12.11.2021 Aufrufe

MotocrossEnduro Ausgabe 12/2021

Saison-Ende - Auch die letzte Ausgabe des Jahres ist wieder mit vielen interessanten Themen vollgepackt ...

Saison-Ende - Auch die letzte Ausgabe des Jahres ist wieder mit vielen interessanten Themen vollgepackt ...

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Vor 5000 leidenschaftlichen Enduro-Fans erkämpfte

sich Manuel Lettenbichler den Sieg beim GetzenRodeo

– das war nicht nur für die Offroad-verrückten Sachsen

ein echtes Highlight zum Saisonabschluss.

Ab Seite 44 erfahrt ihr mehr ...

• Foto: KTM

EDITORIAL

MCE-Redaktion/Uwe Laurisch:

„Ich hoffe inständig, dass die geplanten

Indoor-Events für alle Fans

besuchbar bleiben und hier nicht

eine Spaltung in „Gut und Böse“

erfolgt. Bleibt gesund!“

SAISON-

ENDE

Auch die letzte Ausgabe

des Jahres 2021 haben

wir mit vielen interessanten

Themen für euch

vollgepackt.

Marko Barthel hatte die Ehre, die

neue KTM 250 SX-F zu testen. Die

Technikabteilung von KTM hat sich

bei dem Bike vor allem auf ein paar

wenige, signifikante Verbesserungen

fokussiert und die haben es in

sich. Bericht ab Seite 14.

Endlich ist sie bei den autorisierten

Husqvarna-Motorcycles-Händlern

erhältlich – die Rede ist von der

Husqvarna Norden 901. Inspiriert

von den erfolgreichen Husqvarna-

Rallye-Bikes wurde sie entwickelt,

um auf anspruchsvollem, vielfältigem

Terrain lange Distanzen zurückzulegen.

Mehr darüber erfahrt

ihr ab Seite 20.

Außerdem möchten wir euch ab

Seite 24 die 2022er Yamahas WR

250F und 450F vorstellen. Die WR

250F erhielt unter anderem ein umfangreiches

Motor- und Fahrwerksupgrade.

Die top moderne Technik

wurde von dem Bike übernommen,

das 2021 die Viertelliterklasse im

Motocross beherrscht. Auch die WR

450F profitiert von diesen vielen

siegbringenden technischen Lösungen

ihrer MX-Verwandtschaft.

Bericht ab Seite 24.

Ab Seite 28 gibt euch unser Fahrwerk-Experte

Mirko Knorr Tipps

zum Thema „Fahrwerk optimieren

beim Track Day“.

Die Motocross-WM, vor allem in der

MXGP-Klasse, war selten spannender

als in diesem Jahr. Zwei Rennen

vor Schluss, ist der Titelkampf noch

offen. Voraussichtlich wird sich das

auch bis zum letzten Lauf in Mantova

(nach Redaktionsschluss) nicht

ändern. Den derzeit führenden Romain

Febvre trennen nur ein bzw. 3

Punkte von den Verfolgern Tim

Gajser und Jeffrey Herlings. In der

MX2 steht der Weltmeister bereits

fest. Yamaha-Rider Maxime Renaux

konnte sich vorab beim GP von Garda

in Pietramurata den Titel sichern.

Herzlichen Glückwunsch.

Was in Lacapelle Marival, intu Xanadu

und beim Triple-GP in Pietramurata

sonst so abging, erfahrt ihr

ab Seite 30.

Auch in der Enduro-WM war bis zum

Schluss offen, wer EnduroGP-Weltmeister

werden würde. Letztlich

holte sich Brad Freeman knapp,

aber verdient, den Titel. In der E3

bestieg er ebenfalls das oberste

Treppchen, so wie auch Andrea Verona

in der E1 und Josep Garcia in

der E2. Mit dem Titelgewinn in der

Damenwertung machte Laia Sanz

die Saison perfekt und ist damit erfolgreichste

Motorradfahrerin aller

Zeiten. Berichte ab Seite 40.

Für ein Herzschlagfinale in der

Hard-Enduro-WM sorgten Manuel

Lettenbichler und Billy Bolt. „Letti“

gewann zwar das GetzenRodeo

zum dritten Mal in Folge, zum Weltmeister

aber wurde der punktgleiche

Billy Bolt gekürt. Wie es dazu

kam, lest ihr ab Seite 44.

Benny Koob hat auch in dieser Ausgabe

wieder einen Blick hinter die

Kulissen geworfen und während

der EMX die Mechaniker des Fantic

Factory Maddii Racing Teams begleitet.

Bericht ab Seite 46.

Tim Apolle gewährt euch ab Seite

52 erneut einen Einblick in sein

Rennfahrerleben in den USA.

Wir wünschen euch viel Spaß beim

Lesen und natürlich eine besinnliche

Adventszeit.


Nah dran!

Pit Beirer, Leiter der KTM-Sportabteilung,

im Gespräch mit Jeffrey Herlings

in Pietramurata. Jeffrey pilotiert

in der MX-WM eine KTM 450 SX-F

Fotos: KTM

SCHNAPPSCHUSS


INHALT

12/2021

RACING

30

40

Foto: © KTM Images

Motocross-WM

LACAPELLE MARIVAL/F

Foto: GasGas

Enduro-WM

Santiago do Cacem/P + Langeac/F

MOTOCROSS-TEST 2022 KTM 250 SX-F

Foto: Uwe Laurisch

TEST

14 KTM 250 SX-F

VORSTELLUNG

20 Husqvarna Norden 901

24 Yamaha WR 250F/450F

TIPPS & TRICKS

28 Track Day

MOTOCROSS

30 WM Lacapelle Marival/F

32 intu Xanadu/E

36 WM Pietramurata/I

POSTER

34 Holeshot

ENDURO

40 WM Santiago do Cacem/P

42 WM Langeac/F

62 DM Grünheide

HARDENDURO

44 WM GetzenRodeo/D

STORY

46 Behind the scenes

52 Tim Apolle

PRODUKTTEST

62 Fußrasten – TiPeg Titanium

Offset von Twenty

RUBRIKEN

3 Editorial

4 Schnappschuss

8 People & Facts

56 Warenkorb

64 Vorschauen

66 Vorschau MCE 1/22

Impressum

14

Für das Modelljahr 2022 gibt es keine kompletten Neuerungen bei der SX-Palette. Man setzt auf die bewährte

Technik und fokussiert sich auf ein paar wenige signifikante Verbesserungen. Dazu gehört unter

anderem ein doch sehr positiv überarbeitetes WP-Fahrwerk, eine Optimierung der Traktions- und Launch-

Control. Außerdem bekamen die einstellbaren Motormappings ein Update ...

VORGESTELLT

58

Foto: Polisport

Bike Mat –

Faltbare Kunststoffmatte

TIPPS & TRICKS Track Day

28

Foto: Uwe Laurisch

Um eine Fahrwerksoptimierung perfekt abzurunden, gehört

ein „Track Day“ mit dem Fahrwerksspezialisten dazu

6 MOTOCROSS ENDURO 12/21

Titelfotos: Jack Jackson, KTM, Husqvarna, Yamaha, Micha Tetzner


44

Hard-Enduro-WM

GetzenRodeo/D

Foto: Husqvarna

POSTER

Foto: © KTM Images

34

WARENKORB

60

Foto: Uwe Laurisch

Fußrasten – TiPeg Titanium Offset –

GP VERSION

VORSTELLUNG husqvarna Norden 901

Foto: Husqvarna

VORSTELLUNG Yamaha WR 250F + WR 450F

Foto: Yamaha

20

Foto: xxx

Ein dynamisches und vielseitiges Reisemotorrad für Abenteuer ohne

Kompromisse mit herausragender Performance auf der Straße und abseits

davon.

STORY MXGP/EMX-REPORT behind the Scenes

24

Foto: xxx

Die WR 250F und WR 450F bieten nicht nur leistungsstarke und leicht

beherrschbare Motoren. Die Fahrwerke mit leichten Aluminium-Doppelrohrrahmen,

geschwindigkeitsabhängig arbeitenden KYB-Upsidedown-

Telegabeln sowie Schwingen mit angelenkten Federbeinen ...

STORY tim apolle - Hardenduro in amerika

64

Foto: Micha Tetzner

Unser Redakteur Benny Koob und Fotograf Micha Tetzner waren für

euch beim MXGP von Germany in Teutschenthal und haben während

der EMX die Mechaniker des Fantic Factory Maddii Racing Teams

begleitet

52

Fotos: Foto: Mitterbauer

Jack Jackson

Tim berichtet euch über seine Erlebnisse und Ergebnisse bei den Rennen

in Prescott Valley (Arizona) und vom Saisonabschluss in Denver

(Colorado), wo er erstmals auf dem Treppchen stand

12/21 MOTOCROSS ENDURO 7


PEOPLE & FACTS

ADAC MX MASTERS

MIT ACHT VERANSTALTUNGEN

Acht Veranstaltungen von April bis September geplant • Saisonauftakt

in Fürstlich Drehna, Auslandsrennen in Möggers/Österreich

Das ADAC MX Masters plant für die Saison 2022 mit acht Veranstaltungen.

Für die acht Events der 18. Saison der Motocrossserie, die

zwischen April und September geplant sind, sprach der ADAC mit

neun Bewerbern.

Der Saisonstart ist im April in Fürstlich Drehna vorgesehen, ein

Auslandsrennen ist in Möggers in Österreich eingeplant. Der Modus

mit drei Wertungsläufen pro Rennklasse und eine Übertragung

der Rennen im kostenlosen Livestream wird auch 2022

beibehalten.

Die konkreten Veranstaltungstermine werden derzeit in enger

Abstimmung mit der MXGP und EMX erarbeitet, um den Fahrern

und Teams auch Starts in internationalen Serien zu ermöglichen.

Teilnehmer und Fans können sich mit den acht

Events auf so viele Veranstaltungen freuen, wie zuletzt in

der Saison 2015.

Maximilian Werner

• Fotos: ADAC Motorsport

Mit dem 2020 eingeführten Drei-Lauf-Modus gibt es mehr Rennen denn

je. Die ersten Wertungsläufe werden in allen vier Rennklassen bereits am

Samstagnachmittag durchgeführt, wodurch der Samstag als Zuschauertag

noch attraktiver wird. Alle Rennen können auch 2022 im Livestream unter

adac.de/mx-masters verfolgt werden.

Die acht Veranstaltungen sind bei den Clubs aus Fürstlich Drehna, Möggers,

Bielstein, Aichwald, Tensfeld, Holzgerlingen, Gaildorf und Dreetz geplant.

Der traditionelle Saisonauftakt im brandenburgischen Fürstlich Drehna soll

Anfang April stattfinden. Nach zwei Jahren Abstinenz ist auch das Österreich-

Gastspiel in Möggers wieder fix im Kalender geplant. In Tensfeld hofft man

nach zwei schwierigen Jahren unter dem Zeichen der Corona-Pandemie auf die

Erlaubnis, wieder Zuschauer an der Rennstrecke zuzulassen. Dreetz will nach der

erfolgreichen ADAC MX Masters-Premiere 2021 auf den gewonnenen Erfahrungen

aufbauen und Bielstein hat in diesem Jahr erneut bewiesen, dass selbst bei

schwierigsten Bedingungen Rennen durchgeführt werden. Mit Aichwald, Holzgerlingen

und Gaildorf bewerben sich drei bewährte Hartbodenstrecken um ein ADAC

MX Masters-Event.

2022 sollen so viele ADAC MX Masters Wertungsläufe

wie noch nie ausgetragen werden

Der Drei-Lauf-Modus wird auch in der neuen Saison

beibehalten werden

Die konkreten Renntermine werden in Abstimmung

mit den MXGP und der EMX erstellt

8 MOTOCROSS ENDURO 12/21


PEOPLE & FACTS

DMSJ-MEISTER 65 CCM

MAX MEYER

Mit 5 Punkten Vorsprung startete Max

Meyer am ins Finale der dmsj (Deutschen

Jugend-Motocross)-Meisterschaft der

Klasse 65 ccm beim sächsischen MSC

Thurm. Mit seiner YZ 65 drehte Max bereits

im Zeittraining mit 1:38 Minuten die

schnellste Runde auf der 1300 Meter langen

Strecke und war damit gut sechs Sekunden

schneller als der Zweitplatzierte.

Im ersten Wertungslauf konnte er als

Zweiter nach dem Start bereits in der

zweiten Runde die Führung übernehmen

und den Lauf mit einem Abstand von über

7 Sekunden für sich verbuchen. In Wertungslauf

2, in dem Max keinen Zweifel

aufkommen ließ, wer der schnellste Pilot

auf der Strecke war, übernahm er kurz

nach dem Start die Führung und fuhr bis

zum Zieleinlauf einen Vorsprung von 23,3

Sekunden heraus.

Mit weiteren 50 Punkten in der Tageswertung

kann sich Max nun mehr als verdient

„Deutscher Jugend-Motocross-Meister

2021“ der Klasse 65 ccm nennen!

Herzliche Glückwünsche zu dieser tollen

Leistung.

• Text: Meyer Yamaha bLU cRU Team;

Fotos: Dieter Lichtbau

LETZTE MELDUNG:

JEFFREY HERLINGS

GEWINNT MANTOVA1

Jeffrey Herlings startete den ersten Lauf zum zwölften Mal von der Poleposition.

Durch einen Fehler in der ersten Runde fiel er auf den 13. Platz

zurück, arbeitete sich aber bis Laufende auf den 2. Rang vor. Der Sieg

ging an den momentanen Leader Romain Febvre. Tim Gajser wurde zuerst

als Dritter gewertet, wurde aber sodann um fünf Plätze zurückversetzt.

Er soll sich einen Vorteil verschafft haben, als er, nachdem er zuvor

abgedrängt worden war, an einer Stelle auf die Strecke zurückgefahren

sein soll, die für die spätere Bewertung für ihn von Vorteil gewesen wäre.

Somit wurde Tony Cairoli als Dritter gewertet. In Rennen 2 sicherte sich

Jorge Prado den Holeshot, fiel aber bis Rennende auf Rang 6 zurück. Herlings

übernahm bald die Führung und gewann den Lauf vor Febvre und

Gajser. Der Gesamtsieg ging ebenfalls an Herlings vor Febvre und Cairoli.

Die MX2-Klasse entschied Jago Geerts (2/1) vor Weltmeister Maxime Renaux

(1/2) und Tom Vialle für sich (3/4).

Motocross-WM - 17. Lauf - Mantova/I - 7.11.2021 - Gesamtergebnisse - MXGP: 1. Jeffrey Herlings,

NL, KTM; 2. Romain Febvre, F, Kawasaki; 3. Antonio Cairoli, I, KTM; 4. Tim Gajser, SLO, Honda;

5. Jeremy Seewer, CH, Yamaha; 6. Ruben Fernandez, E, Honda; 7. Jorge Prado, E, KTM; 8. Thomas

Kjer Olsen, DK, Husqvarna; 9. Alessandro Lupino, I, KTM; 10. Brian Bogers, NL, GASGAS. Ferner:

18. Henry Jacobi, D, Honda; 23. Valentin Guillod, CH, Yamaha; 25. Tom Koch, D, KTM.

Stand: 1. Febvre, 661 Punkte; 2. Herlings, 658; 3. Gajser, 646; 4. Cairoli, 534; 5. Prado, 532;

6. Seewer, 530; 7. Glenn Coldenhoff, NL, Yamaha, 416; 8. Pauls Jonass, LV, GASGAS, 391; 8. Lupino,

310; 10. Olsen, 309. Ferner: 15. Jacobi, 178; 18. Arnaud Tonus, CH, Yamaha, 119; 23. Koch,

68;29. Guillod, 46.

MX2: 1. Jago Geerts, B, Yamaha; 2. Maxime Renaux, F, Yamaha; 3. Tom Vialle, F, KTM; 4. Jed Beaton,

AUS, Husqvarna; 5. Kay de Wolf, NL, Husqvarna; 6. Isak Gifting, S, GASGAS; 7. Rene Hofer, A,

KTM; 8. Mattia Guadagnini, I, KTM; 9. Simon Längenfelder, D, GASGAS; 10. Mikkel Haarup, DK,

Kawasaki. Ferner: 12. Brian Hsu, D, KTM; 22. Paul Haberland, D, Honda.

Stand: 1. Renaux, 689 Punkte; 2. Vialle, 570; 3. Geerts, 563; 4. Beaton, 513; 5. Guadagnini, 512;

6. Hofer, 501; 7. de Wolf, 441; 8. Thibault Benistant, F, Yamaha, 413; 9. Ruben Fernandez, E, Honda,

404; 10. Längenfelder, 316. Ferner: Hsu, 44; 24. Michael Sandner, A, KTM, 33; 26. Florian Lion,

D, KTM, 29.

10 MOTOCROSS ENDURO 12/21


MATTHIAS WALKER

IST FIM CROSS-COUNTRY RALLIES-

WELTMEISTER 2021

Österreichs Dakar-Held Matthias Walkner reiste mit einem 20-Punkte-

Vorsprung in der Weltmeisterschaftwertung nach Marokko. Walkner

wusste, dass er beim vierten von fünf Rennen der Serie eine starke Leistung

abliefern musste, um sich den Titel bereits in Marokko zu sichern.

Walkner übernahm die Führung der Rallye bei Etappe 2, bevor er durch

einen Navigationsfehler während der dritten Etappe zurückfiel. Der Gewinner

der Rallye Dakar 2018 kämpfte sich zurück nach vorne und verfehlte

am vierten Tag nur knapp den Etappensieg.

Am fünften Tag und somit dem Finaltag wusste Walkner genau was auf

der gezeiteten 166 km langen Sonderprüfung nötig war, um genug Punkte

einzufahren, um sich den Titel 2021 zu sichern. Der KTM-Werksfahrer

kam als Achter ins Ziel, was ihm den 2. Platz in der Gesamtwertung der

Rallye du Maroc und seinen zweiten FIM Cross-Country Rallies-Weltmeistertitel

einbrachte. Für KTM ist es der dritte Weltmeistertitel in Folge,

nachdem Toby Price 2018 und Sam Sunderland 2019 den Sieg für Europas

größten Motorradhersteller einfuhren und bevor die Rennserie 2020

aufgrund der globalen Pandemie pausieren musste. Während der vergangenen

neun Weltmeisterschaftsjahre konnte KTM insgesamt sechsmal

den Titel nach Hause holen.

Auch während der vorangegangenen Rennen der Saison 2021 zeigte

Walkner eine unglaublich starke und gleichbleibende Performance, beendete

die Hochgeschwindigkeits-Rallye Kasachstan als Zweiter, bevor

er weniger als einen Monat später unter komplett gegensätzlichen Bedingungen

den Sieg bei der Silk Way Rallye einfuhr. Nun, mit einem weiteren

Top-Zwei-Ergebnis in Marokko, hat der erfahrene 35-Jährige klar

aufgezeigt, dass er in Topform ist und bei der Finalrunde der Saison 2021

in Abu Dhabi nochmal alles geben wird, bevor es im Jänner zur härtesten

Rallye der Welt, der Rallye Dakar nach Saudi Arabien geht.

Matthias Walkner: „Es war eine super coole Rallye für mich (Marokko).

Ich fuhr raus und habe auf den Sieg gehofft, aber ich habe zirka bei der

Hälfte einen kleinen Fehler gemacht, der mich zwar nur ungefähr eine

Minute gekostet hat, aber es war genug, um zu weit zurückzufallen. Der

2. Platz ist trotzdem toll und den Weltmeistertitel bereits vor Ende der

Saison zu holen, ist einfach unglaublich. Das Team war das ganze Jahr

lang großartig, deshalb ein großes Dankeschön an alle. Nun ist es Zeit

für mich ein wenig zu relaxen und den Moment zu genießen.”

Norbert Stadlbauer – Rally-Team-Manager: „Wir sind sehr glücklich mit

dem Gesamtergebnis – wir sind hierher gekommen, um den Titel bereits

eine Runde vor dem offiziellen Finale der Rennsaison 2021 mit nach Hause

zu nehmen und wir haben es geschafft. Es war ein sehr erfolgreiches

Rennen für das ganze Team.”

Robert Jonas – Vice President Motorsports Offroad: „Dass wir in diesem

Jahr einen weiteren FIM Cross-Country Rallies-Weltmeistertitel mit nach

Hause nehmen, haben wir Matthias und dem Red Bull KTM Factory Racing

Team zu verdanken und wir sind sehr stolz darauf. Es gibt keinen

Zweifel an Matthias’ harter Arbeit immer ganz vorne dabei zu sein, egal

ob auf oder abseits seiner KTM 450 RALLY; er hat die Konstanz und den

Speed, den es braucht, um zu siegen und am Ende der Saison die Trophäe

mit nach Hause zu nehmen. Herzlichen Glückwunsch an Matthias

und das Team.” • Text u. Fotos: KTM

12/21 MOTOCROSS ENDURO 11


PEOPLE & FACTS

SPEKTAKULÄRE MANÖVER

SORGEN FÜR DIE ENTSCHEIDUNG

BEIM GROßEN SAISONFIALE

• Fotos: MX Staubpiraten (2), ADAC (1)

Am Wochenende 10./11.10.2021 ging die Serie mit der Kooperationsveranstaltung

beim MSC Triptis e.V. ins große Finale. Rund 200 Fahrer trotzten

den Temperaturen im niedrigen einstelligen Bereich und boten den Zuschauern

eine fantastische Show.

In der Klasse Schüler A sicherte sich Emil Doras mit einem Doppelsieg

(50 Punkte) souverän den Tagessieg vor Linus Engelhardt mit 44 Punkten.

Auf Platz 3 reihte sich Carolina Haimerl ein.

Bei den acht- bis zwölfjährigen Piloten der Klasse Schüler B entfachte sich

ein spannender Zweikampf zwischen dem Erstplatzierten Jonas Haimerl

und dem Zweitplatzierten Hannes Lorenz, beide fuhren 47 Punkte in der Tageswertung

ein. Loíc Antoine komplettierte mit Platz 3 das Podest in dieser

Klasse. Ebenfalls sehr dominant gestaltete sich die Leistung von Elias Pfeiffer

bei den Fahrern der Klasse Jugend A, auch er durfte sich über den Tagessieg

mit einem Doppelsieg freuen. Florian Hellmuth fuhr auf Platz 2 und Maximilian

Weber landete auf Platz 3.

ADAC NORDBAYERN MX CUP 2021 ENDSTAND

Somit sind die Würfel in der Meisterschaft des ADAC Nordbayern MX Cup 2021 gefallen, der abschließende

Meisterschaftsstand gestaltet sich dementsprechend wie folgt:

Klasse 1. Platz 2. Platz 3. Platz

Schüler A Emil Doras Carolina Haimerl Louis Schuhmann

Schüler B Hannes Lorenz Jake Strobel Jean-Luca Saal

Jugend A Maximilian Weber Tristan Stadlbauer Colin Weller

MX2-Jugend Noel Schmitt Toni Montag Moses Röder

MX2/2 Tim Meister Niclas Flemmerer Jannik Edelhäuser

MX1 Frank Dechet Sascha Wölfl Sebastian Thum

Ü35 Mario Schubert Steven Bauer Emanuel Gerisch

Ü45 Stefan Zengerling Georg Lorenz Martin Seufferlein

Ladies Jennifer Menzel Corinna Schlicht

Beginner/Hobby Nico Weber Michael Hussendörfer Dave Strobel

Jedes Ende bedeutet allerdings

zeitgleich auch einen Anfang, daher

laufen die Planungen für die

neue Saison bereits auf Hochtouren.

Alle wichtigen Informationen

hierzu findet ihr immer brandaktuell

auf adacnby-mxcup.de sowie

Facebook und Instagram.

Ein abschließender Dank gilt den

Veranstaltern, den Serienpartnern,

sowie allen weiteren Engagierten

rund um die Serie, welche

zum erfolgreichen Ablauf der Saison

2021 beigetragen haben. Wir

freuen uns auf eine hoffentlich

mindestens genauso erfolgreiche

und spektakuläre Saison 2022.

12 MOTOCROSS ENDURO 12/21


In der Klasse MX 2 Jugend ging

der Tagessieg mit 47 Punkten an

Joel Franz. Dahinter reihte sich

Noel Schmitt auf Platz 2 und Leon

Hauptmann auf Platz 3 ein.

Um die Attraktivität für Fahrer

und Zuschauer zu steigern, entschied

sich der Veranstalter dafür

die beiden Klassen Ü35 und

Ladies zusammenzulegen. Somit

rollten über 20 Fahrer und

Fahrerinnen ans Startgatter und

stürzten sich in den Kampf um

den jeweiligen Klassentagessieg.

In der Klasse Ü35 gelang

dies Dominik Künne am besten,

er sicherte sich den Platz an der

Spitze vor Hans-Jürgen Rottler

(Pl.2) und Mario Schubert (Pl. 3).

Bei den Fahrerinnen der Klasse

Ladies entfachte ein spannender

Zweikampf um den Platz an

der Sonne. Diesen konnte letztendlich

Sally Böde vor der Zweitplatzierten

Jennifer Menzel für

sich entscheiden. Lena Scheidig

landete auf Platz 3.

Am Sonntag gingen dann die

Fahrer der Klasse Ü45 an den

Start. Platz 1 ging mit 50 Punkten

an Martin Seufferlein, Platz

2 an Markus Haupt, gefolgt von

Stefan Zengerling auf Platz 3.

Bei den Fahrern der Klasse

Hobby/Beginner platzte das

Startgatter mit 40 Fahrern aus

allen Nähten. Der Tagessieg

ging hier an Nico Weber, Corurlius

Atzrodt belegte Platz 2, Max

Milke Platz 3.

In der Klasse MX2/2 legte Niclas

Flemmerer die beste Performance

hin und stand am Ende

des Tages auf Platz 1. Hinter ihm

reihten sich Noel Schmitt (Pl. 2)

und Nils Viertel (Pl. 3) ein. Den

Tagesabschluss feierten dann

die Fahrer der Klasse MX1. Hier

war es Roland Diepold, der die

Konkurrenz hinter sich lassen

konnte. Sascha Wölfl sicherte

sich mit Platz 2 weitere Punkte

für die Meisterschaft. Das Trio

vervollständigte Frank Dechet

mit Platz 3.

12/21 MOTOCROSS ENDURO 13


MOTOCROSS-TEST

Für das Modelljahr 2022 gibt es keine kompletten Neuerungen

bei der SX-Palette. Man setzt auf die bewährte Technik und fokussiert

sich auf ein paar wenige signifikante Verbesserungen. Dazu

gehört unter anderem ein doch sehr positiv überarbeitetes WP-

Fahrwerk, eine Optimierung der Traktions- und Launch-Control.

Außerdem bekamen die einstellbaren Motormappings ein Update.

Äußerlich ähneln die Modelle noch mehr den KTM-Werksbikes

mit orangefarbenem, pulverbeschichtetem Rahmen und einem

blauen Sitzbankbezug und den neuen Grafiken.

AUSGEWO

14 MOTOCROSS ENDURO 12/21


www.mx-floeha.de

bedingungen

Strecke: Motorsportgelände

MC Flöha e. V.

Temperatur: 22 °C, sonnig

Boden: Lehmboden, trocken

Technische Daten

MOTOR

Getriebe

Starter

Hub

Bohrung

Kupplung

Hubraum

EMS

Bauart

5 Gänge

Elektrostarter

52,3 mm

78 mm

DS-Mehrscheibenkupplung

im Ölbad,

Brembo Hydraulik

249,9 cm³

Keihin EMS

1-Zylinder,

4-Takt Motor

• Fotos: Uwe Laurisch, Studio: KTM/Mitterbauer; Testfahrer: Marko Barthel

KTM 250 SX-F

GENE MOTORLEISTUNG

UND GUTES FAHRWERK

FAHRWERK

Gewicht

(ohne Kraftstoff)) 99 kg

Tankinhalt (ca.) 7,5 l

Ø Bremsscheibe vorne 260 mm

Ø Bremsscheibe hinten 220 mm

Bremse vorne

Scheibenbremse

Bremse hinten Scheibenbremse

Kette 5/8 x 1/4“

Rahmen Bauart Doppelschleifen-

Zentralrohrrahmen

25CrMo4-Stahl

Federung vorne WP XACT-USD

Ø 48 mm

Bodenfreiheit

375 mm

Federung hinten WP XACT-Federbein

mit Umlenkung

Sitzhöhe

950 mm

Steuerkopfwinkel 63,9 °

Federweg vorne 310 mm

Federweg hinten 300 mm

PREIS

10.099 Euro

* UVP inkl. 19% MwST., zzgl. Nebenkosten

12/21 MOTOCROSS ENDURO 15


MOTOCROSS-TEST: KTM 250 SX-F

Joachim Sauer (KTM Product Manager Offroad) über die neuen SX-Modelle: „Bei der neuen SX-Baureihe geht es um die Nähe zu

unseren Rennmaschinen und den Bikes, die rund um den Globus reihenweise Siege einfahren. Wir haben diese Modelle über

viele Jahre immer weiter verfeinert und glauben, dass diese Verbindung – sowohl optisch als auch in Sachen Performance –

nun noch enger ist als je zuvor. Um das zu beweisen, haben wir MXGP- und MX2-Weltmeister unsere Serienmodelle zum Ausprobieren

gegeben und können mit Stolz sagen, dass diese von ihrer Performance überrascht waren. So war es nur logisch,

den 2022er-Modellen einen noch stärker rennorientierten Style zu verpassen und mit blauen und orangen Akzenten Fahrer

und Fans überall wissen zu lassen, dass hier ein READY TO RACE-Motocross-Motorrad daherkommt.“

• Foto: Sebas Romero

IM DETAIL

Neues schickes Design, mit orangefarbenem

Rahmen inklusive Rahmenschutz

und blauem Sitzbankbezug

Der 250-ccm-Viertakt-Motor hat ein Gewicht von 25,9 kg und bietet eine sehr gute

Massenzentralisierung. Optisch auffallend ist der strömungsoptimierte Krümmer,

er bietet eine bessere Leistungsentfaltung

Das Modell ist mit einem zuverlässigen

Elektrostarter von Mitsuba ausgestattet

(Button, rechte Lenkerseite),

der von einer sehr leichten 2Ah Lithium-Ionen-Batterie

befeuert wird

Auf der linken Lenkerseite ist ein Multischalter

angebracht, womit die Traktionskontrolle

aktiviert werden kann

sowie das Motormapping umgestellt

wird

Der Endschalldämpfer ermöglicht eine schlanke Ergonomie

und erfüllt die aktuellen Geräuschlimits

Als Serienbereifung dient der

Geomax-MX33 von Dunlop

Der Sitzbankbezug bietet mehr Grip,

dank griffigen Silikonstreifen.

Sehr praktisch und schnell wird die

Sitzbank über nur eine lange

Schraube fixiert

16 MOTOCROSS ENDURO 12/21


Vorne arbeitet eine 48-mm-WP-XACT-USD-Gabel mit

AER-Technologie. Das rechte Gabelbein ist für die

Dämpfung zuständig und das linke kümmert sich um

die (Luft-)Federung. Die Druck- sowie Zugstufe wird

an der oberen Gabelkappe eingestellt

Hinten kommt der WP

XACT-Stoßdämpfer

zum Einsatz. Er arbeitet

mit der Umlenkung

sehr gut zusammen

und kann variabel eingestellt

werden. Dazu

stehen Versteller für

die High- und

Lowspeed-Druckstufe

sowie für die Auswärtsdämpfung

(Rebound)

zur Verfügung

Bei den Bremsen geht KTM keine Kompromisse ein

und verbaut nach wie vor Brembo-Bremsen vorn (260

mm) und hinten (220 mm)

TIPP: AKTIVIEREN

DER LAUNCH-CONTROL

Für einen besseren Traktionsaufbau

beim Startvorgang hilft die

Launch-Control. Dazu beide

Schalter am Map-Select-Schalter

gleichzeitig drücken, um sie zu

aktivieren. Dadurch wird die Maximaldrehzahl

des Motors auf

das für die zur Verfügung stehende

Traktion ideale Maß reduziert.

Über die Kontrollleuchte

der elektronischen Kraftstoffeinspritzung,

die an der oberen Gabelbrücke

montiert ist, wird

über blinken angezeigt, dass die

Funktion aktiviert ist.

IM EINSATZ

Startverhalten

Das Thema Startverhalten möchte ich etwas erweitern und dabei auch auf den eigentlich Startvorgang

etwas näher eingehen.

Das Starten über den elektrischen Anlasser ist mittlerweile Standard und KTM glänzt hier mit einem sehr

zuverlässigen System, was nicht nur im kalten, sondern auch im warmen/heißen Motorzustand tadellos

funktioniert. Selbst wenn das Motorrad unerwartet ausgebremst wird, kann es innerhalb kurzer Zeit wieder

zum Leben erweckt werden. Der Starter ist enorm durchzugsstark und wird selbst nach vielen Startvorgängen

nicht schwächer. Aber kommen wir nun zum eigentlichen Startvorgang, was für die Motocross-Racer

essenziell wichtig ist. Nichts ist wichtiger als ein perfekter Start, denn damit schafft man

die Grundlage für sein Rennergebnis. Der Motor besitzt ausreichend Leistung und baut gut Traktion auf,

besser und noch kontrollierbarer wird der Startvorgang mit der aktivierten Launch-Control, die über die

Schaltereinheit am Lenker vor dem Start aktiviert werden kann. Dadurch wird die Maximaldrehzahl des

Motors auf das für die zur Verfügung stehende Traktion ideale Maß reduziert. Also einfach den Gashahn

auf Laut stellen und über die Kupplung starten und die Elektronik steuert den Rest. Damit lässt sich ein

Startvorgang beschleunigen und wir können das nach unzähligen Startvorgängen nur bestätigen.

12/21 MOTOCROSS ENDURO 17


MOTOCROSS-TEST: KTM 250 SX-F

Und wie ist die Handlichkeit?

Die gesamte Ergonomie der SX-F kommt mir bei meiner Körpergröße von 1,80 m sehr entgegen. Die

Lenkerhöhe im Zusammenhang mit der Sitzbankhöhe harmoniert gut und man hat viel Spielraum,

sich nach vorn bzw. nach hinten zu bewegen. Gerade auch das Gefühl zum Vorderrad lässt keine

Wünsche offen und bietet eine stabile Kurvengeschwindigkeit, egal, ob mit oder ohne Spurrinne.

Das Gewicht liegt bei knapp 107 kg vollgetankt und durch die sehr gute Massenzentralisierung ist

die 250 4-Takt das handlichste Viertaktmodell von KTM.

Der Motor

Der Motor bietet eine sehr gute Performance,

egal in welchem Drehzahlbereich

man unterwegs ist. Aus engen Kurven heraus

überzeugt dieses Modell mit einem

sehr guten Traktionsaufbau und schwächelt

keineswegs im mittleren oder oberen

Drehzahlbereich. Für mich ein sehr angenehm

zu fahrender Motor, der nicht nur

genug Leistung hat, sondern den Fahrer

nicht überfordert und somit die Arme nicht

unnötig lang werden lässt.

Zusätzlich kann die Motorcharakteristik

über den vorhandenen Mappingschalter

an die Vorlieben des Fahrers bzw. an die

Streckenverhältnisse angepasst werden.

Damit ist die Fahrbarkeit des Motorrades

noch variabler als sie es eh schon ist.

18 MOTOCROSS ENDURO 12/21


Das Fahrwerk

Das Fahrwerk war für mich der große

Aha-Effekt, was die Änderungen

gegenüber dem Vorjahresmodellen

betrifft. Bisher war das Fahrwerk

weniger harmonisch und bot kaum

Komfort, besonders bei ausgefahrenen

Streckenpassagen. Mit dem

neuem Fahrwerksupdate (leider

gibt es keine genaue Änderungsbeschreibung)

glänzt das Modell mit

hohem Komfort, ohne an Progressivität

und Durchschlagsreserven

bei hohen Geschwindigkeiten zu

verlieren. Damit bekommt die KTM

250 SX-F ein dickes Plus für das

sehr gute Fahrwerk. Für alle, die

selbst ein paar Einstellungen vornehmen

wollen, bietet die WP-Telegabel

sowie der WP-Stoßdämpfer

genug Einstellmöglichkeiten.

MARKOS FAZIT

Ausgewogene Motorleistung und gutes Fahrwerk

Die KTM 250 SX-F ist für mich genau das richtige MX-

Bike. Es bietet genug Leistung, überfordern mich nicht

und glänzt mit einem guten Traktionsaufbau. Durch den

Mappingschalter kann die Motorcharakteristik individuell

angepasst werden und dank Launch-Control ist der

Startvorgang kontrollierter zu meistern. Besonders hat

mir das Fahrwerk gefallen, es bietet eine gute Balance

zwischen Komfort und Progressivität.

BEWERTUNG

Handling

Fahrwerk

Traktion

Motor

Bremsen

Preis

12/21 MOTOCROSS ENDURO 19


VORSTELLUNG

Ein dynamisches und vielseitiges Reisemotorrad

für Abenteuer ohne Kompromisse

mit herausragender Performance auf der

Straße und abseits davon.

Angetrieben von einem laufruhigen

und drehmomentstarken

899-ccm-Parallel-Twin mit einer

Leistung von 105 PS

Husqv

DAS AB

20 MOTOCROSS ENDURO 12/21


• Fotos: Husqvarna; Text: Husqvarna

arna Norden 901

ENTEUER RUFT

Nach langem Warten ist die Norden 901 von Husqvarna Motorcycles

nun endlich erhältlich. Husqvarna Motorcycles präsentierte

die Norden 901 erstmals als Konzeptbike auf der EICMA

2019 und schuf ein überragendes Reisemotorrad mit ausgeprägter

Offroad-Tauglichkeit, selbst wenn der Asphalt zu Ende

geht.

Sie wurde von den erfolgreichen Rally-Bikes von Husqvarna

Motorcycles inspiriert und entwickelt, um auf anspruchsvollem,

vielfältigem Terrain lange Distanzen zurückzulegen. Dieses

Motorrad ist nicht nur schnell, aufregend zu fahren, wendig

und vor allem vielseitig, sondern macht selbst lange Fahrten

zu einem Erlebnis – auf der Straße und abseits davon.

Im Segment der Reisemotorräder der Mittelklasse glänzt die

Norden 901 mit geringem Gewicht und unerreichter Robustheit.

Angetrieben wird die Norden 901 von einem geschmeidigen

und drehmomentstarken Reihen-2-Zylinder mit 889 ccm

Hubraum und 105 PS, der dank zweier Ausgleichswellen extrem

vibrationsarm läuft. Der Motor sitzt in einem leichten

Gitterrohrrahmen aus Stahl, der Fahrer, Gepäck und Sozius

mühelos zu jedem Punkt auf der Karte trägt, während er dabei

von einer WP-APEX-Federung mit langen Federwegen unterstützt

wird. Große Räder im Format 21 Zoll vorn und 18 Zoll

hinten rollen mühelos über jedes Hindernis. Trotz ihrer herausragenden

Fahreigenschaften abseits befestigter Straßen

ist die Norden 901 auch auf Asphalt unerreicht komfortabel

und wendig.

Fahrer, die sich tief in unbekannte Regionen vorwagen, müssen

sich auch in extremen Situationen auf die Technik ihres

Motorrads verlassen können. Aus diesem Grund wird das

Bremssystem der Norden 901 von einem von Bosch entwickelten

Kurven-ABS mit Street- und Offroad-Modi unterstützt. Außerdem

hilft die schräglagenabhängig regelnde Motorrad-

Traktionskontrolle von Husqvarna Motorcycles dem Fahrer in

Kurven, wobei besonderes Augenmerk auf ihr Eingreifen abseits

der Straße gelegt wurde.

12/21 MOTOCROSS ENDURO 21


VORSTELLUNG

Die Norden 901 macht jede Ausfahrt

zu einem Abenteuer und bietet dazu

serienmäßig drei wählbare Fahrmodi

(Street, Rain, Offroad), sowie den optionalen

Explorer-Modus,

dank derer der Fahrer mit

jeder Situation fertig wird.

Die Easy Shift-Funktion ermöglicht

müheloses Durchschalten

des 6-Gang-Getriebes ohne Kupplungseinsatz,

während die PAS-Kupplung

das Hinterrad im Zaum hält.

22 MOTOCROSS ENDURO 12/21


Technische Highlights

• Chrom-Molybdän-Stahl-Gitterrohrrahmen

mit dem Motor als tragendes Element

• Reihen-2-Zylinder mit 889 ccm Hubraum,

105 PS und 100 Nm Drehmoment

• Einstellbare WP APEX-Federung für herausragenden

Komfort auf und abseits der Straße

• Drei wählbare Fahrmodi (Street, Rain,

Offroad) und optionaler Explorer-Modus

• Hochmodernes, abschaltbares Kurven-ABS

mit Offroad-Modus

• Ride-by-Wire-Gasdrehgriff

• Easy Shift-Funktion

• Schräglagenabhängig regelnde Motorrad-

Traktionskontrolle mit in neun Stufen

einstellbarem Hinterradschlupf

(im Explorer-Modus)

• PAS-Kupplung (Power Assist Slipper Clutch)

• Schlauchlose Räder und Reifen vom Typ

Pirelli Scorpion Rally STR für herausragende

Performance auf der Straße und im Gelände

• Großer 19-Liter-Kraftstofftank für eine

Reichweite von bis zu 400 km

• Optionale Connectivity Unit bietet Turn-by-

Turn-Navigation, Anrufannahme und Musikhören

über das Smartphone des Fahrers

Die Husqvarna Motorcycles Functional Apparel-Kollektion bietet

spezielle Ausrüstung für den Norden 901-Fahrer, die perfekt zum

Design des Motorrads passt und entwickelt wurde, um den Fahrer das

ganze Jahr über trocken und warm zu halten und ihm Sicherheit zu geben.

Darüber hinaus wurde die Norden 901 so entwickelt, dass sie sich an die Bedürfnisse

des Fahrers anpasst. Dazu dient das technische Zubehör von Husqvarna Motorcycles,

das alles von Gepäcksystemen über Performance- und Fahrwerks-Upgrades

bis hin zu ergonomischen Lösungen bereithält.

Federico Valentini, Head of Husqvarna Motorcycles Marketing: „Die Marke Husqvarna Motorcycles hat sich seit 2014 kontinuierlich weiterentwickelt.

Mit der Präsentation der Norden 901 wagen wir uns in ein für uns neues Marktsegment vor – in das der Reisemotorräder. Das Motorrad

wurde bei der EICMA 2019 erstmals einer begeisterten Öffentlichkeit vorgestellt und seitdem mit Spannung erwartet. Nun ist sie endlich da und

wir sind davon überzeugt, dass sich die Norden 901 in dieser Klasse zu einem Favoriten für Fahrer entwickeln wird, die sich von Grenzen nicht

aufhalten lassen.”

Die Norden 901 ist seit November 2021 bei autorisierten Husqvarna Motorcycles-Händlern zu haben.

weitere Infos und das Händlernetz findest du unter: www.husqvarna-motorcycles.com

12/21 MOTOCROSS ENDURO 23


VORSTELLUNG

yamaha WR 250F

Siegreiche Motocross-Technik in Yamahas 250-ccm-Enduro

Die Technik der Yamaha Enduros WR 250F und WR 450F gehört zum

Besten, was die Offroadwelt zu bieten hat. Zu den intelligenten

Lösungen zählen beispielsweise ein Motor mit umgedrehtem Zylinderkopf

sowie die wegweisende Power Tuner Smartphone2-App für

schnelles und einfaches Abstimmen des Motors direkt an der Strecke.

Die umgedrehte Anordnung mit nach vorne gerichtetem Einlass und

nach hinten gerichtetem Auslass bewirkt ein effizienteres Ansaugen

und damit mehr Leistung.

yamaha

SCHNEL

24 MOTOCROSS ENDURO 12/21


yamaha WR 450F

Dadurch, dass der Lufteinlass vorne und der

Kraftstofftank in der Mitte ist, ergibt sich zudem

eine ideale Zentralisierung der Massen.

Der nach hinten geneigte Zylinder und der

„Wraparound-Auspuff“ tragen zusätzlich zur

Zentralisierung der Massen bei, was sich in

agilem Handling und beeindruckender Manövrierbarkeit

niederschlägt.

Die WR 250F und WR 450F bieten nicht nur

leistungsstarke und leicht beherrschbare Motoren.

Die hervorragenden Fahrwerke mit

leichten Aluminium-Doppelrohrrahmen, erstklassigen,

geschwindigkeitsabhängig arbeitenden

KYB-Upsidedown-Telegabeln sowie

Schwingen mit angelenkten Federbeinen sorgen

dafür, dass die Bikes auch in anspruchsvollstem

Gelände präzise steuerbar und stabil

bleiben.

Die 2022er-WR 250F hat ein umfangreiches

Motor- und Fahrwerksupgrade erhalten. Die

top-moderne Technik stammt von dem Bike,

das 2021 die Viertelliterklasse im Motocross

beherrscht.

Bislang hat die YZ 250F in diesem Jahr die

AMA-250-Supercross-Rennserien East und

West gewonnen und in der MX2-WM sowie der

AMA 250MX National Championship beeindruckend

viele Siege geholt. Mit einem kraftvolleren

Motor, der über den gesamten Drehzahlbereich

mehr Leistung liefert, einem überarbeiteten

Rahmen mit neu ausbalancierten Festigkeitswerten

und einem leistungsfähigeren

Bremssystem ist die neue WR 250F in der Lage,

auf jedem Level erfolgreich zu sein.

• Fotos: Yamaha; Text: Yamaha

WR 250F / WR 450F

L UND PRÄZISE

Die neue WR 250F

Im Endurosport gehört die WR 250F bereits zu

den konkurrenzfähigsten und am besten fahrbaren

Motorrädern ihrer Klasse. Sie hat ein

breites nutzbares Drehmomentband, das jedem

Fahrer Bestleistungen entlockt – unabhängig

vom Fahrvermögen und der Offroad-Erfahrung.

Zusätzlich stehen hinter der in Wettkämpfen

siegreichen Technik die Premiumqualität

und die legendäre Zuverlässigkeit von Yamaha.

Höhere Motorleistung

Der flüssigkeitsgekühlte High-Tech-Viertaktmotor

der 2022er-WR 250F mit Elektrostarter

wurde mit zahlreichen leistungssteigernden

Features der derzeit in vielen Meisterschaften

siegreichen YZ 250F kräftig aufgerüstet.

Eine der Schlüsselkomponenten ist der von der

YZ 250F abgeleitete Zylinderkopf. Dieser verleiht

der 2022er-WR 250F im mittleren und

oberen Drehzahlbereich merklich mehr Power,

mit der in Sonderprüfungen noch schnellere

Zeiten erzielt werden können. Der nach vorn

gerichtete Einlass des Motors wurde überarbeitet

und hat jetzt den breiteren Ansaugkanal

der YZ 250F.

12/21 MOTOCROSS ENDURO 25


VORSTELLUNG YAMAHA WR 250F / WR 450F

Dieses neue Design sorgt für einen besseren

Ansaugdurchsatz und damit für eine effizientere

Verbrennung und für mehr Leistung im gesamten

Drehzahlbereich.

Im neuen Zylinderkopf rotiert zudem eine Auslassnockenwelle

mit neuem Nockenprofil, die

zu einer besseren Kraftentfaltung im unteren

bis mittleren Drehzahlbereich beiträgt. Eine

neue Abstimmung der ECU optimiert die Leistungsentfaltung

des neuen Motors in allen

Drehzahlbereichen. Für etwas mehr Komfort an

langen Wettkampftagen gibt es eine neu gestaltete

Ausgleichswelle sowie eine neue

Schaltnocke, die das Schalten sanfter und einfacher

macht. Der „Wraparound-Auspuff“ bekam

ein neues Hitzeschutzschild, das ein Hängenbleiben

verhindert und der kurze Schalldämpfer

erhielt eine stärkere Halterung.

Besonders interessant für Fahrer der WR 250F

ist die Power Tuner-App zur Motorabstimmung

per Smartphone. Diese innovative Software ermöglicht

das einfache, unkomplizierte Anpassen

der Motorcharakteristik an unterschiedliche

Strecken- und Witterungsbedingungen.

Mit zwei in das Steuergerät hochgeladenen

Mappings kann der Fahrer über einen am Lenker

montierten Schalter sogar während der

Fahrt die Leistungscharakteristik ändern.

Überarbeitete Rahmenfestigkeit

Die WR 250F tritt in der Rennsaison 2022 mit

einem gewichtssparenden Aluminium-Doppelrohrrahmen

an, der auf der neuesten Technik

der siegreichen YZ 250F basiert. Der Rahmen

wird in Yamahas fortschrittlichem CF-Druckguss-Verfahren

hergestellt. Mit dieser Technik

können unterschiedliche Wandstärken bei den

Rahmenrohren erzielt werden – so dick wie nötig,

so dünn wie möglich. Dies ist ein entscheidender

Faktor bei der Anpassung der Festigkeitsbalance

an die höhere Leistung des neuen

Motors.

Die Yamaha-Ingenieure besserten die Festigkeit

des Rahmens an verschiedenen Stellen

nach und verbauten auch neue steifere Motorlager.

Das so entstandene Fahrwerk ist nicht

nur äußerst belastbar, es vermittelt dem Fahrer

auch ein exzellentes Feedback von der Strecke.

Siegreiche KYB-Federelemente

Yamahas hervorragende KYB-Upsidedown-Telegabel

mit ihrer unübertroffenen, geschwindigkeitsabhängigen

Dämpfung wurde nochmals

weiterentwickelt. Die Modifikationen für

das Modelljahr 2022 machen das Handling

und Lenken noch feinfühliger. Das Setting der

Dämpfung wurde auf die überarbeitete Festigkeit

des neuen Fahrwerks abgestimmt. Weitere

Ausstattungsmerkmale, die die Fahreigenschaften

verfeinern, sind die überarbeitete

obere Gabelbrücke, die Lenkerklemmungen,

die Fußrasten und die vordere Radachse.

Auch die Schwinge mit angelenktem KYB-Federbein

wurde mit neuen Dämpfungswerten

optimiert. Damit gehört die Hinterradfederung

der WR 250 zu den besten Enduro-Originalausstattungen

auf dem Markt.

Hochleistungs-Vorderradbremse

wie bei der YZ 250F

Die Bremsleistung ist genauso wichtig wie die

Motorleistung und die WR 250F 2022 ist mit einer

leichteren und leistungsfähigeren Vorderradbremse

ausgestattet, die von der in der

MX2-GP siegreichen YZ 250F übernommen

wurde.

Das anspruchsvollere Design der Vorderradbremse

hat eine um 30 Prozent steifere Bremszange,

in der auf 25,4 mm vergrößerte Kolben

eine neue Bremsscheibe mit 270 mm Durchmesser

betätigen. Die dazugehörigen Bremsbeläge

haben 25 Prozent mehr Fläche als zuvor.

Damit kann fein dosiert und zugleich kraftvoll

gebremst werden, um kostbare Sekunden

zu gewinnen.

Neues Multifunktions-Instrument

An einem langen, harten Tag auf der Piste versorgt

das kompakte, leichte, neue Kombi-Instrument

den Fahrer mit allen wichtigen Informationen.

Im Standardmodus sind das die Geschwindigkeit,

Uhrzeit, Fahrzeit und zwei Wegstreckenzähler.

Im Rennmodus stehen die

Schlüsselinformationen bereit, auf die es in einem

Endurorennen ankommt: Durchschnittsgeschwindigkeit,

Fahrzeit und Tageskilometer.

Ergänzend gibt es eine Anzeige für den Durchschnittsverbrauch

sowie den Kraftstoffvorrat

und Motor-Warnleuchten.

Neue Graphics

Die für 2022 neu gestalteten Graphics stellen

die Rennsportherkunft von der Yamaha VictorY-

Zone heraus. Die Icon Blue-Lackierung und die

dunkelblauen „In-Mould“-Graphics sind langlebig

und kratzfest und sehen deshalb auf

Dauer bestechend aus.

Neue Ausstattungsmerkmale der WR 250F

• Neuer, von der YZ 250F

übernommener Zylinderkopf

• Neue Auslassnockenwelle

in YZ250F-Spezifikation

• Neuer, von der YZ 250F

übernommener Einlass

• Neuer Einlasskanal nach Vorbild der YZ 250F

• Verbesserter Steuerkettenspanner

• Überarbeitete Ausgleichswelle

• Neue Schaltnocke

• Neuer Deltabox-Rahmen aus CF-Aluminium-

Druckguss

• Neue Motorlager mit WR-spezifischen

Festigkeitswerten

• Hervorragende KYB-Upsidedown-Telegabel

mit überarbeiteter Abstimmung der

geschwindigkeitsabhängigen Dämpfung

• Neue obere Gabelbrücke und neue

Lenkerklemmungen

• Neue Fußrasten, neuer Lenker und neue

Vorderradachse, übernommen von der

YZ 250F

• Neues Multifunktionsinstrument

• Verstärkte Halterung für die Kettenführung

• Neue 270-mm-Bremsscheibe vorne

mit 16 % größerer Oberfläche

• Neue, steifere Bremszange vorne

mit größeren Kolben

• Neue Bremsbeläge vorne mit 25 % mehr

Kontaktfläche mit der Bremsscheibe

• Neues Hitzeschutzschild am Krümmer

• Neue, stabilere Schalldämpferhalterung

Technische Highlights

• Flüssigkeitsgekühlter DOHC-Viertaktmotor

mit 250 ccm

• Umgekehrter Zylinderkopf mit nach vorn

gerichtetem Einlass

• Yamaha Power Tuner für Motorabstimmung

per Smartphone

• Elektrostarter

• Kühlergebläse

• Überragende Massenzentralisierung

für leichtes Handling

• Breit gestuftes Enduro-Sechsganggetriebe

• Leichtgängige Kupplung mit Schnell-

Einstellung

• Kompakter und leichter Aluminium-

Deltaboxrahmen

• Hochwertige KYB-Upsidedown-Telegabel

mit geschwindigkeitsabhängiger Dämpfung

• Angelenkte Hinterradfederung

• KYB-Federbein mit großem Ausgleichsbehälter

• Vierfach verstellbarer,

gummigelagerter Lenker

• Lenkermontierter 2-Modi-

Motorkennfeldschalter

• Kraftstofftank mit 7,9 Litern

Fassungsvermögen

• Leichter Kunststoff-Motorschutz

• Kunststoffteile in Icon Blue

• Blaue Felgen

• „In Mould“-Graphics

• Flache, schmal geschnittene Sitzbank

• O-Ring-Kette

• Hoch angesetzter Aluminium-Seitenständer

26 MOTOCROSS ENDURO 12/21


WR 450F

Die für die Saison 2021 komplett neu gestaltete

WR 450F gehört zu den schnellsten, robustesten

und technisch fortschrittlichsten Bikes

ihrer Klasse. So wie die verbesserte WR 250F

profitiert auch die WR 450F von vielen siegbringenden

technischen Lösungen ihrer Motocross-Verwandtschaft.

High-Tech-Motor mit

umgedrehtem Zylinderkopf

Das kompakte und leichte 450-ccm-Triebwerk

der WR 450F hat den für Yamaha typischen Zylinderkopf.

Seine umgedrehte Einbaulage

bringt eine Reihe von Vorteilen mit sich, so beispielsweise

eine höhere Luftansaugeffizienz.

Die optimierte Massenzentralisierung leistet

ihren Beitrag zum agilen Handling. Das robuste

Fünfganggetriebe und die hoch belastbare

Kupplung arbeiten auch unter härtesten Bedingungen

sanft und zuverlässig. Der bedienungsfreundliche

Power Tuner sorgt für noch

mehr Vielseitigkeit, da die Motorcharakteristik

schnell und einfach an nahezu alle Bedingungen

angepasst werden kann.

Leichter Aluminiumrahmen

Der leichte Aluminium-Doppelrohrrahmen der

WR 450F wird mit Yamahas einzigartiger CF

(Controlled Fill)-Technologie hergestellt. Durch

diese spezielle Druckgusstechnik kann man

unterschiedliche Wandstärken erzielen. Das

wiederum schafft eine ideale Festigkeitsbalance,

die ideal ist für Enduro-Anforderungen und

ein feines Fahrgefühl und präzises Feedback

liefert.

Hervorragende Federelemente

Das Federungsverhalten zählt zum besten seiner

Klasse. Dafür sorgt vorne die viel gepriesene

KYB-Upsidedown-Telegabel mit geschwindigkeitsabhängiger

Dämpfung. Sie sorgt bei

allen Geschwindigkeiten für ein bestens beherrschbares

Fahrverhalten. Hinten dämpft ein

speziell abgestimmtes KYB-Federbein die

Schwinge über einen Umlenkhebel. Die Federung

von Vorder- und Hinterrad ist Enduro-spezifisch

abgestimmt, damit das Fahrwerk bei allen

denkbaren Geschwindigkeiten und Geländebedingungen

effektiv arbeitet.

Das Bremssystem der WR 450F ist identisch mit

dem der 2022er-WR 250F. Eine 270 mm große

Bremsscheibe vorn und eine leichte Bremszange

mit großen Kolben vereinen auch hier hohe

Bremswirkung mit feiner Dosierbarkeit.

Zur kompakten, leichten Multifunktionsanzeige

gehören ein Tachometer, zwei Tageskilometerzähler,

eine Uhr, Timer/Stoppuhr sowie eine

praktische Verbrauchsanzeige, mit der Fahrer

und Teams Tankstopps präziser planen können.

Lackierung in Icon Blue

Die WR 450F mit dynamischer Icon Blue-Lackierung

und „In-Mould“- Graphics gehört zu den

eindrucksvollsten und am besten ausgestatteten

Bikes der 450-ccm-Klasse.

Technische Highlights

• Flüssigkeitsgekühlter DOHC-Viertaktmotor

mit 450 ccm

• Umgekehrter Zylinderkopf mit nach vorn

gerichtetem Einlass

• Yamaha Power Tuner für Motorabstimmung

per Smartphone

• Kompakte Instrumentierung

mit Verbrauchsanzeige

• Elektrostarter

• Große Kühler mit Kühlgebläse

• Überragende Massenzentralisierung

für leichtes Handling

• Breit gestuftes Enduro-Fünfganggetriebe

• Belastbare, hitzebeständige Kupplung

mit Schnell-Einstellung

• Kompakter und leichter Aluminium-

Deltaboxrahmen

• Hochwertige KYB-Upsidedown-Telegabel

mit geschwindigkeitsabhängiger Dämpfung

• Angelenkte Hinterradaufhängung

• KYB-Federbein mit großem

Ausgleichsbehälter

• Vierfach verstellbarer,

gummigelagerter Lenker

• Lenkermontierter 2-Modi-

Motorkennfeldschalter

• Kraftstofftank mit 7,9 Litern

Fassungsvermögen

• Leichter Kunststoff-Motorschutz

• Kunststoffteile in Icon Blue

• Blaue Felgen

• „In Mould“-Graphics

• Flache, schmal geschnittene Sitzbank

• O-Ring-Kette

• Hoch angesetzter Aluminium-Seitenständer

Farben, Verfügbarkeit und Preise

Die WR 250F und die WR 450F werden in Icon-

Blue-Lackierung mit neuen Graphics angeboten.

Yamaha-Originalzubehör und Offroadkleidung

Yamaha bietet eine große Auswahl an Ersatzteilen

und Zubehörartikeln für die WRF-Enduromodelle

an. Das Angebot wird regelmäßig aktualisiert

und umfasst Verschleißteile, wie z. B.

Luftfilter, aber auch Radlagersätze oder Artikel

wie eloxierte Abdeckungen, klappbare Vorderradbremshebel

und Komponenten für die Individualisierung

des Bikes.

Darüber hinaus gibt es ein großes Angebot an

Fahrer- und Freizeitkleidung speziell für WRF-

Besitzer, z. B. Trikots, Hosen, Socken und

Handschuhe mit Yamaha-Branding, oder Zubehör

wie Protektoren, Endurojacken, Bodywarmer,

Schirmmützen und T-Shirts.

12/21 MOTOCROSS ENDURO 27


TIPPS & TRICKS MIT EXPERTE MIRKO KNORR

FAHRWERK OPTIMIEREN

.........TRACK DAY

Porträt Mirko Knorr

Alter: 44 Jahre

Wohnort: Leubsdorf,

Deutschland

Beruf: Fachmann für

Motorradfahrwerke

Erfolge im Endurosport:

erfolgreich in der internationalen

Deutschen Enduromeisterschaft,

Fahrer der Nationalmannschaft

Unser Experte für: Fahrwerke Enduro

und Motocross

Wir haben in den letzten Ausgaben

ausführlich über die verschiedenen

Fahrwerkseinstellungen, Optimierungen

sowie Servicearbeiten geschrieben.

Um jedoch eine Fahrwerksoptimierung

perfekt abzurunden, gehört

ein „Track Day“ mit dem Fahrwerksspezialisten

dazu. An diesem Testtag

wird das Fahrwerk nochmal auf sämtliche

Eigenschaften hin überprüft und

nicht nur der Fahrer, sondern auch

der Fahrwerksspezialist erkennt mögliche

Probleme und kann diese vor

Ort abstellen. Mit dieser Ausgabe von

unseren Tipps & Tricks „Fahrwerk

optimieren – Track Day“ wollen wir

euch erläutern, was eigentlich genau

bei so einem spezifischen Testtag

gemacht wird.

Step 1

Durchhang inkl. Fahrerbekleidung einstellen

Auch wenn im Vorfeld das Fahrwerk passend im

Durchhang eingestellt wurde, empfehlen wir nochmal

den Durchhang mit der gesamten Fahrerbekleidung,

gegebenenfalls auch mit Gürteltasche und

Trinkrucksack, zu überprüfen und falls notwendig

nachzujustieren und den passenden Wert (siehe unten)

einzustellen. Die meisten Fahrer optimieren

den Durchhang nicht optimal, weil einfach kaum mit

der kompletten Fahrerbekleidung gemessen wird.

Der Durchhang sollte am Stoßdämpfer folgende

Werte erreichen:

-statisch-

Dieses Maß sollte bei einem Motorrad mit PDS-

Stoßdämpfer (KTM) zwischen 35 bis 45 mm betragen.

Bei einem Stoßdämpfer mit Umlenkung

(Husqvarna, Beta, Yamaha etc.) liegt dieses Maß bei

25 bis 35 mm.

-dynamisch-

Dieses Maß, egal ob PDS-Stoßdämpfer oder Stoßdämpfer mit Umlenkung, sollte zwischen

90 und 110 mm betragen.

Hinweis: Für alle, die ein ruhiges und komfortables Fahrwerk haben möchten, empfiehlt es sich,

mehr statischen Durchhang zu fahren (95 bis 110 mm). Wer eher große weite Sprünge auf einer

Crossstrecke liebt und hart am Gas hängt, der sollte den Federweg komplett ausnutzen und weniger

statischen Durchhang fahren (90 bis 100 mm). Das Fahrwerk wirkt dann auch direkter in

der Fahrweise.

28 MOTOCROSS ENDURO 12/21


Step 2

Einfahren, Fahrwerk auf Betriebstemperatur bringen

Ein wichtiger Punkt ist das Ein.- bzw. Warmfahren des Fahrwerks. Das Fahrwerk benötigt eine

gewisse Zeit, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Das kann je nach Fahrweise und

Streckenbeschaffenheit bis zu 10 Minuten in Anspruch nehmen. Fahrt euch also gemeinsam

mit dem Motorrad warm und beginnt erst anschließend mit der eigentlichen Optimierung

am Fahrwerk.

Step 3

Sektionen in Renntempo fahren

Um das Fahrwerk auf die Streckenverhältnisse perfekt abzustimmen, ist es zu empfehlen,

einzelne Sektionen im hohen Tempo bzw. im Renntempo zu absolvieren. Je nach Fitnesszustand

des Fahrers kann die Sektion länger oder kürzer ausfallen. Wichtig ist dabei, dass der

Fahrer das Motorrad unter Kontrolle hat und nicht mangels Kraft und Kondition Fehler

macht. Beim Testtag geht es 100 % um die Optimierung des Fahrzeugs. Der Fahrwerksspezialist

schaut in den Sektionen genau, was das Fahrwerk macht und erkennt Defizite meistens

sofort. Im Gespräch mit dem Fahrer werden die Fahrwerkseigenschaften diskutiert

und erläutert.

Step 4

Optimierungen durchführen

Nach jeder Sektion schildert der Fahrer seine

Eindrücke dem Spezialisten und gemeinsam

wird eine Optimierung direkt an der Strecke

vorgenommen. Nicht jeder Fahrer kann sein

Problem perfekt schildern und deshalb ist eine

ausstehende Beobachtung vom Fahrwerksoptimierer

wichtig. Auch das Verständnis

was welche Einstellung an der Telegabel

oder am Stoßdämpfer bewirkt, kann nur bei

einem „Track Day“ deutlich gemacht werden.

Step 5

Settings erarbeiten für diverse Strecken

Nachdem ein optimiertes Setting für die Strecke erarbeitet

wurde, sollten sämtliche Einstellungen wie Druckstufe, Zugstufe,

High-/Low-Speed und spezieller Durchhang für den Stoßdämpfer

und für die Telegabel notiert werden. Am besten erstellt

man dazu eine Tabelle und trägt alle Werte ein. Da wir im

Offroad ständig mit verschiedenen Strecken konfrontiert werden,

ist es sehr hilfreich, verschiedene Settings für das Fahrwerks

parat zu haben. Dazu ist es sehr hilfreich, drei Grundsettings

zu erarbeiten, die vor dem Fahren eingestellt werden.

3 Grundsettings Motocross:

1. Hartboden (harter Untergrund)

2. Sandboden (weicher Untergrund)

3. Mischboden (gemischte Streckenverhältnisse)

3 Grundsettings Enduro:

1. Sonderprüfung Stoppelacker, Feld

2. Motocrosspiste mit Sprüngen

3. Hardenduro mit Wurzeln, Steinen, Hindernisse

Alle Experten-Tipps von Mirko Knorr findet ihr online, unter

www.mce-online.de auf den Tipps & Tricks Unterseiten

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Meldet euch telefonisch oder per E-Mail unter:

Handy: 0152 59915531

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12/21 MOTOCROSS ENDURO 29


MOTOCROSS-WM

LACAPELLE MARIVAL/F

DAS MAß DER DINGE

HERLINGS UND VIALLE

• Fotos: KTM

Jeffrey Herlings (MXGP) und Tom

Vialle (MX2) sicherten sich vor großer

Zuschauerkulisse beim Frankreich-GP

die Gesamtsiege. Herlings

musste sich zwar im ersten Lauf

Romain Febvre beugen, verwies

diesen aber in Rennen 2 auf den

2. Platz und übernahm damit die

Führung im Klassement.

dann stürzte und das Rennen nicht zu Ende fahren konnte. Herlings setzte Febvre unter Druck, der sich

aber nicht beirren ließ und schließlich gewann. Seewer wurde Dritter.

Im zweiten Rennen gewann Antonio den Holeshot vor Herlings, Fevbre, Gajser und Seewer. Cairoli unterlief

ein Fehler und sowohl Herlings als auch Febvre zogen vorbei. Gajser setzte sich hinter Cairoli. Herlings

strauchelte kurz und Febvre war vorbei. Gajser suchte weiterhin einen Weg an Cairoli vorbei, während Herlings

Febvre unter Druck setzte. Der Franzose zeigte Nerven und Herlings übernahm in Runde 16 erneut die

Führung. Somit siegte Herlings vor Febvre und Gajser und gewann damit auch die Gesamtwertung.

MXGP

Im ersten Lauf sicherte sich Jeffrey Herlings (Fotos

oben) sogleich den Holeshot, gefolgt von Jeremy Seewer

und Romain Febvre. Tim Gajser hatte Probleme

beim Start und lag um Position 10. Febvre überholte

Seewer und nahm Herlings ins Visier. Gajser kämpfte

sich durchs Feld und lag auf Rang 8 als ihn ein Fehler

zwei Positionen zurückwarf. Herlings führte weiterhin,

bis Febvre in Runde 8 die Pole übernahm. Seewer lag

auf Platz 3, gefolgt von Pauls Jonass. Gajser zog an Calvin

Vlaanderen vorbei und übernahm dessen 8. Rang.

Cairoli überholte Jeremy van Horebeek und im Anschluss

schnappte sich Gajser den Betafahrer, der so-

30 MOTOCROSS ENDURO 12/21

Mattia Guadagnini auf seiner KTM 250 SX-F


Rene Hofer

Simon Längenfelder:

Schwieriges Wochenende

Es war ein frustrierender Tag in Frankreich für das DIGA Procross GASGAS Factory Racing MX2-Klasse-Duo

Simon Längenfelder und Isak Gifting. Stürze der beiden Fahrer führten zu den Plätzen 15

und 16 in der Gesamtwertung. Trotz der hinteren Plätze zeigten beide einen beeindruckenden

Speed auf ihren MC 250F-Maschinen. Simon Längenfelder: „Heute war nicht ganz das Wochenende,

das ich mir nach einem so guten Ergebnis in Deutschland erhofft hatte. Ich habe mich als Achter gut

qualifiziert und fühlte mich großartig auf dem Motorrad, aber in beiden Rennen hatte ich einfach

nicht die nötigen Starts, um vorne mitzufahren. Außerdem bin ich im ersten Rennen gestürzt, was

nicht gerade hilfreich war, also war es ein harter GP für mich.” • Foto: Bavo Swijgers

MX2

Tom Vialle (Fotos oben) gewann im ersten Lauf den Holeshot

vor Jago Geerts, Mattia Guadagnini und Rene Hofer.

WM-Leader Maxime Renaux startete schlecht und lag um

Rang 10. Geerts nahm Vialles Verfolgung auf, stürzte und

fiel auf den 4. Rang zurück. Renaux brauchte ein paar Runden,

um seinen Rhythmus zu finden und legte dann richtig

los. Nachdem er Roan van de Moosdijk hinter sich gelassen

hatte, nahm er sich Hofer und dessen 6. Platz vor. Als

nächstes war Renaux’ Teamkollege Thibault Benistant an

der Reihe und Renaux lag auf Platz 5. Nach mehreren Runden

hatte Renaux auch den viertplatzierten Geerts hinter

sich gelassen. Der Laufsieg ging an Vialle vor Guadagnini

und Beaton.

Erneuter Holeshot-Sieg für Vialle in Lauf 2. Auf den Plätzen

folgten Guadagnini, Geerts, Benistant und Hofer. Renaux

lag nach dem Start auf Rang 8. Vialle baute seinen Vorsprung

aus. Renaux zog derweil an Beaton und dann auch

an Hofer vorbei. Vier Runden benötigte Renaux, um den 3.

Platz seines Teamkollegen Geerts zu übernehmen. Und

auch Guadagnini musste sodann klein beigeben und Renaux

ziehen lassen, der sodann das Rennen auf Rang 2

hinter Tom Vialle beendete.

Motocross-WM - 12. Lauf - Lacapelle Marival/F - 10.10.2021

Gesamtergebnisse:

MXGP: 1. Jeffrey Herlings, NL, KTM; 2. Romain Febvre, F, Kawasaki; 3. Tim

Gajser, SLO, Honda; 4. Jeremy Seewer, CH, Yamaha; 5. Antonio Cairoli, I,

KTM; 6. Pauls Jonass, LV, GASGAS; 7. Thomas Kjer Olsson, DK, Husqvarna;

8. Glenn Coldenhoff, NL, Yamaha; 9. Alberto Forato, I, GASGAS;

10. Alessandro Lupino, I, KTM.

Ferner: 15. Arnaud Tonus, CH, Yamaha; 21. Henry Jacobi, D, Honda;

24. Valentin Guillod, CH, Yamaha; 25. Tom Koch, D, KTM.

MX2: 1. Tom Vialle, F, KTM; 2. Mattia Guadagnini, I, KTM; 3. Maxime Renaux,

F, Yamaha; 4. Jed Beaton, AUS, Husqvarna; 5. Jago Geerts, B, Yamaha;

6. Rene Hofer, A, KTM; 7. Thibault Benistant, F, Yamaha; 8. Roan

van de Moosdijk, NL, Kawasaki; 9. Mikkel Haarup, DK, Kawasaki; 10. Stephen

Rubini, F, Honda.

Ferner: 15. Simon Längenfelder, D, GASGAS; 20. Kevin Brumann, CH, Yamaha;

28. Marnique Appelt, D, KTM.

EMX 125: 1. Valerio Lata, I, KTM; 2. Marc-Antoine Rossi, F, KTM; 3. Lucas

Coenen, B, Kawasaki; 4. Kay Karssemakers, NL, Husqvarna; 5. Ferruccio

Zanchi, I, Yamaha; 6. Raul Sanchez, E, GASGAS; 7. Karlis Alberts Reisulis,

LV, Yamaha; 8. Bobby Bruce, GB, GASGAS; 9. Ivano van Erp, NL, Yamaha;

10. Elias Escandell, E, GASGAS.

Ferner: 20. Valentin Kees, D, KTM.

EMX 250: 1. Hakon Fredriksen, N, Yamaha; 2. Andrea Bonacorsi, I, Yamaha;

3. Tom Guyon, F, KTM; 4. Nicolas Lapucci, I, Fantic; 5. Cornelius Toendel,

N, Yamaha; 6. Kevin Horgmo, N, GASGAS; 7. Liam Everts, B, KTM;

8. Guillem Farres, E, GASGAS; 9. Rick Elzinga, NL, KTM; 10. Emil Weckman,

FIN, Honda.

Ferner: 13. Mike Gwerder, CH, KTM; 17. Maximilian Spies, D, Fantic;

19. Jeremy Sydow, D, Yamaha; 27. Constantin Piller, D, KTM; 40. Joel Elsener,

CH, Yamaha.

Simon Längenfelder

12/21 MOTOCROSS ENDURO 31


MOTOCROSS-WM

INTU XANADU/E

Jorge Prado • Fotos: KTM

SIEGE FÜR

HERLINGS

UND RENAUX

Maxime Renaux • Foto: yamaha-racing.com

Die WM-Führenden Jeffrey Herlings und Maxime Renaux dominierten

den GP von Spanien. Dank der riesigen Fangemeinde herrschte

eine fantastische Atmosphäre, die nicht nur

Lokalmatador Jorge Prado genoss.

MXGP

Im ersten MXGP-Rennen schnappte sich Jorge Prado

den Holeshot vor Romain Febvre, Glenn Coldenhoff

und Tim Gajser. Jeffrey Herlings hatte beim

Start Probleme und lag auf dem 11. Platz. Einen

brillanten Start aber hatte Benoit Paturel, der vor

Jeremy Seewer und Antonio Cairoli auf Platz 5 lag.

Cairoli wollte unbedingt Seewer überholen, beide

touchierten sich, doch der Schweizer behielt die

Nase vorn. Gajser zog derweil an Coldenhoff vorbei

und Herlings katapultierte sich direkt hinter Pauls

Jonass auf den 9. Platz. Febvre hing an Prados Hinterrad,

während Gajser weiter dicht an Febvre

blieb. Und dann kam es zu einer Premiere: Sowohl

Febvre als auch Gajser fuhren exakt die gleiche

Rundenzeit (1:51,692). In Runde 9 übernahm

Febvre schließlich die Führung. Herlings benötigte

ein paar Runden, um an Jonass vorbeizukommen.

Im Anschluss überholte er auch Cairoli. Währenddessen

näherte sich Seewer seinem Teamkollegen

Coldenhoff und übernahm dessen 4. Platz. Her-

lings überholte Paturel. Gajser heftete sich an Prados

Hinterrad. Nachdem Herlings Coldenhoff überholt

hatte, zog er in Runde 13 an Seewer vorbei.

Gajser war frustriert, weil er nicht an Prado vorbeikam

und machte Fehler. Der Hondafahrer stürzte,

konnte aber dennoch den 3. Platz vor Herlings halten.

Es dauerte aber nicht lange, bis Herlings

Gajser überholte und hinter Febvre und Prado Dritter

wurde.

Im zweiten Rennen ging der Holeshot erneut an

Prado vor Gajser, Jonass, Herlings und Cairoli.

Febvre hatte Probleme und lag weit hinten. Jonass,

Herlings und Cairoli kollidierten fast, als sie um

den 3. Platz kämpften. Schließlich war es Herlings,

der den Kampf gewann. Jonass machte einen Fehler,

er kam von der Strecke ab und das kostete ihn

zwei Plätze. Cairoli und Brian Bogers zogen vorbei.

Herlings überholte Gajser und nahm Prado ins Visier.

Febvre machte Fortschritte und lag zwischenzeitlich

auf dem 13. Platz. Herlings fuhr die

schnellste Runde und rückte zu Prado auf. Herlings

übte enormen Druck auf den jungen Spanier aus.

Der Kampf dauerte einige Runden, bis er in Runde

10 Herlings sauber passierte und die Führung übernahm.

Jonass überholte Bogers und war Fünfter,

während Gajser Prado jagte. Cairoli schlich sich an

den Slowenen heran und schloss sich dem Kampf

um den 3. Platz an. In Runde 13 gelang es Gajser

schließlich, Prado zu überholen. Cairoli wollte es

ihm gleichtun, aber Prado konnte Cairoli hinter sich

halten und sich den 3. Platz sichern. Herlings siegte

mit einem Vorsprung von 4,281 Sekunden vor

Gajser. Herlings sicherte sich seinen sechsten GP-

Sieg der Saison, während Prado bei seinem Heimrennen

Zweiter und Gajser das zweite Wochenende

in Folge Gesamtdritter wurde.

MX2

Im ersten Lauf sicherte sich Tom Vialle einen weiteren

Holeshot, als er vor seinem Teamkollegen Mattia

Guadagnini, Maxime Renaux und Isak Gifting die

Nase vorn hatte. Renaux übernahm schnell den

32 MOTOCROSS ENDURO 12/21


2. Platz, während Jago Geerts begann, Guadagnini unter

Druck zu setzen, um ihm den 3. Platz streitig zu machen,

was ihm aber nicht gelang. Lokalmatador Ruben Fernandez

startete gut in den Top Ten und lag hinter Jed Beaton und

später Rene Hofer. Beaton arbeitete sich im Laufe des Rennens

weiter vor und zog am Fünftplatzierten Gifting vorbei.

Renaux verkürzte seinen Rückstand auf Vialle auf 2,275 Sekunden,

während Geerts auf den 13. Platz zurückfiel. Ein

paar Runden später trennten Renaux und Vialle nur noch

0,882 Sekunden. Letztlich konnte Vialle die Führung behaupten.

Fernandez war sehr daran interessiert, den Fans

eine gute Show zu zeigen. Er jagte Simon Längenfelder hinterher,

übernahm schließlich dessen 8. Platz und beendete

das Rennen als Siebter. Unterdessen war Geerts auf der

11. Position gestürzt und beendete das Rennen auf dem

13. Platz. Am Ende sicherte sich Vialle den Rennsieg mit

6,972 Sekunden vor Renaux, Guadagnini wurde Dritter.

Im zweiten Rennen behauptete Vialle erneut seine Holeshot-Dominanz

und gewann diesen vor Geerts und Guadagnini.

Renaux zog bald an Guadagnini vorbei, während

Geerts die Führung von Vialle übernahm. Guadagnini

musste im Anschluss sowohl Beaton als auch Kay de Wolf

vorbeilassen und lag somit auf dem 6. Platz. Kurz darauf

konnte sich der Italiener einen Platz von de Wolf zurückerobern.

Der Niederländer stürzte im Anschluss und fiel auf

Platz 6 liegend aus. Renaux fuhr die schnellste Runde des

Rennens, und lag hinter Vialle, während Guadagnini stürzte.

Fernandez hatte einen weiteren Top-Ten-Start. Am Ende

kämpfte er sich wieder bis auf Platz 5 vor. In der neunten

Runde überholte Renaux Vialle und in Runde 13 übernahm

der Franzose die Führung von Jago Geerts. Vialle pushte,

stürzte, konnte aber seine Position halten. Am Ende sicherte

sich Renaux den siebten Rennsieg der Saison, Geerts

wurde Zweiter und Vialle Dritter. Mit einem 2/1-Ergebnis

wurde Renaux Gesamtsieger vor Vialle und Beaton.

WMX: Gesamtsieg für Courtney Duncan

Der vorletzte Lauf der FIM Women’s Motocross World

Championship ging mit dem Gesamtsieg der amtierenden

Weltmeisterin Courtney Duncan vor Nancy van de Ven und

Kiara Fontanesi zu Ende.

Im ersten Rennen holte Shana van der Vlist den Holeshot

vor Fontanesi und van de Ven. Van de Ven übernahm

schnell die Führung, während Fontanesi van der Vlist auf

Platz 2 überholte. Courtney Duncan lag nach dem Start auf

Rang 5, war aber bereits eine Runde später auf Platz 3 gefahren.

Fontanesi führte das Rennen weiterhin mit einem

Vorsprung von 1,711 Sekunden auf van de Ven an, als Duncan

ihre Verfolgungsjagd auf die Holländerin startete. Duncan

fuhr dann die schnellste Runde und lieferte sich einen

heißen Fight mit Fontanesi. Fontanesi ging zu Boden,

schaffte es aber noch, sich auf Rang 3 zu platzieren. Nachdem

es aussah, als würde Duncan Richtung Rennsieg fahren,

stürzte sie und van de Ven übernahm die Führung.

Duncan wurde Zweite vor Fontanesi.

Im zweiten Rennen sicherte sich Larissa Papenmeier den

Holeshot vor van de Ven und Duncan, Fontanesi war Vierte.

Duncan übernahm den 2. Platz von van de Ven und dann

die Führung von Papenmeier. Duncan fuhr die schnellste

Runde des Rennens und baute ihren Vorsprung auf 6,153

Sekunden vor van de Ven aus, während Fontanesi Papenmeier

auf den 4. Platz verwies. Fontanesi fuhr weiter Richtung

Spitze, während Papenmeier von Daniela Guillen unter

Druck gesetzt wurde. Fontanesi unterlief ein Fehler und

verlor gegen van de Ven an Boden. Duncan gewann somit

das Rennen vor van de Ven und Fontanesi.

Gesamtrang 10 für Simon Längenfelder

Simon Längenfelder wurde Zehnter und Elfter und belegte

damit den 10. Gesamtrang.

Der DIGA Procross GASGAS Factory Racing MX2-Pilot

Simon Längenfelder erholte sich von dem schwierigen

GP eine Woche zuvor und fuhr zwei konstante Rennen,

um sich den 10. Gesamtrang zu sichern.

Simon Längenfelder „Es war ein weiterer guter GP für

mich und ich bin zufrieden mit meinem Wochenende.

In der Gesamtwertung wieder unter den Top Ten zu

sein, ist das, was ich immer erreichen sollte. Im ersten

Rennen hatte ich einen seltsamen Start. Mein Sprung

aus dem Gatter war schlecht, aber ich konnte die Leistung

auf den Boden bringen und kam als Fünfter oder

Sechster aus der ersten Kurve. Im zweiten Rennen erwischte

ich nicht ganz den gleichen Start und landete

auf dem 11. Platz, was insgesamt in Ordnung war, aber

es ist schön, mit diesem positiven Ergebnis in den Triple

Header in Arco zu gehen.” • Fotos: Juan Pablo Acevedo

Motocross-WM - 13. Lauf - intu Xanadu - Arroyomolinos/E - 17.10.2021

Gesamtergebnisse:

MXGP: 1. Jeffrey Herlings, NL, KTM; 2. Jorge Prado, E, KTM; 3. Tim Gajser, SLO, Honda; 4. Romain Febvre, F, Kawasaki; 5. Antonio

Cairoli, I, KTM; 6. Pauls Jonass, LV, GASGAS; 7. Jeremy Seewer, CH, Yamaha; 8. Benoit Paturel, F, Honda; 9. Brian Bogers, NL, GAS-

GAS; 10. Arnaud Tonus, CH, Yamaha.

Ferner: 16. Henry Jacobi, D, Honda; 20. Valentin Guillod, CH, Yamaha; 23. Tom Koch, D, KTM.

MX2: 1. Maxime Renaux, F, Yamaha; 2. Tom Vialle, F, KTM; 3. Jed Beaton, AUS, Husqvarna; 4. Mattia Guadagnini, I, KTM; 5. Rene

Hofer, A, KTM; 6. Jago Geerts, B, Yamaha; 7. Ruben Fernandez, E, Honda; 8. Thibault Benistant, F, Yamaha; 9. Todd Wilson, AUS,

Kawasaki; 10. Simon Längenfelder, D, GASGAS.

WMX: 1. Courtney Duncan, NZ, Kawasaki; 2. Nancy van de Ven, NL, Yamaha; 3. Kiara Fontanesi, I, GASGAS; 4. Larissa Papenmeier,

D, Yamaha; 5. Sara Andersen, DK, KTM; 6. Amandine Verstappen, B, Kawasaki; 7. Daniela Guillen , E, KTM; 8. Tahlia Jade O’Hare,

AUS, Honda; 9. Shana van der Vlist, NL, KTM; 10. Lynn Valk, NL, Husqvarna.

Ferner: 19. Anne Borchers, D, Suzuki; 21. Virginie Germond, CH, KTM; 23. Fiona Hoppe, D, Husqvarna; 24. Alicia Reitze, D, Yamaha.

EMX 125: 1. Ivano van Erp, NL, Yamaha; 2. Bobby Bruce, GB, GASGAS; 3. Lucas Coenen, B, Kawasaki; 4. Pablu Gutierrez, E, GAS-

GAS; 5. Kay Karssemakers, NL, Husqvarna; 6. Valerio Lata, I, KTM; 7. Xavier Cazal, F, KTM; 8. Scott Smulders, NL, Husqvarna; 9. Julius

Mikula, CZ, KTM; 10. Karlis Alberts Reisulis, LV, Yamaha.

12/21 MOTOCROSS ENDURO 33


MOTOCROSS-WM

PIETRAMURATA/I - GP VON TRENTINO

WER DOMINIERT?

HERLINGS UND VIALLE

Jeffrey Herlings und Tom Vialle sicherten sich

mit je zwei Laufsiegen das oberste Treppchen

in der MXGP- und MX2-Gesamtwertung. Die

Spannung aber kam nicht zu kurz, denn eng

ging es in beiden Klassen zu.

Jeffrey Herlings • Foto: KTM

MXGP

Im ersten MXGP-Rennen war es Jeremy Seewer, der

sich den Holeshot vor seinem Teamkollegen Ben

Watson, Jorge Prado und Jeffrey Herlings schnappte.

Watson stürzte, Herlings, gefolgt von Romain

Febvre, überholte Prado und auch Tim Gajser ließ

den Spanier hinter sich. Febvre versuchte alles, um

Herlings zu überholen. Seewer fuhr währenddessen

die beste Runde des Rennens. Herlings lag

dicht hinter Seewer, Febvre und Gajser suchten

nach einer Lücke, um Herlings zu überholen. Das

Rennen der Top Vier war extrem eng. Weiter hinten

lieferten sich Prado, Thomas Kjer Olsen und Glenn

Coldenhoff einen tollen Fight um den 5. Platz. Herlings

näherte sich Seewer, gefolgt von Febvre, der

von Gajser verfolgt wurde. In Runde 11 zog Herlings

an Seewer vorbei. Prado stürzte, verlor drei Positionen

und beendete das Rennen als Achter vor Mathys

Boisrame, der sein Debüt in der MXGP-Klasse

gab. Der Laufsieg ging somit an Herlings vor Seewer

und Febvre, Gajser und Coldenhoff.

Im zweiten Rennen ging der Holeshot an Henry Jacobi.

Herlings und Gajser gingen nach einem Startcrash

als Zwölfter und Dreizehnter ins Rennen,

während Jacobi vor Febvre, Coldenhoff und Benoit

Paturel führte. Ende der ersten Runde überholte

Febvre den Deutschen und auch Coldenhoff zog vorbei.

Gajser machte einige Positionen gut und überholte,

gefolgt von Herlings, den Fünftplatzierten

Watson. Gajser zog an Paturel vorbei und nahm Jacobi

ins Visier. In Runde 4 ließ er Jacobi hinter sich

und auch Herlings zog vorbei. Seewer musste sich

im zweiten Rennen durchs Feld kämpfen, überholte

Watson und wurde letztlich Fünfter. Febvre wurde

von Coldenhoff unter Druck gesetzt. Gajser lag hinter

den beiden und suchte nach dem perfekten Moment

zum Überholen. Herlings schloss sich dem

Dreikampf um den 1. Platz an und zog an Gajser vorbei.

Auch Coldenhoff überholte und übernahm in

Runde 12 die Führung. Er lag sodann fünf Runden

lang vorne, bevor er gegen Herlings das Nachsehen

hatte. Gajser und Febvre kämpften um Rang 3, den

sich schließlich Gajser sichern konnte. Sieg somit

für Herlings vor Coldenhoff, Gajser, Febvre und Seewer.

MX2

Wieder einmal Holeshot für Tom Vialle vor Thibault

Benistant, der bald von Isak Gifting überholt wurde.

Vialle führte zwischenzeitlich vor Gifting, Benistant

und Jago Geerts. WM-Leader Maxime Renaux hatte

sich derweil vom 18. auf den 13. Platz gekämpft. Er

überholte Rene Hofer und konzentrierte sich auf Andrea

Adamo. Renaux brauchte vier Runden – bis

Runde 6 –, um den Italiener zu überhole. Geerts zog

an Benistant vorbei, der stürzte und danach trotz eines

Elektronik-Problems weiterfuhr. Währenddessen

übte sein Teamkollege Geerts Druck auf Gifting

aus. Kay de Wolf und Ruben Fernandez kämpften

um den 4. Platz. Letztlich setzte sich Fernandez

durch. Vialle baute seinen Vorsprung auf 12,051 Sekunden

aus, während Gifting hart daran arbeitete,

Geerts hinter sich zu halten. Im weiteren Verlauf

des Rennens hatte er diesem aber nichts mehr ent-

Frustrierender Tag für Simon Längenfelder

Für Simon Längenfelder war es ein langer und frustrierender Tag. Im ersten

Lauf beendete der 17-Jährige die erste Runde als Zweiundzwanzigster, bevor

er sich mit einer beeindruckenden Aufholjagd auf Platz 14 vorarbeitete. Mit

einem besseren Start das zweiten Rennens hatte Längenfelder die Chance,

sein Ergebnis deutlich zu verbessern. Doch zwei Stürze sorgten dafür, dass

der Deutsche in einem Kampf im Mittelfeld knapp außerhalb der Top Ten landete.

Als er sich gegen Ende des Rennens von seinen Konkurrenten absetzen

konnte, kämpfte sich Simon auf Platz 13 und 14 in der Gesamtwertung vor.

Simon Längenfelder: „Kein schönes Wochenende für mich. Das ist sehr schade,

denn ich habe mich im Qualifying großartig gefühlt und war Sechstschnellster,

aber das hat sich einfach nicht auf die Rennen übertragen. Ein

schlechter Start im ersten Rennen hat mich eine bessere Platzierung gekostet

und im zweiten Rennen bin ich beim Überholen zweimal gestürzt.“

gegenzusetzen und ließ ihn in der letzten Runde

durch. Sieg somit für Vialle vor Geerts und Gifting.

Im zweiten Rennen holte erneut Vialle den Holeshot.

Renaux stürzte in der ersten Kurve. Vialle

führte vor Hofer, Jed Beaton, Geerts und Mike Gwerder.

Fernandez überholte Gwerder. Renaux lieferte

eine großartige Vorstallung ab. Als Letzter gestartet,

konnte er letztlich noch Achter werden. Auf dem

2. Platz liegend, stürzte Hofer und Geerts übernahm.

Geerts begann sodann, die Lücke zu Vialle zu

schließen und Druck auf den Führenden auszuüben.

Zwei Runden vor Schluss war Geerts in

Schlagdistanz, fand aber keinen Weg an Vialle vorbei

und musste sich mit dem 2. Platz begnügen.

Beaton wurde Dritter vor Fernandez und Hofer.

WMX

Courtney Duncan konnte ihren Titel beim letzten

Lauf zur diesjährigen Damen-WM erfolgreich verteidigen.

Happy war aber auch Larissa Papenmeier,

die im letzten Saisonlauf noch einen GP-Sieg holen

konnte. Im Klassement landete sie auf Rang 4 hinter

Duncan, Nancy van de Ven und Exweltmeisterin

Kiara Fontanesi.

• Foto: Juan Pablo Acevedo

36 MOTOCROSS ENDURO 12/21


PIETRAMURATA/I - GP VON PIETRAMURATA

CAIROLI UND HOFER

auf 1,680 Sekunden. Herlings machte einen Fehler,

stürzte und Gajser war vorbei. Febvre hängte sich

an Herlings Hinterrad. Der Kampf zwischen den beiden

dauerte 15 Runden, aber Herlings gab nicht

nach und somit wurde er Vierter vor Febvre. Eine beeindruckende

Leistung lieferte Cairoli an der Spitze

ab. Runde um Runde verbesserte der neunfache

Weltmeister seine Zeit. In den letzten Runden

machte Gajser Druck auf Coldenhoff und nach ein

paar Runden zog er vorbei. Herlings und Febvre taten

es Gajser gleich. Coldenhoff fiel auf den 6. Platz

zurück. Cairoli gewann schließlich verdient denn

Lauf und den GP.

ABWECHSLUNG

Rene Hofer • Foto: KTM

Die WM hält weiterhin Überraschungen bereit. Diesmal hießen die

Gesamtsieger nicht Herlings und Vialle, sondern Antonio Cairoli und

Rene Hofer. Die Jagd auf den Titel bleibt weiterhin spannend.

MXGP

Holeshot für Jorge Prado vor Tim Gajser. Gajser ging

schnell in Führung und Romain Febvre überholte

sogleich Prado. Jeffrey Herlings stürzte in der ersten

Kurve und konnte das Rennen aufgrund seines

defekten Bikes nicht fortsetzen. Ebenfalls gut startete

Jeremy Seewer und lag auf dem 4. Platz, dicht

gefolgt von Antonio Cairoli. Gajser führte weiter,

Febvre verkürzte den Rückstand auf 1,876 Sekunden.

Benoit Paturel startete das Rennen in den Top

Ten, schied aber mit technischen Problemen aus. In

der Zwischenzeit lag Cairoli dicht hinter Seewer,

überholte diesen und rückte auf den 4. Platz vor.

Nun lag der Fokus des Altmeisters auf seinem jüngeren

Teamkollegen Prado. In Runde 8 konnte Cairoli

den Spanier in perfekter Manier überholen. An

der Spitze erhöhte Gajser das Tempo, aber Febvre

reagierte mit einer weiteren schnellen Runde. Der

Kawasaki-Pilot hing am Hinterrad des Slowenen,

machte aber einen Fehler und verlor dadurch viel

Zeit. Gajser gewann schließlich mit einem Vorsprung

von 5,929 Sekunden. Seewer schaffte es,

die Lücke zu Prado zu schließen und der Kampf um

den 4. Platz begann. Dieser Kampf dauerte einen

Großteil des Rennens, wobei Seewer mehrere Versuche

startete, die fehlschlugen. Drei Runden vor

Schluss erledigte der Schweizer endlich seinen Job.

In den letzten Runden des Rennens wurde es nochmal

eng zwischen Gajser und Febvre. Febvre ging

kurz in Führung, wurde aber von Gajser wieder verdrängt.

Kurz vor Schluss zog der Franzose an Gajser

vorbei und gewann. Cairoli wurde Dritter vor Seewer

und Prado. Im zweiten Rennen holte Cairoli den

Holeshot vor Seewer, Prado, Paturel und Coldenhoff.

Herlings, Gajser und Febvre lagen im Mittelfeld.

Herlings und Gajser waren jedoch schnell an

Paturel dran. Cairoli kontrollierte das Rennen mit

Seewer und Coldenhoff im Schlepptau. Prado wurde

von Herlings unter Druck gesetzt, aber Prado gab

sich nicht kampflos geschlagen. Schließlich gelang

Herlings ein Blockpass und auch Gajser ließ den

Spanier hinter sich. In Runde 3 versuchte Gajser zu

Herlings aufzuschließen. Febvre übernahm Paturels

7. Platz. Seewer fuhr die schnellste Runde des Rennens

und verkürzte seinen Rückstand auf Cairoli

Simon Längenfelder sichert sich Gesamtrang 6

Diesmal war Simon Längenfelder an der Reihe, in der MX2-Weltmeisterschaft

zu glänzen. Der junge Deutsche sicherte sich beim MXGP

von Pietramurata einen hervorragenden 6. Gesamtrang. Er profitierte

von guten Starts in beiden Rennen und erreichte dank solider Platzierungen

von 9 und 7 das beste Gesamtergebnis seiner Karriere.

Simon Längenfelder: „Heute lief es viel besser für mich. Ich hatte

wirklich gute Starts und es war schön, an der Spitze zu kämpfen. Zu

Beginn jedes Rennens wurde ich ein wenig nach hinten durchgereicht,

aber auf dieser Strecke ist es wirklich wichtig, sitzen zu bleiben.

Man kann so viel Zeit verlieren, wenn man in der ersten Runde

stürzt. Im zweiten Rennen hatte ich einen tollen Kampf mit Jago

Geerts, und es ist ein tolles Gefühl, an der Spitze mitzufahren. Insgesamt

bin ich wirklich froh, wieder in den Top Ten zu sein.”

MX2

Wieder ein Holeshot mehr in Tom Vialles Sammlung.

Das Verfolgerfeld führte Jago Geerts vor Simon

Längenfelder und Ruben Fernandez an. WM-

Leader Maxime Renaux und Lokalmatador Mattia

Guadagnini hatten keinen optimalen Start und lagen

auf den Plätzen 18 und 19. Fernandez übernahm

Längenfelders 3. Rang, während Renaux sich

nach der ersten Runde bereits auf den 12. Platz verbessert

hatte. Vialle führte zwischenzeitlich mit

1,653 Sekunden Vorsprung vor Geerts. Renaux

übernahm Längenfelders 9. Platz und machte Jagd

auf Kay de Wolf. Die beiden berührten sich und Renaux

stürzte. Währenddessen lag Geerts hinter Vialle.

In der letzten Runde trennten die beiden nur

1,341 Sekunden. Geerts konnte sich aber nicht

durchsetzen und Vialle gewann.

Holeshot für Vialle, dicht gefolgt von Renaux, Hofer

und Guadagnini. Renaux übernahm die Führung

und verwies seinen Landsmann auf den 2. Platz.

Kurz darauf ging Vialle zu Boden, Renaux kam von

der Strecke ab und verhedderte sich in einer Absperrung.

Hofer übernahm die Führung, gefolgt von

Guadagnini und Längenfelder. Vialle nahm das Rennen

als Vierter wieder auf, während Renaux auf

dem 10. Platz lag. Vialle wollte die Führung zurück,

machte aber einen Fehler, stürzte erneut und musste

das Rennen beenden. Hofer fuhr ein konstantes

Rennen, gefolgt von Guadagnini. Renaux hatte währenddessen

Probleme, an Längenfelder vorbeizukommen.

Schließlich konnte er den Deutschen

überholen. Am Ende gewann Hofer das Rennen vor

Guadagnini und Beaton. Damit sicherte sich Hofer

auch den Gesamtsieg und ist damit erster österreichischer

Grand-Prix-Sieger seit 1987. Der 2. Gesamtrang

ging an Geerts vor Fernandez.

• Foto: Juan Pablo Acevedo


MOTOCROSS-WM

PIETRAMURATA/I - GP VON GARDA

RENAUX

MX2-WELTMEISTER

SEEWER GP-SIEGER

Maxime Renaux wurde hoch verdient MX2-Weltmeister

• Fotos: yamaha-racing.com

Riesenstimmung beim Monster Energy Yamaha Factory

Racing Team. Maxime Renaux sicherte sich vorzeitig seinen

ersten MX2-WM-Titel, während Jeremy Seewer seinen

zweiten Grand-Prix-Sieg in der MXGP feiern konnte.

Ein sicher unvergesslicher Tag für Maxime Renaux: Beim letzten Rennen des Triple-Headers

in Pietramurata belegte er im ersten Rennen den 2. Platz, während er das zweite Rennen

gewinnen konnte und hoch verdient Weltmeister wurde. Insgesamt fuhr Renaux diese

Saison zwölf Podestplätze ein, darunter fünf Grand-Prix- und acht Rennsiege. Der

Franzose hält das Red Plate seit dem vierten Saisonlauf in Oss/NL.

In der MXGP-Klasse wollte Jeremy Seewer um keinen Preis erneut das Podium

verpassen und gewann mit den Plätzen 1 und 2 den GP von Garda. Die MXGP-

Titeljagd verläuft weiterhin spannend. Jeffrey Herlings stürzte im zweiten

Rennen zweimal, was ihn wichtige Punkte kostete. Tim Gajser gewann das

zweite Rennen, während sich Romain Febvre mit zwei konstanten Rennen das

Red Plate holte.

Jeremy Seewer

38 MOTOCROSS ENDURO 12/21


MXGP

Jeremy Seewer gewann den Holeshot vor Glenn Coldenhoff,

Jorge Prado, Alessandro Lupino und Antonio

Cairoli. Gajser, Herlings und Febvre lagen auf den Plätzen

6, 7 und 8. Prado überholte Coldenhoff. Gajser und

Febvre kämpften um den 3. Platz. Es kam zu einigen

Positionswechseln, bevor Febvre Gajser passieren

konnte. Seewer baute seinen Vorsprung auf 3,946 Sekunden

aus. Febvre übernahm Coldenhoffs 3. Platz

und nahm Prado ins Visier. Gajser und kurz danach

auch Herlings zogen an Coldenhoff vorbei. Herlings

ließ Gajser hinter sich. Während Febvre seine Position

sicher hielt, hatte Herlings Probleme, Gajser nicht vorbeizulassen.

Zwischenzeitlich mischte sich auch Cairoli

ins Geschehen ein und setzte sich gegen Gajser

durch, aber der Slowene kämpfte sich seinen Platz zurück.

Herlings und Gajser zogen schließlich auch an

Prado vorbei. Und auch Cairoli ließ den Spanier hinter

sich. Am Ende sicherte sich Seewer seinen ersten

Rennsieg der Saison vor Febvre, Herlings, Gajser und

Cairoli.

Im zweiten Rennen holte sich Prado den 15. Holeshot

der Saison! Auf den Plätzen folgten Cairoli und Gajser.

Herlings belegte den 6. Platz, während Febvre auf dem

13. lag. Gajser überholte Cairoli und kurz darauf auch

Prado. Inzwischen setzte sich Herlings gegen Prado

durch und nahm Gajser ins Visier. Gajser führte mit nur

1,214 Sekunden Vorsprung vor Herlings. Herlings

machte einen Fehler und stürzte. Als Siebter nahm er

das Rennen wieder auf. Währenddessen schaffte es

Seewer, Cairolis 5. Platz zu übernehmen, gefolgt von

Febvre. Herlings überholte Coldenhoff und Prado und

stürzte erneut. Auch Seewer ging für einen kurzen Moment

zu Boden, konnte aber vor Febvre bleiben. Gajser

gewann schließlich mit 5,961 Sekunden vor Seewer,

Febvre, Herlings und Cairoli.

MX2

Tom Vialle holte den Holeshot, wurde aber schnell von

Rene Hofer überholt. Vialle fiel auf den 3. Platz hinter

Bastian Boegh Damm zurück. Renaux startete auf dem

8. Platz ins Rennen. Boegh Damm und Jago Geerts kollidierten

und stürzten. Renaux verbesserte sich zuerst

auf den 3. und dann auf den 2. Platz. Hofer konnte den

Abstand zum restlichen Feld ausbauen und fuhr ein

einsames Rennen. Fernandez überholte derweil Vialle

und belegte somit den 3. Platz. Am Ende siegte Hofer

mit einem Vorsprung von 4,966 Sekunden vor Renaux

und Fernandez.

19. Holeshot der Saison für Vialle. Renaux folgte auf

Platz 2 vor Benistant und Isak Gifting. Jago Geerts war

Fünfter. Renaux wartete den richtigen Zeitpunkt ab,

bevor er einen Angriff auf Vialle startete. In Runde 5

war es dann soweit und Renaux führte. Der Sieger des

ersten Rennens, Hofer, hatte unterdessen nicht den

besten Start. Er gab jedoch alles und wurde schließlich

noch Vierter. Renaux gewann das Rennen schließlich

mit einem Vorsprung von 3,105 Sekunden vor Vialle.

Auf Rang 3 folgte Fernandez.

Damit hatte sich Renaux bereits zwei Rennen vor

Schluss die MX2-Weltmeisterkrone gesichert.

Motocross-WM - 14.-16. Lauf - Pietramurata/I (MXGP of Trentino,

Pietramurata und Garda) - 24. + 27. + 31.10.2021

Gesamtergebnisse:

MXGP - Trentino: 1. Jeffrey Herlings, NL, KTM; 2. Glenn Coldenhoff,

NL, Yamaha; 3. Tim Gajser, SLO, Honda; 4. Romain Febvre, F,

Kawasaki; 5. Jeremy Seewer, CH, Yamaha; 6. Mathys Boisrame, F,

Kawasaki; 7. Pauls Jonass, LV, GASGAS; 8. Tom Koch, D, KTM; 9.

Benoit Paturel, F, Honda; 10. Ben Watson, GB, Yamaha.

Ferner: 14. Valentin Guillod, CH, Yamaha; 15. Henry Jacobi, D,

Honda; 20. Arnaud Tonus, CH, Yamaha.

Pietramurata: 1. Antonio Cairoli, I, KTM; 2. Gajser; 3. Febvre;

4. Seewer; 5. Coldenhoff; 6. Thomas Kjer Olsen, DK, Husqvarna;

7. Watson; 8. Brian Bogers, NL, GASGAS; 9. Jacobi; 10. Jeremy van

Horebeek, B, Beta.

Ferner: 16. Tom Koch, D, KTM; 17. Guillod; 32. Tonus.

Garda: 1. Seewer; 2. Gajser; 3. Febvre; 4. Herlings; 5. Cairoli;

6. Jorge Prado, E, KTM; 7. Coldenhoff; 8. Watson; 9. Dylan Wright,

CDN, Honda; 10. Alessandro Lupino, I, KTM.

Ferner: 15. Guillod; 19. Jacobi; 20. Koch.

Stand (nach 16 von 18 Veranstaltungen): 1. Febvre, 614 Punkte;

2. Gajser, 613; 3. Herlings, 611; 4. Prado, 502; 5. Seewer, 498;

6. Cairoli, 496; 7. Coldenhoff, 397; 8. Jonass, 391; 9. Lupino, 287;

10. Olsen, 284.

Ferner: 15. Jacobi, 172; 17. Tonus, 119; 23. Koch, 68; 27. Guillod,

45.

MX2 - Trentino: 1. Tom Vialle, F, KTM; 2. Jago Geerts, B, Yamaha;

3. Ruben Fernandez, E, Honda; 4. Jed Beaton, AUS, Husqvarna;

5. Isak Gifting S, GASGAS; 6. Kay de Wolf, NL, Husqvarna; 7. Rene

Hofer, A, KTM; 8. Maxime Renaux, F, Yamaha; 9. Stephen Rubini,

F, Honda; 10. Tom Guyon, F, KTM.

Ferner: 14. Simon Längenfelder, D, GASGAS; 17. Brian Hsu, D,

KTM; 21. Michael Sandner, A, KTM; 22. Mike Gwerder, CH, KTM.

Pietramurata: 1. Hofer; 2. Geerts; 3. Fernandez; 4. Mattia Guadagnini,

I, KTM; 5. Renaux; 6. Längenfelder; 7. Beaton; 8. Todd

Wilson, AUS, Kawasaki; 9. Vialle; 10. Mikkel Haarup, DK, Kawasaki.

Ferner: 18. Sandner; 21. Hsu; 27. Paul Haberland, D, Honda.

Garda: 1. Renaux; 2. Vialle; 3. Fernandez; 4. Hofer; 5. Wilson;

6. Thibault Benistant, F, Yamaha; 7. de Wolf; 8. Haarup; 9. Beaton;

10. Andrea Adamo, I, GASGAS:

Ferner: 11. Längenfelder; 12. Hsu; 15. Sandner; 26. Haberland;

27. Marnique Appelt, D, KTM.

Stand (nach 16 von 18 Veranstaltungen): 1. Renaux, 642 Punkte;

2. Vialle 532; 3. Geerts, 516; 4. Guadagnini, 487; 5. Beaton, 477;

6. Hofer, 474; 7. Benistant, 413; 8. de Wolf, 412; 9. Fernandez,

404; 10. Längenfelder, 291.

Ferner: 23. Sandner, 33; 25. Florian Lion, D, KTM, 29; 26. Hsu,

27; 34. Kevin Brumann, CH, Yamaha, 14; 48. Gwerder, 2.

WMX - Trentino: 1. Larissa Papenmeier, D, Yamaha; 2. Courtney

Duncan, NZ, Kawasaki; 3. Nancy van de Ven, NL, Yamaha; 4. Lynn

Konstanter

Simon Längenfelder

Das war eine harte Nuss! Nachdem

alle GASGAS Factory Racing-Fahrer

bei den beiden vorangegangenen

Stopps des Trentino-Tripleheaders

solide Ergebnisse erzielt hatten, sah

es für das Team vor dem dritten und

letzten GP auf der italienischen

Hartbodenstrecke gut aus. Die jungen

MX2-Piloten Simon Längenfelder

und Isak Gifting sorgten für GAS-

GAS Factory Racing für einen guten

Start. Simon wurde 11. und Isak

brachte seine MC 250F als 16. ins

Ziel.

Simon Längenfelder: „Ich war heute

wohl sehr konstant! Platz 11 im Qualifying

und Platz 11 in beiden Rennen.

Im ersten Rennen hatte ich einen

guten Start, aber mir fehlte der

Speed, um vorne zu bleiben, was etwas

frustrierend war. Im zweiten

Rennen fühlte ich mich viel besser,

aber dann stürzte ich als Achter, was

auf dieser Strecke leicht passieren

kann. Es war nicht mein bester, aber

auch nicht mein schlechtester Tag,

aber es waren solide Punkte.”

Valk, NL, Husqvarna; 5. Amandine Verstappen, B, Kawasaki;

6. Sara Andersen, DK, KTM; 7. Daniela Guillen , E, KTM; 8. Shana

van der Vlist, NL, KTM; 9. Tahlia Jade O’Hare, AUS, Honda;

10. Kiara Fontanesi, I, GASGAS.

Ferner: 17. Virginie Germond, CH, KTM; 21. Sandra Keller, CH, Kawasaki;

26. Alicia Reitze, D, Yamaha; 29. Alexandra Massury, D,

Yamaha; 30. Michelle Zünd, CH, KTM; 33. Joyce Zachmann, CH,

KTM; 35. Fiona Hoppe, D, Husqvarna.

Endstand: 1. Duncan, 268 Punkte; 2. van de Ven, 237; 3. Fontanesi,

227; 4. Papenmeier, 214; 5. van der Vlist, 197; 6. Verstappen,

184; 7. Valk, 174; 8. Andersen, 159; 9. Guillen, 154; 10. O’Hare,

112.

Ferner: 16. Germond, 53; 18. Anne Borchers, D, Suzuki, 39;

24. Keller, 19; 29. Elisabeth Kapsamer, A, GASGAS, 3; 32. Reitze,

2; 33. Hoppe, 2; 34. Janina Lehmann, D, Yamaha, 2.

EMX 125 - Trentino: 1. Ivano van Erp, NL, Yamaha; 2. Valerio Lata,

I, KTM; 3. Bobby Bruce, GB, GASGAS; 4. Lucas Coenen, B, Kawasaki;

5. Kay Karssemakers, NL, Husqvarna; 6. Alexis Fueri, F, Fantic;

7. Bence Pergel, H, KTM; 8. Scott Smulders, NL, Husqvarna;

9. Victor Puig, E, Yamaha; 10. Karlis Alberts Reisulis, LV, Yamaha.

Ferner: 13. Valentin Kees, D, KTM; 35. Maximilian Ernecker, A,

Husqvarna.

Pietramurata: 1. Lata; 2. Coenen; 3. Bruce; 4. Reisulis; 5. van Erp;

6. Smulders; 7. Karssemakers; 8. Cas Valk, NL, Husqvarna; 9. Janis

Martins Reisulis, LV, KTM; 10. Julius Mikula, CZ, KTM.

Ferner: 11. Kees; 39. Eric Rakow, D, GASGAS.

Garda: 1. Coenen; 2. K.A. Reisulis; 3. Bruce; 4. Lata; 5. Fueri;

6. Valk; 7. Karssemakers; 8. van Erp; 9. Smulders; 10. Ferruccio

Zanchi, I, Yamaha.

Ferner: 15. Kees; 31. Collin Wohnhas, D, KTM; 32. Ernecker.

Stand (nach 8 von 9 Veranstaltungen): 1. Lata, 299 Punkte;

2. Bruce, 277; 3. Karssemakers, 241; 4. Coenen, 237; 5. van Erp,

221; 6. Smulders, 194; 7. K.A. Reisulis, 170; 8. Rossi, 162; 9. Zanchi,

141; 10. Fueri, 126.

EMX 250 - Pietramurata: 1. Cornelius Toendel, N, Yamaha; 2. Kevin

Horgmo, N, GASGAS; 3. Andrea Bonacorsi, I, Yamaha; 4. Liam

Everts, B, KTM; 5. Emil Weckman, FIN, Honda; 6. Nicholas Lapucci,

I, Fantic; 7. Maxime Grau, F, Husqvarna; 8. Hakon Fredriksen,

N, Yamaha; 9. Federico Tuani, I, Fantic; 10. Rick Elzinga, NL, KTM.

Ferner: 11. Maximilian Spies, D, Fantic; 12. Jeremy Sydow, D, Yamaha;

23. Constantin Piller, D, KTM; 30. Nico Häusermann, CH,

Yamaha.

Garda: 1. Horgmo; 2. Lapucci; 3. Fredriksen; 4. Bonacorsi; 5. Toendel;

6. Sydow; 7. Everts; 8. Elzinga; 9. Yago Martinez, E, KTM;

10. David Braceras, E, KTM.

Ferner: 12. Spies; 17. Mike Gwerder, CH, KTM; 25. Piller.

Stand (nach 8 von 10 Veranstaltungen): 1. Lapucci, 345 Punkte;

2. Horgmo, 319; 3. Elzing, 257; 4. Everts, 227; 5. Bonacorsi, 226;

6. Toendel, 202; 7. Fredriksen, 170; 8. Martinez, 162; 9. Weckman,

120; 10. Grau, 113.

11. Gwerder, 108; 12. Spies, 98; 13. Sydow, 80; 52. Piller, 2.

12/21 MOTOCROSS ENDURO 39


ENDURO-WM SANTIAGO DO CACEM/P + LANGEAC/F

DOPPELSIEG FÜR GARCIA

• Josep Garcia holte sich an beiden Tagen sowohl in der Enduro2- als auch in de EnduroGP-Klasse den sieg.

• Mit dem Schweden Albin Norrbin steht der Weltmeister in der Youth-Kategorie bereits eine Runde vor Schluss fest.

Josep Garcia überzeugte in

den Extrem- und Spezialtests

und holte so 2 mal

den Tagessieg / Foto: KTM

Tag 1

EnduroGP - Garcia stark: Schon beim Supertest

ging es heiß her. Joe Wootton führte diesen zwar

die meiste Zeit an, wurde aber schließlich von Brad

Freeman und Josep Garcia überholt. Freeman siegte

letztlich mit einem Vorsprung von einer Zehntelsekunde.

Garcia gewann dann den ersten Extremtest

sowie die folgenden fünf Spezialtests. Letztlich

ging der Tagessieg mit einem Vorsprung von 54 Sekunden

an den Spanier. Aber auch um die restlichen

Podestplätze gab es spannende Fights. Freeman

hatte in Andrea Verona einen starken Konkurrenten

um Platz 2, setzte sich aber letztlich durch.

Nathan Watson wurde Vierter vor Steve Holcombe,

der aufgrund der von Verletzungen und Krankheiten

durchwachsenen Saison wieder zu alter Stärke zurückfindet.

Enduro1 - Verona top: Andrea Verona setzte sich

deutlich von seinen Konkurrenten ab und sicherte

sich den Sieg mit 40 Sekunden Vorsprung vor „Oldie“

Davide Guarneri und Matteo Cavallo.

Enduro2 - Garcia nicht zu stoppen: Mit einer schier

unglaublichen Dominanz sicherte sich Garcia den

Sieg in der Enduro2 und übernahm damit die Führung

im Klassement. Nach einer Auszeit meldete

sich Nathan Watson mit Pauken und Trompeten in

der Enduro-WM zurück und wurde Zweiter vor Holcombe.

Enduro3 - Schneller Freeman: Brad Freeman sicherte

sich seinen neunten Sieg in Folge. Jaume Betriu

fühlte sich auf dem weichen, sandigen Boden sichtlich

wohl und wurde Zweiter vor Danny McCanney.

Enduro Junior - Kytonen holt ersten Sieg: Zu Beginn

führte Lorenzo Macoritto das Feld an, wurde aber

im zweiten Extremtest von Roni Kytonen abgelöst.

Dieser holte sich vor Matteo Pavoni und Leo Le Quere

den ersten Sieg der Saison.

Enduro Youth - Knapper Sieg für Norrbin: Für Spannung

sorgten auch die Youth-Fahrer. Albin Norrbin

und Kevin Cristino schenkten sich nichts. Letztlich

ging der Sieg mit fünf Sekunden Vorsprung an Norrbin.

Tag 2

EnduroGP - Garcia setzt sich durch: Am zweiten Tag

musste Garcia härter für den Sieg arbeiten. Freeman

schenkte ihm nichts und machte enormen

Druck. Ein Fehler des Spaniers im letzten Extremtest

ermöglichte Freeman vorübergehend die Führung,

aber Garcia gewann die letzten beiden Tests

und damit die EnduroGP-Klasse. Watson wusste

sich erneut gut in Szene zu setzen und wurde Dritter.

Enduro1 - Verona gegen Guarneri: Guarneri gab alles

und machte Verona das Leben schwer. Mit lediglich

zwei Sekunden Vorsprung gewann Verona

schließlich Tag 2. Auf Platz 3 folgte Davide Soreca

vor Cavallo und Samuele Bernardini. Die Top Fünf

war somit rein italienisch.

Enduro2 - Großartiges Wochenende für Garcia: Mit

dem Sieg in der Enduro2-Klasse setzte Garcia dem

Wochenende die Krone auf. Bis auf eine gewann der

Spanier alle neun Sonderprüfungen des Tages und

war im Nachhinein einfach nur begeistert: „Der

Kampf mit Brad war einfach super. Wir haben den

ganzen Tag gepusht und das Niveau war dementsprechend

hoch.“ Platz 2 ging an Watson vor Holcombe,

Thomas Oldrati und Hamish Macdonald.

Enduro3 - Freeman dominiert: Freeman sicherte

sich in der Enduro3 den zehnten Saisonsieg in Folge.

Zweiter wurde erneut Betriu. Stark präsentierte

sich ebenfalls Marc Sola, der Daniel McCanney auf

den 4. Platz verwies. Fünfter wurde Jamie McCanney.

Enduro Junior - Pavoni zurück an der Spitze: WM-

Spitzenreiter Pavoni bestieg am zweiten Tag das

oberste Treppchen vor seinem Landsmann Lorenzo

Macoritto. Der Sieger von Tag 1, Kytonen, musste

sich mit dem 3. Platz begnügen.

Enduro Youth - Norrbin vorzeitig Weltmeister: Albin

Norrbin konnte sich bereits beim vorletzten WM-

Lauf den Titel sichern. „Ich bin überglücklich. Es

war eine großartige Saison. Sie verlief besser als

gedacht“, sagte der Schwede nach dem Rennen.

Cristino belegte Rang 2 vor Samuli Puhakainen.

40 MOTOCROSS ENDURO 12/21


FREEMAN

ENDUROGP

WELTMEISTER

• Knapp, aber verdient, erobert Brad Freeman

den Titel in der EnduroGP-Klasse

• Titelgewinne an Tag 1 für Andrea Verona (E1),

Josep Garcia (E2) und Brad Freeman (E3)

• Laia Sanz gewinnt die Damenwertung, Matteo

Pavoni setzt sich bei den Junioren durch

Tag 1

EnduroGP - Titelkampf wird spannend: Mit seinem

Sieg in der EnduroGP-Klasse machte Josep Garcia

den Titelkampf nochmals spannend. Den Supertest

am Freitag hatte Thomas Oldrati gewonnen, während

Garcia stürzte und Sechzehnter wurde. Am

Samstag trumpfte der Spanier aber auf und fuhr die

schnellsten Zeiten in den ersten drei Tests ein, sodass

Brad Freeman bangen musste. Freeman gewann

zwar den letzten Extremtest, der Tagessieg

ging aber an Garcia. Freemans Vorsprung schmolz

somit auf 16 Punkte. Steve Holcombe zeigte eines

seiner stärksten Rennen in diesem Jahr und wurde

Dritter.

Enduro1 - Verona holt den Titel: Andrea Verona ging

voller Hoffnung, sich den WM-Titel bereits einen Tag

vor Schluss zu sichern, ins Rennen. Matteo Cavallo

und Theophile Espinasse machten ihm das Leben

zwar schwer, aber letztlich konnte sich Verona

durchsetzen. Sein stärkster Konkurrent Davide Guarneri

belegte den 4. Platz.

Enduro2 - Garcia Weltmeister: Ebenfalls vorzeitig

holte sich Josep Garcia den Titel in der Enduro2-Klasse.

Garcia sagte nach dem Rennen: „Es war

ein perfekter Tag. Nach drei Jahren WM-Abwesenheit

gleich den Titel zu gewinnen, ist einfach der

Wahnsinn.“ Holcombe zeigte erneut, dass er bald

wieder ganz der Alte ist und wurde Zweiter vor Wil

Ruprecht.

Enduro3 - Freeman verteidigt WM-Krone: Brad Freeman

sicherte sich in Frankreich den elften WM-Sieg

in Folge und verteidigte damit erfolgreich seinen Titel.

„Ich liebe es einfach, diesen 300er-Zweitakter

zu fahren. Ich freue mich sehr, einen weiteren Titel

geholt zu haben. Ohne mein Team wäre das nicht

gelungen. Es macht einfach einen Top Job“, freute

sich Freeman nach dem Rennen. Rang 2 belegte

Jaume Betriu vor Daniel McCanney.

Enduro Women - Sanz mit Titelhoffnungen: Laia

Sanz machte in Frankreich dort weiter, wo sie in

Schweden aufgehört hatte. Sie siegte mit 54 Sekunden

Vorsprung vor Jane Daniels und konnte ihren

Vorsprung auf 12 Punkte ausbauen. Daniels belegte

den 2. Platz vor Mireia Badia.

Enduro Junior - Erster Saisonsieg für Etchells: Jed

Etchells konnte seinen ersten Saisonsieg feiern. Bis

zum letzten Test dauerte der Kampf mit Bernat Cortes,

den Etchells schließlich mit zwei Sekunden Vorsprung

gewann. WM-Spitzenreiter Matteo Pavoni

wurde Dritter.

Enduro Youth - Norrbin auf der Siegerstraße: Vorab-Weltmeister

Albin Norrbin gewann auch den

ersten Tag in Frankreich souverän.

Das war knapp – Brad Freeman

gewinnt den Titel in der

EnduroGP-Klasse • Foto: Beta

44 Sekunden trennten ihn vom zweitplatzierten

Thibault Giraudon. Dritter wurde Harry Edmondson.

Andrea Verona holt für GASGAS den Titel in der E1 •

• Foto: GASGAS


ENDURO-WM SANTIAGO DO CACEM/P + LANGEAC/F

Tag 2

EnduroGP - Tag der Entscheidung: Freeman

wollte den Tag unbedingt als EnduroGP-Weltmeister

beenden. Zwei Tests vor Schluss hatte

er bereits einen Vorsprung von 20 Sekunden

auf seine Verfolger und gewann letztlich den Titel.

Damit ist der Brite siebenfacher FIM-Enduroweltmeister.

„Ich wollte heute unbedingt um

den Sieg kämpfen. Ich wusste, dass auch ein

9. Platz ausreichen würde, aber das ist nicht

mein Stil“, sagte Freeman nach dem Rennen.

Während Freeman das Rennen kontrollierte,

kam es hinter ihm zu einigen Positionswechseln.

Nach dem vierten Test lag Steve Holcombe

auf Position 2, wurde nach Test 5 aber von Jaume

Betriu auf Platz 3 verdrängt. Am Ende des

sechsten Tests lag Andrea Verona auf Rang 2,

den er bis ins Ziel halten konnte. Nach einem

schlechten Start war Josep Garcia damit beschäftigt

das Feld von hinten aufzurollen. Im

letzten Sondertest verdrängte er Betriu von

Rang 3, eroberte somit den letzten Treppchenplatz

und wurde Vizeweltmeister. Betriu wurde

somit Vierter vor Holcombe.

Enduro1 - Verona beendet Saison mit Sieg:

Nachdem sich Andrea Verona den Titel ja bereits

einen Tag zuvor gesichert hatte, gewann er

auch den zweiten Tag souverän. Guarneri wurde

Zweiter vor Antoine Magain.

Enduro2 - Garcia erneut siegreich: Der Kampf

um den letzten Enduro2-Sieg der Saison verlief

spannend. Steve Holcombe führte das Feld den

größten Teil des Tages an. Doch nach der sechsten

von neun Sonderprüfungen übernahm Garcia

die Führung, die er bis zum Ziel hielt. Holcombe

wurde Zweiter vor Nathan Watson.

Enduro3 - Freeman bestätigt Titel: Mit einem

klaren Sieg dominierte Freeman auch an Tag 2

die Konkurrenz. Stark präsentierte sich auch

Betriu und wurde Zweiter vor Daniel McCanney.

Enduro Women - Laia Sanz schreibt Geschichte:

Nach ihrem letzten Titelgewinn 2016 konnte

sich Laia Sanz nach ihrer Rückkehr in den WM-

Zirkus prompt die 2021er-WM-Krone sichern.

Mit dem fünften von sechs möglichen Saisonsiegen,

ihrem sechsten Enduro-WM-Titel und ihren

FIM-Trial- und Rallye-Erfolgen ist Sanz die

erfolgreichste Motorradfahrerin aller Zeiten.

„Nach dem Abschied von der Enduro-WM 2016

wieder den Titel zu gewinnen, ist etwas ganz

Besonderes. Dass ich auch noch den Trial-WM-

Titel im gleichen Jahr geholt habe, übertrifft alle

meine Erwartungen. Vielen Dank an GASGAS für

die großartige Unterstützung“, sagte eine geflashte

Laia Sanz nach dem Rennen. Vizeweltmeisterin

wurde Mireia Badia vor Jane Daniels.

Enduro Junior - Pavoni Champion: Der letzte

noch offene WM-Titel wurde in der Junior-Klasse

ausgefahren. Mit einem beruhigenden Vorsprung

vor Lorenzo Macoritto war Matteo Pavoni

ins Rennen gestartet. Platz 2 hinter Macoritto

genügte Pavoni schließlich, um Weltmeister zu

werden.

Enduro Youth - Norrbin zum Neunten: Weltmeister

Albin Norrbin gab auch beim letzten Lauf alles

und gewann vor Harry Edmondson und Kevin

Cristino.

Brad Freeman • Foto: Beta

Ein weiterer Sieg für GASGAS

durch die erfolgreichste Motorradfahrerin

aller Zeiten Laia Sanz

• Foto: GASGAS

42 MOTOCROSS ENDURO 12/21


LUCA FISCHEDER - SAISON ERFOLGREICH BEENDET

Wie zu Saisonbeginn endete die FIM EnduroGP

World Championship 2021 mit einem Veranstaltungsdoppel.

Dabei sicherte sich Luca Fischeder

vom Team Sherco Academy den hervorragenden

6. Rang in der Klasse Junior 2, nur einen Punkt hinter

dem Fünftplatzierten.

Beim vorletzten WM-Event in Santiago do Cacem in

Portugal verfehlte der 22-Jährige aus dem sächsischen

Geringswalde am ersten Fahrtag als Junior-2-Vierter

das Tagespodium denkbar knapp.

Tags darauf landete er als Fünfter wiederum im Vorderfeld.

In der die Klassen Junior 1 und Junior 2 vereinenden

(Gesamt-)Junioren-Wertung belegte er an

beiden Tagen den 9. Platz.

Beim Finale im französischen Langeac wurde Luca

Fischeder in seiner Klasse am ersten Tag Achter

und am zweiten Sechster, gleichbedeutend mit den

Plätze 14 und 9 aller Junioren.

Damit beendete er seine erste volle WM-Saison auf

dem 6. Rang der Klasse Junior 2 bzw. auf dem

12. Platz der Junioren-Scratch-Wertung und zog anschließend

folgendes Fazit: „Insgesamt gesehen

bin ich super zufrieden mit meiner Leistung über

die Saison. Ich konnte mich kontinuierlich steigern

und mich immer weiter an das Podium heranarbeiten.

Das Level ist sehr hoch. In der WM wird einem

definitiv nichts geschenkt und man muss um jede

einzelne Sekunde hart kämpfen.“

Etwas weiter ins Detail zum vorletzten WM-Lauf

ging er dann mit folgenden Worten: „Mit den Plätzen

4 und 5 in der Klasse sowie Top Ten bei den Junioren

insgesamt war Portugal wieder ein echt gutes

Wochenende. Den ersten Tag habe ich die ganze

Zeit ums Podium gekämpft und dann leider

knapp auf Platz 4 beendet. Am zweiten Tag startete

ich auch direkt super und konnte im Extrem-Test

die drittbeste Junior-Zeit fahren. Ich habe den ganzen

Tag über wieder alles gegeben und ums Podium

gekämpft, hatte aber leider in der letzten Runde

ein kleines technisches Problem, das mich mit

zirka vier Sekunden Rückstand auf Patz 5 versetzt

hat. Das Level war in der Juniorenklasse wieder

sehr hoch und die Zeiten lagen auf den wohl

schnellsten Enduro- und Cross-Tests, die ich je gefahren

bin, sehr eng zusammen. Beide Tests waren

Tiefsand mit unzähligen tiefen Sandwellen und

Wurzeln.“

Auch das WM-Finale beschrieb Luca Fischeder aus

seiner Sicht etwas ausführlicher und sagte dazu:

„Frankreich war dann eine ziemliche Umstellung zu

Portugal von tiefem Sand hin zu drei am Berg gelegenen

Tests mit unzähligen Offcamper-Kurven, rutschigem

Gras sowie Bergauf- und -abfahrten. Am

ersten Tag hatte ich noch ein paar Schwierigkeiten,

mich auf den typisch französischen Tests richtig

einzufinden und um auf den meist schräg am Hang

gelegenen Tests Druck machen zu können. Ich versuchte

zu pushen, wodurch ich auch zwei Stürze

hatte. Am Ende des Tages landete ich auf Platz 8 in

meiner Klasse, womit ich mich nicht richtig abfinden

konnte. Für den zweiten Tag veränderten wir

ein paar Sachen am Motorrad, wodurch ich direkt

besser zurechtkam und das Gefühl auf den Tests

besser wurde. Am Ende eines langen harten Tages

stand dann ein 6. Platz in der Klasse Junior 2 und

Platz 9 in der Junioren-Overall-Wertung zu Buche,

womit ich recht zufrieden war. Ich habe wieder viel

gelernt.“

Zu guter Letzt denkt Luca Fischeder schon ans

nächste Jahr und weiß zugleich, bei wem er sich für

dieses zu bedanken hat. „Ich bin super motiviert,

nächstes Jahr meine gesammelte Erfahrung umzusetzen

und noch stärker in der WM zu werden. Einen

Riesen-Dank möchte ich an das Team Azzalin

für die Super-Betreuung und Unterstützung bei allen

WM-Läufen richten. So auch an das Team Sherco

Academy Deutschland, an alle Sponsoren und

Unterstützer, die es mir ermöglicht haben, eine

ganze WM-Saison zu bestreiten. Ohne diese Leute

Enduro-WM - 5. + 6. Lauf - Santiago do Cacem/P - 8./9.10. +

Langeac/F - 16./17.10.2021

Ergebnisse:

SANTIAGO DO CACEM/P - EnduroGP - Tag 1: 1. Josep Garcia, E,

KTM; 2. Brad Freeman, GB, Beta; 3. Andrea Verona, I, GASGAS;

4. Nathan Watson, GB, Honda; 5. Steve Holcombe, GB, Beta;

6. Davide Guarneri, I, Fantic; 7. Jaume Betriu Armengol, E, KTM;

8. Wil Ruprecht, AUS, TM; 9. Daniel McCanney, GB, Sherco;

10. Thomas Oldrati, I, Honda.

Tag 2: 1. Garcia; 2. Freeman; 3. Watson; 4. Verona; 5. Guarneri;

6. Holcombe; 7. Betriu Armengol; 8. Oldrati; 9. Marc Sans, E,

Husqvarna; 10. D.McCanney.

E1 - Tag 1: 1. Andrea Verona, I, GASGAS; 2. Davide Guarneri, I, Fantic;

3. Matteo Cavallo, I, TM; 4. Christophe Charlier, F, Beta;

5. Samuele Bernardini, I, Honda; 6. Davide Soreca, I, Husqvarna;

7. Antoine Magain, B, Sherco; 8. Theophile Espinasse, F, Honda;

9. Bruno Crivilin, BRA, Honda; 10. Kevin Burud, N, Yamaha.

Tag 2: 1. Verona; 2. Guarneri; 3. Soreca; 4. Cavallo; 5. Bernardini;

6. Magain; 7. Crivilin; 8. Kade Tinkler, CDN, KTM.

E2 - Tag 1: 1. Josep Garcia, E, KTM; 2. Nathan Watson, GB, Honda;

3. Steve Holcombe, GB, Beta; 4. Wil Ruprecht, AUS, TM; 5. Thomas

Oldrati, I, Honda; 6. Hamish MacDonald, NZ, Sherco; 7. Joe Wootton,

GB, Husqvarna; 8. Eero Remes, FIN, TM; 9. Jack Edmondson,

GB, Sherco; 10. Alex Snow, GB, Honda.

Tag 2: 1. Garcia; 2. Watson; 3. Holcombe; 4. Oldrati; 5. Macdonald;

6. Remes; 7. Edmomdson; 8. Wootton; 9. David Abgrall, F,

Husqvarna; 10. Snow.

E3 - Tag 1: 1. Brad Freeman, GB, Beta; 2. Jaume Betriu Armengol, E,

KTM; 3. Daniel McCanney, GB, Sherco; 4. Jamie McCanney, GB,

Husqvarna; 5. Andrew Wilksch, GB, Husqvarna; 6. Antoine Basset,

F, Beta; 7. Marc Sans, E, Husqvarna; 8. Rudy Moroni, I, KTM;

9. Thomas Marini, RSM, TM.

Tag 2: 1. Freeman; 2. Betriu Armengol; 3. Sans; 4. D.McCanney;

5. J.McCanney; 6. Basset; 7. Wilksch; 8. Moroni; 9. Marini.

Junior - Tag 1: 1. Roni Kytonen, FIN, Honda; 2. Matteo Pavoni, I,

TM; 3. Leo Le Quere, F, Sherco; 4. Sergio Navarro Huertas, E, GAS-

GAS; 5. Lorenzo Macoritto, I, TM; 6. Max Ahlin, S, Husqvarna;

7. Jed Etchells, GB, Fantic; 8. Lucas Vagberg, S, Yamaha; 9. Luca

Fischeder, D, Sherco; 10. Luc Fargier, F, GASGAS.

Tag 2: 1. Pavoni; 2. Macoritto; 3. Kytonen; 4. Le Quere; 5. Ahlin;

6. Navarro Huertas; 7. Etchells; 8. Enrico Zilli, I, Honda; 9. Fischeder;

10. Vagberg.

Youth - Tag 1: 1. Albin Norrbin, I, Fantic; 2. Kevin Cristino, I, Fantic;

3. Samuli Puhakainen, FIN, TM; 4. Harry Edmondson, GB, Fantic;

5. Federico Rocha, P, TM; 6. Arvid Modin, S, Yamaha; 7. Rodrigo

Luz, P, Yamaha; 8. Sam Davies, GB, KTM; 9. Daniele Delbono, I,

Fantic; 10. Evan Raffard, F, KTM.

Tag 2: 1. Norrbin; 2. Cristino; 3. Puhakainen; 4. Edmondson; 5. Rocha;

6. Modin; 7. Luz; 8. Davies; 9. Delbono; 10. Raffard.

LANGEAC/F - EnduroGP - Tag 1: 1. Josep Garcia, E, KTM; 2. Brad

Freeman, GB, Beta; 3. Steve Holcombe, GB, Beta; 4. Jaume Betriu

Armengol, E, KTM; 5. Wil Ruprecht, AUS, TM; 6. Andrea Verona, I,

GASGAS; 7. Joe Wootton, GB, Husqvarna; 8. Matteo Cavallo, I, TM;

9. Theopile Espinasse, F, Honda; 10. Thomas Oldrati, I, Honda.

Tag 2: 1. Freeman; 2. Verona; 3. Garcia; 4. Betriu Armengol; 5. Steve

Holcombe, GB, Beta; 6. Nathan Watson, GB, Honda; 7. Hamish

Macdonald, NZ, Sherco; 8. Davide Guarneri, I, Fantic; 9. Ruprecht;

10. Wootton.

Endstand (nach 6 Veranstaltungen): 1. Freeman, 217 Punkte;

2. Garcia, 199; 3. Verona, 157; 4. Ruprecht, 146; 5. Guarneri, 125;

6. Holcombe, 119; 7. Betriu Armengol, 111; 8. Macdonald, 96;

9. D.McCanney, 56; 10. Watson, 43.

E1 - Tag 1: 1. Andrea Verona, I, GASGAS; 2. Matteo Cavallo, I, TM;

3. Theophile Espinasse, F, Honda; 4. Davide Guarneri, I, Fantic;

5. Antoine Magain, B, Sherco; 6. Davide Soreca, I, Husqvarna;

7. Bruno , BRA, Honda; 8. Samuele Bernardini, I, Honda; 9. Kade

Tinkler, CDN, KTM; 10. Edward Hübner, D, KTM.

Tag 2: 1. Verona; 2. Guarneri; 3. Magain; 4. Cavallo; 5. Soreca;

6. Christophe Charlier, F, Beta; 7. Bernardini; 8. Tinkler; 9. Crivilin;

10. Hübner.

wäre es nicht möglich gewesen und ich bin sehr

dankbar dafür“, erklärte Luca Fischeder abschließend.

• Text u. Foto: Thorsten Horn

Endstand (nach 6 Veranstaltungen): 1. Verona, 232 Punkte; 2. Guarneri,

206; 3. Bernardini, 148; 4. Magain, 144; 5. Soreca, 131;

6. Crivilin, 96; 7. Cavallo, 77; 8. Tinkler, 65; 8. 9. Espinasse, 55;

10. Charlier, 53.

Ferner: 19. Hübner, 12 Punkte; 20. Jonathan Rosse, CH, Yamaha,

9.

E2 - Tag 1: 1. Josep Garcia, E, KTM; 2. Steve Holcombe, GB, Beta;

3. Wil Ruprecht, AUS, TM; 4. Joe Wootton, GB, Husqvarna; 5. Thomas

Oldrati, I, Honda; 6. Nathal Watson, GB, Honda; 7. Hamish

Macdonald, NZ, Sherco; 8. Jack Edmondson, GB, Sherco; 9. David

Abgrall, F, Husqvarna; 10. Eero Remes, FIN, TM.

Tag 2: 1. Garcia; 2. Holcombe; 3. Watson; 4. Macdonald; 5. Ruprecht;

6. Wootton; 7. Oldrati; 8. Edmondson; 9. Abgrall; 10. Remes.

Endstand (nach 6 Veranstaltungen): 1. Garcia, 221 Punkte; 2. Ruprecht,

185; 3. Holcombe, 170; 4. Macdonald, 155; 5. Wootton,

102; 6. Remes, 98; 7. Oldrati, 91; 8. Edmondson, 76; 9. Watson,

59; 10. Albin Elowson, S, Husqvarna.

E3 - Tag 1: 1. Brad Freeman, GB, Beta; 2. Jaume Betriu Armengol, E,

KTM; 3. Daniel McCanney, GB, Sherco; 4. Jamie McCanney, GB,

Husqvarna; 5. Antoine Basset, F, Beta; 6. Vincent Gautie, F, Beta;

7. Marc Sans, E, Husqvarna; 8. Rudy Moroni, I, KTM; 9. Jean-Baptiste

Brecheteau, F, Beta.

Tag 2: 1. Freeman; 2. Betriu Armengol; 3. D.McCanney; 4. J.McCanney;

5. Sans; 6. Basset; 7. Andrew Wilksch, GB, Husqvarna;

8. Gautie; 9. Moroni; 10. Brecheteau.

Endstand (nach 6 Veranstaltungen): 1. Freeman, 240 Punkte;

2. Betriu Armengol, 202; 3. D.McCanney, 174; 4. J.McCanney, 158;

5. Basset, 118; 6. Sans, 111; 7. Wilksch, 85; 8. Thomas Marini,

RSM, TM, 56; 9. Enric Francisco, E, Sherco, 48; 10. Moroni, 31.

Junior - Tag 1: 1. Jed Etchells, GB, Fantic; 2. Bernat Cortes, E, GAS-

GAS; 3. Matteo Pavoni, I, TM; 4. Lorenzo Macoritto, I, TM; 5. Max

Ahlin, S, Husqvarna; 6. Leo Le Quere, F, Sherco; 7. Sergio Navarro

Huertas, E, GASGAS; 8. Antoine Criq, F, Beta; 9. Luc Fargier, F, Beta;

10. Antoine Alix, F, Husqvarna.

Ferner: 14. Luca Fischeder, D, Sherco.

Tag 2: 1. Macoritto; 2. Pavoni; 3. Etchells; 4. Cortes; 5. Ahlin; 6. Le

Quere; 7. Navarro Huertas; 8. Fargier; 9. Fischeder; 10. Eric Willems,

B, Husqvarna.

Endstand (nach 6 Veranstaltungen): 1. Pavoni, 217 Punkte; 2. Macoritto,

203; 3. Le Quere, 147; 4. Ahlin, 127; 5. Etchells, 110; 6. Navarro

Huertas, 110; 7. Roni Kytonen, FIN, Honda, 104; 8. Fargier,

73; 9. Lucas Vagberg, S, Yamaha, 56; 10. Claudio Spanu, I,

Husqvarna, 56.

Ferner: 12. Fischeder, 53.

Youth - Tag 1: 1. Albin Norrbin, I, Fantic; 2. Thibault Giraudon, F,

Sherco; 3. Harry Edmondson, GB, Fantic; 4. Leo Joyon, F, Beta;

5. Kevin Cristino, I, Fantic; 6. Riccardo Fabris, I, Fantic; 7. Charlie

Chater, GB, Yamaha; 8. Sam Davies, GB, KTM; 9. Daniele Delbono,

I, Fantic; 10. Mathias Dolci, F, Husqvarna.

Tag 2: 1. Norrbin; 2. Edmondson; 3. Cristino; 4. Joyon; 5. Giraudon;

6. Fabris; 7. Samuli Puhakainen, FIN, TM; 8. Maxime Clauzier,

F, Fantic; 9. Dolci; 10. Davies.

Endstand (nach 6 Veranstaltungen): 1. Norrbin, 234 Punkte; 2. Edmondson,

180; 3. Cristino, 180; 4. Puhakainen, 130; 5. Fabris, 92;

6. Delbono, 92; 7. Albert Fontova Salvia, E, KTM, 84; 8. Avid Modin,

S, Yamaha, 76; 9. Joyon, 50; 10. Lorenzo Giuliani, I, Beta, 48.

Women - Tag 1: 1. Laia Sanz, E, GASGAS; 2. Jane Daniels, GB, Fantic;

3. Mireia Badia, E, GASGAS; 4. Justine Martel, F, KTM; 5. Rosie

Rowett, GB, KTM; 6. Joana Goncalves, P, Husqvarna; 7. Vilde Marie

Holt, N, GASGAS; 8. Rita Vieira, P, Yamaha; 9. Marine Lemoine, F,

KTM; 10. Bruna Antunes, P, GASGAS.

Tag 2: 1. Sanz; 2. Badia; 3. Daniels; 4. Martel; 5. Rowett; 6. Holt;

7. Goncalves; 8. Lemoine; 9. Vieira; 10. Mauricette Brisebard, F,

GASGAS.

Endstand (nach 3 Veranstaltungen): 1. Sanz, 115 Punkte;

2. Badia, 99; 3. Daniels, 98; 4. Rowett, 67; 5. Goncalves, 58;

6. Martel, 52; 7. Holt, 50; 8. Vieira, 47; 9. Antunes, 40; 10. Emelie

Borg Nilsson, s, KTM, 29.

12/21 MOTOCROSS ENDURO 43


HARD-ENDURO-WM

GETZENRODEO/D

SIEG FÜR LETTI

BOLT WELTMEISTER

Der Tag begann gut für Manuel Lettenbichler. Er

gewann das Qualifying vor Billy Bolt und startete

mit vier Sekunden Vorsprung ins GetzenChamp-

Finale am Nachmittag.

Manuel Lettenbichler der Mann des Tages im coolsten Outfit ever • Foto: KTM

Billy Bolt – Hard-Enduro-Weltmeister 2021 • Foto: Husqvarna

Der GetzenRodeo-Sieg eine KTM-Teamleistung • Foto: KTM

Nachdem die Führung zwischen den beiden Rivalen in den ersten 20 Minuten

mehrfach wechselte, setzte sich Letti schließlich in Runde 3 durch und fuhr

der Konkurrenz davon. Auf dem schnell schlechter werdenden Gelände zog

Lettenbichler ruhig und mit minimalen Fehlern die Runden durch, um seinen

Vorsprung vor der Verfolgergruppe zu behaupten. Nach 80 Rennminuten erreichte

Lettenbichler als Erster den kurzen, aber intensiven Red Bull X-Loop

und wurde unter dem Jubel der Menge – zum dritten Mal in Folge – zum GetzenRodeo-Champion

gekrönt. Für den WM-Titel aber reichte es letztlich nicht.

Lettenbichler war mit nur 3 Punkten Rückstand auf den Tabellenführer angereist

und wusste, dass er gewinnen musste, um seine Chancen auf den Titel zu

wahren. Kontrahent Billy Bolt musste den 2. Platz belegen, um den Titel im Tiebreak

zu holen. Bolt wurde Zweiter und damit Hard-Enduro-Weltmeister.

44 MOTOCROSS ENDURO 12/21


Ebenfalls erfolgreich verlief die Saison für die

beiden Shercofahrer Mario Roman und Wade

Young, die sowohl in der Tageswertung als

auch in der Gesamtwertung die Plätze 3 und

4 belegten. Roman lag sodann im Getzen-

Champ-Finale die meiste Zeit auf

dem 2. Platz, wurde dann

aber von Bolt auf den

3. Rang verwiesen.

Kämpferisch zeigte sich

Young, der sich vom

6. auf den 4. Platz verbessern

konnte.

Wade Young (oben) und Mario Roman hielten

die Sherco-Fahnen mit soliden Leistungen hoch

• Fotos: Sherco

Taddy Blazusiak (oben) sicherte sich trotz Problemen den 9. Platz in der

WM. Michael Walkner setzte GASGAS mit Platz 7 beim GetzenRodeo in

Szene • Fotos: GASGAS

Weniger gut lief es für GASGAS-Fahrer Taddy Blazusiak, der nur Vierzehnter werden konnte und in der WM-Wertung

den 9. Rang belegt. „Aufgrund meiner Schulterverletzung konnte ich die letzten Monate nicht viel trainieren

und bin froh, dass ich beim GetzenRodeo starten konnte. Mein Fokus liegt nun auf 2022.“ Gut in Szene setzen

konnte sich hingegen Nachwuchsfahrer Michael Walkner und das, obwohl er das Finale mit Verdacht auf

Daumenbruch fuhr. Er wurde sowohl in der Einzel- als auch in der Gesamtwertung Siebter.

Hard-Enduro-WM - 8. Lauf - Getzenrodeo/D -

29.10.2021:

Ergebnis:

1. Manuel Lettenbichler, D, KTM; 2. Billy Bolt, GB,

Husqvarna; 3. Mario Roman, E, Sherco; 4. Wade

Young, ZA, Sherco; 5. Jonny Walker, GB, Beta; 6. Alfredo

Gomez, E, Husqvarna; 7. Michael Walkner, A,

GASGAS; 8. Teodor Kabakchiev, BG, Husqvarna; 9.

Sonny Goggia, I, GASGAS; 10. Travis Teasdale, ZA,

GASGAS.

Endstand: 1. Bolt, 104 Punkte; 2. Lettenbichler, 104;

3. Young, 83; 4. Roman, 76; 5. Walker, 66; 6. Gomez,

63; 7. Walkner, 46; 8. Kabakchiev, 36; 9. Taddy

Blazusiak, PL, GASGAS, 29; 10. Dominik Olszowy,

PL, KTM, 25.

12/21 MOTOCROSS ENDURO 45


HINTER DEN KULISSEN

Redplate nur als Team

Holeshots, Laufsiege, Redplates und Champions. All das sehen wir jedes Wochenende, wenn wir uns die

MXGP/EMX oder ADAC Masters anschauen. Wenn man aber genau hinschaut, sind solche Erfolge nicht

nur der Leistung des einzelnen Fahrers zu verdanken, sondern nur möglich durch eine gesamte Teamleistung.

An erster Stelle steht natürlich das perfekt vorbereitete Bike, auf das sich der Fahrer verlassen

muss. Dieser Aufgabe muss sich der Mechaniker stellen. Um das Zusammenspiel Mechaniker/Fahrer

zum Erfolg zu bringen, bedarf es Vertrauen, Professionalität, Disziplin und Erfahrung.

Getreu dem Motto: „Erfolg ist kein Zufall, sondern gemeinsame harte Arbeit.“

MXGP/EMX-REPORT behind the scenes

• Text: Benny Koob; Fotos: Micha Tetzner

46 MOTOCROSS ENDURO 12/21


Links im Bild Mechaniker Sebastiano, der

Nicholas Lapucci mit dem Pitboard in der Hand

genau verfolgt

Unser Redakteur Benny Koob und Fotograf Micha Tetzner

waren für euch beim MXGP von Germany in Teutschenthal

und haben während der EMX die Mechaniker

des Fantic Factory Maddii Racing Teams begleitet.

Aus deutscher Sicht wird das Team durch Zweitaktfahrer

Maximilian Spieß (#7) vertreten. Das noch junge

Team geht derzeit nur mit Zweitaktern an den Start und

wirbelt die MX-Szene ganz schön auf. Denn in fast allen

Klassen der EMX wurde schon mit dem Redplate

auf einer Fantic gestartet – egal, ob in der EMX125-,

EMX250- oder der EMX-2-Takt-Klasse. Derzeit steht in

der EMX250-Klasse ein Smoker unangefochten mit

dem Redplate am Startgatter. Nicholas Lapucci (#21)

behauptet sich gegen alle Viertakter und steht somit in

der Meisterschaft auf Platz 1.

Benny hat in Teutschenthal genau dieses Thema in den

Fokus gerückt, allerdings nicht den Fahrer, sondern

den Mechaniker Sebastiano „Sampei“ Enrico! Er ist die

rechte Hand von Lapucci und nahm uns als Chefmechaniker

den gesamten Renntag exklusiv mit.

Es ist gerade einmal 6:00 Uhr morgens, als der Nebel

das gesamte Fahrerlager bedeckt. Eine etwas ungewohnte

Zeit, um als Redakteur in den Renntag zu starten.

Zu dieser Zeit ist Sebastiano aber schon voll in der

Vorbereitung. Wir treffen ihn frisch und motiviert, als

er anfängt, die Bikes aus dem Trailer zu laden. Nach einer

kurzen Begrüßung erzählt er, was bis zum ersten

Training alles zu machen ist.

Zu dieser Zeit war Benny noch nicht klar, was auf ihn

zukommt. Denn die Arbeit des Mechanikers wird oft

unterschätzt. Es ist eben nicht nur die Vorbereitung in

der Woche vor der Veranstaltung und während des

Events, mal eben das Bike aufzutanken und den Luftdruck

zu prüfen. Der gesamte Tagesablauf ist durchgeplant

bis ins Detail. Hier verlässt sich auch Teamchef

Marco Maddii auf die Mechaniker/Fahrer, das alles

passt. Es gibt zwar ab und an von Marco strategische

Änderungen, was den Ablauf betrifft, aber seine persönliche

Erfahrung als erfolgreicher Motocrossfahrer

gibt den beiden guten Input. Im Prinzip beobachtet der

Teamchef allerdings das meiste von außen und greift

nur ein wenn es nötig wird.

Zurück zur Vorbereitung. Nachdem Sebastiano, auch

„Sampei“ genannt, alle Bikes am Vortag zur technischen

Abnahme gebracht hat, beginnt er am Morgen,

alle Smoker zu betanken. Die Standardabläufe, wie

den Transponder anbringen, alle Schrauben zu kontrollieren,

die Speichen der Felgen zu überprüfen bzw.

die Kette zu spannen und einzusprühen, sind klassische

Arbeiten. Das Bike war in der Woche zuvor schon

zu 90 Prozent ready to race, aber gewisse technische

Abstimmungen bezüglich Fahrwerk und Vergaser werden

vor Ort vorgenommen.

Den Wetterbedingungen geschuldet, muss man

manchmal spontan umswitchen und eventuell andere

Reifen verwenden. Auch in Teutschenthal war es am

Samstagmorgen sehr nass und tief. Das konnte man

im ersten Training der EMX125er-Klasse sehen. Dies

hatte sich Sampei auch angeschaut und mit Lapucci

danach die Vorgehensweise besprochen. Alle Fahrer

mussten sich durch den tiefen Boden arbeiten, der bis

zum ersten Training der EMX250 nicht abtrocknen würde.

Sebastiano und Nicholas entschieden sich daher

für einen Sandreifen am Hinterrad. Zusätzlich wurde

das gesamte Bike mit Silikonspray eingenebelt, um

den Dreck nicht so leicht an das Bike zu lassen und

später beim Waschen besser abzubekommen.

12/21 MOTOCROSS ENDURO 47


HINTER DEN KULISSEN

Alle Einstellungen gecheckt, nun werden die letzten Vorbereitungen

getroffen

Um 8:30 Uhr wird alles in den Vorstart gebracht. Dabei

darf auch das Ersatzbike sowie ein weiterer Radsatz

und Ersatzteile nicht fehlen. Vollgepackt mit

Werkzeug, Pitboard etc. spürt man schon, wie das

allgemeine Tempo bei Sebastiano im Ablauf gesteigert

wird. Während dem ersten Training von Lapucci,

kommt Sampei so richtig in Fahrt. Er schaut sich

die ersten beiden Runden aus der Teambox an. In

der sogenannten Pitlane kann man dem Fahrer alles

perfekt anzeigen. Diese Area gilt für alle Teams und

Fahrer. Dort darf sich der Fahrer während der Trainings

aufhalten, falls etwas abgestimmt werden

muss oder um sich kurz zu erholen. Leider ist die

Pitlane nicht immer optimal, um den Rest der Strecke

einzusehen. Die Mechaniker schauen sich daher

alle Zwischenzeiten auf dem Monitor an. So

wird auch festgestellt, in welchem Streckensegment

man Zeit gegenüber dem Konkurrenten verloren

oder gutgemacht hat.

Nicholas Lapucci in voller Fahrt Richtung Pitlane

Nach den ersten Runden rennt Sebastiano von der

Teambox zum Absperrgitter am Ende der Pitlane hin

und her, um sich einen besseren Überblick über die

Strecke zu verschaffen. Natürlich wird auch die Konkurrenz

beobachtet, um die verschiedenen Fahrlinien

und Sprungkombinationen in den jeweiligen

Streckensegmenten auf dem Zeitenmonitor zu vergleichen.

Diese Infos schreibt Sebastiano dann direkt

auf das Pitboard, um Lapucci so schnell wie

möglich die Infos zu geben. Das erste Training ist

sehr wichtig, um im Anschluss alles für das zweite

Pflichttraining (Zeittraining) vorzubereiten. Ein guter

Startplatz ist immer sehr entscheidend.

Kaum ist das erste Training beendet, schnappt sich

Sampei das Bike, um es zur Waschbox zu bringen.

Zack, zu spät! Alle Waschboxen sind schon belegt

und das Warten in der Schlange dauert zu lange ...

also wird spontan entschieden, die Zeit für ein

Startgitter-Training zu nutzen. Ein bisschen Hektik

kommt auf, da die Pause vom ersten zum zweiten

Training nicht lang ist und das Bike trotzdem vorher

noch gewaschen werden sollte. Für das Starttraining

musste man einige hundert Meter im Sprint

laufen, um dorthin zu kommen. Ab dem Moment

war auch Benny klar, dass der Tag anders als gewöhnlich

abläuft. Als Redakteur schaut man sich

normalerweise die einzelnen Trainings und Rennläufe

an und hat in der Zwischenzeit im Fahrerlager

die Chance, ein paar Interviews und Emotionen einzufangen.

Dabei ist es nicht wichtig, alle Trainings

aller Klassen zu schauen und es ist zeitlich etwas

entspannter.

Das Startgittertraining ist immer wichtig, um die Reaktionsfähigkeit

des Fahrers zu testen, aber auch

das Bike eventuell einzustellen. Vor allem bei einem

Zweitakter muss man anfangs immer wieder den

Vergaser passend zu den Gegebenheiten einstellen.

Nach dem Waschen geht es zurück ins Fahrerlager.

Dort sucht Sebastiano direkt das Gespräch mit Lapucci,

um das Set-up zu besprechen. Da aber beide

sehr zufrieden sind, wird nichts weiter geändert.

Nun heißt es, alles trockenputzen, Schrauben kontrollieren,

Luftfilter wechseln etc. Zu einer wirklichen

Ruhepause kommt es bei einem Werksmechaniker

eigentlich nicht. „Es gibt immer etwas zu tun“,

so Sebastiano. „Wenn im Training durch einen Sturz

etwas defekt ist, müssen wir die Prioritäten direkt

festlegen, um das Racebike schnellstmöglich erneut

einsatzbereit zu machen. Dabei helfen wir uns

natürlich alle gegenseitig.“

Jeder Fahrer im Team hat seinen eigenen Mechaniker,

so auch beispielsweise Max Spies, der entweder

seinen eigenen Vater als Mechaniker bei den

Masters dabei hat oder während der EMX den jungen

Italiener Filipo Bulfoni. Man muss allgemein sagen,

dass man im Fantic Factory Team Maddii ein

sehr familiäres Verhältnis spürt und alle sehr eng

zusammenarbeiten. Da noch etwas Zeit zwischen

den beiden Trainings übrig ist, wird erst einmal gemeinsam

ein kleiner Snack zu sich genommen.

Zum zweiten Training um 11:00 Uhr beginnt alles

wie auch beim ersten Training. Hier steht allerdings

die schnellste gezeitete Runde im Fokus, um den

besten Startplatz zu sichern. Maddii gibt Lapucci

noch einige Tipps auf den Weg, die dann auch von

Sebastiano aufgenommen werden, um als Mechaniker

darauf zu achten.

Am frühen Morgen beklagt sich Nicholas Lapucci

über ordentliche Schmerzen im Fuß. Er wird kein zu

großes Risiko eingehen und versuchen, direkt die

schnellste Runde hinzulegen. Am Ende lieferte der

Meisterschaftsführende in seiner Gruppe Platz 2

und somit immer noch eine gute Startposition für

die beiden Rennläufe ergattert. Der Italiener ist aufgrund

der Schmerzen damit wirklich zufrieden, da

der Speed gepasst hat und ihm die Strecke Spaß

macht.

Große Pause für die Fahrer ...

Benny und Nicholas gönnen sich eine Pause

... jedoch nicht für die Mechaniker! Wieder wird das

Bike gewaschen, getrocknet und alle relevanten

Verkleidungsbauteile abgebaut, um darunter

gründlich zu säubern.

Vor dem ersten Rennlauf spricht dann Teamchef

Maddii mit den Fahrern/Mechanikern und fragt, ob

soweit alles passt.

Auf dem Weg zur Starting Grid (Vorstart) ist vor allem

nicht nur Nicholas als Meisterschaftsführender

angespannt und steht im Fokus, sondern genauso

auch Sebastiano. Der Motor wird vorher schon mal

auf Drehzahlen gebracht, gefolgt von einigen Ersatzteilen/Werkzeug

und einem weiteren Radsatz.

Sampei konzentriert auf dem Weg zum Vorstart

Für die Einführungsrunde werden noch die Standardreifen

aus dem Training genutzt. Sobald sich in

der Startbox platziert wird, kommt noch schnell ein

neuer Reifensatz drauf, um den bestmöglichen Grip

zu erreichen. Selbst auf den zehn Metern von der

Startbox zum Startgatter wird entweder das Hinterrad

angehoben, um, das Bike regelrecht auf das Metallgatter

zu tragen oder das Hinterrad mit einem

Überzug zu versehen, damit sich kein Dreck zwischen

den Profilen festsetzen kann. Sebastiano erzählt,

dass man so viel wie möglich ausschließen

sollte, um den Start und weiteren Rennlauf negativ

zu beeinträchtigen.Mit der gezogenen Vorderradbremse

und etwas Gas/Kupplungsspiel gibt man

dem Bike etwas Vortrieb, um sich mit dem Profil ins

Startgitter zu drücken. Somit hat er das Profil richtig

im Gitter platziert und verhindert ein Durchdrehen

auf dem Metallgitter, wenn das Gatter fällt.

48 MOTOCROSS ENDURO 12/21


Kaum sind die Jungs gestartet, laufen alle Mechaniker

zur Pitlane, um direkt auf dem Monitor zu sehen,

wo sich die Piloten nach dem Start befinden. Der

Fahrer wird beobachtet. Es wird geschaut, welche

Fahrweise er an den Tag legt, um ihn entweder zu

pushen oder aber auch darauf aufmerksam zu machen,

dass er sich konzentrieren soll – „Fokus“. Eine

hektische Fahrweise, die den Fahrer immer wieder

nach hinten blicken lässt, kann zu Fehlern führen

und auch kleine zeitliche Rückstände zu den

Verfolgern verursachen. Jagen ist für manchen Fahrer

angenehmer als gejagt zu werden. Jede Runde

bekommt Lapucci eine wichtige Message mit dem

Pitboard auf den Weg gegeben, damit er auch weiß,

was zu tun ist und wo er steht.

Man merkt einfach direkt das perfekte Zusammenspiel

zwischen Mechaniker und Fahrer. Sie bilden

eine Einheit. Wieder einmal zündet Nicholas Lapucci

ein Feuerwerk ab und bekommt am Ende als Erster

die schwarz-weiß-karierte Flagge angezeigt. Er holt

sich nicht nur den ersten, sondern auch den zweiten

Laufsieg.

Max Spies schießt aus dem Stargatter

Nach dem Rennen ist vor dem Rennen. Während Lapucci

sein 1/1 bei der Siegerehrung feiert, ist Sebastiano

bereits dabei, das Ersatzbike auseinanderzubauen

und einzupacken. Das Racebike muss allerdings

eine halbe Stunde nach Rennende im Parc fermé

stehen bleiben und darf dann erst geholt werden.

Sobald diese Zeit vorbei ist, geht es wieder

zum Waschen, Auseinanderbauen und Einpacken.

besprochen, bevor es zum nächsten Rennen geht.

Unser Redakteur musste an diesem Tag mehr als

das doppelte an Schritten hinlegen als gewohnt.

Wir haben am Ende geschaut und es waren zirka

32.000 Schritte, die auf seiner Uhr mitgezählt wurden.

Jetzt merkt man auch, welch Mammutaufgabe

ein Mechaniker bewältigt. Die Füße von Benny haben

hinterher ordentlich gequalmt.

So sehen Sieger aus, Nicholas Lapucci gewinnt beide Läufe

der EMX250

Es ist einfach schön zu sehen, wie gut das Fantic

Factory Bike arbeitet und alle Viertakter stehen

lässt. Auch Maximilian Spies zeigt immer wieder,

was in ihm steckt und hat schon oft die Top Ten mit

dem Smoker erreicht.

Teamchef Marco Maddii ist natürlich überaus zufrieden

und megastolz was seine Fahrer betrifft. So erzählt

er uns auch, dass das Ergebnis von Max in

Teutschenthal ganz okay war, er aber vor allem von

dessen Start sehr begeistert war. Max hat gezeigt,

dass er beim Starten aus dem Gatter wirklich super

rausgekommen ist. Solch Kleinigkeiten können oft

rennentscheidend sein.

Nicholas kann seinen Sieg noch feiern, während Sebastiano

schon alles fertig für die Abreise macht

Einen Tag später geht das Spiel weiter und das Duo

trifft sich zum Training, um das Wochenende Revue

passieren zu lassen. Auch alles andere wie Fahrwerk-,

Vergaser- und Motoreinstellungen werden

Kleines Fazit: Die Arbeit, die bei den MXGP oder den

EMX-Läufen von den Mechanikern geleistet wird,

haben wir als Außenstehende etwas unterschätzt

und ziehen den Hut. Wenn man sieht, mit wie viel

Liebe und Ehrgeiz die Jungs ihre Arbeit machen, war

es wichtig sie einmal in den Fokus zu rücken. Wir

fühlten uns von Anfang an im Fantic Factory Maddii

Team herzlich willkommen und bedanken uns für

diesen Support. Für die nächsten Jahre wünschen

wir dem Team alles Gute und sehen dann auch einen

Fahrer im kommenden Jahr mit der Fantic-Viertakt in

der MXGP-Klasse wieder.

12/21 MOTOCROSS ENDURO 49


HINTER DEN KULISSEN

50 MOTOCROSS ENDURO 12/21


Um das Ganze besser zu

verstehen, haben wir gemeinsam

mit Maciag

Offroad parallel ein Video

über diese Story gedreht.

Scannt euch den QR-Code

ab und schaut euch das

Video auf Youtube an. Kommentiert gerne unter

dem Video, was wir für euch beim nächsten

MXGP-Besuch aufnehmen sollen. Wir freuen

uns über eure Reaktion.

12/21 MOTOCROSS ENDURO 51


STORY

TIM APOLLE

IN DEN USA

Rennen Fahren, wo

andere Geld verdienen...

Tim berichtet euch in dieser

Ausgabe über seine

Erlebnisse und Ergebnisse

bei den Rennen in Prescott

Valley (Arizona) und vom

Saisonabschluss in

Denver (Colorado), wo

er erstmals auf dem

Treppchen stand.

Nach meiner Knieverletzung in Reno

und einer fast zweiwöchigen Zwangspause

konnte ich glücklicherweise in

Prescott Valley meine US-Tour fortsetzen.

Vorher musste ich auch noch die Erfahrung

machen, wie es ist, ohne Bike

und Material dazustehen – irgendjemand

hatte meinen kompletten Bus

ausgeräumt. Motorrad, alle Ersatzteile

inklusive Räder, Bekleidung und

Schutzausrüstung waren weg. Glücklicherweise

machten es mein Team und

meine Sponsoren möglich, dass ich

trotzdem in Arizona starten konnte. Dafür

möchte ich mich an dieser Stelle

nochmals bedanken. Super war auch,

dass Beta die meisten Daten von meinem

geklauten Bike übernehmen konnte

und ich somit keine Probleme hatte,

damit zurechtzukommen. Trotz meines

Trainingsrückstands kam ich mit der

Strecke gut zurecht und konnte mit den

Plätzen 7/8/6 Gesamtsiebter werden.

Voll motiviert machten wir uns nach

dem Rennen gleich auf den Weg ins

14 Stunden entfernte Denver/Colorado,

wo das letzte Rennen der Saison stattfand.

Auf dem Weg nach Denver fährt

man durch Utah an den National Monuments

vorbei. Auch die Rocky Mountains

liegen sozusagen auf dem Weg.

Natürlich war bei dieser Fahrt auch

„Sightseeing“ inbegriffen, so was sieht

man ja nicht alle Tage. Vier Stunden vor

Denver habe ich einen Trainingstag bei

einer Teamfahrerin von Beta, die dort eine

Strecke hat, absolviert. Nach der langen

Fahrt war das auch nötig, um ein

bisschen lockerer zu werden und um

sich an den Höhenunterschied zu gewöhnen.

Denver liegt 2500 Meter über dem Meeresspiegel.

Beim Fahren steigt demzufolge der Puls noch

mehr als sonst. Zum Glück kam ich gut mit den veränderten

Bedingungen zurecht. Schließlich fuhr ich in

Denver dann mein bestes Rennen. Platz 3 hatte ich nicht

unbedingt erwartet. Nach dem letzten Lauf auf dem Weg

zurück ins Fahrerlager hatte ich mit einem 4. oder

5. Platz gerechnet. In den Läufen war ich Vierter, Sechster

und Fünfter geworden, das war nicht unbedingt

Treppchen-verdächtig. Die Konkurrenz war aber schein-

52 MOTOCROSS ENDURO 12/21


Alles andere als selbstverständlich – Podium für Tim. Ohne sein

Team, die Sponsoren unter anderem Beta-USA, wäre das nach dem

Diebstahl ein Traum für Tim geblieben

12/21 MOTOCROSS ENDURO 53


STORY

bar nicht so konstant wie ich und so konnte ich meinen ersten Podestplatz

einfahren. Ich hatte mich nach dem Rennen bereits umgezogen und plötzlich

hieß es: „Hey Tim, du bist auf dem Podium.“ Ich konnte es gar nicht fassen.

Wenn mir das vorher einer gesagt hätte, hätte ich ihn für verrückt erklärt. Und

so lief ich mit einer Flasche Champagner in der Hand aufs Podium zu Cody

Webb und Colton Haaker. Es war unglaublich!

Die Strecke

Anfangs kam ich nicht so gut mit der Strecke zurecht. Ich bin ja einer der Top-

Ten-Fahrer, der sich nicht fürs Rennen qualifizieren muss. Somit haben wir

weniger Zeit, die Strecke kennenzulernen, was ich persönlich nicht so gut finde.

Andere Fahrer sagen, dass es besser ist, nicht durch die Quali zu müssen,

54 MOTOCROSS ENDURO 12/21


weil man dann weniger Stress hat und sich vor dem Rennen mehr

ausruhen kann. Ich bin eher der Fahrer, der ein bisschen mehr

Zeit auf der Strecke braucht, um dann immer besser zu werden.

Hinzu kam, dass ich nur einen Trainingslauf hatte, weil mir im

zweiten die Kette riss. Das ist mir zuvor noch nie passiert, kommt

aber hin und wieder vor. So musste ich dann direkt ins Rennen,

obwohl ich gerne ein bisschen mehr Zeit gehabt hätte, um mich

auf die Strecke einzustellen. Anscheinend hat dann der erste

Trainingslauf doch gereicht, um beim Rennen gut zurechtzukommen.

Die Strecke war relativ flüssig, vom Boden her relativ weich,

sodass sich sehr viele Spurrillen ausgefahren hatten. Die Sprünge,

die ein bisschen tückisch waren, waren relativ groß. Es gab

zwei Sektionen, die besonders schwierig zu fahren waren, zum

einen die Pro-Sektion und die Matrix. Die Pro-Sektion führte teils

über Reifen, dann Treppe bergauf und dann wieder bergab und

ging direkt in die Matrix über. Diese Abschnitte erforderten enorme

Konzentration, aber ich kam sehr gut durch, ohne viel Zeit zu

verlieren. Ich glaube, bei diesen Passagen war es so, dass man

mehr Zeit verlieren als gewinnen konnte und ich fuhr sehr konstant.

Die Rennen an sich verliefen alle drei nicht schlecht, aber

auch nicht sehr gut. Im ersten Lauf belegte ich Platz 4. Im zweiten

Lauf hatte ich dann ein bisschen Pech. Ich stürzte einmal in der

Reifensektion, nachdem ich mit dem Vorderrad in einen großen

Reifen reingefahren war und Probleme hatte, wieder rauszukommen.

Auf Rang 13 nahm ich das Rennen wieder auf und beendete

es als Sechster. Der dritte Lauf verlief solide. Ich hatte einen guten

Start und kämpfte lange mit dem schlecht gestarteten Colton

Haaker. Er wollte mich überholen, was ein paar Runden dauerte.

Mit ihm zu fighten, hat sich richtig gut angefühlt. Am Ende belegte

ich Platz 5 und landete auf dem Podium. An diesem Tag hat anscheinend

alles gepasst. Auch mit dem Motorrad kam ich gut zurecht.

Wir fuhren mit anderem Benzin, was deutlich mehr Leistung

brachte. Obwohl wir vorher nicht damit getestet hatten,

funktionierte alles sehr gut.

Resümee USA

Insgesamt gesehen, hatte ich eine sehr gute Zeit in den Staaten.

Ich war renntechnisch sehr erfolgreich und bin mit meinem Fahren

sehr zufrieden. Meine Erwartungen wurden sogar übertroffen,

weil ich vorher nicht erwartet hatte, aufs Podium zu fahren –

erhofft schon, aber nicht erwartet. Die anderen Fahrer, die damit

Geld verdienen, sind in einer anderen Ausgangssituation. Ich

hatte mir mehr von meinen Sponsoren erhofft, aber trotzdem hat

alles funktioniert. Ich konnte mir ein Bild über die Abläufe in den

USA machen und dabei feststellen, dass die Jungs hier mit Rennen

fahren ordentlich Geld verdienen können, was bei mir nicht

der Fall war, weil ich vorher keine Verträge unterschrieben hatte.

Ich freue mich sehr darüber, dass ich so gut bei den Rennen zurechtgekommen

bin. Leider hatte ich auch ein bisschen Pech. Der

Diebstahl war sehr ärgerlich, weil ich danach mit leeren Händen

dastand. Auch die Knieverletzung und die daraus resultierenden

null Punkte waren unglücklich, aber die Hauptsache war, dass

ich wieder Motorrad fahren konnte.

Insgesamt gesehen, war es eine Saison mit sehr vielen Höhepunkten,

aber auch ein paar Rückschlägen. Ich habe alle Erfahrungen

gemacht, die man in Amerika machen kann und freue

mich über die vielen Eindrücke, die ich gewinnen konnte. Es waren

auch Erfahrung dabei, die mich im Leben weiterbringen werden.

Ich habe gelernt, auch mit schwierigen Situationen umzugehen,

die nicht nur das Rennen fahren betreffen. Mein USA-Trip

war auch eine sehr gute Vorbereitung für die SuperEnduro-Saison,

die ja jetzt vor der Tür steht. Am 7.12. startet die WM in Polen

und das hoffentlich mit mir. In letzter Zeit war es wegen Corona

für Sponsoren aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Lage

schwierig, uns Fahrer zu unterstützen. Ich hoffe aber, dass sich in

dieser Richtung etwas ergibt und ich in der WM an den Start gehen

kann.

• Fotos: Jack Jackson

12/21 MOTOCROSS ENDURO 55


WARENKORB

HANDLICHES GERÄT: EINER FÜR ALLE VIPER-GTX 2.0 BY IXS

WWW.IXS.COM

Tour Handschuh Viper-GTX 2.0:

Vielseitiger Einsatzbereich

für unbeschwerte Touren

Wer auf dem Motorrad mit Feingefühl und Tempo

Piano spielen möchte, wohl temperiert – auch bei

Regen – braucht einen erstklassigen Allround-Handschuh.

Mit dem Tour Handschuh Viper-GTX 2.0 mit

GORE-TEX® Membran bringt iXS den sportlichen

Griff und touristische Ansprüche unter einen Hut, er

ist Sportler und Tourer in einem.

Durch die Gore grip-Technologie werden die verschiedenen Lagen fest

miteinander verbunden. Dadurch entsteht das perfekte Griffgefühl,

sportliches Fahren mit starken Bremsungen und vielen Kuppelvorgängen

fallen merklich leichter. Zusätzlich bietet der Tour Handschuh Viper-

GTX 2.0 den perfekten Wetterschutz, wie man es von GORE-TEX® gewohnt

ist: dauerhaft wasserdicht, winddicht und atmungsaktiv. In Kombination

mit dem angenehmen Futter entsteht auch bei sommerlicher

Wärme kein schwitziges Innenklima.

Viele nützliche Ausstattungsmerkmale wie die Gummilippe am linken

Zeigefinger zum Abwischen des Helmvisiers, der Zeigefinger mit

Touchscreen-tauglichem Material oder der reflektierende Druck an den

Fingern lassen den Fahrer spüren, dass die iXS Produktentwickler ihre

Arbeit mit viel Leidenschaft und Liebe zum Detail erledigt haben. Der

stabile, bruchfeste Knöchelschutz bietet ein Höchstmaß an passivem

Schutz. Selbstredend, dass der Handschuh höchsten Sicherheitsstandards

genügt und nach aktuellster Prüfnorm EN13594:2015 zertifiziert

ist.

Mit dem Tour Handschuh Viper-GTX 2.0 fährt man immer gut – zusammengefasst

der perfekte Langstreckenhandschuh für Unermüdliche.

Übrigens steht der Handschuh auch als Damenmodell zur Verfügung

(Tour Damen Handschuh Viper-GTX 2.0).

TECHNISCHE DETAILS

UVP: EU: € 129,95, Schweiz: CHF 159,-

Farbe: Schwarz (003)

Größen Herrenmodell: S bis 3XL

Größen Damenmodell: DS bis DXL

Artikel-Nr. Herrenmodell: X41025

Artikel-Nr. Damenmodell: X41026

PRODUKTMERKMALE

Handschuh aus Ziegenleder/Textil Mix

• GORE-TEX® Insert + Gore grip-Technologie

• Innenhand aus Leder mit Lederaufdoppelung

• Lederaufdoppelung und TPU-Formteil am Handballen

• Verdeckter Impacto® Soft-Knöchelschutz mit Lederüberzug

• Stretcheinsätze an Handrücken und Fingern

• TPU-Formteile an den Fingern

• Lederaufdoppelung am kleinen Finger

• Daumen mit Polsterung

• Gummilippe am linken Zeigefinger zum Abwischen des Helmvisiers

• Zeigefinger mit Touchscreen-tauglichem Material an der Fingerspitze

• Reflektierender Druck an den Fingern

• Handgelenkstretch mit Klettversteller

• Weitenverstellbarer Stulpen mit Klettverschluss

• Sicherheit: erfüllt die Prüfnorm EN13594:2015

MATERIAL

Obermaterial Leder: Ziegenleder

Obermaterial Textil: 100% Polyamid

Stulpen: 92% Polyamid, 8% Polyurethan

Futter: 100% Polyester

Futter Stulpen: 100% Polyamid

Knöchelschutz: 100% Polyurethan

GORE-TEX® Membran 100% Polytetrafluorethylen

Enthält nichttextile Teile tierischen Ursprungs.

56 MOTOCROSS ENDURO 12/21


ENGINEERED FOR THE UNEXPECTED - FORECAST SERIED BY KLIM

WWW.KLIM.COM

Robuster, leichter und atmungsaktiver Regenschutz

für Offroad- Fahrer mit dem GORE-TEX®-

Versprechen: Guaranteed to keep you dry!

Die Forecast Serie von KLIM, Jacke und Hose, bietet 100% garantierten Regenschutz

in einer extrem leichten, dennoch robusten Ausführung aus atmungsaktiven

GORE-TEX® 2-Lagen Laminat. Sowohl Jacke als auch Hose lassen

sich leicht und mit kleinem Volumen in einer der eigenen Taschen verstauen

und einfach transportieren. Die Forecast Jacke mit durchgehendem

Reißverschluss ist ebenso rasch angezogen wie die Hose – mit den seitlich,

durchgehende Reisverschlüssen ist selbst der Einstieg mit angezogenen

Stiefeln ein Kinderspiel.

KLIM Forecast: eine ebenso praktische wie effektive Vorsorge bei unberechenbarem

Wetter.

FARBEN / GRÖSSEN / PREISE

FORECAST JACKE

Farben: Black und HiVis

Größen: SM bis 3XL

Preis: 220,- Euro (3XL: 250,- Euro)

FORECAST HOSE

Farbe: Black

Größen: SM bis 3XL plus Tall-Versionen (M bis 2XL)

Preise: 220,- Euro (3XL: 250,- Euro; Tall: 240,- Euro)

TECHNISCHE MERKMALE

FORECAST JACKE

• Guaranteed to keep you dry®

• Gore-Tex® Paclite Zwei-Lagen-Laminat

• 3M Scotchlite Reflektoren

• Wasserabweisende YKK® Zippers

• Verstellbare Velcro® Ärmelmanschetten

• 2 Außentaschen mit YKK-Reißverschlüssen

• In eigener Tasche verstaubar

FORECAST HOSE

• Guaranteed to keep you dry®

• Gore-Tex® Paclite Zwei-Lagen-Laminat

• 3M Scotchlite Reflective Material

• Wasserabweisende YKK® Zippers

• Durchgehende, seitliche Reißverschlüsse –

leichtes An- und Ausziehen

• Variabler Hosenbund und weitenverstellbare Hosenbeinenden

• In eigener Tasche verstaubar

12/21 MOTOCROSS ENDURO 57


WARENKORB

BIKE MAT – FALTBARE KUNSTSTOFFMATTE BY POLISPORT

WWW.POLISPORT.COM

Polisport BIKE MAT ist das ultimative Zubehör für Rennteams

und Fahrer, die ihr Bike selbst warten. Die

BIKE MAT unterscheidet sich von allen anderen

Systemen durch ihr faltbares Design, das es einfach

macht, sie mit der Hand zu tragen. Sie ist noch einfacher

zu lagern oder im Auto oder LKW zu transportieren.

TECHNISCHE DETAILS

• Klapp-Design für einfaches Verstauen (Truck, Garage, Pit)

• Perforierte Matte zur Flüssigkeitsaufnahme (bis 1 lÖl/Benzin)

• Stabile Bauart aus Polypropylen

• Aussparungen erlauben die Verwendung eines Bike-Ständers

• Kompatibel mit den meisten Bike-Ständern

• Eingebauter Griff zum einfachen Transport

• Praktische Taschen dienen zum Verstauen von Werkzeugen und anderen Teilen

• Einfach zu reinigen

• Erhältlich in allem OEM-Farben

• Keine Werkzeuge nötig

• Zwei saugstarke Matten enthalten

• Gewicht: 9500 Gramm

• Größe: 1800 mm


Klappt man die

Kunststoffmatte zusammen,

ist sie nur

noch 1/4 so groß,

und lässt sich so super

im Renntransporter

verstauen.

Auf beiden Seiten der Bike Mat von Polisport findet

man praktische Ablagefächer für Schrauben und

Kleinteile für den Service am Bike.



FALTBARER MONTAGESTÄNDER BY POLISPORT

WWW.POLISPORT.COM

In der Mitte befindet sich eine stark saugende

Matte, die das Öl bindet.

Der faltbare Polisport-Montageständer ist der erste

Hybrid-Ständer (aus Plastik und Metall), um Montagefunktion

und Faltbarkeit zu vereinen.

TECHNISCHE DETAILS

• Anheben des Bikes wird zum Kinderspiel

• Anheben und Absenken mittels Fußpedal

• Falt-Design

• Durch eingebauten Griff leicht zu transportieren

• Verstärkte Konstruktion mit Metallrahmen

• Anti-Rutsch-Oberfläche, um das Bike an Ort und Stelle zu halten

• Sicherheitsverschluss verhindert Unfälle

• Materialmix: Polypropylen und Gummi

• Platzersparnis

• Praktische Taschen für Werkzeug und Co.

• Hebt bis zu 200 kg

• Gummifüße schützen vor Verrutschen

Der Polisport-Montageständer punktet vor allem

mit seiner Anti-Rutsch-Oberfläche durch den Material-Mix

und seinen geringen Platzbedarf zum

Transport, da er klappbar konstruiert wurde.

POLISPORT - Innovation und Qualität

Die 1978 gegründete Polisport-Gruppe ist aus der Leidenschaft ihres CEO Pedro Araújo für die

Welt der Zweiräder hervorgegangen, der sich seitdem auf diese Märkte spezialisiert hat. Basierend

auf Internationalisierung, Innovation und Qualität des Kundenservices hat das Unternehmen

sein Kunden- und Marktportfolio erweitert und ist jetzt in mehr als 60 Ländern auf der ganzen

Welt präsent. Die Polisport Group ist spezialisiert auf Fahrrad- und Motorradzubehör und hat

sich als Marktführer mit wachsender internationaler Präsenz etabliert.

58 MOTOCROSS ENDURO 12/21


HUSQVARNA MOTORCYCLES

UND REPLAY DEFINIEREN

MOTORRAD-JEANS NEU

WWW.HUSQVARNA-MOTORCYCLES.COM

Husqvarna Motorcycles und die italienische Premium

Bekleidungsmarke REPLAY präsentieren das Ergebnis

ihrer Partnerschaft – eine Bekleidungskollektion, die sich

an stilbewusste Motorradfahrer im sich schnell

entwickelnden Zweiradmarkt richtet.

Speziell im urbanen Bereich nutzen immer

mehr Motorradfahrer ihr Bike als Haupttransportmittel.

Aus diesem Grund steigt

auch die Nachfrage für Bekleidung, die

nicht nur Komfort und Sicherheit beim Fahren

bietet, sondern auch Tragbarkeit und

Style abseits des Motorrads.

Die exklusiv für Husqvarna Motorcycles

entwickelte Replay Riding Jeans ist

aus einem innovativen, neuen Jeansstoff

gefertigt. Normalerweise bestehen Motorrad-Jeans

aus zwei Schichten, mit Jeansstoff

über Kevlar® oder einem ähnlichen

Material. Der neue von REPLAY entwickelte

Jeansstoff besteht aus einer Schicht, die

Schutz mit Komfort verbindet, ohne an Style

einzubüßen.

Das innovative Material verbindet REPLAYs Premium Hyperflex Jeansstoff

mit CORDURA® Faser in einer einzigen Schicht und ermöglicht somit einen

Schnitt, der moderne Passform mit maximalem Komfort und Schutz verbindet.

Die Jeans ist CE Level B zertifiziert, mit einer Abriebfestigkeit von bis zu

45 km/h. Ein weiterer Vorteil des Materials liegt darin, dass die daraus gefertigten

Kleidungsstücke nur zirka die Hälfte wiegen als andere handelsübliche

Motorrad-Jeans. Das atmungsaktive Stretch-Material bietet außerdem

maximalen Komfort.

6 oder 12

ABO AUF ZEIT

Keine Fristen wahren, kein lästiges Kündigen!

WIR MACHEN EUCH DAS LESEN LEICHTER

Halbjahresabo: 45,- € (zzgl. 5,- € Portokosten Ausland)

Jahresabo: 75,- € (zzgl. 10,- € Portokosten Ausland)

Das Replay Tee ist in den Farben

Grau oder dem typischen Gelb

der Motorradmarke erhältlich. Der

Husqvarna Motorcycles Print wird

stolz auf der Vorderseite des

T-Shirts präsentiert.

Der Replay Zip Hoodie ist in

den Farben Dunkelblau und

Schwarz erhältlich, besteht zu

100% aus Baumwolle, hält warm

und besitzt getapte Reißverschlüsse

und eine integrierte

Schlüsseltasche. Außerdem ziert

das Husqvarna Motorcycles Emblem

seine Vorderseite.

Die Husqvarna-REPLAY-Kollektion ist bei ausgewählten, autorisierten

Husqvarna Motorcycles-Händlern und REPLAY-Shops verfügbar. Nähere

Informationen zu den Produkten gibt es in den Shops oder auf

www.husqvarna-motorcycles.com.

Das jeweilige Abo läuft automatisch – ohne vorherige

Kündigung – aus. Eine Verlängerung erfolgt

nur bei Neuabschluss. Dazu genügt ein Anruf unter

Telefon: 06023 91782-86

DIE VORTEILE BLEIBEN!

• Lieferung erfolgt versandkostenfrei

• Liefergarantie – keine Ausgabe mehr verpassen

• Neueste Bike-Tests digital, gratis für Abonnenten

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• Motocross Enduro digital uneingeschränkt nutzen

Bestellen könnt ihr die neuen Abo-Angebote

per E-Mail unter: abo@ziegler-verlag.de

oder auf unserer Website unter: www.mce-online.de

10/21 MOTOCROSS ENDURO 59


WARENKORB

FUßRASTEN – TIPEG TITANIUM OFFSET - GP VERSION BY TWENTY

WWW.24MX.DE

Die Fußrasten der GP-Version wurden auf Wunsch des

24MX World Championship Teams um 1 cm zurückgesetzt.

Die hohen und scharfen Zähne sorgen für besten

Grip und maximale Lebensdauer, sodass du immer die

Kontrolle über dein Motorrad behältst.

Die Twenty TiPeg Fußrasten aus Titan sind außergewöhnlich stark und korrosionsbeständig.

Das von 24MX entwickelte und vom Honda Racing World Championship

Team getestete Produkt bietet nur das Allerbeste für den Motocrossund

Endurofahrer!

Ausprobiert

Wir haben die TiPeg Titanium Offset/GP VERSION von Twenty einmal

unter die Stiefel genommen. Dabei wurde besonderes Augenmerk

auf Verarbeitung, die Passform am Bike und die Eigenschaften im

Motocross- und Enduro-Einsatz gelegt. Montiert haben wir die Test-

Probanden dabei an einer KTM 300 EXC TPI.

Die Details

• Fotos: Lars Hertwig, Uwe Laurisch; Text: Lars Hertwig

Die Fußrasten Twenty TiPeg Titanium sind IG handgeschweißt und

trotz sichtbar mehr Materialvolumen im Paar zirka 70 Gramm leichter

als die Original-Fußrasten.

Die Fußrasten sind handgeschweißt und aus hochwertigem

Titan hergestellt. Aggressives Design

inklusive! Die Fußrasten werden in einer hübschen

und wieder verschließbaren Verpackung

mit Magnetschloss geliefert.

Titan ist 55% leichter als Stahl!

Die Originalrasten, schlagen mit 403 Gramm zu Buche, die Twenty Ti-

Peg-Titanium-Fußrasten setzen beim Gewicht aufgrund des gewähltem

Materials nur 332 Gramm dagegen.

60 MOTOCROSS ENDURO 12/21


Videos der Bike- und Produkt-Tests der letzten MCE-Ausgaben

gibt es auf unserer hompage unter: www.mce-online.de

mit Profitrainer Marko Barthel

Die Größe

Die Auftrittsfläche bei den Serienrasten

beträgt 9,1 cm x 4,9 cm, bei den Ti-

Pegs ist mit 8,6 cm x 6,2 cm ein deutlicher

Unterschied sichtbar.

Die montage

Die TiPeg werden inklusive Federn geliefert

und lassen sich von jedem mit

etwas handwerklichem Geschick leicht

montieren. Das getestete Modell hat

sehr gut gepasst und war schnell und

ohne Probleme montiert.

im einsatz

Grip bieten die Rasten reichlich, die

zwei erhöhten Zacken an der Außenseite

verhindern seitliches Wegrutschen.

Die leicht nach hinten stehende

Geometrie macht das Schalten für Fahrer

mit größeren Füßen etwas leichter,

da der Schalthebel besser zu betätigen

ist.

Hier findet ihr euren

Offroad-

Spezialisten

Termine 2022

SCHNUPPERKURS ENDURO & MOTOCROSS

3 STUNDEN MIT LEIHMOTORRAD/LEIHBEKLEIDUNG

UNTER ANLEITUNG

22.06. Schnupperkurs Flöha für

Beginner/Einsteiger/Wiedereinsteiger

23.06. Schnupperkurs Flöha für

Beginner/Einsteiger/Wiedereinsteiger

24.06. Schnupperkurs Flöha für

Beginner/Einsteiger/Wiedereinsteiger

TRAINING – TRAINING IN KLEINEN GRUPPEN

MIT INDIVIDUELLEN TRAININGSINHALTEN

19.03. Endurotraining Pflückuff

20.03. Hardendurotraining Pflückuff

11.06. Endurotraining Pflückuff

29.04. Endurotraining Meltewitz

30.04. Hardendurotraining Meltewitz

09.07. Kids & Jugend-

MX/Endurotraining Schwepnitz

08.10. Endurotraining Pflückuff

09.10. Hardendurotraining Pflückuff

INTENSIVES-TRAINING

TRAINING IN KLEINEN GRUPPEN MIT INDIVIDUELLEN

TRAININGSINHALTEN ÜBER 2 TAGE

11./12.03. Sportfahrertraining

in Kronach (AC Kronach e.V.)

für fortgeschrittene Fahrer

23./24.04. Motocross- und Endurotraining

für Kids sowie Jugendliche

in Flöha (MC Flöha e.V.)

06./07.05. Endurotraining in Kronach

für Anfänger/Fortgeschrittene

18./19.06. Endurotraining in Gerstungen

für Anfänger/Fortgeschrittene

27./28.08. Endurotraining in Viernau

für Anfänger/Fortgeschrittene

10./11.09. Endurotraining in Schweinfurt

für Anfänger/Fortgeschrittene

Schlamm und Sand werden durch die

Öffnungen in den Rasten gut nach unten

abgeführt und der Kontakt zur Raste

bleibt auch bei extremen Bedingungen

gewährleistet. Dabei ist auch die

Klappbarkeit jederzeit gewährleistet.

Trotz des höheren Grips im Vergleich

zum Original waren nach zirka einer

Stunde Fahrzeit keine Beschädigungen

an der Stiefelsohle zu erkennen.

Die Twenty TiPeg Titanium Offset –

1 cm GP VERSION könnt ihr für 149,99

Euro bei

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Dabei lohnt es sich auf die aktuellen

Rabatt-Aktionen zu achten, denn dann

ist das Test-Produkt auch günstiger zu

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Anzeigen-Tel.

06023 9178286

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Ein Motocross Enduro

Abo bietet viele

Vorteile

unter anderem könnt

ihr die E-Paper Version

schon vor Erscheinen

der aktuellen

Ausgabe lesen.

ENDUROPROJEKTE – EXKLUSIVE STRECKEN-

NUTZUNG, FREIES FAHREN UND GRUPPEN-TRAINING

MIT EINEM TRAINER über 3 TAGE

01.-03.04. EnduroPROjekt 2022 1.0

„3 Tage Offroad- Fun für jeden”

in Hohenmölsen

23.-26.09. EnduroPROjekt 2022 2.0

„3 Tage Offroad-Fun für jeden”

in Hohenmölsen

KinderTRAINING – UNSER KINDER-SOMMER-

MOTOCROSS-CAMP GEHT ÜBER 4 TAGE

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Telefon: 037206/568881

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NACHLESE ENDURO-DM

FAVORITEN

IM TITELKAMPF VORN

Hamish Macdonald verteidigt souverän seinen

Titel des Internationalen Deutschen Enduro-

Meisters, Luca Fischeder gewinnt nach einem

weiteren Tagessieg überlegen die E3-Meisterschaft

und Edward Hübner macht mit dem

Gesamtsieg in der E2 seinen fünften

DEM-Titel perfekt!

Foto: S.Richter

Hamish Macdonald

Als die drei Fahrer am Morgen als erste von der

Startrampe in Grünheide rollten und damit den

43. Novemberpokal eröffneten, lagen insgesamt

drei Runden mit je drei verschiedenen Sonderprüfungen

vor ihnen. Von Beginn an gab Hamish

Macdonald den Ton an, holte in jedem einzelnen

Test die Bestzeit und siegte folglich mit eineinhalb

Minuten Vorsprung klar vor seinem Teamkollegen

Luca Fischeder. „Es war ein rundum perfekter

Tag. Ich habe mich sehr wohl auf dem Motorrad

gefühlt. Die Bedingungen waren erstklassig“,

umreißt der Neuseeländer knapp seinen Tag,

kurz nachdem er im Ziel von seinem Sherco-Team

mit ausgiebiger Sektdusche und großem Feuerwerk

gefeiert wurde. „Das war ein riesiger Empfang!

Ich freue mich, dass ich den Titel geholt habe.

Für mich natürlich, aber ganz klar auch für

mein Team, das mich immer super unterstützt

hat. Es war ein großartiges Jahr!“

Teamkollege Luca Fischeder war bei dieser großen

Begrüßung natürlich auch mittendrin. Der

22-Jährige hat sich in diesem Jahr zur klaren Nummer

2 in der Int. Deutschen Enduro Meisterschaft

entwickelt und unterstrich diesen Status auch

beim Finale wieder sehr eindrucksvoll. Doch das

geriet für ihn zunächst zur Nebensache, denn viel

wichtiger war ihm der Deutsche Meistertitel in

der Klasse E3. „Endlich, mein erster großer Titel.

Ich bin unendlich glücklich, einfach nur mega,

mega, mega“, sprudelte es aus dem frischgebackenen

Meister heraus. Schlecht geschlafen hätte

er, so aufgeregt war er. Und unheimlich nervös

sei er vor dem Start gewesen, wovon in den Tests

aber dann nicht viel zu spüren war. So gut war er

unterwegs. „Ich habe einfach nur versucht, einen

guten Fluss zu finden und nichts zu riskieren. Ich

brauchte ja nur noch einen Punkt, von daher galt

für mich nur, ja nicht ausfallen.“

Hinter dem Sherco-Duo landete Chris Gundermann

auf Tagesrang 3. Diesmal ließ der KTM-Fahrer

seinen großen Viertakter zu Hause und war

stattdessen mit einer 300-ccm-Zweitakt-Maschine

am Start. „Nach dem Ausfall in Burg hatte ich

eh nichts mehr zu verlieren und da habe ich gedacht,

ich probiere einmal etwas Neues. Dass es

auf Anhieb gleich so gut geklappt hat, freut mich

natürlich“, strahlte der 28-Jährige, der in seinem

vierten „Enduro-Jahr“ einen riesigen Schritt nach

vorn gemacht hat.

Das erkannte auch Edward Hübner an, der am Ende

Rang 4 belegte. „Die beiden Jungs da vorn waren

wieder stark unterwegs und auch Chris war

richtig gut“, lobt der KTM-Fahrer seine Konkurrenten.

Er selbst war mit seinem Einstieg in den

Tag nicht ganz so zufrieden, mit dem Ausgang

dann umso mehr. „Ich bin im ersten Test gleich

als Erster reingefahren, das war im Nachhinein

vielleicht nicht so klug. Im zweiten habe ich mir

den Fußbremshebel weggerissen, was auch wieder

Zeit gekostet hat. Erst danach kam ich gut in

Schwung und konnte mich weiter nach vorn arbeiten„,

resümiert Eddy, der den Titel in der Klasse

E2 holte und mit einem breiten Grinsen nur

meint, „mein fünfter Titel! Ja, das fühlt sich gut

an!“

Tagesfünfter wurde, der bereits seit Burg feststehende

E1-Champion, Yanik Spachmüller. Der

GASGAS-Fahrer geriet zu Beginn auch ein wenig

62 MOTOCROSS ENDURO 12/21


ins Hintertreffen, kämpfte sich aber über den Tag

wieder gut zurück. Dahinter landete Lokalmatador

Robert Riedel auf Rang 6, Tagessiebter wurde

Benjamin Meusel, der sich zudem über den Vizetitel

in der Klasse E2 freuen konnte.

Auch bei Maximilian Wills knallten die Sektkorken.

Der Husqvarnafahrer holte nach seinem Triumph

im B-Championat im vergangenen Jahr nun

den Titel in der Junioren-Klasse und tritt damit in

die Fußstapfen seines Teamkollegen Noah Wenz,

dem zuvor das gleiche Kunststück gelang. Er war

auch der erste Gratulant, der Maxi bei der Zielankunft

mit einer ordentlichen Sektdusche empfing.

„Ich bin total glücklich“, atmete Maxi tief durch,

als sich die erste Aufregung etwas gelegt hatte.

„Ich war viel nervöser als sonst. Mein Ziel war

einfach nur durchfahren, mich in den Top Drei zu

halten. Dass es am Ende wieder der Tagessieg geworden

ist, ist natürlich das Sahnehäubchen“,

lacht der frischgebackene Junioren-Champion.

DMSB-Enduro-Cup 2021:

Garry Dittmann holt den Titel

Die Sieger 2021

qvarnafahrer als Tabellen-Leader zum Novemberpokal.

Doch die Technik streikte, sodass er

alle Titelhoffnungen kampflos begraben musste.

In diesem Jahr war das Glück nun auf seiner

Seite. Vom Pech verfolgt war jedoch sein Konkurrent

Patrick Röder, der mit seiner Honda

zwischenzeitlich in Grünheide überlegen führte,

dann aber, wie schon in Kempenich, technisch

bedingt vorzeitig aufgeben musste. Sebastian

Stube dazu: „Ich freue mich natürlich

über meinen Sieg. Es ist einfach unbeschreiblich,

ich weiß aber auch ganz genau, wie es

sich anfühlt, den Titel so zu verlieren.“

Den Titel in der Klasse E1B gewann Danny Richter,

den in der E3B machte Tobias Ehrhardt bereits

in Kempenich perfekt. Den Mannschaftspokal

holte das Team des ADAC Sachsen mit

den Fahrern Pascal Sadecki, Jeremy Nimmrich

und Danny Richter.

Bei den Senioren gewann Dirk Peter nicht nur

die Tageswertung, sondern auch den Meistertitel.

Mario Grimm reichte ein 2. Tagesrang, um

in der Gesamtwertung der Super-Senioren

ganz oben zu stehen. Zudem glückte damit den

beiden Haudegen, die schon viele Jahre die En-

Yanik Spachmüller, Edward Hübner, Hamish Macdonald, Luca Fischeder, Maximilian Wills

Genauer genommen holte der Youngster sogar

zwei: Den im klassenübergreifenden B-Championat

und den im DMSB Enduro-Jugend-Cup. Dabei

musste Garry Dittmann beim Finale nicht mehr alles

riskieren, denn der KTM-Fahrer war über das

Jahr nicht nur einer der Schnellsten, sondern in

erster Linie der Konstanteste, was letztendlich

auch der Schlüssel zu seinem Erfolg war. „Ich

wollte heute irgendwie nur noch rumfahren und

kein unnötiges Risiko eingehen. Ich war vor dem

Start extrem nervös und aufgeregt. Zum Glück

legte es sich dann aber so langsam und ich konnte

relativ befreit fahren. Dass ich es jetzt wirklich

geschafft habe, ist unbeschreiblich, mir fehlen

die Worte. Einfach nur mega geil“, jubelt der

Youngster, der das Finale als Tagesdritter abschloss.

Schneller an diesem Tage waren nur Leon

Thoms und Pascal Sadecki. Alle drei sind Fahrer

der hart umkämpften Jugend-Klasse!

Tagesvierter und zudem neuer E2B-Titelträger ist

Sebastian Stube. Vor einem Jahr kam der Husduro-Szene

bereichern, jeweils die erfolgreiche

Titelverteidigung! In der Damen-Klasse

holte sich Tanja Schlosser ihren ersten Saisonsieg,

Stephanie Laier jedoch die Meisterschaft.

Die KTM-Fahrerin stürzte und kämpfte sich unter

Schmerzen ins Ziel. Der Lohn, der verdiente

Titel, ihr insgesamt „30. oder 35., ich kann es

schon gar nicht mehr zählen“, lachte die mehrfache

Motocross-Weltmeisterin.

• Text u. Fotos: : Peter Teichmann/ADAC Enduro

Enduro-DM - 7. Lauf - Grünheide - 6.11.2021

Ergebnisse:

Garry-Dittmann

A-Championat - Tag 1: 1. Hamish Macdonald, NZ, Sherco; 2. Luca

Fischeder, Sherco; 3. Chris Gundermann, KTM; 4. Edward Hübner, KTM;

5. Yanik Spachmüller, GASGAS; 6. Robert Riedel, KTM; 7. Benjamin

Meusel, GASGAS; 8. Florian Görner, KTM; 9. Kevin Nieschalk, KTM;

10. Tristan Hanak, GASGAS.

Endstand: 1. Macdonald, 431 Puntke; 2. Fischeder, 404; 3. Hübner,

352; 4. Spachmüller, 328; 5. Gundermann, 312; 6. Andreas Beier, KTM,

306; 7. Meusel, 294; 8. Nick Emmrich, KTM, 264; 9. Paul Roßbach, Beta,

256; 10. Nieschalk, 252.

E1 - Tag 1: 1. Yanik Spachmüller, GASGAS; 2. Robert Riedel, KTM; 3. Florian

Görner, KTM; 4. Kevin Nieschalk, KTM; 5. Tristan Hanak, GASGAS;

6. Jörg Haustein, Husqvarna; 7. Mike Uhe, Beta.

Endstand: 1. Spachmüller, 172; 2. Görner, 134; 3. Nieschalk, 131; 4. Riedel,

121; 5. Haustein, 104; 6. Nico Rambow, KTM, 50; 7. Sirko Bühnemann,

Beta, 41; 8. Nico Maier, KTM, 40; 9. Arne Domeyer, KTM, 38;

10. Uhe, 38.

E2 - Tag 1: 1. Hamish Macdonald, NZ, Sherco; 2. Edward Hübner, KTM;

3. Benjamin Meusel, GASGAS; 4. Paul Roßbach, Beta; 5. Nick Emmrich,

KTM; 6. Philipp Müller, Beta; 7. Maximilian Weber, Husqvarna; 8. René

Tänzer, Husqvarna.

Endstand: 1. Hübner, 157 Punkte; 2. Meusel, 145; 3. Emmrich, 124;

4. Roßbach, 121; 5. Weber, 101; 6. Tänzer, 89; 7. Tilman Krause, KTM,

81; 8. Davide von Zitzewitz, KTM, 75; 9. Müller, 45; 10. Nick Irmscher,

KTM, 37.

E3 - Tag 1: 1. Luca Fischeder, Sherco; 2. Chris Gundermann, KTM; 3. Andreas

Beier, KTM; 4. Leonhard von Schell, Beta; 5. Thomas Decker,

KTM; 6. Sven Marker, Husqvarna.

Endstand: 1. Fischeder, 175 Punkte; 2. Beier, 146; 3. Gundermann, 128;

4. von Schell, 121; 5. Decker, 105; 6. Mirko Fabera, GASGAS, 65; 7. Marvin

Dietermann, KTM, 32; 8. André Engelmann, KTM, 29; 9. Marker, 29;

10. Georg Streichsbier, GASGAS, 25.

EJ - Tag 1: 1. Maximilian Wills, Husqvarna; 2. Oskar Wolff, Husqvarna;

3. Hannes Lehmann, Beta; 4. Karl Weigelt, Sherco; 5. Bastian Streit,

Sherco; 6. Nils Teegen, KTM; 7. Felix Hail, KTM; 8. Lukas Schäfer, Sherco;

9. Artur Krienke, Beta.

Endstand: 1. Wills, 172 Punkte; 2. Wolff, 157; 3. Weigelt, 131; 4. Streit,

119; 5. Teegen, 113 ,6. Hail, 109; 7. David Wagner, Husqvarna, 85; 8.

Schäfer, 77; 9. Domenik Nieschalk, KTM, 70; 10. Mark Ziegler, Beta, 57.

B-Championat: 1. Leon Thoms, KTM; 2. Pascal Sadecki, Husqvarna;

3. Garry Dittmann, KTM; 4. Sebastian Stube, Husqvarna; 5. Luca Wiesinger,

Sherco; 6. Jeremy Nimmrich, KTM; 7. Felix Melnikoff, KTM;

8. Marcus Degel, Husqvarna; 9. Carl-Eric Mund, GASGAS; 10. Christoph

Lessing, KTM.

Endstand: 1. Dittmann, 574 Punkte; 2. Nimmrich, 515; 3. Melnikoff, 513;

4. Stube, 513; 5. Wiesinger, 510; 6. Sadecki, 509; 7. Maxi Schek, Beta,

473; 8. Patrick Röder, Honda, 444; 9. Paul Diederich, Beta, 420;

10. Maurice Böhm, Husqvarna, 414.

Weitere Ergebnisse unter: enduro-dm.de

12/21 MOTOCROSS ENDURO 63


VORSCHAU

MCE 1/2022

2022 steht vor der tür - nach der saison

ist ja bekanntlich vor der Saison

In der Januar-Ausgabe möchten wir euch in einem Tipps & Tricks Spezial mit dem

Schwerpunkt Training viele Infos geben, um gut vorbereitet in die neue Offroadsaison

zu starten.

• Foto: Uwe Laurisch

MOTOCROSS ENDURO 1/2022

erscheint am 23. Dezember 2021

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66 MOTOCROSS ENDURO 12/21

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