Altlandkreis Ausgabe Juli/August 2019 - Das Magazin für den westlichen Pfaffenwinkel

tassilo2

Ausgabe 54 | Juli / August 2019

.de

Eine Produktion von

mit Veranstaltungskalender für zwei Monate

Titelbild: traveldia, Adobe Stock

Stadtmauer, Schongau

Auf der Roten Couch

Peter Maffay auf Gut Dietlhofen

Die Trachtler feiern

Lechgau-Fest in Schongau


Rocker, Tüftler, Tänzer

Er

ist austrainiert von

Kopf bis Fuß, geht mit

spielerischer Leichtigkeit

in den Spagat

und grinst dabei, als

hätte er sechs Richtige

im Lotto: Roland

Hey aus Schongau ist

professioneller Tänzer,

Choreograph und Yoga-

Lehrer. er. Er

hat uns von seinem

abenteuerlichen e Leben rund

um den

Globus erzählt und mit tiefsinnigen Argumenten

erklärt, warum Yoga jedem guttut. Einmal

wöchentlich besucht auch Gregor Braun einen

Gymnastik-Kurs, um mit gezielten Übungen seine

Rumpfmuskulatur in Form zu halten. Schließlich

ist ein stabiler, ausgeglichener Körper die Basis für

seinen außergewöhnlichen Beruf. Der Wildsteiger

arbeitet als Industriekletterer auf allerhöchstem Niveau,

bildet auch aus und macht keinen Hehl daraus,

dass die für ihn schönsten Baustellen im Gebirge liegen

und nicht an hundert Meter hohen Glasfassaden

in einer Großstadt. Im Zentrum von Hamburg, Berlin

oder München könnte sich auch Peter Maffay kein

dauerhaftes Leben vorstellen. Er ist und bleibt ein

„Countryboy“ durch und durch, der in Tutzing und

Umgebung immer tiefere Wurzeln geschlagen hat.

Pünktlich zum 70. Geburtstag durften wir Deutschlands

erfolgreichsten Rock- und Popmusiker zum

großen Interview auf die Rote Couch bitten. Warum

es im Aufnahmestudio schon länger nicht mehr nach

Bier und Zigaretten stinkt, er nicht im Kreise seiner

Familie Geburtstag feiert, es laut werden wird und

sich Gut Dietlhofen als neues Zentrum seiner Stiftung

bestens bewährt hat? Dies und vieles mehr hat uns

der rastlose Rocker in einem einstündigen Gespräch

ausführlich verraten.

Was viele Jüngere aus Schongau und Umgebung

sicherlich nicht wissen: Das Welfen-Gymnasium

ist noch gar nicht so alt, unter anderem zehn Jahre

jünger als Peter Maffay und auch nur dank einer

Elterninitiative gegründet worden. Zum 60-jährigen

Jubiläum haben wir einen Blick in die Chronik dieser

Abiturienten-Schmiede geworfen. Dort erfolgreich

ihren Abschluss geschafft hat auch Franziska Bär, deren

Leben sich die vergangenen Monate im wahrsten

Sinne auf den Kopf gestellt hat. Während die ehemalige

Volontärin bei den Schongauer Nachrichten

früher noch Menschen interviewte, ist sie plötzlich

selbst als Protagonistin gefragt. Der Grund: Eine

abenteuerliche Reise durch das am dünnsten besiedelte

Land der Welt, über die sie nun ein spannendes

Buch geschrieben hat. Wir haben mit der frischgebackenen

Autorin über Reisehöhepunkte, Zwischenmenschliches

und mühsame Schreibtage gesprochen.

Zig mühsame Stunden hat Max Bannaski aus

Bernbeuren in seiner Hof-Werkstätte verbracht, bis

Frontschwader und Doppelmessermähwerk endlich

so funktionierten, wie es sich der Bio-Bauer vorstellte.

Dass sich Tage und Nächte hartnäckiger Tüftelei

auszahlen, beweist die jüngste Erfolgsgeschichte seines

Unternehmens – und ein in Brüssel verliehener

Preis. Urlauber aus Belgien ziehen selten durch den

Pfaffenwinkel. Grundsätzlich fällt aber auf: Die Zahl

der Kurzurlauber steigt. Ob öffentliche Stellplätze

für Wohnmobile eher Fluch oder Segen sind? Das

und vieles mehr haben wir für Sie, liebe Leser, in

die Juli/August-Ausgabe gepackt. Gute Unterhaltung

wünscht nun,

Ihr Johannes Schelle

Ja, ich will ...

- meine Bestattungsform selbst wählen

- die Trauerfeier nach meinen Wünschen gestalten

- meine Familie mit der Bestattungsvorsorge entlasten

- richtig beraten werden

Wir beraten Sie gerne umfassend zu diesem Thema.

Schongau, Gebatstr. 1a, Tel: 08861-204 97

Peiting, Bahnhofstr. 5, Tel: 08861-670 62

Kaufbeuren, Ledergasse 11, Tel: 08341-999 355 0

GmbH

> > > AUS DEM INHALT

Seite 4

Vom Spitzensportler bis zum

Anfänger: Schongau Triathlon

rund um die Altstadt

Seite 6

Die Allzweckwaffe im

Schwimmbad — so vielschichtig

ist der Beruf des Bademeisters

Seite 9

Rockstar Peter Maffay

im großen Interview auf

der Roten Couch

Seite 14

Organisiert von einer

Familie aus Forst: der größte

Abarth-Club der Welt

Seite 16

Das Welfen-Gymnasium und

sein Förderverein — eine

Institution seit 60 Jahren

Seite 26

„Graficum“, Werkstattseminare

für Bildnerisches Gestalten bei

Peter Mayr in Peiting

Seite 30

Industriekletterer Gregor

Braun: Schraubenrevision auf

160-Meter-Windrad

Seite 34

Sag mal, Franziska Bär!

Autorin im Frage- und

Antwortspiel

Seite 40

Umzug mit Widerhall:

96. Trachtenfest des

Lechgaus in Schongau

Seite 44

Leicht, umweltschonend

und preisgekrönt: Mähwerke

von Max Bannaski

Seite 48

Jeder Zentimeter wird genutzt

beim Gartenparadies von

Familie Landerer

Seite 54

„Weil es mich und andere

berührt!“ Tänzer, Choreograph

und Yoga-Lehrer Roland Hey

Seite 56

Designer-Brille trifft Oldtimer-

Lampe bei der House of Craft

im Juli in Kinsau

Seite 73

Sommer, Sonne, Sonnenschein:

Unsere Veranstaltungstipps

für Juli und August

Für ein atemberaubendes Lächeln…

Zahnarztpraxis

Dr. Oliver Kellermann

• Funktionelle Zahnerhaltung

• Ästhetische Zahnheilkunde

• Bleichen verfärbter Zähne

• Parodontitisbehandlung

• Implantate Strahlend weiße Zähne

in nur 90 Minuten!

Jugendheimweg 1 · 86956 Schongau

Tel. 0 88 61 / 23 36-0 · Fax 0 88 61 / 23 36-14

info@dr-o-kellermann.de

www.dr-o-dellermann.de

kellermann.de

juli / august 2019 | 3


Schongau Triathlon rund um die Altstadt

Vom Spitzensportler bis

zum Anfänger

Schongau | Anderthalb Kilometer

Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren,

zehn Kilometer Laufen –

so die olympische Distanz im Triathlon.

Es ist exakt jene Strecke,

über die auch der achte „ARGI+

Schongau Triathlon“ gehen wird.

Hobbysportler brauchen sich allerdings

nicht grämen, haben die

Organisatoren doch mittlerweile

eine der bedeutendsten regionalen

Sport-Großveranstaltungen

geschaffen, bei der tatsächlich nahezu

Jedermann teilnehmen kann.

„Wir haben jedes Jahr zwischen

350 und 500 Sportler, die an den

Start gehen“, so Josef Zeller, Vorsitzender

des Triathlon-Fördervereins

und Organisationsleiter des

Schongau Triathlons. Vom Top-

Athleten bis hin zum Breitensportler

werden auch am Sonntag, 21.

Juli, wieder sämtliche Leistungsklassen

vertreten sein. Möglich

macht es der besondere Modus

des Schongau Triathlons, der sich

aus drei Einzelrennen zusammensetzt:

Um 9 Uhr startet die bayerische

Triathlon-Elite, die dann

um die Bayerische Meisterschaft

kämpft. Mit dabei sein werden

je ein Schongauer Damen- und

Herrenteam. Nicht teilnehmen

wird jedoch Schongaus Vorzeige-

Mannschaft, die Damen I, die

vergangene Saison in die Zweite

Bundesliga aufgestiegen ist und

damit Bundesländerübergreifend

an den Start geht. Die eine oder

andere Athletin des Teams wird

dennoch sicherlich später, ab 10

Uhr, beim von der Bayerischen

Meisterschaft abgekoppelten Triathlon

zu sehen sein. Neben den

Profis starten hier auch ambitionierte

Hobbysportler. Um die Verkehrssituation

rund um Schongau

nicht allzu sehr zu belasten, „wollen

wir alles kompakt abwickeln“,

wie Josef Zeller verspricht. Sollten

die langsamsten Radfahrer bis 12

Uhr nicht die Wechselzone zum

Laufen passieren, werden sie aus

der Wertung genommen. Es ist

aber die einzige Vorgabe und laut

Zeller „mit ein wenig Training

auch absolut machbar“.

Verkürzte Staffel-Distanz

für Vereine und Firmen

Noch viel eher machbar ist indes

der Sprinttriathlon, für den das

Startsignal um 10.20 Uhr ertönt.

Das Schwimmen im Lech gilt als besonders anspruchsvoll.

Zieleinlauf: Nach zehn Kilometern

Laufen ist der Triathlon bewältigt.

Die abgespeckte Variante mit 500

Metern schwimmen, 20 Kilometern

radeln und fünf Kilometern

laufen, spricht deutlich mehr den

Breitensport an. Für wen auch

diese Distanz zu sportlich ist, oder

wer einfach gerne im Team Sport

macht, dem sei die Sprintstaffel

ans Herz gelegt. Gleiche Strecken,

gleiche Startzeit, allerdings teilen

sich hier drei Sportler die Aufgaben.

Der Wettbewerb ist insbesondere

für Vereine und Firmen

gedacht. „Wir wollen mit dem

Schongau Triathlon jeden ansprechen,

auch Anfänger“, sagt Josef

Zeller über die Struktur des Wettkampfes.

Das Tolle am Schongau

Triathlon ist das ganze Paket, welches

auch den besonderen Flair

ausmacht.“ Um möglichst viele

Menschen den Triathlon-Sport

Draußen und drinnen – ein Genuss!

Sa&So ab 9:00 Uhr

Frische Backwaren – auch zum Mitnehmen!

Tag der Biene

17.8.2019 mit den Wildsteiger Imkern

Burger-Abend

Veronika Kößel · Auernheimer Weg 1 · 82409 Wildsteig

Tel. 0 88 67 - 9 12 57 30 · cafe@peramarta.de · www.peramarta.de

jeden letzten Fr. u. Sa. im Monat

ab 18:00 Uhr

Dämmerschoppen

12.7.2019

mit der Musikkapelle Wildsteig

(Eintritt frei!)

Öffnungszeiten: Mo., Do., Fr.13.00 - 22.00 Uhr · Sa., So. 09.00 - 22.00 Uhr


Zweite Disziplin: 40 Kilometer müssen bei der olympischen Distanz eines

Triathlons auf dem Rad zurückgelegt werden.

schmackhaft zu machen, wurde im

Vorfeld das Local-Hero-Programm

ins Leben gerufen. Dabei haben

Sportler die Möglichkeit, sich

über einige Wochen dem Training

der Triathlon-Abteilung des TSV

Schongau anzuschließen, um sich

explizit auf das Event vorzubereiten.

Mittlerweile wird auch gezielt

in Schulen gegangen, um Nachwuchs

zu rekrutieren. „An der

Schongauer Mittelschule hat sich

beispielsweise eine Triathlon-AG

etabliert“, freut sich Josef Zeller.

Athleten zum

„Anfassen“

> > > INFORMATIONEN

Alle Informationen rund um die Triathlon-Abteilung des TSV

Schongau und den „ARGI+ Schongau Triathlon“ am Sonntag, 21.

Juli, hält die Internetseite www.triteam.de bereit.

„Den Athleten zum Zuschauer

bringen und den Zuschauer zum

Athleten“, so das inoffizielle Motto

des Schongau Triathlons. Je nach

Wetter verfolgten bisher stets rund

500 bis 1 000 Zuschauer das Sportgeschehen

rund um die Altstadt.

Die besten Zuschauer-Plätze gibt

es übrigens am Marienplatz, wo

auch der Zieleinlauf sein wird, am

Frauenberg oder auf der Lechbrücke.

„Die Strecke ist so gewählt,

dass man theoretisch mit einem

Athleten mitpilgern könnte“, sagt

Zeller, der darüber hinaus über

die Herausforderung des Schwimmens

im Lech spricht, was besonders

anstrengend ist. „Deshalb

und auch wegen der Radstrecke

ist das Rennen nicht so laufgestützt

wie viele andere Triathlons.“

Heißt: Während sich Athleten bei

anderen Wettkämpfen oftmals

beim Schwimmen und Radfahren

ein wenig zurückhalten, um

dann beim Laufen noch über entscheidende

Reserven zu verfügen,

kann beim Schongau Triathlon der

gewinnbringende Vorteil bereits

raus geschwommen oder gefahren

werden – und garantiert so

Spannung über die volle Distanz.

Damit es erneut ein tolles Event

wird, sind rund 200 bis 250 Helfer

bis hin zur Dopingkontrolle im

Einsatz. Besonders bedankt sich

Zeller in diesem Zusammenhang

bei Feuerwehr, Rotem Kreuz und

Wasserwacht, ohne die eine solche

Großveranstaltung nicht möglich

wäre. Insgesamt ist es die 20.

Auflage des heimischen Triathlons

und der achte, der in Schongau

stattfindet. Zuvor waren die Sportler

jahrelang rund um den Auerberg

zu Gast, ehe man aufgrund

von Terminüberschneidungen

nach Schongau ging. „Dann wollten

wir natürlich direkt in der Altstadt

präsent sein“, erinnert sich

Josef Zeller. Die Örtlichkeit ist auch

ein Grund, warum bewusst nicht

allzu viel Verpflegung seitens des

Vereins angeboten wird. Getränke,

Kuchen, Obst, Wurstsemmeln,

Einfaches vom Grill. „Wir würden

uns freuen, wenn Sportler und Zuschauer

anschließend noch in den

Gaststätten der Altstadt verweilen,

damit auch diese etwas vom Trubel

haben“, wünscht sich Zeller.

Schongau Triathlon

definiert jährliches Budget

Mit dem Schongau Triathlon deckt

die Abteilung ihren jährlichen finanziellen

Bedarf, der es durchaus

in sich hat. Schließlich geht

sportlicher Erfolg auch stets mit

höheren Ausgaben einher, insbesondere

wegen der höheren Reisekosten,

etwa zu Wettkämpfen

nach Hamburg. Zudem brauchen

Top-Athleten auch entsprechende

Ausstattung und Trainingsbedingungen.

Das rechtfertigt dann

auch den immensen Aufwand,

den wir für unseren Triathlon in

Kauf nehmen“, so Zeller. Bleibt

abschließend nur zu hoffen, dass

auch das Wetter mitspielt, damit

möglichst viele Zuschauer die

Sportler anfeuern – egal ob Spitzensportler

oder Amateur. tis

juli / august 2019 | 5

Lydia Riesemann

lydia@riesemann-ib.de

0152 - 08701970

Jetzt neu in Landsberg:

Riesemann GmbH & Co.KG

Mohnblumenring 11

86899 Landsberg am Lech

www.riesemann-ib.de

WIR SIND

UMGEZOGEN

Besuchen Sie uns in

unseren neuen

Räumen in

Landsberg

JETZT IN LANDSBERG

Besuchen Sie uns ab sofort in unseren neuen


Vereinbaren Sie jetzt ein kostenloses Beratungsgespräch!

AUSGEZEICHNET

Wir sind ausgezeichnet für langjährige Erfahrung,

besonderes Engagement für unser Kunden,

sowie überdurchschnittliche Kundenbewertungen

auf Immobiliensocut24.de.

Manuel Riesemann

manuel@riesemann-ib.de

0176 - 23262459


www.boeglmueller.com

So vielschichtig ist der Beruf des Bademeisters

Die Allzweckwaffe

im Schwimmbad

FESTLICHER

SOMMER

in der

Mitwirkende: Solisten, Chor der Stadt Schongau,

Orchester La Banda, Neue Süddeutsche Philharmonie,

Leitung: Christoph Garbe

Junges Ensemble, Leitung: Kristina Kuzminskaite

04. Mai 2019 Basilika Altenstadt 18.00 Uhr

Alpenländische geistliche Volksmusik

30. Juni 2019 Stiftskirche Rottenbuch 19.00 Uhr

Alte Musik in jungen Händen

07. Juli 2019 Wieskirche 19.00 Uhr

Haydn: Die Jahreszeiten

21. Juli 2019 Wieskirche 19.00 Uhr

Mozart: Exsultate jubilate

Beethoven: Sinfonie Nr. 6 „Pastorale“

28. Juli 2019 Wieskirche 19.00 Uhr

Marcello: Konzert für Oboe und Orchester

Haydn: Stabat mater

03. Nov. 2019 Welfenmünster Steingaden 17.00 Uhr

Festliches Eröffnungskonzert

Michl: Requiem

Schongau | „Klischees werden am

Beruf des ,Bademeisters‘ wohl

immer haften bleiben“, sagt Alexander

Boos über ein völlig falsches

Bild in der Gesellschaft.

Denn der braungebrannte Typ mit

Sonnenbrille und signalfarbener

Badehose, der im Stile eines David

Hasselhoff am Beckenrand steht,

habe mit der Realität nichts zu tun.

Ein Fachangestellter für Bäderbetriebe,

so die seit vielen Jahren

offizielle Berufsbezeichnung, übt

einen sehr vielschichtigen und

verantwortungsbewussten Beruf

aus. Am Beispiel Alexander Boos,

35, lässt sich diese Berufsvielfalt

besonders gut darstellen. Er arbeitet

seit 2011 als Fachangestellter

für Bäderbetriebe im Schongauer

Plantsch, ist obendrein Meister,

der ausbildet und Prüfungen von

angehenden „Fachangestellten für

Bäderbetriebe“ aus ganz Bayern

abnimmt. Aktuell geht die Ausbildung

über drei Jahre – ein klassisches

duales System mit Praxis in

einem Bad sowie Theorie an der

Berufsschule in Lindau am Bodensee,

der einzigen in ganz Bayern.

Aufgeteilt ist die Ausbildung in

vier Schwerpunkte: Technik, Medizin,

Animation und Sauna. Es

geht um Badewasserchemie und

Mikrobiologie, um Elektro- und

Pumpentechnik. Es geht um die

klassische Wasserrettung in bis zu

3,80 Metern Tiefe und umfangreicher

erster Hilfe. Darüber hinaus

um das Organisieren und umsetzten

von Spielenachmittagen,

Schwimmkursen und anderen Unterhaltungsmöglichkeiten

im und

am Wasser. Kurzum: Der „Fachangestellte

für Bäderbetriebe“ ist

eine Allzweckwaffe, der in einem

Schwimmbad als Handwerker,

Chemiker, Rettungsschwimmer,

Schwimmkursleiter, Animateur, Organisationstalent

und „Info-Point“

für Gäste fungiert. Und damit so

ziemlich alle Aufgabengebiete

abdeckt, die in einem Schwimmbad

anfallen. Abgesehen von der

Aufgabenvielfalt ist ein Fachangestellter

für Bäderbetriebe ohnehin

Pflicht, um überhaupt ein Bad betreiben

zu dürfen. Umso brisanter:

der seit vielen Jahren akute Mangel

an „Fachangestellten für Bäderbetriebe“.

Schlechte Bezahlung und

familienunfreundliche Arbeitszeiten

seien der Hauptgrund. Und

damit auch der Grund für das seit

Jahren rasante Schwimmbad-Sterben?

Laut Alexander Boos schließen

deutschlandweit jährlich 60

bis 70 Bäder. Meistens die kleineren,

die sich junge Familien noch

leisten könnten. „Genau die, die

wir brauchen, damit unsere Kinder

das Schwimmen lernen können.“

Grundsätzlich sind Schwimmbäder

extrem teuer im Unterhalt, allen

voran in Sachen Energiekosten und

Instandhaltung. Viele Gemeinden

sind deshalb nicht mehr in der

Lage, dieses Draufzahlgeschäft auf

Förderverein Festlicher Sommer in der Wies e.V.

Karten: www.wieskonzerte.de

6 | altlandkreis


Dauer zu stemmen. Aber sicherlich

hängt das Schwimmbadsterben

auch mit zu wenigen Fachangestellten

für Bäderbetriebe zusammen.

2018 waren deutschlandweit

bis zu 2 500 Stellen offen. Davon

nicht betroffen: Das Plantsch in

Schongau, das vergleichsweise

sehr gut läuft, viel zu bieten hat

und immer wieder modernisiert

wird. „Da muss man echt ein großes

Lob an Plantsch-Geschäftsführer

Andreas Kosian, Schongaus

Bürgermeister Falk Sluyterman und

der Stadt Schongau aussprechen,

die sich sehr stark einsetzten fürs

Plantsch“, sagt Alexander Boos.

Dazu gehört übrigens auch eine

faire Bezahlung der insgesamt 57

Mitarbeiter, wovon sieben als Fachangestellte

für Bäderbetriebe arbeiten.

Besonders erfreulich: In

acht Berufsjahren im Plantsch kann

sich Alexander Boos an nur zwei

Wasserrettungen erinnern. „Ich

kenne Kollegen, zum Beispiel im

Westbad Nürnberg, die haben drei

bis vier Wasserrettungen am Tag“,

sagt er über die in Schongau seltene,

aber dennoch mit Abstand

wichtigste Aufgabe eines Fachangestellten

für Bäderbetriebe.

Wasserrettung wird

jährlich geübt

Wichtig ist, immer wieder einen Blick in die Becken zu werfen.

Kommt es zum Notfall, müssen die

notwendigen Abläufe sitzen, die

Nerven bewahrt werden. Reinspringen,

anschwimmen, abtauchen,

retten, hochschwimmen,

an „Land“ ziehen und erste Hilfe

leisten, während der Kollege bereits

den Notruf abgesetzt hat.

Einmal im Jahr übt Alexander

Boos mit seinen Kollegen diesen

überlebenswichtigen Prozess im

3,80 Meter tiefen Schwimmbecken

im Halleninneren intensiv.

„Da müssen alle durch, ob 19

oder 60 Jahre“, sagt er. „Letztlich

haben wir dafür zu sorgen, dass

sich unsere Badegäste nicht nur

sicher fühlen, sondern auch sicher

sind.“ Dazu gehört eine professionelle

Wasserrettung ebenso wie

das Versorgen von Platzwunden

und Bienenstichen, aber auch

die regelmäßige Spezialreinigung

Einer der Bademeister sitzt vor Überwachungsbildschirmen.

der Anlage sowie der wohl gefährlichste

Akt: Das Wechseln von

Chlorgas-Flaschen. Um besten

Überblick über alle Schwimmbecken

zu haben, sind im Schongauer

Plantsch die Aufgaben der

Fachangestellten pro Schicht klar

verteilt: Einer achtet auf die Monitore

im Überwachungsraum,

zwei andere sind im Bereich der

Innen- und Außenbecken unterwegs

und einer gestaltet einen

Sauna-Aufguss. Außerdem hilft

im großen Schwimmerbecken in

der Halle ein Frühwarnsystem

namens „Angel-Eye“. Es besteht

aus acht Unterwasser-Kameras,

die alle 15 Sekunden Bilder abgleichen

und auswerten. Sollte

ein Schwimmer untergehen und

sich nicht mehr bewegen, erkennt

das Angel-Eye diesen unbeweglichen

Körper unter Wasser und löst

unmittelbar ein Alarmsignal aus.

Zusätzlich sind die Bademeister

dazu verpflichtet, alle vier Minuten

einen geschulten Blick in die

verschiedenen Beckenbereiche zu

werfen. „Was aber definitiv nicht

heißt, dass wir den ganzen Tag am

Beckenrand sitzen und den Leuten

beim Baden zuschauen“, so Alexander

Boos, der die Abwechslung

in seinem Beruf sehr zu schätzen

weiß. Und die David-Hasselhoff-

Klischees mit Humor auffasst. js

juli / august 2019 | 7


Setzen Sie Zeichen.

Für ein besseres Leben.

Starten Sie durch.

Mit einer Ausbildung bei Roche.

Ein Unternehmen.

Tausend Möglichkeiten.

Naturwissenschaft und Produktion

Biologielaborant*in

Chemikant*in

Chemielaborant*in

Wirtschaft und Informatik

Kaufleute für Büromanagement

Der Erfolg von Roche beruht auf Innovationskraft, Neugier und Vielfalt – und das mit über

94.000 Experten in mehr als 100 Ländern. Indem wir konventionelles Denken hinterfragen

und uns neuen Herausforderungen stellen, sind wir eines der weltweit führenden forschungsorientierten

Healthcare-Unternehmen geworden – und der ideale Platz um eine erfolgreiche

Karriere zu starten.

Zusammenarbeit, offene Diskussionen und gegenseitiger Respekt treiben uns zu neuen

Höchstleistungen an, dies zeigen auch die bahnbrechenden wissenschaftlichen Erfolge der

Vergangenheit. Um weiter innovative Healthcare-Lösungen zu entwickeln, haben wir ambitionierte

Pläne, kontinuierlich zu lernen und zu wachsen – und suchen Menschen, die sich

die gleichen Ziele gesetzt haben.


3 8

Wann: Samstag, 12. Oktober 2019

von 9.30 bis 13.30 Uhr

Wo: Nonnenwald 2, Penzberg

Gebäude 371

Wer: für Schüler*innen ab 13 Jahren,

Eltern, Lehrende, Interessenten

Roche Diagnostics gehört mit seinen deutschen Standorten Mannheim und Penzberg zu

den bedeutendsten Länderorganisationen innerhalb des Konzerns. Als Nummer eins im

globalen In-vitro-Diagnostikmarkt bieten wir Wissenschaftlern, klinischen Laboren, Ärzten

und Patienten ein breit gefächertes Angebot an Produkten und Dienstleistungen. Es reicht

von Werkzeugen für die Forschung über integrierte Laborkonzepte bis hin zu benutzerfreundlichen

Hightech-Geräten für den Endverbraucher. Mit dem Ziel, die Lebensqualität der

Menschen zu verbessern, gehen wir mit über 14.000 Mitarbeitenden in Deutschland neue

Wege und schaffen umfassende Lösungen für die Gesundheit.

Um mehr über Ihre Karrieremöglichkeiten bei Roche zu erfahren, besuchen Sie uns unter:

www.roche.de/ausbildung oder unter: 08856/60-2261.

Join Roche Careers@Social Media:


Auf der Roten Couch

Helfer, Dinosaurier,

Geburtstagskind

So stark wie die Baumstämme im idyllischen

Garten auf Gut Dietlhofen war und ist die

beeindruckende Karriere von Peter Maffay.

Foto: Johann Jilka

juli / august 2019 | 9


Gut Dietlhofen | Über 50 Millionen

verkaufte Tonträger. 70 Auszeichnungen

für Musik und Soziales. 18

Platz-Eins-Alben. Ein brandneues

Album samt Jubiläumstournee. Erfinder

von Märchenfigur Tabaluga.

Kopf einer Stiftung, die sich seit

vielen Jahren um traumatisierte

Kinder in Spanien, Rumänien und

Deutschland kümmert. Peter Maffay

ist weit mehr als Deutschlands erfolgreichster

Rock- und Popmusiker.

Am 30. August feiert er seinen

70. Geburtstag. Zeit, in Rente zu

gehen? Im großen Interview auf

der Roten Couch verrät uns der in

Rumänien geborene Tutzinger, warum

er mit diesem Begriff herzlich

wenig anfangen kann, er seinen

Jubeltag lieber live auf der Bühne

feiert, ein Leben ohne Verstärker,

Tourbus und Currywurst unvorstellbar

ist für ihn, es schon länger nicht

mehr nach Bier und Zigaretten

stinkt und Gut Dietlhofen sich bestens

bewährt hat als neues Zentrum

seiner Stiftung.

Herr Maffay, Sie feiern am 30. August

ihren 70. Geburtstag. Anstatt in Rente

zu gehen, nehmen Sie ein neues Album

auf. Was treibt Sie an?

Rock’n’Roll und Rente, diese beiden

Wörter passen irgendwie nicht

zusammen. Vermutlich, weil in der

Musik, die wir machen, nirgendwo

verankert ist, wann man in Rente

geht. Der Zeitpunkt, an dem man

als Musiker möglicherweise aufhören

würde, ist dann erreicht, wenn

die Gesundheit das nicht mehr

hergibt. Ein Umstand, der letztlich

jeden treffen kann, egal ob mit 17

oder 70. Ein anderer Grund aufzuhören,

wären neue berufliche oder

private Prioritäten und Interessen.

Aber: Das Verlangen nach einem

anderen Leben fühle ich noch nicht.

Gleiches gilt für mein Umfeld und

meine Band. Abgesehen davon haben

sich die Zeiten geändert.

Inwiefern?

Diese etwas traditionelle Sichtweise

„Altern und Tätigkeit“ verschwimmt

immer mehr. Ich habe etliche Kollegen,

zum Beispiel Udo Lindenberg

oder Herbert Grönemeyer, die in

etwa gleich lange dabei sind und

als Dinosaurier des Musikgeschäfts

noch mitmischen. Denen ist wie mir

die Lust und Leidenschaft am Musikmachen

noch nicht abhandengekommen.

Ein anderes Jubiläum, dessen Planungen

bereits in vollem Gange sind:

50 Jahre Peter Maffay, der Musiker.

Was dürfen Ihre Fans erwarten?

Wir benutzen das Netz sehr emsig,

um unsere Fans in Sachen Neuigkeiten

zu informieren. Diesem

Rhythmus, unter anderem auf Facebook

und Instagram, will ich nicht

vorgreifen. Aber was bereits bekannt

ist: Die Präsentation des neuen

Albums mit dem Titel „JETZT“.

Das werden wir mit zwei Konzerten,

am 28. und 29. August, in der

Columbiahalle in Berlin vorstellen.

Wir werden quasi auf der Bühne in

meinen Geburtstag hineinfeiern.

Für Sie das größte Geschenk?

Das größte Geschenk ist es gesund

zu sein, ein stabiles Umfeld zu haben,

mit und von der Musik leben

zu können. Es gibt viele Musiker,

die dieses Glück nicht haben, so

lange dabei sein zu können. Und es

gibt keinen besseren Anlass, dieses

Glück mit den Leuten zu teilen, die

uns seit vielen Jahren begleiten –

mit den Fans.

Ist die Sucht, vor tausenden Fans auf

der Bühne zu stehen, tatsächlich größer

als der Wunsch nach einer Geburtstagsfeier

im Kreise der engsten

Freunde und Familie?

Wenn ich mir ein Leben ohne Verstärker,

Tourbus und Currywurst

an irgendeiner Raststätte vorstelle,

dann wäre das ein ziemlich langweiliger

Trip. Ich war 14, als ich

wusste, dass ich gerne unterwegs

und unter Leuten bin, dass ich so

leben möchte. Das hat sich bis heute

nicht geändert. Natürlich könnte

ich an meinem 70. Geburtstag mit

meinen engsten Kumpels, meiner

Tochter, meinem Sohn und meiner

Freundin mehr oder weniger still

im Kämmerlein sitzen: die Umgebung

prostet dem älteren Herrn zu

und wünscht ihm eine gute Zeit.

Aber das wäre mir zu langweilig.

Als Sucht würde ich das Spielen

eines Live-Konzerts allerdings nicht

bezeichnen. Eher als etwas, worauf

ich nicht verzichten möchte.

Im Dorfladen auf Gut Dietlhofen

haben sich Peter Maffay und

„altlandkreis“-Redakteur

Johannes Schelle eine Stunde

lang unterhalten.

Die Jubiläums-Tournee zu 50 Jahre

Peter Maffay beginnt am 26. Februar

2020 in Kiel. Geplant sind 22 Auftritte

in nur einem Monat, quer durch

Deutschland inklusive Abstecher

nach Zürich. Ein straffes Programm.

Wie bereiten Sie sich körperlich auf

diesen Konzert-Marathon vor?

Wenn ich Zeit habe, trainiere ich

in der Muckibude unter unserem

Aufnahme-Studio in Tutzing. So regelmäßig,

wie ich es gerne möchte,

schaffe ich es allerdings nicht. Dafür

bin ich zu viel unterwegs. Aber:

Gewisse Übungen kann man überall

machen. Meine Hanteln habe

ich immer dabei. Und ich mache

regelmäßig Stock-Training. Das ist

eine Bewegungsart, die aus dem

Kampfsport kommt. Wichtig ist nur,

dass dann kein Porzellan in der

Nähe steht. (lacht) Der Backstage-

Bereich eignet sich meistens ganz

gut dafür.

Wie lange dauert letztlich ein Konzert

von Ihnen?

Grundsätzlich spielen wir pro Konzert

immer zwei bis drei Stunden.

Das ganze 22 Mal in nur einem Monat,

ist wirklich sehr sportlich. Wäre

eine Woche mehr Spielraum da,

hätte man sich sicherlich etwas entspannter

an die Jubiläums-Tour ran

wagen können. Andererseits zwingt

uns diese Herausforderung auch

dazu, am Ball zu bleiben. Und unter

Druck etwas zu machen, ist letzten

Endes gar nicht so verkehrt. Vorausgesetzt,

man sieht die Aufgabe an

sich, in meinem Falle das Musikmachen,

nicht als Belastung an.

Sie sind heute etwas erkältet. Hätten

Sie ein Konzert in diesem Zustand absagen

müssen?

Krank werden sollte man während

einer zeitlich sehr eng getakteten

Tournee besser nicht. Aber deshalb

ein Konzert absagen, kommt in der

Regel nicht in Frage. Nur ein Beispiel:

Die letzte Tabaluga-Tournee

habe ich mit einem Muskelriss im

Bein durchgezogen. Ich bin den

Umständen geschuldet mit einem

Elektroroller auf die Bühne gefahren

– die Fans haben von meiner

Verletzung gar nichts gemerkt und

gedacht, das dieses Rollerfahren

Teil der Show sei. Wenn ich genau

überlege, habe ich in meinem bisherigen

Leben vielleicht zwei, maximal

drei Konzerte abgesagt.

Der musikalische Grundstein für Ihre

Alben, Konzerte und Tourneen wird

seit vielen Jahren in Tutzing gelegt.

Wie viele Stunden haben Sie heuer

schon im Studio „Red Rooster“ verbracht?

So ein Zyklus für ein neues Album

bewegt sich immer zwischen zwei

und drei Monaten. Aufnehmen,

Synchronisieren, Mastern. Für das

neue Album „JETZT“ haben wir im

Januar angefangen aufzunehmen,

davor schon paar Mal geprobt.

Zwölf bis 14 Stunden am Tag sind

in dieser Phase ganz normal. Das

ist dann vergleichbar mit einer Maschinerie.

Wenn die mal ins Laufen

kommt, sollte man sie nicht mehr

unterbrechen.

In einer BR-Dokumentation zu „Auf

dem Weg zu mir“ sagten Sie mal:

„Im Studio muss es dunkel sein und

nach Rauch und Zigaretten stinken.“

Gilt das immer noch?

(lacht) Da sich unser Studio im Keller

befindet, ist es dort von Haus

aus dunkel. Das hat den großen

Vorteil: Egal ob morgens oder

10 | altlandkreis


abends um neun, die Stimmung

ist immer ähnlich und hilft uns,

nicht aus dem Tritt zu kommen.

Nach Zigaretten und Bier stinkt es

allerdings schon lange nicht mehr,

weil wir uns abgewöhnt haben, im

Studio zu rauchen und zu trinken.

Es gab schon Zeiten, da haben wir

das ordentlich getan, haben auch

mal zwei bis drei Flaschen Whiskey

an einem Tag getrunken. Aber die

Musik wurde dadurch nicht besser…

Heute ist das Arbeiten viel

disziplinierter. Diese wilden Jahre

sind vorbei. Die meisten von uns

achten sogar sehr auf ihre Gesundheit,

treiben Sport und ernähren

sich vernünftig.

Wie ist die Stimmung im Studio an

Tagen stundenlanger Proben?

Bei uns ist es so, als würde eine

Schülerband in einer Garage spielen.

Lustig, sportlich, schadenfroh

und, zugegeben, manchmal nicht

wirklich salonfähig. Wobei wir

Männer uns schon am Riemen

reißen, wenn Choristinnen dabei

sind. Das gute, freundschaftliche

Miteinander schließt jedoch nicht

aus, seinen eigenen musikalischen

Standpunkt zu verteidigen. Wenn

einer sagt, wir sollen das und das

so spielen und ein anderer damit

nicht einverstanden ist, kann es

schon zu heftigeren Diskussionen

kommen.

Unweit vom Studio in Tutzing entfernt

liegt das Gut Dietlhofen. Mit

welcher Absicht haben Sie es 2015

gekauft?

Wir hatten das Glück, dass wir die

ehemaligen Betreiber und Eigner

von Gut Dietlhofen gut kannten und

die auf uns zugekommen sind und

gefragt haben, ob das nicht was für

uns wäre. Die Lage an sich bietet

beste Möglichkeiten, die Natur zu

erleben. Eine schönere Komposition

von Wasser, Wald, Wiesen, Tieren

und Sportmöglichkeiten kann

man sich gar nicht vorstellen. Darüber

hinaus machten es die ehemaligen

Besitzer zur Bedingung,

dass man das Gut so ähnlich weiterführt

wie bisher. Also auch zu

karitativen Zwecken genutzt wird.

Nichts anderes hatte ich vor. Mir

war wichtig, dass die Kinder hier

ihre Ruhe haben, gleichzeitig aber

auch Ausflüge in die Umgebung

machen können und wir schnelle

Verbindungen zu Krankenhäusern,

zum Flughafen München, zur Bahn

und zu unserer Verwaltung in Tutzing

haben. Letztlich habe ich nicht

lange gezögert und gesagt: Diese

Chance dürfen wir uns nicht entgehen

lassen, weil dieses Kleinod

in der Nachbarschaft zu Tutzing

schlichtweg ideal für unsere Stiftungsarbeit

ist. Auch deshalb, weil

es für die traumatisierten Kinder

und Jugendlichen, die aus ganz

Deutschland zu uns kommen, ohne

großen Aufwand gut erreichbar ist.

Heißt: Gut Dietlhofen hat sich vier

Jahre später als neues Zentrum der

Peter-Maffay-Stiftung bestens bewährt?

Definitiv. Viele traumatisierte

Kinder und Jugendliche, die ihre

Ferien bei uns auf dem Hof verbringen,

kennen solch eine malerische

Gegend aus ihrem bisherigen

Leben nicht. Bisons, Enten,

Hühner, Pferde, Bienen – das sind

Eindrücke, die von den Kindern

mitgenommen werden. Wichtig

ist uns darüber hinaus eine gute

regionale Zusammenarbeit. Leute

von Herzogsägmühle, mit denen

wir die Ernte teilen, kümmern sich

um unseren Gemüsegarten. Gut

Aiderbichl öffnet seine Pforten für

Ausflüge. Und auch die Zusammenarbeit

mit den Behörden war

von Beginn an gut. Unter anderem

deshalb, weil wir uns nicht einigeln

und bewusst Berührungspunkte

mit dem Umfeld suchen.

Die Leute können jederzeit hierher

kommen und zum Beispiel im

Hofladen einkaufen. Es gibt regelmäßig

einen Tag der offenen Tür.

Und im Sommer wird auch unser

jüngstes Bauprojekt fertig sein:

Eine Kulturbegegnungsstätte in

der Scheune für Veranstaltungen

aller Art.

Weitere Einrichtungen Ihrer Stiftung

befinden sich am Maisinger See,

auf Mallorca und im rumänischen

Radeln. Es gibt aber auch Tabaluga-

Kinderhäuser in Schongau, Peißenberg

und Tutzing. Werden die auch

von Ihrer Stiftung betreut?

Mit Gut Dietlhofen, Radeln, Mallorca

und dem Haus am Maisinger See

betreuen wir mit der Peter-Maffay-

Stiftung vier Einrichtungen. Die Tabaluga-Kinderhäuser

in Schongau,

Peißenberg und Tutzing gehören

einer eigenständigen Organisation

an, deren Inhaber mal auf die Idee

gekommen ist, unseren Namen zu

übernehmen, weil die Kinder dort

nicht in einem Heim, sondern einem

Haus, einem Tabaluga-Haus

wohnen wollten. Diesen Wunsch

wollten wir ihm nicht abschlagen.

Woher rührt Ihr starkes soziales Engagement

grundsätzlich?

Es gab im Bereich von Musik und

Kunst immer schon Menschen, die

ihre Popularität benutzt haben,

um etwas Soziales zu bewegen.


08809/1061

Janetzky

Balkone u.Zäune

Alu - Edelstahl - Holz

Www.balkonjanetzky.de

Unsere kommenden

Veranstaltungen:

19.7.19:

19.00 Uhr

Irischer Abend – John Herb & friends

26.7.19:

19.00 Uhr

Geschichtenerzählungen mit

musikalischer Begleitung

27.7.19:

19.00 Uhr

OhneBernd! Rock. Pop.

Kunstcafé

am Tor

Inhaber:

Lena Kaufmann-Friedberger

Reservierung unter:

0 88 67 - 92 10 40

info@kunstcafe-rottenbuch.de

www.kunstcafe-rottenbuch.de

Eines Tages haben wir gesagt: Das

machen wir auch, weil wir uns

über die Musik gut vernetzen und

in Zusammenarbeit mit Leuten aus

allen Branchen viel erreichen können.

Wie oft finden Sie Zeit, die traumatisierten

Kinder und Jugendlichen persönlich

in Empfang zu nehmen?

Nicht so häufig, wie ich es mir

wünsche. Auf meinem Anwesen

auf Mallorca, das mit der gleichen

Absicht wie Gut Dietlhofen entstanden

ist, bin ich schon noch regelmäßig.

In Rumänien schaue ich

zwei, drei Mal im Jahr vorbei. Und

auf Gut Dietlhofen und am Maisinger

See bin ich natürlich öfter, da

ich quasi um die Ecke wohne. Aber

die meiste Zeit in meinem Leben

nehmen ganz klar die Musik und

Familie ein.

Was gibt Ihnen der Kontakt zu den

Kindern? Und wie reagieren die?

Wenn ich auf Gut Dietlhofen vorbeischaue,

ist das Geschrei manchmal

groß, manchmal aber auch

verhalten. Kinder sind oft scheu

und es braucht seine Zeit, bis das

Eis gebrochen ist und sie auftauen.

Welche Rolle spielt im Rahmen der

Stiftungs-Arbeit der kleine grüne

Drache Tabaluga, eine Märchenfi

gur, die von Ihnen miterfunden

wurde?

Er verkörpert genau die Werte, die

wir den Kindern versuchen zu vermitteln.

Tabaluga ist ja entstanden,

bevor die Stiftung entstand. Als

damals die Anfrage kam, sagten

wir uns: „Wir sind Musiker, keine

Märchenonkel.“ Aber dann haben

wir Feuer gefangen und dieses

Tabaluga-Musical gemacht – eine

generationenübergreifende Unterhaltung

mit wichtiger Wertevermittlung.

Es geht zum Beispiel um

den respektvollen Umgang untereinander

und den Respekt gegenüber

der Natur, es geht um Fairness

und gesunde Ernährung. Es

geht also um weit mehr als nur die

Figur an sich. Dann kam das Bühnenstück

dazu, was auch gut funktioniert

hat, obwohl wir Musiker

keine ausgebildeten Schauspieler

sind. Und schließlich entstand die

Stiftung. Mit Tabaluga als Leitfigur

begreifen die Kinder den Zusammenhang

zwischen Tier, Natur und

Mensch spielerischer. Und gehen,

hoffentlich mit guten, nachhaltigen

Eindrücken, wieder glücklich zurück

nach Hause.

Fehlte Ihnen in einer von Armut

geprägten Kindheit so etwas wie

ein Kuscheltier, an dem Sie sich an

dunklen Tagen festhalten konnten?

Meine Tabalugas waren mein Vater

und meine Mutter, die diese

Funktion voll und ganz erfüllt haben.

In diesem kärglichen Rumänien

habe ich den wirtschaftlichen

und politischen Druck als Kind gar

nicht mitbekommen. Das habe ich

erst begriffen, als wir 1963 nach

Deutschland ausgeflogen sind

und ich so andere Lebensumstände

kennengelernt habe. Erst nach

Köln, dann von Köln nach München,

wo uns Freunde die ersten

Wochen geholfen haben, ehe wir

von dort nach Waldkraiburg im

Landkreis Mühldorf am Inn gezogen

sind.

Erinnern Sie sich an den Tag, an

dem Ihnen klar wurde: Die Tür für

eine Karriere als Musiker steht nun

ernsthaft offen?

Im Alter von 14 bis 20 Jahren war

es mehr ein Suchen. Wir haben so

ziemlich alle Gassenhauer gecovert,

die es gab. Gefolgt von einer Folkphase.

Und dann kam da plötzlich

ein junger Typ um die Ecke, ein Produzent,

und hat mich gefragt: „Hast

du Lust, eine Scheibe zu machen?

Ich könnte dir einen Schallplattenvertrag

besorgen.“ Ich sagte ohne

zu zögern: „Let’s go for it.“

Und Sie haben Ihren ersten Vertrag

unterschrieben.

Einen Drei- oder Fünfjahresvertrag

bei der Schallplattenfirma Telefunken

Decca in Hamburg. So ganz

genau weiß ich es gar nicht mehr.

Jedenfalls war ich 20 Jahre alt. Und

fasste mit diesem Vertrag Fuß im

Musikgeschäft.

Gefolgt von einer ganzen Reihe

musikalischer Veränderungen …

Dass ich diesen ersten Vertrag

für Schlagermusik und nicht für

Rock’n’Roll bekommen habe, obwohl

ich mich in dieser Branche

nie gesehen habe, war mir damals

egal. Ich dachte nur: Besser den

Spatz in der Hand zu haben als die

Taube auf dem Dach.

Im Nachhinein betrachtet haben Sie

alles richtig gemacht.

Sagen wir so: Das, was ich nicht

richtig gemacht habe, habe ich gut

versteckt. Aber in 50 Jahren auf der

Bühne kann gar nicht alles gelingen.

Gereicht hat es trotzdem zu

Deutschlands erfolgreichstem

Rock- und Popmusiker mit über 50

Millionen verkauften Tonträgern

sowie 18 Alben, die auf Platz eins

in den deutschen Album-Charts

gelandet sind. Wie greifbar sind

diese schier unglaublichen Zahlen

für Sie?

Das muss man alles relativieren,

weil es allein erdgeschichtlich betrachtet

gar nichts ist. In einigen

Jahren, vielleicht Jahrzehnten, erinnern

sich nur noch wenige an

meine Musik. Irgendwann niemand

mehr. Deshalb sehe ich diesen

Erfolg nach wie vor als einen

super schönen Trip an. Und mir ist

bewusst, dass ich auch ein Schweineglück

gehabt habe.

Was genau meinen Sie mit

„Schweineglück“?

Ich hatte eigentlich immer Leute

um mich, die mutig genug waren,

rechtzeitig zu sagen: „Pass auf, jetzt

fängst du an wegzurutschen.“ Leute,

die mich in schwierigen Phasen

aufgefangen haben. Umgekehrt

habe auch ich einige Leute aufge-

12 | altlandkreis


ein kleines altes Haus wieder auf

Vordermann gebracht. Und klar:

Alle Vorzeichen der Zukunft können

wir ohnehin nicht deuten. Wer

weiß schon, was morgen ist? Aber

diese Strukturen in Tutzing und auf

Gut Dietlhofen baut man nicht am

Montag auf, um sich daraus am

Dienstag wieder zurückzuziehen.

Peter Maffay mit Märchenfigur Tabaluga (aus Porzellan), „altlandkreis“-

Herausgeber Peter Ostenrieder (re.) und Redakteur Johannes Schelle.

fangen. Das beruhte immer auf Gegenseitigkeit,

was übrigens grundsätzlich

eine sehr wichtige Tugend

für funktionierende Beziehungen

ist – egal ob privat oder beruflich.

Ganz entscheidend für meinen

Weg waren sicherlich die 1980er

Jahre, in denen unser Studio „Red

Rooster“ in Tutzing entstanden ist,

benannt nach dem Titel der Stones

„Little Red Roosters“. Zusammen

mit weiteren Studios haben wir

eine gewisse Autarkie erreicht. Ich

habe nämlich immer gesagt: Wenn

wir es schaffen, eine eigene Werkstatt

zu haben, kann uns niemand

den Strom abschalten. Deshalb war

der Bau eigener Studios bis heute

eine sehr gute Entscheidung. Hinzu

kam, dass ich in Tutzing ein kleines,

wunderbar gelegenes Haus am See

gefunden habe. All das würde ich

als großes Glück bezeichnen.

Leben Sie auch lieber auf dem Land

als in der Stadt?

Durch Waldkraiburg und meine

bäuerlich geprägte Kindheit in

Rumänien habe ich von klein auf

Lust aufs Landleben bekommen

und immer gesagt: Mich bekommt

man in die Stadt, um ein Konzert

zu spielen, um zu arbeiten, aber

nicht, um dort zu wohnen. Ich bin

schlichtweg ein Countryboy. Ich

habe auch zwei Jahre in Kanada

gelebt, fernab der Zivilisation, wo

ich noch intensivere Berührungen

gehabt habe mit der Natur. Und

obwohl ich gerne im dunklen, miefigen

Keller Musik mache, will ich

meine Freizeit unbedingt draußen

in der Natur verbringen. Kanada

war mir damals zu weit weg, weshalb

wir auf Mallorca heimisch

wurden und dort eine Landwirtschaft

betrieben haben. Aufgrund

des Klimas nicht mit Rindern, sondern

mit Ziegen. Tutzing ist letztlich

ein guter Kompromiss zwischen

Stadt- und richtigem Landleben.

Heißt: Sie bleiben unserer Region

langfristig treu?

In den vergangenen Jahren habe

ich eine so intensive Beziehung

zu dieser Gegend hier aufgebaut.

Nicht nur wegen Tutzing und Gut

Dietlhofen, sondern auch wegen

eines alten Gasthofes in Pähl, den

wir gekauft haben. Dort ist alles

noch so schön geerdet. Aufgrund

der Vielzahl an Projekten kann ich

langsam wirklich davon sprechen,

hier in der Region Wurzeln geschlagen

zu haben.

Obwohl Ihre Freundin aus Halle

kommt und dort baut?

Das ist richtig. Hendrikje kommt

aus Halle, wo wir nicht auf Dauer

im Hotel wohnen möchten, wenn

wir ihre Familie und ihre Freunde

besuchen. Deshalb wird dort

Zu diesem Gefüge gehört inzwischen

auch ein allmorgendliches

Ritual.

Wenn ich zuhause in Tutzing bin,

komme ich speziell im Sommer

jeden Morgen nach Gut Dietlhofen,

um den Hühnerstall zu plündern

und mir frisch gelegte Eier zu holen.

Wenn ich hier, ob mit Auto

oder Motorrad ankomme, ist das

für mich wie eine halbe Stunde

Urlaub. Ich mag diese Atmosphäre,

mag, was Thomas und Carola Patheymüller

aus Gut Dietlhofen machen.

Und so wächst und gedeiht

da gerade eine kleine Lebensgemeinschaft

mit Dorfladen, Kirche,

Begegnungsscheune und unserem

Kinderferienhaus, die mir sehr gut

gefällt. Obendrein bekomme ich

auch viel positives Feedback von

den Leuten aus der Umgebung,

was mich ungemein freut.

Und trotzdem ist nach der Jubiläumstournee

2020 nicht Schluss?

Nein. Musik ist und bleibt meine

große Leidenschaft. Ich wüsste

nicht, was ich ohne sie machen

soll.

Sie könnten noch häufi ger Ihre

Stiftungseinrichtungen besuchen.

Oder mit den Zombies Elite MC auf

Motorrad-Tour gehen?

(lacht) Ich will immer gerne Motorrad

fahren, das ist richtig. Und

ich treffe auch immer wieder mal

die Mitglieder der Zombies, vor

allem die aus Nürnberg. Aber ich

muss zugeben, dass ich mich immer

häufiger zugunsten meines

Mountainbikes entscheide. Das ist

gesünder und macht auch richtig

viel Spaß.

js

juli / august 2019 | 13


Deine Zukunft,

Deine Wahl

Wir suchen dich!

ept entwickelt und produziert Steckverbinder, die sich in

elektronischen Bauteilen für Fahrzeuge, Steuerungstechnik

und Telekommunikation befinden. Für den Ausbildungsbeginn

im September 2020 bieten wir engagierten jungen

Menschen folgende Ausbildungsplätze an:

Ausbildung in Peiting (m/w/d)

Werkzeugmechaniker

Mechatroniker

Industriekaufleute

Verfahrensmechaniker für

Kunststoff- & Kautschuktechnik

Fachkräfte Lagerlogistik

Oberflächenbeschichter

Technische Produktdesigner

Ausbildung in Buching (m/w/d)

Werkzeugmechaniker

Mechatroniker

Technische Produktdesigner

Duales Studium

Du möchtest Studium und Praxis

verbinden? Dann bewirb dich für ein

Verbundstudium oder Studium mit

vertiefter Praxis: Maschinenbau,

Wirtschaftsingenieurwesen oder

Informatik.

Bewerben kannst du dich bis zum

31. August 2019

Mühlweg 17, 87642 Buching

Bergwerkstr. 50, 86971 Peiting

ept GmbH | Tel. 0 88 61-250 10 | Personal@ept.de | www.ept.de

Organisiert von Familie aus Forst

Größter Abarth-Club

der Welt

Forst | So richtig glauben können

es Nikolas, Christian und Claudia

Riedl aus Forst-Wessobrunn noch

nicht: Der Abarth Club Bavaria, der

von den Riedls mit fünf Gleichgesinnten

vor fünf Jahren gegründet

wurde, zählt mittlerweile 380

Mitglieder. „Damit sind wir der

größte Abarth-Club in Europa,

höchstwahrscheinlich sogar der

Welt.“ Die meisten Clubmitglieder

kommen aus dem Umkreis von 70

bis 100 Kilometern. Der Rest aus

ganz Bayern, Deutschland, Österreich,

der Schweiz und Holland.

„Da sind schon einige Verrückte

dabei“, sagt Christian Riedl, der

diesen Satz natürlich im positiven

Sinne ausspricht. Und mit folgendem

Beispiel unterstreicht: Einmal

im Monat findet für den harten

Kern der Mitglieder ein Clubtreffen

statt. Sehr oft mit dabei sind einige

Mitglieder aus Linz, Österreich, und

Germersheim, die von den jeweiligen

Treffpunkten meistens 300

Kilometer entfernt leben. „Bei der

Familie aus Germersheim fahren

mittlerweile sogar alle einen

Abarth, sowohl die Eltern

als auch die schon

volljährigen

14 | altlandkreis

Kinder“, schwärmt Christian Riedl,

der als Teil des Organisations-

Teams die Clubtreffen mitorganisiert.

Und weil er absolut nichts

dem Zufall überlassen möchte,

investiert er richtig viel Zeit und Arbeit

in den Club. Erstens: Es muss

ein Lokal oder Restaurant gefunden

werden, das ohne Probleme

45 bis 80 Leute, „so viele sind es

meistens bei den kleinen oder großen

monatlichen Treffen“, auf einmal

bewirten kann. Vegetarisch,

vegan und deftig fleischig. „Da ist

natürlich alles dabei.“ Das eigentliche

Problem aber ist: Besitzt das

Lokal auch einen Parkplatz, auf

dem 40 Abarths gleichzeitig abgestellt

werden können? „Das zu finden,

ist wirklich nicht leicht.“ Aber

auch nicht unmöglich. Sauerlach,

Garching, Münsing, Siebenbrunn.

Fündig geworden ist der Club noch

immer. Und zwar bewusst an einem

immer anderen Ort. Warum?

„Aus Fair-

ness-

Gründen den weitverstreuten Mitgliedern

gegenüber.“ Damit die

Anfahrtswege zu den Clubtreffen

das eine mal länger, dafür das andere

mal wieder kürzer sind. Am

Ziel angekommen, werden die Autos

der jeweils anderen genau inspiziert.

Wer hat mehr PS unter der

Haube? Wer seinen Flitzer tiefergelegt?

Wer umlackiert oder foliert?

Vom Azubi bis

zum Chirurgen

Abarth ist ein italienischer Tuner

und Autohersteller, spezialisiert

auf den Bau von Sportwagen mit

kleinem Hubraum. Gegründet wurde

das Unternehmen im Jahre 1949

von Carlo Abarth in Bologna. Bis

zur Übernahme von Fiat im Jahre

1971 war die Bandbreite von mit

Abarth getunten Autos sehr hoch,

weshalb pro Jahr bis zu 600 Einzelund

Klassensiege im Rennsport


Auf dem Feld neben dem Wohnhaus von Familie Riedl werden am 13. Juli

wieder jede Menge Abarths geparkt — auch Oldtimer und Neuwagen.

verzeichnet werden konnten. Heute

steht die Marke für besonders

leistungsstarke Autos der Marke

Fiat, gefahren von „Fans“ aus allen

Gesellschaftsschichten. Und einige

davon sind Mitglied in einem

Abarth-Club. Familie Riedl besitzt

das Modell 595 C Competizione,

Baujahr 2013, 185 PS und 220 Stundenkilometer

Spitzengeschwindigkeit.

Fahrwerk, Felgen, Bremsanlage

und Sitze wurden optimiert.

Heraus sticht ein ganz eigenes Design.

Gesamtwert? „Eigentlich unverkäuflich“,

sagt Christian Riedl.

Er benutzt seinen Abarth Sommer

wie Winter als stinknormales Auto,

fährt damit täglich zur Arbeit. Es

gibt aber auch Mitglieder, die beispielsweise

Abarth-Oldtimer im

Wert von bis zu 80 000 Euro besitzen.

Manche fahren sogar das eine

oder andere Rennen.

Um Rennsport geht es im Abarth

Bavaria Club jedoch nicht. Es ist

mehr das Teilen der Liebe und

Leidenschaft zum gleichen Auto.

Aber auch die Tatsache, dass sich

innerhalb kürzester Zeit dicke

Freundschaften gebildet haben.

„Auf den Treffen geht’s bei uns

nicht nur um Technik, um die Autos

an sich“, sagt Christian Riedl.

Viele schätzen das gute Miteinander,

egal ob 18 oder 80 Jahre alt,

egal ob Azubi im Handwerk oder

Chirurg – die Mitglieder des Abarth

Club Bavaria besetzen alle

Alters- und Einkommensschichten:

Aber woher genau rührt diese Liebe

zum Abarth? „Gute Frage“, sagen

die Riedls, die offen und ehrlich

zugeben, dass ein getunter Golf

sicherlich besser dasteht. „Einerseits

ist es schon die geballte Power,

die insbesondere in diesen kleinen,

kompakten 500er Modellen

steckt.“ Andererseits dieses Niedliche,

das diese Autos aufgrund ihrer

geringen Größe und aufgrund ihres

Designs ausstrahlen. „Wenn du

mit einem Lamborghini vorfährst,

gibt es immer Leute, die den Kopf

schütteln und dir vorwerfen, eine

Protzkarre zu besitzen.“ Bei den

Abarth-Modellen dagegen sind

in der Regel alle Leute begeistert.

„Du fährst vorbei oder kommst wo

an, und die Leute begegnen dir

mit einem Grinsen“, sagt Christian

Riedl, der sich trotzdem schwertut,

das perfekte Wort für die Liebe zum

Abarth zu finden. „Diese Autos haben

einfach einen ganz besonderen

Charme, typisch italienisch eben.“

Und wer gerne nach Italien in den

Urlaub fährt, der liebt auch dieses

Auto. Dazu gehört übrigens auch

ein Gewisses Verständnis dafür,

dass nicht alles perfekt ist an diesen

Autos. „Bei hohen Geschwindigkeiten

rumpelt und rattert es

ganz schön.“ Nach 40 000 Kilometern

hatten die Riedls plötzlich den

Türgriff in der Hand. Sagen aber

auch: „Diesem Auto verzeiht man

solche Makel irgendwie leichter als

beispielsweise einem namhaften

deutschen Fabrikat wie VW, BMW

oder Audi.“

Sommerfest mit

Oldtimer-Ausstellung

Zu den absoluten Highlights des

Clubs zählen größere Ausflüge.

Zum Beispiel der nach Bassano del

Grappa im wunderschönen Venetien,

Italien, wo alle zwei Jahre das

größte Abarth-Treffen überhaupt

stattfindet. Und der Club mit den

meisten angereisten Mitgliedern

ausgezeichnet wird. Wer 2017 gewonnen

hat? „Wir natürlich“, sagt

Christian Riedl und schüttelt grinsend

den Kopf, weil ihm in dieser

Sekunde erneut bewusst wird,

wie unglaublich schnell der Abarth

Club Bavaria gewachsen ist.

Ein weiterer Höhepunkt sind weite

Ausfahrten wie die zum Gardasee,

wofür Riedl kurzerhand mit einem

Club-Kollegen aus Penzberg schon

mal am Sonntag zur Unterkunft

fährt, die Ausfahrt von Limone hinauf

zum Lago di Ledro testet, Essen

geht und danach, noch in derselben

Nacht, wieder nach Hause fährt.

Wozu der ganze Aufwand? „Weil

wir es professionell machen wollen

und darauf achten, dass bei unseren

Treffen und Ausfahrten wirklich

alles passt.“ Gleiches gilt übrigens

auch für das bevorstehende Sommerfest.

Das findet am Samstag,

13. Juli, ab 15 Uhr bei den Riedls

zuhause am Templhofring in Forst-

Wessobrunn statt. Wer interessiert

ist, den Charme eines Abarths

hautnah zu erleben, sollte sich zumindest

die Autos auf dem großen

Feld hinter dem Haus anschauen.

Dort parken nicht nur die weit über

100 Mitglieder, die an diesem Tag

erwartet werden. Zusätzlich werden

von einigen Mitgliedern extrem

seltene Oldtimer sowie Neuwagen

von einem Abarth-Händler aus der

Region zur Schau gestellt. js

Alle Stellenangebote unter

www.wz-kliniken.de/karriere

Zeit für Patienten.

Sicherheit im Job.

Weiter denken.

Physiotherapeut (m/w/d)

Gesundheits- und

Krankenpfleger (m/w/d)

Altenpfleger (m/w/d)

Klinik Oberammergau

Zentrum für Rheumatologie, Orthopädie und

Schmerztherapie

Hubertusstr. 40 | 82487 Oberammergau

E-Mail: bewerbung@klinik-oberammergau.de

Mehr unter www.klinik-oberammergau.de

WZ_2019/05_046

juli / august 2019 | 15


Das Welfen-Gymnasium und sein Förderverein

Eine Schongauer

Institution seit 60 Jahren






-

-

-


Tourist Information Schongau . Tel. 08861 214-181 . www.schongau.de

Schongau | Das Welfen-Gymnasium

gehört zu Schongau wie das Krankenhaus,

Ballenhaus oder die Altstadt.

Lediglich die etwas Älteren

werden sich an die Lechstadt ohne

sein Gymnasium erinnern. Dabei

ist insbesondere die Entstehungsgeschichte

der Schule, die vor exakt

60 Jahren in der Gründung des

Gymnasiums mündete, sicherlich

keine Übliche. Und darüber hinaus

ganz eng mit dem Förderverein

und einigen Enthusiasten verbunden,

wie in einer umfangreichen

Chronik nachzulesen ist, die Helmut

Schmidbauer, langjähriger

Lehrer am Welfen-Gymnasium, gemeinsam

mit einem Geschichtskurs

bereits anlässlich des 40-jährigen

Jubiläums niedergeschrieben hatte.

Aber der Reihe nach: Ein erster

Wunsch nach einer Ausweitung des

schulischen Angebots in Schongau

wurde bereits Ende der Dreißigerjahre

öffentlich geäußert, wurde

allerdings aufgrund der Kriegswirren

vorerst wieder ad acta gelegt.

Anfang der 1950er-Jahre wurden

die Rufe nach einer „Höheren

Schule“ dann wieder lauter, besonders

in Kreisen des Handels und

der Industrie, die in dieser Zeit in

Schongau aufzublühen begann. Die

Papierfabrik Haindl stellte in diesen

Jahren zwei große Maschinen auf

und steigerte so Produktion und

Personal erheblich, 1956 errichtete

Hoerbiger seinen ersten Betrieb

in Schongau, viele weitere Unternehmen

folgten. Die Presse titelte

damals passend: „Eine stürmische

Entwicklung unserer Stadt.“

Allen Widerständen

zum Trotz

Unter anderem Dr. Richard Süttinger,

damaliger Werksleiter bei

Haindl, sowie Zahnarzt Dr. Adolf

Maier gaben letztlich – rückblickend

betrachtet – den Anstoß für

die Gründung eines Gymnasiums.

Auch die Industrie setzte Briefe

auf, formulierte darin immer wieder

ihren Wunsch nach der neuen

Schule. Es gab allerdings

auch Widerstände, schließlich

war die Eröffnung der

Staatlichen Mittelschule in Schongau

keine fünf Jahre her, außerdem

waren einige Investitionen im Bereich

des öffentlichen Lebens vonnöten.

In einer nicht öffentlichen

Stadtratssitzung Ende 1956 erfuhren

die Anwesenden, dass Kultusministerium

und die zuständigen

staatlichen Stellen dem Projekt

zwar generell wohlwollend gegenüber

standen, der frühere Schongauer

Landrat Dr. Gustav Hilger

hinsichtlich der Finanzen allerdings

keine sonderlich rosigen Prognosen

abgab. Eine notwendige Darlehensaufnahme

der Stadt in Höhe

von mindestens einer Millionen

Mark konnte das Landratsamt angesichts

des damaligen städtischen

Schuldenstandes nicht genehmigen.

Es dauerte erneut eine Weile,

ehe mit Dr. Otto Ranz ein großer

Gymnasiums-Befürworter Bürgermeister

von Schongau wurde und

wieder Schwung in die Angelegenheit

kam. Ein Meilenstein in der

Aus dem Archiv: Vor (Bild links)

und während des Welfen-Gymnasium-Baus.

16 | altlandkreis


Ehemalige Vorstände und die aktuelle Förderverein-Vorstandschaft: (v.l.)

Dr. Ralf Geiger, Klaus Süttinger, Dr. Bernd Senft, Andrea Hild, Caroline

Wagner-Ruhland, Edith Richter-Schindele und Alexander Schmitz.

Entwicklung war eine denkwürdige

Nachtsitzung im Spätherbst 1958

bei Dr. Richard Süttinger, in der

nach eigener Aussage die eine oder

andere Flasche Wein geleert wurde.

Da sich die Einstellung des Bürgermeisters

und einiger Stadträte

hin zu „Pro Gymnasium“ änderte,

versammelte sich dort ein kleiner

Kreis fest entschlossener Bürger:

Eltern, Privatpersonen, Vertreter

aus der Industrie, dazu Landrat Dr.

Gustav Hilger. Als positives Zeichen

sammelten sie spontan 40 000

Mark – bei einem durchschnittlichen

Stundenverdienst von 2,30 DM

eminent viel Geld für damalige Verhältnisse

und ein echtes Startsignal.

Am Ende einer Stadtratssitzung im

Dezember 1958 erfolgte schließlich

ein einstimmiger Beschluss, den

Bürgermeister zu beauftragen, den

lang ersehnten Antrag zu stellen:

„In Schongau möge mit Wirkung

zum 1. September 1959 die Errichtung

einer Staatlichen Oberschule

für Knaben und Mädchen genehmigt

werden.“

Eltern sorgen für

Mit-Finanzierung

Abgesehen von privaten Förderbeiträgen

gab es allerdings noch

keinerlei finanzielle Rücklagen für

die geplante Schule, so dass man

zunächst in Räumlichkeiten der

Volksschule untergebracht war. Das

sollte allerdings kein Dauerzustand

werden, was wiederum Verteidigungsminister

Franz Josef Strauß,

bekanntermaßen ein Freund der

Stadt Schongau und ehemaliger

Landrat, auf den Plan rief. Er unterstützte

das Vorhaben während

der gesamten Entwicklung. Um das

Noch ohne „Neubau“, der Mitte der 1990er-Jahre fertiggestellt wurde.

Gymnasium-Projekt zu realisieren,

wurden einige Sparmaßnahmen

ergriffen, unter anderem sollte die

stadteigne, teure Polizei verstaatlicht

werden. Zudem wurden die

Eltern aktiv: Bei einer Versammlung

im März 1959 gründete sich ein

Förderverein. 60 Eltern verpflichteten

sich damals, für die Dauer des

Schulbesuches ihrer Kinder für das

erste Kind 20 Mark und für jedes

weitere Kind 10 Mark pro Schulmonat

(zehn im Jahr) zu zahlen. Die

Höhe des Betrages errechnete sich

aus den Kosten für eine Bahn-Schülermonatskarte

nach Weilheim, wo

die Schüler sonst aufs Gymnasium

hätten gehen können. Erster Vorsitzender

des Fördervereins wurde

Dr. Richard Süttinger, bereits in den

ersten zehn Tagen schlossen sich

zwei Dutzend Eltern dem neuen

Verein an, desweiteren erklärten

sich spontan Förderer aus der Industrie

und Privatpersonen bereit,

über Jahre hinweg Patenschaften

zu übernehmen. Durch diese Spenden

sowie einige Sparmaßnahmen

stellte man offiziell den Antrag auf

Errichtung einer Oberschule – im

Juli 1959 wurde die Genehmigung

erteilt. „Die Gründung war der

entscheidende Kraftakt des Fördervereins“,

erinnert Klaus Süttinger,

Sohn von Dr. Richard Süttinger und

der Familientradition folgend später

selbst noch langjähriger Vorsitzender

des Fördervereins.

Über eine Millionen

Euro Unterstützung

Der Startschuss für das Welfen-

Gymnasium war also gegeben. Es

folgten viele weitere Meilensteine

wie der Bau mit Einweihung am

18. Juni 1964, die Erweiterung zur

neunklassigen Vollanstalt, der Ausbau

oder die Namenstaufe zum

„Welfen-Gymnasium“ im Februar

1994. Ebenso lang wie es in Schongau

das Gymnasium gibt, gibt es

auch den Förderverein, der damit

wie die Schule heuer sein 60-jähriges

Bestehen feiert. Nachdem

juli / august 2019 | 17

IMMOBILIEN

MAKLER

2018

SCHONGAU

DEUTSCHLANDS

GRÖSSTE MAKLER

BEWERTUNG

IN KOOPERATION MIT

FOCUS–SPEZIAL

02 | 2018


anfänglich die Gründung der Schule

als Zweck im Vordergrund stand,

rückte später immer mehr die Förderung

der Schülerinnen und Schüler

in den Fokus. Egal ob bei der

Beschaffung neuer Whiteboards,

der Finanzierung von Theaterfahrten,

der Unterstützung von sozial

schlechter gestellten Kindern oder

der Anschaffung von Instrumenten –

der Förderverein hat finanziell zumeist

seine Finger im Spiel. „In

den vergangenen 60 Jahren sind

bereits rund 850 000 Euro direkt in

die Unterstützung der Kinder geflossen“,

berichtet Andrea Hild, seit

2016 Vorsitzende des Fördervereins.

Vor Kurzem wurden 15 neue Tablets

angeschafft. „Natürlich wäre es

schön, wenn wir ein wenig mehr

wären“, sagt Kassenwart Alexander

Schmitz und ergänzt: „Dann hätten

wir vielleicht 30 Tablets finanzieren

können.“ Derzeit zählt der Förderverein

86 Mitglieder. Eine durchaus

respektable Anzahl, angesichts von

rund 850 Schülern, die allesamt direkt

oder indirekt vom Förderverein

profitieren, allerdings eine überschaubare

Menge. „Vielleicht wissen

einige nicht so recht, was wir

machen oder nehmen es als selbstverständlich

hin“, mutmaßt Andrea

Hild. Dabei könnten Aktionen und

Aufwendungen des Fördervereins

kaum vielfältiger sein: Dem P-

Seminar „Werbefilm“ wurde eine

professionelle Kamera spendiert,

ein überdimensionaler Kicker wurde

ebenso angeschafft wie Schließfächer

für die Schüler, um nur einige

Beispiele zu nennen. Viermal

im Jahr veranstaltet der Förderverein

die „Gesunde Pause“, verteilt

dabei kostenfrei Obst, Nüsse und

was sonst noch zu einer gesunden

Ernährung zählt. „Unser Wunsch

wäre eine Boulderwand direkt an

der neuen Gymnasiums-Turnhalle“,

spricht Alexander Schmitz über

ein zukünftiges Projekt. Aufgrund

bürokratischer Hürden nicht ganz

einfach, allerdings „geben wir

nicht auf“, wie Schmitz versichert.

Auch die erfolgreiche Mädchen-

Fußballmannschaft, die sich sensationell

für ein Finalturnier in Berlin

qualifiziert hatte, wurde mit 1 000

Euro für die Reise unterstützt. Generell

wird beim Förderverein Wert

darauf gelegt, dass nicht die Aufgaben

des Sachaufwandsträgers, also

des Landkreises, übernommen,

sondern dessen Angebote ergänzt

und so Aktivitäten und Bildungsangebote

ermöglicht werden, die

jenseits der Verpflichtung eines

Schulträgers liegen. Einen festen

Jahresbeitrag für eine Fördervereins-Mitgliedschaft

gibt es bewusst

nicht mehr, lediglich einen vorgeschlagenen

von 80 Euro. „Es kann

aber jeder soviel geben, wie er

mag“, so Schmitz.

Gute Zusammenarbeit

mit der Schule

„Es ist ein schönes Miteinander

im Förderverein“, sagt Alexander

Schmitz über die regelmäßigen Sitzungen

der Vorstandschaft, zu der

neben ihm und Andrea Hild, die

zweite Vorsitzende Edith Richter-

Schindele, Schriftführerin Carolin

Wagner-Ruhland und Beirat Dr.

Frank Almer zählen. „Die Zusammenarbeit

mit der Schulleitung hat

ebenfalls schon immer hervorragend

funktioniert“, freut sich Klaus

Süttinger stellvertretend für alle

bisherigen Vorstände.

Nur schwer vorstellbar, dass sich

ein derartiges Projekt wie die

Gründung eines Gymnasiums auch

heute noch aus einer Privatinitiative

entwickeln könnte. „Dabei wäre

solch ein Engagement doch wünschenswert“,

sagt Andrea Hild unter

anderem in Bezug auf neue Mitglieder

für den Förderverein. Damit

dieser die Schülerinnen und Schüler

auch in Zukunft bestens unterstützen

kann – mindestens

die kommenden 60 Jahre.

tis

18 | altlandkreis


„Historischer Markt“ vom 9. bis 18. August

Spiel mit dem Feuer

Schongau | Barfußlaufende Feuerspucker,

Dudelsackspieler und Hofdamen.

Kunsthandwerker in Leinenhemden

und Lederhosen. Der

Geruch nach Lagerfeuer, frischgebackenem

Flammkuchen, Bier und

Wein: Ab Freitagmittag, 9. August,

wird der Volksfestplatz in Schongau

wieder zurückversetzt in eine andere

Zeit – in die Zeit des Mittelalters.

Zehn Tage lang wird dann täglich

zwischen 12 und 24 Uhr gespeist,

getrunken, gelacht und getanzt.

Und sofern das Wetter auch nur

halbwegs mitspielt, werden wieder

Massen aus Jung und Alt den Weg

an die Lechuferstraße aufsuchen

und finden. Und sie werden das Essen,

die Getränke und die einzigartige

Atmosphäre des „Schongauer

Sommers“ lieben und schätzen wie

die Jahre zuvor. Schließlich zählt

die Veranstaltung, auch bekannt als

„Historischer Markt“, aus mehreren

Gründen zu den beliebtesten in der

Region. Da wäre einmal der Markt

für mittelalterliches Kunsthandwerk

auf der östlichen Seite des

Festgeländes. Drehleierwerkstätte,

Kunstschmied, Spinnerin, Besenmacher,

Flechter, Pinselmacher,

Goldschmied, Seilerei, Münzprägerei

– die Liste der in historischem

Gewand gekleideten Aussteller und

Handwerker, die live vor Ort ihre

Produkte mit viel Herzblut, Fingerspitzengefühl

und Muskelkraft

fertigen, ist ziemlich lang. Besonders

romantisch, aber auch mystisch,

ist ein Durchschlendern des

Marktes zu späterer Stunde, wenn

brennende Fackeln und Lagerfeuer

das Sonnenlicht ersetzen. Und die

Standbesitzer mit ihren Eheleuten,

Freunden und Besuchern es sich

gemütlich machen auf aus Holz

gebauten Stühlen, überzogen von

kuschelig warmen Tierfellen.

Südwestlich der Kunsthandwerker

ist das Festgelände größer, runder,

einsichtiger. Hunderte Bierbänke

und Tische im Zentrum werden

umringt sein von hölzernen Buden,

aus denen es süß und deftig duftet.

Es gibt Pfannkuchen, Flammlachs,

Lamm mit Reis und Gemüse vom

Inder, „Seelen“ vom „Holzofenbäcker“,

Schweinebraten, Ente, Crépes

und erstmals auch Ochsenfetzen

und – für alle Veganer – Falafel.

Darüber hinaus alle gängigen Getränke

mit und ohne Alkohol. Während

sich die Besucher im Sitzen

oder Stehen kulinarisch vergnügen,

erklingt im Hintergrund – mal humaner,

mal wilder – mittelalterliche

Musik. Es spielen, aufgeteilt

auf zwei Bühnen, folgende Bands:

Furunkulus Bladilo, The Sandsacks,

Weltenkrieger, Phoenexx, Attila &

Friends, Mandara, Riccardo Ferrara

sowie Musique in Aspik. Darüber

hinaus ist das Programm des

Schongauer Sommers den ganzen

Tag über gespickt mit weiteren Unterhaltungselementen.

Täglich um

16 Uhr tritt Fakir Lubo mit seiner

Feuershow auf, täglich um 22.30

Uhr Kael Narez aus Brasilien mit

„Spiel mit dem Feuer“. Mittags ab

12 Uhr gibt’s unter anderem Gauklerspiel,

Kinderschminken und

> > > INFORMATIONEN

Schmiedekunst. Und als weiteres

Highlight kommt Puppenspieler

Schlamp, der am 17. und 18. August

ab 13.45 Uhr vier Mal pro Tag seine

Show zum Besten geben wird.

Doch das Wichtigste: Heuer werden

über die insgesamt 2500 Sitzplätze

wieder Sonnen- und Regenschutzschirme

aufgespannt, die auch vom

TÜV genehmigt wurden.

js

Näheres über Aussteller, Budenbetreiber, Rahmenprogramm sowie

Bilderstrecken und Videos aus den Vorjahren des „Historischen

Marktes“ hält die Internetseite www.schongauer-sommer.de bereit.


Rotary Club Schongau bittet ins Plantsch

1 200 Enten „rennen“ für

einen guten Zweck

Schongau | Seit 1985 setzt sich der

Rotary Club Schongau für karitative

Zwecke in der Region ein. In

der Regel mit Benefizkonzerten,

einem Verkaufsstand auf dem

Schongauer Weihnachtsmarkt

oder über das im Frühjahr eingeführte

Projekt „Leuchtturm –

Hilfe vor Ort“. Weil das alljährliche

Konzert heuer kurzfristig

ausgefallen ist, haben sich die

Clubmitglieder um Vorsitzenden

Sven Kuhn eine Alternative

überlegt. Allgemeinarzt Dr. Philipp

Wagner aus Peiting war

es letztlich, der den Vorschlag

eines Entenrennes

einbrachte – und

damit große Begeisterung

bei den anderen

Club-Mitgliedern

auslöste. Inzwischen

stehen Termin und

Veranstaltungsort für

das erste Entenrennen

im Schongauer Altlandkreis

fest: 20. Juli, 11 bis 15

Uhr, im Plantsch in Schongau.

Sven Kuhn, Vorsitzender des Rotary Clubs, zeigt mit Karlheinz Gaisbauer

(re.) vom Pollinger Hospiz einen kleinen Teil der Badewannen-Enten.

Läuft alles nach Plan, wird dieser

Tag ein großartiger für Jung und

Alt. Warum? „Weil wir 1 200 Enten

bestellt haben“, sagt Sven Kuhn.

Das ist wahrlich eine stolze Zahl.

Genaugenommen handelt es sich

um diese kultigen gelben Badewannen-Enten

aus Kunststoff, in

diesem Falle mit orangefarbenem

Schnabel. Die können zwar nicht

quietschen, dafür sind sie dank

spezieller Bodenplatte besonders

gut geeignet zum schnell Schwimmen,

kippen darüber hinaus nicht

so leicht um – und falls doch,

richten sie sich von selbst wieder

auf. Gestartet wird auf der breiten

Wellen-Rutsche im Außenbereich

des Erlebnisbades. „Zwei Leute

werden anpacken und die Enten

aus großen Eimern auf die Rutsche

kippen.“ Erste Tests in enger Zusammenarbeit

mit der Freiwilligen

Feuerwehr Schongau haben bereits

gezeigt: Es funktioniert ganz

hervorragend.

Enten-Vorverkauf

startet jetzt

„Die Enten schaffen es ohne Probleme

von der Rutsche über das

zehn Meter lange Nichtschwimmerbecken

bis zum Ufer“, sagt

Sven Kuhn. Ab dem Ufer, das die

Enten dank einer Trichterähnlichen

Auslegung dicht aneinander

erreichen werden, schwimmen

sie auf eine blaue Rutschfolie mit

Bande auf. Damit sie aufgrund

der dann konstant ebenen Fläche

trotzdem nicht an Geschwindigkeit


Von hier aus wird gestartet: Anstelle der Jungs werden am 20. Juli 1 200

gelbe Plastikenten auf die Breitwellenrutsche gekippt.

verlieren, wird in regelmäßigem

Abstand über Feuerwehrschläuche

reichlich Wasser auf die Folien

gespritzt. „Sozusagen als

Beschleuniger.“ Welche Ente die

aus den Schläuchen strömende

Wasserkraft am optimalsten erwischt,

hat letztlich die besten

Chancen auf den Sieg. Insgesamt

ist die Strecke rund 120 Meter lang.

Das Ziel befindet sich im Sauna-

Bereich. Und der Modus? „Wir

werden mit vier Vorläufen starten“,

sagt Sven Kuhn. Heißt: Die

1 200 Enten werden zunächst in

vier 300er Gruppen aufgeteilt. Die

jeweils ersten 50 Enten, also insgesamt

200, schaffen es schließlich

ins Finale. Preise gewinnen

letztlich die ersten 50 Enten im

Finaldurchgang, oder besser gesagt

deren Besitzer. Karten für

eine Berg- und Talfahrt mit der

Nebelhorn-Bahn bei Oberstdorf,

Einkaufskörbe, Eintrittskarten fürs

Plantsch sowie diverse Werbegeschenke

sind nur wenige Gewinn-

Beispiele. Wie die Teilnahme

funktioniert? Ab sofort sind die

Kult-Badewannen-Enten – nähere

Infos auch im Internet unter www.

entenrennen-schongau.de für jeweils

vier Euro in der MöbelCentrale,

bei Sprenger’s Sportland, im

Plantsch sowie im Autohaus Resch

in Peiting erhältlich. „Teilnehmen

darf wirklich jeder“, betont Sven

Kuhn ausdrücklich. Es gebe keine

Altersbeschränkung, weder nach

unten noch nach oben. Und das

Allerbeste: Die Ente dient zugleich

als Eintrittskarte ins Plantsch. Eine

beispielsweise vierköpfige Familie

könnte also für insgesamt 16 Euro

von 11 bis 15 Uhr im Erlebnisbad

verbringen – der Badebetrieb findet

trotz Entenrennen ganz normal

statt.

Bleibt nur noch zu klären, wie 1200

gelbe Enten auseinandergehalten

und den jeweiligen Besitzern zugeordnet

werden: „Die Enten sind

in Form einer Gravur durchnummeriert.

Darüber hinaus müssen

die Besitzer ein Visitenkartengroßes

Kärtchen mit Namen und

Enten-Nummer ausfüllen“, sagt

Sven Kuhn, der an dieser Stelle

noch auf ein kleines, aber buntes

Rahmenprogramm mit Hüpfburg,

Essens- und Getränkeständen aufmerksam

machen möchte. Es gibt

unter anderem Currywurst und

Crepés. Und aus Sicht des Schongauer

Rotary Clubs hoffentlich

jede Menge Menschen, die am

Samstag, 20. Juli, auf 11 Uhr ins

Plantsch kommen und aktiv teilnehmen

am Entenrennen. „Unser

Ziel ist schon, diese Veranstaltung

längerfristig zu etablieren“, so der

inständige Wunsch von Sven Kuhn.

Schließlich gehe es um einen guten

Zweck. Der Erlös aus Essen,

Getränken und verkauften Enten

„geht zu 100 Prozent“ an Menschen

in der Region, die dringend

soziale Hilfe benötigen. „Wir haben

uns nur noch nicht festgelegt,

wer genau das Geld bekommen

wird.“ In jedem Falle jemand, der

auf Spenden aus einer Aktion wie

dieser angewiesen ist.

js

Der Streckenverlauf des Rennens von oben: Die rotmarkierte Linie zeigt

den Weg, den die Badewannen-Enten zurücklegen müssen.

juli / august 2019 | 21


ALLERLEI I IM ALTLANDKREIS

Von Markt und Mantra

Temptation – ein „mörderischer“

Liederabend in Englisch

Schwabniederhofen | Es wird ein Abend, der in

mehreren Kapiteln die aufregende Geschichte

des Truck-Fahrers Frank Brennan erzählt – ein

Mann, der nach und nach immer tiefer in die

Kriminalität abrutscht und schließlich sogar

zum Mörder wird. Nachdem er gefasst wurde,

vor Gericht muss und ins Gefängnis kommt,

bricht er irgendwann wieder aus – und beginnt

„hoffentlich“ ein neues Leben... Musikalisch

begleitet wird das in

englischer Sprache

erzählte Leben von

Frank mit Liedern

von Tom Waits. Wo?

Im Kulze Schwabniederhofen.

Wann?

Am Samstag, 13. Juli,

um 20 Uhr.

Eintritt? 12

Euro. js

Flößermarkt in Lechbruck

Lechbruck | Handarbeiten,

Dekorationsgegenstände

für Innen und

Außen sowie Speis und

Trank so weit das Auge

reicht: Dafür steht der

Flößermarkt in Lechbruck,

der heuer am Samstag,

3. August, von 10 bis 22

Uhr und Sonntag, 4. August, von 10 bis 18 Uhr

stattfinden wird. Der Markt erstreckt sich vom

Lechbrucker Rathaus entlang des westseitigen

Flussufers bis hin zur Lechbrücke. Erwartet

werden heuer rund 60 Aussteller. Darüber

hinaus sind beide Tage gespickt mit einem

bunten Rahmenprogramm, unter anderem mit

Floßfahrten, Alphornbläsern, Musikkapelle,

Frühschoppen sowie Kaffee und Kuchen. Nähere

Informationen zum Rahmenprogramm

hält die Internetseite unter

www.lechbruck.de bereit.

js

Baustellenführung an der Echelsbacher Brücke

Rottenbuch | Es ist die mit

Abstand größte Baustelle

zwischen Pfaffenwinkel

und Ammergauer Alpen –

die Sanierung der Echelsbacher

Brücke. Wie weit

die Arbeiten vorangeschritten

sind? Wie hoch

die Brücke über die Ammerschlucht

führt? Welchen

historischen Wert

das Bauwerk hat? Diese und viele weitere Fragen

werden ab sofort im Rahmen spannender Baustellenführungen

samt historischer Bilder und

einem Zeitraffervideo beantwortet. Und zwar für

drei Euro pro Person, die einem guten Zweck zu

Gute kommen. Wobei Kinder bis 16 Jahren kostenlos

dabei sein dürfen.

Treffpunkt: Jeden Freitag

um 14 Uhr am Baubüro

an der Echelsbacher

Brücke, das sich auf der

Rottenbucher Seite neben

dem Kiosk befindet.

Anmeldung: Bei der Kurund

Touristinformation

Bad Bayersoien unter

08845 / 7030620 oder

info@bad-bayersoien.de. Die Führung auf jeweils

eigene Gefahr dauert rund eine Stunde, setzt festes

Schuhwerk und dem Wetter angepasste asste Kleidung

voraus. Für Gruppen sind auch individuund

Samstag buchbar.

elle Führungen zwischen Montag

js

22 | altlandkreis


Mantras auf Boarisch

Forst | Die aus Wolfratshausen

stammende Künstlerin

Barbara Lexa kommt

am Freitag, 12. Juli, zu einem

ganz besonderen Anlass

auf den Paradieshof

in Forst-Wessobrunn: Sie

gibt dort einen Kurs zum

Thema Mundartsingen.

Mitmachen darf wirklich jeder – es werden auch keinerlei Voraussetzungen

verlangt. Einzig die Freude am Singen sollte bei Jung

und Alt zum Tragen kommen an diesem Abend, der um 19 Uhr

beginnt und jeden Teilnehmer zehn Euro kostet. Weil Singen auf

Boarisch auch richtig anstrengend sein kann, gibt’s im Rahmen

einer Pause einen leckeren Gemüseeintopf zur Stärkung. Und damit

Gesangslehrerin und Köchin rechtzeitig Bescheid wissen über

die Teilnehmerzahl, wird um vorzeitige Anmeldung bei

Barbara Lexa unter 08171 / 20395 oder post@barbara-aralexa.de

gebeten.

js

Am Bahnhof 2 – Telefon 08862-8498 – Fax -7667

NEUWAGEN – JAHRESWAGEN – GEBRAUCHTWAGEN

Jeden Dienstag, Donnerstag und Freitag TÜV im Haus!

• Unfall-Instandsetzung • Reparaturen aller Fahrzeuge

• Lackierung im Haus • Mietwagen (OPEL-Rent)

• Steinschlag-Reparaturen • TÜV/AU

• Klimaanlagen-Checks • Fahrzeugaufbereitung

Öffnungszeiten

Mo. bis Fr. 7.00 - 19.00 Uhr

Sa. 7.00 - 17.00 Uhr

So. 9.00 - 12.00 Uhr

und nach Vereinbarung

„Es gibt nach wie vor

zu wenig Organspender“

Altlandkreis | Deutschlandweit

haben im vergangenen

Jahr 955 Männer und Frauen

ein oder mehrere Organe

gespendet, davon 128 in Bayern.

Und halfen damit einem

Teil der rund 10000 Menschen,

die bundesweit auf

der Warteliste für ein Spenderorgan

stehen. Obwohl die Mehrheit der Bevölkerung positiv diesem

lebensrettenden Thema gegenübersteht, besitzt nur ein Drittel

aller Deutschen einen Organspendeausweis. „Es gibt nach wie vor

zu wenig Organspender“, sagt an dieser Stelle Dr. Karl Breu, Vorsitzender

des Ärztlichen Kreisverbandes in Weilheim-Schongau.

Gründe für die Zurückhaltung hängen meist mit Skandalen aus der

Vergangenheit, aber auch mit unbegründeten Ängsten und Fehlinformationen

zusammen. Helfen soll nun ein Gesetzentwurf der

Bundesregierung, der Zusammenarbeit und Strukturen in Sachen

Organspende verbessern soll – potenzielle Organspender sollen

besser erkannt, Entnahmekrankenhäuser finanziell angemessen

entschädigt werden. Grundsätzlich kann sich jeder Mensch ab 16

Jahren freiwillig für eine mögliche Organspende entscheiden. Dazu

braucht er lediglich einen Organspendeausweis, der kostenlos

in Apotheken, Krankenhäusern, im Internet unter www.

organspende-info.de oder über telefonische Bestellung

unter 0800 / 9040400 erhältlich ist.

js

Keller Profi-Lack GmbH

juli / august 2019 | 23


Neue Notaufnahme am Weilheimer Krankenhaus

Vom Wespenstich bis zum Schlaganfall

Weilheim | „Es ist heute ein ganz

großer Tag für uns“, unterstreicht

Weilheim-Schongaus Landrätin

Andrea Jochner-Weiß, welch hohen

Stellenwert die Eröffnung der

neuen Zentralen Notaufnahme am

Krankenhaus Weilheim im Mai

dieses Jahres hatte. Mit über 400

Quadratmetern Nutzfläche ist sie

fortan mehr als doppelt so groß

als die alte rund 170 Quadratmeter

große Notaufnahme. „Ein

echtes Highlight. Im Vergleich zur

alten fühlen sich die Patienten in

der neuen Notaufnahme definitiv

wohler“, sagt Jochner-Weiß und

ergänzt gleichzeitig: „Auch wenn

ich natürlich hoffe, dass nicht allzu

viele Menschen die Notaufnahme

in Anspruch nehmen müssen.“

Wenn aber doch, sind sie in der

neuen Notaufnahme des Weilheimer

Krankenhauses auf jeden Fall

in allerbesten Händen

Pflicht und investiert fleißig. Rund

10 000 Notfallpatienten werden im

Jahr in Weilheims Notaufnahme

versorgt, wovon ungefähr die Hälfte

anschließend im Krankenhaus

stationär weiterversorgt wird.

„Es kommt zusammen, was zusammen

gehört“, sagt Thomas

Lippmann. Damit spricht er die

längst exzellente medizinische

Ausstattung und das hochqualifizierte

Fachpersonal bei der Krankenhaus

GmbH an. „Jetzt passen

auch die Räumlichkeiten dazu.“

Entstanden sind helle, moderne

Behandlungsräume, in denen

sich die Patienten – soweit es der

entsprechende Notfall erlaubt –

wohlfühlen können. „Das ist wichtig,

schließlich ist die Notaufnahme

auch so etwas wie die Visitenkarte

eines Krankenhauses“, so

Lippmann über die Bedeutung der

ansprechenden Gestaltung. Neben

dem durchdachten Design – jeder

Notfallraum ist beispielsweise in

einer anderen Farbe gestaltet –

lässt die neue Notaufnahme zudem

kaum einen medizinischen

Wunsch unerfüllt. Besonders

durch die extrem kurzen Wege,

der übersichtlichen Raumstruktur

mit attraktivem, großzügigem

Anmelde- und Wartebereich mit

rund 42 Quadratmetern, der im

Herbst 2019 endgültig fertiggestellt

sein wird, zeichnet sich die

neue Abteilung aus. Sechs Erstaufnahme-

beziehungsweise Untersuchungsräume

mit je 18 Quadratmetern,

ein Erstaufnahmeraum

mit Schleuse für infektiöse Patien-

Sonderveröffentlichung der

Rund 10 000 Notfälle

im Jahr

„Es war uns sehr wichtig, dass der

Umbau der Notaufnahme in die

Generalsanierung des Weilheimer

Krankenhauses mit aufgenommen

wurde“, sagt GmbH-Geschäftsführer

Thomas Lippmann, der zudem

betont, wie wichtig dem Kreistag

und ihm selbst die Notaufnahme

sei: „Aus kaufmännischen Gründen

müsste man die Notaufnahme

eigentlich abstoßen“, erklärt

der Klinik-Chef, dass eine solche

Abteilung nahezu immer defizitär

ist, also rote Zahlen schreibt. Und

dennoch gebe es laut der Verantwortlichen

keine Überlegungen,

auf die Notaufnahme zu verzichten.

Im Gegenteil, vielmehr sieht

man es als eine gesellschaftliche

Pflegedienstleitung Anne Ertel (v.l.n.r.), Landrätin Andrea Jochner-Weiß,

Barbara Gilg (Gesundheits- und Krankenpflegerin), Sandra Buchner

(stv. Pflegedienstleitung), Prof. Dr. Andreas Knez (Ärztlicher Direktor),

Thomas Schäfer (Leiter Notaufnahme), Martina Lang (stv. Leiterin Notaufnahme),

Sebastian Haider (Praktikant Rettungsdienst) und Franziska

Barthelmes (Gesundheits- und Krankenpflegerin)


lässt. Außerdem muss für eine

umfassende Notfallversorgung ein

Hubschrauberlandeplatz vorhanden

sein. Ein großer Vorteil der

Weilheimer Klinik im Vergleich zu

den weitläufigen, großräumigen

Krankenhauszentren laut Prof. Dr.

Andreas Knez: „Die Struktur ist

mittlerweile exzellent. Bei uns ist

man beispielsweise in drei Minuten

im Herzkatheter.“

ten mit 27 Quadratmetern sowie

ein hochmoderner, OP-ähnlicher

Schockraum mit 44 Quadratmetern,

so die Fakten zur neuen Zentralen

Notaufnahme. Die sich im

Übrigen in den Räumlichkeiten

der ehemaligen Operationssäle

befindet, die wiederum mittlerweile

in der einstigen Großküche

untergebracht sind. Alle Behandlungsräume

sind darüber hinaus

an eine zentrale Monitorüberwachung

angegliedert, so dass das

Fachpersonal einen noch besseren

Überblick über alle Patienten

hat. Die Fläche der medizinischen

Lager- und Versorgungsräume

sind weitaus geräumiger als zuvor

und die Röntgenabteilung

des Krankenhauses sowie das

radiologische Zentrum sind jetzt

noch schneller erreichbar, was im

Notfall bekanntermaßen essentiell

sein kann. Insgesamt betrugen die

Baukosten der neuen Notaufnahme

rund 3,2 Millionen Euro.

Ärztlicher Direktor

zeigt sich begeistert

Hell und modern: Jeder einzelne

Behandlungsraum hat ein eigenes Farbkonzept.

„Die Räumlichkeiten sind jetzt der

Wahnsinn“, schwärmt Prof. Dr.

Andreas Knez, Ärztlicher Direktor

am Krankenhaus Weilheim. Aus

medizinischer Sicht eminent wichtig

sei, dass bereits bei Eintreffen

der Notfallpatienten separiert

wird, was dank der räumlichen

Trennung von Warte- und Behandlungsbereich

nun deutlich

einfacher ist. Hier bedarf es einer

äußerst kompetenten Fachkraft,

die eine sogenannte Triage durchführt

– eine Priorisierung der

Notfälle. Klar, schließlich dürfte

für Jedermann verständlich sein,

dass etwa ein Traumapatient mit

schlimmsten Verletzungen schneller

behandelt werden muss als ein

verstauchter Daumen. Ein weiterer

Grund, warum ein Neubau der

Notaufnahme unerlässlich war,

sind die Anforderungen des Gemeinsamen

Bundesausschusses

(G-BA), dem höchsten Gremium

der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen,

die stetig strenger

werden und es besonders kleinen

Krankenhäusern nicht immer

ganz einfach machen. Sechs Intensivbetten

mit mindestens drei

Betten zur Versorgung beatmeter

Patienten sind Voraussetzung

für die Basisnotfallversorgung,

in Weilheim gibt es acht. Zudem

muss eine 24-Stunden-Computertomografie

vorgehalten werden,

was sich dank der Kooperation

mit dem Radiologischen Zentrum

Weilheim ebenso realisieren

Allerlei bundespolitische

Anforderungen

Thomas Schäfer, Leiter

der neuen Zentralen

Notaufnahme und

seine Stellvertreterin

Martina Lang.

„Wir freuen uns sehr und sind

auch stolz auf die neue Notaufnahme“,

sagt Thomas Schäfer, Leiter

der Notaufnahme. Es gebe einige

Details, die nicht nur das Arbeiten

für das Fachpersonal deutlich angenehmer

machen, sondern auch

den Aufenthalt für die Patienten.

Zusammengefasst: Neben den hellen

und modernen Behandlungsräumen,

sind Warte- und Behandlungsräume

deutlich getrennt, was

mehr Ruhe und Privatsphäre bei

der Behandlung von Patienten bedeutet.

Außerdem ermöglicht die

neue Struktur eine noch bessere

interdisziplinäre Behandlung. Zusätzliche

Sicherheit gibt das zentrale

Monitoring.

Das Team der Weilheimer Notaufnahme

besteht aus examinierten

Pflegekräften, die Leitung liegt

beim Ärztlichen Direktor Prof. Dr.

Andreas Knez. Die Notaufnahme

ist an 365 Tagen im Jahr, 24 Stunden

geöffnet. Vor Ort ist immer ein

Arzt der Chirurgie und der Inneren

Medizin – ebenfalls eine Anforderung

des G-BA. Neben den

acht Intensivbetten wurde bereits

im vergangenen Herbst die sogenannte

„Chest Pain Unit“ in Betrieb

genommen, so dass auch Herzinfarktpatienten

optimal versorgt

werden können. Davon abgesehen

wurde die Notaufnahme 2017 als

Lokales Traumazentrum zertifiziert.

Behandelt werden in der Weilheimer

Notaufnahme sämtliche

Notfälle, von Frakturen, Schnittwunden,

Gefäßverschlüssen, über

Schmerzen im Bauch bis hin zu

Herzinfarkten oder Schlaganfällen,

bei denen bekanntlich jede Minute

zählt. Insbesondere wegen letzterer

findet Prof. Dr. Andreas Knez

die Diskussion geradezu aberwitzig,

dass ländliche Krankenhäuser

keine Notaufnahme mehr bräuchten,

sich alles in großen medizinischen

Zentren ballen sollte. Dabei

erleiden in Deutschland beispielsweise

jährlich rund 270 000 Personen

einen Schlaganfall, allein in

Weilheim werden pro Jahr 150 bis

200 Menschen mit Schlaganfall behandelt.

Man stelle sich vor, diese

Die Notaufnahme ist an beiden Standorten

24 Stunden an 365 Tagen im Jahr für Sie da!

Telefon Weilheim 0881 / 188-0

Telefon Schongau 08861 / 215-0

müssten dann noch eine Stunde in

ein Krankenhaus gefahren werden.

Dabei können gerade die Folgen

eines Schlaganfalls durch schnelles

Handeln deutlich begrenzt werden.

24 Stunden / 7 Tage die

Woche / 365 Tage im Jahr

„Als ich hier angekommen bin,

gab es noch gar keine Notaufnahme“,

erinnert sich Prof. Dr. Andreas

Knez. Tatsächlich: Die Notaufnahme

am Krankenhaus Weilheim

wurde erst 2007 in Betrieb genommen,

zuvor mussten Notfallpatienten

in den normalen Klinikalltag

integriert werden. Seither hat sich

die Notaufnahme zu einer kompetenten

und beliebten Anlaufstelle

für Rettungsdienste entwickelt.

Die dank Erweiterung und Modernisierung

hoffentlich zu einer

schnellen Genesung beiträgt –

egal ob beim Wespenstich oder

einem Schlaganfall.

tis

juli / august 2019 | 25


„Graficum – Werkstattseminare für Bildnerisches Gestalten“ bei Peter Mayr

Ein kreatives Experimentierfeld





Peiting | Peter Mayr hat eine bewegte

Vita: Ständig unterwegs,

wenig Stillstand – das Leben eines

Künstlers eben. Seit 1993 ist

er mittlerweile als freischaffender

Künstler tätig. „Ein immerwährender

Kampf“, sagt er allen voran

über den finanziellen Aspekt, aber:

„Ich konnte mich immer ganz gut

von meiner Kunst ernähren“, zeigt

er sich mit seiner bisherigen Karriere

durchaus zufrieden, insbesondere,

wenn er an eine Vielzahl

seiner Kollegen denkt. Bereits mit

15 war ihm klar, dass er Künstler

werden wolle. Nach eher semierfolgreichem

Schulbesuch, ist er

zunächst „in eine Lehre als Dreher

geflüchtet“, die er allerdings

alsbald abbrach. Anschließend

ging es für ihn durch ganz Europa:

Madrid, Paris, Neapel. Auf seiner

Europatour besuchte Mayr unter

anderem zahlreiche Museen. „Da

reifte die Erkenntnis, dass man

aus der Kunst etwas machen kann,

wenn man seine Abschlüsse hat.“

Er kehrte heim, holte Mittlere Reife

nach, ging zunächst an die Hochschule

für Kunst und Design in

Hannover, dann an die Akademie

der bildenden Künste in München.

Das Atelier von Peter Mayr lässt kaum einen Künstler-Wunsch offen.

Jetzt will Peter Mayr, derzeit darüber

hinaus technischer Mitarbeiter

des Kunstprojektes „Stoa 169“ in

Polling, seine geballte Erfahrung

weitergeben, hat deshalb „Graficum“

gegründet.

Festes Programm

mit festen Terminen

Seinen ersten Volkshochschul-

Kurs in Peiting leitete Peter Mayr

bereits mit 21, kann mittlerweile

also auf über 30 Jahre Erfahrung

in Sachen Dozieren zurückblicken.

Neben seiner künstlerischen Tätigkeit

hatte er zudem auf Anfrage

immer wieder Kurse etwa über

Siebdruck, Radierungen oder auch

Aktzeichnen gegeben. Mit seinem

„Graficum“ will er diesen Weg nun

professionalisieren, ein festes Programm

mit festen Terminen anbieten.

Auch Schnupperkurse für

Kinder in den Ferien sollen fix im

Kursplan integriert sein. Mappenberatung

für angehende Studenten

an weiterführenden Institutionen

wie Akademien, Hochschulen

oder gestalterischen Fachschulen

hatte er ebenso immer schon auf

Anfrage angeboten. „Bisher ist tatsächlich

nur eine durchgefallen,

aufgrund einer Themaverfehlung“,

sagt Peter Mayr durchaus

mit Stolz. Klar, dass

es dieses Angebot fortan auch im

„Graficum“ geben wird. Hilfreich

ist sicherlich, dass er selbst schon

zigmal einem Mappen-Komitee

angehörte, daher genau weiß,

worauf es ankommt. Von 2005 bis

2012 war er zunächst Lehrbeauftragter,

schließlich Dozent, technischer

Mitarbeiter und Werkstattleiter

an der Hochschule Augsburg

in der Fakultät für Gestaltung. Seit

2012 ist er Fachlehrer für Zeichnen,

Schrift, Grafik und Kunstgeschichte

an der Berufsschule für

Holzbildhauer in Oberammergau.

„Es war das erste Mal, dass ich

einen Fulltime-Job und eine gewisse

Sicherheit hatte“, sagt Peter

Mayr über die Lehrtätigkeit, mit

der zum Ende des Schuljahres

Schluss sein soll, damit er sich

voll und ganz auf „Graficum“ konzentrieren

kann. „Ich freue mich

auf das Wiedererlangen der Unabhängigkeit“,

sagt er. Gibt aber

zeitgleich zu, Respekt zu haben,

„obwohl ich stets von unbändigem

Optimismus getragen bin“. Ein

gewisses Risiko gebe es natürlich,

das aber bei weitem nicht mehr so

groß wie am Anfang seiner Karriere

sei. Schließlich konnte sich Mayr

über die Jahrzehnte ein gewaltiges

Netzwerk aufbauen, darunter









Blockseminare für manuelle Drucktechniken stehen ebenso auf dem

„Graficum“-Kursplan wie das Aktzeichnen.

26 | altlandkreis


Peter Mayr (rechts) während eines Siebdruck-Kurses für Flüchtlinge.

unter anderem ehemalige Schüler,

die sich irgendwo zwischen

Fan-sein und Stammkundschaft

einpendeln. Die Resonanz auf sein

Vorhaben ist laut Peter Mayr äußerst

positiv, viele, die er in seine

Idee eingeweiht hat, haben sich

bereits für erste Kurse angemeldet.

Künstlerische Vorkenntnisse

setzt Peter Mayr bei seinen Kurs-

Teilnehmern in keinem Fall voraus.

„Häufig sind die, die es am

wenigsten vermuten, die besten

Schüler.“ Das einzige, was Interessenten

mitbringen sollten: „Freude

an schöpferischen Prozessen und

ein wenig Vertrauen in die eigenen

Fähigkeiten.“

Künstlerisches Angebot

aufs Land bringen

„Ich möchte etwas anbieten, was

es so außerhalb der Metropolen

nicht gibt“, sagt Peter Mayr. Genau

deshalb versteht sich „Graficum“

als unabhängige Einrichtung für

künstlerische Weiterbildung in

den verschiedensten bildnerischen

Bereichen. „Ein Experimentierfeld

für Einsteiger und Fortgeschrittene

jeden Alters.“ Beratungsangebote,

Werkbesprechungen, Seminare,

Workshops und Zeichenkurse,

begleitet von fachübergreifenden

Vorträgen, zählen zum Angebotsportfolio.

Welches bestenfalls die

kommenden Jahre weiter wächst –

Ideen dafür hat Peter Mayr zuhauf.

Schon nächstes Jahr sollen die

ersten Gastdozenten eingeladen

werden. Spezialisten beispielsweise

für Fassmalerei, da Peter Mayr

selbst hierfür noch kein Experte

ist. „Das interessiert im Landkreis

wahrscheinlich nur wenige Leute.

Dennoch möchten wir auch so etwas

anbieten.“ Neben dem praktischen,

interaktiven Ansatz sollen

ferner auch theoretische Kenntnisse

vermittelt werden. In Blockseminaren

für manuelle Drucktechniken

wie Monotypie, Radierung,

Siebdruck und Holzschnitt werden

Grundkenntnisse im Umgang mit

Technik und Maschinen vermittelt.

Das Atelier von Peter Mayr bietet

hierfür die perfekten Räumlichkeiten

mit zwei Radierpressen, einer

Buchdruckpresse, einer Siebdruckmaschine

mit Rakelführung, einer

Stoffdruckmaschine und einer

großen Auswahl an Papieren, Farben

und Arbeitsmitteln. Für den

Theorie-Unterricht steht ein großer

Seminarraum mit separat angeschlossener

Küchenzeile zur Verfügung.

Los geht es mit den Werkstattseminaren

für bildnerisches

Gestalten im Grunde ab sofort,

Infos zu den einzelnen Kursen inklusive

Detailbeschreibung, Preise

und Anmeldemodalitäten hält die

neu gestaltete Internetseite (www.

graficum.art) bereit. Ein Blick darauf

lohnt sich in jedem Fall, wie

auch in Peter Mayrs Atelier – dem

kreativen Experimentierfeld. tis

juli / august 2019 | 27


Auf zum Gaufest nach Washington

Bayerische Lebensart in Übersee

Washington | Der Gauvorstand

der nordamerikanischen Trachtler

heißt Tom Vogt und kommt aus St.

Catharines in Kanada. Sein Stellvertreter

ist Joe Hubner aus New

York und als Beisitzer fungiert Fritz

Scheffler aus San Francisco. Das

sind deutschstämmige Namen, deren

Vorfahren sich in Amerika eine

neue Existenz aufgebaut haben

und trotzdem ihre Traditionen aus

der früheren Heimat pflegen. Die

ersten Trachtenvereine wurden in

Übersee bereits nach 1900 gegründet

und seit 1966 gibt es einen Gauverband

Nordamerika, der heute

72 Vereine und Gruppierungen

von Vancouver bis Miami umfasst.

Im zweijährigen Rhythmus wird

ein Gaufest abgehalten, das heuer

der Verein „Alt Washingtonia“

ausrichtet. Zu diesem 27. Gaufest

des Trachtenverbandes Nordamerika

werden über 1 000 Trachtler

in der Hauptstadt Washington

erwartet, die vom 4. bis 7. Juli im

Hilton-Hotel verschiedenste bayerische

Brauchtumsveranstaltungen

besuchen können. Vorstand Mark

Meuschke und sein Sohn Philipp

haben schon im vergangenen Jahr

Kontakte nach Bayern geknüpft

und die Gaukapelle des Lechgaues

eingeladen. 18 Musikanten aus den

Reihen der Lechgauvereine plus

ein paar Begleitpersonen werden

nun vom 4. bis 12. Juli nach Washington

fliegen und am dortigen

Gaufest aktiv mitwirken.

Mit traditioneller Blasmusik gestaltet die Lechgaukapelle bei Gaufesten den Sonntagnachmittag, hier in Peiting.

Bis die Bayern am Donnerstag,

4. Juli, im Hilton-Hotel ote

tel

ankommen, werden sie vom Eröffnungsabend

nicht mehr allzu

viel mitbekommen, vielleicht aber

noch das große Feuerwerk zum

Nationalfeiertag sehen. Aufgrund

der enormen Wege können sich

die amerikanischen Trachtler nicht

so oft treffen, dafür ist dann bei

ihrem Gaufest-Wochenende alles

gebündelt. Der Freitag, 5. Juli,

steht ganz im Zeichen des Wertungsplattelns.

Zunächst der Erwachsenen

und im Laufe des Tages

treten auch Kinder und Jugendliche

vor die Preisrichter. Aus der

Lechgau-Gruppe möchten Antonia

Geiger aus Apfeldorf und Toni

Schmerold aus Steingaden daran

teilnehmen. Doch sie haben sich

sagen lassen, dass es in Amerika

noch strenger gehandhabt wird

als hier in Bayern. Parallel dazu

finden „Meetings“ der Vorstände,

der Vorplattler und der Fahnenträger

statt. Beim abendlichen

Heimatabend kommt dann auch

die Lechgaukapelle zum Einsatz.

Weiter geht’s am Samstag mit einem

Schafkopfturnier, an dem sich

auch die bayerischen Kartenspieler

Peter Lindauer, Thomas Eiler und

Anton Draxl versuchen möchten.

Außerdem stehen verschiedene

„Workshops“ zu Volkstanz, Goaßlschnalzen

oder Flechtfrisuren auf

dem Programm. Nachmittags

gibt es einen Gottesdienst in der

St. Matthews Cathedral, den die

Lechgaukapelle musikalisch mitgestalten

wird. Der Sonntag ist

als „Festtag“ deklariert – es gibt

zwar nochmal „Workshops“ und

Ausstellungen, aber vorwiegend

ist der Tag für die Geselligkeit reserviert.

Zusammen mit der amerikanischen

Gaukapelle werden die

bayerischen Musiker diesen Festtag

musikalisch umrahmen, bevor

die meisten Gäste ihre Heimreise

antreten. Die Bayern bleiben noch

ein paar Tage länger, möchten die

Sehenswürdigkeiten von Washington

inspizieren und nach einem

kleineren Vereinsabend mit den

Freunden der „Alt Washingtonia“

geht es zurück nach Deutschland.


„Wir freuen uns sehr auf die Reise,

das wird für viele ein einmaliges

Erlebnis“, drückt Anton Draxl

die Stimmung in der 23-köpfigen

Reisegruppe aus. Er kümmert sich

um das Organisatorische, denn alle

Teilnehmer brauchen eine Einreisegenehmigung.

Musiker sind bestens

vorbereitet

Und auch der Transport der Instrumente

muss geregelt sein. Die musikalische

Leitung hat seit Bestehen

der Lechgaukapelle Thomas Eiler

aus Rottenbuch fest in seinen Händen.

Er hatte schon 2005 die Idee,

eine Musikkapelle auf Gauebene

zu gründen, die sich auf echte,

boarische Blasmusik beschränkt.

Bei

einer ersten Musikprobe im

Wessobrunner Stillerhof kamen

16 Blasmusiker aus verschiedenen

Lechgauvereinen zusammen. Die

Akteure spielen alle in Blaskapellen

und anderen Besetzungen

in ihren Heimatorten,

haben aber so viel Spaß am

Musizieren dieser traditionellen

Blasmusik, dass sie

auch weitere Wege zu Proben

nicht scheuen.

In

den 13 Jahren ihres Bestehens

hat sich etabliert, dass die mittlerweile

25-köpfige Gaukapelle bei

den

alljährlichen Lechgau-Trachtenfesten

die Zeit zwischen den Ehrentänzen

und dem Festausklang

übernimmt. Daneben vertritt die

Gaukapelle den Lechgau bei überregionalen

Ereignissen, umrahmt

die Gauveranstaltungen oder spielt

im Freilichtmuseum „Glentleiten“

auf. Derzeit wird intensiv für

die Amerika-Reise geprobt. Dirigent

Thomas Eiler studiert auch

ein neues Potpourri „Älplerische

Weisen“ mit Polkas, Landlern und

Märschen ein. Damit möchten sie

nicht nur ihre amerikanischen

Freunde begeistern. Wenn sie

am Freitag, 12. Juli, aus Washington

zurückkommen, beginnt das

Lechgaufest in Schongau. Somit

bestens eingespielt wird die Gaukapelle

dann am Festsonntag von

17 bis 19 Uhr auch das bayerische

Publikum überzeugen.

rg

Tantal

Im Murnauer Biergarten trafen sich die Vertreter der Lechgaukapelle mit

zwei amerikanischen Trachtlern vom Verein „Alt Washingtonia“.

juli / august 2019 | 29


Gregor Braun arbeitet als Industriekletterer

Schraubenrevision auf

160-Meter-Windrad

Wildsteig | Effnerplatz München,

Mae West, 52 Meter hoch: Die SZ

betitelte das 2011 errichtete Kunstwerk

aus Carbon- und Stahlstäben

als „Sex-Göttin für München“,

Gregor Braun aus Wildsteig betrachtet

es schlichtweg als klettertechnische

Herausforderung. Der

52-Jährige arbeitet den Sommer

über als Höhenarbeiter, auch bekannt

als Industriekletterer. Damit

zwei Ingenieure dieses komplexe

Kunstbauwerk in Bogenhausen

auf Stabilität und mögliche Schäden

bis ins Detail untersuchen

können, soll Braun mit seinem

Kollegen Andreas Strobl Seilaufbauten

anbringen. „Damit jeder

einzelne Stab abgeklettert und

untersucht werden kann.“ Weil

das Bauwerk zur Mitte hin deutlich

schlanker ist, darüber hinaus die

Stäbe verdreht angeordnet sind,

„im Grunde wie ein in der Mitte

verdrehtes Bündel von Mikado-

Stäben“, muss vertikal, diagonal

und horizontal geklettert werden.

Hierfür Seile und Sicherungen für

die wesentlich kletterunerfahreneren

Ingenieure anzulegen, ist eine

echte Mammutaufgabe, die sehr

viel Können und Weitblick voraussetzt.

Noch dazu, weil durch den

unteren Bereich des Bauwerks für

die „Arbeiter“ lebensgefährliche

Hochspannungsleitungen für den

Trambahnverkehr führen. Und weder

Trambahn- noch Autoverkehr

auf dem dreispurigen Kreisverkehr

drumherum während dieser einwöchigen

Arbeit eingestellt werden

sollen – das wäre schlichtweg

zu teuer. Letztlich haben Gregor

Braun und Kollege Strobl einmal

mehr ihren Job tadellos ausgeübt.

Die Arbeiten konnten ohne

Probleme planmäßig ausgeführt

werden.

Ausbildung in

drei Schritten

Geübt und experimentiert wird

auch zuhause in der Garage.

Entdeckt hatte Gregor Braun das

Klettern als Arbeitsfeld 2010 und

2011, als er und ein Bergführerkollege

aus Roßhaupten zwei Klettersteige

am Tegelberg errichteten.

Daraufhin absolvierte der gelernte

Maschinenbau-Meister sowie

erfahrene Berg- und Skiführer

alle drei Ausbildungsstufen zum

Industriekletterer: Level 1 für Arbeiten

und Sicherungen am verti-


Baustellen auf dem Berg mag Gregor

Braun am allerliebsten.

kalen Seil. Level 2 für Seilarbeiten

horizontal und diagonal. Sowie

Level 3, überwiegend theoretisch

ausgelegt, um Kletterarbeiten

auch als Bauleiter führen zu können.

Gregor Braun ging für alle

drei Ausbildungsstufen ins Berner

Oberland, Schweiz, weil es die

Ausbildung beim Verband Deutscher

Berg- und Skiführer (VDBS)

noch nicht gegeben hatte. Heute

bildet der verheiratete Vater zweier

Töchter selbst aus – einmal im

Jahr für den VDBS in einer großen

Halle in Garmisch-Partenkirchen.

Lediglich für die Level-3-Ausbildung

schickt Gregor Braun Interessierte

weiter nach Österreich

oder in die Schweiz, „weil die

Nachfragen hierfür in Deutschland

noch zu gering sind“. Ohnehin

gilt der Beruf des Industriekletterers

als ein sehr seltener und

spezieller. Auf dem Niveau, wie

Gregor Braun ihn betreibt, gibt es

deutschlandweit momentan nur

wenige. Entsprechend gefragt ist

der leidenschaftliche und topfitte

Bergsportler als Höhenarbeiter,

der sowohl selbst Hand anlegt als

auch diese komplexen Seilaufbauten

für beispielsweise Ingenieure

errichtet.

Rundumsicht auf

sechs Länder

Als Highlight seiner bisherigen Tätigkeiten

erwähnt er unter anderem

Arbeiten für einen Windpark

bei Cottbus, „wo wir an einem

160 Meter hohen Windrad eine

Schraubenrevision durchgeführt

haben“. Jede einzelne der über

tausend Schrauben wurde mit

1200 Newtonmetern nachgezogen,

zusätzlich erstellte Braun

ein Bauwerksgutachten über den

Montage-Zustand der Anlage. Mit

„wir“ meint Braun einmal mehr

den Industriekletterer und Zimmerermeister

Andreas Strobl aus

Bad Tölz, denn Höhenarbeiten

sind gesetzlich immer nur zu zweit

erlaubt. „Falls etwas passieren

sollte, kann der eine den anderen

retten.“ Passiert ist Gott sei Dank

noch nichts. Weder bei Arbeiten

an der Messstation des Deutschen

Wetterdienstes auf der Zugspitze,

noch beim Werbebanner anbringen

am Firmengebäude der Daimler

AG in Stuttgart oder bei Fassadenarbeiten

am Sendemast von

Swisscom, der auf dem 2501 Meter

hohen Säntis steht – der höchste

Berg im ostschweizerischen Alpsteingebirge

und definitiv einer

der atemberaubendsten Arbeitsplätze

der Welt. Von seinem Gipfel

aus sind mit Deutschland, Österreich,

Schweiz, Frankreich, Lichtenstein

und Italien sechs Länder

zu erblicken. „Kletterarbeiten in

den Bergen sind für mich natürlich

die mit Abstand schönsten,

weil es eine gute Mischung aus

akribischer Arbeit und Hobby ist.“

Wobei der Begriff Hobby im Leben

von Gregor Braun ohnehin längst

verschmolzen ist mit seinen zwei

Berufen. Im Winter arbeitet der

ursprünglich aus dem Schwarzwald

Stammende nach wie vor

als Berg- und Skiführer (www.

altissimo.de), der laut Aussagen

einiger seiner Stammkunden „sich

unfassbar gut auskennt mit Lawinenkunde“.

Seine Gäste führt Gregor

Braun durch den kompletten

Alpenraum, unternimmt beispielweise

die Nonplusultra-Skidurchquerung

„Haute Route“ von Chamonix

nach Zermatt. Aber auch

in Norwegen und auf Island ist er

jährlich mit kleineren Gruppen auf

Skiern und Steigeisen unterwegs –

und sorgt bei seinen Kunden für

unvergessene Bergerlebnisse.

Karabiner

aus Stahl

Skier und Steigeisen braucht

Gregor Braun fürs Industrieklettern

(www.braun-gregor.de) in

der Regel nicht. Arbeitsseil und

Sicherungsseil, die mit fünf Prozent

Dehnung auf 100 Kilogramm

wesentlich weniger elastisch sind

als Sport-Kletter-Seile. Arbeitsgurt,

Auffanggurt und Sitzbrett,

welches für bequemes Arbeiten

in der Luft sorgt. Diverse Anseilmittel,

Falldämpfer, Schutzhelme,

festes Schuhwerk, Abseilgeräte,

Materialsäcke, Flaschenzüge und

Winden, falls eine Rettung nach

oben notwendig sein sollte, sowie

Stahl- anstatt Aluminiumkarabiner,

die zwar schwerer, aber wesentlich

stabiler sind. Die Liste der

Ausrüstungsgegenstände eines

Wir bilden aus!

Zum 1.9.2019 stellen wir Auszubildende in folgendem Bereich ein:

• Elektroniker Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik

info@LKG-elektro.de

www.LKG-elektro.de

re Seite:

x: 8mm y:

17mm

B: 82mm H:

180 mm

Perfekte Lösungen.

Seit über 60 Jahren arbeiten wir daran,

Ihnen den Alltag etwas komfortabler

zu gestalten. Unzählige zufriedene

Kunden profitieren bereits davon.

Wir sind Ihr zuverlässiger Partner,

wenn für Sie Professionalität und Zuverlässigkeit

unverzichtbar sind!

• Elektrotechnik

• Sicherheitstechnik

• Kundendienst & Beratung

• Kommunikationstechnik

• Gebäudesystemtechnik (EIB/KNX)

• Photovoltaik

Licht- und Kraftanlagen GmbH

Weinstr. 7-11 Rudolf-Diesel-Str. 5

Schongau Landsberg

08861 23660 08191 478805

NEUBAU • UMBAU • RENOVIERUNG

RUETHENFEST 2019

Das große historische Kinderfest

in Landsberg am Lech

12. Juli - 21. Juli

juli / august 2019 | 31


Werkstattseminare für Bildnerisches

Gestalten

KURSE - SEMINARE - PRIVATUNTERRICHT

Zeichnen/Malerei

Aktzeichnen

Beratung

Mappenvorbereitung

Manuelle Drucktechniken

Kinderzeichnen/Malen

Kalligrafie

www.graficum.art

Atelier Petrmayr, Lorystrasse 27, 86971 Peiting, info@graficum.art

Meine Steuererklärung

bringt mich um!

Wir freuen uns auf Ihren Anruf!

Industriekletterers ist lang. Gregor

Braun bewahrt sein Equipment

feinsäuberlich sortiert in Kisten

und Regalen in seiner Garage in

Wildsteig auf. Am meisten fallen

diese Dutzend Seile auf, die zusammengenommen

über 2000

Meter lang wären. Bei genauerem

Blick stechen auch Kletterhaken

an der Garagendecke ins Auge, wo

Gregor Braun sein Material immer

wieder mal auf Herz und Nieren

überprüft und neue Seilkonstruktionen

ausprobiert. „Letztlich ist es

egal, ob man zwei, zehn oder 100

Meter über dem Boden hängt“,

sagt er. Wichtig ist, dass der technische

Aufbau dieses aus Sicht

eines Laien „Seil-Gurt-Karabiner-

Wirrwarrs“ zu 100 Prozent passt.

Und dass im Rahmen einer spezifischen

Gefährdungsbeurteilung

für das jeweilige Bauwerk alle

Gefahrenpunkte berücksichtigt

werden. Können Gegenstände herunterfallen?

Gilt es scharfe Kanten

abzudecken, die das Kletterseil

durchtrennen könnten? Gregor

Braun überlässt in Sachen Sicherheit

nichts dem Zufall. Nur dann

kann er mit einer großen Hilti-

Bohrmaschine, die zur Entlastung

ebenfalls an einem Seil hängt, in

Hier arbeitet Gregor Braun an der

Echelsbacher Brücke.

aller Ruhe Betonproben aus alten

Hochhausmauern entnehmen. Als

Baumkletterer Totholz von naturdenkmalgeschützten

Linden und

Buchen rund um den Ammersee

und Starnberger See entfernen. 60

Meter hohe Glasfassaden reinigen.

Oder den Bauwerkszustand der

Echelsbacher Brücke überprüfen.

Alle zwei Jahre hing sich Gregor

Braun samt Bauingenieuren unter

die Fahrbahn der Echelsbacher

Brücke. Und auch bei der Sanierung

der Brücke selbst war er

für komplizierte Montagearbeiten

über der 72 Meter tiefer liegenden

Ammer gehangen. Komplett

frei von Angst? „Es ist schon so,

dass man in zehn Metern Höhe

nur zwei Anseilpunkte, in 100 Metern

Höhe dagegen gerne auch

mal drei Punkte setzt, obwohl

es wahrscheinlich im Falle eines

Sturzes keinen Unterschied mehr

machen würde.“ Mit Angst habe

dies jedoch nichts zu tun. Gregor

Braun liebt das Klettern. Verlegt er

am Kamin des Heizkraftwerks der

Stadtwerke München in 80 Metern

Höhe Messgasleitungen, ist das für

ihn so ähnlich wie für einen Bankkaufmann

ein Kundengespräch im

wohltemperierten Büro. „Ich bin

ein Mensch, der raus muss“, sagt

er an dieser Stelle. Ob als Bergund

Skiführer oder Industriekletterer,

spielt dabei keine Rolle. Gregor

Braun lebt mit beiden Berufen

seine Leidenschaft.

js

Wir

lassen Sie

nicht

hängen.

Steuerberatungsgesellschaft mbH

Steuern Sie Ihre Steuer selbst!

Mit uns, Ihrem kompetenten Berater

in steuerlichen Angelegenheiten –

privat und gewerblich

Geschäftsführerin Claudia Schmid

Jägerstraße 8 | 86971 Peiting | Tel. 08861 - 2415510

www.steuerberater-claudiaschmid.de | info@stb-cschmid.de

32 | altlandkreis


- Anzeige -

Lackiererei Langhammer feiert Jubiläum und zieht um

70. Geburtstag auf

neuem Firmengelände

Schongau | Die Lackiererei Langhammer

steht für moderne

technische Einrichtungen und

qualifiziertes Fachpersonal, das

kompetente Beratung und beste

Qualität in der Ausführung aller

Lack- und Karosseriereparaturen

garantiert – und das bereits seit

70 Jahren. Nach Krieg und amerikanischer

Gefangenschaft, landete

Josef Langhammer in Schongau

und eröffnete dort alsbald, 1949,

einen eigenen Autolackierbetrieb.

1954 folgte der Umzug in das Betriebsgelände

in der Drosselstraße,

wo das Unternehmen auch heute

noch beheimatet ist – allerdings

nur noch bis Ende des Jahres. 1979

übergab Josef Langhammer die Lackiererei

an seine drei Söhne, die

zum damaligen Zeitpunkt bereits

alle ihre Meisterprüfung erfolgreich

absolviert hatten. Seit 2011,

nachdem Franz Langhammer als

letzter der drei Brüder verstarb,

führte sein Sohn Robert Langhammer

gemeinsam mit einem

Cousin die Autolackiererei. Erfahrung

sammelte Robert, studierter

Wirtschaftsingenieur, im Vertrieb

einer Münchner und Schweizer

Firma. Sowohl um praktisch gerüstet

zu sein, als auch um den

Handwerksbetrieb führen zu

dürfen, erwarb er vor knapp vier

Jahren den Lackierer-Meisterbrief.

Seit 2018 ist Robert Langhammer

alleiniger Geschäftsführer der Autolackiererei.

Seit 2012 gedanklich mit

Neubau beschäftigt

Bereits 2012 stellte er mit dem

Kauf eines Grundstückes im

Schongauer Westen die Weichen

für eine erfolgreiche Zukunft. Ende

Mai erfolgte der Spatenstich für

das neue Firmengebäude, noch

im laufenden Jahr ist der Umzug

in die neuen Räumlichkeiten geplant.

Im Oktober soll alles fertig

sein, da am Bau bekanntermaßen

Verzögerungen nie gänzlich

ausgeschlossen werden können,

wäre Robert Langhammer allerdings

durchaus glücklich, „wenn

es dieses Jahr noch klappt“. Ein

wenig ist dem Geschäftsführer die

Ungeduld anzumerken, vielmehr

So soll das neue Firmengebäude im Schongauer Westen aussehen.

überwiegt jedoch die Freude, dass

nun alles seinen Lauf nimmt. Verständlich,

schließlich beschäftigt

er sich mittlerweile seit sieben

Jahren gedanklich mit dem Umbau.

Insbesondere die Finanzierung

für das Projekt trieb ihn über

ein Dreivierteljahr um, ehe kurz

vor dem letztjährigen Weihnachten

die erlösende Nachricht kam, die

Finanzierung seitdem in trockenen

Tüchern ist.

Der neue Standort wird dem Unternehmen

nicht nur eine größere

öffentliche Wahrnehmung bescheren,

sondern ist allein schon aus

praktischen Gründen sinnvoll, liegt

der derzeitige Betrieb doch inmitten

eines in den letzten Jahrzehnten

gewachsenen Wohngebietes.

Dank PV-Anlage und Blockheizkraftwerk

werden die Werkstätten

nahezu autark mit Energie

versorgt. Die neuen Anlagen sind

selbstverständlich auf dem neuesten

Stand der Technik, darüber

hinaus weitaus energetischer und

umweltbewusster als ihre Vorgänger.

Zudem werden Arbeitsabläufe

ökonomisch und prozessoptimiert

auf heutige Techniken abgestimmt.

Kurzum: Die Wege werden kürzer.

Auch deshalb werden zukünftig

nicht nur Auto- sondern

auch Industrieund

Sandstrahllackierungen

zum

Langhammer’schen

Angebotsportfolio

> > > KONTAKT

Geschäftsführer Robert Langhammer (rechts)

mit einem Teil seiner Mannschaft.

zählen. „Früher

wurde im Grunde

nur lackiert, mittlerweile

bieten wir eine komplette

Unfallinstandsetzung und die meist

damit verbundene Abwicklung mit

der Versicherung an. Desweiteren

können wir seit Ende letzten Jahres

die Partnerschaft mit ‚ABT Classics‘

verkünden, mit welcher wir uns

noch mehr auf Oldtimerrestaurierungen

spezialisieren und somit

weitere namhafte Kunden gewinnen“,

so Robert Langhammer, der

bereits 2016 die Marke „Smart

Repair Pfaffenwinkelfür rasche

Entfernungen von Beulen und

Kratzern in Fahrzeugen, kreierte.

Längst ist auch das Angebot unter

dem Dach der Autolackiererei

Langhammer zu finden.

Attraktive

Arbeitsplätze

Neben den unübersehbaren Vorteilen

für Kunden, soll der Neubau

auch die Arbeitsplatz-Attraktivität

steigern, ist Robert Langhammer

doch bereits auf der Suche nach

weiteren Vollzeitkräften und einem

Auszubildenden – und freut

LANGHAMMER

AUTOLACKIEREREI SCHONGAU

sich deshalb über jede Bewerbung.

Läuft alles nach Plan, soll

im Oktober 2019 im neu errichteten

Firmengebäude das 70-jährige

Jubiläum gebührend gefeiert

werden. Übrigens zeitgleich mit

dem 110. Geburtstag von Firmengründer

und Großvater Josef Langhammer.

tis

Drosselstraße 3 - 86956 Schongau

Tel. 08861 / 4216 - Fax 08861 / 200557

Mail: info@lackiererei-langhammer.de

www.lackiererei-langhammer.de


Wir freuen uns auf

eine examinierte


für die 1:1 Betreuung

eines Kindes in

Schongau / Peiting

Top Konditionen, tolles Team, angenehmes Umfeld,

Fortbildung, betriebl. Zusatzleistungen u.v.m.

Telefon 08841 / 67 24 518 od. Mobil 0173 / 31 63 511

>>> SAG MAL, DIESMAL MIT AUTORIN FRANZISKA BÄR

„Eine Gefühlsexplosion

von purem Glück“

Schongau | Franziska Bär aus

Schongau kennt der eine oder

andere noch als Abiturientin des

Welfen-Gymnasiums. Oder als

Volontärin bei den Schongauer

Nachrichten. Inzwischen wohnt sie

in Traunstein, arbeitet als Pressesprecherin

beim Münchner Umweltverein

„Green City“ und darf

sich seit wenigen Wochen auch

als Autorin bezeichnen. Ihr spannendes

Buch heißt „Ins Nirgendwo,

Bitte!“. Es erzählt von ihrer

400 Kilometer weiten Wanderung

durch das am dünnsten besiedelte

Land der Welt – die Mongolei. Mit

dabei: Wasserkocher, Zelt, Freund

Felix und eine gehörige Portion

Ungewissheit. Im Interview spricht

die 26-Jährige über andauerndes

Fernweh, eine Beziehung im

Drei-Quadratmeter-Zelt, von Sonnenschein

geprägten Schreibtagen

und einem unerwarteten Preis,

der letztlich alles verändert hat.

Franziska, die Mongolei war bei

weitem nicht Dein erstes Land. Woher

rührt Deine Reiselust?

Unvergessen waren die Aufeinandertreffen mit den Einheimischen.

Die Frage habe ich mir auch selbst

schon immer gestellt und ehrlich

gesagt ganz lange keine Antwort

gefunden. Mittlerweile glaube

ich, dass so eine Reiselust, ein

Abenteuerdrang, in manchen von

uns einfach drinsteckt. Ich kann

mich erinnern, dass ich als Kind

schon heimlich Auswandererserien

geguckt habe, als meine Eltern

dachten, ich würde Hausaufgaben

machen. Und wenn wir in den

Sommerferien am Gardasee waren,

habe ich mir von unserer afrikanischen

Nachbarin Rastazöpfe

flechten lassen und gespielt, ich

würde in Afrika wohnen (lacht).

Dein Buch „Ins Nirgendwo, Bitte!“

ist in aller Munde. Dabei war das

Schreiben eines Buches nie der

Plan. Wie kam’s letztlich dazu?

Es hat tatsächlich ein bisschen

gedauert, bis wir bereit waren,

dieses Abenteuer weiterzugeben.

Weil es so eine intensive Zeit war –

34 | altlandkreis


und viele große und auch kleinere

Momente passiert sind, die

wir für uns erst einmal verarbeiten

mussten. Zwei Jahre später ist

der Wunsch, dieses Abenteuer zu

teilen, immer größer geworden.

Aber der entscheidende Schubser

in die richtige Richtung hat gefehlt

– bis zu einem Freitagabend

im Mai 2017, an dem ich die Ausschreibung

für einen Autorenwettbewerb

gesehen habe. Der Piper

Verlag und der Reiseblog „The

Travel Episodes“ haben die besten

Reisegeschichten gesucht. Obwohl

nur noch zwei Tage zum Bewerbungsschluss

waren, musste ich es

einfach versuchen. Obwohl ich mir

rein gar nichts davon erwartet hatte,

war das letztendlich der Startschuss

für das, wo ich jetzt bin.

Worum ging’s in „Gekritzel im

Sand“? Und welche Bedeutung

hat für Dich der damit gewonnene

Preis?

„Gekritzel im Sand“ hat für mich

eine ziemlich große emotionale

Bedeutung: Es war das erste Mal,

dass ich über das geschrieben

habe, was wir in der Mongolei

erlebt haben. Außer meinen Tagebucheinträgen

natürlich. Ich

würde sagen, es ist eine Kurzgeschichte,

die auf wenigen Seiten

Höhen und Tiefen, Einsamkeit und

magische Begegnungen im am

dünnsten besiedelten Land der

Welt zusammenfasst. Dass ich mit

dieser Geschichte letztlich unter

den Gewinnern des Autorenwettbewerbs

gelandet bin und zum

ersten Mal mit meinem Namen

in einem Buch gedruckt wurde,

konnte ich am Anfang überhaupt

nicht fassen. Ich war unfassbar

glücklich und hab wahnsinnig viele,

schöne Reaktionen bekommen.

Auch von Menschen, von denen ich

seit Jahren nichts mehr gehört hatte

– oder sogar von welchen, die

ich gar nicht kannte. Langsam hab

ich dann begriffen, dass es vielleicht

der richtige Weg sein kann,

die ganze Geschichte aufzuschreiben.

Der Wettbewerb war sozusagen

mein Mutmacher.

Ganz im Ernst: Würdest Du diese

Reise durch die Mongolei nochmals

machen?

Wenn ich sie noch nicht gemacht

hätte? Auf jeden Fall! Mit allen

Höhen und Tiefen habe ich in

den fünf Wochen mehr über mich

selbst, über Felix und unsere Beziehung

gelernt, als ich mir je hätte

vorstellen können. Und natürlich

einiges über die Mongolei und ihre

Menschen.

Euer schönster Reise-Moment?

Puh. Es ist ganz schön schwierig,

den einen schönsten Moment

rauszupicken. Aber wenn ich wirklich

nur einen nennen darf, dann

ist das wahrscheinlich der Moment,

als wir an unserem großen

Ziel, dem kleinen Bergsee Khukh

Nuur, angekommen sind. Wenn

man wochenlang mit jedem Schritt

darauf zuläuft und das Ufer dann

plötzlich erreicht, ist das eine totale

Gefühlsexplosion – pures Glück.

Der gefährlichste?

Am Ende ist ja immer alles gut

ausgegangen – was zwischendrin

aber brenzlig war und sicher gefährlich

hätte werden können, war,

als Felix auf der letzten Etappe

krank wurde. Wir mussten dringend

zum nächsten Ort weiterlaufen,

weil unsere Nahrungsreserven

sonst nicht mehr gereicht hätten.

Wie hat sich durch diese intensive

Reise Deine Beziehung zu Freund

Felix verändert?

Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen

radikal, aber: Entweder, man

merkt recht schnell, dass eine Beziehung

solchen Herausforderungen

nicht gewachsen ist. Oder man

merkt, dass es funktioniert. Und

dann ist man sich näher denn je.

Wir haben uns beide vorher ziemlich

viele Gedanken und auch Sorgen

gemacht, was von beidem

— Ihr Spezialist für Wärmepumpen —

Sie suchen einen

zuverlässigen Installateur

für Ihre Heizung?

Vereinbaren Sie einen Termin!

> > > BÜCHER ZU GEWINNEN

Ihr Regionalmagazin „altlandkreis“ verlost drei Exemplare von „Ins Nirgendwo,

Bitte!“ – ein 285 Seiten starker, packender Erfahrungsbericht

einer 400-Kilometer-Wanderung durch die Mongolei, erlebt und niedergeschrieben

von Franziska Bär aus Schongau. Schicken Sie uns bis

15. Juli eine Postkarte mit dem Stichwort „Mongolei“ an „altlandkreis“,

Birkland 40, in 86971 Peiting. Oder eine E-Mail an info@altlandkreis.de.

Absenderadresse bitte nicht vergessen, da die Bücher per Post zugestellt

werden. Das Los entscheidet, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

juli / august 2019 | 35

Wir stehen für:

• kompetente & ehrliche Beratung

• Termintreue

• Kundenzufriedenheit

www.wechner.de

Wielenbachstr. 13 I 86956 Schongau

08861 4187

info@wechner.de


Ihre Chance als

KFZ-MECHATRONIKER/

MECHANIKER m/w

Verstärken Sie unser Werkstatt-Team durch Ihr Können,

Ihr Engagement und Ihre Persönlichkeit!

Sie bieten:

• Abgeschlossene Berufsausbildung

• Erfahrung bei Fehlerdiagnose

• Kompetenz in Wartung/Reparatur

Wir bieten:

• Einen sicheren Arbeitsplatz

• Eine attraktive Entlohnung

• Ein gutes Arbeitsklima

• Zuverlässigkeit und Teamfähigkeit

• Führerschein Klasse B

• Arbeit in Eigenverantwortung

• Eine professionelle Ausstattung

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbungsunterlagen per Post oder E-Mail.

© 123 RF / georgerudy

bei uns eintreten würde. Wir sind

beide ziemliche Freiheits-Liebhaber.

Felix noch mehr als ich. Und

wir wussten nicht genau, was

passieren würde, wenn wir uns

plötzlich gar keine Freiheiten mehr

nehmen können. Auf drei Quadratmetern

Zelt ist kaum Platz. Und

man kann auch nicht eben mal einen

Tag alleine was unternehmen.

Man hat sein Überlebenspaket ja

nur einmal dabei – ein Zelt, einen

Kocher, ein GPS. Man muss zusammenbleiben,

egal was passiert.

Die Details stehen alle sehr lebendig

im Buch. Wie lange hast Du

gebraucht, um „Ins Nirgendwo,

Bitte!“ zu schreiben?

Ich hab tatsächlich mal versucht,

ganz grob die Stunden zu überschlagen,

die ich am Buch saß.

Das ist ziemlich schwer, weil ich

eigentlich nie auf die Uhr geschaut,

sondern immer so lange

geschrieben habe, wie es an dem

Tag eben gut funktioniert hat. Über

den Daumen geschätzt, habe ich

bestimmt gut 400 Stunden gebraucht.

Nicht mit eingerechnet

sind natürlich Gedankenblitze und

all die unfreiwilligen Momente, in

denen ich nicht anders konnte, als

mir den Kopf zu zermartern.

Wie zäh sah Dein Schreib-Alltag

aus?

Wirklich zäh war es zum Glück

selten. Es gab natürlich Tage, da

musste ich mich mehr zwingen,

mit den Gedanken beim Thema

zu bleiben – auch, wenn mir das

nicht immer leichtgefallen ist. An

solchen Tagen hab ich dann eben

weniger geschrieben, an anderen

dafür mehr. Dass das recht normal

ist und es nichts bringt, wenn ich

mich unter Druck setze, hab ich

zum Glück ziemlich schnell rausgefunden.

Meinen Tag hab ich deswegen

ziemlich entspannt gestartet,

hab meine Gedanken bei einer

Tasse Kaffee geordnet und wenn ich

bereit war, angefangen zu schreiben.

Meistens draußen oder auf

dem Fensterbrett. Ich hab im April

letzten Jahres angefangen – von da

an hat ja fast jeden Tag die Sonne

geschienen. Je nachdem, wie heiß

es war, bin ich dann mit ihr oder

gegen sie auf den Fensterbrettern

durch die Wohnung gewandert.

Wo überall ist Dein Buch erhältlich?

Online, in jeder Buchhandlung,

quasi überall! Wahnsinn, das so zu

sagen. Es gibt immer wieder Momente,

da kann ich das selbst nicht

glauben.

Und wie sind die Resonanzen bis

jetzt?

Ich hab ein bisschen Angst, jetzt

irgendwas zu verschreien, aber:

Bis jetzt habe ich echt unglaublich

schönes Feedback bekommen. Das

rührt mich jedes Mal sehr, weil so

viel Herzblut, so viel Intimes in diesem

Buch steckt.

Gibt’s bereits konkrete Pläne für

weitere Abenteuer-Reisen?

Im Sommer durchwandern Felix

und ich das Kaukasus-Gebirge in

Georgien. Wir freuen uns beide

schon riesig auf das Draußensein,

die Einfachheit und die Einsamkeit.

Mit dem Ziel, auch darüber ein

Buch zu schreiben?

Auch, wenn man ja bekanntlich

niemals nie sagen soll, bin ich

ziemlich sicher, dass es über Georgien

kein Buch geben wird.

Trotzdem hab ich große Lust auf

ein nächstes Buch – es wird sich

zeigen, was daraus wird.

Wie sieht Dein Berufsalltag momentan

aus?

Ich bin nach wie vor Pressesprecherin

beim Münchner Umweltverein

„Green City“. Mittlerweile

allerdings in Teilzeit. Und den

anderen Teil meiner Zeit darf ich

Autorin sein.

Auto Service Koch

Altenstadter Str. 66

86956 Schongau

Tel.: 08861 // 6903084

© CARAT 03/2018

Franziska Bär mit Lebensgefährte Felix und Drei-Quadratmeter-Zelt.

Du wohnst mittlerweile in Traunstein.

Bist Du trotzdem noch in

Deiner Heimatstadt Schongau anzutreffen?

Immer wieder. Meine Eltern und

mein Opa leben ja dort – Schongau

wird deswegen immer meine

Heimat bleiben. Egal, wo ich mich

sonst rumtreibe. Wo man aufgewachsen

ist, vergisst man nicht. js

36 | altlandkreis


Zwischen den Mauern Schongaus

Erlebnis Altstadt

Schongau | Vier verschiedene Erlebnisführungen

bietet die Stadt

Schongau in den Monaten Juli und

August an. Speziell zum Schauspiel

„Die Henkerstochter und das

Spiel des Todes“ gibt es sogar eine

neue Führung. Dieser interessante

Rundgang bringt die Teilnehmer zu

Originalschauplätzen wie beispielsweise

den alten Friedhof, den Katzenweiher

oder in die Ratsstube.

Sechs Euro kostet sie pro Teilnehmer,

die am Freitag, 19. Juli, Samstag,

20. Juli, Sonntag, 21. Juli, Donnerstag,

25. Juli, Freitag, 26. Juli,

Samstag, 27. Juli, Sonntag, 28. Juli,

Donnerstag, 1. August, Freitag, 2.

August und Samstag, 3. August, um

jeweils 16.30 Uhr stattfinden wird.

Das zweite Thema der Stadtführungen

lautet „Anna Gerberin – die

Bürgersfrau zwischen Huren und

Henker“. Warum diese Bürgersfrau

ihr Herz auf der Zunge trägt? Sie

ihre heimlichen Sehnsüchte preisgibt?

Und ihre Liebe zur Lechvorstadt

mit Hass verbunden ist? Stadtführerin

Sylvia Hochmuth-Rexa

erwartet hierzu alle interessierten

Teilnehmer am Freitag, 9. August,

Samstag, 10. August, Freitag, 16.

August oder Samstag, 17. August,

für jeweils fünf Euro am Rathaus.

Beginn ist jeweils um 17 Uhr.

„Türme und Tore der Stadt Schongau

– mächtige Zeugen des Mittelalters“

heißt die Erlebnisführung

mit Renate Zöpf. Sie dient zur Erkundung

der Befestigungsanlage

der Stadt Schongau. Eine Zeitreise

wird im Rahmen dieser Führung

versprochen – spätestens beim Hinaufsteigen

auf die alten Wehrtürme.

Sie findet nur am Montag, 12.

August, um 17 Uhr statt und kostet

pro Teilnehmer fünf Euro.

Damit auch Kinder auf die Kosten

Schongauer Stadtgeschichte kommen,

wird auch eine Führung für

Fünf- bis Neunjährige angeboten.

Bei „Entdecke Schongau mit

dem Hexenkind Hagasusa“ erzählt

Stadtführerin Rosemarie Kirchhofer

die Abenteuer einer jungen Hexe

nach dem Kinderbuch von Ellen

Riedel – und taucht dabei in die

spannende Geschichte Schongaus

samt Kräuterkunde ein. Die Führung

kostet pro Person vier Euro,

findet statt am Dienstag, 30. Juli,

und beginnt um 16.30 Uhr.

Wichtig: Die Teilnahme an allen

Erlebnisführungen der Stadt

Schongau ist ausschließlich durch

Anmeldung bei der Tourist Information

Schongau unter 08861 / 214-

181 oder touristinfo@schongau.de

möglich.

js

Gemeinsam sind wir

pferdestark!

Tiergestützte Therapie

juli / august 2019 | 37


INTERVIEW MIT VORSTAND MARKUS WÖLFLE

„Mit Zwang geht nix!“

Schongau | Markus Wölfle ist Vorstand

des Trachtenvereins und erster

Klarinettist in der Stadtkapelle

Schongau. Der 34-Jährige lebt

mit seiner Familie diese bayerische

Verwurzelung und deshalb

empfindet er sein ehrenamtliches

Engagement nicht als Belastung.

Selbst in der intensiven Vorbereitungszeit

freut er sich auf das

Lechgaufest in Schongau und stellt

fest: „Das Gaufest ist ein Feiertag

für jeden Trachtler.“

Alle Lechgau-Trachtler denken bei

Schongau an das verregnete Gaufest

2008. Wie hast Du es in Erinnerung?

Meine erste Erinnerung ist natürlich

traurig. Ich war damals Vorplattler

und mit dem Bautrupp im

Vorfeld viel unterwegs, da war es

schon schade, wenn der Festzug

ausfällt. Es folgt aber gleich eine

zweite Erinnerung und die ist sehr

schön und warmherzig. Denn es

zeigte sich eine unwahrscheinliche

Solidarität der anderen Vereine,

alle blieben im Zelt sitzen, es

war eine tolle Stimmung und so

ist das Schongauer Gaufest vielen

Trachtlern trotzdem in guter Erinnerung

geblieben.

Was ist das Besondere an einem

Lechgau-Trachtenfest?

Das Lechgaufest beginnt immer

noch mit einem Festgottesdienst,

auf den man besonderen Wert

legt. Viele Trachtler kommen hierfür

schon in der Früh. Der Festsonntag

ist für jeden Trachtler das

wichtigste Ereignis im Jahr, hier

kann man langjährige Bekanntschaften

pflegen. Es ist ein Feiertag

für jeden Trachtler.

Wie bereiten sich die Schongauer

auf dieses 96. Gaufest vor?

Hoffentlich gut. Wir haben eine

schöne Mischung aus erfahrenen

Leuten, die schon mehrere Feste

durchgeführt haben, und jungen,

die frische Ideen einbringen. So ist

denke ich für jeden was dabei an

den insgesamt vier Tagen.

Ein Fest für 4 000 Teilnehmer und

zusätzliche Gäste vorzubereiten,

bedeutet viel Aufwand. Gab es dabei

auch Überraschungen?

Bis jetzt läuft alles glatt. Wir haben

eine gute Zusammenarbeit mit

den Behörden, die Feuerwehr hat

uns schon vor zehn Jahren sehr gut

unterstützt und unser Verein ist ja

festerprobt. Vieles ist Routine.

Aber die Überraschungen werden

sicher noch kommen – hoffentlich

bleiben die großen aus.

Zum Spaß spritzt Markus Wölfle Wasser aus dem Marienbrunnen. Beim

Gaufest in Schongau möchte er aber nicht, dass es nass nei geht.

Die „Schloßbergler“ haben eine

besondere Beziehung zur Stadtkapelle.

Wie kommt das?

Als die Stadtkapelle 1963 gegründet

wurde, waren einige Gründungsmitglieder

schon aktiv in der

Vorstandschaft des Trachtenvereins.

Musiker und Trachtler haben

oft Überschneidungen, wir tragen

auch die gemeinsame Tracht. Das

hat sich über die Generationen

weitergetragen und sehr gut entwickelt.

Ich spiele selbst in der

Stadtkapelle und neben mir sind

etwa 15 aktive Trachtler in der Musik.

Das ergibt viele Synergien, die

Stadtkapelle ist bei den festen Veranstaltungen

des Trachtenvereins

immer mit dabei. Besonders stolz

sind wir auf unseren Trachtenjahrtag

im November, der jedes Jahr

würdevoll von der Stadtkapelle

mitgestaltet wird.

38 | altlandkreis


Soll ich ehrlich sein? Mit Zwang

geht gar nix! Man kann nur die

Vorzüge des Trachtlerseins vorleben.

Der eine oder andere hört

als Jugendlicher auf, kommt aber

später wieder zurück, weil ihm die

Gemeinschaft und die Zugehörigkeit

fehlt. Das braucht oft Zeit, bis

das jeder für sich erkennt.

Immer mit der Stadtkapelle voraus macht der Schongauer Trachtenverein

ein gutes Bild, wie hier in Böbing.

Was wäre Schongau ohne diese

beiden Institutionen?

Im kulturellen Bereich auf jeden

Fall ein ganzes Stück ärmer.

Warum bist Du beim Trachtenverein?

Meine Großeltern und Eltern waren

oder sind im Trachtenverein

aktiv, so bin ich da hineingewachsen.

Über die Jahre ist es aber

zu einem großen und wichtigen

Bestandteil in meinem Leben geworden.

Einerseits schätze ich

den generationenübergreifenden

Kontakt im Verein. Und dann ist

man Trachtler das ganze Jahr, man

kann sich kirchlich oder weltlich

immer einbringen. Als Bua macht

es einfach nur Spaß. Je älter man

wird, umso mehr wird einem das

Erbe bewusst, das es gilt weiterzutragen.

gleiche trifft eigentlich auch auf

den Trachtenverein zu. Selbstverständlich

geht das nur, wenn die

Familie einem den Rücken stärkt.

Besonders meine Frau, die selbst

als Pressewart im Verein und Gau

aktiv ist, ist hier eine große Unterstützung.

Was sagst Du jungen Menschen,

wenn sie „keinen Bock“ mehr auf

Trachtenverein haben?

Wo siehst Du die „Schloßbergler“

in 20 Jahren?

Ich bin seit acht Jahren Vorstand

und in 20 Jahren wahrscheinlich

nicht mehr. Die „Schloßbergler“

sehe ich aber auch dann als aktiven,

jungen Verein, der seinen

Platz in der Gesellschaft behauptet

hat. Wir können in unserer

Welt nur bestehen, wenn wir uns

der neuen, zumeist digitalen Welt

nicht verschließen und die Dinge

für uns zu nutzen wissen. So

wie das unsere Vorfahren ja auch

schon gemacht haben. Selbstverständlich

sehe ich uns auch in 20

Jahren in einem aktiven Lechgau-

Trachtenverband, der hoffentlich

jedes Jahr ein Gaufest ausrichten

kann.

rg




Du bist ein typisches Beispiel für

„Laptop und Lederhose“. Wie vereinbarst

Du Deinen Beruf mit den

vielen Ehrenämtern?

So viele Ehrenämter hab ich gar

nicht, ich bin Trachtenvorstand

und spiele in der Musik Klarinette

– aber das reicht. Bei meinem

Arbeitgeber Hoerbiger bin ich

mit meinem Team dafür verantwortlich,

dass im IT-Bereich

möglichst alle zufrieden sind und

die Computer funktionieren. Das





www.trachtendepot-ampertal.de





juli / august 2019 | 39


96. Lechgau-Trachtenfest in Schongau

Unvergessener Umzug

mit Widerhall

Schongau | Faschingskranzl, Stadtfest

an Fronleichnam, Musikanten-Hoagart,

Ausschank beim

Schongauer Sommer, Waldfest

am Helgoland, Jahrtag oder Weihnachtsfeier

– der Trachtenverein

Schongau ist ein sehr rühriger

Verein, der jedes Jahr zahlreiche

Aktivitäten vorweisen kann.

Gleichwohl ist die Ausrichtung des

96. Lechgaufestes von Freitag, 12.

Juli, bis Montag, 15. Juli, ein besonderer

Höhepunkt. Die „Schloßbergler“

betonen jedoch, dass sie

ein „normales Gaufest“ machen

möchten. Der Blick auf das Festprogramm

zeigt aber, dass sie

einige trachtlerische Schmankerl

eingebaut haben. Insbesondere

der „Gaufestmontag“ ist neu im

Lechgau.

Seit vielen Jahren etabliert ist der

Boarische Tanz zum Auftakt eines

Lechgaufestes. Die Schongauer

haben dazu die „Brauhaus Musikanten“

engagiert, die für alle

Zuhörenden erstklassige Blasmusik

bieten. Für die Tanzfreudigen

spielt die „Schwindlig Blos“ auf,

in der mit Toni Loderer, Franz und

Vroni Wölfle gleich drei „Schloßbergler“

dabei sind.

Standkonzert am

Marienplatz

Ein weiteres musikalisches

Schmankerl wird das Standkonzert

am Samstag in Schongaus guter

Stube. Ab 18.30 Uhr spielen die

Stadtkapelle zusammen mit dem

Trommlerzug und der Musikkapelle

Rottenbuch am Marienplatz

auf und ziehen dann gemeinsam

mit den Gästen über den Lechberg

hinunter zum Volksfestplatz, wo

das große Festzelt aufgebaut ist.

Beim anschließenden Heimatabend

stehen die Plattlergruppen

aus dem gesamten Lechgau im

Blickpunkt und auch der Festverein

wird sich präsentieren. „Mit

der Jugend, den Aktiven und unserem

Männerchor werden über

100 Aktive auf der Bühne stehen“,

verrät Vorstand Markus Wölfle.

4 000 Trachtler

beim Festzug

Für einen Trachtler beginnt der

Gaufest-Sonntag mit dem Gottesdienst

und der verspricht in

Schongaus Stadtmitte besonders

nachhaltig zu werden. Stadtpfarrer

Norbert Marxer, Pfarrer i.R.

Hartwig Obermüller, Diakon Hans

Steinhilber und der ehemalige

Schongauer Stadtpfarrer Bernhard

Mooser werden die Messe am Marienbrunnen

zelebrieren, musikalisch

umrahmt von der Stadtkapelle.

„Wir haben mit Peiting und

Wildsteig zwei Patenvereine und

mit Rottenbuch, Epfach, Kaufbeuren

und Neu-Ulm vier Patenkinder“,

erzählt Markus Wölfle. Alle

Patenvereine sollen besonders

Fesches Vereinsbild der Schloßbergler.

40 | altlandkreis


Schongau marschiert in langen Reihen beim Gaufest in Reichling.

eingebunden werden, so spielt

die Trachtenkapelle Peiting beim

anschließenden Frühschoppen

im Festzelt. Zum großen Festzug

werden knapp 4000 Teilnehmer

erwartet, die in 40 Trachtenvereinen,

21 Musikkapellen, sieben

Trommlerzügen und 13 Festwagen

durch die Altstadt ziehen. Aufstellung

wird in der Bauerngasse und

Kirchenstraße genommen. Der

Zug führt über die Münzstraße

zum Marienplatz und wieder zurück,

dann durch das Münztor am

Maibaum vorbei und entlang der Brauchtumssachen“,

Bahnhofstraße zum Volksfestplatz.

Markus Wölfle weist darauf hin,

dass am Sonntag die komplette

Altstadt für den Verkehr abgeriegelt

ist und auch am Volksfestplatz

nicht geparkt werden kann.

Es wird empfohlen, die Parkplätze

am Lidl, an der Buchenstraße,

dem Dänischen Bettenlager oder

V-Markt zu nutzen und für die

Parkplatzsuche entsprechend Zeit

einzuplanen.

Nach dem großen Festsonntag

möchten die Schongauer ihr

Programm ein wenig entzerren

und mit dem erstmaligen

Gaufestmontag eine gemütliche

Veranstaltung zum Ausklang bieten.

Dazu organisieren sie einen

Trachtenmarkt mit 35 Anbietern

vom Federkielsticker über Säckler

bis zum Trachtenschmuck.

„Wir haben keinen Kruscht, sondern

lauter echte Trachten- und

verspricht

Organisatorin Regina Ressle ein

hochwertiges Angebot. Das Ganze

wird bei freiem Eintritt im Festzelt

aufgebaut. Ab 17 Uhr spielen zunächst

junge Musikanten aus dem

Lechgau, die „BrassBoyz“ aus der

Stadtkapelle sowie die Kapelle

„So & So“. Bei verschiedenen

Vorführungen kann man tief in

die Trachtenwelt blicken und Festwirt

Markus Hämmerle sorgt mit

frischem Kesselfleisch für Gaumenfreuden.

Nach dem verregneten

Lechgaufest 2008, das die

„Schloßbergler“ anlässlich ihres

100-jährigen Bestehens besonders

groß feiern wollten, möchten

sie heuer wieder ein „normales

Gaufest“ mit hoffentlich schönem

Wetter ausrichten.

Neun Gaufeste in der

Vereinsgeschichte

Kurz nach ihrer eigenen Vereinsgründung

1908 wurde in Schongau

auch der Lechgau-Trachtenverband

ins Leben gerufen und

dies war immer eine besondere

Verpflichtung für die Trachtler

der Stadt. Angefangen vom

Gründungs-Gaufest richteten sie

sieben weitere Gaufeste in den

Jahren 1911, 1923, 1933, 1958, 1968,

Die „Schloßbergler“ Schongau laden zu einem gemütlichen Lechgaufest

in ihre schöne Stadt ein.

1983 und 2008 aus. Dazu kommen

zahlreiche Vereinsjubiläen, Fahnenweihen

oder der letztjährige

50. Gaujugendtag, sodass die

Schongauer wirklich Festerfahren

sind. Ihre Basis für alle Plattler-,

Jugend- und Chorproben ist das

Trachtenheim auf dem Helgoland,

das 1965 mit sehr viel Eigenleistung

errichtet wurde. Eine tiefe

Verwurzelung besteht zur Stadtkapelle,

die als Festkapelle auch

das anstehende neunte Gaufest in

Schongau musikalisch mitgestaltet.

Ein Festzug durch die historische

Altstadt, wo die Musik der

Blaskapellen so beeindruckend

widerhallt, ist für alle Teilnehmer

ein besonderes Erlebnis. Und so

wird auch das 96. Lechgaufest in

Schongau noch lange in Erinnerung

bleiben.

rg

> > > FESTPROGRAMM ZUM 96. LECHGAU-TRACHTENFEST SCHONGAU

FREITAG, 12. JULI

20.00 Uhr Boarischer Tanz

(Brauhaus Musikanten, Schwindlig

Blos, Steingadner Goaßler)

SAMSTAG, 13. JULI

18.30 Uhr Standkonzert am Marienplatz

(Stadtkapelle Schongau, Trommlerzug,

Musikkapelle Rottenbuch)

20.00 Uhr Heimatabend mit Plattlern und

Tänzen der Lechgauvereine

SONNTAG, 14. JULI

9.30 Uhr Festgottesdienst am Marienplatz

11.00 Uhr Frühschoppen mit der Knappschaftsund

Trachtenkapelle Peiting

13.30 Uhr Großer Festzug durch die Altstadt

17.00 Uhr Unterhaltung mit der Lechgaukapelle

20.00 Uhr Festausklang mit der

Stadtkapelle Schongau

MONTAG, 15. JULI

17.00 Uhr Trachtenmarkt mit Unterhaltung


YOUNG STAR

YAMAHA


Preisvorteil

65. Gauschießen in Schwabniederhofen

Neue Schützenkönige

werden gesucht

MT-07 und XSR700

Führerscheinzuschuss sichern! Yamaha gewährt ab sofort beim Neukauf

einer MT-07 (alle Baujahre) oder XSR700 (alle Baujahre – außer

XTribute) 500,- € Führerscheinzuschuss*.

* Die Aktion gilt ab sofort und endet am 01.07.2019. Voraussetzung: Der Führerschein der Klasse A2 oder

A wird zwischen dem 01.01.2018 und dem 01.07.2019 abgeschlossen und ein Nachweis muss erbracht

werden. Die Aktion bedingt eine Erstzulassung des Fahrzeugs bis zum 01.07.2019.

BayWa Baustoffe

Immer ein gutes Baugefühl

42 | altlandkreis

Geschmeidige

Bodenbeläge

in Peiting

baywa-baustoffe.de

Schwabniederhofen | „Eineinhalb

Wochen schießen, eine halbe

Woche feiern.“ So fasst Markus

Demmler, erster Schützenmeister

vom Schützenverein Schwabniederhofen,

das Programm des 65.

Gauschießens vom Schützengau

Schongau zusammen. Los geht

es am Freitag, 2. August, um 18

Uhr im Festzelt am Sportheim,

geschossen wird dann täglich bis

Sonntag, 11. August. Jeder Schütze

aus dem Schützengau Schongau,

der 4 500 Mitglieder zählt, kann

beim Gauschießen teilnehmen.

„Wir rechnen mit etwa 1 000 Aktiven“,

sagt Adelheid Zimmermann,

Schriftführerin des SV Schwabniederhofen

und Mitglied im Organisationsteam.

Die Schützen können

während der elf Schießtage so oft

antreten, wie sie möchten. Geschossen

wird mit Luftgewehr und

-pistole in jeweils vier Wertungen.

Neben Geldpreisen, werden in der

Kategorie „Fest“ rund 200 bis 250

Sachpreise ausgelobt, Hauptpreis

ist ein Luftgewehr. „Wichtig ist,

dass die Auswertung rasch erfolgt,

damit die Ergebnisse sofort veröffentlicht

werden“, spricht Markus

Demmler darüber, dass sich die

Schützen per Smartphone stets

über den Stand im Schwabniederhofener

Festzelt informieren

können.

Finale auf

elektronische Scheiben

Nach dem letzten Schießtag, der

am Sonntag, 11. August, um 23

Uhr endet, wird also feststehen,

Volle Konzentration: Beim Gauschießen geht es um Zehntel-Millimeter.

wer in das Finale am Mittwoch, 14.

August, einzieht. Bis dahin wird

der SV Schwabniederhofen das

Festzelt umbauen, denn während

die Schützen bei den üblichen

Schießtagen in 70 Schießständen

auf mechanische Scheiben um das

beste Trefferbild kämpfen, wird im

Finale auf elektronische Scheiben

geschossen. „Das wird bei einem

Gauschießen im Schongauer Gau

das erste Mal der Fall sein“, freut

sich Markus Demmler und ergänzt:

„Da lassen wir uns nicht lumpen,

schließlich waren wir 2016 die ersten

im Gau, die eine elektronische

Anlage hatten, also möchten wir

im Finale auch darauf schießen.“

Und das lassen sich die Schwabniederhofener

nicht nur finanziell,

sondern auch eine Menge Arbeit

kosten und bauen innerhalb der

drei freien Tage das Festzelt um,

unter anderem wird eine komplette

Tribüne errichtet. Der Vorteil

für die Zuschauer: Sie können

das Geschehen noch besser verfolgen,

wissen dank modernster

Technik stets über den aktuellen

Stand Bescheid. Für Spannung

sorgt zudem der Modus, der eine

Art „Gladiatorenwettkampf“ ist.

Pro Runde muss der schwächste

Schütze ausscheiden – wobei

Zehntel-Millimeter über den Sieg

entscheiden. „Diese Belastung

sieht man den Schützen durchaus

an“, sagt Adelheid Zimmermann.

Eine tragende Rolle hat dabei die

Moderation, schließlich ist die Atmosphäre

beim Finalschießen ein

wesentlicher Faktor, während es

bei den Schießtagen eher ruhig

zugeht. Für das Finale qualifizieren

sich die 22 Luftgewehrschützen

mit der besten Einzelwertung

aus der Vorrunde. Damit die Stimmung

richtig zum Kochen gebracht

wird, komplettieren in jedem

Fall zwei heimische Schützen


vom SV Schwabniederhofen n

das Teilnehmerfeld. Bei

den Pistolenschützen sind

es im Finale zwölf, darunter

ein Lokalmatador,

bei der Gewehr-Jugend

sind es zehn plus zwei aus

dem Schwabniederhofener r

Nachwuchs. Das Finalschießen

beginnt um 18 Uhr und

endet etwa um 22 Uhr. Während

es für die meisten dann fließend in

die Party und den gemütlichen Teil

übergeht, müssen die Veranstalter

eine Nachtschicht schieben. Nahezu

direkt im Anschluss an den

letzten Schuss wird für den kommenden

Abend umgebaut, denn

da wird Kabarettistin Martina

Schwarzmann auf der Bühne stehen.

Schlechte Nachricht für alle

Fans der kurzweiligen Unterhaltung:

der Abend ist bereits ausverkauft.

Dafür kommen umso mehr

Freunde aufgeheizter Festzeltstimmung

auf ihre Kosten am Freitag,

16. August, wenn die Brass-

Party-Rock-Band „Muckasäck“

in Schwabniederhofen gastiert.

Eintrittskarten hierfür gibt es ausschließlich

an der Abendkasse für

acht Euro, Einlass ist ab 19.30 Uhr.

„Da wird was los sein“, verspricht

Markus Demmler. Definitiv was los

sein wird ebenso bei der Preisverteilung

für das Gauschießen am

Samstag, 17. August, hier erhalten

ab 19 Uhr unter anderem die

vier Schützenkönige – Luftgewehr

weiblich und männlich, Luftpistole

sowie Luftgewehr Jugend – ihre

Schützenketten und handbemalten

Scheiben. Musikalisch umrahmt

wird die Preisverteilung

von einer kleinen Besetzung der

Hohenfurcher Blasmusik. Ein Höhepunkt

der Feierlichkeiten ist

sicherlich der Festsonntag am 18.

August, mit Kirchenzug und Festgottesdienst

ab 9 Uhr sowie Festzug

ab 13.30 Uhr.

Zum vierten Mal

Ausrichter

Beworben für das Gauschießen

hatte sich der SV Schwabniederhofen

bereits im Herbst 2015, den

Zuschlag bekam der Verein im

März 2016. Seitdem geht es an

die Planung, die dank der großen

Unterstützung der Schwabniederhofener

Bürger doch erheblich

erleichtert ist. „Das ist natürlich

> > > INFORMATIONEN

ein Vorteil von einem kleinen

Ort“, sagt Markus

Demmler. „Es soll ein Fest

für den ganzen Ort werden.

Man spürt, dass jeder

mitmachen möchte.“

Während der Schießtage

kümmert sich der Verein

selbst um die Bewirtung im

Festzelt, erst ab dem Kabarettabend

übernimmt der Festwirt,

„damit wir auch selbst mitfeiern

können“, wie Demmler erklärt.

Novizen in Sachen Gauschießen

sind die Schützen aus Schwabniederhofen,

1889 gegründet und

damit exakt 130 Jahre alt, beileibe

nicht. Es ist das insgesamt vierte,

welches sie ausrichten. 1931,

zum 40-jährigen Vereinsjubiläum

wurde an 15 Ständen mit über 100

Teilnehmern geschossen. Beim

75-jährigen Jubiläum, 1966, beteiligten

sich 444 Schützen, 24

Vereine nahmen am Festzug teil.

Beim 100. Geburtstag schossen

888 Schützen, dank großzügiger

Spenden gab es zahlreiche Sachund

Geldpreise. Der erste Festpreis

damals: ein ausgewachsener

Stier. Den gibt es heuer zwar nicht,

dafür viele andere attraktive Preise

und zwei Wochen garantiert

gute Unterhaltung – nicht nur für

Sportschützen.

tis

Informationen rund um das 65. Gauschießen beim SV Schwabniederhofen

unter www.sv-schwabniederhofen.de

juli / august 2019 | 43


Leicht, umweltschonend und preisgekrönt

Doppelmessermähwerke

von Max Bannaski

Bernbeuren / Roßhaupten | Das

Wertvolle an Futterpflanzen sind

nicht die Stängel, sondern die

Blätter und Blüten. „Die muss ich

möglichst unbeschadet nach Hause

bringen, um mein Vieh gesund ernähren

zu können“, sagt Max Bannaski,

38, glücklicher Familienvater,

Ein Bio-Bauer durch und durch, der

seine Tiere über alles liebt.

leidenschaftlicher Bio-Landwirt,

sowie Gründer und Inhaber von BB

Umwelttechnik – ein preisgekrönter

Maschinenbaubetrieb in Roßhaupten,

der umweltschonende Mähwerke

und Schwader für Landwirte

in ganz Europa und darüber hinaus

herstellt. Die beeindruckende Erfolgsgeschichte

beginnt vor knapp

20 Jahren, als Bannaski beim Radeln

von Roßhaupten nach Lechbruck

einen alten Landwirt bei der

Heuarbeit beobachtet. „Der arbeitete

mit einem uralten Schwader,

der das Heu derart leicht und luftig

zusammengetan hatte, dass ich

davon hellauf begeistert war.“ Max

Bannaski erkennt: Das kann die Lösung

schlechthin für futterschonendes

„Zusammentun“ sein. Leider

findet er trotz akribischer Marktsondierung

keinen Landmaschinenhersteller,

der ihm einen vergleichbaren

Front-Schwader baut.

Und das Angebot einzelner Komponenten

ist ihm deutlich zu teuer. Die

letzte Möglichkeit: Selbst Hand anlegen.

Mit Flex, Schweißgerät und

Kontakt zum Schrotthändler macht

sich der gelernte Maschinenbau-

Meister an die Arbeit und stellt 2010

seinen ersten Front-Kammschwader

fertig. „Funktioniert gar nicht

schlecht“, denkt er sich damals und

ist selbst überrascht über das positive

Ergebnis. Erste Anfragen von

Bekannten, ob er ihnen nicht auch

so einen Schwader bauen könne,

lehnt er aber ab, weil er schlichtweg

keine Zeit dafür hat. Bannaski

arbeitet Vollzeit erst in der Papier-,

dann in der Metallindustrie. Hinzu

kommt sein kleiner Bio-Bauernhof

in Hinterklausmen bei Bernbeuren,

südseitig am Fuße des Auerbergs.

Trotzdem treibt ihn das Thema umweltschonendes

Arbeiten in der

Landwirtschaft ununterbrochen

um.

„Die meisten Landwirte sind umso

glücklicher und stolzer, je größer

ihre Maschinen sind. Bei mir ist es

44 | altlandkreis


Angefangen hat alles mit dem eigenhändigen Bau eines Frontschwaders.

genau umgekehrt“, sagt Bannaski,

dem es regelrecht davor graut, mit

einem Scheibenmähwerk in unberührte

Wiesen zu fahren. Erstens,

weil diese nach wie vor gängigsten

Mähwerke extrem leistungsintensiv

betrieben werden müssen, entsprechend

große Traktoren mit hohem

Spritverbrauch gebraucht werden

und ein hohes Gesamtgewicht

zu starker Bodenverdichtung führt.

Zweitens, weil bei dieser Mähmethode

viel Dreck ins Futter gelangt

und aufgrund eines starken Soges

nahezu alle im Gras sitzenden Lebewesen

– von Feldmäusen über

Regenwürmer bis hin zu Heuschrecken,

Bienen und Schmetterlinge –

durchs Messer gezogen und getötet

werden. Bannaskis Antwort auf

die Nachteile von Scheibenmähwerken:

Ein Frontschmetterling

mit Doppelmessertechnik. Er fährt

zu einem Hersteller im Schwarzwald,

diskutiert mit diesem ein

Jahr hin und her, um letztlich die

enttäuschende Antwort zu erhalten:

„Technisch nicht umsetzbar.“

Kann nicht sein, denkt sich Bannaski,

und macht sich abermals selbst

an die Arbeit. „Eine große Herausforderung,

extrem zeitintensiv und

geprägt von vielen Rückschlägen“,

sagt er rückblickend. Zwei Jahre hat

er letztlich gebraucht, bis er auch

mit der Funktion seines selbstgebauten

Frontschmetterlings mit

Doppelmesser-Technik zufrieden

ist. Dafür kann er sich inzwischen

gut vorstellen, sich mit dem Bau

von Mähwerken und Schwadern

selbstständig zu machen. Bei einem

Streuobstwiesen-Tag in Obergünzburg

im Jahre 2014 führt er

seinen Frontschmetterling erstmals

der Öffentlichkeit vor und bekommt

auch prompt einen ersten Auftrag

ins Haus. 2015 sind es bereits 30

konkrete Anfragen, nachdem er

ein Video vom Mähen auf YouTube

gestellt hat. Und dann kommt auf

Bannaski eine Art werbetechnischer

Segen zu: Ein umfangreicher

Praxistest vom renommierten Magazin

„Landwirt“.

Kein Beton-Bunker,

keine Sandwich-Halle

Die haben den Frontschmetterling

von Bannaski in Österreich

auf Herz und Nieren getestet und

einen komplett sachlichen sowie

unabhängigen Bericht inklusive

professioneller Videos unmittelbar

vor Beginn der Agritechnica, die

weltgrößte agrartechnische Fachmesse,

veröffentlicht. Seit diesem

Bericht und der Ausstellung auf

dieser allseits bekannten Messe in

Hannover ist der Bekanntheitsgrad

von BB-Umwelttechnik enorm gestiegen.

Und damit auch die Nachfrage.

Weil die Räumlichkeiten auf

dem Hof von Bannaski schnell zu

Dieser Frontschmetterling von Max Bannaski wurde in Österreich getestet.

klein werden, es an Struktur und

Komfort fehlt, ist der Bau eines

neuen Firmengebäudes nur eine

Frage der Zeit. „Meine Mitarbeiter

sind im Winter aufgetaucht wie

Michelin-Männchen, um nicht zu

frieren.“ Auch die Trennung zwischen

Privatem und Beruflichem ist

nicht mehr möglich, weil sich immer

ein Kunde oder Mitarbeiter auf

Bannaskis Hof tummelt. Er selbst

arbeitet täglich, auch an Sonntagen,

und weiß, dass diese Zu- und

Umstände über kurz oder lang geändert

werden müssen. Letztlich

niedergelassen hat sich BB-Umwelttechnik

vor gut einem Jahr auf

einem 3 000 Quadratmeter großen

Grundstück „Am Gruberbach“ in

Roßhaupten – ein neues Gewerbegebiet

östlich der Hauptstraße.

Auffallend beim Gang zum und in

das Gebäude: Qualitativ hochwertige

Vollholzwände, die einmal

mehr die naturbewusste Denke von

Max Bannaski unterstreichen. „Ich

wollte weder einen Beton-Bunker,

noch eine Sandwich-Halle.“ In der

Produktionshalle befinden sich

Stahllager, Dreh-, Fräs- und Biegemaschine,

Handschweißgeräte

und Schweißroboter, ein Bereich

zum Sandstrahlen, einer zum Pulverbeschichten,

zum Lackieren sowie

zum Montieren. Damit alle 16

Vollzeit- und fünf Teilzeitkräfte sowie

Bannaski selbst stets auf dem

aktuellen Stand der Dinge sind,

bittet der Chef täglich um 11.45 Uhr

zur Besprechung. Aktuell bauen


Alles für Pferd und Reiter

Englisch und Western

• Pferdedeckenwäsche, Pferdedeckenwaschservice

Reparatur

• Gebrauchte und Reitartikel Reparatur

• Gr. Sortiment Gebrauchte an Pferdefutter Reitartikel

• Pferdegebissverleih

• Top-Marken Großes Sortiment (Spooks, BR, an Pferdefutter

etc.)

Bannaski und sein Team rund 250

Maschinen pro Jahr. Die meisten

Kunden von BB-Umwelttechnik

kommen aus Deutschland, Frankreich,

der Schweiz, Österreich und

Skandinavien. Aber auch Betriebe

aus Osteuropa oder Spezialaufträge

aus der ganzen Welt stehen inzwischen

im Auftragsbuch – unter

anderem 130 Spezial-Mähwerke für

das umweltschonende Ernten von

Zuckerrohr auf den Philippinen.

„Vom kleinsten Bergbauern oder

Hobbylandwirt bis hin zum größten

Bio-Betrieb Europas ist alles

dabei.“ Letzterer liegt in Litauen,

mäht seine Felder im Dreischichtbetrieb

und hat für jedes Mähwerk

einen eigenen Bulldog.

Weniger „Leichenteile“

im Futter

Großkunden wie der aus Litauen

sind natürlich am größten Doppelmessermähwerk

von Max Bannaski

interessiert. Wobei die Vorteile der

insgesamt sieben verschiedenen

Baureihen mit Arbeitsbreiten von

1,65 bis 10,50 Meter die gleichen

sind: Mit zwei PS pro Meter Arbeitsbreite

ein extrem niedriger

Kraftaufwand, der in etwa fünf Mal

geringer ist als bei einem Scheibenmähwerk.

Minimaler Bodendruck

dank geringem Gewicht, wodurch

Bodenverdichtungen und Narbenschäden

vermieden werden

Scheibenmähwerke wiegen in

etwa drei Mal so viel wie ein Doppelmessermähwerk

von BB-Umwelttechnik.

Ein gerader Schnitt,

der die gemähten Pflanzen auffallend

schnell nachwachsen lässt.

Sauberes Futter, weil Verschmutzungen

wie Maulwurfshaufen nicht

im ganzen Futter verteilt werden.

Perfekte Futterablage, da das Gras

während der Mahd gleichmäßig

auf der Fläche verteilt wird, es

so schneller und gleichmäßiger

in der Sonne trocknen kann, was

wiederum den Wende-Aufwand

reduziert. Höhere Sicherheit, da

keine Festkörper wie Steine fortgeschleudert

werden. Und, in

Anbetracht des Bienen-Volksbegehrens

besonders interessant:

Doppelmessermähwerke schonen

in hohem Maße Amphibien, Insekten

und Wild. Im Vergleich zu

Rotationsmähwerken ist die Anzahl

verletzter oder getöteter Tiere

nachweislich um ein Vielfaches

geringer. Somit befinden sich auch

weniger „Leichenteile“ im Futter,

welche bei den fressenden Tieren,

also den Kühen, Krankheiten auslösen

können. Einziger Nachteil

der Doppelmessermähwerkzeuge:

Sie müssen regelmäßiger gepflegt

und mit Köpfchen gesteuert werden.

Zu hohe Drehzahlen, stumpfe

Messer oder zu schnelles Fahren

erhöhen den Verschleiß. Doch wer

seine Maschinen liebt, sich, seinen

Tieren und der Natur Gutes tun

möchte, kann diesen Nachteil verschmerzen.

Entwicklungen für

andere Branchen?

Wohin die Reise von BB-Umwelttechnik,

2016 in Brüssel mit dem

Europäischen Bienenpreis vom

EU-Dachverband der Landmaschinenindustrie

(CEMA) ausgezeichnet,

noch geht? „Gute Frage“, sagt

Max Bannaski, der sich selbst ganz

klar als Entwickler sieht und sich

gut vorstellen könnte, innovative

umweltschonende Maschinen auch

für andere Branchen zu entwickeln.

„Wir möchten auf jeden Fall mehr

Fokus auf unsere Schwader legen,

die wir interessanterweise sehr

häufig in der Region, aber entgegen

unserer Mähwerke kaum im

Ausland verkaufen.“ Genaueres

möchte er aber noch nicht verraten.

Zumal er mit dem aktuell erreichten

sehr zufrieden ist. Und natürlich

auch stolz. Weniger wegen der guten

Auftragslage und der Tatsache,

dass sein Name zunehmend in aller

Munde ist, sondern viel mehr, dass

er mit seiner Vision Landwirten

eine Möglichkeit bietet, nachhaltiger

zu arbeiten. Denn der Weg zurück

zur Natur ist in Max Bannaskis

Augen der einzig richtige Weg. Und

auch der Hauptgrund, der ihn täglich

motiviert und antreibt. js

46 | altlandkreis


Achte Pfaffenwinkel Classic findet am 7. Juli statt

Traumautos vor

traumhafter Kulisse

Altlandkreis | Längst ist die Pfaffenwinkel

Classic im Veranstaltungskalender

des Schongauer Altlandkreises,

und auch darüber hinaus, fest

etabliert. Heuer ist es am Sonntag,

7. Juli, wieder soweit, dann startet

die bereits achte Pfaffenwinkel

Classic, organisiert vom Lions-

Club Schongau-Pfaffenwinkel.

Highlight für die Teilnehmer sind

sicherlich wieder die traumhaften

Strecken im Pfaffenwinkel mit

all seinen Kirchen, Klöstern und

Seen. Damit der sportliche Aspekt

nicht zu kurz kommt, ist die Route

mit acht Wertungsprüfungen und

Durchfahrtskontrollen gespickt. Bei

denen es allerdings keineswegs

auf die höchste Geschwindigkeit

ankommt, sondern vielmehr die

Geschicklichkeit im Vordergrund

steht. Für die acht Prüfungen müssen

Lichtschranken in einer bestimmten

Zeit durchfahren

werden, meist mit rund 30

bis 35 Stundenkilometern. Ein

gewisser Prozentsatz habe bei

der Rundfahrt durchaus einen

sportlichen Ehrgeiz, es überwiege

aber der Teil, der es locker

sieht, wie es von Seiten des neunköpfigen

Organisationsteams

heißt. Wichtig ist also das Genießen

der Strecken und die Freude

am Fahren. Entgegen der letzten

Jahre wird die Oldtimer-Rallye

dieses Jahr kompakt an einem Tag

durchgeführt. Start ist an der MöbelCentrale,

wo sich auch das Rallyebüro

befindet. Die ersten Fahrzeuge

werden ab 9.01 Uhr auf die

Strecke geschickt, gegen 11.45 Uhr

werden die Fahrzeuge dann beim

Hotel „Auf der Gsteig“ in Lechbruck

erwartet. Ab etwa 15.30 Uhr treffen

die ersten Oldtimer schließlich am

Peitinger Hauptplatz ein, wo die

Fahrzeuge den Besuchern dann

einzeln und umfangreich vorgestellt

werden. Die Siegerehrung

findet gegen 18 Uhr im Peitinger

Bergwerk statt. Wer sich bereits im

Vorfeld über die Teilnehmer und

ihre Autos informieren möchte,

kann sich einen ersten Überblick

auf der Veranstaltungs-Homepage

(www.pfaffenwinkel-classic.de)

verschaffen. Hier ist die Starterliste

inklusive Abbildung und Informationen

zu den Fahrzeugen integriert.

Wie jedes Jahr veranstaltet der Lions-Club

Schongau-Pfaffenwinkel

die Oldtimer-Rallye auch heuer

zugunsten eines karitativen Zwe-

ckes – unterstützt

werden allen voran der Hospizverein

Pfaffenwinkel sowie weitere soziale

und kulturelle Einrichtungen.

Mitmachen bei der sportlich-kulturellen

Fahrt über insgesamt rund

190 Kilometer darf jedes Fahrzeug

mit einem H-Kennzeichen, die Autos

müssen entsprechend älter als

30 Jahre sein. Die Einteilung der

fünf Wertungsgruppen erfolgt nicht

nach Baujahr, sondern nach PS-

Klassen. Zu gewinnen gibt es für

die Fahrer, die immer als Zweier-

Teams starten, Pokale und einige

Sachpreise, beispielsweise für das

jüngste, das älteste oder auch das

Team, welches die weiteste Anreise

hatte. Im Teilnehmerfeld befinden

sich jedes Jahr äußerst wertvolle

Fahrzeuge, wie etwa ein BMW 507

vorletztes Jahr, der zwischen 1,6

und 1,8 Millionen Euro wert ist.

Mal sehen, welche motorisierten

Schmuckstücke in diesem Jahr

zu

sehen sind – ganz abgesehen

vom traumhaften Ambiente des

Pfaffenwinkels.

tis

Zahlreiche Oldtimer werden

am Ziel in Peiting erwartet.

Fotos: Fine Art Photographie Nicoletti

juli / august 2019 | 47


Das Gartenparadies von Familie Landerer

Jeder Zentimeter wird genutzt

Rottenbuch | Ihren vielseitigen

Naturgarten hat Barbara Landerer

zusammen mit ihrem Mann Paul

in mehrere Räume unterteilt: auf

der Westseite ein Kräuter- und

Duftgarten, im Süden das Freiluft-

Wohnzimmer mit kleinem Teich.

Darüber hinaus fungiert ein Rankgerüst

als Raumteiler hin zum

Stein- und Staudengarten mit

Obstbäumen und üppig bepflanzten

Beeten. Ganz im Osten schließt

sich der große Gemüsegarten mit

Gewächshaus an, sodass auf dem

Ein Garten zur Entspannung ist bei Familie Landerer zu finden.

gut 1 000 Quadratmeter großen

Grundstück rund um das Haus jeder

Zentimeter optimal genutzt

ist. Von der Haldenberger Straße

aus ist dieser Gartentraum gar

nicht zu erkennen, wäre da nicht

das Hinweisschild „Gartenwinkel

Pfaffenwinkel“ am Garagentor angebracht.

Barbara Landerer gehört

diesem Netzwerk des Kreisverbandes

für Gartenkultur und Heimatpflege

Weilheim/Schongau e.V. an.

An vier Aktionstagen öffnen jeweils

einige der 21 Privatgärten, Parkanlagen

oder Gärtnereien ihre Tore

und geben wunderbare Einblicke

in die Vielfalt der Natur. Familie

Landerer beteiligt sich am Samstag,

10. August, sowie Samstag, 7.

September, und bietet neben Gartenführungen

auch ein Gartencafé

an, wobei man an verschiedenen

Sitzgelegenheiten gemütlich verweilen

kann.

Gartenparadies auf

normalem Grundstück

Auf einem hochgelegenen, schönen

Flecken Erde haben Barbara

und Paul Landerer 1983 ihr Haus

gebaut. Damals waren die Grundstücke

noch großzügig, sodass

auch ein schöner Gemüsegarten

angelegt werden konnte, in dem

eine große Vielfalt zur Selbstversorgung

angebaut wird. Viele Jahre

benutzten die Kinder der Familie

den Garten für ihre Aktivitäten.

„Für mich war der Garten immer

Ausgleich und nach und nach durfte

ich den Sandkasten oder den

Fußballplatz auch zurückerobern“,

erzählt die begeisterte Gärtnerin.

Immer wieder wurden kleine Veränderungen

vorgenommen, ein

Barbara und Paul Landerer in ihrem

Gartenparadies.

Gartenteich angelegt, im Osten ein

Frühstücksplatz mit einer schönen

Mauer geschaffen oder eine Zisterne

für 6 000 Liter Regenwasser

eingebaut. 2007 beteiligte sich die

Familie erstmals an der Aktion „Tag

der offenen Gartentür“ des Landkreises,

wo sie über 900 Besucher

auf ihrem Areal begrüßen konnten.

Das hat mich in meiner Liebe zu

Garten und Natur bestätigt“, verrät

Barbara Landerer.

Die Familie hatte mittlerweile

auch eine 8 000 Quadratmeter

große Streuobstwiese aus dem

Erbe der Oma gekauft. Es wurde

eine Hütte mit Offenstall für

zwei Pferde der Tochter angebaut

und der Bestand an Obstbäumen

deutlich vergrößert. „Mein Weg

ist immer, mit kleinen Schritten

was zu verändern“, beschreibt die

Fachfrau ihr Vorgehen auch an der

Streuobstwiese. Heute ist das große

Areal, wo das Heu erst im Juli

nach dem Ausblühen gemäht wird,

wo viel Platz für insektenfreundliche

Stauden ist, wo eine Vielfalt

an Wildobststräuchern wächst

und ein kleiner Schwimmteich für

Entschleunigung sorgt, zu einem

Eldorado für Mensch und Tier geworden.

Den Saft der Obstbäume

oder den Honig, den ihr Vater an

der Streuobstwiese gewinnt, kann

man ganzjährig erwerben. Barbara

Landerer hat über den Gartenbauverband

zahlreiche Fortbildungen

absolviert, darf sich dadurch Gartenpflegerin

und Streuobstwiesenführerin

nennen. Außerdem bietet

sie Vorträge zu folgenden Themen

an: Clematis, Wildobst, Geheimnisse

einer Samentüte, Natur auf dem

Friedhof, Garten und Bibel oder

ganz neu: „Insekten – klein aber

oho“, der von vielen Gartenbauvereinen

in der weiteren Umgebung

gebucht wird.

Kinder für Natur

begeistern

Ursprünglich einmal Erzieherin

gelernt, liegt Barbara Landerer

der Nachwuchs immer schon am

Herzen. Im Kreisverband fungiert










Neubesohlung deiner alten

Schuhe

Vorher

chuhreparatur


Nachher


lip-Flops und Hausschuhe nach Ma





inlagen nach Ma









chuhverkauf


Michael Drexl

Elektrotechnikermeister

Hoheneggstraße 41

Hoheneggstraße 41

86978 86978 Hohenfurch

Telefon 08861-2542207

Telefon 08861-2542207

Elektrotechnik

Ihr kompetenter Elektro-Partner

www.elektrotechnik-drexl.de

Ein kleiner Schwimmteich gehört auch zur Streuobstwiese.

sie seit zwei Jahren als Jugendreferentin

und auch im Rottenbucher

Gartenbauverein betreut sie eine

Gruppe mit 15 Schulkindern. Mindestens

einmal monatlich trifft sich

diese Gruppe an der Streuobstwiese

zum Säen, Pflanzen, Pflegen,

Ernten und natürlich auch Spielen.

Die große Kreisverbandsaktion

„Gemeinsam für Biene, Hummel

und Co.“ steht derzeit auch bei den

Kindern im Blickpunkt. Es werden

Nisthilfen für Insekten gebaut, eine

passende Bepflanzung drumherum

angelegt oder Wildbienen beobachtet.

Barbara Landerer betrachtet

auch das Volksbegehren „Rettet

die Bienen“ als eine gute Aktion,

um in der Gesellschaft ein Umdenken

anzustoßen. „Es sind nicht die

Bauern schuld, wir alle sind angesprochen“,

ruft sie jeden einzelnen

dazu auf, sich Gedanken darüber

zu machen, wie man seinen Garten

insektenfreundlicher gestalten

kann. An ein paar öffentlichen

Plätzen, die sie in Rottenbuch zusammen

mit anderen ehrenamtlich

pflegt, setzt sie hier Akzente.

Nachdem ihre Kinder flügge wurden,

haben die Landerers einen

Raum zu einem kleinen Café umgestaltet,

denn mittlerweile melden

sich immer wieder größere

und kleinere Gruppen zur Gartenbesichtigung

an. Die beiden Aktionstage

mit dem Gartenwinkel

Pfaffenwinkel werden bestimmt

wieder zu den Höhepunkten ihres

Gartenjahres 2019. Doch eigentlich

ist Barbara Landerer das ganze Jahr

über in der Natur und stellt fest:

„Ich bin immer gern im Garten und

genieße auch die Arbeit“. rg

HERZOGSÄGMÜHLE

> > > INFORMATIONEN

Gartenwinkel Pfaffenwinkel

Sonntag, 14. Juli von 13 bis 18 Uhr „Sommertraum“

Samstag, 10. August von 18 bis 22 Uhr „Sommerlicher Abendgenuss“*

Samstag, 7. September von 13 bis 18 Uhr „Sommerausklang“*

Nähere Informationen über die teilnehmenden Gärten gibt es online

unter www.gartenwinkel-pfaffenwinkel.de.

(*mit Beteiligung Familie Landerer, Rottenbuch)

juli / august 2019 | 49


Das Werk der Hauswirtschafterei

7 Jahre, 23 Bücher,

3 000 Rezepte

Peiting | Dienstagmittag in der Catering-Küche

von Silvia Schlögel: Es

herrscht Hochkonjunktur. Schneiden,

rühren, formen. Andünsten,

braten, kochen. Dazwischen immer

wieder kontrollieren, notieren, fotografieren

und kommunizieren.

Auf die Frage, ob diese durchaus

turbulenten Kochtage Spaß machen,

oder eher Stress pur bedeuten,

sind sich die drei Damen der

Hauswirtschafterei schnell einig:

„Natürlich macht es Spaß, sonst

würden wir es nicht machen – zumindest

nicht mit diesem hohen

Aufwand.“ Drei Mal im Monat

treffen sich Christine Schilcher,

57, Hotelfachfrau aus Altenstadt

und Bettina Eder, 50, Grafikerin

aus Ohlstadt bei Silvia Schlögel,

50, Hauswirtschaftsmeisterin in

Peiting-Ramsau. Das Ziel an diesen

Tagen: Neue, saisonale wie

regionale Gerichte kochen, diese

bilderbuchhaft auf einem Teller

servieren und schließlich messerscharfe

Fotos davon schießen. An

diesem Dienstag schaffen die Drei

zwischen 8 und 14.30 Uhr stolze 14

verschiedene Rezepte. Von einer

extrem leckeren Gemüse-Käse-

Suppe über einen Krautstrudel

sowie Rote-Bete-Gnocchi in Butter

Teamarbeit: Fürs Torten-Shooting packten alle Drei mit an.

und Mohn bis hin zu sündhaft leckeren

Kuchen – das Endergebnis

ist sprichwörtlich und ohne Übertreibung

zum Niederknien gut.

Vermutlich, weil Silvia Schlögel das

Würzen im Blut liegt und der Mut

des Experimentierens einmal mehr

belohnt wurde. Genaueres wird an

dieser Stelle aber nicht verraten.

Denn die an diesem Dienstag gekochten

und gebackenen Rezepte

sind Teil eines neuen Kochbuches.

Es wird voraussichtlich „Hüttenküche

für dahoam“ heißen, im Herbst

erscheinen und das insgesamt 23.

Kochbuch sein, das Schilcher, Eder

und Schlögel auf den Markt bringen

werden.

Ursprung der Idee

liegt weit zurück

Angefangen haben die drei Damen

das Produzieren von regionalsaisonalen

Kochbüchern vor über

sieben Jahren. „Damals noch als

jeweils freie Mitarbeiterinnen für

den Deutschen Landwirtschaftsverlag,

kurz dlv“, sagt Silvia Schlögel.

Wobei der Ursprung dieser

50 | altlandkreis


Erfolgsgeschichte noch viel weiter

zurückliegt: Als Silvia Schlögel

noch Kreisbäurin für Weilheim-

Schongau war, startete sie 2004

die Aktion „Milchfrühling“ mit 70

(!) Veranstaltungen in einem Frühjahr.

Teil der Aktion war auch ein

kleines Backbuch zum Thema „Käsekuchen“,

welches sprichwörtlich

weggegangen ist wie warme

Semmeln. „Daher rührt die Idee,

irgendwann eigene Kochbücher zu

machen.“ Als Silvia Schlögel Jahre

später dieses Projekt angehen

möchte, hört Grafikerin Bettina

Eder zufällig davon, ist sofort begeistert,

meldet sich bei Schlögel

und wird so Teil des Trios. Gemeinsam

mit Christine Schilcher,

die Schwester von Silvia Schlögel,

packen sie das Projekt Kochbücher

an. Und weil wider Erwarten auch

diese ersten Exemplare von Beginn

an derart gut ankommen, ist die

Gründung einer eigenen „Firma“

nur eine Frage der Zeit. 2015 war

es dann so weit: Schilcher, Eder

und Schlögel gründen „Die Hauswirtschafterei“.

Sie produzieren

seither nach wie vor Kochbücher

für den dlv, darüber hinaus einige

weitere über ihren hauseigenen

Verlag. „Peiting backt“, „Bayerisch

Superfood“ oder „Bayerisch Kochen“

heißen drei Exemplare. Am

bislang beliebtesten: „Bayerisch

Veggie“, rund 12 000 Mal verkauft.

Insgesamt auf dem Markt sind

mittlerweile 23 Stück. Die Bücher

gingen nach Österreich, Südtirol,

in die Schweiz und bis nach Norddeutschland.

Darüber hinaus in

zahlreiche Haushalte aus unmittelbarer

Region.

Auf die Frage, wie es möglich ist,

in sieben Jahren 23 Kochbücher

auf den Markt zu bringen, sagt Silvia

Schlögel: „Weil wir als Dreier-

Team supergut funktionieren. Und

uns die Ideen nicht ausgehen.“ Mit

Ideen ist vor allem Silvia Schlögel

selbst gemeint. Sie kauft die Produkte

ein, kocht und hat die meisten

der mittlerweile 3 000 (!) Rezepte

erfunden. „Die besten Ideen

Zum Mittagessen eingeladen haben Christine Schilcher (v.l.), Bettina

Eder und Silvia Schlögel „altlandkreis“-Herausgeber Peter Ostenrieder.

kommen mir beim Melken“, sagt

sie. Da sie täglich im Stall arbeitet,

läppert sich nach wie vor so einiges

zusammen. Sogar so viel, dass der

Vertrag mit dem Deutschen Landwirtschaftsverlag

– jährlich zwei

Kochbücher über jeweils rund 124

Seiten – schon jetzt bis 2022 sicher

erfüllt werden kann. Auch deshalb,

weil die Aufgaben im Dreier-Team

klar verteilt sind, jede ihren Kompetenz-Bereich

hat. Bettina Eder

fotografiert die fertigen Gerichte

bereits so, dass die Bilder auch

gleich optimal ins Kochbuchformat

passen. „Oft habe ich das Layout

schon vor dem Fotografieren im

Kopf“, sagt sie. Denn auch das Layout

der Bücher gestaltet sie selbst.

Christine Schleich dagegen ist die

Frau, die Überblick behält. Sie

schafft in Küche und Büro Struktur,

bereitet die im Vorfeld besprochenen

Rezepte akribisch vor, notiert

kurzfristige Änderungen und packt

natürlich auch da und dort an, wo

gerade Hilfe benötigt wird. Wie oft

sich die drei Mütter treffen? „Außerhalb

der klassischen Kochtage

Bewirb dich über unser

Bewerberportal unter:

www.hochland-group.com/schueler

Werde Azubi

bei Hochland!

Unser Ausbildungsangebot

für Herbst 2020:

machen wir sehr viel per E-Mail

oder telefonisch“, sagt Silvia Schlögel.

Vor allem was das Rühren der

Werbetrommel betrifft. Die Hauswirtschafterei

hat inzwischen mehr

als 18 000 Follower auf ihrer Facebookseite

und mehr als 3300 auf

Instagram. Auch deshalb, weil sie

ihre Onlineauftritte in Social Media

pflegen, stets auf dem aktuellen

Stand halten. Regelmäßige Posts

frischgekochter oder -gebackener

Gerichte. Aber auch das konsequente

Beantworten von diversen

Fragen über Chat- und Kommentarfunktionen

kommen gut an bei

ihren Fans. Und wer beim Volk

bekanntlich gut ankommt, weckt

automatisch das Interesse der

Medien. Schon mehrmals waren

die Damen der Hauswirtschafterei

im TV, unter anderem in der

BR-Sendung Heimatrauschen, bei

BR24 oder Sat1. Und natürlich in

den Zeitungen und Magazinen dieser

Welt. Seit Mai veröffentlichen

sie auch Rezepte in den Regionalmagazinen

„tassilo“ und „altlandkreis“

– saisonal und regional. js

Ausbildungsplätze:

• Milchtechnologe (m/w/d)

• Milchwirtschaftlicher Laborant (m/w/d)

• Mechatroniker (m/w/d)

• Industriemechaniker (m/w/d)

• Elektroniker (m/w/d) für Betriebstechnik

Deine Ansprechpartnerin:

Monika Vogler, Ausbildungsleiterin

monika.vogler@hochland.com

Tel.: 08381 502-334

juli / august 2019 | 51


Saisonal und Regional – Rezepte der Hauswirtschafterei

Fleisch, Gemüse und

Pizzabrot vom Grill

Altlankreis | Kochtöpfe sind aufgeräumt,

Backöfen ausgeschaltet.

Schließlich beginnt die heißeste

Zeit des Jahres. Und damit die

Hochsaison des Grillens. Das sehen

auch die drei Damen der

Hauswirtschafterei nicht anders.

Doch bevor Silvia Schlögel, Bettina

Eder und Christine Schleich vier

saisonal-regionale Grill-Rezepte

vorstellen, haben sie noch den einen

oder anderen Tipp zum Grillen

parat. Beginnend beim Thema

„Anzünden“. Den Expertinnen zufolge

sollte das stets mit DIN-geprüften

Anzündehilfen geschehen.

Warum? „Die sind geschmacksneutral,

außerdem verpuffen

und explodieren sie nicht.“ Ganz

wichtig sei an dieser Stelle, dass

Brennpaste ausschließlich an kalter

Kohle angewandt werden darf.

Und auch die Sonneneinstrahlung

ist an dieser Stelle nicht zu unterschätzen.

Sie kann Holzkohle

relativ schnell auf bis zu 80 Grad

erhitzen. Brennpaste würde sich

bei diesen Temperaturen verflüssigen,

wodurch ein explosives Gemisch

entsteht. Was auch zu bösen

Verbrennungen führen kann

und deshalb zum Grillen absolut

nicht verwendet werden soll: Spiritus

und Benzin. Angenommen,

die Holzkohle wurde fachgerecht

entzündet, sollten die Gäste noch

längst nicht hungrig am Tisch sitzen

und sehnsüchtig auf Fleisch,

Wurst und Gemüse warten.

„Ohne Vorheizen geht nämlich gar

nichts“, sind sich die drei Damen

einig. Bei Holzkohle empfehlen

sie 30 bis 34 Minuten. „Erst, wenn

die Kohle mit einer grauen Schicht

überzogen ist, sind die Bedingungen

zum Auflegen der Rohzutaten

optimal.“ Und beim Grillen mit

Gasgrill? „Empfehlen wir 10 bis

15 minütiges Vorheizen.“ Inzwischen

brutzeln Fleisch, Wurst und

Gemüse schon ordentlich. Zeit,

umzudrehen. Was in dieser Sekunde

nicht so recht geht, weil das

Grillgut regelrecht am Rost kleben

bleibt? Das lässt sich ganz einfach

verhindern, in dem der Grillrost

vorher eingefettet wird. „Wir machen

das mit einem in hitzestabiles

Fett getauchten Stück Küchenrolle,

mit dem wir über den Rost

wischen.“

Aluschalen sind out

Für alle Fans von Grillschalen

aus Alu: Die sind out! Stattdessen

empfehlen die Damen der

Hauswirtschafterei Grillmatten.

Die kommen direkt auf den Rost.

„Und das Fleisch wird trotzdem

schön knusprig.“ Darüber hinaus

sind solche Matten einfach

zu reinigen und können zigmal

wiederverwendet werden. Wobei

alternativ auch Grillplatten aus

Keramik oder Gusseisen gut geeignet

wären, um nicht direkt auf

dem Rost auflegen zu müssen. Es

sei denn, es gibt Fisch. „Den kann

man auch einfach auf ein paar Zitronenscheiben

grillen.“ Dagegen

wichtig bei Fleisch sei, dass es

mindestens zwei bis drei Zentimeter

dick ist. „Dünnere Scheiben

werden beim Grillen ganz schnell

zur Schuhsole.“ Wer sein Fleisch

oder seinen Fisch selbst marinieren

möchte, sollte es im Vorfeld

nicht zu sehr austrocknen lassen.

Ideal geeignet sind Marinaden

mit einem guten Speiseöl, dazu

ein Spritzer Zitronensaft, Gewürze,

Knoblauch und Kräuter. „Auch

grobes Meersalz verleiht Fisch und

Fleisch einen feinen Geschmack.“

Vor allem dann, wenn das Grillgut

bereits zwei bis drei Stunden

in der Marinade ziehen gelassen

wurde. Doch zurück zum Grill:

Wer das marinierte Fleisch direkt

auf den Rost legt, sollte es vorher

leicht abtupfen, damit Öl nicht auf

die Glut tropft – könnte aufgrund

Stichflammengefahr unschön enden.

Und was in den Augen von

Silvia Schlögel, Bettina Eder und

Christine Schleich so gar nicht

empfehlenswert ist: „Grillgut mit

Bier ablöschen.“ Erstens wirbelt

die Flüssigkeit Asche auf, die sich

wiederum an Fleisch, Fisch und

Gemüse festsetzt. Darüber hinaus

52 | altlandkreis


wird die zuvor angebrachte leckere

Marinade regelrecht abgespült.

Kurz um: Das Bier lieber zum fertigen

Essen genießen. In diesem

Falle zu mariniertem Rindfleisch,

Gemüse, Fladenbrot, Pizza und

Joghurt-Dip:

Mariniertes Rindfleisch

ZUTATEN:

4 Scheiben Hohe Rippe

Marinade:

2 Knoblauchzehen

Salz, Pfeffer

roter Pfeffer

100 ml Rapsöl

ZUBEREITUNG: Für die Marinade

den Knoblauch schälen und fein

würfeln. Mit den restlichen Zutaten

verrühren und das Fleisch damit

rundum bestreichen. 4 Stunden

ziehen lassen.

Die Fleischscheiben auf dem heißen

Grill von beiden Seiten jeweils

5 bis 10 Minuten grillen – die Zeit

hängt von der Stärke der Scheiben

und dem persönlichen Garwunsch

ab. Mit scharfer Grillsoße servieren.

Gemüse vom Grill

ZUTATEN:

4 festkochende Kartoffeln

1 kleiner Zucchino

1 kleine Aubergine

1 rote Paprikaschote

6 braune Champignons

1 Maiskolben, vorgegart

2 rote Zwiebeln

1–2 Knoblauchzehen

Salz, Pfeffer, Paprikapulver

Rapsöl

ZUBEREITUNG: Kartoffeln schälen

und in dünne Scheiben schneiden.

Zucchino, Aubergine und

Paprikaschote waschen und putzen,

die Champignons putzen

und alles in grobe Stücke schneiden.

Den Maiskolben in Scheiben

schneiden. Die Zwiebeln und den

Knoblauch schälen. Die Zwiebeln

ebenfalls grob schneiden, den

Knoblauch fein hacken.

Die Kartoffeln würzen, etwas Öl

dazugeben und 1 Stunde ziehen

lassen. Das restliche Gemüse extra

in einer Schüssel mit Gewürzen

und Öl mischen und ebenfalls 1

Stunde ziehen lassen.

Ein Pizzablech mit gelochter Unterseite

auf den heißen Grill legen

und zuerst die Kartoffeln für 5 Minuten

darin braten. Das restliche

Gemüse dazugeben und unter

mehrmaligem Wenden bissfest

garen. Mit Joghurt-Dip servieren.

Joghurt-Dip

ZUTATEN:

200 g Naturjoghurt

Kräutersalz, Pfeffer

gehackte Kräuter

ZUBEREITUNG: Den Joghurt mit

Gewürzen und Kräutern verrühren

und pikant abschmecken.

Fladenbrote und

Pizza vom Grill

ZUTATEN:

Hefeteig:

500 g Mehl

1 TL Salz

4 EL Rapsöl

30 g Hefe

Rapsöl (zum Bestreichen)

Pizzabelag:

1 rote Zwiebel

1 Birne

100 g Blauschimmelkäse

ZUBEREITUNG: Für den Hefeteig

das Mehl mit dem Salz und Öl mischen.

Die Hefe darüberbröseln.

Mit rund 300 ml lauwarmen Wasser

mit Knethaken zu einem Teig

verkneten. Zugedeckt an einem

warmen Ort 45 Minuten gehen

lassen. Den Teig nochmals kurz

durchkneten und aus der Hälfte

kleine Fladen formen. Zugedeckt

weitere 10 Minuten gehen lassen.

Die Zwiebel schälen und in Ringe

schneiden. Die Birne waschen,

vierteln, entkernen und in Spalten

schneiden. Den Käse grob würfeln.

Die zweite Teighälfte zu einem

großen Fladen ausrollen und kurz

auf dem heißen Grill anbacken.

Umdrehen, den Belag darauf verteilen

und die Pizza fertig backen.

Die Fladen mit Öl bestreichen,

ebenfalls auf den heißen Grill legen

und von beiden Seiten goldbraun

backen. Zwischendurch

nochmals mit Öl bestreichen.

Tipp: Die Pizza am besten auf

Grillmatten legen

Ihr Regionalmagazin „altlandkreis“

und Die Hauswirtschafterei

wünschen Ihnen einen guten Appetit!

js


Tänzer, Choreograph und Yoga-Lehrer

„Weil es mich und

andere berührt“

Schongau | „Musik und Tanz sind

universelle Sprachen, die jeder

von uns in der Tiefe seines

Herzens versteht, egal welche

Hautfarbe er trägt und wo er herkommt.“

Dieser anrührende Satz

stammt von Roland Hey, professioneller

Tänzer, Choreograph und

Yoga-Lehrer. Geboren ist der heute

35-Jährige in Gotha, kam jedoch

mit sechs Jahren nach Peiting und

lebt mittlerweile in Schongaus

Altstadt. Sein Lebenslauf: beeindruckend.

Dass er Tänzer werden

möchte, weiß er bereits als Kind.

„Tanz ist eine Ausdrucksform, die

mich und andere berührt – und

das hat mich von klein auf fasziniert.“

Er beginnt mit Rock’n’Roll.

Erst in Peiting, dann in Kaufering.

Nach der Schule absolviert er eine

zweijährige Ausbildung zum Bühnentänzer

an der „Iwanson“ in

München. Wirklich zufrieden ist er

mit dem dort Gelernten aber nicht.

Um sich auf das nächste Level zu

tanzen, besucht er für ein Jahr

eine Schule in Paris. Sie heißt „Espace

Pleiabe“ und nimmt in ihrer

Company jährlich nur einen Tänzer

auf. In diesem Falle: Roland

Hey. Der ist nach diesem einen

Jahr in der Stadt der Liebe so gut,

darüber hinaus seine Leidenschaft

zum Tanzsport derart groß, dass

er sogar ein Stipendium bekommt

und damit an der Codarts in Rotterdam

aufgenommen wird –

eine der weltweit renommiertesten

Kunstfachhochschulen für

Musik und Tanz. Nach zwei Jahren

schließt er auch dort mit Erfolg ab

und hat seither die Möglichkeit,

weltweit als Tänzer zu arbeiten.

Seine erste Station: Das Stadttheater

in Gießen, „das sehr gut zu mir

gepasst hat“. Hey bleibt trotzdem

nicht lange, weil er unbedingt

wieder hinaus will in die große

weite Welt, um noch mehr Menschen,

Kulturen und Landschaften

kennen zu lernen. Er geht auf die

Kreuzfahrtschiffe „Carnival“ und

„Royal Caribbean“, wo er zwei

Shows über je eine Stunde am Tag

tanzt. Die sogenannten Dry-Days,

„das sind die Tage, an denen das

Schiff ankert und die Gäste auf

Land sind“, nutzt er um Städte zu

besichtigen. Miami, Sidney und

Mexiko City sind nur wenige Beispiele.

„In dieser Zeit ist mir so

richtig bewusst geworden, was

für Möglichkeiten man hat, wenn

man den Mut hat, das zu machen,

was einem den notwendigen

Drive gibt.“ So oft musste er sich

anhören, mit Tanzen niemals seinen

Lebensunterhalt finanzieren

zu können. Doch mit viel Disziplin

und Willenskraft beweist Roland

Hey seinen Kritikern das Gegenteil

– und schafft es schließlich,

drei Jahre lang für Walt Disney in

Paris und Tokio arbeiten zu dürfen.

Geist und Körper

über dem Limit

Für seine Rolle bei Disney fliegt er

zunächst nach London zum Casting.

Und setzt sich gegen 300 (!)

andere Vortänzer durch. Roland

Hey ist diesem großen Erfolg bis

heute sehr dankbar. Danach be-

54 | altlandkreis


ginnt für ihn in den Rollen des

Peter Pans und Mad Hatters seine

härteste Zeit als Tänzer – fünf

Shows am Tag, fünf bis sechs Tage

die Woche. Oder anders ausgedrückt:

Hochleistungssport ohne

Punkt und Komma. Heys Geist und

Körper sind nicht am, sondern

über dem Limit. Den Belastungen

hält er nur Stand, weil er das

ausübt, was er liebt. Und weil er

unzählig viele emotionale Begegnungen

mit unterschiedlichsten

Menschen macht. Aus der Kategorie

unvergessen rührt zum Beispiel

die Geschichte von einem kleinen,

fünfjährigen Mädchen, das an

Rheuma und Leukämie erkrankt

ist und nur noch wenige Monate

zu leben hat. Die Make-A-Wish-

Foundation ermöglicht ihr und ihrer

Familie einen unvergesslichen

Tag in der märchenhaften Welt von

Walt Disney in Paris – und zwar

mit Tanzprofi Roland Hey an ihrer

Seite. „Ich wollte nicht, dass das

Mädchen an diesem Tag krank ist,

habe sie bei der Hand genommen

und aus dem Rollstuhl geholt.“

Die Eltern des Kindes waren ebenso

baff wie Hey, dass das kleine,

schwerkranke und eigentlich an

den Rollstuhl gefesselte

Mädchen wider erwarten

eine Stunde lang aufrecht

und ohne Hilfe durch den

Park gehen kann. Noch

beeindruckender aber ist,

„dass die Kleine mit ihrem

positiven Auftreten uns Erwachsenen

gezeigt hat, dass

wir alle keine Angst vor dem

Tod haben müssen“. Als

Roland Hey sie später auch

noch aufs Parade-Boot holt

und ihr vom Nimmerland

erzählt und davon, dass

er sie dort eines Tages

wieder treffen wird, ist

der schönste Tag im Leben

dieses schwerkranken

Mädchens sichtlich perfekt.

Danach geht’s für Roland Hey

wieder zurück auf die Bühne – ein

knochenharter Job. „In dem ich

für meinen Körper nach einem

Ausgleich gesucht habe.“ Fündig

geworden ist Roland Hey bei Yoga,

„wo es genau umgekehrt zugeht“.

Hier werden die Grenzen des Körpers

nicht überlastet, sondern

akzeptiert, respektiert und eingehalten.

Atem ist Schlüssel

zu uns selbst

Weil Roland Hey mit Saison-Verträgen

über fünf bis zwölf Monate

nie wirklich planen und seinen

Körper als Tänzer ohnehin nicht

auf ewig „knechten“ kann, baut

er sich als Yogalehrer ein zweites

Standbein auf. 700 Ausbildungsstunden

absolviert er in Indien, wo

er das Lehren nahezu aller Yoga-

Formen lernt: Raja, Hatha, Power,

Yin, Meditation, Pranayama und

Ashtanga-Vinyasa. Hinzu kommen

weitere Yoga-Ausbildungen in

Deutschland, Finnland, Barcelona

und München. Unter anderem für

Schwangeren-Yoga, Yoga-Therapie,

Unnata sowie Aerial – Yoga

mit einem hängenden, elastischen

Tuch, das den Körper in die Asanas,

eine ruhende Körperstellung,

unterstützt. Landkreisweit lehrt

diese Form von Yoga nur einer:

Roland Hey, der mittlerweile seit

fünf Jahren sein Geld überwiegend

als Yogalehrer (www. yogalotusheart.com)

verdient. Er gibt regelmäßig

Kurse im Atlantis in Peiting

Yoga mit einem hängenden, elastischen Tuch, genannt Aerial.

Bei Walt Disney: Roland Hey in der Rolle des Peter Pan.

und größeren mittelständischen

Betrieben wie UPM. Darüber hinaus

arbeitet er einmal die Woche

als Lehrer für Tanz, Choreographie

und Yoga für das Kari Tanzhaus in

Kempten, wo er zusätzlich auch als

Dozent für Wochenkurse immer

wieder gebucht wird. Neben der

Erfahrung als Profitänzer und der

umfassenden Ausbildungen als

Yoga-Lehrer zeichnet Roland Hey

jedoch noch eine weitere Stärke

aus: Einfühlsamkeit. Wie kaum

ein zweiter kann er auf Menschen

eingehen und ihnen das Gefühl

vermitteln, sich so zu nehmen,

wie sie sind. „Unser Körper ist

gesund. Erst wenn der Geist krank

ist, wird auch der Körper krank“,

sagt er voller Überzeugung. Dabei

sind Dinge wie Angst, Zweifel,

Neid und Wut Teil eines jeden

Menschen. „Mann muss nur lernen,

sie anzuerkennen und richtig

damit umzugehen.“ Was hierbei

hilft? Yoga. Durch gezielte Atmung

sich körperlich, mental und seelisch

spüren. Platz finden in sich

selbst. Seine Wahrnehmung hinsichtlich

der kleinen Dinge des

Lebens ändern. Und eben lernen,

sich mit Ängsten und Sorgen auseinanderzusetzen.

„All das gelingt

mit Yoga“, sagt Roland Hey, der

fest davon überzeugt ist, dass Yoga

tatsächlich für jeden geeignet ist

und insofern auch jedem guttun

kann. „Weil es nicht wie eine

Bauanleitung für einen Schrank

von IKEA ist, in der es nur einen

Weg zum Ziel gibt.“ Yoga habe

viele Anleitungen, um Leute zu

erreichen. Durch singen, atmen,

bewegen, dehnen. Allein oder in

der Gruppe. Letztlich reicht Roland

Hey ein geschulter Blick auf den

Körper seiner Klienten, um zu erkennen,

wo deren Problembereiche

liegen. „An zittrigen Augenlidern

beispielsweise sieht man,

wie gestresst die Leute von der

Arbeit kommen.“ Umso schöner

für ihn, dass sie nach einer Stunde

Yoga wieder entspannt und mit

einem Lächeln im Gesicht nach

Hause gehen. Das ist der Grund,

warum Roland Hey seinen Beruf

als Yoga-Lehrer so sehr liebt. js

juli / august 2019 | 55

Rückenbeschwerden?

364 Physiotherapeuten und Chiropraktiker

aus den nordischen Ländern haben den

Backapp getestet.

98,1%

sagen, dass Backapp für den Rücken gut ist.

Backapp Chair - ein ergonomischer

Stuhl der ganz anderen Art.

Wenn Sie auf dem Backapp Chair

sitzen und auf der einstellbaren

Kugel „The Magic Ball“ balancieren

und dabei die Füße auf dem

Fußring haben, aktivieren Sie die

ausgleichende Muskelaktivität des

Körpers, was sich folgendermaßen

auswirkt:




Rückenschmerzen.


mehr Energie verbrauchen.

Testen Sie Backapp EXKLUSIV bei:

86956 Schongau

Weinstraße 3–5

Tel. 08861-2695

www.pronatura-voelk.de


Kommen Sie vorbei!

House of Craft im Juli bei Brillenmanufaktur Funk

Designer-Brille trifft

Oldtimer-Lampe

Ihr e-Bike Spezialist in der Region

Mehr als 100 e-Bikes zum Probefahren sowie

eine große Markenauswahl mit

Deutschlands e-Bike Experte ist nun auch in Fuchstal!


RR E-Bike GmbH, Inhaberin: Regina Renz

Bahnhofstr. 24, 86925 Fuchstal - Leeder

Kinsau | „Wir möchten Regionalität

fördern“, sagt Sashee Schuster

von der Brillenmanufaktur Funk

über eines der Ziele der im vergangenen

Jahr ins Leben gerufenen

House of Craft, der Verkaufsmesse

für hochwertig gefertigte,

authentische Produkte „handmade

in Germany“. Sowohl wegen

des Feedbacks der Kunden und

Aussteller, als auch „aufgrund

der Stimmung, die wirklich super

war“, wie Sashee Schuster zurückblickt,

war relativ schnell klar, dass

auch heuer wieder eine House of

Craft stattfinden wird. Und zwar

am Wochenende, 20. und 21. Juli,

im Kinsauer Gewerbegebiet, direkt

an der B17. „Verbraucher hinterfragen

heutzutage viel mehr. Etwa,

was hinterher mit den Abfällen

passiert“, erklärt Sashee Schuster.

Besonders für diesen unmittelbaren

Austausch zwischen Handwerker

und Kunde bietet die House of

Craft die perfekte Plattform – eine

echte Win-win-Situation. Egal ob

„Edelalt“, eine Allgäuer Holzwerkstatt

mit Sinn für Tradition und

Handwerkskunst, der „Apfeldorfer

Feuerteufel“ mit seinen dekorativen

Feuersäulen oder „Bär Leder

und Tracht“ aus Fuchstal, um nur

einige wenige Beispiel zu nennen.

Allesamt haben eines gemeinsam:

Sie fertigen ihre Produkte

eigens in Handarbeit, eines der

Kriterien für die Teilnahme an der

House of Craft – Industrieware ist

ohnehin tabu. Zudem sollten die

Kunsthandwerker aus der näheren

Umgebung kommen, um die eingangs

erwähnte Regionalität zu

bewahren.

Regional und keine

Industrieware

Eine Ausnahme ist „Fernlicht“ von

Andreas Stephan aus Stuttgart,

der aus Edelschrott von Oldtimern

der 1930er- bis 1960er-Jahren sowie

Fotostativen Lampen kreiert.

Das ist wirklich abgefahren“,

rechtfertigt Sashee Schuster die

etwas weitere Anreise. Die Aussteller

kommen bewusst aus den

unterschiedlichsten Bereichen,

um eine gewisse Exklusivität zu

garantieren. „Um diese Vielfältigkeit

zu haben, mussten wir auch

dem einen oder anderen absagen,

wenn sich zu viele aus dem gleichen

Gewerk gemeldet haben“,

berichtet Christoph Raab, einer

der dienstältesten Funk-Mitarbeiter

und wesentlicher Bestandteil

des House-of-Craft-Eventteams.

Den Stein ins Rollen für die House

of Craft brachte ein Besuch der

„New Heritage“, eine Messe in

Tel: 08243 - 99 333 11 |

Warum sich ein Besuch bei uns lohnt:

Kompetente & Individuelle Beratung

Eine große e-Bike Markenauswahl

Finanzierung & Firmenleasing

Ich freue mich auf Sie!

Regina Renz mit Team

Kostenlose Probefahrten


56 | altlandkreis


Wir suchen Auszubildende für 2020!

Handgemachtes in unterschiedlichster Ausführung.

München, die als Vorbild für die

abgespeckte Altlandkreis-Variante

dient. Christoph Raab und Firmengründer

Dieter Funk sind hier

regelmäßig als Aussteller zu Gast,

schätzen dort insbesondere Atmosphäre

und Charme sowie den

direkten Kundenkontakt. „Hier ist

die Idee geboren“, erinnert sich

Christoph Raab. Und aus dieser

entstand letztlich die House of

Craft, die sich wie entwickeln soll?

„In erster Linie ist es das Ziel, dass

sich die House of Craft etabliert“,

sagt Christoph Raab und ergänzt:

„Die Basis ist geschaffen. Mal sehen,

was in Zukunft passiert.“ Womöglich

ergibt sich irgendwann

eine Erweiterung um diverse

Abendveranstaltungen wie Konzerte.

Dies sei momentan zwar nur

leise Zukunftsmusik, Ideen gebe

es jedoch genug. Derzeit konzentriert

man sich bei Funk voll und

ganz auf die diesjährige Ausgabe,

die im Vergleich zum Vorjahr

schon deutlich gewachsen ist.

Waren es 2018 noch 18 Aussteller,

haben heuer weit über 20 fix zugesagt.

Bereits in diesem Jahr sind

Aussteller vermehrt von selbst auf

Funk zugegangen, mussten doch

einige aufgrund der Spontanität

vor Jahresfrist noch absagen – und

freuen sich umso mehr, diesmal

dabei zu sein. „Dazu haben wir

viel über Instagram gemacht“,

berichtet Schuster von Werbeaktivitäten.

Neben der viel zitierten

Aufforderung „Buy local“, ist allen

voran der Kontakt unter den

Ausstellern, das Netzwerken, eines

der großen Ziele der House

of Craft. „Nur zusammen ist man

stark“, freut sich Sashee Schuster,

dass im vergangen Jahr bereits diverse

Synergien entstanden sind.

Kulinarisch kommt ein

jeder auf seine Kosten

Besucher können sich am Samstag,

20. Juli, von 10 bis 19 Uhr und

Sonntag, 21. Juli, von 10 bis 18 Uhr

nicht nur mit allerlei exklusiven

Produkten eindecken, sondern

auch kulinarisch verwöhnen lassen.

Die Altenstadter „Backstube

mit Herz“ bietet zahlreiche Kuchen

und Torten an, die Eismanufaktur

Uli von Bocksberg wird ebenso

zu Gast sein wie ein Käsewagen

vom Kinsauer Schilcher-Käse und

auch Julian Resch samt Team

vom Goldenen Apfel aus Apfeldorf,

der sowohl mit Grillspezialitäten

aufwarten wird, als auch

seine beliebten Koch-Workshops

abhält. Der Sonntag startet mit

einem Weißwurstfrühstück, ein

Kinderprogramm inklusive Hüpfburg

bei schönem Wetter sowie

Styling-Kurse von Nicole Resch

von der Schongauer „Colorbar“

runden das Programm an beiden

Tagen ab. Ein detaillierter Terminplan

wird heuer erst kurzfristig

bekannt gegeben, da hat man aus

dem vergangenen Jahr gelernt, als

stets ein wenig umdisponiert werden

musste. „Das Bier wird in jedem

Fall nicht ausgehen“, spricht

Sashee Schuster mit einem Augenzwinkern

über die Kooperation

mit der Weilheimer Dachsbrauerei,

dessen Exportbier beim Kinsauer

Brillenhersteller gar mit eigenem

Funk-Etikett erhältlich ist.

Wesentlicher Bestandteil werden

auch diesmal die regelmäßigen

Führungen durch die Funk’sche

Brillenmanufaktur sein, die mit

ihrer traditionellen Herstellungsweise

von hochwertigen Brillen

natürlich in das Anforderungsprofil

der House of Craft passt wie

die berühmte Faust aufs Auge.

„Wer es ehrlich meint, bekommt

auch etwas zurück“, sind Sashee

Schuster und Christoph Raab vom

Erfolg der zweiten House of Craft

überzeugt. Über 2000 Besucher

pilgerten letztes Jahr pro Tag ins

Kinsauer Gewerbegebiet. Ähnliche

viele – oder sogar ein bisschen

mehr – dürften es heuer werden,

schließlich findet am Sonntag auf

der Wiese gegenüber des Funk-

Geschäftsgebäudes parallel der

Wanderritt des Reitvereins statt.

„Wir möchten das Verständnis der

Besucher für nachhaltige Produkte,

die womöglich ein wenig teurer

sind, stärken“, sagt Christoph

Raab abschließend. Eine Kampfansage

im kleinen Rahmen gegen

so manche Internetgiganten, bei

denen Qualität und Nachhaltigkeit

im Gegensatz zur House of Craft

keine Hauptrollen spielen. tis

juli / august 2019 | 57

Die Weckerle GmbH ist ein weltweit erfolgreich agierendes

und expandierendes Familienunternehmen mit Sitz in Weilheim

und Standorten in Peißenberg, Eislingen, der Schweiz,

Frankreich, Italien, Russland, Brasilien, China, Indien und den

USA. Mit den Geschäftsbereichen Machines und Cosmetics

ist das Unternehmen führend in der Herstellung innovativer

und hochspezialisierter Abfüllanlagen für die Kosmetik-, Pharma-

und Lebensmittelindustrie.

Wir suchen zum 1. September 2020 engagierte und motivierte

Auszubildende (m/w/d)

Mechatroniker

(Voraussetzung: mind. Mittlere Reife)

Industriekaufmann

(Voraussetzung: mind. Mittlere Reife)

Zerspanungsmechaniker


Technischer Produktdesigner

(Voraussetzung: mind. Mittlere Reife)

Wir bieten Ihnen

• Eine zeitgemäße Ausbildung mit modernen Fertigungs- und

Informationstechnologien

• Gute Entwicklungsmöglichkeiten in einem dynamischen und

wachsenden Unternehmen

• Gute Übernahmechancen nach erfolgreicher Ausbildung

• Die Möglichkeit zur Absolvierung eines Trainee-Programms

an einem ausländischen Standort nach der Ausbildung

Haben wir Sie neugierig gemacht?

Dann bewerben Sie sich bitte bis spätestens 30.09.2019 über

unser Jobportal unter www.weckerle.com

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

Frau Marie-Claude Sisto

Personalabteilung

+ 49 881 - 92 93 1154


Markus Strobel arbeitet für Theater, Opern und Musicals

Videoprogrammierung

bei Helene-Fischer-Show

HOERBIGER ist weltweit in der Öl-, Gas- und Prozessindustrie,

in der Automobilindustrie und in der Sicherheitstechnik tätig.

Ausbildungsbeginn 2020: Wir suchen Dich!






Standort Schongau:

Industriemechaniker (m/w/d)

Maschinen- und Anlagenführer (m/w/d)

Mechatroniker (m/w/d)

Werkzeugmechaniker (m/w/d)

Zerspanungsmechaniker (m/w/d)

Rott | Markus Strobel aus Rott ist

schon als Kind fasziniert, Theater

live oder im Fernsehen zu sehen.

Allerdings weniger wegen der fesselnden

Geschichten oder guten

Schauspieler auf der Bühne. „Ich

war fasziniert, wie sich Scheinwerfer

bewegen und dabei aussehen

wie kleine Roboter“, sagt der

heute 28-Jährige, der sein Hobby

schon sehr früh zum Beruf macht.

Mit 15 absolviert er ein Praktikum

beim Stadttheater Landsberg, mit

16 beginnt er dort eine Ausbildung

zur Fachkraft für Veranstaltungstechnik.

Mit 19 zieht er nach Köln,

arbeitet bei der Gala-Dinner-Show

„Fantissima“ sowie im Showbereich

des Freizeitparks „Phantasialand“.

Danach zieht es ihn hinaus

aus Deutschland und es beginnt

dank einer Zusammenarbeit mit

AIDA-Cruises eine unvergessliche

Zeit: Als Teil der Schiffscrew lernt

er die Weiten der Weltmeere sowie

die schönsten Orte in der Karibik,

in Amerika, Asien aber auch

Europa kennen. Wieder zurück in

Hat gut lachen: Markus Strobel ist

deutschlandweit gefragt.

Deutschland, macht sich der nun

21-Jährige selbstständig. Allerdings

als Videoprogrammierer,

nicht als Veranstaltungstechniker.

„Videoprogrammierung ist notwendig

für die Einrichtung und

Steuerung von Mediensystemen,

die in der Veranstaltungstechnik

zum Einsatz kommen.“ Heißt: Alles,

was während einer Bühnenshow

an Lichtern und Videos auf

Hintergrund-Leinwänden zu sehen

ist, wird von einem Programmierer

wie Markus Strobel erstellt.

Sein wichtigstes Arbeitsgerät: Ein

leistungsstarker Computer mit

Spezialprogrammen, um die gewünschten

Inhalte zu erstellen.

Darüber hinaus Medienserver und

Beamer, um das Programmierte

letztlich auf die Bühne zu bringen.

Vorarbeiten

im Flugzeug

Obwohl die Arbeit eines Videoprogrammierers

zu 100 Prozent am

Computer stattfindet, übt Markus

Strobel einen der abwechslungsreichsten

Jobs überhaupt aus. Er

ist gefragt bei Musicals, Opern,

Theater, großen Pressekonferenzen

und vielem mehr. „Tanz der

Vampire“, „Helene Fischer Show“,

„Mary Poppins“, Buchvorstellung

von „Udo-Fröhliche! Das





Standort Penzberg:

Elektroniker (m/w/d)

Industriemechaniker (m/w/d)

Maschinen- und Anlagenführer (m/w/d)

Zerspanungsmechaniker (m/w/d)

Wir freuen uns auf Deine Bewerbung bis 15. September 2019:

kerstin.giebel@hoerbiger.com

HOERBIGER Deutschland Holding GmbH

Im Forchet 5, 86956 Schongau

www.hoerbiger.com/karriere

58 | altlandkreis


Laptop, Rechner und mehrere Bildschirme

— der Arbeitsplatz eines

Videoprogrammierers.

Lindenberg-Lexikon von Alkohol

bis Zigarre“, „Tannhäuser“ und

der „Fliegende Holländer“ bei den

Bayreuther Festspielen sowie „Der

Ring des Nibelungen“ sind nur ein

kleiner Auszug an Auftritten mit

von Strobel programmierten Lichtern

und Videos. Für Großprojekte

muss er schon Tage vor der eigentlichen

Veranstaltung gewisse

Vorarbeiten erledigen. „Das passiert

dann in einem sogenannten

Visualisierungsraum, zu Hause im

Homeoffice, in einem Café oder

auch mal im Flugzeug – je nachdem,

wo es gerade passt oder

notwendig ist.“ In der Regel aber

programmiert Markus Strobel direkt

vor Ort, also im Theater, der

Konzerthalle oder im Opernhaus.

Erst erstellt er die vom Regisseur

gewünschten Medieninhalte und

Grafiken, anschließend programmiert

er das komplette Bühnenprogramm

durch. Und falls notwendig,

betreut er die jeweilige

Show auch live.

284 Tage weg

von zuhause

Weil sein Job mit extrem viel Reiserei

verbunden ist, der Kontakt

zu Freunden, Familie und Lebenspartner

viel zu oft viel zu kurz

gekommen ist, lebt Markus Strobel

aktuell etwas sesshafter. „Wie viele

Kilometer ich im Laufe der vergangenen

Jahre im Auto, Flugzeug

oder auf Schiffen zurückgelegt

habe, kann ich gar nicht sagen.“

Sein Abwesenheitsrekord, also

weg von Zuhause, liegt bei 284 Tagen

in nur einem Jahr. Umso mehr

genießt er momentan die Zeit in

Holzkirchen, wo er aktuell lebt,

„und Besuche bei Freunden und

Familie in Rott wieder regelmäßig

möglich sind“. Darüber hinaus arbeitet

er derzeit auch wesentlich

sesshafter als die Jahre zuvor: In

der Firma ETC, die professionelle

Bühnen- und Beleuchtungstechnik

herstellt, kümmert er sich um

den technischen Support. Ob er in

diesen langersehnten ruhigeren

Zeiten das Drumherum von Theater,

Opern und Musicals trotzdem

vermisst? „Das Privatleben

ist die vergangenen Jahre definitiv

zu kurz gekommen“, bekräftigt

er. Andererseits schätzt Markus

Strobel an seinem seltenen Job

als Videoprogrammierer, dass er

ständig neue Leute und Kulturen

kennenlernt sowie neue Städte erkunden

kann. Und er regelmäßig

auch Kontakt zu Promis wie beispielsweise

Helene Fischer hat?

„Für mich sind das auch nur ganz

normale Leute, die einen schönen

Showabend erleben möchten.“

Vom Autogramm-jagenden

Groupie ist der Rotter also weit

entfernt. Vielleicht auch deshalb,

weil er im Grunde selbst ein Stück

weit als Promi durchgehen könnte.

Zumindest im Bereich der Videoprogrammierer.

Davon gibt

es nämlich im deutschsprachigen

Raum nur sehr wenige. Insbesondere

die, die sich wie Strobel

im Musical zuhause fühlen. „Die

meisten Programmierer werden

aus England oder Amerika eingeflogen.“

Kein Wunder, dass der

in Rott aufgewachsene Markus

Strobel ein national und international

gefragter Mann ist. Denn

mit Videoprogrammierung ist er

definitiv in eine deutschlandweite

Nische gestoßen.

js

CHANCEN FÜR IHR KIND!

Die Privaten Oberlandschulen in Weilheim

WIRTSCHAFTSSCHULE

(staatl. anerkannt)

KAUFMÄNNISCHE SCHULE

Berufsfachschule für Büromanagement (staatl. anerkannt)

FREMDSPRACHENSCHULE

Berufsfachschule für Fremdsprachen/Fachrichtung Wirtschaft (staatl. anerkannt)

GYMNASIUM (staatl. genehmigt)

Jetzt ist

Anmeldezeit!

WIRTSCHAFTSSCHULE

KAUFMÄNNISCHE SCHULE

HOLZBRIKETTS

Holzbriketts verpackt

FREMDSPRACHENSCHULE

OBERLANDSCHULEN

GYMNASIUM

Neu!

Jetzt schon

ab der 6. Klasse!

vom 15.07.

bis 31.08.19

SOMMER-

RABATTAKTION!

1t auf Palette 180.- €

ab 3t auf Palette je 170.- €

Preise verstehen sich inkl. MwSt, zzgl. Palettenpfand od. Tauschpalette

Schwerblmühle 4 · 86984 Prem · Tel. 0 88 62-71 15 · www.gebr-heisserer.de

GEMEINSAM ZUM ZIEL

Private Oberlandschulen Weilheim e. V. | Leprosenweg 14 | D-82362 W eilheim i.OB | Tel 0881 9253503 | www.oberlandschulen.de

juli / august 2019 | 59


Musikalische Früherziehung

Der Grundstein einer späteren Karriere

Peiting | „Kinder haben von Geburt

an einen Bewegungsdrang“,

sagt Martina Kölbl. „Tanzen und

klatschen gehören gewissermaßen

zur Grundausstattung.“ Und

genau deshalb sei musikalische

Früherziehung auch für jedes Kind

geeignet. Seit über 15 Jahren ist

Martina Kölbl mittlerweile in der

musikalischen Erziehung von Kindern

tätig. Viele Jahre war sie beim

Schongauer Musikinstitut Kirstein,

wo es auch heute noch ein umfangreiches

musikalisches Ausbildungsangebot

gibt. Kölbl bietet

musikalische Früherziehung heute

einmal wöchentlich für Kinder der

Peitinger St. Michael-Kindertagesstätte

an, in der sie zudem als Erzieherin

tätig ist, zusätzlich einmal

die Woche für externe Kinder. Musikalische

Früherziehung gibt es in

der Region darüber hinaus unter

anderem in der Musikschule Pfaffenwinkel

und ist vereinzelt in den

Alltag verschiedener Kindergärten

integriert.

Elementare

Musikpädagogoik

Generell muss bei musikalischer

Erziehung für Kinder zwischen

elementarer Musikpädagogik und

musikalischer Grundausbildung

unterschieden werden. Elementare

Musikpädagogik ist dabei im

vorschulischen Bereich angesiedelt.

Neben der Möglichkeit von

Baby- sowie Eltern-Kind-Gruppen

gibt es hier die klassische musikalische

Früherziehung. Babygruppen

beginnen dabei häufig

bereits mit neun Monaten, enden

mit anderthalb oder zwei Jahren,

wobei insbesondere das Verhältnis

zur Bezugsperson im Vordergrund

steht. Intensiver Körperkontakt

wird durch einen Rhythmus, Bewegungen

oder das Singen – zumeist

– der Mutter noch verstärkt.

Die Eltern-Kind-Gruppen richten

sich schließlich an Kinder von rund

zwei bis dreieinhalb, vier Jahren.

Musikalische Früherziehung findet

im Alter von vier bis sechs Jahren

statt, es ist das erste Mal, dass Kinder

alleine in den Musikunterricht

kommen. Die musikalische Grundausbildung

beginnt mit dem Eintritt

in die Grundschule und ist in

den Jahrgangsstufen der ersten bis

vierten Klasse angesiedelt.

„Meist werden solche Kinder angemeldet,

die Zuhause gerne singen,

tanzen oder einfach Musik hören“,

erklärt Martina Kölbl. Sicherlich ist

es auch einem Fördergedanken

Immer mit Spaß dabei: Martina Kölbl und einige ihrer „Schüler“.

in möglichst unterschiedlichen

Bereichen geschuldet, der Eltern

zunehmend wichtiger zu werden

scheint, warum die Nachfrage in

der musikalischen Früherziehung

extrem hoch ist. Sobald es allerdings

für Kinder in Stress mündet,

sei das Angebot nicht das Richtige,

das weiß auch Martina Kölbl: „Das

spüren die Kinder meist selbst und

kommen dann auch nicht gerne.“

Der weitaus höhere Prozentsatz

sind allerdings Kinder, die gerne

kommen und Spaß am spielerischen

Begreifen von Musik haben.

„Mein persönlicher Schwerpunkt

ist es, die Freude an der Musik zu

vermitteln“, sagt Martina Kölbl.

Durch Klänge die Fantasie anregen,

um dann zu einer bestimmten

Musik eine Geschichte zu malen,

steht beispielsweise auf dem

Stundenplan musikalischer Früherziehung.

„Kinder können das

sehr gut“, berichtet Martina Kölbl.

Mit verschiedensten Instrumenten

eine bestimmte Stimmung auszudrücken

oder ein persönliches

Empfinden damit zu assoziieren,

sind ebenso Bausteine des Unterrichts.

Musikalische Früherziehung

ist also weitaus mehr als das Erlernen

von Noten, wobei auch das

durchaus Teil einer Stunde sein

kann – was allerdings ebenso

spielerisch vermittelt wird. Neben

motorischen Zielen, verfolgen Musiklehrer

wie Martina Kölbl auch

psychologische und soziale Ziele,

leiten etwa gruppendynamische

Prozesse ein. So trauen sich anfangs

nur die wenigsten Kinder

vor der Gruppe zu singen, zu trommeln

oder ein Bild zu beschreiben.

Erst mit der Zeit, wenn sie sich

mehr und mehr wohlfühlen, tauen

sie auf. „Wenn die Kinder fähig

sind, Freude durch die Musik zu

spüren, wird sie das durchs Leben

tragen“, sagt Martina Köbl, die gerade

deshalb die ganze Bandbreite

der Musik vermitteln will. Was

bestenfalls darin mündet, dass die

Kinder von selbst Lust bekommen,

ein Instrument zu erlernen.

Ein musikalisches Ausnahmetalent

müsse man für die Früherziehung

in keinem Fall sein. Ganz im Gegenteil:

„Ich würde in diesem

Bereich niemals ein Talent voraussetzen“,

so Martina Kölbl. Vielmehr

kristallisieren sich Talente

erst während der Stunden heraus,

meistens jene Kinder, die es gerne

machen und mit großem Eifer dabei

sind. Das spiegelt sich häufig

bei den kleinen „Hausaufgaben“

wider, die Kölbl den Kindern über

die Woche mitgibt. Das kann vom

Malen eines Bildes über das Wiederholen

eines Liedes mit Mama

oder Papa sein. „Da merkt man

gleich, wer es genau können will.“

Das sind dann häufig auch die

Kinder, die sich später beim Üben

eines Instrumentes leichter tun.

Wie Martina Kölbl, die ihre Weiterbildung

zur Elementaren Musikpädagogin

am Freien Musikzentrum

in München genoss und im November

die Ausbildung zur Musiklehrerin

abschließt, die Stunden

gestaltet, hängt immer auch von

der Gruppe ab. Von einem Kanon

wurde ihr zum Beispiel stets abgeraten,

bei einigen Jahrgängen

sei das jedoch absolut möglich.

Und wer weiß, vielleicht versteckt

sich in genau diesen Gruppen der

nächste Stern am Musikhimmel –

nicht auszuschließen dank der

vielen musikalischen Angebote im

Altlandkreis.

tis

juli / august 2019 | 61


EMS TRAINING

Fit mit nur 20 Minuten pro Woche

Sport Reha Training

Pilates Vita Fitness

Gesundheit Leben

Natural Fitness Kraft

Ausdauer

Body Forming

Beweglichkeit

Wenn‘s was

G‘scheids sei soll!

#handg‘macht

#regional

#biologisch

und boarisch ollawei!

Bär, Leder & Tracht GmbH

Wegäcker 1 86925 Fuchstal/Leeder 08243 961081

leder-trachten.com

Schongauer Str. 7, 86971 Peiting

Tel. 08861 / 22 49 400


Flößermarkt

über 60 Aussteller (Kunst, Handwerk & Schmankerl)

Wann? Samstag, 03.08.2019, 10.00 - 22.00 Uhr

Sonntag, 04.08.2019, 10.00 - 18.00 Uhr

Wo? am Rathaus, Flößerstraße 1, 86983 Lechbruck

Leckere Speisen und Getränke, Kaffee und Kuchen,

musikalische Unterhaltung, Floßfahrten

Samstag, 20.30 Uhr mit der Band „Käs änd Roll“

Bei jeder Witterung! Eintritt frei!

Nähere Informationen in der Tourist-Info unter 08862 - 98 78 30.

Aus der Geschäftswelt

Steile Anstiege in gesundem Pulsbereich

NEU IM FUCHSTAL: EIN FACHGESCHÄFT FÜR E-BIKES

Fuchstal | E-Bike fahren hat viele Vorteile: Ältere

Menschen können mit weniger Kraftaufwand trotzdem

ihre Lieblingstouren regelmäßig in Angriff

nehmen. Der CO 2 -freie Weg zur Arbeit oder zum

Dorfladen ist ohne Schweißausbruch möglich. Leistungsunterschiede

werden perfekt ausgeglichen,

und trotz elektromotorischer Unterstützung kommt

der Fitnessaspekt nicht zu kurz. „Mit einem E-Bike

ist vor allem gesunder Sport gut möglich, weil man

selbst bei steileren Anstiegen im effektiven Pulsbereich

fahren kann“, sagt Regina Renz, leidenschaftliche

Mountainbikerin, die nach 18 Jahren Logistik

in der Metallindustrie nun ihr Hobby zum Beruf gemacht

hat. Am 28. März eröffnete sie im Fuchstal,

genaugenommen in der Bahnhofstraße 24 in 86925

Leeder, ein herstellerunabhängiges Fahrradfachgeschäft

– spezialisiert auf E-Bikes. 100 Räder aus

allen Kategorien stehen derzeit im großen, hellen

und kundenfreundlich gestalteten Laden zur Probefahrt

bereit. Noch wichtiger ist Regina Renz eine zum

Kunden passende, umfangreiche Beratung, „für die

HOLZ FICHTL IN HOHENFURCH – UND NEU IN LANDSBERG

Hohenfurch | Wer neu bauen oder sein Eigenheim

renovieren möchte, ist bei Holz Fichtl an der Hoheneggstraße

50 in Hohenfurch genau richtig. Das Fachgeschäft

mit 2 500 Quadratmetern großer Ausstellungsfläche

wird in dritter Generation geführt und

ist spezialisiert auf nahezu alles, was mit Holzbau

zu tun hat. Bodenbeläge wie Parkett, Laminat, Vinyl,

Designboden oder Kork sowie Fenster, Zimmer- und

Haustüren, Terrassendielen und Sichtschutzwände.

Aber auch Gartenhäuser sowie abenteuerliche Spieltürme

für den Nachwuchs zum Klettern, Rutschen

und Schaukeln. Verwendet werden überwiegend

bekannte Holzarten aus dem

deutschsprachigen Raum wie Eiche,

Buche, Ahorn, Fichte, Lärche

und Zirbe. Letztlich entscheidend

ist die fachkompetente Erstberatung

der Kunden, die bei Holz

wir uns bewusst viel Zeit

nehmen“. Darüber hinaus

bietet die „E-Motion

E-Bike-Welt im Fuchstal“

mit derzeit fünf Mitarbeitern

einen hauseigenen

Reparaturservice

sowie Leasing- und Finanzierungsmöglichkeiten an.

Erfolgreich verkauft wurden bislang E-Bikes aus allen

Kategorien – vom City-, Trekking- und Mountainbike

über Dreiräder für Menschen mit körperlicher

Einschränkung bis hin zu Lastenräder, die mit Transportwanne,

Holzbox oder Kindersitzen ausgestattet

sind. Diese Angebotsvielfalt in Kombination mit fachkompetenter

Beratung hat sich inzwischen weit über

die Lechrain-Grenze hinaus herumgesprochen. „Unsere

Kunden kommen im Umkreis von bis zu 40 Kilometern“,

sagt Regina Renz, die ihren E-Bike-Shop

(Tel. 08243 / 9933311) immer von Dienstag bis Freitag

zwischen 10 und 18 Uhr sowie am Samstag von 10 bis

14 Uhr aufsperrt für Jung und Alt. js

Fachgeschäft fürden, Terrassen und Bauelemente

Fichtl an erster Stelle steht. Ein Team mit ausgebildeten

Schreinern erledigt den Einbau von Fenster und

Türen, die Verlegung der Bodenbeläge sowie sämtliche

anderen Arbeiten mit Bauelementen. Das Einzugsgebiet

des Betriebes reicht bis nach München,

Garmisch-Partenkirchen und Augsburg. Für mehr

Kundennähe eröffnete Holz Fichtl unter dem Namen

„Fichtl-Lankes“ eine zweite Filiale an der Schongauer

Straße 13a in Landsberg. „Dort stellen wir unsere

Produktvielfalt über drei Etagen aus“, sagt Inhaberin

Ute Fichtl-Lankes, die an dieser Stelle auf die Internetseite

www.holzfichtl.de sowie eine firmeneigene

App fürs Handy hinweist. Dort

können sich Interessierte ebenso

umfangreich informieren wie

telefonisch unter 08861 / 2313-0,

oder eben in einer der beiden

Filialen direkt vor Ort.

js

62 | altlandkreis


Stoßdämpfer für Kunden auf allen Kontinenten

„LEBEN & CO“ BEZIEHT NEUE PRODUKTIONSSTÄTTE

Schwabsoien | Vor knapp 52 Jahren wurde „Leben

& Co“ als Konstruktionsbüro gegründet. Damals

war der Betrieb spezialisiert auf die Entwicklung

von Pistenraupen. Heute konstruiert, produziert

und montiert das Unternehmen Stoßdämpfer und

Gasfedern in unterschiedlichsten Größen und Variationen

für unterschiedlichste Branchen. Verwaltung

und Firmensitz von „Leben & Co“ befinden sich in

Berg am Starnberger See. Die Entwicklungs- und

Produktionsstätte (Tel. 08868 / 1806060) liegt jedoch

seit 1999 in Schwabsoien, Altenstadter Straße 11, wo

sich die vergangenen Wochen und Monate viel getan

hat: Am 1. Juni wurde dort ein neues Gebäude

mit Sozialräumen, Büros und großer Produktionshalle

bezogen. „Es ist 1 600 Quadratmeter groß und

befindet sich direkt neben unserem alten Gebäude“,

sagt Bernhard Starker, technischer Geschäftsführer

des Unternehmens, der diesen Neubau als „längst

überfällig“ bezeichnet. Denn die Auftragsbücher

mit Kunden auf allen Kontinenten sind bei „Leben &

„Wir schaffen wertvollen Wohnraum“

BAUUNTERNEHMEN MATTHIAS BAAB FEIERT 30-JÄHRIGES

Co“ prall gefüllt. Auch deshalb, weil das Unternehmen

entgegen vieler anderer Metallbetriebe nicht

abhängig ist von der derzeit kriselnden Automobilindustrie.

Die gashydraulischen Stoßdämpfer des

Unternehmens sind gefragt in riesigen Lagerhallen

mit vollautomatischer Kommissionierung, in der

Kranbau-Industrie sowie im Eisenbahn-Bereich,

wo die Stoßdämpfer meist als Sicherheits-Element

fungieren. Darüber hinaus ist „Leben & Co“ spezialisiert

auf Sonderanfertigungen von Stoßdämpfern,

die unter anderem in Kunstwerken, U-Boot-Simulatoren

oder einem Schleudersitz verbaut sind. Mit

der Verdoppelung der Produktionsstätte einher geht

auch die Suche nach neuen Mitarbeitern. Gefragt

sind insbesondere Zerspaner. „Wobei viele unserer

Mitarbeiter einen handwerklichen Hintergrund

haben, vorher Schlosser, Schweißer, Kfz- oder Feinwerkmechaniker

waren“, sagt Bernhard Starker, der

sich über Bewerbungen an einen der innovativsten

Betriebe der Region sehr freuen würde.

js

Apfeldorf | Bauunternehmer Matthias Baab ist

dankbar für die gute Auftragslage. „Während

der Finanzkrise waren die Zeiten auch schon mal

schlechter, deshalb wissen wir den Bauboom sehr

zu schätzen“, sagt der Zimmerermeister, Bautechniker

und Maurermeister auf die Frage, ob die dauerhaft

ausgefüllten Auftragsbücher eher Fluch oder

Segen für ihn seien. Bereits in fünfter Generation

gibt es den familiengeführten Betrieb in Apfeldorf.

Matthias Baab hat vor 30 Jahren den Betrieb von

seinem Vater Heinrich übernommen. Und mit seinem

Bruder Heinrich begonnen, ihn mit viel Herzblut

und Verstand schrittweise zu einem renommierten

Bauunternehmen auszubauen. Der Betrieb

am Schelmengraben 14 ist spezialisiert auf den

Bau von Einfamilien- und Mehrparteienhäusern

aus Ziegelmassiv, Gewerbebauten sowie die Ausführung

von Stahlbetonarbeiten und Bauplanung.

Aktuell beschäftigt das Bauunternehmen, das unter

der 08869 / 1861 erreichbar ist, 15 Mitarbeiter. Sie

alle sind ausgebildete Maurer. Kompetent, zuverlässig

und jeder Zeit in der Lage, auch individuelle

Kundenwünsche umzusetzen. Teil der Belegschaft

sind auch vier Maurer-Lehrlinge. „Die hauseigene

Ausbildung war mir von Anfang an sehr wichtig“,

sagt Matthias Baab. „Wir haben bis jetzt immer das

Glück gehabt, motivierte junge Leute aus unserer

unmittelbaren Umgebung zu finden“, sagt an dieser

Stelle Evi Baab, Ehefrau des Unternehmers, die

seit 1991 für Verwaltung und Buchhaltung zuständig

ist. Die gute Auftragslage durch Kunden „direkt

vor der Haustüre“, aber auch bis aus Augsburg,

München, Füssen und Starnberg bestätigen dies.

Was sich Matthias und Evi Baab zum 30. Geburtstag

ihres Betriebes wünschen? „Auch in Zukunft wollen

wir mit unserer Arbeit nachhaltigen, wertvollen

Wohnraum schaffen.“

js

juli / august 2019 | 63

ERFOLGREICH

AUSGEBILDET

V.l.: Manfred und Ingrid Zwick, Laura Köhler, Matthias Hahn,

Kerstin Zwick, Junior Ulrich Zwick

Laura Köhler –

Automobilkauffrau

zählt zu den drei besten Absolventen der Gesellenprüfung

und wurde von der Kfz-Innung München-Oberbayern ausgezeichnet.

Herzlichen Glückwunsch!

Matthias Hahn –

Meister im Kraftfahrzeugtechniker-Handwerk

2010 begann er seine Ausbildung im Autohaus Köhler, 2014 legte er die

Gesellenprüfung und im Januar 2019 die Meisterprüfung mit Erfolg ab.

Alle Achtung!

Kerstin Zwick –

Geprüfte Automobilverkäuferin

Bereits im November 2017 absolvierte sie erfolgreich die Abschlussprüfung

bei der Ford-Werke GmbH. Gratulation!

Josef Köhler GmbH

Burggener Straße 20

86986 Schwabbruck

Tel. 0 88 68-2 74 und 18 10-0

Fax08868-181020

autohaus.koehler@schwabbruck.de

www.autohaus-koehler.com


Hohenfurcher Wachswaren für ganz Süddeutschland

Vom „Stumpi“ bis zur Altarkerze

Hohenfurch | Willi Knop war Soldat,

schulte um zum eher seltenen

Beruf des Bekleidungstechnikers

und hätte für eine gute Anstellung

ins Ausland müssen. Weil er seine

große Liebe Sylvia und sein Zuhause

in Hohenfurch nicht verlassen

wollte, musste eine sinnvolle,

heimatnahe Alternative her. Die

Lösung letztlich: Ein eigenes Geschäft.

Willi Knop vertreibt fortan

Wachswaren für Pfarreien zwar in

ganz Süddeutschland, kommt jedoch

spätestens am Abend wieder

nach Hause. Ehefrau Sylvia bastelt

derweil liebevoll Kerzen für unterschiedlichste

Anlässe. Inzwischen

gibt es „Kerzen und Wachswaren

Knop“ seit 1993. Zwar ist das Geschäft,

in dem auch Schreibwaren

en

aller Art erhältlich sind, in den

vergangenen Jahren deutlich

rauer geworden, weil

es Kerzen heutzutage e

in jedem Supermarkt-

Regal und in zig Online-Shops

zu kaufen

gibt. Doch die handgemachten

Kerzen von

Sylvia Knop sind damals

wie heute optisch

und qualitativ eine e

Klasse für sich, weshalb

Stammkunden ihr

seit vielen Jahren die

Treue halten. „Rund 90

Prozent kommen wieder“,

sagt sie. Obendrein

schauen in ihrem

beschaulichen Laden

am Bayerweg im nordwestlichen

Hohenfurch

h

auch jüngere Paare und

junge Familien vorbei,

sofern besondere Anlässe

ins Haus stehen:

Erstkommunion,

64 | altlandkreis

Firmung, Taufe, Hochzeit, Ostern,

Weihnachten, Geburtstage, Trauerfälle.

Über den Schwarzwald

nach Stuttgart

Während Sylvia an der Ladentheke,

mal stehend oder sitzend,

einen fein ausgeschnittenen Regenbogen

auf den nackten Körper

einer weißen Kerze legt, sitzt ihr

Mann Willi bereits seit einigen

Stunden schon im VW Caddy. Bereits

am frühen Morgen hat er

seinen Dienstwagen bis oben hin

vollgepackt mit Kerzen. Gestern

München, heute Garmisch-Partenkirchen

und Mittenwald, mor-

Willi Knop arbeitet als Selbstständiger im Vertrieb von Kerzen. Frau Sylvia

„schmeißt“ den Laden und bastelt Kerzen für jeden Anlass.

gen

über Konstanz in den

Schwarzwald, dann weiter

nach

Stuttgart und Heilbronn.

Wie viele Kilometer

Willi Knop und

seine Kerzen schon

zurückgelegt haben

auf den Hauptstraßen

und Autobahnen in

Bayern und Baden-

Württemberg,

„kann

ich wirklich nicht sagen“.

Es sind in jedem

Falle mehrere Tausend

im

Monat. Und obwohl

Willi Knop seine

Routen inzwischen inund

auswendig kennt

und das lange sitzen

hinterm Steuer nicht

immer einfach ist, er

stets wachsam sein

und zur Entlastung

des Rückens Pausen

einlegen muss, möchte

er seinen Job auch

nach 25 Jahren nicht

missen. „Die Pfarreien,

vor allem die Leute, die meine

Ware annehmen, sind mir über

die Jahre hinweg ans Herz gewachsen.“

Die grantige Pfarrersköchin,

der strenge Mesner oder

der weltoffene Pfarrer höchstpersönlich

– sie alle erwarten Willi

Knop sehnsüchtig, um ihre Kapellen,

Kirchen und Pfarrsäle wieder

mit Kerzen in allen Größen und

Variationen schmücken zu können.

Den größten Teil des Jahresumsatzes

machen zig Tausende

Opferkerzen aus. Diese kleinen,

weißen Teelichter, die angezündet

werden, damit es einem bereits

Verstorbenen gut geht im Himmel,

damit der jüngsten Tochter nichts

passiert bei ihrer Fernreise durch

Indonesien und damit sich die im

Krankenhaus liegende Großmutter

wieder erholt von dieser hartnäckigen,

lebensbedrohlichen Lungenentzündung.

Wichtig an dieser

Stelle: Willi Knop legt größten

Wert auf Nachhaltigkeit, weshalb

er alle seine Opferkerzen in Glasschalen

ausliefert, nachdem sie

abgebrannt sind die Schalen wieder

einsammelt, sie in Hohenfurch

maschinell auswäscht und erneut

mit Opferkerzen befüllt.

Romantik und

religiöse Rituale

Wissenschaftlich belegte Nutzungen

von klassischen Kerzen aus

von Wachs umhüllten Dochten

gehen Historiker-Schätzungen zufolge

auf über 5 000 Jahre zurück.

Seither hat sich in der Geschichte

der Menschheit die Technik extrem

stark weiterentwickelt, Aufbau

und Symbolkraft von Kerzen sind

jedoch seit Jahrhunderten gleichgeblieben.

Vor tausenden Jahren

dienten die Flammen vor allem

als Licht- und Wärme-Spender.

Heutzutage dienen Kerzen haupt-


Sylvia Knop beim Verzieren einer

Kerze mit Regenbogenfarben.

sächlich der Romantik, der Wohlfühlatmosphäre

sowie diversen

religiösen Ritualen und Bräuchen.

Im Christentum beispielsweise

symbolisieren Altar- und Osterkerzen

die Auferstehung – Jesus,

der als Licht in die Welt kam und

die Dunkelheit erhellte und über

den Tod triumphierte. Aufgestellte

Grablichter an Allerseelen erinnern

an die Verstorbenen. Die

Kommunionkerze, meist von den

katholischen Kindern selbst mit

Motiven verziert, soll an diesen

besonderen Tag ein Leben lang

zurückerinnern – sie wird übrigens

erstmals angezündet an der

brennenden Osterkerze während

des feierlichen Gottesdienstes. Der

Kerze selbst dürfte es relativ egal

sein, wo sie in welcher Form zu

welchem Anlass gebraucht wird –

Aufbau und Funktionsweise sind

grob betrachtet immer gleich: Der

saugfähige Docht besteht aus geflochtenen

Baumwollfäden. Er ist

umgeben vom Brennstoff Wachs,

der beim Anzünden des Dochtes

bei niedriger Temperatur von

rund 60 Grad Celsius zu schmelzen

beginnt. Aufgrund der niedrigen

Kapillarwirkung des Dochtes

wird das Wachs in die Flamme

transportiert, wo es verdampft

und letztlich in Verbindung mit

Sauerstoff verbrennt. Charakteristisch

für Kerzen ist die nach oben

langgezogene Form der Flamme,

die erst dann erlischt, wenn der

Sauerstoffgehalt auf unter 15 Prozent

sinkt.

Für eine stabile und langanhaltende

Brennleistung sind Material

und Aufbau einer Kerze im Detail

betrachtet dann doch verschieden.

„Wir legen bei unseren Wachswaren

größten Wert auf beste Qualität“,

so Willi und Sylvia Knop, die

ihre Kerzen ausschließlich von

zwei renommierten Wachsziehern

aus Niederbayern mit Brenn-Garantie

beziehen, im Laufe der zwei

Jahrzehnte aber auch schon Erfahrungen

mit Kerzen von schlechter

Qualität gemacht haben. „Auch

welche, die im Grunde gar nicht

gebrannt haben.“ Die Kerzen,

die im Laden von Familie Knop

derzeit ausgestellt sind, brennen

ganz gewiss. Von „Stumpis“ mit

3,8 Zentimetern Länge und zwei

Zentimetern Durchmesser bis hin

zu gewaltigen Osterkerzen für Kirchen

mit 1,20 Metern Länge und

zehn Zentimetern Dicke sind alle

Größen und Variationen vorzufinden.

Auffallend schön sind die verschiedenen

Motive, die Sylvia Knop

mit mühevoller Handarbeit angebracht

hat: Schwarze, rote, braune

silberne Kreuze, weiße Tauben,

blaues welliges Wasser, „ausgeschriebene“

Namen oder nur die

Initialen und dieser bunte Regenbogen

mit goldener Umrahmung.

Für die „Bastlerei“ notwendig sind

lediglich ein kleines scharfes Messer,

ein Stift mit Nadel sowie geschickte,

ruhige Hände. Außerdem

wichtig ist Zimmertemperatur

oder „eher bisschen mehr Wärme

im Raum“, damit die verschiedenen

Motive aus bunten Wachsbändern

und Wendeplatten gut haften

bleiben auf dem weißen Kerzenrohling.

Bei besonders großen

und damit auch schweren Motiven

hilft an dieser Stelle zusätzlich

ein spezielles Klebewachs. Diesen

Tipp gibt Familie Knop auch gerne

weiter. „Der Trend geht aktuell

spürbar dahin, dass die Leute viel

selbst machen möchten“, so Sylvia

Knop, die immer häufiger auchals

Beraterin und Einkäuferin des

Rohmaterials gefragt ist.

js

juli / august 2019 | 65


Wohnmobile erobern den Altlandkreis

TRANSPORTER ZUM MIETEN

HABEN SIE

?

TRANSPORT-

PROBLEME

Wir haben die Lösung!

TAGESTARIFE

Mercedes Sprinter Lang/Hoch ab € 69,-

Mercedes Sprinter Mittellang ab € 59,-

LKW Mercedes Atego 7,5 t

mit Hebebühne ab € 99,-

Sie können alle Fahrzeuge auch stundenweise mieten.

STUNDENTARIFE ab € 15,-

Ihre Adresse für mehr Fahrspaß!

auto.rieser

Bahnhofstr. 31 • 86971 PEITING • 08861/5817 • www.auto-rieser.de









































Plage oder Segen?

Altlandkreis | Immer größer wird

die Zahl der Deutschen, die mit

dem Wohnmobil Urlaub machen.

Für dieses Jahr sagen die Caravan-

und Tourismusverbände einen

Sommer der Superlative vorher. Die

Verkaufszahlen der vergangenen

drei Jahre sprechen eine deutliche

Sprache. Im Schnitt wurden jährlich

von 2016 bis 2018 etwa 40 000 Fahrzeuge

neu zugelassen und allein im

ersten Quartal dieses Jahres rollten

über 18 000 neue Reisemobile und

Wohnwagen auf die Straße – mehr

als jemals zuvor.

Heutige Wohnmobile haben mit

der ersten Generation aus den

1960er- und 1970er-Jahren kaum

mehr etwas gemein. In den ersten

Mobilen gab es Sitzgruppen, die

sich zu einem Bett umfunktionieren

ließen. Dann stand eine spartanisch

eingerichtete Küche mit

Gasherd und kleinem Spülbecken

zur Verfügung und mit etwas Glück

nannten die Besitzer einen kleinen

Sanitärraum mit Waschbecken und

einem Chemieklo ihr Eigen.

Die Anschaffungskosten der meisten

Reisemobile, die einem heute

auf der Straße begegnen, liegen

in hohem fünf- bis sechsstelligen

Bereich. Vier-Flammen-Gasherd

mit Backofen, Kühl-Gefrier-Kombi,

Flachbildfernseher mit selbstausrichtender

Satellitenschlüssel und

Badezimmer mit Dusche und WC

gehören heute zum Standard. Natürlich

haben fast alle ein festes

Bett, das nicht mehr umständlich

zu einem solchen umgebaut werden

muss.

Hierin liegt der Grund, warum

diese Gäste von der Tourismusindustrie

hofiert werden – sie gelten

als zahlungskräftig. Mit einem Tagesbudget

von 50 Euro zählen sie

zu der konsumfreudigsten Fraktion

unter den Campingtouristen. Außerdem

liegt das Lebensalter von

etwa einem Drittel der Wohnmobilisten

jenseits der 60. Damit gilt es

als seriöses Klientel der Tourismusbranche.

Der Tourismusverband DTV berichtet

von 3600 Wohnmobilhäfen

in Deutschland mit etwa 62 000

Standplätzen. Bei der Masse, die

unterwegs ist, müssten jedoch

insgesamt 5 000 Anlagen zur Verfügung

stehen. Darin sehen die

Verantwortlichen mittlerweile auch

ein Problem – es werden zu viele.

Der Boom der Caravantouristen

spült Milliarden in die Kassen der

Hersteller und Tourismusregionen.

Ist das auch im Altlandkreis der

Fall? Einige Campingplätze und

Wohnmobil-Stellplätze deuten darauf

hin, dass man an dem aufstrebenden

Trend verdient. Doch wer

profitiert davon und wer leidet?

Reisemobile dürfen generell dort

parken, wo es nicht verboten ist.

Auch über Nacht, um die Fahrtüchtigkeit

wieder herzustellen. Auf

öffentlichen Plätzen dürfen jedoch

keine Campingmöbel aufgebaut,

keine Markise herausgefahren werden.

Ein – für den Campingplatz –

typisches „Lagerleben“ ist dort

nicht gestattet.

Im Altlandkreis gibt es einige Anbieter,

die entlang der Roman-

66 | altlandkreis


so dass die Menschen auf kurzen

Wegen zum Essen gehen oder in

der Früh zum Bäcker oder Metzger.“

Für Andrea Deibler, die sich

ihre Informationen über den Stellplatz

zumeist von Mitarbeitern des

Wellenfreibades einholt, sind die

Gäste sehr ordentlich und sauber.

Klagen sind ihr bisher keine zu Ohren

gekommen.

Mancherorts werden im Altlandkreis die Werbebotschaften der Hersteller

wahr, die Freiheit und Abenteuer versprechen.

tischen Straße Übernachtungsmöglichkeiten

für die Camper auf

vier Rädern eingerichtet haben.

Der Campingplatz „Via Claudia“ in

Lechbruck bietet über 50 Parkflächen

und das „Terrassencamping

Richterbichl“ in Rottenbuch deren

elf; bei beiden ist die Benutzung

der platzeigenen Sanitäranlagen

und Infrastruktur in den Übernachtungspreisen

inbegriffen.

Reine Wohnmobil-Stellplätze, die

Stadt oder Gemeinde bereitstellen,

findet der Reisende in Schongau

auf dem Festplatz in der Lechuferstraße

beim Plantsch, wo immerhin

70 Plätze zur Verfügung stehen.

Peiting richtete in der Ammergauer

Straße direkt am Wellenfreibad drei

Plätze ein. In privater Hand gibt es

drei Stellplätze in Hohenfurch am

Hotel-Gasthof Negele und fünf in

Burggen beim Gasthaus Fichtl.

Keine Klagen zu

Ohren gekommen

Wie die Familie Meixner vom Gasthaus

Fichtl erklärt, „sind die Plätze

nur für Gäste eingerichtet, die hierher

zum Essen kommen. Die dürfen

dann auch übernachten“. Dieselbe

Aussage trifft auf Familie Hajnal zu,

die auf dem Parkplatz des Hotel-

Gasthofs Negele Übernachtungen

erlaubt. Etwas anders sieht es in

Schongau aus. Die Leiterin des Verkehrsamtes,

Ursula Diesch: „Der

Platz am Plantsch wird sehr gut

angenommen. Hier begrüßt man

viele Gäste aus Italien und den

Niederlanden, aber auch aus Norddeutschland.

Viele Mobilisten legen

auf dem Weg vom oder in den

Urlaub einen Zwischenstopp ein.

Zahlreiche Touristen kommen aus

München oder Augsburg, und machen

ein paar Tage Wander- oder

Radelausflüge.“ Aus der Stadt hört

sie nur Gutes. „Die Leute schauen

sich die Stadt an, gehen zum Shoppen

und Essen.“ Das bestätigt auch

Eva Maurer vom Modegeschäft in

der Amtsgerichtstraße. „Vor allem

bei schlechtem Wetter kommen die

Touristen und stöbern in denden.

Ich profitiere von den Gästen,

weil sie beim Sightseeing hier vorbeikommen.

Manchmal habe ich

den Eindruck, dass uns die Touristen

eher kennen als die Einheimischen“,

fügt sie lachend hinzu.

Die Stellplätze in Peiting am Wellenfreibad

werden sehr gut angenommen.

„Direkt an der Romantischen

Straße gelegen, nutzen im

Sommer viele italienische Touristen

die Stellplätze“, erklärt Andrea Deibler

vom Peitinger Verkehrsamt.

„Der Platz ist sehr zentral angelegt,

Hauptsächlich Holländer

und Italiener

In Rottenbuch schuf der Terrassen-Camping

am Richterbichl vor

einiger Zeit einen eigenen Wohnmobil-Stellplatz.

Wie Familie Echtler

berichtet, nutzen vorwiegend

Durchreisende den Platz. „Hauptsächlich

Holländer und Italiener

kommen zu uns“, sagt Iris Echtler

„und die meisten Urlauber, die

längere Zeit hierbleiben, steuern

ihr Wohnmobil gleich auf das Campinggelände,

um sich dort häuslich

einzurichten.“ So ist auch für den

Campingplatz Via Claudia in Lechbruck,

der am Rande des Altlandkreises

liegt, das repräsentative

Gelände ein Magnet für den Campingplatz:

„Viele Gäste, die eine

Nacht mit dem Wohnmobil hier

sind, ziehen am nächsten Tag auf

eine der Parzellen im Campingareal

um. Sie genießen die Ruhe

und landschaftliche Schönheit und

nutzen die Tage zum Radeln oder

Wandern“, erklärt Angelika Holzmann

von der Geschäftsleitung des

Via Claudia Camping.

Alle Seiten sehen die Campingszene

im Altlandkreis positiv. Im

Gegensatz zu manch anderen Urlaubshochburgen

hält sich der

Wohnmobilverkehr in Grenzen,

was die Polizeiinspektion Schongau

bestätigt. So gibt es keine Klagen

über die Wohnmobile sowie ihre

Fahrer. Vielmehr freuen sich im

Altlandkreis die für den Tourismus

Verantwortlichen über steigende

Übernachtungszahlen, die unter

anderem der örtlichen Wirtschaft

guttun.

hun

juli / august 2019 | 67


Außergerichtliche Regelung von Straftaten

Das beste Gerüst

für Deine Ausbildung:

Sicherheit.

Täter und Opfer

am runden Tisch

Mit über 800 Mitarbeitern ist ZARGES Europas führender

Hersteller von Produkten der Steigtechnik und Innovationsführer

wenn es um Verpacken, Transportieren und Speziallösungen aus

Aluminium geht.

Seit 85 Jahren ist eine qualifizierte und zukunftssichere Ausbildung

eines unserer zentralen Anliegen. Erfahrene Ausbilder

und ein ausgefeiltes Ausbildungsprogramm garantieren optimale

Bedingungen für unsere Azubis. Durch unsere breite Produktpalette

und unser hoch modernes Fertigungsprogramm bist Du

ganz vorne dabei in einer zukunftsweisenden Branche.

Zum Ausbildungsbeginn 01.09.2020 suchen wir Dich als

Nachwuchs in den Ausbildungsberufen

Industriekaufmann (m/w/d)

Industriemechaniker (m/w/d)

Das erwartet Dich:













Spannende und interessante Ausbildung

durch regelmäßige Abteilungswechsel

Ausbildung auf hohem Niveau

Individuelle Betreuung durch den Ausbilder

Gute Übernahmechancen bei erfolgreicher

IHK Abschlussprüfung

Möglichkeit zur Ausbildungsverkürzung

bei entsprechenden Leistungen

Überdurchschnittliche Vergütung

Sämtliche Arbeitsmaterialien, Arbeits- bzw.

Sicherheitskleidung

Gleitende Arbeitszeit

Vorteile durch Betriebskasse

(z. B. Zuschüsse, Sozialleistungen)

Einführungstage, familiäres Arbeitsklima

Mitarbeit und Integration ins Team ab dem ersten Tag

Selbständige Projektarbeiten

Du bist interessiert? Wir freuen uns auf Deine Bewerbungsunterlagen

an personal@zarges.de oder die angegebene Adresse.

ZARGES GmbH | Zargesstraße 7 | 82362 Weilheim

Tel. +49 881 687 237

www.zarges.de/ausbildung

Altlandkreis | Straftaten können

auch außergerichtlich geregelt

werden. Täter-Opfer-Ausgleich

heißt diese Möglichkeit, die im

Strafgesetzbuch unter Paragraph

46a niedergeschrieben steht. In den

Landkreisen Weilheim-Schongau

und Garmisch-Partenkirchen kümmern

sich in dieser Angelegenheit

rund eine Hand voll speziell ausgebildeter

Männer und Frauen. Einer

davon ist Josef Wassermann, 51,

Diplom-Sozialpädagoge und Mediator

in Strafsachen. Rund 35 Fälle

bearbeitet er pro Jahr. „Wobei ich

mir wünschen würde, dass diese

Form der Konfliktlösung viel häufiger

angewandt wird.“ Während

Opfer und Täter vor Gericht oft nur

eine „Nummer“ sind, versuchen

Experten wie Josef Wassermann

Täter und Opfer auf freiwilliger

Basis an einen runden Tisch zu

bringen. Dann wird sachlich und

vernünftig miteinander geredet.

Und reden hilft bekanntlich immer.

„Gegenseitige Einsicht und das

Wissen, wie es dem jeweils anderen

geht“, so Josef Wassermann

über einen großen Vorteil des Täter-Opfer-Ausgleichs.

Ein weiterer:

Das Opfer lernt die Beweggründe

des Täters kennen, gewinnt daraus

wichtige Erkenntnis über die in der

Regel sehr belastenden Fragen warum,

wieso und weshalb so etwas

Schlimmes passieren konnte. Das

wiederum kann sehr stark bei der

Verarbeitung von Traumen helfen.

Im Gegenzug lernt der Täter die

wahren Leiden und Probleme des

Opfers aufgrund seiner ausgeübten

Straftat kennen, was wiederum

68 | altlandkreis

dazu verhelfen kann, dass der Täter

seine Straftat auch wirklich bereut.

„Theoretisch keine Straftat

ausgenommen“

Für welche Straftat ein Täter-Opfer-

Ausgleich letztlich in Frage kommt?

„Theoretisch ist keine Straftat ausgenommen“,

sagt Josef Wassermann.

Von einfacher bis schwerer

Körperverletzung mit Gegenstand

über Nötigung, Hausfriedensbruch,

Sachbeschädigung und häuslicher

Gewalt bis hin zu versuchtem Totschlag

und fahrlässiger Tötung,

aber auch sexueller Missbrauch

von Minderjährigen sowie Vergewaltigungen

– die Liste von Straftaten,

die bei Josef Wassermann bislang

auf dem Tisch gelandet sind,

ist lang und abwechslungsreich.

Und auch für einen so erfahrenen

Mediator wie ihn nicht immer einfach

abzuarbeiten. Er berichtet von

einem Eifersuchtsdrama zwischen

zwei Frauen, die derart hochgekocht

sind, dass sie sich um ein

Haar Wassergläser an den Kopf geknallt

hätten. Aber auch von einem

„extrem emotionalen Täter-Opfer-

Ausgleich mit positivem Ausgang“.

Hintergrund: Auf einer Baustelle

hat der Hauseigentümer ein Stromkabel

falsch installiert, woraufhin

der dort arbeitende Elektriker einen

tödlichen Stromschlag erlitt.

Seine hinterbliebene Frau regelte

diese tragische Angelegenheit

mit schier unglaublicher mentaler

Stärke und hat dem für die fahrlässige

Tötung verantwortlichen

Mann verziehen. „Das war für mich

sehr beeindruckend“, sagt Josef

Wassermann, der auch schon ein

Täter-Opfer-Gespräch im Knast geführt

hatte, selbst jedoch noch nie

ernsthaft bedroht wurde, obwohl

die Situation – Täter und Opfer

plötzlich am selben Tisch – grundsätzlich

nie ungefährlich ist. „Es

kann jederzeit zu einem Rückfall,

zu einer Re-Traumatisierung kommen.“

Ruhe, Autorität, Souveränität,

Einfühlvermögen, keine Angst,

hohe Kommunikationskompetenz,

Empathie und trotzdem Distanz

bewahren – diese Eigenschaften


Josef Wassermann ist Mediator in

Strafsachen. Er bittet Täter und Opfer

zum klärenden Gespräch.

brauchen Josef Wassermann und

seine Kollegen, um letztlich erfolgreich

zu sein. Wobei das Prozedere

eines Täter-Opfer-Ausgleichs lange

vor dem alles entscheidenden finalen

Gespräch beginnt.

Ausgleich immer auf

freiwilliger Basis

Zunächst muss ein Kontakt zwischen

Wassermann, Täter und Opfer

zustande kommen. Entweder

durch einen Vermerk der Polizei,

durch einen Bescheid der Staatsanwaltschaft,

die Potential für einen

Täter-Opfer-Ausgleich erkennt,

oder die Betroffenen melden sich

direkt, weil sie über Flyer oder

übers Internet davon erfahren haben.

Dann wiederum informiert Josef

Wassermann die Staatsanwaltschaft,

dass Täter und Opfer diesen

außergerichtlichen Ausgleich, der

übrigens immer auf freiwilliger

Basis aller Betroffener erfolgen

muss, vollziehen möchten. „Wobei

ein Täter-Opfer-Ausgleich auch

zusätzlich zur Gerichtsverhandlung

gemacht werden kann, was sich

oft strafmildernd auswirken kann.“

So oder so lernt Josef Wassermann

im nächsten Schritt sowohl den

Täter als auch das Opfer in Form

von Vorgesprächen näher kennen.

Erst dann wird ein Termin für ein

Gespräch am runden Tisch vereinbart

– oder auch nicht. Möchten

sich Täter und Opfer definitiv nicht

in die Augen schauen, kann ein

Ausgleich auch übers Telefon oder

über getrennte Gespräche mit Josef

Wassermann als Mittelsmann

erfolgen. Auch das Gespräch am

runden Tisch verläuft selten nach

dem gleichen Schema: Mit oder

ohne Anwalt? Mit oder ohne Vertrauensperson

aus Freundes- oder

Familienkreis? Die Hauptaufgabe

von Josef Wassermann ist letztlich,

das Gespräch so zu lenken, damit

alle Beteiligten faire Chancen haben.

„Einer ist immer schwächer

als der andere.“ Für faire Verhandlungen

sorgen auch gewisse

Regeln, die dank Wassermann eingehalten

werden: Den Sprechenden

immer ausreden lassen. Keine

Beleidigungen. Keine Vorwürfe.

Verstößt dennoch einer der Anwesenden

gegen die Regeln, wird

das Gespräch abgebrochen. Darüber

hinaus gibt Josef Wassermann

Anregungen für einen angemessenen

Ausgleich. Schmerzensgeld,

Fahrtkosten, Arztkosten, Verdienstausfall,

aber auch Gutscheine, ein

Blumenstrauß oder eine Einladung

zum Essen sind nicht selten entscheidende

Kleinigkeiten, um das

Problem zwischen Täter und Opfer

aus der Welt zu schaffen. Letztlich

empfiehlt Josef Wassermann, die

außergerichtliche Einigung schriftlich

festzuhalten, was im Bürokratie-Staat

Deutschland immer sinnvoll

ist, „obwohl eine Vereinbarung

zwischen Täter und Opfer theoretisch

auch mündlich rechtsgültig

wäre“. Unabhängig davon: „Am

schönsten ist es für mich, wenn

Täter und Opfer gemeinsam den

Raum und das Haus verlassen und

manchmal sogar noch draußen auf

der Straße miteinander weiterreden“,

so Josef Wassermann über

das wohl deutlichste Zeichen, dass

Opfer verzeihen können und Täter

ihre Straftat wirklich bereuen. js

Villa Rustica Peiting

Schutzhaus über römischem Badegebäude mit angegliedertem

römischem Küchen- und Heilkräuter-Lehrgarten!

Die gesamte Anlage am Kreuter Weg (Straße zum Weiler Kreut) ist mittels Schautafeln selbsterklärend gestaltet

und jederzeit zugänglich. Der Zutritt ist kostenfrei – um Spenden zur Erhaltung wird jedoch gebeten.

Mai bis Oktober jeden Samstag von 14-16 Uhr Führungen – ausgenommen bei nasskalten Wetter.

Zusätzlich können über die Tourist-Information Führungen gebucht werden.

Kontakt: Tourist-Information Peiting · Hauptplatz 4 · 86971 Peiting · Tel. 08861/59961 · touristinfo@peiting.de

www.peiting.de

Denn nach der Schulausbildung geht die Karriere weiter !

Die Firmengruppe Kaes ist ein erfolgreiches Handelsunternehmen mit

Sitz im Allgäu. Wir betreiben im südbayerischen Raum eine Filialkette

mit V-Märkten, Mode- und V-Baumärkten.

Wir wachsen weiter und bilden für Herbst

2020 in folgenden Ausbildungsberufen aus:

– Kaufmann im Einzelhandel (m/w/d) für versch. Fachabteil.

– Verkäufer (m/w/d) für verschiedene Fachabteilungen

– Fachverkäufer für Feinkost (m/w/d) für Fleisch, Wurst, Käse

– Abiturientenprogramm, Fachwirt für Vertrieb im

Einzelhandel (m/w/d) – Fachabitur/Abitur

Wir bieten:

– eine umfassende fachliche Ausbildung, Weihnachts- und Urlaubsgeld

– unterstützende, innerbetriebliche Schulungen/Training, E-Learning

– „Learning by doing“ – Aufgaben selbstständig/eigenverantwortlich lösen

– Bereitstellung eines Tablets während der Ausbildung

– Übernahme nach der Ausbildung bei guten Leistungen

BEWIRB

DICH

JETZT!

Bewerben Sie sich bitte unter www.bewerbung-v-markt.de oder schriftlich bei der Firma Georg Jos.

Kaes GmbH, Am Ring 15, 87665 Mauerstetten, z. Hd. Frau Szymanski, E-Mail: ausbildung@v-markt.de

juli / august 2019 | 69


DAS ALTLANDKREIS-HEIMATRÄTSEL

SE

Schutz für Vieh

Altlandkreis | St. Leonhard galt bis

ins 18. Jahrhundert als Schutzpatron

der „in Ketten Liegenden“.

Damit gemeint waren sowohl Gefangene

als auch Geisteskranke,

die damals weggesperrt und angekettet

wurden. Als im Zuge der

Reformation dieses „Anketten“

aufgehoben wurde, ist Leonhard

zum Schutzpatron der Haustiere

geworden. Warum? Weil die mit

ihm abgebildeten Ketten stark an

DES LETZTEN RÄTSELS LÖSUNG

Wie viele Haltestellen der Bayerischen Regio-Bahn, kurz BRB, führen

durch das „altlandkreis“-Verteilgebiet? Mit Schongau am Hauptbahnhof,

Peiting-Nord und Peiting-Ost sowie Hohenpeißenberg sind

es vier Haltestationen. Gewusst haben das Birgit Weber aus Weilheim,

Peter Walter aus Schongau, Thomas Elste aus Peiting, Werner

Hermans aus Hohenfurch und Wolfgang Markus aus Schongau, die

sich alle auf je eine Familienkarte für Badespaß im Schongauer Erlebnisbad

Plantsch freuen durften. Herzlichen Glückwunsch!

Viehketten erinnern. In Bayern

erreichte die Verehrung des Heiligen

im 19. Jahrhundert seinen

Höhepunkt, als man ihn als „bayerischen

Herrgott“ und „Bauernherrgott“

bezeichnete. Und als

solcher wird er bis heute verehrt.

Leonhardiritte und -fahrten finden

jährlich statt. Auch Kirchen sind

nach ihm geweiht. Und irgendwo

zwischen Prem und Steingaden

versteckt sich an einem Straßenrand

ein meterhoher Stein, auf

dem geschrieben steht: „Heiliger

Leonhard, schütze unsere Fluren,

behüte unser Vieh.“ Wenige Meter

weiter nord-östlich befindet sich

ein beschaulicher Ortsteil. Wir

möchten nun von Ihnen wissen:

Vor welchem Ortsteil steht dieser

auffällige Stein? Schicken Sie uns

bis 15. Juli eine Postkarte mit der

Lösung und dem Stichwort „Heimaträtsel“

an „altlandkreis“, Birkland

40, 86971 Peiting. Oder eine

Mail an info@altlandkreis.de.

Absenderadresse nicht vergessen,

da der Gewinn – je eine von fünf

Familienkarten fürs Plantsch –

per Post versandt wird. Wie immer

wird das Los entscheiden. Der

Rechtsweg ist ausgeschlossen. Wir

wünschen viel Erfolg.

js

> > > IMPRESSUM

„altlandkreis“

der „altlandkreis“ ist ein Medium von

Birkland 40 in 86971 Peiting

Telefon: 08869 / 91 22-16

Fax: 08869 / 91 22-17

Mail: info@altlandkreis.de

Stand bei Drucklegung im Juni 2019.

Änderungen und Fehler vorbehalten.

Auflage: 28000 Exemplare

Für eingesandte Manuskripte wird keine Haftung sowie keine

Erscheinungsgewähr übernommen.

Geplanter Erscheinungstermin der nächsten Ausgabe September/Oktober

2019: Freitag, 30. August 2019 (Anzeigenschluss: 12. August 2019)

Herausgeber: Peter Ostenrieder

Redaktion: Johannes Schelle, Tim Schmid, Peter Ostenrieder (V.i.S.d.P.)

Mitarbeiter dieser Ausgabe: Rosi Geiger, Hubert Hunscheidt

Anzeigenverkauf: Wolfgang Stuhler, Tim Schmid

Satz, Layout & Anzeigengestaltung: Peter Ostenrieder, Kurt Zarbock,

Irmgard Gruber, Jeannine Echtler, Christian Lechner

Druck: Gebr. Geiselberger GmbH, Martin-Moser-Straße 23, 84503 Altötting

Verteilservice: KBV Vertriebs GmbH, Am Weidenbach 8, 82362 Weilheim

Erscheinungsweise: zweimonatig, kostenlose Verteilung

an alle Haushalte im Altlandkreis Schongau und einzelnen

angrenzenden Gemeinden

Die aktuellen Anzeigenpreise, Mediadaten sowie Erscheinungstermine

und weitere technische Angaben finden Sie auf unserer

Webseite www.altlandkreis.de.

Fotos: traveldia/Adobe Stock, Johann Jilka, Rosi Geiger, Johannes Schelle,

Peter Ostenrieder, Tim Schmid, Hubert Hunscheidt, Tri-Team Schongau,

KU Plantsch, Abarth Club Bavaria, Christian Riedl, Schularchiv Welfen-

Gymnasium, Förderverein des Welfen-Gymnasiums, Tobias Fuhrmann,

Rotary Club Schongau, Touristinformation Lechbruck, Kur- und Touristinformation

Bad Bayersoien, Kulze Schwabniederhofen, Barbara Lexa,

Krankenhaus GmbH Weilheim-Schongau, Peter Mayr, Horst Raabe, Gregor

Braun, Andreas Strobl, Autolackiererei Langhammer GmbH & Co. KG,

Felix Consolati, Franziska Bär, Stadt Schongau, Christine Wölfe, Adelheid

Zimmermann, Schützenverein Schwabniederhofen, BB Umwelttechnik,

Fine Art Photographie Nicoletti, Barbara und Paul Landerer, Bettina Eder,

Roland Hey, www.yogalotusheart.com, Funk international GmbH, Markus

Strobel, Martina Kölbl, Regina Renz, Ute Fichtl, Bauunternehmen Matthias

Baab, Touristinformation Schongau, Petra Jaumann-Bader, Freunde

der Romanischen Basilika St. Michael, Lebenshilfe Weilheim-Schongau/

Anja Halbmeyer, voodoofood/Dr. Dodo Liadé, Markus Weissmüller, Andrea

Schwarz, Adobe Stock

70 | altlandkreis


ALLERLEI II IM ALTLANDKREIS

Günstig durch die Ferien

Geschichtsträchtige

Floßfahrten auf dem Lech

Schongau | Ab Juli heißt es wieder „Leinen los“

für das Fernhandelsfloß am Schongauer Lido. Bis

September wird es jeden Sonntag um 14 und 16

Uhr für rund eineinhalb Stunden starten. Auf dem

holzstammgebundenen Handelsboot erfahren die

Passagiere jede Menge Wissenswertes über die Geschichte

der Flößerei, aber auch jede Menge über

Flora und Fauna des fjordartigen Abschnittes im

mittleren Lechtal – dafür sorgen fachkundige Stadtund

Naturführer. Auf spezielle Fahrten dürfen sich

auch Kinder freuen, für die das Floß am 6. und

21. Juli sowie am 7. September ablegt. Außerdem

stehen am Samstag, 20. Juli, zwei Sonderfahrten

zum Thema „ökologische Bedeutung des Lechs“

auf dem Programm, eine davon mit Informationen

in englischer Sprache. Anmeldungen aller

Fahrten nimmt die Touristinformation Schongau

unter 08861 / 214181 oder

touristinfo@schongau.de

entgegen. Weitere Informationen

dazu finden

Sie unter www.

schongau.de.

js

Orgelmatineen in der

Basilika Altenstadt

Altenstadt | Insgesamt

vier Orgelmatineen

finden in den Monaten

Juli und August in der

Basilika in Altenstadt

statt. Veranstaltet vom

örtlichen Förderverein

„Freunde der Romanischen

Basilika St.

Michael“, beginnen die kirchlichen Konzerte

immer am Vormittag um 11 Uhr. Genaugenommen

am Sonntag, 21. Juli, mit Kirchenmusiker

Stefan Tome aus Roßhaupten, am

Sonntag, 27. Juli, mit Petra Jaumann-Bader

aus Füssen, am Sonntag, 4. August, mit Michael

Lachenmayr aus Mindelheim und am

Sonntag, 11. August, mit Martin Gessner aus

Weißenhorn, Landkreis Neu-Ulm. Der Eintritt

ist bei allen vier Konzerten frei. Nichtsdestotrotz

würde sich der Förderverein über die

eine oder andere Spende freuen, en, die wiederum

dem romanischen Gotteshaus

und Markenzeichen Altenstadts s zu

Gute käme.

js

Actionreich und günstig: Sommerferien mit dem Ferienpass

Altlandkreis | Mehr als 200 attraktive Aktivitäten

können die kommenden Sommerferien kostenlos

oder vergünstigt mit dem Pfaffenwinkel-Ferienpass

in Angriff genommen werden. Das buntgemischte

Freizeitangebot wurde vom Weilheim-Schongauer

Amt für Jugend und Familie zusammengestellt und

gilt für alle unter 18-Jährigen. Kartbahn, Flying

Fox, Labyrinth, Freizeitparks, Sommerrodelbahn,

Tierpark, Märchenwald, FC Bayern Erlebniswelt,

Burg- und Schlösserbesichtigungen, Schifffahrten

und vieles mehr – die Liste lässiger Freizeitangebote

in näherer und weiterer Region ist verdammt

lang. Noch besser: Der Pass gilt auch als Ticket für

kostenloses Busfahren im kompletten Landkreis

Weilheim-Schongau sowie bis nach Murnau, Rott,

Dießen, Herrsching und Tutzing. Erhältlich ist das

Gutscheinheft ab Anfang Juli für lediglich sechs

Euro in allen Gemeinde- und Stadtverwaltungen,

in allen Geschäftsstellen der Volks- und Raiffeisenbanken

sowie Sparkassen, in der Geschäftsstelle

des Kreisjugendrings Weilheim, in den Jugendzentren

und im Amt für Jugend und Familie

in Weilheim und Schongau. Nähere Informationen

liefert die Kommunale Jugendarbeit

unter 0881 / 6811373 oder koja@lra-wm.

bayern.de.

js

juli / august 2019 | 71


JULI/


Veranstaltungskalender

1. Juli bis 31. August 2019

PEITING

MO 01.07.

15.00 bis 16.00 Uhr

Vorlesestunde für Kinder ab 4

Jahren in der Bücherei

BIRKLAND

15.30 Uhr

Kinderkino „Michel muss mehr

Männchen machen“ im Feuerwehrhaus

BURGGEN

17.00 Uhr

Start „Yoga & Klang“ im Knoileweg

8. Der 2. Kurs startet um 19

Uhr. Siehe Anzeige Seite 46

BAD BAYERSOIEN

18.00 Uhr

Schautorfstechen beim Torfstich

am Haselbachweg. Teilnahme

kostenlos, nur bei guter Witterung

PEISSENBERG

19.00 bis 21.30 Uhr

Tauschabend der Sammlerfreunde

in der Bücherei

ALTENSTADT

DI 02.07.

15.00 bis 17.00 Uhr

Café (nicht nur) für Trauernde im

Bürgerzentrum MIZ

15.30 Uhr

Kinderkino „Michel muss mehr

Männchen machen“ in der

Bücherei

PREM

18.00 Uhr

Moorwanderung durch das Premer

Moor. Kostenfrei. Anmeldung

bis 11.30 Uhr unter 08862 / 7256

BAD BAYERSOIEN

20.15 Uhr

Theater „Lampengeist“ der

Bauernbühne im Bayersoier

Hof. Karten: 4 — 10 €. VVK bei der

Tourist-Info

MI 03.07.

SCHONGAU

19.00 Uhr

Info-Veranstaltung „Storch im

Anflug — Informationen für

werdende Eltern“ mit Chefarzt Dr.

Gerhard Schmidberger, Oberärztin

Dr. Kira Essiger, Hebammen und

Schwestern im Krankenhaus

ROTTENBUCH

13.30 Uhr

Führung auf dem Pfaffenwinkler

Milchweg. Treffpunkt an der

Schönegger Käsealm. Kosten:

5 € / 2,50 €. Keine Anmeldung

erforderlich

> > > BLUTSPENDETERMINE IM ALTLANDKREIS

15.30 Uhr

Kinderkino „Michel muss mehr

Männchen machen“ in der Schule

BAD BAYERSOIEN

20.30 Uhr

Weisenblasen am Soier See

SCHWANGAU

19.00 Uhr

Brotzeit-Musi im Schlossbrauhaus

DO 04.07.

SCHONGAU

15.00 bis 20.00 Uhr

30 Jahre Küche und Keller — Verkostung

mit Weinen vom Weingut

Bischoffinger bei Küche und

Keller. Siehe Anzeige Seite 37

ALTENSTADT

14.30 bis 16.30 Uhr

Treff für Menschen nach Schlaganfall,

deren Angehörige und

Interessierte im MIZ, Bürgerzentrum.

Infos unter 08861 / 9091583

LECHBRUCK

20.00 Uhr

Dämmerschoppen mit der Musikkapelle

am Musikpavillon

WILDSTEIG

15.30 Uhr

Kinderkino „Michel muss mehr

Männchen machen“ im Sportheim

PEISSENBERG

AUGUST 2019

Fr, 5. Juli 16.00 bis 20.00 Uhr Fuchstal, Mittelschule

Di, 23. Juli 16.00 bis 20.00 Uhr Altenstadt, Grundschule

Fr, 26. Juli 16.00 bis 20.00 Uhr Peiting, Lentner-Grundschule

Fr, 9. Aug. 16.00 bis 20.00 Uhr Schongau, BRK-Haus

Fr, 12. Aug. 16.00 bis 20.00 Uhr Schongau, BRK-Haus

17.00 bis 21.00 Uhr

9. Nacht der Ausbildung mit Betriebsbesichtigung

bei Aerotech

FR 05.07.

SCHONGAU

12.00 Uhr

Kunst- und Kuriositätenmarkt in

der Altstadt

13.30 bis 15.30 Uhr

Selbsthilfegruppe Lunge für Asthma

und COPD im Besprechungsraum

DU09 im Untergeschoss des

Krankenhauses

16.00 Uhr

Führung durch die Altstadt. Treffpunkt

am Rathaus. Kosten: 4 €.

Siehe Seite 37

16.00 Uhr

Krebs-Selbsthilfegruppe mit anschließendem

Besuch der Eisdiele

im Evangelischen Pfarrheim

PEITING

8.30 bis 12.00 Uhr

Bauernmarkt am Hauptplatz

HERZOGSÄGMÜHLE

17.00 Uhr

125. Dorffest — Politisches Streitgespräch

„In welcher Gesellschaft

wollen wir leben?“ mit Prof. Dr.

Heinrich Bedford-Strohm, Dr.

Benjamin Idriz, Claudia Stamm,

Dr. Günther Beckstein und

Christian Ude in der Deckerhalle.

Einlass: 16.30 Uhr. Eintritt frei

19.30 Uhr

125. Dorffest — Konzert-Kabarett-

Akrobatik mit „Gogol & Mäx“ in

der Deckerhalle. Einlass um 19

Uhr. VVK im MühlenMarkt, Werkstattladen,

Direktorat

Erlebnis Lechflößerei

Mit dem historischen Fernhandelsfloß auf Fahrt

Termine: im Juli, August und September, jeden Sonntag

um 14.00 Uhr und 16.00 Uhr und auf Anfrage

Startpunkt: Bootshaus am Schongauer Lechsee

Kosten: Erwachsener € 15,00 · Kind: € 10,00

Anmeldung: Telefon 0 88 61 21 41 81

Gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung,

Landwirtschaft und Forsten und den Europäischen Landwirtschafts -

fonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER).

www.schongau.de

juli / august 2019 | 73


Schwangau

Jeden Mittwoch ab 19 Uhr

Brotzeit-Musi

Jeden Freitag ab 19 Uhr

Grill-Abend

Bräustüberl und Biergarten mit

Blick auf die Königsschlösser

Brauerei l Saal l Brennerei Schroll

Kinderspielbereich l SKY-Sportsbar

SchlossGolf l Micro-Bowlingbahn

Gipsmühlweg 5

87645 Schwangau

Tel. 08362/92 64 68 - 0

www.schlossbrauhaus.de

HOHENPEISSENBERG

15.30 Uhr

Kinderkino „Michel muss mehr

Männchen machen“ im Haus der

Vereine

BERNBEUREN

20.00 Uhr

Fischerfest — Preisschafkopfen am

Haslacher See

LECHBRUCK

10.00 Uhr

Führung „Folgen Sie den Spuren

der Flößer“. Treffpunkt am

Rathaus. Kosten: 4 €, Kinder bis 15

frei. Anmeldung bis Vortag 16.30

Uhr bei der Tourist-Info unter

08862 / 987830

17.00 Uhr

Führung „Land-Lech-Leute“ mit

der Ratschkatl. Treffpunkt am Rathaus.

Anmeldung bis 12 Uhr bei der

Tourist-Info unter 08862 / 987830

19.30 Uhr

Italienische Nacht im Hotel Auf

der Gsteig. Kosten: 32 €. Reservierung

unter 08862 / 98770

ROTTENBUCH

14.00 Uhr

Baustellenführung an der Echelsbacher

Brücke, Treffpunkt beim

Baubüro. Siehe Seite 22

BAD BAYERSOIEN

18.00 Uhr

Lichterfest der Blaskapelle in der

Brandstatt

FUCHSTAL

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden in der Mittelschule

SCHWANGAU

19.00 Uhr

Grill-Abend im Schlossbrauhaus

74 | altlandkreis

SA 06.07.

SCHONGAU

12.00 Uhr

Kunst- und Kuriositätenmarkt in

der Altstadt

14.00 Uhr

Erlebnis Lechflößerei — Fahrt für

Kinder. Treffpunkt am Bootshaus.

Siehe Seite 71

PEITING

14.00 bis 16.00 Uhr

Führung an der Villa Rustica

HERZOGSÄGMÜHLE

20.00 Uhr

125. Dorffest — Serenade mit

„Crossover Fusion“ im Rainer-

Endisch-Saal. Eintritt frei

ALTENSTADT

14.00 Uhr

MöbelCentrale-Cup am Sportplatz

14.00 bis 18.00 Uhr

Ausstellung „experimentelle

Fotografie“ der Fotogruppe im

historischen Feuerwehrhaus

BURGGEN

10.00 Uhr

40 Jahre Motorradclub beim MCB-

Stadel

BERNBEUREN

16.00 Uhr

Fischerfest am Haslacher See

BAD BAYERSOIEN

8.00 bis 14.00 Uhr

Floh- und Trödelmarkt am

Festplatz

KINSAU

10.00 Uhr

US-Car-Treff mit DJ, Carwash, Pizza

und Burger, Café-Bar, Prosecco-

Bar und Hüpfburg im Gewerbegebiet.

Eintritt frei. Siehe Seite 54

SO 07.07.

SCHONGAU

9.00 Uhr

8. Pfaffenwinkel Classic, Start

bei der MöbelCentrale, Ziel am

Hauptplatz in Peiting. Siehe Seite

47

12.00 Uhr

Kunst- und Kuriositätenmarkt in

der Altstadt

14.00 und 16.00 Uhr

Erlebnis Lechflößerei — mit dem

historischen Fernhandelsfloß auf

Fahrt. Treffpunkt am Bootshaus.

Siehe Seite 71

HERZOGSÄGMÜHLE

10.00 Uhr

125. Dorffest — Gottesdienst in der

Deckerhalle, anschließend buntes

Programm rund um den Dorfplatz

ALTENSTADT

14.00 Uhr

MöbelCentrale-Cup am Sportplatz

14.00 bis 18.00 Uhr

Ausstellung „experimentelle

Fotografie“ der Fotogruppe im

historischen Feuerwehrhaus

BERNBEUREN

10.00 Uhr

Fischerfest am Haslacher See

WIES

19.00 Uhr

Festlicher Sommer in der Wies —

Haydn: Die Jahreszeiten in der

Wieskirche. Siehe Anzeige S. 6

BAD BAYERSOIEN

20.00 Uhr

Sonntagskonzert der Blaskapelle

im Dorfstadl. Eintritt frei

KINSAU

10.00 Uhr

US-Car-Treff mit DJ, Carwash,

Pizza und Burger, Café-Bar,

Prosecco-Bar und Hüpfburg im

Gewerbegebiet. Eintritt frei. Siehe

Anzeige Seite 54

RAISTING

13.30 Uhr

Sonderausstellung „50 Jahre

Mondlandung“ im Radom. Siehe

Anzeige Seite 67

PEITING

J

MO 08.07.

BAD BAYERSOIEN

18.00 Uhr

Schautorfstechen beim Torfstich

am Haselbachweg. Teilnahme

kostenlos, nur bei guter Witterung

PREM

DI 08.07.

18.00 Uhr

Moorwanderung durch das Premer

Moor. Kostenfrei. Anmeldung

bis 11.30 Uhr unter 08862 / 7256

BAD BAYERSOIEN

20.15 Uhr

Theater „Erst dienen — dann

erben“ der Bauernbühne im Bayersoier

Hof. Karten: 4 — 10 €. VVK

bei der Tourist-Info

MI 10.07.

SCHONGAU

15.00 bis 20.00 Uhr

30 Jahre Küche und Keller — Verkostung

mit Weinen vom Weingut

Castelfeder bei Küche und Keller.

Siehe Anzeige Seite 37

14.30 Uhr

Treffen der Selbsthilfegruppe

„Schlaganfallbetroffene im Pfaffenwinkel

im Alpenhotel


ROTTENBUCH

13.30 Uhr

Führung auf dem Pfaffenwinkler

Milchweg. Treffpunkt an der

Schönegger Käsealm. Kosten:

5 € / 2,50 €. Keine Anmeldung

erforderlich

BAD BAYERSOIEN

20.30 Uhr

Weisenblasen am Soier See

SCHWANGAU

19.00 Uhr

Brotzeit-Musi im Schlossbrauhaus

DO 11.07.

SCHONGAU

15.00 bis 20.00 Uhr

30 Jahre Küche und Keller —

Whisky-Tasting der Destillerie

Slyrs bei Küche und Keller. Siehe

Anzeige Seite 37

LECHBRUCK

9.00 Uhr

Jahrmarkt vor dem Rathaus

20.00 Uhr

Dämmerschoppen mit den

Schönegger Almmusikanten am

Musikpavillon

FR 12.07.

SCHONGAU

15.00 bis 20.00 Uhr

30 Jahre Küche und Keller — Verkostung

„Ruppertsberg-Königsbach“

(Pfälzer Weine) bei Küche

und Keller. Von 15 — 19 Uhr zudem

Verkostung des Aperitifs „Pampelle“.

Siehe Anzeige Seite 37

16.00 Uhr

Führung durch die Altstadt. Treffpunkt

am Rathaus. Kosten: 4 €.

Siehe Seite 37

20.00 Uhr

96. Lechgau-Trachtenfest —

Boarischer Tanz mit den Brauhaus

Musikanten, der Schwindlig Blos

und den Steingadener Goaßlern

am Volksfestplatz. Siehe S. 38 — 41

LECHBRUCK

10.00 Uhr

Führung „Folgen Sie den Spuren

der Flößer“. Treffpunkt am

Rathaus. Kosten: 4 €, Kinder bis 15

frei. Anmeldung bis Vortag 16.30

Uhr bei der Tourist-Info unter

08862 / 987830

17.00 Uhr

Führung „Land-Lech-Leute“ mit

der Ratschkatl. Treffpunkt am Rathaus.

Anmeldung bis 12 Uhr bei der

Tourist-Info unter 08862 / 987830

WIES

20.00 Uhr

Geistliche Impulse mit festlicher

Kirchenmusik vom Lech-Wertach-

Orchester in der Wieskirche

ROTTENBUCH

14.00 Uhr

Baustellenführung an der Echelsbacher

Brücke, Treffpunkt beim

Baubüro. Siehe Seite 22

WILDSTEIG

20.00 Uhr

Dämmerschoppen mit der

Musikkapelle im Café Peramarta.

Eintritt frei

BAD BAYERSOIEN

19.00 Uhr

Sommerfest der Schützen mit

dem „Ammertal-Trio“ am Schützenhaus

REICHLING

18.30 bis 20.30 Uhr

Öffentliches Karatetraining in der

Mehrzweckhalle

FORST

19.00 Uhr

Mantras auf Boarisch im Paradieshof.

Mitmachbeitrag: 10 €.

Siehe Seite 23

SCHWANGAU

19.00 Uhr

Grill-Abend im Schlossbrauhaus

LANDSBERG

19.30 Uhr

Feierliche Eröffnung des Ruethenfestes

am Hauptplatz. Historisches

Kinderfest mit täglich wechselndem

Programm (auch für

Erwachsene). Bis 21.7. Alle Infos

unter www.ruethenfest.de

SA 13.07.

SCHONGAU

18.30 Uhr

96. Lechgau-Trachtenfest — Standkonzert

mit der Stadtkapelle, dem

Trommlerzug und der Muikkapelle

Rottenbuch am Marienplatz.

Ab 20 Uhr Heimatabend am

Volksfestplatz. Siehe Seite 38 — 41

PEITING

14.00 bis 16.00 Uhr

Führung an der Villa Rustica

HOHENPEISSENBERG

20.00 Uhr

Benefizkonzert des Gospelchors

„Joyful People“ in der Wallfahrtskirche

SCHWABNIEDERHOFEN

20.00 Uhr

Liederabend in englischer Sprache

im Kulturzentrum. Eintritt:

12 €. Siehe Seite 22

KINSAU

19.00 Uhr

Festabend in der Mehrzweckhalle

SO 14.07.

SCHONGAU

9.30 Uhr

96. Lechgau-Trachtenfest —

Festsonntag mit Festgottesdienst

am Marienplatz, Frühschoppen,

Festzug und Festausklang am

Volksfestplatz. Siehe Seite 38 — 41

14.00 und 16.00 Uhr

Erlebnis Lechflößerei — mit dem

historischen Fernhandelsfloß auf

Fahrt. Treffpunkt am Bootshaus.

Siehe Seite 71

PEITING

13.00 bis 17.00 Uhr

Sommermarkt in der Bachstraße

HERZOGSÄGMÜHLE

9.00 bis 12.00 Uhr

Tauschtag der Sammlerfreunde

Peiting und Umgebung e.V. für

Briefmarken, Münzen und Ansichtskarten

in der Deckerhalle

12.30 Uhr

Öffentliche Generalprobe „Die

Schöpfung“ von Joseph Haydn in

der Deckerhalle. Eintritt frei

STEINGADEN

13.00 bis 18.00 Uhr

Aktionstag „Sommertraum“ vom

Gartenwinkel Pfaffenwinkel im

Klostergarten, in Leimbachs Garten

und Böglmüllers Garten am Teich

WIES

19.00 Uhr

Konzert „Die Schöpfung“ von

Joseph Haydn in der Wieskirche.

www.musikimpfaffenwinkel.de

ROTTENBUCH

11.00 Uhr

Kirchenführung im Anschluss an

die hl. Messe in der Pfarrkirche

BAD BAYERSOIEN

20.00 Uhr

Sonntagskonzert mit den „Blech-

Holz-Chaoten“ im Dorfstadl.

Eintritt frei

RAISTING

13.30 Uhr

Sonderausstellung „50 Jahre

Mondlandung“ im Radom. Siehe

Anzeige Seite 67

MO 15.07.

SCHONGAU

17.00 Uhr

96. Lechgau-Trachtenfest — Trachtenmarkt

am Gaufestmontag am

Volksfestplatz. Siehe Seite 38 — 41

BAD BAYERSOIEN

18.00 Uhr

Schautorfstechen beim Torfstich

am Haselbachweg. Teilnahme

kostenlos, nur bei guter Witterung

DI 16.07.

BURGGEN

17.00 Uhr

Start Yogakurs für Senioren bei

Yoga & Klang, Knoileweg 8. Siehe

Anzeige Seite 46

juli / august 2019 | 75


PREM

18.00 Uhr

Moorwanderung durch das Premer

Moor. Kostenfrei. Anmeldung

bis 11.30 Uhr unter 08862 / 7256

BAD BAYERSOIEN

20.15 Uhr

Theater „Lampengeist“ der

Bauernbühne im Bayersoier

Hof. Karten: 4 — 10 €. VVK bei der

Tourist-Info

MI 17.07.

SCHONGAU

19.00 Uhr

Vortrag „Neueste therapeutische

Möglichkeiten bei Hüftschmerzen“

mit Chefarzt Dr. Thomas Löffler im

Krankenhaus

ROTTENBUCH

13.30 Uhr

Führung auf dem Pfaffenwinkler

Milchweg. Treffpunkt an der

Schönegger Käsealm. Kosten:

5 € / 2,50 €. Keine Anmeldung

erforderlich

BÖBING

14.30 Uhr

Kinderkino „Michel muss mehr

Männchen machen“ in der Schule

BAD BAYERSOIEN

20.30 Uhr

Weisenblasen am Soier See

SCHWANGAU

19.00 Uhr

Brotzeit-Musi im Schlossbrauhaus

DO 18.07.

HERZOGSÄGMÜHLE

9.00 bis 13.00 Uhr

Fallschirmspringer-Weltcup

LECHBRUCK

20.00 Uhr

Dämmerschoppen mit der Musikkapelle

Bidingen am Musikpavillon

FORST

15.30 Uhr

Kinderkino „Michel muss mehr

Männchen machen“ in der

Grundschule

SCHONGAU

FR 19.07.

15.00 bis 20.00 Uhr

30 Jahre Küche und Keller — Verkostung

mit Grappa der Brennerei

Marzadro und Weinen vom Weingut

Domini Veneti bei Küche und

Keller. Siehe Anzeige Seite 37

16.30 Uhr

Führung zum Schauspiel „Die

Henkerstochter und das Spiel des

Todes“. Kosten: 6 €. Siehe Seite 37

19.00 Uhr

Vortrag „Armut in Deutschland —

wie gerecht sind wir?“ im Ballenhaus

20.00 Uhr

Festspiel „Die Henkerstochter

und das Spiel des Todes“ auf dem

Bürgermeister-Schaegger-Platz.

Einlass: 18.30 Uhr. Siehe Anzeige

Seite 13

HERZOGSÄGMÜHLE

8.30 bis 20.00 Uhr

Fallschirmspringer-Weltcup

BIRKLAND

18.00 Uhr

Dorffest am Sportplatz — AH-

Blitzturnier, ab 21 Uhr Fete für

Jedermann und -frau

LECHBRUCK

10.00 Uhr

Führung „Folgen Sie den Spuren

der Flößer“. Treffpunkt am

Rathaus. Kosten: 4 €, Kinder bis 15

frei. Anmeldung bis Vortag 16.30

Uhr bei der Tourist-Info unter

08862 / 987830

17.00 Uhr

Führung „Land-Lech-Leute“ mit

der Ratschkatl. Treffpunkt am Rathaus.

Anmeldung bis 12 Uhr bei der

Tourist-Info unter 08862 / 987830

21.00 Uhr

Open-Air-Kino am Bootshafen.

Kosten: 7 € (Erwachsene)/ 5 € (Kinder).

Infos unter www.lechbruck.de

ROTTENBUCH

14.00 Uhr

Baustellenführung an der Echelsbacher

Brücke, Treffpunkt beim

Baubüro. Siehe Seite 22

19.00 Uhr

Irischer Abend mit „John Herb

& friends“ im Kunstcafé am Tor.

Siehe Anzeige Seite 12

SCHWANGAU

19.00 Uhr

Grill-Abend im Schlossbrauhaus

Einlagen – Schuhreparatur – Schuhe

Flip-Flop nach Maß


Benjamin Schwarz




SA 20.07.

SCHONGAU

10.00 Uhr

Sommerfest mit Tag der offenen

Tür der Kanuabteilung im Bootshaus

in der Rösenau

11.00 bis 15.00 Uhr

Entenrennen im Plantsch. Siehe

Seite 20 / 21

16.30 Uhr

Führung zum Schauspiel „Die

Henkerstochter und das Spiel des

Todes“. Kosten: 6 €. Siehe Seite 37

20.00 Uhr

Festspiel „Die Henkerstochter

und das Spiel des Todes“ auf dem

Bürgermeister-Schaegger-Platz.

Einlass: 18.30 Uhr. Siehe Anzeige

Seite 13

PEITING

14.00 bis 16.00 Uhr

Führung an der Villa Rustica

18.00 Uhr

Waldfest des Schützenvereins auf

dem Meierberg. Nur bei schöner

Witterung

BIRKLAND

15.00 Uhr

Dorffest am Sportplatz — F-

Jugendturnier, Steckerlfisch

und Spanferkel (ab 18.30 Uhr),

anschließend Dorffestabend mit

den Bands „Dreieckmusi“ und

„Reloaded“. Eintritt frei

HERZOGSÄGMÜHLE

8.00 bis 20.00

Fallschirmspringer-Weltcup, anschließend

(ab 20 Uhr) geselliger

Abend

LECHBRUCK

16.00 Uhr

Ausstellungseröffnung „Pinselspuren“,

Aquarelle und Zeichnungen

von Isabella Kuric im

Flößermuseum. Bis 8.9. Eintritt frei

EPFACH

13.30 Uhr

Sportfest für Jedermann mit

anschließendem Weinfest am

Sportplatz

KINSAU

10.00 bis 19.00 Uhr

House of Craft bei Brillenmanufaktur

Funk im Gewerbegebiet.

Siehe Seite 56 / 57

BIRKLAND

J

SO 21.07.

SCHONGAU

9.00 Uhr

Schongau Triathlon mit Start in

der Lechuferstraße. Siehe S. 4 / 5

12.00 Uhr

Erlebnis Lechflößerei — Fahrt für

Kinder. Treffpunkt am Bootshaus.

Siehe Seite 71

14.00 und 16.00 Uhr

Erlebnis Lechflößerei — mit dem

historischen Fernhandelsfloß auf

Fahrt. Treffpunkt am Bootshaus.

Siehe Anzeige Seite 71

16.30 Uhr

Führung zum Schauspiel „Die

Henkerstochter und das Spiel des

Todes“. Kosten: 6 €. Siehe Seite 37

20.00 Uhr

Festspiel „Die Henkerstochter

und das Spiel des Todes“ auf dem

Bürgermeister-Schaegger-Platz.

Einlass: 18.30 Uhr. Siehe Anzeige

Seite 13

PEITING

6.00 Uhr

36. Pfaffenwinkelrundfahrt mit

Start an der Eissporthalle

HERZOGSÄGMÜHLE

8.00 bis 15.00 Uhr

Fallschirmspringer-Weltcup,

anschließend (ab 15 Uhr) Siegerehrung

10.30 Uhr

Dorffest am Sportplatz — Feldgottesdienst,

Mittagessen, ab 13 Uhr

Volleyballturnier der Birkländer

Straßenmannschaften

76 | altlandkreis


HOHENPEISSENBERG

16.00 Uhr

Orgelkonzert mit dem Orgelsachverständigen

Dr. Dr. Michael

Hartmann und als Sprecherin

Pfarrerin Bettina Mogk in der

Wallfahrtskirche

ALTENSTADT

11.00 Uhr

1. Orgelmatinee mit Stefan Tome

in der Basilika. Eintritt frei. Siehe

Seite 71

SCHWABSOIEN

10.00 Uhr

Gartenfest der Blaskapelle am

Dorfplatz. Ausweichtermin: 28.7.

INGENRIED

11.00 Uhr

Dorfladenfest der Gemeinde und

Vereine

BERNBEUREN

10.00 bis 17.00 Uh

Sommerfest des Museumsvereins

im Auerbergmuseum

RETTENBUCH

10.15 Uhr

Sommerfest des St. Georgshofs

WIES

19.00 Uhr

Festlicher Sommer in der Wies —

Mozart: Exsultate jubilate und

Beethoven: Sinfonie Nr. 6 „Pastorale“

in der Wieskirche. Siehe

Anzeige Seite 6

KINSAU

10.00 bis 18.00 Uhr

House of Craft bei Brillenmanufaktur

Funk im Gewerbegebiet.

Siehe Seite 56 / 57

RAISTING

13.30 Uhr

Sonderausstellung „50 Jahre

Mondlandung“ im Radom. Siehe

Anzeige Seite 67

MO 22.07.

BAD BAYERSOIEN

18.00 Uhr

Schautorfstechen beim Torfstich

am Haselbachweg. Teilnahme

kostenlos, nur bei guter Witterung

DI 23.07.

SCHONGAU

15.00 bis 20.00 Uhr

30 Jahre Küche und Keller —

Rum-Tasting bei Küche und Keller.

Siehe Anzeige Seite 37

ALTENSTADT

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden in der Grundschule

PREM

18.00 Uhr

Moorwanderung durch das Premer

Moor. Kostenfrei. Anmeldung

bis 11.30 Uhr unter 08862 / 7256

BAD BAYERSOIEN

20.15 Uhr

Theater „Erst dienen — dann

erben“ der Bauernbühne im Bayersoier

Hof. Karten: 4 — 10 €. VVK

bei der Tourist-Info

MI 24.07.

SCHONGAU

15.00 bis 20.00 Uhr

30 Jahre Küche und Keller — Verkostung

von Lakrids mit geführter

Weinprobe bei Küche und Keller.

Siehe Anzeige Seite 37

PEITING

17.00 Uhr

Führung durch den Walderlebnispfad.

Treffpunkt am Schützenhaus.

Kosten: 2 € (Erwachsene) / 1 €

(Kinder). Anmeldung bei der

Tourist-Info (08861 / 59961)

18.00 Uhr

Bürgerfest mit der Knappschaftsund

Trachtenkapelle am Hauptplatz

ROTTENBUCH

13.30 Uhr

Führung auf dem Pfaffenwinkler

Milchweg. Treffpunkt an der

Schönegger Käsealm. Kosten:

5 € / 2,50 €. Keine Anmeldung

erforderlich

BAD BAYERSOIEN

20.30 Uhr

Weisenblasen am Soier See

SCHWANGAU

19.00 Uhr

Brotzeit-Musi im Schlossbrauhaus

DO 25.07.

SCHONGAU

16.30 Uhr

Führung zum Schauspiel „Die

Henkerstochter und das Spiel des

Todes“. Kosten: 6 €. Siehe Seite 37

20.00 Uhr

Festspiel „Die Henkerstochter

und das Spiel des Todes“ auf dem

Bürgermeister-Schaegger-Platz.

Einlass: 18.30 Uhr. Siehe Anzeige

Seite 13

PEITING

18.00 Uhr

Bürgerfest mit „Replay“ am

Hauptplatz

LECHBRUCK

20.00 Uhr

Dämmerschoppen mit der Musikkapelle

am Musikpavillon

PREM

21.00 Uhr

Nachtwanderung „Verschollen im

Moor“ durch das Premer Moor.

Anmeldung bis 11.30 Uhr unter

08862 / 7256

FR 26.07.

SCHONGAU

15.00 bis 20.00 Uhr

30 Jahre Küche und Keller —

Whisky-Tasting bei Küche und

Keller. Siehe Anzeige Seite 37

16.00 bis 17.45 Uhr

Repair-Café im Haus4you

16.30 Uhr

Führung zum Schauspiel „Die

Henkerstochter und das Spiel des

Todes“. Kosten: 6 €. Siehe Seite 37

20.00 Uhr

Festspiel „Die Henkerstochter

und das Spiel des Todes“ auf dem

Bürgermeister-Schaegger-Platz.

Einlass: 18.30 Uhr. Siehe Anzeige

Seite 13

PEITING

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden in der Lentner-

Grundschule

16.00 Uhr

Kutschfahrt rund um Peiting. Anmeldung

bei der Tourist-Info unter

08861 / 59961

18.00 Uhr

Bürgerfest mit „Rock sel. Erben“

und Einlage des Rock'n'Roll-Clubs

am Hautplatz

HERZOGSÄGMÜHLE

16.00 Uhr

Grillfest der Krebs-Selbsthilfegruppe

Schongau am Fußballplatz.

Geschirr mitbringen!

LECHBRUCK

10.00 Uhr

Führung „Folgen Sie den Spuren

der Flößer“. Treffpunkt am

Rathaus. Kosten: 4 €, Kinder bis 15

frei. Anmeldung bis Vortag 16.30

Uhr bei der Tourist-Info unter

08862 / 987830

17.00 Uhr

Führung „Land-Lech-Leute“ mit

der Ratschkatl. Treffpunkt am Rathaus.

Anmeldung bis 12 Uhr bei der

Tourist-Info unter 08862 / 987830

18.00 Uhr

Dorffest des ERC. Ausweichtermin:

10.8.

PREM

19.00 Uhr

92. Gautrachtenfest des oberen

Lechgaus — Tag der Musikkapelle

mit Sternmarsch und ab 20 Uhr

Unterhaltungsabend im Festzelt.

Eintritt frei

ROTTENBUCH

10.00 bis 17.00 Uhr

Flohmarkt unter den Kastanien

am Fohlenhof

14.00 Uhr

Baustellenführung an der Echelsbacher

Brücke, Treffpunkt beim

Baubüro. Siehe Seite 22

19.00 Uhr

Geschichtenerzählungen mit

musikalischer Begleitung im

Kunstcafé am Tor. Siehe Anzeige

Seite 12

WILDSTEIG

18.00 Uhr

Burger-Abend im Café Peramarta.

Reservierung unter 08867 / 9125730

juli / august 2019 | 77


78 | altlandkreis

BAD BAYERSOIEN

16.30 Uhr

28. Bad Bayersoier Fünfkampf mit

Laufwettbewerb am Soier See,

Stock-Zielschießen (18.30 Uhr),

anschl. Unterhaltung im Festzelt

SCHWANGAU

19.00 Uhr

Grill-Abend im Schlossbrauhaus

SA 27.07.

SCHONGAU

16.30 Uhr

Führung zum Schauspiel „Die

Henkerstochter und das Spiel des

Todes“. Kosten: 6 €. Siehe Seite 37

20.00 Uhr

Festspiel „Die Henkerstochter

und das Spiel des Todes“ auf dem

Bgm.-Schaegger-Platz. Einlass:

18.30 Uhr. Siehe Anzeige Seite 13

PEITING

14.00 bis 16.00 Uhr

Führung an der Villa Rustica

18.00 Uhr

Bürgerfest mit den „Black Diamonds“

am Hauptplatz

18.00 bis 22.00 Uhr

Nachtflohmarkt in der Bachstraße

HERZOGSÄGMÜHLE

10.00 Uhr

29. Sportfest mit 1,25 km

Jubiläums-Volkslauf (14 Uhr) und

Fußballspiel „Don Camillo vs.

Peppone“. Verlegt vom 12.5.

ALTENSTADT

18.30 Uhr

Esconova-Open-Air im Schwimmbad.

Ausweichtermin: 3.8.

PREM

20.00 Uhr

92. Gautrachtenfest des oberen

Lechgaus — Heimatabend im Zelt

ROTTENBUCH

19.00 Uhr

Live-Musik „OhneBernd! Rock.

Pop.“ im Kunstcafé am Tor. Siehe

Anzeige Seite 12

WILDSTEIG

18.00 Uhr

Burger-Abend im Café Peramarta.

Reservierung unter 08867 / 9125730

BAD BAYERSOIEN

8.30 Uhr

28. Bad Bayersoier Fünfkampf mit

Bankdrücken im Bierzelt, Rennrad

Einzelzeitfahren (12.30 Uhr),

Mountainbike-Rennen (15.30 Uhr)

und Siegerehrung mit den „Drei

Lindachtalern“ im Festzelt

SO 28.07.

SCHONGAU

14.00 und 16.00 Uhr

Erlebnis Lechflößerei — mit dem

historischen Fernhandelsfloß auf

Fahrt. Treffpunkt am Bootshaus.

Siehe Seite 71

16.30 Uhr

Führung zum Schauspiel „Die

Henkerstochter und das Spiel des

Todes“. Kosten: 6 €. Siehe Seite 37

20.00 Uhr

Festspiel „Die Henkerstochter

und das Spiel des Todes“ auf dem

Bgm.-Schaegger-Platz. Einlass:

18.30 Uhr. Siehe Anzeige Seite 13

PEITING

10.00 Uhr

Bürgerfest mit Familien-Sonntag-

Vormittag und ab 17 Uhr Festausklang

mit der Musikkapelle

Schwabbruck am Hauptplatz

ALTENSTADT

11.00 Uhr

2. Orgelmatinee mit Petra

Jaumann-Bader in der Basilika.

Eintritt frei. Siehe Seite 71

RETTENBACH

10.30 Uhr

Magdalenenfest auf dem Weichberg

STEINGADEN

8.00 bis 16.00 Uhr

24. Flohmarkt des Frauenliste-

Fördervereins im Zimmerstadel

WIES

19.00 Uhr

Festlicher Sommer in der Wies —

Marcello: Konzert für Oboe und

Orchester, Haydn: Stabat mater

in der Wieskirche. Siehe Anzeige

Seite 6

PREM

9.30 Uhr

92. Gautrachtenfest des oberen

Lechgaus — Festgottesdienst

(9.30 Uhr), Großer Festzug (13.30

Uhr) und Festausklang mit der

Musikkapelle Buching (19 Uhr) im

Festzelt

RAISTING

13.30 Uhr

Sonderausstellung „50 Jahre

Mondlandung“ im Radom. Siehe

Anzeige Seite 67

SCHONGAU

J

MO 29.07.

BAD BAYERSOIEN

18.00 Uhr

Schautorfstechen beim Torfstich

am Haselbachweg. Teilnahme

kostenlos, nur bei guter Witterung

DI 30.07.

16.30 Uhr

Erlebnisführung „Entdecke Schongau

mit dem Hexenkind Hagasusa“

für Kinder von 5-9 Jahren.

Treffpunkt am Rathaus. Kosten:

4 €. Siehe Seite 37


PREM

18.00 Uhr

Moorwanderung durch das Premer

Moor. Kostenfrei. Anmeldung

bis 11.30 Uhr unter 08862 / 7256

BAD BAYERSOIEN

20.15 Uhr

Theater „Lampengeist“ der

Bauernbühne im Bayersoier

Hof. Karten: 4 — 10 €. VVK bei der

Tourist-Info

DENKLINGEN

14.00 bis 17.00 Uhr

Spielmobil am Sportplatz

MI 31.07.

ROTTENBUCH

13.30 Uhr

Führung auf dem Pfaffenwinkler

Milchweg. Treffpunkt an der

Schönegger Käsealm. Kosten:

5 € / 2,50 €. Keine Anmeldung

erforderlich

BAD BAYERSOIEN

20.30 Uhr

Weisenblasen am Soier See

DENKLINGEN

14.00 bis 17.00 Uhr

Spielmobil am Sportplatz

SCHWANGAU

19.00 Uhr

Brotzeit-Musi im Schlossbrauhaus

DO 01.08.

SCHONGAU

16.30 Uhr

Führung zum Schauspiel „Die

Henkerstochter und das Spiel des

Todes“. Kosten: 6 €. Siehe Seite 37

20.00 Uhr

Festspiel „Die Henkerstochter

und das Spiel des Todes“ auf dem

Bürgermeister-Schaegger-Platz.

Einlass: 18.30 Uhr. Siehe Anzeige

Seite 13

LECHBRUCK

20.00 Uhr

Dämmerschoppen mit der Musikkapelle

am Musikpavillon

DENKLINGEN

14.00 bis 17.00 Uhr

Spielmobil am Sportplatz









FR 02.08.

SCHONGAU

13.30 bis 15.30 Uhr

Selbsthilfegruppe Lunge für Asthma

und COPD im Besprechungsraum

DU09 im Untergeschoss des

Krankenhauses

16.30 Uhr

Führung zum Schauspiel „Die

Henkerstochter und das Spiel des

Todes“. Kosten: 6 €. Siehe Seite 37

20.00 Uhr

Festspiel „Die Henkerstochter

und das Spiel des Todes“ auf dem

Bürgermeister-Schaegger-Platz.

Einlass: 18.30 Uhr. Siehe Anzeige

Seite 13

PEITING

8.30 bis 12.00 Uhr

Bauernmarkt am Hauptplatz

19.00 Uhr

Sommerfest der CSU mit frischem

Spanferkel in der Zechenschenke.

Seite Anzeige links

SCHWABNIEDERHOFEN

18.00 bis 23.00 Uhr

65. Gauschießen im Festzelt am

Sportplatz. Siehe Seite 42 / 43

LECHBRUCK

10.00 Uhr

Führung „Folgen Sie den Spuren

der Flößer“. Treffpunkt am Rathaus.

Kosten: 4 €, Kinder bis 15 frei.

Anmeldung bis Vortag 16.30 Uhr

unter 08862 / 987830

17.00 Uhr

Führung „Land-Lech-Leute“ mit

der Ratschkatl. Treffpunkt am Rathaus.

Anmeldung bis 12 Uhr bei der

Tourist-Info unter 08862 / 987830

ROTTENBUCH

14.00 Uhr

Baustellenführung an der Echelsbacher

Brücke, Treffpunkt beim

Baubüro. Siehe Seite 22

BAD BAYERSOIEN

17.00 Uhr

Bad Bayersoien in Flammen am

Soier See. Eintritt: 13 € (Erwachsene)

/ 5 € (Jugendliche bis 15

Jahre) / Kinder bis 6 Jahre frei.

Ausweichtermine: 3.8. und 4.8.

SCHWANGAU

19.00 Uhr

Grill-Abend im Schlossbrauhaus

SA 03.08.

SCHONGAU

16.30 Uhr

Führung zum Schauspiel „Die

Henkerstochter und das Spiel des

Todes“. Kosten: 6 €. Siehe Seite 37

20.00 Uhr

Festspiel „Die Henkerstochter

und das Spiel des Todes“ auf dem

Bürgermeister-Schaegger-Platz.

Einlass: 18.30 Uhr. Siehe Anzeige

Seite 13

PEITING

14.00 bis 16.00 Uhr

Führung an der Villa Rustica

16.00 Uhr

Fischerfest am Deutensee

SCHWABNIEDERHOFEN

11.00 bis 14.00 Uhr

Gauvergleichsschießen im Festzelt

am Sportplatz. Siehe Seite 42 / 43

16.00 bis 23.00 Uhr

65. Gauschießen im Festzelt am

Sportplatz. Siehe Seite 42 / 43

LECHBRUCK

10.00 bis 22.00 Uhr

Flößermarkt entlang des Lechuferwegs.

Siehe Seite 22

SO 04.08.

SCHONGAU

14.00 und 16.00 Uhr

Erlebnis Lechflößerei — mit dem

historischen Fernhandelsfloß auf

Fahrt. Treffpunkt am Bootshaus.

Siehe Anzeige Seite 71

PEITING

10.00 bis 18.00 Uhr

Fischerfest am Deutensee

HOHENPEISSENBERG

10.00 Uhr

MSC-Oldtimer-Gipfeltreffen auf

dem Hohen Peißenberg

ALTENSTADT

11.00 Uhr

3. Orgelmatinee mit Michael Lachenmayr

in der Basilika. Eintritt

frei. Siehe Seite 71

SCHWABNIEDERHOFEN

16.00 bis 23.00 Uhr

65. Gauschießen im Festzelt am

Sportplatz. Siehe Seite 42 / 43

LECHBRUCK

10.00 bis 18.00 Uhr

Flößermarkt entlang des Lechuferwegs.

Siehe Seite 22

ROTTENBUCH

11.00 Uhr

Gartenfest unter den Kastanien

am Fohlenhof

RAISTING

13.30 Uhr

Sonderausstellung „50 Jahre

Mondlandung“ im Radom. Siehe

Anzeige Seite 67

MO 05.08.

SCHWABNIEDERHOFEN

18.00 bis 23.00 Uhr

65. Gauschießen im Festzelt am

Sportplatz. Siehe Seite 42 / 43

BAD BAYERSOIEN

18.00 Uhr

Schautorfstechen beim Torfstich

am Haselbachweg. Teilnahme

kostenlos, nur bei guter Witterung

PEISSENBERG

19.00 bis 21.30 Uhr

Tauschabend der Sammlerfreunde

in der Bücherei

DI 06.08.

SCHWABNIEDERHOFEN

18.00 bis 23.00 Uhr

65. Gauschießen im Festzelt am

Sportplatz. Siehe Seite 42 / 43

juli / august 2019 | 79


PREM

18.00 Uhr

Moorwanderung durch das Premer

Moor. Kostenfrei. Anmeldung

bis 11.30 Uhr unter 08862 / 7256

BAD BAYERSOIEN

20.15 Uhr

Theater „Erst dienen — dann

erben“ der Bauernbühne im Bayersoier

Hof. Karten: 4 — 10 €. VVK

bei der Tourist-Info

MI 07.08.

SCHONGAU

19.00 Uhr

Info-Veranstaltung „Storch im

Anflug“ mit Chefarzt Dr. Gerhard

Schmidberger, Oberärztin Dr. Kira

Essiger, Hebammen und Schwestern

im Krankenhaus

PEITING

9.00 bis 17.00 Uhr

Gesundheitstag im Wellenbad

SCHWABNIEDERHOFEN

18.00 bis 23.00 Uhr

65. Gauschießen im Festzelt am

Sportplatz. Siehe Seite 42 / 43

ROTTENBUCH

13.30 Uhr

Führung auf dem Pfaffenwinkler

Milchweg. Treffpunkt an der

Schönegger Käsealm. Kosten:

5 € / 2,50 €. Keine Anmeldung

erforderlich

BAD BAYERSOIEN

20.00 Uhr

Weisenblasen am Soier See

SCHWANGAU

19.00 Uhr

Brotzeit-Musi im Schlossbrauhaus

DO 08.08.

SCHWABNIEDERHOFEN

18.00 bis 23.00 Uhr

65. Gauschießen im Festzelt am

Sportplatz. Siehe Seite 42 / 43

LECHBRUCK

20.00 Uhr

Dämmerschoppen mit der Musikkapelle

Prem am Musikpavillon

PREM

21.00 Uhr

Nachtwanderung „Verschollen im

Moor“ durch das Premer Moor.

Anmeldung bis 11.30 Uhr unter

08862 / 7256

FR 09.08.

SCHONGAU

12.00 Uhr

Historischer Markt am Festplatz

16.00 Uhr

Führung durch die Altstadt. Treffpunkt

am Rathaus. Kosten: 4 €.

Siehe Seite 37

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im BRK-Haus

17.00 Uhr

Erlebnisführung „Anna Gerberin —

Die Bürgersfrau zwischen Huren

und Henker“. Kosten: 5 €. Siehe

Seite 37

SCHWABNIEDERHOFEN

18.00 bis 23.00 Uhr

65. Gauschießen im Festzelt am

Sportplatz. Siehe Seite 42 / 43

LECHBRUCK

10.00 Uhr

Führung „Folgen Sie den Spuren

der Flößer“. Treffpunkt am

Rathaus. Kosten: 4 €, Kinder bis 15

frei. Anmeldung bis Vortag 16.30

Uhr bei der Tourist-Info unter

08862 / 987830

17.00 Uhr

Führung „Land-Lech-Leute“ mit

der Ratschkatl. Treffpunkt am Rathaus.

Anmeldung bis 12 Uhr bei der

Tourist-Info unter 08862 / 987830

ROTTENBUCH

14.00 Uhr

Baustellenführung an der Echelsbacher

Brücke, Treffpunkt beim

Baubüro. Siehe Seite 22

BAD BAYERSOIEN

20.00 Uhr

Brauchtumsabend im Bayersoier

Hof. Eintritt frei

SCHWANGAU

19.00 Uhr

Grill-Abend im Schlossbrauhaus

SA 10.08.

SCHONGAU

12.00 Uhr

Historischer Markt am Festplatz

17.00 Uhr

Erlebnisführung „Anna Gerberin —

Die Bürgersfrau zwischen Huren

und Henker“. Kosten: 5 €. Siehe

Seite 37

PEITING

14.00 bis 16.00 Uhr

Führung an der Villa Rustica

SCHWABNIEDERHOFEN

16.00 bis 23.00 Uhr

65. Gauschießen im Festzelt am

Sportplatz. Siehe Seite 42 / 43

LECHBRUCK

10.00 Uhr

Weibermarkt im Landlust im

Flößerhaus

STEINGADEN

15.00 Uhr

Dorffest im Fohlenhof

18.00 bis 22.00 Uhr

Aktionstag „sommerlicher

Abendgenuss“ vom Gartenwinkel

Pfaffenwinkel im Klostergarten,

Leimbachs Garten und Böglmüllers

Garten am Teich

ROTTENBUCH

18.00 bis 22.00 Uhr

Aktionstag „sommerlicher

Abendgenuss“ vom Gartenwinkel

Pfaffenwinkel unter anderem

im Garten von Familie Landerer.

Siehe Seite 48 / 49

BAD BAYERSOIEN

8.00 bis 14.00 Uhr

Floh- und Trödelmarkt am

Festplatz

KINSAU

14.30 Uhr

Dorffest der Freiwilligen Feuerwehr

in der Mehrzweckhalle

SCHONGAU

SO 11.08.

12.00 Uhr

Historischer Markt am Festplatz

14.00 und 16.00 Uhr

Erlebnis Lechflößerei — mit dem

historischen Fernhandelsfloß auf

Fahrt. Treffpunkt am Bootshaus.

Siehe Seite 71

BIRKLAND

9.00 bis 12.00 Uhr

Tauschtag der Sammlerfreunde

Peiting und Umgebung e.V. für

Briefmarken, Münzen und Ansichtskarten

in der Deckerhalle

ALTENSTADT

11.00 Uhr

4. Orgelmatinee mit Martin Gessner

in der Basilika. Eintritt frei.

Siehe Seite 71

SCHWABNIEDERHOFEN

16.00 bis 23.00 Uhr

65. Gauschießen im Festzelt am

Sportplatz. Siehe Seite 42 / 43

BAD BAYERSOIEN

20.00 Uhr

Konzert des Männerchors Böbing

im Dorfstadl. Eintritt frei

RAISTING

13.30 Uhr

Sonderausstellung „50 Jahre

Mondlandung“ im Radom. Siehe

Anzeige Seite 67

JSCHONGAU

MO 12.08.

SCHONGAU

12.00 Uhr

Historischer Markt am Festplatz

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im BRK-Haus

17.00 Uhr

Erlebnisführung „Türme und Tore

der Stadt Schongau — mächtige

Zeugen des Mittelalters“. Treffpunkt

am Rathaus. Kosten: 5 €.

Siehe Seite 37

DI 13.08.

12.00 Uhr

Historischer Markt am Festplatz

80 | altlandkreis


PREM

18.00 Uhr

Moorwanderung durch das Premer

Moor. Kostenfrei. Anmeldung

bis 11.30 Uhr unter 08862 / 7256

BAD BAYERSOIEN

20.15 Uhr

Theater „Lampengeist“ der

Bauernbühne im Bayersoier

Hof. Karten: 4 — 10 €. VVK bei der

Tourist-Info

MI 14.08.

SCHONGAU

12.00 Uhr

Historischer Markt am Festplatz

PEITING

14.30 Uhr

Treffen der Selbsthilfegruppe

„Schlaganfallbetroffene im Pfaffenwinkel

im Alpenhotel

SCHWABNIEDERHOFEN

18.00 Uhr

65. Gauschießen — Finalschießen

mit anschließender Party im Festzelt

am Sportplatz. Siehe S. 42 / 43

LECHBRUCK

21.00 Uhr

Open-Air-Kino am Bootshafen.

Kosten: 7 € (Erwachsene) / 5 € (Kinder).

Infos unter www.lechbruck.de

ROTTENBUCH

13.30 Uhr

Führung auf dem Pfaffenwinkler

Milchweg. Treffpunkt an der

Schönegger Käsealm. Kosten:

5 € / 2,50 €. Keine Anmeldung

erforderlich

BAD BAYERSOIEN

20.00 Uhr

Weisenblasen am Soier See

SCHWANGAU

19.00 Uhr

Brotzeit-Musi im Schlossbrauhaus

DO 15.08.

Mariä Himmelfahrt

SCHONGAU

12.00 Uhr

Historischer Markt am Festplatz

BIRKLAND

14.00 Uhr

Waldfest der Birkländer Musikanten.

Es gibt Kaffee & Kuchen, Bier

vom Fass, Kesselfleisch, Schupfnudeln,

Grillspezialitäten und

zünftige Blasmusik. Ausweichtermin:

18.8. Siehe Anzeige Seite 78

LECHBRUCK

20.00 Uhr

Dämmerschoppen mit der

Musikkapelle aus Steingaden am

Musikpavillon

WIES

17.00 Uhr

Musik und Wort — Geistliche

Impulse mit festlicher Instrumentalmusik

in der Wieskirche

PREM

21.00 Uhr

Nachtwanderung „Verschollen im

Moor“ durch das Premer Moor.

Anmeldung bis 11.30 Uhr unter

08862 / 7256

BAD BAYERSOIEN

14.00 Uhr

Beachvolleyball-Dorfturnier am

See. Anmeldung am Volleyballplatz

bis 13.30 Uhr

FR 16.08.

SCHONGAU

12.00 Uhr

Historischer Markt am Festplatz

16.00 Uhr

Führung durch die Altstadt. Treffpunkt

am Rathaus. Kosten: 4 €.

Siehe Seite 37

17.00 Uhr

Erlebnisführung „Anna Gerberin —

Die Bürgersfrau zwischen Huren

und Henker“. Kosten: 5 €. Siehe

Seite 37

PEITING

17.00 Uhr

Führung durch den Walderlebnispfad.

Treffpunkt am Schützenhaus.

Kosten: 2 € / 1 € (Kinder). Anmeldung

unter 08861 / 59961

SCHWABNIEDERHOFEN

19.30 Uhr

65. Gauschießen — Stimmungsabend

mit „Muckasäck“ im Festzelt

am Sportplatz. Siehe S. 42 / 43

LECHBRUCK

10.00 Uhr

Führung „Folgen Sie den Spuren

der Flößer“. Treffpunkt am

Rathaus. Kosten: 4 €, Kinder bis 15

frei. Anmeldung bis Vortag 16.30

Uhr bei der Tourist-Info unter

08862 / 987830

17.00 Uhr

Führung „Land-Lech-Leute“ mit

der Ratschkatl. Treffpunkt am Rathaus.

Anmeldung bis 12 Uhr bei der

Tourist-Info unter 08862 / 987830

ROTTENBUCH

14.00 Uhr

Baustellenführung an der Echelsbacher

Brücke, Treffpunkt beim

Baubüro. Siehe Seite 22

SCHWANGAU

19.00 Uhr

Grill-Abend im Schlossbrauhaus

SA 17.08.

SCHONGAU

12.00 Uhr

Historischer Markt am Festplatz

17.00 Uhr

Erlebnisführung „Anna Gerberin —

Die Bürgersfrau zwischen Huren

und Henker“. Kosten: 5 €. Siehe

Seite 37

PEITING

14.00 bis 16.00 Uhr

Führung an der Villa Rustica

SCHWABNIEDERHOFEN

19.00 Uhr

65. Gauschießen — Preisverteilung

im Festzelt am Sportplatz

WILDSTEIG

10.00 bis 16.00 Uhr

Tag der Biene mit Wildsteiger

Imkern im Café Peramarta

SO 18.08.

SCHONGAU

12.00 Uhr

Historischer Markt am Festplatz

14.00 und 16.00 Uhr

Erlebnis Lechflößerei — mit dem

historischen Fernhandelsfloß auf

Fahrt. Treffpunkt am Bootshaus.

Siehe Seite 71

HOHENPEISSENBERG

18.00 Uhr

Orgelkonzert mit dem Wies-Organisten

Franz Brannekemper und

als Sprecher Diakon Dietmar Pohl

in der Wallfahrtskirche

www.boeglmueller.com

Golf-Indoor-Anlage

• 18-Löcher-Golfanlage „Auf der Gsteig“

• Öffentlicher 3-Löcher-Kurzplatz

• 150 qm Golf-Indooranlage mit Golfsimulator

(Full Swing) und Indoor-Putting-Grün

• 18 Golf-Carts

Auf der Gsteig GmbH · Gsteig 1 · 86983 Lechbruck am See · Tel. 0 88 62-98 77-50 · info@aufdergsteig.de · www.aufdergsteig.de

Golfen mit besten Aussichten...

juli / august 2019 | 81


82 | altlandkreis

SCHWABNIEDERHOFEN

9.00 Uhr

65. Gauschießen — Festsonntag

mit Kirchenzug, Festgottesdienst

und Festzug. Siehe Seite 42 / 43

RAISTING

13.30 Uhr

Sonderausstellung „50 Jahre

Mondlandung“ im Radom. Siehe

Anzeige Seite 67

MO 19.08.

BAD BAYERSOIEN

18.00 Uhr

Schautorfstechen beim Torfstich

am Haselbachweg. Teilnahme

kostenlos, nur bei guter Witterung

PREM

DI 20.08.

18.00 Uhr

Moorwanderung durch das Premer

Moor. Kostenfrei. Anmeldung

bis 11.30 Uhr unter 08862 / 7256

BAD BAYERSOIEN

10.00 bis 16.00 Uhr

Spielmobil des Kreisjugendrings

am Sportheim. Für Kinder ab 6

Jahren. Teilnahme kostenlos

20.15 Uhr

Theater „Erst dienen — dann

erben“ der Bauernbühne im Bayersoier

Hof. Karten: 4 — 10 €. VVK

bei der Tourist-Info

MI 21.08.

LECHBRUCK

14.30 Uhr

Floßfahrt mit Kaffee und Kuchen

vor Bürgerverein am Bootshafen

ROTTENBUCH

13.30 Uhr

Führung auf dem Pfaffenwinkler

Milchweg. Treffpunkt an der

Schönegger Käsealm. Kosten:

5 € / 2,50 €. Keine Anmeldung

erforderlich

BAD BAYERSOIEN

20.00 Uhr

Weisenblasen am Soier See

SCHWANGAU

19.00 Uhr

Brotzeit-Musi im Schlossbrauhaus

DO 22.08.

LECHBRUCK

20.00 Uhr

Dämmerschoppen mit der

Musikkapelle aus Wildsteig am

Musikpavillon

PREM

21.00 Uhr

Nachtwanderung „Verschollen im

Moor“ durch das Premer Moor.

Anmeldung bis 11.30 Uhr unter

08862 / 7256

SCHONGAU

FR 23.08.

16.00 Uhr

Führung durch die Altstadt. Treffpunkt

am Rathaus. Kosten: 4 €.

Siehe Seite 37

PEITING

16.00 Uhr

Kutschfahrt rund um Peiting. Anmeldung

bei der Tourist-Info unter

08861 / 59961

LECHBRUCK

10.00 Uhr

Führung „Folgen Sie den Spuren

der Flößer“. Treffpunkt am Rathaus.

Kosten: 4 €, Kinder bis 15 frei.

Anmeldung bis Vortag 16.30 Uhr

unter 08862 / 987830

17.00 Uhr

Führung „Land-Lech-Leute“ mit

der Ratschkatl. Treffpunkt am Rathaus.

Anmeldung bis 12 Uhr bei der

Tourist-Info unter 08862 / 987830

ROTTENBUCH

14.00 Uhr

Baustellenführung an der Echelsbacher

Brücke, Treffpunkt beim

Baubüro. Siehe Seite 22

SCHWANGAU

19.00 Uhr

Grill-Abend im Schlossbrauhaus

PEITING

JLECHBRUCK

SA 24.08.

14.00 bis 16.00 Uhr

Führung an der Villa Rustica

SCHONGAU

SO 25.08.

14.00 und 16.00 Uhr

Erlebnis Lechflößerei — mit dem

historischen Fernhandelsfloß auf

Fahrt. Treffpunkt am Bootshaus.

Siehe Seite 71

9.00 Uhr

Vogelkundliche Wanderung am

Oberen Lechsee. Treffpunkt am

Rathaus. Kostenlos


ROTTENBUCH

11.30 Uhr

Bergmesse am Schmauzenberg

BAD BAYERSOIEN

20.00 Uhr

Sonntagskonzert der Blaskapelle

Böbing am Kirchplatz. Bei

schlechtem Wetter im Dorfstadl.

Eintritt frei

RAISTING

13.30 Uhr

Sonderausstellung „50 Jahre

Mondlandung“ im Radom. Siehe

Anzeige Seite 67

MO 26.08.

BAD BAYERSOIEN

18.00 Uhr

Schautorfstechen beim Torfstich

am Haselbachweg. Teilnahme

kostenlos, nur bei guter Witterung

PREM

DI 27.08.

18.00 Uhr

Moorwanderung durch das Premer

Moor. Kostenfrei. Anmeldung

bis 11.30 Uhr unter 08862 / 7256

MI 28.08.

ROTTENBUCH

13.30 Uhr

Führung auf dem Pfaffenwinkler

Milchweg. Treffpunkt an der

Schönegger Käsealm. Kosten:

5 € / 2,50 €. Keine Anmeldung

BAD BAYERSOIEN

20.00 Uhr

Weisenblasen am Soier See

SCHWANGAU

19.00 Uhr

Brotzeit-Musi im Schlossbrauhaus

DO 29.08.

LECHBRUCK

20.00 Uhr

Dämmerschoppen mit der Musikkapelle

aus Bernbeuren am

Musikpavillon

PREM

21.00 Uhr

Nachtwanderung „Verschollen im

Moor“ durch das Premer Moor.

Anmeldung bis 11.30 Uhr unter

08862 / 7256

SCHONGAU

FR 30.08.

HEUTE ERSCHEINT DER

NEUE ALTLANDKREIS

16.00 Uhr

Führung durch die Altstadt. Treffpunkt

am Rathaus. Kosten: 4 €.

Siehe Seite 37

16.00 bis 17.45 Uhr

Repair-Café im Haus4you

LECHBRUCK

10.00 Uhr

Führung „Folgen Sie den Spuren

der Flößer“. Treffpunkt am

Rathaus. Kosten: 4 €, Kinder bis 15

frei. Anmeldung bis Vortag 16.30

Uhr bei der Tourist-Info unter

08862 / 987830

17.00 Uhr

Führung „Land-Lech-Leute“ mit

der Ratschkatl. Treffpunkt am Rathaus.

Anmeldung bis 12 Uhr bei der

Tourist-Info unter 08862 / 987830

ROTTENBUCH

14.00 Uhr

Baustellenführung an der Echelsbacher

Brücke, Treffpunkt beim

Baubüro. Siehe Seite 22

WILDSTEIG

18.00 Uhr

Burger-Abend im Café Peramarta.

Reservierung unter 08867 / 9125730

SCHWANGAU

19.00 Uhr

Grill-Abend im Schlossbrauhaus

PEITING

SA 31.08.

14.00 bis 16.00 Uhr

Führung an der Villa Rustica

WIES

19.00 Uhr

Musik und Wort — Geistliche Impulse

mit festlicher Kirchenmusik

in der Wieskirche

WILDSTEIG

18.00 Uhr

Burger-Abend im Café Peramarta.

Reservierung unter 08867 / 9125730

Änderungen und Fehler vorbehalten

> > > SO ERREICHEN SIE DEN „ALTLANDKREIS“

Anschrift

Email

„altlandkreis“

Redaktion: redaktion@altlandkreis.de

Birkland 40

Termine: veranstaltungen@altlandkreis.de

86971 Peiting

Anzeigen: anzeigen@altlandkreis.de

Tel.: 08869 / 91 22-16 Anregungen / Kritik: info@altlandkreis.de

Fax: 08869 / 91 22-17

www.altlandkreis.de Das Impressum finden Sie auf Seite 70.

juli / august 2019 | 83


Mit Bihler erfolgreich in Ausbildung und Beruf

Werkzeugmechaniker (m/w/d)

Mechatroniker (m/w/d)

Industrieelektriker für Betriebstechnik (m/w/d)

Elektroniker für Automatisierungstechnik (m/w/d)

Technischer Produktdesigner (m/w/d)

Informatikkaufmann (m/w/d)

Industriekaufmann (m/w/d)

Fachkraft für Lagerlogistik (m/w/d)

Alle Infos zu unseren Ausbildungsberufen findest

du auf www.bihler.de

84 | altlandkreis

– Duale Studiengänge

– Praktika

– Abschlussarbeiten

JULI/

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine