ECM vereinfacht die Prozesse

midrange

ECM vereinfacht die Prozesse

305819I98E · ISSN 0946-2880 · B 30465 · AuSgABE 249 · € 13,– · CHF 25,–

SQL-Namenskonvention

Verschiedene

Schreibweisen nötig

Comarch im Dokumentenmanagement

ECM vereinfacht

die Prozesse

Server-Sicherheit

WebSphere

Application

Output-Management

Das Beste

aus zwei Welten

Geschäftsprozesse

Standardkurs

für BPM

Kollaborations-Tools

Kommunikations-

wege im EDI

Michael Eberli (links) und Daniel Taborek,

Comarch Swiss Ag, im Interview auf Seite 14

11

2011

IT-Konzepte und Wissen für POWER-Systeme im Unternehmensnetzwerk


Rainer Huttenloher

Chefredakteur

rainer.huttenloher@

michael.wirt @

midrange.de

Dokumente über den Wolk

Dokumente über

den Wolken

EDITORIAL

Brianajackson, iStockphoto.com

Ganze 11.000 Besucher haben die DMS-Expo 2011 und die IT

& Business 2011 in Stuttgart besucht – so lautet der vorläufige

Schlussbericht des Veranstalters. Damit wurde die zwischenzeitlich

angestrebte Zahl von 15.000 Besuchern deutlich verfehlt.

Doch reicht dieser Maßstab, um das Interesse an Technologie wie

Enterprise Content Management (ECM) auf dem absteigenden Ast

zu wähnen? Wohl eher nicht.

Nach wie vor treiben The- Û Datenformate im Output-Management:

men wie „Drucken aus ERP- Das Beste aus zwei Welten (Seite 18) Û SAP

Anwendungen“ oder generell E-Invoicing for Compliance: Die nächste Evo-

das Output-Management die lutionsstufe (Seite 20) Û Digitale Signatur:

Anwender um. Hier stellt sich Einfach weiter signieren? (Seite 22)

die Frage nach dem idealen

Datenformat – verschiedene Welten treffen hier zusammen. Aufgrund

der multimedialen Eigenschaften und der Integration von

aktiven Inhalten sind hier die Würfel noch nicht gefallen. um der

Informationsvielfalt Herr zu werden, fällt der Metadaten-Architektur

eine extrem wichtige Rolle zu. Wer heute digitales Informationsmanagement

predigt, der muss hier seine Hausaufgaben machen.

Denn was nützt die schönste Konzeption, die alle Dokumente in

der Cloud bereitstellt und dabei den Zugriff von überall und von

jedem Endgerät aus zulässt, wenn die gewünschten Informationen

nicht oder nur schwer zu finden sind.

Herzlichst, Ihr Rainer Huttenloher

Transparentes

Controlling

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Rechnungswesen

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11/2011 · MIDRANGE MAgAZIN

3


4

InHALT

Daniel Taborek (rechts), Comarch Swiss: „E-Mails gehören

wie andere Dokumente in Prozesse und nicht

in persönliche Postfächer von Mitarbeitern.“ Michael

Eberli (Comarch Swiss) ist überzeugt, dass Workflow

und BPM die Entscheidungskriterien für ECM-Systeme

sind. Û Seite 14

MIDRANGE MAgAZIN · 11/2011

Modernes

Output-

Management

Früher ging es beim Output-Management um formvollendetes

und ressourcensparendes Drucken. Heute spielen

zusätzlich die revisionssicheren elektronischen Übertragungswege

eine wichtige Rolle. Û Seite 18

BPM/Projektmanagement

Der konsequente Einsatz von BPM erhöht Flexiblilität und

ermöglicht die schnelle und kostengünstige Anpassung

von geschäftsprozessen. Û Seite 30

MIDRAnGE AKTUELL

Im Fokus: Stärken fördern

19. Deutscher Personalwirtschaftspreis verliehen

6

news 7

SAP aktuell 8

Köpfe 10

Agilität hat einen namen

Kommentar zur Frage des Monats

12

ECM vereinfacht die Prozesse

Comarch: ambitionierte Ziele im Dokumentenmanagement

14

Social Business wird wahr

Wie werden wir morgen arbeiten?

16

MODERnES OUTPUT-MAnAGEMEnT

Das Beste aus zwei Welten 18

Datenformate im Output-Management

SAP E-Invoicing for Compliance 20

Die nächste Evolutionsstufe der elektronischen Rechnung

Einfach weiter signieren? 22

Trotz Rechtswirrwarr: Digitale Signatur neu denken!

Und die Corporate Identity bleibt auch gewahrt 24

Neue Rechnungsformulare in nur drei Tagen

Zusammenspiel der iSeries mit Windows-Druckern 25

Nutzung von Standards statt proprietärer Ansatz

Corporate Output Management 26

Seal Systems Ag stellt integriertes Konzept vor

SPEZIAL: KAUFMännISCHE AnWEnDUnGEn

Buchen wie von selbst 27

Optimierte Rechnungsverarbeitung

Personal- und Reisemanagement 28

Messeplaner optimieren Abläufe mit egECKO

BPM/PROjEKTMAnAGEMEnT

Standardkurs für das Business Process Management 30

Lawson M3 bei agta record 32

Prozesse von Anfang bis Ende durchdacht

Mit sechs Klicks zum Prozess 33

BPM für kleine und mittelständische Anwender

„Kerngesunde“ SAP-Prozesse 34

SAP-integrierte Lösung optimiert Rechnungsverarbeitung

Verborgene Potenziale nutzen 35

Software ermöglicht fachbezogene Prozessgestaltung

Standard trifft Individualisierung 36

Mit greenax Prozesse gestalten und erfolgreich führen


TECHnIK & InTEGRATIOn

System versus SQL-naming 38

SQL-Namenskonvention

Server-Sicherheit 41

WebSphere Application

TOOLS FüR XML, EDI, BARCODE, RFID

Datenbank versteht XML 44

XML-unterstützung in der Datenbank DB2 für IBM i 7.1

Anbieterübersicht 46

Sicherheit gefragt 46

PWS polstert Zeiterfassung auf

Dienstleistung reduziert Aufwand 47

Bolsius steigt auf „EDI as a Service“ um

Kommunikationswege im EDI 48

Clearing Center oder direkte Kommunikationslösung

SERVICE

Autoren, Inserenten und Firmen dieser Ausgabe 49

Glosse, Vorschau, Impressum 50

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Bestellnummer 444074

ISBN 978-3-930176-77-9

Thomas Snyder

nOVEMBER 2011

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Im Automotive-Bereich seit langem gang und gäbe, erobern

diese Kollaborations-Tools immer mehr Bereiche

der Wirtschaft. Û Seite 44

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Autor ebenso erläutert, wie die Umwandlung von

IBM i Daten in Microsoft Excel oder Adobe PDF.

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das Wissen des Lesers so zu erweitern, dass er

in der Lage ist, die vielen Beispiele zu verstehen,

sie einzusetzen und im Rahmen der eigenen Entwicklungsarbeit

weiter auszu bauen.

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Anwendungsentwicklung

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� JAVA und RPG

� JAVA und Interfaces

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11/2011 · MIDRANGE MAgAZIN

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5


6

MIDRAnGE AKTuELL

19. Deutscher Personalwirtschaftspreis verliehen

Im Fokus: Stärken fördern

Defizitorientierte Führung und Personalentwicklung ist in vielen Unternehmen Alltag:

Keine Kritik ist Lob genug, in den jährlichen Mitarbeitergesprächen geht es oft nur

um die Schwächen der Beschäftigten.

Mit dem Projekt „Build on Strength“

hat 3M den Spieß umgedreht und

Stärken zum zentralen Element eines

Kulturwandels im Unternehmen gemacht.

Dieses Konzept war der Jury des

Deutschen Personalwirtschaftpreises,

der während der „Zukunft Personal“ in

Köln verliehen wurde, den ersten Platz

wert.

„3M hat etwas gemacht, von

dem andere nur reden: Es hat

eine Initialzündung für einen

echten Kulturwandel gegeben“,

leitete Thomas Sattelberger,

Jury-Mitglied und Personalvorstand

der Deutschen Telekom

AG, seine Laudatio für das Siegerkonzept

ein. Die traditionelle

Personalentwicklung male sich

den Menschen als Mix aus idealen

Komponenten und messe

die Lücken zum Soll-Standard.

Das Projekt „Build on Strength“ gehe

weg von dieser Defizitorientierung hin

zu einer Förderung der Stärken. „Unser

Ansatz ist nicht nur ein Appell an die

Belegschaft, sondern ein Dachkonzept,

das sich auf vielen Ebenen auswirkt“,

erklärte Anja Dondrup, Talent Development

Manager der 3M Deutschland

GmbH. „Build on Strength“ startete

mit zielgruppenorientierten Impulsveranstaltungen

für Führungskräfte

und Mitarbeiter, die in zweitägige Führungskräftetrainings

zum Thema mündeten.

Um die Transferlücke zwischen

dem einzelnen Mitarbeiter und der

Belegschaft zu schließen, fanden zusätzliche

Team-Workshops statt. Inzwi-

MIDRANGE MAgAZIN · 11/2011

schen hat sich daraus eine Vielzahl von

Instrumenten entwickelt – von einem

Projektteam, das die Bereitschaft der

Mitarbeiter zur internen Mobilität analysiert,

über stärkenorientierte Nachfolgeplanung

und Changemanagement

bis hin zu Trainings für bestimmte

Zielgruppen wie zum Beispiel Frauen.

Erster Platz des Personalwirtschaftpreises für 3M

„Mich hat die Agilität der Impulse für

die Eigenverantwortung begeistert“, so

Sattelberger. Die Begabungsorientierung

erhöhe die Attraktivität von 3M

am Arbeitsmarkt, da es auf die Motivation

der Mitarbeiter setze. „Das Konzept

bewegt sich nicht auf einer elitären

Spur, sondern schafft ein Biotop, in

dem Persönlichkeiten und Begabungen

wachsen können.“

Die Commerzbank adressiert ein

anderes Problem der Arbeitswelt: Die

tägliche Informationsflut und wachsende

Komplexität und Dynamisierung

des Berufsalltags bedrohen die

psychische und physische Gesundheit

der Beschäftigten. Darauf reagierte die

Bank mit dem Konzept „Im Lot – Ausgeglichen

bei der Arbeit“. „Ich habe

noch nie ein Gesundheitskonzept gesehen,

das so konsequent ist“, betonte

Wolfgang Clement. Das Unternehmen

habe Belastungs- und Beanspruchungsfaktoren

wissenschaftlich fundiert

analysiert. Dafür kamen Workshops,

persönliche Interviews, eine Gesundheitsbefragung

und auch

das so genannte „Shadowing“

zum Einsatz: Die körperlichen

Auswirkungen von Stresssituationen

wie Herzratenfrequenz

und Blutdruck werden dabei

beispielhaft an Mitarbeitern im

Tagesablauf beobachtet.

Aus dieser Analyse ist eine

Vielzahl von Instrumenten entstanden

– unter anderem ein

psychosoziales Beratungsangebot

für Mitarbeiter, Führungskräfte

und Angehörige, ein Beschäftigtenbeirat

Gesundheit und verschiedene

Weiterbildungen. Teil der Umsetzung

sind auch die „Entrümpelungstage“:

Mitarbeiter können überflüssige Tätigkeiten,

Listen oder Verwaltungsprozesse

melden. Nach Möglichkeiten

sollen sie nach einer internen Prüfung

von diesem Ballast befreit werden.

„Wir sind mit viel Herzblut dabei und

machen das alles aus Überzeugung“,

sagte Karin Goldstein, Leiterin Health

Management der Commerzbank. „Der

Preis motiviert uns, diesen Weg weiter

zu gehen.“ ó

www.personalwirtschaftspreis.de


cormeta ag gliedert Bereich aus Ulrich Dietz: „Entrepreneur 2011“

Û Das Softwarehaus hat den geschäftsbereich IS-u in die neu

gegründete cortility gmbh übertragen. Die gesellschaft ist Teil

der command-gruppe und bietet Beratungs- und Implementierungsleistungen

für die mittelständische Versorgungswirtschaft

rund um die SAP-Branchenlösung SAP for utilites (SAP

IS-u) sowie SAP CRM (SAP Customer Relationship Management)

an. Mit der Eigenständigkeit will die cortility gmbh sich

noch stärker auf die wachsenden Anforderungen der Branche

konzentrieren und ihr Leistungsspektrum gezielt ausbauen.

geschäftsführer des unternehmens sind Wolfgang Dörr und

gerhard Kunkel, das operative geschäft leitet geschäftsleitungsmitglied

und Prokurist Klaus Nitschke. „Wir sind überzeugt,

dass wir mit der Ausgründung einen richtigen Schritt

gemacht haben. Mit cortility wollen wir ein klar fokussierter

und hoch qualifizierter Partner der mittelständischen Versorgungswirtschaft

sein“, sagt Nitschke. Für die Bestandskunden

des geschäftsbereiches IS-u der cormeta ändert sich laut cortility

nichts – außer dem Namen des unternehmens.

www.cortility.de

mit

Û Der gründer und Vorstandsvorsitzende der gFT Technologies

Ag überzeugte die Jury durch Innovationskraft, persönliches

Engagement sowie eine nachhaltige unternehmensentwicklung.

Der von Ernst & Young verliehene Wirtschaftspreis

sei für ihn vor allem eine Anerkennung des Muts, Fleißes und

der Begeisterung des gesamten gFT-Teams. Die Auszeichnung

„Entrepreneur des Jahres 2011“ ist eine der bedeutendsten Ehrungen

für unternehmer in Deutschland. Zum 15. Mal wurde

sie in diesem Jahr von der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft

Ernst & Young verliehen. Insgesamt 300 unternehmen waren

nominiert, 65 erreichten nach einer strengen Vorauswahl das

Finale. In der Kategorie „Informations- und Kommunikationstechnologie/Medien“

wurde ulrich Dietz zum Sieger gewählt.

„Ich freue mich über die Auszeichnung und sehe den Preis vor

allem als Anerkennung für die erfolgreiche Arbeit des gesamten

gFT Teams. Mit Mut, Fleiß und Begeisterung für neue Technologien

haben wir es geschafft, gFT international zu einem

geschätzten unternehmen zu entwickeln.

www.gft.com

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11/2011 · MIDRANGE MAgAZIN

7


SAP AKTuELL

SAP Business ByDesign: itelligence

erreicht Goldpartnerstatus

in DACH. Die itelligence

Ag kann ab sofort die gold-Level

Channel-Partnerschaft für die On-

Demand-Lösung in Deutschland,

Österreich und der Schweiz vorweisen.

Man sei damit der erste

Solution Reseller für SAP Business

ByDesign, der in drei europäischen

Ländern die höchste Stufe des

SAP-Partnerprogramms erreicht

habe, freuen sich die Bielefelder.

Dr. Birgit Wittenbreder, geschäftsleitung

DACH bei itelligence: „Mich

erfüllt es natürlich mit Stolz, dass

wir gerade in diesen Ländern den

gold-Partnerstatus erlangt haben.

Die sehr enge Kooperation mit der

SAP, insbesondere in der Markteinführung

innovativer Lösungen,

in Verbindung mit der langjährigen

Erfahrung als IT-Komplettdienstleister

im Mittelstand, sind für uns

wesentliche Erfolgsfaktoren und

wir bieten damit höchste Sicherheit

für unsere Kunden.“

Û www.itelligence.de

Qualitätssicherung für SAP-

Anwendungen. Mit einer integrierten

Test-Lösung will Micro

Focus die Qualitätssicherung für

den gesamten Lifecycle von SAP-

Applikationen erleichtern. Micro

Focus „Silk for use with SAP“ steuert

das Management der Testprozesse

und automatisiert deren

Ausführung. Die Software besteht

aus einem Set an integrierten Modulen,

die für SAP-Anwendungen

einen vollen Application Lifecycle

Support bereitstellen, sowie alle

Funktionen, die für das Testen in

heterogenen umgebungen erforderlich

sind. Man optimiere so die

Verfügbarkeit, Leistung und Skalierbarkeit

von SAP-Anwendungen,

betont der Hersteller.

Û www.microfocus.com

8 MIDRANGE MAgAZIN · 11/2011

Red Commerce baut Präsenz in

Deutschland und Schweiz aus

Der SAP Recruiting-Spezialist hat

zwei neue Standorte in München

und Zürich eröffnet. Neben dem bestehenden

Standort Köln in eine zweite

deutsche Niederlassung in München zu

investieren, sei für Red Commerce „eine

strategische Überlegung“: Deutschland

ist der wichtigste SAP-Markt in

Europa.

Ein weiterer Grund für die neue

deutsche Filiale sei, dass SAP für 2011

in Deutschland selbst ein Wachstum

von 10 bis 14 Prozent erwartet. Vor diesem

Hintergrund sei der neue Standort

wichtig, um Kunden und Mitarbeiter

aus Süddeutschland noch besser betreuen

und in der Region neue Kunden

gewinnen zu können. Auch die neue

Niederlassung in Zürich spielt für Red

Commerce eine bedeutende Rolle –

Red Commerce

www.redcommerce.de

Déjà-vu für DCW-Anwender?

Der geplante Verkauf von Steeb an

All For One trifft die DCW-Anwender

an einem wunden Punkt. Als DCW

in 2003 von SAP übernommen wurde,

kämpften die User mühsam um ihre

Finanzlösung, deren Entwicklung und

Support SAP ursprünglich einstellen

wollte. Vertraglich zugesichert sind

Letztere bis Ende 2014.

Der geplante Steeb-Verkauf kam

auch für den Common-DCW-Anwenderkreis

überraschend – die Information

über die Exklusiv-Verhandlungen mit

All for One erreichte Presse und organisierte

User zeitgleich. In einem kurzfristig

anberaumten Gespräch mit dem

Steeb-Geschäftsführer Dr. Alexander

Arnold und dem Bereichsleiter-DCW,

Dr. Oswald Walter, brachte der Vorsit-

über die Schweiz hinaus. Von Zürich

aus wird Red Commerce auch den österreichischen

Markt bedienen und seine

Position in der ganzen Alpenregion

konsequent ausbauen.

Leiter der Münchner Filiale ist

Philipp Fischer-Gissot, der bereits seit

vielen Jahren in der Personalbeschaffung

tätig ist. Die Leitung der Niederlassung

in Zürich übernimmt Practice

Manager Daniel Scott. Derzeit betreut

Red Commerce rund 120 Kunden in

Deutschland, darunter so namhafte Unternehmen

wie Bosch, und kann dafür

aus seinem Kandidatenpool von über

43.000 deutschen SAP-Spezialisten

schöpfen. ó

zende des COMMON/DCW-Anwenderkreises

Ingo Junker zum Ausdruck,

dass die Anwender „den in der Vergangenheit

gemeinsam erarbeiteten und

vertraglich fixierten Status Quo sowie

die zugesicherten Perspektiven für die

Weiternutzung und Weiterentwicklung

der DCW-Software in dem zugesagten

Umfang auf keinen Fall verschlechtern

oder verlieren wollen“. In einem Schreiben

an die DCW-Anwender monierte

Junker „die schlechten Erfahrungen

mit der SAP aus den Jahren der DCW-

Übernahme in 2003/2004 im Hinblick

auf die Beachtung/Wahrung von Kundeninteressen“

. ó

All for One Midmarket Ag

www.all-for-one.com


SAP verkauft Steeb

noch in diesem Jahr soll der Verkauf

der Steeb Anwendungssysteme

GmbH an den Komplettdienstleister mit

SAP Gold Partner-Status abgeschlossen

werden. Die Absichtserklärung wurde

Mitte September unterzeichnet, die laufenden

Verhandlungen würden „auf exklusiver

Basis“ erfolgen, so All for One.

Die geplante Transaktion folge „einer

klaren industriellen Logik“, so All

for One. Beide Unternehmen würden

sich hervorragend ergänzen. Der Kauf

diene dem Ziel, als SAP Komplettdienstleister

rund um die SAP Business

Suite auch in den wachsenden Märkten

für SAP Business ByDesign, SAP

Business Analytics, SAP Mobile Solutions

und SAP Outsourcing Services

die Position im Mittelstand schneller

auszubauen. Offenbar sehen alle Beteiligten

in der geplanten Veräußerung

eine Win-Win-Situation. Dr. Alexander

Arnold, Geschäftsführer Steeb Anwendungssysteme

GmbH: „Steeb und All

for One ergänzen sich hervorragend in

ihren Kompetenzen. Beide Unternehmen

sind sich zudem einig in der Bewertung

der vielen guten Chancen, die

dieser Zusammenschluss für Kunden,

Mitarbeiter, Partner und nicht zuletzt

für SAP bietet. Das hat sich in unseren

Gesprächen klar herausgestellt“. Lars

Landwehrkamp, Vorstandssprecher All

for One Midmarket AG: „Der gesamte

Prozess ist gut vorbereitet. Allen Beteiligten

ist förmlich anzumerken, wie

sehr ihnen am Erfolg des Zusammenschlusses

gelegen ist. Unsere Pläne für

das gemeinsame Unternehmen zielen

klar in Richtung Größe, Vertriebsstärke,

SAP Outsourcing Services und umfassende

Expertise auch in den SAP-

Zukunftsthemen. So stellen wir uns

hervorragend auf“.

Üppiges Wachstum war für All for

One bis dato auch ohne Steeb kein Problem.

Der im August veröffentlichte

9-Monatsbericht für das Geschäftsjahr

2010/2011 wies ein Umsatzplatz von 11

Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum

auf. „Unsere Zielmärkte, der

Maschinen- und Anlagenbau, die Automobilzulieferindustrie

und das Projektdienstleisterumfeld

präsentieren sich

in guter Verfassung. Die drei Eckpfeiler

unseres integrierten Geschäftsmodells

– Softwarelizenzen, Consulting und

Outsourcing Services – stärken sich

gegenseitig. In allen Bereichen konnten

wir weiter kräftig zulegen und das

teilweise sehr hohe Vorjahresniveau

nochmals übertreffen“, bilanzierte Lars

Landwehrkamp bei der Veröffentlichung

der Zahlen.

„Als SAP Komplettdienstleister rund

um die SAP Business Suite platzieren

wir heute verstärkt eigenentwickelte

Zusatzlösungen und sind auch in den

wachsenden Märkten für SAP Business

ByDesign, SAP Business Analytics, SAP

Mobile Solutions und SAP Outsourcing

Services vorne mit dabei“. Durch den

Steeb-Kauf dürfte sich diese Position

noch deutlich verbessern.

Michael Kleinemeier, Regional

President DACH bei der SAP AG: „All

for One gilt alleine bereits als sehr

vertriebsstark. Von einem neu formierten

Unternehmen aus All for One

plus Steeb erwarten wir uns vor allem

nachhaltige und kräftige Zusatzimpulse

für unser Mittelstandsgeschäft

im Heimatmarkt Deutschland“. Das

gesamte SAP-Ökosystem solle davon

profitieren.

Mit mehr als 400 Mitarbeitern betreut

All for One aktuell über 1.000

Kunden aus dem Maschinen- und Anlagenbau,

der Automobilzulieferindustrie

sowie dem projektorientierten Dienstleistungsumfeld.

ó

SAP Ag

www.sap.de

SAP zertifiziert Business Cloud

von Pironet nDH. Der Walldorfer

Softwarekonzern hat die Business

Cloud des ITK-Dienstleisters jetzt

mit dem weltweit gültigen Qualitätssiegel

„SAP-Certified in Cloud

Services“ ausgezeichnet. Damit ist

Pironet NDH nach der mehrfach

erneuerten Hosting-Partnerschaft

nun auch anerkannter Spezialist

für den Einsatz von Cloud-Computing-Technologie

im SAP-umfeld.

Mit der Zertifizierung prüft SAP,

inwieweit Hosting-Partner ihr Angebot

auf die besonderen Anforderungen

in der Cloud ausrichten,

zum Beispiel durch flexible Abrechnungsmodelle,

hohe Standards

bei Sicherheit, Verfügbarkeit und

Service sowie beim Know-how der

Mitarbeiter. „Wir sehen das neue

SAP-Cloud-Zertifikat als wichtiges

Qualitätssignal an den Markt“, erklärt

Dr. Clemens Plieth, Managing

Director Service Delivery bei Pironet

NDH. „So erkennen Kunden,

welche Dienstleister über die technische

Infrastruktur, die Prozesse

und das Know-how verfügen, um

SAP-Lösungen und Cloud Computing

optimal zu vereinen.“

Û www.pironet-ndh.com

Hype unterstützt Schnellstart

von SAP-Partnern in DACH. Der

Coaching- und Trainingsanbieter

Hype erweitert sein Leistungsportfolio:

Internationale SAP-Partner

werden künftig ganzheitlich beim

Markteintritt in die DACH-Region

unterstützt. Dazu berät Hype bei

der Entwicklung lokaler Verkaufs-

und Marketingstrategien und holt

für die neuen Standorte die geeigneten

Mitarbeiter und Partner an

Bord. Ein Beispiel ist der niederländische

Software-Anbieter Every

Angle Software Solutions, dem

Hype zum Schnellstart im deutschen

Markt verhalf.

Û www.hypeonline.de

11/2011 · MIDRANGE MAgAZIN

9


10

MIDRAnGE AKTuELL

Hewlett-Packard hat Meg Whitman zum

neuen President und Chief Executive

Officer ernannt. Sie folgt auf den ehemaligen

SAP-Chef Léo Apotheker, der

Mitte September von seinem Posten zurückgetreten

war. Zum neuen Executive

Chairman des Board of Directors bei HP

wurde Ray Lane ernannt, eine weitere

Positionen in diesem gremium soll in

Kürze neu besetzt werden.

www.hp.com

MIDRANGE MAgAZIN · 11/2011

KÖPFE

Die Rolle von Business Intelligence im Unternehmen ändert sich: Die auf die Vergangenheit

ausgerichtete Betrachtungsweise verliert an Bedeutung. Dagegen tritt die in die Zukunft

gerichtete analytische Sicht in den Fokus, wobei die Bereiche Vertrieb und Marketing mit

einbezogen werden. Business Analytics heißt das Schlagwort, und hier sind Experten gefragt.

Führungsteam bei Cubeware

aus den eigenen Reihen rekrutiert

Business Intelligence-Spezialist Cubeware

hat sein Führungsteam mit drei

Kräften aus den eigenen Reihen komplettiert:

Neben Suresh Saligram, der

erst im August als geschäftsführer eingesetzt

wurde, stellen ab sofort Monika

Düsterhöft, Ingo Diekmann und Markus

Sümmchen die geschäftsleitung. Düsterhöft

verantwortet Marketing und

Organisation, Diekmann ist für Vertrieb

und Business Development, Sümmchen

für Entwicklung und Technologie zuständig.

Suresh Saligram zeichnet für Finanzen

und Controlling verantwortlich. Alle

berichten direkt an den Mutterkonzern.

www.cubeware.de

Meg Whitman

CEO bei HP

CA Technologies hat Marco Comastri

(51) das Führungsamt des President Europe,

Middle East & Africa (EMEA) übertragen.

Vom europäischen Hauptsitz in

Morges (Schweiz) wird er CAs Position

im Bereich Mainframe und Enterprise

Management Solutions weiter stärken

und die Expertise beim Management hybrider

Clouds, im SaaS- und Service-Provider-Markt

ausbauen. Comastri bringt

umfangreiche Erfahrungen mit – bei Microsoft

war er als Vice President für den

Bereich Mittlerer Osten und Afrika.

www.ca.com/de

Marco Comastri

EMEA-Chef,

CA Technologies

Stefan Söchtig übernimmt die Verantwortung

für die geschäftsentwicklung

der Wilken gmbH. Der bisherige kaufmännische

geschäftsführer der Technischen

Werke Friedrichshafen TWF

bleibt Leiter des Projektes T-City Friedrichshafen.

Mit dem Wilken Neutrasoftgeschäftsführer

Peter Schulte-Rentrop

soll er aus dem geschäftsbereich ein eigenes

unternehmen aufbauen, das alle

Dienstleistungen aus den Bereichen Prozessberatung

und Prozessunterstützung

der Wilken gruppe bündelt.

www.wilken.de

Stefan Söchtig

geschäftsführer

Wilken

Die Freudenberg-gruppe hat Olaf Heyden

zum Sprecher der geschäftsleitung und

Chief Executive Officer (CEO) des Teilkonzerns

Freudenberg IT Kg bestellt. Er

kommt von der Deutschen Telekom Ag,

wo er als geschäftsführer der T-Systems

global die Computing Services, Desktop

Services und Telecommunications

Services verantwortete. In strategischer

Position soll der Diplom-Betriebswirt

und Diplom-Wirtschaftsinformatiker die

Freudenberg IT neu aufstellen und das

geschäft global ausbauen – mit den geschäftsleitungsmitgliedern

Dr. Sebastian

Weiß, Stephan gemm und Dieter Kull.

www.freudenberg-it.com

Olaf Heyden

CEO,

Freudenberg IT

Wilfried Thom ist seit dem 1. September

Country Manager der Acer Deutschland

gmbH. Er folgt auf Stefan Engel, der als

Leiter der neu gegründeten Professional

Business unit EMEA vorstehen wird. Sie

war im Zuge der strategischen Neuausrichtung

des Konzerns mit besonderem

Fokus auf den Business-Bereich entstanden.

Engel bleibt der geschäftsführung

von Acer Deutschland weiterhin

erhalten.

www.acer.de

Wilfried Thom

Country Manager

Deutschland, Acer


WORKSHOPS KALENDER

Modernes Progammieren

mit RPG IV im ILE

Machen Sie Schluss mit alten Zöpfen. unter

diesem Motto erleben RPg-Progammierer,

wie sie auf Basis ihres vorhandenen Wissens

künftig schneller, komfortabler und moderner

entwickeln können. Der Workshop wird

nicht nur das RPg der Teilnehmer verbessern,

sondern auch die Fähigkeit für andere

Sprachen und umgebungen fördern. In der

Session „Weg mit dem Spagetti-Code“ lernen

die Teilnehmer Free Form RPg, Schleifen

und Bedingungen, Errorhandling und

Built-in-Functions. Die Session „Weg mit

unübersichtlichen Strukturen“ zeigt, wie

man mit Prozeduren, Schnittstellen und Prototypen

arbeitet, wie Module, Programme

und Serviceprogramme erstellt und angesprochen

werden und mit welchen Kompilationsstrategien

ILE-Programme am besten

laufen. In der Session „Weg mit PDM, SEu

und Konsorten“ lernen die Kursbesucher die

Entwicklungsumgebung Rational Developer

for i kennen und anwenden. Am 22./23. November

in Stuttgart.

www.midrange-academy.com

IBM Breakfast Briefings Kompakt

Über 1600 gäste nehmen jährlich an den

Breakfast Briefings teil. Hier können sich

Interessierte in einer attraktiven Atmosphäre

informieren, ihr Netzwerk pflegen und

interessante geschäftsgespräche führen.

Sie erhalten beim IBM Breakfast Briefing

Kompakt die neuesten Informationen von

IBM serviert, im Rahmen eines Frühstücks.

Sie erfahren in Halbtagesveranstaltungen

aus erster Hand alles rund um IBM Systeme,

Software und Services: Power Systems inkl.

der Systems Software für AIX/Linux und i,

System Storage und System x. Die Teilnehmer

erfahren, was IBM unter Smarter Computing

versteht und welche Produkte sich

dahinter verbergen. Dieter gräf zeigt die

aktuelle Entwicklung bei IBM X Server und

Blade Center. Besucher erleben, warum IBM

Storage Lösungen fit für alle zukünftigen

Aufgaben sind und wie Servervirtualisierung

bares geld sparen hilft. Teilnehmer hören

alles wissenswerte über die Hardwarearchitektur

der aktuellen POWER Server und

über systemnahe Softwarelösungen mit

IBM i, wie PowerVM, Verfügbarkeit, System-

Management und Softwareentwicklungswerkzeugen.

Abgerundet werden die Informationen

durch einen umfassenden Überblick

zu LINuX und AIX on IBM Power.

2./3. November 2011 in Hannover.

www-05.ibm.com/de/events/breakfast

Event Termin, Ort Veranstalter

Storage, Virtualisierung, Security 2. – 3. 11.

Frankfurt

IBM Breakfast Briefing 2. – 3. 11.

Hannover

DNug Konferenz 7. – 9. 11.

Bamberg

Common Jahreskonferenz 7. – 8. 11.

Schweinfurt

Der Weg zum 360° Kundenmanagement

7. 11.

Langenau

SAP Mittelstandsfrühstück 9. 11.

Langenau

Moderne Softwareentwicklung

auf System i

9. 11. – 11. 11.

Frankfurt

Steeb Mittelstandsforum 2011 10. 11.

ulm

MES Live erleben 10. 11.

Schweiz

proALPHA Praxistag:

MAJA Maschinenbau

10. 11.

Kehl-goldscheuer

SQL grundlagen 14. – 15. 11.

Bremen

MES-Infotag:

Effizienter produzieren mit MES

Modernes Programmieren

mit RPg IV im ILE

15. 11. Hamburg,

22. 11. Heidelberg

22. – 23. 11.

Stuttgart

Mehr Termine und Veranstaltungen unter www.midrange-event.de

SNW Europe

www.poweringthecloud.com

IBM Deutschland gmbH

www-05.ibm.com/de/events/breakfast

DNug e.V.

www.dnug.de

Common Deutschland

www.common-d.de

SOFT-CONSuLT Häge gmbH

www.softcosult.net

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www.softcosult.net

PKS Software gmbH

www.pks.de

Steeb Anwendungssysteme gmbH

www.steeb.de

MPDV Microlab gmbH

www.mpdv.de

ALPHA Business Solutions Ag

www.abs-ag.de

EPOS gmbH

www.eposgmbh.com

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www.mpdv.de

ITP VERLAg gmbH

www.midrange-academy.com

Unsere Themen im November:

- SQL Grundlagen

- Power System unter

IBM i V6R1/V7R1

- PHP on IBM i

- IBM i und Windows-basiertes

Single Signon

Weitere Themen und Lernvideos

auf unserer Homepage!

11/2011 · MIDRANGE MAgAZIN

11


12

MIDRAnGE AKTuELL

Mit Hilfe von Business Process

Management können betriebliche

Abläufe schnell(er) an veränderte

Bedingungen angepasst werden.

MIDRANGE MAgAZIN · 11/2011

FRAgE DES MONATS

Agilität hat einen Namen

Auch wenn es sich wie eine Binsenweisheit

anhört: Der Markt

beziehungsweise das Unternehmensumfeld

sind ständigen Änderungen

unterworfen. Und auf diese Herausforderungen

müssen Unternehmen

heutzutage schnellstmöglich reagieren

können. Doch wenn man sich vielerorts

die Infrastruktur ansieht, steht es

nicht zum Besten: Viele Anwendungen,

Datenbanken und die zugehörigen

Organisationsstrukturen sind häufig

verkrustet und lassen sich nur mit einem

hohen Finanz- und Zeitaufwand

anpassen.

Doch das darf nicht sein, wenn ein

Unternehmen erfolgreich sein will: Es

sind häufig die internen Prozesse und

Arbeitsabläufe, die ihnen die Chance

einer schnellen Reaktion bieten. Denn

mit der flexiblen Anpassbarkeit der

Prozesse wachsen die Wettbewerbsfähigkeit

und damit der Erfolg einer

Unternehmung. Als entscheidend gilt

jedoch, mit welcher Art Unterstützung

im Bereich des Business Process Management

(BPM) die Prozesse angepasst

werden.

Unterscheidung bei BPM

ist nötig

?

DIE FRAGE

Wenn man die Aussage liest, dass sich

mit Hilfe von BPM betriebliche Abläufe

schnell(er) an veränderte Bedingungen

anpassen lassen, dann muss man sorgfältig

klären, welche Art von BPM denn

dabei gemeint ist. Hier muss der IT-und

Prozessverantwortliche grundsätzlich

unterscheiden. Zum einen gibt es das

Modellierungs-BPM und zum anderen

das Ausführungs-BPM. Das erste ist

stark konzeptionell geprägt, während

Haben Sie bereits Business-

Process-orientierte

Anwendungen im Einsatz?

DAS ERGEBnIS

31 % ja

69 % nein

67 Teilnehmer

haben abgestimmt

das andere tatsächlich Prozesse ausführt

und sie somit produktiv(er) werden

lässt.

Aus dieser Klassifizierung leitet

sich auch ein wichtiger Aspekt ab:

Dem Modellierungs-BPM fehlt streng

genommen der Wertschöpfungshebel.

Wenn jetzt ungefähr ein Drittel der Befragten

antworten, dass sie Businessorientierte

Anwendungen im Einsatz

haben, dann ist das eine Größenordnung,

die bestenfalls mit den Modellierungs-Ansätzen

erreicht werden kann.

Die wertschöpfenden Prozess-Engines,

die sich vorteilhaft agil und flexibel

an veränderte Bedingungen anpassen

lassen, sind leider noch viel zu wenig

im Markt verankert. Hier gibt es im Anwendungsumfeld

noch einen riesigen

Nachholbedarf, mit dem sich hohe Erfolgspotenziale

heben lassen. ó


KOMMENTAR

KOMMEnTATOR ZUM UnTERnEHMEn IHRE MEInUnG, BITTE!

Dr. Horst Schönecker

Soreco International Ag

Soreco AG

Die ganzheitliche Prozessoptimierung ist die Domäne

des Schweizer BPM-Spezialisten Soreco. Deren

Tool Xpert.ivy deckt alle Disziplinen des Process

Lifecycle in einer einzigen Plattform ab: vom Prozessdesign

über die Prozessausführung, die Integration

von Personen und Systemen bis hin zum

Prozesscontrolling. Für die Anwender sei das Arbeiten

einfach, so das unternehmen: Mit wenigen

Mausklicks lässt sich das in der Designumgebung

erstellte und parametrisierte Prozessmodell an die

Laufzeitumgebung von Xpert.ivy überführen. Das

Tool interpretiert den Ablauf, und sofort steht die

Applikation den Benutzern zur Verfügung. Auch die

Einbindung von Menschen in geschäftliche Aktivitäten

lässt sich auf diese Weise angehen.

Ein weiterer unternehmensbereich konzentriert

sich auf das Consulting. gilt es die gesteckten Absichten

und Ziele Im Bereich der Effizienz- und Qualitätssteigerung

zu erreichen, müssen bestimmte

Prozesse mit IT-Hilfsmitteln für möglichst alle involvierten

Benutzer funktional zugänglich gemacht

werden.

www.soreco.ch

Wissen frei Haus

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technisch tiefgehende Beiträge

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Unsere aktuelle Frage des Monats:

Auf der Hardwareplattform IBM Power Systems

läuft neben i (OS/400) auch Linux und AIX.

Können Sie sich vorstellen, Ihre Kernanwendungen

auf dem System unter AIX oder

Linux zu betreiben?

In der jeweiligen Frage des Monats erfassen wir

aktuelle Trends und Strömungen des IT-Marktes

und fragen zum einen die Leser des +++ Monday

Morning Tickers +++ und zum anderen auf

unserer Homepage nach Ihrer Meinung:

Û www.midrange.de

Beteiligen Sie sich und stimmen Sie ab. Die

Abstimmung geschieht anonym und ohne jede

weitere Befragung o. ä. Wir freuen uns ebenfalls

über Kommentare zur aktuellen Frage des

Monats, die Sie direkt nach Ihrem Voting eingeben

können. Für Ideen für kommende Fragen

kontaktieren Sie uns einfach per E-Mail:

Û redaktion@midrange.de

www.midrange.de

11/2011 · MIDRANGE MAgAZIN

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14

MIDRAnGE AKTuELL

Comarch: ambitionierte Ziele im Dokumentenmanagement

ECM vereinfacht die Prozesse

Seit vielen jahren eine feste Größe im IBM Midrange-Markt, adressiert Comarch ECM, das

frühere InfoStore, den Markt für Enterprise Content Management heute plattformübergreifend.

Mit eigenem Workflow-Tool, mobilen Applikationen und neuem Web-Client bietet

das ECM-System vielfältige Möglichkeiten zur Optimierung der Geschäftsprozesse.

MM: Herr Eberli, seit Februar 2011 sind

Sie Geschäftsführer der Comarch Swiss

AG. Wo haben Sie in den ersten neun

Monaten Ihre Schwerpunkte gesetzt?

Michael Eberli: Vor meinem Amtsantritt

hatten wir bereits massiv in die

Produktentwicklung investiert. Diesen

Schwerpunkt haben wir seither beibehalten

und weiter ausgebaut. Als

früherer Entwicklungsleiter ist es mir

natürlich ein besonderes Anliegen, in

puncto Technologie – Ergonomie ebenso

wie Funktionalität – an der Spitze des

Marktes zu stehen. Durch unsere Konzernmutter

werden wir dabei tatkräftig

unterstützt. Ohne die zusätzlichen Entwicklungsressourcen,

die uns aus Polen

zur Verfügung gestellt werden, könnten

wir unsere ambitionierten Ziele kaum

umsetzen. Wir haben uns vorgenommen,

die Spitzenstellung, die wir im deutschsprachigen

Markt auf der Plattform iSeries

/ System i innehaben, auf alle gängigen

Betriebssysteme auszudehnen.

MM: Wie funktioniert Softwareentwicklung

in gemischten Teams aus Schweizern,

Deutschen und Polen?

Michael Eberli: Die Verteilung der Aufgaben

und eine effiziente Koordination

allein reichen nicht aus. Die Teams müssen

auch persönlich und menschlich zusammenwachsen.

Dazu kommen Mitarbeiter

aus Polen immer wieder für drei

bis sechs Monate zu uns in die Schweiz.

Die Erfahrungen aus zwei Jahren Zusammenarbeit

sind hervorragend: Wir

haben das Entwicklungstempo deutlich

gesteigert und den Innovationszyklus er-

MIDRANGE MAgAZIN · 11/2011

heblich verkürzt, wie man an den vielen

Neuerungen in den jüngsten Releases

umgesetzt sehen kann: Plattformunabhängigkeit,

neues eigenes Workflow-

Tool, neuer Scan-Client, um nur die

wichtigsten neuen Features zu nennen.

„E-Mails gehören wie

andere Dokumente in

Prozesse und nicht in

persönliche Postfächer

von Mitarbeitern.“

Daniel Taborek

MM: Kann man mit einer plattformübergreifenden

Entwicklung die spezifischen

Stärken der jeweiligen Systemumgebung

voll ausnutzen?

Michael Eberli: Wir nutzen mit speziellen

Versionen der Software die spezifischen

Eigenschaften der Plattformen

aus. Comarch ECM gibt es in der RPg-

Version für die Serverplattform IBM i

bzw. iSeries und als Java-Version, die

sowohl unter MS Windows als auch unter

Linux installiert werden kann. Die Clients

sind einheitlich und werden sowohl

als Fat-Clients für MS Windows als auch

als Web-Clients angeboten. Alle Server-

„Workflow und Business

Process Management bilden

zunehmend den Grund,

weshalb sich Kunden für ein

ECM-System entscheiden.“

Michael Eberli

und Client-Lösungen kommunizieren

über denselben internen Systembus.

MM: Herr Taborek, als Leiter des ECM

Competence Center haben Sie die

Markttrends im Blick. Gibt es einen Megatrend,

der sich in Ihren Projekten in

jüngster Zeit herauskristallisiert hat?

Daniel Taborek: unternehmen entscheiden

sich in der Regel aus einem der


drei folgenden gründe für die Einführung

eines ECM-Systems. ursprünglich war

es die Langzeitarchivierung von Dokumenten

und Daten, um Papierarchive

abzuschaffen oder zu verkleinern, Dokumente

länger lesbar zu machen und

schneller wiederzufinden. Hinzu kam

dann die sogenannte Compliance, d. h.

die Erfüllung gesetzlicher Anforderungen,

wie z. B. das Schützen von für das

unternehmen wichtigen Dokumenten

oder Daten vor versehentlichem oder

absichtlichem Löschen.

Heute ist die Triebkraft hinter ECM-

Projekten vielmehr der Wunsch, geschäftsprozesse

zu vereinfachen, zu optimieren

und zu automatisieren. Moderne

ECM-Systeme bringen heute integrierte

Messaging- und Workflow-Module in das

unternehmen sowie Schnittstellen zu

allen gängigen ERP-, CRM- und E-Mail-

Systemen. Kerngedanke ist es, im unternehmen

eingehende oder entstehende

Dokumente nicht nur im ECM-System

abzulegen, sondern sie im Rahmen bestimmter

Prozesse sortieren und für

die Abarbeitung von Aufgaben nach definierten

Regeln verwenden zu können.

Ein weiterer Trend, der sich abzeichnet,

ist das Herauslösen von E-Mail-Verkehr

aus E-Mail-Programmen. E-Mails gehören

wie andere Dokumente in Prozesse

und nicht in persönliche Postfächer von

Mitarbeitern. Die ständig steigende Flut

von E-Mails bremst die Effizienz vieler

Mitarbeiter und behindert deren Zusammenarbeit.

Hier gibt es bereits sehr gute

Lösungsansätze und es ist ein grundlegender

neuer umgang mit E-Mails in unternehmen

zu erwarten, der auch von unseren

ECM-Systemen mitgestaltet wird.

MM: Gibt es bestimmte Prozesse in den

Unternehmen, die sich für die Workflow-

Unterstützung besonders anbieten und

hohen Nutzen versprechen?

Daniel Taborek: Mehr als die Hälfte

unserer Kunden sehen im Prozess der

Rechnungseingangsprüfung das größte

Optimierungspotenzial, weil die Liegezeit

von Rechnungen oft bis zu 75 Prozent

und die Transportzeit oft bis zu 20

Prozent des gesamten Bearbeitungszeitraums

ausmachen. Auch bei der

Rechnungsprüfung selbst machen die

fachliche und sachliche Prüfung sowie

die Weitergabe oft bis zu 80 Prozent der

Bearbeitungszeit aus. Hier kann man mit

der automatischen Inhaltslesung von

Rechnungen, der rechnerischen Prüfung,

der Zuordnung von Lieferscheinen

und der Weiterleitung nach Regeln bis

hin zur Buchung sehr viele Schritte automatisieren.

gemeinsam mit unseren Kunden

versuchen wir zu prüfen, ob möglicherweise

andere Prozesse ein noch höheres

Potenzial bieten, Zeit und Kosten zu sparen

oder wettbewerbsfähiger zu werden.

Das können ganz einfache Prozesse sein,

etwa die Angebotskalkulation oder Prozesse

aus der Verwaltung, wie Vertragsmanagement,

Investitionsanträge oder

Personalein/austritte. Wir haben auf unserer

Website www.comarch.com/ecm

ca. 30 Beispiele für Workflows in unternehmen

aufgeführt, die mit Comarch

ECM umgesetzt werden können.

MM: Welche Rolle spielen Web und mobile

Kommunikation in Ihrer Strategie?

Daniel Taborek: Apps für iPhone und

iPad Clients bieten wir bereits seit 2010

an. Mobil kann auf alle Dokumente des

Archivs zugegriffen werden; Dokumente

lassen sich auch direkt vom iPhone aus

im Archiv ablegen. Hinzukommen wird

noch die Bearbeitung von Workflow-

Arbeitsschritten direkt am iPhone oder

iPad. Auch für andere Betriebssysteme

wie Android sind Mobil-Clients in Planung.

In Bezug auf Cloud Computing

sind wir gerade dabei, unsere Lizenzierungsprozesse

umzustellen, um passende

sowohl user- als auch verbrauchsorientierte

Abrechnungsmodelle anbieten

zu können.

MM: Setzen Sie allein auf das direkte Geschäft

über das Comarch-Vertriebsnetz

oder auch auf den Partner-Channel?

Daniel Taborek: Wir vermarkten unsere

ECM-Lösung in der DACH-Region

gemeinsam mit etwa 30 Vertriebspartnern.

Das Partnernetzwerk wird weiter

ausgebaut. Dabei suchen wir besonders

Vertriebspartner, die bereits Erfahrungen

und Vertriebserfolge mit mindesten

einem ERP-System haben und prozessorientierte

ECM-Projekte umsetzen

können. unser ECM Competence Center

unterstützt Vertriebspartner sowie

konzerninterne Vertriebsabteilungen bei

größeren Projekten und ist für die Ausbildung

und Schulung der Mitarbeiter

von Vertriebspartnern sowie in unserem

Konzern gleichermaßen zuständig.

MM: Wo möchten Sie mit Comarch ECM

in fünf Jahren stehen?

Michael Eberli: Wir wollen einen markanten

Marktanteil, wie wir ihn heute

als führendes ECM-System auf der

Plattform System i haben, auch auf den

Serverplattformen MS Windows und Linux

erreichen. Als wichtige Meilensteine

dahin sehen wir die Bereitstellung des

vollen Funktionsumfangs im Web-Client

und die umfassende Integration unserer

ECM-Lösung in die geschäftsprozesse.

Workflow und Business Process Management

bilden zunehmend den grund,

weshalb sich Kunden für ein ECM-System

entscheiden. Wir werden mit unserer

Produktstrategie dazu beitragen,

dass dabei immer häufiger Comarch

ECM ausgewählt wird. ó

ZUM UnTERnEHMEn

Comarch ECM ist eine Lösung für Dokumentenmanagement

und Enterprise Content

Management, die auf Basis modernster Technologie

und Ergonomie umfassende Funktionalität

für mittelständische unternehmen

bietet. Die Frontend-Applikationen sind unter

neuesten softwareergonomischen gesichtspunkten

entwickelt worden. Comarch ECM

wird von ca. 1.000 unternehmen eingesetzt.

Hersteller von Comarch ECM ist die Comarch

Swiss Ag mit Sitz in Buchs (CH), ein unternehmen

der Comarch group. Comarch ist ein

weltweit tätiger Anbieter von IT-Lösungen für

geschäftsprozessoptimierung und Kundenbeziehungsmanagement

mit Hauptsitz im polnischen

Krakau und rund 3.500 Mitarbeitern

in 17 Ländern. Comarch ist in Deutschland,

Österreich und der Schweiz mit rund 350 Mitarbeitern

an 13 Standorten präsent.

www.comarch-swiss.ch

11/2011 · MIDRANGE MAgAZIN

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16

MIDRAnGE AKTuELL

Wie werden wir morgen arbeiten?

Social Business wird wahr

Die Herbsttagung der Anwender für die IBM Collaboration Solutions findet am 8. und

9. november 2011 in Bamberg statt. Mike Roche, IBM Distinguished for Connections Social

Software und Chief Architect des Labors in Dublin, stimmt mit seiner Opening Keynote –

Social Business becomes real – auf diesen fortgesetzten Austausch ein. In einem zweiten,

technischen Teil stellt er vor, was die IBM in den nächsten Monaten dazu neu anbieten kann.

Ein Workshop zu Einführungsstrategien

für Social Software sowie ein

Social-Business-Sonderprogramm unterstreichen

das Schwerpunktthema der

Konferenz. Prof. Dr. Olaf Resch von der

Hochschule für Wirtschaft und Recht in

Berlin eröffnet den Social Business Day

mit dem Thema „IT Management vs.

Enterprise 2.0“. Am Beispiel eines Studienergebnisses

wird am zweiten Konferenztag

ein aktuelles Stimmungsbild

zu Collaboration, Anwenderzufriedenheit

und IT-Infrastrukturen diskutiert.

Anhand eines Praxisberichts lässt Evo-

MIDRANGE MAgAZIN · 11/2011

nik Industries andere IT-

Entscheider und IT-Organisationsverantwortliche

Einblick in das weltweite

Projekt zur Einführung

von IBM Connections nehmen.

Sie erhalten damit

wertvolle Anregungen für

den eigenen Weg zum Social Business.

Das Projekt war für den Konzern mit

der strategischen Entscheidung für Lotus

Notes verbunden.

Ein zweites Projektteam berichtet

über seine Erfahrungen mit der Migration

von 2.000 Postfächern aus MS Outlook

nach Lotus Notes – einschließlich

der Black-Berry-Neuaktivierung.

Über weitere Best Practices – wie

Applikationsmanagement, Prozessautomatisierung

bei der Produktivsetzung

von Lotus-Notes-Anwendungen

und moderne Archivierung – werden

die Anwender ivv GmbH, Roland

Rechtsschutz-Versicherungs-AG und

TÜV Rheinland zu berichten haben.

Technisch Interessierte finden ihre

Themen bereits im Vorprogramm:

XPages – mit Grundlagen und für

Fortgeschrittene, Sametime 8.5.2,

HandsOn-Trainings, Policies, Traveler,

Device-Management und vieles mehr.

Ein Speeddating zu Entwicklungskonzepten

für Mobile Apps gehört

zu den besonderen Angeboten der

Konferenz. ó

Deutsche Notes user group e. V.

www.dnug.de


PROMOTION PRODUKTVORSTELLUNG

Anbindung Twinax an Power 7

mit dem e-Twin@x Controller

Der e-Twin@x Controller ist weltweit

einzigartig und die einzige von IBM

empfohlene Technologie um existente

Twinax-Peripherie an Ihr IBM Power-

System anzubinden. Die Intention ist, da

wo gewünscht, vorhandene Peripherie

ohne Investment in das Endgerät weiter

zu verwenden. Die Installation sowie die

Nutzung sind einfach, sicher, robust und

zuverlässig bei höchster Verfügbarkeit.

Der Controller arbeitet frei von SNA ausschließlich

auf der Basis von TN5250

und unterstützt alle Twinax-Displays

(auch Zeiterfassungsterminals etc.) und

auch alle bekannten SCS- und IPDS-

Druckermodelle. Die vorhandene Verkabelungsinfrastruktur

kann unverändert

weiterverwendet werden. Es gelten dieselben

Parameter in Bezug auf Ports und

Adressen wie klassisch über Workstation

Controller angebunden. Autokonfi g

ist ebenso möglich wie das manuelle

Konfi gurieren von Endgeräten. Zum Drucken

von grafi schen IPDS-Druckjobs

wird das Lizenzprogramm PSF/400 von

IBM benötigt.

Tx-Peripherie kann so ideal an lokale

oder entfernte Power-Systeme angebunden

werden. Teure Leitungen gehören

hier ebenso der Vergangenheit an wie

auch aufwendige Konfi gurationen am

System oder an anderen Steuereinheiten,

wie sie früher eingesetzt wurden.

Die Konfi guration erfolgt über Webbrowser

und kann via Download aus dem

Browser gesichert und schnell auf einen

anderen Controller übernommen werden.

Der Controller macht in HA-Umgebungen

einen automatischen Failover

auf das im Controller konfi gurierte Backupsystem.

Sitzungen werden im Falle eines

Disconnects automatisch recovert.

Den Controller gibt es in zwei unterschiedlichen

Hardware-Varianten

(2-Port, 8-Port). Er wird rein softwaretechnisch

über die Anzahl Tx-Adressen

lizenziert, beginnend bei 1 Adresse

bis zu maximal 128 Adressen pro Gerät.

Vorteile im Überblick:

ó die weltweit einzigartige Technologie,

um Twinax an Power 7 (6) anzubinden

ó der einzige von IBM empfohlene

Twinax-Controller

ó in weniger als 10 Minuten installiert;

keine Änderungen am Power i-System

notwendig

ó einfach zu konfi gurierende TCP-IP-

Verbindung mittels TN5250e – ohne

MPTN (Anynet), SNA oder DataLink

Switching

ó remote Administration, einfachstes

Management

ó keine Änderung der vorhandenen

Infra struktur notwendig

ó optional sichere Verbindung per Internet

mit robusten Backup-Möglichkeiten

ó textbasierender IPDS-Druck ohne

PSF/400

ó ideal für Failover Szenarien

ó höchste Verfügbarkeit, bestes

Desaster Recovery

ó tausende Installationen weltweit

ANBIETER

WS Datenservice

Hauptstraße 20

D-73326 Deggingen

Telefon +49 7334 92198-0

Telefax +49 7334 92198-98

kontakt@ws-datenservice.de

www.ws-datenservice.de

Ihr Ansprechpartner

Wolfgang Greulich

PRODUKT

e-Twin@x Controller

SNA-freie Anbindung von Twinax-

Peripherie an IBM Power-Systeme

(AS/400, iSeries) bis V7R1

Zielgruppe:

IBM AS/400 / iSeries / Power i Mittelstandskunden

Verfügbare Sprachen:

Keine Beschränkung, multinational

Branche:

Kein Branchenbezug

11/2011 · MIDRANGE MAgAZIN

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SCHWERPUnKT MODERNES OuTPuT-MANAgEMENT

SUMMARY

Früher ging es um formvollendetes

und ressourcensparendes Drucken.

Heute spielen zusätzlich die revisionssicheren

elektronischen Übertragungswege

eine wichtige Rolle.

Datenformate im Output-Management

Das Beste aus zwei Welten

AFP oder PDF? An der Frage, welches Datenformat das bessere im Output-Management ist,

scheiden sich die Geister. Angesichts seines „Siegeszuges“ im elektronischen Dokumentenaustausch

wird das Portable Document Format (PDF) oft als alternativlos betrachtet.

Sicher: das PDF, von Adobe einst

für die Bürokommunikation konzipiert,

setzt sich in immer mehr Branchen

durch. Zahlreiche Spezialversionen

existieren, die inzwischen ISO-

Standard sind – so in der Archivierung

(PDF/A), der digitalen Druckvorstufe

(PDF/X) und der Konstruktion (PDF/E).

Andere stehen kurz davor. Das PDF

besitzt etliche Vorteile. Hervorgegangen

aus der weit verbreiteten Seitenbeschreibungssprache

PostScript bietet

es die günstigen Eigenschaften von

MIDRANGE MAgAZIN · 11/2011

Vektorgrafiken, die besser als bei AFP

sind. Außerdem bietet das PDF viele

Extrafunktionen, etwa direkten Zugriff

auf Seiten, Komprimierung oder interaktive

Navigation.

Einer der größten Vorzüge ist zweifelsohne

die integrierte Verwaltung der

Schriftarten. Alle verwendeten Fonts

lassen sich direkt in das Dokument einbetten,

so dass der Text bei der Darstellung

immer exakt gleich aussieht. Um

Platz zu sparen, lassen sich die Schriften

einschränken, so dass sie nur noch

über diejenigen Zeichen verfügen, die

auch wirklich verwendet werden.

Weitere Besonderheiten sprechen

für das PDF. Muss ein Dokument aktualisiert

werden, fügt man die veränderten

Objekte einfach am Schluss hinzu.

Auf diese Weise lassen sich kleinere

Ergänzungen wie z. B. Wasserzeichen

oder Textkorrekturen einfach anbringen.

Auch die Erstellung ist unkompliziert.

Wird ein PDF erzeugt, ist die

Anordnung der Objekte im Dokument

irrelevant. Sie müssen nicht zuerst in

Dny59, iStockphoto.com


einem Vorbereitungsschritt geordnet

werden. Das PDF lässt sich in einem

einzigen Arbeitsschritt erstellen. Hinzu

kommt die Möglichkeit, Metadaten

(Titel, Autor, Datum der Erstellung

etc.) einzubetten. Dies ist wichtig für

die eventuelle Weiterverarbeitung des

Dokuments, wie beispielsweise dessen

Archivierung, beeinflusst aber

nicht das endgültige Aussehen. Zudem

unterstützt das PDF-Format verschiedene

Arten der Verschlüsselung,

der Zugangskontrollen und digitalen

Signaturen und ist gerade

deshalb für die Bearbeitung

von vertraulichen Informationen

geeignet, die übers

Internet verschickt oder in

einer Webbrowser-Applikation

verwendet werden sollen.

Längst ist das PDF kein

reines Dokumentenformat

mehr. Gängige Technologien

– wie Multimedia, XML,

Java, Formularverarbeitung

usw. – sind Teil dieses Formats

geworden. Seit es möglich

ist, auch ergänzende

Attribute wie die Dokumentenstruktur,

die Leserichtung oder das Erläutern

von Bildern durch alternative Texte zu

hinterlegen, gewinnt das PDF weiter an

Attraktivität. Es ist ein hochwertiges

und leistungsstarkes Format und dem

AFP hinsichtlich der Darstellung von

Dokumenten überlegen.

AFP bleibt

Nichtsdestotrotz: Im Massendruck ist

AFP immer noch das am meisten verwendete

Format. Die Gründe dafür liegen

in der Kompaktheit dieses Datenstroms,

der Druckgeschwindigkeiten

von bis zu 3.000 Seiten pro Minute

erlaubt. Außerdem ist hier die Ressourcenverwaltung

flexibler und umfassender

als beim PDF. So ist beispielsweise

die Schachtsteuerung bei AFP intelligenter

gelöst: Mittels einer Steuerungsdatei

kann festgelegt werden, welche

Seiten auf welchen Druckern wie aus-

gegeben werden sollen. Zudem ist es

möglich, den AFP-Datenstrom gleichzeitig

für Rollen- und Einzelblattdruck

einzustellen; eine Fähigkeit, über die

das PDF (noch) nicht verfügt.

Ein weiterer Vorteil: AFP ist nach

wie vor der einzige Datenstrom mit

einem integrierten Fehler-Handling.

AFP-Drucker kontrollieren automatisch,

ob alle Zeichen und Ziffern aus

dem Datenstrom tatsächlich gedruckt

wurden. Diese Kontrollfunktion ist v. a.

bei der Generierung von Kontoauszü-

geeignet für Massendruck: AFP Quelle: Hunkeler Ag

gen und Schecks wichtig. Nicht ohne

Grund gibt AFP beim Massendruck

von Rechnungen und Kontoauszügen

den Ton an. Anders ist die Situation

in der Druckvorstufe: Hier hat sich

das PDF wohl endgültig durchgesetzt.

Trotzdem wird das PDF auf absehbare

Zeit AFP nicht ersetzen – und muss es

auch nicht. Warum nicht die Vorzüge

beider Datenströme bündeln, um das

Output-Management eines Unternehmens

insgesamt effizienter zu machen?

Während die „Datenanlieferung“ zunehmend

über PDF erfolgt, spielt AFP

seine Stärken auf der „letzen Meile“

zum Drucker aus.

Der Trend geht in Richtung intelligenter

Dokumente, die inhaltlich

erschließbar und allgemein zugänglich

sind. Die Barrierefreiheit spielt in

diesem Zusammenhang eine wichtige

Rolle, und die politische Korrektheit

wird auch sachlich immer wichtiger.

Ein Mensch mit Sehbehinderung hat

genauso das Recht, den Inhalt eines

Dokuments zu erfahren wie ein Sehender.

Das Format PDF/UA trägt diesem

Anspruch Rechnung. Es ermöglicht das

semantisch und stilistisch richtige Vorlesen

eines Dokuments mittels eines sogenannten

Screen-Readers. Auch wenn

PDF/UA sicher noch nicht das Endziel

auf dem Weg zu vollständig barrierefreien

Dokumenten ist, es berücksichtigt

bereits wichtige Anforderungen, die dafür

unerlässlich sind – etwa die Definition

von Leserichtung, Sprache

und Dokumentstruktur

sowie die Kennzeichnung

von Artefakten.

Compart Ag

Metadaten sind

das A und O

Intelligentes Output-Management

benötigt vor allem

eines: Metadaten, die sich

auslesen, speichern und

über den gesamten Prozess

der Dokumentenerstellung

mitführen lassen. Sie bilden

die Grundlage für die nachgelagerte

oder parallele Verarbeitung;

beispielsweise, wenn ein Dokument

nicht nur gedruckt, sondern zusätzlich

als E-Postbrief ausgegeben werden soll.

Für die Archivierung sind sie ohnehin

unerlässlich. Was logisch klingt, ist in

der Praxis immer noch ein Problem. In

vielen Unternehmen liegen die Daten

unvollständig vor. Das PDF schafft hier

Abhilfe, denn bei diesem Format können

die Metadaten problemlos integriert,

angezeigt und ausgelesen werden.

Die PDF-Potenziale sind diesbezüglich

noch lange nicht ausgeschöpft. Das

Engagement vieler Anbieter von Output-Management-Systemen

(OMS) bei

der Entwicklung neuer PDF-Standards

zeigt deutlich, dass mit weiteren Innovationen

zu rechnen ist.

Harald Grumser ó

www.compart.com

11/2011 · MIDRANGE MAgAZIN

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20

SCHWERPUnKT MODERNES OuTPuT-MANAgEMENT

Die nächste Evolutionsstufe der elektronischen Rechnung

SAP E-Invoicing for Compliance

Die neue SAP Solution Extension bietet eine schnelle und rechtskonforme Abwicklung

eingehender und ausgehender Rechnungen über alle Format- und Mediengrenzen hinweg.

Damit sind die Weichen gestellt in Richtung Optimierung der Geschäftsprozesse.

Prozessoptimierung mittels E-Invoicing

wird nach wie vor kontrovers

diskutiert: Neben den offenkundigen

kaufmännischen Vorteilen – wie der

nachgewiesenen Zeit- und Geldersparnis

sowie den positiven Umweltaspekten

– sind es vermehrt Kunden und

Lieferanten, die die Unternehmen immer

häufiger zur Umstellung auf den

elektronischen Rechnungsversand

drängen. Auf der anderen Seite ist die

Zurückhaltung vieler Firmen beim Thema

E-Invoicing nachvollziehbar – v. a.

angesichts der zunehmenden Globalisierung

von Geschäftsbeziehungen

und der damit einhergehenden wachsenden

Komplexität der Rechnungsabwicklung.

Diese bedingt sich durch

unterschiedliche nationale Steuergesetze

sowie wechselnde Angebote im

Markt. Crossgate stellt heute die in Zusammenarbeit

mit der SAP entwickelte

neue Anwendung SAP ® E-Invoicing for

Compliance vor, die Unternehmen in

die Lage versetzt, auf eine skalierbare,

kostengünstige Art und Weise von

den Vorteilen der elektronischen Rechnungsabwicklung

zu profitieren. SAP

E-Invoicing for Compliance by Crossgate

ermöglicht den Versand und den

Empfang digital signierter Rechnungen

auf elektronischem Weg, egal ob als

PDF-Anhang oder via EDI.

SAP E-Invoicing for Compliance,

das ab sofort von SAP als eine weitere

Solution Extension angeboten wird, ist

eine mit standardisierten Schnittstellen

für das SAP ERP und die SAP Invoice-

Management-Anwendung by OpenText

MIDRANGE MAgAZIN · 11/2011

versehene Lösung, die den SAP-Kunden

bei der Elektronifizierung seiner heute

meist noch papierbasierten Rechnungsprozesse

unterstützt. Dabei wird die

Zahl der manueller Eingabe geschuldeten

Fehler minimiert, was in deutlich

schnellere und kostengünstigere

Prozesse mündet. Die Lösung ermöglicht

bzw. vereinfacht es Unternehmen,

die rechtlichen Vorschriften für den

Rechnungsaustausch in mehr als 35

Ländern weltweit einzuhalten, so dass

diese Expertise nicht im Unternehmen

vorgehalten werden muss.

„Die neue Solution Extension versteht

sich als nächste logische Stufe zu

SAP Information Interchange“, fasst Oliver

Bahner, Mitglied der Geschäftsleitung

von Crossgate zusammen. „Die Flexibilität

und Skalierbarkeit der Lösung

stellt sicher, dass die Anforderungen

sowohl kleiner Betriebe als auch multinationaler

Konzerne erfüllt werden:

Kleine Mengen von Rechnungen, die

einmal monatlich als PDF-Attachment

einer E-Mail verschickt werden, können

ebenso verarbeitet werden, wie die

Übertragung enorm hoher Rechnungsaufkommen

geleistet werden kann, die

via EDI direkt in das Invoice-Management-System

eingespeist werden.“

SAP E-Invoicing for Compliance regelt

den Prozess rund um das Erstellen

und Verifizieren der digitalen Signatur,

um den Rechnungsversand und um die

Compliance-Checks. Außerdem bietet

es Schnittstellen zur revisionssicheren

Archivierung. Mit der Elektronifizierung

der Eingangsrechnungen entfal-

len die manuellen Erfassungsaufwände

– mitsamt der durch die manuelle Eingabe

bedingten Fehlerquellen und der

daraus entstehenden Konsequenzen.

Für die Eingangsbuchhaltung bedeutet

das eine deutliche Leistungssteigerung,

die sich in kürzeren Zahlungszyklen

und weniger Rechnungsnachverfolgungen

messen lässt. Standardisierte

Schnittstellen zu SAP ERP und SAP

Invoice Management unterstützen

selbst hohe Volumina automatisierter

Transaktionen und stellen sicher, dass

die Teams in der Buchhaltung von dem

von Lieferanten eingeräumten Skonto

bei schneller Bezahlung profitieren

können. In beide Richtungen – sowohl

inbound als auch outbound – verlaufen

die Prozesse reibungsloser und bieten

gleichzeitig viel Trans parenz.

„Mit SAP E-Invoicing for Compliance

by Crossgate erweitern wir das

Portfolio der Finanzlösungen von SAP

und helfen unseren Kunden, die einzelnen

Schritte im Prozess der Rechnungsabwicklung

zu vereinfachen und

– dank der geringeren Fehlerraten –

deutlich produktiver zu sein“, erklärt

Martin Naraschewski, Vice President

Finance Solutions bei der SAP AG. „Ich

kann aus eigener Erfahrung sagen,

dass die Applikation die Kosten der

Rechnungsabwicklung senkt und die

Abhängigkeit von manuellen Prozessen

– wie Scanning und Papierrechnungen

– verringert.“ Oliver Bahner ó

Crossgate Ag

www.crossgate.de


CRM & Marketing

Financials

IT Services


22

SCHWERPUnKT MODERNES OuTPuT-MANAgEMENT

Trotz Rechtswirrwarr: Digitale Signatur neu denken!

Einfach weiter signieren?

Erst wurde eine Vereinfachung beschlossen, dann der Beschluss wieder gekippt: Vorläufig

gibt es keine gesetzlich abgesegnete Erleichterung bei elektronisch versandten Rechnungen.

Auf der sicheren Seite ist nur, wer signiert wie bisher: nur dann besteht Rechtssicherheit

für den Vorsteuerabzug beim Rechnungsempfänger.

In dem aktuellen politischen Verwirrspiel

um die digitale Signatur geht

leicht unter, dass sie einen hohen Nutzen

besitzt und eigentlich viel besser

ist als ihr Ruf.

Rückblick

Anfang Juni 2011 wurde mit dem StVereinfG

ein Bündel von Gesetzesänderungen

vom Bundestag beschlossen, das

u. a. auch den Wegfall der strengen Signaturpflicht

für elektronische Rechnungen

enthielt. Nun hat der Bundesrat

das Gesetz am 8. Juli 2011

wider Erwarten gekippt. Vorläufig

bleibt alles beim Alten.

Zwar wurden die Vereinfachungen

für den elektronischen Rechnungsversand

laut Presseberichten

offensichtlich nicht beanstandet,

sondern eher andere Bestandteile

des Gesetzes. Ob diese Vereinfachungen

jedoch nach der erneuten

Überarbeitung unangetastet bleiben,

ist bis jetzt noch nicht klar.

Als sicher gilt jedoch: Auf den

„Nachweis über Echtheit der Herkunft

und Unversehrtheit des Inhalts“

elektronischer Rechnungen, der durch

den Einsatz des Signaturverfahrens

quasi automatisch mitgeliefert wurde,

wird der Gesetzgeber auch in der neuen

Fassung nicht verzichten. Der Nachweis

wird weiterhin zu führen sein. Im jetzt

gekippten StVereinfG wurde er in die

Verantwortung des Unternehmens verlagert:

Betroffene entscheiden selbst,

wie sie den Nachweis erbringen wollen.

MIDRANGE MAgAZIN · 11/2011

Was echt und unversehrt bedeutet, entscheidet

im Zweifel die Finanzbehörde.

Was sicher ist – und was nicht

Wie immer das neue StVereinfG aussehen

und wann immer es Rechtsgültigkeit

erlangen wird – wer bisher qualifiziert

digital signiert hat, ist heute

und in Zukunft auf der sicheren Seite.

Frühstarter müssen zurückrudern:

Wer in der Hoffnung auf das geplante

Signatur-Zertifikat für E-Mail-Nachrichten

Inkrafttreten des StVereinfG bereits

seit dem 1. Juli 2011 unsignierte elektronische

Rechnungen verschickt hat,

kann sich (und seine Kunden) in Teufels

Küche bringen. Und wer elektronische

Rechnungen „einfach so“ einsetzt,

ohne die Vorschriften zu beachten,

ist schon dort.

Durch ihren vom Gesetzgeber verordneten

Pflichteinsatz bei der elektronischen

Rechnungsstellung hat

die qualifizierte digitale Signatur ein

Negativimage abbekommen, das sie

nicht verdient. Faktisch ist sie das mit

Abstand sicherste technische Verfahren

gegen Manipulationen auf Dokumenten

ebene.

Digitale Signatur überdenken –

warum?

Gewissenhafte Unternehmen führen

sie daher in ihrem Tool-Repertoire.

Wer aus steuerlichen Gründen

oder durch Compliance-Vorgaben

100-prozentige Dokumentensicherheit

gewährleisten muss, kommt

nicht an ihr vorbei. Als einziges

Standardverfahren bietet sie Sicherheit

für Dokumente in allen Phasen

der Prozesskette – vom Generieren

über die Versendung bis hin zur revisionssicheren

Ablage im digitalen

Archiv. Viele Unternehmen signieren

daher konsequent neben Rechnungen

alle wichtigen Geschäftsdokumente

– wie Angebote, Bestätigungen,

Gutschriften, Kontoauszüge,

Mahnungen etc. Ein weiterer

Nutzen: Auch in der neuen Ausgestaltung

des StVereinfG wird der Gesetzgeber

auf dem Nachweis der „Echtheit

der Herkunft und der Unversehrtheit

des Inhalts“ bei Rechnungen bestehen.

Die qualifizierte elektronische Signatur

liefert ihn praktisch mit.

johannes Förster ó

Toolmaker Advanced Efficiency gmbH

www.toolmaker.de


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SpoolMaster® ist so vielfältig wie die Anforderungen moderner Unternehmen. Zur individuellen Erweiterung stehen

zahlreiche Module zur Verfügung, die das Output-Management erheblich erleichtern – jetzt und auch in Zukunft.

Vielfalt hat Zukunft

Die ROHA Software Support GmbH mit

Sitz in Wien und Bad Honnef hat sich auf

Output-Management Lösungen für IBM

System i ® spezialisiert. Kerngeschäft ist

der eigenentwickelte Output-Allrounder

SpoolMaster ® mit über 700 Installationen

weltweit. SpoolMaster ® ist einfach

zu installieren und schnell konfiguriert.

Er fügt sich problemlos in bestehende

IT-Landschaften ein und bietet mehr

Freiheit bei der Formulargestaltung,

als man vielleicht erwarten

würde.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten.

SpoolMaster ® ist ein modulares

System, das immer exakt auf die

Anforderungen eines Unternehmens

abgestimmt wird. Nutzer bezahlen

nur für Funktionen, die sie

auch tatsächlich benötigen und damit

werden bereits Initialausgaben

niedrig gehalten. Neben der Ersparnis

an Papier – zum Beispiel durch

doppelseitigen Druck – lassen sich

auch Aufwände für Porto- und Versandkosten

vermeiden. Der Einsatz

einer digitalen Signatur ermöglicht

es, Formulare rechtskonform per

E-Mail zu versenden während der Versand

von Auftragsbestätigungen per E-Mail

auch ohne digitale Signatur auskommt.

Die digitale Archivierung im PDF/A oder

TIFF-Format sorgt neben mehr Platz im

Aktenschrank auch für eine erhebliche

Ersparnis an Druckkosten – vom Verwaltungsaufwand

ganz zu schweigen. Die

Einsatzmöglichkeiten von SpoolMaster

5.1 sind mittlerweile so vielfältig, dass bei

Neukunden eine detaillierte Analyse vorgenommen

und das Einsparungspotenzial

anhand tatsächlicher Zahlen demonstriert

wird.

Anwendung in der Praxis.

Ein Anwendungsbeispiel aus der Praxis

ist der automatische Andruck von Prospekten

für angebotene Produkte, die

zusammen mit dem Angebot an den Kunden

geschickt werden. Oder Hinweise

auf Lieferscheinen, wie etwa: „Kunden,

die diese Produkte gekauft haben, haben

auch folgende gekauft“. Rechnungs-

kopien können gesammelt, zu einem

bestimmten Zeitpunkt, direkt am Buchhaltungsdrucker

ausgedruckt werden.

Gefahrenhinweise und Barcodes lassen

sich automatisch andrucken, um nur einiges

zu nennen. Der tatsächliche Vorteil

von SpoolMaster ® liegt aber in der technischen

Umsetzung des Kunden-Workflows

und der sich daraus ergebenden

Einsparungsmöglichkeiten beim Handling.

Packlisten und Lieferscheine werden

automatisch zusammengefasst, Prospekte

müssen nicht mehr per Hand ergänzt

werden. Man denke beispielsweise auch

an die manuelle Archivierung von Dokumenten.

Kosten, die bei der Manipulation

eingespart werden können, sind in den

meisten Fällen erheblich.

Mehr Freiheit bei der

Formulargestaltung

SpoolMaster ® bietet ungeahnte Freiheiten

bei der Formulargestaltung. In den

meisten Unternehmen gehören

unansehnliche IBM System i ® Endlosformulare

zwar schon längst der

Vergangenheit an, mit dem Modul

„Visual Forms Language“ (VFL.net)

bietet ROHA jedoch noch deutlich

mehr. Spoolfiles lassen sich im

WYSIWYG-Modus (What You See Is

What You Get) direkt auf dem PC

bearbeiten, Textboxen werden per

Drag’n’Drop verschoben, Schriftarten

geändert, Grafiken wie Unterschriften

und Logos einfach eingefügt.

Der Funktionsumfang des „Output-

Klassikers“ ist in den letzten Jahren

kontinuierlich gewachsen und

wird auch in Zukunft an Vielfalt

zulegen.

Jubiläum! 10 Jahre ROHA Deutschland.

Im Oktober 2011 feiert ROHA Deutschland

10-jähriges Bestehen. Das Unternehmen

wurde 2001 als Antwort auf

die Resonanz auf dem deutschen Markt

gegründet und hat den Vertrieb der Output-Management-Lösung

SpoolMaster ®

unterstützt und ausgebaut. Interessenten

und Kunden können sich über attraktive

Jubiläumspreise freuen.

Nähere Infos dazu finden

Sie demnächst unter

www.SpoolMaster.info.

ROHA Software Support GmbH · Ameisgasse 49 – 51 · A-1140 Wien

Telefon: +43 1 4196700 · Telefax: +43 1 4196700-39

E-Mail: info@roha.at · Internet: www.roha.at


24

SCHWERPUnKT MODERNES OuTPuT-MANAgEMENT

neue Rechnungsformulare in nur drei Tagen

und die Corporate Identity

bleibt auch gewahrt

Der Berliner Erich Schmidt Verlag GmbH & Co. KG (ESV), seit 1924 ein Fachverlag mit den

Programmschwerpunkten Recht, Wirtschaft, Steuern sowie Philologie, wurde Ende August

2011 mit einer besonderen Herausforderung konfrontiert: Aufgrund der kurzfristigen Umfirmierung

eines Mandanten benötigte der ESV schnellstmöglich neue Rechnungsformulare.

Die Druckerei hätte eine rechtzeitige

Lieferung der neuen Formulare

nicht mehr geschafft. Deshalb erinnerte

man sich beim ESV an den besonderen

Vorzug des Output-Klassikers Spool-

E-BILLInG: ALLES RICHTIG?

Für die Verarbeitung und Aufbewahrung steuerlich

relevanter elektronischer Dokumente

(und damit für eine ordnungsgemäße Buchführung)

gelten feste Vorschriften. Steuerlich

relevante elektronische Dokumente

ó sind im Format ihrer Ausstellung bzw.

des Empfangs aufzubewahren – und zwar

zusammen mit der versendeten E-Mail,

ó müssen unveränderlich in einem geeigne-

ten elektronischen Archiv revisionssicher

archiviert sein,

ó müssen auf einem geeigneten Datenträger

gespeichert werden,

ó müssen, da eine Aufbewahrungspflicht

besteht, für lange Zeit (meist zehn Jahre)

archiviert werden,

ó sind von Sender und Empfänger in elektro-

nischer Form aufzubewahren.

Vorsicht: Bei der Aufbewahrung patzen viele

unternehmen: Sie drucken die elektronische

Rechnung aus, integrieren sie in die Buchhaltung

und löschen die dazugehörige E-Mail.

Das Aufbewahren einer elektronischen Rechnung

in Papierform ist jedoch unzulässig. Es

braucht also ein geeignetes elektronisches

Archiv, das nicht nur revisionssicher ist, sondern

elektronische Rechnungen zusammen

mit ihrer versendeten E-Mail speichern kann

(directarchiv von Toolmaker). Die Archivierungspflicht

gilt auch für jeglichen steuerlich

relevanten Schriftverkehr (§ 146 AO).

Quelle: Toolmaker

MIDRANGE MAgAZIN · 11/2011

Master und fand beim IT-Partner Roha

somit die schnellste und flexibelste Lösung.

Das Produkt bietet nämlich die

Möglichkeit, Formulare in kürzester

Zeit – gemäß der CI-Richtlinien – zu erstellen

und einzusetzen. Eifrig machten

sich die „SpoolMeister“ von Roha – Markus

Büsch und Markus Karl – ans Werk.

In nur drei Tagen wurden neue Formulare

– in Farbe, mit Logo und eigener

Schrift – erzeugt. Gedruckt werden die

neuen Formulare auf einem Netzwerkdrucker

– direkt vom IBM System i.

Die eingesetzte SpoolMaster-Konfiguration

setzt sich wie folgt zusammen:

SpoolMaster Basis – die zentrale

Schnittstelle, SCS & IPDS Reader –, um

die Datenströme zu lesen, sowie PCL &

PDF Writer, um die Daten in den entsprechenden

Formaten auszugeben.

Mit den Modulen Forms Language (FL)

und Dynamic Forms Language (DFL)

wurden die Formulare für die Druck-

und PDF-Ausgabe modular erstellt. Die

PDF-spezifischen Anforderungen – wie

das Erzeugen einer Indexdatei pro Beleg

für die Archivlösung – wurden dabei

in einem eigenen Formular gekapselt.

Entsprechend gab es ein Formular

für die Druckausgabe. Das Design der

Rechnung wurde in einem dritten Formular

abgebildet und abschließend in

die ausgabespezifischen Formulare

eingebunden. Da die zu verarbeitenden

Spools teilweise mehrere hundert Bele-

ge beinhalten können, erfolgt mit dem

Modul Segmenter eine Trennung nach

Rechnungsnummer. Dies ermöglicht,

dass pro Beleg ein PDF mit dazugehöriger

Indexdatei erstellt werden kann.

Als i-Tüpfelchen oben drauf wird

anhand eines variablen nummerischen

Kennzeichens im Spool die Belegart

(Rechnung, Gutschrift, …) in Textform

auf dem Formular mit angedruckt.

Manuela K. Fischer ó

Roha Software Support gmbH

www.roha.info

DAS PROjEKT

Kunde: Der Erich Schmidt Verlag gmbH & Co.

Kg (ESV) wurde 1924 von Dr. Erich Schmidt

gegründet und ist ein namhafter Fachverlag

mit den Programmschwerpunkten Recht,

Wirtschaft, Steuern sowie Philologie.

Branche: Verlagswesen

Standort: Deutschland (Berlin)

Herausforderung: Neue Rechnungsformulare

in kürzester Zeit

Lösung: SpoolMaster Eingesetzte Module:

Basis, SCS, IPDS, FL, DFL, Barcode, PCL,

PDF, Mail, Segmenter

Projekt-Team: Markus Büsch, Roha

Deutschland, Markus Karl, Roha Österreich

Projektdauer: 31. 8. bis 2. 9. 2011

Vorteile: Flexibilität, umsetzung in kurzer

Zeit, Einsparung von Druckkosten

Hardware: IBM System i

IT-Partner: Roha Software Support gmbH,

www.roha.info


Konsequente nutzung von Standards statt proprietärer Ansatz

Zusammenspiel der iSeries mit

der Windows-Druckerumgebung

Warum das Rad neu erfinden, wo doch leistungsfähige Standardlösungen zur Verfügung

stehen? Diese – anscheinend rhetorische – Frage haben sich die Entwickler bei Goering

iSeries Solutions gestellt und lange Zeit im Bereich Formulargestaltung bzw. Output

Management auf etablierte IBM i-Produkte verwiesen.

Allerdings stößt man bei diesen

proprietären Produkten nicht selten

schnell an Grenzen. Manchmal

fehlt ein WYSIWYG-Editor, dann wieder

so wichtige Dinge wie die Möglichkeit

zur Formatierung von Zahlen

in proportionalen Schriftarten usw.

Man begann deshalb bei Goering, Alternativen

in Erwägung zu ziehen

und ist beim Standard XSL-FO, der

bereits 2001 als Empfehlung des W3C-

Konsortiums etabliert wurde, fündig

geworden.

Standard erweist sich als

vernünftige Alternative

Der XSL-FO-Standard beschreibt, wie

bestimmte Output-Objekte zu formatieren

sind, und berücksichtigt dabei sowohl

die einzelne Seite als auch ganze

Bücher. Aufgrund der Plattformunabhängigkeit

der XSL-FO-Architektur hat

sie sich über die Jahre stark verbreitet,

wobei auch die Design werk zeuge immer

besser geworden sind. Der springende

Punkt bei dieser Technologie

ist allerdings XML. Das bedeutet, dass

die zu formatierenden Daten in diesem

Standard zur Verfügung gestellt werden

müssen, damit Sie über den Prozessor

ins PDF-Format umgesetzt werden können.

Zahlreiche Softwareunternehmen

bieten Lösungen zur Formulargestaltung

und zu den sogenannten Prozessoren

an.

Und da auch Goering bereits seit

Jahren Produkte zur Unterstützung der

Kommunikation mit XML anbietet, war

der Schritt mit der Suite „i4Print“ eine

Output Management-Lösung auf der

Basis von XSL-FO zu entwickeln, einfach

nur konsequent.

ßerdem sind sämtliche Schriftarten des

Windows-Systems für die Formatierung

verwendbar, die „AS/400“ muss sich

damit nicht quälen.

System i steuert

Windows-Drucker

„i4Print“ kann sowohl auf Basis von

Spools als auch direkt aus DB2-Tabellen

Inselanzeigen MidrangeMagazin 05-2011 24.05.11 16

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heraus eingesetzt werden. Die entsprechenden

Komponenten – bestehend aus

bewährten Modulen – sind im Paket

enthalten. Da das Ausgabeprodukt des

Windows-Prozessors bereits ein PDF

Wir machen

ist, muss für den Versand per E-Mail

mehr…

bzw. für die Archivierung keine weitere

Umsetzung stattfinden. Diese Funktionalitäten

erhält man quasi automatisch

mitgeliefert und steuert sie auch komplett

aus dem System IBM i heraus.

Das Layout der Formulare erfolgt

über etablierte Standardprodukte (z. B.

XSLfast), die im Paket als Bundle integriert

oder auch einzeln erworben werden

können. Durch die offene Architek-

Die Suite „i4Print“ besteht aus tur spricht Goering auch Kunden an,

mehreren Modulen, die Hand-in-Hand die eine heterogene Systemlandschaft

arbeiten. Die eigentliche Verarbeitung pflegen bzw. Output-Prozesse ohnehin

übernimmt ein Windows-Prozess, der vereinheitlichen wollen. Die Strategie,

jedoch komplett von entsprechenden auf Standards zu setzen, ist einfach

IBM i-Befehlen kontrolliert wird. Durch und anderen überlegen.

die Integration von Windows stehen

Andreas Göring ó

sämtliche Drucker des Netzwerks zur

gOERINg iSeries Solutions

Verfügung, auch wenn diese nicht di-

www.goering.de

rekt über IBM i adressierbar sind. Au-

11/2011 · MIDRANGE MAgAZIN

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26

SCHWERPUnKT MODERNES OuTPuT-MANAgEMENT

Seal Systems AG stellt integriertes Konzept vor

Corporate Output Management

Unter der Bezeichnung „Corporate Output Management“ (COM) bieten die Software-Experten

aus Röttenbach künftig ihr Lösungsportfolio aus 30 jahren Output-Management-Erfahrung im

B2B-Bereich in Form eines in seiner Einsatzbreite einzigartigen Print-Management-Konzepts an.

Das integrierte und modular aufgebaute

Lösungskonzept von COM

ermöglicht Unternehmen aus verschiedensten

Branchen – neben der Optimierung

ihrer Druck- und Geschäftsprozesse

– Kosteneinsparungen rund

um das tägliche Drucken sowie die

Erschließung großer Synergien in der

unternehmensweiten Administration

ihrer Druckinfrastrukturen.

über das Corporate Output

Management

Die COM-Plattform PLOSSYS netdome

verbindet unternehmensweit die

Druckdienste von ERP/SAP-, Desktop/

Windows- und Engineering-Anwendungen

wie PLM und CAD.

Das System verarbeitet sämtliche

Formate von Druckstromdaten gleichermaßen

effizient; es druckt, skaliert und

verteilt Klein-, Groß- und Wildformate.

Die Röttenbacher Software-Spezialisten

versprechen darüber hinaus Effizienzsteigerungen

in allen Bereichen, in de-

MIDRANGE MAgAZIN · 11/2011

nen COM eingesetzt wird. Dazu führen

sie verschiedene Kategorien auf.

Drucken aus ERP/SAP-Systemen

Formulare, Dokumente und SAP-Druckdaten

werden geräteneutral aufbereitet

und im gleichen Layout auf allen Druckern

identisch ausgegeben. Formulare

müssen nur noch

einmal angelegt werden,

automatische

Absammeltransaktionen

sorgen für Effizienzsteigerungen

beim Geschäftsprozessdruck.

Drucken aus

Windows-

Systemen

Alle Drucker auf allen

Windows-Systemen

und -Applikationen werden im Corporate

Output Management über einen

einzigen Treiber angesteuert: den Seal

Masterdriver. Je nach Anzahl von Systemen

und Gerätetypen birgt diese Reduktion

der Treibervielfalt erhebliche

Einsparungspotenziale. Außerdem ist

ein einheitliches Drucklayout auf allen

Gerätetypen gewährleistet.

Geräteadministration auf vielen

Systemumgebungen

Zur effizienten Administration von

Druckern auf allen Output-Management-

und Spoolsystemen – wie SAP,

PLO SSYS netdome, PLM/CAD oder

Windows – verfügt COM über das Mo-

dul easyPRIMA. Mit diesem Werkzeug

werden Druckerinformationen von und

auf alle Systeme von zentraler Stelle

aus mit einem Knopfdruck synchronisiert.

Seal Systems Vorstand Johannes

Hesel: „Mit Corporate Output Management

können wir nicht nur unseren

Bestandskunden aus dem industriellen

Sektor einen zusätzlichen Nutzen

bieten. Jedes Unternehmen, das in

nennenswertem Umfang aus verschiedenen

Systemumgebungen druckt und

verteilt, oder viele Ausgabegeräte verwalten

muss, kann mit der Einführung

von Corporate Output Management seine

Dokumentenausgabe optimieren.“

Michael Koch ó

ZUM UnTERnEHMEn

Seal Systems ist ein Anbieter von Lösungen

rund um die Dokumentenausgabe, -Verteilung

und -Konvertierung im B2B-Bereich.

Über 1.000 Installationen gibt es von Seal

Systems weltweit für Output-Management-

Lösungen in den Segmenten Automotive, Manufacturing

und Engineering. In den Standorten

Röttenbach und Roßdorf sind derzeit

ca. 100 Mitarbeiter beschäftigt. Zudem gibt

es in Deutschland Regionalvertretungen in

Dortmund und Wolfsburg. In Frankreich,

Australien und den uSA sind eigene Landesgesellschaften

aktiv. Andere Länder werden

über Vertriebspartnerschaften betreut. Seal

Systems hat vier Produktlinien: Corporate

Output Management, Lösungen für SAP, Lösungen

für PLM sowie für Konvertierung &

Publishing. Darüber hinaus werden Professional

Services für Beratung, Implementierung,

Integration und Schulungen angeboten.

www.sealsystems.de


KAuFMäNNISCHE ANWENDuNgEN

Optimierte Rechnungsverarbeitung

Buchen wie von selbst

Die Honold Logistik Gruppe entscheidet sich für das fimox Rechnungswesen der K+H Software

KG. Die logistikspezifischen Funktionalitäten, wie die Behandlung von Mischkonten oder das

mandantenübergreifende Reporting-System, überzeugten das Traditionsunternehmen.

Die Honold Gruppe gehört heute

– mit über 130 Jahren Firmengeschichte

und ca. 1.250 Angestellten

an 22 Standorten in Deutschland, Rumänien,

China und Russland – zu den

großen Logistikern. „Da wir die Fortentwicklung

unserer bisherigen Rechnungswesenlösung

nach dem Verkauf

unseres langjährigen Softwarepartners

nicht mehr gewährleistet sahen, haben

wir uns um Alternativen bemüht“, erzählt

Johannes Schlenker, kaufmännischer

Geschäftsführer der Honold Logistik

Gruppe.

Was uns schließlich überzeugte,

war das Branchen-Know-how: „Nachdem

Hellmann und Lebert langjährige

Partner von Honold sind und selbst

K+H Software einsetzen, war schon

vor der eigenen intensiven Prüfung

das grundsätzliche Vertrauen gegeben,

dass die Besonderheiten der Logistikbranche

abgebildet werden können“, so

Schlenker weiter.

Die Herausforderung

„Wichtig bei der Entscheidung für die

K+H war die Möglichkeit, eine hohe

Anzahl von Ein- und Ausgangsrechnungen

effizient und sicher mit möglichst

geringem manuellem Aufwand

verarbeiten zu können. Weiterhin sollten

Auswertungen flexibel gestaltbar

in Standard-Tools, wie Tabellenkalkulation

und Textverarbeitung, ausgegeben

werden können. Da die Unternehmensgruppe

viele Firmen umfasst, war

auch das Thema Konsolidierung ein

wichtiges Entscheidungskriterium“,

beschreibt Johannes Schlenker: „Unsere

ursprüngliche Prämisse, uns nicht

mehr für ein „kleineres“ SW-Haus zu

entscheiden, das möglicherweise aufgekauft

wird oder den Geschäftsbetrieb

einstellt, haben wir aufgegeben, weil

wir zu der Überzeugung gelangt sind,

dass ein Softwarehaus, das sich auf das

Kerngeschäft Finanzsoftware konzentriert,

wesentlich besser individuelle

und dynamische Geschäftsprozesse abbilden

kann als andere. Auch die Tatsache,

dass die Inhaber direkt ansprechbar

sind, entspricht unserer eigenen,

erfolgreichen Unternehmensphilosophie.“

Nach dem Kick-off-Meeting im

Oktober 2010 konnte Honold Logistik

bereits am 24. Januar 2011 erfolgreich

mit der Lösung starten. „Unsere Erwartungen

an ein allumfängliches Finanzsoftwarepaket

mit integriertem maschinellem

Rechnungseingangsleser

wurden sehr gut erfüllt. Nachdem wir

bereits seit über vier Jahren ein exklusiv

für uns entwickeltes Rechnungsein-

gangsverarbeitungssystem einsetzen,

hatten wir sowohl ein tiefgründiges

Know-how als auch sehr konkrete Spezifikationen.

Die Auswahl des in fimox

integrierten Rechnungslesers Front-

Collect Invoice von Ametras und die

angehängte Archivlösung d.3 hat sich

als absolut richtig erwiesen, weil die

produktive Anwendung guter Software

in hohem Maße von der Kompetenz

der IT-Consultants abhängt. Das fimox

Rechnungswesen als führendes System

versorgt das FCI gleichzeitig und regelmäßig

mit eigenen Tabellen, z. B. mit

Kunden- und Lieferantenstammsätzen

(inklusive Bankverbindung), Kostenstellen

und Kostenträgern etc. Das Ergebnis

dieses Zusammenspiels ist eine

hohe Erkennungsrate, die zu einer Belegerstellung

mit buchungsrelevanten

Informationen führt.

Sabrina Rammelt ó

K+H Software Kg

www.kh-software.de

11/2011 · MIDRANGE MAgAZIN

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28

MIDRAnGE SPEZIAL KAuFMäNNISCHE ANWENDuNgEN

Messeplanungsunternehmen optimiert Abläufe mit eGECKO

Personal- und Reisemanagement

Eine intensive Reisetätigkeit der Mitarbeiter verursacht Kosten – insbesondere wenn es

sich um weite Reisen zu Geschäftspartnern handelt oder wenn das Unternehmen über

mehrere Standorte verfügt. Aber nicht nur das Budget wird belastet, sondern Planung,

Durchführung und Abrechnung der Reisen binden Personalkapazität.

Vor einem derartigen Szenario lohnt

sich die Anschaffung einer Software,

die einerseits alle Vorgänge rund

um das Reisemanagement abbildet und

andererseits eine Vernetzung mit den

anderen kaufmännischen Systemen

– wie Finanzen, Buchhaltung, Controlling

sowie dem allgemeinen Personalmanagement

– bietet.

Sutter Fair Business unterstützt mit

80 Mitarbeitern Messeveranstalter in

allen wichtigen Phasen der Planung,

Durchführung und Nachbereitung von

Messen. Dazu bietet das Unternehmen

einen umfassenden Verlags- und Kommunikationsservice

an, der Servicedienste

von Werbung über die Produktion

und Bereitstellung von Informationsmedien

und Messepublikationen bis

hin zur Unterstützung bei der Akquise

von Ausstellern sowie die Fachbesucher-

Registrierung leistet. Sutter Dialog Services

bietet Unterstützung für komplexe

Call-Center-Projekte. Zum Leistungsangebot

gehören Marktforschung, Datenrecherche

und -qualifizierung genauso

wie die Übernahme von Telefonzentralen

und Hotlines. Als modernes Call-

Center mit insgesamt 100 Mitarbeitern

ist A. Sutter Dialog Services besonders

auf die Bereiche Messen, Banken und

Terminvereinbarungen spezialisiert.

Zusammen verfügen die beiden Unternehmen

über drei Standorte in Essen,

Nürnberg und Moskau.

Bis 2008 arbeiteten die A. Sutter

Fair Business GmbH und ihre Tochtergesellschaft

A. Sutter Dialog Services mit

MIDRANGE MAgAZIN · 11/2011

einem herkömmlichen kaufmännische

System. Nach einer Ausschreibung und

dem darauffolgenden Vergleich dreier

Anbieter fiel die Entscheidung auf die

Lösung eGECKO der CSS GmbH, die

Softwarelösungen für das Finanz- und

Personalwesen entwickelt und vertreibt

und die mit über 1.700 Anwendern zu

den führenden internationalen Herstellern

betriebswirtschaftlicher Software

gehört. Diese Mittelstandslösung bietet

dabei eine 100-prozentige Integration

von Controlling, Rechnungswesen und

Personalwirtschaft an.

„Das neue System sollte Finanzbuchhaltung

und Controlling integrieren,

zugleich sollte eine unkomplizierte

Übernahme der alten Daten möglich

sein. Das alles kann eGECKO – und

nicht zuletzt hat uns auch das gute

Preis-/Leistungsverhältnis überzeugt“,

erzählt Marianne Kaja, Teamleiterin

Rechnungswesen. Zugleich entschied

man sich für die Implementierung des

dazugehörenden Reisemanagements,

denn „unsere alte Anwendung war mit

der alten Buchhaltungssoftware gekoppelt

– das wollten wir gerne beibehalten“,

so Marianne Kaja weiter. eGE-

CKO Reisemanagement ermöglicht die

Reiseplanung und -abrechnung nach

deutschem Recht und betriebsinternen

Reiserichtlinien oder Tarifverträgen.

Für die Reisekostenabrechnung und

Personalplanung stehen zahlreiche

Auswertungsfunktionen wie benutzerspezifische

Suchabfragen und Analysen

zur Verfügung. Eine integrierte

GDPdU-Schnittstelle ermöglicht zuverlässig

anstehende Prüfungen.

Heute nutzen beide Unternehmen

von Sutter die Module für Finanzbuchhaltung,

Anlagebuchhaltung, Faktura

und Kostenrechnung am deutschen

Standort in Essen. Hier werden auch

die Belege für die Standorte in Nürnberg

und Moskau erfasst und gebucht.

Seit 2009 ist auch das Modul Reisemanagement

in Betrieb; mit seiner Hilfe

werden die Reisen von monatlich 15

bis 20 Mitarbeitern organisiert und abgerechnet.

Dabei übertrifft das Modul

auch die Funktionalität des alten Systems:

„Wichtig war uns, alle Lösungen

aus einer Hand zu bekommen. Beim

Reisemanagement schätzen wir die

schnellere Erfassung der Abrechnungen

sowie die Möglichkeit, diese durch

eine vorläufige Kontierung schnell und

einfach zu überprüfen. Dafür gibt es in

eGECKO diverse Auswertungsmöglichkeiten

– beispielsweise nach Kostenstelle

oder Namen.“ Und ganz generell

ist in puncto Reisemanagement durch

die Vernetzung ein effizienteres Arbeiten

möglich. „Das Abrufen der Verpflegungspauschalen

in Listenform erleichtert

das Ausfüllen der Lohnsteuerkarten,

da die Beträge in einer Summe

und pro Mitarbeiter abgerufen werden

können und nicht das ganze Jahr über

in einer Exceltabelle einzeln erfasst

werden müssen. Verena Quell ó

CSS gmbH

www.css.de


Anmeldung per Fax +49 8191 70661

Firma

Name E-Mail-Adresse

Straße

PLZ, Ort

POWER i-Workshop

Modernes Programmieren

mit RPG IV im ILE

Stuttgart, 22./23. November 2011

Sie sollten diesen Workshop besuchen,

falls Sie:

• Endlich Schluss machen möchten, mit den

alten Zöpfen

• Ihre Anwendungen künftig modern und

schnell entwickeln möchten

• mehr Komfort bei der Entwicklungsarbeit

wünschen

• am Erfahrungsaustausch mit Kollegen und

dem Referenten interessiert sind

Wer meint, RPG sei alt und leide unter Mangel an

modernen Funktionen, der wird lernen, dass das

Gegenteil der Fall ist. Das neue RPG ist nämlich

viel näher an den guten Standards dran, als Sie

annehmen. Der Workshop wird also nicht nur Ihr

RPG verbessern, sondern auch die Fähigkeit für

andere Sprachen und Umgebungen fördern.

Referent: Klaus-Peter Luttkus

Telefon Fax

Datum 1. Unterschrift

im Web: www.midrange-academy.com

1. Teilnehmer Name Workshop-Nummer

E-Mail-Adresse

2. Teilnehmer Name Workshop-Nummer

E-Mail-Adresse

3. Teilnehmer Name Workshop-Nummer

E-Mail-Adresse

Aus dem Inhalt:

• Weg mit dem Spagetti-Code!

– Free-Form RPG

– Schleifen und Bedingungen, Errorhandling

– Dateihandhabung, Built-In Functions

• Weg mit den unübersichtlichen Strukturen!

– Proceduren, Schnittstellen, Prototypen

– Module, Programme und Serviceprogramme

– Kompilationsstrategien für ILE-Programme

• Weg mit PDM, SEU und Konsorten!

– Rational Developer for i

– Umgebungsdefi nition, Editorhandhabung

– Kompilation und Debugging

Für jeden Teilnehmer steht ein Arbeitsplatz zur

Verfügung, um den Schulungsinhalt nachvollziehen

zu können.

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ITP VERLAG GmbH ı Kolpingstraße 26 ı 86916 Kaufering ı Tel. +49 8191 9649-0 ı Fax +49 8191 70661 ı www.midrange.de ı service@midrange.de

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Teilnahmegebühren

– pro Teilnehmer: 948,– €

– zwei Teilnehmer: je 898,– €

– drei und mehr Teilnehmer: je 848,– €

Frühbucherrabatt bei Anmeldung

bis zu vier Wochen vor der Veranstaltung: 50,– €

Abonnentenrabatt (MIDRANGE MAGAZIN

oder TechKnowLetter): 5 %

In den Preisen ist Übernachtung und Frühstück

im Tagungshotel, ausführliche Unterlagen sowie

die Verpfl egung tagsüber enthalten.


30

SCHWERPUnKT BPM/PROJEKTMANAgEMENT

SUMMARY

Der konsequente Einsatz von BPM

erhöht Flexiblilität und ermöglicht

die schnelle und kostengünstige Anpassung

von Geschäftsprozessen.

Standardkurs für das

Business Process Management

Der Begriff Business Process Management (BPM) – in Deutschland eher bekannt als

Geschäftsprozessmanagement – wurde Anfang des jahrtausends durch die Gartner

Group und die Business Process Management Initiative (BPMI) verbreitet.

Wie funktioniert Business Process

Management? Der zugrundeliegende

Aspekt beim BPM: Es kann nur

das verbessert bzw. gesteuert werden,

was beschrieben und bemessen ist. In

einem ersten Schritt werden daher vorhandene

Prozesse dokumentiert. Während

der Ausführung von Geschäftsfallinstanzen

und Vorgängen werden dazu

Daten gesammelt. Diese können dann

im Sinne eines Monitorings genutzt

werden, um z. B. bei einer sich abzeich-

MIDRANGE MAgAZIN · 11/2011

nenden Überlastung schnell gegensteuern

zu können. Analysen von Daten,

die über einen längeren Zeitraum gesammelt

wurden, helfen dabei, Indizien

für die Verbesserung der Prozesse

zu finden.

Martin Bartonitz, Produktmanager

bei der Saperion AG, beobachtet die im

Business Process Management relevanten

Standards seit einigen Jahren und

doziert zu diesem Thema an Universitäten.

Zum Teil hat der Hersteller die Spe-

zifikationen bereits in seinen eigenen

Produkten implementiert. Um etwas

Licht ins Standard-Dunkel zu bringen,

wird im Folgenden erläutert, was sich

hinter den kryptischen Akronymen

ACM, BPMN, CMPM, XPDL und BPEL

verbirgt.

Grundkurs ACM

Adaptive Case Management (ACM)

ist ein Begriff, der sich in den letzten

drei Jahren in Amerika, speziell in

Bild: We4IT GmbH


der Workflow Management Coalition

(WfMC) herausgebildet hat. Dabei handelt

es sich um eine 1993 gegründete

Non-Profit-Organisation zur Standardisierung

rund um das Ausführen von

Workflows. Grund war die Feststellung

von Marktanalysten wie Gartner und

Forrester, dass nur der geringere Teil

unserer Prozesse in Form von strukturierten

Aufgabenketten vordefiniert

zur Ausführung gebracht werden kann.

Der weitaus größere Teil unserer Prozesse

erfolgt eher ad hoc, sprich unter

Berücksichtigung dessen, was als

Nächstes anfällt, und das entscheidet

der Wissensmanager auf Grundlage

der aktuellen Situation. Im Deutschen

wird Case Management häufig mit Fallbearbeitung

übersetzt.

Typische Anwendungsfälle sind

bei den Arbeitsagenturen oder in der

Betreuung von schwer erkrankten Personen

zu finden. Meist fallen während

der Bearbeitung mit der Zeit viele Dokumente

an, die in einer Akte strukturiert

geführt werden. Daher werden hier

häufig Produkte von Enterprise Content

Management-Systemen genutzt,

die zusätzlich eine Aufgaben- und Terminverwaltung

anbieten. Checklisten

und Wissensdatenbanken helfen bei

der Durchführung.

BPMn: Business Process

Model and notation

BPMN beschreibt die Formen grafischer

Elemente, die zur visuellen Dokumentation

von Geschäftsprozessen

genutzt werden. Das Modellieren von

Aufgabenketten ist eine Teilaufgabe bei

der Verbesserung von Geschäftsprozessen

in einem Kreislauf immer wiederkehrender

Tätigkeiten. Die Idee des

BPMN ist es, eine einheitliche, visuelle

Sprache für alle Beteiligten im gesamten

Kreislauf zu bieten – vom Sachbearbeiter

über den IT-Ingenieur bis hin

zum Manager. Anfang 2011 wurde die

neue Version 2.0 freigegeben. In dieser

Version kommt erstmals auch eine Beschreibung

des Speicherformats (Seri-

alisierung) vor, so dass nun die BPMN

selbst interoperabel geworden ist. Bisher

war für den Austausch der Modelle

die BPMN auf die noch zu erklärenden

XPDL oder BPEL angewiesen.

CMPM: Case Management

Process Modeling

Derzeit wird an einer Erweiterung der

BPMN gearbeitet. Die Stärke der BPMN

liegt in der Modellierung von strukturierten

Aufgabenketten. Wie wir

gelernt haben, gibt es zudem unstrukturierte

Prozesse im Bereich des Case

Management. Da jedoch auch hier gewisse

Strukturen ausgemacht werden

können, ist bei der OMG mit der Spezifikation

der CMPM als Ergänzung der

BPMN begonnen worden.

Inselanzeigen MidrangeMagazin 05-2011 24.05.11 16

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…aus

SAP ® -Lösungen!

Ausführungssprachen

XPDL und BPEL

XPDL steht für XML Process Definition

Language. Dieser Standard wird durch

die Workflow Management Coalition vorangetrieben.

Ziel des Standards ist primär

der Austausch von Prozessmodellen,

er dient aber auch der Ausführung

von Workfow-Management-Systemen.

Derzeit wird an der Version 2.2 gearbeitet,

die speziell auf die Neuerungen

der BPMN 2.0 eingehen wird. XPDL 2.1

wird von mehr als 70 Herstellern unterstützt,

so auch von Saperion.

BPEL steht für Business Process

Execution Language. Das Standardi-

sierungsgremium für die Prozessausführungssprache

ist die Organization

for the Advancement of Structured

Information Standards (OASIS). Der

wesentliche Unterschied zu XPDL: Im

BPEL übernehmen Web-Services die

Aufgaben, im XPDL sind es Menschen,

die die Aufgaben bearbeiten. Ein weiterer

Unterschied: Während XPDL graphenorientiert

arbeitet, agiert BPEL

blockorientiert. Das bedeutet, dass

typische Wiederholungen, wie sie in

menschlichen Arbeitsprozessen häufig

vorkommen, schwerer zu implementieren

sind. Andererseits verfügt BPEL

gegenüber XPDL über ausgefeiltere

Mechanismen, die in Workflow Engines

für die Fehlerbehandlung wichtig sind.

Die BPMN profitiert von beiden Prozessausführungssprachen

und ist mit

ihrer Serialisierung, die mit der neuen

Version 2.0 gekommen ist, nun einen

Schritt voraus.

Ausblick BPMn mit BMM,

OSM und SVBR

Fest steht: BPMN 2.0 wird XPDL und

BPEL die Show stehlen. Darüber hinaus

werden weitere Standards der

OMG für zusätzliche Veränderungen

sorgen. Mit dem Business Motivation

Model (BMM) werden Ziele und Strategien

definiert, die wieder Einfluss auf

die BPMN-Modelle haben werden. Das

Organizational Structure Model (OSM)

bietet die Möglichkeit zur grafischen

Abbildung von Unternehmensstrukturen.

Diese stehen in Beziehung zu den

Rollen in der BPMN. Abgerundet wird

das Bild durch die Semantics of Business

Vocabulary and Rules (SBVR),

einer an der natürlichen Sprache angelehnten

Notation zur Formulierung

von Geschäftsregeln – allerdings nur

in Englisch, was die Anwendbarkeit in

anderen Sprachen naheliegenderweise

einschränken wird.

Dr. Martin Bartonitz ó

Saperion Ag

www.saperion.com

11/2011 · MIDRANGE MAgAZIN

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32

SCHWERPUnKT BPM/PROJEKTMANAgEMENT

Prozesse von Anfang bis Ende durchdacht

Lawson M3 bei agta record

Viele Türen öffnen sich heute automatisch – im Handel, in der Verwaltung, an Flughäfen

und in Krankenhäusern. Sehr oft trifft man dabei auf agta record. Das Unternehmen

beschäftigt 1.700 Mitarbeiter in über 60 Ländern und deckt neben Entwicklung, Produktion

und Vertrieb auch den Service und die Wartung ab.

Die bisherigen Betriebsabläufe agta

record basierten auf unterschiedlichen

Lösungen und gestalteten sich

zunehmend arbeitsintensiv. Gesucht

wurde daher eine Gruppenlösung mit

positiven Skaleneffekten und unkomplizierter

Einführung. „Unser Ziel waren

standardisierte Geschäftsprozesse

und weltweit einheitliche IT-Systeme

zur Effizienzsteigerung. Zudem

wollten wir unsere Mitarbeiter im

operativen Bereich unterstützen

um Kunden vor Ort noch besser bedienen

zu können“, so Stefan Riva,

CEO der agta record-Gruppe.

Für agta record stand fest, dass

sich mit Lawson M3 sämtliche Intercompany-Prozesseautomatisieren

lassen, um so die Supply Chain

der gesamten Unternehmensgruppe

zu optimieren. Anfang 2008 fiel der

Startschuss für Lawson M3 inklusive

Business Intelligence, Warehouse Mobility,

Document Archive Foundation

und Smart Office.

„Gleich nach Vertragsabschluss begannen

wir gruppenweit mit der Definition

unserer Geschäftsprozesse, um

bestmöglich für den globalen Rollout

aufgestellt zu sein“, erzählt Markus

Portmann, Projektverantwortlicher bei

agta record. In der Schweiz ging das

System am 1. Januar 2010 erfolgreich in

den Echtbetrieb. Aktuell arbeiten dort

ca. 140 User mit Lawson M3, weitere

90 werden 2011 in Frankreich folgen.

Da es sich bei den Produkten meist

um Einzelfertigungen handelt, greift

MIDRANGE MAgAZIN · 11/2011

das ERP-System bereits beim Verkauf.

Während früher Pläne auf Papier bearbeitet

und danach in einen komplizierten

Produktkonfigurator eingegeben

wurden, nutzt der Vertrieb heute eine

bedeutend flexiblere, externe Applikation,

mit der Kundenwünsche bereits vor

Ort elektronisch aufgenommen, die Da-

Intercompany-Prozesse im Visier: agta record

ten per Schnittstelle in das ERP-System

eingespeist und dort weiterverarbeitet

werden. Schnell, unkompliziert und vor

allem fehlerfrei. Allein dafür konnte

die Bearbeitungszeit im Schnitt auf ein

Viertel reduziert werden.

Die Warenwirtschaft funktioniert

mit Lawson Warehouse Mobility heute

komplett strichcodebasiert: Vom Auftrag

über die Materialein- und -auslagerung

bis hin zur Lagerung fertiger

Türen. „Durch den Einsatz des an das

ERP-System gekoppelten Scanners haben

wir uns massiv verbessert“, freut

sich Markus Portmann. Früher wurden

Aufträge auf Papier bearbeitet, Rüstlisten

händisch abgehakt und dann ins

System gepflegt. „Das Ganze erfolgt

heute zeitnah und fehlerfrei. Jede Information

wird vom Scanner erfasst

und automatisch übermittelt, so dass

alle Buchungen sofort im Hintergrund

erfolgen“, so Portmann. Auch der Service,

der fast 40 Prozent vom Gesamtumsatz

ausmacht, arbeitet mit mobilen

Geräten. Rufen Kunden im Callcenter

an, kann sofort eruiert werden,

welcher Techniker für den Auftrag

in Frage kommt. Dieser erhält alle

notwendigen Daten sowie präzise

Informationen – beispielsweise

welche Verschleißteile gewechselt

werden müssen. Er bekommt die

Wegbeschreibung auf sein Mobilgerät

und kann vor Ort seine Arbeitszeit

sowie die verbauten Teile

registrieren. Die Rechnung wird

sofort vom System erstellt und am

gleichen Tag verschickt. Zugleich werden

entsprechende Lageraufträge angestoßen,

damit die Servicefahrzeuge

über Nacht wieder komplett bestückt

werden Können.

„Die Erfahrungen aus dem bisherigen

Projektverlauf lassen uns positiv in

die Zukunft blicken“, berichtet Stefan

Riva. „Die Pilot-Einführung in Fehraltorf

hat uns gezeigt, dass das neue System

in den meisten Bereichen einfacher

zu handhaben ist und aufgrund der

Automatisierung zahlreicher Prozesse

große Zeit- und damit Kosteneinsparungen

ermöglicht.“ Eva Richter ó

Lawson Software Deutschland gmbH

www.de.lawson.com


BPM für kleine und mittelständische Anwender

Mit sechs Klicks zum Prozess

IBM senkt Hürden für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) beim Einstieg in ein

IT-gestütztes Geschäftsprozessmanagement (BPM) und bringt mit Business Process Manager

Express (BPM Express) eine Lösung für KMUs auf den Markt.Mit der neuen Version können

Unternehmen Geschäftsprozesse erstellen, abbilden, automatisieren und überwachen.

Konkret reduziert BPM Express den

Aufwand – etwa bei der Erfassung

von Daten für Personalsysteme oder

bei der automatisierten Rechnungsstellung.

Laut der aktuellen IBM Mittelstandsstudie

„Inside the Midmarket

– a 2011 Perspective“ planen über drei

Viertel des deutschen Mittelstandes eine

BPM-Lösung zu implementieren.

IBM BPM Express ist auf die Bedürfnisse

von kleinen und mittelständischen

Unternehmen zugeschnitten. Mit

der Lösung können Unternehmensprozesse

in all ihren Aspekten abgebildet

und automatisiert werden. Wie Implementierungen

beim Kunden zeigen,

kann durch den Einsatz von BPM Express

beispielsweise die manuelle Erfassung

von Mitarbeiterdaten in Personalsysteme

von durchschnittlich neun

Stunden auf zehn Minuten reduziert

werden. Manuelle Tätigkeiten, die für

die Abwicklung von Rechnungen anfallen,

macht BPM Express zu 80 Pro-

zent überflüssig. In erster Linie richtet

sich BPM Express an Unternehmen mit

500 bis 1000 Mitarbeitern. Besonderes

Augenmerk wurde daher auf einfache

Installation gelegt. So dauert die Inbetriebnahme

von BPM Express lediglich

ein bis zwei Stunden. Administratoren

benötigen nur sechs Mausklicks bis zu

einem lauffähigen System. Weitere Produktkonfigurationen

erlauben es, mit

den Bedürfnissen zu wachsen.

Die vereinheitlichte Arbeitsumgebung

sowie die Shared Model-Architektur

ermöglichen eine bessere Zusammenarbeit:

Alle Mitarbeiter arbeiten an

derselben Prozessversion. Ein virtueller

Coach führt Anwender Schritt für

Schritt durch einzelne Prozesse. Eingebaute

Monitoring- und Analysefunktionen

erlauben es, die Prozesse mittels

Simulation und Vergleichstools zu verbessern.

So können die Fachanwender

mit ihrem Prozesswissen in kürzester

Zeit Verbesserungen erreichen. Mit Hil-

fe der integrierten Rules Engine können

Regelsätze automatisiert und in

den Prozessfluss eingebettet werden.

Zum Leistungsumfang von IBM BPM

Express gehört auch eine einheitliche

Benutzerschnittstelle, über die Team-

Mitglieder gleichzeitig am Design und

an der Analyse von Prozessen arbeiten

können. „Unsere jüngste Mittelstandsstudie

zeigt gerade für Deutschland,

dass Geschäftsprozessmanagement eines

der Topthemen ist, das die IT-Verantwortlichen

umtreibt“, sagt Doris Albiez,

Vice President Geschäftspartner &

Mittelstand der IBM Deutschland GmbH.

„Gemeinsam mit unseren Geschäftspartnern

haben wir jetzt eine Lösung an der

Hand, die die beiden größten Hürden für

den Einsatz von IT-gestütztem BPM im

Mittelstand aus dem Weg räumt: Kosten

und Komplexität.“ ó

IBM Deutschland gmbH

www.ibm.de

11/2011 · MIDRANGE MAgAZIN

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34

SCHWERPUnKT BPM/PROJEKTMANAgEMENT

SAP-integrierte Lösung optimiert die Rechnungsverarbeitung

„Kerngesunde“ SAP-Prozesse

Bei über 250.000 Eingangsrechnungen pro jahr – davon etwa 180.000 Rechnungen auf

Papier – braucht eine konventionelle Buchhaltung rund 2.100 Aktenordner und 32 Schränke.

Hinzu kommen die gesetzlichen Aufbewahrungsfristen: Bis zu zehn jahre sind die Belege

zu archivieren, will man ärger vermeiden – wie das Beispiel bei Fresenius zeigt.

Der manuelle Aufwand für Prüfung,

Bearbeitung und Archivierung

der Rechnungen ist enorm. Leistungsfähige

IT-Lösungen optimieren den

Verarbeitungsprozess und können so

zu erheblichen Kosteneinsparungen

beitragen. So setzt der Gesundheitskonzern

Fresenius auf die komplett in

den SAP Workflow integrierte Lösung

„InvoiceCenter“ von Psinova sowie die

Verarbeitung elektronischer Rechnungen.

Die Verarbeitung der Rechnungen

läuft dabei hochgradig automatisiert

ab, ebenso die Archivierung.

Der Gesundheitskonzern Fresenius

mit 130.000 Mitarbeitern bietet Produkte

und Dienstleistungen für Krankenhäuser,

Dialyseeinrichtungen und

die ambulante medizinische Versorgung

an. Die IT wird in wesentlichen

Teilen konzernweit durch die Fresenius

Netcare GmbH gesteuert, eine 100-prozentige

Fresenius-Tochter.

überholt: Rechnungen

per Hauspost

Die Ausgangssituation beschreibt Monike

Heymann, Projektleiterin bei

Fresenius Netcare, so: „Wenn mehrere

Mitarbeiter eine Papierrechnung freigeben

mussten, ging diese Rechnung per

Hauspost durch die einzelnen Büros.“

Das kann zu erheblichen Verzögerungen

führen, etwa bei Krankheit oder Urlaub.

Die Genehmigungsprozesse und Vertreterregelungen

waren unübersichtlich,

so dass durch zeitliche Verzögerungen

immer wieder Zusatzkosten entstan-

MIDRANGE MAgAZIN · 11/2011

den. Diese Situation führte dazu, dass

eine in SAP integrierte Lösung gesucht

wurde, die diese Prozesse beschleunigt

und mehr Übersicht und Transparenz

schafft. Wichtig war dabei: Die Anwendung

sollte die bestehende SAP-Infrastruktur

nutzen, ohne Nachbildung von

Geschäftslogik oder redundante Datenhaltung

außerhalb des SAP-Systems.

Zudem musste die Lösung für den internationalen

Rollout geeignet sein.

Effiziente Prozesse durch eine

SAP-integrierte Lösung

Die Wahl fiel schließlich auf das Invoice-

Center von Psinova: Der SAP Business

Workflow steuert die einzelnen Bearbeitungsschritte;

die Psinova-Invoice-

Center-Maske bietet eine ergonomische

Benutzeroberfläche mit Abgleich gegen

die SAP-Daten in Echtzeit ohne Export

der Daten aus SAP heraus. Das Ergebnis

ist ein transparenter und einheitlicher

Prozess für Papier- und elektronischen

Rechnungseingang, der den manuellen

Aufwand erheblich senkt. Vor Ort in

den Konzerngesellschaften werden die

Rechnungen eingescannt und in SAP

archiviert. Selbständig holt der SAP

Business Workflow von InvoiceCenter

die Rechnung aus dem Archiv, sendet

sie zum Erkennungsserver und gibt die

erkannten rechnungsrelevanten Daten

und Beträge direkt oder – im Falle erforderlicher

Nachbearbeitung – über

einen Validierungsplatz wieder an SAP

zurück. Im Hintergrund finden Plausibilitätsprüfungen

und Zuordnungen

zu SAP-Daten – wie z. B. zur Bestellung

oder zum Lieferanten – statt sowie die

Normierung in SAP-Werte wie Vorsteuercode

oder Lieferantenummer. „Der

jeweilige Mitarbeiter findet dann – egal

wo er sitzt – das gescannte Dokument

in seinem persönlichen SAP-Büroeingang“,

so Heymann.

Verarbeitung von 70.000 elektronischen

Rechnungen im jahr

Noch deutlich größer ist das Einsparpotential

bei elektronischem Rechnungseingang

und der dadurch weitestgehend

automatisierten Verarbeitung

mit InvoiceCenter. „Hier liegen unsere

Stückkosten im Moment bei weniger als

einem Euro. Das frühere Papierhandling,

aber auch die Digitalisierung und

elektronische Verarbeitung gescannter

Rechnungen waren sowohl im Verarbeitungsprozess

als auch in der digitalen

Aufbereitung und Validierung der

Papierrechnungen kostenintensiv“, so

Projektleiterin Heymann. Zurzeit werden

im Jahr 250.000 Rechnungen mit

dem InvoiceCenter verarbeitet. Bereits

70.000 Rechnungen gehen davon elektronisch

über die InvoiceCenter eInovice-Schnittstelle

ein und werden mit

dem InvoiceCenter – für den Sachbearbeiter

fast unmerklich – im gleichen

Verarbeitungsprozess weiterverarbeitet.

Eine konzernweite Ausweitung ist

in Planung. Klaus Pecher ó

Psinova Ag

www.psinova.com


Software ermöglicht fachbezogene Prozessgestaltung

Verborgene Potenziale nutzen

In Krisenzeiten können es sich Unternehmen kaum noch erlauben, brachliegende Potenziale

zu ignorieren. Fehlendes Bewusstsein für Prozessmanagement führt unweigerlich zu ineffektiven

Arbeitsabläufen, Produktivitätsverlust sowie zu hohen Kosten; es behindert in letzter

Konsequenz auch das Unternehmenswachstum.

Um verborgene Potenziale zu nutzen

und sich so einen entscheidenden

Wettbewerbsvorteil zu verschaffen,

setzen viele Unternehmen vermehrt

auf Business-Process-Management-Lösungen.

Priorität hierbei hat aber nicht

ausschließlich die Automatisierung

von Unternehmensprozessen.

Vielmehr stehen die Verringerung

der operativen Kosten, die

Erhöhung der Liquidität, die Flexibilität,

auf Marktveränderungen

reagieren zu können, sowie

die Entwicklung neuer Serviceangebote

für Unternehmen im

Vordergrund. Schon die richtige

Umsetzung von Prozessmanagement-Tools

führt häufig zu Komplikationen,

weil das zumeist

einen hohen Schulungsaufwand

erfordert und die Optimierung von Geschäftsprozessen

fast ausschließlich

durch den IT-Bereich des jeweiligen

Unternehmens erfolgt.

Die We4IT GmbH, ein Bremer Softwareunternehmen,

fokussiert dagegen

eine alternative Lösung und rückt den

Endanwender ins Zentrum der Prozessoptimierung.

Zentraler Ansatz sind die

Mitarbeiter des entsprechenden Unternehmens.

Im Gegensatz zu anderer

Prozessmanagement-Software bietet

das Unternehmen kein ganzheitliches

visuelles Werkzeug, das lediglich Prozesse

schafft und verbessert. Ziel der

BPM-Lösung ist es, dass die Mitarbeiter

durch eine visuelle Modellierungskomponente

Workflows selbstständig

erstellen können. In einem nächsten

Schritt haben sie dann die Möglichkeit,

diese Workflows über eine Process

Engine technisch zu implementieren.

Der Grund für diese Herangehensweise

ist die Ansicht, dass die Mitarbeiter

selbst das größte unternehmensinterne

urlaub braucht Workflow

Know-how besitzen: „Wer im Unternehmen

hat das größte Wissen über

Arbeitsabläufe, also über Prozesse? In

erster Linie die Mitarbeiter, die dank

tagtäglicher Praxis Missstände zuerst

erkennen und bestenfalls beheben.

Unsere BPM-Lösung setzt daher direkt

beim Endanwender als fachbezogenem

Prozessgestalter an und ermöglicht es,

Arbeitsabläufe selbst zu designen und

zu optimieren“, erklärt Stefan Sucker,

Geschäftsführer der We4IT GmbH.

Für Unternehmen hat der Einsatz einer

solchen Business-Process-Management-Lösung

diverse Vorteile. Neben

Zeit- und Kostenersparnis, Flexibilität

oder Produktivität gewährt der Mitarbeiteransatz

auch ein hohes Maß an Sicher-

heit. Unternehmen können bei Missständen

umgehend reagieren, diese selbstständig

ausräumen und Prozessabläufe

optimieren. „Die Idee, Endanwender

einzubinden und mit in die Verantwortung

zu nehmen, entstand im Austausch

mit unseren Kunden“, erläutert Sucker.

„Viele waren auf der Suche nach

einer BPM-Software, die keinen

Schulungsaufwand erfordert und

für jeden einfach zu bedienen ist.

Eine solche Lösung gab der Markt

aber nicht her.“

Neben diesem Endanwenderansatz

wurde ein weiterer

Fokus auf das Zusammenspiel

von Fachbereich und Technik

gelegt. Während Mitarbeiter der

Fachbereiche Prozessabläufe optimieren,

sorgt die Technik für

die Implementierung der modellierten

Prozesse. Mittels Engine werden ausgearbeitete

Workflows in technisch funktionierende

Prozesse umgesetzt und in

das jeweilige Arbeitsumfeld des Unternehmens

integriert. Erstellte Prozesse

sind dabei sowohl im Lotus-Notes- als

auch im Web-Client ausführbar. Zudem

umfasst die Lösung die gesamten Prozessabläufe

– inklusive Einbindung von

Zulieferern sowie Dienstleistern – und

beinhaltet neben Eskalationsmanagement

auch ein Rechtekonzept für das

Freischalten produktiver Prozesse.

Daniel Engelhard ó

We4IT gmbH

www.we4it.com

11/2011 · MIDRANGE MAgAZIN

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36

SCHWERPUnKT BPM/PROJEKTMANAgEMENT

Mit Greenax Prozesse gestalten und erfolgreich führen

Standard trifft Individualisierung

Unternehmen stehen täglich in einem Spannungsfeld zwischen innerbetrieblich standardisierten

Prozessen auf der einen Seite sowie der notwendigkeit zur Berücksichtigung

individueller Kundenwünsche auf der anderen Seite – scheinbar ein Widerspruch.

Doch diese Herausforderung lässt sich mit passenden Werkzeugen lösen.

Geprägt von dem Bestreben, gesteckte

wirtschaftliche Ziele zu

erreichen, werden im Betrieb möglichst

gleichartige und wiederholbare Prozesse

implementiert. Dies geschieht

mit dem Ziel, eine optimale Mensch-/

Maschinenauslastung bei kalkulierbaren

Kosten zu realisieren. Die moderne

Business Software Greenax der Bison

Schweiz AG optimiert Geschäftsprozesse,

festigt die Kundenbindung, unterstützt

bei der Kundengewinnung,

trägt zur Positionierung im Markt bei

und sichert nachhaltig die Rentabilität.

Oftmals jedoch scheinen die Kunden

durch ihre individuellen Ansprüche genau

dieses Bestreben nach Prozessoptimierung

zu durchkreuzen.

Erfolgreiche Unternehmen verstehen

es, diese Widersprüchlichkeit zu

Klare Trennung der einzelnen Schichten

MIDRANGE MAgAZIN · 11/2011

nutzen. Sie heben sich insbesondere

durch hohe Flexibilität, die eine Berücksichtigung

von Kundenanforderungen

mit sich bringt, positiv von ihren

Mitbewerbern ab. Geschäftsprozesse

lassen sich mit der Einführung einer

prozessorientierten Business-Software

einfacher und schneller umsetzen. Eine

Vielzahl der zu koordinierenden Aufgaben

wird systemübergreifend mit einer

Lösung gesteuert.

Greenax ist eine Business-Software-

Lösung, die in den Branchen technischer

Großhandel, Stahl, Agrarhandel

und Retail eingesetzt wird. Unternehmen

schätzen den Nutzen einer reibungslosen

Abfolge, die zur Erfüllung

hochkomplexer Anforderungen an die

Arbeitsabläufe unerlässlich ist. Bison

stellt ihre Branchen- und Fachkompe-

tenz in einer Vielzahl von Projekten

immer wieder unter Beweis. Das neueste

Beispiel ist die Einführung von

Greenax bei der Firma Gero (Gelsenkirchener

Rohrhandelsgesellschaft mbH).

Hier zeigt sich neben der Beratungskompetenz

auch die hohe technologische

Kapazität. Neben der Abbildung

spezifischer Stahlfunktionen werden

alle Bereiche der unterschiedlichen

Prozessketten von Gero abgebildet.

Markus Gasser, IT-Verantwortlicher

der Hoberg & Driesch Gruppe: „In unserer

Branche sind schnelle Reaktionszeiten

und eine effiziente Abwicklung der

Prozesse unerlässlich. Greenax für den

Stahl- und Röhrenhandel ist eine zuverlässige

und auf die Unternehmensprozesse

anpassbare Warenwirtschaft“.

Patrick Morghen ó

ZUM UnTERnEHMEn

Bison gehört zu den führenden Schweizer ITunternehmen.

Die gruppe unter der Leitung

von CEO Rudolf Fehlmann beschäftigt aktuell

rund 340 Mitarbeiter und erzielte 2010 einen

umsatz von rund 69 Millionen Schweizer

Franken.

Bison hat ihren Hauptsitz in Sursee (CH) und

weitere Standorte in Sempach Station (CH),

Puidoux (CH) und Kaarst (Deutschland). Bison

trägt mit einer Markterfahrung von über 25

Jahren zuverlässig und sicher zum Erfolg ihrer

Kunden bei. Jeder Kunde wird umfassend

betreut und langfristig begleitet. Ein technologisch

führendes Angebot, gegenseitiges

Vertrauen und der Schutz der IT-Investitionen

des Kunden stehen dabei im Vordergrund.

www.bison-group.com


Fortgeschrittene SQL-Techniken

Wie Sie die Fähigkeiten von DB2 und SQL für mehr

Performance nutzen

Anmeldung per Fax +49 8191 70661

Firma

Name E-Mail-Adresse

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Datum 1. Unterschrift

POWER i-

Aus dem Inhalt:

• Gruppierungstechniken in DB2 V6R1 und V7R1

– Summenbildung und andere Datenaggregate

– Rollups, Cubes

– Grouping Sets

• SQL Common Table Expressions (CTE)

– Temporäre Sichten

– Kapselung von Abfragelogiken durch CTEs

– Datenaufbereitung durch CTEs

• Rekursive SQL Abfragen

– UNIONs und andere vertikale Joins

– Abfrage hierarchischer Daten

• Die Anwendung von Materialized Query Tables (MQTs)

– Aufbau eines Datenrepositories mit MQTs

– Abfrage von MQTs

– Datenaktualisierungen in MQTs

• Die Anwendung von SQL – Stored Procedures (SPs)

– Stored Procedures als Alternative zu CTEs

– Programmierte Zugriffslogiken in SQL

– Nutzung von SPs in Datenauswertungstools

• Einsatz von User-Defi ned Functions

– Scalare Functions: Feldaufbereitungen und Datenmanipulationen

– Table Functions: tabellarische Daten zur Verfügung stellen

• Die Magie der SQL Built-In Functions

– Konvertierungsfunktionen

– Datumsfunktionen

– Numerische Funktionen

– OLAP-Funktionen u.v.m

Im Vordergrund dieses Seminars stehen Abfragetechniken und Prozesse,

die beim Aufbau und der Auswertung von Unternehmensdaten

zum Einsatz kommen können. Für jeden Teilnehmer steht ein Arbeitsplatz

mit Abfragetools (MS Access/MS Excel/IBM Web Query) zur

Verfügung, um die besprochenen Abfragetechniken testen zu können.

Referent: Klaus-Peter Luttkus

Zürich, 5./6. Dezember 2011

im Web: www.midrange-academy.com

1. Teilnehmer Name Bitte Workshop auswählen

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5./6. 12. 7./8. 12.

2. Teilnehmer Name Bitte Workshop auswählen

E-Mail-Adresse

5./6. 12. 7./8. 12.

3. Teilnehmer Name Bitte Workshop auswählen

E-Mail-Adresse

Workshops

in Zürich

Grafi sche (Rich) Web-Clients

und RPG

Wie Sie für Ihre i-Anwendungen zeit gemäße und fl exible

Clients erstellen

Sicherlich erfüllen Ihre Anwendungen alle Anforderungen. Aber wie

sieht es mit den Clients aus? Noch immer in schickem Grün-Schwarz?

Mal ehrlich, Anwender erwarten heute zu Recht eine moderne Oberfl

äche, die ihrer Rolle im Unternehmen entspricht.

Aus dem Inhalt:

• Mit RPG-Backend Programme realisieren

– Datenzugriffsprogramme erstellen

– Geschäftslogik-Funktionen entwickeln

– Sitzungssteuerungslogiken entwickeln

• Web-Services erstellen

– SOAP-Services erstellen und implementieren

– HTTP-Services mit PHP erstellen und implementieren

– CGI als Service-Schnittstelle nutzen

• RIA-Clients mit Adobe Flex erstellen

– Rich Internet Application (RIA) – Clients eine Einführung

– Open Source: Das Adobe Flex Software Development Kit (SDK)

– Flashplayer und Air als Laufzeitumgebungen

– RIA-Clients mit dem Abobe Flashbuilder 4 erstellen

Für jeden Teilnehmer steht ein Arbeitsplatz zur Verfügung, um den

Lehr inhalt nachvollziehen zu können.

Referent: Klaus-Peter Luttkus

5./6. 12. 7./8. 12.

Zürich, 7./8. Dezember 2011

ITP VERLAG GmbH ı Kolpingstraße 26 ı 86916 Kaufering ı Tel. +49 8191 9649-0 ı Fax +49 8191 70661 ı www.midrange.de ı service@midrange.de

Teilnahmegebühren

– pro Teilnehmer: 948,– €

– zwei Teilnehmer: je 898,– €

– drei und mehr Teilnehmer: je 848,– €

Frühbucherrabatt bei Anmeldung

bis zu vier Wochen vor der Veranstaltung: 50,– €

Abonnentenrabatt (MIDRANGE MAGAZIN

oder TechKnowLetter): 5 %

In den Preisen ist Übernachtung und Frühstück

im Tagungshotel, ausführliche Unterlagen sowie

die Verpfl egung tagsüber enthalten.


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TECHnIK & InTEGRATIOn

SQL-namenskonvention

System versus SQL-Naming

Worin unterscheiden sich die System- und SQL-namenskonventionen? Wenn man diese Frage

stellt, erhält man oft nur eine einzige Antwort: Werden Datenbankobjekte qualifiziert – also

mit Angabe der Bibliothek/des Schemas angesprochen –, sind verschiedene Schreibweisen

erforderlich. Richtig! Was aber, wenn die Datenbankobjekte unqualifiziert verwendet werden?

Warum wird das gewünschte Objekt

bei SQL-Namenskonventionen

nicht gefunden, obwohl die Bibliothek/das

Schema in der Bibliotheksliste

hinterlegt ist? Warum erhält man

eine Fehlermeldung, die besagt, dass

eine User Defined Function nicht in der

Bibliothek, die genauso heißt wie der

Benutzer, zu finden ist? Diese und ähnliche

Fragen sollen in diesem Artikel

beantwortet werden.

Qualifizierter Zugriff

auf Datenbankobjekte

Werden Datenbankobjekte qualifiziert

angesprochen, gelten für System- und

SQL-Namenskonventionen unterschiedliche

Schreibweisen:

ó Bei den System-Namenskonventionen

wird die vorangestellte Bibliothek/

das vorangestellte Schema durch einen

Schrägstrich (/) von dem Objekt

abgegrenzt.

ó Bei den SQL-Namenskonventionen

dagegen muss die Trennung durch

einen Punkt (.) erfolgen.

Das folgende Beispiel zeigt ein einfaches

SELECT-Statement – zunächst

in der System- und anschließend in der

SQL-Schreibweise.

ó System-naming:

Select * From MySchema/MyTable;

ó SQL-naming:

Select * From MySchema.MyTable;

Beispiel 1: Qualifizierter Zugriff auf Datenbankobjekte

mit *SYS- und *SQL-Naming

Soweit zur qualifizierten Verwendung

von Datenbankobjekten. Weit inte-

MIDRANGE MAgAZIN · 11/2011

ressanter ist jedoch der unqualifizierte

Zugriff auf die Objekte. Unqualifizierte

Zugriffe erlauben es, gleiche Anweisungen

für gleichnamige Objekte, die

in unterschiedlichen Bibliotheken oder

Schemata hinterlegt sind, unverändert

auszuführen. Nun stellt sich die Frage,

ob es Unterschiede zwischen *SYS- und

*SQL-Naming gibt, wenn unqualifiziert

– also ohne Angabe der Bibliothek/des

Schemas – auf Datenbankobjekte zugegriffen

werden soll.

Unqualifizierte Zugriffe

auf Datenbankobjekte

Zwischen System- und SQL-Namenskonventionen

gibt es gerade beim unqualifizierten

Zugriff auf die Objekte

erhebliche Unterschiede:

System-Namenskonventionen: Be-

trachten wir zunächst den unqualifizierten

Zugriff auf Datenbankobjekte

mit System-Namenskonventionen: Hier

gelten die üblichen System i-/Power i-

Regeln – d. h., die Bibliotheksliste wird

von oben nach unten nach dem angegebenen

Objekt durchsucht. Sobald ein

Objekt mit dem entsprechenden Namen

gefunden wird, wird es verwendet.

Damit ist es möglich, in einem einzigen

SQL-Statement mehrere Tabellen,

physische Dateien oder Views, die in

unterschiedlichen Bibliotheken/Schemata

hinterlegt sind, unqualifiziert zu

verwenden.

Wurde allerdings über den SQL-Befehl

SET CURRENT SCHEMA eine aktuelle

Bibliothek vorgegeben, wird das

angegebene Datenbankobjekt (Dateien/

Tabellen/Views) nur in dieser Bibliothek/diesem

Schema gesucht. Die Bibliotheksliste

wird auch unter Verwendung

des System-Namings nicht mehr

berücksichtigt – d. h., es ist nicht mehr

möglich, auf Datenbankobjekte, die in

unterschiedlichen Bibliotheken hinterlegt

sind, unqualifiziert zuzugreifen.

SQL-Namenskonventionen: Betrachten

wir zunächst den unqualifizierten

Zugriff auf Tabellen, physische

Dateien und alle Objekte, die direkt mit

den Tabellen und physischen Dateien

verbunden sind – wie beispielsweise

Views, Indices, DDS-beschriebene logische

Dateien, Constraints, Trigger usw:

Default-Schema: Die unqualifiziert

angegebenen Tabellen und Views werden

per Default in einer Bibliothek/

einem Schema vermutet, deren Name

dem Benutzerprofil, unter dem das SQL-

Statement ausgeführt wird, entspricht.

Die Bibliotheksliste wird nicht berücksichtigt.

Existiert keine Bibliothek, die

mit dem Namen des Benutzerprofils

übereinstimmt, kann das Objekt nicht

gefunden werden.

Beispiel: Der Benutzer Meier möchte

über ein SELECT-Statement auf die

Datei UMSATZ – die in der Bibliothek

FIBU hinterlegt ist – mit SQL-Namenskonventionen

zugreifen. Obwohl die

Bibliothek FIBU in seiner Bibliotheksliste

hinterlegt ist, wird er beim unqualifizierten

Zugriff eine Fehlermeldung

erhalten, dass die Datei UMSATZ nicht

gefunden werden konnte.


Wenn der Benutzer Meier jedoch

zu Testzwecken eine Datei UMSATZ

in der Bibliothek MEIER erstellt hat,

kann das SQL-Statement ohne Probleme

ausgeführt werden. Jedoch wird die

Datei UMSATZ in der Bibliothek MEIER

verwendet – unabhängig davon, ob die

Bibliothek MEIER in der aktuellen Bibliotheksliste

hinterlegt ist oder nicht.

Setzen des aktuellen Schemas über

den SQL-Befehl SET CURRENT SCHEMA:

Die Verwendung der Bibliothek/des

Schemas, die/das dem Benutzerprofil

entspricht, ist in der Regel jedoch nicht

erwünscht. Vielmehr möchte man auf

Daten in einer bestimmten Bibliothek/

einem bestimmten Schema unqualifiziert

zugreifen und das gleiche SQL-

Statement sowohl für die Test- als auch

die Echtdaten verwenden. Auch dies

ist mit den SQL-Namenskonventionen

möglich. Dazu muss lediglich die gewünschte

Bibliothek/das gewünschte

Schema über den SQL-Befehl SET CUR-

RENT SCHEMA als aktuelle Bibliothek/

aktuelles Schema festgelegt werden.

Im folgenden Beispiel wird zunächst

FIBU als aktuelle Bibliothek/aktuelles

Schema festgelegt. Bei der Ausführung

des folgenden SELECT-Statements wird

die Tabelle und physische Datei UM-

SATZ in der Bibliothek FIBU verarbeitet.

Anschließend wird die aktuelle Bibliothek/das

aktuelle Schema auf den

Default-Wert zurückgesetzt, der dem

Namen des ausführenden Benutzerprofils

entspricht. Beim nächsten SELECT-

Statement wird auf die Tabelle und

physische Datei in der Bibliothek/dem

Schema, die/das dem angemeldeten Benutzerprofil

entspricht, zugegriffen.

Set Current Schema FIBu;

Select * From umsatz;

-- Tabelle Umsatz in Schema FIBU

Set Current Schema Default;

Select * From umsatz;

-- Tabelle Umsatz in Schema=Benutzer

Beispiel 2: Setzen der aktuellen Bibliothek über

SQL-Befehl SET CuRRENT SCHEMA

Zugriff auf Objekte in unterschiedlichen

Bibliotheken/Schemata: Im Ge-

gensatz zu den Systemnamenskonventionen

kann bei der Verwendung

von SQL-Namenskonventionen nur auf

Objekte in einer einzigen Bibliothek/

einem einzelnen Schema unqualifiziert

zugegriffen werden. Muss auf Tabellen,

physische Dateien oder Views in mehreren

Bibliotheken/Schemata zugegriffen

werden, müssen entweder einige

Objekte qualifiziert angegeben werden

oder es muss für jede in einer anderen

Bibliothek/einem anderen Schema angelegten

und benötigten Tabelle, physischen

Datei oder View ein Alias im

aktuellen Schema angelegt werden.

Ein Alias ist ein permanentes Objekt,

das einen Verweis auf eine Tabelle,

eine physische Datei, eine View, eine

DDS-beschriebene logische Datei oder

Teildatei in einer physischen Datei beinhaltet.

Erstellt wird ein Alias über das

SQL-Statement CREATE ALIAS. Wird

ein Alias in einem SQL-Statement angegeben,

wird der Verweis aufgelöst und

auf das Originalobjekt zugegriffen.

Im folgenden Beispiel wird zunächst

die aktuelle Bibliothek/das aktuelle

Schema FIBU festgelegt. Anschließend

wird für die Tabelle und physische Datei

UMSATZ, die sich in der Bibliothek/

dem Schema FIBUVJ befindet, ein Alias

mit dem Namen UMSATZVJ in der

Bibliothek/dem Schema FIBU erstellt.

Im letzten SQL-Statement werden die

Umsätze des laufenden Jahres des Vorjahres

ermittelt. Um auf die Umsätze

des Vorjahres zuzugreifen, wird das in

der Bibliothek/dem Schema FIBU angelegte

Alias UMSATZVJ verwendet, das

wiederum auf die Datei UMSATZ in der

Bibliothek FIBUVJ verweist.

Set Current Schema FIBu;

Create Alias uMSATZVJ For FIBuVJ.uMSATZ;

Select a.* from umsatzVJ a

union

Select b.* from umsatz b;

Beispiel 3: Erstellung und Verwendung eines

Alias

Während man für Tabellen, physische

Dateien und alle damit direkt verbundenen

Objekte das Current-Schema

zum Auffinden der Objekte verwendet,

wird für Stored Procedures, User Defined

Functions (UDF) und User Defined

Types (UDT) der SQL-Path (Pfad) durchsucht.

SQL PATH: Bei dem SQL-Path handelt

es sich um eine Auflistung von

diversen Bibliotheken/Schemata, die

in der angegebenen Reihenfolge durchsucht

werden, um die Stored Procedure,

die UDF oder UDT zu finden – ähnlich

der Bibliotheksliste. Der Default-Path

besteht aus den Bibliotheken/Schemata

QSYS, QSYS2 sowie der Bibliothek/

dem Schema, die/das dem Namen des

Benutzerprofils entspricht.

Stored Procedures und UDFs können

überladen werden – d. h., in der

gleichen Bibliothek/dem gleichen Schema

können mehrere Stored Procedures

oder UDFs mit gleichem Namen vorhanden

sein, die sich durch die Anzahl

(Stored Prodecures) oder durch Anzahl

und Datentyp (UDFs) der übergebenen

Parameter unterscheiden. Aus diesem

Grund muss nicht nur die Objektexistenz,

sondern auch die Anzahl der Parameter

geprüft werden.

SQL-Befehl SET PATH: Über den

SQL-Befehl SET PATH kann der SQL-

Path verändert werden – d. h., andere

Bibliotheken/Schemata können angegeben

werden.

Befinden sich benötigte Stored Procedures,

UDFs und UDTs in der Bibliothek/dem

Schema, muss diese/dieses

ebenfalls im SQL-Path aufgelistet wer-

11/2011 · MIDRANGE MAgAZIN

39


40

TECHnIK & InTEGRATIOn

den. Die über SET CURRENT SCHEMA

gesetzte Bibliothek/Schema wird zum

Auffinden von Stored Procedures, UDFs

und UDTs nicht verwendet.

Der Sonderwert *LIBL kann zum

Setzen des SQL-Pfads verwendet werden.

Im folgenden Beispiel wird der SQL-

Path auf die Bibliotheken/Schemata

„ProcLib1“, „Proclib2“ und „Benutzername“

festgelegt. USER ist ein Spezialregister,

das beim SET PATH-Statement

angegeben werden kann und das durch

die Bibliothek/das Schema mit dem

angemeldeten Benutzernamen ersetzt

wird.

Set Path = ProcLib1, ProcLib2, user;

Beispiel 4: Setzen des SQL Path über das SQL-

Statement SET PATH

Setzen des SQL-PATH in embedded

SQL: Für das Auffinden von Stored

Procedures, UDFs oder UDTs, die aus

statischen embedded SQL-Statements

aufgerufen werden, können die einzelnen

Bibliotheken/Schemata direkt im

Compile-Command unter der Option

SQLPATH aufgelistet werden.

Im folgenden Beispiel wird der

SQL-Path direkt im Compile-Befehl angegeben.

„userid“ entspricht dem Spezialregister

USER und wird durch den

Benutzernamen ersetzt.

CRTSQLRPgI OBJ(MYSCHEMA/MYPgM)

SRCFILE(MYSRCLIB/QRPgLESRC)

OPTION(*SQL)

SQLPATH(PROCLIB1 PROCLIB2 „userid“)

Beispiel 5: Festlegung des SQL-Path im Compile-Befehl

Ähnlich wie bei der Festlegung

der Namenskonventionen kann der

SQL-Path aber auch über das SET

OPTION-Statement gesetzt werden.

Die einzelnen Bibliotheken werden

in einem String – durch Kommata getrennt

– aufgelistet. Im folgenden Beispiel

werden für die SQL-Statements

SQL-Namenskonventionen verwendet.

Außerdem werden die Bibliotheken/

Schemata des SQL-Path über das SET

OPTION-Statement festgelegt.

MIDRANGE MAgAZIN · 11/2011

C/EXEC SQL

C+ Set Option Naming = *SQL,

C+ SQLPATH = ‚PROCLIB1, PROCLIB2, uSER,

„uSER“‘

C/END-EXEC

Beispiel 6: Festlegung des SQL-Path über den

SQL-Befehl SET OPTION

Anmerkung: Das SET-OPTION-Statement

enthält nur Compile-Anweisungen

und wird zur Laufzeit nicht ausgeführt.

Das SET-OPTION-Statement darf innerhalb

der gleichen Quelle nur einmal

codiert werden. Seit Release V5R4 wird

das Mehrfachvorkommen geprüft und

führt ggf. zu einem Compile-Fehler. Vor

Release V5R4 wurde nur das erste SET-

OPTION-Statement berücksichtigt, es

erfolgte keine Prüfung. Weiterhin muss

seit Release V5R4 das SET-OPTION-

Statement in der Quelle physisch vor

allen anderen SQL-Statements stehen,

sonst gibt es einen Compile-Fehler.

Lange Objekt- und

Feld/Spaltennamen

Werden Datenbankobjekte mit SQL erstellt,

sind Objekt- und Feld/Spaltennamen

mit bis zu 128 Zeichen zulässig.

Da die Objekte jedoch im Betriebssystem

i5/OS bzw. IBM i hinterlegt werden

müssen, ist es erforderlich, bei Verwendung

von langen Objekt- und Feld/Spaltennamen

zusätzlich Systemnamen mit

bis zu zehn Zeichen zu generieren. Sie

können wie folgt festgelegt werden:

Manuelle Vergabe: Ein maximal

zehn Zeichen langer Systemname kann

bei Erstellung des Objekts fix vorgegeben

werden.

Systemseitige Erstellung: Wurde

kein Systemname vorgegeben und die

Objekt- bzw. Feld/Spaltennamen sind

länger als zehn Zeichen, wird automatisch

ein Systemname generiert. Dieser

Systemname setzt sich aus den ersten

fünf Stellen des langen Namens und einem

fünfstelligen fortlaufenden numerischen

Wert zusammen.

Anmerkung: Es besteht keine Garantie,

dass bei erneuter Erstellung eines

Datenbankobjekts mit SQL wieder

die gleichen Systemnamen generiert

werden. Aus diesem Grund sollte man,

sofern man lange Namen verwenden

und gleichzeitig mit Systemnamenskonventionen

arbeiten oder mit RLA

(Record Level Access) auf die Tabellen

zugreifen möchte, darauf verzichten,

die Systemnamen automatisch generieren

zu lassen.

Welchen Einfluss hat die Verwendung

von langen Objekt- oder Feld/

Spaltennamen, wenn durch SQL mit

System- oder SQL-Namenskonventionen

darauf zugegriffen wird?

System-Namenskonventionen: Bei

der Verwendung von Systemnamenskonventionen

müssen die Systemnamen

verwendet werden. Es ist möglich,

auch wenn man mit Systemnamenskonventionen

arbeitet, die langen Objekt-

und Feld/Spaltennamen anzugeben.

Die SQL-Anweisung wird ohne Probleme

ausgeführt. Bevor die SQL-Anweisung

ausgeführt werden kann, müssen

intern jedoch die langen Namen in die

Systemnamen konvertiert werden. Dazu

ist es erforderlich, die Systemnamen

aus den System-Tables, in denen alle Informationen

über die Datenbank hinterlegt

sind, zu ermitteln. Je nach Umfang

der Datenbank kann dieser zusätzliche

Schritt die Performance merklich negativ

beeinflussen.

Sofern man mit Systemnamenskonventionen

arbeitet, sollte man bei der

Ausführung von SQL-Statements auf

die langen Namen verzichten und die

Systemnamen verwenden.

SQL-Namenskonventionen: Bei

der Verwendung von SQL-Namenskonventionen

können die langen Namen

direkt verwendet werden.

Nachdem wir jetzt beim Zugriff auf

Datenbankobjekte doch beträchtliche

Unterschiede zwischen System- und

SQL-Namenskonventionen festgestellt

haben, wollen wir uns im nächsten

Artikel mit der Erstellung von Datenbankobjekten

unter System- bzw. SQL-

Namenskonventionen beschäftigen.

Birgitta Hauser ó


WebSphere Application

Server-Sicherheit

Sicherheit spielt in einem Bereich, der unterschiedlichen Benutzergruppen zur Verfügung

gestellt wird, eine essentielle Rolle. Die Sicherheitseinstellungen lassen sich dabei nicht auf

einen einzelnen Teilbereich beschränken, sie müssen allgemein betrachtet werden.

Anwendungsumgebungen, die durch

WebSphere gebildet werden, bestehen

aus einer Vielzahl unterschiedlicher

Ebenen, die teilweise separat gegen

einen unberechtigten Zugriff abgesichert

werden müssen.

Sicherheit in einer WebSphere-Umgebung

bedeutet beispielsweise Sicherheitsüberlegungen

auf der Ebene von:

ó Netzwerk,

ó Web-Server,

ó Anwendungs-Server,

ó Administration,

ó Anwendung,

ó Datenbank,

ó Verschlüsselung,

ó Middleware,

ó LDAP,

ó Betriebssystem,

ó Single Sign-on,

ó Web-Sicherheit oder

ó EJB-Sicherheit.

Diese Beispiele lassen sich beliebig

erweitern.

Neben den Ebenen der Sicherheitsbetrachtung

differenziert man Konfigurationsbereiche

auf dem WebSphere

Application-Server, wenn man die Einstellungen

der sicherheitsrelevanten

Optionen prüft – beispielsweise in Verwaltungssicherung

und Anwendungssicherheit.

Verwaltungssicherheit

Unter Verwaltungssicherheit verstehen

wir grundsätzliche Sicherheitseinstellungen

auf einem WebSphere Application-Server

in Bezug auf die Administration.

Wenn die Verwaltungssicherheit

aktiviert ist, lassen sich auch die damit

verbundenen Sicherheitseinstellungen

vornehmen. Mit dieser Sicherheitskonfiguration

lassen sich nachfolgende Bereiche

konfigurieren:

ó Sicherheitseinstellungen für

Administrationskonsole

ó Authentifizierungsverfahren

allgemein

ó Authentifizierung der HTTP-

Verbindungen

ó SSL-Verschlüsselung

ó Authentifizierung von IIOP-Clients

In diesem Beitrag werden Ihnen

die wesentlichen Funktionen aufgezeigt,

die bezogen auf die Sicherheit

im WebSphere Application-Server eine

Rolle spielen.

Wenn Sie den WebSphere Application-Server

installiert haben und den

Administrationsbereich starten, dann

werden Sie in jedem Fall dazu aufgefordert,

einen Benutzer anzugeben. Beachten

Sie den Hinweistext in diesem

Fenster (Bild 1). Wenn Sie die Sicherheitseinstellungen

für den WebSphere

Application-Server nicht angepasst

haben, können Sie als „Benutzer“ einen

beliebigen Eintrag vornehmen, der

nicht überprüft wird – weder auf Existenz

noch auf Berechtigung. Er wird

lediglich für Protokollierungen verwendet.

Lassen Sie sich von dieser Anmeldeanzeige

nicht irreführen – sie ist für

die Sicherheitseinstellungen irrelevant.

Erst wenn Sie die globale Sicherheit

für den Server aktiviert haben, wird

eine Prüfung auf den eingegebenen

Benutzer und dessen Berechtigung zur

Verwaltung des Servers durchgeführt.

Wie das funktioniert, erfahren Sie im

weiteren Verlauf dieses Beitrags. Ein

Beispiel für eine Anmeldung mit aktivierter

Sicherheit sehen Sie in Bild 2:

Es empfiehlt sich, dass bei einer

fehlenden Sicherheitskonfiguration

wirklich jeder, der Zugang zum Server

erhält, diesen administrieren kann.

Erst wenn die Sicherheit auf dem

WebSphere Application-Server aktiviert

worden ist, wird mit dem Anmeldefenster

eine Prüfung durchgeführt.

Diese Prüfung zeigt an, ob der Benutzer

(und das bei aktiver Sicherheit zusätzlich

anzugebende Kennwort) korrekt ist

und ob er zuvor als Administrator für

diesen Bereich festgelegt wurde.

Bild 3 weist bereits auf die allgemeine

Server-Verwaltung hin und zeigt,

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11/2011 · MIDRANGE MAgAZIN

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42

TECHnIK & InTEGRATIOn

1

2

BEnUTZER-ID AnGEBEn

AnMELDUnG BEI AKTIVIERTER SICHERHEIT

MIDRANGE MAgAZIN · 11/2011

dass der WebSphere Application-Server

mit den Sicherheitseinstellungen

abgesichert worden ist.

Bild 4 zeigt den allgemeinen Verwaltungsbereich

der Sicherheitseinstellungen

in der Administrationskonsole

eines WebSphere Application-Servers,

Version 6. Grundsätzlich gilt es, in Bezug

auf Sicherheit in einer WebSphere-

Umgebung folgende Sicherheitsbereiche

zu bedenken und nach Bedarf entsprechend

zu konfigurieren:

Authentifizierungsprotokoll

Dieses Protokoll wird bei aktivierter Sicherheit

auf einem WebSphere Application-Server

benötigt, um RMI über IIOP

durchzuführen.

RMI ist die Abkürzung für „Remote

Method Invocation“ und stellt eine

recht einfache und vor allem schnelle

Möglichkeit dar, in einer Java-Umgebung

eine Kommunikationsstruktur

aufzubauen. Diese Form der Technologie

ist in modernen Anwendungen

häufig anzutreffen. Bei IIOP handelt es

sich um die Abkürzung für „Internet

Inter-ORB Protocol“ – ein Protokoll, das

für Methodenaufrufe von Objekten auf

fernen Rechner verwendet wird.

Authentifizierungsverfahren

Innerhalb eines WebSphere Application-Servers

wird LTPA (Lightweight

Third Party Authentification) als

Standard-Authentifizierungsverfahren

verwendet. LTPA ist die Grundlage für

die Implementierung von Single-Signon-Lösungen

in einer WebSphere-Umgebung.

Benutzer Repository

Für die Benutzerregistrierung kann in

einer WebSphere-Installation auf unterschiedliche

Standards zugegriffen

werden:

ó Benutzerverwaltung des lokalen Be-

triebssystems

ó LDAP-Registrierung

ó Benutzerdefinierte Benutzerverwal-

tung und Registrierung jZ ó


3

4

GESICHERTER SERVER

SICHERHEIT IM WEBSPHERE-ADMInISTRATOR

11/2011 · MIDRANGE MAgAZIN

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MARKTüBERSICHT TOOLS FÜR XML, EDI, BARCODE, RFID

SUMMARY

Im Automotive-Bereich seit

langem gang und gäbe, erobern

diese Kollaborations-

Tools immer mehr Bereiche

der Wirtschaft.

XML-Unterstützung in der Datenbank DB2 für IBM i 7.1

Datenbank versteht XML

XML hat sich zum Industriestandard für den Austausch von Daten zwischen unterschied-

lichen Systemen und Anwendungen entwickelt. Das Betriebssystem IBM i unterstützt die

Verarbeitung und Speicherung von XML-Dokumenten seit vielen jahren.

Beispielsweise gibt es ein XML

Toolkit (Programmnummer 5733-

XT2), das einen Parser für XML zur

Verfügung stellt. IBM i unterstützt seit

einigen Jahren auch die Speicherung

und Verarbeitung von XML-Dokumenten

mit DB2 für IBM i, allerdings war

dafür bisher ein zusätzliches Lizenzprogramm

mit der Programmnummer

„5761-DE1 Option 2“ erforderlich.

Mit dem IBM i Release 7.1 hat die

integrierte DB2-Datenbank die Möglichkeit

bekommen, XML-Dokumente

MIDRANGE MAgAZIN · 11/2011

in der Datenbank zu verarbeiten und zu

speichern, ohne dass zusätzliche Softwarekomponenten

erforderlich sind.

Kunden, die neu in dieses Thema

einsteigen wollen, sollten mit den neuen

XML-Funktionen beginnen, die mit

IBM i 7.1 ausgeliefert werden.

XML-Datentyp

Mit der neuen XML-Unterstützung hat

die Datenbank auch einen XML-Datentyp

bekommen. Dieser Datentyp kann

z. B. bei der Definition einer Spalte in

einer Tabelle angegeben werden. Der

XML-Datentyp kann aber auch in SQL

Stored Procedure und an anderen Stellen

verwendet werden.

Die maximale Größe eines Feldes mit

XML-Datentyp beträgt 2 GB. Die Größe

wird nicht beim Anlegen des Feldes definiert,

sondern – abhängig von der Größe

des XML-Dokuments – dynamisch

ermittelt. Die Daten werden standardmäßig

im UTF-8-Format abgespeichert

(CCSID 1208). Bei der Definition eines

XML-Feldes kann aber auch eine andere

Kr7ysztof, iStockphoto.com


CCSID angegeben werden. Die Verarbeitung

dieses XML-Datentyps ist nur über

SQL möglich – nicht aber über den satzweisen

Zugriff auf die Datenbank. Der

XML-Datentyp kann auch nicht in einer

DDS- (Data Definition Specifications) Beschreibung

verwendet werden.

Die folgenden Programmiersprachen

unterstützen den XML-Datentyp,

sobald mit SQL auf die Daten zugegriffen

wird: ILE RPG, ILE Cobol, C oder

C++ entweder bei embedded SQL oder

bei DB2 CLI und Java bei JDBC oder

SQLJ.

Um eine Tabelle zu erstellen, die ein

Feld vom Datentyp XML enthält, wird

der normale SQL- Befehl Create Table

verwendet:

CREATE TABLE Customer (Cid BIgINT NOT

NuLL PRIMARY KEY, Info XML);

Damit wird eine Tabelle mit dem

Namen Customer angelegt, die einen

Primärschlüssel Cid enthält sowie ein

Feld mit dem Namen Info vom Datentyp

XML. In dem Feld Info lassen sich nun

XML-Dokumente ablegen.

Auch existierende Tabellen können

mit dem Befehl ALTER Tabelle um zusätzliche

Felder vom Datentyp XML erweitert

werden.

Daten werden wie gewohnt mit dem

Befehl SQL INSERT in die Tabelle eingefügt.

Als Kundenummer (Spalte Cid)

wird der Wert 1000 verwendet, und in

der Spalte Info werden die zusätzlichen

Kundeninformationen als XML-Dokument

abgelegt:

INSERT INTO Customer (Cid, Info) VALuES

(1000,

'

Kathy Smith


5 Rosewood

Toronto

Ontario

M6W 1E6


416-555-1358

');

Auf die gleiche Weise wird ein Update

auf einen bestehenden Satz mit

dem Befehl SQL UPDATE durchgeführt.

Um zu überprüfen, ob ein XML-

Dokument die Eigenschaften besitzt,

die von einer Anwendung erwartet

werden, muss die gewünschte Struktur

des XML-Dokuments beschrieben werden.

Die Beschreibung erfolgt in einem

XML-Schema kurz „XSD“ genannt. Dort

werden die Struktur, die verwendeten

Elemente und die Datentypen des XML-

Dokuments beschrieben. Damit das

XML-Schema für die Validierung eines

XML-Dokuments verwendet werden

kann, muss es im XML-Schema „Repository“

(XSR) gespeichert und registriert

werden. Danach kann das XSD für

die Validierung von XML-Dokumenten

benutzt werden. Die Validierung erfolgt

nicht automatisch, sondern muss durch

die Funktion XMLVALIDATE explizit angestoßen

werden.

Annotatet XML Schema

Decomposition

Ein XML-Dokument kann zerlegt werden,

um nur die Feldinhalte (also die

eigentlichen Daten), nicht aber die gesamten

XML-Tags in der Datenbank zu

speichern. Dieser Vorgang der Zerlegung

eines XML-Dokuments wird als

„Annotatet XML Schema Decomposition“

bezeichnet. Die Zuordnung der

XML-Elemente zu einzelnen Feldern

und zu einzelnen Tabellen wird in einem

Dokument „Annotatet XML Schema“

beschrieben. Dieses Dokument

wird im „DB2 XML Schema Repository“

gespeichert und registriert.

Die Aufteilung eines XML-Dokuments

erfolgt durch den Aufruf der

„Stored Procedure XDBDECOMPXML“.

Dadurch werden die Inhalte eines XML-

Dokuments auf die entsprechenden Felder

in den Datenbanktabellen verteilt.

Durch die XML Publishing-Funktion

ist auch der umgekehrte Weg möglich.

Aus relationalen Daten können XML-

Dokumente erzeugt werden. Die Daten

können aus unterschiedlichen Tabellen

stammen und durch entsprechende logische

Bedingungen miteinander verknüpft

werden.

DB2 für IBM i stellt auch verschiedene

Utility-Funktionen zur Verfügung.

Zum Beispiel kann mit der XMLSERIA-

LIZE-Funktion der Inhalt eines XML-

Feldes umgewandelt werden – etwa

in ein Varchar-Format. Diese Funktion

ist sehr nützlich, um XML-Inhalte über

interaktives SQL anzuzeigen – z. B. im

System i Navigator oder auch auf einem

5250-Bildschirm, wenn mit STRSQL auf

die Daten zugegriffen wird.

XSLTRANSFORM ermöglicht die

Umwandlung eines XML-Dokuments –

z. B. in HTML oder auch in eine Textdatei.

Die Transformationsregeln werden

in einem XSLT- (Extensible Stylesheet

Language Transformations) Dokument

beschrieben.

Zusätzlich gibt es die Funktion

GET_XML_FILE, die notwendig ist, um

ein XML-Dokument aus einem Stream

File oder aus einem Source Physical

File zu verarbeiten.

Wenn man in der Datenbank abgespeicherte

XML-Dokumente durchsuchen

möchte, um einzelne XML-Elemente

zu finden, dann ist das über den

OmniFind Text Search Server möglich

(Programmnummer 5733-OMF). Der

OmniFind Text Search Server ist seit

IBM i 6.1 verfügbar und erlaubt Indexierung

von und Suche in Textdokumenten.

Die aktuelle OmniFind-Version

für IBM i 7.1 bietet außerdem die Möglichkeit,

XML-Dokumente zu indexieren

und zu durchsuchen.

Der Artikel konnte nur einen kleinen

Überblick über die neuen Möglichkeiten

geben, die XML mit DB2 für i 7.1

bietet. Mithilfe der unten genannten

Links finden Sie weitere Informationen

– u. a. auch ein Tutorial mit Beispielen

zu den angesprochenen Funktionen.

Wenn Sie wissen möchten, welche

neuen Funktionen mit IBM i 7.1 verfügbar

sind, dann finden Sie diese Informationen

im Redbook IBM i 7.1 Technical

Overview. Willy Günther ó

IBM Deutschland gmbH

www.ibm.de

11/2011 · MIDRANGE MAgAZIN

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MARKTüBERSICHT TOOLS FÜR XML, EDI, BARCODE, RFID

Anbieterübersicht

Lobster GmbH

www.lobster.de

ABAS Software AG

www.abas.de

AjE Consulting GmbH & Co. KG

www.aje.de

AS/point GmbH

www.aspoint.de

Barcotec Vertriebsges. mbH

www.barcotec.at

Beratungsbüro Kasch GmbH & Co.KG

www.bbkasch.de

GÖRInG iSeries Solutions

www.goering.de

H.G.L. GmbH

www.hgl-group.de

Helmut Knappe - HiT Software

www.hitsw.de

Inspire Technologies GmbH

www.bpm-inspire.com

isM integral systemtechnik GmbH

www.ismsystem.de

Klaus Hammer & Partner GmbH

www.khup.de

menten GmbH

www.menten.com

Microplex Printware AG

www.microplex.de

Möhlmann Software-Engineering

www.moehlmann.de

ProfiForms Projekt GmbH

www.profiforms.de

PSIPEnTA Software Systems GmbH

www.psipenta.de

RC Rhenania Computer GmbH

www.rhenania.biz

retarus GmbH

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Toolmaker Advanced Efficiency GmbH

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MIDRANGE MAgAZIN · 11/2011

PWS polstert Zeiterfassung auf

Sicherheit gefragt

Im April 2011 führte die Polsterwerkstätten Steinau GmbH

(PWS) ein neues Zeiterfassungssystem ein. Seitdem buchen

die Mitarbeiter ihre Arbeitszeiten wesentlich unkomplizierter

und schneller – und das mit erhöhter Datensicherheit.

Präzise, automatisch, kostensparend

– das sind die Hauptargumente

dafür, dass immer mehr elektronische

Zeiterfassungssysteme eingesetzt werden.

So das Resultat einer Studie der

Hochschule Furtwangen University

und von Reiner SCT. Etwa 70 Prozent

der mittelständischen Unternehmen in

Deutschland erfassen systematisch die

Arbeitszeiten ihrer Mitarbeiter.

Die Polsterwerkstätten Steinau

GmbH (PWS) arbeitet bereits seit 15

Jahren mit einem elektronischen Zeiterfassungssystem,

mit dem die Belegschaft

ihre flexiblen Arbeitszeiten

– Teilzeit oder Gleitzeit etc. – verbucht.

Das damals eigens für sie entwickelte

Programm erforderte jedoch einen großen

manuellen Bearbeitungsaufwand

und konnte die Daten nicht ausreichend

sichern. Bis zum Frühjahr 2011

wurden die Arbeitsstunden der Belegschaft

mit diesem System erfasst und

abgerechnet.

Anforderungen exakt erfüllt

Auf der Suche nach einer neuen Lösung

wurde der Polsterspezialist auf das System

timeCard premium plus DES von

Reiner SCT aufmerksam. Schnell zeigte

sich, dass das Zeiterfassungssystem die

Anforderungen des Mittelständlers –

gutes Preis-/Leistungsverhältnis, integriertes

Zutrittskontrollsystem – exakt

abdeckt. Susanne Kopp, Personalabteilung

PWS, erinnert sich: „Wir wollten

ein Zeiterfassungssystem, das zu unserer

technischen Ausstattung passt, fle-

xibel sowie leicht zu bedienen ist und

verschiedene Arbeitszeitmodelle abbilden

kann.“

Testphase erfolgreich durchlaufen

Mit der kostenlosen Demoversion der

Software wurde das neue Zeiterfassungssystem

vorab getestet. Die standardisierte

Lösung timeCard premium

plus DES erfasst und verwaltet die Arbeitszeiten,

speichert sie langfristig und

zeigt zudem zusätzliche Informationen

zu Gleitzeit- oder Urlaubsguthaben an.

Die anschließende Installation durch

einen offiziellen Vertriebspartner von

Reiner SCT – BZB Bürozentrum GmbH

Gelnhausen – verlief reibungslos. Bereits

nach einer zweiwöchigen Testphase

konnte sie in den Echtbetrieb gehen.

Ihre Arbeitszeiten buchen die Angestellten

der Polsterwerkstätten mithilfe

eines RFID-Transponders am Schlüsselbund,

der vor das Terminal gehalten

wird. Auf diese Weise wird die Person

identifiziert und registriert, ihre Daten

werden eingelesen und im System gespeichert.

Bei Verlust des Transponders

wird die Nummer bzw. der Chip umgehend

gesperrt und gegen einen Ersatzchip

ausgetauscht. Seit April 2011

erfassen die insgesamt 48 Mitarbeiter

der PWS Arbeitsbeginn und -ende an

dem im Eingangsbereich angebrachten

Terminal. Ann niebel ó

Reiner Kartengeräte gmbH und Co. Kg

www.reiner-sct.com


Bolsius ist mit Comarch auf „EDI as a Service“ umgestiegen

Dienstleistung reduziert Aufwand

Der niederländische Kerzenspezialist Bolsius hat sich für den Umstieg auf „EDI as a Service“

mit Comarch EDI entschieden. Dabei wird die gesamte Lösung als gehosteter Service von der

Comarch AG in Dresden geliefert. Bolsius ist dadurch mit allen Geschäftspartnern verbunden,

kann sich neuen Anforderungen schnell anpassen und spart Aufwand und Kosten.

Mehr als 900 Mitarbeiter beschäftigt

der Kerzenhersteller mit

Hauptsitz in Kerkendijk/Niederlande.

Als Lieferant der großen europäischen

Einzelhandelsketten ist Bolsius auf

reibungslose Kommunikation mit den

Geschäftspartnern angewiesen. Dabei

handelt es sich um eine Vielzahl von

Partnern mit unterschiedlichen IT-Systemen

sowie verschiedenen Standards

und Formaten. Früher betrieb das Unternehmen

den geschäftlichen Dokumentenaustausch

mit einer Inhouse-

Lösung, welche erheblichen Anpassungsaufwand

verursachte. Heute wird

die Geschäftspartnerkommunikation

als Service von Comarch bezogen.

Transparente Kosten

Das stetige Anwachsen des Unternehmens

ist nicht zuletzt darauf zurückzuführen,

dass sich Bolsius den wechselnden

Bedürfnissen des Marktes flexibel

COMARCH EDI: ALLE MAPPInGS InKLUSIVE

anpasst und dabei neben

hervorragender Qualität

auch eine hohe Lieferfähigkeit

garantiert. Eine

wichtige Voraussetzung

dafür ist die optimale

B2B-Kommunikation, die

mit EDI als komplettem

Service von Comarch gewährleistet

wird.

Der IT-Leiter der Bolsius

International BV

Marcel Donkers, sieht

seine Projektziele vollständig

umgesetzt: „Wir

wollten eine EDI-Lösung,

die eine reibungslose

Kommunikation ohne Medienbruch

zwischen unserem ERP-System und

den Systemen unserer Handelspartner

ermöglicht. Ein automatischer Workflow

regelt jetzt den Import und Export

der Daten. Im Unterschied zu unserer

Comarch bietet EDI as a Service – als umfassende Dienstleistung. Comarch EDI vereinfacht und

beschleunigt den elektronischen Daten- und Dokumentenaustausch zwischen unternehmen. Die

im ERP-System erzeugten Ausgangsdaten – Rechnungen, Lieferscheine etc. – werden mit Hilfe

eines Kommunikations-Clients aus dem jeweiligen ERP-System an die ECOD-B2B Plattform im

Comarch-Rechenzentrum versendet. Dort werden diese Nachrichten in das vom jeweiligen geschäftspartner

gewünschte Format umgesetzt und an diesen auf dem bevorzugten Kommunikationsweg

versandt. Statt über starre Punkt-zu-Punkt-Verbindungen kommuniziert das unternehmen

mit dem zentralen Clearing-Center von Comarch. Neue geschäftspartner werden schnell, grenzüberschreitend

und ohne zusätzlichen Aufwand für den Kunden angebunden. Die Implementierung

und Wartung von Inhouse-Konvertern bzw. Infrastruktur entfällt.

Zusätzliche Komponenten, die bei Bolsius im Einsatz sind: die Archivierungslösung Comarch EDI

Archive, mit der die elektronischen Dokumente revisionssicher gespeichert werden, und der Informationsdienst

Comarch EDI Tracker, der auf einer Webseite rund um die uhr eine Übersicht über

den Empfangs- und Versandstatus der Dokumente bietet.

Bolsius International zählt zu den größten europäischen

Kerzenherstellern

früheren Lösung sind wir weder in die

Übersetzung der Dokumente noch in

die Anbindung der Geschäftspartner

involviert. Last not least haben wir feste,

transparente Kosten für unsere EDI-

Kommunikation.“

Insgesamt wurden ca. 60 Geschäftspartner

(Handelsketten und Logistiker)

aus Deutschland, den Niederlanden,

Belgien, Österreich, Spanien und Polen

angeschlossen. Bolsius tauscht

dabei die folgenden Dokumenttypen

aus: Bestellung (ORDERS), Lieferavis

(DESADV), Rechnung (INVOIC), Lagerbestandsbericht

(RECADV), Lieferanweisung

(INSDES, ART), Empfangsbestätigung

(OSTRPT, CANONICAL-

RECEIPT). ó

Comarch Ag

www.comarch.de

11/2011 · MIDRANGE MAgAZIN

47


48

MARKTüBERSICHT TOOLS FÜR XML, EDI, BARCODE, RFID

Clearing Center oder direkte Kommunikationslösung

Kommunikationswege im EDI

Der elektronische Geschäftsdatenaustausch basiert auf der Konvertierung von

Inhouse-Files in Datenformate, die vom Empfänger verarbeitet werden können.

Es gibt eine Vielzahl an Formaten – wie etwa EDIFACT, VDA oder XML. Daher wird

das Konvertieren der Dokumente zu einem Kostenfaktor.

Bei Inhouse-Lösungen wird ein

Konverter benötigt und die Verantwortung

liegt im Unternehmen selbst;

beim Outsourcing erledigt das der

Service-Anbieter. Das Unternehmen ist

lediglich für die korrekte Bereitstellung

der Daten verantwortlich, die dann vom

Outsourcing-Anbieter konvertiert und

an den Geschäftspartner gesendet werden.

Es gibt zwei Varianten für den Versand

dieser Daten.

Clearing Center spielt sich

in den Vordergrund

Das Clearing Center sorgt für den gesicherten,

protokollierten Datenaustausch

zwischen zwei Handelspartnern. Der

Sender bekommt ein Datenaustauschprotokoll,

das die ordnungsgemäße

Übersendung der Daten bestätigt. Bei

der Kommunikation über ein Clearing

Center – wie z. B. eXite, BusinessMail

X.400 oder andere – wird nur eine Anbindung

benötigt.

ZUM UnTERnEHMEn

Die Avenum Technologie gmbH ist führender

eBusiness-Spezialist in Österreich. 20 Jahre

Entwicklungserfahrung und zahlreiche Projekterfolge

stehen für die hohe Qualität der

Produkte und Dienstleistungen. Das Wiener

unternehmen verfügt über umfassende Erfahrungen

mit Entwicklungsprojekten. Die

eigene Softwareentwicklung und der Zugang

zu neuesten Technologien ermöglichen frühzeitiges

Erkennen und umsetzen von Trends,

wodurch den Kunden optimale Lösungen zu

fairen Preisen angeboten werden können.

MIDRANGE MAgAZIN · 11/2011

Die konvertierten

Daten werden

SSL-verschlüsselt

– wodurch die Integrität

der Daten

gewährleistet wird

– und an die Mailbox

des Clearing

Centers gesendet.

Dort werden sie

automatisch – anhand

der sich in

den Daten befindlichen

Informationen

über Absender und

Empfänger – an die

Mailboxen der Handelspartner

verteilt.

Somit erfolgt über

eine Anbindung

der gesamte elektronische Datenaustausch

mit allen Partnern.

Die Kommunikation mit einem

Clearing Center geht automatisiert vonstatten

– beispielsweise durch zeitliche

Definition oder durch das Eintreten eines

Auslösekriteriums, wie der Erhalt

oder Empfang einer Nachricht.

Direkte Kommunikationslösung –

Server Client/Client Server

Bei einer direkten Kommunikationslösung

– wie zum Beispiel AS2 – muss

sich das Unternehmen mit dem jeweiligen

Geschäftspartner in Verbindung

setzen, um die Bedingungen für die

Konvertierung und den Datenversand

zu klären.

Hier muss beim Versand zu jedem

einzelnen Kunden eine Verbindung

aufgebaut werden, was einen organisatorischen

Mehraufwand bedeutet.

Dafür entfallen die Verbindungskosten,

da die Transaktionen über das Internet

erfolgen. Wenn es Ausfälle gibt, muss

vom Unternehmen eine Lösung zur Datenübertragung

gefunden werden.

In puncto Sicherheit sind die beiden

Methoden nahezu identisch. Bei der direkten

Kommunikationslösung gibt es

zwei Möglichkeiten der Datensicherheit.

Zum einen kann eine Nachricht

entweder nur SSL-verschlüsselt werden,

um die Daten während des Versands

unlesbar zu machen, und zum

anderen kann die Nachricht verschlüs-

Pagadesign, iStockphoto.com


selt und signiert werden. In diesem Fall

wird ein Hash-Wert generiert, der in

der MDN (Message Disposition Notification)

als Fingerprint erscheint.

Hash-Wert gehört

neu gestaltet

Wenn die Daten nun verändert werden,

stimmt der neu generierte Hash-Wert

mit dem ursprünglichen nicht mehr

überein. So kann nachgewiesen werden,

dass die Daten verändert wurden.

Mit der Message Disposition Notification

(MDN) hat der Absender außerdem

eine digitale Empfangsquittung in

Händen und kann somit die ordnungsgemäße

Zustellung der Daten nach-

weisen.

Weil die AS2 Server und Client zugleich

sein kann, ist es möglich, seinem

Kommunikationspartner sowohl Daten

zu schicken als auch auf demselben

Weg Daten von ihm zu empfangen.

SERVICE 11/2011

InSEREnTEn

Comarch Swiss . . . . . . . . . . . . . . . . . 21

www.comarch-swiss.ch

EPOS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11

www.eposgmbh.com

ERL Lippolt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27

www.erl.de

Hit Software . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39

www.hitsw.de

IBM . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2

www.ibm.de

itelligence . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25, 31

www.itelligence.de

ITP. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29, 37

www.midrange.de

K+H Software . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3

www.kh-software.de

Lobster . . . . . . . . . . . . . . 46, Teilbeilage

www.lobster.de

MHP . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33

www.mhp-systemhaus.de

PowerTech . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7, 52

www.powertech.com

RoHa . . . . . . . . . . . . . 23, gesamtbeilage

www.roha.at

Toolmaker . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51

www.toolmaker.de

Wilsch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41

www.wilsch.de

WS Datenservice . . . . . . . . . . . . . . . 17

www.ws-datenservice.de

AUTOREn

Die offene Frage:

Direkt oder Clearing?

Um sich im eigenen Unternehmen entweder

für das Clearing Center oder für

eine direkte Kommunikationslösung zu

entscheiden, sollten folgende Fragestellungen

beachtet werden:

Investiert man in eine Softwareanschaffung

und stellt interne Ressourcen

zur Verfügung, oder setzt man

auf einen Datenaustauschservice von

Clearing Centern gegen ein monatliches

Entgelt? Hat man für die direkte

Kommunikation freie Ressourcen zur

Verfügung oder muss man sich erst

Ressourcen schaffen? Und wie viele

Partner müssen mit welchem Datenvolumen

angebunden werden?

Carina Czasch ó

Avenum Technologie gmbH

www.avenum.com

Oliver Bahner . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20

info@crossgate.de

Dr. Martin Bartonitz . . . . . . . . . . . . . 30

info@saperion.com

Carina Czasch . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48

carina.czasch@avenum.com

Michael Eberli . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14

michael.eberli@comarch-swiss.ch

Daniel Engelhardt . . . . . . . . . . . . . . . 35

engelhardt@agentur-borgmeier.de

Manuela K. Fischer . . . . . . . . . . . . . . 24

manuela.fischer@rematic.com

johannes Förster . . . . . . . . . . . . . . . 22

topconcept@googlemail.com

Andreas Göring . . . . . . . . . . . . . . . . . 25

ag@goering.de

Harald Grumser . . . . . . . . . . . . . . . . 18

harald.grumser@compart.net

Willy Günther . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44

wiguenth@de.ibm.com

Birgitta Hauser . . . . . . . . . . . . . . . . . 38

bha@toolmaker.de

Michael Koch . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26

michael.koch@sealsystems.de

Patrick Morghen . . . . . . . . . . . . . . . . 36

patrick.morghen@bison-group.com

Ann niebel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46

aniebel@dieleute.de

Klaus Pecher. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34

sales@psinova.com

Verena Quell . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28

verena.quell@css.de

Sabrina Rammelt . . . . . . . . . . . . . . . 27

rammelt@kh-software.de

Eva Richter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32

eva.richter@de.lawson.com

Dr. Horst Schönecker . . . . . . . . . . . . 12

hschoenecker@soreco.de

Daniel Taborek . . . . . . . . . . . . . . . . . 14

daniel.taborek@comarch-swiss.ch

GEnAnnTE FIRMEn

Avenum Technologie GmbH . . . . . . . 48

www.avenum.com

Bison Schweiz AG . . . . . . . . . . . . . . . 36

www.bison-group.com

Comarch AG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47

www.comarch.de

Comarch Swiss AG . . . . . . . . . . . . . . 14

www.comarch-swiss.ch

Compart AG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18

www.compart.com

Crossgate AG . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20

www.crossgate.de

CSS GmbH. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28

www.css.de

DnUG e.V. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16

www.denug.de

Goering iSeries Solutions . . . . . . . . . 25

www.goering.de

IBM Deutschland GmbH . . . . . . . 33, 44

www.ibm.de

K+H Software KG . . . . . . . . . . . . . . . 27

www.kh-software.de

Lawson Software GmbH . . . . . . . . . . 32

www.de.lawson.com

Psinova AG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34

www.psinova.com

Reiner Kartengeräte . . . . . . . . . . . . . 46

www.reiner-sct.com

Roha Software Support GmbH . . . . . 24

www.roha.info

Saperion AG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30

www.saperion.com

Seal Systems AG. . . . . . . . . . . . . . . . 26

www.sealsystems.de

Soreco AG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12

www.soreco.ch

Toolmaker GmbH . . . . . . . . . . . . . . . 22

www.toolmaker.de

We4IT GmbH. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35

www.we4it.com

11/2011 · MIDRANGE MAgAZIN

Skodonnell, iStockphoto.com

49


50

SERVICE

Die F2-Taste

Wer früher viel am Telefonieren war, der hatte Schwielen. Nein,

nicht weil Telefonieren eine überwiegend sitzende Tätigkeit

war, sondern wegen der Überstrapazierung des Zeigefingers in der

Wählscheibe. Wer das kennt, der wusste damals erst den Bleistift

als Zeigefingerersatz und dann den technologischen Wechsel auf die

Tastatur zu schätzen. Und erst die Wahlwiederholung! Ein Tipp auf

den Doppelpfeil und wie von Geisterhand wählte das Tastentelefon

die mühsam zuletzt getippte Nummer nochmals und nochmals und

nochmals … Trotz E-Mail,

Facebook und Internet müssen

auch heute noch Telefonverbindungen

aufgebaut

werden. Traditionell werden

Nummern abgetippt und

vertippt – ein mühsames

zeit- und kostenintensives

Unterfangen. Deshalb haben

wir in unserem Hause schon

seit vielen Jahren eine CTI-

Lösung mit dem hauseigenen

CRM-System integriert.

Anlässlich einer Fortbildung

wurden unsere Kolleginnen einmal danach gefragt, was sie an ihrem

Arbeitsplatz am meisten vermissen würden. Unisono antworteten

sie „die F2-Taste“. Mit dieser Wundertaste kann man bei uns nämlich

mit der entsprechenden Zielperson aus dem CRM auf Knopfdruck

eine Telefonverbindung aufbauen. Das geht schnell, fehlerfrei,

komfortabel und völlig ohne Schwielen. Wohl dem, der über eine so

intelligente F2-Taste verfügt! kdj ó

IMPRESSUM

MIDRAnGE MAgAZIN

ISSN 0946-2880

Herausgeber: Klaus-Dieter Jägle

REDAKTION

Telefon +49 8191 9649-26

E-Mail redaktion@midrange.de

Rainer Huttenloher (rhh), Chefredakteur

(V.i.S.d.P.), Klaus-Dieter Jägle (kdj), Martina

Weber (MW), Irina Hesselink (IH), Klaus-Peter

Luttkus (KPL), Robert Engel (RE), Jörg Zeig (JZ)

ANZEIGENVERWALTUNG/MEDIABERATUNG

Brigitte Wildmann, Telefon +49 8191 9649-24

E-Mail brigitte.wildmann@midrange.de

ANZEIGEN/MEDIABERATUNG

Michaela Koller, Telefon +49 8191 9649-34

E-Mail michaela.koller@midrange.de

Bezugspreis (Jahresabo):

Inland € 149,– inkl. MwSt., Ausland € 169,–

MIDRANGE MAgAZIN · 11/2011

gLOSSE

Erscheinungsweise: 12 Ausgaben pro Jahr

Gültige Anzeigenpreisliste: Nr. 21/2011

Urheberrecht: Alle im MIDRAnGE MAgAZIN

erschienenen Beiträge sind urheberrechtlich

geschützt. Alle Rechte, auch Übersetzungen,

vorbehalten. Reproduktionen, gleich welcher

Art, ob Fotokopie, Mikrofilm oder Erfassung

in Datenverarbeitungsanlagen, nur mit schriftlicher

genehmigung des Verlages. Hiervon

ausgeschlossen sind abgedruckte Programme,

die dem Leser zum ausschließlich eigenen gebrauch

zur Verfügung stehen. Aus der Veröffentlichung

kann nicht geschlossen werden, dass die

beschriebene Lösung oder verwendete Bezeichnung

frei von gewerblichen Schutzrechten ist.

Haftung: Für den Fall, dass im MIDRAnGE

MAgAZIN unzutreffende Informationen oder in

veröffentlichten Programmen oder Schaltungen

Fehler enthalten sein sollten, kommt eine Haf-

tung nur bei grober Fahrlässigkeit des Verlages

oder seiner Mitarbeiter in Betracht.

Namentlich gezeichnete Beiträge geben nicht

unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Für unaufgeforderte Einsendungen aller Art

übernimmt der Verlag keine Haftung. Bei Nichtbelieferung

im Fall höherer gewalt, bei Störung

des Betriebsfriedens, Arbeitskampf (Streik,

Aussperrung) bestehen keine Ansprüche gegen

den Verlag.

VERLAG

ITP VERLAg gmbH

Kolpingstraße 26, D-86916 Kaufering

Telefon +49 8191 9649-0

Fax +49 8191 70661

E-Mail service@midrange.de

Internet www.midrange.de

gesellschafter: u. E. Jäkel

geschäftsführer: Klaus-Dieter Jägle

VORSCHAu

MIDRAnGE MAgAZIN 12/2011

erscheint am 22. 11. 2011

SCHWERPuNKT

Unified Messaging

Das Fax ist noch lange nicht out, VoIP

muss nicht für alle Anwendungen die

erste Wahl sein und E-Mail lässt sich in

Anwendungen integrieren – außerdem

informieren wir, wie man den Herausforderungen

des mobilen Computings

effektiv begegnen kann.

SAP-Branchenlösungen

Anwendungen aus Walldorf gelten als

schwerfällig und teuer. Dass das bei

Branchenlösungen nicht unbedingt zutrifft,

lesen Sie in der nächsten Ausgabe.

MARKTÜBERSICHT

Tools für Automatisierung

und Datenbank

Natürlich verfügt Ihr System i schon von

Haus aus über eine Reihe von bordeigenen

Werkzeugen. In Case Studies zeigen

wir, wo deren grenzen sind und unter

welchen Voraussetzungen Third Party

Tools effektiv unterstützen können.

Marketing: Klaus-Dieter Jägle

Abonnentenservice: Telefon +49 8191 9649-25

Bankverbindungen Deutschland:

Landsberg-Ammersee Bank eg

Konto-Nr. 5 137 500, BLZ 700 916 00

Bankhaus Reuschel & Co.

Konto-Nr. 1 163 103, BLZ 700 303 00

PRODUKTION

Satz und Druckvorstufe: Michael Schnürer,

Popp Media Service, Augsburg

Druck: Joh. Walch gmbH, Augsburg

Cartoon: Baaske Cartoons, Müllheim

Mitglied der Informations-

gemeinschaft zur Fest-

stellung der Verbreitung

von Werbeträgern e.V.

Spiderstock, iStockphoto.com


Audit bestanden.

PowerTech

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Die Berücksichtigung von Industriestandards

ist heute Alltag in der IT. Die strikte

Sicherheit der Daten ist zu gewährleisten

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© Die aufgeführten Marken und eingetragenen Warenzeichen sind Eigentum der jeweiligen Inhaber.

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