Cruiser Sommer 2010

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Cruiser Sommer 2010

Photographers Luigi e Luca, schwule Moslems, Markus Notter,

Rückblick, Adoption, Radisson Blu, San Francisco, Le Weekend Rose,

Ivano Bagnolo, Rolf Sommer, Rue McClanahan, Thomy Schallenberger

CRUISER Edition Sommer 2010

Dieses Magazin ist schwul


CRUISER-GAY:Maquetación 1 22/06/10 15:14 Page1

* Hier sind Vorurteile tabu www.spain.info


CRUISER Edition Sommer 2010

Inhalt

Sommer

Mit der CR-Sommerausgabe wollen wir vor den Ferien unseren Lesern nochmals eine Fülle von

Themen bieten. Wer an der Pride die starken Worte von Markus Notter verpasst hat, kann sie hier

nachlesen. Wer wissen will, wie «Moslem» und «schwul» zusammen passen, wird hier fündig. Und

wer von Ferien träumt, kann eintauchen in die Berichte über San Francisco oder über eine kleine

Ferienoase in Spanien. Auf der Suche nach der besonderen Fotografie sind wir auf «Luigi e Luca»

gestossen. Hier eine Auswahl der harmloseren Fotografien aus ihrem Schaffen. Viel Spass beim

Betrachten und bei der Lektüre.

Martin Ender, Verleger

6

Mister GAGA aus Casablanca

Wie schwule Moslems Akzeptanz suchen und finden

12

Zurich Pride Festial

Die Rede von Regierungsrat Markus Notter

15

Das noch nicht erfüllte Recht: Adoption

19 337 Unterschriften für die Regenbogenfamilien

18

San Francisco – die bunte Kalifornische Metrople

Branko B. Gabriel verfiel dem Charme von San Fransisco

32

Luigi e Luca, photographers

Die Poesie der Sexualität jenseits der Normen

40

Allein in St. Olaf

Manch ein «Golden Girls»-Fan von Wehmut gepackt

News 4 • Prominent 10 • Rückblick 14 • So war die Pride 16 • Radisson Blu 17

Szene 20 • Ivano Bagnolo 25 • Rolf Sommer 27 • Kultur 28 • Beauty 30 • Fashion 31

Labyrinth 42 • Finca La Cantera 45 • Musik 47 • Film 49 • Buch 51 • Hildegard 52

Rainbow Line 53 • Dr. Gay 53 • VEGAS 55 • Agenda 56

3


News CRUISER Edition Sommer 2010

Internationale

News

4

Bratislawa

Gewalt gegen CSD

Die erste CSD-Demo in der Geschichte der Slowakei

musste abgebrochen werden, nachdem

Gegendemonstranten von der neonazistischen

«Slowakischen Volkspartei» mit Gewalt gegen

die Teilnehmer der Regenbogenparade vorgegangenen

waren. Bereits vor Beginn des CSD

hatte die Polizei von Bratislawa die knapp 1000

Demonstranten gewarnt, dass sie nicht für die

Sicherheit des CSD garantieren könnten. Ausländische

Teilnehmer des CSD wie der deutsche

Grünenabgeordnete Volker Beck warfen der Polizei

jedoch vor, eine Eskalation bewusst in Kauf

genommen zu haben. Nach der CSD-Kundgebung

auf dem Hviedzoslavovo-Platz eskortierte

die Polizei die Teilnehmer durch die Innenstadt

zum Ort der Abschlussparty auf einem Schiff

auf der Donau.

München

Haft für schwulen Spion

Zwei Jahre und drei Monate Haft lautete das Urteil

im Fall des Robert Anton K. Ein Gericht in

München sah es als erwiesen an, dass der ehemalige

Spion des Bundesnachrichtendienstes

(BND) bei seinem Einsatz im Kosovo seinem

Liebhaber Geheimnisse verraten hat. Murat A.

erhielt eine 14-monatige Haftstrafe. Robert Anton

K. sollte im Kosovo für den BND ein Netz von

Informanten aufbauen. Dort lernte der 44-jährige

Deutsche 2005 den mazedonischen Dolmetscher

Murat A. kennen. Die beiden verliebten

sich und zogen in eine gemeinsame Wohnung.

Die Affäre flog auf, als die Ex-Frau von Robert

Anton K. erfuhr, dass der mazedonische Liebhaber

ihren Platz als Begünstigte in der Lebensversicherung

von Robert Anton K. eingenommen

hatte.

London

Jüngster Bürgermeister

Englands ist schwul

Ian Campbell ist Grossbritanniens jüngster Bürgermeister.

Der offen schwule 23-Jährige wurde

zum Bürgermeister der 20 000-Einwohner-

Stadt Retford in Nottinghamshire gewählt. Die

Wähler waren offenbar beeindruckt von der

Konsequenz und der Standhaftigkeit, mit der

sich Campbell für das einsetzt, was er als richtig

ansieht. Campbell war von seinen Eltern vor

die Tür gesetzt worden, als er sich als schwuler

Mann outete. Acht Monate lange lebte er als Obdachloser

auf der Strasse und wurde in der Zeit

ein engagierter Kämpfer gegen Homophobie.

Dafür wurde er 2009 zu «Nottingham‘s Young

Person of the Year» gekürt. Nach seiner Wahl

zum Bürgermeister sagte Campbell: «Es ist erstaunlich,

wie sich mein Leben verändert hat.

Vor einem Jahr hatte ich keinen Job und kein

Zuhause. Jetzt ist alles vollkommen anders.»

Lyon

Katholiken und Nazis gemeinsam

gegen Schwule

Bei einem «Kiss-In» von Homo-Aktivisten in Lyon

kam es zu Zusammenstössen mit rechtsextremen

und katholischen Gegendemonstranten.

Die Katholiken trugen Transparente mit Aufschriften

wie «Wir sind in der ersten, zweiten

und dritten Generation heterosexuell» und Slogans

gegen die «Katholikenphobie», die in der

Gesellschaft weit häufiger verbreitet sei als Homophobie.

Derweil reckten die Neonazis ihre

rechten Hände zum Hitlergruss in die Höhe und

forderten in Sprechchören ein Verbot der Homosexualität.

Es kam auch zu gewaltsamen Ausschreitungen

gegen die Teilnehmer des «Kiss in»

in der südfranzösischen Stadt. Verletzt wurde

nach Polizeiangaben jedoch niemand. Zwei der

Gegendemonstranten wurden festgenommen.

Die Polizei setzte Tränengas ein.

Köln

Moderate Moslems für

Homo-Ehe

Der Liberal-Islamische Bund (LIB e.V.) in Deutschland

fordert eine dogmenfreie Auslegung des

Korans. Der Verein sei «offen für einander widersprechende

Blickwinkel», betonte gegenüber

der Tageszeitung WAZ die 33-jährige LIB-Vorsitzende

und Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor.

«Wir wollen der schweigenden Mehrheit der

Muslime eine Stimme geben und keine fundamentalistischen

Positionen vertreten, sondern

das Motto: Leben und leben lassen.» Deshalb

setze sich der LIB auch für die Gleichbehandlung

gleichgeschlechtlicher Partnerschaften

ein. Im Mai hatte sich der «Zentralrat der Muslime»

für die Aufnahme des Diskriminierungsschutzes

für Schwule und Lesben im Grundgesetz

ausgesprochen. Für die Diskriminierung

von Homosexuellen lasse sich im Islam keine

Rechtfertigung finden, so der Zentralrat.

Malawi

Schwules Paar begnadigt

Das Drama um das schwule Paar Steven Monjeza

und Tiwonge Chimbalanga in Malawi hat

ein gutes Ende gefunden. Bingu wa Mutharika,

der Präsident des afrikanischen Landes hat

die beiden Männer begnadigt, die wegen ihrer

«Hochzeit» zu 14 Jahren Gefängnis mit Zwangsarbeit

verurteilt worden waren. Die Begnadi-


CRUISER Edition Sommer 2010

News

gung wurde als Geste an Ban Ki-moon, Generalsekretär

der Vereinten Nationen, gewertet, der

sich während des präsidialen Gnadenaktes zu

Besuch in Malawi aufhielt. Ban Ki-moon «begrüsste»

die Entscheidung und forderte Malawi

auf, das geltende «veraltete Recht» zu reformieren.

Der Fall des schwulen Paars hatte weltweit

für Schlagzeilen gesorgt. Unter anderem hatten

das Weisse Haus und Popstar Madonna die Freilassung

der beiden Männer gefordert.

Paris

Schwule McDonalds-

Werbung

McDonalds in Frankreich hat erstmalig in seiner

Geschichte einen schwulen TV-Spot geschaltet

und sich damit den Unmut der Gay Community

zugezogen. Der Werbespot zeigt einen jungen

Franzosen, der in einem McDonalds-Restaurant

am Telefon seinem Freund zuflüstert: «Du fehlst

mir.» Er beendet das Telefonat abrupt, als sich

sein Vater mit einem Tablett mit Hamburgerspezialitäten

nähert. Der Sohn gesteht dem Vater,

dass er nicht an Mädels interessiert sei (www.

youtube.com/watch?v=9xGRii6IA1M&feature=

related). Aber zu einem direkten Outing kommt

es nicht. Der Spot endet mit der Aussage «Come

as you are». Genau diese Unbestimmtheit ist es,

die Frankreichs Schwulenaktivisten stört. Man

wisse nicht, was die Botschaft des Werbefilmchens

sei, hiess es in schwulen Blogs.

Lissabon/

Reykjavik

Island und Portugal führen

Homo-Ehe ein

Portugals konservativer Präsident Anibal Cavaco

Silva hat entgegen seiner «persönlichen

Überzeugungen» mit seiner Unterschrift das

«Gesetz über die Einführung der Homo-Ehe»

in Kraft gesetzt. Damit habe er die Debatte beenden

wollen, die «die Portugiesen in zwei Lager

gespaltet und unsere Aufmerksamkeit von

den besorgniserregenden Problemen abgelenkt

hat», sagte Silva mit Anspielung auf die ernste

Finanz- und Wirtschaftskrise Portugals. Auch

in Island stimmte das Parlament einstimmig

für die Einführung der Homo-Ehe. Island ist das

erste Land weltweit mit einem / einer offen homosexuellen

Regierungschef / -chefin. Die sozialdemokratische

Ministerpräsidentin Jóhanna

Sigur-Oardóttir hatte im vergangenen Jahr die

Wahlen nach dem Kollaps des isländischen Bankensystems

gewonnen.

Sao Paolo

3,2 Millionen Besucher

Schon in den vergangenen Jahren machte der

«Gay Pride Sao Paulo» immer wieder mit seinen

gigantischen Teilnehmerzahlen von sich reden.

In diesem Jahr brach die «Parada do orgulho»

auf der Avenida Paulista im Bankenviertel São

Paulos ihre eigenen Rekorde. 3,2 Millionen Besucher,

darunter 400 000 Touristen, waren auf den

Beinen. Damit ist der CSD der brasilianischen

Metropole endgültig und uneinholbar der grösste

der Welt. Die Teilnehmer des Mega-CSD forderten

mehr Rechte und Akzeptanz gegenüber

Homosexuellen und ein Ende der Homophobie.

In Brasilien gibt es bereits seit 1823 kein Gesetz

gegen Homosexualität mehr. Jedoch sehen sich

Schwule und Lesben in der konservativ-katholischen

Gesellschaft Brasiliens täglich Diskriminierungen

und Gewalt ausgesetzt.

New York

«Nanny» war mit schwulem

Mann verheiratet

Die US-Schauspielerin Fran Drescher («The

Nanny») war 23 Jahre lang mit einem schwulen

Mann verheiratet. In einem Interview mit «In

Touch Weekly» erklärte die 52-Jährige, sie sei

23 Jahre lang mit einem homosexuellen Mann

verheiratet gewesen. Gatte Peter Marc Jacobson

habe sich aber erst nach der Trennung vor elf

Jahren als schwul geoutet. Trotzdem seien sie

noch immer die besten Freunde und arbeiteten

auch beruflich weiterhin eng zusammen. Die

Kultserie «The Nanny» hatten Drescher und Jacobson

gemeinsam entwickelt. Aktuell würden

sie an dem Konzept einer neuen Sitcom

arbeiten, für die ihre besondere Beziehung die

Grundlage sei. Fran Drescher ist seit langem

eine engagierte Fürsprecherin der schwul-lesbischen

Gleichberechtigung.

Toronto

Pro-Palästinenser-Gruppe von

CSD ausgeschlossen

Redner und Musiker haben ihre Teilnahme an

der 25. «Toronto Pride Week» abgesagt. Für ihr

Engagement für Schwule und Lesben geehrte

Preisträger gaben ihre Auszeichnungen zurück.

Grund der Proteste war die Entscheidung der

Pride-Veranstalter in der kanadischen Metropole,

die Gruppe «Queers Against Israeli Apartheid»

auszuschliessen. Die Organisatoren sahen

in dem Namen eine «antisemitische» Aussage.

Die pro-palästinensischen «Queers Against

Israeli Apartheid» erklärten dagegen, gerade

schwul-lesbische Aktivisten müssten auf Menschenrechtsverletzungen

aufmerksam machen.

Der Stadtrat Torontos hatte gedroht, die Unterstützung

für den CSD einzustellen, weil der

Aufruf der Gruppe zu einem Boykott von Israelreisen

sowie zum Hass auf Juden ermutige und

damit gegen die städtischen Antidiskriminierungsrichtlinien

verstosse.

Sydney

Rücktritt wegen

Dienstwagen affäre

Eine Fahrt mit dem Dienstwagen zu einer

schwulen Sauna in Sydney geriet einem verheirateten

australischen Minister zum Verhängnis.

Der 51-jährige David Campbell, Vater von

zwei Kindern, wurde von einem Kamerateam

des TV-Senders «Seven Networks» dabei gefilmt,

wie er die Sauna «Ken´s» verliess und mit seinem

Dienstwagen davonfuhr. Nach der Ausstrahlung

der Aufnahmen in einer Nachrichtensendung

des Senders trat der Verkehrsminister aus

«persönlichen Gründen» zurück. Der Fall hat

in Australien scharfe Diskussionen über den

Schutz der Privatsphäre von Politikern ausgelöst.

Schwulenaktivisten kritisierten die Affäre

als eine Hetzjagd gegen Schwule». Der Verkehrsminister

war wegen gescheiterter Grossprojekte

politisch angeschlagen.

Madrid

Israelische Schwule als

«Sicherheitsrisiko» von CSD

ausgeschlossen

Die Ausladung einer israelischen Schwulenorganisation

vom CSD in Madrid hat in Israel für

eine Welle der Empörung ausgelöst. Die Organisatoren

des Gay Pride in der spanischen Hauptstadt

hatten im Juni die Einladung der «LGBT

Union» nach dem blutigen Angriff Israleischer

Sonderkomandos auf die «Freiheitsflotte» für

Gaza aus «Sicherheitsgründen» zurückgenommen.

Ein Sprecher der israelischen Schwulengruppe

kritisierte, die CSD-Organisatoren in

Madrid konzentrierten sich auf Themen, «die

nichts mit unserer Community zu tun haben».

Israels Aussenminister Yossi Levy nannte die Absage

einen «hässlichen Skandal, der diesen CSD

in eine Parade der Schande verwandelt.» Levy

erinnerte daran, dass Israel das einzige Land

im Nahen Osten sei, das die schwul-lesbische

Community respektiere.

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Gesellschaft CRUISER Edition Sommer 2010

Mister GAGA aus

Casablanca

Wie schwule Moslems Akzeptanz suchen und finden

Von Alex Rudolf

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CRUISER Edition Sommer 2010

Gesellschaft

Der Islam ist in aller Munde.

Hier in der Schweiz

spricht man über die Nachwehen

des Minarettverbotes

und das drohende Burkaverbot.

Aus schwullesbischer

Sicht wird man durch

Schreckensmeldungen

von Hinrichtungen Homosexueller

in streng islamischen

Staaten in Atem

gehalten. Dass es auch eine

andere Seite gibt, sieht

man oft nicht.

Lady Gaga lebt in einem molligen, südländischen Männerkörper. Nichts

fehlte, weder die mit Zigarettenstummeln beklebte Sonnenbrille noch

die gelb-blonde Haarpracht. Ich traf diese Gestalt bei Chatroulette. Für

diejenigen, denen dieser Zeitvertreib kein Begriff ist: Chatroulette kombiniert

die Kommunikation via Webcam mit dem gleichnamigen Glücksspiel.

Und so dreht sich das roulette’sche Chatrad bis man beim nächsten

Chat- oder Cybersexpartner angelangt ist. Bei Nichtgefallen klickt man

weiter und kommt wiederum zur nächsten Person. Und genauso stiess

ich auf Mister Gaga.

Er sagte er komme aus Marokko, sei 25 und schwul. In Anbetracht seiner

Herkunft drängte sich mir die Frage auf:«If someone catches you dressed

up like that in front of a webcam, aren’t you stoned then? Not talking

about the good stoned.» Er schmunzelte nur leicht, antwortete dann

widerwillig und gelangweilt: «No, it‘s not so bad here». Diese Antwort

verwunderte mich, da in Marokko doch eine Gefängnisstrafe auf homosexuelle

Handlungen verhängt werden kann. Ihm wurde das Gespräch

jedenfalls zu ernst und schon war ich mit einem Klick weg ge-chatroulette-et.

Dabei wären mir noch einige Fragen in den Sinn gekommen,

die ich ihm hätte stellen wollen. Homosexualität in muslimischen Ländern

schien mir immer als etwas Abstraktes, Unreales. Etwas, das unter

strengster Geheimhaltung und nur zu einem gewissen Grad ausgelebt

werden darf. Der marokkanische Mister Gaga sieht dies wohl anders.

Denn in dem kleinen Chatfenster sass mir die personifizierte «Pride»

gegenüber.

Nichts ist einheitlich im Reich der Mondsichel

Islamisch geprägter Staat scheint nicht gleich islamisch geprägter Staat

zu sein. Zumindest nicht, was die Toleranz gegenüber gleichgeschlechtlicher

Liebe betrifft. Auch wenn in keinem etwas Vergleichbares zur

eingetragenen Partnerschaft existiert, sind in elf Ländern, darunter die

Türkei, Albanien und Tadschikistan, homosexuelle Handlungen nicht

illegal. Traurige Wahrheit ist jedoch, dass in den meisten, es sind deren

24, ebendiese Handlungen mit unterschiedlich hohen Freiheitsstrafen

geahndet werden. Darunter Pakistan, Libyen und Marokko. Unser Ladyboy

Gaga sollte die Türe also besser doppelt verschliessen, bevor er sich

in diese Aufmachung stürzt. Er kann jedoch froh sein, lebt er nicht in

einem der sieben Länder, in denen er aufgrund seiner Neigung mit der Todesstrafe

rechnen müsste. Darunter Saudi-Arabien, Nigeria und der Iran.

So ist es auch schwierig Schwulenorganisationen zu finden, die sich in

muslimischen Staaten für LGTB-Rechte einsetzen – In manchen Staaten

wäre dies schlichtweg illegal. Im Westen, also in Mitteleuropa und Nordamerika,

gibt es sie jedoch.

Ali Adnan ist der Gründer der Britischen Sektion der muslimischen

Schwulenrechtsorganisation «Al Fatiha», die ihren Ursprung Anfang

der Jahrtausendwende in den USA hat. Der in Pakistan geborene und

aufgewachsene Adnan kam der Ausbildung wegen nach Grossbritannien.

Im Interview mit der Britischen Tageszeitung «The Guardian» spricht

er offen über den Konflikt zwischen Religion und Sexualität: «Zuerst

dachte ich, dass ich nicht schwul sein kann, da ich Moslem bin. Mit der

Zeit wusste ich dann aber, dass ich schwul bin, also konnte ich kein Moslem

sein.» Das Studium in England habe ihn sehr weit gebracht, was die

Selbstakzeptanz angehe. Bevor er Pakistan verliess, vertraute er sich

seinen Eltern an. «Sie hatten Angst vor den Reaktionen der Nachbarn.

Als ich sagte, dass ich mich nicht verstecken werde, da wurde es erst zu

einem religiösen Problem», so Adnan. «Al-Fatiha» vereint schwule und

lesbische Moslems aus der ganzen Welt. Ein- bis zweimal im Jahr treffen

sich die Mitglieder, aus Angst vor Anschlägen, an einem geheimen Ort.

Adnan wurde kurz nach der Gründung der Organisation mit einer Fatwa

belegt. Ausgegangen war diese vom Oberhaupt der fundamentalistischen

Al-Muhajirou-Gruppe. Scheich Omar Bakri Mohammed titulierte die

«Al-Fatiha»- Mitglieder als Abtrünnige. Der Schwulenaktivist sieht dem

jedoch gelassen entgegen: «Nur weil Ayatolla Khomeidi Salaman Rushdie

mit einer Fatwa belegte, die seinen Tod verlangte, heisst das noch lange

nicht, dass bei allen Fatwas Blut fliesst». Weiter sagt er, dass es sich auch

nur um die Fatwa eines Gelehrten handle, der nicht repräsentativ für

den gesamten Islam sei.

Die Blackparty hat mehr Anhänger als

«Al-Fatiha»

Die Mitgliederzahlen von «Al-Fatiha» sind überraschend klein. Mit der

wissenschaftlichen Annahme im Hinterkopf, dass rund 10 % der Menschen

homosexuell sind, sollte es aufgrund der anderthalb Milliarden

Moslems rund 150 Millionen schwullesbische geben. «Al-Fatiha» hat jedoch

weltweit nur um die 1000 Mitglieder. Die letzte Blackparty im Volkshaus

hatte mehr Besucher.

Obwohl Schwulsein in manchen Staaten scharf geahndet wird, gibt es

Stimmen, die dieses Problem relativieren. Badruddin Khan, ebenfalls

gebürtiger Pakistani, sieht keinen grossen Auf holbedarf, was die Schwulenrechte

angeht. Der inzwischen in Nordamerika lebende Autor von

«Sex, Longing and Not Belonging: A Gay Muslim’s Quest for Understanding»

denkt, dass Homosexualität im Islam kein Problem ist. «Eine der

Pflichten eines Moslems ist das Gründen und Ernähren einer Familie,

wenn man dies erreicht, hat man die Möglichkeit ein ‚Privatleben’ zu

führen, das von der Norm abweicht», sagt Khan. Dass für homosexuelle

Handlungen mancherorts noch immer die Todesstrafe gilt, sieht er als

Definitionsproblem. «Sex zwischen Männern ist in der muslimischen

Gesellschaft eigentlich kein Thema, obwohl viele Leute ‚schwulen Sex’

haben – einfach ohne den Stempel der Homosexualität», sagt er. Dass

dies ausschliesslich mit Lustbefriedung, jedoch überhaupt nichts mit

gleichgeschlechtlicher Liebe zu tun hat, sei ihm auch klar. Daher sind

seine Prognosen für Schwule in islamischen Ländern auch düster. «Ich

denke nicht, dass muslimische Communities jemals Schwulenbewegungen

unterstützen werden, denn deren Bedürfnisse sind das genaue

Gegenteil derer von Familien. Diese sind und bleiben nun mal der Grundpfeiler

des Islam.»

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CRUISER Edition Sommer 2010

«Ich bin sehr glücklich, so wie es jetzt ist»

Hier im deutschsprachigen Raum, wo sich die kulturellen Differenzen

zwischen eingewanderten Moslems und der christlich geprägten Gesellschaft

im Verbieten von Minaretten niederschlagen, sind Schwule

kein grosses Thema. Es existiert beispielsweise kein deutsch/schweizerisches

Pendant zu «Al-Fatiha». Das heisst nicht, dass schwule Muslime

in europäischen Ländern keine Akzeptanzprobleme haben – diese gehen

jedoch hauptsächlich von (Heimat)Landsleuten aus. So belegte eine

Studie der Christian-Albrechts-Universität in Kiel aus dem Jahr 2007, bei

der 1000 Leute befragt wurden, dass unter männlichen muslimischen

Jugendlichen ein sehr viel stärkerer Schwulenhass besteht als beim

Durchschnitt. Diese Ergebnisse werden darauf zurückgeführt, dass das

Männerbild im Islam einen hohen Stellenwert hat. Die patriarchalischen

Verhaltensweisen – von Ehre, Respekt und Männlichkeit geprägt – werden

von Schwulen meist nicht befolgt, daher stossen sie auf Ablehnung.

Jedoch gehen die Errungenschaften der westlichen Gay-Community

nicht spurlos an den Immigranten vorbei. Indikatoren dafür, dass sich

die Beziehung zwischen muslimisch- deutschen Eltern und ihren schwullesbischen

Kindern langsam aber sicher verbessert, zeigen die Aussagen,

die Hilal Sezgin, Präsident des Muslimischen Zentralrates in einer

Radio sendung des SWR gemacht hat: «Unsere Gesellschaften haben sich

gewandelt, Familien sind anders strukturiert (...) Heutige Paare stehen

nicht mehr vor der Aufgabe, möglichst viele eigene Kinder aufzuziehen,

um die Gemeinschaft und das eigene Alter zu sichern», sagt er. Sezgin

geht noch einen Schritt weiter: «Die Menschen bewältigen den Alltag

lieber zu zweit als alleine – und wieso soll dies nicht mit einem Partner

gleichen Geschlechts möglich sein? Ich kann mir nur schlecht vorstellen,

dass Gott etwas dagegen hätte, wenn sich zwei Menschen lieben. Egal, wie

ihre Körper aussehen.»

Auch hier in der Schweiz werden die verhärteten Fronten weicher. Umut

ist mittelgross, 18 Jahre alt und Türke. Er wurde hier in der Schweiz geboren

und spricht perfektes Berndeutsch. Seine Eltern, beide unter vierzig,

sind praktizierende Muslime. Die Mutter ist überzeugte Kopftuchträgerin,

sein Vater besucht die Moschee täglich. «Ich glaube auch an Allah,

aber die Hetze auf die Homosexuellen, die meiner Meinung nach völlig

haltlos ist, weil nicht im Koran verankert, hat mich dazu gebracht, den

muslimischen Glauben auf meine Weise zu leben», sagt der KV-Lehrling.

Umuts Verwandte in der Türkei wissen nicht, dass er schwul ist, einzig seine

Eltern sind eingeweiht und dies auch nur aufgrund einer Unachtsamkeit.

«Im ersten Jahr meiner Lehre vergass ich mein Mobiltelefon auf dem

Küchentisch. Meine Mutter las eine SMS von meinem damaligen Freund.

Da wussten meine Eltern, was Sache ist.» Nach einer tränenreichen Aussprache

waren die Eltern fest entschlossen, Umut von seiner Homosexualität

zu heilen. Sie schickten ihn zu einem Psychologen, der die Situation

schnell erkannte und die Eltern ebenfalls zu Therapiestunden einlud.

«Mit der Zeit bemerkte ich eine Veränderung bei meinen Eltern. Zum Beispiel

kam meine Mutter nach zwei Monaten Therapie zu mir und fragte,

wie Männer denn Sex hätten. Da wir schon immer ein enges, offenes Verhältnis

hatten, erklärte ich es ihr», sagt er schmunzelnd. Sie habe es zwar

eigenartig gefunden, aber das Verhältnis habe sich so weit normalisiert

und entspannt, dass er vor einigen Wochen sogar seinen Freund mit nach

Hause nehmen durfte. «Ich bin sehr glücklich, so wie es jetzt ist», sagt er.

Pyramidenbesichtigungen und Schnorchelurlaube

zählen nicht

Wir haben Vorurteile gegenüber Kulturen und Lebensweisen, die wir

nicht kennen. Das ist menschlich. Durch all die Bilder und Geschichten

über Schwule in Islamischen Ländern, die uns die Medien übermitteln,

sind wir darauf konditioniert, hellhörig zu werden. Wir glauben zu wissen,

ohne jemals einen Fuss auf islamischen Boden gesetzt zu haben, dass

es gefährlich werden kann, wenn diese Religion auf unsere sexuelle Orientierung

trifft. Dass die rechtlichen Standards andere sind, das ist klar.

Die Todesstrafe braucht hierzulande niemand mehr zu fürchten. Aber

lässt sich in islamischen Gebieten wirklich kein angenehmes schwules

Leben, ein anderes als wir hier gewohnt sind, führen? Ob dem so ist, kann

man erst beurteilen, wenn man einmal ein schwuler Mann in einem

solchen Land war. Schnorchelurlaube und Pyramidenbesichtigungen

werden nicht mitgezählt. Selbst wenn man homosexuell und Moslem ist,

driften die Standpunkte auseinander. Der kahn’sche Pessimismus steht

der Zigarettenbrille von Mister Gaga gegenüber. Wie die islamische Gesellschaft

auf Dauer mit dem Thema Homosexualität umgeht und welche

Ausstrahlung dies auf den Westen haben wird, steht in den Sternen, oder

genauer in der Mondsichel.

Gesellschaft

Umuts Religion und sexuelle Orientierung leben in Einklang

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Prominent CRUISER Edition Sommer 2010

Chimbalanga /

Monjeza

Jabulani

Die Promis machen Ferien, und so werden

People-Seiten bald wieder gefüllt sein mit Urlaubsgrüssen

der Sorte «Michelle Hunziker im

Bikini» (trägt die Frau je was anderes?) oder

«Jude Law, seine Sandburg und sein Kindermädchen».

Einen krassen Gegentrend zur schlanken

Strandfigur setzt nun der Promi, auf den zurzeit

die ganze Welt blickt. Er ist kugelrund, ja, besitzt

angeblich gar eine «noch nie dagewesene

Rundheit». Etwas flatterhaft sei er, hiess es, wie

Promis halt so sind, doch er defiliert nicht über

den roten Teppich, er rollt über den grünen

Rasen: der Jabulani, offizieller WM-Ball 2010.

Während sich die Gay-Gemeinde zunehmend

für die Spiele (und die Spieler) erwärmt, kommt

von Fussball-Funktionären vor allem eines zurück:

Berührungsangst. Argentiniens Trainer

Maradona betonte an einer Pressekonferenz

nachdrücklich, er sei nicht schwul, obwohl er

hin und wieder Männer umarme. Fast so überraschend

wie das Ricky-Martin-Coming out.

Sein Statement kommt allerdings nicht von

ungefähr, denn «Ist er schwul?»-Stories sind beliebte

Sommerlochfüller, wie Daniel Craig (angeblicher

Zungenkuss mit einem Mann), Fran

«die Nanny» Dreschers Ex-Mann und, pünktlich

zum ersten Todestag, mal wieder Michael

Jackson beweisen. Unverkrampfter geht Unterwäschemodel

und Schwulenliebling Ronaldo

damit um. Mehrfach sagte er in Interviews, er

begrüsse die Öffnung der Ehe in Portugal für

gleichgeschlechtliche Partnerschaften. Falls da

irgendjemand im Reich des Jabulanis anderer

Meinung sein könnte: Eine Vuvuzela übertönt

alles. (rg)

10

«Von der Hochzeitsfeier direkt in den Knast», diese

Schlagzeile ging vor wenigen Monaten um

die Welt. Das erste schwule Paar, das im afrikanischen

Kleinstaat Malawi symbolisch geheiratet

hatte, wurde direkt nach der Zeremonie verhaftet

und zur Höchststrafe verurteilt, 14 Jahre

Zwangsarbeit. Menschenrechtsorganisationen

protestierten, Madonna und weitere Showbiz-

Grössen sammelten Unterschriften, UNO-Kommissarin

Navi Pillay bezeichnete das Urteil als

schockierend und inakzeptabel. Als Folge des

massiven internationalen Drucks begnadigte

das Staatsoberhaupt letztlich die beiden. Ein

Happy End mit bitterem Nachgeschmack, denn

Steven Monjeza verliess seinen Partner Tiwonge

Chimbalanga nach der Freilassung. Für eine

Frau. Mit Homosexualität wolle er nach den

Erfahrungen der vergangenen Monate nichts

mehr zu tun haben, er habe es satt, ständig beobachtet,

verspottet und ausgepfiffen zu werden.

Die vermeintlich frohe Botschaft der Begnadigung

hat mit Freiheit der Gefühle offenbar

wenig zu tun. Immerhin scheint der Fall durch

das grosse Medieninteresse politisch einiges in

Bewegung gesetzt zu haben. Dass Uganda nach

wie vor mit der Todesstrafe für Homosexualität

liebäugelt und Simbabwe das Gay-Verbot

in der Verfassung verankern will, stösst vermehrt

auf heftigen Widerstand. Aufgrund des

bewegenden Malawi-Schicksals will sich Hillary

Clinton weltweit gegen Diskriminierung einsetzen.

Ein Anliegen, das sie hoffentlich auch an

die Innenpolitik weiterleitet. (rg)

Lys Assia

Nach ihrem Sieg in Oslo grassiert das Lena-Fieber

in ganz Europa, befällt international die

Ohren, die Charts und die Feuilletons. Wie süss,

wie authentisch, wie lovely! Während die Fieberkurve

nun allmählich sinkt und die grosse Begeisterung

zum gut gemeinten Hüsteln abflaut,

ist Mentor und Entdecker Stefan Raab nach wie

vor überzeugt, dass Lena den Titel 2011 verteidigen

soll. Was ganz Neues, oder doch nicht? 1956

gewann eine gewisse Rosa Mina Schärer, besser

bekannt als Lys Assia, den allerersten Concours,

versuchte den Triumph im darauffolgenden

Jahr erfolglos zu wiederholen und trat 1958

mit «Giorgio» zum dritten Mal in Folge an. In

jüngster Zeit war sich die Grande Dame für keine

Schlagzeile zu schade, vom Tod ihres Dackels

Lucky bis zum Unfall in der Waschküche. Ganz

unbescheiden kündigte sie nun ihr Comeback

an: «Nur mit mir hat die Schweiz eine Chance,

das Finale zu erreichen.» Man wird das mulmige

Gefühl nicht los, sie könnte es tatsächlich

ernst meinen. Doch Moment: Ist sie nicht die

einzige Schweizerin, die den ESC je gewonnen

hat, moderierte sie nicht TV-Shows in England,

Venezuela und Portugal und hatte mit «O mein

Papa» einst einen veritablen Welthit? Das Duell

lovely Lena vs. lifted Lys könnte also ganz schön

spannend werden, und das bei einem Altersunterschied

von stolzen 67 Jahren. (rg)

Kylie Minogue

Manche Dinge können nur an zwei Orten geschehen,

in wilden Träumen oder in Videoclips

von Kylie Minogue.Es beginnt mit einer ausgeschütteten

Milchflasche, nimmt mit dem abgestreiften

T-Shirt des Schönlings seinen Lauf und

entwickelt sich zu einer Art Knutsch-Flashmob

in weisser Unterwäsche. Der visuell und akustisch

gleichermassen hitverdächtige erotische

Electro-Kracher «All the Lovers» gipfelt in einer

spitzen Menschenpyramide, zuoberst räkelt

sich die Frau, die ihren Status definitiv von Pop-

Prinzessin in Disco-Königin ändern darf: Kylie.

Ihr neues Dance-Album hat sie der Liebesgöttin

Aphrodite gewidmet, ihr Name Kylie bedeutet

in der Sprache der Aborigines Bumerang, und

tatsächlich kommt sie immer wieder zurück in

die Herzen der Fans und auf die Topplätze der

Charts. Am Mischpult unverkennbar Stuart Price,

auf dem Regiestuhl Joseph Kahn, der schon

Britneys «Womanizer» und Eminems «We Made

You» in Szene setzte. Eminem übrigens gibt sich

neuerdings leicht überraschend als Schwulenfreund,

sein Slang sei lediglich missverstanden

worden, die Beleidigung Faggot (Schwuchtel)

habe mit Homosexualität überhaupt nichts zu

tun. Doch zurück zu Kylie. Nach einer Gala in

New York, an der sie in einem atemberaubenden

Gaultier-Lederdress inklusive Handschellen

auftrat, stattete sie für eine kleine Promoshow

der Gay-Bar Splash einen Besuch ab. Manch einer

wird da gedacht haben: «Bin ich in einem

Traum oder in einem Videoclip?» (rg)


CRUISER Edition Sommer 2010

Prominent

Märchenhochzeit

Wir kommen zur Königsdisziplin: Hochzeit

des Jahres. Als Favoritenpaar gehen Schwedens

Kronprinzessin Victoria und ihr Daniel ins Rennen.

Sie einst unglücklich und magersüchtig,

er ohne Uni- und Adelstitel, gemeinsam haben

sie alle Hindernisse überwunden und sich nun

überglücklich das Ja-Wort gegeben. Die Herausforderer

heiraten auf der Leinwand, denn vorerst

ist offenbar nur da die Prinz-trifft-Prinz-

Version vorstellbar. Stanford und Anthony, die

schwulen Freunde der «Sex and the City»-Ladies,

eröffnen mit ihrer Traumhochzeit die lang erwartete

Fortsetzung der Serie im Kino. Schwäne

und Swarovski, Glitzer und Glamour, und als

Samantha grinsend fragt, ob es noch schwuler

werden kann, tritt Liza Minnelli auf, um die

Trauung zu vollziehen. Alice Schwarzer hatte

«Sex and the City» einst als sexistische schwule

Männerfantasie kritisiert, ein Journalist der

deutschen Zeitung «die Welt» will nun herausgefunden

haben, dass die Rolle der Samantha

eigentlich eine heterosexuell besetzte Schwulenrolle

ist. Aha, selbständige Frauen, die Spass

an Sex haben, sind eigentlich schwule Männer.

Über 200 000 mehrheitlich weibliche Besucher

hatten hierzulande bisher dennoch ihren

Kinospass. In Schweden jubelten 300 000 dem

glücklichen Royal-Paar zu, womit der erste Platz

in der Disziplin Märchenhochzeit 2010 definitiv

an Victoria und Daniel geht. Übrigens: Wenige

Tage danach gaben Fürst Albert von Monaco

und seine bezaubernde Charlene ihre Verlobung

bekannt, und bei so viel Erfolg wird «Sex

and the City 2» wohl auch nicht das letzte Abenteuer

von Carrie und Co. gewesen sein. Auf in

die nächste Runde! (rg)

Judith Butler

Ob im Juni der Sommer kommt, hat sich als unsicher

erwiesen. Eines kommt jedoch mit Sicherheit:

die Saison der Gay-Paraden rund um den

Globus, vom illegalen Marsch in Peking über

den 3-Millionen-Event in São Paulo bis nach Zürich,

wo die Veranstaltung erstmals nicht mehr

CSD hiess, sondern etwas weniger politisch und

historisch schlicht Pride. Am CSD in Berlin kam

es zu einem Eklat, und nein, damit meinen wir

nicht die absurde Meldung, Big-Brother-Kandidat

Fassanelli sei festgenommen worden,

nachdem er im Vollrausch mehrere Menschen

gebissen hat. Judith Butler, die renommierte

Geschlechterforscherin aus Berkeley und Mitbegründerin

der Queer-Theorie, sollte den Zivilcourage-Preis

in Empfang nehmen. Sollte, denn

sie lehnte ihn ab. Der Anlass sei ihr zu kommerziell

und zu unkritisch. Lobenswert, dass sich

die Wegbereiterin nicht auf ihren Lorbeeren

ausruht, ihr Augenmerk weiterhin auf diskriminierte

Minderheiten wie etwa homosexuelle

Migranten richtet. Trotzdem irgendwie schade,

dass sie die Anerkennung für ihre Leistung

nicht zulässt und mit angezogener Spassbremse

weiterfährt. «Es ist eine Form von Freiheit, auf

der Strasse sich selbst sein zu dürfen», sagte sie

in ihrer brillanten Rede. Solange es eine Gender-

Polizei gebe, mache sich ein Staat kriminell.

Konnten nicht gerade am Berliner CSD Tausende

so auf die Strasse treten, wie sie eben sind,

nicht zuletzt dank intellektuellen Vordenkerinnen

wie Judith Butler? Alles eine Frage der

Perspektive. Dass Butler dahin schaut, wo noch

Handlungsbedarf besteht, darf ihr bestimmt

keiner verübeln, und damit ist ihre Verweigerung

paradoxerweise als einer der Gründe zu

sehen, warum sie den Preis mehr als verdient

hat. (rg)

Scissor Sisters

2006 landete eine schrille New Yorker Band mit

«I don’t feel like dancing» einen gigantischen

Hit, das dazugehörige Album der Scissor Sisters

ging über zwei Millionen Mal über den

Ladentisch. Mit ihrer bunten und tanzbaren

Mischung aus Disco, Rock und Exzentrik etablierten

sie sich allmählich als neue Ikonen

der Gay-Community. Nun ist ihr neues Werk

am Start, «Night Work», die Quintessenz ihres

Schaffens, wie sie selbst sagen. Sowohl die Hymne

«Fire with Fire» als auch das knackige Plattencover

versprechen Grosses. Sänger Jake Shears

war lange Zeit nicht zufrieden mit dem neuen

Songmaterial, doch auf einer Sexparty in Berlin

hatte er angeblich plötzlich eine inspirierende

Eingebung. Das neue Album sollte klingen, als

wären die hedonistischen 80er nie zu Ende gegangen.

Eine Anekdote, die nur auf den ersten

Blick überrascht, schliesslich haben wir es mit

einer Band zu tun, deren Namen sich von einer

Sexstellung herleitet. «Ich habe das Gefühl, dass

es jetzt richtig losgehen kann», so Bassist Scott

Hoffman zum neuen Wurf mit Hitpotenzial.

Also Vorsicht: Die Scissor Sisters auf dem Plattenteller

sind ein ziemlich scharfes Gericht und

werden diesen Sommer bestimmt für manch

heisse Partynacht sorgen… (rg)

Ronald

McDonald

Wie echt das Lachen eines Clowns ist, weiss man

nie genau. Ronald, das bekannte Maskottchen

des Burger-Riesen, zwinkert in Frankreich den

Schwulen zu. In einem Werbespot mit dem Slogan

«Venez comme vous êtes» (kommt wie ihr

seid) wird eine rührende Gay-Lovestory erzählt.

Auf grosses Lob folgte grössere Empörung: Konservative

Familienorganisationen in den USA

liefen Sturm, ein TV-Moderator stellte sogar die

Frage, ob es auch einen «Come as you are»-Spot

für Al Kaida-Terroristen gebe. Sofort krebste die

McDonalds-Geschäftsleitung zurück und liess

verlauten, so was werde in den USA selbstverständlich

nie zu sehen sein. Vorsicht also bei

Flirtversuchen von Werbeclowns! Überhaupt

scheinen sich prominente globale Unternehmen

mit ihrer Gay-Policy derzeit ziemlich schwer zu

tun. Dass man neben Clowns auch polierten Äpfeln

nicht blind trauen sollte, auch das wissen

wir noch aus der Märchenstunde. Apple sorgte

für Kopfschütteln, als eine Homo-Kuss-Szene in

einem Oscar-Wilde-Comic für den iPad zensuriert

wurde, während vergleichbare Heteroszenen

frei zugänglich sind. McDonalds hat seinen

Mitarbeitern inzwischen geraten, sich in der

Gay-Frage «neutral» zu verhalten. Was das genau

heissen mag, versteht nicht mal ein Schweizer,

sondern wohl nur ein Clown. (rg)

11


Politik CRUISER Edition Sommer 2010

Zurich Pride Festial

Nicht alles optimal gelaufen

– dennoch eine gelungene

Pride

12

Ein paar angekündigte High

Lights hat man vermisst. Die

Parade-Route ums Seebecken

war sicher nicht optimal.

Aber insgesamt war das Zurich

Pride Festival 2010 überzeugend

– wie auch die Rede

von Regierungsrat Markus

Notter.

Mit den Worten «ein absoluter Traum mit grosser

Präsenzwirkung» wurde im Vorfeld die neue

Route ums Seebecken für die Parade gepriesen.

Nach der «einspurig» abgehaltenen Parade, gestand

«Zurich Pride Festival» auf der Website:

«Aufgrund der momentanen Baustellensituation

in der Stadt Zürich war es unmöglich, mit

dem Umzug durch die Bahnhofstrasse oder das

Limmatquai zu ziehen. Der Verein Zurich Pride

Festival war sich bewusst, dass diese Strecke

vor allem in Bezug auf die Präsenz der Teilnehmenden,

nicht die Optimale war. Jedoch ist ein

Umzug ums Seebecken besser als gar keine Parade.»

Unser Kolumnist hat da seine eigene Meinung.

Andere Beobachter bemängelten das Nichterscheinen

von «Pam Ann», angekündigt als DIE

australische Comedy-Stewardess. Schliesslich

wartete man vergeblich auf die Wahl «Mister

Gay International». Oder hat man da was verpasst?

Nicht verpassen dürfen hätte man die Rede von

Regierungsrat Markus Notter, der, wäre er Bischof,

die Zuhörer verabschiedet hätte mit den

Worten: «Gott schütze alle Lesben, Schwulen und

Bisexuelle!» Hier die Rede.

«Wir stehen heute hier und freuen uns aufs Bier

oder aufs Cüpli oder die Frühlingsrolle, die es

da vorne irgendwo gibt. Ihr habt den Partypass

gekauft und schaut euch schon mal um, ob’s

irgendwo was Hübsches zu erobern gibt. Dagegen

hat ja niemand etwas. Es gibt hier keine

Hooligans. Und wenn jemand betrunken ist,

dann schlägt er nicht wild um sich, sondern

wird höchstens etwas anhänglich, im schlimmsten

Fall aufdringlich. Auch die ehemalige Zürcher

Polizeivorsteherin soll letztes Jahr über

die EuroPride gesagt haben, das sei eines der

schönsten Feste, das sie in Zürich je erlebt habe.

Voilà, ihr überzeugt sogar diejenigen Leute, die

nicht unbedingt zum innersten Kreis der Community

gehören. Aber kein Wunder, schliesslich

ist das hier eine friedlichere Demo als alle

Friedensdemos, die es seit den 60er Jahren gab.

In der Tat seit Stonewall vor 41 Jahren ist wahrscheinlich

kein einziger Stein mehr aus einer

Schwulen- und Lesbendemo heraus geworfen

worden. Dafür werden immer wieder Steine

hinein geworfen.

Vor zwei Wochen fand in der Slowakei die erste

Gay Pride Parade statt. So friedlich wie hier war

sie nicht. Skinheads und Anhänger einer nationalistischen

Partei haben die Parade gesprengt.

Im Vorfeld haben Gruppierungen dazu aufgerufen,

die Parade zu verhindern. Sie haben Vorurteile

und Hass geschürt. Darunter auch die

katholische Kirche. Letztes Jahr hat die römischkatholische

Körperschaft des Kantons Zürich

den schwullesbischen ökumenischen Gottesdienst

im Rahmen der EuroPride finanziell unterstützt.

Hier fliesst Geld. In der Slowakei fliessen

Hasstiraden. Das ist doch etwas erstaunlich.

Vor allem, wenn man drei Dinge bedenkt.

Erstens: Man dürfte doch hoffen, dass die Kirche

gewisse Lehren zieht und endlich aufhört,

auf Minderheiten rumzuhacken. Es gibt einige

Anzeichen dafür, dass in keinem Unternehmen

der Anteil von schwulen Männern so hoch ist,

wie bei der Mutter Kirche. Selbst Network muss

da ein bisschen neidisch werden. Beim Lesben-

Anteil sieht’s natürlich wieder anders aus.

Zweitens: Dass eine Partei, eine Gruppe, eine

Sekte gegen Schwule und Lesben aufruft, daran

haben wir uns einigermassen gewöhnt. Aber

eine weltweit tätige Grosskirche, die eine zentrale

Leitung hat wie keine andere Organisation?

Wenn der Vatikan schon auf der ganzen

Welt den Tarif durchgibt, dann wäre es vielleicht

an der Zeit, dass er endlich ein Machtwort

gegen die Ausgrenzung spricht.

Und drittens: Wäre es nach 2000 Jahren religiöser

Auseinandersetzung – nicht selten verbunden

mit Gewalt und Blutvergiessen nicht

langsam an der Zeit, dass die Kirche das umsetzt,

was sie predigt: nämlich den Frieden?

Wäre es nicht schön, wenn nächstes Jahr ein Bischof

an dieser Stelle stehen würde und den Mut

hätte, am Zürich Pride Festival zu sprechen? Ich

weiss, dass in der Vergangenheit schon Bischöfe

dafür angefragt worden sind. Sie haben abgelehnt.

Und zwar nicht, weil sie das total daneben

fanden. Sondern weil sie den Konflikt nicht

lostreten wollten.

Doch zurück zum Hier auf dem Turbinenplatz.

Der hat ja mittlerweile auch schon Tradition.

Am Anfang hat man noch die Nase gerümpft,

als man hier raus verbannt worden ist. Aber

mittlerweile ist Zürich West so trendy, dass man

Schwule, Lesben und Bisexuelle gar nicht mehr

wegdenken könnte. Ich will, dass wir hier ein

wunderbares Fest geniessen können. Nicht zuletzt,

weil ich selber auch ein wunderbares Fest

will. Aber vorher wird’s noch kurz etwas ernst.

Da drüben stehen – zumindest hoff ich es, man

weiss ja nie – da stehen keine mit Knüppeln bewaffnete

Neonazis wie in der Slowakei. Dort

hinten sind keine Polizisten, die darauf warten,

uns alle festzunehmen, wie in Uganda. (Bei

uns laufen die Polizisten mit und heissen Pink

Cops.)

Hier hinten wartet nicht die Religionspolizei

und sieht euch schon am Galgen baumeln,

wie im Iran. Aber Himmel Herrgott, wenn wir

Schweizerinnen und Schweizer in den letzten

Jahren etwas gelernt haben, dann das: Wir sind


CRUISER Edition Sommer 2010

Politik

ein kleines Land, ein schönes und nettes Land.

Aber die Welt, die findet da draussen statt. Und

da draussen ist kein Paradies für Männer, die

Männer und Frauen, die Frauen lieben. Die Globalisierung

betrifft eben nicht nur Bananen

und Mobiltelefone, es gibt auch eine Globalisierung

der Gedanken, der Ideen. Und die Mehrheit

der Leute auf dieser Welt steht heute nicht

hier und findet das gut, was wir machen. Die

Welt ist eben nicht nur Westeuropa

Was macht denn Minderheiten dafür so unglaublich

attraktiv? Ich glaube, sie helfen dabei, Probleme

zu lösen. Weil in einer Mehrheit, wenn sie

auf eine Minderheit losgeht, für kurze Zeit so etwas

wie Gemeinschaftssinn entsteht. Man kann

gemeinsam gegen andere sein. Das wirkt identitätsstiftend.

Eigentlich ist es auch völlig egal,

wer diese Minderheit ist. Es gibt genügend davon.

Irgendeine passt doch immer zum Problem. Vor

allem, wenn Minderheiten zu laut, zu wichtig, zu

In den vergangenen vierzehn Jahren habe ich

mich nicht nur – aber auch für die Gleichstellung

von Schwulen, Lesben und Bisexuellen

eingesetzt. Ob es nun um ein Zürcher Partnerschaftsgesetz

ging, (das wir mittlerweile wieder

abschaffen mussten, weil wir Gott sei Dank auf

Bundesebene eins haben). Oder ob’s bloss um so

kleine Fragen ging, wie ob die Network-GV im

Rathaus stattfinden darf oder nicht – sie durfte

übrigens – ich habe mich immer gern mit

Mit der Toleranz ist es wie mit dem Geld. Man

muss viel arbeiten, damit man ein Vermögen

hat (meistens jedenfalls). Und man muss weiter

arbeiten, damit es nicht – wie bei gewissen Banken

– plötzlich weg ist. Ja, wir haben eine weit

gehende rechtliche Gleichstellung erreicht, so

lange ist das noch nicht her. Ich stand damals

auch auf so einem Podest und habe geredet und

gehofft, dass es am nächsten Tag mit der Abstimmung

klappt.

Die meisten, die hier sind, werden heutzutage

wohl seltener angestarrt, angepflaumt, oder gar

angespuckt wie noch vor 10 Jahren. Aber lasst

euch gesagt sein: Die Stimmung kann wieder

kippen. Wir verbieten Minarette, wir möchten

Burkas verbannen. Burkas: Das wäre, wie wenn

man in der Schweiz die Robbenjagd verbieten

würde, schrieb die NZZ. Die Diskussionen zeugen

von einer Haltung: Es ist okay, Minderheiten

etwas zu verbieten, ganz einfach, weil es einen

ein bisschen stört. So war das früher mit den

Schwulen. Sie haben ein bisschen gestört und

deshalb hat man sie völlig ausgegrenzt oder gar

eingesperrt.

einflussreich oder einfach zu sichtbar werden,

dann macht man sie gern zum Ziel. Das ist brutal,

das ist absurd, aber es ist. Und es ist vor allem

gefährlich. Weil jede Mehrheit nur ein Konglomerat

aus Minderheiten ist. Am Ende kann es

jeden treffen. Niemand ist in der Mehrheit.

Also denkt daran, wer ihr seid und woher ihr

kommt, wenn ihr nächstes Mal die Wahlzettel

ausfüllt. Toleranz ist eine Errungenschaft

von Jahrzehnten. Aber Ausgrenzung kann über

Nacht passieren. Wir alle stehen mit in der Verantwortung

dass diese Gesellschaft eine pluralistische

bleibt. Dass der Regenbogen nicht zu grau

in grau wird. Dass wir eine Gesellschaft weiterleben

können, wo man sein kann, wer man will, an

einen Gott glauben oder auch nicht und wo mir

der Staat nicht vorschreibt, welchen Haarschnitt

oder welche Unterhose ich zu tragen habe. Und

denkt daran: Den Schwulen im Iran helft ihr

auch nicht, wenn ihr hier Minarette verbietet.

Vor einigen Tagen konnte man lesen und hören,

dass ich mein Amt als Regierungsrat abgeben

werde. Das ist also nicht bloss ein Gerücht, das

stimmt tatsächlich.

diesen, unseren Anliegen befasst und habe versucht,

meinen Teil zur rechtlichen und gesellschaftlichen

Gleichstellung beizutragen.

Wir sind in den letzten Jahrzehnten einen weiten

Weg gegangen. Noch sind wir nicht am Ziel.

Bitte, hebed Sorg zu dem, was Generationen von

Schwulen, Lesben und Bisexuellen erkämpft haben.

Und an die jüngeren unter euch: Nehmt die

heutige Freiheit nicht einfach als gegeben hin.

Sondern schützt sie. Und noch wichtiger, tragt sie

in die Welt hinaus. Denn die Welt, die hat noch

lange nicht so viel Freiheit, wie sie braucht.

Ich danke euch, dass ihr heute hier seid. Ich danke

euch, dass ihr mir zugehört habt. Wenn ich

Bischof wäre, würde ich ergänzen:

Gott schütze alle Lesben, Schwulen und Bisexuelle!

Ich bin aber nur Regierungsrat und zähle deshalb

auf euch als engagierte Bürgerinnen und

Bürger. Und vor allem bin ich ein lebensfroher

Mensch und wünsche uns allen ein wunderbares

Fest hier auf dem Turbinenplatz!»

13


Politik CRUISER Edition Sommer 2010

Rückblick:

Anfänge der Gesetzgebung

Erste Schweizer Schwulen-

«Heirat»

(damals von Bernhard Pulver)

In der Cruiser-Sommerausgabe

2001 berichtete Bernhard

Pulver, heute Berner Regierungsrat,

über das erste Gesetz

in der Schweiz, das eine

Art Schwulen-Hochzeit ermöglichte.

Hier sein damaliger

Artikel, Jahre bevor das

Partnerschaftsgesetz gesamtschweizerisch

in Kraft trat.

Allerdings hat der Genfer «Pacs» nur sehr beschränkte

Wirkungen: Das Familienrecht ist

vorwiegend auf Bundesebene geregelt. Den Kantonen

bleibt damit relativ wenig Spielraum.

Der «Pacs» bringt vor allem eine symbolische

Anerkennung. Yves de Matteis: «Im Grunde genommen

handelt es sich um eine amtliche Verlobung.

Das Wichtigste am Ganzen ist aber,

dass der Kanton Genf damit ausdrücklich anerkennt,

dass gleichgeschlechtliche Paare, die

dies wünschen, gleich behandelt werden wie

Ehepaare. Dieses Zeichen sollte in der ganzen

Schweiz gehört werden.» In der Tat: Das Gesetz

hält klipp und klar fest, dass die registrierten

Paare im Verkehr mit der öffentlichen Verwaltung

Ehepaaren gleichgestellt sind. Dies betrifft

etwa das Recht, nicht in einem Prozess gegen

den Partner aussagen zu müssen oder die Möglichkeit,

seine Partnerin in Spitälern besuchen

zu dürfen. Auch im Ausländerrecht dürfte die

Registrierung Einfluss auf die Bewilligung des

Aufenthalts des ausländischen Partners haben

– ein Rechtsanspruch auf Aufenthalt entsteht jedoch

nicht. Von den Wirkungen ausgenommen

wurden Steuerfragen sowie die Leistungen der

kantonalen Pensionskasse.

«Auch in der Schweiz kommt Bewegung in die

Rechtslage von schwulen und lesbischen Paaren.

Nachdem der CRUISER in seinen letzten

Ausgaben über erfreuliche Entwicklungen im

Ausland (Deutschland, Holland, usw.) berichten

konnte, macht diesmal der Kanton Genf

von sich reden: Am 8. Mai konnten in Genf die

ersten gleichgeschlechtlichen Paare ihre Partnerschaft

registrieren lassen. Möglich wurde

dies durch ein kantonales Gesetz, welches einen

«Pacte civil de solidarité» («ziviler Solidaritätspakt»,

Pacs) vorsieht. Der erste «Pacs», welcher

unter grosser Medienaufmerksamkeit im

Genfer Rathaus geschlossen wurde, verbindet

Patrick Berger und Yves de Matteis. Yves war

während drei Jahren Westschweizer Sekretär

von Pink Cross und ist einer der Promotoren des

neuen Genfer Gesetzes. Gleich darauf schlossen

Nina und Florence ihrerseits einen «Pacs». Die

Möglichkeit, sich im Rathaus offiziell als Paar

registrieren zu lassen, haben jedoch nicht nur

homosexuelle Paare: auch Heteros steht sie offen.

Voraussetzung ist einzig, dass die Partner

nicht miteinander verwandt sind und keine der

beiden Personen bereits verheiratet ist.

Beim Pacs in Genf handelt es sich um eine

Art amtliche Verlobung.

Das Genfer Gesetz ist nur ein erster Schritt.

Andere Wirkungen – etwa bei den Bundessteuern,

im Erbrecht oder im Sozialversicherungsrecht

– entfaltet die Registrierung nicht. Damit

bleibt die Rechtslage gleichgeschlechtlicher

Paare auch in Genf weit von derjenigen in Dänemark,

Schweden, Norwegen, Island, Holland,

Deutschland oder Frankreich entfernt. Yves:

«Das Genfer Gesetz ist nur ein erster Schritt. Weitere

müssen folgen: Ein Partnerschaftsgesetz auf

Bundesebene ist dringend nötig.» Entsprechend

haben sich Florence, Nina, Patrick und Yves auch

in einem offenen Brief an Bundesrätin Metzler

gewandt und sie dazu aufgefordert, auf nationaler

Ebene eine Institution zu schaffen, welche

gleichgeschlechtlichen Paaren die gleichen

Rechte und Pflichten wie verheirateten Paaren

zugesteht.
Bundesrätin Metzler will ein entsprechendes

Bundesgesetz Ende Jahr in die Vernehmlassung

geben. Die Genfer Lösung könnte

den Druck auf ein rasches Vorgehen erhöhen.

«Der Genfer Pacs zeigt, dass auch in der Schweiz

etwas passiert, auch wenn Bern noch nicht ganz

so weit ist. Die Haltung der Gesellschaft Schwulen

und Lesben gegenüber hat sich verändert»

sagt Yves. Inzwischen wurden auch in anderen

Kantonen Vorstösse für eine Verbesserung

der Situation lesbischer und schwuler Paare in

kantonalen Fragen überwiesen oder sind noch

hängig (so in Zürich und Bern); das Stadtparlament

Bern hat am 17. Mai einen grünen Vorstoss

überwiesen, mit dem eine ähnliche Lösung wie

in Genf auf Gemeindeebene verlangt wird.
Bis

auf Bundesebene ein Gesetz von National- und

Ständerat verabschiedet wird, können jedoch

gut und gern noch ein paar Jahre vergehen. Allenfalls

folgt auch noch eine Volksabstimmung,

denn die Eidgenössische Demokratische Union

(EDU) hat bereits ein Referendum angekündigt.

In Genf allerdings ist sie damit kläglich gescheitert.

Anstatt der nötigen 7000 hat sie nur

4000 Unterschriften zusammengetragen. Diese

Schlappe lässt auch auf Bundesebene hoffen,

dass der Widerstand gegen ein Partnerschaftsgesetz

von Jahr zu Jahr abnimmt. 
Wie dem auch

sei: Patrick und Yves, Nina und Florence haben

jetzt allen Grund, ihren «Pacs» zu feiern – und

mit ihnen die Schwulen- und Lesbenbewegung!

Félicitations!»

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CRUISER Edition Sommer 2010

Politik

Das noch nicht

erfüllte Recht:

Adoption

19 337 Unterschriften für die

Regenbogenfamilien

Vom Verein Familienchancen

Die Petition «Gleiche Chancen

für alle Familien» wurde am

15. Juni 2010 mit 19 337 Unterschriften

im Bundeshaus eingereicht.

Sie fordert, dass eingetragene

Paare und ihre

Kinder in Sachen Kinds- und

Elternrechten die gleichen

Möglichkeiten erhalten, wie

Ehepaare und ihre Kinder.

Lesben und Schwule können in der Schweiz

adopt ieren. Allerdings nur, wenn sie ledig sind.

Wer in eingetragener Partnerschaft lebt, kann

das nicht mehr. Für Kinder kann dies im Einzelfall

auch schwere Nachteile bringen. Lesben

und Schwule erleben das Adoptionsverbot als

sinnlose Benachteiligung und Ausdruck realitätsfremder

Vorurteile.

Mit der Petition bitten der Verein Familienchancen

und 19 337 MitunterzeichnerInnen Parlament

und Bundesrat, sich mit den Regenbogenfamilien

zu befassen. Ziel ist eine gesetzliche

Regelung welche die rechtliche Benachteiligung

von Regenbogenfamilien beseitigt – Benachteiligungen,

die in erster Linie die Kinder

zu tragen haben. Dabei geht es namentlich um

die Stiefkindadoption und um die Adoption von

Kindern, zu denen eine nahe Beziehung besteht.

Das heutige, kategorische Adoptionsverbot für

Personen in eingetragener Partnerschaft verunmöglicht

Adoptionen durch Personen in eingetragener

Partnerschaft auch dort, wo es für das

Kind die beste Lösung darstellt.

Zum Beispiel: Eine Frau möchte das leibliche

Kind ihrer Partnerin adoptieren, weil der Vater

nicht mehr greifbar ist. Das geht nicht. Stirbt

dann später die Mutter einmal vor ihrer Partnerin,

ist das Kind erbrechtlich erheblich im Nachteil.

Von der Stiefmutter hat es nichts zu Gute.

Zum Beispiel: Ein schwuler Mann wurde als

Pate ausgewählt, damit er sich im «schlimmsten

Fall» um das Kind kümmern könnte. Tritt dieser

schlimmste Fall tatsächlich ein, ist eine Adoption

möglich, aber nur wenn der Pate noch ledig ist.

Die Petition fordert

• die Gleichstellung gleichgeschlechtlicher

Paare mit Ehepaaren in Bezug auf Elternrechte

und Adoption;

• die rechtliche Gleichstellung von Kindern,

die in eingetragenen Partnerschaften aufwachsen,

mit Kindern, die in Ehegemeinschaften

aufwachsen;

• eine Ausgestaltung des Adoptionsrechtes,

welche auf Interesse und Wohl des Kindes abstellt,

und nicht auf den Zivilstand und die

sexuelle Orientierung der adoptionswilligen

Personen und Paare.

Am Anfang steht ein Hetero

Am Anfang der Petition steht eine Facebookgruppe

beziehungsweise ihr Initiator, der SP-

Jungpolitiker Adrian Mangold. Inhaltlich ist

die Petition mit der Schweizerischen Schwulenorganisation

PINK CROSS und der Lesbenorganisation

Schweiz LOS abgestimmt. Sie wird ausserdem

auch mitgetragen von der Organisation

der schwulen Führungskräften Network und

der lesbischen Geschäftsfrauen Wybernet sowie

der Vereinigung der Freundinnen, Freunde und

Eltern von Lesben und Schwulen FELS.

Die Petition hat zudem auch die offizielle Unterstützung

SP-Schweiz und der Juso. Speziell für

das Anliegen setzen sich die Grüne Nationalrätin

Katharina Prelicz-Huber und der SP-Nationalrat

Mario Fehr ein. Im Unterstützungskomitee

ist die SP mit den NationalrätInnen

Mario Fehr, Margret Kiener-Nellen, Doris

Stump, Silvia Schenker Ständerat Claude Janiak,

sowie der Zürcher Stadtpräsidentin Corine

Mauch vertreten. Auch die Grünen Nationalrätinnen

Franziska Teuscher, Anita Lachenmeier-

Thüring, Marlies Bänziger, Yvonne Gilli sowie

Energie- und Sicherheitsdirektorin Barbara

Schwickert treten mit ihrem Namen für das

Anliegen der Regenbogenfamilien ein.

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Kolumne CRUISER Edition Sommer 2010

So war die Pride

Von Michi Rüegg

Die Zürich Pride war schön und ist vorbei. Nicht

alle sind mit allem zufrieden, mitunter auch

die Polizei. Sie übte einmal mehr verhalten

Selbstkritik. Ich habe mir die Mühe gemacht, an

der stattgefunden habenden Medienkonferenz

der Stadtpolizei Zürich nach der ZH-Pfff-Parade

mitzuschreiben, hier das Original-Transkript

aus der Medienkonferenz:

(Polizeisprecher M. Cortisoni betritt den Raum

und zwinkert einer Praktikantin von Radio Zürisee

zu, die errötet)

Sehr geehrte Medienschaffende, ich begrüsse

Sie an der heutigen Medienkonferenz der Stadtpolizei

zum Zürich Breit Feschtival.

(vereinzeltes Hüsteln)

Ich komme direkt auf den Punkt: Einmal mehr

ist es dank eines umsichtig geplanten Polizeieinsatzes

unter Aufbietung von enormen Kräften

gelungen, eine Ausbreitung der Homosexualität

auf angrenzende Stadtquartiere zu

verhindern. Die öffentliche Ordnung ist zwar

seit der Annahme der Partnerschaftsinitiative

gestört, aber sie war heute zu keinem Zeitpunkt

ernsthaft gefährdet.

(vereinzeltes Knipsen)

Aber wir müssen auch Selbstkritik üben. Die

diesjährige Paradeführung war, wie wir heute

haben feststellen können, nicht ideal. Da der

Quai nur zur Hälfte gesperrt war, hatten die

Homosexuellen mit Verkehr zu rechnen.

(sehr vereinzeltes Kichern)

Unser Ziel, dass möglichst viele Homosexuelle

von den entgegenkommenden Fahrzeugen erfasst

werden, ist leider nicht erreicht worden.

Als Grund dafür sehen wir vor allem die guten

Sichtverhältnisse dank des sonnigen Wetters

sowie die bunten Kleider der Homosexuellen,

die für Autofahrer schon von weitem sichtbar

waren.

(vereinzeltes Raunen)

Dank der jederzeitigen Einsatzbereitschaft der

Polizeikräfte konnten diverse Zwischenfälle

vermieden werden. So hat ein Homosexueller

versucht, einen 15jährigen, sich zufällig am

See befindlichen Gymnasiasten aus Freienbach

zum Rauchen zu bewegen. Der Übeltäter wurde

sofort in Gewahrsam genommen, um noch weitere

Übergriffe zu verhindern. Ebenfalls wurden

diverse Angehörige einer homosexuellen Gruppierung

verhaftet, die sich erdreistet hatten, unbeteiligten

Passanten rosefarbene Ballone in die

Hand zu drücken. Sie haben mit Verzeigungen

wegen Verstosses gegen die Abfallsackgebührenverordnung

der Stadt Zürich zu rechnen.

(lauter Knall, das Stativ eines TeleZüri-VJs ist

umgefallen. Fluchen im Hintergrund)

Auf den Einsatz von Wasserwerfern haben wir

dieses Jahr verzichtet, weil sie angesichts des

heissen Wetters mehr geschadet als genützt

hätten. Nachdem trotz des beachtlichen Anteils

von Lesbierinnen mit Kinderwagen der

Demonstrationsumzug friedlich aufgelöst werden

konnte, verschoben sich die Homosexuellen

freiwillig in den Kreis 5, wo sie bis zur Polizeistunde

weiterhin für grossen Lärm sorgten. Ich

darf verkünden, dass beim heutigen Polizeieinsatz

niemand verletzt wurde, abgesehen von Adjundant

Pfeindler, der vergessen hatte, sich Sonnencrème

auf die Glatze zu streichen. So. Ich

werde noch eine halbe Stunde für Rückfragen

zur Verfügung stehen. Danach finden Sie mich

wie an Samstagen üblich im SM-Studio «Rebekka»

unterhalb des Bucheggplatzes. Danke, dass

Sie so zahlreich erschienen sind, ich wünsche

Ihnen einen schönen Abend.

(Ein Journalist vom Tagi-Newsnetz fragt, ob

man angesichts der negativen Erfahrungen die

Parade künftig verbieten wolle.)

Nein, Herr, ääh... Dings... Unsere ehemalige Vorsteherin

hat vieles für diese Stadt erreicht, aber

auch sie war nicht allmächtig.

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CRUISER Edition Sommer 2010

Reisen

Hotels

Das Radisson Blu in Luzern

Direkt am idyllischen Vierwaldstättersee,

neben dem

Bahnhof und dem Kultur- und

Kongresszentrum KKL, liegt

das Radisson Blu.

Das coole Stadt-Hotel verfügt über 189 luxuriöse,

grosszügig eingerichtete Standard-, Business

Class- und Junior-Suiten in den Stilrichtungen

«Urban», «Resort» und «Lifestyle». Gerade

für eine junge und modebewusste Klientel bietet

das Hotel echte Highlights. Schon die kunterbunte

Lounge mit den farbigen Möbeln lädt zum

Verweilen ein. Echt schick und sympathisch!

Elegant und grosszügig sind die Zimmer, unbedingt

eins mit Blick auf den See verlangen.

Hier hat man eine herrliche Aussicht! In der

obersten Etage befindet sich übrigens noch ein

kleiner Sauna- und Fitnessbereich. Der verträgt

allerdings noch eine Nachbesserung, trotz tollem

Ausblick.

Im modern gestalteten Restaurant «Luce» können

leichte Business-Lunches, sowie elegante

Abendessen in gepflegter und ungezwungener

Atmosphäre genossen werden. Die leichten mediterranen

Gerichte werden direkt vor den Augen

in der spektakulären Showküche zubereitet.

Die Menus, und die meisten spezielleren Gourmet-Kreationen

werden «à la minute» gezaubert.

Während der Sommermonate sorgt übrigens die

Sonnenterrasse mit gemütlicher Lounge zusätzlich

für gute Laune und Entspannung.

Ein weiteres Highlight ist sicher die Weinlounge

mit der äusserst interessanten Weinkarte. Wer

die Wahl hat, hat die Qual. Hier werden über 20

verschiedene Champagner und rund 130 hoch

stehende Weine, grösstenteils aus dem Mittelmeerraum

und den aussergewöhnlichsten

Lagen der Schweiz, angeboten. Die Weinkarte

reicht von «leicht und frisch», «leicht und

unkompliziert» bis «exotisch, verrückt und

verspielt». Unter dem Namen «Schatzkammer

des Radisson Blu Hotels» rundet eine exklusive

Sammlung von Spitzenweinen das eindrückliche

Repertoire ab. Ein ideales City-Hotel, an

bester Lage, nicht nur fürs Buisness, denn in

wenigen Minuten ist man im bunten Treiben

der Altstadt, mit Shopping, feinen Restaurants

und jeder Menge Kultur!

Radisson Blu Hotel

Lakefront-Center, Inseliquai 12, 6005 Luzern

+41(0)41 369 90 00

radissonblu.com/hotel-lucerne

17


Reisen CRUISER Edition Sommer 2010

San Francisco –

die bunte Kalifornische

Metrople

Branko B. Gabriel war für CR vor Ort und verfiel dem

Charme von San Fransisco

Von Branko B. Gabriel

18


CRUISER Edition Sommer 2010

Reisen

Seit dem preisgekrönten Film «Milk» ist San

Francisco wieder in aller Munde. Die nicht

mehr ganz so frische und etwas heruntergekommene

Stadt an der Westküste der USA

fasziniert immer noch und zieht jedes Jahr tausende

Gays aus aller Welt an. Jetzt ist es noch

bequemer, rüber zu fliegen, denn Swiss fliegt

sechsmal von Zürich Nonstop.

Das war ja schon immer mal mein Traum: San Francisco im sonnigen

Kalifornien. Was habe ich da schon alles gehört, Gaymekka, Brutstätte

der Hippies, Love & Peace! Spätestens seitdem der Film Milk von Gus

van Sant in die Kinos kam, hat sich Frisco (wie die Stadt von ihren Einwohnern

liebevoll genannt wird) wieder in die Top-City-Destinationen

katapultiert.

Shopping

Frisco hat aber viel mehr zu bieten als das berüchtigte Quartier rund

um die Castro Street (ein Muss!). Denn auch die Market Street, Chinatown

und Unionsquare haben ihren Charme. Hier kann man shoppen so

weit das Auge reicht. Und das Beste vorweg, es ist spottbillig! Dollar sei

Dank! Trashige, äusserst günstige Mode und sonstigen Plunder gibts in

Chinatown. Die Market Street steht eher für die kommerziellen Ketten

wie Abercrombie & Fitch, Adidas oder GAP. Für ein grösseres Budget ist

Unionsquare und Umgebung angesagt, hier sind die grossen und teuren

Labels. Natürlich darf ein Besuch bei Macy`s und Nordstrom nicht fehlen,

denn hier – man glaubt es kaum – gibts coole Schnäppchen!

Eigentlich wollte ich doch die berühmte Castro Street sehen und erleben

– nein, nicht, was ihr jetzt denkt. Klar, hier gibt es diverse Saunen,

Sex- und Fitnessclubs, Bars, Spelunken, und ziemlich alle sind sie hier

am Baggern. Man kommt also recht schnell in Kontakt. Neben unzähligen

Bars, Restaurants und Shops findet man hier auch kleine, echt heisse

Designerläden. Mich interessiert vor allem aber das Leben der Gays hier.

Die Menschen, wie sind sie, woher kommen sie? Seit den 60ern wandern

hier Männer sämtlicher Couleur ein und finden hier ihr Plätzchen. Die

Hippies und die freie Liebe gaben dann den Multikulti-Individualisten

den Rest. Da wäre mal der Deutsche Hans in seinem schmuddeligen Sex

Toy Shop, der Brite Lester mit feinen Tiffanylampen, Raoul, die rassige,

spanische Thekenschlampe oder Piotr, die rüstige, russische Ledertrine,

die nie um einen Spruch verlegen ist. Alle hier wollen ihren Traum

leben von Freiheit und Happiness. Vielen gelingt es, leider nicht allen.

An jeder Ecke zeigt sich auch das andere Frisco. Aussteiger, die die Kurve

nicht gekriegt haben, die durch das soziale Netz gefallen sind. Und trotz

allem sind sie hier, in der Metropole, die schon einige Erdbeben aller Art

hinter sich hat.

Nightlife

Am Abend trifft sich die ganze Szene im Castroviertel. Und siehe da, jetzt

kommen auch die schönen und geilen Typen aus ihren Löchern. Und zu

meinem Erstaunen sind alle so was von easy und entspannt drauf! Zum

Apéro gehts erst mal in die Lookout Bar (mit schön grosser Terrasse,

herrlich). Hier trifft sich die ganze Welt. Ich habe selten so einen

kunterbunten Haufen Typen gesehen. Nach einer heissen Stripshow

und einigen Bierchen rüber zum Dinner ins 22/23 Restaurant. Sensationelle

saisonale Küche und einer der In-Places. «Sehen und gesehen

werden» lautet hier die Devise. Danach war dann auch schon

Clubbing angesagt. Mit meinem Presseausweis, dachte ich, stünden

mir alle Tore offen. Ja denkste...auch ich musste anstehen und

sogar bezahlen, hier hat niemand den Promistatus. Egal, ab auf den

Dancefloor (M4M@underground) und es richtig krachen lassen!

Heisse Beats zu süssen Jungs, wenn das keine geile Mischung ist. Schon

nach wenigen Minuten waren wir nicht mehr allein und hatten schon

ein süsses Früchtchen im «Sandwich». Irgendwann war dann mein Alkpegel

erreicht, und ich musste etwas an die frische Luft. Nach 2-3 weiteren

Clubs (fragt mich bloss nicht, welche) und einigen Drinks fand ich mich

mit einem riesengrossen Kater in meinem Bettchen wieder. Schnell rüber

zu Harvey’s (eigens ein Café für den «Harvey Milk» Film) und einen

leckeren Latte schlürfen.

Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Fisher man’s Wharf (Cioppino’s Restaurant),

der Muir Park (etwas ausserhalb, die grössten Bäume der Welt),

natürlich die Bay und die Golden Gate Bridge. Nicht zu vergessen, die Lombardstreet

und die spektakuläre Küstenstrasse Richtung Süden.

Fazit: Das sind einfach die Dinge im Leben, die man erlebt haben muss!

San Francisco ist und bleibt für viele die Gaymetropole schlechthin. Neben

einer grossen Gayculture und Shopping fasziniert die Stadt auch

durch ihren euro päischen Touch, die Bay und die vielen Hills (Hügel).

Gutes Schuhwerk und ein dicker Pull over (Microklima) sind von Vorteil.

Was mich aber am meisten überrascht hat, waren die freundlichen und

sympathischen Bewohner. Tipp: Unbedingt mal nach Oakland rüber. Jetzt

lohnt es sich, in die Staaten zu fliegen, da der Dollar sehr tief liegt.

weitere Infos über San Fransisco unter:

www.glossmagazine.net

www.onlyinsanfrancisco.com

www.swiss.com,

19


Szene CRUISER Edition Sommer 2010

Parties und

Events

20

Der heisse Shaft-

Sommer

Parties zum WM-Höhepunkt

und zur Street Parade

Die Fussball-WM kommt langsam zum Höhepunkt.

Exakt zum Final bringt Shaft die legendäre

Sportsnight und Shafter outen sich als

Fussballer. Besser noch: hier dürfen sich Fussballer

offiziell als Shafter outen – und das ohne

negative Konsequenzen. Im Gegenteil, Alle im

Sports-outfit erhalten eine Eintrittsermässigung.

Wie immer ist es jedoch eine Party ohne

Dresscode, dafür eine geile Männernacht mit

vielen Bällen, die hoffentlich auch einige Latten

treffen... Mit den DJs 5th Element und Mario S

werden die Sportler sicher zum Schwitzen und

wahrscheinlich auch zu Höchstleistungen gebracht.

No dick – no entry!

Höchstleistungen sind einen Monat später an

der Street Parade ebenso wichtig. Denn nach

dem Tanzen rund ums Seebecken geht am

Abend im Lotus die Sause weiter. Und weil’s

Street Parade ist, sind auch wieder die besten

Freundinnen dabei. Die DJs Alan Joe, Cherie und

F-Act werden die Club-Wände nass werden lassen.

Wem es drinnen dann doch zu heiss wird,

der kann sich im grosszügigen Aussenbereich

mit Lounge und Bar abkühlen.

Somit scheint klar, wo nach der Street Parade

die heterofriendly Gay Party abgeht.

Shaft – Sportsnight, no dick – no entry

Samstag, 10. Juli

Street Parade, Shaft – heterofriendly Gay Party

Samstag, 14. August, 23.00 Uhr

Lotus Club, Pfingstweidstrasse 70,

8005 Zürich.

www.shaft.ch

Flexx fährt mit an

der Street Parade

Nächste Partie im September

Die Sommerpause ist vorbei! Nachdem der Flexx-

Wagen an der Parade des Zürich Pride Festivals

rund um das Zürcher Seebecken der Menge heftig

eingeheizt hat, ist es am Samstag, 4. September

2010 wieder Zeit, die Räumlichkeiten des

Loop38 zum Brodeln zu bringen. Und das wird

zweifelsohne mit den beiden DJ‘s Vasco und Willi

P. geschehen. Beide werden vom anspruchsvollen

Zürcher Partyvolk unter anderem für

ihre Sets im Lotus geschätzt. Für Spass im Dunkeln

gibt es im Loop38 wie gewohnt den Dark-

Space. Raucherinnen und Rauchern steht die

gemütliche verglaste Raucherlounge im Club

zur Verfügung. So muss keiner den Club verlassen

sondern kann die Party ohne Unterbrüche

geniessen. Nicht verpassen: den Auftakt zur

neuen und heissen Flexx -Saison

Flexx September Issue

Samstag, 4. September

Loop 38, Albulastrasse 38, 8048 Zürich

flexx-party.ch, www.loop38.chs

Frigay Night

ganz in Weiss

Mykonos Edition

Die Frigay Night kennt keine Sommerpause. Zu

Beginn der Sommerferien sorgt der Resident DJ

C-Side an der regulären Frigay Night vom Mitte

Juli wie gewohnt für heisse Stimmung im «The

Loft Luzern». Bereits zwei Wochen später dürfen

sich die Daheimgebliebenen auf eine ganz spezielle

Ausgabe der Frigay Night freuen:

Eine weitere Special Party steht auf dem Programm.

Nach dem grossen Erfolg im letzten

Jahr haben sich die Macher für eine weitere Mykonos-Edition

entschieden. Damit auch richtig

Urlaubsstimmung aufkommt, wird das Loft in

Weiss gehüllt. Natürlich darf auch ein DJ direkt

aus Mykonos nicht fehlen! Dresscode «White»

heisst es am fünften Freitag, dem 30. Juli. Und

für das echte Mykonos-Feeling werden alle Partygäste

in weissem Outfit erwartet. Als Belohnung

gibt es dafür Fr. 5.– Eintrittsreduktion.

An den Turntables sorgt DJ Chris Montana für

heisse Urlaubsstimmung – er wird extra aus Mykonos

eingeflogen, wo er im bekannten Paradise

Beach Club auflegt. Chris Montana hat bereits


CRUISER Edition Sommer 2010

Szene

vor einem Jahr das Loft zum Kochen gebracht –

er freut sich bereits auf eine Neuauflage der Mykonos

Edition. Unterstützt wird Chris Montana

von Stan Lee – der ideale Mann für das Frigay-

Night-Motto «happy sound for happy people».

Frigay Night

Freitag, 16. Juli, 22.00 – 4.00 Uhr

Frigay Night mykonos edition

Dresscode: white!

Freitag, 30. Juli, 22.00 – 4.00 Uhr

The Loft Dance Club

Haldenstr. 21, 6006 Luzern

Boys on Board

vol. 5

Mit Menergy auf dem

MS Winkelried

Wie bereits in den vergangenen Jahren, verlassen

die Jungs von menergy auch in diesem

Sommer wieder das rettende Ufer, um mit dem

Motorschiff Winkelried über den Vierwaldstättersee

zu fahren, und dabei die Nacht mit coolem

Sound um die Ohren zu schlagen, zu flirten,

shaken und ein paar herrliche Drinks zu

geniessen.... dieses Jahr allerdings nur bis 1.00

Uhr

Doch danach ist nicht Schluss, dann gehts im

«Privée» des Club Nautlius - gleich nebenan - mit

der Matrosenparty weiter. Das Ticket gilt gleich

für beides, also fürs Schiff und die anschliessende

Matrosenparty.

Boys on Board

Samstag, 10. Juli, Einlass/Abendkasse: 20.00 Uhr

Start/Ende der Rundfahrt: 21.15 Uhr/00.15 Uhr

Schluss auf dem Schiff: 01.00 Uhr

MS Winkelried, Landungssteg 5, 6000 Luzern

Matrosenparty, 0.45 Uhr

Club Nautlius, Inseliquai 12B, 6000 Luzern

Après Folies-Party!

Das Boyahkasha-Highlight

direkt am Zürisee

Folies au Lac 2010, die grosse Angels-Sommer

Outdoor-Party in der Badi Tiefenbrunnen ist

geplant am 17., 24. oder 31. Juli (je nach Wetter).

Fest steht aber die Après Folies-Party! Das grosse

jährliche Boyahkasha-Highlight steigt diesmal

am 17. Juli direkt am Zuerisee. Eine grosse Terrasse

mit einem grandiosen Blick über den See

und auf die Stadt, 2 Dancefloors und ein grosser

Outdoorbereich sind für die Veranstalter der

Boyahkasha-Partyreihe Grund genug, die Sommerparty

dieses Jahr vom Escherwyss Club ins

Acqua zu verlegen.

Auf den beiden Floors darf wie immer zum allerfrischesten

Boyahsound und diesmal auch

zu House getanzt werden. Und wie letztes Jahr

schon, darf die R’n’B-Diva Kelly Hilton bei diesem

Event nicht fehlen. Sie wird zur Maintime

ihren Auftritt haben und den Gäste in dieser

warmen Sommernacht so richtig einheizen.

Djs: Raffiness(Resident), Gaetano(Fresh&Stable)

& Zör Gollin(Rudeboiz)

Boyahkasha – Après Folies

Samstag, 17. Juli, 22.00 Uhr, Acqua Club

Mythenquai 61, 8002 Zürich

www.acqua-club.ch, www.boyahkasha.ch

Diva Night-

Aphrodite-Show

Der Event für queer Denkende

Seit Jahren steht die Diva Night im T&M als

Event für queer Denkende. Bunt durchmischtes

Publikum, schrill, farbenfroh und unbefangene

Stimmung. Jedes Jahr treffen sich die Divas

der Nacht Ende Juli und lassen sich nicht nur feiern,

sondern werden gleich Teil der Party, egal,

ob auf der Bühne oder auf der Tanzfläche. Auch

dieses Jahr werden die Divas wie Petra, Nikita,

Maic, Stella Divine, Nina Bohème, Lola Collins,

Dominique, Serenety Bay und Maurel Taylor

auf der Bühne ihrem Ruf als Divas der Nacht gerecht

werden. Denn es gilt nach wie vor:

«Man wird nicht als Diva geboren, sondern man

wird zur Diva gemacht»

Als DJ für die glamouröse Nacht ist Marc S ein

Garant. Bekannt auch als Maurel Taylor in der

Showszene, weiss er genau, welche Musik das exquisite

Publikum wünscht, um die Tanzfläche

zu stürmen. Und wer um Mitternacht im T&M

ist, kann eine der drei Fan-Geschenk-Boxen gewinnen.

Diva-Night

Freitag, 30. Juli, ab 21.30 Uhr

SHOW 22.00 Uhr

T&M, Marktgasse 14, 8001 Zürich

www.g-colors.ch

Rein ins Schaumvergnügen

Jungle Mousse – Die ultra

heisse Gay Schaum- Party

Die alljährliche Mousse-Party in Lausanne ist

längst ein Muss. Die grösste Gay Schaum-Party

in der Schweiz zeigt auch nach Jahren nicht

die geringsten Anzeichen eines Beliebtheitsschwundes.

Im Gegenteil. Wer schon mal an

einer dieser bestbesuchten Parties dabei war,

weiss auch, was man anziehen muss: alte

Schuhe, sexy Shorts, Badeanzüge. Badetuch

empfehlenswert. Wer sich im Trockenen vergnügen

will, kann dies die ganze Nacht hindurch

ein Stockwerk höher tun. Und zum warm

werden gibt’s davor die Beach Party@Flon-Plage,

von 16.00 bis 22.00 Uhr

Wet floor:

Sexy washing music, DJ Micky Friedman, Berlin

(Club, House, progressive), DJ Antoine909,

London (Progressive & electro House), Andrew

Christian‘s shower-lifeguards

Dry floor:

DJ‘s Cobra & Rofar, Genève (Disco Inferno 70´s

& 80´s)

Jungle Mousse

Sonntag, 1. August, 22.00 bis 5.00 Uhr

MAD Club, Rue de Genève 23, 1003 Lausanne

www.gay-party.com

© Foto: Aaron Cobbett

Celestial

Nationalfeiertag der andern

Art

Zum ersten August – Fête Fédérale – soll vereinigt,

zusammen gefeiert werden. Reden werden aber

keine geschwungen, vielleicht aber Regenbogenfahnen

– eigentlich wäre es auch eine gute

Gelegenheit für pyrotechnische Spielereien.

Celestial-Party für «gays and friends».

Darkroom, special Deco und lightning features.

Djs: Thomi B & Jesse Jay

Celestial – Fête Fédérale, 31. Juli, 23.00 Uhr

Lotus Club, Pfingstweidstr. 70, 8005 Zürich

www.celestial.ch

21


Szene CRUISER Edition Sommer 2010

Celestial

Mit AlienElement

Am Wochenende nach der Street Parade ist es

noch zu früh, um wieder zur Routine überzugehen.

Als Primeur werden AlienElement präsentiert.

Der Name ist Programm. Das DJ Duo 5th

Element und Scott Alien erzeugt zusammen

einen ganz speziellen Sound: funky progressive

Goa. Diese Fusion von Sound Elementen durch

künstlerisches Zusammengehen kommt im

Künstlername AlienElement zum Tragen.

Nach der Aufregung, Grandiosität und Gloriosität

der Street Parade easygoing, unter Freunden

sein und musikalische Leckerbissen geniessen.

Ganz im Sinne der durchaus «spacigen» Ausrichtung

der Celestial-Veranstaltungen mit AlienElement

und ihrem prononcierten «funky progressive

Goa».

Celestial – AlienElement

21. August, 23.00 Uhr

Lotus Club, Pfingstweidstr. 70, 8005 Zürich

www.celestial.ch

Selection-Parties

Ohne Pause durch den Sommer

Der Winter dauerte ja gefühlte 100 Jahre. Aber

damit ist jetzt Schluss! Mit zwei Knallerparties

sorgt das Team der Selection-Reihe nun für heis se

Nächte in Zürich.

Egal, obs nun draussen heiss ist oder nicht. Im

Juli findet die Retro-Selection statt. Eine Erinnerung

an das ausklingende letzte Jahrhundert

bzw. die ersten Jahre des noch neuen Jahrtausends.

Damals war die Partykultur in Zürich auf

ihrem Höhepunkt. Die Clubs waren Woche für

Woche zum Bersten voll und jedermann feierte

ausgelassen bis zum nächsten Mittag. In Erinnerung

an diese Zeit und ihre Musik wurden die

DJ-Götter dieser Ära eingeladen, damit dieser

Spirit noch einmal erlebt werden kann: Peter Lavelle,

Mental X und Michael K. werden für eine

Party sorgen, die ihresgleichen sucht!

Nach der Street Parade wird an der Selection

Afterhour ab 6 Uhr früh bis in den späten Sonntagmittag

mit bester Musik gefeiert.

Ende August gibt’s dann die Summer-Selection.

Wer auflegt, wird an dieser Stelle nicht verraten,

aber wer die Selection-Parties kennt – und

das sind mittlerweile ziemlich viele – weiss, es

wird laut, stark und geil! Was unter dem Motto

Summer alles passiert, wird häppchenweise auf

Face book bekannt gegeben oder ist demnächst

auf selectionparty.ch nachzulesen sein.

Samstag, 24. Juli, Retro-Selection,

Sonntag, 15. August, Afterhour ab 6.00 Uhr,

Samstag, 28. August, Summer-Selection,

Lotus Club, Pfingstweidstr. 70, 8005 Zürich

22

«Le Weekend Rose»

im Dracula Club

Bissiges für Schwule und

Lesben am Festival da Jazz St.

Moritz

Am Festival da Jazz in St. Moritz findet erstmals

«Le Weekend Rose» statt. Mit Georgette

Dee und Tim Fischer treten zwei Künstler auf,

die nicht nur aber besonders viele schwule und

lesbisches Fans haben. Diseuse Georgette Dee

tritt zum 30-jährigen Bühnenjubiläum mit dem

Programm «Wo meine Sonne scheint» am 30.

Juli 2010 im legendären Dracula-Club auf. Tim

Fischer, der mit Rüdiger Mühleisen am Piano

auftritt, wird am darauf folgenden Abend mit

der «Gnadenlosen Abrechnung» Georg Kreislers

Lieder in die dafür ungewohnt mondäne

Alpenwelt tragen. Am Nationalfeiertag beendet

der unplugged-Auftritt von Sophie Hunger die

Chansons-Trilogie.

Mit «Le Weekend Rose» möchte das Festival

da Jazz seinen Besucherinnen- und Besucherkreis

erweitern. Gleichzeitig will das Festival

da Jazz damit heterosexuellen Musikfreunden

zwei hervorragende Künstler näher bringen,

die noch nicht bis in alle Kreise bekannt sind.

Und letztlich ist das auch ein Statement für Offenheit:

Denn der Dracula-Club, wo im Winter

besonders der Jetset Zutritt geniesst, heisst während

dem Festival alle seine Gäste willkommen,

egal zu welchen Schichten und Communities

sie sich zugehörig fühlen.

Die Auftritte werden unterstützt durch die Zürcher

Kantonalbank (Georgette Dee) und das Hotel

Monopol St. Moritz (Tim Fischer). Für das

Weekend Rose werden Spezialangebote in führenden

Engadiner Hotels angeboten.

Tim Fischer

«Le Weekend Rose»

30. 7. 2010, Georgette Dee Wo meine Sonne

scheint

31. 7. 2010, Tim Fischer & Rüdiger Mühleisen -

Gnadenlose Abrechnung

Konzerteginn, 21.00 Uhr

Dracula’s Ghost Riders Club

Via Maistra 54, 7500 St. Moritz

www.festivaldajazz.ch

Leserangebot

Le Weekend Rose am Festival da Jazz

20% Rabatt auf Hotelübernachtungen

4-Sterne-Angebot Hotel Schweizerhof:

CHF 390.– statt CHF 470.–

4-Sterne-Angebot Hotel Monopol:

CHF 390.– statt CHF 470.–

3-Sterne Angebot Hotel Hauser:

CHF 295.- statt CHF 370.-

Der Preis beinhaltet eine Hotelübernachtung

im Doppelzimmer, inkl. Frühstück und Konzert

nach Wahl für 2 Personen. Einzelzimmer

auf Anfrage.

Bei folgenden Konzerten wird ein Aufpreis von

50.– CHF / Person fällig:

Opening Weekend: 14. - 17. 7. und 1. 8. 2010.

Vorverkauf:

Reservationen online unter:

www.festivaldajazz.ch mit folgenden Promotionscodes:

4-Sterne-Angebot Hotel Schweizerhof: gu2525s

4-Sterne-Angebot Hotel Monopol: L3C5727

3-Sterne Angebot Hotel Hauser: u7s2634

Maximal 2 Tickets pro Person.

Das Angebot ist limitiert.


THE ULTRA HOT GAY FOAM PARTY

SONNTAG 1. AUGUST 2010

(Nationalfeiertag)

MAD>LAUSANNE

Wet floor : Sexy washing music

dj Micky Friedmann>Berlin

(Hustlaball, Circuit Festival)

dj Antoine909>London

(Jungle, Circuit Festival)

Dry floor: Zapoff Gallery

Cobra & dj Rofar>L.A.

disco, funk & love

Light-Jockey:

Paul Marin>Sydney

«NIVEA for Men» special open-air garden

with splashshowers, beauty space and give-aways.

+ Hot & sexy Andrew Christian’s shower-lifegards.

+ Old shoes, sexy shorts, swimming suits and

bath towels highly recommended

+ For those who want to stay dry, the upper floors

will be opened all night long

+ «Before» Beach Party @ Flon-Plage

© photo: Aaron Cobbett

club MAD

rue de Genève 23

LAUSANNE

Tel. 021-340.69.69

www.gay-party.com


CRUISER Edition Sommer 2010

Branko B. Gabriel

trifft...

Natürlich war auch ich an der

diesjährigen Art Basel. Wie jedes

Jahr heisst es an der Preview

für die geladenen Gäste,

sehen und gesehen werden.

Natürlich hat es auch Kunst,

sehr viel Kunst und grosse,

sehr grosse, ja sogar grossartige

Kunst! Da frage ich mich

doch, wie steht es um die

Schweizer Kunst, oder besser

gesagt, um die Künstler. Ich

habe doch letzthin eine Einladung

des Schweizer Malers

Ivano Bagnolo erhalten.

CR: Salut Ivano, dich habe ich aber nicht an der

Art Basel gesehen? Die «Liste» wäre doch eine

passende Plattform für dich?

Ivano: Das berührt mich, danke vielmal. Das

stimmt, die Plattform der «Liste» (the young art

fair in Basel) ist sehr geeignet. Doch das kommt

noch.

CR: Die Art Basel ist das grösste Kunsthappening,

hier geht es um richtig viel Kohle. Kannst du von

deiner Kunst leben?

Ivano: Nein, es ist heutzutage schwieriger, sich

auf dem Markt zu behaupten als früher. Begegnungen

sind flüchtiger, die Entwicklungen

schneller und der Markt ist überschwemmt.

Sich da einen Platz zu erobern, ist nicht einfach.

CR: Was bedeutet für dich, Künstler zu sein.

Ivano: Kunst bedeutet für mich «Leben». Künstler

sein, heisst für mich, sich am Leben beteiligen,

sich entwickeln, kreieren. Den Menschen

helfen voranzuschreiten, aufzurütteln, Änderungen

provozieren. Eigentlich das Privileg haben,

das machen zu können, was man gerne

macht.

CR: Deine Bilder haben aktuell einen sehr erotischen

Touch. Viele bunte muskulöse Männer.

Eine verborgene Fantasie von dir?

Ivano: Ich liebe schöne Menschen, und unter denen,

schöne Männer. Die Muskeln spielen eine

Rolle, klar doch! (schmunzelt)

CR: Du lebst mit deinem Partner im Wallis, ist

das nicht fatal für einen Künstler, so weit «ab

vom Schuss» zu wirken? In der Schweiz ist die

Kunstszene ja in den grossen Städten zu Hause.

Ivano: Nein, da geht es um vielmehr, als nur

in den Städten zu sein. Ich glaub nicht, dass

ein Wohnort ein Prozess hindern oder fördern

Nachgefragt

kann. Es geht um den Künstler und die Begegnungen,

die er in seiner Laufbahn macht und

was er daraus zieht. Ich kenne viele Künstler,

die das Land vorziehen. In der heutigen Zeit ist

der Mensch weit mehr in Bewegung als früher

und alles entwickelt sich schneller. Das Gefühl

zu haben, dass nur gewisse Orte auf dieser Welt

zu etwas führen, damit bin ich nicht einverstanden.

CR: Du brauchst also deinen Freigeist, um wirken

zu können...

Ivano: Ja, kann man so sagen. Es geht mir um

meine persönliche Entwicklung.

CR: Du hast doch schon einige Ausstellungen

hinter dir. Aktuell das Kunstprojekt in St. Gallen

(Privera AG, Tatort Kunst) und demnächst in

Männedorf.

Ivano: Ja, auf diesen Event freue ich mich sehr.

Am 1 Juli ist es so weit. Die Tore werden für die

Vernissage bei Privera AG um 19 Uhr 30 geöffnet.

Da werde ich mich mit namhaften Schauspielern

wie Florian Rexer, Julian Weigend

(Schimanski) in Szene setzen. Später werde ich

zwei von meinen Kurzgeschichten, die den Alltag

jedes Menschen ausmachen, vorlesen. Mehr

darf ich im Moment nicht preisgeben.

Ivano: Die Teilnahme als Künstler zur ARTgay Zürich

bei der AktivArte Galerie & Lounge GmbH

in Männerdorf, welche am 12. August um 19.00

Uhr die Vernissage einer Kollektiv-Ausstellung

feiert, ist für mich unausweichlich. Die Kunstszene

braucht eine Auffrischung und den Zulass

von gleichgesinnt liebenden Menschen, damit

will ich den Galeristen Maximilian Burri und

Markus Lumpert meinen tiefen Dank aussprechen.

Die Dauer dieser Ausstellung ist vom 12.8

– 29.8.2010 geplant.

CR: Mit welchen Künstler fühlst du dich verbunden,

oder besser gesagt, mit welchem Künstler

würdest du gerne mal über Kunst & Co. philosophieren?

Ivano: Mit Pablo Picasso, Juan Miro, Alexander

Calder und Willi Baumeister fühle ich

mich verbunden. Ihre Werke übermitteln eine

bestimmte Energie, die ich aufnehme und

für meine Kunst gebrauche. Mit dem bedeutendsten

Schweizer Künstler Hans Erni würde

ich gerne über Kunst & Co. philosophieren. Ich

glaube, dieser Mann hat einiges zu erzählen,

und sein Lebenswerk lehrt uns ganz einfach,

in einer menschlichen Welt menschlich zu

bleiben.

Ivano Bagnolo

Ivano Bagnolo, 1969, malt und lebt im Wallis.

Seit 2002 ist er im Künstlerkomite von Monthey

tätig. Bereits in jungen Jahren beschäftigte er

sich mit Kunst. Nach einem Studiengang an

der Kunstschule Zürich schuf er seine künstlerische

Sprache und stützte sich auf namhafte

Künstler wie: Pablo Picasso, Juan Miro und Alexander

Calder. Er unterhält eine Verbindung

mit der Welt des Tanzes und des Gesangs, die

ihn dazu verleiten, eine andere künstlerische

Technik zu entwickeln. Vom «Mensch sein» begeistert,

kehrt er in den klassischen Gemäldestil

zurück.

Seit 2006 ist seine Entwicklung durch aufeinanderfolgende

menschliche Figuren abgesteckt.

Die Inbrunst für den Expressionismus führt ihn

zu seinen Schöpfungen. Die Formen, die Farben

und das Abstrakte geben ihm die expressive

Freiheit.www.ivanobagnolo.ch

25


APRÈS FOLIES

KELLY HILTON LIVE

SAMSTAG, 17. JULI 2010 | START: 22 UHR

IM ACQUA | MYTHENQUAI 61 | 8002 ZÜRICH

www.acquaclub.ch | www.boyahkasha.ch


CRUISER Edition Sommer 2010

Rolf Sommer

Musical-Darsteller – Schauspieler,

Sänger und Tänzer

Von Kurt Büchler

Geboren in Altdorf, Grösse

180 cm, Konfektion 48,

Schuhgrösse 42, Haarfarbe

braun, Augen Braun-Grün,

Actor – Singer – Dancer,

das alles steht in seinem

Künstler-Steckbrief.

CR: Lieber Rolf, wer bist du?

Rolf Sommer: Keine Ahnung. Deshalb ist es auch

so schwierig, sich selbst zu sein. Ich habe mal

gehört, dass die Japaner anders mit dem Selbst

umgehen. Deren Ich ist abhängig vom Gegenüber.

Diese Art der Selbstbetrachtung gefällt mir

sehr gut. Es besteht kein Zwang, sich ständig

treu bleiben zu müssen.

CR: Warum bist du Musical Darsteller geworden?

Rolf Sommer: Ein Teil meiner Persönlichkeit wollte

das unbedingt. Die anderen Teile waren etwas

skeptisch, aber sie haben letztlich eingewilligt.

Der Rest war wohl Schicksal.

CR Was reizt dich im Speziellen, auf der Bühne –

die die Welt bedeutet – zu stehen?

Rolf Sommer: Theater machen ist, als ob man dem

Publikum eine Geschichte erzählte. Das gefällt

mir. Ich leihe einer Geschichte meinen Körper

und versuche, ein guter Erzähler zu sein. Wenn

es klappt, dann sieht man nicht mich, sondern

eine Figur aus der Geschichte auf der Bühne.

Der Rolf Sommer löst sich in Luft auf.

CR: Diesen Sommer bist du im Garten-Center in

Langnau a / Albis gleich in zwei Operetten auf

der Bühne. Wie ist es dazu gekommen.

Rolf Sommer: Durch die langjährige Freundschaft

mit Björn Bugiel, dem Regisseur. Wir haben uns

in München kennen gelernt und dort auch erstmals

eine Kurzversion von «Im Weissen Rössl»

gespielt. Daraus entstand die Company Quickchange,

die sich darauf spezialisiert hat, Operetten

im Taschenformat zu zeigen, also mit

einer Hand voll Darstellern in wechselnden

Rollen, auf kleiner Bühne in knapp einer Stunde

Spielzeit. Herr und Frau Bacher haben uns eingeladen,

zwei unserer Produktionen in ihrem

Garten-Center in Langnau aufzuführen.

CR: Im September wirst du eine tragende Rolle

im neuen Musical «Die Schweizermacher» haben.

Wie fühlst du dich als etwas fieser Dorf-

Polizist?

Rolf Sommer: Moritz Fischer ist ein etwas naiver

Einbürgerungs-Beamter und gar nicht fies! Im

Gegenteil, ihm sind die Einbürgerungs-Kandidaten

grundsätzlich sympathisch, und im

Verlauf des Stücks kritisiert er immer mehr die

Willkür der Behörden. Ich glaube, dieser Fischer

ist ein ganz netter Kerl! Ich freue mich riesig darauf,

diese Rolle spielen zu dürfen!

CR: Was ist das Highlight an dieser Rolle?

Rolf Sommer: Das Tolle ist, dass dieser Moritz erst

ein etwas unbeholfener und sehr unsicherer

Kantonspolizist ist, der dann aus dem Korsett

der Erwartungen ausbricht, die sein Umfeld an

ihn stellt. Humor, Freude, Zorn, Verliebtheit...

all das steckt in dieser Rolle!

CR: Man hat dich öfters im Theater am Hechtplatz

erleben dürfen. Welches waren die wichtigsten

Rollen/Produktionen und wie hast du

dich dabei gefühlt?

Rolf Sommer: Ohne das Theater am Hechtplatz,

ohne Dominik Flaschka, der mir vor fünf Jahren

die Rolle des Simons in «De chli Horrorlade»

Interview

anvertraute und ohne die sechs Produktionen,

die ich inzwischen an diesem Haus machen

durfte, wüsste ich nicht, wo ich heute stünde.

Ich fühle mich dem Haus und der Shake Musical

Company zutiefst verbunden. Es ist ein Privileg,

immer wieder zu diesem grossartigen Team zu

gehören.

CR: Gibt es bereits Pläne für die Zukunft?

Rolf Sommer: Nun sind erst einmal «Die Schweizermacher»

angesagt. Daneben werde ich im

Winter ab und zu im Hechtplatz wieder in «Jetzt

erst Hecht!» auf der Bühne stehen. Darüber hinaus

gibt es noch keine konkreten Pläne.

CR: Was machst du in zehn Jahren?

Rolf Sommer: Hoffentlich stehe ich dann immer

noch irgendwo auf der Bühne und freue mich

über solch aufregende Rollen und Produktionen.

Ich kann mir zur Zeit nichts anderes vorstellen!

CR: Vielleicht noch ein persönliches Statement

für die Cruiser Leser...

Rolf Sommer: Ich hoffe natürlich, dass die Schnittmenge

aus Cruiser-Lesern und Musical-Gängern

sehr gross ist! Sowohl der Cruiser als auch das

Musical bieten beste Unterhaltung.

Rolf Sommer

In München, an der Abraxas Musical Akademie

wurde Rolf Sommer zum Schauspieler und

Sänger ausgebildet. Dann bildete er sich in den

USA, in England, Bern und Zürich in Gesang

weiter. Seine nächsten Stationen waren New

York, München und Zürich für die Tanzaubildung.

Nach Engagements in Berlin, Leipzig und

München spielte er 2005 erstmals in Zürich in

der Produktionen «Der kleine Horrorladen»,

der Shake Company unter der Leitung von Dominik

Flaschka. Seither wohnt Rolf in dieser

Stadt und war immer wieder am Theater am

Hechtplatz, unter anderem in «Bye Bye Bar»,

«Elternabend», «Jetzt erst Hecht!» und «Happy

End». Unter der Regie von Stefan Huber spielte

er in der Uraufführung von «Heidi» in Walenstadt

und am Opernhaus Zürich gastierte er in

«Dreyfus intime», inszeniert von David Pountney,

in einer Sprechrolle. Sein Einpersonen-

Stück «Heute abend. Lola Blau» machte Furore

und im Erfolgsmusical «Ewigi Liebi» gehörte er

als Hanspeter zur Originalbesetzung. Er taucht

als Kellner in Marco Rimas Spielfilm «Liebling,

lass uns scheiden» auf, arbeitet als Synchronsprecher

für Kino und Fernsehen und singt auf

diversen Galas und Konzerten, auch mit den

Shake Musical Singers.

www.rolfsommer.net

27


Kultur CRUISER Edition Sommer 2010

Dällebach Kari –

das Musical

Eine tragische Liebesgeschichte

von Katja Früh und dem

Komponisten Moritz Schneider.

Wegen seiner Hasenscharte wurde Kari bereits

als Bub ausgegrenzt. Später kämpft er mit beissendem

Witz um Anerkennung und eröffnet

1900 einen eigenen Coiffeur-Salon in Bern. Dann

verliebt sich Annemarie, eine Tochter aus gutem

Hause, in ihn. Doch ihre Eltern verbieten die

Beziehung. Kari verfällt dem Alkohol und wird

dank seiner Geschichten und Anekdoten zum

Stadt bekannten Original. An Krebs erkrankt,

stürzt er sich 1931 von der Kornhausbrücke in

die Aare. Mit diversen Theater-Inszenierungen,

dem Film von Kurt Früh von 1970 und dem Lied

von Mani Matter wurde Dällebach Kari definitiv

zum berühmtesten Coiffeur der Schweiz.

Die Thuner Seebühne, 32 m breit und 24 m tief,

steht komplett im See, wie auch die Tribüne

für 2500 Zuschauer. Der Zytglogge-Turm, 15 m

hoch, ist bis in die oberste Turmspitze begehbar

und wiegt 4.5 t. Karis Coiffeur-Salon und seine

Stammbeiz Grünegg dürfen natürlich nicht

fehlen. Das Bühnenbild ist stabil und wetterbeständig.

Unter der Bühne befinden sich die

Garderoben der Schauspieler und die Technik.

Damit Tänzer und Schauspieler auch bei leichtem

Regen tanzen und spielen können, wurde

der Bodenfarbe Quarzsand beigemischt, damit

der Boden rutschfest ist.

Dällebach Kari wird von Hanspeter Müller-Drossaart

interpretiert, bekannt aus vielen Filmen.

Carin Lavey spielt Annemarie Geiser. Sie war

schon früher auf dieser Bühne und spielte in Zürich

im Musical Ewigi Liebi. Sergio-Maurice Vaglio

verkörpert den Alkohol, den engen Begleiter

von Kari. 2009 war er hier Jean Valjean in Les

Misérables. Er führt auch ein eigenes Reisebüro

in Bern und steht als Musiker Maurice Merlo auf

der Bühne. Sein neues Album The Cologne Trilogy

erscheint demnächst. (kb)

Thuner Seespiele vom 14. Juli bis 28. August

www.thunerseespiele.ch

Tickets:

In Szene Ticket, www.inszene.ch, 0900 92 91 90

oder www.ticketcorner.ch, 0900 800 800

Yamato – The

Drummers of

Japan

Eine atemberaubende Mischung

aus traditioneller

Trommelkunst und zeitgenössischer

Choreografie.

Sie haben ihre Wurzeln in den buddhistischen

und shintoistischen Traditionen ihrer Heimat,

lassen sich aber auch vom modernen Japan

und der Popmusik inspirieren. Nun bringen sie

Matsuri und stellen das Taiko-Spiel in seinen

ursprünglichen Zusammenhang. Matsuri, die

traditionellen japanischen Feste zu Ehren der

Shinto-Gottheiten, und die Taiko-Kunst sind

untrennbar durch die Taiko-Trommel miteinander

verbunden. Ihr tiefes, eindringliches

Donnern dringt direkt durch die Haut. Wenn

Trommel und Trommler eins werden im Matsuri,

wird der Klang der Taiko-Trommel zum Otodama,

zur Seele des Klangs. Das Oto-dama entzieht

sich der Sprache, besteht nur aus Hall und

Widerhall. Donnernd steigt es zum Himmel

empor, die Welt und alles auf ihr beginnt zu

schwingen - und die Menschen werden eins mit

dem Universum.

Schlag auf Schlag führen die durch den Taikodo

trainierten Körper der Musiker, bis auf das

Äusserste gespannt, die Trommelstäbe so konzentriert

wie ein Schwert. Es ist überwältigend,

mit welcher Kraft, mit welcher Energie die alten,

bis zu 400 Kilogramm schweren Schlaginstrumente

vom mit höchster Präzision agierenden

Ensemble zum Leben erweckt werden.

www.yamato-show.ch (kb)

Theater 11 Zürich, 24. bis 29. August 2010

Tickets bei Ticketcorner Vorverkaufsstellen

oder 0900 800 800

© L. van der Mijle

Weisses Rössl und

schwarzer Hecht

Musicals im Bacher Garten-

Center haben Tradition. Dieses

Jahr sind es gleich zwei

Produktionen.

Im Weissen Rössl, romantische Operette und beschwingtes

Musical mit traumhaften Melodien

war das erste Stück, das von der quickchange-

Company unter der Leitung von Björn B. Bugiel

auf Taschenformat verdichtet wurde. Er selbst

spielt in der rasanten Inszenierung mit sechs

Darstellern den Sigismund, Rolf Sommer den Leopold

und Gregor Altenburger den Dr. Siedler.

Der schwarze Hecht von Paul Burkhard wurde

1954 mit Romy Schneider verfilmt. Mit «O mein

Papa» wurde Lys Assia zum internationalen Star.

Es ist die dritte Produktion der Quickchange-

Company mit einem achtköpfigen Ensemble.

Mit Rolf Sommer als Onkel Gustav und als Robert,

Gregor Altenburger als Onkel Fritz, Björn B.

Bugiel als Alexander Obolski und Stefanie Gygax

als Iduna Obolski.

Die quickchange-Company formierte sich 2003

aus ein paar jungen Musicaldarstellern unter

der Leitung von Björn B. Bugiel in München.

Sie spielten das Weisse Rössl in einer Gartenwirtschaft

unter Kastanienbäumen. Sie hatten

Erfolg, wagten sich an neue Stücke und entwickelten

damit einen ganz eigenen Stil: frisch,

fröhlich, rasant und mit einer Stunde Spieldauer.

www.quickchange.info (kb)

Bacher Garten-Center, Langnau am Albis.

30. Juni bis 4. Juli. Tickets unter 044 714 70 70

28


CRUISER Edition Sommer 2010

Kultur

Singin‘ and Swingin‘

– Big Band‘s

Night

Das Montreux Jazz Festival

dieses Jahr wieder mit einem

fantastischen Programm.

Der 12. Juli ist ein Highlight am Montreux Jazz

Festival. Im Auditorium Stravinski treten auf:

Pepe Lienhard and the Swiss Army Big Band,

Roger Cicero with Big Band – starring Petula

Clark, Joy Denalane, Klaus Doldinger, Max Herre,

Kirsty, Seven und Marc Sway. 2009 hat Roger

Cicero sein Album «Artgerecht» herausgegeben.

Da setzt er noch mehr als zuvor Glanzlichter, besticht

mit seiner unnachahmlichen Mischung

aus Energie, Emotion und Lässigkeit. Und er

greift effektvoll zu neuen Stilmitteln, hat Chöre

arrangiert und eingesungen, mit Gospel-Elementen

gearbeitet. So ist noch eine ganz neue

Klang-Facette hinzugekommen.

1967 gegründet durch Claude Nobs, wurde das

Montreux Jazz Festival zu einem einem bedeutenden

internationalen Treffpunkt mit Musikgrössen

wie Miles Davis, Ray Charles, David

Bowie oder Prince. Zum Jazz kamen in neuerer

Vergangenheit auch andere Stilrichtungen

hinzu. Es gibt auch kostenlose Konzerte und

Veranstaltungen. Sie machen zwei Drittel des

gesamten Festivalprogramms aus, täglich über

17 Stunden Musik. Nachmittags und abends im

Music In The Park und die ganze Nacht im Studio

41 und im Montreux Jazz Café. (kb)

Montreux Jazz Festival, 2. bis 17 . Juli

Tickets im Manor, Coop City, Post und

Ticketcorner 0900 10 10 12 oder

www.montreuxjazz.com

Kein Sommer

ohne Orange

Cinema

Wer die gewaltige Atmospäre

einmal erlebt hat, will sie

nicht mehr missen.

Orange Cinema am Zürichhorn. Ein paar Highlights

aus dem Programm:

Brothers, USA, Drama um zwei Brüder. Von Jim

Sheridan, mit: Tobey Maguire, Jake Gyllenhaal,

Natalie Portman, am 17. Juli

Oceans, France, Dokumentarfilm über die Schönheiten

unter Wasser. Von Jacques Perrin, mit Jacques

Cluzaud, am 20. Juli.

Charlie Chaplin – Modern Times, USA, 1936. Von

Charles Chaplin, mit Charles Chaplin, Paulette

Goddard. Das Sinfonieorchester Basel spielt,

am 30. Juli

Brooklyn‘s Finest, USA. 40 Jahre nach «French

Connection» herscht in Brooklyn noch immer

der Drogenkrieg. Von Antoine Fuqua, mit

Richard Gere, Ethan Hawke, Wesley Snipes, Ellen

Barkin, Don Cheadle, am 10. August.

Der Dienstag wird zum Orange CineDay und

Orange-Kunden können einen Freund oder eine

Freundin gratis mit ins Kino nehmen. Betrifft

nur Standardtickets im OrangeCinema Zürich.

Orange-Mobile-Abonnenten senden ein Gratis-

SMS mit OCINEZH an 241 und erhalten per SMS

einen Code, der für jeden Dienstag beim Orange

Cinema in Zürich gültig ist. Code auf der Orange

Cinema Online Ticket Plattform eingeben,

oder an der Vorverkaufsstelle oder Abendkasse

vorweisen. (kb)

In Zürich am Zürichhorn, vom 15. Juli bis 15.

August

Tickets: sämtliche Starticket-Vorverkaufsstellen,

www.starticket.ch oder 0800 078 078

www.orangecinema.ch

Zürcher Theater

Spektakel

Ein spannendes Programm

aus aller Welt

Der japanische Regisseur Toshiki Okada zeigt

mit «Hot Pepper, Air Conditioner and the Farewell

Speech» eine Mischung aus Sprechtheater

und Tanz. Ebenfalls von der vitalen jungen Theaterszene

Asiens zeugt das «Frustrierende Bilderbuch

für Erwachsene» des 34-jährigen Kuro

Tanino. Der thailändische Choreograf Pichet

Klunchun kreiert mit «Nijinsky Siam» ein autobiografisches

Schattentanz-Theater zwischen

Asien und Europa. Der 35-jährige indonesische

Choreograf Jecko Siompo löst im Tanztheaterstück

«Terima Kos» (Room Exit) den Gegensatz

von Folklore und Popkultur, von Tradition und

Moderne auf.

Enrique Diaz, führender Regisseur der Theaterszene

Brasiliens, und die Choreografin

Cristina Moura arbeiten mit Künstlern verschiedener

Disziplinen in Rio de Janeiro am

Stadt-Erforschungs-Projekt «otro (or) weknowitsallornothing»

und erstellen eine theatrale

Kartografie von Rio «La maravilhosa». Die Choreografin

Marcela Levi, ebenfalls aus Rio, zeigt

mit «around the hole everything is edge» ein

Stück zwischen Tanz und bildender Kunst. Boyzie

Cekwana, südafrikanischer Choreograf und

Performer, bringt mit der Opernsängerin Pinkie

Mtshali «12th night or I will not be held

black».

Zimmermann & de Perrot zeigt mit der 15-köpfigen

marokkanischen Groupe acrobatique de

Tanger das spektakuläre zirzensische «Chouf

Ouchouf». Fabrice Gorgerat, Regisseur und Leiter

der Lausanner Cie. Jours tranquilles, zeigt

«Poiscaille Paradis (cel. 827 63 53)», von Dieudonné

Niangouna, Shooting Star der westafrikanischen

Literaturszene. Mit «La cérémonie»

nach Claude Chabrol produziert 400asa ein

Openair mit chinesischen Schauspielern. Mass

& Fieber präsentiert «Geld und Gott», eine Superhelden-Komödie

nach Dante.

Sicher auch noch erwähnenswert: «Gardenia»,

von Alain Platel für Les Ballets C de la B. Sechs

Transsexuelle erzählen aus ihrem Leben zwischen

den Geschlechtern. (kb)

19. August bis 5. September

Zürich, Landiwiese, Werft und Rote Fabrik

Vollständiges Programm ab 9. Juli im Internet.

Tickets auf www.theaterspektakel.ch,

www.starticket.ch oder Theater-Spektakel-

Vorverkaufsstelle am Bellevue vom 14. Juli

bis 18. August und Starticket-Verkaufsstellen

oder 044 412 30 30

29


Beauty CRUISER Edition Sommer 2010

I Love Just

Cavalli

Auch der italienische Modemacher Roberto Cavalli lanciert seinen neuen Herrenduft für diesem

Sommer: «I Love Just Cavalli – him». Was für ein cooler, neuer Name. Der Duft ist so überladen

wie der Designer selbst. Etwas zu süss, etwas zu exotisch und etwas zu schwul. Gerade deswegen

liebt ihn ja die Gay-Community – er wird sicher seine Fans finden. Leider!

Eau de Toilette, 60ml, CHF 77.–

ClarinsMen –

Abdo Fermeté

Na, immer noch Schwabbel-Bauch und

Rettungsringe? Keine Panik, hier kommt

die perfekte Abhilfe von ClarinsMen! Das

belebende Gel unterstützt den natürlichen

Abbau überschüssiger Fettzellen an

Bauch und Hüften. Das Gel zieht schnell

ein, festigt den Bauchbereich, trainiert

die Haut und unterstützt den körperformenden

Effekt von Sport. Morgens und/

oder abends zügig und gezielt einmassieren.

Kann vor oder nach dem Sport aufgetragen

werden, um die Ergebnisse zu optimieren.

Der Inhaltstoff Koffein fördert

den natürlichen Fettabbau. Unser Favorit!

Ab sofort erhältlich, Stylo 3.8ml, CHF 46.–

All About Eyes!

Schau mir in die Augen, Kleiner! Der neue

Roll-On von Clinique «All About Eyes» hilft

sofort bei Schwellungen und Augenringen,

u.a. hervorgerufen durch mangelnden

Schlaf oder wenn man wieder mal zu tief

ins Glas geschaut hat. Einfach mit der silberfarbenen

Massagekugel einmassieren

und schon strahlt die Augenpartie wieder!

Die gestaute Flüssigkeit wird sofort abtransportiert

und das Erscheinen von dunklen

Augenringen und Schwellungen sichtbar

gemildert. Tipp: Im Kühlschrank aufbewahren.

Durch die Kälte verstärkt sich der kühlende,

abschwellende Effekt.

Ab sofort im Handel, CHF 40.–

Wonderwood – Comme des Garçons

Der neue wunderbare Duft «Wonderwood» von Comme des Garçons ist Freude pur und verleiht

eine positive Überdosis aus verschiedenen Hölzern und Gewürzen aus dem Garten Eden.

Ein sensationeller Mix aus Bergamotte, Muskatnuss, Kümmel, Vetiver, Zedern-, Sandel- und

Adlerholz. Wonderwood ist sparsam aufzutragen, bei zu grosszügigem Sprühen kann man

schnell zur indischen Tempeltänzerin mutieren!

Ab Juli erhältlich, Eau de Parfum 100ml, CHF 145.–

30


CRUISER Edition Sommer 2010

Fashion

Fashionslave

Seit kurzem sind nun endlich

die heissbegehrten Shops in

die Viadukte bei der Josefwiese

gezogen. Einer der heissesten

Adressen ist Fashionslave.

In der Schaltzentrale

geht es hektisch zu, «Mir müssen

an die Shows nach Paris

um Nachschub zu besorgen»

meint Laura, eine der drei

Gründerinnen von Fashionslave,

dem neuen Männermodelabel

von Zürich.

Life’s short, get dressed! – ist der Schlachtruf der

drei Jungunternehmerinnen. Und die wissen

genau, was die jungen, urbanen Männer von

heute brauchen. Fashionslave, das exklusive

und durchdachte Menswear-Sortiment setzt

sich aus edler Mode avantgardistischer und puristischer

Designer zusammen: von Raf Simon,

Henrik Vibskov über Boris Bidjan, Walter van

Beirendonck bis hin zu Jack Henry und Raul

Egloff Alcaide, um nur einige coole Brands zu

nennen. Nicht nur die Designer hier sind aussergewöhnlich,

auch der ganze Store hat es in

sich. im Zentrum des multifunktionalen, strukturierten

Interieurs steht ein überlanger Tisch.

Er kann für die unterschiedlichsten Nutzungen

transformiert werden kann, z.B. in einen Laufsteg

für exklusive Modeschauen.

Style aus Innovation

Zwischen Mode, Stil und gutem Geschmack

hat hier jeder Kunde die Möglichkeit, sich in

der Styling Area neu zu erfinden. Eine individuelle

Kundenberatung und exklusiver Service

vom Top Stylisten-Team überzeugt – ein perfekter

Haarschnitt und das richtige Make-up

auf hohem Niveau gehören dazu: für Männer

und Frauen.

Das Modeatelier auf der Galerie bietet übrigens

für Designer und Künstler eine Plattform für

eine Kollaboration an. Demnächst mit dem

Label Aluar Balagan mit den Designern Raul

Egloff Alcaide und Laura Lazura (im Nov. wird

die Kollektion erstmals an den Fashiondays von

Zürich gezeigt). Neben verschiedenen Projekten

wie die Kreation von Mode, die Organisation

und Durchführung von Fashionshows werden

hier auch Kunst-Vernissagen und Events sowie

Shootings realisiert. Fashionslave ist eine der

Top Adressen (laut New York Times) in Zürich

und jetzt schon Kult. Unser Favorit!

FASHIONSLAVE „Menswear & Style Gallery“

IM VIADUKT 29, 8005 Zürich,

www.fashionslave.ch

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31


Bildstrecke CRUISER Edition Sommer 2010

Luigi e

Luca

Die Poesie der

Sexualität jenseits

der Normen

Von Martin Ender

Auf der Suche nach aussergewöhnlicher

Fotografie ist

CR auf «Luigi e Luca» gestossen.

Sie sind in Italien aufgewachsen,

leben heute in

Berlin, wo im Juli ihre Bilder

ausgestellt werden. Im Herbst

veröffentlichen sie ihr visuelles

Tagebuch.

Peter Weiermair, Kurator im Projekt Tagebuch,

schreibt über die beiden:

«...Dabei erinnern diese ‚Enkel Jean Cocteaus’

an die Zeigelust von Kindern, denen man nichts

vorzuwerfen vermag. Sie sind Liebende in einem

von ihnen errichteten Raum der Intimität, die

eine Scham- und Ekelgrenze überwinden. Sie

sind Subjekt und Objekt ihrer Kunst, wobei der

autoerotische Charakter vieler Werke deutlich

ist. Ihre ‚Vorführungen’ erscheinen sehr oft als

obszön, sind gewöhnungsbedürftig, jedoch wie

sie selbst festhalten, nie pornografisch. Es ist

gerade die Unbefangenheit und Schönheit ihres

Tuns, welche uns gefangen nimmt».

CR hat mit den Künstlern über ihre Arbeit gesprochen:

CR: Luigi und Luca, woher stammt ihr?

Luigi: Ich bin aus Bologna, Luca kommt von Taranto,

er stammt aus dem Süden, ich aus dem

Norden Italiens. Wir lernten uns in Florenz kennen,

wo wir beide studiert haben.

CR: Luigi, was für eine Ausbildung hast du gemacht?

Luigi: Ich habe meinen Abschluss gemacht in

«Geschichte der Fotografie». Davor studierte ich

ein Jahr lang die theoretische Grundlage an der

Sorbonne in Paris. Die praktische Ausbildung

genoss ich im «Central Saint Martin in London»,

im «Studio Marangoni» in Italien, und ich besuchte

mehrere Workshops in Kalifornien mit

Greg Gorman.

CR: Und Luca?

Luigi: Luca hat Malerei studiert an der Akademie

in Florenz. Zeichnen ist seine Leidenschaft.

CR: Wo lebt ihr heute?

Luigi: Wir sind vor zwei Jahren nach Berlin gezogen.

Davor hielten wir uns in Italien auf, waren

ein Jahr lang in Madrid und einige Monate in

San Francisco. Danach war für uns klar, dass

wir nach Berlin wollten.

CR: Bleibt ihr da sesshaft?

Luigi: Berlin ist eine Basis für uns, wir reisen weiterhin.

Derzeit (Anm., Ende Juli) bin ich in Italien.

Die kommende Woche werde ich in Frankreich

sein, weil wir in Arles ausstellen werden

(Les rencontres d’Arles, Photographie), danach

werde ich wieder nach Berlin zurückkehren.

CR: Früher habt ihr als Models gearbeitet. Macht

ihr diesen Job immer noch

Luigi: Nicht eigentlich. Ich bin lieber hinter der

Kamera. Luca modelt ab und zu noch.

CR: Eure Beziehung beeinflusst eure Kunst. Auf

welche Art?

Luigi: Die Beziehung ist die Grundlage unserer

Kunst, alles entsteht aus uns heraus. Unsere Bilder

sind Spiegelbilder von uns. Die Beziehung

– in ihrer besten wie schlechtesten Phase – beeinflusst

unsere Arbeit. Es kommen beide Seiten

der Münze vor.

CR: Fotograf und Darsteller – welcher Job hat

mehr Gewicht?

Luigi: Ich bin in erster Linie Fotograf. Was wir

am Schauplatz vor der Kamera machen, gleicht

mehr einem Fotoshooting als einer Inszenierung.

Bei der Arbeit bin ich eher interessiert,

einzelne Elemente zu einem Bild zusammenzufügen,

das ich in meinem Kopf habe, als an

Performance zu denken. Unsere Fotografien

sind eigentlich Gemälde, weil ich die Realität

immer in Verbindung mit einer, sprich meiner

Vision abbilde. Was ich wiedergebe ist nicht

das, was sich vor der Kamera abspielt, es ist

das, was in meinem Kopf vorgeht. Die Technik

der digitalen Fotografie eröffnet Perspektiven,

von denen aus die Realität (was früher das wichtigste

Element der klassischen Fotografie war)

viel weniger wichtig ist als die Idee des Bildes

selbst.

Nein, ich sehe mich nicht als Performer, ich bin

ein «digitaler Fotograf»

CR: In euren Arbeiten sehen wir ausschliesslich

Luigi und Luca. Arbeitet ihr nicht mit andern

Models?

Luigi: Wir arbeiten nicht mit andern Models und

brauchen auch keine Assistenten. All unsere

Arbeiten machen wir ausschliesslich zu zweit.

Unsere Bilder sollen das unverfälschte Ergebnis

unserer ungestörten Zusammenarbeit sein. Wir

wollen dabei ein eigenes Universum erschaffen.

Ja, zugegeben, es ist ein sehr kleines Universum.

Darin hat alles seinen Anfang und sein Ende in

uns beiden.

CR: Jetzt im Juli können wir eure Bilder in Berlin

sehen. Wo genau?

Luigi: Wir stellen aus in der «Abnormals Gallery»,

Berlin Mitte. Eröffnung ist am 9. Juli.

CR: Was für Fotografien werden dort ausgestellt?

Luigi: Wir präsentieren einen der zentralen Aspekte

unserer Arbeit unter dem Titel «Re ad

presentare». Diese Bilder stehen an der Grenze

zwischen Mode und Kunst und zeigen unsere

Beziehung. Wir setzen unsere Körper in Szene,

zeigen damit, wie wir die Welt und die Realität

verstehen. Diese beiden Begriffe ordnen wir neu

mit Hilfe heutiger digitaler Techniken. Die Ausstellung

ist eine Retrospektive unserer Arbeit

von Beginn an bis heute.

CR: Sex ist ein wichtes Elemet in euren Bildern.

Hattet ihr deswegen schon Probleme?

Luigi: Ja hatten wir. Denn gewisse Leute verstehen

den Unterschied zwischen Poesie und

Pornografie nicht. Wenn sie nackte Haut sehen,

einen Sexakt, stufen sie es sofort als

Pornografie ein. Unsere Arbeit ist weit davon

entfernt. Wir stellen unsere Beziehung dar,

unverfälscht.

CR: Habt ihr neue Projekte in nächster Zeit?

Luigi: Ja, wir arbeiten an einem Buch, das im

Herbst herauskommen soll. Es ist ein visuelles

Tagebuch über unser Zusammenleben und unsere

Reisen. Es wird kuratiert von Peter Weiermair.

Es wird ein grossartiges Buch.

Im Übrigen haben wir laufend Projekte

und Zusammenarbeiten. Wir sind selber gespannt,

was uns die Zukunft noch alles bringen

wird.

Ausstellung «Re ad presentare»

Eröffnung: 9. Juli 2010

Ausstellung: 13. Juli bis 4. August 2010

Abnormals Gallery

Linienstrasse 154, D-10115 Berlin Mitte

www.AbnormalsGallery.com

32


Unterhaltung CRUISER Edition Sommer 2010

Allein in St. Olaf

Manch ein «Golden Girls»-Fan wird wohl in diesen Tagen

von Wehmut gepackt

Von Daniel Diriwächter

40


CRUISER Edition Sommer 2010

Unterhaltung

Mit Rue McClanahan starb

im Juni bereits das dritte

Golden Girl innerhalb kurzer

Zeit. Derweil dreht die

letzte Überlebende des

Quartetts, Betty White,

nochmals mächtig auf.

Anfang Juni verstarb Rue McClanahan an den Folgen eines Hirnschlags.

Als männermordende Blanche erlangte sie in der Sitcom «Golden Girls»

Mitte der 80er Jahre weltweiten Ruhm. Sie ist nun die Dritte des Damenquartetts,

welche innerhalb weniger Monate das Zeitliche segnete. Nur

Betty White erweist sich als quicklebendig und gibt derzeit beeindruckend

Vollgas, doch dazu später.

Manch ein Fan, der sich die DVDs auch heute immer wieder gerne anschaut,

wird wohl in diesen Tagen von Wehmut gepackt. Sollten diese vier

amerikanischen Herbstzeitlosen nicht vom Winter verschont bleiben?

Im Sommer 2008 verstarb Estelle Getty, welche lange an Demenz litt. Sie

spielte die resolute Sophia. In der Serie die Älteste, war Getty jedoch im

realen Leben ein Jahr jünger als ihre Serientochter Beatrice Arthur alias

Dorothy. Sie hatten den Jahrgang 1922 bzw. 1923.

Beatrice Arthur erlag im April 2009 einem Krebsleiden. Und nun, etwas

mehr als ein Jahr später, verstarb Rue McClanahan. Die Jahre nach dem

Sensationserfolg mit den «Golden Girls» waren gesundheitlich schwer

für die Darstellerin, welche sich besonders für den Tierschutz einsetzte

als auch für die Aufklärung von Aids und Krebs. Sie selbst musste 1997

wegen Brustkrebses operiert werden und im vergangenen Jahr wurde ihr

nach einem Herzanfall ein Bypass gelegt.

Liebevolle Furie in Dauerwelle

«Altern in Würde», so das Thema einer der Vorträge von Rue McClanahan

zum Thema Krebsleiden, wäre nicht unbedingt das Thema ihres Serien egos

Blanche gewesen. Jedenfalls für damalige Verhältnisse. Als die Golden Girls

im Jahre 1985 zum ersten Mal den TV eroberten, galten noch andere Massstäbe.

Blanche, das war eine klassische Südstaatenschönheit nach der Menopause.

Eine erotische wie liebevolle Furie in Dauerwelle, welche die ewige

Jugend verkörperte. Eine Paraderolle für RueMcClanahan. Augenzwinkernd

gab sie dabei auch ihre Version der Scarlett O’Hara aus «Gone With

The Wind» zum Besten. Die Lacher aus dem Off dankten es ihr stürmisch.

Sie selbst habe jedoch wenig gemeinsam mit Blanche, erklärte Rue McClanahan

einmal in einem Interview. Ihr Privatleben hielt sie meist unter

Verschluss. Dennoch ist bekannt, dass sie mindestens fünfmal vor den

Traualtar trat und ein Deutschstudium an der Universität in Tulsa sowie

Theaterwissenschaften mit exzellenten Noten vorweisen konnte.

Rollentausch in letzter Minute

Ursprünglich sollte Rue McClanahan die etwas naive Rose Nylund spielen,

welche immer wieder mit ihren noch naiveren Geschichten aus St.

Olaf aufwartete. Und so war Betty White vorgesehen für die sexhungrige

Blanche. Aus heutiger Sicht durchaus fragwürdig, bei Licht besehen aber

logisch. In den Staaten war Betty White zumeist auf die Rolle des Biestes

abonniert, hingegen Rue McClanahan stammte aus der Schublade der

«lieblichen Nachbarin», welche sie bereits in «Maude» an der Seite von

Beatrice Arthur verkörperte. Die Produzenten entschieden sich jedoch in

letzter Minute um und vertauschten die Rollen. Ein Glück für die Serie.

Sex und Männer – die Hauptthemen

Die Golden Girls dürften auch heute noch ihresgleichen suchen. Gerne

werden sie mit den Girls aus «Sex and the City» verglichen (welche heute

übrigens nicht mehr viel jünger als damals die Golden Girls in der 80ern).

Beatrice Arthur selbst ist auf YouTube in einer urkomischen Parodie als

Carrie Bradshaw zu sehen. Wie bei den vier New Yorkerinnen waren auch

Sex und Männer die Hauptthemen in der Alters-WG in Miami. Geschickt

verpackt in pikante Dialoge, welche sich immer mal wieder dem englischen

Humor bedienten.

Anhänger der Serie schätzen aber auch die liebevolle Produktion. Sie singen

noch heute die eingängige Titelmelodie (Thank You For Beeing A Friend)

und schwärmen von der «heilen Welt», in welcher die Golden Girls lebten,

selbst wenn dort auch immer wieder schwere Themen Einzug hielten. In

den sieben Jahren und Staffeln der Serie gab es trotzdem einige Ungereimtheiten,

wie etwa der merkwürdige Grundriss des Hauses. Schwamm drüber,

die Golden Girls vermittelten gute Laune und noch bessere Lacher.

Betty White dreht nochmals auf

Nach dem Tode von Rue McClanahan bleibt nun Betty White als Letzte übrig.

Sozusagen allein in Miami, oder doch in St. Olaf? Das bleibt den Fans

überlassen. Mit 88 Jahren war Betty White immer die Älteste der Golden

Girls und als solche dreht sie nochmals mächtig auf. Nach einigen trostlosen

Jahren in B-Produktionen wurde sie nun wieder für die grosse Leinwand

entdeckt (The Propopsal). Nächstens dreht sie mit Jamie Lee Curtis

einen neuen Kinostreifen. Ihre Fans versammeln sich derweil auch auf

Facebook und verhalfen der Schauspielerin mittels einer Kampagne zur

einmaligen Moderation der in den USA allseits beliebten Comedyshow

«Saturday Night Live». Die Einschaltquoten waren sensationell.

Einige ihrer Worte an diesem Abend sind vielleicht als letzter Abschiedswink

an ihre Kolleginnen Estelle, Beatrice und Rue zu verstehen: «Die Leute

sagen Facebook ist super, um mit alten Freunden in Kontakt zu treten. Aber

um mit meinen alten Freunden Kontakt zu haben, brauche ich schon ein

Ouija-Brett.» Ein solches Brett entspricht einer Art «Untersatz» für Gläserrücken.

Äusserst beliebt, um Botschaften aus dem Jenseits zu erhalten.

41


Publireportage CRUISER Edition Sommer 2010

Labyrinth-Parties

zur Street-Parade

Events im Volkshaus, in der

Lobby-Bar und der Labor-Bar

Die diesjährige Labyrinth

Street Parade Party untersteht

ganz und gar dem Motto

«Reunion»; ein Hoch auf die

Wiedervereinigung! Wieder

vereint wird all das, was das

Labyrinth, legendär und unvergessen

dank seiner Verdienste

für die Gay- und Partyszene

Zürichs, und dessen

Erfolg in den vergangenen 17

Jahren ausgemacht hat.

In den vergangenen 17 Jahren war das Labyrinth

Opinion Leader, Galionsfigur und Aushängeschild

in einem für den feiernden Teil der

hiesigen Bevölkerung. Das Labyrinth war aber

auch ein Winkelried für das Zürcher Nachtleben:

Das Umfeld des Clubs hat in den 90ern

dafür gesorgt, dass die sogenannte Bedürfnisklausel

gestrichen wurde und auch am Fall des

leidigen Tanzverbotes war der Club und seine

Anhängerschaft massgeblich beteiligt.

In einer Zeit, in der Nachtexponenten im Dutzend

aufgekommen und wieder verschwunden

sind, hat der Name des Zürcher Underground-

Pioniers überdauert – ohne das Labyrinth wäre

das Schweizer Nachtleben ein anderes und mit

Sicherheit um ein aufregendes Kapitel ärmer.

Labyrinth «Reunion» Party @ Volkshaus

Zürich

Diesem geschichtsträchtigen Hintergrund wird

nun an dieser Street Parade und im Volkshaus

mit einer Nacht Rechnung getragen, die allen

Beteiligten noch lange in bester Erinnerung

bleiben wird – Atmosphäre mit «Wow!»-Effekt,

atemberaubende Dekoration, grossartiges Publikum

und all das garniert mit «very special» Live-acts

und dem typischen Labysound, gespielt

von ehemaligen Residents wie: Gogo, Thomi

B, Michael K, Peter Lavelle, Martin, Mental X

und Jesse Jay.

All diese DJs hatten grossen Einfluss auf die

musikalische Entwicklung des Labyrinths. Diese

DJs, die ihre Wurzeln im Laby hatten, verfügen

heute über internationales Renommee

und haben viel für das Hohe Ansehen des Berufsstandes

«DJ» in unserem Land getan. Als

sie erstmals an den Reglern des Labyrinths hantiert

haben, waren sie allesamt noch Newcomer

und nun stehen sie wieder an den Turntables

ihrer Club-gewordenen Homebase, dieses Mal

aber als hochdekorierte und gestandene DJ-

Legenden.

Der Sound ist jedoch nur die halbe Geschichte:

Nick Beyeler wie auch Cosmicdrums, der bereits

zum fünften Mal an einer Labyrinth-Party

auftritt, haben namhafte internationale Gigs

in ihrem Palmares stehen, darunter auch bei

global tätigen Entertainment-Grössen.

Farblich ist die diesjährige Labyrinth-Party

gänzlich in Blau und Orange gehalten und visuelle

Tüfteleien wie LED und Laser-Effekte

sorgen für atemberaubende Momente. Das

farbliche Thema wird auch beim Personal umgesetzt,

welches in Blau für die Gäste wuselt.

Um dem visuellen Erlebnis den letzten Schliff

zu verpassen, fordern wir alle auf in Blau zu

erscheinen (kein must) – den Welcome Drink

gibt es auch für Gäste, die in andere Farben

gewandet erscheinen. Die Labyrinth-Party als

blau-oranger Ozean, bestehend aus exzessiv

feiernden Partygängern.

Das Volkshaus verwandelt sich somit am heiligsten

aller Feiertage der Zürcher Clubbing-

Community in ein Beat-erfülltes Theater, das

alle Sinne anspricht und selbst dem anspruchvollsten

Partygänger noch den Atem raubt: Die

Labyrinth-Party wird Zeichen setzen und zu

einem der herausragenden Hotspots an der

diesjährigen Street Parade.

Labyrinth «Reunion» Party

Samstag 14. August, 22.00 Uhr bis 06.00 Uhr

Volkshaus, Stauffacherstrasse 60, 8004

Zürich

Lobby @ SP10

Die Labyrinth-Feier beginnt jedoch keineswegs

erst mit der Volkshaus-Türöffnung um 22.00

Uhr, sondern bereits einige Stunden früher in

der Lobby-Bar

Die Lobby-Bar, mitten im Herzen Zürichs am

Hirschenplatz im Niederdorf gelegen, wird anlässlich

der Street Parade zum Musikreaktor:

Ab 14.00 Uhr bis Mitternacht legen Thomi B,

manuell, Basil Sue, Cherie, Michael K und Jesse

Jay ihre Lieblingsplatten auf die Teller und geben

nicht auf, bis auch das letzte Shirt komplett

durchgeschwitzt ist – Street Parade-Gefühl mit

jeder Menge Frischluft und das mitten in Zürichs

Altstadt. Dieser Anlass ist gleichzeitig

auch die letzte Vorverkaufs-Gelegenheit für

Volkshaus / Afterhour - Kombi Tickets.

Leider wird sich die Lobby-Bar Ende September

2010 aus dem Zürcher Nachtleben verabschieden,

weil der Mietvertrag nicht verlängert

werden konnte. Um die Location nach zehn

Jahren Bestehenszeit gebührend zu verabschieden,

wird die Lobby-Bar zum Schauplatz einer

Party, die sich über drei Tage und drei Nächte

erstreckt. Am letzten Septemberwochenende

(24. – 26. September) heisst es, neben vielen

Überraschungen und einem ausgiebigen Unterhaltungsprogramm,

«Ustrinkete», bis auch

die letzte Flasche das Lager verlassen hat – und

das zu Tiefstpreisen!

Lobby @ SP10

Samstag, 14. August, von 14.00 Uhr

bis 24.00 Uhr

Lobby Bar, Spitalgasse 3, 8001 Zürich

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CRUISER Edition Sommer 2010

Labyrinth Afterhours

Natürlich zeigen wir auch an der diesjährigen Street Parade ein Herz

für alle Nimmermüden: In der Labor-Bar ruft das Labyrinth zu einer

weiteren Ausgabe seiner legendären Afterhours – nicht Grundlos erfreuen

sich die Afterhours ebenso grosser Beliebtheit wie die «grossen

Parties vorher». Am Sonntagmorgen um 05:00 Uhr öffnen wir die

Pforten für alle Street Parade-Nomaden, die auch nach 20 Stunden

nonstop-Party an der Street Parade, in der Lobby-Bar und im Volkshaus

noch immer nicht genug haben.

Selbstverständlich braucht der eingefleischte Laby-Fan auch in der

Labor-Bar nicht auf ein standesgemässes Line-up zu verzichten: Thomi

B, Michael K, Mental X und Jesse Jay ballern die Beats aus den Boxen

– Tunes and Tracks für Dauertänzer und das so lange, bis auch

der Letzte die Tanzfläche verlassen hat. Auch abseits des Sounds

wird sich der Labyrinth-Gänger in der Labor-Bar rundum wohlfühlen,

denn die Labor-Bar wird komplett Laby-like gestaltet – erotische

Zone im OG inklusive! Auch an der Afterhour ist für Frischluft- und

Freierhimmel-Gefühl gesorgt: Eine grosszügige Outdoor-Area steht

allen Gästen zu Verfügung.

Labor-Bar

Sonntag, 15. August, ab 6.00 Uhr till late

Schiffbaustrasse 3, 8005 Zürich

Das Labyrinth garniert die Street Parade 2010 mit drei Events der

Extraklasse und windet bei dieser Gelegenheit dem Zürcher Underground

ein Kränzchen. Seit der Gründung des Labyrinth vor 17 Jahren

war der Club stets bemüht, den hiesigen Clubbern ein Zuhause

und Wohnzimmer jenseits des Mainstreams zu bieten. Das Labyrinth

war stets mehr als nur ein Club, sondern eine Institution, die Clubbing

nach internationalen Massstäben nach Zürich gebracht hat.

Die Location ist mittlerweile zwar längst Geschichte, die Macher des

Clubs werden jedoch auch weiterhin den Underground weiterentwickeln

und in Zürichs Partylandschaft Meilensteine setzen.

Die Labyrinth-Parties rund um die Street Parade 2010 sind somit

nur der Startschuss für eine ganze Reihe weiterer Highlights – Hand

drauf!

Infos

Eintritt: Member 25.–, Gäste 39.–

Labyrinth After Hours Member 15.–, Gäste 25.–

Kombi – Tickets Member 35.–, Gäste 49.–

Vorverkauf:

Starticket CallCenter: 0900 325 325 (CHF 1.19/Min), www.starticket.ch

Lobby Bar, Spitalgasse 3, 8001 Zürich

Line Up Volkshaus:

Live Acts: Cosmicdrums / Human Element

Akrobatik Dance Art: Nick Beyeler

DJs: Thomi B., Michael K., Gogo, Martin, Peter Lavelle, Mental-X,

Jesse Jay

SA 14. 08. 2010 22:00-06:00

VOLKSHAUS ZÜRICH

tHOmI b / mICHAeL K / GOGO / mARtIn

PeteR LAVeLLe / mentAL X / JeSSe JAy

COSmICdRUmS

(aka Heinz Lieb)

Live Acts:

Acrobatic dance Show:

nICK beyeLeR

Labyrinth after hours @ Labor bar ab 05:00:

thomi b / michaeL K / mentaL X / Jesse Jay

Lobby bar @ sP10 ab 14:00: thomi b / michaeL K

Jesse Jay / manueLL / basiL sue / cherie

eintritt: member chf 25.00 Gäste chf 39.00 / after hours: member

15.00 / Gäste 25.00 / Kombi–tickets member 35.00 Gäste 49.00

Vorverkauf: starticket 0900 325 325 (chf 1.19/min) starticket.ch

& Lobby bar, spitalgasse 9, 8001 Zürich lobbybarbistro.ch

LAbyRIntH.CH

HUmAn eLement

(aka dJ martin)

GäSte In bLAUen OUt-FIt wILLKOmmen

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HEHLEN.VISUAL

Line Up Lobby Bar:

Thomi B, manuell, Basil Sue, Cherie, Michael K und, Jesse Jay

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CRUISER Edition Sommer 2010

Reisen

Was macht

eigentlich...

Thomy Schallenberger

Er führt mit Jean-Philippe die

Finca La Cantera in der Nähe

von Alicante

Von Kurt Büchler

Thomy, der Stadtzürcher, und

Jean-Philippe, der Romand

aus Gruyère, entschieden sich

zum Auswandern nach Spanien,

nachdem sie die Möglichkeit

bekamen, die Finca La

Cantera, in der Nähe von Alicante,

zu übernehmen.

CR hat sie besucht und sich

umgesehen, was sie aus der

alten Pension gemacht haben.

Ihr Angebot heisst: «Ferien bei

Freunden».

4000 m 2 gross ist der Garten mit vielen kleinen

ruhigen Rückzugsmöglichkeiten. Der Pool mit

zwei Becken bringt die nötige Abkühlung an

heissen Sommertagen und lädt zu beschwingten

Poolparties ein. In der Loggia beim Pool lässt

sich im Schatten faulenzen, mit Musikbegleitung

und einem kühlen Drink. Seit September

2009 ist das Open Air Kino «Rincon de Don

Quichotte» offen. Zur Premiere gab es den Film

«Mamma Mia!» Beim Restaurant ist eine grosse

Bar mit komfortablen Lounge-Möbeln.

Im Garten mit Olivenbäumen, Feigen- und Zitrusbäumen,

Mispeln, Kakteen, Reben und

Palmen lädt das lauschige Restaurant zum romantischen

Frühstück, zum Mittagessen oder

Nachtessen ein und verspricht ein unvergessliches

kulinarisches Erlebnis. Sollte es regnen

oder am Abend etwas kühl sein, kann man sich

im sehr romantischen Restaurant unter der Finca,

im «Cuevas» aufhalten.

© Thomas Schindele

Thomy und Jean-Philippe waren bereits in Zürich

ein Paar und brachten zusammen die Wildsau

Bar zum Kochen, als sie 2006 die Offerte

erhielten, die Finca La Cantera, 40 km von Valencia

entfernt, zu übernehmen. Das Landgut wurde

mehrere Jahre als Pension mit Restaurant

geführt, hatte aber eine Renovation nötig. Die

beiden überlegten und entschieden sich zum

Auswandern nach Spanien. Seit Mai 2007 haben

Thomy und Jean-Philippe die Finca mit viel

Geduld, Liebe und viel harter Arbeit auf Vordermann

gebracht und am 1. August 2007 wieder

eröffnet. Zusammen mit vielen Gästen, Freunden

und auch «Offiziellen» der Gemeinde Algueña,

wo sich das Landgut befindet. Inzwischen

haben bereits viele Freunde aus der Schweiz

hier ihre Ferien verbracht, und Jean-Philippes

hervorragende Küche ist in der ganzen Region

zum Geheimtipp geworden. Am Sonntag kommen

Engländer und Schweizer, die in der Gegend

wohnen, und auch Spanier zum Barbeque.

Thomy und Jean-Philippe, pflegen die Pension

und das Restaurant mit viel Liebe zum Detail

und kümmern sich um das Wohl der Gäste. Mit

zur Familie gehört auch Jimmy, der freundliche

Boxer. Die beiden Gastgeber betreiben auch einen

Shuttle-Service zum Flughafen Alicante

und holen so ihre Gäste direkt in die Finca.

Ferien in der Finca

In der Finca gibt es vier komfortabel eingerichtete

Zimmer, in denen überall zwei Personen

bequem Platz finden. Alle haben Satelliten-TV

mit DVD und Wireless-LAN Internet-Anschluss,

der auch im Garten genutzt werden kann. Ein

Zimmer hat sein eigenes Bad mit Dusche und

WC, die anderen teilen sich Dusche und WC

auf der Etage.

Die nähere Umgebung

Die Finca La Cantera hat ihren Namen von der

Cantera, dem zweitgrössten europäischen Marmorsteinbruch.

Eine überwältigende Kulisse

im Rücken des Feriendomizils, die tagsüber

weiss leuchtet und in der Abendstimmung in

ein wunderschönes Orange-Rot taucht. Die ganze

Gegend ist eine Welt mit Olivenbäumen, Reben

und Mandelplantagen. In Algueña, einem

typischen kleinen Städtchen mit 1500 Einwohnern,

gibt es die wichtigsten Läden, einen Supermarkt,

ein paar Cafés und kleine Bars, die alle

sehr gay-friendly sind, und am Sonntag einen

Markt mit überregionalem Angebote. Die Gemeinde

Algueña besitzt seit kurzem eine eigene

Website in Español, Valenciano und Englisch.

Die Region um Algueña bietet interessante Tagesausflüge

in alle Himmelsrichtungen: Die Gay

Beach, Elche, als Welt-Kulturerbe, mit dem Palmengarten,

Murcia als Universitätsstadt, natürlich

Alicante oder die Gay Hochburg Benidorm

sind alle innerhalb einer Stunde zu erreichen.

Gay Bars gibt es übrigens überall. Die beiden

Gastgeber helfen gerne weiter. Für Wanderer

oder Biker gibt es traumhafte Pfade und Wege

durch die hügelige Landschaft. Und in Fortuna

kann man es wie die Römer machen und in den

Thermalbädern einfach relaxen.

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CRUISER Edition Sommer 2010

Musik

Robyn

Body Talk Part 1

Album, Promo, Tour. So sieht

der Fahrplan üblicherweise

aus, daran hielt sich auch

Robyn bis anhin. Nun stellt

sie die Weichen neu, nimmt

den Schnellzug, Destination

unbekannt. Drei Mini-Alben will die Schwedin

in den kommenden Monaten veröffentlichen,

hier der erste Streich.

In gerade mal acht Tracks spannt die Schwedin

einen weiten Bogen, angefangen mit der roboterhaften

90er-trifft-Hiphop-Nummer «Don’t

fucking tell me what to do». Weiter geht’s mit

«Dancing on my own», das klingt, als wären Ace

Morcheeba ****

Blood like Lemonade

Morcheeba hatte es ohne Sängerin Skye Edwards versucht,

die selbst auch auf Solopfaden wanderte. Beide

Projekte ganz nett, doch das gewisse Etwas schien abhanden

gekommen. Mit der Wiedervereinigung folgt

jetzt das Sommermärchen, auf das alle Fans gewartet

haben, ohne grosse Überraschungen, dafür mit

musikalischem Happy End. Die Limonade hat wieder

Herzblut, Seele und Geschmack! Das Gesicht in der glühenden Sonne,

die Füsse im kühlenden Wasser, das Herz auf weiten Reisen: Wie eine

grosszügige Portion Sommer auf Eis klingen die Trip-Hopper der ersten

Stunde endlich wieder, wie zartbittere Melancholie mit einem Guss aus

süssem Versprechen. Beste Beweisstücke sind «Recipe for Disaster» oder

«Easier said than done», das die Brüder Ross und Paul Godfrey als Versöhnungsstück

für Skye geschrieben hatten und in dem sie sich sofort

wieder wohlfühlte. Gemeinsam und gereift schwebt die Band nun auf

ihrem siebten Album mit eleganter Leichtigkeit zu den altbewährten

magischen Morcheeba-Momenten zurück. (rg)

of Base irgendwann wiedergeboren worden.

Nach Röyksopp und Reggae kreuzt unverhofft

eine zerbrechliche Ballade den Weg, im Schlepptau

die elfisch-betörende Interpretation eines

schwedischen Volksliedes. Songs, deren viele

Schichten auch separiert nichts an Wirkung

verlieren. Schon mit «Be Mine» gelang Robyn ein

rarer Coup: Das Lied funktionierte in Remixes

als schweisstreibender Dancefloor-Füller, kantenstreifender

Rock-Brüller und herzzerreisender

Balladen-Knüller gleichermassen. Daran

knüpft sie nun nahtlos an und reiht sich eindrücklich

ein in die Riege der exzentrischen

Ladies, die mit ihrem retrofuturistischen Sound

derzeit das Pop-Business dominieren. Lady Gaga

mag die Vorturnerin sein, Robyn ist mindestens

ebenso interessant, und sie bleibt ihrer eigenen

Schiene treu.

Vor 15 Jahren landete sie einen Top 10-Hit (Show

me Love), sollte im Vorprogramm der Backstreet

Boys auftreten und zur neuen Aguilera aufgebaut

werden. Doch sie kaufte sich frei aus den

Verträgen, gründete ihr eigenes Label. Eine

weise Entscheidung, wie sich zeigt, wenn man

in Aguileras neustes Werk reinhört. Mit den

kommenden zwei Mini-Alben kann man quasi

in Realtime auf Robyns Zug aufsteigen, einen

Zug, der keiner verpassen sollte. (rg)

The Drums ***

The Drums

Fixstern oder Sternschn uppe? Durch die Hype-Fernrohre

der Blogsphäre lässt sich das nie nachhaltig

erkennen. Als DIE Entdeckung der Stunde gelten The

Drums, die mit ihren eingängigen Indie-Songs Erinnerungen

und Hoffnungen wecken. Dazu Texte wie

Tagebucheinträge, und nein, in diesem Fall ist das

keine Beleidigung, viel zu virtuos jonglieren die New

Yorker mit grossen Sehnsüchten, irgendwo an einem weiten Strand, unbeschwert

händchenhaltend. Vor dem Postkarten-Sonnenuntergang haben

sie ausgiebig auf den üppigen Weiden der 1960er gegrast, direkt neben

den Beach Boys. «We are the young, and we’ll live forever», singen sie nun

oder «I thought my life would get easier, instead it’s getting harder». Dass

die Drums ihr wahres Alter partout nicht preisgeben wollen, gehört wohl

zum Konzept, zum Spiel mit den Teenie-Träumen. Über die sorgfältig

wiedergekäute Collage einen zarten Echofilter zu legen, das genügt für

die Ewigkeit natürlich nicht. Sternenstaub für eine Saison verstreuen die

Jungs um Sänger Jonathan Pierce aber allemal. (rg)

47


CRUISER Edition Sommer 2010

Film

Vivienne Westwood

Dokumentation

«Mode hat immer etwas mit

Sex zu tun.» Mit diesen Worten

umschrieb die Modeschöpferin

Vivienne Westwood

einst ihr kreatives

Werk, welches man auch

getrost als reine Kunst bezeichnen

darf. Westwood

schuf Outfits, die eher schockierten

als verzückten. Und sexy waren die

Fummel sowieso, früher galten diese als an-

rüchig. Noch immer gilt Westwood als Enfant

Terrible der Modewelt und manch einer fragt

sich, wer diese schrillen Klamotten überhaupt

tragen soll. Darum hängen einige wohl heute

im Museum statt im Kleiderschrank. In den

1970er Jahren wurde die Britin als Schöpferin

der Punk-Mode bekannt. Inspiriert von historischen

Schnitten mixte sie wild Stile, Stoffe

und Epochen, verhalf dem Korsett zur Renaissance

und machte Tweed und Plateau-High-

Heels auf dem Laufsteg populär. Der Film begleitet

die unkonventionelle Designerin bei

der Arbeit. Der jüngst verstorbene Malcolm

McLaren und weitere Modeexperten berichten

von der facettenreichen Entwicklung der Autodidaktin

von der «Queen of Punk» zur Prêtà-Porter-Trendsetterin.

«Vivienne Westwood»

von Gillian Greenwood ist eine unterhaltsame

Dokumentation, welche Kleiderliebhaber begeistern

wird. (dd)

Release: 01.07.2010

JAY ****

Gay

Derselbe Name und beide schwul. Nur handelt es sich

beim einen Joy um einen TV-Produzenten und beim

ermordeten anderen um einen schwulen Lehrer, dessen

Geschichte für eine Dokumentation herhalten

soll. Also hält der Filmer die Totenwache und gibt diese

als Teil einer «Reality Show» aus, Fakten kümmern

ihn nicht. Die «Reality», die er zeigt, hängt einzig von

der Unterhaltung ab, die das Material den Zuschauern

bietet. Eine grandiose und raffinierte Parodie auf eine

TV-Unterhaltung für diejenigen, die sich Realität vorleben lassen, weil

sie kein eigenes Leben haben. Ein schillerndes Spiel, bei dem die Grenzen

verwischen: Die Wirklichkeit ist nichts anderes als das, was Quote bringt.

Hat der eine Jay den anderen wirklich gekannt – und geliebt? Denn nicht

alles, was man sieht, ist wirklich. Gleich zwei philippinische Superstars

sind die Protagonisten in diesem Film-im-Film, Baron Geisler und Coco

Martin. «JAY» von Regisseur Francis Xavier Pasion lief auf zahllosen internationalen

Festivals und heimste diverse Preise ein. (dd)

Release: 23.07.2010

The Blinde Side ***

Drama

Sandra Bullock ist die erste Schauspielerin, die im selben

Jahr den Oscar als beste Aktrice sowie die goldene

Himbeere als Schlechteste bekommen hat. Allerdings

für zwei verschiedene Filme. Für Blind Side gab’s den

Oscar, obschon europäische Kritiker ihr dafür lieber

die schnöde Frucht verliehen hätten. Nicht so die

Amerikaner. Diese lieben Streifen, welche auf Fakten

beruhen, dabei leicht verklären, denn sie verkörpern

deren Träume nahezu perfekt. Wie Leigh Anne Tuohy (Sandra Bullock),

glücklich verheiratet, zweifache Mutter und stolze Hausfrau in Memphis.

Eine attraktive Naturgewalt, die sich entsprechend vehement für den

übergewichtigen schwarzen Teenager Michael Oher einsetzt, der nicht

schreiben und noch weniger artikulieren kann. Aber er hat ein Talent für

Football, welches gefördert werden soll. Und so zieht Michael bei Leigh

Anne ins solide Bilderbuchleben ein. Mögen deren Beweggründe anfangs

nicht nur altruistisch gewesen sein, liebt sie den Jungen bald schon wie

ihre eigenen Kinder. (dd)

Release: 30.07.2010

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CRUISER Edition Sommer 2010

Buch

Kennedys Hirn

Was hat der Mord am amerikanischen

Präsidenten mit

dem jungen Schweden zu tun?

Die Schwedin Louise Cantor ist als Archäologin

in Griechenland tätig. Sie reist zu einem

Vortrag nach Stockholm und will auch ihren

25-jährigen Sohn wiedersehen. Doch in seiner

Wohnung liegt Henrik tot im Bett. Die Polizei

glaubt an Selbstmord, aber das kann Louise

nicht glauben. Sie stellt selbst Nachforschungen

an mit ihrem Ex-Mann. Doch der wird in Kapstadt

ermordet. Bei weiteren Recherchen in Mosambik

erfährt sie, dass Henrik sich in Afrika

mit Aids infizierte. Louise erlebt die HIV-Katastrophe,

die grassierende Gewalt und die allgegenwärtige

Korruption auf diesem Kontinent.

Nun will sie gegen die Verantwortlichen angehen,

westliche Arzneimittelhersteller, die Afrika

als grosses Versuchslabor für ihre Produkte

missbrauchen.

Dieser Roman wurde mit Iris Berben verfilmt.

Die Krimis mit dem grüblerischen Kommissar

Unterwegs ins

Glück

Ein spannendes Coming-out

eines jungen Süd-Franzosen

«Mein Geburtstag. Mama hat Bowle und Sangria

zubereitet. Stéphane hat an beiden Abmischungen

Gefallen. Ein wenig zu sehr übrigens. Ich gebe

nicht wirklich auf ihn Acht und merke nicht, dass

er es übertreibt. Schlag Mitternacht sagt man mir,

dass er in Tränen aufgelöst hinter dem Haus sitzt.

Ich begebe mich auf die Suche nach ihm. Ich bin

beunruhigt. Als ich ihn endlich finde, versucht

er, sich zu verstecken. Er will nicht, dass ich ihn

weinen sehe. Ich komme ihm näher...»

Alexandres Gefühlsleben ist geprägt von der ungleichen

Freundschaft zu Stéphane. Zwar teilen

die beiden die ersten sexuellen Erfahrungen,

doch was für Stéphane lediglich ein sportliches

Abreagieren ist, bedeutet für Alexandre das

grosse Glück.

Die Erlösung

Schwule im Sommercamp

Jeremiah hat nur einen einzigen Wunsch. Er

möchte nie mehr anders sein als alle anderen,

denn er ist schwul. Und so lässt er sich von seinen

Eltern in ein Sommercamp verfrachten.

Dieses wird von extremen Evangelikalen geleitet,

die den Eltern versprechen: Jeder Schwule

wird im Handumdrehen in einen Hetero verwandelt.

Die Leiter sind sehr streng, und dennoch

gelingt es Jeremiah, sich in Chaster zu

verlieben. Aber wie soll das weitergehen?

Der Roman beruht auf einer wahren Geschichte.

Vor dem Hintergrund religiöser Debatten

Kurt Wallander brachten dem schwedischen

Schriftsteller Henning Mankell, geboren 1948,

Weltruhm. Sein Herz schlägt für Afrika. Er lebt

vorwiegend in Mosambik, wo er ein Theater

leitet. Kürzlich beteiligte er sich an der Ship-to-

Gaza-Aktion und geriet in israelische Haft. (kb)

Henning Mankell, Kennedys Hirn,

dtv Deutscher Taschenbuch Verlag, München

Von der Primarschule über das Internat und

Studium bis zu seinem Start ins Berufsleben

enthüllt Alexandre dem Leser sein Leben.

Trotz seiner angeborenen Schamgefühle als

Sohn aus gutem Hause zögert er nicht, seine

Gefühle und Erfahrungen mitzuteilen. Sein

Wunsch, immer der Beste zu sein, sorgt dafür,

dass er von seinen Klassenkameraden verachtet

wird und beim Sport nie zum Zug kommt.

Alexandre verbringt seine Jugend unter erheblichem

familiären Druck, dennoch bleibt er

sich immer treu und lernt endlich zu begreifen,

was hinter der unwiderstehlichen Anziehungskraft

seines besten Freundes steckt.

Der Autor Alexandre Delmar, 1975 in Nîmes

in Südfrankreich geboren, arbeitete nach dem

Studium in einer französischen Grossbank

und machte Karriere. Das Verfassen seiner Geschichte

half ihm, seine Homosexualität zu

akzeptieren. (kb)

Alexandre Delmar, Unterwegs ins Glück

Bruno Gmünder Verlag, Berlin

und wissenschaftlicher Studien befasst er sich

nicht nur mit dem Phänomen der Umpolung

von Schwulen, sondern behandelt auch die Gefühle

des jungen Jeremiah, der gefangen ist

zwischen Scham und Zukunftsängsten auf der

einen Seite, und seiner Liebe zu einem anderen

Mann auf der anderen. Spannend geschrieben,

wenn auch ein wenig problematisch, eben wegen

der Religiosität. Der Autor Chris Parker,

1976 in Montgomery, Alabama, geboren, kam

vierjährig mit seinen Eltern nach Deutschland.

Dies ist sein Debütroman. (kb)

Chris Parker, Die Erlösung,

Bruno Gmünder Verlag, Berlin

51


Gesundheit CRUISER Edition Sommer 2010

Hildegard

Nehmt ihn in die

Hand Männer!

Der Sommer ist ein Arschloch. So ist das. Manchmal

ist es einfach auch ok, die Dinge beim Namen

zu nennen. Und zwar ist der Sommer ungefähr

die Art Arschloch wie zum Beispiel Nina

Hagen: Erst muss man irrsinnig lange warten,

alles ist saumässig kompliziert und dann ist er

bloss mittelmässig. Der Österreicher sagt «Des

Glück is a Vogerl!». Der Sommer in der Schweiz

ist auch eins.

Damit zu Wichtigerem – vor allem für diejenigen,

die gerade dabei sind, sich so richtig zu

verlieben:

Sex ohne Gummi kann ungefährlich sein.

Breaking News oder ein lahmer Trick? Beides.

Die Bedingung ist, dass beide Partner sich

gleichzeitig testen lassen – ja, schnarch, aber

hier kommt Breaking News: Dafür müsst

ihr nicht drei Monate warten. Zwar ist es

richtig, dass ein negatives Test-Ergebnis

(keine HIV-Infektion) erst nach

zwölf Wochen ganz sichetr ist. Der

HIV-Kombinationstest kann aber

in vielen Fällen bereits zwei Wochen

nach einer Risikosituation

feststellen, ob eine HIV-Infektion

erfolgt ist.

«Erst checken – dann bumsen!»

heisst der Slogan. Er

erinnert mich daran, dass

früher in der Migros Tafeln

hingen mit dem Hinweis

«Erst zahlen, dann essen»

bzw. «prima si paga, poi si

mangia!» (Für die Secondos,

die damals noch ganz klein

waren…) Nun gut.

Viele Männer erwarten, wenn

sie sich frisch verlieben, ihr

Partner würde es ihnen sagen,

wenn er HIV-positiv wäre. Nicht

wenige Schwule kennen aber ihren

eigenen aktuellen HIV-Status nicht. Und

selbst wenn: Wie sagen, wenn die Beziehung

dadurch enden könnte?

Die Studie «Gay Survey» hat ergeben, dass vier

von zehn aller Befragten, welche in einer Beziehung

leben, den HIV-Status des Partners nicht

kennen. Rund ein Drittel aller HIV-Infektionen

geschehen in festen Partnerschaften! Ein Drittel!!

Da kann man sich jetzt schon mal schnell

hinsetzen und ein bisschen drüber nachdenken.

In der Zwischenzeit druckt man sich unter

www.gay-box.ch einen Gutschein aus und sucht

einen Standort in der Nähe, der bei dieser Aktion

mitmacht. In Zürich ist es natürlich der

Checkpoint. Mit dem Gutschein können sich

zwei Personen zum Preis von einem testen und

beraten lassen. «2 für 1» heisst die Devise! – Dahinter

steckt in den meisten Fällen der Umstand,

dass man etwas loswerden muss, was

keiner mehr haben will. Rivella Gelb zum Beispiel.

Aber wenn man die Zahlen von «Gay Survey»

betrachtet, dann ist der HIV-Test ja auch

kein Publikumsmagnet mehr. Ein fataler Fehler.

Seinen HIV-Status zu kennen, sollte so selbstverständlich

sein wie das Wissen um die eigenen

sexuellen Vorlieben. Wenn man sich gemeinsam

testen lässt, gibt einem das ausserdem die

Möglichkeit, mit der Vergangenheit aufzuräumen

im Hinblick auf das Neue.

Nehmt ihn in die Hand Männer! – Den Gutschein,

meine ich… Und kommt zusammen im

Checkpoint vorbei: Erst checken – dann bumsen!

Das kann doch nicht so schwierig sein?!

In der Migros haben wir’s ja auch irgendwann

begriffen.

Prima si paga, poi si mangia…

Ich wünsche euch heisse Tage und Nächte

Eure Hildegard

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52


CRUISER Edition Sommer 2010

Beratung

0848 80 50 80

RainbowLine

LesBiSchwulTrans-Beratung

Meldestelle für homophobe Gewalt

Liebe Rainbowline

Ich habe einfach keine Idee mehr, was ich machen

könnte. Ich bin vor zwei Jahren vom Land

in die Stadt gezogen, weil ich mehr Kontakt zu

anderen Schwulen gesucht habe. Aber irgendwie

hat das im Ausgang nicht wirklich geklappt.

Wir haben etwas gequatscht und uns früher

oder später aus den Augen verloren. Auf der Arbeit

hat es auch keine schwulen Kollegen. Irgendwie

fühle ich mich jetzt fast noch einsamer

als früher. Abends sitze ich vor dem TV, starre ins

Leere und immer Rotwein trinken, geht ja auch

irgendwie nicht. Ich will nicht weiter meine Freizeit

alleine verbringen. Da hätte ich gut auf dem

Land bleiben können. Ich habe echt die Nase voll

vom Alleinesein. Bitte helft mir weiter.

Rolf, 34

Lieber Rolf

Herzlichen Dank, dass du dich an uns gewendet

hast. Ich kann gut verstehen, dass du die Nase voll

davon hast, alleine zu sein. Du hast deine bekannte

Umgebung verlassen, in der Hoffnung andere

Schwule kennenzulernen. Ja, in der Stadt gibt es

mehr Schwule, schwule Lokalitäten und Möglichkeiten,

Schwule kennenzulernen. Wie du erzählst,

hast Du schon versucht, mit Männern im Ausgang

in Kontakt zu kommen. Du bist nicht der Erste, der

uns erzählt, dass Kontakte nur von kurzer Dauer

waren oder mit dem Abend endeten. Du bist also

nicht der Einzige, dem das so ergeht.

Wie du für dich gemerkt hast, kann Einsamkeit

nicht mit Alkohol weggetrunken werden. Vielleicht

fühlst du dich im Moment des Trinkens weniger

einsam, aber der Kater am andern Morgen ist

nicht wirklich ein netter Freund, mit dem man die

Freizeit verbringen will.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie du andere

Schwule kennenlernen könntest. Wie wäre es mit

einem schwulen Sportverein? In den Städten Zürich,

Bern und Basel gibt es Vereine mit diversen

Sportarten. Eine gute Gelegenheit, um andere

schwule Männer kennenzulernen, ist, dich sozial

zu engagieren. Die verschiedenen regionalen Homosexuellen

Arbeitsgruppen (haz, halu, hab, habs)

bieten diverse Anlässe und haben verschiedene

Interessen-orientierte Gruppen. Auch PinkCross

sucht immer wieder Freiwillige, die etwas für das

schwule Leben in der Schweiz tun.

Eine weitere Möglichkeit wäre das Internet. Du

kannst dein Profil entsprechend gestalten, dich

finden lassen und selbst nach Männern suchen, die

auch Freunde suchen. Viele Schwule sagen, dass sie

sich im Internet kennengelernt haben und daraus

eine tolle Freundschaft entstanden ist. Auf unserer

Webseite findest du diverse Internetportale.

Wir möchten dir Mut machen, verschiedene Möglichkeiten

auszuprobieren. Gehe deinen Interessen

nach, öffne dich für Neues und vor allem, gib

dir Zeit, neue Menschen näher kennenzulernen.

Oft ergeben sich durch gemeinsame Aktivitäten

Freundschaften.

Wir wünschen dir viel Neugier und Ausdauer,

deine nächsten Schritte zu unternehmen.

Dein Rainbowline Team

Für deine Fragen melde dich doch bei uns

unter: www.rainbowline.ch

oder per Telefon 0848 80 50 80, die LesBi-

SchwulTrans Beratung und Meldestelle für

homophobe Gewalt.

Gegenseitiges

Wichsen: Risiko?

Hallo Dr. Gay

Eine Frage zum gegenseitigen Wichsen: Es ist oft

zu lesen, dass es kein Risiko ist, wenn über die

Hand fremde Lusttropfen oder Spermareste auf

den Penis gelangen sollten. Was macht euch da

so sicher? Diverse Webseiten im Internet sehen

das etwas kritischer. Also kann man wirklich davon

ausgehen, dass man, wenn man nicht gerade

bewusst frisches fremdes Sperma als Gleitmittel

benutzt, kein Risiko eingeht? Besten Dank!

Gruss, Lukas, 33

Lieber Lukas

Am Penisschaft ist Haut und über die intakte Haut

besteht kein Risiko einer HIV-Infektion. An der Eichel

ist Schleimhaut und diese ist vom Aufbau und von

der Struktur her stabiler und undurchlässiger als die

Schleimhaut an anderen Stellen. Darum ist ein Risiko

nur gegeben, wenn HIV-infiziertes Sperma geradezu

einmassiert wird – und nicht, wenn etwas Sperma

oder Lusttropfen auf die Eichel gelangt. Dies kommt

ja öfters vor. Ich rate aber immer davon ab, fremdes

Sperma als eine Art Gleitmittel zu benutzen.

Im Internet steht vieles geschrieben. Auch vieles

Falsches. Unsere Informationen beruhen auf den

Angaben der EKAF, der Eidgenössischen Kommission

für Aids-Fragen. Und diese sind felsenfest.

Alles Gute, Dr. Gay

Verliebt in den

Klassenkameraden

Hallo Dr. Gay

Ich gehe noch zur Schule und bin nur bei wenigen

Freunden geoutet. Nun ist seit kurzer Zeit ein echt

heisser Typ in meiner Klasse. Er ist erst kürzlich in

meine Stadt gezogen. Ich finde ihn echt attraktiv

und glaube, dass ich mich in ihn verliebt habe.

Nur weiss ich leider nicht, ob er auch schwul ist.

Er zuckt jedenfalls nicht zurück, wenn ich ihn

mal berühre und manchmal berührt er auch

meinen Arm oder so. Wir verstehen uns sehr gut,

doch wie soll ich ihn fragen, ob er das Gleiche

fühlt wie ich? Ich habe Angst, dass er, wenn er

nicht schwul ist, völlig ausflippt ob meinem Geständnis.

Als Freund möchte ich ihn aber nicht

verlieren. Was soll ich tun?

Gruss, Philipp, 16

Lieber Philipp

Eine Verliebtheit, die aus einer Schulfreundschaft

heraus entsteht, ist in deinem Alter nicht selten.

Die aufkommenden Gefühle konzentrieren sich

dabei auf die Person, mit der viel Zeit verbracht

wird, obwohl dies keine Liebesbeziehung ist – sondern

eben nur eine Freundschaft. Vielleicht ist es

aber eben auch nur ein Wunschdenken, da sich

diese Person offen verhält und auch noch die optischen

Kriterien erfüllt.

Wie auch immer, versuche etwas Freizeit mit deinem

neuen Kollegen zu verbringen, um ihn besser

kennenzulernen. Und wenn dich dann deine Neugierde

mutig genug gemacht hat, dann lenke das

Gespräch mal unverbindlich auf sexuelle Interessen.

Ganz nach dem Motto: Ob er denn dieses oder jene

Mädchen – oder eben Jungen – toll oder geil findet.

So findest du eher heraus wie er denkt und was ihm

gefällt.

Alles Gute, Dr. Gay

53


Horoskop CRUISER Edition Sommer 2010


WIDDER

Einen Widder zu bändigen, ist wahrlich schwer. Einen Widder

an sich zu binden, fast unmöglich. Gute Widder-Freunde sind jedoch

Gold wert, denn sie halten dich auf Trab und sind herrlich

unkompliziert. Dem feurigen Temperament ist sicherlich nicht

jedermann gewachsen, daher gilt es, Coolness zu bewahren,

wenn der Gehörnte in Raserei verfällt. Dafür ist er nicht nachtragend

und vergibt schnell.


WAAGE

Schnapp dir eine Hand voll guter Freunde und geniesse das

Leben, so wie es dir entspricht. Bestell dir eine Kuchenplatte

bei Cakefriends, geh ausgiebig shoppen und danach feiern. Sei

ruhig mal etwas ausgefallen und gönne dir etwas. Mit schönen

Sachen kann man dich glücklich machen, also warum leistest

du dir nicht mal etwas Grossartiges? Jede Sünde hat ihren Preis,

aber du bist die Sünde wert.




STIER

Nach zwanzig gemütlichen TV-Abenden auf der Couch kann es

mit einem Stier schon sehr einseitig werden. Die Kunst besteht

darin, ihm das pulsierende Leben schmackhaft zu machen. Das

ist schon eine ziemlich grosse Herausforderung, den eher gemütlichen

Lebensstil des Dickschädels zu revolutionieren. Ein

guter Kompromiss wäre zum Beispiel, gemeinsam Sport zu treiben.

Denn eine Reihe ekstatischer Partynächte hält praktisch

kein Stier durch.

ZWILLINGE

In der Gesellschaft eines kommunikativen Zwillings ist jeder fröhliche

Mitmensch gut aufgehoben. Zwillinge sind ausgezeichnete

Gastgeber, denn sie können sehr gut unterhalten, sowie zuhören

und beteiligen sich produktiv an jeder Diskussion. Sie sind stets

aktiv und rastlos und deshalb schwer zu bändigen. Denn sie sind

in Gedanken immer irgendwo anders und können sich alle paar

Minuten anders entscheiden.

KREBS

Deine kindliche Begeisterungsfähigkeit ist ansteckend. Gerade

jetzt, wo die Tage lang und sonnig sind, tut sich dein Herz auf.

Wenn du vergeben sein solltest, bringst du deine Glücksgefühle

besonders gut zum Ausdruck. Als Krebs-Geborener macht dich

nämlich nichts so glücklich, wie eine innige Liebesbeziehung.

Klammere dich jedoch nicht allzu sehr an deinem Partner fest.

Erzwungene Romantik ist doch auch nicht das Wahre.




SKORPION

Skorpione sind zu grosser Intensität fähig und spielen regelmässig

mit dem Feuer. Auf perfide Machtspielchen solltest du jedoch

verzichten. So gewinnst du nichts und niemanden für dich.

Lasse lieber vermehrt deine energetische Seite zum Vorschein

kommen. Du kannst deine Mitmenschen dank deiner perfekten

Spürnase an den Puls des Lebens führen und sie zum Erleben

einzigartiger Dinge bewegen.

SCHÜTZE

Schützen, die nicht wissen, was sie wollen, sind brutal gefährlich.

Du könntest jemanden verletzen, den du sehr magst, wenn

du nicht klar kommunizierst. Sei nicht übertrieben ungezügelt

und schätze die Aufmerksamkeit, die dir dein Umfeld entgegenbringt.

Deine Mitmenschen lieben deinen Unternehmungsgeist,

deine philosophische Ader und profitieren von deiner offenen

Weltanschauung.

STEINBOCK

Auch wenn sie das nicht gerne hören, Steinböcke zählen zu den

grössten Egoisten des Tierkreiszeichens. Gott sei Dank verfügst

du im Zweifelsfall über eine gefestigte Moral. Das hält dich

manchmal davon ab, über Leichen zu gehen. In der Liebe funktioniert

das ähnlich: Wenn du nicht gerade auf Wolke sieben

schwebst, nimmst du dir einfach das, was du für den Moment

brauchst. Versuch doch einfach doch mal, ein bisschen Herz

mitspielen zu lassen. Du wirkst manchmal total blutleer.



LÖWE

Wer den Löwen ausufernden Narzissmus anhängen will, der hat

diese Spezies wohl noch nicht richtig kennengelernt. Sicherlich

ist es kein Leichtes, sich in das Herz eines derart selbstbezogenen

Menschen zu spielen. Aber wer den Löwen einmal von sich überzeugt

hat, geniesst auf ewig seine zutrauliche Gesellschaft.

Schliesslich ist Liebe geben und empfangen sein Lebensmotto.

JUNGFRAU

Eine ausgelassene Jungfrau übertrifft so schnell nichts. Im

Organisieren von Parties ist sie ein Weltmeister und wenn sie

sich dann nach getaner Arbeit zu ihren Freunden gesellt, wird

auch ihr wertvoller Beitrag zur Unterhaltung der Gesellschaft

hoch geschätzt. Sie ist eben kultiviert und versteht es, ihre

Pflichten mit Amusement gekonnt zu verbinden. Deshalb ist

burn-out für die Jungfrau nach wie vor ein Fremdwort.



WASSERMANN

Du tendierst oftmals dazu, dich zu sehr zu verausgaben.

Entweder hast du mal wieder zu viele Projekte am Laufen oder

du konzentrierst dich auf ein bestimmtes Ziel, das du ehrgeizig

verfolgst. Ist es nicht so, dass deine Freunde aufgrund deines

vollen Terminkalenders manchmal zu kurz kommen? Auch

wenn du dich ständig in sozialen Netzwerken miteinbringst,

solltest du einzelnen Mitmenschen, die dir besonders nahe stehen,

mehr Aufmerksamkeit schenken.

FISCHE

Viele mögen dich aufgrund deines gutherzigen Wesens. Doch

manchmal reicht das einfach nicht, um einen bleibenden

Eindruck zu hinterlassen. Sei mal etwas aktiver und weniger

schöngeistig. Die Leute möchten auch mal Initiative von deiner

Seite aus sehen. Offen und unkompliziert auf Menschen zuzugehen,

kann doch nicht so schwer sein, oder? Es gibt bestimmt

jemanden, der nur darauf wartet, dass du mal den ersten Schritt

machst.

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gzd_100613_ins_flc_path.ai 1 14.06.2010 21:17:43

54


CRUISER Edition Sommer 2010

Verein

Alles «Mega»

Sicher muss hier nicht weiter erklärt werden, dass heute einfach alles

«mega» ist. So ist es auch megageil, dass VEGAS neu seine eigenen Präservative

bekommt.

Der Hintergrund, ein eigenes Präservativ zu beschaffen, ist vielseitig. Alle

Mitglieder von VEGAS haben sich verpflichtet, zum Schutz vor Neuansteckungen

mit dem HI-Virus und um Ansteckungen mit anderen STIs (ansteckbare

Krankheiten) vorzubeugen, den Kunden die Gratisabgabe von

Präservativen für den Gebrauch vor Ort zu garantieren.

Nun, die Betriebe haben bis anhin ein Vermögen für die Kondome bezahlt

und das kann dazu führen, dass teilweise die Abgabe nur zögerlich erfolgt.

Einige Unternehmer sind selbst auf die Suche nach günstigeren Kondomen

gegangen. Dies birgt aber auch Gefahren. Nicht alle Gummis eignen sich

für den Analverkehr. Es gibt leider noch heute viele billige Präservative auf

dem Markt, die kein bequemes Tragen ermöglichen. Gummis in schlechter

Qualität, die beim Verkehr reissen oder platzen, sowie die Verwendung von

zu dickem Material, welches das Gefühl abstumpfen lässt, verleiten den

Nutzer dazu, Sex ohne Gummi zu praktizieren.

In einer mehr als einjährigen Evaluation haben wir verschiedenste Kondome

getestet und uns zum Schluss für eines mit sehr hoher Qualität entschieden.

Die Prüfverfahren* bei der Produktion sind peinlich genau und

nach kleinen Chargen protokolliert. Die Gummis haben eine mega Passform

und wir können diese zu erschwinglichen Preisen beschaffen. Die Kondome

entsprechen der von der Eidgenossenschaft vorgegebenen Norm, der

CE 0197. Darüber hinaus garantiert unser Lieferant eine über dieser Norm

liegende Qualitätskontrolle.

Für das neue VEGAS-Kondom hat Jacques-Alain Clément, unser Revisor und

Mitbesitzer des Restaurants «Le Raisin» in Les Cullayes sur Lausanne, den

Namen kreiert.

Ein Wortspiel! Es ist «MEGA« von «VEGAS» und «sly» aus dem englischen

Sprachgebrauch mit einer Menge an Bedeutungen wie, schlau, versteckt,

listig …. Danke, Jacques-Alain, für den witzigen Namen.

Und so wird sich unser Präservativ kommenden August präsentieren!

Wir haben so viel gekauft, dass alle die Möglichkeit haben, sich künftig mit

einem perfekten Kondom zu schützen, auch wenn täglich mehrere Exemplare

benötigt werden. Also Männer, MegaSly ist gesund – macht was für

eure Gesundheit und die eures Partner.

Jetzt hat niemand mehr eine Ausrede, und wir haben wieder unser Schweizer

Schwulenkondom!

Roger Markowitsch

CE 0197

* Gleiches Prüfverfahren wie bei OK, ausser ganze Prüfung in eigenen Labors

und ohne Vertrag mit Verein Gütesiegel

CE 0197

CE 0197

CE 0197

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RUND UM DIE UHR:

SPITZE BOYS

100% private Anrufer

jederzeit unterbrechbar

sofortige, anonyme Online-Verbindung

Nr.1 Gay-Telefon-Treffpunkt seit 20 Jahren

0906 56 56 56

CHF 2.-/Min.

aus dem Festnetz Oder per SMS/20 Rp.: Spitz an 609

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Agenda CRUISER Edition Sommer 2010

by computerSOS.ch

WWW.HOME-BUTLER.CH

für Tier, Mensch und Zuhause

Wir kümmern uns um Alles - Sorgenlos in den Urlaub

HOME-BUTLER.CH

Heinrichstrasse 225, 8005 Zürich

DO 01. Juli

Winterthur

19.30 Badgasse 8: LesBiGay & Friends Treff im

Lokal Badgasse 8

Zürich

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Prêt à danser.

DJs Groovemaster

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Prêt à danser. DJ

Mad House

FR 02. Juli

Zürich

21.00 Lollipop: Party@Züri Fäscht auf der Party

Bridge. Rathausbrücke/Gemüsebrücke mit

Sicht auf das Seebecken. Grosses Festzelt.

Schlager, Schweizer Hits, Canzoni &

Chansons mit DJs Rolly & Wollana. Freier

Eintritt! Hossa!

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Bootylicious. DJ

Qbass

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info@home-butler.ch

Tel. 044 500 42 70

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren NastyGuys-

Friday

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Electro College

Special: Freedom. DJ Nick Harvey

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter

Dresscode sportsLAB - cum in Sports gear

23.00 Stairs Club: Hohlstr./Shell Tankstelle (beim

Letzipark). kein Event

SA 03. Juli

Basel

22.00 Isola Club@Club en Vogue: Clarastr. 45.

DJ Pat mit Sound der 70er Jahre bis heute

Luzern

22.00 Uferlo s: Schwul-lesbisches Zentrum Les-

BiSchwule Party von Halu & Why Not Fr.

15.- inkl. 1 Getränk

Thurgau

19.30 HoT: Spezialanlass im HOT, Wilerstr. 5,

9545 Wängi Ab 18h Grillplausch an einer

Feuerstelle in der Nähe des Vereinslokals.

Bitte pünktlich erscheinen. Anmeldung

unter anmeldung@hot-tg.ch oder 077 401

31 76. Bei schlechtem Wetter wird auf der

Rampe des Vereinslokals gegrillt

Zürich

02.00 Stairs Club: Hohlstr./Shell Tankstelle (beim

Letzipark). Zürich Fest Afterhour mit Technokultur

DJs & DJ TonTon

18.00 a.p a r t: Frauenbar bei Buvette Philipp,

Zweierstr. 166

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. G-Dance. DJ

Alan T.

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Cruising

Unlimited

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Jump the House. DJ

Gil Everest

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-

Anlass Motorbiker & Leather/Rubber

23.00 Stairs Club: Hohlstr./Shell Tankstelle (beim

Letzipark). Party inklusive Afterhour, welche

zu unterschiedlichen Zeiten beginnt

und endet. Kein Event, nur Afterhour

SO 04. Juli

Meisterschwanden

10.15 Aargay-Brunchwelle: Brunchschiff MS

Seerose auf dem Hallwilersee. Treff 10.15h

Schiffsteg bei Hotel Seerose. Abfahrt

10.30h, zurück 13.30h. Fr. 55.- (Aargay Member

48.-) Auskunft 056 667 35 74 (Mani) Betrag

einzahlen auf PC 50-107321-7, Vermerk

Brunchfahrt. Beschränkte Platzzahl

Zürich

04.00 Stairs Club: Hohlstr./Shell Tankstelle (beim

Letzipark). Zürich Fest Afterhour mit DJs

Tonic, Ezikiel & High Five

18.15 Gottesdienst: für Lesben, Schwule und Andere

Gottesdienst für Lesben, Schwule und

Andere im Kulturhaus Helferei, Kirchgasse

13, www.homo-gottesdienst.info

19.00 Tanzleila in der Kanzleiturnhalle:

Party von Frauen für Frauen. Ab 19h Standard.

Ab 21h Open Turntable

«CALL ME LOLA»

auf www.zurichpride.fm

Die neue Anrufsendung rund um Herzensangelegenheiten

punkt Mitternacht:

Vorhang auf für «Die Andere Lebensberaterin».

AUF DER TIMELINE im Juli – HERE WE GO:

Für alle Fragen rund ums

lesbische, schwule, bi- und

transsexuelle Leben

Meldestelle von

homophober Gewalt

0848 80 50 80

www.rainbowline.ch

In der Nacht vom Donnerstag 1. Juli zum Freitag den 2. Juli:

Dating – aber wie? Offline oder Online? Was funktioniert besser?

In der Nacht vom Donnerstag 8. Juli zum Freitag den 9. Juli:

Freiluftsex –Die Sommersaison ist eröffnet! Erzählt anderen Eure heissesten

Sexerlebnisse im Freien!

In der Nacht vom Donnerstag

15. Juli auf Freitag den 16. Juli:

Pride-Urlaub in islamischen

Ländern – Welche Erfahrungen

habt ihr gemacht?

In der Nacht vom Donnerstag

22. Juli zum Freitag den 23. Juli:

Raus aus der Langeweile –was

anstellen, damit die Beziehung

neuen Schwung bekommt?

In der Nacht vom Donnerstag

29. Juli zum Freitag den 30. Juli:

Dessousalarm – Welcher Fummel

macht Dich richtig an?

Bei dieser Anrufsendung, kann man sich mitteilen, auch intim,

wie Lola verspricht – jeweils donnerstags ab 23.50 Uhr

unter der Telefonnummer 044 - 508 16 16

Bereits ab 22.00 h bis 24.00 h jeden Donnerstag «Bloody Thuesday» mit

Daniel & Mario

56


CRUISER Edition Sommer 2010

Agenda

20.00 Sprit Bar – Erfrischend anders: Talacker

34. Bis 29.8. nur bei schönem Wetter. Infos

bei zweifelhaftem Wetter www.sprit.ag

22.30 AAAH!:

Marktgasse 14. Week2end DJ Mad House

MO 05. Juli

Zürich

22.30 AAAH!:

Marktgasse 14. Woof DJ Groovemaster

DI 06. Juli

Zürich

12.00 Aidspfarramt Zürich: Universitätsstr. 42.

HIV-Mittagstreff. Infos 044 255 90 55

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Duplexx DJ Garçon

Sauvage

MI 07. Juli

Zürich

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240 DJ

Alex Brand

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Goldies DJ

Qbass

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Treffpunkt DJ La

Luna

DO 08. Juli

Zürich

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Prêt à danser.

DJ Groovemaster

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Prêt à danser. DJ

Qbass

FR 09. Juli

Zürich

19.30 Frauenbar im GZ Riesbach: Seefeldstr. 93

20.00 LMZ – der Schwule Schweizer Motorradclub:

Stamm im Restaurant Moléson,

Grüngasse 7, 8004 Zürich

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Absolutely

Disco. DJs Dynamike & Groovemaster

22.00 Lollipop Party mit 3 Tanzpisten!: Schlagerpiste

mit Hauch von Canzoni & Chansons;

Discopiste 70er/80er Disco und einem

Schuss 90er; Latinpiste mit Salsa, Bachata

etc. Plus Karaoke Lounge. X-Tra, Limmatstr.

118

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren darkroom -

cruising

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Electro College. DJ

Mad House

23.00 Offstream feat. the 80s@Cabaret Club:

Geroldstr. 15. The alternative gay party

mit Resident DJs mit dem vollen 80er Jahre

Sound-Programm. Infos www.offstream.ch

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter

Dresscode FF, SM, Bondage, Fetish

23.00 Stairs Club: Hohlstr./Shell Tankstelle (beim

Letzipark). Stairs Friday. Special Progressiv.

DJs Jacky, Adda & Alison. Freier Eintritt bis

02h

SA 10. Juli

Lausanne

23.00 AYOR – The Summer Edition: Premium

Gay & Lesbian Hetero-friendly. Room

1: DJs Pino Arduini & Miguel Cipriano.

Summer Gogo Boyz & Girlz. Room 2: DJ

Marie-Thérèze. Concours et sexy beach boy

contest par Catherine d Oex. Room 3: DJ

Skeud. Amnesia Club, Plage de la Voile d Or,

Lausanne-Vidy. Fr. 20.-. Infos www.amnesia.

ch & www.gay-party.com

Luzern

20.00 Boys on Board!: Party auf dem Schiff

Winkelried mit DJs Groovemaster, Loyce

& Dynam!ke. Schifffahrt von 21.15h bis

00.15h. Mit anschliessender Matrosenparty

im Privée, Club Nautilus, Inseliquai 12c.

Einsteigen bei der Rainbowflag beim KKL,

Landungssteg 5. Gratiscupli für Matrosen,

Kapitän oder Pirat. Vorverkauf Fr. 30.- Cranberry,

Zürich; Discus Sauna, Luzern; AM-

Bar, Olten oder online über www.menergy.

ch. Abendkasse ab 20h Fr. 39.-

21.00 Uferlo s: Schwul-lesbisches Zentrum Mona

Lisa, Frauenparty. Night of open Turntable

Winterthur

17.00 W I L S C H: Winterthurer Lesben und Schwule

We are family! Essen, Geniesserabend

für die LesBiSchwule Community im Lokal

Badgasse 8 Anmeldung über www.badgasse8.ch

Zürich

08.00 HAZ outdoor: Bergwanderung 10. & 11.

Juli Braunwald - Glattalp - Urnerboden.

Übernachtung im Touristenlager Restaurant

Glattalp. Treff am 10.7. Zürich HB 08h.

Anmeldung und genaue Infos über www.

haz.ch/outdooraktuell. Teilnehmerzahl

begrenzt

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. G-Dance. DJ

Groovemaster

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Foam/

Schaumparty. DJs Be & Ajaxx. Ab 23h

Nonstop Schaum. Trockenschleuse zum

Darkroom

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Forward. DJ Plus 1

23.00 Shaft - Männernacht: Sportsnight im

Lotus Club, Pfingstweidstr. 70. DJs 5th

Element & Mario S. No dick - no entry!

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-

Anlass Underwear, Jocks, Naked

23.00 Stairs Club: Hohlstr./Shell Tankstelle (beim

Letzipark). Party inklusive Afterhour, welche

zu unterschiedlichen Zeiten beginnt

und endet. Future Wave. DJs Steffi, Tony Voyeur,

Quantize (Sweden) Live & Beat Herren.

Ab 10h bis 14h After Hours mit DJ La Luna

SO 11. Juli

Ganze Schweiz

09.05 Les lacets roses: Rigi-Wanderung. Treffpunkt

um 09.05h Bahnhof Brunnen. Infos

079 435 11 05 oder 0f41 397 00 36

Zürich

14.00 EntreNous - Sunday Tea Dance:

Treff für tanzbegeisterte Lesben und

Schwule zu Standard- und lateinamerikanischen

Tänzen oder einfach zum plaudern.

Club Silbando (Swisscom Gebäude),

Förrlibuckstr. 62

20.00 Sprit Bar – Erfrischend anders:

Talacker 34. Bis 29.8. nur bei schönem

Wetter. Infos bei zweifelhaftem Wetter

www.sprit.ag

22.30 AAAH!:

Marktgasse 14. Week2end DJ Mad House

MO 12. Juli

Zürich

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Woof DJ Qbass

DI 13. Juli

Zürich

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Duplexx DJ Garçon

Sauvage

MI 14. Juli

Winterthur

19.30 Badgasse 8: Lesbenbar

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Agenda CRUISER Edition Sommer 2010

Zürich

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240 Offstream

Night. DJs Scott Vega & Martin

21.30 T&M Disco:

Marktgasse 14. Goldies DJ Qbass

22.30 AAAH!:

Marktgasse 14. Treffpunkt DJ Upspace

DO 15. Juli

Zürich

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Prêt à danser.

DJ Groovemaster

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Prêt à danser.

DJ Mad House

FR 16. Juli

Luzern

22.00 Frigay Night: happy sound for happy people@The

Loft Haldenstr. 21 DJ Whiteside,

DJ C-Side und MC Stephen Davis

Zürich

21.30 T&M Disco:

Marktgasse 14. Chartstation. DJ Marc S

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren Darkroom.

Cruising. Bierpass 3 für 2

22.30 AAAH!:

Marktgasse 14. Electro Collage. DJ Plus 1

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter

Dresscode Yellow - Piss-off. Bierpass 3 für 2

23.00 Stairs Club: Hohlstr./Shell Tankstelle (beim

Letzipark). Stairs Friday. DJs Eclektic, Angy

Dee & Joker. Freier Eintritt bis 02h

SA 17. Juli

Zürich

09.00 Gay Bikers Zürich: Italien Tour bis 18.7.

Infos und Anmeldung www.gaybikers.ch

09.00 LMZ – der Schwule Schweizer Motorradclub:

Juratour. Infos www.lmz.ch

18.00 a.p a r t: Frauenbar bei Buvette Philipp,

Zweierstr. 166

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Klubnacht. DJs

ParVos & Luc le Grand

22.00 Boyahkasha!: Après Folies Grosse Sommerparty

im Acqua, Mythenquai 61 mit 2

Dancefloors, Outdoor & Chill Out Area mit

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Club Floor mit DJs Raffiness & Zör Gollin

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Gaetano (House). Dress up Beachwear.

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22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Freistoss -

Bad Lads. DJ Vasco

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Klubnacht. DJ

Upspace

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-

Anlass Freistoss - Bad Lads. Sportswear only!

23.00 Stairs Club: Hohlstr./Shell Tankstelle (beim

Letzipark). Party inklusive Afterhour, welche

zu unterschiedlichen Zeiten beginnt

und endet. Monitor Events 1 Jahr Jubiläum.

DJs Cyrill vs. Silvano, Jamie White, Andreas

Henneberg, Dos Secondos - live, Tim sw!tch

& TonTon. Afterhours ab 07h bis 14h mit

DJs TonTon & Viera

SO 18. Juli

Zürich

22.30 AAAH! Marktgasse 14. Week2end DJ

Mad House

MO 19. Juli

Zürich

22.30 AAAH!:

Marktgasse 14. Woof DJ Groovemaster

DI 20. Juli

Aarau

20.00 Aa rglo s: Lesbengruppe Treff 19h Baden

und Bräteln am Hallwilersee. Treffpunkt

Parkplatz bei Brestenberg in Seengen

Zürich

12.00 Aidspfarramt Zürich: Universitätsstr. 42.

HIV-Mittagstreff. Infos 044 255 90 55

22.30 AAAH!:

Marktgasse 14. Duplexx DJ Michael K

MI 21. Juli

Zürich

17.00 Posibar: die andere Bar in der Tip TopBar,

Seilergraben 13. Quatschen, Essen, Trinken...

Infos www.posibar.ch

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240 Oh

those silly boys. Leadsänger von 7 Dollar

Taxi und aka One Lucky Sperm & sein

Musikerfreund spielen auf zum Tanz

21.30 T&M Disco:

Marktgasse 14. Goldies DJ Qbass

22.30 AAAH!:

Marktgasse 14. Treffpunkt DJ Angy Dee

DO 22. Juli

Zürich

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Prêt à danser.

DJ Groovemaster

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Prêt à danser. DJ

Qbass

FR 23. Juli

Zürich

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Chartstation. DJ

Marc S

22.00 Lollipop Party mit 3 Tanzpisten!:

Schlagerpiste mit Hauch von Canzoni &

Chansons; Discopiste 70er/80er Disco und

einem Schuss 90er; Latinpiste mit Salsa,

Bachata etc. Plus Karaoke Lounge. X-Tra,

Limmatstr. 118

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren Cruisy Friday

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Electro Collage. DJ

Gil Everest

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter

Dresscode Friday Naked

23.00 Stairs Club: Hohlstr./Shell Tankstelle (beim

Letzipark). Stairs Friday. Special Progressiv.

DJs Marcosis, Beat Herren & La Luna. Freier

Eintritt bis 02h

SA 24. Juli

Zürich

14.00 Folies au Lac: im Strandbad Tiefenbrunnen.

Bar, DJs, Fun und viel fürs Auge. Party

ist gratis, nur Bädereintritt. Verschiebedatum

falls schlechtes Wetter; 31.7.

21.30 T&M Disco:

Marktgasse 14. G-Dance. DJ Marc S

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Cruising

Unlimited

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Jump the House. DJ

Gil Everest

23.00 Selectionparty@Lotus Club:

Pfingstweidstr. 70. DJs Peter Lavell, Mental

X & Michael K.

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-

Anlass Full Fetish

23.00 Stairs Club: Hohlstr./Shell Tankstelle (beim

Letzipark). Party inklusive Afterhour, welche

zu unterschiedlichen Zeiten beginnt

und endet. Unite. DJs Helder, Manu-I,

Ezikiel & the Key. Bis 24h freier Eintritt.

Afterhour ab 07h bis 14h mit DJs Joram &

Sky Janssen

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CRUISER Edition Sommer 2010

SO 25. Juli

Winterthur

10.00 W I L S C H: Winterthurer Lesben und Schwule

Sonntagsbrunch im Lokal Badgasse 8. Anmeldung

erforderlich über www.badgasse8.

ch

Zürich

20.00 Ladies Night im Adagio: Gotthardstr. 5

(Kongresshaus) Sommerparty by DJ Bea

20.00 Sprit Bar: Erfrischend anders Talacker 34.

Bis 29.8. nur bei schönem Wetter. Infos bei

zweifelhaftem Wetter www.sprit.ag

22.30 AAAH!:

Marktgasse 14. Week2end DJ Mad House

MO 26. Juli

Zürich

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Woof DJ Qbass

DI 27. Juli

Zürich

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Duplexx DJ La Luna

MI 28. Juli

Zürich

20.00 Schwule Väter: Väterstamm im Café

Rathaus, Limmatquai

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240 DJ

Hannes. Old school german disko danse.

sägezahn und querstromzerspanung

21.30 T&M Disco:

Marktgasse 14. Goldies DJ Qbass

22.30 AAAH!:

Marktgasse 14. Treffpunkt DJ Angy Dee

DO 29. Juli

Zürich

19.00 Bi-Treffpunkt: offener Treff für bisexuelle

Männer und Frauen 19h Treff im Café

Rathaus, ab 20.30h Bistro Marion

19.30 z&h Schwule Studis an Uni & ETH:

z&h Nachtessen im HAZ-Centro, Sihlquai

67. Bei schönem Wetter irgendwo draussen.

Infos www.zundh.uzh.ch

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Prêt à danser.

DJ Groovemaster

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Prêt à danser. DJ

Mad House

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FR 30. Juli

Luzern

22.00 Frigay Night: happy sound for happy

people@The Loft Haldenstr. 21. Mykonos

Special. DJ Chris Montana aus Mykonos &

DJ Stan Lee. Dresscode: Weiss. Ermässigter

Eintritt. Infos www.frigaynight.ch

Zürich

18.00 z&h Schwule Studis an Uni & ETH:

Tessinwochenende bis 1.8. in Lugano. Fr.

52.- für zwei Übernachtungen. Infos und

Anmeldung www.zund.uzh.ch & alex.

gertsch@gmx.ch

18.30 BaeroPolis Zürich: Zürcher Bären Treff im

Davis Pearl Bar, Birmensdorferstr. 83

19.00 Gay Bikers Zürich: Geburtstagshöck in

Gretzenbach. Infos und Anmeldung www.

gaybikers.ch

19.30 G a yM ig s: schwule Migranten Treff im

HAZ-Centro, Sihlquai 67

20.00 Queertango Queer: Milonga für Schwule,

Lesben und ihre Freunde. Cafetin Buenos

Aires/El Artesano, Alfred-Escherstr. 23

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Diva Night. DJ

Marc S

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren Cruising

Unlimited

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Electro Collage. DJ

Gil Everest

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter

Dresscode X-treme Leather & Rubber

23.00 Stairs Club: Hohlstr./Shell Tankstelle (beim

Letzipark). BRR Lagel Night. DJs Mr. Nuke,

Keyman, Andrea Terramossi & Man!Ak.

Freier Eintritt bis 02h

SA 31. Juli

Thurgau

12.30 G o !:GayOstschweiz! Wander- und Plauschwochenende

bis 1.8. Treff um 12.30h

Restaurant Kranz in Merishausen. Danach

gemütliche Wanderung auch den Hagen.

Abendessen an Grillstelle. Bitte das Essen

mitnehmen. Übernachtung in Pfadfinderhütte.

Am Sonntag reichhaltiges Frühstückbuffet.

Schlafsack, ID/Pass etc. mitnehmen.

Fr. 45.– für Mitglieder, sonst Fr. 50.–. Infos

und Anmeldung bis 25.7. www.go-club.ch,

info@go-club.ch bzw. Martin & Beat

052 366 00 17 oder 079 428 65 11

Zürich

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. G-Dance.

DJ Qbass

Agenda

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Darkroom

Cruising. Bierpass 3 für 2

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Jump the House. DJ

Plus 1

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-

Anlass Schweinebucht. Full Fetish. Bierpass

3 für 2

23.00 Stairs Club: Hohlstr./Shell Tankstelle (beim

Letzipark). Party inklusive Afterhour,

welche zu unterschiedlichen Zeiten

beginnt und endet. Kein Event, dafür ab 04h

Afterhour

August 2010

SO 01. August

Lausanne

22.00 Jungle Mousse extra@MAD: rue de

Genève 23. Ultra Hot Gay Foam Party. Wet

Floor DJs Micky Friedmann & Antoine909

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Dry Floor DJs Cobra & Rofar.

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Agenda CRUISER Edition Sommer 2010

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Sundeck; Basel Sauna Sunnyday.

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Thurgau

10.00 HoT WILSCH & Queerdom.: Wanderung.

Genaue Infos und Zeit www.hot-tg.ch oder

anmeldung@hot-tg.ch bzw. 077 401 31 76

Zürich

04.00 Stairs Club: Hohlstr./Shell Tankstelle (beim

Letzipark). Afterhours Special Nationalfeiertag

mit DJs Jacky, M&D Babes, Artemiss &

Sadock

19.00 Sector c; Fetish Club: Zero - Sunday Nacked.

Fr. 12.- inkl. Eintritt Rage & Garderobe

20.00 Sprit Bar – Erfrischend anders: Talacker

34. Bis 29.8. nur bei schönem Wetter. Infos

bei zweifelhaftem Wetter www.sprit.ag

22.30 AAAH!:

Marktgasse 14. Week2end DJ Mad House

MO 02. August

Zürich

22.30 AAAH!:

Marktgasse 14. Woof DJ Groovemaster

DI 03. August

Zürich

12.00 Aidspfarramt Zürich: Universitätsstr. 42.

HIV-Mittagstreff. Infos 044 255 90 55

22.30 AAAH!:

Marktgasse 14. Duplexx DJ Upspace

MI 04. August

Zürich

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240 DJ

siehe www.heldenbar.ch

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Goldies DJ

Groovemaster

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Treffpunkt DJ

Garçon Sauvage

DO 05. August

Winterthur

19.30 Badgasse 8: LesBiGay & Friends Treff im

Lokal Badgasse 8

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Zürich

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Prêt à danser.

DJ Marc S

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Prêt à danser. DJ

Groovemaster

FR 06. August

Zürich

21.30 T&M Disco:

Marktgasse 14. Bootylicious. DJ Chris

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren Bad Boyz

Friday

22.00 Lollipop Party mit 3 Tanzpisten!: Schlagerpiste

mit Hauch von Canzoni & Chansons;

Discopiste 70er/80er Disco und einem

Schuss 90er; Latinpiste mit Salsa, Bachata

etc. Plus Karaoke Lounge. X-Tra, Limmatstr.

118

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Electro Collage Special;

Welcome to the Jungle. DJ Nick Harvey

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter

Dresscode SportsLAB - cum in sports gear

SA 07. August

Basel

22.00 Isola Club@Club en Vogue: Clarastr. 45.

Isola White Party 70er Style mit DJ D.K.

Brown. Zu gewinnen gibt es einen Reisegutschein

Ganze Schweiz

11.15 Les lacets roses: Tomüllpass-Wanderung.

Treffpunkt Vals Post um 11.15h. Infos bei

Reto 076 433 70 46

Thurgau

19.30 HoT: Spezialanlass im HOT, Wilerstr. 5,

9545 Wängi 2. Summer Night Beach Party

zusammen mit WILSCH & Queerdom. Motto

des Abends: Hawaii. Willkommensdrink,

Deco und viele gute Musik. Grosse und

kleine Snacks. Diverse Beach-Spiele mit Gewinnen.

Mit Badehose, Strandbekleidung,

Hawaii-Look kommen oder mitnehmen.

Umziehmöglichkeit vorhanden. Aloha!

Zürich

18.00 a.p a r t: Frauenbar bei Buvette Philipp,

Zweierstr. 166

21.30 T&M Disco:

Marktgasse 14. G-Dance. DJ Marc S

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Darkroom.

Cruising. Bierpass 3 für 2

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22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Jump the House.

DJ Gil Everest

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-

Anlass Yellow - Piss-off. Bierpass 3 für 2

23.00 Testosteron: Men only Fetish Dance

Party im XceS-Club, Albulastr. 40. DJs 5th

Element & Ivan Gomez. Infos & Dresscode

www.testosteron-party.ch. No Streetwear!

SO 08. August

Zürich

14.00 EntreNous - Sunday Tea Dance:

Treff für tanzbegeisterte Lesben und

Schwule zu Standard- und lateinamerikanischen

Tänzen oder einfach zum plaudern.

Club Silbando (Swisscom Gebäude),

Förrlibuckstr. 62

20.00 Sprit Bar – Erfrischend anders: Talacker

34. Bis 29.8. nur bei schönem Wetter. Infos

bei zweifelhaftem Wetter www.sprit.ag

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Week2end DJ Mad

House

MO 09. August

Zürich

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Woof DJ Groovemaster

DI 10. August

Zürich

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Duplexx DJ Garçon

Sauvage

MI 11. August

Zürich

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240 We ve

go an idea. You say party! We say Rave!

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14.

Goldies DJ Groovemaster

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Treffpunkt DJ Angy Dee

DO 12. August

Zürich

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Prêt à porter. Marc S

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Prêt à danser. DJ

Groovemaster

FR 13. August

Zürich

19.30 Frauenbar im GZ Riesbach: Seefeldstr. 93

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Absolutely

Disco. DJs Dynamike & Groovemaster

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren Cruising

Unlimited

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Electro Collage.

DJ Gil Everest

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter

Dresscode FF, SM, Bondage, Fetish

SA 14. August

Aarau

10.00 Aa rglo s: Lesbengruppe Wanderung.

Genaue Infos nach Anmeldung bis 31.7. bei

pkamer@hotmail.com

Winterthur

17.00 W I L S C H: Winterthurer Lesben und Schwule

We are family! Essen, Geniesserabend

für die LesBiSchwule Community im Lokal

Badgasse 8 Anmeldung über

www.badgasse8.ch

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Agenda CRUISER Edition Sommer 2010

Zürich

08.00 HAZ outdoor: Bergwanderung Alzasca 14.

& 15. August. Cevio - Lago d Alzasca - Vergheletto.

Anmeldung und genaue Infos über

www.haz.ch/outdooraktuell. Teilnehmerzahl

begrenzt

09.00 LMZ – der Schwule Schweizer Motorradclub:

Gemeinsame Tour mit Gay Bikers

Zürich bis 15.8. Infos und Anmeldung

www.lmz.ch

09.00 Gay Bikers Zürich: Gemeinsame Tour mit

LMZ bis 15.8. Infos und Anmeldung

www.gaybikers.ch

13.00 Streetparade 2010: Celebrate the Spirit of

Street Parade! Start vom Utoquai über das

Seebecken. 6 Bühnen und viele Lovemobils

an der Parade und danach Parties in der

ganzen Stadt. Alle Infos www.streetparade.ch

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. G-Dance.

DJ Groovemaster

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Streetparade

2010. Planet Rage «Cruise the Universe»

22.00 Labyrinth Reunion Party: zur Streetparade

2010 im Volkshaus Zürich, Stauffacherstr.

60. Live Acts: Cosmicdrums, DJ Martin /

Human Element. DJs Thomi B., Michael K.,

Gogo, Martin, Peter Lavelle, Mental-X, Jesse

Jay. Performance: Nick Beyeler. Vorverkauf

über www.starticket.ch oder Lobby Bar,

Spitalgasse 3. Infos www.laby.ch

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Forward. DJ Plus 1

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-

Anlass Planet Fetish

23.00 Sha ft: Heterofriendly Gay Party@Streetparade

im Lotus Club, Pfingstweidstr. 70. DJs

Alan Joe, Cherie & F-Act.

Infos www.shaft.ch

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SO 15. August

Zürich

06.00 Afterhour Streetparade Selectionparty@

Lotus Club: Pfingstweidstr. 70. Diverse DJs.

Infos www.selectionparty.ch

17.00 Rage: Sunday Gaycruising After Streetparade

20.00 Sprit Bar – Erfrischend anders: Talacker

34. Bis 29.8. nur bei schönem Wetter. Infos

bei zweifelhaftem Wetter www.sprit.ag

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Week2end

DJ Mad House

MO 16. August

Zürich

22.30 AAAH!:

Marktgasse 14. Woof DJ Groovemaster

DI 17. August

Aarau

20.00 Aa rglo s: Lesbengruppe Treff Coupe essen.

Details nach Anmeldung bis 8.8. bei

gheller@sunrise.ch

Zürich

12.00 Aidspfarramt Zürich: Universitätsstr. 42.

HIV-Mittagstreff. Infos 044 255 90 55

22.30 AAAH!:

Marktgasse 14. Duplexx DJ Michael K

MI 18. August

Zürich

17.00 Posibar: die andere Bar in der Tip TopBar,

Seilergraben 13. Infos www.posibar.ch

20.00 Heldenbar@Provitreff Sihlquai 240:

DJs Crush Major Tom & David de Bâle. Lets

drink beer in August

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Goldies DJ Qbass

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Treffpunkt, La Luna

DO 19. August

Zürich

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Prêt à danser.

DJ Marc S

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Prêt à danser. Qbass

FR 20. August

Zürich

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Chartstation. Marc S

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren Cruising

unlimited

22.00 Lollipop Party mit 3 Tanzpisten!: Schlagerpiste

mit Hauch von Canzoni & Chansons;

Discopiste 70er/80er Disco und einem Schuss

90er; Latinpiste mit Salsa, Bachata etc. Plus

Karaoke Lounge. X-Tra, Limmatstr. 118

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Electro Collage.

DJ Plus 1

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter

Dresscode Motorbiker, Leather & Rubber

SA 21. August

Zürich

10.00 Gay Bikers Zürich: GLME-Sommercamp

im Piemont bis 28.8. Infos und Anmeldung

www.gaybikers.ch

62


CRUISER Edition Sommer 2010

18.00 a.p a r t: Frauenbar bei Buvette Philipp,

Zweierstr. 166

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Klubnacht. DJs

PraVos & Luc Le Grand

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Schaumparty

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Klubnacht.

DJ Gaetano

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-

Anlass Underwear, Jocks, Naked

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SO 22. August

Zürich

20.00 Sprit Bar – Erfrischend anders: Talacker

34. Bis 29.8. nur bei schönem Wetter. Infos

bei zweifelhaftem Wetter www.sprit.ag

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Week2end DJ Mad

House

MO 23. August

Zürich

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Woof DJ Qbass

DI 24. August

Zürich

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Duplexx DJ Angy Dee

MI 25. August

Zürich

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240 DJ

Jack Union. Totaly UKed Britpoprock

20.00 Schwule Väter: Väterstamm im Café

Rathaus, Limmatquai

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Goldies Qbass

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Treffpunkt. Upspace

DO 26. August

Zürich

19.00 Bi-Treffpunkt: offener Treff für bisexuelle

Männer und Frauen 19h Treff im Café

Rathaus, ab 20.30h Bistro Marion

Agenda

19.30 z&h Schwule Studis an Uni & ETH:

z&h Nachtessen im HAZ-Centro, Sihlquai

67. Bei schönem Wetter irgendwo draussen.

Infos www.zundh.uzh.ch

20.00 H A Z - C ent ro: Schwubliothek, Schwule

Bücher- und ausgewählte Videoausleihe,

Sihlquai 67

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Prêt à danser.

DJ Marc S

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Prêt à danser. DJ

Qbass

FR 27. August

Ganze Schweiz

08.00 Les lacets roses: Gays Randos Genève

& Schuwa ba-wü. Wanderwochenende

Freiburger-Alpen bis 29.8. Infos über Orlando

052 232 54 90

Zürich

18.30 BaeroPolis Zürich: Zürcher Bären Treff im

Davis Pearl Bar, Birmensdorferstr. 83

19.30 G a yM ig s: schwule Migranten Treff im

HAZ-Centro, Sihlquai 67

20.00 Queertango Queer: Milonga für Schwule,

Lesben und ihre Freunde. Cafetin Buenos

Aires/El Artesano, Alfred-Escherstr. 23

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Chartstation. DJ

Romeo

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren Kick-Off!

SportsHeroes. Sports & Sneaks

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Electro College. DJ

Plus 1

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter

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