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Mit leichtem Gepäck reisen – Psalm 23 Teil 2 - FEG Visp

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<strong>Mit</strong> <strong>leichtem</strong> Gepäck <strong>reisen</strong> – <strong>Psalm</strong> <strong>23</strong> <strong>Teil</strong> 2<br />

Gliederung<br />

I. Über die falschen Gottesbilder, die wir mitunter haben…<br />

II. Über den JAHWE-Gott der Bibel…<br />

III. Über die Notwendigkeit, diesen JAHWE-Gott auf unserer Seite zu<br />

haben…<br />

Einleitung<br />

Herzlich willkommen zum 2. Gottesdienst (Titelfolie) in unserer Gottesdienst-<br />

Serie über <strong>Psalm</strong> <strong>23</strong> unter dem Titel "<strong>Mit</strong> <strong>leichtem</strong> Gepäck <strong>reisen</strong>". Wir haben<br />

ja letztes Mal gesehen, dass wir oft mit schwerem Gepäck unterwegs sind.<br />

<strong>Mit</strong>unter tragen wir Lasten mit uns herum, und viele dieser Lasten sind zu<br />

schwer, als dass wir sie tragen könnten: Schuld. Angst. Sorgen. Und David,<br />

der grosse König des Alten Testaments, weiss aus seinem eigenen Erleben,<br />

wie schwierig es ist, mit solchen Lasten unterwegs zu sein. Viele dieser<br />

Lasten, mit denen wir uns beladen durchs Leben schleppen, beschreibt<br />

David in Ps <strong>23</strong>. Und die erste dieser Lasten wollen wir heute anschauen.<br />

Ich kann mich erinnern, wie ich als kleiner Junge ein Eichhörnchen hatte. Es<br />

war wunderschön. Der Schwanz war weich wie Seide, die Ohren spitz und<br />

oben mit solchen Wuscheln, und zwischen den Pfoten hielt es eine Nuss.<br />

Und oft genug musste ich nur die Hände ausstrecke, um es berühren und<br />

streicheln zu können. Aber meistens tat ich das nicht. Und nicht etwa aus<br />

Angst: Das Ding war ein Stofftier. Täuschend echt nachgemacht, aber: Ein<br />

Stofftier. Als ich es zum ersten Mal bekommen habe, habe ich es auf einem<br />

meiner Schränke ausgestellt und bewundert. Von Menschen gemachte<br />

Eichhörnchen sind herzig, aber mit der Zeit gewöhnt man sich an sie.<br />

David ist wichtig, dass wir nicht den gleichen Fehler mit Gott machen. Davids<br />

Feder hat den Papyrus noch kaum berührt, auf den er Ps <strong>23</strong> schreibt, als er<br />

uns schon davor warnt, uns unseren eigenen Gott zu machen. <strong>Mit</strong> den ersten<br />

Worten in Ps <strong>23</strong> fängt David an, uns von der "Last eines unbedeutenden<br />

Gottes" zu befreien.<br />

Denn seht Ihr: Eigentlich geht es David in Ps <strong>23</strong> um nichts anderes. Obwohl<br />

er von den grünen Auen schreibt, zu denen ihn Gott führt, ist sein Thema in<br />

Ps <strong>23</strong> nicht "Ruhe". Obwohl er über das "finstere Todestal" schreibt, ist sein<br />

Thema nicht "Sterben". Obwohl er schreibt, dass er im Haus des Herrn<br />

bleiben wird für immer, ist sein Hauptthema nicht der Himmel. Warum hat<br />

© Diese Predigt ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ausserhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist<br />

ohne Zustimmung des Copyright-Inhabers unzulässig. Das gilt insbesondere für Vervielfältigung und die Einspeicherung und<br />

Verarbeitung in elektronischen Systemen. © Copyright 2009 by Daniel Rohner, <strong>FEG</strong> <strong>Visp</strong><br />

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David diesen <strong>Psalm</strong> geschrieben? – Nun: Ich glaube, damit wir lernen, unser<br />

Vertrauen in Gott zu setzen. Um uns daran zu erinnern, WER und WIE dieser<br />

Gott ist.<br />

Und so braucht David in Ps <strong>23</strong> über 100 Wörter, um die ersten beiden des<br />

<strong>Psalm</strong>s zu erklären: "Der HERR". In dieser ganzen Thematik rund um<br />

überflüssige Lasten fängt David mit der an, die vielleicht am schwersten<br />

wiegt: Der Last eines selbst gemachten Gottes (einblenden Thema). Ein<br />

Gott, den wir uns selber zusammengezimmert haben. Ein Gott, der hübsch<br />

aussieht, aber nichts tut.<br />

Und wir alle stehen in der Gefahr, uns so einen Gott zusammenzuzimmern.<br />

Die Auswahl an unterschiedlichsten Gottesbilder ist immens. Aber nichts<br />

desto trotz möchte ich mit Euch in einem ersten Punkt über Gottesbilder<br />

nachdenken, die auch unter Christen mitunter zu finden sind.<br />

I. Über die falschen Gottesbilder, die wir mitunter haben…<br />

Da ist zum einen der "Flaschen-Geist-Gott". Ihr kennt die Geschichte von<br />

Aladin mit der Wunderlampe, nicht wahr? Aladin, der eine Lampe findet, sie<br />

poliert und "Schwupps" – kommt ein Geist heraus? – Nun: Manchmal haben<br />

Menschen einen Gott, der diesem Geist aus "1000 und 1 Nacht" recht nahe<br />

kommt. Ein Gott, an den man sich jederzeit bei Bedarf wenden kann und der<br />

alles richtet.<br />

Du brauchst einen Parkplatz? – Reib an der Flasche und schwupps ist das<br />

Problem gelöst. Du brauchst dringend Hilfe am Job oder in der Schule? –<br />

Reib an der Flasche und schwupps sind der Erfolg oder die gute Note<br />

garantiert. So ein Gott ist praktisch. Und enorm handlich. Und das beste am<br />

Flaschen-Geist-Gott: Nachdem er getan hat, was er tun soll, verschwindet er<br />

wieder in die Flasche. Nun: Wir machen das in der Regel nicht mit der<br />

Flasche. Wir beten anständig. Aber wenn Du so mit Gott umgehst, dann ist<br />

Dein Gott im Grunde nichts anderes als ein dicker Dschinn, der in einer<br />

Flasche hockt.<br />

Dann gibt es den "viel-beschäftigter-Vater"-Gott. Immer auf Achse. Immer<br />

unterwegs. Immer stark unter Druck. Am Montag geht er auf Geschäftsreise,<br />

und am Samstag kommt er zurück. Wirklich da, wirklich anwesend ist er<br />

eigentlich nur am Sonntag – darum pass auf, dass Du Dich zurechtmachst<br />

und am Sonntag ein möglichst "fromm" aussiehst. Macht ja auch nichts, denn<br />

spätestens am Montag ist er wieder weg, und dann kannst Du wieder tun und<br />

lassen, was Du will. Er erfährt nichts davon.<br />

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Und drittens gibt es den "alten-Grossvater-Gott". Total warmherzig. Total<br />

gütig. Total weise – aber sehr, sehr, sehr alt. Nun – versteht mich nicht<br />

falsch: Grossväter sind toll, wenn sie wach sind. Aber leider tendieren sie<br />

dazu, ab und zu einfach "wegzuknacken" und ein Nickerchen zu machen.<br />

Hast Du je eine dieser Sichtweisen von Gott gehabt? Wenn ja, dann kennt Ihr<br />

die Probleme, die daraus resultieren: Ein viel beschäftigter Vater hat keine<br />

Zeit für Fragen oder eine Unterhaltung. Ein lieber Grossvater ist zu schwach,<br />

um Deine Lasten tragen zu können. Und wenn Dein Gott ein Geist in einer<br />

Flasche ist, dann bist Du letztlich grösser als er. Denn er taucht auf und<br />

verschwindet auf Deinen Befehl hin. Egal, welche dieser 3 Varianten Ihr<br />

nehmt: Es ist ein Gott, der schön anzuschauen ist, aber wenig bewirkt.<br />

Das erinnert mich an ein Handy, das ich geschenkt bekriegt habe. Als ich es<br />

bekam, dachte ich: "Wow - das ist es!" Es ist kleiner und viel weniger klobig<br />

als das, das ich bisher hatte. Es sieht viel besser aus und hat einen viel<br />

besseren Bildschirm. Und es schien auch mehr zu können. Mein Bruder, von<br />

dem ich es gekriegt habe, hat es in den höchsten Tönen gelobt.<br />

Aber schon nach kurzer Zeit habe ich bedauert, dass ich gewechselt habe.<br />

Dieses hübsche kleine Ding ist mitten im Gespräch abgestürzt. Zum<br />

Entriegeln der Tastatur musste man 2 Knöpfe drücken – und schon nach<br />

dem ersten hängte es sich auf. Ich musste es jedes Mal neu starten – die<br />

Batterie rausnehmen und 2 Minuten warten, bis es wieder da war. Mein altes<br />

Handy hatte zwar keinen so tollen Bildschirm und ist gegenüber dem neuen,<br />

schlanken, wirklich etwas fett und "klobig", aber man konnte sich darauf<br />

verlassen. Das neue hingegen: Sieht gut aus, aber es nützt nichts!<br />

Und ich möchte Dich fragen: Ist das vielleicht die Art von Gott, die Du hast?<br />

Ist das die Art von Gott, die Du willst? – David's Antwort auf diese Frage ist<br />

ein vehementes Nein! "Wollt Ihr wissen, wer Gott wirklich ist?", fragt er.<br />

"Dann lest das!" Und dann schreibt David in Ps <strong>23</strong>, wer sein Gott ist. "Der<br />

Herr ist mein Hirte", schreibt er, und er braucht dafür im hebräischen Text<br />

den Namen "JAHWE": "JAHWE ist mein Hirte!"<br />

II.<br />

Über den JAHWE-Gott der Bibel…<br />

Obwohl dieser Name "JAHWE" für uns nicht-Hebräer fremd ist, war er doch<br />

für David wichtig. So wichtig und so bedeutungsvoll, dass David sich<br />

entschied, diesen Namen Gottes in Ps <strong>23</strong> zu verwenden und nicht einen<br />

anderen. Es gab etliche andere, die David hätte nehmen können: "El<br />

Shaddai" zum Beispiel, "Gott der Allgenügsame". Oder "El Elyon" – "Gott der<br />

Höchste" / "Gott der Stärkste". Oder "El Olam" – "Gott der Ewige". Diese und<br />

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viele andere Titel, die für Gott im AT verwendet werden, standen David zur<br />

Verfügung. Aber nachdem er alle Optionen geprüft hatte, kam er zum<br />

Schluss, einen anderen Titel zu nehmen: JAHWE. Warum?<br />

Nun: Weil JAHWE der eigentliche Name Gottes ist, der am meisten über Gott<br />

aussagt. Ihr könnt mich zB. "Pastor" nennen. Oder "Karate-Anfänger". Oder<br />

"Möchte-Gern-Musiker". Das sind Beschreibungen, die es einigermassen<br />

treffen. Aber sie sind nicht mein Name. Ich kann Euch Vater nennen oder<br />

Mutter, Doktor oder Student, und diese Begriffe beschreiben Dich vielleicht,<br />

aber sie sind nicht Dein Name.<br />

Wenn Ihr mich beim Namen nennen wollt, dann sagt Ihr "Dany". Wenn ich<br />

Dich beim Namen nennen will, dann sage ich Deinen Namen. Und wenn Du<br />

Gott beim Namen nennen willst, dann sag "JAHWE". Gott hat uns seinen<br />

Namen offenbart – denn ER will uns zeigen, wer er ist und wie er ist.<br />

Mose war der der erste, der den Namen Gottes hörte. Sieben Jahrhunderte<br />

vor David hat Mose als 80-jähriger Hirte Schafe gehütet, als ein Busch in<br />

Flammen aufging und sich Moses Leben für immer änderte. Mose wurde<br />

aufgetragen, nach Ägypten zurückzukehren und die versklavten Hebräer zu<br />

befreien. Und Ihr kennt die Geschichte: Mose hatte mehr Ausreden auf Lager<br />

als ein Kind, wenn es in's Bett sollte, aber Gott hat jede einzelne dieser<br />

Ausreden zunichte gemacht.<br />

Und schliesslich fragt Mose: 2Mo 3.13-14 " 13 Mose aber antwortete Gott:<br />

Siehe, wenn ich zu den Söhnen Israel komme und ihnen sage: Der Gott<br />

eurer Väter hat mich zu euch gesandt, und sie mich fragen: Was ist sein<br />

Name?, was soll ich dann zu ihnen sagen? 14 Da sprach Gott zu Mose:<br />

Ich bin, der ich bin. Dann sprach er: So sollst du zu den Söhnen Israel<br />

sagen: Der «Ich bin» (auf Hebräisch "JAHWE") hat mich zu euch<br />

gesandt."<br />

Später erinnert Gott Mose und sagt: "2Mo 6:2-3 " 2 Und Gott redete zu<br />

Mose und sprach zu ihm: Ich bin Jahwe. 3 Ich bin Abraham, Isaak und<br />

Jakob erschienen als Gott, der Allmächtige; aber mit meinem Namen<br />

Jahwe habe ich mich ihnen nicht zu erkennen gegeben". – Die Juden<br />

betrachten diesen Namen Gottes bis heute als zu heilig als dass er von<br />

menschlicher Zunge ausgesprochen werden dürfte. Immer, wenn die<br />

Israeliten "JAHWE" hätten sagen sollen, ersetzten sie diesen Namen mit<br />

"Adonai", was so viel wie "Herr" bedeutet. 1 Wenn sie den Namen JAHWE<br />

1 Im Hebräischen gibt es keine Vokale, sondern nur Konsonanten. Damit niemand beim Vorlesen<br />

eines Bibeltextes versehentlich laut "JAHWE" las, setzten die Israeliten zu den Konsonanten von<br />

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aufschreiben sollten, dann nahmen sie zuvor ein Bad und zerstörten<br />

anschliessend die Feder.<br />

Gott gibt nie eine Erklärung dafür, was JAHWE bedeutet. Und Mose verlangt<br />

nie eine. Viele Ausleger wünschten, er hätte das getan, denn das Wort ist<br />

sehr schwierig zu übersetzen. Es kommt vom hebräischen Verb für "Sein" –<br />

Havah. Wahrscheinlich ist es eine Kombination von Präsens und Futur: "Ich<br />

bin" und "ich werde sein". Gott ist derjenige, der ist und der sein wird.<br />

Vielleicht fragt Ihr Euch: "Warum ist das wichtig?" – Es ist deshalb wichtig,<br />

weil wir einen grossen Gott brauchen. Und wenn Gott derjenige ist, der "IST",<br />

dann ist er nämlich ein unveränderlicher Gott. Denkt mal darüber nach. Kennt<br />

ihr irgendjemanden, der von sich sagt: "Ich bin"? – Ich kenne keinen.<br />

Meistens hängen wir etwas an. zB. "Ich bin glücklich". Oder "Ich bin stark".<br />

Oder "Ich bin Dany". Aber Gott sagt: "Ich BIN", und er fügt nichts an.<br />

Und wir sind versucht zurückzufragen: "Ja, aber: WAS bist Du denn?" – Und<br />

Gott sagt einfach: "Ich bin!" Gott braucht kein Wort, um sich zu beschreiben,<br />

weil er sich nie verändert. Gott ist wer er ist, wer er schon immer war und wer<br />

er immer sein wird. Seine Unveränderlichkeit brachte die <strong>Psalm</strong>isten dazu, zu<br />

sagen: "Du aber bist immer der selbe, und Deine Jahre enden nicht!"<br />

(Ps 102.28). Du bist der, der ist. Du veränderst Dich nie!" JAHWE ist ein<br />

unveränderlicher Gott.<br />

Der Gott der Bibel, der von sich sagt "Ich bin" ist damit zweitens ein Gott, der<br />

keine Ursache hat. Gott ist nicht "geworden", sondern er "ist". Obwohl Gott<br />

Schöpfer ist, wurde er nicht erschaffen. Obwohl er verursacht, existiert er<br />

doch ohne Ursache. Darum sagt der <strong>Psalm</strong>ist in Ps 90: " 2 Ehe die Berge<br />

geboren waren und du die Erde und die Welt erschaffen hattest, von<br />

Ewigkeit zu Ewigkeit bist du, Gott!" Es ist sicher nicht ohne Grund, dass<br />

diese Worte in <strong>Psalm</strong> 90 ausgerechnet von Mose stammen, dem ersten, dem<br />

sich Gott mit dem Namen "JAHWE" offenbart hat.<br />

Der Gott der Bibel, der Gott, "der ist", ist 1. ein unveränderlicher Gott, 2. ein<br />

Gott, der keine Ursache hat und er ist 3. ein Gott, der nicht von jemand<br />

anderem beeinflusst oder bestimmt wird. Du und ich, wir werden von aussen<br />

bestimmt. Das Wetter bestimmt, wie wir uns anziehen. Das Terrain bestimmt,<br />

JAHWE (JHWH) die Vokale von "Adonai" hin, sodass ein uneingeweihter Leser Wort "JEHOVA"<br />

dabei las. Das Wort "JEHOVA", von dem die Zeugen Jehovas behaupten, es sei derart wichtig,<br />

dass die Rettung davon abhänge, ist also in Tat und Wahrheit kein Name Gottes, sondern<br />

lediglich ein "Kunstform", die aus Unwissenheit über die Gepflogenheiten der Juden im Blick auf<br />

den Umgang mit dem "heiligen Gottesnamen JAHWE" heraus entstanden ist. Niemand im<br />

jüdischen Volk nannte den Gott der Bibel JEHOVA, und bis heute tut dies auch niemand.<br />

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wie wir <strong>reisen</strong>. Die Anziehungskraft bestimmt unsere Geschwindigkeit, und<br />

die Gesundheit bestimmt unsere Kraft. Wir können diese Kräfte<br />

herausfordern und bis zu einem gewissen Grad meistern, aber wir werden<br />

nie gänzlich unabhängig sein von ihnen.<br />

Aber wisst Ihr: Gott – unser guter Hirte – schaut keine Wetterprognose. Er<br />

macht das Wetter. Er muss der Anziehungskraft nicht trotzen – er schuf sie.<br />

Er wird nicht beeinträchtigt durch Fragen der Gesundheit – er hat keinen<br />

Körper. Jesus sagt im NT: "Gott ist Geist" (Joh 4.2). Und weil Gott keinen<br />

Körper hat, hat er eine Begrenzungen – er ist genauso am Wirken in<br />

Kambodscha wie hier in der Schweiz. Genauso in Madrid wie in <strong>Visp</strong>.<br />

" 7 Wohin sollte ich gehen vor deinem Geist, wohin fliehen vor deinem<br />

Angesicht?", fragt David deshalb in Ps 139. " 8 Stiege ich zum Himmel<br />

hinauf, so bist du da. Bettete ich mich in dem Scheol, siehe, du bist da!"<br />

Unveränderlich. Unverursacht. Unbeeinflusst. Das sind nur Bruchstücke<br />

dessen, was Gottes Eigenschaften sind. Und Leute: Jesus sagt, dass wir<br />

diesen Gott, dem JAHWE der Bibel, "Vater" nennen dürfen. Das ist mein<br />

Vater! Mein Gott! Mein Hirte! Und darf ich Dir die Frage stellen: Ist es nicht<br />

genau das, was wir letztlich brauchen? Einen Vater, der sich nicht ändert?<br />

Einen Gott, der keine Ursache hat? Einen Hirten, der sich beeinflussen und<br />

fremdbestimmen lässt?<br />

III. Über die Notwendigkeit, diesen JAHWE-Gott auf unserer Seite zu<br />

haben…<br />

Sicher kennt Ihr den Film "Das Gewand", der jedes Jahr zu Ostern am<br />

Fernsehen läuft. Ein alter Hollywood-Streifen aus dem Jahre 1953 mit<br />

Richard Burton in seiner ersten grossen Hauptrolle. Die Geschichte zu<br />

diesem Film stammt ursprünglich aus einem Roman von Lloyd Douglas,<br />

einem amerikanischen Pastor. Während seiner College-Ausbildung lebte<br />

Douglas in einer Pension. Und im ersten Stock wohnte ein pensionierter<br />

Musik-Professor, der im Rollstuhl sass. Jeden Morgen streckte Douglas<br />

seinen Kopf zur Tür des Musik-Professors herein und pflegte die selbe Frage<br />

zu stellen: "Nun – was sind die guten Neuigkeiten?" – Worauf der alten Mann<br />

seine Stimmgabel in die Hand nahm, sie an seinen Rollstuhl anschlug und<br />

sagte: "Das ist das mittlere C. Es war gestern das mittlere C und es wird<br />

auch morgen noch das mittlere C sein. Es wird sogar in 1000 Jahren noch<br />

das mittlere C sein. Der Tenor im oberen Stock mag die Töne nicht treffen,<br />

und das Piano in der Halle ist verstimmt, aber das, mein Freund, das ist das<br />

mittlere C!"<br />

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Wisst Ihr, Leute: Wir brauchen ein mittleres C im Leben. Es gibt so viele<br />

Veränderungen, denen wir ausgesetzt sind. Beziehungen verändern sich. Die<br />

Gesundheit verändert sich. Die Wirtschaft verändert sich. Die Politik<br />

verändert sich. Aber der JAHWE, der die Welt gestern regiert hat, regiert sie<br />

auch heute noch. Und ER wird sie auch morgen regieren. Seine<br />

Überzeugungen ändern sich nicht. Sein Plan bleibt der gleiche. Seine<br />

Stimmung ist die gleiche. Seine Liebe zu Dir ist die gleiche! Er verändert<br />

sich nicht.<br />

Von Max Lucado stammt der Satz: "Du kannst Gott so wenig verändern wie<br />

ein Kieselstein den Rhythmus des Pazifischen Ozeans verändert!" JAHWE<br />

ist das mittlere C unseres Lebens. Ein ruhiger Punkt in einer sich ständig<br />

verändernden Welt. Und wir brauchen so einen ruhigen Punkt. Einen Ort, bei<br />

dem wir sicher sind. Einen Gott, der uns in seiner Hand hält. Einen Hirten,<br />

der sich nicht verändert.<br />

Wir brauchen auch einen Hirten, der unverursacht ist. Niemand hat IHM<br />

Leben gegeben. Niemand hat ihn gezeugt. Niemand hat ihn geboren.<br />

Niemand hat ihn hervor gebracht. Und weil ihn niemand hervor gebracht hat,<br />

kann ihn auch niemand wieder aus dieser Welt oder aus Deinem Leben<br />

herausnehmen. Stürme oder Erdbeben erschüttern ihn nicht. JAHWE schläft<br />

in Unwettern und stillt Stürme mit einem Wort. Krebs bereitet ihm keine<br />

Sorgen, und Friedhöfe machen ihm keine Angst. Er war schon lange vorher<br />

hier. Und er wird auch dann noch hier sein, wenn es das alles längst nicht<br />

mehr gibt. Er ist unverursacht.<br />

Und er wird nicht fremdbestimmt. Ein Seelsorger kann Dich im Sturm<br />

begleiten, aber was Du brauchst, das ist ein Gott, der die Kontrolle über den<br />

Sturm hat. Ein Freund kann Deine Hand halten, während Du auf dem<br />

Sterbebett liegst, aber was Du brauchst, das ist ein Gott, der den Tod besiegt<br />

hat. <strong>Mit</strong> einem Philosophen kannst Du über die Bedeutung des Lebens<br />

diskutieren, aber was Du brauchst, das ist ein Gott, der Dir die Bedeutung<br />

des Lebens aufzeigen kann.<br />

Mein Freund: Du brauchst den JAHWE – den Gott der Bibel!<br />

Vielleicht kennt Ihr die Geschichte "Der Zauberer von Oz", in der ein kleines<br />

Mädchen, Dorothy Gale, in ein wundersames Land kommt: In das Land "Oz".<br />

Und sie hört von einem grossen Zauberer, der in Oz wohnen soll und ihr den<br />

Weg zurück nach Hause zeigen kann. Und zusammen mit drei Freunden<br />

macht sie sich auf und folgt der gelben Strasse, um den Zauberer zu suchen.<br />

Aber als sie ihn finden merken sie, dass er nur ein Betrüger ist. Statt eines<br />

grossen Zauberers finden sie einen kleinen Mann, der mit viel Klimbim und<br />

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Rauch, Lärm und Donner allen etwas vormacht. Ist das der Gott, den Du<br />

suchst? Ist das der Der Gott, den Du mit Dir herumschleppst?<br />

Wenn ja: Dann lass los. Du musst Dich nicht mit dieser Last<br />

herumschleppen. <strong>Mit</strong> der Last eines Gottes, den man auf's Kaminsims stellen<br />

kann. Eines Gott, der in eine Streichholzschachtel passt. Oder eines Gott in<br />

einer Flasche. Was Du brauchst ist ein Gott, der 100 Milliarden Sterne in<br />

unsere Galaxie pflanzen kann und 100 Milliarden Galaxien in unser<br />

Universum. Was Du brauchst ist ein Gott, der einen Klumpen Fleisch, so<br />

gross wie zwei Männerfäuste, in 75-100 Milliarden Nervenzellen verwandeln<br />

kann, von denen jede 10'000 Verbindungen zu anderen Nervenzellen hat.<br />

Und der dann das ganze in einen Schädel pflanzen und es "Gehirn" nennen<br />

kann.<br />

Und was Du brauchst ist ein Gott, der uns – obwohl er so mächtig ist, dass<br />

der menschliche Verstand IHN NIEMALS fassen kann – dennoch so sanft<br />

begegnen kann wie eine laue, kühlende Brise in einer heissen Sommernacht<br />

und dessen Berührung so sanft ist wie Schnee, der auf die Haut fällt.<br />

Du brauchst einen JAHWE. Und weißt Du: Wenn es nach David geht, hast<br />

Du einen JAHWE. Denn David sagt, dass dieser Jahwe unser Hirte ist – auch<br />

Deiner!<br />

-Amen-<br />

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