CHECK Nord #1

blumediengruppe

GESUNDHEITSMAGAZIN FÜR MÄNNER*

CHECK-MAG.COM

NORD

APRIL 2021

AUSGABE 1

BEAUTY &

WELLNESS

Experten-Tipps für

mehr Sicherheit

FRÜHLINGS-

GEFÜHLE

Was passiert da

mit mir?

SEXUALITÄT Ü60

Studie über

Kinks im Alter

veröffentlicht

CHEMSEX

GHB: Warum die

beliebte Droge so

gefährlich ist

ANNEHMEN

UND ERINNERN

Mit Trauer und Sterben

Leben lernen

CORONA: Neue Allianz gegen Virus-Mutanten

DIE EPA: Was kann die elektronische E-Akte?

TRANS*BERATUNG LÜNEBURG: Ein Blick hinter die Kulissen

DEUTSCH · ENGLISH


Moin, moin

und hallo

Moin, moin

and hello

INTRO

Wahrscheinlich fragt ihr euch, wer

oder was wir sind. CHECK ist ein neues

Gesundheitsmagazin und wendet sich

an Männer* jeden Alters, jeder Herkunft

oder Weltanschauung aus einer schwulen

Perspektive. Und wozu brauchen wir

das jetzt? Nicht nur unsere LGBTIQ*-

Community, sondern die gesamte

Gesellschaft steht derzeit vor extremen

Herausforderungen: finanziell, gesellschaftlich

wie auch psychologisch.

Wir wollen gar nicht erst versuchen,

Antworten auf die vielen schwierigen

aktuellen Fragen zu geben. Dafür bieten

wir euch Denkanstöße: Vielleicht hast

du schon einmal überlegt, umweltbewusster

zu leben? Worum genau

geht es eigentlich beim Thema Trans*?

Was bedeutet es, sich mit der eigenen

Endlichkeit, dem Sterben und dem Tod

auseinanderzusetzen?

Neue Zeiten brauchen neue Themen.

Allen, deren Existenzen aufgrund der

Lockdowns gefährdet sind, wünschen

wir im Namen des Verlags alle Kraft der

Welt. Ich bin fest davon überzeugt, dass

wir aus dieser Krise gestärkt herauskommen

können, wenn wir jetzt bereit

sind, gemeinsam neue Wege zu gehen.

You are probably wondering who or what we

are. CHECK is a new health magazine and is

aimed at men* of all ages, origins or beliefs

from a gay perspective. And why do we need

this now? Not only our LGBTIQ* community,

but society as a whole is currently facing a

myriad of challenges: financially, socially and

psychologically.

We’re not trying to provide answers to the

many difficult questions currently at hand.

Instead, we offer food for thought: Perhaps

you have already considered living more

environmentally conscious? What exactly

does trans* health entail? What does it mean

to deal with one‘s own finite nature, dying and

death?

New times need new topics. On behalf of the

publishing house, we wish all the strength in

the world to those whose existence is threatened

by the lockdowns. I firmly believe that

we can come out of this crisis stronger, if we

now come together to break new ground.

Feedback and suggestions are very welcome:

Write us an email at: info@check.mag.com

Stay healthy!

Feedback und Anregungen werden übrigens

gerne gelesen: Schreibt uns doch

eine Mail unter: info@check.mag.com

Bleibt gesund!

Torsten Schwick

Chefredakteur

Editor-in-chief

CHECK NORD #1

3


INHALT

08/12

TRANS*BERATUNG LÜNEBURG

06 Corona

Neue Allianz gegen Virus-Mutanten

08 Trans*Beratung Lüneburg

Ein Blick hinter die Kulissen

14 Die elektronische Patientenakte

Was kann die neue E-Akte?

16 Frühlingsgefühle

Was passiert da mit mir?

18 #Umweltbewusst

Wie Umweltverschmutzung unsere

Gesundheit gefährdet

24 Fleischlos glücklich

Gute Gründe, um vegetarisch zu leben

28 Beauty-Pfusch

Fünf Experten-Tipps für mehr Sicherheit

32 Health & Beauty Box

Angebote und Empfehlungen

36 Annehmen und Erinnern

Mit Trauer und Sterben Leben lernen

42 Schlau zu HIV

Therapieversagen vorbeugen

45 Alter Falter!

Studie über Fetische der Ü60

46 Chemsex

GHB: Warum die beliebte Droge

so gefährlich ist

48 Pandemie trifft Epidemie

Corona und andere sexuell

übertragbare Krankheiten

54 Sexuelle Gesundheit

s.a.m – Jetzt regelmäßig testen lassen

18/21

#UMWELTBEWUSST

#ENVIRONMENTALLYCONSCIOUS

58 Adressen

Ärzte, Praxen, Kliniken, Apotheken

62 STI-Listing

66 Impressum

4 CHECK NORD #1


CONTENT

07 Corona

New alliance against virus mutants

12 Trans*Beratung Lüneburg

Behind the scenes

15 The “Elektronische

Patientenakte“

How good is the new e-file?

17 Spring fever

What is happening to me?

21 #EnvironmentallyConscious

How pollution affects our health

26 No need for meat

Good reason to go veggie

30 Beauty treatments

5 expert tips for more safety

32 Health & Beauty Box

Offers and recommendations

40 Accepting and remembering

Learning to live with grief and dying

44 Smart about HIV

Preventing therapy failure

47 Chemsex

GHB: Why the popular party drug

is so dangerous

50 Pandemic meets epidemic

Corona and other sexually

transmitted diseases

56 Sexual health

s.a.m - Getting tested regularly now

58 Adresses

Medical Practices, Clinics, Pharmacies

64 STI-Listing

66 Imprint

ENGLISH

36/40

ANNEHMEN UND ERINNERN

ACCEPTING AND REMEMBERING

CHECK NORD #1

5


GESUNDHEITSWESEN

ALLIANZ

FÜR DIE FRÜHENTDECKUNG VON

CORONAVIRUS-MUTANTEN

IN HAMBURG

Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

(UKE) leistet gemeinsam mit dem Heinrich-

Pette-Institut, Leibniz-Institut für

Experimentelle Virologie (HPI) einen

wichtigen Beitrag zur Unterstützung des

öffentlichen Gesundheitssystems bei der

Bewältigung der Coronavirus-Pandemie.

Foto: Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)

Das Institut für Medizinische Mikrobiologie,

Virologie und Hygiene des UKE und die

Forschungsgruppe Virus Genomik & Technologieplattform

Hochdurchsatzsequenzierung

des HPI haben gemeinsam ein sequenzbasiertes

SARS-CoV-2-Überwachungs- und

Frühwarnsystem etabliert. Die Plattform baut

auf Forschungsarbeiten aus der Virusgenomik

auf, die UKE und HPI bereits seit mehreren

Jahren in Patientenproben durchführen. Nun

werden UKE und HPI für die nächsten Monate

von der Freien und Hansestadt Hamburg mit

rund 377.000 Euro gefördert.

Vor dem Hintergrund der Ausbreitung von

Varianten mit gesteigerter Übertragbarkeit

und möglicherweise erhöhter Fähigkeit zur

(Re-)Infektion genesener oder geimpfter

Personen ist eine systematische Gesamtüberwachung

von SARS-CoV-2-Mutationen

von großer Bedeutung. Mit Unterstützung

der Hansestadt Hamburg werden dazu in den

kommenden sechs Monaten circa 4.000 der in

Hamburg auftretenden SARS-CoV-2-Fälle sequenziert.

Die Sequenzdaten werden mit Hilfe

computergestützter Methoden analysiert und

anschließend durch ein gemeinsames UKE/

HPI-Expertenteam bewertet, um frühzeitig die

Ausbreitung

bereits bekannter,

aber auch die

Entstehung möglicher

neuer Mutationen

erkennen zu können. Seit

Beginn der Corona-Pandemie

haben UKE und HPI mehr als 1.700

SARS-CoV-2-Genome sequenziert

und analysiert, um die Ausbreitung von

SARS-CoV-2 zu verfolgen und insbesondere

die genetischen Veränderungen des

Erregers in der Metropolregion genauestens zu

beobachten und zu bewerten. Von Hamburger

Gesundheitsämtern und -behörden beauftragte

Sequenzanalysen konnten darüber hinaus

bereits einen wichtigen Beitrag bei der Untersuchung

lokaler Ausbrüche in Krankenhäusern,

Schulen und Pflegeheimen leisten.

Die Hamburger Virusgenomik-Surveillance-

Plattform ist auch bundesweit ein wichtiger

Bestandteil der Erhebung von SARS-CoV-2-

Sequenzdaten. Die Daten werden entsprechend

der Bundesverordnung CorSuRV, die

seit dem 18. Januar 2021 in Kraft ist, auch an

das Robert Koch Institut (RKI) weitergeleitet.

(red)

6 CHECK NORD #1


PUBLIC HEALTH

ALLIANCE

FOR THE EARLY DETECTION OF

CORONAVIRUS MUTATIONS

IN HAMBURG

ENGLISH

The Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

(UKE), together with the Heinrich-Pette-

Institut, Leibniz Institute for Experimental

Virology (HPI), is making an important

contribution in supporting the public

health system to better cope with the

coronavirus pandemic.

The Institute

for Medical

Microbiology,

Virology and Hygiene

at the UKE and a Virus

Genomics research group at

the HPI have jointly established

a sequence-based SARS-CoV-2

monitoring and early warning system.

The platform builds on research in

virus genomics that the UKE and HPI have

been carrying out in patient samples for

several years. UKE and HPI are now being

funded by the City of Hamburg with around

377,000 Euros for the next months.

Against the background of the contagion

of COVID-19 variants with increased transferability

and possibly increased potential to

(re-)infect recovered or vaccinated persons,

systematic monitoring of SARS-CoV-2 mutations

is of great importance. With the support

of the Hanseatic City of Hamburg, around

4,000 of the SARS-CoV-2 cases that occur in

Hamburg will be sequenced over the next six

months. The sequence data are analyzed with

the help of computer-aided models and then

evaluated by a joint UKE / HPI team of experts

in order to be able to identify the spread of

known mutations, as well as the development

of possible new mutations at an early stage.

Since the beginning of the corona pandemic,

UKE and HPI have sequenced and analyzed

more than 1,700 SARS-CoV-2 genomes. The

aim of the research is to track the spread of

SARS-CoV-2 and, in particular, to precisely

track, observe and evaluate the genetic changes

in the pathogen in the metropolitan area.

Sequence analyses commissioned by Hamburg‘s

health authorities have also already

made an important contribution to investigating

local outbreaks in hospitals, schools and

nursing homes.

The Hamburg Virus Genomics Surveillance

platform is also an important part of the

nationwide collection of SARS-CoV-2 sequence

data. The data will also be forwarded to the

Robert Koch Institute (RKI) in accordance with

the Federal CorSuRV ordinance, which has

been in force since January 18, 2021.

(red/ts/sw)

CHECK NORD #1

7


TRANS*

Interview: Torsten Schwick

DEAD NAMES, HARRY POTTER

UND EMPOWERMENT

Aus dem Alltag der

Trans*Beratung

Lüneburg

Als Teil des Checkpoint Queer in Lüneburg hilft die

Trans*Beratung seit 2014 in allen Fragen rund um

das Thema Trans*. Drei Mitarbeiter*innen kümmern

sich aktiv um die Betreuung von Gruppenund

Beratungsangeboten mit einer Datenbank

von etwa 150 Leuten, die sich bei Bedarf melden.

Wir sprachen mit Dr. phil. Daniel Masch, der selbst

auch trans* ist und die Beratungsstelle leitet.

Was sind die häufigsten Fragen, mit denen

sich Klient*innen an euch wenden?

Es gibt im Grunde zwei große Bereiche, aus

denen die Menschen kommen. Einerseits

suchen sie Informationen zur Transition. Nicht

nur von medizinischer Seite, sondern auch zur

rechtlichen Transition, etwa mit Fragen wie

„Wie kann ich meinen Namen oder Personenstand

ändern?“ Und dann gibt es soziale

Transitions-Themen: Wie kann ich ein besseres

Passing erreichen? Wie kann ich besser so

aussehen oder mich geben, dass ich eindeutiger

gelesen werden kann? Der andere Bereich

ist der psychosoziale Bereich. Da geht es um

Outing-Beratung oder Beziehungsunterstützung

in Form einer Familienberatung, Partnerschafts-

oder Paarberatung. Wir begleiten

auch an- und zugehörige Menschen.

Was treten da für Probleme auf, wenn in einer

Partnerschaft ein/e Partner*in nun trans* ist?

Oft ist es erst einmal so, dass An- und Zugehörige

den Prozess nicht so recht einschätzen

können. Sie wissen nicht, was das eigentlich

bedeutet. Damit gehen sie dann meistens zu

einer Angehörigenberatung, wo wir Strategien

entwickeln, um einerseits den eigenen Prozess

als Partner*in selbst gut zu managen.

Andererseits helfen wir dabei, Wege zu finden,

um die*den Partner*in während der Transition

zu begleiten und zu unterstützen. Da müssen

ganz viele selbstklärende Prozesse passieren,

in allen Bereichen der Partnerschaft.

Was meinst du mit selbstklärend?

Nehmen wir mich als Beispiel: Ich bin ursprünglich

mit meinem Partner zusammengekommen

augenscheinlich als Frau. Zwar habe ich

8 CHECK NORD #1


TRANS*

Foto: Good Studio_stock.adobe.com

mich immer schon schwul gefühlt, aber er

dachte eben, ich sei eine Frau, weil ich auch

noch so aussah. Für ihn lag dann die Herausforderung

darin, seinen Platz als schwuler

Mann in der Welt zu finden, da er ja nun in

einer schwulen Ehe lebt. Unsere Partnerschaft

ist ein großer Teil unserer Identität. Er

stand also vor der Tatsache, dass er nun ein

schwuler Mann ist. Er fragte sich also, was

das nun für ihn bedeutet, wie er damit umgeht

oder darüber redet. Es war kein Thema für ihn,

schwul zu sein, aber es war eben ungewohnt.

Damit rechnet man ja auch nicht unbedingt …

Er erlebte dann teilweise Situationen, in denen er

merkte, dass die Leute davon ausgehen, er lebe

mit einer Frau zusammen. Aber das stimmt ja

nicht. Auch wenn das nicht so belastend für ihn

war, musste er erst einmal schauen, wie er mit

solchen diskriminierenden Erlebnissen umgeht:

Um ihn herum besteht eine Heteronormativität,

gleichzeitig will er nicht lügen oder die eigene

Familie verheimlichen. Wie sagt man das den

Leuten, ohne ihnen vor den Kopf zu stoßen oder

sich selbst zurückzustellen?

Wie geht ihr in der Beratung dann damit um?

Der wichtigste Hinweis ist eigentlich: Bisschen

den Druck rausnehmen und es auf sich

zukommen lassen. Wenn die*der Partner*in

den Geschlechtsausdruck wechselt, ist die

erste Reaktion oft: Ich stehe ja eigentlich

auf das andere Geschlecht. Was machen

wir denn da jetzt? Dann muss man spüren:

Wieviel stehe ich eigentlich auf dich

und wieviel stehe ich auf deinen Körper?

Wieviel deiner Liebe gilt dem eigentlichen

Menschen? Schaue einfach Tag für Tag. Die

Veränderungen geschehen ja nicht von heute

auf morgen, sondern sehr langsam.

Zudem kann man natürlich schauen, welche

typischen Veränderungen es gibt, etwa rund

um die Sexualität. Was muss ich bedenken,

wenn ich eine Hormontherapie mache? Was

verändert sich dadurch an meiner Sexualität?

Da gibt es so bestimmte Dinge, die passieren

standardmäßig. Dann gibt es Dinge, die eher

selten vorkommen, auf die wir aber auch hinweisen.

Einfach, damit die Menschen schon

einmal davon gehört haben und es sie nicht

völlig überraschend trifft.

CHECK NORD #1

9


TRANS*

Das klingt echt spannend! Oder ist das ein blödes

Wort, um diese Prozesse zu beschreiben?

Es ist spannend. Und ich finde es auch schön,

zu sagen, es ist spannend. Besser als „Gott,

das ist so viel oder so groß.“ Spannend macht

Neugier. Und Mut.

„ES IST FÜR ALLE BETEILIGTEN

UNGEMEIN SCHÖN HERAUSZU-

FINDEN, DASS NIEMAND SCHULD

HAT. WEDER DIE PERSON, DIE SICH

VERÄNDERN WIRD, NOCH DIE

ELTERN ODER DAS UMFELD.“

Mut ist hier bestimmt sehr wichtig! Und den

brauchen auch Eltern. Was sind die besonderen

Fragen, die Eltern von Klient*innen haben?

Selbst ganz offene, liebe, nette und unterstützende

Eltern haben standardmäßig so

bestimmte Themen, etwa: Habe ich etwas

falsch gemacht? Wer hat Schuld? Und es ist

für alle Beteiligten ungemein schön herauszufinden,

dass niemand Schuld hat. Weder

die Person, die sich verändern wird, noch die

Eltern oder das Umfeld. Es ist einfach etwas,

das so ist. Auch ein beliebtes Thema: Hätte

ich etwas anders machen können, damit mein

Kind sich in seiner Identität wohlfühlt? Und

dann kommt häufiger die Frage: Was, wenn

ich mein Kind nicht mehr erkenne? Hier lautet

die Antwort: Dein Kind bleibt dein Kind und es

wird sich auch vom Wesen nicht grundlegend

verändern. So etwas zu wissen, nimmt natürlich

viele Ängste raus.

Aber es gibt ja auch Probleme von Seiten

der Gesellschaft. Was taucht da immer

wieder auf?

Oft geht es um das richtige Gendern oder um

Diskriminierungserfahrungen, gerade auch auf

der Arbeit. Ich gehe viel in Unternehmen und

Schulen und mache dort Workshops. Wenn

alle das Thema Trans* und Nicht-Binarität

einmal verstanden haben oder zumindest eine

Idee davon haben, was das alles bedeutet,

nimmt die Diskriminierung meist stark ab. Die

Leute verstehen dann schnell: Er oder sie lebt

halt jetzt als Frau oder Mann. Dann ist eine

Transition kein Aufregerthema mehr.

Wie sieht es innerhalb der LGBTQI*-

Community aus?

Probleme gibt es natürlich auch immer

wieder in der Regenbogen-Community. Wir

haben beispielsweise schwule trans* Männer,

die Fragen zu sexueller Gesundheit haben.

Oder sie wollen wissen, wie sie in die Szene

kommen, wie sie sich dort behaupten sollen,

etwa wenn keine genitalangleichende Operation

gewünscht oder noch nicht erfolgt ist.

Es gibt auch viele politische Themen, so

etwa: Darf man Harry Potter noch gut finden?

Das ist ein krasses Thema für die Menschen,

weil ganz viele Leute eben Fans sind, und es

total genießen, sich einfach in die Harry-

Potter-Welt einzutauchen. Und dann kommt

die Autorin und haut so transfeindliche

Sachen raus. Manche Fans wissen nun einfach

nicht mehr, ob sie sich noch mit Harry

Potter beschäftigen sollen.

Wie schätzt du die öffentliche Debatte rund

um geschlechtliche Vielfalt ein?

Also, ich finde es wichtig, dass darüber berichtet

wird. Ich habe auch gesehen, was für eine

tolle empowernde Wirkung gute Berichterstattung

auf Menschen hat. Es gibt Personen,

die jetzt sechzig Jahre alt sind, zu mir in die

Beratung kommen und mir sagen, wie schön

es ist, dass sich die Welt so geändert hat und

es jetzt so viel Wissen gibt. Sie trauen sich

endlich sie selbst zu werden. Das ist super.

Gleichzeitig wäre es schön, wenn es weniger

aufgeregt passieren würde und wir nicht

immer die ganzen Klischees bedienen. Also

typische Überschriften wie etwa: „Das ist

Torsten, der jetzt Luisa heißen möchte!“

Da werden so bestimmte Narrative immer

wieder reproduziert, die für die Community

hart sind. So etwa die Frage nach dem alten

Namen. In der Community wird der alte

Name auch „Dead Name“, also toter Name

genannt. Wenn ich jetzt beispielsweise

sage, mein Name war einmal Kathrin, dann

schauen dich die Leute an und versuchen

eine Kathrin zu finden. Das ist einfach merkwürdig

und unangenehm.

Es ist Standard in den Medien, dass immer

erst der Dead Name genannt wird. Es sig-

10 CHECK NORD #1


TRANS*

nalisiert leider, dass, wenn man eine trans*

Person trifft, man auch als Erstes nach dem

alten Namen fragen darf. Das ist absolut nicht

zielführend.

„TRANS* UND NICHT-BINÄRE

MENSCHEN ZEIGEN ANDEREN,

WIE WICHTIG ES IST, INDIVIDUA-

LITÄT ZU RESPEKTIEREN UND

ZU FÖRDERN. DAS HILFT ALLEN

MENSCHEN, DENN ALLE SIND

IRGENDWIE ANDERS.“

Wir reden immer von den Problemen. Welche

positiven Erfahrungen und Beobachtungen

machst du in deiner Arbeit?

Auch wenn eine Transition ein steiniger

und oft schwerer Weg ist, lernen Menschen

dadurch sehr viel über sich und ihre Identität,

Ziele und Bedürfnisse.

Durch diese intensive Auseinandersetzung

mit mir selbst, kann ich meinen Weg im Leben

oft besser einschätzen und gehen lernen. Wer

sich nicht so stark mit sich selbst auseinandersetzen

muss, drückt sich gerne mal vor so

existenziellen Themen und findet den eigenen

Weg vielleicht nicht so sicher. Diese Auseinandersetzung

kann extrem kraftvoll und

befreiend sein. Außerdem zeigen trans* und

nicht-binäre Menschen anderen, wie wichtig

es ist, Individualität zu respektieren und zu

fördern. Das hilft allen Menschen, denn alle

sind irgendwie anders.

Abschließend noch ein paar Tipps vielleicht?

Es ist mir ein ganz besonderes Anliegen, zu

sagen: Holt euch Hilfe! Geht den Weg nicht allein.

Findet Menschen, die euch sagen, wo die

Stolpersteine liegen. Die Menschen in den Beratungsstellen

kennen die ganzen Feinheiten

und die fiesen Fallen, in die man tappen kann.

Sei es rechtlich, psychologisch, medizinisch

oder versicherungstechnisch. Du darfst da

hingehen und dir Hilfe holen!

Trans*LG

Beim Holzberg 1, 21337 Lüneburg

Tel. 04131 99 49 359

TransLG@checkpoint-queer.de

www.checkpoint-queer.de

DR. MARTIN EICHENLAUB

Facharzt für Neurologie, Nervenheilkunde,

Psychiatrie und Psychotherapie

Elbgaustraße 112, 22547 Hamburg

Telefon 040 / 84 10 84

www.nervenarzt-eichenlaub.de

CHECK NORD #1

11


TRANS*

ENGLISH

DEAD NAMES, HARRY POTTER

AND EMPOWERMENT

FROM EVERYDAY LIFE AT THE TRANS*

COUNSELING IN LÜNEBURG

Interview: Torsten Schwick

As part of the Queer Checkpoint in Lüneburg, the Trans*Beratung has advised

on trans topics since 2014. We spoke to Daniel Masch, Ph.D., who is also trans*

himself and runs the counseling center.

What are the most common questions from

your clients?

There are basically two major areas: On the

one hand, they are looking for information on

the transition itself. Not only from a medical

perspective, but also on the legal transition,

for example, with questions such as, “How can

I change my name or civil status?” And then

there are social transition issues, “What can I

do to ‘pass’ better?”

The other area is the psychosocial hurdles.

It is about outing or relationship support in

the form of family counseling, partnership or

couples counseling. We also support relatives

and associated people.

What problems arise when someone in a

partnership comes out as trans*?

It is often the case that relatives don’t know

what it actually means. We help develop

strategies to manage the process better, we

help to find ways to to accompany and support

your partner during the transition. It requires

a lot of self-exploration and examination in all

areas of the partnership.

What kind of advice do you give in this

situation?

If your partner changes their gender expression,

the first reaction is often: I‘m actually

into the opposite sex. What are we doing now?

After this initial wave of emotions, the person

has to ask themselves: How much do I really

Daniel Masch, Ph.D

Head of Trans*

Beratung

like you and how much do I like your body?

How much of your love is for the real person?

Just see for yourself day by day. The changes

don‘t happen overnight, but very slowly.

What about issues within the LGBTQI*

community?

Of course, there are also problems in the

rainbow community. For example, we have gay

trans* men who have questions about sexual

health. Or they want to know how to get into

the scene, how to assert themselves there, for

example if no genital adjustment operation is

desired or has not yet taken place. There are

also many political issues, such as: “Can I still

like Harry Potter?” This is a hot topic because

a lot of people are fans and they totally

enjoy simply immersing themselves in the

Harry Potter world. And then the author starts

making comments that are transphobic. Some

fans just don‘t know anymore whether they

12 CHECK NORD #1


TRANS*

Photo: Lena Balk_unsplash.com

should still engage with and support the Harry

Potter books.

How do you rate the public debate about

gender diversity?

I think it‘s important the media discusses the

topics. I have also seen what a great empowering

effect good reporting has on people. There

are people who are now sixty years old who

come to my counseling and tell me how nice it

is that the world has changed so much and that

there is now so much knowledge. They finally

dare to become themselves and that‘s great.

At the same time, it would be nice if things happened

less excitedly and if we didn‘t always use

all the clichés. So typical headlines like: „This is

Torsten, who now wants to be called Luisa!“

Certain narratives that are tough for the community

are reproduced over and over again.

For example the question about the old name.

In the community, the old name is also called

„Dead Name“. If I now say, for example, my

“TRANS* AND NON-BINARY PEO-

PLE SHOW OTHERS HOW IMPORT-

ANT IT IS TO RESPECT AND PRO-

MOTE INDIVIDUALITY. THAT HELPS

EVERYONE, BECAUSE EVERYONE IS

SOMEHOW DIFFERENT.

name was once Kathrin, then people look at

you and try to find Kathrin. It‘s just weird and

uncomfortable.

It is standard in the media that the Dead

Name is always mentioned first. Unfortunately,

it signals that when you meet a trans*

person, the first thing you can ask is the old

name. That is absolutely not conducive to

advance trans* rights.

We always talk about the problems. What

positive experiences and observations do you

have in your work?

Even if a transition is a rocky and often difficult

road, people learn a lot about themselves and

their identity, goals and needs.

Through this intensive examination of myself, I

can often better assess my path in life and learn

to walk. Those who do not have to deal with

themselves that much like to avoid such existential

issues and may not find their own way

so surely. This confrontation can be extremely

powerful and liberating. In addition, trans* and

non-binary people show others how important

it is to respect and promote individuality. That

helps everyone, because everyone is somehow

different. (translation: ts,sw)

Trans*LG

Beim Holzberg 1, 21337 Lüneburg

Tel. 04131 99 49 359

TransLG@checkpoint-queer.de

www.checkpoint-queer.de

CHECK NORD #1

13


DIGITAL

DIE ELEKTRONISCHE

PATIENTENAKTE

Die digitale Revolution macht auch vor Patientendaten nicht

halt. Mit der elektronischen Patientenakte (ePa) soll es weniger

Papierkram, bessere Diagnosemöglichkeiten und mehr Klarheit

für Fachleute geben. – Was die E-Akte kann und woran es Kritik

gibt, findet ihr hier im Überblick.

WAS GENAU IST DIE ELEKTRONISCHE

PATIENTENAKTE?

Die ePa soll Patient*inneninfos digital zusammenfassen

und speichern. Dazu gehören

Röntgenbilder, Blutwerte, eingenommene

Medikamente und Vorerkrankungen. Ärzt*innen

erhoffen sich davon einen umfassenderen

Blick auf Patient*innen-Daten. Die ePa ist

freiwillig und wird seit Januar zunächst in 200

Praxen getestet. Ab Juli 2021 können sich dann

alle 73 Millionen gesetzlich Versicherten mit

Ärzt*innen, Therapeut*innen und Krankenhäusern

vernetzen. Die dafür entwickelte ePa-App

soll zudem ermöglichen, dass man Dokumente

auch selbst hochladen und die eigene

E-Akte verwalten kann.

WAS SOLL NOCH DIGITALISIERT

WERDEN?

Die E-Akte ist erst der Anfang. Ab 2022 sollen

auch der Impfausweis, der Mutterpass, das

Untersuchungsheft für Kinder und das Zahnbonusheft

digitalisiert werden. Somit sollen

Doppeluntersuchungen künftig vermieden und

das Risiko von Behandlungsfehlern minimiert

werden. Digitale Daten sollen allerdings auch

in anonymer Form der Forschung dienen.

HABE ICH KONTROLLE ÜBER

MEINE DATEN?

Welche Gesundheitsdaten in der ePa landen,

sollen Patient*innen selbst bestimmen. Vorgesehen

ist, dass Dokumente sich auch wieder

löschen lassen.

Krankenkassen sollen

ebenfalls keinen

Einblick in die Daten

erhalten, so das Bundesgesundheitsministerium:

„Niemand außer der oder die

Versicherte und diejenigen, die

dazu berechtigt wurden, können

die Inhalte lesen.“ Auch sollen

Ärzt*innen nur dann auf die ePa zugreifen

dürfen, wenn sie hierfür eine Patient*innen-

Erlaubnis bekommen.

KRITIK AN DER EPA

Datenschützer*innen bemängeln etwa, dass

man erst ab Januar 2022 für jedes Dokument

festlegen kann, welcher Arzt oder welche

Ärztin es einsehen kann. Bis dahin kann etwa

ein/e Physiotherapeut*in den Bericht über

eine PrEP-Einnahme einsehen. Zudem besteht

Angst vor Hacker-Angriffen. Zwar werden die

Daten verschlüsselt gespeichert, jedoch zeigt

der Fall in Finnland, dass etwaige Sicherheitsmaßnahmen

nicht unbedingt ausreichend

sind. Dort haben Cyberkriminelle Zehntausende

vertrauliche psychotherapeutische

Behandlungsdaten eines privaten Anbieters

gestohlen, um damit Geld zu erpressen. (ts)

Mehr Informationen über die ePa findet

ihr auf der Internetseite des Bundesgesundheitsministeriums.

Quellen: ZDF, BMG

14 CHECK NORD #1


DIGITAL

THE “ELEKTRONISCHE

PATIENTENAKTE”

ENGLISH

Foto: vladwel / stock.adobe.com

The digital revolution does not stop at patient data. The

“Elektronische Patientenakte” (ePa) is the German version of

the electronic health record. It promises less paperwork, better

diagnostic options and more clarity for specialists. How good is

the ePa and why do some voices remain critical about its use?

WHAT EXACTLY

IS THE EPA?

The ePa is intended to

digitally summarize and

save patient information.

This includes x-rays, blood

tests, medication taken and

previous illnesses. Doctors hope

that this will give them a more

comprehensive view of patient data.

The ePa is voluntary and being tested in 200

practices since January. From July 2021, all 73

million legally insured persons in Germany will

be able to connect their file to a wide network

of doctors, therapists and hospitals. The ePa

app developed for this purpose should also

enable you to upload documents yourself and

manage your own e-files.

WHAT ELSE WILL BE DIGITIZED?

The e-file is just the beginning. From 2022 the

vaccination card, the maternity card, the examination

booklet for children and the dental

bonus booklet will also be digitized. This way,

double examinations should be avoided in the

future and the risk of treatment errors minimized.

However, digital data may also be used for

research in an anonymous form.

DO I HAVE CONTROL OVER

MY DATA?

The patients themselves are supposed to determine

which health data ends up in the ePa.

It is planned that documents can also be deleted

again. Health insurance companies should

also not have access to the data, according to

the Federal Ministry of Health: “Nobody except

the insured person and those who have been

authorized to do so can read the content.”

Also, doctors will only be allowed to access

the ePa if they get a patient permit for this.

CRITICISM OF THE EPA

Data protection activists complain that it will

only be possible to determine which doctor

can view each document from January 2022.

Until then, a physiotherapist can see the

report on a PrEP intake. There is also a fear of

hacking attacks. In Finland, cyber ​criminals

stole tens of thousands of confidential psychotherapeutic

treatment data from a private

provider in order to extort money. Although the

data is stored in encrypted form, the case in

Finland shows that security measures may not

be sufficient. (ts,sw)

You can find more information about

the ePa on the website of the German

Federal Ministry of Health.

Sources: ZDF, BMG

CHECK NORD #1

15


PSYCHOLOGIE

FRÜHLINGSGEFÜHLE

Zwar schien der Gedanke daran in diesem Corona-Winter noch unendlich weit weg.

Aber nun ist er hier: Der Frühling. Warum aber sind wir so viel besser drauf und haben

mehr Lust auf Sex und Verlieben?

HORMONE IM EINKLANG MIT

DER NATUR

Das Sexualhormon Testosteron hat beim Mann

einen jahreszeitlichen Rhythmus. Im Gegensatz

zu den anderen Jahreszeiten produziert

der männliche Körper im Frühling und im

Sommer tatsächlich mehr Testosteron. Das

Hormon ist aber nicht nur für mehr Aktivität

in den Lenden wichtig, sondern auch für die

Psyche. Ist der Testosteronspiegel erhöht,

fühlt man sich einfach wohler.

MEHR LICHT, MEHR SPASS

Das Hormon Melatonin beeinflusst unseren

Schlaf-Wach-Rhythmus. Sobald es dunkel

wird, wird aus dem Glückshormon Serotonin

das Schlafhormon Melatonin gebildet. Wenn

es also im Frühjahr wieder heller wird, sind wir

auch wacher und aktiver.

DIE SINNE ERWACHEN WIEDER

Wenn die ersten Blüten und Knospen treiben,

ist es so als wache die Natur wieder auf. Nach

einem grauen Winter erhalten wir wieder neue

visuelle Reize, weil alles allmählich grün wird.

Aber auch Geräusche wie Vogelgezwitscher

oder der Geruch von modrigem Laub und

feuchter Erde, wenn die Sonne den Boden

wieder erwärmt, sorgt dafür, dass wir plötzlich

wieder stimuliert werden.

FRISCHE LUFT MACHT SEXY

Muss man sich im Winter tatsächlich dazu

motivieren, nach draußen zu gehen, so bringt

der Frühling förmlich Lust, wieder aktiv zu

werden. Frische Luft und Bewegung sorgen

für einen besseren Stoffwechsel und kurbeln

so die Durchblutung an. Durch den Sauerstoff

wird die Zellteilung in der Haut angeregt

und lässt einen frisch und gesund aussehen.

Das macht Laune, auch weil man sich selbst

wieder attraktiver fühlt.

ERDBEEREN, SPARGEL UND CO.

Schluss mit Obst und Gemüse, das in dicken

Plastikcontainern um die halbe Welt in deinen

Discounter-Markt gereist ist. Spätestens

ab April wird die regionale Auswahl wieder

reichhaltiger: etwa mit Spargel, Radieschen,

Spinat, Lauch und leckerem Feldsalat. Dann

wird es auch nicht mehr lange dauern, bis

die ersten frühen Sorten von Kirschen,

Himbeeren, Blaubeeren, Stachelbeeren

und vielen anderen köstlichen

Obstsorten erhältlich sind.

Diese Lebensmittel sehen

nicht nur geil aus, sie

versorgen uns auch mit

guten Nährstoffen, die

uns rundum fit und

munter machen.

Mjam, mjam. (ts)

MAN SIEHT MEHR HAUT

Die kalten Tage sind vorbei und langsam

trauen sich die Menschen wieder, leichtere

Kleidung zu tragen. Allein schon der Anblick

von Haaren, die im Winter unter Kapuzen und

Wollmützen verschwinden, ist eine kleine

Aufregung. In Deutschland werden auch T-

Shirts bei Temperaturen von 15 Grad Celsius

getragen. Eine reine Augenweide, wenn man

monatelang nur Winterjacken gesehen hat.

16 CHECK NORD #1


SPRING FEVER

PSYCHOLOGY

The thought of it seemed infinitely far away. But it‘s finally here now: Springtime!

Why are we so much better off and have more desire for sex and falling in love once

winter melts away?

ENGLISH

HORMONES IN HARMONY

WITH NATURE

In men, the sex hormone testosterone has

a seasonal rhythm. Unlike in the other

seasons, the male body actually produces

more testosterone in spring and summer.

The hormone is not only important for more

activity in the loins, but also for the psyche.

If the testosterone level is increased, you

simply feel better.

MORE LIGHT, MORE FUN

The hormone melatonin influences our

sleep-wake cycle. As soon as it gets dark, the

happiness hormone serotonin is converted

into the sleep hormone melatonin. So when it

gets lighter again in spring, we are also more

alert and active.

AWAKENING OF THE SENSES

When the first flowers and buds blossom, it

is as if nature is waking up again. After a gray

winter we get new visual stimuli again because

everything gradually turns green. But also

noises like the chirping of birds or the smell

of musty leaves and damp earth when the sun

warms the ground up again ensure that we are

suddenly stimulated again.

SHOWTIME

The cold days are over and slowly people dare

to wear lighter clothes again. Just the sight of

hair that disappears under hoods and woolen

hats in winter is a bit of a stir. In Germany,

T-shirts are already worn at temperatures of 15

degrees Celsius. A feast for the eyes if you‘ve

only seen winter jackets for months.

Foto: olly_stock.adobe.com

FRESH AIR AND SEX APPEAL

While you really have to motivate yourself

to go outside in winter, spring literally brings

you the desire to be active again. Fresh air

and exercise ensure a better metabolism and

thus stimulate blood circulation. The oxygen

stimulates cell division in the skin and makes

you look fresh and healthy. It’s fun and you

also feel more attractive again.

STRAWBERRIES, ASPARAGUS AND CO.

No more fruit and vegetables that have traveled

halfway around the world to your discount

store in thick plastic containers. From April at

the latest, the regional selection will be richer

again: for example with asparagus, radishes,

spinach, leeks and delicious lamb‘s lettuce.

Then it won‘t be long before the first early

varieties of cherries, raspberries, blueberries,

gooseberries and many other delicious fruits

are available. These foods not only look great,

they also provide us with good nutrients that

keep us fit and lively. Nom, nom. (ts,sw)

CHECK NORD #1

17


UMWELT

#UMWELTBEWUSST

Wie Umweltverschmutzung unsere

Gesundheit beeinträchtigt

Sommerurlaub 2021: 60 Tonnen Plastikmüll am Tag. 32 Grad Wassertemperatur.

Parasiten im Darm als Souvenir. Die Infos passen auf eine Postkarte und sind nicht

mal ein schlechter Scherz: Vermüllung und Klimawandel sind real.

Die Verschmutzung des Planeten findet aber

auch im Kleinen statt und betrifft uns ganz

direkt. Denn täglich nehmen wir unzählige Gifte

durch die Nahrung, Kosmetik oder Alltagsgegenstände

in uns auf. Welches sind die größten

Gefahren und wie kann man sich im Alltag davor

schützen?

SCHWERMETALLE

Laut WHO (Weltgesundheitsorganisation)

sind 60 bis 70 Prozent aller chronischen und

akuten Krankheiten auf Schwermetallvergiftungen

zurückzuführen. Dazu gehören viele Krebsarten,

Allergien, Alzheimer, Parkinson, Osteoporose

sowie Nerven- und Nierenschädigungen.

Zu den bekanntesten Schwermetallen zählen

Cadmium und Quecksilber. Durch die Verbrennung

fossiler Rohstoffe werden geschätzt etwa

2900 Tonnen Quecksilber pro Jahr in die Atmosphäre

entladen. Trotz EU-weiter Richtlinien

gelangt Quecksilber über die Nahrungskette

in unsere Körper. Im menschlichen Mikrobiom

befinden sich Mikroorganismen (Bakterien und

Hefen), die die Fähigkeit besitzen, Quecksilber

in das deutlich giftigere Methylquecksilber

umzuwandeln. Ob und wieviel letztendlich

davon in unserem Organismus landet, ist kaum

zu kontrollieren. Cadmium hingegen gelangt

unter anderem durch Düngemittel in Böden und

Grundwasser und schließlich in unsere Lebensmittel.

Auch beim Rauchen wird Cadmium freigesetzt

und über die Atemwege in den Körper

gebracht. Dort reichert es sich vornehmlich in

der Leber und den Nieren an.

DUFTSTOFFE

Riecht gut, macht aber krank.

Lysmeral etwa ist ein aromatischer

Aldehyd, der nach Maiglöckchen

riecht. Unter dem Namen Butylphenyl

Methylpropional findet man es

in Parfüms, Weichspülern, Duft- und

Aromastoffen, Raumsprays sowie

Körperpflegeprodukten. Lysmeral

gehört zu den sogenannten

Kontaktallergenen. Diese lösen bei

Kontakt allergische Reaktionen wie

Rötungen, Jucken, Nässen oder Bläschenbildung

aus. Besonders durch

Wasch- und Reinigungsmittel gelangen

Duftstoffe ins Abwasser, von

dort in die Flüsse, Meere und dann

über Verdunstung in den Regen. Seit

mehr als 30 Jahren ist bekannt, dass

Lysmeral nach oraler Verabreichung

bei Ratten dafür sorgen, dass Spermien

morphologisch verändert, ihre

Anzahl deutlich reduziert und die

Tiere infertil werden. Die Dosis muss

allerdings recht hoch sein, um diesen

heftigen Effekt hervorzurufen.

Langzeitfolgen für den Menschen

wurden bisher nicht untersucht. Das

gilt auch für viele andere von der

Industrie eingesetzten Duftstoffe.

18 CHECK NORD #1


UMWELT

Foto: freshidea_stock.adobe.com

PLASTIKVERPACKUNGEN

Die Forschungsgruppe PlastX hat 2019 Produkte wie Joghurtbecher, Trinkund

Shampoo-Flaschen aus acht verschiedenen Kunststofftypen untersucht.

Dabei kam heraus, dass drei von vier Produkten schädliche Substanzen enthalten.

Mehr als 80 Prozent dieser Stoffe konnten nicht einmal identifiziert werden.

Klar ist jedoch, dass einige der gefundenen Chemikalien toxisch auf Zellen wirken

oder endokrine, also hormonähnliche Effekte hervorrufen. Zwar gaben die

Forscher*innen Entwarnung, dass nicht alle Produkte diese giftigen Stoffe enthalten.

Das Problem ist aber, dass Verbraucher*innen nicht erkennen können, ob

der Plastikbecher mit Vanillepudding eventuell die Gesundheit gefährdet.

BIO-PLASTIK IST AUCH SCHÄDLICH

Eine weitere Studie der Forscher*innen hat im September 2020 bestätigt,

dass biobasierte und biologisch abbaubare Materialien nicht sicherer sind als

herkömmliche. Drei Viertel der insgesamt 43 untersuchten Produkten enthielten

schädliche Chemikalien, teilweise wurden bis zu 20000 chemische Stoffe gefunden.

Produkte auf Cellulose- und Stärkebasis enthielten die meisten Chemikalien.

CHECK NORD #1

19


WORK UMWELT LIFE

VERBRAUCHER*INNEN AN DIE MACHT!

Laut einer Studie des Umweltbundesamts meinen 18 Prozent der Befragten, dass die Bundesregierung

nicht genug für den Umwelt- und Klimaschutz tue. Wie sieht es aber im Privaten aus? Eigentlich

können wir alles, was Emissionen und Müll verursacht, teilweise selbst reduzieren: Flug- und

Autokilometer, Verpackungen aller Art, Fleisch- und Milchkonsum, Heizenergie, Papier, Druckertinte

und Klamotten. Es einer Handvoll Politiker*innen zu überlassen, ob wir in vierzig Jahren noch eine

intakte Umwelt haben werden, ist in etwa so sinnvoll wie eine Rechenaufgabe durch das Singen von

Tonleitern lösen zu wollen. Wir Verbraucher*innen müssen hier das Zügel selbst in die Hand nehmen

und den Konzernen durch unser Konsumverhalten klare Signale setzen. Das Angebot darf nicht die

Nachfrage bestimmen. Hört man sich um, wird klar, dass die meisten von uns umweltbewusster

handeln wollen. Die Möglichkeiten, dies zu tun, sind aber teilweise noch sehr begrenzt. Besonders

bei Plastik ist es schwer. Schaut man sich die Lebensmittelregale der Supermärkte an, ist schnell

klar warum. Bis auf ein paar Äpfel und Bananen ist wirklich fast alles verpackt. Da auch die Bio-

Plastik-Alternative keine wirkliche Alternative ist, stellt sich die Frage:

UNVERPACKTE PRODUKTE

Jeder weiß, dass Wegwerfgeschirr, Plastikbecher,

Plastiktüten und Strohhalme mittlerweile

ein no-go sind. Zusätzlich kann man beim

Einkaufen darauf achten, loses anstelle von

verpacktem Obst zu kaufen.

GLAS STATT PLASTIK

Auch wenn sie schwerer zu tragen sind, kann

man Wasserflaschen und Softdrinks kaufen, die

in Glasflaschen abgefüllt sind. Tupperware lässt

sich durch Glasbehälter ersetzen, die sich auch

zum Einfrieren eignen.

SEIFEN STATT GELE

Anstatt Shampoos und Duschgele in

schicken bunten Plastikflaschen, kann man für

den alltäglichen Gebrauch auch auf Seifenblöcke

umsteigen. Diese gibt es mittlerweile

bereits in vielen spezialisierten Versionen gegen

Schuppen, fettige Haare und Haut etc. Aber

auch hier Vorsicht vor gesundheitsschädlichen

Duftstoffen.

Was tun?

„Original Unverpackt“ auf der Wienerstraße 16

in Kreuzberg. Besonders für haltbare Produkte

oder Dinge, die man zwar jeden Tag braucht, aber

nur einmal im Monat kauft, wie etwa Waschmittel,

lohnt sich der Trip.

FOODSHARING

Wenn Verbraucher*innen den Hersteller*innen

signalisieren, dass weniger bereits mehr ist,

könnten Konzerne ihre Produktionen runterfahren.

Besonders schmerzlich ist die Lebensmittelverschwendung.

Die Weltgesundheitsorganisation

(WHO) schätzt, dass weltweit rund

1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel pro Jahr auf

dem Müll landen. Das entspricht dem Gewicht

von 20 Milliarden Supermodels bei einem durchschnittlichen

Gewicht von 65 Kilogramm. Eine

gute Alternative, um diesem Wahnsinn Einhalt

zu gebieten, sind sogenannte Foodsharing-Initiativen.

Über eine App bieten Restaurants, Hotels,

Imbisse und Bäckereien an, Dinge, die am Tag

nicht verkauft werden, für einen günstigen Preis

zu erwerben. ResQ Club oder Toogoodtogo gehören

zu den bekanntesten Apps dieser Art. (ts)

VERPACKUNGSFREIE LÄDEN

Wer wirklich neugierig ist, wie man Verpackungsmüll

langfristig reduziert, der kann im

Internet einfach mal nach „Verpackungsfreier

Laden“ suchen. In vielen deutschen Städten gibt

es kleine Läden, die nur unverpackte Waren anbieten.

Der erste Laden dieser Art in Berlin war

Diese Übersicht ist keineswegs vollständig.

Hast du mehr Ideen und Vorschläge, die du mit

anderen teilen möchtest? Dann schreib uns

doch eine Mail an info@check-mag.com mit

dem Betreff „#umweltbewusst“. Gerne veröffentlichen

wir konstruktive Gedanken unserer

Leser*innen.

20 CHECK NORD #1


ENVIRONMENT

#EnvironmentallyConscious

How pollution affects our health

ENGLISH

Summer vacation 2021: 60 tons of plastic waste per day. 32 degrees Celsius water

temperature. Parasites in the intestine as a souvenir. The information fits on a postcard

and isn‘t even a bad joke: pollution and climate change are real.

The pollution of the planet also takes place

on a small scale and affects us very directly.

Everyday, we ingest innumerable amounts of

poison through food, cosmetics, and everyday

objects. What are the greatest dangers and

how can you protect yourself from it in your

day-to-day life?

HEAVY METALS

According to the World Health Organization

(WHO), 60 to 70 percent of all chronic and

acute illnesses can be traced back to heavy

metal poisoning. These include many types

of cancer, allergies, Alzheimer‘s, Parkinson‘s,

osteoporosis, as well as nerve and kidney damage.

Among the most known heavy metals

are cadmium and mercury. It is estimated that

around 2900 tons of mercury are discharged

into the atmosphere every year through the

burning of fossil materials. Despite EU-wide

guidelines, mercury enters our bodies via the

food chain. The human microbiome contains

microorganisms (bacteria and yeasts) that

have the ability to convert mercury into the

significantly more toxic methylmercury. Whether

and how much of it ultimately ends up in

our bodies can hardly be controlled. Cadmium,

on the other hand, finds its way into the soil

and groundwater through fertilizers and, once

again, into our food. Cadmium is also released

when smoking and brought into the body via

the respiratory tract. There it mainly accumulates

in the liver and kidneys.

FRAGRANCES

Smells good, but makes you sick. Lysmeral,

for example, is an aromatic aldehyde that

smells like lily of the valley. It can be found

under the name butylphenyl methylpropional

and is in perfumes, fabric softeners, fragrances

and aromas, room sprays and personal

care products. Lysmeral is one of the so-called

contact allergens. On contact, these trigger

allergic reactions such as redness, itching,

oozing or blistering. In particular, detergents

and cleaning agents get into wastewater and,

from there, into the rivers and seas. It ultimately

enters the atmosphere through evaporation

into the rain.

PLASTIC PACKAGING

In 2019, the PlastX research group examined

products such as yoghurt cups, drink and

shampoo bottles made of eight different types

of plastic. The study found that three out of

four products contain harmful substances.

More than 80 percent of these substances

could not even be identified. It is clear, however,

that some of the chemicals found have a

toxic effect on cells or cause endocrine, i.e.

hormone-like effects. However, the researchers

confirmed that not all products contain

these toxic substances. But the problem

is that consumers cannot tell whether the

plastic cup with vanilla pudding is possibly

endangering their health.

BIO-PLASTIC IS ALSO HARMFUL

Another study by the researchers in

September 2020 confirmed that bio-based

and biodegradable materials are no safer

than conventional ones. Out of 43 products

examined, three-quarters contained harmful

chemicals. In some cases, up to 20,000

chemical substances were found. Cellulosic

and starch-based products contained most of

the chemicals.

CHECK NORD #1

21


ENVIRONMENT

ENGLISH

POWER TO THE CONSUMERS!

According to a study by the German Federal

Environment Agency, 18 percent of those

questioned believe that the federal government

is not doing enough to protect the environment

and the climate. But what about

our private lives? We ourselves can partially

reduce almost everything that causes

emissions and pollution: Aviation and car

miles, packaging of all kinds, meat and milk

consumption, heating energy, paper, printer

ink and clothes. Leaving it up to a handful

of politicians to ensure that we will still

have an intact environment in forty years‘

time makes about as much sense as trying

to solve a math equation by baking pie. Us

consumers have to take the reins into our

own hands and send clear signals to the corporations

through our consumer behavior. The

supply must not determine the demand.

ENVIRONMENTALLY FRIENDLY IN

EVERYDAY LIFE

If you ask around, it becomes clear that

most of us want to be more environmentally

conscious. But the possibilities of doing

so are in some cases still very limited. It‘s

particularly difficult with plastic. If you look

at the shelves in supermarkets, it quickly

becomes clear why. Except for a few apples

and bananas, almost everything is packaged.

Since the bio-plastic alternative is not a real

alternative either, the question arises:

22 CHECK NORD #1


ENVIRONMENT

UNPACKAGED

PRODUCTS

Everyone knows that

disposable dishes, plastic

cups, plastic bags

and straws are now a

no-go. In addition, when

shopping, you can make

sure to buy loose instead

of packaged fruit.

GLASS INSTEAD OF

PLASTIC

Even if they are heavier

to carry, you can buy

bottled water and soft

drinks that come in glass

bottles. Tupperware can

be replaced by glass

containers that are also

suitable for freezing.

What should be done?

SOAPS INSTEAD

OF GELS

Instead of shampoos

and shower gels in

stylish, colorful plastic

bottles, you can

also switch to soap

bars for everyday

use. These are now

already available

in bar form and are

available for all kinds

of hair types and

needs-- against dandruff,

oily hair and

skin, etc. But beware

of fragrances that

may be harmful to

your health.

PACKAGING-FREE STORES

Anyone who is really curious

about how to reduce packaging

waste in the long-term can

simply search for “packagingfree

stores‘‘ on the Internet.

In many German cities, there

are small shops that only offer

unpackaged goods. The first

store of this kind in Berlin was

„Original Unverpackt“ (Originally

Unpackaged) located at Wienerstraße

16 in Kreuzberg. The trip

is particularly worthwhile for

durable products or things that

you need every day but only buy

once a month, such as laundry

detergent.

FOOD-SHARING

When consumers signal to manufacturers

that less is already more, corporations

could adjust their production.

Food waste is a particularly painful

thing. The WHO estimates that around

1.3 billion tons of food end up in the

trash worldwide every year. This equals

the weight of 20 billion supermodels

with an average weight of 65 kilograms.

A good alternative to put a stop

to this madness are so-called foodsharing

initiatives. Restaurants, hotels,

snack bars and bakeries offer to sell

things that are not sold during the day

for a lower price via certain Apps. ResQ

Club or TooGoodToGo are among the

most popular apps of this type. (ts,sw)

Foto: kegfire_stock.adobe.com

This overview of toxins that pollute our body and the suggestions for changing consumer

behavior are by no means complete. Do you have more ideas and suggestions that

you would like to share with others? Then write an email to info@check-mag.com with

the subject „#umweltbewusst“. We are happy to publish constructive thoughts from

our readers.

CHECK NORD #1

23


ERNÄHRUNG

FLEISCHLOS

GLÜCKLICH

Hast du schon mal überlegt, weniger Fleisch zu essen oder ganz darauf zu

verzichten? Einige tun es, weil sie Mitleid mit den Tieren haben. Andere, um

einfach gesünder zu leben. Hier zeigen wir dir ein paar gute Gründe, warum

du - vielleicht auch nur für eine Weile - fleischlos glücklich leben kannst.

MEHR BALLASTSTOFFE

Pflanzliche Nahrung, wie etwa Obst, Gemüse,

Hülsenfrüchte, Samen und Getreide, beinhalten

jede Menge Ballaststoffe. Sie passieren

den Darm unverdaut und regen so die Verdauung

an. Zudem dienen sie bestimmten

Darmbakterien als Nahrung. Diese verarbeiten

dann das für uns Unverdauliche in kurzkettige

Fettsäuren. Das ist total gesund, weil diese

Fettsäuren den Blutzuckerspiegel regulieren,

Entzündungen verringern und das Risiko für

einen Herzinfarkt oder Diabetes reduzieren.

WENIGER GEWICHTSZUNAHME

Laut einiger Studien sinkt durch den Verzicht

auf Fleisch die Fettleibigkeit. Das kann

daran liegen, dass Vegetarier*innen allgemein

gesünder und figurbewusster leben. Schokolade

und Chips sind natürlich auch vegetarisch,

ebenso Softdrinks und andere Dickmacher.

Wie genau Fleischverzicht schlanker hält,

wurde noch nicht erforscht, aber die Aussicht

macht Lust darauf, Vegetarismus zumindest

auszuprobieren.

BESSER RIECHEN

Forscher der Karls-Universität in Prag fanden

heraus, dass Menschen, die sich vegetarisch

ernähren, eine feinere Nase haben. Die Wissenschaftler*innen

testeten den Geruchssinn

bei Männern und Frauen. Doch schnitten Vegetarier*innen

nicht nur im Riechtest besser ab!

Auch ihr Schweißgeruch wurde als angenehmer

bewertet als der von Fleischesser*innen.

NIEDRIGERE RATE DER TODESFÄLLE

DURCH KREBS

Das deutsche Krebsforschungszentrum fand

heraus, dass Vegetarier*innen ein drastisch verringertes

Sterblichkeitsrisiko haben, an Krebs

zu erkranken. 100 Todesfälle in der Gruppe der

Fleischesser*innen stehen nur 59 Todesfälle bei

den Vegetarier*innen gegenüber. Der positive

Effekt der vegetarischen Ernährung ist bei Betrachtung

der nur männlichen Studienteilnehmer*innen

mit nur 52 tatsächlichen Todesfällen

noch ausgeprägter.

SCHONENDER FÜR DIE UMWELT

Laut Umweltbundesamt (UBA) verursacht

die Produktion eines Kilogramms Rindfleisch

im Schnitt mehr als 15 Kilogramm

Treibhausgas-Emissionen. Bei derselben

Menge Obst oder Gemüse sind es weniger

als ein Kilogramm. Wer weniger Fleisch isst,

spart also erst einmal Emissionen ein. Das

mag vielleicht nicht ausreichen, um den

Klimawandel aufzuhalten, ist aber auf jeden

Fall ein guter, gesunder Anfang.

BEWUSSTER ERNÄHREN

Jahrzehntelange Fleischpropaganda hat uns

eingeflößt, dass wir unbedingt Fleisch essen

müssen. Tun wir das nicht, werden wir krank,

weil uns wertvolle Nährstoffe fehlen würden.

Das hat dafür gesorgt, dass ernsthafte

Vegetarier*innen sich unglaublich gut mit

Ernährung auskennen. Sie wissen, woher sie

welche Vitamine, Proteine, Ballaststoffe und

24 CHECK NORD #1


ERNÄHRUNG

Foto: Rita Kochmarjova_stock.adobe.com

Mikronährstoffe bekommen. Es gibt immens

viel Literatur zu dem Thema und auch das

Internet ist voll mit Informationen. Wer sich

unsicher ist, kann auch eine/n Ernährungsberater*in

konsultieren.

KREATIVER KOCHEN

Eine Mahlzeit ohne Fleisch ist keine Mahlzeit?

Schaut man sich insbesondere die

deutsche Küche an, könnte man meinen, das

stimmt. Wer sich aber auf ein Leben ohne

Fleischverzehr einlässt, der merkt ganz

schnell, dass es zahlreiche leckere Alternativen

gibt. Von der simplen Kartoffel bis

zum exotischen Obst sind der Kreativität bei

der Zubereitung pflanzlicher Nahrung keine

Grenzen gesetzt. Man braucht ein wenig

Neugier, aber die Reise lohnt sich. Nicht nur

geschmacklich. (ts)

Tipps für die Umstellung auf

eine vegetarische Ernährung:

• Lerne die benötigten Nährstoffe

kennen und finde heraus, wie du sie

durch fleischlose Nahrung erhältst.

• Hole dir einige Tipps und Rezepte von

vegetarischen Websites, einem

örtlichen Bioladen oder einem Ernährungsberater*innen.

• Nimm die Änderung schrittweise vor,

etwa über einen Monat hinweg.

• Beginne mit bekannten fleischfreien

Gerichten wie Gemüseauflauf, Spaghetti

mit Tomatensoße oder buntem Salatteller

und erweitere dein Repertoire im

Laufe der Zeit.

CHECK NORD #1

25


NUTRITION

ENGLISH

NO NEED FOR MEAT

Have you ever considered eating less meat or giving it up entirely? Some do it

because they feel sorry for the animals. Others simply want to live healthier.

Here we show you a few good reasons why you can - if only for a while - live

happily without meat.

Foto: sonsedskaya_stock.adobe.com

YOU EAT MORE FIBER

Plant foods, such as fruits, vegetables, legumes,

seeds, and grains are high in fiber. They

pass through the intestine undigested and thus

stimulate digestion. Certain intestinal bacteria

process what is indigestible for us into shortchain

fatty acids. This is totally healthy because

these fatty acids regulate blood sugar levels,

reduce inflammation, and reduce the risk of

heart attack or diabetes.

YOU SMELL BETTER

Researchers at the Karls-University in Prague

found that people who follow a vegetarian diet

have a finer sense of smell. But vegetarians not

only did better in that test! Their sweat odor was

also rated as more pleasant than that of meat

eaters.

THERE IS A LOWER RATE OF DEATHS

FROM CANCER

The German Cancer Research Center found

that vegetarians have a drastically reduced risk

of death from developing cancer. Out of 100 expected

deaths in the group of meat eaters there

were only 59 deaths among vegetarians.

The positive effect of the vegetarian

diet is even more clear when

considering that among

male study participants

there were only 52

deaths.

26 CHECK NORD #1

IT‘S BETTER FOR THE ENVIRONMENT

According to the Federal German Environment

Agency, the production of one kilogram of beef

causes an average of more than 15 kilograms

of greenhouse gas emissions. The production

of fruit or vegetables results in less than a

kilogram. So those who eat less meat do save

emissions. That might not be enough to stop

climate change, but it is definitely a good,

healthy start.

YOU EAT MORE CONSCIOUSLY

Decades of meat propaganda has instilled

in us the need to eat meat. If we don‘t, we

will get sick because we would lack valuable

nutrients. This has ensured that serious

vegetarians are incredibly knowledgeable

about nutrition. They know where to get which

vitamins, proteins, fiber and micronutrients

from. There is a tremendous amount of literature

on the subject and the Internet is also full

of information. If you are unsure, you can also

consult a nutritionist.

YOU’RE MORE ADVENTUROUS

IN THE KITCHEN

A meal without meat is not a meal? If you look

at German cuisine in particular, you might

think that‘s true. But if you embark on a life

without eating meat, you will quickly notice

that there are numerous tasty alternatives.

From the simple potato to the exotic fruit, there

are no limits to creativity in the preparation

of plant-based food. Be curious and enjoy the

new tastes you discover on the way. (ts,sw)


Klar tue ich was

für mein Aussehen.

Ganz schön männlich

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BEAUTY & WELLNESS

5 Experten-Tipps gegen

BEAUTY-PFUSCH

Seit dem 01.01.2021 ist

eine neue deutsche

Verordnung in Kraft

getreten, die Patient*innen

vor unsachgemäßen

Schönheitseingriffen

schützen

soll. Die überarbeitete

Verordnung zum

Schutz vor schädlichen

Wirkungen nichtionisierender

Strahlung

bei der Anwendung

am Menschen (NiSV)

legt fest, dass nur

noch besonders geschulte

Ärzt*innen

Geräte bei ästhetischen

Indikationen

wie Gefäßentfernung,

Narbenbehandlung,

Hautstraffung oder

Tattooentfernung einsetzen

dürfen.

Als Leiter des Laserzentrums des

Landes Nordrhein-Westfalen an der

Universitätshautklinik Bochum hat

Dr. Klaus Hoffmann die Bundesregierung

bei dem Gesetzentwurf beraten.

1.

ZU SPEZIALISIERTEN ÄRZT*INNEN GEHEN

Mit Inkrafttreten der neuen Verordnung dürfen nur

noch approbierte Ärzt*innen die genannten Geräte in der

Ästhetik verwenden und müssen darüber hinaus über

eine besondere Ausbildung verfügen. Einzige Ausnahme:

die Haarentfernung. Die Anwender*innen müssen

grundsätzlich in der Lage sein, mit möglichen Komplikationen

umzugehen. Auch sollten sie gegebenenfalls

Medikamente verschreiben können. Grundsätzlich sind

die nicht- und minimalinvasiven Eingriffe risikoarm. Bei

Arzt*innen kann man sich allerdings sicher sein, dass

diese aufgrund ihrer medizinischen Expertise auf mögliche

Nebenwirkungen vorbereitet sind. Fragt vor der

Behandlung nach den betreffenden Zertifikaten, die die

nötigen Sach- und Fachkenntnisse ausweisen.

2.

HÖRE AUF DEINEN

MENSCHENVERSTAND

Ominöse Kosmetikstudios, Beautyinstitute und zum Teil

Friseursalons locken bisweilen mit Dumpingpreisen. Auch

Gutscheinportale werben mit fragwürdigen Angeboten für

ästhetische Eingriffe, die man unbedingt meiden sollte. Ein

ästhetischer Eingriff hat auch eine gewisse Wertigkeit, die

sich in den eingesetzten Materialien und Geräten widerspiegelt.

Es ist ein Unterschied, ob Anbieter*innen ihre

Produkte aus fragwürdigen Internetquellen beziehen oder

aus seriösen Quellen, die ihre Geräte und Materialien zertifizieren.

Auch die spezialisierte Ausbildung der Ärzt*innen,

die Kosten für Gerätewartungen, Hygiene- und Dokumentationsstandards

fließen in die Behandlung ein.

3.

KRITISCH IM INTERNET UND DEN

SOZIALEN MEDIEN SEIN

Im Internet, insbesondere in den sozialen Medien,

werden geradezu abstruse Schönheitsideale geschaffen,

die „Schlauchbootlippe“ oder die „Gladiatorenbrust“

als Norm etablieren. Dadurch steigt der Druck gerade

auf junge Menschen. Ärtz*innen sollten in erster Linie

durch ihre Präsenz auf Fachkongressen auffallen und

28 CHECK NORD #1


BEAUTY & WELLNESS

nicht durch ihre Instagram- oder TikTok-Aktivitäten.

Informiert euch deswegen nicht

ausschließlich über farbenfrohe Social-Media-Kanäle,

sondern auch auf der Internetseite

der Anbieters*innen. Hier sollten man

alles über Techniken, eingesetzte Geräte

und Materialien finden. Auch sollte klar sein,

wer dich später behandelt. Die Person sollte

namentlich erwähnt sein, und ihr Werdegang

nachvollziehbar sein. Leider helfen Siegel, das

„Vollpflastern“ von Internetpräsenz und Praxis

mit Zertifikaten und gekauften Bewertungen

nicht immer bei der Suche nach seriöser Hilfe.

Kontrollierte Plattformen wie Jameda können

hier aber ein Anhaltspunkt sein.

4.

BILDE DIR BEI EINEM

BERATUNGSGESPRÄCH

EINE MEINUNG

Seriöse Anbieter*innen bieten immer ein ausführliches

Beratungsgespräch an und führen,

falls nötig, eine Hautanalyse durch. Du solltest

ruhig stutzig werden, wenn du mit Sonderangeboten

oder zu großzügigen Rabatten konfrontiert

wirst. Auch zu vollmundige Versprechen,

was das Ergebnis betrifft, können ein Indiz für

unseriöse Praktiken sein. Fragt die Ärzt*innen

nach ihren Qualifikationen und Erfahrungen in

Bezug auf den angestrebten Eingriff.

5.

AUF DIE CE-KENN-ZEICHNUNG

ACHTEN

Foto: focusandblur_stock.adobe.com

Eine medizinische CE-Kennzeichnung bei

Produkten ist auch in der Ästhetik ein Indiz

für Qualität. Die entsprechenden Geräte und

Materialien durchlaufen einen Zertifizierungsprozess,

der durch Wirksamkeits- und Verträglichkeitsstudien

gestützt ist. Bislang wurden

auch Geräte mit einer rein kosmetischen CE

oder einer CE entsprechend „China Export“ eingesetzt.

Die medizinische CE erkennt man an

vier Zahlen hinter den Buchstaben CE (zum Beispiel

CE1234). Neu ab 2021 ist, dass Lasergeräte,

aber auch Volumenfiller wie Hyaluronsäure für

die Faltenunterspritzung eine medizinische CE-

Kennzeichnung aufweisen müssen. Hintergrund

ist die neue Verordnung des Europäischen Parlaments

und des Rates über Medizinprodukte, die

ab dem 26.05.2021 zu geltendem Recht werden

muss. Auch die amerikanische FDA- Zulassung,

zusätzlich zur medizinischen CE, ist ein Qualitätsmerkmal.

Sie ist allerdings in Deutschland

nicht verpflichtend. (ao)

Übersicht der Indikationen

• Aknenarben

• Altersflecken

• Augenlidstraffung

• Besenreiser

• Faltenbehandlung

• Fettabsaugung

• Fettentfernung

• Feuernarben

• Haarentfernung

• Hautstraffung

• Krampfadern

• Narben

• Muskelaufbau

• Rosacea

(diffuse Rötungen

und Äderchen

im Gesicht)

• Tattooentfernung

CHECK NORD #1

29


ENGLISH

BEAUTY & WELLNESS

5 Expert Tips for

SAFER BEAUTY

TREATMENTS

A new German law came into effect on January 1, 2021, which aims to protect

patients from unsafe cosmetic surgery. The revised ordinance on protection

against the harmful effects of non-ionizing radiation (laser therapy) when used

on humans stipulates that only specially-trained doctors may use devices for

aesthetic reasons such as vascular removal, scar treatment, skin tightening or

tattoo removal.

1.

GO TO A

SPECIALIST

From now on, only licensed doctors are

allowed to use the mentioned devices for cosmetic

procedures and they must have special

training. The only exception being hair removal.

Those who perform the treatment must be

able to deal with possible complications. They

should also be able to prescribe medication if

necessary. Non-invasive and minimally-invasive

procedures, like hair removal, are low-risk

and are exempt from the new regulations.

Other procedures, like the ones listed above,

require a doctor, as they can anticipate potential

complications and prescribe medication

if necessary. Be sure to check that the doctor

has the relevant certificates, though, demonstrating

the requisite specialist knowledge.

2.

USE COMMON

SENSE

Cosmetic studios, beauty institutes and sometimes

hairdressing salons lure you with cheaper prices.

Voucher and discount websites also advertise

questionable offers for aesthetic interventions

that should definitely be avoided. An aesthetic

intervention has a certain value, which is reflected

in the materials and equipment used. It makes a

difference whether suppliers get their products

from debatable internet sources or from reputable

sources that certify their devices and materials.

The specialized training of doctors, the costs for

device maintenance, hygiene and documentation

standards are also included in the treatment.

3.

BE CRITICAL ON THE INTER-

NET AND SOCIAL MEDIA

Unrealistic ideals of beauty are being created

on the Internet, especially on social media,

which establish the “inflatable lip” or the

“gladiator‘s chest” as the norm. This increases

pressure on young people, in particular, to look

a certain way. Doctors should primarily attract

attention through their presence at specialist

congresses and not through their Instagram or

TikTok activities. Therefore, inform yourself not

only via colorful social media channels, but

also on the website of the provider. Here you

should find everything about techniques, devices

and materials used. It should also be clear

who will treat you later. Controlled platforms

like Jameda can be helpful here.

30 CHECK NORD #1


BEAUTY & WELLNESS

4.

FORM AN OPINION DURING A

CONSULTATION

Reputable providers always offer a detailed

consultation and, if necessary, carry out a

skin analysis. You should be suspicious if

confronted with special offers or excessive

discounts. Promises that sound all too sweet

regarding the result can also be an indication

of dubious practices. Asks the doctors about

their qualifications and experience in relation

to the intended procedure.

5.

PAY ATTENTION TO THE

CE MARKING

A medical CE mark for products is also an

indication of quality in terms of aesthetics.

The corresponding devices and materials go

through a certification process that check

for effectiveness as well as tolerances. So

far, devices with a purely cosmetic CE or a

CE corresponding to „China Export“ have also

been used. The medical CE can be recognized

by the four numbers behind the letters

CE (for example CE1234). As of 2021 laser

devices, but also volume fillers such as hyaluronic

acid for wrinkle injections must have

a medical CE mark, according to the new

regulation of the European Parliament and

the Council on medical devices, applicable by

law from May 26th, 2021. The American FDA

approval, in addition to the medical CE, is a

quality feature. However, it is not mandatory

in Germany. (ao,sw)

Foto: dream@do_stock.adobe.com

Overview of the indications

• acne scars

• age spots

• eyelid lifts

• fat removal

• burn scars

• hair removal

• liposuction

• muscle building

• rosacea (diffuse

redness and veins

on the face)

• scars

• skin tightening

• spider veins

• tattoo removal

• varicose veins

• wrinkle treatment

CHECK NORD #1

31


HEALTH & BEAUTY BOX

HEALTH & BEAUTY BOX

Orthomol Beauty for Men

Ganz schön männlich! Auch wenn Männer

mit dem Alter immer attraktiver werden, geht

auch am männlichen Gesicht die Zeit nicht

spurlos vorbei. Die Haut verliert mit den Jahren

an Elastizität, Spannkraft und Feuchtigkeit

und daher ist es wichtig, sie zu pflegen und

vor allem auch die unteren Hautschichten von

innen mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen.

Genau hier setzt Orthomol Beauty for Men an.

Ausgewählte Inhaltsstoffe wie die Kombination

aus Kollagen und Hyaluronsäure sowie der

innovative Phytamin-Q10-Komplex und weitere

Vitamine für Haut, Haare und Nägel unterstützen

die Männerhaut dabei, sich dem Alter zu

stellen.

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Dieser Rasierschaum bereitet mit feuchtigkeitsspendenden

und pflegenden Komponenten - wie

etwa Avocadoöl - die Haut optimal auf die Rasur

vor. Er pflegt mit natürlichen Inhaltsstoffen und

duftet nach Zedernholz, Oud und Vetiver - kraftvoll

und belebend. Für eine spürbar glatte und

gepflegte Haut auch nach der Rasur.

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Drogeriemärkten

Butcher’s Son Calm Down After Shave Balm

Foto: Drobot Dean_stock.adobe.com

Damit sich die Haut nach der Rasur

wieder beruhigen kann, ist das zusätzliche

Auftragen eines After Shave

Balm unerlässlich. Das BUTCHERS´S

SON CALM DOWN AFTER SHAVE

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intensiv und zieht schnell ein, ohne

zu fetten. Natürliches Hamamelis-

Destillat und Ginkgo-Extrakt sowie

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32 CHECK NORD #1


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Wir befinden uns momentan in herausfordernden

Zeiten, die zweifelsohne auf das Gemüt schlagen. Es

ist sehr wichtig, in Situationen, in denen man unsicher,

überlastet oder unausgeglichen ist, nach einer geeigneten

Lösung zu suchen. Bei Stress, Antriebslosigkeit,

innerer Unruhe und Konzentrationsschwäche können

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Vier Tropfen in ein Glas Wasser geben und über den

Tag verteilt trinken, oder direkt auf die Zunge träufeln,

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HEALTH & BEAUTY BOX

Murnauers Bachblüten Original-Bonbons

Stress jetzt einfach weglutschen! Menschen in

besonders emotional aufwühlenden Alltagssituationen

können mit diesen wohlschmeckenden

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Stress entgegenwirken – auch unterwegs, am Arbeitsplatz

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Die Bonbons sind ohne Alkohol und ohne Zucker hergestellt

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Bedarf 1-2 Bonbons pro Stunde. Kann bei übermäßigem

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CHECK NORD #1

33


#Diversity

#Inventingforlove


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GESELLSCHAFT

Interviews: Torsten Schwick

ANNEHMEN UND

ERINNERN

MIT STERBEN UND TRAUER

LEBEN LERNEN

Wir alle müssen irgendwann den letzten Weg gehen. Und auch über den Abschied

geliebter Menschen müssen wir trauern. Jedoch sind Sterben und Tod unangenehme

Themen, mit denen man sich lieber nicht befasst. Was aber, wenn wir aus unangenehm

einmal ungewöhnlich machen und eine Auseinandersetzung mit der Endlichkeit

von Leben zulassen?

Was sind die häufigsten Krankheitsbilder,

mit denen Menschen bei euch aufgenommen

werden?

Etwa 95 bis 96 Prozent der Menschen, die zu

uns kommen, leiden an einer Tumorerkrankung.

Andere an einer schweren Herz-Kreislauf-

Diagnose wie etwa Lungenerkrankungen,

Herzinsuffizienz und auch an neurologischen

Erkrankungen. Und etwa ein Prozent im Jahr

haben AIDS als Hauptdiagnose.

Wie geht man mit den seelischen Bedürfnissen

der Bewohner*innen um? Was sind die Themen,

über die Patient*innen am meisten sprechen?

Es gibt Bewohner*innen, die ganz offen thematisieren,

dass sie Angst vorm Sterben haben.

Oder sie fragen sich, wie die Art und Weise sein

wird, wie sie sterben werden. Viele machen sich

„ES IST NICHT SO, DASS DIE MEN-

SCHEN PERMANENT ÜBER IHR

STERBEN UND IHREN TOD SPRE-

CHEN. HIER FINDET SEHR VIEL

LEBEN UND AUSTAUSCH ÜBER

ALLTÄGLICHKEITEN STATT.“

Foto: Hendrik Lüders

Melanie Fischer

ist stellvertretende

Leiterin des Hamburg

Leuchtfeuer Hospiz. Mit

etwa 40 festangestellten

Mitarbeiter*innen

und rund 80 ehrenamtlichen

Unterstützer*innen

begleitet die Einrichtung

über das Jahr etwa 100-

110 Bewohner*innen.

Sorgen darüber, wie es den Liebsten geht, die

sie zurücklassen. Einige hadern auch damit,

Chancen im Leben verpasst zu haben.

Wir versuchen, den Sorgen sehr offen zu

begegnen und ins Gespräch zu gehen. Dabei

unterstützen wir vor allem durch intensive

Begleitung, denn die Ängste und Sorgen der Bewohner*innen

sind auch ein Stück weit selbst

auszuhalten. Genau in dieser Situation sind

wir an deren Seite. Es ist aber nicht so, dass

die Menschen permanent über ihr Sterben und

ihren Tod sprechen. Hier findet sehr viel Leben

und Austausch über Alltäglichkeiten statt. Über

Dinge, die die Bewohner*innen in der Vergangenheit

erlebt haben, über Reisen oder die

familiären Begebenheiten.

36 CHECK NORD #1


GESELLSCHAFT

Foto: motortion_stock.adobe.com

Ist die Arbeit für dich manchmal

belastend?

Es gibt Situationen im Haus, die

einem näher gehen als andere.

Aber diesen besonderen

Lebensweg der Bewohner*innen

ein Stück weit mit begleiten zu

dürfen, erlebe ich wirklich als ein

Geschenk. Wir sind hier so gut

aufgestellt im Austausch mit

dem Team und Kooperationspartner*innen.

Wir können die

Bewohner*innen, die hier leben,

und auch die An- und Zugehörigen

individuell und selbstständig

begleiten, so gut es geht. Ich kann

sagen, es ist eine tolle Arbeit,

auch wenn es ein schweres Thema

betrifft, über das man so nicht

öffentlich spricht.

Stimmt es, dass sich manche

Leute, während sie bei euch sind,

auch wieder erholen, also nicht

sterben?

Das kommt vor, ja. Im Jahr 2020

waren es beispielsweise sechs

Bewohner*innen, die wieder

ausgezogen sind. Aus welchen

Gründen auch immer stabilisieren

sie sich während ihrer Erkrankung

und Aufenthaltes hier bei uns.

Dem Tod sozusagen von der

Schippe gesprungen. Das stelle

ich mir schwierig vor!

Das ist tatsächlich gar nicht

immer so einfach für die Menschen.

Sie kommen hierher, weil

sie bewusst die Entscheidung

getroffen haben, an den Ort zu

ziehen, an dem sie ihre verbleibende

Lebenszeit verbringen und

sterben werden. Diesen geschützten

Ort wieder verlassen zu

müssen, in die eigene Häuslichkeit

oder in ein anderes Netzwerk

oder eine Pflegeeinrichtung zu

gehen, braucht gute Vorbereitung.

Ein Teil dieser Arbeit ist es, diese

geschenkte Zeit anzunehmen und

sie zu akzeptieren.

Hamburg Leuchtfeuer Hospiz

Betty-Heine-Stieg 4,

20359 Hamburg

Telefon: 040 – 31 77 80-0

hospiz@hamburg-leuchtfeuer.de

ZUR GESCHICHTE

DER ORGANISATION:

Die Hamburger

Organisation

Leuchtfeuer

wurde 1994 aus

dem Kontext der

Aidshilfe heraus

gegründet. Daraus

ist mittlerweile ein

großes Netzwerk

entstanden, das

auf verschiedenen

Ebenen dazu beiträgt,

den Umgang

mit unterschiedlichen

Lebensentwürfen,

Leben,

Krankheit, Sterben,

Tod und Trauer

menschlicher und

menschenwürdiger

zu gestalten und

dafür ein verändertes

Bewusstsein in

der Bevölkerung zu

schaffen.

CHECK NORD #1

37


GESELLSCHAFT

Den wenigsten Bewohner*innen

im Hospiz ist

diese zusätzliche Zeit

beschert und nach dem

Sterben folgt der Tod. Viele

von ihnen hinterlassen

Angehörige, die um sie

trauern werden – ein Prozess,

der sehr schmerzhaft,

individuell, aber auch sehr

inspirierend sein kann.

Foto: bramgino_stock.adobe.com

Wann melden sich die Menschen bei euch?

Die Betroffenen melden sich in der Regel, wenn

ein/e Liebst*e/r gerade gestorben ist und sie

merken, dass sie Unterstützung brauchen.

Andere melden sich erst nach einem Jahr oder

mehreren Jahren, weil ein Verlust, der schon

weiter zurückliegt, jetzt Platz und Aufmerksamkeit

braucht.

Gibt es universelle Themen, die in einer

Begleitung immer wieder aufkommen?

Bei vielen ist das Kernthema, wie man sich

an den Menschen, der einem zu Lebzeiten so

bedeutsam war, weiter erinnern kann. Und wie

kann die Person in meinem weiteren Leben

einen Platz bekommen, sodass es auch hilfreich

ist. In den Gesprächen erörtern wir, wer

der Mensch war, der verstorben ist. Was für

einen Einfluss hat er auf mein Leben gehabt?

Welche wunderbaren Geschichten möchte

ich bewahren? Wer bin ich geworden, dadurch

dass es diesen Menschen gab.

Abschied ist auch ein Thema. Hatte ich die

Möglichkeit, mich zu verabschieden? Konnten

wir uns noch einmal besprechen, ist noch

etwas offengeblieben? Hier können wir Wege

suchen, um das noch zu sagen, was man

gerne gesagt hätte. Man kann in eine Art

Dialog treten und in einer ruhigen Minute den

Foto: Hendrik Lüders

Peggy Steinhauser

leitet das Lotsenhaus

von Hamburg

Leuchtfeuer – ein

bundesweit einmaliges

Projekt, da es

unter einem Dach die

Bereiche Bestattung,

Bildung und Trauerbegleitung

vereint.

Verstorbenen noch einmal mitteilen, was man

fühlt, etwa in Form eines Briefs. Die Frage ist:

Wie kann ich mich von den Verstorbenen verabschieden

und sie gleichzeitig bewahren?

Und wie hilft das den Hinterbliebenen?

Vor einigen Jahrzehnten galt es, die Toten

möglichst loszulassen. Es geht aber vielmehr

darum, wie wir eine Verbindung zu den

Verstorbenen so gestalten können, dass sie

uns förderlich ist für das Weiterleben. Was

wir erleben, ist, dass je mehr wir darüber

nachdenken, was uns der Verstorbene bedeutet

hat, desto eher geht die Energiekurve

nach oben, wenn ich diese Dinge in meine

Erinnerung zurückhole.

38 CHECK NORD #1


GESELLSCHAFT

Kann man sich auf Trauer vorbereiten?

Da bin ich mir nicht sicher. Ich glaube nicht,

dass fleißiges Üben dazu führt, dass man

nachher besser trauern oder weniger fühlen

kann. Was ich aber schon glaube, ist, dass

ich mir einiges nach dem Tod eines geliebten

Menschen erleichtere, wenn ich mich zuvor mit

Endlichkeit befasst habe. Wenn wir uns trauen,

das miteinander zu besprechen, ohne gleich in

Panik zu geraten, wenn wir darüber reden.

„AUCH IN ZEITEN, WO NICHT DER

TOD NAHT, WO WIR VERLIEBT UND

GUTER DINGE UND FRÖHLICH

MITEINANDER SIND, KANN MAN

IMMER MAL DARÜBER SPRECHEN,

DASS DIE DINGE ENDLICH SIND.“

Das kann einige große Fragezeichen vermeiden:

Tue ich gerade das Richtige? Hätte

mein/e Liebste*/r das so gewollt? Tue ich

gerade etwas, ohne zu wissen, ob es ihm oder

ihr wichtig gewesen ist?

Man kann sich also schon in gewisser Weise

vorbereiten, um nicht so komplett unerwartet

überrascht zu werden. Das gibt auch

Sicherheit. Man kann zwar die Emotionen

nicht vorbereiten, wir können aber mutiger

werden, sie zuzulassen und sie uns gegenseitig

zuzugestehen. Wenn ich keine Angst

vor intensiven Emotionen habe, dann kann

ich auch besser aushalten, wenn jemand, den

man liebt, verstirbt.

Was hast du persönlich durch deine

Arbeit gelernt?

Auch in Zeiten, wo nicht der Tod naht, wo wir verliebt

und guter Dinge und fröhlich miteinander

sind, kann man immer mal darüber sprechen,

dass die Dinge endlich sind. Meine Erfahrung ist,

dass, wenn wir uns das trauen, die Begegnungen

in unserem Leben intensiver sind, weniger oberflächlich.

Das kann nur gut sein.

Ich glaube, Beziehungen sind dann gut, wenn

man über das reden kann, was man sich

sonst nicht traut zu sagen oder zu fragen.

Wenn wir solche Hürden nehmen, finden

Begegnungen noch einmal ganz anders

statt. Das lässt mich immer ganz inspiriert

aus Begleitungen gehen. Es gibt nie nur die

Leidseite, sondern immer die vielen anderen

Aspekte, die den Menschen ausmachen. Oder

die vielen Strategien, die sie mitbringen, um

ihr Leben zu meistern. Das finde ich eher bereichernd

als eingrenzend.

Hamburg Leuchtfeuer Lotsenhaus

Bestattung – Bildung – Trauerbegleitung

Museumstraße 31

22765 Hamburg

Telefon: 040 – 39 80 67 4-0

lotsenhaus@hamburg-leuchtfeuer.de

CHECK NORD #1

39


SOCIETY

ENGLISH

Interviews: Torsten Schwick

ACCEPTING & REMEMBERING

LEARNING TO LIVE WITH DYING AND GRIEF

We all have to walk the last path at some point. And we must also mourn when we

say goodbye to loved ones. However, dying and death are uncomfortable topics one

would rather not deal with. But what if we turn discomfort into simply unusual and

allow ourselves to grapple with the finiteness of life? We sat down with Melanie

Fischer and Peggy Steinhauser to talk about how their experiences working in

hospice and end-of-life care.

How do you deal with the mental needs of the

residents? What are the topics that patients

talk about the most?

There are residents who openly address the fact

that they are afraid of dying. Or they wonder

what the actual experience of death feels like.

Many worry about how the loved ones they

leave behind are doing. Some also struggle

with having missed opportunities in life.

We try to face the worries very openly and

to talk to them. And we primarily support

this through intensive support, because the

residents have to endure the fears and worries

themselves to a certain extent. Precisely in

this situation we are at their side.

But it is not the case that the residents constantly

talk about their dying and death. There

is a lot of life and exchange about everyday life

here. About things that they have experienced

in the past, about travels or family events.

Is it true that some people recover while they

are with you, that is, do not die?

It happens, yes. In 2020, for example, there

were six residents who moved out again. For

whatever reason they stabilize during their

illness and stay here with us. It‘s actually not

always that easy for people. They come here

because they made a conscious decision

to move to the place where they will spend

the remainder of their lives and die. Having

to leave this protected place again, to go to

Foto: Hendrik Lüders

Melanie Fischer

is the deputy head of the

Hamburg Leuchtfeuer

Hospiz. With around 40

permanent employees

and around 80 volunteer

supporters, the facility

accompanies about

100-110 residents over

the year.

your own home or to another network or care

facility, requires good preparation. Part of this

work is to accept this given time.

Is the work sometimes stressful for you?

There are situations in the house that are closer

to you than others. But I really experience it as

a gift to be able to accompany this special life

path of the residents a little. We are so well

positioned here to communicate with the team

and cooperation partners. We can really support

those who live here, as well as their relatives,

individually and independently, as best we can.

I can say it‘s a great job, even if it‘s a tough topic

that you don‘t talk about so publicly.

Hamburg Leuchtfeuer Hospiz

Betty-Heine-Stieg 4, 20359 Hamburg

Telephone: 040 – 31 77 80-0

info@hamburg-leuchtfeuer.de

40 CHECK NORD #1


SOCIETY

Foto: motortion_stock.adobe.com

ON THE HISTORY OF THE

ORGANIZATION:

The Hamburg-based

organization Leuchtfeuer

was founded in 1994 in the

context of the AIDS Hilfe

Initiative. A large network

has since emerged, which

at various levels contributes

to making the handling of

different life scenarios such

as illness, dying, death and

mourning more humanely.

They also work to reframe

the conversation and raise

awareness for these topics.

Are there universal topics that keep coming

up in grief counseling?

For many, the core issue is how to continue to

remember the person who was so important

to you during your lifetime. And how can the

person get a place in my further life so that

it is helpful too. In these conversations, we

discuss who the person who died was. What

influence have they had on my life? Who did I

become because these people existed?

Farewell is also an issue. Did I have the opportunity

to say goodbye? Here we can look for

ways to say what one would have liked to say.

You can enter into a kind of dialogue and, in a

quiet minute, tell the deceased again what you

are feeling, for example in the form of a letter.

Can you prepare for grief?

I’m not sure. I don‘t think that diligent practice

will make you grieve better or feel less

afterwards. But what I do believe is that the

moment I deal with the finite nature of life, it

makes things easier after death.

„EVEN IN TIMES WHEN DEATH IS

NOT NEAR, WHEN WE ARE IN LOVE

AND IN GOOD SPIRITS AND HAPPY

WITH EACH OTHER, YOU CAN AL-

WAYS TALK ABOUT THE FACT THAT

THINGS ARE FINITE.“

Foto: Hendrik Lüders

Peggy Steinhauser

heads the Lotsenhaus

of Hamburg Leuchtfeuer

– a project that is

unique in Germany, as

it combines education

and planning of funeral

arrangements and grief

counseling, all under

one roof.

You can‘t prepare the emotions, but we can

be more courageous to allow them to happen

and to allow them to happen to each other. If

I‘m not afraid of intense emotions, then I can

endure better when someone I love dies.

What did you personally learn from your work?

Even in times when death is not near, when we

are in love and in good spirits and happy with

each other, you can always talk about the fact

that things are finite. My experience is that if

we dare to do this, the encounters in our life

are more intense, less superficial. That can

only be good. (translation: ts,sw)

Hamburg Lotsenhaus

Funerals - Education - Bereavement Support

Museumstr. 31, 22765 Hamburg

Telephone: 040 – 39 80 67 4-0

lotsenhaus@hamburg-leuchtfeuer.de

CHECK NORD #1

41


SEXUELLE GESUNDHEIT

SCHLAU ZU HIV

Interview: Christian Knuth

THERAPIEVERSAGEN:

DER HERZINFARKT IN DER

HIV-BEHANDLUNG

Foto: UK Bonn

Prof. Dr. Jürgen Rockstroh, Leiter der Ambulanz für

Infektiologie & Immunologie am UK Bonn

Ziel jeder medikamentösen HIV-Therapie ist die

dauerhafte Unterdrückung der Virusvermehrung

im Körper. Da sich das Virus aber im Zeitverlauf

verändert und Mutationen entstehen, kann

es sein, dass Arzneimittel gegen das HI-Virus

ihre Wirksamkeit verlieren. Das Virus hat dann

Resistenzen ausgebildet und kann sich – weil

unempfindlich gegen die laufende Therapie –

wieder vermehren. Wie Resistenzen entstehen,

wie hoch unter modernen Regimen das Risiko

eines Therapieversagens ist, und warum es so

wichtig ist, Resistenzbildungen zu vermeiden,

erklärt Professor Dr. Jürgen Rockstroh.

Beginnt man heute mit einer HIV-Therapie,

wird das HI-Virus vor der Auswahl des Therapieregimes

auf Resistenzen untersucht.

Dabei hat die Person doch noch gar keine

Arzneimittel gegen die Infektion genommen.

Warum wird das gemacht?

Es wird nach den Leitlinien für die HIV-

Therapie ein genotypischer Resistenztest

durchgeführt, um festzustellen, ob eine

Ansteckung mit HIV-Varianten vorliegt, die

möglicherweise Medikamentenresistenzen

beherbergen. Statistisch sind diese

Untersuchungen kosteneffektiv, wenn bei

etwa fünf Prozent der Patient*innen Resistenzen

auftreten. Tatsächlich werden solche

Mutationen bei ungefähr neun bis zehn Prozent

gefunden. Es gibt allerdings zu diesen

Resistenztests auch kritische Stimmen, weil

die Ersttherapie heute im Wesentlichen auf

Integrasehemmern aufbaut und zu diesen so

gut wie keine resistenten Mutationen gefunden

werden. Dennoch ist es aber prinzipiell

gut zu wissen, welche Mutationen vorliegen,

um zum Beispiel bei einem Therapiewechsel

vorbereitet zu sein. Unter erfolgreicher antiretroviraler

Therapie ist es heutzutage sehr

schwer, genug Viren für eine genotypische

Resistenztestung im Blut zu finden.

Wie häufig treten heute Resistenzen auf,

was sind die Gründe dafür, und gibt es Unterschiede

bei den verschiedenen Wirkstoffen?

Wenn es im Verlauf der Therapie bei den Routinechecks

zu einem Anstieg der Virenlast

käme, würde ebenfalls ein genotypischer

Resistenztest gemacht, um festzustellen,

ob eventuell eine Mutation stattgefunden

hat, die die Wirksamkeit eines Wirkstoffs der

Therapie vermindert. Das passiert heute aber

sehr viel seltener als früher. Dennoch: Wie

eben erwähnt, sind bei beinahe zehn Prozent

der Patient*innen therapierelevante Mutatio-

42 CHECK NORD #1


SEXUELLE GESUNDHEIT

Foto: Camilo Jimenez / Unsplash / CC0

nen festzustellen. Das bedeutet aber nicht,

dass jede Mutation dazu führt, dass keine

wirksame Kombinationstherapie zusammengestellt

werden kann. Die schon angesprochenen

Integrasehemmer besitzen heute so

eine hohe genetische Barriere, dass es selbst

bei einem Therapieversagen äußerst selten,

sogar fast nie zu einer Mutation kommt. Die

modernen Therapien sind so potent, dass

wir insgesamt einen starken Rückgang der

Resistenzen verzeichnen.

Worauf ist zu achten, wenn man als Mensch

mit HIV das Risiko für eine Resistenzentwicklung

so gering wie möglich halten will,

und was können Behandelnde tun, wenn es

doch zum Therapieversagen kommt?

Der wirksamste Schutz gegen Resistenzentwicklungen

ist eine wirksame Therapie.

Sie verhindert ja die Vermehrung des HI-Virus

und Mutationen treten eben bei der Vermehrung

von Viren auf. Unsere heutigen

Therapien sind so robust, dass sie eigentlich

ein Leben lang wirksam bleiben – wenn sie

regelmäßig eingenommen werden. Es gibt

aber auch Patienten, die Varianten des Virus

haben, die gegen sehr viele der geläufigsten

Wirkstoffe resistent sind. Zum Beispiel Langzeitpositive,

die mit den ersten Monotherapien

behandelt wurden. Aber auch da gab es

2020/2021 einen Durchbruch, weil neue Wirkstoffe

zugelassen werden, gegen die es noch

keinerlei Resistenzen geben kann. Also kann

jetzt auch bei den sehr wenigen Fällen des

breiten virologischen Versagens (Mehrklassenresistenz)

eine wirksame Kombination

zusammengestellt werden.

CHECK NORD #1

43


SEXUAL HEALTH

ENGLISH

SMART ABOUT HIV

Interview: Christian Knuth

THERAPY FAILURE -

THE HEART ATTACK OF HIV TREATMENT

The aim of any drug therapy for HIV is the permanent suppression of the virus

replication in the body. However, since the virus changes over time and mutations

develop, drugs against HIV may lose their effectiveness. The virus then develops a

resistance and – because it is no longer responsive to the current therapy – it can

multiply again. We sat down with Professor Dr. Jürgen Rockstroh to discuss how drug

resistance develops, how high the risk of therapy failure is under modern treatment

regimens and why it is so important to avoid the development of resistance.

If you start HIV therapy today, the virus is

examined for resistance before the therapy

regimen is selected. Why is this so?

A genotypic resistance test is carried out

according to the guidelines for HIV therapy

to determine whether there is an infection

with HIV variants that may harbor drug

resistance. However, there are also critical

voices about these resistance tests,

because the first treatment regimen today

is essentially based on integrase inhibitors

and virtually no resistant mutations are

found for these. Nevertheless, in principle

it is good to know which mutations are

present in order to be prepared for a change

of therapy, for example.

How often do resistances occur today?

What are the reasons for this, and are there

differences between the various active

ingredients?

If the viral load increased during the course

of the therapy during the routine checks,

a genotypic resistance test would also be

carried out to determine whether a mutation

has possibly taken place that reduces the

effectiveness of an active ingredient in the

therapy. But that happens much less often

today than in the past. Modern therapies are

so potent that overall we have seen a sharp

decline in resistance.

As a person with HIV, what should you watch

out for if you want to keep the risk of developing

resistance as low as possible?

The most effective protection against the

development of resistance is an effective

therapy. It prevents the HIV virus from multiplying

and mutations occur when viruses

multiply. Our therapies today are so robust

that they can actually remain effective for a

lifetime – if taken regularly.

Photo: UK Bonn

Professor

Dr. Jürgen

Rockstroh

Head of the

Infectious

Disease &

Immunology

Clinic at the

UK Bonn

44 CHECK NORD #1


ALTER FALTER!

STUDIE ÜBER FETISCHE DER Ü60

VERÖFFENTLICHT

SEXUALITÄT

Foto: blackday_stock.adobe.com

Viele Männer machen

sich Gedanken darüber,

ob sie im Alter noch Sex

haben werden. Manche

fühlen sich ab einem

gewissen Alter sogar

so unsicher, dass sie

sexuelle Begegnungen

komplett scheuen.

Dabei wird berichtet, dass Sex die Lebensdauer

verlängert, Beziehungen festigt und

sogar die geistige und körperliche Gesundheit

verbessert. Warum also wird Sex im Alter nicht

stärker thematisiert?

VIEL INTERESSE, ABER WENIGER

SEXDRIVE

Ein britischer Onlineshop befragte 2381

Kund*innen, die älter als sechzig Jahre alt

sind, um ihre sexuellen Begegnungen und

Gewohnheiten besser zu verstehen. Es stellte

sich heraus, dass 63 Prozent der Teilnehmer

zugeben, mindestens einmal pro Woche über

Sex nachzudenken, wobei 48 Prozent jedoch

im vergangenen Jahr keine sexuellen Aktivitäten

betrieben.

Interessanterweise ist mehr als jeder Zehnte

(11 Prozent) daran interessiert, neue sexuelle

Beziehungen aufzubauen. Wäre daher eine App

wie Grindr Senior einen Versuch wert? Beim

Sexdrive allerdings sieht es anders aus: Nur 6

Prozent bestätigen einen Anstieg ihres Sexualtriebs.

Trotz ihres Alters sind viele immer noch

bestrebt, neue Erfahrungen zu machen. So

möchte jeder Fünfte mit seinen derzeitigen

Partner*innen neue Dinge ausprobieren.

GRUPPENSEX, BONDAGE UND

GOLDEN SHOWERS

OnBuy.com stellte zudem fest, dass BDSM der

beliebteste Fetisch bei den Ü60 ist. 63 Prozent

der Befragten sind daran interessiert, mehr

über Dinge wie Bondage, Züchtigung, Dominanz,

Unterwerfung und Sadomasochismus zu

erfahren und diese Praktiken auszuprobieren.

Age Play ist die am zweithäufigsten erwünschte

Spielart. Diese Form des Rollenspiels

ermöglicht es ihnen, sich gegenseitig so zu

behandeln, als wären sie jünger oder älter und

scheint bei Menschen über 60 äußerst beliebt

zu sein. Mit 58 Prozent der interessierten Befragten

belegt Gruppensex den dritten Platz!

Und 38 Prozent geben zu, dass sie eine Golden

Shower mögen. (red)

CHECK NORD #1

45


CHEMSEX

DAS BÖSE WORT MIT G

Vielleicht kommt dir das bekannt vor: Auf der Sexparty warten

alle ungeduldig auf den einen Typen, der G mitbringt. Kaum ist er

da und entkleidet, wird das Fläschchen rumgereicht. Jeder, der will,

verabreicht sich eine abgemessene Dosis, entweder direkt auf die

Zunge oder in einen Softdrink gemixt.

Was danach passiert ist durchaus faszinierend:

Wer davon genommen hat, ist nach kurzer Zeit

gelöst, happy und enthemmt. Irgendwann aber

lässt die Wirkung nach und es wird wieder eine

Dosis genommen. Oder dazu ein Vodka-Longdrink

getrunken. Oder eine Line Koks gezogen.

Oder alles zusammen. Teilweise geht es das

ganze Wochenende ohne Pause so weiter. Wie

will man da noch einschätzen, wieviel zu viel ist?

DEN ÜBERBLICK BEWAHREN

Mischkonsum ist gefährlich. Jede Substanz

wirkt bei jeder Person anders. Wenn verschiedene

Substanzen in unterschiedlichen

Dosierungen eingenommen werden, steigt das

Risiko, im Rausch den Überblick darüber zu verlieren,

wieviel man genommen hat.

SCHNELL WIRD ÜBERDOSIERT

Die Spanne zwischen einem als angenehm

empfundenen Rausch und der Dosis, die

schläfrige oder komatöse Zustände bei

Konsument*innen verursacht, ist sehr gering.

Zusammensetzung und Reinheit von GHB/GBL

auf dem Schwarzmarkt kann nicht überprüft

werden. Zu den bekannten Nebenwirkungen

gehören Krämpfe, Bewegungsunfähigkeit, Verwirrtheit,

Gedächtnisstörung, Schwindelgefühle

und oder Erbrechen. Bei G gilt: Immer nur kleine

Dosierungen nehmen.

ACHTUNG LEBENSGEFAHR

Wird G zusammen mit Alkohol, Opiaten oder

anderen die Atmung beeinträchtigenden legalen

und illegalen Drogen konsumiert, besteht

Lebensgefahr. Bei mehreren Konsument*innen

hat dieser Mischkonsum zu Atemlähmungen

bis hin zum Erstickungstod geführt. Auch

Menschen, die HIV-Medikamente einnehmen,

müssen unbedingt aufpassen, da die in

antiretroviralen Medikamenten enthaltenen

Proteasehemmer die Wirkung von G zusätzlich

verstärken. Bei akuten Symptomen darf die

Person nicht alleine bleiben und es muss sofort

ein Notarzt unter 112 gerufen werden. (ts,nr)

Tipp: In einigen Ländern stellen Drogenberatungsstellen

Tabellenblätter zum Download zur

Verfügung. Darauf kann man die Namen aller

Partyteilnehmer*innen festhalten und dokumentieren,

wer, wann, was und wieviel genommen hat.

Macht euch selbst eine solche Tabelle und sorgt

dafür, dass eure Gäste ihren Konsum regelmäßig

für die Dauer der Party aufschreiben.

Achtung: Mit zunehmendem Konsum wird es

schwieriger, genau darauf zu achten, was man

aufschreibt. Bitte unbedingt auf Korrektheit der

Eingaben achten. Am besten ihr entscheidet euch

zuvor für einen Schriftführer.

Steckbrief GHB/GBL:

GHB (Gamma-Hydroxybutyrat)

wird im Körper zum

Botenstoff GABA umgewandelt.

GBL (Gamma-Butyrolacton)

und 1,4-Butandiol

sind GHB-Vorläufersubstanzen,

die vom Körper in GHB

umgewandelt werden.

Straßennamen:

G, Liquid Extasy, Fantasy,

K.O.-Tropfen

Gegenmittel:

Es gibt kein bekanntes

Gegenmittel, weder zum

akuten Runterkommen,

noch zur Entwöhnung bei

einer Entgiftung.

Quellen: www.saferparty.ch/ghb-gbl.html, www.partypack.de/GHB-GBL.40.0.html

46 CHECK NORD #1


Foto: Pcess609_stock.adobe.com

CHEMSEX

THE BAD WORD WITH G

Perhaps this sounds familiar to you: at the sex party everyone

is waiting impatiently for the one guy who brings some G.

As soon as he is there and undressed, the bottle is passed

around. Anyone who wants will be given a metered dose,

either directly on the tongue or mixed into a soft drink.

ENGLISH

What happens afterwards is quite fascinating:

whoever took it is quickly relaxed, happy

and uninhibited. At some point, however, the

effect wears off and another dose is taken.

Or a long vodka drink. Or a line of coke. Or

all together. Sometimes the whole weekend

goes on like that without a break. How do you

want to be able to determine how much is

too much?

KEEPING TRACK

Mixed consumption is dangerous. Every

substance works differently for every person.

If different substances are consumed in different

doses, the risk of losing track of how

much you have taken increases.

IT’S EASY TO OVERDOSE

The gap between a high that is perceived as

pleasant and the dose that causes sleepy or

comatose conditions in consumers is very

small. The composition and purity of GHB/

GBL on the black market cannot be checked.

Known side effects include cramps, immobility,

confusion, memory problems, dizziness,

and/or vomiting. The following rule applies to

G: Always only take small doses.

CAUTION: DANGER TO LIFE

If G is consumed with alcohol, opiates or

other legal and illegal drugs that impair

breathing, there is a severe risk of death. For

several consumers, this mixed consumption

has led to respiratory paralysis and even

suffocation. People who take HIV medication

also have to be careful, because the protease

inhibitors contained in antiretroviral medication

additionally increase the effects of G.

In the case of acute symptoms, the person

must not be left alone and an emergency

doctor must be called immediately. In Germany,

the emergency number is 112. (ts,nr,sw)

Tip: In some countries, drug advice centers have

spreadsheets available for download. On it you

can write the names of all party participants and

document who took what, when and how much.

Make your own spreadsheet and ensure that your

guests regularly write down their consumption for

the duration of the party.

Warning: With increasing consumption, it becomes

more difficult to pay close attention to what you

write down. Please make sure that the entries are

correct. It‘s best to choose a secretary beforehand.

Profile GHB/GBL:

GHB (gamma-hydroxybutyrate)

is converted into

the messenger substance

GABA in the body. GBL

(gamma-butyrolactone)

and 1,4-butanediol are GHB

precursors that the body

converts to GHB.

Street names:

G, Liquid Ecstasy, Fantasy,

K.O.-drops

Antidote:

There is no known antidote,

neither for acute

coming down, nor for

weaning in case of detoxification.

CHECK NORD #1

47


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CORONA

UND ANDERE SEXUELL

ÜBERTRAGBARE KRANKHEITEN

PANDEMIE TRIFFT EPIDEMIE

Positiv oder negativ? Abstand halten oder Mund-Nasen-Bedeckung? Social

Distancing oder Herdenimmunität? Noch immer beschäftigt uns nahezu nur ein

Thema: die Erkrankung COVID-19 oder ihr Erreger SARS-CoV 2, ein Mitglied der

Familie der Coronaviren.

Seine schnelle Verbreitung durch enge

soziale Kontakte, wie sie bisher bei uns

üblich waren, und seine unterschiedlichsten

Auswirkungen auf die Organe, machen ihn

im Gegensatz zu seinen grippalen Artverwandten

so gefährlich. Doch so paradox es

im ersten Moment klingen mag, diese laute

Pandemie hat aus medizinischer Sicht auch

positive Seiten: Die verordneten Kontaktsperren

wirken sich ebenso eindämmend

auf den von der WHO als stille Epidemie

bezeichneten Anstieg der sexuell übertragbaren

Krankheiten (STIs) aus.

Anders als bei Corona werden die sexuell

übertragbaren Krankheiten - und dabei ist

nicht in erster Linie das HI-Virus gemeint -

noch immer aus Scham im Stillen behandelt.

Die Zahl der Neuinfektionen mit Krankheiten

durch Clamydien, Trichomonaden, Gonokokken

oder den Syphilis-Erreger steigt seit

Beginn der 2000er in Europa wieder rasant

an. 376 Millionen neue Infektionen zählte

die WHO allein letztes Jahr. Der Grund sind

verbesserte Therapiemöglichkeiten, die viele

Menschen unvorsichtiger werden lassen. Die

Nutzung von Kondomen nimmt ab. Daher

ist es umso wichtiger, sich bei der heute frei

verfügbaren Sexualität regelmäßig testen zu

lassen – unabhängig davon, ob man Symptome

zeigt oder nicht. Denn viele dieser

Geschlechtskrankheiten können asymptomatisch

verlaufen oder auch bereits vor Auftreten

von Symptomen ansteckend sein. Scham

ist hier also definitiv ein falscher Berater.

Gut beraten hingegen ist man beim Urologen

seines Vertrauens oder man geht direkt zur

Untersuchung in ein Labor. Hier ist auch eine

anonyme Testung möglich. Bei einem positiven

Ergebnis ist in Folge der Gang zu einem

Arzt meist unumgänglich, denn unbehandelt

können STIs schwerwiegende Folgen haben.

INTERVIEW DR. HEIDRICH

Stimmt es, dass das Coronavirus auch durch

Stuhl beim Sex übertragen werden kann?

Hierzu gibt es keine zuverlässigen Daten. Im

Stuhl konnte das Virus nicht zuverlässig nachgewiesen

werden. Beim Küssen kann das Virus

in jedem Fall übertragen werden. Sex ohne

Küssen ist für die meisten kaum denkbar, oder?

Kann man sich auch ohne Symptome im Labor

auf STI untersuchen lassen?

Ja, natürlich. Erreger, die über sexuelle Handlungen

übertragen werden, führen nicht

48 CHECK NORD #1


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Foto: Diego Lonzano_unsplash.com

zwangsläufig zu Symptomen. Man spürt nicht

unbedingt, ob man infiziert wurde. Das macht

sie auch so gefährlich. Pornodarsteller werden

regelmäßig auf diese Erkrankungen untersucht,

rein aus Prophylaxe.

Welche schwerwiegenden Folgen können

unbehandelte STIs haben?

Hier handelt es sich nicht um einen einfachen

Schnupfen. Die Folgen einer STI können vielfältig

sein. Organschäden, vor allem massive

Schäden des Nervensystems bis hin zum Tod

sind bei unbehandelten Erkrankungen nicht

selten. Daher bitte nicht schweigen, sondern

handeln. Nur so lassen sich auch beispielsweise

die laut WHO jährlich 12 Millionen Syphiliserkrankungen

minimieren – 10 Fälle auf 100.000

Einwohner allein in Deutschland.

Immunsystem hat dem HI-Virus weniger

entgegenzusetzen.

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Laboratoriumsmedizin

und

Hämostaseologie

Ist es richtig, dass eine unbehandelte

STI die Wahrscheinlichkeit erhöht, an HIV

zu erkranken?

Das ist durchaus richtig. Ein geschwächtes

CHECK NORD #1

49


ADVERTORIAL

ENGLISH

CORONA AND OTHER SEXUALLY

TRANSMITTED DISEASES

PANDEMIC MEETS EPIDEMIC

Positive or negative? Avoiding contact or covering your nose and mouth? Social

Distancing or Herd Immunity? This year we are concerned with almost one topic only:

COVID-19 or, its pathogen, SARS-CoV 2, a member of the coronavirus family.

Its rapid spread through close social contacts

make it very dangerous in contrast to

its flu-like relatives. But, as paradoxical as it

may sound at first, this huge pandemic also

has positive sides from a medical standpoint:

The prescribed distance requirements have

a curbing effect on the increase in sexually

transmitted infections (STIs), which the WHO

describes as a silent epidemic.

In contrast to Corona, sexually transmitted

diseases – and this does not primarily mean

HIV – are still treated in silence, out of shame.

The number of new infections from chlamydia,

trichomonads, gonorrhea or the syphilis

pathogen has been increasing rapidly in

Europe since the beginning of the 2000s. It is,

therefore, all the more important to get tested

for STIs regularly. Many sexually transmitted

diseases can be asymptomatic or even be

contagious before symptoms appear. So shame

is definitely not a good advisor here. Better

go see a urologist or straight to a primary

care physician you trust for an examination.

Anonymous testing is also possible here. If the

result is positive, going to a doctor is usually

unavoidable, because if left untreated, STIs

can have serious consequences.

INTERVIEW DR. HEIDRICH

Is it possible to be examined for STIs even

though you don’t show symptoms?

Yes, of course. Pathogens that are transmitted

through sexual activities do not necessarily

lead to symptoms. So you may not know

if you‘ve been infected. That is what makes

them so dangerous. Porn actors are regularly

examined for these diseases, purely as a

preventative measure.

What serious consequences can untreated

STIs have?

These are not just simple colds. The consequences

of an STI can be varied. Organ damage,

especially massive damage to the nervous

system and even death, are not uncommon in

untreated diseases. So please do not be silent,

but act. This is the only way to minimize the 12

million cases of syphilis per year according to

the WHO – 10 cases per 100,000 inhabitants in

Germany alone.

Is it true that an untreated STI increases the

likelihood of developing HIV?

That is absolutely correct. If your immune system

is weakened by another STI, it’ll be more

difficult to defend the body against HIV.

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Alle neuen Infos im Newsletter unter

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COMMUNITY

40 Jahre - 40 Stories 40 years - 40 stories

TEILE DEINE GESCHICHTE

Die Schwulenberatung Berlin hilft bei allen

Fragen, die das Leben als homosexueller, bi*,

trans* und inter* Mensch mit sich bringt. Dieses

Jahr feiert die Organisation ihren vierzigsten Geburtstag.

Mit „40 Jahre - 40 Stories“ will sich die

Schwulenberatung Berlin bei allen Klient*innen

bedanken und die besten Geschichten in einer

besonderen Broschüre veröffentlichen. Hast

du gute Erfahrungen in einem der zahlreichen

Angebote gemacht? Konnte man dir bei

Problemen oder der Suche nach einer Unterkunft

helfen? Teile deine Geschichte mit anderen

und melde dich per Mail mit dem Betreff

„40 Jahre - 40 Geschichten“ unter:

40Jahre@schwulenberatungberlin.de

WARUM IST DAS WICHTIG?

Manchmal weiß man einfach nicht weiter und

traut sich dennoch nicht, nach Hilfe zu fragen.

Mit deiner Geschichte kannst du andere dazu inspirieren,

Hilfe zu suchen und auch anzunehmen.

Denn nur gemeinsam sind wir stark.

Alle Einsendungen werden streng vertraulich

behandelt und dein Name wird nur dann genannt,

wenn du das möchtest.

SHARE YOUR STORY

Schwulenberatung Berlin helps with all

issues homosexual, bi*, trans* and inter*

people may face. This year, the organization

is celebrating its 40th birthday. With

„40 Years - 40 Stories“, they want to thank

all clients by publishing their best stories

in a special brochure. Have you had good

experiences with one of the numerous

counselling offers? Were they able to help

you with issues you’ve faced in Berlin or

in finding accommodation? Share your

story with others and get in touch via

email using the subject line „40 years -

40 stories“ to:

40Jahre@schwulenberatungberlin.de

WHY IS THAT IMPORTANT?

Sometimes you just don‘t know what to

do but don‘t dare to ask for help. You can

use your story to inspire others to seek and

receive help. Because only together are we

strong.

All submissions will be treated as strictly

confidential and your name will only be

mentioned if you wish so.

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Die Zusendung des Gewinns erfolgt auf dem Postweg. Hierzu benötigen wir deinen Namen und

deine Postadresse. Diese Daten werden nur zum Zwecke der Versendung verwendet und nicht

gespeichert. Eine Teilnahme ist ab 18 Jahren möglich. Mit Zusendung einer Postkarte erkennt

der Teilnehmer die hier beschriebenen Bedingungen an. Der Rechtsweg ist im Hinblick auf die

Ziehung der Gewinner ausgeschlossen und eine Teilnahme garantiert keinen Gewinn.

Einsendeschluss ist der 15. Mai 2021.

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STI & HIV:

WAS LÄNGST ALS

„NORMAL“ GELTEN SOLLTE

Stock Photo. Mit Model gestellt.

Endlich Frühling, wir alle fiebern möglichen Lockdown-Lockerungen entgegen

und bei den meisten kribbelt es wahrscheinlich besonders bei der Aussicht nach

mehr Kontakten – Körperkontakten! Die einen freuen sich über eine Rückkehr

zur Normalität, die anderen fordern ein „new normal“. In Sachen mit sexuell

übertragbaren Infektionen, kurz STI, liegen Wirklichkeit und Wahrnehmung, was denn

„normal“ sei, weit auseinander. Zeit, zum Frühjahrsputz anzusetzen: Wie wäre es,

wenn wir unsere Einstellungen zu STI gemeinsam überdächten?

WIR SIND ALLE DAVON BETROFFEN

Seien wir realistisch, nahezu jede*r wird sich im

Laufe seines/ihres sexuell aktiven Lebens mit

einer STI anstecken, auch Moralvorstellungen

schützen nicht vor Ansteckung. Dazu gilt auch:

Ein erfülltes, schambefreites Sexleben ist auf

vielen physischen und psychischen Ebenen

gesund. Klar, mit der Anzahl der Sexualpartner*innen

steigt auch das Risiko, sich mit einer

STI anzustecken. Genau wie das Risiko höher

ist, sich das Bein beim Skifahren zu brechen als

beim Brettspiel. Dennoch erwarten wir nicht,

dass alle möglichst abenteuerlos unterwegs

sind. Dagegen wird Menschen bei der Diagnose

einer STI tendenziell ein unvorsichtiges und

verantwortungsloses Verhalten unterstellt.

Wie wäre es, wenn ein aktives vielfältiges

Sexleben offen gelebt werden könnte und die

damit einhergehenden Risiken nicht als Stigma,

sondern als normale und vor allem behandelbare

Begleiterscheinung gälten?

DIE WELT IST VOLLER VIREN UND

BAKTERIEN – SO AUCH SEX

Sogar ein selbstverschuldeter Unfall ist uns

weniger peinlich als eine STI und kaum eine*r

hat sich schon einmal für eine Magen-Darm-

Grippe rechtfertigen müssen. Unbestritten,

Sex ist schmutzig: Wir tauschen Körperflüssig-

54 CHECK NORD #1


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keiten, reiben uns aneinander, nutzen Sexspielzeug.

Da sind einfach eine Menge Erreger

wortwörtlich mit im Spiel. Aber so eben auch

auf Türklinken oder in Pools und Saunen. Wo

Menschen sind, sind auch Bakterien und Viren.

Besonders über die Verbreitungswege von

STI ranken sich einige Mythen und oft reden

wir uns lieber mit einer unwahrscheinlichen

Ansteckung auf dem Bahnhofsklo aus der

Affäre, statt zu unserer Sexualität zu stehen.

Denn STIs werden meistens noch immer bei

sexuellen Handlungen übertragen, daher auch

deren treffende Bezeichnung.

Wie wäre es, wenn wir einfach offen – zumindest

bei Ärzt*innen und Vertrauten - besprechen

könnten, wie und womit wir uns angesteckt

haben?

FAKTEN GEHEN ÜBER

SCHULHOFWITZE

Viele von uns kennen STIs wie Tripper (Gonorrhö)

oder Syphilis eher aus flachen Witzen als aus

aufgeklärten, unaufgeregten Gesprächen.

Wie wäre es, wenn wir jedem Spruch einen

Fakt über sexuell übertragbare Infektionen

entgegensetzten, z. B.:

• Syphilis ist seit 2010 wieder auf dem

Vormarsch in Deutschland

• HIV kann unter Behandlung nicht übertragen

werden, medikamentöse Prävention

ist mittlerweile genauso sicher wie

ein Kondom

• Infektionen mit Chlamydien gehören zu

den häufigsten Geschlechtskrankheiten in

Deutschland und können zu Unfruchtbarkeit

führen

Fakten sind nicht nur deutlich cooler als

abgenutzte Schmunzler, sie helfen auch Übertragungswege

und das eigene Risiko besser

einschätzen zu können.

KEINE SYMPTOME BEDEUTET NICHT

INFEKTIONSFREI

STIs betreffen jede*r, egal wie gut er/sie

aussieht, redet oder riecht. Leider hilft auch

Vertrauen oft nicht gegen Ansteckung, denn

Wissen über STI und Verbreitungswege ist

vielerorts so gering verbreitet, dass die meisten

schlicht nicht einschätzen können, ob sie vielleicht

eine unentdeckte Infektion in sich tragen.

Hinzu kommen die symptomlosen Verläufe

vieler STIs, so dass wirklich nur ein Test verlässlich

klären kann, ob ein Ansteckungs- oder

Übertragungsrisiko vorliegt. Und wir kennen

alle die unangenehme Situation, beim Sex

über STI sprechen zu wollen, dann aber doch

der Stimmung zuliebe darauf zu verzichten.

Wenn sich allerdings sexuell aktive Menschen

regelmäßig schamfrei und selbstverständlich

auf STI testen lassen würden, wären auch diese

Gespräche in Zukunft einfacher und damit Sex

für alle noch lustvoller zu genießen.

Wie wäre es, wenn regelmäßiges Testen auf STI

& HIV einfach normal wäre?

Diskrete regelmäßige Tests auf STI & HIV mit s.a.m health:

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mit der Einfachheit eines Heimtests und

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CHECK NORD #1

55


ADVERTORIAL

ENGLISH

STIS & HIV: WHAT SHOULD HAVE

LONG BEEN CONSIDERED „NORMAL“

Finally spring, the loosening of lockdown measures are in sight and most of us are

probably ecstatic at the prospect of more contact - especially body contact! Some

are happy about a return to normality, others call for a “new normal“. When it comes

to sexually transmitted infections, or STIs for short, the reality and the perception

of what is “normal” are two different things. Time to do some spring cleaning and

rethink our attitudes towards STIs altogether.

WE ARE ALL AFFECTED

Let‘s be realistic: Almost everyone will

become infected with an STI in the course

of their sexually active life. And since moral

concepts do not protect against infections,

the following also applies: A fulfilled, unashamed

sex life is healthy on many physical

and psychological levels.

How about if an active, diverse sex life could be

lived openly and the associated risks were not

considered a stigma, but a normal and, above

all, treatable side-effect?

THE WORLD IS FULL OF VIRUSES AND

BACTERIA — SO IS SEX

Even a self-inflicted accident is less embarrassing

to us than an STI and hardly anyone has

ever had to justify a gastrointestinal flu. There

are some myths, especially about the ways in

which STIs are spread, and we often prefer to

talk about an unlikely infection in the station

toilet rather than standing by our sexuality.

Because STIs are mostly still transmitted via

sex, hence their apt name.

How about we simply discuss how and with

what we got infected openly – at least with

doctors and confidants?

FACTS OVER SCHOOLYARD JOKES

Many of us know STIs like gonorrhea or syphilis

from silly jokes rather than from educated,

calm conversations.

How about we counter each joke about sexually

transmitted infections with a fact:

• Syphilis has been on the rise again in

Germany since 2010

• With consistent adherence to a medication

regimen, HIV-positive people can prevent

the transmission of the disease by lowering

their viral load to an undetectable level. This

is now just as safe as using a condom.

• Chlamydia infections are among the most

common sexually transmitted diseases in

Germany and can lead to infertility

Facts are not only significantly cooler than

worn-out jokes, they also help to better assess

transmission routes and one‘s own risk.

NOT SHOWING SYMPTOMS DOES NOT

MEAN YOU’RE NOT INFECTED

STIs affect everyone, no matter how good they

look, talk, or smell. Unfortunately, trust often

does not help against infection either. That‘s

also because people simply are uninformed or

misinformed about STIs and who they spread.

If, however, sexually active people were to be

tested for STIs regularly (and without shame),

these conversations would also be easier in the

future and sex would be even more enjoyable

for everyone.

What if regular testing for STIs & HIV

was just normal?

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Südstraße 4-5, 38100 Braunschweig,

Bus 411,413,416 Haltestelle Friedrich-

Wilhelm-Platz, Fon 0531 - 16 151,

info@praxis-blaukat.de, Mo-Fr 8-12 Uhr,

Mo 15-17 Uhr, Di 14-16 Uhr, Do, 15-19 Uhr

BREMEN

APOTHEKEN

SK-APOTKEKE IM EINKAUFS-

PARK DUCKWITZ

www.sk-apotheken.de

Duckwitzstraße 55, 28199 Bremen,

Tramhaltestelle 1,1E Solinger Straße,

Fon 0421 - 597 56 80, info@

sk-apotheken.de, Mo-Sa 8-20 Uhr

BERATUNGSSTELLEN

AIDS-HILFE BREMEN

www.aidshilfe-bremen.de

Sielwall 3, 28203 Bremen, Tram 1E, 2

Sielwall, Fon 0421 – 33 63 63 0, info@

aidshilfe-bremen.de, Di-Fr 10-12 Uhr

RAT & TAT – ZENTRUM

FÜR QUEERE LEBEN:

TRANS*PEER-BERATUNG UND

TRANS*RECHTSBERATUNG

www.ratundtat-bremen.de/

Beratung

Theodor-Körner-Str. 1, 28203 Bremen,

Tram 1,1E Ulrichsplatz, Fon 04 21 - 70

41 70, beratung@ratundtat-bremen.de,

Mo+Mi: 11-13 Uhr, Di+Do: 15-17 Uhr

TRANS*BERATUNG BREMEN

www.transberatung-bremen.de

Am Wall 190, 28203 Bremen, Tram 1E,

3,4 Schüsselkorb, Fon 0160 - 58 89 070,

beratung@trans-recht.de

HIV-SCHWERPUNKT-

PRAXEN

PRAXIS FÜR ONKOLOGIE UND

INFEKTIOLOGIE AM DOBBENWEG

www.praxisonkologie-bremen.de

Dobbenweg 6, 28203 Bremen, Tram

1/1E/2 Am Dobben, Fon 0421 - 79 29 80,

info@praxisonkologie-bremen.de,

Mo – Fr 8– 18 Uhr, 8-13 Uhr, Dr. Susann

Koch, Dr. med. Harald Beta

PRAXIS KRAFT

www.praxis-kraft-bremen.de

Schwaneweder Str. 21-23, 28779 Bremen,

Bus 94, 95 Landrat-Berthold-Straße,

Fon 0421 - 60 00 46, praxis@praxiskraft-bremen.de,

Mo+Do 8-12 und

15-18 Uhr, Di 8-12 und 15.30-20 Uhr,

Fr 8-15 Uhr

PRAXIS IM VIERTEL

www.praxis-im-viertel.de

Wielandstraße 6, 28203 Bremen,

Tram 1E/2 Brunnenstraße,

Fon 0421 - 70 24 24, info@praxisim-viertel.de,

Mo 16-19 Uhr,

Di-Fr 8-12 Uhr, Dr. Kaj Svensson

GÖTTINGEN

BERATUNGSSTELLEN

GÖTTINGER AIDS-HILFE

www.goettingen.aidshilfe.de

Obere Karspüle 14, 37037 Göttingen,

Bus 50,71 Friedrichstraße, Fon 0551-

437 35, info@goettingen.aidshilfe.de,

Mo/Do/Fr 10-13 Uhr, Di 16-19 Uhr

TRANS*BERATUNG GÖTTINGEN

www.transberatung-goettingen.de

Hannoversche Straße 80, 370777

Göttingen, Bus 31,32 Lutteranger,

Fon 0551 - 29 17 25 24, kontakt@

transberatung-goettingen.de,

Mo 11-16 Uhr, Di 10-14 Uhr, Mi 14-18 Uhr,

Do 10-15 Uhr

HIV-SCHWERPUNKT-

PRAXEN

PRAXIS FÜR KOLOPROKTO-

LOGIE UND CHIRURGISCHE

ENDOSKOPIE

www.proktologie-goettingen.de

Waldweg 1, 37073 Göttingen, Bus 42,80

Waldweg, Fon 0551 - 44 808, info@

proktologie-goettingen.de, Mo/Di/ Do

7:30-15:30 Uhr; Mi/Fr: 7:30-12:30 Uhr,

Dr. Michael Mügge

HAMBURG

APOTHEKEN

ALEXANDER APOTHEKE

ST. GEORG

www.alexapo.de

Steindamm 81, 20099 Hamburg,

U-Bahnhof Lohmühlenstraße,

Fon 040 - 28 00 99 22, team@alexapo.de,

Mo-Fr 8-18:30 Uhr

APOTHEKE IN DER

RINDERMARKTHALLE

www.rindermarkthalle-stpauli.de

Neuer Kamp 31, 20359 Hamburg,

U-Bahnhof Feldstraße, Fon 040 - 444

65 3840, service@apothekerindermarkthalle.de,

Mo-Fr 9-20 Uhr

CENTRO APOTHEKE

www.centro-apotheke.de

Spitaler Straße 7, 20995 Hamburg,

U-Bahnhof Mönckebergstraße,

Fon 040 - 325 26 71, backoffice@

centro-apotheke.de, Mo-Fr 8:30-20

Uhr, Sa: 9-20 Uhr

ENTEN APOTHEKE

www.entenapotheke.de

Grindelallee 88-90, 20146 Hamburg,

Bus 4,5 Grindelhof, Fon 040 441 402-60,

info@entenapotheke.de, Mo-Fr 8-19

Uhr, Sa: 9-14 Uhr

SCHWAN APOTHEKE

www.schwanapotheke-hh.de

Dammtorstr. 27, 20354 Hamburg,

58 CHECK NORD #1


ADRESSEN

BEI FRAGEN ZUM LISTING,

ÄNDERUNGSWÜNSCHEN UND

ERGÄNZUNGEN:

INFO@PINK-BERLIN.DE

TEL. 030 443198-30

U-Bahnhof Stephansplatz, Fon 040 - 34

39 64, info@schwanapotheke-hh.de,

Mo-Fr 8-19 Uhr, Sa: 9-14 Uhr

AUGENÄRZTE

PRAXIS FÜR AUGENHEILKUNDE

www.hamburg-augenheilkunde.de

Lange Reihe 39, 20099 Hamburg, Bus

6,17 Gurlittstraße, Fon 0 40 - 247-761,

info@hamburg-augenheilkunde.de,

Mo/Di/ Mi/Do 9-12 Uhr, Mo/ Di/ Do

17-18 Uhr, Fr 9-14 Uhr, Dr. Alcimara

Soares-Wulf

BERATUNGSSTELLEN

AIDS-HILFE HAMBURG

www.aidshilfe-hamburg.de

Lange Reihe 30-32, 20099 Hamburg,

Bus 6,17 Gurlittstraße, Fon 040 - 235 19

90, info@aidshilfe-hamburg.de, Mo/Di/

Do 17-19 Uhr, Mi 10-12 Uhr

AIDS-SEELSORGE HAMBURG

www.aidsseelsorge.de

Rostocker Straße 7, 20099 Hamburg,

Bus 16, 608 Böckmannstraße, Fon

040 280 44 62, info@aidsseelsorge.

de, Mo-Mi 10-16 Uhr, Do 10-18 Uhr, Fr

10-13 Uhr

CASABLANCA - CENTRUM FÜR

AIDS UND SEXUELL ÜBERTRAG-

BARE KRANKHEITEN IN ALTONA

www.hamburg.de/casablanca

Max-Brauer-Allee 153, 22765 Hamburg,

Bus 20,25 Max-Brauer-Allee, Fon 040 -

42837 4104, casablanca@sozialeshamburg.de,

Mo 11:30-15:30 Uhr, Di 8-12 Uhr,

Mi 13:30-17:30 Uhr, Do 11:30-15:30 Uhr

HEIN&FIETE

www.heinfiete.de

Pulverteich 21, 20099 Hamburg,

U-Bahnhof Hauptbahnhof Süd,

Fon 040 - 240 333, info@heinfiete.de,

Mo-Fr 16-20 Uhr

TRANS*BERATUNG MHC

www.mhc-hh.de/angebote/

trans-beratung

Borgweg 8, 22303 Hamburg, U-Bahnhof

Borgweg, Fon 040 - 280 58 540, transberatung@mhc-hamburg.de,

Mo-Do

14-18 Uhr

TRANS*BERATUNG NORD

www.transberatung-nord.de

Alstertwiete 7, 20099 Hamburg,

U-Bahnhof Hauptbahnhof Süd,

Fon 01575 - 48 32 445, info@

transberatung-nord.de

4BE TRANSSUCHTHILFE

www.therapiehilfe.de/

for_be_trans_sucht_hilfe

Böckmannstraße 4, 20099 Hamburg,

Bus 2,120 Kurt-Schumacher-Allee, Fon

040 - 2000 10 5422, info@4be-trans.de,

Mi 16-18 Uhr

BESTATTUNGEN

HAMBURGER BESTATTUNGS-

INSTITUT SVEN HAVEMEISTER

www.hamburgerbestattungsinstitut.de

Fuhlsbüttler Str. 775, 22337 Hamburg,

Bahnhof Ohlsdorf, Fon 040 – 44 44 77,

info@hamburger-bestattungsinstitut.de

HIV-SCHWERPUNKT-

PRAXEN

MEDIZINISCHES VERSOR-

GUNGSZENTRUM HAMBURG

www.ifi-medizin.de

Lohmühlenstraße 5, 20099 Hamburg,

U-Bahnhof Lohmühlenstraße, Fon 040

- 28 40 760-0, info@ifi-medizin.de, Mo/

Di/ Mi/Do 8 - 12:30 Uhr, Fr 9 -13:30 Uhr,

Mo/Mi/Do 14-16:30 Uhr, Di 14-17:30 Uhr,

Prof. Dr. Andreas Plettenberg,

Dr. Albrecht Stoehr, Dr. Karen Olah

INFEKTIONSMEDIZINISCHES

CENTRUM HAMBURG (ICH)

GRINDELALLEE

www.ifi-medizin.de

Grindelallee 35 - 20354 Hamburg, Bus

4,5 Grindelhof, Fon 040 - 41 32 420,

grindel@ich-hamburg.de, Mo 8 -18 Uhr,

Di 8 -19 Uhr, Mi 8-13 Uhr, Do 8 -19 Uhr,

Fr 8-13 Uhr, Dres. med. Axel Adam,

Thomas Buhk, Stefan Fenske, PD

Christian Hoffmann, Knud Schewe,

Prof. Hans-Jürgen Stellbrink,

Dr. Michael Sabranski, Stefan Hansen,

Fr. Dr. Katrin Graefe

INFEKTIONSMEDIZINISCHES

CENTRUM HAMBURG (ICH)

STADTMITTE

www.ifi-medizin.de

Glockengießerwall 1, 20095 Hamburg,

U-Bahnhof Hauptbahnhof Nord,

Fon 040 - 28 00 42 00, info@ifi-medizin.de,

Mo/ Di 8–18 Uhr, Mi 8:30-13 Uhr,

Do 8-19 Uhr, Fr 8-13 + 14-17:30 Uhr,

Dres. med. Axel Adam, Thomas Buhk,

Stefan Fenske, PD Christian Hoffmann,

Knud Schewe, Prof. Hans-Jürgen Stellbrink,

Dr. Michael Sabranski, Stefan

Hansen, Fr. Dr. Katrin Graefe

DAMMTORPRAXIS

www.dammtorpraxis.de

Dammtorstraße 27, 20354 Hamburg,

U-Bahnhof Stephansplatz, Fon 040 -

357 156 38, info@dammtorpraxis.de,

Mo/Do 8-13 + 15-18 Uhr, Di 8-16 Uhr,

Mi + Fr 8-13 Uhr, Stefan Linnig,

Dr. Thore Lorenzen

PRAXISGEMEINSCHAFT

EIMSBÜTTEL

www.praxis-eimsbuettel.de

Schäferkampsallee 56-58,

20357 Hamburg, U-Bahnhof

Christuskirche, Fon 040 - 404 711,

mail@praxis-eimsbuettel.de, Mo-Fr

9-12 Uhr, Di+Do 16-18 Uhr, Dr. Dirk

Berzow, Dr. Sandra Hertling, Andreas

Christl

ELBPNEUMOLOGIE

www.elbpneumologie.de

Mörkenstraße 47, 22767 Hamburg,

Bus 16,112 Altonaer Poststraße,

Fon 040 - 390 35 34, mail@praxiseimsbuettel.de,

Mo-Fr 9-12 Uhr,

Di+Do 16-18 Uhr, Dr. Dirk Berzow,

Dr. Sandra Hertling, Andreas Christl

CHECK NORD #1

59


ADRESSEN

KLINIKEN

UNIVERSITÄTSKLINIKUM

HAMBURG-EPPENDORF,

AMBULANZZENTRUM,

BEREICH INFEKTIOLOGIE

www.uke.de

Haus O57, Martinistr. 52, 20246 Hamburg,

Bus 20,25 Eppendorf Park UKE,

Fon 040 - 7410 - 52831, infektionen@

uke.de, Mo-Fr 8-12:30 Uhr, Di+Do: 14-18

Uhr, Dr. Olaf Degen, Dr. Sandra Hertling

LABORE

MVZ LABOR DR. HEIDRICH &

KOLLEGEN

www.labor-heidrich.de

Klinikweg 23, 22081 Hamburg,

U-Bahn Hamburger Straße, Fon 040

- 97 07 00 - 0, info@labor-heidrich.de,

Mo-Fr 8-18 Uhr, Dr. Heidrich

NEUROLOGIE /

PSYCHOTHERAPIE

NERVENARZTPTAXIS

DR. MARTIN EICHENLAUB

www.praxis-eichenlaub.de

Elbgaustraße 112, 22547 Hamburg

S-Bahn Elbgaustraße, Fon 040 - 84 10

84, Mo-Fr 8-12 Uhr, Mo/Di/Do 14-17 Uhr

ZAHNÄRZTE

ZAHNARZTPRAXIS SCHNELSEN

www.zahnaerzte-schnelsen.de

Holsteiner Chaussee 267, 22457 Hamburg,

Bus 183,191 Kriegerdankweg,

Fon 040 – 55 50 59 62, info@zahnaerzteschnelsen.de,

Mo-Do 8-19 Uhr,

Fr 8-12 Uhr, Rainer Witt, Christoph

Merz, Yvonne Zecher

HANNOVER

APOTHEKEN

LEIBNIZ APOTHEKE

www.leibnizapotheke.de

Georgstraße 46, 30159 Hannover,

U-Bahn 3,7,9 Kröpcke, Fon 0511 -

323214, info@leibnizapotheke.de,

Mo/Di/Mi/Fr 6-18:30 Uhr, Do 8-19 Uhr,

Sa 10-14 Uhr

BERATUNGSSTELLEN

HANNÖVERISCHE AIDS-HILFE

www.hannover.aidshilfe.de

Lange Laube 14, 30159 Hannover,

U-Bahn 4,5,6,11 Steintor, Fon 0511 -

360 696 0, info@hannover.aidshilfe.de,

Mo 10-12 Uhr, Di+Mi 10-16 Uhr,

Do 12-16 Uhr

ANDERSRAUM

www.queeres-zentrum.de/

angebote/transberatung

Asternstraße 2, 30167 Hannover,

U-Bahn 6,11 Kopernikusstraße, Fon

0511-34 00 13 46, info@andersraum.de,

Mo+Di 14-18 Uhr, Mi+Do 9-14 Uhr

HIV-SCHWERPUNKT-

PRAXEN

PRAXIS GEORGSTRASSE

www.praxis-georgstrasse.com

Georgstraße 46, 30159 Hannover,

U-Bahn 3,7,9 Kröpcke, Fon 0511 - 22

06 440, info@praxisgeorgstrasse.de,

Mo-Fr 8-12 Uhr, Mo+Di 14-17 Uhr,

Do 15-19 Uhr, Dr. Birger Kuhlmann,

Dr. Stefanie Holm, Dr. Hans Heiken,

Dr. Jennifer Miehe

PRAXIS DR. CARSTEN ZAMANI

www.hiv-versorgung.de

Marienstraße 61, 30171 Hannover,

U-Bahn 1,2,4,5,6 Aegidientorplatz,

Fon 0511 - 35 77 18 80, anmeldung@

drzamani.de, Mo-Fr 8:30-12 Uhr,

Mo/Di/Do 13-15 Uhr

KLINIKEN

MEDIZINISCHE HOCHSCHULE

HANNOVER (MHH)

www.mhh.de/institut-fuerimmunologie

Carl-Neuberg-Straße 1, 30627 Hannover,

U-Bahn 4 Medizinische Hochschule,

Fon 0511 - 22 06 440, info@

praxisgeorgstrasse.de, Mo-Fr 8-12 Uhr,

Mo+Di 14-17 Uhr, Do 15-19 Uhr,

Prof. Dr. Reinhold Förster

HILDESHEIM

BERATUNGSSTELLEN

HILDESHEIMER AIDS-HILFE

www.hildesheimer-aids-hilfe.de

Bernwardstraße 3, 31134 Hildesheim,

Bus 2,4 Almstor, Fon 05121 - 13 31 27,

info@hildesheimer-aids-hilfe.de,

Mo+Di 9-11 Uhr, Do 14:30-16:30

KIEL

APOTHEKEN

CENTRAL APOTHEKE

www.central-apotheke-kiel.de

Preetzer Chausee 134, 24146 Kiel, Bus

9,32 Villacher Straße, Fon 0431 - 78 05

10, info@central-apo-kiel.de, Mo+Di

9-11 Uhr, Mo-Fr 8-19 Uhr, Sa 8:30 - 13:30;

Mai- September Mo-Fr bis 18:30 Uhr

FRIESEN APOTHEKE

www.friesen-apotheke-kiel.de

Kronshagener Weg 17, 24114 Kiel,

Bus 14,15 Wilhelmplatz, Fon 0431 -

6 24 27, info@friesen-apotheke-kiel.de,

Mo-Fr 8:30-13:30 Uhr + 14:30-18:30 Uhr,

Sa 9-14 Uhr

BERATUNGSSTELLEN

AIDSHILFE KIEL

www.aidshilfe-kiel.de

Königsweg 19, 24103 Kiel, Bus 50,51

Kirchhofallee, Fon 04 31 - 5 70 58 0,

info@hildesheimer-aids-hilfe.de,

Mo+Di 9-11 Uhr, Do 14:30-16:30 Uhr

LÜBECK

BERATUNGSSTELLEN

LÜBECKER AIDS-HILFE

www.luebecker-aids-hilfe.de

Kreuzweg 2, 23558 Lübeck, Bus 7650,

8130 ZOB Hbf, Fon 0451 - 72551, info@

luebecker-aids-hilfe.de, Mo/Di/Do/Fr

10-13 Uhr, Do 18-20 Uhr

KLINIKEN

KLINIK FÜR INFEKTIOLOGIE

UND MIKROBIOLOGIE

www.uksh.de

Ratzeburger Allee 160, 23538 Lübeck,

Bus 9 UKSH, Fon 0451 500-0, info@

uksh.de, Prof. Dr. med. Jan Rupp

LÜNEBURG

BERATUNGSSTELLEN

CHECKPOINT QUEER

www.checkpoint-queer.de

Beim Holzberg 1, 21337 Lüneburg,

Bahnhof Lüneburg, Fon 04131 - 99 49

359, info@checkpoint-queer.de,

Mo/Do/Fr 9-14 Uhr, Di 9-18 Uhr,

Do 17-19 Uhr

OLDENBURG

BERATUNGSSTELLEN

AIDS-HILFE OLDENBURG

www.aidshilfe-oldenburg.de

60 CHECK NORD #1


ADRESSEN

Bahnhofstraße 15, 26122 Oldenburg,

Bus 270,280 Hbf Süd, Fon 0441 - 14500,

info@aidshilfe-oldenburg.de, Di 9-13 Uhr,

Mi 13-15 Uhr, Do 9-13 Uhr, Fr 9-12 Uhr

TRANS*BERATUNG IM FAMI-

LIENZENTRUM OSTERNBURG

www.transberatung-weser-ems.de/

beratung/oldenburg

Gorch-Fock-Straße 5a, 26135 Oldenburg,

Bus 304,304E Anton-Günther-

Straße, Fon 0160 - 588 90 70, weserems@trans-recht.de,

Di 9-13 Uhr,

Mi 13-15 Uhr, Do 9-13 Uhr, Fr 9-12 Uhr

HIV-SCHWERPUNKT-

PRAXEN

ONKOLOGISCHE PRAXIS

www.onkologie-oldenburg.de

Grüne Straße 2, 26121 Oldenburg,

Bus 270,280 Lappan, Fon 0441 - 770

598 0, info@onkopraxis-oldenburg.de,

Mo 8-16 Uhr, Di/Do 8-18 Uhr, Mi/Fr

8-13 Uhr, Ralf-Bodo Kühn,

Dr. Iris Zirpel, Dr. Daniel Reschke,

Dr. Burkhard Otremba

OSNABRÜCK

APOTHEKEN

ATLAS-APOTHEKE

www.atlas-apotheke.de

Lotter Straße 15, 49075 Osnabrück, Bus

10,15 Weißenburger Straße, Fon 05 41-

40 48 41 00, info@atlas-apotheke.de,

Mo-Fr 8-18:30 Uhr, Sa 9-13 Uhr

BERATUNGSSTELLEN

AIDS-HILFE OSNABRÜCK

www.aidshilfe-osnabrueck.de

Mörserstraße 44, 49074 Osnabrück, Bus

270,280 Hbf Süd, Fon 0541 - 80 10 24,

info@aidshilfe-osnabrueck.de,

Mo+Mi 10-14 Uhr, Di 10-12 Uhr,

Do 14-18 Uhr

KLINIKEN

KLINIKUM OSNABRÜCK -

INFEKTIOLOGISCHES CENTRUM

www.klinikum-os.de

Sedanstraße 115, 49090 Osnabrück,

Bus 10,20 Paracelsus-Klinik, Fon 0541 -

4053 900, info@klinikum-os.de, Mo/Mi/

Do 8–16 Uhr, Di 8–18 Uhr, Fr 8–14 Uhr,

Dr. Niels Schübel

ROSTOCK

BERATUNGSSTELLEN

RAT+TAT: TRANS*BERATUNG

www.ratundtat-rostock.de

Leonhardstraße 20, 18057 Rostock,

Tram 3,6 Doberaner Platz, Fon 0381 - 45

31 56, beratung@ratundtat-rostock.de,

Di 14-16 Uhr, Mi 18-20 Uhr, Do 16-18 Uhr

CENTRUM FÜR SEXUELLE

GESUNDHEIT

www.csg-mv.de

Doberaner Straße 7, 18057 Rostock,

Tram 3,6 Doberaner Platz, Fon 0381 -

128 50 23, info@csg-mv.de, Mo 10-12 +

14-16 Uhr, Di 13-16 Uhr, Do 16-18 Uhr

SCHWERIN

BERATUNGSSTELLEN

AIDS-HILFE

WESTMECKLENBURG

www.wismar.aidshilfe.de

Lübecker Straße 43, 19053 Schwerin,

Fon 0381 - 128 50 23,

info@bsga-mv.de, Mo 10-12 + 14-16 Uhr,

Di 13-16 Uhr, Do 16-18 Uhr

HIV-SCHWERPUNKT-

PRAXEN

PRAXIS LUTHERSTRASSE

www.praxis-lutherstrasse.de

Lutherstraße 12, 19053 Schwerin,

Bus 148 Platz der Jugend, Fon 0385 -

5574774, info@praxis-lutherstrasse.de,

Mo/Di/Do 8-18 Uhr, Mi 9-12 Uhr,

Dr. Karsten Wursthorn

WOLFSBURG

BERATUNGSSTELLEN

AIDS-HILFE WOLFSBURG

www.aidshilfe-wolfsburg.de

Kleiststraße 13, 38440 Wolfsburg, Bus

212,218 C&A, Fon 05361 – 1 33 32, aidshilfe@wolfsburg.de,

Mo-Fr: 9-12 Uhr

RAINER WITT ZAHNARZT

Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt.

Praxis für Ästhetische

Zahnheilkunde und

Implantologie

Rainer Witt

Holsteiner Chaussee 267

22457 Hamburg

Rainer Witt

Tätigkeitsschwerpunkt

Implantologie

ZÄ Yvonne Zecher

Tätigkeitsschwerpunkt

Alterszahnheilkunde

www.zahnaerzte-schnelsen.de

ZA Christoph Merz

Tätigkeitsschwerpunkt

Endodontie

Tel. (040) 55 50 59 62

Fax (040) 55 50 59 63

Öffnungszeiten:

Mo – Do: 8 – 19 Uhr

Fr: 8 – 12Uhr

CHECK NORD #1

61


STI

Symptome variieren nach Kontext und Person. Angegebene Schutzmaßnahmen können unzureichend sein

und garantieren keine Nichtansteckung. Im Zweifel bitte an Ärzt*innen oder Apotheker*innen wenden.

ANSTECKUNG

SYMPTOME

CHLAMYDIEN

Schleimhäute (Augen, anal, oral, Harnröhre,

vaginal). Körperflüssigkeiten (Blut, Speichel,

Sperma, Urin). Spritzen, Ziehröhrchen, Pfeifen

beim Drogenkonsum.

Nach 1 – 3 Wochen: glasiger bis eitriger

Ausfluss aus dem Penis, Schmerzen beim

Wasserlassen oder es kann eine schmerzhafte

Schwellung der Hoden auftreten.

GONORRHOE

(TRIPPER)

Schleimhäute (Augen, anal, oral, Harnröhre,

vaginal). Körperflüssigkeiten (Blut, Speichel,

Sperma, Urin). Finger, Hände, Toys. Spritzen,

Ziehröhrchen, Pfeifen beim Drogenkonsum.

Nach 2 – 6 Tagen: Brennen beim Wasserlassen,

eitriger, übelriechender Ausfluss aus der

Harnröhre. Teilweise Fieber und Schmerzen

und Anschwellung des Hodens.

HEPATITIS A

Bei anal-oralem Sex („Arschlecken“) oder

indirekt über den Weg Anus–Finger–Mund.

Verunreinigtes Spritzbesteck und Zubehör

(Filter, Löffel, Wasser) beim Drogengebrauch.

Nach 2 – 4 Wochen: grippeähnliche Beschwerden,

Appetitlosigkeit, Übelkeit, Schmerzen,

Druckgefühl unter dem rechten Rippenbogen,

Abneigung gegen fettiges Essen und Alkohol.

HEPATITIS B

Körperflüssigkeiten (Blut, Speichel, Sperma,

Urin). Verletzte Schleimhäute (Augen, anal,

oral, Harnröhre, vaginal). Spritzen, Ziehröhrchen,

Pfeifen beim Drogenkonsum.

Nach 4 – 6 Monaten: Abgeschlagenheit,

Muskel- und Gelenkschmerzen, Übelkeit,

Erbrechen, Hautveränderungen, Leberentzündung

mit Gelbsucht und Fieber.

HEPATITIS C

Blut, seltener auch andere Körperflüssigkeiten.

Spritzen, Ziehröhrchen, Pfeifen beim

Drogenkonsum, unhygienisches Tätowieren,

Piercen oder Ohrlochstechen.

Nach 3 – 6 Monaten: Grippeähnliche Symptome,

Gelbfärbung der Haut. Bei chronischer

Infektion: Müdigkeit, Juckreiz, Gelenkbeschwerden,

Leberentzündung.

HERPES

GENITALIS

Schleimhäute (Augen, anal, oral, Harnröhre,

vaginal). Husten, Niesen, Küssen, Sex, Finger,

Sextoys.

Nach einigen Tagen bis Wochen: kribbelnde,

juckende Haut. Bläschen, die aufplatzen.

Anschwellung der Lymphknoten, Fieber und

Krankheitsgefühl.

HERPES ZOSTER

(GÜRTELROSE)

Die Flüssigkeit der Gürtelrose-Bläschen ist

ansteckend. Schmierinfektion vor allem über

die Hände durch Anfassen von Türgriffen,

Handläufen, Wasserhähnen oder Sextoys.

Nach 2 – 3 Tagen: brennende Schmerzen,

Juckreiz, Hautausschlag/Bläschenbildung.

Auch Binde-/Hornhautentzündung, Gesichtslähmungen,

starke Nervenschmerzen.

HIV

Körperflüssigkeiten (Blut, Sperma). Verletzte

Schleimhäute (Augen, anal, oral, Harnröhre,

vaginal). Spritzen beim Drogenkonsum.

Nach 2 – 4 Wochen: Fieber, Müdigkeit,

Nachtschweiß, Durchfall, Abgeschlagenheit,

Mandel- und Lymphknotenschwellungen,

Ausschlag.

HPV

Schleimhäute (Augen, anal, oral, Harnröhre,

vaginal). Küssen, Streicheln, Petting oder

beim Sex.

Einige HPV-Typen können Wochen nach der

Ansteckung Genitalwarzen (auch Feigwarzen

oder Kondylome genannt) auslösen.

SYPHILIS

Körperflüssigkeiten (Blut, Sperma). Verletzte

Schleimhäute (Augen, anal, oral, Harnröhre,

vaginal). Spritzen, Ziehröhrchen, Pfeifen beim

Drogenkonsum.

Phase 1: Geschwürbildung an Penis, Analbereich,

Mund. Schwellungen der Lymphknoten.

Phase 2 (nach ca. 2 Monaten): Fieber, Kopfund

Gelenkschmerzen, Hautausschlag.

62 CHECK NORD #1


Auf der rechten Seite kannst du eintragen, wann du das letzte Mal getestet wurdest oder eine Impfung

erhalten hast. Deine Ärzt*innen oder Apotheker*innen beraten dich gerne weiter.

SCHUTZ

BEHANDLUNG

CHECK

Kondome verringern das Risiko einer Ansteckung,

können diese aber nicht sicher

ausschließen. Kondom immer nur einmal

verwenden.

Antibiotika auf Rezept.

Getestet am:

Kondome verringern das Risiko einer

Ansteckung. Kondom immer nur einmal

verwenden. Hände und Sexspielzeug vor

Gebrauch mit Seife waschen.

Antibiotika auf Rezept.

Getestet am:

Impfung – der einzig wirksame Schutz gegen

Hepatitis A. Sie erfolgt in der Regel gemeinsam

mit der Impfung gegen Hepatitis B.

Eine Therapie gibt es nicht.

Behandelt werden lediglich die Allgemeinsymptome

der Erkrankung.

Getestet oder

geimpft am:

Impfung. Kondome verringern das Risiko einer

Ansteckung, schließen diese aber nicht aus.

Kondom immer nur einmal verwenden.

Safer Use (nur eigene Spritzbestecke, Röhrchen

oder Pfeifen). Hygienisches Tätowieren,

Piercen, Ohrlochstechen. Kondome verringern

das Risiko einer Ansteckung.

Um andere nicht anzustecken sollte während

der Ausbruchsphase auf Sex verzichtet

werden. In beschwerdefreien Phasen senken

Kondome das Risiko einer Ansteckung.

Impfung, Verzicht auf Körperkontakt während

einer Infektion. Berührungen (z.B. beim Sex)

können dazu führen, dass Bläschen platzen

und die Viren übertragen werden.

Kann in der akuten Phase von selbst heilen.

Eine chronische Infektion dauert Monate

bis Jahre, teilweise müssen Medikamente

lebenslang eingenommen werden.

In den ersten sechs Monaten wird i. d. R. nicht

behandelt. Die Behandlung einer chronischen

Infektion dauert 8 – 12 Wochen, bei Komplikationen

auch 16 bis 24 Wochen.

Herpes Genitalis ist nicht heilbar. Bei wiederholten

schmerzhaften Rückfällen wird

routinemäßig mit virushemmenden Tabletten

behandelt.

Virostatika (antivirale Medikamente) und ggf.

Schmerzmittel.

Getestet oder

geimpft am:

Getestet am:

Getestet am:

Getestet oder

geimpft am:

Kondome, PrEP und PEP (innerhalb von 72

Stunden). Safer Use (igene Spritzbestecke,

Röhrchen oder Pfeifen). Hygienisches Tätowieren,

Piercen undOhrlochstechen.

Verschiedene Kombinationen antiretroviraler

Medikamente unter ärztlicher Aufsicht.

Getestet am:

Impfung. Kondome verringern das Risiko einer

Ansteckung, schließen diese aber nicht aus.

Kondom immer nur einmal verwenden.

Die meisten HPV-Infektionen heilen von

selbst aus. Bisher gibt es kein Medikament,

das HP-Viren direkt bekämpfen kann.

Getestet oder

geimpft am:

Kondome verringern das Risiko einer Ansteckung,

können diese aber nicht sicher

ausschließen. Kondom immer nur einmal

verwenden.

Antibiotika auf Rezept.

Getestet am:

CHECK NORD #1

63


STI

Symptoms vary by context and person. Protective measures as shown here may be inadequate and do not

guarantee non-infection. If in doubt, please contact a doctor or pharmacist.

TRANSMISSION

SYMPTOMS

CHLAMYDIA

Mucous membranes (eyes, anal, oral, urethra,

vaginal). Body fluids (blood, saliva, sperm,

urine). Syringes, straws, pipes when using

drugs.

After 1 – 3 weeks: glassy to opaque discharge

from the penis, painful urination, or painful

swelling of the testicles can occur.

GONORRHEA

Mucous membranes (eyes, anal, oral, urethra,

vaginal). Body fluids (blood, saliva, sperm,

urine). Fingers, hands, toys. Syringes, straws,

pipes when using drugs.

After 2 – 6 days: burning sensation when urinating

and purulent, foul-smelling discharge

from the urethra. Partial pain and swelling of

the testicles, fever.

HEPATITIS A

During anal-oral sex („ass licking, rimming“)

or indirectly via anus-finger-mouth. By contaminated

syringes and accessories (filters,

spoons, water) when using drugs.

After 2 – 4 weeks: flu-like symptoms, loss of

appetite, nausea, headache, muscle and joint

pain. A feeling of pressure under the right

costal arch, aversion to fatty food and alcohol

HEPATITIS B

Body fluids (blood, saliva, sperm, urine).

Injured mucous membranes (eyes, anal, oral,

urethra, vaginal). Syringes, straws, pipes

when using drugs.

After 4 – 6 months: fatigue, muscle and joint

pain, nausea, vomiting and skin changes.

Later also inflammation of the liver with

jaundice and fever.

HEPATITIS C

Blood, less often other body fluids. Syringes,

straws, pipes when using drugs. Also unsanitary

tattooing, piercing or ear piercing.

After 3 – 6 months: flu-like symptoms,

yellowing of the skin. With chronic infection:

fatigue, itching, joint complaints, inflammation

of the liver.

GENITAL

HERPES

Mucous membranes (eyes, anal, oral, urethra,

vaginal). Cough, sneeze, kiss, sex, fingers,

sex toys.

After a few days to weeks: tingling, itching

of the skin. Blisters that burst into small

ulcers. Swelling of the lymph nodes, fever

and feeling sick.

HERPES ZOSTER

(SHINGLES)

The fluid in the herpes zoster is contagious.

Smear infection especially via the hands: the

virus can be transmitted by touching door

handles, handrails, water taps or toys.

After 2 – 3 days: burning pain, itching or tingling

skin. Reddening or swelling of the skin

and blistering, conjunctivitis, corneal inflammation,

facial paralysis, severe nerve pain.

HIV / AIDS

Body fluids (blood, saliva, sperm, urine).

Injured mucous membranes (eyes, anal, oral,

urethra, vaginal). Injection while using drugs.

After 2 – 4 weeks: fever, fatigue or discomfort,

night sweats, diarrhea, fatigue, swelling of

the tonsils and lymph nodes, muscle pain,

rash.

HPV

Mucous membranes (eyes, anal, oral, urethra,

vaginal). Kissing, fondling, petting or having

sex.

Some types of HPV can cause genital warts

(condylomas) weeks after infection.

SYPHILIS

Body fluids (blood, saliva, sperm, urine).

Injured mucous membranes (eyes, anal, oral,

urethra, vaginal). Syringes, straws, pipes

when using drugs.

1st phase: ulcer formation on the penis, vagina,

anal area, mouth. Swelling of the lymph nodes.

2nd phase (after about 2 months): fever, headache

and joint pain, skin rashes can occur.

64 CHECK NORD #1


On the right side you can enter the last time you were tested or received a vaccination. Your doctors or

pharmacists will be happy to give further advice.

PROTECTION

TREATMENT

CHECK

Condoms reduce the risk of infection, but

cannot safely rule it out. Only use the condom

once.

Prescription Antibiotics.

Tested on:

Condoms reduce the risk of infection, but

cannot safely rule it out. Only use the condom

once. Wash hands and sex toys with soap

before use.

Prescription Antibiotics.

Tested on:

Vaccination – the only effective protection

against hepatitis A. It is usually done together

with the vaccination against hepatitis B.

There is no therapy. Only the general

symptoms of the disease are treated.

Tested or vaccination

received:

Vaccination. In addition: Condoms reduce the

risk of infection, but cannot safely rule it out.

Only use the condom once.

Safer use (use your own injection equipment,

straws or pipes). Pay attention to hygiene

when tattooing, piercing, ear piercing. Safe

sex and condoms reduce the risk of infection.

There is no one hundred percent effective

protection. However, the risk drops significantly

if sex is avoided during an outbreak

phase. Only use the condom once.

In the acute phase, the infection can heal

itself. A chronic infection lasts for months

to years, sometimes medication has to be

taken for life.

There is usually no treatment in the first six

months. The treatment of a chronic infection

lasts 8 to 12 weeks, with complications also

16 to 24 weeks.

Genital herpes is not curable. Repeated

painful relapses are routinely treated with

virus-inhibiting tablets.

Tested or vaccination

received:

Tested on:

Tested on:

Vaccination, Avoiding physical contact during

an infection. Touch and pressure (for example

during sex) can cause blisters to burst and

the virus to be transmitted.

Virostatics (antiviral drugs) and, if necessary,

pain relievers.

Tested or vaccination

received:

Condoms, PrEP and PEP (within 72 hours).

Safer use (use your own injection equipment,

straws or pipes). Pay attention to hygiene

when tattooing, piercing, ear piercing.

Different combinations of antiretroviral drugs

under medical supervision.

Tested on:

Vaccination. In addition: Condoms reduce the

risk of infection, but cannot safely rule it out.

Only use the condom once.

Most HPV infections heal on their own.

So far, there is no drug that can directly fight

HP viruses.

Tested or vaccination

received:

Condoms reduce the risk of infection, but

cannot rule it out. Only use the condom once.

Prescription Antibiotics.

Tested on:

CHECK NORD #1

65


COMMUNITY

Wieso wir gegen

DIGITAL DETOX

FEBRUAR 2021

AUSGABE 4

JA, ich möchte CHECK abonnieren!

GESUNDHEITSMAGAZIN FÜR MÄNNER

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Die nächste Ausgabe

erscheint im Juni 2021.

The next issue will be out in june 2021.

Rassismus angehen

müssen

Gesünder leben

ohne Smartphone

und Co.

ICH UND DIE UMWELT

Wie Duftstoffe, Schwermetalle und Plastik

unsere Gesundheit gefährden

FITNESS Ü40

Training dem Alter

anpassen

GLÜCKSMAGNET

Positives Denken

leicht gemacht

IMPRESSUM IMPRINT

CHECK Magazin wird verlegt durch die

PINK Verlagsgesellschaft mbH, Degnerstraße 9b,

13053 Berlin und ist ein Unternehmen der BLU Mediengruppe.

info@check-mag.com

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Tel: +49 (0)30 - 44 31 98 - 30

Fax: + 49 (0)30 - 44 31 98 - 77

DAS HEPATITIS-ALPHABET: Ansteckung, Symptome und Behandlung

BEAUTY-PFUSCH: 5 Experten-Tipps für mehr Sicherheit

FLEISCHLOS GLÜCKLICH: Jetzt vegetarisch leben

Erscheinungsweise: Vierteljährlich

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Chefredaktion (V.i.S.d.P.):

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wenn ich im europäischen Ausland lebe).

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Lektorat:

Stefanie Irmer (www.lektorat-irmer.de)

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66 CHECK NORD #1


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