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Tassilo, Ausgabe Januar/Februar 2017 - Das Magazin rund um Weilheim und die Seen

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<strong>Ausgabe</strong> 10<br />

<strong>Januar</strong> / <strong>Februar</strong> <strong>2017</strong><br />

®<br />

<strong>Das</strong> <strong>Magazin</strong> <strong>r<strong>und</strong></strong> <strong>um</strong> <strong>Weilheim</strong> <strong>und</strong> <strong>die</strong> <strong>Seen</strong><br />

Eine Produktion von<br />

Titelbild: Stadt Penzberg<br />

mit Veranstaltungskalender für zwei Monate<br />

Voller Körpereinsatz<br />

American Football in Starnberg<br />

Auf der Roten Couch<br />

Wilfried Knorr im Gespräch


Voll Schwung ins neue Jahr<br />

Nicht mal zwei Jahre ist es her, dass <strong>die</strong> Idee zu einem<br />

Regionalmagazin für <strong>die</strong> gesamte Region <strong>Weilheim</strong><br />

/ Peißenberg / Starnberg zu voller Reife gelangt<br />

war. Die Realisierung von „tassilo“, dessen Namensfindung<br />

allein schon ein Abenteuer darstellte, sollte<br />

mit der <strong>Ausgabe</strong> Juli / August 2015 starten. Heute<br />

blicken Sie bereits in <strong>die</strong> zehnte <strong>Ausgabe</strong> unseres<br />

<strong>Magazin</strong>s. Wir hoffen doch sehr, dass Sie an „tassilo“<br />

immer noch <strong>die</strong> gleiche Freude haben, wie wir,<br />

wenn wir uns von der ersten Themenbesprechung<br />

über <strong>die</strong> Recherchen, Interviews, Fototermine <strong>und</strong><br />

<strong>die</strong> Anzeigenberatung bis zur Zusammenstellung<br />

des <strong>Magazin</strong>s durch <strong>die</strong> Wochen<br />

arbeiten. Und es hat sich wahrlich viel<br />

getan während <strong>die</strong>ser zehn <strong>Ausgabe</strong>n:<br />

Aufg<strong>r<strong>und</strong></strong> des großen Erfolges sowohl<br />

bei Ihnen, unseren Leserinnen<br />

<strong>und</strong> Lesern, als auch<br />

bei unseren Anzeigenk<strong>und</strong>en,<br />

konnten wir schon im April<br />

2016 <strong>die</strong> gesamte Region<br />

<strong>um</strong> Murnau, Riegsee <strong>und</strong><br />

Aidling z<strong>um</strong> Verteilgebiet<br />

hinzunehmen. Der nächste<br />

Schritt wird mit <strong>die</strong>ser<br />

<strong>Ausgabe</strong> vollzogen. Ab<br />

sofort wird „tassilo“ auch<br />

im gesamten Gebiet von<br />

Penzberg alle zwei Monate<br />

verteilt, so dass<br />

jetzt vom Murnauer<br />

Moos im Süden<br />

bis hinter<br />

Starnberg im<br />

Norden, von Wessobrunn im Westen bis zur Loisach<br />

im Osten über 62 000 Haushalte von unseren Trägern<br />

direkt beliefert werden. Und für das kommende Jahr<br />

haben wir schon spannende Dinge in Vorbereitung,<br />

<strong>die</strong> es auch künftig wert sind, auf Ihren „tassilo“ z<strong>um</strong><br />

Ende jedes geraden Monats zu warten.<br />

Geschichten über Land <strong>und</strong> Leute, über Dinge aus<br />

der Region, <strong>die</strong> neben den tagesaktuellen Themen<br />

oft ein bisschen durchs Raster fallen, verb<strong>und</strong>en mit<br />

Informationen über <strong>die</strong> heimischen Firmen <strong>und</strong> einem<br />

<strong>um</strong>fassenden Veranstaltungskalender, der von<br />

uns detailliert für Sie recherchiert wird — all das<br />

macht vielleicht den positiven Schwung aus, den Sie,<br />

liebe Leser, uns durch Ihre Rückmeldungen mit ins<br />

neue Jahr geben <strong>und</strong> uns dadurch weiter motivieren.<br />

Unser Titelbild vom „Eismärchen“ in Penzberg<br />

möchten wir gerne als kleine Hommage an <strong>die</strong> Bergwerksstadt<br />

Penzberg verstanden wissen, <strong>die</strong> sich in<br />

den vergangenen Jahrzehnten so sehr entwickelt<br />

hat. Wir freuen uns, wenn wir unseren Lesern Einblick<br />

in bisher ungekanntes Geschehen anderer Orte<br />

der Region geben dürfen. Dazu gehört eben einer<br />

der letzten Metzger in Penzberg ebenso wie auch<br />

ein Sprengmeister aus Peißenberg, der Züchter von<br />

Hochlandrindern in Huglfing ebenso wie das Winterbier<br />

aus Andechs. <strong>Das</strong> Engagement von Ehrenamtlichen<br />

bei der <strong>Weilheim</strong>er Tafel gleichermaßen wie<br />

ein Jazzfestival in Starnberg oder ein herausragendes<br />

Bildungsportal der Landkreise <strong>Weilheim</strong>-Schongau<br />

<strong>und</strong> Bad Tölz-Wolfratshausen. Kurz<strong>um</strong>, wir möchten<br />

auch im neuen Jahr „Ihr Regionalmagzin“ sein <strong>und</strong><br />

als treuer Begleiter gerne in Ihrer Wohnung einen<br />

schönen Platz finden, von dem Sie uns immer wieder<br />

mal zur Hand nehmen. Bleiben Sie uns treu,<br />

Ihr Peter Ostenrieder<br />

> > > AUS DEM INHALT<br />

Seite 4<br />

Die Pyrotechniker der<br />

Peißenberger Firma<br />

„H<strong>um</strong>ming Effects“<br />

Seite 9<br />

Wilfried Knorr <strong>und</strong> <strong>die</strong> Idee<br />

vom Gemeinwohl: im Interview<br />

auf der Roten Couch<br />

Seite 18<br />

Eine besondere Spezialität —<br />

<strong>und</strong> eigentlich uralt: Dunkles<br />

Bier z<strong>um</strong> Fest des Lichts<br />

Seite 21<br />

Zu Besuch bei den<br />

ehrenamtlichen Helfern der<br />

<strong>Weilheim</strong>er Tafel<br />

Seite 22<br />

Musikalisch ins neue<br />

Jahr <strong>2017</strong>: Allerlei aus<br />

dem <strong>Tassilo</strong>land<br />

Seite 32<br />

Willkommen bei den<br />

Argonauts: Ammerican Football<br />

in Starnberg<br />

Seite 35<br />

Frank Astor — Firmen-<br />

Entertainer <strong>und</strong> Zukunfts-<br />

Kabarettist<br />

Seite 40<br />

Neujahrs-Vorsätze der anderen<br />

Art: Der Schweineh<strong>und</strong> in der<br />

Welpenschule<br />

Seite 48<br />

Der Fasching steht in den<br />

Startlöchern. Zu Gast beim<br />

„Frohsinn 2000“<br />

Seite 52<br />

„Bitte nicht stören ...“<br />

Besondere Reiseziele für<br />

Frischvermählte<br />

Seite 55<br />

Schwing <strong>die</strong> Kufe!<br />

Natureislaufen im<br />

<strong>Tassilo</strong>land<br />

Seite 57<br />

Hallo Penzberg! Beim<br />

Heimaträsel geht es <strong>die</strong>smal<br />

<strong>um</strong> den Bergbau<br />

Seite 59<br />

Ein Rückblick auf das<br />

1. <strong>Weilheim</strong>er Lichtkunst-<br />

Festival<br />

Seite 63<br />

Neues Jahr, neues Glück?<br />

Veranstaltungs-Tipps für<br />

<strong>Januar</strong>/<strong>Februar</strong><br />

januar / februar <strong>2017</strong> | 3


Entdecken Sie <strong>die</strong><br />

neuen Wohntrends!<br />

Peißenberger Firma — Experten unter den Pyrotechnikern<br />

Der kluge Kopf hinter<br />

dem Knalleffekt<br />

Massivholz- <strong>und</strong> Polstermöbel<br />

aus den Kollektionen<br />

Peißenberg I Wer auf seinem<br />

G<strong>r<strong>und</strong></strong>stück ein kostenloses Feuerwerk<br />

im Wert von 10 000 Euro<br />

abgebrannt haben möchte, sollte<br />

sich an Ingo H<strong>um</strong>mig wenden.<br />

Der Peißenberger sucht jedes Jahr<br />

ein Gelände, auf dem seine Lehrgangsteilnehmer<br />

ihr Abschlussprüfungsfeuerwerk<br />

z<strong>um</strong> staatlich<br />

geprüften Großfeuerwerker zünden<br />

können. Einzige Voraussetzung:<br />

<strong>Das</strong> G<strong>r<strong>und</strong></strong>stück muss groß<br />

genug sein. „Wir brauchen einen<br />

Radius von ungefähr 100 Metern.<br />

Die Prüfung läuft im Juni, Juli —<br />

wir freuen uns immer, wenn wir<br />

was angeboten bekommen“, sagt<br />

H<strong>um</strong>mig mit unverkennbar sächsischem<br />

Zungenschlag.<br />

Der 71-Jährige ist <strong>die</strong> Koryphäe in<br />

Deutschland, wenn etwas in <strong>die</strong><br />

Luft fliegen soll, <strong>um</strong> Explosionen<br />

zu inszenieren, Feuer auf Opern-<br />

<strong>und</strong> Theaterbühnen zu zünden —<br />

<strong>und</strong> wieder erlöschen zu lassen.<br />

Oder, wie Anfang der 1990er-Jahre,<br />

Weltstars zu beschneien: Für eine<br />

Inszenierung von Richard Wagners<br />

„Ring des Nibelungen“ an der<br />

Wiener Staatsoper baute H<strong>um</strong>mig<br />

<strong>die</strong> weltweit einzige geräuschlose<br />

Schneemaschine. Wert: 40 000<br />

Euro. „Bei einer Probe stand Placido<br />

Domingo zwei St<strong>und</strong>en im<br />

Schneegestöber“, erinnert sich der<br />

Fachmann für Spezialeffekte <strong>und</strong><br />

lacht. Später stöberte <strong>die</strong> Maschine<br />

im „Disneyland“ in Anaheim bei<br />

Los Angeles.<br />

„Anzünden kann jeder“,<br />

weiß der Pyrotechniker<br />

Der jüngste Großauftrag für „H<strong>um</strong>mig<br />

Effects“, wie <strong>die</strong> Firma in Peißenberg<br />

heißt, kam 2016 von der<br />

Metropolitan Opera in New York.<br />

Für <strong>die</strong> Verdi-Oper „Nabucco“ fertigte<br />

H<strong>um</strong>mig mit seinen sieben<br />

Mitarbeitern, darunter Tochter,<br />

Sohn <strong>und</strong> Frau, 48 pne<strong>um</strong>atisch<br />

betätigte, ferngesteuerte Fackeln<br />

für den Palast. <strong>Das</strong> Kunststück dabei:<br />

Die Fackeln dürfen nicht rußen<br />

oder rauchen aus Rücksicht auf<br />

<strong>die</strong> Sänger. Und — sie müssen auf<br />

Knopfdruck wieder ausgehen. „Anzünden<br />

kann jeder“, sagt H<strong>um</strong>mig<br />

schmunzelnd.<br />

Insgesamt hat „H<strong>um</strong>mig Effects“<br />

zwei Geschäftsbereiche: Einmal<br />

das Ersinnen, Entwickeln <strong>und</strong> Bauen<br />

der mechanischen Spezialeffekte,<br />

z<strong>um</strong> anderen <strong>die</strong> Lehrtätigkeit.<br />

In Peißenberg kann <strong>die</strong> Ausbildung<br />

zu drei verschiedenen Pyrotechnikerscheinen<br />

absolviert werden —<br />

für <strong>die</strong> Bühne in Theater <strong>und</strong><br />

Oper, für Film <strong>und</strong> Fernsehen <strong>und</strong><br />

Flasche Sekt gratis!<br />

Anzeige ausschneiden, mitbringen <strong>und</strong> eine<br />

große Flache Palmberger-Sekt erhalten<br />

28 2 7<br />

(nur solange Vorrat reicht, gültig bis 30.06.2015).<br />

Fly, Trabbi, fly! Ursprünglich sollte<br />

der Trabant bei einer Feier z<strong>um</strong><br />

Mauerfall in Berlin über den ehemaligen<br />

Grenzstreifen geschossen<br />

werden. Aus Pietätsgründen nahmen<br />

<strong>die</strong> H<strong>um</strong>migs von der Idee<br />

aber Abstand.<br />

Kranebitterstraße 2 • 82380 Peißenberg • Tel. 08803/615940<br />

www.moebel-palmberger.de • Mo - Fr 09-18 • Sa 09-13 Uhr<br />

4 | tassilo


fürs eingangs erwähnte Feuerwerk.<br />

Außerdem gibt es einen<br />

Lehrgang für mechanische Spezialeffekte<br />

<strong>r<strong>und</strong></strong> <strong>um</strong> Wind, Wasser, Nebel,<br />

Regen, Schnee <strong>und</strong> Feuer.<br />

Die Cobra-11-Leute<br />

üben in Peißenberg<br />

H<strong>um</strong>mig hat viele Lehrbücher<br />

über sein Metier geschrieben, <strong>die</strong><br />

er selber druckt, „weil sich immer<br />

wieder mal was ändert, dann kann<br />

ich’s gleich <strong>um</strong>schreiben“. An der<br />

FH Rosenheim unterrichtete er<br />

Szenografen <strong>und</strong> Requisiteure,<br />

<strong>die</strong> Hochschule für Fernsehen <strong>und</strong><br />

Ingo H<strong>um</strong>mig (r.) beobachtet<br />

einen Lehrgangsteilnehmer<br />

beim Abfeuern einer Panzerfaust<br />

auf einen Van.<br />

Film lädt ihn für Vorlesungen nach<br />

München ein.<br />

Prominente K<strong>und</strong>schaft schaut<br />

auch vorbei, <strong>um</strong> neue Tricks kennenzulernen<br />

<strong>und</strong> sich inspirieren<br />

zu lassen: „Action Concept schickt<br />

seit 15 Jahren ihre Leute zu uns“,<br />

erzählt H<strong>um</strong>mig. Die Produktionsfirma<br />

in Hürth bei Köln ist unter<br />

anderem für <strong>die</strong> Spezialeffekte der<br />

RTL-Serie „Alarm für Cobra 11“ zuständig.<br />

In Peißenberg proben <strong>die</strong><br />

Filmleute neue Ideen oder absolvieren<br />

Übungsaufgaben, <strong>die</strong> H<strong>um</strong>mig<br />

ihnen stellt.<br />

Die Karriere des Hochexplosiven<br />

begann unspektakulär — als Zauberer<br />

in der DDR. Weil ihm <strong>die</strong><br />

Tricks irgendwann zu einfach wurden,<br />

baute H<strong>um</strong>mig über Jahre hinweg<br />

eine Illusionsschau auf. Doch<br />

weil er von etwas leben musste,<br />

arbeitete er als Beleuchter an der<br />

Semperoper in Dresden. Allerdings<br />

waren Scheinwerfer in der DDR<br />

Mangelware. Er begann, selbst<br />

welche zu entwickeln <strong>und</strong> machte<br />

sich mit dem Scheinwerferbau<br />

schließlich selbstständig. Ziel blieb<br />

indes, <strong>die</strong> Illusionsschau zu finanzieren.<br />

Bis ihn <strong>die</strong> Amtsstelle, <strong>die</strong><br />

über eine Zulassung als Künstler<br />

entschied, desillusionierte: „Solche<br />

Sensationen wollen wir nicht“, lautete<br />

<strong>die</strong> Antwort auf seine entsprechende<br />

Anfrage. <strong>Das</strong> war 1973 —<br />

<strong>und</strong> es kam noch schlimmer: Die<br />

Staatsorgane untersagten ihm,<br />

Angestellte zu beschäftigen. „Drei<br />

Monate vor Wolf Biermann sind wir<br />

raus aus der DDR“, erinnert sich<br />

H<strong>um</strong>mig.<br />

Auf Deutschlandtournee<br />

mit Legende Johnny Cash<br />

Was er mitnehmen konnte, war das<br />

Knowhow im Schweinwerferbau.<br />

Er konzipierte eine neue Beleuchtungsanlage,<br />

<strong>die</strong> er der Münchner<br />

Konzertagentur „Lippmann +<br />

Rau“ anbot, mit Erfolg: H<strong>um</strong>mig<br />

beleuchtete mit seinem ersten Auftrag<br />

im „Westen“ <strong>die</strong> Deutschland-<br />

Tournee von Johnny Cash, <strong>die</strong> in der<br />

Münchner Olympiahalle begann.<br />

Es folgten Tourneen mit Howard<br />

Carpendale <strong>und</strong> Katja Ebstein. Bis<br />

<strong>die</strong> DDR noch einmal in sein Leben<br />

trat: H<strong>um</strong>mig musste öfter nach<br />

Berlin. An der Transitautobahn traf<br />

er frühere Fre<strong>und</strong>e <strong>und</strong> steckte ihnen<br />

Waren zu, <strong>die</strong> er schmuggelte.<br />

Bis ihn <strong>die</strong> Volkspolizei schnappte<br />

<strong>und</strong> er <strong>und</strong> seine Frau wegen Zollvergehen<br />

zu fünf Jahren Gefängnis<br />

verurteilt wurde. Nach drei Jahren<br />

kamen sie 1987 frei im Zuge einer<br />

Amnestie.<br />

Wirtschaftlich schwere Jahre folgten,<br />

bis 1991 aus Amsterdam der<br />

Großauftrag für eine Feuerwand<br />

kam für eine Inszenierung der<br />

„Heimkehr des Odysseus“. Die<br />

Oper von Claudio Monteverdi ging<br />

anschließend fast acht Jahre auf<br />

Welt-Tournee, samt Feuerwand.<br />

„Anhand der Brennstoffbestellungen<br />

wussten wir immer, wo <strong>die</strong><br />

Produktion grade war — wir haben<br />

bis nach Sydney geliefert“, erinnert<br />

sich H<strong>um</strong>mig. Den endgültigen<br />

Durchbruch schaffte er, als <strong>die</strong> Wiener<br />

Staatsoper einen Vulkanausbruch<br />

bestellte: „Von da an ging’s<br />

ins Plus.“<br />

Von Berufsmüdigkeit ist beim<br />

Anfangs-Siebziger keine Spur:<br />

„So Gott will, mache ich das auch<br />

noch mit 90“, scherzt H<strong>um</strong>mig.<br />

Zwar habe er mittelfristig das Ziel,<br />

„dass ich mittags <strong>um</strong> 13 Uhr fertig<br />

bin“. Doch noch ist seine Kreativität<br />

unabdingbar, „weil das Arbeitsgebiet<br />

so <strong>um</strong>fangreich ist, dass<br />

man schwer jemanden einlernen<br />

kann“. Von einem Spezialeffekt hat<br />

„H<strong>um</strong>mig Effects“ allerdings Abschied<br />

genommen: Explosion eines<br />

Sprengstoffgürtels am Mann. „Seit<br />

den Selbstmordattentaten machen<br />

wir das nicht mehr“, sagt H<strong>um</strong>mig.<br />

Und ist <strong>die</strong>smal ganz ernst. ts<br />

Die Explosion in einer Kiesgrube<br />

wird von Tontechnikern mit Richtmikrofonen<br />

aufgenommen — auch<br />

für akustische Effekte ist H<strong>um</strong>mig<br />

zuständig.<br />

januar / februar <strong>2017</strong> | 5


Schottische Hochlandrinder weiden in Huglfing<br />

Eine beeindruckende<br />

Erscheinung<br />

deutlich länger <strong>und</strong> weit ausladend<br />

nach oben gebogen sind.<br />

Ein Abstecher<br />

nach Huglfing<br />

Heutzutage wird <strong>die</strong> Rasse in<br />

vielen Ländern gezüchtet, nach<br />

Deutschland wurde sie erstmals<br />

in den Siebzigerjahren eingeführt.<br />

Wer also ein schottisches Hochlandrind<br />

sehen möchte, braucht<br />

nicht mehr extra nach Großbritannien<br />

zu reisen — ein kurzer Abstecher<br />

nach Huglfing reicht. Genauer<br />

gesagt auf den Thomas Hof am<br />

südöstlichen Ortsrand, wo <strong>r<strong>und</strong></strong><br />

zehn der beeindruckenden Tiere<br />

Huglfing I <strong>Das</strong> schottische Hochlandrind<br />

zählt zu den ältesten registrierten<br />

Rinderrassen <strong>und</strong> war<br />

ursprünglich nur in Schottland<br />

<strong>und</strong> auf den Hebriden, einer Inselgruppe<br />

vor der Nordwestküste<br />

Schottlands, verbreitet. Mit den<br />

beeindruckenden Hörnern, <strong>die</strong><br />

bis zu 1,60 Meter erreichen können,<br />

<strong>und</strong> dem langen Haar, sind<br />

sie eine ganz besondere optische<br />

Erscheinung. Durch das lange Fell<br />

sind <strong>die</strong> Tiere winterfest, können<br />

Regen <strong>und</strong> Wind nicht durch<br />

den Naturpelz dringen <strong>und</strong> bleibt<br />

selbst Schnee auf dem isolierten<br />

Haarkleid liegen. Die langen <strong>und</strong><br />

möglichst symmetrischen Hörner<br />

sind z<strong>um</strong>eist je nach<br />

Geschlecht<br />

cht<br />

geformt. Bei<br />

Bullen len haben sie idealerweise<br />

eine<br />

kräftige, waagerecht<br />

nach<br />

vorne gebogene ene Form,<br />

während sie bei den Kühen meist<br />

ihr Zuhause use haben. „Früher hat-<br />

ten wir bis zu 60 Hochlandrinder“,<br />

nder<br />

verrät Thomas Buch-<br />

ner,<br />

Namensgeber eberer <strong>und</strong><br />

Besitzer des Hofes. Seit über 25<br />

Jahren züchtet <strong>und</strong> vermarktet<br />

der Landwirt <strong>die</strong> Tiere. Angefangen<br />

hatte er „selbstverständlich,<br />

<strong>um</strong> etwas zu ver<strong>die</strong>nen“, spricht<br />

Buchner <strong>die</strong> <strong>r<strong>und</strong></strong> sechs- bis achttausend<br />

D-Mark an, <strong>die</strong> man einst<br />

allein für ein Kalb bekommen<br />

hat. Neben dem Erscheinungsbild<br />

gilt das cholesterinarme, dunkle<br />

Fleisch als besonders beliebt. „Vom<br />

Charakter geht es fast ein wenig ins<br />

Wild“, erklärt Buchner. Ein G<strong>r<strong>und</strong></strong><br />

für den besonderen Geschmack ist<br />

<strong>die</strong> Tatsache, dass <strong>die</strong> Tiere <strong>r<strong>und</strong></strong><br />

drei bis vier Jahre auf der Weide<br />

leben, ehe sie geschlachtet werden.<br />

Wesentlich länger also als<br />

<strong>die</strong> meisten in Bayern verbreiteten<br />

reit<br />

eten<br />

en<br />

Rinderrassen, rass<br />

en<br />

<strong>und</strong> dennoch errei-<br />

re<br />

chen<br />

<strong>die</strong><br />

schottischen tische<br />

hen Hochlandrinder<br />

nicht deren en Größe <strong>und</strong><br />

Gewicht.<br />

Nach <strong>r<strong>und</strong></strong> drei Jahren<br />

wiegen en sie<br />

bis<br />

zu 6000<br />

Kilogramm.


Etwa 300 bis 400 Kilogramm können<br />

dann ausgeschlachtet werden.<br />

Mittlerweile schlachtet Thomas<br />

Buchner bei weitem nicht mehr so<br />

viel wie früher, aber wenn, „dann<br />

reißen sie mir das Fleisch aus den<br />

Händen“.<br />

Eine gutmütige <strong>und</strong><br />

gelassene Tierart<br />

Durch natürliche Selektion haben<br />

<strong>die</strong> Hochlandrinder seit Jahrh<strong>und</strong>erten<br />

ihre typischen Eigenschaften<br />

entwickelt: relativ klein<br />

<strong>und</strong> leicht, robust, langlebig <strong>und</strong><br />

gutmütig. Genau das ist es auch,<br />

was dem Huglfinger Landwirt an<br />

seinen Tieren gefällt: „Ich mag<br />

einfach <strong>die</strong> behäbige Art. Es ist<br />

ein sehr ruhiges Volk“, beschreibt<br />

Thomas Buchner, wenngleich er<br />

sich erinnert, dass ihn einst eine<br />

Mutterkuh mit ihren mächtigen<br />

Hörnern über den Zaun jagte,<br />

nachdem er ihr Kalb aus einer<br />

Schlammmulde bringen wollte.<br />

Obwohl der zeitliche Aspekt beim<br />

Halten von schottischen Hochlandrindern<br />

mehr ins Gewicht fällt,<br />

sind <strong>die</strong><br />

Tiere äußerst pflegeleicht:<br />

Im Gegensatz ens zu den in Deutsch-<br />

land<br />

ansässigen Rindern leben sie<br />

das ganze Jahr im Freien. Durch ihr<br />

langes <strong>und</strong><br />

dichtes Fell benötigen<br />

sie auch<br />

im Winter keinen Stall,<br />

der sie vor Kälte schützt. Vielmehr<br />

Die Hühnerschweine der Rasse „Bergsträsser Knirps“<br />

müsse man im Sommer dafür sorgen,<br />

dass ausreichend Schatten<br />

vorhanden ist. Zudem können <strong>die</strong><br />

Hochlandrinder auf einem Boden<br />

leben, der für schwere Rinder eigentlich<br />

ungeeignet ist — Huffäule<br />

beispielsweise gibt es nicht. Eine<br />

besondere Stärke der Tiere findet<br />

sich beim Kalben auf der Weide,<br />

das auch ohne menschliche Hilfe<br />

funktioniert. Die Kälber sind sehr<br />

widerstandsfähig <strong>und</strong> können<br />

bereits nach zwei St<strong>und</strong>en eigenständig<br />

stehen.<br />

Allerlei Besonderheiten<br />

auf dem Thomas Hof<br />

Rein wegen des finanziellen Aspekts<br />

hält Thomas Buchner seine<br />

schottischen Hochlandrinder<br />

längst nicht mehr. Unter anderem<br />

bedingt durch <strong>die</strong> BSE-Problematik<br />

in den Neunzigerjahren lohnt<br />

sich eine Zucht in größerem Maße<br />

ohnehin nicht mehr, da nicht mehr<br />

so viel gezahlt wird. <strong>Das</strong> Hauptgeschäft<br />

auf dem Thomas Hof ist<br />

mittlerweile das Einstellen von<br />

Pferden. Ganze 16 Rösser haben<br />

hier ihre Unterkunft gef<strong>und</strong>en.<br />

Für <strong>die</strong> Einsteller werden in regelmäßigen<br />

Abständen verschiedene<br />

Veranstaltungen wie etwa<br />

ein Westernreitkurs angeboten.<br />

„Einen lebendigen Stall zu betreiben“,<br />

so lautet das wichtigste Ziel.<br />

Lebendig sind auch <strong>die</strong> Hühnerschweine<br />

der Rasse „Bergsträsser<br />

Knirps“, <strong>die</strong> ebenfalls auf der idyllischen<br />

Anhöhe in Huglfing leben.<br />

Sie sorgen dafür, dass kein Fuchs<br />

oder anderes für das Federvieh<br />

gefährliche Getier dem Hühnerstall<br />

zu nahe kommt. Und wem<br />

all <strong>die</strong> Tiere nicht lebendig genug<br />

sind, kann gerne dem fünfjährigen<br />

Luis — jüngster Sprössling von<br />

Thomas Buchner — zusehen, wie<br />

er ganz selbstverständlich auf seinem<br />

Quad R<strong>und</strong>en auf dem<br />

Gelände dreht.<br />

tis<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

MARIELA SARTORIUS<br />

Öffnungszeiten:<br />

Mi-Fr 15-18 Uhr<br />

Sa 11-15 Uhr<br />

GEHEIME<br />

ZEICHEN DER<br />

NATUR<br />

Neueste Bilder<br />

10. bis 25.2.<strong>2017</strong><br />

Vernissage<br />

10. <strong>Februar</strong> <strong>2017</strong>, 19 Uhr<br />

Kunstverein Murnau e.V.<br />

Galerie am<br />

Gabriele-Münter-Platz<br />

Burggraben 4<br />

82418 Murnau<br />

www.kunstverein-murnau.de<br />

<br />

<strong>Das</strong> lange Haar <strong>und</strong> <strong>die</strong><br />

Hörner sind typisch für das<br />

schottische Hochlandrind.<br />

januar / februar <strong>2017</strong> | 7


291 m<br />

99 m<br />

10 nm<br />

2962 m<br />

Gipfelstürmern bieten wir<br />

in Penzberg <strong>die</strong> beste Basis.<br />

Roche in Penzberg ist aktiver Teil der<br />

Life-Science-Region Greater Munich.<br />

Als Powerhouse für Antikörper haben<br />

wir hohe Ziele. Mit Mut zu neuen Ideen,<br />

dem Willen zur Lösung drängender<br />

Ges<strong>und</strong>heitsfragen <strong>und</strong> gelebter<br />

kultureller Vielfalt arbeiten wir global<br />

vernetzt an den Ges<strong>und</strong>heitslösungen<br />

von morgen.<br />

From Science to Patients.


Auf der Roten Couch<br />

Wilfried Knorr<br />

<strong>und</strong> <strong>die</strong> Idee<br />

vom Gemeinwohl<br />

„Es ist kein dünnes Brett, das wir bohren“, sagt Wilfried Knorr zur<br />

ersten Gemeinwohlbilanz, <strong>die</strong> er für <strong>die</strong> Wirtschaftsbetriebe von<br />

Herzogsägmühle <strong>2017</strong> vorlegen wird. So auch für <strong>die</strong> Schreinerei, wo<br />

man sich mit Brettern auskennt <strong>und</strong> <strong>die</strong> „Rote Couch“ zu Gast war.<br />

Foto: Johann Jilka<br />

januar / februar <strong>2017</strong> | 9


Herzogsägmühle | Es sei „kein dünnes<br />

Brett, das wir bohren“, sagt Direktor<br />

Wilfried Knorr über <strong>die</strong> Jahresbilanz<br />

von Herzogsägmühle, <strong>die</strong><br />

<strong>2017</strong> erstmals den Titel „Gemeinwohl-Bilanz“<br />

tragen wird. Dahinter<br />

verbirgt sich eine Jahresrechnung,<br />

<strong>die</strong> nicht nur Gewinne <strong>und</strong> Verluste<br />

ausweist, sondern auch „weiche“<br />

Faktoren berücksichtigt wie ökologische<br />

Nachhaltigkeit, Transparenz<br />

oder demokratische Mitbestimmung.<br />

Mit Spannung blickt Knorr<br />

der Zertifizierung seines Projektes<br />

entgegen, <strong>die</strong> im ersten Quartal<br />

<strong>2017</strong> erfolgen soll. Im Interview<br />

auf der „Roten Couch“ erklärt<br />

der 57-Jährige <strong>die</strong> G<strong>r<strong>und</strong></strong>züge der<br />

„Gemeinwohl-Ökonomie“, wie er<br />

auf <strong>die</strong> Idee aufmerksam wurde,<br />

wie er sie im Diakoniedorf <strong>um</strong>setzt<br />

<strong>und</strong> war<strong>um</strong> er für das Modell sogar<br />

vor B<strong>und</strong>estagsabgeordneten in<br />

Berlin wirbt. Und auch, dass zwar<br />

das Wirtschaftsmodell <strong>und</strong> seine<br />

Begrifflichkeiten neu sind, <strong>die</strong> Idee<br />

dahinter aber schon von den Autoren<br />

der Bayerischen Landesverfassung<br />

formuliert wurde: Sie schrieben<br />

1946, dass „alles Wirtschaften<br />

dem Gemeinwohl“ <strong>die</strong>nen möge.<br />

Wilfried Knorr, Herzogsägmühle<br />

dürfte vielen „tassilo“-Lesern eher<br />

als Ortsname bekannt sein. Können<br />

Sie kurz zusammenfassen, was im<br />

Diakoniedorf alles passiert bzw. ansässig<br />

ist?<br />

Herzogsägmühle ist ein Ort z<strong>um</strong><br />

Leben für Menschen mit Benachteiligungen,<br />

Behinderungen, seelischen<br />

Erkrankungen oder mit<br />

besonderen erzieherischen <strong>und</strong><br />

Ausbildungsbedürfnissen, <strong>die</strong> an<br />

anderen Orten aufg<strong>r<strong>und</strong></strong> ihrer<br />

spezifischen Lebenssituation nicht<br />

wohnen <strong>und</strong> leben können. Neben<br />

Wohn- <strong>und</strong> Beratungsangeboten<br />

gibt es bei uns drei Schulen, es<br />

wird in 41 Berufen ausgebildet, es<br />

gibt Werkstätten für Menschen mit<br />

Behinderung. Zudem verfügen wir<br />

über eine Vielzahl attraktiver Freizeitangebote,<br />

das Café <strong>und</strong> Wirtshaus<br />

„Herzog“ bietet leckere Speisen,<br />

unser „MühlenMarkt“ ist ein<br />

Einkaufspara<strong>die</strong>s.<br />

Sie haben „Außenstellen“ im <strong>Tassilo</strong>land,<br />

vor allem in <strong>Weilheim</strong> —<br />

welche Einrichtungen konkret?<br />

Wir sind in acht Landkreisen <strong>r<strong>und</strong></strong><br />

<strong>um</strong> Herzogsägmühle her<strong>um</strong> tätig,<br />

mit Tagesstätten für psychisch<br />

Kranke, Beratungsangeboten,<br />

Wohnplätzen für ehemals Wohnungslose,<br />

mit Läden <strong>und</strong> Begegnungsstätten<br />

wie z<strong>um</strong> Beispiel<br />

dem „Café Verweilheim“ in der<br />

Herzog-Christoph-Straße. Dazu haben<br />

wir mit dem Tochterunternehmen<br />

„Kinderhilfe Oberland“ Kitas,<br />

Horte, Frühförderung <strong>und</strong> Mittagsbetreuung<br />

an Schulen.<br />

Herzogsägmühle ist der zweitgrößte<br />

Arbeitgeber im Landkreis <strong>Weilheim</strong>-<br />

Schongau mit inzwischen nahezu<br />

1 800 Mitarbeitern. Wohin geht <strong>die</strong><br />

Tendenz?<br />

Immer — mit Augenmaß — moderat<br />

nach oben. Die Bedürfnisse der<br />

Menschen zu decken, ist uns Verpflichtung<br />

<strong>und</strong> Auftrag — <strong>und</strong> bisher<br />

erforderte steigender Bedarf<br />

auch steigende Mitarbeiterzahlen.<br />

Sie beschäftigen sich seit gera<strong>um</strong>er<br />

Zeit mit dem Wirtschaftsmodell<br />

der „Gemeinwohl-Ökonomie“, <strong>2017</strong><br />

wird das konkret in der Herzogsägmühler<br />

Wirtschaftsbilanz aufscheinen.<br />

Was ist der Leitgedanke, das<br />

Ziel der Gemeinwohl-Ökonomie?<br />

Ich muss etwas vorausschicken:<br />

Ausgangspunkt ist <strong>die</strong> Tatsache,<br />

dass weltweit Bürger mit unserem<br />

aktuellen Wirtschaftssystem unzufrieden<br />

sind. Umfragen haben<br />

gezeigt, dass es bei 85 Prozent der<br />

Bevölkerung auf Ablehnung stößt,<br />

weil <strong>die</strong> Menschen es nicht für gerecht<br />

halten. In Deutschland sind<br />

es laut einer Bertelsmann-Stu<strong>die</strong><br />

sogar 88 Prozent, das heißt, neun<br />

von zehn Menschen lehnen das gegenwärtige<br />

Wirtschaftssystem ab.<br />

Können Sie ein paar Kritikpunkte<br />

nennen?<br />

Ganz allgemein formuliert erstens<br />

der ökologische Fußabdruck, den<br />

wir auf der Erde hinterlassen —<br />

Wilfried Knorr <strong>und</strong> „tassilo“-Redakteur Tobias Sch<strong>um</strong>acher im Mühlenmarkt,<br />

der laut des Direktors mit dazu beiträgt, dass Herzogsägmühle<br />

z<strong>um</strong> „normalen“ Dorf wird.<br />

Umweltverschmutzung, Ressourcenverbrauch,<br />

Raubbau, usw.<br />

Zweitens <strong>die</strong> weltweite Unfähigkeit,<br />

<strong>die</strong> Einkommen gerecht zu<br />

verteilen. Es ist absurd, dass 62<br />

Individuen <strong>die</strong> Hälfte sämtlichen<br />

Geldes besitzen; <strong>die</strong> Schere zwischen<br />

Arm <strong>und</strong> Reich geht auch<br />

in Deutschland immer weiter auf.<br />

In den westeuropäischen Ländern<br />

kommt drittens <strong>die</strong> Unzufriedenheit<br />

mit den Bildungschancen dazu —<br />

bildungsferne Eltern haben bildungsferne<br />

Kinder. Viertens macht<br />

unsere Arbeitswelt <strong>die</strong> Menschen<br />

krank. <strong>Das</strong> ist keine Randgeschichte!<br />

Jeder vierte Mensch wird in<br />

seinem Leben wegen seiner Arbeit<br />

krank. All das sind Symptome unseres<br />

Wirtschaftssystems. Trotzdem<br />

bedeutet es heute einen Wettbewerbsnachteil,<br />

wenn ich als Unternehmer<br />

ethisch handle.<br />

Wie ist das Wirtschaftsmodell der<br />

Gemeinwohl-Ökonomie entstanden?<br />

Christian Felber hat das Modell<br />

in seinem gleichnamigen Buch<br />

2010 vorgestellt. Er kommt aus der<br />

„Attac-Bewegung“. Seine Idee ist,<br />

unser heutiges System <strong>um</strong>zudrehen<br />

<strong>und</strong> neben der Finanzbilanz<br />

den ethischen Erfolg eines Unternehmens<br />

zu messen. Felber hatte<br />

sich vor 2010 mit 25 österreichischen<br />

Unternehmern zu einem<br />

Think-Tank zusammengesetzt. Dort<br />

wurden fünf zentrale Werte ermittelt:<br />

Menschenwürde, Solidarität,<br />

ökologische Nachhaltigkeit, soziale<br />

Gerechtigkeit sowie demokratische<br />

Mitbestimmung <strong>und</strong> Transparenz.<br />

Diese Werte stellten sie in einer<br />

„Gemeinwohl-Matrix“, <strong>die</strong> sie 2013<br />

veröffentlichten, einer „Berührungsgruppe“<br />

in den Unternehmen<br />

gegenüber: Lieferanten, Geldgeber,<br />

Mitarbeiter <strong>und</strong> Eigentümer, K<strong>und</strong>en,<br />

Produkte, Dienstleistungen,<br />

Mitunternehmen, gesellschaftliches<br />

Umfeld. Dort, wo Unternehmen <strong>die</strong><br />

fünf zentralen Werte erfüllen, gibt<br />

Modestoffe &<br />

Accessoires<br />

Patchworkstoffe<br />

<strong>und</strong><br />

Zubehör<br />

Patchworkstoffe<br />

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10 | tassilo


es Pluspunkte — etwa für <strong>die</strong> Reduktion<br />

ökologischer Auswirkungen,<br />

für Beiträge z<strong>um</strong> Gemeinwesen, <strong>die</strong><br />

Gleichstellung von Mann <strong>und</strong> Frau,<br />

qualitativ gute Arbeitsplätze, usw. —<br />

insgesamt sind <strong>die</strong>s 15 Rubriken.<br />

Was bringen <strong>die</strong>se Pluspunkte?<br />

Sie werden z<strong>um</strong> Ergebnis der Gemeinwohlbilanz,<br />

nachdem sie gegebenenfalls<br />

verrechnet wurden<br />

mit Negativkriterien: Steuerhinterziehung,<br />

feindliche Übernahmen,<br />

Kooperationen mit Firmen, <strong>die</strong> <strong>die</strong><br />

Menschenwürde verletzen — nur<br />

ein Stichwort ist Kinderarbeit bei<br />

der Gewinnung von Seltenen Erden<br />

für <strong>die</strong> Handyproduktion; oder Arbeitsplatzabbau<br />

oder Standortverlagerung<br />

zur Gewinnmaximierung,<br />

Steuerhinterziehung, Verhinderung<br />

von Betriebsräten. <strong>Das</strong> Ergebnis<br />

der Gemeinwohlbilanz entscheidet<br />

später über den Zugang z<strong>um</strong> Kapitalmarkt,<br />

<strong>die</strong> Besteuerung eines<br />

Unternehmens <strong>und</strong> soll <strong>die</strong> Steuerung<br />

von Subventionen regeln.<br />

Demnächst soll übrigens eine neue<br />

„Matrix 5.0“ veröffentlicht werden,<br />

auf <strong>die</strong> ich sehr gespannt bin.<br />

Wie kamen Sie selbst mit der Gemeinwohl-Ökonomie<br />

in Berührung?<br />

Es war ein Aha-Erlebnis: Ich saß<br />

2013 im Urlaub auf einem Steg an<br />

einem See in Schweden <strong>und</strong> habe<br />

Felbers Buch gelesen <strong>und</strong> mir<br />

selbst zugerufen: <strong>Das</strong> ist es! <strong>Das</strong><br />

brauchen wir in Herzogsägmühle!<br />

Wir sind eines der ersten Unternehmen<br />

aus der freien Wohlfahrtspflege,<br />

das sich mit dem Thema<br />

beschäftigt.<br />

Mit welchen konkreten Erfahrungen?<br />

Mit überwiegend sehr guten, weil<br />

wir alle Prozesse auf Nachhaltigkeit<br />

ernsthaft prüfen können. Wir stellen<br />

aber auch fest, dass uns manches<br />

nicht betrifft: Wir haben z<strong>um</strong><br />

Beispiel eine andere Systematik<br />

der Preisfindung bei Produkten, <strong>die</strong><br />

wir herstellen, <strong>und</strong> wie wir Erträge<br />

erwirtschaften. Beides wird festgelegt<br />

in Verhandlungen mit unseren<br />

Kostenträgern — Bezirk, Jugendämter,<br />

Jugendhilfe, Renten- <strong>und</strong><br />

Krankenversicherung, Agentur für<br />

Arbeit. Diese Aushandlungsprozesse<br />

lassen sich mit der Matrix nicht<br />

abbilden.<br />

Im Gegensatz zur freien Wirtschaft?<br />

Richtig. Die <strong>Ausgabe</strong>n von Konzernen<br />

werden bestimmt von Investitionen,<br />

Dividenden, Boni für <strong>die</strong> Vorstände,<br />

Prämien für <strong>die</strong> Mitarbeiter.<br />

Wir in Herzogsägmühle stecken <strong>die</strong><br />

Überschüsse, <strong>die</strong> unsere Betriebe<br />

erwirtschaften, in Bereiche, in denen<br />

wir uns fragen: Wie können<br />

wir <strong>die</strong> Lebensbedingungen von<br />

Menschen verbessern? Unser Gewinn<br />

<strong>die</strong>nt dem Gemeinwohl, es<br />

bleibt in einem gemeinnützigen<br />

Kreislauf. <strong>Das</strong> schreibt unsere Satzung<br />

übrigens zwingend vor.<br />

Noch einmal zurück zur freien Wirtschaft:<br />

Was hat ein Unternehmen<br />

von der Gemeinwohl-Ökonomie?<br />

Ich kann es am Beispiel von Südtirol<br />

erklären: Dort wurde in der Verfassung<br />

verankert, dass öffentliche<br />

Aufträge nur noch an Unternehmen<br />

vergeben werden dürfen, <strong>die</strong> nach<br />

dem Prinzip der Gemeinwohl-<br />

Ökonomie handeln. Andere Firmen<br />

scheiden aus — so einfach kann es<br />

gehen. Die Europäische Kommission<br />

für Wirtschaft <strong>und</strong> Soziales hat<br />

auf Anregung von Herrn Felber<br />

<strong>die</strong>ses Jahr mit überwältigender<br />

Mehrheit beschlossen, den nationalen<br />

Regierungen <strong>die</strong> Übernahme<br />

der Gemeinwohlprinzipien zu<br />

empfehlen. Interessant war, dass<br />

B<strong>und</strong>eswirtschaftsminister Sigmar<br />

Gabriel 2016 seine Ministererlaubnis<br />

zur Tengelmann-Übernahme<br />

durch Edeka mit dem Gemeinwohl<br />

begründet hat. <strong>Das</strong> Modell muss in<br />

<strong>die</strong> Politik. Ich selbst konnte <strong>die</strong>sen<br />

Herbst in Berlin einen Vortrag vor<br />

<strong>r<strong>und</strong></strong> 20 CDU-B<strong>und</strong>estagsabgeordneten<br />

<strong>und</strong> ihren Mitarbeitenden<br />

aus dem Arbeitnehmerflügel<br />

halten. Mit ein wenig Phantasie<br />

könnte ich mir vorstellen, dass <strong>die</strong><br />

Parteien <strong>die</strong> Idee in ihr Parteiprogramm<br />

aufnehmen. In der Folge<br />

könnte der Staat dem Modell über<br />

<strong>die</strong> Steuergesetzgebung z<strong>um</strong> Erfolg<br />

verhelfen.<br />

Wie sähe das aus?<br />

Nehmen wir ein Beispiel aus dem<br />

Schongauer Land: Ein großer Automobilzulieferer<br />

vergibt Aufträge<br />

an <strong>die</strong> Herzogsägmühler Werkstätten.<br />

Nach Felbers Modell gäbe <strong>die</strong>s<br />

Pluspunkte in der Gemeinwohlbilanz<br />

des Konzerns, <strong>die</strong> bei der Besteuerung<br />

berücksichtigt würden.<br />

Im Moment hat das Unternehmen<br />

noch keine monetären Vorteile.<br />

Die CDU-Abgeordneten haben<br />

das als vernünftige Übersetzung<br />

dessen eingesehen, was mit sozialer<br />

Marktwirtschaft gemeint ist.<br />

Übrigens steht in der Bayerischen<br />

Verfassung von 1946 in Paragraf<br />

151: „Alles Wirtschaften <strong>die</strong>nt dem<br />

Gemeinwohl.“ Der G<strong>r<strong>und</strong></strong>fehler des<br />

heutigen Wirtschaftssystems ist <strong>die</strong><br />

MEHR RAUMNUTZUNG INDIVIDUELLE<br />

KLEIDERSCHRANKIDEEN NACH MASS<br />

Liberalisierung. Sie treibt <strong>die</strong> wildesten<br />

Blüten!<br />

Ein Beispiel, was Sie damit meinen?<br />

In Traunstein hat beispielsweise<br />

eine Köchin jeden Tag 450 Schulessen<br />

gekocht, ihre Küche war 500<br />

Meter von der Schule entfernt.<br />

Dann musste <strong>die</strong> Verköstigung öffentlich<br />

ausgeschrieben werden.<br />

Den Zuschlag bekam ein Groß-<br />

Caterer aus Baden-Württemberg,<br />

weil er der billigste Bieter war. Mit<br />

dem konnte <strong>die</strong> Köchin unmöglich<br />

mithalten. Jetzt werden <strong>die</strong> Essen<br />

380 Kilometer weit gefahren! Allein<br />

der Spritverbrauch! Und auch<br />

noch in Alu verpackt! Die Stadt<br />

Traunstein spart im Jahr 130 Euro …<br />

Absurd!<br />

Trotzdem wird es praktiziert…<br />

Die Gemeinwohl-Idee überzeugt<br />

immer mehr Menschen, auch in<br />

konservativen Kreisen. In Baden-<br />

Württemberg steht sie im Koalitionsvertrag<br />

der Grün-Schwarzen<br />

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januar / februar <strong>2017</strong> | 11


Landesregierung als zwingend für<br />

öffentliche Unternehmen. Stuttgart<br />

hat im städtischen Haushalt 80 000<br />

Euro für <strong>die</strong> Erstellung einer Gemeinwohl-Bilanz<br />

eingestellt. Es<br />

ist kein dünnes Brett, das wir bohren,<br />

<strong>und</strong> es gibt noch eine Reihe<br />

heikler Punkte. Ich halte es z<strong>um</strong><br />

Beispiel für unsinnig, <strong>die</strong> Höhe<br />

von privat vererbbarem Vermögen<br />

zu begrenzen. Die von Felber angeregte<br />

„Produktampel“, also <strong>die</strong><br />

Kennzeichnung von Erzeugnissen<br />

gemäß der Gemeinwohl-Idee, ist<br />

nicht einfach — Ziel ist hier, dass<br />

ein ökologisches Produkt am Markt<br />

einen Vorteil haben soll. Generell<br />

darf man sich nicht als „Felber-<br />

Jünger“ verteufeln lassen, sondern<br />

muss für ein vernünftiges Wirtschaftssystem<br />

werben. Aber es gibt<br />

auch nur wenige ernstzunehmende<br />

Kritiker. Manche haben das G<strong>r<strong>und</strong></strong>prinzip<br />

noch nicht verstanden, aber<br />

immer mehr leuchtet ein, dass <strong>die</strong><br />

Produzenten Probleme bekommen,<br />

wenn unser Sozialsystem nicht<br />

mehr erhalten werden kann. Nicht<br />

<strong>um</strong>sonst hat der Papst gesagt:<br />

„Diese Wirtschaft tötet.“<br />

War<strong>um</strong> nun Gemeinwohl-Ökonomie<br />

in Herzogsägmühle?<br />

Interessant ist <strong>die</strong> Wirkung auf <strong>die</strong><br />

Mitarbeiter nach innen. Obwohl<br />

nicht alle der 1 800 Mitarbeiter<br />

kirchlich geprägt sind, kann sich<br />

jeder mit den fünf zentralen ethischen<br />

Werten identifizieren. Sie<br />

binden vor allem <strong>die</strong> mittleren<br />

Gruppenbild mit Direktor: Mitarbeiter der Schreinerei scharen sich <strong>um</strong><br />

ihren Chef Wilfried Knorr auf der „Roten Couch“.<br />

Führungskräfte ans Unternehmen.<br />

<strong>Das</strong> ist auch ein wichtiger Aspekt.<br />

Wie wird das Modell konkret eingeführt?<br />

Wir werden <strong>2017</strong> <strong>die</strong> Geschäftsbereiche<br />

von Herzogsägmühle zur<br />

Zertifizierung anmelden gemäß<br />

den Kriterien einer Gemeinwohl-<br />

Bilanz. <strong>Das</strong> machen wir mit einem<br />

Erstbericht, der zunächst einmal<br />

nur <strong>die</strong> Behauptung ist, dass wir<br />

nach der Gemeinwohl-Ökonomie<br />

wirtschaften. In drei Konferenzen<br />

haben wir alle Bereiche durchgearbeitet<br />

<strong>und</strong> eine Liste erstellt, <strong>die</strong><br />

wir mit der Gemeinwohl-Matrix<br />

abgeglichen haben. Diesen Erstbericht<br />

habe ich im Herbst nach Wien<br />

gemeldet. Dort sitzt der Verein für<br />

Gemeinwohl-Ökonomie, in dem<br />

wir Mitglied sind. Er schickt im ersten<br />

Quartal <strong>2017</strong> einen Auditor, der<br />

überprüft, ob unsere Bewertungen<br />

plausibel sind. Er macht im Prinzip<br />

das gleiche wie ein Wirtschaftsprüfer.<br />

Er schaut sich alle Bereiche<br />

an: Landwirtschaft, Einkauf,<br />

<strong>die</strong> Produktionsprozesse, <strong>die</strong> Ver<strong>die</strong>nstsituation<br />

der Mitarbeiter, innerbetriebliche<br />

Transparenz, usw.<br />

Anhand seiner Erkenntnisse <strong>und</strong><br />

Beobachtungen zertifiziert er dann<br />

unsere Gemeinwohl-Bilanz, <strong>die</strong><br />

wieder<strong>um</strong> öffentlich einsehbar sein<br />

wird. <strong>Das</strong> ist ein zentraler Punkt<br />

von Felbers Idee — alles wird offengelegt,<br />

jeder kann nachschauen,<br />

an welchen Punkten es funktioniert<br />

oder wo noch Handlungsbedarf<br />

herrscht.<br />

Wagen Sie eine Prognose, wie es<br />

ausgehen wird?<br />

Im Moment könnte ich nur spekulieren,<br />

wir machen <strong>die</strong> Erfahrung<br />

der Zertifizierung ja erst noch.<br />

Wie stark ist <strong>die</strong> Gemeinwohl-Bewegung<br />

überhaupt?<br />

Z<strong>um</strong> Verein in Wien gehören inzwischen<br />

<strong>r<strong>und</strong></strong> 350 zertifizierte<br />

Unternehmen mit Bilanz, darunter<br />

<strong>die</strong> Sparda-Bank, der Sportartikelhersteller<br />

Vaude, <strong>die</strong> Tageszeitung<br />

„taz“ <strong>und</strong> <strong>die</strong> Demeter-Bäckerei<br />

„Märkisches Landbrot“ in Berlin,<br />

mehrere Hotels in Österreich oder<br />

<strong>die</strong> Rathauspassagen der Diakonie<br />

in Hamburg. Herzogsägmühle ist<br />

das erste Unternehmen im Landkreis<br />

<strong>Weilheim</strong>-Schongau <strong>und</strong> in<br />

der Diakonie Bayerns überhaupt.<br />

Die findet unser Vorhaben sehr<br />

spannend. Wenn wir Erfolg haben,<br />

wird <strong>die</strong> Empfehlung der B<strong>und</strong>es-<br />

Diakonie zur Nachahmung noch<br />

mehr Gewicht bekommen. Sonst<br />

gibt es in unserer Region nur Bestrebungen<br />

oder Überlegungen.<br />

Aber jedem, der Felbers Buch liest,<br />

kann ich wie gesagt ein großes<br />

Aha-Erlebnis versprechen.<br />

Und noch etwas: Die Ideen der Gemeinwohl-Ökonomie<br />

sind in viele<br />

Richtungen anschlussfähig. Nehmen<br />

wir <strong>die</strong> Suffizienz-Forschung:<br />

Sie untersucht, wann ein materieller<br />

Anreiz für Menschen nicht mehr<br />

gegeben ist. Man hat z<strong>um</strong> Beispiel<br />

herausgef<strong>und</strong>en, dass es für Menschen,<br />

<strong>die</strong> über 70 000 Euro im<br />

Jahr ver<strong>die</strong>nen, keinen Anreiz mehr<br />

gibt, sich für mehr Gehalt anzustrengen.<br />

Ein Lösungsansatz wären<br />

Anstrengungen bei der Abkehr von<br />

Wachst<strong>um</strong> <strong>und</strong> Ressourcenverbrauch.<br />

<strong>Das</strong> wieder<strong>um</strong> bringt uns<br />

zur Glücksforschung …<br />

… <strong>die</strong> gibt es tatsächlich?<br />

Ja, sie befasst sich mit dem Glücklich-Sein,<br />

das wir beispielsweise<br />

empfinden, wenn wir uns zu einer<br />

größeren Gruppe zugehörig<br />

fühlen, <strong>und</strong> das uns fehlt, wenn<br />

wir uns etwa an Ausbeutung beteiligen.<br />

Dies wieder<strong>um</strong> lässt sich<br />

einbringen <strong>und</strong> aufgreifen in der<br />

Unternehmensführung, bei der<br />

Vermittlung von christlichen Werten,<br />

in Forschung <strong>und</strong> Entwicklung,<br />

in der Wissenschaft …<br />

… <strong>und</strong> in Herzogsägmühle.<br />

Genau. Ich habe <strong>die</strong> Gemeinwohl-<br />

Idee in eine Leiter-Konferenz<br />

eingebracht <strong>und</strong> fand <strong>die</strong> Resonanz<br />

sehr spannend. <strong>Das</strong> Modell<br />

müssen immerhin <strong>r<strong>und</strong></strong> 100<br />

Kostenstellen-Leiter <strong>um</strong>setzen. Die<br />

Mitarbeiter waren überwiegend<br />

sehr angetan. Und wie gesagt, vor<br />

allem in der mittleren Führungsebene<br />

wird <strong>die</strong> Gemeinwohl-Ökonomie<br />

inzwischen als Beitrag dazu<br />

gesehen <strong>und</strong> verstanden, dass wir<br />

ein attraktiver Arbeitgeber sind.<br />

Wie weit hat das Modell <strong>die</strong> Belegschaft<br />

schon erreicht?<br />

Da erlebe ich immer wieder große<br />

Überraschungen. Einmal kam eine<br />

Mitarbeiterin zu mir <strong>und</strong> hat mich


darauf hingewiesen, dass wir Eier<br />

aus Legebatterien kaufen. Sie hatte<br />

eine sehr feine Antenne dafür, wie<br />

glaubwürdig wir als Unternehmen<br />

Herzogsägmühle sein sollten. Heute<br />

zahlen wir pro Jahr 3 700 Euro<br />

mehr für unsere Eier, weil sie jetzt<br />

aus Bodenhaltung kommen.<br />

Vermutlich lassen sich weitere Beispiele<br />

fi nden…<br />

Natürlich, <strong>und</strong> wo man Dinge ändern<br />

kann, ist es <strong>die</strong> Anstrengung<br />

wert. Umgekehrt sind unsere Möglichkeiten<br />

aber auch begrenzt. Eine<br />

große Problematik liegt in der Beschaffung,<br />

da werden wir noch lange<br />

Minuspunkte verbuchen, weil<br />

wir nicht nur regional einkaufen<br />

können. Wenn wir ernsthaft durchs<br />

Unternehmen gehen, finden sich<br />

viele weitere Punkte. Stichwort<br />

Mobilität: Wir haben ermittelt, dass<br />

unsere Mitarbeiter pro Jahr 4,2 Millionen<br />

Kilometer zurücklegen, <strong>um</strong><br />

zur Arbeit <strong>und</strong> wieder nach Hause<br />

zu kommen — negativ für unsere<br />

Bilanz allein wegen Spritverbrauch<br />

<strong>und</strong> Emissionen. Hinzu kommen<br />

Arztfahrten, <strong>die</strong> Hausmeister, <strong>und</strong>,<br />

<strong>und</strong>, <strong>und</strong>. Wir befassen uns intensiv<br />

mit der Anschaffung von Elektroautos<br />

oder mit der Organisation<br />

von Car-Sharing. Unser Ziel lässt<br />

sich so zusammenfassen: Wir setzen<br />

<strong>um</strong>, was machbar ist <strong>und</strong> für<br />

alles andere suchen wir eine ökologisch<br />

sinnvolle Variante.<br />

<strong>2017</strong> ist auch ein spannendes Jahr,<br />

weil 500 Jahre Reformation begangen<br />

werden. Was plant das Diakoniedorf<br />

Herzogsägmühle?<br />

Bei uns wird ein Vortrag aus einer<br />

Vortragsreihe des Evangelischen<br />

Bildungswerks stattfinden, dazu<br />

vier Abende eines Glaubenskurses<br />

im Zeichen des Bekenntnisses von<br />

Luther. Aber ganz ehrlich: Ich mag<br />

Reformationsjubilä<strong>um</strong>sfeiern nur<br />

dann, wenn auch gefragt wird, was<br />

denn heute an der Kirche zu reformieren<br />

sei. Sonst erscheint mir das<br />

etwas selbstgerecht <strong>und</strong> einfältig.<br />

Ende Oktober hatte „Gottes<br />

Gesinde(l)“ Premiere, das fünfte<br />

Theaterstück aus Ihrer Feder. Kurz<br />

zusammengefasst springen Mose,<br />

Pilatus, Luther <strong>und</strong> David samt ihrer<br />

Frauen in <strong>die</strong> Bresche, als Gott<br />

einen „Burnout“ erleidet. Wie entstand<br />

<strong>die</strong> Idee? Gibt es gar autobiografi<br />

sche Bezüge?<br />

Ideen entstehen durch den Kuss<br />

der Muse. Es ist nichts autobiographisches,<br />

<strong>die</strong> genannten Personen<br />

sind ja auch schon ziemlich tot <strong>und</strong><br />

ich lebe noch (lacht). Aber tatsächlich<br />

beschäftigte mich <strong>die</strong> Frage, ob<br />

der Mensch gut beraten ist wenn er<br />

meint, seines Glückes Schmied zu<br />

sein <strong>und</strong> Gott nicht zu brauchen.<br />

Sind Sie zufrieden mit den Aufführungen<br />

<strong>und</strong> den Publik<strong>um</strong>sreaktionen?<br />

Es waren drei w<strong>und</strong>erbare Abende,<br />

rauschende Feste für meine Seele.<br />

Die Menschen, mit denen ich sprechen<br />

konnte, waren gerührt <strong>und</strong><br />

begeistert. <strong>Das</strong>s <strong>die</strong> Rezension in<br />

der Presse etwas unterkühlter war,<br />

kann ich gut aushalten.<br />

Es heißt, das Stück <strong>und</strong> <strong>die</strong> Mitwirkenden<br />

— Laiendarsteller <strong>und</strong> Menschen<br />

mit seelischen oder körperlichen<br />

Beeinträchtigungen — sollen<br />

auch auswärts gastieren, gibt es<br />

schon konkrete Anfragen oder Einladungen?<br />

Es gibt eine Planung für eine Aufführung<br />

in <strong>Weilheim</strong> im Zusammenhang<br />

mit den Feiern <strong>r<strong>und</strong></strong> <strong>um</strong><br />

das Reformationsjubilä<strong>um</strong>, aber<br />

das ist noch nicht fix. Auch aus dem<br />

Allgäu haben wir eine Anfrage, <strong>die</strong><br />

wir prüfen. Es ist gar nicht so leicht,<br />

bei 16 Darstellern plus Technik, Requisite<br />

etc. immer Termine zu finden,<br />

wo allele da sind<br />

…<br />

ts<br />

87.<br />

Tutzinger<br />

Patientenfor<strong>um</strong><br />

DIE REVISION BEI<br />

KOMPLIKATIONEN IN DER<br />

HÜFT- UND KNIEPROTHETIK<br />

25. <strong>Januar</strong> <strong>2017</strong> <strong>um</strong> 19.00 Uhr<br />

> > > ZUR PERSON<br />

Wilfried Knorr, Jahrgang 1958, wuchs im Rheinland<br />

auf <strong>und</strong> machte 1977 das Abitur in Bonn. Dann arbeitete<br />

er zwölf Jahre lang als Berufsoffizier bei der<br />

Luftwaffe, engagierte sich im „Arbeitskreis christlicher<br />

Offiziere“, <strong>und</strong> war zuletzt in Penzing <strong>und</strong> Kaufbeuren<br />

für <strong>die</strong> Ausbildung von Soldaten zuständig,<br />

bevor er 1989 nach Herzogsägmühle kam. Während<br />

seiner Zeit bei der B<strong>und</strong>eswehr hatte er dreieinviertel<br />

Jahre Diplom-Pädagogik stu<strong>die</strong>rt <strong>und</strong> interessierte<br />

sich eigentlich für eine berufliche Aufgabe<br />

in der evangelischen Erwachsenenbildung. Doch es<br />

kam anders: Im Diakoniedorf bei Peiting übernahm<br />

er <strong>die</strong> Zuständigkeit für <strong>die</strong> Jugendhilfe, <strong>die</strong> bei seinen<br />

Anfängen 44 junge Menschen betreute, 15 Jahre<br />

später waren es 150. Als Nachfolger von Erwin<br />

Dürr wurde Knorr dann 2004 z<strong>um</strong> Direktor von<br />

Herzogsägmühle berufen,<br />

wo — samt den<br />

Tochterunternehmen —<br />

heute<br />

1800 Menschen beschäftigt sind.<br />

Mit seiner Frau Christiane, <strong>die</strong> aus<br />

München stammt <strong>und</strong> als G<strong>r<strong>und</strong></strong>schullehrerin beitet, wohnt Wilfried Knorr in Frankenhofen, ei-<br />

arnem<br />

kleinen Dorf im Ostallgäu, das zur Gemeinde<br />

Markt Kaltental gehört. <strong>Das</strong> Ehepaar hat drei erwachsene<br />

Söhne. Große Leidenschaften von Wilfried<br />

Knorr sind <strong>die</strong> Kleinkunst <strong>und</strong> das Theater. In<br />

den vergangenen Jahren hat er selbst fünf abendfüllende<br />

Stücke geschrieben, <strong>die</strong> Mitarbeiter <strong>und</strong><br />

Bewohner von Herzogsägmühle aufgeführt haben.<br />

Beruflich wie privat engagiert er sich zudem in der<br />

evangelischen Kirche <strong>und</strong> der Diakonie in Bayern. ts<br />

REFERENT<br />

Priv.-Doz. Dr. Jan Zöllner<br />

Chefarzt Orthopä<strong>die</strong> & Endoprothetik<br />

VERANSTALTUNGSORT<br />

Benedictus Krankenhaus Tutzing<br />

Bahnhofstraße 5<br />

82327 Tutzing<br />

Um Anmeldung wird gebeten unter T 08158 23-102.<br />

januar / februar <strong>2017</strong> | 13


Der „Zwergerlkoch“ in Oderding<br />

<br />

<br />

Lecker, frisch & regional<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

Oderding | Es herrscht Hochbetrieb<br />

auf dem „Albrechthof“ in Oderding<br />

an <strong>die</strong>sem Montagvormittag.<br />

Genauer gesagt im vor <strong>r<strong>und</strong></strong> 150<br />

Jahren gebauten Bauernhaus: In<br />

dem ehemaligen, an das Bauernhaus<br />

angrenzenden Kuhstall, der<br />

mittlerweile zu einer Küche <strong>um</strong>gebaut<br />

ist, werden insgesamt 2 000<br />

Portionen z<strong>um</strong> Wochenstart in der<br />

Großküche vorbereitet. Anschließend<br />

werden <strong>die</strong>se an verschieden<br />

Schulen <strong>und</strong> Kindergärten in<br />

der Region geliefert. 2010 hatte<br />

Diplom-Ökotrophologin Lena Albrecht<br />

das Catering-Unternehmen<br />

auf dem „Albrechthof“ gegründet<br />

<strong>und</strong> sich dabei von Anfang an auf<br />

<strong>die</strong> Zubereitung von ges<strong>und</strong>heitsförderlichen<br />

Mittagsmenüs für<br />

Kinder spezialisiert.<br />

Einen Bedarf in der Region hatte<br />

sie längst ausgemacht, nachdem<br />

gerade für Kindergarten- <strong>und</strong><br />

Schulkinder ka<strong>um</strong> altersgerechte<br />

Mittagsverpflegung angeboten<br />

wird. „Oftmals haben Altenheime<br />

<strong>und</strong> Schulen den gleichen Caterer,<br />

bekommen also das gleiche<br />

Essen“, erklärt Lena Albrecht <strong>und</strong><br />

ergänzt: „Dabei ist das ein totaler<br />

Gegensatz, alleine vom Würzen<br />

her.“ Während es für ältere Menschen<br />

oftmals intensiver gewürzt<br />

wird, bevorzugen Kinder mildere<br />

Speisen. „Auch möchten Kinder<br />

<strong>die</strong> Zutaten immer getrennt auf<br />

dem Teller angerichtet haben.<br />

Daher sind beispielsweise Aufläufe,<br />

in denen viel vermischt ist,<br />

schwierig bei Kindern“, berichtet<br />

Martin Albrecht von einer weiteren<br />

Besonderheit. Der Molkereitechnologe<br />

unterstützt seine Frau<br />

Lena bereits seit der Gründung.<br />

An den Bedürfnissen der<br />

Kinder ausgerichtet<br />

<strong>Das</strong> Catering speziell für Kindergärten<br />

oder Kindertagesstätten<br />

trägt auf dem „Albrechthof“ den<br />

Namen „Zwergerlkoch“. Der Zwergerlkoch<br />

soll Erzieher <strong>und</strong> Eltern<br />

im bayerischen Oberland durch<br />

f<strong>und</strong>ierte Kenntnisse unterstützen,<br />

<strong>die</strong> Kinder natürlich <strong>und</strong> ges<strong>und</strong><br />

zu ernähren — so das Konzept.<br />

Durch <strong>die</strong> täglich frische Zubereitung<br />

der Mahlzeiten erhalten <strong>die</strong><br />

Kinder ein abwechslungsreiches<br />

<strong>und</strong> ausgewogenes Mittagsmenü.<br />

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14 | tassilo


Diplom-Ökotrophologin Lena Albrecht (Mitte) <strong>und</strong> Ehemann Martin<br />

(oben) mit einem Teil des Teams ihres Catering-Unternehmens.<br />

„Wir nutzen <strong>die</strong> kindliche Neugier<br />

<strong>und</strong> auch den positiven Effekt<br />

des ‚Außer-Haus-Essens'. In der<br />

Gemeinschaft sind Kinder oft experimentierfreudiger“,<br />

sagt Lena<br />

Albrecht. Wichtig sei zudem, <strong>die</strong><br />

Kinder systematisch an das richtige<br />

Essen heranzuführen. Falsche<br />

Essgewohnheiten, <strong>die</strong> im Kindesalter<br />

angewöhnt wurden, werden<br />

leicht im Erwachsenenalter beibehalten,<br />

was zu den immer häufiger<br />

werdenden Zivilisationskrankheiten<br />

wie Diabetes oder<br />

Übergewicht führen<br />

kann. Umso wichtiger<br />

sei es daher,<br />

bereits frühzeitig<br />

auf eine ges<strong>und</strong>e<br />

<strong>und</strong> ausgewogene<br />

Ernährung<br />

Der an das 150 Jahre alte<br />

Bauernhaus angrenzende Kuhstall<br />

wurde zu einer Küche <strong>um</strong>gebaut.<br />

zu achten. Daher geht es beim<br />

Zwergerlkoch auch nicht dar<strong>um</strong>,<br />

Süßes komplett zu verbieten.<br />

Vielmehr kommt es auf <strong>die</strong> Ausgewogenheit<br />

der einzelnen Nährstoffe<br />

an — sinnvoll kombiniert<br />

<strong>und</strong> frisch zubereitet. Fleisch <strong>und</strong><br />

Fisch gibt es maximal zwei- bis<br />

dreimal <strong>die</strong> Woche. Stehen Süßspeisen<br />

wie etwa Kaiserschmarrn<br />

oder Beeren-Tiramisu auf dem<br />

Speiseplan, wird darauf geachtet,<br />

dass zuvor etwas Ges<strong>und</strong>es <strong>und</strong><br />

Nahrhaftes wie „Brokkolicremesuppe<br />

mit Graupen“ serviert wird.<br />

„Süßes, beispielsweise Pudding,<br />

gibt es besonders dann, wenn <strong>die</strong><br />

Hauptspeisen für <strong>die</strong> Kinder neu<br />

sind <strong>und</strong> von daher ein bisschen<br />

kritisch beäugt werden. Dann<br />

haben <strong>die</strong> Erzieher etwas Verhandlungsspielra<strong>um</strong>“,<br />

merkt Lena<br />

Albrecht an. Den meisten Eltern<br />

dürfte <strong>die</strong>s vom heimischen Esstisch<br />

durchaus bekannt sein.<br />

Alles drin<br />

in einer Woche<br />

<strong>Das</strong> System des Zwergerlkochs<br />

<strong>und</strong> auch beim Schulcatering ist<br />

besonders darauf ausgelegt, dass<br />

in einer Woche möglichst alle<br />

wichtigen Komponenten vorkommen.<br />

Die Lebensmittel-Vielfalt soll<br />

sich auch innerhalb des Speiseangebots<br />

widerspiegeln. So gibt<br />

es daher nicht immer nur Hackfleisch,<br />

Schinken oder Wiener-<br />

Würstchen, sondern auch andere<br />

Fleischerzeugnisse aus Geflügel,<br />

Rind, Schwein <strong>und</strong> Wild. „Die<br />

Kinder sollen <strong>die</strong> Vielfalt kennenlernen.<br />

Damit sie erkennen, dass<br />

Zutaten in verschiedensten Konstellationen<br />

schmecken“, sagt Lena<br />

Albrecht, <strong>die</strong> selbst Mutter von<br />

vier Kindern ist. Alle sechs bis acht<br />

Wochen können sich <strong>die</strong> Gerichte<br />

wiederholen. Erfahrungsgemäß<br />

sei <strong>die</strong>s ein guter Rhythmus, da<br />

<strong>die</strong> Speisen dann einerseits nicht<br />

langweilen, <strong>die</strong> Kinder sich andererseits<br />

aber noch an <strong>die</strong> Gerichte<br />

erinnern können. Die Rückmeldung<br />

der Einrichtungen ist dem<br />

Unternehmer-Ehepaar besonders<br />

wichtig, wie Martin Albrecht<br />

bestätigt: „Es bringt ja nichts,<br />

wenn <strong>die</strong> K<strong>und</strong>en unzufrieden<br />

sind.“ Daher haben sie eigens ein<br />

Feedback-Formular entwickelt,<br />

welches ihre K<strong>und</strong>en regelmäßig<br />

ausfüllen. Portionsgröße <strong>und</strong><br />

Serviertemperatur werden dabei<br />

abgefragt <strong>und</strong> natürlich das wichtigste:<br />

hat es geschmeckt? Um Eltern<br />

hinsichtlich einer ges<strong>und</strong>en,<br />

ausgewogenen Ernährung zu sensibilisieren<br />

<strong>und</strong> das Konzept des<br />

Hofs zu erläutern, besuchen Lena<br />

<strong>und</strong> Martin Albrecht Elternabende<br />

in den Schulen <strong>und</strong> Kindergärten,<br />

<strong>die</strong> sie beliefern.<br />

Der Versuch,<br />

ges<strong>und</strong> zu wachsen<br />

„Mit Motivation, ein paar glücklichen<br />

Zufällen, <strong>die</strong> zusammentrafen,<br />

starteten wir 2010 in einem<br />

kleinen Ra<strong>um</strong> am Hof, den wir als<br />

Küche <strong>um</strong>gebaut hatten“, blickt<br />

Lena Albrecht auf <strong>die</strong> Anfänge zurück.<br />

„2013 mussten wir uns dann<br />

entscheiden: weiter wachsen oder<br />

in den bisherigen Rä<strong>um</strong>lichkeiten<br />

bleiben. Wir entschieden uns, den<br />

ehemaligen Kuhstall <strong>um</strong>zubauen<br />

<strong>und</strong> auch als Küche zu nutzen“,<br />

erinnert sich Martin Albrecht.<br />

Mittlerweile werden <strong>r<strong>und</strong></strong> 25<br />

Mitarbeiter beschäftigt, darunter<br />

sechs Fahrer, <strong>die</strong> <strong>um</strong> <strong>die</strong> 50<br />

Einrichtungen beliefern. Die einzelnen<br />

Routen sind dabei bis ins<br />

Detail geplant, schließlich möchten<br />

etwa Kindertagesstätten das<br />

Essen meist früher als Schulen. Die<br />

Lieferanten kommen überwiegend<br />

aus der Region. Ziel sei es zudem,<br />

im kommenden Jahr komplett auf<br />

Bio-Produkte <strong>um</strong>zusteigen. Die<br />

Qualität soll trotz des Wachst<strong>um</strong>s<br />

nicht verloren gehen. Ganz im Gegenteil,<br />

wie Lena Albrecht erklärt:<br />

„Jetzt können wir uns direkt an unsere<br />

Lieferanten wenden, <strong>die</strong> dann<br />

Produkte extra an unsere Bedürfnisse<br />

anpassen.“ Alles im Sinne<br />

des durchdachten, ausgewogenen<br />

<strong>und</strong> ges<strong>und</strong>en Konzepts.<br />

tis<br />

Täglich frisch<br />

werden <strong>die</strong><br />

Gerichte auf dem<br />

„Albrechthof“<br />

zubereitet. Die<br />

Dimensionen mit<br />

2 000 Portionen<br />

sind natürlich<br />

ganz andere als<br />

in der heimischen<br />

Küche.<br />

januar / februar <strong>2017</strong> | 15


Premi<strong>um</strong>-Beratung bei der Sparkasse<br />

Nah am Leben<br />

Weiheim | Egal ob Kontoeröffnung,<br />

Kredit oder Beratung — über<br />

50000 K<strong>und</strong>en können sich auf<br />

<strong>die</strong> Mitarbeiter der Vereinigten<br />

Sparkasse im Landkreis <strong>Weilheim</strong><br />

i. OB. verlassen. Denn gerade das<br />

Thema Beratung ist Vertrauenssache:<br />

Je mehr das Vermögen eines<br />

K<strong>und</strong>en wächst, <strong>um</strong>so vielschichtiger<br />

ist <strong>die</strong> Aufgabe, <strong>die</strong>sen Wertzuwachs<br />

zu managen. Spezialwissen<br />

<strong>und</strong> Erfahrung sind dabei das<br />

A <strong>und</strong> O. Dazu müssen Strategien<br />

gleichermaßen kurz-, mittel- <strong>und</strong><br />

langfristig sowie verschieden Szenarien<br />

aufgezeigt <strong>und</strong> Risiken mit<br />

einbezogen werden. Auch steuerliche<br />

Aspekte <strong>und</strong> Absicherungsmöglichkeiten<br />

spielen eine immer<br />

größere Rolle. Da im Oberland<br />

eine Vielzahl an vermögenden<br />

Privatleuten <strong>und</strong> Unternehmern<br />

ansässig ist, hat <strong>die</strong> Sparkasse<br />

eine Spezial-Abteilung für hohe<br />

Vermögenswerte eingerichtet: <strong>die</strong><br />

Premi<strong>um</strong>-Beratung. Während<br />

<strong>die</strong>se bei anderen Banken oft<br />

als „Private Banking“ bezeichnet<br />

wird, hat man als Sparkasse<br />

mit Sitz in Bayern bewusst eine<br />

deutsche Begrifflichkeit gewählt.<br />

Mit <strong>die</strong>ser Form der Beratung hat<br />

<strong>die</strong> Sparkasse in der Region ein<br />

Alleinstellungsmerkmal kreiert,<br />

wie Georg S<strong>um</strong>merer, Leiter Premi<strong>um</strong>-Beratung,<br />

verrät: „Verlässt<br />

man München <strong>und</strong> fährt Richtung<br />

Garmisch, sind wir auf dem Weg<br />

<strong>die</strong> einzige Bank, <strong>die</strong> solch eine<br />

Premi<strong>um</strong>-Beratung vor Ort anbietet.“<br />

An <strong>die</strong> Bedürfnisse der<br />

K<strong>und</strong>en angepasst<br />

2008 ging <strong>die</strong> Premi<strong>um</strong>-Beratung<br />

mit zwei Beratern an den Start.<br />

Zuvor wurde „das<br />

Haus auf den<br />

Fachkompetenz in der Premi<strong>um</strong>-Beratung: Leiter Georg S<strong>um</strong>merer mit Manfred Suttner <strong>und</strong> Josef Jochner (v.l.)<br />

Kopf gestellt“, wie<br />

Georg S<strong>um</strong>merer<br />

zurückblickt. Ziel<br />

war es, den Beratungsprozess,<br />

aber<br />

auch <strong>die</strong> Rä<strong>um</strong>lichkeiten<br />

gezielt<br />

an <strong>die</strong> Bedürfnisse<br />

vermögender K<strong>und</strong>en<br />

anzupassen.<br />

„Diese K<strong>und</strong>en setzen sich häufig<br />

schon länger detailliert mit ihren<br />

Finanzen auseinander“, erklärt<br />

Manfred Suttner, der bereits seit<br />

35 Jahren z<strong>um</strong> Team der Sparkasse<br />

gehört, was durchaus als<br />

Besonderheit angesehen werden<br />

darf. Er ist einer von fünf Beratern,<br />

<strong>die</strong> sich <strong>um</strong> <strong>die</strong> mittlerweile<br />

<strong>r<strong>und</strong></strong> 500 K<strong>und</strong>en kümmern. Eine<br />

» Engagierte Mitarbeiter, <strong>die</strong> Spaß an<br />

ihrer Arbeit haben, sind für mich <strong>die</strong><br />

beste G<strong>r<strong>und</strong></strong>lage für eine langjährige,<br />

vertrauensvolle Zusammenarbeit mit<br />

unseren K<strong>und</strong>en.<br />

(Georg S<strong>um</strong>merer, Leiter Premi<strong>um</strong>-Beratung)<br />

Premi<strong>um</strong>-Beratung ist ab einem<br />

Vermögen von einer halben Millionen<br />

Euro möglich, wobei hier<br />

nur das liquide Vermögen eingerechnet<br />

wird, zu dem Immobilien<br />

nicht gehören.<br />

Weil bei vermögenden<br />

K<strong>und</strong>en häufig Unternehmen<br />

im Hinterg<strong>r<strong>und</strong></strong><br />

stehen, wurde <strong>die</strong> private<br />

Firmenk<strong>und</strong>en-Beratung<br />

in <strong>die</strong> Premi<strong>um</strong>-Beratung<br />

integriert. Hier spielt das<br />

sogenannte „Generationsmanagement“<br />

eine wichtige<br />

Rolle. Es gehört neben<br />

der „Vermögensoptimierung“,<br />

der „Altersvorsorge“,<br />

der „Absicherung der<br />

Lebenskrisen“ <strong>und</strong> dem<br />

„Immobilienmanagement“ zu den<br />

fünf Kernleistungen, auf <strong>die</strong> sich<br />

<strong>die</strong> Premi<strong>um</strong>-Beratung fokussiert.<br />

„Allerdings sind <strong>die</strong> einzelnen<br />

Strategien stets individuell an <strong>die</strong><br />

Bedürfnisse der<br />

K<strong>und</strong>en angepasst<br />

<strong>und</strong> nie standardisiert“,<br />

versichert<br />

Manfred Suttner.<br />

„Am Anfang steht<br />

immer eine ausführliche<br />

Ist-Analyse“,<br />

erklärt Josef<br />

Jochner, ebenfalls<br />

Premi<strong>um</strong>-Berater.<br />

Eine firmeneigene<br />

Finanzplanungssoftware hilft<br />

dabei, Entwicklungen zu simulieren,<br />

<strong>um</strong> den K<strong>und</strong>en so bestimmte<br />

Szenarien aufzuzeigen. In einem<br />

Strategiegespräch werden zunächst<br />

<strong>die</strong> Ziele des K<strong>und</strong>en ermittelt.<br />

„Ein Vorteil der Beratung<br />

ist <strong>die</strong> offene Produktmatrix, <strong>die</strong><br />

wir anbieten“, so Jochner, der damit<br />

<strong>die</strong> zahlreichen Produkte anspricht,<br />

aus denen ein K<strong>und</strong>e das<br />

für sich Beste auswählen kann.<br />

Um <strong>die</strong> beste Strategie auszuloten,<br />

werden bei der Sparkasse Experten<br />

aus einem ganzen Netzwerk<br />

hinzugezogen. Egal ob Steuerberater,<br />

Notar, Rechtsanwalt, Wirtschaftsprüfer<br />

oder Rechtsanwalt<br />

— „wenn es nötig ist, besorgen<br />

wir auch einen Hausmeister“, beschreibt<br />

Jochner den „Full Service“<br />

der Sparkasse. Daher sei es auch<br />

keine Seltenheit, dass <strong>die</strong> Berater<br />

ihre K<strong>und</strong>en — oftmals ganze Familien<br />

— seit zehn Jahren <strong>und</strong> länger<br />

kennen <strong>und</strong> betreuen.<br />

Kompetent, erfahren<br />

<strong>und</strong> vertrauenswürdig<br />

Georg S<strong>um</strong>merer, Leiter Premi<strong>um</strong>-Beratung,<br />

bezeichnet seine<br />

Premi<strong>um</strong>-Berater als „absolute<br />

Top-Leute“. Weit über 110 Jahre<br />

Erfahrung am K<strong>und</strong>en hat er für<br />

das Team zusammengerechnet.<br />

„Als Premi<strong>um</strong>-Berater braucht<br />

es <strong>die</strong> Kombination aus Einfühlungsvermögen,<br />

professionellem<br />

Wissen in der Finanzwelt <strong>und</strong> der<br />

Fähigkeit, schnelle analytische<br />

Schlüsse ziehen zu können <strong>und</strong><br />

natürlich Erfahrung“, beschreibt<br />

S<strong>um</strong>merer.<br />

Die K<strong>und</strong>en scheinen zufrieden zu<br />

sein: Eine repräsentative Umfrage<br />

hat ergeben, dass das Beratungs-<br />

Team zu 100 Prozent als vertrauenswürdig<br />

eingestuft wurde. Die<br />

Fachkompetenz erhielt 99 Prozent<br />

<strong>und</strong> bei 96 Prozent lag <strong>die</strong> Weiterempfehlungsbereitschaft<br />

der<br />

Premi<strong>um</strong>-K<strong>und</strong>en. „Diese Spitzenwerte<br />

zu halten, ist das Ziel“, sagt<br />

S<strong>um</strong>merer, der damit lieber ein<br />

qualitatives als ein quantitatives<br />

Ziel ausgibt.<br />

tis<br />

16 | tassilo


FIS Ski-Weltcup in Garmisch-Partenkirchen<br />

64. Kandahar Rennen<br />

Garmisch-Partenkirchen | Sie gilt<br />

als eine der anspruchsvollsten<br />

<strong>und</strong> legendärsten Rennstrecken<br />

im Alpinen Ski-Weltcup: <strong>die</strong> Kandahar-Abfahrt<br />

Garmisch. Ihren<br />

Namen erhielt <strong>die</strong> Abfahrt als einer<br />

der fünf Austragungsorte des<br />

Arlberg-Kandahar-Rennens, das<br />

wieder<strong>um</strong> nach Frederick Roberts,<br />

dem „Earl of Kandahar“, benannt<br />

ist. Ab 1954 war Garmisch-Partenkirchen<br />

Veranstaltungsort der<br />

traditionellen Arlberg-Kandahar-<br />

Rennen.<br />

Die Kandahar —<br />

ein echter Mythos<br />

Seit 1970 finden hier jährliche Ski-<br />

Weltcuprennen statt. Im <strong>Februar</strong><br />

2011 wurden <strong>die</strong> Ski-Weltmeisterschaften<br />

„Festspiele im Schnee“<br />

mit großem Erfolg durchgeführt.<br />

Adrenalin <strong>und</strong> Begeisterung, Jubel<br />

<strong>und</strong> Tränen, Sieger <strong>und</strong> Verlierer<br />

— der Veranstaltungsklassiker in<br />

Garmisch ist stets <strong>die</strong> ganz große<br />

Bühne. Vom 21. bis 29. <strong>Januar</strong> trifft<br />

sich <strong>die</strong> Weltspitze des alpinen Ski-<br />

Zirkus’ nun wieder in Garmisch-<br />

Partenkirchen. Der „Freie Fall“ mit<br />

einem Gefälle von 92 Prozent ist<br />

der steilste Streckenabschnitt im<br />

gesamten Ski-Weltcup. <strong>2017</strong> sind<br />

<strong>die</strong> Rennen an der Kandahar aber<br />

vor allem auch eins: <strong>die</strong> Generalprobe<br />

für <strong>die</strong> FIS Alpine Ski WM in<br />

St. Moritz. Nur eine Woche nach<br />

den Herren-Rennen in Garmisch<br />

startet in St. Moritz <strong>die</strong> Jagd nach<br />

den Weltmeisterschafts-Medaillen.<br />

Als Zuschauer<br />

ganz nah dran<br />

Auch Zuschauer dürfen sich wieder<br />

freuen, insbesondere Autogrammjäger.<br />

Die Ski-Stars geben<br />

sich nämlich auf dem sogenannten<br />

„Catwalk“ <strong>die</strong> Ehre <strong>und</strong> können<br />

hautnah erlebt werden. Die<br />

Stars z<strong>um</strong> anfassen — im Ski-Weltcup<br />

einzigartig. Erstmals beim<br />

<strong>2017</strong>er Weltcup ist <strong>die</strong> König-Ludwig-Hütte<br />

im Zielgelände. Ausgelassene<br />

Stimmung, bayerische<br />

Lebensfreude, fetzige Musik vom<br />

Bayern Eins-DJ <strong>und</strong> kulinarische<br />

Schmankerl sollen eine „Hütt’n-<br />

Gaudi“ in rustikaler Atmosphäre<br />

<strong>r<strong>und</strong></strong> <strong>um</strong> <strong>die</strong> Weltcup-Rennen garantieren.<br />

Die Abfahrt der Damen<br />

ist — natürlich vorausgesetzt, das<br />

Wetter spielt mit — am Samstag,<br />

21. <strong>Januar</strong>. Einen Tag später folgt<br />

der „Super G“ der Damen. Eine<br />

Woche später, Samstag, 28. <strong>Januar</strong>,<br />

steigt <strong>die</strong> Abfahrt der Herren,<br />

ehe der Herren-Riesenslalom<br />

am Sonntag, 29. <strong>Januar</strong>, den Abschluss<br />

der Garmischer „Ski-Feiertage“<br />

bildet.<br />

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januar / februar <strong>2017</strong> | 17


Eine besondere Spezialität — <strong>und</strong> eigentlich uralt<br />

Dunkles Bier z<strong>um</strong> Fest des Lichts<br />

Andechs | Vor allem im Sommer<br />

ist das Kloster Andechs ein beliebtes<br />

Ausflugsziel mit kulturellen<br />

wie kulinarischen Reizen.<br />

Doch auch im Winter ist der Heilige<br />

Berg Bayerns einen Besuch<br />

wert. Erstens lässt sich der älteste<br />

Wallfahrtsort Bayerns dann weitgehend<br />

ohne Besucherströme<br />

genießen, <strong>und</strong> zweitens wartet<br />

im Bräustüberl der Klosterbrauerei<br />

eine Bier-Spezialität, <strong>die</strong><br />

weithin ihresgleichen sucht. Mit<br />

dem „Andechser Winterbier“ haben<br />

<strong>die</strong> klösterlichen Bra<strong>um</strong>eister<br />

<strong>die</strong> ursprünglichste Biersorte des<br />

Münchner Umlands zu neuem Leben<br />

erweckt: Es gibt sie nur in der<br />

Zeit von 11. November bis 19. März<br />

im Bräustüberl — das kellertrübe<br />

Dunkle.<br />

<strong>Das</strong> Winterbier perlt mit schwarzrötlicher<br />

Farbe <strong>und</strong> weißem<br />

Scha<strong>um</strong> im Krug. Anders als bei<br />

üblichen dunklen Bieren, deren<br />

Färbung eher ins Nussbraune<br />

geht, ist seine Farbe beinahe lichtschluckend<br />

dunkel — mit einem<br />

Rotstich da, wo das Licht durchleuchtet.<br />

Wessen Ga<strong>um</strong>en sich<br />

jetzt aber auf bitteres Schwarzbier<br />

einstellt, der wird überrascht sein:<br />

Spritzig, ein bisschen wie Honig,<br />

ist der erste Eindruck. Später stellt<br />

sich ein <strong>r<strong>und</strong></strong>er, malziger Nachgeschmack<br />

ein. Mit einem Wort:<br />

süffig schmeckt es, das Andechser<br />

Winterbier, <strong>und</strong> ein bisschen<br />

fragt man sich ja schon, wieso<br />

man nichts Anständiges gelernt<br />

hat. Bierbrauer z<strong>um</strong> Beispiel, ein<br />

Beruf, der offensichtlich große<br />

Vorzüge hat.<br />

Z<strong>um</strong> Beispiel den, dass man das<br />

ganze Jahr über an derartige<br />

Spezialitäten kommen könnte.<br />

Denn das Andechser Winterbier<br />

ist ein „Zwickelbier“, wie Manuel<br />

Rößle erklärt. Als einer von drei<br />

Bra<strong>um</strong>eistern hätten eigentlich<br />

nur er, seine beiden Kollegen<br />

<strong>und</strong> <strong>die</strong> Bierbrauer das Privileg,<br />

<strong>die</strong>ses Bier in seiner unfiltrierten<br />

<strong>und</strong> somit natürlichsten Art zu<br />

trinken: „Der Zwickel ist eine Art<br />

Adapter mit Zapfhahn, der auf<br />

<strong>die</strong> Großtanks passt“, erklärt der<br />

Bra<strong>um</strong>eister aus Peiting. Normalerweise<br />

wird das fertig gereifte,<br />

aber noch unfiltrierte Bier von<br />

dort aus mit Schläuchen z<strong>um</strong> Filtern<br />

gep<strong>um</strong>pt. „Der Begriff Zwickelbier<br />

kommt aus alter Tradition.<br />

Der Brauer kann sich mit Hilfe<br />

eines Adapters aus den Großtanks<br />

eine Geschmacksprobe entnehmen<br />

<strong>und</strong> <strong>die</strong>se auf ihre Qualität<br />

hin überprüfen. Den Vorgang,<br />

<strong>die</strong>se Probe zu entnehmen, nennt<br />

man unter Brauern zwickeln.“<br />

Einmal im Jahr frisches,<br />

unfiltriertes Bier<br />

Es ist also irgendwie auch ein<br />

Weihnachtsgeschenk der Andechser<br />

Bra<strong>um</strong>eister an <strong>die</strong> treuen<br />

Gäste der Klosterbrauerei, einmal<br />

im Jahr in den Genuss ihrer<br />

Privilegien zu kommen <strong>und</strong> den<br />

Geschmack von wirklich frischem<br />

<strong>und</strong> unfiltriertem Bier erleben<br />

zu dürfen. Während draußen<br />

<strong>die</strong> winterliche Kälte anfängt zu<br />

beißen, erschließt sich in der<br />

Schwemme, in den Stüberln <strong>und</strong><br />

im Wappensaal der Pilgergaststätte<br />

<strong>die</strong> Wärme benediktinischer<br />

Gastfre<strong>und</strong>schaft. Wie im Sommer<br />

draußen im Biergarten werden<br />

Neuankömmlinge schon mal an<br />

einen der groben Holztische gebeten<br />

— gemeinsam schmeckt es<br />

schließlich besser. Und über eine<br />

Halbe Winterbier sei ein Blick auf<br />

<strong>die</strong> Geschichte des Bieres geworfen.<br />

Bra<strong>um</strong>eister Rößle erklärt, dass<br />

nicht das „Helle“, das man eigentlich<br />

mit München in Verbindung<br />

bringt, typisch ist für Oberbayern.<br />

Es sind vielmehr <strong>die</strong> dunklen<br />

Sorten, <strong>die</strong> <strong>die</strong> Gegend hervorgebracht<br />

hatte. Genauer gesagt<br />

ist <strong>die</strong>s das Ver<strong>die</strong>nst des bayerischen<br />

Brauwassers. Es beeinflusst<br />

nämlich maßgeblich <strong>die</strong> Farbe<br />

des Bieres. So ist das Wasser im<br />

Alpenvorland sehr kalkhaltig.<br />

„Daher ist das Bier in München<br />

seit jeher bernsteinfarben gewesen“,<br />

erklärt Rößle. In der Tschechischen<br />

Republik, speziell in der<br />

Gegend <strong>um</strong> Pilsen her<strong>um</strong>, ist das<br />

Wasser sehr weich — ideale Voraussetzung<br />

für helle Biere.<br />

Natürlich ist Wasserenthärtung<br />

heute kein Problem. In früheren<br />

Zeiten versuchte man allerdings,<br />

mit verschiedensten Gewürzen<br />

<strong>und</strong> Pflanzen dem Bier eine besondere<br />

Geschmacksnote zu geben.<br />

In den Chroniken finden sich<br />

teilweise haarsträubende Rezepte<br />

dafür: Fliegenpilze oder Ruß<br />

wurden beispielsweise zugegeben,<br />

<strong>um</strong> dem Bier „besondere“<br />

Würze oder Farbe angedeihen<br />

zu lassen. Seit der Wittelsbacher<br />

Herzog Wilhelm IV. 1516 mit dem<br />

Bayerischen Reinheitsgebot einen<br />

Qualitätsstandard begründet hat,<br />

kommen gottlob nur noch Wasser,<br />

Gerstenmalz <strong>und</strong> Hopfen ins<br />

Bier. Hergestellt im altbayerischen<br />

Zweimaischverfahren entsteht so<br />

am Fuß des Heiligen Berges Jahr<br />

für Jahr ein besonderes Bier, wie<br />

es vor der Erfindung der Bierfiltration<br />

gegen Ende des 19. Jahrh<strong>und</strong>erts<br />

üblich war.<br />

Auch der Zeitra<strong>um</strong>, in dem das Ur-<br />

Bier angeboten wird, ist ein Verweis<br />

auf alte Zeiten. Vor der Erfindung<br />

der künstlichen Kühlung<br />

mussten <strong>die</strong> Brauer auf <strong>die</strong> Kühle<br />

des Herbstes warten. Frühestens<br />

im Oktober war es möglich, Temperaturen<br />

zu garantieren, <strong>die</strong> untergärige<br />

Biere richtig reifen lässt:<br />

zwischen 5 <strong>und</strong> 12 Grad Celsius.<br />

Zwar wussten <strong>die</strong> alten Bierbrauer<br />

jede Menge Tricks, <strong>um</strong> so lang wie<br />

möglich brauen zu können — aber<br />

spätestens im April, Mai<br />

war Schluss.<br />

Manche Traditionen entstehen<br />

schnell. Als <strong>die</strong> Andechser Bra<strong>um</strong>eister<br />

am Fuße des Heiligen<br />

Berges auf <strong>die</strong> Idee kamen, ein so<br />

ursprüngliches wie typisches Bier<br />

zu brauen, ahnten sie nicht, dass<br />

sie damit eine Art Braucht<strong>um</strong> begründen<br />

würden, das Bierfans aus<br />

allen Ecken des Landes von 11. November<br />

bis 19. März nach Andechs<br />

pilgern lässt. uc<br />

18 | tassilo


<strong>Das</strong> heimatk<strong>und</strong>liche Jahrbuch <strong>2017</strong> ist erschienen<br />

Über <strong>die</strong> Schönheit<br />

zwischen Lech <strong>und</strong> Isar<br />

<strong>Tassilo</strong>land | Wie jedes Jahr erschien<br />

im November <strong>die</strong> aktuelle<br />

Auflage des heimatk<strong>und</strong>lichen<br />

Jahrbuches „Lech-Isar-Land“ <strong>und</strong><br />

bietet den an der Heimat interessierten<br />

Lesern wieder eine bunte<br />

Palette von Aufsätzen aus den Bereichen<br />

Kunst, Geschichte, Technik<br />

<strong>und</strong> Musik. Unter der Schriftleitung<br />

von Kreisheimatpfleger Klaus Gast<br />

verfassten erneut verschiedene<br />

Autoren Beiträge aus der Region<br />

zwischen Lech <strong>und</strong> Isar. Den Umschlag<br />

ziert <strong>die</strong>smal eine Ansicht<br />

Iffeldorfs an den Osterseen mit einer<br />

vertrauten Bergkulisse im Hinterg<strong>r<strong>und</strong></strong>.<br />

Fotografiert von Renate<br />

Dodell, <strong>die</strong> ebenso <strong>die</strong> aktuellen<br />

Bilder z<strong>um</strong> zweiten Teil über <strong>die</strong><br />

restaurierte <strong>Weilheim</strong>er Stadtmauer<br />

lieferte, welcher das <strong>die</strong>sjährige<br />

Jahrbuch eröffnet.<br />

Iffeldorf, Osterseen<br />

<strong>und</strong> Zimmermann<br />

Iffeldorf <strong>und</strong> <strong>die</strong> Osterseenlandschaft<br />

sind zudem Thema eines<br />

<strong>um</strong>fangreichen Beitrags in der<br />

aktuellen <strong>Ausgabe</strong>. <strong>Das</strong> Jubilä<strong>um</strong>sjahr<br />

zu Dominikus Zimmermanns<br />

250. Todesjahr findet Widerhall im<br />

> > > JAHRBUCH-VERLOSUNG<br />

Aufsatz über den Zimmer-<br />

mermann-Altar<br />

in Birkland<br />

bei Peiting. Weitere e<br />

Beiträge beschäftigen<br />

sich mit dem Tutzinger<br />

Kustermann-Park, der<br />

Isar-Flößerei als immaterielles<br />

Kulturerbe, der uralten<br />

Wallfahrt von Dießen nach<br />

Andechs, den amischen<br />

Menoniten, <strong>die</strong> nach der Säkularisation<br />

von 1803 im Pfaffen-<br />

ffen<br />

winkel ein halbes Jahrh<strong>und</strong>ert hu<br />

<strong>die</strong><br />

Geschicke mancher ehemaligen<br />

emal<br />

en<br />

Klosteranlage bestimmten. <strong>Das</strong><br />

150-jährige Bestehen des Soiernhauses<br />

im Karwendel war Anlass,<br />

sich in einem Beitrag mit König<br />

Ludwig II. Berghäusern auf dem<br />

Herzogstand, dem Soiern <strong>und</strong> dem<br />

Schachen zu befassen. Moderne<br />

Vorstellungen über ges<strong>und</strong>heitliches<br />

Bauen bewies ein heuer vorgestelltes<br />

Buch von 1908, das der<br />

Unterhauser Pfarrer Martin Raith<br />

seinerzeit publiziert hat. Über<br />

Frauenfre<strong>und</strong>lichkeit im Hochmittelalter<br />

<strong>und</strong> <strong>die</strong> Planungen zu<br />

einem großen „Admiral Hipper<br />

Denkmal“ im <strong>Weilheim</strong> der NS-<br />

Zeit informieren weitere Aufsätze<br />

<strong>die</strong>ses Jahrbuches. Daneben gibt<br />

Wir verlosen fünf Exemplare des neu erschienenen heimatk<strong>und</strong>lichen<br />

Jahrbuches <strong>2017</strong>. Wer eines gewinnen möchte, schickt eine<br />

Postkarte an „tassilo“, Birkland 40, 86971 Peiting. Oder eine E-Mail<br />

an info@tassilo.de. <strong>Das</strong> Stichwort lautet „Lech-Isar-Land“. Einsendeschluss<br />

ist der 15. <strong>Januar</strong>. Die Gewinner werden per Los ermittelt,<br />

der Rechtsweg ist ausgeschlossen.<br />

es eine kleine Vorstellung des Römermuse<strong>um</strong>s<br />

in Epfach <strong>und</strong> den<br />

Schlussteil der Geschichte des<br />

Schongauer Welfen-Gymnasi<strong>um</strong>s.<br />

Musikbeiträge z<strong>um</strong><br />

Wessobrunner Gebet<br />

Musikbeiträge behandeln das<br />

1200-jährige Bestehen des Wessobrunner<br />

Gebetes <strong>und</strong> eine Vorstellung<br />

des Dießener Klosterkomponisten<br />

Rathard Mayr. Die letzten<br />

40 Seiten des insgesamt 326 Seiten<br />

zählenden Jahrbuches füllt<br />

der erste Teil einer interessanten<br />

Vorstellung der Planung <strong>und</strong> des<br />

Baus des Walchenseekraftwerkes,<br />

einer technischen Meisterleistung<br />

vor <strong>r<strong>und</strong></strong> 100 Jahren. <strong>Das</strong> vielseitige<br />

Jahrbuch ist wie jedes Jahr bei<br />

den einschlägigen Buchhandlungen<br />

im Lech-Isar-Land für 15 Euro<br />

zu erwerben. Es wurde wieder von<br />

Schriftleitung <strong>und</strong> Autoren auf<br />

rein ehrenamtlicher Basis erstellt.<br />

Herausgeber ist der 1924 gegründete<br />

Heimatverband Lech-Isar-<br />

Land.<br />

tis<br />

20 | tassilo


Zu Besuch bei den Helfern der <strong>Weilheim</strong>er Tafel<br />

Vielfältiger Einsatz für Bedürftige<br />

<strong>Weilheim</strong> I In der Kreisstadt gibt<br />

es aktuell <strong>r<strong>und</strong></strong> 480 bedürftige<br />

Personen, <strong>die</strong> einmal pro Woche<br />

für den symbolischen Preis von einem<br />

Euro Lebensmittel einkaufen<br />

können. Für sie ist <strong>die</strong> <strong>Weilheim</strong>er<br />

Tafel im evangelisch-lutherischen<br />

Gemeindehaus an der Kr<strong>um</strong>pperstraße<br />

jeden Donnerstagnachmittag<br />

ab 13.30 Uhr geöffnet. Doch<br />

schon <strong>um</strong> 7 Uhr morgens machen<br />

sich derzeit 20 ehrenamtliche<br />

Fahrer auf den Weg, <strong>um</strong> bei den<br />

Spendern <strong>die</strong> Waren einzusammeln<br />

<strong>und</strong> abzuholen. Supermärkte,<br />

Molkereien, Landwirtschaftsbetriebe,<br />

Bäckereien <strong>und</strong> im Moment<br />

sieben Metzger sowie Einzelpersonen<br />

spenden Waren, deren Mindesthaltbarkeitsdat<strong>um</strong><br />

kurz vor<br />

dem Ablaufen steht, Lebensmittel<br />

aus Überproduktion, <strong>die</strong> nicht<br />

mehr verkauft werden können,<br />

oder schlicht Geld.<br />

Insgesamt engagieren sich im<br />

Team der <strong>Weilheim</strong>er Tafel fast 70<br />

Ehrenamtliche. Zehn von ihnen<br />

sind allein unterwegs, <strong>um</strong> alle 14<br />

Tage Lebensmittel aus dem Sortiment<br />

zu kranken oder gehbehinderten<br />

Menschen <strong>und</strong> Senioren<br />

nach Hause zu bringen, erläutert<br />

Die Damen der <strong>Weilheim</strong>er Tafel sortieren jeden Donnerstag fast fünf<br />

St<strong>und</strong>en lang <strong>die</strong> gespendeten Lebensmittel, Eva-Maria Muche (rechts)<br />

kümmert sich außerdem <strong>um</strong> <strong>die</strong> Öffentlichkeitsarbeit.<br />

Eva-Maria Muche. Sie ist für <strong>die</strong><br />

Außendarstellung der <strong>Weilheim</strong>er<br />

Tafel in der Öffentlichkeit zuständig.<br />

Die große Zahl an Mithelfenden<br />

erklärt sie anhand der mannigfaltigen<br />

Aufgaben, <strong>die</strong> Woche<br />

für Woche zu erledigen sind: Lagerhaltung,<br />

Akquise von Spendern,<br />

Personaleinteilung, Fahr<strong>die</strong>nst,<br />

Prüfung der Bedürftigkeit<br />

in Zusammenarbeit mit dem Job-<br />

Center der Arbeitsagentur. Wobei<br />

bei letzterem auch berücksichtigt<br />

wird, wie viele Menschen in einem<br />

Haushalt zusammen leben.<br />

Ärgerlich, wenn Krempel<br />

vor der Tür entsorgt wird<br />

Und auch schlichtes Aufrä<strong>um</strong>en<br />

oder Wegwerfen ist manchmal<br />

vonnöten: „Neulich hatten wir<br />

über Nacht zehn Kartons vor der<br />

Türe stehen — es ist unglaublich<br />

ärgerlich, wenn vermeintliche Gutmenschen<br />

einfach ihren Krempel<br />

bei uns entsorgen“, ärgert sich<br />

Muche. Kurzerhand musste ein<br />

Flohmarkt aufgebaut werden, <strong>um</strong><br />

noch verwertbare Dinge abgeben<br />

zu können. Dann sind Helfer willkommen,<br />

<strong>die</strong> kurzfristig einspringen.<br />

Etwa jene drei Asylbewerber,<br />

<strong>die</strong> sich momentan bei der Tafel<br />

einbringen. Eine von ihnen, eine<br />

Syrerin, kennt Muche aus früheren<br />

<strong>und</strong> friedlicheren Zeiten. Die<br />

<strong>Weilheim</strong>erin hatte einst eine Patenschaft<br />

für christliche Kinder in<br />

Syrien übernommen. In Folge des<br />

Bürgerkriegs kam nun deren Mutter<br />

nach <strong>Weilheim</strong>, „über viele Umwege“,<br />

lässt Muche durchblicken.<br />

Gruppen-System soll<br />

Futterneid vorbeugen<br />

Eine organisatorische Herausforderung<br />

ist außerdem der wöchentliche<br />

Ablauf des Lebensmittelverkaufs<br />

im knapp über 50<br />

Quadratmeter großen Laden der<br />

Tafel. Angefangen beim Auspacken<br />

<strong>und</strong> Sortieren, das schon<br />

<strong>um</strong> 10 Uhr vormittags beginnt.<br />

Und endend beim Bemühen dar<strong>um</strong>,<br />

dass der Lebensmittelverkauf<br />

möglichst friedlich verläuft. Unter<br />

den Bedürftigen herrsche „großer<br />

Futterneid“, rä<strong>um</strong>t Muche ein. Die<br />

Berechtigten seien deshalb in vier<br />

Gruppen von A bis D eingeteilt, <strong>die</strong><br />

je zu einer bestimmten Zeit einkaufen<br />

können. Da nicht alle lesen<br />

können, hängen <strong>die</strong> Buchstaben<br />

mit den entsprechenden Öffnungszeiten<br />

in unterschiedlichen Farben<br />

im Fenster. Innerhalb der Gruppen<br />

gibt es außerdem ein rollierendes<br />

N<strong>um</strong>mernsystem, damit jeder einmal<br />

als erster seine Lebensmittel<br />

aussuchen kann.<br />

„Die <strong>Weilheim</strong>er Tafel will eine<br />

Brücke sein zwischen Bedürftigkeit<br />

<strong>und</strong> gesichertem Lebensstandard“,<br />

erläutert das Info-Blatt, auf dem<br />

<strong>die</strong> <strong>Weilheim</strong>er Tafel ihre Intention<br />

zusammengefasst hat. <strong>Das</strong><br />

Angebot könne staatliche Sozialleistungen<br />

nicht ersetzen, jedoch<br />

ergänzen, indem Menschen, <strong>die</strong><br />

Hilfe benötigen <strong>und</strong> ihre Bedürftigkeit<br />

nachweisen, mit der wöchentlichen<br />

Lebensmittelausgabe<br />

bedacht werden. Und <strong>die</strong> wieder<strong>um</strong><br />

können Betriebe, Geschäfte<br />

<strong>und</strong> Privatpersonen mit Geld- <strong>und</strong><br />

Sachspenden unterstützen, neue<br />

Spender seien stets willkommen,<br />

erklärt Muche abschließend. ts


ALLERLEI IM TASSILOLAND<br />

Musikalisch ins neue Jahr <strong>2017</strong><br />

„Musical Moments“ in der Stadthalle<br />

Tutzing | Die A-cappella-Band „Viva Voce“ nimmt das Reformationsjubilä<strong>um</strong><br />

<strong>2017</strong> z<strong>um</strong> Anlass, das erfolgreiche Kirchenprogramm<br />

„Neue Songs in alten Mauern“ komplett zu überarbeiten <strong>und</strong> neu<br />

zu konzipieren. Der Schwerpunkt liegt auf den Begegnungen von<br />

Mensch, Ra<strong>um</strong> <strong>und</strong> Musik. <strong>Das</strong> Programm lädt den Zuhörer auf eine<br />

Reise durch musikalische Genres <strong>und</strong> Epochen ein. Leicht <strong>und</strong> nachdenklich,<br />

heiter <strong>und</strong> gehaltvoll, geistlich <strong>und</strong> weltlich sind hier keine<br />

Gegensätze. Songs der Beatles finden ebenso ihren Platz wie Gospels<br />

<strong>und</strong> Spirituals aus dem afro-amerikanischen Kulturra<strong>um</strong>. Die<br />

Spielorte sind weiterhin Kirchen wie auch historische Denkmäler,<br />

<strong>die</strong> seit jeher mit spirituellen Erfahrungen verknüpft sind <strong>und</strong> durch<br />

eine besondere Akustik bestechen. Der Konzertsaal wird so z<strong>um</strong><br />

„Klang-Ra<strong>um</strong>“, der für <strong>die</strong> sorgfältig ausgewählten Musikstücke den<br />

entsprechenden Rahmen darstellt. So wie <strong>die</strong> Kirche St. Joseph, in<br />

welche <strong>die</strong> evangelische <strong>und</strong> katholische Kirchengemeinde Tutzing<br />

„Viva Voce“ am Sonntag, 12. <strong>Februar</strong>, eingeladen haben. Beginn ist<br />

ab 18 Uhr. Karten gibt es im Vorverkauf in den Pfarrbüros der Kirchengemeinden<br />

sowie in der Buchhandlung Held.<br />

Zudem verlost „tassilo“ 2 x 2 Karten für das Konzert. Wer <strong>die</strong>se gewinnen<br />

möchte, schickt eine Postkarte an „tassilo“, Birkland 40,<br />

86971 Peiting. Oder eine E-Mail an info@tassilo.de — Stich-<br />

wort: „Viva Voce“. Einsendeschluss ist der 15. <strong>Januar</strong>. Der<br />

Rechtsweg ist ausgeschlossen, das Los entscheidet. tis<br />

<strong>Weilheim</strong> | <strong>Das</strong> beste aus über 20 Erfolgsmusicals<br />

an einem Abend präsentiert <strong>die</strong> Show „Musical Moments“,<br />

<strong>die</strong> am 5. <strong>Januar</strong> das Flair vom New Yorker<br />

Broadway in <strong>die</strong> Stadthalle <strong>Weilheim</strong> bringt. <strong>Das</strong> Ensemble<br />

<strong>um</strong> Espen Nowacki begeistert dabei mit beeindruckenden<br />

Stimmen <strong>und</strong> weltbekannten Melo<strong>die</strong>n.<br />

In der dreistündigen Show werden Highlights aus<br />

den beliebtesten Musicals von bekannten Darstellern<br />

der Musical-Szene in Solo-, Duett- <strong>und</strong> Ensemblen<strong>um</strong>mern<br />

präsentiert. „Musical Moments“ will <strong>die</strong><br />

Zuschauer in <strong>die</strong> Welt der Musicals eintauchen lassen:<br />

Dramatische Momente beim „Tanz der Vampire“,<br />

rockige Töne aus „We Will Rock You“, Stimmungshits<br />

aus ABBAs „Mamma Mia“ bis hin zu den populären<br />

Balladen aus „Cats“ <strong>und</strong> „Phantom der Oper“. Die<br />

Karten für <strong>die</strong> Musical-Gala<br />

sind im Vorverkauf unter<br />

anderem beim Kreisboten<br />

Ticketservice in <strong>Weilheim</strong><br />

oder online bei Eventim erhältlich.<br />

„Musical Moments“<br />

beginnt am Donnerstag, 5.<br />

<strong>Januar</strong>, <strong>um</strong> 19.30 Uhr in der<br />

<strong>Weilheim</strong>er Stadthalle.<br />

Einlass ist<br />

ab 19 Uhr.<br />

tis<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

Jazzig schöne Gewinne<br />

<strong>Tassilo</strong>land | Ein Musikerlebnis der Extraklasse<br />

beim Jazzchor „Voices in Time“ sowie<br />

mit dem Jazz-Star Georg Ringswandl erlebten<br />

Katrin Kobialka aus Riegsee, Edith Jung<br />

aus Oberhausen, Rita Enzinger <strong>und</strong> Henny<br />

Stange aus Feldafing, Hubert Lauter aus<br />

<strong>Weilheim</strong> sowie Thomas Stöckelhuber aus<br />

Murnau. Sie alle gewannen je zwei Karten<br />

für <strong>die</strong> Reihe „All that Jazz“ in der Starnberger<br />

Schlossberghalle. Neuen Wandschmuck<br />

in Form eines Kalenders von „Part of<br />

Nature“-Fotograf Florian Warnecke bekamen<br />

Elisabeth Hoyer aus Murnau, Antonia<br />

Schwarz aus Obersöchering <strong>und</strong> <strong>die</strong> Peißenbergerin<br />

Susanne Mark. Im neuen Jahr<br />

hingegen dürfen Herbert Habsch aus <strong>Weilheim</strong><br />

<strong>und</strong> Georgia Guggemoos aus Murnau<br />

das Theaterstück „Da Weltverdruss“ von<br />

der Volksbühne am Staffelsee genießen.<br />

Die Resonanz auf unsere Gewinnspiele<br />

war erneut enorm, worüber wir uns ganz<br />

besonders freuen. Ein Hinweis noch in eigerner<br />

Sache: Sollten Sie teilnehmen, egal<br />

ob per Mail oder Postkarte, bitte<br />

immer <strong>die</strong> vollständige Adresse<br />

angeben!<br />

tis<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

„Ein Stück des Weges“ mit Viva Voce<br />

Eine atemberaubend-witzige Percussion-Show<br />

<strong>Weilheim</strong> | Die vier Profischlagzeuger Benni Pfeifer, Jakob Ehrlich,<br />

Flo Pfeifer <strong>und</strong> Bernhard Pricha begeistern als „Dr<strong>um</strong> Stars“ ihr<br />

Publik<strong>um</strong> europaweit. Mit einer Mischung aus Trommelkunst, Unterhaltung<br />

<strong>und</strong> Lichteffekten präsentieren sie ihre Percussion-Show.<br />

Laute, kraftvolle Stücke auf leuchtenden LED-Trommeln, Wassertrommeln<br />

aber auch auf Alltagsgegenständen wechseln sich ab mit unterhaltsamen<br />

Bodypercussion-Einlagen oder ruhigen, melodiösen<br />

Stücken auf dem Marimba oder Hang. Die Dr<strong>um</strong>-Stars überzeugen<br />

mit Schnelligkeit <strong>und</strong> Perfektion. Am Mittwoch, 8. <strong>Februar</strong>, <strong>um</strong> 19.30<br />

Uhr in der <strong>Weilheim</strong>er Stadthalle dürfen <strong>die</strong> Zuschauer bei dem abwechslungsreichen<br />

Konzerterlebnis nicht<br />

nur zusehen, sondern auch mitmachen.<br />

Karten gibt es im Vorverkauf ab 28 Euro unter<br />

anderem bei Eventim (online) oder beim<br />

Kreisboten-Ticketservice in <strong>Weilheim</strong>. tis<br />

22 | tassilo


Opern auf Bayrisch z<strong>um</strong> dritten Mal in <strong>Weilheim</strong><br />

<strong>Weilheim</strong> | Auf Einladung des „Vereins der Fre<strong>und</strong>e<br />

des <strong>Weilheim</strong>er Theaters“ kommen <strong>die</strong> Schauspieler<br />

Conny Glogger <strong>und</strong> Gert Anthoff sowie<br />

Nockherberg-Autor Michael Lerchenberg mit ihren<br />

„Opern auf Bayrisch“ am 18. <strong>Februar</strong> <strong>um</strong> 20 Uhr in<br />

<strong>die</strong> Stadthalle <strong>Weilheim</strong>.<br />

Basierend auf Texten von Paul Schallweg <strong>und</strong><br />

Kompositionen <strong>und</strong> Arrangements von Friedrich<br />

Meyer, <strong>die</strong> seit 1995 ein fester Bestandteil in<br />

den Spielplänen des Münchner Staatstheaters<br />

am Gärtnerplatz sind — bei meist ausverkauftem<br />

Haus — erwartet das Publik<strong>um</strong> ein vergnüglicher,<br />

kurzweiliger, h<strong>um</strong>orvoller, frecher <strong>und</strong> charmanter<br />

Opernabend der etwas anderen Art. Nach 2013<br />

<strong>und</strong> 2015 ist es das dritte Gastspiel der Produktion<br />

in <strong>Weilheim</strong>, für das Schallweg drei Opern in originelle<br />

M<strong>und</strong>artverse gefasst hat: „Der Freischütz<br />

— oder: Wia a Jager auf net ganz saubere Weis zu<br />

seim Wei kemma is“, „Tannhäuser — oder: De Venus<br />

in der Kampenwand“ <strong>und</strong> „Turandot — oder:<br />

Wia a chinesische Prinzessin à la tatar kloakriagt<br />

wordn ist“. Dirigent ist Andreas Kowalewitz mit<br />

seinem Ensemble, <strong>die</strong> unterstützt werden von Percussionist<br />

Werner Hofmeister. Karten gibt es im<br />

Veranstaltungsbüro der Stadt <strong>Weilheim</strong> (Telefon<br />

0881 / 682-532 oder -533) <strong>und</strong> beim Kreisboten-<br />

Ticketservice in der Sparkasse <strong>Weilheim</strong> (Telefon<br />

0881 / 68611 oder-12). ts<br />

Die Solisten<br />

in den „Opern<br />

auf Bayrisch“,<br />

<strong>die</strong> Schauspieler<br />

Michael<br />

Lerchenberg,<br />

Conny Glogger<br />

<strong>und</strong> Gerd<br />

Anthoff (v.l.).


Die Klinik für Innere Medizin Schongau<br />

Wohnortnahe, voll<strong>um</strong>fängliche<br />

Versorgung<br />

Sonderveröffentlichung der<br />

Schongau | Die Klinik für Innere<br />

Medizin Schongau ist bereits breit<br />

aufgestellt. Arbeitsschwerpunkte<br />

sind <strong>die</strong> Therapie von Erkrankungen<br />

des Verdauungstrakts (Gastroenterologie)<br />

<strong>und</strong> der Leber, des<br />

Kreislaufsystems (Kardiologie) sowie<br />

<strong>die</strong> Behandlung <strong>und</strong> Betreuung<br />

von Schlaganfallpatienten in<br />

der Schlaganfalleinheit. Lebensbedrohlich<br />

Erkrankte betreut das<br />

Team unter der Leitung von Chefarzt<br />

Dr. Wilhelm Fischer gemeinsam<br />

mit den Anästhesisten auf der<br />

mit modernster Technik ausgestatteten<br />

Intensivstation. Kooperationen<br />

mit den Nachbardisziplinen,<br />

wie etwa der Neurologie bei der<br />

Betreuung von Schlaganfallpatienten<br />

im TESAURUS-Projekt oder<br />

der Gefäßmedizin, <strong>r<strong>und</strong></strong>en das<br />

Spektr<strong>um</strong> ab. Schon jetzt liefert <strong>die</strong><br />

Krankenhaus GmbH eine Vollversorgung<br />

der <strong>um</strong>liegenden Bevölkerung<br />

bei Diagnostik <strong>und</strong> Therapie.<br />

Sei es elektiv auf Überweisung<br />

vom Hausarzt oder auch bei Notfällen.<br />

Und das soll auch so bleiben,<br />

darf man den klaren Worten<br />

von Dr. Wilhelm Fischer, Ärztlicher<br />

Direktor am Krankenhaus Schongau,<br />

Glauben schenken: „Gerade<br />

<strong>die</strong> Krankenhäuser auf dem Land<br />

sind enorm wichtig“, sagt Fischer<br />

<strong>und</strong> hält nichts von den Diskussionen<br />

<strong>r<strong>und</strong></strong> <strong>um</strong> größere medizinische<br />

Zentren. „Gerade bei Schlaganfällen<br />

heißt es immer ‚time is<br />

brain‘“, ergänzt er. Und gibt zudem<br />

zu bedenken, wie problematisch<br />

es wäre, wenn man erst noch<br />

eine St<strong>und</strong>e in eine Klinik fahren<br />

müsste. Auch fernab der medizinischen<br />

Aspekte hält Fischer es für<br />

schwierig, würden Krankenhäuser<br />

mit unter 400 Betten konsequent<br />

schließen: „Gerade bei älteren Patienten<br />

trägt der Besuch <strong>und</strong> damit<br />

<strong>die</strong> soziale Komponente enorm zur<br />

Genesung bei.“<br />

Konsequente Erweiterung<br />

des Leistungsspektr<strong>um</strong>s<br />

Im Rahmen der konsequenten Erweiterung<br />

des Leistungsspektr<strong>um</strong>s<br />

bei der Krankenhaus GmbH ist mit<br />

der Pne<strong>um</strong>ologie im vergangenen<br />

Jahr eine weitere Spezialisierung<br />

hinzugekommen. Dies z<strong>um</strong> Vorteil<br />

der Patienten, denn das ambulante<br />

<strong>und</strong> stationäre Versorgungsnetz<br />

von Lungenkrankheiten war in<br />

<strong>Weilheim</strong>-Schongau <strong>und</strong> <strong>um</strong>gebenen<br />

Landkreisen bisher nicht<br />

so eng verknüpft. Z<strong>um</strong> 1. März<br />

2016 hat Internist <strong>und</strong> Pne<strong>um</strong>ologe<br />

Christian Sturm <strong>die</strong> Funktion<br />

des Leitenden Oberarztes in der<br />

Inneren Medizin übernommen.<br />

Geschäftsführer Thomas Lippmann<br />

sieht den Standort Schongau<br />

durch den neuen Oberarzt<br />

weiter gestärkt: „Ges<strong>und</strong>heitsversorger<br />

2020 ist <strong>die</strong> Devise der<br />

Krankenhaus GmbH. Wir bieten<br />

den Patienten eine wohnortnahe,<br />

voll<strong>um</strong>fängliche Versorgung. Mit<br />

der Pne<strong>um</strong>ologie ist ein weiterer<br />

wichtiger Baustein <strong>und</strong> medizinischer<br />

Leuchtturm hinzugekommen.<br />

Wir sind froh, dass wir<br />

Christian Sturm für unser Haus<br />

gewinnen konnten.“<br />

Im Gespräch mit „tassilo“ sprechen<br />

Dr. Wilhelm Fischer <strong>und</strong> Christian<br />

Dr. Wilhelm Fischer<br />

Sturm über ihre Ziele für <strong>die</strong><br />

Krankenhaus GmbH, wo es noch<br />

Nachholbedarf gibt <strong>und</strong> über <strong>die</strong><br />

Pne<strong>um</strong>ologie im Detail.<br />

Dr. Fischer, Sie sind seit Oktober<br />

2015 Ärztlicher Direktor in Schongau.<br />

Seit 1. <strong>Januar</strong> 2016 Chefarzt der<br />

Inneren Medizin. Was hat sich seitdem<br />

verändert?<br />

Dr. Fischer: Wir konnten unser<br />

gesamtes Leistungsspektr<strong>um</strong> erweitern,<br />

insbesondere auch den<br />

Bereich der Pne<strong>um</strong>ologie. <strong>Das</strong> DMP<br />

für COPD-Patienten — also ein Behandlungsprogramm<br />

für eine bestimmte<br />

Lungenerkrankung — ist<br />

ein Meilenstein in der Region. Zudem<br />

konnten wir in <strong>die</strong>sem Bereich<br />

mit Dr. Margit Sturm eine gesonderte<br />

Betreuung<br />

der Intensiv-Patienten<br />

einführen.<br />

Generell wurde<br />

das komplette<br />

medizinische Angebot<br />

aus Peißenberg<br />

mit dem aus<br />

Schongau sozusagen<br />

fusioniert.<br />

Ein Beispiel ist<br />

Christian Sturm<br />

auch <strong>die</strong> Gastroenterologie mit Dr.<br />

Andreas Eder, wo wir ein breites<br />

Anwendungsspektr<strong>um</strong> anbieten.<br />

Außerdem wurde <strong>die</strong> Geriatrie<br />

ausgebaut. Derzeit läuft <strong>die</strong> Zertifizierung<br />

des Hauses als „Diabetiker<br />

geeignet“.<br />

Wo gibt es noch Verbesserungspotential?<br />

Dr. Fischer: Wir sind derzeit dabei,<br />

das Notaufnahmesystem <strong>um</strong>zubauen<br />

<strong>und</strong> zu optimieren, so dass<br />

wir weitere Möglichkeiten haben.<br />

Die vier Intensivplätze <strong>und</strong> auch<br />

<strong>die</strong> Telemedizin aus Peißenberg<br />

möchten wir hier in Schongau<br />

integrieren. Allgemein wird es<br />

wichtig sein, zukünftig mehr Intensivplätze<br />

zu haben. Der Umbau


in der Notaufnahme wird in<br />

den nächsten Monaten abgeschlossen.<br />

Sie haben das Peißenberger<br />

Krankenhaus angesprochen.<br />

Wie zufrieden sind Sie mit der<br />

Eingliederung?<br />

Dr. Fischer: Ich bin sehr zufrieden.<br />

Durch <strong>die</strong> Fusion<br />

können wir ein breites Spektr<strong>um</strong><br />

mit einer hohen Qualität<br />

anbieten. Also sowohl <strong>die</strong><br />

breite Versorgung sicherstellen, als<br />

auch Spezialfälle behandeln.<br />

Herr Sturm, können Sie uns den<br />

Bereich der Pne<strong>um</strong>ologie kurz erklären?<br />

Sturm: Pne<strong>um</strong>ologie befasst sich<br />

mit den Erkrankungen der Lunge<br />

<strong>und</strong> des gesamten Atemapparates.<br />

Es ist ein Querschnittsfach,<br />

weswegen es eine gesonderte<br />

Pne<strong>um</strong>ologie-Abteilung, wie wir<br />

sie in Schongau haben, nicht allzu<br />

häufig gibt. Meist ist <strong>die</strong>se in andere<br />

Bereiche integriert, wie etwa<br />

<strong>die</strong> Behandlung des Lungenkrebs<br />

in der Onkologie oder <strong>die</strong> Beatmungstherapie<br />

in der Anästhesie/<br />

Intensivmedizin. Diese vielen Berührungspunkte<br />

mit anderen Teilbereichen<br />

machen das Fach aber<br />

auch so interessant.<br />

Was sind typische Krankheitsbilder?<br />

Sturm: Die häufigste Erkrankung<br />

der Lunge ist <strong>die</strong> Pne<strong>um</strong>onie, also<br />

Lungenentzündung. Diejenige<br />

Infektionskrankheit, <strong>die</strong> in Westeuropa<br />

immer noch <strong>die</strong> meisten<br />

Todesopfer fordert. Eine weitere,<br />

sehr häufige Erkrankung ist <strong>die</strong><br />

chronisch obstruktive Lungenerkrankung<br />

(COPD), <strong>die</strong> gemeinhin<br />

auch als „Raucherasthma“ oder<br />

„Altersasthma“ bezeichnet wird.<br />

Eine der wenigen Krankheiten, bei<br />

der <strong>die</strong> Erkrankungsrate immer<br />

noch zunimmt.<br />

Gibt es typische Symptome, mit denen<br />

man einen Pne<strong>um</strong>ologen aufsuchen<br />

sollte?<br />

Sturm: Die häufigsten Symptome,<br />

<strong>die</strong> den lungenkranken Patienten<br />

den Arzt aufsuchen lassen, sind<br />

Atemnot <strong>und</strong> / oder Husten, ob akut<br />

oder chronisch. Oftmals liegen, insbesondere<br />

bei zusätzlichem Fieber,<br />

Infekte zug<strong>r<strong>und</strong></strong>e. In den meisten<br />

Fällen kann <strong>die</strong> Behandlung ambulant<br />

über den Hausarzt erfolgen.<br />

Manchmal können allerdings auch<br />

eine Verengung der Bronchien,<br />

chronisch-rhe<strong>um</strong>atische Entzündungen<br />

des Lungengewebes oder<br />

T<strong>um</strong>orerkrankungen <strong>die</strong> Ursache<br />

sein. Zur weiteren Abklärung sind<br />

dann neben laborchemischen <strong>und</strong><br />

bildgebenden Spezialuntersuchungen<br />

auch endoskopische Verfahren<br />

sowie lungenfunktionelle Untersuchungen<br />

erforderlich, welche nun<br />

hier im stationären Bereich angeboten<br />

werden können. Eine pne<strong>um</strong>ologische<br />

Ambulanz betreiben<br />

wir nicht.<br />

Wie lauten weitere Bereiche aus<br />

dem Leistungsspektr<strong>um</strong> der Pne<strong>um</strong>ologie<br />

bei der Krankenhaus<br />

GmbH?<br />

Sturm: Wir sind etwa in der<br />

Schlafmedizin tätig. Hier bieten<br />

wir unter anderem das „Schlaf-<br />

Apnoe-Screening“ an. Neu ist nun<br />

<strong>die</strong> Möglichkeit, in Narkose unter<br />

Monitorbedingungen Ultraschalluntersuchungen<br />

der Lunge vom<br />

Bronchialsystem aus durchzuführen.<br />

Dabei können Gewebeproben<br />

aus Lymphknoten <strong>und</strong> der Lunge<br />

entnommen werden, <strong>die</strong> dann<br />

vom Pathologen unter dem Mikroskop<br />

weiter begutachtet werden.<br />

Insgesamt können<br />

wir mittlerweile das<br />

gleiche Spektr<strong>um</strong><br />

anbieten wie Spezialpraxen<br />

oder gar<br />

Lungen-Zentren.<br />

Was sind Besonderheiten<br />

in der Pne<strong>um</strong>ologie?<br />

Sturm: Besonders<br />

sind ganz klar <strong>die</strong><br />

nun angebotenen<br />

interventionellen Verfahren in der<br />

Endoskopie, <strong>die</strong> etwa eine genaue<br />

Bestimmung des Ausbreitungsstadi<strong>um</strong>s<br />

einer T<strong>um</strong>orerkrankung<br />

zulassen. Im Klinikverb<strong>und</strong> findet<br />

jede Woche eine T<strong>um</strong>orkonferenz<br />

statt, in der entsprechende Patienten<br />

vorgestellt <strong>und</strong> im Team aus<br />

Onkologen, Strahlentherapeuten,<br />

Chirurgen <strong>und</strong> den jeweiligen Organspezialisten<br />

besprochen werden.<br />

<strong>Das</strong> ist mittlerweile Standard<br />

<strong>und</strong> entspricht den aktuellen Leitlinien<br />

der Fachgesellschaften.<br />

Welche Ziele haben Sie für <strong>die</strong><br />

Pne<strong>um</strong>ologie?<br />

Sturm: Mittelfristig möchten wir<br />

eine Selbsthilfegruppe anbieten.<br />

Auch den palliativmedizinischen<br />

Bereich wollen wir weiter ausbauen,<br />

was neben den T<strong>um</strong>or-Patienten<br />

insbesondere den schwerkranken<br />

Lungen-Patienten eine<br />

adäquate häusliche Versorgung ermöglichen<br />

soll. Eine<br />

separate Abteilung<br />

für Intensiv- <strong>und</strong><br />

Beatmungsmedizin<br />

wäre ein zukunftsfähiges<br />

Modell, insbesondere<br />

da wir<br />

bereits jetzt schon in<br />

der glücklichen Lage<br />

sind, neben einer<br />

Fachärztin für Internistische<br />

Intensivmedizin<br />

auch noch<br />

eine ausgebildete<br />

Atemtherapeutin in<br />

unserem Team zu<br />

haben.<br />

Dr. Fischer: Wie Herr Sturm schon<br />

sagt, möchten wir <strong>die</strong> Palliativmedizin<br />

ausbauen. Hier sind wir<br />

vertraglich bereits mit dem Hospiz<br />

verb<strong>und</strong>en <strong>und</strong> wollen versuchen,<br />

auch weiterhin zu helfen.<br />

Dr. Fischer, was für Ziele <strong>und</strong> Wünsche<br />

haben Sie für <strong>die</strong> Klinik Schongau?<br />

Dr. Fischer: Die gute Zusammenarbeit<br />

mit <strong>Weilheim</strong> soll weiter<br />

aufrecht gehalten werden, so dass<br />

wir auch zukünftig Spezialitäten<br />

anbieten können. Einige Chefärzte<br />

meistern den Spagat zwischen<br />

<strong>Weilheim</strong> <strong>und</strong> Schongau bereits<br />

hervorragend. Ich wünsche mir<br />

weiterhin <strong>die</strong> politische Unterstützung<br />

<strong>und</strong> <strong>die</strong> der Presse, was hier<br />

in der Region wirklich einmalig ist.<br />

<strong>Das</strong> erleichtert uns <strong>die</strong> Arbeit mit<br />

den Patienten gerade hinsichtlich<br />

der Akzeptanz enorm. Die Qualität<br />

bei der Krankenhaus GmbH soll<br />

auch zukünftig über das „normale<br />

Maß“ hinausgehen. Auch auf dem<br />

Land möchten wir Tag <strong>und</strong> Nacht<br />

für unsere Patienten da sein ...<br />

... <strong>und</strong> ein spezieller Wunsch?<br />

Dr. Fischer: Eine Zughaltestelle<br />

wäre natürlich ein riesen Vorteil.<br />

Gerade für ältere Menschen wäre<br />

das eine enorme Erleichterung.<br />

Aber wir müssen noch Geduld haben,<br />

auch wenn ein paar Zeichen<br />

dafür sprechen.<br />

tis<br />

> > >LEISTUNGEN & KONTAKT<br />

Leistungsspektr<strong>um</strong> Pne<strong>um</strong>ologie<br />

• Diagnostische <strong>und</strong> interventionelle<br />

Bronchoskopie inkl. endobronchialer<br />

Ultraschall, BAL <strong>und</strong> Argonbeamer<br />

• Lungenfunktionsdiagnostik inkl. Bodyplethysmographie<br />

<strong>und</strong> Diffusionsmessung<br />

• Screening von nächtlichen Atemstörungen<br />

Kontakt Innere Medizin<br />

Telefon: 08861 / 215 - 454<br />

Telefax: 08861 / 215 - 138<br />

E-Mail: in-sek-sg@kh-gmbh-ws.de<br />

januar / februar <strong>2017</strong> | 25


Zentr<strong>um</strong> für Altersmedizin wird ausgebaut — in Schongau <strong>und</strong> <strong>Weilheim</strong><br />

Eine medizinische Antwort<br />

auf den demografischen Wandel<br />

<strong>Weilheim</strong> / Schongau | Altersmedizin<br />

überschreitet — anders als<br />

in anderen Fachrichtungen — <strong>die</strong><br />

organmedizinischen Grenzen. Es<br />

braucht daher immer ein multidisziplinäres<br />

Team, <strong>um</strong> den alternden<br />

Sonderveröffentlichung der<br />

Patienten in seinen normalen Lebensalltag<br />

zurückzuführen. War<strong>um</strong>?<br />

<strong>Das</strong> hat <strong>die</strong> Union Geriatric<br />

Medicine Society 2008 für alle Mitgliedstaaten<br />

definiert: „Geriatrische<br />

Medizin ist eine medizinische<br />

Spezialdisziplin, <strong>die</strong> sich mit den<br />

körperlichen, mentalen, funktionellen<br />

<strong>und</strong> sozialen Bedingungen<br />

der akuten, chronischen, rehabilitativen,<br />

präventiven Behandlung<br />

<strong>und</strong> Pflege — auch am Lebensende<br />

— befasst. Die Gruppe der<br />

Patienten wird mit einem hohen<br />

Grad von Gebrechlichkeit <strong>und</strong> aktiven<br />

Mehrfach-Erkrankungen assoziiert,<br />

<strong>die</strong> einen ganzheitlichen<br />

Behandlungsansatz erfordern.“<br />

Die relativ am stärksten wachsende<br />

Bevölkerungsgruppe, auch im<br />

Landkreis <strong>Weilheim</strong>-Schongau,<br />

sind <strong>die</strong> Menschen im Alter zwischen<br />

80 <strong>und</strong> 90 Jahren. Für sie<br />

gilt es, adäquate <strong>und</strong> wohnortnahe<br />

medizinische Versorgungskonzepte<br />

zu schaffen. <strong>Das</strong> Zentr<strong>um</strong><br />

für Altersmedizin ist <strong>die</strong> Antwort<br />

der Krankenhaus GmbH auf den<br />

demografischen Wandel. Unter<br />

einem Dach befinden sich <strong>die</strong> Geriatrische<br />

Rehabilitation mit derzeit<br />

noch 29 Betten <strong>und</strong> <strong>die</strong> Akutgeriatrie<br />

mit 24 Betten.<br />

Medizin soll dorthin,<br />

wo <strong>die</strong> Patienten sind<br />

Es ist immer schön, wenn Ziele<br />

erreicht werden. Werden <strong>die</strong>se<br />

dann auch noch übertroffen, ist<br />

es <strong>um</strong>so schöner. So ähnlich stellt<br />

sich derzeit <strong>die</strong> Situation beim<br />

Zentr<strong>um</strong> für Altersmedizin bei der<br />

Krankenhaus GmbH dar. Obwohl<br />

der Bereich der Akutgeriatrie erst<br />

im April 2015 eingeführt worden<br />

war, wird bereits nach <strong>r<strong>und</strong></strong> anderthalb<br />

Jahren ausgebaut. „Es<br />

war schneller als gedacht“, spricht<br />

Der neue Chefarzt der Akutgeriatrie, Sebastian Mühle, mit einem Teil<br />

seines Teams bei der Visite im Schongauer Krankenhaus.<br />

Geschäftsführer Thomas Lippmann<br />

<strong>die</strong> Erweiterung an. Er sieht es als<br />

„gutes Zeichen, dass das Krankenhaus<br />

Schongau derzeit einen<br />

regelrechten Aufschwung erlebt“,<br />

<strong>und</strong> ergänzt rückblickend: „Jetzt<br />

gehen <strong>die</strong> Pflänzchen auf, <strong>die</strong> wir<br />

vor zwei, drei Jahren gesät haben“.<br />

Deshalb auch der Beschluss, das<br />

Zentr<strong>um</strong> für Altersmedizin sowohl<br />

medizinisch als auch personell auf<br />

breitere Schultern zu stellen. Chefarzt<br />

Dr. Hans-Christian Sänger, der<br />

sich zukünftig auf den Bereich der<br />

Geriatrischen Rehabilitation konzentriert,<br />

wird mit Sebastian Mühle,<br />

bisher Leitender Oberarzt, ein<br />

Chefarzt explizit für den Bereich<br />

der Akutgeriatrie zur Seite gestellt.<br />

Mühle hat den klaren Auftrag, das<br />

Angebot für <strong>die</strong> Patienten <strong>und</strong> Angehörige<br />

zu erweitern. Es sollen<br />

mehr Gruppen-Therapien für Patienten<br />

geschaffen, das Angebot für<br />

Angehörige in Form von Informations-<br />

<strong>und</strong> Bildungsveranstaltungen<br />

ausgeweitet <strong>und</strong> mehr Orientierungshilfe<br />

für demenzerkrankte<br />

Personen geschaffen werden. Neben<br />

der Leitung der Akutgeriatrie<br />

in Schongau soll Sebastian Mühle<br />

zudem im Krankenhaus <strong>Weilheim</strong><br />

eine Akutgeriatrie aufbauen <strong>und</strong><br />

dort 20 akutgeriatrische Betten installieren.<br />

„Die Altersmedizin endet<br />

nun mal nicht in Schongau“,


Auch am Standort <strong>Weilheim</strong> soll zukünftig eine Akutgeriatrie angeboten<br />

werden, <strong>um</strong> eine wohnortnahe Versorgung zu garantieren.<br />

sagt Thomas Lippmann <strong>und</strong> führt<br />

weiter aus: „Wir möchten <strong>die</strong> Medizin<br />

dorthin bringen, wo <strong>die</strong> Patienten<br />

sind.“<br />

Eine Akutgeriatrie in<br />

<strong>Weilheim</strong> macht Sinn<br />

Der Ärztliche Direktor am Standort<br />

Schongau, Dr. Wilhelm Fischer,<br />

bestätigt <strong>die</strong> Worte von Lippmann:<br />

„Eine Akutgeriatrie in <strong>Weilheim</strong><br />

macht absolut Sinn. Insbesondere<br />

dann, wenn beispielsweise ein Patient<br />

aus Pähl extra nach Schongau<br />

gebracht werden müsste.“ Gerade<br />

bei älteren Patienten sei das psychosoziale<br />

Umfeld enorm wichtig.<br />

Besuch wäre oftmals schwieriger,<br />

wenn dafür extra weite Strecken in<br />

Kauf genommen werden müssten.<br />

„Unser Auftrag ist es, <strong>die</strong> Landbevölkerung<br />

zu versorgen“, sagt Fischer,<br />

der als Chefarzt der Inneren<br />

Medizin dankbar über <strong>die</strong> Erweiterung<br />

ist. Schließlich arbeiten beide<br />

Bereiche äußerst eng verknüpft<br />

miteinander.<br />

Der neue Chefarzt Sebastian<br />

Mühle gibt indes zu, nicht daran<br />

gedacht zu haben, dass <strong>die</strong> Akutgeriatrie<br />

derart gut angenommen<br />

wird. „<strong>Das</strong> war von Null auf H<strong>und</strong>ert“,<br />

beschreibt er <strong>und</strong> bedankt<br />

sich explizit bei seinen Mitarbeitern:<br />

„Sie standen immer mit Rat<br />

<strong>und</strong> Tat zur Seite. Auch deshalb<br />

haben wir eine so hohe Nachfrage,<br />

dass wir bereits jetzt expan<strong>die</strong>ren.“<br />

Anfängliche Überlegungen,<br />

<strong>die</strong> Akutgeriatrie komplett<br />

in Schongau zu belassen, wurden<br />

relativ schnell beiseite gelegt, wie<br />

Mühle bestätigt: „Der Weg für ältere<br />

Patienten ist manchmal unüberbrückbar.<br />

Und außerdem ist<br />

ein vertrautes Gesicht meist besser<br />

als jedes Medikament.“ Durch <strong>die</strong><br />

Einführung der Akutgeriatrie in<br />

<strong>Weilheim</strong> kann man für <strong>die</strong> Menschen<br />

im gesamten Landkreise<br />

zukünftig wohnortnahe Altersmedizin<br />

anbieten.<br />

Auch <strong>die</strong> Geriatrische<br />

Reha wird erweitert<br />

Gleichzeitig z<strong>um</strong> Ausbau der<br />

Akutgeriatrie soll Chefarzt Dr.<br />

Hans-Christian Sänger,<br />

der bereits mehr als<br />

20 Jahre Erfahrung in<br />

der geriatrischen Medizin<br />

hat, <strong>die</strong> Geriatrische<br />

Rehabilitation am<br />

Standort Schongau weiter<br />

ausbauen. Die Auslastung<br />

liegt über das<br />

Jahr hinweg bei <strong>r<strong>und</strong></strong><br />

97 Prozent. Damit zählt<br />

das Zentr<strong>um</strong> für Altersmedizin<br />

zu den am<br />

meisten ausgelasteten<br />

Kliniken im Krankenhausverb<strong>und</strong>.<br />

„<strong>Das</strong> Problem ist unser<br />

guter Ruf“, schmunzelt Sänger.<br />

„Derzeit haben wir 29 Betten in<br />

der Rehabilitation, könnten aber<br />

locker 55 belegen. Wir müssten<br />

eigentlich Stockbetten aufstellen“,<br />

ergänzt er. Nach dem Ausbau <strong>und</strong><br />

der Erweiterung soll es in der<br />

Akutgeriatrie jeweils 20 Betten in<br />

Schongau <strong>und</strong> <strong>Weilheim</strong> geben.<br />

In der Geriatrischen Rehabilitation,<br />

<strong>die</strong> sich noch auf Schongau<br />

konzentriert, werden es dann 40<br />

Betten sein. Und auch beim Personal<br />

sind Erweiterungen geplant.<br />

Während derzeit im Zentr<strong>um</strong> für<br />

Altersmedizin am Standort Schongau<br />

55 Personen beschäftigt sind,<br />

kommen durch <strong>die</strong> Einführung der<br />

Akutgeriatrie in <strong>Weilheim</strong> 20 Mitarbeiter<br />

hinzu. Durch <strong>die</strong> Erweiterung<br />

in der Geriatrischen Reha<br />

werde das Personal, innerhalb der<br />

nächsten zwei Jahre, im gesamten<br />

Zentr<strong>um</strong> für Altersmedizin in<br />

Schongau <strong>und</strong> dann auch <strong>Weilheim</strong>,<br />

auf „80 plus x Mitarbeiter<br />

wachsen“, wie Thomas Lippmann<br />

bestätigt.<br />

Krankenhaus auf<br />

Wachst<strong>um</strong>skurs<br />

„Wir werden weiter investieren<br />

<strong>und</strong> <strong>die</strong> Medizin im Landkreis stärken“,<br />

betont Thomas Lippmann.<br />

„Die Patienten haben sich für unser<br />

Angebot entschieden — das ist<br />

eine große Verantwortung, der wir<br />

uns stellen.“<br />

tis<br />

> > >KONTAKT<br />

Akutgeriatrie<br />

Telefon: 08861 / 215-434<br />

Telefax: 08861 / 215-335<br />

E-Mail: sek-geriatrie@kh-gmbh-ws.de<br />

Geriatrische Rehabilitation<br />

Telefon: 08861 / 215-339 (Sekretariat)<br />

Telefax: 08861 / 215-335<br />

E-Mail: sek-geriatrie@kh-gmbh-ws.de<br />

Gemeinsam stark im Zentr<strong>um</strong> für Altersmedizin: Dr. Hans-Christian<br />

Sänger (li.), Chefarzt der Geriatrischen Reha, mit Sebastian Mühle,<br />

neuer Chefarzt der Akutgeriatrie.<br />

januar / februar <strong>2017</strong> | 27


Klinik für Allgemein- <strong>und</strong> Viszeralchirurgie im Krankenhaus <strong>Weilheim</strong><br />

Höchste Qualitätsstandards in<br />

Behandlung <strong>und</strong> Ausbildung<br />

Sonderveröffentlichung der<br />

<strong>Weilheim</strong> | Die Klinik für Allgemein-<br />

<strong>und</strong> Viszeralchirurgie im<br />

Krankenhaus <strong>Weilheim</strong> wird seit<br />

drei Jahren von Chefarzt Privat-<br />

Dozent Dr. Reinhold Lang geleitet<br />

<strong>und</strong> kontinuierlich optimiert. Die<br />

Patienten werden auf höchstem<br />

Qualitätsstandard behandelt.<br />

<strong>Das</strong> Spektr<strong>um</strong> der Allgemein- <strong>und</strong><br />

Viszeralchirurgischen Klinik ist<br />

groß, dabei fängt <strong>die</strong> Chirurgie<br />

am Hals (Schilddrüse) an <strong>und</strong><br />

hört am Ausgang (Anus) auf. In<br />

den letzten drei Jahren wurde<br />

<strong>die</strong> minimal-invasive Chirurgie<br />

(Schlüssellochtechnik) weiter ausgebaut.<br />

Geräte <strong>und</strong> Instr<strong>um</strong>ente<br />

im Hause sind auf dem allerneuesten<br />

Stand <strong>und</strong> so kann <strong>die</strong>se<br />

Methode bei sehr vielen Eingriffen<br />

standardmäßig angewandt<br />

werden. So wird<br />

insbesondere <strong>die</strong> Entfernung<br />

der Gallenblase, des<br />

Blinddarms oder bei Leistenbrüchen<br />

minimal-invasiv<br />

operiert. Bei Magen- oder<br />

Darmerkrankungen wird<br />

zwischen minimal-invasiver<br />

<strong>und</strong> konventionell<br />

offener Technik abgewogen.<br />

Dabei kommt<br />

es besonders auf Voroperationen,<br />

Vorerkrankungen<br />

<strong>und</strong> nicht zuletzt<br />

auf den Patientenwunsch<br />

an. Die minimal-invasiven<br />

Verfahren sind für den Patienten<br />

weniger belastend, weniger<br />

schmerzhaft <strong>und</strong> ermöglichen<br />

somit eine schnellere Heilung.<br />

Dank minimaler Schnitte in Haut<br />

<strong>und</strong> Weichteile wird das Gewebe<br />

> > > UNSER LEISTUNGSSPEKTRUM:<br />

• Gallenblasenchirurgie<br />

• Leisten-, Schenkel-, Nabel- <strong>und</strong> Narbenbruch-Operationen<br />

• Mageneingriffe (gut- <strong>und</strong> bösartige Erkrankungen)<br />

• Refluxchirurgie (Sodbrennen)<br />

• Adipositaschirurgie (Eingriffe bei sehr starkem Übergewicht)<br />

• Darmeingriffe (Blinddarm, Divertikel, gut- <strong>und</strong> bösartige T<strong>um</strong>ore)<br />

• Schilddrüsenchirurgie<br />

• Analerkrankungen (Proktologie wie z.B. Hämorrhoiden)<br />

geschont <strong>und</strong> es kommt zu ka<strong>um</strong><br />

sichtbaren Narben. Deshalb liegt<br />

der Klinik auch so viel an der<br />

konsequenten Weiterentwicklung<br />

<strong>und</strong> dem Ausbau der Methode.<br />

Außerdem legt PD Dr. Reinhold<br />

Lang sehr viel Wert auf <strong>die</strong> regelmäßige<br />

Weiterbildung seines<br />

Teams. Die Klinik <strong>Weilheim</strong> ist<br />

bei den Assistenzärzten <strong>und</strong> den<br />

Studenten (Praktisches Jahr) deshalb<br />

sehr beliebt, da dort wichtige<br />

Weiterbildungsabschnitte in<br />

der Chirurgie <strong>und</strong> Inneren Medizin<br />

absolviert werden können.<br />

Mit Georgien besteht ein Partnerschaftsprogramm,<br />

so dass auch<br />

von dort Medizinstudenten das<br />

Priv.-Doz. Dr. Reinhold Lang<br />

ganze Jahr zur Ausbildung an der<br />

Klinik tätig sind.<br />

Maßstäbe setzen in der<br />

chirurgischen Ausbildung<br />

Die Aus- <strong>und</strong> Weiterbildung junger<br />

Kolleginnen <strong>und</strong> Kollegen<br />

deutschlandweit (z.B. Aescu-


<strong>Das</strong> Team der Allgemein- <strong>und</strong> Viszeralchirurgie am Standort <strong>Weilheim</strong>:<br />

Hier wird viel Wert auf kontinuierliche Weiterbildung gelegt.<br />

lapi<strong>um</strong> in Tuttlingen, eine der<br />

renommiertesten Ausbildungsstätten,<br />

wo Dr. Lang als chirurgischer<br />

Lehrer tätig ist) liegt dem<br />

Chefarzt sehr am Herzen. Aus <strong>die</strong>sem<br />

G<strong>r<strong>und</strong></strong> trainiert er mit ihnen<br />

auch regelmäßig im Bereich der<br />

minimal-invasiven Chirurgie, da<br />

nur durch eine gute <strong>und</strong> f<strong>und</strong>ierte<br />

Ausbildung <strong>die</strong> Prognose des Patienten<br />

entscheidend beeinflusst<br />

werden kann.<br />

Erkrankungen der<br />

Verdauungsorgane<br />

Bei der Behandlung von Erkrankungen<br />

der Verdauungsorgane<br />

stehen den Patienten in <strong>Weilheim</strong><br />

gastroenterologische <strong>und</strong> chirurgische<br />

Teams als Ansprechpartner<br />

zur Verfügung. Dabei setzen <strong>die</strong><br />

Beteiligten auf eine enge interdisziplinäre<br />

Zusammenarbeit, bei<br />

der sowohl Chirurgen als auch<br />

Internisten Patienten mit akuten<br />

Erkrankungen — g<strong>r<strong>und</strong></strong>sätzlich von<br />

der Aufnahme an — gemeinsam<br />

untersuchen <strong>und</strong> betreuen. Plötzlich<br />

auftretende Erkrankungen wie<br />

Koliken, ein Darmverschluss, eine<br />

Bauchfellentzündung oder eine<br />

Bauchspeicheldrüsenentzündung<br />

(Pankreatitis) können so rasch medizinisch<br />

<strong>um</strong>fassend versorgt werden.<br />

Denn durch <strong>die</strong> enge Kooperation<br />

wird unnötiger Zeitverlust<br />

bei der Diagnose <strong>und</strong> Behandlung<br />

schwerer Erkrankungen des<br />

Bauchra<strong>um</strong>es vermieden <strong>und</strong> eine<br />

Optimierung der Behandlungsqualität<br />

erreicht. Ein identisches<br />

Vorgehen findet übrigens in der<br />

Schwesterklinik Schongau statt.<br />

Am Standort <strong>Weilheim</strong> kann<br />

Patienten bei T<strong>um</strong>orerkrankungen<br />

des Gastrointestinaltraktes<br />

<strong>und</strong> aller anderen Lokalisationen<br />

in Zusammenarbeit mit der onkologischen<br />

Gemeinschaftspraxis<br />

Priv. Doz. Dr. Sandherr <strong>und</strong> Dr.<br />

Perker <strong>und</strong> der Praxis für Strahlentherapie<br />

Dr. Panzer, Dr. Pachmann<br />

<strong>und</strong> Dr. Riepel eine wohnortnahe<br />

onkologische Behandlung der<br />

kurzen Wege geboten werden.<br />

Beim regelmäßig stattfindenden<br />

T<strong>um</strong>orboard werden aktuelle Patientenschicksale<br />

gemeinsam diskutiert<br />

<strong>und</strong> <strong>die</strong> optimale Behandlungsmöglichkeit<br />

erörtert.<br />

Adipositas — ein<br />

erhebliches Problem<br />

Die steigende Zahl an Patienten<br />

mit krankhaftem Übergewicht ist<br />

ein erhebliches ges<strong>und</strong>heitliches<br />

<strong>und</strong> gesellschaftliches Problem.<br />

Extremes Übergewicht vermindert<br />

<strong>die</strong> Lebenserwartung <strong>und</strong> schränkt<br />

<strong>die</strong> Lebensqualität massiv ein.<br />

Speziell bei Adipositas-Patienten<br />

gewinnt <strong>die</strong> chirurgische Therapie<br />

daher zunehmend an Bedeutung.<br />

Mit PD Dr. Reinhold Lang verfügt<br />

<strong>die</strong> Krankenhaus GmbH über einen<br />

erfahrenen Mediziner in der Behandlung<br />

des krankhaften Übergewichts.<br />

Er hat unter anderem lange<br />

Jahre <strong>die</strong> Adipositaschirurgie der<br />

LMU Großhadern geleitet.<br />

Zu den weltweit üblichsten Operationsmethoden<br />

gehören <strong>die</strong> Magenbandanlage,<br />

<strong>die</strong> Schlauchmagenoperation<br />

<strong>und</strong> <strong>die</strong> sogenannte<br />

Bypassoperation.<br />

<strong>Das</strong> Krankenhaus <strong>Weilheim</strong> verfügt<br />

<strong>die</strong>sbezüglich über sämtliche<br />

notwendigen, speziellen Pflegeutensilien<br />

<strong>und</strong> Schwerlastbetten.<br />

Die weitere Betreuung wird durch<br />

den kompetenten Einsatz speziell<br />

weitergebildeter Mitarbeiter, etwa<br />

Adipositas-geschulter Diätberatung,<br />

sichergestellt.<br />

Schilddrüse — wichtig<br />

im Stoffwechsel<br />

Die Schilddrüse nimmt eine wichtige<br />

Aufgabe im Stoffwechsel wahr.<br />

Sie produziert <strong>die</strong> Hormone <strong>und</strong><br />

Die Notaufnahme ist an beiden Standorten<br />

24 St<strong>und</strong>en an 365 Tagen im Jahr für Sie da!<br />

Telefon: <strong>Weilheim</strong> 0881 / 188-0, Schongau 08861 / 215-0<br />

> > > KONTAKT WEILHEIM<br />

Klinik für Allgemein- <strong>und</strong> Viszeralchirurgie<br />

Johann-Baur-Straße 4<br />

82362 <strong>Weilheim</strong><br />

Telefon: 0881 / 188-580 (Sekretariat <strong>und</strong> Terminvereinbarung)<br />

0881 / 188-585 (Ernährungsberatung)<br />

Telefax: 0881 / 188-579<br />

Thyroxin sowie Kalzitonin. Produziert<br />

<strong>die</strong> Schilddrüse zu wenig<br />

Hormone, spricht man von einer<br />

Unterfunktion. Produziert sie zu<br />

viele, spricht man von einer Überfunktion.<br />

Damit <strong>die</strong> Schilddrüse<br />

genügend Hormone produzieren<br />

kann, benötigt sie das Spurenelement<br />

Jod. Dieses nehmen wir normalerweise<br />

über <strong>die</strong> Nahrung in<br />

ausreichender Menge zu uns. Bei<br />

zu wenig Jod vergrößert sich <strong>die</strong><br />

Schilddrüse <strong>und</strong> es bildet sich ein<br />

„Kropf“. Mit Hilfe einer Ultraschalluntersuchung<br />

lassen sich Form <strong>und</strong><br />

> > > VERANSTALTUNGS-TIPPS<br />

9. <strong>Januar</strong> <strong>2017</strong>, 19.00 bis 20.00 Uhr:<br />

www.ges<strong>und</strong>heitsversorger2020.de<br />

Informationsabend für werdende Eltern<br />

Größe der Schilddrüse bestimmen<br />

<strong>und</strong> eventuelle Knotenbildungen<br />

feststellen. Eine weitere Untersuchungsmethode<br />

ist <strong>die</strong> Szintigrafie.<br />

Diese abklärenden Untersuchungen<br />

werden in enger Kooperation<br />

mit dem Radiologischen Zentr<strong>um</strong><br />

<strong>Weilheim</strong> durchgeführt.<br />

Bei den Operationen kommt modernes<br />

Equipment zur maximalen<br />

Schonung von Stimmbandnerven<br />

<strong>und</strong> Nebenschilddrüsen routinemäßig<br />

z<strong>um</strong> Einsatz. In <strong>Weilheim</strong><br />

findet immer donnerstags <strong>die</strong><br />

Schilddrüsensprechst<strong>und</strong>e statt.<br />

im Krankenhaus <strong>Weilheim</strong>, Casino (ab 9. <strong>Januar</strong> jeden Montag)<br />

25. <strong>Januar</strong> <strong>2017</strong>, 18.30 Uhr:<br />

Vortrag „Rückenschmerzen —<br />

nicht einfach nur <strong>die</strong> Bandscheibe“<br />

mit Dr. Eva Mareen Bakemeier, Leitende Ärztin der Tagesklinik für<br />

Schmerztherapie im Krankenhaus Schongau DU 09/10<br />

18. <strong>Februar</strong> <strong>2017</strong>, 14.00 bis 17.00 Uhr:<br />

Tag der offenen Tür in der Klinik<br />

für Gynäkologie <strong>und</strong> Geburtshilfe<br />

im Krankenhaus <strong>Weilheim</strong> (Station 2)<br />

7. März <strong>2017</strong>, 19.00 Uhr:<br />

2. Adipositastag<br />

von PD Dr. Reinhold Lang, Krankenhaus <strong>Weilheim</strong><br />

im Krankenhaus <strong>Weilheim</strong>, Casino<br />

25. März <strong>2017</strong>, 10.00 bis 18.00 Uhr:<br />

Tag der Ges<strong>und</strong>heit<br />

in der Stadthalle in <strong>Weilheim</strong><br />

januar / februar <strong>2017</strong> | 29


Auftakt zur Konzertreihe <strong>2017</strong><br />

Paul Gulda (r.) <strong>und</strong> der libanesische Oud-Spieler<br />

Marwan Abado.<br />

Jazz aber richtig!<br />

Starnberg | „All that Jazz Starnberg“<br />

geht <strong>2017</strong> in <strong>die</strong> Vollen<br />

— mit sieben Konzerten in der<br />

Schlossberghalle <strong>und</strong> — das ist<br />

neu — zwei exklusiven Konzerten<br />

auf dem Ausflugskatamaran „MS<br />

Starnberg“: Dort interpretiert<br />

Klaus Doldinger am 6. Mai seine<br />

Filmmusik, etwa aus „Tatort“ oder<br />

„<strong>Das</strong> Boot“, mit dem Orchester<br />

der Kammeroper München <strong>und</strong><br />

Kollegen seiner Band „Passport“.<br />

Konstantin Wecker wird am 29.<br />

September mit seiner Stimme <strong>und</strong><br />

Klavierharmonien <strong>die</strong> Musikfre<strong>und</strong>e<br />

über den abendlichen Starnberger<br />

See geleiten. Veranstalter<br />

der Konzertreihe sind Dr. Manfred<br />

Frei, mit seiner Agentur „Loft Music“<br />

unter anderem Gründer des<br />

„Münchner Klaviersommers“, <strong>und</strong><br />

Irina Frühwirth von „Klangwort<br />

Entertainment“.<br />

„All that Jazz Starnberg“ hat sich<br />

in nur zwei Jahren z<strong>um</strong> T<strong>um</strong>melplatz<br />

für Spitzenmusiker entwickelt,<br />

<strong>die</strong> für Jazz <strong>und</strong> Weltmusik<br />

von höchster Qualität stehen.<br />

Den Anfang machen am 19. <strong>Januar</strong><br />

Posaunist Nils Wogram, den<br />

Die Band Einshoch6 verschmilzt Klassik mit HipHop.<br />

„Die Zeit“ als „eine der großen<br />

Hoffnungen des europäischen<br />

Jazz“ ausgemacht hat, <strong>und</strong> Bojan<br />

Z(ulfikarpasic) aus Paris am<br />

Klavier, den das Fachblatt „Jazz-<br />

Echo“ als „einen der kreativsten<br />

Musiker Europas“ würdigte.<br />

Am 16. <strong>Februar</strong> verschmilzt<br />

<strong>die</strong> Band „Einshoch6“ Klassik<br />

mit HipHop, getrieben von<br />

Band-Leader Carl Amadeus Hiller.<br />

Die neun klassisch ausgebildeten<br />

Musiker standen seit 2003<br />

bei über 400 Konzerten auch mit<br />

Symphonieorchestern, darunter<br />

<strong>die</strong> Münchner Symphoniker, gemeinsam<br />

auf den Bühnen klassischer<br />

Konzertsäle. Seit 2013<br />

begeistert <strong>die</strong> Band als „Musikbotschafter<br />

der deutschen Kultur“<br />

junge Menschen in Asien, Afrika,<br />

Europa <strong>und</strong> Südamerika.<br />

„Chopin goes Jazz“ heißt es<br />

am 30. März, wenn sich Leonid<br />

Chizhik ans Klavier setzt,<br />

begleitet von Florian Trübsbach<br />

auf dem Saxophon. „Chizhik steht<br />

jenseits der Synthese, er zitiert<br />

nicht Vorbilder, sondern schöpft<br />

mit technischer Brillanz aus der<br />

Geschichte h des Klangs“, urteilte<br />

ter „Ticho“ stecken<br />

<strong>die</strong> „Süddeutsche Zeitung“. Vor der Berliner Pianist<br />

dem Fall des Eisernen Vorhangs<br />

<strong>und</strong> Komponist<br />

galt er als bester Jazzpianist der<br />

Sowjetunion. Chopins „Préludes“<br />

<strong>und</strong> „Nocturnes“, von Trübsbach<br />

kongenial begleitet, bieten ihm<br />

eine unerschöpfliche Quelle der<br />

Improvisation.<br />

Drei Musikerpersönlichkeiten vereinen<br />

sich im „Austria String Trio“,<br />

das am 18. Mai in <strong>die</strong> Schlossberghalle<br />

kommt: der gefeierte<br />

Geigen-Solist Benjamin Schmid,<br />

Cellist Florian Eggner, Mitglied<br />

im „Eggner Trio“, einem erfolgreichen<br />

Klaviertrio, <strong>und</strong> Ausnahme-Jazzgitarrist<br />

<strong>und</strong> Komponist<br />

Wolfgang Muthspiel. Sie<br />

vereinen Jazz, Kammermusik <strong>und</strong><br />

Improvisation mit aufregendem<br />

Puls.<br />

Tatsächlich zwischen Starnberg<br />

<strong>und</strong> New York pendelt „Max<br />

Frankl‘s Cargo“ am 19. Oktober:<br />

Der 34-jährige „Echo Jazz“-Gewinner<br />

Marc Schmolling,<br />

Frankl ist gebürtiger<br />

Starnberger <strong>und</strong> auf dem Weg in<br />

<strong>die</strong> oberste Liga der europäischen<br />

Jazz-Gitarristen. Seine Trio-Besetzung<br />

„Cargo“ mit den beiden<br />

Schweizern Reto Suhner (Altsaxophon<br />

<strong>und</strong> Altklarinette) <strong>und</strong><br />

Lionel Friedli (Schlagzeug) gibt<br />

ihm kreative Spielrä<strong>um</strong>e in einer<br />

Klangwelt aus verzerrten Gitarrenso<strong>und</strong>s,<br />

Hall-Effekten, bandmaschinenartigen<br />

Delays <strong>und</strong><br />

Loops.<br />

Den Abend des 30. Novembers<br />

bestreiten zwei junge Gruppen<br />

in einem Doppel-Konzert: Hin-<br />

> > > KARTEN-VERLOSUNG<br />

Klaus Doldinger interpretiert von ihm komponierte<br />

Filmmusik auf der "MS Starnberg"<br />

der britische Trompeter<br />

Tom Arthurs<br />

<strong>und</strong> <strong>die</strong> Sängerin<br />

<strong>und</strong> Stimmkünstlerin<br />

Almut Kühne mit intimer,<br />

bunter, freudiger<br />

<strong>und</strong> verspielter<br />

Kammermusik. Danach steht mit<br />

Kathrin Pechlof eine der wenigen<br />

Harfenistinnen der deutschen<br />

Jazzszene auf der Bühne, sie wird<br />

begleitet vom Berliner Saxofonisten<br />

Christian Weidner <strong>und</strong> dem<br />

Kölner Kontrabassisten Robert<br />

Landfermann.<br />

Die Konzertreihe beschließt am 14.<br />

Dezember Paul Gulda am Cembalo<br />

mit seinem Trio „Tannur“, zu<br />

dem der Oud-Spieler <strong>und</strong> Sänger<br />

Marwan Abado aus Beirut <strong>und</strong><br />

Percussionist Peter Rossmanith<br />

gehören. Guldas Harmonien des<br />

Abendlandes, inspiriert von Bach,<br />

Scarlatti oder Couperin, verbinden<br />

sich mit Rhythmen <strong>und</strong> Melo<strong>die</strong>n<br />

der klassisch-arabischen Tradition<br />

zu virtuosen Instr<strong>um</strong>entalstücken. ts<br />

Für <strong>die</strong> Konzerte am 19. <strong>Januar</strong> <strong>und</strong> 16. <strong>Februar</strong> verlost „tassilo“<br />

3 x 2 Eintrittskarten. Wer sie gewinnen will, schickt eine Postkarte<br />

an „tassilo“, Birkland 40, 86971 Peiting, oder eine E-Mail (info@<br />

tassilo.de) mit dem Kennwort „Jazz <strong>2017</strong>“. Absender nicht vergessen,<br />

<strong>die</strong> Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Einsendeschluss<br />

ist der 11. <strong>Januar</strong>. <strong>Das</strong> Los entscheidet, der Rechtsweg ist<br />

ausgeschlossen.<br />

Tickets für <strong>die</strong> Schlossberghalle kosten 19 <strong>und</strong> 25 Euro, Schüler <strong>und</strong><br />

Studenten bezahlen 10 Euro. Die Konzerte auf der „MS Starnberg“<br />

kosten 120 Euro inklusive Essen (ohne Getränke). Für alle Konzerte<br />

gibt es auch ein Abonnement (133 Euro 1. Kategorie, 112 Euro 2.<br />

Kategorie, 20 Prozent Ermäßigung für <strong>die</strong> Schiffs-Konzerte). Kartenvorverkauf:<br />

Verwaltung Schlossberghalle, Tel. 08151 / 772-136,<br />

772-170 oder 772-250, Tourismusverband Starnberger Fünfseenland,<br />

Tel. 08151 / 90600, München Ticket: www.muenchenticket.de.<br />

Weitere Infos im Internet (www.all-that-jazz-starnberg.de). ts<br />

30 | tassilo


Fotoausstellung in der <strong>Weilheim</strong>er Stadtpfarrkirche<br />

Eine/r von Vielen<br />

im Ehrenamt<br />

Dachau · Fürstenfeldbruck · Herrsching · <strong>Weilheim</strong> · Farchant<br />

Füssen · Kaufbeuren<br />

<strong>Weilheim</strong> I Mit einer Fotoausstellung<br />

in der <strong>Weilheim</strong>er Stadtpfarrkirche<br />

Mariae Himmelfahrt<br />

macht der Caritasverband <strong>Weilheim</strong>-Schongau<br />

auf den großen<br />

Wert von ehrenamtlich engagierten<br />

Menschen aufmerksam. Eröffnet<br />

wird <strong>die</strong> Bilderschau am 17.<br />

<strong>Januar</strong> <strong>um</strong> 18 Uhr von <strong>Weilheim</strong>s<br />

Bürgermeister Markus Loth, der<br />

als Schirmherr geladene Gäste<br />

begrüßen wird. Vor allem aber <strong>die</strong><br />

Ehrenamtlichen, <strong>die</strong> der Penzberger<br />

Fotograf Ralf Gerard in Szene<br />

gesetzt hat. Die Ausstellung läuft<br />

bis Ende <strong>Februar</strong>. An der Konzeption<br />

hat auch <strong>die</strong> Freiwilligenagentur<br />

„Anpacken mit Herz“ in<br />

Person von Gabi Königbauer mitgearbeitet.<br />

Auf den Fotos sind <strong>Weilheim</strong>er<br />

Bürgerinnen <strong>und</strong> Bürger zu sehen,<br />

<strong>die</strong> sich für das Miteinander<br />

<strong>und</strong> Füreinander in der Stadt einbringen<br />

„<strong>und</strong> damit aktiv z<strong>um</strong> sozialen<br />

Frieden in der Stadt beitragen<br />

— egal, ob einheimisch oder<br />

aus einem anderen Herkunftsland<br />

stammend“, erklärt Caritas-Geschäftsführerin<br />

Monika Funk. Die<br />

Portraitierten stünden stellvertretend<br />

für <strong>die</strong> über 40<br />

Prozent jener Menschen, <strong>die</strong> sich<br />

in Deutschland engagieren. „Die<br />

Ausstellung gibt dem Ehrenamt<br />

ein Gesicht — oder besser gesagt,<br />

viele Gesichter — <strong>und</strong> zeigt auch<br />

<strong>die</strong> verschiedenen Tätigkeitsfelder<br />

in ihrer Vielfalt“, ergänzt Königbauer.<br />

So erklärt sich auch der Titel<br />

der Schau: „Eine/r von Vielen“.<br />

Als „sympathische Botschafter“<br />

ins rechte Licht gerückt hat Gerard<br />

Sprach-Paten <strong>und</strong> Schüler-Coaches,<br />

Freiwillige aus dem Jugendrotkreuz,<br />

dem <strong>Weilheim</strong>er Familien-<br />

<strong>und</strong> Mütterzentr<strong>um</strong> sowie aus<br />

den Bereichen Sport, Kirche <strong>und</strong><br />

Umwelt, darunter viele Menschen,<br />

<strong>die</strong> ihr Engagement eher im Hinterg<strong>r<strong>und</strong></strong><br />

betreiben <strong>und</strong> wenig<br />

in der Öffentlichkeit stehen. Dies<br />

spiegelt sich in Gerards Bildkompositionen<br />

wider: Nicht immer ist<br />

auf den ersten Blick zu erkennen,<br />

<strong>um</strong> welche Person es ihm letztlich<br />

geht. Der Fotograf hat sie bildlich<br />

eingebettet in ihren Alltag<br />

oder ihre persönliche Lebens<strong>um</strong>gebung.<br />

Finanziert wird <strong>die</strong> Ausstellung<br />

durch Eigen- oder Projektmittel<br />

der Caritas <strong>und</strong> durch Spenden.<br />

Beteiligt haben sich <strong>die</strong> Stadt<br />

<strong>Weilheim</strong> <strong>und</strong> deren Stadtwerke,<br />

Unternehmen wie <strong>die</strong> <strong>Weilheim</strong>er<br />

Filiale der Sparda Bank München,<br />

<strong>die</strong> Vereinigten Sparkassen im<br />

Landkreis <strong>Weilheim</strong>, Volks- <strong>und</strong><br />

Raiffeisenbank Werdenfels, <strong>die</strong><br />

Bavaria Hausverwaltung <strong>und</strong> <strong>die</strong><br />

Winfried <strong>und</strong> Centa Böhm Stiftung.<br />

Die Ausstellung ist Teil <strong>und</strong> Abschluss<br />

des ersten Projektjahres<br />

von „Miteinander leben — Ehrenamt<br />

verbindet“. Dieses Projekt hat<br />

z<strong>um</strong> Ziel, das freiwillige Engagement<br />

auch von Menschen mit<br />

Migrationshinterg<strong>r<strong>und</strong></strong> zu fördern<br />

<strong>und</strong> sichtbar zu machen. Es wird<br />

gefördert vom Bayerischen Staatsministeri<strong>um</strong><br />

für Arbeit <strong>und</strong> Soziales,<br />

Familie <strong>und</strong> Integration über<br />

<strong>die</strong> Landesarbeitsgemeinschaft<br />

der Freiwilligenagenturen (lagfa<br />

Bayern e.V.). Eine weitere Aktion<br />

innerhalb <strong>die</strong>ses Projekts ist <strong>die</strong><br />

Ausbildung z<strong>um</strong> „Kulturdolmetscher“<br />

für Menschen mit Migrationshinterg<strong>r<strong>und</strong></strong><br />

<strong>und</strong> sehr guten<br />

Deutschkenntnissen. Kulturdolmetscher<br />

vermitteln ehrenamtlich<br />

zwischen Zuwanderern <strong>und</strong> Behörden<br />

oder der Arbeitsagentur. ts<br />

Autohaus Widmann + Winterholler GmbH<br />

www.widmann-winterholler.de<br />

januar / februar <strong>2017</strong> | 31


American Football in Starnberg<br />

Willkommen in<br />

der Argonauten-Familie<br />

Starnberg | Die Argonautensage<br />

kommt ursprünglich aus der griechischen<br />

Mythologie. Ganz so antik<br />

sind sie nicht, <strong>die</strong> American<br />

Footballer der Starnberg Argonauts,<br />

auch wenn deren Geschichte<br />

bereits über 35 Jahre alt ist. Der<br />

„Sage“ nach begann der American<br />

Football — <strong>die</strong> Sportart mit dem<br />

Leder-Ei <strong>und</strong> den vielen kräftigen<br />

Jungs — in Starnberg an einem<br />

warmen Spätsommernachmittag<br />

des Jahres 1980 an den Badeplätzen<br />

in Possenhofen am Starnberger<br />

See. Sechs junge Männer<br />

warfen sich damals einen Football<br />

zu <strong>und</strong> bekamen ein Angebot der<br />

„Munich Cowboys“, welches sie<br />

jedoch ablehnten. Verstärkt durch<br />

elf Amerikaner aus der Bad Tölzer<br />

Kaserne, <strong>die</strong> auch <strong>die</strong> Trainerarbeit<br />

übernahmen, gründeten sie<br />

selbst einen Verein: <strong>die</strong> Starnberg<br />

Argonauts.<br />

Fasziniert von der taktisch<br />

geprägten Sportart<br />

„Die Spielzüge dauern vielleicht<br />

drei bis 20 Sek<strong>und</strong>en<br />

— aber hier passiert<br />

alles“, beschreibt<br />

Thomas Goepfert<br />

<strong>die</strong> Faszination der<br />

wohl am meisten<br />

von der Taktik<br />

geprägten Mannschaftssportart<br />

der<br />

Welt. Der 27-jährige<br />

Me<strong>die</strong>nmanager ist<br />

neben seiner Rolle<br />

als Spieler auch<br />

in der kürzlich<br />

gewählten neuen<br />

Vorstandschaft<br />

für <strong>die</strong> Bereiche<br />

Marketing, Presse<br />

<strong>und</strong> Sponsoring<br />

verantwortlich.<br />

„American<br />

Football hat in<br />

Deutschland ein<br />

gesellschaftliches Problem“, bedauert<br />

Goepfert <strong>und</strong> rä<strong>um</strong>t sogleich<br />

mit einem Vorurteil auf.<br />

„Viele meinen, es verkloppen<br />

sich zwei Mannschaften. Dabei ist<br />

Football von Disziplin geprägt.“<br />

Obwohl <strong>die</strong> Sportart in den letzten<br />

Jahren immer mehr Platz in der<br />

deutschen Fernsehlandschaft findet,<br />

sei <strong>die</strong> Akquise von Sponsoren<br />

immens schwer. „Dabei ist Football<br />

ein Sport für Jedermann“, erklärt<br />

Thomas Goepfert. Und tatsächlich<br />

scheint <strong>die</strong>se Tatsache beim<br />

American Football weitaus mehr<br />

zuzutreffen als bei vielen anderen<br />

Sportarten. Wo etwa beim Fußball<br />

athletische Grenzen nicht wegzudiskutieren<br />

sind, gibt es beim<br />

Football derart viele verschiedene<br />

Positionen mit ganz unterschiedlichen<br />

Anforderungen. Während<br />

— vereinfacht ausgedrückt — <strong>die</strong><br />

kleineren, wendigen Spieler eher<br />

für das Ballfangen <strong>und</strong> Laufen<br />

zuständig sind, benötigt es beim<br />

Blocken der Gegenspieler „<strong>die</strong><br />

schweren Jungs“, wie es Goepfert<br />

nennt: „Man ist ständig auf der<br />

Suche nach kräftigen Spielern.<br />

Schließlich schiebt man 120 oder<br />

150 Kilo nicht so einfach zur Seite.“<br />

Auf einen Aspekt sind sie in<br />

der Vorstandschaft der Argonauts<br />

besonders stolz: „Wir haben ein<br />

breitgefächertes Team. Vom Schüler,<br />

über den Metzgerlehrling bis<br />

z<strong>um</strong> Rechtsanwalt <strong>und</strong> sogar Richter<br />

spielt bei uns eigentlich alles.<br />

Egal welcher Beruf, egal welche<br />

Gesellschaftsschicht, egal welche<br />

Nationalität“, so Vorstandsmitglied<br />

Thomas Goepfert. Es kommt<br />

32 | tassilo


<strong>Das</strong> gestaltet sich nicht immer<br />

leicht, denn <strong>die</strong> Spieler im American<br />

Football können im Gegensatz<br />

zu manch anderer Sportart auch<br />

in den höheren Amateurbereichen<br />

nicht mit Aufwandentschädigungen<br />

rechnen. Selbst in der ersten<br />

B<strong>und</strong>esliga ist ein finanziell lukratives<br />

Gehalt <strong>die</strong> absolute Ausnahme.<br />

Die gedachte, sogenannte „Line of Scrimmage“ trennt <strong>die</strong> Offensive<br />

der einen Mannschaft von der Defensive des Gegners.<br />

also nicht von ungefähr, dass sich<br />

<strong>die</strong> Starnberger Footballer gerne<br />

als „große Argonauten-Familie“<br />

bezeichnen. Obwohl <strong>die</strong> knapp<br />

50 Spieler der Herrenmannschaft<br />

aus <strong>r<strong>und</strong></strong> 25 unterschiedlichen Gemeinden<br />

stammen.<br />

Personeller Umbruch —<br />

neues Konzept<br />

Die Starnberg Argonauts sind<br />

einer der ältesten American-<br />

Football-Vereine in Deutschland.<br />

In Folge eines personellen Umbruchs<br />

treten sie in der kommenden<br />

Saison in der fünftklassigen<br />

Landesliga an, 2013 waren sie<br />

noch in <strong>die</strong> zweite B<strong>und</strong>esliga<br />

aufgestiegen. Doch zahlreiche,<br />

häufig stu<strong>die</strong>nbedingte Abgänge<br />

von Leistungsträgern führten zu<br />

einem freiwilligen Rückzug in<br />

eine tiefere Spielklasse. Mittlerweile<br />

haben einige der ehemaligen<br />

Akteure ihr Studi<strong>um</strong><br />

beendet <strong>und</strong> sind zurückgekehrt.<br />

„Wir haben heuer zehn<br />

Spieler, <strong>die</strong> in der vergangenen<br />

Saison noch erste oder zweite<br />

Liga gespielt haben“, freut sich<br />

Thomas Goepfert darüber, den<br />

Aufstieg als Ziel ausgeben zu<br />

können. Er selbst war einige<br />

Zeit in Österreich <strong>und</strong> zuletzt in<br />

Hildesheim höherklassig aktiv.<br />

Um den Verein zu entwickeln,<br />

sind weitere Schritte notwendig.<br />

Mit dem Amerikaner Matt<br />

Le Fever konnte ein Trainer <strong>und</strong><br />

Quaterback, <strong>die</strong> wichtigste Position<br />

im American Football, in<br />

Personalunion gewonnen werden.<br />

Er ist hauptamtlich angestellt,<br />

übernimmt <strong>die</strong> Ausbildung<br />

der heimischen „Coaches“, leitet<br />

diverse Jugendprogramme <strong>und</strong><br />

baut <strong>die</strong> Basis auf. „Ich denke, für<br />

eine fünfte Liga ist das ziemlich<br />

einmalig“, sagt Goepfert. Am 9.<br />

März <strong>2017</strong> macht sich ein Tross mit<br />

35 Spielern, sieben Trainern <strong>und</strong><br />

Betreuern auf z<strong>um</strong> „International<br />

Football Camp in Iceland“. Solche<br />

Projekte wie <strong>die</strong>ses Trainingslager<br />

<strong>und</strong> der kulturelle Austausch in<br />

Island sollen auch zukünftig keine<br />

Seltenheit bleiben. Die Hälfte der<br />

Reisekosten wird von Sponsoren<br />

übernommen, für den Rest kommen<br />

<strong>die</strong> Teilnehmer selbst auf.<br />

Selbst für den<br />

Nachwuchs sorgen<br />

Zwei Jugendmannschaften jagen<br />

bei den Argonauts dem „Ei“ hinterher.<br />

In den jüngeren Altersklassen<br />

wird oftmals eine abgespeckte<br />

Variante gespielt. Statt wie bei den<br />

Erwachsenen mit jeweils elf Spielern,<br />

tritt man hier nur mit neun<br />

an. Derzeit versuchen <strong>die</strong> Argonauts<br />

eine Jugendmannschaft für<br />

das sogenannte „Flag Football“<br />

aufzubauen. Eine Variante, <strong>die</strong><br />

weitestgehend ohne „Tackling“,<br />

also Körperkontakt, auskommt.<br />

„Man merkt im Umfeld, dass sich<br />

etwas bewegt“, beschreibt Thomas<br />

Goepfert, auch wenn er weiß,<br />

dass <strong>die</strong> besten Zweitliga-Zeiten,<br />

in denen durchaus 800 bis 1000<br />

Zuschauer zu den Spielen kamen,<br />

z<strong>um</strong>indest vorübergehend vorbei<br />

sind. Trotzdem haben <strong>die</strong> Heimspiele<br />

auch heute noch Eventcharakter.<br />

Die Cheerleader-Formation<br />

„Silver Stars“ sorgt für Stimmung<br />

<strong>und</strong> Goepfert verspricht „den Besten<br />

Burger, den es gibt“. Am 5.<br />

<strong>Februar</strong> <strong>2017</strong> steht wieder der<br />

größte Feiertag für Football-<br />

Fans <strong>r<strong>und</strong></strong> <strong>um</strong> den Globus an:<br />

der Super Bowl. <strong>Das</strong> Finale der<br />

amerikanischen Profiliga „NFL“<br />

gilt als das größte Einzelsportereignis<br />

der Welt. R<strong>und</strong> 800<br />

Millionen Zuschauer weltweit<br />

werden sich dann wieder vor<br />

den TV-Geräten t<strong>um</strong>meln. Natürlich<br />

auch <strong>die</strong> Starnberg Argonauts.<br />

Ein Zusammenkommen<br />

von Fans <strong>und</strong> Spielern,<br />

wie im vergangenen Jahr im<br />

Breitwand-Kino, ist auch <strong>die</strong>smal<br />

geplant.<br />

tis<br />

januar / februar <strong>2017</strong> | 33


Ausstellung der spätberufenen Malerin Mariela Sartorius<br />

Die H<strong>und</strong>enase <strong>und</strong><br />

andere Landschaften<br />

Murnau | Im Kunstverein<br />

Murnau, Burggraben 4, sind<br />

ab 10. <strong>Februar</strong> <strong>2017</strong> Gemälde<br />

von Mariela Sartorius zu<br />

sehen. Die Einzelausstellung<br />

unter dem Titel „Geheime<br />

Zeichen der Natur“ läuft bis<br />

25. <strong>Februar</strong>. Einem größeren<br />

Publik<strong>um</strong> ist <strong>die</strong> heute<br />

74-jährige Münchnerin als<br />

Schriftstellerin, Journalistin<br />

<strong>und</strong> Poetin bekannt. Zu den<br />

erfolgreichsten Büchern ihrer<br />

über 50-jährigen Karriere zählen<br />

„Der weibliche EQ“, „Die hohe<br />

Schule der Einsamkeit“ oder „Die<br />

hohe Kunst der Melancholie“. Ihre<br />

Bü cher wurden in viele Sprachen<br />

übersetzt, darunter Koreanisch <strong>und</strong><br />

Chinesisch. Reportagen, Portraits,<br />

Essays <strong>und</strong> Gedichte von Sartorius<br />

publizierten anerkannte Me<strong>die</strong>n in<br />

Deutschland.<br />

Und nun <strong>die</strong> Malerei: Hier ist Sartorius<br />

eine Spätberufene, ihre Leidenschaft<br />

machte sie erst vor vier<br />

Jahren z<strong>um</strong> zweiten Beruf. Als ihr<br />

Verlag kurz vor ihrem 70. Geburtstag<br />

den nächsten Bestseller mit<br />

ihr plante, wollte sie nicht mehr<br />

schreiben, trotz des Erfolgs. Und<br />

weil sie keine halben Sachen mag,<br />

war nur folgerichtig, dass sie — im<br />

Gegensatz zu vielen anderen Hobbymalern,<br />

<strong>die</strong> im Alter Pinsel <strong>und</strong><br />

Leinwand als Zeitvertreib entdecken<br />

— ihre neue Passion kurzerhand<br />

z<strong>um</strong> Beruf erhob. In <strong>die</strong>sem<br />

arbeitet sie mit großer Disziplin,<br />

entwickelt ständig Techniken <strong>und</strong><br />

malerische Fä higkeiten weiter <strong>und</strong><br />

nimmt Unterricht bei den bildenden<br />

Künstlern Nicola Klemz <strong>und</strong><br />

34 | tassilo<br />

Tomas Nittner; obwohl sie sich als<br />

„Einzelgängerin aus Überzeugung“<br />

bezeichnet.<br />

Mit dem Porträt der Nase ihres<br />

H<strong>und</strong>es wurde Sartorius 2016 im<br />

Münchner Kunstverein als beste<br />

Künstlerin der Ausstellung „Hayward<br />

& Tamayo“ ausgezeichnet.<br />

Ihre Malerei durchziehen Neugier,<br />

Erfindungsreicht<strong>um</strong>, Fantasie, Mut<br />

z<strong>um</strong> Ausprobieren, ja geradezu<br />

Tollkü hnheit, mit der sie sich in<br />

neue Themen <strong>und</strong> Motive stü rzt.<br />

<strong>Das</strong> Ergebnis sind großflä chige,<br />

monochrome Bilder, gemalt mit<br />

breitem Strich, in denen sich<br />

weite Ausblicke mit kleinteiligen<br />

Strukturen abwechseln. Die Palette<br />

spiegelt <strong>die</strong> Farben der Natur<br />

wieder: Erdige Tö ne stehen im<br />

Wechselspiel zu eisblauen Gletscher-Impressionen,<br />

schwarze<br />

Nacht kontrastiert mit dem<br />

saftigen Grü n frü hlingshafter<br />

Gebilde. Doch sind <strong>die</strong>s keine<br />

Landschaftsabbildungen<br />

im herkö mmlichen Sinne,<br />

<strong>die</strong> Malerin abstrahiert<br />

Landschaften, zu denen sie<br />

<strong>die</strong> Oberfläche des Mondes<br />

ebenso zählt wie <strong>die</strong> Nase<br />

ihres H<strong>und</strong>es. Seit 2015 waren<br />

Sartorius‘ Bilder in London,<br />

Madrid, Santa Fé (New Mexico/<br />

USA) <strong>und</strong> München zu sehen, jetzt<br />

kommt sie in den Kunstverein Murnau.<br />

Vernissage ist am Freitag, 10.<br />

<strong>Februar</strong> <strong>2017</strong>, <strong>um</strong> 19 Uhr, geöffnet<br />

ist <strong>die</strong> Ausstellung Mittwoch bis<br />

Freitag von 15 bis 18 Uhr <strong>und</strong> samstags<br />

von 11 bis 15 Uhr.<br />

ts<br />

Zwei Werke von Mariela<br />

Sartorius: Vernissage zur Ausstellung<br />

ist am 10. <strong>Februar</strong>.


Firmen-Entertainer <strong>und</strong> Zukunfts-Kabarettist Frank Astor<br />

Verrückt aus der Zukunft<br />

Dießen / Herrsching | Wer intellektuell<br />

anspruchsvolle Unterhaltung<br />

schätzt <strong>und</strong> zugleich von Herzen<br />

lachen möchte, sollte sich den 14.<br />

<strong>Januar</strong> <strong>2017</strong> im Kalender anstreichen:<br />

An <strong>die</strong>sem Samstagabend<br />

präsentiert Frank Astor im „Andechser<br />

Hof“ in Herrsching seine<br />

Zukunfts-Show „Robo Sapiens —<br />

Verrückt aus der Zukunft“. Der<br />

Coach, Entertainer, Schauspieler<br />

<strong>und</strong> Kabarettist, der in Dießen lebt,<br />

hat aus führenden Trendagenturen<br />

<strong>und</strong> Zukunftsforschern hochaktuelle<br />

Themen herausgekitzelt<br />

<strong>und</strong> <strong>die</strong> „Trends der Zukunft“ —<br />

Robotik, digitale Transformation,<br />

künstliche Intelligenz (KI) —<br />

zu einem abendfüllend-atemberaubenden<br />

Programm verdichtet.<br />

Der Auftritt in Herrsching ist der<br />

einzige öffentliche vor „Bezahl-<br />

Publik<strong>um</strong>“ in der Region. Sonst ist<br />

Astor mit „Robo Sapiens“ zu Gast<br />

bei Firmen-Events, Kongressen,<br />

Mitarbeiter-Seminaren oder Schulungen<br />

für Führungskräfte.<br />

Zwanzig Methoden, sein<br />

Leben zu verplempern<br />

Dieses erlesene, weil zahlungskräftige<br />

Publik<strong>um</strong>, hat sich der<br />

57-Jährige erarbeitet, nachdem er<br />

vor 35 Jahren seine „Ochsentour“<br />

begonnen hatte: In Deutschland,<br />

Österreich <strong>und</strong> der Schweiz absolvierte<br />

er über 3 000 Vorstellungen<br />

auf Kleinkunstbühnen, bis er vor<br />

etwa 15 Jahren in <strong>die</strong> „Midlife Crisis“<br />

stürzte. Damals entstand das<br />

Programm „20 Methoden, sein<br />

Leben zu verplempern“, das er<br />

rückblickend als „Selbst-Therapie“<br />

bezeichnet. Eines Abends saß eine<br />

Führungskraft aus einem Unternehmen<br />

im Publik<strong>um</strong>, <strong>die</strong> ihm<br />

hernach z<strong>um</strong> „gelungenen Coaching<br />

mit kabarettistischen Mitteln“<br />

gratuliert habe, erzählt Astor.<br />

Er wurde in <strong>die</strong> Firma eingeladen<br />

<strong>und</strong> <strong>die</strong> neue „Geschäftsidee“ war<br />

geboren, denn: „Firmen bezahlen<br />

mir für eine St<strong>und</strong>e so viel, wie ich<br />

in einem Monat mit Kabarett ver<strong>die</strong>nt<br />

habe“, rä<strong>um</strong>t der Dießener<br />

un<strong>um</strong>w<strong>und</strong>en ein.<br />

Speziell auf Firmen zugeschnitten<br />

folgten Programme mit Titeln wie<br />

„Acht Wege, seine Arbeit aufzuschieben“<br />

oder „Projekte in den<br />

Sand zu setzen — leicht gemacht!“.<br />

Ein Dauerbrenner sei das gründlich<br />

recherchierte <strong>und</strong> sehr pointenreiche<br />

Finanzkabarett „Geld.<br />

Macht.Glücklich.“. Dabei sei er<br />

weder Komiker noch komödiantisches<br />

Naturtalent, sondern müsse<br />

sich <strong>die</strong> Programme <strong>und</strong> ihre Inhalte<br />

jedes Mal hart erarbeiten:<br />

„Manche Programme spiele ich<br />

500 Mal aufwärts. Ich bin ständig<br />

am Basteln <strong>und</strong> Gucken: Wie bleibe<br />

ich aktuell, frisch, spritzig? Wobei<br />

auch <strong>die</strong> Zuschauer oft guten<br />

Input geben.“<br />

Drohnenflug in der<br />

Seniorenresidenz<br />

„Robo Sapiens“ entwickelte er<br />

zusammen mit Michi Marchner<br />

aus Pähl, im <strong>Tassilo</strong>land ebenfalls<br />

kein Unbekannter. „Der hatte mit<br />

seinem Programm ‚Nach uns <strong>die</strong><br />

Zukunft‘ das Thema schon gut<br />

vorgearbeitet, lief aber jetzt in der<br />

Frank Astor, in Dießen<br />

lebender Zukunfts-H<strong>um</strong>orist,<br />

Entertainer, Schauspieler,<br />

Coach <strong>und</strong> Kabarettist.<br />

Zusammenarbeit zur Höchstform<br />

auf <strong>und</strong> entwickelt immer noch<br />

weiter <strong>und</strong> aktualisiert“, erzählt<br />

Astor. Für <strong>die</strong> Proben konnte das<br />

Duo den Theatersaal der Dießener<br />

Seniorenresidenz Augustin<strong>um</strong><br />

nutzen. Viele Bewohner verfolgten<br />

mehrere Test-Aufführungen, was<br />

half, Textpassagen zu verdichten,<br />

Pointen besser zu setzen <strong>und</strong><br />

überhaupt <strong>die</strong> Wirkung <strong>und</strong> Verständlichkeit<br />

der Zukunftsshow<br />

zu testen. „Die Senioren waren<br />

begeistert“, freut sich Astor. Kein<br />

W<strong>und</strong>er: Durch den Augustin<strong>um</strong>-<br />

Saal flogen Drohnen, auf einem<br />

Tisch tanzte ein kleiner Roboter<br />

<strong>und</strong> Astor schwebte souverän mit<br />

einem Hoverboard über <strong>die</strong> große<br />

Bühne.<br />

Astor spielt „einen Typ aus der<br />

Zukunft“, eine Verbindung aus<br />

Mensch <strong>und</strong> Maschine, der eine<br />

„positive Zukunftsvision der künstlichen<br />

Intelligenz“ übermittelt.<br />

Nicht zurück in <strong>die</strong> Zukunft, sondern<br />

verrückt aus der Zukunft.<br />

Dreh- <strong>und</strong> Angelpunkt sind all<br />

jene Erkenntnisse, <strong>die</strong> er bei den<br />

Agenturen <strong>und</strong> Forschern gesammelt<br />

hat — Ideen, <strong>die</strong> bereits gedacht<br />

werden, Prototypen, <strong>die</strong> es<br />

heute schon gibt. Größte Inspirationsquelle<br />

sei das Buch „Unsere<br />

Welt in 100 Jahren“ von Michio<br />

Kaku gewesen, der als BBC-Journalist<br />

Zugang zu Zukunftslaboren<br />

hat <strong>und</strong> <strong>die</strong> dort gemachten Erfindungen<br />

visionär hochrechnete.<br />

Naheliegend, dass Astor <strong>und</strong><br />

Marchner eine Radio- <strong>und</strong> eine<br />

Fernsehsendung vorbereiten: „<strong>Das</strong><br />

Thema ist unerschöpflich <strong>und</strong> wird<br />

es auch in den nächsten Jahrzehnten<br />

bleiben.“<br />

Die Programmteile von „Robo Sapiens“<br />

<strong>um</strong>fassen inzwischen ein<br />

Skript von <strong>r<strong>und</strong></strong> 800 Seiten, wovon<br />

Astor pro Firmen-Auftritt gerade<br />

einmal 20 nutzt. „<strong>Das</strong> reicht für<br />

eine St<strong>und</strong>e Programm“, erklärt<br />

der Autor, der noch einen Verlag<br />

sucht, der das Buch veröffentlichen<br />

möchte. Aus dem F<strong>und</strong>us<br />

stellt Astor seine Themen zusammen<br />

<strong>und</strong> adaptiert sie jeweils<br />

neu für <strong>die</strong> ihn engagierende<br />

Firma. Ganz gleich, ob es sich<br />

<strong>um</strong> einen Versicherungskonzern,<br />

einen Software-Riesen, eine Lebensmittelkette,<br />

einen Autobauer<br />

oder den Arbeitgeberverband Oldenburg<br />

handelt. „Für <strong>die</strong> hohen<br />

geladenen Gäste muss ich jedes<br />

Mal pointenstark, unterhaltsam,<br />

seriös, niveauvoll, pfiffig, komödiantisch<br />

sein — schließlich muss<br />

ich sie alle kriegen“, sagt Astor. Ob<br />

<strong>und</strong> wie gut ihm das gelingt, lässt<br />

sich im <strong>Januar</strong> in Herrsching bestens<br />

nachprüfen (Infos unter www.<br />

robo-sapiens.de).<br />

ts<br />

januar / februar <strong>2017</strong> | 35


Ideal für Sportler jeden Alters<br />

Trendsport Eisstockschießen<br />

<strong>Tassilo</strong>land | „Eisstockschießen<br />

erlebt derzeit einen richtigen<br />

Boom“, stellt der Präsident<br />

des Deutschen Eisstockverbandes<br />

Christian Lindner fest. Zwar hat<br />

<strong>die</strong>se Sportart auch mit dem Problem<br />

der schwindenden Winter<br />

<strong>und</strong> den damit fehlenden Eisflächen<br />

im Freien zu kämpfen. Die<br />

sportlich Ambitionierten weichen<br />

da in <strong>die</strong> Eishalle aus, für Hobbyspieler<br />

werden Kunststoffbahnen<br />

als Ersatz angelegt. In <strong>Weilheim</strong><br />

ist erstmals am Kirchplatz eine<br />

solche Kunststoffplatte zu finden,<br />

auf der man noch bis Sonntag, 8.<br />

<strong>Januar</strong>, in geselliger R<strong>und</strong>e Eisstöcke<br />

schieben kann.<br />

Eisstockschießen ist ein sehr traditionsreicher<br />

Sport. Alfred Krenmayr<br />

aus Rott erinnert sich noch<br />

an Zeiten, als der Engelsrieder<br />

See über Wochen zugefroren war<br />

<strong>und</strong> sich dort täglich mehrere<br />

Mannschaften z<strong>um</strong> Eisstockschießen<br />

trafen. „Damals hatten <strong>die</strong><br />

Bauarbeiter noch Schlechtwetter<br />

<strong>und</strong> sind den ganzen Winter z<strong>um</strong><br />

Schießen gekommen“, erzählt<br />

Krenmayr.<br />

Auch wenn sich das Klima verändert<br />

hat, ist der Eisstocksport ein<br />

Breitensport geblieben. In vielen<br />

Gemeinden gehört <strong>die</strong> Sparte<br />

„Eisstock“ z<strong>um</strong> Sportverein; es<br />

gibt Asphalt- oder Pflaster-Bahnen,<br />

auf denen mittlerweile ganzjährig<br />

geschoben wird.<br />

Aktive Sportler trainieren<br />

in der Eishalle<br />

Der bayerische Eisstockverband ist<br />

in sechs Bezirke aufgeteilt, wobei<br />

sich im <strong>Tassilo</strong>land <strong>die</strong> Bezirke<br />

Schwaben-Ammersee <strong>und</strong> Oberbayern<br />

überschneiden. „Die aktiven<br />

Eisstockschützen trainieren<br />

alle in der Eishalle“, weiß Robert<br />

Pabst, Vorsitzender des Bezirks<br />

Schwaben-Ammersee. Der Starnberger<br />

betont, dass der Stocksport<br />

ein Leistungssport sei, der bei<br />

Wettkämpfen mit sechs bis sieben<br />

36 | tassilo


St<strong>und</strong>en Dauer höchste Anforderungen<br />

an <strong>die</strong> Sportler stellt. Erst<br />

kürzlich fand in Peiting der Europapokal<br />

für Damen <strong>und</strong> Herren<br />

statt, den der B<strong>und</strong>esvorsitzende<br />

Christian Lindner in seine Heimatgemeinde<br />

holen konnte. „<strong>Das</strong> ist<br />

vergleichbar mit der Champions-<br />

League im Fußball“, betont Lindner<br />

<strong>die</strong> Tragweite <strong>die</strong>ses Wettkampfes,<br />

an dem Mannschaften<br />

aus ganz Europa teilnahmen <strong>und</strong><br />

<strong>die</strong> Peitinger Männer am Ende auf<br />

dem dritten Podestplatz landeten.<br />

Er weiß auch, dass es in Deutschland<br />

<strong>r<strong>und</strong></strong> 50 000 aktive Eisstockspieler<br />

gibt. „Die Dunkelziffer an<br />

Spielern, <strong>die</strong> zweimal im Jahr auf<br />

ein zugefrorenes Altwasser oder<br />

Ähnliches geht, liegt bestimmt bei<br />

300 000 Leuten“, tippt Lindner.<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

Ba<strong>um</strong>pflege<br />

Ba<strong>um</strong>fällungen<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

Perfekt für alle<br />

Generationen<br />

Derzeit ist ein Aufschwung für<br />

<strong>die</strong>sen Hobby-Trend durchaus zu<br />

erkennen. Die meisten steigen<br />

erst im Alter zwischen 30 <strong>und</strong><br />

40 Jahren ein, wenn <strong>die</strong> aktive<br />

Fußballzeit oder ein anderer Leistungssport<br />

nicht mehr möglich<br />

sind. Es gibt sogar Spieler, <strong>die</strong><br />

mit 80 Jahren noch z<strong>um</strong> Eisstockschießen<br />

gehen, weshalb er auch<br />

als „Mehrgenerationensport“ bezeichnet<br />

wird. Seit ein paar Jahren<br />

gibt es in München am Chinesischen<br />

Turm oder im Augustiner-<br />

Biergarten Kunststoff-Eisbahnen,<br />

auf denen man in geselliger R<strong>und</strong>e<br />

spielen kann. Diese Idee haben<br />

nun auch einige Organisatoren<br />

zur Belebung des <strong>Weilheim</strong>er<br />

Kirchplatzes aufgegriffen. Gegen<br />

einen Unkostenbeitrag kann man<br />

sich dort Eisstöcke ausleihen <strong>und</strong><br />

auf der Kunststoffbahn mit bis zu<br />

sechs Personen spielen. Es gibt<br />

auch Kinderstöcke, so dass <strong>die</strong>se<br />

Eisstockbahn ein w<strong>und</strong>erbarer<br />

Ausflugstipp für Familien ist.<br />

Bis z<strong>um</strong> Ferienende Sonntag, 8.<br />

<strong>Januar</strong>, ist <strong>die</strong> Bahn noch aufgebaut.<br />

rg<br />

januar / februar <strong>2017</strong> | 37


Der Pollinger Pyrotechniker <strong>und</strong> ein besonderer Ruhetag<br />

Feuerwerk ist<br />

wie ein Boxkampf<br />

Polling | Silvester steht vor der Tür,<br />

<strong>die</strong> bunteste Nacht des Jahres —<br />

Feuerwerkzeit. Mit knalligen Werbeprospekten<br />

preisen Super- <strong>und</strong><br />

Ba<strong>um</strong>ärkte ihr Sammelsuri<strong>um</strong> an<br />

Krachern <strong>und</strong> Raketen an, überwiegend<br />

Massenware aus Fernost.<br />

Wer indes den nächtlichen Himmel<br />

wirklich mit Profi-Material ill<strong>um</strong>inieren<br />

möchte in der Gewissheit,<br />

Neuheiten zu zünden, <strong>die</strong> der<br />

Nachbar nicht hat, der kann sich<br />

bei Martin Hellmuths „Pillar of<br />

Fire“, der Feuer-Säule in Polling<br />

eindecken.<br />

Der staatlich geprüfte Großfeuerwerker<br />

bezieht viele Kracher,<br />

Raketen oder Kugelblitze aus Italien.<br />

„Dort gibt es <strong>die</strong> teuersten<br />

Effekte“, weiß der 39-Jährige.<br />

Mindestens einmal im Jahr fährt<br />

er gen Süden, <strong>um</strong> sich inspirieren<br />

zu lassen: „Man bekommt dort<br />

Dinge, <strong>die</strong> man selten sieht.“ Etwa<br />

in der Ortschaft Recco südlich von<br />

Genua in Ligurien, wo einmal im<br />

Jahr an zwei Tagen insgesamt<br />

sieben Großfeuerwerke gezündet<br />

werden. Außerdem hat er einen<br />

Kollegen, der im Besitz des Herstellungsscheins<br />

ist, also Feuerwerkskörper<br />

selbst anfertigen<br />

darf. Exklusive Knalleffekte.<br />

„Kirche <strong>und</strong> Feuerwerk<br />

liegen nah beinander“<br />

Doch war<strong>um</strong> ausgerechnet Italien?<br />

„Die Tradition des Feuerwerks<br />

ist dort religiös hinterlegt“, weiß<br />

Hellmuth. Viele Orte haben einen<br />

Schutzpatron, „Kirche <strong>und</strong> Feuerwerk<br />

liegen nah beieinander“.<br />

Was dort während oder nach Prozessionen<br />

anlässlich der Namenstage<br />

abgebrannt wird, bekäme in<br />

Deutschland niemand genehmigt.<br />

Der Pollinger hat schon einmal einen<br />

Ort besucht, in dem auf einer<br />

Fläche von vier Fußballfeldern ein<br />

Tagesfeuerwerk gezündet wurde.<br />

„Ich habe mich gew<strong>und</strong>ert, war<strong>um</strong><br />

<strong>die</strong> Einheimischen alle mit<br />

Campingstühlen angerückt sind —<br />

später habe ich es verstanden: <strong>Das</strong><br />

Feuerwerk dauerte drei St<strong>und</strong>en.“<br />

Selbst ist er nicht so lange aktiv:<br />

„Nach etwa 13 Minuten tritt eine<br />

AUTORISIERTER SERVICEPARTNER<br />

Der staatlich geprüfte Großfeuerwerker<br />

Martin Hellmuth<br />

38 | tassilo


gewisse Sättigung ein“, hat er<br />

beobachtet, wenngleich Zuschauer<br />

<strong>die</strong> Zeitspanne oft doppelt so<br />

lang einschätzten. Abhängig vom<br />

Budget dauern Hellmuths Feuerwerke<br />

zwischen fünf <strong>und</strong> eben jenen<br />

13 Minuten. Er feuert bei Geburtstagen<br />

<strong>und</strong> Hochzeiten, beim<br />

Volksfest in <strong>Weilheim</strong>, zündet das<br />

Seefeuerwerk in Herrsching am<br />

Ammersee, am Tegernsee, beim<br />

Schrobenhausener Volksfest. Zwischen<br />

20 <strong>und</strong> 25 Mal pro Jahr ist er<br />

im Einsatz zwischen Boden- <strong>und</strong><br />

Chiemsee, Mittenwald <strong>und</strong> Ingolstadt,<br />

weiterempfohlen durch<br />

M<strong>und</strong>propaganda. Los geht’s im<br />

April, danach ist er fast jedes Wochenende<br />

unterwegs.<br />

Und er ersinnt jedes Mal eine neue<br />

Choreographie, entsprechend dem<br />

Charakter seiner Auftraggeber.<br />

„Man muss den Typ Mensch einschätzen,<br />

für den man das Feuerwerk<br />

macht, <strong>und</strong> es soll eine<br />

Geschichte sein, <strong>die</strong> sich aufbaut —<br />

Einleitung, Hauptteil, Innehalten,<br />

Finale.“ Preislich beginnt das Vergnügen<br />

bei 1 000 Euro, „nach oben<br />

sind keine Grenzen gesetzt“, in der<br />

Hochzeitssaison würden zwischen<br />

1 800 <strong>und</strong> 3 000 Euro ausgegeben,<br />

erklärt Hellmuth. Es sei <strong>die</strong> Investition<br />

in eine bleibende Erinnerung,<br />

Hochzeitsgäste erinnerten<br />

sich länger ans Feuerwerk als daran,<br />

was es zu essen gab. Und: „Ein<br />

Feuerwerk ist wie ein Boxkampf“,<br />

zieht er den Vergleich. Fernsehzuschauer<br />

gingen zufriedener ins<br />

Bett nach einem Ko-Schlag, als<br />

wenn „Klitschko in zwölf R<strong>und</strong>en<br />

nach Punkten gewinnt“. Auf den<br />

Knalleffekt kommt es an.<br />

Drei verschiedene<br />

Feuerwerk-Arten<br />

Generell gebe es drei Arten von<br />

Feuerwerk: <strong>Das</strong> Barockfeuerwerk<br />

mit Dreh- <strong>und</strong> Sprüheffekten,<br />

angelehnt an das, was einst im<br />

Schlosspark von Versailles abgebrannt<br />

wurde; das Höhenfeuerwerk<br />

mit Kugelbomben, Raketen<br />

<strong>und</strong> Bombetten, das „ein Bouquet<br />

an den Himmel malt“; <strong>und</strong> das<br />

Musik-Synchron-Feuerwerk, das<br />

heute per Computer gezündet<br />

wird, damit der Lichtblitz, bildlich<br />

gesprochen, verzögert vor dem<br />

Paukenschlag über den Himmel<br />

zuckt. Hier geht es <strong>um</strong> Zehntelsek<strong>und</strong>en.<br />

„Die Schussfolge <strong>und</strong> <strong>die</strong><br />

Verzögerung sind der Pinsel, mit<br />

dem man ein Feuerwerk malt“,<br />

vergleicht Hellmuth.<br />

Schulungsfeuerwerk<br />

als Gegengeschäft<br />

Sein Handwerk, das er nebenberuflich<br />

ausübt, hat er vor 15<br />

Jahren bei „H<strong>um</strong>mig Effects“ in<br />

Peißenberg erlernt (siehe Bericht<br />

Seite 4). „Aus Jux <strong>und</strong> Dollerei“,<br />

erinnert er sich. Und als Gegengeschäft,<br />

weil er mit einem H<strong>um</strong>mig-Sohn<br />

in <strong>die</strong>selbe Klasse ging,<br />

dem er später für ein halbes Jahr<br />

Unterkunft gewährte. Ob er, statt<br />

Miete <strong>und</strong> Nebenkosten, einmal<br />

mit auf ein Schulungsfeuerwerk<br />

kommen könne, habe er damals<br />

gefragt. Er konnte, <strong>und</strong> aus einem<br />

wurden 26, wonach Ingo H<strong>um</strong>mig,<br />

der Firmenchef, ihn darauf hingewiesen<br />

habe, dass er <strong>die</strong> erforderliche<br />

Feuerwerkszahl für den Pyrotechniker-Schein<br />

erreicht habe,<br />

den er dann „begeistert abgelegt<br />

<strong>und</strong> bestanden“ habe.<br />

Als er ihn vom staatlichen Prüfer<br />

überreicht bekam <strong>und</strong> gefragt<br />

wurde, wie denn seine Firma<br />

heiße — weil Großfeuerwerker<br />

kleingewerblich tätig sein müssen<br />

— habe er sich an eine englische<br />

Bibel erinnert, <strong>die</strong> er in<br />

London gelesen hatte. Konkret an<br />

<strong>die</strong> Episode, in der Moses vor der<br />

Feuersäule steht, der „Pillar of<br />

fire“. Der Name war gef<strong>und</strong>en, <strong>die</strong><br />

Firma gegründet, sie hat aber einen<br />

besonderen Ruhetag: „An Silvester<br />

lasse ich allen anderen den<br />

Vortritt, in der Nacht, in der jeder<br />

darf, muss ich nicht mitmischen“,<br />

sagt Martin Hellmuth. Gelegenheiten<br />

hat er sonst genug. ts<br />

januar / februar <strong>2017</strong> | 39


Neujahrs-Vorsätze der etwas anderen Art<br />

Der Schweineh<strong>und</strong><br />

in der Welpenschule<br />

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<strong>Tassilo</strong>land | Es wäre nicht schwer,<br />

das Neue Jahr mit einer großen<br />

Portion schlechtes Gewissen zu beginnen.<br />

Man müsste so viel ändern,<br />

an sich selbst, am Leben <strong>und</strong> überhaupt.<br />

Zu schwer sind wir, zu träge,<br />

dazu richten wir den Fokus z<strong>um</strong>eist<br />

auf Aktivitäten <strong>und</strong> Begebenheiten,<br />

<strong>die</strong> eher nicht ges<strong>und</strong>heitsförderlich<br />

sind. Keine Illustrierte,<br />

kein Frauenmagazin, das in <strong>die</strong>ser<br />

Zeit nicht mit Superdiäten, Super-<br />

Sportprogrammen <strong>und</strong> Super-<br />

Optimierungstipps aufwartet. Auch<br />

„tassilo“ springt mit auf <strong>die</strong>sen<br />

Zug, allerdings mit Vorschlägen,<br />

<strong>die</strong> vielleicht erst auf den zweiten<br />

Blick ihre Wirkung entfalten. Dennoch<br />

— es gilt auch hier, den inneren<br />

Schweineh<strong>und</strong> zu zähmen. Allerdings<br />

nicht mit eisernem Willen,<br />

sondern moderater. Kleine Veränderungen<br />

können Großes bewirken<br />

— <strong>und</strong> aus dem Scheitern immer<br />

wieder Neues entstehen. Deshalb,<br />

keine Angst vor guten Vorsätzen!<br />

Tipp 1 — Es einfach mal<br />

einfach machen<br />

40 | tassilo<br />

Man möchte gut aussehen, dem<br />

ges<strong>und</strong>en Aspekt z<strong>um</strong> Trotz. Dennoch<br />

gibt es kein Gesetz, dass einem<br />

verbietet, sich in bequemer<br />

Alltagsbekleidung auf den Weg ins<br />

Freie zu machen. Hauptsache, man<br />

fängt einfach an. Wer mit moderaten<br />

R<strong>und</strong>en, Schritt für Schritt, auf<br />

ein bis zwei Bewegungseinheiten<br />

pro Woche kommt, wird bald den<br />

Gewöhnungseffekt spüren <strong>und</strong><br />

Lust auf mehr bekommen. Und<br />

dann darf es auch professionelle<br />

Funktionskleidung sein. Ein kleiner<br />

Tipp im Tipp: Es kann unglaublich<br />

befreiend sein, sich einmal ganz<br />

„ungeschminkt“ der Umwelt zu<br />

zeigen. Zu laufen, wenn man das<br />

Bedürfnis hat, zu hüpfen oder beim<br />

Gehen zu singen. Alles ist erlaubt,<br />

wenn es nicht z<strong>um</strong> Schaden anderer<br />

ist.<br />

Tipp 2 — Analog<br />

ist das neue Bio<br />

Natürlich sorgt durchdachte hte Outdoorbekleidung<br />

orbe<br />

ei<br />

du<br />

schon für<br />

eine Pri-<br />

se Motivation ion vorneweg.<br />

eg.<br />

Mit Tipp 2 steht Diät auf dem Programm<br />

— <strong>und</strong> zwar digital! Bei<br />

sehr<br />

vielen Menschen ruft <strong>die</strong> Vorstellung,<br />

lung<br />

nicht in irgendeiner iner<br />

Wei-<br />

se erreichbar ei<br />

zu sein, erst einmal<br />

das Gegenteil eil von<br />

Entspannung<br />

nu<br />

ng<br />

hervor. Dennoch liegt auch im Digitalverzicht<br />

auf Zeit ein unermesslicher<br />

Mehrwert. Handy, Computer,<br />

Tablet <strong>und</strong> selbst den Fernseher<br />

einfach einmal aus- oder wegzulassen,<br />

wenn auch nur für eine<br />

gesetzte Zeitspanne, konfrontiert<br />

zunächst mit Unruhe. Der Kopf ist<br />

voller wirrer Töne, <strong>die</strong> Hände suchen<br />

z<strong>um</strong>eist Beschäftigung, der<br />

Körper ist angespannt. Doch wer<br />

jemals dem Genuss einiger wenigen<br />

Sek<strong>und</strong>en Ruhe im eigenen<br />

Denken ausgesetzt war, wird auch<br />

hier mehr wollen. Die gute Nachricht:<br />

Man muss nicht gleich zu<br />

Buddha werden, doch wer Gefallen<br />

an <strong>die</strong>ser Auszeit findet, sie vertiefen<br />

möchte, dem sei ein sanfter<br />

Kurs in Sachen Meditation angeraten.<br />

Gerade <strong>die</strong> Volkshochschulen<br />

bieten ideale Einstiegsbedingungen<br />

für Laien.<br />

Tipp 3 — Königsdisziplin<br />

„Nichts tun“<br />

Langeweile ist verpönt in unse-<br />

rer Welt. Doch auch hier gilt <strong>die</strong><br />

Sichtweise darauf. Langeweile<br />

kann auch Muße sein, dann ist sie<br />

alles les andere als lang <strong>und</strong> weilig.<br />

Tatsächlich können in <strong>die</strong>sem freiwillig<br />

ig zugelassenen Ra<strong>um</strong> w<strong>und</strong>erbare<br />

Dinge geschehen, wenn<br />

man sich mutig darauf einlässt.<br />

Idealerweise sucht man sich dafür<br />

ein ruhiges Plätzchen, an dem<br />

Störungen (auch in digitaler Form!)<br />

ausgeschlossen sind. Achtsam hört<br />

man dann in sich hinein, jedoch<br />

ohne Druck. Wer möchte, kann es<br />

sich gemütlich machen, vielleicht


Mit dem Fotoapparat „bewaffnet“ kann es<br />

losgehen auf Entdeckungstour: Wer sich Zeit<br />

<strong>und</strong> Muße nimmt, seine Umwelt zu erk<strong>und</strong>en,<br />

findet viele schöne Motive.<br />

sogar für einige Minuten hinaus,<br />

in eine Decke gekuschelt, auf <strong>die</strong><br />

winterkalte Terrasse oder Balkon<br />

wandern. Tatsächlich einmal nichts<br />

zu tun, fällt vielen Menschen sehr<br />

schwer. Doch lohnt es sich. Viele<br />

geistreiche Ideen <strong>und</strong> Erfindungen<br />

entsprangen einer aktionslosen<br />

Zeit.<br />

Tipp 4 — Die eigene<br />

Komfortzone verlassen<br />

Für kein Geld der Welt würden<br />

manche einen Bungee-Sprung<br />

wagen, auf den wilden Wellen des<br />

Atlantiks reiten, sich mittels eines<br />

Gleitschirms aus der Höhe stürzen.<br />

Tipp 4 ist kein Aufruf z<strong>um</strong> Abenteuer.<br />

Denn wer keinen Adrenalinkick<br />

braucht, wird sich auch jetzt nicht<br />

zu ungestümen Taten hinreißen<br />

lassen. Der Zauber liegt bereits in<br />

den kleinen Dingen, <strong>die</strong> nicht zu<br />

unseren Alltäglichkeiten zählen<br />

<strong>und</strong> für <strong>die</strong> wir keine Fertigkeit<br />

besitzen. Sich einmal auf den Rücken<br />

eines Pferdes zu<br />

setzen, obwohl man<br />

keine Affinität z<strong>um</strong><br />

Reitsport hat, sich zu<br />

einem Bohrmaschinen-Workshop<br />

im<br />

Ba<strong>um</strong>arkt anz<strong>um</strong>elden,<br />

an einem Speed-<br />

Dating oder Poetry-<br />

Slam teilzunehmen,<br />

ist eigentlich egal.<br />

Hauptsache, man verlässt<br />

dabei <strong>die</strong> eigene<br />

Komfortzone <strong>und</strong> probiert<br />

etwas völlig Neues<br />

für sich aus. Der<br />

Effekt ist verblüffend,<br />

das Selbstbewusstsein<br />

schlägt Purzelbä<strong>um</strong>e.<br />

Dieser Exkurs in Sachen<br />

Entfaltung hilft<br />

ebenso dabei, sich für<br />

den Alltag besser gerüstet<br />

zu fühlen. Man<br />

wird belastbarer <strong>und</strong><br />

resistenter gegen Enttäuschungen<br />

— <strong>und</strong><br />

kann bisweilen ein Talent<br />

an sich entdecken, dass vorher<br />

unsichtbar gewesen war.<br />

Tipp 5 — <strong>Das</strong> Leben will<br />

zelebriert werden!<br />

Der Alltag wird von vielen Menschen<br />

als Hindernis auf dem Weg<br />

z<strong>um</strong> Wochenende wahrgenommen.<br />

Z<strong>um</strong>eist wird durch <strong>die</strong>se<br />

Tage gehetzt, unregelmäßig gegessen,<br />

werden viele Aufgaben<br />

gleichzeitig erledigt. Abends sinkt<br />

man dann müde auf <strong>die</strong> Couch,<br />

lässt sich vom Fernseher berieseln.<br />

Welche Kraft in der Konzentration<br />

liegen kann, zeigt sich an<br />

Dingen, <strong>die</strong> man gerne tut. Wer<br />

eine Aufgabe erledigt, an der das<br />

Herzblut hängt, empfindet ka<strong>um</strong><br />

noch Gefühl für Zeit <strong>und</strong> Ra<strong>um</strong><br />

— <strong>und</strong> geht obendrein noch gestärkt<br />

daraus hervor. Ka<strong>um</strong> zu<br />

glauben, aber selbst alltägliche<br />

Verrichtungen, <strong>die</strong> in Konzentration<br />

getan werden, belohnen mit<br />

einem Energie-Kick. Ein Beispiel?<br />

Wer sich eine halbe St<strong>und</strong>e Auszeit<br />

schenkt, nachdem er von der<br />

Arbeit nach Hause kommt, kann<br />

Abstand in beide Welten bringen.<br />

Man entspannt sich an einem dafür<br />

hergerichteten Lieblingsplatz,<br />

kommt langsam an, erlaubt sich,<br />

für eine kleine Zeit loszulassen.<br />

Erst danach führt der Gang in<br />

<strong>die</strong> Küche, <strong>um</strong> das Abendessen<br />

vorzubereiten. Und hier geht es<br />

weiter: Wer <strong>die</strong> Lebensmittel bewusst<br />

wahrnimmt (Geschmack,<br />

Aussehen, Geruch, Haptik), sie<br />

bewusst verarbeitet <strong>und</strong> bewusst<br />

isst, der hat verstanden, wor<strong>um</strong><br />

es geht. Ein schön gedeckter Tisch<br />

unterstützt <strong>die</strong>ses Zelebrieren des<br />

eigenen Lebens.<br />

Tipp 6 — Eins nach dem<br />

anderen tun<br />

Frauen sagt man nach, sie wären<br />

multitaskingfähig; blickt man<br />

sich auf der Straße, in Lokalen<br />

oder im Alltag <strong>um</strong>, verstärkt sich<br />

der Eindruck, gerade auch junge<br />

Menschen sind es. Stöpsel im<br />

Ohr sorgen für Musikberieselung,<br />

gleichzeitig sorgt das Handy in<br />

der Hand für Unterhaltung <strong>und</strong><br />

Gespräch. Auch beim Sport fühlen<br />

sich viele Menschen wohler, wenn<br />

sie den Fokus nicht auf <strong>die</strong> „Schinderei“<br />

legen, sondern sich mit<br />

Musik, auf dem Crosstrainer sogar<br />

via Fernseher oder Illustrierter ablenken<br />

lassen. Dabei kann so viel<br />

Schönes im Augenblick zu finden<br />

sein. Sich selbst atmen hören, den<br />

Muskelbewegungen nachspüren,<br />

bringt einen schnell in Einklang<br />

mit sich selbst. Sehenden Auges<br />

durch <strong>die</strong> Straßen zu gehen, zu hören,<br />

zu riechen, zu sehen, belohnt<br />

mit bunten Eindrücken. Oft bemerken<br />

Menschen gar nicht, was<br />

<strong>und</strong> wer sie <strong>um</strong>gibt. Da kann das<br />

Fremde plötzlich anmutig wirken,<br />

können Dinge, <strong>die</strong> man bewusst<br />

wahrnimmt, <strong>die</strong> eigene Kreativität<br />

beflügeln. „Augen auf im Straßenverkehr“,<br />

darf zu Recht verlangt<br />

werden.<br />

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januar / februar <strong>2017</strong> | 41


Bildungsportal<br />

Oberland<br />

Bildungsportal Oberland seit Juli online<br />

<strong>Das</strong> Wissen zweier<br />

Landkreise vereint<br />

lernen?<br />

logisch!<br />

Oberland | Anfang Juli 2016 starteten<br />

<strong>die</strong> beiden Landkreise <strong>Weilheim</strong>-Schongau<br />

<strong>und</strong> Bad Tölz-<br />

Wolfratshausen gemeinsam das<br />

Bildungsportal Oberland. Auf <strong>die</strong>ser<br />

Internetseite präsentieren sie<br />

seitdem ihr vielfältiges Bildungsangebot.<br />

„Die Menschen hören ja<br />

nicht an einer Landkreisgrenze auf<br />

zu denken“, spricht Justina Eibl von<br />

der Wirtschaftförderung <strong>und</strong> Kreisentwicklung<br />

<strong>Weilheim</strong>-Schongau<br />

<strong>die</strong> „kooperative Zusammenarbeit“,<br />

wie sie es nennt,<br />

an. Gemeinsam mit ihrem Kollegen<br />

Andreas Roß aus dem Nachbarlandkreis<br />

rief sie das Projekt<br />

„Bildungsportal Oberland“ ins<br />

Leben. Überlegungen dazu gab<br />

es bereits Winter 2012/2013 im<br />

Zuge der Landkreis-Initiative<br />

„Lernen mit Perspektive“.<br />

Bis zur Fertigstellung des Portals<br />

sollte jedoch noch ein langer Weg<br />

beschritten werden. Die beiden Initiatoren<br />

holten sich mit Christiane<br />

Manthey von der Agentur „Dirk<br />

Rutz Bildungslösungen GmbH“<br />

eine ausgewiesene Expertin mit<br />

ins Boot. Schließlich hatte sie bereits<br />

einige solcher Portale, zuletzt<br />

im Allgäu, auf <strong>die</strong> Beine gestellt.<br />

Manthey war von Anfang an dabei,<br />

fungierte als Projektleiterin,<br />

Beraterin <strong>und</strong> war für den Datentransfer<br />

verantwortlich. Ihre weitreichenden<br />

Kontakte konnte man<br />

sich zudem zu Nutzen machen.<br />

„Sie kennt derartige Projekte aus<br />

dem Effeff“, sagt Justina Eibl über<br />

<strong>die</strong> erfahrenen Projektmanagerin.<br />

Der Hauptteil der Arbeit konzentrierte<br />

sich schließlich auf <strong>die</strong> Zeit<br />

» „Es gibt nur eins,<br />

was auf Dauer teurer<br />

ist als Bildung,<br />

... keine Bildung!“<br />

zwischen Frühjahr <strong>und</strong> Anfang Juli.<br />

Hier wurde das Portal erstmals der<br />

Öffentlichkeit vorgestellt — beim<br />

ersten Bildungsgipfel in der <strong>Weilheim</strong>er<br />

Stadthalle. „Ein absoluter<br />

Meilenstein“, so Eibl über <strong>die</strong>sen<br />

Teilerfolg.<br />

Auch der Nachbarlandkreis Bad<br />

Tölz-Wolfratshausen spielte bereits<br />

seit längerem mit der Idee eines<br />

eigenen Bildungsportals. Nachdem<br />

<strong>die</strong> Signale aus <strong>Weilheim</strong>-<br />

Schongau kamen, wurde ein neuer<br />

Anlauf genommen. Seither trafen<br />

sich <strong>die</strong> Verantwortlichen regelmäßig<br />

abwechselnd in Bad Tölz<br />

<strong>und</strong> <strong>Weilheim</strong>, diskutierten den<br />

Fortschritt <strong>und</strong> verfeinerten <strong>die</strong><br />

Idee. Mit dem Schulterschluss der<br />

beiden Landkreise sei indes bei<br />

weitem noch kein Ende erreicht.<br />

Überlegungen zu einer Erweiterung<br />

gibt es bereits, auch wenn<br />

bisher noch nichts spruchreif ist.<br />

Eine Vielzahl<br />

an Angeboten<br />

(J. F. Kennedy)<br />

<strong>Das</strong> Portal soll sowohl für den<br />

Bereich „Arbeit <strong>und</strong> Beruf“, als<br />

auch für das Thema „Freizeit“ eine<br />

breite Palette an Optionen bieten.<br />

Regionale Angebote werden darauf<br />

zusammengeführt <strong>und</strong> sind für<br />

jeden jederzeit abrufbar, wie von<br />

Projektleiterin Christiane Manthey<br />

auf dem ersten Bildungsgipfel im<br />

Juli präsentiert wurde. Die Zielgruppe<br />

beschreibt Justina Eibl als<br />

„äußerst lebendig“, schließlich<br />

haben etwa Schüler verständlicherweise<br />

ganz andere Präferenzen<br />

als Senioren.<br />

In übersichtlicher Anordnung<br />

<strong>und</strong> Struktur bietet das Bildungsportal<br />

Oberland Informationen<br />

zu Veranstaltung, Ort,<br />

Gebühren <strong>und</strong> Anmeldemodalitäten.<br />

Zudem können Fakten zu<br />

allen Veranstaltern abgerufen<br />

werden. Z<strong>um</strong> Start des Projekts<br />

wurden zunächst zahlreiche Anbieter<br />

angeschrieben. Die beiden<br />

Wirtschaftsförderer Justina<br />

Eibl <strong>und</strong> Andreas Roß zeigten auf,<br />

welche Einrichtungen von Anfang<br />

an dabei sein sollten. „Es gab keinerlei<br />

Absagen“, blickt Eibl erfreut<br />

zurück.<br />

Mittlerweile können interessierte<br />

Einrichtungen sich selbst beim<br />

Landratsamt melden — etwa 90<br />

Anbieter sind auf der Internetseite<br />

bereits registriert. Fahrschulen,<br />

Tanzakademien oder Berufszentren<br />

sind nur einige Beispiele<br />

aus dem vielfältigen Angebot. In<br />

einem Gespräch wird anfangs<br />

ermittelt, ob <strong>die</strong> K<strong>und</strong>en auch<br />

auf das Bildungsportal Oberland<br />

passen — einige Kriterien müssen<br />

erfüllt sein. Nach eingehender<br />

Prüfung werden sie dann<br />

freigeschaltet. Ab dann können<br />

<strong>die</strong> K<strong>und</strong>en ihre Kurse, Seminare<br />

42 | tassilo


Brachten gemeinsam das Bildungsportal Oberland auf den Weg: Justina<br />

Eibl, Christiane Manthey <strong>und</strong> Andreas Ross (v.r.)<br />

oder Fortbildungen bequem über<br />

ein Online-Formular melden, <strong>die</strong><br />

Veranstaltungen werden anschließend<br />

automatisch eingepflegt. „Es<br />

ist ein Medi<strong>um</strong>, das ständig in Bewegung<br />

ist“, freut sich Justina Eibl<br />

über <strong>die</strong> bisher zahlreich gemeldeten<br />

Veranstaltungen. Die Aufgabe,<br />

das Portal stets aktuell zu halten,<br />

sei „zwar aufwendig, macht<br />

aber sehr viel Spaß“, so Eibl. Für<br />

den Einstieg ist man in beiden<br />

Landratsämtern mit der erreichten<br />

Zahl durchaus zufrieden, <strong>die</strong> Entwicklung<br />

solle aber in jedem Fall<br />

weiter vorangetrieben werden.<br />

Die Teilnahme für <strong>die</strong> Anbieter ist<br />

komplett kostenlos.<br />

Keine spezielle<br />

Zielgruppe<br />

<strong>Das</strong> Bildungsangebot ist weitreichend,<br />

<strong>die</strong> Auswahl enorm groß,<br />

wie etwa Sprachkurse, EDV-Seminare<br />

oder diverse Fortbildungen<br />

beweisen. Dabei richten sich <strong>die</strong><br />

Angebote nicht an eine spezielle<br />

Zielgruppe: Berufstätige, Existenzgründer,<br />

Wiedereinsteigerinnen,<br />

Betriebe, Schüler, Familien oder<br />

Senioren — es ist für jeden etwas<br />

dabei. Neben den einzelnen Kursen<br />

hält eine Infothek Wissenswertes<br />

für Bildungsinteressierte,<br />

Unternehmen, Einrichtungen <strong>und</strong><br />

Honorarkräfte bereit. Träger des<br />

Portals sind <strong>die</strong> beiden Landkreise<br />

in ihrer Funktion als Bildungsregion<br />

bzw. Bildungsstandort. <strong>Das</strong><br />

System ist überschaubar, leicht zu<br />

be<strong>die</strong>nen <strong>und</strong> bietet Anwendern<br />

auf kurzem Weg einen Überblick<br />

zu regionalen wie auch überregionalen<br />

Bildungsangeboten in Bayern.<br />

Neben den einschlägig bekannten<br />

Schularten werden auch<br />

Lernorte wie Museen, Klöster,<br />

Kirchen <strong>und</strong> Forschungseinrichtungen<br />

aufgelistet. <strong>Das</strong> Bildungsportal<br />

soll Nutzern wie Anbietern<br />

gleichermaßen Komfort <strong>und</strong> <strong>die</strong><br />

oftmals geforderte Transparenz<br />

bieten. Die Angebote können dadurch<br />

noch passgenauer konzipiert<br />

werden. Ganz davon abgesehen,<br />

dass das komplette Portfolio<br />

zweier Landkreise vereint wird.<br />

Die Nutzer sollen sich<br />

gut beraten fühlen<br />

> > > KONTAKT<br />

Ein quantitatives Ziel zu benennen<br />

sei äußerst schwierig, wie<br />

Justina Eibl verrät. „Unser Ziel ist<br />

dann erreicht, wenn man sich als<br />

Nutzer gut beraten fühlt.“ In den<br />

nächsten Monaten kommt eine<br />

Menge Arbeit auf <strong>die</strong> Verantwortlichen<br />

zu, da sind sie sich einig.<br />

„Einfach nur etwas zu haben, ist<br />

zu wenig“, heißt es aus dem Landratsamt<br />

<strong>Weilheim</strong>-Schongau. Daher<br />

wird man zukünftig weiterhin<br />

auf den regionalen Jobmessen<br />

präsent sein, <strong>um</strong> das Bildungsportal<br />

noch bekannter zu machen.<br />

Im Laufe des Jahres <strong>2017</strong> ist zudem<br />

eine erste große Feedback<strong>r<strong>und</strong></strong>e<br />

geplant. Wo gibt es Handlungsbedarf?<br />

Was gilt es zu optimieren?<br />

All das soll in sogenannten<br />

Workshops direkt mit den K<strong>und</strong>en<br />

geklärt werden. Ein Aspekt, bei<br />

dem schon jetzt Verbesserungspotenzial<br />

ausgemacht wurde, ist der<br />

„Ausbildungs-Button“. Dieser soll<br />

ausgebaut <strong>und</strong> <strong>die</strong> Verknüpfung<br />

zwischen Betrieb <strong>und</strong> Auszubildenden<br />

vertieft werden.<br />

„Wir wollen nicht in Scheuklappen<br />

denken, sondern auch mal links<br />

<strong>und</strong> rechts schauen“, spricht Eibl<br />

an, dass etwa weitere Lernorte definiert<br />

werden, <strong>die</strong> anfänglich gar<br />

nicht als solche wahrgenommen<br />

werden, wie etwa Sternwarten.<br />

Wissen, Know-how <strong>und</strong><br />

Werte. Kurz: Bildung<br />

Demographischer Wandel <strong>und</strong><br />

Fachkräftemangel, Globalisierung,<br />

Digitalisierung, Inklusion, Integration<br />

<strong>und</strong> Teilhabe haben unmittelbaren<br />

Einfluss auf Gesellschaft,<br />

Wirtschaft <strong>und</strong> soziale Netze. Um<br />

<strong>die</strong> damit verb<strong>und</strong>enen Herausforderungen<br />

zu bestehen, braucht<br />

es laut Aussage der Initiatoren des<br />

Portals Wissen, Know-how <strong>und</strong><br />

Werte. Zusammengefasst: Bildung.<br />

Die Internetseite sei in <strong>die</strong>sem<br />

Zusammenhang ein wichtiger<br />

Schritt in Richtung Überarbeitung<br />

der Bildungsstrukturen, -inhalte<br />

<strong>und</strong> Angebote.<br />

tis<br />

Justina Eibl, LRA <strong>Weilheim</strong>-Schongau, Tel. 0881 / 681-1276<br />

Andreas Ross, LRA Bad Tölz-Wolfratshausen. Tel. 08041 / 505-288<br />

janu<br />

ar<br />

/ februar <strong>2017</strong> | 43<br />

Willkommen auf dem<br />

Bildungsportal<br />

Ein Projekt<br />

der Landkreise<br />

Bildungsregion<br />

Bad Tölz-Wolfratshausen<br />

Bildungsstandort<br />

<strong>Weilheim</strong>-Schongau<br />

Oberland<br />

Obe a d<br />

Hier finden Sie Informationen zu:<br />

Kurssuche<br />

❚ aktuelle Bildungs- <strong>und</strong><br />

Weiterbildungsangebote<br />

Anbieter<br />

❚ Bildungs- <strong>und</strong><br />

Weiterbildungseinrichtungen<br />

Beratung<br />

❚ Beratungsstellen <strong>und</strong> Ansprechpartner<br />

❚ Bildungswege, Voraussetzungen,<br />

Übergänge <strong>und</strong> Umschulung<br />

❚ Abschlüsse, Finanzierung,<br />

Förderungen <strong>und</strong> Beratung<br />

Lernorte<br />

❚ Schulen, Kindertagesbetreuung,<br />

Büchereien <strong>und</strong> Museen<br />

www.oberland.bildungsportal-bayern.info


<strong>Weilheim</strong> <strong>und</strong> Schongau gehen künftig gemeinsame Wege<br />

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Oberland kommt<br />

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<strong>Tassilo</strong>land | Schon im vergangenen<br />

Jahr wehte der Fusionswind<br />

durch den Landkreis, als <strong>die</strong> Vereinigten<br />

Sparkassen <strong>Weilheim</strong>,<br />

<strong>die</strong> Kreissparkasse Schongau <strong>und</strong><br />

<strong>die</strong> Kreissparkasse Garmisch-Partenkirchen<br />

darüber diskutierten<br />

<strong>und</strong> verhandelten, ob sie gemeinsam<br />

in <strong>die</strong> Zukunft gehen wollen.<br />

Durch <strong>die</strong> Ablehnung des Verwaltungsrates<br />

der Kreissparkasse<br />

Garmisch im Jahr 2015 hatte sich<br />

<strong>die</strong>ses Dreier-Konglomerat zerschlagen.<br />

Angesichts der immer<br />

weiter zunehmenden Regularien,<br />

Vorschriften <strong>und</strong> Anforderungen<br />

durch <strong>die</strong> Deutsche <strong>und</strong> Europäische<br />

Bankenaufsicht haben jedoch<br />

<strong>die</strong> beiden Häuser im Landkreis<br />

<strong>Weilheim</strong>-Schongau, <strong>die</strong> Vereinigten<br />

Sparkassen <strong>Weilheim</strong> <strong>und</strong> <strong>die</strong><br />

Kreissparkasse Schongau, im Juli<br />

2016 <strong>die</strong> Gespräche wieder aufgenommen.<br />

Bereits bei den Gesprächen<br />

2015 hatte man festgestellt,<br />

dass man auf Augenhöhe mit einer<br />

guten gemeinsamen Basis miteinander<br />

sprechen konnte. Im Laufe<br />

der vergangenen Monate wurden<br />

in vielen, intensiven Gesprächs-,<br />

Informations- <strong>und</strong> Verhandlungs<strong>r<strong>und</strong></strong>en<br />

der Verantwortlichen <strong>die</strong><br />

Details einer möglichen Fusion der<br />

beiden Sparkassen vereinbart <strong>und</strong><br />

in einem Fusionsvertrag festgeschrieben,<br />

der im Laufe der letzten<br />

Dezemberwochen 2016 von allen<br />

zuständigen Gremien positiv verabschiedet<br />

wurde. Bisher ist der<br />

Landkreis <strong>Weilheim</strong>-Schongau Träger<br />

der Kreissparkasse Schongau,<br />

<strong>die</strong> noch aus der Zeit vor der Landkreisreform<br />

beim Landkreis verblieben<br />

war. Der Kreistag hat nun<br />

in seiner Sitzung am 9. Dezember<br />

mit großer Mehrheit <strong>die</strong> Ansicht<br />

des Verwaltungsrates geteilt, dass<br />

man in einer gemeinsamen Zukunft<br />

wohl stabiler bestehen könne,<br />

<strong>und</strong> hat somit der Fusion in<br />

öffentlicher, namentlicher Abstimmung<br />

zugestimmt. Damit war der<br />

erste politische Meilenstein gelegt<br />

<strong>und</strong> <strong>die</strong> Zweckverbandsversammlung<br />

der Vereinigten Sparkassen<br />

<strong>Weilheim</strong> konnte in ihrer Sitzung<br />

am 14. Dezember ebenfalls der<br />

Fusion zustimmen. Daraufhin nun<br />

wurde der Fusionsvertrag unterzeichnet<br />

<strong>und</strong> <strong>die</strong> neue „Sparkasse<br />

Oberland“ kann z<strong>um</strong> 1. April <strong>2017</strong><br />

(mit interner Rückwirkung z<strong>um</strong> 1.<br />

<strong>Januar</strong> <strong>2017</strong>) rechtswirksam werden.<br />

Damit wird das größte Kreditinstitut<br />

in der Region aus der Taufe<br />

gehoben, womit auch künftig <strong>die</strong><br />

Finanzierungskraft für <strong>die</strong> regionale<br />

Wirtschaft für <strong>die</strong> Zukunft sichergestellt<br />

werden kann. In der Realität<br />

wird <strong>die</strong> Verschmelzung sicher<br />

noch etwas dauern, viele Details<br />

des täglichen Ablaufs dürften noch<br />

zu klären <strong>und</strong> zu organisieren<br />

sein. Ein wichtiger Punkt<br />

war allen Beteiligten jedoch<br />

immer <strong>die</strong> Aussage, dass es<br />

für Mitarbeiter keinerlei fusionsbedingte<br />

Kündigungen<br />

geben wird, sondern überzählige<br />

Stellen nur über <strong>die</strong><br />

natürliche Fluktuation, z.B. durch<br />

Ruhestand von Mitarbeitern, abgebaut<br />

werden sollen. „Alle Arbeitsplätze<br />

sollen proportional, quantitativ<br />

<strong>und</strong> qualitativ auf <strong>die</strong> beiden<br />

Standorte Schongau <strong>und</strong> <strong>Weilheim</strong><br />

verteilt werden“, bekräftigte nochmals<br />

der Schongauer Vorstandsvorsitzende<br />

Alexander Schmitz.<br />

Vorstandskollege Michael Lautenbacher<br />

betonte ganz besonders <strong>die</strong><br />

wertvollen K<strong>und</strong>en-Berater-Beziehungen,<br />

selbstverständlich auch<br />

in einer neuen Sparkasse Oberland<br />

erhalten <strong>und</strong> gepflegt werden sollen.<br />

„Eine Säule des Geschäfts der<br />

Sparkassen ist <strong>die</strong> K<strong>und</strong>ennähe<br />

mit dem persönlichen Gespräch<br />

von Mensch zu Mensch — das wird<br />

auch künftig so bleiben. Hier gilt<br />

es, <strong>die</strong> vertrauensvolle <strong>und</strong> oftmals<br />

langjährige Beziehung zu erhalten<br />

<strong>und</strong> zu festigen.“ Landrätin Andrea<br />

Jochner-Weiß brachte <strong>die</strong> Diskussionen<br />

auf den Punkt <strong>und</strong> wies darauf<br />

hin, dass man „keinen Standort<br />

schließt, sondern mit der Fusion<br />

beide Häuser stärker mache für <strong>die</strong><br />

Zukunft“.<br />

op<br />

44 | tassilo


Neuer Bildband über den Ammersee, Land & Leute<br />

Hommage an <strong>die</strong> Region<br />

88.<br />

Tutzinger<br />

Patientenfor<strong>um</strong><br />

>>> BUCH-VERLOSUNG<br />

Ammersee-Region | „Wer hier lebt,<br />

will nicht weg <strong>und</strong> wer weg muss,<br />

bekommt schnell Heimweh“. Die<br />

Rede ist vom Ammersee <strong>und</strong> seiner<br />

w<strong>und</strong>erbaren Voralpen-Region<br />

zwischen München <strong>und</strong> Allgäu.<br />

Christoph Barth muss es wissen,<br />

schließlich wuchs der Herrschinger<br />

einst in der Region auf <strong>und</strong><br />

kehrte nach 50 Jahren wieder zurück<br />

in <strong>die</strong> Heimat. Nun schenkt<br />

der Fotograf <strong>und</strong> Grafiker seiner<br />

„beseelten“ Heimat eine besondere<br />

Liebeserklärung mit dem<br />

Bildband „AMMERSEElen“. Mit<br />

Landschafts-Panorama-Fotos portraitiert<br />

Barth <strong>die</strong> Geschichten von<br />

Menschen, <strong>die</strong> am Ammersee ihre<br />

„Seelenheimat“ gef<strong>und</strong>en haben,<br />

<strong>und</strong> <strong>die</strong> verschiedenen Orte. Die<br />

teils dramatischen Aufnahmen der<br />

verschiedenen Stimmungen am<br />

Ammersee, zu jeder Jahres- <strong>und</strong><br />

Tageszeit in anderen Farben, haben<br />

schon <strong>die</strong> Landschaftmaler<br />

im vergangenen Jahrh<strong>und</strong>ert fasziniert.<br />

Aber auch Einheimische<br />

imisch<br />

finden in dem Bildband im Breitformat<br />

sicherlich Vertrautes, aber<br />

auch Neues <strong>und</strong> sogar Plätze, <strong>die</strong><br />

auch für sie als Geheimtipp gelten.<br />

Gäste <strong>und</strong> Touristen können sich<br />

derweil detailliert auf ihren Besuch<br />

vorbereiten, <strong>um</strong> gezielte Touren zu<br />

planen.<br />

Verbindung von Tradition<br />

<strong>und</strong> neuen Me<strong>die</strong>n<br />

„tassilo“ verlost drei Exemplare des Bildbandes „AMMERSEElen“ von<br />

Christoph Barth. Wer eines gewinnen möchte, schickt eine Postkarte<br />

mit dem Stichwort „Ammersee“ an „tassilo“, Birkland 40, 86971 Peiting.<br />

Oder eine E-Mail an info@tassilo.de. Einsendeschluss ist der 15.<br />

<strong>Januar</strong> <strong>2017</strong>. Bitte <strong>die</strong> vollständige Absenderadresse nicht vergessen,<br />

da <strong>die</strong> Bücher ihre neuen Besitzer auf postalischem Weg erreichen.<br />

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, das Los entscheidet.<br />

<strong>Das</strong> Buch „AMMERSEElen“ gibt<br />

einen tiefen heimatk<strong>und</strong>lichen Einblick<br />

in Geschichte, Land <strong>und</strong> Leute.<br />

Aus dem Auge des Fotografen, Grafikers<br />

<strong>und</strong> Autors Christoph Barth<br />

erlebt man <strong>die</strong> Ortschaften <strong>r<strong>und</strong></strong><br />

<strong>um</strong> den See. Man spürt, dass Barth<br />

selbst <strong>die</strong> Plätze liebt, <strong>die</strong> er in seinem<br />

Buch portraitiert <strong>und</strong> welche<br />

dem Band seinen Namen geben.<br />

<strong>Das</strong>s der Ammersee auch innovativ<br />

ist, im Münchner Umland gelegen<br />

<strong>und</strong> wirtschaftlich der verlänger-<br />

te Arm zur<br />

„Weltstadt t mit Herz“,<br />

zeigt eine weitere Besonderheit<br />

des Buches. Alle Geschichten sind<br />

mit der App „regional.tips“ online<br />

verb<strong>und</strong>en. Hier können sich <strong>die</strong><br />

Leser weiterführende Informationen<br />

auf ihr Smartphone laden.<br />

Auf der App sind neben aktuellen<br />

Veranstaltungs-Tipps aus der Ammersee-Region,<br />

Handel <strong>und</strong> Handwerk,<br />

auch alle Wander- <strong>und</strong> Radl-<br />

Touren genau beschrieben. Ein<br />

kleines Symbol im Buch braucht<br />

nur eingescannt werden, schon<br />

gelangt man über den Bereich<br />

Treffpunkt an alle im Bildband beschriebenen<br />

Plätze. Zudem gibt<br />

es in der App noch weitere Landschaftsfotos,<br />

sowie für Ausflügler<br />

viele Gastronomie-Empfehlungen<br />

<strong>r<strong>und</strong></strong> <strong>um</strong> den See. So können etwa<br />

ein Tisch reserviert oder Konzert-<br />

Karten bestellt werden.<br />

Autor Christoph Barth hat weitere<br />

<strong>Ausgabe</strong>n geplant, <strong>um</strong> das Lebensgefühl<br />

der Region zu transportieren.<br />

Teil zwei wird „Vom Ammer-<br />

Ursprung bis z<strong>um</strong> Ammersee“<br />

lauten, der dritte „Vom Ammersee<br />

über <strong>die</strong> Amper bis zur Donau“.<br />

Auch weitere <strong>Ausgabe</strong>n über den<br />

Ammersee selber, mit immer neuen<br />

Geschichten, soll es geben. Seit<br />

November gibt es „AMMERSEElen“<br />

im Buchhandel.<br />

tis<br />

GEWITTER IM KOPF:<br />

Wenn der Schädel zu platzen droht<br />

22. <strong>Februar</strong> <strong>2017</strong> <strong>um</strong> 19.00 Uhr<br />

REFERENT<br />

Dr. Jens Knauer<br />

Oberarzt Schmerztherapie<br />

VERANSTALTUNGSORT<br />

Benedictus Krankenhaus Tutzing<br />

Bahnhofstraße 5<br />

82327 Tutzing<br />

Um Anmeldung wird gebeten unter T 08158 23-710.<br />

januar / februar <strong>2017</strong> | 45


Die Penzberger Traditionsmetzgerei Norbert Schmid<br />

Metzger mit Leib & Seele<br />

Penzberg | Weißwurst, Aufschnitt<br />

oder Schweinebraten — Artikel, <strong>die</strong><br />

ein Großteil unserer Bevölkerung<br />

mittlerweile beim Supermarkt-<br />

Großeinkauf schnell an der Theke<br />

mitnimmt. Im Laufe der letzten<br />

Jahrzehnte hat sich <strong>die</strong>ser Trend<br />

immer mehr verfestigt. Lebensmittel<br />

müssen gut <strong>und</strong> günstig sein,<br />

wobei das „gut“ oftmals für den<br />

Verbraucher nicht mehr nachvollziehbar<br />

ist. Was waren das noch<br />

für Zeiten, als man wöchentlich<br />

z<strong>um</strong> örtlichen Metzger ging, der<br />

sich mit seinem Namen <strong>und</strong> seinem<br />

von der Pike auf erlernten<br />

Handwerkskönnen für <strong>die</strong> Qualität<br />

der Ware verbürgte. Über <strong>die</strong><br />

letzten Jahre sind jedoch unzählige<br />

Metzger der Billigwut <strong>und</strong> zugleich<br />

den Regularien <strong>und</strong> Bestimmungen<br />

für <strong>die</strong> eigene Schlachtung<br />

z<strong>um</strong> Opfer gefallen.<br />

Eine der wenigen<br />

Ausnahmen<br />

Eine der wenigen Ausnahmen ist<br />

der Penzberger Traditionsmetzger<br />

Norbert Schmid, der sich eben<br />

genau jene Vorgaben zu Nutze<br />

gemacht hat. „Wir schlachten<br />

nicht selbst, sondern legen beim<br />

Bezug unseres Fleisches höchsten<br />

Norbert Schmid <strong>und</strong> seine Gattin<br />

stehen jeden Tag im Laden.<br />

Wert auf Top-Qualität“, erklärt der<br />

Metzger, der tagtäglich mit seiner<br />

Frau <strong>und</strong> seinem Team im eigenen<br />

Laden steht. Seine Schweine <strong>und</strong><br />

Rinder bezieht er direkt von bäuerlichen<br />

Erzeugergemeinschaften,<br />

<strong>die</strong> <strong>die</strong> Tiere kontrolliert aufziehen<br />

<strong>und</strong> vor Ort tierschutzgerecht<br />

schlachten. Schmids Rindfleisch<br />

stammt etwa von ausgewählten<br />

„Qualivo“-Landwirten aus dem<br />

Chiemgau, <strong>die</strong> Schweine von der<br />

bekannten „Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft<br />

Schwäbisch Hall“.<br />

„Die Verarbeitung erfolgt dann natürlich<br />

bei uns in Penzberg. Aber<br />

so wird nicht das Tier transportiert,<br />

sondern nur das hochwertige<br />

Fleisch“, beschreibt Norbert<br />

Schmid einen Vorteil. Im Gespräch<br />

mit dem Metzger in dritter Generation<br />

wird schnell klar, wie sehr<br />

er hinter seinem Handwerk steht.<br />

Täglich frisch werden im hinteren<br />

Bereich des Gebäudes Fleischstücke<br />

zerlegt, Wurst gebrüht,<br />

Schinken gereift <strong>und</strong> „Brotzeitstückerl“<br />

geräuchert. Mehr noch:<br />

Donnerstag ist Weißwursttag, „da<br />

gibt’s vormittags immer frische<br />

Weißwürst‘ bei uns — auch z<strong>um</strong><br />

Abholen“. Freitags ab halb elf duftet<br />

es in der Metzgerei dann nach<br />

knusprig frischem Rollbraten <strong>und</strong><br />

Schweinshaxn. „Gelegentlich hab’<br />

ich den Eindruck, viele Leute wissen<br />

gar nicht mehr, dass es noch<br />

Metzger gibt, <strong>die</strong> wirklich täglich<br />

frisch ihre Ware zubereiten“, weist<br />

Norbert Schmid darauf hin, nur<br />

noch einer von zwei Metzgern zu<br />

sein, <strong>die</strong> vor Ort produzieren.<br />

Live-dabei beim<br />

Weißwurst-machen<br />

„tassilo“ hat den Entstehungsprozess<br />

der Weißwürste live miterlebt:<br />

vom Mischen der Gewürze, dem<br />

Einbringen von frischer Petersilie<br />

Die Schweine der bekannten<br />

„Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall“.<br />

46 | tassilo


Weißwurst-machen live:<br />

„tassilo“ blickte dem Metzger bei der Herstellung über <strong>die</strong> Schultern.<br />

in den Fleischkutter, bis z<strong>um</strong> Füllen<br />

der Naturdärme mit der frischen<br />

Wurstmasse. Hier wird alles noch<br />

selbst gemacht — echtes Handwerk<br />

eben. Bereits 1910 begann Xaver<br />

Strauss, Urgroßvater von Norbert<br />

Schmid, in der damals gepachteten<br />

Gaststätte <strong>und</strong> Metzgerei „Berggeist“<br />

mit dem Traditionsbetrieb.<br />

1936 zog <strong>die</strong> Familie in das neu<br />

erworbenen Gasthaus „Zur schönen<br />

Aussicht“, auch hier wieder<br />

mit eigener Metzgerei. Enkel Josef<br />

übernahm den Betrieb schließlich<br />

1969 <strong>und</strong> errichtete 1995 ein neues<br />

Metzgerei-Ladengeschäft neben<br />

dem Gasthaus. Seit 1999 teilen sich<br />

<strong>die</strong> beiden Söhne von Josef Schmid<br />

den Gasthaus- <strong>und</strong> Metzgereibetrieb.<br />

Seither hat Nobert Schmid<br />

das Thema Qualität in seiner<br />

Metzgerei hochgehalten. Zudem<br />

hat er das Sortiment mit anderen<br />

hochwertigen Lebensmitteln aus<br />

regionaler Produktion erweitert.<br />

„Unsere K<strong>und</strong>en schätzen <strong>die</strong>ses<br />

breite regionale Lebensmittelangebot<br />

durchaus“, freut sich der<br />

Metzgermeister. Nudeln aus der<br />

„Offmühle“ in Sindelsdorf, Käse<br />

aus der Naturkäserei „Tegernseer<br />

Land“ oder selbst ausgewählte<br />

Weine — all das findet man in der<br />

Metzgerei, <strong>die</strong> direkt an der Bushaltestelle<br />

„Reindl“ liegt.<br />

Metzgermeister<br />

<strong>und</strong> Musikant<br />

Norbert Schmid ist nicht nur als<br />

Obermeister der Metzgerinnung<br />

Oberland, sondern auch als Vorstand<br />

der Stadtkapelle <strong>und</strong> Kassier<br />

bei „de Huadara“ über <strong>die</strong> Grenzen<br />

Penzbergs bekannt. Vielleicht<br />

ist es genau <strong>die</strong>se Verwurzelung<br />

in seiner Heimatstadt, <strong>die</strong> dazu<br />

führte, dass er Penzberg bis heute<br />

<strong>die</strong> Treue als produzierender Metzgermeister<br />

gehalten hat. Qualität<br />

war <strong>und</strong> ist sein oberstes Gebot.<br />

<strong>Das</strong> lässt sich Norbert Schmid nicht<br />

nehmen — weder in der Musik,<br />

noch in der Metzgerei. Z<strong>um</strong> Glück<br />

für alle Penzberger.<br />

op<br />

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januar / februar <strong>2017</strong> | 47


Frohsinn 2000 steht in den Startlöchern<br />

Auf geht’s in <strong>die</strong> fünfte Jahreszeit<br />

Peißenberg | „Wir haben 230 Mitglieder<br />

— <strong>und</strong> das bedeutet auch<br />

230 aktive Mitglieder!“, lobt der<br />

Vorsitzende Thomas Rößle seinen<br />

Verein. Der Peißenberger „Frohsinn<br />

2000“ startet in den Fasching<br />

<strong>2017</strong> mit zwei Prinzenpaaren, vier<br />

Garden <strong>und</strong> bester Stimmung.<br />

Zahlreiche Auftritte stehen in der<br />

Saison an, daneben lädt der Verein<br />

z<strong>um</strong> Schwarz-Weiß-Ball, z<strong>um</strong><br />

Gardetreffen <strong>und</strong> z<strong>um</strong> großen Faschings<strong>um</strong>zug<br />

ein, der den Höhepunkt<br />

bildet. Peißenberg war schon<br />

in den 1950er <strong>und</strong> 1960er Jahren<br />

eine Faschingshochburg, von den<br />

rauschenden Bällen in der Bräuwastlhalle<br />

oder der Tenne erzählt<br />

man sich heute noch.<br />

Über 60 Tänzer<br />

<strong>und</strong> Tänzerinnen<br />

Es gab auch immer wieder einen<br />

Faschingszug, der in den 1990er-<br />

Jahren Größenordnungen annahm,<br />

<strong>die</strong> von den privaten Organisatoren<br />

nicht mehr zu stemmen waren.<br />

Acht namhafte, erfahrene Peißenberger<br />

<strong>und</strong> zwei Frauen gründeten<br />

deshalb im Jahr 2000 den<br />

Faschingsverein. Den Gründungsvorsitz<br />

teilten sich Franz Fischer<br />

<strong>und</strong> sein Stellvertreter Heinrich<br />

Christl, daneben gehörten Rudi<br />

Klattig, Josef Lindauer, Hans Schuster,<br />

Stefan Barnsteiner sen., Harald<br />

Valenta, Albert Scheibe, Claudia<br />

Dopfer <strong>und</strong> Anke Duscheck mit z<strong>um</strong><br />

Team. Zwei lose Tanzgruppen, <strong>die</strong><br />

es damals in der Marktgemeinde<br />

bereits gab, schlossen sich „Frohsinn<br />

2000“ an.<br />

Heute sind<br />

<strong>die</strong><br />

vier starken Gar-<br />

den der ganze Stolz des Vereins.<br />

Ein großer Faschingszug schlängelt sich alle drei Jahre durch Peißenberg.<br />

Auch zahlreiche Narren am Straßenrand werden <strong>2017</strong> wieder erwartet.<br />

Bei den „Mini-Dancers“ sorgen 24<br />

Mädchen <strong>und</strong> ein Junge für Begeisterung<br />

beim Publik<strong>um</strong>, <strong>und</strong><br />

das nicht nur beim Kinderfasching,<br />

sondern auch bei zahlreichen Veranstaltungen<br />

für <strong>die</strong> Erwachsenen.<br />

Die „Teenie-Dancers“ bestehen aus<br />

18 Mädchen im Alter von zehn bis<br />

15 Jahren, <strong>die</strong> ebenso wie <strong>die</strong> „Prinzengarde“<br />

mit 17 Tänzerinnen ab 16<br />

Jahren <strong>die</strong> Faschingsbälle unsicher<br />

machen <strong>und</strong> während des ganzen<br />

Jahres auch bei Geburtstagsfeiern<br />

oder Firmenjubiläen auftreten.<br />

Vor drei Jahren gründete sich dann<br />

noch eine „Männergarde“, deren<br />

15 „g’standene“ Burschen das absolut<br />

nicht als Klamauk betrachten,<br />

sondern mit intensivem Training<br />

einen erstklassigen <strong>und</strong> dennoch<br />

amüsanten Männer-Showtanz abliefern.<br />

Sechs Trainerinnen kümmern<br />

sich seit Mai <strong>um</strong> <strong>die</strong> Auftrittsvorbereitungen<br />

ei<br />

en der<br />

Gardemärsche<br />

rsch<br />

<strong>und</strong> Showtänze. Viel Arbeit haben<br />

auch <strong>die</strong> Schneiderinnen Martha<br />

Lindauer, Maria Achleitner, Karin<br />

Abel, Katharina Schwaller <strong>und</strong> Karin<br />

Goth, bis <strong>die</strong> über 60 Akteure<br />

jedes Jahr aufs Neue mit Kostümen<br />

ausgestattet sind.<br />

Zwei Prinzenpaare in<br />

der Marktgemeinde<br />

<strong>Das</strong> Prinzenpaar wird in Peißenberg<br />

nur alle drei Jahre gekürt,<br />

wenn auch der große Faschingszug<br />

durch den Ort stattfindet. Prinzessin<br />

Sara I. ihre Lieblichkeit des<br />

Sports (Sara Castan) <strong>und</strong> Prinz Sebastian<br />

I. seine Kuhlität vom Berghof<br />

(Sebastian Lindner) haben am<br />

11.11. schon den Rathausschlüssel<br />

von Bürgermeisterin Manuela Vanni<br />

übernommen. Mit Prinzessin<br />

Anna I. aus der Bachstraße (Anna<br />

Kerkenbusch) <strong>und</strong> Prinz Christoph<br />

I. aus<br />

der<br />

Iblherstraße (Christoph<br />

Mayer) gibt es<br />

heuer er sogar ein<br />

Prinzenpaar für <strong>die</strong> Minis. Der Prinz<br />

muss sich seinen Anzug selber<br />

kaufen, der dann von den Schneiderinnen<br />

entsprechend ausstaffiert<br />

wird. <strong>Das</strong> rauschende Kostüm der<br />

Prinzessin wird individuell angefertigt<br />

<strong>und</strong> <strong>die</strong> Kosten dafür vom<br />

Verein getragen. Der Vorsitzende<br />

Thomas Rößle war selbst einmal<br />

Prinz, allerdings bereits 1998, als<br />

es noch keinen offiziellen Verein<br />

gab. Mit einer tollen Inthronisationsparty<br />

am 11. November vor dem<br />

Rathaus konnten nun z<strong>um</strong> fünften<br />

Mal Prinzenpaare beim „Frohsinn<br />

2000“ eingeführt werden.<br />

Jetzt geht es dann Schlag auf<br />

Schlag in <strong>die</strong> fünfte Jahreszeit: Am<br />

Samstag, 14. <strong>Januar</strong>, findet der<br />

Schwarz-Weiß-Ball in der Tiefstollenhalle<br />

statt. Die Bigband der<br />

Peißenberger Knappschaftskapelle,<br />

ein Vier-Gänge-Menü <strong>und</strong> natürlich<br />

<strong>die</strong> Auftritte aller vier Garden<br />

lassen den Abend zu einer rauschenden<br />

Ballnacht werden. Am<br />

Samstag, 4. <strong>Februar</strong>, wird z<strong>um</strong> dritten<br />

Peißenberger Gardetreffen eingeladen.<br />

Zwölf bis 15 Kinder- <strong>und</strong><br />

Jugendgarden werden dafür am<br />

Vormittag erwartet, <strong>und</strong> ab 19 Uhr<br />

präsentieren sich etwa ebenso viele<br />

Erwachsenen-Garden. „<strong>Das</strong> ist immer<br />

eine tolle Veranstaltung. Die<br />

Garden messen sich untereinander<br />

<strong>und</strong> tauschen sich auch fre<strong>und</strong>schaftlich<br />

aus“, erzählt Organisatorin<br />

Christine Schmid. Sie freut sich<br />

auf <strong>die</strong>sen „Mammut-Tag“, der<br />

trotz des großen Programms immer<br />

viel Abwechslung ganz im Sinne<br />

des „Frohsinns“ bietet. Die Bewirtung<br />

wird bei <strong>die</strong>sem<br />

Gardetreffen komplett<br />

vom Verein gestemmt,<br />

<strong>und</strong> auch beim großen<br />

<strong>Das</strong> Erwachsenenpaar<br />

Prinzessin Sara I. ihre<br />

Lieblichkeit des Sports<br />

(Sara Castan) <strong>und</strong> Prinz<br />

Sebastian I. seine Kuhlität<br />

vom Berghof (Sebastian<br />

Lindner) <strong>und</strong> das<br />

Kinderpaar Prinzessin<br />

Anna I. aus der Bachstraße<br />

(Anna Kerkenbusch)<br />

<strong>und</strong> Prinz Christoph I.<br />

aus der Iblherstraße<br />

raße<br />

(Christoph Mayer).<br />

48 | tassilo<br />

silo


Nach dem Faschingszug zeigen <strong>die</strong> Peißenberger Garden<br />

ihr Können auf dem Volksfestplatz.<br />

Faschingszug am Sonntag, 26. <strong>Februar</strong>,<br />

kann sich der Vorsitzende<br />

Thomas Rößle auf seine Mitglieder<br />

verlassen. „<strong>Das</strong> ist das Schöne am<br />

Frohsinn, jeder mag mitarbeiten“,<br />

fasst Rößle zusammen. <strong>Das</strong>s er<br />

damit Recht hat, lässt sich schnell<br />

beweisen, denn angefangen vom<br />

Zeltaufbau, der Bewirtung in den<br />

Buden <strong>und</strong> der 30 Meter langen<br />

Bar bis hin z<strong>um</strong> Wagenbau sind <strong>die</strong><br />

Aufgaben für den Faschingssonntag<br />

schon verteilt.<br />

Faschingszug mit vielen<br />

lokalen Themen<br />

<strong>Das</strong>s den <strong>r<strong>und</strong></strong> 10 000 erwarteten<br />

Zuschauern beim Faschingszug<br />

> > > INFORMATIONEN<br />

genug Themen präsentiert werden<br />

können, dabei ist sich Christine<br />

Schmid sicher. „Mini-Kreisel,<br />

Rigi-Rutsch’n <strong>und</strong> so weiter, unser<br />

Gemeinderat liefert genügend<br />

Material“, lacht sie. Mit mehr<br />

als 20 Wagen <strong>und</strong> ebenso vielen<br />

Fußgruppen wurden beim letzten<br />

Gaudiwurm <strong>die</strong> eigenen Gedanken<br />

über Lokalpolitik, Zeiterscheinungen<br />

<strong>und</strong> Gesellschaftliches<br />

sichtbar gemacht.<br />

Trotz des mittlerweile großen Genehmigungsaufwands<br />

freut sich<br />

Thomas Rößle auf den Faschingszug:<br />

„Wenn 3000 Leute auf dem<br />

Volksfestplatz sind <strong>und</strong> Spaß haben,<br />

dann hat sich unser Einsatz<br />

rentiert“.<br />

rg<br />

Die Veranstaltungen vom „Frohsinn 2000“<br />

Samstag, 14. <strong>Januar</strong>, Tiefstollenhalle, Peißenberg<br />

20.00 Uhr Schwarz-Weiß-Ball<br />

Samstag, 4. <strong>Februar</strong>, Tiefstollenhalle, Peißenberg<br />

ab 10.00 Uhr Gardetreffen der Kinder- <strong>und</strong> Jugendgarden<br />

ab 19.00 Uhr Gardetreffen der erwachsenen Garden<br />

Sonntag, 26. <strong>Februar</strong><br />

14.00 Uhr großer Faschingszug durch Peißenberg,<br />

anschließend Faschingstreiben am Volksfestplatz<br />

Bequem ist<br />

einfach.<br />

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Die kleine „tassilo“-Jahresvorschau<br />

Ganz schön was los <strong>2017</strong><br />

<strong>Tassilo</strong>land | Als Jahr der Messen<br />

<strong>und</strong> Ausstellungen, so könnte man<br />

<strong>2017</strong> für <strong>die</strong> Kreisstadt <strong>Weilheim</strong><br />

titulieren. Den Auftakt macht <strong>die</strong><br />

Hochzeits- <strong>und</strong> Eventmesse am 21.<br />

<strong>und</strong> 22. <strong>Januar</strong>, es folgt <strong>die</strong> Jobmesse<br />

am 16. März. R<strong>und</strong> anderthalb<br />

Wochen später, Samstag 25.<br />

März, findet an gleichem Platz der<br />

<strong>Weilheim</strong>er Tag der Ges<strong>und</strong>heit<br />

statt. Mit der großen Ges<strong>und</strong>heitsmesse<br />

möchten <strong>die</strong> Organisatoren<br />

vom „Arbeitskreis Ges<strong>und</strong>heit“ der<br />

<strong>Weilheim</strong>er CSU in enger Kooperation<br />

mit der Krankenhaus GmbH<br />

der breiten Bevölkerung das <strong>um</strong>fassende<br />

medizinische Angebot<br />

der Stadt in anschaulicher Weise<br />

präsentieren. Wesentlich lauter<br />

geht es hingegen am Wochenende<br />

darauf (1. <strong>und</strong> 2. April), bei der<br />

42. Auto- <strong>und</strong> Motorradausstellung<br />

zu. Die Bildungsmesse wird<br />

voraussichtlich im Juni zentraler<br />

Treffpunkt für alle Bildungsinteressierten,<br />

während vom 23. bis 25.<br />

Juni <strong>die</strong> Stadthalle im Zeichen der<br />

Kunstmesse steht. Die zweite Auflage<br />

soll erneut das Interesse an<br />

der zeitgenössischen Kunst stärken<br />

<strong>und</strong> als Produzentenmesse den<br />

Künstlern eine Möglichkeit<br />

bieten, sich einem breiten<br />

Publik<strong>um</strong> zu präsentieren,<br />

Kontakte zu knüpfen <strong>und</strong><br />

neue Käufer anzusprechen.<br />

Und natürlich wirft <strong>die</strong> 21.<br />

Oberland-Ausstellung bereits<br />

ihren Schatten voraus.<br />

Vom 29. September bis 3.<br />

Oktober gibt es dann unter<br />

anderem wieder leckere<br />

Kaffeespezialitäten im „Café<br />

tassilo“. Auch kulturell wird<br />

<strong>2017</strong> wieder einiges geboten<br />

sein in <strong>Weilheim</strong>: Sei<br />

es bei der 11. <strong>Weilheim</strong>er<br />

Kult(uhr)nacht am 25. März in<br />

der Innenstadt, beim traditionellen<br />

Volksfest im Mai oder bei der<br />

Französischen <strong>und</strong> Italienischen<br />

Woche. Ein großes Highlight in<br />

der Region wird sicherlich das<br />

23. Bezirksmusikfest Werdenfels,<br />

welches passenderweise<br />

mit dem 110-jährigen Jubilä<strong>um</strong><br />

der Musikkapelle Spatzenhausen<br />

zusammentrifft <strong>und</strong> deshalb<br />

auch vom 24. bis 28. Mai in der<br />

Gemeinde zwischen Staffel- <strong>und</strong><br />

Riegsee gefeiert wird. Nicht weniger<br />

musikalisch geht es vom 8.<br />

bis 11. Juni in Uffing zu, wenn der<br />

Trachtenverein „d’Sunnastoana“<br />

ihren 110. Geburtstag, <strong>und</strong> <strong>die</strong><br />

Oberländler Trachtenvereinigung<br />

ihr 72. Gaufest feiern — z<strong>um</strong> Auftakt<br />

kommt „LaBrassBanda“. Während<br />

Peißenberg Mitte Juli z<strong>um</strong><br />

Knappentrunk einlädt <strong>und</strong> Ende<br />

Oktober zahlreiche Pferde bei der<br />

Leonhardifahrt durch den Ort ziehen,<br />

öffnet in Dießen der Töpfermarkt<br />

in den Seeanlagen vom 25.<br />

bis 28. Mai. Nicht zu vergessen:<br />

<strong>die</strong> 6. Dießener Musiknacht am<br />

14. Oktober. In Starnberg werden<br />

vom 27. Juli bis 6. August beim<br />

Fünf <strong>Seen</strong> Film Festival über 120<br />

herausragende <strong>und</strong> auf den Festivals<br />

der Welt ausgezeichnete<br />

Spiel-, Dok<strong>um</strong>entar- <strong>und</strong> Kurzfilme<br />

gezeigt. Und auch beim<br />

3. Fünf <strong>Seen</strong> Kinder <strong>und</strong> Jugend<br />

Filmfest im November stehen <strong>die</strong><br />

bewegten Bilder im Vorderg<strong>r<strong>und</strong></strong>.<br />

<strong>Das</strong> Tollhub-Festival auf Gut Hub<br />

in Penzberg vom 26. bis 28. Mai<br />

wartet heuer unter anderem mit<br />

Comedian Ingo Appelt auf. Ende<br />

August / Anfang September füllen<br />

sich Festzelt <strong>und</strong> Fahrgeschäfte auf<br />

dem Volksfest Penzberg; ebenso<br />

wie in Murnau vom 7. bis 16. Juli.<br />

Der 34. Töpfermarkt im Kultur-<br />

Park lockt sicherlich wieder zahlreiche<br />

Besucher an. Haunshofen<br />

schmückt sich vom 25. August bis<br />

3. September z<strong>um</strong> Burschenfest<br />

<strong>2017</strong>: Scha<strong>um</strong>party, „Da Huawa,<br />

da Meier <strong>und</strong> I“, das traditionelle<br />

Ochsenrennen, blauer Montag<br />

mit Oldtimertreffen <strong>und</strong> politischem<br />

Abend sowie <strong>die</strong> „Troglauer<br />

Buam“. Die Iffeldorfer Meisterkonzerte<br />

starten in eine neue<br />

R<strong>und</strong>e, ebenso wie <strong>die</strong> Tutzinger<br />

Schloss-Konzerte <strong>und</strong> <strong>die</strong> zahlreichen<br />

musikalischen Höhepunkte<br />

im Pollinger Bibliotheksaal.<br />

Wem <strong>die</strong>ser kleine — keineswegs<br />

vollständige — Überblick<br />

nicht genügt, kann sich<br />

stets aktuelle Tipps über <strong>die</strong><br />

zahlreichen Veranstaltungen<br />

des <strong>Tassilo</strong>landes in unserem<br />

Onlinekalender holen<br />

(www.tassilo.de).<br />

Auch <strong>2017</strong> freuen wir uns<br />

wieder auf nette Gäste <strong>und</strong><br />

interessante Gespräche<br />

am „tassilo“-Stand auf<br />

der <strong>Weilheim</strong>er Oberland-<br />

Ausstellung.<br />

tis<br />

Alle Angaben ohne Gewähr — Änderungen <strong>und</strong> Fehler vorbehalten!<br />

50 | tassilo


Besondere Reiseziele für Frischvermählte<br />

„Bitte nicht stören ...“<br />

Rathausplatz 16<br />

Rathausplatz 16<br />

82362 <strong>Weilheim</strong><br />

TELEFON 0881/ 26 86<br />

www.juwelier-weilheim.de<br />

<strong>Tassilo</strong>land | Wer nach seiner<br />

Tra<strong>um</strong>hochzeit auch noch Tra<strong>um</strong>flitterwochen<br />

verbringen möchte,<br />

muss dazu nicht zwangsläufig<br />

ins Ausland reisen. Bedenkt man<br />

jedoch den Aufwand, den es<br />

braucht, dorthin zu kommen, kann<br />

über eine zeitlich idealere (<strong>und</strong><br />

auch kostengünstigere) Alternative<br />

durchaus nachgedacht werden.<br />

Selbst innerhalb Deutschlands <strong>und</strong><br />

den angrenzenden Nachbarländern<br />

finden sich reizvolle Ziele für<br />

Hochzeitsreisende, <strong>die</strong> es durchaus<br />

mit den Zielen in aller Welt<br />

aufnehmen können. Und das liegt<br />

nicht an der Exklusivität, sondern<br />

vielmehr am Außergewöhnlichen,<br />

das einen bisweilen erwartet.<br />

„tassilo“ stellt vier „Honeymoon“-<br />

Tipps der besonderen Art vor.<br />

Fass(ungslos) glücklich<br />

im Holzfass<br />

Der erste Tipp führt mitten in den<br />

Schwarzwald — hinein in <strong>die</strong> Urlaubsregion<br />

Sachbachwalden. Am<br />

Fuße der Hornisgrinde, einem der<br />

höchsten Berge im Nordschwarzwald,<br />

liegt auf etwa 350 Höhenmetern<br />

der Hof der Familie Wild.<br />

Inmitten der Weinberge haben<br />

<strong>die</strong> Wirtsleute <strong>r<strong>und</strong></strong> 8 000 Liter<br />

große Weinfässer zu komfortablen<br />

Schlaf-, Wohn- <strong>und</strong> Sanitärfässern<br />

<strong>um</strong>gebaut. Mitten in den<br />

Reben können Frischvermählte so<br />

auf abgegrenzter, intimer Fläche<br />

ihre Flitterwochennächte verbringen<br />

— <strong>und</strong> dabei den Blick über<br />

<strong>die</strong> atemberaubende Landschaft<br />

der Rheinebene bis hinein in <strong>die</strong><br />

Vogesen genießen. Selbst im Winter<br />

steht <strong>die</strong>sem Schlafvergnügen<br />

nichts im Wege, denn <strong>die</strong> Fässer<br />

sind beheizt. Tagsüber locken<br />

nahegelegene Ausflugsziele ins<br />

Elsaß, den Europapark Rust oder<br />

zu den Triberger Wasserfällen.<br />

Städtetouren nach Baden-Baden,<br />

Straßburg, Karlsruhe oder Freiburg<br />

bieten sich ebenfalls an.<br />

Auf dem Ba<strong>um</strong>(haus)<br />

der Glückseligen<br />

Bei Tipp zwei geht es hoch hinaus<br />

— <strong>und</strong> zwar auf den Gipfel eines<br />

Ba<strong>um</strong>es. „Ba<strong>um</strong>palast“ nennt sich<br />

Feiern sie bei uns!<br />

· Saal mit bis zu 250 Personen<br />

•· Nebenzimmer Saal mit bis zu bis 25040 Personen - 120 Personen<br />

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• Gästezimmer zu vermieten<br />

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ein Anbieter des<br />

mittlerweile <strong>um</strong>fangreichen<br />

Angebots<br />

<strong>die</strong>ser Übernachtungsmöglichkeiten.<br />

Die Anlage liegt direkt<br />

am Fränkisch-Schwäbischen Jakobsweg,<br />

am Rande eines Kiefernmischwaldes.<br />

Sieben idyllische<br />

Ba<strong>um</strong>häuser, beheizbar <strong>und</strong> mit<br />

Strom versorgt, sorgen für eine<br />

urbane Aufenthaltsqualität. Für<br />

frische Leckereien am Morgen<br />

sorgt <strong>die</strong> ortsansässige Bäckerei,<br />

<strong>die</strong> alle Ba<strong>um</strong>hausbewohner auf<br />

Wunsch beliefert. Als weiteres<br />

Highlight bietet der Betreiber <strong>r<strong>und</strong></strong><br />

zweistündige Huskywanderungen<br />

an; das primäre Ziel ist es jedoch,<br />

ein unvergessliches Übernachtungserlebnis<br />

inmitten der Natur<br />

zu verbringen, fernab vom Alltagsstress.<br />

Die nähere Umgebung<br />

<strong>r<strong>und</strong></strong>et mit Möglichkeiten z<strong>um</strong><br />

Wandern, Biken, Baden ab.<br />

Lass' mich dein<br />

Leuchtturmwärter sein ...<br />

Noch einmal hoch hinaus geht<br />

es bei Tipp drei, <strong>und</strong> der führt zu<br />

einer Nacht im Leuchtturm Harlingen<br />

in den Niederlanden. Drei<br />

Etagen stehen darin für exklusive<br />

Nächte zur Verfügung: Hier lassen<br />

einen das Geräusch der Brandung<br />

<strong>und</strong> <strong>die</strong> Gesänge der Möven in<br />

den Schlaf sinken — <strong>und</strong> nach dem<br />

Erwachen fällt der Blick auf <strong>die</strong><br />

grandiose Aussicht. Eine R<strong>und</strong><strong>um</strong>verglasung<br />

macht <strong>die</strong>s möglich.<br />

Alle Rä<strong>um</strong>e des Leuchtturmes<br />

sind <strong>r<strong>und</strong></strong> — selbst <strong>die</strong> Dusche. Ein<br />

Highlight ist sicherlich der auf 20<br />

Meter Höhe gelegene, gesicherte<br />

R<strong>und</strong><strong>um</strong>gang, der den Blick ungehindert<br />

in <strong>die</strong> Ferne schweifen<br />

lässt. Auch hier kann auf einen leckeren<br />

Frühstücksservice zugegriffen<br />

werden: <strong>die</strong> Verwalterin bringt<br />

ofenfrische Semmeln.<br />

Heiße Gefühle<br />

in eisigem Ambiente<br />

Wer an Schnee <strong>und</strong> Eis denkt,<br />

denkt nicht sofort an Komfort<br />

<strong>und</strong> Romantik. <strong>Das</strong>s es sich auch<br />

in <strong>die</strong>sem Element w<strong>und</strong>erbar<br />

ausgefallen wohnen <strong>und</strong> schlafen<br />

lässt, beweist das Unternehmen<br />

„Iglu-Lodge“. Dahinter verbirgt<br />

sich <strong>die</strong> exklusive Möglichkeit, in<br />

einem Iglu zu übernachten. <strong>Das</strong><br />

schöne Allgäu <strong>r<strong>und</strong></strong> <strong>um</strong> Oberstdorf<br />

bildet den Rahmen für <strong>die</strong>ses Vergnügen<br />

der besonderen Art. Verschiedene<br />

Möglichkeiten sorgen<br />

für das richtige Umfeld z<strong>um</strong> richtigen<br />

Anlass. Selbst Whirlpool <strong>und</strong><br />

Prosecco stehen zur Verfügung<br />

— inklusive Betreuung durch das<br />

Iglupersonal. Und gegen den leeren<br />

Magen der Frischvermählten<br />

wird auch Abhilfe geschaffen: Ein<br />

leckeres Käsefondue steht auf der<br />

Speisekarte des Iglu-Restaurants<br />

hoch oben nahe dem Bergrestaurant<br />

Höfatsblick.<br />

rp<br />

52 | tassilo


Hochzeits- <strong>und</strong> Eventmesse in der <strong>Weilheim</strong>er Stadthalle<br />

Seit 25 Jahren im Zeichen<br />

des „schönsten Tages“<br />

Neues Jahr, neuer Standort <strong>und</strong><br />

noch mehr Möglichkeiten für Ihre Ideen!<br />

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Ihr Team von Satz & Druck Molnar<br />

wünscht ein besinnliches<br />

Weihnachtsfest <strong>und</strong><br />

einen guten Rutsch ins neue Jahr!<br />

<strong>Weilheim</strong> | „Ja, ich will!“ Drei<br />

Worte, <strong>die</strong> häufig den Auftakt für<br />

einen wahren Organisations-Marathon<br />

darstellen. Paare, <strong>die</strong> sich<br />

trauen wollen, müssen zahlreiche<br />

Entscheidungen treffen, bis alles<br />

für den großen Tag geregelt <strong>und</strong><br />

vorbereitet ist. Seit mittlerweile<br />

einem Vierteljahrh<strong>und</strong>ert hilft dabei<br />

<strong>die</strong> <strong>Weilheim</strong>er Hochzeits- <strong>und</strong><br />

Eventmesse. Über 50 Aussteller —<br />

von Brautmode über Floristik bis<br />

zur Musik — präsentieren sich auch<br />

heuer am 21. <strong>und</strong> 22. <strong>Januar</strong> in der<br />

<strong>Weilheim</strong>er Stadthalle. Wie <strong>und</strong><br />

wo man etwa für Ringe, Brautkleid<br />

oder Location den richtigen<br />

Ansprechpartner findet, darauf<br />

hat Thomas Dormeyer, Veranstalter<br />

der Messe, eine klare Antwort:<br />

„Der kürzeste Weg ist der Besuch<br />

der Hochzeitsmesse. Hier können<br />

sich Brautleute zusammen mit<br />

Familien oder Fre<strong>und</strong>en über <strong>die</strong><br />

verschiedensten Angebote informieren<br />

<strong>und</strong> beraten lassen. Ganz<br />

ohne langes R<strong>um</strong>telefonieren oder<br />

w<strong>und</strong>e Füße.“<br />

Seit drei Jahren steht <strong>die</strong> Veranstaltung<br />

unter der Regie von Eventmanager<br />

Thomas Dormeyer, der <strong>die</strong><br />

Messe seit 2014 mit neuem Konzept<br />

organisiert. „Die Hochzeits- <strong>und</strong><br />

Eventmesse richtet sich nicht allein<br />

an Brautleute, sondern an alle, <strong>die</strong><br />

feiern wollen, egal ob Geburtstag,<br />

Jubilä<strong>um</strong> oder Firmenfeier“, beschreibt<br />

Dormeyer <strong>die</strong> Erweiterung<br />

der Messe. Samstag (21. <strong>Januar</strong>)<br />

von 13 bis 17 Uhr <strong>und</strong> Sonntag (22.<br />

<strong>Januar</strong>) von 10 bis 17 Uhr stehen<br />

<strong>die</strong> Aussteller den Besuchern für<br />

ausführliche Beratungsgespräche<br />

zur Verfügung. Und bieten zudem<br />

tolle Rabatte an, so dass mit dem<br />

Messebesuch nicht nur Zeit <strong>und</strong><br />

Weg, sondern auch Geld gespart<br />

werden kann. Abge<strong>r<strong>und</strong></strong>et wird<br />

das Wochenende von einem vielfältigen<br />

Unterhaltungsprogramm<br />

für <strong>die</strong> ganze Familie.<br />

Attraktive Preise,<br />

ansprechendes Programm<br />

Mehrmals täglich können sich<br />

zukünftige Bräute <strong>und</strong> alle anderen<br />

Interessierten bei den Braut-<br />

Modeschauen inspirieren lassen.<br />

Die anschließende Verlosung fällt<br />

im Jubilä<strong>um</strong>sjahr besonders üppig<br />

aus. Attraktive Preise der teilnehmenden<br />

Aussteller im Gesamtwert<br />

von über 3000 Euro winken für<br />

<strong>die</strong> Teilnehmer. Hauptpreis ist eine<br />

Urlaubsreise für zwei Personen. 25<br />

Jahre Hochzeits- <strong>und</strong> Eventmesse<br />

<strong>Weilheim</strong> werden außerdem am<br />

Samstag ab 17.30 Uhr gebührend<br />

mit einer Feuershow <strong>und</strong> Feuerwerk<br />

vor der Stadthalle gefeiert.<br />

Zu den weiteren Programm-Höhepunkten<br />

tragen unter anderem<br />

<strong>die</strong> zahlreichen Musiker mit Live-<br />

Unterhaltung bei. Teilnehmende<br />

Catering-Unternehmen laden zudem<br />

zu Kostproben ein, so dass<br />

Häppchen, Hochzeitstorten oder<br />

Kaffee-Spezialitäten probiert werden<br />

können. Damit sich Eltern<br />

ganz entspannt <strong>und</strong> in Ruhe <strong>um</strong>sehen<br />

<strong>und</strong> informieren können, wartet<br />

auf <strong>die</strong> Kleinen ab drei Jahren<br />

ein kostenloses Kinderbetreuungsprogramm,<br />

das selbstverständlich<br />

auch für <strong>die</strong> eigene Hochzeitsfeier<br />

gebucht werden kann. Der Eintritt<br />

zur Messe beträgt acht Euro.<br />

Im Vorverkauf beim Kreisboten-<br />

Ticketservice in der Sparkasse<br />

<strong>Weilheim</strong> <strong>und</strong> beim Tagblatt sowie<br />

im Reisebüro Vivell in Landsberg,<br />

kosten <strong>die</strong> Karten sechs Euro. tis<br />

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in Schlehdorf am Kochelsee<br />

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Ihren Tra<strong>um</strong>prinz doch bei uns!“<br />

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Auf Wunsch steht Ihnen für Ihr Fotoshooting am<br />

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21./22.01.17<br />

.17<br />

STADTHALLE WEILHEIM<br />

januar / februar <strong>2017</strong> | 53


Natureislaufen auf <strong>Seen</strong> & Co. im <strong>Tassilo</strong>land<br />

Schwing <strong>die</strong> Kufe!<br />

<strong>Tassilo</strong>land | Der Himmel zeigt<br />

sich in einem klaren Blaugrau <strong>und</strong><br />

lässt den Betrachter erahnen, wie<br />

kalt es an <strong>die</strong>sem Tag ist. Eingerahmt<br />

von einer dörflichen Szene,<br />

verschneiten Dächern, aus deren<br />

Schloten dichter, weißer Rauch<br />

steigt, t<strong>um</strong>meln sich warm eingepackte<br />

Menschen auf einer spiegelglatten<br />

Fläche. Schlittschuhe<br />

an ihren Füßen sorgen dafür, dass<br />

sie in lustigen, teils bizarren Verrenkungen<br />

über das Eis schlittern.<br />

Was so bemerkenswert an <strong>die</strong>ser<br />

Szene ist? Sie stammt aus dem<br />

Jahre 1565 <strong>und</strong> wurde von keinem<br />

Geringeren als Pieter Bruegel d.<br />

Ältere (1525 - 1569) in meisterhafter<br />

Art auf Leinwand festgehalten.<br />

Eislaufen, <strong>und</strong> damit das Gleiten<br />

auf Kufen über eine gefrorene<br />

Fläche, war schon damals eine<br />

beliebte Freizeitbeschäftigung,<br />

<strong>die</strong> nicht nur Vermögenden vorbehalten<br />

blieb. In unserer so<br />

seenreichen Region können sich<br />

sicher viele Erwachsene noch an<br />

Kindheitstage erinnern, <strong>die</strong> man<br />

— starr vor Kälte, aber voller Eifer<br />

— auf dem Eis eines zugefrorenen<br />

Weihers oder Sees verbracht hatte.<br />

Was für ein Glücksgefühl, sollte<br />

man im Rucksack eine Thermoskanne<br />

voll köstlichem, heißen Tee<br />

vorfinden, den <strong>die</strong> Mama in weiser<br />

Voraussicht mit auf den Weg<br />

gegeben hat. Herz, was willst du<br />

mehr ...<br />

Es mag der subjektiven Erinnerung<br />

geschuldet sein, <strong>die</strong> einen glauben<br />

lässt, in der Vergangenheit<br />

hätte der Winter wesentlich zuverlässiger<br />

Einzug gehalten <strong>und</strong> wäre<br />

das Zufrieren der Seeoberfläche<br />

eine Art Naturgesetz gewesen.<br />

Heute lässt er bisweilen deutlich<br />

auf sich warten <strong>und</strong> frieren in der<br />

Regel <strong>die</strong> <strong>Seen</strong> nur noch alle sieben<br />

Jahre tragfähig zu. So gilt für<br />

alle Fälle: Nicht jede Eisdecke, <strong>die</strong><br />

dick genug erscheint, ist wirklich<br />

geeignet, <strong>um</strong> darauf Schlittschuh<br />

zu laufen. Mindestens 15 Zentimeter<br />

sollten Eisdecken auf stehenden<br />

Gewässern haben, was auch<br />

gleich <strong>die</strong> zweite Regel einläutet:<br />

Auf fließenden Gewässern sollte<br />

prinzipiell nicht gelaufen werden.<br />

Schließlich dürfte Regel N<strong>um</strong>mer<br />

drei wohl <strong>die</strong> angenehmste<br />

sein: Am besten nicht alleine gehen.<br />

Sollte etwas passieren, kann<br />

<strong>die</strong> Begleitperson lebensrettend<br />

sein. Wer sich also in bester Gesellschaft<br />

z<strong>um</strong> Schlittschuhlaufen<br />

trifft, das Eis unter den Kufen weder<br />

knackt noch knistert <strong>und</strong> dazu<br />

noch <strong>die</strong> Sonne scheint — dem ist<br />

ein w<strong>und</strong>erbarer Tag beschert.<br />

Welche Möglichkeiten man dafür<br />

im <strong>Tassilo</strong>land hat, verrät der Infokasten.<br />

Viel Vergnügen!<br />

rp<br />

Eislaufen im <strong>Tassilo</strong>land l ...<br />

ANTDORF — Gleich zwei Möglichkeiten finden Schlittschuhläufer<br />

im Bereich der Gemeinde Antdorf: Gelaufen werden kann im Dümpelfeld<br />

(zwischen Antdorf <strong>und</strong> Iffeldorf) <strong>und</strong> auch auf dem Weiher<br />

unterhalb von Obersiffelhofen.<br />

HABACH — Die Natureisbahn am Koppenbergweiher ist ein beliebter<br />

Treffpunkt für alle Winterfre<strong>und</strong>e.<br />

IFFELDORF — Auch im Gebiet der Osterseen finden sich Natureisbahnen.<br />

Eislaufen in der Penzberger Innenstadt<br />

PENZBERG — Aller guten Dinge sind drei: Hubersee, Zwinkweiher<br />

<strong>und</strong> Eitzenbergweiher sorgen im Ra<strong>um</strong> Penzberg für Eislauffreuden.<br />

Ein Eislaufvergnügen der besonderen Art verbirgt sich hinter „Hannis<br />

Eismärchen“. Bis einschließlich 8. <strong>Januar</strong> <strong>2017</strong> steht dazu eine<br />

Eislauffläche in der Penzberger Innenstadt zur Verfügung. Ein Unterhaltungsprogramm,<br />

das auch Kulinarik beinhaltet, schließt sich an.<br />

Selbst Silvester kann auf dem Eis verbracht werden.<br />

STARNBERG — Unter dem Motto „Starnberger Eiszauber“ verwandelt<br />

sich auch der Starnberger Kirchplatz von 13. <strong>Januar</strong> bis 5. <strong>Februar</strong><br />

<strong>2017</strong> in eine Eislauffläche. Täglich steht sie Schlittschuhläufern<br />

in der Zeit von 10 bis 21.30 Uhr zur Verfügung. Für <strong>die</strong>jenigen, <strong>die</strong><br />

nicht aufs Eis möchten oder eine Pause brauchen, steht ein Gastrozelt<br />

bereit. Ein buntes Rahmenprogramm <strong>r<strong>und</strong></strong>et den Eiszauber ab.<br />

WEILHEIM — Auch im Winter steht der Dietlhofer See seinen<br />

Besuchern zur Verfügung; dann eben z<strong>um</strong> Schlittschuhlaufen auf<br />

Natureis.<br />

januar / februar <strong>2017</strong> | 55


M. HASEITL


iologisch wirksam durch Auszüge der<br />

Ölessenzen von Zitrone, Lavendel <strong>und</strong> Eukalyptus<br />

> > > DAS TASSILO-HEIMATRÄTSEL<br />

Jede Menge Kohle für Penzberg<br />

Zirbenholzbett<br />

+ ProNatura Schlafsysteme<br />

Schlafen mit Wohlgefühl<br />

Penzberg | Z<strong>um</strong> allerersten Mal<br />

wird der „tassilo“ mit <strong>die</strong>ser <strong>Januar</strong><br />

/ <strong>Februar</strong> <strong>2017</strong>-<strong>Ausgabe</strong> in<br />

Penzberg verteilt. Klar, dass sich<br />

da auch das aktuelle Heimaträtsel<br />

<strong>um</strong> <strong>die</strong> ehemalige Bergwerkstadt<br />

dreht: Neben denen in Peißenberg,<br />

Peiting <strong>und</strong> Hausham war<br />

das Bergwerk Penzberg einst eines<br />

der vier Pechkohlebergwerke<br />

in den bayerischen Voralpen.<br />

Zwischen 1796 <strong>und</strong> 1966 wurde<br />

hier Kohle gefördert, <strong>die</strong> Stadt<br />

war ursprünglich allein wegen<br />

des Kohlebergbaus entstanden.<br />

Fast 170 Jahre lang sollte <strong>die</strong> Kohle<br />

<strong>die</strong> Geschichte Penzbergs maßgeblich<br />

prägen, den gravierenden<br />

Strukturwandel der bäuerlichen<br />

Gemeinde einleiten <strong>und</strong> in ihrem<br />

Zentr<strong>um</strong> eine stattliche Siedlung<br />

entstehen lassen. Da <strong>die</strong> Penzberger<br />

Kohle nicht mehr verkauft werden<br />

konnte, mittlerweile waren<br />

andere Energiequellen wie etwa<br />

Erdöl zu einer starken Konkurrenz<br />

geworden, musste das Bergwerk<br />

am 30. September 1966 geschlossen<br />

werden. Durch <strong>die</strong> Stilllegung<br />

stand Penzberg vor einem kompletten<br />

Neuanfang, insbesondere<br />

für <strong>die</strong> 1 300 arbeitslos gewordenen<br />

Bergarbeiter mussten neue<br />

Arbeitsplätze geschaffen werden.<br />

Mit Hilfe des Freistaates konnten<br />

aber schon sehr bald einige größere<br />

Betriebe an der nördlichen<br />

Stadtgrenze angesiedelt werden.<br />

Die Frage, <strong>die</strong> wir <strong>die</strong>smal gerne<br />

von unseren „tassilo“-Lesern<br />

beantwortet haben möchten, hat<br />

etwas mit dem Penzberger Bergwerk<br />

zu tun: Wir möchten nämlich<br />

wissen, wie viel Millionen Tonnen<br />

Kohle in den 170 Jahren, von 1796<br />

bis 1966, in Penzberg gefördert<br />

wurden.<br />

Damit auch Leser außerhalb Penzbergs<br />

am Heimaträtsel teilnehmen<br />

können, geben wir Ihnen <strong>die</strong>smal<br />

drei Antwort-Möglichkeiten<br />

vor: Waren es 8 Millionen Tonnen,<br />

25 Millionen Tonnen oder<br />

95 Millionen Tonnen Kohle?<br />

Ihre Antwort schicken Sie per Postkarte<br />

mit dem Stichwort „Heimaträtsel“<br />

an „tassilo“, Birkland 40,<br />

86971 Peiting. Oder eine E-Mail an<br />

info@tassilo.de. Bitte geben Sie<br />

auch hier Ihre vollständige Adresse<br />

an, da <strong>die</strong> Karten auf postalischem<br />

Weg versendet werden. Der<br />

Rechtsweg ist ausgeschlossen, das<br />

Los entscheidet.<br />

Wissen über <strong>die</strong> Penzberger Geschichte<br />

belohnen wir auch <strong>die</strong>smal<br />

mit fünf Badewelt-Familienkarten<br />

für das „Plantsch — Badespaß <strong>und</strong><br />

Saunaland“. Wir wünschen allen<br />

Teilnehmern viel Glück.<br />

tis<br />

> > > IMPRESSUM<br />

„tassilo“<br />

„tassilo“ ist ein Medi<strong>um</strong> von<br />

Birkland 40, 86971 Peiting<br />

Telefon: 08869 / 91 22-26<br />

Fax: 08869 / 91 22-27<br />

Mail: info@tassilo.de<br />

Stand bei Drucklegung im Dezember 2016.<br />

Änderungen <strong>und</strong> Fehler vorbehalten.<br />

Auflage: 64000 Exemplare<br />

Die aktuellen Anzeigenpreise, Mediadaten sowie<br />

Erscheinungstermine <strong>und</strong> weitere technische Angaben<br />

finden Sie auf unserer Webseite www.tassilo.de<br />

Erscheinungsweise: zweimonatig, kostenlose Verteilung<br />

an alle Haushalte <strong>r<strong>und</strong></strong> <strong>um</strong> <strong>Weilheim</strong> <strong>und</strong> <strong>die</strong> <strong>Seen</strong> —<br />

Zahlreiche Auslegestellen im Verteilgebiet.<br />

Herausgeber: Peter Ostenrieder<br />

Redaktion:<br />

Tobias Sch<strong>um</strong>acher, Tim Schmid, Peter Ostenrieder (V.i.S.d.P.)<br />

Mitarbeiter <strong>die</strong>ser <strong>Ausgabe</strong>:<br />

Regine Pätz, Rosi Geiger, Christoph Ulrich<br />

Anzeigenverkauf:<br />

Wolfgang Stuhler, Andreas Jennerwein, Tim Schmid<br />

Satz, Layout & Anzeigengestaltung: Peter Ostenrieder, Kurt Zarbock,<br />

Irmgard Gruber, Christian Lechner, Tim Schmid, Jonas Desche<br />

Druck: Gebr. Geiselberger GmbH, M.-Moser-Straße 23, 84503 Altötting<br />

Verteilservice:<br />

KBV Vertriebs GmbH, Am Weidenbach 8, 82362 <strong>Weilheim</strong><br />

Geplanter Erscheinungstermin der nächsten <strong>Ausgabe</strong> März/April <strong>2017</strong>: Freitag, 24. <strong>Februar</strong> <strong>2017</strong> (Anzeigenschluss: 6. <strong>Februar</strong> <strong>2017</strong>)<br />

Für eingesandte Manuskripte wird keine Haftung sowie keine Erscheinungsgewähr übernommen.<br />

> > > DES LETZTEN RÄTSELS LÖSUNG<br />

In der letzten <strong>Ausgabe</strong> des „tassilo“ fragten wir nach fünf Wappen<br />

aus dem <strong>Tassilo</strong>land, <strong>die</strong> zahlreiche Leser den richtigen Ortschaften<br />

zuordnen konnten. Die richtige Lösung lautet: Wappen A — Eberfing,<br />

B — Andechs, C — Dießen, D — Feldafing, E — Iffeldorf. Unter anderem<br />

Angela Folzwinkler aus Tutzing, Ute Forstner aus Peißenberg, Marc<br />

Kemmer aus Bernried, Centa Ortlieb aus Murnau, sowie Manuela<br />

Terlecki aus Eberfing sendeten uns <strong>die</strong> richtigen Antworten. Sie alle<br />

dürfen sich über je eine Familienkarte für das „Plantsch“ freuen.<br />

Fotos: Stadt Penzberg, Johann Jilka, Susanne Ernst / Starnberg Argonauts,<br />

Tobias Sch<strong>um</strong>acher, Peter Ostenrieder, Kurt Zarbock, Regine<br />

Pätz, Rosi Geiger, Tim Schmid, H<strong>um</strong>ming Effects, ALBRECHTHOF Catering<br />

& Menü, OK Ski-Weltcup, Klosterbrauerei Andechs/Martin Glaab,<br />

Wacky Productions/Espen Nowacki, Viva Voce / T. Wingenfelder, Verein<br />

der Fre<strong>und</strong>e des <strong>Weilheim</strong>er Theaters, Krankenhaus GmbH <strong>Weilheim</strong>-<br />

Schongau (Emanuel Gronau), Jim Rakete, tba, Shirin Kasraeian, Rolf<br />

Gerard, Mariela Sartorius, Reiner Wagenbreth, Pillar of Fire c/o Martin<br />

Hellmuth, Christiane Manthey, Landratsamt <strong>Weilheim</strong>-Schongau (Grafik<br />

Pustebl<strong>um</strong>e: volyk — Fotolia.com; Foto: Monkey Business — Fotolia.<br />

com; Idee <strong>und</strong> Design: so-eine-marke.de; DR-B GmbH © (L. Klauser)<br />

— Fotolia.com), Christoph Barth, Bäuerliche Erzeugergemeinschaft<br />

Schwäbisch-Hall, Frohsinn 2000, Vuurtoren Harlingen, Ba<strong>um</strong>palast.<br />

de, Event D/Thomas Dormeyer, Tourismusverband Pfaffenwinkel,<br />

Gerard-Foto, Wikipedia, Pressestelle Landratsamt Starnberg, Lichtkunst<br />

<strong>Weilheim</strong> e.V., Sabine Jakobs (www.fotografie-jakobs.de) c/o VG Bild-<br />

Kunst, VK, Fotolia<br />

januar / februar <strong>2017</strong> | 57<br />

<strong>Das</strong> sagen <strong>die</strong> unabhängigen Therapeuten<br />

<strong>und</strong> Rückenexper-ten des<br />

IGR über das biologische Schlafsystem<br />

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<strong>Das</strong> biologische Schlafsystem<br />

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Kulturpreis des Landkreises Starnberg 2016 verliehen<br />

Filmfre<strong>und</strong>e machen das Rennen<br />

Starnberg | Matthias Helwig, der<br />

Besitzer der „Breitwand-Kinos“ im<br />

Fünfseen-Land, dazu Gründer <strong>und</strong><br />

seit zehn Jahren Organisator des<br />

„Fünf <strong>Seen</strong> Filmfestivals“, ist mit<br />

dem Kulturpreis des Landkreises<br />

Starnberg ausgezeichnet worden.<br />

Landrat Karl Roth verlieh <strong>die</strong> mit<br />

4 000 Euro dotierte Auszeichnung<br />

Anfang November im Rahmen eines<br />

Festaktes im Sitzungssaal des<br />

Landratsamtes in Starnberg. Er<br />

würdigte Helwigs vielfältige Aktivitäten<br />

<strong>r<strong>und</strong></strong> <strong>um</strong> das Thema Film,<br />

mit denen er „lebendige Visitenkarten<br />

des Landkreises geschaffen“<br />

habe, zitierte Roth aus dem<br />

Urteil der Jury.<br />

Landrat Karl Roth <strong>und</strong> Kulturreferentin Barbara Beck überreichen <strong>die</strong><br />

Geschenke an Matthias Helwig, Johanna Schlüter <strong>und</strong> Christopher Bodenstein<br />

(v.r.).<br />

Der Landrat unterstrich den hohen<br />

Stellenwert von Kunst <strong>und</strong><br />

Kultur im täglichen Leben. „Gerade<br />

<strong>die</strong> Künstler sind es, <strong>die</strong> mit<br />

ihren Werken Brücken zwischen<br />

verschiedenen Kulturen bauen“,<br />

sagte Roth. Ein reiches Kunst- <strong>und</strong><br />

Kulturleben sei für den Landkreis<br />

Starnberg <strong>und</strong> andere Regionen<br />

wichtig. Die Verleihung des Kulturpreises<br />

unterstreiche <strong>die</strong> Wertschätzung<br />

<strong>und</strong> mache sichtbar,<br />

„wie vielfältig <strong>und</strong> kostbar unsere<br />

Kulturlandschaft ist.“<br />

Neues Programmkino mit<br />

800 Plätzen in Gauting<br />

Matthias Helwig habe seit 30 Jahren<br />

Prägendes für <strong>die</strong> Kino-Kultur<br />

im Landkreis Starnberg geleistet,<br />

ausgehend von seinem Heimatort<br />

Gilching <strong>und</strong> später in Starnberg,<br />

Seefeld <strong>und</strong> Herrsching. Seit Oktober<br />

2016 hat er sein nächstes<br />

Standbein in Gauting hinzugefügt,<br />

wo er ein „Arthouse“-Kino<br />

mit 800 Sitzplätzen in mehreren<br />

Sälen eröffnet hat. Der rührige<br />

Kinobetreiber hofft, mit seiner Investition<br />

<strong>und</strong> Programmauswahl<br />

auch viele Kino- <strong>und</strong> Filmfre<strong>und</strong>e<br />

aus dem <strong>Tassilo</strong>land anzulocken.<br />

Landrat Roth sagte in <strong>die</strong>sem<br />

Kontext, Helwig habe „jeweils<br />

dauerhafte Standorte für herausragend<br />

gutes Kino-Programm<br />

etabliert“.<br />

Außerdem sei sein Name untrennbar<br />

verb<strong>und</strong>en mit dem<br />

„Fünf <strong>Seen</strong> Filmfestival“, das<br />

<strong>die</strong>sen Sommer z<strong>um</strong> zehnten<br />

Mal über <strong>die</strong> Bühne ging. Helwig<br />

habe „ein inzwischen weit über<br />

<strong>die</strong> Region hinaus bekanntes, unverwechselbares<br />

Kulturereignis<br />

von internationalem Rang <strong>und</strong><br />

doch heimatlichem Touch geschaffen“.<br />

Hierbei sei sein „ganzjähriges,<br />

vernetztes Wirken“ von<br />

entscheidender Bedeutung, durch<br />

das es gelinge, „ausgehend vom<br />

Medi<strong>um</strong> Film Brücken zu anderen<br />

Kunstformen wie Musik, Literatur<br />

<strong>und</strong> Theater zu schlagen“. Helwig<br />

lädt über das Leinwandgeschehen<br />

hinaus immer wieder<br />

zu Diskussionsforen über gesellschaftlich<br />

aktuelle, politische <strong>und</strong><br />

geschichtliche Themen in seine<br />

Kinosäle, dazu zu Filmgesprächen<br />

<strong>und</strong> integrativen Filmreihen in<br />

Originalsprache. Hier arbeitet er<br />

zusammen mit Kulturvereinen,<br />

den örtlichen Akademien, Schulen<br />

<strong>und</strong> „Agenda“-Gruppen.<br />

Auf <strong>die</strong> Schönheiten<br />

aufmerksam machen<br />

Helwig bespielt mit seinem Filmfestival<br />

verschiedenste Schauplätze,<br />

auch mit Open-Air-Veranstaltungen,<br />

etwa im Wörthseer<br />

Augustiner oder im Strandbad<br />

Starnberg. Durch das sommerliche<br />

Filmfestival <strong>und</strong> den Alltagsbetrieb<br />

in den Kinos würden auch solche<br />

Besucher auf <strong>die</strong> Schönheiten des<br />

Landkreises aufmerksam, denen<br />

sonst etwa das Schloss Seefeld<br />

nicht bekannt wäre. Und <strong>die</strong> alljährliche,<br />

abendliche Dampferfahrt<br />

während des Festivals sei das<br />

Aushängeschild <strong>und</strong> eine Attraktion<br />

des Starnberger Sees schlechthin,<br />

sagte Landrat Roth.<br />

Die stu<strong>die</strong>rte Fotodesignerin Johanna<br />

Schlüter (24) aus Starnberg<br />

<strong>und</strong> der 19-jährige Christopher<br />

Bodenstein, der an der Bayerischen<br />

Akademie für Fernsehen<br />

Kameramann stu<strong>die</strong>rt, erhielten<br />

Kulturförderpreise des Landkreises,<br />

<strong>die</strong> mit je 3000 Euro dotiert<br />

sind.<br />

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58 | tassilo


Rückblick aufs „1. <strong>Weilheim</strong>er Lichtkunst-Festival“<br />

Explosiv-utopischer Ra<strong>um</strong><br />

<strong>Weilheim</strong> | Es ist ziemlich genau<br />

20 Jahre her, seit Philipp Geist mit<br />

seiner Lichtkunst <strong>die</strong> internationale<br />

Bühne betreten hat. Vielmehr,<br />

seit er mit einem vergänglichen,<br />

temporären <strong>und</strong> ebenso jungen<br />

Genre für Aufsehen sorgte <strong>und</strong><br />

seinen Aufstieg z<strong>um</strong> gefeierten<br />

Star antrat, den Rio de Janeiro mit<br />

ebenso offenen Armen empfängt<br />

wie <strong>die</strong> iranische Hauptstadt Teheran.<br />

Damals, 1996, nutzte er eine<br />

alte Scheune als Projektionsfläche<br />

für eine seiner allerersten Ausstellungen.<br />

Nun, im vergangenen<br />

Oktober, wurde <strong>die</strong> gesamte Altstadt<br />

<strong>und</strong> genauer der Marienplatz<br />

zur Bühne für seinen So<strong>und</strong>- <strong>und</strong><br />

Lichtertanz, zur Spielwiese seines<br />

Farbenzaubers. Der Kreis hat sich<br />

geschlossen.<br />

Die Begeisterung der vielen Tausend<br />

Zuschauer im historischen<br />

<strong>Weilheim</strong>er Stadtzentr<strong>um</strong> war<br />

an den beiden Tagen des mittleren<br />

Oktoberwochenendes ebenso<br />

groß wie das überregionale<br />

Me<strong>die</strong>n-Echo: <strong>Das</strong> Internet-Portal<br />

„BerlinArtLink“ berichtete ebenso<br />

begeistert aus <strong>Weilheim</strong> wie <strong>die</strong><br />

Süddeutsche Zeitung <strong>und</strong> das Bayerische<br />

Fernsehen. Bürgermeister<br />

Markus Loth berichtete im Stadtrat,<br />

er sei sogar in München auf<br />

das 1. <strong>Weilheim</strong>er Lichtkunstfestival<br />

angesprochen worden; weshalb<br />

er sich bei Ragnhild Thieler,<br />

Kulturreferentin <strong>und</strong> Vorsitzende<br />

des veranstaltenden „Lichtkunst-<br />

Vereins“ mit einem Bl<strong>um</strong>enstrauß<br />

bedankte — stellvertretend für alle<br />

Mitwirkenden.<br />

Der überwältigende Erfolg des Festivals<br />

hatte seine Ursache nämlich<br />

nicht nur im „skeptischen Optimismus“<br />

der Vereins-Engagierten<br />

<strong>um</strong> Gabriele Zelisko <strong>und</strong> Nikolaus<br />

Eisenblätter <strong>und</strong> den Sponsoren,<br />

<strong>die</strong> sie gewinnen konnten, sondern<br />

neben den Installationen von<br />

Kurator Philipp Geist auch in den<br />

Werken der Kollegen, <strong>die</strong> er eingeladen<br />

hatte: Fausto Morales mit<br />

einem katalonischen Künstlerkollektiv<br />

„Slidemedia“ aus Barcelona,<br />

das klanglich <strong>um</strong>spielt wurde vom<br />

So<strong>und</strong>virtuosen Jorge Ramirez-<br />

Escudero. Sie bespielten <strong>die</strong><br />

Fassade der <strong>Weilheim</strong>er Musikschule;<br />

<strong>und</strong> ebenso Robert Seidel,<br />

der <strong>die</strong> Stadtmauer als Leinwand<br />

auserkoren hatte. Geist selbst<br />

setzte beim Heimspiel auf musikalische<br />

Unterstützung von Martin<br />

Gretschmann, Mit-<strong>Weilheim</strong>er <strong>und</strong><br />

szenebekannter Klangbastler.<br />

„BerlinArtLink“ schwärmte angesichts<br />

des Sinnen-Spektakels,<br />

<strong>Weilheim</strong> sei in einen „explosiven,<br />

utopischen Ra<strong>um</strong>“ transformiert<br />

worden. Der Kreisbote schrieb hernach<br />

von „flüchtiger Kunst in Vollendung“.<br />

<strong>Das</strong> <strong>Weilheim</strong>er Tagblatt<br />

schwang sich auf <strong>die</strong> Metaebene,<br />

indem es betonte, wie wichtig <strong>die</strong><br />

„Bilder im Kopf“ der Zuschauer gewesen<br />

seien. Und <strong>die</strong> Süddeutsche<br />

Zeitung schrieb süffisant: „Langweilheim?<br />

Von wegen.“ Deshalb<br />

will auch unser „tassilo“ das Erlebnis<br />

nicht unbeleuchtet verstreichen<br />

lassen: Entgegen der Gepflogenheit,<br />

keine Nachberichterstattung<br />

zu betreiben, ist auf <strong>die</strong>ser Seite<br />

daher noch einmal ein bildlicher<br />

Eindruck von einer großartigen<br />

Veranstaltung zu sehen.<br />

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januar / februar <strong>2017</strong> | 59<br />

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Überblick Ersthelfer-Ausbildung: Vier Anlaufstellen im <strong>Tassilo</strong>land<br />

Tageskurs für Hilfsbereitschaft<br />

<strong>Tassilo</strong>land | Wer den Führerschein<br />

möchte, kommt an einem<br />

Erste-Hilfe-Kurs nicht vorbei. Und<br />

es gibt weitere Personenkreise,<br />

<strong>die</strong> beim Bayerischen Roten<br />

Kreuz (BRK), den Maltesern oder<br />

Johannitern mit lebensrettenden<br />

Maßnahmen vertraut gemacht<br />

werden: Menschen, <strong>die</strong> eine Ausbildung<br />

z<strong>um</strong> Betriebshelfer absolvieren<br />

oder Jugendtrainer in<br />

Sportvereinen. ei<br />

n. Im Fußball etwa<br />

ist der Erste-Hilfe-Kurs e für<br />

einen<br />

en<br />

Trainerschein rsch<br />

ein verpflichtend.<br />

end.<br />

„Im Jahr<br />

haben wir<br />

circa ca 3500<br />

Teilnehmer er — Tendenz nz steigend“,<br />

end“<br />

sagt<br />

der<br />

<strong>Weilheim</strong>er eime<br />

BRK-Kreis-<br />

Kr<br />

geschäftsführer sf<br />

Hans<br />

Eberl. <strong>Das</strong><br />

Gros<br />

seien en angehende en<br />

Betriebs-<br />

ebshelfer.<br />

er. Wenn<br />

geeignete Rä<strong>um</strong>e<br />

vorhanden sind, kommen <strong>die</strong><br />

Kursleiter auch in Unternehmen:<br />

„Manche buchen bis zu zehn<br />

Termine“, weiß Eberl. Kosten<br />

übernehmen <strong>die</strong> Berufsgenossenschaften.<br />

Sonstige Teilnehmer<br />

bezahlen für ein Ganztagesseminar<br />

35 Euro. Es <strong>um</strong>fasst<br />

inzwischen überall neun Unterrichtseinheiten<br />

à 45 Minuten <strong>und</strong><br />

wird im BRK-Haus in <strong>Weilheim</strong><br />

angeboten. n. Pro<br />

Jahr kommt das<br />

BRK auf 250 G<strong>r<strong>und</strong></strong>lehrgänge. rgän<br />

ge. Je<br />

nach<br />

Firma sind Schwerpunk-<br />

te möglich, bei Elektrikern ern etwa<br />

Maßnahmen ahme<br />

nach<br />

Unfällen len mit<br />

elektrischem ektr<br />

em Strom. Auch gibt es<br />

Kurse für Erste Hilfe bei Kindern<br />

<strong>und</strong> Säuglingen. Die Termine e <strong>2017</strong><br />

sind<br />

im Internet et<br />

unter der<br />

Adresse<br />

se<br />

www.kvweilheim-schongau.brk.<br />

de zu finden.<br />

Kindernotfälle sind auch ein<br />

Schwerpunkt bei den Maltesern<br />

in <strong>Weilheim</strong> <strong>und</strong> Starnberg, sagt<br />

Jutta Zuber, <strong>die</strong> für <strong>die</strong> Kurse zuständig<br />

ist — neben jenen für<br />

Führerschein-Neulinge oder Betriebshelfer.<br />

Sie ergänzt, dass es<br />

außerdem „Crashkurse gibt, wo<br />

<strong>die</strong> Teilnehmer an einem Abend<br />

das Wichtigste te in Kürze erfahren“,<br />

eine<br />

Bescheinigung eini<br />

ng gibt es<br />

hier allerdings nicht. Interessen-<br />

esse<br />

se<br />

n-<br />

ten seien z<strong>um</strong> Beispiel el Golfclubs.<br />

lubs<br />

Die Kurse laufen entweder in der<br />

Geschäftsstelle sste<br />

tell<br />

e in <strong>Weilheim</strong> eim oder<br />

extern in Betrieben <strong>und</strong> Pflegeeinrichtungen.<br />

icht<br />

n. Termine sind auf<br />

der Website zu finden (www.mal-<br />

ww.m<br />

teser-weilheim.de). Aktuell haben<br />

<strong>die</strong> Malteser acht Ausbilder. „Die<br />

nächsten fünf werden <strong>2017</strong> qualifiziert“,<br />

blickt Zuber voraus. Kursleiter<br />

würden immer gesucht, sie<br />

werden für ihre Schulungstätigkeit<br />

bezahlt. Die Höhe des Entgelts<br />

richtet sich nach dem Steuerfreibetrag<br />

für Zuver<strong>die</strong>nste pro Jahr.<br />

Der BRK-Kreisverband Starnberg<br />

bietet im kommenden Jahr 40<br />

Erste-Hilfe-Kurse e-Ku<br />

rse an: im Klini-<br />

k<strong>um</strong> <strong>und</strong> in der<br />

BRK-Bereitschaft<br />

Starnberg sowie im BRK-Heim in<br />

Herrsching. Hinzu kommen sechs<br />

Ausbildungskurse skur<br />

urse<br />

für Bildungs<strong>und</strong><br />

Betreuungseinrichtungen euunun<br />

ei<br />

für<br />

Kinder, präzisiert iert<br />

der Starnberger<br />

Abteilungsleiter leit<br />

iter<br />

Bildung, Karsten<br />

Me<strong>um</strong>ann. n.<br />

Die<br />

Termine sind zu<br />

finden unter www.brk-starnberg.<br />

de, auch <strong>die</strong> Anmeldung ist via<br />

Internet möglich.<br />

Noch ein Anbieter von Erste-<br />

Hilfe-Kurse sind <strong>die</strong> Johanniter.<br />

Sie bringen schon Kindern spielerisch<br />

<strong>die</strong> G<strong>r<strong>und</strong></strong>lagen bei, etwa<br />

einen Notruf abzusetzen, zu trösten<br />

oder W<strong>und</strong>en zu versorgen.<br />

Hilfsbereitschaft soll früh gefördert<br />

werden. <strong>Das</strong> Angebot für Erwachsene<br />

reicht von Kursen z<strong>um</strong><br />

Führerschein, für Jugendbetreuer,<br />

Sportler, Erste Hilfe am Kind bis<br />

hin zu Senioren. Schulungen in<br />

Betrieben werden <strong>um</strong> spezielle<br />

Einsatzübungen ergänzt. Ausführliche<br />

Infos gibt es ebenfalls<br />

im Internet (www.johanniteroberbayern-west.de).<br />

ts<br />

60 | tassilo


DAS „MAKING-OF“ DER ROTEN COUCH ...<br />

Die Werkstatt wird z<strong>um</strong> Fotostudio<br />

„Hier sind wir richtig“, waren sich Fotografenmeister Hans Jilka <strong>und</strong> Direktor Wilfried Knorr einig (Foto links). In der Schreinerei von<br />

Herzogsägmühle werden Paletten, Lagerkisten <strong>und</strong> ähnliches hergestellt, <strong>die</strong> Mitarbeiter arbeiteten beim Foto-Shooting als Statisten<br />

mit — <strong>und</strong> hatten mächtig Spaß an der „Roten Couch“ (rechts).<br />

AUTOHAUS NAU Penzberg<br />

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62 | tassilo<br />

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Veranstaltungskalender<br />

1. <strong>Januar</strong> bis 28. <strong>Februar</strong> <strong>2017</strong><br />

PENZBERG<br />

SO 01.01.<br />

Neujahr<br />

10.00 bis 21.00 Uhr<br />

Hannis Eismärchen — Ein Eisplatz<br />

auf dem Stadtplatz<br />

IFFELDORF<br />

11.00 Uhr<br />

Neujahrsanblasen der Musikkapelle<br />

am Kriegerdenkmal<br />

PEISSENBERG<br />

MO 02.01.<br />

19.30 Uhr<br />

Tauschabend der Sammlerfre<strong>und</strong>e<br />

Peiting <strong>und</strong> Umgebung e.V. in<br />

der Bücherei<br />

PENZBERG<br />

10.00 bis 21.00 Uhr<br />

Hannis Eismärchen — Ein Eisplatz<br />

auf dem Stadtplatz<br />

WEILHEIM<br />

DI 03.01.<br />

8.30 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz<br />

10.00 bis 17.00 Uhr<br />

Sonderausstellung „Erik Liebermann<br />

— Schneemannzipation“ im<br />

Stadtmuse<strong>um</strong><br />

STARNBERG<br />

20.00 Uhr<br />

Musikferien <strong>2017</strong> — Eröffnungskonzert<br />

mit Julia Fischer in<br />

der Schlossberghalle. Karten:<br />

38 € / 32 € (ermäßigt). VVK in der<br />

Verwaltung der Schlossberghalle<br />

<strong>und</strong> im Tourismusverband<br />

PENZBERG<br />

10.00 bis 21.00 Uhr<br />

Hannis Eismärchen — Ein Eisplatz<br />

auf dem Stadtplatz<br />

MURNAU<br />

17.00 Uhr<br />

Fackelwanderung zur Lourdes-<br />

Grotte. Anmeldung bei der Touristinfo<br />

unter 08841 / 61410<br />

TUTZING<br />

10.00 bis 14.00 Uhr<br />

Ferien-Schreibwerkstatt für<br />

Kinder <strong>und</strong> Jugendliche ab 10<br />

Jahren. Infos <strong>und</strong> Anmeldung unter<br />

08158 / 9643<br />

WEILHEIM<br />

MI 04.01.<br />

10.00 bis 17.00 Uhr<br />

Sonderausstellung „Erik Liebermann<br />

— Schneemannzipation“ im<br />

Stadtmuse<strong>um</strong><br />

PENZBERG<br />

10.00 bis 21.00 Uhr<br />

Hannis Eismärchen — Ein Eisplatz<br />

auf dem Stadtplatz<br />

TUTZING<br />

10.00 bis 14.00 Uhr<br />

Ferien-Schreibwerkstatt für<br />

Kinder <strong>und</strong> Jugendliche ab 10<br />

Jahren. Infos <strong>und</strong> Anmeldung unter<br />

08158 / 9643<br />

WEILHEIM<br />

DO 05.01.<br />

10.00 bis 17.00 Uhr<br />

Sonderausstellung „Erik Liebermann<br />

— Schneemannzipation“ im<br />

Stadtmuse<strong>um</strong><br />

20.00 Uhr<br />

Musical „Musical Moments“ in<br />

der Stadthalle. Siehe Seite 22 <strong>und</strong><br />

Seite 64<br />

PEISSENBERG<br />

7.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt auf dem Glückauf-<br />

Platz<br />

PENZBERG<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt auf dem Stadtplatz<br />

10.00 bis 21.00 Uhr<br />

Hannis Eismärchen — Ein Eisplatz<br />

auf dem Stadtplatz<br />

MURNAU<br />

20.00 Uhr<br />

Theater „Da Weltverdruss“ der<br />

Volksbühne am Staffelsee e.V.<br />

im Kultur- <strong>und</strong> Tagungszentr<strong>um</strong>.<br />

Karten: 10 € / 8 € (ermäßigt).<br />

Weitere Infos <strong>und</strong> VVK unter www.<br />

volksbuehne-am-staffelsee.de<br />

WIELENBACH<br />

20.00 Uhr<br />

Eiszapfenfest des Burschenvereins<br />

am Bergknappweiher in<br />

Bauerbach<br />

OBERHAUSEN<br />

20.00 Uhr<br />

Konzert „Harakiri Big Band“ auf<br />

der Stroblbühne<br />

TUTZING<br />

10.00 bis 14.00 Uhr<br />

Ferien-Schreibwerkstatt für<br />

Kinder <strong>und</strong> Jugendliche ab 10<br />

Jahren. Infos <strong>und</strong> Anmeldung unter<br />

08158 / 9643<br />

WEILHEIM<br />

FR 06.01.<br />

Hl. Drei Könige<br />

8.00 bis 13.30 Uhr<br />

Wochenmarkt auf dem Marienplatz<br />

10.00 bis 17.00 Uhr<br />

Sonderausstellung „Erik Liebermann<br />

— Schneemannzipation“ im<br />

Stadtmuse<strong>um</strong><br />

20.00 Uhr<br />

Theater „Krimizeit am Gschwendnerhof<br />

oder Charlys Bankraub“,<br />

ein Lustspiel von Marianne Santl<br />

in 3 Akten im Stadttheater. Karten:<br />

11 €. VVK beim Ticketservice der<br />

Sparkasse<br />

PENZBERG<br />

10.00 bis 21.00 Uhr<br />

Hannis Eismärchen — Ein Eisplatz<br />

auf dem Stadtplatz<br />

FORST<br />

20.00 Uhr<br />

Schützenball im Gasthof z<strong>um</strong><br />

Eibenwald<br />

WEILHEIM<br />

> > > BLUTSPENDETERMINE DES ROTEN KREUZ<br />

SA 07.01.<br />

10.00 bis 17.00 Uhr<br />

Sonderausstellung „Erik Liebermann<br />

— Schneemannzipation“ im<br />

Stadtmuse<strong>um</strong><br />

15.00 Uhr<br />

Theater „Krimizeit am Gschwendnerhof<br />

oder Charlys Bankraub“, ein<br />

Lustspiel von Marianne Santl in 3<br />

Akten im Stadttheater. Karten: 11 €.<br />

VVK beim Ticketservice der Sparkasse<br />

19.30 Uhr<br />

Trommelshow „The Power!<br />

Percussion! Dr<strong>um</strong> Crew!“ in der<br />

Stadthalle. VVK beim Ticketservice<br />

der Sparkasse<br />

STARNBERG<br />

15.00 Uhr<br />

Musical „Aschenputtel“ in der<br />

Schlossberghalle. Karten: 15—22 €.<br />

Für Kinder ab vier Jahren<br />

PENZBERG<br />

10.00 bis 21.00 Uhr<br />

Hannis Eismärchen — Ein Eisplatz<br />

auf dem Stadtplatz<br />

MURNAU<br />

20.30 Uhr<br />

Jazzkonzert „but it’s art?“ mit<br />

dem Schlagzeuger Florian<br />

Oppenrieder in der Westtorhalle.<br />

Karten: 14 € / 9 € (ermäßigt). Einlass<br />

ab 20 Uhr<br />

Do, 12. <strong>Januar</strong> 16.00 bis 20.00 Uhr <strong>Weilheim</strong>, BRK-Haus<br />

Fr, 13. <strong>Januar</strong> 16.00 bis 20.00 Uhr <strong>Weilheim</strong>, BRK-Haus<br />

Mo, 23. <strong>Januar</strong> 16.00 bis 20.00 Uhr Peißenberg, Josef-Zerhoch-Mittelschule<br />

Do, 9. <strong>Februar</strong> 16.00 bis 20.00 Uhr Penzberg, BRK-Haus<br />

Fr, 10. <strong>Februar</strong> 16.00 bis 20.00 Uhr Penzberg, BRK-Haus<br />

januar / februar <strong>2017</strong> | 63


PÄHL<br />

10.00 bis 12.00 Uhr<br />

Historisches Archiv geöffnet<br />

EBERFING<br />

19.00 Uhr<br />

Führung z<strong>um</strong> Thema „Mond<br />

mit seinen Meeren, Kratern <strong>und</strong><br />

Bergen. Verdeutlichung der<br />

Entstehung“ in der Sternwarte,<br />

Escherstraße 12. Weitere Infos<br />

unter www.sternwarte-eberfing.de<br />

oder 08802 / 8389<br />

TUTZING<br />

7.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt vor dem Rathaus<br />

17.00 bis 19.00 Uhr<br />

Modernes Weihnachtsoratori<strong>um</strong><br />

in der Kirche St. Joseph. Eintritt<br />

frei<br />

WEILHEIM<br />

SO 08.01.<br />

10.00 bis 17.00 Uhr<br />

Sonderausstellung „Erik Liebermann<br />

— Schneemannzipation“ im<br />

Stadtmuse<strong>um</strong><br />

15.00 Uhr<br />

Theater „Krimizeit am Gschwendnerhof<br />

oder Charlys Bankraub“, ein<br />

Lustspiel von Marianne Santl in 3<br />

Akten im Stadttheater. Karten: 11 €.<br />

VVK beim Ticketservice der Sparkasse<br />

PEISSENBERG<br />

10.00 Uhr<br />

Irischer Frühschoppen in der<br />

Tiefstollenhalle. Eintritt: 8 €<br />

PENZBERG<br />

10.00 bis 21.00 Uhr<br />

Hannis Eismärchen — Ein Eisplatz<br />

auf dem Stadtplatz<br />

MURNAU<br />

18.00 Uhr<br />

Theater „Da Weltverdruss“ der<br />

Volksbühne am Staffelsee e.V. im<br />

Kultur- <strong>und</strong> Tagungszentr<strong>um</strong>. Karten:<br />

10 € / 8 € (ermäßigt). VVK unter<br />

www.volksbuehne-am-staffelsee.de<br />

OBERHAUSEN<br />

19.00 Uhr<br />

Musik & Kabarett „Oberbayern<br />

trifft Niederbayern“ mit Sepp<br />

Müller <strong>und</strong> Florian Kopp auf der<br />

Stroblbühne. Einlass ab 17.15 Uhr.<br />

Karten: 15 €<br />

POLLING<br />

20.00 Uhr<br />

Gemeinsames Singen mit den<br />

Oberstadtler Sängerinnen aus<br />

<strong>Weilheim</strong>, dem Klosterdorf Zwoagsang<br />

aus Bernried <strong>und</strong><br />

Herrschaft’s Saitn aus Iffeldorf im<br />

Kloster<br />

WEILHEIM<br />

MO 09.01.<br />

10.00 bis 17.00 Uhr<br />

Sonderausstellung „Erik Liebermann<br />

— Schneemannzipation“ im<br />

Stadtmuse<strong>um</strong><br />

16.00 bis 16.45 Uhr<br />

Vorlesest<strong>und</strong>e der „LeseRatten“ in<br />

der Stadtbücherei. Eintritt frei<br />

19.00 bis 20.00 Uhr<br />

Informationsabend für werdende<br />

Eltern der Krankenhaus GmbH im<br />

Krankenhaus Casino<br />

MURNAU<br />

19.00 Uhr<br />

Neujahrsempfang des Marktes im<br />

Kultur- <strong>und</strong> Tagungszentr<strong>um</strong><br />

HUGLFING<br />

15.00 bis 17.00 Uhr<br />

Handarbeitstreff im Café Hey<br />

Schaffner im Bahnhof. Infos unter<br />

08802 / 8588<br />

DI 10.01.<br />

16.00 bis 17.00 Uhr<br />

Märchenzeit „Die Schneekönigin“<br />

in der Stadtbücherei. Für Kinder<br />

ab 4 Jahren. Eintritt frei<br />

PEISSENBERG<br />

14.30 Uhr<br />

Geselliger Nachmittag der AWO<br />

im Caritas Seniorenzentr<strong>um</strong><br />

BERNRIED<br />

15.00 bis 17.00 Uhr<br />

SoNe-Mittwochscafé in der Alten<br />

Schule<br />

WEILHEIM<br />

DO 12.01.<br />

10.00 bis 17.00 Uhr<br />

Sonderausstellung „Erik Liebermann<br />

— Schneemannzipation“ im<br />

Stadtmuse<strong>um</strong><br />

16.00 bis 20.00 Uhr<br />

Blutspenden im BRK-Haus<br />

PEISSENBERG<br />

7.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Glückauf-Platz<br />

WEILHEIM<br />

8.30 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz<br />

10.00 bis 17.00 Uhr<br />

Sonderausstellung „Erik Liebermann<br />

— Schneemannzipation“ im<br />

Stadtmuse<strong>um</strong><br />

PENZBERG<br />

19.00 bis 22.00 Uhr<br />

Candle-light Schwimmen im<br />

Wellenbad<br />

14.30 Uhr<br />

Seniorennachmittag z<strong>um</strong> Thema<br />

„Dreikönigsfest“ mit Kaffee <strong>und</strong><br />

Kuchen im Pfarrheim St. Barbara<br />

DIESSEN<br />

14.00 Uhr<br />

Frauenb<strong>und</strong> Café im Vorra<strong>um</strong> des<br />

Traidtcasten<br />

19.00 Uhr<br />

Zwonnerstag mit Live Musik im<br />

Craft Bräu<br />

WEILHEIM<br />

MI 11.01.<br />

PENZBERG<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt auf dem Stadtplatz<br />

10.00 bis 17.00 Uhr<br />

Sonderausstellung „Erik Liebermann<br />

— Schneemannzipation“ im<br />

Stadtmuse<strong>um</strong><br />

WIELENBACH<br />

15.00 Uhr<br />

Kaffeekranzl der Nachbarschaftshilfe<br />

im Gasthaus Guggemoos<br />

/<br />

64 | tassilo


ANTDORF<br />

20.00 Uhr<br />

„Zusammhock’n — Musizieren<br />

— Lustig sein“ mit dem ASV im<br />

Sportheim<br />

WEILHEIM<br />

FR 13.01.<br />

8.00 bis 13.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Marienplatz<br />

10.00 bis 17.00 Uhr<br />

Sonderausstellung „Erik Liebermann<br />

— Schneemannzipation“ im<br />

Stadtmuse<strong>um</strong><br />

16.00 bis 20.00 Uhr<br />

Blutspenden im BRK-Haus<br />

20.00 Uhr<br />

Theater „Krimizeit am Gschwendnerhof<br />

oder Charlys Bankraub“, ein<br />

Lustspiel von Marianne Santl in 3<br />

Akten im Stadttheater. Karten: 11 €.<br />

VVK beim Ticketservice der Sparkasse<br />

MURNAU<br />

20.00 Uhr<br />

Theater „Da Weltverdruss“ der<br />

Volksbühne am Staffelsee e.V.<br />

im Kultur- <strong>und</strong> Tagungszentr<strong>um</strong>.<br />

Karten: 10 € / 8 € (ermäßigt).<br />

Weitere Infos <strong>und</strong> VVK unter www.<br />

volksbuehne-am-staffelsee.de<br />

OBERHAUSEN<br />

20.00 Uhr<br />

Musik & Kabarett „Die Wellküren“<br />

auf der Stroblbühne. Einlass ab<br />

18.15 Uhr. Karten: 24,50 €. VVK<br />

beim Stroblwirt, Ticketservice der<br />

Sparkasse <strong>Weilheim</strong>, Buchhandlung<br />

Rolles Penzberg, Buch am<br />

Bach Peiting, Abfüllbar Murnau<br />

<strong>und</strong> Peissenbuch Peißenberg<br />

WEILHEIM<br />

SA 14.01.<br />

8.00 bis 14.00 Uhr<br />

Hallenflohmarkt in der Kleinen<br />

Hochlandhalle. Platzbezug ab 7<br />

Uhr möglich. Anmeldung unter<br />

0881 / 4179225<br />

10.00 bis 17.00 Uhr<br />

Sonderausstellung „Erik Liebermann<br />

— Schneemannzipation“ im<br />

Stadtmuse<strong>um</strong><br />

20.00 Uhr<br />

Konzert der Soul <strong>und</strong> Funk Band<br />

„Hot House“ in der Stadthalle.<br />

Karten: 18 € / 9 € (ermäßigt). Weitere<br />

Infos unter www.hot-house.de<br />

20.00 Uhr<br />

Theater „Krimizeit am Gschwendnerhof<br />

oder Charlys Bankraub“,<br />

ein Lustspiel von Marianne Santl<br />

in 3 Akten im Stadttheater. Karten:<br />

11 €. VVK beim Ticketservice der<br />

Sparkasse<br />

PEISSENBERG<br />

19.00 Uhr<br />

Schwarz-Weiß-Ball in der Tiefstollenhalle.<br />

Siehe Seite 48<br />

MURNAU<br />

20.00 Uhr<br />

Theater „Da Weltverdruss“ der<br />

Volksbühne am Staffelsee e.V.<br />

im Kultur- <strong>und</strong> Tagungszentr<strong>um</strong>.<br />

Karten: 10 € / 8 € (ermäßigt).<br />

Weitere Infos <strong>und</strong> VVK unter www.<br />

volksbuehne-am-staffelsee.de<br />

PÄHL<br />

10.00 bis 12.00 Uhr<br />

Historisches Archiv geöffnet<br />

OBERHAUSEN<br />

20.00 Uhr<br />

Unplugged-Konzert mit den<br />

„Bananafishbones“ auf der<br />

Stroblbühne. Einlass ab 18.15 Uhr.<br />

Karten: 22,50 €<br />

FELDAFING<br />

20.30 Uhr<br />

Jazz am See mit den „Smart<br />

Metal Hornets“ im Bürgersaal<br />

des Rathauses. Infos unter www.<br />

jazzamsee.de. VVK beim Salon<br />

Spöttl, in den Büchereien Pöcking<br />

<strong>und</strong> Tutzing sowie im Starnberger<br />

Touristenbüro<br />

TUTZING<br />

7.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt vor dem Rathaus<br />

16.30 bis 18.30 Uhr<br />

Textstube — Kreativer Schreibworkshop<br />

für Erwachsene<br />

<strong>und</strong> Jugendliche. Ab 17 Jahren.<br />

Weitere Infos <strong>und</strong> Anmeldung unter<br />

08158 / 9643<br />

20.00 Uhr<br />

Konzert „Roland Hefter & Markus<br />

Langer — Ois echt“ im Dorfstadl<br />

des Buttlerhofs. Einlass ab 18 Uhr.<br />

Karten: 18 €. VVK im Buttlerhof,<br />

Tourismusverband Starnberg <strong>und</strong><br />

Friseursalon Spöttl Feldafing<br />

WEILHEIM<br />

SO 15.01.<br />

10.00 bis 17.00 Uhr<br />

Sonderausstellung „Erik Liebermann<br />

— Schneemannzipation“ im<br />

Stadtmuse<strong>um</strong>. Letzter Tag<br />

20.00 Uhr<br />

Theater „Krimizeit am Gschwendnerhof<br />

oder Charlys Bankraub“,<br />

ein Lustspiel von Marianne Santl<br />

in 3 Akten im Stadttheater. Karten:<br />

11 €. VVK beim Ticketservice der<br />

Sparkasse<br />

PEISSENBERG<br />

13.30 bis 16.30 Uhr<br />

Bergba<strong>um</strong>use<strong>um</strong> geöffnet.<br />

Eintritt: 5 €<br />

MURNAU<br />

18.00 Uhr<br />

Theater „Da Weltverdruss“ der<br />

Volksbühne am Staffelsee e.V.<br />

im Kultur- <strong>und</strong> Tagungszentr<strong>um</strong>.<br />

Karten: 10 € / 8 € (ermäßigt).<br />

Weitere Infos <strong>und</strong> VVK unter www.<br />

volksbuehne-am-staffelsee.de<br />

OBERHAUSEN<br />

19.00 Uhr<br />

Musik & Kabarett „De Stianghausratschn“<br />

auf der Stroblbühne.<br />

Einlass ab 17.15 Uhr. Karten: 15 €<br />

TUTZING<br />

11.30 Uhr<br />

Vernissage mit Bildern von Christa<br />

Dickmann <strong>und</strong> Julia Reich im Roncallihaus.<br />

Begrüßung durch Pfarrer<br />

Peter Br<strong>um</strong>mer. Ausstellung bis 5.2.<br />

17.00 Uhr<br />

Konzert „epiphánia — Kunstunterricht<br />

wie er sein sollte“ mit der<br />

Heuwinklband in der Pfarrkirche<br />

St. Joseph. Weitere Infos unter<br />

www.heuwinklband.de. Eintritt frei<br />

HERRSCHING<br />

19.00 Uhr<br />

Neujahrskonzert des Salonorchesters<br />

„Die Rosenkavaliere“ im Haus<br />

der bayrischen Landwirtschaft<br />

WEILHEIM<br />

MO 16.01.<br />

19.00 bis 20.00 Uhr<br />

Informationsabend für werdende<br />

Eltern der Krankenhaus GmbH im<br />

Krankenhaus Casino<br />

WEILHEIM<br />

DI 17.01.<br />

8.30 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz<br />

18.00 Uhr<br />

Eröffnung der Bilderschau des Caritasverbandes<br />

<strong>Weilheim</strong>-Schongau<br />

in der Stadtpfarrkirche Mariae<br />

Himmelfahrt. Siehe Seite 31<br />

STARNBERG<br />

17.30 Uhr<br />

Buchvorstellung „Fremdenzimmer“<br />

<strong>und</strong> Gespräch mit Wilhelm<br />

Ch. Warning in der Bücherjolle<br />

januar / februar <strong>2017</strong> | 65<br />

Frohe<br />

Weihnachten<br />

<strong>und</strong> einen<br />

guten Rutsch ins<br />

neue Jahr wünscht<br />

Euch das Team vom<br />

Schlossbrauhaus<br />

Gipsmühlweg 5 l 87645 Schwangau<br />

Tel. 08362/92 64 68 - 0<br />

www.schlossbrauhaus.de


19.30 Uhr<br />

Filmvorführung Hans Eder „Von<br />

Oslo nach Bergen“ <strong>und</strong> „Mit<br />

Hurtigruten von Bergen nach<br />

Kirkenes“ in der Schlossberghalle.<br />

Eintritt frei, Gäste willkommen<br />

PEITING<br />

18.30 Uhr<br />

Seminar „Nichtraucher in 3<br />

St<strong>und</strong>en!“ mit Peter Phillip Koss<br />

im Sparkassensaal. Infos <strong>und</strong> Anmeldung<br />

unter www.hypno-active.<br />

com oder 08841 / 6082599. Siehe<br />

Anzeige Seite 69<br />

MURNAU<br />

MI 18.01.<br />

20.00 Uhr<br />

Sprachenkino auf französisch im<br />

Originalton in der Westtorhalle.<br />

Einlass ab 19.45 Uhr<br />

PEITING<br />

18.00 Uhr<br />

Seminar „Wunschgewicht leicht<br />

erreicht!“ mit Peter Phillip Koss<br />

im Sparkassensaal. Infos <strong>und</strong> Anmeldung<br />

unter www.hypno-active.<br />

com oder 08841 / 6082599. Siehe<br />

Anzeige Seite 69<br />

PEISSENBERG<br />

DO 19.01.<br />

7.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt auf dem Glückauf-<br />

Platz<br />

STARNBERG<br />

20.00 Uhr<br />

All that Jazz — Konzert von Nils<br />

Wogram (Posaune) <strong>und</strong> Bojan Z<br />

(Piano) in der Schlossberghalle.<br />

Karten: 10 € — 23 €. VVK in der<br />

Verwaltung der Schlossberghalle<br />

<strong>und</strong> beim Tourismusverband. Siehe<br />

Seite 30<br />

PENZBERG<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt auf dem Stadtplatz<br />

WEILHEIM<br />

FR 20.01.<br />

8.00 bis 13.30 Uhr<br />

Wochenmarkt auf dem Marienplatz<br />

PEISSENBERG<br />

20.00 Uhr<br />

Diavortrag „Mongolei“ von Günter<br />

Appel im DAV-Heim<br />

OBERHAUSEN<br />

20.00 Uhr<br />

Dinnershow „Zefix! Der Wolpertinger<br />

& Fre<strong>und</strong>e“ mit Joe Heinrich<br />

auf der Stroblbühne. Einlass<br />

ab 19 Uhr. Karten: 38 €<br />

WEILHEIM<br />

SA 21.01.<br />

13.00 bis 17.00 Uhr<br />

Hochzeits- <strong>und</strong> Eventmesse in der<br />

Stadthalle. Siehe Seite 53<br />

PEISSENBERG<br />

9.00 bis 18.00 Uhr<br />

33. Schiri-Hallenfußballmeisterschaft<br />

in der Glückauf-Halle<br />

DIESSEN<br />

15.00 Uhr<br />

Kinderkino „Alles steht Kopf“ im<br />

SOS-Kinderdorf<br />

STARNBERG<br />

19.00 Uhr<br />

Konzert von Barock bis zur Gegenwart<br />

der Lehrer der Musikschule<br />

in der Schlossberghalle.<br />

Eintritt frei<br />

MURNAU<br />

17.30 Uhr<br />

Watt-Turnier „Watt’s up #3“ in<br />

der Westtorhalle. Anmeldung <strong>und</strong><br />

Infos unter claus@westtor.de<br />

SEEHAUSEN<br />

20.00 Uhr<br />

Dorf- <strong>und</strong> Schützenball mit der<br />

Blaskapelle im Gasthof Stern<br />

PÄHL<br />

10.00 bis 12.00 Uhr<br />

Historisches Archiv geöffnet<br />

20.00 Uhr<br />

Fiction-Faschingsball im Pfar<strong>r<strong>und</strong></strong><br />

Gemeindezentr<strong>um</strong><br />

WIELENBACH<br />

20.00 Uhr<br />

Schützenball beim Dorfwirt in<br />

Haunshofen<br />

EBERFING<br />

20.00 Uhr<br />

Führung z<strong>um</strong> Thema „offene<br />

Sternhaufen, der Kindergarten<br />

der Sterne“ in der Sternwarte,<br />

Escherstraße 12. Weitere Infos<br />

unter www.sternwarte-eberfing.de<br />

oder 08802 / 8389<br />

HABACH<br />

18.30 Uhr<br />

Rockkonzert der Band „Sober“<br />

aus <strong>Weilheim</strong> im Trödler<br />

IFFELDORF<br />

9.00 bis 15.30 Uhr<br />

Erstehilfekurs für jedermann im<br />

Feuerwehrhaus<br />

OBERHAUSEN<br />

20.00 Uhr<br />

Schützenball mit „Zwoaralloa“<br />

<strong>und</strong> der „Schwabsoier Prinzengarde“<br />

im Stroblwirt<br />

TUTZING<br />

7.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt vor dem Rathaus<br />

10.00 bis 17.00 Uhr<br />

Bau- <strong>und</strong> Immobilienmesse in der<br />

Würmseehalle. Eintritt: 3 €<br />

GARMISCH-PARTENKIRCHEN<br />

10.15 Uhr<br />

64. Kandahar-Rennen — Abfahrt<br />

der Damen. Siehe Seite 17<br />

WEILHEIM<br />

SO 22.01.<br />

10.00 bis 17.00 Uhr<br />

Hochzeits- <strong>und</strong> Eventmesse in der<br />

Stadthalle. Siehe Seite 53<br />

18.00 Uhr<br />

Kabarett „Brauchts des?“ mit<br />

Gerhard Polt im Stadttheater<br />

IFFELDORF<br />

11.00 Uhr<br />

10 Jahre Pfarrzentr<strong>um</strong> — Stehempfang<br />

im Pfarrzentr<strong>um</strong><br />

OBERHAUSEN<br />

19.00 Uhr<br />

Musik & Kabarett „Wenn nicht<br />

wer Du“ auf der Stroblbühne.<br />

Einlass ab 17.15 Uhr. Karten: 17,50 €<br />

TUTZING<br />

10.00 bis 17.00 Uhr<br />

Bau- <strong>und</strong> Immobilienmesse in der<br />

Würmseehalle. Eintritt: 3 €<br />

GARMISCH-PARTENKIRCHEN<br />

12.00 Uhr<br />

64. Kandahar-Rennen — Super G<br />

der Damen. Siehe Seite 17<br />

WEILHEIM<br />

MO 23.01.<br />

16.00 bis 16.45 Uhr<br />

Vorlesest<strong>und</strong>e der „LeseRatten“ in<br />

der Stadtbücherei. Eintritt frei<br />

www.boeglmueller.com<br />

Gsteig 1 · 86983 Lechbruck am See · Tel. +49(0 )88 62-98 77-50 · golf@aufdergsteig.de · www.aufdergsteig.de<br />

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• 18-Löcher-Golfanlage „Auf der Gsteig“<br />

• Öffentlicher 3-Löcher-Kurzplatz<br />

• 150 qm Golf-Indooranlage mit Golfsimulator<br />

(Full Swing) <strong>und</strong> Indoor-Putting-Grün<br />

• 18 Golf-Carts<br />

Golf-Indoor-Anlage<br />

Golfen mit besten Aussichten ...<br />

/


19.00 bis 20.00 Uhr<br />

Informationsabend für werdende<br />

Eltern der Krankenhaus GmbH im<br />

Krankenhaus Casino<br />

PEISSENBERG<br />

16.00 bis 20.00 Uhr<br />

Blutspenden in der Josef-Zerhoch-<br />

Mittelschule<br />

WEILHEIM<br />

DI 24.01.<br />

8.30 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz<br />

POLLING<br />

19.30 Uhr<br />

Konzert „Doric String Quartett“ im<br />

Bibliotheksaal. Karten: 26 € — 39 €<br />

MURNAU<br />

MI 25.01.<br />

20.00 Uhr<br />

Musik — Kabarett — Comedy<br />

„Schluss mit lustig“ mit Chris<br />

Böttcher im Kultur- <strong>und</strong> Tagungszentr<strong>um</strong>.<br />

Eintritt: 24,50 €. Einlass:<br />

18.30 Uhr<br />

20.00 Uhr<br />

Theater „Ich, Feuerbach“ mit<br />

Wilhelm Manske <strong>und</strong> Benjamin<br />

Lang in der Westtorhalle. Eintritt:<br />

15 € / 10 € (ermäßigt). Einlass ab<br />

19.30 Uhr<br />

BERNRIED<br />

16.30 bis 18.00 Uhr<br />

SoNe-Mittwochscafé mit Mittwochskino<br />

in der Torbogenhalle<br />

TUTZING<br />

19.00 Uhr<br />

87. Tutzinger Patientenfor<strong>um</strong><br />

— Vortrag „Die Revision bei<br />

Komplikationen in der Hüft- <strong>und</strong><br />

Knieprothetik“ mit Priv.-Doz.<br />

Dr. Jan Zöllner im Benedictus<br />

Krankenhaus. Anmeldung unter<br />

08158 / 23102. Siehe Anzeige<br />

Seite 13<br />

SCHONGAU<br />

18.30 Uhr<br />

Vortrag „Rückenschmerzen —<br />

nicht einfach nur <strong>die</strong> Bandscheibe“<br />

mit Dr. Eva Mareen Bakemeier,<br />

Leitende Ärztin der Tagesklinik<br />

für Schmerztherapie im Krankenhaus<br />

Schongau, Ra<strong>um</strong> DU 09/10<br />

PEISSENBERG<br />

DO 26.01.<br />

7.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt auf dem Glückauf-<br />

Platz<br />

PENZBERG<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt auf dem Stadtplatz<br />

FORST<br />

15.30 Uhr<br />

Kinderkino „Käpt’n Säbelzahn<br />

<strong>und</strong> der Schatz von Lama Rama“<br />

in der G<strong>r<strong>und</strong></strong>schule<br />

WEILHEIM<br />

FR 27.01.<br />

8.00 bis 13.30 Uhr<br />

Wochenmarkt auf dem Marienplatz<br />

PENZBERG<br />

18.30 bis 21.00 Uhr<br />

Familienkonzert der Musikschule<br />

in der Aula der Bürgermeister-<br />

Prandl-G<strong>r<strong>und</strong></strong>schule<br />

MURNAU<br />

20.00 Uhr<br />

Theater „Ich, Feuerbach“ mit<br />

Wilhelm Manske <strong>und</strong> Benjamin<br />

Lang in der Westtorhalle. Eintritt:<br />

15 € / 10 € (ermäßigt). Einlass ab<br />

19.30 Uhr<br />

PÄHL<br />

20.00 Uhr<br />

Kino <strong>und</strong> Vino im Pfarr- <strong>und</strong><br />

Gemeindezentr<strong>um</strong><br />

HABACH<br />

18.30 Uhr<br />

Wuide Woid — <strong>Das</strong> musikbetriebene<br />

Ra<strong>um</strong>schiff im Trödler<br />

OBERHAUSEN<br />

20.00 Uhr<br />

Konzert „Gsindl“ <strong>und</strong> „Serious<br />

Six“ auf der Stroblbühne. Einlass<br />

ab 18.15 Uhr. Karten: 16 €<br />

TUTZING<br />

20.00 Uhr<br />

Kabarett „Matuschik & Rohrer —<br />

wir müssen reden“ im Dorfstadl<br />

des Buttlerhofs. Einlass ab 18 Uhr.<br />

Karten: 18 €. VVK im Buttlerhof,<br />

Tourismusverband Starnberg <strong>und</strong><br />

Friseursalon Spöttl Feldafing<br />

WEILHEIM<br />

SA 28.01.<br />

20.00 Uhr<br />

Theater „Der Kartlbauer“ des<br />

Chiemgauer Volkstheaters in der<br />

Stadthalle. Karten: 19,70 € — 29,70 €.<br />

VVK beim Ticketservice der Sparkasse<br />

PEISSENBERG<br />

16.30 Uhr<br />

Kindertheater „Kasperl <strong>und</strong> der<br />

Zwackilutschku“ in der Tiefstollenhalle.<br />

Karten: 13 € / 11 € (Kinder)<br />

STARNBERG<br />

20.00 Uhr<br />

Starnberger Redoute — Ball anno<br />

daz<strong>um</strong>al. Rauschende Ballnacht<br />

für begeisterte Tänzer mit dem<br />

Salonorchester von Karl Edelmann<br />

in der Schlossberghalle. Karten:<br />

23 € / 15 € (ermäßigt). VVK in der<br />

Vewrwaltung der Schlossberghalle<br />

<strong>und</strong> beim Tourismusverband<br />

MURNAU<br />

20.00 Uhr<br />

Theater „Ich, Feuerbach“ mit<br />

Wilhelm Manske <strong>und</strong> Benjamin<br />

Lang in der Westtorhalle. Eintritt:<br />

15 € / 10 € (ermäßigt). Einlass ab<br />

19.30 Uhr<br />

PÄHL<br />

10.00 bis 12.00 Uhr<br />

Historisches Archiv geöffnet<br />

HABACH<br />

18.30 Uhr<br />

Rockkonzert der Band „Rocktools“<br />

im Trödler<br />

OBERHAUSEN<br />

20.00 Uhr<br />

Konzert „Des bin I“ mit Michael<br />

Fitz auf der Stroblbühne. Einlass<br />

ab 18.15 Uhr. Karten: 21 €<br />

ODERDING<br />

20.00 Uhr<br />

Schützenball im Dorfgemeinschaftshaus<br />

TUTZING<br />

7.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt vor dem Rathaus<br />

GARMISCH-PARTENKIRCHEN<br />

12.00 Uhr<br />

64. Kandahar-Rennen — Abfahrt<br />

der Herren. Siehe Seite 17<br />

PENZBERG<br />

SO 29.01.<br />

9.00 bis 16.00 Uhr<br />

Schnuppertag bei der Freiwilligen<br />

Feuerwehr. Anmeldung unter mitmachen@feuerwehr-penzberg.de<br />

PÄHL<br />

11.00 Uhr<br />

Neujahrsempfang der CSU im<br />

Pfarr- <strong>und</strong> Gemeindezentr<strong>um</strong><br />

OBERHAUSEN<br />

19.00 Uhr<br />

Comedy „Dichterverkehr“ von<br />

Ludwig W. Müller auf der Stroblbühne.<br />

Einlass ab 17.15 Uhr. Karten:<br />

16,50 €<br />

GARMISCH-PARTENKIRCHEN<br />

12.00 Uhr<br />

64. Kandahar-Rennen — Riesenslalom<br />

der Herren. Siehe Seite 17<br />

WEILHEIM<br />

MO 30.01.<br />

19.00 bis 20.00 Uhr<br />

Informationsabend für werdende<br />

Eltern der Krankenhaus GmbH im<br />

Krankenhaus Casino<br />

WEILHEIM<br />

DI 31.01.<br />

8.30 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz<br />

STARNBERG<br />

19.30 Uhr<br />

Live-Multivisionsshow „Irland —<br />

Inselperle im Atlantik“ von Sandra<br />

Butscheike <strong>und</strong> Steffen Mender<br />

in der Schlossberghalle. Karten:<br />

12 € / 10 € (ermäßigt). VVK in der<br />

Verwaltung der Schlossberghalle<br />

<strong>und</strong> beim Tourismusverband<br />

19.30 Uhr<br />

Vortrag „Die Komplexitäts-<br />

Verweigerer — der Aufstieg der<br />

Populisten in Europa <strong>und</strong> der<br />

Welt“ von Stefan Kornelius im<br />

Hotel Bayerischer Hof.<br />

STARNBERG<br />

MI 01.02.<br />

19.15 Uhr<br />

Vortrag „<strong>Das</strong> große <strong>und</strong> besondere<br />

Potential des Gehirns ab dem<br />

50. Lebensjahr“ in der Schlossjanuar<br />

/ februar <strong>2017</strong> | 67


erghalle. Karten: 12 €. VVK im Kulturamt<br />

<strong>und</strong> im Tourismusverband<br />

PEISSENBERG<br />

DO 02.02.<br />

7.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt auf dem Glückauf-<br />

Platz<br />

PENZBERG<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt auf dem Stadtplatz<br />

OBERHAUSEN<br />

20.00 Uhr<br />

Konzert „Altmodisch“ von Pam<br />

Pam Ida auf der Stroblbühne. Einlass<br />

ab 18.15 Uhr. Karten: 16,50 €.<br />

VVK beim Stroblwirt, Ticketservice<br />

der Sparkasse <strong>Weilheim</strong>, Buchhandlung<br />

Rolles Penzberg, Buch<br />

am Bach Peiting, Abfüllbar Murnau<br />

<strong>und</strong> Peissenbuch Peißenberg<br />

WEILHEIM<br />

FR 03.02.<br />

8.00 bis 13.30 Uhr<br />

Wochenmarkt auf dem Marienplatz<br />

PEISSENBERG<br />

20.00 Uhr<br />

Diavortrag „Karnischer Höhenweg<br />

<strong>und</strong> Saniero Roma“ von Herrn<br />

Dirschowski im DAV-Heim<br />

PENZBERG<br />

19.00 Uhr<br />

Jugend-Hoagart mit Musikantentreffen<br />

für Jugendliche im<br />

Barbarasaal des Pfarrzentr<strong>um</strong>s<br />

OBERHAUSEN<br />

14.00 Uhr<br />

Zwergerlfasching im Stroblwirt<br />

PEISSENBERG<br />

SA 04.02.<br />

10.00 Uhr<br />

Gardetreffen für Kinder- <strong>und</strong><br />

Jugendgarden in der Tiefstollenhalle.<br />

Siehe Seite 48<br />

13.00 Uhr<br />

8. Peißenberger Bouldernacht in<br />

der Kletterhalle. Anmeldung in der<br />

Kletterhalle<br />

19.00 Uhr<br />

Gardetreffen für erwachsene<br />

Garden in der Tiefstollenhalle.<br />

Siehe Seite 48<br />

MURNAU<br />

20.00 Uhr<br />

Konzert „Les Millionaires“ in der<br />

Westtorhalle<br />

PÄHL<br />

10.00 bis 12.00 Uhr<br />

Historisches Archiv geöffnet<br />

WIELENBACH<br />

20.00 Uhr<br />

Schützenball der Schützenvereine<br />

Wielenbach <strong>und</strong> Wilzhofen im<br />

Gasthaus Schöpf<br />

20.00 Uhr<br />

Burschenball des Burschenvereins<br />

beim Dorfwirt in Haunshofen<br />

EBERFING<br />

19.00 Uhr<br />

Führung z<strong>um</strong> Thema „Mond, bei<br />

erstem Viertel sind <strong>die</strong> Einzelheiten<br />

besonders gut zu beobachten“ in<br />

der Sternwarte, Escherstraße 12.<br />

www.sternwarte-eberfing.de<br />

OBERHAUSEN<br />

14.00 Uhr<br />

Zwergerlfasching im Stroblwirt<br />

POLLING<br />

9.00 bis 12.00 Uhr<br />

Bauernmarkt auf dem Kirchplatz<br />

TUTZING<br />

7.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt vor dem Rathaus<br />

STARNBERG<br />

SO 05.02.<br />

14.00 bis 17.00 Uhr<br />

1. Kinderfaschingsball der Faschingsgesellschaft<br />

Perchalla e.V.<br />

in der Schlossberghalle. Einlass ab<br />

13.30 Uhr. Eintritt: 4 € / 2 € (Kinder).<br />

Kartenreservierung unter kartenbestellung@perchalla.de<br />

BERNRIED<br />

19.00 Uhr<br />

Konzert der Pianistin Natalie Ehwald<br />

im Barocksaal des Klosters<br />

WIELENBACH<br />

14.00 Uhr<br />

Kaffeekranzl des Soldaten- <strong>und</strong><br />

Veteranenvereins im Gasthaus<br />

Guggemoos<br />

OBERHAUSEN<br />

19.00 Uhr<br />

Konzert „Sächsmaschin <strong>und</strong> süßer<br />

Senf“ von Stelzner & Bauer auf<br />

der Stroblbühne. Einlass ab 17.15<br />

Uhr. Karten: 15 €<br />

TUTZING<br />

19.30 Uhr<br />

3. Schloss-Konzert „Bremer<br />

Klarinetten-Quartett“ im Schloss.<br />

Karten: ab 17 €. VVK bei der Buchhandlung<br />

Held. Abendkasse ab<br />

18.45 Uhr<br />

WEILHEIM<br />

MO 06.02.<br />

16.00 bis 16.45 Uhr<br />

Vorlesest<strong>und</strong>e der „LeseRatten“ in<br />

der Stadtbücherei. Eintritt frei<br />

19.00 bis 20.00 Uhr<br />

Informationsabend für werdende<br />

Eltern der Krankenhaus GmbH im<br />

Krankenhaus Casino<br />

HUGLFING<br />

15.00 bis 17.00 Uhr<br />

Handarbeitstreff im Café Hey<br />

Schaffner im Bahnhof. Infos unter<br />

08802 / 8588<br />

WEILHEIM<br />

DI 07.02.<br />

8.30 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz<br />

PEISSENBERG<br />

19.00 Uhr<br />

Live-Reportage „In<strong>die</strong>n-Mystik,<br />

Menschen, Maharadschas“ von<br />

Pascal Violo in der Tiefstollenhalle.<br />

Karten: 16 € (AK)/ 13,95 € (VVK)<br />

STARNBERG<br />

19.30 Uhr<br />

Filmvorführung „ein Abend<br />

mitgebrachter Filme“ in der<br />

Schlossberghalle. Eintritt frei,<br />

Gäste willkommen<br />

WEILHEIM<br />

MI 08.02.<br />

16.00 bis 17.00 Uhr<br />

Märchenzeit „Aschenputtel“ in<br />

der Stadtbücherei. Für Kinder ab 4<br />

Jahren. Eintritt frei<br />

20.00 Uhr<br />

Konzert der „Dr<strong>um</strong>-Stars“ im<br />

Stadttheater. Siehe Seite 22<br />

BERNRIED<br />

15.00 bis 17.00 Uhr<br />

SoNe-Mittwochscafé in der Alten<br />

Schule<br />

POLLING<br />

19.30 Uhr<br />

Klavierkonzert „Sophie Pacini“ im<br />

Bibliotheksaal. Karten: 26 € — 39 €<br />

PEISSENBERG<br />

DO 09.02.<br />

7.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt auf dem Glückauf-<br />

Platz<br />

14.30 Uhr<br />

Seniorennachmittag mit dem<br />

Thema „Der Fasching gehört<br />

dazu“ mit Kaffee <strong>und</strong> Kuchen im<br />

Pfarrheim St. Barbara<br />

PENZBERG<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt auf dem Stadtplatz<br />

16.00 bis 20.00 Uhr<br />

Blutspenden im BRK-Haus<br />

WIELENBACH<br />

15.00 Uhr<br />

Kaffeekranzl der Nachbarschaftshilfe<br />

im Gasthaus Guggemoos<br />

ANTDORF<br />

20.00 Uhr<br />

„Zusammhock’n — Musizieren<br />

— Lustig sein“ mit dem ASV im<br />

Sportheim<br />

OBERHAUSEN<br />

20.00 Uhr<br />

Kabarett „Da Meier — Ausgewogen“<br />

auf der Stroblbühne. Einlass<br />

ab 18.15 Uhr. Karten: 19,80 €<br />

ANDECHS<br />

20.00 Uhr<br />

Kabarett „<strong>Das</strong> Rauschen in den<br />

Bä<strong>um</strong>en“ von Andreas Giebel im<br />

Florian Stadl. Einlass ab 18.30 Uhr.<br />

VVK an der Klosterpforte<br />

WEILHEIM<br />

FR 10.02.<br />

8.00 bis 13.30 Uhr<br />

Wochenmarkt auf dem Marienplatz<br />

/<br />

68 | tassilo


PEISSENBERG<br />

20.00 Uhr<br />

Kabarett „Ehrlich“ mit Helmut<br />

Schleich in der Tiefstollenhalle.<br />

Karten: 27 € (AK) / 24,95 € (VVK)<br />

PENZBERG<br />

16.00 bis 20.00 Uhr<br />

Blutspenden im BRK-Haus<br />

19.00 Uhr<br />

Vortrag „Die Sprachen der Alpen<br />

<strong>und</strong> ihre Wurzeln“ im evang.<br />

Gemeindezentr<strong>um</strong>. Eintritt: 3 €<br />

MURNAU<br />

19.00 Uhr<br />

Vernissage der Ausstellung<br />

„Geheime Zeichen der Natur“ von<br />

Mariela Sartorius beim Kunstverein.<br />

Ausstellung bis 25.2. Siehe<br />

Seite 34<br />

OBERHAUSEN<br />

20.00 Uhr<br />

Kabarett „Michael Altinger —<br />

Hell“ auf der Stroblbühne. Einlass<br />

ab 18.15 Uhr. Karten: 19,80 €<br />

WEILHEIM<br />

SA 11.02.<br />

8.00 bis 14.00 Uhr<br />

Hallenflohmarkt in der Kleinen<br />

Hochlandhalle. Platzbezug ab 7<br />

Uhr möglich. Anmeldung unter<br />

0881 / 4179225<br />

PÄHL<br />

10.00 bis 12.00 Uhr<br />

Historisches Archiv geöffnet<br />

WIELENBACH<br />

20.00 Uhr<br />

Trommlerfasching im Gasthaus<br />

Schöpf<br />

OBERHAUSEN<br />

20.00 Uhr<br />

Konzert „Wally & Ami Warning“<br />

auf der Stroblbühne. Einlass ab<br />

18.15 Uhr. Karten: 18 €<br />

FELDAFING<br />

20.30 Uhr<br />

Jazz am See mit „Magnus Östr<strong>um</strong><br />

— Parachute“ im Bürgersaal<br />

des Rathaus. Infos unter www.<br />

jazzamsee.de. VVK beim Salon<br />

Spöttl, in den Büchereien Pöcking<br />

<strong>und</strong> Tutzing sowie im Starnberger<br />

Toruistenbüro<br />

TUTZING<br />

7.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt vor dem Rathaus<br />

16.30 bis 18.30 Uhr<br />

Textstube — Kreativer Schreibworkshop<br />

für Erwachsene<br />

<strong>und</strong> Jugendliche. Ab 17 Jahren.<br />

Weitere Infos <strong>und</strong> Anmeldung unter<br />

08158 / 9643<br />

20.00 Uhr<br />

Kabarett von Franziska Wanninger<br />

im Dorfstadl des Buttlerhofs.<br />

Einlass ab 18 Uhr. Karten: 15 €. VVK<br />

im Buttlerhof, Tourismusverband<br />

Starnberg <strong>und</strong> Friseursalon Spöttl<br />

Feldafing<br />

WEILHEIM<br />

SO 12.02.<br />

8.00 bis 11.30 Uhr<br />

Kleintiermarkt in der Kleinen<br />

Hochlandhalle, siehe www.vdrvkweilheim.de<br />

PÄHL<br />

10.30 bis 13.30 Uhr<br />

Frühjahrsspaziergang „Abenteuer<br />

Ammermündung“. Anmeldung<br />

bis 11.2. unter 01577 / 1915939 oder<br />

n.boll@gmx.de<br />

TUTZING<br />

18.00 Uhr<br />

Konzert der A-capella-Band „Viva<br />

Voce“ in der Kirche St. Joseph.<br />

Weitere Infos auf Seite 22<br />

WEILHEIM<br />

MO 13.02.<br />

19.00 bis 20.00 Uhr<br />

Informationsabend für werdende<br />

Eltern der Krankenhaus GmbH im<br />

Krankenhaus Casino<br />

WEILHEIM<br />

DI 14.02.<br />

8.30 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz<br />

18.30 Uhr<br />

Seminar „Nichtraucher in 3 St<strong>und</strong>en!“<br />

mit Peter Phillip Koss in der<br />

Stadthalle. Anm. unter www.hypnoactive.com<br />

oder 08841 / 6082599.<br />

Siehe Anzeige rechts<br />

WEILHEIM<br />

MI 15.02.<br />

17.30 Uhr<br />

Seminar „Wunschgewicht leicht<br />

erreicht!“ mit Peter Phillip Koss<br />

in der Stadthalle. Infos <strong>und</strong> Anmeldung<br />

unter www.hypno-active.<br />

com oder 08841 / 6082599. Siehe<br />

Anzeige rechts<br />

PEISSENBERG<br />

DO 16.02.<br />

7.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt auf dem Glückauf-<br />

Platz<br />

STARNBERG<br />

20.00 Uhr<br />

All that Jazz — Klassik trifft<br />

Hip-Hop mit „EINSHOCH6“ in<br />

der Schlossberghalle. Karten:<br />

21 € — 25 € / 10 € (ermäßigt). VVK in<br />

der Verwaltung der Schlossberghalle<br />

<strong>und</strong> beim Tourismusverband.<br />

Siehe Seite 30<br />

januar / februar <strong>2017</strong> | 69


PENZBERG<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt auf dem Stadtplatz<br />

18.00 Uhr<br />

Faschingskonzert der Musikschule<br />

in der Aula der Bgm.-Prandl-<br />

G<strong>r<strong>und</strong></strong>schule<br />

WEILHEIM<br />

FR 17.02.<br />

8.00 bis 13.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Marienplatz<br />

PÄHL<br />

17.00 Uhr<br />

Schulfasching im Pfarr- <strong>und</strong><br />

Gemeindezentr<strong>um</strong><br />

OBERHAUSEN<br />

20.00 Uhr<br />

Konzert „The Heimatdamisch“ auf<br />

der Stroblbühne. Einlass ab 18.15<br />

Uhr. Karten: 18,80 €<br />

WEILHEIM<br />

SA 18.02.<br />

12.00 bis 16.00 Uhr<br />

Buntes Faschingsturnen für Kinder<br />

mit Hüpfburgland, Riesentrampolin,<br />

Bierkistenklettern, uvm. in der<br />

Jahnhalle<br />

14.00 bis 17.00 Uhr<br />

Tag der offenen Tür in der Klinik<br />

für Gynäkologie <strong>und</strong> Geburtshilfe<br />

im Krankenhaus (Station 2)<br />

> > > SO ERREICHEN SIE UNS<br />

Anschrift<br />

„tassilo“<br />

Birkland 40<br />

86971 Peiting<br />

Tel.: 08869 / 91 22-26<br />

Fax: 08869 / 91 22-20<br />

www.tassilo.de<br />

20.00 Uhr<br />

Opern auf Bayrisch in der Stadthalle.<br />

Weitere Infos auf Seite 23<br />

PEISSENBERG<br />

14.00 Uhr<br />

Faschingskranzl des Frauenb<strong>und</strong>es<br />

St. Barbara im Pfarrheim<br />

DIESSEN<br />

15.00 Uhr<br />

Kinderkino „Die Monster Uni“ im<br />

SOS-Kinderdorf<br />

PÄHL<br />

10.00 bis 12.00 Uhr<br />

Historisches Archiv geöffnet<br />

14.00 Uhr<br />

Kinderfasching im Pfarr- <strong>und</strong><br />

Gemeindezentr<strong>um</strong><br />

WIELENBACH<br />

20.00 Uhr<br />

Sportlerball beim Dorfwirt in<br />

Haunshofen<br />

EBERFING<br />

20.00 Uhr<br />

Führung z<strong>um</strong> Thema „Gasnebel,<br />

Geburtsorte neuer Sterne“ in der<br />

Sternwarte, Escherstraße 12. Weitere<br />

Infos unter www.sternwarteeberfing.de<br />

oder 08802 / 8389<br />

HUGLFING<br />

20.00 Uhr<br />

Trachtenkranzl im Trachtenheim<br />

Email<br />

Redaktion: redaktion@tassilo.de<br />

Termine: veranstaltungen@tassilo.de<br />

Anzeigen: anzeigen@tassilo.de<br />

Anregungen / Kritik: info@tassilo.de<br />

<strong>Das</strong> Impress<strong>um</strong> finden Sie auf Seite 57.<br />

IFFELDORF<br />

14.00 Uhr<br />

Seniorennachmittag in der Mehrzweckhalle<br />

19.00 Uhr<br />

Dorffasching der Ortsvereine in<br />

der Mehrzweckhalle<br />

OBERHAUSEN<br />

20.00 Uhr<br />

Konzert „Knedl & Kraut“ auf der<br />

Stroblbühne. Einlass ab 18.15 Uhr.<br />

Karten: 23 €. VVK beim Stroblwirt,<br />

Ticketservice der Sparkasse WM,<br />

Buchhandlung Rolles Penzberg,<br />

Buch am Bach Peiting, Abfüllbar<br />

Murnau, Peissenbuch Peißenberg<br />

POLLING<br />

20.00 Uhr<br />

Faschingsgungl des Trachtenvereins<br />

im Trachtenheim<br />

TUTZING<br />

7.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt vor dem Rathaus<br />

20.00 Uhr<br />

Kabarett „Lisa Fitz — Weltmeisterinnen,<br />

gewonnen im Kopf“<br />

im Dorfstadl des Buttlerhofs.<br />

Einlass ab 18 Uhr. Karten: 23 €. VVK<br />

im Buttlerhof, Tourismusverband<br />

Starnberg <strong>und</strong> Friseursalon Spöttl<br />

Feldafing<br />

PEISSENBERG<br />

SO 19.02.<br />

13.30 bis 16.30 Uhr<br />

Bergba<strong>um</strong>use<strong>um</strong> geöffnet.<br />

Eintritt: 5 €<br />

STARNBERG<br />

14.00 bis 17.00 Uhr<br />

2. Kinderfaschingsball der Faschingsgesellschaft<br />

Perchalla e.V.<br />

in der Schlossberghalle. Einlass ab<br />

13.30 Uhr. Eintritt: 4 € / 2 € (Kinder).<br />

Kartenreservierung unter kartenbestellung@perchalla.de<br />

BERNRIED<br />

15.00 bis 18.00 Uhr<br />

Spiele-Nachmittag für Kinder <strong>und</strong><br />

Jugendliche im Trachtenheim<br />

WEILHEIM<br />

MO 20.02.<br />

16.00 bis 16.45 Uhr<br />

Vorlesest<strong>und</strong>e der „LeseRatten“ in<br />

der Stadtbücherei. Eintritt frei<br />

19.00 bis 20.00 Uhr<br />

Informationsabend für werdende<br />

Eltern der Krankenhaus GmbH im<br />

Krankenhaus Casino<br />

WEILHEIM<br />

DI 21.02.<br />

8.30 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz<br />

STARNBERG<br />

19.30 Uhr<br />

Filmvorführung Viktor Brunschlik<br />

„Unterwegs an der Cote d'Azur“,<br />

„Zitronenfest in Minton“ <strong>und</strong><br />

„Karneval in Venedig“ in der<br />

Schlossberghalle. Eintritt frei,<br />

BERNRIED<br />

MI 22.02.<br />

16.30 bis 18.00 Uhr<br />

SoNe-Mittwochscafé mit Mittwochskino<br />

in der Torbogenhalle<br />

POLLING<br />

19.30 Uhr<br />

Konzert „Trio Barenboim/Steckel/<br />

Bashkirova“ im Bibliotheksaal.<br />

Karten: 26 € — 39 €<br />

TUTZING<br />

19.00 Uhr<br />

88. Tutzinger Patientenfor<strong>um</strong> —<br />

Vortrag „Gewitter im Kopf: Wenn<br />

der Schädel zu platzen droht“ mit<br />

Dr. Jens Knauer im Benedictus<br />

Krankenhaus. Anmeldung unter<br />

08158 / 23710. Siehe Anzeige Seite 45<br />

PEISSENBERG<br />

DO 23.02.<br />

7.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt auf dem Glückauf-<br />

Platz<br />

20.00 Uhr<br />

Weiberfasching im Foyer der<br />

Tiefstollenhalle<br />

STARNBERG<br />

18.00 Uhr<br />

Weiberfasching der Faschingsgesellschaft<br />

Perchalla e.V. in der<br />

Schlossberghalle. Eintritt frei<br />

PENZBERG<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt auf dem Stadtplatz<br />

18.00 Uhr<br />

Gemeinschaftskonzert des Gymnasi<strong>um</strong>s<br />

<strong>und</strong> der Musikschule in<br />

der Mensa des Gymnasi<strong>um</strong>s<br />

WIELENBACH<br />

13.30 Uhr<br />

Seniorenfasching im Gasthaus<br />

Guggemoos<br />

FORST<br />

15.30 Uhr<br />

Kinderkino „Die Vorstadtkrokodile“<br />

in der G<strong>r<strong>und</strong></strong>schule<br />

WEILHEIM<br />

FR 24.02.<br />

HEUTE ERSCHEINT<br />

DER NEUE TASSILO<br />

8.00 bis 13.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Marienplatz<br />

20.00 Uhr<br />

Kabarettistisches Konzertvergnügen<br />

„Eine kleine Lachmusik“ im<br />

Stadttheater<br />

/<br />

70 | tassilo


STARNBERG<br />

20.00 Uhr<br />

Faschingstheater „Kälberbrüten“<br />

nach Hans Sachs in der Schlossberghalle.<br />

Karten: 29 €. VVK in der<br />

Verwaltung der Schlossberghalle<br />

PÄHL<br />

20.00 Uhr<br />

Sportlerball im Pfarr- <strong>und</strong> Gemeindezentr<strong>um</strong><br />

WIELENBACH<br />

20.00 Uhr<br />

Maschkeraball des Trachtenvereins<br />

Haunshofen beim Dorfwirt in<br />

Haunshofen<br />

OBERHAUSEN<br />

20.00 Uhr<br />

Konzert „Die drei Haxn“ auf der<br />

Stroblbühne. Einlass ab 18.15 Uhr.<br />

Karten: 17,50 €<br />

POLLING<br />

19.30 Uhr<br />

Kameradschaftsabend im Neuwirt<br />

PEISSENBERG<br />

SA 25.02.<br />

14.00 bis 17.00 Uhr<br />

Großer Kinderfaschingsball in der<br />

Tiefstollenhalle. Einlass: 13 Uhr.<br />

Karten: 3 €<br />

MURNAU<br />

11.00 bis 15.00 Uhr<br />

Letzter Tag der Ausstellung<br />

„Geheime Zeichen der Natur“ von<br />

Mariela Sartorius beim Kunstverein.<br />

Siehe Seite 34<br />

BERNRIED<br />

14.00 Uhr<br />

Faschingskränzchen der Landfrauen<br />

im Gasthaus Drei Rosen. Es<br />

spiel „da Willi“<br />

PÄHL<br />

10.00 bis 12.00 Uhr<br />

Historisches Archiv geöffnet<br />

OBERHAUSEN<br />

20.00 Uhr<br />

Kreiz <strong>und</strong> Quer-Ball der Oberhausener<br />

Musikanten im Stroblwirt<br />

TUTZING<br />

7.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt vor dem Rathaus<br />

WEILHEIM<br />

SO 26.02.<br />

18.00 Uhr<br />

Faschingstheater „Kälberbrüten“<br />

nach Hans Sachs im Stadttheater.<br />

VVK beim Ticketservice der<br />

Sparkasse<br />

PEISSENBERG<br />

14.00 Uhr<br />

Faschings<strong>um</strong>zug durch Peißenberg.<br />

Anschließend Faschingstreiben<br />

am Volksfestplatz. Siehe<br />

Seite 48<br />

MURNAU<br />

14.00 Uhr<br />

Buntes Faschingstreiben durch<br />

<strong>die</strong> Fußgängerzone<br />

PÄHL<br />

20.00 Uhr<br />

Bauernball im Pfarr- <strong>und</strong> Gemeindezentr<strong>um</strong><br />

WEILHEIM<br />

MO 27.02.<br />

Rosenmontag<br />

19.00 bis 20.00 Uhr<br />

Informationsabend für werdende<br />

Eltern der Krankenhaus GmbH im<br />

Krankenhaus Casino<br />

DIESSEN<br />

20.00 Uhr<br />

Rosenmontagsball in der Mehrzweckhalle<br />

STARNBERG<br />

18.00 Uhr<br />

9. Garderevue der Faschingsgesellschaft<br />

Perchalla e.V. in der<br />

Schlossberghalle. Einlass ab 17.30<br />

Uhr. Kartenreservierung unter<br />

kartenbestellung@perchalla.de<br />

WIELENBACH<br />

20.00 Uhr<br />

Rosenmontagsball der FFW beim<br />

Dorfwirt in Haunshofen<br />

OBERHAUSEN<br />

15.00 Uhr<br />

Mitmachkonzert mit dem Donikkl-<br />

Trio beim Stroblwirt. Karten: 9 €.<br />

Einlass ab 13 Uhr<br />

WEILHEIM<br />

DI 28.02.<br />

Faschings<strong>die</strong>nstag<br />

8.30 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz<br />

STARNBERG<br />

17.00 Uhr<br />

Großer Kehraus mit der Faschingsgesellschaft<br />

Perchalla e.V.<br />

in der Schlossberghalle. Eintritt<br />

frei<br />

HUGLFING<br />

14.11 Uhr<br />

Faschingstreiben in der Gemeinde<br />

Änderungen <strong>und</strong> Fehler vorbehalten<br />

januar / februar <strong>2017</strong> | 71


72 | tassilo<br />

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