

Ihre Faszination für die Politik führte dazu, dass sie 2013 bei Frank Stronachs

neuer Partei anheuerte und Pressesprecherin im Parlamentsklub wurde. Bei

Servus TV in Salzburg war sie ebenfalls ein Jahr tätig. In dieser Ausgabe schreibt

sie über die Rolle, die Soziale Medien im Journalismus spielen und wie „Fake

News“ entstehen können.

Mag. Valentin Neuser ist Rechtsanwalt und Managing Partner bei Lansky,

Ganzger + Partner, sowie Mediator und Head of German Desk bei LGP. Er beschäftigt

sich schwerpunktmäßig mit Insolvenzrecht sowie mit dem Zivil- und

Zivilprozessrecht. Ein weiterer Fokus liegt auch auf Alternativer Streitbeilegung

(ADR) und Mediation. Gemeinsam mit Michael Komuczky verfasste er einen

Beitrag zu den rechtlichen Folgen des BREXIT.

Dr. Michael Komuczky ist Rechtsanwalt bei Lansky, Ganzger + Partner. Er ist auf

Streitbeilegung, sowohl im außergerichtlichen Bereich, als auch vor Gerichten

und nationalen und internationalen Schiedsgerichten spezialisiert. Dabei berät

er Klienten insbesondere im Vertragsrecht, Vertriebsrecht, Gesellschafts- und

Stiftungsrecht, auch mit internationalen Bezügen. Außerdem umfasst seine Tätigkeit

die Bereiche Arbeitsrecht und Verbraucherrecht. Er berät Klienten unter

anderem auch auf Spanisch.

GASTAUTOREN

009


SOCIETY

Charles – der

nachhaltige Prinz

Niemals zuvor musste ein Thronfolger so lange

auf die britische Krone warten, wie der heute

72-jährige Prinz Charles. Doch die Wartezeit

vertreibt sich der vielseitig interessierte Sukzessor

geschickt mit Projekten und Initiativen.

Als (ehemaliger) Biobauer engagiert

er sich für eine nachhaltige Landwirtschaft,

er malt, liebt Architektur, ist der

erste Royal mit Studienabschluss und

setzt sich mit zahlreichen philanthropischen

Stiftungen für die Gesellschaft

und die Umwelt ein. Seine Mutter

Elizabeth, damals noch Kronprinzessin,

war 22 Jahr alt, als Charles Philip Arthur

George am 14. November 1948 im

Londoner Buckingham Palace geboren

wurde. Mit ihrer Krönung zur Königin

von Großbritannien und Nordirland

wurde der dreijährige Charles zum

Thronfolger. Heute, 68 Jahre später, hat

er diese Funktion noch immer inne. „Ein

Schattenkönig in Wartestellung“, nennt

ihn Sally Bedell Smith in ihrem Buch

„Prinz Charles – ein außergewöhnliches

Leben.“ Dass Prinz Charles keine gewöhnliche

Kindheit hatte, überrascht

nicht. Wie in der Oberschicht üblich,

war die Beziehung zwischen Eltern

und Kind kühl und distanziert. Körperliche

Nähe gab es kaum. Seine engsten

Bezugspersonen: die Nanny Mabel Anderson

und seine Großmutter mütterlicherseits,

die Charles Kunst und Musik

näher brachte. Seine jüngere Schwester

Anne unterschied sich charakterlich

grundlegend von ihm – sie, die Entschlusskräftige

und Selbstbewusste,

er, der Sensible und Schüchterne. Sein

jüngerer Bruder Andrew kam auf die

Welt als Charles bereits 12 Jahre alt war,

Edward vier Jahre später. Der große Altersunterschied

soll auch der Grund für

das mutmaßlich distanzierte Verhältnis

der Brüder sein. Das Zusammenleben

im Buckingham Palace war aber, so

heißt es in der Biografie, generell ein

eher unabhängiges und oftmals einsames.

Charles musste für gewöhnlich

gar einen Termin vereinbaren, um seine

Eltern sehen zu können.

VORBEREITUNG AUF DIE

THRONFOLGE

Schon von Kindesbeinen an wurde

Charles auf das spätere Regentenamt

vorbereitet. Seine Schulbildung erhielt

er in traditionsreichen Eliteschulen

wie etwa der Gordonstoun School in

Schottland. Die Zeit dort fühlte sich

für ihn jedoch wie eine „Gefängnisstrafe“

an, so schreibt Bedell Smith in

ihrem Buch, für das sie mit über 300

Freunden, Familienmitgliedern und

Palastoffiziellen sprach. Kalte Duschen,

mit Schnee bedeckte Bettdecken,

kurze Hosen das ganze Jahr über und

dazu Schikanen und Mobbing seiner

Mitschüler – dennoch befand sein

Vater Philip, der Gordonstoun ebenfalls

besucht hatte, einen Schulwechsel

als „unvertretbar“ und als Zeichen

von Schwäche. 1966, mit 17 Jahren,

verbrachte der sensible Prinz zwei

Trimester in Australien, was sich als

eine sehr bereichernde Erfahrung für

ihn herausstellen sollte. Die Menschen

begegneten ihm positiver, es gab keine

sadistischen Schikanen der Mitschüler

wie zuvor in Gordonstoun. Der Schulleiter

Thomas Garnett beschrieb ihn

später als einen „freundlichen, intelligenten,

natürlichen Jungen mit einem

guten Sinn für Humor“. Im selben Jahr

wurde er von seiner Mutter zum Counsellor

of State ernannt, was ihn erstmals

dazu befugte, offizielle Aufgaben des

Monarchen wahrzunehmen. 1967

nahm er das Studium der Archäologie

und Anthropologie am Trinity College

der Cambridge University auf, später

wechselte er zu Geschichte. Charles

war jedenfalls der erste Thronfolger,

der tatsächlich einen Uniabschluss

anstrebte und der erste, der Walisisch

lernte. Mit seinen älteren Mentoren

verstand er sich meist besser als mit

seinen Studienkollegen. Trotz ihrer

unterschiedlichen Charaktere, näherten

sich auch Charles und Anne an

und sie entwickelte sich zu einer engen

Vertrauten. Vor seinem letzten Jahr

in Cambridge verfasste er außerdem

sein erstes Buch für Kinder, „The Old

Man of Lochnagar“, das allerdings erst

über ein Jahrzehnt später veröffentlicht

werden sollte. Zwischen 1971 und 1976

absolvierte er außerdem eine Militärausbildung,

im Rahmen derer er lernte,

Hubschrauber, Propeller- und Düsenflugzeuge

zu fliegen.

Foto: Alex Hammond/Britische Botschaft

COVERSTORY

010



SOCIETY

„Die Erde ist in Gefahr. Sie wird nicht fertig mit allem, was wir ihr abverlangen.

Sie verliert ihre Balance, und daran sind wir Menschen schuld.“

Zuvor lernte er 1970 bei einem Polospiel

in Windsor die selbstbewusste Camilla

Shand kennen, eine Begegnung, die

sein Leben auf lange Sicht verändern

sollte. Sie heiratete jedoch 1973 Andrew

Parker Bowles, Charles wurde sogar

Taufpate des ersten Sohnes des Paares.

Der Thronfolger ehelichte 1981 trotz

Unsicherheiten und Bedenken schließlich

die aus einer der ältesten Adelsfamilien

Englands stammende Diana

Spencer. Er war damals 32, sie 19. Der

Druck sich zu verheiraten war zu dieser

Zeit bereits groß. „Mir wird gesagt,

dass die Ehe das einzige Heilmittel für

mich sei – und vielleicht ist das auch

so“, schrieb er einmal in einem Brief

an einen Freund. „Die Medien werden

mich einfach nicht ernst nehmen, solange

ich nicht heirate und offensichtlich

Verantwortung übernehme.“ Ein

Jahr nach der Heirat kam sein erster

Sohn William zur Welt, 1984 folgte die

Geburt Harrys. Das Ende der Ehe mit

Diana 1996 und vor allem ihr tragischer

Unfalltod im darauffolgenden Jahr

beschäftigten Medien und Menschen

weltweit und stürzten das Königshaus

vorübergehend in eine Krise.

VIELSEITIG UND ARTIKULIERT

Im Gegensatz zu seinen Vorgängern

und anderen Mitgliedern der royalen

Familie artikuliert Prinz Charles seine

persönlichen Ansichten – etwa zur Politik

– viel deutlicher. So gilt er auch als

freimütiger Architekturkritiker, der vor

allem modernen Strömungen misstrauisch

gegenüber steht. Sein Verständnis

einer nachhaltigen und kontextuellen

Planung formulierte er in seinem Buch

„A Vision Of Britain“, angelehnt daran

wurde sogar die Modellstadt Poundbury

in der Grafschaft Dorset errichtet.

Seine Wertschätzung von Tradition manifestierte

sich auch im Jahr 2000, als

er nach fast 130 Jahren Unterbrechung

wieder eine Hofharfenistin ernannte.

Auf Reisen engagiert er zudem regelmäßig

Reisemaler, die Landschaften

und einzelne Szenen für die royale

Familie malerisch festhalten. Zum 40.

Jubiläum der Seifenoper „Coronation

Street“ zeigte er aber seine modernere

und gelassenere Seite, als er das Set

besuchte und im Rahmen eines Gastauftritts

sich selbst spielte. 2013 hatte

Charles zudem einen Sprecheinsatz

als Außerirdischer in der Science-Fiction-Serie

„Doctor Who“. Der 72-Jährige

ist außerdem ein passionierter Maler,

bevorzugt mit Aquarellfarben malt er

meist Landschaften.

IM EINSATZ FÜR DIE UMWELT

Seiner Leidenschaft für den Umweltschutz

verlieh der Prince of Wales erstmals

1970 im Rahmen einer Konferenz

in Cardiff öffentlich Ausdruck. Diese

Thematik sollte ihn in den kommenden

Jahren stets begleiten und ein wesentlicher

Teil seines philanthropischen

Engagements werden. Auf Highgrove,

seinem Landsitz in Gloucestershire,

entdeckte er bereits in den 80er Jahren

seine Liebe zum Gärtnern. 1986 entschied

er sich dazu, den Garten und

die Duchy Home Farm von nun an nach

ökologischen Konzepten zu betreiben,

um der Landwirtschaft „wieder eine

Seele zu verleihen.“ Um die Produkte

der Farm zu vermarkten, gründete er

1990 die Marke Duchy Organics, die

heute als Waitrose Duchy Organic bekannt

ist. Die Umsätze aus dem Verkauf

gehen an Charity Projekte des Prinzen.

In seinem 2010 veröffentlichten philosophischen

Manifest „Harmonie – eine

neue Sicht unserer Welt“, plädierte er

ebenfalls für einen sorgsameren Umgang

mit unserem Planeten: „Dies ist

ein Aufruf zur Revolution. Die Erde ist

in Gefahr. Sie wird nicht fertig mit allem,

was wir ihr abverlangen. Sie verliert ihre

Balance, und daran sind wir Menschen

schuld.“ Mit seinem aktuellsten Projekt,

einer nachhaltigen Modelinie, die aus

Brennnesseln seines Landsitzes Highgrove

House hergestellt wird, setzt er

ein weiteres Zeichen für einen bewussteren

und nachhaltigeren Umgang mit

den Ressourcen unserer Erde.

KARITATIVES ENGAGEMENT

Schon seit jungen Jahren engagiert

sich der Prince of Wales für eine Vielzahl

von Projekten mit unterschiedlichsten

Zwecken. 1976 gründete er

zum Beispiel die gemeinnützige Organisation

„The Prince’s Trust“ mit dem

Ziel, benachteiligten Jugendlichen und

jungen Erwachsenen aus schwierigen

Verhältnissen zu helfen. Daneben setzt

er sich unter anderem für den Schutz

der Regenwälder, Nachhaltigkeit und

den Klimaschutz ein, aber auch der

ökumenische und interreligiöse Dialog

liegt ihm am Herzen. Der Spiritualität,

Naturreligionen sowie dem Judentum

und dem Islam schenkt Charles seit

geraumer Zeit große Aufmerksamkeit,

zu den beiden monotheistischen

Religionen betrieb er laut seines Biografen

Jonathan Dimbleby tiefgehende

Studien. Außerdem ist er Schirmherr

des Mihai-Eminescu-Trusts, der sich in

Transsilvanien um den Erhalt historischer

Ortschaften kümmert. In einem

dieser Dörfer – Viscri genannt – kaufte

er ein Guesthouse, in dem man heute

nächtigen und die Ruhe der ländlichen

Region genießen kann. Der Prinz hat

nämlich eine ganz besondere Verbindung

zu Rumänien – in einem Interview

mit dem britischen „The Telegraph“

gab er an, mit Vlad III. Drăculea, dem

berühmt-berüchtigten Fürsten der

Walachei, verwandt zu sein.

Die vielen außergewöhnlichen Seiten

des Prince of Wales, der am 14. November

seinen 72. Geburtstag feierte,

überraschen – die Zeit bis zur Thronübernahme

wird er also weiter gut

überbrücken können.

BUCHTIPP:

Prinz Charles. Ein außergewöhnliches

Leben.

Sally Bedell Smith

Lifestyle BusseSeewald

Fotos: Alex Hammond/Britische Botschaft, HBF Carina Karlovits

COVERSTORY

012


SOCIETY

Prinz Charles und Herzogin Camilla zu Besuch beim Bio-Weinbauer Obermann

in Österreich

Prinz Charles bewundert die Confiseriekunst der k.u.k. Hofzuckerbäckerei

Demel in Wien

Royaler Besuch in den Räumlichkeiten, wo die köstlichen Tortenkreationen der

k.u.k. Hofzuckerbäckerei Demel hergestellt werden

Der royale Thronfolger und seine Gattin trafen bei ihrem Wien-Besuch Bundespräsident

Alexander Van der Bellen und Doris Schmidauer

SOCIETY-Herausgeberin Gerti Tauchhammer traf Prinz Charles bei seinem

Besuch der Salzburger Festspiele im Jahr 2003

COVERSTORY

013


SOCIETY

Journalistenlegende

Hugo Portisch

Der 93-jährige Ausnahmejournalist Hugo

Portisch hat das Geschichtsverständnis der

ÖsterreicherInnen geprägt wie kein anderer.

Geboren wurde Portisch am 19. Februar

1927 in Preßburg (Bratislava), wo

er mit seinem älteren Bruder Emil und

seinen Eltern aufwuchs. Sein Vater,

ein Fürsprecher der Demokratie, war

ebenfalls Journalist, zwischen 1924 und

1939 sogar Chefredakteur der deutschsprachigen

„Preßburger Zeitung“.

Den Zweiten Weltkrieg erlebte Hugo

Portisch als junger Bursche mit, bei

dessen Ende war er 18 Jahre alt und

nur knapp dem Kampf als Soldat an

der Front entgangen. Kurz nach Erhalt

seines Reifezeugnisses am 4. April 1945

sollte er zur Waffen-SS einrücken, sein

Marschbefehl gen Prag wurde aber mit

dem Ende des Krieges obsolet.

DIE ANFÄNGE

„Ich wollte nicht Journalist werden“,

schreibt er in seiner Biografie „Aufregend

war es immer“, sein primärer

Wunsch damals: „in die Welt hinauszugehen,

fremde Länder zu sehen, andere

Kulturen zu erleben“. Um sich dies

später einmal ermöglichen zu können,

begann Portisch nach Kriegsende an

der Universität Wien Philosophie und

Psychologie, Anglistik, Geografie und

Germanistik zu studieren, ehe er zu Publizistik

wechselte und diesen Studiengang

1951 mit dem Dr. phil abschloss.

Die für ihn nachhaltigste journalistische

Ausbildung erhielt er aber 1950

im Rahmen eines sechsmonatigen

Journalistenkurses in den USA, wo er

als Praktikant unter anderem bei der

New York Times und der Washington

Post arbeitete. Dort lehrte man ihn

jenes Leitmotiv, welches er auch

heute noch als wichtigstes Paradigma

des guten Journalismus‘ betrachtet:

„Check, re-check und double check –

immer die Wahrheit zu sagen, nichts

zu verschleiern und alles so auszusprechen,

wie es ist“, betont er im Interview

mit SOCIETY.

Seine journalistische Karriere begann

aber bereits drei Jahre vor seiner

Reise in die USA, als Redaktionseleve

der Wiener Redaktion des St. Pöltner

Pressevereins, 1948 wechselte er zur

Wiener Tageszeitung, im gleichen Jahr

lernte er seine spätere Ehefrau und

engste Weggefährtin, die Schriftstellerin

Traudi Reich kennen. 1953 folgte ein

neuer Meilenstein seiner Karriere: er

zog nach New York, um für den Österreichischen

Informationsdienst zu arbeiten.

Im Zuge dieser Position begleitete

er den damaligen Bundeskanzler

Julius Raab bei seinem USA-Besuch.

Bereits im folgenden Jahr wechselte

er zum „Neuen Kurier“, zu dieser Zeit

war Hans Dichand noch Chefredakteur

des Blattes, vier Jahre später übernahm

Portisch diesen Posten. Als

Chefredakteur des Kuriers war er 1964

maßgeblich am Zustandekommen des

ersten Volksbegehrens Österreichs,

die Unabhängigkeit des Rundfunks betreffend,

beteiligt. Nach dessen Erfolg

holte ihn der neue ORF-Generalintendant

Gerd Bacher als Chefkommentator

zum Österreichischen Rundfunk.

Bacher war es auch, der ihn und Sepp

Riff damit beauftragte, sich dokumentarisch

mit der Geschichte Österreichs

auseinanderzusetzen. „Zu Beginn war

ich der Meinung, dass das nicht so

schwer sein könne. Ich dachte, es gäbe

sicherlich genügend Filmmaterial und

Erkenntnisse von Historikern, zwanzig

Jahre danach“, erinnert sich Portisch.

Die Realität war aber eine andere. Der

ORF verfügte lediglich über etwa 40

Minuten Filmmaterial, im Filmarchiv

war ebenfalls nichts zu finden, die

Aufnahmen waren mehreren Bränden

zum Opfer gefallen. Nach einiger Überlegung

fiel ihm und seinen Kollegen

ein, die damaligen Besatzungsmächte

nach Material zu fragen.

„Ich fuhr nach Washington, London,

Paris und Moskau und suchte überall

Leute, die eine gewissen Ahnung von

dieser Materie hatten und meine Suche

war auch erfolgreich“, so Portisch.

Die große Herausforderung war jedoch

Foto: SOCIETY/Probaschnig

PERSÖNLICHKEITEN

014


SOCIETY

die Sowjetunion, deren Zentralarchiv

für ausländische Journalisten nicht

zugänglich war. Nach einem Gespräch,

das der damalige österreichische Bundespräsident,

Dr. Rudolf Kirchschläger

mit dem sowjetischen Staatsoberhaupt

Leonid Iljitsch Breschnew führte,

bewilligte dieser die Öffnung des

Archivs für Portisch. „Ich flog also nach

Moskau, sichtete das Material und

fand einen Schatz. Hunderte Filme,

die die Sowjets gedreht hatten“, erinnert

sich der Journalist. Gerd Bacher

bewilligte die Millioneninvestition in

das Material und eine der wichtigsten

Dokumentationen über die Geschichte

und Identitätsfindung der Republik

Österreich konnte entstehen. „Mit

unseren Fragestellungen haben wir

die Grundlage für die Geschichtsforschung

in diesem Bereich gelegt und

gleichzeitig mit einigen Auffassungen

Schluss gemacht, wie etwa mit der

Staatsdoktrin, Österreich sei das erste

Opfer Hitlers gewesen“, ergänzt er.

HÖHEPUNKTE

In seiner außerordentlichen journalistischen

Karriere wurde Portisch Zeuge

zahlreicher historischer Ereignisse.

Die erste Mondlandung 1969 blieb

ihm aber ganz besonders in Erinnerung:

„Dass es die Menschheit zum

ersten Mal zum Mond hinauf schaffte,

war schon ein sehr entscheidendes

Ereignis“, so Portisch. Aber auch der

Vietnamkrieg grub sich tief in sein

Gedächtnis. „Die Amerikaner brachten

uns Journalisten mit kleinen

Flugzeugen regelmäßig an die Front,

als eines Tages die kommunistischen

Vietcong-Partisanen kurz vor der

Landung auf uns schossen. Der Pilot

konnte in letzter Sekunde durchstarten

und wegfliegen.“ Sein umfangreiches

Wissen und seine Erfahrungen

konservierte „der Geschichtslehrer

der Nation“ bis heute in zahlreichen

Projekten und Publikationen. In seinem

aktuellsten Werk, das im September

2020 erschien, beschäftigt er

sich mit Russland. In einer Synthese

aus persönlichen Erfahrungen und

historischen Rückblicken formuliert

er ein Plädoyer für die engere Zusammenarbeit

zwischen der Russischen

Föderation und der EU. „Dieses Buch

zu schreiben war mir ein großes Anliegen,

weil ich festhalten wollte, dass

Russland ein europäischer „Mitbruder“

und kein fernes asiatisches Land

ist“, hebt er hervor.

Hugo Portisch kann auf ein bewegtes

Leben zurückblicken, in dem er stets

hohes Ansehen in Österreich genoss.

1991 hätte er sogar für das Amt des

österreichischen Bundespräsiden kandidieren

können, was er aber ablehnte.

2019 erhielt er für sein Lebenswerk das

Goldene Ehrenzeichen der Republik.

„Mir fällt nichts ein – im Großen und

Ganzen ist in meinem Leben alles sehr

zufriedenstellend gelaufen“, antwortet

er auf die Frage, ob er heute in seinem

beruflichen Leben etwas anders

machen würde. Er habe auch nichts

dagegen, noch ein Buch zu schreiben,

sofern ihm noch eine gute Idee käme,

erzählt er uns. Sein Schaffen war und

ist für die österreichische Gesellschaft

jedenfalls von großer Bedeutung, und

wird es auch für zukünftige Generationen

sein, denn, so lautet einer

Portischs Leitgedanken, „nur wer die

Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart

beurteilen.“

PERSÖNLICHKEITEN

015


SOCIETY

Montenegro: Machtwechsel

im Balkanstaat

„In der Mitte des Flusses wechselt man nicht die Pferde“ – lautet ein

Sprichwort. Genau das soll nun in Montenegro passieren, wobei eher

die Reiter abgeworfen werden, die das Land seit 30 Jahren führen.

Denn die “DPS, die Partei der Macht“,

unter Präsident Milo Djukanovic blieb

bei der Parlamentswahl Ende August

zwar klar stärkste Kraft, verlor aber mit

ihren Koalitionspartnern knapp die absolute

Mehrheit. Gemeinsam mit Sozialdemokraten

und den Parteien der

nationalen Minderheiten kommt die

DPS auf 39 Sitze; dagegen hat die Opposition

unter Führung proserbischer

Parteien 41 Mandate. Im Parlament mit

seinen 80 Sitzen gibt es zwei wilde Abgeordnete,

neun Klubs und 13 Parteien.

Die bisherige Opposition besteht aus

fünf Fraktionen, in denen prorussische,

serbische Nationalisten, gemäßigte

serbische und prowestliche Politiker

ebenso vertreten sind. Sie eint nur die

Gegnerschaft zu Milo Djukanovic; er

bleibt zwar weiter Staatspräsident aber

seine DPS soll endlich in Opposition

geschickt werden.

ORF-Balkan- und Ukrainekorrespondent

Mag. Christian Wehrschütz

Doch bei diesem Unterfangen gibt

es beträchtliche Probleme. Neuer

Regierungschef soll Zdravko Krivokapic

werden. Der 62-jährige war bis

vor wenigen Monaten ein politisch

unbekannter Professor für Maschinenbau

an der Universität in Podgorica.

Bekannt wurde er als eine zentrale Figur

der Massenproteste gegen ein Religionsgesetz,

mit dem die Regierung

die serbisch-orthodoxe Kirche unter

staatliche Kontrolle bringen wollte.

Einerseits ist die Rechtsstellung dieser

Kirche nicht ausreichend geregelt, die

auch die montenegrinische Nationsbildung

erschwert; andererseits versuchte

das Gesetz mit juristisch strittigen

Mitteln Eigentumsfragen zu seinen

Gunsten zu klären. Das führte dazu,

dass die serbische Orthodoxie unter

Metropolit Amfilohie (Radovic) massiv

in den Wahlkampf eingriff und auch

Zdravko Krivokapic als Spitzenkandidat

der Opposition durchsetzte. Auch

seine Ministerliste enthält so manche

Person, die der Orthodoxie nahesteht.

Sie ist aber derzeit durch den Tod von

Amfilohie Ende Oktober führungslos;

politisch hat damit Krivokapic seine

wichtigste Stütze verloren. Er macht im

persönlichen Gespräch den Eindruck

eines anständigen Menschen; doch

für ihn und all seine künftigen Minister

gilt, dass sie weder über politische

Erfahrung verfügen noch als wirkliche

Experten angesehen werden können.

Doch gerade eine Experten-Regierung

war das zentrale Versprechen der

aus drei Bündnissen bestehenden

Opposition. Von ihnen soll im Kabinett

nur die kleinste Gruppe, die grünbürgerliche

Partei URA, prominent

vertreten sein, die vom Albaner Dritan

Abazovic geführt wird. URA hat zwar

nur vier Abgeordnete, ist aber nicht

nur das Zünglein an der Waage für den

Regierungswechsel, sondern auch klar

für den EU-Beitritt und die Beibehaltung

der NATO-Mitgliedschaft. Daher

sollen dieser Partei das Innen- und das

Verteidigungsministerium zufallen.

Nicht berücksichtigt hat Krivokapic

prominente Führer der proserbischen

Opposition; das führte zu massiven

Konflikten und zur Verschiebung der

Parlamentssitzung auf derzeit Anfang

Dezember, bei der die neue Regierung

angelobt werden soll. Äußerst zurückhaltend

agiert dagegen die DPS, die

jeden Eindruck vermeiden will, den

Machtwechsel zu sabotieren.

Die Zeit drängt: Zdravko Krivokapic will

die Regierung von 17 auf 12 Minister

verkleinern; das erfordert nicht nur

die Änderung vieler Gesetze und

Verordnungen; auch der von der DPS

vorgelegte Budgetentwurf kann somit

so nicht beschlossen werden. Die

Frist dafür ist Ende Dezember; deren

Einhaltung fraglich. Hinzu kommt, dass

in Montenegro der Tourismus als wichtigster

Wirtschaftszweig wegen der

Corona-Krise massiv eingebrochen ist.

Das Land wird Hilfe von IWF und Weltbank

brauchen, doch bis dato fanden

weder Gespräche mit der amtierenden

Regierung noch mit den internationalen

Finanzinstitutionen statt. Dem

künftigen Kabinett fehlen dazu auch

die Experten. Montenegro könnte

somit inmitten von Corona-Pandemie

und Wirtschaftskrise auch noch politische

Instabilität bevorstehen.

Foto: ORF

GASTKOMMENTAR

016


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Wichtig ist nur, gemeinsame

Lösungen zu finden

SOCIETY traf den Botschafter der Europäischen

Kommission in Österreich, Martin Selmayr, um

mit ihm über die Strategie der EU im Kampf gegen

das Coronavirus zu sprechen.

Sie als Botschafter der Europäischen

Kommission setzen die entwickelten

Strategien und beschlossenen Ziele

der EU in Österreich um. Was sind die

Prioritäten der Kommission für den

Zeitraum von 2019-2024?

Klare Priorität ist derzeit die Bewältigung

der Corona-Pandemie. Erstmals

haben die 27 EU-Mitgliedstaaten in

Gesundheitsfragen ihre Kräfte gebündelt.

Deshalb schließt aktuell die

Europäische Kommission im Namen

aller EU-Staaten Verträge mit Pharmaunternehmen,

damit Impfstoffe

gegen Covid-19 rasch hergestellt

und anschließend gerecht verteilt

werden können – in Europa, aber auch

darüber hinaus.Denn diese Pandemie

wird erst zu Ende sein, wenn der

Virus überall auf der Welt besiegt

ist. Außerdem arbeitet die Kommission

Tag und Nacht dafür, dass wir

die Folgen der Pandemie auf Bürger

und Unternehmen abfedern und so

rasch wie möglich aus dieser Krise

kommen. Das historische EU-Finanzpaket

von 1,8 Billionen Euro wird dazu

beitragen. Europa muss insgesamt

widerstandsfähiger, effizienter und

innovativer werden. Unser Kontinent

will deshalb mit dem von der Kommission

vorgelegten „Grünen Deal“ zum

Vorreiter beim Klimaschutz werden

und bis 2050 klimaneutral sein. Und

wir wollen Europas Rolle in der Welt

stärken. Denn wir werden nur dann

Fotos: SOCIETY/Pobaschnig

POLITIK

018


SOCIETY

Ich freue mich, dass die Grundeinstellung der Österreicherinnen

und Österreicher nach 25 Jahren EU-Mitgliedschaft zwar kritisch,

aber durchaus proeuropäisch ist.

unsere Werte und unser einzigartiges

Sozialmodell bewahren, wenn wir

in weltpolitischen Fragen – von der

Sicherheit im Nahen Osten über die

Armutsbekämpfung in Afrika bis hin

zur Migrationsherausforderung – als

Kontinent sprech- und handlungsfähig

werden.

Apropos globale Rolle der EU: Wie verändert

der Ausgang der US-Wahl das

transatlantische Verhältnis?

Natürlich ist bei uns in den Gängen

ein Seufzer der Erleichterung zu hören.

Es ist für jedermann sichtbar, dass

Joe Biden deutlich mehr an kooperativen

transatlantischen Lösungen

interessiert ist als es Donald Trump

je war. Wir sollten allerdings nicht zu

euphorisch sein. Trump mag im Januar

Geschichte sein, aber der Trumpismus

wird uns noch lange beschäftigen. Uns

Europäern muss außerdem klar sein:

Kein US-Präsident wird den Job für

Europa machen. Bis zur Wahl Trumps

2016 konnten wir Europäer meist noch

darauf zählen, dass es Uncle Sam

notfalls richten würde, ob bei globalen

Finanzkrisen oder in Sicherheitsfragen.

Das war eine Komfortzone, in der

wir uns recht behaglich eingerichtet

hatten. Damit ist Schluss. Europa muss

sein Schicksal ein Stück weit selbst in

die Hand nehmen.

Wie sieht die derzeitige Beziehung

zwischen der EU und Österreich aus?

Ich freue mich, dass die Grundeinstellung

der Österreicherinnen und

Österreicher nach 25 Jahren EU-Mitgliedschaft

zwar kritisch, aber durchaus

proeuropäisch ist. Man muss nicht

alles, was aus Brüssel oder Straßburg

kommt, für richtig halten, und das ist

es ja auch nicht immer. Wichtig ist mir

aber, darauf hinzuweisen, dass EU-Politik

nicht auf fernen Planeten namens

Brüssel oder Straßburg gemacht wird,

sondern dass die österreichische

Regierung seit 25 Jahren bei allen

Entscheidungen mit am Tisch sitzt

und direkt gewählte österreichische

Europaabgeordnete alle EU-Gesetze

maßgeblich mitgestalten. Aus der

Sicht jedes EU-Staats gibt es das eine

oder andere Thema, das auf EU-Ebene

kontrovers diskutiert wird. Es ist

völlig legitim, dass die österreichische

Regierung dabei österreichische Interessen

einbringt und vertritt. Wichtig

ist nur, dass wir am Ende zu einer gemeinsamen

Lösung kommen. Und da

ist Österreich meist sehr konstruktiv,

wie vor allem der starke Beitrag zum

Europäischen Aufbaufonds gegen die

Corona-Krise zeigt.

Als Basis für eine gute Zusammenarbeit

zwischen Brüssel und Österreich

setzen Sie Vertrauen und Aufgeschlossenheit

voraus. Daher sagen

Sie auf Ihrer Website: „Wir möchten,

dass Österreich Brüssel und Brüssel

Österreich besser kennt und versteht.“

Wie wollen Sie diese Vertrauensbasis

schaffen? Denken Sie, dass

Europa Menschen jeder Generation

anspricht?

Vertrauen schafft man nur mit

Transparenz, Dialogbereitschaft und

korrekten Informationen. Deshalb

kommuniziert das Team unserer

Kommissionsvertretung auf verschiedensten

Ebenen: über persönliche

Gespräche, über interaktive Diskussionsveranstaltungen,

über unsere

Europe-Direct-Informationszentren

in den neun Bundesländern, über die

EU-Gemeinderäte und über Medien.

Europa hat für alle Altersklassen etwas

zu bieten. Meine Nichten und Neffen

sind bis heute davon begeistert,

dass Europa die Roaming-Gebühren

abgeschafft hat, während sich die

ältere Generation noch daran erinnern

kann, dass der Frieden zwischen den

Europäern keineswegs selbstverständlich

ist. Die Corona-Pandemie

zeigt auch, wie schnell das Europa der

offenen Grenzen und des ungehinderten

Reisens in Frage gestellt werden

kann. Meine wichtigste Botschaft ist

deshalb immer: Europa ist nicht perfekt.

Man muss jeden Tag an Europa

arbeiten, wenn man es bewahren und

verbessern möchte. Das kann jeder

tun, ob jung oder alt, indem er oder sie

sich in die Debatte um die Gestaltung

unseres Kontinents einbringt.

Wie stellen Sie sich das Europa der

Zukunft in 25 Jahren vor?

Europa wird in 25 Jahren hoffentlich

weiterhin ein offener, wertegeprägter

Kontinent sein, der seinen Bürgerinnen

und Bürgern Freiheit, Fairness und

Sicherheit bietet. Europa wird weiter

dezentral und demokratisch organisiert

sein, aber in entscheidenden Politikfeldern

seine Kräfte wirksam bündeln

können. Wir werden dann hoffentlich

auch mit einer effizient organisierten

gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik

– vertreten durch einen

gemeinsamen Europäischen Außenminister

– einen zentralen Beitrag zu

Frieden und Freiheit in der gesamten

Welt leisten. Ich sehe die Europäische

Union in dieser Zeit durch die Aufnahme

der Staaten des Westbalkans auf

35 Mitgliedstaaten angewachsen – was

uns dazu zwingen wird, die EU-Entscheidungsverfahren

erneut deutlich

zu vereinfachen. Wenn uns das gelingt,

dann wird Europa neben den USA und

China die globale Ordnung mitgestalten

können. Ein solches Europa wird in

25 Jahren auch ein wichtiger Pfeiler der

Vereinten Nationen sein und dort an

der weiteren Ausgestaltung des multilateralen

Systems mitwirken können. Und

Europa wird, so meine Hoffnung, in 25

Jahren ein starker Akteur im Weltraum

sein. Ich stelle mir vor, dass bei den

ersten Menschen, die bis dahin auf dem

Mars landen werden, auch mindestens

eine Europäerin dabei sein wird.

EUROPEAN UNION

019


SOCIETY

Corona hat die Welt um

Jahre zurückgeworfen

Die Corona-Pandemie wird die Welt verändern

wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Sie wird eine

neue Epoche einleiten und sie wird vieles auf

den Kopf stellen.

Covid-19 hat die Welt um Jahre

zurückgeworfen. Nach der Pandemie

folgt die Wirtschaftskrise. Das betrifft

besonders den Kampf gegen die Armut.

Zwar wird auch in unseren Breiten

die Armut wieder zu einem Faktor,

aber das steht in keinem Vergleich

zu dem Absturz in Entwicklungs- und

Schwellenländern. Dort kehrt der

Hunger zurück. Jahre des Kampfes

gegen Armut und Elend sind verloren.

In Afrika, wo sich in den letzten zwei

Jahrzehnten Ansätze eines Mittelstandes

und einer demokratischen

Entwicklung gezeigt hatten, droht der

Rückfall in frühere Zustände, begleitet

von politischer Instabilität. Die

Bevölkerungsexplosion auf diesem

SOCIETY-Gastautor und Leiter des Außenpolitikressorts

der Kronen Zeitung, Kurt Seinitz

Kontinent trifft auf die neue Lage.

Nach Berechnungen der Weltbank

werden weltweit in diesem und dem

kommenden Jahr als Folge der Krise

bis zu 250 Millionen Menschen in

solch eine extreme Armut stürzen,

dass ihr Überleben gefährdet ist –

250-mal mehr, als durch die Pandemie

selbst bisher gestorben sind.

Erstmals seit 1998 wird zudem die

Zahl der Armen global wieder ansteigen,

Fortschritte von Jahren

werden damit zunichtegemacht. „Die

menschlichen Kosten von Covid-19

sind immens“, stellt Weltbankchef

David Malpass fest. Seit Anfang der

Neunzigerjahre war die Zahl der

Menschen, die unter der absoluten

Armutsgrenze leben, von über 35 auf

zuletzt rund 8,4 Prozent gesunken –

ein einzigartiger Erfolg, der vor allem

mit dem wirtschaftlichen Aufstieg in

China zu tun hatte, in den vergangenen

Jahren aber zunehmend auch

mit Fortschritten in vielen anderen

Entwicklungs- und Schwellenländern,

beispielsweise Indien oder Indonesien.

In unseren Breiten federt der soziale

Wohlfahrtsstaat die allergrößten

Härten ab. Aber auch seine Geldmittel

(aus immer weniger Steuereinnahmen)

sind nicht unbegrenzt. Bei uns

kann man sich den Luxus leisten, von

einer „Entschleunigung der Globalisierung“

zu schwärmen, die dem

vielfach verletzten Globus nur guttäte.

Der übergroße Rest der Welt kann

sich diesen Luxus nicht leisten. Schon

jetzt besteht ein Drittel der Weltbevölkerung

aus prekär Beschäftigten oder

Tagelöhnern.

„Die schlimmsten Auswirkungen auf

die Armut stehen uns noch bevor“,

stellt Olivier De Schutter, der UNO-

Sonderbeauftragte für extreme Armut,

fest. Die schlimmste Seuche seit der

Spanischen Grippe 1918/1919 und

die ärgste Weltwirtschaftskrise seit

dem New Yorker Börsenkrach von

1929 birgt auch die Chance zu einer

positiven Wende, falls die Menschen

zum Umdenken bereit sind. So hat

sich der Ausstoß der Treibhausgase

schon deutlich verringert – allerdings

krisenbedingt. Das könnte dauerhaft

geschehen – durch klimafreundliche

Investitionen bei dem Neustart der

Wirtschaft, etwa durch mehr Stromgewinnung

aus erneuerbarer Energie

oder durch den Ausbau des Versorgungsnetzes

für E-Autos.

Foto: Reinhard Holl

KOLUMNE

020


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SOCIETY

SOCIETY-Gartenparty

in der Villa Flora

Im wunderschönen und weitläufigen Garten der Villa Flora

von SOCIETY Herausgeberin und Honorarkonsulin von

Kamerun, Gertrud Tauchhammer, kamen nach langer

Corona-bedingter Pause wieder Gäste aus Diplomatie,

Wirtschaft, Politik, Kunst und Kultur zusammen.

Gleich drei Anlässe gab es an diesem

Tag zu feiern: Zum einen wurden die

neuen in Österreich akkreditierten

Botschafterinnen und Botschafter

begrüßt. Die Eröffnungsrede hielt der

Leiter der Abteilung Protokoll, Botschafter

Enno Drofenik, der S.E. Akira

Mizutani (Japan), S.E. Daniel Glunčić

(Kroatien), I.E. Julia Emma Villatoro

Tario (El Salvador), S.E. Lulzim Pllana

(Kosovo), S.E. Ozan Ceyhun (Türkei),

S.E. Kang Il Choe (DVRK), S.E. Majintha

Jaysinghe (Sri Lanka), S.E. Jaideep

Mazumdar (Indien) und I.E. Ketevan

Tsikhelashvili (Georgien) persönlich

willkommen hieß.

Im zweiten Akt wurde die neue Ausgabe

des SOCIETY Magazins mit

Arnold Schwarzenegger am Titelblatt

und Griechenland-Schwerpunkt im

Inneren von Herausgeberin Gertrud

Tauchhammer, Chefredakteurin Tanja

Tauchhammer und der griechischen

Botschafterin, I.E. Catherine Koika

präsentiert. Zu diesem Anlass wurde

ein vom Paradewinzer Willi Opitz gespendeter

Weinstock im Garten der

Villa Flora feierlich gepflanzt. Im letzten

Teil der vielseitigen Veranstaltung

wurden dann gemeinsam mit dem Honorarkonsul

von Mosambik, Ing. Karl

Hans Polzhofer, die Nationalfeiertage

von Kamerun und Mosambik gefeiert.

Gekonnt durch den Abend führte der

frühere österreichische Generalkonsul

in New York, später Botschafter

in Dänemark und aktueller Leiter der

UNESCO-Abteilung des Außenministeriums,

Ernst-Peter Brezovszky.

Das Programm wurde außerdem von

unterschiedlichsten Musikern – unter

ihnen die zwei Opernsängerinnen

Astrik Khanamiryan (Sopran) und

Maryna Lopez (Mezzosopran), einem

afrikanischen Chor und der griechischen

Sopranistin Zóe Nicolaidou,

die gemeinsam mit dem Pianisten

Konstantinos Diminakis performte –

kunstvoll umrahmt.

Als Ehrengäste waren u. a. Helene

von Damm, ehemalige Leiterin der

Stabstelle für politische Personalfragen

für die Reagan Administration und

Botschafterin der Vereinigten Staaten,

Werner Fasslabend, früherer Verteidigungsminister

mit seiner Ehefrau

Martina Fasslabend, Präsidentin des

österreichischen Kinderschutzpreises

und Schauspielerin Erika Pluhar

geladen.

Zahlreiche weitere hochkarätige

Gäste, unter ihnen S.E. Salahaldin

Abdalshafi (Palästina), S.E. Jalal E.A.

Alashi (Libyen), I.E. Khojesta Fana

Ebrahimkhel (Afghanistan), S.E. Samir

Koubaa (Liga der Arabischen Staaten),

I.E. Jolanta Roza Kozlowska (Polen), I.E.

Gloria Patricia de Jesus Navarrete Pinto

(Chile), S.E. Mordechai Rodgold (Israel),

S.E. Haytham Abdulmomen Hassan

Shoja’aadin (Jemen), S.E. Prakash

Kumar Suvedi (Nepal), I.E. Lourdes

Gisela Antonia Victoria-Kruse (Dominikanische

Republik), der schweizerische

Botschafter bei der OSZE,

Wolfgang Amadeus Brülhart (der als

Gastgeschenk seinen schmackhaften

Wolfgang Amadeus Wein mitbrachte),

der Direktor des Russischen Kulturinstituts

Dmitry Sokolov, in Vertretung

des russischen Botschafters,

Botschaftsrat Mikhail Korolev, der

Kulturrat Ägyptens Amr I. Abdelrahman

Elatraby, erster Botschaftsrat von

EVENTS

022


SOCIETY

Belarus Dmitry Belabrodski, der Vorstand

der Ernst Fuchs Privatstiftung

Anni und Emanuel Fuchs, der Brillenpapst

Gerhard Giarolli, Univ. Prof. Dr.

Michael Zimpfer vom Medical Center

Vienna und der Präsident der International

Taekwondo Federation Prof. RI

Yong Son verbrachten unterhaltsame

Stunden im Grünen. Für das aktuelle

SOCIETY Magazin konnten außerdem

einige namhafte Gastautorinnen und

Gastautoren wie Kurt Seinitz (Kronen

Zeitung), Christian Wehrschütz (ORF),

Hermine Schreiberhuber (ehemals

APA) und Sonja Sagmeister (ORF)

gewonnen werden, die ebenfalls zum

Gartenfest gekommen waren.

Vielen Dank an unsere Sponsoren:

Weingut Leo Hillinger, Eisgreissler,

Schlumberger Sekt, Kamill Spirits,

Teekanne, Mana, Restaurant Orpheas,

Willi Opitz , Vini per tutti und Velvet

Catering (mit köstlichem Velvetia

Kaffee).

SOCIETY Garden

Party at Villa Flora

SOCIETY-publisher and honorary consul

of Cameroon, Gertrud Tauchhammer,

invited guests from the worlds of

diplomacy, business, politics, art and

culture into her huge and beautiful

garden of the Villa Flora after a longlasting

break due to Covid19.

The current leader of the UNESCO

department in the Ministry of Foreign

Affairs, Ernst-Peter Brezovszky, guided

through the evening which offered

no less than three occasions for

celebrations. First of all, Ambassador

Enno Drofenik welcomed the new

Ambassadors to Austria, H.E. Akira

Mizutani (Japan), H.E. Daniel Glunčić

(Croatia), H.E. Julia Emma Villatoro

Tario (El Salvador), H.E. Lulzim Pllana

(Kosovo), H.E. Ozan Ceyhun (Turkey),

H.E. Kang Il Choe (DVRK), H.E. Majintha

Jaysinghe (Sri Lanka), H.E. Jaideep

Mazumdar (India) and H.E. Ketevan

Tsikhelashvili (Georgia).

Moreover, SOCIETY publisher Gertrud

Tauchhammer, editor-in-chief Tanja

Tauchhammer and Ambassador of

Greece, H.E. Catherine Koika, presented

the new edition of the SOCIETY

Magazine with Arnold Schwarzenegger

on the front page and with a

country focus on Greece. Finally, the

national holidays of Mozambique

and Cameroon were celebrated along

with honorary consul of Mozambique

Karl Hans Polzhofer. The evening was

complemented by an accompanying

music program.

Das Redaktionsteam und die Gastautoren bei der Enthüllung der neuen

Sommerausgabe des SOCIETY Magazins

Ron Willis (Club der Handelsräte), BM a.D. Dr. Werner Fasslabend und HK von

Portugal, Dr. Ernst Wunderbaldinger

Rechtsanwälte unter sich: Million Berhé und Dr. Georg Zanger (Austrian

Chinese Business Association)

Protokollchef des BMEIA, Dr. Enno Drofenik, umringt von internationalen

diplomatischen Vertretern

EVENTS

023


SOCIETY

Gruppenbild anlässlich der Vorstellung der neu akkreditierten Botschafter der Länder: Kenia, Japan, Kroatien, El Salvador, Kosovo, Türkei, DVR Korea,

Sri Lanka, Indien, Georgien (Rangfolge nach Anciennität)

Die Mezzosopranistin Maryna Lopez unterhielt die Gäste des Gartenfestes in

der Villa Flora mit internationalem Operngesang

Botschafter Ernst Peter Brezovsky (UNESCO), I.E. Catherine Koika (GR), Zóe

Nicolaidou, Konstantinos Dimikakis, Botschafter Arthur Winkler-Hermaden

Gerti Tauchhammer begrüßt den schweizer OSZE Botschafter Wolfgang

Amadeus Brülhart

Weinpapst Willi Opitz mit Gattin bei der Präsentation seiner edlen Weine im

Schatten der Bäume des Parks der Villa Flora

Fotos: SOCIETY/Pobaschnig/Karakan

EVENTS

024


SOCIETY

SOCIETY-Herausgeberin Mag. Gerti Tauchhammer mit ITF Präsident Yong Son

Ri und ITF Finanzdirektor Kim Cholgyu (DVR-Korea)

Hermine Schreiberhuber, Franz-Josef Rupprecht, I.E. Jolanta Kozlowska

(Polen) und Professor Erich Leinberger (Pro Oriente)

I.E. Catherine Koika (Griechenland) mit Willi Opitz und Gerti Tauchhammer

bei der Pflanzung des Weinstocks

S.E. Daniel Gluncic (Kroatien), Marius Calligaris, Werner Fasslabend, Christian

Wehrschütz (ORF Korrespondent)

Pater Theodore M‘barga aus Kamerun brachte einen afrikanischen Chor und

zwei Freunde zu der Veranstaltung mit

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Gruppenbild der teilnehmenden Botschafter der Länder: Afghanistan, Aserbaidschan, China, Iran, Irak, Kirgisistan, Russische Föderation, Serbien,

Turkmenistan und Usbekistan (in alphabetischer Reihenfolge) mit der Veranstalterin des Abends, Mag. Gertrud Tauchhammer

Silk Road Event

im Park Hyatt

Mag. Gertrud Tauchhammer lud zum

traditionellen Silk Road Event in den Grand

Salon des Park Hyatt ein, um den Zusammenhalt

der Länder der Seidenstraße zu

feiern.

„Die historische Seidenstraße

steht für Frieden und Kooperation,

Offenheit und Inklusivität“, so der

Chinesische Botschafter S.E. Li

Xiaosi. Genau das wurde bei diesem

Event gefeiert. Die Botschaften von

Afghanistan, Aserbaidschan, China,

Iran, Irak, Kasachstan, Kirgisistan,

Russland, Serbien, Turkmenistan und

Usbekistan bereicherten den Abend

mit kulinarischen Einblicken, traditionellen

Waren und Handwerk. Geleitet

wurde diese Reise entlang der

Seitenstraße gekonnt von Moderator

Dr. Rudolph Thaler, MusikerInnen aus

Afghanistan (Afghan Traditional Music),

Kirgisistan (Umut Muratbekova)

und Serbien (AkkordeonspielerInnen

Stefan, Jovica und Nina Djordjevic)

untermalten den Abend musikalisch.

SOCIETY Silk Road

Event at Park Hyatt

Mag. Gertrud Tauchhammer, publisher

of SOCIETY Magazine, invited to

the traditional Silk Road Event at the

Park Hyatt Vienna. The Embassies

from Afghanistan, Azerbaijan, China,

Iran, Iraq, Kazakhstan, Kyrgyzstan,

Russia, Serbia, Turkmenistan and Uzbekistan

prepared wonderful tables

presenting traditional items, snacks

and handicraft. The moderator of the

evening, Dr. Rudolf Thaler skilfully led

through the evening’s journey alongside

the Silk Road and musicians

from Afghanistan (Afghan Traditional

Music), Kyrgyzstan (Umut Muratbekova)

and Serbia (accordion players

Jovica, Stefan and Nina Djordjevic)

perfected the event.

EVENTS

026


SOCIETY

Am Stand von Kirgisistan konnte man die wunderschönen handgemachten

Schals bewundern

S.E. Ghislain Jean D‘Hoop (Belgien) und Gertrud Tauchhammer bei der

coronakonformen Begrüßung

Der Stand von Aserbaidschan präsentierte die traditionelle Handwerkskunst

des Landes

Die Gäste genossen das stimmungsvolle Ambiente und die kulinarischen

Köstlichkeiten der Botschaften

Gerti Tauchhammer und Moderator Dr. Rudolf Thaler bewunderten das Instrument

des afghanischen Musikers

Bundesminister a.D. Dr. Werner Fasslabend und Gattin Martina waren sehr

interessiert an den Präsentationen der Botschaften

Dmitry Sokolov, Direktor des Russischen Kulturintitutes Wien, bewunderte die

Ausstellungstücke von Turkmenistan

H.E. Li Xiaosi gemeinsam mit Prof. Dr. Georg Zanger von der ACBA beim

Stand von China

EVENTS

027


SOCIETY

I.E. Khojesta Fana Ebrahimkhel (Afghanistan) besuchte den Stand der

usbekischen Botschaft

Entspannt sitzend konnten die Besucher des Abends die kulinarischen

Highlights der Park Hyatt-Küche genießen

Der Botschafter Chinas, S.E. Li Xiaosi sprach in seiner Rede über die Bedeutung

der historischen Seidenstraße

Dr. Arthur Winkler-Hermaden (Protokoll BMEIA) im Gespräch mit einem

Mitarbeiter der iranischen Botschaft

Der neu akkreditierte Botschafter von Usbekistan, S.E. Abat Fayzullaev, vor

dem Stand seines Landes

Die kirgisische Musikerin Umut Muratbekova unterhielt die Gäste mit traditionellen

Klängen ihres Landes

Spirituosenhersteller Rauf Kamill präsentierte seine exklusiven Wodka- und

Cognackreationen

Für die musikalische Unterhaltung sorgten die AkkordeonmusikerInnen der

serbischen Botschaft

Fotos: SOCIETY/Karakan

EVENTS

028


SOCIETY

Moderator des Abends, Dr. Rudolf Thaler mit Gerti Tauchhammer, dem serbischen Botschafter Nebojsa Rodic mit Gattin Jana und den serbischen

Musikern Jovica, Stefan und Nina Djordjevic

Die serbischen Akkordeonspieler Jovica, Stefan und Nina Djordjevic unterhielten

die Gäste

SOCIETY-Herausgeberin Gerti Tauchhammer und Walter Gerbautz (PaN) begrüßten

Ahmed Alshehhi (VAE)

Die zahlreich erschienenen Gäste lauschten gebannt der Moderation von Dr.

Rudolf Thaler

S.E. Nebojsa Rodic, Gattin Jana Cvijic Rodic und Tanja Tauchhammer vor dem

Stand von Serbien

EVENTS

029


SOCIETY

SOCIETY-Herausgeberin Gertrud Tauchhammer und Vortragender S.E. Leigh Turner mit den anwesenden Botschaftern, Moderatorin Annabella Johnson und

Chefredakteurin Tanja Tauchhammer

Social Media

Breakfast 2020

Mag. Gertrud Tauchhammer, Herausgeberin

des SOCIETY Magazins, lud zum bereits

dritten Social Media Botschafterfrühstück

ins Hilton Vienna Plaza ein.

Highlight war die Keynote Speech des

britischen Botschafters und Ständigen

Vertreters bei den Vereinten Nationen

in Wien, S.E. Leigh Turner. Nach einer

kurzen Begrüßung durch Gertrud

Tauchhammer, bat Moderatorin Annabella

Busawule Johnson, Communication

and Technology Linkage Attaché

des Generalkonsulats der Republik

Uganda in Österreich den Social Media

Experten auf die Bühne, wo er dann

einen außergewöhnlich interessanten

Vortrag mit dem Titel „Diplomacy and

Social Media 3.0“ hielt. Mit Beispielen

aus seinem eigenen Erfahrungsschatz

schilderte S.E. Turner, wie man als Diplomat

erfolgreich über Soziale Medien

wie Twitter oder Instagram kommunizieren

kann. Viele Botschafter und

Botschafterinnen folgten der Einladung

und genossen einen informativen

Morgen mit köstlichem Frühstück.

Social Media

Breakfast

Mag. Gertrud Tauchhammer, publisher

of SOCIETY Magazine, invited

to the 3rd traditional Social Media

Ambassador’s Breakfast with a

keynote speech by H.E. Leigh Turner,

Ambassador of Great Britain and Permanent

Representative to the United

Nations in Vienna about “Diplomacy

and Social Media 3.0”. The Ambassador

then held an extraordinarily

interesting lecture about how to successfully

communicate as a diplomat

via social media channels like Twitter

and Instagram. Many Ambassadors

followed the invitation to enjoy an

informative morning accopanied

by the delicious breakfast of Hilton

Plaza Hotel.

EVENTS

030


SOCIETY

Die Gäste genossen das köstliche Frühstück des Hilton Plaza und lauschten

dem spannenden Vortrag des britischen Botschafters

S.E. Leigh Turner gab in seinem Vortrag einen sehr informativen Einblick in die

Nutzung von Social Media für die Diplomatie

S.E. Roland Bimo (Albanien) und S.E. Kemal Kozaric (Bosnien und Herzegowina)

holten sich Anregungen für ihre Arbeit

Gebannt verfolgten die diplomatischen Gäste den Vortrag des britischen

Botschafters

S.E. Leigh Turner gab anhand von Beispielen aus seiner eigenen Arbeit

wichtige Tipps zur Nutzung von sozialen Medien in der Diplomatie

Die Moderatorin Annabella Busawule Johnson führte gekonnt durch die

Veranstaltung

Gastgeberin Mag. Gertrud Tauchhammer und S.E. Leigh Turner bei der anschließenden

Diskussion

S.E. Haytham Shoja‘adin (Jemen) beteiligte sich aktiv an der Diskussion zum

Thema Social Media

EVENTS

031


SOCIETY

Auch der bosnische Botschafter S.E. Kemal Kozaric ließ es sich nicht nehmen, seine Erfahrungen mit der Nutzung von Social Media mit den Gästen

des Ambassador‘s Breakfast zu teilen

S.E. Ralf Beste (Deutschland) und S.E. Mordechai Rodgold (Israel) waren

ebenfalls sehr interessiert am Geschehen

SOCIETY-Herausgeberin Mag. Gertrud Tauchhammer bedankte sich bei

Botschafter S.E. Leigh Turner für seinen spannenden Vortrag

I.E. Julia Emma Villatoro (El Salvador) nutzte die Gelegenheit sich aktiv

an der Diskussion zu beteiligen

Fotos: SOCIETY/Karakan

EVENTS

032


Unsere Geschichte

Wir die „Velvet Trading Gmbh“

Über Jahrzehnte hinweg durften wir in verschiedensten, der Spitzengastronomie angehörenden Betrieben,

national als auch International, unsere Sinne schärfen und unvergleichbare Erfahrungen sammeln.

Der Genuss und die Leidenschaft zu Kaffee hat uns seit der ersten Minute an

verbunden, wodurch unsere Freundschaft, wie guter Kaffee gedieh.

Nach jahrelanger Planung, haben wir uns im Mai 2019, für den Schritt in unsere

Kaffee Eigenproduktion entschlossen.

Mit unseren, in der Kaffeewelt sehr angesehenen Partnern, kreierten wir die

Eigenmarke „Vilveta Premium Coffee“

www.vilveta.com vilveta.coffee vilveta kaffee www.velvet-catering.at

NACHHALTIG

Bei der Auswahl unserer Bohnen, die die

unvergleichbare Mischung unseres Premium

Kaffees ausmachen, sind wir mit besonderen

Augenmerk auf Nachhaltigkeit und Fair Trade,

ans Werk gegangen.

ÖKOLOGISCH

In Zeiten des Klimawandels, wollen auch

wir einen Teil dazu beitragen, um unseren

ökologischen Fußabdruck, so klein wie möglich

zu halten..

FAIRER HANDEL

Für uns ist es eine Selbstverständlichkeit, dass

wir unsere Produkte transparent darstellen

und von Plantagen beziehen, welche ihre

Produktion ausschließlich unter Menschenwürdigen

Bedingungen betreiben.

QUALITÄT

Unser Anspruch ist es, die beste Qualität, aus

den verschiedensten Ländern zu vereinen, um

den bereits sehr hohen Standard der Konsumenten

nicht nur gerecht zu werden, sondern

diesen eine ganz neue Definition zu geben.

AUSGEWÄHLTE BOHNEN

Eine unserer preisgekrönten Bohnen ist die

Brasil Cerrado Dolce. Hier ist das Beste als

Mischung aus beiden Farmen

Capim Branco und Sao Silvestre vereint.

Diese Mischung zeigt erstaunliche Eigenschaften,

die auf der ganzen Welt, von Kaffeeröstern,

geliebt und geschätzt wird.

PREIS | LEISTUNG

Wir das Velvet Trading Team, haben uns zum

Ziel gesetzt, einen qualitativ hochwertigen

Kaffee anzubieten, der nicht nur fair produziert

wird, sondern auch einen fairen Preis hat.

Mit unserer bewusst für die Markteinführung

gestalteten Preispolitik, bemühen wir uns,

in einem persönlichen Gespräch, ein für Sie

maßgeschneidertes Angebot zu erstellen.


SOCIETY

SOCIETY-Herausgeberin Gerti Tauchhammer umringt von den begeisterten BotschafterInnen bei der Weinlese mit Willi Opitz in Illmitz

Diplomatische

Weinlese

Mag. Gertrud Tauchhammer, Herausgeberin

von SOCIETY, lud gemeinsam mit dem international

renommierten Winzer Willi Opitz zu

einem Specialevent am Weingut & Landhaus

Willi Opitz in Illmitz.

Die Teilnehmenden, unter ihnen die

BotschafterInnen von Chile, Jemen,

Albanien, Lettland, Malta, Polen,

Serbien, Usbekistan, Uruguay und

Arthur Winkler-Hermaden vom BMEIA,

ernteten Trauben (die später zu einem

„CUVEE AMBASSADORS“ gemacht

werden) und genossen ein köstliches

Mittagessen und eine Weinverkostung,

geführt von Willi Opitz selbst.

Prof. Ing. Alfred Tombor-Tintera vom

Europäischen Weinritterorden – dessen

Vermittlung das Event ermöglicht

hat – wurde vertreten von Michael

Duacsek, Stefan Frischmann und

Weindame Johanna Gravogl (Legat

Neusiedlersee-Seewinkel).

Diplomatic

Grape Harvest

The participants, amongst them

the Ambassadors of Chile, Yemen,

Albania, Latvia, Malta, Poland, Serbia,

Uzbekistan, Uruguay and Arthur

Winkler-Hermaden from the BMEIA

harvested grapes (which will later be

transformed into a „CUVEE AMBAS-

SADORS) and enjoyed a delicious

lunch and winetasting guided by

Willi Opitz himself. Prof. Ing. Alfred

Tombor-Tintera from the European

Knighthood of the Vine – who’s

mediation made the event possible –

was represented by Michael Duacsek,

Stefan Frischmann and “Weindame”

Johanna Gravogl (legate Neusiedlersee-Seewinkel).

Fotos: SOCIETY/Pobaschnig

EVENTS

034


SOCIETY

I.E. Jolanta Roza Kozlowska (Polen) half tüchtig mit, die reifen Trauben

zu ernten

Dr. Rolf Thaler war ebenfalls mit großem Eifer bei der Weinlese für den Cuvee

Ambassador dabei

Arthur Winkler-Hermaden von der Protokollabteilung des BMEIA ließ es sich

nicht nehmen, bei der Ernte mitzuhelfen

Winzer Willi Opitz und eine mongolische Diplomatenfamilie präsentieren stolz

die geernteten Trauben

I.E. Natasha Meli Daudey (Malta), Maria Elizabeth Bogosian Alvarez (Uruguay),

I.E. Gloria Navarrete Pinto (Chile) und Nebojsa Rodic (Serbien)

S.E. Roland Bimo (Albanien), I.E. Gloria Navarrete Pinto (Chile), Willi Opitz,

I.E. Natasha Meli Daudey (Malta) mit Gatten und Maria Bogosian Alvarez

Der Winzer Willi Opitz bei der Verarbeitung der, von den BotschafterInnen

gelesenen, Weintrauben

Der Botschafter von Usbekistan, S.E. Abat Fayzullaev beim Signieren des

Weinfasses des zukünftigen Cuvee Ambassador

EVENTS

035


SOCIETY

Fünfzig Jungdiplomaten aus aller Welt kamen begeistert unter Einhaltung aller Covid-Vorschriften ins traditionelle Schweizerhaus

Junior Diplomats Oktoberfest

im Schweizerhaus

Mag. Gertrud Tauchhammer, Herausgeberin

von SOCIETY, lud zu einem Oktoberfest der

Junior Diplomats ins berühmte Schweizerhaus

in Wien ein.

Beim Oktoberfest der Junior Diplomats

ergab sich für VertreterInnen,

diplomatische Sekretäre und andere

diplomatische MitarbeiterInnen aus

zahlreichen Nationen (u. a. Albanien,

Belgien, Kolumbien, Kroatien, Dominikanische

Republik, Frankreich, Ungarn,

Indonesien, Israel, Italien, Kasachstan,

Kirgisistan, Lettland, Nepal, Nordmazedonien,

Polen, Portugal, Rumänien,

Spanien, UK, USA) die wunderbare

Gelegenheit, sich bei Stelze und Bier

untereinander auszutauschen und zu

vernetzen. Im geschichtsträchtigen

Lokal machten die Teilnehmenden

nicht nur mit ihren internationalen KollegInnen,

sondern auch mit der traditionellen

österreichischen Gasthauskultur

Bekanntschaft – was natürlich

unter Einhaltung der zu dem Zeitpunkt

geltenden Covid-19 Maßnahmen und

Regelungen stattfand.

Junior Diplomats

Oktoberfest at

Schweizerhaus

The participants of the event,

amongst them deputies, diplomatic

secretaries and other diplomatic

staff from numerous countries (e.g.

Albania, Belgium, Colombia, Croatia,

Dominican Republic, France, Hungary,

Indonesia, Israel, Italy, Kazakhstan,

Kyrgyzstan, Latvia, Nepal, North Macedonia,

Poland, Portugal, Romania,

Spain, UK, USA) spent a great time

networking and getting to know their

international colleagues, all in compliance

with the then current Covid-19

measures and rules.

EVENTS

036


SOCIETY

Tanja und Gerti Tauchhammer mit Jonathan Cook und Jeffrey A. Hall von den

Vereinigten Staaten von Amerika

Marcis Osins von der Lettischen Botschaft blätterte interessiert durch das

SOCIETY Magazin

Gerti Tauchhammer begrüßte den neuen diplomatischen Vertreter von

Kasachstan

Daumen hoch von Clemens Neukomm von Mercedes Wiesenthal und

Michael Habel von 3Log

Justin Edison (UK-OSZE) und Gattin mit Gerti und Tanja Tauchhammer und

dem Schweizerhaus-Kellner

Die lettische Jungdiplomatin Olga Narnicka posiert mit Maske und der

SOCIETY Ausgabe

Als Unterlage zum Bier wurden traditionelle Laugenbrezel im Schweizerhaus

gereicht

Gastgeberin Gerti Tauchhammer mit Jungdiplomatinnen aus den Vereinigten

Staaten von Amerika

EVENTS

037


SOCIETY

Tanja Tauchhammer, Michael Habel (3log), Petra Rischko, Clemens Neukomm (Mercedes Wiesenthal) und Gertrud Tauchhammer bei Stelze, Weißwurst und

Bier vom Fass

Die Junior Diplomats beim Anstoßen mit dem hauseigenen Schnaps

des Schweizerhauses

Die kulinarischen Highlights des Junior Diplomats Oktoberfest brachten die

Diplomatinnen zum Strahlen

Gerti Tauchhammer und Schweizerhaus-Senior Chefin Hanni Kolarik bei der

Corona-Begrüßung

Jancer G. Fermin (Dominikanische Republik) im angeregten Gespräch mit

Berufskollegen

Fotos: SOCIETY/Pobaschnig

EVENTS

038


SOCIETY

Ciao Bella Italia!

Authentisches italienisches Flair erwartet die Gäste des Ristorante

Sole in der Annagasse im Ersten Wiener Gemeindebezirk.

Fotos: SOCIETY/Pobaschnig, Tanja Tauchhammer, Aki Nuredini

Seit 1983 überzeugt der Edel-Italiener

mit traditionsreichen hausgemachten

Speisen, von feinsten Antipasti über

Pasta und Pizza bis hin zu ausgewählten

Fleisch- und Fischgerichten. Passend

dazu lässt sich in der Weinkarte

ein großes Sortiment an italienischen

sowie österreichischen und hervorragenden

internationalen Winzern finden.

Oberste Priorität haben frische

Zutaten und saisonale Gerichte, die

täglich serviert werden.

Alles begann mit einer Frullateria, die

Padrone Aki Nuredini vor 35 Jahren

eröffnete, um dort Shakes, Pasta und

Panini zu servieren. Zusammen mit

dem Architekten Prof. Johannes Spalt

vergrößerte und veränderte er das

Restaurant und machte es zu dem,

was es heute ist: ein Treffpunkt für

Künstler und Regisseure sowie für das

Publikum der nahegelegenen Oper

und des Konzerthauses. Das Restaurant

gewann an Rang und Namen,

daher ist es keine Seltenheit mehr,

dass national und weltweit bekannte

Sänger wie Jonas Kaufmann, Anna

Netrebko oder Donna Leon sich gern

in den stilvollen Gemäuern aufhalten.

Nuredini sorgt höchstpersönlich

dafür, dass sich jeder Gast bei guter

Gesellschaft wohlfühlen und die

angenehme Atmosphäre genießen

kann. Neben dem Restaurant gibt es

zusätzlich die Bar Sole, die zu Afterwork

Drinks und kleinen Appetizers

wie Panini oder Antipasti einlädt.

Ristorante Sole

Annagasse 8-10, 1010 Wien

Mo – So: 11:00 bis 23:30 Uhr

Tel.: +43-(0)-1-513 40 77

office@trattoria-sole.at

www.ristorante-sole.at

039 101


Inseln mit

bewegter

Geschichte

Das Vereinigte Königreich glänzt in jeder

Kategorie: Atemberaubende Landschaftsbilder,

ein reiches historisches Erbe und

kulturelle Diversität machen den Inselstaat

zu einem facettenreichen Allrounder.



SOCIETY

GESCHICHTE

Um 6000 v. Chr. trennt ein Anstieg des

Meeresspiegels die heutigen britischen

Inseln vom Festland Europas.

Um 600 v. Chr. lassen sich keltische

Stämme dort nieder und die ereignisreiche

Geschichte des jetzigen

Vereinigten Königreichs beginnt. 43 n.

Chr. wurde ein großer Teil des Gebiets

als Provinz Brittania ins Römische

Reich eingegliedert, 500 Jahre später

in sieben angelsächsische Kleinkönigreiche

aufgeteilt. 1066 eroberten die

Normannen das Land und die entscheidende

Schlacht bei Hastings

gilt als der Beginn einer anglo-französischen

Rivalität, die die nächsten

800 Jahre dominieren sollte. Es folgten

Jahrhunderte voller schneller und blutiger

Machtwechsel, aus denen letztendlich

König Henry VIII und das Haus

Tudor erfolgreich hervorgingen. Unter

Henry und seinen Töchtern Mary I und

Elizabeth I begann eine bemerkenswerte

Expansionswelle des Britischen

Königreiches: Wales wurde eingegliedert,

Sir Francis Drake vollendete seine

Weltumrundung und die ersten Pilger

an Bord der Mayflower brachen nach

Amerika auf. Schritt für Schritt baute

das Königreich seine Position als Seemacht

aus und gründete Kolonien auf

der ganzen Welt: Auf seinem Höhepunkt

umfasste das Britische Weltreich

zwei Fünftel der Landfläche der

Erde. Im Act of Union von 1707 wurde

auch Schottland Teil des Königreiches,

1800 folgte Irland. Die Schlacht bei

Waterloo 1815 markierte den Beginn

der Pax Britannica, die Hegemonie des

Vereinigten Königreiches in der Welt,

die bis 1914 anhalten sollte.

Nach zwei Weltkriegen stand das

Vereinigte Königreich zwar auf der

Seite der Gewinner, de facto verlor es

aber seine Weltmachtstellung und sah

einer Dekolonialisierung entgegen.

Weite Teile des britischen Reiches

wurden unabhängig, so etwa Irland

(bereits 1921), Indien, Bangladesch,

Pakistan und Nigeria. Rund 30% der

Weltbevölkerung leben heute in ehemaligen

britischen Kolonien, 53 davon

sind noch heute im Commonwealth of

Nations mit dem Königreich vereint.

Die letzte Kolonie des Vereinigten

Königreichs, Hongkong, wurde 1997 an

China übergeben.

GESELLSCHAFT UND KULTUR

Die lange Kolonialgeschichte des

Vereinigten Königreichs zeigt sich

bis heute in der Vielschichtigkeit der

rund 67 Millionen EinwohnerInnen.

Besonders die Hauptstadt London ist

ein multikultureller Schmelztiegel, in

dem Menschen aus über 200 Ländern

(besonders aus Afrika, der Karibik,

China und Indien) leben, die über 300

Sprachen sprechen. Auch die Landessprache

ist genaugenommen ein Ergebnis

von verschmelzenden Kulturen:

Das moderne Englisch, wie wir es

heute kennen, nimmt seinen Ursprung

in einer Mischung aus Französisch,

Latein, angelsächsischen und nordischen

Sprachen. Aber was eint diesen

bunten Topf an Britinnen und Briten?

Ein unentbehrlicher Bestandteil der

Kultur des Vereinigten Königreiches ist

natürlich die Liebe zum Tee: Seit dem

18. Jahrhundert gehören die Briten

mit 1,9 kg pro Kopf und Jahr weltweit

zu den Top Tee-Konsumenten.

Zur teatime wird traditionell Gebäck

wie scones, crumpets oder bisquits

serviert. Abends wird die „cuppa tea“

gerne gegen ein pint of beer in einem

traditionellen Pub (von public house)

eingetauscht. Bekannt sind die Briten

zudem für ihre Höflichkeit und die Vorliebe

zum Bilden von Warteschlangen,

aber auch für ihren scharfsinnigen,

selbstironischen Humor.

SEHENSWÜRDIGKEITEN

UND NATUR

Das reiche historische Erbe des Vereinigten

Königreichs bleibt bis heute

sichtbar, ob in Form von geschichtsträchtigen

Gebäuden oder multikulturellem

Flair. Die Hauptstadt London

begeistert mit weltberühmten Sehenswürdigkeiten

wie dem Buckingham

Palace, der Tower Bridge und dem

Big Ben, in dessen Inneren übrigens

immer noch viktorianische Mechanik

dafür sorgt, dass die Uhrzeit richtig

angezeigt wird. Auch abseits der

Hauptstadt gibt es einiges zu sehen,

etwa die Kathedrale von Canterbury

(UNESCO Weltkulturerbe), das

Schloss von Edinburgh oder das prähistorische

Monument Stonehenge,

dessen Monolithen das Winter- und

Sommersolstitium markieren und

BesucherInnen mit ihrer geheimnisvollen

Atmosphäre verzaubern. Abseits

dieser kulturellen Highlights ködert

das Vereinigte Königreich mit einem

sagenhaften Landschaftsbild. Nicht

nur sanfte Hügel in sattem Grün ziehen

sich über die Inseln: Bergketten, Seenplatten,

Wälder und Canyons zählen

zur vielfältigen Natur. Der Lake District

in England ist wegen seiner Einzigartigkeit

UNESCO-geschützt, vom Gipfel

des Mount Snowdon in Wales sieht

man an klaren Tagen bis nach Irland,

Schottland und England. An den über

30.000 Küstenkilometern des Landes

befinden sich malerische Inseln, Strände

und eindrucksvolle Klippen (besonders

atemberaubend sind Kynance

Cove, Seven Sisters Cliff oder Giant’s

Causeway). Untermalt werden diese

Naturphänomene von unberechenbarem,

manchmal stündlich wechselndem

Wetter sowie dem berühmten

britischen Nieselregen, der durch die

Kollision von kalter Polarluft auf warmer

Tropenluft zustande kommt. Dabei

gilt, je weiter nach Westen und Norden

man reist, desto eher sollte man einen

Regenschirm dabeihaben.

FACTS IN BRIEF

Ländername: United Kingdom of Great

Britain and Northern Ireland

Hauptstadt: London

Fläche: 242,495 km2

Bevölkerung: 67,8 Millionen (Schätzung

für 2020)

Sprache: Englisch

Religion: christlich (60%), keine Religion

(25%), kleinere Gruppierungen

an Muslimen, Hindu, Sikh, Juden und

Buddhisten

Währung: Pfund Sterling (GBP)

Nationalfeiertag: keiner, ersatzweise

wird der Geburtstag des Monarchen

gefeiert (der Queen’s Official Birthday

ist zurzeit am 21. April)

Staatsform: parlamentarische Monarchie

(Westminster-System)

Staatsoberhaupt: Königin Elizabeth II

(seit 1952)

LÄNDER IM FOKUS

042


SOCIETY

Das Ribblehead-Viadukt ist eine Eisenbahnbrücke über das Tal des Flusses Ribble am Fuße des Berges Whernside in der englischen Grafschaft North Yorkshire

Der Leuchtturm auf der schottischen Insel Neist Point

Der Giant’s Causeway (englisch für ‚Damm des Riesen‘ ) in Antrim

Fotos: pixabay: Greg Montani, Hassan Oujabir , Louis Hansel, unsplash, Federico Gutierrez, Junhan Foong, Elektra Klimi

Die romantische Gasse Gold Hill im Städtchen Shaftesbury in Dorset

Der Hafen des romantischen Fischerdörfchens von Padstow in Cornwall

Die malerische Küste von Sidmouth in der Grafschaft Devon

UNITED KINGDOM

043


Leigh Turner ist

„Keen on Wien“

SOCIETY Magazin sprach mit S.E. Leigh Turner,

Botschafter des Vereinigten Königreichs, über

die Auswirkungen des BREXIT und die magische

Anziehungskraft, die Österreich auf ihn ausübt.

Sie sind seit 2016 britischer Botschafter

in Österreich. Was waren die Highlights

dieser vier Jahre?

Die letzten vier Jahre waren sehr

interessant für mich und haben immer

wieder gezeigt, dass es ein Privileg

und eine ehrenvolle Aufgabe ist, als

Botschafter tätig zu sein. Wenn man

dann auch noch Vertreter von Großbritannien

in Österreich sein darf, ist

das noch besser. Während meiner Zeit

hier gab es bisher viele Höhepunkte:

2016 besuchte uns der damalige Außenminister

Boris Johnson, während

der Österreichischen EU-Ratspräsidentschaft

auch Theresa May. Mein

persönlicher Platz eins ist allerdings

der Besuch von Prinz Charles und

Herzogin Camilla im Jahr 2017. Neben

diesen Staatsbesuchen bin ich im

Zuge des BREXIT quer durchs Land

getourt und habe mit 4000 der in

Österreich lebenden Briten darüber

gesprochen, wie sie sich auf den Austritt

Großbritanniens aus der EU vorbereiten

können. Kontakt zu so vielen

Briten und Britinnen zu haben war

mir eine große Ehre. Außerdem hatte

ich in den letzten Jahren des Öfteren

die Gelegenheit, den Bundespräsidenten

zu treffen, zum Beispiel beim

Neujahrsempfang, zu dem ich – trotz

Schneesturm – im Kilt gekommen bin.

LÄNDER IM FOKUS

044


SOCIETY

Meine ganzen vier Jahre in der Botschaft waren von Verhandlungen und

Vorbereitungen für den BREXIT geprägt. Wir bereiten uns jetzt auf das

Ende der Übergangszeit vor (...)

Nach der Ibiza-Affäre war es für mich

beeindruckend zu sehen, wie stark die

demokratischen Institutionen in Österreich

sind. Abseits vom Politischen

konnte ich unter dem Hashtag

#keenonWien bereits über 500 Mal

teilen, was mir besonders gut an Wien

und Österreich gefällt. Ich habe Lieblingsorte

in allen neun Bundesländern

und nehme es mir immer zum Ziel,

jedes Jahr alle mindestens einmal zu

besuchen. Letztes Wochenende war

ich zum Beispiel in Kärnten (ein weiterer

Grund, Wien besonders zu mögen

ist, dass es nur ein paar Fahrstunden

von Kärnten entfernt ist), auch ansonsten

bin ich viel unterwegs: ich war

in Osttirol, am Weißensee, im Ehrwald,

im Salzkammergut, in Vorarlberg,

Graz, Salzburg, im Ötschergraben, am

Neusiedlersee und in der Ramsau.

Ich habe mich auch mit den verschiedenen

Dialekten beschäftigt und

gelernt, wie man am besten jemanden

beim strawanzen kennenlernen kann

und wie leiwand Wien sei.

Haben Sie einen Vorzug für eine bestimmte

Gegend?

Ich zitiere immer gerne Oscar Wilde

und auch bei dieser Frage gilt: „comparisons

are odious“, vergleichen ist

unangebracht. Das ganze Land zieht

mich magisch an! Es gibt hier so viel

zu entdecken, Österreich ist viel mehr

als nur Wien.

dass wir als Inselstaat seit jeher mit

dem Meer konfrontiert waren und

man so nie das Gefühl hatte, dass

man die Umwelt überhaupt unter

Kontrolle bringen kann. Auch wenn

man an die Geschichte denkt hat

Großbritannien – außer in den Weltkriegen

– lange Zeit keinen Überlebenskampf

führen müssen, im

Gegensatz zu den Ländern auf dem

europäischen Festland, die wiederholt

mit Invasionen gekämpft haben.

Deshalb gibt es in diesen Gegenden

vielleicht ein stärkeres Verlangen

nach Stabilität. Man sagt immer, in

Großbritannien kann man auf alles

wetten, in Deutschland oder Österreich

kann man sich gegen alles

versichern; das fasst den Unterschied

ganz gut zusammen.Das Vereinigte

Königreich hat schon lange eine sehr

diverse Bevölkerung: in London werden

über 300 Sprachen gesprochen,

35% der Einwohner wurden nicht in

Großbritannien geboren. Das führt

zu einer großen Vielfalt auf kultureller

und kulinarischer Ebene. Das Vorurteil,

man esse in Großbritannien

nicht gut, ist daher übrigens längst

überholt. Auch der Humor – vor allem

Monty Python und John Cleese – ist

für mich ein wichtiger Teil des britischen

Charakters.

Welche Auswirkungen hat der BREXIT

bisher für die Relationen zu Österreich

und was kann gemacht werden,

um die Beziehungen eng zu halten?

Meine ganzen vier Jahre in der Botschaft

waren von Verhandlungen

und Vorbereitungen für den BREXIT

geprägt. Wir bereiten uns jetzt auf das

Ende der Übergangszeit vor und wollen

sichergehen, dass die ungefähr 11.000

britischen Bürgerinnen und Bürger

in Österreich weiterhin problemlos

ihre Rechte ausüben können. Für die

in Großbritannien lebenden Österreicherinnen

und Österreicher hat das

bereits sehr gut geklappt. Was mich

beeindruckt ist, dass die Beziehungen

zu Österreich und der EU weiterhin

Was unterscheidet das Vereinigte Königreich

von Österreich und anderen

europäischen Ländern und welche

Eigenheiten liegen Ihnen besonders

am Herzen?

Großbritannien ist natürlich genauso

europäisch wie Österreich, trotzdem

gibt es ein paar Besonderheiten.

Manchmal scheint es, als seien die

Briten von Unsicherheit unbeeindruckt.

Das kommt vielleicht daher,

S.E. Leigh Turner im Gespräch mit SOCIETY-Herausgeberin Gerti Tauchhammer

INTERVIEW UNITED KINGDOM

045


SOCIETY

sehr intensiv sind und bleiben werden.

Viele Firmen werden weiterhin

in Großbritannien investieren, zum

Beispiel Valneva, ein Pharmaunternehmen

aus Wien, das große Summen

investiert, damit in Großbritannien

nach einem Covid-Impfstoff geforscht

wird. Auch zwischen den Universitäten

herrschen enge Beziehungen und Zusammenarbeit.

Die Johannes Kepler

Universität in Linz forscht zum Beispiel

mit dem Imperial College London zu

künstlicher Intelligenz, auch mit der

Universität Innsbruck und anderen

Institutionen gibt es regen Austausch

von Studierenden und Lehrpersonal.

Ich bin selbst ein Produkt von Schüleraustauschen,

mit 12 bin ich nach

Frankreich, dann auch nach Deutschland.

Das war eine sehr einflussreiche

Zeit für mich, in diesem Alter lernt man

in ein paar Wochen unglaublich viel.

Ich kann mich noch erinnern, dass ich

in Deutschland war und kaum Deutsch

sprechen konnte. Wir haben während

des ganzen dreiwöchigen Austauschs

Eishockey angesehen und ich bin dann

kurzerhand Experte für Eishockey-Vokabular

geworden. Ich war immer ein

Grammatik-Versager, aber wenn ich

eine Sprache aktiv benutze, kann ich

sie ganz gut verinnerlichen. Ich hatte

das Glück, im Laufe der Jahre Russisch,

Ukrainisch, Französisch, Türkisch

und Spanisch lernen zu können und

habe immer wieder gemerkt, dass das

Verständnis für ein Land einfach stark

steigt, wenn man die Sprache kennt.

Daher ist ein interkultureller Austausch

dieser Art vor und nach dem BREXIT

extrem wichtig. Kürzere Schüleraustausche

werden auch ohne Visum möglich

sein, Studierende aber brauchen

ein Visum. Das sollte allerdings keine

Barriere sein, wenn man bedenkt, dass

von ungefähr 500.000 ausländischen

Studierenden in Großbritannien nur

140.000 aus der EU kommen.

Was mich beeindruckt

ist, dass die

Beziehungen zu

Österreich und der

EU weiterhin sehr

intensiv sind.

Wie wird Ihrer Meinung nach die Zukunft

mit Covid-19 aussehen?

Im Moment spielt die Entwicklung

eines Impfstoffes für die große

Forschungsindustrie in Großbritannien

eine besonders wichtige Rolle.

In einem zweiten Schritt muss die

Verteilung der Impfstoffe innerhalb

der einzelnen Länder und international

geklärt werden. Großbritannien

und das Foreign, Commonwealth

and Development Office haben viel

investiert, damit auch Entwicklungsländer

Impfstoffe erhalten. Covid-19

kann eine verheerende Wirkung auf

die Entwicklung von ärmeren Ländern

haben und daher muss alles dafür getan

werden, dass der Schaden sich in

Grenzen hält. Auch für die Diplomatie

hat die Krise große Auswirkungen:

man kann zwar Videokonferenzen

organisieren, aber die Gespräche im

Korridor, die auch sehr wichtig sind,

gehen verloren. Das sind große Probleme,

dennoch gibt es einige Möglichkeiten,

die Gesellschaft wieder in

Schwung zu bringen. Schnelltests, gut

kontrollierte Impfungen und vielleicht

Immunität werden dabei eine Rolle

spielen.

Fotos: SOCIETY/Pobaschnig

LÄNDER IM FOKUS

046


Druck? Damit

können wir umgehen!

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industrielle Endfertigung. Wir vereinen alles an einem

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SOCIETY

British Council:

Creating understanding

The British Council intends to create a network for people from the

UK and other countries. SOCIETY spoke with its director in Austria,

Martin Gilbert.

What is the British Council offering

here in Vienna, concretely?

The British Council in Austria engages

in a wide range of activities. We

support cultural exchange, administer

language exams, teach English online

and manage a Language Assistants

Programme, with around 100 UK Language

Assistants currently in Austrian

schools and many young Austrians in

UK schools. We provide support for

students to study in the UK and have

just run a large Study UK campaign in

Austria with great success. We deliver

thousands of IELTS language tests

to Austrian students who require

a reliable proof of their language

proficiency so they can study at

universities in the UK and around the

globe, and we offer some of the best

online English training in the world.

We recently launched a new course

Martin Gilbert, director of the British Council in

Austria

called English Online, which is perfect

for people who want to benefit from

the British Council English learning

experience wherever they are. We

work with leading arts institutions in

Austria including KHM, Belvedere and

MAK and we support exhibitions of

UK artists: we are lending a work from

our Art Collection for the upcoming

retrospective of the spectacular UK/

Nigerian artist Yinka Shonibare, CBE

at the Museum der Moderne in Salzburg.

Another example is our enthusiastic

support for Vienna Design Week

over the years. I was very pleased the

Director, Lilli Hollein could attend a

global event for directors of design

festivals that the British Council organised

in London.

As director of the British Council -

how would you define the cultural relations

between the UK and Austria?

The cultural relations between the UK

and Austria are excellent: there are

strong relationships at ministry, institutional

and individual levels and both

sides are committed to continuing

cultural and educational exchange.

The British Council works closely with

the Cultural Section of the BMEIA and

with the Arts and Culture section of

the BMKOES, where we are developing

an exciting bilateral project. I

liaise closely with the Director of the

Austrian Cultural Forum in London

and we aim to amplify and support

each other’s work. There is currently a

strong move towards more digitalisation

in cultural relations and I look forward

to supporting initiatives that use

digital technology to achieve greater

reach and impact. The UK and Austria

share a belief in the great value of

cultural relations which makes my

work a pleasure. The British Council is

a global leader in the area of cultural

relations and I am particularly interested

in strengthening and facilitating

artistic and educational exchange.

What impact could Brexit have on

the international work of the British

Council and how can the Council

provide assistance to people in this

regard?

The UK and other European nations

have been cooperating for centuries

in the arts, education and science

and the British Council is committed

to maintaining this educational and

cultural exchange. We believe that

cultural connections are more important

than ever at times of change

and as the UK’s relationship with the

EU transforms, we have a vital role to

play. For example, we recently ran a

virtual Study UK event across all EU

countries, with 65 UK universities. The

event aimed to provide clear information

and address misconceptions

students may have about applying

to study in the UK after the end of

the transition period, including fees,

scholarships and visas.

Foto: www.kamiki.at

LÄNDER IM FOKUS

048


SOCIETY

Erste Anlaufstelle für

BritInnen in Salzburg

Im Interview mit SOCIETY spricht der Honorarkonsul des Vereinigten

Königreiches Großbritannien und Nordirland, Dr. Harald Kronberger,

über seine Aufgabengebiete und erzählt, was er an dem Land schätzt.

Fotos: Florian Stuerzenbaum, pixabay

Wie wurden Sie Honorarkonsul des

Vereinigten Königreiches Großbritannien

und Nordirland und wie würden

Sie Ihre Verbindung zu diesem Land

beschreiben?

Es ist für mich eine große Ehre und eine

schöne Aufgabe das Vereinigte Königreich

in Salzburg zu vertreten. Nach

dem Ende der langjährigen Tätigkeit

meines Vorgängers Martin Kaindl gab

es zunächst informelle Kontakte mit

der Botschaft und nach weiteren Gesprächen

und dem Durchlaufen eines

protokollarischen Prozesses wurde ich

im Oktober 2016 neuer Honorarkonsul.

Wir haben eine direkte

Kommunikationslinie

zur Botschaft in Wien

und können so Anliegen

rasch und effizient

weiterleiten.

Mit dem Vereinigten Königreich verbindet

mich viel. Durch meine Tätigkeit

als Anwalt habe ich immer wieder Berührungspunkte

mit UK und bin auch

Mitglied eines internationalen Legal

Networks mit Sitz in London. Privat

schätze ich natürlich die britische

Kultur, die wunderbaren Museen in

London und auch die Pubs.

Wie sieht Ihr Aufgabengebiet als

Honorarkonsul aus und wie stehen Sie

mit den in Salzburg lebenden Briten im

Austausch?

Das Honorarkonsulat ist erste Anlaufstelle

für Britinnen und Briten in

Salzburg, die hier leben oder das Land

besuchen. Wir versuchen bei Problemen

und Fragen erste Hilfestellungen

zu geben und bei der Vernetzung zu

helfen. Wir haben eine direkte Kommunikationslinie

zur Botschaft in Wien

und können Anliegen so rasch und

effizient weiterleiten. Die wichtigste

Frage im Moment für viele Britinnen

und Briten ist die Form der Aufenthaltsdokumente,

die sie nach dem

Ende der Übergangsperiode benötigen.

Hier unterstützen wir die Botschaft bei

Informationskampagnen und waren vor

Corona an zahlreichen Infoveranstaltungen

beteiligt.

Wie wichtig ist es, auch in kleineren

Städten eine Anlaufstelle für „expats“

zu haben?

Enorm wichtig aus meiner Sicht. Das

zeigt sich vor allem in Krisenfällen

und wenn es schnell gehen muss. Der

Vorteil, jemanden vor Ort zu haben der

schnell einschreiten kann und lokale

Kontakte hat, ist dann wesentlich. Die

Zusammenarbeit mit den Salzburger

Behörden und Blaulichtorganisationen

ist für uns deshalb besonders wichtig.

Ich bin froh, dass mein Team und ich

hier sehr gut aufgestellt sind. Darüber

hinaus können wir auch zur Vernetzung

beitragen und in Einzelfällen auch

Wirtschaftskontakte weiterleiten. Wir

können der Botschaft sozusagen Bälle

zuspielen.

UNITED KINGDOM

049


SOCIETY

Grenzüberschreitende

Vollstreckung von

Urteilen post-Brexit

Die Gastautoren von Lansky, Ganzger+partner

erläutern in ihrem Beitrag die rechtlichen

Folgen des Brexit für die grenzüberschreitende

Vollstreckung von Urteilen.

Bei grenzüberschreitenden Streitigkeiten

führt oftmals die Vollstreckbarkeit

einer gerichtlichen Entscheidung im

Ausland zu erhöhtem Aufwand. Grundsätzlich

gilt ein Urteil nur in dem Staat,

in dem es erlassen wurde. Um es auch

in einem anderen Staat vollstrecken zu

können, bedarf es entweder internationaler

Vereinbarungen oder anderweitiger

Sonderregelungen. Zwischen

den Mitgliedsstaaten der EU wurde

die grenzüberschreitende Vollstreckung

von Gerichtsentscheidungen

in diversen Verordnungen geregelt,

insbesondere in der VO 1215/2012, der

EuGVVO, die (auch) die Anerkennung

und Vollstreckung von Entscheidungen

in Zivil- und Handelssachen regelt.

In deren Anwendungsbereich sind

gerichtliche Entscheidungen ohne

weiteres Verfahren in einem anderen

Mitgliedsstaat vollstreckbar. Nur in

wenigen Ausnahmefällen darf dies

verweigert werden. Nach der – bisher

auch für das Vereinigte Königreich

(„VK“) geltenden – EuGVVO kann die

Frage des Gerichtsstandes durch Parteivereinbarung

geregelt werden, aber

auch ohne eine solche Vereinbarung

ist sie etwa bei Schadenersatzklagen

oder Verstößen gegen Rechte aus

dem geistigen Eigentum anwendbar.

Die EuGVVO bietet also die Basis für

eine unkomplizierte Vollstreckung von

gerichtlichen Entscheidungen innerhalb

der EU in vielen wirtschaftlich

relevanten Rechtsbereichen. Obwohl

die Briten die EU am 31.1.2020 offiziell

verließen, haben die Union und das VK

im sogenannten Austritts-Abkommen

eine Übergangsfrist vereinbart, innerhalb

derer grundsätzlich noch das EU-

Recht, also auch die EuGVVO, für das

VK verbindlich ist. Diese Übergangsfrist

endet nun am 31.12.2020.

Rechtsanwalt

Dr. Michael Komuczky

Rechtsanwalt und Managing Partner

Mag. Valentin Neuser

Danach können Urteile aus Mitgliedsstaaten

nur noch dann nach der EuG-

VVO im VK vollstreckt werden, wenn

das zugrundeliegende gerichtliche

Verfahren vor dem 31.12.2020 begonnen

wurde. Dasselbe gilt umgekehrt für

die Vollstreckung britischer Entscheidungen

in den Mitgliedsstaaten. Ab

dem 1.1.2021 wird das Haager Übereinkommen

über Gerichtsstandsvereinbarungen

zwischen dem VK und den

EU-Mitgliedsstaaten gelten. Dieser

Fotos: Lansky, Ganzger+partner, unsplash

LÄNDER IM FOKUS 050


SOCIETY

völkerrechtliche Vertrag regelt ebenso

die Anerkennung und Vollstreckung

bestimmter (!) gerichtlicher Entscheidungen

in Zivil- und Handelssachen

zwischen der EU und dem VK. Das

Übereinkommen gilt jedoch – anders

als die EuGVVO – nur dann, wenn

die Parteien des Rechtsstreites eine

ausschließliche Gerichtsstandsvereinbarung

getroffen haben. Daneben

gilt für das VK auch weiterhin das New

Yorker Übereinkommen zur Anerkennung

und Vollstreckung ausländischer

Schiedssprüche, das die Vollstreckung

von Entscheidungen von Handelsschiedsgerichten

im VK absichert. Die

Vollstreckung (schieds-)gerichtlicher

Entscheidungen aus Mitgliedsstaaten

Obwohl die Briten die

EU am 31.11.2020 offiziell

verließen, haben die

Union und das VK im

Austritts-Abkommen

eine Übergangsfrist

vereinbart (...)

im VK, die auf vertraglicher Streitbeilegungsklauseln

beruhen, bleibt damit

abgesichert. Ohne zugrundeliegender

Parteivereinbarungen wird es nach

dem 31.12.2020 vorerst aber keine

völkerrechtliche Absicherung der Vollstreckung

geben. Beim Abschluss von

Verträgen mit britischen Geschäftspartnern

sollte daher eine ausschließliche

Gerichtsstandsvereinbarung

oder eine Schiedsklausel enthalten

sein, um unnötige Schwierigkeiten

bei der Durchsetzung berechtigter

Ansprüche zu verhindern. Auch für

Altverträge bietet sich an, nachträglich

eine entsprechende Vereinbarung

zwischen den Parteien aufzunehmen.

Die Zuziehung von rechtlichem Beistand

ist dabei empfehlenswert, da

nur die richtige Formulierung einer

passenden Klausel unnötige Probleme

und Kosten vermeiden kann.

Auf lange Sicht ist zu hoffen, dass die

unbefriedigende Rechtslage völkerrechtlich

korrigiert wird, etwa durch

Beitritt zum im Juli 2019 veröffentlichten

Haager Übereinkommen über

die Anerkennung und Vollstreckung

von ausländischen Gerichtsentscheidungen

in Zivil- und Handelssachen.

Die EU evaluiert dies gerade, bislang

wurde das Übereinkommen aber noch

von keinem Staat ratifiziert.

ÜBER DIE AUTOREN:

Rechtsanwalt und Managing Partner

Mag. Valentin Neuser ist Mediator

und Head of German Desk bei LGP. Er

beschäftigt sich schwerpunktmäßig

mit Insolvenzrecht sowie mit dem Zivilund

Zivilprozessrecht. Ein weiterer

Fokus liegt auch auf Alternativer Streitbeilegung

(ADR) und Mediation.

Rechtsanwalt Dr. Michael Komuczky

ist auf Streitbeilegung, sowohl im

außergerichtlichen Bereich, als auch

vor Gerichten und nationalen und

internationalen Schiedsgerichten

spezialisiert. Dabei berät er Klienten

insbesondere im Vertragsrecht,

Vertriebsrecht, Gesellschafts- und

Stiftungsrecht, auch mit internationalen

Bezügen. Außerdem umfasst seine

Tätigkeit die Bereiche Arbeitsrecht und

Verbraucherrecht. Er berät Klienten

unter anderem auch auf Spanisch.

UNITED KINGDOM

051


Austro-British Society-President Dr. Kurt Tiroch with wine maker Willi Opitz

VIP-guests of ABS „Fete Blanche“ in honour of Prince George‘s birthday

Austro-British Society –

From people to people

Founded in 1946 as “Österreichisch-Britische

Gesellschaft“, it aims to strengthen Austro-British

relations in all aspects of public and cultural life.

As a member of “PaN-Partner of

all Nations”, it is a modern network

intended to serve interested and

likeminded people. Furthermore, in

accordance with its constitution,

its goals are to contribute to a wider

knowledge of all aspects of Austrian

and British culture, arts and lifestyle,

to initiate and promote debate on current

economic, political and cultural

issues, to break down existing stereotypes

and encourage inter-personal

Happy guests at the „Fete Blanche“ of Austro-British

Society

and inter-organisational contacts

between the two countries and help

to improve personal and corporate

social responsibility.

The Austro-British-Society (ABS),

which was newly set up in December

2009, therefore organizes numerous

activities throughout the year, including

exchanges and visits, workshops,

courses, film and theatre nights,

opera and ball events, lectures and

book presentations, exhibitions and

other activities aimed at promoting

knowledge about all things Austrian

and British, the invitation of guest

speakers from the UK and Austria who

talk about current affairs or aspects of

British and Austrian economy, culture,

arts, history, society and lifestyle.

With a regularly published newsletter,

the ABS keeps its more than

450 members and 1.200 interested

recipients updated not only about its

activities but also supplies its readers

with helpful lifestyle tips and special

offers from corporate members. Moreover,

the ABS is present on Facebook

and in the last year, it implemented

an Instagram profile and it started

a blog, aiming to discuss various views

on actual societal, political, cultural or

economic developments.

In 2016, the ABS also established a

Brexit expert group, led by ABS-Vice

President and former Ambassador Dr.

Alexander Christiani and by former

OSCE-Ambassador Colin Munro.

Since then, 21 high quality Policy

Papers have been published, with

relevant background information for

UK citizens in Austria as well as people

generally interested in the Brexit

process. As a network, the Austro-British

Society is actively supported by

the governments of both countries

and with its numerous activities and

initiatives, it successfully brings people

together.

Address and Contact:

Österreichisch-Britische Gesellschaft

Garnisonsgasse 11/1

1090 Vienna

www.oebrg.at

abs@legalconsulting.at

Fotos: Katharina Schiffl, SOCIeTY/Pobaschnig

LÄNDER IM FOKUS

052


Oldtimer im Automobil-Museum in Gramatneusiedl bei Himberg

Cruisen wie Steve McQueen in einem schicken Sportscar

Ein Oldtimer für

jeden Anlass

Jackob Barnea, Firmengründer von Barnea

Austria – Oldtimertreff, betreibt Europas

größtes Oldtimervermietungsunternehmen.

Fotos: Oldtimer-Automobilclub-Austria

Die Liebe zu den charmanten Fahrzeugen

hat Dr. Barnea schon lange

gepackt; bereits während seines

Medizinstudiums begann er, Oldtimer

zu sammeln und zu restaurieren. Ende

1980 mietete er Wiens älteste KFZ- Reparaturwerkstätte

und begann auch

für Kunden zu restaurieren. Nebenbei

lief der (inter)nationale An- und Verkauf.

Natürlich dürfen auch britische

Fahrzeuge wie Austin Healy, Land Rover,

Rolls Royce, Morris und Jaguar in

seiner umfassenden Sammlung nicht

fehlen. „Die englischen klassischen

Sportwagen stellen seit jeher Konservativität,

Einfachheit und Eleganz

wie die ‚echte englische Aristokratie‘,

dar. Die zeitlosen Karosserieformen,

Smith-Armaturen und Speichenräder,

das Connolly-Leder und Holzzirat

strahlen ‚Pure British Style‘ aus“,

schwärmt Dr. Barnea.

Barneas Automobilsammlung steht

heute Privatgesellschaften und Firmen

zur vielfältigen Nutzung zur Verfügung:

Brautpaare mit Hang zur Nostalgie fahren

gut mit den attraktiven Oldtimern

und Rolls-Royce aus dem VIP Hochzeitsservice.

Auch für andere feierliche

Anlässe können Oldtimer und Sportwagen

gemietet werden. Und falls man

seinen nächsten Geburtstag mit einer

Spritztour in einem altersgleichen

Oldie feiern möchte, ist auch das – ab

dem Jahrgang 1908 – möglich. Wer für‘s

Erste genug vom Fahrtwind hat, findet

Zuflucht im Automobil-Museum in

Gramatneusiedl bei Himberg, in dem

Automobil- und Motorrad-Raritäten

ausgestellt sind. Das Museum kann

auch als stimmungsvolle Location für

Veranstaltungen gemietet werden.

Für Firmen und Organisationen bietet

Dr. Barnea neben VIP Gästetransfers

per exklusivem Oldtimer und Rolls

Royce auch Oldtimer- und Sportwagen

Rallyes an. Seit 20 Jahren nutzen

erfolgreiche Unternehmen, Organisationen

und Veranstalter diese einzigartige

Möglichkeit, Geschäftsfreunden

und Mitarbeitern ein unvergessliches

Erlebnis voller Emotion zu bieten. Auch

hier sind britische Modelle beliebt: „Die

älteren englischen Sportwagen sind

ein Phänomen“, meint Jackob Barnea.

Jahrzehntelang dominierten englische

Zweisitzer als Roadster und Coupés

den europäischen und amerikanischen

Markt.

1987 wurde von einem Kreis aus

Enthusiasten um Barnea der Oldtimer-

Automobilclub-Austria gegründet, der

heute unter dem Motto „happy to help“

nicht nur als verlässliche Anlaufstelle

für Informationen und Problemlösungen

rund ums Thema Oldtimer dient,

sondern auch karitativ aktiv ist. Der

Club und seine aktiven Mitglieder

freuen sich über den Beitritt von neuen

Schwärmern; auch unerfahrene Besitzer,

die einer gemütlichen Oldie-Szene

beiwohnen wollen, sind herzlichst

willkommen. Und für Interessierte:

Einen Engländer, der Spaß macht,

findet man in jeder Preisklasse; auch

die Ersatzteilversorgung ist exzellent

und meistens preiswert. Denn „schöne

Autos sind nicht teurer herzustellen als

hässliche“, zitiert Dr. Barnea Sir William

Lyons.

Addresse und Kontakt

Barnea Austria – Oldtimertreff Wien

Esterházygasse 6

1060 Wien

01/5868080

office@oldtimertreff.com

UNITED KINGDOM

053


SOCIETY

Traces of British

Art in Austria

SOCIETY spoke with Jasper Sharp, Adjunct

Curator for Modern and Contemporary Art at

the KHM Wien, about British traces in

Austria‘s history of art.

You are Adjunct Curator for Modern

and Contemporary Art at the KHM.

How does Modern and Contemporary

Art “fit” into KHM?

The museum is first and foremost a

depository of historical objects, which

are preserved, researched, presented

and interpreted within the museum.

By introducing the art of more recent

times into the museum in the form of

exhibitions, artist talks or other temporary

projects, we are establishing a

conversation between objects created

during different periods of history. It

aims to bring us closer to those historical

objects, and to understand that

there are certain essential and universal

ideas which have occupied creative

minds for many centuries and continue

to do so today. Indeed, the most articulate

explanations of historical objects

often come from living artists, who are

themselves immersed in the language

and vocabulary of the visual arts.

Are there many British exhibits at the

KHM? Which are the most outstanding

ones?

Unlike institutions such as the Louvre,

Paris, or the Metropolitan Museum of

Art in New York, both of which endeavour

to collect and present the entire

history of art, the Kunsthistorische

Museum makes no claim to do so.

Its collections are very much private

collections, built up over several centuries

by a succession of imperial rulers.

Each of them had their own specific

interests and tastes, which resulted in

areas of particular strength and depth,

such as the holdings of paintings by

Pieter Bruegel the Elder or the remarkable

Kunstkammer. But it also means

that there are periods or schools of art

history which are less well represented,

because the Habsburgs were either

not interested in them, or did not have

the same access to them due to geopolitical

rivalries. The case of British art

is a good example. We have very few

British works in the collection; a single

Thomas Gainsborough landscape of

the Suffolk countryside, and two portraits

by Sir Henry Raeburn and Joseph

Wright of Derby. It just so happens

that one of the only other works that

we have, a tender portrait of a young

woman by Sir Joshua Reynolds, is one

of my favourite works in the entire

collection.

If there would be an exhibition about

“The United Kingdom’s traces in

Austria’s history of art” – what would

it look like?

The most interesting dialogue between

artists in the UK and artists in

Austria is one from more recent times -

that between the Vienna Secessionists

and the Glasgow School, primarily

Charles Rennie Mackintosh and his

wife Margaret Macdonald Mackintosh.

The Mackintoshes were invited to exhibit

in Vienna at the eighth Secession

exhibition in 1900 and earned great

praise from designers and architects

such as Josef Hoffmann and Koloman

Moser. Several objects that were presented

in this exhibition can today be

found in the collection of the Museum

of Applied Arts in Vienna (MAK). An

exhibition exploring these links in more

detail would be fascinating.

You are living in Vienna since 2006

– how did the Viennese art world

change during these 14 years?

Over the last years, the art world in

Vienna has changed quite considerably.

Many new spaces have sprung

up, from commercial galleries and

artist-run project rooms, and they have

contributed to a new energy within

the scene. At the same time, a number

of important institutions have either

closed or moved away - this has had an

undeniably detrimental effect on the

scene, reducing the amount of exhibition

spaces in the city and the amount

of exchange between local and international

art scenes. Meanwhile the

main, state-funded museums have

grown considerably in terms of the

scale and frequency of exhibitions that

they produce, and the visitor numbers

have risen accordingly. This has been

fuelled in part by increasing numbers

of tourists, a fact which has led to

real problems during the Coronavirus

pandemic. As a result, museums are

now having to develop new forms of

outreach aimed more towards their

local public. We can only hope that this

will continue in the future.

Foto: SOCIETY/Probaschnig

LÄNDER IM FOKUS

054


SOCIETY

The adjunct Curator for Modern Art, Jasper Sharp in front of one of the contemporary exhibitons of KHM

Modern photography displayed at KHM

The magnificent staircase of the museum

Piece from the exhibition „Beethoven moves“

UNITED KINGDOM

055


SOCIETY

Montag bis Samstag von 9 bis 21 Uhr kann man sein Lieblingsbuch finden

Im Shakespeare and Company herrscht das kreative Chaos

Etwa 20.000 englischsprachige Bücher warten hier auf neue Leser

Vom Comic bis zum Sachbuch: es gibt für jeden Geschmack etwas

Literaturliebhaber Guy Perlaki inmitten der literarischen Werke

Shakespeare and Company in der Sterngasse 2

Fotos: Pascal Schrattenecker

LÄNDER IM FOKUS

056


SOCIETY

Shakespeare & Company:

Wo Bücher Leser finden

„Ein Raum ohne Bücher ist ein Körper ohne Seele“ –

das wusste schon Cicero, einer der berühmtesten

Redner der römischen Antike. Die Wiener Buchhandlung

Shakespeare & Company ist dieser

Gleichung nach ein Ort mit vielen Seelen.

Etwa 20 000 englischsprachige Bücher

findet man im Shop in der pittoresken

Sterngasse 2 in der Wiener Innenstadt.

Publikationen verschiedenster Genres

säumen die hohen, mit Holzregalen

behangenen Wände.

Seit 2006 leitet Guy Perlaki dieses

Bücherparadies, welches er von der

Gründerin, die gleichzeitig seine

frühere Chefin war, übernahm. Das

Shakespeare & Company ist nach der

gleichnamigen berühmten Pariser

Buchhandlung benannt, die im Jahr

1919 von der US-Amerikanerin Sylvia

Beach gegründet wurde und damals

als Treffpunkt für namhafte Schriftsteller

– von Ernest Hemingway über

F. Scott Fitzgerald bis hin zu James

Joyce – galt. Heute ist die Wiener

Variante die einzige englischsprachige

Buchhandlung Österreichs. „Weil wir

ein Familienbetrieb sind, ist es einfacher

zu überleben. Meine Schwester

ist hier angestellt und gleichzeitig

meine Vermieterin und die Besitzerin

der Immobilie und meine Mutter hilft

freiwillig mit“, erklärt Guy Perlaki im

SOCIETY-Interview. Perlaki, der in

Afrika aufwuchs, fing 2000 im Alter von

30 Jahren die Lehre als Buchhändler

bei Shakespeare & Company an, zuvor

reiste er um die Welt und lebte längere

Zeit in Kanada. „Ich glaube, wenn man

älter ist, ist man häufig belesener und

kann dadurch auch besser beraten“,

ergänzt er. Das Sortiment im Shakespeare

& Company ist breit gefächert,

aktuell sei vor allem die Nachfrage

nach Science Fiction sehr groß, so der

Geschäftsführer.

Die Konkurrenz aus dem Internet ist

zwar sehr präsent, viele Leser schätzen

aber nach wie vor das haptische

Erlebnis, welches einem in einer Buchhandlung

ermöglicht wird. „Unser

Leitspruch lautet Let yourself be found

by a book und des geht halt nur hier –

es ist wirklich eine mystische Qualität,

dass manche Bücher Leute quasi finden“,

so der Literaturliebhaber Perlaki.

Er selbst hat seine Leidenschaft für

Bücher schon früh entdeckt. „Literatur

hat eine magische Qualität. Sie kann

für jeden einzelnen etwas anderes

sein. Es gibt Zeiten und Momente in

denen man Bücher liest, die so stark

im Einklang mit dem eigenen Leben

sind, dass daraus ein richtiger Aha-

Moment entsteht“. In einer Zeit, in

der unzählige Medien in einem steten

Wettkampf um Aufmerksamkeit stehen,

sieht Perlaki auch eine positive

Entwicklung: „Medien befruchten sich

auch häufig gegenseitig, so kommt es,

dass plötzlich zum Beispiel Klassiker

wie Little Women auch beim jüngeren

Publikum wieder gefragt sind, was ich

sehr schön finde.“

Highlights der letzten 14 Jahre Shakespeare

& Company waren die Besuche

von Dylan Moran, dem irischen Schauspieler

und Comedian, und John Cleese,

einem Mitglied der berühmten Komikergruppe

Monty Python. Auch der

britische Botschafter in Österreich,

der selber Bücher schreibt, kommt

regelmäßig vorbei. „Wir haben wirklich

eine illustre Gesellschaft, die da zu

uns kommt“, ergänzt Sheila Perlaki, die

Schwester des Geschäftsführers stolz.

2021 feiert Shakespeare & Company

sein 40-jähriges Bestehen. „Ich freue

mich, dass ich bald die Hälfte der Zeit,

die es den Buchladen bereits gibt,

hier war“, so Perlaki. In das wunderbar

organisierte Chaos kann man von

Montag bis Samstag zwischen 9 Uhr

und 21 Uhr eintauchen und sich von

einem Buch finden lassen.

UNITED KINGDOM

057


SOCIETY

Ambassadors Caleidoscope

New Accreditations

Ambassadors resident in Vienna. Last update: November 2020

Bangladesh

Belarus

H.E. Muhammad Abdul MUHITH

Born on January 1st, 1966

EDUCATION

1985: Bachelor’s degree of Social Science (Sociology), University

of Dhaka, Bangladesh

1987: Master’s degree of Social Science (Sociology), University

of Dhaka, Bangladesh

H.E. Andrei DAPKIUNAS

Born on April 11, 1963 in Minsk

EDUCATION

1985: Graduation in Foreign Languages, State Teachers

Training Institute Minsk

1991: Postgraduation, Belarusian State University

1991: PhD in Political Science

CAREER

1999-2000: First Secretary, Embassy of Bangladesh, Rome

2000-2002: Counsellor, Embassy of Bangladesh, Doha

2002-2004: Director (Foreign Secretary’s Office), Ministry of

Foreign Affairs, Dhaka

2004-2010: Counsellor / Minister, Permanent Mission of

Bangladesh in New York

CAREER

1995–1997: Head of the Office for the US and Canada,

Ministry of Foreign Affairs of the Republic of Belarus

1997–2004: Director, Americas Department/Ministry of

Foreign Affairs of the Republic of Belarus

2004–2011: Permanent Representative of Belarus to the UN

2006: President of the Executive Board of UNICEF

2010-2012: Director-General (Americas) with occasional

additional responsibility as Director-General (Europe),

Ministry of Foreign Affairs, Dhaka

2012-2015: Minister and Deputy Chief of Mission, Embassy

of Bangladesh, Washington D.C.

2015 – July 2020: Ambassador of Bangladesh to Denmark

with concurrent accreditation to Estonia and Iceland

30 September 2020: Presented credentials as the Ambassador

of Bangladesh to H.E. Dr. Alexander Van der Bellen,

Federal President of the Republic of Austria

2008: Vice-President of ECOSOC

2011: Director, Department of International Humanitarian

Cooperation and Human Rights, Ministry of Foreign Affairs

of the Republic of Belarus

2011–2017: Permanent Representative of Belarus to the UN

2017–2020: Deputy Minister of Foreign Affairs of the Republic

of Belarus

Since September 2020: Ambassador Extraordinary and

Plenipotentiary of the Republic of Belarus to Austria, Permanent

Representative of the Republic of Belarus to the

IOs in Vienna and to the OSCE

Fotos: HBF, Laura Heinschink, Leona Bauer,, Peter Lechner

AMBASSADORS

058


SOCIETY

Democratic People’s

Republic of Korea

H.E. Kang Il CHOE

Born on September 17, 1959 in Pyongyang

EDUCATION

1980-1984 Study at the University of International Relations

CAREER

1976-1980 Korean People’s Army

1984-1998 Researcher at the Institute for Disarmament and

Peace, Ministry of Foreign Affairs

1998-2001 Attachè, Embassy of the DPRK in Federal Democratic

Republic of Nepal

2001-2004 Senior Researcher at the Institute for Disarmament

and Peace, Ministry of Foreign Affairs

2004-2011 Section Chief, Department of the United States

Affairs, Ministry of Foreign Affairs

2011-2015 Councilor, Permanent Mission of the DPRK to

the United Nations and other International Organizations

in Vienna

2015-2019 Deputy General Director, Department of North

American Affairs, Ministry of Foreign Affairs

Since June 2020, Ambassador of DPRK to Austria

Egypt

H.E. Mohamed H. EL-MOLLA

Born on July 8, 1972 in Cairo

EDUCATION

1993: Bachelor of Arts in English Literature, Ain Shams

University

2000: Master of Arts in International Relations, American

University, Cairo

CAREER

2009-2013: Member of Egypt‘s negotiation delegation to

the Nile Basin Initiative

2009-2013: First Secretary, Cabinet of the Minister of

Foreign Affairs

Since 2009: Member of the Egyptian National High Committee

on the Nile River

2011-2013: Member of Egypt‘s negotiating delegation on

the Grand Ethiopian Renaissance Dam, and member of

Egypt‘s delegation in the International Panel of Experts

2013-2017: Counsellor, Permanent Mission of Egypt to the

UN and other International Organizations in Geneva

2017-2018: Counsellor, Cabinet of the Minister of Foreign

Affairs

2017-2020: Diplomatic Negotiator for Egypt on the Grand

Ethiopian Renaissance Dam

Since September 2020: Ambassador of Egypt to Austria

and Permanent Representative to the IO in Vienna

AMBASSADORS

059


SOCIETY

France

Georgia

H.E. Gilles PECOUT

Born on December 2, 1961 in Marseille

EDUCATION

1982-1986 : École normale supérieure, Paris

1983-1985 : Study of history, University of Paris (Panthéon-

Sorbonne)

1986: Agrégé (Subject: history)

1989-1992 : Member of the École de Rome (School for

historic research, Palais Farnèse)

1992 : Doctorate at the École de Sciences politiques, Paris

2001 : Habilitation, research at the École de Sciences

politiques, Paris

CAREER

1989-1992: Assistant for the subject International Relations

at the École de Sciences politiques, Paris

1992-2002 : Lecturer at the École normale supérieure

2002-2014 : University professor for contemporary history

at the École normale supérieure, Paris; Chairman at the

École pratique des Hautes Études

2014-2016 : Rector of the Nancy-Metz Academy and the

academic Region Grand-Est, University-Chancellor of the

Universities of Lothringen

2016-2020 : Rector of the Academy of Paris and the academic

Region Ile-de-France, University-Chancellor of Paris

and Ile de France

Since September 2020 Ambassador of France to Austria

H.E. Ketevan TSIKHELASHVILI

Born on August 21, 1978 in Kutaisi

EDUCATION

2000: Master in International Relations and European

Studies, Central European University

CAREER

2000-2001: Political Analyst, FPRAC

2000-2001: Editorial Assistant for Transition Online, Prague

2001: Visiting Research Associate, ECMI, Flensburg

2002: Research Associate, NATO Parliamentary Assembly,

Brussels

2001-2003: Program Manager, ICCN, Tbilisi

2002-2005: External Researcher, Center for OSCE Research

(CORE), Hamburg University

2003-2006: Special Assistant, Office of the State Minister of

Georgia on Conflict Resolution Issues

2002-2011: Coordinator at Friedrich Naumann Foundation for

Freedom

2007-2009: Analyst at European Stability Initiative

Since 2006/2010: Founder and Director of Foundation Liberal

Academy-Tbilisi/European Initiative of LAT –Think Tank

2012: Elected Chairwoman at Eastern Partnership Civil Society

Forum, Georgian National Platform

2012-2016: First Deputy State Minister, Office of the State

Minister for Reconciliation and Civic Equality

2016-2020: State Minister at Office of the State Minister for

Reconciliation and Civic Equality

Since June 2020: Ambassador of Georgia to Austria and Permanent

Representative to the IOs in Vienna

Fotos: HBF, Laura Heinschink, Leona Bauer,, Peter Lechner ; Harald Minich

AMBASSADORS

060


SOCIETY

India

Iran

H.E. Jaideep MAZUMDAR

Born in Shillong, India

EDUCATION

Bachelor’s Degree in Economics

Master’s Degree in Management

CAREER

1989: Indian Foreign Service

Deputy Chief of Mission in Beijing and Kathmandu

Chief of Protocol for the Prime Minister of Foreign Affairs,

Defence and Security

Head of the Southern Division in the Ministry of External

Affairs of India

Head of the Nalanda Division in the Ministry of External

Affairs

Ambassador of India to the Republic of the Philippines

Since June 2020, Ambassador of India to Austria

H.E. Abbas BAGHERPOUR ARDEKANI

Born in 1972

EDUCATION

1996: Bachelor’s degree in International Relations, Faculty

of International Relations, Tehran

1999: Master’s degree in Public International Law, Shahid

Beheshti University, Tehran

2010: Doctor in Public International Law, Shahid Behesthi

University

CAREER

1999-2003: Legal Expert at the Legal Department, Ministry

of Foreign Affairs

2004-2007: Second Secretary, Permanent Mission of Iran to

UN in New York

2007-2009: Deputy Director, Legal Department, Ministry of

Foreign Affairs

2009-2011: Director, Legal Department, Ministry of Foreign

Affairs

2011-2015: Ambassador and Deputy Permanent Representative,

Permanent Mission of Iran to the UN office in

Geneva

2015-2018: Advisor to the Minster of Foreign Affairs

2018-2020: Director General for International Legal Affairs,

Ministry of Foreign Affairs

Since June 2020: Ambassador Extraordinary & Plenipotentiary

of the Islamic Republic Iran to the Republic of Austria

AMBASSADORS

061


SOCIETY

Mexico

Monaco

H.E. Luis Javier CAMPUZANO PINA

Born on June 21st, 1960

EDUCATION

Bachelor’s degree in International Relations from the

Colegio de México

Master’s degree in International Relations and Global

Development from the Institute of Social Studies in The

Hague

H.E. Frédéric LABARRERE

Born on July 11, 1970 in Monaco

EDUCATION

Master’s degree in International Relations, School of Advanced

International and Political Studies in Paris

Postgraduation in Diplomacy and International Relations,

Paris I University

Postgraduation in Defense and Security, University Toulon

CAREER

1989: Foreign Service

General Coordination of Counsellors to the Foreign Ministry.

Personal Secretary of the Vice Minister for International

Cooperation. Technical Secretary of the Foreign Minister.

2006-2009: Deputy Permanent Representative of the Mission

to the OAS in Washington, D.C.

2011: Promotion to the rank of Ambassador. Ambassador of

Mexico to Kenia, concurrently accredited to Burundi, Eritrea,

Ruanda, Seychelles, Tanzania and Uganda. Permanent

Representative of Mexico to UNEP and UN-Habitat.

2014-2017: Ambassador of Mexico to Norway

Director-General for the United Nations at the Mexican

Foreign Ministry

2018-2020: Counsellor at the Vice Ministry of Multilateral

Affairs and Human Rights

Since June 2020, Ambassador of Mexico to Austria and

Permanent Representative of the International Organizations

in Vienna.

CAREER

2004–2019: Delegate of the Principality of Monaco at the

Bureau International des Expositions (BIE).

Since 2005: Representative of the Principality of Monaco at

the inter-governmental organisation Eutelsat-Igo

2007-2009: Chairman of the Information and Communication

Committee

2009: Councillor, Embassy of Monaco in France

2009-2013: Vice-chairman of the Administration and Budget

Committee

2013-2017: Vice-Chairman of the General Assembly

2014: Fist Councillor, Embassy of Monaco in France

2016: Ministerial Councillor, Embassy of Monaco in France

2017-2019: Member of the Executive Committee

Since 2017: Chairman of the General Assembly

2019: Ambassador of the Principality of Monaco to Germany

2020: Permanent representative of the Principality of

Monaco to OSCE, to the UNOV, and to the United Nations

Industrial Development Organization.

Since September 2020: Ambassador of Monaco to Austria

Fotos: HBF, Laura Heinschink, Leona Bauer,, Peter Lechner

AMBASSADORS

062


SOCIETY

Pakistan

Sri Lanka

H.E. Aftab Ahmad KHOKHER

Born on May 18, 1964

EDUCATION

Master’s degrees in Masters of Buisness Administration,

Economics and M.Sc. In Politics of World Economy

CAREER

1991:Foreign Service of Pakistan

1993-1995 & 1999-2004: Desk Officer at Foreign Affairs

1995-1999: Held various diplomatic assignments in Pakistan

Missions abroad in Tashkent

2004-2010: Held various diplomatic assignments in Pakistan

Missions abroad in Geneva

2011-2012: Joint-Secretary (Inter-Parliamentary Relations),

Senat Secretariat

2013-2015: Consul General at Jeddah

2015-2018: Ambassador of Pakistan to Lebanon

2018-2020: Additional Secretary (Americas) in the Ministry

of Foreign Affairs

Since 2020: Ambassador of Pakistan to Austria with

concurrent accreditation to Slovakia and Permanent

Representative of Pakistan to UN and other International

Organizations based in Austria.

H.E. Majintha Joseph Priye JAYESINGHE

Born on May 1st, 1966

EDUCATION

1989: Diploma in International Affairs, Bandaranaike International

Centre for International Studies, Sri Lanka.

1994: LLB Degree of Honours, University of Birmingham.

2002: Chinese Language Studies at Beijing Language and

Cultural University

CAREER

2007-2011: Consul General, Consulate of Sri Lanka, Shanghai

2011: Economic Affairs Division, Ministry of External Affairs,

Sri Lanka

2011-2015: Chief of Protocol, Ministry of Foreign Affairs

2012 – 2013: DG, CHOGM 2013 Taskforce Secretariat

2013-2015: Acting Additional Secretary

2014-2015: DG, Human Rights

2014-2015: Acting Additional Secretary

2015-2018: Minister, High Commission of Sri Lanka, Malaysia

2018-2019: Deputy High Commissioner, High Commission

of Sri Lanka, Malaysia

2019-2020: Ambassador to the UAE

Since May 2020: Ambassador of Sri Lanka to Austria and

Permanent Representative to the UNOV.

AMBASSADORS

063


SOCIETY

Uzbekistan

H.E. Abat FAYZULLAEV

Born on December 30, 1982 in Nukus

EDUCATION

2005: Bachelor’s degree in International Relations, University

of World Economy and Diplomacy Tashkent, Uzbekistan

2007: Master’s degree in International Relations, University

of World Economy and Diplomacy, Tashkent, Uzbekistan

2009: Bachelor’s degree in Finance, Tashkent State University

of Economics

CAREER

2007 – 2011: Referent, attaché, third secretary, second

secretary, Head Department of Foreign Policy Analysis

and Strategy, Ministry of Foreign Affairs of the Republic of

Uzbekistan

2011 – 2013: Head of Division - deputy head of Department,

Head Department of Foreign Policy Analysis and Strategy,

Ministry of Foreign Affairs of the Republic of Uzbekistan

2013 – 2017: Attaché, Political and Analysis Division, Embassy

of the Republic of Uzbekistan to the United States

2017 – 2018: First secretary, Political and Analysis Division,

Embassy of the Republic of Uzbekistan to the United States

2018 – 2019: First secretary, Americas Department, Ministry

of Foreign Affairs of the Republic of Uzbekistan

2019 – 2020: Special assistant of the Minister, Head of

Organizational and Inspection Department, Ministry of

Foreign Affairs of the Republic of Uzbekistan

Since August 2020: Ambassador Extraordinary and Plenipotentiary

of the Republic of Uzbekistan to the Republic of

Austria

Foto: HBF, Laura Heinschink, Leona Bauer,, Peter Lechner

AMBASSADORS

064


SOCIETY

Österreichs Verfassung

ist hundert Jahre alt

Österreich verfügt über die älteste schriftliche

Verfassung Europas, die weiterhin Gültigkeit besitzt.

2020 feierte das Vertragswerk, das

nach dem Zusammenbruch der

Monarchie und zwei Jahre nach Ende

des Ersten Weltkriegs als rechtliche

Grundlage der jungen Republik geschaffen

wurde, seinen 100. Geburtstag.

Zugleich würdigte Österreich den

Architekten des Bundesverfassungsgesetzes,

Hans Kelsen. Am 1. Oktober

1920 beschloss die Konstituierende

Nationalversammlung dieses Bundesverfassungsgesetz

als Grundlage

der Ersten Republik. Auf dem selben

Vertragswerk beruht auch die Zweite

Republik. Zu den Grundprinzipien

zählen neben liberaler Demokratie

und Rechtsstaat Pluralismus, bundesstaatliche

Ordnung und Gewaltenteilung

zwischen Gesetzgebung,

Verwaltung und Gerichtsbarkeit. Als

Kontrollorgane sind Verfassungs-,

Verwaltungsgericht, Rechnungshof

und Volksanwaltschaft verankert.

Nur ein Mal erfuhr die Verfassung

eine tiefgreifende Änderung: 1995, als

Österreich nach einer Volksabstimmung

der Europäischen Union beitrat.

Der Gleichheitsgrundsatz wurde in

der Verfassung von 1920 bereits klar

definiert, gekoppelt mit einer klaren

Absage der aus den Trümmern

der Monarchie hervorgegangenen

jungen Republik an Vorrechte von

Geburt, Geschlecht, Stand, Klasse

und Bekenntnis. Der Präsident des

Verfassungsgerichtshofes, Christoph

Grabenwarter, stellt in einem Artikel

zum 100-Jahre-Jubiläum fest: Liberale

Grundrechte des 19. Jahrhunderts

stehen neben universell inspirierten

europäischen Menschenrechten

der Nachkriegszeit, österreichische

Schöpfungen wie Datenschutz oder

Recht auf Zivildienst neben Grundrechten

des 21. Jh. in der Charta der

EU. Die Grundrechte gewähren Meinungs-

und Religionsfreiheit, Vereinsund

Versammlungsrecht.

HANS KELSEN,

SCHÖPFER DER VERFASSUNG

Kelsen wurde 1881 als Sohn einer

jüdischen Unternehmerfamilie in Prag

geboren. Sein Vater stammte aus

Galizien, seine Mutter aus Böhmen. In

Wien studierte er Jus. Zunächst diente

er als Beamter in der Donaumonarchie.

1911 habilitierte er sich zum Thema

„Hauptprobleme der Staatsrechtslehre“.

Im Ersten Weltkrieg wurde Kelsen

Referent des k.u.k.-Kriegsministers,

1918 Professor an der Universität Wien.

Politische Bildung, auch für Mädchen,

war ihm stets ein Anliegen. Bis zur

Emigration 1940 hielt er an Wiener

Volksbildungseinrichtungen Vorträge

über Staatslehre. Nach dem Krieg

schlug für den ehemaligen k.u.k.-Beamten

die große Stunde. Staatskanzler

Karl Renner beauftragte Kelsen mit

der Erstellung eines Verfassungsentwurfs.

Dieser ging von der Prämisse

aus, dass die Republik kein Rechtsnachfolger

der Monarchie sei. Nach

den Vorschlägen Kelsens wurde ein

Verfassungsgerichtshof geschaffen,

dem er selbst als parteiunabhängiger

Experte angehörte. Dieses Modell des

Verfassungsgerichtshofes sollte später

zum Vorbild für zahlreiche europäische

Staaten werden.

VON DER MONARCHIE ZUR REPUB-

LIK, VON EUROPA NACH AMERIKA

In Österreich verschärfte sich indessen

die politische Lage, der Antisemitismus

nahm zu. 1929 verließ Kelsen

das Verfassungsgericht, 1930 ging er

an die Universität Köln, später nach

Genf, wo sein bedeutendes Werk „Die

reine Rechtslehre“ entstand. 1934 wurde

in Österreich eine ständisch-autoritäre

Verfassung installiert. Das Leben

des großen Staatsrechtlers in Europa

ging zu Ende. Kelsen emigrierte in

die USA, wurde Gastprofessor an den

Universitäten Harvard und Berkeley.

Er verfasste Schriften zur UNO-Charta

und zu den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen.

Kelsens Lebenswerk

umfasst 300 Werke. In den 50er Jahren

reiste er zu Vorträgen nach Europa.

1962 hielt er erstmals einen Vortrag in

Wien. 1964 besuchte der nachmalige

Bundespräsident Heinz Fischer den

Autor der nach 1945 wieder eingesetzten

Verfassung in Kalifornien. Das war

der Auftakt für regelmäßige Österreich-Aufenthalte.

1971 wurde in Wien

das Hans-Kelsen-Institut gegründet.

1973 starb der große Rechtsgelehrte in

den USA. Das Jüdische Museum Wien

widmet Kelsen und „seiner“ Verfassung

eine beeindruckende Jubiläums-

Ausstellung.

Text von Hermine Schreiberhuber

GESCHICHTE

065


El Salvador and Austria –

Jointly into the future

SOCIETY Magazine spoke with the Ambassador of

El Salvador, H. E. Julia Emma Villatoro Tario, about El Salvador’s

assets and the relationship to Austria and the EU.

You are Ambassador of El Salvador

to Austria since January 2020 – in

your opinion, what connects the two

countries and what are the biggest

differences?

There is a historically friendly relationship

between El Salvador and Austria.

We do not know the exact date when

the relationship started, but we have

some background documents which

testify that the first consul was appointed

here in Austria in 1881.

Both countries are part of the Association

Agreement between Central

American countries and the European

Union. Austria has ratified this agreement,

which is based on three pillars:

cooperation, political dialogue and

trade. Since my arrival, I have talked to

the authorities about the importance

to support our efforts regarding this

issue. Currently only one pillar of the

Association Agreement is in force,

which is the trade pillar. We can take

advantage of this Agreement to improve

our commercial and investment

relations. Another similarity between

Austria and El Salvador is, that both

countries are committed to promote

development and generate opportunities;

prioritize quality education (from

a very early age), as well as innovation

and digitalization as means to move

towards the future, using information

and communication technologies.

President Nayib Bukele is promoting

Foto: SOCIETY/Pobaschnig

NEW AMBASSADORS

066


SOCIETY

El Salvador is also offering technological services, a lot of young,

smart people working in electronics, technology and communications

are developing apps and platforms, establishing a new business.

innovative projects in El Salvador

addressed to energize and develop

the economy. We also share ways of

thinking about global challenges, for

example climate change, sustainable

development, promotion and protection

of human rights, the fight against

corruption, transnational organized

crime, disarmament and the non-proliferation

of weapons. A major difference

between Austria and El Salvador

is the field of security, as we are still

facing some challenges in building a

more secure society which ensures

the protection of its people. However,

with the so-called Territorial Control

Plan that president Nayib Bukele has

been putting into operation since

he took office last year in June, we

have heavily reduced homicides and

overall criminal gang-activities. The

results have been very positive and

we are indeed now seen as a model

country for realizing policies against

criminal activities. This is something

we are very delighted about and we

are certain that we can continue on

this path. Another difference between

our countries is that Austria is very

well experienced in the management

of green energy, as well as recycling

and reusing materials. El Salvador still

needs to put effort into implementing

knowledge and technology, and we

know that we need to find ways to be

more environmentally-friendly. Green

energy and recycling are collective

tasks, everybody should be on board,

starting by separating waste. This is an

issue we need to work on and we hope

that we can do it jointly, learning from

Austrian know-how, experience and

technology.

Tourism is one of the fastest growing

sectors in El Salvador – what are the

other essential economic pillars of

the country and how are they dealing

with the current Covid-19 crisis?

President Nayib Bukele‘s government

is seeking to establish a stable ground

for growth on justice, solidarity, investment

and economic reactivation to generate

opportunities as well as efficiency

and competitiveness. In this regard,

the challenge is to convert El Salvador

in a prosperous, modern country. Thus,

due to the fact that tourism is indeed

an important sector, there is a tourismrelated

project. The project is called

Surf-City aimed at connecting seven

departments of the country via the

beach. This way, we do not only create

a touristic area, but also accelerate

the market and economy by building

more infrastructure. This gives us the

opportunity to show our beaches (one

of the top ten in the world), as well as

our culture, gastronomy and people.

The project was initially one of the

priorities of president Nayib Bukele

and now we are preparing ourselves to

carry it forward.

Furthermore, another project launched

by president Nayib Bukele is the Pacific

Project, concerning the modernization

of the mobilisation sector. On this

account, a new airport in the eastern

region of the country is planned, aiming

to facilitate mobility inside the country.

Moreover, a train across the country

and a ferry between Costa Rica and El

Salvador are part of the project. Soon,

investors will be able to competitively

apply as partners of the Pacific Project.

El Salvador is famous for good handwork,

infrastructure and competitive

prices, tax incentives as well as a strategic

location to do business. Another

asset of El Salvador is the US-Dollar as

currency, which gives some stability to

entrepreneurs and companies. People

in El Salvador are very responsible,

friendly, workable and committed. This

is another main asset that is recognized

by investors and entrepreneurs.

Coming back on what we can offer,

there are also some very new developments

on the market. El Salvador is

also offering technological services,

a lot of young, smart people working

in electronics, technology and communications

are developing apps and

platforms, establishing a new business.

These new entrepreneurs are providing

their services not only in El Salvador,

but also abroad. During the pandemic,

all these services and the infrastructure

have been further improved, because

digitalization was demanded.

You have been Head of Mission to

the European Union. How would you

describe the relations between El

Salvador and the EU?

The relations are excellent, and the

European Union is one of our most important

partners in cooperation. This

is not only in a regional way, but also

bilaterally. We have a representative

of the European Union in El Salvador

and from there, we have been working

together in different areas. We have

close ties and are linked not only in

common aspects like cooperation

and political relations, but are also

culturally well connected. There is an

important coordination and communication

between the European Union

and El Salvador, therefore we value

very much our relation with the European

Union. For example, last June

we faced two tropical rainstorms,

Amanda and Cristobal, which brought

huge damages during the time of the

pandemic. The European Union was

very supportive in the whole situation.

We have also been benefitted with

the educational program Erasmus+,

which has given the opportunity to

Salvadoran students to continue their

education in Europe and we are now

working to have also some of them

here in Austria.

EL SALVADOR

067


SOCIETY

Vom Akademiker

zum Botschafter

SOCIETY sprach mit dem französischen

Botschafter S.E. Gilles Pécout über die

Schlüsselaspekte seiner Arbeit und den

Kampf gegen den Klimawandel.

Bevor Sie Botschafter in Österreich

wurden, waren Sie Rektor der Académie

de Paris und ein renommierter

Historiker in Frankreich. Wie werden

diese Qualifikationen Ihre Arbeit als

Diplomat beeinflussen?

Ich bin von der Ausbildung und vom

Beruf her Akademiker: Professor für

die Geschichte des 19. Jahrhunderts.

Ich hatte einen Lehrstuhl an der École

normale supérieure de Paris und an

der Sorbonne (EPHE) inne und war

Rektor und Universitätskanzler der

Académie de Paris mit Sitz an der

Sorbonne, d. h. verantwortlich für die

gesamte Bildungspolitik im primären,

sekundären und tertiären Bereich in

Paris und der Ile-de-France, der bedeutendsten

Region in puncto Schul- und

Universitätsbildung in Frankreich und

einer der bedeutendsten in Europa.

In dieser Funktion habe ich Präsident

Macron am 26. September 2017 an der

Sorbonne willkommen geheißen, als er

seine Europa-Rede an die Jugend hielt.

Was von meiner Erfahrung wird in meine

Tätigkeit als Diplomat einfließen?

Zuallererst das Bewusstsein eines Geschichtswissenschaftlers

dafür, nach

Österreich entsandt worden zu sein,

in ein Land, dessen Geschichte den

Reichtum und die Komplexität der Geschichte

Europas verkörpert: ein Land,

das sich seiner Vergangenheit bewusst

ist, das sich jedoch eine moderne

Zukunft im Dialog mit seiner Umwelt

schafft und geschaffen hat. Dann, die

Notwendigkeit, Entwicklungen vor

dem Hintergrund der Zeit zu sehen.

Es ist wichtig, zwei widersprüchlich

scheinende Aspekte zu kennen: dass

unsere Epoche nicht alles erfunden

hat, dass wir jedoch in einer Epoche

leben, die eine noch nie dagewesene

Beschleunigung der Geschichte und

der Entwicklungen erfährt. Ich werde

ein Botschafter sein, der der Ausbildung,

der Bildung und der Kultur

einen hohen Stellenwert beimisst. Die

Mobilität der Jungen, der SchülerInnen,

der Studierenden, aber auch der

Berufseinsteiger wird einer meiner

Schwerpunkte sein. Ich begrüße es,

dass französische und frankophone

Persönlichkeiten in Österreich, in Wien,

Schlüsselpositionen innehaben – im

Naturhistorischen Museum, an der

Oper, in wichtigen Bereichen der Forschung

und der Industrie. Ich habe mit

Freude festgestellt, dass Französisch

noch stets nach Englisch die zweite

Fremdsprache ist, und freue mich

über die Strahlkraft des Wiener Lycée

Français und des Instituts für Romanistik.

Ich möchte diesen Austausch

ausbauen und die österreichische

Präsenz in Frankreich ausweiten. Diese

Gegenseitigkeit ist das Herzstück

unserer wirtschaftlichen, intellektuellen

und politischen Beziehungen. Der

dramatische Anschlag vom 2. November,

der Wien und Paris im Unglück

verbindet, führt uns vor Augen, dass

auch die Ausbildung, die Kultur und die

Wissenschaft Mittel im Kampf gegen

die Barbarei sind, die uns angreift.

Auf welche Bereiche und Schlüsselaspekte

möchten Sie während Ihrer

Amtszeit den Schwerpunkt legen?

Neben den Verflechtungen im Bereich

der Bildung, der Ausbildung und der

kulturellen und künstlerischen Entfaltung

möchte ich den Schwerpunkt

auf gemeinsame Maßnahmen zum

Umweltschutz setzen. Dieses Engagement

muss sich auf drei Gebiete

erstrecken: die Wirtschaft und die

sozialen Bedürfnisse, die Forschung

und die Geisteswissenschaften.

In der heutigen Zeit ist der Kampf

für das Klima und die biologische

Vielfalt vorrangig. Doch die Frage des

Umweltschutzes darf nicht isoliert betrachtet

werden. Präsident Emmanuel

Macron war diesbezüglich sehr deutlich:

man muss Fortschritte erzielen

und dabei den sozialen Herausforderungen

Rechnung tragen. Denn das

Engagement für die Umwelt und die

Biodiversität als isolierten Kampf zu

betrachten, würde sich gegen den

Foto: SOCIETY/Probaschnig

NEW AMBASSADORS

068


Fortschritt wenden und somit gefährlich

sein. Man muss die Arbeitswelt,

die Wirtschaft und die Bildung ebenso

wie den kulturellen und künstlerischen

Fortschritt miteinbeziehen.

Sie haben bei einem Gipfel den

erklärten Klimaaktivisten Arnold

Schwarzenegger getroffen. Was muss

Ihrer Meinung nach getan werden, um

die komplexen Probleme rund um den

Klimawandel zu bewältigen?

Ich habe Herrn Schwarzenegger im

Frühjahr 2017 an der Sorbonne getroffen,

wo unter Beisein von Laurent

Fabius und Präsident Macron eine

erste Bilanz über die COP21 gezogen

wurde. Dabei hat Schwarzenegger

unterstrichen, welch wichtigen Stellenwert

er der Erziehung beimisst und der

Fähigkeit der Jugend, sich bewusst

großen Plänen der Regierung zu widersetzen,

wenn diese den Interessen

des Planeten zuwiderlaufen. Diese

Veranstaltung, so wie das Engagement

meines Landes – und des Ihren auf

höchster Ebene – lassen immer wieder

dasselbe zutage treten: Der Kampf für

die Umwelt ist kein isolierter; es gibt

einen globalen Ansatz, der die gesamte

Gesellschaft auf allen Ebenen betrifft.

Wir müssen uns vor einem Wiederaufflammen

des Kampfes gegen den Fortschritt

in Acht nehmen und wir müssen

gegen eine Instrumentalisierung der

Umweltfrage kämpfen. Die dynamischen

wirtschaftlichen, politischen

und intellektuellen Kräfte in unseren

Ländern haben das begriffen. Dieser

globale Ansatz wird auch bei den großen

Umweltgipfeln 2021 zu sehen sein.

Das ist das Anliegen Frankreichs, das

für 2021 den One Planet Summit und

anschließend den Weltkongress der

Internationalen Union zur Bewahrung

der Umwelt (IUCN), beide in Marseille,

ausrichtet. Diese beiden Treffen sind

von wesentlicher Bedeutung, wenn wir

die COP15 zur biologischen Vielfalt im

November 2021 in China gebührend

vorbereiten wollen.

Wie würden Sie die derzeitigen Beziehungen

zwischen Österreich und

Frankreich beschreiben?

Frankreich und Österreich sind durch

die Geschichte und die Kultur verbunden.

Das muss verstärkt werden.

Zwischen den beiden Ländern bestehen

auch enge Verflechtungen in

einigen zum Teil weniger sichtbaren

Wirtschafts- und Handelssektoren, die

jedoch sehr leistungsstark sind. Ein

Zeichen dafür ist unsere dynamische

Französisch-Österreichische Handelskammer

(CCFA). Ich möchte ebenfalls

so bald wie möglich die Bundesländer

besuchen, wo wirtschaftliche Akteure

intensiv an der französisch-österreichischen

Beziehung arbeiten.

Unsere beiden Länder sind es einander

schuldig, Probleme gemeinsam

anzugehen. Ich sehe hier vor allem

einerseits den wichtigen Kampf für

die Umwelt und andererseits den

dringlich gewordenen Kampf gegen

alle Formen des Radikalismus, die

den Errungenschaften der Aufklärung

feindlich gegenüberstehen. Dieser

einfache jedoch dringliche und sogar

lebensnotwendige Fahrplan verleiht

meiner bilateralen Arbeit als Diplomat

in einer Hauptstadt, wo sich zudem die

Diplomatie der Europäischen Union –

und ich kann dies persönlich bezeugen

– in Form der größten Einigkeit und

Solidarität zeigt, Sinn.

FRANKREICH

069


Georgia and the EU –

a reciprocal exchange

The Ambassador of Georgia, H.E. Ketevan Tsikhelashvili, spoke

with SOCIETY about the ties between Georgia and Austria

and the country’s approximation to the European Union.

You are here in Austria since July

2020 and it is your first post as an

Ambassador. What are your expectations

and goals for your term?

Despite the very difficult situation

we globally have, I mean the Covid-19

pandemic, I hope that we will take the

relations between Georgia and Austria

forward. The Embassy of Austria was

established in Georgia in 2016 and

especially afterwards our relation

started to grow. We had a lot of good

ambassadors in Vienna and I really

want to build on to this legacy. My

mandate also involves the presentation

in OSCE, UN and other international

organizations. All I really want is

to represent Georgia in the best light

and to develop these relations as they

should be. Some may not know, but

we have a very symbolic, historic and

prominent person that connects our

nations - the Austrian Lady Bertha von

Suttner - who was the first woman to

win a Noble Peace Prize. She used to

live with her husband in Zugdidi, a city

located in the West, only few kilometres

away from the occupied zone of

Abkhazia. 20% of Georgian territory is

occupied by Russia. One of Suttner’s

most prominent books is called “Die

Waffen nieder” which advocates world

peace. For Georgia as a nation which

is still searching for peace and whose

fight for freedom is not yet over, this

book delivers a very important mes-

Fotos: SOCIETY/Karakan

NEW AMBASSADORS

070


SOCIETY

The geographical location which places us between Europe and

Asia, makes us naturally and also historically a route for trade,

logistic and transportation.

sage. Her words resonate from one and

a half centuries ago, but are still valuable

for Georgia today. Furthermore,

Austria was one of the first countries

that recognized our independence.

Not only now when we gained it back

after the fall of the Soviet Union, but

already in 1918, when we established

our first Democratic Republic.

Georgia is considered to have one of

the world’s most liberal visa policy

– what are the advantages of such a

liberalization?

It is a symbol and speaks for the country’s

candor. Historically, we are said to

be one of the most hospitable countries

and I hope we can claim that we

are still to this day. Welcoming tourists

plays also a strong economical role.

The rate of Austrian tourists visiting

Georgia grew around 30% in the last

couple of years. We are experiencing

a boom, also with visitors from other

nations. So the visa liberalization

has the ambition to welcome and to

attract people as well as to present a

country which has not always been

known for the virtue of its culture and

history although there is a lot to discover

in culinary regard or when it comes

to the architecture. Next to tourism,

trade is an important advantage. The

geographical location which places us

between Europe and Asia, makes us

naturally and also historically a route

for trade, logistic and transportation.

Right now, the whole situation is very

much in limbo and the geographical

economy will change due to Covid-19.

All nations will face challenges they

have to overcome. We have to be

vigorous and I think that openness is

one of the keys as it is an invitation to

the country. And vice versa, we got the

visa liberalization from the European

Union. For Georgia, it was not only a

visa issue but it is a symbol of support

and that we are a part of Europe.

Next to tourism, what else is the

Georgian economy based on?

Apart from tourism, we have hydroelectricity,

banking and construction.

We don’t have that much of industrial

production. Agriculture is a big and

important sector. Now, after the first

part of the Covid-19 crisis, the economy

recovering plan in Georgia focuses

more on agriculture. An important part

of our labour force is still employed

in this sector. Traditionally, we are an

agriculture country. I think during this

global pandemic, we were able to see a

lot of aspects in different angles when

we experienced how every country

became more self-isolated. We need to

be slightly self-sufficient.

Since July 1st, 2016 an association agreement

between the EU and Georgia,

including a free trade area is in force.

How important are good relations

between the two parties and what are

the future goals in this regard?

Trade is a very important aspect for

this agreement, but it covers nearly all

spheres of life. 80% of our legislation

will be in coordination with EU acquis.

However, it is not only about pragmatic

areas of cooperation but values. Up to

80% of the Georgian population are in

favor of the idea to be a part of the EU. I

think that it is a choice for freedom, for

values, for human rights, for democracy

and institutional stabilization.

After living for seven decades under

the Soviet Union, our people aspire to

all these goods. Apart from pragmatic

decisions, it’s a civilizational choice. It

does not only indicate the direction

of an international policy, but it also

shows the national agenda. European

integration also determines the national

agenda of reforms. European ideals

are very important for the Georgian

population because generations did

not grow up with them but they had

fought for them. Nowadays, people

become sceptic towards the EU and

only focus on how “bureaucratic” Brussels

is. We know that it comes with so

much good. Sometimes, it needs to

take a look from the outside: Georgians

don’t take it for granted as they

know the alternatives.

SOCIETY Magazin Publisher Gerti Tauchhammer met H.E. Ketevan Tsikhelashvili at Villa Flora

GEORGIA

071


SOCIETY

A Plea for Global

Cooperation

H.E. Ambassador Jaideep Mazumdar spoke

to SOCIETY about India’s commonalities with

Austria, its cooperation with the EU and the

general necessity of global collaboration.

Last year, India and Austria celebrated

70 years of bilateral relationships

– how would you describe the current

relations between the two countries?

Our bilateral relations are excellent – in

the past few months, there have been

substantive telephonic conversations

between Prime Minister Narendra

Modi and President Van der Bellen

and between our two Foreign Ministers.

Over 130 Austrian companies are

present in India. Just recently – even

at the height of COVID-19 pre-occupations

– an Austrian company won a

large hydropower contract in India. But

certainly, much more needs to be done

and can be done. For India, Austria is

an important voice in Europe. Its historical

as well as current linkages with

countries in central and Eastern Europe

are strong. As two free and open

societies, as two countries wedded to

democracy, the rule of law, promotion

of individual liberties and committed

to multilateralism, we have great convergence

in how we see the world even

from our different situations.

Do you think that there will be any

long-lasting changes due to the Covid-19

crisis regarding the international

diplomatic work? What are some

of lessons that we can draw from the

pandemic?

The pandemic has had very contradictory

impacts. Ironically enough,

while countries shut themselves off

physically from one another, it became

clear that no country could tackle this

pandemic by itself. The need for global

cooperation is felt more than ever. The

rapid spread of the pandemic showed

how globalized we are today. And that

it is inevitable – despite impulses to

turn back, we cannot turn back, and

should not attempt to do so.

Nevertheless, there is recognition of

the need to diversify the world’s production

capabilities and value chains.

No country can produce all that it

needs but at the same time countries

should not be over-dependent on one

source. That paradigm has changed for

ever. Free and open societies are by nature

more vulnerable to pandemics. At

the same time, it is important to have

free flow of information and openness

in order to prevent pandemics. All over

the world, governance has suffered

due to preoccupation of governments

with the pandemic. However, there

has been a massive resurgence of

the role of governments which will

continue into the near future. Working

from home is no longer an exception

or a luxury. Its impact on traffic and

the environment is there for all to see.

While the pandemic has spawned a

new term – social distancing – social

cohesion and societal support especially

for the vulnerable has become that

much more important. We are unable

to meet friends and colleagues face

to face but it has become easier for

friends across continents to meet and

interact in virtual space – even in large

groups, and to have Summits between

leaders and groups of leaders in

virtual format – something unthinkable

earlier. All of these have their impact on

the role of diplomats and the work that

they do.

On July 15, 2020, an EU-India Summit

via video conference took place,

which ended with a joint statement

suggesting that the strategic

partnership between the two parties

should be further strengthened. How

much potential for improvement is

there still?

The 15th Summit between India and

the EU was held between Prime Minister

Shri Narendra Modi, Mr. Charles

Michel, President of the European

Council and Ms. Ursula von der Leyen,

President of the European Commission.

The India-EU Strategic Partnership

is based on shared principles and

values of democracy, freedom, rule of

law and respect for human rights. Its

Foto: SOCIETY/Probaschnig

NEW AMBASSADORS

072


SOCIETY

aim is to deliver concrete benefits for

the people in India and the EU; promote

effective multilateralism and a

rules-based multilateral order with the

UN & WTO at its core; cooperation to

reinforce international security; strengthen

preparedness and response for

global health emergencies; enhance

global economic stability and inclusive

growth; implement SDGs; protect the

climate and the environment. Both sides

agreed to intensify cooperation in

response to the coronavirus epidemic

including the availability accessibility

and affordability of COVID-19 tools.

The European side greatly appreciated

the timely assistance provided by

India in terms of supply of medicines

to EU countries. Prime Minister Modi

announced that the development of a

COVID-19 vaccine should be declared

as a global common good which was

accepted by the EU. The EU is India’s

largest trading partner for goods with

trade exceeding US$100 billion and a

service trade of about US$40 billion.

The EU is one of the largest investors

in India with cumulative investments

of over US$91 billion. The EU is also

an important source for technology

and innovation. The leaders agreed to

establish a regular high-level dialogue

at ministerial level to provide guidance

to the bilateral trade and investment

relations. The leaders welcomed

the ongoing cooperation under the

India-EU clean energy and climate

partnership. India and the EU will

enhance their partnership in support

of sustainable modernization through

cooperation in clean energy transition,

resource efficiency and circular

economy. Both sides will engage on 5G

and artificial intelligence including to

promote global standards and to foster

their safe and ethical deployment.

An EU-India Joint Working Group on

Artificial Intelligence was proposed by

the EU and welcomed by India. Both

sides will also jointly promote a transparent,

viable, inclusive, sustainable

and rules- based approach to connectivity

to ensure that projects are

environmentally, socially and physically

sustainable and provide a level playing

field for businesses. They adopted the

Strategic Partnership Roadmap to

2025 in diverse fields such as foreign

policy, security, investment, economic

collaboration, cooperation on innovative

and climate friendly solutions, digital

technologies and connectivity. The

leaders agreed to launch a dialogue on

maritime security and consultations

on security and defence. The leaders

reiterated their commitment to human

rights, including gender equality and

women empowerment. The India-EU

Science and Technology Agreement

was renewed for another five years and

this will enable continuation of scientific

projects and research exchanges.

The Summit outcomes emphasize the

congruence in thinking and ambition

in a very wide number of areas that are

of importance for both India and the

EU. Both sides have shared values and

objectives and have a great complementarity

that make together for a

great partnership. The Summit has

identified the breadth and depth of

cooperation between India and the EU

that both sides recognize as essential

for the world of tomorrow.

INDIA

073


A multidimensional

relationship

H.E. Abbas Bagherpour Ardekani, Ambassador of

the Islamic Republic of Iran spoke with SOCIETY

about the continuing relationship between Austria

and Iran and their exchange.

Austria and Iran can look back on

a longstanding relationship. How

would you describe this partnership?

Which are the most important areas

and aspects of exchange?

It is now 162 years since the establishment

of diplomatic relations between

Iran and Austria through the signing

of the first friendship treaty, which

resulted 15 years later in the opening

of the Austrian Embassy in Tehran and

later the Iranian Embassy in Vienna.

But the ties between Iran and Austria

go back to five centuries earlier as it is

evident in the formal correspondence

between the Safavid Dynasty and the

Habsburg Monarchy as well as the

exchange of diplomatic delegates

in the 16th and 17th centuries. In the

19th century, our bilateral relations

were expanded particularly in cultural,

social and scientific dimensions.

It is worth mentioning that the first

modern school in Iran-Tehran Polytechnic,

known as „Darolfonoon“, was

established in 1851, with the support

of Austrian professors. Since then,

our nations have developed a solid

and steady relationship. Iran was

among the first nations which gave

recognition to the establishment of

the Republic of Austria in 1920. Iran is

a country with rich natural resources

and an educated population. For

many years, Iran was Austria’s second

biggest trade partner outside Europe

Fotos: SOCIETY/Pobaschnig

NEW AMBASSADORS

074


SOCIETY

Our existing bilateral relations are multidimensional. Considering

the great potential of our countries in many different terms, there is

no impediment on the way of expansion of bilateral relations.

and Austria was among the first five

trade partners of Iran.

Which aspects of this relationship

do you seek to improve during your

term? What are your main goals and

objectives?

Our existing bilateral relations are multidimensional.

Considering the great

potential of our countries in many

different terms, there is no impediment

on the way of expansion of bilateral

relations. Regarding the economy,

there are abundant opportunities for

investment in Iran in the area of energy,

road and railway, banking and insurance,

tourism, research and technology

and development of southern ports

and the corridors linking southern

waters to Central Asia. Iran has also

gained remarkable progress in the new

fields of sciences including biotechnology,

nanotechnology, biomedicine,

aerospace, etc. We are ready to have

extensive cooperation with Austria in

those areas and we have established

numerous channels and structures

to make it happen. It may be worth

mentioning that at the European level,

Austria has been a pioneer for promoting

relations with Iran during different

epochs, for example the first high level

European delegation going to Iran

after the signing of JCPOA (nuclear

deal) was headed by President Fischer

of Austria who visited our country in

September 2015, even before its entry

into effect. In turn, we had two historic

official visits by President Khatami and

President Rohani to Austria. I am thus

mandated to do my utmost to strengthen

this constructive partnership.

The cultural cooperation has touched

every part, including architecture,

books, museums, theaters, music,

universities and even inter-religious

dialogue. In February this year, a

Memorandum of Understanding on

strengthening cultural ties was signed.

One great advantage I am enjoying

is the high qualified and incredibly

talented Iranians that are living in Austria.

It is expected that around forty

thousand Iranian nationals are living

in Austria including more than 2000

medical doctors, and many engineers,

university professors, researchers,

businessmen, etc. We are truly proud

of them. As such, their positive role in

Austrian Society has been frequently

acknowledged by high level officials of

Austria. The Austrian Cultural Forum

in Tehran with more than 60 years of

activity, as one of the oldest foreign

cultural centers in Iran has been

proactive as well. I would also like to

express my sincere gratitude to you

and the reputable Society Magazine

for the efforts done to introduce the

existing capacities for cooperation

between the two countries, especially

in the cultural field, organizing

an annual event on the occasion of

“Nowruz” for example.

Many international organizations

are headquartered in Vienna. How

does this fact influence the bilateral

dialogue?

We appreciate the constructive role

of Austria by hosting and facilitating

the negotiations between Iran and

P5+1, which resulted in the land-mark

international agreement known as the

JCPOA, or what is also rightly called

the “Vienna Agreement”. We have collectively

proven how diplomacy works

and that it helps all nations. To realize

the objectives of human dignity and

peace, security and development for

all, collective cooperation is imperative

to address the current multi-faceted

global challenges. To that end,

we should practice dialogue, in order

to understand each other and find

the best solution, based on mutual

respect and interest.

The Austrian Cultural Forum in Teheran

seeks to connect Austrian and

Iranian Scientists, Artist and Students.

What is the intercultural dialogue

between the Iranian Community

with Austrians in Vienna like?

H.E. Abbas Bagherpour Ardekani and SOCIETY-publisher Gerti Tauchhammer at the Embassy of Iran

IRAN

075


SOCIETY

Diplomatie

des Zuhörens

SOCIETY Magazin sprach mit S.E. Daniel

Glunčić, Botschafter von Kroatien, über seinen

Weg in die Diplomatie, Kroatiens EU-Ratspräsidentschaft

und den Wert kultureller Identität.

Sie sind seit 1. Jänner 2020 der neue

Botschafter der Republik Kroatien

in Österreich. Wie haben Sie Ihren

Amtsbeginn mit der Covid-Krise gemeistert?

Als Botschafter habe ich die Möglichkeit

und Aufgabe, mich für die

KroatInnen in Österreich einzusetzen

und gleichzeitig eine Brücke zwischen

den beiden Nationen zu bauen. Das

geschieht aber nicht von selbst: Man

muss viel anschieben, Kontakte knüpfen

und Veranstaltungen organisieren.

Wegen der Covid-Krise war das nur

begrenzt möglich, was uns sehr zu

schaffen macht. Persönlich halte ich

trotzdem an einer positiven Einstellung

zum Leben fest; es gibt für mich

keine Probleme, sondern nur Herausforderungen,

denen man sich stellen

muss. In den Leitungsfunktionen,

die ich in meiner bisherigen Karriere

innegehabt habe, konnte ich zudem

lernen, dass man selbst nur genauso

stark ist wie die eigenen Mitarbeiter-

Innen. Deshalb versuche ich, mein

positives Mindset an mein Team

weiterzugeben und alle zu motivieren.

Viele sind durch Überarbeitung und

Unsicherheit sehr ins Schleudern

gekommen; als Chef bin ich immer

bemüht darum, da ein offenes Ohr zu

haben und auf meine Mitarbeiter zuzugehen.

Generell habe ich versucht,

die Situation anzunehmen und das

Beste daraus zu machen. Man soll

sich natürlich nichts schönreden,

aber es ist wichtig, dass man in Zeiten

wie diesen keine Angst hat.Auch die

herzliche Unterstützung des BMEIA,

die ich immer noch tagtäglich spüre,

hat mir sehr bei der Krisenbewältigung

geholfen.

Kroatien hatte 2020 die EU-Ratspräsidentschaft

inne. Welche Ziele gab es

für dieses Amt und ist es gelungen, sie

trotz Krise umzusetzen?

Die Covid-Krise hat die Ratspräsidentschaft

in vielerlei Hinsicht erschwert

und zunächst auch einigermaßen in

den Hintergrund gerückt. Während

des ersten Lockdowns im März war

für die Botschaft die Repartierung

der kroatischen Staatsbürger aus

Unsere Hauptaufgabe

während der EU-Ratspräsidentschaft

war

es, Europa und der

Welt zu zeigen, dass

man auf Kroatien setzen

kann.

den Quarantänegebieten Tirol und

Vorarlberg von höchster Priorität. Die

Reiseeinschränkungen und alle damit

verbundenen Fragen und Probleme

waren während der ganzen ersten

Monate ein brennendes Thema, mit

dem sich die ganze Botschaft befassen

musste. Daneben mussten wir

uns einer weiteren großen Herausforderung

stellen, nämlich dem verheerenden

Erdbeben in Zagreb am 22.

März. Aufgrund dieser Naturgewalt ist

das organisatorische und technische

Fundament für viele Programmpunkte

der EU-Ratspräsidentschaft wortwörtlich

zusammengebrochen. Trotzdem

haben wir es geschafft, Themen wie

Migration oder die Frage nach der Zukunft

Europas und des europäischen

Finanzraums intensiv zu behandeln.

Wir haben diesbezüglich einen Grundstein

gelegt, auf den die deutschen

KollegInnen, die uns im Amt nachfolgen,

aufbauen können. Unsere Hauptaufgabe

während der EU-Ratspräsidentschaft

war es, Europa und der

Welt zu zeigen, dass man auf Kroatien

setzen kann. Das ist uns sicherlich

gelungen. Wir sind ein vergleichsweise

kleiner Staat mit wenigen EinwohnerInnen,

trotzdem aber zuverlässig,

wenn es um entscheidende Themen

geht. Europa steht nämlich genau dafür,

dass man sich wie in einer großen

Foto: SOCIETY/Karakan

NEW AMBASSADORS

076


SOCIETY

Familie aufeinander verlassen kann,

Probleme erkennt und dann gemeinsam

angeht.

Welche sind die Leitmotive Ihrer

Amtszeit als Botschafter? Werden

Sie – wie Ihre Vorgängerin Vesna

Cvjetković – auch stark auf den kulturellen

Bereich setzen?

Auch für mich steht Kultur an erster

Stelle, aber nicht an allererster. An

allererste Stelle setze ich die Politik

als Koordinierungs- und Schnittstelle

für Kultur und Wirtschaft. Ich glaube,

dass Kultur niemals alleine stehen

kann und soll, sie ist vielmehr immer

schon Trägerin für Politik und Wirtschaft.

Gleichzeitig ist Kultur stark

verknüpft mit Sprache und demnach

Bildungspolitik. Laut Statistik Austria

leben in Österreich 83.596 kroatische

StaatsbürgerInnen, über 20.000 ÖsterreicherInnen

mit kroatischen Wurzeln,

und über 40.000 Angehörige der

kroatischen Minderheit in Österreich,

doch Kroatisch wird an Schulen nicht

als eigenständige Sprache anerkannt

und als separates Fach, sondern nur

in Kombination mit Bosnisch und

Serbisch unterrichtet (B/K/S). Die

drei Sprachen und ihre kulturellen

Hintergründe unterscheiden sich aber

natürlich voneinander, weshalb wir

uns dafür einsetzen, dass sie auch als

eigenständig behandelt und bewahrt

werden. Die Bundesministerien haben

in dieser Hinsicht generell ein offenes

Ohr, aber es fällt ihnen schwer, sich

den neunen politisch gesellschaftlichen

und kulturellen Gegebenheiten

anzupassen, was sich im stark

sinkenden Interesse für den muttersprachlichen

Unterricht an österreichischen

Schulen widerspiegelt. Mehr

Sprachkompetenz ist aber immer ein

persönlicher und gesellschaftlicher

Mehrwert. Europa zeichnet sich durch

eine Vielzahl an kulturellen Identitäten

aus und gerade diese Varietät ermöglich

es uns, ein größeres Ganzes

aufzubauen.

Zu Ihnen persönlich: Was hat Sie zur

Diplomatie geführt?

Ich war bereits als Kind von der Politik

fasziniert und habe im Fernsehen

– damals noch in schwarz-weiß –

Debatten verfolgt. Ich bin in Deutschland

als klassisches Zuwandererkind

aufgewachsen und konnte später

dank der Unterstützung meiner

Eltern in Bonn Theologie studieren.

Praktisch habe ich aber immer Politik

gemacht und mich parteipolitisch

engagiert. Dabei habe ich schnell gemerkt,

dass Politik ein fortwährender

Dialog ist, der konstant aufgebaut

werden muss. Letztendlich habe ich

die Möglichkeit bekommen, als local

staff in der Kroatischen Botschaft zu

arbeiten, von dort aus habe ich dann

die Diplomatenlaufbahn eingeschlagen.

Mit Menschen zusammenzusitzen

und zuzuhören hat mich schon

immer erfüllt. Politik und Diplomatie

sind Dienste an Menschen und gehen

daher mit aktivem Zuhören, Empathie

und Emotion Hand in Hand.

KROATIEN

077


Mexico and Austria –

promising ties

SOCIETY Magazine spoke with the Ambassador

of Mexico, H. E. Luis Javier Campuzano Piña about

the bright outlook for economic, scientific

and cultural interchange with Austria.

Austria and Mexico already established

diplomatic relations in 1842. How

would you describe the current relationship

between the two countries

and which initiatives will there be to

further strengthen these ties?

Austria and Mexico have excellent

relations and a big potential to strengthen

them in different areas. There

are lots of opportunities in the fields

of economics and scientific research

to foster the relationship between the

two countries. On the political arena,

we expect to carry out several high-level

meetings to review the rich bilateral

agenda. Generally speaking, the

Embassy will work in order to enhance

Mexico’s presence in Austria and bring

both our nations and people closer

together.

What are the key areas regarding

trade activity between Austria and

Mexico and what are the future prospects

in this area?

Bilateral trade between Austria and

Mexico has been growing in double

digits in the last decade, amounting

to 2.1 USD in 2019. Since 2010, exports

from Austria to Mexico have been

climbing to 300%, involving approximately

233 Austrian companies

such as Agrana, Alpla, Doppelmayr,

Senoplast, SAG, Swarco or Kapsch. We

have been visiting the companies and

are delighted to see a lot of interest

Fotos: SOCIETY/Karakan

NEW AMBASSADORS

078


SOCIETY

Austria is very advanced as far as green energy, water and waste

management, Smart Cities and other innovative technologies are

concerned.

in continuing the work with Mexico.

Besides these promising and rapidly

growing figures, on the first of July the

new US-Mexico-Canada agreement

entered into force, boosting North

America as one of the most competitive

regions in the world. The agreement

will provide a lot of stability for investments

in Mexico. The USMCA will, for

example, raise the labor standards

and wages of approximately 980,000

workers of the automotive industry.

Austrian companies will be able to

benefit from this possibility as well,

therefore the Embassy is organizing

meetings, webinars and other events

to foster our economic ties with Austria.

Additionally, in April we concluded

the negotiations on the new Global Agreement

between the European Union

and Mexico, which is expected to be

signed by the end of 2020 or beginning

of 2021. During the last 5 years, we

negotiated in order to modernize the

pre-existing free-trade agreement from

2000, also including current issues like

sustainable development and commitment

to the Paris Agreement, human

rights and fight against corruption. The

revised treaty will make room for new

opportunities surrounding e-trade,

financial services and participation in

public bids, which were previously restricted.

The agreement also enhances

the intellectual property of European

products in Mexico. All this is very

important and attractive for Austrian

businesses and will create interesting

new chances for trade and investment

between the two countries. Even more

possibilities of economic interchange

can be found in agriculture, production

of medical equipment, mining, green

energy and technology. Covid-19 especially

reminded us that we must boost

international cooperation on science,

research, bio-technologies, health

science pandemic management. In a

meeting with Heinz Faßmann, Minister

for Education, Science and Research,

we discussed intersections between

research centres in Austria and Mexico,

noticing a lot of complementarity.

We are looking forward to establish

even more links in the scientific sphere.

Austria is very advanced as far as green

energy, water and waste management,

Smart Cities and other innovative

technologies are concerned. We would

like to explore possibilities of cooperation

on these fields as well. For Mexico,

environmental issues and making big

cities as sustainable as possible is very

important.

You also are Permanent Representative

to the International Organizations

in Vienna – how important is it for

your country to be represented on an

international level and what are your

objectives in this regard?

Mexico is well recognized as an active

participant in the multilateral arena.

Our participation at the UN Office in

Vienna follows this strong commitment,

for example by holding relevant

positions within the government bodies

of the International Organizations

based in this city. Together with Austria,

we have moved initiatives of great importance,

regarding for example the humanitarian

impact of nuclear weapons.

On this matter, for instance, we keep

promoting the Treaty on the Prohibition

of Nuclear Weapons. I was very glad to

hear Minister Alexander Schallenberg

say in an opening conference of the

IAEA, that he was looking forward to

host the first meeting of the treaty, as

soon as it enters into force. During the

last General Conference of the IAEA,

Mexico held the presidency and is now

hopefully to be elected into the Board

of Governors. Moreover, we have an

important relation with the UNODC

and are part of the Commission on Narcotic

Drugs. Next month we will take

part in the United Nations Convention

against Transnational Organized Crime,

the Palermo Convention. Covid-19 has

been causing a lot of distress for such

meetings, nevertheless, we think continuing

the negotiations is vital, since

defending multilateralism is a very

crucial aspect for us. Nowadays there

is a tendency for unilateral responses,

but when facing global challenges,

working together is the only way to

overcome them. This is not only the

case for Covid-19, but also for climate

change, nuclear threat, illicit traffic of

arms, corruption or human trafficking,

as well as many other concerns the UN

is affronting. At this point we have to

congratulate Vienna for hosting the UN

for 40 years, considering we celebrate

the 75th anniversary of the institution

this year. In strongly committing to

International Organizations in Vienna,

Mexico is eager to promote multilateralism

as an answer to global challenges.

Is there something else you would

like to communicate to our readers?

Since last year, next to Sweden, France,

Norway and Canada, Mexico is the

first Latin-American country that has

adopted a feminist foreign policy, which

focuses on human rights and applies

a gendered perspective in all sectors.

Mexico‘s feminist foreign policy is based

on a set of principles that seek to

promote government actions to reduce

and eliminate structural differences,

gender gaps and inequalities, in order

to build a more just and prosperous society.

The strategy will be implemented

over the 2020-2024 period, based on

guidelines such as visible equality, parity

and feminism within all areas of the

Foreign Ministry, a Foreign Ministry free

of violence that is safe for all, foreign

policy with a gender perspective and

a feminist agenda abroad. Also, for the

first time in history we have gender

parity in our parliament.

MEXICO

079


Saudi Arabia: vibrant,

thriving and ambitious

SOCIETY spoke with HRH Abdullah Bin Khaled

B.S. Al Saud, the Ambassador of Saudi Arabia in

Austria about the relationship between the two

countries and “Vision 2030”.

Saudi Arabia’s and Austria’s foreign

relations date back to 1880 – what are

the key areas of exchange and collaboration

between the two countries?

Indeed, we are proud of the continuity

of bilateral ties between two historic

and ambitious nations. As you note,

relations between Saudi Arabia and

Austria date back to the youth of King

Abdulaziz Al Saud, founder of the

Kingdom of Saudi Arabia. Traditionally,

our ties have had two key dimensions:

political and economic. On the

political side, the Kingdom has always

cultivated respect and admiration for

Austrian foreign policy and the important

function served by Vienna as

neutral territory. Austria plays an important

peacemaking role and we value

its contributions to creating stable

and secure conditions in the Middle

East, especially as the Kingdom will

further enhance its role as a crossroads

of Europe, Asia and Africa as a

part of Vision 2030, under the guidance

of HRH Custodian of the Two Holy

Mosques King Salman Bin Abdulaziz

Al Saud and HRH Crown Prince Mohamed

bin Salman. On the economic

side, Saudi Arabia has relied on the

ingenuity of Austrian firms to service

our various industries, including water

transport and desalination, transport,

railway technology, infrastructure,

environmental technology, medical

technology, hospital equipment and

Fotos: SOCIETY/Pobaschnig

NEW AMBASSADORS

080


SOCIETY

We want to bring the best of Austrian culture to the Kingdom ,

whilst also enabling the Kingdom to export its unique and diverse

culture to Vienna and beyond.

food products. As we are preparing to

realize Vision 2030, we look forward

to greatly expand these areas of

exchange. Austria could contribute to

Saudi Arabia’s economic transformation

particularly in the areas of green

technology/sustainable energies and

education. Equally important is the

cultural dimension. Vienna’s preeminent

status as a cultural capital makes

Austria a cultural superpower. We

look forward to collaborating with the

best artistic and educational institutions

in the country as we seek to

make the Kingdom a culturally vibrant

nation. And finally, tourism. While

the Covid-19 pandemic has curtailed

travel, we look forward to welcoming

Austrian visitors to our many sites

of ecological, historic, religious, and

cultural significance again.

How are you looking back at your

first year as an Ambassador here in

Austria? And what are your objectives

for the time ahead?

I have sincerely found my time here

in Vienna to be productive, educational,

valuable, and enjoyable. The

ethos within the diplomatic corps

instantly makes one feel welcome

and encouraged to contribute. I have

also received a warm welcome on the

bilateral side from Austrian leaders,

be they economic, political or cultural.

This has enabled us to discuss many

opportunities and explore potential

synergies not just in Austria, but in

Slovakia and Slovenia as well. I look

forward to further improving bilateral

political relations, facilitating foreign

investment and engaging in strategic

partnerships to improve trade volume.

All of these work streams will directly

assist in the realization of Vision 2030

goals. As I mentioned earlier, cultural

and educational exchange is also of

great importance to the Kingdom.

These two areas have perhaps been

hit the hardest by the conditions imposed

by the pandemic, as they only

truly thrive with face-to-face contact.

But I am confident that we will tackle

them in the coming year with excellence

and make sure that our cultural

and educational exchanges will build

understanding across the world, and

especially between the Kingdom and

Austria. We want to bring the best

of Austrian culture to the Kingdom,

whilst also enabling the Kingdom to

export its unique and diverse culture

to Vienna and beyond.

“Vision 2030” is a huge project expressing

the nation’s will to foster a

“vibrant society, a thriving economy

and an ambitious nation”. What measures

are being implemented to reach

the goals set within the “Vision 2030”

framework?

To achieve the objectives of Vision

2030, the Kingdom established 12 Vision

Realization Programs (VRPs), each

with specific mandates, owners, and

targets. They include: Enriching the

Hajj and Umrah experience, National

Transformation, Public Investment

Fund, National Industrial Develop-

ment and Logistics, Financial Sector

Development, Quality of Life, National

Companies Promotion, Strategic

Partnership, Housing, Privatization,

Saudi Character Enrichment, and

Fiscal Balance. As the Kingdom’s

representative to Austria as well as to

the International Organizations and

as a diplomat, it is my duty to embody

the positive change in my country that

Vision 2030 will bring. And I set the

same expectation for my team at the

Embassy: we work for our country and

have a responsibility to help reach the

Vision 2030 goals. In doing so, we follow

the example set by HRH Custodian

of the Two Holy Mosques King Salman

Bin Abdulaziz Al Saud and HRH Crown

Prince Mohamed bin Salman. Additionally,

the Kingdom’s agenda for the

G20 Presidency has put these goals

into even clearer focus. We have been

proud to showcase the leadership

that our country has shown, especially

in bringing together all of the world’s

most prominent nations to respond in

a coordinated way to the Covid-19 pandemic.

We will continue to work toward

our goals of “a vibrant society, a thriving

economy and an ambitious nation.”

HRH Abdullah Bin Khaled B.S. Al Saud at the interview with SOCIETY-publisher Gertrud Tauchhammer

SAUDI ARABIA

081


SOCIETY

United Arab Emirates

and Austria – A “formal

plus” relationship

SOCIETY Magazine spoke with H.E. Ibrahim

S. M. Al Musharrakh about connecting East and

West, steps towards a greener future and the long

lasting friendship between the UAE and Austria.

In 1974, the UAE and Austria first established

their diplomatic relations.

What does the relationship between

the two countries look like?

The tie between the UAE and Austria

certainly goes beyond diplomatic relations;

it is a bond that emerged out

of the friendship between founding

father of the UAE, Sheikh Zayed bin

Sultan Al Nahyan and Bruno Kreisky.

Mr. Kreisky visited the UAE about

eight times, Sheikh Zayed visited Austria

about four times. It goes without

saying that the two of them clicked

and enjoyed a cordial relationship

beyond the limits of the diplomatic

arena. Up until today, the connection

between Austria and the UAE remains

tight and extends to an industrial

and commercial level. For us, the

partnership with Austria is probably

one of the strongest ones out of all

European countries in the region. The

UAE is investing a lot in the oil and gas

sectors, which are vital for Austria as

well. The government of Abu Dhabi as

well as private businesses hold shares

of major Austrian companies like

OMV and Borealis. Having said this,

the focus of cooperation has been a

mostly economical one on both sides.

Because of this tendency, we don’t

see much exchange on a cultural level

yet. However, since starting my term

as an Ambassador, we have developed

lots of plans for the cultural agenda

as well. For instance, earlier this year,

the Arab-Austrian cultural season

took place and offered a wonderful

opportunity to exchange our rich cultural

and culinary heritages. Another

project planned revolves around a

collaboration between the Vienna

State Opera and the Dubai State

Opera; taking some first steps towards

its realization is one of my goals as an

Ambassador. There are many more

projects in the pipeline, but unfortunately,

the Covid-19 crisis has put all

that on hold. We are hoping that next

Up until today, the

connection between

Austria and the UAE

remains tight and extends

to an industrial

and commercial level.

year we can proceed to put all these

ideas into practice. In a nutshell, Austria

and the UAE have a “formal plus”

diplomatic relationship. I am passionate

about Austria and would love to

see the ties consolidate even more. If

there is any kind of help that we can

give as a diplomatic mission, I will not

hesitate at all to bring it forward.

Bringing back the topic of energy,

the UAE is heavily investing in solar

power and installed the world’s

largest single solar power plant. Is

there a certain agenda that determines

further steps towards a “greener”

future?

The UAE is indeed striving to diversify

its income resources by moving away

from fossil fuels like oil. According to

this agenda, in 2012 Prime Minister

Muhammad bin Rashid Al Maktoum

launched the “Green Economy

Initiative”. The slogan of this initiative

is “a green economy for sustainable

development” and it is designed to

make the Emirates a global hub and

successful role-model for a new green

economy. The goal is to enhance the

country‘s competitiveness, while still

maintaining a sustainable environ-

Foto: SOCIETY/Probaschnig

NEW AMBASSADORS

082


SOCIETY

ment to support long-term economic

growth: This way we can preserve and

protect the environment for future

generations. The initiative includes a

range of programs and policies in the

areas of energy, agriculture, investment

and sustainable transport, in

addition to new environmental and

constructional policies. Some key

points are the promotion of renewable

energy, investments in green economy,

urban planning, organic agriculture,

maintaining biodiversity and

protecting the ecological balance,

rationalizing the use of resources,

managing waste as well as bringing

The goal is to enhance

the country‘s competitiveness,

while still

maintaining a sustainable

environment

to support long-term

economic growth.

forth means for dealing with the effects

of climate change. Besides this,

the International Renewable Energy

Agency (IRENA) has its headquarters

in the UAE. IRENA is actually located

in Masdar City, one of the largest

Ecovillages, which is located near Abu

Dhabi. The city is planned to be a hotspot

for cleantech-companies and will

be mostly emission-free and powered

by solar energy. With promising

projects like this, on the whole we are

confident that someday the UAE can

take a leading role in green energy.

There are also significant investments

being made in infrastructure

in the UAE – how important is a

modernized and well-functioning

infrastructure for a country?

Because of the geographical position

of the UAE, we find ourselves being at

the hub, fulfilling the important task

of connecting east to west and vice

versa: That on its own is a good reason

to develop our country’s infrastructure.

The UAE seeks to be a logistical

center, with excellent facilities for

communication and transportation.

At the moment, four airlines from the

UAE, which are Emirates, Etihad, Air

Arabia and Flydubai, are flying or will

soon be flying to Vienna and Salzburg.

Building such infrastructure surely is

a challenging endeavor, but we have

the ambition to be number one and

our leadership has spared no effort to

modernize the country. However, infrastructure

is not limited to roads and

airlines, but has great importance on a

cultural level, too. Just think about the

Louvre of Abu Dhabi, which is closely

collaborating with the Louvre in Paris.

Such institutions are fostering transnational

interchange and are crucial

infrastructure as well. They make us

even more proud of being a multicultural

country.

UNITED ARAB EMIRATES

083


Uzbekistan and Austria –

Untapped potential

SOCIETY Magazine spoke with the Ambassador

of Uzbekistan, H. E. Abat Fayzullaev about

the benefits of bilateral cooperation and future

investments.

Austria‘s and Uzbekistan’s diplomatic

ties date back to 1992. As the Ambassador

of Uzbekistan to Austria

– how would you describe the current

relations and what are your goals for

your term?

The bilateral cooperation over the past

28 years since the establishment of

diplomatic relations has been equal,

constructive and mutually beneficial.

A fairly solid legal base has been

formed between our countries, which

lead to accumulation of a positive

experience of cooperation in various

areas of mutual interest. Political

consultations are held regularly and

inter-parliamentary dialogue is developing.

At the same time, there is a

huge untapped potential between our

countries. My task is to fully explore

this potential and to bring bilateral

cooperation to a qualitatively new

level. As it is known that Austria is

one of the leaders in the provision of

innovative technologies, the Uzbek

side is interested in attracting direct

Austrian investments and technologies

to the projects in such areas

as water management, mechanical

engineering, electrical, pharmaceutical,

chemical, and textile industries,

agriculture, building materials industry,

information and communication

technologies. Taking this into account,

my main direction is to involve the

technologies of Austrian companies

Fotos: SOCIETY/Pobaschnig

NEW AMBASSADORS

084


SOCIETY

Furthermore, I will strive to increase the recognition of

Uzbekistan by enhancing relations between political, public,

expert and journalistic circles.

operating in the above areas in the

form of foreign direct investment or

in the form of concessional loans

provided by the Austrian side into the

economy of Uzbekistan. We will apply

all the possible efforts to acquaint the

Austrian market with a large number

of Uzbek goods. Uzbekistan is known

throughout the world for the taste and

quality of its fruits, melons, tomatoes

and other agricultural products. We

have won our niche in the supply of

products of the textile, chemical and

electrical industries to the world market.

Furthermore, I will strive to increase

the recognition of Uzbekistan by

enhancing relations between political,

public, expert and journalistic circles.

We plan to hold a series of joint events

in 2022, dedicated to the 30th anniversary

of the establishment of diplomatic

relations between Uzbekistan and

Austria. Most recently, we have appointed

a Honorary Consul to Austria

who has started his work. I intend to

continue to work in this direction and

increase the number of the “circle of

friends of Uzbekistan” from among the

leading parliamentarians for most fruitful

use of their potential in promoting

political, trade, economic, cultural and

humanitarian interests and initiatives

of our republic.

Mulberry tree, that was planted by the Uzbek

Minister of Silk in the garden of Villa Flora

The agricultural sector is of great

importance for Uzbekistan, just as it

is for Austria. Is there an exchange

between the two countries in this

regard, respectively, how can the two

countries profit from each other in

this area?

Agriculture accounts for 32% of GDP

and provides jobs for 27% of the

working-age population in Uzbekistan,

which makes it one of the main sectors

of the country‘s economy. The agricultural

sector not only supplies the

population with food, but also provides

the country‘s industry with raw materials.

Due to historically established

ties, as well as from the geographical

location, the tasteful products of the

Uzbek agrarians are sent mainly to the

nearest neighbors. In this concern, we

can suggest to broaden the borders in

this field sending products like grapes,

melons, watermelons, tomatoes, etc.

to Austria. As of problems hindering

the expansion of exports to the Austrian

markets, we can specify: the strict

phytosanitary standards of Austria, the

high cost of transportation, insufficient

use of marketing approaches and

methods. I see a lot of work for our

Embassy in these regards. We plan to

hold show rooms for the presentation

of fruits and vegetables, textile, leather

and footwear products of Uzbekistan,

in the frames of the opening of an Uzbek-Austrian

trading house. According

to the „Strategy for the Development

of Agriculture of Uzbekistan for 2020-

20230“, it is planned to increase the

export of agricultural products in 2030

up to $20 billion in the coming years. To

achieve these plans, it is important to

increase the scientific potential of the

sphere, to introduce an international

certification system. And in this, I also

see a great potential for joint work

with the Austrian side. As it is known,

Austria is Europe‘s main producer and

exporter of bio-products. We would

like to learn from Austria‘s experience

in the production of organic products

using new technologies. Lemberona

Handels GmbH is a good example of

cooperation in the sale of organic products

of Uzbek agrarians. It has been

supplying the Austrian market with

dried fruits, vegetables, legumes and

medicinal herbs for over 15 years.

Historically, Uzbekistan was an extremely

important part of the Silk Road

– how would you describe the current

importance of Silk Road and the role of

Uzbekistan within the “One Belt, One

Road” initiative?

The Great Silk Road was opened

thanks to the wealth of the ancient

khanates that existed on the territory

of modern Uzbekistan. The blooming

oasis cities along the Silk Road became

international transshipment points

for goods, they were vital centers of

trade, crafts, and the spread of various

cultures. In addition to the exchange

of valuable goods, the Great Silk Road

presented a connecting link for a real

cultural exchange of religious and philosophical

teachings between Eastern

and Western civilizations. Uzbekistan

was one of the first countries to support

the development of the “One Belt,

One Road” project. The project involves

the development of cooperation

between more than 60 countries in five

main areas, including infrastructural

interconnection, coordination in the

political sphere, the implementation of

constant trade exchanges, the strengthening

of spiritual unity between

peoples and free movement of capital.

In this regard, Uzbekistan, which

occupies a geographically central

position in a wide region, is becoming

an important logistic, communication

link connecting European countries

with the rest of the participants of the

project.

UZBEKISTAN

085


SOCIETY

Ambassadors‘ Caleidoscope

119 bilateral Ambassadors are representing their countries in Austria.

SOCIETY presents them with their name, picture and day of accreditation

Ambassadors resident in Vienna. Last update: November 2020

AFGHANISTAN

ARGENTINA

BELARUS

H.E. Ms. Khojesta Fana

Ebrahimkhel

since 5.12.2017

Kärnter Ring 17/12-15, 1010

Vienna

Tel. +43 1 402 10 06

embassy@afghanistan-vienna.org

www.afghanistan-vienna.org

Ms. Maite Fernandez Garcia

Chargé d’Affaires

since 26.02.2016

Wattmanngasse 28,

1180 Wien

Tel. +43 1 533 84 63

embargviena@embargviena.at

H.E. Mr. Andrei Dapkiunas

since20.08.2020

Hüttelbergstraße 6, 1140

Vienna

Tel. +43 1 419 96 30

austria@mfa.gov.by

www.austria.belembassy.org

ALBANIA

ALGERIA

ANDORRA

ANGOLA

H.E. Mr. Roland Bimo

since 14.03.2014

Prinz-Eugen-Straße 18/1/5

1040 Vienna

Tel. +43 1 328 86 56

embassy.vienna@mfa.gov.al

H.E. Ms. Faouzia Mebarki

since 24.05.2016

Rudolfinergasse 18

1190 Vienna

Tel. +43 1 369 88 53

office@algerische-botschaft.at

www.algerische-botschaft.at

H.E. Mr. Jaume Serra Serra

since 13.01.2020

Kärntner Ring 2A/13

1010 Vienna

Tel. +43 1 961 09 09

office@ambaixada-andorra.at

H.E Ms. Teodolinda Rosa

Rodrigues Coelho

since 24.05.2018

Leonard-Bernstein-Str. 10,

1220 Vienna

Tel. +43 1 718 74 88

embangola-viena@embangola.at

www.embangola.at

ARMENIA

AUSTRALIA

AZERBAIJAN

BANGLADESH

H.E. Mr. Armen Papikyan

since 19.03.2019

Hadikgasse 28

1140 Vienna

Tel. +43 1 522 74 79

officearmaustria@mfa.am

H.E. Mr. Richard

Travers Sadleir

since 28.10.2019

Mattiellistraße 2-4

1040 Vienna

Tel. +43 1 506 74 0

vienna.Embassy@dfat.gov.au

www.austria.embassy.gov.au

H.E. Mr. Galib Israfilov

since 28.09.2011

Hügelgasse 2

1130 Vienna

Tel. +43 1 403 13 22

vienna@mission.mfa.gov.az

www.azembassy.at

H.E. Mr. Herr Muhammad

Abdul Muhith

since 22.07.2020

Peter-Jordanstraße 50

1190 Vienna

Tel. +43 1368 1111

mission.vienna@mofa.gov.bd

www.bangladootvienna.gov.bd

BELGIUM

BOLIVIA

BOSNIA AND HERZEGOVINA

BRAZIL

H.E. Mr. Ghislain

Jean M. D‘Hoop

since 23.08.2018

Schönburgstraße 10

1040 Vienna

Tel. +43 1 502 07 0

vienna@diplobel.fed.be

www.diplomatie.be/vienna

Ms. Maria Lourdes ESPINOZA

PATINO

Interim Chargé d’Affaires

since 03.08.2006

Prinz-Eugen-Strasse 18/1/10A

1040 Vienna

Tel. +43 1 587 46 75

embolaustria@embajada-bolivia.at

www.embajada-bolivia.at

H.E. Mr. Kemal Kozaric

since 06.11.2018

Tivoligasse 54

1120 Vienna

Tel. +43 1 811 85 55

bhbotschaft@bhbotschaft.at

www.bhbotschaft.at

H.E. Mr. Jose Antonio

Marcondes De Carvalho

since 07.12.2018

Pestalozzigasse 4/2

1010 Vienna

Tel. +43 1 512 06 31

brasemb.viena@itamaraty.gov.br

www.viena@itamaraty.gov.br

Fotos: Privat, BMEIA, Roland Anton Laub (KF Berlin), ÖB Teheran, Bmeia/mahmoud, Federal Ministry for Europe, Integration and Foreign Affairs,, Fotostudio Floyd, Clemens Schwarz

AMBASSADORS FROM A TO Z

086


SOCIETY

BULGARIA

COSTA RICA

DENMARK

H.E. Mr. Ivan Stoyanov Sirakov

since 02.03.2017

Schwindgasse 8

1040 Vienna

Tel. +43 1 505 31 13

amboffice@embassybulgaria.at

H.E. Mr. Alejandro Solano

Ortiz

since 6.11.2018

Floßgasse 7/1/3-4, 1020 Vienna

Tel. +43 1 263 38 24

embcr-at@rree.go.cr

H.E. Mr. René Rosager Dinesen

since 19.09.2018

Führichgasse 6, 1010 Vienna

Tel. +43 1 512 79 04

vieamb@um.dk

www.oestrig.um.dk

BURKINA FASO

CÔTE D’IVOIRE

DOMINICAN REPUBLIC

H.E. Mr. Dieudonne Kere

since 31.01.2017

Strohgasse 14c/5

1030 Vienna

Tel. +43 1 503 82 64

s.r@abfvienne.at

www.abfvienne.at

H.E. Mr. Roger Alberic Kacou

since 08.01.2018

Leopold-Ungar Platz 2-3-

32+333

1190 Vienna

Tel. +43 1 581 00 76

secretariat.autriche@diplomatie.

gouv.ci

H.E. Ms. Lourdes Gisela

Antonia Victoria-Kruse

since 04.07.2017

Prinz-Eugen-Straße 18

1040 Vienna

Tel. +43 1 505 85 55

embajada@embrepdom.at

CANADA

CROATIA

DPR KOREA

H.E. Ms. Heidi Alberta Hulan

since 09.10.2017

Laurenzerberg 2/III

1010 Vienna

Tel. +43 1 531 38 30

vienn@international.gc.ca

www.kanada.at

H.E. Mr. Daniel Glunčić

since 01.01.2020

Rennweg 3

1030 Vienna

Tel. +43 1 485 95 24

croemb.bec@mvep.hr

H.E. Mr. Kang Il Choe

since 14.03.2020

Beckmanngasse 10-12,

1140 Wien

Tel. +43 1 894 23 13

d.v.r.korea.botschaft@chello.at

CHILE

CUBA

ECUADOR

H.E. Ms. Gloria Patricia de

Jesus Navarrete Pinto

since 19.09.2018

Lugeck 1/III/10

1010 Vienna

Tel. +43 1 512 92 08

echile.austria@minrel.gov.cl

H.E. Ms. Loipa Sanchez

Lorenzo

since 15 .11.2019

Kaiserstraße 84/1/1

1070 Vienna

Tel. +43 1 877 81 98

secembajador@ecuaustria.at

misiones.minrex.gob.cu/Austria

H.E. Mr. David Roberto Betancourt-Ruales

since 14.06.2019

Goldschmiedgasse 10/2/205,

1010 Wien

Tel. +43 535 32 08, 535 32 18

mission@ecuadorvienna.at

CHINA

CYPRUS

EGYPT

H.E. Mr. Li Xiaosi

since 05.10.2016

Metternichgasse 4

1030 Vienna

Tel. +43 1 714 3149

chinaemb_at@mfa.gov.cn

H.E. Ms. Elena Rafti

since 10.07.2018

Neulinggasse 37/4

1030 Vienna

Tel. +43 1 513 06 30

office@cyprusembassy.at

H.E. Mr. Mohamed El-Molla

since 12.09.2020

Hohe Warte 50-54

1190 Vienna

Tel. +43 1 370 81 04

egyptembassyvienna@

egyptembassyvienna.at

www.egyptembassyvienna.at

COLOMBIA

H.E. Mr. Miguel Camilo

Ruiz Blanco

since 19.09.2018

Stadiongasse 6-8/15

1010 Vienna

Tel. +43 1 405 42 49

eaustria@cancilleria.gov.co

CZECH REPUBLIC

H.E. Ms. Ivana Cervenkova

since 16.04.2018

Penzinger Straße 11-13

1140 Vienna

Tel. +43 1 899 580 111

vienna@embassy.mzv.cz

www.mzv.cz/vienna

EL SALVADOR

H.E. Ms. Julia Emma Villatoro

Tario

since 13.01.2020

Prinz-Eugen-Straße 72/2/1

1040 Vienna

Tel. +43 1 505 38 74

elsalvador@embasal.at

www.rree.gob.sv

AMBASSADORS FROM A TO Z

087


SOCIETY

ESTONIA

GUATEMALA

IRAQ

H.E. Mr. Toomas Kukk

since 19.09.2018

Wohllebengasse 9/12

1040 Vienna

Tel. +43 1 503 77 61 11

embassy@estwien.at

www.estemb.at

H.E. Mr. Manuel Estuardo

Roldan Barillas

since 07.12.2018

Prinz Eugen Straße 18 / Top 7,

1040 Wien

Tel. +43 1 714 35 70

embajada@embaguate.co.at

H.E. Mr. Baker Fattah Hussen

Hussen

since 14.06.2019

Johannesgasse 26 (P.O.Box 322),

1010 Wien

Tel. +43 1 713 81 95

office@iraqembassy.at

FINLAND

FRANCE

GEORGIA

GERMANY

GREECE

H.E. Ms. Pirkko Mirjami

Hämäläinen

since 07.01.2019

Opernring 3-5,

1010 Vienna

Tel. +43 1 535 03 65

sanomat.wie@formin.fi

www.finnland.at

H.E. Mr. Gilles Pécout

since 29. Juli 2020

Technikerstraße 2,

1040 Vienna

Tel. +43 1 502 75 0

secretariat.vienne-amba@

diplomatie.gouv.fr

www.ambafrance-at.org

H.E. Ms. Ketevan Tsikhelashvili

since 05.07.2020

Rudolfsplatz 2/1/8

1010 Wien

Tel. +43 1 403 98 48

vienna.emb@mfa.gov.ge

H.E.Mr. Ralf Beste

since 18.09.2019

Gauermanngasse 2-4

1010 Vienna

Tel. +43 1 711 54 0

info@wien.diplo.de

www.wien.diplo.de

H.E. Ms. Catherine Koika

since14.06.2019

Argentinierstraße 14,

1040 Wien

Tel. +43 1 506 15

gremb@griechischebotschaft.at

mfa.gr/missionsabroad/austria

HOLY SEE

HUNGARY

INDIA

INDONESIA

IRAN

Nuntius Archbishop

H.E. Mr. Archbishop Pedro

López Quintana

since 14.06.2019

Theresianumgasse 31,

1040 Wien

Tel. +43 1 505 13 27

nuntius@nuntiatur.at

www.nuntiatur.at

H.E. Mr. Andor Nagy

since 19.09.2018

Bankgasse 4-6

1010 Vienna

Tel. +43 1 537 80 300

mission.vie@mfa.gov.hu

www.becs.mfa.gov.hu/deu

H.E. Mr. Jaideep Mazumdar

since 30.06.2020

Kärntner Ring 2,

1015 Vienna

Tel. +43 1 505 86 66

emb.vienna@mea.gov.in

www.indianembassy.at

H.E. Mr. Darmansjah Djumala

since 04.07.2017

Gustav-Tschermak-Gasse 5-7

1180 Vienna

Tel. +43 1 476 23 0

unitkom@kbriwina.at

www.kbriwina.at

H.E. Mr. Abbas Bagherpour

Ardekani

since 10.06.2020

Jauresgasse 9,

1030 Vienna

Tel. +43 1 712 26 50

public@iranembassy-wien.at

www.vienna.mfa.ir

IRELAND

ISRAEL

ITALY

JAPAN

JORDAN

H.E. Mr. Eoin O‘Leary

(designated)

since 25.10.2020

Rotenturmstraße 16-18

1010 Vienna

Tel. +43 1 715 42 46 10

vienna@dfa.ie

www.dfa.ie/austria

H.E. Mr. Mordechai Rodgold

since 05.11.2019

Anton-Frank-Gasse 20, 1180

Vienna

Tel. +43 1 476 46 0

ambassador-assist@vienna.gov.il

www.vienna.mfa.gov.il

H.E. Mr. Sergio Barbanti

since 5.12.2017

Rennweg 27,

1030 Vienna

Tel. +43 1 712 51 21

ambasciata.vienna@esteri.it

www.ambvienna.esteri.it

H.E. Mr. Akira Mizutani

since 17.12.2019

Heßgasse 6,

1010 Vienna

Tel. +43 1 531 92 0

info@wi.mofa.go.jp

www.at.emb-japan.go.jp

H.E. Ms. Leena Nayef

Shaher Al Hadid

since 19.09.2018

Rennweg 17/4, 1030 Vienna

Tel. +43 1 405 10 25/26

info@jordanembassy.at

www.jordanembassy.at

Fotos: Privat, BMEIA, Roland Anton Laub (KF Berlin), ÖB Teheran, Bmeia/mahmoud, Federal Ministry for Europe, Integration and Foreign Affairs,, Fotostudio Floyd,, Bmeia/mahmoud, Bmeia/mahmoud, SOCIETY/Pobaschnig, Clemens Schwarz

AMBASSADORS FROM A TO Z

088


SOCIETY

KAZAKHSTAN

LATVIA

MALAYSIA

H.E. Mr. Kairat Umarov

(designated)

17.10.2020

Prinz Eugenstr. 32

1040 Vienna

Tel. +43 1 890 800 810

embassy@kazakhstan.at

www.kazakhstan.at

H.E. Ms. Veronika Erte

since 09.10.2017

Stefan-Esders-Platz 4

1190 Vienna

Tel. +43 1 403 31 12

embassy.austria@mfa.gov.lv

www.mk.gov.lv/en

H.E. Mr. Ganeson

Sivagurunathan

since 16.04.2018

Floridsdorfer Hauptstraße 1-7,

Florido Tower

1210 Vienna

Tel. +43 1 505 10 42

embassy@embassymalaysia.at

KENYA

LEBANON

MALTA

H.E. Mr. Robinson Njeru

Githae

since 27.09.2019

Andromeda Tower,

Donau-City-Straße 6

1220 Vienna,

Tel. +43 1 712 39 19

office@kenyaembassyvienna.at

kenyaembassyvienna.at/de/

H.E. Mr. Ibrahim Assaf

since 5.12.2017

Oppolzergasse 6/3

1010 Vienna

Tel. +43 1 533 88 21/22

embassy.lebanon@inode.at

H.E. Ms. Natasha Meli

Daudey

since 06.11.2018

Opernring 5/1

1010 Vienna

Tel. +43 1 586 50 10

maltaembassy.vienna@gov.mt

KOSOVO

LIBYA

MOROCCO

H.E. Mr. Lulzim Pllana

since 01.02.2020

Goldeggasse 2/15

1040 Vienna

Tel. +43 1 503 11 77

embassy.austria@rks-gov.net

www.ambasada-ks.net/at/

H.E. Mr. Jalal E.A. Alashi

since 28.11.2019

Blaasstraße 33

1190 Vienna

Tel. +43 1 367 76 39

ambassadorsoffice@libyanembassyvienna.at

H.E. Mr. Azzeddine Farhane

since 10.07.2019

Hasenauerstraße 57

1180 Vienna

Tel. +43 1 586 66 51

emb-pmissionvienna@

morocco.at

KUWAIT

LIECHTENSTEIN

MEXICO

H.E. Mr. Sadiq Marafi

since 17.10.2013

Strassergasse 32

1190 Vienna

Tel. +43 1 405 56 46

www.kuwaitembassy.at

H.H. Ms. Maria-Pia Kothbauer

Prinzessin v.u.z.L.

since 11.12.1997

Löwelstraße 8/7

1010 Vienna

Tel. +43 1 535 92 11

info@vie.llv.li

www.wien.liechtenstein.li

H.E. Mr. Luis Javier

Campuzano Piña

since 29.06.2020

Renngasse 5, 1. OG, Tür 5 + 6

1010 Vienna

Tel. +43 1 310 73 83

embaustria@sre.gob.mx

embamex.sre.gob.mx/austria/

KYRGYZSTAN

LITHUANIA

MOLDOVA

H.E. Mr. Bakyt Dzhusupov

since 10.05.2017

Invalidenstraße 3/8

1030 Vienna

Tel. +43 1 535 03 79

kyremb@inode.at

www.kyremb.at

H.E. Mr. Donatas Kuslys

since 07.12.2018

Löwengasse 47/4

1030 Vienna

Tel. +43 1 718 54 67

amb.at@urm.lt

www.urm.lt/at

Mr. Alexandru Simionov

Chargé d´Affaires a.i. since

16.08.2017

Löwengasse 47/10, 1030 Vienna

Tel. +43 1 961 10 30

vienna@moldmission.at

www.austria.mfa.md

LAOS

H.E. Mr. Sithong Chitnhothinh

since 07.01.2019

Sommerhaidenweg 43

1180 Vienna

Tel. +43 1 890 2319 11

www.laoembassyvienna.gov.la

LUXEMBOURG

H.E. Mr. Marc Albert

Ungeheuer

since 09.10.2017

Sternwartestraße 81

1180 Vienna

Tel. +43 1 478 21 42

vienne.amb@mae.etat.lu

www.vienne.mae.lu/ge

MONGOLIA

H.E. Ms. Battungalag

Gankhuurai

since 10.05.2017

Fasangartengasse 45

1130 Vienna

Tel. +43 1 535 28 07/12

vienna@mfa.gov.mn

www.embassymon.at

AMBASSADORS FROM A TO Z

089


SOCIETY

MONTENEGRO

NICARAGUA

PAKISTAN

H.E. Mr. Zeljko Perovic

since 16.04.2018

Lothringerstraße 14-16

1030 Vienna

Tel. +43 1 512 08 99

austria@mfa.gov.me

www.gov.me/naslovna

H.E. Mr. Carlos Ernesto Morales

Dávila

since 13.01.2020

(Konsularabteilung in Wien,

Botschaftersitz in GENF),

Ebendorferstraße 10/3/12

1010 Wien

Tel. +43 1 403 18 38

embanicviena@chello.at

H.E. Mr. Aftab Ahmad Khokher

since 23.09.2020

Hofzeile 13

1190 Vienna

Tel. +43 1 368 73 81

parepvienna@mofa.gov.pk

www.mofa.gov.pk/austria

MYANMAR

NIGERIA

PALESTINIAN TERRITORIES

NAMIBIA

NETHERLANDS

NEPAL

NEW ZEALAND

H.E. Mr. San Lwin

since 14.09.2015

Donau-City-Straße 6,

Andromeda Tower Top 9.OG/1

1220 Vienna

Tel. +43 1 26 69 105

myanmarembassy.vienna@

gmail.com

H.E. Ms. Nada Kruger

since 19.03.2019

Zuckerkandlgasse 2

1190 Vienna

Tel. +43 1 402 93 71

nam.emb.vienna@speed.at

www.embnamibia.at

H.E.Mr. Albert Hendrik

Gierveld

since 18.09.2019

Opernring 5

1010 Vienna

Tel. +43 1 589 39

wen@minbuza.nl

www.nederlandwereldwijd.nl/

landen/oostenrijk

H.E. Mr. Prakash Kumar

Suvedi

since 08.01.2018

Schwindgasse 5/1/6,

1040 Vienna

Tel. +43 235 02 75 01

mission@nepalmission.at

H.E. Ms. Nicole Jocelyn

Roberton

since 10.05.2017

Mattiellistraße 2-4/3

1040 Vienna

Tel. +43 1 505 3021

nzemb@aon.at

www.nzembassy.com/austria

NORTH MACEDONIA

NORWAY

OMAN

ORDER OF MALTA

Mr. Bukar Buni Hamman

Chargé d’Affaires

since 08.11.2019

Rennweg 25, Postfach 183,

1030 Wien

Tel. +43 1 712 66 86

info@nigeriaembassyvienna.com

www.nigeriaembassyvienna.com

H.E. Mr. Nenad Kolev

since 19.03.2019

Kinderspitalgasse 5/2

1090 Wien

Tel. +43 1 524 87 56

botschaft@makedonien.co.at

www.mfa.gov.mk

H.E. Ms. Kjersti Ertresvaag

Andersen

since 16.04.2018

Reisnerstraße 55-57

1030 Vienna

Tel. +43 1 71 660

emb.vienna@mfa.no

www.norwegen.or.at

H.E. Mr. Yousuf Ahmed

Hamed Al Jabri

since 07.01.2019

Währinger Straße 2 / Top 24-25

1090 Wien

Tel. +43 1 310 86 434

vienna@omanembassy.at

H.E. Mr. Sebastian Prinz von

Schoenaich-Carolath

since 16.04.2018

Johannesgasse 2

1010 Wien

Tel. +43 1 512 13 47

austriaembassy@orderofmalta.

int

PANAMA

PARAGUAY

PERU

PHILIPPINES

H.E. Mr. Salahaldin Abdalshafi

since 22.10.2013

Josefsgasse 5

1080 Vienna

Tel. +43 1 408 82 02

office@palestinemission.at

www.palestinemission.at

Ms. Anayansi Rodriguez Vega

Chargé d’Affaires

since 04.03.2019

Goldschmiedgasse 10/403

1010 Vienna

Tel. +43 1 587 23 47

mail@empanvienna.co.at

H.E Mr. Juan Francisco Facetti

Fernandez

since 14.06.2019

Prinz-Eugen-Straße 18/1/3A

1040 Vienna

Tel. +43 1 505 46 74

embaparaustria@mre.gov.py

H.E. Mr. Eric Edgardo

Guillermo Anderson Machado

since 06.11.2018

Mahlerstraße 7/22

1010 Vienna

Tel. +43 1 713 43 77

embajada@embaperu.at

H.E. Ms. Maria Cleofe

Natividad

since 08.01.2018

Donau-City-Straße 11, (ARES

Tower 20/21. Etage)

1220 Wien

Tel. +43 1 533 24 01

office@philippine-embassy.at

www.philippine-embassy.at

Fotos: Privat, BMEIA, Roland Anton Laub (KF Berlin), ÖB Teheran, Bmeia/mahmoud, Federal Ministry for Europe, Integration and Foreign Affairs,, Fotostudio Floyd, SOCIETY/Salas -Torrero, Clemens Schwarz

AMBASSADORS FROM A TO Z

090


SOCIETY

POLAND

SAUDI ARABIA

SPAIN

H.E. Ms. Jolanta Roza

Kozlowska

since 5.12.2017

Hietzinger Hauptstraße 42c

1130 Vienna

Tel. +43 1 870 15 100

wieden.amb.sekretariat@

msz.gov.pl

www.wieden.msz.gov.pl

His Royal Highness Prince Abdullah

Bin Khaled Bin Sultan

Bin Abdulaziz Al Saud

since 18.09.2019

Formanekgasse 38, 1190

Vienna

Tel. +43 1 367 25 31

saudiembassy@saudiembassy.at

H.E. Ms. Cristina Fraile

Jiménez de Muñana

designated since 25.09.2020

Argentinierstraße 34

1040 Vienna

Tel. +43 1 505 57 88

emb.viena@maec.es

www.exteriores.gob.es/

Embajadas/VIENA/

PORTUGAL

SERBIA

SRI LANKA

H. E. Mr. Antonio Almeida

Ribeiro

since 5.12.2017

Opernring 3/1

1010 Vienna

Tel. +43 1 586 75 36

viena@mne.pt

H.E. Mr. Nebojsa Rodic

since 19.09.2018

Ölzeltgasse 3/7

1030 Vienna

Tel. +43 1 713 25 95

embassy.vienna@mfa.rs

www.vienna.mfa.rs

H.E. Mr. Majintha Joseph

Priye Jayesinghe

since 08.05.2020

Weyringergasse 33-35 (4.

Stock)

1040 Wien

Tel. +43 1 503 79 88

slemb.vienna@mfa.gov.lk

www.srilankaembassy.at

QATAR

SLOVAKIA

SUDAN

H.E. Mr. Sultan Salmeen S.B.

Al-Mansouri

since 18.09.2019

Schottenring 10 (Top 7a,b,c)

1010 Vienna

Tel. +43 1 310 49 50

katar.botschaft@mofa.gov.qa

H.E. Mr. Peter Misik

since 09.10.2017

Armbrustergasse 24

1190 Vienna

Tel. +43 1 318 90 55/200

emb.vieden@mzv.sk

www.mzv.sk/vieden

Mr. Elsadig Mohamed

A.E.M. Ahmed

Chargé d´Affaires a.i.

since 02.07.2018

Reisnerstraße 29/5

1030 Wien

Tel. +43 1 710 23 43 – 45

sudanivienna@

prioritytelecom.biz

www.sudanivienna.at

ROMANIA

SLOVENIA

SWEDEN

H.E. Mr. Bogdan Mazuru

since 14.09.2015

Prinz-Eugen-Straße 60

1040 Vienna

Tel. +43 1 505 32 27

viena@mae.ro

www.viena.mae.ro

H.E. Ms. Ksenija Skrilec

since 05.12.2017

Kolingasse 12

1090 Vienna

Tel. +43 1 319 11 60

sloembassy.vienna@gov.si

www.dunaj.veleposlanistvo.si

H.E. Ms. Mikaela Ruth Gunilla

Kumlin Granit

since 06.11.2018

Liechtensteinstraße 51

1090 Vienna

Tel. +43 1 217 53 0

ambassaden.wien@gov.se

www.swedenabroad.com/wien

RUSSIAN FEDERATION

SOUTH AFRICA

SWITZERLAND

H.E. Mr. Dmitrii Liubinskii

since 07.10.2015

Reisnerstraße 45-47

1030 Vienna

Tel. +43 1 712 12 29

info.austria@mid.ru

www.rusemb.at

H.E. Mr. Rapulane Sydney

Molekane

since 10.07.2019

Sandgasse 33

1190 Vienna

Tel. +43 1 320 64 93

vienna.bilateral@dirco.gov.za

www.suedafrika-botschaft.at

H.E. Mr. Walter Haffner

since 5.12.2017

Prinz Eugen-Strasse 9a

1030 Vienna

Tel. +43 1 795 05 0

vie.vertretung@eda.admin.ch

www.schweizerbotschaft.at

SAN MARINO

REPUBLIC OF KOREA

SYRIA

H.E. Ms. Elena Molaroni

since 17.09.2008

Prinz Eugen Strasse 16/2/31,

1040 Vienna

Tel. +43 1 941 59 69

rsmvienna@gmail.com

H.E. Mr. Chae-Hyun Shin

since 10.07.2019

Gregor-Mendel-Straße 25

1180 Vienna

Tel. +43 1 478 19 91

austria@mofa.go.kr

www.overseas.mofa.go.kr/at-en/

index.do

H.E. Mr. Bassam Sabbagh

since 29.04.2010

Daffingerstraße 4

1030 Vienna

Tel. +43 1 533 46 33

syrianembassyvienna@utanet.at

AMBASSADORS FROM A TO Z 091


SOCIETY

TAJIKISTAN

UNITED ARAB EMIRATES

VIETNAM

H.E. Mr. Idibek Kalandar

since 5.12.2017

Hutweidengasse 47

1190 Vienna

Tel. +43 1 409 82 66

info@tajikembassy.at

www.tajikembassy.at

H.E. Mr. Ibrahim Salim Mohamed

Al Musharrakh

since 07.10.2019

Chimanistraße 36

1190 Vienna

Tel. +43 1 368 14 55

ViennaEMB@mofaic.gov.ae

H.E. Mr. Dzung Le

since 08.01.2018

Felix-Mottl-Straße 20

1190 Vienna

Tel. +43 1 368 07 55

mission@vietnamembassy.at

www.vietnamembassy-austria.

org/vi

THAILAND

UNITED KINGDOM

YEMEN

H.E. Ms. Morakot Sriswasdi

since 14.06.2019

Cottagegasse 48

1180 Wien

Tel. +43 1 478 33 35

embassy@thaivienna.at

www.thaiembassy.at

H.E. Mr. Robert Leigh Turner

since 05.10.2016

Jauresgasse 12

1030 Vienna

Tel. +43 1 716 13 0

press@britishembassy.at

www.ukinaustria.fco.gov.uk

H.E. Mr. Haytham

Abdulmomen Hassan

Shoja‘aadin

since 31.01.2017

Reisnerstraße 18-20/3-4

1030 Vienna

Tel. +43 1 503 29 30

embassy@yemenembassy.at

TUNISIA

TURKEY

TURKMENISTAN

UKRAINE

H.E. Mr. Mohamed Mezghani

since 24.05.2018

Sieveringerstraße 187

1190 Vienna

Tel. +43 1 44 02 144/148

at.vienne@aon.at

www.atunisie-at.org

H.E. Mr. Ozan Ceyhun

since 25.02.2020

Prinz-Eugen-Straße 40

1040 Vienna

Tel. +43 1 505 73 38/0

botschaft.wien@mfa.gov.tr

www.vienna.emb.mfa.gov.tr

H.E. Mr. Silapberdi Nurberdiev

since 28.09.2011

Argentinierstraße 22/II/EG

1040 Vienna

Tel. +43 1 503 64 70/72

info@botschaft-turkmenistan.at

www.botschaft-turkmenistan.at

H.E. Mr. Olexander Scherba

since 10.12.2014

Naaffgasse 23

1180 Vienna

Tel. +43 1 479 71 72 11

emb_at@mfa.gov.ua

www.ukremb.at

UNITED STATES

URUGUAY

UZBEKISTAN

VENEZUELA

H.E. Mr. Trevor Dow Traina

since 24.05.2018

Boltzmanngasse 16

1090 Vienna

Tel. +43 1 313 39

ViennaUSEmbassy@state.gov

at.usembassy.gov/de/

H.E. Mr. Juan Carlos Ojeda

Viglione

since 18.09.2019

Mahlerstrasse 11/2/2

1010 Vienna

Tel. +43 1 535 66 36

uruaustria@mrree.gub.uy

H.E. Mr. Abat Fayzullaev

since 13.08.2020

Pötzleinsdorferstraße 49

1180 Vienna

Tel. +43 1 315 39 94

embassy@usbekistan.at

www.usbekistan.at

H.E. Mr. Jesse Alonso

Chacon Escamillo

since 23.02.2016

Prinz-Eugen-Straße 72/1

1040 Vienna

Tel. +43 1 712 26 38

embajada@austria.gob.ve

www.austria.gob.ve

Fotos: Privat, BMEIA, Roland Anton Laub (KF Berlin), ÖB Teheran, Federal Ministry for Europe, Integration and Foreign Affairs, Fotostudio Floyd, Bmeia/mahmoud, Clemens Schwarz

AMBASSADORS FROM A TO Z

092


SOCIETY

PaN –Sommerkonzert

Ausflug

ins Burgenland

Der Dachverband aller österreichisch-ausländischen Gesellschaften

(PaN–Partner aller Nationen) lud zu einem Sommerkonzert

unter dem Titel „Eine kleine Nachtmusik“ in das

Palais Hansen Kempinski ein. Nach den Begrüßungsworten

von Florian Wille, General Manager des Palais Hansen

Kempinski, Ao. Univ.-Prof. Dr. Hermann Mückler, Präsident

des PaN-Dachverbands und Silvia Friedrich, Magistratsdirektion

der Stadt Wien, Europa und Internationales und der

Programmvorstellung durch Mag. Angelika Persterer-Ornig,

Leiterin der Landesgeschäftsstelle prima la musica-Wien,

begeisterten die Musikerinnen und Musiker von prima la

musica-Wien und der Wiener Philharmoniker die Zuhörerinnen

und Zuhörer mit „Kammermusiken-Nachtmusiken“.

Mitte September vollführte VAE-Botschafter S.E. Ibrahim

Al Musharrakh gemeinsam mit Vorständen der Österreichisch-Vereinigten

Arabischen Emirategesellschaft-PaN

ein Besuchsprogramm bei burgenländischen Spitzenunternehmen.

Der Ausflug führte sie etwa zur Firma Zoerkler

in Jois, einem All-in-One System-Partner für die Entwicklung

hochwertiger Antriebssysteme für die internationale

Luftfahrt und Automobilindustrie.

Am Abend folgte die fulminante Eröffnung der PADO

SHOPPING GALERIEN in Parndorf, im Rahmen derer eine

eindrucksvolle Abendgala stattfand.

Die Musikerinnen und Musiker von prima la musica-Wien mit Angelika

Persterer-Ornig

Robert Schneider und Walter J. Gerbautz (PaN), S.E. Ibrahim Al Musharrakh,

CEO Bernhard Wagner, Hans Niessl (PaN), Gerhard Pichler und Stefan Graf

Fotos: SOCIETY/Pobaschnig, PaN

GD von Palais Hansen Kempinski, Florian Wille, Angelika Persterer-Ornig,

Silvia Friedrich (MA-Wien) und PaN-Generalsekretär Walter J. Gerbautz

S.E. Botschafter Ibrahim Al Musharrakh bei seinem Besuchsprogramm mit

den Vorständen der ÖVAEG auf dem Firmengelände von Zoerkler

DIPLOMATIE EVENTS 093


SOCIETY

Rot-Weiß-Rot in aller Welt

Österreich hat mit 194 Staaten diplomatische Beziehungen. In 80

Ländern unterhält der Staat Botschaften, Kulturforen und Generalkonsulate.

SOCIETY zeigt alle auf einen Blick.

Letztes Update: November 2020

ÄGYPTEN, BOTSCHAFT

ARMENIEN, BMEIA

BELGIEN, BOTSCHAFT

Georg Stillfried

Ägypten, Sudan, Eritrea

3 Abu El Feda Straße, 15. Stock,

Zamalek, 11211 Kairo

Tel. (+20 / / 2) 3570 29 75

kairo-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/kairo

Alois Kraut

(mit Sitz in Wien)

c/o BMeiA, Minoritenplatz 8,

A-1010 Wien

Tel. (+43) 501150 – 3263

armenien-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

armenien

Elisabeth Kornfeind

Belgien

Avenue de Cortenbergh 52,

B-1000 Brüssel

Tel. (+32 / 2) 2890-700

bruessel-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

bruessel

ÄGYPTEN, KULTURFORUM

ALBANIEN, BOTSCHAFT

ALGERIEN, BOTSCHAFT

ARGENTINIEN, BOTSCHAFT

Iris Mostegel

Stv. Direktorin, El Nile Street/

Corner 5, Wissa Wassef Street,

5th Floor, Riyadth-Tower, Giza,

11111 Kairo

Tel. (+20 / 2) 3570 29 75

kairo-kf@bmeia.gv.at

www.bmeia.gv.at/kf-kairo

Christian Steiner

Albanien

Rruga Xibrakeve 4,Tirana

Tel. (+355 / 4) 22 74 855, (+355 /

4) 22 74 856

tirana-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/tirana

Peter Elsner-Mackay

Algerien, Niger

17, Chemin Abdelkader Gadouche,

16035 Hydra

Tel. (+213 / 23) 47 28 15

algier-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/algier

Christoph Meran

Argentinien, Paraguay, Uruguay

Calle French 3671, 1425 Buenos

Aires

Tel. (+54 / 11) 4809 5800

buenos-aires-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

buenosaires

ASERBAIDSCHAN, BOTSCHAFT

ÄTHIOPIEN, BOTSCHAFT

AUSTRALIEN, BOTSCHAFT

BELARUS, BOTSCHAFT

Bernd Alexander Bayerl

Aserbaidschan, Georgien

Landmark III, 7. Stock, Nizami

Str. 90A, AZ-1010 Baku

Tel. (+994) 12 465 99 33

baku-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/baku

Roland Hauser

Äthiopien, Dschibuti, Kongo,

Uganda, Südsudan

Nifas Silk Lafto, Woreda 03,

H.No. 535, Addis Abeba

Tel: (+251 / 11) 371 25 80

addis-abeba-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

addisabeba

Wolfgang Lukas

Strohmayer , Australien, Fidschi,

Kiribati, Marshallinseln, Mikronesien

- Föderierte Staaten von,

Nauru, Neuseeland, Papua-Neuguinea,

Salomonen, Samoa,

Tuvalu, Tonga, Vanuatu, 12 Talbot

Street, Forrest, ACT 2603, Tel. (+61

/ 2) 6295 1533 (Amt)canberra-ob@

bmeia.gv.at, www.aussenministerium.at/canberra

Aloisia Wörgetter

Belarus

Belinskogo Str. 23-329a, 220113

Minsk

Tel. (+375 / 17) 319 05 41

minsk-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

oeb-minsk

BELGIEN, KULTURFORUM

Wilhelm Pfeistlinger

Avenue de Cortenbergh 52,

B-1000 Brüssel

Tel. (+32 / 2) 2890-700

bruessel-kf@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

bruesselkf

www.austrocult.be

BOSNIEN UND HERZEGOWINA, BOTSCHAFT

BRASILIEN, BOTSCHAFT

BULGARIEN, BOTSCHAFT

Ulrike Hartmann

Bosnien und Herzegowina

Dzidzikovac 7, BiH-71000

Sarajewo

Tel. (+387 / 33) 279 400

sarajewo-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

sarajewo

www.austrijska-ambasada.ba

Irene Giner-Reichl

Brasilien, Suriname

SES (Setor de Embaixadas Sul),

Av. das Nacoes, Quadra 811 -

Lote 40, 70426-900 Brasilia DF

Tel. (+55 / 61) 3443 3421

brasilia-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

brasilia

Andrea Wicke

Bulgarien

Boulevard Zar Oswoboditel 13/

Ulica Schipka 4, BG-1000 Sofia

Tel. (+359 / 2) 932 90 32

sofia-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/sofia

Fotos: Privat, BMEIA, Roland Anton Laub (KF Berlin), ÖB Teheran, Bmeia/mahmoud, Federal Ministry for Europe, Integration and Foreign Affairs, Fotostudio Floyd

BOTSCHAFTER ÖSTERREICH

094


SOCIETY

CHILE, BOTSCHAFT

Stephan Vavrik

Barros Errazuriz 1968, 3 piso,

Santiago de Chile

Tel. (+56 / 2) 2223 47 74

santiago-de-chile-ob@bmeia.

gv.at, aussenministerium.at/

santiagodechile,

www.chile-embajadadeaustria.at

DÄNEMARK, BOTSCHAFT

Maria Rotheiser-Scotti

Dänemark, Island

Sölundsvej 1,

DK-2100 Kopenhagen

Tel. (+45) 39 29 41 41

kopenhagen-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

kopenhagen

FRANKREICH, BOTSCHAFT

Michael Linhart

Frankreich, Monaco

6, Rue Fabert, F-75007 Paris

Tel. (+33 / 1) 40 63 30 - 63

paris-ob@bmeia.gv.at

www.amb-autriche.fr,

www.aussenministerium.at/paris

CHINA, BOTSCHAFT

Friedrich Stift

China, Mongolei

Jian Guo Men Wai, Xiu Shui

Nan Jie 5, 100600 Peking

Tel. (+86 / 10) 653 29 869

peking-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

peking

DEUTSCHLAND, BOTSCHAFT

Peter Huber

Deutschland

Stauffenbergstraße 1,

D-10785 Berlin

Tel. (+49 / 30) 202 87-0

berlin-ob@bmeia.gv.at

www.oesterreichische-botschaft.

de, www.aussenministerium.

at/berlin

FRANKREICH, GENERALKONSULAT

Alexander Wojda

29, Avenue de la Paix,

F-67000 Strassburg

Tel. (+33) 388 35 13 94

strassburg-gk@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

strassburggk

CHINA, GENERALKONSULAT

Ernst Karl

2201 Chinachem Tower, 34-37

Connaught Road,

Central Hongkong

Tel. (+852) 2522 80 86

hongkong-gk@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

hongkong

DEUTSCHLAND, GENERALKONSULAT

Josef Saiger

Ismaninger Straße 136,

D-81675 München

Tel. (+49 / 89) 99 815-0

muenchen-gk@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/muenchen,

www.oegkmuenchen.de

FRANKREICH, KULTURFORUM

Marina Chrystoph

17, avenue de Villars,

F-75007 Paris

Tel. (+33 / 1) 47 05 27 10

paris-kf@bmeia.gv.at

www.austrocult.fr

CHINA, GENERALKONSULAT

Brigitte Robinson-Seyrlehner

Qi Hua Tower, 3rd floor No. 3A,

1375 Huai Hai Road,

Shanghai 200031

Tel. (+86 / 21) 647 40 268

shanghai-gk@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

shanghaigk

DEUTSCHLAND, KULTURFORUM

Denise Quistorp

Stauffenbergstraße 1,

D-10785 Berlin

Tel. (+49 / 30) 202 87-0

berlin-kf@bmeia.gv.at

www.kulturforumberlin.at

GEORGIEN, BOTSCHAFT

Thomas Mühlmann

Georgien, Griboedov Str. 31

/ Rustaveli Ave. 42, 5. Stock,

0108 Tiflis

Tel. (+995 / 32) 243 44 02

tiflis-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

oeb-tiflis

CHINA, GENERALKONSULAT

Unit 1202, Teem Tower, Teemall,

208 Tianhe Road, Guangzhou,

510620 Guangdong

Tel. (+86 / 20) 8516 0047

guangzhou@wko.at

wko.at/awo/cn

ESTLAND, BOTSCHAFT

Julius Lauritsch

Estland

Vambola 6, 5. Stock,

EE-10114 Tallinn

Tel. (+372) 627 87 40

tallinn-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

tallinn

GRIECHENLAND, BOTSCHAFT

Hermine Poppeller

Griechenland

4, Vass. Sofias, GR-10674 Athen

Tel. (+30 / 210) 725 72 – 70

athen-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

athen

CHINA, GENERALKONSULAT

Martin Allgäuer

Unit 3603, 36/F, Yanlord Landmark

Tower No.1 Renmin South

Road Section 2, Chengdu

610016

Tel. (+86 / 28) 651 10 621

chengdu-gk@bmeia.gv.at

FINNLAND, BOTSCHAFT

Maximilian Hennig

Finnland

Unioninkatu 22,

00130 Helsinki

Tel. (+358 / 9) 68 18 60-0

helsinki-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

helsinki

HEILIGER STUHL, BOTSCHAFT

Franziska Honsowitz-Friessnig

Heiliger Stuhl, Malteser

Ritterorden, San Marino

Via Reno 9, I-00198 Rom

Tel. (+39) 06 853 725

heiliger-stuhl-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

heiligerstuhl

BOTSCHAFTER ÖSTERREICH

095


SOCIETY

INDIEN, BOTSCHAFT

ISRAEL, KULTURFORUM

JORDANIEN, BOTSCHAFT

Brigitte Öppinger-Walchshofer

Bangladesch, Bhutan, Indien,

Malediven, Nepal, Sri Lanka

Ep-13, Chandragupta Marg,

Chanakyapuri, New Delhi

110 021

Tel. (+91 / 11) 24 19 27-00

new-delhi-ob@bmeia.gv.at, newdelhi-ka@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

newdelhi

Arno Mitterdorfer

Sason Hogi Tower, Abba Hillel

Silver Street 12, 4. Stock,

Ramat Gan 5250606

Tel. (+972 / 3) 612 0924

tel-aviv-kf@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

telavivkf

Oskar Wüstinger

Jordanien, Irak

Mithqal Al-Fayez Street 36,

Jabal AmmanP.O.B. 830795,

Amman 11183

Tel. (+962 / 6) 460 11 01

amman-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

amman

INDONESIEN, BOTSCHAFT

ITALIEN, BOTSCHAFT

KANADA, BOTSCHAFT

IRAN, BOTSCHAFT

IRAN, KULTURFORUM

IRLAND, BOTSCHAFT

ISRAEL, BOTSCHAFT

Johannes Peterlik

Indonesien, Timor-Leste

Jalan Diponegoro 44, MentengJakarta

Pusat 10310

Tel. (+62 / 21) 23 55 40 05

jakarta-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/jakarta,

www.austrian-embassy.or.id

Stefan Scholz

Iran

Bahonarstr., Moghaddasi Str.,

Zamani Str., Mirvali, Nr. 6 und 8,

Teheran, Niavaran, 19796-33755

Tel. (+98 / 21) 22 75 00 40

teheran-ob@bmeia.gv.at

www.bmeia.gv.at/teheran, www.

otrish.ir

Alexander Rieger

Afghanistan, Iran

Khorramshahr Ave., Arabali

Street, 6th Alley, Nr. 1,

15548-17413 Teheran

Tel. (+98 / 21) 88 76 48 23

teheran-kf@bmeia.gv.at, kultur@

dpimail.net

www.aussenministerium.at/

teherankf

Thomas Nader

Irland

6 Ailesbury Road, Dublin 4

Tel. (+353 / 1) 269 45 77

dublin-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

dublin

Hannah Liko

Israel

Sason Hogi Tower, Abba Hillel

Silver Street 12, 4. Stock, Ramat

Gan 5250606

Tel. (+972) 3 612 0924

tel-aviv-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

telaviv

ITALIEN, KULTURFORUM

Georg Schnetzer

Viale Bruno Buozzi 113,

I-00197 Rom

Tel. (+39) 06 360837-1

rom-kf@bmeia.gv.at

www.austriacult.roma.it

ITALIEN, GENERALKONSULAT

ITALIEN, KULTURFORUM

JAPAN, BOTSCHAFT

Jan Kickert

Italien

Via Pergolesi 3,

I-00198 Rom

Tel. (+39) 06 844 014-1

rom-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/rom

Clemens Mantl

Piazza del Liberty 8/4,

I-20121 Mailand

Tel. (+39) 02 77 80 78 0

mailand-gk@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

mailandgk

Susanne Ranetzky

Piazza del Liberty 8/4,

I-20121 Mailand

Tel. (+39) 02 77 80 78 03

mailand-kf@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/mailandkf,

www.austriacult.milano.it

Elisabeth Bertagnoli

Japan

1-1-20 Moto Azabu, Minato-ku,

Tokyo 106-0046

Tel. (+81 / 3) 34 51 82 81

tokio-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/tokio

KANADA, KULTURFORUM

KASACHSTAN, BOTSCHAFT

KATAR, BOTSCHAFT

KENIA, BOTSCHAFT

Stefan Pehringer

Kanada, Jamaika

445 Wilbrod Street, Ottawa,

Ontario K1N 6M7

Tel. (+1 / 613) 789 14 44

ottawa-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

ottawa, www.austro.org

Hannes Machor

445 Wilbrod Street,

Ottawa, Ontario K1N 6M7

Tel. (+1 / 613) 789 14 44

ottawa-kf@bmeia.gv.at

www.austrocult.org

Willy Kempel

Kasachstan, Kirgisistan,

Tadschikistan, Turkmenistan

Kosmonavtov Straße 62, 9.

Stock, Mikrodistrikt Chubary,

010000 Nur-Sultan

Tel. (+7 / 7172) 97 78 69

nur-sultan-ob@bmeia.gv.at

www.bmeia.gv.at/oeb-nur-sultan

Karin Fichtinger-Grohe

Palm Tower B, level 33,

West Bay, DohaPO Box 12011

Tel. (+974) 403 373 00

doha-ob@bmeia.gv.at

www.bmeia.gv.at/oeb-doha

Christian Fellner

Kenia, Burundi, Komoren, Kongo

- Demokratische Republik,

Ruanda, Seychellen, Tansania

- Vereinigte Republik, Somalia,

Sambia, Malawi

Limuru Road 536, Muthaiga,

Nairobi, Tel. (+254 / 20) 406 00

22, nairobi-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

nairobi

Fotos: Privat, BMEIA, Roland Anton Laub (KF Berlin), ÖB Teheran, Bmeia/mahmoud, Federal Ministry for Europe, Integration and Foreign Affairs, Fotostudio Floyd, Fotostudio R.Michael Schuster

BOTSCHAFTER ÖSTERREICH

096


SOCIETY

KOLUMBIEN, BOTSCHAFT

Marianne Feldmann

Kolumbien, Barbados, Ecuador,

Guyana, Panama,

Trinidad und Tobago

Cra. 9 No. 73-44, Of. 402,

Bogotá D.C. CO-110221

Tel. (+57 / 1) 745 2086

bogota-ob@bmeia.gv.at

www.bmeia.gv.at/oeb-bogota

LETTLAND, BOTSCHAFT

Stella Avallone

Lettland

Alberta iela 13, 7th floor,

LV-1010 Riga

Tel. (+371) 672 161 25

lettland-ob@bmeia.gv.at

www.bmeia.gv.at/oeb-riga

MALTA, BOTSCHAFT

Andreas Stadler

Malta

c/o BMEIA, Minoritenplatz 8,

A-1010 Wien

Tel. (+43) 501150

malta-ob@bmeia.gv.at

www.bmeia.gv.at/oeb-malta

KOREA – REPUBLIK, BOTSCHAFT

Wolfgang Angerholzer

Korea - Republik, Korea - Demokratische

Volksrepublik

Kyobo Bldg., 21 Floor, 1, Jong-ro,

Jongno-gu, Seoul 03154

Tel. (+82 / 2) 73 29 071

seoul-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/seoul

LIBANON, BOTSCHAFT

René Amry

Libanon

Tabaris 812 Bldg., 8 th floor,

Avenue Charles Malek, Tabaris

- Achrafieh, Beirut 2071-1606

Tel. (+961 / 1) 21 30 17

beirut-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

beirut

MAROKKO, BOTSCHAFT

Klaus Kögeler

Marokko, Mauretanien

2, rue Tiddas, BP135,

MA-10010 Rabat

Tel. (+212 / 537) 76 16 98

rabat-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/rabat

KOSOVO, BOTSCHAFT

KROATIEN, BOTSCHAFT

Christoph Weidinger

Kosovo

Ahmet Krasniqi 22, Arberia

(Dragodan) I, 10000 Pristina

Tel. (+383 / 38) 24 92 84

pristina-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

pristina

Markus Wuketich

Kroatien

Radnicka cesta 80, 9. Stock,

(Zagreb-Tower),

HR-10000 Zagreb

Tel. (+385 / 1) 488 10 50

agram-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

agram, www.aussenministerium.

at/zagreb

LIBYEN, BOTSCHAFT

LIECHTENSTEIN, BMEIA

Christoph Meyenburg

Libyen

Shara Khalid Ben Walid/Shara

Arismondi, Dahra Area, Garden

City, Tripolis

Tel. (+218 / 21) 44 43 379

tripolis-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

tripolis

Johannes Aigner

Gesandter/Botschaftsrat

Liechtenstein

c/o BMeiA, Minoritenplatz 8,

A-1010 Wien

Tel. (+43) 501150-0

liechtenstein-ob@bmeia.gv.at

MEXIKO, BOTSCHAFT

MEXIKO, KULTURFORUM

Franz Josef Kuglitsch

Mexiko, Belize, Costa Rica, El

Salvador, Guatemala, Honduras,

Nicaragua

Sierra Tarahumara 420, Colonia

Lomas de Chapultepec, 11000

Mexico D.F. Tel. (+52 / 55) 52 51

08 06, mexiko-kf@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

mexikokf, www.foroculturaldeaustria.com.mx

Ilona Hoyos

Sierra Tarahumara 420, Colonia

Lomas de Chapultepec, 11000

Mexico D.F. Tel. (+52 / 55) 52 51

08 06, mexiko-kf@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

mexikokf, www.foroculturaldeaustria.com.mx

KUBA, BOTSCHAFT

KUWAIT, BOTSCHAFT

Stefan Weidinger

Antigua und Barbuda, Dominica,

Grenada, St. Kitts und Nevis,

St. Lucia, St. Vincent und die

Grenadinen, Venezuela, Kuba,

Dominikanische Republik, Haiti

Avenida 5ta A No. 6617, esq. a

calle 70, Miramar, Havanna

Tel. (+53) 7204 28 25

havanna-ob@bmeia.gv.at

www.bmeia.gv.at/oeb-havanna

Marian Wrba

Bahrain, Kuwait

Daiyah, Area Ahmed Shawki

Street, house Nr. 10, Kuwait

Tel. (+965) 225 52 532

kuwait-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/kuwai

LUXEMBURG, BOTSCHAFT

MALAYSIA, BOTSCHAFT

Melitta Schubert

Luxemburg

3, rue des bains,

1212 Luxemburg

Tel. (+43) 501150-0

luxemburg-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

luxemburg

Michael Postl

Malaysia, Brunei Darussalam

Suite 10.1-2, Level 10, Wisma

Goldhill, 67, Jalan Raja Chulan,

50200 Kuala Lumpur

Tel. (+60 / 3) 203 004 00

kuala-lumpur-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

kualalumpur

MOLDAU, BOTSCHAFT

MONTENEGRO, BOTSCHAFT

Christine Freilinger

Moldau - Republik

Mateevici 23A, 2009 Chisinau

Tel.(+373 / 22) 208 333

chisinau-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

oeb-chisinau

Anna Jankovic

Montenegro

Ulica Svetlane Kane Radevic br

3, MNE-81000 Podgorica

Tel. (+382 / 20) 201135

podgorica-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

podgorica

BOTSCHAFTER ÖSTERREICH

097


SOCIETY

NIEDERLANDE, BOTSCHAFT

PHILIPPINEN, BOTSCHAFT

RUSSISCHE FÖDERATION, KULTURFORUM

Astrid Harz

Niederlande

van Alkemadelaan 342,

2597 AS Den Haag

Tel. (+31 / 70) 324 54 70

den-haag-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

denhaag

Bita Rasoulian

Philippinen, Palau

8th floor, One Orion building,

11th Avenue corner 38th Street,

Bonifacio Global City, Taguig

Tel. (+63 / 2) 817 91 91

manila-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

manila

Simon Mraz

Starokonjuschennyi Per 1,

115127 Moskau

Tel. (+7 / 495) 780 60 66

moskau-kf@bmeia.gv.at

www.akfmo.org

NIGERIA, BOTSCHAFT

POLEN, BOTSCHAFT

SAUDI ARABIEN, BOTSCHAFT

Thomas Schlesinger

Nigeria, Äquatorialguinea, Benin,

Gabun, Ghana, Kamerun, São

Tomé und Príncipe, Togo, Tschad,

Zentralafrikanische Republik

Plot 9, Usuma Street, Maitama

- Abuja. Tel. (+234) 929 15 465

abuja-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/abuja

Werner Almhofer

Polen

Ul. Gagarina 34,

00-748 Warschau

Tel. (+48 / 22) 841 00 81

warschau-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/warschau,

www.ambasadaaustrii.pl

Georg Pöstinger

Saudi Arabien, Oman, Jemen

Diplomatic Quarter Riyadh

Tel. (+966 / 11) 480 12 17

riyadh-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

riyadh

NORDMAZEDONIEN, BOTSCHAFT

NORWEGEN, BOTSCHAFT

PAKISTAN, BOTSCHAFT

PERU, BOTSCHAFT

Georg Woutsas

Nordmazedonien

Mile Popjordanov 8,

MK-1000 Skopje

Tel. (+389 / 2) 3083 400

skopje-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

skopje

Wilhelm Donko

Norwegen

Thomas Heftyes Gate 19 - 21,

N-0264 Oslo

Postadresse: PO Box 4014

AMB, 0244 Oslo

Tel. (+47) 22 54 02-00

oslo-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/oslo

Nicolaus Keller

Pakistan, Afghanistan

Haus 7A, Straße 21, F 8/2

Islamabad P.O.B. 1018 G.P.O.

Islamabad

Tel. (+92 / 51) 877 07 00

islamabad-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

islamabad

Gerhard Zettl

Peru, Bolivien

Edificio „De las Naciones“, Avenida

Republica de Colombia/

ex Avenida Central 643, piso 5,

San Isidro, Lima 27

Tel. (+51 / 1) 442 05 03

lima-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/lima

POLEN, KULTURFORUM

PORTUGAL, BOTSCHAFT

RUMÄNIEN, BOTSCHAFT

Rupert Weinmann

Ul. Prozna 7-9,

00-107 Warschau

Tel. (+48 / 22) 526 88-00

warschau-kf@bmeia.gv.at

www.austria.org.pl

Robert Zischg

Portugal, Cabo Verde

Avenida Infante Santo, Nr. 43/4.

Stock, 1399-046 Lissabon

Tel. (+351 / 21) 394 39-00

lissabon-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/lissabon,

www.embaixadadaaustria.pt

Isabel Rauscher

Rumänien

Dumbrava Rosie 7, RO-020461

Bukarest

Tel. (+40 / 21) 201 56 12

bukarest-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

bukarest

RUSSISCHE FÖDERATION, BOTSCHAFT

Johannes Eigner

Russische Föderation

Starokonjuschennyi Per 1,

115127 Moskau

Tel. (+7 / 495) 780 60 66

moskau-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

moskau

SCHWEDEN, BOTSCHAFT

SCHWEIZ, BOTSCHAFT

SCHWEIZ, KULTURFORUM

SENEGAL, BOTSCHAFT

Gudrun Graf

Schweden

Kommendörsgatan 35/V,

S-114 58 Stockholm

Tel. (+46 / 8) 665 17 70

stockholm-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

stockholm

Ursula Plassnik

Schweiz

Kirchenfeldstrasse 77/79,

CH-3005 Bern

Tel. (+41 / 31) 3565 - 252

bern-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/bern

Florian Groder

Kirchenfeldstrasse 77/79,

CH-3005 Bern

Tel. (+41 / 31) 3565 - 253

bern-kf@bmeia.gv.at

Gerlinde Paschinger

Senegal, Gambia, Guinea,

Guinea-Bissau, Mali, Burkina

Faso, Côte d‘Ivoire, Liberia,

Sierra Leone

18, rue Emile Zola, Dakar

Tel. (+221) 33 849 40 00

dakar-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/dakar

Fotos: Privat, BMEIA, Roland Anton Laub (KF Berlin), ÖB Teheran, Bmeia/mahmoud, Federal Ministry for Europe, Integration and Foreign Affairs, Fotostudio Floyd

BOTSCHAFTER ÖSTERREICH

098


SOCIETY

SERBIEN, BOTSCHAFT

Nikolaus Lutterotti

Serbien

Kneza Sime Markovica 2, SRB-

11000 Belgrad

Tel. (+381 / 11) 333 65-00

belgrad-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

belgrad

SPANIEN, BOTSCHAFT

Christian Ebner

Spanien, Andorra

Paseo de la Castellana 91,

28046 Madrid

Tel. (+34) 91 55 65 315

madrid-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

madrid, www.foroculturaldeaustria.org

TSCHECHIEN, KULTURFORUM

Andreas Schmidinger

Viktora Huga 10,

CZ-15115 Prag 5

Tel. (+420) 257 090 589

prag-kf@bmeia.gv.at,

info@oekfprag.at

www.oekfprag.at

www.rkfpraha.cz

SERBIEN, KULTURFORUM

Adrien Feix

Direktor, Kneza Sime Markovica

2, SRB-11000 Belgrad

Tel. (+381 / 11) 333 65-00

belgrad-kf@bmeia.gv.at

SPANIEN, KULTURFORUM

Vera Reisner

Paseo de la Castellana 91,

28046 Madrid

Tel. (+34) 91 55 65 315

madrid-kf@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

madridkf

TUNESIEN, BOTSCHAFT

Herbert Krauss

Tunesien

16, Rue Ibn Hamdiss El Menzah

I, 1004 Tunis

Tel. (+216 / 71) 23 90 38

tunis-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/tunis

SINGAPUR, BOTSCHAFT

SLOWAKEI, BOTSCHAFT

Peter Guschelbauer

Singapur

600 North Bridge Road,

#24-04/05 Parkview Square,

Singapore 188788

Tel. (+65) 63 96 63 50

singapur-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

oeb-singapur

Margit Bruck-Friedrich

Hodzovo námestie 1/A,

81106 Bratislava

Tel. (+421 / 2) 59 30 15-00

pressburg-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

pressburg

SÜDAFRIKA, BOTSCHAFT

SYRIEN, BOTSCHAFT

Johann Brieger

Angola, Botsuana, Eswatini,

Lesotho, Madagaskar, Mauritius,

Mosambik, Namibia,

Simbabwe, Südafrika

454A Fehrsen Street, Brooklyn,

Pretoria 0181. Tel. (+27 / 12) 45

29 155. pretoria-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

pretoria, www.austrianembassy.

co.za

Hans-Peter Glanzer

Syrien

Farabi Street 7, Mezzeh, East

Villas, Damascus, Ausweichquartier

Libanon: Saifi Tower,

Nahr Ibrahim Street, Saifi, Beirut

Tel. (+961 / 1) 213 011 (Ausweichquartier

Beirut) damaskus-ob@

bmeia.gv.at, www.aussenministerium.at/damaskus

TÜRKEI, BOTSCHAFT

TÜRKEI, GENERALKONSULAT

Johannes Wimmer

Türkei

Atatürk Bulvari 189, 06680

AnkaraP.K. 131, TR-06661 Ankara-Kücükesat

Tel. (+90 / 312) 405 51 90

ankara-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

ankara

Gerhard Lutz

Köybasi cad. No. 46, 34464

Yeniköy, Istanbul

Tel. (+90 / 212) 363 84 10

istanbul-gk@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

istanbulgk

SLOWAKEI, KULTURFORUM

SLOWENIEN, BOTSCHAFT

Brigitte Trinkl

Slowakei

Hodzovo námestie 1/A,

81106 Bratislava

Tel. (+421 / 2) 59 30 15-00

pressburg-kf@bmeia.gv.at

www.rakuskekulturneforum.sk

Elisabeth Ellison-Kramer

Slowenien

Presernova cesta 23,

SI-1000 Ljubljana

Tel. (+386 / 1) 479 07 00

laibach-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

laibach

THAILAND, BOTSCHAFT

TSCHECHIEN, BOTSCHAFT

Eva Hager

Kambodscha, Laos - Demokratische

Volksrepublik,

Myanmar, Thailand

14, Soi Nantha-Mozart, Soi 1,

Sathorn Tai Road, Thungmahamek,

Sathorn, Bangkok 10120

Tel. (+66 / 2) 105 67 00

bangkok-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

Bangkok

Bettina Kirnbauer

Tschechien

Viktora Huga 10, CZ-151 15 Prag

5 - Smíchov

Tel. (+420) 257 09 05 - 11

prag-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/prag

TÜRKEI, KULTURFORUM

UKRAINE, BOTSCHAFT

Edmond Ramja

Köybasi cad. No. 46, 34464

Yeniköy, Istanbul

Tel. (+90 / 212) 363 84 15

istanbul-kf@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

istanbulkf

Gernot Pfandler

Ukraine

Ivana Franka 33, 01901 Kiew

Tel. (+380 / 44) 277 27 90

kiew-ob@bmeia.gv.at

www.bmeia.gv.at/kiew

BOTSCHAFTER ÖSTERREICH

099


SOCIETY

UKRAINE, KULTURFORUM

Ulf Hausbrandt

Ivana Franka 33,

01901 Kiew

Tel. (+380 / 44) 277 27 90

kiew-kf@bmeia.gv.at

VEREINIGTE STAATEN VON AMERIKA,

KULTURFORUM

Eva Schöfer

3524 International Court N.W.,

Washington D.C. 20008

Tel. (+1 / 202) 895 67 00

washington-kf@bmeia.gv.at,

culture@austria.org

www.acfdc.org

VIETNAM, BOTSCHAFT

Thomas Schuller-Götzburg

Vietnam

c/o „Prime Center“, 53, Quang

Trung, 8. Stock, Hai Ba Trung

District, Hanoi, VN

Tel. (+84 / 24) 3943 3050-3

hanoi-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

hanoi, www.daisuquanao.org.vn

UNGARN, BOTSCHAFT

Alexander Grubmayr

Ungarn

Benczúr utca 16,

1068 Budapest

Tel. (+36 / 1) 479 70 – 10

budapest-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

budapest

VEREINIGTE STAATEN VON AMERIKA,

GENERALKONSULAT

Helmut Böck

31 East 69th Street,

New York, N.Y. 10021

Tel. (+1 / 212) 737 6400

new-york-gk@bmeia.gv.at,

info@austria-ny.org

www.aussenministerium.at/

newyorkgk, www.austria-ny.orgKo

ZYPERN, BOTSCHAFT

Eva Maria Ziegler

Zypern

34, Dimosthenous Severi

Avenue, 1st Floor, Office 101,

1080 Nikosia

Tel. (+357) 22 41 01 51

nikosia-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

nikosia

UNGARN, KULTURFORUM

USBEKISTAN, BMEIA

Regina Rusz

Benczúr utca 16,

1068 Budapest

Tel. (+36 / 1) 413 35 - 90

budapest-kf@bmeia.gv.at

www.okfbudapest.hu

Alois Kraut

c/o BMeiA, Minoritenplatz 8,

A-1010 Wien

Tel. (+43) 501150 - 3263

Tel. (+43) 501159 – 323

usbekistan-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

usbekistan

VEREINIGTE ARABISCHE EMIRATE

Andreas Liebmann-Holzmann

Vereinigte Arabische Emirate

Sky Tower, 5. Stock, Büro Nr.

504, Reem Island, Abu Dhabi

Tel. (+971 / 2) 69 44 999

abu-dhabi-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

abudhabi

VEREINIGTE STAATEN VON AMERIKA

Martin Weiss

Vereinigte Staaten, Bahamas

3524 International Court N.W.,

Washington D.C. 20008

Tel. (+1 / 202) 895 67 00

washington-ob@bmeia.gv.at

www.austria.org

VEREINIGTE STAATEN VON AMERIKA,

KULTURFORUM

Michael Haider

11 East 52nd Street,

New York, N.Y. 10022

Tel. (+1 / 212) 319 5300

new-york-kf@bmeia.gv.at,

desk@acfny.org

www.acfny.org

VEREINIGTE STAATEN VON AMERIKA,

GENERALKONSULAT

Andreas Launer

11859 Wilshire Boulevard,

Suite 501, Los Angeles,

California 90025

Tel. (+1 / 310) 44 49 310

los-angeles-gk@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/losangeles,

www.austria-la.org

VEREINIGTES KÖNIGREICH, BOTSCHAFT

Michael Zimmermann

Vereinigtes Königreich

18, Belgrave Mews West,

London SW1X 8HU

Tel. (+44 / 20) 7344 3250

london-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

london

VEREINIGTES KÖNIGREICH, KULTURFORUM

Waltraud Dennhardt-Herzog

28, Rutland Gate,

London SW7 1PQ

Tel. (+44 / 20) 7225 73

london-kf@bmeia.gv.at,

office@acflondon.org

www.acflondon.org

Fotos: Privat, BMEIA, Roland Anton Laub (KF Berlin), ÖB Teheran, Bmeia/mahmoud, Federal Ministry for Europe, Integration and Foreign Affairs, Fotostudio Floyd

BOTSCHAFTER ÖSTERREICH

100


Clemens Auer, Sonderbeauftragter für Gesundheit im Gesundheitsministerium

mit ÖGAVN-Präsident Dr. Wolfgang Schüssel

Bernd Hermann, stellvertretender Generalsekretär der ÖGAVN, bei der Eröffnung

des Diplomlehrgangs Global Advancement Programme (GAP)

Ohne Unterbrechung ...

... setzen die ÖGAVN sowie deren unabhängige

Jugendorganisation, das Akademische Forum

für Außenpolitik, ihre Mission fort, internationale

Themen breiten Kreisen der Öffentlichkeit

leichter zugänglich zu machen.

Fotos: ÖGAVN

FAKTEN STATT FAKE NEWS

In Zeiten geprägt von der Covid-

19-Pandemie, der Sorge über den fortschreitenden

Klimawandel und der

Frage nach dem Platz der/s Einzelnen

in einer globalisierten und digitalisierten

Welt ist es wichtiger denn je, sich

mit den Fragen und Problematiken

auseinanderzusetzen, die diese Themen

aufwerfen. Die Österreichische

Gesellschaft für Außenpolitik und die

Vereinten Nationen (ÖGAVN) und das

Akademische Forum für Außenpolitik

(AFA) setzen dabei auf sachliche Information

durch Expertinnen und Experten

aus Österreich und aller Welt,

die zum Nachdenken anregen bzw.

ermöglichen, sich eigene Meinungen

bilden zu können.

THEMEN DER ZEIT

Seit bereits zehn Jahren veranstaltet

die ÖGAVN den „Internationalen

Club“, eine von ÖGAVN-Präsident und

Altbundeskanzler Wolfgang Schüssel

initiierte Veranstaltungsreihe mit

Fachvorträgen zu den unterschiedlichsten

anstehenden Themen der

Zeit. Ob als Präsenzveranstaltungen

in der Stallburg der Wiener Hofburg

oder online – die meist wöchentlichen

Treffen liefern Fachwissen und schaffen

Hintergründe, die über andere

Kanäle schwer abrufbar sind.

JUGENDARBEIT

Das AFA ergänzt die Arbeit des ÖGAVN

mit Projekten, die speziell für die

jüngeren Generationen gestaltet sind.

Der außeruniversitäre Diplomlehrgang

„Global Advancement Programme“

(GAP), geleitet vom Vorstandsvorsitzenden

für das AFA in Wien, Bernd

Hermann, gibt beispielsweise drei

Gruppen von je etwa 50 Studierenden

in Wien die Gelegenheit, mit Persönlichkeiten

aus Politik, Wirtschaft, Medien,

Wissenschaft und Gesellschaft

zu diskutieren und von deren Erfahrungen

aus der Praxis zu lernen.

Weitere Jugendprojekte des AFA, die

sich zum Teil schon bundesweit etabliert

haben, ermöglichen informelle

Diskussionsrunden, UNO-Simulationen

sowie Rhetorik- oder Verhandlungstrainings.

AFA-Präsident Michael

Pfeifer setzt bei der Organisation dieser

sogenannten Clubs vor allem auf

learning by doing bzw. auf die Prinzipien

der peer to peer group education.

„Egal in welchem Rahmen die mehr

als 400 Aktivitäten von ÖGAVN oder

AFA stattfinden, die Mission bleibt

immer die gleiche: Einen Beitrag für

das friedliche Zusammenleben aller

Menschen zu leisten“, so sind sich die

Veranstalter einig.

ÖGAVN

101


SOCIETY

Welcoming diplomats‘

spouses since 1997

Welcome to Austria introduces spouses of diplomats

and international civil servants to the social and

cultural life of their new homeland.

Vienna is home to a big number of

international representations and authorities.

While this edition of SOCIETY

Magazine already presents 119 embassies,

there are also many foreign cultural

institutes and around 30 multilateral

organizations such as IAEA and OPEC

headquartered in Austria’s capital. With

the workplace being far away from

home, the accredited diplomats are

often accompanied by their families for

the period of their term. In order to help

the spouses to simplify the change of

residence, to network and to adjust to

their new lives in a new and still foreign

culture, the then State Secretary Dr.

Benita Ferrero-Waldner founded the

organization Welcome to Austria in

1997. Since then, the association, based

in the Reitschulgasse in Vienna‘s city

center, has been under the direction

of the Ministry of Foreign Affairs and

organizes various events focusing on

Austria‘s cultural heritage and history.

The current President is Foreign

Minister Alexander Schallenberg. The

diverse and rich offering ranges from

art, music, gastronomy to architecture

and history. Excursions are undertaken

countrywide to castles, museums and

studios or members are invited to lectures

and social events at Stallburg in

Vienna. All these events aim to enrich

the international guests‘ knowledge

of Austria‘s past and present and to

promote the awareness and understanding

of its rich cultural heritage.

The program is hosted by Austrians,

who all work on an volunteer basis and

enjoy conveying and communicating

their own culture. Intercultural events

are also organized in cooperation

with the respective embassy in order

The team of Welcome to Austria at the Board Meeting taking strict health care measures

to strengthen bilateral relations and

enable cultural exchange.

Due to the Covid-19 pandemic, WA

unfortunately had to cancel some of

the numerous events planned for this

year. Two of the last events that still

could take place in October were a

lecture about Beethoven at the Arnold

Schönberg Center on October, 8 and

the visit to Pötzleinsdorf on October,

15. On the occasion of the 250th

anniversary of Ludwig van Beethoven,

the musicologist, pianist and expert

on Beethoven, Dr. John D. Wilson from

the University of Vienna, held a lecture

on the „Wahlwiener“ and his love-hate

relationship to the city on the Danube

River. In Pötzleinsdorf, the association

members were invited by the historian

and author Marie Therese Arnbom to

participate in a historical walk, during

which Arnbom not only presented her

newly published book “Die Villen von

Pötzleinsdorf. Wenn Häuser Geschichten

erzählen” (eng. „The Villas of Pötzleinsdorf.

When houses tell stories“),

but also showed the magnificent buildings

themselves right away during a

guided tour through the 18th district of

Vienna. The association also organizes

a Monthly Jour Fixe, where members

can come together during a nice lunch

and establish new social contacts.

Interested parties can easily apply online

on the homepage of Welcome to

Austria in order to become members

and participate in the events.

Foto: SOCIETY/Pobaschnig

DIPLOMATIE

102


SOCIETY

Social Media – Büchse der

Pandora für Journalisten

Heute kann jeder publizieren. Von den Sozialen

Medien profitieren aber nicht nur Unternehmen,

sondern auch Journalisten.

Foto: Harald Artner

Ob in Print, im Rundfunk oder TV, der

Journalist will einen Ausschnitt der

Realität vermitteln und über Hintergründe

und Zusammenhänge informieren.

Diese wichtige und verantwortungsvolle

Aufgabe erledigt die einst

erlesene Zunft der Journalisten heute

allerdings nicht mehr allein. Jeder, der

Social Media nutzt, generiert Inhalte.

Allein in Österreich gibt es im heurigen

Jahr 7,9 Millionen Social Media User.

Weltweit sind 3,8 Milliarden Menschen

regelmäßig auf Sozialen Plattformen

aktiv. Hier wird tagtäglich eine schier

unendliche Fülle an textlichen und

(audio)visuellen Inhalten und Informationen

zur Verfügung gestellt. Unentgeltlich

und topaktuell. Twitter ist

gleichzeitig eine beliebte Spielwiese

von Politikern und Journalisten. Hier

finden sich die ersten Reaktionen zu

allen relevanten Neuigkeiten. Gerade

OE24 -Moderatorin und SOCIETY-Gastautorin

Denise Aichelburg

für die LIVE-Berichterstattung ist das

sehr nützlich. Gibt die Regierung eine

Pressekonferenz, muss die Redaktion

nicht mehr auf die Aussendungen der

Oppositionsvertreter und Interessensgruppen

via APA-Originaltextservice

warten. Denn die melden sich auf

Twitter selbst zu Wort und geben ihre

Meinung bekannt.

Das Portal ist aber nicht nur Mittel der

Recherche, sondern auch informelles

Stimmungsbarometer der öffentlichen

Meinung. Hier wird allerdings

ein grober Makel sichtbar: Es fehlen

anerkannte Regeln über einen wohlüberlegten

und distanzierten Umgang

mit diesen Instrumenten und deren

Informationen. Dabei ist die Distanz

die wichtigste Eigenschaft, über die ein

guter Journalist verfügen muss.

Profitieren können die großen Nachrichtenagenturen

und TV-Sender.

Bei der Fülle an Ereignissen, über die

es weltweit zu berichten gilt, ist es ja

nicht immer leicht, im Fall von „Breaking

News“ Redakteure und Reporter

schnell vor Ort zu haben, um aktuelle

LIVE-Bilder liefern zu können. Diese

Lücke füllen heute die Social Media-Inhalte,

die von Usern ins Netz gestellt

werden. Das sind die verschwommenen

Fotos und wackligen Videos, die

wir auf den Nachrichtensendern zuerst

zu sehen bekommen. Wie so oft bei

neuen Entwicklungen, sind aber auch

die sozialen Medien ein zweischneidiges

Schwert. Fake News mischen sich

immer öfter in die Informationen, auf

die wir in den Sozialen Medien und

im World Wide Web treffen. Seit dem

US-Präsidentschaftswahlkampf 2016

ist man sich dieser Gefahr tatsächlich

auch bewusst. Stakeholder, Medien

und Einzelpersonen beklagen seither

die schlechter werdende Qualität

von Nachrichten und Informationen,

die durch Soziale Medien verbreitet

werden. Die Folge davon ist eine Vertrauenskrise

– nicht nur die etablierten

Medien müssen hier sorgfältiger sein,

um nicht an Glaubwürdigkeit zu verlieren.

Das Problem mit den Fake News

ist, dass diese immer öfter absichtlich

lanciert werden. Schließlich lässt sich

mit Online-Werbung viel Geld machen.

Sobald eine Falschmeldung in sozialen

Netzwerken gepostet worden ist,

wird sie durch Social Bots - das sind

programmierte Algorithmen, die sich

als echte User ausgeben - geteilt und

somit weiterverbreitet. Leider sind viele

Fake News hetzerisch, frauenfeindlich

und xenophob, das kann gerade auf

Facebook zu verbaler Gewalt ausarten.

Der Social Media Gigant wird oft kritisiert,

nichts gegen diese Entwicklung

zu unternehmen. Hier kommt der Rolle

des Journalisten wieder eine große

Bedeutung zu. Mit einer sorgfältigen

Prüfung von Informationen und entsprechender

korrekter Berichterstattung

kann er viele dieser Irrtümer aus

der Welt schaffen und der Gesellschaft

damit den wertvollsten Dienst überhaupt

erweisen.

KOLUMNE

103


Honorarkonsul in

der Wiege der USA

SOCIETY sprach mit dem österreichischen Honorarkonsul in

Richmond, Virginia, Bernhard Barta, über seine Arbeit und den

wirtschaftlichen Erfolg des amerikanischen Bundesstaates.

Sie sind österreichischer Honorarkonsul

in den USA – genauer in Richmond,

Virginia. Wie lange sind Sie schon in

dieser Funktion tätig und wie kamen

Sie zu eben dieser?

Ich bin seit 1997 Honorarkonsul. Die österreichische

diplomatische Vertretung

wollte damals pro zwei Bundesstaaten

mit einem österreichischen Honorarkonsulat

vertreten sein. Zu diesem

Zeitpunkt war ich als General Manager

einer österreichischen Firma in Virginia

tätig. Ich kannte den damaligen Botschafter,

der mich damals im Rahmen

einer Veranstaltung in der Botschaft

fragte, ob ich das nicht übernehmen

würde. Präsident Dr. Thomas Klestil unterschrieb

meine Urkunde und seither

bin ich als Honorarkonsul Österreichs

in Virginia und West Virginia tätig.

Wie sehen Ihre Aufgabengebiete als

Honorarkonsul aus?

Neben den „klassischen“ Aufgabenbereichen

eines Honorarkonsuls,

welche die Bearbeitung von Visa- oder

Passanträgen, die Ausstellung von

Beglaubigungen und andere verwaltungstechnische

Angelegenheiten

umfassen, veranstalten wir zwei Mal

im Jahr auch einen Event mit etwa

100 bis 150 geladenen Gästen, die wir

zusammenbringen und einen Gedankenaustausch

zwischen Amerikanern

und Österreichern ermöglichen. Das ist

auch eine meiner Aufgaben – Kontakte

Fotos: SOCIETY/Pobaschnig

DIPLOMATIE

104


SOCIETY

Wir haben ja das Glück, Wohnsitze auf beiden Kontinenten zu haben –

einen in Wien und einen in Richmond und wir genießen das Beste von

beiden Welten.

herzustellen zwischen den in Virginia

und West Virginia ansässigen österreichischen

Firmen und den Regierungsvertretern

sowie den Gouverneuren.

Was hat sie damals, in den achtziger

Jahren, nach Virginia geführt?

Ich wollte schon immer in den USA

leben, also suchte ich mir einen Job,

der mir das ermöglichte. Bei der Firma

Franz Haas Machinery of America

wurde ich fündig. 1985 übersiedelte

ich mit meiner Familie nach Virginia

und fing als Geschäftsführer in ihrer

Niederlassung in Richmond an. Ich,

meine Frau Monika und unsere zwei

Söhne Nikolaus und Christopher,

schätzen die Lebensqualität, die man

besonders in Virginia vorfindet. Auch

die geschichtliche Vergangenheit dieser

Region ist sehr spannend, die USA

wurden dort ja eigentlich begründet.

Könnten Sie sich jetzt noch vorstellen,

zurück nach Österreich zu gehen?

Wir haben ja das Glück, Wohnsitze auf

beiden Kontinenten zu haben – wir genießen

das Beste von beiden Welten.

Den Großteil des Jahres verbringen wir

zwar – auch aus beruflichen Gründen

– in den USA, aber wann immer ich

Sehnsucht nach Österreich habe, setze

ich mich in den Flieger. Die Direktverbindung

Washington-Wien hat ja eine

Flugzeit von nur zehn Stunden. Ich bin

Doppelstaatsbürger und fühle mich

sowohl als Österreicher als auch als

Amerikaner. Aber nachdem ich bereits

in zahlreichen anderen Ländern – von

Ägypten über Indien bis Südafrika und

Frankreich – gelebt habe, identifiziere

ich mich noch viel mehr als Weltbürger.

Wie viele Österreicher leben in

Richmond, Virginia und wie sieht der

Austausch mit Ihnen aus? Gibt es eine

enge Community?

Da es kein Meldewesen in den USA

gibt, ist es schwer, eine genaue Zahl zu

nennen, außerdem wird die Privatsphäre

groß geschrieben, ich vermute

aber ein paar Tausende. Mit einer

Kerngruppe, Wirtschaftsvertretern,

politischen Funktionären, etc. bin ich

im laufenden Kontakt.

Virginia ist der Inbegriff der historischen

USA – hier entstand die Verfassung

und ganze acht US-Präsidenten

kamen bis dato aus Virginia – was bedeutet

es für Sie, Österreich in einem

so geschichtsträchtigen Bundesstaat

vertreten zu dürfen?

Das ist sicher etwas ganz Besonderes

und auch der Grund, warum wir

nach wie vor unseren Hauptwohnsitz

dort haben. Ich schied 1998 aus der

Firma Haas aus und lernte dann Frank

Stronach kennen, der mir einen Job bei

der Magna anbot, weswegen wir zurück

nach Österreich gingen. Nur ein Jahr

später zogen wir aber aus verschiedensten

Gründen wieder nach Virginia,

weil dort einfach die Lebensqualität so

hoch ist. Virginia und die Hauptstadt

Richmond haben außerdem einen

wirklich sehr interessanten und beeindruckenden

historischen Background:

Richmond war die Hauptstadt des

Südens während des Bürgerkrieges,

vier der ersten fünf Präsidenten kamen

aus Virginia, das erste Weiße Haus

wurde dort errichtet und es gibt riesige,

traditionsreiche Universitäten dort.

Das immense Kultur- und Geschichtsgut

ist unter anderem ein wesentlicher

Grund, warum wir uns dort so wohlfühlen.

Außerdem ist es landschaftlich

wunderschön und die sogenannte

„Southern Hospitality“ stets spürbar.

Die Freundlichkeit und Offenheit der

Leute, die „can do“ attitude, das ist

schon etwas sehr Besonderes.

Virginia ist außerdem einer der wirtschaftlich

erfolgreichsten Staaten

der USA – auf welcher Grundlage fußt

dieser Erfolg?

Neben den ausgezeichneten Schulen

und Universitäten, aus deren Absolventen

sich ein ausgesprochen guter

Arbeiterpool ergibt, ist auch die Lage

im Zentrum der Ostküste sehr vorteilhaft,

weil man im Umkreis von 200

Meilen einen Großteil der Bevölkerung

erreichen kann. Das sind die Gründe,

warum auch meine Firma dort angesiedelt

ist. Außerdem haben wir eine ausgezeichnete

Wirtschaftsinfrastruktur,

die Gründung eines Unternehmens ist

relativ einfach und auch die Arbeitsgesetze

sind sehr unternehmerfreundlich.

An Ressourcen mangelt es ebenfalls

nicht – im Westen wird Bergbau betrieben

und Importe und Exporte können

vom großen Hafen Norfolk aus gut

abgewickelt werden.

Wie stehen Sie mit amerikanischen

Regierungsvertretern in Kontakt?

Ich vertrete Österreich in den Bundesstaaten

Virginia und West-Virginia, die

geografisch gesehen mehr als doppelt

so groß sind wie Österreich und etwa

elf Millionen Einwohner zählen. Mit den

lokalen Gouverneuren stehe ich im

Austausch, außerdem bin ich im Board

verschiedener lokaler Vertretungen.

Mit der Staatsregierung der USA bin ich

aber kaum in Kontakt, das übernimmt

dann der österreichische Botschafter.

Wie würden Sie generell den Austausch

zwischen den USA und Österreich

beschreiben?

Beim Kultur- und Bildungsaustausch

gibt es einen Nachholbedarf, etwas,

woran wir arbeiten. Generell sind die

diplomatischen und wirtschaftlichen

Beziehungen zwischen Österreich und

den USA ausgezeichnet. Die beiden

Staaten verbindet eine Vielzahl von

gemeinsamen Interessen und die USA

waren immer ein treuer Verbündeter

Österreichs. Ich bin stolz Bürger beider

Staaten zu sein!

INTERVIEW

105


SOCIETY

50 Jahre China –

Österreich

S.E. Xiaosi LI, Botschafter Chinas, spricht mit

SOCIETY über das 50-Jahre-Jubiläum der diplomatischen

Beziehungen zwischen China und

Österreich, Corona und Klimaneutralität.

2021 feiern Österreich und China 50

Jahre diplomatische Beziehungen.

Was hat sich in diesen 50 Jahren

verändert und was sind aktuell die

Kernbereiche der Kooperation?

In den letzten 50 Jahren haben die

chinesisch-österreichischen Beziehungen

dank beidseitiger Bemühungen

umfassende Entwicklungen

erfahren. 2018 stattete Bundespräsident

Alexander Van der Bellen in Begleitung

von Bundeskanzler Sebastian

Kurz China einen Staatsbesuch ab.

Anlässlich des Besuchs haben beide

Länder ihre Beziehungen auf die Ebene

einer von Freundschaft getragenen

strategischen Partnerschaft angehoben.

2019 besuchte Bundeskanzler

Sebastian Kurz China wieder und der

Vorsitzende des Ständigen Ausschusses

des Nationalen Volkskongresses

der VR China, LI Zhanshu, kam nach

Österreich zu Besuch. Das bilaterale

Handelsvolumen stieg von 29

Millionen Euro in den Anfangsjahren

nach der Aufnahme diplomatischer

Beziehungen auf 14.28 Mrd. Euro im

Jahr 2019. Zurzeit ist China für Österreich

der viertgrößte Handelspartner

weltweit und der wichtigste in Asien.

Österreichische Künstlergruppen

mit hohem Niveau wie z.B. die Wiener

Philharmoniker und die Wiener Sängerknaben

gastieren fast jedes Jahr

in China. 2019 betrugen die Ankünfte

chinesischer Touristen in Österreich

1.03 Millionen. Hinzu vertreten China

und Österreich in vielen internationalen

Angelegenheiten den gleichen

bzw. ähnlichen Standpunkt. Inmitten

der unerwarteten Corona-Pandemie

haben China und Österreich gegenseitige

Hilfe und Unterstützung

gewährt. Führende Persönlichkeiten

beider Länder sprachen ihre Anteilnahme

und Unterstützung füreinander

aus. Beide Regierungen lieferten

gegenseitig benötigte medizinische

Hilfsgüter und arbeiteten aktiv an der

Pandemie-Bekämpfung zusammen.

China half Österreich weiters, eine

Luftbrücke zwischen beiden Ländern

zu schlagen, über die Chartermaschinen

medizinische Güter aus China

nach Österreich holten. Ich bin davon

überzeugt, dass die traditionell gute

Freundschaft unserer beiden Länder

und Völker nach bestandener Bewährungsprobe

in der Corona-Krise weiter

vertieft wird.

Die Belt and Road Initiative ist eines

der größten Projekte die es je gab. Wie

sehen die einzelnen Konzepte aus und

welche Partnerschaften gibt es mit

österreichischen Unternehmen?

Österreich begrüßt und unterstützt

die „Belt and Road“ Initiative, ist

zugleich Gründungsmitglied der

Asiatischen Investitionsbank für

Infrastruktur und Beobachter bei der

„17+1“-Initiative zwischen China und

den 17 ost- und südosteuropäischen

Ländern. 2018 haben beide Seiten

ein Kooperationsabkommen zum

gemeinsamen Aufbau der BRI unterzeichnet.

2019 unterzeichneten China

und Österreich die „Absichtserklärung

zur Drittmarktkooperation“. Derzeit

sind rund 1000 österreichische

Unternehmen und ca. 40 chinesische

Unternehmen im jeweils anderen

Staat vertreten. Die chinesische Bank

ICBC hat eine Niederlassung in Wien

gegründet und wickelt Ihr Geschäft

für Zentral- und Osteuropa ab. Vor

dem Corona-Ausbruch bestanden

fünf Direktflüge zwischen den beiden

Ländern. Air China und AUA haben

ihre Direktflüge inzwischen wieder

aufgenommen. Die chinesische Seite

hat Fast-Tracks zur Visumbeantragung

für die in China arbeitenden

ÖsterreicherInnen eröffnet. Die ÖBB

führt heuer ca. 900 China-Europa-Güterzugverbindungen

durch, darunter

auch Güterzüge von Wien nach Xi‘an

sowie von Linz nach Qingdao. Zu

erwähnen ist auch der Austausch

zwischen der Traditionellen Chinesischen

Medizin und der Schulmedizin

in Europa über Pandemiebekämpfung

Foto: SOCIETY/Probaschnig

LÄNDER IM FOKUS

106


SOCIETY

im Sinne des gemeinsamen Aufbaus

der Gesundheits-Seidenstraße.

Durch die obengenannten Kooperationen

wird die BRI-Zusammenarbeit

zwischen China und Österreich bereichert

und intensiviert.

Was sind Chinas Herausforderungen

und Maßnahmen hinsichtlich des

Corona-Virus-Ausbruchs und welchen

Einfluss hat dieser auf die internationalen

Beziehungen?

Nach dem Corona-Ausbruch hat

China die landesweit umfassendsten,

strengsten und gründlichsten Präventions-

und Kontrollmaßnahmen

ergriffen und wichtige strategische

Erfolge im Kampf gegen die Corona-

Pandemie erzielt. Nun haben sich die

Wirtschaft sowie das gesellschaftliche

Leben in China weitgehend

normalisiert. China gilt als die erste

große Volkswirtschaft mit einem

positiven Wachstum seit dem Corona-Ausbruch.

Derzeit breitet sich die

Pandemie weiter auf der ganzen Welt

aus. Der Kampf gegen importierte

Fälle aus dem Ausland und neuen

Ausbrüchen im Inland steht nach wie

vor im Mittelpunkt der antiepidemischen

Maßnahmen Chinas. Die Corona-Pandemie

hat die Veränderung

und Entwicklung der internationalen

Beziehungen und der Weltkonstellation

beschleunigt, die Weltwirtschaft

befindet sich in einer tiefen Rezession,

nicht-traditionelle Sicherheitsbedrohungen

sind immer schwerwiegender

geworden und der Trend zum

Protektionismus und Unilateralismus

verstärkt sich. Die Global-Governance

und der Multilateralismus sind dadurch

beeinträchtigt. Die Pandemie

macht uns aber auch klar, dass die

gesamte Menschheit in demselben

globalen Dorf lebt als eine Schicksalsgemeinschaft

mit geteilter Zukunft.

Die Pandemie wird nicht die letzte

Krise sein, mit der die Menschheit

konfrontiert sein könnte. Wir müssen

bereit sein, uns zusammenzuschließen,

um globalen Herausforderungen

zu begegnen und zum Aufbau einer

Welt, die durch dauerhaften Frieden,

allgemeine Sicherheit, gemeinsame

Prosperität, Offenheit sowie Toleranz,

Sauberkeit und Schönheit geprägt ist,

beizutragen.

China will bis zum Jahr 2060 klimaneutral

sein. Wie kann dieses Ziel

erreicht werden?

Bei der Generaldebatte der 75. UN-

Vollversammlung heuer im September

kündigte Staatspräsident Xi Jinping

an, dass China einen Wendepunkt bei

den CO2-Emissionen vor 2030 und

Kohlenstoff-Neutralität vor 2060 erreichen

soll. China wird mit voller Kraft

daran arbeiten, die Umgestaltung

bzw. Optimierung der Energiestruktur

sowie Industriestruktur zu unterstützen,

die kohlenstoffarme Entwicklung

mittels Digitalisierung voranzutreiben,

die Kreislaufwirtschaft zu entwickeln,

mit Ressourcen möglichst schonend

umzugehen, schrittweise auf alternative

Energiequellen umzusteigen,

ein nahezu emissionsfreies Energiesystem

zu errichten und in Landwirtschaft,

Forstwirtschaft, Grasland,

Feuchtgebiet sowie anderen Ökosystemen

nach den auf Natur basierenden

Lösungen zu suchen.

CHINA

107


SOCIETY

Im Blick: wirtschaftlicher

Austausch zwischen

China und Österreich

2021 wird das 50-jährige Jubiläum der diplomatischen Beziehungen

zwischen China und Österreich gefeiert. Dr. Michael Berger,

österreichischer Wirtschaftsdelegierter in Peking, blickt auf den

wirtschaftlichen Austausch der beiden Länder.

China hat sich in den letzten Jahrzehnten

zu einem wichtigen Kooperationspartner

für die österreichische

Wirtschaft entwickelt. 2019 hat das

bilaterale Handelsvolumen die 14 Mrd.

Euro Marke übersprungen. China ist

somit der mit Abstand wichtigste

Handelspartner Österreichs in Asien.

Die starke Performance der österreichischen

Ausfuhren nach China, die

im Vorjahr mit knapp 10% gewachsen

sind, ist angesichts der Covid-Pandemie

aber in weite Ferne gerückt. Vor

allem im Frühjahr 2020 sind die Exporte

massiv eingebrochen, die Erholung

verläuft eher schleppend. Dennoch

wird das Reich der Mitte auch weiterhin

zu den wichtigsten Fernmärkten

für österreichische Unternehmen

Dr. Michael Berger, der österreichische Wirtschaftsdelegierte

in Peking

zählen. China hat eine Covid-bedingte

Rezession erfolgreich abgewendet.

Das BIP-Wachstum von +4,9% im

dritten Quartal zeigt, dass es mit der

chinesischen Wirtschaft aufwärtsgeht.

Für das Gesamtjahr erwarten

Experten ein Plus von bis zu 2%. China

ist damit eine der wenigen großen

Volkswirtschaften, die während der

globalen Covid-Pandemie ein positives

Wachstum erleben werden. Die

Konsumfreude ist vor den Nationalfeiertagen

im Oktober zurückgekehrt.

Auch die Industrieproduktion und

der Außenhandel entwickeln sich

gut. Abzuwarten bleibt, wie sich die

Lockdowns in Europa auf die Nachfrage

nach chinesischen Exportgütern

auswirken werden. Mit einer zweiten

Covid-Welle ist in China aus heutiger

Sicht jedenfalls nicht zu rechnen. Die

Volksrepublik verfolgt eine Null-Fall

Politik und reagiert rasch und mit

strengen Maßnahmen auf lokalisierte

Ausbrüche. Im täglichen Leben sind

Masken zum Standard geworden, die

meisten Geschäftslokale dürfen nur

bei Vorzeigen einer „Health Kit“-App

betreten werden, die zum Contact-Tracing

dient. China ist somit bereits vor

Monaten in der „neuen Normalität“

angekommen. Mit rigorosen Einreiseund

Quarantänebestimmungen soll

verhindert werden, dass neue Fälle aus

dem Ausland eingeschleppt werden.

Visa werden nur in Ausnahmefällen

vergeben. Angesichts der steigenden

Fallzahlen in Europa hat China Anfang

November die Testerfordernisse für

Reisende weiter verschärft. Trotzdem

bietet der chinesische Markt eine

Vielzahl an Geschäftschancen. Covid

hat zur Beschleunigung einiger Trends

geführt, die von österreichischen

Firmen genutzt werden können. So

ist das Gesundheitsbewusstsein der

Menschen gestiegen, es wird mehr

Wert auf einen gesunden Lebensstil,

eine aktive Freizeitgestaltung und auf

umweltfreundlichere Produkte gelegt.

Die bevorstehenden Olympischen

Winterspiele 2022 in Peking werden

zusätzliche Dynamik in diesen Sektor

bringen.

Um die Wirtschaft anzukurbeln, will

der Staat in den nächsten Jahren

unter anderem in den Ausbau der

5G-Infrastruktur und in den Gesundheitssektor

investieren. Für Anbieter

im Bereich Smart Manufacturing,

Biotech und E-Health können sich

daraus neue Anknüpfungspunkte

ergeben. Das Engagement chinesischer

Firmen im Ausland eröffnet

zusätzliche Geschäftsmöglichkeiten

für österreichische Unternehmen auf

Märkten außerhalb der Region. Ansätze

für Kooperationen bestehen in

den Bereichen Infrastruktur, Logistik

und Finanzdienstleistungen.

Foto: WKÖ

LÄNDER IM FOKUS

108


SOCIETY

50 Jahre diplomatische

Beziehungen

Der Präsident der Austrian Chinese Business Association

(ACBA), Prof. Dr. Georg Zanger, analysiert für SOCIETY

die Beziehungen zwischen Österreich und China.

Die diplomatischen Kontakte zu China

gehen bis ins 19. Jh. zurück. Die ersten

Verträge wurden zwischen Österreich-Ungarn

und dem chinesischen

Kaiserreich geschlossen und Gesandtschaften

in China zwischen 1896 und

1917 errichtet. In der Zweiten Republik

erfolgte die Aufnahme diplomatischer

Beziehungen mit der VR China am 28.

Mai 1971. Inzwischen hat sich ein reger

Austausch in Wirtschaft, Kultur, Bildung,

Wissenschaft und Technik entwickelt.

China zählt heute zu den wichtigsten

Partnern Österreichs außerhalb von

Europa. China ist als Ständiges Mitglied

des Sicherheitsrates, als zweitgrößte

Volkswirtschaft und bevölkerungsreichstes

Land der Welt für Österreich

und Europa von eminenter Bedeutung.

Diesem Umstand wird dadurch

Rechnung getragen, dass Österreich in

China über vier Generalkonsulate verfügt

(Shanghai, Hongkong, Guangzhou,

Chengdu). Die wechselseitige Marktöffnung

ist ein regelmäßiges Thema

zwischen der EU und der VR China.

Durch die, im Oktober in Kraft getretene

EU-Investitionsverordnung wurde

die Beteiligung an und der Erwerb von

Europäischen Unternehmen durch chinesische

Investoren erschwert. China

hat dagegen zuletzt einer EU-Forderung

nachgegeben und die Zugangsbedingungen

zum chinesischen Markt

verbessert. Solange die Diskussionen

ohne Einmischung von außen geführt

werden, sind sie sachlich und produktiv.

Der „große Widerspruch“ aus Sicht

von China ist heute aber der von den

USA provozierte Wirtschaftskrieg. Die

Anbindung Europas an die US-Politik

und gleichgeschaltene Sanktionen sind

für uns nachteilig. Li Xiaosi, Botschafter

der VRC in Wien hat deshalb ausgeführt:

„Mich würde sehr freuen, wenn

Österreich in punkto Zusammenarbeit

mit China die EU führt und ihr nicht

bloß folgt“. Tatsächlich könnte Österreich

eine Vorbildfunktion einnehmen.

Magenta-CEO Andreas Bierwirth hat es

auf den Punkt gebracht: „Die österreichische

Politik hat eine Politik gewählt,

die China gegenüber neutral ist. Österreich

folgt nicht dem Weg der Amerikaner,

Briten und Belgier“. Wir müssen ein

Umfeld schaffen, in dem es Zusammenarbeit

und Gegenseitigkeit gibt. Wir

brauchen vereinbarte Regeln, gegenseitiges

Vertrauen, wir brauchen Unterstützung

für ein auf Regeln basierendes

internationales Handelssystem. Österreich

kann erfolgreich mit chinesischen

Unternehmen zusammenarbeiten. Das

meinen auch jene 650 österreichische

Unternehmen, die eine Niederlassung

in Festlandchina führen. Sie denken

laut einer Umfrage zum Geschäftsklima

auch nach Covid-19 nicht an einen

Rückzug aus China. Die Beteiligung am

Infrastrukturprojekt „Belt and Road Initiative”

enthält bedeutende Potentiale

für die österreichische Wirtschaft in den

Bereichen Bau- und Ingenieurwesen,

der Transport- und Logistikbranche sowie

angeschlossene Dienstleistungen,

dem Maschinen- und Anlagenbau, dem

Energiesektor und der Umwelttechnik.

Heinz Fischer hat den OBOR als „die

bedeutendste regionale Initiative für

die Wiederbelebung der Seidenstraße

als Bündel der terrestrischen und

maritimen Handels-, Investitions- und

Kommunikationswege zwischen Asien,

Europa unter Einbindung von Afrika“,

bezeichnet. Der ÖBB-Chef Matthä

ist der Ansicht, „dass die Anbindung

Österreichs an die Seidenstraße für die

Politik Top-Priorität bekommen muss“.

Das meint auch Walter Ruck, WK-Wien

Präsident: „Wir können es uns nicht

leisten, diese Jahrhundertchance verstreichen

zu lassen.“ Umgekehrt ist Österreich

ein interessanter Wirtschaftspartner

für chinesische Unternehmen.

Österreich ist für seine Natur und damit

für seinen Tourismus bekannt und hat

einen Vorsprung in der Wellness- und

Wohlfühlbranche in Europa.

Im Bereich von Anlagenbau und

Industrieautomatisierung besitzen

österreichische Firmen beträchtliches

Know-How, das im Rahmen von

Chinas Modernisierungsoffensive im

High-Tech-Sektor zum Einsatz kommen

kann. Auch im Automotive-Bereich

ist die Expertise der österreichischen

Zulieferindustrie sehr gefragt. Speziell

in Bereichen wie Wasserkraft, Recycling

oder Wasseraufbereitung, in denen

österreichische Unternehmen über

eine beispielhafte Expertise verfügen,

ergeben sich Chancen. Die VR China

ist das erste Land, das die Coronakrise

überwunden zu haben scheint. Langsam

kehrt wieder Normalität in die

chinesische Wirtschaft ein. Wir sollten

die Chance nutzen, von China in dieser

Hinsicht zu lernen und gemeinsam zu

unseren Gunsten in die nächsten 50

Jahre Zusammenarbeit vorwärts gehen.

CHINA

109


SOCIETY

Wer sind die Gewinner

der Corona-Krise?

Existenzängste, Kündigungen, eine eingeschränkte

Reisefreiheit sowie die Sorge um Familienangehörige

beschäftigen uns seit Covid.

Dies sind nur einige Auswirkungen,

die der Lockdown auf unser Leben

hat. Doch die massive Umstellung des

Alltags brachte nicht nur Verlierer, sondern

auch einige Gewinner hervor:

PRODUZENTEN

LEBENSWICHTIGER GÜTER

Durch die besondere Situation der

Krise verschob sich die Anfrage nach

Produkten auf lebenswichtige Güter.

Profiteur ist hier der deutsche Medizintechnikproduzent

Dräger, bei dem im

März auch die österreichische Regierung

Beatmungsgeräte bestellte. Das

Hauptwerk mit Sitz in Lübeck konnte

eine Verdoppelung der Auftragseingänge

verzeichnen. Ebenso stiegen die

Aktienkurse für Pharmariesen stark an.

Der amerikanische Biotech-Konzern

Gilead, der mit dem Hoffnungsträger

Remdesivir nach einem Impfstoff

gegen Covid19 forscht, kann sich mittlerweile

an der Börse mit DAX-Schwergewichtlern

wie Siemens messen.

TECHNOLOGIE: BOOM FÜR

ONLINEUNTERNEHMEN

Quarantäneverordnungen und Social

Distancing führen zu einer stark fortschreitenden

Digitalisierung, da hier

schnell und effizient Lösungen für die

Umstellungen des Alltags gefunden

werden können. Der große Gewinner

unter den Tech-Unternehmen heißt

Zoom, welches durch sein für den

Lockdown so hilfreiches Geschäftsmodell,

aus der Nische zu einem der

bekanntesten Konzerne aufstieg.

Während im Dezember 2019 weltweit

nur 10 Millionen Menschen täglich

das Angebot von Videokonferenzen

nutzten, nahmen im April 2020 bis zu

300 Millionen User teil, um Präsenzversammlungen

sowohl im beruflichen als

auch im privaten Bereich zu vermeiden.

Unser Sozialleben verlagert sich nun

noch mehr in das Internet und lässt

Facebooks Börsenwert um 60% steigen.

Doch nicht nur die Kommunikation

mit Freunden und das Homeoffice

erfuhren eine Revolution, sondern

auch allgemein das Zuhause-Sein begünstigte

digitale Unterhaltungsmöglichkeiten.

Netflix legte an der Börse

um 46%, Amazon um 45% und Apple

um 31% zu. Lebensmittel wurden vermehrt

bequem vor die Haustür geliefert.

Auch Drogerieartikel und Medizin

wurden häufiger bestellt. Der Zuwachs

an Aufträgen für den Onlinemarkt blieb

jedoch hinter den Erwartungen zurück.

Während der Handel um 30% eingebrochen

ist, verzeichnen die meisten

Onlineshops weder Verluste noch Gewinne.

Andere Quellen reden von einer

Umlenkung auf den Onlinehandel und

einem klaren Profit, zumindest für den

Riesenkonzern Amazon.

MADE IN CHINA

Berechnungen des Internationalen

Währungsfonds (IWF) zeigen, dass

China gestärkt aus der Krise hervorgehen

wird. Heuer verzeichnet das

ostasiatische Land ein Wirtschaftswachstum

von 2-3%. Was erstmal

ungerecht klingt, ist doch China der

Ausgangspunkt der Pandemie, bringt

jedoch auch Vorteile für andere Länder,

denn „taumelt Chinas Wirtschaft,

taumelt die Weltwirtschaft“. Die Krise

führt uns die Empfindlichkeit der global

eng verflochtenen Wirtschaft vor

Augen und zeigt uns die Instabilität von

weltweiten Lieferketten, durch welche

Vorprodukte nicht mehr transportiert

werden können und es zwangsweise

zum Produktionsstopp kommt. Hier ist

die Automobilbranche besonders stark

betroffen.

LAGE IN ÖSTERREICH

In Österreich sind Technologieunternehmen

eine Rarität. Hier setzt man

seit jeher eher auf Banken, die sich

durch die anhaltende Pleitewelle und

das niedrige Zinsniveau nicht schnell

erholen werden. Daher sucht man Gewinner

an der Wiener Börse vergeblich.

Als Profiteure gelten hier schon solche

Unternehmen, die nur geringe Verluste

verzeichnen, wie z.B. die Post, oder

shöpping.at, welches ein Vielfaches

seiner Umsätze erzielt, die im amerikanischen

Vergleich allerdings recht

bescheiden bleiben. Glimpflich durch

die Krise kamen hierzulande außerdem

der Faltschachtelerzeuger Mayr-Melnhof

und der Gummikonzern Semperit.

Die Tourismusbranche ist wie bekannt

der große Verlierer der Pandemie.

Nicht jedoch Anbieter für Luxusreisen.

Während große Fluglinien nicht abheben

dürfen, boomt das Geschäft für

Privatjets, auch am Wiener Flughafen.

Alles in allem hat die Covid-19-Pandemie

die Welt also nicht gerechter,

sondern die Reichen nur noch reicher

gemacht. (Stand Okt.2020)

KOLUMNE

110


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Die Zukunft wird in

vielerlei Hinsicht retro

Matthias Horx gilt als einflussreichster Trend- und

Zukunftsforscher im deutschsprachigen Raum,

gemeinsam mit seinem Sohn Tristan beschäftigt er sich

mit den Entwicklungen, die unser Leben prägen werden.

Die ganze Familie Horx besteht aus

Trend- und Zukunftsforschern, die

gemeinsam im „Future Evolution

House“ hier in Wien wohnen. Können

Sie uns zu Beginn mit eigenen Worten

Ihre Arbeit erklären? Was kann

Zukunftsforschung und was kann sie

nicht? Was sind Ihre Methoden?

Matthias: Zukunftsforschung kann

nicht jedes Detail voraussagen. Sie

kann aber herausarbeiten, durch welche

Wirksamkeiten Veränderungen

und Wandlungsprozesse entstehen,

und wohin sie sehr wahrscheinlich

führen. Wir arbeiten dabei interdisziplinär;

ich komme eher aus der Soziologie

und aus der Systemforschung,

meine Frau Oona hat Geographie

studiert und für das Fernsehen

gearbeitet, Tristan studiert Kulturanthropologie,

Julian macht gerade seinen

Master in Arts und Sciences, mit

Schwerpunkt Medientheorie. Darüber

hinaus sind wir im Zukunftsinstitut,

unserem Think Tank, mit Experten aus

vielen anderen Disziplinen vernetzt.

Ökonomen, Ökologen, Psychologen,

Food-Spezialisten, und so weiter. Man

kann sich das wie ein lebenslanges

Gruppen-Studium vorstellen. Man

Foto: Klaus Vyhnalek www.vyhnalek.com

GESELLSCHAFT

112


SOCIETY

Die Corona-Krise stellt uns ja einen Spiegel ins Fenster, an dem wir

uns und unsere Gesellschaft erkennen können.

lernt nie aus und ist immer wieder am

Fragen und Erkennen.

Wo lag der Schwerpunkt Ihrer Forschung

vor der Covid19-Pandemie?

Matthias: Wir beschäftigen uns seit

vielen Jahren mit den „Big Shifts“,

den kulturellen, sozialen, politischen,

mentalen „Groß-Veränderungen“.

Dabei geht es vor allem um die Megatrends,

von der Globalisierung über

die Individualisierung und Urbanisierung

über die Veränderung der

Arbeitswelt bis zur Digitalisierung

und ihren Folgen.

Matthias: In Ihrem Buch „Die Zukunft

nach Corona“ sprechen Sie über die

Auswirkungen der Covid19-Pandemie

auf unsere Gesellschaft und „regnostizieren“

einen Kulturwandel.

Was ist eine „Re-Gnose“? Wie wird

sich unser Leben durch die Pandemie

verändern?

Matthias: Die Corona-Krise stellt uns

ja einen Spiegel ins Fenster, an dem

wir uns und unsere Gesellschaft erkennen

können. Alles wird sichtbar

- die Einsamkeit, die Solidarität, die

Exzesse, aus denen unsere Wirtschaftsweise

ja zum Teil besteht. Eine

Re-Gnose ist nun der Versuch, aus

dieser Position in die Zukunft zu springen

und sich vorzustellen, was sich

bis dorthin alles geändert haben wird.

Wird es wieder pumpvolle Flugzeuge

mit 30-Euro-Tickets nach Mallorca

geben? Erstaunlicherweise ergibt sich

in dieser Rückschau eine ganz andere

Perspektive auf Veränderungsprozesse.

Wenn wir hingegen von heute aus

in die Zukunft „prognostizieren“, dann

spielen oft Ängste eine blockierende

Rolle. Wir sehen dann die Zukunft vor

lauter Problemen nicht.

Tristan: Sie bezeichnen sich selber

als Digital Native und sind Co-Autor

des Buches „Generation Global“.

Was unterscheidet Ihre Generation

von der Vorherigen? Welche Impulse

gibt sie und wie bestimmt sie Entwicklungen

mit?

Tristan: Die jüngeren Generationen

wurden immer über ihre “Digitalität”

definiert. Oft wurde es auch mit

digitaler Verseuchung gleichgesetzt,

bekanntlich verdummt ja immer die

Jugend wegen neuen Technologien.

Aber das eigentliche definierende

Phänomen ist eine vollkommene

Globalität dieser Generationen. Ein

grundlegender Wertewandel wird

vollzogen, bei dem ein kosmopolitisches

„Mindset“ selbstbewusst nach

außen getragen wird. Für Rassismus

und Spaltung gibt es hier keinen Platz

mehr, das konnte man auch anhand

der jüngsten Rebellionen erspüren.

Die Fridays for Future oder Black Lives

Matter Bewegungen waren alle auf

dem ganzen Globus zu sehen, getrieben

von der „Generation Global“. Natürlich

spielte digitale Vernetzung bei

der Zusammenführung dieser Bewegung

eine wichtige Rolle, sie ist aber

nicht das treibende Element. Dahinter

stehen viel tiefere Werte: Openness,

Connectedness und Wholeness.

Ein Kapitel Ihres Buches heißt „Re-

Gnose 2070“. Wie stellen Sie beide

sich unsere Zukunft in 50 Jahren

vor? Wie werden wir dann leben?

Matthias: Verblüffenderweise vielleicht

gar nicht so viel anders als heute.

Wir sind ja gerade mitten in einem

Übergang von einer Industriegesellschaft

in eine neue, noch namenlose

Phase des „Postindustriellen“ oder

„Postfossilen“. Wir erkennen: Unser

hektischer Lebensstil mit seinen

ewigen Steigerungen, Beschleunigungen,

Bewertungen und Erregungen

führt nicht zu echtem Wohlstand,

sondern eher zu Hysterien und Stress.

Und auch die immer wieder angekündigten

Roboter werden uns nicht

retten. Die Zukunft wird in vielerlei

Hinsicht retro sein, und viel weniger

spektakulär utopisch als viele glauben.

Aber auch weniger schrecklich,

als viele befürchten.

GESELLSCHAFT

113


SOCIETY

In allem seine

Chance sehen

SOCIETY sprach mit Ulrike Rabmer-Koller,

Geschäftsführerin der Rabmer Gruppe, unter

anderem über Frauen in der Wirtschaft und die

Auswirkungen der Covid-19 Krise.

Sie waren 17 Jahre lang als Vizepräsidentin

der Wirtschaftskammer

Österreich für die österreichische

Wirtschaft im Einsatz – wie blicken Sie

auf diese Zeit zurück und was ist seitdem

passiert?

Es war für mich eine sehr schöne und

spannende Zeit, auf die ich gerne zurückblicke.

Ich habe in diesen 17 Jahren

in Spitzenfunktionen der Wirtschaftskammerorganisation

viel verändern

und bewegen können – wenn auch

manchmal in kleinen Schritten. Die

österreichische Wirtschaft hat sich im

Laufe dieser Jahre sehr zum Positiven

entwickelt. Dementsprechend war es

für mich immer eine sehr ehrenvolle

Aufgabe, die Interessen der österreichischen

UnternehmerInnen vertreten zu

dürfen. Aber auch in meiner Funktion

als Präsidentin des Europäischen KMU-

Verbandes konnte ich vieles voranbringen

und unter anderem dazu beitragen,

dass kleine und mittlere Unternehmen

stärker als das Rückgrat der Europäischen

Wirtschaft wahrgenommen

werden und bei wichtigen Verhandlungen

mit am Tisch sitzen. Für mich sehr

wesentlich war auch die Tätigkeit in

der High-Level Gruppe zur Erarbeitung

der Europäischen Industriestrategie

2030: Viele der von uns für die Europäische

Kommission erarbeiteten Punkte

haben sich gerade jetzt in der Krise als

sehr wesentlich herausgestellt. Jetzt

ist aber die Zeit gekommen, um mich

wieder verstärkt auf mein eigenes

Unternehmen, die Rabmer Gruppe, zu

konzentrieren. Ich möchte vor allem

unsere innovativen Umwelttechnologien

als Lösungen gegen den Klimawandel

vorantreiben – dies ist eines

meiner Herzensanliegen und bekommt

nun auch mehr Fokus.

Können Sie einen kurzen Einblick in

die Unternehmensgeschichte der

Rabmer Gruppe und das Engagement

als Umwelttechnologieunternehmen

geben?

Das Unternehmen wurde vor 57 Jahren

als klassisches Tiefbauunternehmen

von meinen Eltern gegründet, vor rund

30 Jahren bin ich ins Unternehmen eingestiegen

und habe dieses seither laufend

ausgebaut und weiterentwickelt.

Die Rabmer Gruppe ist als Komplettanbieter

im Baubereich auf regionaler

Ebene und mit der Umwelttechnologie

österreichweit und international tätig.

Der Schwerpunkt liegt dabei auf innovativen

Technologien wie etwa Energie

aus Abwasser und Abluft zum Heizen

und Kühlen von Gebäuden, nachhaltiger

Kalk- und Korrosionsschutz,

Wassersparsystemen oder grabungsfreier

Rohrsanierung. Jetzt ist die Zeit,

um Lösungen gegen den Klimawandel

zu erarbeiten. Diesem Thema möchte

ich mich auch in Zukunft verstärkt

widmen. Um Fortschritt auf diesem Gebiet

zu machen, müssen die „drei Is“ –

Innovation, Investition und Information

– vorangetrieben werden. Innovation ist

der Motor des Fortschritts und immer

die wichtigste Triebfeder für eine erfolgreiche

Zukunft. Wirtschaft und Unternehmen

haben bereits Technologien,

die als Lösungen für den Klimawandel

bereitstehen, doch die beste Technik

nützt nichts, wenn sie nicht entsprechend

eingesetzt wird; hier kommt die

Investition ins Spiel. Die dritte Säule,

die Information bedeutet, dass öffentlichkeitswirksame

Aufklärungsarbeit

betrieben werden muss: Unternehmen

und Konsumenten müssen wissen,

welche Produkte und Möglichkeiten es

zur Verringerung von CO2 gibt. Unter

Berücksichtigung dieser „drei Is“ kann

es gelingen, eine win- win Situation

zwischen Umwelt und Wirtschaft zu erzeugen

und so gemeinsam gegen den

Klimawandel vorzugehen.

Sie waren von 2010 bis 2016 Landesvorsitzende

von „Frau in der Wirtschaft

OÖ“ – wo sehen Sie noch

Aufholbedarf, wenn es um die Rolle

der Frau in leitenden Positionen in der

Wirtschaft geht?

Als Landesvorsitzende von „Frau in der

Wirtschaft OÖ“ konnte ich wesentlich

dazu beitragen, dass Frauen in Führungs-

und Entscheidungsfunktionen

vor den Vorhang geholt und sichtbarer

geworden sind. Ich bin überzeugt,

dass wir in Österreich mittlerweile

Foto: SOCIETY/Probaschnig

WIRTSCHAFT

114


SOCIETY

sehr viele erfolgreiche Frauen in allen

Positionen haben, sei es auf politischer

oder wirtschaftlicher Ebene. Allerdings

stehen viele Frauen immer noch vor der

Entscheidung – Karriere oder Familie.

Frauen müssen die Möglichkeit haben,

beides – Karriere und Familie – vereinbaren

zu können. Kinderbetreuung

oder auch die Pflege von älteren Angehörigen

liegen meist noch immer in den

Händen der Frauen. Leider herrschen

hier immer noch alttradierte Rollenbilder

vor, die man dringend aufbrechen

muss. Zusätzlich braucht es auch

entsprechende Rahmenbedingungen

und flächendeckende Betreuungsmöglichkeiten,

berufstätige Eltern brauchen

Unterstützung und sollen ihre Kinder

gut betreut wissen. Ich habe selbst

zwei Kinder und habe mein Unternehmen

international erweitert, als diese

noch klein waren. Das war allerdings

nur möglich, weil mein Mann und ich

uns gemeinsam um die Kinder gekümmert

haben und weil wir sehr flexible

öffentliche Kinderbetreuungsmöglichkeiten

in der Nähe hatten. Diese Rahmenbedingungen

haben immer noch

nicht alle und das muss verbessert

werden. Zusätzlich braucht es ein Umdenken

in der Gesellschaft und auch in

Unternehmen. Gerade jetzt sieht man

sehr gut, dass man auch führen kann,

wenn man nicht immer vor Ort ist; eine

Führungsfunktion braucht keine Anwesenheit

rund um die Uhr. Die Covid-19

Krise mit verstärktem Homeoffice zeigt

uns dies sehr gut.

Bezüglich Covid-19: Wie kann man mit

den Auswirkungen und Herausforderungen

der Krise auf die österreichische

Wirtschaft umgehen?

Kaum eine Branche ist von den Covid-19

Maßnahmen verschont geblieben

und viele werden sich in Zukunft

ganz neu aufstellen müssen. Die Krise

ist für uns alle eine sehr große Herausforderung.

Denn einerseits gilt es, die

Gesundheit der Menschen zu schützen,

andererseits muss trotzdem die Wirtschaft

weiterlaufen. Auch als Führungskraft

muss man da eine Gratwanderung

bestehen: Man muss immer wieder

darauf hinweisen, wie wichtig persönliche

Schutzmaßnahmen sind, darf aber

selber nicht in Angst verfallen, sondern

muss Positivität ausstrahlen; wenn

man selbst verzweifelt, wirkt sich das

auch auf die Mitarbeiter aus. Als Unternehmen

muss man auch aus einer

Situation wie dieser das Bestmögliche

machen und neue Chancen und Möglichkeiten

sehen. Ein Vorteil dieser Krise

ist zum Beispiel, dass die Digitalisierung

viel schneller vorangetrieben wurde als

erwartet. Meinem Unternehmen ist gut

gelungen, Kundenkreise die uns weggebrochen

sind rasch zu ersetzen und

jetzt auch digitale Kundenberatung und

Webinare anzubieten.

Was würden Sie jungen UnternehmerInnen

noch mit auf den Weg geben?

Man sollte wirklich das machen, womit

man sich zu 100% identifizieren kann

und wofür man brennt. Wenn man

Talente, Freude und positive Emotion

miteinander verbindet, kann man sehr

viel erreichen. In allem liegen neue

Chancen und Potentiale, die man auch

entsprechend nützen kann um die

eigenen Ziele weiterzuverfolgen. Auch

wenn man manchmal einen Umweg

gehen muss, man darf sich nur nicht

vom Ziel abbringen lassen – gerade

auch als Frau.

WIRTSCHAFT

115


SOCIETY

Probleme wachsen

exponentiell

Im Gespräch mit SOCIETY Magazin sprach Autor und Industrieller

Hannes Androsch über die Fehler des österreichischen Bildungssystems,

mögliche Lösungsansätze, und Schule während Covid-19.

2011 riefen Sie das Volksbegehren Bildungsinitiative

aus. Was läuft falsch in

unserem Bildungssystem?

Offensichtlich sehr viel, sonst hätten

wir nicht schon so lange so schlechte

Ergebnisse bei den PISA Tests der

OECD. In Österreich mangelt es an

frühkindlicher, vor- und elementarschulischer

Betreuung, welche ganztägig

ist, denn 70% der Mütter sind

berufstätig. Wir brauchen Schulzentren

mit besserer Infrastruktur für Schüler-

Innen und Lehrende sowie mehr

Begleitpersonal. Österreich hat die

geringste Anzahl an Unterrichtstagen

und die meisten Ferien, die Trennung

zwischen neuer Mittelschule und

Gymnasium findet viel zu früh statt

und im digitalen Bildungsbereich sind

wir ohnehin ein Entwicklungsland. Von

45.000 Klassen haben lediglich 1000

ein Smartboard; wir leben wortwörtlich

immer noch in der schulischen Kreidezeit.

70% der Lehrenden sind nicht

für digitalen Unterricht ausgebildet.

Das Ergebnis ist Bildungsarmut und

-notstand: 20% der PflichtschülerInnen

haben mit 15 Jahren unzureichende

Lese-, Schreib-, Rechen- und Informatikkompetenzen.

An den Brennpunktschulen,

wo ein Großteil der Schüler-

Innen Migrationshintergrund hat, ist

die Situation noch schlimmer. Aber

Fälle wie Malmö und London haben

gezeigt, dass auch solche Schulen mit

viel Engagement zum Erfolg geführt

werden können. Allerdings muss man

die Lehrenden machen lassen und

sich nicht dauernd mit administrativen

Ablenkungen einmischen. Schulleitungen

brauchen generell mehr Freiheit:

Wenn man erfolgreich arbeiten will,

muss man sich das eigene Team an

Lehrenden auch aussuchen können.

Was könnte man tun, um die Situation

zu verbessern?

Vorbildlich sind die Bildungssysteme

in den Niederlanden, Finnland oder

Singapur. Sich an diesen Ländern

zu orientieren ist auch das Ziel der

Initiative NEUSTART SCHULE der

Industriellenvereinigung, die die Anliegen

des Volksbegehrens weiterführt.

Der Versuch, über derartige Initiativen

demokratisch Einfluss auf die Regierung

zu nehmen, ist jedoch glanzvoll

ignoriert worden; in den letzten drei

Jahren haben sich die Aussichten für

das Bildungssystem sogar noch verschlechtert.

Inwiefern hat die Corona-Krise dieses

System an seine Grenzen gebracht?

Das Krisenmanagement von Seiten

der Regierung war und ist chaotisch,

die Kollateralschäden für Wirtschaft,

Gesellschaft und dem Bildungsbereich

sind beträchtlich. Die Corona-Krise

hat uns in aller Dramatik gezeigt, wie

sich der Bildungsnotstand noch verschärfen

kann. 200.000 von 700.000

PflichtschülerInnen haben kein Tablet,

Internetzugang oder Schüler-Emailadresse,

und sind somit komplett aus

dem Unterricht herausgefallen. Nichts

geschieht, um das rasch zu ändern,

angekündigt wurden Änderungen in

fünf Jahren. Das ist eine Ewigkeit in

Schülerjahren und bedeutet tiefgreifende

soziale Folgen, verlorene Ausbildungsjahre

und Zukunftschancen.

Fotos: Ugur Karakan

BILDUNG

116


Igniting Real Kid Power!

Founded in 1959, The American

International School · Vienna

is the oldest English-language

school in Austria, offering a unique

combination of a nurturing, family

atmosphere with a challenging

educational environment backed by

a longstanding tradition of academic

achievement. School programs

focus on academics, but also

on the development of students’

creative and leadership abilities and

emotional intelligence.

AIS Vienna proudly serves 800

students, representing over 60

countries, from Pre-Kindergarten

through Grade 12 (IB Diploma or

American Diploma). The school

recognizes individual learning styles,

making every effort to differentiate

instruction, allowing students to

reach their full potential in different

areas, be it in academics, athletics,

or in visual and performing arts.

Teachers at AIS are a dedicated

group of educators who take a

deeply personal interest in their

students. The school is fortunate

enough to include published

authors, accomplished musicians

and artists, and professional

scientists among its faculty.

AIS’ core values -- nurture, include,

challenge and respect -- ensure that

students develop intellectually and

interculturally while internalizing

the commitment and leadership

necessary in today’s globallyminded

world.

Be part of

the story!

Visit www.ais.at

to learn more or

call +43 1 401 32.


SOCIETY

Bildungsinitiative für eine

Mehrheitsgesellschaft

Ein Paradigmenwechsel in der Darstellung afrikanischer Staaten

und der afrikanischen Diaspora im österreichischen Bildungswesen

steht durch das neue und innovative Projekt AEWTASS bevor.

Erstmals wurde das Konzept des

Wiener Instituts für die afrikanische

Diaspora „Advancing Equality Within

The Austrian School System“, im

Rahmen der Podiumsdiskussion

„Who speaks for whom ? Education in

Austria: The Representation of African

Countries and the African Diaspora“,

am 12. November 2019 präsentiert.

Zu dem Symposium, welches in Kooperation

mit dem VIDC stattfand,

durften wir hochrangige Regierungsbeamte

begrüßen. Neben dem amtierenden

Botschafter der Republik

Ghana waren Herr Namenkong von

der Afrikanischen Union, Herr Ayeboafo

von der ghanaischen Regierung

und Herr Mag. Wirtisch als Vertreter

des österreichischen Bildungsministeriums

am Podium präsent.

Alle Anwesenden begrüßten und

unterstützen die Initiative AEWTASS,

welche das Ziel hat, die Darstellung

von afrikanischen Staaten und der

Menschen mit afrikanischem Erbe im

österreichischen Bildungswesen zu

optimieren. Seit Jahrzehnten ist durch

wissenschaftliche Analysen belegt,

dass die Repräsentation des afrikanischen

Kontinents im Bildungssektor

nicht adäquat ist. Die Darstellungen

sind diskriminierend und wiederholen

tradierte Stereotype.

Die komplexen Themen, die den

Kontinent in seiner Vielfältigkeit betreffen,

können ohne eine Einbettung

in größere Zusammenhänge der Kolonialgeschichte,

der „post“- kolonialen

Abhängigkeiten auf Grundlage globaler

und sozialer Machtstrukturen, und

des weiten Feldes des europäischen

Rassismus nicht ausreichend verstanden

werden. Das Afrikabild, welches

derzeit von Lehr- und Unterrichtsmaterialien

vermittelt wird, erzeugt

ein realitätsfernes, subjektives und

falsches Bild des afrikanischen Kontinents.

Es ist daher nicht verwunderlich,

dass die soziopolitischen Lebensrealitäten

von Schwarzen Menschen

in Österreich davon in unterschiedlichen

Bereichen negativ beeinflusst

werden. Um diesen Status quo zu

verändern, bietet das von Menschen

mit afrikanischem Erbe in Österreich

getragene Projekt AEWTASS hier auf

multiperspektivischer Ebene nachhaltige

Lösungsmaßnahmen für das

Bildungssystem an. Neben Seminaren

für (angehende) PädagogInnen (z.B.

im WS 2021 an der PH-Wien und PH-

OÖ) gibt es weitere Fortbildungsveranstaltungen

für MultiplikatorInnen.

Darüber hinaus beinhaltet das diskriminierungsfreie

Bildungsangebot

Workshops für Schulen, eine umfassende

wissenschaftliche Schulbuchanalyse

bezüglich des Afrikabildes in

österreichischen Schulbüchern sowie

die Erstellung von alternativen Unterrichtsmaterialien.

Trägerverein: Wien Institut für die

afrikanische Diaspora

Text: Mag. Aquea Lamptey

Fotos: Etzl Foto - Stefan Feichtinger

BILDUNG

118



SOCIETY

CEU – A Private University

with a Public Mission

Central European University launched its first

academic year in Vienna in September 2020, welcoming

1,300 students from over 100 countries.

Mission to Make a Difference

CEU’s mission is to prepare the leaders

of tomorrow, build and support

societies that respect democracy,

human rights and the rule of law as

well as sustainable development and

social transformation. With 14 departments,

two schools and a number of

world-leading research centers, the

university now additionally offers two

interdisciplinary bachelor’s programs:

Culture, Politics and Society, and

Central European University Private University in

Quellenstraße 51

Philosophy, Politics and Economics

(Quantitative Social Sciences will be

launched in fall 21) CEU is a sought-after

host institution for research grants

and earns its global reputation and

remarkable ranking for its impactful

programs in political science and

international relations, philosophy,

history, business analytics and

finance, all taught by an internationally

recognized faculty. Unlike larger

universities, compact, highly-personalized

teaching allows students

to connect to research projects at

an early stage – many CEU masters’

students have already published in

peer-reviewed journals.

CEU has a vibrant community of

18,000 alumni in 150 countries, who

play a crucial role by volunteering,

raising support-funds and helping

recruit talented students. The alumni

group in Vienna includes distinguished

diplomats, academics, UN

officials and leaders of international

organizations. CEU’s award-winning

business incubator is a cornerstone

of its innovation strategy. Seasoned

experts teach, guide and support students

and alumni who seek to launch

innovative startups.

The CEU Democracy Institute

Vienna is CEU’s new home, but the

CEU Democracy Institute provides a

locus for research activities remaining

in Budapest, including the Centre for

Media and Democracy Studies, the

Institute of Advanced Studies and

The Vera and Donald Blinken Open

Society Archives. At a time when academic

freedom is increasingly under

attack in Hungary, CEU’s pledge to

free thought is of great symbolic and

actual importance.

Steinhof area

CEU will repurpose the former hospital

buildings at Otto Wagner site for

modern international university operations.

This historic area will become

an internationally visible science and

higher education hub.

Fotos: Central European University

BILDUNG

120


SOCIETY

The 21 st century’s

way of learning

Dr. Oksana Volozhanina, Head of School of Schloss Krumbach International

School, located in Lower Austria, spoke with SOCIETY Magazine

about its inauguration in September, strategies and objectives.

Fotos: Schloss Krumbach Internationa School

The very first semester at Schloss

Krumbach International School

started in September. How was the

opening and what are your objectives

for the future?

It is our very first academic year, yet we

have started off strong, with great upwards

dynamics. Firstly, we focused on

discovering our students as personalities,

their interests, hobbies, passions.

Now we seek to inspire each of them

to reach his or her full potential, taking

the most out of this unique experience.

Blending together best pedagogical

methods and learning techniques

from all over the globe, we set a study

rhythm, unique for every student,

and make our students improve day

by day. Moreover, our offer to study

in accordance with the International

Baccalaureate Programme in a school,

holding IB candidacy, unlocks immense

opportunities. Students can apply

to world-leading universities without

entrance exams in 140 countries.

What is the educational focus of your

school?

2020 marks the 136 th anniversary of our

founding family’s pedagogical history.

Hence, we are inspired by century-long

traditions of education as we aim to

widen students’ intellectual horizons

and inculcate love to studying as well

as 21st millennial values and social

commitments. The quality of education

at Schloss Krumbach rests upon

the academic excellence of our teachers,

their professional experience,

innovative methods, shining pedagogical

enthusiasm and love for kids. We

are thrilled to see our cultural diversity

grow as we plan on having students

from all over the globe. Therefore, the

school administration set up a service

which provides visa-related assistance

to both students and teachers.

What are the essential skills you want

to pass on to your pupils?

Our students acquire academic and

social skills. We encourage them to develop

critical thinking, creativity, flexibility

and a solution-oriented approach

to life. Schloss Krumbach is not just a

robust studying institution which helps

students to excel academically. It also

develops characters and personalities,

encouraging structural thinking, good

manners, wider outlook and a responsible

attitude towards world, nature

and society.

As its name already suggests, the

school is located in a very historic

building. How can such an environment

positively influence students

and their learning?

Indeed, our students live and learn in

a unique atmosphere imbued with a

spirit of history yet featuring the most

innovative aspects of modern civilization.

The location of the castle allows

our teachers to easily include regular

physical activities, such as hiking and

walking, into a daily routine. The region,

also known as the “land of thousand

hills“, is not just a landscape with breathtaking

majestic and pastoral views.

It also refers to walking routes of varying

difficulty, starting off literally right

outside the main gate of the castle.

BILDUNG 121


SOCIETY

Every child has a talent

waiting to be discovered

SOCIETY spoke with the Head of School, Martina Mötz,

about the manifold offers of St. Gilgen International School,

wonderfully located at beautiful Wolfgangsee.

How can young people profit from an

education at St. Gilgen International

School and what are the special

characteristics of the school?

The environment speaks for itself. We

have one of the most beautiful and

safe locations in the world with lakes,

forest, mountains and the quaint

village. Furthermore, we keep one of

our fundamental promises, which is

our biggest mission and vision for the

school: Every child has a talent and St.

Gilgen International School will discover

it. To achieve this, we apply a very

holistic approach in rather small classes.

Our maximum class size is usually

fifteen students and we have a careful

balance between education, care

and activities. Additionally, we have a

special mentor-tutor program, which

allows for some extra attention to the

individual student. Through this, the

children can develop with an emotional

support program and guidance to

find their particular strengths. Finally,

what also comes with the setting is

our small village community, it provides

a real family environment.

Your school focuses on an international

curriculum. What are the advantages

of the International Baccalaureate

(IB)?

We follow the International Baccalaureate

in the middle years and in the

diploma program, which is a two-year

consecutive program to prepare

students for university. In this process,

they develop a language proficiency

in English, compassion and empathy.

The curriculum focuses on all these

areas. In the 21st century, the world

is more connected than ever, and we

prepare our young students to thrive

and succeed on an international level.

We focus on a very broad approach

and teach our students to be problem-solvers

and to acquire the skill

of critical thinking. Our school language

is English and obviously, with

this internationally recognized degree

program, the graduates have access

to the best universities in the world.

The school has a cooperation with the

Mozarteum University Salzburg, how

can students benefit from this?

Once they have taken an admission

test at the Mozarteum University precollege,

musically talented students

will be offered extensive instrumental

and theoretical training for most

musical instruments, as well as vocal

training at a very high level. They will

also receive individual academic sessions,

one-on-one tuition and theory

lessons. The program at the Mozarteum

University is taught in German,

therefore the students are required

to have the necessary language skills.

Our school offers German lessons in

varying levels.

Your students come from various

backgrounds, does this also apply to

the teaching staff as well?

Most of our teachers are international,

almost all of them have English as

their mother-tongue, except for a few

German teachers, who are German

native speakers. Otherwise, the

teachers come from a wide range of

English-speaking countries, we have

many different nationalities, similar to

the diversity of our students.

Fotos: St. Gilgen International School

BILDUNG

122


PRIVATE PRIMARY

SCHOOL IN GRINZING

PRIVATE VOLKSSCHULE

IN GRINZING

MERIDIAN

BILINGUAL

PRIMARY

SCHOOL

HIMMELSTRASSE 11

1190 WIEN

info@meridianschool.at

info@meridianschool.at

www.meridianschool.at

www.meridianschool.at

ANMELDUNGEN

ANMELDUNGEN

MÖGLICH:

MÖGLICH:

AB SEPTEMBER 2021 2022 2023

AB SEPTEMBER 2021 / 2022 / 2023

+43 1 907 64 15 89


SOCIETY

Immobilien:

Krisenfest und sicher

SOCIETY sprach mit Dr. Klemens Braunisch, dem Head of

Real Estate Management Study Programs der FHWien

der WKW über Immobilien als sicheres Investment.

Sie sind der Leiter des Studienbereichs

Real Estate Management an

der FH Wien. Wie schätzen Sie als

Experte die aktuelle Immobiliensituation

in Österreich ein? Die aktuelle

Entwicklung am Immobilienmarkt ist

sehr unterschiedlich durch die COVID

Krise haben sich verschiedene Trends

verstärkt. Die Nachfrage nach Wohnimmobilien

ist weiterhin stark, Mietund

Eigentumswohnungen finden

ihre Abnehmer. Die Änderungen der

Bauordnung in Wien stärken vor allem

die gemeinnützigen Wohnbauträger

bei der Herstellung von geförderten

Mietwohnungen. Der Kaufpreis für

Grund und Boden wurde auf Basis der

Novelle deutlich unter dem Marktwert

festgesetzt – damit sollen auch die

Mieten leistbar werden. Eigentumswohnungen

werden weiterhin für den

Eigenbedarf und die Veranlagung

(mangels attraktiver Alternativen)

gesucht. Gewinner der Krise sind die

Logistikimmobilien – diese werden

sowohl von Nutzern als auch von Investoren

stark gesucht. Wien arbeitet

zudem gerade an einem neuen Logistikkonzept,

um die Belieferung in der

Stadt – vor allem in den inneren Bezirken

– zu verbessern. Büroimmobilien

bleiben interessant: Für Unternehmen

in der Nutzung und vor allem auch für

die Immobilieninvestoren. Allerdings

werden die Büroflächen den geänderten

Bedürfnissen entsprechend

flexibler. Das Großraumbüro scheint

jetzt nicht mehr gefragt zu sein. Unter

der Krise besonders gelitten hat der

Handel – vor allem der stationäre

Handel. Die Immobilien werden den

flexiblen Bedarf der Shoppartner, sowie

der Suche der Gäste nach Freizeit,

Gastronomie und Erlebnissen gerecht

werden müssen.

Immobilien gelten seit langer Zeit als

sicheres Investment – auf was muss

man beim Kauf achten?

Immobilien sind für Investoren mangels

attraktiver Alternativen interessant.

Allerdings werden sie schon seit

längerer Zeit „verbrieft“ und damit

zu Finanzprodukten, die weltweit

gehandelt werden. Institutionelle und

private Investoren suchen Immobilien,

da sie sichere, wertgesicherte

Einnahmen (Liquidität) UND Wertzuwachs

vermitteln. Je nach Investmentphilosophie

und - zielen werden

sie auch von immer zahlreicheren

internationalen Investoren gesucht.

Üblich geworden ist vor jeder Investmententscheidung

eine gründliche

Prüfung in rechtlichen – technischen

– wirtschaftlichen Aspekten (Due

Diligence), um Chancen und Risiken

richtig und vollständig einschätzen zu

können. Diese gelten für jedes Investment,

jedoch in angemessener Weise

abhängig von der Immobilienart und

dem angebotenen Transaktionsvolumen.

Jede Immobilientransaktion gilt

als „asset deal“ , der Nebenkosten von

ca. 10% vom Kaufpreis verursacht.

Fotos: Pixabay, Foto Sulzer

IMMOBILIEN 124


Karin Bosch, MBA

Leitung s REAL Exklusiv

Herrschaftliches Wohnen

Baden, Grund ca. 500 m², Nfl. ca. 300 m².

HWB 151 KP auf Anfrage (960/55544)

Karin Bosch, MBA

T +43 5 0100 - 26231, karin.bosch@sreal.at

www.sreal.at

- 1 -


SOCIETY

LIV IMMOBILIEN

Wohnen an der Alten Donau - was für viele Wiener ein langersehnter

Traum ist, ermöglicht jetzt Liv Immobilien. Das

Neubauprojekt im 21. Wiener Bezirk umfasst 113 lichtdurchflutete

Wohnungen mit herrlichem Ausblick und Sonnendeck

im 8. Stock. Das Baukonzept verbindet modernen

Lifestyle mit „gesundem Wohnen“ .

Mühlschüttelgasse 61, 1210, www.liv.at

THE AMBASSY

Im „Diplomatenviertel“ im Herzen Wiens entsteht das Neubauprojekt

„The Ambassy. Parkside Living“. Ausgezeichnet

mit dem Architekturpreis der Stadt Wien, bietet es Wohnungen

mit herrlichen Ausblicksmöglichkeiten über Wien.

Innovative Kühlsysteme und eine moderne Inneneinrichtung

kombinieren urbanen Lifestyle mit bestem Komfort.

Beatrixgasse 27, 1030, www.luxury-vienna.com

MARINA TOWER

Der Marina Tower gilt als Referenzprojekt für zukünftigen

Städtebau. Das international ausgezeichnete Wohnprojekt

von BUWOG und IES Immobilien bietet auf 41 Stockwerken

Raum für 500 Wohnungen und ein Servicekonzept mit

integriertem Café, Ärztezentrum, Kindergarten und Fitness

Center. Gute Verkehrsanbindungen sowie die Lage am Ufer

der Donau machen aus den zwei Türmen eine Schnittstelle

zwischen Stadt und Waterfront. Wehlistraße 291, 1020

www.marinatower.at

Fotos: Nuno Felipe Oliveira, Zoom visual project gmbh, Katharina Zoubek, UDA für Urban Develpment Agency

IMMOBILIEN

126


IVV – Ein starker Partner

auf dem Immobilienmarkt

IVV macht aktuell durch die Vermarktung

prestigeträchtiger Hochhausprojekte wie

DANUBEFLATS auf sich aufmerksam.

Fotos: Squarebytes

Seit 36 Jahren ist die IVV Immobilien

Verkauf und Vermietungs GmbH als

Spezialist für die Vermarktung und

Vermietung von Immobilien auf dem

österreichischen Immobilienmarkt

tätig und gehört zu den erfolgreichsten

und aufstrebendsten Maklerunternehmen

Österreichs. Mit dem Projekt

DANUBEFLATS startet demnächst die

exklusive Vermarktung mit Österreichs

höchstem Wohnturm.

Mit seinen rund 180 Metern Höhe wird

DANUBEFLATS einer der zwei höchsten

Wohntürme im gesamten deutschsprachigen

Raum! Auf 48 Stockwerken

entstehen hier hochwertige Eigentumswohnungen,

wie sie Wien noch

nicht erlebt hat: Neben der High-End-

Ausstattung, den atemberaubenden

Ausblicken, der sensationellen Lage

direkt an der Neuen Donau und der

perfekten Anbindung an die historische

Innenstadt, bietet DANUBEFLATS

eine Vielzahl einzigartiger Services und

Einrichtungen.

Als Tochter von SORAVIA prägt die IVV

Projekte von Anfang an entscheidend

mit und ist bereits in der Konzeptionsphase

an deren Entwicklung beteiligt,

womit größtmögliche Attraktivität

für künftige Eigentümer und Mieter

garantiert werden kann. „Beim Projekt

DANUBEFLATS wurden wir schon in

einem sehr frühen Stadium eingebunden

und konnten so Wohnungsmix,

Grundrisse, Ausstattung und Einpreisung

mitgestalten. Das hat ermöglicht,

auch die Vertriebsperspektive

und somit zusätzliche Aspekte in die

Planung einfließen zu lassen, was für

das Projekt einen klaren Mehrwert

bedeutet“, erklärt IVV-Geschäftsführer

Sascha Haimovici.

Als Full-Service-Makler bietet die IVV

alle Dienstleistungen über den gesamten

Lebenszyklus einer Immobilie

aus einer Hand und ist so verlässlicher

Partner auch für externe Bauträger.

Kontaktieren Sie uns

T +43 1 | 890 0 800-2302

E verkauf@ivv.at

www.ivv.at

IMMOBILIEN 127


SOCIETY

Über die Zukunft

der Landwirtschaft

Dr. Franz Fischler, Bundesminister a.D., über

Herausforderungen für die österreichische

Landwirtschaft, europäischen Zusammenhalt

und eine Partnerschaft mit Afrika.

Sie waren Bundesminister für Landund

Forstwirtschaft und EU-Kommissar

für Landwirtschaft, Entwicklung

des ländlichen Raumes und Fischerei.

Wie sehen Sie die Zukunft der Landwirtschaft

in Österreich und auf EU-

Ebene? Wo herrscht Ihrer Meinung

nach Handlungsbedarf?

Die Zukunft der Landwirtschaft in

Österreich sehe ich ambivalent. Einerseits

hat die österreichische Landwirtschaft

aufgrund ihrer kleinbäuerlichen

Struktur große Schwierigkeiten

sich zu behaupten, andererseits gibt

es für unsere Bauern auf den Märkten

gute Chancen, v.a. dann, wenn sie auf

Qualitätsprodukte, Regionalität und

den höchsten Anteil an Bioprodukten

in Europa abstellen. 2019 haben wir

mehr als 12 Milliarden Euro an Lebensmittelexporterlösen

erzielt, 1995 waren

es noch weniger als 2 Milliarden.

Die Idee mit dem Feinkostladen Europas

hat sich also bezahlt gemacht.

Ebenso wichtig sind die von der

Landwirtschaft produzierten Dienstleistungen,

ohne Pflege und Instandhaltung

der landwirtschaftlichen

Flächen wäre Österreich viel anfälliger

für Schäden aus Naturkatastrophen.

Es muss daher das zentrale Anliegen

der österreichischen Agrarpolitik

sein, die Leistungen der bäuerlichen

Bevölkerung zu sichern und dafür zu

Kein anderer Wirtschaftssektor

ist so

unmittelbar von den

Folgen des Klimawandels

betroffen wie die

Landwirtschaft.

sorgen, dass die Bauern ein vernünftiges

Auskommen finden können.

Abgesehen davon ist es wohl für die

nächsten Jahre das größte Anliegen,

tragfähige Antworten auf die Herausforderungen

des Klimawandels zu

finden. Kein anderer Wirtschaftssektor

ist so unmittelbar von den Folgen

des Klimawandels betroffen wie die

Landwirtschaft. Dagegen braucht es

wirksame Maßnahmen, angefangen

von leistbaren Naturalversicherungen,

über jede Menge Forschung bis hin

zu Resistenzzüchtungen und neuen

Anbaumethoden. Die Landwirtschaft

ist jedoch auch ein bedeutender Verursacher

des Klimawandels, wobei die

größten klimaschädlichen Effekte aus

dem unseligen Zusammentreffen des

schier unstillbaren Fleischhungers

und der dafür notwendigen Tierhaltung

entspringt. Würde das durchschnittliche

Konsumverhalten der

Europäer eine weltweite Verbreitung

finden, dann würden daraus allein 2

Grad Erwärmung resultieren. Könnte

man zur früheren Praxis (2-3-mal in der

Woche Fleisch) zurückkehren, dann

könnte man allein dadurch den Großteil

der Regenwaldbrandrodungen

abstellen. Wenn es zudem gelänge,

in unseren Böden wieder den natürlichen

Humusgehalt herzustellen,

wäre das die größte Kohlenstoffsenke

der Welt und ein Schlüsselfaktor für

die Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit.

Hier bietet die Ökoregion

Kaindorf in der Steiermark bereits

ein Modell an, wie das erfolgreich

betrieben werden kann. Auf jeden

Fall wird auch die Digitalisierung in

die österreichische Landwirtschaft

Einzug halten. Hier gilt es adäquate

Anwendungskonzepte zu entwickeln

und ein ausreichendes Bildungs-und

Beratungsangebot zu machen. Und

ebenfalls wichtig: Die Landwirtschaft

ist fast bei allen Produkten in Produktionsketten

eingebunden. Die Bauern

müssen daher eine konstruktive Zusammenarbeit

mit den Verarbeitern

und dem Handel suchen.

2020 war Ihr letztes Jahr als Präsident

des Europäischen Forums Alpbach.

Das diesjährige Thema war „Funda-

Foto: Philipp Naderer/European Forum Alpbach

GREEN SOCIETY

128


SOCIETY

mentals“, zentrale Thematik europäischer

Zusammenhalt. Wie bewerten

Sie diesen?

Das heurige Forum Alpbach ist der

Frage nachgegangen: Welche sind

die zentralen Grundlagen, auf denen

unsere demokratisch organisierten

Gesellschaften aufbauen können, wie

tragfähig sind diese, wo braucht es

Korrekturen oder auch neue Denkansätze.

Da geht es vorrangig um die

Grund- und Menschenrechte, um

die „rule of law“, um den Umgang mit

den modernen Biotechnologien, der

Digitalisierung und der künstlichen

Intelligenz, aber genauso um Fragen

der Sicherheit, der übernationalen

Zusammenarbeit und der Weiterentwicklung

der Demokratien. Damit

waren natürlich der europäische

Zusammenhalt, aber auch die transatlantischen

Beziehungen und unsere

Beziehungen zu China, Russland und

der Türkei zentrale Diskussionsthemen.

Dass es um den europäischen

Zusammenhalt nicht zum Besten

steht und dass die Spannungen

zwischen Nord-und Südeuropa und

zwischen West- und Osteuropa

wieder zunehmen, statt abgebaut zu

werden, wissen wir. Ebenso machen

sich Nationalismen und Populismen

breit, die Gift für den europäischen

Zusammenhalt sind. Es kriselt ja fast

überall und es ist eine Folge der heurigen

Debatten in Alpbach, dass wir

uns im nächsten Jahr intensiv mit den

notwendigen Transformationen auseinandersetzen

werden, ein Thema,

das zusätzlich aufgrund von Covid-19

unter den Nägeln brennt. Wir wollen

nicht zulassen, dass wir Europäer

mehr und mehr auf die Verliererstraße

geraten, während insbesondere China

voranmarschiert.

Vor etwa 20 Jahren haben Sie gemeinsam

mit Frau Mag. Tauchhammer ein

Projekt in Mosambik organisiert – wie

beurteilen Sie die aktuelle landwirtschaftliche

Zusammenarbeit der EU

bzw. Österreichs mit Afrika?

Österreich hat nur mit wenigen afrikanischen

Ländern eine intensivere

Zusammenarbeit im Agrarsektor.

Das hat sich auch im Laufe der Zeit

kaum verändert. Hingegen hat die EU,

schon allein aufgrund der kolonialen

Geschichte einer ganzen Reihe von

Mitgliedsstaaten, sehr intensive Beziehungen

zu Afrika. Und das ist gut

so, weil ich zutiefst davon überzeugt

bin, dass der eigentliche Hoffnungskontinent

für Europa Afrika ist. Wenn

es gelingen soll eine fruchtbare Partnerschaft

mit Afrika zu entwickeln,

dann muss Europa den afrikanischen

Völkern auf Augenhöhe begegnen

und es muss v.a. die europäische

Wirtschaft eingeladen werden sich in

Afrika zu engagieren. Man darf keine

europäischen Agrarmodelle nach

Afrika exportieren. Was für Afrikas

Landwirtschaft gebraucht wird, sind

moderne Infrastrukturen für die Agrarwissenschaften

vor Ort und ein gutes

Angebot zur Aus- und Weiterbildung

für junge WissenschaftlerInnen.

Und was ebenso nötig ist, sind faire

Handelsregeln, die nicht dazu führen,

dass der Marktdruck die afrikanischen

Landwirte bankrottgehen lässt und

sie sich aus Verzweiflung auf den Weg

nach Europa machen.

GREEN SOCIETY

129


SOCIETY

Ganz Österreich für

Black Lives Matter

Die Black-Lives-Matter-Bewegung ist auch in Österreich

angekommen, wo junge Menschen im Sommer

landesweit gegen Rassismus protestierten.

Vom 3. bis zum 10. Juni 2020 haben auf

Österreichs Straßen beinahe 100.000

Menschen gegen strukturellen Rassismus

und für Black Lives, also für das Leben

und die menschenwürdige Existenz

schwarzer Menschen, demonstriert.

Die Black-Lives-Matter-Demonstrationen

fanden in acht von neun Bundesländern

statt. Medienberichten zufolge

waren 80 bis 90% der DemonstrantInnen

jung. Sie trugen Plakate mit starken

Botschaften, wie zum Beispiel “White

Silence is Compliance” (dt. inh.: „Das

Schweigen weißer Menschen ist eine

Zustimmung [von strukturellem Rassismus]“)

oder “pro-black isn‘t anti-white”

(dt. „Für Schwarze zu sein, bedeutet

nicht, gegen weiße Menschen zu sein“).

Solidarische Botschaften getragen von

jungen weißen Menschen; ein Bild, das

vor 21 Jahren, als der Nigerianer Marcus

Omofuma bei seiner Abschiebung

durch Polizeigewalt ums Leben kam,

nicht denkbar gewesen wäre. Grund

für die tagelangen Demonstrationen

in Österreich war der qualvolle Tod des

Afroamerikaners Georg Floyd während

einer Festnahme am 25. Mai 2020 in

Minneapolis im Bundesstaat Minnesota.

Ein Polizist drückte mit seinem

linken Knie Floyds Genick zu Boden.

Obwohl der am Boden liegende Mann

16 Mal “I can’t breathe!“ sagte, ignorierte

der Polizist dessen Worte und verharrte

in seiner Position. Acht Minuten und 46

Sekunden lang rang der Afroamerikaner

um sein Leben und wurde letztendlich

durch das gewaltsame Vorgehen

der Polizisten getötet. Die Tat wurde

von der 17-jährigen Passantin Darnella

Frazier gefilmt, die das Video noch

am gleichen Tag unter dem Titel „Sie

töteten ihn direkt vor ‚Cup Foods‘ an der

Ecke 38th Street und Chicago Avenue!“

und dem Hashtag „Polizeibrutalität“

auf ihrer Facebookseite veröffentlichte,

von wo aus es sich rasant verbreitete.

Rassistische Ideologien waren im 17.

und 18. Jahrhundert fester Bestandteil

der europäischen Aufklärung. Sie

dienten dazu, Herrschaftssysteme zu

installieren und die Versklavung von

Afrikanern durch die europäischen

Kolonialmächte zu legitimierten. Der

Kampf gegen Sklaverei hat in Österreich

bereits früh begonnen. Der Wiener

Schriftsteller Johann Pezzl beschrieb

die Verschleppung von AfrikanerInnen

von der Goldküste im heutigen Ghana

nach Jamaika schon im Jahre 1784 als

eine „europäische Bestialität”.

Die Umsetzung der Anliegen, die im

Rahmen der Black-Lives-Matter-Bewegung

in Österreich an die Öffentlichkeit

drängen, ist eine Gelegenheit, sich eindeutig

zu positionieren. Wie die Chefredakteurin

des Magazins „Fresh – Black

Austrian Lifestyle“, Vanessa Spanbauer,

in der Sendung „Im Zentrum“ sagte:

„Man kann nicht mehr nichts sagen.

Denn entweder [ist] man damit okay,

dass Menschen so umgebracht werden,

dass Menschen herabgewürdigt

werden oder man ist damit nicht okay.”

PolitikerInnen sind jetzt aufgefordert zu

handeln und das Anliegen der 100.000

DemonstrantInnen nicht ungehört zu

lassen. Wird die Bekämpfung von anti-

Schwarzem Rassismus nicht zu einer

Priorität der Bundes- und Landesregierungen

erklärt, steigt die Befürchtung,

dass sich nichts weiterentwickeln und

auch nicht positiv ändern wird. Das

wäre ein fataler Fehler.

Text: Simon INOU*

*Wiener Journalist aus Kamerun

Foto: pixabay

DIVERSITY

130


SOCIETY

Wie Kamerun Corona

in den Griff bekommt

Corona trifft die ganze Welt, doch einige Länder sind mit

leichten Schrammen davongekommen. Vor allem Afrika

überrascht während der Pandemie mit Vorbildwirkung.

Foto: ORF

Da ich für ein Entwicklungshilfe-Projekt

regelmäßig in Kamerun tätig bin,

sehe ich dieses Land als Vorbild in

der Corona-Bekämpfung. Man hat

es innerhalb kurzer Zeit geschafft,

mit Hausverstand und Disziplin die

Pandemie einzudämmen. Im Oktober

2020 wurden nur zwischen 50 und

maximal 200 Fälle pro Tag gemeldet.

Im Sommer waren es noch 2.000

Fälle pro Tag. Man kann nun sagen,

es wird weniger getestet. Das mag

sein, doch der Trend nach unten gibt

den kamerunischen Behörden recht.

Was hat Kamerun anders gemacht als

etwa Österreich? Nach offiziellen fünf

Fällen im Jänner – als in Österreich

Corona noch gar kein Thema war –

wurde an allen Grenzübergängen und

an allen Flughäfen die Temperatur

der Reisenden gemessen. Ab Februar

wurden direkt an allen Flughäfen Test-

Labors aufgestellt, das heißt jeder

Einreisende wurde gratis getestet. Die

ORF-Korrespondentin und SOCIETY-Gastautorin

Dr. Sonja Sagmeister-Brandner

Menschen mussten ihre Reiserouten

angeben. Und, als Österreich im April

die ersten Schockwellen erreichten,

war Kamerun schon im Halb-Lockdown

mit ersten Schulschließungen

und Zelten vor Krankenhäusern, um

Corona-Kranke separat behandeln

und so das Risiko für Spitäler verringern

zu können.

Die Flugverbindungen nach außen

wurden gekappt. Als Ende August Flieger

wieder landen durften, mussten

alle Einreisenden für mindestens zehn

Tage in ein Hotel in Quarantäne, um

sicherzustellen, dass das Virus nicht

wieder eingeschleppt wird. Doch das

ist die eine Seite, die Kontrolle der

von außen Kommenden. Die andere

Seite ist das Verhalten der Einheimischen.

Kamerun ist nicht bekannt für

hohe Disziplin und Prozess-Management,

doch in diesem Fall wiederholen

kamerunische Beamte einen

Spruch: „With Corona we do not joke

around, because also corrupt people

are scared to die.” Mit dieser Krankheit

sei nicht zu spaßen, denn auch

korrupte Menschen haben Angst vor

dem Tod. Alle machen ihren Job, um

das Virus einzudämmen. In Douala, in

der Hafenstadt, gibt es nun entlang

der Straßenmauern eigens installierte

Waschbecken, damit man sich

die Hände waschen kann. Polizisten

tragen Desinfektionsspray bei sich.

Wer das Gefühl hat, er müsse seine

Hände desinfizieren, kann einfach den

Polizisten bitten, das zu tun. Überall

hängen Info-Plakate mit Slogans wie:

„Schau auf Dich, schütze Dich…nur so

rettest Du das Leben anderer“. Noch

erstaunlicher ist, dass Menschen

Masken tragen, auch wenn es nicht

überall vorgeschrieben ist. Auffällig ist:

Kameruner tragen vor allem in den Büros

fast immer Masken und arbeiten

bei offenem Fenster, aus Angst, sich in

geschlossenen Räumen anzustecken.

Dass man in Europa in Innenräumen

ohne Masken arbeitet, versteht dort

keiner. Intuitiv verlassen etwa Kameruner

bei Privat-Treffen auch das Zimmer,

wenn zu viele Menschen in einem

Raum sind. Dieses Gefühl, wann es

gefährlich werden könnte, haben die

Afrikaner besser verinnerlicht. Man

verurteilt die Leichtigkeit des Umgangs

mit Corona in Europa, spricht

von mangelnder Erfahrung und erklärt

sich das so: Die Europäer haben Ebola

nicht erlebt und sie verlassen sich ohnehin

auf die Behandlung im Krankenhaus.

So könnten selbst Corona-Leugner

munter und ohne Konsequenz

unvorsichtig sein. In Afrika trifft man in

den Städten kaum Corona-Leugner.

Alle sind froh, dass sie sich Masken als

Schutz leisten können. Die Menschen

dort haben Erfahrung mit Pandemien

und sie sind sich einig: Wer an Corona

schwer erkrankt, kann schnell sterben,

denn in den meisten Krankenhäusern

am Land gibt es nicht einmal Beatmungsgeräte.

Afrika hat gelernt, mit

Krisen, Epidemien und Gefahren zu

leben. Gelbfieber, Malaria und Covid-

19 sind nur einige von vielen weiteren

Risiken im Leben.

KOLUMNE

131


Die Diplomaten, Weinritter und Paneuropäer beim Europatisch am Europaplatz vor dem Eisenstädter Landhaus

Mit Kompetenz und

Freundschaft

Freiheit, Freundschaft, Friede und Freude – in turbulenten Zeiten

wie der globalen Covid-19-Pandemie bekommen die Werte des

Europäischen Weinritterordens eine ganz neue Relevanz.

Der Europäische Weinritterorden ist

ein internationales Freundschaftsnetzwerk,

welches auf kulturdiplomatischer

Ebene und durch paneuropäische

Ideale 25 Länder miteinander

verbindet. 1984 in der Freistadt Eisenstadt

gegründet, wurde der Weinritterorden

2005 durch Dr. Otto von Habsburg

damit beauftragt, die Agenda des

Habsburgischen St. Georgritterorden

von 1486 fortzusetzen. Besonders in

herausfordernden Zeiten wie diesen

erhält der Zusammenhalt der internationalen

Gemeinschaft und dessen

soziale Normen einen neuen Stellenwert.

Gleich zwei Anlässe gaben dem

Europäischen Weinritterorden am 19.

August 2020 Grund zum Zusammenkommen:

am Europatag lud der Orden

„Erst wenn du den Neid

besiegst und dich für

andere einzusetzen

beginnst, wirst du zum

wahren, ritterlichen

Menschen.“

zu einer Gedenkfeier am Europaplatz

ein, ehe an der österreichisch-ungarischen

Grenze in St. Margarethen

gemeinsam mit der Paneuropabewegung

das Paneuropa-Weinpicknick

zelebriert wurde. Die Mitglieder des

Ordo Equestris Vini Europae – der

lateinische Name des Ordens – versammelten

sich rund um den Europatisch

vor dem Eisenstädter Landhaus

im Burgenland, in dem alle Namen

der EU-Staaten eingraviert sind, und

stießen nach der Überreichung des

Friedenskelches mit einem Glas Wein

auf den Festakt an. Ehrengäste waren

die Botschafter von Kroatien und

Deutschland, die dieses Jahr den EU-

Vorsitz führen.

Der Consul Primus Senatus, Alfred

Rákóczi de Tombor Tintera, las aus

diesen feierlichen Gründen aus zwei

Traktaten vor, die von der Philosophie

des Ordens, wie man das Glück findet

und von unserer aktuellen Lebenssituation

während der Covid-19

Pandemie, handeln.

Die Ordensgemeinschaft sieht die

Besiegung des Neides als Voraussetzung

für ein erfülltes Leben an, da

sie die Wahrnehmung der eigenen

Befindlichkeit ermögliche und man

hierdurch aufhöre, nach den Errungenschaften

anderer zu streben. Herr

Rákóczi de Tombor Tintera ermutigte

seine Zuhörer, stets den guten Willen

zu bewahren und nie eine positive

Einstellung zum Leben aufzugeben.

Dabei solle man nicht auf vergängliche,

materielle Dinge und Werte

setzen, sondern auf jene, die uns Geborgenheit

schenken. Diese Agenda

wird im Schwellensatz des Weinritterordens

wiedergegeben: „Erst wenn du

den Neid besiegst und dich für andere

einzusetzen beginnst, wirst du zum

wahren, ritterlichen Menschen.“

Dieser Schlüssel hilft uns auf dem

Weg zum Glück, der besonders in

schweren Zeiten, wie der Corona-

Pandemie Anwendung findet. Jetzt

sei es wichtiger denn je, dass wir

unsere Lebensziele nicht aus den

Augen verlieren und die Herausforderung

mit Mut annehmen und bewältigen.

Dies sei auch eine Ritterpflicht.

Foto: Europäischer Weinritterorden

RITTERORDEN

132


Ferdinand Habsburg präsentiert stolz seinen ersten DTM-Pokal in Zolder

Der junge Habsburger ist dem St. Georgs-Orden stark verbunden

Ein Habsburger auf

der Überholspur

Der Rennfahrer Ferdinand Zvonimir Habsburg-Lothringen, Sohn von

Francesca und Karl Habsburg-Lothringen, über Karriere, Zukunftsvisionen

und seine Verbundenheit mit dem St. Georgs-Orden.

Fotos: Audi Motorsport/Michael Kunkel, Ale Barros

Deine zweite DTM-Saison (Deutsche-

Tourenwagen-Masters) liegt hinter

Dir, was ist Deine persönliche Bilanz?

Es war eine Saison mit Ups and Downs,

auf große Vorwärtsschritte folgten

manchmal ziemliche Enttäuschungen

und umgekehrt. Aber das hat mich

nur weiter angespornt! Alles in allem

bin ich sehr zufrieden, denn heuer

konnte ich beweisen, dass ich ganz

vorne mitfahren kann und habe mich

unter den besten Rennfahrern der Welt

weiter nach vorne gearbeitet. Das wäre

ohne mein Team, ohne die Leute um

mich herum und natürlich ohne meine

Sponsoren nicht möglich gewesen -

dafür bin ich ihnen allen sehr dankbar!

Was waren für Dich die Highlights

2020?

Natürlich meine erste Poleposition

und mein erstes Mal am Podium,

beides in Zolder. Das waren unglaublich

emotionale Momente, die ich nie

vergessen werde. Es ist einfach bewegend,

wenn man es nach harter Arbeit

endlich dort hinschafft, wovon man

schon als kleiner Junge geträumt hat.

Was sind Deine sportlichen Pläne für

das kommende Jahr? Willst Du in der

DTM bleiben? Man hört, Dich würde

auch die Formel 1 reizen?

In der DTM fühle ich mich mittlerweile

wirklich schon zuhause, die Formel 1

reizt natürlich jeden Motorsportler und

die Formel E ist eine Rennserie mit extremem

Zukunftspotential. Spannende

Optionen sind also alle drei. Aber ich

brauche nach dieser konzentrierten

und intensiven Saison jetzt einmal Zeit

für mich, um zu regenerieren und den

Kopf freizubekommen. Dann sehen wir

weiter. Ich bin mir sicher, der liebe Gott

wird alles richtig fügen.

Dein Vater ist das Oberhaupt der

Familie Habsburg. Eine Rolle, die

irgendwann auf Dich zukommt.

Fürchtest Du Dich davor oder freust

Du Dich darauf?

Ich bin stolz auf die Geschichte unserer

Familie und habe Respekt vor der

Verantwortung, die ich einmal tragen

werde. Wenn es irgendwann soweit ist,

werde ich das nach bestem Wissen

und Gewissen tun. Aber bis dahin ist

noch Zeit, denn mein Vater ist fit und

wird diese Rolle in der Familie noch

lange einnehmen. Dadurch kann ich

nicht nur noch viel von ihm lernen,

sondern habe auch noch Zeit, meinen

persönlichen Interessen nachzugehen.

Du bist auch im St. Georgs-Orden?

Was bedeutet Dir das?

Mein Vater ist der Großmeister des St.

Georgs-Orden, einer Gemeinschaft, die

unserer Familie und den europäischchristlichen

Werten, für die sie steht,

extrem verbunden ist. Ich sage immer,

es ist nicht nur wichtig, den richtigen

Weg einzuschlagen, sondern auch, die

Welt etwas besser zu hinterlassen, als

man sie bekommen hat. Und genau

dafür setzt sich der St. Georgs-Orden

ein. Daher bin ich dankbar, dass es ihn

gibt und stolz, ihm anzugehören.

Was verbindet eigentlich den Rennfahrer

Ferdinand mit dem privaten

Ferdinand, der die Welt ein Stück

weit verbessern will?

Ich würde sagen, die Zeit. Als Rennfahrer

kämpfe ich gegen die Zeit, abseits

der Rennstrecke für Werte, die die Zeit

überdauern. In beiden Fällen bemühe

ich mich das zu tun, so gut ich kann!

RITTERORDEN

133


Dr. Ernst Weinmann in seiner neuen Praxis am Börseplatz 6

Dr. Ernst Weinmann und Gattin Jeanne freuen sich schon auf ihre PatientInnen

Moderne Zahnheilkunde

im Zentrum Wiens

Im Gespräch mit SOCIETY gibt Dr. Ernst Weinmann

Einblicke in seine neu eröffnete Zahnarztpraxis am

Börseplatz 6 in der Wiener Innenstadt.

Auf was legen Sie als Zahnarzt bei

der Behandlung Ihrer PatientInnen

besonderen Wert?

Gerade in Ausnahmesituationen die

mit Zahnschmerzen verbunden sind,

spielen Empathie, Verständnis und eine

einfühlsame Hilfeleistung vom Zahnarzt

und seinem Team eine wesentliche

Rolle. Die Beschwerden meiner PatientInnen

möchte ich auf Basis meiner

zahnärztlichen Fähigkeiten sowie

meiner jahrzehntelangen Erfahrung mit

Menschen aus verschiedensten Kultur-

Alters- und Sozialkreisen lösen.

Wie sieht das Angebot Ihrer Ordination

aus? Auf was liegt Ihr Fokus?

Im Vordergrund stehen sowohl das

Wohlbefinden und die Gesundheit

der PatientInnen als auch die Funktionalität

und Ästhetik des Ergebnisses,

welches durch meine vielschichtige

Ausbildung in den Bereichen der

Zahntechnik und Zahnheilkunde

gewährleistet wird. Mit der modernen

Keramik-Technologie können wir zum

Beispiel ästhetische Lösungen für

Veneers, Kronen und implantatgetragenen

Zahnersatz anbieten.

Was hat Sie damals dazu bewogen,

Zahnarzt werden zu wollen?

Ich hatte das Glück, dass mir meine

Liebe zum Beruf sozusagen in die Wiege

gelegt worden ist. Mein Vater war ein

bekannter Dentist und seine empathische

Art im Umgang mit den Patient-

Innen und sein professionelles Talent

machten ihn zu meinem Vorbild. Das

Schöne an meinem Beruf ist, dass ich

meinen PatientInnen ein selbstbewusstes

Lächeln ins Gesicht zaubern kann.

Adresse und Kontakt:

Börseplatz 6, 1010 Wien

+43 6641317770

Modern dentistry in

the heart of Vienna

In an interview with SOCIETY, Dr. Ernst

Weinmann speaks about his new

dental office located at Börseplatz 6,

in the centre of Vienna.

What is particularly important to

you when treating patients?

When working with patients with particular

needs, empathy and understanding

are essential aspects in order

to get the desired results. Based on my

experience, I know how important it

is to take my time with each patient,

give advice on all of the options and

respond to individual wishes.

What is unique about your treatment

program?

Due to my formative training in dental

technology, dental medicine as well

as general medicine, I am able to

offer a high-quality and individual

patient treatment. My focus remains

on health, comfortability and functionality.

Furthermore, I offer aesthetic

solutions for veneers, crowns, bridges

and implant borne restorations using

state-of-the-art technology.

What made you decide to become a

dentist?

I practically inherited this profession,

as my father was a respected dentist. I

admired his proficieny and he became

a role model to me. What I love most

about my profession is the ability to

help people by giving them a beautiful

smile and boosting their confidence.

Fotos: SOCIETY/Pobaschnig

GESUNDHEIT

134


SOCIETY

MICHAEL ZIMPFER, M.D., M.B.A, professor

Vienna Medical Center –

state-of-the-art medical

expertise and technology

The Vienna Medical Center, founded and headed

by Michael Zimpfer, attracts national and

international patients, either with preventive

medicine or in dealing with specific disease

states. We present some of it’s key partners of

various medical disciplines.

The center is located within walking

distance to the Vienna General Hospital,

(Allgemeines Krankenhaus), and the

St. Anna Children’s Hospital (St. Anna

Kinderspital). There are also a number

of private hospitals nearby, including

the Vienna private clinic (Wiener Privatklinik),

private clinic Josefstadt (Confraternität

– Privatklinik Josefstadt) and

the Goldenes Kreuz private clinic (Krankenanstalt

Goldenes Kreuz).

In addition to his own diagnostic and

therapeutic expertise, by creating the

Vienna Medical Center, Zimpfer has

established an effective, internationally

linked, holistic healthcare platform. On

offer, are international video consultations

and where necessary, working

with a team of leading medical specialists.

The consultants are drawn from a

wide background and offer a unique

range of expertise (see their respective

biographies and international medical

training on the following pages). In addition

to its own dedicated team of specialists,

the center works closely with

local and internationally renowned specialists,

e.g., oncologists, radiologists,

cardiologists, obstetricians / gynaecologists,

paediatricians, neurologists. In

this issue also a renowned journalist is

included.

This network and numerous co-operations,

such as with the Clinic Otta-

MICHAEL ZIMPFER, M.D., M.B.A, professor,

(www.zimpfer.at)

Specialisation and affiliation: Critical care and

pain physician, anaesthesiologist, founder and

head of the Vienna Medical Center (Zentrum

für Medizin und Gesundheit), professor and

chairman emeritus at the department of anaesthesiology

and critical care, Medical University

and Allgemeines Krankenhaus, Vienna.

International medical and non-medical training:

Harvard Medical & Chicago Business Schools,

numerous continually ongoing medical training

activities including master classes.

Area of expertise: Preventive medicine, non-invasive

and minimally invasive pain therapy,

individual healthcare management.

kring (former Wilhelminenspital) and

the Med-Austron, give patients access

to the latest developments in oncology

and radio-oncology such as cyberknife,

proton- and ion therapy.

Vienna Medical Center

1090 Vienna, Pelikangasse 3/101

www.zmed.at, eMail: office@zimpfer.at

Tel.: +43 / 1 / 997 28 30-0, Fax: -99

Fotos: excudit.at, Sandra Herczeg, Marcel Lehmann

GESUNDHEIT

135


SOCIETY

Razvan GALALAE, MD, PhD, assoc. professor

Susanne HAAS, Mag. rer. nat.

Gerhild KAUKAL, M.D.

Specialisation and affiliation: Radio-oncologist,

director interventional particle therapy at Med

Austron ion therapy center, Wiener Neustadt.

Venia legendi, medical faculty, Christian-

Albrechts-University Kiel, Germany, active

member of Breast Working Group, GEC-ESTRO /

active member EORTC QLG.

International medical training: University of

Hamburg, Germany; radiation oncology, interventional

radiotherapy and brachytherapy at

Christian-Albrechts-University Kiel, Germany;

particle therapy at Paul Scherrer Institute,

Switzerland.

Specialisation and affiliation: Expert of DNAand

RNA-analysis, witness for court for molecular

biology and human hereditary biology,

director of the lab Confidence DNA-Analyses,

Vienna.

International medical training: City University

of New York, USA, research in non-invasive prenatal

paternity testing by sequencing SNPs in

maternal plasma (PhD thesis N790 ongoing).

Area of expertise: Sequencing and PCR-analysis,

mainly realtime PCR for Covid-19-testing.

Specialisation and affiliation: Specialist in nuclear

medicine; education and medical practice/

experience at the Clinicum Klagenfurt. In private

practice since 2006, founder and general manager

of the medical centre Villa Sana, Medical practice

at the institute for nuclear medicine Med22,

Vienna.

Medical training: Scientific research with

special focus on thyroid carcinoma.

Area of expertise: Diagnosis and treatment of

thyorid disorders.

Area of expertise: Genito-urinary tumors, Gastrointestinal

tumors, breast cancer, brachytherapy,

particle therapy, interventional radiotherapy.

Zentrum für Medizin

und Gesundheit

Vienna Medical Center

Manfred A. HERBST, M.D., professor

Edda GRAF, Mag. phil.

Specialisation and affiliation: Head of „Krone

Bunt“ (Sunday issue „Kronenzeitung“), Magister

Communication/Political Science; University

Vienna.

Former positions: Executive director PR and

communications Magna Europe, Member of

the Board of Editors-in-Chief, NEWS-Magazine,

Spokesperson of Ralf Schumacher, F1, started

at ORF (sports-department).

Specialisation and affiliation: Radio-oncologist,

proton radiation oncology, internal medicine,

former university professor and head of the

Department of Radiation Oncology, Regensburg

University, former head of the Rinecker

Proton Therapy Center Munich, former general

medical Director Proton Therapy Center Prag,

Czech Republic

International medical training: General Hospital

Benrath, associated University Düsseldorf,

Germany.

Radiation training: Radiation Oncology Center,

University Basel, Switzerland.

Area of expertise: Protontherapy, worldwide

unique protontherapy of lung, liver, pancreatic

malignancies.

Thomas MADER, M.D.

Specialisation and affiliation: Radiologist,

Head of Diagnoszentrum Mödling (Radiology

and Nuclear medicine).

Medical training: Hospital Barmherzige Brüder,

Vienna.

Area of expertise: All aspects of diagnostic radiology,

mammography, cardiac CT.

Fotos: Reinhard Holl/Krone, Jeff Mangione, privat

GESUNDHEIT

GESUNDHEIT 136

136


SOCIETY

Christoph NEUMAYER, M.D., professor

Erika PILZ, M.D.

Hossein POUREBRAHIM, M.D.

Specialisation and affiliation: Vascular

surgeon, interim. head of Division of Vascular

Surgery, Department of Surgery, Medical University

of Vienna, Allgemeines Krankenhaus,

Vienna. Member of the European Board of

Phlebology.

International medical training: University of

Zurich, Switzerland, Jagiellonian University,

Kraków, Poland

Area of expertise: Vascular surgery with special

emphasis on aortic aneurysm, carotid arter-

ies disease and peripheral vascular disease,

sympathetic surgery.

Specialisation and affiliation: Plastic surgeon,

International medical training: Plastic surgery

activities in cooperation with Prof. Thomas J.

Gampper, University Clinic for Plastic Surgery

in Charlottesville, VA, USA and Assoc. Prof.

Dr. John Celin (also Charlottesville and private

practice in London, UK).

Area of expertise: Breast surgery (oncological

and aesthetic).

The Medical Board – part 2

see also the last June issue

Specialisation and affiliation: General and

visceral surgeon, established surgeon, former

senior physician at the Division of General and

Visceral Surgery at the Hietzing Clinic Vienna.

International medical training: Charité-Univer-

sity Hospital Berlin, Germany; Hospital Clinic

de Barcelona, Spain; Policlinico universitario

Agostino Gemelli, Rom, Italy.

Area of expertise: Endoscopy, thyroid surgery,

laparoscopic abdominal surgery.

Klaus NOVAK, M.D.

Specialisation and affiliation: Neurosurgeon,

attending at the Department of Neurosur