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Motocross Enduro Ausgabe 09-2022

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EDITORIAL

BUNTE VIELFALT

ton,

Auch wenn momentan alle Zeichen auf Racing

stehen, möchten wir es nicht versäute

sich den MXGP-Gesamtsieg. Bericht ab

die Überraschung schlechthin und sichermen,

euch in dieser Ausgabe die 2023er- Seite 22.

Enduromodelle von Beta vorzustellen. Bei den ADAC MX Masters war erneut Max

Marko Barthel folgte Betas Einladung Nagl der Mann des Tages. Er sicherte sich

nach Österreich und konnte die ersten alle drei Laufsiege und lehrte seine Kontrahenten

Jordi Tixier und Tom Koch das

Fahreindrücke sammeln. In dieser Ausgabe

erfahrt ihr alles von den Zweitaktern Fürchten. Bericht ab Seite 24.

125, 200, 250 und 300 ccm, was es zu wissen

gibt. Die Viertakter sind im nächsten

Beim folgenden Lauf in Gaildorf wurde

Max’ Siegesserie von keinem Geringeren

Monat dran. Bericht ab Seite 14.

als Valentin Guillod unterbrochen. Die Tabellenführung

konnte er Nagl aber natür-

Doch jetzt zum Racing. Bei der Motocross-

WM in Loket/CZ erlebten die Yamahafahrer

Jeremy Seewer, Thibault Benistant Seite 28.

lich nicht streitig machen. Mehr dazu ab

(MXGP), Jago Geerts und Maxime Renaux

In Schweighausen fand ein Lauf zur DM

(MX2) ein großartiges Wochenende mit

125 ccm und DM Open statt. Die Hauptprotagonisten

waren hier Eric Rakow und Ste-

Treppchenplätzen. Aber auch GASGAS-Rider

Simon Längenfelder präsentierte sich

fan Ekerold. Bericht ab Seite 32.

in Top Form und landete auf dem Podest.

Mehr dazu ab Seite 20.

Auch in den Staaten geht es weiterhin voll

zur Sache. Eli Tomac konnte sich sowohl in

Nur eine Woche später machte der WM-Zirkus

Halt im belgischen Lommel beim tradi-

Southwick als auch in Millville perfekt in

Szene setzen. In Millville übernahm er sodann

auch das Red Plate von Chase Sextionell

härtesten Rennen der Saison. Hier

sorgte Husqvarna-Mann Brian Bogers für

Jordi Tixier bleibt mit Gesamtrang 2 in Tensfeld

Max Nagls engster Verfolger

• Foto: Steve Bauerschmidt

der aber wiederum in Washougal auf

dem obersten Treppchen landete. Die

250er-Klasse dominiert nach wie vor Jett

Lawrence, der sich auch nach Rückschlägen

immer wieder bestmöglich in Szene

setzt. Berichte ab Seite 36.

Beim Enduro-WM-Lauf in der Slowakei

konnte Wil Ruprecht ein Ausrufezeichen

setzen. Er gewann an beiden Tagen die EnduroGP-Wertung.

Leader aber bleibt weiterhin

Andrea Verona. Unser deutsches

Talent Luca Fischeder belegte in der Junioren-Gesamtwertung

am ersten Tag einen

großartigen 2. Platz und wurde an Tag 2

Fünfter. Bericht ab Seite 42.

Die lebende Trial-Legende Toni Bou fuhr

bei der WM in Neunkirchen einen Doppelsieg

ein und machte damit einen weiteren

Schritt in Richtung 16. WM-Titel. Mehr dazu

ab Seite 46.

Natürlich kommt in dieser Ausgabe auch

wieder unser Kolumnist Lukas Platt zu

Wort und berichtet euch ab Seite 50 über

Höhen und Tiefen in seinem Profileben.

Uns bleibt jetzt nur noch, euch viel Spaß

beim Lesen zu wünschen.


SCHNAPPSCHUSS

Trotz der allgemeinen wirtschaftlichen Schwierigkeiten

hat es sich Beta nicht nehmen lassen, eine Bike-Päsentation

der 2023er Modelle in Österreich zu organisieren

• Foto: Micha Tetzner


INHALT

09/2022

RACING

20

36

Foto: GASGAS

Foto: shotbybavo

Motocross WM

Loket/CZ, Lommel/B

AMA MX

Southwick, Millville, Washougal

ENDURO WM

MODELLE 2023

14 Präsentation Beta 2-Takt

MOTOCROSS

20 WM Loket/CZ

22 WM Lommel/B

24 ADAC MX Masters

Tensfeld

28 ADAC MX Masters

Gaildorf

32 DM 125 ccm/Open

Schweighausen

36 AMA MX Southwick,

Millville, Washougal

POSTER

34 Andrea Verona

ENDURO

42 WM Gelnica/SK

TRIAL

46 WM Neunkirchen

48 GASGAS 2023

KOLUMNE

50 Lukas Platt

SUPERMOTO

54 Wittgenborn

RUBRIKEN

3 Editorial

4 Schnappschuss

8 People & Facts

56 Vorstellungen/Warenkorb/

Notizen

66 Vorschau MCE 10/22

6 MOTOCROSS ENDURO 9/22

42

Wir berichten auch in dieser Ausgabe den Lauf zur WPTGlobal FIM EnduroGP-Weltmeisterschaft.

Diesmal machten die Fahrer Station in Gelnica/SK

MODELLE 2023 beta - zweitaktmodelle

14

Titelfotos: Micha Tetzner, KTM, GASGAS

Foto: KTM

Foto: Micha Tetzner

Beta hatte die internationale Presse zur Probefahrt der 2023er-Enduromodelle eingeladen. Der Veranstaltungsort

war ein idyllisches Örtchen in Österreich, das uns schon bei der Ankunft Urlaubsfeeling

pur lieferte. Traumhafte Berge, grüne Wiesen und großartige Trails bot das Gebiet und mittendrin –

die brandneuen Enduros


WARENKORB

HVR

65 Pro

56

Foto: HVR

Foto: KTM

KTM

50 SX Factory 2023

57

GASGAS

Casual Flash Collection

59

Foto: GASGAS

TRIAL WM Neunkirchen

MOTOCROSS ADAC MX Masters

Foto: Micha Tetzner

46

Der spanische Superstar Toni Bou (Montesa) machte einen weiteren

Schritt in Richtung seines unglaublichen 16. Hertz FIM Trial-Weltmeistertitels

in Folge, als er in Neunkirchen einen Doppelsieg einfuhr

MODELLE 2023 TXT RACING UND TXT GP

24

Foto: Steve Bauerschmidt

Wir berichten für euch über die Rennen in Tensfeld und Gaildorf.

Spannung pur!

KOLUMNE Lukas Platt

Foto: GASGAS

48

Nach jahrelanger Entwicklungsarbeit läuft nun die neueste und beste

Generation der GASGAS-Trialbikes in Terrassa, Spanien, vom Band.

Alle sechs Modelle für 2023 – zwei TXT GP und vier TXT RACING –

setzen neue Maßstäbe in Sachen Trial-Performance und garantieren

Fahrspaß für Fahrer aller Leistungsklassen

50

Foto:

Fotos:

www.kai-brake.de

Mitterbauer

Auch Lukas Platt ist wieder in unserer neuen Ausgabe vertreten und

berichtet aus seinem „MX-Leben“

9/22 MOTOCROSS ENDURO 7


motocr

PEOPLE & FACTS| RACING | TEAMS

KTM DOMINIERT EUROPÄISCHE

JUNIOR E-MOTOCROSS-SERIE

Angeführt von Seriensieger Timoteï Cez erzielten die Top Sechs

der diesjährigen European Junior e-Motocross Series ihre Erfolge

an Bord der hochmodernen KTM SX-E 5 Minicycle! Nachdem

Cez drei der fünf Runden gewann, gingen weitere Siege an Cameron

Berry und Austin Edwards. Somit stellte die KTM SX-E 5

ihre Ready-to-Race-Referenzen unmissverständlich unter Beweis.

Die European Junior e-Motocross Series 2022, die in den Sommermonaten

durch Europa tourte, wurde neben der MXGP-Weltmeisterschaft

in fünf Events ausgetragen. Bis zu den letzten beiden

Runden fand die Action auf einer verkürzten Rennstrecke

statt, bevor die Fahrer beim Double-Header-Event zum Saisonende

in Loket, Tschechien, zum allerersten Mal auf einer regulären

MXGP-Strecke antraten.

Die längere, harte Strecke kam Seriensieger Timoteï und seiner

SX-E 5 entgegen. Am Samstag gewann der junge KTM-Star mit einer

makellosen beide Rennen und eroberte die Führung im Klassement

vor der fünften und letzten Runde am Sonntag zurück . Er

brauchte nur 22 Punkte, um sich den Titel in Runde zu sichern,

was ihm mit dem 2. Gesamtrang gelang. Im September wird der

Youngster in den Genuss seines exklusiven Preises kommen –

eine voll bezahlte Reise, um das FIM Motocross of Nations in den

USA zusammen mit einem Gast zu sehen!

Alle Fahrer, die auf dem Minirad KTM SX-E 5 an den Start gingen,

erhielten eine Auswahl Produkte aus dem KTM PowerWear-Sortiment.

Somit hatten alle jungen Fahrer auch abseits der Rennstrecke

einen professionellen Auftritt. Darüber hinaus sind die

SX-E 5-Fahrer eingeladen, zusammen mit Vertretern von Red Bull

KTM Factory Racing an einem Trainingslager am Ende der Saison

teilzunehmen.

Weitere Informationen über die European Junior e-Motocross Series

gibt’s unter: www.junioremotocross.com

2022 European Junior e-Motocross Series - Endstand: 1. Timoteï Cez, F, KTM, 210

Punkte; 2. Austin Edwards, GB, KTM, 187; 3. Elias Eder, A, KTM, 173; 4. Logan Liberaler

Rodas, E, KTM, 170; 5. Cameron Berry, GB, KTM, 169; 6. Adan Quesada, E,

KTM, 124; 7. Riccardo Galia, I, GASGAS, 124; 8. Ares Gil, E, Husqvarna, 107; 9. Alejandro

Mellado, E, KTM, 101; 10. Tao Corretel, B, GASGAS, 85.

TOM VIALLE GOES USA

Ex-MX2-Weltmeister Tom Vialle will die nächste Stufe auf der

Karriereleiter erklimmen und wechselt zum nordamerikanischen

Flügel von Red Bull KTM Factory Racing. In den USA wird er 2023

an den nationalen Serien AMA 250SX und 250MX 2023 teilnehmen.

Vialle, der 2020 die MX2-Krone errang, sechs Grand Prix

gewann und 2021 den 3. Platz belegte wird somit nächstes Jahr

auf amerikanischem Boden antreten. Der 21-Jährige ist seit 2019

Teil des Werksteams. Toms MX2-Platz wird 2023 gleich von zwei

Youngstern besetzt, und zwar Andrea Adamo und Liam Everts.

Tom Vialle: „Bisher verläuft die Saison gut und der Plan für 2023

war, in die MXGP-Klasse zu wechseln. Mein Gefühl sagte mir

aber, dass dies der beste Zeitpunkt für einen Wechsel in die

Staaten ist. Ich liebe Supercross. Zu Hause befindet sich eine

Strecke in der Nähe und es gibt eine SX-Tradition in meiner Familie.

Ich möchte unbedingt sehen, was ich leisten kann, auch

wenn ich weiß, dass es viel Arbeit bedeutet, um für 2023 bereit

zu sein. Wir müssen realistisch bleiben, aber gleichzeitig ist es

fantastisch, dass mir Robert (Jonas), Pit (Beirer) und der Rest des

Teams diesen Wechsel ermöglichen. Dieses GP-Team ist wie eine

zweite Familie für mich, daher wird es schwer zu gehen, andererseits

kann ich es kaum erwarten.“ • Text u. Foto: KTM

8 MOTOCROSS ENDURO 9/22


oss

CONRAD MEWSE ERSETZT

THOMAS KJER OLSEN

Nach dem schweren Sturz beim Qualifikationsrennen zum MXGP

von Lettland in Kegums im April befindet sich DIGA Procross KTM

Racing-Athlet Thomas Kjer Olsen auf dem Weg der Besserung.

Aufgrund der schwere der Verletzung und der langwierigen Rehabilitation

wird TKO in diesem Jahr leider an keinem Rennen

mehr teilnehmen können. Aus diesem Grund entschied sich

Teamchef Justin Amian nach reichlicher Überlegung, dem Briten

Conrad Mewse die Möglichkeit zu geben, auf der KTM 450 SX-F

des DIGA Procross KTM Racing Teams in der MXGP-Kategorie zu

starten. Conrad Mewse, der bereits mehrfach sein Können in der

MX2-Weltmeisterschaft unter Beweis gestellt hat und bis zuletzt

mit seinem eigenen Team an der MX2-Weltmeisterschaft teilnahm,

wird ab dem MXGP von Tschechien bis zum Ende der Saison

für das deutsche DIGA Procross KTM Team in der MXGP Klasse

antreten. Der 23-jährige Brite absolvierte in den letzten Wochen

einige Tests auf KTM 450 SX-F, um sich bestmöglich auf die

anstehenden Aufgaben vorzubereiten.

Justin Amian: „Wir haben lange hin und her überlegt, ob wir einen

Ersatz für Thomas Kjer Olsen für den Rest der Saison verpflichten.

Mit Conrad Mewse haben wir einen jungen und talentierten

Athleten für uns gewinnen können und freuen uns auf die

Zusammenarbeit.“

Conrad Mewse: „Ich freue mich darauf, ab diesem Wochenende

in Loket eine neue Herausforderung mit dem DIGA Procross KTM-

Rennteam anzunehmen. Ich habe die großartige Gelegenheit erhalten,

für die verbleibenden Rennen der Saison 2022, ein sehr

starkes Motorrad, in einem professionellen Team zu fahren.

Zudem kann ich Anthony von Stebbings gar

nicht genug dafür danken, dass er mir diese

Gelegenheit gegeben hat, und möchte

mich auch bei all meinen anderen

persönlichen Sponsoren für ihre Loyalität

und Unterstützung bedanken. Vielen

Dank an Justin Amian und alle involvierten

Parteien für diese Chance.“

• Foto: Ray Archer

MARVIN MUSQUIN:

12. SAISON MIT KTM

Marvin Musquin und Red Bull KTM Factory Racing Team starten

gemeinsam in ihre zwölfte Saison. Der Mann mit der schon legendären

Startnummer 25 wird die KTM 450 SX-F FACTORY bei

der AMA Supercross Championship 2023 pilotieren. Musquins

und KTM verlängerten ihren Vertrag um ein Jahr. Als Vierter in

der vergangenen 450SX-Meisterschaft erzielte Musquin sechs

Podestplätze und einen Triple-Crown-Sieg und der 32-Jährige

hat Hunger nach mehr.

Marvin Musquin: „Ich bin sehr aufgeregt, das ist genau das, was

ich will, nämlich weiterhin Teil des Red Bull KTM-Teams zu sein.

Das ist etwas ganz Besonderes für mich. Ich freue mich darauf,

das neue Bike noch weiter zu verbessern und mit noch mehr zu

lernen. Wir sind sehr motiviert und wollen unbedingt siegen.“

• Text u. Foto: KTM

9/22 MOTOCROSS ENDURO 9


PEOPLE & FACTS| RACING | TEAMS

RACING-NEWS

MOTORRAD-MEYER-JUNIOR-RACING-TEAM

Klasse sichern. Mit dieser tollen Leistung verbesserte er seine

Platzierung in der Deutschen Meisterschaft deutlich und befand

sich nach Aichwald auf Platz 4 der DM. Hannes Lorenz (Foto) belegte

den 5. Platz und konnte dadurch ebenfalls seine Platzierung

in der Meisterschaft verbessern.

Top Ergebnisse in Eichenried und Berkheim

Der jüngste des Teams, Hannes Lorenz, konnte beim MSC Eichenried

den Tagessieg in der 65er Klasse der Sübayern-Serie

einfahren. Trotz heißer sommerlicher Temperaturen konnte Hannes

mit seiner YZ 65 beide Läufe für sich entscheiden.

Auch Tristan Stadlbauer (Foto) scheute die Hitze nicht und zeigte

ebenfalls hervorragende Leistungen beim MSC Berkheim. Er

konnte bei der „My Sport - My Story“-Veranstaltung ebenfalls

beide Läufe gewinnen und kassierte damit den Tagessieg in der

Klasse 85 ccm ein.

Tagessiege in Mühlhausen

Hannes Lorenz und Tristan Stadlbauer (Foto) räumten beim

Rennwochenende des MC Mühlhausen kräftig ab. Beide Jungs

konnten in ihren jeweiligen Klassen das Pflichttraining, den

1. und 2. Lauf mühelos für sich entscheiden und sich somit in der

65er- (Hannes) und 85er-Klasse (Tristan) als stolze Tagessieger

präsentieren!

Hannes versuchte sich am Sonntag zusätzlich in der 85er-Klasse

und belegte bei seinem Debüt einen tollen 4. Platz in der Tageswertung.

• Texte u. Fotos: Motorrad-Meyer-Junior-Racing-Team

Erfolge in Aichwald für die Meyer-Jungs

Beim MSC Aichwald fand bei hochsommerlichen Temperaturen

wie gewohnt eine top organisierte Veranstaltung mit reichlich

Zuschauern statt. Tristan Stadlbauer konnte sich trotz sehr starkem

Fahrerfeld einen 9. Platz in der Tageswertung der 85-ccm-

Motocross

10 MOTOCROSS ENDURO 9/22


HATTRICK FÜR LETTENBICHLER

BEIM RED BULL ABESTONE/I

Manuel Lettenbichler sicherte sich beim vierten Stopp der FIM

Hard Enduro World Championship seinen dritten Sieg in Folge.

Der Samstag begann mit der Qualifikation am Morgen, gefolgt

von einem abendlichen Shootout. Mit den Plätzen 2 und 3 schuf

er sich eine starke Ausgangsposition für das Hauptrennen am

Sonntag. Lettenbichler startete eine Minute hinter Billy Bolt und

reihte sich hinter Alfredo Gomez ein, den er bald hinter sich lassen

konnte. Nach 45 Minuten hatte er zu Bolt aufgeholt und

übernahm die Führung, die er im Verlauf des Rennens ausbauen

konnte. Im Ziel betrug Lettenbichlers Vorsprung acht Minuten.

• Text u. Foto: KTM

Ergebnis: 1. Manuel Lettenbichler, D, KTM, 4:13:29:553; 2. Billy Bolt, GB, Husqvarna,

+8:49,727; 3. Mario Roman, E, Sherco, +27:30:787; 4. Alfredo Gomez, E), GAS-

GAS, +38:04:068; 5. Matthew Green, ZA, KTM, +1 Runde; 6. Graham Jarvis, GB,

Husqvarna; 7. Michael Walkner, A, GASGAS; 8. Teodor Kabakchiev, BG, KTM; 9. Eddie

Karlsson, S, KTM; 10. Jonathan Richardson, GB, Husqvarna.

JARVIS GEWINNT

RED BULL ROMANIACS

Graham Jarvis sicherte sich den Sieg bei der fünften Runde der

FIM Hard Enduro World Championship in Rumänien. Damit gewann

er zum siebten Mal die „härteste Hard-Enduro-Rallye der

Welt“. Zweiter wurde Teodor Kabakchiev vor Mario Roman. Den

vierten und letzten Offroad-Tag gewann Manuel Lettenbichler.

Fünf Jahre nach seinem letzten Sieg (und 14 Jahre seit seinem

ersten!) stand Graham wieder auf der obersten Stufe der Romaniacs.

Checkpoint für Checkpoint ohne Probleme abhakend,

rückte er seinem Ziel, dem Sieg, näher. Teodor Kabakchiev gab

am letzten Tag nochmals alles, aber am Ende war Grahams Vorsprung

zu groß und er musste sich mit dem 2. Platz begnügen.

Mario Roman fuhr an Offroad-Tag 4 zwei Checkpoint-Siege ein.

Er festigte mit dem 2. Platz seinen 3. Gesamtrang und führt nun

das Klassement an. Hinter den ersten drei lieferten sich Michael

Walkner und Trystan Hart spannende Fights um Rang 4. Walkner

lag dicht hinter Hart, verletzte sich dann aber vor dem Servicepunkt

am Fuß, begann an Boden zu verlieren und musste Hart

schließlich ziehen lassen. Der Sieg am letzten Tag ging an Manuel

Lettenbichler. Der Deutsche, der immer noch von seiner Zwei-

Stunden-Strafe an Offroad-Tag 1 gehandicapt war, wurde letztlich

Gesamtsechster.

Ergebnis: 1. Graham Jarvis, GB, Husqvarna, 21:05:40; 2. Teodor Kabakchiev, BG,

KTM, 21:14:12; 3. Mario Roman, E, Sherco, 21:19:06; 4. Trystan Hart, USA, KTM,

21:38:39; 5. Michael Walkner, A, GASGAS, 21:44:10; 6. Manuel Lettenbichler, A,

KTM, 22:58:06; 7. Matthew Green, GB, KTM, 24:09:18; 8. David Cyprian, CZ, KTM,

24:47:43; 9. Suff Sella, ISR, KTM, 25:59:49; 10. Rico Strenge, D, KTM, 28:03:02.

Stand (nach 5 von 8 Veranstaltungen): 1. Roman, 73 Punkte; 2. Lettenbichler, 70;

3. Bolt, 62; 4. Jarvis, 60; 5. Kabakchiev, 52.

Hardenduro

9/22 MOTOCROSS ENDURO 11


PEOPLE & FACTS| RACING | TEAMS

LUC ACKERMANN VERTEIDIGT

TITEL BEI DEN X-KNIGHTS

2019 fanden die letzten X-Knights in Costa Rica statt. Am 9. Juli

feierte der prestigeträchtige Freestyle-Motocross-Wettbewerb

sein Comeback. Mit dabei natürlich auch der deutsche FIM Weltmeister

und X Games Gewinner Luc Ackermann, der bei seiner

ersten Teilnahme 2019 direkt die Goldmedaille gewann. Und die

wollte der Thüringer unbedingt verteidigen. Der Deutsche traf

auf ein äußerst erlesenes Fahrerfeld von Weltmeistern, Red Bull

X-Fighters-Siegern und X Games-Gewinnern im Estadio Nacional

San José. So waren neben Ackermann mit dem Red Bull

X-Fighters Gewinner Josh Sheehan (AUS), dem fünfmaligen FIM

FMX-Weltmeister Maikel Melero (E), X Games-Medaillengewinner

Taka Higashino (J), Adelaide 500 Sieger Filip Podmol (CZ) und

der X Games- und 2013 FIM WM Triumphator- David Rinaldo (F)

insgesamt sechs Sportler am Start.

Über 40.000 Fans im Estadio Nacional San José feuerten die

Sportler an, die sich in der ersten Runde für den Einzug ins Halbfinale

qualifizieren mussten. Die besten vier der sechs Sportler

sollte eine Runde weiterkommen. Diese Qualifikation konnte

Josh Sheehan mit 77 Punkten gewinnen. Luc Ackermann zeigte

hier noch nicht alles, konnte aber mit dem Double Backflip 75

Zähler sichern und punktgleich mit Taka Higashino ins Halbfinale

einziehen. Auch der Tscheche Filip Podmol zeigte einen guten

Run und kam als Vierter eine Runde weiter. Für den fünffachen

Weltmeister Maikel Melero sowie den X Games-Gewinner David

Rinaldo war der Contest nach der Qualifikation bereits beendet.

Im Halbfinale konnten sich mit Sheehan, Higashino und Ackermann

die favorisierten Fahrer durchsetzen, während für Podmol

ein erfolgreicher Abend zu Ende ging. Im packenden Finale zogen

Higashino und Sheehan einige ihrer härtesten Tricks und

legten mit 88 bzw. 91 Punkten bärenstark vor. Somit war 24-Jährige

Deutsche gefordert. Nach einem Fehler beim Tsunami Flip

als ersten Trick schien die Titelverteidigung schon in aussichtslose

Ferne gerückt. Doch der Deutsche steigerte sich und zeigte

mit einer Clicker Superflip Combo, einem massiven Holygrab,

seinem einzigartigen Flatspin 360 und dem Double Backflip

schwierigste Tricks. Als er dann auch noch als einziger Fahrer

des Abends über die mechanische Frontflip-Rampe sprang und

den Vorwärtssalto zeigte, gab es kein Halten mehr. Die 40.000

fanatischen FMX Fans schrien den Namen des Thüringers, der

auch von den Judges als Sieger der X-Knights 2022 auserkoren

wurde. Mit 91 Punkten entriss der Deutsche dem Australier Josh

Sheehan noch hauchdünn den Sieg. Damit konnte Luc Ackermann

seinen Titel doch noch erfolgreich verteidigen und ist für

die nächsten X-Knights 2023 gesetzt.

FMX

• Text u. Fotos: Berlinieros Sports

Ergebnis - X-Knights San Jose/Costa Rica - Estadio National San José - 9.7.2022:

1. Luc Ackermann , D, 91 Punkte ; 2. Josh Sheehan , AUS , 90; 3. Taka Higashino, J, 88;

4. Filip Podmol , CZ, 80; 5. Maikel Melero , E, 70; 6. David Rinaldo , F, 69.

X GAMES KALIFORNIEN:

LUC ACKERMANN RÄUMT AB

Bei den X Games in Kalifornien konnte Luc Ackermann erneut zuschlagen.

Die von vielen als Olympischen Spiele der Extremsportler

bezeichneten X Games werden alljährlich vom amerikanischen

US-Sportsender ESPN ausgerichtet. 2022 fanden die

Freestyle Motocross-Wettbewerbe erneut unter Ausschluss von

Zuschauern im FMX-Park von Axell Hodges in Ramona/Kalifornien

statt. Ein Compound, der Ackermann gut liegt, konnte er

hier doch im letzten Jahr Gold gewinnen. Anders als 2022 hatten

die Sportler dieses Mal im Freestyle Motocross 90 statt 75 Sekunden

für ihre Tricks Zeit. Somit konnte Ackermann zwei Kunststücke

mehr in seinem Run einbauen. Der Deutsche startete

spektakulär mit einem Hartattack Indy Backflip seinen Lauf. Der

anschließende 360 wurde von ESPN Experte Mike Mason als der

„beste 360, der jemals bei den X Games gezeigt wurde“, gefeiert.

Nach einem massiven Tsunami Flip setzte Luc den ersten

Double Backflip. Es folgte ein Cliffhanger 1-Hand-Lander und der

Flair (540) über die Quarter Pipe Rampe. Nach einem Double Flip

Nac Nac sprang er noch eine Clicker Superflip Combo und beendete

seinen beeindruckenden Run mit einem massiven Holygrab.

Das honorierten auch die Judges, die ihm glatte 91 Punkte

gaben und Luc auf Platz 2 hievten. Lediglich der Australier Rob

Adelberg konnte sich dank zweier Frontflips mit 93,33 Punkten

noch vor Luc setzen. Josh Sheehan (AUS) sicherte sich mit seinen

Tricks die Bronze-Medaille.

Ackermann ging anschließend auch noch im Best Trick Contest

an den Start. Hier zeigte jeder der Extremsportler seinen härtesten

Trick und hatte dafür zwei Versuche. Nachdem der Thüringer

nach dem ersten Sprung noch hinter Taka Higashino (J) auf Platz

4 lag, zog er im zweiten Sprung den massivsten Double Backflip

Nac Nac seiner bisherigen Laufbahn. Dafür gab es 87,00 Punkte

von der Jury, womit sich Ackermann noch am Japaner vorbeischieben

konnte und Bronze holte. Damit holte sich Luc Ackermann

zwei Medaillen bei den X Games 2022. Der amtierende FIM

Freestyle Motocross-Weltmeister ist der erste Deutscher FMX-

Sportler überhaupt, der Medaillen bei den X Games in den Freestyle

Motocross Wettbewerben gewinnen konnte. „Es ist der absolute

Wahnsinn. Nur kurz nach dem Sieg bei den X-Knights in

Costa Rica hier bei den X Games auch noch zwei Medaillen zu gewinnen,

das hätte ich mir nicht erträumt. Danke an alle, die mich

seit Jahren unterstützen und mir das ermöglicht haben,“ sagte

Luc Ackermann nachdem ihm die Silber- und Bronze-Medaille

überreicht wurden. • Text u. Fotos: Berlinieros Sports

Ergebnisse - X Games 2022 - Ramona/Kalifornien/USA - 20.-24.7.2022 - FMX Contest:

1. Rob Adelberg, AUS, 93,33 Punkte; 2. Luc Ackermann, D, 91,00; 3. Josh Sheehan,

AUS, 89,66; 4. Taka Higashino, J, 87,33; 5. Jackson Strong, AUS, 85,66; 6. Benny

Richards, AUS, 83,00; 7. Julian Vanstippen, B, 81,00; 8. Harry Bink, AUS, 74,66.

Best Trick: 1. Adelberg, 94,33 Punkte; 2. Sheehan, 89,00; 3. Ackermann, 87,00;

4. Higashino, 85,33; 5. Vanstippen, 83,66.

12 MOTOCROSS ENDURO 9/22


MODELLE 2023

BETA 2023

DIE NEUEN 2-TAKTER

GEFAHREN

Beta hatte die internationale Presse zur Probefahrt der 2023er-

Enduromodelle eingeladen. Der Veranstaltungsort war ein idyllisches

Örtchen in Österreich, das uns schon bei der Ankunft ein

Urlaubsfeeling pur lieferte. Traumhafte Berge, grüne Wiesen und

großartige Trails bot das Gebiet und mittendrin – die brandneuen

Enduros. Unseren ersten Fahreindruck bezüglich der Zweitakter

125 ccm, 200 ccm, 250 ccm und 300 ccm gibt es in dieser Ausgabe.

Die Viertakter stellen wir euch in der kommenden MCE vor.

• Testfahrer: Marko Barthel; Fotos: Micha Tetzner, Niki Peer

14 MOTOCROSS ENDURO 9/22


9/22 MOTOCROSS ENDURO 15


MODELLE 2023

Modell-Updates im Detail

Federung

Eine der Innovationen, die sich sowohl auf das Design als auch

auf die Funktionalität des Fahrzeugs auswirkt, betrifft die Form

der neuen Spoiler der Baureihe RR. Sie sind schmaler, um dem

Fahrer mehr Bewegungsfreiheit zu geben, vor allem in engen

Kurven, wenn das Motorrad stark geneigt ist und das Bein im

Motocrossstil nach vorne gestreckt wird. Sie sind ergonomischer,

damit der auf dem Sattel sitzende Fahrer die von dem zwischen

den Beinen gehaltenen Fahrzeug ausgehenden Empfindungen

besser wahrnehmen kann. Sie sind stromlinienförmiger

für einen erneuerten, einfachen und essenziellen Look.

Grafik

Um das Gefühl, das die RR 2023 dem Fahrer vermittelt, noch

intensiver zu gestalten, haben die Techniker von Betamotor für

das neue Modelljahr an den Innenteilen der Gabel gearbeitet,

die weiterhin von ZF stammt. Zunächst einmal wurde die Geometrie

der Ölbohrungen um den Gabelkolben herum geändert,

um Engpässe vollständig zu beseitigen und den Bewegungsfluss

zu optimieren. Dieser Eingriff in die freien Öldurchlässe

ermöglicht einen größeren Spielraum bei der Einstellung der

Gabel, sodass kleine Änderungen des Settings dank der Beseitigung

einiger struktureller Hindernisse besser wahrnehmbar

sind. Das Ergebnis ist eine Verbesserung des Komforts und

gleichzeitig die Beibehaltung einer größeren Unterstützung

der Gabel im ersten Teil des Federwegs. Dadurch bewegt sich

das Motorrad weniger und behält auch in unwegsamem Gelände

seine Fahrzeuglage bei.

Tankspoiler

Alle Modelle erhalten eine neue, gänzlich rote Lackierung. Ein im

Vergleich zur Vergangenheit minimalistischer Stil, der sich durch

klare und entschiedene Schnitte, essenziellere und modernere

Linien auszeichnet, um die neuen Tankspoiler perfekt mit den

anderen Komponenten zu kombinieren.

Größere Änderungen bei der Beta RR 125 2T

Rotor und Kurbelwelle

Der 125er-2-Takt Motor hat im Vergleich zum Vorgängermodell

ein leichteres Schwungrad und eine Kurbelwelle mit kleinerem

16 MOTOCROSS ENDURO 9/22


Durchmesser. Beide Komponenten wurden eingeführt, um die

Massenträgheit des Motors zu verringern, was sich hinsichtlich

der Leistung in einer schnelleren Beschleunigung niederschlägt.

Motorgehäuse

Eine Kurbelwelle mit kleinerem Durchmesser beansprucht weniger

Platz im Kurbelgehäuse des Motors. Um optimale interne Arbeitsbedingungen

zu schaffen, haben die Techniker von Betamotor

dieses Bauteil neu konstruiert und dabei den durch die Welle

freigegebenen Raum kompensiert, mit dem Ziel, einen Kraftstoffeinlass

zu schaffen, der die Leistungen der neuen Komponenten

verbessert.

Auslassventil

Das Auslassventil erhält eine neue Einstellung, die notwendig

ist, um die vom Motor bereitgestellte dynamischere Leistungsabgabe

zu bewältigen.

Modelle und Preise

Beta RR 125 ....................... 8490,00 Euro

Beta RR 200 ...................... 8790,00 Euro

Beta RR 250 ....................... 9190,00 Euro

Beta RR 300 ...................... 9390,00 Euro

Preise sind UVP + 216,00 Euro Fracht

Erster Fahreindruck

Traumhaft schön ist die Gegend rund um Rohr im Gebirge. Das

Gelände wird einmal im Jahr für ein Endurorennen offiziell genutzt

und dementsprechend sind auch einige Strecken vorhanden.

Besonders reizvoll sind die langen Auf-/Abfahrten und die

schönen Trails entlang der grünen Wiesen.

Beta RR 125

Ein Motorrad zum Spielen, mit einem sehr guten Handling. Die

Änderungen am Motor lassen die kleinste Sportenduro von Beta

stärker wirken und sie zeigt uns eine gute Performance. Besonders

auf der schnellen Wiesenprüfung glänzt das drehfreudige

Modell. Die Federelemente bieten einen hohen Komfort, kommen

jedoch bei schneller Fahrweise an ihre Grenzen und ich mit

meinen 80 Kilo müsste auf eine höhere Federrate wechseln. Im

anspruchsvollen Gelände fehlt ein wenig das Drehmoment, was

nur durch den Kupplungseinsatz und durch mehr Drehzahl ersetzt

werden kann.

9/22 MOTOCROSS ENDURO 17


MODELLE 2023

Beta RR 200

Die 200er von Beta

bietet ein ähnliches

Handling wie die 125-ccm-

Maschine, hat aber genau

das, was der Kleinen fehlt.

Und zwar bieten die 50 ccm

mehr ein deutlich besseres Drehmoment,

womit das Fahren angenehmer

und entspannter wird.

18 MOTOCROSS ENDURO 9/22


Beta RR 250

Die 250er ist während der Präsentation mein absoluter

Favorit. Das Modell glänzt mit guter

Fahrbarkeit, angenehmer Leistungsentfaltung

und genug Drehmoment, um selbst äußerst anspruchsvolle

Passagen zu meistern. Mit dem

Modell bin ich eine längere Tour im Gebirge unterwegs

gewesen und hatte eine Menge Spaß.

Etwas muss ich noch hinzufügen: Durch die hohen

Außentemperaturen und die teilweise steilen

und sehr langen Abfahrten wurde der Druckpunkt

an der Vorderbremse schwammig und ich

musste mehrmals den Bremshebel ziehen und

wieder öffnen, damit der Druckpunkt wieder

besser wurde.

Beta RR 300

Im Gegensatz zur RR 250 wirkt dieses Modell etwas

schwerfälliger, obwohl gewichtsmäßig fast

kein Unterschied vorhanden ist. Dennoch bezeichne

ich die RR 300 als „Hardenduro-Monster“

mit viel Drehmoment und optimalen Fahreigenschaften

im anspruchsvollen Gelände. Besonders

bei den Auffahrten oder beim Anfahren

über Hindernisse ist dieses Modell die richtige

Wahl, dank gutem Traktionsaufbau.

9/22 MOTOCROSS ENDURO 19


MOTOCROSS-WM

LOKET/CZ

Jago Geerts • Foto: shotbybavo

SEEWERS 2. STREICH

GEERTS GEWINNT MX2

Ein großartiges Wochenende für Yamaha: Jeremy Seewer und Thibault Benistant gewannen den

ersten Lauf in ihrer Klasse, während Jago Geerts und Maxime Renaux die Laufsiege im zweiten

Rennen holten. Damit holte sich Geerts das Red Plate in der MX2 zurück. Erneut stark präsentierte

sich auch GASGAS-Rider Simon Längenfelder. Er belegte in der MX2 die Plätze 2 und 3

und wurde Gesamtdritter.

MXGP

Bei trockenen Bedingungen wusste Jeremy

Seewer zu glänzen. Im ersten Lauf

kam es in der ersten Kurve zu einem

Schlagabtausch mit WM-Leader Tim

Gajser und Jorge Prado. Nach fünf Minuten

ging die „91“ zum Angriff über. In

Runde 4 stürmte er innen an Gajser vorbei,

bevor er in Runde 7 mit einem spektakulären

Pass die Führung von Prado übernahm

und sie bis Rennende nicht mehr

abgab. Maxime Renaux und Glenn Coldenhoff

zogen ebenfalls an Prado vorbei

und belegten hinter Gajser die Plätze 3

und 4.

Im zweiten Lauf legte Maxime Renaux

nach seiner Verletzungspause ein überwältigendes

Comeback hin. Die Rookie-

Sensation zeigte eine meisterhafte Fahrt.

Seinem schnellen Tempo waren weder

Prado noch die Teamkollegen Seewer und

Coldenhoff sowie Gajser gewachsen. So-

mit ging der Laufsieg an Renaux vor Seewer,

Gajser, Coldenhoff und Prado. Den

Gesamtsieg aber konnte sich Seewer vor

Renaux und Gajser sichern.

MX2

Im ersten Lauf sicherte sich Thibault Benistant

den Holeshot gefolgt von Simon

Längenfelder und Tom Guyon. Jago Geerts

kämpfte sich schnell auf den 3. Platz vor,

während Tom Vialle auf Position 11 lag.

Benistant konnte Längenfelder, der ordentlich

Druck machte, nicht abschütteln.

Geerts, der zwischenzeitlich von Stephen

Rubini auf Platz 4 verwiesen worden war,

kämpfte sich nach sieben Runden auf den

3. Rang zurück. Benistant konnte sich

schließlich den Laufsieg vor Längenfelder,

Geerts, Kevin Horgmo und Rubini sichern.

Im zweiten Rennen gewann Geerts den

Holeshot, gefolgt von Tom Vialle und Längenfelder.

Vialle fackelte nicht lange, und

übernahm Ende der ersten Runde die

Führung. Einen ebenfalls guten Start hatten

Horgmo und Rubini auf den Plätzen 4

und 5 hingelegt. Weniger gut lief es für

Benistant, der sich erst nach vorne arbeiten

musste. In Runde 10 unterlief Vialle

ein Fehler und Geerts übernahm die Führung.

Somit lautete der Zieleinlauf

schließlich Geerts vor Vialle, Längenfelder,

Benistant und Horgmo. Geerts sicherte

sich damit auch den Gesamtsieg

vor Benistant und Längenfelder und

nahm das Red Plate mit nach Hause. Für

Vialle lief es an diesem Wochenende

nicht richtig rund. Durch den 10. Rang im

ersten Lauf konnte er sich im Gesamtklassement

nur auf Rang 5 hinter Horgmo

platzieren.

20 MOTOCROSS ENDURO 9/22


und 3 und damit der 3. Gesamtrang ist

ziemlich gut! Ich konnte jedenfalls viele

Punkte schreiben. Jetzt freuen wir uns auf

die nächsten Rennen.

Simon Längenfelder • Foto: GASGAS

Thibault Benistant

• Fotos: shotbybavo

Fahrerstimmen

Jeremy Seewer: Es ist unglaublich, diesen

Lauf zu gewinnen, auch wenn ich das Gefühl

hatte, ich hätte zwei Laufsiege einfahren

können, aber ich habe einen Fehler

zu viel gemacht. Ich war etwas schneller,

aber Maxime (Renaux) fuhr wirklich

gut und obwohl ich versuchte, ihn einzuholen,

schaffte ich es nicht. Also konzentrierte

ich mich auf den GP-Sieg. Ich gebe

nicht auf, es sind noch ein paar Läufe zu

fahren und ich werde versuchen, so viele

Punkte wie möglich zu holen.

Maxime Renaux: Nach solch einer schlimmen

Verletzung gleich wieder vorne mitzufahren

war nicht einfach. Wir haben viel

Physio gemacht, um in guter Form zu

sein. Ich hätte mir kein besseres Comeback

erträumen können. Einen Lauf zu gewinnen

und einmal Zweiter zu werden, ist

einfach fantastisch. Ich bin super dankbar,

denn es hätte viel schlimmer kommen

können. Ich hoffe, dass es bis zum

Ende der Saison so weiterläuft.

Tim Gajser: Es war heute ein harter Tag.

Ich habe mich auf der Strecke nie wirklich

wohl gefühlt und konnte nicht so pushen,

wie ich wollte. Somit konnte ich die Lücke

zu den Fahrern vor mir nicht schließen. Es

war immer noch gut, aufs Podium zu kommen

und ich habe immer noch 125 Punkte

Vorsprung im Klassement. In dieser Hinsicht

bin ich glücklich, aber ich wollte für

meine Fans, ein bisschen besser abschneiden.

Es war großartig, sie überall

auf der Strecke zu sehen und zu hören,

und ich bin jedem einzelnen von ihnen

dankbar, dass sie die Reise auf sich genommen

haben, um mich fahren zu sehen.

Jago Geerts: Ich bin heute sehr zufrieden.

Im ersten Rennen hatte ich ein bisschen

Probleme auf der Strecke, also haben wir

vor dem zweiten Lauf eine kleine Änderung

am Motorrad vorgenommen und ich

habe den Holeshot gemacht. In der ersten

Runde unterlief mir ein kleiner Fehler und

Tom (Vialle) hat mich überholt, aber danach

fühlte ich mich stark auf dem Motorrad

und gut auf der Strecke. Nach 15 Minuten

überholte ich Tom wieder und

pushte hart, um das Moto zu gewinnen.

Thibault Benistant: Ich bin wegen des

zweiten Rennens etwas enttäuscht. Mein

Start war nicht schlecht, aber ich habe in

der ersten Kurve die anderen Jungs touchiert

und musste etwas später starten.

Ich habe versucht zu pushen, aber auf

dieser Strecke ist das nicht einfach. Ich

habe es geschafft, mich auf den 4. Platz

zurückzukämpfen, aber ich wollte unbedingt

den zweiten Lauf gewinnen. Aber es

sollte an diesem Wochenende nicht sein,

also werde ich weiter daran arbeiten, in

den nächsten Rennen besser zu werden.

Simon Längenfelder: Es war ein gutes

Wochenende! Ich fuhr konstant und hatte

zwei gute Starts. Sie waren nicht perfekt,

aber auf jeden Fall gut. Ich hatte das Gefühl,

ich könnte in Moto 1 die Führung

übernehmen, aber Thibault (Benistant)

hat einfach keine Fehler gemacht. Platz 2

Motocross-WM - 13. Lauf - Loket/CZ - 16./17.7.2022

Gesamtergebnisse:

MXGP: 1. Jeremy Seewer, CH, Yamaha; 2. Maxime Renaux,

F, Yamaha; 3. Tim Gajser, SLO, Honda; 4. Glenn Coldenhoff,

NL, Yamaha; 5. Jorge Prado, E, GASGAS; 6. Calvin

Vlaanderen, NL, Yamaha; 7. Mitchell Evans, AUS, Honda;

8. Brian Bogers, NL, Husqvarna; 9. Mattia Guadagnini,

I, GASGAS; 10. Valentin Guillod, CH, Yamaha.

Ferner: 14. Henry Jacobi, D, Honda; 21. Tom Koch, D, KTM;

22. Kevin Brumann, CH, Yamaha.

MX2: 1. Jago Geerts, B, Yamaha; 2. Thibault Benistant, F,

Yamaha; 3. Simon Längenfelder, D, GASGAS; 4. Kevin

Horgmo, N, Kawasaki; 5. Tom Vialle, F, KTM; 6. Kay de

Wolf, NL, Husqvarna; 7. Mikkel Haarup, DK, Kawasaki;

8. Liam Everts, B, KTM; 9. Stephen Rubini, F, Honda;

10. Andrea Adamo, I, GASGAS.

Ferner: 14. Jeremy Sydow, D, KTM; 17. Noah Ludwig, D,

KTM; 22. Maximilian Spies, D, KTM; 23. Marcel Stauffer,

A, KTM.

EMX2T: 1. Toms Marcuks, LV, KTM; 2. Haakon Osterhagen,

N, Fantic; 3. Johannes Klein, A, KTM; 4. Mathias Joergensen,

DK, Yamaha; 5. Florian Hellrigl, A, KTM; 6. Jiri

Matejec, CZ, KTM; 7. Manuel Iacopi, I, Yamaha; 8. Paolo

Ermini, I, Husqvarna; 9. Morgan Bennati, I, Husqvarna;

10. Meico Veltik, EST, KTM.

Ferner: 14. Kai Haase, D, Suzuki; 16. Robin Lang, D, KTM.

EMX65 - Finale: 1. Ricardo Bauer, A, KTM; 2. Pau Caudet

Ruiz, E, KTM; 3. Jorge Salvador, E, GASGAS; 4. Lucas Leok,

EST, Husqvarna; 5. Alex Novak, SLO, KTM; 6. Bertram

Thorius, DK, Yamaha; 7. Jekabs Hudolejs, LV, Yamaha;

8. Louis Morette, F, Husqvarna; 9. Carlos Martin Jimenez,

E, KTM; 10. Francesco Assini, I, GASGAS.

Ferner: 24. Neo Nindelt, D, Yamaha.

EMX85 - Finale: 1. Vitezslav Marek, CZ, KTM; 2. Gyan Doensen,

NL, Husqvarna; 3. Filippo Mantovani, I, GASGAS;

4. Freddie Bartlett, S, KTM; 5. Amaury Maindru, F, KTM;

6. Mano Faure, F, KTM; 7. Ian Ampoorter, B, KTM; 8. Jarne

Bervoets, B, KTM; 9. Felix Cardineau, F, Husqvarna;

10. Niccolo Mannini, I, KTM.

Ferner: 18. Ryan Oppliger, CH, KTM.

Junior eMotocross: 1. Austin Edwards, GB, KTM; 2. Timotei

Cez, F, KTM; 3. Logan Liberal Rodas, E, KTM; 4. Elias

Eder, A, KTM; 5. John Slade, GB, GASGAS; 6. Cameron

Berry, GB, KTM; 7. Riccardo Galia, I, GASGAS; 8. Eddi

Haustein, D, KTM; 9. Ares Gil, E, Husqvarna; 10. Alejandro

Mellado Palomino, E, KTM.

Ferner: 17. Romeo Cannavo, CH, GASGAS; 19. Timo Scharinger,

A, Husqvarna; 22. Nico Steiner, CH, Husqvarna;

23. Jason Senn, CH, KTM.

Endstand (nach 5 Veranstaltungen): 1. Cez, 210 Punkte;

2. Edwards, 187; 3. Eder, 173; 4. Liberal Rodas, 170;

5. Berry, 169; 6. Adan Quesada, E, KTM, 124; 7. Galia,

124; 8. Gil, 107; 9. Mellado Palomino, 101; 10. Tao Corretel,

B, GASGAS, 85.

Ferner: 13. Scharinger, 66; 14. Eddi Haustein, D, KTM,

64; 20. R.Monzer, D, KTM, 31; 27. Steiner, 14; 28. Cannavo,

12; 29. Noah Jacobi, D, Husqvarna, 10; 30. B.Macho,

A, GASGAS, 9; 34. Jasper Schade, D, KTM, 4;

35. P.Schupbach, CH, GASGAS, 4; 36. Matteo Bauten, D,

GASGAS, 3; 37. Jason Senn, CH, KTM, 3; 39. E.Gruhn, D,

KTM.

9/22 MOTOCROSS ENDURO 21


MOTOCROSS-WM

LOMMEL/B

BOGERS STÜRMT DAS PODEST

Brian Bogers • Fotos: Fullspectrum

GEERTS BAUT MX2-FÜHRUNG AUS

Brian Bogers und Jago Geerts präsentierten sich auf der herausfordernden Strecke in Lommel in

Top Form und fuhren die Gesamtsiege in der MXGP- und MX2-Klasse ein. Lommel ist bekannt dafür,

jedes Jahr eines der härtesten Rennen der Saison zu sein. Und dieses Jahr bildete keine Ausnahme,

hinzu kam die enorme Hitze, die selbst die besten Sandfahrer der Welt auf die Probe stellte.

MXGP

Im ersten Lauf sicherte sich Jorge Prado

den Holeshot, gefolgt von Tim Gajser, Jeremy

Seewer und Brian Bogers. Dahinter

platzierten sich Romain Febvre und Calvin

Vlaanderen. Seewer überholte Gajser,

und auch Bogers ließ den Slowenen hinter

sich. Gajser wehrte sich kurz, doch

Bogers konnte sich behaupten. Febvre

zog in der dritten Runde an Gajser vorbei

und kurz danach tat Vlaanderen es ihm

gleich. Seewer fiel auf den 4. Platz zurück,

während Bogers sich auf den

2. Rang mit Febvre im Schlepptau vorarbeitete.

Mit einem Überraschungsmanöver

verdrängte Bogers Prado von der Spitze.

Bogers gewann schließlich das Rennen

vor Vlaanderen, Febvre, Coldenhoff

und Renaux.

Im zweiten Rennen gewann Prado zum

15. Mal in dieser Saison den Holeshot. Er

führte vor Ben Watson, Coldenhoff, Bogers,

Seewer, Febvre und Gajser. Colden-

hoff überholte Watson, der bis zum Ende

der ersten Runde auf den 6. Platz zurückgefallen

war. Sodann setzte Coldenhoff

Prado unter Druck und lag in Runde 4 in

Führung. Im Anschluss pushte Febvre Prado,

der stürzte und beendete das Rennen

schließlich als Siebter. Sieger wurde Coldenhoff

vor Vlaanderen und Bogers.

Febvre wurde Vierter, während Seewer es

schaffte, sich auf den 5. Platz zurückzukämpfen.

Der Gesamtsieg ging somit an

Bogers vor Vlaanderen und Coldenhoff.

Obwohl Gajser das Podium verpasste und

das ganze Wochenende über mit den

schwierigen Streckenbedingungen und

der Hitze zu kämpfen hatte, führt er weiterhin

die MXGP-Meisterschaftswertung

an und liegt jetzt 122 Punkte vor Seewer.

MX2

Holeshotwinner im ersten Lauf wurde Jago

Geerts. Schnell aber übernahm sein

Teamkollege Thibault Benistant die Führung.

Vor Ende der ersten Runde konnte

Roan van de Moosdijk zu Benistant aufschließen

und die Pole übernehmen. Geerts

rückte bald wieder auf den 2. Platz

vor, während Kay de Wolf Benistant hinter

sich ließ. In Runde 3 lag Geerts wieder an

der Spitze. De Wolf heftete sich an van de

Moosdijks Fersen und zog schließlich an

ihm vorbei. Liam Everts war gut gestartet

und lag unter den ersten fünf. In Runde 8

überholte er Benistant und rückte auf den

4. Platz vor. An der Spitze des Feldes lieferten

sich Geerts und de Wolf großartige

Fights. Zur gleichen Zeit überholte Everts

van de Moosdijk , stürzte aber später und

fiel auf den 6. Platz zurück. Letztlich konnte

er das Rennen aber noch als Fünfter beenden.

In Runde 8 übernahm de Wolf die

Führung von Geerts und gab sie bis ins

Ziel nicht mehr ab. Dritter wurde Simon

Längenfelder vor Benistant und Everts.

Im zweiten Rennen war es wieder Geerts,

der den Holeshot gewann. Auf den Plät-

22 MOTOCROSS ENDURO 9/22


zen folgten de Wolf, Jan Pancar, Längenfelder,

van de Moosdijk und Tom Vialle.

Pancar fiel auf den 8. Platz zurück. De

Wolf fuhr die schnellste Runde des Rennens

und hatte nur noch einen Rückstand

von 0,805 Sekunden auf Geerts. In der

dritten Runde übernahm de Wolf die Führung.

Und auch Längenfelder überholte

Geerts, dem ein Fahrfehler unterlaufen

war. In Runde 7 lag Geerts wieder vorne,

dahinter Längenfelder. Aber de Wolf gab

nicht auf und schaffte es, zwei Runden

Fahrerstimmen

Brian Bogers: Ich weiß gar nicht, was ich

sagen soll … wenn man hier oben auf dem

Treppchen steht. Es ist einfach unglaublich.

Es war ein wirklich hartes Rennen,

aber wir haben es geschafft. Am Ende war

es knapp. Ich hatte ursprünglich gehofft,

den Flow aus dem ersten ins zweite Rennen

mitnehmen zu können, aber das hat

nicht so geklappt. Trotzdem haben wir es

geschafft, jede Runde und bis zum Ende

des Rennens zu pushen.

Calvin Vlaanderen: Es war ein guter Tag.

Um ehrlich zu sein, wollte ich natürlich

den Sieg. Auch mein Team dachte, dass

ich das schaffen würde, aber ich bin trotzdem

zufrieden. Es war eines der härtesten

Rennen in Lommel, die ich je gefahren

bin. Ich habe alles gegeben und bin sehr

glücklich und sehr stolz auf mich.

Glenn Coldenhoff: Es war eine harte Woche.

Ich war krank und habe die ganze

Woche nichts gemacht. Wenn man in

Lommel bei einem GP startet, ist man normalerweise

vorbereitet, motiviert und zuversichtlich,

dass man gewinnen kann.

Diesmal habe ich mich nicht so gefühlt.

vor Schluss den Deutschen wieder zu

überholen. Längenfelder stürzte und

konnte nur noch den 9. Platz ins Ziel retten.

Geerts gewann schließlich das Rennen

vor de Wolf und Kevin Horgmo, der

zwei Runden vor Schluss Vialle überholen

konnte. Van de Moosdijk wurde Fünfter.

Geerts gewann somit seinen Heim-Grand-

Prix vor de Wolf und Vialle und führt die

WM-Wertung mit 23 Punkten vor Vialle

und Längenfelder an.

Tom Vialle • Fotos: KTM

Ich hatte wenig Energie und wusste, dass

ich mir im ersten Lauf meine Kräfte einteilen

musste, um auch in Rennen 2 gut abzuschneiden.

Ich schaffte es, Vierter zu

werden und kalkulierte, dass ich mit etwas

Glück noch den Gesamtsieg holen

könnte. Aber so ist es nicht gekommen.

Trotzdem bin ich glücklich. In Lommel einen

Laufsieg zu holen, ist etwas ganz Besonderes.

Jago Geerts: Lommel ist immer ein harter

GP. Ich bin sehr zufrieden mit den beiden

Holeshots. Das war wirklich schön und es

macht es immer viel einfacher. Im ersten

Rennen fuhr Kay (de Wolf) wirklich gut

und war schnell. Mehr als der 2. Platz war

da für mich nicht drin. Im zweiten Lauf

fühlte ich mich wirklich gut und konzentrierte

mich nur darauf, mein Tempo zu

kontrollieren, weil ich wusste, dass es ein

wirklich langes Rennen werden würde.

Nachdem ich Kay überholt hatte, konnte

ich meinen Heim-Grand-Prix gewinnen

und meine Meisterschaftsführung ausbauen.

Das war wirklich wichtig für die

Meisterschaft und darüber bin ich glücklich.

Motocross-WM - 14. Lauf - Lommel/B - 23./24.7.2022

Gesamtergebnisse:

MXGP: 1. Brian Bogers, NL, Husqvarna; 2. Calvin Vlaanderen,

NL, Yamaha; 3. Glenn Coldenhoff, NL, Yamaha;

4. Romain Febvre, F, Kawasaki; 5. Jeremy Seewer, CH, Yamaha;

6. Maxime Renaux, F, Yamaha; 7. Tim Gajser, SLO,

Honda; 8. Jorge Prado, E, GASGAS; 9. Brent van Doninck,

B, Yamaha; 10. Henry Jacobi, D, Honda.

Ferner: 14. Tom Koch, D, KTM; 23. Kevin Brumann, CH, Yamaha.

Stand (nach 14 von 18 Veranstaltungen): 1. Gajser, 605

Punkte; 2. Seewer, 483; 3. Prado, 465; 4. Coldenhoff,

442; 5. Renaux, 441; 6. Ruben Fernandez, E, Honda, 342;

7. Bogers, 332; 8. Vlaanderen, 312; 9. Pauls Jonass, LV,

Husqvarna, 287; 10. Jeremy van Horebeek, B, Beta, 239.

Ferner: 13. Jacobi, 187; 22. Koch, 69; 23. Valentin Guillod,

CH, Yamaha, 42; 44. Brumann, 5.

MX2: 1. Jago Geerts, B, Yamaha; 2. Kay de Wolf, NL,

Husqvarna; 3. Tom Vialle, F, KTM; 4. Simon Längenfelder,

D, GASGAS; 5. Roan van de Moosdijk, NL, Husqvarna;

6. Thibault Benistant, F, Yamaha; 7. Liam Everts, B, KTM;

8. Andrea Adamo, I, GASGAS; 9. Kevin Horgmo, N, Kawasaki;

10. Stephen Rubini, F, Honda.

Ferner: 20. Marcel Stauffer, A, KTM; 21. Noah Ludwig, D,

KTM.

Stand (nach 14 von 18 Veranstaltungen): 1. Geerts, 590

Punkte; 2. Vialle, 567; 3. Längenfelder, 469; 4. Horgmo,

410; 5. Benistant, 378; 6. Adamo, 365; 7. Mikkel Haarup,

DK, Kawasaki, 358; 8. Rubini, 321; 9. de Wolf, 320;

10. Isak Gifting, S, KTM, 255.

Ferner: 18. Sydow, 104; 21. Kevin Brumann, CH, Yamaha,

82; 36. Ludwig, 19; 39. Staufer, 18; 57. Mike Gwerder,

CH, KTM, 4; 58. Maximilian Spies, D, KTM, 4;

59. N.Greutmann, D, 3.

EMX250: 1. Lucas Coenen, B, Husqvarna; 2. Rick Elzinga,

NL, Yamaha; 3. Andrea Bonacorsi, I, Yamaha; 4. Camden

McLellan, ZA, KTM; 5. Cornelius Toendel, N, Fantic;

6. Maximilian Spies, D, KTM; 7. Guillem Farres, E, KTM;

8. Meico Vettik, EST, KTM; 9. Eddie Wlade, E, Kawasaki;

10. Quentin Marc Prugnieres, F, Kawasaki.

Ferner: 18. Cato Nickel, D, KTM.

Stand (nach 7 von 10 Veranstaltungen): 1. Elzinga, 281

Punkte; 2. Toendel, 251; 3. Coenen, 208; 4. Bonacorsi,

206; 5. McLellan, 189; 6. Prugnieres, 163; 7. Hakon

Osterhagen, N, Fantic, 158; 8. D.Braceras, E, KTM, 147;

9. Spies, 126; 10. J.Talviku, EST, KTM, 113.

Ferner: 11. Mike Gwerder, CH, KTM, 102; 17. Marcel Staufer,

A, KTM, 60; 35. Nickel, 9.

EMX125: 1. Janis Martins Reisulis, LV, KTM; 2. Julius Mikula,

CZ, KTM; 3. Karlis Alberts Reisulis, LV, Yamaha; 4. Cas

Valk, NL, Fantic; 5. Francisco Garcia, E, GASGAS; 6. Mads

Fredsoe, DK, KTM; 7. Nicolai Skovbjerg, DK, Yamaha;

8. Adrien Petit, F, Yamaha; 9. Edgar Canet, E, GASGAS;

10. Lucas Bruhn, DK, Husqvarna.

Ferner: 12. Maximilian Werner, D, KTM; 24. Lyonel Reichl,

CH, Husqvarna.

Stand (nach 7 von 9 Veranstaltungen): 1. Valk, 289 Punkte;

2. K.Reisulis, 254; 3. Alexis Fueri, F, Fantic, 237;

4. J.Reisulis, 226; 5. Ivano van Erp, NL, Yamaha, 196;6.

Mikula, 165; 7. M.Rossi, F, KTM, 146; 8. F.Zanchi, I, Yamaha,

116; 9. Petit, 109; 10. Mathis Valin, F, GASGAS, 103.

Ferner: 20. Werner, 43; 25. M.Ernecker, A, Husqvarna,

30; 39. Eric Rakow, D, KTM, 12; 51. Reichl, 6.

Kay de Wolf: Es war unglaublich, das erste

Rennen zu gewinnen. Aber im zweiten

Lauf war Jago (Geerts) einfach nicht zu

halten. Ich habe mein Bestes gegeben,

bin Zweiter geblieben und Gesamtzweiter

geworden. Es war ein harter GP, aber darauf

können wir aufbauen.

Tom Vialle: Ein harter GP. Das Wochenende

begann mit dem Sturz im Qualifikationsrennen

nicht so gut. Aber heute endete

es ziemlich gut. Ich war überrascht,

dass ich mit den Plätzen 7 und 4 auf dem

Gesamtpodium gelandet bin. Mein Rhythmus

war im ersten Rennen nicht so toll –

zu viele Fehler – aber im zweiten Rennen

konnte ich mich verbessern. Es war nicht

das Grand-Prix-Ergebnis, auf das ich gehofft

hatte, es hätte aber auch durchaus

schlechter laufen können.

Simon Längenfelder: Ich hatte heute zwei

gute Starts! Ich habe mir im ersten Lauf

Zeit gelassen und bin Dritter geworden.

Im zweiten Lauf bin ich wirklich gut gefahren

und war Zweiter. Doch dann habe ich

zu viele Fehler gemacht und wurde Neunter.

9/22 MOTOCROSS ENDURO 23


MOTOCROSS: ADAC MX MASTERS

Tensfeld

MAXIMUM

NAGL

Max Nagl

24 MOTOCROSS ENDURO 9/22


Bei der vierten Runde des ADAC MX Masters

in Tensfeld baute Max Nagl vor 8500 begeisterten

Fans die Tabellenführung mit der

Maximalpunktzahl aus. Jordi Tixier hielt mit

drei 2. Plätzen den Schaden in der Meisterschaft

gering. Tom Koch bestätigte mit

Gesamtrang 3 seinen Aufwärtstrend.

• Max Nagl gewinnt alle drei Wertungsläufe

• Jordi Tixier wird Zweiter vor Tom Koch

• Begeisterte Fans verfolgen Rennen vor Traumkulisse

Im ersten Wertungslauf am Samstagnachmittag

lenkte Max Nagl seine Husqvarna

als Erster über die Red Bull Holeshot-Linie

der ADAC MX Masters-Klasse, nachdem

er zuvor zum ersten Mal in dieser

Saison der LS2 Best Qualifier war. Sein

engster Verfolger im Klassement, Jordi Tixier,

heftete sich an die Fersen des Tabellenführers.

Tom Koch verdrängte in der

dritten Runde Nicklas Bjerregard (DK)

vom 3. Rang. In derselben Runde musste

Gianluca Ecca (D) den 5. Platz Roan van de

Moosdijk (NL) überlassen. Die Spitze zog

sich schnell auseinander und die Top Drei

fuhren nach wenigen Runden jeweils ein

einsames Rennen. Im letzten Renndrittel

tauschten van de Moosdijk und Bjerregard

noch die Plätze. Somit siegte Nagl

mit einem Start-Ziel-Sieg vor Tixier, Koch,

van de Moosdijk und Bjerregard. Lukas

Platt (D) brachte mit Rang 6 sein bestes

Ergebnis 2022 ins Ziel.

Am Sonntag musste sich Nagl im zweiten

Wertungslauf beim Startsprint lediglich

Bjerregard geschlagen geben, übernahm

jedoch noch in der ersten Runde die Führung.

In den folgenden Runden wurde der

Däne auch noch von Tixier, Adam Sterry

(GB) und Koch passiert. An der Spitze waren

die Positionen schnell bezogen und

jeder Pilot fuhr ungefährdet für sich das

Rennen. Van de Moosdijk arbeitete sich

auf der 250-ccm-Viertakt-Husqvarna nach

dem Start vom 11. Rang immer weiter

nach vorne vor und verdrängte Bjerregard

bei Rennmitte aus den Top Fünf. Nagl gewann

vor Tixier, Sterry, Koch und van de

Moosdijk. Platz 6 und damit sein bestes

Saisonergebnis erkämpfte sich Tim Koch

(D).

Im dritten Wertungslauf überfuhr Nagl

zwar als Erster die Red Bull Holeshot-Linie,

wurde jedoch von Sterry direkt im Anschluss

überholt. Die Führung des Briten

hielt nur eine Runde, bevor Nagl sich an

die Spitze setzte. In der dritten Runde zogen

auch Tixier und Tom Koch an Sterry

vorbei. Erneut waren die Positionen

schnell bezogen und änderten sich bis

ins Ziel nicht mehr, auch wenn Tixier Nagl

zwischenzeitlich näherkam. Hinter den

Top -Vier platzierte sich zunächst Kevin

Brumann (CH) auf dem 5. Rang. Erst zu

Rennmitte musste er van de Moosdijk den

Vortritt lassen und stürzte dann im weiteren

Verlauf, sodass er vorzeitig das Rennen

beendete. Somit war erneut Nagl

9/22 MOTOCROSS ENDURO 25


MOTOCROSS: ADAC MX MASTERS

siegreich vor Tixier, Tom Koch, Sterry und

van de Moosdijk. In der Veranstaltungswertung

gewann ebenfalls Nagl vor Tixier

und Koch. Sterry und van de Moosdijk

rundeten die Top Fünf ab. In der Meisterschaft

baute Nagl seinen Vorsprung auf

Tixier, Tom Koch und Sterry weiter aus.

Tim Koch verdrängt mit drei Top-Ten-Laufergebnissen

in Tensfeld Stefan Ekerold

(D), der zwei Ausfälle durch technischen

Defekt hinnehmen musste, vom 5. Rang

in der Tabelle.

„Das war ein super Wochenende. Ich hatte

hervorragende Starts, nachdem wir in

der vergangenen Woche das Motorrad

diesbezüglich weiterentwickelt haben.

Das Tempo in den Rennen war hoch und

meine Konkurrenten sind stark gefahren.

Momentan läuft es gut und ich versuche,

diesen Schwung so lange wie möglich zu

erhalten. Es steckt jedoch viel harte Arbeit

hinter den Erfolgen“, zeigte sich Nagl

zufrieden.

„Meine Starts werden immer besser, wodurch

es etwas leichter für mich in den

Rennen wird. Max fährt derzeit sehr gut

und ist erholt. Durch meine Teilnahme an

den MXGP und dem ADAC MX Masters habe

ich einen vollen Terminkalender. Ich

habe jedoch momentan viel Spaß am Fahren

und das ist der Schlüssel zum Erfolg“,

gab sich Tixier zuversichtlich.

„Das Rennen in Tensfeld ist jedes Jahr eine

Herausforderung und anstrengend.

Wir hatten dieses Wochenende aber hervorragende

Rennbedingungen. Ich habe

ein immer besseres Set-up meiner Maschine

gefunden, konnte im dritten Lauf

das Tempo an der Spitze für eine Weile

mitgehen und habe mich dabei wohl gefühlt.

Das ist die richtige Richtung, an der

ich bei den nächsten Rennen anknüpfen

möchte“, so Tom Koch über das Rennen.

Maximilian Spies und Ivano Van Erp

gewinnen die Nachwuchsklassen

Maximilian Spies erkämpft sich Gesamtsieg

im ADAC MX Youngster Cup • Ivano

van Erp dominiert den ADAC MX Junior

Cup 125 • Guillem Farres und Ivano van

Erp behalten Tabellenführung

Der ADAC MX Youngster Cup ging in Tensfeld

vor 8500 begeisterten Fans am Wochenende

in die vierte Etappe, während

der ADAC MX Junior Cup 125 die dritte

Meisterschaftsrunde absolvierte. Maximilian

Spies (D) setzte sich nach drei abwechslungsreichen

Rennen im ADAC MX

Youngster Cup durch. Neben Spies gingen

die weiteren Laufsiege an Guillem

Farres (E) und Noah Ludwig (D). Im ADAC

MX Junior Cup 125 brillierte Ivano van Erp

(NL) als LS2 Best Qualifier und mit der

Maximalpunktzahl aus den drei Wertungsläufen.

In den Meisterschaften behalten

Farres und van Erp die Tabellenführung.

ADAC MX Youngster Cup

Im ersten Wertungslauf des ADAC MX

Youngster Cup gewann Yago Martinez (E)

den Red Bull Holeshot, musste jedoch

schon in der ersten Runde die Führung an

Tabellenführer Guillem Farres abtreten.

Eine Runde später zogen nach einem

Sturz der LS2 Best Qualifier Maximilian

Spies und Rasmus Pedersen (DK) am Spanier

vorbei. Die Top Drei setzten sich nach

drei Runden bereits stark vom Rest des

Feldes ab. Einen hervorragenden Lauf

fuhr Leon Rehberg (D), der über weite Teile

des Rennens auf dem 4. Platz lag. Bei

Halbzeit hatte sich der Kampf um die Führung

auf Farres und Spies reduziert, Pedersen

fuhr auf Rang 3 ein einsames Rennen.

Fünf Runden vor Schluss erhöhte

Spies zunächst den Druck auf den Spanier

und ging dann in Führung. Schnell

fuhr er einen kleinen Vorsprung heraus

und verbuchte nach der Poleposition seinen

ersten Laufsieg der Saison vor Farres

und Pedersen. Camden McLellan (ZA) hatte

einen schlechten Start, verdrängte jedoch

Rehberg zwei Runden vor Schluss

noch auf den 5. Rang. Im zweiten Wertungslauf

am Sonntagvormittag setzte

sich Farres beim Red Bull Holeshot durch,

gefolgt von Pedersen, Sem de Lange (NL),

Martinez und Spies. Bis zur vierten Runde

schob sich Spies auf den 2. Rang vor,

doch Farres hatte sich bereits einen deutlichen

Vorsprung herausgefahren. Wie im

ersten Lauf mussten sich McLellan und

Ludwig nach einem Start außerhalb der

Top Ten nach vorne arbeiten. Bei Rennmitte

lag der Südafrikaner bereits in den Top

Fünf. In der zweiten Rennhälfte setzte

sich das Spitzenduo Farres und Spies

deutlich nach vorne ab. Zeitgleich zeigte

Ludwig ein hohes Tempo und drängte in

26 MOTOCROSS ENDURO 9/22


Ivano van Erp

Richtung Spitzenplätze vor. Drei Runden

vor Rennende überholte er innerhalb einer

Runde McLellan und Pedersen und

setzte sich auf die 3. Position. Farres konterte

mit dem Sieg vor Spies, Ludwig,

McLellan und Pedersen. Im dritten Rennen

setzte sich der amtierende ADAC MX

Junior Cup 125-Champion Scott Smulders

(NL) hauchdünn gegen Martinez beim

Start durch, während Spies in der ersten

Kurve zu Boden ging. Martinez übernahm

vor der zweiten Kurve die Führung, doch

Pedersen überholte die beiden Spitzenreiter

noch in der ersten Runde. Farres haderte

in der ersten Runde mit einem Start

im vorderen Mittelfeld und stürzte dann

kurz vor dem Ziel während eines Zweikampfs.

Damit starteten die beiden bisherigen

Laufsieger eine Aufholjagd vom

Ende des Feldes. In der dritten Runde

schnappte sich Martinez die Führung zurück,

zeitgleich verdrängte Ludwig Paul

Bloy (D) vom 3. Rang. Ludwig nutzte die

folgenden Runden, um die Führung von

Martinez zu übernehmen und zog im Anschluss

mit konstant hohem Tempo dem

Rest des Feldes davon. McLellan hatte

abermals eine schlechte Startphase,

übernahm jedoch drei Runden vor Rennende

den 4. Rang von Magnus Smith

(DK). Ludwig gewann das Rennen vor Martinez,

Pedersen und McLellan. In einem

Kraftakt schaffte es Spies, in der letzten

Runde noch vorbei an Smith auf die 5. Position,

Farres Aufholjagd endete auf dem

14. Rang. In der Veranstaltungswertung

gewann Spies vor Ludwig, Pedersen, Farres

und McLellan. Farres baut in der Meisterschaft

seinen Vorsprung vor McLellan

aus. Spies liegt dort auf dem 3. Rang vor

Ludwig und Martinez.

„Es war mein Ziel, hier in Tensfeld aufzuholen,

auch wenn ich damit keinen Startsturz

wie im dritten Rennen gemeint hatte.

Ich habe stark an meinen Starts gearbeitet,

was sich inzwischen positiv bemerkbar

macht. Farres hat begonnen,

Spielchen zu treiben, aber ich denke, mit

der Bestzeit im Training, einem Laufsieg

und dem Gesamtsieg hier, habe ich die

passenden Antworten auf der Strecke geliefert“,

zeigte sich Spies zufrieden.

ADAC MX Junior Cup 125

Beim dritten Rennen des Jahres im ADAC

MX Junior Cup 125 gewann Bence Pergel

(H) den Red Bull Holeshot am Samstag.

Doch der Tabellenführer und LS2 Best

Qualifier Ivano van Erp heftete sich gleich

ans Hinterrad des Ungarn. Bereits nach

der zweiten Runde setze sich das Duo

vom Rest des Feldes ab. In der vierten

Runde übernahm van Erp die Spitze und

fuhr bis ins Ziel einen Vorsprung von beinahe

30 Sekunden auf Pergel heraus.

Hinter dem Spitzenduo fuhr sich der mittelmäßig

gestartete Janis Martins Reisulis

(EST) immer weiter nach vorne. Auch Maximilian

Werner (D) und Roberts Lusis (LV)

zeigten einen Drang in Richtung Spitzenplatzierungen.

Nachdem Reisulis auf dem

3. Rang lag und freie Fahrt hatte, fuhr er

ähnliche Rundenzeiten wie van Erp, konnte

Pergel jedoch nicht mehr gefährlich

werden. Zwei Runden vor Rennende fiel

hinter Maximilian Ernecker (A) Werner mit

einem technischen Defekt aus. Van Erp

gewann vor Pergel, Reisulis, Ernecker und

Lusis. Im zweiten Lauf ging der Red Bull

Holeshot an den amtierenden ADAC MX

Junior Cup 85-Champion Vitaszlav Marek

(CZ), doch Eric Rakow (D) übernahm noch

in der ersten Runde die Spitze. Nach einem

Sturz in der zweiten Runde fiel van

Erp auf den 10. Rang zurück, wodurch Pergel

vor Karlis Alberts Reisulis (EST) und

Ernecker auf die Positionen 3 bis fünf vorrückten.

Marek übernahm nach einem

Fehler Rakows in der dritten Runde die

Führung vor Karlis Alberts Reisulis. Mit

Rundenzeiten, die zwei bis vier Sekunden

schneller als die der Spitze waren, arbeitete

sich van Erp in der sechsten Runde

auf die Spitzenposition vor Marek und

Reisulis. Pergel stürzte drei Runden vor

Schluss, wodurch Janis Martins Reisulis

die 4. Position übernahm. Van Erp gewann

das Rennen mit über 16 Sekunden

Vorsprung vor Marek, den beiden Reisulis-Brüdern

und Rakow. Auch im dritten

Lauf ging der Red Bull Holeshot an Marek,

doch van Erp übernahm schnell die Spitze.

Janis Martins Reisulis verdrängte Marek

in der zweiten Runde von der Verfolgerposition,

eine Runde später fuhr sein

älterer Bruder auf Rang 3 vor. Die beiden

Brüder duellierten sich bei Rennmitte sehenswert,

doch Janis Martins behielt die

Oberhand und setze sich in Folge wieder

etwas ab. Van Erp fuhr mit dem Laufsieg

das Punktemaximum in Tensfeld vor Janis

Martins Reisulis, Karlis Alberts Reisulis,

Marek und Ernecker ein, was auch die Top

Fünf der Veranstaltungswertung darstellt.

Van Erp baut damit den Vorsprung in der

Meisterschaft vor Janis Martins Reisulis,

Marek, Julius Mikula (CZ) und Karlis Alberts

Reisulis aus.

„Ich habe in den letzten Wochen viel an

meinen Starts gearbeitet, denn ein guter

Start macht das Rennen 50 Prozent einfacher.

Die Mühe hat sich gelohnt und ich

hatte ein perfektes Wochenende, von

dem Sturz im zweiten Lauf mal abgesehen.

Alle drei Rennen zu gewinnen, fühlt

sich super an“, strahlte van Erp bei der

Siegerehrung.

Sämtliche Rennen beider Veranstaltungstage

können als Re-Livestream oder in

Einzelläufen kostenlos über die Playlist

ADAC MX Masters Bielstein angeschaut

werden. Alle Ergebnisse des Wochenendes

sind online unter adac.de/mx-masters

zu finden.

Tim Koch

Fotos: Steve Bauerschmidt

ADAC MX Masters - 4. Lauf - Tensfeld - 9./10.7.2022

Gesamtergebnisse:

MX Masters: 1. Max Nagl, Husqvarna; 2. Jordi Tixier, F, KTM;

3. Tom Koch, KTM; 4. Adam Sterry, GB, KTM; 5. Roan van de

Moosdijk, NL, Husqvarna; 6. Nicklas Bjerregard, DK, Yamaha;

7. Hardi Roosiorg, EST, KTM; 8. Tim Koch, Husqvarna; 9. Tanel

Leok, EST, Husqvarna; 10. Paul Haberland, Honda.

MX Youngster Cup: 1. Maximilian Spies, KTM; 2. Noah Ludwig,

KTM; 3. Rasmus Pedersen, DK, KTM; 4. Guillem Farres, E, KTM;

5. Camden McLellan, ZA, KTM; 6.Yago Martinez, E, KTM; 7. Peter

König, KTM; 8. Magnus Smith, DK, Yamaha; 9. Leon Rehberg,

KTM; 10. Kjell Verbruggen, NL, Kawasaki.

ADAC MX Junior Cup 125: 1. Ivano van Erp, NL, Yamaha; 2. Janis

Martins Reisulis, LV, KTM; 3. Karlis Alberts Reisulis, LV, Yamaha;

4. Vitazslav Marek, CZ, KTM; 5. Maximilian Ernecker, A,

GASGAS; 6. Bence Pergel, H, KTM; 7. Saku Mansikkamäki, FIN,

Husqvarna; 8. Eric Rakow, GASGAS; 9. Julius Mikula, CZ, KTM;

10. Magnus Gregersen, DK, GASGAS.

9/22 MOTOCROSS ENDURO 27


MOTOCROSS: ADAC MX MASTERS

Gaildorf

Valentin Guillod

28 MOTOCROSS ENDURO 9/22


Das ADAC MX Masters in Gaildorf läutete die

zweite Saisonhälfte ein. Die 17.000

begeisterten Fans am Wochenende erlebten

bei der fünften Runde der Meisterschaft

spannende Rennen auf einer schwierig zu fahrenden

Strecke. Valentin Guillod dominierte

die Veranstaltung mit drei Laufsiegen vor Tom

Koch und Jordi Tixier. Max Nagl behält

weiterhin die Tabellenführung.

GUILLOD BEENDET

NAGLS SIEGESSERIE

• Valentin Guillod mit perfekter Bilanz im Training und den Rennen

• Tom Koch und Jordi Tixier runden das Podium ab

• Max Nagl bleibt Tabellenführer

Im ersten Wertungslauf am Samstag setzte

sich mit Valentin Guillod vom Start weg

der LS2 Best Qualifier an die Spitze des

Feldes. Der Schweizer, der normalerweise

in Diensten des iXS hostettler Yamaha

MXGP Team steht, fuhr einen niemals gefährdeten

Start-Ziel-Sieg ein. In der zweiten

Runde presste sich Tom Koch an Jordi

Tixier vorbei auf den 2. Rang, während

sich der Meisterschaftsführende Max

Nagl vom 12. Platz nach der Startrunde

nach vorne arbeiten musste. Hinter dem

Spitzentrio balgten sich Kevin Brumann,

Boris Maillard und Adam Sterry um die

Verfolgerpositionen. In der siebten Runde

musste Koch den amtierenden ADAC MX

Masters-Champion Tixier wieder passieren

lassen. Eine Runde später ging Nagl

zu Boden, nachdem er bereits auf Position

4 vorgefahren war. Der Husqvarna-Pilot

nahm auf dem 8. Platz hinter Stefan

Ekerold und Michael Sandner die Fahrt

wieder auf. Maillard schob sich in einem

spannenden Zweikampf bei Rennmitte

auf den 4. Rang an Brumann vorbei,

musste den Schweizer jedoch im letzten

Renndrittel nach einer Attacke wieder vorbeilassen.

Sterry beendete das Rennen

aufgrund eines Sturzes vorzeitig. Damit

siegte Guillod vor Tixier, Koch, Brumann

und Maillard.

Im zweiten Wertungslauf am Sonntagnachmittag

ging der Red Bull Holeshot an

Nico Koch, der jedoch in der ersten Runde

Guillod und im folgenden Umlauf Nagl

und Tom Koch passieren lassen musste.

Guillod fuhr sich bei freier Fahrt sofort einen

Vorsprung vor den Gegnern heraus,

den er bis ins Ziel bis auf über 16 Sekunden

ausbaute. Tom Koch attackierte Nagl

anfangs, ohne den Tabellenführer jedoch

überholen zu können. In der vierten Runde

eroberte Tixier Rang 4 von Sandner,

danach waren die Spitzenpositionen bis

ins Ziel bezogen. Um Position 5 entstand

ein intensiver Kampf zwischen Sandner,

Brumann und Maillard, in dem die Positionen

immer wieder wechselten. Am Ende

setze sich Maillard vor dem Österreicher

und Schweizer durch und rundete

die Top Fünf hinter Guillod, Nagl, Koch

und Tixier ab.

Im dritten Lauf legte Guillod mit dem Red

Bull Holeshot vor Michael Sandner den

Grundstein für einen weiteren Start-Ziel-

9/22 MOTOCROSS ENDURO 29


MOTOCROSS: ADAC MX MASTERS

Maxime Grau

Sieg. Erneut setze sich der Yamaha-Pilot

schnell vom Rest des Feldes ab. Sandner

musste in der vierten Runde Tixier und

Koch ziehen lassen, eine Runde später

wurde er auch von Nagl passiert. Anfangs

machte Koch noch Druck auf Tixier, doch

der Franzose konnte sich im Rennverlauf

ein kleines Stück freifahren und auch

Nagl schien sich mit dem 4. Rang zufrieden

zu geben. Ekerold verdrängte bei

Rennmitte Sandner vom 5. Rang. Doch

vier Runden vor Schluss ging Tixier wegen

eines Flüchtigkeitsfehlers kurz zu Boden,

Koch und Nagl waren die Nutznießer. So

lautete die Reihenfolge im Ziel Guillod vor

Koch, Nagl, Tixier und Ekerold.

In der Veranstaltungswertung ging Guillod

mit der Maximalpunktzahl als Sieger

vor Koch, Tixier, Nagl und Maillard hervor.

In der Meisterschaft führt Nagl weiterhin

mit einem deutlichen Vorsprung von

51 Punkten vor Tixier und Koch. Sterry

ging nach seinem Ausfall am Vortag am

Sonntag nicht mehr an den Start, behält

jedoch den 4. Tabellenrang vor Tim Koch.

„Es war ein sehr gutes Wochenende für

mich: LS2 Best Qualifier, zwei von drei

Red Bull Holeshots und drei Laufsiege, es

war nahezu perfekt. Ich lag in allen Rennen

nach der ersten Runde an der Spitze,

das hat mir das Leben einfacher gemacht.

Ich fuhr zu Beginn der Läufe vorsichtig, da

ich nach der Bewässerung schwierig einschätzen

konnte, wie viel Grip man hatte.

Aber nach ein paar Runden fand ich das

Vertrauen und meinen Rhythmus und

konnte mich absetzen, obwohl das Fahrer-Level

enorm hoch war. Ich plane, auch

in Holzgerlingen am Start zu stehen“,

freute sich Guillod über sein Wochenende.

„Der Speed an der Spitze war das ganze

Wochenende extrem hoch, wir haben uns

gut gegenseitig gepusht. Valentin war

einfach etwas zu schnell für den Rest, für

mich war das Wochenende aber ein weiterer

Schritt in die richtige Richtung“,

fasste Koch sein Wochenende zufrieden

zusammen.

„Ich habe mich leider bereits am Samstag

etwas am Bein verletzt. Aber wir wissen

alle, dass dieser Sport hart sein kann.

Max ist dieses Jahr sehr stark und besitzt

schon einen guten Vorsprung in der Meisterschaft.

Ich gebe aber nicht auf und

nehme es jetzt Rennen für Rennen“, zeigte

sich Tixier kampfstark.

„Mein Wochenende war schwierig, am

Samstag steckte der Wurm drin mit einem

schlechten Start und dann noch einem

Sturz. Heute waren meine Starts gut, ich

konnte sie aber nicht in Siege ummünzen.

Ich war zwar schnell, aber nicht

schnell genug. Ich wollte jedoch auch

nicht übers Limit gehen, da das bei diesen

Bedingungen schnell zu einem Sturz

führen kann, wodurch man mehr Punkte

verlieren kann“, zog Nagl das Fazit zu seinem

Gaildorf-Wochenende.

Grau, Rossi und Doensen

siegen in den Nachwuchsklassen

Maxime Grau dominiert alle Läufe des

ADAC MX Youngster Cup • Marc-Antoine

Rossi gewinnt den ADAC MX Junior Cup

125 auf KTM Erlkönig • Gyan Doensen

holt Maximalpunktzahl im ADAC MX Junior

Cup 85

Der ADAC MX Youngster Cup ging am Wochenende

vor 17.000 Fans in die zweite

Saisonhälfte. Maxime Grau gewann alle

drei Wertungsläufe, während Guillem Farres

die Tabellenführung auf 61 Punkte

ausbaute. In der vierten Veranstaltung

des ADAC MX Junior Cup 125 setzte sich

Marc-Antoine Rossi gegen die Konkurrenz

durch und gewann zwei der drei Rennen.

Ivano van Erp führt die Meisterschaft mit

42 Punkten Vorsprung nach wie vor an. In

der dritten Runde des ADAC MX Junior

Cup 85 dominierte Gyan Doensen die

zwei Läufe. Nach einem durchwachsenen

Wochenende konnte Maxime Lucas die

Führung in der Tabelle knapp mit einem

Punkt vor Jonathan Frank verteidigen.

ADAC MX Youngster Cup

Es war das Wochenende des Maxime

Grau. Der Franzose war auf der schwierig

30 MOTOCROSS ENDURO 9/22


zu fahrenden Hartbodenstrecke des MSC

Gaildorf e. V. nicht zu schlagen. Als LS2

Best Qualifier gewann der Husqvarna-Pilot

die drei Wertungsläufe der Klasse.

Grau kam in allen Rennen als Führender

aus der ersten Runde und kontrollierte

das Feld, um mit Maximalpunktzahl abzuschließen.

Guillem Farres fuhr auf der

KTM dreimal auf das Podium und baute

seine Meisterschaftsführung auf 61 Punkte

aus, nachdem der Zweite der Meisterschaft,

Camden McLellan, die Qualifikationsvoraussetzungen

nicht erfüllte. Maximilian

Spies nutzte McLellans Pech, um

mit Gesamtrang 3 am Wochenende den

2. Platz in der Tabelle einzunehmen. Mit

guten Starts und einem 2., 3. und 5. Rang,

nach einem Sturz im dritten Lauf, zeigt

Spies‘ Formkurve weiter nach oben. Konstant

stark präsentierte sich auch Yago

Martinez, der sich mit den Positionen 5, 4

und 3 von Lauf zu Lauf steigerte, um den

4. Gesamtrang in Gaildorf zu erzielen. In

der Tabelle verkürzte er den Rückstand

auf den Viertplatzierten Noah Ludwig, der

in Gaildorf kein gutes Wochenende erlebte

und sogar einen Ausfall im dritten Rennen

verbuchen musste. Die Gesamt-Top-

Fünf in Gaildorf rundete ein stark fahrender

Cato Nickel mit den Laufergebnissen

4, 5 und 6 ab, nachdem er im ersten Lauf

den Red Bull Holeshot gewann und einige

Runden führte.

„Es war ein wirklich gutes Wochenende

für mich in Gaildorf. Ich hatte drei gute

Starts, die haben mir bei den anfangs rutschigen

Bedingungen das Leben erleichtert.

Ich habe mich hier von Beginn an

wohlgefühlt, es war dennoch nicht leicht,

die drei Rennen zu gewinnen, da die Gegner

alle sehr schnell sind“, freute sich

Maxime Grau über seinen zweiten Gesamtsieg

der Saison.

„Meine Starts waren nicht gut, damit habe

ich mir das Leben selbst schwer gemacht.

Nach dem Pech von McLellan besitze

ich inzwischen einen guten Vorsprung

in der Tabelle und habe versucht,

in den Rennen mit Blick auf die Meisterschaft

smart zu fahren. Aber bei drei Veranstaltungen

kann noch viel passieren,

ich werde mich nicht auf dem Vorsprung

ausruhen“, erklärte Guillem Farres.

ADAC MX Junior Cup 125

Die Fans in Gaildorf erlebten drei spannende

Rennen im ADAC MX Junior Cup

125, bei denen gleich mehrere Fahrer das

Tempo für den Sieg zeigten. Nach drei

Wertungsläufen stand der LS2 Best Qualifier

Marc-Antoine Rossi mit einem 2. Platz

und zwei Laufsiegen auf der obersten

Stufe des Podiums. Rossi fuhr in Gaildorf

auf einem Vorserienmodell der KTM 125

SX des kommenden Baujahres. Der Franzose

musste sich lediglich im ersten Lauf

dem erst 14-jährigen Janis Martins Reisulis

geschlagen geben. Der wurde mit einem

Laufsieg sowie einem 4. und 2. Platz

in der Gesamtwertung Zweiter. Der Meisterschaftsführende

Ivano van Erp kämpfte

nicht nur mit den Gegnern, sondern

auch mit Magenproblemen. Dennoch

zeigte er gute Rennen und lag im dritten

Lauf sogar in Führung, bis er im Zweikampf

mit Rossi zu Boden ging. Mit den

Positionen 3, 2 und 3 landete er auf dem

3. Gesamtrang und verlor in der Meisterschaft

lediglich 3 Punkte Vorsprung auf

Reisulis.

Karlis Alberts Reisulis fuhr den Red Bull

Holeshot im ersten Lauf ein, ging dann jedoch

im Rennverlauf zu Boden. Der ältere

Reisulis-Bruder beendete mit den Laufergebnissen

9, 3 und 5 das Wochenende auf

dem 4. Rang vor dem amtierenden ADAC

MX Junior Cup 85-Champion Vitaszlav Marek,

der die Gesamt-Top-Fünf mit den Rängen

5, 10 und 4 abrundete. In der Meisterschaft

führt van Erp vor Janis Martins Reisulis,

Marek, Julius Mikula und Karlis Alberts

Reisulis.

„Es war alles super an diesem Wochenende:

Die Strecke, die Fans, meine neue

KTM, die ich hier testen durfte und natürlich

auch der Gesamtsieg. Ich hatte gute

Duelle mit den anderen Fahrern, das Niveau

ist hier sehr gut, es ist eine tolle

Meisterschaft“, freute sich Marc-Antoine

Rossi über den Sieg bei seinem Gastauftritt.

„Ich bin zwar etwas enttäuscht, da ich im

dritten Lauf in Führung liegend nach einem

fairen Blockpass von Rossi gestürzt

bin. Aber gleichzeitig bin ich froh, dass

ich erneut auf dem Podium stehe und die

Führung in der Meisterschaft weiterhin

besitze“, erklärte Ivano van Erp nach der

Siegerehrung.

ADAC MX Junior Cup 85

In der jüngsten Rennklasse setzte sich

Gyan Doensen auf der Rennstrecke „Auf

der Wacht“ mit zwei Laufsiegen und damit

der Maximalpunktzahl durch. Im ersten

der zwei Wertungsläufe besiegte er

den LS2 Best Qualifier Mick Kennedy, der

den Red Bull Holeshot gewann, und Dex

Kooiker. Kennedy ging im zweiten Rennen

beim Start zu Boden und konnte das Rennen

erst mit fast einer Runde Rückstand

aufnehmen, wodurch er punktelos blieb.

Kooiker wurde im zweiten Lauf erneut

Dritter, dieses Mal musste er Aron Katona

den Vorrang lassen. Hinter Doensen,

Kooiker und Katona rundeten Kjetil Oswald

und Jayson van Drunen die Gesamt-

Top-Fünf ab. Der Meisterschaftsführende

Maxime Lucas hatte zwei schlechte Starts

und ging im zweiten Rennen dabei zu Boden.

Er kämpfte sich dann vom Ende des

Feldes noch bis auf den 16. Platz vor. Jonathan

Frank hatte ebenfalls ein herausforderndes

Wochenende, sah jedoch bis

zur letzten Runde des zweiten Laufes wie

der neue Tabellenführer aus. Doch nach

einem Sturz in der letzten Runde verlor er

drei Positionen, wodurch Lucas nach wie

vor die Tabelle anführt. Sein Vorsprung ist

jedoch bis auf einen Punkt geschrumpft.

„Ich bin wirklich zufrieden. Im ersten Lauf

hat es ein bisschen gedauert, bis ich an

der Spitze war. Doch in beiden Rennen

konnte ich in Führung liegend einen Vorsprung

herausfahren und das Rennen

kontrollieren. Leider musste ich die ersten

beiden Rennen der Meisterschaft auslassen.

Jetzt möchte ich mich in der Tabelle

noch in die Top-Drei fahren“, zeigte

sich Doensen äußerst zufrieden mit dem

Sieg.

„In Gaildorf steckte wirklich der Wurm

drin, meine Starts waren nicht gut und

nach dem Sturz im zweiten Lauf musste

ich alles geben, um noch in die Punkteränge

zu fahren. Ich bin froh, dass ich das

Red Plate, das ich seit Dreetz besitze, verteidigen

konnte und möchte die Tabellenführung

bis zum Ende der Saison behalten“,

sagte ein zerknirschter Maxime Lucas

nach dem zweiten Lauf.

Sämtliche Rennen beider Veranstaltungstage

können als Re-Livestream oder in

Einzelläufen kostenlos über die Playlist

ADAC MX Masters Bielstein angeschaut

werden. Alle Ergebnisse des Wochenendes

sind online unter adac.de/mx-masters

zu finden.

Fotos: Steve Bauerschmidt

ADAC MX Masters - 5. Lauf - Gaildorf - 30./31.7.2022

Gesamtergebnisse:

MX Masters: 1. Valentin Guillod, CH, Yamaha; 2. Tom Koch,

KTM; 3. Jordi Tixier, F, KTM; 4. Max Nagl, Husqvarna; 5. Boris

Maillard, F, Suzuki; 6. Stefan Ekerold, Husqvarna; 7. Kevin Brumann,

CH, Yamaha; 8. Michael Sandner, A, KTM; 9. Tim Koch,

Husqvarna; 10. Tanel Leok, EST, Husqvarna.

Stand (nach 5 von 8 Veranstaltungen): 1. Nagl, 346 Punkte;

2. Tixier, 295; 3. Tom Koch, 272; 4. Sterry, 185; 5. Tim Koch,

166; 6. Ekerold, Husqvarna, 162; 7. Guillod, 142; 8. Maillard,

135; 9. Sandner, 129; 10. Leok, 116.

MX Youngster Cup: 1. Maxime Grau, F, Husqvarna; 2. Guillem

Farres, E, KTM; 3. Maximilian Spies, KTM; 4. Yago Martinez, E,

KTM; 5. Cato Nickel, KTM; 6. Victor Alonso, E, Yamaha; 7. Mike

Gwerder, CH, KTM; 8. Edvards Bidzans, LV, Husqvarna; 9. Valentin

Kees, KTM; 10. Paul Bloy, KTM.

Stand (nach 5 von 8 Veranstaltungen): 1. Farres, 307 Punkte;

2. Spies, 246; 3. Camden McLellan, KTM, 224; 4. Noah Ludwig,

KTM, 198; 5. Martinez, 169; 6. Nickel, 151; 7. Gwerder, 143;

8. Grau, 140; 9. Peter König, KTM, 125; 10. Bloy, 112.

ADAC MX Junior Cup 125: 1. Marc-Antoine Rossi, F, KTM; 2. Janis

Martins Reisulis, LV, KTM; 3. Ivano van Erp, NL, Yamaha;

4. Karlis Alberts Reisulis, LV, Yamaha; 5. Vitazslav Marek, CZ,

KTM; 6. Mads Fredsøe, DK, KTM; 7. Maximilian Werner, KTM;

8. Magnus Gregersen, DK, GASGAS; 9. Julius Mikula, CZ, KTM;

10. Eric Rakow, GASGAS.

Stand (nach 4 von 6 Veranstaltungen): 1. van Erp, 276 Punkte;

2. J.M. Reisulis, 234; 3. Marek, 197; 4. Mikula, 176; 5. K.A. Reisulis,

168; 6. Werner, 137; 7. Maximilian Ernecker, A, Husqvarna,

132; 8. Bence Pergel, H, KTM, 116; 9. Rakow, 109; 10. Gregersen,

103.

ADAC MX Junior Cup 85: 1. Gyan Doensen, NL, Husqvarna;

2. Dex Kooiker, NL, Husqvarna; 3. Aron Katona, H, KTM; 4. Kjetil

Oswald, CH, KTM; 5. Jayson van Drunen, NL, Yamaha; 6. Marius

Adomaitis, LT, Husqvarna; 7. Vencislav Toshev, BG,

Husqvarna; 8. Jacob Bloch, DK, KTM; 9. Jonathan Frank, KTM;

10. Mick Kennedy, NL, KTM.

MX Junior Cup 85 - Stand (nach 3 von 6 Veranstaltungen):

1. Maxime Lucas, B, KTM, 122 Punkte; 2. Frank, 121; 3. van

Drunen, 111; 4. Katona, 101; 5. Adomaitis, 99; 6. Emil Ziemer,

Husqvarna, 94; 7. Mick Kennedy, NL, KTM, 84; 8. Kjetil, 72;

9. Toshev, 60; 10. Doensen, 50.

9/22 MOTOCROSS ENDURO 31


MOTOCROSS: DM 125 CCM + OPEN

Schweighausen

Linus Jung

RAKOW UND EKEROLD BAUEN FÜHRUNG AUS

• 99 Starter beim 49. Motocross in Schweighausen

• Rund 1800 Zuschauer verfolgten die Rennen am Pflingstberg

• Rakow und Ekerold bauen ihre Führung in der DM aus

• 3. Platz für Lokalmatador Mike Wiedemann im BW-Pokal

Am 17. Juli wurde das insgesamt 49.

ADAC-Motocross in Schweighausen auf

dem Pflingstberg ausgetragen. Es

herrschten erträgliche Temperaturen um

die 27 Grad. Rund 1800 Zuschauer säumten

die Strecke. Dank der neu installierten

Sprenkelanlage blieb die Strecke griffig

und so gut es möglich war auch staubfrei.

Insgesamt waren 99 Motocrosser angereist,

um Wertungspunkte zur Deut-

schen Meisterschaft oder zum BW-Pokal

einzufahren. Die Zuschauer suchten

schattige Plätze am Waldessaum, die Moderation

der Rennverläufe von Pascal

Greco vom befreundeten MSC Aichtal

drang bis in die letzte Ecke des Talkessels

unterhalb des Pflingstberghofes durch.

Klasse 1 - DM OPEN - 30 Minuten

Ohne Hubraumbegrenzung gingen 18 Motocrosser,

allen voran der aktuell in der

DM führende Stefan Ekerold aus Willich,

an den Start. Ekerold gewann den ersten

Lauf mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit

von 53 km/h vor Elias Stapel aus Mittelstadt

und Tim Koch aus Wormstedt. Im

zweiten Lauf wurden die Karten neu gemischt

und der Lauf von Boris Maillard

aus Weimar gewonnen. Zweiter wurde Nico

Koch aus Braunschweig vor Ekerold.

Letzterem war die beste Tageswertung

mit insgesamt 45 Meisterschaftspunkte

nicht mehr zu nehmen.

Klasse 2 - DM 125 ccm - 25 Minuten

Mit 21 Teilnehmern war das Startgitter für

den Massenstart optimal gefüllt. Aktuell

führt Eric Rakow aus Neubrandenburg als

32 MOTOCROSS ENDURO 9/22


eines Fahrers abgebrochen und wiederholt

werden. Die Zuschauer waren auf das

Abschneiden des Lokalmatadors Wiedemann

gespannt und fieberten über die

komplette Laufdistanz von 25 Minuten

mit dem Kaiserstühler Motocrosser mit,

der sich jedoch mit einem guten 3. Platz

im BW-Pokal zufrieden geben musste.

Zweiter wurde Kevin Keim aus Reutlingen

und den Klassensieg holte sich Nils Weinmann

aus Filderstadt.

• Text: rof; Fotos: kai-brake.de

Boris Maillard

Lukas Platt

Mark Scheu

KTM-Werksfahrer in der Deutschen Meisterschaft

125 ccm und reiste auch mit dieser

Favoritenrolle in die Ortenau an. Mit

einem Start-Ziel-Sieg behauptete er sich

auch auf dem Pflingstberg im ersten Wertungslauf.

Der Zweitplatzierte, Leon Rudolph

aus Gößnitz, verwies Aaron Kowatsch

aus Schwaigern nur knapp auf

den 3. Rang. Auch im zweiten Lauf erwischte

Rakow einen optimalen Start und

setzte sich bereits nach der ersten Runde

mit guten 50 Metern vom Verfolgerfeld

ab.

Ein weiterer Laufsieg war dem Neubrandenburger

nicht mehr zu nehmen. Somit

nahm Rakow optimale 50 Meisterschaftspunkte

mit und baute die Führung in der

DM weiter aus.

Klasse 3 - BW-Pokal - 15 Minuten

Allein in der Baden-Württembergischen

Pokalklasse hatten 60 Fahrer ihre Nennung

abgegeben und mussten sich letztlich

in zwei Halbfinalläufen für den Wertungslauf

qualifizieren. Vom veranstaltenden

MSC Schweighausen waren es

sieben Clubfahrer, die es in den 40-köpfigen

Kader des Endlaufes schafften. Mike

Wiedemann aus Endingen, auf einer KTM

und für den MSC Schweighausen startend,

hatte den besten Startplatz. Der

Wertungslauf musste in der ersten Runde

nach einem glimpflich verlaufenen Sturz

49. ADAC-Motocross Schweighausen - 16./17.7.2022

Gesamtergebnisse:

125-ccm-DM: 1. Eric Rakow, KTM; 2. John Vogelwaid, GASGAS;

3. Leon Rudolph, GASGAS; 4. Linus Jung, Husqvarna; 5. Aaron

Kowatsch, GASGAS; 6. Richard Stephan, KTM; 7. Colin Sarré,

Husqvarna; 8. Eddy Frech, GASGAS; 9. Oscar Denzau, GAS-

GAS; 10. Noel Schmitt, KTM.

Open-DM: 1. Stefan Ekerold, Husqvarna; 2. Boris Maillard, Suzuki;

3. Nico Koch, KTM; 4. Tim Koch, Husqvarna; 5. Elias Stapel,

KTM 6. Stefan Frank, Honda; 7. Toni Hoffmann, Honda;

8. Gabriel Chetnicki, PL, Suzuki; 9. Mark Scheu, Husqvarna;

10. Jonas Oerter, KTM.

BW-Pokal - Wertungslauf: 1. Nils Weinmann, KTM; 2. Kevin

Keim, KTM; 3. Mike Wiedemann, KTM; 4. Sascha Ströbele, Yamaha;

5. Tim Saur, Husqvarna; 6. Dennis Bahr, Husqvarna;

7. Marcel Kaltenbach, Husqvarna; 8. Felix Oßwald, KTM; 9. Tobias

Steiner, GASGAS; 10. Nico Meintel, KTM.

BW Cup - 50 ccm: 1. Daniel Nelich, KTM; 2. Sam Petreski, KTM;

3. Timo Künzel, Husqvarna; 4. Fritz Siegle, KTM; 5. Jakob

Streich, GASGAS; 6. Marvin Sirsninsch, KTM; 7. Noah Sander,

GASGAS; 8. Ben Steinbauer, Husqvarna; 9. Ben Maier, KTM;

10. Sam Weinberger, Husqvarna.

BW Cup - 65 ccm: 1. Paris Konstantinidis, GASGAS; 2. Benedict

Balduf, Husqvarna; 3. Nils Fauser, Yamaha; 4. Moritz Frank,

Husqvarna; 5. Rosalie Völker, Husqvarna; 6. Julian Verta, KTM;

7. Tim Burgermeister, Husqvarna; 8. Tim Kässer, KTM; 9. Rafael

Sanchez, KTM; 10. Lenny Bäuerle, KTM.

BW Cup - 85 ccm: 1. Marvin Vökt, KTM; 2. Marco Louis Stradinger,

Husqvarna; 3. Jan Leisinger, KTM; 4. Elias Philipp, GAS-

GAS; 5. Lasse Lohmann, GASGAS; 6. Mick Roder, GASGAS;

7. Felix Ankele, KTM; 8. Mailo Linke, GASGAS; 9. Henrik van de

Ketterij, Husqvarna; 10. Ben Tamme, KTM.

BW Cup - 125 ccm: 1. John Vogelwaid, KTM; 2. Aaron Kowatsch,

GASGAS; 3. Pierre Pichler, GASGAS; 4. Felix Schwartze, KTM;

5. Tom Militzer, KTM; 6. Simon Mäder, KTM; 7. Marc Munz,

KTM; 8. Leon Stradinger, KTM; 9. Justin Roll, KTM; 10. Elia Sillmann,

TM.

Classic: 1. Jürgen Häußler, Maico; 2. Edmund Hiemer, Husqvarna;

3. Stephan Jöst, Maico; 4. Uwe Weber; 5. Heinz Bernauer;

6. Anton Kutter, Maico; 7. Thomas Blattmann, Yamaha; 8. Uwe

Zink, Husqvarna; 9. Erich Sauter, Suzuki; 10. Armin Hofmann,

Hofa Spez.

Senioren & Ladies: 1. Sascha Löb, Husqvarna; 2. Peter Amann,

Yamaha; 3. Frank Wiedermann; 4. Angelina Felici, GASGAS;

5. Benny Horn, Honda; 6. Dirk Reutebuch, KTM; 7. Christian

Kaiser, Honda; 8. Uwe Gantner, Yamaha; 9. Karl Moser, Suzuki;

10. Alexander Brodbeck, TM.

9/22 MOTOCROSS ENDURO 33


AMA MOTOCROSS

6. Lauf - Southwick/USA

Eli Tomac • Foto: Yamaha

Tomac setzt erfolgsserie fort

Eli Tomac setzte seine Siegesserie in Southwick fort und gewann beide Läufe. Chase Sexton hat momentan ein Abo auf

die 2. Plätze abgeschlossen. Er wurde Zweiter vor Aaron Plessinger. Nachdem Ken Roczen in beiden Läufen den Holeshot

gezogen hatte, fiel er zurück, konnte aber mit den Plätzen 6 und 4 noch den 4. Gesamtrang erreichen.

Jett Lawrence demonstrierte mit zwei 1. Plätzen in der 250er-Klasse seine Dominanz.

Chase Sexton • Foto: Honda

Als das Gatter zum ersten Moto fiel, fand sich Tomac auf

dem 7. Rang wieder. In Runde 8 konnte er nach klugen

Überholmanövern die Führung übernehmen, die er bis

ins Ziel hielt. Mit sieben Sekunden Vorsprung gewann

er schließlich vor Chase Sexton und Christian Craig.

Auch im zweiten Lauf ging der Holeshot an Ken Roczen,

der sich aber nicht lange an der Spitze hielt. Tomac lag

nach dem Start auf Rang 4 und übernahm in Runde 8 die

Führung. Diesmal betrug sein Vorsprung auf Sexton im

Ziel 10 Sekunden. Platz 3 belegte Aaron Plessinger, der

sich auch in der Gesamtwertung Position 3 sicherte.

In der 250er-Klasse holte sich Jett Lawrence mit einem

Gesamtsieg das Red Plate zurück. Zweiter wurde Jo Shimoda

vor Justin Cooper.

36 MOTOCROSS ENDURO 9/22


Jett Lawrence: Das Qualifying lief super –

Platz 1 – und ich war mit meinen Starts

heute sehr zufrieden. Im zweiten Lauf reagierte

ich besser, steckte aber etwas tiefer

im Sand. Trotzdem konnte ich den Holeshot

holen. Ich hatte einen kleinen Kampf

mit Levi (Kitchen), konnte ihn aber bezwingen.

Die Strecke war heute brutal,

aber das Motorrad fühlte sich großartig

an und lief top. Es ist schön, das Red Plate

wieder zu haben.

Jo Shimoda: Mein Speed im ersten Rennen

stimmte. Ich benötigte aber zu viel

Zeit um aufzuholen, anstatt früh zu überholen.

In Moto 2 hatte ich einen guten

Start und überholte die vor mir liegenden

Jungs tatsächlich früher. Die Strecke war

aber zu diesem Zeitpunkt so schwierig,

dass ich im späteren Rennverlauf Levi Kitchen

nicht vom 2. Platz verdrängen konnte.

Ich bin trotzdem Gesamtzweiter geworden

und das ist ein gutes Ergebnis.

Justin Cooper: Es war mit Sicherheit einer

der besseren Tage, aber wir müssen uns

noch steigern. Unser Team hat Fortschritte

gemacht, und das hat sich in Southwick

gezeigt. Ich werde versuchen, mich weiter

zu verbessern, um wieder auf dem Podium

zu stehen. Denn da gehören wir hin.

Ken Roczen • Foto: Honda

Fahrerstimmen

Eli Tomac: Es war ein toller Tag. Es hätte

wirklich nicht besser laufen können. In

Moto 1 hatte ich nicht den besten Start,

aber ich konnte mich durchsetzen und

früh im Rennen durch einige Überholmanöver

an die Spitze kommen. In Moto 2

hatte ich einen viel besseren Start. Southwick

ist körperlich definitiv die härteste

Strecke des Jahres, also muss man einfach

durchhalten. Es war ein ganz besonderer

Tag für uns, ich bin stolz auf das

Team. Wir haben ein paar kleine Anpassungen

am Bike vorgenommen und das

hat sich ausgezahlt.

Chase Sexton: Mein erster Start war nicht

schlecht. Ich lag auf einer guten Position,

obwohl Eli (Tomac) mich überholte. Der

Start im zweiten Moto war nicht gut. Ich

glaube, ich lag außerhalb der Top Ten. Es

war schwer, nach vorne zu kommen. Die

Starts müssen unbedingt besser werden,

denn wenn du nach dem Start vorne

liegst, macht es alles viel einfacher. Ansonsten

kam ich mit dem Bike sehr gut zurecht.

In Southwick habe ich mich noch

nie so richtig wohlgefühlt. Mein bestes

Gesamtergebnis hier war bisher der

7. Platz. Rang 2 ist natürlich viel besser.

Aaron Plessinger

Foto: KTM

Aaron Plessinger: Ich habe mich im Qualifying

gut gefühlt, was sich mit Platz 19

nicht widerspiegelte. Auch im ersten Lauf

fühlte ich mich gut und fuhr auf den

5. Platz. In den letzten paar Runden verlor

ich meine Tear-offs und fiel auf den

7. Platz zurück. Im zweiten Rennen hatte

ich einen schlechten Start und musste

mich vorarbeiten. Schließlich konnte ich

Ken (Roczen) überholen und versuchte, Eli

ein bisschen Druck zu machen. Dabei

machte ich Fehler, sodass Chase (Sexton)

an mir vorbeiging. Insgesamt war es ein

wirklich guter Tag.

Ken Roczen: Southwick war eine harte

Nuss. Wir wissen natürlich, dass dieser

Track sehr speziell ist. Ich habe versucht,

mich im Vergleich zu den letzten Rennen

zu verbessern. Im ersten Moto konnte ich

nur Schadensbegrenzung betreiben. Für

den zweiten Lauf haben wir eine kleine

Änderung vorgenommen, die mir geholfen

hat. Aber ich habe noch kein bahnbrechendes

Set-up gefunden. Das Team leistet

großartige Arbeit, indem es alles tut,

um mich glücklich zu machen. Heute haben

wir nicht das Ergebnis geholt, das wir

wollten, aber ich bin froh, dass ich mich

im zweiten Rennen steigern konnte.

Lucas Oil AMA Pro Motocross Championship - 6. Lauf

Southwick/USA - 9.7.2022

Gesamtergebnisse:

450 ccm: 1. Eli Tomac, Yamaha (1/1); 2. Chase Sexton, Honda

(2/2); 3. Aaron Plessinger, KTM (7/3); 4. Ken Roczen,

Honda (6/4); 5. Christian Craig, Yamaha (3/8); 6. Max Anstie,

Honda (5/5); 7. Ryan Dungey, KTM (4/7); 8. Jason Anderson,

Kawasaki (8/6); 9. Benny Bloss, KTM (10/10);

10. Justin Barcia, GASGAS (13/9).

250 ccm: 1. Jett Lawrence, Honda (1/1); 2. Jo Shimoda, Kawasaki

(2/3); 3. Justin Cooper, Yamaha (3/4); 4. Levi Kitchen,

Yamaha (8/2); 5. RJ Hampshire, Husqvarna (4/5);

6. Stilez Robertson, Husqvarna (7/7); 7. Hunter Lawrence,

Honda (6/8); 8. Michael Mosiman, GASGAS (5/9); 9. Nate

Thrasher, Yamaha (15/6); 10. Jalek Swoll, Husqvarna

(12/10).

9/22 MOTOCROSS ENDURO 37


AMA MOTOCROSS

7. Lauf - Millville/USA

Eli Tomac • Foto: Yamaha

Tomac übernimmt Führung

Eli Tomac setzte seine Siegesserie beim Spring Creek National fort und übernahm die Führung im Klassement. Riesenpech

hatte Ken Roczen. Er stürzte in beiden Rennen und wurde nur Gesamtdreizehnter. In der 250er-Klasse bleibt Jett

Lawrence das Maß der Dinge. Mit zwei Laufsiegen sicherte er sich auch den Gesamtsieg.

Jett Lawrence • Foto: Honda

Eli Tomac führte das erste Rennen sofort an. Etwa zu

Halbzeit wurde er von Chase Sexton überholt. Nachdem

Sexton ein paar Runden später zu Boden ging, eroberte

Tomac die Führung zurück und gewann mit einem Vorsprung

von 14 Sekunden vor Sexton und Anderson. Im

zweiten Lauf konnte Tomac in Runde 4 die Führung

übernehmen. Er legte ein rasantes Tempo vor, aber Sexton

blieb immer dicht hinter ihm. Tomac blieb cool und

gewann auch den zweiten Lauf vor Sexton und Christian

Craig. Damit ging das Red Plate von Sexton an Tomac.

Mit einem weiteren Doppelsieg konnte sich 250er-Meisterschaftsleader

Jett Lawrence weiter im Klassement absetzen.

Platz 2 belegte Jo Shimoda vor Jetts Bruder Hunter.

38 MOTOCROSS ENDURO 9/22


gen. Der zweite Lauf war viel einfacher.

Ich hatte einen guten Start und konnte

Hunter auf Distanz halten.

Jo Shimoda: Ich denke, ich habe mit dem

2. Gesamtrang eine solide Leistung abgeliefert.

Im ersten Rennen konnte ich

schnelle Überholmanöver fahren und habe

gute Linien gefunden, aber wäre ich

besser gestartet, hätte ich nicht so viel

Kraft gebraucht, um aufs Podium zu kommen.

In Moto 2 war mein Start viel besser

und ich konnte den 2. Rang halten. Ich

wünschte nur, ich hätte mich im ersten

Rennen nicht so anstrengen müssen, um

etwas härter um den Sieg kämpfen zu

können. Insgesamt funktioniert das Motorrad

fantastisch und es ist großartig,

konstant vorne zu landen.

Hunter Lawrence: Moto 1 war hart. Ich lag

den größten Teil des Rennens in Führung

bis die Überrundeten Jett durchließen.

Dann wollte er natürlich gewinnen. Ich

gab alles, um nah genug an ihn heranzukommen,

um einen Pass zu machen. Das

hat aber leider nicht funktioniert. Im zweiten

Lauf war ich Erster doch dann kam der

Abbruch. Mein Neustart verlief nicht so

gut und ich musste mich durchs Feld arbeiten.

Das kostete enorm viel Kraft. Irgendwie

habe ich dann einfach bis zum

Ende des Rennens durchgehalten.

Jason Anderson • Foto: Kawasaki

Fahrerstimmen

Eli Tomac: Es war ein großartiges Wochenende

für uns hier in Millville. Der erste

Lauf war für mich eine Art Übung. Einmal

wurde ich sogar überholt, aber wir

haben versucht, aus unseren Fehlern zu

lernen und unsere Schwachstellen zu verbessern.

Wir haben diese Verbesserungen

für den zweiten Lauf umgesetzt. Ich

hatte das Gefühl, der Schnellste in Lauf 2

zu sein. Es war schön, das Red Plate zu

bekommen. Hoffentlich geht es so weiter.

Chase Sexton: Im ersten Lauf hatte ich

das Gefühl, eine wirklich gute Pace zu haben.

Ich lag hinter Eli, machte einen Pass

und versuchte, mich abzusetzen. Dann

unterlief mir dieser wirklich kleine Fehler.

Ich habe eine Spurrille knapp verpasst

und stürzte. Es war eine ziemlich knifflige

Situation. Im zweiten Rennen hatte ich einen

guten Start, aber Eli fuhr bessere Linien

als ich und überholte. Dann ging es

nur noch darum, wer den Rest des Laufs

schneller fahren konnte. Eine meiner besten

Runden war die vorletzte. Ich bin natürlich

enttäuscht, dass ich das Red Plate

verloren habe, aber wir haben noch viele

Rennen vor uns.

Jo Shimoda • Foto: Kawasaki

Jason Anderson: Heute lag der Fokus darauf,

zwei konstante Läufe zu fahren. Ich

hatte beide Male ziemlich solide Starts

und bin meine Runden ohne allzu große

Probleme gefahren. Solche Tage sind super

wichtig, um wieder in den Flow zu

kommen und motiviert zu sein. Insgesamt

bin ich mit dem Ergebnis zufrieden.

Ken Roczen: Ich war im Qualifikationstraining

wirklich gut. Ich hatte meine Kämpfe,

aber das größte Problem war, dass ich

in beiden Motos stürzte. Dabei hatte ich

noch Glück, dass sie glimpflich verliefen.

Der Crash im ersten Moto war etwas

schwerer. Ich habe lange gebraucht, um

wieder in die Gänge zu kommen, weil ich

lange warten musste, um wieder auf die

Strecke zu kommen. Danach kam ich nicht

mehr richtig in Schwung. Ich habe mich

nicht so gut auf der Strecke gefühlt. Es

war ein wirklich hartes Wochenende mit

fürchterlichen Ergebnissen, aber manchmal

ist das so.

Jett Lawrence: Ein weiteres 1:1. Ich bin

sehr zufrieden. Im ersten Lauf zog ich den

Holeshot, musste danach aber wirklich

arbeiten. Ich machte ein paar Fehler, wodurch

ich zwei Positionen verlor. Am Ende

konnte ich mich aber wieder in Front brin-

Lucas Oil AMA Pro Motocross Championship - 7. Lauf

Millville/USA - 16.7.2022

Gesamtergebnisse:

450 ccm: 1. Eli Tomac, Yamaha (1/1); 2. Chase Sexton, Honda

(2/2); 3. Jason Anderson, Kawasaki (3/4); 4. Christian

Craig, Yamaha (5/3); 5. Ryan Dungey, KTM (4/6); 6. Justin

Barcia, GASGAS (6/5); 7. Aaron Plessinger, KTM (7/7);

8. Benny Bloss, KTM (9/10); 9. Shane McElrath, Husqvarna

(10/11); 10. Brandon Hartranft, Suzuki (13/13).

Ferner: 13. Ken Roczen, Honda (16/12).

250 ccm: 1. Jett Lawrence, Honda (1/1); 2. Jo Shimoda, Kawasaki

(3/2); 3. Hunter Lawrence, Honda (2/5); 4. Justin

Cooper, Yamaha (6/3); 5. RJ Hampshire, Husqvarna (5/4);

6. Max Vohland, KTM (4/6); 7. Seth Hammaker, Kawasaki

(8/7); 8. Ryder DiFrancesco, Kawasaki (13/8); 9. Pierce

Brown, GASGAS (12/9); 10. Carson Mumford, Suzuki

(16/10).

9/22 MOTOCROSS ENDURO 39


AMA MOTOCROSS

8. Lauf - Washougal/USA

Chase Sexton • Fotos: Honda

2 Gesamtsiege für Honda

Die Hondafahrer Chase Sexton und Jett Lawrence eroberten beim 8. Lauf der AMA Nationals in ihren Klassen den

obersten Treppchenplatz vor Eli Tomac und Jason Anderson bzw. Justin Cooper und Hunter Lawrence.

Im ersten Lauf der 450er-Klasse lag Chase Sexton nach

dem Start auf dem 2. Platz, übernahm aber schnell die

Führung. In Runde 6 wurde er von Eli Tomac überholt,

aber Sexton klebte seinem Titelrivalen dicht auf den Fersen,

so dicht, dass auch Sexton stürzte, als Tomac zu

Boden ging. Beide nahmen das Rennen auf Platz 1 und 2

wieder auf. Sexton wurde letztlich mit etwas mehr als

einer Sekunde Rückstand Zweiter. Ken Roczen arbeitete

sich vom 5. Platz in Runde 1 auf den 3. Rang vor und wurde

schließlich hinter Jason Anderson Vierter. In Moto 2

gab Sexton mit dem Holeshot ein Statement ab und

hielt die gesamte Distanz den Angriffen Tomacs stand.

Er gewann schließlich mit über acht Sekunden Vorsprung

vor Tomac und Anderson.

In der 250er-Klasse genügten Jett Lawrence (Foto) zwei

2. Plätze für den Gesamtsieg. Justin Cooper und Hunter

Lawrence machten das Treppchen komplett.

40 MOTOCROSS ENDURO 9/22


Ken Roczen

digkeit dafür habe, aber heute hatten wir

sie einfach nicht. Chase und Eli legten ein

enormes Tempo vor. Insgesamt war es

dennoch ein guter Tag für uns und wir haben

mit dem 3. Platz Punkte gut gemacht.

Wir werden versuchen, weiterhin Treppchenplätze

einzufahren.

Ken Roczen: Ich war bereit, alles zu geben.

Leider scheint mich mein Immunsystem

ein wenig im Stich gelassen zu haben.

Am Donnerstag und besonders am

Freitag fing ich an, mich unwohl zu fühlen.

Ich hatte am Freitagabend Fieber und

massive Kopfschmerzen. Ich habe mir

wahrscheinlich irgendwas eingefangen.

Das hat die Sache nicht leichter gemacht.

Ich hatte Glück, dass es nicht super heiß

war und muss mit dem 4. Gesamtrang zufrieden

sein. Ich weiß, dass ich auf das

Podium gehöre, aber die schlechten

Starts haben mir dabei definitiv nicht geholfen.

Ich bin begeistert von der Arbeit

meines Teams, es glaubt weiter an mich.

Jett Lawrence: Es war ein seltsamer Tag.

Ich bin zweimal Zweiter geworden, habe

aber trotzdem den Gesamtsieg geholt.

Das war Glück. Ich hätte gerne mindestens

einen Laufsieg erzielt, aber man

muss es nehmen wie es kommt.

Justin Cooper: Es läuft jedes Wochenende

besser. Das Bike und das Team waren

Fahrerstimmen

Chase Sexton: Ein knallhartes Rennen!

Ich habe mich von Anfang an sehr wohl

gefühlt. Ich habe mich zwar nicht als

Schnellster qualifiziert, aber mein Gefühl

auf dem Motorrad war gut, das ist alles,

was zählt. Dann musste ich „nur“ noch eine

Stunde und 10 Minuten kämpfen. Im

ersten Lauf stürzte Eli (Tomac) und ich

fuhr ihm direkt in den Rücken. Das zweite

Moto war mental sehr herausfordernd. Eli

lag hinter mir und ich durfte keinen Fehler

machen. Ich bin glücklich, dass ich durchgehalten

und ihn einfach hinter mir gehalten

habe. So will ich gewinnen und

nicht, weil der Konkurrent einen schlechten

Start erwischt.

Eli Tomac: Es war ein solider Tag für uns!

Wie üblich waren die Bedingungen in

Washougal technisch und und die Strecke

rutschig. Ich hatte ein großartiges erstes

Rennen. Im zweiten Rennen hatte ich Mühe,

eine weitere zweite schnelle Linie zum

Überholen zu finden, aber insgesamt haben

wir es geschafft, im Klassement vorne

zu bleiben.

Jason Anderson: Der drittbeste Typ zu

sein, ist schwer zu akzeptieren. Ich will in

jeder Runde vorne sein und ich konnte

schon bewiesen, dass ich die Geschwinheute

großartig. Auch Wetter und Streckenbedingungen

haben gepasst. Ich

hoffe, dass wir diesen Schwung beibehalten

und das Jahr stark beenden können.

Hunter Lawrence: Nun ja, Gesamtdritter.

Ich hatte mir mehr erhofft. Ich bin von

meinem Bike nach wie vor begeistert. Ich

werde bei den noch anstehenden letzten

vier Runden nochmal richtig Gas geben.

Lucas Oil AMA Pro Motocross Championship - 8. Lauf

Washougal/USA - 23.7.2022

Gesamtergebnisse:

450 ccm: 1. Chase Sexton, Honda (2/1); 2. Eli Tomac, Yamaha

(1/2); 3. Jason Anderson, Kawasaki (3/3); 4. Ken Roczen,

Honda (4/6); 5. Christian Craig, Yamaha (6/5); 6. Justin Barcia,

GASGAS (5/8); 7. Joey Savatgy, Kawasaki (7/7); 8. Benny

Bloss, KTM (9/9); 9. Aaron Plessinger, KTM (8/13);

10. Alex Martin, Yamaha (10/12).

Stand (nach 8 von 12 Veranstaltungen): 1. Tomac, 364

Punkte; 2. Sexton, 359; 3. Anderson, 285; 4. Roczen, 274;

5. Craig, 251; 6. Ryan Dungey, KTM, 236; 7. Barcia, 219;

8. Plessinger, 198; 9. Savatgy, 166; 10. Shane McElrath,

KTM, 157.

250 ccm: 1. Jett Lawrence, Honda (2/2); 2. Justin Cooper, Yamaha

(4/1); 3. Hunter Lawrence, Honda (1/4); 4. Jo Shimoda,

Kawasaki (3/3); 5. Max Vohland, KTM (7/5); 6. Seth

Hammaker, Kawasaki (5/8); 7. RJ Hampshire, Husqvarna

(8/6); 8. Pierce Brown, GASGAS (6/9); 9. Nate Thrasher, Yamaha

(13/7); 10. Joshua Varize, KTM (10/10).

Stand (nach 8 von 12 Veranstaltungen): 1. J.Lawrence, 355

Punkte; 2. H.Lawrence, 327; 3. Shimoda, 306; 4. Cooper,

275; 5. Hammaker, 207; 6. Hampshire, 194; 7. Vohland,

192; 8. Levi Kitchen, Yamaha, 180; 9. Michael Mosiman,

GASGAS, 169; 10. Stilez Robertson, Husqvarna, 169.

9/22 MOTOCROSS ENDURO 41


ENDURO-WM: GELNICA/SK

Andrea Verona

Andrea Verona • Foto: GASGAS

Das Podium am 2. Tag mit Steve Holcombe, Wil Ruprecht, Josep Garcia und

GP Leader Andrea Verona • Foto: Future7Media

ZWEI SIEGE FÜR RUPRECHT


EnduroGP-Leader

Perfektes Wochenende für Wil

Ruprecht in der Slowakei. Der

TM-Rider konnte sich sowohl

am ersten als auch am zweiten

Tag die EnduroGP-Wertung sichern.

WM-Leader bleibt aber

weiterhin Andrea Verona.

Tag 1:

Ruprecht dominiert

Wil Ruprecht gewann den Eröffnungstag

der fünften Runde der WPTGlobal FIM EnduroGP-Weltmeisterschaft

in Gelnica/

Slowakei. An einem nassen und schlammigen

Renntag distanzierte er Andrea Verona

um 11 Sekunden auf Platz 2. Steve

Holcombe wurde Gesamtdritter.

Einen neuen Sieger gab es bei den Enduro-Junioren.

Max Ahlin konnte seinen ersten

Saisonsieg erfahren, während Samuli

Puhakainen im Enduro Youth einen weiteren

Sieg für TM Racing erzielte.

Nach den heißen, trockenen und staubigen

Bedingungen der vierten Runde in

Portugal wurden die Teilnehmer in der

fünften Runde der Enduro-WM in Gelnica

bei kühleren, feuchteren und schlammigeren

Bedingungen begrüßt. Die Bedingungen

blieben während des ganzen Tages

auf dem optimalen Niveau von knifflig

und herausfordernd. Den Schlamm zu

meistern und sich an wechselnde Rennlinien

anzupassen, war der Schlüssel zum

Erfolg.

Am Freitagabend führte Brad Freeman

den AKRAPOVIC Super Test an. Mit einem

knappen Vorsprung von einer Sekunde

auf Tabellenführer Andrea Verona startete

er ins Rennen. Freeman gewann den Eröffnungs-POLISPORT-Extremtest

und

baute seinen Vorsprung auf fast sechs Sekunden

aus. Wil Ruprecht fand derweil

allmählich seinen Rhythmus und fuhr

beim ACERBIS Cross Test die schnellste

Zeit und reduzierte Freemans Vorsprung

auf zwei Sekunden. Der über 14 Minuten

dauernde JUST1 Enduro-Test hatte einen

großen Einfluss auf die Ergebnisse. Verona

und Ruprecht setzten sich hier an die

Spitze der Gesamtwertung. Freeman

rutschte vom 1. auf den 5. Platz ab.

In Runde 2 war Freeman beim POLISPORT

Extreme-Test erneut Schnellster und rückte

auf Platz 4 vor. Ruprecht führte mit einer

unglaublichen Hundertstelsekunde

vor Verona. Holcombe lag sechs Sekunden

zurück. Am Ende der zweiten Runde

hatten sich die Positionen noch einmal

geändert, Verona führte nun mit drei Sekunden

Vorsprung. Holcombe war immer

noch Dritter, verlor aber an Boden. Beim

letzten Test des Tages, dem ACERBIS

Cross-Test, hatte Verona einen Vorsprung

von drei Sekunden vor Ruprecht. Das

Glück war jedoch nicht auf seiner Seite.

Zwei Stürze des Italieners spielten Ruprecht

in die Karten, um den Sieg zu erringen.

Hinter Ruprecht und Verona beendete

Holcombe – motiviert durch den

Sieg im abschließenden POLISPORT Extreme-Test

– seinen Tag als Gesamtdritter.

Josep Garcia wurde Vierter. Freeman

vervollständigte die Top Fünf.

Klassensiege für Verona,

Ruprecht und Freeman

In der Enduro1 fuhr Verona mit einem souveränen

Vorsprung von einer Minute und

36 Sekunden zum Sieg. Thomas Oldrati

belegte den 2. Platz. Matteo Cavallo wurde

Dritter.

Seinem EnduroGP-Sieg fügte Ruprecht

den Gewinn in der Enduro2 hinzu. Holcombe

wurde Zweiter, Garcia rundete das

Podium ab.

Freeman kontrollierte die Enduro3. Mikael

Persson lieferte sich einen engen

Kampf mit Matteo Pavoni und wurde

Zweiter.

In der Klasse Enduro Junior feierte Max

Ahlin seinen ersten Saisonsieg. Spitzenreiter

Zach Pichon hatte stark begonnen,

verlor aber beim ersten JUST1 Enduro-Test

viel Zeit. Ahlin gewann diesen Test, setzte

sich an die Spitze und gewann schließlich.

Der deutsche Starter Luca Fischeder

(Sherco) wurde Zweiter, gewann aber J1.

Pichon belegte Rang 3.

Die Enduro-Youth-Kategorie dominierte

Samuli Puhakainen. Er kam mit den Bedingungen

am besten zurecht und gewann

mit einem 47-Sekunden-Vorsprung

vor Harry Edmondson und Thibault Giraudon.

Tag 2:

Wieder Ruprecht

Auch am zweiten Tag präsentierte sich Wil

Ruprecht Top Form. Steve Holcombe wurde

knapp eine halbe Sekunde hinter Ruprecht

Zweiter vor dem wiedergenesenen

Josep Garcia. Roni Kytonen holte sich den

Sieg bei den Enduro Junioren, während

Kevin Cristino die Klasse Enduro Youth

gewann.

Regen über Nacht, der bis in den Morgen

andauerte, begrüßte die Teilnehmer am

zweiten Tag der Enduro-WM. Die Sonderprüfungen

sollten sich an diesem Tag als

umso herausfordernder erweisen, bevor

sich das Wetter in der zweiten Tageshälfte

besserte.

Nachdem Ruprecht tags zuvor gezeigt

hatte, dass er ein Australier ist, der den

Schlamm meistern kann, wollte er erneut

punkten. Unbeeindruckt von den rutschigen

Bedingungen war er in Runde 1 stark

unterwegs. Bei den ersten drei Sonderprüfungen

war er der Schnellste und baute

seinen Vorsprung aus, der sich letztendlich

als zu groß für alle anderen erweisen

sollte.

Steve Holcombe, der in Runde 1 langsam

in Gang kam, machte in Runde 2 etwas

mehr Tempo und attackierte Ruprecht.

Mit dem Sieg im zweiten ACERBIS Cross-

Test schloss er auf. Mit 12 Sekunden Vorsprung

auf Ruprecht im anschließenden

JUST1 Enduro-Test war Holcombe auf einem

guten Weg. Als er den letzten POLI-

SPORT Extreme-Test beendete, lag er immer

noch fast elf Sekunden hinter Ruprecht

und musste beim letzten ACERBIS

Cross-Test alles geben, um den Sieg zu erringen.

Der siebenmalige Weltmeister

fuhr die schnellste Zeit des Tages. Es

reichte jedoch nicht und nach über einer

Stunde gezeiteter Sonderprüfungen fehlten

ihm lediglich vier Zehntelsekunden

zum Sieg. Der Spanier Josep Garcia baute

das ganze Wochenende über Tempo auf

und kämpfte sich aufs Podium. Thomas

Oldrati hatte einen großartigen Tag und

fuhr auf den 4. Gesamtrang. Dem Italiener

gelang beim letzten JUST1 Enduro-

Test die schnellste Zeit. Er verdrängte Andrea

Verona um zwei Sekunden auf Platz

5. Verona bleibt aber weiterhin Meisterschafts-Leader.

Nach neun Siegen in Folge endete Veronas

Siegesserie in der Enduro1. In Gelnica

war Thomas Oldrati an der Reihe, die

oberste Stufe des Podiums zu erklimmen.

Verona wurde Zweiter vor Matteo Cavallo.

D-Fahrer Edward Hübner erreichte Platz 8.

Wie schon der EnduroGP-Wertung belegten

auch in der Enduro2 Ruprecht, Holcombe

und Garcia die ersten drei Plätze.

Nathan Watson und Albin Elowson machten

die Top Five voll.

Brad Freeman war wieder einmal der Fahrer,

den es in Enduro3 zu schlagen galt.

Der Brite gewann mit einem Vorsprung

von 45 Sekunden vor Mikael Persson und

Matteo Pavoni.

Bei den Enduro Junioren war es der Finnen

Roni Kytonen, der auf die oberste

Stufe des Podiums zurückkehrte. Der

Hondafahrer legte beim JUST1 Enduro-

Test richtig los und gewann beide Umläufe.

Zach Pichon wurde am zweiten Tagerneut

Zweiter, während der Sieger des ersten

Tages, Max Ahlin auf Rang 3 landete.

In der Kategorie Enduro Youth gewann Kevin

Cristino. Der Italiener war bei den rutschigen

Bedingungen beeindruckend

stark und gewann fünf der acht Sonderprüfungen.

Harry Edmondson behauptete

seine Führung an der Spitze der Gesamtwertung

mit einem weiteren 2. Platz. Albert

Fontova genoss sein erstes Podium

im Jahr 2022 mit dem 3. Platz.

9/22 MOTOCROSS ENDURO 43


ENDURO-WM: GELNICA/SK

Josep Garcia • Foto: KTM

Roni Kytonen: Ich bin etwas langsam gestartet,

aber ab Runde 2 gut gefahren. Ich

hatte beim Enduro-Test eine gute Pace

und das hat sicher geholfen. Ich freue

mich über diesen Sieg.

Kevin Cristino: Ich habe von Anfang an

hart gepusht und hatte beim Enduro-Test

gute Zeiten. Ich habe hart gearbeitet, um

zu diesem Tempo zurückzukehren, also

freue ich mich jetzt darauf, für den Rest

der Saison weiter zu kämpfen.

Stimmen nach dem Rennen

Tag 1

Wil Ruprecht: Ich hatte das

Glück, heute zu gewinnen,

aber ich war mit meiner

Fahrweise nicht ganz zufrieden.

Nach meinem Sturz

beim GP von Portugal war

meine Trainingszeit vor diesem

Rennen etwas begrenzt, aber hey, ich

werde definitiv gewinnen, wenn ich kann!

Hoffentlich schaffe ich das morgen wieder.

Andrea Verona: Es war ein guter Tag. Ich

machte heute einige Fehler, aber das passiert

bei diesen schlammigen Bedingungen

immer. Insgesamt war ich konstant

und ich glaube, ich war sogar in Führung,

als ich in den letzten Test ging, bis ich

zweimal stürzte. Hoffentlich kann ich morgen

sturzfrei bleiben!

Steve Holcombe: Es war ein guter Tag, es

war großartig, auch einen so guten Enduro-Test

gefahren zu sein. Natürlich gab es

ein paar Stellen, an denen ich mich verbessern

könnte, das werde ich morgen

versuchen. Heute als Dritter auf dem Podium

zu stehen, war mit Sicherheit ein toller

Start ins Wochenende.

Tag 2

Wil Ruprecht: Die Piste war heute Morgen

wegen des Regens über Nacht sehr rutschig.

Ich habe heute Morgen gleich alles

gegeben und es hat mir geholfen, einen

großen Vorsprung aufzubauen. Aber ich

habe in der letzten Runde darunter gelitten.

Der 15-minütige Enduro-Test war harte

Arbeit. Steve kam stark zurück, aber ich

schaffte es gerade noch, ihn zu distanzieren.

Insgesamt war es großartig, mit einem

Doppelsieg so zurückzuschlagen.

Steve Holcombe: Es war ein gutes Wochenende.

Ich habe die Sonderprüfungen

sehr genossen. Sie waren richtig lang,

und ich liebe das. Normalerweise habe

ich mehr Vertrauen in den Schlamm, aber

heute Morgen hatte ich mit Fehlern zu

kämpfen. Als der Regen nachließ, kämpfte

ich um den Sieg. Es fühlte sich gut an,

das wieder tun zu können. Es ist auf jeden

Fall ein riesiger Motivationsschub für die

nächsten Rennen.

Josep Garcia: Es war ein gutes Wochenende,

aber körperlich auch ziemlich hart. Ich

muss nach meiner Verletzung den Rennspeed

erst wieder aufbauen. Ich war heute

morgen müde, fühlte mich aber mittags

gut, bis mich ein Sturz beim Test zurückwarf.

Aber ich bin mit dem 3. Gesamtrang

zufrieden. Darauf kann man aufbauen.

Enduro-WM - 9. + 10. Lauf - Gelnica/SK - 29./30.7.2022

Ergebnisse:

EnduroGP - 1. Tag: 1. Wil Ruprecht, AUS, TM; 2. Andrea Verona,

I, GASGAS; 3. Steve Holcombe, GB, Beta; 4. Josep Garcia, E,

KTM; 5. Brad Freeman, GB, Beta; 6. Thomas Oldrati, I, Honda;

7. Mikael Persson, S, Husqvarna; 8. Matteo Pavoni, I, TM;

9. Nathan Watson, GB, Honda; 10. Leo le Quere, F, Sherco.

Ferner: 29. Edward Hübner, D, KTM.

2. Tag: 1. Ruprecht; 2. Holcombe; 3. Garcia; 4. Oldrati; 5. Verona;

6. Freeman; 7. Watson; 8. Persson; 9. Matteo Cavallo, I, TM;

10. Pavoni.

Ferner: 23. Hübner.

Stand (nach 10 von 14 Läufen): 1. Verona, 161 Punkte; 2. Ruprecht,

150; 3. Watson, 123; 4. Garcia, 115; 5. Oldrati, 106;

6. Holcombe, 85; 7. Freeman, 78; 8. Persson, 57; 9. Cavallo,

55; 10. Milner, 52.

Enduro1 - 1. Tag: 1. Andrea Verona, I, GASGAS; 2. Thomas Oldrati,

I, Honda; 3. Matteo Cavallo, I, TM; 4. Jamie McCanney,

GB, Husqvarna; 5. Bruno Crivlin, BRA, Honda; 6. Theophile

Espinasse, F, Beta; 7. Daniel Milner, AUS, Fantic; 8. Davide Soreca,

I, Husqvarna; 9. Antoine Magain, B, Sherco; 10. Samuele

Bernardini, I, Honda.

Ferner: 10. Edward Hübner, D, KTM.

2. Tag: 1. Oldrati; 2. Verona; 3. Cavallo; 4. J.McCanney; 5. Bernardini;

6. Crivilin; 7. Soreca; 8. Hübner; 9. Kevin Burud, N,

KTM.

Stand (nach 10 von 14 Läufen): 1. Verona, 197 Punkte; 2. Oldrati,

169; 3. Cavallo, 134; 4. J.McCanney, 105; 5. Magain, 90;

6. Espinasse, 87; 7. Bernardini, 84; 8. Crivilin, 84; 9. Soreca,

79; 10. Loïc Larrieu, F, Fantic, 71.

Ferner: 11. Hübner, 42.

Enduro2 - 1. Tag: 1. Wil Ruprecht, AUS, TM; 2. Steve Holcombe,

GB, Beta; 3. Josep Garcia, E, KTM; 4. Nathan Watson, GB, Honda;

5. Hugo Blanjoue, F, KTM; 6. Albin Elowson, S, Husqvarna;

7. Krystof Kouble, CZ, Husqvarna; 8. Alex Salvini, I, Husqvarna;

9. Jakub Hrones, CZ, Husqvarna.

2. Tag: 1. Ruprecht; 2. Holcombe; 3. Garcia; 4. Watson;

5. Elowson; 6. Salvini; 7. Hrones.

Stand (nach 10 von 14 Läufen): 1. Ruprecht, 174 Punkte; 2. Watson,

152; 3. Garcia, 130; 4. Holcombe, 109; 5. Blanjoue, 103;

6. Kouble, 90; 7. Hrones, 68; 8. Salvini, 63; 9. Giacomo Redondi,

I, GASGAS, 40; 10. Hamish MacDonald, NZ, Sherco, 39.

Enduro3 - 1. Tag: 1. Brad Freeman, GB, Beta; 2. Mikael Persson,

S, Husqvarna; 3. Matteo Pavoni, I, TM; 4. Leo le Quere, F, Sherco;

5. Daniel McCanney, GB, Sherco; 6. Marc Sans Soria, E,

Husqvarna; 7. Antoine Criq, F, Beta; 8. Daniel Mundell, GB, Beta;

9. Antoine Basset, F, Beta; 10. Jaume Betriu, E, KTM.

2. Tag: 1. Freeman; 2. Persson; 3. Pavoni; 4. D.McCanney; 5. le

Quere; 6. Sans Soria; 7. Betriu; 8. Basset; 9. Criq.

Stand (nach 10 von 14 Läufen): 1. Freeman, 169 Punkte;

2. Persson, 158; 3. Pavoni, 142; 4. Sans Soria, 108;

5. D.McCanney, 105; 6. Basset, 103; 7. le Quere, 86; 8. Criq,

82; 9. Davide Guarneri, I, Fantic, 71; 10. Betriu, 52.

Enduro Junior - 1. Tag: 1. Max Ahlin, S, Beta (J2); 2. Luca Fischeder,

D, Sherco (J1); 3. Zachary Pichon, F, Sherco (J1); 4. Roni Kytonen,

FIN, Honda (J1); 5. Luc Fargier, F, Beta (J2); 6. Bernat Cortes,

E, GASGAS (J2); 7. Jed Etchells, GB, Fantic (J1); 8. Claudio

Spanu, I, Honda (J1); 9. Sergio Navarro Huertas, E, Husqvarna

(J1); 10. Albin Norrbin, S, Fantic (J2).

2. Tag: 1. Kytonen; 2. Pichon; 3. Ahlin; 4. Fargier; 4. 5. Fischeder;

6. Cortes; 7. Etchells; 8. Norrbin; 9. Spanu; 10. Axel Semb,

S, KTM (J2).

Stand (nach 10 von 14 Läufen): 1. Pichon, 189 Punkte; 2. Kytonen,

152; 3. Fargier, 141; 4. Etchells, 122; 5. Ahlin, 121; 6. Fischeder,

86; 7. Cortes, 68; 8. Spanu, 65; 9. Norrbin, 61; 10. Enrico

Rinaldi, I, GASGAS, 51.

Enduro Youth - 1. Tag: 1. Samuli Puhakainen, FIN, TM; 2. Harry

Edmondson, GB, Fantic; 3. Thibault Giraudon, F, Sherco; 4. Kevin

Cristino, I, Fantic; 5. Lorenzo Bernini, I, Beta; 6. Albert Fontova,

E, KTM; 7. Alex Puey, E, KTM; 8. Pyry Juupaluoma, FIN,

Fantic; 9. Samuel Davies, GB, GASGAS; 10. Arvid Modin, S, Yamaha.

2. Tag: 1. Cristino; 2. Edmondson; 3. Fontova; 4. Giraudon;

5. Puey; 6. Juupaluoma; 7. Bernini; 8. Davies; 9. Modin;

10. Lluis Gonfaus, E, KTM.

Stand (nach 10 von 14 Läufen): 1. Edmondson, 182 Punkte;

2. Cristino, 154; 3. Puhakainen, 122; 4. Giraudon, 115; 5. Fontova,

110; 6. Leo Joyon, F, Beta, 97; 7. Davies, 79; 8. Juupaluoma,

75; 9. Modin, 61; 10. Puey, 56.

44 MOTOCROSS ENDURO 9/22


Foto: KTM


TRIAL: WM

Neunkirchen

46 MOTOCROSS ENDURO 9/22

Der Superstar der Trial-Szene:

Toni Bou auf seiner Montesa


BOU HOLT

DAS DOUBLE

Der spanische Superstar Toni Bou (Montesa) machte einen

weiteren Schritt in Richtung seines unglaublichen

16. Hertz FIM Trial-Weltmeistertitels in Folge, als er

in Neunkirchen einen Doppelsieg einfuhr.

Jeroni Fajardo auf seiner Sherco

Der TrialGP of Germany, der zum ersten

Mal seit 2016 wieder im Kalender stand,

enttäuschte nicht, denn die zahlreichen

Fans sorgten für eine unglaubliche Atmosphäre

am gesamten Wochenende.

In der hart umkämpften Klasse TrialGP

Women setzte sich die Spanierin Berta

Abellan (Scorpa) durch, während ihr

Landsmann Arnau Farre (Sherco) die Trial2

gewann und die Tschechin Denisa Pechackova

(Beta) den Sieg in der Trial2 Women

holte.

Der Sieg von Toni Bou mit 10 Punkten erscheint

zwar eindeutig, aber die Ergebnisse

sagen nicht alles aus. Nach der ersten

Runde lag er mit 12 Punkten 3 Punkte

hinter dem zweimaligen Trial2-Champion

Matteo Grattarola (Beta) aus Italien. Doch

der 35-Jährige ist bekannt dafür, dass er

unter Druck cool bleibt und in der zweiten

Hälfte des Rennens zeigte er eine Meisterleistung,

als er sich mit nur 3 Punkten

zum vierten Mal in diesem Jahr an die

Spitze setzte.

„Ich bin superzufrieden mit dem Wochenende“,

sagte Bou. „Zwei Siege zu holen,

ist sehr wichtig für die Meisterschaft. Die

Organisation in Deutschland war fantastisch

und die Zuschauerbeteiligung war

unglaublich.“

Nach acht Jahren in der Meisterschaft holte

Berta Abellan mit einer sensationellen

Fahrt ihren erst zweiten Sieg beim TrialGP

Women. Nach der ersten Runde mit nur

5 Punkten in Führung liegend, verdiente

sich die 22-Jährige aus Barcelona, die im

vergangenen Monat in Andorra den ersten

Tagessieg ihrer Karriere feierte, mit

einer fehlerfreien zweiten Runde ihren

Platz auf der obersten Stufe des Podiums.

Die Meisterschaftsführende Emma Bristow

(Sherco) aus Großbritannien hatte

keine Antwort auf die Form der Spanierin

und sah ihren Vorsprung an der Tabellenspitze

auf 6 Punkte schrumpfen, da sie

mit insgesamt 12 Punkten auf den 2. Platz

zurückfiel – obwohl sie immer noch 20

Punkte Vorsprung auf die drittplatzierte

Andrea Sofia Rabino (Beta) aus Italien

hatte, die mit ihrem Ergebnis einen Tag

zuvor gleichzog.

Einen komfortablen Sieg gab es für den

Spanier Farre beim Trial2. Der 24-Jährige,

der in diesem Jahr bereits dreimal auf

dem Podium stand, lief in Deutschland

zur Höchstform auf. Er ließ in jeder Runde

nur vier Fahrer stehen und gewann mit

12 Punkten Vorsprung vor dem unglaublich

konstanten Norweger Sondre Haga

(Beta).

Nach einem starken 2. Platz am Samstag

konnte Pechackova am Sonntag noch einen

draufsetzen und sich den Sieg bei

den Trial2 Women sichern. Damit teilt sie

sich die Führung in der Meisterschaft mit

der Lokalmatadorin Sophia Ter Jung, da

die beiden die Positionen vom ersten Tag

getauscht hatten.

Ter Jung lag am Sonntag mit 21 Punkten in

der ersten Runde weit zurück und wurde

Sechste, doch angefeuert von den deutschen

Fans drehte sie in der zweiten Runde

den Spieß um und wurde mit 6 Punkten

Zweite vor ihrer Landsfrau Bauml, die

den Tag mit 29 Punkten beendete.

• Text: trialgp.com; Fotos: Micha Tetzner

Arnau Escarra Homs scheitert

am Hindernis mit seiner

TRRS in der Trial2 Klasse

Trial-WM - 3. Lauf - Neunkirchen/D - 8.-10.7.2022

Ergebnisse:

TrialGP - 1. Tag: 1. Toni Bou, Montesa, 29 Punkte; 2. Jaime Busto,

E, Vertigo, 39; 3. Matteo Grattarola, I, Beta, 44; 4. Jeroni Fajardo,

E, Sherco, 45; 5. Miquel Gelabert, E, GASGAS, 47;

6. Adam Raga Sans, E, TRRS, 50; 7. Jorge Casales, E, Scorpa,

58; 8. Gabriel Marcelli Carballido, E, Montesa, 61; 9. Aniol Gelabert

Roura, E, Beta, 67; 10. Benoit Bincaz, F, GASGAS, 72.

2. Tag: 1. Bou, 15 Punkte; 2. Grattarola, 25; 3. Busto, 25; 4. Fajardo,

40; 5. Gelabert, 44; 6. Marcelli Carballido, 46; 7. Bincaz,

56; 8. Gelabert Roura, 56; 9. Luca Petrella, I, GASGAS, 60;

10. Toby Martyn, GB, TRRS, 66.

Stand (nach 3 von 6 Veranstaltungen): 1. Bou, 114 Punkte;

2. Busto, 91; 3. Raga Sans, 73; 4. Fajardo, 71; 5. Gelabert, 65;

6. Grattarola, 64; 7. Marcelli Carballido, 59; 8. Casales, 58;

9. Gelabert Roura, 49; 10. Bincaz, 40.

Trial2 - 1. Tag: 1. Pablo Suarez Jambrina, E, Montesa, 23 Punkte;

2. Sondre Haga, N, Beta, 26; 3. Arnau Farre Garcia, E, Sherco,

27; 4. Lorenzo Gandola, I, Beta, 32; 5. Dan Peace, GB, Sherco,

33; 6. Billy Green, GB, Scorpa, 35; 7. Alex Canales Martos,

E, Sherco, 36; 8. Jack Peace, GB, Sherco, 36; 9. Gael Chatagno,

F, Electric Motion, 40; 10. Hugo Dufrese, F, Vertigo, 40.

2. Tag: 1. Farre Garcia, 8 Punkte; 2. Haga, 20; 3. Green, 20;

4. Suarez Jambrina, 24; 5. Canales Martos, 26; 6. Dufrese, 29;

7. Peace, 31; 8. Gandola, 35; 9. Franz Xaver Kadlec, D, TRRS,

42; 10. Alberto Carlo Rabino, I, Beta, 42.

Stand (nach 3 von 6 Veranstaltungen): 1. Suarez Jambrina, 98

Punkte; 2. Haga, 98; 3. Green, 82; 4. Farre Garcia, 73; 5. Gandola,

58; 6. Peace, 57; 7. Dufrese, 49; 8. Peace, 39; 9. Gianluca

Tournour, I, GASGAS, 38; 10. Chatagno, 33.

TrialGP Women - 1. Tag: 1. Emma Bristow, GB, Sherco, 18 Punkte;

2. Berta Abellan, E, Scorpa, 24; 3. Andrea Sofia Rabino, I,

Beta, 42; 4. Naomi Monnier, F, GASGAS, 43; 5. Huldeborg Barkved,

N, GASGAS, 53; 6. Alicia Robinson, GB, Beta, 62; 7. Sarah

Bauer, D, TRRS, 63; 8. Vivian Wachs, D, TRRS, 67; 9. Madeleine

Hoover, USA, GASGAS, 71; 10. Jule Steinert, D, TRRS, 72.

2. Tag: 1. Abellan, 5 Punkte; 2. Bristow, 12; 3. Rabino, 32;

4. Monnier, 42; 5. Robinson, 60; 6. Barkved, 61; 7. Wachs, 61;

8. Bauer, 62; 9. Steinert, 65; 10. Hoover, 76.

Stand: 1. Bristow, 114 Punkte; 2. Abellan, 108; 3. Rabino, 84;

4. Monnier, 84; 5. Barkved, 64; 6. Wachs, 58; 7. Hoover, 41;

8. Martina Gallieni, I, TRRS, 36; 9. Sophia Ter Jung, D, TRRS,

35; 10. Erika Melchior, N, GASGAS, 35.

Trial2 Women - 1. Tag: 1. Sophia Ter Jung, D, TRRS, 13 Punkte;

2. Denisa Pechackova, CZ, Beta, 20; 3. Theresa Bauml, D, Vertigo,

21; 4. Kaytlyn Adhead, GB, TRRS, 25; 5. Keity Meier, EST,

TRRS, 28; 6. Laycia Soyer, F, TRRS, 31; 7. Sara Trentini, I, Vertigo,

32; 8. Alessia Bacchetta, I, GASGAS, 35; 9. Marine Aurieres,

F, GASGAS, 37; 10. Laia Pi Ramirez, E, Beta, 37.

2. Tag: 1. Pechackova, 15 Punkte; 2. Ter Jung, 27; 3. Bauml, 29;

4. Meier, 31; 5. Soyer, 31; 6. Trentini, 33; 7. Adshead, 33;

8. Bacchetta, 50; 9. Regitze Jensen, DK, Vertigo, 55; 10. Justyna

Lonycz, PL, GASGAS, 58.

Stand: 1. Pechackova, 37 Punkte; 2. Ter Jung, 37; 3. Bauml, 30;

4. Meier, 24; 5. Adshead, 22; 6. Soyer, 21; 7. Trentini, 19;

8. Bacchetta, 16; 9. Jensen, 12; 10. Lonycz, 9.

9/22 MOTOCROSS ENDURO 47


MODELLE 2023

GASGAS präsentierte die neue Generation der TXT Racing

und TXT GP Trial-Modelle 2023

Die Zeit ist gekommen. Nach jahrelanger Entwicklungsarbeit läuft nun die neueste und beste Generation

der GASGAS-Trialbikes in Terrassa, Spanien, vom Band. Alle sechs Modelle für 2023 – zwei TXT

GP und vier TXT RACING – setzen neue Maßstäbe in Sachen Trial-Performance und garantieren

Fahrspaß für Fahrer aller Leistungsklassen.

Zahlreiche technische Updates zeichnen

die TXT RACING- und TXT GP-Modellreihe

aus. Die GASGAS Trial-Modelle 2023 bieten

verbesserte Fahrbarkeit und Handling

Die GASGAS Trial-Modelle 2023 stechen

sofort ins Auge: Sie sind sportlich, modern

und noch auffälliger in der Farbgebung

als je zuvor. Unter der brandneuen

Karosserie sind Komponenten der neuesten

Entwicklungsevolution verbaut. Mit

einer langen Liste von Updates bieten die

TXT RACING- und TXT GP-Modelle mehr

Leistung und ein besseres Handling als je

zuvor. Neben dem markanten neuen Look

und dem verbesserten Handling wurde

auch die Zuverlässigkeit der superkompakten,

leistungsstarken Zweitaktmotoren

erhöht. Das Ergebnis sind stärkere

und robustere Trial-Motorräder, die eine

bewährte Leistung bieten und vollumfänglichen

Fahrspaß garantieren.

Technische Highlights – TXT RACING

• Neuer, leichter Stahlrahmen aus

Guss- und Rohrteilen

• Neue Aluminium-Vorderradaufhängungen

schaffen eine starke Verbindung

zwischen Lenkkopf und einem

größeren Unterfahrschutz

• Neue Karosserie mit In-Mold-Grafik und

modernem Style

• Neue, stärkere Kupplungsabdeckung

verbessert die Haltbarkeit

• Neues Fußrasten-Design für bessere

Kontrolle

• Neuer Auspuff und Schalldämpfer mit

besonders widerstandsfähiger Endkappe

• Neuer, überarbeiteter Kickstarter für

besseres Starten

• Neuer Zylinderkopf mit austauschbaren

Einsätzen für individuelle Leistung

• Neue, kürzere und einstellbare TECH-

Gabeln mit 174,5 mm Federweg

• NEKEN-Lenker und RENTHAL-Griffe

• TECH-Federbein ermöglicht eine individuelle

Einstellung von Zugstufe und

Federvorspannung

• BRAKTEC hydraulische Kupplung und

Bremsen

• Stabile und leichte Laufräder mit CNCgefrästen

Naben

• Michelin Trial X11-Reifen vorne und

hinten für maximale Traktion

• Patentiertes 4/6-Gang-Getriebe

Technische Highlights – TXT GP

• Neuer, leichter Stahlrahmen aus Gussund

Rohrteilen

• Neu entwickelte, schwarz eloxierte Aluminium-Vorderradaufhängungen

schaffen eine starke Verbindung

zwischen Lenkkopf und einem größeren

Unterfahrschutz

• Neue Karosserie mit In-Mold-Grafik im

Stil von GASGAS Factory Racing

• Neuer Zylinderkopf mit austauschbaren

Einsätzen für maßgeschneiderte

Leistung

• Neuer, überarbeiteter Kickstarter für

verbessertes Starten

• Neue NEKEN-Lenker und RENTHAL-Griffe

• Neues, von GASGAS Factory Racing

inspiriertes Lenkerpolster

• TECH-Vorderradgabel mit 174,5 mm

Federweg und einer KASHIMA-

Beschichtung für verbesserte

Sensibilität

• Der TECH TJ3 Stoßdämpfer ist voll einstellbar,

sodass der Fahrer ein individuelles

Set-up erstellen kann

• CNC-gefräste, schwarz eloxierte Aluminium-Gabelbrücken

48 MOTOCROSS ENDURO 9/22


• BRAKTEC hydraulische Kupplung und

Bremsen

• Stabile und leichte Laufräder mit CNCgefrästen

Naben und einer leichten

Hinterradfelge

• Michelin Trial X11-Reifen vorne und

hinten für maximale Traktion

• Patentiertes 4/6-Gang-Getriebe

• FIM-zugelassene Bremsscheibe hinten

Dank der großen Investitionen der PIERER

Mobility AG und der langjährigen Leidenschaft

und dem Engagement von GASGAS

für den Trial-Sport wurden die besten Trial-Bikes

aller Zeiten entwickelt. Diese erfolgreiche

Allianz zwischen Europas größtem

Motorradhersteller und GASGAS,

dem Trial-Spezialisten, hat ein verstärktes

F&E-Team, ein wiedererstarktes GAS-

GAS Factory Racing Trial-Team und einen

klareren, detaillierteren Testprozess hervorgebracht,

der direkt zur Entwicklung

einer völlig neuen Generation von GAS-

GAS-Trial-Bikes geführt hat.

Das Ziel für das Jahr 2023 war einfach –

die leistungsstärksten GASGAS-Trial-

Bikes zu bauen, die je gebaut wurden! Neben

der Beibehaltung der besten, wettkampforientierten

Aftermarket-Komponenten

sind die TXT RACING- und TXT GP-

Modelle so gut wie komplett neu. Alles an

der vorherigen Generation wurde gründlich

analysiert und dann verfeinert oder

durch bessere, stärkere oder leichtere

Teile ersetzt. Die GASGAS Trial-Modellreihe

2023 übertrifft unsere Ziele mehr als

deutlich. Die neueste Generation der

GASGAS TXT RACING-Modelle wurde in

den letzten zwei Jahren entwickelt und

bietet eine unvergleichliche Leistung mit

einem ebenso unvergleichlichen Aussehen.

Bei der Entwicklung der beliebten TXT RA-

CING-Modellreihe stand die Fahrbarkeit

schon immer ganz oben auf der Liste.

Jetzt wurde sie mit noch mehr Qualitätskomponenten

ausgestattet, um den wichtigen

Spaßfaktor und die Fahrbarkeit für

2023 auf ein neues Level zu heben. Die

vier bewährten Hubräume – 300 ccm,

280 ccm, 250 ccm und 125 ccm – werden

beibehalten und bieten Fahrern aller Al-

tersgruppen und Fahrlevel die Möglichkeit,

Fahrfreude pur zu erleben.

Das GP in TXT GP steht für Grand Prix und

das verkörpert diese Modellreihe auch

perfekt. Die TXT GP ist in zwei Hubraumgrößen

erhältlich – 300 ccm und 250 ccm

– und damit in der Lage, direkt aus

dem Händlerschauraum heraus auf

höchstem Niveau zu fahren. Speziell

für Profis entwickelt, sind dies die besten

2-Takt-Trial-Bikes, die auf dem Markt erhältlich

sind.

Die TXT RACING-Modelle werden demnächst

weltweit bei autorisierten Händlern

erhältlich sein, die TXT GP-Modelle

kommen kurz darauf auf den Markt. Für

weitere Details zu Preisen und Verfügbarkeit

wendet euch bitte an euren autorisierten

GASGAS-Händler vor Ort.

Alles über die neue Generation Trial erfahren

interessierte GASGAS-Fans auf

der GASGAS-Webseite. Dort gibt es auch

Infos zu technischem Zubehör, sowie die

passende Trial-Bekleidung.

9/22 MOTOCROSS ENDURO 49


KOLUMNE LUKAS PLATT

PrivaTier #238

50 MOTOCROSS ENDURO 9/22


Hey Leute,

schlag auf Schlag ging es die letzten paar

Wochenenden zu DM- oder Masters-Veranstaltungen.

Seit der letzten Ausgabe

hatte ich gerade mal ein Wochenende

zum „Ausruhen“. Der Rest war voll gepackt

mit sehr heißem Racing, mit vielen

Höhen, aber leider auch mit nicht so

schönen Momenten …

In der letzten Ausgabe habe ich euch von

einer gelungenen Masters-Veranstaltung

in Möggers berichtet, darauf folgte das

rennfreie Wochenende.

Anfang Juli stand dann mein Heimrennen

in Bielstein auf dem Kalender, wo ich

mich schon lange echt riesig drauf gefreut

habe. Nicht nur weil die schöne Naturstrecke

gerade mal 15 Minuten von

meinem zu Hause entfernt ist, sondern

ich hatte richtig Lust vor „heimischem“

Publikum, meiner Familie und vielen Fans

gute Rennen zu zeigen! Die Jungs und Mädels

vom MSC Drabenderhöhe-Bielstein

haben sich im Vorfeld viel Mühe gegeben

und die Strecke ordentlich vorbereitet.

Ich durfte sogar im Vorfeld für den lokalen

Radiosender (Radio Berg) sogenannte

„O- Töne“ sprechen.

Am Freitag machte ich wie gewohnt meine

Anmeldung, technische Abnahme und einen

Trackwalk und fuhr anschließend

wieder nach Hause, um dort zu übernachten.

Der Samstag: Am Morgen fanden wir wie

in Möggers eine zu stark bewässerte Strecke

vor, was aber den heißen Temperaturen

im Moment zu schulden kam.

Im Zeittraining durfte ich in der zweiten

Gruppe anrollen, fuhr eine schnelle Runde

und konnte mich sogar ein paar Minuten

lang auf Platz 1 halten. Am Ende war

es ein guter 3. Platz, nur 0,9 Sekunden

hinter Valentin Guillod und 0,4 hinter

Henry Jacobi. Große Namen wie Jordi Tixier

und Adam Sterry konnte ich hinter

mir lassen. Aber auch hier war mir wieder

klar, dass es erst für die Rennen Punkte

gibt.

Im ersten Lauf hatte ich einen relativ guten

Start, fuhr aber die ersten paar Runden

bedingt durch die Wässerung sehr,

sehr verhalten, wodurch ich Plätze verlor

und ich von Position 16 wieder bis auf 12

vorfahren konnte.

Ich ging am Samstagabend nochmal die

Strecke ab, um an den Stellen, an denen

ich mich schwer getan hatte, einfach zu

gucken, was man da anders machen

könnte.

Ich versuchte gleich im Warm-up die Sachen

vom Trackwalk am Abend umzusetzen

und hatte riesige Lust auf die weiteren

Wertungsläufe. Ich durfte sogar mein

allererstes Mal an der offiziellen Autogrammstunde

teilnehmen, was eine große

Ehre für mich war!

Mein Start zum zweiten Lauf war auch

okay und ich reihte mich auf Platz 14 ein.

Ich hatte richtig Spaß beim Fahren und

gute Fights. Die Fans und sogar die Streckenposten

haben mich an jeder Stelle

der Strecke angefeuert und mich richtig

motiviert! Am Ende konnte ich mein gesetztes

Ziel mit Platz 10 erreichen und war

happy mit meinem Fahren.

Im dritten Lauf wollte ich das natürlich

wiederholen, aber ein schlechter Start

und ein Sturz mit einem anderen Fahrer

machten mir das Rennen nicht leicht. Am

Ende musste ich mich mit dem 19. Platz

zufrieden geben, worüber ich mich heute

noch ärgere … Mit den Plätzen 12/10/19

hieß das Platz 14 in der Tageswertung,

mit nur 3 Punkten an den Top 10 vorbei,

umso ärgerlicher der dritte Lauf.

Eine Woche später ging es dann zur

nächsten Masters-Veranstaltung nach

Tensfeld. Die Erwartungen waren hoch,

denn in den letzten paar Jahren stellte

sich heraus, dass Tensfeld mir gut liegt

und ich dort schon den ein oder anderen

Erfolg einfahren konnte.

Am Samstag konnte ich in einer starken

zweiten Qualifikationsgruppe mit Platz 6

zwar nicht mein bestes Ergebnis einfahren,

wusste aber wieder, dass es lediglich

nur für die Rennen Punkte gibt und war

hochmotiviert ordentliche Rennen zu zeigen.

Am Samstagnachmittag fand dann wie

gehabt der erste Wertungslauf statt. Meine

Startphase war akzeptabel und ich

fuhr während des Rennens kontinuierlich

von Platz 10 nach vorne bis auf Platz 6.

Mit diesem Ergebnis konnte ich mein bisher

bestes Laufergebnis in dieser Saison

einfahren und war mehr als zufrieden mit

meinem Fahren!

Am Sonntag war ich echt vom Pech verfolgt,

beim zweiten Wertungslauf fuhr ich

mit nur noch vier zu fahrenden Runden

auf Platz 9. Leider musste ich da das Rennen

frühzeitig durch einen technischen

Defekt beenden. Es stellte sich heraus,

dass sich zwischen Motorschutzplatte

und der Wasserpumpe ein Stein verfangen

und einen kleinen Haarriss ins Motorgehäuse

gedrückt hatte. Dadurch verlor

ich wahrscheinlich während des Rennens

mein ganzes Kühlwasser bis der Motor

fest lief.

Im dritten Lauf fuhr ich mit meinem Trainingsmotorrad,

wir bauten extra eine

neue Kupplung ein, die aber nach drei

Kurven derart anfing zu schleifen, dass

ich auch hier das Rennen beenden musste


Das ist total ärgerlich, weil wir wussten,

was möglich gewesen wäre. Aber hätte,

hätte Fahrradkette, jetzt liegen wir bei

den Masters auf Platz 11 in der Meisterschaft

und ich werde weiterhin Gas geben!


KOLUMNE LUKAS PLATT

Gas geben wollte ich dann eine Woche

später bei der sechsten Veranstaltung der

Deutschen Meisterschaft Open in

Schweighausen. Ich hatte den ganzen Tag

damit zu kämpfen, einen guten Rhythmus

zu finden und musste somit mit Platz 7 im

Zeittraining zufrieden sein. Lediglich eine

Sekunden hatte zu Platz 2 gefehlt.

Im ersten Lauf bin ich auf Rang 5 weggerutscht,

wodurch ich ein paar Plätze abgeben

musste. Ich konnte mich aber dann

wieder bis auf Position 6 vorarbeiten, womit

ich trotzdem nicht zufrieden war.

Zum zweiten Lauf änderten wir ein wenig

die Fahrwerkseinstellung, weil mir im ersten

Lauf andauernd das Vorderrad beim

Anbremsen in die Kurve wegknicken wollte.

Mein zweiter Start war richtig gut, ich

verlor aber durch einen Blockpass in der

ersten Kurve Plätze und fuhr auf Rang 5

liegend ein besseres Rennen als im ersten

Lauf. Aber was soll ich sagen, meine

Pechsträhne reißt einfach nicht ab … ich

musste erneut das Rennen wegen eines

technischen Defekts nach 20 Minuten

frühzeitig beenden und rutschte damit in

der Meisterschaft zwei Plätze zurück.

Sehr schade, denn ich lag auf einem guten

2. Platz.

Es folgte das Rennen in Aichwald, zugleich

die vorletzte Veranstaltung der

Deutschen Meisterschaft. Aichwald ist für

uns Fahrer immer besonders. Nicht nur

die Streckenvorbereitung ist dort sehr

gut, die ganze Veranstaltung ist jedes Mal

ein Zuschauermagnet und lockt den ein

oder anderen schnellen Gastfahrer dort

hin, wie zum Beispiel Max Nagl, Adam

Sterry und Dominique Thury.

Wir fuhren die Qualifikation leider in nur

einer Gruppe aus, was mit über 40 Startern,

keine einfache Sache war, um eine

freie Runde zu erwischen. Am Ende musste

ich mich mit Platz 9, ohne gute und

freie Runde gefahren zu sein, zufrieden

geben, was aber bei der Startplatzauswahl

nicht allzu schlimm war.

Ich hatte gefühlt im ersten Lauf meinen

besten Start dieses Jahr. Ich stand direkt

neben Startkönig Nagl, konnte vor ihm in

die erste Kurve fahren und reihte mich auf

Platz 4 ein. Ich fuhr ein gutes Rennen und

kämpfte mit Max Nagl sogar drei Runden

lang. Zum Ende der Renndistanz machte

ich blöderweise zwei kleinere Fehler, bekam

die Spurrille nicht, musste leider

noch einen Platz abgeben und wurde

Sechster.

2. Rennen: Mein Start war erneut gut,

nicht ganz so gut wie im ersten Lauf, aber

ich konnte in den ersten vier Kurven Plätze

gut machen und fuhr die ersten paar

Rennrunden auf Platz 7. Zur Rennmitte

überholte ich den Vordermann und fuhr

auf Platz 6 liegend mehr oder weniger

mein eigenes Rennen. Die vorderen Leute

hatten am Anfang des Rennens einen zu

großen Vorsprung rausgefahren und ich

hatte ebenso Luft nach hinten. Mit den

6. Plätzen bin ich nicht überaus glücklich,

aber mein Fahren war gut und ich sehe eine

Verbesserung bei meinen Starts.

In der Meisterschaft stehe ich aktuell auf

Platz 4, mit noch einer zu fahrenden Veranstaltung

im September. Jetzt steht

noch ein Rennen an, dann geht es in die

wohlverdiente Sommerpause.

Danke fürs Lesen und bis dahin :-)

Lukas Platt #238

• Fotos: www.kai-brake.de

Lp238

52 MOTOCROSS ENDURO 9/22


SUPERMOTO

3. Lauf - Wittgenborn

Jan Deitenbach (44) vor

Peter Banholzer (117)

IDSM mit Überraschungen

Nico Joannidis auf dem

Offroadteil der Strecke

Am 2. und 3. Juli ging die Internationale

Deutsche SuperMoto Meisterschaft auf dem

Vogelsbergring in Wittgenborn in ihre dritte

Runde. Das Wochenende hielt für Teilnehmende

und Fans spannende Rennen und einen überraschenden

Führungswechsel an der Spitze

der Klasse S1 bereit.

In der Meisterklasse S1 zeichnete sich schon im Zeittraining ab,

dass mit zwei besonders spannenden Rennen zu rechnen ist. Im

letzten Run schnappte sich Peter Banholzer mit Ansage die Poleposition.

Kurz vor der letzten Zeitattacke hörte man Banholzer

im Boxenbereich zu seinen Eltern sagen: „Jetzt fahre ich auf Pole.“

Mit diesem Selbstvertrauen ging er auf die letzte schnelle

Runde und konnte sich als einziger Pilot mit einer 56er-Zeit die

Poleposition sichern. Die erste Reihe wurde komplettiert von Peter

Mayerbüchler, Jan Deitenbach und dem Meisterschaftsführenden

Nico Joannidis. Peter Banholzer nutzte im ersten Lauf

seine Poleposition und bog als Führender in die erste Kurve. Direkt

dahinter folgte Jan Deitenbach vor Nico Joannidis. Banhol-

54 MOTOCROSS ENDURO 9/22


zer setzte sich an die Spitze und konnte

diese Position über die gesamte Renndistanz

gegen Deitenbach verteidigen. Nach

einem fehlerfreien Lauf holte sich Banholzer

seinen allerersten S1-Sieg in der

Internationalen Deutschen SuperMoto

Meisterschaft. Mayerbüchler lag nach

schlechtem Start zunächst auf Position 4.

In Runde 5 fand er dann einen Weg an Joannidis

vorbei und machte Jagd auf das

Führungsduo, kam aber nicht mehr in

Schlagdistanz. Bester Rookie wurde der

Franzose Raphael Payet.

Allen Piloten war klar: Ein guter Start auf

dem engen Kurs in Wittgenborn ist die

halbe Miete. Jan Deitenbach wurde in

Lauf 2 seinem Ruf als sehr guter Starter

gerecht und beschleunigte von Position 3

aus am besten und ging in Führung. Von

der Poleposition kam Banholzer diesmal

schlecht weg, konnte sich aber am Offroad-Eingang

an Mayerbüchler vorbeidrängen.

Deitenbach baute ein kleines

Polster auf seine Verfolger aus, sicherte

sich den Lauf- und damit auch den Tagessieg.

Banholzer kam als Zweiter knapp

vor Mayerbüchler ins Ziel. Joannidis

musste früh abreißen und das Trio ziehen

lassen. Um Platz 4 entbrannte ein Dreikampf

zwischen Nico Joannidis, Tim Szalai

und Raphael Payet. Im Verlauf machte

Szalai einen kleinen Fehler und ihm blieb

nur Platz 6. Der junge Franzose Payet

konnte Joannidis in der siebten Runde

überholen und fuhr die schnellste Zeit

des Wochenendes. Er kam zwar noch in

Sichtweite der Führungsgruppe, musste

sich aber mit einem starken 4. Platz zufriedengeben.

Die Meisterschaftstabelle hat sich, wie

bereits in St. Wendel, wieder einmal komplett

gedreht. Die Führung übernimmt

jetzt Peter Banholzer vor Jan Deitenbach,

Peter Mayerbüchler hält den 3. Platz und

Nico Joannidis fällt von der 1 auf die 3. Die

ersten vier sind lediglich durch 6 Punkte

Tim Szalai #13 und Raphael Payet #29

getrennt, was eine spannende zweite Saisonhälfte

verspricht.

Der Rennbericht mit Interviews, Streckenvorschau,

Rennberichte aller Klassen und

natürlich feinster SuperMoto-Action findet

sich auf dem

YouTube Kanal der supermotoidm_official

Instagram: @supermotoidm_official

Facebook: supermotoidm_official

Ausführliche Ergebnisse gibt’s auf:

supermotoidm.de

• Text: Moritz Schönert; Fotos: Supermoto-

Hobbyfotografie by Vanessa

9/22 MOTOCROSS ENDURO 55


TRIAL: WM

Neunkirchen

46 MOTOCROSS ENDURO 9/22

Der Superstar der Trial-Szene:

Toni Bou auf seiner Montesa


BOU HOLT

DAS DOUBLE

Der spanische Superstar Toni Bou (Montesa) machte einen

weiteren Schritt in Richtung seines unglaublichen

16. Hertz FIM Trial-Weltmeistertitels in Folge, als er

in Neunkirchen einen Doppelsieg einfuhr.

Jeroni Fajardo auf seiner Sherco

Der TrialGP of Germany, der zum ersten

Mal seit 2016 wieder im Kalender stand,

enttäuschte nicht, denn die zahlreichen

Fans sorgten für eine unglaubliche Atmosphäre

am gesamten Wochenende.

In der hart umkämpften Klasse TrialGP

Women setzte sich die Spanierin Berta

Abellan (Scorpa) durch, während ihr

Landsmann Arnau Farre (Sherco) die Trial2

gewann und die Tschechin Denisa Pechackova

(Beta) den Sieg in der Trial2 Women

holte.

Der Sieg von Toni Bou mit 10 Punkten erscheint

zwar eindeutig, aber die Ergebnisse

sagen nicht alles aus. Nach der ersten

Runde lag er mit 12 Punkten 3 Punkte

hinter dem zweimaligen Trial2-Champion

Matteo Grattarola (Beta) aus Italien. Doch

der 35-Jährige ist bekannt dafür, dass er

unter Druck cool bleibt und in der zweiten

Hälfte des Rennens zeigte er eine Meisterleistung,

als er sich mit nur 3 Punkten

zum vierten Mal in diesem Jahr an die

Spitze setzte.

„Ich bin superzufrieden mit dem Wochenende“,

sagte Bou. „Zwei Siege zu holen,

ist sehr wichtig für die Meisterschaft. Die

Organisation in Deutschland war fantastisch

und die Zuschauerbeteiligung war

unglaublich.“

Nach acht Jahren in der Meisterschaft holte

Berta Abellan mit einer sensationellen

Fahrt ihren erst zweiten Sieg beim TrialGP

Women. Nach der ersten Runde mit nur

5 Punkten in Führung liegend, verdiente

sich die 22-Jährige aus Barcelona, die im

vergangenen Monat in Andorra den ersten

Tagessieg ihrer Karriere feierte, mit

einer fehlerfreien zweiten Runde ihren

Platz auf der obersten Stufe des Podiums.

Die Meisterschaftsführende Emma Bristow

(Sherco) aus Großbritannien hatte

keine Antwort auf die Form der Spanierin

und sah ihren Vorsprung an der Tabellenspitze

auf 6 Punkte schrumpfen, da sie

mit insgesamt 12 Punkten auf den 2. Platz

zurückfiel – obwohl sie immer noch 20

Punkte Vorsprung auf die drittplatzierte

Andrea Sofia Rabino (Beta) aus Italien

hatte, die mit ihrem Ergebnis einen Tag

zuvor gleichzog.

Einen komfortablen Sieg gab es für den

Spanier Farre beim Trial2. Der 24-Jährige,

der in diesem Jahr bereits dreimal auf

dem Podium stand, lief in Deutschland

zur Höchstform auf. Er ließ in jeder Runde

nur vier Fahrer stehen und gewann mit

12 Punkten Vorsprung vor dem unglaublich

konstanten Norweger Sondre Haga

(Beta).

Nach einem starken 2. Platz am Samstag

konnte Pechackova am Sonntag noch einen

draufsetzen und sich den Sieg bei

den Trial2 Women sichern. Damit teilt sie

sich die Führung in der Meisterschaft mit

der Lokalmatadorin Sophia Ter Jung, da

die beiden die Positionen vom ersten Tag

getauscht hatten.

Ter Jung lag am Sonntag mit 21 Punkten in

der ersten Runde weit zurück und wurde

Sechste, doch angefeuert von den deutschen

Fans drehte sie in der zweiten Runde

den Spieß um und wurde mit 6 Punkten

Zweite vor ihrer Landsfrau Bauml, die

den Tag mit 29 Punkten beendete.

• Text: trialgp.com; Fotos: Micha Tetzner

Arnau Escarra Homs scheitert

am Hindernis mit seiner

TRRS in der Trial2 Klasse

Trial-WM - 3. Lauf - Neunkirchen/D - 8.-10.7.2022

Ergebnisse:

TrialGP - 1. Tag: 1. Toni Bou, Montesa, 29 Punkte; 2. Jaime Busto,

E, Vertigo, 39; 3. Matteo Grattarola, I, Beta, 44; 4. Jeroni Fajardo,

E, Sherco, 45; 5. Miquel Gelabert, E, GASGAS, 47;

6. Adam Raga Sans, E, TRRS, 50; 7. Jorge Casales, E, Scorpa,

58; 8. Gabriel Marcelli Carballido, E, Montesa, 61; 9. Aniol Gelabert

Roura, E, Beta, 67; 10. Benoit Bincaz, F, GASGAS, 72.

2. Tag: 1. Bou, 15 Punkte; 2. Grattarola, 25; 3. Busto, 25; 4. Fajardo,

40; 5. Gelabert, 44; 6. Marcelli Carballido, 46; 7. Bincaz,

56; 8. Gelabert Roura, 56; 9. Luca Petrella, I, GASGAS, 60;

10. Toby Martyn, GB, TRRS, 66.

Stand (nach 3 von 6 Veranstaltungen): 1. Bou, 114 Punkte;

2. Busto, 91; 3. Raga Sans, 73; 4. Fajardo, 71; 5. Gelabert, 65;

6. Grattarola, 64; 7. Marcelli Carballido, 59; 8. Casales, 58;

9. Gelabert Roura, 49; 10. Bincaz, 40.

Trial2 - 1. Tag: 1. Pablo Suarez Jambrina, E, Montesa, 23 Punkte;

2. Sondre Haga, N, Beta, 26; 3. Arnau Farre Garcia, E, Sherco,

27; 4. Lorenzo Gandola, I, Beta, 32; 5. Dan Peace, GB, Sherco,

33; 6. Billy Green, GB, Scorpa, 35; 7. Alex Canales Martos,

E, Sherco, 36; 8. Jack Peace, GB, Sherco, 36; 9. Gael Chatagno,

F, Electric Motion, 40; 10. Hugo Dufrese, F, Vertigo, 40.

2. Tag: 1. Farre Garcia, 8 Punkte; 2. Haga, 20; 3. Green, 20;

4. Suarez Jambrina, 24; 5. Canales Martos, 26; 6. Dufrese, 29;

7. Peace, 31; 8. Gandola, 35; 9. Franz Xaver Kadlec, D, TRRS,

42; 10. Alberto Carlo Rabino, I, Beta, 42.

Stand (nach 3 von 6 Veranstaltungen): 1. Suarez Jambrina, 98

Punkte; 2. Haga, 98; 3. Green, 82; 4. Farre Garcia, 73; 5. Gandola,

58; 6. Peace, 57; 7. Dufrese, 49; 8. Peace, 39; 9. Gianluca

Tournour, I, GASGAS, 38; 10. Chatagno, 33.

TrialGP Women - 1. Tag: 1. Emma Bristow, GB, Sherco, 18 Punkte;

2. Berta Abellan, E, Scorpa, 24; 3. Andrea Sofia Rabino, I,

Beta, 42; 4. Naomi Monnier, F, GASGAS, 43; 5. Huldeborg Barkved,

N, GASGAS, 53; 6. Alicia Robinson, GB, Beta, 62; 7. Sarah

Bauer, D, TRRS, 63; 8. Vivian Wachs, D, TRRS, 67; 9. Madeleine

Hoover, USA, GASGAS, 71; 10. Jule Steinert, D, TRRS, 72.

2. Tag: 1. Abellan, 5 Punkte; 2. Bristow, 12; 3. Rabino, 32;

4. Monnier, 42; 5. Robinson, 60; 6. Barkved, 61; 7. Wachs, 61;

8. Bauer, 62; 9. Steinert, 65; 10. Hoover, 76.

Stand: 1. Bristow, 114 Punkte; 2. Abellan, 108; 3. Rabino, 84;

4. Monnier, 84; 5. Barkved, 64; 6. Wachs, 58; 7. Hoover, 41;

8. Martina Gallieni, I, TRRS, 36; 9. Sophia Ter Jung, D, TRRS,

35; 10. Erika Melchior, N, GASGAS, 35.

Trial2 Women - 1. Tag: 1. Sophia Ter Jung, D, TRRS, 13 Punkte;

2. Denisa Pechackova, CZ, Beta, 20; 3. Theresa Bauml, D, Vertigo,

21; 4. Kaytlyn Adhead, GB, TRRS, 25; 5. Keity Meier, EST,

TRRS, 28; 6. Laycia Soyer, F, TRRS, 31; 7. Sara Trentini, I, Vertigo,

32; 8. Alessia Bacchetta, I, GASGAS, 35; 9. Marine Aurieres,

F, GASGAS, 37; 10. Laia Pi Ramirez, E, Beta, 37.

2. Tag: 1. Pechackova, 15 Punkte; 2. Ter Jung, 27; 3. Bauml, 29;

4. Meier, 31; 5. Soyer, 31; 6. Trentini, 33; 7. Adshead, 33;

8. Bacchetta, 50; 9. Regitze Jensen, DK, Vertigo, 55; 10. Justyna

Lonycz, PL, GASGAS, 58.

Stand: 1. Pechackova, 37 Punkte; 2. Ter Jung, 37; 3. Bauml, 30;

4. Meier, 24; 5. Adshead, 22; 6. Soyer, 21; 7. Trentini, 19;

8. Bacchetta, 16; 9. Jensen, 12; 10. Lonycz, 9.

9/22 MOTOCROSS ENDURO 47


MODELLE 2023

GASGAS präsentierte die neue Generation der TXT Racing

und TXT GP Trial-Modelle 2023

Die Zeit ist gekommen. Nach jahrelanger Entwicklungsarbeit läuft nun die neueste und beste Generation

der GASGAS-Trialbikes in Terrassa, Spanien, vom Band. Alle sechs Modelle für 2023 – zwei TXT

GP und vier TXT RACING – setzen neue Maßstäbe in Sachen Trial-Performance und garantieren

Fahrspaß für Fahrer aller Leistungsklassen.

Zahlreiche technische Updates zeichnen

die TXT RACING- und TXT GP-Modellreihe

aus. Die GASGAS Trial-Modelle 2023 bieten

verbesserte Fahrbarkeit und Handling

Die GASGAS Trial-Modelle 2023 stechen

sofort ins Auge: Sie sind sportlich, modern

und noch auffälliger in der Farbgebung

als je zuvor. Unter der brandneuen

Karosserie sind Komponenten der neuesten

Entwicklungsevolution verbaut. Mit

einer langen Liste von Updates bieten die

TXT RACING- und TXT GP-Modelle mehr

Leistung und ein besseres Handling als je

zuvor. Neben dem markanten neuen Look

und dem verbesserten Handling wurde

auch die Zuverlässigkeit der superkompakten,

leistungsstarken Zweitaktmotoren

erhöht. Das Ergebnis sind stärkere

und robustere Trial-Motorräder, die eine

bewährte Leistung bieten und vollumfänglichen

Fahrspaß garantieren.

Technische Highlights – TXT RACING

• Neuer, leichter Stahlrahmen aus

Guss- und Rohrteilen

• Neue Aluminium-Vorderradaufhängungen

schaffen eine starke Verbindung

zwischen Lenkkopf und einem

größeren Unterfahrschutz

• Neue Karosserie mit In-Mold-Grafik und

modernem Style

• Neue, stärkere Kupplungsabdeckung

verbessert die Haltbarkeit

• Neues Fußrasten-Design für bessere

Kontrolle

• Neuer Auspuff und Schalldämpfer mit

besonders widerstandsfähiger Endkappe

• Neuer, überarbeiteter Kickstarter für

besseres Starten

• Neuer Zylinderkopf mit austauschbaren

Einsätzen für individuelle Leistung

• Neue, kürzere und einstellbare TECH-

Gabeln mit 174,5 mm Federweg

• NEKEN-Lenker und RENTHAL-Griffe

• TECH-Federbein ermöglicht eine individuelle

Einstellung von Zugstufe und

Federvorspannung

• BRAKTEC hydraulische Kupplung und

Bremsen

• Stabile und leichte Laufräder mit CNCgefrästen

Naben

• Michelin Trial X11-Reifen vorne und

hinten für maximale Traktion

• Patentiertes 4/6-Gang-Getriebe

Technische Highlights – TXT GP

• Neuer, leichter Stahlrahmen aus Gussund

Rohrteilen

• Neu entwickelte, schwarz eloxierte Aluminium-Vorderradaufhängungen

schaffen eine starke Verbindung

zwischen Lenkkopf und einem größeren

Unterfahrschutz

• Neue Karosserie mit In-Mold-Grafik im

Stil von GASGAS Factory Racing

• Neuer Zylinderkopf mit austauschbaren

Einsätzen für maßgeschneiderte

Leistung

• Neuer, überarbeiteter Kickstarter für

verbessertes Starten

• Neue NEKEN-Lenker und RENTHAL-Griffe

• Neues, von GASGAS Factory Racing

inspiriertes Lenkerpolster

• TECH-Vorderradgabel mit 174,5 mm

Federweg und einer KASHIMA-

Beschichtung für verbesserte

Sensibilität

• Der TECH TJ3 Stoßdämpfer ist voll einstellbar,

sodass der Fahrer ein individuelles

Set-up erstellen kann

• CNC-gefräste, schwarz eloxierte Aluminium-Gabelbrücken

48 MOTOCROSS ENDURO 9/22


• BRAKTEC hydraulische Kupplung und

Bremsen

• Stabile und leichte Laufräder mit CNCgefrästen

Naben und einer leichten

Hinterradfelge

• Michelin Trial X11-Reifen vorne und

hinten für maximale Traktion

• Patentiertes 4/6-Gang-Getriebe

• FIM-zugelassene Bremsscheibe hinten

Dank der großen Investitionen der PIERER

Mobility AG und der langjährigen Leidenschaft

und dem Engagement von GASGAS

für den Trial-Sport wurden die besten Trial-Bikes

aller Zeiten entwickelt. Diese erfolgreiche

Allianz zwischen Europas größtem

Motorradhersteller und GASGAS,

dem Trial-Spezialisten, hat ein verstärktes

F&E-Team, ein wiedererstarktes GAS-

GAS Factory Racing Trial-Team und einen

klareren, detaillierteren Testprozess hervorgebracht,

der direkt zur Entwicklung

einer völlig neuen Generation von GAS-

GAS-Trial-Bikes geführt hat.

Das Ziel für das Jahr 2023 war einfach –

die leistungsstärksten GASGAS-Trial-

Bikes zu bauen, die je gebaut wurden! Neben

der Beibehaltung der besten, wettkampforientierten

Aftermarket-Komponenten

sind die TXT RACING- und TXT GP-

Modelle so gut wie komplett neu. Alles an

der vorherigen Generation wurde gründlich

analysiert und dann verfeinert oder

durch bessere, stärkere oder leichtere

Teile ersetzt. Die GASGAS Trial-Modellreihe

2023 übertrifft unsere Ziele mehr als

deutlich. Die neueste Generation der

GASGAS TXT RACING-Modelle wurde in

den letzten zwei Jahren entwickelt und

bietet eine unvergleichliche Leistung mit

einem ebenso unvergleichlichen Aussehen.

Bei der Entwicklung der beliebten TXT RA-

CING-Modellreihe stand die Fahrbarkeit

schon immer ganz oben auf der Liste.

Jetzt wurde sie mit noch mehr Qualitätskomponenten

ausgestattet, um den wichtigen

Spaßfaktor und die Fahrbarkeit für

2023 auf ein neues Level zu heben. Die

vier bewährten Hubräume – 300 ccm,

280 ccm, 250 ccm und 125 ccm – werden

beibehalten und bieten Fahrern aller Al-

tersgruppen und Fahrlevel die Möglichkeit,

Fahrfreude pur zu erleben.

Das GP in TXT GP steht für Grand Prix und

das verkörpert diese Modellreihe auch

perfekt. Die TXT GP ist in zwei Hubraumgrößen

erhältlich – 300 ccm und 250 ccm

– und damit in der Lage, direkt aus

dem Händlerschauraum heraus auf

höchstem Niveau zu fahren. Speziell

für Profis entwickelt, sind dies die besten

2-Takt-Trial-Bikes, die auf dem Markt erhältlich

sind.

Die TXT RACING-Modelle werden demnächst

weltweit bei autorisierten Händlern

erhältlich sein, die TXT GP-Modelle

kommen kurz darauf auf den Markt. Für

weitere Details zu Preisen und Verfügbarkeit

wendet euch bitte an euren autorisierten

GASGAS-Händler vor Ort.

Alles über die neue Generation Trial erfahren

interessierte GASGAS-Fans auf

der GASGAS-Webseite. Dort gibt es auch

Infos zu technischem Zubehör, sowie die

passende Trial-Bekleidung.

9/22 MOTOCROSS ENDURO 49


KOLUMNE LUKAS PLATT

PrivaTier #238

50 MOTOCROSS ENDURO 9/22


Hey Leute,

schlag auf Schlag ging es die letzten paar

Wochenenden zu DM- oder Masters-Veranstaltungen.

Seit der letzten Ausgabe

hatte ich gerade mal ein Wochenende

zum „Ausruhen“. Der Rest war voll gepackt

mit sehr heißem Racing, mit vielen

Höhen, aber leider auch mit nicht so

schönen Momenten …

In der letzten Ausgabe habe ich euch von

einer gelungenen Masters-Veranstaltung

in Möggers berichtet, darauf folgte das

rennfreie Wochenende.

Anfang Juli stand dann mein Heimrennen

in Bielstein auf dem Kalender, wo ich

mich schon lange echt riesig drauf gefreut

habe. Nicht nur weil die schöne Naturstrecke

gerade mal 15 Minuten von

meinem zu Hause entfernt ist, sondern

ich hatte richtig Lust vor „heimischem“

Publikum, meiner Familie und vielen Fans

gute Rennen zu zeigen! Die Jungs und Mädels

vom MSC Drabenderhöhe-Bielstein

haben sich im Vorfeld viel Mühe gegeben

und die Strecke ordentlich vorbereitet.

Ich durfte sogar im Vorfeld für den lokalen

Radiosender (Radio Berg) sogenannte

„O- Töne“ sprechen.

Am Freitag machte ich wie gewohnt meine

Anmeldung, technische Abnahme und einen

Trackwalk und fuhr anschließend

wieder nach Hause, um dort zu übernachten.

Der Samstag: Am Morgen fanden wir wie

in Möggers eine zu stark bewässerte Strecke

vor, was aber den heißen Temperaturen

im Moment zu schulden kam.

Im Zeittraining durfte ich in der zweiten

Gruppe anrollen, fuhr eine schnelle Runde

und konnte mich sogar ein paar Minuten

lang auf Platz 1 halten. Am Ende war

es ein guter 3. Platz, nur 0,9 Sekunden

hinter Valentin Guillod und 0,4 hinter

Henry Jacobi. Große Namen wie Jordi Tixier

und Adam Sterry konnte ich hinter

mir lassen. Aber auch hier war mir wieder

klar, dass es erst für die Rennen Punkte

gibt.

Im ersten Lauf hatte ich einen relativ guten

Start, fuhr aber die ersten paar Runden

bedingt durch die Wässerung sehr,

sehr verhalten, wodurch ich Plätze verlor

und ich von Position 16 wieder bis auf 12

vorfahren konnte.

Ich ging am Samstagabend nochmal die

Strecke ab, um an den Stellen, an denen

ich mich schwer getan hatte, einfach zu

gucken, was man da anders machen

könnte.

Ich versuchte gleich im Warm-up die Sachen

vom Trackwalk am Abend umzusetzen

und hatte riesige Lust auf die weiteren

Wertungsläufe. Ich durfte sogar mein

allererstes Mal an der offiziellen Autogrammstunde

teilnehmen, was eine große

Ehre für mich war!

Mein Start zum zweiten Lauf war auch

okay und ich reihte mich auf Platz 14 ein.

Ich hatte richtig Spaß beim Fahren und

gute Fights. Die Fans und sogar die Streckenposten

haben mich an jeder Stelle

der Strecke angefeuert und mich richtig

motiviert! Am Ende konnte ich mein gesetztes

Ziel mit Platz 10 erreichen und war

happy mit meinem Fahren.

Im dritten Lauf wollte ich das natürlich

wiederholen, aber ein schlechter Start

und ein Sturz mit einem anderen Fahrer

machten mir das Rennen nicht leicht. Am

Ende musste ich mich mit dem 19. Platz

zufrieden geben, worüber ich mich heute

noch ärgere … Mit den Plätzen 12/10/19

hieß das Platz 14 in der Tageswertung,

mit nur 3 Punkten an den Top 10 vorbei,

umso ärgerlicher der dritte Lauf.

Eine Woche später ging es dann zur

nächsten Masters-Veranstaltung nach

Tensfeld. Die Erwartungen waren hoch,

denn in den letzten paar Jahren stellte

sich heraus, dass Tensfeld mir gut liegt

und ich dort schon den ein oder anderen

Erfolg einfahren konnte.

Am Samstag konnte ich in einer starken

zweiten Qualifikationsgruppe mit Platz 6

zwar nicht mein bestes Ergebnis einfahren,

wusste aber wieder, dass es lediglich

nur für die Rennen Punkte gibt und war

hochmotiviert ordentliche Rennen zu zeigen.

Am Samstagnachmittag fand dann wie

gehabt der erste Wertungslauf statt. Meine

Startphase war akzeptabel und ich

fuhr während des Rennens kontinuierlich

von Platz 10 nach vorne bis auf Platz 6.

Mit diesem Ergebnis konnte ich mein bisher

bestes Laufergebnis in dieser Saison

einfahren und war mehr als zufrieden mit

meinem Fahren!

Am Sonntag war ich echt vom Pech verfolgt,

beim zweiten Wertungslauf fuhr ich

mit nur noch vier zu fahrenden Runden

auf Platz 9. Leider musste ich da das Rennen

frühzeitig durch einen technischen

Defekt beenden. Es stellte sich heraus,

dass sich zwischen Motorschutzplatte

und der Wasserpumpe ein Stein verfangen

und einen kleinen Haarriss ins Motorgehäuse

gedrückt hatte. Dadurch verlor

ich wahrscheinlich während des Rennens

mein ganzes Kühlwasser bis der Motor

fest lief.

Im dritten Lauf fuhr ich mit meinem Trainingsmotorrad,

wir bauten extra eine

neue Kupplung ein, die aber nach drei

Kurven derart anfing zu schleifen, dass

ich auch hier das Rennen beenden musste


Das ist total ärgerlich, weil wir wussten,

was möglich gewesen wäre. Aber hätte,

hätte Fahrradkette, jetzt liegen wir bei

den Masters auf Platz 11 in der Meisterschaft

und ich werde weiterhin Gas geben!


KOLUMNE LUKAS PLATT

Gas geben wollte ich dann eine Woche

später bei der sechsten Veranstaltung der

Deutschen Meisterschaft Open in

Schweighausen. Ich hatte den ganzen Tag

damit zu kämpfen, einen guten Rhythmus

zu finden und musste somit mit Platz 7 im

Zeittraining zufrieden sein. Lediglich eine

Sekunden hatte zu Platz 2 gefehlt.

Im ersten Lauf bin ich auf Rang 5 weggerutscht,

wodurch ich ein paar Plätze abgeben

musste. Ich konnte mich aber dann

wieder bis auf Position 6 vorarbeiten, womit

ich trotzdem nicht zufrieden war.

Zum zweiten Lauf änderten wir ein wenig

die Fahrwerkseinstellung, weil mir im ersten

Lauf andauernd das Vorderrad beim

Anbremsen in die Kurve wegknicken wollte.

Mein zweiter Start war richtig gut, ich

verlor aber durch einen Blockpass in der

ersten Kurve Plätze und fuhr auf Rang 5

liegend ein besseres Rennen als im ersten

Lauf. Aber was soll ich sagen, meine

Pechsträhne reißt einfach nicht ab … ich

musste erneut das Rennen wegen eines

technischen Defekts nach 20 Minuten

frühzeitig beenden und rutschte damit in

der Meisterschaft zwei Plätze zurück.

Sehr schade, denn ich lag auf einem guten

2. Platz.

Es folgte das Rennen in Aichwald, zugleich

die vorletzte Veranstaltung der

Deutschen Meisterschaft. Aichwald ist für

uns Fahrer immer besonders. Nicht nur

die Streckenvorbereitung ist dort sehr

gut, die ganze Veranstaltung ist jedes Mal

ein Zuschauermagnet und lockt den ein

oder anderen schnellen Gastfahrer dort

hin, wie zum Beispiel Max Nagl, Adam

Sterry und Dominique Thury.

Wir fuhren die Qualifikation leider in nur

einer Gruppe aus, was mit über 40 Startern,

keine einfache Sache war, um eine

freie Runde zu erwischen. Am Ende musste

ich mich mit Platz 9, ohne gute und

freie Runde gefahren zu sein, zufrieden

geben, was aber bei der Startplatzauswahl

nicht allzu schlimm war.

Ich hatte gefühlt im ersten Lauf meinen

besten Start dieses Jahr. Ich stand direkt

neben Startkönig Nagl, konnte vor ihm in

die erste Kurve fahren und reihte mich auf

Platz 4 ein. Ich fuhr ein gutes Rennen und

kämpfte mit Max Nagl sogar drei Runden

lang. Zum Ende der Renndistanz machte

ich blöderweise zwei kleinere Fehler, bekam

die Spurrille nicht, musste leider

noch einen Platz abgeben und wurde

Sechster.

2. Rennen: Mein Start war erneut gut,

nicht ganz so gut wie im ersten Lauf, aber

ich konnte in den ersten vier Kurven Plätze

gut machen und fuhr die ersten paar

Rennrunden auf Platz 7. Zur Rennmitte

überholte ich den Vordermann und fuhr

auf Platz 6 liegend mehr oder weniger

mein eigenes Rennen. Die vorderen Leute

hatten am Anfang des Rennens einen zu

großen Vorsprung rausgefahren und ich

hatte ebenso Luft nach hinten. Mit den

6. Plätzen bin ich nicht überaus glücklich,

aber mein Fahren war gut und ich sehe eine

Verbesserung bei meinen Starts.

In der Meisterschaft stehe ich aktuell auf

Platz 4, mit noch einer zu fahrenden Veranstaltung

im September. Jetzt steht

noch ein Rennen an, dann geht es in die

wohlverdiente Sommerpause.

Danke fürs Lesen und bis dahin :-)

Lukas Platt #238

• Fotos: www.kai-brake.de

Lp238

52 MOTOCROSS ENDURO 9/22


SUPERMOTO

3. Lauf - Wittgenborn

Jan Deitenbach (44) vor

Peter Banholzer (117)

IDSM mit Überraschungen

Nico Joannidis auf dem

Offroadteil der Strecke

Am 2. und 3. Juli ging die Internationale

Deutsche SuperMoto Meisterschaft auf dem

Vogelsbergring in Wittgenborn in ihre dritte

Runde. Das Wochenende hielt für Teilnehmende

und Fans spannende Rennen und einen überraschenden

Führungswechsel an der Spitze

der Klasse S1 bereit.

In der Meisterklasse S1 zeichnete sich schon im Zeittraining ab,

dass mit zwei besonders spannenden Rennen zu rechnen ist. Im

letzten Run schnappte sich Peter Banholzer mit Ansage die Poleposition.

Kurz vor der letzten Zeitattacke hörte man Banholzer

im Boxenbereich zu seinen Eltern sagen: „Jetzt fahre ich auf Pole.“

Mit diesem Selbstvertrauen ging er auf die letzte schnelle

Runde und konnte sich als einziger Pilot mit einer 56er-Zeit die

Poleposition sichern. Die erste Reihe wurde komplettiert von Peter

Mayerbüchler, Jan Deitenbach und dem Meisterschaftsführenden

Nico Joannidis. Peter Banholzer nutzte im ersten Lauf

seine Poleposition und bog als Führender in die erste Kurve. Direkt

dahinter folgte Jan Deitenbach vor Nico Joannidis. Banhol-

54 MOTOCROSS ENDURO 9/22


zer setzte sich an die Spitze und konnte

diese Position über die gesamte Renndistanz

gegen Deitenbach verteidigen. Nach

einem fehlerfreien Lauf holte sich Banholzer

seinen allerersten S1-Sieg in der

Internationalen Deutschen SuperMoto

Meisterschaft. Mayerbüchler lag nach

schlechtem Start zunächst auf Position 4.

In Runde 5 fand er dann einen Weg an Joannidis

vorbei und machte Jagd auf das

Führungsduo, kam aber nicht mehr in

Schlagdistanz. Bester Rookie wurde der

Franzose Raphael Payet.

Allen Piloten war klar: Ein guter Start auf

dem engen Kurs in Wittgenborn ist die

halbe Miete. Jan Deitenbach wurde in

Lauf 2 seinem Ruf als sehr guter Starter

gerecht und beschleunigte von Position 3

aus am besten und ging in Führung. Von

der Poleposition kam Banholzer diesmal

schlecht weg, konnte sich aber am Offroad-Eingang

an Mayerbüchler vorbeidrängen.

Deitenbach baute ein kleines

Polster auf seine Verfolger aus, sicherte

sich den Lauf- und damit auch den Tagessieg.

Banholzer kam als Zweiter knapp

vor Mayerbüchler ins Ziel. Joannidis

musste früh abreißen und das Trio ziehen

lassen. Um Platz 4 entbrannte ein Dreikampf

zwischen Nico Joannidis, Tim Szalai

und Raphael Payet. Im Verlauf machte

Szalai einen kleinen Fehler und ihm blieb

nur Platz 6. Der junge Franzose Payet

konnte Joannidis in der siebten Runde

überholen und fuhr die schnellste Zeit

des Wochenendes. Er kam zwar noch in

Sichtweite der Führungsgruppe, musste

sich aber mit einem starken 4. Platz zufriedengeben.

Die Meisterschaftstabelle hat sich, wie

bereits in St. Wendel, wieder einmal komplett

gedreht. Die Führung übernimmt

jetzt Peter Banholzer vor Jan Deitenbach,

Peter Mayerbüchler hält den 3. Platz und

Nico Joannidis fällt von der 1 auf die 3. Die

ersten vier sind lediglich durch 6 Punkte

Tim Szalai #13 und Raphael Payet #29

getrennt, was eine spannende zweite Saisonhälfte

verspricht.

Der Rennbericht mit Interviews, Streckenvorschau,

Rennberichte aller Klassen und

natürlich feinster SuperMoto-Action findet

sich auf dem

YouTube Kanal der supermotoidm_official

Instagram: @supermotoidm_official

Facebook: supermotoidm_official

Ausführliche Ergebnisse gibt’s auf:

supermotoidm.de

• Text: Moritz Schönert; Fotos: Supermoto-

Hobbyfotografie by Vanessa

9/22 MOTOCROSS ENDURO 55


VORSTELLUNG

JETZT WIRD ES AUCH IN DER

65ER-KLASSE SO RICHTIG

SPANNEND

HVR präsentiert die neue 65PRO, damit

gibt es jetzt auch bei den 65ern eine richtig

schnelle elektrische Alternative.

Im Gegensatz zur schon länger erhältlichen 60.4 verfügt die

65PRO nicht über den Antrieb aus der 50.4, sondern hat einen

völlig neu entwickelten Antriebsstrang, der über einen neuen

stärkeren Motor und eine fast doppelt so große, wechselbare

Batterie verfügt.

Der Rotor des neuen Motors läuft wie bei allen HVRs direkt in einem

speziellen Kühlöl, wodurch die Wärme ohne zusätzliche

Kühler effektiv an das Motorgehäuse abgegeben werden kann,

dadurch ist die volle Spitzenleistung von 13,5 kW (ca.18,5 PS) jederzeit

abrufbar.

Die neu entwickelte Batterie stellt eine Energie von 1,7 kWh zur

Verfügung. Die 154 Zellen werden im Betrieb jederzeit vom Batteriemanagement

überwacht, so ist sichergestellt, dass sich die

Temperaturen, Spannungen, Ströme etc. immer im optimalen

Bereich bewegen.

Dank des völlig neu entwickelten Steckersystems, das für die

enorme zu übertragende Leistung nicht nur äußerst kompakt ist,

sondern sich auch dank eines ausgeklügelten Hebelsystems kinderleicht

bedienen lässt, kann die Batterie jetzt bei Bedarf in

zwei bis drei Minuten an der Strecke gewechselt werden. Dabei

ist sie mit vier Schrauben im Rahmen gesichert, damit sie bei

jeglichen Belastungen sicher befestigt bleibt.

Das hohe Motormoment von 35 Nm wird durch die eigentlich für

die 85er-Klasse entwickelte und stärkste 420er-Kette am Markt,

die AFAM MX2G, an das Hinterrad übertragen, das 840 N am

Radaufstandspunkt auf die Strecke drückt.

Um jederzeit den Ladezustand perfekt im Blick zu haben, verfügt

die 65PRO über ein im Motorradbereich völlig neuartiges 2,66

Zoll großes e-Ink-Display, das so gut wie keine Energie verbraucht

und auch im strahlenden Sonnenschein perfekt ablesbar

ist.

Natürlich ist auch die 65PRO wie alle HVR-Motorräder über die

HVR Connect App vollständig in Leistung, Geschwindigkeit, Motorbremse

und Ansprechverhalten einstellbar. Dadurch eignet

sie sich sowohl für die ersten Fahrversuche sowie auch für die

Jagd nach Bestzeiten.

Auch das Fahrwerk ist völlig neu, vorne verfügt die 65PRO über

eine voll einstellbare FastAce-USD-Gabel mit 35 mm Standrohrdurchmesser

und einem Federweg von 210 mm, hinten arbeitet

das neue FastAce-Federbein, das in Zugstufe, Druckstufe (sowohl

High- als auch Lowspeed), der Federvorspannung und jetzt

auch über das mit Gewinde versehene Dämpferauge in der Länge

einstellbar ist. Die Gabel wird durch die neu gestaltete und

gewichtsoptimierte CNC-Gabelbrücke gehalten. Auch der Rahmen

hat durch ein neues Design im Vergleich zur 60.4 an Gewicht

verloren und ist jetzt in einem edlen Grau-Pulver beschichtet.

Dafür erstrahlt das neue Dekor in leuchtendem Grün.

Durch die Position der Gabel in der Gabelbrücke und durch das

neue Gewindedämpferauge lässt sich die Sitzhöhe von zirka 760

mm bis auf zirka 830 mm einstellen.

Vorne verbeißt sich die Doppelkolbenanlage in eine 220-mm-

Wavebremsscheibe, hinten sorgt eine Einkolbenanlage mit

178-mm-Scheibe für Verzögerung. Standardmäßig wird die hin-

56 MOTOCROSS ENDURO 9/22


tere Bremse über den neuen deutlich stabileren Fußbremshebel

bedient, optional kann aber bereits ab Werk die Betätigung per

Hand, links am Lenker, ohne Aufpreis geordert werden.

Der Preis der 65PRO beträgt in Deutschland 5390,- Euro inklusive

Versand und da mann bei HVR nicht viel davon hält, Monate

vor Markteinführung anzukündigen, werden die ersten Bikes bereits

ausgeliefert.

Technische Daten

ANTRIEBSSTRANG

Motor: Flüssigkeitsgekühlter bürsten loser Innenläufer (5500 U/

min max.), 13,5 kW Spitzenleistung (ca. 18,5 PS)/Höchstgeschwindigkeit

ca. 80 km/h

Controller: Controller 400A, 60V Sinusansteuerung

Batterie: 14S 11P Lithium- Ionen Batterie, 58 Volt Ladeschlussspannung,

33 Ah, 1710 Wh, 154 Stück 18650 Zellen geschützt

durch ein robustes Aluminiumgehäuse mit integrierter Kühlfunktion,

robustes Schnellwechselsystem

BMS: Speziell für die HVR entwickelt, voller Schutz der Batterie,

integrierte Leistungselektronik, drei Temperatursensoren in der

Batterie, Einzelzell-Spannungsüberwachung, Hardware und

Software Kurzschlussüberwachung usw.

BT/-Modul: HVR-Bluetooth-Modul zum einfachen und schnellen

Verstellen von Leistung, Geschwindigkeit, Ansprechverhalten

und Energierückgewinnung per Smartphone APP. Ermöglicht außerdem

die Anzeige von aktuellen Antriebsdaten und Ferndiagnose

direkt durch HVR

Display: Großes 2,66 Zoll E-Ink Display zur Anzeige des Ladestandes

und anderer Fahrzeugdaten, selbst bei starkem Sonnenlicht

perfekt ablesbar

CHASSIS

Sitzhöhe: 785 mm (über Dämpferauge und Gabel-Höheneinstellung,

variabel von 760 bis 830 mm)

Radstand: 1120 mm

Federung vorn: 35 mm Upsidedown-Gabel, Zug- und Druckstufe

einstellbar, 210 mm Federweg, CNC gefräste Gabelbrücke

Federung hinten: Direkt angelenktes Zentralfederbein mit einstellbare

Federvorspannung und Zug- und Druckstufe Dämpfung/275

mm Federweg. Druckstufe in High- und Lowspeed einstellbar.

Über das Dämpferauge in der Länge verstellbar

Primärtrieb: 420er-Kette mit 10 Zähnen am Ritzel und 55 Zähnen

am Kettenblatt

Vorderradbremse: Hydraulische Handbremspumpe, 220-mm-

Bremsscheibe

Hinterradbremse: Hydraulische Fußbremspumpe, 178 mm

Bremsscheibe (Handbremse optional)

Reifen vorn: 60/100-14

Reifen hinten: 80/100-12

Lenkerhöhe: 1000 mm

Lenkerbreite: 730 mm

Bodenfreiheit: 300 mm

Rahmen: Doppelschleifen Zentralrohrrahmen

Gewicht: 61 kg

Weiter Infos unter: www.hvr-bikes.com

Die Designer und Ingenieure von KTM arbeiteten mit Rennfahrern

zusammen, um das perfekte Bike für zukünftige Champions

zu entwickeln. Das Ergebnis ist eine ausgewählte Liste an Teilen,

darunter eine vollständige FMF-Auspuffanlage, CNC-gefräste

Aluminium-Elemente, rennspezifische Getriebe-, Einspritz- und

Kupplungskonfigurationen, hochwertige Dunlop Geomax MX

53-Bereifung und eine speziell angefertigte rutschfeste Sitz-

KTM 50 SX FACTORY EDITION 2023:

DER PERFEKTE EINSTIEG FÜR

JUNGE CHAMPIONS

Die KTM 50 SX FACTORY EDITION wurde erstmals bei der AMA

Amateur National Motocross Championship auf der Loretta Lynn

Ranch vorgestellt und ist mit einem breiten Sortiment an hochwertigen

Komponenten ausgestattet. Damit bietet sie jungen

Fahrern einen idealen ersten Vorgeschmack auf echte Factory-

Leistung.

9/22 MOTOCROSS ENDURO 57


VORSTELLUNG

bank, die Fahrern auch bei voller Leistung sicheren Halt bietet.

Die KTM 50 SX ist mit ihrem breiten Sortiment an hochwertigen

Komponenten das Herzstück der KTM 50 SX FACTORY EDITION.

So können sich Mini-Fahrer serienmäßig auf die fortschrittliche

WP XACT-Federung mit AER-Technologie, die Highend-Formula-

Bremsen mit Wave-Bremsscheiben, den konischen Lenker von

NEKEN mit ODI-Griffen und die schwarz eloxierten Aluminiumfelgen

freuen. All dies unterstreicht die enorm leichte Bauweise,

die fahrerorientierte Ergonomie und den leistungsstarken sowie

gut fahrbaren 50-ccm-Motor mit einfach bedienbarer, einstellbarer

Fliehkraftkupplung. Damit ist klar: Die KTM 50 SX FACTORY

EDITION ist absolut READY TO RACE.

DIE HIGHLIGHTS

• Neues FACTORY EDITION-Design

• FMF-Auspuffanlage

• FMF-Endschalldämpfer

• Rutschfeste orangefarbene Sitzbank

• Kleineres Kettenrad

• CNC-gefräster Kupplungsdeckel

• CNC-gefräster Generatordeckel

• Überarbeitete Bedüsung

• Spezielle Kupplungskonfiguration

• Graue ODI-Griffe

• Kettenführung mit orangefarbenen Einsätzen

• Dunlop Geomax MX 53-Reifen

Die neue KTM 50 SX FACTORY EDITION des Modelljahres 2023

wird ab August 2022 bei autorisierten KTM-Händlern erhältlich

sein. Nähere Infos unter ktm.com

HONDA CRF 2023

HONDA CRF50F

Die CRF50F, ein Minibike für Kiddies zum Fahren auf abgesperrtem

Gelände, erhält für den Modelljahrgang 2023 ein Grafikdekor-Update,

um die optische Nähe zu den Motocrossern CRF

250R und CRF 450R zu unterstreichen.

Wenn es darum geht, Jungen und Mädchen im Alter ab fünf Jahren

behutsam ans Motorradfahren heranzuführen, gibt es keine

bessere Wahl als die CRF 50F. Das Offroad-Bike im Taschenformat

ist mit einem luftgekühlten 49-ccm-Viertaktmotor mit automatischer

Kupplung ausgestattet. Die leichte Bedienbarkeit erleichtert

und fördert den spielerischen Umgang und damit die

Fahrfreude von Beginn an. Stollenbereifte 10-Zoll-Räder und

niedrige Sitzhöhe unterstützen den Lernprozess, damit Youngster

erfolgreich erste Erfahrungen sammeln können. Den 2023er-

Jahrgang der CRF 50R wertet ein Grafikdekor-Update auf, um optisch

die Nähe zu den großen Schwestern CRF 250R und CRF

450R zu unterstreichen.

Ausstattungs-Merkmale - Fahrwerk

• Robuster Stahlrahmen, Schwinge mit Zentralfederbein

• Moderne Upsidedown-Telegabel

• 10 Zoll große Speichenräder, kinderfreundliches Handling

• Bodywork im Stil der CRF 450R

• Niedrige Sitzhöhe (548 mm)

Honda CRF 125F

Honda CRF 50F

58 MOTOCROSS ENDURO 9/22


Motor

• 49-ccm-Viertakter mit angenehmer Leistungsentfaltung

• Sparsame, ausgereifte und zuverlässige Konstruktion

• Einstellbarer Drehzahlbegrenzer

• Wartungsfreie Zündung, automatischer Steuerkettenspanner

• Dreigang-Fußschaltung

CRF 110F

Ein neues Tank-Dekor wertet die CRF 110F im Look der Motocrosser

CRF 250R und CRF 450R auf, technisch bleibt der Jahrgang

2023 unverändert. Mit bekannter Zuverlässigkeit und userfreundlicher

Leistung führt die seit 2013 angebotene CRF 110F

fort, was Honda vor fast vier Jahrzehnten mit der legendären

XR75 begann – ein offroadtaugliches Viertakt-Bike für Jugendliche

und Heranwachsende anzubieten, das zielgruppengerecht

durchdacht alle Einsteigerwünsche erfüllt und dazu erschwinglich

ist. Das Viertakt-Triebwerk der CRF110F verknüpft Kraft und

Durchzug auf praxisgerechte Weise, der Stahlrahmen mit vollwertigen

Federelementen garantiert stabiles, sicheres Fahrverhalten.

Zum Konzept gehören moderne Kraftstoffeinspritzung,

kupplungslose Viergang-Halbautomatik sowie die Möglichkeit,

den Motor sowohl mit Kickstarter als auch per Knopfdruck mittels

E-Starter anzustarten. Für 2023 erhält die technisch unveränderte

CRF 110F neue Tank-Graphics im Look der MX-Schwestern

CRF 250R und CRF 450R.

Ausstattungs-Merkmale - Chassis

• Robuster Stahlrahmen, stabile Schwinge

• Konventionelle Teleskopgabel in RSU-Bauweise

(Right Side Up)

• Bodywork im CRF 450R-Stil

• Niedrige Sitzhöhe (657 mm)

Motor

• Kultivierter Viertakt-Einzylinder mit 109 Kubik Hubraum,

einfach zu fahren

• Perfekt abgestimmte Einspritzung, freundliche Leistungs-

Charakteristik

• Einstellbarer Drehzahlbegrenzer

• Viergang-Fußschaltung, automatische Kupplung

• Mit Elektrostarter und Kickstarter

HONDA CRF 125F

Die CRF125F bleibt technisch unverändert, erhält für den Jahrgang

2023 aber ein neues Grafikdekor, angelehnt an den Look

der CRF 250R und CRF 450R.

Die CRF 125F bringt alles mit, was ein Bike dieser Größe benötigt,

um sportliches Offroadvergnügen zu ermöglichen. Sie stellt

das perfekte Sprungbrett für Youngster dar, die beabsichtigen,

von CRF 50F oder CRF 110F eine Stufe höher aufzusteigen. Für

den Jahrgang 2023 erhält der Achtelliter-Crosser ein Grafikdekor-Update

nach Vorbild der MX-Schwestern CRF 250R und CRF

450R. Die CRF 125F ist mit 17/14 Zoll-Rädern erhältlich oder als

Big Wheel-Variante mit 19/16 Zoll-Rädern für größere Fahrer.

Ausstattungs-Merkmale - Chassis

• Brückenrahmen aus Stahl

• Telegabel mit 31 mm Standrohrdurchmesser

• Schwinge mit ProLink-Aufhängung

• Vorderrad mit 17 oder 19 Zoll (Big Wheel) und Scheibenbremse

• Bodywork im Stil der CRF 450R

• Niedrige Sitzhöhe 739 mm (Big Wheel 785 mm)

Motor

• Kraftvoller SOHC-Einzylinder mit 124,9 ccm Hubraum

• Keihin-Kraftstoffeinspritzung, bestes Ansprechen, lineare

Leistungsentfaltung

• Schaltbox mit 4 Gängen, praxisgerecht gestuft

• Dank E-Starter besonders leichtes Anstarten

6 oder 12

ABO AUF ZEIT

Keine Fristen wahren, kein lästiges Kündigen!

WIR MACHEN EUCH DAS LESEN LEICHTER

Halbjahresabo: 45,- € (zzgl. 5,- € Portokosten Ausland)

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Kündigung – aus. Eine Verlängerung erfolgt

nur bei Neuabschluss. Dazu genügt ein Anruf unter

Telefon: 06023 91782-86

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9/22 MOTOCROSS ENDURO 59


WARENKORB/NOTIZEN

LATTITUDE

TOURING-KOMBI VON KLIM

WWW.KLIM.COM

Ganz am Anfang steht das unverrückbare GORE-TEX®

Versprechen „GUARANTEED TO KEEP YOU DRY®“!

In Kombination mit einem äußerst effektiven Belüftungssystem

und einem umfassenden Sicherheitspaket ist die

größte Stärke der Latitude ihre Vielseitigkeit. Die Textil-

Kombi des amerikanischen Premiumherstellers ist ein

absolut zuverlässiger Partner – 365 Tage im Jahr.

Bei hohen Temperaturen sorgt

das vielfältige Belüftungssystem

für effektive Kühlung. Insgesamt

zehn regulierbare Belüftungsöffnungen,

alle wasserdicht

verschließbar, sorgen

stets für ausreichend Kühlung.

Bei Regen und Nässe ist die Latitude

dank der laminierten

GORE-TEX® Membran absolut

wasserdicht – ganz ohne zusätzliche

Bekleidungsteile, die

man darüber- oder darunterziehen

muss und oft nicht bei

sich hat. Gleichzeitig verhindert

das GORE-TEX-Laminat,

dass der Außenstoff Wasser

aufsaugt, das heißt, der Fahrer

friert nicht, der Anzug wird

nicht schwer und er ist am

nächsten Morgen wieder trocken.

Für aktiven Schutz sorgt die

Komplettausstattung mit Level

2 zertifizierten D3O®-Protektoren

inklusive Rückenprotektor

sowie großen Overlayern

aus Ziegenleder am Ellenbogen

bzw. aus reißfestem 840D Cordura®

an Schultern und Knien.

Hochwertige 3M Scotchlite-Reflektoren

sorgen für

eine extrem gute Sichtbarkeit

auch bei schlechten Wetterverhältnissen

und in der Nacht.

FARBEN/GRÖSSEN/PREIS

JACKE

Farben: Black, Hi-Vis, Red, Gray

Größen: S bis 4XL

Preis: 820,- Euro

HOSE

Farben: Black, Gray

Größen: 30 bis 44 (Tall: 32 bis 38 / Short: 30 bis 44)

Preis: 630,- Euro (Tall: 650,- Euro)

CASUAL FLASH KOLLEKTION

VON GASGAS

WWW.GASGAS.COM

Bei GASGAS dreht sich alles darum, eine gute Zeit auf den Bikes

zu haben, die Zeit mit Freunden zu genießen, kurz gesagt, Spaß

zu haben, sowohl auf als auch neben der Strecke! Aus diesem

Grund wurde eine limitierte Auflage neuer T-Shirts und eine coole

Cap herausgebracht, die es jedem ermöglicht, seine Garderobe

aufzufrischen und sicherzustellen, dass jeder stolz „GET ON

THE GAS“ rufen kann!

60 MOTOCROSS ENDURO 9/22


GASGAS arbeitet daran, ein ständig wachsendes Sortiment

an Freizeitkleidung anzubieten, beginnend mit

der supercoolen TLD Team-Kollektion, die bereits im

April auf den Markt kam, folgen nun drei großartigen

T-Shirts und die Vamos Trucker Cap.

Das Vamos T-Shirt ist dezent und stylisch gehalten,

aber zum größten Teil sehr, sehr rot. Außerdem gibt es

noch eine weiße Variante. Das Modell Fast Tee gibt es

nur in rot. Erhältlich sind die Shirts in den Größen XS,

S, M, L, XL und XXL.

KTM E-SPORTMINICYCLES

KTM AG präsentiert auf dem North America Dealer Summit die wachsende Produktpalette

an E-Sportminicycles

Die KTM AG, führender Hersteller von motorisierten

Zweirädern mit den Motorradmarken

KTM, Husqvarna Motorcycles und GASGAS,

stellte auf dem KTM North America Dealer Summit

in Charlotte (North Carolina, USA) ihr umfassendes

Sortiment an E-Sportminicycles vor.

Die aktuelle Produktpalette umfasst elektrische

Bikes für junge Fahrer verschiedenster Leistungsklassen,

von Einstiegs-Laufrädern bis hin

zu ausgefeilten Wettbewerbsmodellen. Für

2022 wurden diese Modelle um die neue SX-E 3,

EE 3 und MC-E 3 erweitert. Sie sollen die Lücke

zwischen den elektrisch angetriebenen Laufrädern

des Unternehmens und den weiterführenden

Modellen SX-E 5, EE 5 und MC-E 5 schließen.

Bis Mitte des Jahrzehnts wird das Sortiment

20 elektrische Offroad-Motorräder aller Marken

umfassen, von Einstiegsmodellen bis hin zu

wettbewerbsfähigen Bikes. Das Hauptaugenmerk

liegt auf den jungen Talenten, die die Zukunft

des Motorsports darstellen.

Dank jahrzehntelanger Erfahrung in der Entwicklung

und Herstellung von Motorrädern beschäftigt

sich die KTM AG intensiv mit den

Chancen elektrischer Mobilität und der Ausarbeitung

von ökologisch und ökonomisch nachhaltigen

Produkten.

„Heute sprechen alle über E-Mobility. Bei der

KTM AG streben wir ständig nach Weiterentwicklung

in diesem Segment und werden so unserer

Verantwortung als innovatives, nachhaltiges

Unternehmen gerecht,“ so Hubert Trunkenpolz,

Chief Marketing Officer bei der KTM AG.

„Wir sind überzeugt, dass E-Mobility eine Rolle

spielen kann, wenn es um kurze Strecken, Mobilität

in der Stadt und kleine Motorisierung

geht. Im Offroadbereich müssen wir die Gegebenheiten

auf der Strecke berücksichtigen, wie

beispielsweise die begrenzten Lademöglichkeiten

für größere Batterien.“

Starke Händlerpartnerschaften sind einer der

wichtigsten Erfolgsfaktoren der KTM AG. Als

Weltmarktführer im Bereich der Offroad-Wettbewerbsmotorräder

ist das Unternehmen ein

geeigneter Partner für sein globales Händlernetzwerk.

Die KTM AG strebt als zuverlässiger

Hersteller motorisierter Zweiräder stets danach,

die hohen Erwartungen von Fahrern und

Händlern ebenso wie der Gesellschaft zu erfüllen.

„Unsere Beziehungen zu unseren Händlern, ihr

Feedback und ihr Input waren für uns schon immer

sehr wertvoll. Daher sind wir stolz, zum

ersten Mal auf dem größten Offroad-Motorradmarkt

der Welt unsere Produktpalette an Elektromotorrädern

für die jüngsten Fahrer zu präsentieren.

Es war wunderbar, einige Tage mit

unseren Partnern zu verbringen, die neueste

Motorradgeneration zu fahren und unsere Visionen

sowie Pläne für die Zukunft zu vermitteln,“

so Florian Kecht, Chief Sales Officer bei der KTM

AG. „Wir engagieren uns für traditionelle Betriebe

und werden unsere Händler weiterhin mit einem

breiten, hochwertigen Sortiment versorgen,

das heute und zukünftig die Erwartungen

aller Stakeholder erfüllen wird.“

9/22 MOTOCROSS ENDURO 61


NOTIZEN

FLEXIBLE LINKAGE GUARD P5 / ENDURO

VON CIPPITO

WWW.CIPPITO.DE

Der FlexibleLinkage 5P, der speziell für MX- und Enduro-Bikes gefertigt

wird, ermöglicht die Niveauanpassung des Fahrzeughecks

an die Streckenverhältnisse sowie die individuelle Abstimmung

auf den Fahrer (Fahrkönnen, Größe, Vorlieben).

Er stellt somit das Gegenstück zum einstellbaren Gabelüberstand

am Vorderbau des Motorrades dar. Es stehen fünf verschiedene

Einstellmöglichkeiten zur Verfügung. Das Rahmenheck

kann von der Grundstellung heraus, diese entspricht dem

Original, einmal angehoben und dreimal abgesenkt werden.

Die Bauteile können 1:1 gegen die Originalteile ausgetauscht

werden.

Das Flexible Linkage Guard P5 / Enduro gibt es auch als Modell

ohne Umlenkschutz und wird dann als Flexible Linkage P5 / Enduro

bezeichnet.

Es eignet sich besonders für Fahrer die einen langen Motorschutz,

bei dem schon ein Umlenkschutz integriert ist, verbaut

haben.

Neu im Programm ist jetzt auch der Flexible Linkage P5 / Enduro

für Sherco-Modelle, wie ihn auch unser bester deutscher Enduropilot

Luca Fischeder einsetzt.

Flexible Linkage P5 / Motocross

Zur Einstellung des gewünschten Niveaus muss

lediglich die Mutter an der Verstellschraube

ca. 3 mm gelöst und ausgerückt werden. Da

die Mutter nicht entfernt werden muss, kann

das System nicht auseinanderfallen.

Durch Drehung der Schraube kann das gewünschte

Niveau gewählt werden.

5 verschiedene Einstellungen stehen zur Auswahl:

0 = entspricht Originaleinstellung

+1 = Anhebung um ca. 2,5 mm

–1 = Absenkung um ca. 5 mm

–2 = Absenkung um ca. 10 mm

–3 = Absenkung um ca. 12,5 mm

Der Flexible Linkage von Cippito ist für verschiedene Modelle erhältlich.

So unter anderem auch für Honda-Motocross-Modelle.

In weniger als einer Minute und ohne den Austausch von Teilen

kann auch hier das Niveau angepasst werden.

Als Werkzeug ist lediglich ein Gabelschlüssel und ein Inbus erforderlich.

62 MOTOCROSS ENDURO 9/22


RÜCKRUF: GASGAS MC 250/2022

GASGAS ruft alle MC 250 Motocross-Bikes des

Modelljahres 2022 zurück, um das CDI-Steuergerät

bei einem autorisierten Händler austauschen

zu lassen. Aufgrund einer Produktionsabweichung

wurden bei diesem Modell falsch programmierte

Komponenten eingebaut.

Kunden, die bereits eines der oben genannten

Motorräder besitzen, wurden durch ein persönliches

Anschreiben informiert und gebeten, sich

umgehend mit einem autorisierten GASGAS-

Händler in Verbindung zu setzen, um einen Inspektionstermin

zu vereinbaren. Der Austausch

des CDI-Steuergeräts sollte nicht länger als

DMSB BILDET TASK FORCE FÜR LIEFERKETTEN-PROBLEME

• Engpässe vor allem bei

Reifen, Computer-Chips und

Stahl absehbar

• Wolfgang Wagner-Sachs:

„Marktsituation wird

intensiv beobachtet, um bei

konkreten Engpässen frühzeitig

gegen steuern zu

können.”

• Reglementsänderungen

aufgrund der aktuellen

Situation auch während der

Saison möglich

Der Deutsche Motor Sport

Bund hat eine Task Force ins

Leben gerufen, die sich mit

den Auswirkungen von aktuellen

Lieferketten-Problemen

beschäftigen und Lösungswege

aufzeigen soll. Das hat das

DMSB-Präsidium beschlossen.

Infolge des Ukraine-Krieges,

aber auch bedingt durch

Ressourcen-Knappheit und

weltweite Logistik-Probleme

ist absehbar, dass bestimmte

für die Ausübung des Sports

notwendige Produkte und

Bauteile in den kommenden

Monaten möglicherweise immer

weniger verfügbar sind.

„Die Probleme bei der Beschaffung

von Computer-

Chips, bestimmten Rußen als

Rohstoff für Reifen oder von

einigen Stahl-Spezifikationen

betreffen den gesamten Motorsport”,

weiß DMSB-Präsident

Wolfgang Wagner-Sachs.

„Daher haben wir eine Gruppe

von Experten des DMSB damit

beauftragt, die Marktsituation

intensiv zu beobachten, um

bei konkreten Engpässen und

insbesondere bei sicherheitsrelevanten

Themen frühzeitig

reagieren zu können. Selbstverständlich

kann der DMSB

die benötigten Rohstoffe nicht

liefern, aber er kann zum Beispiel

Reglements so ändern,

dass technische Alternativmöglichkeiten

von Teams und

Herstellern einsetzbar sind.

Mit der Task Force gibt es für

betroffene Motorsportakteure

ab sofort eine zentrale Anlaufstelle,

die in Kooperation insbesondere

mit den Kommissionen

für Automobil- und Motorradsport

zügig Lösungen

erarbeiten kann.” Der Kontakt

zur neuen Task Force ist über

E-Mail an veranstaltung@dmsb.de

möglich.

Grundsätzlich sollen Schritte

erarbeitet werden, die die befürchteten

Engpässe abfedern

können, Neuentwicklungen

sollen auf ein Mindestmaß reduziert

werden. Dazu soll es

zum Beispiel einfacher werden,

technische und sportliche

Reglements notfalls auch

während der Saison zu ändern,

falls die aktuelle Lieferketten-Situation

dies erfordert.

Dabei erweisen sich die

jüngst geänderten, schlankeren

Strukturen des DMSB als

Vorteil, die flexiblere und

schnellere Entscheidungen

fördern. So wurde bereits ein

Teil der vorgesehenen Reglementsänderungen

– wie etwa

die Entwicklung neuer Reifenspezifikationen

für die Nordschleife,

die vom DMSB eigentlich

für die kommende

Saison geplant war und aufwändige

Reifentests erfordert

– auf einen späteren Zeitpunkt

verschoben. „Wir wollen

die Problematik mit größtmöglicher

Flexibilität angehen”,

erklärt DMSB-Präsident

Wagner-Sachs. „Dazu werden

wir nicht nur engen Kontakt zu

Renndiensten und Händlern

suchen, sondern auch Kontakt

mit den Promotern der Rennserien

und anderen Motor-

15 Minuten dauern und ist für den Kunden kostenlos.

Darüber hinaus können Kunden über die GAS-

GAS-Website online im Bereich ,,Service“ überprüfen,

ob ihr Motorrad von diesem Rückruf betroffen

ist. Die Überprüfung und der Austausch

des CDI-Steuergeräts dürfen nur von autorisierten

GASGAS-Händlern durchgeführt werden.

Eine vollständige Liste der autorisierten Händler

findet ihr auf der GASGAS Website:

https://www.gasgas.com/en-int/

dealer-search.html

sport-Akteuren halten, damit

die Beteiligten wissen, dass

wir sie bei der Lösung von

durch Lieferengpässe verursachten

Problemen, soweit es

uns möglich ist, unterstützen.”

Derzeit ist bereits die Produktion

von Rennreifen einiger

Hersteller erschwert, die weltweite

Chip-Krise hat auch

Auswirkungen auf elektronische

Bauteile im Rennsport –

von Steuergeräten für XC-

Crosscar-Buggies über Bauteile

für elektronische Flaggensignale

bis zu Halbleitern.

Auch bei der Produktion von

Sicherheitstanks und der Herstellung

von Überrollvorrichtungen

aus Stahl gibt es aktuell

Engpässe. „Unser Ziel

muss es sein, individuelle Lösungen

zu finden, damit der

Motorsport auch in Krisenzeiten

weiterlaufen kann –

schließlich hängen nicht nur

Sportveranstaltungen, sondern

auch Tausende von Arbeitsplätze

davon ab”, so

Wolfgang Wagner-Sachs.

„Nicht zuletzt in der Corona-

Pandemie hat unser Sport gezeigt,

wie flexibel alle Beteiligten

auf solch spezielle Herausforderungen

reagieren

können. Dabei dürfen kulante

Lösungen sowie Reglementsänderungen

oder -verschiebungen

natürlich nicht auf

Kosten der Sicherheit gehen.

Die Task Force ist für uns das

Frühwarnsystem, die zuständigen

Kommissionen des

DMSB werden dann die Themen

beraten und dem Präsidium

gegebenenfalls zeitnah

Lösungsvorschläge unterbreiten.”

mit Profitrainer Marko Barthel

Termine 2022

TRAINING – IN KLEINEN GRUPPEN

MIT INDIVIDUELLEN TRAININGSINHALTEN

08.10. Endurotraining Pflückuff

09.10. Hardendurotraining Pflückuff

INTENSIVES-TRAINING

TRAINING IN KLEINEN GRUPPEN

MIT INDIVIDUELLEN TRAININGSINHALTEN

ÜBER 2 TAGE

27./28.08. Endurotraining in Viernau

für Anfänger/Fortgeschrittene

10./11.09. Endurotraining in Schweinfurt

für Anfänger/Fortgeschrittene

ENDUROPROJEKTE – EXKLUSIVE STRECKEN-

NUTZUNG, FREIES FAHREN UND GRUPPEN-TRAINING

MIT EINEM TRAINER über 3 TAGE

23.-26.09. EnduroPROjekt 2022 2.0

„3 Tage Offroad-Fun für jeden”

in Hohenmölsen

KinderTRAINING – UNSER KINDER-SOMMER-

MOTOCROSS-CAMP GEHT ÜBER 4 TAGE

23.07.-26.07. SOMMER-MOTOCROSS-

CAMP für KIDS und JUGENDLICHE

auf zwei Strecken

Kontakt:

Telefon: 037206/568881

Email: info@enduropro.de

www: enduropro.de

10 Euro Rabatt

mit dem Code: MCE10

bei der online-Anmeldung


CLASSIC-CROSS

TALKESSEL

CLASSICS

Historische MX-Bikes und ihre Fahrer lockten zahlreiche Edel-

Fans nach Teutschenthal

142 Fahrer aus zehn Nationen bildeten mit ihren geschichtsträchtigen

Motocross-Motorrädern den würdigen Rahmen der

„5. Talkessel Classics“ in Teutschenthal. Diese lockten nur vier

Wochen nach dem alljährlichen deutschen MX-Highlight, dem

MXGP of Germany, erneut zahlreiche Zuschauer an die legendäre

Rennstrecke im Süden Sachsen-Anhalts.

Gefahren wurde bei der fünften Ausgabe der 2021 ohne Zuschauer

stattgefundenen und im letzten Jahr sogar ganz ausgefallenen

Talkessel Classics in den Klassen Classic, Twinshock, EVO und

Super EVO. Gewertet wurde die Ein-Tages-Veranstaltung wieder

zum dreiteiligen Europa Cup, wobei Teutschenthal nach Schwanenstadt

in Österreich und vor dem Finale in Stribro in Tschechien

der mittlere Lauf war. Wie in der WM bestritten die Teilnehmer

unter der Obhut des Co-Organisators und Rennleiters Harald

Mühlig je zwei Rennen mit anschließender Tageswertung.

In der Klasse Classic für Motorräder mit einem Baujahr vor dem

1. Januar 1974, an denen keine maßgeblichen Veränderungen

vorgenommen werden dürfen, gewannen in den vier Unterkategorien

gemäß des Alters der Fahrer der Tscheche David Riha auf

CZ bei den bis 50-Jährigen, der Schweizer Danny Nüssli auf einer

CCM bei den bis 60-Jährigen und der Niederländer Johan Kistemaker,

ebenfalls auf einer CZ, bei den unter 66-Jährigen. Auf einer

weiteren CZ gewann Hans Breitel die Klasse der sogar über

66-Jährigen.

64 MOTOCROSS ENDURO 9/22


Die Klasse Twin Shock, die Motorräder mit zwei Federbeinen,

Luftkühlung, Trommelbremsen sowie herkömmlicher Gabelbauart

vereint, ist in zwei Altersklassen unterteilt. Diese entschieden

Tino Eißner auf Maico (bis 50) bzw. Brik Schelfaut

aus Belgien mit einer Husqvarna (über 50) für sich.

Das gleiche gilt für die Klasse EVO der Motorräder bis Modelljahr

1990. Bei den Rennen der Teilnehmer bis 50 Jahre gewann

der geschätzt rund halb so alte Tscheche Jaroslav

Strnad auf einer KTM. Der Belgier Danny Scheers tat es ihm

bei den über 50-Jährigen EVO-Fahrern mit einer Suzuki

gleich.

Zum Abschluss des Tages durfte die Klasse Super EVO für

Motorräder bis Baujahr 1995 ein zweites Mal ran. Dabei setzte

sich erneut der noch junge und nicht allzu lange semi-aktive

Österreicher Roland Edelbacher durch und gewann demzufolge

auch die Tageswertung. • Text u. Fotos: Thorsten Horn

Hier findet ihr euren

Offroad-

Spezialisten

älterer Ausgaben als E-Paper und Videos der Bike- und

Produkt-Tests der letzten MCE-Ausgaben gibt es auf unserer

Homepage unter: www.mce-online.de

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9/22 MOTOCROSS ENDURO 65


VORSCHAU

MCE 10/2022

Bei unseren

Tipps & Tricks

gibt es wieder einen

Trainingsplan für die

nächsten 4 Wochen

• Foto: Uwe Laurisch

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MOTOCROSS ENDURO

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Die WPTGlobal FIM EnduroGP-Weltmeisterschaft schlägt als nächste Etappe ihr Lager in Zalaegerszeg/Ungarn

für die sechste Runde auf. Dort geht der Kampf um den diesjährigen EnduroGP-

Weltmeister weiter. Nachdem der GP von Ungarn dem Schlammrennen in der Slowakei folgt, wird

sich die vorletzte Runde der Serie 2022 als echter „Make or Break“-Moment im alles entscheidenden

Titelkampf etablieren. Andrea Verona (Foto) führt den Enduro-GP an und wird alles tun, nichts

daran zu ändern. Wir berichten für euch in der nächsten Ausgabe wie es vor dem heiß ersehnten

Finale in Zschopau vom 14. bis 16. Oktober in puncto Meisterschaft bestellt ist.

• Foto: GASGAS

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erscheint am 22. September 2022

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