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Cruiser im September 2013

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CRUISER Edition <strong>September</strong> <strong>2013</strong><br />

Dieses Magazin ist schwul<br />

Photoprapher:<br />

Ohm Phanphiroj<br />

Film «Der Kreis»<br />

Offener Brief an Wlad<strong>im</strong>ir Putin<br />

Akzeptanz der Homosexualität<br />

Thomas Fuchs (SVP) <strong>im</strong> Interview<br />

Sinnesfreuden mit Queermeal<br />

Kjell M. Droz über Nacktheit<br />

Luis Bonfiglio, Laura Marling, Cher,<br />

Wentworth Miller, Ben Whishaw


Wo Persönlichkeiten Paare werden<br />

Florian T. und Daniel K.<br />

„Abenteuer finde ich woanders. Die wahre Liebe nur bei PARSHIP.“<br />

Auch Frauen<br />

finden bei<br />

gayPARSHIP<br />

eine passende<br />

Partnerin.<br />

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08.02.<strong>2013</strong> 10:37:12 Uhr


Russland 16 %<br />

Israel 40 %<br />

Libanon 18%<br />

Kanada 80 %<br />

Palästina 4 %<br />

Jordanien 3%<br />

England 76 %<br />

USA 60 %<br />

Deutschland 87%<br />

Türkei 9%<br />

Japan 54%<br />

Polen 42 %<br />

China 21 %<br />

Tschech. Republik 80%<br />

Frankreich 77 %<br />

Aegypten 3 %<br />

Südkorea 39 %<br />

Spanien 88%<br />

Mexico 61 %<br />

Italien 74 %<br />

Tunesien 2 %<br />

Griechenland 53%<br />

El Salvador 34 %<br />

Philippinen 73 %<br />

Pakistan 3 %<br />

Venezuela 51 %<br />

Uganda 4 %<br />

Malaysia 9 %<br />

Kenja 8 %<br />

Ghana 3 %<br />

Indonesien 3 %<br />

Brasilien 60 %<br />

Nigeria 1 %<br />

Bolivien 43 %<br />

Senegal 3 %<br />

Australien 79 %<br />

Chile 68 % Südafrika 32 %<br />

Argentinien 74 %<br />

Akzeptanz der Homosexualität in der Bevölkerung<br />

Nicht beschriftete Länder wurden<br />

in der Studie nicht miteinbezogen.<br />

Grafik: © www.ruthfeurer.ch<br />

Quelle: PEW research center, <strong>2013</strong><br />

CRUISER Edition <strong>September</strong> <strong>2013</strong><br />

Inhalt<br />

Editorial<br />

Schwerpunkt in dieser CR-Ausgabe ist der Umgang der Gesellschaft mit Schwulen und Lesben.<br />

Der Film «Der Kreis» zeigt, wie Schwule in der Nachkriegszeit in Zürich versteckt leben mussten.<br />

Thomas Fuchs sagt uns, wie die SVP zur LGBT-Comunity steht. Das Meinungsforschungsinstitut<br />

«Pew Research Center» deckt auf, inwieweit Schwule und Lesben weltweit akzeptiert werden. Aus<br />

Sorge über die Entwicklung in Russland schreiben wir einen offenen Brief an Wlad<strong>im</strong>ir Putin. Wir<br />

berichten aber auch unterhaltsam über Kultur, nackte Tatsachen und kulinarische Sinnesfreuden.<br />

Die Sinne anregen sollen auch die Bilder von Ohm Phanphiroj.<br />

Martin Ender, Verleger<br />

6<br />

«Der Kreis» kommt auf die Kinoleinwand<br />

Wie war das damals in der Zürcher Schwulenszene?<br />

13<br />

Interview mit dem Berner Grossrat Thomas Fuchs<br />

«Die SVP hat sich nie schwulenfeindlich verhalten!»<br />

14<br />

Weltweite Proteste gegen Russland<br />

Offener Brief an Russlands Präsidenten Wlad<strong>im</strong>ir Putin<br />

28<br />

Homosexualität, Gott und die Welt<br />

Was beeinflusst die Einstellung gegenüber Homos?<br />

30<br />

Die nackte Wahrheit<br />

Kjell M. Droz spricht über Nacktheit und Toleranz<br />

32<br />

Queermeal<br />

Kulinarische Sinnesfreuden unter Gays erleben<br />

News 4 • News Schweiz 9 • Prominent 10 • Szene 16<br />

Hot4You 18 • Fotostrecke 19 • Kultur 26 • Kolumne 31<br />

Raphael Biedermann 32 • Pia 34 • Dr. Gay 34 • Agenda 36<br />

3


News CRUISER Edition <strong>September</strong> <strong>2013</strong><br />

Internationale<br />

News<br />

4<br />

Berlin<br />

Politik und Sport gegen<br />

Homophobie<br />

Mit der «Berliner Erklärung» wollen Politiker<br />

und schwul-lesbische Organisationen ein «aktives<br />

Vorgehen gegen Homophobie auf allen<br />

Ebenen des Sports» erreichen. Zu den Erstunterzeichnern<br />

gehören neben Innenminister Hans-<br />

Peter Friedrich (CSU), Justizministerin Sabine<br />

Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) und Familienministerin<br />

Kristina Schröder (CDU) auch<br />

Wolfgang Niersbach, Chef des Deutschen Fussballbunds,<br />

sowie die Präsidenten der Fussballclubs<br />

FC Bayern und Werder Bremen. Christine<br />

Lüders, Leiterin der Antidiskr<strong>im</strong>inierungsstelle<br />

des Bundes, hofft, die Berliner Erklärung werde<br />

die Voraussetzungen für ein Kl<strong>im</strong>a schaffen,<br />

in dem das Coming-Out eines Bundesligafussballers<br />

ohne Angst möglich sein wird. Bernd<br />

Schachtsiek, Vorsitzender des Völklinger Kreises,<br />

forderte, die Aufmerksamkeit nicht nur auf<br />

den Profisport zu richten, sondern auch auf den<br />

Amateurbereich.<br />

Seligenstadt<br />

Geschichte gemacht am<br />

Traualtar<br />

Christoph und Rüdiger Z<strong>im</strong>mermann sind in<br />

die Geschichte eingegangen. Als erstes gleichgeschlechtliches<br />

Paar durften die beiden Männer<br />

in einer protestantischen Kirche in Hessen heiraten.<br />

Schon bisher konnten Homopaare ihre<br />

Liebe segnen lassen, eine kirchliche Trauung<br />

war ihnen jedoch verwehrt. Mit der Trauung<br />

von Homosexuellen zog die Evangelische Kirche<br />

Hessen und Nassau als erste evangelische<br />

Landeskirche in Deutschland die Konsequenz<br />

aus der «Orientierungshilfe» für Familien, die<br />

EKD-Ratsvorsitzender Nikolaus Schneider <strong>im</strong><br />

Juni der Öffentlichkeit vorgestellt hatte. Darin<br />

stellte Schneider die Homo-Ehe der traditionellen<br />

Ehe gleich. Das Papier wie auch die Trauung<br />

<strong>im</strong> hessischen Seligenstadt stiessen jedoch innerhalb<br />

wie ausserhalb der protestantischen<br />

Kirche auch auf Ablehnung und Kritik.<br />

Münster<br />

Freibrief für Homo-Feinde<br />

In Deutschland darf die Christliche Mitte weiterhin<br />

Homosexuelle als kranke Menschen bezeichnen,<br />

Schwule als «widernatürlich» diffamieren<br />

und pauschal für sechs Millionen<br />

Aids-Tote verantwortlich machen. Die Staatsanwaltschaft<br />

Münster hat ein Ermittlungsverfahren<br />

gegen Adelgunde Mertensacker, die Parteichefin<br />

der Christlichen Mitte (CM), eingestellt.<br />

Die Dortmunder Musikprofessorin habe mit<br />

ihren homofeindlichen Äusserungen die «Angehörigen<br />

des homosexuellen Bevölkerungsteils<br />

in Deutschland nicht in ihrem unverzichtbaren<br />

Kernbereich ihrer Persönlichkeit getroffen», befand<br />

die Staatsanwaltschaft. Das deutsche Onlinemagazin<br />

queer.de hatte Strafanzeige gegen<br />

Mertensacker und die Christliche Mitte gestellt.<br />

Sotschi<br />

Boykott oder Protest?<br />

Soll man die Olympischen Winterspiele 2014<br />

in Sotschi wegen der homophoben Gesetze in<br />

Russland boykottieren? Der britische Schriftsteller<br />

und Schauspieler Stephen Fry sagt dazu<br />

rundum Ja. Andere wollen die Spiele mit einem<br />

trotzigen «Jetzt erst recht» als Plattform für<br />

die schwul-lesbische Sache nutzen. Der offen<br />

schwule deutsche Grünenpolitiker Volker Beck<br />

spricht sich für «Zeichen des Protestes während<br />

der Spiele» aus. Der schwule Eisschnellläufer<br />

Blake Skjellerup aus Neuseeland will in Russland<br />

mit seiner sexuellen Präferenz nicht hinterm<br />

Berg halten. Das Internationale Olympische<br />

Komitee verspricht, dass auch Schwule<br />

und Lesben bei den Olympischen Winterspielen<br />

in Sotschi willkommen sind. Die Gay European<br />

Tourism Association (GETA) will die Spiele zu<br />

den «gayest games» machen. In einem Schreiben<br />

an das IOC forderte die GETA die Garantie, dass<br />

in Sotschi das Recht von Olympiabesuchern<br />

auf «friedliche Proteste» gegen Russlands Antischwulenpolitik<br />

gewahrt bleibt.<br />

Boston<br />

Glückliche Kinder dank Harmonie<br />

Die sexuelle Orientierung der Eltern spielt für<br />

das Wohlergehen von Adoptivkindern keine<br />

Rolle. Gleichgeschlechtliche Adoptiveltern können<br />

ebenso gut Kinder grossziehen wie traditionelle<br />

Eltern. Das ist das Resultat einer Studie<br />

der Psychologinnen Rachel Farr von der University<br />

of Massachusetts und Charlotte Patterson<br />

von der University of Virginia. Die Arbeit der<br />

beiden amerikanischen Wissenschaftlerinnen<br />

wurde <strong>im</strong> Fachmagazin «Child Development»


CRUISER Edition <strong>September</strong> <strong>2013</strong><br />

News<br />

veröffentlicht. Demnach ist die Qualität der<br />

Beziehung der Eltern wichtiger für das Kind als<br />

die sexuelle Orientierung. Verhaltensauffälligkeiten<br />

wie Aggressionen seien seltener bei<br />

Kindern, deren Eltern in einer harmonischen<br />

Beziehung lebten, erklärte Studienleiterin Rachel<br />

Farr. Welcher Elternteil welche Aufgaben<br />

übernehme, sei egal, solange die Erwachsenen<br />

sie <strong>im</strong> Konsens erfüllten.<br />

Sacramento<br />

Freie Klowahl als Bürgerrecht<br />

Transsexuelle an den Schulen Kaliforniens haben<br />

in Zukunft die freie Wahl bei Toiletten und<br />

Umkleidekabinen. Das hat der kalifornische Senat<br />

mit der deutlichen Mehrheit von 21 zu neun<br />

St<strong>im</strong>men beschlossen. Im Mai hatte bereits das<br />

Repräsentantenhaus den Gesetzentwurf verabschiedet.<br />

Die Zust<strong>im</strong>mung des demokratischen<br />

Gouverneurs Jerry Brown steht allerdings noch<br />

aus. Kalifornien ist der erste us-amerikanische<br />

Bundesstaat mit einer gesetzlichen Regelung<br />

der Nutzung von Toiletten durch Transsexuelle.<br />

Das Thema wird in den USA kontrovers diskutiert.<br />

Transsexuellen werden meistens durch<br />

Behörden und Polizei gezwungen, sich bei der<br />

Wahl öffentlicher Toiletten an ihrem biologischen<br />

statt an ihrem gefühlten Geschlecht zu<br />

orientieren.<br />

Mexiko<br />

Col<strong>im</strong>a sagt Ja zu Homo-<br />

Paaren<br />

Col<strong>im</strong>a hat Lebenspartnerschaften für<br />

Schwule und Lesben eingeführt. Das Regionalparlament<br />

des mexikanischen Bundeslands<br />

st<strong>im</strong>mte Anfang Juli mit überwältigender<br />

Mehrheit dem Gesetz zu. Nach dem<br />

nordmexikanischen Coahuila ist Col<strong>im</strong>a der<br />

zweite der insgesamt dreizehn mexikanischen<br />

Bundesländer mit einem Lebenspartnerschaftsgesetz<br />

für gleichgeschlechtliche<br />

Paare. Es gibt aber in Mexiko auch schon Regionen,<br />

in den Schwule und Lesben heiraten<br />

können. 2009 hatten Mexiko City und Anfang<br />

2012 Cancun und einige andere Touristenorte<br />

<strong>im</strong> Bundesland Quintana Roo die Homo-Ehe<br />

eingeführt. Laut einem Urteil des Obersten<br />

Gerichts müssen die Homo-Ehen <strong>im</strong> ganzen<br />

Land rechtlich anerkannt werden.<br />

Port-au-Prince<br />

Molotowcocktails statt Champagner<br />

Ein Mitarbeiter des Roten Kreuzes und sein haitianischer<br />

Lebenspartner wurden bei ihrer Verlobungsfeier<br />

in Port-au-Prince Opfer militanter<br />

Schwulenhasser. Ein aufgebrachter Mob griff<br />

die Gesellschaft mit Molotowcocktails an und<br />

bewarf sie mit Steinen. Mehrere Gäste der Verlobungsfeier<br />

wurden verletzt, zwei Autos in Brand<br />

gesetzt und die Fenster des Anwesens des Paares<br />

eingeworfen. Die Polizei konnte noch rechtzeitig<br />

eingreifen, um Schl<strong>im</strong>meres zu verhindern.<br />

Der Brite und sein Lebenspartner blieben unverletzt,<br />

meiden jedoch aus Angst vor weiteren<br />

homophoben Angriffen vorerst die Öffentlichkeit.<br />

Mitglieder protestantischer Kirchen skandierten<br />

bei einer Strassendemonstration «no<br />

to gay marriage in Haiti». Der karibische Inselstaat<br />

steht seit vielen Jahren in dem Ruf, extrem<br />

schwulenfeindlich zu sein.<br />

Sydney<br />

Ab auf die schwulenfeindliche<br />

Insel<br />

Australien gewährt Bootsflüchtlingen kein<br />

Asyl mehr. Flüchtlinge aus dem Irak, dem<br />

Iran, Sri Lanka und Afghanistan, die per Boot<br />

Australien zu erreichen versuchen, werden in<br />

Lagern in Papua Neuguinea interniert. Selbst<br />

ein positiver Bescheid des Asylantrags durch<br />

die australischen Behörden berechtigt nicht<br />

mehr zu einem Aufenthalt in Australien. Die<br />

Flüchtlinge werden stattdessen in Papua Neuguinea<br />

(PNG) angesiedelt. Das gilt auch für<br />

homosexuelle Asylbewerber, ungeachtet der<br />

Kr<strong>im</strong>inalisierung der Homosexualität und<br />

der Verfolgung von Homosexuellen <strong>im</strong> pazifischen<br />

Inselstaat. Sex zwischen Männern wird<br />

in PNG mit Gefängnis bedroht. Ein Sprecher<br />

der australischen Regierung erklärte, Australien<br />

beabsichtige nicht, von PNG eine Änderung<br />

seiner schwulenfeindlichen Politik<br />

zu verlangen.<br />

Singapur<br />

Mega-Pink-Dot<br />

Die Gay Pride in Singapur wird von Jahr zu<br />

Jahr grösser. Normalerweise sind Kundgebungen<br />

politischer Natur in dem mit «väterlicher»<br />

Strenge regierten Stadtstaat verpönt,<br />

solange sie nicht von der regierenden<br />

Peoples Action Party veranstaltet werden.<br />

Bei der jährlichen schwul-lesbischen Veranstaltung<br />

Pink Dot an der Speaker’s Corner<br />

<strong>im</strong> Hong L<strong>im</strong> Park machen die Behörden erstaunlicherweise<br />

eine Ausnahme. In diesem<br />

Jahr waren sensationelle 20 000 Menschen zu<br />

dem rosa Fest gekommen. Damit dürfte Pink<br />

Dot nach der Gay Pride in Taiwan das zweitgrösste<br />

schwul-lesbische Fest Asiens sein. Politische<br />

Forderungen wie nach der Entkr<strong>im</strong>inalisierung<br />

der Homosexualität in Singapur<br />

können bei Pink Dot jedoch nur verklausuliert<br />

erhoben werden.<br />

Manila<br />

Franziskus begeistert Homos<br />

Philippinische Schwulenorganisationen preisen<br />

die Worte von Papst Franziskus über die<br />

Akzeptanz von Schwulen und Lesben nach den<br />

«bösartigen Bemerkungen» seines Vorgängers<br />

als Durchbruch für eine grössere gesellschaftliche<br />

Akzeptanz von Homosexuellen. Die Philippinen<br />

sind ein mehrheitlich katholisches Land<br />

und inzwischen eines der wenigen Länder der<br />

Welt, in denen die Katholische Kirche noch über<br />

einen dominierenden gesellschaftspolitischen<br />

Einfluss verfügt. In einer Erklärung lobte die<br />

Progressive Organization of Gays in the Philippines<br />

(ProGay) auch die Stellungnahmen des<br />

neuen Papstes gegen Armut sowie politische<br />

und soziale Unterdrückung. ProGay lud den<br />

Papst ein, die «armen, arbeitslosen und unterbezahlten<br />

schwulen, lesbischen, bi- und transsexuellen<br />

Jugendlichen in den urbanen Zentren»<br />

zu besuchen. Der Papst hat angekündigt, Asien<br />

besuchen zu wollen.<br />

Hanoi<br />

Rosa Tupfer auf roter Fahne<br />

Anfang August zog zum zweiten Mal eine Gay<br />

Pride-Parade durch Hanoi. Mehr als dreihundert<br />

vietnamesische Schwule und Lesben hatten<br />

den Mut aufgebracht, für ihre Rechte und<br />

gegen Diskr<strong>im</strong>inierung zu demonstrieren. Demonstrationen<br />

gegen gesellschaftliche Missstände<br />

sind in der kommunistischen Volksrepublik<br />

Vietnam gefährlich. In diesem Jahr hat<br />

die Führung in Hanoi die Unterdrückung von<br />

Dissidenten verschärft. Eine grosse Zahl Blogger,<br />

die für Demokratie eintreten und Übel wie<br />

die weit verbreitete Korruption anprangern,<br />

wurde in diesem Jahr verhaftet und zu langjährigen<br />

Gefängnisstrafen verurteilt. Die Gay Pride<br />

blieb jedoch unbehelligt. Kritiker werfen der Regierung<br />

Vietnams vor, mit der Duldung der Gay<br />

Pride Schwule und Lesben zu benutzen, um sich<br />

ein liberales Image zu geben.<br />

5


Kino CRUISER Edition <strong>September</strong> <strong>2013</strong><br />

Erinnerungen für<br />

die Kinoleinwand<br />

Wie war das damals in der Zürcher Schwulenszene?<br />

Von Michi Rüegg<br />

Kreis-Übervater Rolf (Stephan Witschi, Mitte) stellt dem Ernst (Matthias Hungerbühler, links)<br />

den Kreis-Redaktor Felix (Anatole Taubman, rechts) vor.<br />

6


CRUISER Edition <strong>September</strong> <strong>2013</strong><br />

Kino<br />

Mit «Der Kreis» von Stefan<br />

Haupt entsteht derzeit ein<br />

Film über die Schwulenszene<br />

<strong>im</strong> Nachkriegs-Zürich.<br />

Im Mittelpunkt stehen zwei<br />

gut bekannte Zeitzeugen:<br />

Ernst Ostertag und Röbi<br />

Rapp. Sie sind gleichzeitig<br />

Erzähler und Figuren einer<br />

1,8 Millionen Franken teuren<br />

Mischung aus Fiktion<br />

und Dokumentarfilm.<br />

Es ist, als wäre man in eine Zeitmaschine gestiegen. Fesche GIs in allen<br />

Farben sitzen auf den Stühlen wie die Hühner auf der Stange. Die Kulisse<br />

passt, eine alte Fabrikhalle an der Glatt in Wallisellen. Die amerikanischen<br />

Soldaten warten zusammen mit anderen hübsch drapierten Statisten<br />

<strong>im</strong> Look der 50er-Jahre auf ihren Auftritt. Die Sonne scheint durch<br />

die grossen Fenster der alten Fabrik, zum Untergeschoss hat sie keinen<br />

Zutritt. Dort steht die Barfüsser-Bar. Nicht der Sushi-Tempel, in dem junge<br />

Frauen an Cosmopolitans nippend einen Blick auf Schwule werfen<br />

können. Es ist der alte Barfüsser, der <strong>im</strong> Jahr 1958, wie er nur noch auf<br />

Schwarzweissfotos und in der verblassenden Erinnerung alter Zürcher<br />

Schwuler existiert.<br />

Ein historischer Film entsteht hier in Wallisellen, daran besteht kein<br />

Zweifel. Mit den angekarrten Kostümen könnte man eine ganze Garnison<br />

einkleiden, ein Raum <strong>im</strong> Erdgeschoss ist mit Möbeln und Accessoires<br />

aus alten Zeiten so vollgestopft, dass man sich <strong>im</strong> Brockenhaus wähnt.<br />

Es sind zwei Geschichten, die hier erzählt werden. Die Geschichte zweier<br />

junger Männer, die sich kennen und lieben lernen. Und die Geschichte<br />

des schwulen Zürichs der Nachkriegszeit.<br />

Der junge Lehrer Ernst entdeckt an einem Fest des Kreises eine betörende<br />

Sängerin. Die Wette, dass es sich bei der hübschen Dame um eine Frau<br />

handelt, verliert er. Dafür gewinnt er ihr Herz, respektive seines. Es ist<br />

Röbi, der da auf der Bühne steht. Viele Jahre später werden sich Ernst Ostertag<br />

und Röbi Rapp als erstes gleichgeschlechtliches Paar auf Zürcher<br />

Boden das Ja-Wort geben – quasi, denn die «Willst du?»-Frage ist nicht Teil<br />

des Rituals, bei dem zwei Männer oder zwei Frauen verpartnert werden.<br />

Die erste Schwulenorganisation der Schweiz<br />

Bevor sich die beiden Senioren <strong>im</strong> neuen Jahrtausend ihren Lebenstraum<br />

erfüllen können, streift sie die wechselhafte Geschichte der Zürcher<br />

Schwulenszene der Nachkriegszeit. Eine Geschichte, die sie zu einem<br />

wesentlichen Teil mitgeprägt und später auch dokumentiert haben. Eine<br />

Geschichte von rauschenden Festen, abenteuerlichen Schmuggelaktionen,<br />

Mordfällen, Polizeirazzien, Hausdurchsuchungen und Verhaftungen.<br />

Es ist die Geschichte der ersten Schwulenorganisation der Schweiz,<br />

die weit über die Landesgrenzen hinaus strahlte: des berühmten Kreises.<br />

Daher auch der Titel.<br />

Dass «Der Kreis» überhaupt gedreht wird, ist <strong>im</strong> Wesentlichen Ivan Madeo<br />

zu verdanken. Der gebürtige Berner arbeitet seit sieben Jahren darauf<br />

hin. Er lernte Ernst und Röbi kennen, tauchte in ihre Geschichte ab<br />

und recherchierte, schuf erste Fassungen des Drehbuchs. Dann machte<br />

er sich zusammen mit seinem Produktionspartner Urs Frey und<br />

Regisseur Stefan Haupt auf die Suche nach der Finanzierung. 1,8 Millionen<br />

Franken brachten sie zusammen, hauptsächlich vom Schweizer<br />

Fernsehen und der Zürcher Filmstiftung, die das Projekt mit 600 000<br />

Franken unterstützt. Auch die Filmförderung des Bundes und diverse<br />

Stiftungen tragen zum Gelingen bei. 1,8 Millionen klingt zwar nach<br />

viel, «aber für einen historischen Film ist das wenig», erklärt Madeo.<br />

Der Aufwand sei ungemein grösser, allein in der Maske sässen die Darsteller<br />

drei bis viermal so lange wie normal.<br />

Ernst und Röbi <strong>im</strong> Original und gespielt<br />

Ernst und Röbi kommen <strong>im</strong> Film gleich doppelt vor. Einerseits sind sie<br />

selber Erzähler ihrer Geschichte, rund ein Viertel bis ein Drittel des Films<br />

wird dokumentarisch ausfallen. Im Spielfilmteil sind die beiden als junge<br />

Männer zu sehen, gespielt von zwei Schweizer Schauspielern. Einer<br />

davon ist der Basler Sven Schelker, Ensemblemitglied am Hamburger<br />

Thalia-Theater. Er spielt den jungen Röbi Rapp. «Der Kreis» ist sein erster<br />

Spielfilm. Dass er darin eine Figur verkörpert, die noch lebt, ist <strong>im</strong> Kino<br />

eher die Ausnahme. «Wir haben Röbi und Ernst ein paar Mal getroffen»,<br />

sagt Schelker. Dabei habe er so einiges mitbekommen, «aber ihn zu <strong>im</strong>itieren,<br />

wäre sicher der falsche Weg».<br />

Bei den Dreharbeiten zum Spielfilmteil sind der Original-Röbi und der echte<br />

Ernst in der Regel nicht dabei. «Alles andere wäre zu schwierig», findet<br />

der Produzent. «Sie haben uns <strong>im</strong> Vorfeld unglaublich viel Wissen mitgegeben»,<br />

so Madeo, «aber be<strong>im</strong> Dreh über jedes Detail zu sprechen, würde<br />

den Rahmen sprengen». Denn trotz Historie, ein Film braucht einen gewissen<br />

Spielraum, Fiktion bleibt <strong>im</strong>mer auch ein Stück Interpretation. Und<br />

so überrascht es Zeitzeugen vielleicht, dass die Barmaid der bekannten<br />

Mary’s Bar, in der nach dem Krieg so mancher junge Zürcher <strong>im</strong> Austausch<br />

für ein Päckchen Kaugummi mit einem amerikanischen Soldaten auf Urlaub<br />

in die Pfanne stieg – dass ebendiese Barmaid <strong>im</strong> Film plötzlich bei der<br />

Konkurrenz <strong>im</strong> Barfüsser auftaucht, verpflanzt und mit neuem Namen.<br />

Es ist eine Liebesgeschichte<br />

Dass er den Ansprüchen der Originalfigur nicht genügt, davor hat auch<br />

der Zürcher Matthias Hungerbühler, der den jungen Ernst Ostertag verkörpert,<br />

keine Angst: «Ernst n<strong>im</strong>mt alles sehr genau, aber ich habe deswegen<br />

keine schlaflosen Nächte». Ebenso wenig kümmert ihn, dass er, der wie<br />

sein Filmpartner selber nicht schwul ist, dem Publikum in dieser Rolle<br />

begegnet. «Sven und ich haben das Ziel, so gut zu sein, dass dem Publikum<br />

die sexuelle Ausrichtung der Figuren egal ist», gibt Hungerbühler zu Protokoll,<br />

und ergänzt: «Es ist eine Liebesgeschichte, egal ob hetero oder gay».<br />

Weniger egal war diese Frage in den Sechzigerjahren dem Zürcher Stadtrat.<br />

1960 liess der damalige SP-Finanzvorstand Adolf Maurer – Vater der<br />

späteren Polizeidirektorin Esther Maurer – einen Bericht über das homosexuelle<br />

Treiben erstellen. Das Lokal am Neumarkt war schliesslich in<br />

städtischem Besitz, da durfte man auf protestantische Ordnung hoffen.<br />

Auf Druck des damaligen Polizeivorstehers Albert Sieber sprach der Stadtrat<br />

dem Kreis ein Verbot der Tanzabende aus. Später wurde bekannt, dass<br />

der Beschluss mit 5 zu 4 St<strong>im</strong>men erfolgt ist, gegen den Willen des damaligen<br />

Stadtpräsidenten Emil Landolt, wie Ernst Ostertag auf der Website<br />

schwulengeschichte.ch schreibt.<br />

«Der Kreis» wartet mit interessanten Namen auf<br />

Nach den vergleichsweise liberalen Vierzigern und Fünfzigern brach für<br />

die Zürcher Schwulen mit den Sechzigerjahren eine Zeit der Repression an:<br />

7


Kino CRUISER Edition <strong>September</strong> <strong>2013</strong><br />

Polizeirazzien, Verhaftungen, Hausdurchsuchungen und Schwulenregister<br />

waren Ausdruck des Umgangs der Behörden mit den Zürcher Homosexuellen.<br />

Auch davon erzählt der Film. Die Polizeiuniformen für die Razzia-<br />

Szene hängen bereits <strong>im</strong> ersten Stock, zusammen mit etlichen Laufmetern<br />

weiterer historischer Kostüme, die meisten davon in Berlin geliehen.<br />

In den weiteren Rollen neben Matthias Hungerbühler (links): Marianne<br />

Sägebrecht als Röbis Mutter und Sven Schelker als Röbi Rapp.<br />

Neben den beiden Hauptdarstellern wartet «Der Kreis» mit interessanten<br />

Namen auf. So taucht «Out of Rosenhe<strong>im</strong>»-Legende Marianne Sägebrecht<br />

in der Rolle von Röbis deutschstämmiger Mutter auf. Ernsts Vater wird<br />

gespielt von Schauspielhaus-Altmeister Ueli Jäggi, die Rolle von Kreis-Redaktor<br />

Felix Schupp spielt der ehemalige Bond-Bösewichts-Assi Anatole<br />

Taubman. Und dann wären da noch die Statisten, ohne die der Film zum<br />

Kammerspiel werden würde. Deren Job besteht auf dem Set in erster Linie<br />

aus Warten. Wie viel Geduld sie bewiesen hatten, zeigte sich in der<br />

Massenszene eines Kreis-Balls. Über hundert Leute mussten 18 Stunden<br />

lang <strong>im</strong> Saal die Feiernden spielen, unter der Hitze der Scheinwerfer.<br />

«Der Einsatz der Statisten hat mich schlichtweg begeistert», sagt Madeo.<br />

Die leerstehende Halle auf dem Fabrikgelände in Wallisellen ist ein<br />

Glücksfall für die Produktion. Hier sind Büros, Lager und Studio in<br />

ein und demselben Gebäude untergebracht. Nur wenige Szenen kann<br />

die Crew an Originalschauplätzen drehen. Das meiste muss mühevoll<br />

nachgebaut werden. An Liebe zu Details mangelt’s den Ausstattern<br />

jedenfalls nicht. Die Tafel an der Wand zeigt Preise, bei denen<br />

einem heute die Tränen kommen, und die Sinalco-Flaschen werden<br />

mit Etiketten versehen, wie sie eben in den 50-ern ausgesehen haben<br />

vor dem leichten Facelift. Für ein paar der Aussendrehs musste<br />

die Zürcher Altstadt herhalten: «Dafür haben wir sehr viel Goodwill<br />

seitens der Polizei erhalten», meint Madeo. – Für die Akten: Von derselben<br />

Polizei, die einst Jagd auf die Männer der Zürcher Schwulenszene<br />

machte.<br />

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CRUISER Edition <strong>September</strong> <strong>2013</strong><br />

News Schweiz<br />

Network Kulturpreis<br />

2014<br />

Der Verein Network vergibt<br />

nächstes Jahr einen Kulturpreis<br />

in der Sparte Literatur.<br />

Die Förderung von schwuler Kultur ist ein Bedürfnis<br />

von Network, dem Verein von schwulen<br />

Führungskräften, Freiberuflern, Künstlern und<br />

Studenten. Dafür wurde 2001 der Kulturfonds ins<br />

Leben gerufen. Der damit verbundene Network-<br />

Kulturförder-Preis ist eine Auszeichnung für herausragende<br />

Leistungen zu Gunsten der Publikmachung<br />

schwuler Anliegen, <strong>im</strong> direkten Wirken in<br />

der «Gay-Community» oder zur Würdigung des<br />

künstlerisch Geschaffenen.<br />

Für das Jahr 2014 ist die «Literatur» an der Reihe.<br />

Network sucht bis Ende Oktober einen herausragenden<br />

literarischen Text eines Schweizers oder<br />

eines mit der Schweiz verbundenen Autors. Dessen<br />

Werk muss in den letzten drei Jahren publiziert<br />

worden sein oder unmittelbar vor der Publikation<br />

stehen. Eine schwule Thematik oder offen<br />

schwule Positionierung des Autors ist Voraussetzung.<br />

Zugelassen sind Werke in unseren Landessprachen<br />

(oder in eine Landessprache übersetzt).<br />

Der Preis beträgt 15 000 Franken. Die Preisübergabe<br />

ist für Ende Mai 2014 <strong>im</strong> Rahmen der Solothurner<br />

Literaturtage geplant. Einsendeschluss ist der<br />

31. Oktober <strong>2013</strong>.<br />

Das Werk ist in sieben Exemplaren zusammen<br />

mit einem kurzen Lebenslauf einzu senden an:<br />

David Streiff, Zürichstrasse 18, 8607 Aathal<br />

www.network.ch<br />

Ja zum neuen<br />

Epidemiengesetz<br />

Sollte das nationale HIV-Programm<br />

<strong>im</strong> Epidemiengesetz<br />

verankert werden, kann es<br />

langfristig gesichert werden.<br />

Am 22. <strong>September</strong> kommen in der Schweiz<br />

drei Vorlagen zur Abst<strong>im</strong>mung. Eine Gesetzesvorlage<br />

betrifft auch die Prävention von HIV<br />

und Geschlechtskrankheiten. Im sogenannten<br />

Epide miengesetz (EpG) ist neu das nationale HIV-<br />

Programm verankert. Das Programm bekämpft<br />

in der Schweiz auch die Diskr<strong>im</strong>inierung aufgrund<br />

sexueller Orientierung oder Geschlechtsidentität<br />

und macht die Aufklärung bezüglich<br />

HIV und sexuell übertragbarer Krankheiten für<br />

die Schweizer Schulen verbindlich. Ein «Ja» für<br />

das Epidemiengesetz kann das HIV-Programm<br />

langfristig sichern.<br />

Das nationale HIV-Programm ruft mit seinen<br />

Kampagnen die Safer-Sex-Regeln in Erinnerung<br />

und fördert den Zugang zu HIV-Tests, Information<br />

und Beratung. Auch die Aidshilfen und die<br />

Checkpoints sind dem Programm angegliedert.<br />

Unter anderem folgende Organisationen rufen<br />

zu einem «Ja» für das Epidemiengesetz auf: Pink<br />

Cross, LOS, Network, fels, Public Health Schweiz<br />

und die Interessengruppe für eine vernünftige<br />

Sexualkunde.<br />

Weitere Informationen unter:<br />

www.jazumepg.ch<br />

Russischer<br />

Wodka: Boykott<br />

Immer mehr Schweizer<br />

Gay-Betriebe boykottieren russischen<br />

Wodka.<br />

Wie der Tages-Anzeiger <strong>im</strong> August berichtete, reagieren<br />

die Zürcher Gay-Bars auf das umstrittene<br />

Gesetz gegen die «Homosexuellen-Propaganda»<br />

in Russland: Sie streichen den russischen Wodka<br />

aus ihrem Sort<strong>im</strong>ent. Laut dem Bericht verzichten<br />

bislang der Barfüsser, die Dynasty-Bar sowie<br />

die Platzhirsch-Bar auf Hochprozentiges aus dem<br />

Putin-Land. Weitere Bars sollen folgen.<br />

Die Cranberry-Bar geht dabei noch einen Schritt<br />

weiter und kennzeichnet die von nun an unbenutzten<br />

Flaschen mit dem Vermerk «Please boycott<br />

Russian Wodka». Mitbesitzer Jvan Paszti will<br />

damit laut dem «Tages-Anzeiger» ein Zeichen setzen.<br />

Die Gäste sollen realisieren, dass jeder etwas<br />

gegen das Gesetz in Russland tun kann. Auch an<br />

der Gaywest-Party in Bern wurde öffentlich zum<br />

Boykott gegen das russischen Wässerchen aufgerufen.<br />

So erklärte Organisatorin Amal Chaoui<br />

gegenüber dem «Bund», dass «alle Gay-Bars keine<br />

russischen Getränke mehr ausschenken sollen».<br />

Der Bums-Baum<br />

Neben dem «Täschli-Gate» war<br />

besonders der Zürcher «Bums-<br />

Baum» ein Sommerloch-Thema.<br />

Bevor US-Moderatorin Oprah Winfrey zu Promotionszwecken<br />

die Rassismuskeule gegen eine<br />

Zürcher Luxus-Boutique schwang und dies weltweit<br />

zum sogenannten «Täschli-Gate» mutierte,<br />

hielt zumindest in Zürich der «Bums-Baum» den<br />

Blätterwald in Atem. Und es rauschte ganz gewaltig:<br />

In den Fokus der Aufmerksamkeit geriet<br />

die Klopstockwiese, welche trotz neuen Medien<br />

in schwulen Kreisen noch heute als angesagte<br />

Cruising-Area gilt. Besonders die Gegend rund<br />

um eine über 50jährige Mirabelle wurde zum<br />

kleinen Sommerskandal. Vom «Blick am Abend»<br />

flugs als «Bums-Baum» betitelt, schaffte es die «aktivste<br />

Outdoorszene von Zürich» auch in den «Tages-Anzeiger»,<br />

der das Gewächs als riesigen «Bio-<br />

Darkroom» und «gigantische Vulva» bezeichnete.<br />

Während sich einige Anwohner ob dem nächtlichen<br />

Treiben verunsichert oder gar angewidert<br />

fühlen, weiss jedoch der «Blick am Abend» laut<br />

einem Informanten, dass einige «hippe Gays» nur<br />

wegen diesem Baum in das ansonsten eher ruhige<br />

Enge-Quartier ziehen.<br />

Checkpoint <strong>im</strong><br />

Gespräch<br />

Die Veranstaltungsreihe widmet<br />

sich <strong>im</strong> <strong>September</strong> dem<br />

Rauchen.<br />

«Checkpoint <strong>im</strong> Gespräch» wird ab <strong>September</strong> wieder<br />

jeden letzten Freitag <strong>im</strong> Monat stattfinden. Am<br />

27. <strong>September</strong> stehen die Raucher in der Pflicht: Im<br />

Zürcher Restaurant Bubbles werden Gründe und<br />

Vorgehen präsentiert, wie man der Sucht Einhalt<br />

gebieten kann. Noch <strong>im</strong>mer steht das Rauchen in<br />

enger Verbindung zu einem gewissen Lifestyle der<br />

Szene, oft ungeachtet der gesundheitlichen Schäden,<br />

besonders, wenn der Raucher auch mit HIV infiziert<br />

ist. Der Vortrag von Patrick Weber beginnt<br />

um 19 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich<br />

Restaurant Bubbles<br />

Freitag, 27. <strong>September</strong>, ab 18 Uhr<br />

Verlosung<br />

FUCK POSITIVE-Sommertuch zu gewinnen!<br />

Das l<strong>im</strong>itierte Sommertuch, bekannt von Rothirsch, ist ein luftiges und hochwertiges<br />

Tuch aus 100 % Baumwolle und kann vielseitig eingesetzt werden, zum Beispiel als Badituch,<br />

Hammamtuch, Stola, Pareo oder sogar als Tischtuch.<br />

Das Tuch ist 90x180cm gross und in fünf sommerlichen Farben erhältlich. Ein kleines<br />

FUCK POSITIVE-Label schmückt die Rückseite.<br />

CR verlost insgesamt zehn Tücher!<br />

Mail an info@cruiser.ch mit dem Vermerk «Sommertuch»<br />

9


Prominent CRUISER Edition <strong>September</strong> <strong>2013</strong><br />

Cher<br />

Wentworth Miller<br />

Ein russisches Filmfestival wollte den TV-Star<br />

Wentworth Miller (41, Prison Break) nach St.<br />

Petersburg einladen. Dieser reagierte in aller<br />

Öffentlichkeit und outete sich dabei gleich als<br />

homosexuell: «Als jemand, der Russland früher<br />

gerne besucht hat und auch russische Vorfahren<br />

hat, würde ich gerne zusagen. Allerdings:<br />

Als homosexueller Mann muss ich absagen.»<br />

Dass Miller auf Männer steht, war bislang ein<br />

offenes Gehe<strong>im</strong>nis. Nun, da seine Neigung offiziell<br />

ist, findet er auch klare Worte zur Situation<br />

in Russland: «Ich bin zutiefst erschüttert von der<br />

Haltung gegenüber homosexuellen Männern<br />

67 und kein bisschen leise: Pop-Diva Cher meldet<br />

sich in diesen Wochen fulminant zurück.<br />

Nach elfjähriger Pause veröffentlicht die US-<br />

Sängerin <strong>im</strong> Oktober ihr mittlerweile 25. Studioalbum<br />

«Closer to the Truth». Cher kündigte<br />

das Album schon länger an, jedoch wurde<br />

es aus bis dato unbekannten Gründen <strong>im</strong>mer<br />

wieder verschoben. Ebenso die aktuelle Single<br />

«Womans World». Ungewohnt heftige Elektro-<br />

Beats sollen Cher zu einem Hit wie «Believe»<br />

aus dem Jahre 1998 verhelfen. Schliesslich geht<br />

auch eine Ikone wie Cher mit der Zeit. Und was<br />

Madonna recht ist, kann Cher nur billig sein. Sie<br />

gibt sich gewohnt jugendlich und überrascht<br />

<strong>im</strong> neuen Musikvideo mit einer Vielzahl an<br />

Outfits und Perücken – eine davon besteht aus<br />

lauter Zeitungsschnipseln. Als fleischgewordener,<br />

anonymer Brief besingt sie die Herrschaft<br />

der Frauen. Das wäre auch ganz ok, nur leider<br />

stammt «Womans World» aus der Feder von drei<br />

Männern: Paul Oakenford, Matt Morris und Anthony<br />

Crawford. Dies entpuppt den musikalischen<br />

Feminismus als reine Fassade. Und für<br />

Cher ist die neue CD wohl auch so etwas wie ein<br />

Hobby. Laut Wikipedia gilt sie mit einem Vermögen<br />

von 750 Millionen Dollar als «reichste<br />

Künstlerin der Welt», alleine ihre Kunstsammlung<br />

wird vom «Forbes Magazin» auf 200 Millionen<br />

Dollar geschätzt. Immerhin macht dies<br />

deutlich, dass sich Cher nicht des Geldes wegen<br />

erneut <strong>im</strong> Markt positioniert. Weiterhin bleibt<br />

auch die Hoffnung auf ein Wiedersehen mit<br />

Luis Bonfiglio<br />

Be<strong>im</strong> CSD in Konstanz wurde auch das «Gay Model<br />

of the Year <strong>2013</strong>» gewählt: Luis Bonfiglio (25)<br />

machte das Rennen und repräsentiert seither<br />

die schwule Schweiz. Das Label «Gay Model of<br />

the Year» wurde von der Nouba Events GmbH ins<br />

Leben gerufen. Nach dem Scheitern der «Mr. Gay<br />

Switzerland»-Wahlen ist dies eine willkommene<br />

Alternative. Besonders, da Stephen Bitterlin,<br />

der Mr. Gay 2011, nun endgültig genug von diesem<br />

Amt hat (CR berichtete). Ein Model ist zwar<br />

kein Mister, aber diese Grenzen sind bekanntlich<br />

ziemlich verschwommen. Trotzdem, neben<br />

und Frauen durch die russische Regierung.»<br />

Weiter schrieb Miller in seiner Absage, er habe<br />

kein Interesse an einem Festival, das in einem<br />

Land stattfindet, in dem Menschen wie er «systematisch<br />

daran gehindert werden, frei zu leben<br />

und zu lieben». Eine Welle der Sympathie erreichte<br />

Miller nach seinem Statement, welches<br />

die Organisation GLAAD (Gay & Lesbian Alliance<br />

Against Defamation) stolz auf ihrer Webseite<br />

veröffentlichte. Miller gelang der internationale<br />

Durchbruch mit einer Hauptrolle 2006<br />

in der Serie «Prison Break», die bis 2009 gedreht<br />

wurde. Danach wurde es etwas ruhig um ihn.<br />

Neben Milla Jovovich war er noch in «Resident<br />

Evil: Afterlife» zu sehen. Für den Horrorfilm<br />

«Stoker» (<strong>2013</strong>) mit Nicole Kidman schrieb er<br />

erstmals das Drehbuch.<br />

10<br />

© pd<br />

© Warner Music<br />

Cher als Schauspielerin bestehen. Die Nebenrolle<br />

in «Burlesque» (2010) war nett, doch die Fans<br />

wünschen sich weitere warmherzige Filme wie<br />

«Mermaids» oder «Moonstruck». Für Letzteren<br />

erhielt Cher 1987 den Oscar als beste Hauptdarstellerin.<br />

(dd)<br />

© Nouba Events<br />

einem attraktiven Äusseren wurden bei der<br />

Wahl auch die Persönlichkeit sowie der Community-Faktor<br />

bewertet. Die Organisatoren legten<br />

grossen Wert darauf, dass ein «Gay Model»<br />

auch einen gewissen Vorbild-Charakter hat.<br />

Den hat offenbar Luis Bonfiglio. Jury und Organisatoren<br />

sind nach eigener Aussage stolz, dass<br />

mit ihm ein talentierter und engagierter junger<br />

Mann gewählt wurde. Er habe die Jury <strong>im</strong> Finale<br />

durch seinen Charme, gutes Aussehen und seine<br />

Talentshow begeistert. Eine Show, die es in<br />

sich hatte: In nur 90 Sekunden kreierte er auf<br />

einer zwei Meter grossen Leinwand eine Mode-<br />

Skizze für ein extravagantes Abendkleid. Auch<br />

wenn Luis Bonfiglio <strong>im</strong> Hauptberuf Modedesigner<br />

ist, ist das doch eine grossartige Leistung.<br />

Und er kann sich gewiss sein, dass sein Fashion-<br />

Talent eine glorreiche Zukunft verspricht. Als<br />

«Gay Model» konnte er bislang international<br />

nicht überzeugen: Bei der Wahl zum «Mr. Gay<br />

Europe» Ende Juli in Prag gewann Luis Bonfiglio<br />

in keiner Kategorie. Auch keinen Titel gab<br />

es bei der «Mr. Gay World-Wahl» wenige Tage<br />

später in Belgien. Was soll’s, dabei sein ist alles.<br />

Ausserdem lebt unser «Gay Model» bereits<br />

seinen Traum durch sein Label «Luis Bonfiglio<br />

Couture», wie er auf Facebook berichtet. (dd)


CRUISER Edition <strong>September</strong> <strong>2013</strong><br />

Prominent<br />

Lovelace<br />

Anna Netrebko<br />

Die Russin Anna Netrebko (42) gilt als die grösste<br />

Diva, welche die Oper derzeit bieten kann. Zudem<br />

hat die Sopranistin den Ruf weg, eine flammende<br />

Befürworterin von Präsident Wlad<strong>im</strong>ir<br />

Putin zu sein. Allerdings ist laut Pressberichten<br />

unklar, ob Anna Netrebko auch wirklich<br />

die politische Linie des russischen Präsidenten<br />

versteht. Ihr Mentor, der Dirigent Valery Gergiev,<br />

steht hinter dem jüngsten Wahlaufruf,<br />

den die Opern-Diva unterzeichnete, um Putin<br />

Ben Whishaw<br />

«Q» ist schwul» – so kurz liesse sich die folgende<br />

Nachricht zusammenfassen. Aber wir schreiben<br />

gerne ein bisschen mehr. Schauspieler Ben<br />

Whishaw (32), bekannt aus dem jüngsten Bond-<br />

Film «Skyfall» als Tüftler «Q», sowie für seine<br />

Rolle als Mörder in «Das Parfüm» avancierte<br />

seit geraumer Zeit zu einem he<strong>im</strong>lichen Objekt<br />

der Begierde in der Gay-Community. Im August<br />

dann die Überraschung: Der Brite outete sich<br />

als schwul. Doch bevor sich nun alle Fans zarte<br />

Hoffnungen auf den smarten Schauspieler machen<br />

– er ist bereits vergeben. Vielleicht fühlte<br />

sich Ben Whishaw ob all der Liebesbriefe genötigt,<br />

den Schritt an die Öffentlichkeit zu gehen?<br />

Egal, er dürfte wohl auch genug von all den<br />

Spekulationen gehabt haben. Wobei er dazu,<br />

ganz wie ein waschechter Hollywood-Star, einen<br />

Sprecher benötigte. Dieser erklärte der britischen<br />

Website «dailymail.co.uk»: «Aufgrund<br />

der Spekulationen kann ich bestätigen, dass<br />

sich Ben seit August 2012 in einer eingetragenen<br />

Lebenspartnerschaft befindet. Das Paar ist<br />

stolz darauf und sehr glücklich». Laut der Stellungnahme<br />

ist Ben mit dem australischen Komponisten<br />

Mark Bradshaw zusammen. Weiter<br />

hiess es, dass Ben seine Sexualität nie versteckt<br />

habe, er zog es jedoch vor, wie so viele andere<br />

Schauspieler auch, nicht über sein Privatleben<br />

zu sprechen. Ob Ben Whishaw auch 2015 wieder<br />

© pd<br />

Die Geschichte rund um den erfolgreichsten<br />

Pornofilm aller Zeiten kommt in die Kinos: «Lovelace»<br />

– sozusagen Hollywoods Antwort auf<br />

«Feuchtgebiete». Zur Erinnerung: Als 1972 der<br />

Schmuddel-Streifen «Deep Throat» in die Kinos<br />

kam, der die damals «sensationelle Begabung<br />

zum Oralverkehr» in den Mittelpunkt stellte,<br />

standen die Konservativen Kopf – und das Publikum<br />

Schlange. Hauptdarstellerin Linda Lovelace<br />

avancierte zum Star und verteidigte den<br />

Film vehement gegen die Kritik. Später der Sinneswandel:<br />

Linda Lovelace schrieb 1980 in ihrer<br />

Autobiographie «Die Wahrheit über Deep Throat»<br />

von dunklen Machenschaften hinter der<br />

Kamera. Allerdings war ebenso offensichtlich,<br />

dass Linda Lovelace zum Spielball zwischen feministischen<br />

Gruppen und der Porno-Industrie<br />

mutierte. Sie starb 2002 an den Folgen eines<br />

Autounfalls. Diese spannende Geschichte wurde<br />

nun mit «Mamma-Mia»-Maus Amanda Seyfried<br />

medienwirksam verfilmt. «Lovelace» ist<br />

ferner ein Prestige-Projekt mit einem Budget<br />

von «nur» zehn Millionen Dollar. Ein Schnäppchen<br />

für Hollywood. Diverse Stars liessen es<br />

sich nicht nehmen, ihren makellosen Namen<br />

mit etwas «Porno» zu bestäuben. So spielen u.a.<br />

Sharon Stone, Robert Patrick oder James Franco<br />

gewichtige Rollen. Die Besetzungsliste musste<br />

jedoch <strong>im</strong>mer wieder geändert werden. Ursprünglich<br />

sollte Skandalnudel Lindsay Lohan<br />

die Titelrolle spielen, musste jedoch wegen einer<br />

Entziehungskur durch Amanda Seyfried<br />

ersetzt werden. Auch eine andere Schauspielerin<br />

wurde wegen Suchtproblemen von der Liste<br />

gestrichen: Demi Moore. Die Aktrice sollte die<br />

Frauenrechtlerin Gloria Steinem verkörpern.<br />

Ersetzt wurde Moore durch Sarah Jessica Parker.<br />

Dummerweise wurde ihre Szene in der Endfassung<br />

von «Lovelace» rausgeschnitten. Vergebene<br />

Liebesmüh. Ein Schweizer Kinostart steht noch<br />

nicht fest. (dd)<br />

© Deutsche Grammophon<br />

an der Macht zu halten. Seit Putin aber das Gesetz<br />

gegen Homopropaganda unterzeichnete,<br />

wird auch Anna Netrebko mit unbequemen<br />

Fragen konfrontiert. Seither befindet sich die<br />

Diva in Erklärungsnot. Besonders, da die Sängerin<br />

Ende <strong>September</strong> in der Metropolitan-Opera<br />

in New York mit Tschaikowsky und dessen «Eugen<br />

Onegin» die Saison eröffnet. Brisant, denn<br />

es gilt als belegt, dass der russische Komponist<br />

Tschaikowsky schwul war. Mehr noch, die Regisseurin<br />

des Stücks, Deborah Warner, ist eine<br />

bekennende Lesbe, und der Sänger der Titelrolle,<br />

der polnische Bariton Mariusz Kwiecien, soll<br />

mit seinem Manager zusammenleben. Nun reagierte<br />

Anna Netrebko auf den zunehmenden<br />

Druck mit einem Statement auf ihrer Facebook-<br />

Seite: «Als eine Künstlerin ist es mir eine grosse<br />

Freude, mit all meinen wunderbaren Kollegen<br />

zu arbeiten – ungeachtet von deren Rasse, Nationalität,<br />

Religion, Geschlecht oder der sexuellen<br />

Orientierung. Ich habe niemals und werde niemals<br />

jemanden diskr<strong>im</strong>inieren.» (dd)<br />

© pd<br />

den «Q» spielen wird ist unklar. In einem Interview<br />

aus dem Jahre 2012 gab der Schauspieler<br />

zu, dass er in technischen Belangen hoffnungslos<br />

unbegabt sei. Aber dafür ist er ein ausgezeichneter<br />

Schauspieler. (dd)<br />

11


ZURICH PLACES // gaycity.ch<br />

STAUFFACHERSTRASSE<br />

8<br />

HOHLSTRASSE<br />

BÄCKERANLAGE<br />

14<br />

LANGSTRASSE<br />

MILITÄRSTRASSE<br />

LAGERSTRASSE<br />

9<br />

13 4 17<br />

PLATZSPITZ<br />

MUSEUMSSTRASSE<br />

HAUPTBAHNHOF<br />

3 14 17<br />

Walche-Brücke<br />

17<br />

4<br />

13<br />

8<br />

15<br />

SEEBAHNSTRASSE<br />

2 3<br />

KALKBREITENSTRASSE<br />

11 12<br />

ENGELSTRASSE<br />

BADENERSTRASSE<br />

10<br />

13<br />

2 3<br />

LANGSTRASSE<br />

HELVETIAPLATZ<br />

8<br />

STAUFFACHERSTRASSE<br />

9 14<br />

STAUFFACHER<br />

2 3 9 14<br />

8<br />

KASERNENAREAL<br />

KASERNENSTR.<br />

Sihlbrücke<br />

Sihl<br />

3 14 3 14<br />

GESSNERALLEE<br />

2 9<br />

13<br />

BAHNHOFSTRASSE<br />

13<br />

LINDENHOF<br />

Bahnhofbrücke<br />

Rudolf-Brun-<br />

Brücke<br />

4<br />

15<br />

LIMMATQUAI<br />

1<br />

CENTRAL<br />

4 3 5 6<br />

15 7 10<br />

NIEDERDORFSTRASSE<br />

7<br />

3 5<br />

4<br />

6<br />

SEILERGRABEN<br />

2<br />

9 14<br />

9 14<br />

BIRMENSDORFERSTRASSE<br />

Stauffacherbrücke<br />

8<br />

PARADEPLATZ<br />

2 9 6 7<br />

8 13 11<br />

Münsterbrücke<br />

Rathausbrücke<br />

4<br />

15<br />

4<br />

15<br />

BAHNHOFSTRASSE<br />

L<strong>im</strong>mat<br />

8 13<br />

BELLEVUE<br />

4 15 5<br />

2 9 8 11<br />

A1<br />

2 9 8<br />

Quaibrücke<br />

10 herr grün<br />

BLUMEn & GESTALTUnG<br />

Badenerstrasse 131<br />

www.herrgruen.ch<br />

1 cranberry<br />

BAR<br />

Metzgergasse 3<br />

www.cranberry.ch<br />

6 Macho<br />

CITY SHoP<br />

Häringstrasse 16<br />

www.macho.ch<br />

11 Moustache<br />

DIE SAUnA FÜR MÄnnER<br />

Engelstrasse 4<br />

www.moustache.ch<br />

(nachtsauna jeden Fr / Sa)<br />

12 huusMaa<br />

KAFI – RESCHTI – BAR<br />

Badenerstrasse 138<br />

www.huusmaa.ch<br />

2 tiPtoP bar<br />

SCHLAGER – DRInK – TREFF<br />

Seilergraben 13<br />

www.tip-top-bar.ch<br />

3 Paragonya<br />

WELLnESS CLUB<br />

Mühlegasse 11<br />

www.paragonya.ch<br />

7 johanniter<br />

RAUCHER LoUnGE<br />

Zähringerstrasse 33<br />

www.johanniter.com<br />

8 leonhardsaPotheke<br />

Stampfenbachstr. 7<br />

www.leonhards.apotheke.ch<br />

13 ZahnarZt aM<br />

helvetiaPlatZ<br />

Langstrasse 20<br />

www.zahn-arzt.ch<br />

043 243 80 00<br />

14 les garÇons<br />

BAR / TAnZBAR<br />

Kernstrasse 60<br />

(ab Herbst <strong>2013</strong> täglich geöffnet)<br />

4 Predigerhof<br />

BISTRo – BAR<br />

Mühlegasse 15<br />

www.predigerhof.ch<br />

5 the dynasty club<br />

3 BARS – 1 EnTRAnCE<br />

Zähringerstrasse 11<br />

www.dynastyclub.ch<br />

9 checkPoint<br />

GESUnDHEITSZEnTRUM<br />

Konradstrasse 1<br />

www.checkpoint-zh.ch<br />

044 455 59 10<br />

Interesse in diesem Inserat aufgeführt zu sein? Anfrage bitte an: info@zbiro.ch<br />

Design: fraudiethelm.ch


CRUISER Edition <strong>September</strong> <strong>2013</strong><br />

Politik<br />

«Die SVP hat sich<br />

nie schwulenfeindlich<br />

verhalten!»<br />

Dossier: Das <strong>September</strong>-Interview<br />

mit Berner Grossrat<br />

Thomas Fuchs (SVP).<br />

Von Lola-Sara Arnold Korf<br />

Mit viel Verve wird die SVP<br />

durch sämtliche politischen<br />

Schlammgruben gezogen. Erstaunlich<br />

ist das nicht: Die<br />

Partei und ihre Exponenten<br />

stossen besonders die LGBT-<br />

Community <strong>im</strong>mer wieder vor<br />

den Kopf. Nun wehrt sich die<br />

stärkste Partei der Schweiz und<br />

gibt sich offen, wenn es um<br />

Akzeptanz und Toleranz in der<br />

Schweizer Gesellschaft geht.<br />

Jahrzehntelang galt die SVP in der Schwulenszene<br />

als nicht wählbar. Die allseits bekannten<br />

Werte, Parolen und Kampagnen der wählerstärksten<br />

Partei der Schweiz galten als unvereinbar<br />

mit der Lebensauffassung von Schwulen<br />

und Lesben. Als jüngstes Beispiel gilt die Aussage<br />

von Jean-Claude Carreira der jungen SVP.<br />

Dieser attackierte noch <strong>im</strong> Juni verbal die Besucher<br />

der Pride und bezeichnete sie als «Linkswähler».<br />

Solche Aussagen sind der Grund, warum<br />

die SVP in der Szene oft stigmatisiert wird.<br />

Dabei wären wirtschaftsfreundliche Schwule<br />

laut der SVP bei der grössten Partei gut aufgehoben.<br />

Dies meint zumindest Grossrat und Alt<br />

Nationalrat Thomas Fuchs (47). Wir haben den<br />

bekennenden Homosexuellen zur SVP und deren<br />

angeblichen Toleranz befragt.<br />

CR-Magazin: Traditionell wird die SVP politisch<br />

als schwulenfeindlich eingestuft.<br />

Kommt dies daher, weil die Partei<br />

die traditionellen Werte hochleben<br />

lässt?<br />

THOMAS FUCHS: Es gibt leider viele<br />

Leute, die der SVP <strong>im</strong>mer<br />

wieder alles Mögliche und Unmögliche<br />

unterstellen. Tatsache<br />

ist aber, dass sich die SVP<br />

nie schwulenfeindlich verhalten<br />

hat. Die Unterstützung und<br />

Förderung der traditionellen Familie<br />

ist keine Kampfansage gegen<br />

andere Lebensformen, wie<br />

dies einige offenbar vermuten<br />

oder behaupten. Meist kommen<br />

die Vorwürfe zudem von Leuten,<br />

die sich sonst als tolerant<br />

und weltoffen<br />

«verkaufen». Hier<br />

würde ich mehr<br />

Solidarität verlangen,<br />

wenn<br />

schon die Prioritäten<br />

auf diese<br />

Themen gelegt<br />

werden.<br />

Ist die Homosexuali-<br />

tät für die SVP überhaupt ein relevantes Thema?<br />

Die SVP hat als Partei andere Schwerpunkte,<br />

wie ein «nein» zu einem EU-Beitritt, tiefere Steuern,<br />

keine neuen Gebühren, ein unabhängiger<br />

und neutraler Staat und eine glaubwürdige<br />

Landesverteidigung. Das heisst aber nicht, dass<br />

alle anderen Themen nicht relevant sind. Als<br />

grösste Partei des Landes n<strong>im</strong>mt die SVP auf<br />

Wunsch zu allen Fragen Stellung. Wirtschaftsfreundlich<br />

eingestellte schwule Wähler lassen<br />

sich nicht davon abhalten, die SVP zu wählen.<br />

Ist die jahrelange Stigmatisierung und Polarisierung<br />

innerhalb der Reihen der SVP Vergangenheit?<br />

Ich denke schon, dass die Leute in der SVP sowie<br />

unsere Wähler wissen, dass man die Menschen<br />

nach deren Fähigkeiten und Leistungen beurteilt<br />

und nicht nach deren sexuellen Neigungen.<br />

Für Christoph Blocher war dies schon <strong>im</strong>mer<br />

so. Es erstaunt nicht, dass in Biel mit Beat<br />

Feurer erstmals seit vielen Jahren wieder ein<br />

Gemeinderat in die Exekutive gewählt wurde.<br />

Der SVPler ist gleichzeitig auch Präsident der<br />

GaySVP Schweiz. In Bern stellt die SVP mit dem<br />

schwulen Stadtratspräsident Rudolf Friedli sogar<br />

den höchsten Stadtberner und wahrscheinlichen<br />

künftigen Parteipräsidenten.<br />

Die SVP selbst positionierte sich jedoch nie<br />

eindeutig be<strong>im</strong> Thema LGBT. Ist es das alleinige<br />

Privileg der Linken, schwulenfreundlich<br />

zu sein?<br />

Dieses Gefühl habe ich schon seit<br />

Jahren. Gewisse Linke meinen, sie<br />

alleine hätten den Anspruch auf<br />

Schwulenfreundlichkeit. Gegenüber<br />

Schwulen aus bürgerlichen<br />

Parteien betreiben sie dann eine<br />

Hetze, die widerlich ist.<br />

(Fortsetzung auf Seite 15)<br />

Thomas Fuchs, Berner Grossrat © pd<br />

13


Politik CRUISER Edition <strong>September</strong> <strong>2013</strong><br />

Weltweite Proteste<br />

gegen Russland<br />

Offener Brief an Russlands<br />

Präsidenten Wlad<strong>im</strong>ir Putin<br />

Von Martin Ender<br />

Das Thema «Russland und<br />

die Homosexualität» ist breit<br />

in allen Medien abgehandelt<br />

worden. Nach der Einführung<br />

menschenrechtswidriger Gesetze<br />

werden Boykotte gegen<br />

die Winterspiele in Sotschi erwogen.<br />

CR richtet sich in dieser<br />

Situation mit einem offenen<br />

Brief an Wlad<strong>im</strong>ir Putin.<br />

Sehr geehrter Herr Putin,<br />

der Umgang mit Schwulen und Lesben durch<br />

den Staat in Ihrem Land beunruhigt mich zutiefst.<br />

Die jüngst veröffentlichte Studie des USamerikanischen<br />

Meinungsforschungsinstituts<br />

«Pew Research Center» zeigt auf, dass weltweit<br />

die Gleichstellung Homosexueller <strong>im</strong>mer weiter<br />

voranschreitet und die Akzeptanz in der Bevölkerung<br />

zun<strong>im</strong>mt. In über 80 Ländern aber<br />

ist Homosexualität noch <strong>im</strong>mer kr<strong>im</strong>inalisiert,<br />

und – ein Sonderfall – neuerdings wieder verstärkt<br />

in Ihrem Land. Jede sachliche Aufklärung,<br />

welche die ablehnende Haltung in der<br />

Bevölkerung ändern könnte, wird durch neue<br />

Gesetzgebungen bewusst unterbunden.<br />

<br />

© Sochi<br />

Fallen die Winterspiele in Sotschi 2014 aufgrund Russlands neuer Homophobie ins Wasser?<br />

In der Regel stellen sich vor allem die Menschen<br />

in stark religiös geprägten Ländern gegen die<br />

Homosexualität. Wie kommt es aber, dass in<br />

Ihrem Land, in dem das Volk nach Jahrzehnten<br />

des Kommunismus säkular eingestellt ist,<br />

nur gerade 16 Prozent der Leute Homosexualität<br />

akzeptieren? Kann es sein, dass Ihre regelmässige<br />

Verteufelung der Homosexualität als<br />

«Auswüchse der dekadenten westlichen Kultur»<br />

<strong>im</strong> russischen Volk ganz in Ihrem Sinne<br />

Früchte trägt?<br />

Zum Thema dekadent<br />

Glauben Sie gar, Missbräuche – die eh nur am<br />

Rande mit Homosexualität zu tun haben – verhindern<br />

zu können, wenn Sie die Homosexuellen<br />

aus der Gesellschaft ausschliessen, an den<br />

Rand drängen, unterdrücken? Ich rede von jenen<br />

Missbräuchen an jungen und sehr jungen<br />

Männern, über deren Hintergründe sich die<br />

Journalistin Yulia Latynina kürzlich in «The<br />

Moscow T<strong>im</strong>es» Gedanken gemacht hat. Wie ihr<br />

stellen sich auch mir brisante Fragen.<br />

Auf dem atomaren Kriegsflotten-Flagschiff<br />

«Peter der Grosse» hat Vasily Midtsev, Chef des<br />

Clubs «Young Eagles of the Navy» ihm anvertraute<br />

junge Männer missbraucht. Vergnügt<br />

hat er sich mit ihnen ausgerechnet in der luxuriösen<br />

Präsidentensuite auf diesem Schiff.<br />

Inzwischen ist Midtsev verurteilt. Ein Exempel<br />

wurde statuiert. Nach Mitwissern oder Mittätern<br />

wurde nicht gesucht. Wie konnte Midtsev<br />

Zutritt bekommen zur luxuriösen Präsidentensuite,<br />

um sich hier mit den jungen Männern zu<br />

vergnügen? Ohne Komplizen ist dies auf einem<br />

bestens bewachten Kriegsschiff undenkbar. Ist<br />

es überdies üblich, auf einem Kriegsschiff eine<br />

Luxus-Präsidenten-Suite zu unterhalten, und<br />

zeugen goldene Toiletten in der für Sie best<strong>im</strong>mten<br />

Suite auf diesem Flagschiff nicht von einem<br />

dekadenten russischen Machtgehabe? Yulia Latynina<br />

stellt dazu fest: In der Midtsev-Affaire<br />

gab es keinen «westlichen» Einfluss. Jugendliche<br />

wurden auf einem russischen Schiff genötigt<br />

unter dem Vorwand der Ausbildung zum<br />

«Dienst an Russland». Und wer ist der Verantwortliche,<br />

der es zuliess, dass der Stolz der russischen<br />

Kriegsflotte «Peter der Grosse» zu einem<br />

schw<strong>im</strong>menden Bordell für kleine Jungs und<br />

Lovers werden konnte?<br />

14


CRUISER Edition <strong>September</strong> <strong>2013</strong><br />

Politik<br />

Zum Thema Unterdrückung<br />

Herr Putin, Sie haben inzwischen das Gesetz<br />

gegen die Gay-Propaganda unterschrieben. Sie<br />

schaffen damit Unterdrückung.<br />

Ich meine Unterdrückung in dem Sinne, dass<br />

Kinder in Russland noch unaufgeklärter aufwachsen<br />

und somit noch anfälliger werden für<br />

sexuellen Missbrauch durch Erwachsene.<br />

Ich meine Unterdrückung in dem Sinne, dass<br />

junge Mensche Ihr Land verlassen wollen. Die<br />

internationale Internetplattform Gayromeo<br />

spricht eine klare Sprache: Noch nie haben so<br />

viele junge Russen Kontakt aufgenommen mit<br />

Menschen <strong>im</strong> restlichen Europa. Sie suchen Kontakt,<br />

um ein neues Leben ohne Unterdrückung<br />

in einem andern Land zu beginnen. Irgendwo,<br />

nur nicht mehr in ihrem He<strong>im</strong>atland. Herr Putin,<br />

Sie rauben damit Ihrem Land einen Teil seiner<br />

intellektuellen Zukunft.<br />

Und ich meine Unterdrückung in dem Sinne,<br />

dass Sie die Arbeit von Organisationen verunmöglichen,<br />

welche sich bisher einsetzten für<br />

eine Minderheit, die es schon bis anhin nicht<br />

leicht hatte in Ihrem Land. Organisationen, die<br />

junge Menschen aufklären wollen, weil sie wissen,<br />

dass aufgeklärte Menschen weniger anfällig<br />

sind für versteckten Missbrauch.<br />

Protestaktionen gegen Sotschi 2014<br />

Das Gesetz gegen die Gay-Propaganda hat eine<br />

Lawine von Protesten ausgelöst. In mehreren<br />

Staaten wurden Protestaktionen lanciert, welche<br />

die Homophobie in Russland anklagen. Die<br />

Olympischen Winterspiele in Sotschi 2014 und<br />

die Fussball-Weltmeisterschaft 2018, mit denen<br />

sich Ihr Land als modernes und weltoffenes<br />

Land zeigen möchte, geraten ins Kreuzfeuer<br />

der Kritik. In Deutschland bezeichnen Politiker<br />

und Behördenvertreter das Gesetz als Verstoss<br />

gegen die Europäische Menschenrechtskonvention.<br />

Teilweise verlangen sie einen Boykott der<br />

Spiele in Sotschi.<br />

Der deutsche Aussenmister Guido Westerwelle<br />

hält wenig von einem Boykott, Premierminister<br />

David Cameron in London ebenso wenig, und<br />

auch Barack Obama will trotz allem Athleten<br />

aus den USA zu den Winterspielen schicken.<br />

Ein Boykott kommt wohl kaum zustande. Aber<br />

seien Sie sich bewusst, dass die ganze Welt auf<br />

Sotschi schauen wird und jedes homophobe<br />

Verhalten seitens Russlands verurteilen wird.<br />

Herr Putin, ich bin stolz auf mein Land. Ich kann<br />

mich offen bewegen und spüre, dass ich als<br />

Schwuler von einer Mehrheit in der Gesellschaft<br />

als vollwertiges Mitglied respektiert werde. Ich<br />

bin stolz darauf, dass ich es mir als Verleger einer<br />

Zeitung für Schwule und Lesben erlauben kann,<br />

Ihnen in dieser Offenheit zu schreiben – ohne<br />

mit Repressionen rechnen zu müssen.<br />

Und zum Schluss bin ich stolz auf die Gay-Bars<br />

in «meiner» Stadt Zürich. Sie boykottieren russischen<br />

Wodka. Aber auf eine subtile Art, wie zum<br />

Beispiel die Cranberry-Bar. Russischer Wodka<br />

ist <strong>im</strong>mer noch zu haben, aber er ist gekennzeichnet.<br />

So kann jeder Gast frei entscheiden,<br />

ob er ein Zeichen gegen Russland setzen will<br />

oder nicht.<br />

Nastrovje, Herr Putin! Ich gönne mir gerade einen<br />

einhe<strong>im</strong>ischen Kirsch.<br />

Martin Ender<br />

Verleger CR-Magazin<br />

Die Pride ist laut Jean Claude Carreira zu<br />

einer reinen Party verkommen, ohne politische<br />

Inhalte und Ziele. Ist sein Standpunkt ein Hinweis<br />

darauf, dass das Thema «Coming-Out» und<br />

Akzeptanz bereits gesellschaftlich überholt ist?<br />

Hier bin ich anderer Meinung. Es wurde in den<br />

letzten Jahren viel erreicht. Aber man darf Desinteresse<br />

nicht mit Akzeptanz verwechseln. Für<br />

junge Schwule und Lesben ist das Outing auch<br />

heute oft noch schmerzhaft und mit viel Leid<br />

verbunden. Zudem führt die starke Einwanderung<br />

von Leuten aus schwulenfeindlichen<br />

Ländern dazu, dass auch an Schulen wieder vermehrte<br />

Aufklärung nötig ist. Selbst die Gleichstellung<br />

von Frau und Mann ist für viele Zuwanderer<br />

nicht selbstverständlich.<br />

Was wird die SVP in der Zukunft unternehmen,<br />

um Akzente in der Schwulenpolitik zu<br />

setzen?<br />

Die GaySVP vertritt gezielt Anliegen aus der<br />

Community und hat neu auch in der Romandie<br />

einen Stützpunkt. Die Junge SVP und zahlreiche<br />

Kantonalsektionen hatten die JA-Parole<br />

zum Partnerschaftsgesetz beschlossen. Damals<br />

wurde versichert, dass es keine Salamitaktik sei<br />

und die Adoption nicht als Folge eingefordert<br />

werde. Das volle Adoptionsrecht sollte aus meiner<br />

Sicht daher heute nicht auf die Schnelle erzwungen<br />

werden. Wenn heute zwei Frauen ein<br />

Kind wollen, finden sie einen Weg oder haben<br />

ihn schon gefunden. Für bestehende Paare mit<br />

Kindern sollte eine rechtliche Möglichkeit geschaffen<br />

werden, damit sich der überlebende<br />

Partner um das ihm bekannte Kind kümmern<br />

kann und dies nicht vom Staat best<strong>im</strong>mte Pflegeeltern<br />

tun müssen. Die völlige Gleichstellung<br />

wird eine Frage der Zeit sein. Letztendlich muss<br />

das Kindeswohl <strong>im</strong>mer <strong>im</strong> Vordergrund stehen.<br />

Komischerweise muss man in diesem Land für<br />

das Halten eines Hundes einen Kurs absolvieren,<br />

um Mutter zu werden, gibt es keinerlei Anforderungen.<br />

Länder wie Russland haben eine sehr l<strong>im</strong>itierte<br />

Toleranz gegenüber schwulen Menschen.<br />

Welche Auswirkungen hat dies auf<br />

die aussenpolitischen Positionen der SVP?<br />

Die Schweiz als unabhängiger und neutraler<br />

Staat hat die Pflicht, auf solche Missstände hinzuweisen.<br />

Die SVP hat schon oft verlangt, dass<br />

Zahlungen an ausländische Staaten (Fördergelder)<br />

an gewisse Auflagen gebunden werden<br />

sollten. Wer seine Kr<strong>im</strong>inellen nicht zurückn<strong>im</strong>mt<br />

oder eben Menschenrechte mit Füssen<br />

tritt, darf kein Geld aus der Schweiz erhalten.<br />

Die Community sollte sich zudem bei Ferienreisen<br />

vermehrt überlegen, ob man solche Länder<br />

mit Devisen unterstützen soll. Gerade die Haltung<br />

von Russland ist bedenklich und zeigt auf,<br />

wie zerbrechlich die erzielten Erfolge sind und<br />

über Nacht dahinschwinden können.<br />

Thomas Fuchs<br />

Ab 1995 war Thomas Fuchs Mitglied des Berner<br />

Stadtrats, bis er <strong>im</strong> Juni 2002 in den Grossrat<br />

des Kantons Bern gewählt wurde. Bis 2002 war<br />

Fuchs Vizepräsident der Jungen SVP Schweiz.<br />

Zudem ist er Ehrenpräsident derselben Kantonalpartei<br />

sowie Ehrenmitglied der Jungen SVP<br />

Schweiz. Seit 2010 ist Fuchs Mitglied der Justizkommission<br />

und Leiter der Aufsicht über die<br />

Generalstaatsanwaltschaft.<br />

Fuchs kandidierte 2007 für den Nationalrat<br />

wurde aber knapp nicht gewählt. Nach der<br />

Wahl von Adrian Amstutz in den Ständerat <strong>im</strong><br />

März 2011 wurde dessen Nationalratssitz für<br />

Thomas Fuchs frei. Bei den Wahlen <strong>im</strong> Oktober<br />

2011 wurde Fuchs jedoch nicht wiedergewählt<br />

und ist nun wieder auf dem Ersatzplatz. Fuchs<br />

ist der wohl prominenteste Schwule in der SVP.<br />

Gruppe Gays in der SVP<br />

Die «Gruppe Gays in der SVP» ist ein Verein, der<br />

innerhalb der SVP Schweiz politisch aktiv ist.<br />

Es sind heute mehr als 100 Frauen und Männer,<br />

die sich mit der SVP identifizieren bzw. in der<br />

SVP aktiv sind und gleichzeitig homosexuell<br />

sind. Die Gruppe besteht seit dem Jahr 2010.<br />

Beat Feurer ist Präsident der Gruppe, wurde<br />

Ende <strong>September</strong> 2012 in den Gemeinderat der<br />

Stadt Biel gewählt und ist dort Direktor <strong>im</strong> Amt<br />

«Soziales und Sicherheit».<br />

15


Szene CRUISER Edition <strong>September</strong> <strong>2013</strong><br />

Partys und Events X-Sonntag<br />

Tanz Bar<br />

X-TRA Bar & Terasse<br />

Angels, Flexx und Luca Papini haben die Köpfe<br />

zusammengesteckt und wollen am Sonntag<br />

wieder einen Ort schaffen zum Chillen, Leute<br />

treffen und Tanzen.<br />

Sie haben sich entschieden, einen «Sunday<br />

Dance» zu organisieren. Der Event wurde bereits<br />

gestartet und wird nun jeden Sonntag<br />

durchgeführt. Von 17 Uhr bis spätestens um<br />

1 Uhr. Und zwar bei jedem Wetter. Bar mit Fumoir,<br />

Terrasse zum Chillen und dazu Live-Musik<br />

der besten DJs. Für alle ab 18 zugänglich bei<br />

freiem Eintritt.<br />

Bei schönem Wetter auch mit Grillangeboten<br />

<strong>im</strong> grossen Garten mit Sitzgelegenheiten.<br />

X-Sonntag Tanz Bar<br />

Immer sonntags, ab 17 Uhr<br />

Club X–Tra, L<strong>im</strong>matstrasse 118, 8005 Zürich<br />

www.x-tra.ch<br />

Plan D – Opening<br />

Party<br />

D steht für donnerstags<br />

Heile Welt für Ausgehfreudige: Zürich hat einen<br />

neuen Donnerstag. Der Heaven Club belebt<br />

das Niederdorf ab <strong>September</strong> bereits am Donnerstag.<br />

Wer also Party machen will, braucht<br />

nicht mehr bis zum Freitag zu warten. Jeweils<br />

ab 23 Uhr laden DJs wie Louis de Fumer (Studio<br />

91), Angel O (Angels), José Parra (Heaven Zürich)<br />

oder Zör Gollin (Boyahkasha!) zum Start des Wochenendes<br />

ins H<strong>im</strong>melreich.<br />

Open Format<br />

ist der Club wie gewohnt geöffnet. Mit DJ Pezza<br />

sowie DJ Angel O. and Friends sind wiederum renommierte<br />

DJs dabei. Paradise Garage, benannt<br />

nach dem weltberühmten Club in New York, feiert<br />

jeweils am 1. Freitag <strong>im</strong> Monat in Zürich ein<br />

Revival. Einlass ab 18 Jahren.<br />

Paradise Garage<br />

Freitag, 6. <strong>September</strong>, ab 23 Uhr<br />

Supermarket, Geroldstr. 17, 8005 Zürich<br />

www.supermarket.li<br />

Seite 69<br />

Start in die dritte Saison<br />

Es wird getanzt, bis der Tag anbricht. Die Partyreihe<br />

bringt drei musikalische Lieblinge der<br />

Seite 69-Crew. Discoknabe. Sein Name bringt<br />

die Sache auf den Punkt: pure Liebe zur Musik<br />

und zum Tanzen. Treibende Bässe und flächige<br />

Beats sind sein Rezept, um das Publikum zur<br />

Ekstase zu führen. Zum Zürcher Florian, alias<br />

Sauvage, gehören seine wilden Sets, das nervöse<br />

Gezappel hinter dem DJ-Pult und die verspielten<br />

technoiden Sounds. Racker ist Teil des Technokollektivs<br />

aus Bern. Er strahlt eine unbändige<br />

Energie aus, die er tagsüber als Velokurier und<br />

nachts als wilder Reiter hinter den Turntables<br />

versprüht.<br />

Seite 69 – homosexuell, heterofreundlich<br />

Eintritt: Fr. 15.–<br />

Freitag, 6.<strong>September</strong>, ab 22 Uhr<br />

Kapitel Bollwerk, Bollwerk 41, 3011 Bern<br />

www.seite69.ch<br />

Aviator<br />

Marrakesch Layover<br />

Diesmal gehts mit Aviator ab nach Marrakesch:<br />

Die marokkanische Metropole hat <strong>im</strong>mer noch<br />

magische Anziehungskraft. Die Jungs von Aviator<br />

holen nun die Träume aus 1001 Nacht nach<br />

Zürich, und zwar zur <strong>September</strong>-Ausgabe ihrer<br />

Partyreihe in der Alten Kaserne <strong>im</strong> Kreis 4.<br />

An den Decks stehen Thiago, bekannt von den<br />

Circuit Partys, sowie der Zürcher Angel O. Fürs<br />

Auge gibts Gogo Dancers aus dem Orient wie aus<br />

dem Märchen...<br />

Aviator, Samstag,7. <strong>September</strong>, 23. Uhr<br />

Alte Kaserne, Kanonengasse 16, 8004 Zürich<br />

www.altekaserne.com<br />

Plan D – Opening Party<br />

Donnerstag, 5. <strong>September</strong>, Ab 23 Uhr<br />

Heaven Club, Spitalgasse 5, 8001 Zürich<br />

www.heavenclub.ch<br />

Paradise Garage<br />

mit Open Air Area<br />

Clubbing wie in den Ferien<br />

Paradise Garage findet auch diesmal wieder in<br />

der Outdoor-Lounge statt. Natürlich ist das Ganze<br />

regensicher, und zum Tanzbeinschwingen<br />

Klubnacht<br />

DJ Zach Burns (Heaven<br />

London)<br />

Immer am ersten Samstag <strong>im</strong> Monat wartet<br />

das Heaven mit ganz besonderen Leckerbissen<br />

aus der internationalen DJ-Szene auf. Diesmal<br />

kommt ein ganz dicker Fisch aus dem berühmten<br />

Heaven Club in London. DJ Zach Burns ist<br />

ein Virtuose seiner Zunft und Resident-DJ <strong>im</strong> bekanntesten<br />

Gay Club der englischen Hauptstadt.<br />

Sein Sound passt perfekt zur Klubnacht und<br />

zum Geschmack des Zürcher Partyvolks. Aber<br />

nicht nur an den Plattentellern wirds britisch.<br />

Auch an der Tür stehen zwei Personen die für<br />

das Vereinigte Königreich bekannt sind. Vicky<br />

16


CRUISER Edition <strong>September</strong> <strong>2013</strong><br />

Szene<br />

Pollard und Bubbles aus Little Britain werden<br />

dafür sorgen, dass die Party für jedermann<br />

schon bei der Ankunft mit einem Smile beginnt.<br />

Klubnacht<br />

Samstag, 7.<strong>September</strong>, ab 23 Uhr<br />

Heaven Club, Spitalgasse 5, 8001 Zürich<br />

www.heavenclub.ch<br />

Jack<br />

The Out Of The Blue Issue<br />

Zum Herbstbeginn meldet sich Jack am 14. <strong>September</strong><br />

mit der Out Of The Blue-Issue zurück<br />

und bringt gleich hohen Besuch aus London<br />

mit: DJ und Producer Terry Vietheer kommt<br />

Terry Vietheer, © pd<br />

ursprünglich aus Sydney, doch spätestens mit<br />

dem Umzug in die britische Metropole ging es<br />

auch mit seiner Karriere unaufhaltsam bergauf.<br />

Disco-Sounds werden frech und ungeniert mit<br />

Progressive-Elementen vermischt, und damit<br />

eroberte er nicht nur das legendäre «Heaven»<br />

in London <strong>im</strong> Sturm, sondern stand auch an der<br />

Brighton Pride an den Decks. Der Neo-Londoner<br />

fokussiert längst nicht mehr nur auf das DJing,<br />

sondern er verdingt sich auch stundenlang <strong>im</strong><br />

Studio, um mit <strong>im</strong>mer neuen Outputs zu überraschen<br />

und die Clubs zu rocken.<br />

Zürcher Unterstützung erhält der Kosmopolit<br />

in dieser Nacht von Juiceppe und von Angel O.<br />

Einem fulminanten Jack-Saison-Opening steht<br />

mit diesem Trio nichts mehr <strong>im</strong> Wege.<br />

JACK – The Out Of The Blue Issue<br />

Samstag, 14. <strong>September</strong>, ab 23 Uhr<br />

Festsaal, Pelikanplatz, 8001 Zürich<br />

www.jackcompany.com<br />

Hell on Heels<br />

Grosse Drag Queen<br />

Im <strong>September</strong> kommt Berlins grösste Drag<br />

Queen Gloria Viagra an die Hell on Heels. Sie<br />

ist ebenso bekannt durch ihre Fernsehauftritte<br />

wie auch durch ihre DJ-Sets unter anderem <strong>im</strong><br />

GMF in Berlin. Die Hell on Heels-Party gehört<br />

zu den witzigsten Events überhaupt <strong>im</strong> Heaven<br />

Club, verzückt doch der DJ die Besucher nicht<br />

nur mit der Musik, sondern auch mit verrückten<br />

Outfits und dem perfekten Style. Wer also eine<br />

crazy Nacht erleben will, sollte sich diese Party<br />

keinesfalls entgehen lassen. Auch wenn er lieber<br />

Sneakers und nicht gerne High Heels trägt…<br />

Klubnacht<br />

Samstag, 14.<strong>September</strong>, ab 23 Uhr<br />

Heaven Club, Spitalgasse 5, 8001 Zürich<br />

www.heavenclub.ch<br />

queerPlanet<br />

Im Basler Singerhaus<br />

Nach der Sommerpause <strong>im</strong> August findet queer-<br />

Planet wieder <strong>im</strong> gewohnten, monatlichen<br />

Rhythmus <strong>im</strong> Basler Singerhaus statt. Im <strong>September</strong><br />

wird neben Resident–DJane Taylor Cruz<br />

Jose Jones an den Decks <strong>im</strong> Singerhaus stehen.<br />

Man kennt ihn aus dem legendären T&M, doch<br />

auch international startete er bereits durch. So<br />

spielte er schon am Circuit Festival in Barcelona<br />

sowie auch in diversen Clubs in Berlin.<br />

QueerPlanet<br />

Samstag, 14.<strong>September</strong>, ab 23 Uhr<br />

Singerhaus, Marktplatz 34, 4051 Basel<br />

www.singerhaus.ch<br />

Jungle the<br />

Gay-Party<br />

The Official Pre-Party of<br />

Hustlaball Berlin<br />

Die weltweit grösste und erfolgreichste Hustla-<br />

Ball-Party aus Berlin ist zu Gast in der Schweiz<br />

mit einer einmaligen Atmosphäre von Erotik,<br />

sexueller Freiheit und Spass.<br />

Die Party geht auf vier Etagen mit drei Dancefloors<br />

über die Bühne. Natürlich <strong>im</strong> Mad, Lausanne.<br />

Hustler Main Floor: DJ D’Johnny, DJ Antoine909<br />

Porn Stars David Avila, Tony Axel, Alex Pain, Joe<br />

Gunner, gorgeous & pervert gogo-boyz<br />

Level2: Bedroom Girlie Bar & Cocktails, She-<br />

DJ Yazz<br />

Restaurant mit Jungle Menue ab 20.00 Uhr<br />

Level 3: JetLag Funky Club mit DJ LukJLite und<br />

DJ Juiceppe<br />

Jungle – Hustlaball Berlin<br />

Sonntag, 15. <strong>September</strong>, ab 22 Uhr<br />

MAD Club, Rue de Genève 23, 1003 Lausanne<br />

www.gay-party.com, www.hustlaball.de<br />

KUNT<br />

Zu Gast: Francois Sagat<br />

Das bunte, wilde und coole Partylabel Kunt gastiert<br />

an seiner nächsten Party <strong>im</strong> legendären<br />

Stall 6 an der Gessnerallee in Zürich. Die schrägen<br />

Jungs rund um den Künstler Lukas Beyeler<br />

werden von keinem geringeren als Francois<br />

Sagat aus Paris lustvoll unterstützt. Der ehemalige<br />

Pornostar mischt nun gekonnt die Kunst<br />

und Partyszene auf und das mit viel Humor und<br />

Selbstironie. DJ Monsieur begleitet die Partycrowd<br />

mit fetten Beats durch die Nacht.<br />

Kunt<br />

Freitag, 20. <strong>September</strong>, ab 23 Uhr<br />

Stall 6, Gessnerallee 8, 8001 Zürich<br />

www.gessnerallee.ch<br />

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17


Lifestyle CRUISER Edition <strong>September</strong> <strong>2013</strong><br />

HOT 4 YOU!<br />

1Perfekte Pflege<br />

Die neuen Pflegeprodukte aus dem Hause Lab Series bringen müde Männerhaut wieder auf<br />

Trab und fördern die Regeneration des Teints. Besonders Stress und Müdigkeit lassen die Haut<br />

schneller alt und blass aussehen. Die neue Age Rescue+ Face Lotion plus Ginseng, ein Moisturizer<br />

mit Anti-Aging-Effekt, fördert die sofortige Regenerierung und Erneuerung der Haut. So<br />

sieht das Hautbild länger jung und strahlender aus. Passend dazu sorgt das Age Rescue+ Eye<br />

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2Legendärer Klassiker<br />

3Starke Ticker<br />

Wer gerne über Stock und Stein läuft, braucht einen verlässlichen Zeitmesser<br />

mit allen wichtigen Funktionen. Die neue Ambit2 von Suunto<br />

bringt diese Eigenschaften mit sich und ist so ein idealer Partner für alle<br />

Outdoor-Freaks. Neben allen Trainingsfunktionen der Ambit2 S bietet die<br />

Ambit2 alle Funktionen, für die Suunto so geschätzt wird, wie Routennavigation,<br />

Barometerdaten, Höhenmesser, 3-D-Kompass und andere speziell<br />

für den Outdoor-Einsatz vorgesehene Funktionen. Mit ihrem glasfaserverstärkten<br />

Gehäuse und einer Batterielaufzeit von bis zu 50 Stunden<br />

<strong>im</strong> GPS-Modus ist die Ambit2 ein Muss für Abenteurer und Athleten. Die<br />

Sapphire-Edition ergänzt mit ihrer Lünette aus gebürstetem Edelstahl und<br />

Saphirglas die Funktionsvielfalt durch einen Hauch von Luxus und ist somit<br />

die ult<strong>im</strong>ative Premium-GPS-Uhr.<br />

Im Fachhandel ab CHF 499.– erhältlich<br />

Ein Klassiker kehrt in neuer und spannender Ausführung zurück. Die<br />

legendäre Ray-Ban Clubmaster aus den fünfziger Jahren gibt in eleganter<br />

und kühler Aluminium-Optik ein Comeback und überzeugt<br />

mit einer äusserst leichten Brillenfassung. Ab <strong>September</strong> gibt es zusätzlich<br />

für alle Ray-Ban-Fans das exklusive Faltmodell Clubmaster<br />

Folding. Seine einzigartige Struktur erlaubt, dass das Modell verbogen<br />

werden kann und doch seine Form bewahrt. Es stehen vier Modelle zur<br />

Verfügung – auch mit polarisierten Gläsern erhältlich.<br />

Gesehen bei Komplementair Men Zürich, ab CHF 350.–<br />

oder unter: www.ray-ban.com<br />

18<br />

4Leckeres Sushi<br />

Im Herzen von Zürich und nur wenige Schritte vom Hauptbahnhof<br />

entfernt eröffnete der Sushi-Experte Yooji‘s vor kurzem sein neues<br />

Flagship an der weltberühmten Bahnhofstrasse. Auf zwei Etagen und<br />

einer Fläche von über 200 Quadratmetern finden Sushi-Liebhaber sowohl<br />

einen Take-Away-Bereich als auch ein Restaurant mit Sushi-Laufband.<br />

Neben Tatar-Variationen, die Lachs, Thunfisch oder Gemüse mit<br />

L<strong>im</strong>etten, grünem Apfel oder Avocado kombinieren, liegt der Fokus<br />

vor allem auf vegetarischen Sushi-Kreationen, die nach dem Motto<br />

«no fish, no meat» gänzlich ohne Fisch und Fleisch auskommen. Das<br />

neue Yooji‘s hat bereits zur morgendlichen Rush Hour geöffnet und<br />

bietet ab 7 Uhr ein vielseitiges Frühstücksangebot.<br />

Yooji‘s, Bahnhofstrasse 102, 8001 Zürich


CRUISER Edition <strong>September</strong> <strong>2013</strong><br />

Fotostrecke<br />

Photographer<br />

Ohm Phanphiroj<br />

Ohm Phanphiroj stammt aus Thailand. Er hat<br />

sich als Kunst- und Modefotograf in Thailand<br />

und auch in den USA einen Namen gemacht.<br />

Ohm studierte erst in Thailand 1991 Jura, 1993<br />

Sprach- und Kulturwissenschaft an der State<br />

University in Memphis, 1995 machte er den Master<br />

in Kommunikation an der Universität von<br />

Northern Iowa. Im Jahre 2000 erlangte er den<br />

zweiten Master, diesmal in «Filmmaking and<br />

Photography» (Georgia State University).<br />

Bis heute hat Ohm in mehr als 80 Ausstellungen<br />

seine Bilder einem weltweiten Publikum<br />

präsentiert und bereits 4 Bücher herausgegeben.<br />

Kontrovers diskutiert wurde er aufgrund seiner<br />

«Transsexual Series», in der transidentische<br />

Menschen während ihrer Transformation gezeigt<br />

werden. Vor allem aber war sein Stricher-<br />

Projekt in seinem He<strong>im</strong>atland umstritten. Man<br />

warf ihm vor, dem Ansehen Thailands zu schaden<br />

und das Klischee des «Kinderschänder-Paradieses»<br />

zu bedienen. Doch die Kunden der<br />

porträtierten Jungs waren keine ausländischen<br />

Touristen, sondern Einhe<strong>im</strong>ische. Handlungsort<br />

Bangkok. In seiner inszenierten Doku «Underage»<br />

zeigte er minderjährige Sexarbeiter.<br />

Sie sind <strong>im</strong> Alter zwischen zehn und 15 Jahren.<br />

Es sind schockierende menschliche Schicksale,<br />

festgehalten mit der Digitalkamera.<br />

Im CR zeigt Ohm jedoch eine schönere Welt und<br />

hat eine Auswahl seiner Bilder mit volljährigen<br />

Jungs zusammengestellt.<br />

www.ohmphotography.com<br />

19


Kultur CRUISER Edition <strong>September</strong> <strong>2013</strong><br />

Völlig ausgebucht<br />

Über 80 Mal spielte Peter<br />

Denlo den Comedy-Hit «Völlig<br />

ausgebucht». Nun bringt er<br />

das Stück für wenige Vorstellungen<br />

wieder ins Boulevard.<br />

Schauspieler und Comedy-Autor Peter Denlo<br />

wurde in New York auf das Solo-Stück «Völlig<br />

ausgebucht» aufmerksam und spielte diese rasante<br />

Komödie zwischen Oktober 2009 und Januar<br />

2011 über 80 Mal in der gesamten Deutschschweiz.<br />

Das Besondere an dem Stück liegt<br />

darin, dass ein einziger Schauspieler vierzig<br />

Figuren verkörpert. Vom indischen Koch über<br />

die Emmentaler Bäuerin bis zum schmierigen<br />

Diktator ist alles dabei.<br />

Um diesen Kraftakt zu vollbringen, setzt Regisseur<br />

und Kameramann Iuri Rigo auf unzählige<br />

Videoinstallationen, die es auf der Bühne Peter<br />

Lange Nacht der<br />

Zürcher Museen<br />

42 Zürcher Museen öffnen am<br />

7. <strong>September</strong> ab 19 Uhr ihre<br />

Tür und laden ein, entdeckt<br />

zu werden. Unser Tipp ist das<br />

Medizinhistorische Museum.<br />

Die Lange Nacht der Zürcher Museen hat sich<br />

längst ihren festen Platz <strong>im</strong> Zürcher Kulturkalender<br />

erobert. Jeweils am ersten Samstag<br />

<strong>im</strong> <strong>September</strong> öffnen zahlreiche Museen<br />

abends um 19 Uhr ihre Tore wieder, um sie<br />

nicht vor 2 Uhr in der Früh zu schliessen. Das<br />

abwechslungsreiche Programm ermöglicht<br />

eine einmalige Entdeckungsreise durch die<br />

unterschiedlichsten Sammlungen, Dauer- und<br />

Sonderausstellungen.<br />

So kann eine spannende Reise <strong>im</strong> Mondschein<br />

beginnen, wie man sie nicht alle Nächte erlebt.<br />

In diesem Jahr nehmen erstmals 42 Museen<br />

teil sowie zwei „Gäste“: Das Friedhof-Forum <strong>im</strong><br />

Friedhof Sihlfeld, das sich informativ mit den<br />

Themen Sterben, Tod, Bestatten und Trauern<br />

befasst, sowie das Cabaret Voltaire, die Geburtsstätte<br />

des Dadaismus.<br />

AIDS-Aktivismus in den USA<br />

Besonders spannend dürfte ein Besuch <strong>im</strong> Medizinhistorischen<br />

Museum werden, das neben seiner<br />

Ausstellung zur Geschichte der Medizin von<br />

der Antike bis ins späte 20. Jahrhundert auch<br />

den Film „United in Anger. A History of ACT<br />

UP“ von J<strong>im</strong> Hubbard zeigt. Der noch junge Film<br />

(2012) ist eine Dokumentation zur Geschichte<br />

des AIDS-Aktivismus in den USA. Mit seltenem<br />

Archivmaterial und ausführlichen Interviews<br />

Stunde des<br />

Herzens<br />

Nina Hagen und Gotthard<br />

unplugged <strong>im</strong> Opernhaus Zürich:<br />

Benefizgala zugunsten<br />

25 Jahre Zürcher Lighthouse<br />

Am 8. <strong>September</strong> kommt unter dem Patronat<br />

von Bundespräsident Ueli Maurer und mit viel<br />

Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft<br />

die Benefiz-Gala «Stunde des Herzens» ins<br />

Opernhaus Zürich. Begünstigt wird das Zürcher<br />

Lighthouse, das seinen 25. Geburtstag feiert. Die<br />

erfolgreichste Schweizer Rock-Band Gotthard<br />

und Punk-Ikone Nina Hagen setzen sich für das<br />

Lighthouse ein und stehen erstmals auf den<br />

Brettern der Oper Zürich.<br />

© pd © Lighthouse<br />

Denlo erlauben, mit sich selbst zu interagieren.<br />

Das Konzept hat sich als Erfolgsrezept entpuppt.<br />

«Völlig ausgebucht», der Comedy-Hit aus New<br />

York, wurde auch in der Schweiz zum Erfolg.<br />

Telefonterror <strong>im</strong> Restaurant<br />

«Völlig ausgebucht» ist nicht nur der Titel des<br />

Stückes, sondern auch das Restaurant, in dem<br />

es spielt. Sämi, arbeitsloser Schauspieler mit<br />

Diplom, der sich seinen Lebensunterhalt in der<br />

telefonischen Reservierungsannahme eines<br />

Promi-Restaurants verdient, muss wissen, wer<br />

keinen und wer einen Tisch bekommt. Für den<br />

Telefonterror, den er durch die Schickeria aushalten<br />

muss, bemitleidet man ihn von Herzen.<br />

Arrogante Tussis, Mafia-Liebchen, sehr ernste<br />

Sekretärinnen, ahnungslose Provinzler – alle<br />

versuchen einen Tisch zu ergattern. Dazu dringen<br />

noch nervende Drangsalierungen des Ausbeuter-Chefs<br />

und Horrornachrichten aus dem<br />

Restaurant zu Sämi, dabei möchte er doch nur<br />

eines: Weihnachten bei seinem Papa verbringen...<br />

Völlig ausgebucht, 6., 7., 12., 13. <strong>September</strong><br />

Boulevard, Zürich<br />

www.blvd.ch<br />

© pd<br />

stellt der Film die Chronik einer Bewegung dar,<br />

welche die öffentliche Wahrnehmung von AIDS<br />

nicht nur in den USA verändert hat. Gezeigt<br />

wird der Film an der „Langen Nacht“ dre<strong>im</strong>al:<br />

um 19.30, 21.30 und 22.30 Uhr.<br />

Lange Nacht der Zürcher Museen, Samstag, 7.<br />

<strong>September</strong><br />

www.langenacht.ch<br />

Gotthard spielt das erste akustische Konzert<br />

mit ihrem neuen Frontmann Nic Maeder und<br />

wird bei einigen Stücken von einem Streichquartett<br />

begleitet. Punk- und Stilikone Nina<br />

Hagen interpretiert unplugged Lieder von Kurt<br />

Weill mit Texten von Bertolt Brecht und begleitet<br />

sich selber an der Gitarre. Hans-Peter Portmann,<br />

Präsident Stiftung Zürcher Lighthouse:<br />

«Wir freuen uns sehr, dass dank der Gala vielen<br />

Menschen auf ihrem letzten Lebensweg geholfen<br />

werden kann.»<br />

Sven Epiney moderiert<br />

Durchs Programm führt Moderator Sven Epiney.<br />

Anschliessend an die Konzerte und Festansprachen<br />

wird ein Gala-Dinner von Starkoch<br />

Hans-Peter Hussong auf der Opernhaus-Bühne<br />

serviert. Die Stiftung «Stunde des Herzens» wurde<br />

gegründet, um bedürftigen Institutionen<br />

und Privatpersonen zu helfen. Sie unterstützen<br />

mit dieser Gala das letzte Zuhause für unheilbar<br />

kranke Menschen, in welchem sie zur Ruhe<br />

kommen und in Würde sterben können.<br />

Lighthouse Gala <strong>2013</strong>, 8. <strong>September</strong>,<br />

18.30 Uhr, Zürich<br />

www.opernhaus.ch<br />

26


CRUISER Edition <strong>September</strong> <strong>2013</strong><br />

Kultur<br />

Zurich Film<br />

Festival<br />

Unscheinbare Juwelen auf<br />

der Leinwand, protzige Klunker<br />

auf dem Grünen Teppich<br />

und schillernde Perlen der<br />

kommenden Kino-Saison.<br />

Was 2005 klein angefangen hat, schmückt sich<br />

zur neunten Ausgabe bereits mit einer eindrücklichen<br />

Mischung aus Promibesuchen,<br />

Skandalen, etwas willkürlich verliehenen<br />

Awards und einem goldenen Auge für aufregende<br />

Filme, die man sonst nie <strong>im</strong> Kino sehen<br />

würde. Inzwischen ist Nadja Schildknecht und<br />

Karl Spoerri der Spagat zwischen Glamour und<br />

Ambition geglückt, das Zurich Film Festival ist<br />

auf gutem Weg, sich als international bedeutende<br />

Plattform zu etablieren.<br />

Eine hochkarätige Jury unter dem Präsidium<br />

von Marc Forster urteilt über die Wettbewerbsbeiträge,<br />

die Reihe «Neue Welt Sicht»<br />

widmet sich diesmal dem Gastland Brasilien.<br />

Der Filmmusikwettbewerb mit krönendem<br />

Abschlusskonzert wird zum festen Bestandteil.<br />

Gala-Premieren des Biopics «Diana» von<br />

Oliver Hirschbiegel, des Weltraumspektakels<br />

«Gravity» mit Clooney und Bullock und des<br />

hoch gelobten Niki Lauda-Dramas «Rush» zeigen<br />

kommende internationale Blockbuster.<br />

Mit Erstaufführungen von Xavier Kollers «Die<br />

Schwarzen Brüder» sowie der Markus Werner-<br />

Verfilmung «Am Hang» richtet sich der Fokus<br />

auch auf das Schweizer Filmschaffen. Kombiniert<br />

mit zahlreichen Rahmenveranstaltungen,<br />

Liebesgeschichten<br />

Die berührendsten Geschichten<br />

schreibt das Leben. Der<br />

Luzerner Journalist und Autor<br />

Erwin Koch sammelt und<br />

erzählt sie.<br />

Da sind zwei schwule Priester in Kolumbien, die<br />

den Mord an sich selbst in Auftrag geben, um ihre<br />

Liebe zu verbergen. Nur ein kleines Missgeschick<br />

des Killers bringt die Wahrheit ans Licht. Da ist<br />

Agnes, die ihre 14-jährige Tochter umgebracht<br />

hat. Aus Angst, sie könnte ihrem Vater ähnlich sehen.<br />

Da ist ein Migros-Bäcker, Familienvater und<br />

Sohn eines italienischen Gastarbeiters. Was wird<br />

aus seinem Lebensentwurf, wenn er Gefühle zu<br />

einem Mann entdeckt? Da ist ein Mädchen mit<br />

Leukämie, ein gelähmter Maler, ein totgeweihtes<br />

Kind. Da, irgendwo <strong>im</strong> wahren Leben.<br />

Erwin Koch schreibt über Verhängnisse, die unter<br />

die Haut gehen, von der fatalen Hoffnungslosigkeit<br />

des Lebens und der beglückend-zerstörerischen<br />

Kraft der Liebe, die alles zusammenhält<br />

und alles auseinander bringen kann. Seine Berichte,<br />

veröffentlicht in der «Zeit», der «FAZ» und<br />

dem Tagi-Magazin, kommen mitten aus der Realität,<br />

treffen mitten ins Herz. Auf dem schmalen<br />

Grat zwischen tiefschürfender Reportage und<br />

hochstehender Literatur kommt Koch nie ins<br />

Straucheln, findet für das ausufernd Tragische<br />

einen sachlichen wertfreien Stil, der alles sagt<br />

und fein nuanciert jeder Geschichte gerecht<br />

wird. «Koch erzählt Schicksale so, dass Literatur<br />

daraus wird», brachte es Elke Heidenreich<br />

auf den Punkt. Da ist kaum ein Happy End zu<br />

finden, aber trotzdem verzweifelt man nicht<br />

be<strong>im</strong> Lesen dieser Sammlung. Man schaudert,<br />

staunt und ist fasziniert von diesem verzwickten<br />

Leben, dessen Kern die Liebe ist. Ein Buch,<br />

das man lesen muss. Und lieben wird. (rg)<br />

Erwin Koch<br />

Von dieser Liebe darf keiner wissen<br />

Nagel&K<strong>im</strong>che<br />

Laura Marling<br />

Eine St<strong>im</strong>me, eine Gitarre, ein<br />

Händchen für verführerische<br />

Songs. Mehr braucht es nicht<br />

für eines der besten Alben<br />

des Jahres.<br />

Es war einmal: Die blutjunge Elfe Laura Marling<br />

stand am Mikro der Band «Noah and the<br />

Whale» und verzauberte alle. Später war sie<br />

musikalisch und privat mit einem gewissen<br />

Marcus Mumford liiert. Heute sind «Noah and<br />

the Whale» bekannt für ihren Song «Give a little<br />

Love», der in der US-TV-Serie « Cougar Town»<br />

verwendet wurde und für «The First Days of<br />

Spring», Soundtrack der Youtube-Dokumentation<br />

«The Gay Rights Movement». Mr. Mumford<br />

hat mit seinen Söhnen einen eigenen erfolgreichen<br />

Weg eingeschlagen, Laura ebenfalls.<br />

Kurz vor ihrem Umzug von London nach Los<br />

Angeles sinnierte sie auf der winzigen Terrasse<br />

ihrer Dachwohnung über das Leben, schrieb<br />

poetisch-philosophische Folk-Songs über eine<br />

Frau namens Rosie, die sich in Begleitung eines<br />

Vogels durchs Leben schlägt. Mit bittersüss<br />

eindringlicher St<strong>im</strong>me fliegt sie entlang ungewohnt<br />

eckiger Strukturen und unvergesslich<br />

geschmeidiger Melodiebögen, macht alles<br />

selbst und alles richtig. Laura spielt Gitarre, Bass<br />

und Piano, komponiert und interpretiert, hat<br />

für ihre neue Tour kurzerhand ganz bescheiden<br />

auch gleich noch den Manager- und Buchhalterjob<br />

übernommen. Für eine märchenhafte Karriere<br />

stehen der 23-jährigen Engländerin nun<br />

alle Türen offen, und schmunzelnd erinnert sie<br />

© ZFF<br />

unter anderem einer Hommage an den Starfotografen<br />

Edward Quinn und diversen Partys<br />

serviert das Festival einmal mehr ein üppiges<br />

Menü für Filmgourmets, auserwählte Leckerbissen<br />

für kulturelle Häppchenpicker und einige<br />

prickelnde Drinks für Scheinwerferjäger.<br />

Das vollständige Programm wird am 12.9. veröffentlicht,<br />

Tickets sind ab 16.9. erhältlich. (rg)<br />

9. Zurich Film Festival, 26.9. bis 6.10.<strong>2013</strong><br />

www.zff.com<br />

© pd<br />

© pd<br />

sich an 2007, als sie für einen Auftritt in einer<br />

Bar gebucht war, die sich als Gay-Stripclub mit<br />

strikter Altersbeschränkung entpuppte. Vom<br />

Türsteher abgewiesen, spielte sie spontan auf<br />

der Strasse. Zu jung war gestern, mit Handkuss<br />

an der Tür kann man heute höchstens noch<br />

sagen: zu schön für eine Welt, die nicht an Märchen<br />

glaubt. (rg)<br />

Laura Marling, Once I Was An Eagle<br />

Universal<br />

27


Gesellschaft CRUISER Edition <strong>September</strong> <strong>2013</strong><br />

Homosexualität,<br />

Gott und die Welt<br />

Welche Faktoren beeinflussen<br />

die Einstellung gegenüber<br />

Homosexualität?<br />

von Michael Lenz<br />

Mit Menschen- und Bürgerrechten<br />

ist es in dieser Welt<br />

so wie mit Reichtum: Sie sind<br />

ungleich verteilt. Das wird besonders<br />

deutlich bei gesellschaftlichen<br />

Einstellungen<br />

gegenüber Schwulen und Lesben.<br />

In den westlichen Industriestaaten ist die<br />

Gleichstellung Homosexueller weit fortgeschritten.<br />

Immer mehr Länder führen bürgerliche<br />

Partnerschaften oder gar die Homo-Ehe<br />

ein. In den Entwicklungs- und Schwellenländern<br />

hingegen gehört noch sehr viel Mut dazu,<br />

sich als Schwuler oder Lesbe zu outen. Die konservativen<br />

Gesellschaften lehnen Menschen<br />

anderer sexueller Orientierungen als der heterosexuellen<br />

ab, und in über 80 Ländern ist Homosexualität<br />

(meist «nur» die männliche) gar<br />

noch <strong>im</strong>mer kr<strong>im</strong>inalisiert – oder wieder, wie<br />

neuerdings in Russland.<br />

Dieses Bild zeichnet die jüngst veröffentlichte<br />

Studie des Pew Research Center. Das us-amerikanische<br />

Meinungsforschungsinstitut hatte<br />

<strong>im</strong> Mai gut 38 000 Menschen in 39 Ländern zu<br />

ihrer Einstellung gegenüber Homosexuellen<br />

befragt. Am schlechtesten schneiden dabei die<br />

islamischen und streng christlichen afrikanischen<br />

Länder ab, welche seit vielen Jahren<br />

wegen ihrer extremen Schwulenfeindlichkeit<br />

am Pranger der<br />

internationalen<br />

(westlichen) Gemeinschaft<br />

stehen.<br />

In den meisten<br />

der 39 Länder<br />

sind die Einstellungen<br />

gegenüber<br />

Homosexua lität<br />

auch vom Alter der Befragten abhängig,<br />

wobei jüngere positiver eingestellt<br />

sind als ältere. Keine signifikante Rolle<br />

hingegen spielte das Geschlecht, mit<br />

der Ausnahme von Ländern mit einem<br />

gros sen «Gender gap». In diesen Ländern<br />

akzeptieren mehr Frauen als Männer<br />

Homosexualität.<br />

Mexico 61 %<br />

Homosexualität von der Gesellschaft akzeptiert<br />

werden soll».<br />

Mit anderen Worten: In Ländern, wo wenige<br />

steinreich und viele entsetzlich arm sind, wo<br />

Korruption grassiert, es an Schulen und Ausbildungsmöglichkeiten<br />

fehlt, wo ein Rechtsstaat<br />

nicht existiert, bieten Religionen Werte, Identität<br />

und Zuflucht. Gleichzeitig instrumentalisieren<br />

die Mächtigen Religionen gerne <strong>im</strong> Kampf<br />

um Macht und Pfründe – wie aktuell <strong>im</strong> mehrheitlich<br />

musl<strong>im</strong>ischen Malaysia.<br />

Ausnahmen von der Regel<br />

Aber wie <strong>im</strong>mer gibt es auch bei dem gerade skizzierten<br />

Diskr<strong>im</strong>inierungsmuster bemerkenswerte<br />

Ausnahmen von der Regel. Zwei deckt die Pew-<br />

Umfrage in Russland und China auf. Obwohl in<br />

beiden Ländern das Volk nach Jahrzehnten des<br />

Kommunismus reichlich säkular eingestellt ist,<br />

akzeptieren in Russland nur 16 Prozent und in<br />

China gerade mal 21 Prozent Homosexualität.<br />

Ein gemischtes Bild, aber mit deutlichem Trend<br />

zur Akzeptanz, zeigt sich in Israel. 61 Prozent<br />

der säkularen Juden akzeptieren Homosexualität,<br />

aber nur 26 Prozent ihrer orthodoxen<br />

Kanada 80 %<br />

El Salvador 34 %<br />

USA 60 %<br />

England 76 %<br />

Deutschland 87%<br />

Polen 42 %<br />

Tschech. Republik 80%<br />

Frankreich 77 %<br />

Spanien 88%<br />

Italien 74 %<br />

Griechenland 53%<br />

Faktor Religion<br />

Als einen wesentlichen Faktor bei der<br />

Einstellung gegenüber Homosexualität<br />

macht die Pew-Umfrage jedoch Religionen<br />

aus: «Die Umfrage zeigt, dass<br />

die Akzeptanz von Homosexualität in<br />

Ländern weit verbreitet ist, in denen Religion<br />

eine weniger zentrale Rolle <strong>im</strong> Leben<br />

der Menschen spielt. Diese gehören<br />

gleichzeitig zu den reichsten Ländern<br />

der Welt. In den ärmeren Ländern mit<br />

einem hohen Religiositätslevel hingegen<br />

sind nur wenige der Ansicht, dass<br />

Venezuela 51 %<br />

Bolivien 43 %<br />

Chile 68 %<br />

Argentinien 74 %<br />

Brasilien 60 %<br />

28


CRUISER Edition <strong>September</strong> <strong>2013</strong><br />

Gesellschaft<br />

Glaubensgenossen sowie nur zwei Prozent der<br />

israelischen Musl<strong>im</strong>e.<br />

Das andere Extrem sind zwei erzkatholische<br />

Länder. In Brasilien sind die Menschen mehrheitlich<br />

tolerant, vor allen in der Gruppe der<br />

bis 50-jährigen. Das gilt auch für die Philippinen.<br />

Obwohl <strong>im</strong> grössten katholischen Land<br />

Asiens die Worte von Papst und Bischöfen noch<br />

Gewicht haben, akzeptieren über 70 Prozent<br />

der Filipinos Schwule und Lesben. Eine ähnlich<br />

hohe Zust<strong>im</strong>mungsrate erfährt laut Umfragen<br />

auf den Philippinen übrigens auch das Gesetz<br />

über reproduktive Gesundheit, das Verhütungsmittel<br />

und Sexualaufklärung legalisiert. Trotz<br />

einer massiven Kampagne der Bischöfe hatten<br />

vor einem dreiviertel Jahr beide Häuser des Parlaments<br />

das Gesetz mit grosser Mehrheit beschlossen.<br />

Die Macht der Kirche zeigt auch in<br />

dem südostasiatischen Inselstaat erste Risse.<br />

Ghana 3 %<br />

Nigeria 1 %<br />

Senegal 3 %<br />

Tunesien 2 %<br />

Aegypten 3 %<br />

Türkei 9%<br />

Israel 40 %<br />

Libanon 18%<br />

Palästina 4 %<br />

Jordanien 3%<br />

Südafrika 32 %<br />

Pakistan 3 %<br />

Uganda 4 %<br />

Kenja 8 %<br />

Ambivalente Evangelikale<br />

Risse werden auch in der bislang extrem homophoben<br />

Gruppe der evangelikalen Christen<br />

in den USA sichtbar. Die seit Präsident Ronald<br />

Reagan von den Republikanern hofierte selbsternannte<br />

moralische Mehrheit war lange Zeit<br />

die – in Teilen gar gewaltbereite – Speerspitze<br />

<strong>im</strong> Kampf für amerikanische Familienwerte<br />

und gegen Schwule. Jetzt aber wenden sich zunehmend<br />

mehr Evangelikale von der dumpfen<br />

Schwulenfeindlichkeit ab, wie eine ebenfalls<br />

kürzlich veröffentlichte Untersuchung von Wissenschaftlern<br />

der Baylor-Universität zeigt. Demnach<br />

sind 24 Prozent der Evangelikalen in der<br />

Homosexualitätsfrage «ambivalent». Das heisst:<br />

Sie sind gegen Diskr<strong>im</strong>inierung, auch wenn<br />

sie Homosexualität moralisch <strong>im</strong>mer noch<br />

verwerflich finden. «Wir erleben, dass <strong>im</strong>mer<br />

mehr Leute öffentlich sagen, ich als Evangelikaler<br />

will nicht Teil dieser Bewegung gegen die<br />

Gleichberechtigung von Gays sein», erläutert<br />

Lydia Bean, Koautorin der Studie, die neue Entwicklung.<br />

Indonesien 3 %<br />

Russland 16 %<br />

China 21 %<br />

Südkorea 39 %<br />

Philippinen 73 %<br />

Australien 79 %<br />

Japan 54%<br />

Malaysia 9 %<br />

Debatte mit und ohne Religion<br />

In den Debatten in Asien über die Rechte von<br />

Homosexuellen ist Religion ein Thema, mit<br />

dem die Befürworter der schwul-lesbischen<br />

Emanzipation sehr unterschiedlich umgehen.<br />

In Thailand bereitet eine Reihe von Abgeordneten<br />

einen Gesetzentwurf zur Einführung<br />

der Homo-Ehe vor. Die prominente Gay-Rights-<br />

Aktivistin Anjana Suvarnananda warnt jedoch<br />

davor, in den Debatten buddhistische Mönche<br />

einzubeziehen. Das würde die Auseinandersetzung<br />

nur unnötig «verkomplizieren», sagte Anjana<br />

gegenüber der englischsprachigen Tageszeitung<br />

The Nation. Sie weiss nur zu gut, dass<br />

in Thailand hinter verschlossenen Türen vieles<br />

möglich ist, die konservative Gesellschaft aber<br />

abrupt ihr Dauerlächeln verliert, wenn diese<br />

Dinge öffentlich und gar politisch werden.<br />

Im überwiegend musl<strong>im</strong>ischen Indonesien<br />

hingegen – wo 93 Prozent der Bevölkerung<br />

Homosexualität ablehnen – fährt der kühne<br />

musl<strong>im</strong>ische Schwulenaktivist Hartoyo den<br />

umgekehrten Ansatz: Er spricht offen über Homosexualität<br />

und Islam. Obwohl der Musl<strong>im</strong><br />

am eigenen Leib erfahren hat, welche Gefahr<br />

das mit sich bringen kann. 2007 wurden der<br />

heute 37jährige und sein Lebenspartner in<br />

Aceh, der islamischsten Provinz Indonesiens,<br />

wegen seiner Homosexualität von der Polizei<br />

verfolgt und gefoltert. Auch <strong>im</strong> Rest Indonesiens<br />

n<strong>im</strong>mt die Ablehnung von Homosexualität<br />

unter dem <strong>im</strong>mer stärker werdenden Einfluss<br />

islamischen Hardliner weiter zu.<br />

Trotzdem oder gerade deswegen hat Hartoyo in<br />

diesem Jahr in einem offenen Brief an den neuen<br />

Verfassungsrichter Arief Hidayat appelliert,<br />

Homosexuelle unbehelligt ihr Leben leben zu<br />

lassen. Es war nicht zuletzt das<br />

in vielen homophoben Ländern<br />

gerne vorgebrachte<br />

Argument, Homosexualität<br />

und Homo-Ehe seien<br />

nichts als Auswüchse der dekadenten<br />

«westliche Kultur», das Arief<br />

Hidayat den Richterjob eingebracht hatte.<br />

In ergreifender Klarheit schreibt der inzwischen<br />

in Jakarta lebende Hartoyo: «Lieber Arief<br />

Hidayat, ich war niemals in westlichen Ländern,<br />

aber ich habe mich in Männer verliebt,<br />

lange bevor ich verstand, was Indonesien und<br />

der Islam sind. Ich war homosexuell, bevor ich<br />

wusste, dass Homosexualität in vielen Religionen<br />

als Sünde betrachtet wird (...) Ich möchte<br />

daran erinnern, dass Homosexualität in diesem<br />

Teil der Welt lange bevor Indonesien eine Nation<br />

wurde existierte».<br />

Nach seiner Wahl zum Richter entschuldigte<br />

sich übrigens Arief Hidayat gegenüber der<br />

«Gay Community» für seine antischwulen<br />

Ausführungen während der parlamentarischen<br />

Anhörung der Bewerber für den Richterposten<br />

und versprach hoch und heilig: «Ich<br />

werde Gott um Vergebung bitten».<br />

Akzeptanz der Homosexualität in der Bevölkerung. Nicht beschriftete Länder<br />

wurden in der Studie nicht miteinbezogen.<br />

Quelle: PEW research center, <strong>2013</strong>. Grafik: © www.ruthfeurer.ch<br />

29


Interview CRUISER Edition <strong>September</strong> <strong>2013</strong><br />

Die nackte<br />

Wahrheit<br />

Interview mit Kjell M. Droz<br />

über Nacktheit und Toleranz<br />

Von Daniel Diriwächter<br />

30<br />

Viele in der Zürcher Szene kennen<br />

Kjell Marc Droz besonders<br />

aus den glorreichen Labyrinth-Zeiten,<br />

als er meist unbekleidet<br />

die Tanzfläche beherrschte.<br />

Auch sein Blog auf<br />

GaYmeBoys.com findet rege<br />

Beachtung. Kjell scheut sich<br />

nicht, das auszusprechen,<br />

was viele denken. Im August<br />

sorgte er für Schlagzeilen, als<br />

er nackt wie Gott ihn schuf bei<br />

der Streetparade mittanzte.<br />

Zeit für das CR-Magazin, dem<br />

Szene-Kenner einige Fragen<br />

zu stellen.<br />

CR-Magazin: Kjell, du bist in Zürich eine Art<br />

«Szene-Grösse», die gerne auch polarisiert,<br />

wie stehst du selber dazu?<br />

KJELL M. DROZ: Wenn die Welt um mich herum <strong>im</strong>mer<br />

bünzliger wird, und ich einfach bleibe wie<br />

ich bin, dann bin ich wohl relativ polarisierend.<br />

Viele kennen dich auch als denjenigen, der<br />

gerne ab und an mal «die Hosen runterlässt»,<br />

woher kommt dieser Drang zur Nacktheit?<br />

Ich bin nackt geboren worden. Das muss mich<br />

irgendwie geprägt haben (lacht). Nacktsein ist<br />

ein wunderschönes Gefühl der Freiheit, eben<br />

einfach so zu sein, wie man ist, ohne sich gesellschaftlichen<br />

Zwängen zu unterwerfen oder<br />

sich verstellen zu müssen. Und ich dachte, ich<br />

fang mal damit an, bevor ich 75 bin und alle<br />

«buh» rufen.<br />

© by: Kjell M. Droz<br />

Würdest du dich als Nudist oder Exhibitionist<br />

bezeichnen?<br />

Wohl eher als Nudist oder einfach als etwas weniger<br />

verklemmter Mensch. Ich mache keine<br />

Religion daraus und trage auch Kleider, wenn’s<br />

nackt zu kalt ist.<br />

Spielt für dich die Sexualität be<strong>im</strong> Nacktsein<br />

eine Rolle?<br />

Nudismus ist eine Lebensart. Exhibitionismus<br />

eine Straftat. Es geht mir nicht darum, jemandem<br />

meine Sexualität aufzuzwingen, und es<br />

macht mich auch nicht an, Leute zu schockieren.<br />

Aber es kann durchaus geil sein, einem<br />

verklemmten Schwulen nackt gegenüber zu<br />

stehen und zuzusehen, wie er gedanklich mit<br />

Engelchen und Teufelchen kämpft und gleichzeitig<br />

eine Latte kriegt…<br />

Hattest du durch dein Nacktsein schon Probleme<br />

<strong>im</strong> privaten oder beruflichen Umfeld?<br />

Nein, Nacktsein ist dort kein Thema. Aber wenn<br />

mich jemand fragt, mache ich auch kein Gehe<strong>im</strong>nis<br />

draus.<br />

An der vergangen Streetparade hast du nackt<br />

mitgetanzt, wie lautet dein Fazit?<br />

Das Motto hiess «Dance for Freedom» – und was<br />

symbolisiert Freiheit mehr als nackte Haut?<br />

Nackt sein ist in der Schweiz legal! Tatsächlich<br />

bewies mein Exper<strong>im</strong>ent, dass die grosse Mehrheit<br />

der Zürcher Street Parade-Teilnehmer supercoole,<br />

tolerante Menschen sind, die absolut<br />

kein Problem mit nackten Schwänzen haben.<br />

Aber die abschliessende, blutige Attacke von einer<br />

Gruppe Schwulenhasser zeigte leider auch,<br />

dass eine kleine intolerante Minderheit ausreicht,<br />

um unsere Ideale von Frieden und Freiheit<br />

zu vernichten.<br />

Hat sich für dich die schwule Szene in jüngster<br />

Zeit verändert?<br />

Als ich vor bald 20 Jahren in die Szene kam, war<br />

das Outing noch ein sehr bewusster Schritt.<br />

Um in einen Schwulenclub zu gehen, musste<br />

man mit der Gesellschaft brechen. Man liess<br />

alle Konventionen hinter sich und betrat eine<br />

neue, freie Welt, in der alles möglich war. Die<br />

heutigen Gays müssen sich nicht mehr outen.<br />

Gaypartys sind Bestandteil der normalen Gesellschaft<br />

geworden und deshalb auch in ihren<br />

Konventionen gefangen. Unsere Partys knisterten<br />

vor Erotik – heute geht’s fast nur noch<br />

um Kommerz und Alkohol, statt an Schwänzen<br />

fummeln alle am iPhone, und überall patrouillieren<br />

Aufpasser, die uns Schwule davon abhalten,<br />

Schwules zu tun.<br />

Trotz der Fortschritte wurde die Toleranz<br />

also kleiner?<br />

Wir haben für gleiche Rechte gekämpft, aber<br />

hauptsächlich das Recht erhalten, <br />

<br />

(Fortsetzung rechts)


CRUISER Edition <strong>September</strong> <strong>2013</strong><br />

Kolumne<br />

Calling the<br />

Ghetto-Bitch<br />

Von Michi Rüegg<br />

Die Handtaschenepisode um die amerikanische<br />

Medienkönigin Oprah Winfrey hat in Zürich zu<br />

Irritationen geführt. Lange wurde spekuliert,<br />

ob Tina Turner nach der Veröffentlichung der<br />

Vorwürfe an die Adresse der Verkäuferin mit<br />

ihrer Freundin Oprah telefoniert hat. Das ist in<br />

der Tat der Fall. Die National Security Agency<br />

(NSA) hat das Gespräch routinemässig abgehört<br />

und stellt uns exklusiv das Transkript des Telefonats<br />

zur Verfügung, hier eine Übersetzung:<br />

STIMME 1: Oprah Winfreys Büro.<br />

STIMME 2: Hi, hier ist Claudia, Tina Turners Assistentin.<br />

Mrs. Turner für Ms. Winfrey.<br />

STIMME 1: Moment, ich stelle durch.<br />

STIMME 2: Tina, sie stellen durch.<br />

TINA: Gut, gib mir den Hörer. (ins Telefon) Oprah?<br />

STIMME 3: Hier ist die Winfrey-Residenz, wer<br />

spricht da?<br />

TINA: Claudia, n<strong>im</strong>m du wieder, das ist nicht<br />

Oprah.<br />

STIMME 2: Hier ist Claudia, Mrs. Turner für<br />

Ms. Winfrey.<br />

STIMME 3: Welche Mrs. Turner?<br />

STIMME 2: TINA Turner. Ich rufe aus Zürich an.<br />

TINA TURNER: Die macht das extra, die steht garantiert<br />

neben dem Telefon.<br />

STIMME 3: Moment, ich stelle Sie durch.<br />

Oprah: Tina?<br />

STIMME 2: Hallo Ms. Winfrey, ich habe Mrs. Turner…<br />

TINA: (unterbricht St<strong>im</strong>me 2) Her mit dem Ding<br />

(in den Hörer) Oprah?<br />

Oprah: Tina! Wie schön, von dir zu hören. Gayle<br />

und ich haben gerade darüber geredet, wie absolut<br />

wundervoll deine Hochzeit war.<br />

TINA: Jaja, danke. Hör zu, was soll das Gelaber bei<br />

Larry King wegen der Handtasche?<br />

Oprah: Ach, dieser kleine Vorfall in dem Laden?<br />

TINA: Lass uns zur Sache kommen, die machen<br />

hier eine Staatsaffäre draus. Trudi sass heute<br />

Morgen drei Stunden heulend auf meiner<br />

Couch.<br />

Oprah: Wer?<br />

TINA: Trudi Götz, ihr gehört der Laden.<br />

Oprah: Ah, der Laden mit der Verkäuferin, die<br />

mir die Handtasche nicht verkaufen wollte, weil<br />

ich schwarz bin?<br />

TINA: Verdammt, hör auf die Ghetto-Bitch zu spielen.<br />

Du wolltest die verfluchte Tasche gar nicht,<br />

ich kenn dich doch. Das hier ist die Schweiz,<br />

ok? Wenn du hier Kohle hast, dann kennen sie<br />

keinen Rassismus, das funktioniert blendend.<br />

Und wie eine Flüchtlingsbraut aus Eritrea siehst<br />

du nicht mal aus, wenn du drei Nächte nicht<br />

gepennt hast. Trudi schwört, dass ihre Verkäuferin<br />

viel zu doof ist, um Rassistin zu sein. Und<br />

ich hab mit Trudi einen Deal. Sie darf mich als<br />

ihre beste Freundin bezeichnen, dafür krieg ich<br />

all die Fetzen gratis. Und DEN Deal, Darling, lass<br />

ich mir von dir nicht versauen.<br />

Oprah: Honey, sorry. Ich sass da halt bei Larry,<br />

und er wollte irgendeine Geschichte hören.<br />

Was sollte ich denn tun? Hast du das Gefühl, in<br />

den Staaten diskr<strong>im</strong>iniert mich noch irgendeiner?<br />

Hier kriecht mir sogar die Tea Party in den<br />

Arsch. Ich dachte, well, Zürich, das ist so weit<br />

weg, das interessiert eh keine Sau.<br />

TINA: Na wunderbar. Und weil die Verkäuferin<br />

dich, die grosse Oprah, nicht erkannt hat, warst<br />

du eh beleidigt und hast ihr das he<strong>im</strong>gezahlt.<br />

Also gut, Schwamm drüber. Wir machens so,<br />

kein Wort mehr über die Story. Du lässt über<br />

deinen PR-Fuzzi verlauten, Zürich sei ganz toll<br />

gewesen und die Menschen seien alle wundervoll<br />

und so weiter, inklusive Facebook und Twitter.<br />

Trudi schickt dir eine Kiste Dom Pérignon<br />

und du sagst an den nächsten fünf Partys, wie<br />

toll die Hochzeit war und wie jung ich aussehe.<br />

Deal?<br />

Oprah: Okay, kein Problem. Grüss Erwin von mir.<br />

TINA: Mach ich. Bye, meine Liebe.<br />

Oprah: Bye, Schwester.<br />

gleich zu sein. Gleich langweilig wie die konservative<br />

Heterowelt. Früher war z.B. der CSD eine<br />

bunte, extravagante Parade. Heute bezeichnet<br />

man schrille Tunten als kontraproduktiv und<br />

bittet alle, möglichst «normal» zu tun. So vergrössern<br />

wir wohl unsere Akzeptanz in rechtskonservativen<br />

Kreisen, verlieren aber gleichzeitig<br />

Sympathie und Identität. Obwohl wir<br />

jahrelang gegen Diskr<strong>im</strong>inierung gekämpft<br />

haben, beginnen wir nun schon in unseren eigenen<br />

Reihen, Menschen auszugrenzen, die nicht<br />

zum schwulen Mainstream passen.<br />

Was sollten wir, die Gay-Medien, unternehmen,<br />

um diesen «Trend» abzuwenden?<br />

Kriecht den Heten nicht in den Arsch, seid<br />

selbstbewusst und verkauft euch nicht zu billig!<br />

Schwule sind keine asexuellen Wesen, die nur<br />

mit Wattebäuschchen spielen und Lady Gaga<br />

vergöttern. Wir sind nette Männer, aber auch<br />

Männer mit Schwänzen. Müssen wir wirklich<br />

auf jedem zweiten Foto mit Hemd und Kragen<br />

beweisen, wie angepasst wir sind? Warum dürfen<br />

Gaymagazine keine nackten Jungs mehr zeigen?<br />

Wenn man uns Konsumartikel verkaufen<br />

will, dann soll man uns bitte mitsamt unserer<br />

Sexualität akzeptieren.<br />

Zur Person:<br />

Kjell Marc Droz (42), dipl. Arch. ETH, ist Inhaber<br />

der Webdesignagentur KMD-Design GmbH in<br />

Uster und hat die Webseiten Zuerigay.ch und<br />

GaYmeBoys.com programmiert. Er liebt schwule<br />

Partys mit Musik von Punk bis Psy-Trance,<br />

aber auch Natur und Sonnenschein und alles,<br />

was man in den Bergen nackt tun kann. Kjell<br />

ist seit 14 Jahren glücklich verliebt.<br />

31


Community CRUISER Edition <strong>September</strong> <strong>2013</strong><br />

Queermeal<br />

Kulinarische Sinnesfreuden<br />

unter Gays erleben<br />

Von Martin Ender<br />

32<br />

Gegründet wurde Queermeal<br />

2011 von Tom Wyss, People-<br />

Journalist in Zürich, und Peter<br />

Wäch, Journalist in Bern. Die<br />

zwei kochbegeisterten Gays<br />

wollen der Online-Öde abhelfen,<br />

indem sie die Leute mit<br />

den einzelnen Queermeal-<br />

Kochgruppen ins «Real Life»<br />

holen.<br />

Queermeal ist ein durchdachtes und gut organisiertes<br />

Projekt. Sobald vier bis sechs Anmeldungen<br />

da sind, verabredet man sich bei einem<br />

Gastgeber zum Welcome-Dinner, um die Idee<br />

von Queermeal live mitzuerleben. Wer von der<br />

Idee begeistert ist, trifft sich später bei einem<br />

Open-Dinner. Man kann einmal an diesen Anlässen<br />

teilnehmen oder auch mehrere Male.<br />

Wer öfters kommt, wir allerdings angefragt, ob<br />

er mal Gastgeber sein möchte. Die Open-Dinners<br />

stehen und fallen mit den Gastgebern und<br />

den jeweiligen Platzverhältnissen. Leute mit<br />

viel Raum und grosser Tafel können an die zwölf<br />

Gäste beherbergen. Wer gerne regelmässig zum<br />

Kochen zusammenkommen will, schliesst sich<br />

einer fixen Gruppe an. Sie besteht in der Regel<br />

aus vier bis sechs Personen aus einer best<strong>im</strong>mten<br />

Region. Wenn z.B. alle zwei Monate ein Essen<br />

bei einem der Mitglieder stattfindet, kann<br />

man den Turnus in einem Jahr beenden und<br />

dann entscheiden, ob man in dieser Konstellation<br />

zusammen bleiben oder via Queermeal-<br />

Pool frisches Blut in die Runde bringen möchte.<br />

Queermeal gibt es bis heute in Zürich, Bern,<br />

Winterthur und <strong>im</strong> Berner Seeland. CR stellte<br />

ein paar Fragen per Mail ein paar Fragen an die<br />

beiden Initiatoren.<br />

CR: Seit wann gibt es Queermeal?<br />

Tom: Seit Mai 2011<br />

Peter: Die Idee dazu entstand bei einem gemeinsamen<br />

Nachtessen in Bern – Ziel ist es, gesellige<br />

Abende anzubieten, z.B. für Partymuffel, und<br />

das Zusammensein mit dem Thema Kochen zu<br />

verbinden.<br />

Ist das Projekt gut angelaufen??<br />

Peter: In Bern wurde Queermeal schnell zum<br />

Selbstläufer. Das lag auch daran, dass es einige<br />

«Gastgeber» gibt, die bereit sind, bei sich zu<br />

Hause zum Open-Dinner einzuladen. Im Vergleich<br />

zu den fixen Gruppen kann man be<strong>im</strong><br />

Open-Dinner so oft dabei sein, wie man will.<br />

Das heisst konkret: Einmal oder jedes Mal! Es<br />

gibt keine Verpflichtung.<br />

Tom: In Zürich gibt es punkto Open-Dinner noch<br />

Potenzial. Interessenten können sich via Website<br />

/ Mail informieren. In den Gay-Bars werden<br />

zudem nun vermehrt Flyer aufgelegt. Für eine<br />

ordentliche Inseraten-Kampagne fehlt uns das<br />

Budget, denn bei Queermeal gibt es keine Mitgliedergebühr<br />

oder ähnliches.<br />

Wie gut muss ich kochen können, um bei<br />

Queermeal mitzumachen?<br />

Peter: Bei Queermeal ist kochtechnisch alles<br />

möglich. Vom Anfänger über den Hobbykoch<br />

bis hin zum Profi. Man kann <strong>im</strong> Team kochen,<br />

Speisen vorbereiten und vor Ort zu Ende kochen<br />

oder seinen Gang mitbringen. Bei den Open-<br />

Dinners spielt das sowieso keine Rolle, bei der<br />

Zuteilung zu fixen Gruppen würde man <strong>im</strong> Vorfeld<br />

absprechen, wer mit wem, und in welchem<br />

«Koch-Grad» die Männer wirken wollen.<br />

Tom: Wer die Menüs der diversen Gruppen selber<br />

nachkochen möchte, findet zudem Inspiration<br />

in unserer Rezeptsammlung auf der Queermeal-Website.<br />

Liebe geht ja bekanntlich durch den Magen.<br />

Ist das Kochen und Essen Tarnung für kribbelnde<br />

Treffen?<br />

Peter: Kribbeln und Kontakte knüpfen ist freilich<br />

erlaubt, eine Tarnung für ein – sagen wir mal –<br />

«Nacktkochen» oder dergleichen ist Queermeal<br />

aber ganz klar nicht!<br />

Tom: Ob sich schon Pärchen gefunden haben,<br />

entzieht sich meiner Kenntnis, aber es ist schon<br />

zu schönen Freundschaften gekommen.<br />

Mit welchen Kosten muss ich rechnen, wenn<br />

ich mitmache?<br />

Peter: Queermeal ist auch in Bezug auf die Kosten<br />

interessant. In der Regel beträgt ein Mehrgänger<br />

mit gutem Wein um die 30 Franken für<br />

jeden Einzelnen. Be<strong>im</strong> Wein geben wir auch<br />

Empfehlungen raus, denn hier kann man locker<br />

Geld sparen, wenn man auch bei einem gehobenen<br />

Anbieter die Aktionen beachtet.<br />

Peter Wäch und Tom Wyss<br />

© queermeal.ch<br />

Tom: Man darf natürlich auch tafeln wie Gourmets,<br />

das müssen die Mitglieder einer fixen<br />

Gruppe vorher unter sich ausmachen. Bei den<br />

Open-Dinners wird darauf geachtet, dass es pro<br />

Nase nicht mehr als 35 Franken kostet. Es sei<br />

denn, man plant ein exquisites Silvestermenü<br />

mit Kaviar und Schämpis.<br />

Peter und Tom, danke fürs Gespräch, und «en<br />

Guete» fürs nächste Dinner.<br />

Infos: www.queermeal.ch oder eine Mail an<br />

info@queermeal.ch


CRUISER Edition <strong>September</strong> <strong>2013</strong><br />

Branko B. Gabriel<br />

trifft...<br />

Raphael Biedermann,<br />

Personaltrainer<br />

Von Branko B. Gabriel<br />

Der sympathische Kerl weiss,<br />

wo der innere Schweinehund<br />

lauert, er packt ihn und motiviert<br />

mit viel Geschick und<br />

Können seine Klientel. Auch<br />

Branko hatte das harte Vergnügen<br />

mit Raphy Biedermann<br />

zu trainieren, und nach<br />

drei Monaten hat er doch tatsächlich<br />

einen sportlichen und<br />

muskulösen Body bekommen.<br />

CR: Raphy, ich wollte diese Sommer 10 Kilo an<br />

Muskelmasse zulegen. Dies ist mir nicht<br />

ganz gelungen. Woran lag es?<br />

RAPHY Biedermann: Ich würde nicht sagen, dass du<br />

gescheitert bist. Schau dich jetzt mal an! – <strong>im</strong><br />

Vergleich zu vor drei Monaten. Da kam ein unsportlicher,<br />

träger Mann mit einer Wampe zu<br />

mir. Jetzt siehst du topfit aus, und das strahlst<br />

du auch aus. Das gesteckte Ziel wurde nicht<br />

ganz erreicht, aber mir war von Anfang an klar,<br />

dass 10 kg in 90 Tagen bei deinem Körpertyp<br />

ein sehr ambitioniertes Ziel sind. Jeder Körper<br />

reagiert anders auf die Trainingseinheiten.<br />

Raphael Biedermann, © Vanessa Bachmann<br />

War demnach das Training nicht hart genug?<br />

Habe ich zu wenig trainiert?<br />

Klar kann man das Training <strong>im</strong>mer härter gestalten.<br />

Zu viel und zu hart trainieren kann<br />

aber auch kontraproduktiv sein. Wir mussten<br />

ja bei dir zuerst mal eine Basis schaffen. Du hast<br />

in den drei Monaten einen gewaltigen Schritt<br />

gemacht. Von der ausgepowerten Partyqueen<br />

zur fitten Sportskanone. Es lag bei dir eher an<br />

deinem Körpertyp und Stoffwechsel, der bei dir<br />

ausgesprochen aktiv ist. Dein Körper verbrennt<br />

sämtliche Kalorien extrem schnell. Es ist somit<br />

sehr schwer für dich, Masse zuzulegen.<br />

Sehe ich das richtig, dass Abnehmen einfacher<br />

ist als an Masse zu zulegen?<br />

Würde ich nicht so verallgemeinern. Jeder<br />

Mensch ist ein Individuum, und daher muss<br />

man jeden Kunden wieder neu beurteilen. Es<br />

müssen auf beiden Seiten so viele Faktoren berücksichtigt<br />

werden, die schlussendlich jemanden<br />

zu seinem gewünschten Ziel bringen.<br />

Ich habe nun doch einige Kilos an Muskeln<br />

zugelegt. Damit sie nicht gleich wieder verschwinden,<br />

auf was muss ich achten?<br />

Nachgefragt<br />

Trainieren und nochmals trainieren, und das<br />

am besten 2-3 mal die Woche mit deinem Personal<br />

Trainer! Weiterhin solltest du vermehrt auf<br />

Krafteinheiten setzen und Ausdauertraining<br />

zum Ausgleich machen. Und du solltest auf eine<br />

für dich abgest<strong>im</strong>mte ausgewogene Ernährung<br />

achten und genug Eiweiss zu dir nehmen.<br />

Was ist deiner Meinung nach das wichtigste<br />

für ein erfolgreiches Training?<br />

Das wichtigste sind der Wille und natürlich die<br />

Disziplin. Wenn du wirklich was an deinem Leben<br />

oder besser gesagt an deinem Körper ändern<br />

willst, sind diese zwei Komponenten unumgänglich.<br />

Kontinuität bringt den Erfolg. Im Weiteren<br />

kann dir ein Personal Trainer helfen, indem<br />

er dir ein individuelles Trainingsprogramm<br />

zusammenstellt und dich <strong>im</strong>mer wieder aufs<br />

Neue motiviert. Die Chemie zwischen Trainer<br />

und Kunde sollte entspannt und ehrlich sein,<br />

so macht das Training um einiges mehr Spass.<br />

Viele Gays haben ein Gym-Abo gelöst und benützen<br />

regelmässig die Fitnessgeräte. Warum<br />

ist ein Personal Trainer effizienter als jedes<br />

öffentliche Fitness-Studio?<br />

Das liegt klar auf der Hand. Dein persönlicher<br />

Trainer kümmert sich nur um dich und deine<br />

Bedürfnisse und überwacht jede deiner Übungen.<br />

Er motiviert dich und weiss besser als du,<br />

wo deine Grenzen sind. Drei Monate mit einem<br />

Personal Trainer bringt den meisten Trainierenden<br />

mehr als ein Jahr in einem normalen Fitness-<br />

Studio. Garantiert! (a.d.R. Aus eigener Erfahrung<br />

kann ich hier voll und ganz zust<strong>im</strong>men).<br />

Warst du als Kind auch schon sportliche?<br />

Schon früh war mir klar, dass Bewegung eine<br />

zentrale Rolle in meinem Leben spielen sollte.<br />

Ich spielte aktiv Fussball und war in meiner<br />

Freizeit sehr polysportiv. Während meinem fast<br />

zweijährigen Aufenthalt in Los Angeles liess ich<br />

mich als Personal Trainer ausbilden, sammelte<br />

erste Arbeitserfahrungen in diesem Bereich und<br />

war bei einem American-Football-Team aktiv.<br />

Seit wann gibt es Nextlevel Personal Training?<br />

Ich gründete Nextlevel vor bald fünf Jahren, zusammen<br />

mit meinem Kumpel Sämi.<br />

In deinem Studio trainiert das Who-is-who<br />

der Schweizer Showszene, aber auch diverse<br />

Sportgrössen. Bist du der Personaltrainer<br />

der nationalen Cervelatprominenz?<br />

(schmunzelt) Nein, überhaupt nicht. Bei uns<br />

trainieren ganz viele Normalos, die sich und ihrem<br />

Body einfach was Gutes tun möchten. Hie<br />

und da erblickt man auch einen Promi. Auch die<br />

haben ihre Problemzonen und wollen fit und<br />

frisch aussehen.<br />

Bei Nextlevel trainieren aber auch viele Gays.<br />

Hast du keine Berührungsängste?<br />

(lacht) Nein, wieso auch? Viele meiner Kunden,<br />

auch viele Gays sind mittlerweile auch privat<br />

Freunde geworden. Ich schätze sie sehr, ich mag<br />

ihren Humor, ihre offene Art, und sie bringen<br />

mir auch Farbe in meine Bude!<br />

Gratis Probetraining? Infos unter:<br />

www.nextlevelpt.ch<br />

Das Sommer-Exper<strong>im</strong>ent unter:<br />

www.cr-online.ch<br />

33


Gesundheit CRUISER Edition <strong>September</strong> <strong>2013</strong><br />

Pia<br />

Aktiv oder passiv?<br />

Hart oder soft?<br />

Sling oder Box?<br />

Eine Kolumne der Zürcher Aids-Hilfe<br />

Und schon haben wir auch die Aufmerksamkeit<br />

derjenigen Leser, die <strong>im</strong>mer nur an sexuellen Inhalten<br />

interessiert sind. Voilà quoi. Dabei geht<br />

es heute ausnahmsweise gar nicht um Schweinkram<br />

– wenngleich der sonst zu meinen Kernkompetenzen<br />

gehört. (Talking dirty with the queen of<br />

clean…) Eigentlich wollte ich bloss fragen, ob ihr<br />

<strong>im</strong>mer noch an der Zigi saugt oder ob ihr da schon<br />

etwas gefunden habt, was euch mehr «ausfüllt»? In<br />

meiner Funktion als Zuständige-für-eh-alles stellte<br />

ich nämlich schon verschiedentlich bei meinen<br />

eindringlichen Beratungen fest, dass fehlende Härte<br />

und Softpack oft Hand in Hand gehen. Ich sehe<br />

es daher als meine Pflicht, euch heute den direkten<br />

Zusammenhang von Rauchen und Schweinkram<br />

aufzuzeigen:<br />

Rauchen verschlechtert die Durchblutung des<br />

Körpers. Davon bleibt auch der Schwanz nicht<br />

verschont. Das Kohlenmonoxid in den Zigaretten<br />

führt dazu, dass sich die Arterien <strong>im</strong> Körper verengen,<br />

was zur Folge hat, dass weniger Sauerstoff<br />

ins Gewebe gelangt. Und weniger Sauerstoff bedeutet<br />

schlapperer Schwanz. Mit zunehmendem<br />

Alter, ab 30 Jahren, kann das Risiko, keinen mehr<br />

hoch zu kriegen, sogar bis auf 50% wachsen.<br />

Ausserdem senkt das Rauchen den Elastingehalt<br />

<strong>im</strong> Gewebe. Auf lange Sicht heisst das, dass der<br />

Schwanz nicht mehr so dehnungsfähig ist wie bei<br />

einem Nicht-Raucher – also noch schlapperer.<br />

Soviel Poppers und Viagra könnt ihr euch gar<br />

nicht reinpfeifen, um das auszugleichen. Wer<br />

also schon gelegentlich ein Hardware-Problem<br />

hatte, der sollte dringend die eine oder andere<br />

mal nicht rauchen.<br />

Ein weiterer Sexkiller: Der Odem des Todes! K<strong>im</strong><br />

Basinger hat nach den Dreharbeiten zu «9 1/2<br />

weeks» in einem Interview gesagt, Mickey Rourke<br />

zu küssen habe sich angefühlt, wie einen Aschenbecher<br />

auszulecken. …Mein Gott, ich schwöre,<br />

dass ich jeden Aschenbecher auslecken würde, der<br />

aussieht wie Mickey Rourke 1986. Ich habe allerdings<br />

noch nie so einen gefunden. Rauchen macht<br />

dich zum Stinkküsser – ohne Zigi schmeckst du<br />

geiler, das äh…schleckt keine Geiss weg.<br />

Und zuletzt wollen wir nicht vergessen, dass Zigaretten<br />

die Haut erwiesenermassen faltig und<br />

grau machen. Mag sein, dass dir das jetzt egal ist,<br />

weil du <strong>im</strong>mer noch jung und frisch bist. Aber<br />

wenn du in zehn Jahren aussiehst wie eine ausgelutschte<br />

Nuss, dann wärst du vielleicht noch froh,<br />

wenn du es damals dem Frölein Pia geglaubt hättest.<br />

Und die Falten werden sich nicht nur auf dein<br />

Gesicht beschränken. Ich bin schon sehr gespannt,<br />

wie viel Mut es dich kosten wird, mit einem Hottentottenpopo<br />

in der Sauna aufzukreuzen.<br />

Gute Nachricht für alle, die an chronischer Motivationsinsuffizienz<br />

leiden: Queer Quit, der Raucherentwöhnungskurs<br />

für schwule Männer!<br />

Queer Quit verzehnfacht die Wahrscheinlichkeit<br />

eines erfolgreichen Rauchstopps.<br />

Der kostenlose Rauchentwöhnungskurs findet an<br />

sieben Kursabenden à ca. zwei Stunden an sieben<br />

aufeinander folgenden Wochen statt.<br />

Kursabend 1 und 2 dienen vor allem der Information<br />

und der Vorbereitung auf den Rauchstopp.<br />

Du kannst also als Raucher in den Kurs einsteigen,<br />

und du hast zwei Wochen Zeit, deinen Entschluss<br />

zum Aufhören zu festigen. Am dritten Abend hören<br />

alle Teilnehmer auf zu rauchen: vollständige<br />

Abstinenz.<br />

Ich denke, es braucht keine weiteren Worte, Männer.<br />

Ficken statt Rauchen heisst das Thema. Ihr<br />

könnt aber natürlich wählen… Blasen oder ziehen.<br />

9 inch oder 9 mg. Deepthroat oder Lungenzug.<br />

Eure Pia<br />

Bin ich noch ansteckend?<br />

HIV-Risiko be<strong>im</strong> Wichsen?<br />

Hallo Dr. Gay<br />

Ich habe mir heute auf einem Cruising-Gelände be<strong>im</strong> Parkplatz von einem<br />

Fremden einen wichsen lassen. Angefasst habe ich ihn dabei nicht. Jedoch<br />

hatte er, bevor er mich wichste, seinen Schwanz kurz gewichst. Kann es<br />

bei dieser Situation in irgendeiner Art zu einer HIV-Übertragung gekommen<br />

sein? Zum Beispiel, wenn von seinem Schwanz Lusttropfen über die<br />

Hände auf meinen gekommen wären, oder durch eine Wunde an seiner<br />

Hand? Bemerkt habe ich allerdings nichts. Vielen Dank schon mal für<br />

deine Antwort.<br />

Gruss, Urs, 29<br />

Hallo Urs<br />

Nein, das ist nicht möglich. HIV überträgt sich nicht über die Hände oder über<br />

das alleinige Berühren der Geschlechtsteile. Gemeinsames Wichsen ist eine<br />

der sichersten Sexpraktiken überhaupt, auch der Lusttropfen birgt hier keine<br />

Gefahr. Der Lusttropfen ist selbst be<strong>im</strong> Blasen unbedenklich, Sperma sollte<br />

dabei aber keines in den Mund gelangen. Das grösste Risiko für eine HIV-Infektion<br />

ist ungeschützter Analverkehr. Wenn du also be<strong>im</strong> Analverkehr ein<br />

Kondom benutzt und be<strong>im</strong> Blasen zudem darauf achtest, dass kein Sperma in<br />

den Mund kommt, brauchst du dir über HIV keine Sorgen zu machen.<br />

Alles Gute, Dr. Gay<br />

Hallo Dr. Gay<br />

Ich bin HIV-positiv und habe vor einigen Wochen jemanden kennen gelernt,<br />

den ich sehr mag. Er möchte eine Beziehung mit mir eingehen, aber ich weiss<br />

nicht, ob oder wann ich ihn über meinen HIV-Status informieren soll. Er ist<br />

wie ich ein Student und sagte vor kurzem, dass er in einer festen Beziehung<br />

auf Kondome verzichten will, nachdem beide einen HIV-Test gemacht haben.<br />

Was kannst du mir raten? Ich bin unter wirksamer HIV-Therapie und meine<br />

Viruslast ist nicht mehr nachweisbar. Bin ich überhaupt noch ansteckend?<br />

Danke für deine Hilfe.<br />

Gruss, Roland, 28<br />

Hallo Roland<br />

Die Entscheidung, wann und wem du von deiner HIV-Infektion erzählst,<br />

ist sehr persönlich und kann dir niemand abnehmen. Solange du Safer Sex<br />

machst, ist ein Outing nicht zwingend nötig. Wenn ihr aber eine neue Beziehung<br />

eingeht und unsafen Sex haben möchtet, musst du deinen Partner informieren.<br />

Wenn sich abzeichnet, dass es etwas Ernstes wird, wirst du von alleine<br />

deinen Partner informieren wollen. Du bist mit den HIV-Medikamenten unter<br />

wirksamer antiretroviraler Therapie (ART). Wenn deine Virenlast länger als<br />

6 Monate unter der Nachweisbarkeitsgrenze liegt und keine andere sexuell<br />

übertragbare Infektion (STI) vorliegt, bist du nicht mehr ansteckend, und es<br />

kann nach Rücksprache mit dem Arzt auf das Kondom verzichtet werden.<br />

Am besten, ihr lasst euch zusammen von deinem Arzt beraten. Sollte er mit<br />

dem Thema HIV nicht so sehr vertraut sein, kann euch vielleicht die Broschüre<br />

«Beziehung & Sexualität» der Aids-Hilfe Schweiz unterstützen. Du kannst<br />

die Broschüre kostenlos <strong>im</strong> Shop auf www.aids.ch bestellen oder ruterladen.<br />

Alles Gute, Dr. Gay<br />

Eine Dienstleistung der Aids-Hilfe Schweiz<br />

34


PRESENTS ThE official PRE-PaRTy of hUSTlaBall BERliN<br />

SONNTAG 15. SEPTEMBER<br />

HUSTLABALL BERLIN<br />

MAD>LAUSANNE<br />

D’JOHNNY>UK<br />

(Beyond, Fire, WE party)<br />

ANTOINE909>UK<br />

(Circuit Festival)<br />

LUKJLITE>CH<br />

(25Up, Baselworld)<br />

JUICEPPE>CH<br />

(Jack, Aviator)<br />

YAZZ>CH<br />

(Nikky’s club)<br />

Guest Porn Starz<br />

H DAVID AVILA<br />

H TONY AXEL<br />

H ALEX PAIN<br />

H JOE GUNNER<br />

Die weltweit größte und erfolgreichste<br />

HustlaBall Party aus Berlin zu Gast in<br />

der Schweiz: eine einmalige Atmosphäre<br />

von Erotik, sexueller Freiheit & Spaß<br />

www.hustlaball.de<br />

40.000 Leds giant Screen<br />

State of the Art Sound & Light<br />

club MAD<br />

Rue de Genève 23<br />

LAUSANNE<br />

Info:021-340 69 69<br />

www.gay-party.net


Agenda CRUISER Edition <strong>September</strong> <strong>2013</strong><br />

SA 31. August<br />

Winterthur<br />

10.00 GO!:<br />

GayOstschweiz hat ein Festzelt mit 50 Sitzplätzen<br />

mit Getränken und Speisen und Musik ab CD am<br />

Dorffest «Seemer Dorfet <strong>2013</strong>», Stand 118, Buslinie 2<br />

ab Bahnhof Richtung Seen bis Hinterdorf Seen<br />

Zürich<br />

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen. U30<br />

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Cruising<br />

unl<strong>im</strong>ited<br />

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-<br />

Anlass Ultrarubber. Bierpass 3 für 2<br />

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Hell on Heels.<br />

DJs Zaine Sascha Fierce & Zör Gollin<br />

<strong>September</strong> <strong>2013</strong><br />

01. Sept.<br />

Winterthur<br />

11.00 GO!:<br />

GayOstschweiz hat ein Festzelt mit 50 Sitzplätzen<br />

mit Getränken und Speisen und Musik ab CD am<br />

Dorffest «Seemer Dorfet <strong>2013</strong>», Stand 118, Buslinie 2<br />

ab Bahnhof Richtung Seen bis Hinterdorf Seen<br />

Zürich<br />

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.<br />

Old & Young<br />

20.00 Tanzleila@Exil: Party von Frauen für<br />

Frauen. Ab 20h Salsa. Ab 21h DJs Anouk Amok,<br />

Madame Léa & N.Cole<br />

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Disco-Party<br />

MI 04. Sept.<br />

Zürich<br />

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.<br />

Naked (Mask) Party. Masken können für Fr. 5.– gemietet<br />

werden<br />

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240<br />

DJ Alex Brand - oldschool techno<br />

21.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Naked only!<br />

DO 05. Sept.<br />

Winterthur<br />

19.30 Badgasse 8: LesBiGay & Friends Treff <strong>im</strong><br />

Lokal Badgasse 8<br />

Zürich<br />

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.<br />

Mega Darkroom<br />

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19.00 Bi-Treffpunkt: offener Treff für bisexuelle<br />

Männer und Frauen 19h Treff <strong>im</strong> Café Rathaus,<br />

L<strong>im</strong>matquai 61 zum Apéro, dann ab 20.15h <strong>im</strong><br />

HAZ-Centro, Sihlquai 67 zu geleiteten Gesprächen<br />

zum Thema Bi-Sexualität und Polyamory<br />

20.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,<br />

Schlieren. Mega Nackt-Party<br />

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 80s-Party<br />

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Plan D.<br />

Opening Party mit diversen DJs wie Louis de Fumer,<br />

Angel O, José Parra oder Zör Gollin<br />

FR 06. Sept.<br />

Bern<br />

22.00 Seite 69 – homosexuell, heterofreundlich:<br />

Saisonstart mit DJs Sauvage, Racker & Discoknabe.<br />

Im Kapitel Bollwerk, Bollwerk 41, Fr. 15.–.<br />

Infos www.seite69.ch<br />

Zürich<br />

12.00 Renos Relax:<br />

Kernstrasse 57. Nachtsauna zudem BI Day<br />

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.<br />

Grosser Stutenmarkt<br />

20.00 Lollipop Party: mit kl<strong>im</strong>atisierter Fussball<br />

Arena. Übertragung Spiel Schweiz – Island auf HD-<br />

Grossleinwand. Party ab 22h, Lollipop Floor: Schlager,<br />

Schweizerhits, Mallorca, Klassiker & Canzoni<br />

mit DJs Rolly & Wollana; Wannabe Floor: 80er/90er<br />

Party Hits mit DJs Adrinardi & T<strong>im</strong>on; Après Suisse<br />

Floor: Die grössten Pistenheuler und Hitparaden<br />

Knaller mit DJ Schneekönig, Badi & Freunde. Plus<br />

Karaoke Lounge. X-Tra, L<strong>im</strong>matstr. 118. Eintritt inkl.<br />

anschliessender Party Fr. 20.–. Infos<br />

www.lollipopparty.ch<br />

22.00 Rage:<br />

Wagistr. 13, Schlieren Suck & Fuck Friday<br />

23.00 Paradise Garage@Supermarket:<br />

Gay & Lesbian Party. DJs Peeza, Angel O & Friends.<br />

Supermarket, Geroldstr. 17.<br />

Infos www.housefashion.ch<br />

23.00 Turnt: Sophisticated Electronica for Gays &<br />

Friends Opening Party mit DJ Team Rumlaut, DJs<br />

Juen, Zwillingsmann & Dario La Mazza. Hosted by<br />

BlackCat & EroKawai. Im Revier, Hohlstrasse 14<br />

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Leider geil!<br />

Opening Party. DJ Polabdul spielt Musik, welche<br />

sonst nur he<strong>im</strong>lich gehört wird<br />

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29<br />

Party mit djradio<br />

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter<br />

Dresscode Open sector, no dresscode<br />

SA 07. Sept.<br />

Basel<br />

21.00 Isola Club@saXo: Theaterstrasse 4. Openingparty<br />

for Gays, Lesbians & Friends an neuer<br />

Location. Music from 80s till today. Fr. 15.–<br />

Bern<br />

09.00 Born this way!: Erste Schweizer Transtagung<br />

Eine zweitägige Tagung für Menschen, die<br />

sich mit dem Geschlecht, das ihnen bei Geburt zugewiesen<br />

wurde, nicht identifizieren können. Und<br />

für Angehörige, FreundInnen und all jene, die sich<br />

für das Thema interessieren. Diverse Workshops.<br />

Weitere Infos: www.transtagung.ch<br />

Biel/Bienne<br />

22.30 GayLes: Party für Lesben, Schwule und<br />

Freunde. DJane Shanya & DJ Prognautik. Im Ufo<br />

Club, Untergasse / rue Bass 21.<br />

Thurgau<br />

19.30 HOT: Spezialanlass <strong>im</strong> HOT, Wilerstrasse 5,<br />

9545 Wängi Movie Night <strong>2013</strong>. 20.15h To Wong Foo<br />

thanks for Everything - Julie Newmar. Ab 22.45h<br />

Priscilla Queen of the Desert. Tür & Bar ab 19.30h<br />

Snacks und Getränke. Anmeldung bis 3.9. unter<br />

anmeldung@hot-tg.ch<br />

Zürich<br />

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.<br />

Bären Sex Party<br />

22.00 Offstream: The alternative Gay Party Sommerparty<br />

mit Musik von Indie bis Elektro. Im Exil,<br />

Hardstrasse 245. Infos www.offstream.ch<br />

22.00 Rage:<br />

Wagistrasse 13, Schlieren Crusing4men<br />

23.00 Aviator Layover Party: Marrakesch Gay<br />

Party mit DJs Thiago & Angel O. Gogo Boys & Girls.<br />

Alte Kaserne, Kanonengasse 16<br />

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter<br />

Dresscode-Anlass Motorbiker, Leather & Rubber<br />

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Cruisen<br />

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Klubnacht<br />

powered by London Pride. DJs Zach Burns & José<br />

Parra<br />

SO 08. Sept.<br />

Ganze Schweiz<br />

10.00 Les lacets roses: Auf historischen Wegen.<br />

Treffpunkt 10h in Beromünster-Post. Führung<br />

durch das historische Städtchen. Entlang des<br />

Beromünster-Radioweges über Eich nach Sursee.<br />

Infos www.lacetsroses.ch<br />

H. Woodtli 041 310 81 15, 079 478 25 13<br />

Zürich<br />

09.00 HAZ Outdoor: Velotour Region Z<strong>im</strong>merberg.<br />

Genaue Infos anfangs <strong>September</strong> unter<br />

www.ursmaier.ch/HAZ/hazw2.html<br />

19.00 GayAqua:<br />

Hertistrasse 24, Wallisellen. U45 (35-45)<br />

21.00 Cube@Club Bellevue: Rämistrasse 6 /<br />

Freieckgasse. Knabenschiesse special.<br />

Infos www.cubezürich.com<br />

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Schlagerparty<br />

36<br />

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der Männerzone.<br />

Bis 23 Uhr sind<br />

alle Getränke gratis!<br />

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10<br />

Jahre


Agenda CRUISER Edition <strong>September</strong> <strong>2013</strong><br />

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Shoot the<br />

Boys – Jetzt wird es wild! Knabenschiessen special.<br />

DJs Angel O & LaLuna<br />

MI 11. Sept.<br />

Bern<br />

18.30 3gang in der Villa Stucki: Seftigenstrasse<br />

11. Essen und Kultur. Treffpunkt für das<br />

translesbischwule Bern. Apéro Bar ab 18.30h,<br />

Essen ab 19.30h<br />

Winterthur<br />

19.30 Badgasse 8: Lesbenbar<br />

Zürich<br />

19.00 GayAqua:<br />

Hertistrasse 24, Wallisellen. Bukkake Party<br />

20.00 Heldenbar@Provitreff:<br />

Sihlquai 240 DJ Polabdul<br />

21.00 Magnusbar: Magnusstr. 29<br />

Underwear (obligatorisch), Naked (freiwillig)<br />

DO 12. Sept.<br />

Zürich<br />

19.00 GayAqua:<br />

Hertistrasse 24, Wallisellen. Mega Darkroom<br />

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Worker-Party<br />

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Plan D. Diverse DJs<br />

wie Louis de Fumer, Angel O, José Parra oder Zör Gollin<br />

FR 13. Sept.<br />

Zürich<br />

12.00 Renos Relax:<br />

Kernstrasse 57. Nachtsauna zudem BI Day<br />

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.<br />

Fucking Sklavenmarkt<br />

19.00 Gay Bikers Zürich:<br />

Höck am Rheinfall. Infos www.gaybikers.ch<br />

19.30 HAZ-Centro: Sihlquai 67. Freitags-Centro<br />

mit speziellem kulinarischem Angebot präsentiert<br />

von Franz<br />

20.00 gay: my way: Schwule Männer <strong>im</strong><br />

Coming-out Treff <strong>im</strong> HAZ-Centro, Sihlquai 67.<br />

Coming-out Gespräche in Kleingruppen<br />

20.00 LMZ:<br />

der Schwule Schweizer Motorradclub Stamm <strong>im</strong><br />

Restaurant Moléson, Grüngasse 7, 8004 Zürich<br />

22.00 Rage:<br />

Wagistr. 13, Schlieren Cruising unl<strong>im</strong>ited<br />

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Scream &<br />

Shout. DJ Louis de Fumer legt Platten auf mit RnB,<br />

Pop & Dance<br />

23.00 Magnusbar:<br />

Magnusstr. 29 Party mit djradio<br />

23.00 Sector c; Fetish Club:<br />

Wagistr. 13. Strikter Dresscode Full Fetish<br />

SA 14. Sept.<br />

Basel<br />

23.00 QueerPlanet Party: The hot house & electro<br />

house party for gays, lesbians and friends. DJs<br />

Taylor Cruz & Jose Jones. Im Singerhaus, Marktplatz<br />

34. Infos www.queerplanet.ch<br />

Thurgau<br />

20.00 GO!: GayOstschweiz! Hollywood Filmabend<br />

mit American Snack-Food. Film: «Brokeback<br />

Mountain». Im Go! Lokal, Frauenfelderstr. 100, 9548<br />

Matzingen. Anmeldung bis 12.9. unter anmeldung@go-club.ch<br />

Winterthur<br />

17.00 WILSCH: Winterthurer Lesben und<br />

Schwule We are family! Essen, Geniesserabend für<br />

die LesBiSchwule Community <strong>im</strong> Lokal Badgasse<br />

8 Tessiner Küche mit Roli und Leo. Anmeldung bis<br />

12.9. unter www.badgasse8.ch<br />

Zürich<br />

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.<br />

Schaumparty mit Dampfbad<br />

21.00 come together: Lesbian & Gay Party 30+.<br />

DJ Matteo. Marquee Club, Weinbergstrasse 68<br />

(Tram 7 & 15, N6, Sonneggstrasse).<br />

Infos www.party4lesandgay.ch<br />

22.00 Rage:<br />

Wagistrasse 13, Schlieren SportsLAB Xtra-Large<br />

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-<br />

Anlass SportsLAB Xtra-Large. Sports-gear only!<br />

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 80s-Party<br />

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Hell on Heels.<br />

DJ Drag Queen Gloria Viagra & DJ Zör Gollin<br />

23.00 Jack-Party: Djs Terry Vietheer, Juiceppe ,<br />

Angel O. Im Festsaal (Kaufleuten) Pelikanplatz<br />

Infos www.jackcompany.com<br />

SO 15. Sept.<br />

Lausanne<br />

22.00 JUNGLE Official Pre-Party of Hustlaball<br />

Berlin: Main Floor: DJ D’Johnny, DJ Antoine909.<br />

Level +02: Bedroom Girlie Bar & Cocktails. Restaurant<br />

mit Jungle menu. (Reservation erforderlich)<br />

She-DJ Yazz. Level +03: JetLag Funky Club, DJ<br />

LukJLite, DJ Juiceppe<br />

MAD, rue de Genève 23, www.gay-party.net<br />

Basel<br />

21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche<br />

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38


CRUISER Edition <strong>September</strong> <strong>2013</strong><br />

Homobar am Sonntag <strong>im</strong> Keller des Restaurants<br />

Hirscheneck, Lindenberg 23. DJ High Heels on<br />

Speed – Reise durch die Sümpfe<br />

Zürich<br />

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen. 60+<br />

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Disco-Party<br />

DI 17. Sept.<br />

Aarau<br />

20.00 Aarglos: Lesbengruppe Treff Minigolf.<br />

Genaue Infos nach Anmeldung bis 3.9. bei schlifer@<br />

hotmail.com<br />

Bern<br />

21.00 Uncut: warme Filme <strong>im</strong> Kino Kunstmuseum<br />

Bern Hodelstrasse 8. «Loose your head», D <strong>2013</strong>.<br />

Infos www.gaybern.ch/uncut<br />

MI 18. Sept.<br />

Zürich<br />

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.<br />

Mask-Party naked<br />

19.30 Renos Relax Masken Party:<br />

Ab 19.30h ist Maskenpflicht<br />

20.00 Heldenbar@Provitreff:<br />

Sihlquai 240 DJ David Karasek – best of soul, funk &<br />

pop (70ies bis heute)<br />

21.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Naked only!<br />

DO 19. Sept.<br />

Zürich<br />

19.00 GayAqua:<br />

Hertistrasse 24, Wallisellen. Mega Darkroom<br />

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 House-Party<br />

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Plan D.<br />

Diverse DJs wie Louis de Fumer, Angel O, José Parra<br />

oder Zör Gollin<br />

FR 20. Sept.<br />

Luzern<br />

22.00 Frigay Night: happy sound for happy<br />

people@The Loft Haldenstr. 21 DJ C-Side. Boys ab 18,<br />

Girls ab 20 Jahre<br />

Zürich<br />

12.00 Renos Relax:<br />

Kernstrasse 57. Nachtsauna zudem BI Day<br />

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24,<br />

Wallisellen. FF & Stutenmarkt<br />

22.00 Rage: Wagistr. 13,<br />

Schlieren Bad boyz friday<br />

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Cityboy.<br />

DJ König Balthasar & Schwebekastenjunge, DJ<br />

Marco De Rosa (Deep-House, Tech-House)<br />

23.00 Magnusbar:<br />

Magnusstr. 29 Party mit djradio<br />

23.00 Sector c; Fetish Club:<br />

Wagistr. 13. Strikter Dresscode Friday naked<br />

SA 21. Sept.<br />

Lausanne<br />

21.00 Naked Bastards: Nackte Sexparty <strong>im</strong><br />

Trafick Sex Club, Avenue de Tivoli 22 (gegenüber<br />

Pink Beach). Strikter Dresscode: Nackt! Nur die<br />

Schuhe kannst du anbehalten. Fr. 20.– (inkl. 1<br />

Getränk). Einlass nur bis 23h.<br />

Infos www.gayromeo.com/naked_bastards<br />

Zürich<br />

19.00 GayAqua:<br />

Hertistrasse 24, Wallisellen. Oral Orgie<br />

22.00 Lollipop Party: besucht das Adagio & Le Bal,<br />

Gotthardstrasse 5. Lollipop Floor (Schlager, Canzoni,<br />

Chansons, CH Hits): DJs Rolly & Wollana. Wannabe<br />

Floor (80s & 90s Disco): DJ Adrinardi. Fr. 25.–<br />

22.00 Rage:<br />

Wagistrasse 13, Schlieren Cruising unl<strong>im</strong>ited<br />

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-<br />

Anlass X-treme Leather & Rubber<br />

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Trance-Party<br />

23.00 Heaven Club:<br />

Spitalgasse 5. Gravity. DJ José Parra (House)<br />

SO 22. Sept.<br />

Basel<br />

21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche<br />

Homobar am Sonntag <strong>im</strong> Keller des Restaurants<br />

Hirscheneck, Lindenberg 23.<br />

DJ Superhomo – The total Movie Massacre<br />

Zürich<br />

07.30 HAZ Outdoor:<br />

Bergwanderung Niederbauen Chulm. Genaue Infos<br />

über www.ursmaier.ch/HAZ/hazw2.html<br />

19.00 GayAqua:<br />

Hertistrasse 24, Wallisellen. Old & Young<br />

20.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,<br />

Schlieren. sportsCODE. Sportswear only!<br />

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Cruisen<br />

DI 24. Sept.<br />

Zürich<br />

19.00 Lesbentreff Zürich-Wiedikon: Trinken,<br />

essen, kennenlernen. Im Huusmaa, Badenerstr. 138<br />

MI 25. Sept.<br />

Bern<br />

18.30 3gang in der Villa Stucki: Seftigenstrasse<br />

11. Essen und Kultur. Treffpunkt für das translesbischwule<br />

Bern. Apéro Bar ab 18.30h, Essen ab 19.30h<br />

Zürich<br />

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.<br />

Bukkake Mask Party<br />

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240<br />

DJ Ricardo-R-Uhga – new bouncy techno-shite<br />

21.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Underwear<br />

(obligatorisch), naked (freiwillig)<br />

Agenda<br />

DO 26. Sept.<br />

Zürich<br />

19.00 GayAqua:<br />

Hertistrasse 24, Wallisellen. Mega Darkroom<br />

19.30 z&h Schwule Studis an Uni & ETH:<br />

z&h Nachtessen <strong>im</strong> HAZ-Centro, Sihlquai 67. Fr.<br />

10.–. Wein bitte selber mitbringen<br />

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Cruisen<br />

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Plan D. Diverse DJs<br />

wie Louis de Fumer, Angel O, José Parra oder Zör Gollin<br />

FR 27. Sept.<br />

Bern<br />

22.30 Uncut: warme Filme <strong>im</strong> Kino Kunstmuseum<br />

Bern Hodelstrass 8. «Interior: Leather Bar», USA <strong>2013</strong>.<br />

Infos www.gaybern.ch/uncut<br />

Zürich<br />

12.00 Renos Relax:<br />

Kernstrasse 57. Nachtsauna zudem BI Day<br />

18.00 Checkpoint <strong>im</strong> Gespräch@Bubbles:<br />

Werdstrasse 54. Anmeldung nicht erforderlich. Mit<br />

Rauchen aufhören? Sicher nicht, oder? Vortrag und<br />

Diskussionsleitung Patrick Weber. Ab 18h Apéro,<br />

19h Vortrag und anschliessend Essen & Trinken<br />

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.<br />

GangBang & Stutenmarkt<br />

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren Kick-off! Sport<br />

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Balkan Gay<br />

Night. DJ QBass. Balkan Beats & Show mit der Truppe<br />

um Denny Doll<br />

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Party mit djradio<br />

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter<br />

Dresscode Kick-off! Sport. Sports & Sneaks only!<br />

SA 28. Sept.<br />

Bern<br />

22.00 ISC Club: Neubrückstr. 10. Tolerdance für<br />

Schwule, Lesben und FreundInnen. Golden Tolerdance.<br />

Disco Diva mit DJs Ludwig & Dodo<br />

Chur<br />

14.00 Schlagerparade <strong>2013</strong>: Der Umzug der 17.<br />

Schlagerparade startet um 14h auf dem Parkplatz der<br />

Stadthalle Chur. Die genaue Streckenführung ist von<br />

der Stadthalle durch das Welschdörfli, über die Grabenstrasse,<br />

über den Postplatz und Poststrasse zum<br />

Martinsplatz. Livekonzerte auf der Schlagerbühne<br />

Arcas ab 16h: Hossanova, Chris Roberts, Johnny Gold,<br />

Jürgen Marcus, Die Rexis & das Polyester Orchester.<br />

Ab 23h Schlagerparties in diversen Lokalen bis in den<br />

frühen Morgen. Infos www.schlagerparade.ch<br />

Zürich<br />

19.00 GayAqua:<br />

Hertistrasse 24, Wallisellen. U30-Sauna<br />

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Cruising<br />

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-Anlass<br />

Schweinebucht. Full Fetish (yellow). Bierpass 3 für 2<br />

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Disco-Party<br />

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Dudecute! DJ<br />

Merte Rox (Pop, Charts, House)<br />

Impressum<br />

Herausgeber und Verleger: AfM-Publikationen, Martin Ender<br />

Redaktion und Verlagsadresse: AfM-Publikationen, Martin Ender, Mühlebachstrasse 174, Postfach, 8034 Zürich, Tel. 044 388 41 54, Fax 044 388 41 56, info@cruiser.ch<br />

Infos für die Agenda: agenda@cruiser.ch<br />

Infos an die Redaktion: redaktion@cruiser.ch<br />

Redaktionelle Mitarbeit: Martin Ender (Chefredaktor), Daniel Diriwächter (Stv. Chefredaktor), Lola Sara Arnold-Korf, Thomas Borgmann, Charly Büchi,<br />

Branko B. Gabriel, René Gerber, Oliver Hölcke, Hanspeter Künzler, Michael Lenz, Alex Rudolf<br />

Fotograf: Stefan Büchi, talk@stefanbuechi.ch<br />

Grafik / Layout: Deny Fousek, Bertastrasse 1, 8003 Zürich Litho: Beni Roffler, Letzigraben 114a, 8047 Zürich<br />

Inserate: AfM-Publikationen, Martin Ender, Postfach, 8034 Zürich, Tel. 044 388 41 54, Fax 044 388 41 56, anzeigen@cruiser.ch<br />

Druck: Neue Luzerner Zeitung AG, Auflage: 15 000 Exemplare, 10 Ausgaben jährlich<br />

39


Photography - STEFAN HEINRICHS<br />

JACK<br />

JACK<br />

No o 24<br />

SAturdAY<br />

14.09.13<br />

t HE out o F<br />

t HE BLu E ISSu E<br />

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MorE GorGEouS<br />

tHAN EVEr<br />

d oorS o PEN<br />

23:00<br />

F ESt SAAL<br />

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ZurICH<br />

SWI t ZEr LANd<br />

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.CoM<br />

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