Cruiser im Sommer 2013

cruisermagazin

CRUISER Edition Sommer 2013

Dieses Magazin ist schwul

Photographer:

Denny Walentin

Homophobie in Russland,

Mund-Art – alles über Oralsex,

Stephan Bitterlin, Luca Papini,

Reto Hanselmann, Prinz Harry,

Neu im Kino: Freier Fall,

Über den Wolken mit Edelweiss Air,

Gran Canaria


Der Verein Gaybetriebe Schweiz ist ein Zusammenschluss der meisten Sex-Clubs und Saunas

für Schwule in der Schweiz. Auch immer mehr Bars und Discos der Gay Community sind

bei uns mit dabei. Wir setzen uns ein für höchste Qualität in den Bereichen Hygiene, Prävention

und Sicherheit. Für höchsten Spassfaktor in einer gepflegten Umgebung.

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2013

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Weniger wollen wir doch nicht, oder?


CRUISER Edition Sommer 2013

Inhalt

Editorial

Eigentlich wollten wir eine unbeschwerte Sommer-Ausgabe machen. Doch es kam einiges dazwischen:

Putin zieht in seinem Staat die Daumenschrauben an. Kroation als jüngster EU-Staat tut

sich noch schwer mit Schwulen und Lesben. Und zum Thema Gesundheit wissen wir, Oralsex birgt

Risiken. Nun zum Sommer: Wir läuten ihn mit 21 Songs aus der CR-Sommer-Playlist ein. Wir berichten

über das Ferienparadies Gran Canaria. Wir fliegen über die Wolken und vor allem zeigen

wir in einer grossen Fotostrecke die Unbeschwertheit des Sommers. Der Berliner Fotograf Denny

Walentin hat ihn exklusiv für das CR-Magazin eingefangen. In diesem Sinne wünschen wir einen

schönen Sommer!

Martin Ender, Verleger

6

Russland zieht die Daumenschrauben an

Schwule und Lesben kommen unter Druck

10

Mund-Art

Wie sicher ist Oralsex wirklich?

12

«Mich traf der Fluch aller Mister und Missen!»

Interview mit Stephan Bitterlin

16

Summer of 2013

Die CR-Sommer-Playlist

44

Arbeit über den Wolken

Unterwegs mit Edelweiss Air

46

Gran Canaria

Wie ein Traum vom Garten Eden

News 4 • Prominent 8 • News Schweiz 15 • Szene 18 • Luca Papini 21

Fotostrecke 22 • Kroatien 33 • Reto Hanselmann 34

Lifestyle 36 • Kolumne 41 • Kultur 42 • Dr. Gay 48 • Pia 49 • Agenda 50

3


News CRUISER Edition Sommer 2013

Internationale

News

4

Köln

CSD ohne schwulenfeindliche

Partei

Der neueste Verfassungsschutzbericht des deutschen

Bundeslands Nordrhein-Westfalen (NRW)

geht ausführlich auf die extremistischen Tendenzen

und Homosexuellenfeindlichkeit von

«Pro Köln» und «Pro NR» ein. Die rechte Partei

spiele bei ihrer Propaganda gegen Muslime mit

den «Überfremdungsängsten» der Bevölkerung

und verbreite «abwertende Äusserungen» über

«sexuelle Minderheiten», hiess es in dem Bericht.

Die Verfassungsschützer betonten: «Homosexuelle

werden subtil verächtlich gemacht

und durch diffamierende Formulierungen herabgesetzt».

Pro Köln hatte zuletzt mit der Anmeldung

eines Wagens für die Kölner CSD-Parade

für Furore gesorgt. Die Organisatoren des

Cologne Pride untersagten jedoch den Pro-Köln-

Wagen. «In der CSD-Parade ist kein Platz für

Rechtspopulisten», hiess es in einer Erklärung

des Cologne Pride.

Berlin

Debatte ja, Diffamierung nein

Schwul-lesbische Journalisten und Blogger in

Deutschland haben in einem bereits von 2000

Menschen unterzeichneten «Waldschlösschen-

Appell» gegen die Verharmlosung homosexualitätsfeindlicher

Diffamierungen durch die

Medien protestiert. «Lesben und Schwule stehen

aufgrund der Diskussion um die rechtliche

Gleichstellung homosexueller Lebensgemeinschaften

im Fokus der Medienöffentlichkeit.

«Wir begrüssen eine breite Diskussion über die

politische und juristische Ausgestaltung der

Rechte Homosexueller», heisst es in dem Appell

www.der-appell.de. «Wir wehren uns jedoch

dagegen, dass Argumentationsmuster, die

der Diffamierung der Identität Homosexueller

dienen, weiterhin als ,Debattenbeiträge’ oder

‚Meinungsäusserungen’ verharmlost werden.»

Hierzu gehörten Aussagen wie Homosexualität

sei «heilbar», «Begünstigung für sexuellen Missbrauch»

oder «widernatürlich».

Montpellier

Erste Hochzeit nach Einführung

des umstrittenen Eherechts.

Selten war ein «Ja» bzw. ein «Oui» so historisch

wie jenes von Vincent Autin (40) und Bruno Boileau

(30). In der südfranzösischen Stadt Montpellier

gingen die beiden Männer am 19. Mai

den Bund fürs Leben ein. Es ist die erste Hochzeit,

die auf dem umstrittenen Eherecht basierd,

welches die Grande Nation zu spalten

scheint und am 18. Juni eingeführt wurde.

Die Zeremonie im Rathaus von Montpellier wurde

mit der grossen Kelle angerichtet. Medienberichten

zufolge waren rund 500 Gäste anwesend,

als die sozialistische Bürgermeisterin

erklärte: «Sie werden nun einen historischen

Moment für unser Land, für unsere Republik

erleben. Es ist mir eine grosse Ehre, Ihnen zu

sagen, dass Sie durch den Bund der Ehe vereint

sind».

Währenddessen sorgte ein Grossaufgebot an

Sicherheitskräften dafür, dass keine unschönen

Stimmen laut wurden wie jüngst wieder

in Paris. Besonders das rechtsextreme Lager

will weiterhin gegen das neue Gesetz der absoluten

Gleichstellung Sturm laufen. Die Frischvermählten

liessen sich dadurch nicht beirren.

Trotzdem fand die Feier an einem geheimen

Ort statt.

Vatikan

Der Papst beklagt sich über

Schwulen-Lobby

Was schon längst vermutet wurde, konnte nun

durch eine Indiskretion bestätigt werden: Papst

Franziskus beklagte sich über eine «Schwulen-

Lobby» im Vatikan. Dies bestätigt das Protokoll

einer privaten Audienz. Papst Franziskus

traf sich mit Vertretern lateinamerikanischer

Orden und nutzte die Gelegenheit, um gleich

ausgiebig über den heimischen Vatikan zu jammern.

Es herrsche u.a. eine Korruption im Stadtstaat,

und auch eine Schwulen-Lobby würde im Vatikan

ihren Einfluss geltend machen. O-Ton Papst

Franziskus: «Es ist die Rede von der Schwulen-

Lobby, und das stimmt. Es gibt sie. Wir müssen

sehen, was wir tun können», so das Kirchenoberhaupt

im vermeintlich geheimen Gespräch.


CRUISER Edition Sommer 2013

News

Offiziell bezeichnete der Vatikan solche Aussagen

bislang als reine Spekulationen. Es wurde

weiter sogar vermutet, dass besagte «Homo-Seilschaften»

für den Rücktritt von Papst Benedikt

XVI sorgten.

Nun ist die Existenz der «Schwulen-Lobby» von

der höchsten Instanz der katholischen Kirche

bestätigt worden. Vatikan-Sprecher Federico

Lombardi zeigte sich betrübt ob der Indiskretion.

Tiflis

Protest gegen Gewalt in Tiflis

Deutschlands Aussenminister Guido Westerwelle

hat offiziell gegen die homophobe Gewalt

am 17. Mai in der georgischen Hauptstadt Tiflis

protestiert. In einem Telefonat mit seiner georgischen

Amtskollegin Maja Panjikidze brachte

Westerwelle laut Spiegel Online seine Empörung

über die schweren Ausschreitungen am Internationalen

Tag gegen Homophobie zum Ausdruck.

Derartige Vorgänge seien in einem Land,

das zur «euroatlantischen Wertegemeinschaft»

gehören wolle, nicht akzeptabel, habe Westerwelle

betont. Die georgische Aussenministerin

habe Westerwelle versichert, die georgische Regierung

werde alles tun, um Minderheiten und

ihre Rechte zu schützen. In Tiflis waren am 17.

Mai bei einer IDAHO-Demonstration mehr als

30 Schwule und Lesben von ultraorthodoxen

Gegendemonstranten schwer verletzt worden.

Tel Aviv

Attentäter gefasst

Die Polizei in Tel Aviv hat mehrere Personen verhaftet,

die vor vier Jahren am Anschlag auf einen

Coming-out-Treff in Tel Aviv beteiligt gewesen

sein sollen. Zwei Menschen waren bei dem

Attentat erschossen worden, 15 weitere wurden

durch Schüsse teils schwer verletzt. Laut israelischen

Medien soll es sich bei den zwischen 20

und 40 Jahren alten mutmasslichen Attentätern

um Juden handeln. Das Motiv sei private Rache

gewesen, hiess es unter Bezug auf Polizeiinformationen.

Der Anschlag hatte zu grossem Entsetzen

im In- und Ausland geführt. Unter den

80’000 Teilnehmern einer Gedenkveranstaltung

in Tel Aviv war seinerzeit auch Staatspräsident

Schimon Perez. Die Kugeln seien gegen die

Gesellschaft gerichtet gewesen, «gegen alle, alle

von uns, gegen mich», sagte Perez.

New York

HOSI Wien berät die UN

Der Weg ist frei für den Beraterstatus der österreichischen

Schwulenorganisation «Homosexuelle

Initiative (HOSI) Wien» bei den Vereinten

Nationen (UN). Das NGO-Komitee des

Wirtschafts- und Sozialrats der UN hat sich

mehrheitlich für die Zuerkennung des Konsultativstatus

der HOSI Wien ausgesprochen. Die

Entscheidung über den von der HOSI Wien bereits

2007 gestellten Antrag war immer wieder

durch den Widerstand schwulenfeindlicher islamischer

und afrikanischer Staaten verzögert

worden. Dem Komitee gehören 19 Nationen an.

Gegen den Antrag stimmten China, Marokko,

Pakistan, Russland, Senegal und der Sudan. Kirgisien

und Mosambik enthielten sich, während

Burundi und Kuba bei der Abstimmung nicht

anwesend waren. Zu den neun Befürwortern

gehörten Israel, Indien und die Türkei.

São Paulo

Gay-Pride mit einer Million

Menschen.

Anfang Juni fand in São Paulo eine gigantische

Gay-Pride statt. Mit rund einer Million Menschen

dürfte die Parade wohl auch die grösste

der Welt sein. Ein fantastischer Erfolg für die

LGBT-Gemeinde in Brasilien.

Neben der Feier forderten die Teilnehmer die

rechtliche Gleichstellung von Schwulen und

Lesben in Brasilien. «Wir müssen die Verfassung

ändern, so dass alle Bürger die gleichen Rechte

bekommen», so die Kulturministerin Marta Suplicy

in ihrer Ansprache.

Im Mai gab die Aufsichtsbehörde der brasilianischen

Justiz grünes Licht für die Homo-Ehe.

Doch längst nicht alle Standesämter befürworten

diesen Schritt. In einem Land, das wie

kaum ein anderes vom Katholizismus geprägt

ist, weht der absoluten Gleichstellung ein kalter

Wind entgegen.

Saint Paul

Homo-Ehe in Minnesota

Minnesota ist der 12. US-Bundesstaat, der die

Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben beschlossen

hat. Der demokratische Gouverneur

Mark Dayton hat angekündigt, das Gesetz unterschreiben

zu wollen. Es soll am 1. August in

Kraft treten. Die Republikaner lehnten das Gesetz

ab. Der republikanische Senator Dan Hall

liess verlauten, er wolle seinen Platz im christlichen

Himmel nicht gefährden. Bei den Wahlen

im vergangenen November scheiterte ein

Referendum zur Aufnahme des Verbots der Homo-Ehe

in der Verfassung Minnesotas. In Kürze

wird der Supreme Court der USA entscheiden,

ob das Verbot von gleichgeschlechtlichen Eheschliessungen

auf Bundesebene sowie im nach

Einwohnern grössten Bundesstaat Kalifornien

verfassungsgemäss ist.

Hongkong

Richtige Christen

Über 300 Pastoren christlicher Kirchen aus

Asien haben sich für die Gleichberechtigung

von Schwulen und Lesben in Kirche und Gesellschaft

ausgesprochen. Drei Tage lange hatten

sich die Geistlichen auf der Amplify-Konferenz

in Hongkong mit der Rollen von Christen

und Kirchen im gesellschaftlichen Umgang

mit Schwulen und Lesben auseinandergesetzt.

Reverend Silas Wong, Oberhaupt der Konferenzorganisatorin

Blessed Minority Christian

Fellowship, sagte gegenüber dem Onlinemagazin

Fridae.asia, viele Menschen würden die

Essenz des christlichen Glaubens falsch verstehen.

Der «wahre christliche Glaube» akzeptiere

auch Schwule und Lesben. In einer Deklaration

forderten Konferenzteilnehmer die Regierung

von Hongkong auf, die Rechte sexueller Minderheiten

zu schützen. An der Konferenz hatten

Pastoren aus Australien, China, Hongkong, Indonesien,

Japan, Korea, Malaysia, Philippinen,

Singapur, Taiwan und den USA teilgenommen.

Abuja

14 Jahre Haft für Homo-Kuss

Einstimmig hat das Parlament von Nigeria die

Verschärfung der schwulenfeindlichen Gesetze

beschlossen. Jetzt steht schon die öffentlich

sichtbare Zuneigung zwischen Angehörigen

des gleichen Geschlechts unter Strafe. Schon

ein simpler Kuss kann mit bis zu 14 Jahren Haft

bestraft werden. Zehn Jahre Gefängnis drohen

jenen, die als Gast an einer gleichgeschlechtlichen

Eheschliessung teilnehmen oder eine Rolle

bei der Gründung einer schwul-lesbischen Organisation

oder einer Homo-Bar spielen. Bereits

bisher wurde gleichgeschlechtlicher Sex mit bis

zu 14 Jahren Gefängnis bestraft. Etwa die Hälfte

der Nigerianer sind Christen, während die andere

Hälfte dem Islam angehört. Im islamisch

dominierten Norden droht schwulen Männern

sogar die Todesstrafe. Einer Umfrage von Pew

Global Attitudes Projects zu Folge lehnen 97 Prozent

der Nigerianer Homosexualität ab.

5


Politik CRUISER Edition Sommer 2013

Russland zieht die

Daumenschrauben an

Dem Putin-Staat ist eine kritische Bürgergesellschaft ein

Dorn im Auge

Von Norbert Blech

Die LGBT-Aktivisten in St. Petersburg geben nicht auf (Aufnahme vom 1. Mai 2013)! © www.comingoutspb.ru

6


CRUISER Edition Sommer 2013

Politik

LGTB-Aktivisten fürchten

neue Gesetze, die das

Aus für ihre Organisationen

bedeuten können.

Zugleich führt die geschürte

Hysterie zu mehr Homophobie

– und grausamen

Hassverbrechen.

Sie hatten sich nur umarmt: Zwei Frauen, die an einem alltäglichen Werktag

Mitte Juni in der St. Petersburger Metro von der Polizei festgenommen

wurden. Auf die Beschwerde eines Passagiers hatte der Fahrer den Zug

gestoppt und die Beamten herbei gerufen.

Die Geschichte ist nur eines der vielen Beispiele, wie derzeit in Russland

das gesellschaftliche Biotop für Schwule und Lesben kippt wie bei einem

See, der Fische zum Ersticken bringt. Staatlich geförderte Phobie und

Paranoia, eine zunehmende Repression, dazu Ablehnung und Hass, der

immer öfter in Gewalt umschlägt: Auf Russlands Schwule und Lesben

kommen schwere Zeiten zu.

Rosig waren schon die letzten Jahre nicht: CSDs und andere Demonstrationen

wurden verboten. Fanden sie dennoch statt, wurden die mutigen

Teilnehmer sofort festgenommen, wenn sie nicht noch von der Polizei

unbehelligt von nationalistischen Gegendemonstranten verprügelt wurden.

Einige Personen verloren wegen der Demo-Teilnahme ihren Job oder

wurden von der Familie und Freunden ausgestossen.

Doch in der Regel wurden die Aktivisten nach wenigen Stunden wieder

freigelassen, ihr Bussgeld selten eingetrieben – die Chance, durch andauerndes

Protestieren die LGBT-Sache voranzutreiben, war da. Oppositionsmedien

schlugen sich immer öfter auf die Seite der Schwulen und Lesben.

Als Jugendschutz getarnt

Dem Putin-Staat war das ein Dorn im Auge, wie eine kritische Bürgergesellschaft

überhaupt. Nun hat die Gegenwehr begonnen – bürokratisch

und wirr, aber, so steht zu befürchten, effektiv.

Vermutlich Anfang Juli tritt bundesweit das Gesetz gegen «Homo-Propaganda»

in Kraft, am 11. Juni bei nur einer Enthaltung in der Duma

beschlossen. Eine entsprechende Tat kann mit Geldstrafen in Höhe von

rund 100 bis 120 Euro für Privatpersonen belegt werden, mit dem Zehnfachen

für Offizielle wie etwa Lehrern und mit 12 000 bis 24 000 Euro für

Organisationen.

Der Gummiparagraph, der «das Aufdrängen von Informationen über

nichttraditionelle sexuelle Beziehungen, die Interesse an solchen Beziehungen

wecken können» unter Strafe stellt, lässt sich auch gegen beliebige

Medien richten – ihnen droht zudem ein erzwungener Stopp der

Aktivitäten von bis zu 90 Tagen.

Offiziell wird das Gesetz mit dem Jugendschutz begründet, die «Tat» muss

im Beisein von Jugendlichen geschehen. Eine andere Ergänzung des Jugendschutzes

sieht allerdings vor, dass Internetseiten, die für Homosexualität

«werben», auf eine Liste der Regierung gelangen können. Darin

ohne Richtervorbehalt aufgenommene Seiten müssen von Providern

gesperrt oder gelöscht werden. Das Ende von Coming-out-Infos im Netz?

Bis zu 15 Tage Arrest für Ausländer

«Das Gesetz ist Teil des harten Durchgreifens gegen die Bürgergesellschaft»,

erzählt die Aktivistin Olga Lenkowa von der St. Petersburger

Organisation «Coming Out», «würde es konsequent angewendet, kann es

LGBT-Organisationen die Arbeit unmöglich machen». In ihrer Stadt gibt

es ein entsprechendes «Propaganda»-Verbot schon seit rund einem Jahr;

mit ihm wurden vor Ort Festnahmen bei Demonstrationen begründet,

was vor Gericht dann aber keine grössere Rolle mehr spielte – die Begründung

war letztlich egal.

Das bundesweite Gesetz hingegen könnte konsequenter angewandt

werden, fürchtet Lenkowa, auch weil es erstmals Haftstrafen vorsieht:

Ausländern drohen bis zu 15 Tage Arrest oder die sofortige Ausweisung.

Sorgen macht ihr derzeit allerdings ein anderes Gesetz, das zu weniger

Schlagzeilen im Ausland geführt hat: Die Brandmarkung von Nichtregierungsorganisationen

als «ausländische Agenten». Wer Gelder aus dem

Ausland erhält und «politisch aktiv» ist, muss sich als «Agent» registrieren

– die Folge sind peniblere Vorschriften etwa bei Finanzen, die den Behörden

mehr Willkür und Repression ermöglichen.

«Wie die meisten NGOs haben wir uns geweigert, uns unter diesem diffamierenden

Begriff zu registrieren», erzählt Lenkowa. Die Folge: Im März

liess die Regierung Razzien bei Tausenden NGOs durchführen, darunter

bei «Coming Out» und dem LGBT-Filmfestival «Side by Side», ebenfalls

aus St. Petersburg. Beide erhalten Spenden und Fördermittel aus Europa,

beide wurden angeklagt und im Juni wegen der fehlenden Registrierung

zu Geldbussen von je rund 12 000 Euro verurteilt – die meisten anderen

NGOs erhielten weniger. Man will Berufung einlegen, erlangt das Urteil

aber Rechtskraft, gelten beide Organisationen als «Agent». «Man kann uns

dann immer wieder mit empfindlichen Geldstrafen belegen», fürchtet

Lenkowa, «im Endeffekt würden wir unsere Arbeit irgendwann einstellen

müssen, um nicht im Gefängnis zu landen.»

Szene wurde zunächst gestärkt

Immerhin: Die neuen homophoben Gesetze haben die Szene zunächst

gestärkt – immer mehr Schwule und Lesben – und Transgender – gingen

in den letzten Monaten erstmals auf die Strasse, um für ihre Rechte, ihr

Leben zu kämpfen. In einem vielbeachteten Magazinbeitrag outeten sich

über 20 Homosexuelle auf einmal. Und die gemeinsame Gegenwehr gegen

das «Agenten»-Gesetz hat erstmals eine produktive Zusammenarbeit

mit anderen Nichtregierungsorganisationen beginnen lassen.

Doch die Kehrseite der Debatte über homophobe Gesetze (Mitte Juni

wurde noch eines beschlossen, das es ausländischen Homo-Paaren wie

auch Singles aus Ländern mit einer Art der Homo-Ehe verbietet, russische

Waisenkinder zu adoptieren) ist eine zunehmende Homophobie

der Gesellschaft.

Homophobie schlägt in Gewalt um

Einer aktuellen Umfrage zufolge befürworten 88 Prozent der Bevölkerung

das Verbot von «Homo-Propaganda». 42 Prozent würden Homosexuelle

wie früher ins Gefängnis stecken – bei der gleichen Frage hatten

das 2005 nur 23 Prozent befürwortet.

Es ist eine Homophobie, die auch in Gewalt umschlägt: Ende Mai und Anfang

Juni machten brutale Morde an zwei mutmasslich schwulen Männern

Schlagzeilen, selbst die Behörden sprachen danach von Homophobie

als Tatgrund. In Kamtschatka wurde ein 39-Jähriger erstochen, seine

Leiche dann mit Benzin übergossen und angezündet. Und in Wolgograd

wurde ein 23-Jähriger mit Steinschlägen auf den Kopf und Messerstichen

getötet, ihm wurden mehrere Flaschen rektal eingeführt und die Genitalien

verstümmelt. Die Täter: Junge Männer, bei denen sich der 23-Jährige

angetrunken geoutet haben soll.

Ohnehin herrscht ein Klima, in dem Schwule und Lesben eher im

Schrank bleiben und höchstens am Wochenende in der durchaus existierenden

und vom Staat halbwegs in Ruhe gelassenen Szene feiern. Auch

das hat Konsequenzen: Die wenigsten Russen kennen Schwule und Lesben

persönlich, was nicht beim Abbau von Vorurteilen hilft. Und es erschwert

das Coming-out. Es ist anzunehmen, dass es eine hohe Rate von

psychischen Krankheiten und Selbstmorden unter russischen LGBT gibt

– Studien dazu gibt es freilich nicht.

Wie kann man russischen Schwulen und Lesben bei ihrem mutigen

Kampf helfen? «Spenden!», sagt Lenkowa deutlich, «die Bussgelder und

Rechtsanwälte müssen bezahlt werden.» Man sollte aber auch den Kampf

im eigenen Land für eine «völlige Gleichstellung» nicht vergessen: «Es

inspiriert uns immer wieder, wenn auf der Welt wichtige Siege erzielt

werden. Es gibt uns die Hoffnung, dass auch wir irgendwann gewinnen

werden.»

Infos und Spenden unter:

www.comingoutspb.ru, www.bok-o-bok.ru

7


Prominent CRUISER Edition Sommer 2013

Prinz Harry

Mike Jeffries

Das Abercrombie & Fitch-Shirt gehört ebenso in

jeden gut sortierten schwulen Kleiderschrank

wie der V-Ausschnitt, die Speedo-Badehose oder

die AussieBum-Unterwäsche. In vielen Städten

sind die stylishen A&F-Shops zu wahren Touristenmagneten

geworden, das Foto mit dem

Oben-ohne-Verkäufer gehört zum Standardprogramm.

Als in Düsseldorf 2011 der deutsche

Flagship-Store in einem für 25 Millionen Euro

umgebauten Bankgebäude eröffnet wurde, standen

die modeverrückten Teenies Schlange. Gerüchten

zufolge sucht man auch an der Zürcher

Bahnhofstrasse seit Jahren intensiv nach einer

geeigneten Location. Ein gewaltiger Shitstorm

hat den Hype um die Kultmarke nun aber ausgebremst.

Anstoss war, dass fehlerhafte Teile

nicht gespendet, sondern verbrannt werden.

Bald geriet das frühere Statement von CEO Mike

Jeffries ins Zentrum, seine Mode sei nur für

«tolle, gut aussehende Leute». Die Damenkollektion

gibt‘s deshalb auch stets nur bis Grösse

40. Eine Aussage, die von geradezu absurder Lächerlichkeit

ist, wenn man sie neben das bis zur

Verunstaltung aufgespritzte und glattgebügelte

Gesicht des 69-jährigen Jeffries stellt, und die

zur Vorlage für zahlreiche Karikaturen wurde.

Bereits 2003 kratzte eine Rassismus-Klage

am coolen Image. Zudem zeigten Aufnahmen

aus Indien kürzlich, wie Arbeiter in Textilfabriken

bei 45 Grad ungeschützt mit Chemikalien

hantiere und in einem Kleidungsstück wurde

eine Menge des krebserregenden Benzidins festgestellt,

die den Grenzwert um ein Vielfaches

überschreitet.

Englands Gay-Community hat ein ganz besonderes

Verhältnis zu ihren Ikonen. Die Verehrung

von Kylie Minogue und Lady GaGa, aber

auch Nelson Mandela oder David Beckham als

grosse Vorbilder, geht weit über die übliche

Promi-Bewunderung hinaus. Ziemlich überraschend

ist nun auch Prinz Harry in den Olymp

schwuler Sympathien aufgestiegen. Dass Harry

kein Kind von Traurigkeit ist, wissen wir

schon lange. Party-Exzesse, Kostüm-Fauxpas,

Nackt-Billard… Bereits bekannt auch, dass er für

ein Bier durchaus mal einen Schwulen küsst.

Nun aber ist die Nummer drei der britischen

Thronfolge nicht in ein weiteres Fettnäpfchen

Anna R./AnNa R.

Als Anna Rossinelli 2011 im ESC-Finale auf dem

letzten Platz landete, war sie so wütend, dass

Gegenstände flogen und ein Hotelzimmer beinahe

demoliert wurde, wie sie neulich verriet.

Immerhin, die Jury aus dem trendangebenden

England verlieh ihr damals Bestnoten. Inzwischen

hat die sympathische Baslerin ihre Jobs

als Unterwäschemodel, Kellnerin und Behindertenbetreuerin

an den Nagel gehängt, hat

mit Auftritten von der Pride bis zum Jazzfestival

unermüdlich überzeugt und nun mit «Marylou»

ein neues Album eingespielt, das grosses Format

hat. Heisser Radiohit oder cooler Blues mit Dieter

Meier: Sie kann’s, keine Frage.

Eine ganz andere Anna R. arbeitet derweil in

Deutschland an ihrer Musikkarriere, AnNa R.,

um genau zu sein, Sängerin von Rosenstolz. Seit

langem gab es Gerüchte um getrennte Wege,

und seit Peter Plates Burnout stockte die gemeinsame

Route an jeder Kreuzung. «Der Mond

nimmt ab und zu und geht doch immer wieder

auf», sagte sie in Krisenzeiten über die Zukunft

in bester Rosenstolz-Textmanier. Ab und zu ist

es dann aber wohl doch besser, unter der gleichen

Sonne verschiedene Richtungen einzuschlagen.

Peters Dampfer tuckert mit seinem

Solo-Debüt durch gemütliche Electro-Schlager-

Gewässer, AnNa R. gibt nun mit neuer Band auf

Was also tun mit dem Lieblingsshirt? An einen

Obdachlosen verschenken, rät die Online-Gemeinde.

Ob im nach ethischen Aspekten gründlich

ausgemisteten Schrank viel übrig bleibt,

ist fraglich. Aus Protest mal ganz auf Kleidung

verzichten? Wäre wohl angebracht, hat aber einen

Haken: Man muss dafür NOCH schöner sein

als für A&F. (rg)

8

© pd

© pd

getreten, sondern eine wahre Heldentat aus seiner

Zeit im Kriegsdienst ist publik geworden.

Versehentlich outete der Panzerschütze James

Wharton, der nun ein Buch geschrieben hat,

nach einem One-Night-Stand einen Kollegen,

wurde darauf hin von seiner homophoben Truppe

massiv bedroht und fürchtete um sein Leben.

«Okay, ich werde das ein für alle Mal aus der

Welt schaffen», soll der vorgesetzte Harry gesagt

haben, tat dies umgehend mit einem Disziplinarverfahren.

Liberale Politiker applaudieren,

auch Harrys Mutter wäre bestimmt stolz, Lady

Di, die allergrösste Ikone überhaupt. Ende der

1980er hat sie, wie eine neue Biografie behauptet,

als Mann verkleidet eine Schwulenbar besucht.

Sie habe ausgesehen wie ein Gay-Model

und sei danach mit dem Taxi zurück in den

Kensington Palace gefahren. Wer also damals in

London einen hübschen Jungen mit unvergesslichem

Charisma getroffen hat… Alle andern

dürfen sich auch freuen. Über Harrys Mut und

auf die Diana-Filmbiografie mit Naomi Watts,

die voraussichtlich nächsten Januar ins Kino

kommt. (rg)

© Universal Music

Gleis 8 Vollgas. Die Zutaten sind noch da, doch

die neuen Rezepturen schmecken altbacken.

Schwierig, wenn man sich an unerreichbaren

Hits wie «Liebe ist alles», «Ich bin Ich» oder «Die

Schlampen sind müde» messen muss. Eurovisions-Flop

ist da natürlich die komfortablere Ausgangslage.

Eine Chance, die sicher auch AnNa

offen stehen würde. Oder wie wär’s mit einem

Rosenstolz-Comeback und einem Siegersong?

Wird selbstverständlich nur was, wenn Anna

Rossinelli nicht nochmal antreten wird. (rg)


CRUISER Edition Sommer 2013

Prominent

Sebastian

Ledesma

Er gilt als neuer Shooting-Star der Schweizer

Filmszene: Sebastian Ledesma. Mit dem Film

«Rosie» wurde der smarte 27-jährige Zürcher

quasi über Nacht zum Liebling des hiesigen

Feuilletons. Dabei wollte Sebastian Ledesma

nie ernsthaft Schauspieler werden. Bis ihn Regisseur

Marcel Gisler bei einem Dinner traf und

vom Fleck weg für die Rolle des Mario in «Rosie»

engagierte. Dass seine erste Rolle so grossen

Anklang findet, freut Sebastian Ledesma. Obwohl

er bereits Erfahrung als Bühnenschauspieler

hat, dachte er nie im Traum daran, einmal

Cyndi Lauper

Mit 60 Jahren feiert die Sängerin Cyndi Lauper

ihren vielleicht grössten Triumph. Die Pop-Sensation

aus den 1980ern, welche mit beeindruckenden

sechs Oktaven die Charts erklomm und

deren Hit «Girls just want to have Fun» auch heute

noch an jeder 80er-Fête gespielt wird, hatte

die letzten Jahre Mühe, an diese Erfolge anzuknüpfen.

Untätig blieb Cyndi Lauper jedoch nie.

Egal ob Musik, Film oder Fernsehen, die quirlige

New Yorkerin etablierte sich in verschiedenen

Metiers. Der Gay-Community ist sie jedoch besonders

verbunden. Cyndi Lauper erweist sich

als flammende Befürworterin der Gleichstellung

und kämpft in den Staaten an vorderster

Front für die LGBT-Rechte. So erstaunte es nicht,

dass Schauspieler und Broadway-Legende Harvey

Fierstein («Torch Song Trilogy) die Sängerin

bat für sein Musical «Kinky Boots» die Musik zu

Inka Bause

Sie verkuppelt mit Vorliebe deutsche Bauern

und erreicht damit ein Millionenpublikum:

Inka Bause. Die 44-jährige Entertainerin ist aber

weit mehr als «nur» die Kupplerin des grossen

Kantons. Mitte Juni moderierte Inka Bause die

zweite CSD-Gala in Berlin, welche die Festivitäten

eröffnete. Die Show im Friedrichstadt-Palast

war laut Medienberichten mit rund 2000 illustren

Gästen ein voller Erfolg, und Inka Bause

meisterte den Abend ohne Anflug von Nervosität.

Während «Arm und Sexy» (Berlin) mit der

© Cobra Film

ernsthaft vor der Kamera zu agieren. «Ich sage

mir immer, jetzt bist du zehn Jahre unmöglich

gewesen und herumgestrauchelt, da musste ja

mal was passieren», gesteht Sebastian Ledesma

im CR-Interview. Passiert sind auch intime

Szenen mit dem Schauspieler Fabian Krüger.

Aber das Filmteam half der Schauspielhoffnung

beim Dreh auf die Sprünge: «Meine Kollegen

sind wirkliche Profis. Sie kommen zu dir runter

und helfen dir rauf.» Seinen Film-Lover hält

er weiter für einen «Mordskerl». Ob und wie

es nun mit der Filmkarriere weitergeht, steht

in den Sternen. «Shooting-Stars gibt’s ja alle

Nase lang, da mach ich mir jetzt keinen grossen

Kopf. Abwarten und Bier trinken», meint

er locker. Mit dem selbstbewussten schwulen

Mario aus «Rosie» hat der reale Sebastian Ledesma

wohl eher wenig gemeinsam, was für seine

Schauspielkunst spricht. Die «NZZ-Campus»

beschreibt Sebastian Ledesma auch als «ewigen

Studenten», der seit 2005 an der Uni Zürich

Germanistik studiert. Nun sei er im Nebenjob

ein Filmstar. Sebastian Ledesmas klare Leidenschaft

gilt aber der Musik. Schon früh lernte er

das Pianospiel und gibt heute Klavierstunden

für Anfänger. (dd)

© Downtown Records

schreiben. Die Story eines bankrotten Schuhhändlers,

der sich zwecks finanzieller Anreize

mit einer Drag-Queen zusammen tut, um

High Heels jeder Grösse zu verkaufen, ist so

schwul und kitschig, dass sie dem amerikanischen

Traum ziemlich nahe kommt. Die Kritik

ist jedenfalls begeistert. «Kinky Boots» wurde

für 13 Tony Awards nominiert und gewann im

Juni deren sechs, darunter die Auszeichnung

als «Bestes Musical». «Man fliegt um die ganze

Welt für Anerkennung - und vergisst, dass man

einfach in seinem Vorgarten schauen muss»,

gestand eine gerührte Cyndi Lauper vor einem

frenetischen Publikum. (dd)

© RTL

grossen Kelle den Weltstadt-Status zementierte,

blieb Inka Bause dabei immer die freundliche

Blonde aus dem Osten. Schliesslich besitzt

sie jahrelange Showbusiness-Erfahrung und

machte sich in der damaligen DDR schon früh

als Schlagersängerin einen Namen. Ihre Natürlichkeit

kommt an; selbst ihre Geduld scheint

unzerstörbar, wenn man an manches Fiasko in

ihrer RTL-Show «Bauer sucht Frau» sucht. Nun

wird Inka Bause offenbar auch in der deutschen

Gay-Community immer beliebter. Gegenüber

der Presse gab sie zu, dass die meisten ihrer

männlichen Freunde schwul sind. Bereits in ihrer

TV-Show «Bauer sucht Frau» präsentierte sie

zwei schwule, einsame Bauern. In der aktuellen

Staffel ist nun erstmals eine lesbische Bäuerin

mit dabei. Daher war es nur logisch, Inka Bause

für den CSD zu engagieren. Sie selbst ist übrigens

Single und sagte jüngst in einem Bunte-

Interview: «Der, den ich haben will, der muss

noch gebacken werden!» (dd)

9


Gesundheit CRUISER Edition Sommer 2013

Mund-Art

Michael Douglas oder die Folgen von Oralsex

Von Jen Haas

„Wir Menschen nehmen eben gerne Dinge in den Mund“ (Werner Schneider) © Stefan Büchi

10


CRUISER Edition Sommer 2013

Gesundheit

Hygienisch, praktisch, gut:

Der Oralsex ist zum beliebtesten

Vergnügen geworden.

Doch in letzter Zeit leidet

sein Ruf. Wie sicher ist

er wirklich? Kann man davon

auch Krebs bekommen?

Er hat eine steile Karriere hinter sich: Während der schlimmsten Zeit

von HIV und Aids, als es noch keine wirksamen Medikamente gab, wurde

der Oralsex zum verlässlichen Kumpel der Schwulen. Wer richtig bläst,

so versprechen dies die offiziellen Broschüren, ist auf der sicheren Seite.

Plötzlich ist der Arsch out. Der Mund wird zur einzigen Öffnung, in die

man ohne Gummi eindringen darf, und die Zunge zu einem neu entdeckten

Sexualorgan.

Everybody’s Darling

Für Heterosexuelle ist der Oralsex schon lange eine praktische Alternative

zum genitalen Geschlechtsverkehr: keine Diskussion über die verlorene

Jungfräulichkeit, keine Gefahr von ungewollten Schwangerschaften.

Und weil der Blow-Job nicht der Fortpflanzung dient, ist er streng genommen

gar kein Sex – so jedenfalls sehen es immer mehr US-Amerikaner

und einer ihrer Präsidenten. Der Oralsex ist überall beliebt, vor allem

aber unter den Schwulen: Gemäss der Schweizer Umfrage «Gay Survey»

blasen nun schon 95 Prozent, ein eindrückliches Lippenbekenntnis.

«Wir Menschen nehmen eben gerne Dinge in den Mund», meint der Psychoanalytiker

und Satiriker Werner Schneider. Zuerst die Mutterbrust,

dann feste Nahrung, Daumen, Bauklötze, Puppenbeine – im Erwachsenenalter

kommt noch dies und jenes hinzu. Die mit unzähligen Nervenzellen

ausgekleidete Mundschleimhaut will berührt, gestreichelt und

gestossen werden.

Kommt jetzt der Krebs?

Und nun diese Hiobsbotschaft: Der US-Schauspieler Michael Douglas behauptet,

sich beim Oralsex seinen Zungenkrebs geholt zu haben. Geht

das überhaupt? Ist der Mundverkehr doch nicht unproblematisch? «Krebs

durch Oralverkehr ist möglich», antwortet der Infektiologe Dominique

Braun vom Universitätsspital Zürich, «das Risiko ist aber sehr klein.» Ursache

dafür ist das humane Papillomavirus (HPV), das beim Oralverkehr

und anderen sexuellen Kontakten übertragen wird. Viele Männer, die

Sex mit Männern haben, sind mit diesem Virus in Kontakt gekommen.

In den meisten Fällen verläuft die Infektion harmlos. Gewisse HPV-Typen

können jedoch an einigen Körperstellen, also am Anus, Penis oder in der

Mund- oder Rachenhöhle, chronische Infektionen verursachen, woraus

wiederum ein Krebsleiden entstehen kann. Im Mund- und Rachenbereich

ist dies gemäss Braun allerdings äusserst selten: Jährlich erkranken zwei

bis drei Personen von 100 000 an einem solchen Krebs, davon ist weniger

als die Hälfte auf HPV zurückzuführen. Die Wahrscheinlichkeit, wegen

des Blasens an einem Tumor im Mund oder Rachen zu erkranken, ist also

etwa so gering wie jene von fünf Richtigen im Mittwochslotto.

Ist das Immunsystem angeschlagen, müsse man etwas vorsichtiger sein,

sagt Braun. HIV-positiven Personen rät der Infektiologe, auffällige Wunden

oder Warzen im Mund, im genitalen und analen Bereich bei einem

Spezialisten abklären zu lassen. Eine Impfung gegen HPV ist möglich, wie

gut sie vor Krebs schützt, ist jedoch umstritten. Zudem wirkt die Impfung

vor allem dann, wenn sie vor der ersten sexuellen Aktivität erfolgt. Also

im Knabenalter.

Gute Bilanz bei HIV

Der Krebs ist also eher unwahrscheinlich. Entwarnung gibt es auch bei

HIV: Der Oralsex ist ziemlich sicher, was auch zahlreiche epidemiologische

Studien belegen. Wer sich blasen lässt, geht null HIV-Risiko ein, wer

bläst, ein sehr kleines. Die gute alte Regel «kein Sperma in den Mund, kein

Sperma schlucken» gilt zwar noch immer. Gemäss Bundesamt für Gesundheit

(BAG) sind HIV-Infektionen auf diesem Weg jedoch sehr selten.

In der Schweiz wird daher die PEP nach Oralverkehr mit Abspritzen nicht

mehr generell empfohlen. «Am weitaus riskantesten ist der ungeschützte

aktive und passive Analverkehr mit einem unbehandelten HIV-positiven

Partner», sagt Axel J. Schmidt, Epidemiologe und Arzt bei Checkpoint

Zürich. Dies gilt insbesondere beim Sex mit Partnern, die sich frisch mit

dem HI-Virus angesteckt haben und es selbst noch nicht wissen.

Hartnäckiger Tripper

Wie schneidet der Oralverkehr schliesslich bei anderen sexuell übertragbaren

Infektionen (STI) ab? Leider nicht sehr gut: Tripper und Syphilis

sind auf dem Vormarsch, sie werden beim Oralsex ziemlich rasch weitergegeben.

Beide Infektionen können zwar behandelt werden, was jedoch

nicht immer einfach ist. Denn in letzter Zeit tauchen immer häufiger

Tripper-Bakterien auf, die gegen viele Antibiotika resistent sind. Seit

Kurzem wird der Tripper deshalb gleichzeitig mit zwei Antibiotika aus

verschiedenen Wirkungsklassen behandelt.

Dass man sich beim Oralsex eine STI holen kann, wird oft übersehen,

übrigens auch von Ärzten. «Sexuell aktive Personen sollten deshalb bei

Wunden und Entzündungen an Lippen und im Mundbereich immer auch

an eine STI denken», rät der Infektiologe Braun. Und manchmal merkt

man trotz einer Infektion gar nichts. Deshalb empfiehlt das Bundesamt

für Gesundheit bei wechselnden Partnern mindestens einen jährlichen

HIV- und STI-Check, je mehr Partner, desto häufiger. Bei den Checkpoints

ist man diesbezüglich gut aufgehoben: Sie beraten umfassend und bieten

je nach sexueller Vorliebe die entsprechenden Tests und Abstriche an.

Wichtig ist eine rasche Behandlung, auch der Sexualpartner. Unbehandelte

STI haben mitunter gravierende gesundheitliche Folgen und erhöhen

das Risiko, sich zusätzlich mit dem HI-Virus anzustecken.

Gesunden Sex gibt’s nicht

Ist der Oralsex also doch heikel? Formulieren wir es mal so: Vorsorge ist

gut, eine perfekte Mundhygiene aber unmöglich. Den völlig gesunden

Sex gibt es nicht, auch wenn wir dies lange geglaubt haben. «Nach den

ersten Aids-Fällen stand Sexualität ganz unter der Fuchtel der Gesundheit»,

sagt der Psychoanalytiker Schneider. Die Schwulen waren dabei

vorbildlich. Dank Safer Sex konnten sie die HIV-Epidemie eindämmen.

Doch dann sind die anderen Geschlechtskrankheiten zurückgekommen.

«Sexuell übertragbare Infektionen überträgt man nun mal beim Sex»,

resümiert Schneider, «wir können nicht jederzeit und über alles einen

Gummianzug legen.»

11


Nachgefragt CRUISER Edition Sommer 2013

«Mich traf der

Fluch aller Mister

und Missen!»

Stephan Bitterlin hängt den

Titel als MrGay Switzerland

an den Nagel.

Von Daniel Diriwächter

CR-MagazIN: Stephan, seit über zwei Jahren

trägst du den Titel «MrGay Switzerland» –

wie fühlt sich das an?

STEPHAN BITTERLIN: Diese Tatsache hat zwei Seiten.

Was sich gut anfühlt, ist, dass meine Person und

meine Arbeit noch immer gefragt sind. Obwohl

dies natürlich mit der Zeit auch nachgelassen

hat. Die Kehrseite der Medaille ist, dass der Titel

und die damit verbundenen Erwartungen doch

sehr anspruchsvoll sind, wenn man sie seriös

angehen will.

Was bedeutet für dich «seriös»?

Ich will mich aus ganzem Herzen für die LGBT-

Community einsetzen und meine Botschaften

klar transportieren können. Auch politisch versuche

ich oft, mein Statement zu verbreiten,

auch wenn es «nur» eine Message auf Facebook ist.

Und wie schaut die Kehrseite der Medaille aus?

Die Arbeit als MrGay wurde immer mehr auch

zu einer Belastung. Ich liebe sie, aber ich kam

die letzten Monate immer öfter an meine Grenzen.

Man darf nicht vergessen, dass ich auch

als Pflegefachmann arbeite. Nach meiner regulären

Arbeit warteten dann die Pflichten als

MrGay, das war zeitweise etwas anstrengend.

Dazu kommt, dass ich unermüdlich und kostenlos

im Einsatz war und oft auf Gegenwehr

gestossen bin, ironischerweise in der Gay-Szene.

Die Kommunikation war oft eine Katastrophe,

aber trotzdem war ich immer bereit und habe

Präsenz gezeigt.

Vielleicht solltest du den Titel nach über zwei

Jahren endlich ablegen, meinst du nicht auch?

In der Tat möchte ich mehr als Stephan denn

als MrGay wahrgenommen werden. Aber auch

heute noch werde ich mit diesem Titel angesprochen.

Besonders an schwulen Events wird

immer wieder vom «MrGay» gesprochen. Da ich

bis dato der «Letzte» bin, ist mein Name mit dem

Titel vorerst verbunden.

Stephan Bitterlin verabschiedet sich. © DD

12


CRUISER Edition Sommer 2013

Kapitel Titel

Wie denkst du generell über deine lange Amtszeit?

Ich habe viel von der Gay-Szene mitbekommen, es war eine intensive Zeit

und ich bin dankbar für all die tollen Menschen, die ich dabei kennenlernen

durfte. Aber ganz ehrlich, mittlerweile habe ich eine Überdosis

an «Szene», ich denke, ich habe es nun gesehen.

Was war mitunter das Unangenehmste in dieser Zeit?

Was mich oft genervt hat, war, dass vielfach angenommen wurde, ich verdiene

mir eine goldene Nase als MrGay. Das war echt nicht der Fall. Aber

die tollen Erlebnisse und Eindrücke überwiegen, ganz klar! Besonders

dann, wenn meine Arbeit echt und herzlich anerkannt wurde. Dies war

immer ein Antrieb für mich. Aber nun, im dritten Jahr, muss ich einen

Schlussstrich ziehen.

Wie wirst du reagieren?

Ich habe mir eine Deadline gesetzt: Ab Juli werde ich kürzer treten, mich

auf meinen Beruf und mein Privatleben konzentrieren. Das genaue Datum

hat sich so ergeben, weil ich am 1. Juli an der Schulter operiert werde.

Danach bin ich mehrere Wochen in jeder Hinsicht eingeschränkt. Daher

hänge ich Titel und Schleife genau dann an den Nagel.

Hat dein Privatleben unter dem Titel «MrGay» gelitten?

Definitiv, ich hatte wenig Zeit für Familie und Freunde. Zudem hat mich

der «Fluch» fast aller Mister und Missen getroffen...

Du meinst, deine Beziehung ging in die Brüche?

Ja, leider. Sechs Jahre waren wir zusammen, aber seit ich den Titel

als MrGay trug, hat sich mein Leben halt extrem verändert. Ich hatte

schlichtweg zu wenig Zeit für meinen Freund. Das gegenseitige Verständnis

litt zusehends und wir haben uns auseinander gelebt.

Du bist also momentan Single, dürfen deine Verehrer hoffen?

Nein, nicht ganz. Ich müsste lügen, wenn ich sagen würde, dass es niemanden

gibt, den ich spannend finde. Wie das Leben so spielt, lernt man

immer mal wieder neue Männer kennen (lächelt). Aber diese Gefühle

sind noch jung, ich will mir dabei Zeit lassen und sehen, was sich daraus

entwickelt.

Wie muss dein Traumann aussehen?

Vielleicht glaubt mir das kein Mensch, aber das Äussere ist mir weniger

wichtig! Sympathie sowie gegenseitiges Verständnis sind wertvoller, als

eine tolle Optik.

Hast du ein Rezept für eine funktionierende Beziehung?

Ein wirklich funktionierendes Rezept gibt es wohl nicht, aber der gemeinsame

Dialog darf nicht fehlen. Miteinander reden und sich Dinge

zu erklären, das ist meiner Meinung nach sehr wichtig. Dabei sollte man

offen bleiben und nicht wertend über den Partner richten.

Wie geht es nun für dich weiter?

Erstmal muss ich die Operation gut überstehen. Und in dieser Phase auch

die Stärke finden, um kürzer zu treten. Ich will mich wie erwähnt mehr

um mein Leben kümmern. Und wir werden sehen, was weiter geschieht.

Ich bin zuversichtlich und freue mich auf die Zukunft!

Stephan Bitterlin

Nicht ein Mister, sondern ein Tänzer wollte Stephan Bitterlin werden. Bereits

mit elf Jahren widmete der Zürcher sich leidenschaftlich dem Tanz.

Seine folgende Ballettausbildung führte ihn ans Hamburger Staatsballett

(Diplomabschluss) und tanzte danach am Stadttheater Aachen. Wegen

einem schweren Tanzunfall musste er seinen Traumberuf aufgeben. Was

Stephan Bitterlin nicht davon abhielt, weiterhin bei einigen Projekten zu

tanzen und auch Tanz zu unterrichten. Nach einer Zweitausbildung als

Pflegefachmann und diversen Weiterbildungen ist er heute auch noch

als Tanz-Pädagoge, Choreograph sowie Pilates-Instructor tätig. Im März

2011 wurde er zum MrGay Switzerland ernannt. Seither fanden keine

Wahlen mehr statt.

VOM 12. BIS 18. AUGUST

INS MOUSTACHE

FÜR NUR 29 FRANKEN!

In dieser Augustwoche führen wir kleinere

Umbauten durch. Weil dadurch nicht immer alle

Bereiche zugänglich sind, beträgt der

Eintrittspreis für diese Zeit nur CHF 29.00.

Wir haben an allen Tagen regulär geöffnet.

VIDEO-DAMPFBAD

WHIRLPOOL

SCHAUMBAD

FINNISCHE SAUNA

BIO SAUNA

RUHEKABINEN

DARK & PLAYROOM

LABYRINTH

BAR & SNACKS

FUMOIR

TV LOUNGE

GRATIS WIFI

MEN ONLY

TÄGLICH OFFEN VON

11.30 BIS 23 UHR.

FREITAG UND SAMSTAG

NACHTSAUNA

BIS 7 UHR FRÜH.

Moustache Sauna

Engelstrasse 4

8004 Zürich

Tel: +41 44 241 10 80

info@moustache.ch

www.moustache.ch

13


ZURICH PLACES // gaycity.ch

STAUFFACHERSTRASSE

8

HOHLSTRASSE

BÄCKERANLAGE

14

LANGSTRASSE

MILITÄRSTRASSE

LAGERSTRASSE

9

13 4 17

PLATZSPITZ

MUSEUMSSTRASSE

HAUPTBAHNHOF

3 14 17

Walche-Brücke

17

4

13

8

15

SEEBAHNSTRASSE

2 3

KALKBREITENSTRASSE

11 12

ENGELSTRASSE

BADENERSTRASSE

10

13

2 3

LANGSTRASSE

HELVETIAPLATZ

8

STAUFFACHERSTRASSE

9 14

STAUFFACHER

2 3 9 14

8

KASERNENAREAL

KASERNENSTR.

Sihlbrücke

Sihl

3 14 3 14

GESSNERALLEE

2 9

13

BAHNHOFSTRASSE

13

LINDENHOF

Bahnhofbrücke

Rudolf-Brun-

Brücke

4

15

LIMMATQUAI

1

CENTRAL

4 3 5 6

15 7 10

NIEDERDORFSTRASSE

7

3 5

4

6

SEILERGRABEN

2

9 14

9 14

BIRMENSDORFERSTRASSE

Stauffacherbrücke

8

PARADEPLATZ

2 9 6 7

8 13 11

Münsterbrücke

Rathausbrücke

4

15

4

15

BAHNHOFSTRASSE

Limmat

8 13

BELLEVUE

4 15 5

2 9 8 11

A1

2 9 8

Quaibrücke

10 herr grün

BLUMEn & GESTALTUnG

Badenerstrasse 131

www.herrgruen.ch

1 cranberry

BAR

Metzgergasse 3

www.cranberry.ch

6 Macho

CITY SHoP

Häringstrasse 16

www.macho.ch

11 Moustache

DIE SAUnA FÜR MÄnnER

Engelstrasse 4

www.moustache.ch

(nachtsauna jeden Fr / Sa)

12 huusMaa

KAFI – RESCHTI – BAR

Badenerstrasse 138

www.huusmaa.ch

2 tiPtoP bar

SCHLAGER – DRInK – TREFF

Seilergraben 13

www.tip-top-bar.ch

3 Paragonya

WELLnESS CLUB

Mühlegasse 11

www.paragonya.ch

7 johanniter

RAUCHER LoUnGE

Zähringerstrasse 33

www.johanniter.com

8 leonhardsaPotheke

Stampfenbachstr. 7

www.leonhards.apotheke.ch

13 ZahnarZt aM

helvetiaPlatZ

Langstrasse 20

www.zahn-arzt.ch

043 243 80 00

14 les garÇons

BAR / TAnZBAR

Kernstrasse 60

(ab Herbst 2013 täglich geöffnet)

4 Predigerhof

BISTRo – BAR

Mühlegasse 15

www.predigerhof.ch

5 the dynasty club

3 BARS – 1 EnTRAnCE

Zähringerstrasse 11

www.dynastyclub.ch

9 checkPoint

GESUnDHEITSZEnTRUM

Konradstrasse 1

www.checkpoint-zh.ch

044 455 59 10

Interesse in diesem Inserat aufgeführt zu sein? Anfrage bitte an: info@zbiro.ch

Design: fraudiethelm.ch


CRUISER Edition Sommer 2013

News Schweiz

15 Prozent mehr

HIV-Infektionen

Laut BAG sind die HIV-Infektionen

im Jahr 2012 markant

angestiegen.

Bei der Analyse der HIV- und STI-Diagnose-Meldungen

des Jahres 2012 fällt auf, dass die HIV-

Zahlen nach drei Jahren des Rückgangs wieder

gesamthaft um rund 15 Prozent auf 645 Fälle gestiegen

sind. Dies berichtete das Bundesamt für

Gesundheit (BAG) Ende Mai in seinem Bulletin.

Besonders bei «Männern, die Sex mit Männern

haben» (MSM) wurde eine markante Zunahme

an positiven Fällen gemeldet.

Laut BAG stammen 45 Prozent der 2012 gemeldeten

HIV-Diagnosen von MSM. Laut Roger Staub,

Leiter der Sektion Prävention, könnte die Zunahme

auch auf die vermehrten HIV-Tests zurückzuführen

sein, wie er gegenüber dem SRF mitteilte.

2012 wurde erstmals die «Break the Chain»-Kampagne

durchgeführt. Landesweit konnten sich

Schwule für nur CHF 10.- testen lassen.

Die Eidgenössische Kommission für sexuelle Gesundheit

(EKSG) wird nun die vom BAG erstellten

Analysen beurteilen und kommentieren.

Die Zurich Pride

war ein Erfolg

Trotz der teilweise auch gefährlichen

Route wurde am

8. Juni friedlich demonstriert

und gefeiert.

Bei strahlendem Wetter ging am 8. Juni in Zürich

der Pride-Umzug über die Bühne. Die - laut

der Pride-Organisation - 8000 Teilnehmer wurden

auf ihrem Marsch durch die Innenstadt von

Kindern angeführt, getreu dem Motto «All Families

matter». Diese wurden vom Dachverband

der Regenbogenfamilien organisiert, der auch

offizieller Partner des Events war.

Bei den Reden kamen Nationalrätin Chantal

Galladé (SP) sowie der neue Zürcher Stadtrat

Richard Wolff (AL) zu Wort. Beide nahmen das

diesjährige Motto in ihren Ansprachen auf. Richard

Wolff betonte bei seinem ersten öffentlichen

Auftritt seit seinem Amtsantritt, dass die

sexuelle Identität keine Rolle für die Qualität

der Eltern spiele.

Für Ärger sorgte hingegen die «versteckte» Route,

welche im Vorfeld des Umzugs zu reden gab.

Sie führte nicht nur abseits der Bahnhofstrasse

zum Helvetiaplatz, sondern teilweise auch mitten

durch den Verkehr.

Die Teilnehmer konnten sich daraufhin bei einem

friedlichen Fest auf dem Turbinenplatz erholen.

Diverse Stände und Show-Einlagen sorgten

für Stimmung. Danach lockten viele Partys

und sorgten für heisse Nächte. Abgerundet wurden

die Festival-Tage mit einem ökumenischen

Gottesdienst am Sonntag.

Über 1000 Besucher

für das Gay-

Basel-Schiff

Das Party-Schiff, organisiert

von Gay-Basel, war wiederum

ein voller Erfolg.

Mitte Juni lud GayBasel zum siebten Mal die Organisationen,

Label und Aktivisten der lesbisch/

schwulen Kultur in Basel zur gemeinsamen

Sause auf ein Party-Schiff. Es entstand ein Potpourri

auf drei Decks mit Info-Ständen, Kulinarischem

und Musik.

Über 1000 Besucher kamen an Bord des alten

Expo-Schiffs im Rheinhafen und feierten von

den frühen Abendstunden über den Sonnenuntergang

und die Mitternacht bis in den frühen

Morgen.

© GayBasel

Mit dem Erlös aus der Veranstaltung wird die

Präsenz der lesbisch/schwulen Kultur in Basel

und der Region durch digitale Vernetzung und

Inserate gestärkt. Der Erlös aus den Benefiz-

Tickets kommt dem GayBasel-HIV/Aids-Präventions-Fonds

der Aids-Hilfe beider Basel zu Gute.

Das nächste GayBasel Schiff findet in einem

Jahr, wiederum eine Woche nach der Züri Gay-

Pride statt.

Weltbild und

die «schwulen»

Bücher

Weltbild bedauert den

«falschen Eindruck».

Wie Queer.de berichtete, will der Weltbild-Verlag

in naher Zukunft zumindest in Deutschland

keine Bücher mehr verkaufen, welche homosexuelle

Inhalte thematisieren. Da Weltbild im

Besitz der Katholischen Kirche in Deutschland

ist, wolle man nur noch «traditionelle Werte»

fördern. Jüngstes Beispiel: Dem kanadische Verlag

«Icon Empire Press», welcher das nicht-erotische

Buch «Schwule Liebesgeschichten aus

aller Welt» von Robert Joseph Greene bei Weltbild

anbieten wollte, wurde die Zusammenarbeit

gekündigt. «Icon Empire Press» bezeichnete

diese Haltung als «heuchlerisch». Besonders, da

beispielsweise der Sado-Maso-Roman «Shades of

Grey» weiterhin im Sortiment des katholischen

Buchhändlers bleibt.

«Weltbild» vertreibt auch in der Schweiz eine

beachtliche Auswahl an (schwulen) Büchern.

«Wir bedauern es, wenn durch unsere Auswahl

ein falscher Eindruck entsteht. Wir bitten aber

um Verständnis, dass wir uns wie andere Buchhändler

auch vorbehalten, einzelne Titel und

Verlage aus unterschiedlichsten Gründen nicht

zu führen», so Eva Grosskinsky, Leiterin der

Kommunikation auf Anfrage.

Nackte Körper

und Alkohol

Jean-Claude Carreira von

der JSVP hält nicht viel von

der Pride.

Gegenüber dem Zürcher Tagblatt überrascht

der offen schwule Jean-Claude Carreira mit einer

einseitigen Denkweise betreffend der Pride.

Im Interview bezeichnete der Delegierte

der JSVP die Demonstration als «falschen Weg»,

um Toleranz zu erreichen. «Den meisten geht

es nicht um die Kundgebung, sondern um die

wilde Party, die halbnackten Körper und den

Alkoholkonsum», so Carreira. Es entstehe ein

falsches Bild in der öffentlichen Wahrnehmung.

Zudem würden Lärm, Abfall und Verkehrsbehinderung

unangenehme Konsequenzen mit

sich bringen.

Im Interview bezeichnet Carreira weiter die

sogenannten «meisten Schwulen» als Linkswähler,

welche sich ständig beklagen: «Leider

interessieren sich Schwule selten für Politik.

Deswegen bewegen sie wenig.» Homosexuelle

würden weiter eine «Hexenjagd» gegen die SVP

betreiben.

15


Musik CRUISER Edition Sommer 2013

Summer of 2013

So klingt der Sommer

Von René Gerber

16


CRUISER Edition Sommer 2013

Musik

Ich packe meinen Koffer

und nehme mit: eine Chansonmagierin,

eine Soulqueen,

eine Popprinzessin,

ein Indie-Lesbenduo, einen

melancholischen Songwriter

aus England und

eine prickelnde Neuentdeckung

aus Schweden. Schon

kann‘s losgehen, an den

Strand oder in den Club, in

die Metropole oder auf die

einsame Insel, in faszinierende

Tiefen und seichte Gewässer.

BOARDING NOW –

die CR-Sommer-Playlist steht

bereit. Gute Reise!

01 Zaz

On Ira

Bin dann mal weg! Treffe mich irgendwo

zwischen Balkon, Bombay

und Banlieue mit Zaz. Alles gut, CU.

Sony

02 India.Arie

Cocoa Butter

In der Wohlfühloase angekommen!

Schwimme in guter Laune,

tauche tief im Soul. Alles Butter, alles

Schoggi.

Motown / Universal

03

Luiz Bonfa

Malagueña

Salerosa

Erst Tarantino, jetzt Almodóvar:

Die mexikanische Gitarrenmelodie

liefert den perfekten Sehnsuchts-Soundtrack.

Qaurtet Records

Kalabrese feat. Sarah

04 Palin

Fresh And Foolish

Vom Club auf die Terrasse: Kalabrese

bleibt, Zürich tanzt, und Electrofunk

ist das neue Minimal House.

Rumpelmusig

05 CocoRosie

After the Afterlife

Schöne Grüsse aus dem Jenseits,

dem Trendlabor oder der Klinik.

CocoRosies Karte fällt gewohnt

kryptisch aus.

City Slang / Universal

06 Kodaline

Brand New Day

Barfuss über heissen Sand. Am Horizont

surfen coole Jungs auf der

Coldplay-Welle brandneuen Hits

entgegen.

B-Unique / Sony

Emmelie de

07 Forest

Change

Unterkühlte nordische Elfe oder

heissblütige Shakira-Kopie? Die

ESC-Überfliegerin jettet in Richtung

Charts.

Universal

Vanessa Paradis

08 Rocking Chair

Adieu Depp, bonjour musique! Auf

der Sonnenseite wippt la Paradis lässig-elegant

zwischen Pop und Jazz.

Barclay / Universal

Paris Combo

09 Goodbye

Pinocchio

Bin in der grossen Stadt. Multikulti,

hinter jeder Ecke eine neue Welt.

Zeige der engen Stirn die lange Nase.

Polydor / Universal

10 Texas

If This Isn’t Real

Paris-Texas einfach. Sharleen ist zurück,

Mutter des Summer Son’s und

Meisterin der Ohrwurm-Melodien.

PIAS / Musikvertrieb

11

Tegan and Sara

Closer

Pop und Punk, gut geschüttelt, pur

auf Eis. Die kanadischen Zwillinge

servieren den Indie-Hit der Saison.

Warner Bros.

12 Quadron

Hey Love

Weiter geht’s nach Schweden, wo

Quadron querbeet durch die Musiklandschaft

grasen und fette Ernte

einfahren.

Epic / Sony

13

14

Daft Punk feat. Pharrell

Williams

Get Lucky

War im Club, geile Party! Unter dem

Sonnenbrand hämmert der Kater den

Beat der letzten Nacht. Ich streichle ihn.

Columbia / Sony

Kylie Minogue

Skirt

Ein dirty Dubstep-Skirt zieht Kylie

zum 45. an und aus, stöhnt sich

dann aber doch noch zum Träller-

Refrain.

EMI

15 Fun

We Are Young

Dank «Glee» und Werbespots hat

der Geheimtipp-Sommerhit 2012

den harten Winter jung überlebt.

Replay!

WEA / Atlantic

16

17

18

Mariah Carey

#Beautiful

Das Video mit getunten Brüsten

und Bikes: unsäglich. Der Song:

zum Quietschen BEAUTIFUL. #aufsteigen.

Island DefJam / Universal

Lana del Rey

Young And

Beautiful

Jung/schön macht sich auch als

Paar gut. Wäre nur nicht alles so

grausam vergänglich, gell, Miss

Schmoll…

Universal

Tom Odell

Another Love

Plötzlich zieht sie auf, aus heiterem

Himmel, die graue Melancholie,

doch mit Tom ist auch Regenwetter

schön.

Sony

19 Rhye

One Of Those

Summer Days

In der Hitze dem süssen Nichtstun

frönen, die Stunden rieseln lassen.

Dazu R’n’B in Slowmotion. I Like!

Polydor / Universal

Blank&Jones with

20 Coralie Clément

Days Go By

Sonnenuntergang, Meeresrauschen.

Sand im Schuh, Träume im Kopf.

Hier will ich bleiben. Bis morgen!

Soulfood Music Distribution

21 Nicole

Leider gut

Bin zurück vom Sonnendeck, aus

das Sommermärchen. Schlagerwelle

hat den Keller geflutet. Leider

richtig gut!

Telamo / Sony

17


Szene CRUISER Edition Sommer 2013

Partys und Events Klubnacht

Züri-Fäscht im Heaven

Wenn die ganz grossen DJs der Gay-Szene in den

Himmel kommen, dann heisst es nicht Exitus,

sondern Klubnacht! Egal ob von den Circuit

Partys in Barcelona, von der La Démence in Belgien,

von der Pride in Berlin oder einfach aus

den Ferien auf Mykonos oder Ibiza, den DJ von

der Klubnacht kennt jeder!

Zaine Fierce aka Sasha Fierce (von Beyonces Album

«I am Sasha Fierce») ist eine der erfolgreichsten

Dragkünstlerinnen aus Australien.

2010 zog sie auf der Suche nach Abenteuern

nach Europa. Jetzt kann man sie bewundern

und hören im GMF Berlin oder im Heroes Köln.

Schon in jungem Alter war sie Sängerin und

Songwriter. Ihr Stilmix aus Electro-Pop-House,

fette moderne Beats mit Melodien, zu denen

jeder mitsingen kann, spricht eine breite Menge

von Partyhungrigen an; ihr sechster Sinn,

der ihr sagt, was die Menge als Nächstes hören

möchte, und ihre schnelle Reaktion darauf fesselt

selbst die Gogos. Ihr fantastisches Aussehen

und ihre Kostüme sind das I-Tüpfelchen, um

eine ganze Location in eine andere Dimension

zu katapultieren.

Klubnacht

Samstag, 6. Juli, ab 23 Uhr

Heaven Club, Spitalgasse 5, 8001 Zürich

www.heavenclub.ch

Parade to

Heaven

Street Parade Warm-Up

Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude!

Deshalb wird im Heaven bereits am Donnerstag

ins Street-Parade-Weekend hineingefeiert.

Mit Franco steht ein DJ am Mischpult, der die

Zürcher Techno- und Houseszene selber mitgeprägt

hat. Bereits in jungen Jahren war er Resident

DJ im legendären Spidergalaxy und später

einer der Macher hinter dem After-Hour Club

Stoffwechsel. Die Jüngeren kennen ihn höchstwahrscheinlich

von seinen treibenden Sets an

den Jungle Partys im Mad Lausanne.

Parade to Heaven

Donnerstag, 8. Juli, ab 23 Uhr

Heaven Club, Spitalgasse 5, 8001 Zürich

www.heavenclub.ch

Kunt

Zum zweiten Mal in der

Amboss Rampe

Die Partyreihe von Lukas Beyeler und Marc

Streit ist zum zweiten Mal zu Besuch an der

Zollstrasse in Zürich. Die Kunt feiert ganz

nach dem Motto «Lass dich überraschen

– gleich wird es geschehen, lass auch deine

Spray

Gay-Village am Züri-Fäscht

Wie bereits 2007 und 2010 stellt Spray wieder das

Gay Village am Hafendamm Enge während des

Züri Fäschts 2013 auf die Beine. In der Nähe des

Seerestaurants Quai 61 (ehemals Aqua) wird dieses

Jahr noch grösser und schwuler gefeiert als 2010!

Mit der hübschen Bar-Crew wird an den eigenen

drei Bars feucht und sommerlich am See geplaudert,

getrunken und geflirtet. Die spezielle Bratwurst

vom schwulen Metzger darf natürlich

nicht fehlen! Als Gäste sind die Star-Transe aus

dem Fernsehen Nina Queer (Berlin) und Donna

Tella (Zürich) hinter den Tresen und am DJ Pult.

Mit Alexio aus Berlin (spielt das DJ-Set in gewohnter

Manier topless), Jordi Lights von Matinée

Group, Juiceppe sowie dem bekannten

Antoine909 sind einige Top-DJs «in console» und

sorgen für das Entertainment der besonderen

Art bis morgens um 5 Uhr. Der Sonntagabend

steht unter der Partner-Zusammenarbeit der

«Tip Top-Bar» aus Zürich mit Petra.

Gay-Village am Züri-Fäscht

Freitag, 5. bis Sonntag 7. Juli

Hafendamm Enge, Mythenquai, 8000 Zürich

www.purespray.ch

Wünsche in Erfüllung gehen!» Kunt ist abgefahren

und frech! Wer noch günstiger beim

kollektiven Durchknallen dabei zu will,

kommt in einem affengeilen Outfit und kriegt

für 10 Franken Einlass zur triefenden Kunt. DJ

18


CRUISER Edition Sommer 2013

Szene

Monsieur Le Boy und Performer sorgen für die

nötige Unterhaltung und lösen die Knoten in

den Beinen.

Kunt

Freitag, 12. Juli

Ambossrampe, Zollstrasse 80, 8005 Zürich

www.ambossrampe.ch

Paradise @ Supermarket

Zürich

Gay-Zurich meets New York

Zum siebten Mal heisst es «paradisisch»! Für

Adam und Adam sowie Eva und Eva.

Aber aufgepasst: Ausnahmsweise findet die Party

nicht am 1. Freitag im Monat statt, weil dann

das Züri-Fäscht über die Bühne geht! Zusammen

mit den DJs Peeza, Angel O. und Ajaxx wird eine

heisse Sommernacht gefeiert. Zudem ist der gedeckte

Aussenbereich geöffnet. Clubbing an der

frischen Luft, was will man mehr!

Paradise Garage

Freitag, 12. Juli, ab 23 Uhr

Supermarket, Geroldstr. 17, 8005 Zürich

www.supermarket.li

Frigay-Night

Ab Juli in neuem Kleid

The Loft – der Tanztempel im Herzen von Luzern

ist seit neun Jahren stolzer Austragungsort

der Frigay Night Party. Anfangs Juli wird der

Club komplett renoviert – selbst Stammgäste

dürften das Loft an der Frigay Re-Opening Party

vom 19. Juli nicht wieder erkennen und vom

neuen Look begeistert sein.

Auf zu neuen Ufern. Nach diesem Motto wird

dem Loft ein umfassendes Facelifting verpasst.

Eine beeindruckende LED Wand, wie man sie

von berühmten internationalen Clubs her

kennt, wird den Club dominieren. Aber das ist

längst nicht alles: Neben einer gigantischen

Lichtshow samt CO2 Boostern gibt es auch neue

und exklusive Lounges. Nebst den bisherigen

Partyreihen wie der Frigay Night werden künftig

auch international erfolgreiche Labels und

Sets grosser DJs zu Gast im neuen Edelclub sein.

Als Special Guest für die Re-Opening Party wurde

der deutschen House Star aus Köln DJ Philippe

Lemont verpflichtet. Sein Auftritt ist nicht

nur für die Ohren sondern auch die Augen ein

wahrer Genuss!

Frigay-Night

Freitag, 19. Juli 22 – 5 Uhr

The Loft Dance Club

Haldenstr. 21, 6006 Luzern

frigaynight.ch

Mousse

Schaum-Party in Lausanne

DJ Marco da Silva © Carlos Arias

Die alljährliche Mousse-Party in Lausanne ist

längst ein Muss. Seit den 90er-Jahren ist die

Party Jahr für Jahr erfolgreich. Das liegt wohl

unter anderem am sensationellen Club, dem

MAD in Lausanne, und natürlich an Alex Herkmommer,

dem Macher aller Jungle-Partys, der

dieses Jahr einen Stargast aus den USA präsentiert:

DJ Marco da Silva. Er hat sich etabliert als

Weltklasse-Künstler und ist gleichermassen DJ,

Tänzer, Choreograph und Model.

Wer an der Mousse in den Schaum hinein geht,

der wird natürlich nass. Am besten trägt man alte

Schuhe – also nicht die neusten Krokoleder-Prada-

Schuhe –, und man soll auch etwas dabei haben,

damit man sich trocknen und die Kleider wechseln

kann. Ein bequemes Shirt ist angesagt. Aber

das Schaumvergnügen ist keineswegs Pflicht. Wer

im Trockenen bleiben will, kann dem Schaum-

Treiben der andern vom trockenen Balkon aus

zusehen. Oder aber auf einer der drei Etagen abtanzen.

Kann sein, dass man da aber bei schweisstreibender

Musik auch nicht trocken bleibt.

Mousse floor: tek-prog house, DJ Marco da Silva,

DJ Antoine909 / Dry floor : JetLag, 80’s disco

funk, DJ Juiceppe, DJ Nicodisco / Bedroom:

Girlie’s all style house, She-DJ Yazz

Jungle Mousse

Mittwoch, 31. Juli 2013, ab 22 Uhr

MAD Club, Rue de Genève 23, 1003 Lausanne

www.gay-party.com

Flash Party

Zur Streetparade 2013

Zu dieser von den Angels organisierten Party haben

sich die «besten Superhelden» angekündigt,

um Zürich aus der üblichen Lethargie zu reissen:

DJ Jack Chang und DJ Nacho Chapado sorgen

mit ihren Superwaffen «Beat» and «Sound»

für die entsprechenden Kabooommmms und

Zackboings. Um sich vom intensiven und anregenden

«Kampf» etwas zu erholen, gibt es im

«Upper Floor» Erholungs- und Relax- Fläche.

Flash Party, Samstag, 10. August, ab 22 Uhr

Volkshaus Zürich,

Stauffacherstrasse 60, 8004 Zürich.

www.angels.ch

Electric Heaven

Deep-House, Tech-House

Marco De Rosa ist mittlerweile und glücklicherweise

zu einer echten Grösse im Zürcher Nachtleben

geworden. Auch im Heaven ist er ein wichtiger

Part of the Art und nicht mehr wegzudenken.

Sein Soundstil hat einen grossen Wiedererkennungseffekt

und geht mächtig in die Beine.

Glarner by nature, Zürcher by Choice – so lassen

sich die Lebensläufe von Balthasar und Schwebekastenjunge

zusammenfassen. Zumindest die

geografische Seite. Musikalisch sind sie auch sehr

vielfältig und überzeugen vor allem mit ihren

treibenden Beats und zahlreichen eigenen Kompositionen.

Wahrhaft ein königliches Gespann!

Electric Heaven

Freitag, 30. August, ab 23 Uhr

Heaven Club, Spitalgasse 5, 8001 Zürich

www.heavenclub.ch

19


Wo Persönlichkeiten Paare werden

Florian T. und Daniel K.

„Abenteuer finde ich woanders. Die wahre Liebe nur bei PARSHIP.“

Auch Frauen

finden bei

gayPARSHIP

eine passende

Partnerin.

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CRUISER Edition Sommer 2013

Portrait

Wie ein Phoenix

aus der Asche

Szene-Ikone Luca Papini ist

wieder da – dabei war er gar

nie weg.

Von Daniel Diriwächter

Moderator und DJ Luca Papini

mischt seit geraumer Zeit

wieder kräftig die Szene auf.

Stolz blickt er auf 30 Jahre Engagement.

Dass er auch mal

eine Pause benötigte, liegt auf

der Hand. Heute hat Luca Papini

seinen optimalen Lebensstil

gefunden. Zusammen mit

dem CR-Magazin blickt er zurück

– und nach vorne. Und

wir erfahren, was aus Tara La-

Trash geworden ist...

«My Name is Luca» sang einst Suzanne Vega. Ein

Satz, den Luca Papini (44) gegenüber vielen Zürchern

wohl selten aufsagen musste. Lange galt

er als die Szene-Ikone schlechthin, und besonders

Ende der 1990er gab es kaum einen Event

oder eine Party ohne ihn. «In diesem Herbst werde

ich bereits 30 Jahre im Business sein», erklärt

Luca nicht ohne Stolz. Bereits mit 14 Jahren

hatte er sein erstes DJ-Engagement. Denn früh

übt sich, wer ein Meister werden will. Vielleicht

wäre Luca damals als sogenannter «It-Boy» betitelt

worden. Doch in Zeiten ohne Facebook und

Tillate war noch harte wie ehrliche Arbeit angesagt,

um sich zu behaupten.

Aber nur eine Persona war Luca Papini nicht

genug, er «kreierte» sein Alter-Ego Tara LaTrash.

Die schrille Drag-Queen gilt noch heute als bekannteste

ihrer Art in der Schweiz. Fortan traten

sie beide, Luca wie Tara, abwechselnd im TV

oder an Events auf und veröffentlichten eine

CD. Aber plötzlich verschwanden Luca und Tara

von der Bildfläche, zumindest für Aussenstehende.

«Nach meinem Ausstieg aus der Labor-

Bar war ich extrem ausgelaugt. Von der Arbeit

im Nachtleben hatte ich genug», gesteht Luca.

«Ich wollte einen Neuanfang, nur so konnte ich

mich schlussendlich weiterentwickeln.» Gesagt,

getan. Gemässigter und ruhiger startete Luca

sein neues Leben.

Ein Quantensprung

Bei seinem besten Freund Dominique fand Luca

in einem Innen-Einrichtungsgeschäft eine neue

Herausforderung. Der «normale» Tagesrhythmus

tat ihm gut. «Diese Entscheidung damals

war wie ein Quantensprung in meinem Leben»,

so Luca begeistert. Er habe damit seinen persönlichen

Lebensstil gefunden, mit welchem er

«sehr glücklich» sei. Nebenbei hatte er trotzdem

noch Zeit, um ab und an als DJ zu arbeiten. War

der private Luca früher öffentlich, räumt er sich

heute genügend Zeit zur Erholung ein. «Auf dem

Sofa durchs Programm zappen, ein feines Dinner

oder mit Freunden über Gott und die Welt

plaudern; diese Dinge sind mir heute im Privatleben

wichtig», meint er bestimmt.

Trotzdem, wer einmal im Scheinwerferlicht

stand, kämpft sich gerne dahin zurück. So

auch Luca. Anfang Jahr rief er zusammen mit

DJ Juiceppe die Partyreihe «Cube» ins Leben.

Wie ein Phoenix aus der Asche? Nicht ganz, wie

wir nun wissen. «Ich mache heute nur noch, was

mir auch wirklich Spass macht», sagt Luca – und

die Partyreihe «Cube» soll genau das verkörpern.

«Happy Ausgang ohne diese aufgeblasenen Gogo-Boys

auf der Bühne», meint Luca lächelnd.

Denn auch die Stimmung im heutigen Nachtleben

hält er für sehr oberflächlich. Wehmütig

meint Luca: «Das Flirt-Verhalten ist heute völlig

anders. Man kommuniziert heute per Tastatur,

nicht mehr mit den Augen».

Luca Papini © www.touchofclass.ch

Derzeit befindet sich «Cube» jedoch in der Sommerpause.

Was nicht bedeutet, dass Luca nun

auf der faulen Haut liegen würde, im Gegenteil.

Mitte Juni wurde er nach Sitges berufen, um als

Moderator innerhalb der CSD-Woche an fünf

Abenden eine Show zu moderieren. «Ein solcher

Job macht einfach enormen Spass, und dann

auch noch am Meer – das ist wunderbar!». Luca,

das Glückskind. Da hat sich jemand gefunden.

Zu guter Letzt – was passierte eigentlich mit

Tara LaTrash? «Sie befindet sich im hohen Norden

von Schottland. Wenn sie ab und zu Lust hat,

wird sie für Auftritte eingeflogen. Allerdings

nur kurz, danach kehrt sie schnell wieder ins

heimische Torridon zurück, um sich kühl zu

stellen». Ein Tausendsassa pro heissblütigem

Körper reicht schliesslich.

21


Fotostrecke CRUISER Edition Sommer 2013

Photographer

Denny Walentin

Die CR-Sommer-Fotostrecke:

Unbeschwert, leicht und

glücklich.

Von Daniel Diriwächter

Für diese Ausgabe konnte das

CR-Magazin den deutschen

Fotografen Denny Walentin

gewinnen. Seine Aufnahmen

vermitteln den Traum eines

Sommers: Unbeschwerte junge

Männer am See. Sie albern

rum, baden, denken, lieben,

lachen – nur für uns.

Er selbst bezeichnet sich als neugierig; immer

auf der Suche nach intimen Momenten einer Persönlichkeit.

Obwohl er schon bekannte Models

vor der Linse hatte, jüngst etwa die immer nackte

Micaela Schäfer, unterscheidet er nicht zwischen

Celebrity oder Herrn und Frau Müller.

Für die Sommer-Edition des CR-Magazins wollte

Denny Walentin das Gefühl eines Sommertags

festhalten: Unbeschwerte junge Männer, die

sich am See vergnügen. Die Stimmung sollte

22

Selbstportrait: Denny Walentin

Denny Walentin (24), geboren in der Nähe von

Kiel, wollte schon als kleiner Junge Fotograf werden.

Dies belegen Poesie-Alben aus seiner Kindheit.

Dass solche Alben nicht nur reine Mädchensache

sind, sondern auch einen Blick in Zukunft

werfen, beweist Denny Walentin. Obwohl er

zwischenzeitlich mit dem Beruf eines Kochs

liebäugelte, war der Lockruf der Kamera stärker.

Mit einem Abschluss der Kieler LBS PHOTO-

MEDIEN-Berufsschule in der Tasche, avancierte

Denny Walentin zum gefragten Fotografen. Der

heute in Berlin lebende Künstler konnte seither

verschiedene und vielfältige Projekte realisieren.

Darunter sind Auftragsarbeiten, wie auch

eigene Ideen. Für Denny Walentin sind alle Arbeiten

ein Tropfen Herzblut.

Seine Vorliebe gilt der Portrait-Fotografie. Menschen

haben Denny Walentin immer interessiert.

unbeschwert sein, eine gewisse Leichtigkeit vermitteln

und besonders deren Glück einfangen.

Das ist Denny Walentin wunderbar gelungen.

Er selbst bezeichnet sich übrigens als Zweifler,

der nach eigener Aussage kaum in die Runde der

Jungs passen würde.

Doch die Gedanken des Künstlers weilen schon

beim nächsten Projekt: Ein Sex-Buch will er kreieren

und dabei den «echten» Sex fotografisch

festhalten. Von der oft klinisch reinen Darstellung

der Sexualität in den Medien hält er wenig.

Das Leben bleibt daher spannend für Denny Walentin

– übrigens sucht er für erwähntes Projekt

noch nach Models...

www.dennywalentin.com

www.facebook.com/walentindenny


CRUISER Edition Sommer 2013

Kapitel Titel

23


HIV ist gerade wieder schwer

verbreitet. Aber man sollte ja

nicht jeden Trend mitmachen.

Sprich offen über HIV.

Für all jene, die dafür einstehen wollen, dass ein neues, positives und dennoch realistisches Bild von HIV gezeichnet wird. fuckpositive.ch


CRUISER Edition Sommer 2013

Ausland

Kroatien

Im jüngsten EU-Land

kämpfen Aktivisten für

Gleichberechtigung

Von Silviu Mihai

Kroatien ist Anfang Juli als

28. Mitgliedsstaat der EU beigetreten.

Neben den schönen

Stränden und den mediterranen

Gerichten hat es eine

kleine, aber feine schwullesbische

Szene. Es gibt aber auch

Schattenseiten: Rechtskonservative

fordern eine heteronormative

Verfassungsdefinition

der Ehe.

Split Pride 2013 © Josip Regovic

Eine grosszügige Sonne scheint über der kroatischen

Hauptstadt, der Himmel könnte nicht

blauer sein, und Marko Jurcic hat das ganze Wochenende

durchgefeiert. Mit gutem Grund: Der

Zagreber CSD, den der 29-jährige Mann mit tiefen,

schwarzen Augen organisierte, wurde so gut

besucht wie noch nie. Um die 15 000 Menschen

zogen durch die Flaniermeile der Innenstadt,

fast viermal so viele wie im letzten Jahr. Und alles

lief ohne einen einzigen Gewaltvorfall ab. Auf

der Terrasse des schicken Café Kino Europa zieht

der Aktivist von Zagreb Pride eine positive Bilanz.

Kroatien ist Anfang Juni als 28. Mitgliedsstaat

der Europäischen Union beigetreten und die

«Zeichen sind gut für die queere Community

hier», sagt Jurcic. «Es gibt natürlich noch sehr

viel zu tun, aber wir haben bereits den Grossteil

des Weges hinter uns.» In der Tat hat sich

in den letzten Jahren einiges geändert in dem

heute jüngsten Land der EU. Nach dem Ende des

Kriegs 1996 war Kroatien nicht nur ein verwüstetes,

sondern auch ein intolerantes Land. Die

homophobe Grundeinstellung, die in weiten

Teilen Osteuropas herrschte, traf hier, ähnlich

wie im verfeindeten Nachbarland Serbien, auf

eine kriegsbedingte Gewaltbereitschaft, welche

die einflussreiche Kirche stillschweigend billigte,

anstatt sie zu verurteilen.

Liberale Einstellung dank Tourismus

Heute sind diese bösen Geister der Vergangenheit

weitgehend gebannt. Der Wiederaufbau

des Landes und der beispiellose Boom des Tourismus

bilden die Grundlage für eine moderne

Gesellschaft, die sich selbst als europäisch

betrachtet. «Für unsere Generation, die in den

Jahren nach dem Krieg aufgewachsen ist, gehören

alternative Lebensformen immer mehr zur

Normalität», erklärt Aktivist Jurcic. «Aber diese

liberale Einstellung ist noch nicht in der Mitte

der Gesellschaft angekommen.»

Vor 11 Jahren, kurz nachdem der junge Marko

aus Rijeka nach Zagreb kam, um hier Sozialwissenschaften

zu studieren, fing er an, sich

bei der Vorbereitung des ersten kroatischen

CSD zu engagieren. «Damals hatten wir um

die 350 Teilnehmer, viele davon aus dem Ausland»,

erinnert er sich. Erst viel später haben

sich die Zahlen verbessert, als sich die kleine

queere Community in Zagreb konsolidierte. Parallel

versuchten die lokalen Organisationen in

den anderen Grossstädten, eine Szene über die

Hauptstadt hinaus aufzubauen. Zwar kam es

2011 auf der ersten Pride in Split zu physischen

Angriffen von homophoben Hooligans auf die

CSD-Teilnehmer, weil die Polizeikräfte versagten.

Die Gewaltbilder sorgten international für

Empörung. Doch auch dort beruhigte sich die

Lage im darauf folgenden Jahr – nicht nur dank

eines besser vorbereiteten Polizeieinsatzes, sondern

auch, weil die rechtskonservativen Gegendemos

viel kleiner ausfielen.

Mehrere Minister an den Prides in Zagreb

und Split

«Die Gewaltszenen aus Split haben damals viele

Bürgerinnen und Bürger erschreckt», stellt

auch die lesbische Aktivistin Tajana Josimovic

fest. «Menschen, die sich keinen neuen Krieg,

sondern eine tolerante und friedliche Gesell-

33


Nachgefragt CRUISER Edition Sommer 2013

Branko B. Gabriel

trifft...

Reto Hanselmann, it-Boy

Eine Party wäre langweilig

ohne ihre illustre Gästeschar

aus Showbiz, Wirtschaft,

Politik und natürlich die sogenannten

it-Girls und -Boys.

Das sind die Trendsetter der

Stunde, kennen das Who is

Who und warten meistens

auch mit einem kleineren

Skandal auf. It-Boy Reto Hanselmann

ist der Liebling jeder

Party, und das ganz ohne

Skandale.

CR: Reto, was macht eigentlich ein it-Boy den

ganzen Tag?

RETO HANSELMANN: Naja, das musst du diejenigen

fragen, welche den Begriff «It-Boy» verwenden –

die wissen es meiner Meinung nach am besten.

Ich habe einiges zu tun. Ich kümmere mich

um das Haus, gehe an Partys, verreise viel und

treffe mich mit Freunden. Ab August beginnen

wir wieder mit den Vorbereitungen zur exklusiven

Halloween-Party, da verschanze ich mich

im Haus, designe, plane und organisiere den

ganzen Event.

Dein Leben besteht ja aber nicht nur aus

Partys, oder?

Da hast du recht, eigentlich führe ich ein ganz

normales Leben, einfach etwas glamouröser.

Wie gesagt, nächsten Monat beginne ich zusammen

mit meinem Team die Halloween-Party

zu planen. Sie ist für viele das Party-Highlight

des Jahres. Weiter bin ich viel im Ausland unterwegs

und interessiere mich sehr für Mode.

Wimmelt es an deinem Halloween-Event nur

so von anderen Promis?

Ich mag den Ausdruck «Promis» nicht. Das tönt

so abwertend. Viele von diesen Menschen haben

enorm viel für ihren Erfolg gearbeitet. Vielleicht

sind sie für einmal eben nicht prominent,

weil man sie unter dem Kostüm gar nicht erkennt.

Das ist für sie und für die anderen Gäste

sicher um einiges entspannter.

Wie wird man ein it-Boy?

Indem ein Journalist schreibt, dass man einer

ist. Aber glaubt nicht alles, was in der Zeitung

steht. (lacht)

Im Ausland gibt es die it-Girls und -Boys

schon länger, in der Schweiz kennt man diese

Spezies noch nicht. Sind wir Schweizer da

verklemmt?

Vielleicht fehlt uns etwas der Glamour. Die

Schweiz tickt da halt ein bisschen anders. Aber

viele, die hier in der Öffentlichkeit arbeiten,

mögen das ja auch. Viele Journalisten haben

jedoch gar nicht den Zugang an die exklusiven

Fortsetzung von Seite 31

schaft wünschen, fragten sich, in was für einem

Land sie leben. Das Engagement ist seitdem

breiter.» Ende 2011 fand auch ein wichtiger Regierungswechsel

statt. Die rechtskonservative

Partei HDZ, die einer Erweiterung der Rechte

von Schwulen und Lesben skeptisch gegenübersteht,

hat vor dem Hintergrund von eklatanten

Korruptionsskandalen die Wahl verloren. Eine

linksliberale Koalition um den heutigen sozialdemokratischen

Premier Zoran Milanovic bildete

die neue Regierung. Viele Minister unterstützen

seitdem die Forderungen der queeren

Community und nahmen auch an den Prides

in Zagreb und Split teil.

«Im Namen der Familie»

Derzeit überlegt das Kabinett, eingetragene

Partnerschaften für gleichgeschlechtliche Paare

einzuführen. «Sie arbeiten eng mit uns zusammen,

wir sind an dem Verfassen des Gesetzesentwurfs

beteiligt», sagt Aktivist Marko

Jurcic. Doch dieses Projekt ging den oppositionsnahen,

homophoben Gruppierungen offenbar

viel zu weit. Mehrere religiöse oder konservative

Initiativen starteten eine gross angelegte

Kampagne für die Aufnahme einer heteronormativen

Definition der Ehe in die kroatische

Verfassung. Unter dem Motto «Im Namen der

Familie» wurden innerhalb von wenigen Wochen

über 500000 Unterschriften gesammelt;

dies könnte das Parlament dazu zwingen, einen

Volksentscheid über dieses Thema auszurufen.

Derzeit prüft das Verfassungsgericht, ob ein solcher

Schritt zulässig ist.

«Diese Aktion der Rechtskonservativen ist in

vielerlei Hinsicht rätselhaft», erklärt Tajana Josimovic.

«Die Initianten, welche die Kampagne

organisierten, waren vorher völlig unbekannt.

Ohne eine gute Infrastruktur lässt sich keine

halbe Million Unterschriften sammeln.» Wie

Josimovic glauben viele Kroaten, dass die katholische

Kirche entscheidend bei «Im Namen

der Familie» mitgewirkt hat, obwohl sie offiziell

nicht zu den Organisatoren zählt. Trotz der

homophoben Kampagne, die kurz vor dem EU-

Beitritt dem Ruf Kroatiens schadet, geben sich

die Zagreber Aktivisten optimistisch. Und sie

laden ein: Mit seinen zahlreichen Stränden und

Inseln an der Adriaküste, seinen mediterranen

Spezialitäten und guten Weinen ist das Land eines

der attraktivsten Tourismusziele Europas.

«Es wäre schön, wenn das schwullesbische Publikum

noch mehr davon profitieren könnte»,

sagt Marko Jurcic. «Da müssen wir unsere Szene

und Community weiter ausbauen, wir haben

noch viel zu tun.»

Die kroatischen LGBT-Aktivisten geben sich optimistisch:

«Die CSD-Paraden in Split und Zagreb

sind gewaltlos über die Bühne gegangen

und die Teilnahme war rekordhoch.»

34


CRUISER Edition Sommer 2013

Nachgefragt

Reto Hanselmann © Amanda Nikolic

Partys – so verpassen sie vielleicht auch das eine

oder andere it-Girl.

Muss ein it-Boy demnach auch viel Geld haben

– du bist ja mit einem Millionär verpartnert?

Meiner Meinung nach braucht es vor allem Charisma

und eine auffallende Persönlichkeit. Geld

zu haben ist praktisch, und man ist unabhängig.

Allerdings nicht in jeder Situation des Lebens

ausreichend.

Wer ist eigentlich dieser Reto wirklich, zeigst

du in der Öffentlichkeit auch dein wahres

Gesicht, oder ist das alles nur Show?

Falls es Show wäre, würde ich es dir hier natürlich

auch nicht verraten. Aber: Ich bin ein

schlechter Schauspieler! Dennoch ist das wie

bei einem Vorstellungsgespräch – wenn alle Augen

auf einen selbst gerichtet sind, möchte man

sich natürlich von seiner Sahneseite zeigen. Das

geht wohl jedem so. Ein bisschen Entertainment

gehört zu dieser Art Leben dazu, ich verstelle

mich aber nicht.

Mal ehrlich, macht diese Art von Arbeit dich

glücklich; einen sozialkritischen Aspekt

sehe ich hier nicht wirklich?

Ich engagiere mich immer wieder für Charity-

Projekte. Dies ist meinem Mann und mir enorm

wichtig. Natürlich weiss ich, dass die Welt, in

der ich lebe, nicht die wahre ist.

Ein it-Boy weiss sich auch immer zu kleiden

und kennt die neusten Trends und Hotspots…

Mode ist ein grosser Teil meines Lebens. Ich interessiere

mich für die neusten Trends, besuche

Messen und shoppe überall auf der Welt. Ein eigener

Laden ist für mich eine Option. Aber alles

der Reihe nach.

...und was ist gerade angesagt?

Südfrankreich und Monaco ist ein Muss, diese

Hotspots sind immer angesagt. Bei den Modetrends

kommt es nicht darauf an, was man

trägt, sondern wie man es trägt und kombiniert!

Was hältst du von den Bellers?

Ich gehöre zur Sorte: Leben und Leben lassen.

Ich möchte keine Menschen kritisieren oder

kommentieren.

…keine Angst, in die gleiche Schublade gesteckt

zu werden?

Nein, die habe ich nicht. Jede Schublade kann

man auch wieder öffnen und entleeren.

Wieso sieht man dich eigentlich selten an

Gay-Events? Sind die nicht interessant genug

für dich?

Hier wären wir wieder beim Thema Schublade.

Die meisten meiner engen Freunde sind heterosexuell.

Wir sind an verschiedenen Events

unterwegs, auch manchmal an Events für Homosexuelle.

Mir geht es hauptsächlich darum,

einen schönen Abend mit tollen Menschen zu

verbringen. Ob Hetero oder Gay spielt mir dabei

keine Rolle.

Wenn man alles hat – Geld, Einfluss und gutes

Aussehen, was bleibt einem dann eigentlich

noch? Langweilt das nicht auf die Dauer?

Das sind alles sehr oberflächliche Dinge, welche

auch vergänglich sind. Das sollte einem

einfach bewusst sein. Ich bin unabhängig und

gestalte mein Leben jeden Tag neu. Ich habe

tolle Freunde, die meisten schon seit meiner

Teenager-Zeit. Das ist mein grösster Stolz. Sie

bedeuten mir mehr als alles Geld der Welt. Mit

meiner Entourage wird es mir sowieso nie langweilig.

(schmunzelt)

Wie gehst du mit Neid um? Ich kann mir vorstellen,

dass einige dich ganz schön beneiden?

Die eigenen Neider lernt man ja meistens

nicht persönlich kennen. Aber ich habe ein

grosses Herz, da haben sogar Neider Platz.

Ausserdem sagt man ja, Neid ist das schönste

Kompliment, das man erhalten kann.

Reto Hanselmann

Reto Hanselmann (Alter geheim) wuchs in

Zürich-Affoltern auf. Seit 2008 lebt er mit seinem

Mann in Zollikon. Er ist verheiratet. Seit

mehreren Jahren ist der Beau an verschiedensten

Events unterwegs und gilt als Liebling der

Schweizer Celebrity-Szene. Legendär sind seine

aufwändigen Halloween-Partys, die jeweils im

Herbst stattfinden.

35


Lifestyle CRUISER Edition Sommer 2013

SOMMER SPECIAL

SODA STREAM

Mit den Trinkwassersprudlern von SodaStream wird in wenigen Schritten und innert Kürze aus

Hahnenwasser Sprudelwasser – und aus Sprudelwasser Softgetränke! Aus denen wiederum lassen

sich fruchtig frische Cocktails ganz einfach zubereiten. Gerade richtig, um bei heissen Temperaturen

abwechslungsreiche Softdrinks und kühlende Cocktails nach Feierabend zu geniessen.

Highlight ist dabei die Source, welche aus der Zusammenarbeit zwischen SodaStream und dem

Schweizer Designer Yves Béhar entstanden ist. Die Source «Metal Edition» ist für CHF 179.– im ausgewählten

Fachhandel erhältlich.

CR & SodaStream verlosen 2 Source im Wert von je CHF 179.–! Mail an info@cruiser.ch

SALOMON

Mit der Sonderedition Millésimes lanciert Salomon in diesem Sommer

zwei Trail-Runningschuhe in ganz neuem Design: Die limitierte Auflage

der Klassiker XA Pro 3D und Speedcross präsentiert sich in schlichtem

schwarzem Leder und strahlendem Weiss. Egal ob als Lifestyle- oder

Trail-Runningschuh getragen – die Millésimes Limited Edition punktet

mit edlem Understatement und treibt dank den bewährten Salomon-

Technologien jeden Läufer zu Höchstleistungen an!

Ab August im Fachhandel um die CHF 200.– erhältlich.

www.salomon.com

FABER – CASTELL

Das deutsche Traditions-Unternehmen Faber-Castell feierte 2011 sein 250-jähriges

Jubiläum. Passend zu den kommenden Sommerferien gibt es nun den Pitt Artist

Pen Brush - eine Auswahl von 58 Farben mit qualitativ hochwertiger Pinselspitze

für Skizzen, Tuschzeichnungen oder einfach ein schönes Ferien-Erinnerungsbild.

Die hoch pigmentierte und lichtbeständige Tusche ist auf Wasserbasis hergestellt,

wasserfest und schnell trocknend. Faber-Castell darf bereits ab 2012 – als erstes Privatunternehmen

weltweit – mit CO2-Zertifikaten aus Plantagen handeln. Prädikat:

besonders nachhaltig!

Erhältlich im Fachhandel, ab CHF 3.40

www.faber-castell.ch

36


CRUISER Edition Sommer 2013

Lifestyle

BULLDOG

Sommerzeit ist Gin-Zeit! Kaum etwas erfrischt an einem heissen Tag mehr als ein

eisgekühlter Gin Tonic – das wusste auch schon Queen Mom zu schätzen. Den

neuen und edlen Bulldog Gin gibt es nun auch in der Schweiz und er hat alles,

was ein Klassiker braucht: eine elegante Optik und natürlich ein raffiniertes und

komplexes Aroma aus zwölf Pflanzen, Kräutern und Früchten – unter anderem

der Dragon-Eye-Frucht und Lotusblättern. Weiter wurde der Bulldog Gin als einer

der am besten mixbare Gin der Welt gekrönt und wurde gar von «Wine Enthusiast»

mit den Prädikat «superb» geadelt. Cheers!

Im ausgesuchten Handel ab CHF 39.– erhältlich.

NAKED & FAMOUS

Ein absoluter Hingucker sind die coolen Thermo

Cromic Denim von Naked & Famous. Das spezielle

an der neuartigen Jeans ist, dass sie beim Tragen,

je nach Köpertemperatur, die Farbe wechselt. Da

kann es schon mal vorkommen, dass bei einem

heissen Date plötzlich die Farbe der Jeans ändert!

Die einzigartigen Jeans gibt es exklusiv in der neu

umgebauten Fashionslave Männer-Boutique im

Viadukt in Zürich-West. Die Jeans von Naked & Famous

sind ab CHF 209.00 erhältlich. Unser Favorit!


Fashionslave, Viaduktstrasse 29, 8005 Zürich

www.fashionslave.ch

BUDDHA TO BUDDHA

Die neue Schmuck-Kollektion von Buddha to Buddha besticht durch ein stylisches

Design und eine unverkennbare Handschrift. Das Label wurde 1997 auf Bali gegründet

und wurde innert kürzester Zeit weltweit zum angesagten Schmuckbrand.

Alle Schmuckstücke wie Ringe, Armbänder und Halsketten werden mit viel

Liebe zum Detail aus feinstem Sterlingsilber von Hand gefertigt und überzeugen

durch einen einzigartigen Look. Buddha to Buddha gibt es aktuell bei 2nd Skin,

im bekannten Tattoo- und Piercing-Studio der Stadt zu kaufen. Den Schmuck gibt

es bereits ab CHF 169.– inklusive Sommerlaune!

2nd Skin, am Hirschenplatz, 8001 Zürich

www.2ndskn.com

GARETT LEIGHT

In dieser Saison kommt man(n) nicht um die wunderschönen Sonnenbrillen

aus dem Hause Garett Leight herum. Besonders bei den Stars in

Hollywood geniesst die Marke, die im Übrigen in Kalifornien zu Hause

ist, hohen Kultstatus. Der schlichte Look überzeugt - auch mit klingenden

Namen wie Vernon, Venice oder Hampton – und lässt einen auf

jeder Party als Mittelpunkt erstrahlen. Die exklusive Sonnenbrillen-Kollektion

gibt es ab sofort bei Komplementair Men zu kaufen. Weiter bietet

der Männerladen auch einen grossen und spannenden Onlineshop an.

Das Modell Hampton ist ab CHF 369.– erhältlich.

Komplementair Men, Viaduktstrasse 41, 8005 Zürich,

www.komplementair.ch

37


Publireportage CRUISER Edition Sommer 2013

Haar oder nicht

Haar?

An der Körperbehaarung

scheiden sich die Geister.

Von Martin Ender

Philips ist auf das CR-Magazin

zugekommen und wollte

wissen, wie beliebt oder

eben eher unerwünscht Körperhaare

bei schwulen Männern

sind. Grund: Das Unternehmen

bringt ein Gerät auf

den Markt für haarlose, glatte

Männerhaut. Wir schauten

uns um und haben das Gerät

testen lassen.

© Philips

Die Frage, wo Körperhaare am Mann sexy sind

oder eben nicht, spaltet die schwule Gemeinschaft

genauso wie den Grossteil der Frauen und

Männer im Rest der Welt. Für so genannte Bären-

Liebhaber kann es nicht genug haarig sein. Doch

diese gerne im Pelz kraulende und kuschelnde

Spezies lassen wir für heute mal beiseite. Wer

sich in den vergangenen Tagen, in denen sich

endlich die Strandbäder füllten, umschaute,

entdeckte doch eher mehrheitlich Männer mit

haarloser, glatter Haut am Oberkörper.

Vor allem, wer einen guten Body hat, bringt

ihn natürlich mit glatter, haarloser Haut – am

besten noch mit Sonnenöl-Auftrag – bestens

zur Geltung. Glatte Haut suggeriert ausserdem

jugendliche Frische. Und wer will nicht gerne

seine Jugendlichkeit möglichst lange bewahren.

So präsentiert sich denn auch manch einer

auf der Dating-Plattform Gayromeo stolz mit

haarloser Brust.

Lumea for Men

Wie funktioniert denn nun das Philips-Enthaarungsgerät?

Lumea for Men behandelt die Haarwurzeln

mit sanften Lichtimpulsen. Dadurch

fällt das Haar aus, und ein Nachwachsen wird

verhindert. Philips-Studien haben gezeigt, dass

bereits nach zwei Behandlungen eine deutliche

Haarabnahme zu sehen ist. Optimale Ergebnisse

wurden nach sechs Behandlungen erreicht.

Wie schnell sich der Erfolg der Behandlung

einstellt, ist natürlich von Person zu Person

verschieden. Das Gerät eignet sich selbst für

stark behaarte Typen. Eine Ausnahme gibt es

allerdings: ist die natürliche Haarfarbe, an den

Stellen, die man enthaaren möchte, hellblond,

weiss, grau oder rot, zeigt die Methode keine

Wirkung. In allen andern Fällen können lang

anhaltende Erfolge erzielt werden, und die Anwendung

ist übrigens auch nicht schmerzhaft,

im Gegensatz zu andern Methoden.

Unser Testbericht

Am liebsten hätten wir natürlich einen prominenten

Schwulen dazu gebracht, die Enthaarungsmethode

zu testen. Doch das Thema tangiert

doch etwas zu sehr die Intimsphäre. Unsere

schliesslich ausgewählte, schwarzhaarige Testperson

will anonym bleiben. Hier ihr Bericht:

«Vorab eines, ich will nicht vom Hals bis zu den

Füssen haarlos werden. Aber als ich angefragt

wurde, das Gerät auszuprobieren, habe ich doch

eingewilligt. Obwohl ich fast schwarze Haare

habe, bin ich – ausser an den Beinen – recht

wenig behaart. Für mich gilt, entweder richtig

oder dann gar nix. Ich habe nur so blöd vereinzelte

Haare auf Brusthöhe und rund um die

Brustwarzen. Bisher habe ich mich da ab und

zu rasiert. Also setzte ich das Gerät genau da an.

Erst mal mit dem mitgelieferten Bodygroom

rasieren und nachher den Lichtimpuls drauf.

Ich habe mich für die mittlere Intensität entschieden.

Bei den paar Härchen, die ich mit

dem Rasierer nicht erwischt hatte, schmolz das

Haar und brannte etwas auf der Haut. Ansonsten

spürte ich kurz etwas Wärme, mehr nicht...

Nun zwei Wochen abwarten. Und siehe da, es

sprossen nur noch ganz wenige und feinere

Härchen. Die ganze Prozedur also noch einmal,

und nach vier Wochen hatte ich jugendlich glatte

Haut – und war schon fast etwas verliebt ins

Spiegelbild. Vom Erfolg angespornt nahm ich

mir noch die Gegend um den Bauchnabel vor.

Denn da gab’s auch so eine nicht wirklich sexy

wirkende, von der Schambehaarung abgetrennte

Insellösung. Also weg damit! Inzwischen

kann ich mir noch weiter Stellen an mir vorstellen,

die ich behandeln werde. Zumal ich inzwischen

gelesen habe, dass die Haare nach längerem

Nichtbehandeln wieder wachsen. Mann

weiss ja nie – vielleicht mag’s die nächste grosse

Liebe wiederum andersrum. Aber im Moment

bin ich fast ein bisschen süchtig danach, noch

da und dort ein paar Haare wegzumachen.»

Lumea For Men gibt es ab sofort in ausgewählten

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CRUISER Edition Sommer 2013

Kolumne

Heisses am

heiligen Stuhl

Von Michi Rüegg

Bislang hatten wir alle ja starke Zweifel. Jetzt

wissen wir: Es gibt im Vatikan Schwule. Papst

Franziskus höchstpersönlich soll gegenüber einer

Gruppe Südamerikaner die Existenz einer

Gay-Lobby eingeräumt haben. Wir sind natürlich

unglaublich überrascht, dass in einer Berufsgruppe,

die sich göttlichen Willens wegen

nicht mit Frauen einlassen darf, derartige sexuelle

Vorlieben existieren.

Man muss sich das mal vorstellen: Schwule

Geistliche in der heiligen römischen Kirche. Als

nächstes wird vermutlich der Verband Schweizer

Coiffeurgeschäfte öffentlich verkünden,

dass es in der Schweiz schwule Friseure gebe.

Der Aufschrei wird im Zuge dieser Meldung

durchs Land gehen. Angeregt durch die Öffentlichmachung

dieser schockierenden Erkenntnis

wird sich der Verband des Kabinenpersonals

der Swiss International Air Lines vermutlich

überlegen, seinerseits ebenfalls mit einem Communiqué

an die Presse zu gelangen: Man würde

es nie und nimmer vermuten, dass es auch unter

den Flight Attendants ein paar Herren gibt,

die lieber einen anderen Mann als den Saft-Trolley

stossen. Ob die breite Masse angesichts dieser

Erkenntnis künftig auf Flugreisen verzichten

wird, lässt sich aus derzeitiger Sicht nicht sagen.

Dass in diesen Berufen Schwule existieren, ist

ja nur die eine Seite des Skandals. Weit schwerer

wiegt die Tatsache, dass sie sich untereinander

kennen. Man stelle sich vor, da schreitet der

schwule Priester Giacomo durch die vatikanischen

Gärten, und ihm kommt Bischof Enrique

entgegen. Beide wissen vom jeweils anderen,

dass er auf Männer steht. Vielleicht gehen die

beiden sogar mal zusammen einen Boccalino

Messwein trinken und plaudern über Gott und

die Welt. Schon haben wir eine schwule Lobby.

Doch das ist noch nicht alles: Was, wenn die beiden

zu viel Messwein trinken und dem Priester

dabei auffällt, dass der Bischof süsse Grübchen

und schöne Hände hat? Dem Bischof seinerseits

gefallen die langen Wimpern des Priesters und

seine strahlend weissen Zähne. Eh sich die beiden

ans Zölibat erinnern können, landen sie für

kurze Zeit in einem der vielen Hotelbetten der

ewigen Stadt und tun das, was dem Gott des Alten

Testaments je nach Auslegung ein Greuel ist.

Gut, bis hierhin ist die Geschichte ja bereits jenseits

jeglicher Vorstellungskraft. Aber es kommt

noch dicker: Zwanzig, dreissig Jahre später begegnen

sich die beiden wieder. Nun tragen beide

einen Kardinalshut, während einer Sedisvakanz

sitzen sie sich im Konklave gegenüber und

müssen einen neuen Papst erwählen. Nun will

es der Zufall, dass Kardinal Enrique sich während

der letzten Jahrzehnte als besonders unaufgeschlossen

gegenüber modernen Ideen gezeigt

hat. Dank seiner ultrakonservativen Linie

wird er als möglicher Kandidat für das Papst amt

gehandelt. Nun erinnert sich sein einstiger One-

Night-Stand Kardinal Giacomo daran, wie zärtlich

Enrique in jener Nacht war. Die Erinnerung

an dieses längst verflossene Abenteuer führt

dazu, dass Giacomo den Namen von Enrique auf

den kleinen Zettel schreibt. Und weil Giacomo

vielleicht nicht der Einzige ist, mit dem Enrique

mal was hatte, holt er am meisten Stimmen und

wird Papst.

So muss man sie sich vermutlich vorstellen,

die Gay-Lobby im Vatikan. Nicht auszudenken,

was der Welt blüht, wenn die Giacomos

in den vatikanischen Gärten den Enriques

zulächeln. Ein kurzer Augenaufschlag, ein

Zucken im linken Mundwinkel können den

Lauf der Welt ändern. Kein Wunder, fürchtet

man sich in schwarzkatholischen Kreisen vor

der Macht der Liebe.

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Kultur CRUISER Edition Sommer 2013

Eleanor

Friedberger

Es gibt sie noch, die Sommersongs,

die einen sofort

packen und doch nie verleiden.

Für alle mit Pool,

Oldtimer oder einfach gutem

Geschmack.

Eben noch entspannt an der Surfer-Bar, jetzt

rasant unterwegs auf dem Highway. Aus dem

Autoradio ein verführerischer Sound, der einen

niemals in Versuchung bringen würde, an den

Knöpfen zu schrauben auf der Suche nach etwas

Besserem. So klingt Eleanor Friedberger, nach

Stevie Nicks manchmal, nach Sheryl Crow oder

Texas, nach 70s, nach gerade eben. Halbwegs bekannt

geworden und doch unerkannt geblieben

ist sie mit ihrem Bruder Matthew als «Fiery Furnaces».

So spannend experimentell der Sound

des Duos, so angenehm unaufgeregt fielen die

Songs auf ihrem ersten Solo-Album «Last Summer»

2011 aus. Nun legt sie nach, schmeisst mit

«Personal Record» fast unbemerkt eine der besten

Sommerscheiben 2013 auf den Grill. Ihre

Songs sind sofort catchy und überdauern doch

jedes BBQ, ihre Stimme ist nuanciert und doch

in keinem Moment überanstrengt. So singt sie

über wilde Nächte und einsame Nachmittage,

begleitet von Twang-Gitarren in «I’ll Never be

happy again», Rock-Rhythmen im ultimativen

Feelgood-Song «Stare at the Sun», cooler Samba-

Breed

Nichts für Zartbesaitete!

Chase Novak lässt in seinem

schockierenden Horror-Thriller

ein brisantes Alptraum-Szenario

Realität werden.

Freier Fall

Was passiert, wenn ein Polizist

und Familienvater unerwartet

Gefühle für einen Kollegen

entwickelt? Im freien

Fall gerät das Leben aus den

Fugen.

Marc ist Polizist, lebt seit einigen Jahren mit

Bettina in einer von den Eltern vorfinanzierten

Doppelhaushälfte und ist gerade Vater geworden.

Auf einer Fortbildung schliesst er Bekanntschaft

mit dem wortkargen schwulen Kay. Erste

Neckereien beim Joggen straucheln in Richtung

Gefühlschaos, ein erster zurückgewiesener

Kuss beim Kiffen weckt die Lust auf mehr,

und bald wird klar, dass Marcs vermeintlicher

Ausrutscher Folgen hat, für sein Umfeld aus

festgefahrener Partnerschaft, prüden Eltern,

homophoben Arbeitskollegen und Kleinstadtmief,

allem voran aber für ihn selbst. Marcs

schicksalshaftes Stolpern in die persönliche

Freiheit droht zum freien Fall ins Bodenlose zu

werden. «Krieg ich hier eigentlich irgendwas

nicht mit?», fragt Bettina, «Willst du es ihr eigentlich

nicht irgendwann mal sagen?», drängt

Kay, «So haben wir dich nicht erzogen, Marc»,

urteilt die Mutter.

Eleanor © Cargo Records

Combo in «Echo or Encore» oder fast schon ironischem

Background-Chörli in «I don’t wanna

bother you», einem Track für die Endlosschleife.

Die Strasse darf lang bleiben, geteert mit persönlichen

Geschichten, die das Leben schreibt.

Die Namen der knackigen gebräunten Jungs an

der Bar verblassen schon, aber ihren muss man

sich definitiv merken: Eleanor Friedberger. (rg)

Eleanor Friedberger, Personal Record, Cargo

Records

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Breed © Hoffmann und Campe

Eigentlich haben Alex und Leslie alles erreicht.

Glückliche Ehe, gute Jobs, ein herrschaftliches

Haus am Central Park, ein netter Freundeskreis.

Ein Wunsch allerdings bleibt unerfüllt

und wird zur Obsession: ein Kind. Durch eine

Selbsthilfegruppe erfährt das Paar von einem

Arzt in Slowenien, der durch die Injektion eines

tierischen Serums wahre Fruchtbarkeitswunder

vollbringen soll. Schnell ist die Reise nach

Ljubljana gebucht, schnell viel Geld überwiesen.

Zurück in Manhattan zeigt die Behandlung

sofort Wirkung, doch seltsame Nebenwirkungen

bleiben nicht aus. Köperhaare spriessen,

eine seltsame Lust auf Fleisch macht sich bemerkbar,

und Leslie ist endlich schwanger.

Nach einem Zeitsprung von zehn Jahren sind

Adam und Alice zu perfekten Vorzeige-Zwillingen

herangewachsen. Warum aber werden sie

nachts in ihren Zimmern eingesperrt? Warum

verschwinden immer wieder Haustiere? Die

Eltern lieben ihren Nachwuchs nicht bloss, sie

haben ihn zum Fressen gern. Ein nervenzerreissendes

Katz- und Maus-Spiel beginnt, in das ein

schwuler Lehrer helfend eingreifen will, jedoch

vor einem Dilemma steht: Er weiss genau, welche

Gerüchte der gerissene Anwalt Alex schürt,

wenn er den kleinen Adam bei sich aufnimmt…

Novaks Roman ist grausam morbid, stellenweise

unerträglich bestialisch, ohne je allzu

reisserisch oder blutrünstig zu werden. Stilsicher

lässt er den unterkühlten Erzähler eine

beängstigend reale Dystopie entwickeln, in

der menschlicher Fortschritt ins Animalische

kippt. Nach der fulminanten Schluss-Szene im

Metropolitan Museum of Art hält das Schaudern

garantiert noch eine ganze Weile an. (rg)

Chase Novak, Breed, Hoffmann und Campe

Freier Fall © Kurhaus Production / SWR

Das intensive Coming-out-Drama von Regisseur

Stephan Lacant überzeugt dank den beiden

Hauptdarstellern Hanno Koffler und Max

Riemelt, die bis in die feinste Geste glaubwürdig

sind. Auch, weil es Kitsch und Klischees knapp

umgeht und die sexuelle Orientierung nicht

als alles Entscheidendes postuliert, sondern als

Metapher dafür, wie brüchig konventionelle

Lebensentwürfe sein können. Dass «Freier Fall»

an der Berlinale als deutsche Antwort auf «Brokeback

Mountain» gehandelt wurde, ist etwas

hoch gegriffen, aber nicht ganz unberechtigt.

(rg)

Freier Fall, Xenix, Ab 18.07. im Kino


CRUISER Edition Sommer 2013

Kultur

Filmfestival

Locarno

Bereits zum 66. Mal findet diesen

August das Filmfestival

in Locarno statt. Regisseur

Werner Herzog wird mit einem

Ehren-Leoparden ausgezeichnet.

In seinen nun 66 Jahren etablierte sich das «Festival

del Film Locarno» zu einem der wichtigsten

Events auf der Landkarte des internationalen

Films. Jeden August wird Locarno – von der

Pressestelle auch als «Herz von Europa» bezeichnet

– zur weltweiten Kino-Hauptstadt. Mit der

wohl grössten Leinwand auf der Piazza Grande

sowie deren wunderbarem Ambiente darf sich

das Filmfestival auch als eines der schönsten

rühmen.

Tausende von Film-Fans werden auch diesen

August wieder nach Locarno pilgern, und Persöhnlichkeiten

aus der Film-Branche treffen

sich, um neue Talente zu entdecken. Ehrengast

des Filmfestivals ist Regisseur Werner Herzog.

Er wird einen Leoparden für sein Lebenswerk

erhalten. Der mittlerweile 70jährige Filmemacher

schuf bedeutende Filme wie «Nosferatu –

Phantom der Nacht» (1979) und «Fitzcarraldo»

(1982). Beide übrigens mit Klaus Kinski in der

Hauptrolle. Die Streitereien zwischen Herzog

und Kinski sind mittlerweile legendär.

Locarno © pd

Welche Filme im August für die hübschen Leoparden

konkurrieren, wird erst Mitte Juli bekanntgegeben.

Karten sollten sich Filmfans jedoch

schon jetzt sichern. Der reguläre Preis

einen «Season Tickets» beträgt 300 Franken.

Ebenso lohnt es sich, sich schon früh nach einer

Bleibe umzusehen. Wer kein Hotelzimmer

mehr findet, ist vielleicht auch auf den zahlreichen

Camping-Plätzen anzutreffen.

Festival der Film Locarno,

7. bis am 17. August

www.pardo.ch

Mani Matter

Wer der Sommerhitze entfliehen

will, ist auf den Spuren

von Mani Matter im zürcher

Landesmuseum bestens aufgehoben.

Mani Matter © Rodo Wyss

Die Sonderausstellung «Mani Matter (1936–

1972)» verweilt noch immer im Landesmuseum

Zürich. Die Ausstellung über Leben und Werk des

beliebten Berner Chansonniers war bis dato ein

Erfolg. Sie hält wichtige Stationen aus Matters

Leben fest, zeigt Briefe, Schallplatten und vieles

mehr. Per iPad sind sämtliche Texte und zahlreiche

Filmdokumente und Interviews zugänglich.

Wichtige Stationen und Themen, die Mani Matters

Leben prägten, sind der rote Faden der Ausstellung.

Die Inszenierung nimmt die Inhalte

seiner berühmtesten Lieder auf und thematisiert

Matters Biografie, seine berufliche Tätigkeit als

Jurist, seine Erfolge als Liedermacher, sein poetisches

Werk, das politische Engagement sowie

seinen frühen Tod. Stellvertretend für viele unvergessene

Lieder stehen beispielsweise ein Eisbär

(«Eskimo») neben einem Eisenbahnabteil («Ir

Isebahn») oder ein Coiffeurstuhl («Bim Coiffeur»)

hinter der Wand eines Büros («Är isch vom Amt

ufbotte gsi»). Ein Wüstenzelt («Arabisch»), das im

Zentrum des zweiten Raumes steht, schafft Bezüge

zu seinen Inspirationsquellen. Von einer Ferienreise

in Tunesien angeregt, kreiert Mani Matter

das Lied «Dr Sidi Abdel Assar vo El Hama», von

dem heute zahlreiche Coverversionen existieren.

Matters Lieder werden heute von bekannten

Schweizer Künstlern adaptiert – einige davon

sind in der Ausstellung zu hören. Vielen ist Mani

Matter nicht nur bekannt als begabter Liedermacher,

sondern auch als Lyriker, kritischer und

unkonventioneller Denker sowie politisch engagierter

Intellektueller. Ausgehend von seinen

Chansons zeigt die Ausstellung seine unermüdliche

Arbeit an den Texten, seine literarischen

Entwürfe und sein politisches Verständnis.

Mani Matter (1936–1972),

noch bis 8. September

www.landesmuseum.ch

Rigoletto

In Haldenstein bei Chur wird

diesen August Verdis Oper

«Rigoletto» im Schlosshof aufgeführt.

Das Schloss im Städtchen Haldenstein, dem

Quasi-Zürichberg von Chur, bietet nicht nur

ein beeindruckendes Ambiente, sondern auch

alle zwei Jahre eine Freilichtoper in Schlosshof.

Dessen Akustik ist so gut, dass Mikrophone und

ähnliche Elektronik nicht oder nur sparsam

eingesetzt werden. Diesen August wird dort zu

Ehren von Giuseppe Verdi die Oper «Rigoletto»

aufgeführt.

Sein Werk in drei Akten fand seine Uraufführung

1851 in Venedig und wird der sogenannten

«mittleren Schaffensperiode» zugerechnet

zusammen mit «Il Trovatore» und «La Traviata».

In «Rigoletto» wird die moralisch zerrüttete Gesellschaft

am Hofe des Herzog von Mantua portraitiert.

Rauschende Feste und Schadenfreude

bestimmen den Ton und der Hofnarr Rigoletto

die menschliche Verkörperung all dessen. Allerdings

hält er seine Tochter Gilda vom Hofe fern,

Rigoletto

giuseppe Verdi

Rigoletto © pd

2. – 23. August 2013

Musikalische Leitung

sebastian tewinkel

Inszenierung

ulrich und ulrike schwab

Medienpartner:

um sie vor dieser verdorbenen Welt zu schützen.

Aber Gilda rebelliert, was zu einem tragischen

Handlungsverlauf führt.

«Rigoletto» ist ein Sommerprojekt der Kammerphilharmonie

Graubünden. Die Sängerinnen

und Sänger wurden im März bei einem internationalen

Gesangswettbewerb ausgesucht.

Die musikalische Leitung liegt bei Sebastian

Tewinkel, für die Inszenierung sind Ulrich und

Ulrike Schwab verantwortlich. Die Regieassistenz

übernimmt Samuel Zinsli, der bereits beim

Theater Weissglut in Rapperswil Regie führte

und auch den vergangenen «Warmen Mai» organisierte.

Rigoletto, Haldenstein, 2. bis am 23. August

www.schlossoper.ch

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Reportage CRUISER Edition Sommer 2013

Arbeit über den

Wolken

Ein Sonntagsausflug für mich

– Alltag für Georgios Cigritis.

Von Martin Ender

In den guten alten Zeiten

der Swissair war Steward ein

be gehrenswerter Beruf. Ein

Traumjob. Wie sieht heute der

Berufsalltag eines Flight Attendant,

eines «Gastgebers über

den Wolken» aus? Martin Ender

begleitet Georgios Cigritis von

der Edelweiss Air auf einem

Flug nach Mykonos und zurück.

entdecken. Immer mehr Personal taucht auf

und geht rollkofferziehend an mir vorbei. Wo

bleibt Georgios?

Ich wähle seine Handynummer und er meldet

sich: «Hallo, ich hole dich gleich ab». Nicht, dass

er jetzt aus der Dunkelheit draussen auftaucht.

Nein, Georgios ist natürlich schon längst im

Operation-Center und kommt durch die Sicherheitsschleuse

auf mich zu mit strahlend weissem

Hemd, achselpattenbesetzt, mit einem

Strahlen im Gesicht, das ich mit bestem Willen

so früh am Morgen nicht erwidern kann.

Gehört das zum Traumjob? «Ich bin das Frühaufstehen

gewohnt, kein Problem», meint Georgios.

Kurz in Mykonos: Georgios, Flight Attendant bei der Edelweiss-Air © Martin Ender

Es ist Sonntagmorgen. Normalerweise ein Tag

zum Ausschlafen. Nicht für mich und Georgios

Cigritis. Wir müssen beide früh raus. Mein

Wecker klingelt morgens um halb vier. Um

drei Uhr dreiunddreissig schreibe ich einem

Bekannten die SMS: «Tagwach, ich bin dann

mal weg». Ein kurzer Kaffee, schnell unter die

Dusche, rein in die Kleider und ins Auto. Genau

um vier Uhr fahre ich los zum Flughafen Kloten.

Mein Flieger startet zwar erst nach sechs

Uhr. Aber ich habe mit Georgios bereits um fünf

Uhr abgemacht, beim Eingang des Operation

Centers. Georgios ist Flight Attendant und hat

mich im Namen der Edelweiss Air eingeladen

zu einem Flug nach Mykonos.

Etwas früher als verabredet stehe ich beim Eingang

des Operation Centers und warte; schaue

raus in die Dunkelheit und hoffe, Georgios zu

Das Crew-Briefing

Er führt mich ins Besprechungszimmer, und

die drei weiteren Mitglieder der Crew treffen

ein. Georgios als Chef de Cabine begrüsst alle

und stellt mich kurz vor. Es wird der Arbeitseinsatz

besprochen, die Aufgaben werden aufgeteilt.

Danach werden noch ein paar Sicherheitsinstruktionen

aufgefrischt. Unter anderem

stellt er dem amtsjüngsten Crewmitglied die

Frage, was denn passiere, wenn auf 10 000 Meter

Höhe alle Triebwerke ausfallen. Das muss

ja nicht gerade heute passieren, denke ich mir.

Doch die anschlies senden Erklärungen beruhigen

mich wieder. Das ist tatsächlich schon vorgekommen,

beim Durchfliegen beispielsweise

von Staubwolken nach einem Vulkanausbruch.

44


CRUISER Edition Sommer 2013

Reportage

Für Beleuchtung und Klima in der Kabine gibt

es Notstrom, und nach dem Durchsegeln der

Wolke springen die Triebwerke wieder an, alles

kein Problem. Meine erste Einsicht: Flight Attendants

müssen ein bisschen mehr wissen als nur,

wie man Kaffee serviert.

Ein kleiner Test der Aufmerksamkeit

Aus Sicherheitsgründen muss ich das Operation

Center wieder verlassen und die üblichen

Flughafenkontrollen über mich ergehen lassen.

Man trifft sich später wieder im Flieger.

Einen kleinen Test hatte ich allerdings schon

eingefädelt. Ich hatte Georgios zuvor erzählt,

dass ich auf Reisen gerne Wasser bei mir habe,

aber damit nicht durch die Kontrollen komme.

«Kein Problem, entsorge die Flasche am Flughafen,

wir kümmern uns nachher darum», meinte

er. Tatsächlich, ohne dass ich im Flugzeug

nochmals nachfragen muss, bekomme ich eine

Flasche Mineral, bevor irgendjemand anderer

bedient wird. Gut delegiert und ausgeführt...

Mir ist bewusst, dass ich ein besonderer Gast

bin auf diesem Flug. Zum Frühstück sollte ich

zusätzlich ein Cüpli erhalten. Ich schaue auf die

Uhr: sieben Uhr in der Früh! «Servieren Sie mir

das bitte später, oder besser auf dem Rückflug»,

sage ich zur freundlichen Flugbegleiterin. (Sie

hat mich auf dem Rückflug nicht vergessen.)

Während des Fluges nichts Aussergewöhliches.

Ein feines Sonntagsfrühsück mit Butterzöpfli

oder Vollkornbrötchen zur Wahl oder beides,

Marmelade, Käse, Butter, Fleisch, Kaffee, Tee...

Im Übrigen ein Ferienflug, wie er im Buche

steht. Kloten: 6 Uhr 20, nasskalter Nieselregen

bei acht Grad. Mykonos: 10 Uhr Ortszeit, tiefblauer

Himmel, 27 Grad. Ich wusste im Voraus,

dass ich dieses Paradies nur eine halbe Stunde

geniessen darf. Die Edelweiss-Maschine bleibt

gerade mal so lange auf dem Boden, um all die

Hingeflogenen in die Ferien zu entlassen, um

die Kabine aufzuräumen und grob zu reinigen

(was teilweise auch von den Flight Attendants

gemacht wird) und um die braungebrannten

Heimreisenden aufzunehmen.

Ein netter Versuch, in Mykonos zu bleiben

Beinahe hätte ich doch noch auf Mykonos bleiben

können. Denn ich hatte vergessen, im Voraus

auch die Bordkarte für den Rückflug auszudrucken,

hatte also keinen Sitzplatz! Und ich

durfte das Flugzeug nicht verlassen, um das zu

regeln. Aber ich habe die Rechnung ohne Georgios

gemacht. Er spricht kurz mit dem griechischen

Bodenpersonal, und bevor die ersten Reisenden

ins Flugzeug kommen, habe ich schon

meinen Sitzplatz für den Rückflug. Die Reise

hat einen gedrängten «Fahrplan» und ist von

daher etwas anstrengend. Aber ich werde belohnt

mit dem I-Tüpfelchen der Reise, dem besonderen

Start in Mykonos. Georgios hatte mich

beim rund halbstündigen Mykonos-Aufenthalt

mit dem Flugkapitän Patrick und dem Kopiloten

Martin bekannt gemacht. Sie haben mich

eingeladen, beim Start vorne im Cockpit mit

zufliegen. Ja, es ist ein noch nie erlebtes Gefühl

des Abhebens... unten Meer, Inseln mit weissen

Häusern bespickt, oben tiefblauer Himmel, in

den man immer weiter hinein fliegt, unten am

Horizont die Stadt Athen… Georgios holt mich

aus meinem Traum zurück und führt mich an

meinen Platz als Passagier. Es ist Zeit für das

Mittagessen.

Die Zeit vergeht wie im Fluge, auch für die Crew,

denn die etwas mehr als zwei Stunden reichen

gerade, um alle Fluggäste zu bedienen, abzuräumen

und schliesslich noch den Krämerladen

mit zollfreier Ware durch den Gang zu schieben.

Ich rechne kurz nach: Die Crew begann ihre

Arbeit um fünf Uhr und landete um halb eins.

Doch ein langer Arbeitstag für einen Kurzstreckenflug!

Nach der Landung in Kloten muss ich

schmunzelnd an meine frühe Schulzeit denken.

Da gab’s doch diese unausweichlichen Aufsatzthemen

wie etwa «Ein schöner Sonntag» oder

«Mein Traumberuf».

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Gran Canaria

Das Sommer-Dossier über die

Insel der Glückseeligen

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im Jahr sind die Kanaren wie

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Dank der geografischen Lage

vor Afrika bieten sie ganzjährig

ein herrliches Badeklima.

Und das Schöne: Auf Gran

Canaria und Teneriffa werden

Schwule als willkommene

Gäste umgarnt und gehätschelt.

Wer erinnert sich nicht voller Grauen an den

letzten verkorksten Herbst, Winter und Frühling

in der Schweiz? Erst Dauertemperaturen

um den Gefrierpunkt, dann Dauerregen und

Dauer-Schmuddelwetter pur. Der eine oder

andere musste gar Vi-De3-Tropfen schlucken,

um das Vitamin-D-Depot aufzufrischen. Und

so lohnte sich spätestens Ende Mai, ohne jede

Perspektive auf Änderung der Wetterlage, ein

vierstündiger Flug nach Gran Canaria – der

Insel der Glückseeligen. Schliesslich hatte die

Weltgesundheitsorganisation WHO erst Anfang

des Jahres Gran Canaria attestiert, dass es hier

das gesündeste Klima weltweit gibt.

Urlaub im Tiefpreis-Euroland

Dauersonnenschein bei ganzjährig durchschnittlichen

24 Grad Celsius am Tag, ein günstiges

Euroland, eine aufgeweckte Community,

Badefreuden rund um die Uhr. Kurzum: Ein

Klima nach jedermanns Façon. «Im Winter kommen

vor allem ältere Schwule und ab Juli viele

junge Leute. Aber eigentlich ist Gran Canaria

eine ganzjährige schwule Urlaubsdestination»,

sagt Martijn, Inhaber des Gay Men Only «Resort-Club-Torso»

auf Gran Canaria. «Du bist als

Schwuler total akzeptiert, durch alle Lebensbereiche,

eben nicht nur Nachts im C.C. Jumbo

Center in Maspalomas mit knapp 100 schwulen

oder schwulenfreundlichen Locations an

einem Ort.» Ganz genauso sieht es der Basler

Gran-Canaria-Dauergast Sebastian Starke. Er

kommt seit 10 Jahren regelmässig auf die Insel.

«Mindestens zwei Mal im Jahr bin ich hier. Hier

ist Mann noch ein Mann. Und das wollen doch

alle. Vom Macho-Spanier bis hin zu echten Kerlen

aus England, Deutschland oder Amerika

triffst du alles, was das schwule Herz begehrt.

Und von der Ankunft am Flughafen bis ins Landesinnere

bist du als Schwuler immer noch kein

exotischer Hingucker, sondern ein vollwertiger

Mensch, der nicht so wie auf Mallorca oder Ibiza

nur des Geldes wegen geliebt wird. Und im Übrigen

sind gerade ab Herbst Mallorca, Ibiza oder

Barcelona klimatisch viel zu unbeständig – um

nicht zu sagen zu kalt.»

Schwulenstrand und Kalorienbomben

Zwar gibt es nahezu in jeder schwulen Gran-

Canaria-Bungalowanlage – immer ausgestattet

mit meterhohem Sichtschutz – auch verlockende

Bade- und Wellnesslandschaften, aber sie

sind natürlich nicht zu vergleichen mit dem

Atlantischen Ozean. Inmitten der kilometerlangen

Dünen von Maspalomas haben sich auch die

ganz harten Schwulen ein eigenes Refugium

geschaffen – besonders beliebt bei Cruisern, die

gerne mal einen Abstecher in die weitläufige

Dünenlandschaft nehmen. Die Gay-Zone mit

Beach Bar No.7 ist jedoch von Maspalomas Faro

nur im zwanzigminütigen Fussmarsch zu erreichen

und auch allgemein eher zum Gähnen –

vor allem am Tag. Doch an den vielen sexuell gemischten,

kilometerlangen Strandabschnitten

kann man sich auch als schwules Pärchen oder

Einzelgänger jederzeit bedenkenlos niederlassen.

Dies gilt für Maspalomas genauso wie für

Santa Catalina-Las Canteras in Las Palmas. Zumal

unzählige schwule Bars direkt am Strand

mit verlockenden Angeboten einladen. Eine von

ihnen ist die Strand-Apo-Theke von Margot und

Roland in Faro de Maspalomas. Neben Schnitzel,

hausgemachtem rheinischem Kartoffelsalat,

Bratwürsten und anderen voluminös-herzhaften

Gerichten gibt es vor allem tolle, aber auch

sehr kalorienreiche Toast-Turmvariationen mit

Thunfisch oder anderem Belag. In Las Palmas

bieten sich vor allem die Gay-Strand-Bars Iron

Bridge, Sidney Bar, Sentido und Lolita Pluma

Cafe an.

Schlemmen und Sport

Gutes Essen zu Schnäppchenpreisen ist auf

ganz Gran Canaria für Schweizer Schlemmermäulchen

ein Thema. Auf der internationalen

Einwanderungsinsel gibt es alles im Angebot,

egal, ob asiatisch, portugiesisch, spanisch,

deutsch, südamerikanisch, mexikanisch, englisch

oder japanisch. Doch Vorsicht: Die Appetitmacher

haben es meist in sich und sind mit

herkömmlichen Portionen nicht immer vergleichbar.

Womit wir bei einem anderen Thema

wären: Sport! Gym gibt’s in fast allen schwulen

Ressorts. Interessanter sind aber beispielsweise

schwulenfreundliche Tages-Velo-Touren in

den Cañons des Südens. Free Motion ist einer

der führenden Anbieter auf Gran Canaria. Geschäftsführerin

Sandra Mäser: «Wir bieten alles

rund um den Radsport, Bike-, und Mountaintbiketouren,

aber auch professionelle Rennradtouren.

Daneben gibt es auch E-Bike-Touren und

Radwandern. Da bringen wir die Leute dann auf

die Berge, es gibt viele Stopps mit Essen, Picknick,

Tapas.»

Zumba -Aerobic

Der Gay-Aktivitäten-Tisch ist auf Gran Canaria

reichlich gedeckt. Der allerletzte Schrei ist jedoch

Zumba. Zumba? Ist das etwa ein neuer geschüttelter

Cocktail? Mitnichten. «Es ist eine Mischung

aus Aerobic und lateinamerikanischen

Rhythmen. Zumba ist nicht nur Sport, sondern

eine wahre Fiesta», sagt Carina Fritzmann, eine

46


CRUISER Edition Sommer 2013

Reisen

der Zumba-Trainerinnen. Ganz wesentlich zum

Erfolg von Zumba auf Gran Canaria und anderswo

trägt vor allem der Nebeneffekt der Gewichtsabnahme

bei. Carina: «Mit Zumba purzeln

die Fettpölsterchen im Nu». Mindestens

zwei Mal täglich finden die Zumba-Kurse im

TT Fitness in Maspalomas statt, und eine 10er-

Karte bekommt man schon ab 100 Franken. Ein

Schnäppchen, bedenkt man, dass das ganze Programm

auch im Swimmingpool (Aqua Zumba)

in Playa del Ingles, in der Nähe des C.C. Jumbo

Center, direkt am Strand, einmal die Woche zusätzlich

angeboten wird.

Die Dünen von Maspalomas – Cruising-Area unter freiem Himmel © Matt Jones

Schwules Nightlife mit leichten Abstrichen

Schwules Nightlife findet nach eigener Erfahrung

vorzugsweise in den schwulen Ressorts

selbst statt oder, neben dem C.C. Jumbo Center,

auf speziellen Events. Geöffnet werden die Diskotheken

in der Regel weit nach Mitternacht.

Ein absoluter Geheimtipp sind jedoch die neuen

und alten Locations in Las Palmas bei Santa

Catalina, Clubs und Discos wie das Kings, Desseo

oder La Envidia After Lounge. Im Gegensatz

Gerade im Sommer ist es auch leichter, gesund

zu essen. Man hat eigentlich keine Lust auf fettige

Dinge wie Pommes, Pizza oder Burger. Worauf

man jetzt viel eher Laune hat, sind knackige

Salate, köstliche Klassiker auf dem Grill und

fruchtige Desserts. Beim Grillen braucht es kein

Fett, Marinaden lassen sich man ganz ohne Öl

herstellen. Salate werden mit einem leichten

Joghurtdressing angemacht oder mit der untenzu

Maspalomas ist Las Palmas längst nicht so

touristisch überlaufen – um nicht zu sagen,

geflutet. «Zur Karnevalszeit ab 11. November

ist Gran Canaria wie eine zweite Gay Pride. Du

hast gefühlte 90 Prozent Schwule auf der Insel,

und sie ist einfach voll», sagt Sebastian Starke

aus Basel. Ganz klar ein Muss für den eingefleischten

Gran-Canaria-Liebhaber aus Passion.

Sein weiterer Tipp: «Genau wie für die offizielle

Pride im Mai solltest du aber schon Monate im

Voraus buchen. Sonst ist alles dicht.» Wer sich

grundsätzlich nicht auf Experimente einlassen

möchte und auf eigene Immobilien setzt, der

findet auf Gran Canaria definitiv, was er sucht

– jenseits von Schweizer Fantasiepreisen wie in

Zürich und Umgebung. Besonders schwulenfreundlich

sind die Immobilienmakler von KSR

Gran Canaria und Engel&Völkers.

«Speck weg»-Abnehmkurse

Auch für schwule Moppelchen mit feudalen

Essgewohnheiten ist Gran Canaria ein guter

Ort. Tobias Greb veranstaltet spezielle Abnehmkurse,

bestehend aus Sport und Ernährung.

«Schlechte Essgewohnheiten und kaum Sport

sind ein Problem für viele Schwule rund um

den Erdball. Bei mir werden die Leute in familiärer

Atmosphäre im Gästehaus untergebracht

und erhalten ein auf sie abgestimmtes Trainigsprogramm,

bestehend aus Fitness, Zumba, Workout,

Flexi-Bar und und und. Dazu gibt es in

meiner eigenen Kochschule Ernährungskurse

mit gemeinsamem Kochen.» Neben Gruppenkursen

bietet er auch Personal Trainings (900

Franken für das Zwei-Wochen-Programm mit

täglichen Sessions) an. «Bis zu fünf Kilogramm

kann man durchschnittlich in einer Woche

abnehmen. Der Rekord war in zwei Wochen 16

Kilogramm.» Nun, die Autorin hat sich für die

umgekehrte Variante entschieden und drei Kilogramm

zugenommen – allerdings ganz ohne

Sport, dafür aber mit viel Spass und Schnorchel

im Mund.

Spannende Tipps und Adressen zum

Sommer-Dossier sind auf unserer Webseite

www.cr-magazin.ch in der Rubrik «Life Style»

zu finden!

Koch dich fit mit

Tobias Greb

Sommerleichte Küche

stehenden Tobias-Greb-Salatsauce. Was man im

Sommer jedoch auf keinen Fall vergessen sollte,

ist genug zu trinken. Im Sommer sind bis zu

drei Liter täglich angesagt, dabei vor allem Wasser

und Tee. Leichte Saftschorlen auch ein Bier

oder ein Glas Wein sind ebenfalls zu empfehlen.

Die fettfreie Tobias-Greb-Salatsauce

Pro Portion :47 kcal / 0 g Fett/ 3 g E / 8 g KH

Zutaten für zwei Portionen:

1 Zwiebel, rot

1 - 2 TL Speisestärke

250 ml Geflügelfond (aus dem Glas)

4 EL Essig

Salz, Pfeffer, 1TL Zucker

je 1/2 Bd. Dill und Schnittlauch

je 2 Stiele Estragon und Kerbel

Kresse nach Belieben

Zwiebel schälen und fein Würfeln. Fond zum

Kochen bringen. Speisestärke in etwas kaltem

Wasser anrühren. Zwiebeln in den Fond geben,

kurz aufkochen mit Speisestärke binden. Erkalten

lassen.

Essig und Gewürze zugeben. Kräuter waschen,

fein hacken, zufügen. Kresse vom Beet schneiden,

beigeben und verrühren. Sollte die Sauce

zu dick geworden sein, nochmals mit etwas

Fond verdünnen.

47


Gesundheit CRUISER Edition Sommer 2013

Sex mit einem älteren Mann!

Hallo Dr. Gay

Ich bin seit 3 Jahren in einer Beziehung mit einem etwas älteren Mann.

Seit einiger Zeit läuft es bei uns im Bett nicht mehr richtig gut. Er sagt,

dies sei normal, es habe nichts mit mir zu tun. Nach ein paar Monaten

kam dann von seiner Seite der Vorschlag, eine offene Beziehung zu führen.

Für mich kommt aber eine offene Beziehung eher nicht in Frage. Was

soll ich jetzt tun?

Gruss, Andreas, 23

Hallo Andreas

Es ist normal, dass in einer Beziehung nach einiger Zeit die sexuelle Lust

auf den Partner nachlassen kann. Andere Qualitäten wie Vertrautheit oder

Geborgenheit nehmen dafür zu. Das hat weder etwas mit dir oder deinem

Freund noch mit dem Altersunterschied zu tun. Eine offene Beziehung

ist eine mögliche Variante, dem entgegenzuwirken. Auch andere Erweiterungen

des sexuellen Horizonts wie zum Beispiel ein Dreier oder Gruppensex

können helfen. Wenn das für dich nicht in Frage kommt, liegt es

an euch, euer Sexleben spannender zu gestalten. Redet darüber, was euch

anmacht, was ihr gerne miteinander ausprobieren wollt, und seid dabei

offen und experimentierfreudig. Sei dir aber bewusst, dass eine Beziehung

auch immer Kompromisse mit sich bringt. Ihr trefft euch sozusagen in

der Mitte. Das Wichtigste dabei ist, dass ihr euch eure Bedürfnisse offen

und ehrlich mitteilt und zusammen nach einem Weg sucht, der für beide

stimmt. Wenn ihr sexuelle Inspiration braucht, werdet ihr im Sex-Wiki

der Gay-Box unter www.gay-box.ch vielleicht fündig.

Alles Gute, Dr. Gay

Dürfen Schwule Blut

spenden?

Hallo Dr. Gay

Vor 2 Jahren war ich mal Blutspenden, was man ja eigentlich als Homosexueller

nicht darf. Ich weiss nicht, warum mich das erst jetzt bedrückt und

warum ich überhaupt zur Spende gegangen bin. Jedenfalls habe ich ein

schlechtes Gewissen. Die Blutspenden werden doch auf allfällige Krankheitserreger

geprüft, oder? Bis heute hatte ich erst zwei Beziehungen

und erst einmal einen (geschützten) One-Night-Stand. Vor Kurzem habe

ich meinen zweiten HIV-Test machen lassen, er war zum Glück negativ.

Ich hoffe Du kannst mir einen Rat geben und bedanke mich schon mal

im Voraus.

Gruss, René, 21

Hallo René

Wie du richtig schreibst, ist es Schwulen in der Schweiz nach wie vor nicht

erlaubt ist, Blut zu spenden. Die Blutproben werden aber trotzdem getestet,

denn dem HI-Virus und anderen Erregern ist die sexuelle Orientierung

egal. Gemäss deinen Schilderungen hast du vor kurzem einen HIV-Test

machen lassen, Resultat negativ. Es besteht also kein Grund, weiterhin ein

schlechtes Gewissen wegen deiner Blutspende von vor 2 Jahren zu haben.

Grundsätzlich ist es empfehlenswert, den Fragebogen wahrheitsgetreu

auszufüllen. Dies bedeutet aber dann, dass du als schwuler Mann auf das

Blutspenden verzichten musst.

Eine Dienstleistung der Aids-Hilfe Schweiz

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48


CRUISER Edition Sommer 2013

Gesundheit

Pia

Das halbleere

Glas

Ist dein Glas öfter halb leer als halb voll – aber

nicht weil du ein Defizit-orientierter Pessimist

bis, sondern weil du es tatsächlich schon fast wieder

ausgetrunken hast? Kennst du diese Momente,

wo du dir sicher bist, dass du besser saufen und

schneller rauchen kannst als Serge Gainsbourg?

Sieht es in deiner Küche aus wie bei den Binz-Aktivisten

oder hast du die Polenta von vorgestern

schon entsorgt? Draussen scheint die Sonne, alle

sind am See, nur du bist vor dem Fernseh? Gemütsfinsternis

mitten im geilen Sommer! Wenn

einem im Winter der Bürzel auf Grundeis geht,

dann gehört das schon fast zur mitteleuropäischen

Standardbefindlichkeit. Aber dann wird

es rundherum Frühling und Sommer, nur bei

dir hängt die Zimmerdecke immer noch jeden

Morgen einen Meter tiefer und aus dem Badezimmerspiegel

sieht dir nicht das frohe Leben

entgegen sondern etwas, das aussieht wie ein

zugekiffter Maulwurf. Der altbekannte Arsch,

den du schon lange satt hast. Wäre es einfacher

auszuhalten, wenn du wüsstest, dass hundert andere

Männer in dieser Stadt in dem Moment mit

den gleichen Gefühlen vor dem Spiegel stehen?

Vermutlich nicht, denn ich in diesen Momenten

geht die Welt genau bis zur Wohnungstür, der

Rest ist egal. Das mäandern durch emotionale

Talsohlen ist nicht nur unendlich anstrengend

je länger es andauert, es ist zuweilen auch gefährlich.

Der Griff zum Drink, um sich die Mütze

wegzubrennen, zur entspannenden Zigarette, zu

Drogen und wahllosem riskantem Sex ist genau

die willkommene Selbstzerstörung, welche die

Finsternis im Herz betäubt und gleichzeitig noch

finsterer macht. Man gibt sich nachts die Kante,

als gäbe es kein Morgen, aber bereits am nächsten

Tag muss der fucking Prince of Darkness

leider wieder ins Tram höckeln und zur Arbeit

fahren. Und dort sind immer noch dieselben Pendenzenberge

und der Termindruck, der einen

zur Verzweiflung und zum nächsten Gedanken

an eine Linie Koks zum Znüni treibt.

Sich in diesem Zustand jemandem mitzuteilen

ist aus verschiedenen Gründen schwierig: Der

Stress ist eh schon zu gross, nach der Arbeit will

man sich nur noch verkriechen oder ablenken.

Keine Lust, mit einem psychologischen Liiribänz

Befindlichkeiten zu erörtern, Angst vor

dem letzten Kontrollverlust, nämlich dem, vor

einer anderen Person die Fassung zu verlieren

und im schlimmsten Fall angesichts der Misere

noch zu heulen wie ein Dschungelcamp-

Teilnehmer. Kein Highlight für den Selbstwert.

Hört, Männer, bevor ihr euch noch einen Sommer

eures Lebens stehlen lasst: Queer-Talk bietet

euch eine Chance, endlich die Bremse zu ziehen

und das Schiff wieder auf einen lustvollen und

lebenswerten Kurs zu bringen. Unser Liiribänz

ist zwar auch Psychologe, aber er kennt sich mit

schwulem Leben aus und er kann euch helfen,

das Chaos zu sortieren. Auf www.checkpoint.

ch findet ihr seine Handynummer unter Queer-

Talk. Ein erstes Gespräch dauert 50 Minuten und

dient dazu, sich kennenzulernen und eine erste

Auslegeordnung zu machen. Seid es euch verdammtnochmal

wert, denn schwules Leben hat

so viel mehr zu bieten, als dieses sinnlose Einzelkämpfertum

und den Moment vor dem Badezimmerspiegel.

Nehmt euch ein Herz – wir

haben Zeit, und uns ist keine noch so gäche Geschichte

fremd.

In diesem Sinne wünsche ich euch, dass ihr diesen

Sommer zu eurem Sommer macht!

Eure Pia

Eine Kolumne der Zürcher Aids-Hilfe

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49


Agenda CRUISER Edition Sommer 2013

SA 29. Juni

Basel

23.00 Cream – The queer Summer Party:

DJs Taylor Cruz & Mary (House & Electro

House) im Unionssaal im Volkshaus Basel,

Rebgasse 12

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

U30-Sauna Party

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Cruising

unlimited

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Boyahkasha!

Black Label. Rihanna-After-Party. Vinyl

wird aufgelegt. DJs Louis de Fumer, Raffiness

& Zör Gollin

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-

Anlass Piss-off. Bierpass 3 für 2

23.00 Magnusbar Magnusstr. 29 Disco-Party

SO 30. Juni

Thurgau

15.00 GO! GayOstschweiz!: Grill-Plausch im Zelt

beim GO! Lokal, Frauenfelderstr. 100, 9548

Matzingen. Silvolles Ambiente an weiss

gedeckter Tafel. Anmeldung unter anmeldung@go-club.ch

oder 052 366 00 17

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Partnerday. Dick & Dünn-Party

21.00 Cube@Club Bellevue: Rämistrasse 6 /

Freieckgasse. Gay-Sonntag. Juli Sommerpause

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 80s-Party

Juli 2013

MI 03. Juli

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Naked (Mask) Party. Masken können für

Fr. 5.– gemietet werden

20.00 Heldenbar@Provitreff:

Sihlquai 240 DJ Alex Brand

21.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Underwear

(obligatorisch / naked freiwillig)

DO 04. Juli

Zürich

19.00 Bi-Treffpunkt: offener Treff für bisexuelle

Männer und Frauen 19h Treff im Café Rathaus,

Limmatquai 61 zum Apéro, dann ab

20.15h im HAZ-Centro, Sihlquai 67 zu geleiteten

Gesprächen zum Thema Bi-Sexualität

und Polyamory

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Mega Darkroom

20.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,

Schlieren. Mega Nackt-Party

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 80s-Party

FR 05. Juli

Zürich

17.00 Spray – Gay Village züri Fäscht 2013:

Ab 17h DJ Magic Magnus, ab 19h Nina

Queer, ab 21h Juiceppe. Feuerwerk 22.30h.

Ab 23.30h Alexio & ab 02h Jordi Lights. Hafendamm

Enge, Nähe Seerestaurant Quai67.

Infos www.purespray.ch

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Grosser Stutenmarkt

20.00 Gay Bikers zürich: Höck in Wetzikon.

Genaue Infos über www.gaybikers.ch

21.00 Lollipop Party: am Züri Fäscht Pernod Ricard

Party Bridge mit grossem Festzelt auf

der Rathaus-/Gemüsebrücke. Freier Eintritt.

Infos www.lollipopparty.ch

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren Bad boyz

Friday

22.00 Offstream – The alternative Gay Party:

Diverse Resident DJs mit Indie- und Elektro

Highlights. In der Pfingstweide, Pfingstweidstrasse

12. Infos www.offstream.ch

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter

Dresscode sportsLAB. Sportswear only!

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Süss war

gestern. DJ Polabdul

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 House-Party

SA 06. Juli

Thurgau

19.30 HOT: Spezialanlass im HOT, Wilerstrasse 5,

9545 Wängi Kulinarische Reise gen Süden.

Bar ab 18h, Essen um 19h. Fr. 35.- mit Mitglieder

(HOT, WILSCH & Queerdom), Gäste

Fr. 42.–. Anmeldung über anmeldung@

hot-tg.ch

Zürich

07.20 HAz Outdoor: Wanderung durch eine

Schlucht auf den Chasseral und durch die 2.

Schlucht an den Bielersee. Zürich ab 07.30h,

Biel an 08.45h, ab 08.50h, Villeret an 09.25h.

Anmeldung & Infos@access.uzh.ch

08.00 Gay Bikers zürich: Tourweekend an den

Genfersee. Genaue Infos über www.gaybikers.ch

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CRUISER Edition Sommer 2013

Kapitel Titel

10.00 Spray - Gay Village züri Fäscht 2013:

Ab 17h DJ Magic Magnus, ab 19h Nina Queer, ab 21h Alexio. Feuerwerk

22.30h. Ab 23.30h Alexio & ab 02h Antoine909. Host Donna Tella. Hafendamm

Enge, Nähe Seerestaurant Quai67. Infos www.purespray.ch

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen. Bären Sex Party mit Carlo

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Cum, cruise & enjoy

22.00 Tanzleila@Exil: Hardstrasse 245. Die Frauenparty! Sommer Special diesmal am

Samstag. Ab 22h DJ Miss Brownsugar (Urban Groove), ab 24h DJane Sabaka (Elektronische

Tanzmusik), ab 02h DJane La Duracelle (Elektronische Herzmusik)

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Klubnacht - Zürifäscht! DJs Zaine Sascha

Fierce & Zör Gollin

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Cruisen

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-Anlass Motorbiker, Leather & Rubber

SO 07. Juli

Meisterschwanden

10.15 Aargay Brunch-Welle: Mit dem Brunchschiff «MS Seerose» auf dem

Hallwilersee. Besammlung 10.15h Schiffsteg Seerose beim Hotel Seerose,

Meisterschwanden. 10.30h Abfahrt, Rückkehr um 13.30h. Fr. 40.- für

Aargay-Mitglieder, Gäste Fr. 60.- für Extraschiff und Brunch. Auskunft

unter 056 667 35 74 (Mani, Telefonbeantworter)

Zürich

10.00 Spray – Gay Village züri Fäscht 2013: Mit Petra und der Tip Top Bar. Ab

17h DJ Wollana. Hafendamm Enge, Nähe Seerestaurant Quai67.

Infos www.purespray.ch

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen. Old & Young

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Schlagerparty

DI 09. Juli

Zürich

19.00 Spot25: Jugendgruppe Zürich Treff im HAZ-Centro, Sihlquai 67, 8005

Zürich. Infos über mail@tank-schtell.ch

MI 10. Juli

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen. Bukkake Party

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240 DJs La Venexiana & Aura Trauma.

Electro, dancebeat, Italian stuff

21.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Naked (obligatorisch)

DO 11. Juli

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen. Mega Darkroom

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Worker-Party

FR 12. Juli

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen. Fucking Sklavenmarkt

19.30 HAz-Centro: Sihlquai 67. Freitags-Centro mit speziellem kulinarischem

Angebot präsentiert von Stefan, Marco & Dänu

20.00 LMz – der Schwule Schweizer Motorradclub: Stamm im Restaurant

Moléson, Grüngasse 7, 8004 Zürich

20.00 gay: my way: - Schwule Männer im Coming-out Treff im HAZ-Centro,

Sihlquai 67. Coming-out Gespräche in Kleingruppen

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren Trance_Sexxion

23.00 Kunt Vol. 2: DJ Monsieur Le Boy. Performance. Amboss Rampe, Zollstr. 80.

Mit affengeilem Outfit reduzierter Eintritt für Fr. 10.–

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter Dresscode Full Fetish

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Scream & Shout. DJ Louis de Fumer

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Cruisen

23.00 Paradise: Garage@Supermarket Gay & Lesbian Party. DJs Peeza, Angel O &

Ajaxx. Supermarket, Geroldstr. 17.

SA 13. Juli

Thurgau

10.00 GO! GayOstschweiz!: hat ein Zelt mit Essen und Getränken auf dem Bärenplatz

in Kreuzlingen anlässlich des CSD am See Konstanz - Kreuzlingen.

Um 12h ist Abmarsch mit dem Umzug nach Konstanz

Open daily from 11.30am to 11pm

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51


Agenda CRUISER Edition Sommer 2013

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Schaumparty mit Dampfbad

21.00 come together: Lesbian & Gay Party 30+.

DJane Jasmin. Marquee Club, Weinbergstrasse

68 (Tram 7 & 15, N6, Sonneggstrasse).

Infos www.party4lesandgay.ch

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Sneakerboyz

/ Sportsgear

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 80s-Party

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Gravity.

DJ José Parra

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-

Anlass Sneakerboyz & Sportsgear only

SO 14. Juli

Thurgau

15.00 GO! GayOstschweiz!: Minigolfspielen in

der Anlage Rüegerholz in Frauenfeld (nur

bei schönem Wetter). Anschliessend um ca.

18h Nachtessen im GO! Lokal in Matzingen.

Fr. 22.– (Mitglieder), Gäste Fr. 27.–. Anmeldung

Minigolf oder nur Essen bis 12.7. an

anmeldung@go-club.ch

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

U45 (35-45)

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Disco-Party

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DI 16. Juli

Aarau

20.00 Aarglos Lesbengruppe: Treff Ab 19h

Baden und Bräteln am Hallwilersee.

Treffpunkt: Parkplatz beim Brestenberg,

Seengen. Anmeldung bis 9.7. bei pkamer@

hotmail.com

MI 17. Juli

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Mask-Party naked

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240 DJ

Discotecàrio Doca. Tropicana, Boogaloo, Psychobilly,

Twisty, Surf Music, Rock Garage etc.

21.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Underwear

(obligatorisch) / naked (freiwillig)

DO 18. Juli

Zürich

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 House-Party

FR 19. Juli

Basel

22.00 Escargot Deep & Techhouse: by DJs

Mickey Morris, Suddenly Neighbours feat.

Clincker. Kuppel, Binningerstr. 14

Luzern

22.00 Frigay Night: happy sound for happy people@The

Loft Haldenstr. 21 DJs Whiteside &

C-Side. MC Stephen Davis

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

FF & Stutenmarkt

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren Cum,

cruise & enjoy

22.00 Lollipop Party: auf 4 Ebenen! Lollipop

Floor: Schlager, Schweizerhits, Mallorca,

Klassiker & Canzoni; Wannabe Floor:

80er/90er Party Hits; Après Suisse Floor:

Die grössten Pistenheuler und Hitparaden

Knaller. Plus Karaoke Lounge. X-Tra, Limmatstr.

118. Infos www.lollipopparty.ch

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter

Dresscode Underwear, Jocks, naked

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 80s-Party

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Cityboy.

DJs svenskj & Senefelder

SA 20. Juli

Aarau

17.00 Aarglos: Lesbengruppe Griechisch Essen

in Laufenburg (Deutschland). Details folgen

nach Anmeldung

bis 6.7. bei karin.wehrli@post.ch

Zürich

08.00 LMz - der Schwule Schweizer Motorradclub:

Tourweekend Lac Léman.

Infos www.lmz.ch

Am Ende sind wir für

Sie da – Dank Ihrer Spende!

Zürcher Lighthouse / www.hospiz.ch

Kompetenzzentrum Palliative Care

52


CRUISER Edition Sommer 2013

Agenda

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Oral Orgie

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Cruising

unlimited

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Hell on Heels.

DJs Charlet Crackhouse & Zör Gollin

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-

Anlass X-treme Leather & Rubber

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Trance-Party

SO 21. Juli

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen. 60+

20.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,

Schlieren. sportsCODE. Sportswear only!

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Cruisen

MI 24. Juli

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Bukkake Mask Party

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240 Live:

Violent Vickie - multi-media electro-punk

Band aus San Francisco. Riot Grrrl and

electronic music

21.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Naked

(obligatorisch)

DO 25. Juli

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Mega Darkroom

19.30 z&h Schwule Studis an Uni & ETH: Grillieren

im Irchelpark. Genaue Infos unter

www.zundh.uzh.ch oder fb.com/zundh

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Cruisen

FR 26. Juli

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

GangBang & Stutenmarkt

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren Cum, cruise &

enjoy

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter

Dresscode Open sector, no dresscode

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Sportswear &

Sneakers

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Rockit.

DJ Wheel

SA 27. Juli

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

U30-Sauna

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Workers in

gear, Worker party. Bierpass 3 für 2

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Dudecute!

DJ Merte Rox

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Disco-Party

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-

Anlass Workers in gear. Worker, Bauern,

Army only (Yellow). Bierpass 3 für 2

SO 28. Juli

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

XXL Freunde

21.00 Cube@Club: Bellevue Rämistrasse 6 /

Freieckgasse. Gay-Sonntag.

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 80s-Party

MI 31. Juli

Lausanne

22.00 Jungle – Mousse, the ultra hot gay

Foam Party: Mousse Floor: DJs Marco Da

Silva & Antoine909. JetLeg Floor: DJs Juiceppe

& Nicodisco. Bedroom Floor: She DJ Yazz.

Ersatzkleidung mitnehmen. MAD, rue de

Genève 23. Infos www.gay-party.com

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Bukkake Party

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240 DJ

Polabdul

21.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Underwear

(obligatorisch) / naked (freiwillig)

21.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren. National Gay

Cruising. Sector c; Open sector, no dresscode

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Tell. Die Party

zum 1. August. DJ siehe www.heavenclub.ch

August 2013

DO 01. August

Thurgau

11.00 GO!: GayOstschweiz! 1. August-Brunch

im Zelt vor GO! Lokal, Frauenfelderstr.

100, Matzingen. Reichhaltiges Buffet inkl.

Butter Rösti etc. Fr. 26.–, Gäste Fr. 31.–. Anmeldung

bis 29.7. an anmeldung@go-club.

ch oder 052 366 00 17. Am Abend bleibt das

Lokal dafür geschlossen!

Zürich

08.00 HAZ Outdoor: Langes Bergwanderwochenende

bis 3.8. im Vorarlberg (Österreich).

Infos & Anmeldung www.haz.ch/outdoor/

aktuell

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Mega Darkroom

19.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren.

Cruise+explore National Gay Cruising

19.00 Bi-Treffpunkt: offener Treff für bisexuelle

Männer und Frauen 19h Treff im Café Rathaus,

Limmatquai 61 zum Apéro, dann ab

20.15h im HAZ-Centro, Sihlquai 67 zu geleiteten

Gesprächen zum Thema Bi-Sexualität

und Polyamory

FR 02. August

Zürich

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren Bad boyz

Friday

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Süss war

gestern. DJ Polabdul

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter

Dresscode sportsLAB. Sportswear only!

SA 03. August

Zürich

19.00 Lollipop Party Summer Edition: auf Terrasse

und in Hotel Uto Kulm. Ab 19h Start

auf der Terrasse des Uto Kulm mit DJs Rolly

& Wollana. 20.15h Showtime mit Linda Fäh

und Stargast Olaf Henning. 22h Türöffnung

zur Lollipop Afterparty im Hotel Uto

Kulm. DJs Rolly & Wollana. Ab 23h zweiter

Dancefloor mit DJ Adrinardi. Vorverkauf

Fr. 38.– / Abendkasse Fr. 40.–. Zusätzlich

mit Barbecue (ab 18h) Fr. 99.–. Nur Party ab

22h Vorverkauf & Abendkasse Fr. 25.–. Infos

www.lollipopparty.ch

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Bären Sex Party

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Cruising

unlimited

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-

Anlass Erection. Full fetish

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Klubnacht mit

Phil Romano. DJs Phil Romano & José Parra

SO 04. August

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Old & Young

MI 07. August

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Mask-Party naked

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240 DJ

Sauvage

DO 08. August

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Mega Darkroom

19.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren.

Cruise+explore Zudem ab 20h im Sector c:

Mega Nackt-Party

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Parade to

Heaven – Street Parade Warm-up. DJ Franco

FR 09. August

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Fucking Sklavenmarkt

19.30 Gay Bikers Zürich: Höck. Genaue Infos

www.gaybikers.ch

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren Pre-Parade

warm-up

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Scream &

Shout. DJ Louis de Fumer

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter

Dresscode Open sector – heute kein Dresscode

SA 10. August

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Armband (FKK) Party

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Rage

Cruising Planet

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-

Anlass Planet fetish & Sportswear only!

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Summer

Break. DJs Miss Delcious & Kelly Heelton

(live) & Zör Gollin. Heute schon ab 16 Jahre

SO 11. August

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

U45 (35-45)

20.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,

Schlieren. sportsCODE - Sportswear only!

MI 14. August

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Bukkake Party

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240 Hopfen

und Malz. DJs Mode zart & Elektroniker

53


Agenda CRUISER Edition Sommer 2013

DO 15. August

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Mega Darkroom

FR 16. August

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen. FF

& Stutenmarkt

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren Cruising4men

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Behave. DJs

Trinidad & Mik Maroo

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter

Dresscode Friday naked

SA 17. August

Basel

22.00 Gameboys Summer Edition: DJs Mickey

Morris, Suddenly Neighbours & Surprise

act. Kuppel, Binningerstr. 14

Zürich

08.00 HAZ Outdoor: 2-tägige Bergwanderung

Fellilücke/Fellihorn. Infos & Anmeldung

www.haz.ch/outdoor/aktuell

09.00 Gay Bikers Zürich: GLME-Sommercamp

bis 24.8. in Aberystwyth in Wales (UK).

Genaue Infos www.gaybikers.ch

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Sling Orgie

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Cruising

unlimited

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-

Anlass Motorbiker, Leather & Rubber

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Gravity. DJ

José Parra

SO 18. August

Ganze Schweiz

09.50 Les lacets roses: Höhen-Gratwanderung

Bannalp-Brunni – Engelberg. Treffpunkt

um 09.50h in Oberrickenbach Talstation

Bannalp. Infos lacetsroses.schweiz@yahoo.

de oder Tel. 079 756 60 59 (Kurt)

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen. 60+

DI 20. August

Aarau

20.00 Aarglos Lesbengruppe: Treff Abendspaziergang

mit Apéro.

Details folgen nach Anmeldung bis 6.8. bei

pkamer@hotmail.com

MI 21. August

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Mask-Party naked

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240

Liveband. Olden Days Nowadays. Songs

aus guten alten geZeiten und zeitgemässe

Popsongs. Konzert um 21.30h.

Vor und nachher DJ

DO 22. August

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Mega Darkroom

FR 23. August

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

GangBang & Stutenmarkt

22.00 Lollipop Party: Party auf 4 Ebenen.

Lollipop Floor: Schlager, Schweizerhits,

Mallorca, Klassiker & Canzoni mit DJs Rolly

& Wollana; Wannabe Floor: 80er/90er Party

Hits mit DJs Adrinardi & Timon; Après

Suisse Floor: Die grössten Pistenheuler und

Hitparaden Knaller mit DJ Schneekönig,

Badi & Freunde. Plus Karaoke Lounge. X-Tra,

Limmatstr. 118. Infos www.lollipopparty.ch

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren Cruising

unlimited

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Lesbeaus – L-

Beach Special. Gay & Lesbians-Party. She DJ

Strumberg

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter

Dresscode Worker, Army. Bierpass 3 für 2

SA 24. August

Thurgau

14.00 HOT SUP: (StandUpPaddling) & Grillieren

in Mannenbach – Salenstein. Helvetia-SUP

stellt diverse Boards und Paddel zur Verfügung.

Roman Walther steht als Fachperson

zur mit Rat und Tat bereit. Mitbringen Ba-

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54


CRUISER Edition Sommer 2013

detuch, Badehose / -shorts, wärmere Kleider

für den Abend, Grillgut. Preis inkl. Brot,

diverse Salate, alkoholfreie Getränke und

Platzmiete Fr. 30.–. Anmeldung bis 20.8. an

anmeldung@hot-tg.ch

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

U30-Sauna

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Freistoss!

Spots & Sneaks

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-

Anlass Freistoss! Sports & Sneaks only!

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Dudecute! DJ

Franz Core

SO 25. August

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

XXL Freunde

21.00 Cube@Club Bellevue: Rämistrasse 6 /

Freieckgasse. Gay-Sonntag.

MI 28. August

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Bukkake Mask Party

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240 DJs

Raw Shan & Sky Captain

Agenda

DO 29. August

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Mega Darkroom

FR 30. August

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen. Big

Stutenmarkt

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren Sexy Bitch

cruising

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Electric

Heaven. DJs König Balthasar & Schwebekastenjunge

sowie DJ Marco De Rosa

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter

Dresscode Underwear, Jocks, naked

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Schlager, Männer, Drinks und heisse Schaben, gibt’s tip top am Seilergraben.

P E T R A

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tip

top

bar

Dienstags bis s amstags ab 17 uhr

s eilergraben 13 8001 Zürich www.tip-top-bar.ch

Impressum

Herausgeber und Verleger: AfM-Publikationen, Martin Ender

Redaktion und Verlagsadresse: AfM-Publikationen, Martin Ender, Mühlebachstrasse 174, Postfach, 8034 Zürich, Tel. 044 388 41 54, Fax 044 388 41 56, info@cruiser.ch

Infos für die Agenda: agenda@cruiser.ch

Infos an die Redaktion: redaktion@cruiser.ch

Redaktionelle Mitarbeit: Martin Ender (Chefredaktor), Daniel Diriwächter (Stv. Chefredaktor), Lola Sara Arnold-Korf, Thomas Borgmann, Charly Büchi,

Branko B. Gabriel, René Gerber, Oliver Hölcke, Hanspeter Künzler, Michael Lenz, Alex Rudolf

Fotograf: Stefan Büchi, talk@stefanbuechi.ch

Grafik / Layout: Deny Fousek, Bertastrasse 1, 8003 Zürich Litho: Beni Roffler, Letzigraben 114a, 8047 Zürich

Inserate: AfM-Publikationen, Martin Ender, Postfach, 8034 Zürich, Tel. 044 388 41 54, Fax 044 388 41 56, anzeigen@cruiser.ch

Druck: Neue Luzerner Zeitung AG, Auflage: 15 000 Exemplare, 10 Ausgaben jährlich

55


THE ULTRA HOT GAY FOAM PARTY

MITTWOCH 31. JULI ab 22:00

(Vorabend des Nationalfeiertags)

MAD>LAUSANNE

MARCO DA SILVA>Los Angeles

(Circuit, *69, We Party)

ANTOINE909>London

(Jungle, Circuit Festival)

JUICEPPE>Zürich

(Jack, Aviator, Cube)

NICODISCO>Genf

(360°, La Parfumerie)

SHE-DJ YAZZ>Genf

(Nikky’s club, Dialogai)

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floors will be opened all night long

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© photo: Carlos Arias

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