SOCIETY 368 / 2015

Villaflora23aa

Nr. 368 I Nr. 2 - 2015

WIRTSCHAFT n POLITIK n DIPLOMATIE n WISSENSCHAFT n KULTUR n LEUTE

70

JAHRE

Nr. 368 | Nr. 2 - 2015 | www.society.at | Preis € 10,-

1945-2015

P.B.B. GZ 03Z034905M, Erscheinungsort, Verlagspostamt 1140, 2120

COVERSTORY

LEYLA

MAHAT

Kunst aus

Kasachstan

NR. 368 | NR. 2 - 2015

THEMENSERIE

ROYAL EMBASSIES

Interviews mit den

Botschaften Thailand

und Luxemburg

FOKUS

BRASILIEN

Vorschau auf die

Olympischen Spiele

2016 in Rio de Janeiro

LÄNDERPORTRÄT

DÄNEMARK

Erfolgreich durch Design,

Nachhaltigkeit und

Gesellschaftspolitik


SOCIETY

EDITORIAL

Botschafter Ihrer

Majestät •


70

JAHRE

1945-2015

Insgesamt 44 Monarchien bestehen weltweit

– neun davon in Europa. Blaues Blut

fließt auch in den Adern der Staatsoberhäupter

der Länder unserer Themenserie

„Royal Embassies“. In dieser Interviewreihe

finden Sie Gespräche mit dem thailändischen

Botschafter S.E. Arthayudh Srisamoot

und dem luxemburgischen Botschafter S.E. Hubert

Wurth. Mit ihnen sprachen wir über die Rolle der

Monarchie in ihrem Land und bekamen dabei sehr

interessante Einblicke in die Seele der jeweiligen

Staaten. Weitere Botschafterinterviews zum Nachlesen:

Brasilien, Schweiz und Russland. Der OSZE

Vorsitz wird 2016 von Deutschland übernommen – wir berichten

über die Programmschwerpunkte.


LÄNDERPORTRÄT DÄNEMARK

In unserem Länderportrait Dänemark wird der kleine nordische

Staat genauer beleuchtet. Dabei sind wir der Frage nachgegangen,

warum die Dänen laut UN-Happiness Report als eines

der glücklichsten Völker der Welt gelten. Im Interview mit der

charmanten Botschafterin in Wien, I.E. Liselotte Plesner, fanden

wir heraus, warum die Dänen ihre Monarchen lieben und warum

sie am liebsten mit dem Fahrrad fahren.


COVERSTORY

Unser Cover ziert dieses Mal ein Bild der kasachischen Malerin

Dr. Leyla Mahat. In ihren Gemälden und Zeichnungen finden

sich immer Einflüsse ihrer nomadischen Vorfahren wieder. Mit

ihrer Galerie Kulanshi in Astana fördert sie junge Kunsttalente

in ihrem Land.


LIFE & STYLE

Im Lifestyle Teil finden Sie Reiseberichte aus den kroatischen

Städten Zagreb und Opatija, eine Reportage des Oldtimerrennens

Coppa d‘Oro in den Dolomiten, tolle Produktneuheiten aus dem

Beautybereich, die fabelhaften Kreationen des Modeschöpfers

Maurizio Giambra und vieles mehr. Ein kleiner Schwenk führt

uns auch in den ostasiatischen Staat Thailand. In unserem Reisebericht

finden Sie Insidertipps für eine gelungene Thailandreise.


EIGENEVENTS

Bei der Präsentation der Frühling/Sommerausgabe von

SOCIETY ging es um den American Way of Life. Bei geradezu tropischen

Temperaturen pflanzte US-Botschafterin

Alexa Wesner im Garten der Villa Flora einen

Hartriegelbaum. Zu den musikalischen Highlights

gehörte der Auftritt von Gesangslegende

Ron Williams, das Buffet war mit Burgern und

Hot-Dogs ebenfalls stilecht amerikanisch.

„Machen Sie Ihr Spiel“ hieß es bei unserer

New Diplomats Veranstaltung „Rouge et Noir“.

Im Casino Wien konnten neu in Österreich angekommene

Diplomaten ihr Glück bei Roulette und

Black Jack versuchen. Zünftig ging es bei der zweiten

New Diplomats Veranstaltung im Palais Palffy

einher. Neben den Bildern unseres Karikaturisten

Christian Gschöpf wurden oberösterreichische Mostspezialitäten

aus der Birne verkostet. Im Palais Porcia fand die Vernissage „Between

Worlds“ unseres Coverstory-Stars Leyla Mahat statt.

Bei Sacherwürfeln und Tee präsentierte das traditionsreiche

Modelabel Veni Creatrix seine Plissee-Kreationen in der Royal Suite

des Park Hyatt.


DIVERSITÄT UND GREEN SOCIETY

Unser Green Society dreht sich dieses Mal um „gartenernte“,

den ersten online Marktplatz für regionales Obst und Gemüse,

den Handel mit gebrauchter Software der Firma Software ReUse

und – diesmal neu – Beautyneuheiten aus der Naturkosmetik.

Unser Diversity Teil beschäftigt sich mit der chinesischen Praxis

des „guanxi“, sowie der Vielfalt Wiens, präsentiert in der „Nacht

der Vielfalt“ und dem Ausstellungsprojekt: „Migration Sammeln“.

Wir freuen uns über die zunehmende Zahl der interessierten

Leser, die unsere völkerverbindende Tätigkeit wertschätzen, die

in diesen unruhigen Zeiten im Sinne eines friedlichen Zusammenlebens

immer wichtiger geworden ist und von uns mit viel

Engagement seit Jahrzehnten mit viel Liebe gepflegt wird.

Herzlich Ihre

Gerti Tauchhammer

Mit großer Unterstützung meines Teams, allen voran Botschafter ret. Dr. Christian

Berlakovits, Mag. Hermine Schreiberhuber, Mag. Stephan Hofstätter, Mag. Tanja

Tauchhammer, Bakk.phil. Stephanie Humm und der Möglichkeit, über whatsapp

und andere digitale Medien mein Büro erstmals aus der Ferne rund um die Welt

erfolgreich leiten zu können – eine interessante neue Erfahrung!

COVER: LEYLA MAHAT, BULL. MAROON, 100X100 CM, ACRYL AUF LEINWAND, © KULANSHI ART GALLERY

SOCIETY 2_2015 | 3


Inhalt

Heft

Nr. 368

SOCIETY Eigenevents

8 American Garden Party

12 Abschiedsempfang Kroatien

14 Wirtschaftswanderung in Tirol

16 Rouge & Noir im Casino Wien

18 Royale Cartoons

19 Vernissage: Between Worlds

20 Modeschau Veni Creatrix

Fokus: Dänemark

22 Länderporträt: Nordisch by Nature

24 Interview mit Botschafterin

Liselotte Plesner

28 Botschaft in Kopenhagen: Ernst-

Peter Brezovszky

Diplomatie

30 Luxemburg: Interview mit

Botschafter Hubert Würth

34 Luxemburgische Residenz

36 Thailand: Interview mit

Botschafter Arthayudh Srisamoot

40 Thailändische Residenz in Wien

42 Thailand: Land of Smiles

44 Brasilien: Interview mit

Botschafter Evandro Didonet

48 Olympische Spiele 2016 in Rio de

Janeiro

50 Schweiz: Interview mit

Botschafter Christoph Bubb

54 Die Schweizerische Botschaft in

Wien

56 Russland: Interview mit

Botschafter Dmitrij Ljubinskij

60 Deutscher OSZE-Vorsitz in

stürmischen Zeiten

62 Die Seidenstraßen-Initiative

63 Staatsbesuch im Iran

64 ÖGAVN: Begegnungen in der

Stallburg

65 Welcome to Austria

66 Ambassadors‘ Caleidoscope

72 Akkreditierungen beim Bundespräsidenten

77 Rangfolgelisten

80 Österreichische Dienststellenleiter

BMEIA

88 Events der Diplomatie

Wirtschaft

102 Plattform: Wien-London

103 Recht auf Asyl

104 Hannes Androsch: Niemals

aufgeben

105 Isabelle Racamier: Passion and

Performance

106 Maß-Salon Possanner

63

Bundespräsident Heinz Fischer auf Staatsbesuch im Iran

88

Außenminister Sebastian Kurz beim Diplomatenausflug (im

Bild mit Kenias Botschafter Michael Oyugi und Gattin)

8

US-Botschafterin Alexa Wesner pflanzte anlässlich der

SOCIETY-Präsentation einen Baum im Garten der Villa Flora

108 Interview Alexander Schütz von

c-quadrat

109 Manfred Weinschenk: Der gute

Lobbyist

Diversität & Green Society

110 Migration sammeln

112 Isabella Andric: Guanxi

113 Die afro-österreichische

Politpower

114 Nächster Halt: Vielfalt

115 Intercultural Achievement

Award

116 Online Marktplatz „gartenernte“

117 Software ReUse

118 Grüne Produkttipps

Life & Style

120 Increase Your Blood Flow

121 Schmerz ade

122 Licht als Zaubermittel

123 Privatklinik Döbling: Healing

Environment

124 Vivamayr Altaussee

125 Heilende Hände: Thai-Massage

126 Villa Giustinian

127 Parkhotel Igls

128 Interview: Jean-Paul Dantil von

The Ritz-Carlton Vienna

130 Reise: Estland

131 Cannes: Palmen, Protz und ein

Karussell

132 Reise: Die Kvarner Region

134 Virtual Reality Brille der Zukunft

135 Coppa d‘Oro delle Dolomiti

136 Reise: Toronto

138 Hotel Krallerhof

139 Ortner‘s Lindenhof

140 Europas 1. Baby- und Kinderhotel

142 Einrichtung zum Wohlfühlen

143 Die echte Sichuan-Küche

144 Il Sole: Restaurant der

Musikstars

145 Gutes aus der Birne

146 Luxuskosmetik: Kussmund

147 Estée Lauder: Schwarzer Trüffel

für die Schönheit

148 Die Brille als Accessoire

149 grätzelhotel

150 Modedesigner Maurizio Giambra

154 Alles Walzer: Bälle in Wien

156 The St Regis Rome

158 Tanzen unter Freunden

159 Zagreb: Die Perle Kroatiens

160 Event-Highlights der Gesellschaft

Kunst & Kultur

162 Coverstory: Leyla Mahat

165 Porträt: Ron Williams

166 Dina Larot / Ernst Bruzek

167 Gotthard Fellerer

168 Event-Highlights der Kultur

Standards

3 Editorial

6 Gastautoren

170 Produkttipps

174 Ex Libris

176 Impressum

177 Veranstaltungstipps

178 Karikatur

FOTOS: SOCIETY/MIKES, BMEIA/MAHMOUD, PETER LECHNER/HBF

4 | SOCIETY 2_2015


GASTAUTOREN

SOCIETY

Partner von SOCIETY

SOCIETY präsentiert in jeder Ausgabe zahlreiche Gastautoren,

die sich mit aktuellen Themen aus Politik, Lifestyle, Wirtschaft

und Kultur befassen.

SIMON INOU HERMINE SCHREIBERHUBER INGRID CHLADEK KARL KALTENEGGER PETER PELINKA CHRISTIAN BERLAKOVITS

KARL KALTENEGGER war langjähriger

ORF-Journalist, Manager und Moderator

für Radio Salzburg, Ö3 (u. a. Ö3-Wecker)

und Radio Wien. Mittlerweile ist er als

Reisejournalist aktiv und schreibt für

verschiedene Publikationen. In diesem

Heft stellt er den SOCIETY-Lesern den

baltischen Staat Estland vor, der sowohl

Natur pur als auch moderne Technologien

bedeutet.

ISA ANDRIC ist interkulturelle Kommunikationsberaterin.

Als Migrantin der

zweiten Generation kennt sie die Hindernisse

und das Glück einer erfolgreichen

kulturellen Integration. Für die SOCIE-

TY-Diversitäts-Rubrik berichtet sie über

das chinesische Prinzip des Guanxi – ein

zentrales Element chinesischer Unternehmenskultur

und des Managements-Stils.

INGRID CHLADEK ist Gesellschafterin

der Dresscode Company und Head von

„Dressforsuccess“. Sie berät in Fragen

Business-Outfits, Image und Styling. In

dieser SOCIETY-Ausgabe schreibt sie über

die Evolution der Brille vom reinen Sehbehelf

zum optischen Mode-Accessoire.

HERMINE SCHREIBERHUBER war

stellvertretende Ressortleiterin der Außenpolitik

bei der APA. Für die SOCIETY-

Länderschwerpunkte verfasst sie

regelmäßig politische Analysen

und Hintergrundberichte. Dieses

Mal führte sie ein Interview

mit dem neuen Botschafter der

Russischen Föderation in Wien,

S.E. Dmitry Ljubinskij, über das

aktuelle Weltgeschehen und berichtet

über den kommenden

OSZE-Vorsitz Deutschlands.

PETER PELINKA ist Journalist und war

zwanzig Jahre lang in leitender Funktion

bei verschiedenen Zeitungen und

Zeitschriften tätig (Chefredakteur der

„Arbeiterzeitung“, des Wirtschaftsmagazins

„Format“ und von „News“, dessen

Herausgeber er zuletzt war). Er war

Lehrbeauftragter an der Universität Wien

und Moderator von ORF-Diskussionssendungen.

Außerdem hat er mehr als zehn

Bücher über Politik und Publizistik veröffentlicht.

CHRISTIAN BERLAKOVITS war fast

vierzig Jahre als Diplomat und Botschafter

im österreichischen Außenministerium

tätig. Er war u. a. in Belgrad, in Madrid

und als Botschafter in Algier und Rom

tätig, außerdem war er Leiter der Rechtsund

Konsularabteilung im Außenministerium

in Wien. Ab Frühjahr 2015 hat er

die Position des stellvertretenden Chefredakteurs

von SOCIETY übernommen und

stellt mit seiner Kenntnis des diplomatischen

Lebens eine wertvolle Bereicherung

des Magazins SOCIETY dar.

SIMON INOU ist Soziologe und Journalist,

z. B. bei Radio Africa International. Er

engagiert sich außerdem beim Verein M-

Media, der journalistische Talente mit Migrationshintergrund

sucht und fördert.

ISA ANDRIC RONALD EPPEL ROLF THALER

Für seine Arbeit hat er zahlreiche Auszeichnungen

bekommen, u. a. vom Land

Steiermark und der EU. Gemeinsam mit

anderen gibt er das neue Magazin „fresh“

der schwarzen Bevölkerung Österreichs

heraus, das einen frischen Wind in die

heimische Medienlandschaft bringt.

ROLF THALER ist Experte für das Gesundheitswesen

und zertifizierter Gesundheitsökonom.

Mehr als zehn Jahre

war er als Key Account Manager für

das Gesundheitswesen beim weltweit

führenden IT-Unternehmen Computer

Sciences Corporation beschäftigt. In seinen

Tätigkeitsbereich fielen die vertriebliche

Betreuung von Krankenanstalten,

Alten- und Pflegeheimen sowie Institutionen

des Gesundheitswesens wie Gesundheitsministerium

oder Ärztekammern

hinsichtlich deren Anforderungen im

Bereich IT Dienstleistungen und Lösungen.

Zuvor war er über zwanzig Jahre bei

Siemens Österreich in unterschiedlichen

Funktionen tätig, u.a. Direktor für die

Betreuung von Großkunden und Marketingleiter

des IT-Bereiches.

RONALD EPPEL ist Rechtsanwalt bei

der Anwaltskanzlei Lansky, Ganzger +

partner und dort Leiter der Fremdenrechtsabteilung.

Der Experte für Asyl-,

Aufenthalts- und Staatsbürgerschaftsrecht

war davor u. a. für

den Asylgerichtshof und das

Bundesministerium für Inneres

tätig. In seinem SOCIETY-

Kommentar geht er der Frage

nach der Zukunft der gemeinsamen

Asylpolitik der EU und

der „Dublin-III-Verordnung“

nach.

6 | SOCIETY 2_2015


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SOCIETY EIGENEVENT

GARTENFEST

SOCIETY feierte die

Präsentation des

Magazins mit dem

USA-Schwerpunkt

gemeinsam mit US-

Botschafterin Alexa

Wesner und einer

„American Garden

Party“.

American

Garden Party

FOTOS: SOCIETY/MIKES-MIHALOVOVA-PREISS-REITLER

Bei tropischen Temperaturen

fanden sich Vertreter

der internationalen Diplomatie,

aber auch Persönlichkeiten

aus Kunst und Kultur,

ein, um gemeinsam mit SOCIETY-

Herausgeberin Gerti Tauchhammer

und US-Botschafterin I.E. Alexa

Wesner die Präsentation der neuen

SOCIETY-Ausgabe mit dem Themenschwerpunkt

USA zu feiern.

Anlässlich dieser fruchtbaren Kooperation

pflanzte Botschafterin

Alexa Wesner mit Hilfe von Gärtner

Anton Starkl einen Hartriegelbaum

im Garten der Villa Flora. Sie hatte

diesen Baum gewählt, weil er sie an

ihre Kindheit in Virginia, aber auch

an den Mitbegründer der amerikanischen

Verfassung, Thomas Jefferson,

erinnert.

Nach diesem Highlight unterhielt

der US-Sänger und Komponist

Ron Williams das Publikum mit Liedern

aus dem von ihm komponierten

Musical „Martin Luther King

– The King of Love“ und bekannten

Soul-Hits. Auch das Buffet stand

ganz unter dem Motto „American

Way of Life“ mit Burgerstation, Donuts

und Popcornmaschine, nach

original amerikanischen Rezepten

von Caterer Michael Roth zubereitet.

Die Wein- und Sektkellerei

Schlumberger stellte neben seinem

exzellenten Sekt auch American

Bud zur Verfügung, und eine Reihe

von Winzer aus dem Burgenland

und der Wachau präsentierten ihre

zum Teil prämierten Weine. Fiat

Chrysler Automobiles Austria war

mit einem nagelneuen Jeep Grand

Cherokee vor Ort.


Alexa Wesner und

Gerti Tauchhammer pflanzten

einen Hartriegel im Garten der

Villa Flora

8 | SOCIETY 2_2015


SOCIETY EIGENEVENT

GARTENFEST

I.E. Ayesha Riyaz (Pakistan), S.E. Arman

Kirakossian (Armenien), Sopranistin

Susanna Chakhoian

Alexa Wesner, Peter Pelinka

Maria Grazia Davino,

Rudolf Vogelsberger

Ron Williams

I.E. Eve-Külli Kala

(Estland), Dagmar Reichel-

Felbermayr,

Christian Reichel

Alexa Wesner, S.E. Ayoob

Erfani (Afghanistan)

Alexis Gonzalez, Lenka

Mihalovova

Rosi Blecha, Alexa

Wesner, Karl Blecha

S.E. Ghazi Jomaa (Tunesien)

S.E. Olexander

Scherba (Ukraine) Beatrice Achaleke Karin Weinhold S.E. Roland Bimo (Albanien)

SOCIETY 2_2015 | 9


SOCIETY EIGENEVENT

GARTENFEST

AUSZUG

AUS DER

GÄSTELISTE

Diplomatie

S.E. Salahaldin ABDALSHAFI

(Paläst. Gebiete) · HK Drasko

ACIMOVIC (HK Ukraine) ·

S.E. Hussam AL HUSSEINI

(Jordanien) · HK Ferdinand

AUERSPERG (HK Finnland)

· HK Maria De Los Angeles

BUSTOS-HIEDLER (HK Paraguay)

· S.E. Alberto CARNE-

RO (Spanien) · I.E. Gloria

CHIZMAR (Panama) · S.E.

Ayoob ERFANI (Afghanistan)

· Mirella FRAHI (UNODC) · S.E.

Ghazi JOMAA (Tunesien) · HK

Kurt MACH (HK Barbados)

· S.E. Largaton OUATTARA

(Côte d’Ivoire) · HK Volker

PICHLER (HK Slowakei) · S.E.

Detlev RÜNGER (Deutschland)

· S.E. Olexander SCHER-

BA (Ukraine) · HK Michael

SEIDL-POHLROS (HK Estland)

· I.E. Elena SHEKERLETOVA

(Bulgarien) · S.E. Willem VAN

DE VOORDE (Belgien)

Josef Höchtl

Walter Wallner schenkte

Schlumberger Sekt aus

Walter Gerbautz

I.E. Elena Shekerletova

(Bulgarien)

S.E. Hussam Al Husseini

(Jordanien)

Leute

Dagmar AIGNER (ORF) ·

Gräfin Elenka BATTHYANY ·

BM a. D. Karl BLECHA · Karl

KALTENEGGER (Traveller) ·

Alexander MATHE (Wiener

Zeitung) · Peter PELINKA

(News) · Martina REINHART ·

Gustav SCHWARZENEGGER

· Hubertus SEIDL · Gabriela

URABL (Dirndlherz)

Wirtschaft

Osman AHMAD (Wiesenthal)

· Engin ALKAN (il Torso) ·

Ayse ARAS (Accor) · Renate

DANLER (Danler Consulting)

· GD Jean-Paul DANTIL (The

Ritz Carlton Vienna) · Dir.

Maria Grazia DAVINO (Fiat

Chrysler) · Prim. Walter EBM

(Wiener Privatklinik) · Franz

FREY (Freylit) · Dieter FRITZ

(VAE Eisenbahnsysteme) ·

Richard GOLDEN (Raiffeisen

Centrobank) · Oswald GREIL

(BFI) · GD Matthias HERD (Hilton

Vienna Plaza) · Thomas

HINKEL (Swiss Life Select)

· Hans-Jörg HÖRTNAGL

(WKO) · Prof. Herwig HÖSELE

(Zukunftsfond Österreich)

· GD Horst MAYER (Grand

Hotel) · Robert MOYSE (FAME

Investments) · Dir. Georg

MÜNDL (Post AG) · Gerald

STEGER (café+co) ·

Andreas Tischler,

Norman Schenz

S.E. Alberto Carnero mit Sohn,

Alexa Wesner, Gerti Tauchhammer,

S.E. Detlev Rünger

Fiat Chrysler präsentierte den

neuen Jeep Grand Cherokee

Die Winzer aus dem

Burgenland

Michael Roth und Birgit

Mayerhofer von Roth’s

Aumann Catering

Die Winzer aus der Wachau

10 | SOCIETY 2_2015


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SOCIETY EIGENEVENT

KROATIEN

SOCIETY-Herausgeberin Gertrud

Tauchhammer und S.E. Gordan

Bakota mit dem SOCIETY-

Schwerpunkt Kroatien

Do videnja, Exzellenz!

Abschiedsempfang für den kroatischen Botschafter

Gordan Bakota gemeinsam mit SOCIETY-Herausgeberin

Gertrud Tauchhammer.

FOTOS: SOCIETY/POBASCHNIG

Zur Verabschiedung von S.E.

Gordan Bakota, Botschafter

der Republik Kroatien in

Wien, lud SOCIETY-Herausgeberin

Gertrud Tauchhammer

zu einem Empfang in kleinem, aber feinem

Rahmen in die kroatische Botschaft

am Rennweg. Die Präsentation des Botschafterinterviews

und des Porträts des

Botschaftsgebäudes in der Juli-Ausgabe

des SOCIETY Magazins wurde mit einem

Lunchbüffet mit kroatischen Spezialitäten

von Zeljko Radics Tapas & Weinbar

„Merlo“ abgerundet.

Seit September 2014 befindet sich die

kroatische Botschaft im Palais Hoyos

am Rennweg – ursprünglich für eigene

Zwecke als Privathaus und Atelier vom

berühmten Architekten Otto Wagner geplant.

Kroatien hat das Gebäude 2011 als

Nachfolger des jugoslawischen Staates

übernommen und von Grund auf renoviert.

Die Amtszeit von Botschafter Bakota

in Wien war insbesonders geprägt vom

EU-Beitritt Kroatiens zur Europäischen

Union im Jahr 2013. Als persönlichen Erfolg

kann er die Weiterentwicklung der

wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit

Österreich verbuchen, das in Kroatien Investor

Nummer eins ist.

Zeljko Radic mit

seinem „Merlo“-Team

12 | SOCIETY 2_2015


I.E. Ayesha Riyaz (Pakistan),

Ramon Quinones (Dom. Rep.),

Konstanze Mantsch (BMEIA)

Gordan Bakota, Georg

Mündl (Post AG)

Marios

Ieronymides

(Zypern)

Michael Habel (Denzel)

Valery Voronetsky

(Belarus), Ayoob

Erfani (Afghanistan)

Pedro Moitinho

(Portugal)

Willem Van de

Voorde (Belgien)

AUSZUG

AUS DER

GÄSTELISTE

Botschaften

Roland BIMO (Albanien) • Evandro

DIDONET (Brasilien) • Ayoob ERFANI

(Afghanistan) • Carmen GALLARDO

(El Salvador) • Marios IERONYMIDES

(Zypern) • Arman KIRAKOSSIAN (Armenien)

• Pedro MOITINHO (Portugal)

• Largaton OUATTARA (Côte d’Ivoire)

• Andrei POPOV (Moldau) • Ramon

QUINONES (Dom. Rep.) • Ayesha RIYAZ

(Pakistan) • Jan SECHTER (Tschechische

Republik) • Sami UKELLI (Kosovo)

• Willem VAN DE VOORDE (Belgien)

Wirtschaft

Ayse ARAS (Accor Hotels) • Herbert

BACKHAUSEN (Vienna Fabrics & Design)

• Michael HABEL (Denzel) • Ernst

HUBER (WKO) • Georg MÜNDL (Post

AG) • Dominique WERTHMANN (Hotel

Kaiser Franz Josef)

Botschafter Christian

Berlakovits

S.E. Largaton Ouattara

(Côte d’Ivoire)

Gordan Bakota, Dr.

Ernst Huber (WKO)

Gordan Bakota,

Andrei Popov

(Moldau)

SOCIETY 2_2015 | 13


SOCIETY EIGENEVENT

WIRTSCHAFTSWANDERUNG

Die Botschafter bei der

Wirtschaftswanderung 2015

Tiroler Bergluft mit

Kaffeeduft

SOCIETY lud die internationalen Botschafter zur sechsten

Wirtschaftswanderung in Tirol ein. 150 Vertreter aus der

Wirtschaft nahmen daran teil.

Auf den Gipfel der Diplomatie

stiegen bei der sechsten

Wirtschaftswanderung

im Tiroler Pillerseetal Diplomaten

aus Albanien,

Afghanistan, Moldau, Belarus, Tadschikistan,

Kasachstan, den Palästinensischen

Gebieten und der Dominikanischen Republik.

Zu der Wanderung und anschließendem

zünftigen Hütteneinkehr mit Tiroler

Schmankerln und Wiener Weinen

eingeladen hatte SOCIETY-Herausgeberin

Gertrud Tauchhammer.

Den traumhaften Anblick des Alpenpanoramas

und eine Bergmesse von Erzbischof

Franz Lackner erlebten die Diplomaten

zusammen mit 150 namhaften

Vertretern der Wirtschaft – ein Ambiente,

das zum zwanglosen Ideenaustausch

und Netzwerken einlud. Veranstaltet

von café+co International, der Industriellenvereinigung

Tirol, der Wirtschaftskammer

Kitzbühel und dem Tourismusverband

Pillerseetal, unterstützt die

Wirtschaftswanderung traditionell das

„Netzwerk Tirol hilft“ von Landeshauptmann

Günther Platter. „Im Anbetracht

der weltpolitischen Situation sind der

Blick über den Tellerrand und eine länderübergreifende

Gesprächskultur die

Basis, um gemeinsam Lösungen zu finden

und Verständnis aufzubauen. Die Mischung

aus Tiroler Bergluft und frischem

Kaffeeduft ist der perfekte Rahmen, um

abseits des Alltags offene und konstruktive

Gespräche zu führen“, sagte café+co

International CEO Gerald Steger über die

Wirtschaftswanderung, die dieses Jahr

bereits zum sechsten Mal stattfand.

FOTOS: LEISURE.AT/RAINER GREGOR ECKHARTER; MIKE JOEBSTL

14 | SOCIETY 2_2015


Josef Schett (Villgrater

Natur), Gerald Steger

(CEO café+co)

Bergmesse, zelebriert von

Erzbischof Franz Lackner

Organisator Herbert

Rieser mit Narzissenkönigin

Sabrina Schober

und Heidelbeer-Prinzessin

Maria Steinlechner

Christian Kren (IS Inkasso),

Monica Rintersbacher

(Leitbetriebe Austria)

LH-Stv. Josef Geisler,

Erzbischof Franz Lackner

Pascal Teixeira Marion da Pelzel (Estée

Silva (Frankreich) Lauder), und Marion Finger

Mark Bailey (Kanada) (Eventmanagement)

Michaela Huber

(OMV), Axel Bogocz

(Mediaprint), Birgit

Indra (Gössl)

PillerseeTaler Hornensemble

Die Knappenmusik eröffnete

die Wanderung

AUSZUG

AUS DER

GÄSTELISTE

Botschafter

Salahaldin ABDALSHAFI (Paläst. Gebiete)

· Roland BIMO (Albanien) • Ayoob

ERFANI (Afghanistan) • Ismatullo

NASREDINOV (Tadschikistan) • Andrei

POPOV (Moldau) • Kairat SARYBAY

(Kasachstan) • Valery VORONETSKY

(Belarus) • Gesandte Botschaftsrätin

Lourdes VICTORIA KRUSE (Dom. Rep.)

Politik und Wirtschaft

Axel BOGOCZ (Mediaprint) • Franz

CHALUPECKY (ABB) • LH-Stv. Josef

GEISLER • Senior Vice President

Michaela HUBER (OMV) • Josef

LETTENBICHLER (IV Tirol) • Joseph

MIEDL (Hutchison Drei) • Marion

PELZEL (Estée Lauder) • Arthur THÖNI

SOCIETY 2_2015 | 15


SOCIETY EIGENEVENT

NEUE DIPLOMATEN

Rouge & Noir

Willkommensempfang

„Rouge & Noir“ war das Motto beim Willkommensempfang

der neu in Österreich akkreditierten Diplomaten im Casino

Wien in der Kärntner Straße.

Am „Übungstisch“

SOCIETY und das Casino Wien

luden zum Willkommensempfang

der neu in Österreich akkreditierten

Diplomaten aus

aller Welt. Die Gäste aus mehr als

zwanzig Ländern wurden mit Schlumberger

Sekt im Roten Salon des Restaurants

„Cuisino“ begrüßt und nach

einem informellen Get-Together in die

Regeln des Roulette- und Black Jack-

Spiels eingeführt. Das neu gewonnene

Wissen konnte dann im eleganten

Spielsalon an den Roulette- und Black

Jack-Tischen umgesetzt werden. Zum

Einstand schenkte Casino Wien jedem

Gast Willkommens-Chips.

Das Team vom Casino-

Restaurant „Cuisino“

16 | SOCIETY 2_2015


SOCIETY EIGENEVENT

NEUE DIPLOMATEN

Jeffery Peterson, Jonathan

Sauve (Kanada), Noémi

Kristof (At Home Vienna)

Begrüßung durch Julia

Steiner (Casino Wien)

Aspasia Mitsi (Griechenland),

Gaia Puleston (Australien)

Manuela Kirchberg-Welby,

Daniel Welby (Deutschland)

Jennifer und Shawn

Kobb (USA)

Clemens Neukomm

(Wiesenthal)

Medet Turysbekov (Kasachstan)

(ganz r.) mit Begleitung

Bryan Reccord, Brandon

Kappus (USA)

Justin Hintzen (USA) und

Begleitung

AUSZUG AUS

DER GÄSTELISTE

FOTOS: SOCIETY/POBASCHNIG

Diplomatie

Sascha BOLLERMANN (Niederlande) •

Carlo CARACCIOLO (Italien) • Margherita

DI EGIDIO (Italien) • Manuela KIRCH-

BERG-WELBY (Deutschland) • Shawn

KOBB (USA) • Florin MITREA (Rumänien)

• Aspasia MITSI (Griechenland) •

Brenton Tice PARKER (USA) • Gaia PU-

LESTON (Australien) • Bryan RECCORD

(USA) • Jonathan SAUVE (Kanada) •

Medet TURYSBEKOV (Kasachstan) •

Firdavs USMONOV (Tadschikistan)

Wirtschaft

Reinald BREZOVSKY (Gesundheitszentrum

Döbling) • Gabriele EDER (Alstom)

• Michael HABEL (Denzel) • Noemi

KRISTOF (At Home Vienna) • Clemens

NEUKOMM (Mercedes Wiesenthal)

Gerti Tauchhammer mit den

Croupiers des Casino Wien

SOCIETY 2_2015 | 17


SOCIETY EIGENEVENT

VERNISSAGE

Gerti Tauchhammer, Christian

Gschöpf, Erica Augustenborg

und Sepp Zeiner

Royale Cartoons

SOCIETY lud internationale Diplomaten

zur ‚royalen‘ Vernissage des SOCIETY-

Karikaturisten Christian Gschöpf.

TEXT: SOCIETY

Mostbaron Sepp Zeiner (Mitte)

präsentierte seinen prämierten Birnenmost

Maler Michael Fuchs

Zahlreiche Gäste bei

der Vernissage

SOCIETY lud unter dem Motto

„Royal Cartoons“ zum Diplomatenempfang

der neu in Österreich

akkreditierten Diplomaten in das

Palais Palffy in der Wiener Innenstadt.

Im Mittelpunkt standen die Werke des

SOCIETY-Cartoonisten Christian Gschöpf,

der mit spitzer Feder die Berühmten und

Bedeutenden dieser Welt porträtiert.

Im kulinarischen Teil der Veranstaltung

stellte „Mostbaron“ Sepp Zeiner seinen

prämierten Birnenmost vor. Als Highlight

wurde passend zum Getränk und zur Location

eine Gschöpf-Karikatur von Kaiserin

Maria Theresia, die eine Mostbirne in

der Hand hält, unter den Gästen verlost

– sie gilt als Schutzherrin der österreichischen

Birne und entdeckte seinerzeit

im Palais Palffy den jungen Mozart. Eine

Diplomatin der ständigen Vertretung der

USA bei den Vereinten Nationen freute

sich über den Gewinn.


FOTOS: SOCIETY/PROCHNOW

22 | SOCIETY 1_2015

Palais Palffy Hausherr

Erich Peischl


SOCIETY EIGENEVENT

VERNISSAGE

Between Worlds

Die kasachische Künstlerin Leyla Mahat stellte auf

Einladung von SOCIETY im Palais Porcia aus.

Eröffnung der Ausstellung

„Between

Worlds“ im Palais

Porcia

FOTOS: SOCIETY/POBASCHNIG

SOCIETY und die Österreichisch-Kasachische

Gesellschaft

luden zur Vernissage

von Werken der renommierten

kasachischen Künstlerin Dr. Leyla

Mahat ins Palais Porcia in Wien. Eröffnet

wurde die Ausstellung von der

Nationalratsabgeordneten Christine

Muttonen und Karin Zimmer, Leiterin

„Internationale Kulturpolitik“ im

Bundeskanzleramt.

Die Ausstellung „Between Worlds“

zeigt Bilder und Grafiken von Leyla

Mahat, die im Laufe eines Jahres in

Wien geschaffen wurden. Ihre verwendeten

Techniken sind Öl, Acryl und

Strukturpaste auf Leinwand sowie

Linolschnitt für Gravuren auf handgemachtem

Papier. In ihren Werken

setzt sie sich besonders mit den gestalterischen

Aspekten Farbe und Linie

auseinander, wie beispielsweise in

den Farbvariationen des Himmels und

der Wolken. Thematisch geht es ihr

um das Festhalten der Zeit im Schaffensprozess.

Der Ausstellungstitel

spielt auf die verschwommene Grenze

von realer und erdachter Welt an.

Mehr über die Künstlerin finden Sie

in der SOCIETY-Coverstory ab Seite 162.

S.E. Kairat Sarybay (Kasachstan),

I.E. Liselotte Plesner

Ansprache von Leyla Mahat

Leyla Mahat, NAbg.

Christine Muttonen

Diplomaten aus

Lateinamerika

Christine Muttonen,

S.E. Olexander Scherba

(Ukraine)

SOCIETY 1_2015 | 35


SOCIETY EIGENEVENT

MODE

Plissee zum Tee

SOCIETY lud zur Modeschau des Labels Veni Creatrix in

die Royal Penthouse Suite des Park Hyatt Hotels.

FOTOS: SOCIETY/POBASCHNIG

I

m exklusiven Rahmen der Royal

Penthouse Suite des Park Hyatt

Hotels präsentierte Veni Creatrix –

fashion is confession – Designerin

Marina Sagl ausgewählte Stücke

ihrer neuen Kollektion. Beim stylischen

Afternoon-Tea mit köstlichen Sacherwürfeln

anlässlich der Vienna Fashion Week

konnten die Gäste die handgefertigten

Plisseekreationen des Labels aus nächster

Nähe an den Modellen bewundern. Die

Tänzerinnen des ungarischen Györi-Balletts

schafften es, den Gewändern Leben

einzuhauchen und so die Vielfältigkeit

des Materials zu unterstreichen. Veni

Creatrix – fashion is confession – steht

für traditionelle österreichische Handwerkskunst

verbunden mit avantgardistischen

Designs, die die Individualität

der Trägerin hervorstreichen.

www.venicreatrix.com

„Veni Creatrix“ Würfel aus dem Hause Sacher

wurden zum Afternoon Tea kredenzt

20 | SOCIETY 2 _2015


Plisseekreation von

Marina Sagl

Auf der Terrasse der Royal

Suite des Park Hyatt Hotels

Tänzerin des Györi-Balletts

Präsentation der Veni Creatrix

Modelle in der Royal Suite des

Park Hyatt Vienna

SOCIETY 2_2015 | 21


DIPLOMATIE

DÄNEMARK

FACTS IN

BRIEF

Ländername: Königreich

Dänemark, Kongeriget

Danmark

Einwohner: 5.640.000

Fläche: 43.098 km2

Autonome Gebiete: Färöer

und Grönland

Klima: Dänemark und Färöer

atlantisch, Grönland arktisch

Geografie: Flachland, eine

Landesgrenze zu Deutschland

und sonst nur Küstengrenzen,

Inseln

Hauptstadt: Kopenhagen

(København)

Bevölkerung: Dänen, Ausländeranteil

6,7%

Sprachen: Dänisch, anerkannte

Minderheitensprache

Deutsch

Währung: 1 Dänische Krone

= 100 Öre

Religion: 81% Lutheraner, 4%

Muslime, Minderheiten von

Katholiken, anderen Protestanten

u.a.

Nationalfeiertag: 5. Juni

(Verfassungstag)

Staatsform: Konstitutionelle

Monarchie mit parlamentarisch-demokratischem

Regierungssystem

Staatsoberhaupt und Regierung:

Staatsoberhaupt

Königin Margrethe II. (1972),

Regierungschef Lars Løkke

Rasmussen (2015)

Mitglied in Internationalen

Organisationen: Vereinte

Nationen, NATO, Europarat,

Nordischer Rat, EG/EU, Ostseerat

sowie in allen wichtigen

Sonderorganisationen

der Vereinten Nationen.

AUS DER

GESCHICHTE

Nordisch by Nature

Als eines der glücklichsten Länder der Welt gilt

Dänemark. Der kleine Staat im Norden Europas

war im World Happiness Report 2012 und 2013

an erster Stelle. Was machen die Dänen anders?

TEXT: SOCIETY

Windräder gehören zum

Nachhaltigkeitskonzept

Dänemarks

Foto: www.stateofgreen.com

ca. 12 500 v. Chr.: Einwanderung

der ersten Jäger

400 – 700: Beginnende

Städtebildung

1015 – 1034: England unter

Herrschaft der Wikinger

1397 – 1523: Kalmar Union

mit Norwegen und Schweden

1536: Reformation, Norwegen

wird ein Teil Dänemarks

1849: Erste liberale Verfassung

1914 – 1918: Dänische Neutralität

im Ersten Weltkrieg

1915: Verfassungsreform,

Frauen bekommen Stimmrecht

1940 – 1945: Deutsche

Besetzung

1972: Margrethe II. wird

Königin

1993: Mitglied der EU

2005: Mohammed-Karikaturen

lösen Proteste in

islamischen Ländern aus

Das kleinste skandinavische

Land hat seinen Einwohnern

viel zu bieten: Endlose weiße

Strände und dichte Wälder

laden zu unzähligen Freizeitaktivitäten

ein. Die Dänen sind

ein sportliches Volk, fast zwei Millionen von ihnen

treiben aktiv Sport als Mitglieder eines Vereins.

Das Fahrrad ist aus dem Alltagsleben der Hauptstadt

Kopenhagen nicht wegzudenken. Das umfangreich

ausgebaute Netz an Radwegen gepaart

mit der flachen Topografie der Stadt machen das

Fahrrad zu einem der beliebtesten Fortbewegungsmittel.

Jeden Tag werden 1,27 Millionen Kilometer

in Kopenhagen mit dem Fahrrad zurückgelegt.

Die Dänen leben ganz entspannt auf ihren Fahrrädern,

mit Cargobikes werden auch die Einkäufe

transportiert. Radfahren wird in Kopenhagen als

gesünder, umweltfreundlicher, preisgünstiger

und oft auch schnellere Form der Fortbewegung

gegenüber Autoverkehr oder öffentlichem Verkehr

eingestuft.


NACHHALTIGKEIT

Umweltschutz und Nachhaltigkeit werden in

Dänemark großgeschrieben – neben dem Ausbau

der Radwege setzt der Staat vermehrt auf grüne

Energie aus Windrädern. Die dänische Regierung

veröffentlichte erst kürzlich eine Strategie, wie

das Land bis 2050 unabhängig von fossilen Brennstoffen

werden will. Das 2009 eröffnete Luxushotel

Crowne Plaza Copenhagen Towers ist ein gutes

Beispiel dafür – sein extrem niedriger Energieverbrauch

von nur 51 Kilowattstunden pro Quadratmeter

bei Heizung und Kühlung machen es zu einem

Best-Practice Modell für einen nachhaltigen

Tourismus.

22 | SOCIETY 2_2015


DIPLOMATIE

DÄNEMARK


SOZIALSTAAT

Zur Zufriedenheit der Dänen trägt ebenfalls

der starke Wohlfahrtsstaat bei. Dieser sorgt für

wirtschaftliche Gleichstellung in der Gesellschaft.

Dänemark gehörte zu den ersten Ländern

der Welt, die ein öffentliches Wohlfahrtssystem

einrichteten. Bereits in den 1890er Jahren wurden

die grundlegenden Prinzipien für ein System

festgelegt, das für alle Bürger galt und in

dem die Lösung der Aufgaben so bürgernah wie

möglich erfolgte. Sozial- und Gesundheitspolitik

bilden – zusammen mit der Arbeitsmarkt- und

Bildungspolitik – die Eckpfeiler des umfassenden

dänischen Wohlfahrtssystems. Dieses bezieht die

gesamte Bevölkerung ein und die Ausgaben der

öffentlichen Hand werden zum größten Teil für

das Wohlfahrtssystem verwendet.


ARCHITEKTUR UND DESIGN

Dänisches Design ist weltbekannt und im

Land selbst Teil der Alltagskultur. Viele dänische

Produkte wurden zu Ikonen des Designs des 20.

Jahrhunderts. Industrie-Design, Möbel und ästhetische

Gegenstände gehören seit langem zu den

größten Exportartikeln Dänemarks, da sie Form

und Funktion optimal zu verbinden wissen. Dänemark

hat ausgezeichnete Designschulen, die spannende

Jungdesigner hervorbringen. Auch in der

Architektur ist das Land richtungsweisend: Der

Architekt Bjarke Ingels gewann 2008 den Housing

Award des World Architecture Festival für den

besten Wohnkomplex der Welt – das „8-Haus“ im

Kopenhagener Stadtteil Ørestad. Berühmt ist auch

der Anbau an die Dänische Nationalbibliothek genannt

„Schwarzer Diamant“ von den Architekten

Schmidt, Hammer & Lassen.


ESSKULTUR

Was macht zufriedener als gutes Essen? Die

skandinavische Küche hatte früher keinen besonders

guten Ruf, doch kristallisierte sich in den

letzten Jahren eine neue Bewegung heraus – die

Neue Nordische Küche, welche traditionelle Gerichte

neu interpretiert. Berühmtestes Beispiel

ist das „Noma“ in Kopenhagen – es besitzt zwei

Michelin-Sterne und wurde bereits vier Mal zum

besten Restaurant der Welt gekürt. Doch auch das

klassische Smørrebrød, ein üppig belegtes Roggenbrot

das zu Mittag gegessen wird, sollte man

sich bei einem Dänemarkbesuch nicht entgehen

lassen.

WUSSTEN SIE, DASS...?

…die berühmte Oper in Sydney vom dänischen Architekten

Jørgen Utzon entworfen wurde?

…dänische Ortschaften die Namensgeber für Teppiche

von Ikea sind?

…die Zahlen auf Grönländisch nur bis 11 gehen und

danach auf Dänisch weitergezählt wird?


BUCHTIPP

ELMAR JUNG

Alles wegen Dänen!

Überleben mit

Smørrebrød

Ullstein Verlag

In diesem etwas anderen

Roman nimmt der deutsche

Journalist die gängigen

Dänemarklischees von Gemütlichkeit

und Smørrebrød

liebevoll aufs Korn.

DIE DÄNISCHE

MONARCHIE

Die dänische Monarchie

hat über tausendjährige

Wurzeln. Die dänische Königin,

Margrethe II, kann also

Könige wie Gorm den Alten

(958 gestorben) und Harald

Blauzahn (gestorben 987) zu

ihren Vorfahren zählen.

FOTOS: VISITFYN, KIM WYON/VISITDENMARK, NICLAS JESSEN

Nyhavn in

Kopenhagen

Designmuseum

Kopenhagen

Fahrradausflug ins

Wattenmeer

Die Dänen und ihre Königin

Die Dänen sind stolz auf ihre

Königin und ihre königliche

Monarchie. Königin Margrethe

geniesst großes Ansehen

wegen ihrer intellektuellen

und künstlerischen

Fähigkeiten, sie arbeitet

unter anderem als Illustratorin,

entwirft Bühnenbilder

für das Theater und ist Textilkünstlerin.

Zusammen mit

dem Prinzgemahl hat die

Königin französische literarische

Werke ins Dänische

übersetzt und umgekehrt.

Wie in anderen Monarchien

gibt es auch in Dänemark

Diskussionen über die Rolle

und die Funktion der Monarchie,

doch ist der allgemeine

Ton viel beherrschter als

zum Beispiel in anderen

Königreichen.

DÄNEMARK

IM INTERNET

Tourismuszentrale

www.visitdenmark.com

Offizielle Website

Dänemarks

www.denkmark.dk

World Happiness

Report

www.worldhappiness.report

SOCIETY 2_2015 | 23


DIPLOMATIE

DÄNEMARK

FOTOS: SOCIETY/POBASCHNIG

24 | SOCIETY 2_2015


DIPLOMATIE

DÄNEMARK

„Next year I go

global“

Die Dänische Botschafterin I.E. Liselotte Plesner im

SOCIETY-Interview über Radfahren in Wien, die Dänische

Flüchtlingsstrategie und einen neuen Ansatz zur

Terrorbekämpfung.

Wo waren Sie, bevor Sie

nach Österreich gekommen

sind?

Meine ersten Posten

waren in Deutschland

und Italien. Direkt vor

Österreich war ich in Israel als Botschafterin.

Sie sind jetzt zwei Jahre in Wien. Was haben

Sie seitdem schon gemacht? Was waren Ihre

größten Erfolge?

Wien ist eine besondere Stadt, sehr schön und

sehr international – hier sind viele Diplomaten

und Internationale Organisationen. Ich bin auch

multilaterale Botschafterin bei allen Internationalen

Organisationen, in denen Dänemark Mitglied

ist, zum Beispiel bei der OSZE, IAEO, UNIDO und

CTBTO. Außerdem bin ich neben Österreich auch

für die Slowakei, Slowenien und Mazedonien zuständig.

Ich habe viel zu tun, aber ich habe gute

Mitarbeiter, die tolle Arbeit leisten.

Am meisten Aufsehen habe ich erregt, als ich

vor zwei Jahren mit dem Fahrrad zum Neujahrsempfang

von Bundespräsident Fischer gefahren

bin. Die Idee war auch, unsere neuen Fahrräder

einzuweihen – wir haben vier Fahrräder für das

Büro. Für uns Dänen ist Radfahren etwas ganz

Normales. Dänemark versucht, eine Vorreiterrolle

im grünen Bereich inne zu haben. Es ist ein Anliegen

der Botschaft, dass wir vernünftig mit den

Ressourcen unserer Erde umgehen. Unser Team

kommt schon mit eigenen Fahrrädern zur Arbeit.

Ich fahre jeden Tag mit dem Fahrrad ins Büro, das

sind fünf Kilometer aus dem 18. Bezirk. Mit dem

Fahrrad zu fahren ist natürlich nur ein kleiner

Teil einer grünen Philosophie, aber wenn man ein

Beispiel setzen kann und andere es als Inspiration

sehen, ist das toll. Radfahren ist gesund und spart

Zeit – besonders wenn ich am späten Nachmittag

oder frühen Abend zurück fahre, dann spare ich

bis zu einer halben Stunde.

»Von 2010 bis

2014 hat

Dänemark 1,2

Milliarden

Euro an

humanitärer

Hilfe geleistet.

«

Liselotte

Plesner

Wie ist das bei den anderen Botschaftern angekommen,

als Sie mit dem Fahrrad vorgefahren

sind?

Sie waren alle sehr positiv. Man hätte auch denken

können, dass das zu unangebracht sei. Letztes

Jahr habe ich einige Europäer gefragt, ob sie

mitmachen wollen, und wir waren eine Gruppe

von zehn Botschaftern und einigen Mitarbeitern.

Für das dritte Jahr habe ich gesagt: „I go global“.

Mein Ziel ist, dass auch internationale Botschafter

mit dem Fahrrad kommen. In die Uno fahre ich

aber nicht mit dem Fahrrad, das ist recht weit und

die Strecke ist auch nicht so angenehm. Ich will

aber auch nicht fundamentalistisch vorgehen. Ich

fahre dann mit dem Rad, wenn es sinnvoll ist –

aber nicht, wenn es durch Eis und Schnee gefährlich

wird oder ich Gepäck dabei habe.

Welche anderen Projekte haben Sie umgesetzt?

Wir hatten 2014 den Eurovision Song Contest

in Dänemark, bei dem es eine besondere österreichische

Teilnehmerin gab, Conchita Wurst.

Damals kannte ich sie nicht, und der ORF hat

gefragt, ob ich bei einem Programm als Auftakt

mitmachen würde. Dänemark ist ein Land mit

Respekt für jeden, man kann so leben, wie man

will und alles ist akzeptiert, solange es legal ist.

Wir hatten ein tolles Gespräch bei mir in der Residenz,

ich sollte Conchita ein bisschen etwas über

Dänemark erzählen. Es gibt also Möglichkeiten,

die man manchmal selbst schaffen kann, und

andere, wo schon eine Plattform da ist, um selbst

mitzumachen. Das sind leuchtende Beispiele.

Was gefällt Ihnen besonders gut an Österreich?

Mir gefällt die extrem hohe Lebensqualität.

Österreich ist relativ radfahrerfreundlich und

auch sehr teenagerfreundlich. Ich hab einen

15-jährigen Sohn und es ist genau richtig für ➢

SOCIETY 2_2015 | 25


DIPLOMATIE

DÄNEMARK

Das Radfahren spielt eine sehr

wichtige Rolle in Dänemark –

Liselotte Plesner will nun auch die

internationalen Botschafter in Wien

für das Fahrrad begeistern.


ihn hier, die Öffis bieten eine gute Anbindung

und die Stadt ist sicher. Wien ist auch hundefreundlich.

Alles rund um den Hund ist sehr gut

organisiert. Ich habe selber einen „Israeler“ – ein

Labradormischling aus dem Tierheim. Außerdem

ist auch die Lebensmittelqualität sehr gut. Ich versuche

auch zu laufen – die ganze Botschaft hat

beim Vienna Night Run und beim Wiener Zoo-

Lauf mitgemacht. Das war sehr schön, eine tolle

und lustige Atmosphäre. Wien ist einfach eine

wunderschöne Stadt – viel Kultur, tolle Restaurants,

Naherholungsgebiete wie der Wienerwald,

die Donau und die Berge und Seen in den Bundesländern.

Wir haben in dieser Ausgabe einen Schwerpunkt

auf Monarchien. Wie stehen die Dänen zu

ihrer Königin? Welchen Stellenwert nimmt die

Königsfamilie ein?

Wenn man in einer Republik lebt wie in Österreich,

dann kann man sich eine Monarchie schwer

vorstellen. Für uns Dänen ist es ein großer Teil

unserer nationalen Identität. Geburtstage oder

Hochzeiten zum Beispiel werden groß zelebriert:

den Geburtstag der Königin feiern viele Dänen

auf dem Platz vor dem Schloss, und sie kommt auf

den Balkon, winkt und bedankt sich. Als der Kronprinz

geheiratet hat, hatte ich eigentlich meinen

wöchentlichen Tennistermin mit einer Freundin.

Sie hat mir abgesagt, weil sie das Ganze im Fernsehen

sehen wollte – sechs Stunden. Die königliche

Familie macht ja auch viel für Dänemark – gerade

im wirtschaftlichen Bereich oder durch Staatsbesuche.

Die Kronprinzessin war gerade in New York

für die UNO Vollversammlung und hat sich sehr

für das Erreichen der Entwicklungsziele der UNO

eingesetzt. Sie kann helfen, die Aufmerksamkeit

dafür zu erhöhen. Die Königsfamilie ist dabei

überhaupt nicht politisch, aber sie haben Protektorate

wie Frauen, Kinder, Bildung. Dänemark ist

die älteste Monarchie der Welt, es gibt sie schon

seit der Wikingerzeit vor über tausend Jahren.

Die Monarchie ist sehr populär, weil das System

sehr gut funktioniert und die große Mehrheit der

Dänen unterstützt sie.

Können Sie uns etwas über die Handelsbilanz

zwischen Dänemark und Österreich sagen?

Wir haben 540 Millionen Euro Exporte nach

und 690 Millionen Euro Importe aus Österreich.

Das heißt, es gibt ein Plus für Österreich. Vor

allem Enzyme für die industrielle Lebensmittelproduktion

werden nach Österreich exportiert.

In die meisten Länder exportieren wir auch dänische

Butter, aber Österreich ist das einzige Land

in dem ich gelebt habe, das keine dänische Butter

verkauft. Die Österreicher mögen eben gerne österreichische

Produkte.

Wir möchten dazu beitragen, dass mehr nachhaltige

Energien genutzt werden. Windturbinen

FOTOS: SOCIETY/POBASCHNIG

26 | SOCIETY 2_2015


DIPLOMATIE

DÄNEMARK

»Die letzten zwei Jahre bin

ich mit dem Fahrrad zum

Neujahrsempfang des

Bundespräsidenten

gefahren.

Liselotte Plesner

«

sind ein wichtiges Exportprodukt – es gibt mehr

und mehr Bedarf danach in Österreich. Wir sind

außerdem für Hörgeräte und Insulin einer der

größten Produzenten. Auch dänische Mode und

besonders Design sind beliebt. Die berühmten dänischen

Designern und Architekten aus der Mitte

des Jahrhunderts, aber auch Vertreter der neuen

Generation, sind gut vertreten. Ich glaube, die

Österreicher mögen ganz gerne den dänischen

Stil, der sehr schlicht und elegant ist. Er ist gut zu

kombinieren.

Haben Sie in nächster Zeit kulturelle oder

wirtschaftliche Projekte geplant, auch in

Zusammenarbeit mit Österreich?

Wir nehmen bei den vielen Filmfestivals in

Wien teil, denn die Filmbranche in Dänemark

ist auch recht stark. Wirtschaftlich haben wir

das Projekt Danish Health Circle gestartet. Wir

haben Spezialisten aus Dänemark hergebracht,

um Impulse zu geben, und dann werden wie in

einem Symposium zusammen Ideen entwickelt.

Teilnehmer sind Unternehmen, Entscheidungsträger,

Primärversorger und Krankenkassen aus

dem Gesundheitsbereich. Ziel ist es, von den Erfahrungen

anderer Länder zu lernen. Das Interesse

vor allem aus der Wissenschaft ist groß. Alle

Gesundheitssysteme müssen immer weiterentwickelt

und angepasst werden. Das Projekt findet

mehrmals im Jahr statt und die Botschaft ist vor

Ort, um zu unterstützen.

CURRICULUM

VITAE

Liselotte Plesner war nach

ihrem Studienabschluss

1987 in Politikwissenschaft

an der Universität Aarhus

bis 1991 im Außenministerium

in Kopenhagen

tätig. Nach diplomatischen

Posten in Bonn und Rom

sowie leitenden Positionen

im Dänischen Außenministerium

führte sie 2008 ihre

erste Akkreditierung als

Botschafterin nach Israel.

Seit 2013 ist sie Botschafterin

und Ständige Vertreterin

bei den Vereinten

Nationen, UNIDO, UNODC,

OSZE, CTBTO und IAEO.

Zusätzlich ist sie seit 2014

als Dänische Botschafterin

auch für Mazedonien und

die Slowakei, und seit 2015

für Slowenien verantwortlich.

Liselotte Plesner und

ihr Gatte Nicolai haben

einen Sohn.

Wie ist Dänemarks Einstellung zur Flüchtlingspolitik,

vor allem was Deutschland

betrifft?

Viele wollen nach Deutschland, aber auch

in Dänemark haben wir relativ viele syrische

Flüchtlinge aufgenommen. Für die Dänische

Regierung hat es die größte Priorität, diese Herausforderung

aktiv anzugehen. Wir haben seit

längerer Zeit unseren Schwerpunkt darauf gelegt,

die Nachbarstaaten der Krisenländer dabei

zu unterstützen, temporäre Aufenthaltsorte

aufzubauen. Es ist wichtig, dass die Flüchtlinge

einen Ort haben, an dem sie bleiben können, bis

es besser wird, und sie sich dann wieder in ihrer

Heimat re-integrieren können. Das sind hauptsächlich

Jordanien und der Libanon aber auch die

Türkei. Es gibt auch ein EU-Hilfsprogramm, bei

dem Dänemark der größte Finanzierer ist. Vor

Ort zu helfen kostet viel Geld. Von 2010 bis 2014

hat Dänemark 1,2 Milliarden Euro an humanitärer

Hilfe geleistet. Wir sind ja ein kleines Land

mit 5,5 Millionen Einwohnern, aber in absoluten

Zahlen ist Dänemark weltweit an zehnter Stelle

der Länder, die die größte humanitäre Hilfe leisten.

Das ist eine große Leistung der Regierung.

Dänemark ist eines der fünf Länder auf der Welt,

die das Ziel der UNO, mit 0,7 Prozent des Bruttoinlandsproduktes

in Entwicklungshilfe zu investieren,

erreichen. Wir haben ein Opt-Out in der

EU bei Fragen über rechtliche und innere Angelegenheiten,

so dass wir nicht dazu gezwungen

sind, diese EU Entscheidungen mitzutragen.

Die Regierung hat trotzdem kürzlich bekannt

gegeben, dass sie weitere circa hundert Millionen

Euro u.a. zur Behebung des Notstands in den

Nachbarstaaten beisteuern will.

Es gab einen Terroranschlag im Februar in

Kopenhagen. Was wurde unternommen, damit

so etwas nicht wieder passieren kann?

Wir können relativ schnell reagieren, wenn etwas

passiert. Bei dem Anschlag auf ein Kulturcafé

und eine Synagoge mit zwei Toten und mehreren

Verletzten hat es der Täter allerdings nicht geschafft,

die Gebäude zu betreten. Das hätte wahrscheinlich

noch mehr Opfer bedeutet. Nach dem

Anschlag in Kopenhagen wurden zusätzliche 18

Millionen Euro in die Polizei investiert, damit es

eine bessere Überwachung und einen besseren

Schutz von jüdischen Gemeinden und anderen

besonders bedrohten Gruppen gibt. Außerdem

gibt es das Aarhus-Modell, ein Pilotprojekt zur

Deradikalisierung seit 2005. Wichtig ist hier die

Wiedereingliederung, aber auch die Prävention,

unter dem Motto Integration statt Ausgrenzung.

Wir haben circa elf Prozent Ausländer in Dänemark,

davon circa fünf Prozent Muslime. Ziel ist

es, dass gar keine junge Leute nach Syrien ausreisen,

um zu kämpfen. Falls es aber doch passieren

sollte, bekommen sie Betreuung von einem

Mentor, wenn sie zurückkommen. Wir haben in

Dänemark mehr die skandinavische Kultur von

„alles ist erlaubt“, und setzen Radikalismus lieber

aktive Sozialarbeit anstatt Verbote entgegen. Dieses

Modell ist durch die derzeitige starke Radikalisierung

weltweit berühmt geworden. Die Behörden

von Aarhus haben ihr Modell sogar Präsident

Obama präsentiert, und viele andere Länder sind

interessiert. Nach dem Anschlag haben wir noch

viel mehr auf dieses Modell, das wirklich gute Ergebnisse

bringt, gesetzt, und präsentieren es als

best-practice-Beispiel. Dafür ist eine sehr enge Kooperation

zwischen der Polizei und den sozialen

Behörden nötig, auch wenn einige bürokratische

Hindernisse im Weg stehen.

Haben Sie ein Lebensmotto?

Carpe Diem.


SOCIETY 2_2015 | 27


DIPLOMATIE

DÄNEMARK

Präsident Mogens Lykketoft, BP Heinz

Fischer, Ernst-Peter Brezovszky

Audienz bei Königin

Margrethe II.

Z

sich die wohl wichtigsten

um 150. Geburtstag des bedeutenden

dänischen Komponisten

Carl Nielsen hatten

Musikbotschafter Österreichs,

die Wiener Philharmoniker,

einen besonderen Geburtstagsgruß

einfallen lassen. Mit Maestro Franz

Welser-Möst kamen sie nach Dänemark,

um in Konzerten in Aalborg, Odense und

Kopenhagen Nielsens 4. Symphonie, „Das

Unauslöschliche“, aufzuführen. Das Konzert

im DR Konzerthaus in Kopenhagen

am 11. Juni wurde zu einem Triumph für

Dirigenten, Orchester und Komponisten.

Zu dem Fest, das meine Frau Barbara und

ich danach in der Österreichischen Residenz

in Kopenhagen gaben, kamen zu

später Stunde 150 Gäste. Orchestermitglieder,

zahlreiche Botschafterkollegen,

aber auch die Exekutivdirektorin der

Vereinten Nationen in Kopenhagen, UN-

Untergeneralsekretärin Grete Faremo.

Zugleich wurde dieser Empfang auch das

Jahresfest des am 11. Juni 2014 zum neuen

Vorstand der Wiener Philharmoniker gewählten

Andreas Großbauer.

In einem 3sat-Interview mit der reizenden

ZDF-Korrespondentin in London,

Patricia Schäfer konnte ich auf die langen

und so herzlichen Beziehungen zwischen

Österreich und Dänemark hinweisen.

Schon 1867 hatte Kaiser Franz Joseph I.

den dänischen Architekten Teophil Hansen

zum Ritter geschlagen und 1884 in den

Freiherrnstand erhoben. Hansens Gebäude

Respekt und

Herzlichkeit

Dänemark und Österreich sind zwei

starke und dynamische Freunde im Herzen

Europas. Bericht über politische und

kulturelle Besuche und Delegationen

in Kopenhagen.

TEXT: ERNST-PETER BREZOVSZKY

prägen bis heute die Wiener Ringstraße.

Das Parlament, der Wiener Musikverein,

das Palais Epstein sind die herausragendsten

Beispiele seiner Baukunst.

Beim wichtigsten politischen Besuch

der letzten Jahre, der Visite des damaligen

dänischen Parlamentspräsidenten

und jetzigen Präsidenten der Generalversammlung

der Vereinten Nationen,

Mogens Lykketoft, kamen Parlament und

Palais Epstein zum Tragen. Nationalratspräsidentin

Doris Bures empfing am 28.

April 2015 Mogens Lykketoft zu einem

ausführlichen Gespräch im Parlament,

danach gab der 2. Präsident des Nationalrats,

Karlheinz Kopf, ein Essen mit Vertretern

aller Parlamentsparteien im Palais

Epstein. Schon zuvor hatte Bundespräsident

Heinz Fischer Präsident Lykketoft zu

einem großen Tour d’horizon in die Hofburg

eingeladen.

In Kopenhagen war im September 2014

Frau Bundesministerin für Familien und

Jugend, Dr. Sophie Karmasin offiziell zu

Gast. Nach Gesprächen mit ihrem damaligen

Amtskollegen, Manu Sareen, luden

wir gemeinsam Däninnen und Österreicherinnen

zu einem Kamingespräch in die

FOTOS: ÖSTERREICHISCHE BOTSCHAFT IN KOPENHAGEN

28 | SOCIETY 2_2015


DIPLOMATIE

DÄNEMARK

Verabschiedung der dänischen Delegation

des Eurovision Song Contest mit Kulturminister

Bertel Haarder (r.)

Präsident Mogens Lykketoft,

Parlamentspräsidentin Doris Bures

Residenz, um die bestmögliche Vereinbarkeit

von Familie und Karriere zu erörtern.

Danach dankte die Frau Bundesministerin

anlässlich eines Festkonzerts in der St.

Ansgar-Kirche, der Kopenhagener Kathedrale,

für die wunderbare Unterstützung,

die Dänemark nach beiden Weltkriegen

über 40.000 ausgehungerten und traumatisierten

jungen ÖsterreicherInnen in der

Aktion „Wiener Kinder“ hatte angedeihen

lassen.

Dies sind nur drei, besonders erfreuliche

Beispiele der florierenden Beziehungen

zwischen Österreich und Dänemark

während der letzten Jahre. Vieles weiteres

wäre zu erwähnen. Regisseur Michael

Haneke wurde mit dem bedeutendsten

Kulturpreis Dänemarks, dem nur alle 2

Jahre verliehenen Sonning-Preis an der

Kopenhagener Universität ausgezeichnet.

Dem Maler Friedenreich Hundertwasser

wurde im ARKEN-Museum eine

große Werkschau gewidmet, die über

100.000 Besucher verzeichnen konnte.

Bundespräsident Heinz Fischer verlieh

dafür dem Museumsdirektor Christian

Gether das Ehrenkreuz für Wissenschaft

und Kunst I. Klasse, das Anfang 2016 in

der Österreichischen Residenz überreicht

werden wird. Der österreichische

Kulturminister Josef Ostermayer erwägt,

zu diesem Anlass nach Kopenhagen zu

kommen. Schon im Juni 2015 durfte

ich dem langjährigen Direktor der EU-

Grundrechtsagentur, Morten Kjaerum,

das Große Goldene Ehrenzeichen mit

dem Stern überreichen. Jährlich kommen

über 220.000 Däninnen und Dänen

zum Schifahren nach Österreich. Deswegen

war es mir eine besondere Freude,

Prinzessin Marie von Dänemark, die die

Patronage des Dänischen Schiverbandes

innehat, in Aarhus anlässlich einer

großartigen Promotion der Österreich

Werbung die österreichischen Schigebiete

vorstellen zu dürfen. Mit Prinzgemahl

Henrik, selbst ein begabter Pianist und

der Ehrenpatron der dänischen Schubertgesellschaft

Roskilde, konnte ich ein

Festkonzert anlässlich des 20-Jahres-Jubiläums

eröffnen.

Der Besuch einer großen Delegation

aus Oberösterreich unter Leitung von

Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer im

März 2015, aber auch einer weiteren Delegation

mit der damaligen oberösterreichischen

Wissenschaftslandesrätin Mag.

Doris Hummer gaben wichtige Impulse für

Politik und Wirtschaft. Die Wirtschaftsbeziehungen

sind mit deutlich über 1 Milliarde

Euro an Importen und Exporten solide.

Das AußenwirtschaftsCenter Kopenhagen

arbeitet tüchtig und kontinuierlich an einem

weiteren Ausbau.

Österreich und Dänemark sind zwei

starke und dynamische Freunde im Herzen

Europas. Gerade in unruhigen Zeiten

wie jetzt sind solche Konstellationen

nicht hoch genug einzuschätzen. Wir werden

dies weiter hegen und pflegen.

* Dr. Ernst-Peter Brezovszky ist seit 2013

Österreichischer Botschafter in Kopenhagen. •

Ordensverleihung an

Morten Kjaerum

Prinzgemahl Henrik,

Ernst-Peter Brezovszky

Sophie Karmasin zu

Besuch in Dänemark

SOCIETY 2_2015 | 29


DIPLOMATIE

LUXEMBURG

Francisca und Hubert

Würth in der Residenz

FOTOS: SOCIETY/REITLER

30 | SOCIETY 2_2015


DIPLOMATIE

LUXEMBURG

„Eine menschliche

Herausforderung“

Botschafter Hubert Würth spricht im SOCIETY-Interview über die

EU-Ratspräsidentschaft Luxemburgs und akute Probleme wie die

Flüchtlingsbewegung, Terrorismus und Wirtschaftsaufschwung.

INTERVIEW: SOCIETY

Während der EU-Präsidentschaft

Luxemburgs

wurden viele Inhalte

behandelt. Was waren

die wichtigsten Themen

aus Ihrer Sicht?

Migration und Flüchtlingsbewegungen haben

die Hauptaufmerksamkeit auf sich gelenkt. Aber

während unseres Vorsitzes waren die Bereiche Handel,

Umweltschutz und Nachhaltigkeit ein großes

Thema. Beim Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung

Ende September in New York wurden von der

UN-Generalversammlung die 17 Ziele zur nachhaltigen

Entwicklung bis 2030 verabschiedet. Dieser

Gipfel diente auch zur Vorbereitung der UN-Klimakonferenz

in Paris, die derzeit stattfindet, und wo

eine neue Klimaschutz-Vereinbarung in Nachfolge

des Kyoto-Protokolls beschlossen werden soll.

Ein anderes wichtiges Thema sind die Verhandlungen

über das so ge nannte TTIP. Während unserer

Ratspräsidentschaft fanden die zehnte und elfte

Verhandlungsrunde statt. In der elften Verhandlungsrunde

ging es etwa um die Verminderung

von Zöllen zur Herbeiführung von Erleichterungen

im transatlantischen Handel.

Migration ist allerdings eines der ständigen

Themen der EU. Oder gibt es hier einen Unterschied

zur Flüchtlingskrise?

Zwischen Flüchtlingsbewegungen und Migration

sollte man unterscheiden. Im Augenblick ist

klar, dass wir uns überwiegend um Flüchtlinge

aus dem Kriegsgebiet in Syrien kümmern sollten.

Das ist der Unterschied zu Menschen, die nicht

in einer akuten Notsituation sind. Es gab in den

vergangenen Jahren immer wieder schwierige

Momente mit gekenterten Schiffen im Mittelmeer.

Aber die Notlage ist jetzt eine andere – sie

ist unerwartet bedeutender und beunruhigender

geworden. Das ist eine menschliche Herausforderung.

Da kann man nur Ja sagen und den Menschen

unter die Arme greifen und dann so schnell

wie möglich ihre individuelle Lage beurteilen.

Ein Schlagwort des EU-Programmes lautet

„Die Migration besser bewältigen.“ Welchen

»Terrorismus

und die Not

der Flüchtlinge

sollte man nicht

verwechseln.

«

Hubert

Würth

Standpunkt hat Luxemburg dazu?

Wenn man auf der Straße jemanden sieht, der

hinfällt, dann ruft man die Rettung – in dieser Situation

sind wir jetzt. Wir müssen dafür sorgen,

dass den Leuten geholfen wird, dass man sie nicht

liegen lässt, sondern dass man ihnen zu essen und

Unterkunft gibt. Das ist das Allererste. Daran gibt

es nichts zu zweifeln, das muss man machen. Nachher

kommt die Frage: Wie geht es weiter? Können

die Menschen bleiben oder nicht, bekommen sie

Asyl oder nicht? Da muss jeder Fall geprüft werden,

und das muss man schneller machen als bisher. Aber

die Länder müssen sich Mühe geben, das ordentlich

koordiniert und solidarisch zu machen.

Glauben Sie, dass der Flüchtlingsstrom eine

Bedrohung für Europa ist, oder wird das übertrieben?

Das ist natürlich keine Bedrohung für Europa.

Aber es ist ganz klar ein Problem, das man organisieren

muss. Terrorismus ist etwas ganz Anderes

und eine schreckliche Bedrohung, und Terrorismus

muss mit allen Mitteln bekämpft werden. Es

heißt also aufpassen. Aber das sollte man nicht

mit der akuten Notlage verwechseln.

Was ist der Grund, dass die EU-Staaten nicht

an einem Strang ziehen können in der Frage der

Aufnahme und Verteilung der Flüchtlinge?

Wir hatten eine schwierige Diskussion darüber

unter dem Luxemburger Vorsitz. Man hat sich

geeinigt, dass es auf freiwilliger Basis eine Verteilung

geben sollte. Die Zahl der Flüchtlinge ist

noch größer geworden, und man muss das vielleicht

noch einmal neu angehen. EU-Kommissionsvorsitzender

Jean-Claude Juncker hat in seiner

Programmrede vor dem Europäischen Parlament

im September klare Vorschläge gemacht: zum

Beispiel Mittel für die Entwicklungs- und Stabilisierungshilfe

in den Krisengebieten, „Hot Spots“

– die permanente Umverteilung der Flüchtlinge,

einheitliche Asylstandards, Arbeitserlaubnis für

Asylwerber, Öffnung legaler Migrationswege.

Sehen Sie eine Verantwortung Europas, dass

es in Ländern wie Libyen und Syrien über- ➢

SOCIETY 2_2015 | 31


DIPLOMATIE

LUXEMBURG

Botschafter Hubert

Würth im Interview

mit SOCIETY-Redakteur

Stephan Hofstätter

CURRICULUM

VITAE

S.E. Hubert Würth ist am

15. April 1952 in Luxemburg

geboren. Er hat einen

Abschluss in Rechtswissenschaften

der Universität

Paris II und ist Absolvent

des Instituts für politische

Studien IEP in Paris. Nach

seiner Zulassung als Anwalt

trat er 1978 in den auswärtigen

Dienst ein. Er hatte

verschiedene Positionen

inne, u. a. Mitglied der

luxemburgischen Delegation

bei der Generalversammlung

der Vereinten

Nationen (1978-79), stv.

Ständiger Vertreter beim

Europarat (1979), Kabinettschef

des Vize-Premierministers

(1981-84). Er

war Botschafter in Moskau

(1989-91), in den Niederlanden

(1992-98), Sonderbotschafter

für das ehemalige

Jugoslawien (1996-97),

Botschafter in New York

bei den Vereinten Nationen

(1998-2003) – zeitgleich

Vorstandsmitglied von

UNDP und UNICEF, Botschafter

in Paris (2003-07)

und in London (2007-11).

2005 führte er die Verhandlungen

der UNESCO

zum Schutz der kulturellen

Vielfalt. Seit 2011 ist er

Botschafter in Österreich,

der Slowakei, Slowenien

und Ständiger Vertreter bei

der OSZE und den Internationalen

Organisationen

in Wien. Hubert Wurth ist

verheiratet und Vater von

zwei Töchtern.

haupt zu diesen Kriegen gekommen ist?

Das ist ein weites Feld. Die Stabilität ist abhandengekommen.

Diese Länder haben seit vielen

Jahrzehnten intern Probleme. Diese Probleme

sind sozusagen explodiert und im Fall von Syrien

in einen Bürgerkrieg ausgeartet. Man kann nicht

sagen, dass „die Europäer“ mit dieser Entwicklung

➢ nichts zu tun hatten. Es gibt da aus der Kolonialzeit

vielleicht noch Überreste, aber ich glaube

das ist in dem Fall nicht die Erklärung. Aber

haben wir genug und vor allem frühzeitig genug

nachgedacht? Die europäische Außenpolitik hat

noch nicht genug Reife erreicht, würde ich sagen.

SOCIETY hatte in einer der vergangenen Ausgaben

ein Interview mit der luxemburgischen

Ministerin für Familie und Integration, Frau

Corrine Cahen. Eine Grundaussage des Interviews

war es, dass Luxemburg sehr vielfältig ist.

Wie geht Luxemburg damit um?

Wir sind anders als die übrigen europäischen

Länder, weil in Luxemburg mehr als 46 Prozent

der Einwohner nicht luxemburgische Staatsbürger

sind. Das ist ein ungeheuer hoher Prozentsatz,

aber das gibt nicht Anlass zu einem schwierigen

Zusammenleben. Das Zusammenleben läuft ziemlich

gut. Dazu muss man aber sagen, dass Luxemburg

Doppelstaatsbürgerschaften akzeptiert. Wir

möchten jeden Einwohner Luxemburgs dazu einladen,

sich einen luxemburgischen Pass zu beschaffen,

ohne dass diese Bürgerin oder dieser Bürger seine

bisherige Staatsbürgerschaft aufgeben muss.

Das ist für uns ein wichtiges Instrument, um

die Menschen in die Gesellschaft zu integrieren,

wenn sie die Bedingungen erfüllen. Das funktioniert

seit ungefähr sieben, acht Jahren ziemlich

gut. Jedes Jahr nehmen tausende Menschen auf

diese Weise die luxemburgische Staatsbürgerschaft

an. Weiters gibt es viele Grenzgänger.

Würden Sie sagen, dieses Modell sei auch für

andere Länder ein Vorbild?

Unser Problem mit diesen vielen Nicht-Luxemburgern

ist natürlich außergewöhnlich. Das wird es

woanders nicht so schnell geben. Andererseits glaube

ich, dass das Instrument der doppelten Nationalität

auch in anderen Ländern gut funktioniert

oder funktionieren könnte.

Wie sehen die Beziehungen zu Österreich

aus?

Luxemburg und Österreich haben ausgezeichnete

Beziehungen. Wir verstehen uns sehr gut. Wir teilen

mit dem Deutschen eine gemeinsame Sprache

– natürlich haben wir in Luxemburg auch noch

die französische und luxemburgische Sprache.

Wir haben teilweise eine gemeinsame Vergangenheit,

vor allem im 18. Jahrhundert, als Maria

Theresia auch in Luxemburg das Staatsoberhaupt

und die Kaiserin war. Für uns war das eine wirtschaftlich

gute Zeit ohne Kriege. Das ist zwar mehr

als zweihundert Jahre her, aber trotzdem ist eine

positive Erinnerung an diese Zeit geblieben. Die

Luxemburger kommen im Sommer wie im Winter

sehr gerne nach Österreich in die Ferien – an die

Seen und in die Berge. Es gibt hunderte von Luxemburgern,

die hier in Österreich studierten – in

Innsbruck und in Wien vor allem.

Wie sieht es in die andere Richtung aus: Österreicher

in Luxemburg?

Es gibt, seit Österreich Mitglied der EU ist, vor

allem deshalb eine Bewegung in unsere Richtung,

weil Luxemburg einer der Arbeitsorte der EU ist.

FOTOS: SOCIETY/REITLER

32 | SOCIETY 2_2015


DIPLOMATIE

LUXEMBURG

Da arbeiten natürlich auch Österreicher, die eine

Gemeinschaft gebildet haben.

Was sind Ihre wichtigsten Aufgaben als Botschafter

in Österreich?

Ein Botschafter hat dafür zu sorgen, dass die

Kontakte zwischen den beiden Regierungen gut

funktionieren. Da kann ich mich glücklich schätzen,

weil sie tatsächlich sehr gut funktionieren.

Ich sollte auch ein Auge haben auf die Lage meiner

Mitbürger in Österreich. Wir wissen nicht

ganz genau, wie viele Luxemburger sich hier niedergelassen

haben, aber wir nehmen an, dass es

so achthundert bis tausend Leute sind. Wir laden

sie ein, den Nationalfeiertag bei uns zu feiern, soweit

wir sie erfassen können. Es gibt die Luxemburgisch-Österreichische

Gesellschaft (LÖG) und

einen Studentenclub, damit es so eine Art soziale

Struktur gibt. Ich stelle fest, dass das alles reibungslos

läuft.

Wie sehen die wirtschaftlichen Beziehungen

aus?

Die österreichische Wirtschaft blickt mehr

nach Osten und zum Balkan. Luxemburg hat eine

Wirtschaft, die sich stark am internationalen Finanzwesen

orientiert. Wir haben eines der größten

internationalen Finanzzentren auf der Welt.

Das wollen wir auch so beibehalten, weil ohne dem

könnte unsere Wirtschaft nicht funktionieren.

Ein anderer wichtiger Wirtschaftszweig, der auch

für Österreich bedeutend ist, ist die Stahlindustrie.

Da sind wir mitunter Konkurrenten. Es gibt

aber auch Beispiele für eine gute Zusammenarbeit

zwischen luxemburgischen und österreichischen

Firmen, etwa in der Holzverarbeitung und

in der hochmodernen Keramikindustrie.

Die Finanzindustrie ist heftig in Kritik geraten

seit den Turbulenzen im Jahr 2008. Was ist

Ihre Meinung dazu? Mehr Regulierung?

Seit 2008 ist sehr viel reguliert worden. Aber

man darf auch nicht übertreiben. Wenn man zu

viel reguliert, wird die Aktivität eingeschränkt.

Viele Leute beklagen sich heute, dass es schwierig

ist, Kredite zu bekommen, und es daher nicht

sehr einfach ist, zu investieren. Die Finanzinstitute

nehmen ihre soziale Rolle nicht immer voll

wahr. Luxemburg muss dafür sorgen, dass wir auf

diesem Gebiet konkurrenzfähig bleiben und weltwirtschaftlich

in der vordersten Linie mitmachen

können. Deshalb passen wir unsere Gesetze an die

Anforderungen an, etwa beim Bankgeheimnis,

das wir progressiv abschaffen, so wie Österreich

übrigens auch.

Eines der Hauptthemen der EU ist „Investitionen

für mehr Wachstum freisetzen“. Wer soll

die Investitionen freisetzen und wohin sollen

die Investitionen fließen?

Kommissionspräsident Juncker hat vorgeschlagen,

aus einem relativ kleinen Kern von öffentlichem

Geld ein größeres Ganzes zu machen, wo

»Die europäische

Außenpolitik

hat noch nicht

genug Reife

erreicht.

«

Hubert

Würth

der kleine Kern eine Anregung gibt, um Privatinvestoren

zu veranlassen, Projekte mitzuentwickeln

und umzusetzen. Das ist die Frage: Kann man von

25 Milliarden auf 300 Milliarden kommen? Das ist

ungefähr die Größenordnung. Wir sollten dafür

sorgen, dass die Investitionen in der EU stimuliert

werden. Ohne Investitionen ist es für eine Wirtschaft

sehr schwierig lebendig zu bleiben.

Ein anderes Thema – die Rolle der Monarchie

in Luxemburg. Wie sieht es damit aus?

Luxemburg ist beim Wiener Kongress 1815 ein

Großherzogtum geworden. Damals gab es noch

andere derartige Gründungen, die mittlerweile

verschwunden sind. Heute ist Luxemburg das einzige

Großherzogtum der Welt. Unsere Monarchie

geht zurück auf den holländischen König, der

beim Wiener Kongress Luxemburg als Kompensation

für andere Gebiete bekommen hat. Wegen

familieninternen Regelungen hat die holländische

Krone Luxemburg an einen anderen Zweig

der Familie im Jahre 1889 abgegeben – die Familie

Nassau-Weilburg. Diese Familie ist jetzt noch

immer in Luxemburg. Nach den napoleonischen

Kriegen, nach zwanzig Jahren französischer Herrschaft

in Luxemburg, wurden andererseits die

Grundlagen für eine republikanische, demokratische

Gesinnung gelegt. Das hat nach unserer Unabhängigkeit

dazu geführt, dass wir unseren Staat

auf diesen Grundlagen aufgebaut haben. Somit

haben wir einerseits eine Monarchie, die in der

Bevölkerung eine große Zustimmung erfährt, und

andererseits einen Staat, der demokratische Prinzipien

voll respektiert und auch darauf aufgebaut

ist. Heute bleibt Luxemburg in der Vergangenheit

verwurzelt, aber ist trotzdem sehr bereit, sich an

die Zukunft anzupassen. Es gibt den Spruch „Wir

wollen bleiben, was wir sind“. Aber wir wissen,

dass, wenn wir Luxemburger bleiben wollen, wir

uns anpassen müssen. Wir wollen an vorderster

Spitze dabei sein, und nicht als Nachzügler.

Sie sind schon einige Jahre in Wien Botschafter.

Wie gefällt es Ihnen hier?

Wir (meine Frau und ich) sind im Herbst 2011

in Wien angekommen. Vorher haben wir Wien

nicht gekannt. Allerdings haben wir Österreich

gekannt, ich war als Pfadfinder hier und später,

um in den Tiroler Bergen Schi zu fahren. Es ist ein

landschaftlich wundervolles Land.

Was schätzen Sie an Wien?

Besonders schön an Wien ist der Maßstab: Das

ist eine große Stadt, aber keine übergroße Stadt.

Es ist natürlich so, dass Wien es fertig gebracht

hat, seine Vergangenheit in die Zukunft hinüber

zu retten – speziell die Gebäude. Natürlich ist

Wien die Hauptstadt einer Republik, und sie hat

geografisch nach dem Fall des Eisernen Vorhangs

einen großen Vorteil: die Öffnung nach Osten. Sie

ist kulturell sehr reich und anregend für die Menschen.

Die Lebensqualität ist gut und das Leben ist

angenehm für Familien.


SOCIETY 2_2015 | 33


Schlichte Schönheit

Klare Formen zeichnen die Architektur der luxemburgischen

Residenz aus, die 1924 als „Haus Arnold“ nach Entwürfen des

Tiroler Architekten Lois Welzenbacher entstanden ist.

Die Residenz des luxemburgischen

Botschafters befindet

sich im Cottageviertel

in der Sternwartestraße in

Wien-Währing. Das Gebäude

ist ein Entwurf des Tiroler Architekten

Lois Welzenbacher (1889-1955) und wurde

als „Haus Arnold“ in den Jahren 1923-24

realisiert. Die Architektur ist schlicht

und an den Klassizismus und die Wiener

Werkstätte angelehnt. Die großstädtische

Villa auf dem dreiecksförmigen Grundstück

beschreibt – der Form des Grundstückes

folgend – einen leichten Bogen.

Die straßenseitige Fassade ist durch klare

und einfache Formen gekennzeichnet. Besonders

augenfällig ist der Portikus beim

Hauseingang mit den vier schlanken

konischen Säulen, die einen schmalen

Balkon tragen. An der Fassade sind Bildhauerarbeiten

des Münchner Künstlers

Karl Röhrig angebracht, der der Kunstströmung

der Neuen Sachlichkeit in der

Zeit der Weimarer Republik zugerechnet

wird. Der Grundriss der Villa ist geprägt

von einer Dreiteilung aus mittlerer Halle

und seitlich angeordneter Gesellschaftsräume.

Architekt Lois Welzenbacher gehörte

neben Clemens Holzmeister zu den bekanntesten

Architekten Tirols. In München

geboren, mit Südtiroler Wurzeln

väterlicherseits, lebte er vor dem Ersten

Weltkrieg einige Jahre in Wien. Von 1912

bis 1914 studierte er in München Architektur

und wurde stark von Theodor Fischers

Lehre beeinflusst, Bauwerke immer

in größeren städtebaulichen und landschaftlichen

Zusammenhängen zu betrachten.

Nach dem Ersten Weltkrieg arbeitete

Welzenbacher von Innsbruck aus.

In den 1930er Jahren hatte er mit seinen

Das Botschafterehepaar Hubert

und Francisca Würth vor der

Gemäldesammlung aus aller Welt

34 | SOCIETY 2_2015


DIPLOMATIE

LUXEMBURG

(oben) Blick von der mittleren Halle zum

Eingangsbereich.

(rechts) Erinnerungsgegenstände an

diverse diplomatische Posten

Werken und Entwürfen bereits internationale

Anerkennung erlangt. 1955 erhielt

er den Preis der Stadt Wien für seine Entwürfe

zur Umgestaltung des Karlsplatzes.

1976 verlieh ihm das Land Salzburg posthum

den Salzburger Architekturpreis für

das „Haus Heyrovsky“, erbaut 1932 bei

Zell am See.

Der Staat Luxemburg kaufte 1995 das

Haus Arnold und verwendet es seitdem

als Residenz für den Botschafter in Wien.

Der Innenraum ist in den Jahrzehnten

seit der Erbauung ein paar Male verändert

worden. Die Fassade des Hauses ist

jedoch denkmalgeschützt. Das Botschafterehepaar

Würth hat die Wände mit

Bildern seiner persönlichen Sammlung

geschmückt – mit Werken von Künstlern

aus Städten, in denen es bisher gewohnt

hat und Erinnerungen an andere diplomatische

Posten.


SOCIETY 2_2015 | 35


DIPLOMATIE

THAILAND

FOTOS: SOCIETY/PROCHNOW

From

Red Bull

to Swarovski

36 | SOCIETY 2_2015


DIPLOMATIE

THAILAND

Austria and Thailand

share a long history of

diplomatic relations.

SOCIETY spoke to H.E.

Arthayudh Srisamoot,

the Thai Ambassador to

Austria, about existing

trade cooperations and

the importance of fighting

drug trafficking.

INTERVIEW: TANJA TAUCHHAMMER

Since when do diplomatic relations

between Austria and Thailand exist?

Diplomatic relations started between

the Austro-Hungarian Empire

and the Kingdom of Siam, more specifically

with the Treaty of Friendship and Navigation.

The Treaty was signed in 1869 and in 1878

the two countries exchanged Ambassadors for

the first time.

What kinds of relations exist between Austria

and Thailand? Can you name a few projects?

We host many group visits – Thailand is an

emerging country. It is the 20th largest economy

in the world. Many study visits take place here:

Austria’s court and justice system is of great interest

to Thai officials. Recently, I had the President

of the Thai Constitution Court and Supreme

Court meet with the Austrian President of the

Constitution Court. Before that, we had a group

of visitors from the anti-corruption agencies of

Thailand. The former Prime Minister of Thailand

also came on a study trip; many people come here

to meet with their counter parts. We are also interested

in water management and sustainable

development. Engineering and medical services

are also often looked at. Siemens Graz for instance

was building some of the locomotive sections

for the sky train in Bangkok that has been

running for 20 years now. In addition, we have

the Red Bull cooperation. The popular energy

drink originated in Thailand, where it is called

Krating Daeng (Thai for Red Bull). In 1982, Didi

Mateschitz travelled to Thailand, discovered it

there and brought it back to Europe. It is a little

stronger in Asia to suit the Asian consumers. ➢

SOCIETY 2_2015 | 37


DIPLOMATIE

THAILAND

Ambassador Arthayudh

Srisamoot with a sculpture

of Thai mythology

»IKEA is selling

furniture that

is made out of

products that

was grown on

previous drug

fields.

«

Arthayudth

Srisamoot


The original owner Chaleo Yoovidhya and

his son Chalerm both hold 49 and two percent of

the company respectively, while Mateschitz holds

the other 49 percent.

Austrian investment in Thailand also includes:

Semperit, they manufacture surgical gloves made

from Thai rubber, as we are the largest or second

largest rubber exporter in the world. Jeweller

Swarovski has six factories in Thailand, where

the assembling and cutting of the stones is made.

Austria is a leading country for tourism, sustainable

development and engineering and is considered

as a bridge to Eastern Europe. Thailand is

considered as bridge to South East Asia.

In the field of environmental issues, we have

a few projects: The Naturhistorisches Museum

currently has a campaign for the conservation of

wild life tigers, which is a major issue in Thailand.

Wild life protection with tigers and cooperation

with Thai authorities is important and we try to

facilitate the exchange and encourage the raising

of awareness. Tigers are being domesticated and

put into zoos instead of left in the wild. Austria is

supporting their preservation.

Are you also participating in cultural relations?

Last year on the national day celebration we

had Thai students who study music here in Vienna

perform classical pieces accompanied by

Thai and Austrian opera singers at the Schloss

Theater in Schönbrunn. They performed compositions

that were written by the King Bhumibol

to honor his birthday. Right now we have about

100 Thai students here in Vienna. King Bhumibol

Adulyadej was the first Asian to receive an Honorary

Membership from the Institute of Music and

Arts of Vienna for his contribution to music in

the world. Our king plays the saxophone. He visited

Austria in 1964 and 1966, where he performed

with Hans Solomon. Their show was broadcasted

on ORF. So also in the area of music Thailand and

Austria have a fruitful cooperation I am trying to

promote even further.

There are many areas we can work together,

also on the cultural level. The present Austrian

Ambassador to Thailand has introduced Vienna

waltz to Thailand and has organized a popular

ball there. The mother of Princess Bajrakitiyabha

Mahidol, our former ambassador to Austria, was

here to shoot a television drama show. They were

using Austria as a location and that is something

that we also like to further do in the future. It is

a love story taking place in Vienna, Salzburg and

New York and focuses on the International Organizations

here and the diplomatic relations. When

this TV drama series comes out in Thailand in

October more Thai tourists will come to Austria,

similar to the effect after “The Sound of Music”.

Two years ago we had a Thai Festival in Prater.

Some Thai companies, including CP Group and

Singha Beer sponsored it the last time and there-

FOTOS: SOCIETY/PROCHNOW

38 | SOCIETY 2_2015


DIPLOMATIE

THAILAND

fore we were able to do it. This beer is not really

available here except in Thai restaurants. For the

best Thai cuisine in Vienna, you should visit the

Thai Residence. We try hard to make really good

Thai food here in the residence as well and always

invite many people.

What is the trade balance between Austria

and Thailand?

There already is a lot of trade between Austria

and Thailand but in the future there will hopefully

be even more. Thai companies are already

buying hotels and department stores in other

countries in Europe like Germany, Italy and Denmark.

Rinascente in Italy for instance is owned

by the Thai Central Group. The trade balance between

the two countries of about 700 million a

year is not very high; I would like it to be higher.

Austria doesn’t import Thai products like clothing

and textiles directly but always through Germany

or Netherlands. The major direct import

is Swarovski. We export Thai products via third

countries also electrical products as well as latex

gloves, spare parts for automobiles and processed

food and fruits. Thailand has the largest automobile

industry in South East Asia, a major producer

for Japanese and German cars and assembly

parts. Our country is the number one exporter

for small four wheel pick-up trucks. Big pickup

trucks exceeding 2.5 tons are produced by the US.

»Semperit

manufacture

surgical gloves

made from

Thai rubber.

«

Arthayudh

Srisamoot

CURRICULUM

VITAE

H.E. Ambassador

Arthayudth Srisamoot was

born in 29 December 1962.

He studied government

and economics at Monmoth

College and completed

his studies with a

Master of Arts in economic

policy at the University of

Chicago in 1984. He started

his diplomatic career as

Third Secretary at the Department

of ASEAN affairs

in 1988. From 1992-1996 he

served as First Secretary

to the Thai Embassy in

Manila. From 2002-2004

H.E. Srisamoot was Counsellor

at the permanent

mission of Thailand to the

United Nations in Geneva.

In May 2007, he became

Deputy Director-General

for ASEAN Thailand. From

2012-2014 he was Director

General at the Department

of ASEAN affairs. Since

November 2014, he has

served as the Ambassador

Extraordinary and

Plenipotentiary to Austria,

the Slovak Republic and

Slovenia.

What was your former post, before you came

to Austria?

I was the Director General of the Department

of ASEAN for three years where I had a lot of

meetings with other ASEAN countries. Before

that, I worked in Vancouver as a Consul General.

There is a strong Asian community in Canada but

more Chinese people than Thai people. As a country

it is similar to Austria but much bigger. Even

before that I was in Geneva at the United Nations

and before that I was in my first post in Manila in

the Philippines.

Can you tell us more about your position as

Chair of the Commission on Narcotic Drugs?

At the moment I am the chairman of the UN

Commission on Narcotic Drugs. Cooperation to

contact drug problems is now very important.

The CND this year took action on thirteen substances

for international control. Some of these

chemicals have industrial and pharmaceutical

benefits, but we have to monitor how it is used.

Next year in April the World Drug Summit or UN-

GASS 2016 will be held in New York and we are

now preparing substantive topics for this summit.

This is also important for sustainable development.

We are encouraging alternative development

in Thailand and elsewhere. In some areas,

where they used to grow poppy or marihuana we

want to give them crop substitutions like fruits,

nuts, corn, coffee, tea. As part of our effort to

combat this problem and contribute to UNGASS

in New York, Thailand is also hosting the ICAD

conference in November 2015 for alternative development.

And a lot of countries like Afghanistan,

Columbia, Pakistan, and Peru will be able

to benefit from these experiences and shared best

practices. IKEA is already supporting this concept

by selling furniture that is made out of products

that was grown on previous drug fields. The CND

will continue to have preparatory meetings in December

2015 and March 2016 in Vienna.

What are the future projects you are planning

during your post in Austria?

Swarovski, Siemens, Red Bull – these are a

lot of high level co-operations that we hope to

strengthen and expand in the future. Sustainable

development, music and tourism are all areas

which I would like to fortify furthermore. In September

we will have four fashion designers from

Thailand, participating in the MQ Vienna Fashion

Week. We also want to promote Thai silk design.

In the upcoming years we would also like to participate

more in the Vienna balls like the Summer

Festival and Imperial Ball by showcasing Thai

jewellery, including participation at Fete Imperial

at the Spanish Horse Riding School and Concordia

Ball. We also try to provide education about

Thailand to children who are half Thai and half

Austrian, who are born and raised here but don’t

know much about Thai culture. We teach them

the Thai language and about their history. •

SOCIETY 2_2015 | 39


DIPLOMATIE

THAILAND

A history of culture

and politics

The residence of the Thai Ambassador in Vienna was the

home of influential historical figures. Its inhabitants played

an important role in Austrian politics and journalism.

Das Stiegenhaus der Britischen

Residenz

The dining room and a portrait of Her Majestic

Queen Sirikit of Thailand

FOTOS: SOCIETY/PROCHNOW

28 | SOCIETY 2_2014


DIPLOMATIE

THAILAND

Exterior view of the

Royal Thai Residence in the

Cottage Quartert

Meeting room of the

Ambassador

The first owner of the house in

Weimarerstraße 68, now the

Residence of the Ambassador

of Thailand to the Republic of

Austria, was Dr. Gustav Ritter

von Höfken.

Dr. Höfken (1811-1889), a German citizen

from Westfalen, was educated in the

field of political science and national

economy. His publications attracted a lot

of interest in Austria. He was employed at

the Austrian Ministry for Trade and later

at the Ministry of Finance as Counselor to

the Ministry. He had a successful career as

the editor-in-chief of the economic magazine

“Austria” and became one of the most

remarkable journalists of his time.

The house was constructed following

to plans by architect Carl Haas in 1883.

The family Höfken sold the house in 1901

to the textile manufacturer and member

of the General Council of the Austrian

National Bank, Otto Wolfrum. The house

remained the property of Mr. Wolfrum

and was then purchased by the Federal

Economic Chamber before being rented to

the Royal Thai Embassy in 1982. From 1954

to 1958, the building was renovated with

slight changes.

In 1898, Theodor Herzl (1860-1904), a

lawyer from Budapest, moved in and stayed

until 1902 with his family. Famous as a feature

writer, Mr. Herzl's brochure “The Jewish

State – an attempt to solve the Jewish

Problem”, is one of the most important

texts of early Zionism. Herzl envisioned

the founding of a future independent Jewish

state during the 20th century.

Apart from engaging himself in political

activity, Dr. Herzl still worked as a journalist

for the “Neue Freie Presse”. When he

died of a heart attack in 1904, about 6000

people participated at the funeral cortege

– a Zionist mass rally. Until 1938 and again

from 1945-1949, every year Zionist youth

organizations arranged a posthumous memorial

service for Dr. Herzl in the area of

the “Cottage Quarter” on his death anniversary.

The house has been used by the Royal

Thai Embassy since 1986 and 22 years later

was purchased also by the Royal Thai Embassy

in 2008.


The Thai Residence displays

a variety of Thai art and

handicraft

SOCIETY 2_2015 | 29


DIPLOMATIE

THAILAND

as erfährt man am eindrucksvollsten

bei einer

D

Reise durch den Inselstaat.

Ausgangspunkt

war Bangkok – diese

faszinierende Metropole

wird nie langweilig. Die Hauptstadt

Thailands bietet ein reiches Angebot an

Lifestyle, Shopping, Kulinarik, Kunstszene

und Wohnen. Beim Wohnen entschied

ich mich für das exklusive, ruhig

gelegene Oriental Residence. Hier trifft

wunderbares Design auf hervorragenden

Komfort – und das nur wenige Gehminuten

von der quirligen Hauptstraße Sukhumvit

entfernt, unweit des neuen exklusiven

Shopping Tempel, dem Central

Embassy. Hier fand ich eine fantastische

Oase der Entspannung, das Dii – Spa, im

4. Stock. Außergewöhnliches Design und

einzigartige Spa-Anwendungen wie etwa

die Massage mit Champagner und Mango

machen es zu einem MUST DO der Stadt!

Thailand – Land

of Smiles

Thailand trägt auch den Namen „Land

des Lächelns“, was an der freundlichen

Art seiner Einwohner liegt. Sobald man

jemanden in die Augen sieht, kommt

ein Lächeln retour.

BERICHT: KATHRIN JINDRA

FOTOS: THAILÄNDISCHES FREMDENVERKEHRSAMT

42 | SOCIETY 2_2015


DIPLOMATIE

THAILAND

(links) Herrlicher Blick aufs Meer

im Paresa Resort in der Kamala

Bucht in Phuket. (oben) Festliche

Tracht anlässlich des thailändischen

Lichterfestes / Der berühmte

Phuket-Lobster. (rechts) Ein

Erlebnis: Shoppen in Bangkok.

INFOS

www.aleenta.com

www.oriental-residence.com

www.paresa.com

www.divanaspa.com

www.thailandtourismus.at

Am Abend begann die Qual der Wahl zwischen

Hauben-Lokalen oder den berühmten Garküchen

in Thonglor. Am besten man probiert beides. Egal

ob im berühmten NAHM, dieses Restaurant unter

der Leitung von David Thompson wurde kürzlich

unter die besten 50 von ganz Asien gewählt (Platz

7), oder in den Garküchen der Stadt, es schmeckt

jedes Mal herrlich. Die Tage in Bangkok sind immer

zu wenig, denn egal ob man zum ersten Mal

in der Stadt ist, wo natürlich die klassischen Besichtigungen

auf dem Programm stehen, oder

man schon ein „Insider“ ist, die Möglichkeiten, die

diese Stadt bieten, sind unerschöpflich. Täglich

locken neue Lokale und Roof-Top Bars, Galerien,

Ausstellungen, Theater und Konzerte. Die Zeit

wird immer zu knapp, daher sollte man einfach

mehrere Tage für Bangkok einplanen, zumal auch

Shopping nicht zu kurz kommen darf. Wo sonst

kann man seine Weihnachtseinkäufe in Shorts und

Shirt erledigen? Gut, dass ich ein Ticket mit Eva

Air gebucht habe, denn seit dem 1. November 2015

erhält man auch in der Economy Klasse 30 Kilogramm

Freigepäck – auch das ist ein guter Grund

für ein Lächeln!

Nach meinen vier Tagen Bangkok ging es mit

Bangkok Airways weiter nach Phuket. Nicht umsonst

nennt sich diese Linie „Asia´s Boutique Airline“.

Sie bieten tollen Service - auch für Economy

Gäste gibt es eine Lounge am Flughafen, wo man

die Wartezeit bis zum Abflug mit thailändischen

Snacks, Getränken und Internet verbringt.

Der Flughafen von Phuket ist ein hervorragender

Ausgangspunkt für verschiedene Strand-Destinationen,

wie die Insel Phuket selbst oder das

80 Kilometer nördlich gelegene Khao Lak. Phuket

ist eine tolle Ferieninsel mit internationalen Standards

und hervorragender Infrastruktur. Neben

belebten Stränden kann man auch nach wie vor

stille Buchten mit tollen Hotels finden. Ein solches

ist zum Beispiel das Paresa, am äußeren Hügel

der Kamala Bucht gelegen mit traumhaftem

Blick über das Meer. Diese Pool Suiten und Pool

Villen möchte man überhaupt nicht mehr verlassen,

sondern einfach die Ruhe genießen und vielleicht

noch einen Abstecher in den schönen Spa

oder ins Restaurant machen.

Ein ebenso exklusives Resort befindet sich am

Festland, nur zwanzig Minuten vom Flughafen

Phuket entfernt, direkt am langen, feinen Natai

Strand gelegen. Das Aleenta Resort ist in Design

und Ausstattung einzigartig, jede der luxuriösen

Zimmerkategorien hat entweder einen eigenen

Pool oder direkten Zugang zum Pool – für jene Besucher,

die nicht das traumhafte offene Meer der

Andaman See bevorzugen. Ein besonderes Highlight

hier war der Besuch in der Meeresschildkröten-Schutz-

und Aufzuchtfarm, die von Aleenta

finanziell unterstützt wird. An den weiten Stränden

legen die Schildkröten nach wie vor ihre Eier

ab, diese werden jedoch eingesammelt, ausgebrütet

und großgezogen, bis sie kräftig genug sind,

den Überlebenskampf im Ozean aufzunehmen.

Dann kann man eines der Tiere in die Freiheit

entlassen. Der GPS-Sender, den jedes Tier erhält,

sendet einmal im Monat eine Nachricht, wo sich

die Schildkröte gerade aufhält. Wieder eine Geschichte,

die mir das Lächeln ins Gesicht zaubert.

Wie so oft in Thailand.


SOCIETY 2_2015 | 43


DIPLOMATIE

BRAZIL

H

ow old are the diplomatic

relations

between Austria and

Brazil?

Austria recognised

Brazil in 1825. When

we go back in the history of our relations

we cannot forget about the Habsburg Erzherzogin

Leopoldine, the first empress of

Brazil, who married the Portuguese crown

prince Dom Pedro in 1817.

How are the relations between

Austria and Brazil?

Perhaps the most important aspect is

that we share some basic common values,

like democracy and respect for human

rights. That leads to the fact that we have

a number of common positions in many

international issues, in the United Nations

and elsewhere. An example: Brazil

works together with Austria supporting

Austrian initiatives in the United Nations

to promote the security of journalists

worldwide. The Brazilian community in

Austria is very important for our relations.

It is always difficult to know the

exact number of Brazilians in Austria,

because many have the dual Brazilian-

Austrian citizenship or register here with

a second European passport. According

to Statistik Austria about 5.000 residents

in Austria declared that they were born

in Brazil. A very important aspect of the

work of the embassy is to stay in contact

with the Brazilian community, to provide

efficient consular services.

What are the main projects concerning

economy issues between the two

countries and how is their commercial

balance?

There are a lot of Austrian investments

“We are open

in our DNA”

H.E. Evandro Didonet, Ambassador of

Brazil in Austria, talks with SOCIETY

about the Austrian-Brazilian Relations,

Brazil as multiethnic country and the

upcoming Olympic Games.

INTERVIEW: GERTRUD TAUCHHAMMER

FOTOS: SOCIETY/MIKES

44 | SOCIETY 2_2015


DIPLOMATIE

BRAZIL

»Our achievements

have to be

highlighted, not

only our problems.

«

Evandro

Didonet

in Brazil, but Brazilian companies also

have an important amount of capital invested

in Austria. For example, Banco do

Brasil, which is the most important bank

in Brazil, has its European holding in Vienna.

So the Banco do Brasil Austria is a company

established under Austrian law and is

responsible for all Banco do Brasil agencies

in Europe. But we are below the potential

of our trade relations with Austria. Austria’s

foreign trade is focused mainly on

the European Union or the whole European

continent. We have a structural trade

deficit, which is traditional at least in the

past ten years. A second challenge is that

we sell mainly commodities to Austria and

import industrialised goods. The main export

good is iron. In the recent past we sold

Embraer jets to Austria, but this was an exception

to the pattern.

Do Brazilians usually know about

Austria, the geography and common history

with Brazil?

To be quite frank, I think there is more

knowledge about Austria in Brazil, than

vice versa. That is my impression. Everybody

knows about Austrian music, about

the cultural heritage. Many Brazilian tourists

visit Austria.

Since you said that Austrians know

not enough about Brazil, what would

you like them to know?

I would wish that Europeans in general

would have more objective information

about Brazil. The media usually focuses

on challenges we have as a developing

country in Brazil. Criticism is necessary,

but our big achievements have to be highlighted

as well.

Do you think it is a general problem

with European journalism, that the coverage

is very negative?

The Brazilian press is also very critic

about Brazil, very independent, but then

of course they know Brazil and know that

the problems are part of a bigger reality. I

would wish to see the bigger picture also

in the European press: Not only the challenges,

but also the achievements of our

country.

Concerning the achievements, in the

last years you had very positive effects

concerning a growing economy, but

lately it is decreasing again. What is the

reason for that?

Brazil had a difficult year in 2014 concerning

the economic performance. 2015

will also be a difficult year. One of the

reasons is that Brazil is an important commodity

exporter. But the commodity prices

have fallen significantly recently. There

are many reasons, one of them being that

China is importing less and this makes

a big difference in the markets. Europe,

which is also an important market for

Brazil, has not been growing a lot, either.

But I would take the opportunity to highlight

the other side of the coin: In the last

ten years, more than 40 million Brazilians

have overcome poverty. The economic situation

is difficult at the moment, but we

have had huge social improvements in the

country. This is in itself a big success. So

the challenge is to go back to growth and

to continue the social progress.

And for that purpose, the Olympic

Games might help?

Actually, Brazil is a huge economy; it has

the seventh largest gross domestic product

in the world. The games may make a difference

for Rio, in terms of legacy and tourism,

but Brazil is much larger than that.

Can you tell me from your personal

point of view, what are the pros and cons

of the Olympic Games for Brazil?

This is one more opportunity for Brazil

to welcome people from all over the

world and this is a beautiful moment

for Brazil. I want to highlight the legacy

of the Olympic Games: many parts of Rio

are being renovated right now, the public

transportation is being improved, and

this will leave a legacy for the city. We are

going to receive a big number of tourists,

which is important for the country and

the economy. Honestly, I don’t see negative

aspects at all. These big events should

leave a legacy, be sustainable and have a

positive social impact.

Regarding the refugee waves in

Europe: How would Brazil react, if there


SOCIETY 2_2015 | 45


DIPLOMATIE

BRAZIL


were calls from other countries that Brazil

should take a certain number of refugees?

In our mindset we are an open country, a country

of immigration. On top of our Portuguese

origins, we have the largest Italian community

abroad and the largest Lebanese community in

the world. Again, it is very difficult to know the exact

numbers: let’s assume that five percent of the

Brazilian population have Lebanese origin, that

would make around ten million people with Lebanese

origin. We have the biggest Japanese community

abroad, the second largest German community

and the largest African population outside

Africa. I am not speaking about the community of

real immigrants, but of people descending from

those countries and regions. We are open in our

DNA. Brazil has been receiving a large number of

migrants from neighbouring countries. Now the

question you asked: It is also about geography, the

Middle East is closer to Europe, so the migrants

will rather come there. Just like many people in

South America would go to the United States or

Brazil. Having said that, it is important to have in

mind that Brazil has already received more than

2,000 Syrian refugees, which is more than many

European countries.

Gallery of all Brazilian Ambassadors

to Austria since 1947.

CURRICULUM

VITAE

Evandro Didonet, born in

1958, completed the Diplomatic

Academy in 1980

and his studies in Business

Administration at Webster

University in Saint Louis

and Vienna with an M.A. in

1986. Since September 2012,

he has been Ambassador

in Austria and Permanent

Representative to the International

Organizations in

Vienna. Furthermore, he was

head of various delegations

in international negotiations

and the coordinator

of the first IBSA Summit in

Brasilia in 2006. He worked

for the ministry of External

Relations in Brasilia in the

Eastern Europe Division, the

Latin American Integration

Department and the office

of the Secretary General.

He was posted abroad to

the embassies in Vienna,

Beijing, Bonn, Rome, Ottawa

and Washington. Evandro

Didonet is married and has

one son.

What is special about Brazil for tourists? Why

would you recommend a trip there?

Brazil is a country that has a lot to offer, because

of the fact that we are a multiethnic country.

You can see diversity in Brazil on a scale that

you cannot see in many other countries. You can

see a democratic country, which faces many development

challenges but which has made much

progress. And of course I have to mention the nature

in Brazil, which is a wonderful attraction for

foreigners.

Now we come to a few more personal questions:

Is this your first post as ambassador? Are

you a career diplomat?

Vienna is my first post as an ambassador and I

am a career diplomat.

What was your first post abroad?

Actually Austria. It is the second time here for

me; I was posted in Austria in 1984-1985.

Which countries have you been to before?

I worked in China, Germany, Italy, Canada and

the United States.

Which was your best place?

I wouldn’t like to make comparisons, so let me

say that the best place for me was Brazil. You usually

stay six years abroad and then you return to

Brazil.

Do you have children?

A young adult of 21 years, he is attending

college in the United States.


46 | SOCIETY 2_2015


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ARTS.

BOARDING.

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DIPLOMATIE

BRASILIEN

Die Olympischen Sommerspiele

2016 werden in Rio

de Janeiro stattfinden.

Was ist geplant? Welche

Neuerungen wird es geben?

Mit Rio finden erstmals olympische

Spiele auf südamerikanischem Boden

statt. Unter dem offiziellen Motto „Paixao

e Transformacao – Leidenschaft und

Transformation“ werden die Spiele vom 5.

bis 21. August 2016 stattfinden. Das offizielle

Logo zeigt drei sich an den Händen

haltende Figuren in den brasilianischen

Nationalfarben Grün, Gelb und Blau,

und auch die beiden Maskottchen „Vinicius“

und „Tom“ präsentieren sich bunt.

Ausgetragen werden die Wettkämpfe in

den Zonen Deodoro, Maracaña, Barra di

Tijuca und Copacabana – eine Ausnahme

ist das Fußballturnier, das in den für die

WM 2014 errichteten Stadien stattfindet.

Eine Neuheit wird das Olympische

Trainingsdorf mit optimalen Trainingsbedingungen

für bis zu elf verschiedene

Sportarten sein, das getrennt vom Olympischen

Dorf errichtet wird. Neues gibt es

auch bei den ausgetragenen Sportarten,

die mit Golf und Rugby nun auf 28 Disziplinen

kommen.

Fünf Ringe für

Rio de Janeiro

Die wichtigsten Fragen und Antworten

zu den Olympischen Spielen in

Rio de Janeiro 2016.

TEXT: SOCIETY

Charakteristisch für sportliche Großprojekte

sind oft ein oberflächliches Erscheinungsbild,

explodierende Kosten

und Probleme bei der Nachnutzung.

Wie plant die Regierung Olympische

Spiele zu veranstalten, die sich rechnen?

Wie andere olympische Städte gezeigt

haben, können die Spiele für den Austragungsort

ein bedeutendes Vermächtnis

bereithalten. Positive Beispiele sind etwa

die Revitalisierung des Hafens von Barcelona

und die Neuordnung des öffentlichen

Verkehrs in Peking und Athen.

Sydney ist ein gutes Beispiel dafür, wie

Umweltaspekte Berücksichtigung finden

können.

Für die Spiele in Rio werden die Gesamtausgaben

auf etwa zwölf Milliarden

US-Dollar beziffert. Ungefähr zwei Drittel

davon werden in die Infrastruktur

investiert, wodurch schon jetzt Veränderungen

im Stadtbild und öffentlichen

Nahverkehr zu sehen sind. Das Hafenviertel,

seit jeher dem Verfall preisgegeben,

wird zu einem neuen Entwicklungsschwerpunkt

der Stadt. Weitere

Investitionen für Projekte der Wasserversorgung

und Abwasserentsorgung sind

geplant, zunächst in ärmeren Vierteln

im Nahbereich der Wettbewerbsstätten.

Viele der Projekte und Ressourcen des

Programms für Beschleunigtes Wachstum

(PAC) finden sich in der Agenda für

Rio 2016 – etwa in den Bereichen nachhaltige

urbane Wasserwirtschaft, Urbanisierung

und Eingemeindung „inoffizieller

Siedlungen“, Belebung zentraler

Stadtgebiete, Revitalisierung von nationalen

Kulturgütern und Verbesserungen

der städtischen Mobilität.

Ist die zeitgerechte Fertigstellung

aller Projekte gesichert?

Mehr als siebzig Prozent des Grundgerüsts

der Spiele ist bereits fertig oder

wird bis Ende 2015 fertig gestellt sein.

Rio de Janeiro ist im Ausland für seine

hohe Kriminalitätsrate berüchtigt.

Wie soll die Sicherheit der Besucher gewährleistet

werden?

Brasilien hat in der Vergangenheit

seine Fähigkeit unter Beweis gestellt,

internationale Veranstaltungen zu organisieren.

Bei der Fußball-WM waren

etwa 27.000 Sicherheitskräfte in Rio de

Janeiro im Einsatz. Diese Zahl wird im

nächsten Jahr auf 85.000 erhöht werden,

was das größte Sicherheitsaufgebot in der

Geschichte von Rio de Janeiro bedeutet.

Das Sicherheitskonzept der olympischen

FOTOS: RIO2016 / ALEX FERRO, MATHILDE MOLLA

48 | SOCIETY 2_2015


DIPLOMATIE

BRASILIEN

Kandidatur von Rio de Janeiro hat sogar höhere

Bewertungen als Projekte aus Europa und den

USA erzielt. Die Friedenstiftenden Polizeieinheiten

(UPP) kommen der Bevölkerung von Rio jetzt

schon zugute.

Die Anzahl der Kläranlagen in der Guanabara-Bucht

ist, wie oft berichtet wird, unzureichend.

Wird die Bucht bis zu den Spielen vollständig

gereinigt sein? Wie sieht es mit anderen

umweltbezogenen Projekten aus?

Das Organisationsgremium der Spiele führt

häufige Tests in der Guanabarabucht, wo die Segelbewerbe

stattfinden, in der Lagune Rodrigo

de Freitas, in der die Ruder- und Kanubewerbe

stattfinden werden, und am Copacabana-Strand,

wo der Wassermarathon und der Schwimmteil

des Triathlons stattfinden werden, durch. Die Daten

bezüglich der Wasserqualität im Umfeld der

Wettkampfstätten werden in Übereinstimmung

mit den Spezifikationen der WHO ausgewertet,

wobei hier die Gesundheit der Sportler nicht gefährdet

ist.

Knapp ein halbes Jahr vor Beginn der Spiele

sind laut der brasilianischen Regierung die vier

olympischen Areale der Guanabarabucht und die

Areale außerhalb badetauglich. An den anderen

Stätten sind laut Nationalem Umweltinstitut

(Inea) die Bedingungen günstig. Das derzeitige

olympische Projekt sieht den Bau einer Vorrichtung

zur Abwasserableitung zur Unterwasserleitung

von Ipanema, den Gebrauch von Ökobooten

zur Abfallbeseitigung und die Bioremediation

(Einsatz von Organismen zur biologischen Entgiftung)

der Gewässer vor.

Darüber hinaus werden andere Umweltprojekte

wie die Reinigung der Jacarepaguá-Bucht sowie

der Lagoa Rodrigo de Freitas den Fahrplan für die

Reinigung erfüllen. Die Spiele legen Fristen fest,

wirken bewusstseinsbildend in Hinblick auf die

Umwelt und fördern die Unterstützung für Naturschutzprojekte.

Am 22. August ging die zweite

Testveranstaltung im Bereich Segeln in der Guanabarabucht

zu Ende, wobei der Internationale

Segelverband (Isaf) eine positive Bilanz über die

Qualität des Wassers und die Bedingungen für

den Wettkampf zog.

Der neue Golfcourse entsteht in einem Naturschutzgebiet.

Gab es keine Alternativen?

Die Gegend, in der der Golfcourse entsteht,

war Brachland und wurde zur Gewinnung von

Sand und sogar als Lagerstätte für Betonstücke

verwendet. Mit den Investitionen in die Spiele

begann auf einer Fläche von 970.000 Metern die

Wiederherstellung der Vegetation. Die Auswahl

der Austragungsstätte für den Golfcourse richtete

sich nach der Beurteilung des Komitees Rio

2016 und des Internationalen Golfverbandes. In

Brasilien war Golf nie ein populärer Sport. Mit

dem neuen öffentlich zugänglichen Golfcourse

soll die Leidenschaft für diesen Sport forciert

werden.

Die Maskottchen posieren in

einem Stadion in Maracaña

INFOS

Info-Überblick

www.brasilien.info/olympia-

2016-rio

Offizielle Seite der

Organisatoren

www.rio2016.com

Offizielle Seite des IOC zu

Rio 2016

www.olympic.org

Im Olympischen Velodrom

in Barra di Tijuca werden

die Radrenn-Wettkämpfe

ausgetragen

Die Absiedlung der Bevölkerung wurde nicht

immer im Vorhinein angekündigt. Viele Familien

wurden nicht angemessen entschädigt oder

sogar mit Gewalt aus ihren Häusern verjagt.

Werden die Spiele auf dem Rücken der Armen

ausgetragen?

Generell ist es so, dass die Absiedlungen Risikogebiete

betrafen und so auch eine Präventivmaßnahme

darstellten. Die Siedlungen werden

vom Wohnbaumagistrat des Rathauses von Rio

koordiniert, wobei die angebotenen Alternativen

für die betroffenen Familien Fortschritte

im Bereich Wasserversorgung und Infrastruktur

darstellen. Es sind generell Bauten für die

Verkehrsinfrastruktur, die für das öffentliche

Verkehrsnetz von Rio de Janeiro bereits geplant

waren und die langfristig von der gesamten Bevölkerung

Rios genutzt werden.

Die Kosten für die Eintrittskarten, Flugtickets

und Hotels in Rio könnten sehr hoch sein. Sind

die Olympischen Spiele nur etwas für Reiche?

Die Spiele sind für alle da. Auch die Bevölkerung

mit weniger Finanzkraft soll an den

Spielen teilnehmen und den olympischen Geist

spüren können. Infolgedessen werden etwa 3,8

Millionen der 7,5 Millionen verfügbaren Eintrittskarten

weniger als zwanzig Euro kosten – Tickets

für Vorrundenbegegnungen im Beachvolleyball,

Rudern, Segeln und Ringen werden zwischen 13

und 16 Euro kosten. Natürlich werden die populäreren

Sportarten, insbesondere die Endspiele,

preislich höher eingestuft sein.


SOCIETY 2_2015 | 49


DIPLOMATIE

SCHWEIZ

FOTOS: SOCIETY/PROCHNOW

„Nicht nur Nachba

sondern auch Freu

50 | SOCIETY 2_2015


DIPLOMATIE

SCHWEIZ

Der Schweizer

Botschafter S.E.

Christoph Bubb im

Interview über die

Beziehungen zu

Österreich, die

Schweizer Position zur

EU und zu aktuellen

Krisenthemen.

INTERVIEW: GERTRUD TAUCHHAMMER

Seit wann sind Sie hier in Wien?

Im September 2014 bin ich hier

eingetroffen und am 2. Oktober 2014

habe ich dem Bundespräsidenten das

Beglaubigungsschreiben überreicht.

Wie ist Ihre Karriere bisher verlaufen?

Im Rahmen der Ausbildung war ich ein Jahr

in Rom, danach war der erste Einsatz im Ausland

im Irak, Bagdad. Mein erster Posten als Botschafter

war in New York von 2007 bis 2010, und die

letzten vier Jahre war ich in Pakistan und Afghanistan.

Meine Frau und ich haben im Laufe unserer

Karriere immer wieder die Kontraste gesucht:

Wir haben uns für den Einsatz in Pakistan freiwillig

gemeldet, gerade weil wir nach New York

etwas völlig anderes anstrebten.

rn,

nde“

Botschafter Christoph Bubb

mit Gattin Regula Bubb in der

Residenz der Schweizerischen

Botschaft

Wie ist das Verhältnis zwischen Österreich

und der Schweiz?

Ich kann mit großer Freude sagen, dass unsere

nachbarlichen Beziehungen gänzlich ohne Probleme

sind, das ist ja nicht selbstverständlich, und

das war auch nicht immer so. Im 19. Jahrhundert

war das Verhältnis der Schweiz zu Österreich

wiederholt spannungsgeladen. Österreich war

damals noch ein sehr konservatives Land und

die Schweiz war als Land der Liberalen aus einer

österreichischen Perspektive sehr suspekt. Die

Schweiz wurde damals beschuldigt, die Aufständischen

in Norditalien zu unterstützen, und Österreich

hat angeblich die katholischen Kantone

in der Schweiz gegen die Protestantischen unterstützt.

Im 20. Jahrhundert wollte Vorarlberg nach

dem ersten Weltkrieg der Schweiz beitreten. In

der Volksabstimmung 1919 haben achtzig Prozent

der Vorarlberger einen Beitritt zur Schweiz

gewünscht. Diese Spannungen sind aber ➢

SOCIETY 2_2015 | 51


DIPLOMATIE

SCHWEIZ

Botschafter Christoph

Bubb vor einem Bildnis

von François-Louis de

Pesmes de St. Saphorin,

Schweizer Diplomat,

österreichischer Vizeadmiral

sowie britischer

Botschafter in Wien

»In der Volksabstimmung

1919

haben achtzig

Prozent der

Vorarlberger

einen Beitritt

zur Schweiz

gewünscht.

«

Christoph

Bubb


längst Geschichte und wir können getrost

sagen, dass wir nicht nur ein nachbarliches, sondern

ein freundschaftliches Verhältnis haben.

Welche drei Prioritäten haben Sie als Schweizer

Botschafter in Wien?

Die erste Priorität ist dafür zu sorgen, dass sich

an diesem guten freundschaftlichen Verhältnis

Nichts ändert. Zweitens wollen wir gerade im Bereich

des Kulturaustausches diesen im bisherigen

Umfang pflegen und fördern. Es gibt eine große

Zahl von Schweizer Künstlern, die hier in Wien

tätig sind, sei es am Burgtheater, bei den Wiener

Philharmonikern mit dem ersten Flötisten Dieter

Flury oder bei den Wiener Symphonikern mit

dem Chefdirigenten Philippe Jordan. Es gibt sehr

viele Berührungspunkte und einen regen Austausch.

Außerdem organisieren wir als Botschaft

ganz bewusst den Austausch und den Kontakt in

Zusammenarbeit mit österreichischen Institutionen.

Wir haben unter anderem schon Projekte

mit dem Naturhistorischen Museum, dem Kunsthistorischen

Museum, dem Technischen Museum

und dem jüdischen Museum realisiert. Es ist uns

sehr wichtig, dass wir als Botschaft eine Scharnierfunktion

wahrnehmen, um Aktivitäten kultureller

Art und in den einzelnen Fachbereichen

wie Energie, Forschung und Wissenschaft oder

Technik zu fördern.

Gibt es wirtschaftliche bilaterale Aktivitäten

zwischen Österreich und der Schweiz, die jüngerer

Natur sind und eine große Bedeutung haben?

Der wirtschaftliche Austausch zwischen Österreich

und der Schweiz ist sehr bedeutend: das

Gesamtvolumen beträgt vierzehn Milliarden

Euro, und damit ist Österreich für die Schweiz

ungefähr fünftwichtigster Handelspartner und

die Schweiz für Österreich etwa viertwichtigster

Handelspartner. Die Handelsbilanz ist einigermaßen

ausgeglichen, allerdings etwas mehr

zu Gunsten Österreichs. Dank der bilateralen

Abkommen der Schweiz und weil Europa ein

einheitlicher Wirtschaftsraum ist, muss die Botschaft

selten direkt eingreifen: Falls es einmal

ein Problem gibt, können die Firmen das in der

FOTOS: SOCIETY/PROCHNOW

52 | SOCIETY 2_2015


DIPLOMATIE

SCHWEIZ

Regel selbst lösen. Wenn nicht, dann gibt es einen

eingespielten institutionellen Rahmen zur

Lösung der Probleme.

Wie steht die Schweiz zur Thematik EU?

Die Schweiz ist ja kein Mitglied der Europäischen

Union, aber wir sind durch ein Vertragswerk

mit der Europäischen Union schon

seit vielen Jahren sehr eng verbunden. Fast alle

Lebens- und Politikbereiche wie Verkehr, Personenfreizügigkeit

oder Energiefragen sind für

die Schweiz fast so, als ob sie ein Mitglied wäre,

mit Ausnahme der klassischen außenpolitischen

Beziehungen. Die Europäische Union ist für uns

nicht mehr nur geografisch das Gravitationszentrum

unserer Außenbeziehungen, sondern auch

in wirtschaftlicher Hinsicht. Mehr als zwei Drittel

unserer Handelsströme gehen in die EU oder

kommen aus der EU. So gesehen ist die Schweiz,

auch wenn sie nicht Mitglied der Europäischen

Union ist, ein integraler Bestandteil des europäischen

Kontinents.

Zwei Themen bewegen derzeit die EU: Das Migrationsthema

und die Bedrohung durch den IS

Staat. Wie steht die Schweiz dazu?

Bei der Bedrohung durch den internationalen

Terrorismus ist die Schweiz absolut auf der

gleichen Linie wie die Europäische Union und

arbeitet hier auch eng mit anderen Staaten zusammen,

da bestehen keine Meinungsunterschiede.

Die Migration ist in der Tat ein Problem, das

uns in der Schweiz seit Jahren beschäftigt. Wir

haben einen Ausländeranteil von 24 Prozent, das

ist weit mehr als doppelt so hoch wie in den anderen

europäischen Staaten, etwa Deutschland

oder Österreich. Wir haben letztes Jahr eine Initiative

angenommen, die darauf ausgelegt ist, dass

die Schweiz die Einwanderung wieder vermehrt

selbst bestimmen kann, und das steht in einem

»Wir haben einen

Ausländeranteil

von 24 Prozent.

«

Christoph

Bubb

CURRICULUM

VITAE

S.E. Christoph Bubb ist

1952 in Winterthur/ZH

geboren. 1976 schloss er

sein Rechtsstudium an der

Universität Zürich ab und

erwarb das Anwaltspatent

des Kantons, außerdem

besitzt er einen Masterabschluss

der London

School of Economics. In

den diplomatischen Dienst

trat er 1982 ein und hatte

Posten in Bern, Bagdad,

Bonn, Washington, New

York und Islamabad inne.

2006 war er Generalsekretär

der 29. Internationalen

Rotkreuzkonferenz. Seit

September 2014 ist er

Schweizer Botschafter in

Wien. Christoph Bubb und

seine Gattin Regula haben

zwei erwachsene Kinder.

gewissen Konflikt mit dem Freizügigkeitsabkommen,

das wir mit der EU haben. Das ist ein Problem,

bei dem wir den Dialog suchen. Wir sind der

Meinung, dass das Thema Migration in all seinen

Facetten ernst genommen werden muss und ein

gesamteuropäisches Problem ist.

Es wurde ja kürzlich das Atomabkommen mit

dem Iran in Wien unterzeichnet. Wie steht die

Schweiz dazu?

Die Schweiz steht dem Abschluss des Atomabkommens

positiv gegenüber. Wir haben seit

vielen Jahren eine besondere Rolle gespielt: die

Schweiz hat die amerikanischen Interessen im

Iran seit dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen

zwischen dem Iran und den USA gewahrt.

Wir haben die Thematik sehr genau verfolgt und

ich bin zuversichtlich, dass das Abkommen hält.

Es ist ein Abschluss, der alle maßgebenden Kräfte

der Erde mit einbezieht – China, Russland, USA,

EU – und für den Iran ist es ein Weg hinaus aus

seiner schwierigen isolierten Situation.

Bereisen Sie auch die Bundesländer?

Bisher wegen dem Umzug noch nicht in dem

Maße, wie ich es mir vorgestellt hätte. Aber es

ist natürlich mein Ziel, sämtlichen Landeshauptmännern

einen Besuch abzustatten. Bisher war

ich hier in Wien, in Oberösterreich, in Niederösterreich

und in Tirol. Weitere folgen noch.

Wie viele Sprachen sprechen Sie?

Die Sprachen, die in der Schweiz gesprochen

werden: Deutsch als Muttersprache, Französisch,

etwas Italienisch. Im weiteren Englisch und in

Spanisch habe ich solide Grundkenntnisse.

Ihr Lebensmotto als Diplomat?

Aus jeder Situation das Beste machen und stets


vorwärts schauen.

Botschafter Christoph

Bubb im Interview

mit SOCIETY-

Herausgeberin Gertrud

Tauchhammer

SOCIETY 2_2015 | 53


DIPLOMATIE

SCHWEIZ

In neuem

Glanze

Früher war das Palais Schwarzenberg

eine Reitschule –

seit 1950 dient das prunkvolle,

gerade neu renovierte Haus

als Schweizerische Botschaft.

Das Palais Schwarzenberg

wurde zwischen 1697

und 1704 zunächst als

Palais Mansfeld-Fondi

vom Architekten Johann

Lucas von Hildebrandt

erbaut. Es zählt gemeinsam mit dem Unteren

und dem Oberen Belvedere zu den

bedeutendsten Bauten des Wiener Hochbarock.

1716 kam das Palais für die folgenden

300 Jahre in den Besitz der Familie von

Schwarzenberg. Von 1750 bis 1927 wurde

der elegante spätbarocke Westflügel, die

heutige Botschaft, als Reitschule und Pferdestallung

verwendet. Im Sommer 1950

wurde die Schweizerische Gesandtschaft

eröffnet und befindet sich seither ununterbrochen

am gleichen Ort. In den Jahren

2014/2015 wurde das Gebäude einer umfassenden

Renovation unterzogen und am 1.

Juli 2015 feierlich wiedereröffnet. •

FOTOS: SOCIETY/PROCHNOW

54 | SOCIETY 2_2015


DIPLOMATIE

SCHWEIZ

Bild oben links: Der blaue Salon dient als Esszimmer

für bis zu zwanzig Personen.

Bild oben rechts:

Türe vom Salon in den Garten.

Bild in der Mitte: Teil einer Fotoserie von Nives

Widauer, welche die Wiener Philharmoniker auf

Tournee begleitete. Es zeigt die Jeans eines Musikers

der Wiener Philharmoniker in den Ankleideräumen

in der Carnegie Hall in New York.

Bild unten links:

Flämische Tapisserie, auf der Kaiser Maximilian um

die Hand von Maria von Burgund anhält.

Bild unten rechts: Maria Christina, die jüngste

Tochter Maria Theresias. Sie hat zuammen mit ihrem

Gatten Albert die Albertina gegründet.

Bilder linke Seite: Garten des Palais mit fünf

Skulpturen, die den Raub der Sabinerinnen und die

vier Jahreszeiten darstellen.

SOCIETY 2_2015 | 55


DIPLOMATIE

RUSSLAND

56 | SOCIETY 2 _2015


DIPLOMATIE

RUSSLAND

Russland ist ein

Teil Europas

S.E. Botschafter Dmitrij Ljubinskij spricht im SOCIETY-Interview

über die Folgen der EU-Sanktionen, den Ukraine-Konflikt, die

Rolle Moskaus im Syrien-Krieg und das Verhältnis zu den USA.

INTERVIEW: HERMINE SCHREIBERHUBER

FOTOS: SOCIETY/PROCHNOW

K

önnen Sie den Standort

Russlands in Europa definieren?

Es kann kein Zweifel bestehen,

dass Russland ein

Teil Europas ist. Europa ist

nicht nur die Europäische Union. Aus der

Geschichte, aus all unseren gesellschaftlichen,

kulturellen Verbindungen kann

man eine Schlussfolgerung ziehen – dass

Russland natürlich ein Teil Europas ist.

Und unsere wichtigsten Partner sind auch

in Europa.

Wie steht es um die politischen-wirtschaftlichen

Beziehungen nach den im

Ukraine-Konflikt verhängten EU-Sanktionen?

Bitte um eine Zwischenbilanz.

Im Laufe des letzten Jahres wurde die

Einführung dieser Sanktionen – das war

nicht unsere Wahl – auf beiden Seiten

kritisch verfolgt. Es geht nicht nur um

das Handelsvolumen, es geht auch um gemeinsames

Vertrauen. Wir glauben, dass

solche Sanktionen völkerrechtswidrig

sind, denn Sanktionsmaßnahmen dürfen

nur durch Entscheidungen der UNO, des

UNO-Sicherheitsrates verhängt werden.

Das ist nicht der Fall. Aber das Wichtigste

ist das fehlende, das sinkende Vertrauen

von beiden Seiten. Man sagt uns, es wird

keinesfalls mehr Business as usual geben.

Das ist auch unsere Reaktion und unsere

Lehre aus dieser Geschichte.

Aber in Anbetracht der letzten Entwicklungen

in Europa, dieser Flüchtlingswelle

und der Terroranschläge in Paris

und davor in mehreren Staaten, kann

man meiner Meinung nach nur eine

Schlussfolgerung ziehen: Wir sind aufeinander

angewiesen. Wir sehen gemeinsame

Gefahren. Das wird auch bei unseren

europäischen Partnern immer mehr so

verstanden. Gerade in diesem Moment

versteht man, dass beide Seiten die Kräfte

vereinigen müssen, um gemeinsame

Gefahren und Herausforderungen zu bekämpfen.

Nur in ernster Zusammenarbeit

zwischen Russland und der EU können

wir unsere gemeinsamen Probleme lösen.

Weil wir einen gemeinsamen Kontinent

haben, müssen wir eine gemeinsame Sicherheitsarchitektur

im europäischen

oder richtiger gesagt im eurasischen

Raum entwickeln. Aus solchen Krisen

muss man die Lehren ziehen.

Wie beurteilen Sie den Schaden für

Europa?

Das Handelsvolumen zwischen Russland

und der EU ist im letzten Jahr kräftig

gesunken – über 20 Prozent. Mit Österreich

ein bisschen weniger, aber trotzdem

um 18 Prozent minus. Man merkt aus den

Kontakten mit Geschäftskreisen auch

hier zulande, dass die Leute unzufrieden

sind. Weil die wichtigen Entscheidungsträger

im Business-Bereich auf die aktuelle

Lage reagieren. So ist in Österreich das

»Die Beziehungen zu den

USA sind nicht unproblematisch,

sie sind in

gewissem Sinne

angespannt.

«

Dmitrij Ljubinskij

Volumen im Tourismus sehr stark gesunken

– 25 Prozent minus aus Russland. Das

ist möglicherweise nicht so entscheidend

für die Industrie, aber für Klein- und Mittelbetriebe

bedeutet das sehr viel. Deshalb

sind wir in Gesprächen mit der österreichischen

Regierung, welche Maßnahmen

zu treffen wären, um diese Situation zu

korrigieren.

Wie sind die Auswirkungen auf der

russischen Seite?

Das war nicht unsere Entscheidung.

Wir waren unsererseits gezwungen, Gegenmaßnahmen

zu treffen. Etwa im Agrarsektor,

und das betrifft natürlich österreichische

Erzeuger. Wir sind darüber

nicht glücklich. Doch der erste Schritt

muss von der europäischen Seite gemacht

werden. Für die russische Wirtschaft bedeutete

das merkwürdigerweise auch

mögliche Pluspunkte. Wenn man unter

Sanktionen lebt, muss man Schritte unternehmen,

um die eigene Produktion

rascher zu entwickeln. Das macht die

russische Regierung. Viele russische Unternehmen

sehen in dieser Situation eine

Chance, sich schneller zu entwickeln. Das

bedeutet für Kooperationen mit unseren

westlichen Partnern, dass die Produktion

mehr auf russischen Boden verlegt werden

muss, auch wenn es um gemeinsame

Projekte geht.

Können Sie das Verhältnis Russland-

USA beschreiben – vor dem Hintergrund

des Terrorismus und des Syrien-Krieges?

Die Beziehungen zwischen Russland

und den USA spielen und spielten eine

sehr wichtige strategische Rolle. Natürlich

sind sie nicht unproblematisch,

sie sind in gewissem Sinne angespannt.

Trotzdem besteht auf beiden Seiten die

Bereitschaft, den Dialog weiterzufüh-


SOCIETY 2_2015 | 57


DIPLOMATIE

RUSSLAND

Botschafter Dmitrij Ljubinskij beim Interview

mit Mag. Hermine Schreiberhuber

➢ ren, denn in der jetzigen Welt gibt es viele

internationale Probleme, wo es ohne Kooperation

und Dialog zwischen den beiden Staaten nicht

geht. In den letzten Monaten gab es gute Beispiele

– obwohl die Differenzen immer noch bestehen.

Trotzdem – durch unsere Zusammenarbeit wurde

die Iran-Frage hier in Wien zu einem erfolgreichen

Abschluss gebracht, und jetzt erleben wir

das gleiche in der Syrien-Frage, wo die USA und

Russland mit den Vereinten Nationen als Co-Sponsoren

fungieren.

Zur Rolle Moskaus in Syrien – Militäraktionen,

Spieler an einem Tisch. Was brachten die

Wiener Gipfeltreffen?

Was Syrien betrifft – der „Islamische Staat“ ist

eine Gefahr für uns alle. Das haben wir eindeutig

durch diese terroristischen Horrortaten in Paris

erlebt. Das bekräftigt die Notwendigkeit, alle

Kräfte zu vereinen im Kampf gegen diese Gefahr.

Deshalb wollte Russland eine breite Koalition zur

Bekämpfung dieser Gefahr bilden, und zwar unter

Schirmherrschaft von UNO und UNO-Sicherheitsrat.

Dazu ist es leider nicht gekommen. Dennoch:

Die Entwicklung der Ereignisse führte dazu, dass

es möglich wurde, alle wichtigen Spieler im Hotel

Imperial an einem Tisch zu ernsthaften Gesprächen

zusammenzubringen. In drei Wochen gab

es drei Außenministertreffen. Die UNO, die EU

ist mit dabei, jetzt wird dieser Kreis um arabische

Staaten erweitert. Alle wichtigen Spieler sind mit

dabei.


CURRICULUM

VITAE

S.E. Dmitrij Ljubinskij wurde

1953 in Italien geboren. Er

studierte am Staatlichen

Institut für Internationale

Beziehungen (MGIMO)

in Moskau internationale

Wirtschaft, 1987 schloss

er sein Studium ab. 1989

trat er in den Diplomatischen

Dienst Russlands

ein. Von 1989 bis 1996

hatte er verschiedene

Funkionen im russischen

Außenministerium inne. Von

1996 bis 2000 war er an

der russischen Botschaft in

Bonn und später in Berlin

tätig. Als stellvertretender

Direktor war Ljubinskij von

2000 bis 2005 im russischen

Außenministerium

für die russisch-deutschen

Beziehungen zuständig.

2005 wurde er als Erster

Botschaftsrat nach Wien

entsandt, wo er bis 2008

blieb. Von 2008 bis 2010

war er stellvertretender

Direktor der Dritten Europa-

Abteilung im Moskauer

Außenamt, 2010 übernahm

er die Leitung dieser Abteilung.

Seit August 2015 ist

S.E. Ljubinskij Botschafter

der Russischen Föderation

in Österreich. Er ist verheiratet

und Vater von zwei

Töchtern.

Wien als Drehscheibe

für Moskau

von Hermine Schreiberhuber


„WIENER PROZESS“ MIT DEN AKTEUREN

DER WELTPOLITIK

Seit Botschafter Dmitrij Ljubinskij im Sommer

seinen Posten in Österreich übernahm, wurde

Wien zu einem Hotspot der Weltpolitik. Der Diplomat

würdigt im SOCIETY-Gespräch den „Wiener

Prozess“ in Sachen Nahost-Politik: „Jetzt haben

wir ein Programm, Linien, die von allen unterstützt

werden.“ Es gelte, Konsultationen über die

terroristischen Strukturen zu führen. „Der IS ist

vielleicht der Kern des Problems, doch nicht die

einzige terroristische Struktur im Nahen Osten.“

Bei der Koordinierung einer syrischen Oppositionsdelegation

komme der UNO die Hauptrolle zu.

Hinsichtlich Terrorbekämpfung und Sicherheitskooperation

betont der Diplomat die starke

Bereitschaft Russlands. „Wir sind in alle Richtungen

für Zusammenarbeit offen.“ Zugleich verweist

Ljubinskij auf die von der EU gegen Russland verhängten

Sanktionen: „Das trifft auch die Zusammenarbeit

in diesem Bereich.“ Niemand habe eine

Versicherung gegen die Terrorgefahr: „Das kann

jeden und jeden Staat treffen.“

58 | SOCIETY 2_2015


DIPLOMATIE

RUSSLAND

»In Wien wurde es

möglich, alle wichtigen

Spieler an einen Tisch zu

Gesprächen zusammenzubringen.

«

Dmitrij Ljubinskij


LOB FÜR ROLLE DER OSZE IN

DER UKRAINE

Große Anerkennung zollt der russische Botschafter

der Tätigkeit der Organisation für Sicherheit

und Zusammenarbeit in Europa (OSZE)

im Ukraine-Konflikt. „Als die Krise ausbrach, hat

die OSZE als einzige gesamteuropäische Organisation

ihre Chance gut genützt.“ Ljubinskij äußert

„Zufriedenheit“ mit dem Schweizer OSZE-Vorsitz

2014 und Wertschätzung für die „professionelle

Rolle“, die OSZE-Vermittler Martin Sajdik bei der

Umsetzung der Minsker Vereinbarungen spiele.

„Wir vertiefen schon jetzt unsere Beziehungen zu

Österreich und Deutschland“, betont er mit Blick

auf die EU-Troika. 2016 übernimmt Deutschland

den Vorsitz von Serbien, Österreich folgt 2017.

Die Zukunft der Ostukraine sieht Russland in

den Händen Kiews. „Die Entwicklung hängt nicht

von uns ab, sondern von der Kiewer Regierung.“

Die Roadmap, mit Verfassungsreform und Wahlen,

sei in den Minsker Vereinbarungen festgelegt

worden. „Doch das Wichtigste ist, einen direkten

Dialog zwischen Kiew und Donbass zustande zu

bringen.“ Russland sei an raschen Fortschritten interessiert,

„doch wird es eine Generation brauchen,

bis die Folgen dieses Prozesses bewältigt sind“.

Keinen Kompromiss gibt es aus der Sicht Russlands

bei der Krim. Der Botschafter dazu: „Die

Krim gehört historisch der Russischen Föderation

an, ist ein Bestandteil Russlands.“ Die Übergabe

des Gebiets an die Sowjetrepublik Ukraine durch

Nikita Chruschtschow 1954 „war eine willkürliche

Entscheidung, die nicht der russischen Verfassung

entsprach“.

ZUR PERSON

Mag. HERMINE

SCHREIBERHUBER war

stellvertretende Ressortleiterin

für Außenpolitik bei

der Austria Presse Agentur

(APA). Ferner verfasst sie

Reportagen für Wochenzeitungen

wie „Die Furche“

und wirkt an politischen

Büchern mit.


„ASIATISCHE PARTNER STEHEN BEREIT“

Ob die Eurasische Union für Russland eine Alternative

zur EU sei? Der Botschafter umreißt das Verhältnis

Moskaus zu Europa bzw. zu Asien mit den

Worten: „Russland ist europäisch, doch hat es auch

wichtige Partner in Asien.“ Als Beispiel nennt Ljubinskij

die Volksrepublik China: „Unsere wirtschaftlichen

Interessen sind von herausragender Bedeutung.“

Mit Blick auf die EU-Sanktionen fügt er hinzu:

„Wenn die Kooperation mit den europäischen Partnern

stagniert, gehen die russischen Unternehmer

nach Asien.“ Und: „Die asiatischen Partner stehen

bereit.“ Im Übrigen sei der Handelsaustausch mit

den USA fast um 40 Prozent gestiegen.


OMV-GAZPROM: 40 JAHRE VERTRAUENS-

VOLLE KOOPERATION

Die russisch-österreichischen Beziehungen definiert

der Botschafter als „traditionell sehr gut“,

sie unterlägen aber derzeit sanktionsbedingt „gewissen

Begrenzungen“. Der politische Dialog entwickle

sich gut, verweist Ljubinskij auf Besuche

von Präsident Wladimir Putin in Wien im Vorjahr

und von Außenminister Sebastian Kurz heuer in

Moskau. Auf Außenministerebene gebe es ständige

Kontakte, wenn auch „nicht so intensiv wie

früher“. Der Diplomat hebt das Engagement von

Österreichs Wirtschaft in Russland hervor: „Über

tausend Firmen sind in Russland aktiv. Keine will

sich zurückziehen.“

Angesprochen auf die jüngst intensivierte

Energie-Zusammenarbeit betont der Botschafter,

hier handle es sich nicht um „eine Neuorientierung“.

Vielmehr blickten OMV und Gazprom auf

eine langjährige Geschichte zurück, auf „vierzig

Jahre vertrauensvolle Zusammenarbeit“, ohne Lieferstopps

und ohne Vertragsbrüche. Jetzt werde

ein neuer wichtiger Schritt getan: „North Stream

ist eines der wichtigsten Energieprojekte für Europa.“

Für die Vertragspartner in Österreich und

Russland sei dieser Schritt „eine Bestätigung des

Vertrauens in die gute Zusammenarbeit.“


OPERNLIEBHABER GENIESST

WIENER KULTURLEBEN

In Wien ist Botschafter Ljubinskij, der schon

zum zweiten Mal hierher entsandt wurde und

hervorragend Deutsch spricht, praktisch zuhause.

„Wir fühlen uns mit der Familie sehr wohl. Ich

bin sehr gern zurückgekommen.“ In den letzten

Jahren besuchte er Wien immer wieder, zumal Österreich

im Moskauer Außenamt in seine Zuständigkeit

fiel. „Ich bin froh, dass sich in Wien sehr

wenig verändert hat“, abgesehen von einigen innenpolitischen

Veränderungen, so sein Resümee.

Privat ist der Diplomat ein großer Musikfan. „In

Wien geht das nicht anders, als diese Möglichkeiten

zu genießen.“ Sein Lieblingsort ist die Staatsoper,

und diese Liebe teilt er mit seiner Gattin: „Bei meinem

ersten Wien-Aufenthalt habe ich mit meiner

Frau 35 Aufführungen in der Staatsoper gesehen.“

Ljubinskij schätzt neben den russischen Klassikern

auch österreichische Literaten, wie Stefan Zweig.

„Wenn ich Zeit habe, lese ich deutsche und englische

Literatur. Das hilft, die Sprachkenntnisse aufzufrischen“.

Den in Berlin lebenden russisch-deutschen

Autor und Musiker Wladimir Kaminer habe

er auch kennengelernt. „Das machte Spaß!“ •

SOCIETY 2_2015 | 59


DIPLOMATIE

OSZE

Deutschlands

Außenminister Frank-

Walter Steinmeier beim

Wien-Besuch im Juli 2015

Die Regierung in Berlin

will das OSZE-Instrumentarium

nutzen, um den

Herausforderungen im

Sicherheits- und Migrationsbereich,

mit denen

Europa konfrontiert ist, wirksam zu begegnen.

„Die OSZE ist bis heute das Fundament

unserer Sicherheitsarchitektur in

Europa.“ Der deutsche Außenminister

Frank-Walter Steinmeier erläuterte bei der

Debatte im Bundestag zum Thema OSZE-

Vorsitz die Bandbreite der Organisation,

deren konkrete Instrumente und Foren bei

Konfliktlösungen zum Einsatz kommen.

Ein Beispiel hierfür ist die Ukraine, wo

die OSZE die maßgebliche Vermittlerrolle

spielt. Deutschland sei sich bewusst: „Wir

übernehmen den Vorsitz in stürmischen

Zeiten“, so Steinmeier. Die Erwartungen

an den deutschen Vorsitz seien groß.

Deutschland übernehme den Vorsitz in

einer Zeit, in der sich die europäische Friedensordnung

einer der größten Herausforderungen

gegenüber sieht, wird in der

Ständigen Vertretung Deutschlands bei

der OSZE in Wien betont. In Berlin werde

der Führungsposition in der OSZE große

Bedeutung beigemessen. Außenminister

Steinmeier habe deutlich gemacht, dass

es die OSZE zu stärken, ihre Fähigkeiten

zu nutzen und auszubauen gilt. Von der

Deutscher OSZE-

Vorsitz in

stürmischer Zeit

Deutschland steht vor der schwierigen

Aufgabe, die Organisation für Sicherheit

und Zusammenarbeit in Europa (OSZE)

im Jahr 2016 zu führen.

TEXT: HERMINE SCHREIBERHUBER

OSZE könnten Impulse für eine stabilere

Sicherheitsordnung ausgehen.


SCHLÜSSELROLLE DER OSZE

IM UKRAINE-KONFLIKT

Am Ukraine-Konflikt habe sich gezeigt:

„Die OSZE verfügt über wertvolle politische

Instrumente, um zu einer Lösung des

Gesamtkonflikts beizutragen“, formuliert

es Holger Dreiseitl, Sprecher der deutschen

OSZE-Vertretung. „Im Sinne von gelebter

Verantwortungsbereitschaft bringt

sich Deutschland stark ein.“ Auf der Basis

der Minsker Vereinbarungen werden die

Aufgaben von Beobachtermission und

Trilateraler Kontaktgruppe definiert. In

letzterer ist die OSZE u.a. durch das Engagement

des Ukraine-Sonderbeauftragten

Martin Sajdik sichtbar eingebunden.

FOTOS: MICKY KRÖLL/PROFIFOTOS.AT, THOMAS IMO/ PHOTOTHEK.NET

60 | SOCIETY 2_2015


DIPLOMATIE

OSZE

Dreiseitl: „Wir wollen als Vorsitz mit großem

Nachdruck dazu beitragen, dass die OSZE auch

weiterhin in der Lage ist, die Umsetzung einer

diplomatischen Lösung der Krise zu erleichtern.“


TROIKA ALS GELEBTE PARTNERSCHAFT

Deutschland signalisierte schon 2014 seine

Bereitschaft, im Jahr 2016, also nach Serbien, den

Vorsitz zu übernehmen. Die deutsche OSZE-Vertretung

in Wien begrüßt auch, dass Österreich 2017

im Vorsitz nachfolgt. Das Instrument der Troika

sei bei den Vorsitzländern Schweiz und Serbien

sehr zum Tragen gekommen. So sei Deutschland

bereits jetzt verstärkt in regelmäßige Konsultationen,

„Gespräche im Troika-Format“, eingebunden

gewesen.

2015 führte Deutschland bereits den Mittelmeer-Vorsitz

in der OSZE und leitete im Oktober

die hochrangig besetzte Mittelmeer-Konferenz der

OSZE in Jordanien. Diese führte bei der Flüchtlingsproblematik

unweigerlich in medias res.

OSZE-Experten weisen darauf hin, dass durch die

untrennbare Verbindung von Sicherheits- und

Migrationsfragen das Potential dieser Mittelmeer-

Partnerschaft aus Ländern der Region deutlich

sichtbar geworden sei.

Der deutsche OSZE-

Botschafter Eberhard Pohl


VORBILDWIRKUNG FÜR NAHOST?

Die Nahost-Konflikte reichen weit nach Europa

herein. Die Krise hat ihren Ursprung im Nahen

Osten, doch in den Auswirkungen sind die Staaten

Europas betroffen. Hier kann die europäische

Sicherheitsorganisation laut OSZE-Diplomaten

eine Rolle spielen. Es gehe darum, dass die Meta-

Ebene der OSZE-Erfahrungen für den Nahen Osten

als Vorbild dienen könnte – Stichwort vertrauensbildende

Maßnahmen. Auch die Nahost-Staaten

müssten künftig in größeren Strukturen denken.

Nur in der OSZE trifft zu, dass der gesamte frühere

Osten und Westen Europas an einem Tisch

sitzen und zusammenarbeiten. Außenminister

Steinmeier verdeutlichte die Vorbildfunktion der

OSZE in seiner Bundestags-Rede. „Beobachtermission,

Verifikation, Kontaktgruppe – Das Beispiel

Ukraine zeigt: Die OSZE gibt uns die konkreten

Instrumente und die Foren in die Hand.“ Er fasste

zusammen: „Unsere Erfahrung in Europa ist, dass

selbst über abgrundtiefe Gräben hinweg Brücken

der Zusammenarbeit möglich sind…. Wir werden

dafür arbeiten, dass sich ähnliche Einsichten auch

in anderen Konfliktregionen, gerade im Mittleren

Osten, durchsetzen.“

Der deutsche OSZE-Diplomat Dreiseitl erinnert

an den ganzheitlichen OSZE-Ansatz. „Migration

ist ein Querschnittsthema, ist nicht verengt auf einen

bestimmten politischen Strang.“ Bei Themen

wie Toleranz, Integration, Nicht-Diskriminierung

verfüge die OSZE über Erfahrungswerte, sie habe

Instrumente zur Hand, etwa bei Kooperation im

Grenzmanagement, und biete Expertise im migrationspolitischen

Kontext – Beispiel Balkan-

Staaten. „Die OSZE zeichnet sich durch einen

umfassenden, kooperativen Sicherheitsbegriff

aus.“ Dialog und Vertrauen stärken, darum gehe

es auch in der Ukraine.


PERSONELLE AUFSTOCKUNG IN

WIENER VERTRETUNG

Personell hat die deutsche Bundesregierung

sowohl im Berliner Außenministerium als auch

in der Ständigen Vertretung am OSZE-Sitz in Wien

seit dem Sommer stark aufgerüstet. Alle OSZE-relevanten

Bereiche wurden ausgebaut, nun sei mit

etwa 30 Mitarbeitern der definitive Stand für das

Vorsitzjahr erreicht, heißt es in der Wiener Delegation.

Bewährte Kräfte blieben in Wien, zusätzlich

wurden Diplomaten aus Berlin geholt. Auch

das nicht-diplomatische Personal wurde an Ort

und Stelle verstärkt.

Der deutsche OSZE-Botschafter Eberhard Pohl,

zuvor Botschafter in Ankara, der im Juli die Leitung

der ständigen Vertretung in Wien übernahm, ist

ein erfahrener Mann in Sachen OSZE. Er war 2000-

04 bereits in Wien bei der deutschen OSZE-Vertretung

im Einsatz, dann lange im Berliner Außenamt

für die Sicherheitspolitik zuständig. „Die politische

Kraft“ des Vorsitzes ist selbstredend der Außenminister,

der von Gernot Erler unterstützt wird. Auch

Erler blickt auf lange Erfahrung im OSZE-Raum zurück,

Anfang 2015 wurde er als Sonderbeauftragter

der Regierung für den OSZE-Vorsitz eingesetzt.

In Berlin wurde ein starker OSZE-Stab aufgebaut,

heißt es in der Ständigen Vertretung

in Wien. Für die Task Force wurden ferner Austauschbeamte

aus anderen OSZE-Staaten zur Verfügung

gestellt, eine übliche Praxis. Im konkreten

Fall kommen sie aus der Schweiz, Österreich,

Frankreich, Polen und den Niederlanden. Die Leitung

der Task Force hat Botschafterin Antje Leendertse

inne. Zu einzelnen Themen und Konflikten

um OSZE-Raum werden, wie es sich bewährt hat,

auch Sonderbeauftragte des Vorsitzes eingesetzt

werden, ein Dutzend Diplomaten, die Fachwissen,

Kontakte und viel diplomatische Erfahrung einbringen.


»Die OSZE ist

bis heute das

Fundament der

Sicherheitsarchitektur

in

Europa.

«

Frank-

Walter

Steinmeier

FACTS

OSZE

Die Organisation für Sicherheit

und Zusammenarbeit in

Europa entstand vor vierzig

Jahren, im August 1975,

mit der Schlussakte von

Helsinki und geht aus der

vormaligen Konferenz über

Sicherheit und Zusammenarbeit

in Europa (KSZE)

hervor. An der OSZE

nehmen 57 Staaten teil, darunter

alle Staaten Europas

(außer Kosovo), die Türkei,

Russland, die Mongolei,

die Nachfolgestaaten der

Sowjetunion, die USA und

Kanada. Der Hauptsitz ist

in Wien. Die Ziele der OSZE

sind die Sicherung des

Friedens und der Wiederaufbau

nach Konflikten. Sie

deckt ein breites Feld an

Sicherheitsfragen ab. Dazu

gehören der politischmilitärische,

wirtschaftliche,

ökologische und humanitäre

Bereich. Generalsekretär

ist seit 2011 der Italiener

Lamberto Zannier.

SOCIETY 2_2015 | 61


DIPLOMATIE

CHINA

Die Seidenstraßen-

Initiative

Die Wiederbelebung der Seidenstraße von Asien

nach Europa soll den Ländern entlang der Route

internationalen Wohlstand und Frieden bringen.

TEXT: IRENE GINER-REICHL

»Österreich hat

sein Interesse

an der Wiederbelebung

der

Seidenstraße

während des

Staatsbesuchs

von BP Fischer

in China

deponiert.

«

ZUR PERSON

Dr. Irene Giner-Reichl ist die

österreichische Botschafterin

in der VR China und der

Mongolei. 1982 Eintritt in

den diplomatischen Dienst.

1998-2001 Ständige Vertreterin

Österreichs bei den

Vereinten Nationen in Wien.

2001 bis 2004 Leiterin des

UNIDO-Büros in New York.

2005 bis 2012 Sektionsleiterin

verantwortlich für

Entwicklungspolitik.

Chinas außenpolitische und außenwirtschaftliche

Prioritäten bündeln

sich seit Herbst 2013 in der Wiederbelebung

der terrestrischen und maritimen

Seidenstraßen, die Asien, Afrika

und Europa stärker miteinander verbinden sollen.

Mehr als sechzig Länder, die insgesamt zwei

Drittel der Weltbevölkerung beheimaten, sind

mittlerweile von der Seidenstraßen-Initiative erfasst,

die von China als „yi dai, yi lu“ – „ein Gürtel,

eine Straße“ – bezeichnet wird.

Ausbau der Infrastruktur, Belebung von Handel

und Tourismus, verstärkte Investitionen in

den Ländern entlang der Seidenstraßen sollen

eine Wohlstandsmehrung für alle bringen. Chinesische

Überkapazitäten bei der Produktion von

u.a. Stahl und Zement und Infrastruktur-Firmen

im allgemeinen, und überschüssige finanzielle

Liquidität sollen eingesetzt werden, um den

Nachholbedarf der Länder entlang der Seidenstraßen

zu befriedigen (rund acht Billionen US-

Dollar bis 2020 laut Asian Development Bank).

Innerchinesisch sollen vor allem die derzeit

noch hinter den Wohlstandswerten der Ostküstengebiete

nachhinkenden Provinzen in Zentralund

Westchina aufholen. Auch international hat

„Ein Gürtel, eine Straße“ hohe Entwicklungsrelevanz.

Entlang den Seidenstraßen liegen Länder

mit sehr geringem Pro-Kopf-Einkommen (wie

etwa Bangladesch, Tadschikistan oder Pakistan)

und Konfliktherde (wie Syrien, Irak, Afghanistan

oder auch die Ukraine), die sich seit Jahren und

teilweise Jahrzehnten einer friedlichen Lösung

entzogen haben.


MITWIRKUNG ÖSTERREICHS

Europa erreichen die Seidenstraßen in Südost/

Ost-Europa bzw. im Mittelmeer. Mit den Ländern

Ost- und Süd-Ost-Europas intensivierte China seit

2012 seine Beziehungen unter dem Titel „16+1“.

Die 16 Länder sind Albanien, Bosnien und Herzegowina,

Bulgarien, Estland, Kroatien, Lettland,

Litauen, Mazedonien, Montenegro, Polen, Rumänien,

Serbien, Slowenien, Tschechische Republik,

Slowakische Republik und Ungarn. Sie hielten

bislang drei Gipfel – in Warschau 2012, Bukarest

2013 und Belgrad 2014. Die Gruppe gab sich ein

Sekretariat und besiegelte beträchtliche Infrastrukturprojekte:

die Eisenbahnverbindung von

Belgrad nach Budapest wird von China gebaut;

der slowenische Hafen von Koper modernisiert,

und eine Anbindung des Hafen Piräus, an dem

der chinesische Container-Transport-Riese Cosco

große Anteile hält, an das bestehende griechische

Eisenbahnnetz geschaffen. Die EU arbeitet intensiv

an einer Schnittstelle zu ihren eigenen grenzübergreifenden

Infrastruktur-Programmen in der

Region.

Da österreichische Firmen großes Interesse

haben, ihre Vor-Ort-Expertise und technologische

Führerschaft zu nützen, um Kooperationen mit

China in Ländern entlang der Seidenstraßen

(Schlagwort: Drittland-Kooperationen) einzugehen,

hat Österreich sein Interesse an der Mitwirkung

an der Seidenstraßen-Initiative während

des Staatsbesuches von BP Fischer in China im

März 2015 auf höchster Ebene deponiert. Österreich

war auch Gründungsmitglied der Asian

Infrastructure Investment Bank (AIIB), der neugeschaffenen

Seidenstraßen-Bank. Da Auftragsvergaben

im Rahmen von AIIB Projekten Mitgliedsländern

vorbehalten sind, eröffnen sich

dadurch neue Möglichkeiten für österreichische

Firmen. Im Zuge des Staatsbesuches wurde vom

chinesischen Premierminister LI Keqiang die

offizielle Einladung an Österreich gerichtet, in

Zukunft am „16+1“ Prozess als Beobachter mitzuwirken.

Die Belebung insbesondere der terrestrischen

Transportwege von Asien nach Europa ist auch

für die Länder Zentralasiens – und für die österreichischen

Firmen mit besonderer Expertise, vor

allem in Kasachstan, Iran und Türkei – von großem

Interesse, da dadurch neue Logistikmöglichkeiten

entstehen und die Länder als Investitionsstandorte

interessanter werden. Österreichische

Logistikunternehmen engagieren sich bereits

aktiv, die „Seidenstraße“ auf Straße und Bahn zu

nützen und österreichische Firmen positionieren

sich, die neuen Möglichkeiten zu nützen. •

FOTO: BMEIA

62 | SOCIETY 2_2015


Staatsbesuch im Iran

Erster Besuch eines EU-Staatsoberhauptes im

Iran seit 2004. Bundespräsident Heinz Fischer

traf Staatspräsident Hassan Rohani.

DIPLOMATIE

IRAN

TEXT: SOCIETY

Vier-Augen-Gespräch der

beiden Staatsoberhäupter im

Saadabad Palast - Staatspräsident

Hajatolesam

Hassan Rohani – „Gebäude der

Republik“ in Teheran

FOTOS: PETER LECHNER/HBF

Der Besuch von Österreichs Bundespräsidenten

Heinz Fischer war der

erste eines EU-Staatsoberhauptes

seit dem Jahr 2004. Auch damals

war ein österreichischer Bundespräsident,

Thomas Klestil, in den Iran gereist. Begleitet

wurde Bundespräsident Heinz Fischer von

Vizekanzler Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner,

Außenminister Sebastian Kurz und WKO-

Präsident Christoph Leitl.

Nach einem Vier-Augen-Gespräch zwischen

Irans Staatspräsident Hassan Rohani und Bundespräsident

Heinz Fischer traten beide vor die

Presse und betonten die gute und lange Tradition

der österreichisch-iranischen Beziehungen. Als

eine „neue Seite im Geschichtsbuch“ bezeichnete

Fischer das in Wien ausgehandelte Atomabkommen

zwischen dem Iran und den 5+1-Staaten (UN-

Vetomächte plus Deutschland). Staatspräsident

Rohani bedankte sich für die österreichische Gastfreundschaft

während der Verhandlungen in Wien.

Die Minister Mitterlehner und Kurz unterzeichneten

Absichtserklärungen auf eine künftige

Zusammenarbeit in den Bereichen Umwelt,

politischen und interreligiösen Dialog und in den

Wirtschaftsbeziehungen. Voraussetzung für den

Ausbau der wirtschaftlichen Kontakte – mit dem

Ziel einer Verfünffachung des Handelsvolumens

– ist die Lockerung der Sanktionen. Dies soll nach

Mitte Dezember geschehen, wenn der Abschlussbericht

der IAEO vorliegt.

Beim Arbeitsbesuch im Iran traf Bundespräsident

Fischer auch Außenminister Jawad Zarif und

den Obersten Religiösen Führer, Ayatollah Seyed

Ali Khamenei, sowie den Vorsitzenden des Schlichtungsrates,

Hashemi Rafsandjani, und den Parlamentspräsidenten

Ali Larijani.

Außerdem wurde während des Besuches ein iranisch-österreichisches

Wirtschaftsforum eröffnet.

Bundespräsident Fischer wurde von einer 240-köpfigen

Wirtschaftsdelegation begleitet. •

Offizieller Besuch in der

Islamischen Republik Iran

Begrüßung durch den Staatspräsidenten

der Islamischen

Repbulik Iran, Hajatolesam Hassan

Rohani, mit militärischen Ehren im

Saadabad Palast - „Gebäude der

Republik“ in Teheran

SOCIETY 2_2015 | 63


DIPLOMATIE

ÖGAVN

Mag. Hannelore Fauqueux-Veit

sprach über die US-Vorwahlen

MITGLIED-

SCHAFT

Seit 1945

Alle Personen, die am

internationalen Geschehen

interessiert sind und zur

Stärkung der Vereinten

Nationen beitragen wollen,

können ordentliche Mitglieder

der Österreichischen

Gesellschaft für Außenpolitik

und die Vereinten

Nationen (ÖGAVN) werden.

Daneben sind Unternehmen

und andere Institutionen

eingeladen, als unterstützende

Mitglieder beizutreten.

Wenn Sie Interesse an

einer Mitgliedschaft haben,

wenden Sie sich bitte an:

Österreichische Gesellschaft

für Außenpolitik und

die Vereinten Nationen

(ÖGAVN)

Hofburg/Stallburg

Reitschulgasse 2/2. OG

A-1010 Wien

Tel. +43-(0)1-535 46 27

E-Mail: office@oegavn.org

www.oegavn.org

MAGAZIN SOCIETY

Mag. Gertrud Tauchhammer

hat mit dem Magazin

SOCIETY als offizielles

Organ schon seit 1995

fungiert und übt seitdem

mit verschiedensten Aktivitäten

den Brückenschlag

zwischen Österreich und

den Vereinten Nationen aus.

Auf Vorschlag von Altbundeskanzler

Dr. Wolfgang

Schüssel wird die Kooperation

zwischen dem Magazin

SOCIETY und der ÖGAVN

fortgesetzt. SOCIETY ist zu

hundert Prozent im Eigentum

der Tauchhammer KG/

Mag. Gertrud Tauchhammer.

Begegnungen in

der Stallburg

Der zweite Stock der Stallburg der Wiener Hofburg war

auch in der zweiten Jahreshälfte 2015 „ausgebucht“

mit beinahe täglichen Veranstaltungen der ÖGAVN.

Seit mittlerweile fünf Jahren zählt der von

Altbundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel

ins Leben gerufene „Internationale Club“

zu dem Highlight des Programms, wo

jeden Mittwoch um 12:00 Uhr zu einem

Vortrag geladen wird.


ZUKUNFT DES ARBEITSMARKTS

Während wir derzeit mit der Zahl der Arbeitlosen

kämpfen, beschäftige sich Prof. Dr. Rainer

Strack von der Boston Consulting Group in einem

Vortrag über eine mögliche globale Beschäftigungskrise

und der Zukunft der Arbeitswelt. Die

Grundessenz seiner These war ein bevorstehendes

sinkendes Arbeitskräfteangebot in Kombination

mit einem größeren Arbeitskräftebedarf (sowohl in

Deutschland als auch in Österreich). Im Jahre 2030

sollen allein in Deutschland bis zu acht Millionen

Arbeitskräfte fehlen, wenn das BIP/Kopf der letzten

zehn Jahre gehalten werden soll. Die Lösung dieser

Problematik sieht er etwa in der Migration, einer

höherer Erwerbstätigkeit von Frauen, einer Anhebung

des Pensionsantrittsalters, einer Reduzierung

der Schul- und Studienabbrecherquoten und

einem transparentem Arbeitsmarkt. Sollten diese

unterschiedlichen Maßnahmen nicht gesetzt werden,

könnten sowohl Deutschland als auch Österreich

auf lange Sicht hin stagnieren.

Prof. Dominique

Meyer, Dr. Wolfgang

Schüssel

Dr. Wolfgang

Schüssel, Prof.

Dr. Rainer Strack,

Mag. Wilhelm

Molterer


VORSCHAU AUF DIE U.S.

PRÄSIDENTSCHAFTSWAHLEN

Mag. Hannelore Fauqueux-Veit sprach in der

Stallburg über die sogenannten „primaries“, die

anstehenden Vorwahlen in den U.S. Bundesstaaten

Iowa und New Hampshire und über ihre Beobachtungen

des Wahlkampfes im Allgemeinen. Einige

politische Beobachter in den USA erwarteten

nämlich zunächst einen relativ langweiligen und

unaufregenden (Vor-)Wahlkampf mit bereits feststehenden

Siegern: Jeb Bush und Hillary Clinton.

Doch neulich titelte die New York Times in Bezug

auf eben diese Wahlen „wildly unpredictable“. Es

steht also ein spannendes Wahljahr bevor.


STALLBURG MEETS STAATSOPER

Im November erklärte Staatsoperndirektor Prof.

Dominique Meyer – im bis auf den letzten Stehplatz

gefüllten ÖGAVN-Clubraum – in liebevoller Art die

Rolle der Wiener Staatsoper, die auf dem internationalen

Parkett als eine der Top Drei zu positioniert

werden kann. Meyer sprach von der speziellen Rolle

des Repertoiresystems im deutschsprachigen

Raum, im Gegensatz zum im Westen bevorzugten

Stagionesystem, wo ein Stück en-suite gespielt wird

und man auf ein Ensemble verzichtet. Durch das

Repertoiresystem in Wien ist es einem Opernliebhaber

möglich, an einem Wochenende gleich drei

Vorstellungen hintereinander zu genießen und womöglich

noch im Konzerthaus vorbeizuschauen.

Ein Mitglied des Staatsopernchores kann 45 Stücke

in mehreren Sprachen auswendig, die Philharmoniker

verfügen über eine einzigartige Universalität,

so dass sie bei 70 Aufführungen pro Saison nur 110

Proben zu benötigen, fallweise sogar überhaupt

nicht proben zu müssen.

Mit der Vielzahl der Aktivitäten und der Breite

des Programms möchten ÖGAVN und AFA der

Österreichischen Bevölkerung einen Zugang zu

Informationen ermöglichen, die in dieser Forum

nicht über Medien, Internet oder Universität verfügbar

sind.


64 | SOCIETY 2_2015


FOTOS: SOCIETY/POBASCHNIG

Highlights of WA

Welcome to Austria offers its members an amazing

list of programmes and events familiarizing foreign

diplomats with the Austrian way of life.

The Board of “Welcome to

Austria”

The Congress of Vienna and the Ringstraße

were and still are leading subjects

of this year’s Welcome to Austria’s

programs. Art, architecture, society,

lectures, music and leisurely issues are

circling around these two themes. 150 years of the

Ringstraße, Vienna’s main boulevard around the

Imperial City Center and 200 years of The Congress

of Vienna, when modern diplomacy was born, both

provide plenty ways to present Austrian culture

and civilization to foreign diplomats.

Down town most of events and appointments

take place, when Austrian guides, Viennese private

or public invitations and hidden treasures give an

insight into a leading culture in the heart of Europe.

Central Europe – that’s geographically where

Vienna is located and everybody can feel it at any

moment spent in town.

Welcome to Austria continues to give its members

an intimate feeling for the place they live in

for only some years. A personal insight not easily

acquainted as well as personal attention to newcomers

of the diplomatic corps with their families

touch members from all over the world. Cultural

events and Austrian civilization open up, explained

and familiarized for those who just arrived. And

new members are welcome at any time!

Be it one of the numerous visits to Palais, museums

or exhibitions on The Ringstraße or be it the

private access to the International singing competition

„Belvedere“ of Hans Gabor in the Vienna

Staatsoper, be it the excursion to treasures of Wiener

Neustadt and an Austrian producer of special

helicopters, the Adamas String Quartett’s extraordinary

performance or an introduction to the Second

District about who, why, where and when was

and is living there – a great number of very special

programs were offered.

What tourists do not see is happily attended

month per month by spouses and diplomats foreign

to Vienna who would last-not-least enjoy also

culinary secrets in nearly every context. Who would

not appreciate chocolate pralines of Altmann &

Kühne directly produced before his/her eyes? Great

interest was shown by active diplomats and their

spouses for either Vienna’s urbanistic projects

presented in the Planungswerkstatt as well as for

antique European furniture in the Hofmobiliendepot.

With Welcome to Austria the First Biennale of

Vienna was discovered in preview with its director

Christoph Thun-Hohenstein (MAK) as his mother is

a coordinator of Welcome to Austria.

Families of foreign diplomats, spouses and soon

also children give constantly feedback on the club’s

programs. This leads to a natural dialogue resulting

in new events and get-togethers exchanging experiences

and impressions on Austrian civilization

directly where they can be experienced. Welcome

to Austria is an eye opener for Austrian culture.

Since recently we are updating our photo gallery

on the renewed website.


DIPLOMATIE

WELCOME TO AUSTRIA

General Assembly

WELCOME

TO AUSTRIA

WA “Welcome to Austria”

was founded in 1997 by Dr.

Benita Ferrero-Waldner, who

was then State Secretary for

Foreign Affairs,

with the overriding

objective

of introducing

foreign diplomats

and international

civil servants assigned

to Vienna

and their spouses

to the Austrian

way of life. The

aims of WA are to

promote the awareness and

understanding of Austria’s

rich heritage of culture and

history past and present. WA

would welcome newly accredited

diplomats and their

spouses to join the club.


WA invites you to join:

n You will meet many

interesting Austrians in a

relaxed atmosphere and

make new friends.

n You will be offered a

wide choice of excellent

programmes and learn

a great deal about your

host country.

n You will be invited to private

homes and through

WA events you will enjoy

many things which you

would not have access to

outside our Association.


THE BOARD OF

“WELCOME TO AUSTRIA”

• Dr. Benita Ferrero-Waldner

– Founding President

• Foreign Minister

Sebastian Kurz – President

• Gabrielle Schallenberg –

Honorary Vice President

• Ambassador Dr. Angelika

Saupe – 1 st Vice President

• Mag. Agnes Stillfried – 2 nd

Vice President

• Robert Thum – Treasurer

• Mag. Gertrud

Tauchhammer – Public

Affairs, “Schriftführerin”

• Dr. Elisabeth Wolff – Music

• Dr. Heidelore

Almoslechner – German

• Anne Thun-Hohenstein –

History, Art

• Dr. Stefanie Winkelbauer –

Applied Arts, Cuisine

• Mag. Adelaida Calligaris –

Liaison Officer

• Ellen Spallinger – Liaison

Officer


OFFICE HOURS

Mon-Tue: 2 – 5 p.m.

Wed-Thu-Fri: 10 a.m.- 1 p.m.

Elisabeth Jungreithmair,

Secretary

Hofburg, Stallburg, Reitschulgasse

2, 1010 Vienna

Phone: +43-(0)1-535 88 36

Fax: +43-(0)1-535 88 37

office@welcome-to-austria.org

www.welcome-to-austria.org

SOCIETY 2_2015 | 65


AMBASSADORS

A TO Z

120 bilateral

Ambassadors

are representing their

countries in Austria.

SOCIETY presents

them with their

name, picture and day

of accreditation in

alphabetical order

of the countries.

Ambassadors'

Caleidoscope

Ambassadors resident in Vienna

ARGENTINA

H.E. Rafael Mariano

Grossi

since 17.09.2013

Goldschmiedgasse 2/1

1010 Vienna

Tel. +43 1 533 84 63

embargviena@embargviena.at

BELGIUM

H.E. Willem Van de

Voorde since 02.10.2014

Prinz-Eugen-Straße 8-10

1040 Vienna

Tel. +43 1 502 07 0

vienna@diplobel.fed.be

www.diplomatie.be/vienna

AFGHANISTAN

H.E. Ayoob M. Erfani

since 05.04.2013

Mahlerstraße 14/1

1010 Vienna

Tel. +43 1 402 10 06

embassy@afghanistan-vienna.org

www.afghanistan-vienna.org

ARMENIA

H.E. Arman

Kirakossian

since 09.11.2011

Hadikgasse 28

1140 Vienna

Tel. +43 1 522 74 79

armenia@armembassy.at

BELIZE

H.E. Joel Matthew

Nagel

since 14.09.2015

Franz-Josefs-Kai 13/5/16

1010 Vienna

Tel. +43 1 533 76 63

belizeembassy@utanet.at

ALBANIA

H.E. Roland Bimo

since 14.03.2014

Prinz-Eugen-Straße 18/1/5

1040 Vienna

Tel. +43 1 328 86 56

embassy.vienna@mfa.gov.al

AUSTRALIA

H.E. David Gordon

Stuart

since 12.09.2012

Mattiellistraße 2, 1040 Vienna

Tel. +43 1 506 74 0

austemb@aon.at

www.austria.embassy.gov.au

BOLIVIA

Chargé d’Affaires a.i.

Ricardo Javier

Martinez Covarrubias

Waaggasse 10/8, 1040 Vienna

Tel. +43 1 587 46 75

embolaustria@of-viena.at

ALGERIA

H.E. Mohamed

Benhocine

since 02.07.2012

Rudolfinergasse 18, 1190 Vienna

Tel. +43 1 369 88 53

office@algerische-botschaft.at

www.algerische-botschaft.at

AZERBAIJAN

H.E. Galib Israfilov

since 28.09.2011

Hügelgasse 2

1130 Vienna

Tel. +43 1 403 13 22

vienna@mission.mfa.gov.az

www.azembassy.at

BOSNIA AND HERZEGOVINA

H.E. Tomislav Leko

since 14.09.2015

Tivoligasse 54, 1120 Vienna

Tel. +43 1 811 85 55

bhbotschaft@bhbotschaft.at

www.bhbotschaft.at

ANDORRA

Chargé d’Affaires a.i.

Gemma Cano Berne

Kärntner Ring 2A/13

1010 Vienna

Tel. +43 1 961 09 09

office@ambaixada-andorra.at

BANGLADESH

H.E. Mohammed Abu

Zafar

since 10.12.2014

Hofzeile 4

1190 Vienna

mission.vienna@mofa.gov.bd

BRAZIL

H.E. Evandro Didonet

since 17.10.2012

Pestalozzigasse 4/2

1010 Vienna

Tel. +43 1 512 06 31

brasemb.viena@itamaraty.gov.br

ANGOLA

H.E. Maria De Jesus

Dos Reis Ferreira

since 09.11.2011

Seilerstätte 15/10, 1010 Vienna

Tel. +43 1 718 74 88

embangola-viena@embangola.at

www.embangola.at

BELARUS

H.E. Valery

Voronetsky

since 09.11.2011

Hüttelbergstraße 6, 1140 Vienna

Tel. +43 1 419 96 30

austria@mfa.gov.by

www.austria.belembassy.org

BULGARIA

H.E. Elena Radkova

Shekerletova

since 28.03.2012

Schwindgasse 8

1040 Vienna

Tel. +43 1 505 31 13

amboffice@embassybulgaria.at

FOTOS: © YUI - FOTOLIA.COM, HBF

66 | SOCIETY 2_2015


AMBASSADORS

A TO Z

BURKINA FASO

H.E. Solange Eveline

Agneketom Bogore

since 17.03.2015

Strohgasse 14c, 1030 Vienna

Tel. +43 1 503 82 64

s.r@abfvienne.at

www.abfvienne.at

CROATIA

H.E. Vesna Cvjetkovic

since 07.10.2015

Rennweg 3

1030 Vienna

Tel. +43 1 485 95 24

croemb.bec@mvep.hr

http://at.mfa.hr

EGYPT

H.E. Khaled Abdelrahman

Shamaa

since 09.11.2011

Hohe Warte 50-54

1190 Vienna, Tel. +43 1 370 81 04

egyptembassyvienna@

egyptembassyvienna.at | www.egyptembassyvienna.at

CANADA

H.E. Mark Bailey

since 11.11.2013

Laurenzerberg 2/III

1010 Vienna

Tel. +43 1 531 38 30

vienn@international.gc.ca

www.kanada.at

CUBA

H.E. Juan Antonio

Fernandez Palacios

since 13.11.2015

Kaiserstraße 84, 1070 Vienna

Tel. +43 1 877 81 98

secembajador@ecuaustria.at

www.cubadiplomatica.cu/austria

EL SALVADOR

H.E. Carmen María

Gallardo de

Hernández

since 02.10.2014

Prinz-Eugen-Straße 72/2/1

1040 Vienna, Tel. +43 1 505 38 74

elsalvador@embasal.at | www.rree.gob.sv

CHILE

H.E. Armin Andereya

Latorre

since 13.11.2015

Lugeck 1/III/10

1010 Vienna

Tel. +43 1 512 92 08

echile.austria@minrel.gov.cl

CYPRUS

H.E. Marios

Ieronymides

since 13.05.2014

Neulinggasse 37/4

1030 Vienna

Tel. +43 1 513 06 30

office@cyprusembassy.at

ESTONIA

H.E. Rein Oidekivi

since 07.10.2015

Wohllebengasse 9/12

1040 Vienna

Tel. +43 1 503 77 61

embassy@estwien.at

www.estemb.at

CHINA

H.E. Zhao Bin

since 12.09.2012

Metternichgasse 4

1030 Vienna

Tel. +43 1 714 31 49

chinaemb_at@mfa.gov.cn

www.chinaembassy.at

CZECH REPUBLIC

H.E. Jan Sechter

since 11.11.2013

Penzinger Straße 11-13

1140 Vienna

Tel. +43 1 899 580

vienna@embassy.mzv.cz

www.mzv.cz/vienna

FINLAND

H.E. Anu Irene

Laamanen

since 17.10.2013

Gonzagagasse 16, 1010 Vienna

Tel. +43 1 535 03 65

sanomat.wie@formin.fi

www.finnland.at

COLOMBIA

H.E. Jaime Alberto

Cabal Sanclemente

since 13.05.2014

Stadiongasse 6-8/15

1010 Vienna

Tel. +43 1 405 42 49

eaustria@cancilleria.gov.co

DENMARK

H.E. Liselotte K.

Plesner

since 17.09.2013

Führichgasse 6, 1010 Vienna

Tel. +43 1 512 79 04

vieamb@um.dk

www.oestrig.um.dk

FRANCE

H.E. Pascal Teixeira da

Silva since 16.09.2014

Technikerstraße 2, 1040 Vienna

Tel. +43 1 502 75 0

secretariat.vienne-amba@

diplomatie.gouv.fr

www.ambafrance-at.org

COSTA RICA

H.E. Pilar Saborió de

Rocafort

since 17.03.2015

Wagramer Straße 23/1/1/2-3

1220 Vienna

Tel. +43 1 263 38 24

embajadaaustria_costa.rica@chello.at

DOMINICAN REPUBLIC

H.E. Ramon Andres

Quinones Rodriguez

since 04.06.2007

Prinz-Eugen-Straße 18

1040 Vienna

Tel. +43 1 505 85 55

embajada@embrepdom.at

GEORGIA

H.E. Konstantine

Zaldastanishvili

since 18.06.2013

Doblhoffgasse 5/5

1010 Vienna

Tel. +43 1 403 98 48

vienna@geomission.at

CÔTE D’IVOIRE

H.E. Largaton

Gilbert Ouattara

since 09.11.2011

Neulinggasse 29/6/20

1030 Vienna

Tel. +43 1 581 00 76

office@ambaciaut.org

ECUADOR

H.E. Wilson Pastor

Morris

since 22.10.2013

Goldschmiedgasse 10/2/205

1010 Vienna

Tel. +43 1 535 32 08

mission@ecuadorvienna.at

GERMANY

H.E. Johannes Haindl

since 14.09.2014

Gauermanngasse 2-4

1010 Vienna

Tel. +43 1 711 54 0

info@wien.diplo.de

www.wien.diplo.de

SOCIETY 2_2015 | 67


AMBASSADORS

A TO Z

GREECE

H.E. Chryssoula Aliferi

since 13.05.2014

Argentinierstraße 14

1040 Vienna

Tel. +43 1 506 15

gremb@griechischebotschaft.at

www.griechische-botschaft.at

IRAN

H.E. Ebadollah Molaei

since 07.10.2015

Jauresgasse 9

1030 Vienna

Tel. +43 1 712 26 50

public@iranembassy-wien.at

www.iran.embassy.at

KAZAKHSTAN

H.E. Kairat Sarybay

since 14.03.2014

Wipplingerstraße 35

1010 Vienna

Tel. +43 1 890 800 810

embassy@kazakhstan.at

www.kazakhstan.at

GUATEMALA

H.E. Antonio Roberto

Castellanos Lopez

since 12.09.2012

Prinz-Eugen-Straße 18/Top7

1040 Vienna, Tel. +43 1 714 35 70

embajada@embaguate.co.at

www.embaguate.co.at

IRAQ

H.E. Dr. Surood R. Najib

Najib

since 09.12.2010

Johannesgasse 26

1010 Vienna

Tel. +43 1 713 81 95

office@iraqembassy.at

*)

KENYA

H.E. Michael Adipo

Okoth Oyugi

since 05.04.2013

Andromeda Tower, Donau-City-Straße 6

1220 Vienna, Tel. +43 1 712 39 19

kenyarep-vienna@aon.at

www.kenyaembassyvienna.at/de/

HOLY SEE

H.E. Archbishop Dr.

Peter Stephan

Zurbriggen

since 17.04.2009

Theresianumgasse 31, 1040 Vienna

Tel. +43 1 505 13 27

nuntius@nuntiatur.at | www.nuntiatur.at

IRELAND

H.E. Mary Whelan

since 02.10.2014

Rotenturmstraße 16-18

1010 Vienna

Tel. +43 1 715 42 46

vienna@dfa.ie

www.dfa.ie

KOSOVO

S.E. Mag. Sami Ukelli

since 17.03.2015

Goldeggasse 2/14

1040 Vienna

Tel. +43 1 503 11 77

embassy.austria@ks-gov.net

www.ambasada-ks.net/at/

HUNGARY

H.E. Dr. Janos Perenyi

since 10.12.2014

Bankgasse 4-6

1010 Vienna

Tel. +43 1 537 80 300

mission.vie@mfa.gov.hu

ISRAEL

H.E. Talya Lador-

Fresher

since 13.11.2015

Anton-Frank-Gasse 20, 1180 Vienna

Tel. +43 1 476 46 0

info-sec@vienna.mfa.gov.il

www.vienna.mfa.gov.il

KUWAIT

H.E. Sadiq M. Marafi

since 17.10.2013

Strassergasse 32

1190 Vienna

Tel. +43 1 405 56 46

kuwait.embassy.vienna@speed.at

ICELAND

H.E. Audunn Atlason

since 17.09.2013

Naglergasse 2/8

1010 Vienna

Tel. +43 1 533 27 71

emb.vienna@mfa.is

www.iceland.is/at

ITALY

H.E. Giorgio Marrapodi

since 17.09.2013

Rennweg 27

1030 Vienna

Tel. +43 1 712 51 21

ambasciata.vienna@esteri.it

www.ambvienna.esteri.it

KYRGYZSTAN

H.E. Ermek Ibraimov

since 13.05.2014

Invalidenstraße 3/8

1030 Vienna

Tel. +43 1 535 03 79

kyremb@inode.at

www.kyremb.at

INDIA

H.E. Rajiva Misra

since 14.03.2014

Kärntner Ring 2

1015 Vienna

Tel. +43 1 505 86 66

indemb@eoivien.vienna.at

www.indianembassy.at

JAPAN

H.E. Makoto Taketoshi

since 17.10.2013

Heßgasse 6

1010 Vienna

Tel. +43 1 531 92 0

info@wi.mofa.go.jp

www.at.emb-japan.go.jp

LAOS

H.E. Phoukhao

Phommavongsa

since 16.09.2014

Sommerhaidenweg 43

1180 Vienna

Tel. +43 1 890 2319 11

laoembassyvienna@hotmail.com

INDONESIA

H.E. Rachmat Budiman

since 17.10.2012

Gustav-Tschermak-Gasse 5-7

1180 Vienna

Tel. +43 1 476 23 0

unitkom@kbriwina.at

www.kbriwina.at

JORDAN

H.E. Hussam

Al Husseini

since 22.10.2013

Rennweg 17/4, 1030 Vienna

Tel. +43 1 405 10 25

info@jordanembassy.at

www.jordanembassy.at

LATVIA

H.E. Edgars Skuja

since 17.10.2013

Stefan-Esders-Platz 4

1190 Vienna

Tel. +43 1 403 31 12

embassy.austria@mfa.gov.lv

FOTOS: HBF

68 | SOCIETY 2_2015


AMBASSADORS

A TO Z

LEBANON

Chargé d'Affaires a.i.

Salim Baddoura

Oppolzergasse 6/3

1010 Vienna

Tel. +43 1 533 88 21

embassy.lebanon@inode.at

MALTA

H.E. Keith Azzopardi

since 17.10.2013

Opernring 5/1

1010 Vienna

Tel. +43 1 586 50 10

maltaembassy.vienna@gov.mt

NAMIBIA

H.E. Simon Madjuma

Maruta

since 11.11.2013

Zuckerkandlgasse 2, 1190 Vienna

Tel. +43 1 402 93 71

nam.emb.vienna@speed.at

www.embnamibia.at

LIBYA

H.E. Dr. Ibrahim Ali

Albesbas

since 11.11.2013

Blaasstraße 33

1190 Vienna

Tel. +43 1 367 76 39

office@libyanembassyvienna.at

MAROCCO

H.E. Dr. Ali El Mhamdi

since 12.01.2012

Hasenauerstraße 57

1180 Vienna

Tel. +43 1 586 66 51

emb-pmissionvienna@morocco.at

NETHERLANDS

H.E. Marco Hennis

since 07.10.2015

Opernring 5, 1010 Vienna

Tel. +43 1 589 39

wen@minbuza.nl

www.mfa.nl/wen

LIECHTENSTEIN

H.H. Maria-Pia

Kothbauer Prinzessin

v.u.z. Liechtenstein,

since 11.12.1997

Löwelstraße 8/7, 1010 Vienna

Tel. +43 1 535 92 11

info@vie.llv.li, www.wien.liechtenstein.li

MEXICO

H.E. Luis Alfonso De

Alba

since 17.09.2013

Operngasse 21

1040 Vienna

Tel. +43 1 310 73 83

embaustria@sre.gob.mx

NEW ZEALAND

H.E.

Deborah Geels

since 05.04.2013

Mattiellistraße 2-4/3, 1040 Vienna

Tel. +43 1 505 3021

nzemb@aon.at

www.nzembassy.com/austria

LITHUANIA

H.E. Loreta

Zakareviciene

since 16.09.2014

Löwengasse 47/4, 1030 Vienna

Tel. +43 1 718 54 67

amb.at@urm.lt

http://at.mfa.lt/

MOLDOVA

H.E. Andrei Popov

since 22.10.2013

Löwengasse 47/10

1030 Vienna

Tel. +43 1 961 10 30

vienna@moldmission.at

www.austria.mfa.md

NICARAGUA

H.E. Alvaro José

Robelo Gonzáles

since 11.01.2013

Ebendorferstraße 10/3/12

1010 Vienna

Tel. +43 1 403 18 38

embanicviena@chello.at

LUXEMBOURG

H.E. Hubert Wurth

since 09.11.2011

Sternwartestraße 81

1180 Vienna

Tel. +43 1 478 21 42

vienne.amb@mae.etat.lu

www.vienne.mae.lu/ge

MONGOLIA

H.E. Gunaajav

Batjargal

since 05.04.2013

Fasangartengasse 45, 1130 Vienna

Tel. +43 1 535 28 07

vienna@mfa.gov.mn

www.embassymon.at

NIGERIA

H.E. Abel Adelakun

Ayoko

since 16.12.2013

Rennweg 25, 1030 Vienna

Tel. +43 1 712 66 86

info@nigeriaembassyvienna.com

www.nigeriaembassyvienna.com

MACEDONIA

H.E. Vasilka Poposka-

Trenevska

since 03.12.2014

Kinderspitalgasse 5/2

1090 Vienna

Tel. +43 1 524 87 56

botschaft@makedonien.co.at

MONTENEGRO

H.E. Ivan Milic

since 15.06.2015

Nibelungengasse 13

1010 Vienna

Tel. +43 1 715 31 02

austria@mfa.gov.me

NORTH KOREA

H.E. Kwang Sop Kim

since 18.03.1993

Beckmanngasse 10-12

1140 Vienna

Tel. +43 1 894 23 13

d.v.r.korea.botschaft@chello.at

MALAYSIA

H.E. Adnan Bin

Othman

since 15.06.2015

Floridsdorfer Hauptstraße 1-7,

Florido Tower, 1210 Vienna

Tel. +43 1 505 10 42

embassy@embassymalaysia.at

MYANMAR

H.E. San Lwin

since 14.09.2015

Mooslackengasse 17

1190 Vienna

Tel. +43 1 26 69 105

myanmarembassy.vienna@gmail.com

NORWAY

H.E. Bente Angell-

Hansen

since 03.12.2014

Reisnerstraße 55-57, 1030 Vienna

Tel. +43 1 71 660

emb.vienna@mfa.no

www.norwegen.or.at

SOCIETY 2_2015 | 69


AMBASSADORS

A TO Z

OMAN

H.E. Dr. Badr Mohamed

Zaher Al Hinai

since 11.12.2007

Währinger Straße 2/24-25

1090 Vienna

Tel. +43 1 310 86 43

vienna@omanembassy.at

PHILIPPINES

H.E. Maria Zeneida

Angara Collinson

since 15.06.2015

Laurenzerberg 2/2/ZWG

1010 Vienna, Tel. +43 1 533 24 01

office@philippine-embassy.at

www.philippine-embassy.at

SAUDI ARABIA

Chargé d'Affaires

Abdullah Alsolamy

Formanekgasse 38

1190 Vienna

Tel. +43 1 367 25 31

saudiembassy@saudiembassy.at

ORDER OF MALTA

H.E. Christof Maria

Fritzen

since 11.01.2013

Kärntner Ring 14, 1010 Vienna

Tel. +43 1 505 35 35

botschaft@malteser.at

www.orderofmalta.int

POLAND

S.E. Artur Lorkowski

since 18.06.2013

Hietzinger Hauptstraße 42c

1130 Vienna

Tel. +43 1 870 15 100

wieden.amb.sekretariat@msz.gov.pl

www.wieden.msz.gov.pl

SERBIA

H.E. Pero Jankovic

since 22.10.2013

Ölzeltgasse 3/7

1030 Vienna

Tel. +43 1 713 25 95

embassy.vienna@mfa.rs

www.vienna.mfa.rs

PAKISTAN

H.E. Ayesha Riyaz

since 16.12.2013

Hofzeile 13

1190 Vienna

Tel. +43 1 368 73 81

parepvienna@gmail.com

www.mofa.gov.pk/austria

PORTUGAL

H.E. Pedro Luís

Baptista Moitinho

de Almeida

since 05.04.2013

Opernring 3, 1010 Vienna

Tel. +43 1 586 75 36

viena@mne.pt

SLOVAKIA

H.E. Juraj Machac

since 28.03.2012

Armbrustergasse 24

1190 Vienna

Tel. +43 1 318 90 55

emb.vieden@mzv.sk

www.vienna.mfa.sk

PALESTINIAN TERRITORIES

H.E. Salahaldin

Abdalshafi

since 22.10.2013

Josefsgasse 5

1080 Vienna

Tel. +43 1 408 82 02

palestine.mission@chello.at

QATAR

H.E. Ali Khalfan

Al-Mansouri

since 11.11.2013

Schottenring 10

1010 Vienna

Tel. +43 1 310 49 50

botschaft@katarbotschaft.at

SLOVENIA

H.E. Dr. Andrej Rahten

since 17.10.2013

Kolingasse 12

1090 Vienna

Tel. +43 1 319 11 60

vdu@gov.si

www.dunaj.veleposlanistvo.si

PANAMA

H.E. Paulina

Franceschi

since 13.11.2015

Goldschmiedgasse 10/403

1010 Vienna

Tel. +43 1 587 23 47

mail@empanvienna.co.at

ROMANIA

H.E. Bogdan Mazuru

since 14.09.2015

Prinz-Eugen-Straße 60

1040 Vienna

Tel. +43 1 505 32 27

ambromviena@ambrom.at

www.viena.mae.ro

SOUTH AFRICA

H.E. Tebogo Joseph

Seokolo

since 16.01.2014

Sandgasse 33, 1190 Vienna

Tel. +43 1 320 64 93

vienna.bilateral@dirco.gov.za

www.southafrica-embassy.at

PARAGUAY

H.E. Dr. Horacio

Nogues Zubizarreta

since 15.02.2008

Prinz-Eugen-Straße 18/1/3A

1040 Vienna

Tel. +43 1 505 46 74

embaparviena@chello.at

RUSSIAN FEDERATION

H.E. Dmitry Lyubinskiy

since 07.10.2015

Reisnerstraße 45-47

1030 Vienna

Tel. +43 1 712 12 29

info@rusemb.at

www.rusemb.at

SOUTH KOREA

H.E. Young Wan Song

since 13.05.2014

Gregor-Mendel-Straße 25

1180 Vienna

Tel. +43 1 478 19 91

mail@koreaemb.at

http://aut.mofat.go.kr

PERU

Chargé d'Affaires a.i.

Edgard Arturo Perez Alvan

Mahlerstraße 7/22

1010 Vienna

Tel. +43 1 713 43 77

embajada@embaperuaustria.at

SAN MARINO

H.E. Dr. Elena

Molaroni Berguido

since 17.09.2008

Prinz-Eugen-Straße 16/1/5A

1040 Vienna

Tel. +43 1 941 59 69

rsmvienna@gmail.com

SPAIN

H.E. Alberto Carnero

Fernández

since 18.06.2013

Argentinierstraße 34

1040 Vienna

Tel. +43 1 505 57 88

emb.viena@maec.es

FOTOS: HBF

70 | SOCIETY 2_2015


AMBASSADORS

A TO Z

SRI LANKA

Chargé d'Affaires

Mariez Weninger

Weyringergasse 33-35

1040 Vienna, Tel. +43 1 503 79 88

embassy@srilankaembassy.at

www.srilankaembassy.at

TUNISIA

H.E. Ghazi Jomaa

since 02.10.2014

Sieveringerstraße 187

1190 Vienna

Tel. +43 1 44 02 144

at.vienne@aon.at

www.atunisie-at.org

URUGUAY

H.E. Bruno Javier

Faraone Machado

since 13.05.2014

Palais Esterhazy, Wallnerstraße 4/3/17

1010 Vienna

Tel. +43 1 535 66 36

uruaustria@mrree.gub.uy

SUDAN

H.E. Mohamed Hussein

Zaroug

since 02.10.2014

Reisnerstraße 29/5, 1030 Vienna

Tel. +43 1 710 23 43

sudanivienna@prioritytelecom.biz

www.sudanivienna.at

TURKEY

H.E. Mehmet Hasan

Gögüs

since 16.12.2013

Prinz-Eugen-Straße 40

1040 Vienna, Tel. +43 1 505 73 38

botschaft.wien@mfa.gov.tr

www.vienna.emb.mfa.gov.tr

UZBEKISTAN

Chargé d’Affaires a.i.

Rustamdjan Khakimov

Pötzleinsdorferstraße 49

1180 Vienna

Tel. +43 1 315 39 94

embassy@usbekistan.at

www.usbekistan.at

SWEDEN

H.E. Helen Eduards

since 07.10.2015

Obere Donaustraße 49-51

1020 Vienna

Tel. +43 1 217 53 0

ambassaden.wien@gov.se

www.swedenabroad.com/wien

TURKMENISTAN

H.E. Silapberdi

Nurberdiev

since 28.09.2011

Argentinierstraße 22/II/EG

1040 Vienna, Tel. +43 1 503 64 70

info@botschaft-turkmenistan.at

www.botschaft-turkmenistan.at

VENEZUELA

H.E. Alí De Jesús

Uzcategui Duque

since 06.05.2008

Prinz-Eugen-Straße 72/1/1

1040 Vienna, Tel. +43 1 712 26 38

embajada@austria.gob.ve

www.austria.gob.ve

SWITZERLAND

H.E. Christoph

Heinrich Bubb

since 02.10.2014

Kärntner Ring 12, 1010 Vienna

Tel. +43 1 795 05 0

vie.vertretung@eda.admin.ch

www.schweizerbotschaft.at

UKRAINE

H.E. Olexander

Scherba

since 10.12.2014

Naaffgasse 23, 1180 Vienna

Tel. +43 1 479 71 72 11

info@ukremb.at

www.ukremb.at

VIETNAM

H.E. Viet Anh Vu

since 03.12.2014

Felix-Mottl-Straße 20

1190 Vienna

Tel. +43 1 368 07 55

office@vietnamembassy.at

www.vietnamembassy-austria.org/vi

SYRIA

H.E. Bassam Sabbagh

since 29.04.2010

Daffingerstraße 4

1030 Vienna

Tel. +43 1 533 46 33

syrianembassyvienna@utanet.at

UNITED ARAB EMIRATES

H.E. Abdelhadi A.

Alkhajah

since 14.03.2014

Chimanistraße 36

1190 Vienna

Tel. +43 1 368 14 55

vienna@mofa.gov.ae

YEMEN

Chargé d'Affaires a.i.

Samy Mansour Amin Al-Basha

Reisnerstraße 18-20/3-4

1030 Vienna

Tel. +43 1 503 29 30

embassy@yemenembassy.at

TAJIKISTAN

H.E. Ismatullo

Nasredinov

since 17.09.2013

Universitätsstraße 8/1A, 1090 Vienna

Tel. +43 1 409 82 66

info@tajikembassy.at

www.tajikembassy.at

UNITED KINGDOM

H.E. Susan Le Jeune

d’Allegeershecque

since 12.09.2012

Jauresgasse 12, 1030 Vienna

Tel. +43 1 716 13 0

press@britishembassy.at

www.ukinaustria.fco.gov.uk

THAILAND

H.E. Arthayudh

Srisamoot

since 03.12.2014

Cottagegasse 48, 1180 Vienna

Tel. +43 1 478 33 35

embassy@thaivienna.at

www.thaiembassy.at

UNITED STATES

H.E. Alexa Wesner

since 22.10.2013

Boltzmanngasse 16

1090 Vienna

Tel. +43 1 313 39

embassy@usembassy.at

www.usembassy.at

SOCIETY 2_2015 | 71


DIPLOMATIE

NEUE BOTSCHAFTER

Diplomatenkarussell | September bis November 2015

Die neu akkreditierten Botschafter bei Bundespräsident Dr. Heinz Fischer in der Hofburg.

BELIZE

H.E. Joel

Matthew Nagel

Born on 11 August

1965 in Pittsburgh

(USA). Married. Seven

children.

BOSNIEN UND

HERZEGOWINA

H.E. Tomislav

Leko

Born on 25 April, 1961,

in Zagreb. Married,

four children.

CHILE

H.E. Armin

Andereya

Latorre

Two children.

EDUCATION

• 1986: Allegheny College, B.A.

• 1987-88: Fulbright Scholar, Rheinische-Friedrich

Wilhelms Universität,

Bonn; The Hague Academy of International

Law

• 1989: West Virginia University, J.D.

• 1990: Georgetown University, L.L.M.

PROFESSIONAL CAREER

• 1992: Founder and managing partner

of the international law firm

„Nagel & Associates“

• Co-founder of ECI Development Ltd.,

a beachfront resort developer with

properties in Belize, Costa Rica,

Nicaragua and Panama

EDUCATION

• 1986: University of Zagreb, Faculty

of Economy, graduated

PROFESSIONAL CAREER

• 1986-88: Zagrebacki Transporti

• 1988-92: Pliva. Pharmaceutical Industry.

Director Marketing/Sales

• 1992-94: Agrariacoop. Director/

General Manager

• 1994-95: Croatian Bank for Reconstruction

and Development. Director,

credit division

• 1995-2001: Zagreb Airport Ltd.,

General Manager

• 2001: OK NOVA TV Ltd. Television

Broadcasting Company. President of

the Management Board

• 2001-03: Soko Z.I., Mostar. Aviation

Industry Company. Head of External

Affairs and Public Relations

• 2003-07: Ministry of Foreign Affairs,

Counselor (2003), Ambassador to the

State Union of Serbia and Montenegro

(2003-07)

• 2007-09: Konstruktor Inzenjering,

President of the Management Board

• 2009-12: Geofizika, JSC for Geophysical

Explorations. Assistant to GM for

Operations; Member of the Management

Board & Chief Operations

Officer

• 2012-15: Ambassador to the Permanent

Mission of BiH to the UN, OSCE

and Int. Org. in Vienna

EDUCATION

• Master’s degree in International

Relations from the University of

Santiago, Chile

• Master’s degree in International

Relations from the University of

Belgrano, Argentina

• Bachelor’s degree in various disciplines,

including in Security and

Defense from the National Academy

of Political and Strategic Studies,

Chile; Law, Politics and EU Institutions

from the University of Los

Andes, Colombia

PROFESSIONAL CAREER

• During his career, Mr. Andereya has

served in various capacities:

• Minister-Counsellor, Embassy in

Peru

• Served in different capacities at the

Embassy in Argentina, Germany and

The Netherlands

• Served at the Permanent Mission to

the UN, New York

• Consul, Consulate General in Buenos

Aires

• Consul, Consulate in Munich and

Bonn

• Served in various departments at

the Ministry of Foreign Affairs

FOTOS: KARLOVITS, TRIPPOLT/HBF

72 | SOCIETY 2_2015


DIPLOMATIE

NEUE BOTSCHAFTER

DEUTSCHLAND

ESTLAND

IRAN

S.E. Johannes

Konrad Haindl

Geboren 1956 in München.

Verheiratet, drei

Kinder.

H.E. Rein

Oidekivi

Born on 7 March, 1965,

in Estonia. Married,

two children.

H.E. Dr.

Ebadollah

Molaei

Born on 9 April, 1961.

Married, three children.

AUSBILDUNG

• 1976-80: Studium der Rechtswissenschaften

in München

• 1981-83: Referendarzeit in München

• 1987-88: Ausbildung/Laufbahnprüfung

für den höheren Auswärtigen

Dienst

BERUFLICHER WERDEGANG

• 1983-87: Journalistische Tätigkeit

für den Bayerischen Rundfunk

(Fernsehen)

• 1988-89: Auswärtiges Amt, Bonn

• 1989-91: Kulturreferat, Deutsche

Botschaft Belgrad

• 1991-94: Parlamentsreferat, Bonn

• 1994-95: Deutscher Austauschbeamter

im US-Department of State,

OSZE-Referat

• 1995-98: Politische Abteilung, Deutsche

Botschaft Washington

• 1998-2001: Stv. Leiter des Sonderstabs

Westlicher Balkan, Berlin

• 2001-04: Leiter der Referats Südosteuropa,

Auswärtiges Amt, Berlin

• 2004-06: Beauftragter für Südosteuropa

und die Türkei, Berlin

• 2006-09: Gesandter und Ständiger

Vertreter, Deutsche Botschaft Washington

• 2009-11: Botschafter in der Tschechischen

Republik

• 2011-15: Vertreter der BR Deutschland

im Politischen und Sicherheitspolitischen

Komitee der EU.

EDUCATION

• 1990: Graduated from Tartu University,

Faculty of Estonian philology

PROFESSIONAL CAREER

• 1990-92: Director of Studies, Tallinn

Old Town Language Centre

• 1992-95: Director of Division, Press

and Information Department, Ministry

of Foreign Affairs

• 1995-98: Chargé d’ Affaires a.i.,

Counsellor, Estonian Embassy in

Kyiv

• 1998-2000: Director of Division

(Eastern Europe and Central Asia),

Political Department, Ministry of

Foreign Affairs

• 2000-04: Ambassador to the Republic

of Lithuania

• 2005-07: Director General, Press and

Information Department, Ministry

of Foreign Affairs

• 2005-12: Ambassador to Bosnia and

Herzegovina

• 2007-11: Ambassador to the Republic

of Bulgaria

• 2009-12: Ambassador to the Republic

of Serbia

• 2011-15: Head of Foreign Relations

Department, Foreign Policy Adviser

to the President of Parliament, Parliament

of Estonia (Riigikogu)

EDUCATION

• 1986: Bachelor in International Affairs

(Faculty for International Relations

of the Foreign Ministry)

• 1995: Master’s degree for Diplomacy

and International Organizations

(Faculty for International Relations

of the FM)

• 2011: Doctor’s degree for Political

Sciences (Allameh Tabatabaei

University)

PROFESSIONAL CAREER

• 1986-88: Expert for Political Affairs

in Section II (FM), West-Europe

• 1988-92: Second Counsellor in Paris

• 1993-95: Expert for Political Affairs

in Section II, West-Europe

• 1995-99: First Counsellor in Vienna

• 2000-02: Director of Centre for European

and American Studies

• 2002-06: Minister Counsellor and

Charge d’Affaires in Berlin

• Consultant of the Deputy Director

of Planning Department for Europe

• 2013: Deputy Director General for

Political and International Studies.

• 2013: Advisor of the Foreign Minister

(December till March)

2015: Director General of the Department

for Northern and Eastern

Europe

SOCIETY 2_2015 | 73


DIPLOMATIE

NEUE BOTSCHAFTER

Diplomatenkarussell | September bis November 2015

Die neu akkreditierten Botschafter bei Bundespräsident Dr. Heinz Fischer in der Hofburg.

ISRAEL

KROATIEN

KUBA

I.E. Talya Lador-

Fresher

Geboren 1962. Verheiratet,

zwei Kinder.

I.E. Vesna

Cvjetkovic

Geboren am 26.

November 1954 in Dubrovnik.

Verheiratet.

Ein Sohn.

H.E. Juan Antonio

Fernandez

Palacios

Born on 30 July 1963,

Havana. Married, two

children.

AUSBILDUNG

• 1984-1987: Bachelor of Arts in

Betriebswirtschaft und Politikwissenschaft,

Hebräische Universität,

Jerusalem

BERUFLICHER WERDEGANG

• 1989-91: Diplomatische Kadettin,

Außenministerium des Staates Israel

• 1991-93: Zweite Sekretärin, Botschaft

in Kingston, Jamaika

• 1993-97: Konsulin für Informationsangelegenheiten,

Generalkonsulat

in New York

• 1997-2000: Stv. Direktorin, Abteilung

für Globale Jüdische Angelegenheiten,

Außenministerium

• 2000-03: Beraterin des Präsidenten

in Globalen Jüdischen Angelegenheiten

• 2003-06: Direktorin, Europaabteilung

der Wirtschaftssektion

• 2006-10: Bevollmächtigte Gesandte,

Botschaft in London

• 2010-15: Chefin des Protokolls und

Leiterin der Abteilung für Protokollwesen

und Staatsbesuche

AUSBILDUNG

• 1980: Doktor der humanistischen

Wissenschaften, Universität Wien

• 1988: Postdiplomstudium in der

Allgemeinen Sprachwissenschaft

• 1989: Magister der Philologie, Universität

Zagreb

• 1997: Doktor der humanistischen

Wissenschaften, Universität Zagreb

BERUFLICHER WERDEGANG

• 1974-80: Lehrende an der Volkshochschule

in Wien

• 1980-85: Leiterin des Archivs und

Museums des Kroatischen Nationaltheaters,

Zagreb

• 1982-85: Höhere Lehrende am Lehrstuhl

für Literaturtheorie, Universität

Zagreb

• 1985-2000: Wissenschaftliche

Assistentin, Universitätsdozentin,

Klassische Philologie, Universität

Zagreb

• 1993-97: Beraterin der Friedrich

Naumann Stiftung für Kroatien

• 1997-2000: Redakteurin, Zeitschrift

„Rechtsanwalt“, Kroatische Rechtsanwaltskammer

• 2000-03: Stv. Außenministerin

• 2003-08: Botschafterin in der BR

Deutschland

• 2008-12: Botschafterin in der Hellenischen

Republik, Athen

• 2012-15: Generalsekretärin des Außenministeriums

EDUCATION

• 1987: Degree in International Political

Relations, Institute of International

Relations “Raul Roa Garcia”

PROFESSIONAL CAREER

• 1987-93: Officer, Office of Multilateral

Affairs, Ministry of Foreign Affairs

• 1993-1997: Second Secretary, Permanent

Mission of Cuba to the United

Nations

• 1997-2000 Deputy Director, Directorate

of Multilateral Affairs, Ministry

of Foreign Affairs

• 2001-2005: Director of Multilateral

Affairs, Ministry of Foreign Affairs

• 2005-2009: Ambassador, Permanent

Representative of Cuba to the

United Nations Office in Geneva and

the International Organizations in

Switzerland

• 2009-2015: President of the Cuban

National Commission for UNESCO

and Representative of Cuba to the

Executive Board of UNESCO

FOTOS: KARLOVITS, TRIPPOLT/HBF

74 | SOCIETY 2_2015


DIPLOMATIE

NEUE BOTSCHAFTER

MYANMAR

NIEDERLANDE

PANAMA

H.E. San Lwin

S.E. Marco

Hennis

I.E. Paulina

Franceschi

Born on 20 December,

1955. Married, two

children.

Geboren am 1. Februar

1955.

Born on 24 September

1957. Two children.

EDUCATION

• 1977: Bachelor of Science

PROFESSIONAL CAREER

• 1979: Joined the Ministry of Foreign

Affairs

• 1983: Deputy Assistant Director.

Desk officer, Consular Division.

• 1984-87: Desk officer, Planning &

Administrative Department, Int.

Org. and Economic Department and

Protocol Department

• 1987-91: Third Secretary, Embassy in

Beijing

• 1991-93: Head of Branch, Political

Department

• 1993-97: Consul at Myanmar Consulate-General

in Kunming, PRC

• 1997-2000: Assistant Director.

Political Department and Training,

Research & Foreign Language

Department

• 2000-05: First Secretary and Counsellor,

Embassy in Singapore

• 2005-08: Deputy Director and Director

in the Political Department

• 2008-11: Minister Counsellor, Deputy

Permanent Representative, Permanent

Mission to UN in New York

• 2011: Director at the International

Organizations Division

• 2011-13: Deputy Director General at

the Political Department

• 2013-15: Director General at the

Political Department

AUSBILDUNG

• Universität Leiden: Sozial- und Organisationspsychologie

BERUFLICHER WERDEGANG

• 1983: Antritt des Dienstes beim

Ministerium für Auswärtige

Angelegenheiten. Funktionen in

Islamabad, Belgrad, Brüssel und im

Ministerium

• 1994-95: Privatsekretär des Ministers

für Auswärtige Angelegenheiten

• 1995-97: Entsandt bei der Weltbank

in Paris

• 1997-2000: Stv. Botschafter in Sarajevo

• 2000-03: Leiter Task Force Erweiterung

bei der Direktion Integration

Europa

• 2003-04: Chargé d’Affaires in Kabul

• 2004-08: Generalkonsul in Istanbul

• 2008-15: Großmeister des Hauses

Ihrer Majestät der Königin (bis Mai

2013) und anschließend Großmeister

des Hauses Seiner Majestät des

Königs

EDUCATION

• 1980: Master’s Degree (MSc), in

Microbiology, University of Notre

Dame, USA

• 1983: Doctorate (PhD), in Microbiology,

University of Notre Dame, USA

PROFESSIONAL CAREER

• 1986-93: University of Panama,

Professor, Parasitic Disease Research

and Diagnostic Center

• 1994-97: University of Santa Maria

La Antigua, Director of Institutional

Research

• 1997-2000: University of Santa Maria

La Antigua, Vice-Rector of Postgraduate

Program and Research

• 2001-2012: United Nations Development

Program, National Coordinator

of the National Human Development

Report of Panama, later Senior

Advisor

• 2012: University of Santa Maria La

Antigua, Rectory’s Advisor

• 2012-2014: University of Santa Maria

La Antigua, Academic Vice-Rector

• 2014-2015: Mission of Panama to the

United Nations in New York, Ambassador

SOCIETY 2_2015 | 75


DIPLOMATIE

NEUE BOTSCHAFTER

Diplomatenkarussell | September bis November 2015

Die neu akkreditierten Botschafter bei Bundespräsident Dr. Heinz Fischer in der Hofburg.

RUMÄNIEN

S.E. Bogdan

Mazuru

RUSSISCHE

FÖDERATION

H.E. Dmitry

Lyubinskiy

SWEDEN

H.E. Helen

Eduards

Geboren am 26. März

1962 in Bukarest. Verheiratet.

Born on 1 December

1967. Married. Two

children.

Born on 4 February

1969. Two children.

AUSBILDUNG

• 1986: Technische Universität Bukarest,

Fakultät für Automatische

Steuerungssysteme und Computerwissenschaft

BERUFLICHER WERDEGANG

• 1987-91: Computeringenieur

• 1991-95: Dritter Sekretär, später

Zweiter Sekretär, Planungsstab,

Außenministerium

• 1995-96: Stv. Direktor, EU-Abteilung,

Außenministerium

• 1996-98: Erster Sekretär, Politikabteilung,

Botschaft in Washington D.C.

• 1998-99: Gesandter, Vertretung

Rumäniens bei der NATO und der

WEU, Brüssel

• 1999-2000: Generaldirektor für

bilaterale und regionale Angelegenheiten,

Außenministerium

• 2000-01: Gesandter, später Geschäftsträger

a.i., Botschaft in Washington

D.C.

• 2001-04: Botschafter, Vertretung

Rumäniens bei der NATO, Brüssel

• 2004-06: Botschafter, Ständiger Vertreter

bei der NATO, Brüssel

• 2006-09: Botschafter von Rumänien

in der BRD

• 2009-10: Staatssekretär für europäische

Angelegenheiten, Außenministerium

• 2010-15: Botschafter in Frankreich

EDUCATION

• 1989: Graduated from the Moscow

State Institute for International

Relations, Department of International

Economics

PROFESSIONAL CAREER

• 1989: Entered diplomatic service.

• 1989-1996: Various positions at

the Ministry of Foreign Affairs in

Moscow.

• 1996-2000: Counsellor at the Russian

Embassy in Germany

• 2000-05: Deputy Department Director

of MFA Russia, responsible for

Russian-German relations

• 2005-08: Minister-Counsellor at the

Russian Embassy in Austria

• 2008-10: Deputy Director of the 3rd

European Department of MFA

• 2010-15: Director of the 3rd European

Department of MFA Russia

EDUCATION

• 1994: University Degree in Political

Science, Social Anthropology and

History of Economics, University of

Stockholm

PROFESSIONAL CAREER

• 1996: Diplomatic Training Programme,

MFA

• 1997-99: Desk Officer, Department

for Africa, MFA

• 1999-2002: Second Secretary, Swedish

Mission to the UN, New York

• 2002-03: Desk Officer, Department

for EU Affairs, MFA

• 2003-04: Deputy Director, Advisor on

International and EU Affairs, Prime

Minister’s Office

• 2004-06: Director, Head of the Unit

for International and EU Affairs,

Prime Minister’s Office

• 2006-07: Special assignment at the

Department for Eastern Europe and

Central Asia, MFA

• 2007-10: Deputy Director-General,

Deputy Head of the Africa Department,

MFA

• 2010-15: Deputy Director-General,

Head of the Department for Aid

Management, MFA

FOTOS: KARLOVITS, TRIPPOLT/HBF

76 | SOCIETY 2_2015


DIPLOMATIE

BOTSCHAFTER

ÄTHIOPIEN

S.E. Negash

Kebret Botora

(Resident in Genf)

KAMBODSCHA

S.E. Thireak

Chea

(Resident in Brüssel)

MONACO

I.E. Isabelle

Berro Amadei

(Resident in Berlin)

Order of precedence

of the Chiefs

of the diplomatic

missions resident

in Vienna

n Apostolic Nuncio – Holy See

Dr. Peter Stephan ZURBRIGGEN

n Korea – Democratic Peoples’ Republic

H.E. Mr. Kwang Sop KIM, (18.03.1993)

n Liechtenstein

H.H. Ms. Maria-Pia KOTHBAUER, (Prinzessin

v.u.z.Liechtenstein) (11.12.1997)

n Dominican Republic

H.E. Mr. Ramon Andres QUINONES RODRIGUEZ, (04.06.2007)

n Oman

H.E. Mr. Dr. Badr Mohamed Zaher AL HINAI, (11.12.2007)

n Paraguay

H.E. Mr. Dr. Horacio NOGUES ZUBIZARRETA, (15.02.2008)

n Venezuela

H.E. Mr. Alí De Jesús UZCATEGUI DUQUE, (06.05.2008)

n Lebanon

H.E. Mr. Ishaya EL KHOURY, (10.09.2008)

n San Marino

H.E. Ms. Dr. Elena MOLARONI BERGUIDO, (17.09.2008)

n Syria

H.E. Mr. Bassam SABBAGH, (29.04.2010)

n Iraq

H.E. Mr. Dr. Surood R. Najib NAJIB, (09.12.2010)

n Turkmenistan

H.E. Mr. Silapberdi NURBERDIEV, (28.09.2011)

n Azerbaijan

H.E. Mr. Galib ISRAFILOV, (28.09.2011)

n Egypt

H.E. Mr. Khaled Abdelrahman Abdellatif SHAMAA,

(09.11.2011)

n Luxemburg

H.E. Mr. Hubert WURTH, (09.11.2011)

n Côte d‘Ivoire

H.E. Mr. Largaton Gilbert OUATTARA, (09.11.2011)

n Angola

H.E. Ms. Maria De Jesus Dos Reis FERREIRA,

(09.11.2011)

n Belarus

H.E. Mr. Valery VORONETSKY, (09.11.2011)

n Armenia

H.E. Mr. Arman KIRAKOSSIAN, (09.11.2011)

n Morocco

H.E. Mr. Dr. Ali EL MHAMDI, (12.01.2012)

n Slovakia

H.E. Mr. Juraj MACHAC, (28.03.2012)

n Bulgaria

H.E. Ms. Elena Radkova SHEKERLETOVA, (28.03.2012)

n Algeria

H.E. Mr. Mohamed BENHOCINE, (02.07.2012)

n Guatemala

H.E. Mr. Antonio Roberto CASTELLANOS LOPEZ, (12.09.2012)

n China

H.E. Mr. Bin ZHAO, (12.09.2012)

n United Kingdom

H.E. Ms. Susan Jane LE JEUNE D‘ALLEGEERSHECQUE, (12.09.2012)

n Australia

H.E. Mr. David Gordon STUART, (12.09.2012)

n Brazil

H.E. Mr. Evandro DE SAMPAIO DIDONET, (17.10.2012)

n Indonesia

H.E. Mr. Rachmat BUDIMAN, (17.10.2012)

n Nicaragua

H.E. Mr. Alvaro Jose ROBELO GONZALES, (11.01.2013)

n Order of Malta

H.E. Mr. Christof Maria FRITZEN, (11.01.2013)

n New Zealand

H.E. Ms. Deborah Mary GEELS, (05.04.2013)

n Kenya

H.E. Mr. Michael Adipo Okoth OYUGI, (05.04.2013)

n Mongolia

H.E. Mr. Batjargal GUNAAJAV, (05.04.2013)

n Afghanistan

H.E. Mr. Ayoob M. ERFANI, (05.04.2013)

n Portugal

H.E. Mr. Pedro Luis Baptista MOITINHO DE ALMEIDA,

(05.04.2013)

n Spain

H.E. Mr. Alberto CARNERO FERNANDEZ, (18.06.2013)

n Georgia

H.E. Mr. Konstantine ZALDASTANISHVILI, (18.06.2013)

n Poland

H.E. Mr. Artur LORKOWSKI, (18.06.2013)

n Mexico

H.E. Mr. Luis Alfonso DE ALBA, (17.09.2013)

n Argentina

H.E. Mr. Rafael Mariano GROSSI, (17.09.2013)

n Iceland

H.E. Mr. Audunn ATLASON, (17.09.2013)

n Denmark

H.E. Ms. Liselotte K. PLESNER, (17.09.2013)

n Italy

H.E. Mr. Giorgio MARRAPODI, (17.09.2013)

n Tajikistan

H.E. Mr. Ismatullo NASREDINOV, (17.09.2013)

n Latvia

H.E. Mr. Edgars SKUJA, (17.10.2013)

n Finland

H.E. Ms. Anu Irene LAAMANEN, (17.10.2013)

n Malta

H.E. Mr. Keith AZZOPARDI, (17.10.2013)

n Japan

H.E. Mr. Makoto TAKETOSHI, (17.10.2013)

n Slovenia

H.E. Mr. Andrej RAHTEN, (17.10.2013)

n Kuwait

H.E. Mr. Sadiq MARAFI, (17.10.2013)

n United States

H.E. Ms. Alexa WESNER, (22.10.2013)

n Jordan

H.E. Mr. Hussam Abdullah AL HUSSEINI, (22.10.2013)

n Ecuador

H.E. Mr. Wilson Marcelo PASTOR MORRIS, (22.10.2013)

n Serbia

H.E. Mr. Pero JANKOVIC, (22.10.2013)

n Moldova

H.E. Mr. Andrei POPOV, (22.10.2013)

n Palestinian Territories

H.E. Mr. Salahaldin ABDALSHAFI, (22.10.2013)

n Libya

H.E. Mr. Ibrahim ALBESBAS, (11.11.2013)

n Namibia

H.E. Mr. Simon Madjumo MARUTA, (11.11.2013)

n Qatar

H.E. Mr. Ali Khalfan AL-MANSOURI (11.11.2013)

n Canada

H.E. Mr. Mark BAILEY, (11.11.2013)

n Czech Republic

H.E. Mr. Jan SECHTER, (11.11.2013)

n Pakistan

H.E. Ms. Ayesha RIYAZ, (16.12.2013)

n Nigeria

H.E. Mr. Adelakun Abel AYOKO, (16.12.2013)

SOCIETY 2_2015 | 77


DIPLOMATIE

BOTSCHAFTER

n Turkey

H.E. Mr. Mehmet Hasan GÖGÜS, (16.12.2013)

n South Africa

H.E. Mr. Tebogo Joseph SEOKOLO, (16.01.2014)

n Albania

H.E. Mr. Roland BIMO, (14.03.2014)

n Kazakhstan

H.E. Mr. Kairat SARYBAY, (14.03.2014)

n United Arab Emirates

H.E. Mr. Abdelhadi Abdelwahid ALKHAJAH,

(14.03.2014)

n India

H.E. Mr. Rajiva MISRA, (14.03.2014)

n Colombia

H.E. Mr. Jaime Alberto CABAL SANCLEMENTE, (13.05.2014)

n Greece

H.E. Ms. Chryssoula ALIFERI, (13.05.2014)

n Korea - Republic

H.E. Mr. Young Wan SONG, (13.05.2014)

n Cyprus

H.E. Mr. Marios IERONYMIDES, (13.05.2014)

n Uruguay

H.E. Mr. Bruno Javier FARAONE MACHADO, (13.05.2014)

n Kirgizstan

H.E. Mr. Ermek IBRAIMOV, (13.05.2014)

n France

H.E. Mr. Pascal TEIXEIRA DA SILVA, (16.09.2014)

n Laos

H.E. Mr. Phoukhao PHOMMAVONGSA, (16.09.2014)

n Lithuania

H.E. Ms. Loreta ZAKAREVICIENE, (16.09.2014)

n Sudan

H.E. Mr. Mohamed Hussein ZAROUG, (02.10.2014)

n Belgium

H.E. Mr. Baron Willem VAN DE VOORDE, (02.10.2014)

n Switzerland

H.E. Mr. Christoph Heinrich BUBB, (02.10.2014)

n Ireland

H.E. Ms. Mary WHELAN, (02.10.2014)

n El Salvador

H.E. Ms. Carmen GALLARDO DE HERNANDEZ, (02.10.2014)

n Tunisia

H.E. Mr. Ghazi JOMAA, (02.10.2014)

n Norway

H.E. Ms. Bente ANGELL-HANSEN, (03.12.2014)

n Macedonia

H.E. Ms. Vasilka POPOSKA TRENEVSKA, (03.12.2014)

n Vietnam

H.E. Mr. Viet Anh VU, (03.12.2014)

n Thailand

H.E. Mr. Arthayudh SRISAMOOT, (03.12.2014)

n Hungary

H.E. Mr. Dr. Janos PERENYI, (10.12.2014)

n Bangladesh

H.E. Mr. Md Abu ZAFAR, (10.12.2014)

n Ukraine

H.E. Mr. Olexander SCHERBA, (10.12.2014)

n Costa Rica

H.E. Ms. Pilar SABORIO DE ROCAFORT, (17.03.2015)

n Kosovo

H.E. Mr. Mag. Sami UKELLI, (17.03.2015)

n Burkina Faso

H.E. Ms. Solange Eveline AGNEKETOM BOGORE, (17.03.2015)

n Malaysia

H.E. Mr. Adnan BIN OTHMAN, (15.06.2015)

n Montenegro

H.E. Mr. Ivan MILIC, (15.06.2015)

n Philippines

H.E. Ms. Maria Zeneida ANGARA COLLINSON, (15.06.2015)

n Bosnia and Herzegovina

H.E. Mr. Tomislav LEKO, (14.09.2015)

Die versammelten Botschafter beim Neujahrsempfang

von Bundespräsident Heinz Fischer

für das Diplomatische Corps

n Germany

H.E. Mr. Johannes Konrad HAINDL, (14.09.2015)

n Myanmar

H.E. Mr. San LWIN, (14.09.2015)

n Romania

H.E. Mr. Bogdan MAZURU, (14.09.2015)

n Belize

H.E. Mr. Joel Matthew NAGEL, (14.09.2015)

n Netherlands

H.E. Mr. Marco HENNIS, (07.10.2015)

n Croatia

H.E. Ms. Vesna CVJETKOVIC, (07.10.2015)

n Sweden

H.E. Ms. Helen EDUARDS, (07.10.2015)

n Russian Federation

H.E. Mr. Dmitry LYUBINSKIY, (07.10.2015)

n Estonia

H.E. Mr. Rein OIDEKIVI, (07.10.2015)

n Iran

H.E. Mr. Ebadollah MOLAEI, (07.10.2015)

n Panama

H.E. Ms. Paulina FRANCESCHI, (13.11.2015)

n Israel

H.E. Ms. Talya LADOR-FRESHER, (13.11.2015)

n Cuba

H.E. Mr. Juan Antonio FERNANDEZ PALACIOS, (13.11.2015)

n Chile

H.E. Mr. Armin ANDEREYA LATORRE, (13.11.2015)

n Lebanon

Mr. Salim BADDOURA, Counsellor (16.01.2009), Chargé

d‘Affaires

n Bolivia

Mr. Ricardo Javier MARTINEZ COVARRUBIAS, Minister

Counsellor, (11.02.2009), Chargé d’Affaires

n Andorra

Ms. Gemma CANO BERNE, Counsellor (11.01.2012),

Chargé d’Affaires

n Yemen

Mr. Samy Mansour Amin AL-BASHA, Third Secretary

(01.07.2013), Chargé d‘Affaires

n Peru

Mr. Edgard PEREZ ALVAN, (01.03.2014), Chargé d‘Affaires

n Uzbekistan

Mr. Rustamdjan KHAKIMOV, (29.07.2014), Chargé d‘Affaires

n Sri Lanka

Ms. Mariez WENINGER, (06.08.2013), Chargé d‘Affaires

n Saudi Arabia

Mr. Abdullah ALSOLAMY, (14.07.2012), Chargé d‘Affaires

Embassies not

resident in Austria

in alphabetical

order

n Antigua and Barbuda

no diplomatic mission to Austria

n Bahamas

no diplomatic mission to Austria

n Bahrain

H.E. Mr. Yusuf Abdulkarim BUCHEERI, (17.03.2015), (Geneva)

n Barbados

Ms. Yvette GODDARD, Counsellor, (17.07.2002), Chargé

d’Affaires (Brussels)

n Benin

H.E. Mr. Séraphin LISSASSI, (29.04.2010)

(Geneva)

n Bhutan

H.E. Mr. Daw PENJO, (11.01.2013)

(Geneva)

n Botswana

H.E. Mr. Mothusi Bruce Rabasha PALAI, (11.01.2013)

(Geneva)

n Brunei Darussalam

Ms. Chee Leong CHAN, Second Secretary, (12.05.2014),

Chargé d’Affaires

(Berlin)

n Burundi

H.E. Dr. Edouard BIZIMANA, (16.01.2014)

(Berlin)

n Cambodia

H.E. Mr. Chea THIREAK, (13.11.2015)

(Brussels)

n Cameroon

H.E. Mr. Jean-Marc MPAY

(Berlin)

FOTO: PETER LECHNER/HBF

78 | SOCIETY 2_2015


DIPLOMATIE

BOTSCHAFTER

n Cape Verde

H.E. José Luis Barbosa LEAO MONTEIRO

(Geneva)

n Central African Republic

no diplomatic mission to Austria

n Chad

Ms. Solalta NGARMBATINAN, Counsellor, (28.01.2013),

Chargé d’Affaires

(Berlin)

n Comoros

no diplomatic mission to Austria

n Congo (Republic)

H.E. Mr. Jacques Yvon NDOLOU, (16.09.2014)

(Berlin)

n Congo (Democratic Republic)

no diplomatic mission to Austria

n Dominica

no diplomatic mission to Austria

n Djibouti

H.E. Aden Mohamed DILEITA

(Berlin)

n Equatorial Guinea

Mr. Alberto MBA BIYOGO OKOMO, Counsellor, Chargé

d‘Affaires

n Eritrea

Mr. Yohannes WOLDU, First Secretary, Chargé d‘Affaires

(Berlin)

n Ethiopia

H.E. Mr. Negash Kebret BOTORA, (14.09.2015)

(Geneva)

n Fiji

no diplomatic mission to Austria

n Gabun

Ms. Nanice TSIGUI, (07.04.2015), Chargé d‘Affaires

(Berlin)

n Gambia

H.E. Ms. Elizabeth Ya Eli HARDING, (14.01.2008)

(London)

n Ghana

H.E. Mr. Sammie Pesky EDDICO, (16.12.2013)

(Bern, CH)

n Grenada

Counsellor Ms. Kasandra Roxie HUTCHINSON, (07.09.2012)

(Brussels)

n Guinea

H.E. Mr. Ibrahima Sory SOW, (11.01.2013)

(Berlin)

n Guinea-Bissau

N.N.

(Berlin)

n Guyana

Ms. Bevon Rodin MC DONALD, First Secretary, (27.06.2006),

Chargé d‘Affaires

(Brussels)

n Haiti

N.N.

(Geneva)

n Honduras

H.E. Mr. Ramon CUSTODIO ESPINOZA, (18.06.2013)

(Berlin)

n Jamaica

H.E. Mr. Wayne McCOOK, (11.01.2013)

(Geneva)

n Kiribati

no diplomatic mission to Austria

n Lesotho

H.E. Ms. Matlotliso Lineo Lydia KHECHANE-NTOANE,

(10.12.2014)

(Berlin)

n Liberia

H.E. Ms. Ethel DAVIS, (19.04.2012)

(Berlin)

n Madagascar

Counsellor, Chargé d’Affaires Ms. Lea RAHOLINIRINA

(Falkensee, D)

n Malawi

Counsellor Chargé d’Affaires Mr. Oliver KUMBAMBE,

(26.04.2009)

(Berlin)

n Maldives

no diplomatic mission to Austria

n Mali

Mr. Mehidi DIAKITE, (28.03.2014), Chargé d‘Affaires

(Berlin)

n Marshall Islands

no diplomatic mission to Austria

n Mauretania

H.E. Mr. Mohamed Mahmoud OULD BRAHIM KHLIL,

(17.03.2015)

(Berlin)

n Mauritius

Ms. Gajjaluxmi MOOTOOSAMY, First Secretary, (04.11.2013),

Chargé d‘Affaires

(Berlin)

n Micronesia

no diplomatic mission to Austria

n Monaco

H.E. Ms. Isabelle BERRO AMADEI, (13.11.2015)

(Berlin)

n Mozambique

H.E. Mr. Amadeu Paulo Samuel DA CONCEICAO,

(02.07.2012)

(Berlin)

n Nauru

no diplomatic mission to Austria

n Nepal

Chargé d’Affaires Mr. Prakash Mani PAUDEL, (16.01.2012)

(Berlin)

n Niger

Mr. Issoufou GARBA, (08.11.2013), Chargé d‘Affaires

(Geneva)

n Palau

no diplomatic mission to Austria

n Papua New Guinea

no diplomatic mission to Austria

n Ruanda

Mr. Benedicto NSHIMIYIMANA, (03.06.2015), Chargé

d‘Affaires (Berlin)

n Samoa

no diplomatic mission to Austria

n São Tomé and Príncipe

no diplomatic mission to Austria

n Senegal

Mr. Chargé d‘Affaires Ibrahima CISSE

(Berlin)

n Seychelles

H.E. Mr. Bernard Francis SHAMLAYE, (16.12.2013)

(Paris)

n Sierra Leone

H.E. Mr. Jongopie Siaka STEVENS, (11.01.2010)

(Berlin)

n Singapore

H.E. Mr. Kok Leng SOO, (16.04.2007)

(Singapore)

n Solomon Islands

no diplomatic mission to Austria

n Somalia

no diplomatic mission to Austria

n St. Kitts and Nevis

no diplomatic mission to Austria

n St. Lucia

no diplomatic mission to Austria

n St. Vincent and the Grenadines

Minister Counsellor Ms. Anne MORRIS, (27.12.2005)

(London)

n South Sudan

no diplomatic mission to Austria

n Suriname

no diplomatic mission to Austria

n Swaziland

Counsellor Chargé d‘Affaires Mr. Almon Mahlaba MAMBA

(Geneva)

n Tanzania

H.E. Mr. Philip Sang‘ka MARMO, (03.12.2014)

(Berlin)

n Timor-Leste

no diplomatic mission to Austria

n Togo

H.E. Prof. Kwami Christophe DIKENOU

(Berlin)

n Tonga

no diplomatic mission to Austria

n Trinidad and Tobago

First Secretary Ms. Simone YOUNG, (15.02.2008)

(Geneva)

n Tuvalu

no diplomatic mission to Austria

n Uganda

H.E. Mr. Marcel Robert TIBALEKA, (17.03.2015)

(Berlin)

n Vanuatu

no diplomatic mission to Austria

n Zambia

H.E. Mr. Bwalya Stanley Kasonde CHITI, (16.01.2014)

(Berlin)

n Zimbabwe

no diplomatic mission to Austria

SOCIETY 2_2015 | 79


BOTSCHAFTER

ÖSTERREICH

Rot-Weiß-Rot in aller Welt

Österreichische bilaterale diplomatische Vertretungen im Ausland

Österreich pflegt diplomatische Beziehungen mit 194 Staaten

und hat Botschaften, Generalkonsulate und Kulturforen in

80 Ländern der Welt. SOCIETY präsentiert exklusiv alle

Leiterinnen und Leiter der im Ausland befindlichen bilateralen

österreichischen Vertretungen.

REDAKTION: SOCIETY

ÄGYPTEN • BOTSCHAFT

ARGENTINIEN • BOTSCHAFT

AUSTRALIEN • BOTSCHAFT

Georg Stillfried

Ägypten, Sudan, Eritrea

El Nile Street/Corner 5, Wissa Wassef Street, 5th Floor,

Riyadth-Tower, Giza, 11111 Kairo

Tel. (+20/2) 3570 29 75

kairo-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/kairo

Karin Proidl

Argentinien, Paraguay, Uruguay

Calle French 3671, 1425 Buenos Aires

Tel. (+54/11) 4809 5800

buenos-aires-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/buenosaires

Helmut Böck

Australien, Fidschi, Kiribati, Marshallinseln,

Mikronesien - Föderierte Staaten

von, Nauru, Neuseeland, Papua-Neuguinea,

Salomonen, Samoa, Tuvalu, Tonga,

Vanuatu

12 Talbot Street, Forrest, ACT 2603

Tel. (+61/2) 6295 1533

canberra-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/canberra

ÄGYPTEN • KULTURFORUM

ARMENIEN • BMEIA

BELGIEN • BOTSCHAFT

Ulrike Nguyen

Alois Kraut

Armenien (mit Sitz in Wien)

Jürgen Meindl

Belgien

El Nile Street/Corner 5, Wissa Wassef Street, 5th Floor,

Riyadth-Tower, Giza, 11111 Kairo

Tel. (+20/2) 3570 29 75

kairo-ob@bmeia.gv.at

www.acfc.cc

c/o BMeiA, Minoritenplatz 8, A-1010 Wien

Tel. (+43/5) 01150-3324

suedkaukasien@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/armenien

Place du Champ de Mars 5, bte 5,

B-1050 Brüssel

Tel. (+32/2) 2890-700

bruessel-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/bruessel

ALBANIEN • BOTSCHAFT

ASERBAIDSCHAN • BOTSCHAFT

BELGIEN • KULTURFORUM

Thomas Schnöll

Albanien

Axel Wech

Aserbaidschan, Georgien

Marina Chrystoph

Rruga Frederik Shiroka Nr. 3, Tirana

Tel. (+355/4) 22 74 855

tirana-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/tirana

ALGERIEN • BOTSCHAFT

Franziska Honsowitz-Friessnigg

Algerien, Niger

17, Chemin Abdel kader Gadouche, 16035

Hydra

Tel. (+213/21) 69 10 86

algier-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/algier

Landmark III, 7. Stock, Nizami Str. 90A,

AZ-1010 Baku

Tel. (+994) 12 465 99 33

baku-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/baku

ÄTHIOPIEN • BOTSCHAFT

Andreas Melan

Äthiopien, Dschibuti, Kongo, Uganda,

Südsudan

N. Silk Lafto Kifle Ketema Kebele 04

H.No. 535, Addis Abeba

Tel. (+251/11) 371 25 80

addis-abeba-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/addisabeba

Place du Champ de Mars 5, bte 5, B-1050 Brüssel

Tel. (+32/2) 2890-700

bruessel-kf@bmeia.gv.at

www.austrocult.be

BOSNIEN UND HERZEGOWINA •

BOTSCHAFT

Martin Pammer

Bosnien und Herzegowina

Dzidzikovac 7, BiH-71000 Sarajewo

Tel. (+387/33) 279 400

sarajewo-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/sarajewo

FOTOS: PRIVAT, BMEIA, ROLAND ANTON LAUB (KF BERLIN)

80 | SOCIETY 2_2015


BOTSCHAFTER

ÖSTERREICH

BRASILIEN • BOTSCHAFT

Marianne Feldmann

Brasilien, Suriname

CHINA • KULTURFORUM

Gudrun Hardiman-Pollross

FINNLAND • BOTSCHAFT

Elisabeth Kehrer

Finnland

SES (Setor de Embaixadas Sul), Av. das

Nacoes, Quadra 811 - Lote 40, 70426-900

Brasilia DF

Tel. (+55/61) 3443 3421

brasilia-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/brasilia

Qijiayuan Compound 7-4-33, 100600

Peking

Tel. (+86/10) 653 29 269

peking-kf@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/pekingkf

Unioninkatu 22, 00130 Helsinki

Tel. (+358/9) 68 18 60-0

helsinki-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/helsinki

BULGARIEN • BOTSCHAFT

Roland Hauser

Bulgarien

DÄNEMARK • BOTSCHAFT

Ernst-Peter Brezovszky

Dänemark, Island

FRANKREICH • BOTSCHAFT

Ursula Plassnik

Frankreich, Monaco

Boulevard Zar Oswoboditel 13/Ulica

Schipka 4, BG-1000 Sofia

Tel. (+359/2) 932 90 32

sofia-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/sofia

CHILE • BOTSCHAFT

Dorothea Auer

Chile

Sölundsvej 1, DK-2100 Kopenhagen

Tel. (+45) 39 29 41 41

kopenhagen-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/kopenhagen

DEUTSCHLAND • BOTSCHAFT

Nikolaus Marschik

Deutschland

6, Rue Fabert, F-75007 Paris

Tel. (+33/1) 40 63 30-63

paris-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/paris

FRANKREICH •

GENERALKONSULAT

Erika Bernhard

Barros Errazuriz 1968, 3 piso, Santiago

de Chile

Tel. (+56/2) 2223 47 74

santiago-de-chile-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/santiagodechile

CHINA • BOTSCHAFT

Irene Giner-Reichl

China, Mongolei

Stauffenbergstraße 1, D-10785 Berlin

Tel. (+49/30) 202 87-0

berlin-ob@bmeia.gv.at

www.oesterreichische-botschaft.de

DEUTSCHLAND •

GENERALKONSULAT

Helmut Koller

29, Avenue de la Paix, F-67000

Strassburg

Tel. (+33) 388 35 13 94

strassburg-gk@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/strassburggk

FRANKREICH • KULTURFORUM

Mario Vielgrader

Jian Guo Men Wai, Xiu Shui Nan Jie 5,

100600 Peking

Tel. (+86/10) 653 29 869

peking-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/peking

Ismaninger Straße 136, D-81675 München

Tel. (+49/89) 99 815-0

muenchen-gk@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/muenchen

17, avenue de Villars, F-75007 Paris

Tel. (+33/1) 47 05 27 10

paris-kf@bmeia.gv.at

www.fca-fr.com

CHINA • GENERALKONSULAT

Claudia Reinprecht

DEUTSCHLAND • KULTURFORUM

Georg Locher

GRIECHENLAND • BOTSCHAFT

Andrea Ikic-Böhm

Griechenland

2201 Chinachem Tower, 34-37 Connaught

Road, Central Hongkong

Tel. (+852) 2522 80 86

hongkong-gk@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/hongkong

Stauffenbergstraße 1, D-10785 Berlin

Tel. (+49/30) 202 87-0

berlin-kf@bmeia.gv.at

www.kulturforumberlin.at

4, Vass. Sofias, GR-10674 Athen

Tel. (+30/210) 725 72-70

athen-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/athen

CHINA • GENERALKONSULAT

Silvia Neureiter

ESTLAND • BOTSCHAFT

Doris Danler

Estland

HEILIGER STUHL • BOTSCHAFT

Alfons Kloss

Heiliger Stuhl, Malteser Ritterorden,

San Marino

Qi Hua Tower, 3rd floor No. 3A, 1375 Huai

Hai Road, Shanghai 200031

Tel. (+86/21) 647 40 268

shanghai-gk@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/shanghaigk

Vambola 6, 5. Stock, EE-10114 Tallinn

Tel. (+372) 627 87 40

tallinn-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/tallinn

Via Reno 9, I-00198 Rom

Tel. (+39) 06 853 725

vatikan-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/heiligerstuhl

SOCIETY 2_2015 | 81


BOTSCHAFTER

ÖSTERREICH

INDIEN • BOTSCHAFT

ISRAEL • BOTSCHAFT

JAPAN • BOTSCHAFT

Bernhard Wrabetz

Indien, Bangladesch, Bhutan, Malediven,

Nepal, Sri Lanka

Franz Kuglitsch

Israel

Bernhard Zimburg

Japan

Ep-13, Chandragupta Marg, Chanakyapuri,

New Delhi 110 021

Tel. (+91/11) 24 19 27-00

new-delhi-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/newdelhi

Abba Hillel Silver Street 12, Sason Hogi

Tower

Tel. (+972) 3 612 0924

tel-aviv-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/telaviv

1-1-20 Moto Azabu, Minato-ku, Tokyo

106-0046

Tel. (+81/3) 34 51 82 81

tokio-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/tokio

INDIEN • KULTURFORUM

ISRAEL • KULTURFORUM

JAPAN • KULTURFORUM

Michael Heinz

Johannes Strasser

Konstantin Saupe

Ep-13, Chandragupta Marg, Chanakyapuri,

New Delhi 110 021

Tel. (+91/11) 24 19 27-00

new-delhi-kf@bmeia.gv.at

www.austrianculture.in

Abba Hillel Silver Street 12,

Sason Hogi Tower

Tel. (+972/3) 612 0924

tel-aviv-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/telavivkf

1-1-20 Moto Azabu, Minato-ku, Tokyo 106-0046

Tel. (+81/3) 34 51 82 81

tokio-ob@bmeia.gv.at

INDONESIEN • BOTSCHAFT

ITALIEN • BOTSCHAFT

JORDANIEN • BOTSCHAFT

Andreas Karabaczek

Indonesien, Singapur, Timor-Leste

René Pollitzer

Italien

Michael Desser

Jordanien, Irak

Jalan Diponegoro 44, Menteng

Tel. (+62/21) 23 55 40 05

jakarta-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/jakarta

Via Pergolesi 3, I-00198 Rom

Tel. (+39) 06 844 014-1

rom-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/rom

Mithqal Al-Fayez Street 36, Jabal Amman

Tel. (+962/6) 460 11 01

amman-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/amman

IRAN • BOTSCHAFT

ITALIEN • KULTURFORUM

KANADA • BOTSCHAFT

Friedrich Stift

Iran

Christoph Meran

Arno Riedel

Kanada, Jamaika

Bahonarstr., Moghaddasi Str., Zamani

Str., Mirvali, Nr. 6 und 8, Teheran,

Niavaran, 19796-33755

Tel. (+98/21) 22 75 00 40

teheran-ob@bmeia.gv.at

www.bmeia.gv.at/teheran

Viale Bruno Buozzi 113, I-00197 Rom

Tel. (+39) 06 360837-1

rom-kf@bmeia.gv.at

www.austriacult.roma.it

445 Wilbrod Street, Ottawa, Ontario

K1N 6M7

Tel. (+1/613) 789 14 44

ottawa-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/ottawa

IRAN • KULTURFORUM

Gabriele Juen

Khorramshahr Ave., Arabali Street, 6th

Alley, Nr. 1, 15548-17413 Teheran

Tel. (+98/21) 88 76 48 23

teheran-kf@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/teherankf

IRLAND • BOTSCHAFT

Thomas Nader

Irland

15, Ailesbury Court Apartments, 93, Ailesbury Road, Dublin 4

Tel. (+353/1) 269 45 77

dublin-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/dublin

ITALIEN • GENERALKONSULAT

Wolfgang Spadinger

Piazza del Liberty 8/4, I-20121 Mailand

Tel. (+39) 02 78 37 43

mailand-gk@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/mailandgk

ITALIEN • KULTURFORUM

Herbert Jäger

Piazza del Liberty 8/4, I-20121 Mailand

Tel. (+39) 02 78 37 41

mailand-kf@bmeia.gv.at

www.austriacult.milano.it

KANADA • KULTURFORUM

Bernhard Faustenhammer

445 Wilbrod Street, Ottawa, Ontario K1N 6M7

Tel. (+1/613) 789 14 44

ottawa-kf@bmeia.gv.at

www.austro.org

KASACHSTAN • BOTSCHAFT

Wolfgang Banyai

Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan,

Turkmenistan

Kosmonavtov Strasse 62, 9. Stock, Mikrodistrikt

Chubary, 010000 Astana

Tel. (+7/7172) 97 78 69

astana-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/astana

FOTOS: PRIVAT, BMEIA, DOLOMITEN (ITALIEN MAILAND), KATSUHIRO ICHIKAWA (JAPAN)

82 | SOCIETY 2_2015


BOTSCHAFTER

ÖSTERREICH

KATAR • BOTSCHAFT

KUBA • BOTSCHAFT

LITAUEN • BOTSCHAFT

Sieglinde Fedele di Catrano

Katar

Gerlinde Paschinger

Kuba

Johann Spitzer

Litauen

Palm Tower B, level 33, West Bay, Doha

Tel. (+974) 442 155 41

doha-ob@bmeia.gv.at

Avenida 5ta A No. 6617, esq. a calle 70,

Miramar, Havanna

Tel. (+53/7) 204 28 25

havanna-ob@bmeia.gv.at

Gaono 6, LT-01131 Vilnius

Tel. (+370/5) 266 05 80

wilna-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/wilna

KENIA • BOTSCHAFT

KUWAIT • BOTSCHAFT

LUXEMBURG • BOTSCHAFT

Harald Günther

Kenia, Burundi, Komoren, Kongo -

Demokratische Republik, Ruanda, Seychellen,

Tansania - Vereinigte Republik,

Somalia, Sambia, Malawi

Limuru Road 536, Muthaiga (gegenüber

Muthaiga Mini Market), Nairobi

Tel. (+254/20) 406 00 22

nairobi-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/nairobi

Ulrich Frank

Kuwait, Bahrain

Daiyah, Area Ahmed Shawki Street,

house Nr. 10, Kuwait

Tel. (+965) 225 52 532

kuwait-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/kuwait

Gregor Schusterschitz

Luxemburg

3, rue des bains, 1212 Luxemburg

Tel. (+352) 47 11 88

luxemburg-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/luxemburg

KOREA - REPUBLIK • BOTSCHAFT

LETTLAND • BOTSCHAFT

MALAYSIA • BOTSCHAFT

Elisabeth Bertagnoli

Korea - Republik, Korea - Demokratische

Volksrepublik

Arad Benkö

Lettland

Christophe Ceska

Malaysia, Brunei Darussalam

Kyobo Bldg., 21 Floor, Sejongdearo 166

Jongno-gu, Seoul 110-714 Republic of

Korea

Tel. (+82/2) 73 29 071

seoul-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/seoul

Elizabetes iela 15-4°, LV-1010 Riga

Tel. (+37/1) 672 161 25

riga-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/riga

Suite 10.1-2, Level 10, Wisma Goldhill, 67,

Jalan Raja Chulan, 50200 Kuala Lumpur

Tel. (+60/3) 205 700 20

kuala-lumpur-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/kualalumpur

KOSOVO • BOTSCHAFT

LIBANON • BOTSCHAFT

MALTA • BOTSCHAFT

Johann Brieger

Kosovo

Ursula Fahringer

Libanon

Petra Schneebauer

Malta

Ahmet Krasniqi 22, Arberia (Dragodan) I,

10000 Pristina

Tel. (+381/38) 24 92 84

pristina-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/pristina

Tabaris 812 Bldg., 8 th floor, Avenue

Charles Malek, Tabaris - Achrafieh, Beirut

2071-1606

Tel. (+961/1) 21 73 60

beirut-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/beirut

Whitehall Mansions, 3rd floor, Ta Xbiex

Seafront, Ta Xbiex, XBX 1026, Malta

Tel. (+356) 23 27 90 00

valletta-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/valletta

KROATIEN • BOTSCHAFT

LIBYEN • BOTSCHAFT

MAROKKO • BOTSCHAFT

Andreas Wiedenhoff

Kroatien

Ronald Sturm

Libyen

Wolfgang Angerholzer

Marokko, Mauretanien

Radnicka cesta 80, 9. Stock, (Zagreb-Tower), HR-10000 Zagreb

Tel. (+385/1) 488 10 50

agram-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/agram

Shara Khalid Ben Walid/Shara Arismondi,

Dahra Area, Garden City, Tripolis

Tel. (+218/21) 44 43 379

tripolis-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/tripolis

2 Zankat Tiddas, Rabat

Tel. (+212/537) 76 40 03

rabat-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/rabat

KROATIEN • KULTURFORUM

LIECHTENSTEIN • BMEIA

MAZEDONIEN • BOTSCHAFT

Susanne Ranetzky

Maria Rotheiser-Scotti

Liechtenstein

Renate Kobler

Mazedonien

FOTOS: PRIVAT, BMEIA

Gunduliceva 3, HR-10000 Zagreb

Tel. (+385/1) 488 12 50

agram-kf@bmeia.gv.at

www.kulturforum-zagreb.org

c/o BMeiA, Minoritenplatz 8, A-1010 Wien

Mile Popjordanov 8, MK-1000 Skopje

Tel. (+389/2) 3083 400

skopje-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/skopje

SOCIETY 2_2015 | 83


BOTSCHAFTER

ÖSTERREICH

MEXIKO • BOTSCHAFT

PAKISTAN • BOTSCHAFT

RUMÄNIEN • BOTSCHAFT

Eva Hager

Mexiko, Belize, Costa Rica, El Salvador,

Guatemala, Honduras, Nicaragua,

Panama

Brigitta Blaha

Pakistan, Afghanistan

Gerhard Reiweger

Rumänien, Moldau

Sierra Tarahumara 420, Colonia Lomas

de Chapultepec, 11000 Mexico, D.F.

Tel. (+52/55) 52 51 08 06

mexiko-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/mexiko

Haus 7A, Straße 21, F 8/2 Islamabad

Tel. (+92/51) 2818 421

islamabad-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/islamabad

Dumbrava Rosie 7, RO-020461 Bukarest

Tel. (+40/21) 201 56 12

bukarest-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/bukarest

MEXIKO • KULTURFORUM

PERU • BOTSCHAFT

RUMÄNIEN • KULTURFORUM

Susanne Hammer

Andreas Rendl

Peru, Bolivien, Kolumbien, Ecuador

Elisabeth Marinkovic

Sierra Tarahumara 420, Colonia Lomas

de Chapultepec, 11000 Mexico D.F.

Tel. (+52/55) 52 51 08 06

mexiko-kf@bmeia.gv.at

www.foroculturaldeaustria.com.mx

Edificio "De las Naciones", Avenida Republica

de Colombia/ex Avenida Central

643, piso 5, San Isidro, Lima 27

Tel. (+51/1) 442 05 03

lima-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/lima

Dumbrava Rosie 7, RO-020461 Bukarest

Tel. (+40/21) 201 56 21

bukarest-kf@bmeia.gv.at

MONTENEGRO • BOTSCHAFT

Johann Fröhlich

Montenegro

PHILIPPINEN • BOTSCHAFT

Josef Müllner

Philippinen, Palau

RUSSISCHE FÖDERATION •

BOTSCHAFT

Emil Brix

Russische Föderation, Belarus

Ulica Svetlane Kane Radevic br 3, MNE-

81000 Podgorica

Tel. (+382/20) 201135

podgorica-ob@bmeia.gv.at

4th Floor, Prince-Building, 117 Thailand

Street (former Rada St.) Legaspi Village,

Makati, Metro Manila

Tel. (+63/2) 817 91 91

manila-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/manila

Starokonjuschennyi Per 1, 119034 Moskau

Tel. (+7/495) 780 60 66

moskau-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/moskau

NIEDERLANDE • BOTSCHAFT

Werner Druml

Niederlande

POLEN • BOTSCHAFT

Thomas Buchsbaum

Polen

RUSSISCHE FÖDERATION •

KULTURFORUM

Simon Mraz

van Alkemadelaan 342, 2597 AS Den

Haag

Tel. (+31/70) 324 54 70

den-haag-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/denhaag

ul Gagarina 34, 00-748 Warschau

Tel. (+48/22) 841 00 81

warschau-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/warschau

Starokonjuschennyi Per 1, 119034 Moskau

Tel. (+7/495) 780 60 66

moskau-kf@bmeia.gv.at

www.akfmo.org

NIGERIA • BOTSCHAFT

POLEN • KULTURFORUM

SAUDI ARABIEN • BOTSCHAFT

Joachim Öppinger

Nigeria, Äquatorialguinea, Kamerun,

Gabun, Tschad, Zentralafrikanische

Republik, São Tomé und Príncipe, Benin,

Togo, Ghana

Plot 9, Usuma Street, Maitama - Abuja

abuja-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/abuja

NORWEGEN • BOTSCHAFT

Thomas Wunderbaldinger

Norwegen

Thomas Heftyes Gate 19 - 21, N-0244

Oslo

Tel. (+47) 22 54 02-00

oslo-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/oslo

Martin Meisel

Polen

Ul. Prozna 7-9, 00-107 Warschau

Tel. (+48/22) 526 88-00

warschau-kf@bmeia.gv.at

www.austria.org.pl

PORTUGAL • BOTSCHAFT

Thomas Stelzer

Portugal, Kap Verde

Avenida Infante Santo, Nr. 43/4.Stock,

1399-046 Lissabon

Tel. (+351/21) 394 39-00

lissabon-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/lissabon

Gregor Kössler

Saudi Arabien, Oman, Jemen

Diplomatic Quarter Riyadh

Tel. (+966/1) 1 480 12 17

riyadh-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/riyadh

SCHWEDEN • BOTSCHAFT

Arthur Winkler-Hermaden

Schweden

Kommendörsgatan 35/V, S-114 58

Stockholm

Tel. (+46/8) 665 17 70

stockholm-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/stockholm

FOTOS: PRIVAT, BMEIA, DANIEL BACHLER UND TERESA MARENZI (KF MOSKAU)

84 | SOCIETY 2_2015


BOTSCHAFTER

ÖSTERREICH

SCHWEIZ • BOTSCHAFT

SLOWAKEI • KULTURFORUM

SYRIEN • BOTSCHAFT

(derzeit unbesetzt)

Schweiz

Wilhelm Pfeistlinger

Isabel Rauscher

Syrien

Kirchenfeldstrasse 77/79, CH-3005 Bern

Tel. (+41/31) 3565-252

bern-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/bern

Hodzovo námestie 1/A, 81106 Bratislava

Tel. (+421/2) 59 30 15-00

pressburg-kf@bmeia.gv.at

www.rakuskekulturneforum.sk

Farabi Street 1, Bld. Mohamed Naim Al-

Deker, Mezzeh, East Villas, Damascus

Tel. (+963/11) 588 056

damaskus-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/damaskus

SCHWEIZ • KULTURFORUM

SLOWENIEN • BOTSCHAFT

THAILAND • BOTSCHAFT

Martina Hermann

Clemens Koja

Slowenien

Enno Drofenik

Thailand, Kambodscha, Laos, Myanmar

bern-ob@bmeia.gv.at

Kirchenfeldstrasse 77/79, CH-3005 Bern

Tel. (+41/31) 3565-252

Presernova cesta 23, SI-1000 Ljubljana

Tel. (+386/1) 479 07 00

laibach-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/laibach

Q House Lumpini Building, Unit 1801,

18th Floor No.1 South Sathorn Road,

Thungmahamek, Sathorn, Bangkok

Tel. (+66/2) 105 67 00

bangkok-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/bangkok

SENEGAL • BOTSCHAFT

Caroline Gudenus

Senegal, Gambia, Guinea, Guinea-

Bissau, Mali, Burkina Faso, Côte d'Ivoire,

Liberia, Sierra Leone

SLOWENIEN • KULTURFORUM

Marie-Therese Hermges

TSCHECHISCHE REPUBLIK •

BOTSCHAFT

Ferdinand Trauttmansdorff

Tschechische Republik

18, rue Emile Zola, Dakar

Tel. (+221) 33 849 40 00

dakar-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/dakar

Presernova cesta 23, SI-1000 Ljubljana

Tel. (+386/1) 479 07 41

laibach-kf@bmeia.gv.at

www.kulturforum-ljubljana.si

Viktora Huga 10, CZ-15115 Prag 5

Tel. (+420) 257 09 05-11

prag-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/prag

SERBIEN • BOTSCHAFT

Johannes Eigner

Serbien

SPANIEN • BOTSCHAFT

Peter Huber

TSCHECHISCHE REPUBLIK •

KULTURFORUM

Natascha Grilj

Kneza Sime Markovica 2, SRB-11000

Belgrad

Tel. (+381/11) 333 65-00

belgrad-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/belgrad

Paseo de la Castellana 91, 28046 Madrid

Tel. (+34) 91 55 65 315

madrid-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/madrid

Jungmannovo namesti 18, CZ-11000

Prag 1

Tel. (+420) 221 181 7-77

prag-kf@bmeia.gv.at

www.rkfpraha.cz

SERBIEN • KULTURFORUM

SPANIEN • KULTURFORUM

TUNESIEN • BOTSCHAFT

Nicolaus Keller

Karin Kosina

Gerhard Weinberger

Tunesien

belgrad-kf@bmeia.gv.at

Kneza Sime Markovica 2, SRB-11000

Belgrad

Tel. (+381/11) 333 65-00

Paseo de la Castellana 91, 28046 Madrid

Tel. (+34) 91 55 65 315

madrid-kf@bmeia.gv.at

www.foroculturaldeaustria.org

16, Rue Ibn Hamdiss El Menzah I, 1004

Tunis

Tel. (+216/71) 23 90 38

tunis-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/tunis

SLOWAKEI • BOTSCHAFT

SÜDAFRIKA • BOTSCHAFT

TÜRKEI • BOTSCHAFT

FOTOS: PRIVAT, BMEIA

Helfried Carl

Slowakei

Hodzovo námestie 1/A, 81106 Bratislava

Tel. (+421/2) 59 30 15-00

pressburg-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/pressburg

Brigitte Öppinger-Walchshofer

Südafrika, Angola, Botsuana, Lesotho,

Madagaskar, Mauritius, Mosambik,

Namibia, Simbabwe, Swasiland

454A Fehrsen Street, Brooklyn,

Pretoria 0181

Tel. (+27/12) 45 29 155

pretoria-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/pretoria

Klaus Wölfer

Türkei

Atatürk Bulvari 189, 06680 Ankara

Tel. (+90/312) 405 51 90

ankara-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/ankara

SOCIETY 2_2015 | 85


BOTSCHAFTER

ÖSTERREICH

TÜRKEI •

GENERALKONSULAT

Christine Wendl

USBEKISTAN • BMEIA

Alois Kraut

VEREINIGTE STAATEN VON

AMERIKA • KULTURFORUM

Christine Moser

Köybasi cad. No. 46, 34464 Yeniköy,

Istanbul

Tel. (+90/212) 363 84 10

istanbul-gk@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/istanbulgk

c/o BMeiA, Minoritenplatz 8, A-1010 Wien

Tel. (+43/5) 01150-3324

zentralasien-suedkaukasien@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/usbekistan

11 East 52nd Street, New York, N.Y. 10022

Tel. (+1/212) 319 5300

new-york-kf@bmeia.gv.at

www.acfny.org

TÜRKEI • KULTURFORUM

Romana Königsbrun

Köybasi cad. No. 44, 34464 Yeniköy,

Istanbul

Tel. (+90/212) 363 84 15

istanbul-kf@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/istanbulkf

VENEZUELA • BOTSCHAFT

Gerhard Mayer

Venezuela, Antigua und Barbuda, Barbados, Dominica,

Dominikanische Republik, Grenada, Guyana, Haiti, St. Kitts

und Nevis, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen, Trinidad

und Tobago

Avenida Orinoco (entre Mucuchíes y Perijá), Las Mercedes,

Torre D & D - Piso PT - Oficina PT-N, 1060 Caracas

Tel. (+58/212) 999 12 11

caracas-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/caracas

VEREINIGTE STAATEN VON

AMERIKA • GENERALKONSULAT

Ulrike Ritzinger

11859 Wilshire Boulevard, Suite 501, Los

Angeles, California 90025

Tel. (+1/310) 44 49 310

los-angeles-gk@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/losangeles

UKRAINE • BOTSCHAFT

Hermine Poppeller

Ukraine

VEREINIGTE ARABISCHE

EMIRATE • BOTSCHAFT

Peter Elsner-Mackay

Vereinigte Arabische Emirate

VEREINIGTES KÖNIGREICH •

BOTSCHAFT

Martin Eichtinger

Großbritannien und Nordirland, Kanalinseln,

Isle of Man

Ivana Franka 33, 01030 Kiew

Tel. (+380/44) 277 27 90

kiew-ob@bmeia.gv.at

www.bmeia.gv.at/kiew

Sky Tower, 5. Stock, Büro Nr. 504, Reem

Island, Abu Dhabi

Tel. (+971/2) 69 44 999

abu-dhabi-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/abudhabi

18, Belgrave Mews West, London SW1X

8HU

Tel. (+44/20) 7344 3250

london-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/london

UKRAINE • KULTURFORUM

Stephanie Karner

VEREINIGTE STAATEN VON

AMERIKA • BOTSCHAFT

Hans Peter Manz

Vereinigte Staaten, Bahamas

VEREINIGTES KÖNIGREICH •

KULTURFORUM

Elisabeth Kögler

Ivana Franka 33, 01030 Kiew

Tel. (+380/44) 277 27 90

kiew-ob@bmeia.gv.at

3524 International Court N.W., Washington

D.C. 20008

Tel. (+1/202) 895 67 00

washington-ob@bmeia.gv.at

www.austria.org

28, Rutland Gate, London SW7 1PQ

Tel. (+44/20) 7225 73-00

london-kf@bmeia.gv.at

www.acflondon.org

UNGARN • BOTSCHAFT

Ralph Scheide

Ungarn

VEREINIGTE STAATEN VON

AMERIKA • KULTURFORUM

Andreas Pawlitschek

VIETNAM • BOTSCHAFT

Thomas Loidl

Vietnam

Benczúr utca 16, 1068 Budapest

Tel. (+36/1) 479 70-10

budapest-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/budapest

3524 International Court N.W., Washington

D.C. 20008

Tel. (+1/202) 895 67 00

washington-kf@bmeia.gv.at

www.acfdc.org

c/o "Prime Center", 53, Quang Trung, 8.

Stock, Hai Ba Trung District, Hanoi, VN

Tel. (+84/4) 3943 3050-3

hanoi-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/hanoi

UNGARN • KULTURFORUM

Susanne Bachfischer

VEREINIGTE STAATEN VON

AMERIKA • GENERALKONSULAT

Georg Heindl

New York, Bermudas

ZYPERN • BOTSCHAFT

Karl Müller

Zypern

Benczúr utca 16, 1068 Budapest

Tel. (+36/1) 413 35-90

budapest-kf@bmeia.gv.at

www.okfbudapest.hu

31 East 69th Street, New York, N.Y. 10021

Tel. (+1/212) 737 6400

new-york-gk@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/newyorkgk

34, Dimosthenous Severi Avenue, 1st

Floor, Office 101, 1687 Nikosia

Tel. (+357) 22 41 01 51

nicosia-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/nikosia

FOTOS: PRIVAT, BMEIA

86 | SOCIETY 2_2015


DIPLOMATIE

NATIONALFEIERTAGE

Nationalfeiertage | Von Jänner bis Juni 2016

der Botschaften mit Amtssitz in Wien

Jänner

1. Kuba

Jahrestag der Revolution (1959)

1. Slowakei

Unabhängigkeitstag (1993)

1. Sudan Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung

(1956)

4. Myanmar

Unabhängigkeitstag (1948)

26. Australien

„Australia Day“: Jahrestag der

offiziellen Annektierung Ostaustraliens

und Tasmaniens für die

britische Krone durch Captain

Arthur Phillip am 26. Jänner 1788

in Sydney.

26. Indien

Tag der Republik, Inkrafttreten

der Verfassung im Jahr 1950

Februar

4. Sri Lanka

Unabhängigkeitstag (1948)

6. Neuseeland

Nationalfeiertag (seit 1960) erinnert

an die

Unterzeichnung des Vertrages

von Waitangi 1840.

11. Iran

Jahrestag der

Staatsgründung (1979)

15. Serbien

Nationalfeiertag (Inkrafttreten

der ersten Verfassung 1835)

16. Litauen

Jahrestag der Staatsgründung

(1918)

17. Kosovo

Unabhängigkeitstag (2008)

24. Estland

Jahrestag der Staatsgründung

(1918)

25. Kuwait

Befreiung von der irakischen

Besetzung (1991)

27. Dominikanische Republik

Unabhängigkeitstag (1844 Trennung

von Haiti)

März

1. Bosnien & Herzegowina

Unabhängigkeitstag (29. Februar

1992)

3. Bulgarien

Friede von San Stefano (1878)

13. Vatikan

Wahl von Papst Franziskus

17. Irland

St. Patrick’s Day: Der irische

Nationalheilige war der erste

Missionar in Irland.

20. Tunesien

Unabhängigkeitstag (1956)

21 Namibia

Unabhängigkeitstag (1990)

23. Pakistan

Nationalfeiertag (Verkündigung

der Verfassung 1956)

25. Griechenland

Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung

(1821)

26. Bangladesch

Unabhängigkeitstag (1971)

April

17. Syrien

Ausrufung der Republik im

Jahr 1946.

18. Simbabwe

Unabhängigkeit von

Großbritannien im Jahr 1980.

27. Südafrika

„Tag der Freiheit“: Jahrestag

der ersten demokratischen Wahlen

1994 nach dem Ende

der Apartheid.

27. Niederlande

Geburtstag des Königs Willem-

Alexander

Mai

3. Polen

„Tag der Verfassung vom 3. Mai

1791“

12. Israel

Unabhängigkeitstag. Nach dem

jüdischen Kalender am 5. Ijjar

(verschiebt sich im gregorianischen

Kalender jedes Jahr).

15. Paraguay

Unabhängigkeit von Spanien im

Jahr 1811.

17. Norwegen

Jahrestag der Verfassung (1814)

22. Jemen

Jahrestag der Wiedervereinigung

von Nord- und Südjemen im Jahr

1990.

25. Argentinien

Erklärung der Unabhängigkeit

von Spanien im Jahr 1810.

25. Jordanien

Unabhängigkeit von Großbritannien

im Jahr 1946.

26. Georgien

Tag der Unabhängigkeitserklärung

vom russischen Zarenreich

im Jahr 1918.

28. Aserbaidschan

Gründung der Demokratischen

Republik Aserbaidschan im

Jahr 1918.

Juni

2. Italien

„Fest der Republik“ (1946)

5. Dänemark

„Tag der Verfassung“ (1849)

6. Schweden

„Tag der schwedischen Fahne“

10. Portugal

Todestag des portugiesischen

Nationaldichters Luís Vaz de

Camões (gest. 1580).

12. Philippinen

Unabhängigkeit von Spanien im

Jahr 1898.

12. Russische Föderation

„Tag der Annahme der Erklärung

über die staatliche Souveränität

der Russischen Föderation“

(1990).

17. Island

Jahrestag der Ausrufung der

Republik (1944)

23. Luxemburg

Offizielle Feier des Geburtstages

des Großherzogs Henri

25. Kroatien

Erklärung der Unabhängigkeit

von Jugoslawien (1991)

25. Slowenien

Tag der Unabhängigkeit von Jugoslawien

(1991)

SOCIETY 2_2015 | 87


DIPLOMATIE

EVENTS

EVENT-HIGHLIGHTS DER DIPLOMATIE

S.E. Pedro

Moitinho de

Almeida mit

Gattin Natividade

Moitinho

Kolumbien: Nationalfeiertag

Zur Feier des 205. Jahrestages der Unabhängigkeitserklärung

der Republik Kolumbien lud der Botschafter und Ständige

Vertreter von Kolumbien in Österreich, S.E. Jaime Alberto

Cabal Sanclemente, zu einem Empfang in das Hotel Kahlenberg

mit Blick über Wien. Höhepunkt war das Recital der kolumbianischen

Sopranistin Betty Garcés-Bedoya, die von der

italienischen Pianistin Antonia Valente begleitet wurde.

Portugal: Nationalfeiertag

Der portugiesische Botschafter und Gattin luden zum Nationalfeiertagsempfang

in die Residenz.

Russische Föderation:

Nationalfeiertag

S.E. Sergej Netschajew, der Ständige Vertreter bei der OSZE

Andrey Kelin und der Ständige Vertreter bei den Internationalen

Organisationen in Wien Vladimir Voronkov luden zum Empfang.

Antonia Valente, S.E. Jaime

Alberto Cabal Sanclemente,

Betty Garcés-Bedoya

Juri Fedotow

(UNOV Generaldirektor),

Vizekanzler

a. d. Michael

Spindelegger, S.E.

Sergej Netschajew

Luxemburg: Nationalfeiertag

Anlässlich des Nationalfeiertages

luden

Botschafter S.E. Hubert

Wurth und Gattin

Francisca in die traumhaft

schönen Räumlichkeiten

der Botschaft in

Wien-Währing.

Francisca und Hubert Wurth

Petri Ilvesaro mit Gattin, I.E. Anu Laamanen, Arvi Tavaila mit Gattin

Finnland: Armeefeiertag

Verteidigungsattaché Kapitän zur See Arvi Tavaila, Militärberater

Fregattenkapitän Petri Ilvesaro und I.E. Anu Laamanen

luden zum Empfang.

88 | SOCIETY 2 _2015


DIPLOMATIE

EVENTS

FOTOS: SOCIETY/MIKES/POBASCHNIG/PROCHNOW

S.E. Dr. Christof Maria

Fritzen (r.)

Malteser Orden: Ordensfeiertag

S.E. Dr. Christof Maria Fritzen, Botschafter des Souveränen

Malteser-Ritterordens, lud anlässlich des Ordensfeiertags zu

einem Empfang in die Räumlichkeiten des St. Johanns Clubs.

I.E. Alexa Wesner (USA),

I.E. Susan le Jeune

d‘Allegeershecque (GB)

Großbritannien: Gartenparty

Mit gleich zwei Gartenempfängen, mittags und abends, ehrte

die britische Botschaft den Geburtstag Ihrer Majestät Queen

Elizabeth II.

S.E. Pascal Teixeira da Silva (Frankreich),

I.E. Chryssoula Aliferi (Griechenland)

Botschafterehepaar Stéphane und Susan le

Jeune d‘Allegeershecque beim Abendempfang

S.E. Nuntius Erzbischof

Peter Stephan Zurbriggen,

Nuntiaturrat Dr. Gabor

Zoltan Pinter

Heiliger Stuhl: Jahrestag

Zum zweiten Jahrestag der Wahl Papst Franziskus‘ lud die

Apostolische Nuntiatur in Wien zum Empfang.

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DIPLOMATIE

EVENTS

S.E. Edgars Skuja

(Lettland) und S.E. Valery

Voronetsky im Gespräch

Belarus: Nationalfeiertag

Zeremonie im Wiener Donaupark

Venezuela: Nationalfeiertag

S.E. Botschafter Valery Voronetsky und Gattin Zhanna Voronetska

feierten den diesjährigen Nationalfeiertag von Belarus mit

einer Gartenparty in der Botschaft in Wien-Hütteldorf.

Mit einer Blumenzeremonie

vor dem Denkmal des

Unabhängigkeitskämpfers

Simón Bolívar feierten

S.E. Botschafter Alí

de Jesús Uzcátegui Duque

und Gattin den Nationalfeiertag

von Venezuela.

S.E. Alí de Jesús

Uzcátegui Duque

Oberst Turgay Akcay, Chargé d’Affaires Ali Orbay

Türkei: Tag des Sieges

Anlässlich des Tag des Sieges luden der Geschäftsträger der türkischen

Republik, Ali Kaan Orbay, und Militärattaché Oberst

Turgay Akçay zu einem Empfang in die türkische Botschaft.

S.E. Rajiva Misra bei seiner Begrüßungsansprache (r.)

Indien: Nationalfeiertag

Zur Feier des 68. Nationalfeiertages Indiens luden Botschafter

S.E. Rajiva Misra und Gattin zu einem Empfang in die Räumlichkeiten

der Botschaft in Wien-Währing.

Katalonien: Nationalfeiertag

Empfang in den Räumlichkeiten der Delegation der Regierung

Kataloniens für Österreich mit einer Darbietung von Werken

Eduard Toldràs durch den Pianisten Emili Blanco und die Sopranistin

Elena Copons.

Ansprache des Generaldirektors für multilaterale und europäische

Beziehungen der Regierung Kataloniens, Manuel Manonelles.

FOTOS: DELEGATION DER REGIERUNG KATALONIENS, SOCIETY/MIKES/POBASCHNIG

90 | SOCIETY 2 _2015


DIPLOMATIE

EVENTS

S.E. Ermek Ibraimov

(Kirgistan),

S.E. Gunaajav Batjargal

Mongolei: Nationalfeiertag

Der Botschafter der Mongolei, S.E. Gunaajav Batjargal, lud zum

Nationalfeiertagsempfang in den Festsaal der Diplomatischen

Akademie in Wien.

I.E. Alexa Wesner

USA: Unabhängigkeitstag

Botschafterin Laura E. Kennedy (UN), I.E. Alexa Wesner und Botschafter

Daniel Baer (OSZE) luden zum Gartenempfang anlässlich

des 230. Unabhängigkeitstages der USA.

Botschafter Hans Winkler

(Dir. Diplomatische Akademie)

mit Eve-Külli Kala

Estland: Verabschiedung

I.E. Eve-Külli Kala lud aus Anlass der Beendigung ihrer Mission

als bilaterale Botschafterin zu einem Empfang im stimmungsvollen

Ferdinandihof in Wien-Margareten.

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DIPLOMATIE

EVENTS

BM Rudolf Hundstorfer,

S.E. Zhao Bin

China: Nationalfeiertag

Chargé d’Affaires Abdullah Alsolamy (r.) mit Vertretern der Botschaft

Saudi Arabien: Nationalfeiertag

Chargé d’Affaires a.i. Abdullah Alsolamy lud zum Empfang in

das Palais Liechtenstein in Wien.

Traditionell feierte die Botschaft der Volksrepublik China den

Nationalfeiertag im Hotel Savoyen Vienna. Botschafter ZHAO Bin

mit Gattin DENG Juanfei und der Ständige Vertreter bei den Vereinten

Nationen Botschafter CHENG Jingye hatten die Ehre, zum

66. Jubiläum der Gründung der VR China einzuladen.

Belgien: Königstag

Der belgische Botschafter Baron Willem Van de Voorde und Gattin

sowie der Ständige Vertreter Belgiens bei der OSZE, Botschafter

Bruno Georges, und Gattin luden anlässlich des Königstages

zum Empfang in die Residenz des belgischen Botschafters in

Wien-Wieden.

S.E. Edgars Skuja, Pianistin

Tereze Rozenberga,

Bahtijors Hasans

Lettland: Nationalfeiertag

Bruno Georges und

Baron Willem Van de

Voorde mit Gattinnen

Palästina: Nationalfeiertag

Aus Anlass des Nationalfeiertags von Palästina und des „UN International

Day of Solidarity with the Palestinian People“ lud

S.E. Salah Abdel Shafi zu einem Empfang in das Albert Schweitzer

Haus in der Schwarzspanierstraße.

S.E. Ali Duque (Venezuela),

S.E. Salah Abdel Shafi,

S.E. Horacio Zhao Zubizarreta Bin (links) und Cheng

(Paraguay), Jingye S.E. Ramon in der Receiving Line

Quinones (Dom. Rep.)

Botschafter Edgars Skuja und der Ständige Vertreter bei den Internationalen

Organisationen Bahtijors Hasans luden zum Nationalfeiertagsempfang

in die Diplomatische Akademie in Wien.

Tirol: Corps Consulaire

Generalsekretär

Michael Linhart (BMEIA), CCT-

Vorstandsmitglied Petra Streng,

CCT-Präsident Ernst Wunderbaldinger,

Christian Koidl (Langes-

Swarovski Privatstiftung)

Anlässlich der Gründungsveranstaltung des CC Tirol trafen

Tirols diplomatische Vertreter in den Swarovski Kristallwelten

zu einem Meinungsaustausch über die österreichische Außenpolitik

zusammen.

FOTOS: BRITISCHE BOTSCHAFT IN WIEN, CCT/EGGER, SOCIETY/MIKES/POBASCHNIG/PROCHNOW

92 | SOCIETY 2 _2015


Kroatien:

Nationalfeiertag & Tag der

Streitkräfte

S.E. Gordan Bakota (Mitte), Stadträtin

Renate Brauner, UN-Botschafterin Dubravka

Simonovic und Vertreter Kroatiens.

Der Botschafter der Republik Kroatien S.E. Gordan

Bakota, die Ständige Vertreterin der Republik Kroatien

bei der OSZE, den Vereinten Nationen und internationalen

Organisationen in Wien Dr. Dubravka

Simonovic, der Verteidigungsattaché Oberst i.G. Dr.

Vilko Klasan und der Militärberater Kapitän zur See

Davor Valdec luden aus Anlass des kroatischen Nationalfeiertags

und des Tags der Streitkräfte zu einem feierlichen

Empfang in den Kursalon in Wien. Einem Konzert

von Popsänger Marko Tolja und Jazz-Gitarristen Zoran

Majstorovic folgte die Präsentation der Gespanschaft

Primorsko-Goranska und der Städte Rijeka und Opatija.

Großbritannien: Ehrung

Der langjährige Honorarkonsul des Vereinigten Königreichs in

Innsbruck Hellmut Buchroithner wurde in der Britischen Botschaft

feierlich zum OBE, Officer of the Order of the British Empire,

ernannt.

S.E. Ayoob Erfani mit Gattin, S.E. Ismatullo Nasredinov mit Gattin (Tadschikistan)

Afghanistan: Nationalfeiertag

S.E. Botschafter Ayoob Erfani lud zum Empfang mit Büffet in

die Botschaft anlässlich des 96. Jahrestages der Unabhängigkeit

Afghanistans. Den Gästen wurden original afghanische Spezialitäten

offeriert – begleitet von Meistern der Musik Afghanistans.

I.E. Susan le Jeune d‘Allegeershecque,

Hellmut Buchroithner

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DIPLOMATIE

EVENTS

S.E. Detlev Rünger,

I.E. Alexa Wesner (USA)

Angola:

Nationalfeiertag

I.E. Botschafterin Maria de

Jesus Ferreira lud anlässlich

des Nationalfeiertags

von Angola zum Empfang

in den großen Ballsaal des

Grand Hotel Vienna.

I.E. Maria de

Jesus Ferreira

Musikalische Einlage

Deutschland: Verabschiedung

Abschied nehmen von Wien hieß es für S.E. Detlev Rünger und

Gattin Iris, die für Freunde und Kollegen eine Farewellparty im

Garten der Residenz gaben.

Dominikanische Republik:

Jahrestag

Zum 8. Jahrestag der Botschaft

bzw. 10. Jahrestag

der Ständigen Vertretung

der Dominikanischen Republik

in Österreich wurde

ein Konzert im Alten Rathaus

in Wien veranstaltet.

S.E. Abel Ayoko, Gattin

Funke Ayoko, Gazing J.N.

Dangtim und Gattin

Nigeria: Nationalfeiertag

S.E. Botschafter Abel Adelakun Ayoko und Gattin Funke Ayoko

luden zu einem großen Fest in die Räumlichkeiten der nigerianischen

Residenz in Wien-Döbling.

Violinvirtuosin Aisha Syed (Mitte)

mit S.E. Ramón Quinones und

Gattin Fatimah Zwanikken

Personal der Botschaft der

Dominikanischen Republik.

Turkmenistan: Nationalfeiertag

Zum 20. Jahrestag der Neutralität lud S.E. Silapberdi Nurberdiev

in das Hilton Hotel Vienna.

S.E. Silapberdi Nurberdiev, S.E.

Jaime Alberto Cabal (Kolumbien)

FOTOS: SOCIETY/LANGEGGER/MIKES/POBASCHNIG/PROCHNOW

94 | SOCIETY 2 _2015


Vertreter des Konsularischen Korps in

OÖ mit S.E. Rachmat Budiman (3.v.r.)

und HK Johannes Neuhofer (4.v.r.)

DIPLOMATIE

EVENTS

Indonesien: Eröffnung des

Honorarkonsulats in Linz

Eröffnung des Indonesischen Honorarkonsulats in Linz mit Konsul

Dr. Johannes Neuhofer. Zu diesem Anlass fanden sich zahlreiche

Vertreter des Konsularischen Korps in Oberösterreich ein.

Gerti Tauchhammer, Christine

und BM Andrä Rupprechter,

Gräfin Elenka Batthyány, S.E.

Detlev Rünger mit Gattin Iris

Frankreich: Nationalfeiertag

Die Botschaft Frankreichs feierte einen großen Empfang im

Garten des Palais Clam-Gallas mit Crepes und Galettes aus der

mobilen Creperie.

Sergej Netschajew,

Nina Netschajewa

und ORFG-Präsident

Ludwig Scharinger

Russische Föderation:

Verabschiedung

Botschafter Sergej Jurjewitsch Netschajew und Gattin Dr. Nina

Netschajewa luden zum Abschiedsempfang in die russische Botschaft.

Netschajew war fünf Jahre Botschafter in Wien gewesen.

Botschafter Maxime Lefebre (OSZE),

S.E. Pascal Teixeira da Silva, Botschafterin

Marion Paradas (UN)

Es gibt sie noch, die kleinen, feinen Geschäfte:

Beste Qualität, persönliche Beratung, stressless buying

GENUSSWELT

„Gaumenfreude“

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DIPLOMATIE

EVENTS

Bulgarien: Ehrenmedaille

Die Receiving Line

Verleihung der Ehrenmedaille des Kulturministeriums der

Republik Bulgarien an den Propst des Stiftes Klosterneuburg,

Abtprimas Bernhard Backovsky, in der bulgarischen Residenz.

I.E. Elena Shekerletova, Abtprimas Bernhard Backovsky

Slowenien: Nationalfeiertag

Botschafter Dr. Andrej Rahten lud zum Nationalfeiertagsempfang

in das Haus der Ingenieure in der Wiener Innenstadt.

S.E. Dr. Andrej Rahten bei

seiner Begrüßungsansprache

FOTOS: SOCIETY/MIKES/POBASCHNIG/PROCHNOW

Olga Algayerova (UN),

S.E. Juraj Machac

Slowakei: Nationalfeiertag

Algerien: Nationalfeiertag

S.E. Mohamed Benhocine und Gattin luden zum Nationalfeiertagsempfang

in das Hotel Interkontinental..

S.E. Juraj Machac und Olga Algayerova, Ständige Vertreterin

der Slowakischen Republik bei den internationalen Organisationen,

luden zum Nationalfeiertagsempfang

in

die Residenz. Im künstlerischen

Programmteil

wurden Tanz und Musik

geboten: Nina Polakova

und Roman Lazik, beide

Erste Solotänzer des Wiener

Staatsballetts, sowie

die Chanson-Sängerin

Andrea Zimanyiova und

der Gitarrist Juraj Burian

begeisterten die Gäste.

S.E. Mohamed Benhocine mit Gattin und Dame in Landestracht

96 | SOCIETY 2 _2015


DIPLOMATIE

EVENTS

Kuba: Verabschiedung

Botschafter Juan Carlos Marsán und Gattin Maiky Díaz Pérez

sagten nach vier Jahren in Wien „Adiós“ zu Österreich und

luden zu einem kubanischen Empfang.

S.E. Rachmat Budiman mit Gattin und Gesandter Botschaftsrat

Febrian Alphyanto Ruddyard mit Gattin

S.E. Juan Carlos Marsán und Maiky Díaz Pérez

Indonesien: Nationalfeiertag

Anlässlich des 70. Jahrestages der Unabhängigkeit luden S.E.

Rachmat Budiman und Gattin Rietanty Budiman zum Empfang

in die Residenz. Das runde Jubiläum wurde mit traditionellen

Klängen und Kulinarik im Garten gefeiert.

Zuheir Al-Herbish, Suleyman Al-Herbish

(OFID), S.E. Khaled Shamaa und Gattin

Ägypten: Nationalfeiertag

Botschafter Khaled Shamaa und Gattin luden in die prunkvollen

Räumlichkeiten der ägyptischen Residenz auf der Hohen Warte.

Russische Föderation:

Neuer Botschafter

Anlässlich der Überreichung

des Beglaubigungsschreibens

haben der neue Botschafter der

Russischen Föderation in der

Republik Österreich S.E. Dmitry

Ljubinskij und seine Gattin

Elena Ljubinskaya in die Russische

Botschaft eingeladen. Höhepunkt

war ein Konzert des

„Moscow Rachmaninov-Trios“

mit einem anschließenden

Empfang.

Malteser Orden:

Ordensverleihung

Verleihung des Ordens

„Grande Ufficiale

Pro Merito Melitensi“

an Gesandten

Dr. Alberto Dona von

der Ständigen Vertretung

des Malteser Ritterordens.

Dr. Alberto Dona,

Prof. Günther Granser

(SMOM) mit Gattinnen

S.E. Dmitry Ljubinskij und

Gattin Elena

Grande Ufficiale Pro

Merito Melitensi

SOCIETY 2_2015 | 97


DIPLOMATIE

EVENTS

S.E. Dato‘ Adnan Othman mit Gattin Datin Azlinda Rosli,

Aldo Malavasi (IAEO), Mag. Christoph Weingartner (BMEIA)

Albanien: Weinverkostung

Zu einer Verkostung albanischer Weine und Spezialitäten im

Salon Franz Josef des Hotel de France lud S.E. Roland Bimo zusammen

mit Konsulent Walter Götz.

Walter Götz, S.E.

Roland Bimo

Malaysia: Nationalfeiertag

S.E. Dato‘ Adnan Othman und Gattin Datin Azlinda Rosli feierten

den Nationalfeiertag im Rahmen eines Empfangs in der Florido

Lounge.

Türkei: Nationalfeiertag

Die Receiving Line

Botschafter Hasan Gögüs und Gattin Zerrin Gögüs luden zum

Nationalfeiertagsempfang der Republik Türkei in die Räumlichkeiten

der Botschaft.

Ungarn: Nationalfeiertag

Botschafter Dr. Janos Perenyi und Botschafter Karoly Dan (OSZE)

luden zu einem Empfang anlässlich des 59. Jahrestages der

Revolution und des Freiheitskampfes 1956 in Ungarn.

Kanada: Canada Day

Native American

traf auf Native Austrian

beim diesjährigen

Canada Day, zu

dem S.E. Botschafter

Mark Bailey und

Gattin Raja in die

Residenz der kanadischen

Botschaft

einluden.

Tribal Vision, Schuhplattler

mit dem Botschafterehepaar

Raja Bailey (ganz links) und

Mark Bailey (2.v.r.)

Der „Holzhacker“-Tanz

98 | SOCIETY 2 _2015

Die Receiving Line.


DIPLOMATIE

EVENTS

BMEIA Generalsekretär Michael Linhart (Mitte) und die Gruppe der LeiterInnen

der Ständigen Vertretungen und bilateralen BotschafterInnen

BMEIA: Diplomatenausflug

S.E. Johannes Haindl, Gastredner

BM Rudolf Hundstorfer,

Senator Martin Günthner

Außenminister Sebastian Kurz lud zum Diplomatenausflug in

das Waldviertel und in die Wachau. Nach einem Besuch des Barockstiftes

Altenburg und der Loisium Erlebniswelt bildete eine

Schifffahrt durch die Wachau den Abschluss.

Deutschland: Tag der Deutschen

Einheit

Zu einem festlichen Empfang im Gartenpalais Liechtenstein luden

der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland S.E. Johannes

K. Haindl und der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen

der Freien Hansestadt Bremen Martin Günthner.

FOTOS: BMEIA/MAHMOUD, SOCIETY/MIKES/POBASCHNIG

Sambia: Nationalfeiertag

Zahlreiche Gäste aus der in Österreich lebenden sambischen

Community und den diplomatischen Vertretungen in Wien beehrten

Honorarkonsul Heinz Messinger beim Nationalfeiertag

von Sambia.

Dr. Erhard Busek, I.E. Vasilka

Poposka-Trenevska

Botschafter Kire

Ilioski mit Gattin

Mazedonien:

Nationalfeiertag

I.E. Botschafterin Prof. Vasilka

Poposka Trenevska

und Mazedoniens ständiger

Vertreter bei den Vereinten

Nationen, Botschafter Dr.

Kire Ilioski, luden zu einem

Empfang im Wiener Hotel

Bristol.

SOCIETY 2_2015 | 99


DIPLOMATIE

EVENTS

Südkorea: Nationalfeiertag

S.E. Young Wan Song und Gattin Song Sang-mi luden zu einem

feierlichen Empfang in die Wiener Börsensäle. Den Höhepunkt

bildete eine musikalische Darbietung verschiedener koreanischer

Künstler.

Das Botschafterehepaar mit den Künstlern

Die Receiving Line

Spanien: Nationalfeiertag

Botschafter Alberto Carnero, die Ständige Vertreterin bei der

OSZE María Victoria González und der Ständige Vertreter bei

den Internationalen Organisationen Gonzalo de Salazar luden

zum Empfang in die Botschaft.

Karl Habsburg, S.E.

Alberto Carnero

Tschechische Republik:

Nationalfeiertag

Der bilaterale Botschafter S.E. Jan Sechter und Gattin Michaela

Sechterová sowie der Ständige Vertreter bei den Internationalen

Organisationen in Wien Botschafter Vladimir Galuska und

Gattin Marcela Galusková luden zum Nationalfeiertagsempfang

der Tschechischen Republik in die Botschaft.

S.E. Jan Sechter und Karl Kolarik (Schweizerhaus)

Podiumsdiskussion: „25 Jahre

vereintes Deutschland“

Botschafter Johannes Haindl lud zur prominent besetzten Podiumsdiskussion

in das Palais Trautsohn. Untertitel der Veranstaltung:

„Die europäische Perspektive“.

Moderator Knut Elstermann, Lothar de

Maizière, Marion Basch, Wolfgang Schüssel,

Philipp Ther, S.E. Johannes Haindl

FOTOS: WWW.MARKO.PHOTO, SOCIETY/MIKES/POBASCHNIG

100 | SOCIETY 2 _2015


DIPLOMATIE

EVENTS

HIGHLIGHTS DER VERANSTALTUNGEN DES DACHVERBANDES ALLER ÖSTERREICHISCH-

AUSLÄNDISCHEN GESELLSCHAFTEN PaN – PARTNER ALLER NATIONEN

BMEIA: Pan-Preis

Der jährlich vom Außenministerium

vergebene PaN-Preis an österreichisch-ausländische

Gesellschaften

zur Würdigung besonderer Leistungen

im Sinne der Völkerverständigung ging

dieses Jahr an die Österreichisch-Nepalesische

Gesellschaft „Sagarmatha“.

Die Gesellschaft wird das Preisgeld von

zweitausend Euro für die Erdbebenhilfe

in Nepal verwenden.

Pan-Präsident Oskar Wawra, Vizepräsidentin Sheela

Steiner (Ö-Nepal. Ges.), Sektionsleiter Peter Launsky

(BMEIA), Botschafter Erwin Kubesch

FOTOS: BMEIA/MAHMOUD, DACHVERBAND PAN

Wiener Rathaus: PaN-Awards 2015

er Dachverband aller österreichisch-ausländischen Gesellschaften

lud ins Wiener Rathaus zur Verleihung der Pan-

D

Awards 2015, bei dem die Österreichisch-Bulgarische Gesellschaft

und die Österreichisch-Brasilianische Gesellschaft anlässlich ihres

60-jährigen Bestehens ausgezeichnet wurden. Für ihr Engagement

in der Völkerverständigung wurden Jutta Unkart-Seifert

und Prof. Theodor Kanitzer geehrt.

Pan-Präsident Dr. Oskar Wawra, Seefestspiele Mörbisch GF Dietmar Posteiner,

Intendantin Dagmar Schellenberger und PaN-GS Senator h.c. Walter. J. Gerbautz.

Seefestspiele Mörbisch:

PaN-Ehrenzeichen

Anlässlich des PaN-Burgenlandtages überreichte der Vorstand

des Dachverbandes PaN das PaN-Ehrenzeichen an

die Intendantin der Seefestspiele Mörbisch Frau Dagmar Schellenberger

sowie ihren Geschäftsführer Dietmar Posteiner. Die

PaN-Ehrenzeichen werden nur für hervorragende Verdienste

um die nachhaltige Verbesserung des Verständnisses unter den

Nationen, Kulturen und Konfessionen verliehen. Beide Ausgezeichneten

leisten mit ihrem hervorragenden Engagement im

Rahmen der Seefestspiele Mörbisch bewusst einen wertvollen

Beitrag zu einem friedlichen Dialog und zu einer Verbesserung

des Respekts gegenüber dem Anderen.

SOCIETY 2_2015 | 101


WIRTSCHAFT

NETWORKING

LORD ALAN WATSON

OF RICHMOND

CURRICULUM

VITAE

Lord Watson was an awardwinning

BBC broadcaster

for over 20 years and is

currently the Chairman of

CTN Communications. He

advises many major UK

and internationally-based

companies on their communications

strategies. He

held the position of Head

of Media at the European

Commission (1976-80). He

is a former President of the

Liberal Party. In 1985, he was

appointed CBE and raised

to the Peerage in 1999. He

serves as President of the

British-German Association

and Chairman of the

Franco-British Society. A

committed internationalist,

he is the author of several

books on Europe, the British

monarchy, the global role

of English and is currently

completing a study of Winston

Churchill in 1946 to be

published by Bloomsbury

next year.

INFO

PLATFORM FOR THE

ECONOMIC AND

CULTURAL EXCHANGE

VIENNA · LONDON

Chairman London: Lord

Alan Watson of Richmond

Chairman Vienna: Vinzenz

Stimpfl-Abele

The Platform Vienna –

London is an initiative with

the aim at utilizing possible

synergies and potentials

between the two metropolises

in the realms of

economy and culture.

www.vienna-london.com

Treffpunkt:

Vienna-London.

Lord Alan Watson of Richmond talks with SOCIETY

about the launch of the new Platform Vienna – London.

INTERVIEW: SOCIETY

What is the idea behind the

Platform Vienna – London?

Our aim is to intensify the

economic and cultural exchange

between the two cities.

The platform should be a show box for enterprises

and organisations wanting to get in touch

with possible counterparts in the twin city. We

are helping companies and organisations to access

the market through our network and contacts.

The backbone of our initiative is an interactive

website – a forum – that will help people and organisations

communicate individually with each

other and with wider audiences.

How have you been involved?

I have always been an internationalist and pro

the European venture. I believe that an important

part of Europe is its variety. In the future, what is

going to matter is that Europe focuses on where

people’s interests are really engaged. The period in

Europe where you simply had grand oratory and

the monumental achievements of Schengen etc.

is basically over. I also believe that the idea that

Europe turns completely on agreement between

Berlin and Paris is profoundly wrong. We see our

platform as helping to counter that situation.

How would you compare London and Vienna?

Are there any similarities?

There are certain similarities between London

and Vienna. Both cities are full of imperial

architecture, and in both cases, the empires have

gone. However, the imperial dimension has, in

both cases, left behind a series of networks and

interconnections – for London a special relation

with the United States and the Commonwealth

countries; for Vienna with Central and Southern

Europe.

Although the two cities differ fairly in population

and size, the key issues are the same: economic

growth, increase in population, urban

development, funding of universities, medical

science, culture and the arts.

What is your approach towards the development

of the platform?

There will be a steering group in London and

a steering group in Vienna. However, we are not

going to build a big organisation. We will have

a modern and minimalist approach – lean and

efficient. We will not depend on donations and

subventions but we are trying to gain support

through precise and measureable achievements

and benefits for our partners.


FOTOS: PIXELIO/KARL-HEINZ LAUBE, PIXELIO/LARA&ANDREAS DENGS

102 | SOCIETY 2_2015


FOTO: LANSKY, GANZGER + PARTNER

Recht auf Asyl

Die EU-Asylpolitik der Zuständigkeit des Ersteinreisestaates

kann auf Dauer nicht funktionieren.

In welche Richtung bewegt sich die EU?

TEXT: RONALD EPPEL

Das Thema Asyl beherrscht seit Monaten

die Medien. Kein Tag vergeht, an

dem nicht über neue Entwicklungen

rechtlicher oder faktischer Natur berichtet

wird. Dabei bestehen höchst

kontroversielle Sicht- und Vorgehensweisen. Während

sich Ungarn im Sommer weitgehend weigerte,

Anträge von AsylwerberInnen entgegenzunehmen

und die Asylverfahren zu führen, setzte

Deutschland Ende August 2015 das sogenannte

Dublin-Verfahren für syrische Staatsangehörige

aus und „übernahm“ damit zahlreiche Asylverfahren,

die gemäß der „Dublin-III-Verordnung“ von

anderen EU-Staaten geführt hätten werden müssen.

Laut „Dublin-III-Verordnung“ ist nämlich (in

der Regel) jener Mitgliedstaat für das Asylverfahren

(und daher die AsylwerberInnen) zuständig, in

dem der/die AsylwerberIn erstmals die EU betritt

(was – bereits durch die Lage bedingt – selten auf

Deutschland zutrifft).

AsylwerberInnen wurden fortan von Ungarn

durch Österreich nach Deutschland „geleitet“, bis

Ungarn die Grenze zu Serbien schloss und andere

Routen – vermehrt über Kroatien und Slowenien –

gewählt wurden.

In Österreich gab es einerseits starke Solidaritätskundgebungen:

so machte sich Anfang

September ein auf private Initiative gestarteter

„Konvoi“ auf den Weg nach Ungarn, um dort

verbliebene AsylwerberInnen nach/Richtung

Deutschland zu transferieren. Zur Solidarität rief

auch die Veranstaltung „voices for refugees“ auf,

der am 3. Oktober 150.000 Menschen auf den Wiener

Heldenplatz folgten und eine menschliche

Asylpolitik einforderten.

Demgegenüber herrschte unter Teilen der

österreichischen Bevölkerung Freude bzw. Erleichterung

darüber, dass der Großteil der AsylwerberInnen

auf einen Asylantrag in Österreich

„verzichtete“ und stattdessen nach Deutschland

weiterreiste. Ebenso wehrten sich viele österreichische

Gemeinden gegen die Aufnahme von AsylwerberInnen.

Die Wahlkämpfe zu den Landtagswahlen in

Oberösterreich und Wien waren geprägt vom Thema

„Asyl“. Im November wurde von Österreich

und einigen Nachbarstaaten der Bau von Zäunen

in Erwägung gezogen und teils umgesetzt.

Bereits mit Juli waren asylrechtliche Änderungen

in Österreich in Kraft getreten, die unter an-

derem zum Ziel hatten, die Erstaufnahmestelle in

Traiskirchen zu entlasten und im Unterschied zur

Vergangenheit vorsehen, dass AsylwerberInnen

nunmehr bei jeder beliebigen Polizeidienstelle

Asylanträge stellen dürfen (sollen).

Im Dezember steht eine weitere Novelle bevor,

welche (soweit vor Redaktionsschluss bekannt)

rückwirkend mit 15. November 2015 in Kraft treten

und unter anderem „Asyl auf Zeit“ sowie einen

restriktiveren Familiennachzug beinhalten

soll. Deutschland verkündete Mitte November

wiederum das Ende der Aussetzung von „Dublin-

III“ betreffend syrische Flüchtlinge und daher die

Rückkehr zur Prüfung, ob andere EU-Staaten für

in Deutschland eintreffende AsylwerberInnen zuständig

sind.


NEUE ASYL-REGELUNGEN SIND

UNUMGÄNGLICH

Zur Eingangsfrage: Wohin bewegt sich die Europäische

Union? Ziel von „Dublin-III“ war und

ist eine gemeinsame Asylpolitik einschließlich

eines gemeinsamen Europäischen Asylsystems.

Deutschland hat mehr AsylwerberInnen aufgenommen,

als es gemäß „Dublin-III“ verpflichtet

gewesen wäre. Andere Mitgliedstaaten haben

Dublin de facto ignoriert, ohne bisher spürbare

Konsequenzen seitens der EU erfahren zu haben.

Österreich steht dazwischen.

Als künftige Lösungen werden u.a. Quotenaufteilungen

(gemessen an der Bevölkerungszahl,

dem Bruttoinlandsprodukt, der Arbeitslosenquote

und/oder der bisherigen Aufnahmezahl) mit

etwaigen Ausgleichszahlungen genannt. Zudem

werden Gespräche der EU mit der Türkei, wo sich

derzeit besonders viele Flüchtlinge aufhalten,

zwecks Kooperation im Umgang mit Flüchtlingen

intensiviert.

Fakt ist, dass es rechtlicher Änderungen im

Hinblick auf die Dublin-Regelung und/oder einer

politischer Lösung bedarf, um dem sinnvollen Ziel

eines gemeinsamen einheitlichen europäischen

Asylsystems näher zu kommen. Dass die in der

Dublin-Vereinbarung enthaltene Regelung, der

zufolge in erster Linie jener Mitgliedstaat, in den

der/die AsylwerberIn erstmals die EU betritt, zuständig

sein soll, auf Dauer nicht funktionieren

würde, war – so ehrlich muss man sein – seit langem

absehbar.


WIRTSCHAFT

RECHT

DER AUTOR

Mag. Ronald Eppel, MA ist

Rechtsanwalt und Leiter der

Fremdenrechtsabteilung

von LGP. Als Leiter des

Teams betreut er MandantInnen

in asyl-, aufenthalts-,

ausländerbeschäftigungs-,

fremdenpolizei- und staatsbürgerschaftsrechtlichen

Angelegenheiten. Zudem

hat er sich auf die Vertretung

in Straf- und Verwaltungsstrafrechtsverfahren

spezialisiert. Mag. Eppel,

MA hat das Diplomstudium

der Rechtswissenschaften

an der Universität Wien und

das Masterstudium „Politische

Bildung“ an der Johannes

Kepler Universität Linz

sowie die Rechtsanwaltsprüfung

im OLG-Sprengel

Wien mit ausgezeichnetem

Erfolg absolviert. Vor

seiner Tätigkeit bei LGP

war er unter anderem für

den Asylgerichtshof und

das Bundesministerium für

Inneres tätig.

INFO

LANSKY,

GANZGER +

PARTNER

Mit 140 Rechtsanwälten und

Mitarbeitern aus mehr als

zwanzig Ländern hat sich

die in Wien ansässige Kanzlei

Lansky, Ganzger + partner

als eine der führenden

Anwaltsfirmen in Österreich

und der Slowakei etabliert.

Die Firma mit Büros in Wien

(Österreich), Bratislava

(Slowakei), Baku (Aserbaidschan)

und Astana (Kasachstan)

hat eine langjährige

und profunde Erfahrung

und bietet ein allumfassendes,

fachübergreifendes

und überregionales Service

auf höchstem Niveau.

KONTAKT

Lansky, Ganzger

+ partner Rechtsanwälte

GmbH

Biberstraße 5

1010 Wien

Tel.: +43-(0)1-533 3330

E-mail: office@lansky.at

www.lansky.at

SOCIETY 2_2015 | 103


WIRTSCHAFT

PORTRÄT

Peter Pelinka und Hannes

Androsch bei der Präsentation

des Buches in der Akademie

der Wissenschaften

Niemals aufgeben

Hannes Androsch‘ erste autorisierte Biografie ist

nicht nur Rückblick sondern auch Orientierung

für die jüngere Generation.

TEXT: SOCIETY

Signierstunde in der Akademie

der Wissenschaften

BUCH

Hannes Androsch

NIEMALS AUFGEBEN

Lebensbilanz und Ausblick

Ecowin Verlag

www.ecowin.at

Zu Herbstbeginn präsentierte der Ecowin

Verlag in der Akademie der Wissenschaften

die erste autorisierte Biografie

von Hannes Androsch, die nicht

nur einen interessanten Einblick in

das Leben des Politikers, Industriellen und der

Privatperson Androsch gibt, sondern auch in bewegte

Jahrzehnte Österreichs zurückblicken lässt,

die Androsch als öffentliche Person maßgeblich

mitgeprägt hat. „Niemals aufgeben“ ist der Titel

des Buches: zugleich das Lebensmotto von Hannes

Androsch. Genau aus diesem Grund ist seine

Biografie nicht nur eine Rückschau auf ein gelebtes

Leben und eine erfolgreiche Karriere sondern

auch ein Nach-vorne-Blicken. Das Buch enthält

ganz bewusst ein Nachwort für die Jugend, der er

rät, „in bestimmten Sinne verrückt, neugierig, erfindungsreich“

zu sein.

Geschrieben hat die Biografie der bekannte Journalist

und Autor Peter Pelinka, der seine journalistische

Laufbahn bei der „Arbeiterzeitung“ begann

und lange Zeit Chefredakteur des Magazins „News“

war. Ihm ist es zu verdanken, dass es dieses Buch

gibt, da es ihm gelungen ist, Hannes Androsch, der

sich stets gegen eine Biografie gewehrt hat, von der

Wichtigkeit dieses Buches zu überzeugen.

In Anlehnung an den großen Zeithistoriker

Eric Hobsbawm sieht Androsch den Zeitrahmen

seines Lebens als „Zeitalter der Extreme“. Seine

Generation, die aus den Trümmern des Zweiten

Weltkrieges geradezu in ein „Goldenes Zeitalter“

getreten ist mit einer langen Phase des Wirtschaftsaufschwungs

und des Friedens in Europa,

sieht nun auch, dass die Zeiten wieder schwieriger

werden. Umbrüche und Umwälzungen kennzeichnen

eine neue Phase der Extreme. „Die Welt

ist aus den Fugen geraten“.

Hier nimmt Androsch die Haltung eines Streiters

für mehr Voraussicht, Mut und Entschlossenheit

ein. Bekannt sind sein Einsatz für Forschung,

Wissenschaft und Bildungspolitik. Im Epilog seiner

Biografie gibt er „Zehn Empfehlungen für Jüngere“,

basierend auf seinem Erfahrungsschatz und

als eine Art Vermächtnis. Für ihn sind Neugier und

Erfindungsreichtum Schlüsselfaktoren – und der

Blick über die Tellerränder Österreichs und Europas.

Zum Schluss äußert er noch den Leitsatz:

„Lasst euch nicht unterkriegen! Es scheitern nur

jene, die liegen bleiben. Es gewinnen jene, die niemals

aufgeben.“

Präsentiert wurde das Buch erstmals im Festsaal

der Österreichischen Akademie der Wissenschaften,

deren Mäzen Hannes Androsch durch

die Errichtung einer Stiftung ist. •

FOTOS: BENEVENTO PUBLISHING/APA-FOTOSERVICE/HÖRMANDINGER

104 | SOCIETY 2_2015


Isabelle Racamier:

passion and performance

Interview with Isabelle Racamier, Managing Director

of Arlys Consulting, about advising organizations in

life sciences and real estate development.

WIRTSCHAFT

INTERVIEW

INTERVIEW: SOCIETY

ABOUT

After holding management

positions in France,

Switzerland, the USA and

Japan, Isabelle Racamier

came to Austria in 1998 as

General Manager of Sanofi.

In 2007 she created Urban

Living, a company specializing

in the development

of historical buildings, and

later Arlys Consulting,

advising organizations in

life sciences and real estate

development. Isabelle Racamier

lives with her two

teenage sons in Vienna.

You were Sanofi’s General Manager in

Austria for seven years. Why did you

decide to set up your own business?

I have always enjoyed working

in an entrepreneurial environment.

I grew Sanofi’s sales from ten to fifty million

Euros within five years, which was a great personal

success. Developing my own company is another

exciting challenge.

With Arlys Consulting you are focusing on

Life Sciences. What sets you apart?

As Austria is the sixth country worldwide in

terms of biotech development, it is an excellent

base for life sciences. It offers the possibility of

recruiting top researchers, as well as benefiting

from major subsidies and an excellent infrastructure

for laboratory research.

When starting my company, I learned how

beneficial it is in start-up situations to work

alongside a consultant who shares their expertise

and contacts. Starting off independently is fine –

but the right support is essential. A new venture

needs someone who knows the market and the

network, combined with technical know-how.

Arlys’ mission is to provide all the necessary support

from the planning stage to the operational

implementation.

My personal approach is to develop creative,

pragmatic solutions to ensure a successful end

result.

Why Life Sciences and Real Estate? What is

your connection to them?

Even at university, I was passionate about architecture

and business, now I can combine both.

The challenge of historical buildings in Vienna

motivated me to set up my own business in Austria.

Successfully developing a property requires

blending historical and modern elements to create

a high level of esthetics and sustainability.

These aspects need to be considered when optimizing

the property’s potential.

Many foreign organizations own historical

buildings in Vienna, which can pose a challenge

when it comes to renovating and developing

these properties. My experience in multicultural

environments and knowledge of historical buildings

allow me to provide the right support. •

INFO

Arlys Consulting GmbH

Hahngasse 24-26/2/20

1090 Vienna

Mobil: +43 699 149 50 300

isabelle.racamier@arlys.at

www.arlys.at

SOCIETY 2_2015 | 105


WIRTSCHAFT

PORTRÄT

Gediegen: Empfangsraum

mit Clubatmosphäre

Maß für Maß

Ob aus Wirtschaft, Politik oder Kultur: Wer auf

ein stilvolles Auftreten Wert legt, trägt Maß.

Zu Besuch im Maß-Salon Possanner...

»Der Anzug ist

die in Stoff gehüllte

Sprache

eines Herrn.

«

Michael

Possanner

TEXT: SOCIETY

Der passt wie

ein Handschuh...!“

Zufrieden

und

mit einem

anerkennenden

Nicken blickt der elegante

Herr in den schönen, alten Garderoben-Spiegel

des an einen

englischen Club erinnernden

Mode-Salons. Er macht zwei

kurze Schritte vor, dann wieder

zurück, die Hand wandert in

die Hüfte. Abermaliges Nicken.

Knapper Schlusssatz: „Kompliment!“

„Das Tragen von Maßkleidung

ist nicht nur ein Zeichen

von Qualitätsbewusstsein – es

ist auch ein Stück Lebenskultur

und eine sehr persönliche

Visitenkarte“, so Michael Possanner,

Inhaber des eleganten,

gleichnamigen „Maß-Salons“

im noblen Wien Döbling.

Und erklärt damit die

Philosophie, die die Kunden

des Hauses vereint, und die,

wenn es um ihre Garderobe

geht, einem einzigen, simplen

Prinzip folgen: Ich bin unverwechselbar,

also soll mein Anzug

es auch sein.

Und liefert damit auch

gleich den Grund, weshalb

dieses schöne, alte Handwerk

– aller Schnelllebigkeit sowie

Mainstream und Massenwaren

Produktionen zum Trotz – floriert.

Immerhin: Gut drei Monate

Wartezeit und etwa dreimal so

106 | SOCIETY 2_2015


WIRTSCHAFT

PORTRÄT

viel Kostenaufwand wie bei hochpreisiger

Konfektion muss der Mann von Welt in

Kauf nehmen, ehe er ein Meisterwerk dieses

Hauses sein Eigen nennen darf – aber

eines ist, das dann auch keine wie immer

gearteten Kompromisse kennt.

Was genau das heißt...?

Neben einem perfekten Sitz sei es vor

allem die Individualität, die jedem Stück

anhaftet – vom persönlichen

Schnitt über den

ausgewählten Stoff bis

hin zum Knopf – und

natürlich die lange

Haltbarkeit, so der

Hausherr.

„Bei uns wird mehr

als Dreiviertel der Arbeit

von Hand gefertigt

– vom Innenleben

bis hin zu den Knopflöchern.

Das verleiht

dem Anzug nicht nur

seine sanfte Linie und

seine Geschmeidigkeit

sondern und auch seine

Langlebigkeit.“

Ein kleines Zahlenspiel

zur Veranschaulichung:

Rund siebzig

bis achtzig Stunden und über 7.000 Stiche

Handarbeit fließen hier in einen Anzug

mit Weste – was auch erklärt, weshalb ein

solches Stück bei guter Pflege ein Leben

lang hält. Oder länger, wie ein Beispiel

jüngst zeigte.

„Unlängst erhielten wir Besuch von einem

jungen Herren, der uns bat, ein paar

Anzüge seines Großvaters anzupassen. Sie

stammen aus einer berühmten Wiener

Schneiderei und waren fast achtzig Jahre

alt“, erzählt Possanner.

Stücke, die ganz nebenbei auch gleich

ein Exempel dafür abgaben, was genau

es mit der so viel genannten und gepriesenen

Individualität auf sich hat: etwa

das gestreifte Futter in der Farbe des Familienwappens,

nicht weniger als zwanzig

verschieden große

und strategisch

genauestens angeordnete

Innentaschen

sowie mehrere unterschiedlichst

platzierte

weiten-verstellbare

Schnallen...

Bei so viel Individualität

kommt natürlich

die Frage auf:

Wie genau sieht die

richtige Ausstattung

eines Herrn von Welt

nun aus?

„Gehen wir von der

Standard-Garderobe

aus, dann besteht diese

idealerweise aus zumindest

drei dunklen

Anzügen, zwei Sport–

Saccos, einem Blazer mit grauer Hose, einem

Smoking sowie einem dunklen Mantel“,

erklärt Possanner. „Damit ist man

für jeden Anlass – vom Geschäftstermin

in der Früh, über die Hochzeit zu Mittag

bis hin zum Konzert oder einem Ball am

Abend – gewappnet.“

Dass dies freilich ausgebaut werden

kann – und in der Regel auch wird – ist

selbstredend. Denn, so der Hausherr:

„Wer einmal damit angefangen hat, greift

nie wieder zu Stangenware.“ Es sei wie

eine Sucht.

Was uns schließlich zur heiklen Frage

führt: Wer und woher sind nun diese Kunden,

die die Gediegenheit und Diskretion

dieses Hauses und den Luxus der Individualität

so schätzen...?

Darüber breitet Possanner abwinkend

einen undurchlässigen Teppich des

Schweigens. Namen werden aus Prinzip

nicht genannt. Nur so viel sei verraten:

„Es sind Anwälte, Ärzte, Banker und Aristokraten

– aber auch Journalisten und Architekten“,

weil immer mehr Menschen

entdecken, dass man sich gut angezogen

einfach besser fühle.

Ja, und es sind in jedem Fall Menschen,

deren Liebe zu ihrer Visitenkarte aus Stoff

schier keine Grenzen kennt und die am

besten mit dem Vergleich eines treuen

Kunden, der auf die Frage, wie denn der

Unterschied von seinem alten sündhaft

teurem Designer Stück zu seinem „Possanner“

sei, einmal mit dem Vergleich

antworte: „So marginal, wie wenn Sie einen

Trabant ausfahren oder einen Rolls

Royce.“

Wie sagte der elegante Herr eingangs

noch so schön: „Kompliment.“

KONTAKT

Maß-Salon Possanner

Saarplatz 8

1190 Wien

Tel. 43 (0) 676 977 8494

mass@possanner.com

www.possanner.com

INTERVIEW mit Schneider-Meister Michael Possanner

FOTOS: GREGOR SEMRAD

SOCIETY: Was genau

definiert den

traditionellen Maß-

Anzug – und wie unterscheidet

er sich

von einem fertigen

Stangen-Anzug?

Possanner: Ein

echter Maß Anzug

entsteht aus den individuellen

Maßen

und dem persönlichen Schnitt eines Kunden

und wird aus rein natürlichen Materialien

fast ausschließlich von Hand gefertigt.

In der Konfektion werden fertige

Schablonen-Schnitte in Standardgrößen

und – bis auf ganz wenige sehr teure Ausnahmefälle

– verklebte Kunstfaser-Innenleben

verwendet.

Was sind die Vorteile eines Maßanzugs?

Ein Anzug nach Maß garantiert nicht

nur eine perfekte Passform und die Realisierung

persönlicher Wünsche, er ist

auch keine modische Eintagsfliege, auf

dem ein Entstehungsjahr abzulesen ist. Er

ist unauffällig, elegant und deshalb zeitlos.

Außerdem hält er bei guter Pflege ein

Leben lang.

Wie pflegt man einen Anzug richtig?

Gute Pflege heißt: wenn möglich nicht

zwei Tage hintereinander tragen, immer

auf einem Bügel aufbewahren und einmal

im Jahr zum „Service“ bringen. Da

wird der Anzug komplett durchgecheckt,

Knöpfe und Nähte werden – wo nötig –

nachgenäht und er wird langsam und

schonend von Hand gebügelt.

Woher beziehen Sie Ihre Stoffe?

Unsere Stoffe kommen zu achtzig Prozent

aus Großbritannien, 15 Prozent aus

Italien und die restlichen fünf Prozent,

das ist einheimisches Leinen, aus Österreich.

Unsere Hemdenstoffe kommen aus

der Schweiz und aus Italien.

Abschließende Frage: Wie sehen Sie in

Zeiten der Schnelllebigkeit und allübergreifenden

Massenproduktion die Zukunft

dieses Handwerks?

Sehr gut. Wir verzeichnen einen kontinuierlichen

Kundenzuwachs und müssen

kurzfristige Anfragen zeitweise sogar

ablehnen. Ich glaube, dass gerade diese

„Strömungen“ in den Menschen wieder

eine starke Sehnsucht nach Beständigkeit

und Individualität bewirkt haben.

SOCIETY 2_2015 | 107


WIRTSCHAFT

INTERVIEW

Kontinuierlich

nachhaltig wachsen

Alexander Schütz, Vorstand und Gründer des

heimischen Asset Managers C-QUADRAT, über

Innovation, Erfolg und seinen Bezug zu den

Vereinigten Arabischen Emiraten.

INTERVIEW: SOCIETY

CURRICULUM

VITAE

Nach zwei Jahren bei Dr.

Kernstock war Alexander

Schütz von 1988-1991 bei

der Vienna Portfolio Management

AG als Assistent

des Vorstands beschäftigt.

1991 erfolgte die Gründung

von C-QUADRAT

gemeinsam mit Thomas

Rieß. Er ist Vorstand der C-

QUADRAT Investment AG,

Geschäftsführer der ARTS

Asset Management GmbH,

Mitglied des Aufsichtsrates

der C-QUADRAT Kapitalanlage

AG, Geschäftsführer

der C-QUADRAT

Deutschland GmbH und

stellvertretendes Mitglied

des Aufsichtsrates der QC

Partners GmbH. Außerdem

ist er der Präsident und

ein Gründungsmitglied

der Österreich-Vereinigte

Arabische Emirate Gesellschaft.

Sie haben 1991 zusammen mit Thomas

Rieß die Fondsgesellschaft

C-QUADRAT gegründet und in den vergangenen

zwanzig Jahren zu einem europäischen

Asset Manager ausgebaut.

Was ist Ihr Erfolgsrezept?

Anfang der 1990er war es in Österreich kaum

möglich, ausländische Investmentfonds zu zeichnen.

Mein Geschäftspartner Thomas Rieß und

ich haben uns gedacht, wenn in Österreich niemand

bereit ist, unsere Idee umzusetzen und

Fonds unterschiedlicher Investmentgesellschaften

anzubieten, machen wir es eben selbst – das

war die Geburtsstunde von C-QUADRAT. Unsere

Innovation, standardisierte Fondsportfolios anzubieten,

fand großen Anklang. 1996 legte C-

QUADRAT den ersten Fonds nach Luxemburger

Recht auf und 1998 waren wir schließlich die ersten,

die einen Dachfonds nach österreichischem

Recht lancierten. 2003 erhielten wir eine Konzession

als Kapitalanlagegesellschaft, 2006 folgte

der Börsengang in Frankfurt und damit auch

die Expansion in den deutschen Markt. In der

Zwischenzeit verwalten wir fast sechs Milliarden

Euro, sind mit Büros in Wien, Frankfurt, London,

Genf und Jerewan vertreten und in knapp zwanzig

Ländern in Europa und Asien aktiv.

Wie sieht die Zielsetzung für die Zukunft

Ihres Unternehmens aus?

Wir sind noch hauptsächlich auf den europäischen

Markt fokussiert, wollen unseren Internationalisierungskurs

aber weiter fortsetzen

und strecken unsere Fühler nach Asien, Afrika,

Lateinamerika und den Vereinigten Arabischen

Emiraten aus. Daneben erweitern wir auch ständig

unsere Produktpalette. C-QUADRAT ist bis

jetzt vor allem für Investmentfonds bekannt, die

nach Absolute und Total Return Strategien verwaltet

werden. Wir schauen uns aber durchaus

auch andere Bereiche wie Real Estate oder ETFs

an. Darüber hinaus sehen wir großes Potenzial

in Nachhaltigkeits-Produkten und Mikrofinanz,

in beiden Bereichen sind wir schon längere Zeit

aktiv.

Welche Prioritäten haben Sie? Was macht das

Unternehmen aus?

Unser Anspruch ist kontinuierlich und nachhaltig

zu wachsen. Das betrifft C-QUADRAT als

Unternehmen, aber selbstverständlich auch das

uns anvertraute Kapital unserer Anleger. Dabei

gehen wir auch weiterhin Schritt für Schritt vor.

Wir sind in den letzten zwanzig Jahren zu einem

mittelgroßen europäischen Asset Manager angewachsen.

Das ist uns gelungen, ohne Druck,

Schulden und Fremdkapital, und wir stehen heute

auf einer soliden Basis. Wir expandieren weiterhin

mit Bedacht und werden nicht übermütig.

Nach wie vor ist uns die gute Stimmung wichtig,

motivierte Mitarbeiter und Freude an dem, was

wir tun. Ein Teil unserer Wettbewerbsfähigkeit

ist wohl der Tatsache geschuldet, dass wir unseren

Weg mit guter Laune, Spaß und Enthusiasmus

gehen.

Sie sind erst vor kurzem zum Präsidenten der

Österreich-Vereinigte Arabische Emirate Gesellschaft

gewählt worden. Was reizt Sie an dieser

Aufgabe?

Als diese Gesellschaft im Jahr 2003 gegründet

worden ist, war es das Ziel, die Beziehungen

zwischen Österreich und den Vereinigten Arabischen

Emiraten zu vertiefen, nicht zuletzt auch

im wirtschaftlichen Bereich. C-QUADRAT kooperiert

seit einem Jahr mit Al Mal Capital, einem

lokalen Partner, den wir über die österreichische

Handelskammer gefunden haben. Wir wollen

auch anderen österreichischen Unternehmen

die Chancen erleichtern, in diesem spannenden

Markt aktiv zu werden. Gleichzeitig soll Unternehmen

in den Vereinigten Arabischen Emiraten

der Weg nach Österreich geebnet werden. Mein

Engagement sehe ich als wichtigen Beitrag, die

wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Österreich

und den Vereinigten Arabischen Emiraten

zu verbessern.

Was ist Ihr Unternehmensmotto?

Kontinuierlich und nachhaltig zu wachsen,


mit Spaß an der Arbeit!

FOTO: C-QUADRAT

108 | SOCIETY 2_2015


WIRTSCHAFT

PORTRÄT

Zahlreiche Ehrungen bekam

Manfred Weinschenk

bei seiner Verabschiedung

in den Ruhestand. (2.v.r.

US-Botschafterin I.E.

Alexa Wesner)

Der gute Lobbyist

Nach 35 Jahren als Handelsdelegierter in der

US-Botschaft verabschiedet sich Manfred

Weinschenk in die Pension.

TEXT: SOCIETY

FOTOS: SOCIETY/POBASCHNIG

35 Jahre lang war der aus Graz stammende

Manfred Weinschenk in der

Handelsabteilung der US-Botschaft in

Wien tätig. In dieser langen Zeitspanne

hat sich viel getan: Hatte er in den

1980er Jahren in den österreichischen

Bundesländern Handelsvertretungen und die erste

„US Computer Show“ anlässlich der ersten PCs,

die auf den Markt kamen, organisiert, so wurden

die Aufgaben nach der Wende 1989 immer umfangreicher.

In den 1990er Jahren ging es besonders

um den Eintritt amerikanischer Firmen in

die neuen Märkte Osteuropas. Im weiteren Verlauf

kümmerte sich Manfred Weinschenk um die

Förderung von US-amerikanischen Medizin- und

pharmazeutischen Produkten, Stichwort: Biotechnologie.

Zuletzt war der „gute Lobbyist“, wie ihn

viele nennen, vor allem mit „SelectUSA“ beschäftigt,

einem Programm zur Gewinnung von österreichischen

Investoren für die USA.

Anlässlich seiner Verabschiedung in den Ruhestand

gab der Gesandte und stellvertretende

Botschafter Gene Young einen Empfang in sei-

ner Residenz. Die Gäste kamen Großteils aus der

Wirtschaft. Sprecher bei der Veranstaltung waren

Botschafterin Alexa Wesner, Gesandter Gene

Young, Handelsrat Sanford Owens, der Präsident

der Amerikanischen Handelskammer und Hilton

Generaldirektor Norbert Lessing, und der Chef der

Außenwirtschaft der Wirtschaftskammer Walter

Koren.


Gene Young zeigt die

Würdigung in der steirischen

Kleinen Zeitung

Manfred Weinschenk, Dr. Zoe

Wilson, Gene Young

SOCIETY 2_2015 | 109


DIVERSITÄT

MIGRATION

Können Sie mir zum

Einstieg etwas über das

Projekt an sich erzählen?

Das Projekt Migration

Sammeln wurde von der

MA17 Abteilung Integration

und Diversität in Auftrag gegeben,

um eine Sammlung von Objekten zur

Geschichte der Arbeitsmigration nach

Österreich aus der Türkei und dem ehemaligen

Jugoslawien für das Wien Museum

aufzubauen und zu vertiefen. Wir sind

seit Februar 2015 aktiv, die Projektlaufzeit

dauert insgesamt eineinhalb Jahre. Unser

Fokus richtet sich vor allem auf die erste

Generation von ArbeitsmigrantInnen, die

in den 60er und 70er Jahren nach Wien

gekommen sind, Arbeit gesucht haben

und auch zum Großteil hier geblieben

sind. Wir reden natürlich auch mit den

Nachkommen, allerdings liegt der Fokus

schon sehr stark auf den Erfahrungen der

ersten Generation. Wir interessieren uns

für das Arbeits-, Wohn- und Kommunikationsverhältnis,

das soziale Leben und

die Ernährung. Wir suchen also Objekte,

die über die Verhältnisse und den Alltag

Auskunft geben: alle Komponenten der

gesamten Lebenssituation, von Arbeit

und Wohnen über Freizeit zu Musik. Wir

möchten möglichst viele Facetten dieser

Arbeitsmigration aufzeigen.

Wie treten Sie an die Personen heran?

Wir reden einerseits mit Einzelpersonen,

andererseits aber auch mit Vereinen

und städtischen Einrichtungen. Das sind

Vereine von MigrantInnen, die in den 70er

Jahren entstanden sind, und teilweise

bis heute existieren. Wir als Projektteam

sind schon lange in diesem Bereich tätig

und kennen viele Menschen. Im Rahmen

unserer Öffentlichkeitsarbeit wurden

außerdem Postkarten in drei Sprachen

– Türkisch, Deutsch und BKS (Bosnisch/

Kroatisch/Serbisch) – produziert. Sie enthalten

Informationen zum Projekt und

Beispiele möglicher Objekte. Manche TeilnehmerInnen

haben sich gemeldet, weil

sie etwas über das Projekt in den Medien

gelesen haben, aber die Mehrzahl kam

über Empfehlungen. Also Mundpropaganda,

ein Kontakt ergibt den nächsten.

Diese beiden Gruppen haben dann

auch am meisten zur Wiener Geschichte

beigetragen oder?

Genau, sie haben sie auch am maßgeblichsten

verändert. Wir fokussieren auf diese

beiden Gruppen – so lautet unser Auftrag.

Die Politik ist bei der Pressekonferenz zum

Auftakt des Projekts vom Publikum auch damit

konfrontiert worden, dass das nur den

Erinnerungskalei

Von Visitenkarten, Musikkassetten und

Kochtöpfen: Im Interview erzählen Vida

Bakondy und Arif Akkılıç über ihre

Arbeit am Projekt „Migration Sammeln“,

außergewöhnliche Objekte und besondere

Lebensgeschichten.

INTERVIEW: STEPHANIE HUMM

Anfang darstellen kann und weitere folgen

sollten. Ob das ein Lippenbekenntnis bleibt

oder es auch tatsächlich umgesetzt wird,

das werden wir sehen. Es ist zumindest ein

offizielles Zeichen, dass das Wien Museum

und die Stadt Wien an der Geschichte der

Migration interessiert sind und es ist ein

wichtiger Schritt in diese Richtung, dass

die Gedächtniseinrichtungen dieser Stadt

sich stärker damit befassen. Wir gehen

aber davon aus, dass mehrere Gruppen

auch aus der jüngeren Zeit dokumentiert

werden müssen. Was war in den 90er

Jahren, welche Gruppen sind gekommen,

welche Probleme gab es, hat sich da

gesellschaftlich etwas verschoben? Also

von den Bereichen Bildungs- über Arbeitsmigration

hin zu Flucht. Wir sehen, dass

das Projekt ein positives Echo gefunden

hat und es gutgeheißen wird, dass die

Migration als Teil der Geschichte der Stadt

zu sehen ist.

FOTOS: MIGRATION SAMMELN

110 | SOCIETY 2_2015


DIVERSITÄT

MIGRATION

doskop

2004 gab es schon eine themenspezifische

Ausstellung im Wien Museum. Gibt es da einen

Zusammenhang?

2004 gab es die Ausstellung „Gastarbajteri.

40 Jahre Arbeitsmigration“, bei der Teile aus

unserem Team auch mitgearbeitet haben. Der

Großteil der dort gezeigten Materialien wurde den

LeihgeberInnen wieder zurückgegeben, bis auf

wenige Ausnahmen ging das nicht in die Sammlung

des Wien Museums ein.

Um welche Objekte handelt es sich? Können

Sie mir ein paar Beispiele nennen?

Jede Art von Objekten. Wir haben beispielsweise

ein Schild, das hing in einer Wiener Parkanlage

im 15. Bezirk und wurde 1995/96 installiert. Mittels

Karikaturen und Texten sollte vermittelt werden,

wie man sich in öffentlichen Parkanlagen verhalten

soll. Das zeigt, was für Sorgen und Probleme in

den 90er Jahren im öffentlichen Raum existierten

und was dagegen unternommen wurde. Es gibt

mittlerweile nicht mehr viele dieser Schilder. Wir

haben dieses hier mit offizieller Genehmigung

abmontieren lassen. Es hat einen paternalistische

Tonfall, auf den auch reagiert worden ist, wie man

heute noch an Spuren von Kommentaren auf dem

Schild sehen kann. Wir haben sehr viele private

Eine Postkarte in drei

verschiedenen Sprachen

soll Anregungen geben,

welche Objekte gesucht

werden. Dies können Fotos

und Dokumente, aber auch

Objekte aus dem Alltag wie

eine Musikkasette oder eine

Packung Kaffee sein.

INFO

Projektteam Migration

sammeln: Arif Akkılıç, Vida

Bakondy, Ljubomir Brati,

Regina Wonisch

www.migrationsammeln.info

wienmuseum@

migrationsammeln.at

Fotos bekommen, die die Menschen in ihrer Freizeit,

aber auch im Arbeitsleben ablichten. Sie eröffnen

eine andere Perspektive, weil sie Selbstrepräsentationen

der Menschen zeigen und nicht den

fremden Blick auf sie. Ein weiteres Beispiel ist eine

Kassette mit Liedern und Werbeeinschaltungen für

Kredite aus den 1980er Jahren, die von einer jugoslawischen

Bank dezidiert für MigrantInnen produziert

worden ist. Die Ideen zu den Objekten entstehen

aus den persönlichen Geschichten, manche liegen

auf der Hand und manche müssen sich erst entwickeln.

Ein Beispiel: Eine Frau, die in den 1970ern aus

Rijeka nach Österreich gekommen ist, hat von

ihrem ersten Lohn zwei Kochtöpfe erworben. Das

war ihre erste Investition. Sie konnte sich danach

nichts mehr zum Essen kaufen und musste eine

Woche bis zur nächsten Auszahlung warten. Sie

ist eigentlich technische Zeichnerin, hat aber zunächst

als Hilfskraft gearbeitet, bis ihre Ausbildung

anerkannt wurde. Wir müssen im Gespräch

immer wieder zusammen herausfinden, was das

Objekt erzählt. Wir wollen nicht unwichtige Dinge

sammeln, sondern etwas, was auch von den Rahmenbedingungen

und Lebenssituationen erzählt.

Von Einzelpersonen eher persönliche Sachen, von

Vereinen Dokumente wie Flugblätter, Bücher, Veranstaltungsinformationen,

die belegen, was sie

sportlich, kulturell und politisch gemacht haben.

Und Gründungsdokumente der Vereine haben wir

auch.

Haben Sie auch Objekte von Menschen, die

heute bekannte Persönlichkeiten sind?

Hakan Gürses etwa ist ein bekannter Philosoph

und Musiker und in der österreichischen

Erwachsenenbildung tätig. Er zählt zwar nicht

zur Gruppe der ArbeitsmigrantInnen, sondern ist

als Student nach Österreich gekommen, aber er

hat sich viel mit diesem Thema beschäftigt, unter

anderem auch in seinen Karikaturen. Von ihm

haben wir nun Zeichnungen bekommen.

Gibt es ein besonders außergewöhnliches

Stück?

Die Visitenkarten, eine Sammlung von

Zdravko Spaji, der ab 1974 im ÖGB als Dolmetscher

und später als Berater tätig war. Dieser Mann hat

seit den 80er Jahren Visitenkarten gesammelt, die

sein berufliches und soziales Netzwerk im In- und

Ausland dokumentieren. Da sind teilweise auch

Visitenkarten dabei von Personen, die schon gestorben

sind, und Geschäfte, die es gar nicht mehr

gibt.

Wird dann nach Ende der Laufzeit des Projekts

eine Ausstellung die gesammelten Objekte

zeigen?

Auf unserer Homepage werden laufend Objekte

präsentiert, die in die Sammlung des Wien

Museums Eingang finden. Von Seiten des

Museums wurde Interesse daran signalisiert, dass

am Ende des Projektes die Sammelergebnisse auch

der Öffentlichkeit präsentiert werden. •

SOCIETY 2_2015 | 111


DIVERSITÄT

BILDUNG

„Wert“-volle

Beziehungen managen

Welche kurzfristigen Maßnahmen lenken Kooperationen

punktuell? Welche Kontakte sind mittelfristig

für den Erfolg Ihrer Aktivitäten relevant?

Wie können Sie in Beziehungen langfristig für

alle eine Win-Win-Situation gestalten?

TEXT: ISABELLA ANDRIC

ZUR PERSON

Isabella Andric, MA, ist

interkulturelle Kommunikationsberaterin

und hat

mehr als 15 Jahre berufliche

Erfahrung, davon über zehn

Jahre als internationale

Projektleiterin, u. a. auch für

österreichische Ministerien

und die Europäische

Kommission. Sie kennt die

Herausforderungen der

internationalen Zusammenarbeit.

Als Migrantin

der zweiten Generation mit

serbischer Herkunft kennt

sie die Hindernisse sowie

das Glück einer erfolgreichen

kulturellen Integration

auf lokaler Ebene. Seit über

zehn Jahren setzt sie sich

mit interkulturellen Theorien,

Modellen und Inhalten

auseinander und entwickelt

innovative Formate und

Konzepte für die interkulturelle

Aus- und Weiterbildung.

2013 hat sie das

Unternehmen ISA.EU.COM

gegründet.

www.isa.eu.com

www.integrationscoach.eu

Besonders im internationalen Umfeld ist

es immer wieder eine Herausforderung,

aus der Vielfalt an möglichen Kommunikations-

und Handlungsstrategien die

optimale Auswahl zu treffen. „Wert“-

volle Kontakte und Verbindungen sollen aktiv und

systematisch aufgebaut und gepflegt werden, um

letztendlich Ziele gemeinsam zu erreichen. So vielfältig

unsere Welt ist, so unterschiedlich sind auch

die Strategien für die Gestaltung von Netzwerken

und Beziehungen.

In der westlichen Welt ist die Aussicht auf Erfolg

und Gewinn ein Antreiber für den Aufbau von

Kooperationen und Partnerschaften. Hier stehen

gemeinsame Interessen und Aufgaben im Mittelpunkt.

Die Zusammenarbeit wird gerne durch externe

Steuerungsmechanismen gestaltet, wie zum

Beispiel Rechtssysteme und Verträge. Im Idealfall

sind die Ziele möglichst kurzfristig und effizient zu

erreichen. So werden Beziehungen oftmals ein Mittel

zum Zweck für die Dauer der Zusammenarbeit.

Klare Rahmenbedingungen, Fairness und Gleichbehandlung

sind dabei für den Erfolg entscheidend,

anders ist jedoch der asiatische Raum.


GUANXI - GEBEN UND NEHMEN

In China ist Guanxi (Übersetzung: persönliche

Beziehung bzw. Verbindung) das Mittel der Wahl,

um Ziele zu erreichen. Metaphorisch ist es vergleichbar

mit einer Hintertür, die den Weg öffnet, selbst

wenn der Haupteingang verschlossen ist. So können

zum Beispiel Entscheidungsprozesse beschleunigt

werden. Diese Effektivität entsteht durch eine moralische

und persönliche „Verpflichtung“, das eigene

Guanxi zu fördern und zu stärken. Wurde das Netzwerk

zum Vorteil genutzt, bleiben die Verpflichtungen

daraus bestehen, denn Gleichwertigkeit und

Respekt stehen im Vordergrund. Diese Balance aus

Geben und Nehmen ist somit grundlegender Schlüssel

zum Erfolg.

Im Gegensatz zu kurzfristigen und aufgabenorientierten

Kooperationen, soll zwischen Partnern

eine wahre, gesunde und langlebige Verbindung

entstehen, die sich durch Gegenseitigkeit, Vertrauenswürdigkeit

und Einfühlungsvermögen auszeichnet.

Dafür ist es notwendig, die unterschiedlichen

Lebenswelten in die Beziehung einzubringen. Ein

Kennenlernen ist damit die wesentliche Voraussetzung

für die Zusammenarbeit. Guanxi ist die Tür in

eine Gesellschaft!

Diese Korporativität ist der Eckpfeiler der Wettbewerbsfähigkeit

chinesischer Unternehmen, ein

zentrales Element der Unternehmenskultur und

des Management-Stils. Explizit wahrnehmbar wird

der Erfolg dieser Philosophie durch die Wachstumsraten

der asiatischen Wirtschaft. Mitarbeiter/-innen

aus westlichen Organisationen, die sich um die Aufnahme

in ein Guanxi-Netzwerk bemühen, sollten

sich der Art und Dauer der Verpflichtung bewusst

sein. Die Stärke der Verbindung zeigt sich im gegenseitigen

Nutzen und durch das gemeinsame

Wachstum, effektiv und langfristig. Besonders auf

internationaler Ebene benötigt es viel Feingefühl

und Empathie, um „wert“-volle Beziehungen aufzubauen

und zu pflegen.


FOTO: B. V. EDERER PHOTOSANDMORE

112 | SOCIETY 2_2015


DIVERSITÄT

BLACK AUSTRIANS

Die KandidatInnen

afrikanischer Herkunft bei

den oberösterreichischen

Gemeinderatswahlen.

Die afro-österreichische

Politpower

Bei den vergangenen Wahlen in Wien und

Oberösterreich haben KandidatInnen afrikanischer

Herkunft trotz Aufstiegs der FPÖ gut gepunktet.

»Für Österreich

ist das Ergebnis

historisch. Zum

ersten Mal errang

eine Afro-

Österreicherin

ein Mandat auf

Bezirksebene.

«

Simon Inou

TEXT: SIMON Inou

FOTOS: © FRESH MAGAZIN (OBERÖSTERREICH)

Die Wahlen in Oberösterreich

sind geschlagen. Klare Siegerin

in Oberösterreich ist die

rechtspopulistische FPÖ (Freiheitliche

Partei Österreichs)

mit 30,5 Prozent. Eine Zunahme

um 15,1 Prozentpunkte. Die Großparteien

ÖVP (Österreichische Volkspartei) und SPÖ (Sozialdemokratische

Partei Österreichs) verloren

massiv. Stärkste Partei blieb die ÖVP von Landeshauptmann

Josef Pühringer mit 36,4 Prozent,

aber einem Verlust von 10,4 Prozentpunkten. Die

SPÖ unter Reinhold Entholzer verlor 6,6 Prozentpunkte;

mit 18,4 Prozent rutschte sie auf den

dritten Platz ab.


HISTORISCHES ERGEBNIS

Vier KandidatInnen afrikanischer Herkunft

kandidierten in drei verschiedenen Parteien (Grüne,

ÖVP und SPÖ). Drei haben den Einzug in den

jeweiligen Gemeinderat geschafft. Marie-Edwige

Hartig bleibt für die Grünen im Linzer Gemeinderat

erhalten. Im Wahlkreis Asten (Bezirk Linz-Land)

schaffte Ikechukwu Okafor den Einzug in den

Gemeinderat. Das ist erstmalig für die Grünen in

dieser Marktgemeinde mit 6.325 EinwohnerInnen.

In Mauthausen schaffte es Hermann Nsambang

der ÖVP nicht. In dieser Marktgemeinde mit

4.894 EinwohnerInnen hat die ÖVP sechs statt acht

Mandate errungen. Ein Verlust von zwei Mandaten

gegenüber 2009. Beverley Allen-Stingeder (SPÖ)

schaffte es zwar nicht, als Bürgermeisterin gewählt

zu werden, allerdings wurde ihr Mandat im Puchenauer

Gemeinderat verlängert. Puchenau ist eine

Gemeinde mit 4.410 EinwohnerInnen im Bezirk

Urfahr-Umgebung.

Für Österreich ist das Ergebnis historisch.

Sechszehn Jahre nach dem brutalen Mord an Marcus

Omofuma, zwölf Jahren nach dem Tod von

Seibane Wague und nach unzähligen alltäglichen

Erniedrigungs- und Diskriminierungserfahrungen

ist Oberösterreich das erste österreichische

Bundesland mit gleich drei GemeinderätInnen

afrikanischer Herkunft aus zwei verschiedenen

Parteien in noch dazu drei verschiedenen Gemeinden.


WAHLEN IN WIEN

Im Wiener Bezirk Innere Stadt schaffte Frau

Mireille Ngosso von der SPÖ die Überraschung.

Zum ersten Mal in der SPÖ Wien errang eine Afro-

Österreicherin ein Mandat auf Bezirksebene. •

Mireille Ngosso ist

Bezirksrätin in Wien

Innere Stadt

SOCIETY 2_2015 | 113


DIVERSITÄT

EVENT

Der Feine-Sinne-Bus war nur

einer der fünf Busse, die ihre

ganz spezielle Runde durch

Wien drehten.

Nächster Halt: Vielfalt

Ein Spiel zur Schärfung der Sinne

verkürzte die Wartezeit bei Dialog

im Dunkeln.

Der Fahrplan der Nacht der Vielfalt war vor allem

eines: bunt. Die zweite Auflage der Veranstaltung der

Wirtschaftskammer Wien führte fünf Bustouren auf

der Spur der Diversität durch Stationen in ganz Wien.

TEXT: SOCIETY

In der Saint Charles Apotheke

wurden eigene Duschgels kreiert.

Am Meidlinger Markt konnten

die Teilnehmer in die Welt der

Aromen eintauchen.

Den Auftakt zum neuartigen

Veranstaltungsformat der Wirtschaftskammer

Wien machte die

Eröffnung im prunkvollen – musikalisch

und künstlerisch vielfältigen

– Ambiente der Wiener Staatsoper, bei der aus

dem Kosovo stammende Künstler und Künstlerinnen

des Ensembles eine eindrucksvolle Kostprobe

ihres Könnens gaben. Die Wirtschaftskammer

Wien setzt sich seit 2009 im Rahmen des

hauseigenen Diversity-Referats für Diversity

Management ein.


SINNLICHE UND MÄNNLICHE NEUZUGÄNGE

Als wahre Sinnesreise entpuppte sich der neue

Feine-Sinne-Bus, der barrierefreie Stationen wie

Equalizent, Dialog im Dunkeln und die Saint

Charles Apotheke anfuhr. Im Qualifikationszentrum

für Gehörlosigkeit Equalizent erfuhren die

Teilnehmer am eigenen Leibe, wie sich Gehörlosigkeit

für die Betroffenen anfühlt, und lernten

das kleine ABC der Gebärdensprache. Um den

Verlust des Augenlichts hingegen ging es bei

Dialog im Dunkeln. Hier mussten sich die Teilnehmer

ganz auf ihre anderen Sinne verlassen und

erlebten bei völliger Dunkelheit eine eindrucksvolle

Reise durch Alltagssituationen von Sehbehinderten.

Die letzte Station führte ins Reich der

Düfte der Saint Charles Apotheke. Ein von jedem

Teilnehmer mit ätherischen Ölen selbst kreiertes

Duschgel und eine Kostprobe des vor Ort gemischten

Haustees war die praktische Ausbeute für die

Teilnehmer, die zudem Einblicke in das vielfältige

Sortiment der Apotheke bekamen.

Aber auch der zweite Neuzugang, der „Neue

Männer braucht das Land“-Bus, hatte einiges zu

bieten: Das Spiel mit traditionellen Rollenbildern

im Fokus, zeigte die Tour in der Männerberatungsstelle

neue Perspektiven rund um das

Thema „Gender“ und hinterfragte beim Frisör

minusplus Stereotypen. Den Abschluss machte die

Agentur bettertogether, die die Vereinbarkeit von

Beruf und Familie auch für Männer humorvoll

und authentisch vorstellte.


KLASSIKER DER NACHT DER VIELFALT

Wie schon im Jahr zuvor führte die Kultur-

Kreise-Tour an Orte mitten in Wien, an denen Interkulturalität

gelebt wird. Stationen waren der

Meidlinger Markt, das Afro-Asiatische Institut und

das Hotel Bristol. Der Que(e)r-Vienna-Bus machte

Halt bei der Buchhandlung Löwenherz, dem Cafe

Willendorf und dem Unternehmen strick.werk,

um auf sexuelle Orientierung in der Wiener Wirtschaft

aufmerksam zu machen. Die barrierefreie

Inklusions-Reise ging in das Museum Gugging,

das die Teilnehmer in das Thema Art Brut und

den Dialog zwischen Kunst und Unternehmertum

einführte.


FOTOS: EVA ELLERSDORFER-MEISSNEROVA, FLORIAN WIESER, CEDRIC MAYER

114 | SOCIETY 2_2015


DIVERSITÄT

AWARD

Förderung des Dialogs

Zum zweiten Mal wurde der Intercultural

Achievement Award an Projekte vergeben,

die den interkulturellen Dialog fördern.

Alle Preisträger des Intercultural

Achievement Award 2015 bei der

Preisverleihung im Porgy & Bess

Der Intercultural Achievement Award

(IAA) wurde 2014 ins Leben gerufen

und zeichnet erfolgreiche und

innovative Projekte im Bereich des

interkulturellen Dialogs aus. 2015

wurde der Preis in Kooperation mit dem Zukunftsfond

Österreich, der Austrian Development Agency

(ADA), dem Österreichischen Integrationsfond

(ÖIF) und den österreichischen Botschaften und

Kulturforen im Ausland aufgestellt. Die PreisträgerInnen

aus der ganzen Welt wurden von einer

unabhängigen Jury ermittelt. Zusätzlich wurde

ein Sonderpreis für Integration an ein innovatives

Projekt aus Österreich vergeben.

Die fünf PreisträgerInnen 2015 in den Kategorien

Nachhaltigkeit, Aktualität, Innovation und

Medien kommen aus Israel, Polen, Serbien und

Uganda. Der Sonderpreis für Integration ging an

das Wiener Kaffeehaus „the CONNECTION“. Weiters

wurden Anerkennungspreise an Projekte in

Bulgarien, Österreich und Finnland vergeben.

Überreicht wurden die Awards von Bundesminister

Sebastian Kurz sowie Erika Pluhar, Vera

Russwurm, Katharina Stemberger und Hubert

von Goisern.

Die Preisverleihung fand im „Intercultural

Achievement Space“ Porgy & Bess Jazz and Music

Club in Wien statt. Anschließend an die Verleihung

folgte ein Konzert von Craig Handy & 2nd

Line Smith aus den USA.


Bundesminister Sebastian Kurz und die

Organisatoren des Muslim Center for

Justice and Law aus Uganda

FOTOS: DRAGAN TATIC

Sektionsleiter

Kultur Wolfgang

Waldner,

Bundesminister

Sebastian Kurz, die

Erfinder von „the

CONNECTION“ und

Hubert von Goisern

SOCIETY 2_2015 | 115


GREEN SOCIETY

INTERVIEW

„gartenernte“-Gründer

Mag. Ing. Kurt Ottner

und Niklas Hack

Aus Nachbars Garten

„gartenernte“ ist der erste online Marktplatz für

regionales Obst und Gemüse. Initiator Kurt Ottner

im Gespräch mit SOCIETY. TEXT: TANJA TAUCHHAMMER

CURRICULUM

VITAE

Mag. Ing. Kurt Ottner

Geboren in Pretoria/

Südafrika (Rückkehr nach

Österreich 1977), Höhere

Technische Schule in

Mödling und Studium

der Betriebswirtschaft in

Wien, Projektleiter und

Unternehmensberater

bei diversen Projekten im

Telekommunikations- und

IT-Umfeld, Familienvater

von 2 Töchtern.

INFO

www.gartenernte.at

Sie sind mit „gartenernte“ am 25. August

2015 online gegangen. Welche Idee

steckt hinter dem Projekt?

Es gibt ca. 35. 000 kleine Schrebergärten

in Wien, von denen fast jeder

etwas Gemüse und Obst anbaut. Ich selbst bin passionierter

Gärtner, der jedes Jahr mit dem Überschuss

kämpft. Mein Partner Niklas Hack und ich

hatten die Idee, den Schrebergartenbesitzern die

Möglichkeit zu geben, ihr Obst und Gemüse gebührenfrei,

aber auf professionelle Weise zu verkaufen.

Es passiert öfter, dass überschüssiges Obst

und Gemüse weggeworfen wird, was ich schade

finde.

Wie funktioniert „gartenernte“ genau?

Das Konzept ist so ähnlich wie der große Online-Marktplatz

willhaben.at. Wir stellen den Kontakt

zwischen Verkäufer und Käufer her. Käufer

und Erzeuger lernen einander kennen, von der

Qualität der Ware kann man sich vor Ort überzeugen.

Die Kontaktaufnahme zum Verkäufer

erfolgt per Telefon oder Kontaktformular mit verschlüsselter

E-Mail. Je nach Vereinbarung werden

die Produkte persönlich Ab-Hof abgeholt oder zugestellt.

Für beide ist die Nutzung der Plattform

kostenlos.

Was ist der Vorteil, Produkte über „gartenernte“

zu handeln?

Ich denke, viele Wiener wissen gar nicht, dass

in ihrer Nähe Obst und Gemüse angeboten wird.

Unser Konzept bezieht die Nachbarschaft mit ein,

du weißt genau, von wem du deine Lebensmittel

beziehst. Der ganze Kaufprozess ist somit auch

entanonymisiert. Wir bieten eine sinnvolle Alternative

zu Produkten aus Italien, Spanien & Co, die

das Angebot an regionalen Produkten aus dem

eigenen Garten und die diesbezügliche Nachfrage

auf einer Plattform zusammenführt.

„gartenernte“ ist ja noch jung. Welche Entwicklungen

sind für die Zukunft geplant?

Wir möchten einige Punkte weiterentwickeln,

z.B. eine interaktive Karte mit den Angeboten

einbinden. Ich bin gegen die Verschwendung von

Lebensmitteln. Geplant sind deshalb zwei Kategorien

mit Spenden und Verschenken. Unser Winterprojekt

wird eine Anbindung an die Wiener Tafel

und zu „Zero Waste Jam“ – einem Marmeladehersteller,

der Fallobst zu Konfitüren verarbeitet,

sein. Ebenfalls angedacht ist eine Tauschbörse,

denn manche möchten lieber tauschen als kaufen.

Geplant ist, neben Obst und Gemüse, auch

der Verkauf von Holz und Pilzen. Wir richten uns

aber nicht nur an Schrebergartenbesitzer, sondern

auch an Biobauern und Marktstandbetreiber,

die so die Möglichkeit bekommen, ihre Ware

anzubieten. Als Nebenprojekt tüfteln wir an einer

Plattform, bei der auch Milchprodukte, Eier etc.

angeboten werden, die sich dann an Bauern und

andere professionelle Anbieter richtet. •

FOTO: FELIX KANITZER

116 | SOCIETY 2_2015


Aus Alt mach Neu

Gebrauchte Software schont nicht nur das Budget,

sondern auch die Umwelt. Das ist der Leitspruch des

Wiener Unternehmens Software ReUse, das mit

gebrauchten Softwarelizenzen handelt.

GREEN SOCIETY

SOFTWARE

TEXT: SOCIETY

Der Markt für gebrauchte Software

boomte zunächst nur in Deutschland

– in Österreich leistete Stefan

Tauchhammer die Pionierarbeit

in der Branche. Sein Ende 2010 gegründetes

Unternehmen Software ReUse ist auf

den An- und Verkauf von gebrauchten Softwarelizenzen

spezialisiert und beliefert mittlerweile

Mittelstandsunternehmen im gesamten deutschsprachigen

Raum. Dieses Geschäftsmodell lohnt

sich für die Kunden und ist gleichzeitig ressourcen-

und umweltschonend.

Eine Preisersparnis von bis zu 75 Prozent ist jedoch

nicht der einzige Grund für seinen Erfolg:

Eine umfangreiche Qualitätsüberprüfung der angekauften

Software und eine hohe Serviceorientierung

sind die Eckpfeiler der Unternehmensphilosophie.

Zudem können so in der Branche immer

häufiger vorkommende, kostenintensive Angebote

zur Miete der Software für einen bestimmten

Zeitraum und „Cloud“-Modelle, die ähnlich funktionieren,

vermieden werden und die Betriebe

ihre Office-Pakete auf einem einheitlichen Stand

halten. „Unserer Erfahrung nach wollen einige

Unternehmen die Cloud-Services auch aus Sicherheitsgründen

nicht nutzen und bevorzugen lieber

Vorgängerversionen der Software, deren Funktionsumfang

meistens völlig ausreicht“, erklärt

Stefan Tauchhammer.


VORSICHT VOR TEUREN

ÜBERRASCHUNGEN

Software ReUse hilft außerdem dabei, nicht

korrekte Lizenzierungen zu entdecken und das

Lizenzmanagement zu optimieren. Die größte

Falle ist jene der Unterlizenzierung: Diese Situation

liegt vor, wenn die Anzahl der installierten

Software höher ist als vorhandene Lizenzen oder

diese nicht entsprechend der Lizenzbedingungen

eingesetzt werden.

„Im Worst-Case-Szenario sind bei falscher Lizenzierung

die jeweiligen Geschäftsführer gezwungen,

die volle Haftung zu übernehmen. Aus

diesem Grund beraten wir unsere Kunden zum

Beispiel bezüglich korrekter Microsoft-Zertifizierungen

und führen einen Vorabcheck durch, um

das Lizenzmanagement zu optimieren und für die

Überprüfungen zu wappnen. Im Anschluss daran

verweisen wir auf die Möglichkeiten, in Zukunft

gängige Stolpersteine zu vermeiden“, sagt Tauchhammer.


AUS ALT MACH GELD

Keine Falle, sondern eine Einnahmequelle für

Unternehmen sind sogenannte Überlizenzierungen:

Diese können entstehen, wenn durch die Anschaffung

neuer Computer und Software oder den

Abbau von Arbeitsplätzen noch gültige Lizenzen

vorhanden sind, die im Unternehmen nicht mehr

benötigt werden. Software ReUse kauft die Überlizenzierungen

ab und vermittelt sie an andere Betriebe

weiter. So sieht Ressourcensparen aus! •

SoftwareReuse Inhaber Stefan

Tauchhammer beim Beratungsgespräch

INFO

Sofware ReUse

Bennogasse 10

1080 Wien

Tel: +43 1 997 27 87 1

Mobil: +43 676 708 97 23

lizenzieren@softwarereuse.eu

www.software-reuse.at

FOTOS: DANIEL AUER PHOTOGRAPHY

SOCIETY 2_2015 | 117


GREEN SOCIETY

PRODUKTTIPPS

Schön Grün

Naturkosmetik hat in den

letzen Jahren einen

Imagewandel erlebt – von

Reformhausmief zu

trendy. Hier präsentieren

wir die neuesten

nachhaltigen und fairen

Beautyprodukte für

natürliche Schönheit.

1

1BLÜHENDER GARTEN

Weleda Eaux Naturelles

Parfumées

Naturkosmetikpionier Weleda präsentiert seine

erste NaTrue zertifizierte Parfumkollektion

Jardins de Vie. Die drei Düfte Jardin de Vie Rose, Jardin

de Vie Grenade und Jardin de Vie Agrume wurden

aus ätherischen Ölen und Pflanzenextrakten

komponiert, die sich positiv auf das Wohlbefinden

auswirken. Jardin de Rose riecht nach sinnlichen

Rosen, Rosengeranie und Ylang-Ylang. Jardin de Vie

Agrume duftet sommerlich-frisch nach Grapefruit,

Mandarine und Sandelholz, während Jardin de Vie

Grenade mit süßen Noten von Orange, Vanille und

Davana betört.

www.weleda.de

2

2SCHÖNHEIT IM

Beauty Shots

HANDUMDREHEN

Annemarie Börlind

Die neuen Beauty-Shots versprechen

einen schnellen Schönheitsboost für

die Haut. Die veganen Intensivseren stecken

voller hochaktiver Pflanzenextrakte,

die in kürzester Zeit ihre Wirkung auf der

Haut entfalten. Hauptwirkstoff aller fünf

Beauty-Shots ist biotechnologisch gewonnenes

Phytoplankton aus der Bretagne.

Dieses wirkt auf die Hautbarriere – es

stärkt die Abwehrkräfte der Haut, aktiviert

die Zellerneuerung und regt die Hyaluronsäureproduktion

an. Erhältlich bei

der Naturparfümerie Staudigl.

www.staudigl.at

FOTOS: HERSTELLER, TANJA TAUCHHAMMER, ANDREAS HOFMANN

118 | SOCIETY 2_2015


4KUSS OHNE

and Safe Kiss

Dekorative

REUE

Absolution Sweet

Naturkosmetik

hat längst die Birkenstocksandalen ausgezogen

und sich zum Ausgehen schick

gemacht. Neuester Beweis dafür ist die

Lippenstiftkollektion von Absolution.

#Sweetandsafekiss – sechs Lippenstifte in

Rot- und Rosatönen, pflegen mit Sheabutter

und Bienenwachs. Das seidig-matte Finish

und der tolle Tragekomfort machen

richtig Lust aufs Küssen. Besonders schön

in der Nuance No8 Rouge Theatre – einem

klassischen Rot.

www.absolution-cosmetics.com

5

3

3ZARTE BLÜTE

O’right Bodywash

Peach Blossom

Bei den Körperpflegeprodukten

von O’right ist nicht nur der

Inhalt biologisch abbaubar, auch die Verpackung

lässt sich auf dem Kompost entsorgen.

In jeder Flasche ist zusätzlich ein

Baumsamen enthalten, der eingepflanzt

werden kann. Das neue Body-Wash Peach

Blossom enthält keine hormonaktiven

Substanzen und Parabene, dafür aber

wertvollen Pfirsichextrakt, der normaler

Haut Feuchtigkeit spendet und sie erfrischt.

www.oright.at

4

5GUTE BAKTERIEN

Esse plus Probiotic

Serum

Probiotische Produkte kann man

nicht nur trinken, sondern jetzt

auch auf die Haut auftragen. Das Probiotic

Serum der südafrikanischen Marke Esse

enthält eine Milliarde lebende Mikroben

pro Milliliter, die bei Hautkontakt zum Leben

erwachen und die Hautbarriere stärken

und ausgleichen. Der Teint wird gestrafft

und kann sich besser vor negativen Umwelteinflüssen

schützen. Erhältlich bei der Naturparfümerie

Staudigl.

www.staudigl.at

SOCIETY

BEAUTY TIPP

TANJA TAUCHHAMMER

Molkebad selbst

gemacht

Im Winter wird die Haut besonders

strapaziert – Wind und

Wetter entziehen ihr Fett und

Feuchtigkeit und sie wird trocken

und spröde. Molke enthält

Milchproteine, die die Hautbarriere

wieder stärken und sie geschmeidig

machen. Ein Molkebad kann

man ganz leicht selber machen. Sie

benötigen dafür folgende Zutaten:

• 80g Meersalz

• 50g Molkepulver

• 45g Speisestärke

• 10g weiße Tonerde

• 11 Tropfen ätherisches Öl

Fichtennadeln

• 10 Tropfen ätherisches Öl

Mandarine rot

Die Herstellung ist ganz einfach:

Zuerst wiegt man das Meersalz in

einer Schüssel ab und tropft die

ätherischen Öle hinein. Danach

kommen Molkepulver, Speisestärke

und Tonerde hinzu. Mit einem

Schneebesen gut vermengen und

in ein schönes Glas geben. Es

macht sich auch gut als Geschenk.

Viel Spaß beim Selbermachen!

Molkebad mit Fichtennadel-Mandarine-Duft

SOCIETY 2_2015 | 119


LIFE & STYLE

MEDIZIN

Increase Your Blood Flow

The improvement of the blood circulation plays an

important role for the health. Health Center

Döbling offers three methods to increase the

oxygen supply for brain and body.

INFO

Reinald

Brezovsky M.D.

Medical

Director of Health

Center Döbling

Döblinger Hauptstrasse 44

A-1190 Wien

Mobile +43-699-109 13 901

E-Mail: office@gz19.at

www.gz19.at

The CAT Unit is a High Tech Device

created to make you feel better and

more energetic.

Do you feel stressed? Do you have a

lack of physical training? Are you

a smoker? Are you overweight? Are

you suffering from cold hands and

feet? Are you often tired? Do you

sometimes feel depressed?

If you answered two or more of these questions

with YES, you should try to increase your blood

flow. The hemoglobin in our blood transports oxygen.

A lack of oxygen can cause many problems in

our minds and bodies. At Health Center Döbling,

we offer special programs to increase oxygen supply

and give your body and mind an extra boost of

energy. This will help you perform better and have

a happier and more active life.

There are three methods for increasing your

blood flow.


CARBON DIOXIDE DRY BATHING

You relax on a therapy bed while your body is

wrapped in a plastic bag covered up to your chest.

This bag is filled with carbon dioxide gas that lowers

heart rate and blood pressure.

Within the next 30 minutes, CO2 will enter

your body and blood. This causes the so-called

BOHR-effect (named after Niels Bohr’s father, who

was a famous Danish physiologist). Your blood

flow increases and more oxygen will be delivered

to your tissues. Your muscles as well as your brain,

lungs and other organs will work better, giving

you higher endurance and resilience.


HIGH-TONE THERAPY

Via electrodes on your arms, legs, torso or neck,

a special type of alternating current will activate

your muscles and nerves. You will gain better control

over your body and feel more flexible and powerful.

This very method helps world-class dancers

as well as high level sports men and women – and

it also can help you.


ELECTRIC STIMULATION

WITH DUCEST

The latest development of the Austrian company

Biegler medical electronics is a high-tech

unit, designed to send electric stimuli to a defined

region of your ear. This region, which is specified

by a high amount of nerve endings and therefore

has a high reactivity and a positive effect on your

vegetative nerve system, will be activated over

several days up to two weeks. As a result, you will

feel more relaxed, pain vanishes and your blood

flow will increase, which delivers extra energy and

well-being to your body and mind. The tiny unit

weighs only a few grams and can be adjusted to

your neck or chest.

If you are interested in having a little extra energy

and well-being in the future just let us know.

We will be happy to support you. In addition our

medical director Dr. Reinald Brezovsky is a trained

Neurosurgeon with more than 20 years of experience

in treating chronic pain patients. •

Pure CO2 enters your body through the skin and increases your blood flow

as well as your oxygen support.

DUCEST is a recent developement by BIEGLER medical electronics. It is

designed to support better blood flow and to get rid of chronic pain.

120 | SOCIETY 2_2015


Schmerz

ade

Der Südtiroler

Physiotherapeut

Gianluca Di

Benedetto behandelt

chronische Schmerzen

ohne Medikamente,

Spritzen oder

Bestrahlung.

Gianluca Di Benedetto

behandelt mittels Drücken,

Ziehen, Kneten und Dehnen.

LIFE & STYLE

MEDIZIN

TEXT: ROLF THALER

Die Behandlungsmethode von

Gianluca Di Benedetto ermöglicht

die Aktivierung latenter körpereigener

Heilkräfte. Sein Erfolgsrezept

beruht auf der von ihm entdeckten

Methode AURORA. Diese ist ein eigenständiges Therapiekonzept,

welches zur Physiotherapie gezählt

werden kann – ohne Medikamente, Spritzen oder

Bestrahlungen. Eine Revolution am medizinischen

Sektor.

Wichtig ist Gianluca Di Benedetto zu betonen,

„…ich heile nicht, aber ich bringe Ordnung und

Harmonie in das Chaos, indem ich die Ursachen

für den Schmerz aus dem Körper arbeite“. Gianluca

beginnt seine Behandlung mit einem ausführlichen

Gespräch. Er erklärt sein Prinzip der Ganzkörperbehandlung

sehr detailliert und beginnt

mit Drücken, Ziehen, Kneten und Dehnen. Diese

Erstbehandlung ist durchaus schmerzhaft, reicht

aber im Normalfall aus, um die Schmerzen zu beseitigen.

Nun ist der Patient gefordert, zuhause die

Selbstheilung durch Übungen zu unterstützen. Nur

in Ausnahmefällen ist ein weiterer Behandlungstermin

erforderlich.

Di Benedetto hat sich auf Schmerzpatienten

spezialisiert, die schon alles versucht aber keine

Heilung erfahren haben. Er sagt: „Mich interessieren

schier hoffnungslose Fälle“. Ein solcher Fall

ist eine 30-jährige Frau aus Wien, die der SOCIETY-

Redakteur getroffen hat. Die junge Frau erzählt:

„Seit mehr als drei Jahren leide ich an chronischen

Rückenschmerzen. Der Arzt diagnostizierte einen

Bandscheibenvorfall und überwies mich stationär

in ein orthopädisches Krankenhaus. Es folgten langwierige

Untersuchungen und schmerzhafte Behand-

lungen, jedoch ohne Heilungserfolg. Dann lernte

ich bei einer Veranstaltung durch Zufall Gianluca

kennen und erzählte ihm von meinen Schmerzen.

Seine erste Behandlung war sehr schmerzhaft, aber

meine Rückenschmerzen waren vorerst wie durch

ein Wunder verschwunden. Nach einigen Tagen

kehrten sie in gelinderter Form zurück. Mir war

inzwischen ein erneutes Missgeschick widerfahren

und ich habe mich nicht wirklich an die Anweisungen

Gianlucas gehalten. Also war eine weitere, sehr

intensive Behandlung erforderlich. Nun mache ich

aber regelmäßig meine Übungen und bin endlich

schmerzfrei.“

Gianluca Di Benedetto erzählt von zahlreichen

solcher hoffnungsloser Fälle ohne Namen zu nennen,

denn sein oberstes Prinzip ist absolute Diskretion.

Er verrät nur so viel, dass er viele prominente Persönlichkeiten

aus Wirtschaft, Politik, Diplomatie,

Kultur und Sport zu seinen Patienten zählt. •

INFO

Gianluca Di

Benedetto

www.di-benedetto.it

info@di-benedetto.it

Mobil +43 699 10749475

SOCIETY 2_2015 | 121


LIFE & STYLE

SCHÖNHEIT

Licht als Zaubermittel

IPL – Intense Pulsed Light – und der Rubinlaser sind Technologien

zur Behandlung der Haut. Elisabeth Kögler

von Contacto ist eine erfahrene Anwenderin und bietet

viele Möglichkeiten für eine erfolgreiche Therapie an.

TEXT: SOCIETY

ANGEBOT

Unverbindliches und

kostenloses Beratungsgespräch

zu den einzelnen

Therapien.

Bikini + Achseln – Package

zur dauerhaften Haarentfernung

zum Gesamtpreis

von EUR 250.

KONTAKT

CONTACTO

lifeAGEnts

Mag. (FH) Elisabeth Kögler

Naglergasse 7/2/8

1010 Wien

Mobil: +43-0664-91 69 511

office@contacto.co.at

www.contacto.co.at

Für unsere Erde hat die Sonne eine zentrale

Bedeutung: Mit ihrer Strahlungsenergie

bringt sie Licht und Wärme und

ermöglicht so das Leben auf unserem

Planeten. Die Wirkung der verschiedenen

Wellenlängen des Lichts auf den Menschen

ist ein bekanntes Phänomen, welches auch in der

ästhetischen Medizin und bei hochwertigen Kosmetikbehandlungen

genützt wird.