hallertau magazin 2015-1

Hallertau

Lust auf Heimat. Entspannen und Geniessen: Entdecken Sie das bayerische Hopfenland! Reportagen über Menschen, Landschaft, Feste, Freizeitangebote, Spezialitäten, Geschichte, Hopfen und Bier...

Wandern

mit Eseln !

Bier-Sommelière

Johanna

empfiehlt ...

Global Player Barth:

„Hopfen

ist unsere

Welt!“

Ausflugstipps!

Beer Stars

Made in Hallertau!

Bulldog

Fieber!

Lanz-Museum


IMAGO87

Wir bringen Botschaften auf den Weg!

• Strategien und Kommunikations-Konzepte für Unternehmen, Stiftungen, NGOs und Kommunen

• Gestaltung von Ausstellungen und Informationszentren (Schwerpunkt Natur und Umwelt)

• Text und Design von imagefördernden Publikationen sowie Redaktion von Kundenmagazinen,

Umweltberichten, Pressemitteilungen, neuen Medien

• Planung und Durchführung von Pressekonferenzen, Tagungen, Jubiläen und Produktpräsentationen

IMAGO87 GmbH, Agentur für Öffentlichkeitsarbeit und Mediengestaltung

Hauptstraße 22, D-85395 Attenkirchen/Hopfenland Hallertau · Tel. +49 8168 42999-50 · www.imago87.de


Unser Titelbild: Wolfgang Kronauer mit Eselstute Luna, Bad Gögging, fotografiert von Rainer Zimmermann

Freizeitangebot

26 Ausflugstipps: Freising, Eintritt frei!

31 Für Sie in der Hallertau entdeckt: Orte zum Feiern

32 Ausflugstipp: Vogelpark Abensberg

Bierland Hallertau

12 „Man sollte Bier schon mögen ...“

Ein Gespräch mit den Hopfenexpertinnen

Dr. Christina Schönberger und Dr. Elisabeth Wiesen

15 Europas bedeutendste Auszeichnung:

Hallertauer Biere alljährlich in den Siegerlisten

– Interview mit Dr. Werner Gloßner, Hauptgeschäftsführer

der Privaten Brauereien Bayern

37 Hallertauer Biere im Test

38 Bier-Hochzeit im Gasthaus Spitzer

40 Bier-Sommelière Johanna Röhrich verspricht:

„Es werden täglich mehr Biere ...“

45 BeerKeeper (nicht nur) für die Gastronomie

06

Rekordverdächtig:

Landwirt Josef Strasser

sammelte beinahe 100 Bulldogs!

40

Eine Hoteliers-Tochter geht neue

Wege: Bier-Sommelière Johanna

Röhrich übernahm das Restaurant

im Hotel Hallertau, Wolnzach.

77 Biere stehen nun auf der Karte

des „Wilden Hirsch“. Johanna

verspricht: Es werden noch mehr!

Portrait

06 Josef Strasser sammelt Bulldogs!

16 Von Eseln und Menschen

Keine Macht den Uhren: Es ist JETZT.

28 Generationenwechsel geglückt!

Die Gütlsdorfer Familien Hagl und Ostermeier

blicken auf mehr als 175 Jahre Unternehmensgeschichte

zurück.

Lehmann

Kulinarik

44 Rezept: Hirschmedaillons mit

Preiselbeersauce, Speckrosenkohl

und Kartoffelplätzchen

Zimmermann

Mirwald

Touristik

24 Hopfenland Hallertau!

Informationen vom Hopfenland

Hallertau Tourismus e. V.

Rubriken

16

Was das Wandern mit den gemütlichen Langohren

05 Editorial

so besonders macht und wie vier Esel

in Bad Gögging bei Familie Kronauer eine

27 Die schönsten Biergärten und Terrassen

der Hallertau

Heimat fanden.

36 Termine & Tipps

46 Fotorätsel & Gewinnspiel: Wohin führt diese Tür?

24

Das Hallertauer Hopfakranzlfest feiert in diesem

Jahr sein 10-jähriges Jubiläum. Tipps & Informationen

des Hopfenland Hallertau Tourismus e.V.

IMPRESSUM:

Herausgeber, Konzept, Design: IMAGO87 GmbH, Agentur für Öffentlichkeitsarbeit und Mediengestaltung, Hauptstr. 22, 85395 Attenkirchen/Hallertau · Tel.: 08168-42999-50 · www.imago87.de

Redaktionsleitung: Alexander Herzog · Druck: Druckhaus Kastner, Wolnzach · www.hallertau-magazin.de · redaktion@hallertau-magazin.de


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Denn wir sind unseren Pflanzern und Brauern gleichermaßen verpflichtet – vom

Hopfenanbau über die Veredelung bis zur Logistik und Forschung.

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Editorial

Sommer voraus!

Alexander Herzog

Herausgeber

Wir haben wieder viele interessante Menschen

getroffen, schöne Plätze für Sie ausfindig gemacht

und halten einige Ausflugs- und Veranstaltungstipps

für Sie bereit. Wir haben Johann Röhrichs

„Hallertauer Bier-Paradies“ in Wolnzach entdeckt

und in Bad Gögging Familie Kronauer

besucht, die in der Hallertau Eselswanderungen

anbietet. Wir haben uns umgesehen in der vielleicht

umfangreichsten Sammlung von „Lanz-

Traktoren“ („Bulldogs“) in Gelbersdorf. Freuen

Sie sich auch auf die zahlreichen traditionellen

Hopfenfeste wie das „Hopfnkranzlfest“ in

Hohenwart, das Dellnhauser Volkmusikfest in

Au und auf historisch inspirierte Veranstaltungen

wie beispielsweise die Römertage „Salve Abusina“

in Bad Gögging. Gutes Essen und Trinken

kommt garantiert auch nicht zu kurz bei den

vielen familiengeführten Gasthäusern, Biergärten

und Brauereien in unserer Region.

Endlich ist auch vollzogen, woran schon kaum

einer mehr glauben mochte: Die verschiedenen

Tourismusvereine haben sich zusammengeschlossen

zum „Hopfenland Hallertau“. Unter

der Vorstandschaft von Paffenhofens Landrat

Martin Wolf sollen jetzt alle Aktivitäten gebündelt

werden, um die Vorzüge dieser einmaligen

Kulturlandschaft Hallertau einem immer größeren

Kreis zu vermitteln. hallertau-Magazin unterstützt

die Arbeit des neuen Verbandes und stellt

gerne Platz für Informationen bereit!

Und noch in eigener Sache: Alle Ausgaben des

hallertau-Magazin sind auch online zu lesen. Unsere

Webadresse lautet www.hallertau-magazin.de.

Wir wünschen Ihnen sonnige und abwechslungsreiche

Tage und viel Freude mit dieser

Ausgabe vom hallertau-Magazin!

Herzlichst

Alexander Herzog

und Ihre Redaktion hallertau-Magazin

hallertau magazin 5


Josef Strasser sammelt

Bulldogs!

Gelbersdorf – Als 12-Jähriger beginnt

Landwirt Josef Strasser Ende der 70er

Jahre, mit seinem Vater alte Bulldogs zu

restaurieren. Bald verselbstständigt sich

das Hobby und wird zu einer Leidenschaft,

die sein Leben bestimmt. Mittlerweile

befinden sich 91 Lanz-Traktoren

auf dem Hof des heute 47-Jährigen. Interessierte

können seine Sammlung im

„Bulldog Museum“ in Gelbersdorf besichtigen.

Schon als ganz kleiner Junge ist

Josef Strasser fasziniert von Traktoren.

Nur wenn er in der Schule

ist, fahren Vater und Opa mit dem Bulldog

ohne ihn von der Hofstelle in Gelbersdorf.

Gelbersdorf ist ein Weiler bei

Gammelsdorf in der östlichen Hallertau.

Seinerzeit hat die Familie einen Lanz

1706 in Gebrauch. Ein bisschen mit am

Lenkrad drehen oder sogar den Schalthebel

und ein Pedal bedienen, das ist das

Höchste für den kleinen Josef. Selbstständig

auf dem Feld fährt er den Bulldog

bereits mit 10 Jahren. Nach dem Tod

des Großvaters muss er in diesem Alter

ordentlich mithelfen in der Land- und

Forstwirtschaft der Eltern. Das jedoch

steigert seine Begeisterung für den alten

Lanz sogar. Nur mit der Bedienung der

Pedale tut sich der Bub schwer. Die

Beine sind noch nicht lang genug. Also

stellt der Vater auf dem Feld das Gas ein,

fixiert das Pedal und überlässt den Bulldog

so dem kleinen Josef. Heute undenkbar,

früher eine verbreitete Praxis in

vielen landwirtschaftlichen Familienbetrieben.

Jäger, Sammler und Restaurator

Vater Strasser beginnt Ende der 70er

Jahre, alte Bulldogs zu restaurieren. Josef

ist mit Feuereifer dabei. Bald verselbstständigt

sich das Hobby und wird zu

einer Leidenschaft, die sein Leben bestimmt.

Jede freie Minute, die ihm neben

seiner Arbeit als Land- und Forstwirt

bleibt, widmet der 47-Jährige der Suche

und Restauration von Lanz-Bulldogs.

Jede Scheune, jede Stallung, jeder

Unterstand des Anwesens wird mit

Ackerschleppern Marke Lanz bestückt.

Manch einen schneidet Strasser mit der

Motorsäge aus Brombeergestrüpp. Andere

werden in seinem Auftrag sogar von

anderen Kontinenten zurück nach

Deutschland überführt – per Container

auf dem Schiff von Afrika, Argentinien

und Australien. Eines seiner frühesten

Modelle – das Lanz-Urmodell schlechthin

–spürt er im Landkreis Mühldorf

auf. Einer der begehrten Eilbulldogs

wechselt erst nach jahrelangen zähen

Verhandlungen in Strassers Besitz und

auch dann erst mit einer strikten Auflage.

„Ich war hartnäckig und wurde

immer wieder vorstellig“, erzählt Strasser,

„ich schob mein Geld über den Küchentisch

und immer wieder wurde es

mir zurückgeschoben. So ging das eine

ganz Weile. Es hängt eben nicht nur am

Geld, es hängt so etwas auch am Herzen.“

Erst als er per Ehrenwort verspricht,

dass der Bulldog zu allen

festlichen Anlässen der Dorfgemeinschaft,

wie etwa zum Maibaum-Aufstellen,

zur Verfügung stehen werde, ist der

Handel perfekt. Auch in der ehemaligen

DDR wird Strasser fündig und kommt in

einem Fall mit Geld nicht weiter. Die

Lösung ist ein Tausch: ein modernes

Traktorenmodell, das die Bedürfnisse des

dortigen Landwirts erfüllt. Und beide

Seiten sind hochzufrieden. Mittlerweile

befinden sich 91 Lanz-Traktoren in

Strassers Besitz. Das Erfolgsrezept des

Sammlers ist seine ehrliche Leidenschaft

für die Bulldogs. Fasziniert und kreativ

widmet er sich seinem Fachgebiet. Jede

Frage rund um den Lanz beantwortet er

so schlicht und verständlich oder auch

so detailliert, wie es der Kenntnisstand

seines Gegenübers verlangt. Er ist eine

Art Bulldog-Professor, wenn man so will.

Auf Entdeckungsreise im Museum

Am Strasser-Hof prangt längst ein Schild

„Bulldog Museum“. Damit Lanz-Fans

gleich den Weg finden. Und die kommen

gerne hierher nach Gelbersdorf, um auf

Entdeckungsreise in den Scheunen zu

gehen. Wie zum Beispiel Lorenz Ziegltrum

aus Mainburg, der die hallertau-

Redaktion auf die Lanz-Sammlung von

Josef Strasser aufmerksam machte. Der

18-jährige Gartenbau-Lehrling hat – wie

Strasser – das Bulldogfahren sehr früh

gelernt. Die „Grundlagen“ bei seinem

Großvater Xaver in Puttenhausen und

den „absoluten Feinschliff“ dann bei

seinem Vater, erklärt der bekennende

Bulldog-Fan. Zuhause parken bereits ein

Eicher Puma und ein 74er McCormick.

Die Anschaffung eines Plantagenschlepper

Fiat Agri 70-66DT sei als Nächstes

geplant. Schlüter- und Lanz Bulldogs gefielen

ihm auch sehr gut, keine Frage!

Für ihn als Auszubildenden kämen die

gesuchten und hoch gehandelten Edelmarken

mangels Etat aber bisher nicht

in Frage. Im Museum findet Lorenz die

unrestaurierten Modelle am spannendsten:

Blätternde Schichten von verschiedenen

Lackierungen, individuelle Zubauten

und Beschilderungen zeugen von Geschichten

aus dem Arbeitseinsatz. Intehallertau

magazin 7


8 hallertau magazin


Die legendären Eilbulldogs sind Stars der

Sammlung. Das Topmodell mit 55 PS steht

noch auf Josef Strassers Wunschliste.

ressant ist auch, die Entwicklung des Firmenschriftzugs

„Lanz Bulldog“ über

Jahrzehnte zu verfolgen oder eigenwillige

Modellnamen wie „Ackerluft“ und

„Felddank“ zu lesen. Wenn Bulldog-Fans

wie Lorenz dann von Josef Strasser noch

die Geschichte der Bergung der einzelnen

Stücke erfahren und ihre technischen

Besonderheiten, dann ist für sie das

Museums-Erlebnis perfekt. Mit der Ausstellung

ist es jedoch so eine Sache: Es

liegt Josef Strasser schon sehr am Herzen,

seine Sammlung anderen zugänglich zu

machen, es kostet aber auch Zeit, für die

Besucher da zu sein. Zeit, die ihm dann

in seiner Restaurationswerkstatt fehlt.

Schließlich bewältigt er alles alleine, nur

bei Arbeiten, für die zwei Hände nicht

ausreichen, hilft ihm sein Bruder

Matthias. So kommt es, dass es für das

Museum keine festen Öffnungszeiten

gibt. Telefonisch können Interessenten

mit Josef Strasser eine Besuchszeit vereinbaren.

Es kommen auch Sammler

nach Gelbersdorf, die kaufen, tauschen

oder anbieten möchten. Oder auf der

Suche sind nach qualifiziertem Rat in Fragen

der Restauration. Selten trennt sich

Strasser wieder von einem seiner Bulldogs.

Manchmal muss es jedoch sein, um

den Erwerb eines Bulldog-Modells zu finanzieren,

das in der Sammlung noch

fehlt. Ganz oben auf der Liste steht aktuell

ein 55 PS Lanz Eilbulldog.

Nur ein Lanz ist ein „echter“ Bulldog

Das Internet erleichtert dem Sammler

die Suche. Dort gibt es eigene Foren zu

jedweden Themen rund um Oldtimer-

Traktoren. Die Marke Lanz wird gesucht

und auch gehandelt – und das zu erstaunlichenPreisen.

Ein Lanz ist etwas Besonderes

... denn nur ein Lanz ist ein echter

„Bulldog“. Warum eigentlich ist das so?

Was hat es auf sich mit diesem Stück

Agrarmaschine, das seit Mitte der

1950er Jahre nicht mehr gebaut wird?

Nun, der legendäre 1-Zylinder lässt

einen nie im Stich, heißt es. Von Rohöl

bis hin zu zerlassener Butter schluckt er

alles und setzt es um in Höchstleistung.

Aufarbeiten lässt er sich angeblich nicht.

Ein Lanz hat höchstens einmal einen

„Burnout“(engl. „to burn out“ ausbrennen,

Anm. der Red.). Dann, wenn die

Maschine ordentlich glüht, Stichflammen

aus dem Auspuff emporschnellen,

begleitet von einem wahren Funkenfeuerwerk,

ja, dann muss er abkühlen. Danach

aber, danach läuft er wieder wie

gewohnt, schmunzelt Strasser (der das

natürlich schon ausprobiert hat). Nur

der Lack ist halt ab am Auspuff. Das ge-

10 hallertau magazin


Im ehemaligen Kuhstall sind

die top restaurierten kleineren

Lanz-Modelle untergebracht.

Und noch so das ein oder andere

Sammlerstück...

hört sich aber auch so bei einem gebrauchten

Bulldog. In Bayern nennt man

Ackerschlepper gemeinhin „Bulldog“.

Man könnte deshalb meinen, der Ackerschlepper

wurde im englischsprachigen

Ausland erfunden. Falsch: Der Bulldog

kommt aus Mannheim! Genau genommen

ist ein Bulldog ein 1-Zylinder-Glühkopf-Traktor.

Der prominente runde

Glühkopf verleiht dem Traktor von

vorne angeblich Ähnlichkeit mit einer

Bulldogge. In den Heinrich-Lanz-Werken

in Mannheim wird der erste dieser

Traktoren gebaut. Ein junger Ingenieur

namens Fritz Huber entwickelt

Anfang der 1920er Jahre einen Rohölmotor

mit 12 PS und Glühkopfzündung

und stellt einen Ackerschlepper mit Allradantrieb

und Knicklenkung vor. In der

zweiten Modellrunde mit Verdampfungskühlung

und Hinterradantrieb ausgestattet,

wird das Erfolgsmodell „HR2“ daraus.

Es folgt ein legendärer 35-PS-Eilbulldog

mit einer für damals erstaunlichen

Höchstgeschwindigkeit von 21,5 km/h.

Nach dem 2. Weltkrieg kommt der

Siegeszug der robusten Schlepper zum

Erliegen. Mit der Übernahme der Heinrich

Lanz AG durch John Deere endet

die Produktion der Bulldogs. Ab 1960

beherrschen moderne Vierzylinder-Dieselmotoren

den Markt. Aber auch heute

noch werden in den Mannheimer Werken

Traktoren gebaut. Jede Zeit hat ihre

Technik: Was einmal als Bulldog mit 12 PS

begann, präsentiert sich heute als Topmodell

mit fast 700 PS, einer integrierten

Agrar-Management-System lösung, einem

Touch screen Command Center mit Fernzugriff

sowie Hydra-Cushion-Vorderachsfederung

und Power-Shift-Getriebe mit

Efficiency Manager ... Beeindruckende,

komplexe Technologie. Aber selber dran

Lanz-Bulldog Museum · Sammlung Josef Strasser

schrauben, das kann man nicht mehr.

Und der einzigartige Zweitakter-Sound

geht ab. Wie schön, wenn dann noch ein

Einzylinder im Stall steht! Mit dem man

durch die Hallertau zum Oldtimer-Traktorentreff

nach Elsendorf, nach Puttenhausen

oder zum Pfingstfest nach Au

tuckern kann!

von Maité Herzog, Fotos: R. Lehmann

Öffnungszeiten: Besuche bitte nur mit vorheriger Anmeldung

Telefon: 08766 285 · Gelbersdorf 1, 85408 Gammelsdorf

hallertau magazin 11


„Man sollte Bier schon mögen ...“

Von den einst zahlreichen Hopfenhandelsunternehmen

des weltgrößten zusammen -

hängenden Hopfenanbaugebietes, der

Hallertau, sind nur noch wenige übrig

geblieben. Darunter die 1794 gegründete

Joh. Barth & Sohn GmbH & Co. KG

(Nürnberg/Mainburg). Der Weltmarktführer

in Sachen Hopfenhandel und

Hopfenverarbeitung kommt auf einen

Marktanteil von rund 35 %. Für die weltweit

operierende Barth-Haas-Gruppe mit

ihren Werken, Niederlassungen und

Unternehmen sind ca. 600 Mitarbeiter

tätig. Neben den klassischen Handlungsfeldern

Handel und Verarbeitung kommt

bei Barth der Forschung und Entwicklung

für Hopfen eine immer gewichtigere Rolle

zu. Sie sind bei Barth Innovations in Großbritannien

gebündelt. Die europäische

Abteilung für Technische Beratung sowie

die 2011 eingerichtete Hops Academy

wird von Dr. Christina Schönberger geleitet.

Das Magazin hallertau hat sie und ihre

Kollegin Dr. Elisabeth Wiesen am Barth-

Stammsitz in Nürnberg besucht, um mit

den beiden Brauwissenschaftlerinnen

über den aktuellen „Hopfen-Boom“,

die Forschungsaktivitäten bei Barth und

die Arbeit zweier Fachfrauen in der

männerdominierten Hopfenwirtschaft

zu sprechen.

Barth Innovations und die Hop Academy

sind zwei voneinander unabhängige

Einheiten des Unternehmens? Worin

bestehen die Unterschiede?

Ein Gespräch mit den Hopfenexpertinnen

Dr. Christina Schönberger und Dr. Elisabeth Wiesen

Schönberger: Barth Innovations ist unser

Forschungs- und Entwicklungsteam, hier

suchen wir nach Ansatzpunkten von

neuen Hopfenprodukten für den Einsatz

in der Brauerei. Wir schauen hier hauptsächlich

nach Funktionalitäten, also welche

Hopfen bzw. welche Inhaltstoffe wo im

Brauprozess am effizientesten eingesetzt

werden können.

Die Hops Academy ist die Schule des

Hopfens bei Barth. Da Hopfen als Thema

selbst an den brauwissenschaftlichen Universitäten

meist zu kurz kommt, ist es

unser Anliegen, alle zu schulen, die sich

für Hopfen interessieren. Das können

Braustudenten sein, Brautechniker aus

Brauereien, Bier-Sommeliers, Hopfenerzeuger

oder einfach Bierenthusiasten.

Wiesen: Aktuell ist der Hopfen durch die

Erfolgsbewegung der Craft Biere in ganz

unterschiedlichen Ländern und Märkten

stark im Fokus der Brauereien.

Wir bieten dazu Seminare und Workshops

an, bei uns oder auch bei den Kunden.

Wir arbeiten dabei eng mit Partnern wie

z. B. der Doemens Akademie zusammen.

Schönberger: Leider gibt es zunehmend

mehr Halbwahrheiten zum Thema Hopfen,

die über das Internet verbreitet und

unkritisch akzeptiert und multipliziert

werden. Wir wollen in allen Bereichen

(wie Hopfenanbau, Verarbeitung, Anwendungsmöglichkeiten

in der Brauerei,

Sensorik, Analytik, Nachhaltigkeit und

Marktbetrachtung) relevante Inhalte

vermitteln.

Wie sieht Ihre Tätigkeit in der Hops

Academy aus?

Schönberger: Die Hops Academy haben

wir 2011 gegründet. Die größte Aufgabe

war die Inhalte zu konzipieren und aufzubereiten,

was wir intern durch die Zusammenarbeit

all unserer Experten gemeistert

haben. Diese Inhalte müssen kontinuierlich

auf den neuesten Stand gehalten

werden, woran mein Team ständig arbeitet.

Vornehmlich kümmere ich mich um die

Organisation und Planung der Seminare.

Bei vielen bin ich auch persönlich dabei,

um bestimmte Themen zu präsentieren.

Mit durchschnittlich 15 Seminaren im

Jahr wird uns da nicht langweilig. Seit

2011 haben wir über 60 Seminare in

16 Ländern mit weltweit insgesamt etwa

2000 Teilnehmern realisiert.

Das klingt ja nach einer intensiven

Reisetätigkeit?

Wiesen: Ja, ich bin 40-50 % meiner Arbeitszeit

weltweit unterwegs, zumeist in Europa.

Das ist schon spannend. In diesem Jahr

12 hallertau magazin


darf ich nach Sao Paulo (Brasilien) reisen,

um in der Jury an der Wahl zum Bier-

Sommelier-Weltmeister mitzuwirken.

Schönberger: Neben unserer Beratertätigkeit

gibt es mittlerweile sehr viele Braukonferenzen.

Wir versuchen natürlich

mit spannenden Themen rund um den

Hopfen präsent zu sein. Im Durchschnitt

sind es vielleicht fünf Konferenzen jedes

Jahr, zu denen wir Themen aus unseren

Forschungsprojekten einreichen bzw.

präsentieren. Wer welchen Vortrag hält,

hängt vom jeweiligen Thema ab und wer

welche Reise zeitlich realisieren kann.

Wie (und wo) sind Sie zum ersten Mal

mit Hopfen in Berührung gekommen?

Im Studium?

Schönberger: Wir hatten früher eine

Brauerei im Odenwald. Insofern war

Hopfen schon immer Thema in meinem

Leben. Aber richtig in Berührung kam

ich dann in Weihenstephan mit Hopfen.

Im Rahmen meiner Promotion habe

ich – vereinfacht ausgedrückt – die

Geschmacksschwellenwerte und Bitterprofile

im Hopfen bestimmt.

Wiesen: Ich bin eher zufällig zum Hopfen

gekommen, denn im Studium hatte ich

mich mit Proteinen beschäftigt (Der Einfluss

von Proteinen auf Trübung und Filtrierbarkeit

im Bier). Ich bereue es keine Minute,

Hopfen ist ein so spannendes, vielseitiges

Thema – gerade jetzt, wo die Brauereien

die Aromahopfen für Spezialsude entdecken.

Übrigens brauen wir auch hier in

unserer Mini-Pilotanlage in ganz kleinem

Stil Versuchssude mit verschiedenen

Hopfen. Im größeren Maßstab (2 hl)

können wir dann auf unsere Forschungsbrauerei

in der Hopfenveredlung St. Johann

zugreifen.

Der Hopfenmarkt hat sich in den

letzten Jahren stark gewandelt, der

Rohstoff Hopfen (insbesondere Aroma -

hopfen/Flavour Hops) steht – getrieben

vor allem von der Craft-Bier-Szene –

bei Brauereien wieder hoch im Kurs.

Ist dies eine vorübergehende Erscheinung

oder sehen Sie in der Entwicklung

einen anhaltenden Trend?

Schönberger: Ich denke, wir stehen vor

der gleichen Entwicklung, wie sie die

USA vor 30 Jahren erlebt haben: die

Lust der Konsumenten auf Vielfalt und

Neues. Ich kann nicht in die Zukunft

schauen, aber ich denke, dieser Trend

wird sicherlich erstmal anhalten ...

Wiesen: ... und dann wird das Preis-/

Leistungs-/Erlebnis-Verhältnis zeigen, wie

viel diese Biere auf Dauer den Kunden

wert sind. Das Beste ist doch der bereits

erkennbare Imagewandel beim Bier –hin

zur Wertschätzung wie bei Wein. Hoffentlich

verankert sich dies beim Konsumenten.

Wie reagiert man bei Barth auf diese

Entwicklung?

Schönberger: Allein aufgrund der verwendeten

Hopfenmenge, die in Craft Bieren

bis zu 30mal höher ist als bei „normalen“

Bieren, sehen wir sehr großes Potential

in den Craft-Beer-Märkten. Wir sehen

und unterstützen auch die Hopfensortenvielfalt,

die dadurch zunimmt. Wir investieren

in einige dieser neuen Sorten und

versuchen unsere Verkaufsabwicklung auf

die Bedürfnisse von Craft Brauern einzustellen

(kleinere Mengen, größeres Sortenportfolio

etc.) Das müssen wir effizient

bedienen können. Außerdem haben wir in

den letzten Jahren unser technisches Team

personell verstärkt, da wir jetzt viel stärker

in Rezepturentwicklungen (welche Hopfensorte(n)

passt in welches Bier) eingebunden

sind und auch mit der Hops

Academy voll ausgebucht sind.

Wiesen: Unsere gesamte Verkaufsmannschaft

hat die Ausbildung zum Biersommelier

gemacht und ist damit auf die

verschiedenen Hopfensorten sensorisch

geschult, um entsprechend beraten zu

können. Das sind für uns alles Investitionen

in die Zukunft, weil wir an den Erfolg der

Craft Biere glauben.

Welche Bedeutung hat für Sie persönlich

das größte deutsche Hopfenanbau -

gebiet Hallertau?

Schönberger: Die Hallertau ist für mich

wie eine zweite Heimat. Meine Mutter

war aus Freising, daher habe ich als Kind

schon viel Zeit in Freising und Umgebung

verbracht, später im Studium und während

der Promotion und jetzt natürlich durch

die Arbeit und durch Kollegen, die in

Mainburg bzw. Wolnzach und St. Johann

arbeiten. Man kann spüren, wie der Hopfen

hier die Menschen verbindet und zu -

sammenbringt, das gefällt mir. Außerdem

hallertau magazin 13


finde ich die Hallertau sehr authentisch

bayrisch (im Vergleich zum Voralpenland).

Wiesen: Ich mag dieses Hügelland, das

mich ein wenig an meine Heimat erinnert

und freue mich auch jedes Mal, wenn ich

im Rahmen meiner Arbeit in die Hallertau

komme.

Wie sehen Sie Ihre Rolle in dem doch

stark männerdominierten Hopfen-

Business? Fühlen Sie sich wohl im

Hopfen-Business?

Schönberger: Die Hopfenwirtschaft ist

nicht stärker männerdominiert als die

Bierwelt. Ich fühl mich sehr wohl in der

Branche – wichtig ist die Emotionalität

und die Begeisterung zum Produkt

(Hopfen und Bier). Das Geschlecht spielt

hier keine Rolle, man sollte allerdings

gerne Bier trinken (und auch vertragen).

Wiesen: Aber ja! Ich habe nur beste

Erfahrungen gemacht. Mit der entsprechenden

Kompetenz wird man auch überall

geschätzt. Ich habe noch für jeden den

passenden Bierstil gefunden! Was ich

überhaupt nicht leiden kann sind so

Unwörter wie „Frauenbier“!

Gibt es für Sie neben Ihrem Beruf noch

Zeit für Hobbies?

Schönberger: Mein Mann hat wie ich Brauwissenschaft

studiert und auch die meisten

unserer Freunde sind in der Brauwirtschaft

beschäftigt. Von daher dreht sich bei uns

alles um das Bier. Ansonsten habe ich ein

Faible für Malen, Reisen und Sprachen. Der

perfekte Tag ist für mich, bei gutem Wetter

mit der Familie und Freunden in einem

Biergarten zu sitzen.

Wiesen: Ich liebe die Berge zum Klettern

und Biken. Deshalb leben wir auch in

der Fränkischen Schweiz – auch wenn das

mit den Alpen nicht vergleichbar ist.

Ansonsten ist mein größtes Hobby das

Singen! Ich bin engagiertes Mitglied in dem

sehr anspruchsvollen Egidien-Chor in

Nürnberg und – wenn es der Job erlaubt –

kann es auch vorkommen, dass ich mehrmals

die Woche Proben und/oder Auftritte

habe. Frau Schönberger hat mich auch

schon bei Gesangs-Auftritten begleitet –

sie ist nämlich eine vorzügliche Pianistin.

ah, Fotos: Barth · Das Gespräch führte

Alexander Herzog

Christina Schönberger entstammt

einer Brauerfamilie aus

dem Odenwald und studierte von

1995 bis 1999 in Weihenstephan

Brauwesen und Getränketechnologie.

2003 beendete sie ihre Promotion

über nicht-flüchtige Geschmacksstoffe in

untergärigen Bieren. Nach einem Jahr als Referentin

für Technik und Rohstoffe beim Deutschen Brauer-

Bund fing sie 2005 bei Barth & Sohn in Nürnberg an.

Die Bier-Sommelière Schönberger lebt mit ihrer

Familie in Stuttgart.

Elisabeth Wiesen, geboren in der

Steiermark (Österreich), studierte

Lebensmittel- und Biotechnologie

in Wien und promovierte 2012 am

Lehrstuhl für Brau- und Getränketechnologie

an der TU München-

Weihenstephan. Erste Berufserfahrung erwarb sie

sich bei der Brau-Union Österreich, ehe sie 2011 als

Technical Manager bei Joh. Barth & Sohn in Nürnberg

begann. Die Bier-Sommelière Wiesen lebt mit

ihrer Familie in der Fränkischen Schweiz.

unser Wochenmagazin für die ganze Hallertau mit den lokalen Zusatzmedien



DER GEISENFELDER

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14 hallertau magazin


INTERVIEW mit Dr. Werner Gloßner, Hauptgeschäftsführer der Privaten Brauereien Bayern

Europas bedeutendste Auszeichnung:

Hallertauer Biere alljährlich in den Siegerlisten

Der Wettbewerb European Beer Star findet

heuer bereits zum 12. Mal statt. Wie sind

Sie mit der Entwicklung zufrieden?

Gloßner: Obwohl wir den Wettbewerb jetzt

mittlerweile schon zum 12. Mal veranstalten,

bin ich immer noch erstaunt über die

klasse Entwicklung. Mehr als 1.500 Biere

aus mehr als 40 verschiedenen Ländern,

Biere von allen Kontinenten dieser Erde –

das ist eine nicht erwartbare, enorm positive

Entwicklung.

Wie erklärt sich, dass die Teilnehmerzahl

Jahr für Jahr so beachtlich anwächst? Was

bringt den Brauereien eine Teilnahme/ein Erfolg

beim EBS?

Gloßner: Wir haben international, aber auch in

Deutschland einen Trend zu Bieren mit mehr Geschmack. Ob

man das jetzt Craft-Biertrend nennt, Regionaltrend oder einfach

Spezialitätentrend, spielt hierbei keine Rolle, Fakt ist aber, dass

der Verbraucher Biere sucht, die nach mehr schmecken. Und

genau das bietet eine Auszeichnung des European Beer Star:

Es werden nur sensorische Kriterien aus Konsumentensicht der

Bewertung zugrunde gelegt und das erkennt der Verbraucher

an. Dementsprechend haben natürlich Brauereien, deren Biere

beim European Beer Star ausgezeichnet werden, eine sehr gute

Resonanz bei ihren Kunden.

Wie viele bayerische Brauereien, oder genauer wie viele

Hallertauer Brauereien beteiligen sich beim EBS?

Gloßner: Natürlich sind die bayerischen Brauereien beim European

Beer Star ganz vorne mit dabei, die Qualität der bayerischen

Brauer setzt sich auch im internationalen Vergleich

durch. 2014 hatten wir mehr als 430 Biere

aus Bayern, davon waren etwa 50 aus der

Hallertau. Und wenn man sich die Siegerlisten

der vergangenen Jahre anschaut,

dann können sich die Hallertauer Biere in

diesem harten Wettbewerbsumfeld hervorragend

behaupten.

Gibt es beim diesjährigen European

Beer Star auch Neuerungen?

Gloßner: Die Grundprinzipien bleiben, das

heißt, wir beschränken uns auf Bierstile, die

ihren traditionellen Ursprung in Europa

haben, deshalb auch der Name European Beer

Star. Teilnehmen können aber die Brauereien

weltweit, wir haben schon die Weltmeisterschaft

der Brauereien. Besonders ist, die Biere werden rein

sensorisch von Fachverkostern beurteilt, ohne Laboranalysen,

genauso wie der Verbraucher an ein Bier rangeht. Dieses

Jahr haben wir die Anzahl der Kategorien etwas aufgestockt,

um zu unterschiedliche Biere in einer Kategorie zu vermeiden.

Die Kategorie Rauchbier haben wir getrennt in normale und in

Starkbiere. Bei den stark hopfenbetonten IPA haben wir die

IPA, deren Aroma auf stark fruchtbetonten Hopfensorten

beruht, Hopfensorten, die mittlerweile auch verstärkt in der

Hallertau angebaut werden, in einer eigenen Kategorie abgetrennt.

Dann haben wir die holzfassgereiften Biere in mehrere

Kategorien stärker aufgeteilt. Wir glauben schon, dass wir

dadurch für die Brauereien, aber auch für die Biertrinker noch

interessanter geworden sind. Die Fragen stellte Alexander Herzog

www.private-brauereien.de

hallertau magazin 15


In Bad Gögging laden Wolfgang und Irmgard Kronauer

zum Wandern ein. Mit vier Eseln geht es entlang der

Abens zum Römerkastell Eining und zum Hundertwasserturm

nach Abensberg. Ihre Gäste sind begeistert.

Entschleunigung lautet die Zauberformel. Wandern hat

was: Die Rückbesinnung auf das menschliche Maß,

den Schritt, tut gut. Die Esel strahlen Ruhe und

Gelassenheit aus. Das färbt ab! Von wegen dumm

und störrisch. Esel sind geradezu weise, meint

Irmgard Kronauer. Wie die Esel Paula, Luna, Helena und

Terra nach Bad Gögging kamen und warum sie heute

ein Erfolgsfaktor für die kleine Familienpension der

Kronauers sind? Wir erzählen die Geschichte

am besten von Anfang an ...


hallertau magazin 17


Nach dem Motto „Schauen können

wir ja mal“ bummelten Wolfgang

und Irmgard Kronauer eines

schönen Urlaubstages über einen Eselmarkt

im bayerischen Voralpenland. Und

sie schauten und schauten ... einmal zu

oft in die großen dunklen Augen eines

kuscheligen, grauen Eselfohlens namens

Paula. Es war schlicht Schicksal. Oder war

es einfach der richtige Zeitpunkt, einen

fast vergessenen Wunsch aus der Kinderzeit

zu erfüllen? Einen Esel! Kronauers

entschieden nach Gefühl. Und setzten

ihre Entscheidung prompt und konsequent

um: gleich noch ein zweites Eselfohlen

dazu. Mit Artgenossen lebt es sich

schließlich besser. Nummer 2, Terra, war

ebenfalls eine Schönheit. Jedoch anders:

schwarz wie die Nacht. Eine seltene Farbe

bei deutschen Hauseseln. Früher wäre aus

ihr vielleicht ein „Schmuggler-Esel“

geworden. Stattdessen darf Terra heute für

Entschleunigung und Entspannung bei

Wolfgang und Irmgards Wandergästen

sorgen.

Mit den beiden Fohlen, Paula und Terra,

kamen auch die Mutterstuten nach Bad

Gögging zu den Kronauers. Vorüber -

gehend. Bis die, bei Eseln relativ späte,

Trennung der Jungtiere vorgenommen

werden konnte. Warum auch nicht? Die

Weiden an der Abens rund um die Ferienpension

boten genug Freiraum und Futter

für die Tiere, dem Züchter kam die Entlastung

entgegen. Die Esel gewöhnten

sich schnell ein. Besonders zufrieden auf

den satten Wiesen fühlte sich Paulas

Mutter, eine Eselin namens Luna. Sie

wurde immer runder. Nun, kein Wunder

bei dem guten Futter, dachte die Familie.

Bis eines Tages Lucas, der jüngste von

Irmgard und Wolfgang Kronauers drei

Söhnen ins Haus stürzte und rief „Mama,

Papa, da ist jetzt noch ein Esel!“

Fohlen Helena kam als blinder Passagier

Was gibt es Entzückenderes als ein Eselfohlen?

Die Nachricht von Kronauers

vierbeinigem Nachwuchs schlug ein wie

eine Bombe. Ganz Bad Gögging war auf

den Beinen. Der Kindergarten gleich ums

Eck hatte sozusagen den Sechser im

Esellotto gezogen: Ausflüge zum Eselstreicheln

standen quasi auf der Tagesordnung.

Und dass Luna mit ihrem Fohlen Helena

nun „für immer“ blieb, war auch klar.

„Alle in Bad Gögging finden unsere Esel

gut“, freut sich Irmgard Kronauer, „wenn

wir mit ihnen durch den Ort gehen, bildet

18 hallertau magazin

sich gleich ein Menschenauflauf.“ Am

Anfang hatten ja schon einige den Kopf

geschüttelt, so nach dem Motto „Jetzt sind

sie mit den drei Kindern aus dem Gröbsten

raus und dann tun sie sich die Esel an“.

Einen Esel anschaffen bedeutet ja doch

eine große Verantwortung. 40 Jahre alt

kann ein Hausesel werden bei guter

Pflege. Um artgerecht gehalten zu werden,

braucht er die Gesellschaft eines Artgenossen,

eine ausreichend große Weide und

einen wetterfesten geräumigen Stall.

Nässe vertragen die Esel schlecht, denn

sie haben wenig bis kein Hautfett. Das

hängt mit ihrer Urheimat zusammen, dem

trockenen afrikanischen Kontinent.

Steppe, Ödland und schroffe Gebirge

haben die Tiere über Jahrtausende geprägt.

Würde niemals einen ihrer Esel einfach ausleihen:

Irmgard Kronauer, hier mit Eselstute

Terra. Die dreifache Mutter ist als freischaffende

Künstlerin und als Fastenbegleiterin tätig.

« Du bist zeitlebens für

das verantwortlich,

was du dir vertraut

gemacht hast. »

Antoine de Saint-Exupery in

„Der kleine Prinz“

Entsprechend sind die Esel auch darauf

spezialisiert, den größten Teil des Tages

mit Nahrungssuche auf kargen Weiden zu

verbringen. Üppige Wiesen müssen

dosiert werden: Zu viel frisches und

eiweißhaltiges Grün birgt gesundheitliche

Gefahren. Kronauers haben sich informiert

über Eselhaltung. Für Paula, Terra, Luna

und Helena steht deshalb auch ein grasfreier

Auslauf am Stall zur Verfügung.

Und damit sich die Eselinnen nicht langweilen,

dürfen sie mit Kronauers und

ihren Gästen wandern gehen. Auch bei

Regen. Dann bekommen sie ihre maß -

geschneiderten Regen ponchos um. „Unseren

Eseln soll es gut gehen, sie sollen

aber auch eine Aufgabe haben wie jedes

Mitglied der Familie“, erläutert Irmgard

Kronauer ihre Philo sophie. Irmgard selbst

hat viele Aufgaben. Und unzählige Ideen.

Ihren einmal erlernten Beruf als Telekommunikationssekretärin

hat die gebürtige

Münchsmünsterin längst aufgegeben.

Irgendwie mag man sich die quirlige Frau

auch nicht in einem Büroalltag vorstellen.

Drei Söhne, Atelier, Pensionsbetrieb, Fastenbegleitung,

Gemüsegarten, Marmelade

kochen, Malen, Filzen ... Hund, Katze,

Hühner ... der Tag ist ausgelastet. Spätestens

beim Rundgang durch das Atelier

stellt sich beim Anblick von Aquarellen

und textilem Kunsthandwerk die Frage:

Wie (und wann) macht Irmgard das alles?

16 Betten mit Park

Die Pension in Bad Gögging übernahm

Wolfgang Kronauer von seinen Eltern.

Acht Zimmer und eine Ferienwohnung

stehen zur Verfügung. Die Lage ist zentral

und trotzdem ruhig: vorne der alte Kurpark,

hinten Zier- und Gemüsegarten, das

Flüsschen Abens und die Eselweide. Von

Beruf ist Wolfgang Sozialpädagoge und als

Jugendreferent im Landkreis Eichstätt

tätig. Morgens um 5 Uhr beginnt bereits

sein Tag. Als Erstes kümmert er sich um

die Esel. Die sind nämlich Frühaufsteher.

Und wenn sie Hunger haben, können sie

lauter schreien als ein Hahn (Weshalb

Wolfgang besser nicht verschläft!). Der

Gedanke, mit Pensionsgästen und Eseln

gemeinsam wandern zu gehen und das

auch als touristisches Angebot zu formulieren,

ergab sich irgendwie. Das Interesse

der Gäste an den Eseln war von Anfang

an gegeben. Dann begann sich das Hobby

zu entwickeln. Heute kommen Gäste

speziell wegen der Esel. Es seien „besondere

Menschen“ die da kommen, bemerkt

Irmgard. Sie staune oft, wo in der Welt


Esel sind Herdentiere, die gerne in Freundschaften

leben. Die Lebenserwartung eines Esels liegt

bei 40 Jahren – eine Verantwortung, die vor der

Anschaffung gut überlegt sein will.

Bei Kronauers in Bad Gögging fühlen sich die Esel

sichtlich wohl. Ihre Weide am Flüsschen Abens ist

ein kleines Paradies. Manchmal kommt sogar ein

Reh vorbeigesprungen.

hallertau magazin 19


Foto: privat

Foto: privat

ihre Gäste schon unterwegs gewesen seien und was sie alles erlebt

hätten. „Ihr braucht nicht verreisen, um interessante Leute kennenzulernen.

Die kommen ja mit ihren Geschichten zu Euch!“, brachte

es eine Freundin einmal auf den Punkt. Unbeeindruckt von Lebensläufen

und Fünf-Sterne-Gepäck: die Esel. Auch verhaltensauffällige

Kinder und bellende Hunde bringen sie nicht aus der Ruhe. Das

liegt in ihrem Wesen. In ihrer „alten Weisheit“, wie Irmgard es

nennt. Diese wird heutzutage vielerorts wiederentdeckt: Esel werden

in der tier gestützten Therapie und zum Schutz von Schafherden

gegen Wölfe eingesetzt. Sozialpädagoge Wolfgang kann zum therapeutischem

Einsatz aus eigener Erfahrung berichten. Zum Beispiel

von einem Besuch in einer Behinderteneinrichtung im nahe

gelegenen Offenstetten. Ein schwer autistisch veranlagter Junge

umarmte einen der Esel, lehnte sich dabei halb über seinen Rücken

und verharrte dann über eine Stunde in dieser Position. Der Esel

blieb die ganze Zeit aufmerksam, aber regungslos stehen. Obwohl

nichts passierte, sei für alle spürbar gewesen, dass eine Art Zwiesprache

stattfand zwischen den beiden. Alle anderen Kinder und

auch die Esel hätten intuitiv Abstand gehalten. Es sei ein beeindruckendes

Erlebnis gewesen. Und mit dieser Qualität der Erlebnisse

überraschten ihn seine Esel immer wieder. Und mit ihrer Anziehungskraft.

Was als Hobby begann, ist heute geradezu ein

betrieblicher Erfolgsfaktor. Ein Fünftel seines Umsatzes mit der

Pension schreibt Wolfgang Kronauer den Eseln zu. Sie sind Attraktion

und Wellness-Faktor.

Esel entspannen einfach

Woran es liegt? Vielleicht an ihrer unerschütterlichen Gelassenheit

und an ihrem gutmütigen, freundlichen Wesen. Störrisch und

dumm sind Esel nämlich keinesfalls – diese, ihnen zugeschriebenen

Eigenschaften sind in Wahrheit Stärken ihrer Art: Ihre Vorfahren

lebten in unwirtlichem, steilem und steinigem Gelände. Eine kopflose

Flucht würde hier zum sicheren Tod führen. Deshalb bleiben

Esel erst einmal wie angewurzelt stehen und prüfen die Lage, wenn

sie etwas beunruhigt. „Feinfühligkeit und Vertrauen sind gefragt“,

bestätigt Irmgard Kronauer. Keinen ihrer Esel würde sie „einfach

20 hallertau magazin


« jedes auge ...

stark wie ein espresso ...

jedes weiche, weiße maul

wie gerade eben erst

in einen mehlsack,

in das mehl der fabeln

eingetaucht »

aus 3 Esel, Sizilien

von Jan Wagner

(Regentonnenvariationen,

Carl Hanser Verlag 2014)

„Die Wanderung mit Terra war ein perfektes

Kontrastprogramm zu meinem doch recht

rasanten Designer-Alltag.“

Robert aus Augsburg buchte spontan eine

Wochenend-Wanderung bei Kronauers.

„Die Esel zeigen uns, was es heißt, mit Ruhe,

Gelassenheit und guter Laune zu wandern.

Das kann ich allen stress geplagten Menschen

nur wärmstens empfehlen!“

Ingeborg aus Freudenstadt kam mit Freunden

zum Fastenwandern nach Bad Gögging. Ein

Hund war auch mit dabei.

Eselstute Terra hat vielleicht die meisten

Fans. Mit ihr versteckte sich sogar einmal

ein Mädchen, das aus den Ferien nicht

zurück in die Großstadt wollte. Schwarze

Esel sind eher selten. Früher standen sie

bei Schmugglern hoch im Kurs: Etwas

Ruß um Augen und Maul und sie waren

unsichtbare, geländegängige Helfer in der

Nacht.

Helena, die jüngste Eselstute, kam quasi

als blinder Passagier zu Kronauers.

Eines Morgens lag das Eselfohlen im Stall.


so“ ausleihen. „Wir sind immer dabei!

Manchmal werden wir gefragt, ob wir die

Esel ausleihen. Das machen wir nicht. Wir

wüssten dann ja nicht, was vielleicht mit

den Eseln passiert ist. Und bei uns bleiben

sie schließlich ihr Leben lang.“ Ein Gast

ließ als Dankeschön für einen unvergesslichen

Aufenthalt ein T-Shirt für sie fertigen

„Beste Eselmama“ steht darauf. Viele

Gäste kommen wieder und halten Kontakt.

Eine Familie aus Frankfurt gehört

dazu. Bei der Abreise nach ihrem ersten

Aufenthalt büchste die damals 11-jährige

Tochter kurz vor Abfahrt des Zuges aus.

Sie lief zurück und versteckte sich im Eselstall.

Bei ihrer Terra wollte sie bleiben, auf

dem Land leben, nicht mehr zurückkehren

in die Großstadt.

Was macht das Wandern mit Eseln

so besonders?

Das Gehen, die Rückkehr zum mensch -

lichen Maß des Schrittes, entschleunigt.

Was steuern die Esel zusätzlich bei? Tragen

sie die Rucksäcke oder das eine oder

andere müde Kind? Vielleicht. Wertvoll

aber ist vor allem diese Leistung: Die

Beschäftigung mit den Eseln fängt das

Tempo-geprägte Denken der Wanderer

auf. Es geht um den gemeinsamen Weg.

Die Streckenleistung ist Nebensache.

Wie viele Kilometer in welcher Zeit zurückgelegt

werden, das bestimmt letztendlich

der Esel. Und der will als Erstes seine

Weg gefährten kennenlernen. Klar: Wem

er nicht traut, mit dem geht er nicht mit.

Die Parole lautet: Wir werden ankommen,

wenn wir ankommen!

So ähnlich erfahren es Kronauers Wandergäste

bei Ankunft. Als Nächstes findet

Eselkunde statt. Die Bedürfnisse der Tiere

werden erläutert. Nach der ersten An -

näherung lernen die Wandergäste die Esel

beim Bürsten, Hufe pflegen sowie Anlegen

von Zaum und Lastensattel intensiver

kennen. „Das gehört dazu“ so Wolfgang

Kronauer, „so entstehen Bindung und

Vertrauen“. Esel sind neugierig und

intelligent. Sie lieben es, wenn Menschen

sich um sie kümmern. Wenn sie – wie

Luna, Paula, Terra und Helena – viele

positive Menschenerlebnisse gemacht

haben, sind sie regelrecht verschmust. So

vergeht gut eine Stunde, bevor sich die

Wandergesellschaft auf den gemeinsamen

Weg durch die Natur macht. Die beliebtesten

Wanderungen führen durch die

Donauauen ins Römerkastell Abusina

nach Eining oder nach Abensberg zum

Hundertwasserturm. „Alle Wege, die wir

gehen, haben wir mit den Eseln geübt.

Wenn Esel Bedenken haben, bleiben sie

einfach stehen. Sie lassen sich nicht an -

treiben. Sie arbeiten nur freiwillig und

wenn Beziehung und Vertrauen stimmen.“

Vielleicht ist das ja auch etwas, was uns

an Eseln fasziniert? von Maité Herzog,

Fotos: Rainer Zimmermann (soweit nicht anders

angegeben)

Lust auf eine Esel-Wanderung

durch die Bad Gögginger

Auenlandschaft?

Wolfgang und Irmgard Kronauer

Atelier & Park Pension, Bad Gögging

Telefon: +49 (0) 9445 21414

mail@atelier-kronauer.de

www.atelier-kronauer.de

(v.l.n.r.) Terra, Paula, Helena

und die zierliche Mutterstute Luna

22 hallertau magazin


Wir sind innovativ

neue Hopfensorten

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Samstag 13. Juni

von 10 –16 Uhr

1990-2015

25 Jahre Leidenschaft

aus Blech und Metall

Sie sind herzlich willkommen.


Foto: Paul Ehrenreich

Hopfenland

Hallertau!

Informationen vom Hopfenland Hallertau Tourismus e.V.

Neuer Tourismusverein für das Hopfenland

Hallertau gegründet

Am 23. März 2015 wurde im Rahmen der

konstituierenden Sitzung in Wolnzach der

neue Verein Hopfenland Hallertau Tourismus

e.V. gegründet. Er löst die bisher

bestehenden Tourismusorganisationen

ARGE Hopfenland Hallertau, Tourismusverband

Hallertau e.V. und Tourismusverein

Hopfenland Hallertau e.V. ab. Die Kräfte

aller Touristiker und Fachleute in der

Region sind jetzt unter einem Dach gebündelt.

Der Prozess hin zur Entwicklung einer

einheitlichen Organisation dauerte über

ein Jahr. Nach zwei Strategie-Workshops

mit den politisch und touristisch Verantwortlichen

der bestehenden Organisationen

über mögliche Kooperationen wurde

das gemeinsame Ziel formuliert, die drei

Organisationsformen in einem neuen

Verein zusammenzuführen, um mit einer

einheitlichen Strategie das Profil des

Hopfenlandes Hallertau zu stärken.

Der neue Vereinssitz wird in Pfaffenhofen

a.d.Ilm sein. Zum 1. Vorsitzenden wurde

Landrat Martin Wolf aus Pfaffenhofen a.d.

Ilm, zum 2. Vorsitzenden Landrat Dr. Hubert

Faltermeier aus Kelheim gewählt. Die Vorstandschaft

des neuen Vereins besteht

aus zwölf Personen, d.h. pro Landkreis

sind drei Personen vertreten. Neben den

Hallertauer Landräten Dr. Hubert Faltermeier,

Martin Wolf, Josef Hauner und

Peter Dreier sind auch vier Bürgermeister

mit in der Vorstandschaft. Dabei handelt

es sich um Bürgermeister Josef Reiser

(Stadt Mainburg), Bürgermeister Jens

Machold (Markt Wolnzach), Bürgermeister

Konrad Schickaneder (Gemeinde Rudelzhausen)

und Bürgermeister Alfred Holzner

(Stadt Rottenburg a.d.Laaber). Als Vertreter

der Wirtschaft wurden Frau Anneliese

Stadler (1. Vorsitzende des Tourismusvereins

Hopfenland Hallertau), Pater Lukas

Wirth (Kloster Scheyern), Prof. Dr. Josef

Schrädler (Bayerische Staatsbrauerei

Weihenstephan) und Angelika Wimmer

(2. Vorsitzende Bayerische Bauernmarktkonferenz

– Bayerischer Bauernverband –

und Erlebnisbäuerin) gewählt. Die

Rechnungsprüfung übernehmen Frau

Hannelore Langwieser (Stellvertretende

Vorsitzende Tourismusverband Hallertau

e.V.) sowie Frau Erna Stanglmayr (Hopfenbotschafterin).

Die Geschäftsführung des Vereins übernimmt

die Dipl.-Betriebswirtin (FH) Martina

Mayer, die bereits zweieinhalb Jahre für

die ARGE Hopfenland Hallertau tätig war.

Im Fachbeirat, der die Geschäftsführung

berät und unterstützt, arbeiten neben

touristischem Fachpersonal aus den vier

Landkreisen weitere sechs ehrenamtliche

Personen: Hans-Peter Rickinger (Kuchlbauer’s

Bierwelt), Dr. Christoph Pinzl (Deutsches

Hopfenmuseum), Dr. Ingo Bartha

(Stadt Freising), Johannes Rauchenecker

(Schlossbrauerei Hohenthann) sowie als

Vertreter des Tourismusverbandes Hallertau

e.V. Herbert Hack und Siegfried Anneser.

Fortführung von etablierten Aktionen

und Veranstaltungen

Für den Hopfenland Hallertau Tourismus

e.V. ist es wichtig, dass trotz der touristischen

Neustrukturierung die bislang bewährten

Aktionen und Veranstaltungen

auch zukünftig bestehen bleiben. Dies

betrifft den Familienerlebnistag auf dem

Erlebnispfad „Hopfen & Bier“ in Mainburg

(Sonntag, 7. Juni 2015) genauso wie das

Hopfenzupferfest „Hopfenzupfen wie zu

Großmutters

Zeiten“

im Schloss

Ratzenhofen

(Sonntag,

9. August

2015) – beides

Veranstaltungen,

die vom

ehemaligen

Tourismusverein

Hopfenland Hallertau e.V. durchgeführt

wurden. Genauso verhält es sich mit

dem Hallertauer Hopfakranzlfest (Sonntag,

20. September 2015), welches vom

ehemaligen Tourismusverband Hallertau

e.V. ins Leben gerufen wurde. Alle

Veranstaltungen werden auch zukünftig

fortgeführt.

Foto: Anton Mirwald

24 hallertau magazin


10. Hallertauer Hopfakranzlfest –

Sonntag, 20. September 2015, in

Hohenwart

Das Hallertauer Hopfakranzlfest feiert in

diesem Jahr sein 10-jähriges Jubiläum.

Über die Jahre hinweg hat sich das Hopfakranzlfest

als attraktive Regionalmesse

10.

www.hopfenland-hallertau.de

au.de

, 15

Sonntag, 20. Sept. 2015

ab 10.30 Uhr · Hohenwart

Regionalmesse mit Hallertauer Produkten

Informationen und Angebote rund um den Hopfen

Musikgruppen aus der Hallertau

Attraktives Rahmenprogramm

Markt Hohenwart

rund um das Thema Hopfen etabliert und

ist inzwischen weit über die Grenzen der

Hallertau bekannt.

Am Sonntag, 20. September 2015, lädt

der Hopfenland Hallertau Tourismus e.V.

gemeinsam mit dem Markt Hohenwart

zum 10. Hallertauer Hopfakranzlfest ein.

Neben einer offiziellen Eröffnung wird es

auch in diesem Jahr wieder einen großen

Hopfenmarkt mit zahlreichen Ständen

geben, an denen Dekoratives, Handwerkliches

und Kunstvolles aus und mit Hopfen

angeboten wird. Für das leibliche Wohl

sorgen die lokalen Vereine, Wirte und

Gastronomen aus dem Markt Hohenwart.

Außerdem gibt es ein vielfältiges Unterhaltungsprogramm

mit tänzerischen

Darbietungen, Präsentationen sowie

abwechslungsreicher musikalischer Unterhaltung.

Weitere Infos unter Tel. 08443-6911 oder

schmidmeir@markt-hohenwart.de sowie

unter www.markt-hohenwart.de.

Neue Broschüre „Hallertau schmecken

& entdecken 2015

Pünktlich zum Start der Hallertauer Spargelwochen

2015 erschien die inzwischen

etablierte Broschüre „Hallertau schmecken

& entdecken 2015“. Auf 44 Seiten werden

alle Gastronomiebetriebe, die bei den

Hallertauer

Genusswochen

mit -

machen, mit

Kontaktdaten

aufgeführt.

Zudem

enthält die

kompakte

Broschüre

© www.NOWAKwerbeagentur.de

über 200 Veranstaltungen, die im Zeitraum

April bis November 2015 in der Hallertau

stattfinden: von organisierten Thementouren

für Radfahrer, Sportevents über

Traditions- und Brauchtumsveranstaltungen

bis hin zu Hopfenerlebnisführungen,

Ausstellungen und Messen sowie Volksfesten.

Veranstaltungen, die sich speziell

für Familien eignen, sind gesondert gekennzeichnet.

Neu ist, dass die Broschüre

um zusätzliche Rubriken wie Spargelhöfe,

regionale Produkte und die Kategorie

‚Musik & Theater‘ erweitert wurde. Die

handliche Broschüre ist für Einheimische

und Gäste ein wertvoller Begleiter bei der

Freizeitplanung und ist kostenlos bei den

Landratsämtern Freising, Kelheim, Landshut

und Pfaffenhofen a.d.Ilm sowie beim

Hopfenland Hallertau Tourismus e.V.

unter Tel. 09441 207493 oder info@hopfenland-hallertau.de

erhältlich. Weitere

Broschüren und Infos unter www.hopfenland-hallertau.de.

Foto: Anton Mirwald

Hallertauer Genusswochen

Den Auftakt für die Hallertauer Genusswochen

2015 bildeten auch diesmal

wieder die etablierten Hallertauer Spargelwochen.

Dabei kommen traditionelle

Spargelgerichte sowie neue Spargelkompositionen

noch bis Mitte Juni in über

zwanzig Restaurants und Gaststätten in

der Hallertau auf den Tisch.

Doch damit nicht genug. Frische und

Regionalität spielen auch bei den Genusswochen

im Sommer und Herbst eine

tragende Rolle. Während der Hallertauer

Hopfen- und Bierwochen von August bis

Mitte September wird neben kreativen

Biergerichten und Biermenüs mit Bierbegleitung

bzw. Bierverkostung auch das

„Original Hallertauer Hopfenzupfermahl“

angeboten. Im Rahmen der Wildwochen

von Mitte Oktober bis November garantieren

kulinarische „Wild-Klassiker“ sowie

neue Wildkreationen in fast zwanzig

Gastronomiebetrieben köstlichen Wildgenuss

vom Feinsten.

Eine Übersicht der teilnehmenden Restaurants

und Gaststätten finden Sie unter

www.hopfenland-hallertau.de/kulinarik

sowie in der Broschüre „Hallertau schmecken

& entdecken 2015“.

Mitglied werden!

Der Hopfenland Hallertau Tourismus e.V.

hat sich zum Ziel gesetzt, das Hopfenland

Hallertau als Ausflugs- und Freizeitdestination

zu stärken und den Tourismus in

der Region zu fördern. Dabei sieht sich

der Tourismusverein als Bindeglied

zwischen den vier Landkreisen Kelheim,

Pfaffenhofen a.d.Ilm, Freising und Landshut

sowie als Schnittstelle zwischen Ober- und

Niederbayern.

Um die zukünftigen Aufgaben und Herausforderungen

meistern zu können, sind

wir auf Hilfe von Partnern angewiesen,

die mitmachen und sich einbringen wollen.

Zusammen wollen wir Maßnahmen und

Aktionen diskutieren und diese dann

gemeinsam umsetzen. Wir sind offen für

neue Ideen, für neues Engagement und

für neue Mitglieder.

Weitere Infos zur Mitgliedschaft

und zum Tourismusverein unter:

Hopfenland Hallertau Tourismus e.V.

Martina Mayer

Spitalstraße 7

85276 Pfaffenhofen a.d.Ilm

Telefon 09441 207493

info@hopfenland-hallertau.de

www.hopfenland-hallertau.de

hallertau magazin 25


Ausflugstipps:

Freising, Eintritt frei!

Weihenstephaner

Sichtungsgarten

Walderlebnispfad im Freisinger Forst

• 2 km langer Rundweg mit vielen spannenden Stationen u.a. Wald-Labyrinth, Holzskulpturen,

Insektenhotel, Feuchtbiotop, Abenteuerspielplatz und Waldklassenzimmer.

Gut befestigte, gepflegte Wege.

• Start und Parken: Haindlfingerstraße, Waldgaststätte „Plantage“, Freising

www.walderlebnispfad-freising.de

Hobbygärtner finden hier jede Menge Inspiration und geballtes

Fachwissen.Im Staudengarten verzaubern Rosen, Stauden und

Gehölze in wechselnden Kombinationen. Nebenan im Kleingarten

geht es um den Anbau von Obst, Gemüse und Kräutern. Zu

sehen u.a. Hügel- und Hochbeete in Mischkultur, Versuche zu

Sortenwahl, Düngung und Fruchtfolge sowie unterschiedliche

Gewächshäuser. Auch Balkongärtner finden zahlreiche Gestaltungsbeispiele.

Alle verwendeten Pflanzen sind beschildert.

Der Lehr- und Versuchsgarten umfasst eine Fläche von mehr als

5 Hektar.

Weihenstephaner Gärten

Am Staudengarten 7, Freising

• Geöffnet täglich bis 31. Oktober, 9:00 – 18:00 Uhr. Eintritt frei.

• Hunde nicht erlaubt.

• Führungen für Gruppen bis 25 Personen: 95 Euro, Dauer

ca. 1,5 Std. · Telefon 08161 71-4026 (vormittags)

• Service: WC im Sichtungsgarten

• Gastronomie: „Orangerie“ Cafe, Bistro und Shop zwischen

Sichtungsgarten und Gemüsekleingarten (Montag Ruhetag)

Alle Fotos: Maité Herzog

26 hallertau magazin


Die schönsten

Biergärten

und Terrassen

der Hallertau

täglich geöffnet

Wochenende/Feiertage

ganztägig warme Küche

Schmankerl zum Sattessen:

täglich wechselnd für €9,99

(z. B. Samstag Spareribs,

Sonntag Braten)

Ziegelstr. 4 · 85283 Wolnzach

t 08442 9681-0 · f 08442 9681-99

e info@hotel-hallertau.de

www.wilderhirsch-wolnzach.com

FEINE BAYERISCHE KÜCHE • MODERNE GÄSTEZIMMER

PARTYSERVICE • RÄUME FÜR KLEINE UND GROSSE FESTE



Dorfstraße 8, 85395 Gütlsdorf/Attenkirchen, Tel. 08168/243

info@gasthaus-ostermeier.de, www.gasthaus-ostermeier.de

Di bis So 11.30 – 14 Uhr, Mo bis Sa 18 – 21 Uhr, Mittwoch Ruhetag

Im neu errichteten Pavillon gibt es neben Kaffeespezialitäten

und Cocktails auch besondere hopfenbetonte bayerische

Biere im kleinen Glas zu probieren.

Tafeln unter alten Kastanien: die Gartenterasse

des Restaurants „Onassis“.

Termine zum Vormerken: 16. Juli: Kocherlball · 1./2. August: Festival der Sinne ·

9. August: Hopfenzupfen wie zu Großmutters Zeiten · 30. August: Spaziergang in den

Hopfenhimmel · 20. September: Bauernmarkt

Familie Christodoulou

Untere Hauptstraße 1 · 84072 Au i. d. Hallertau

Telefon 0 87 52 / 86 90 392 · www.onassis-au.de

Fotolia

Schöne Gartenterrasse!

Täglich geöffnet: 11:30–14:00 / 17:30–23:00 (warme Küche)


Lehmann

Perfekt in Form: die Geschäftsleitung der

Firma Hagl mit (v.l.n.r.) Dieter Haslacher,

Jürgen Hagl, Christopher Hagl

und Firmengründer Helmuth Hagl.

Generationswechsel

geglückt!

Machten den „Ostermeier“ zu einer der besten Adressen der Hallertau: (v.l.n.r.)

die Eltern Josef und Annemarie Ostermeier, Josef Ostermeier (mit Tochter Lara),

Sandra Ostermeier (mit Sohn Lukas).

Die Gütlsdorfer Familien Hagl

und Ostermeier blicken

auf mehr als 175 Jahre

Unternehmensgeschichte zurück.

Der eher unscheinbare Ortsteil Gütlsdorf der Hallertauer

Gemeinde Attenkirchen (Lkr. Freising) ist Sitz

zweier Unternehmen, die auf den ersten Blick wenig

Gemeinsamkeiten zu haben scheinen. Das sind der Gastronomie-

und Hotelbetrieb Ostermeier und der Metallbau -

betrieb Hagl. Beide Unternehmen haben unlängst einen

reibungslosen Generationswechsel vollzogen. Die beiden

Betriebsnachfolger Josef Ostermeier (37) und Jürgen Hagl (40)

verbindet seit Kindesbeinen an eine enge Freundschaft.

Diese ist wohl auch deshalb so nachhaltig, weil „die beiden

so stark in ihrem Beruf eingespannt sind, dass sie die verbleibende

Zeit für Gemeinsamkeiten besonders zu schätzen

wissen“, mutmaßt Ehefrau Andrea Hagl – bei gemeinsamen

Urlauben (heute mit Familien), beim Fußball und in jüngerer

Zeit im Schützenverein, der im Gasthof Ostermeier beheimatet

ist.

28 hallertau magazin


In diesen Tagen feiern nun beide Firmenjubiläen:

Der Gasthof Ostermeier ist seit

mehr als 150 Jahren im Familienbesitz. Der

Metallbaubetrieb Hagl wird 25 Jahre alt.

Die Firma Hagl beschäftigt heute 130

Mitarbeiter (mehr als Gütlsdorf Einwohner

hat!) und beliefert alle bedeutenden

deutschen Automobilhersteller an Stand -

orten im In- und Ausland mit Komponenten

für Prototypen, Versuchsteilen

und Kleinserien. Mit über 40 Jahren

Metallbau Hagl: High-Tech für höchste Präzision, um den Ansprüchen der führenden Automobilhersteller gerecht zu werden.

wagte der Firmengründer Helmuth Hagl,

bis dahin Berufsausbilder bei einem großen

Automobilhersteller in München,

den Schritt in die Selbstständigkeit. Zu

zweit verfolgten sie die damalige Geschäftsidee,

Karosseriebau für Automobilprototypen

und Oldtimer anzubieten.

Fulminante Unternehmensentwicklung

Bei der Gründung hätte er sich diese

fulminante Unternehmensentwicklung

nicht vorstellen können, versichert Helmuth

Hagl, „wir haben halt losgelegt mit

der Zuversicht, was die Großen können,

können wir auch!“ Zum 1. Januar 2013

übertrug er seine Geschäftsanteile an

seine beiden Söhne Jürgen (40) und

Christopher (30), die sich seitdem die

Unternehmensleitung mit dem langjährigen

geschäftsführenden Gesellschafter

Dieter Haslacher teilen. Jürgen war

schon seit 1999 im Unternehmen tätig.

Der jüngere Sohn Christopher, Modellbauer

und Fahrzeugbautechniker, den

seine berufliche Laufbahn in renommierte

Ingenieurbüros und zu namhaften

Automobilherstellern führte, musste erst

überzeugt werden, nach Gütlsdorf zurückzukehren

und in der „eigenen“

Firma zu arbeiten. „Ich habe es keinen

Tag bereut“, erzählt Christopher heute,

„gegenüber den eher begrenzten Entwicklungsmöglichkeiten

in einem Konzern

habe ich hier doch ungleich mehr

Gestaltungsmöglichkeiten. Und es verschafft

eine große Befriedigung, das selbst

gestaltete und produzierte Produkt zu

sehen.“ Wie das Fahrzeug, einen BMW-

SUV, den Christopher Hagl in den vergangenen

Monaten um- und ausgebaut

hat – als Prototyp für ein kostengünstiges

Expeditionsmobil, das beim Tag der

Offenen Tür am 13. Juni erstmals der

Öffentlichkeit präsentiert wird. Denn

kurze Zeit später wird man es nach

Island verschiffen, wo es Christopher

und seiner Freundin als „Untersatz“ für

eine vierwöchige Erkundungs-Tour der

skandinavischen Insel dienen wird. Die

Lust am Experimentieren, am Ausprobieren

von Neuem steht irgendwie symbolisch

für die Erfolgsgeschichte der

Firma Hagl.

Genauso wie ein paar Hundert Meter

entfernt bei den Ostermeiers. Der Landwirt

Matthias Ostermeier („Simon-Bauer“)

erkannte 1864 das brachliegende gastronomische

Potential in seiner Gemeinde

und stellte einen Antrag auf Erteilung

einer „Tafernwirtschaftconcession“ – mit

der für die Genehmigunsgbehörde überzeugenden

Begründung, dass der seiner -

zeitige, halbstündige Fußweg vieler Zecher

der Umgebung bis zur nächsten Wirtschaft

verkürzt werden müsste.

Erfolgsgeschichte „Ostermeier“

Der geschäftstüchtige Landwirt baute den

Gastronomiebetrieb sukzessive aus und

erweiterte ihn bereits 1905 um einen Beherbergungsbetrieb.

Bis heute ist der

„Ostermeier“ ohne Unterbrechung in den

Händen der Familie. Der jüngste Stabwechsel

von der 4. zur 5. Generation

erfolgte 2005: Die Wirtsleute Annemarie

und Josef Ostermeier übergaben den

Betrieb an Sohn Josef, der nach seiner

Ausbildung zum Koch in der Schlosswirtschaft

Schleißheim und Stationen in

Top-Restaurants in München, u. a. beim

Sterne-Koch Karl Ederer, in seinen Heimatort

zurückkehrte. Was der Betriebsnachfolger

gleich anpackte war die

Renovierung der Gasträume, kurze Zeit

später der Bau eines Hoteltrakts (anstelle

des ehemaligen Kuhstalls) und zuletzt die

Einrichtung einer modernen Großküche,

die seinen Ansprüchen an gehobene Küche

und den gestiegenen Anforderungen der

immer zahlreicher werdenden Familienfeiern

gerecht wird.

Das Konzept „Gelebte Wirtshaustradition

mit Feinschmeckerküche“ (hallertau

01/2013) findet einen stetig steigenden

Zuspruch: Die Gäste des „Ostermeier“

kommen längst nicht mehr nur aus Attenkirchen

und Umgebung, sondern auch aus

München, Freising, Landshut oder Mainburg.

Tatkräftig unterstützt werden Josef

und Ehefrau Sandra auch weiterhin von

ihren Eltern. Ja mehr noch: Schwester

Annemarie Lobmeier ist Köchin; Schwester

Sabine Grimps unterstützt bei Bedarf

im Service. Wenn es ganz hoch hergeht,

dann helfen auch mal die Schwager. Ein

Familienbetrieb eben – wie bei den Hagls.

Attraktive Arbeitsplätze

Fast wäre der Fototermin geplatzt. Jürgen

musste am Vorabend kurzfristig zu einem

Kundentermin nach Stuttgart. Vater Helmuth,

der nur noch gelegentlich in der

hallertau magazin 29


Lehmann

Firma ist, musste eine Liefertour

nach Thüringen

übernehmen, weil ein

Fahrer ausgefallen war.

Aber pünktlich zum

Schichtwechsel gruppieren

sich dann alle für das Zeitungsfoto:

die Geschäftsleitung

und die mehr als

hundert Mitarbeiter und

Azubis. In Kürze wird man

gemeinsam den Geburtstag

der Firma feiern und

zu diesem Fest auch viele

Gäste begrüßen. „Wir

wollen damit auch auf

unser Unternehmen aufmerksam

machen,“ erklärt

Jürgen Hagl,“ als modernes

Unternehmen, das attraktive

Arbeitsplätze zu

bieten hat.“ In den beiden

zurücklie genden Jahren

wurde kräftig investiert, zunächst in neue

Produktionshallen und Anlagen, zuletzt in

moderne Geschäftsräume, an denen

Handwerker gerade noch letzte Arbeiten

ausführen. „Wir sind schon enorm gewachsen

in den vergangenen Jahren“, bilanziert

Christopher Hagl, „das verändert Abläufe

und Prozesse und fordert uns, neue Strukturen

aufzubauen und die Mitarbeiter zu

selbstständigem, verantwortungsbewussten

Handeln zu motivieren.“

Wurden früher Prototypen

oder Kleinserien auf Zuruf

des Kunden auch mal in

einer Nacht- und Nebel -

aktion hergestellt, verlangen

die vielen parallel laufenden

Produktionsaufträge ganz andere

Vorgehensweisen. „Mit

unserer Kernkompetenz im

Automobilbereich werden

wir auch weiter von der

Marktentwicklung profitieren“,

so Jürgen Hagl, der sich

einig weiß mit seinen Geschäftsführerkollegen,

wie es

mit der erfolgreichen Firma

weitergehen soll: „Wir wollen

nicht um jeden Preis wachsen,

sondern mit einer

vernünftigen Personal- und

Finanzplanung sowie unter

Beibehaltung unserer hohen

Qualitätsansprüche.“

Die Jubiläumsfeiern bei

Ostermeiers und Hagls finden

nur um zwei Wochen

versetzt statt. Aber hier wie

dort herrscht bereits hektische Betriebsamkeit

in der Vorbereitung. Schließlich

will man sich den Festgästen optimal präsentieren.

Die beiden Freunde Jürgen und

Josef werden dann mit ihren Familien

beide Feste – soweit es die Organisation

der eigenen Veranstaltung zulässt –

gemeinsam feiern.

ah, Fotos: Hagl, Lehmann, Maité

Hagl GmbH

Lohbauernberg 1

85395 Attenkirchen

Tel: 08168 9061-0

www.hagl-gmbh.de

Gasthaus Ostermeier

Dorfstr. 8

85395 Attenkirchen/Gütlsdorf

Tel: 08168 243

www.gasthaus-ostermeier.de

Besuchen Sie uns auf Kreuth

und genießen Sie eine Tasse

Kaffee oder Cappuccino und

ein leckeres Stück Kuchen in

unserem gemütlichen Café –

bei inspirierendem Ambiente.

Sie können Ihre private

Veranstaltung oder Familienfeier

bei uns buchen – oder

eine Busreise zu einer

unserer vierteljährlichen

Ausstellungen planen.

Wir freuen uns auf Sie!

www.kreuth1.de


Für Sie in der Hallertau entdeckt:

Orte

zum Feiern

Zugegeben, leicht zu finden ist dieser idyllische Flecken nicht.

Das Hof-Ensemble „Kreuth 1“ liegt etwas abseits größerer

Durchgangsstraßen. Keinesfalls sollte man Kreuth als Ort ins

Navi eingeben, sonst landet man irgendwo. Der Name steht

nämlich für eine Straße in der Gemeinde Rudelzhausen. Wie

auch immer, wer hinfindet, wird mit tollen Eindrücken belohnt.

Die Familie Senger hat den ehemaligen Hopfenbauernhof seit

1996 zu einem Erlebnis in Sachen Natursteine und Garten ausgebaut.

Im ehemaligen Pferdestall des Hofensembles befindet

sich das geschmackvoll gestaltete „Café Kreuth“. Aufgrund der

vielen Veranstaltungen und Ausstellungen, die dort stattfinden,

beschloss die Familie Senger, dieses professionelle Gastronomieangebot

einzurichten, mit Bar, Kühlung, einer kleiner

Küche und Platz für etwa 60 Personen - inklusive Terrasse. „Wir

wollten halt gleich was Gescheites machen“, erinnert sich

Hausherr Simon Senger, „und das hat sich bewährt.“

alle: Lehmann

Während der Öffnungszeiten gibt es dort täglich Kaffee und

eine kleine Auswahl an Kuchen bzw. Torten. Das Café Kreuth

kann aber auch für exklusive Familienfeiern angemietet werden

und bietet entsprechend bestuhlt etwa 40 Gästen Platz.

Die Sengers organisieren gerne die Bewirtung für die Feier. Die

umgebende Atmosphäre der Ausstellungen zu Natursteinen

und Gartenaccessoires gibt es gratis dazu.

www.kreuth1.de

hallertau magazin 31


Zwischen Abensberg und Bad Gögging werden auf

einem großzügigen Waldareal heimische und exotische

Vögel gezeigt. Überraschungen sind garantiert: Wer

durch den idyllischen kleinen Park spaziert, trifft auch

auf Kängurus und amerikanische Nasenbären. Ein Besuch

lässt sich gut mit einer Wanderung verbinden.

Vogelp

32 hallertau magazin


Ausflugstipp

ark Abensberg


Übermut pur: Eselfohlen Karlie dreht gern

mal auf! Mutter Kiki nimmt’s gelassen.

Hängebauchschweine sind neugierig und

sehr sozial. Hier leben sie in Gemeinschaft

mit Hühnern und Ziegen.

Wallabys ernähren sich ausschließlich vegetarisch.

Die Mini-Kängurus werden eher nachts aktiv.

Harry, der Habichtskauz, steht auf Mäuse.

Zu dumm, heute gibt’s Küken. Bis zu 200 Stück

pro Tag braucht es, um alle Greifvögel im Park

satt zu bekommen.

Ein absoluter Hingucker:

Hängebauch-Ferkelchen!

Die Schweine freuen sich

über Kartoffeln und Gemüse.

Extra für sie gekocht!

Übrigens: Schweine haben

im Rüssel mehr Geruchs- und

Geschmacksknospen als ein

Hund.

Schnee-Eulen-Männchen wie Freddy sind

fast weiß. Heuer ist Nachwuchs unterwegs.

Partnerin Wilma bekommt die Beute ans

Nest gebracht.


Der Vogelpark überrascht entgegen seinem

Namen auch mit Eseln, Ponys, Ziegen, Kängurus,

Alpakas, Hängebauchschweinen sowie Kaninchen

und Meerschweinchen. Manche Tiere laufen

frei auf den Wegen, viele lassen sich gutmütig

von Besuchern streicheln. Das hängt sicher auch

mit den Futtertüten zusammen, die man mit der

Eintrittskarte am Eingang erwerben kann. Wer

gerne Tiere beobachtet, wird sich auf einem Spaziergang

durch den kleinen Privatzoo gut unterhalten

fühlen. Es lohnt auch an der Führung

teilzunehmen. Für einen Ausflug mit Kindern ist

der Vogelpark sehr gut geeignet.

Tierpfleger ein Traumberuf?

Für Ina Prager schon! Die geprüfte Pferdewirtin

und Bürokauffrau hat für die Pflege der Tiere in

Abensberg zusätzliche Fachkenntnisse erworben.

Vor 8 Jahren entschied sich Ina für die Arbeit im

Vogelpark. Ihre Faszination für Nachtgreifvögel

gab den Ausschlag. Heute leitet sie die Führungen

durch den Park und gibt ihr Wissen über die Tiere

weiter. Dabei erfahren Besucher von ihr sowohl

Interessantes zu den im Park gehaltenen Tierarten

als auch zu den einzelnen Tieren. Fragen stellen

ist ausdrücklich erwünscht.



Voll süß, null Kuschelfaktor: der Nasenbär

Ina warnt vorsorglich die anwesenden Kinder:

„Kommt bitte nicht auf die Idee, euch einen

Nasenbären als Haustier zu wünschen“. Die kleinen

Bären haben messerscharfe Zähne und Krallen.

Sie gehören zu den kleinen Landraubtieren

und sind verwandt mit den Waschbären. Der

Wald ist ihr bevorzugter Lebensraum. Aufgrund

ihres niedlichen Aussehens fallen sie immer mal

wieder der Haustierhaltung zum Opfer. Das geht

meist nicht gut aus. Wer gesehen hat, mit

welchem Elan die Nasenbären den Futtereimer

kapern, ahnt weshalb. Als Ausbrecherkönige machen

sich die kleinen Wilden zudem einen

Namen.

INFOS

Der Vogelpark Abensberg ist bis zum 1. November täglich von

9.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.

• Eintrittspreise: Erwachsene 4,90 € · Kinder (5– 13 Jahre) 3,50 €

• Führung mit Tierpflegerin Ina: täglich um 14.30 Uhr (außer

mittwochs). Die Teilnahme an der Führung ist kostenlos.

• Hunde dürfen angeleint in den Park mitgenommen werden,

entsprechende Achtsamkeit der Halter vorausgesetzt.

• Fotografieren ohne Blitz ist gestattet.

• Service: Kiosk, Gaststätte mit Terrasse, Biergarten, Spielplatz

und rollstuhlgerechtem WC

• Auf der Speisekarte: Wiener mit Kartoffelsalat 3,60 € · Schnitzel

mit Kartoffelsalat 7,50 € · Spätzle mit Soße o. Pommes 2,60 € ·

Kartoffelpuffer mit Apfelmus 4,60 €

Die gut beschilderten Rundwanderwege „Turmrunde“ und

„Hopfenrunde“ führen am Vogelpark vorbei. (Bad Gögging,

Abensberg)

Welschenbach 3 · 93326 Abensberg · Tel.: 09443 7110

Alle Fotos: Maité Herzog

14:30 Fuhrung

mit Futterung

:

:

(außer Mittwoch)


Termine & Tipps

Kultursommer Pfaffenhofen,

12.6. bis 26.7.2015

Tel. 08441 78148 · www.pfaffenhofen.de/kultursommer

Johannismarkt (Kunsthandwerk),

Freising, 20./21.6.2015

Schafhof – Europäisches Künstlerhaus

Oberbayern, Am Schafhof 1

Tel. 08161 146231

www.schafhof-kuenstlerhaus.de

Open Air Empfenbach,

3.–5.07.2015

mit Fish, Mellow Mark, Prior the

End, The New Roses, Russkaja,

Noise Island, The Fume, Gomad!

& Monster, Blechbixn, Vait,

Ibrahim Lässing, Joy Became

Clear, Friends u.a. · 3-Tages-

Ticket inkl. Camping & Parken

37,00 € Bei jedem Wetter!

Tel. 08751 844107

www.festival-holledau.de

„Zamma“ – Kulturfestival

Oberbayern, Freising

am 04.–11.07.2015

www.zamma-festival.de

Dellnhauser Volksmusikfest,

Au-Hallertau, am 11./12.07.

2015 Eintritt frei!

Tel. 08752 1244 · www.volksmusikfest.de

Geführte Wanderung „Von

Eiben, Mönchen und feindlichen

Brüdern“ , 12.07.2015,

ca. 10:00–13:00 Uhr

Unterwegs im Donaudurchbruch

– vielfältige Wälder, herrliche

Ausblicke, Fantasie anregende

Felsbastionen, sagenumwobene

Orte.

All dies gibt es bei einer naturkundlich-kulturhistorischen

Wanderung in der „Weltenburger

Enge“ zu entdecken, dem einzigen

mit dem Europadiplom

ausgezeichneten Naturschutz -

gebiet Bayerns.

Treffpunkt: Kelheim, Infoplattform

Donau Schiffsanlegestelle;

Veranstalter: Landschaftspflegeverband

Kelheim VöF e.V.

Anmeldung: bis 9. Juli unter

Tel. 09441 207-332

Geführte Wanderung

„Sandgestöber“, 18.07.2015

15:00–ca. 17:00 Uhr

Die Sanddünen bei Offenstetten

sind eines der 100 wertvollsten

Geotope in Bayern. Entdecken

und erleben Sie mit Ihren Kindern

Ameisenlöwen, Sandlaufkäfer,

Silbergras und Sandgrasnelke.

Treffpunkt: Kreuzung an der

Staatsstraße zwischen Abensberg

und Offenstetten – gegenüber

Autohaus Hoffmann;

Veranstalter: Bund Naturschutz

Geführte Wanderung

„Yggdrasil und ihre Schwestern“

am 26.07.2015, 14:00–

ca. 16:00 Uhr

In die Mitte des Donaudurchbruchs

führt diese Wanderung.

Die Wipfelsfurt bildet ein einzigartiges,

geologisches und forst -

liches Kleinod. Ein einzigartiger

kulturhistorischer Ort.

Treffpunkt: Kelheim, Parkplatz

Befreiungshalle (gebührenpflichtig);

Veranstalter: Bayerische

Staatsforsten

Viele weitere Naturerlebnis-

Veranstaltungen

finden Sie unter: www.voef.de

oder Tel. 09441 207-332

(Landschaftspflegeverband

Kelheim VöF e.V.)

Trommelevent mit Künstlerund

Handwerkermarkt in

Bad Gögging, 27./28.6.2015,

ab 10:00 Uhr

am Kurhaus, Eintritt frei

www.bad-goegging.de

Wahl der Hallertauer Hopfenkönigin,

10.08.2015

im Rahmen des Hallertauer

Volksfests (7.–17. August)

Markt Wolnzach, Volksfestplatz

und Festhalle

Römertage Salve Abusina

in Bad Gögging/Eining,

14.– 16.08.2015

Das größte Römerfest in Bayern!

Erleben Sie den römischen Alltag

wie vor 2000 Jahren: Essen, Hand -

werk, antike Musik und Kulte.

www.abusina.com

Gillamoos, Abensberg,

03.–07.09.2015

Größter und ältester Jahrmarkt

der Hallertau Tel. 09443 910359

www.abensberg.de

Öffentlicher Stadtrundgang –

Auf den Spuren alter Freisinger

Brauereien, 10.09.2015,

Beginn 15:00 Uhr

Freisinger Innenstadt

www.tourismus.freising.de

Gartentage Bad Abbach im

Kurpark , 12.–13.09.2015

freier Eintritt, rollstuhlgerecht,

Kurverwaltung Bad Abbach

Tel. 09405 9599-0

www.bad-abbach.de

Antik-Flohmarkt

Pfaffenhofen a.d.Ilm,

jeden 4. Sonntag im Monat

auf dem Volksfestplatz!

Im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe Hopsteiner Forum haben wir auch für das Hopfenjahr 2015

wieder ein interessantes Programm für Sie zusammengestellt. Wir hoffen, dass bei den ausgewählten

Themen auch für Sie etwas Interessantes dabei ist. Wir alle freuen uns darauf, Sie in diesem Jahr hoffentlich

zahlreich begrüßen zu dürfen.

Verkostung – Vielfalt erleben

Nach einer kurzen Wiederholung der theoretischen Grundlagen der Sensorik möchten

wir im Anschluss unsere speziell für diesen Zweck vorbereiteten Versuchsbiere verkosten.

Wir haben wieder einige Besonderheiten für Sie vorbereitet, die Verkostungsergebnisse

stellen wir Ihnen im weiteren Verlauf der Veranstaltung vor.

Erfahren Sie außerdem, welche Möglichkeiten und Grenzen es in puncto „natürliche

Aromatisierung des Bieres“ gibt und wie Sie dies für sich nutzen können.

Natürlich wollen wir Ihnen auch die Neuigkeiten aus unserem Zuchtprogramm nicht

vorenthalten und einige Hopfensorten mitbringen, die Sie in Ruhe bonitieren können.

Termin 1 · Dienstag, 14.07.2015 | 14.00 Uhr

Ort: Gaffel am Dom, Bahnhofsvorplatz 1, 50667 Köln

Vortragssprache: deutsch

Anmeldung: forum@hopsteiner.de oder Tel. +49 (0) 8751 8605-0

Anmeldeschluss: 03.07.2015

Termin 2 · Freitag, 17.07.2015 | 14.00 Uhr

Ort: Camba Bavaria, Mühlweg 2, 83376 Truchtlaching

Vortragssprache: deutsch

Anmeldung: forum@hopsteiner.de oder Tel. +49 (0) 8751 8605-0

Anmeldeschluss: 06.07.2015

Die Ernte 2015: Marktanalyse – Qualität – Bonitierung

Wie bereits in den vergangenen Jahren wollen wir Sie im Forum „Ernte 2015“ über

die aktuellen Entwicklungen der Märkte, national und international, informieren,

sowie die Erträge und Qualitäten der aktuellen Ernte vorstellen.

Ebenso werden wir Ihnen die aktuellsten Werte der Rückstandsanalytik vorlegen

und selbstverständlich werden Sie auch diesmal wieder die Möglichkeit haben,

eine sensorische und haptische Bemusterung des grünes Goldes aus der Ernte 2015

vorzunehmen.

Auch werden wir unsere Erfahrungen zum Thema „Dry Hopping“ mit Ihnen teilen

und Sie über Neuigkeiten aus der Hopfenzucht informieren.

Termin 1 · Mittwoch, 28.10.2015 | 14.00 Uhr

Ort: Hofbräu Kaltenhausen, Salzburger Straße 67, 5400 Hallein, Österreich

Vortragssprache: deutsch

Anmeldung: forum@hopsteiner.de oder Tel. +49 (0) 8751 8605-0

Anmeldeschluss: 16.10.2015

Termin 2 · Freitag, 30.10.2015 | 14.00 Uhr

Ort: VLB Berlin, Seestraße 13, 13353 Berlin

Vortragssprache: englisch

Anmeldung: forum@hopsteiner.de oder Tel. +49 (0) 8751 8605-0

Anmeldeschluss: 19.10.2015

36 hallertau magazin


Christian Hermann, Bernhard

Nieder, Thilo Steindorf und

Alexander Herzog (v.l.n.r.) verkosten

besondere Hallertauer Biere

In dieser Rubrik stellt die hallertau

jeweils drei Bier-Besonderheiten vor:

z. B. besonders gehopfte, temporär

erhältliche, prämierte oder erstmals

gebraute Biere.

„Jubiläums-Märzen“

Schlossbrauerei Au-Hallertau

„Wildes Hirschbier“

Hotel Hallertau, Wolnzach

„Mathilda Soleil “

Weissbierbrauerei Schneider, Kelheim

Alkohol: 6,1 Vol. · Stammwürze: 13

Besonderheit: ein temporär verfügbares

Märzen zum Jubiläum der SB Au

Farbe/Optik: kräftig bernsteinfarben,

wenig anhaltender Schaum

Geruch: malzbetont

Hopfenaroma: sehr dezent

Vollmundigkeit: rund, gehaltvoll,

gute Drinkability

Rezenz: gut, angenehm

Gesamteindruck:

Ein gelungenes Märzenbier mit sehr

ansprechender Aufmachung.

Alkohol: 5,1 Vol. · Stammwürze: 12

Besonderheit: Bügelverschlussflasche,

originelle Aufmachung

Farbe/Optik: toller, stabiler Schaum,

rotbraun, eher untypisch für den Biertyp

Geruch: ausgeprägte Hefenoten,

Malzcharakter

Hopfenaroma: kaum wahrnehmbar

Vollmundigkeit: kräftig, gehaltvoll,

leichte Säure

Rezenz: spritzig-angenehm

Gesamteindruck:

Angenehmer Geschmackseindruck,

verflüchtigt sich leider schnell.

Alkohol: 7,0 Vol. · Stammwürze: 17,5

Besonderheit: temporär eingebrautes

Weißbier (Weizenbock)

Farbe/Optik: toller, feinporige, stabiler

Schaum, naturtrüb, bernsteinfarben

Geruch: feines Hopfenaroma, fruchtigfrisch

Hopfenaroma: angenehm, mild

Vollmundigkeit: perfekt ausbalanzierter

Weizenbock, der Alkoholgehalt

ist kaum wahrnehmbar

Rezenz: weich und rund

Gesamteindruck:

Ein traumhaftes Bier, das seinesgleichen

sucht.

BEWERTUNG

BEWERTUNG

BEWERTUNG

SKALA

Der Braumeister sollte sich Rat holen

Akzeptabel, hinterlässt wenig Eindruck

Ein gut trinkbares „Tafel-Bier“

Ein feines Bier, lohnt auch einen Umweg!

Ein herausragendes Bier, unbedingt probieren!

Sensation, ein Bier zum Niederknien!

hallertau magazin 37


Landgasthof ROCKERMEIER

SPITZER`S

LAUBENFEST

08.08.2015

SPITZER`S

TÖRGGELEN

26.9.2015

im Oktober

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Kunden, für Betriebsfeiern und

Veranstatungen, als Hochzeitsbier

oder Geburtstagsgeschenk ...

Bitte fragen Sie uns, wir beraten Sie gerne.

Öffnungszeiten Biergarten: Do. + Fr.: ab 17.00 Uhr

Sa.: ab 15.00 Uhr \ So. + Feiertage: ab 11.00 Uhr

Landgasthof und Brauerei Rockermeier

Bachstr. 3 • 85290 Unterpindhart · Tel.: 08452 608 • Fax: 08452 70297

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hallertau-Magazin – alle Ausgaben jetzt auch online lesbar: www.hallertau-magazin.de

Wir verführen Sie! Auf den Freisinger Stadtund

Museums führungen erfahren Sie die Geschichte

hinter der Geschichte und alles über Ihre Lieblingsorte

der ältesten Stadt an der Isar:

Altstadtrundgang jeden Samstag um 11 Uhr,

Treffpunkt: Touristinfo Marienplatz

Domführungen Kurzführung jeden Sonntag um 12 Uhr

nach der Hl. Messe, ausführliche Führung jeden Freitag

um 14 Uhr (Mai - Sept.), Treffpunkt: jeweils Vorhalle Dom

Freising entdecken im Stadtmuseum jeden

ersten Donnerstag im Monat um 15 Uhr (April - Juli),

Treffpunkt: Museumskasse

Öffentliche Führungen ohne Anmeldung.

Fotolia

Bier-Hochzeit

im

Das Gasthaus Spitzer, Osterwaal, und die Bierexperten Alexander Herzog und Bernhard Nieder

(„Hallertauer Bierfestival“) laden am Samstag, 17. Oktober 2015, zu einer ganz besonderen

Veranstaltung ein: der „Hallertauer Bier-Hochzeit“.

Herzog und Nieder verkosten mit den Gästen sieben ausgesuchte Biere der Region; Küchen-Chef

Stefan Spitzer präsentiert dazu sieben jeweils passende, kulinarische Schmankerl. Gemeinsam

gehen sie der Frage nach: Welche Speisen harmonieren mit welchen Bieren? Die Teilnehmer

erwartet ein besonderes Genuss-Erlebnis!

Fotolia

Folgende Biere sind für die Verkostung geplant:

· Fränkisches Rotbier von Red Castle Brew, Heroldsberg

· Witte Trapist von La Trappe (Belgisches Witbier), Niederlande

· Jubiläumsmärzen der Schlossbrauerei Au-Hallertau

· Red Nax von Müllerbräu, Pfaffenhofen

· Dolden Dark Porter vom Riedenburger Brauhaus

· Mathilda Soleil von der Weissbierbrauerei Schneider, Kelheim

· Imperial Pale Ale von Firestone Walker, USA

(Änderungen vorbehalten)

Touristinfo Freising • Marienplatz 7 • 85354 Freising

Tel. 08161/54-44111 • touristinfo@freising.de • www.freising.de

38 hallertau magazin

Die Teilnahme an der „Bier-Hochzeit“ inkl. aller Biere und den begleitenden Speisen

kostet pro Person € 49,00. Eine vorherige Anmeldung ist unbedingt erforderlich.

Die Veranstaltung am 17. Oktober 2015 beginnt um 19:00 Uhr.

Anmeldung und weitere Infos unter: www.gasthaus-spitzer.de


1.–1.8.201

RÖMERTAGE

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· RÖMISCHER

BIERGARTEN

· LEGIONÄRSLAGER

· GLADIATOREN-

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PROGRAMM

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ALLTAGSLEBEN

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10.

, 15

Sonntag, 20. Sept. 2015

ab 10.30 Uhr · Hohenwart

Regionalmesse mit Hallertauer Produkten

Informationen und Angebote rund um den Hopfen

Musikgruppen aus der Hallertau

Attraktives Rahmenprogramm

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TOURIST-INFO BAD GÖGGING 09445 9575-0

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Bier-Sommelière Johanna Röhrich verspricht:

„Es werden täglich

mehr Biere ...“

Das Hotel Hallertau gibt es bereits seit 10 Jahren. Völlig neu gestaltet wurde das dazugehörige

Restaurant, das nun unter „Wirtshaus zum Wilden Hirsch“ firmiert. Die Junior-Chefin des Hauses,

Johanna Röhrich, die vor gut einem Jahr ihre Ausbildung zur Bier-Sommelière abschloss, hat dem

Hotel-Restaurant ein ebenso neues wie überraschendes Gesicht gegeben: Hier dreht sich alles ums

Bier! Derzeit kann der Gast aus 77 verschiedenen nationalen und internationalen Bieren bzw.

Bierstilen wählen. Und die Speisekarte liefert die passende bierige Begleitung. Das Magazin

hallertau war zu Besuch im neuen „Bier-Paradies“ der Hallertau.

GUT TRINKEN

H A

L L E R

U

T A

40 hallertau magazin


Seit 1989 betrieb die gelernte Kran -

kenschwester Irmgard Röhrich in der

Wolnzacher Ziegelstraße bereits ein Seniorenheim,

als sie vor über zehn Jahren den

Entschluss fasste, gleich nebenan ein

4-Sterne-Hotel zu errichten. „Wir hatten

ja nichts in Wolnzach, deshalb haben wir

die Planung recht spontan gestartet“, erinnert

sich die Hotel-Chefin, die nun im

Juli den zehnjährigen Geburtstag ihres

Hotel Hallertau feiern kann. Eine Dekade,

die sich wirklich sehen (und feiern) lassen

kann: Das Hotel Hallertau war von Anfang

an gut gebucht von den Unternehmen

der Region, die dort ihre Tagungen

und Meetings abhalten. Inzwischen, so

Röhrich, kommen auch zunehmend Touristen

wegen Hopfen und Bier. Diese

Nachfrage dürfte weiter zunehmen, denn

vor einem Jahr wurde das eher funktionalnüchterne

Hotel-Restaurant zum „Wirtshaus

zum Wilden Hirsch“. Der Name ist

Programm. Die Einrichtung eine „wilde“

Melange aus rustikalem Mobiliar, ausgefallenen

Accessoires und Deko-Objekten.

Was den „Wilden Hirsch“ aber weithin

einzigartig macht, ist die außergewöhnliche

Bierkarte, die von Tochter Johanna

zusammengestellt wurde. Derzeit gibt es

77 verschiedene Biere im Angebot und es

werden beinahe täglich mehr...

Ausbildung bei Doemens

Die 25-jährige Hotelfachfrau Johanna

Röhrich, die ihre Lehre in einem renommierten

Münchner Hotel absolvierte,

machte im Januar 2014 die Ausbildung zur

Bier-Sommelière an der Brau-Akademie

Doemens (Gräfelfing). „Für Bier hatte ich

mich immer schon interessiert“, verrät die

Bier-Kennerin über ihre Motivation, den

zweiwöchigen Kurs und die anspruchsvolle

Prüfung in Angriff zu nehmen – zusätzlich

inspiriert von den Bier-Kursen im Wolnzacher

Hopfenmuseum und dem aktuellen

Trend, neue Bierstile („Craft-Biere“) zu

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entdecken. Der erfolgreiche Abschluss

war dann die Initialzündung für die Einrichtung

des bierigen Wirtshauses im

Hotel. Die Service-Mitarbeiter, die bislang

wenige Biersorten aus noch weniger

Brauereien servierten, hat Johanna längst

mit ihrer Bier-Leidenschaft „infiziert“. Im

Service muss jeder Mitarbeiter die Biere

probieren, die Johanna in ihre Bierkarte aufnimmt,

um dem Gast auch entsprechende

Empfehlungen aussprechen zu können. Zu

jedem Bier gibt es das Original-Glas. Ebenso

für das eigene „Wilde Hirschbier“, ein eigens

eingebrautes Emmer-Bier. Das Konzept wird

hervorragend angenommen. „Der Bierumsatz

ist stark angestiegen“, so Röhrich,

„dafür kommt unser Weinlieferant nicht

mehr ganz so häufig.“

Galt Wein bislang als bevorzugter Begleiter

zum guten Essen, wird nun das Bier

entdeckt, weiß die Bier-Sommelière. Bier

biete eben auch ein weit größeres Aromenspektrum

und damit hervorragende

Kombinationsmöglichkeiten mit Speisen.

Dementsprechend bietet Röhrich beispielsweise

Seminare zum Thema „Bier

und Schokolade“ oder „Bier und Käse“ an.

Die Speisekarte des „Wilden Hirsch“ hält

dazu - neben den Klassikern bayerischer

Küche - auch eigene Bier-Menüs bereit.

Das Kartoffelbierbrot dazu wird täglich

frisch gebacken.

Es gibt auch Punk-IPA aus Schottland!

„Goldgelb und trüblich, feinporiger

Schaum. Deutlich wahrnehmbare Aromen

nach Ananas, Waldmeister, rotem

Apfel, Aprikose, grünes Gras. Es ist sehr

spritzig und frisch und hat eine deutliche

Bittere sowie einen langhaltenden, sehr

frischen Nachtrunk.“ Dergestalt beschreibt

die Bierkarte im „Wilden Hirsch“

das Punk IPA der schottischen Brewdog-

Brauerei. Eines von (derzeit) 77 Bieren

von mehr als 40 unterschiedlichen nationalen

und internationalen Bierstilen. Traditionelle

Sorten wie Helles, Weißbier,

Pils, Kölsch und Alt, aber auch bei uns

weniger verbreitete Biertypen wie Imperial

Stout, Porter, belgische Triples, Trappistenund

Witbiere.

Zu den Hirschmedaillons, die für die

Fotoaufnahmen zubereitet werden, empfiehlt

Röhrich das belgische Lambic-Bier

„Boon Kriek“, das durch Hefen in der Luft

spontan vergoren wird und zwei Jahre im

Eichenfass reift. Diesem Bier werden

eigens dafür gezüchtete aromatische Sauerkirschen

zugegeben, was den süßlichmilden,

spritzigen Charakter dieses Bieres

ausmacht. Tatsächlich: Was für ein wunderbarer

Begleiter ist dieses leichte,

aromatische Bier (4,0 Vol. %) zu dem kräftigen

Wildfleisch. Hat zwar nichts mit

dem Reinheitsgebot zu tun, aber es

schmeckt vorzüglich.

Das Lambic ist ein treffliches Beispiel für

die Idee, „Horizonte zu erweitern“, wie das

die Gastgeberin formuliert. Zu zeigen,

welche Vielfalt Bier bietet.


Tipp für Vegetarier:

Im „Wilden Hirsch“ gibt es auch Gerichte ohne

Fleisch. Auf der Karte aktuell:

Die Seminare von Johanna Röhrich sind gut gebucht.

Für Gruppen ab zehn Personen bietet sie Verkostungen

auch außer Haus an. Die allermeisten aber finden im

Hotel Hallertau statt. Demnächst sogar ein Seminar

mit über 90 Teilnehmern!

Wer bei Röhrich auf den Geschmack kommt, kann die

dort angebotenen Biere jetzt schon zum Mitnehmen

erwerben. In Kürze wird im Foyer ein eigener Bier-

Shop entstehen. Dann möchte die Bier-Sommelièrenoch

eine ganze Reihe weiterer Bier-Spezialitäten listen:

„Ich bin immer auf der Suche nach interessanten

Bieren, die ich aufnehmen kann.“ ah, Fotos: Lehmann

Toskanisches Pfannengemüse mit Schafskäse

und Rosmarinkartoffeln (9,50 €)

Flammkuchen mit Sauerrahm, Grillgemüse

und Schafskäse (7,80 €)

Zucchini mit Ratatouille und Salzkartoffeln (9,50 €)

„For-ever-young-Salat“ mit hausgemachtem

Kartoffelbierbrot (8,20 €)

Pilzrisotto, vegan (8,50 €)

hallertau magazin 43


Rezept

Hirschmedaillons

mit Preiselbeersauce, Speckrosenkohl und Kartoffelplätzchen

... einer der Lieblinge im Wirtshaus zum Wilden Hirsch

Zutaten für 4 Personen:

Hirschrücken

800–1000 g Hirschrücken

zum Anbraten Öl

oder Butterschmalz

1 Schalotte

100 ml Rotwein

300 ml Wildfond

20 g Butter

1 EL Tomatenmark

2 TL Preiselbeeren

Kartoffelplätzchen

500 g Kartoffeln

3 Eigelbe

20 g Butter

Muskat, Salz

Speckrosenkohl

500 g Rosenkohl

80 g Speckwürfel

1 kleine Zwiebel

20 g Butter

Salz, Zucker,

Pfeffer

Hirschrücken waschen, abtupfen und mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer würzen,

Ofen auf 150° C vorheizen.

Hirschrücken in 12 Medaillons schneiden und eventuell mit Küchengarn umbinden.

Salzen und pfeffern und im heißen Öl oder Butterschmalz sehr kurz und kräftig von

beiden Seiten anbraten.

Im Ofen ca. 12–15 Minuten weitergaren. Als Empfehlung unseres Küchenchefs sollten

die Medaillons medium serviert werden (sehr zart und wohlschmeckend!). Wer das

nicht mag, einfach noch bis zu 3 Minuten im Ofen weitergaren.

Sauce

· Schalotte fein hacken und in der Butter glasig dünsten, das Tomatenmark zugeben

und unter ständigem Rühren rösten. Mit Rotwein ablöschen, Fond zugeben.

· Sauce reduzieren, passieren und die Preiselbeeren in die heiße Sauce geben –danach

nicht noch einmal aufkochen lassen.

Kartoffelplätzchen

Die Kartoffeln schälen und in Salzwasser kochen, abgießen und gut ausdampfen lassen.

Durch die Kartoffelpresse drücken, Eigelbe und Gewürze dazugeben und gut vermengen.

Auf die Arbeitsplatte Mehl geben und die Masse in ca. 6 cm dicke Stränge ausrollen,

auskühlen lassen. Danach in ca. 2 cm dicke Scheiben schneiden. In einer beschichteten

Pfanne von beiden Seiten in wenig Butter auf mittlerer Stufe braten. Wer möchte,

kann hier auch Speck- und Zwiebelwürfel mit in die Masse einarbeiten.

Speckrosenkohl

Den Rosenkohl waschen, putzen und in einem Topf mit Salzwasser und Zucker bissfest

garen und abschütten. Zwiebel schälen, halbieren und in ganz feine, gleichmäßige

Halbringe schneiden. Speck und Zwiebel mit Butter andünsten und den Rosenkohl

darin abschwenken. Mit Pfeffer ein wenig würzen. Den Teller am besten bei ca.

70 Grad vorwärmen. Anrichten, mit Preiselbeersauce reichen.

Biersommelière Johanna Röhrich empfiehlt zu diesem Wildgericht ein Kriek Boon.

Dieses Lambic-Fruchtbier entsteht durch spontane Gärung mit wilder Hefe und reift

treift sechs Monate durch die Zugabe von 25% frischen dunklen Kirschen (Kriek) nach.

Serviertemperatur: 6-7° Celsius

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BeerKeeper

(nicht nur)

für die Gastronomie

Die neue Marken-Ausbildung zum Thema Bier bringt in

kurzer Zeit Expertenwissen für alle, die gern mit Bier zu

tun haben. Erstmals gibt es einen BeerKeeper-Kurs in

der Hallertau : am 9./10. Oktober im Gasthaus Spitzer in

Osterwaal. von Sepp Wejwar und Birgit Rieber

Bier-Genuss-Tage Ingolstadt, BeerKeeper-

Stand. Eine Dame fragt, was denn das sei,

„BeerKeeper“. Wir erklären es ihr. Die

Dame: „Ah, BeerKeeper sind so etwas für

Bier, wie die Sommeliers für den Wein!“ Besser

hätten wir es selber nicht sagen können.

Bier ist ein starkes Thema mit hohem Gewinnpotential.

Besonders seit dem die sogenannte

„Craft-Bier-Welle“ uns eine neue

Biervielfalt beschert. Aber wer das Thema

voll ausschöpfen will, muss seine Gäste fachkundig

und genussorientiert beraten. Dafür

bedarf es gut ausgebildeter Expertinnen oder

Experten. Sie brauchen Fachwissen, Fähigkeiten

und vor allem Leidenschaft für Bier.

Die Troika „Wissen, Können, Haltung“ wird

in BeerKeeper-Kursen vermittelt.

[Green Level]: Bewerten, beschreiben,

empfehlen – schon nach starken 2 Tagen

BeerKeeper sind in der Lage, Biere zu bewerten,

zu beschreiben und zu empfehlen.

Zu ihren Aufgaben gehört auch die Umsetzung

einer attraktiven Bierkarte. Sie

können gute Empfehlungen für die Kombination

von Speisen und Bier abgeben.

Dazu sind bereits AbsolventInnen der

Stufe [Green Level] fähig. In der Praxis

hat sich gezeigt, dass Leute aus der Gastronomie

die 2-Tages-Variante besonders

schätzen.

Ideal für Leute aus dem Serviceteam

Es ist also möglich, mithilfe einer kompakten

Ausbildung Mitglieder des Serviceteams

so weit zu schulen, dass sie kompetent

zapfen, servieren und beraten können. Der

Erfolg gibt der Idee recht: Die ersten Kurse

waren ausgebucht. Das liegt an den spannenden

Inhalten, an der Aktualität des

Themas, aber auch an den leidenschaftlichen

und kompetenten Vorträgen.

Ein sattes Plus: 50 Prozent

Die Statistik spricht eine klare Sprache: Im

Frühjahr 2014 wurde ein Pilotkurs mit Servicekräften

eines großen und sehr erfolgreichen

Ferienhotels durchgeführt. Später

folgten Kurse am WIFI Wien, in Salzburg

und mit Leuten aus dem Team des Hamburger

Braugasthauses „Altes Mädchen“

und Tim Mälzers „Bullerei“. Inzwischen

konnten die BeerKeeper aus dem Pilotkurs

den Umsatz ihrer Craft-Bier-Karte deutlich

steigern. Bereits im Herbst 14 konnte ein

sattes Plus von mehr als 50 % im Vergleich

zum Vorjahreszeitraum gemessen werden.

Was können BeerKeeper?

Das Institut für Bierkultur setzt bei der

Ausbildung zum BeerKeeper auf Praxistauglichkeit,

vermittelt den TeilnehmerInnen

Wissen, das sie unmittelbar nach

Absolvieren des Kurses einsetzen können.

BeerKeeper vermitteln spannende Genussmomente.

Solche können zum Beispiel

aus der geschickten Kombination von

Speisen und Bier entstehen und damit

frischen Wind in ein Lokal bringen. Beer-

Keeper verstehen sich als Hüter („Keeper“)

der echten Bierkultur und des wahren

Genusses. Sie sind dank ihrer Ausbildung

am Puls der Zeit und können den aktuellen

Bier-Boom in ihrem Lokal fachkundig

und leidenschaftlich umsetzen.

Das bringt die BeerKeeper-Ausbildung

dem/der BeerKeeper selbst:

•Zugewinn an Wissen, Können, Haltung

• Bessere Chancen, mehr Freude am Job

•Fortbildung, regelmäßige Information

Dem Arbeitgeber eines/einer BeerKeeper:

•Eine wesentliche Steigerung der Servicequalität

• Die Erweiterung der Kompetenz

• Das Mit-dabei-Sein beim Bier-Boom

Den KundInnen / Gästen / GenießerInnen:

•Immer wieder neue Impulse

•Aufregende Geschmackserlebnisse

•Attraktive Speisenbegleitung

Birgit Rieber

Das alles erwerben BeerKeeper im

Rahmen der Ausbildung:

Können

• Degustieren und bewerten – empfehlen,

begeistern

• Zapfen und Schankhygiene

• Food Pairing

Wissen

•um Bierstile, Bierländer, Brauereien

•um Rohstoffe und Herstellung

•um Biergeschichte

Haltung

• siehe Bedeutung des Begriffes „Keeper“

• Leidenschaft für Bier

•gemeinsame Weiterentwicklung

BeerKeeper [Green Level]-

Ausbildung

09./10. Oktober, 09:00–18:00 Uhr

im Gasthaus Spitzer, Osterwaal

Kursgebühr: € 480, inklusive Verkostungsbiere,

Skriptum, Zertifikat

mit Anstecknadel, Mittagessen an

beiden Tagen

Anmeldung:

anmeldung@beerkeeper.eu

Sepp Wejwar

hallertau magazin 45


Gewinnen Sie ein

Hallertau-Menü

für 2 Personen!

Fotorätsel:

Wohin führt

diese Tür?

Unter allen Einsendern, die bis zum 30.08.2015

richtige Hinweise liefern, verlost das

hallertau-Magazin einen Abend für

2 Personen im „Wirtshaus zum Wilden Hirsch“

im Hotel Hallertau.

Die Auflösung gibt es dann in der nächsten

Ausgabe des hallertau-Magazins (Herbst 2015).

Einsendungen an:

alexander.herzog@imago87.de.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Mitarbeiter des hallertau-Magazins sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

Fotorätsel der letzten Ausgabe:

Unser Suchbild zeigt die Maria-Eich-Kapelle im „Thannet“, dem

ehe maligen Schlosswald in der Marktgemeinde Au in der Hallertau.

Die Kapelle mit Glocke wurde in den 1920er Jahren errichtet.

Unter den zahlreichen Einsendungen, die die gesuchte Kapelle richtig

benannt haben, wurde per Los ein Gewinner ermittelt: Hans Stockwald

aus Freising hatte das Glück und darf ein Hallertau-Menü für 2 Personen

im Siegenburger Bräustüberl genießen. Die Redaktion gratuliert dem

Gewinner und bedankt sich ganz herzlich beim Siegenburger Bräustüberl

für die Auslobung des attraktiven Preises und den freundlichen Empfang

(www.siegenburger-braeustueberl.de).

Gewinnspiel der letzten Ausgabe:

Hörbuch „De Holldau“: Auch zur Verlosung des Hörbuchs

haben uns zahlreiche richtige Zuschriften erreicht.

Die korrekte Lösung lautete: Ritsch Ermeier ist Mitglied des

Kabarett-Trios „Sauglocknläutn“.

Über die Zusendung des Hörbuchs dürfen sich freuen:

Gertraud Fischer aus Mainburg, Bernadette Kramschuster

aus Berghausen und Bettina Schmelz aus Rudelzhausen.

Die Redaktion bedankt sich bei Ritsch Ermeier und

wünscht den Gewinnern gute Unterhaltung!

46 hallertau magazin


620n.Chr.

www.janda-roscher.de

Das älteste Kloster Bayerns

wurde vor fast 1400 Jahren am sogenannten

Donaudurchbruch gegründet. Dass die „Weltenburger

Enge” heute Naturschutzgebiet ist und

nicht dem „Fortschritt” zum Opfer fiel, ist auch

ein Verdienst des BN.

Für welche einmaligen Naturschönheiten wir uns

noch einsetzen, erfahren Sie unter:

www.bund-naturschutz.de

Infos zu schützenswerten Landschaften unserer

Heimat – einfach kostenlos anfordern:

Dr.-Johann-Maier-Str. 4 Tel. 0941/2 9720-0

93049 Regensburg info@bund-naturschutz.de


WOHNEN IM NORDEN

VON ITALIEN?

Sie zieht es in das Weltkulturerbe? Sie wollen in der „nördlichsten Stadt Italiens“ wohnen? Sie wünschen sich


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