07.02.2017 Aufrufe

Motocross Enduro Ausgabe 03/2017

Und zack! Schon wieder ist ein Monat rum! Obwohl gerade einmal wenige Wochen des neuen Jahres hinter uns liegen, gab es bereits die ersten Jahreshighlights und die dazugehörigen Sieger zu feiern. So ging beispielsweise der ADAC SX-Cup zu Ende und brachte neben zahlreichen Neuerungen auch einen unerwarteten Gesamtsieger hervor. Das Finale des SX-Cup war gleichzeitig die 34. Auflage der traditionsreichen Supercossveranstaltung in Dortmund. Natürlich war die Westfalenhalle einzigartiger Schauplatz dieses Spektakels, das in diesem Jahr erneut tausende Besucher anzog, wie Organisationsleiter Peter Berghoff vom ADAC Westfalen berichtete...

Und zack! Schon wieder ist ein Monat rum! Obwohl gerade einmal wenige Wochen des neuen Jahres hinter uns liegen, gab es bereits die ersten Jahreshighlights und die dazugehörigen Sieger zu feiern. So ging beispielsweise der ADAC SX-Cup zu Ende und brachte neben zahlreichen Neuerungen auch einen unerwarteten Gesamtsieger hervor. Das Finale des SX-Cup war gleichzeitig die 34. Auflage der traditionsreichen Supercossveranstaltung in Dortmund. Natürlich war die Westfalenhalle einzigartiger Schauplatz dieses Spektakels, das in diesem Jahr erneut tausende Besucher anzog, wie Organisationsleiter Peter Berghoff vom ADAC Westfalen berichtete...

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EDITORIAL<br />

Finale ...<br />

Und zack! Schon wieder ist ein Monat rum! Obwohl<br />

gerade einmal wenige Wochen des neuen Jahres<br />

hinter uns liegen, gab es bereits die ersten Jahreshighlights<br />

und die dazugehörigen Sieger zu feiern.<br />

So ging beispielsweise der ADAC SX-Cup zu Ende<br />

und brachte neben zahlreichen Neuerungen auch<br />

einen unerwarteten Gesamtsieger hervor. Das Finale<br />

des SX-Cup war gleichzeitig die 34. Auflage der<br />

traditionsreichen Supercossveranstaltung in Dortmund.<br />

Natürlich war die Westfalenhalle einzigartiger<br />

Schauplatz dieses Spektakels, das in diesem<br />

Jahr erneut tausende Besucher anzog, wie Organisationsleiter<br />

Peter Berghoff vom ADAC Westfalen<br />

berichtete: „Die 34. <strong>Ausgabe</strong> unserer Traditionsveranstaltung<br />

in den Westfalenhallen Dortmund war<br />

von packendem Motorradsport, einem außergewöhnlich<br />

stark besetzten Red-Bull-Freestyle und als<br />

Resultat aus beidem einer hervorragenden Stimmung<br />

unter den Besuchern geprägt. Insgesamt besuchten<br />

27.500 Zuschauer das 34. ADAC Supercross<br />

Dortmund.“<br />

Neben dem Show-Charakter der Freestyler wurde<br />

auch aus sportlicher Sicht einiges geboten. Am<br />

Start waren internationale Supercrossspezialisten,<br />

allen voran die beiden US-Boys Nicholas Schmidt<br />

und Kyle Cunningham. Beide lieferten sich packende<br />

Rennduelle auf dem anspruchsvollen Parcours<br />

des belgischen Streckendesigners Freddy Verherstraeten.<br />

In der Nachwuchsklasse SX2 gab es zudem<br />

eine besondere Überraschung, denn hier triumphierte<br />

mit Stefan Büttner endlich ein deutscher<br />

Fahrer. Der Kawasaki-Pilot wurde von seinen Fans<br />

gebührend gefeiert und sorgte mit seinen Auftritten<br />

für mächtig Stimmung in der Halle. Die angesprochenen<br />

Neuerungen, wie das speziell für mehr Sicherheit<br />

entwickelte SX RaceGUARD-System, fanden<br />

große Zustimmung. Hierbei handelt es sich um<br />

eine neue elektronische Form der Signalgebung<br />

durch die Rennleitung an die Fahrer. Hierdurch wird<br />

vor allem für die Streckenposten ein hohes Maß an<br />

zusätzlicher Sicherheit gewährleistet! Eine weitere<br />

Innovation war die Einführung einer Gitterfläche<br />

hinter dem Startgatter, mit dem Ziel, ein nahezu<br />

einheitliches Gripniveau für die Fahrer zu schaffen.<br />

Damit war Dortmund ein rundum gelungenes Event,<br />

das Fahrer und Zuschauer gleichermaßen begeisterte.<br />

Begeisterung ist das Stichwort für die berühmteste<br />

und wohl schwerste Rallye der Welt. Die Dakar. Bei<br />

kaum einer Langstreckenrallye liegen Ruhm, Ehre,<br />

Faszination, aber auch Leid und Schmerz so eng<br />

beieinander. Die diesjährige 39. Auflage führte<br />

durch drei Länder Südamerikas, mit Start in Paraguay,<br />

einem kurzen Gastspiel in Bolivien und dem<br />

Finale in Argentinien. Dabei bewältigten die Teilnehmer<br />

eine unglaubliche Distanz von über 8000<br />

Kilometern auf verschiedenstem Terrain. Besonders<br />

navigatorische Fähigkeiten standen in diesem<br />

Jahr auf dem Prüfstand, nachdem im Jahr 2016 über<br />

die etwas zu einfache Streckenführung geklagt wurde.<br />

Die Organisatoren verschärften daraufhin die<br />

Routenführung, was den Schwierigkeitsgrad deutlich<br />

anhob. Eine entscheidende Rolle spielte zusätzlich<br />

das Wetter. Starke Regenfälle sorgten immer<br />

wieder für verkürzte oder sogar abgebrochene<br />

Tagesetappen. So stand schnell fest, dass die<br />

39. <strong>Ausgabe</strong> zu den schwierigsten in der Dakar-Geschichte<br />

werden würde. Aus sportlicher Sicht gab<br />

es natürlich den Kampf der Motorradgiganten KTM<br />

vs. Honda auszufechten. Dramatisch dürfte es wohl<br />

am ehesten treffen, wenn man von diesem Duell berichtet.<br />

Sowohl für KTM als auch für Honda gab es<br />

während der zweiwöchigen Odyssee herbe Rückschläge<br />

zu verkraften. Am Ende gab es für jeden<br />

Hersteller schließlich eine ganz eigene Bezeichnung<br />

von Erfolg zu vermelden.<br />

Zu vermelden hatte in den vergangenen Wochen<br />

auch die italienische Edelschmiede TM Racing einiges.<br />

Mit den beiden Viertaktmodellen EN 300 Fi und<br />

MX 300 Fi wollen die Italiener weiterhin erfolgreich<br />

in verschiedenen Serien an den Start gehen. Neben<br />

dem finnischen <strong>Enduro</strong>-Haudegen Eero Remes und<br />

dem hierzulande bestens bekannten GCC-Sieger<br />

Kornel Nemeth sorgen derzeit auch die Brüder Benjamin<br />

und Diego Herrera in der Super<strong>Enduro</strong>-Weltmeisterschaft<br />

für Aufsehen. Beide pilotieren die<br />

neue 300er Viertaktrakete aus Italien und das mit<br />

Erfolg. In dieser <strong>Ausgabe</strong> wollen wir euch die beiden<br />

Modellvarianten näher vorstellen und haben dazu<br />

einen Blick auf die TM-Modellpalette geworfen. Neben<br />

diesen beiden rassigen Viertaktern steht diese<br />

<strong>Ausgabe</strong> auch unter dem Stern der kleinen Zweitaktgeneration<br />

aus dem Hause Husky und KTM. Wir<br />

haben drei Modelle – Husqvarna TX 125, KTM 125<br />

XC-W und KTM 150 XC-W – miteinander verglichen.<br />

Die Sportenduros richten sich vor allem an Piloten<br />

der Nachwuchsklassen, dürften aber auch den ein<br />

oder anderen versierten Offroader beeindrucken.<br />

Welches Bike uns am meisten überzeugt hat, lest ihr<br />

wie immer auf den folgenden Seiten.<br />

Das MCE-Radaktionsteam wünscht allen Lesern viel<br />

Spaß mit dieser <strong>Ausgabe</strong>.<br />

3<br />

MCE<br />

März '17


Das Rockstar-Energy-Husqvarna-Factory-Team eröffnet<br />

die Saison standesgemäß mit einem Fotoshooting<br />

der Extraklasse. Wir wollen euch Max Nagl und<br />

dessen nagelneues Arbeitsgerät keinesfalls vorenthalten.<br />

Startschuss zur neuen MXGP-Saison ist am<br />

25. Februar in Losail (Qatar), dort wird Max zeigen,<br />

was er drauf hat • Foto: Husqvarna


INHALT<br />

März <strong>2017</strong><br />

VERGLEICHSTEST<br />

18 KTM 125 XC-W / 150 XC-W /<br />

Husqvarna TX 125<br />

VORSTELLUNG<br />

36 TM Racing EN + MX 300 Fi<br />

PRÄSENTATION<br />

40 Suzuki RM-Z 450 WS<br />

SUPERCROSS<br />

44 Dortmund<br />

MOTOCROSS<br />

54 Rockstar Kiedrowski Racing Team<br />

CROSS-COUNTRY<br />

56 Saisonvorschau<br />

RALLYE<br />

60 Dakar<br />

INTERVIEW<br />

72 André Rudolph<br />

RUBRIKEN<br />

3 Editorial<br />

4 Snap-Shot<br />

8 Facts<br />

14 Produkte<br />

68 Kolumne Maria Franke<br />

70 Kolumne Eddy Frech<br />

76 Bike and Parts<br />

80 Events/Vorschauen/Notizen/Termine<br />

82 Vorschau April <strong>2017</strong>/ Impressum<br />

Die digitale <strong>Ausgabe</strong> eurer MOTOCROSS ENDURO<br />

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ausgewählte Tests online nachlesen<br />

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SEITE 18<br />

VERGLEICHSTEST:<br />

KTM 125 XC-W / 150 XC-W / Husqvarna TX 125


FACTS<br />

Ken Roczen<br />

AMA-Supercross San Diego:<br />

Roczen mit zweitem Saisonsieg<br />

Der Thüringer Ken Roczen konnte bei seinem zweiten Saisonstart zur AMA-Supercrosssaison<br />

in San Diego einen weiteren Tagessieg einfahren. Für den Honda-Neuzugang<br />

schien es bis dato wie am Schnürchen zu laufen. Seinen Vorlauf<br />

gewann Roczen äußerst überzeugend und souverän, während er sich im Finale<br />

etwas mehr anstrengen musste. Nach dem Start war Roczen zunächst damit beschäftigt,<br />

sich von Position 4 aus nach vorn zu arbeiten. Sein schärfster Konkurrent<br />

Ryan Dungey zog den Holeshot und bestimmte indes das Tempo an der Spitze.<br />

Doch Roczen gelang es, sich binnen kürzester Zeit ans Hinterrad von Dungey<br />

zu klemmen und ihn für mehrere Runden enorm unter Druck zu setzen. Es sollte<br />

bis zur achten Runde dauern, bis Roczen das entscheidende Manöver setzen<br />

konnte und Dungey dadurch auf Position 2 verdrängte. Auffällig dabei, wie perfekt<br />

Roczens Honda abgestimmt war. Dies zeigte sich insbesondere im langen<br />

Waschbrett und bei den verschiedenen Sprungkombinationen, denn im Gegensatz<br />

zu Dungey konnte der Thüringer hier viel mehr Speed aufbauen. Letztendlich<br />

war dies der Schlüssel zum Sieg. Dennoch bewies Dungey, dass er den nötigen<br />

Schneid besitzt, um Roczen die Krone streitig zu machen. Die beiden<br />

fuhren in San Diego quasi ihr eigenes Rennen, sodass die Konkurrenten keinerlei<br />

Chance hatten, auch nur annähernd in die Nähe dieser Superstars zu kommen.<br />

Den letzten verbleibenden Podestplatz schnappte sich erneut Marvin Musquin<br />

und damit blieb auch die Gesamtwertung unverändert. Roczen durfte sich<br />

nach zwei Rennen mit der Maximalpunktzahl ziemlich wohlgefühlt haben, während<br />

Dungey 6 Zähler dahinter etwas enttäuscht wirkte. Marvin Musquin konnte<br />

sich in den beiden ersten Rennen der Saison auf Rang 3 festsetzen und zeigte<br />

damit eine konstant gute Leistung, jedoch lagen Jason Anderson und Eli Tomac<br />

knapp dahinter in Lauerstellung. • Text: Marco Burkert; Foto: Honda<br />

Ergebnisse - AMA SX - 2. Lauf - San Diego - 14.1. - 450SX: 1. Ken Roczen, D, Honda; 2. Ryan Dungey, KTM;<br />

3. Marvin Musquin, KTM; 4. Jason Anderson, Husqvarna; 5. Cole Seely, Honda; 6. Eli Tomac, Kawasaki;<br />

7. Weston Peick, Suzuki; 8. David Millsaps, KTM; 9. Chad Reed, Yamaha; 10. Justin Bogle, Suzuki.<br />

250SX - Westcoast: 1. Shane Mcelrath, KTM; 2. Justin Hill, Kawasaki; 3. Aaron Plessinger, Yamaha; 4. Martin<br />

Davalos, Husqvarna; 5. Austin Forkner, Kawasaki; 6. James Decotis, Honda; 7. Jeremy Martin, Honda;<br />

8. Phillip Nicoletti, Suzuki; 9. Hayden Mellross, Yamaha; 10. Joshua Hansen, Husqvarna.<br />

AMA-Supercross Anaheim2:<br />

Drama für Roczen –<br />

Dungey übernimmt Führung<br />

Das Schicksal schlug ausgerechnet bei Station Nummer 3 der AMA-Supercross-<br />

WM in Anaheim zu. Am Ende des Tages gab es für das Honda-Team, insbesondere<br />

für Ken Roczen, eine bittere Nachricht zu verkraften. Doch der Reihe nach! Viele<br />

Fans hatten sich auf die enorm spannende Fortsetzung des Spitzenduells<br />

zwischen Dungey und Roczen gefreut. In den ersten beiden WM-Runden schenkten<br />

sich die Kontrahenten nichts, vor allem in San Diego schien der Leistungsstand<br />

immer knapper zu werden und es bahnte sich eine spektakuläre Saison<br />

an. Zunächst sah es auch in Anaheim nach einem weiteren Triumphzug von Ken<br />

Roczen aus. Der Honda-Werkspilot gewann seinen Vorlauf mit Bravour und setzte<br />

damit das erste Ausrufezeichen dieses Abends. Ryan Dungey hingegen<br />

kämpfte mit den Tücken der Strecke und stürzte in seinem Vorlauf, sodass er<br />

den Einzug ins Main Event nur über das Semifinale schaffte. Als das Gatter zum<br />

Finallauf schließlich fiel, erwischte der Thüringer Ken Roczen keinen optimalen<br />

Start und war in den folgenden Runden gezwungen, rasch Boden gutzumachen.<br />

Damit stand schnell fest: Dieses Rennen wird definitiv kein langweiliges werden.<br />

Ryan Dungey lag an der Spitze und legte ein rasantes Tempo vor. Derweil<br />

duellierten sich die beiden US-Amerikaner Cole Seely und Cooper Webb auf den<br />

Plätzen 2 und 3. Unweit hinter den US-Boys gab es den Zweikampf Marvin Musquin<br />

gegen Ken Roczen zu bewundern. Wobei Roczen so schnell unterwegs war,<br />

dass er binnen einer Runde gleich Musquin und Webb kassierte. Noch schien also<br />

alles möglich für Roczen, der nun den auf Rang 2 fahrenden Cole Seely ins Visier<br />

nahm. In der neunten Runde plötzlich der Aufschrei unter den Zuschauern –<br />

Roczen flog brutal ab und blieb liegen. Was war passiert? Beim Absprung zu einem<br />

Triple-Jump bekam Roczen einen Schlag aufs Hinterrad, der ihn förmlich<br />

von seinem Arbeitsgerät katapultierte. Der Aufschlag erfolgte unglücklicherweise<br />

genau am Gegenhang des Landehügels. Die Medical Crew war sofort zur<br />

Stelle und behandelte Roczen am Streckenrand. Als der Honda-Pilot abtransportiert<br />

wurde und eine Armschiene trug, war klar: Hier musste mehr passiert<br />

sein als nur ein harmloser Crash. Damit rückte der anschließende Sieg von Ryan<br />

Dungey etwas in den Hintergrund. Die Situation um Roczen blieb zunächst unklar<br />

und es galt, die Ergebnisse aus dem Krankenhaus abzuwarten.<br />

• Text: Marco Burkert; Foto: KTM/Simon Cudby<br />

Ergebnisse - AMA SX - 3. Lauf - Anaheim2 -21.1. - 450SX: 1. Ryan Dungey, KTM; 2. Marvin Musquin, KTM;<br />

3. Cole Seely, Honda; 4. Cooper Webb, Yamaha; 5. Weston Peick, Suzuki; 6. Joshua Grant, Kawasaki;<br />

7. Chad Reed, Yamaha; 8. Eli Tomac, Kawasaki; 9. David Millsaps, KTM; 10. Blake Baggett, KTM.<br />

250SX - Westcoast: 1. Justin Hill, Kawasaki; 2. Aaron Plessinger, Yamaha; 3. Shane Mcelrath, KTM; 4. Austin<br />

Forkner, Kawasaki; 5. Martin Davalos, Husqvarna; 6. James Decotis, Honda; 7. Dan Reardon, Yamaha; 8. Tyler<br />

Bowers, Yamaha; 9. Joshua Hansen, Husqvarna; 10. Jeremy Martin, Honda.<br />

Ryan Dungey<br />

AMA-Supercross Phoenix:<br />

Eli Tomac meldet sich zurück<br />

Kawasaki-Ass Eli Tomac zeigte bei der vierten Runde in Phoenix, dass er das Siegen<br />

nicht verlernt hat. Blieb er bei den ersten Veranstaltungen eher im Hintergrund,<br />

gelang ihm in Phoenix das komplette Gegenteil. Vor Saisonbeginn zählte<br />

Tomac ganz klar zum Favoritenkreis in Sachen Supercrosstitel. Dass diese Einschätzung<br />

nicht gänzlich aus der Luft gegriffen war, bewies er mit dem Tagessieg<br />

im University Stadium. Nach dem verletzungsbedingten Ausfall Ken<br />

Roczens ging ein Ruck durch das Fahrerfeld und die Karten schienen neu gemischt.<br />

Souverän bestimmte Tomac das Geschehen vom Start weg bis hin zur<br />

Zielflagge. Die Konkurrenz war indes eher mit sich selbst beschäftigt. So liefer-<br />

8<br />

MCE<br />

März '17


Eli Tomac<br />

ten sich Ryan Dungey und Chad Reed ein filmreifes Duell, das überraschend Altmeister<br />

Reed für sich entscheiden konnte und er somit den 2. Platz belegte!<br />

Dungey musste sich mit Rang 3 zufriedengeben, baute seine WM-Führung trotzdem<br />

weiter aus. Enttäuschend lief es hingegen bei Marvin Musquin. Der Franzose<br />

fand keinen Rhythmus und lag beim Überqueren der Ziellinie nur auf Platz 9!<br />

Ein herber Rückschlag, nachdem er in den ersten Rennen jeweils auf dem Podium<br />

zu finden war. In der Gesamtwertung lag Musquin zwar noch auf Rang 2 hinter<br />

Dungey, doch Eli Tomac und Cole Seely lagen nach vier Rennen knapp hinter<br />

ihm. • Text: Marco Burkert; Foto: Kawasaki<br />

Ergebnisse - AMA SX - 4. Lauf - Phoenix - 28.1. - 450SX: 1. Eli Tomac, Kawasaki; 2. Chad Reed, Yamaha;<br />

3. Ryan Dungey, KTM; 4. Cole Seely, Honda; 5. David Millsaps, KTM; 6. Justin Brayton, Honda; 7. Blake Baggett,<br />

KTM; 8. Cooper Webb, Yamaha; 9. Marvin Musquin, KTM; 10. Jason Anderson, Husqvarna.<br />

250SX - Westcoast: 1. Justin Hill, Kawasaki; 2. Shane Mcelrath, KTM; 3. Austin Forkner, Kawasaki; 4. Aaron<br />

Plessinger, Yamaha; 5. Martin Davalos, Husqvarna; 6. Dan Reardon, Yamaha; 7. Joshua Hansen, Husqvarna;<br />

8. James Decotis, Honda; 9. Phillip Nicoletti, Suzuki; 10. Cole Martinez, Yamaha.<br />

AMA-Supercross Oakland:<br />

Tomacs zweiter Streich<br />

Es bleibt weiterhin äußerst spannend, denn auch die fünfte Runde der Supercross-WM<br />

in Oakland hielt Überraschungen bereit. Tabellenführer Ryan Dungey<br />

war erstaunlicherweise nicht der alles bestimmende Fahrer, sondern erneut Eli<br />

Tomac. Der Kawasaki-Star zeigte sich nach seinem vorangegangenen Erfolg in<br />

Phoenix weiterhin in bester Form und schaffte den Sprung ins Main Event ohne<br />

nennenswerte Probleme. Ganz im Gegenteil zu Dungey. Der KTM-Profi musste<br />

den Weg über das Semi gehen und hatte somit bereits eine Runde mehr auf dem<br />

Buckel als Tomac. Letzterer tat sich am Start des Finallaufs jedoch schwer und<br />

musste sich zunächst in der Verfolgerrolle bewähren. Dungey hatte indes die<br />

bessere Reaktion am Gatter und konnte vorerst in Führung gehen. Doch Eli Tomac<br />

warf die Flinte zu keinem Zeitpunkt ins Korn und drehte am Gas, was das<br />

Zeug hielt. Von Rang 7 aus arbeitete er sich schnell bis an Position 3 vor und lieferte<br />

sich anschließend eine sehenswerte Battle mit dem zweitplatzierten Cooper<br />

Webb. Webb unterlief ein Fehler, den Tomac eiskalt auszunutzen wusste und<br />

begab sich sofort in Richtung des führenden Dungey. Der wusste wenige Minuten<br />

vor Schluss nicht wie ihm geschah, als Tomac in den Whoops scheinbar mühelos<br />

an ihm vorbeizog. Die Zuschauer feierten diesen Move mit frenetischem<br />

Applaus und wussten, dass in der Meisterschaft das letzte Wort noch lange nicht<br />

gesprochen ist! Tomac behielt die Nerven und brachte die Führung im Anschluss<br />

an dieses lupenreine Überholmanöver sicher ins Ziel. Die Topfünf komplettierten<br />

Cooper Webb (3), Jason Anderson (4) und Cole Seely (5). Damit konnte Kawasaki-Ass<br />

Tomac weitere WM-Zähler auf Dungey gutmachen und Marvin Musquin<br />

von Rang 2 verdrängen. Der Franzose hatte einen katastrophalen Tag in Oakland<br />

und landete nur auf Rang 9! • Text: Marco Burkert; Foto: Monster Energy/Ryne Swanberg<br />

Ergebnisse - AMA SX - 5. Lauf - Oakland - 4.2. - 450SX: 1. Eli Tomac, Kawasaki; 2. Ryan Dungey, KTM; 3. Cooper<br />

Webb, Yamaha; 4. Jason Anderson, Husqvarna; 5. Cole Seely, Honda; 6. David Millsaps, KTM; 7. Blake<br />

Baggett, KTM; 9. Marvin Musquin, KTM; 10. Dean Wilson, Husqvarna.<br />

Stand (nach 5 von 17 Veranstaltungen): 1. Dungey, 111 Punkte; 2. Tomac, 94; 3. Musquin, 86; 4. Seely, 85;<br />

5. Millsaps, 70; 6. Anderson, 65; 7. Webb, 64; 8. Reed, 62; 9. Ken Roczen, Honda, 51; 10. Wilson, 48.<br />

250SX - Westcoast: 1. Justin Hill, Kawasaki; 2. Martin Davalos, Husqvarna; 3. Shane Mcelrath, KTM;<br />

4. James Decotis, Honda; 5. Phillip Nicoletti, Suzuki; 6. Aaron Plessinger, Yamaha; 7. Kyle Chisholm, Honda;<br />

8. Justin Starling, Husqvarna; 9. Noah Mcconahy, Yamaha; 10. Heath Harrison, Yamaha.<br />

Stand (nach 5 von 9 Veranstaltungen): 1. Hill, 113 Punkte; 2. Mcelrath, 112; 3. Plessinger, 97; 4. Davalos,<br />

92; 5. Decotis, 73; 6. Austin Forkner, 68; 7. Dan Reardon, Yamaha, 56; 8. Nicoletti, 54; 9. Chisholm, 49;<br />

10. Jeremy Martin, Honda, 40.<br />

Ken Roczen<br />

schwer verletzt<br />

Kurz nach dem Rennen in Anaheim gab es die wildesten<br />

Spekulationen um die Art der Verletzung<br />

bei Ken Roczen. Der Honda-Pilot meldete sich<br />

aber kurze Zeit später via Twitter und gab bekannt,<br />

dass er sich neben einem ausgekugelten Ellenbogen<br />

auch einen Bruch am Handgelenk zugezogen<br />

hatte. Damit war klar: Der Thüringer fällt für mehrere<br />

Wochen aus und das ist bitter nach dem so<br />

starken Auftakt. Seine Fahrerkollegen zeigten<br />

sich durch die Bank weg betroffen und wünschten<br />

ihrem Kollegen schnellstmögliche Genesung.<br />

Mittlerweile hat sich Roczen einigen Operationen<br />

am betroffenen linken Arm unterzogen, wie sein<br />

Team erklärte: „Noch am Sonntag wurde Roczen<br />

nach Vail (Colorado) geflogen und der Obhut von<br />

Dr. Randall Viola in der Steadman-Klinik übergeben.<br />

Dr. Viola ist der Teamarzt für das U.S. Alpine<br />

Ski Team der Männer und ein medizinisch<br />

er Berater der Denver Broncos sowie des U.S.<br />

Snowboard-Teams. Spezialisiert hat sich Dr. Viola<br />

auf Hand-, Handgelenk- und Ellenbogenverletzungen mit besonderem Interesse<br />

an orthopädischen und sportbedingten Traumata.<br />

Bei der Ankunft in der Steadman-Klinik unterzog sich Roczen einer ersten zweistündigen<br />

OP am späten Sonntagabend, bei der die offene Wunde gesäubert<br />

wurde, um das Risiko einer Infektion zu reduzieren. Zur Verringerung der<br />

Schwellung wurden sieben Wunden zunächst offen gelassen. In einer weiteren<br />

Operation schloss Dr. Viola vier von ihnen am darauffolgenden Mittwoch.<br />

„Wenn der Heilungsprozess nach Plan verläuft, rechnet das Team mit einer Entlassung<br />

Roczens Anfang Februar. Doch dann gilt es zunächst einmal, die Rehaphase<br />

in Angriff zu nehmen, wie Ken Roczen selbst einzuschätzen weiß: „Das ist<br />

selbstverständlich nicht die Art, wie ich mir die Supercrosssaison vorgestellt<br />

hatte, aber ich habe die Herausforderung angenommen und setze alle meine<br />

Anstrengungen darauf, wieder gesund zu werden. Ich möchte mich bei allen in<br />

der Steadman-Klinik, speziell bei Dr. Viola und seinem Team, bedanken. Die Unterstützung<br />

von meinen Fans über Social Media ist unglaublich. Besonders<br />

möchte ich meinem Team (Honda) danken, dass es wirklich wie eine Familie für<br />

mich geworden ist! Und natürlich bei meinen anderen Partnern, die 100 Prozent<br />

hinter mir stehen. Ich freue mich darauf, so schnell wie möglich auf die Rennstrecke<br />

zurückzukehren.“ Der Weg zurück in die Supercross-Arena dürfte jedoch<br />

ein langer werden. Fest steht, Roczen wird aufgrund des prallen Terminkalenders<br />

jede Menge Rennen verpassen und nach derzeitigem Stand lässt sich kaum<br />

abschätzen, wann der Honda-Pilot zurückkehren wird.<br />

• Text: Marco Burkert; Foto: Honda<br />

9<br />

MCE<br />

März '17


FACTS<br />

Tony Cairoli<br />

MX-WM: Erstes Angasen in Italien<br />

MXGP-Stars geben sich in Italien alljährlich die Klinke in die Hand und bestreiten<br />

in der nationalen MX-Meisterschaft die ersten Rennen der Saison. Auf Sardinien<br />

lieferten Tony Cairoli, Tim Gajser und Romain Febvre einen ersten Schlagabtausch<br />

der Superlative. Auf der Sandpiste von Riola Sardo konnte<br />

Multichampion Cairoli der wesentlich jüngeren MX-Generation auf und davon<br />

fahren. Der 31-Jährige ließ seinen Konkurrenten sowohl im Finale der MX1-Klasse<br />

als auch im späteren Superfinale keine Chance und gewann beide Heats mit<br />

deutlichem Vorsprung. Cairoli äußerte sich über diesen ersten Schlagabtausch<br />

sehr positiv und steht der kommenden Saison hochmotiviert gegenüber. „Das<br />

Bike war hervorragend abgestimmt und passt zu meinem Fahrstil. Im Sand hat<br />

es sehr viel Spaß gemacht, das kommt mir entgegen. Schade, dass Jeffrey Herlings<br />

nicht am Start war. Er als Sandspezialist, das wäre sicherlich interessant<br />

geworden“, bedauerte Cairoli nach dem souveränen Sieg das verletzungsbedingte<br />

Wegbleiben seines Teamkollegen. Herlings zog es vor, sich noch etwas zu<br />

schonen. Aktuell laboriert der Niederländer an Problemen am Handgelenk. Diese<br />

Pause soll aber in Kürze vorbei sein und Herlings will dann endlich in der großen<br />

Klasse Erfolge einfahren. Wie aussagekräftig dieses erste Aufeinandertreffen<br />

der MXGP-Elite wirklich war, dürfte sich erst zeigen, wenn die Stars der<br />

Szene in Qatar das erste WM-Rennen bestritten haben.<br />

• Text: Marco Burkert; Foto: Taglioni<br />

Tony Cairoli<br />

auf Titelkurs<br />

Der kleine Italiener scheint in diesem<br />

Jahr wieder ganz der Alte zu sein.<br />

Nachdem Tony Cairoli in der Vergangenheit<br />

mit zahlreichen Schwierigkeiten<br />

zu kämpfen hatte, gewann der<br />

Multichampion derzeit in der Italienischen<br />

Meisterschaft bereits sein<br />

zweites Rennen. Dabei tritt Cairoli<br />

nicht etwa gegen nationale MX-Piloten,<br />

sondern gegen die versammelte<br />

MXGP-Elite um Weltmeister Tim<br />

Gajser (Honda), Jeremy van Horebeek<br />

(Yamaha), Romain Febvre (Yamaha)<br />

oder Glenn Coldenhoff (KTM) an. Wie<br />

schon beim Auftaktrennen auf Sardinien<br />

gelang ihm auch beim zweiten<br />

Meisterschaftsrennen ein Doppelerfolg.<br />

Cairoli gewann sowohl in der<br />

MX1-Wertung als auch in der sogenannten<br />

Elite-Klasse, bei der die<br />

schnellsten MX1- und MX2-Fahrer gemeinsam<br />

an den Start gehen. Damit<br />

zeichnet sich ab, das der KTM-Pilot<br />

wohl die Meisterschaft gewinnen<br />

wird.<br />

• Text: Marco Burkert; Foto: Taglioni<br />

Max Nagl besteht ersten Test<br />

mit Bravour<br />

Es ist zwar umstritten, wie aussagekräftig die unzähligen Saisonvorbereitungsrennen<br />

in der <strong>Motocross</strong>-WM sind, dennoch konnte sich Max Nagl im Hawkstone<br />

Park gegen die versammelte Konkurrenz von Kawasaki und Suzuki durchsetzen<br />

und einen Sieg einfahren. Der Husky-Werksfahrer war bestens aufgelegt und<br />

bestimmte das Geschehen in beiden Wertungsläufen. Hinter ihm reihten sich<br />

der Brite Max Anstie und der Lette Arminas Jasikonis ein. Letzterer sorgte damit<br />

für verblüffte Gesichter, denn den Suzuki-Piloten hatte keiner so richtig auf der<br />

Rechnung. Umso erfreulicher dürfte der 3. Rang für Jasikonis gewesen sein.<br />

• Text: Marco Burkert; Foto: Husqvarna<br />

Wiesel-X wird Teil<br />

der World Hard<strong>Enduro</strong>Series<br />

Einen Tag vor dem offiziellen Nennungsstart (1. Februar) des Wiesel-X <strong>2017</strong><br />

stand fest, dass der Lauf zur neuen World Hard<strong>Enduro</strong>Series zählt. Die Inhaber<br />

des spanischen <strong>Enduro</strong>magazins <strong>Enduro</strong>pro wollen mit dieser Serie eine Plattform<br />

für alle Hard<strong>Enduro</strong>rennen schaffen. Vorrangig geht es darum, dass alle Informationen<br />

dieser Rennen in Zukunft unter www.hardenduroseries.com zu finden<br />

sind. Für die besten zehn Fahrer der 18 Rennen werden außerdem Punkte<br />

verteilt, die wichtigen Rennen, wie zum Beispiel das Erzbergrodeo oder die Red-<br />

Bull Romaniacs, werden mit doppelter Punktzahl versehen. Das Wiesel-X am<br />

1.4.<strong>2017</strong> ist in diesem Jahr das einzige deutsche Rennen im Kalender der neuen<br />

Serie. Für die nordeuropäischen Fahrer ist dabei von Vorteil, dass direkt eine<br />

Woche nach dem Rennen in Frankenberg das King of the Hill in Arad/Rumänien<br />

stattfindet. Somit lassen sich diese beiden Rennen sehr gut verbinden, da Arad<br />

dank eines mittlerweile guten Autobahnnetzes in sieben Stunden von Frankenberg<br />

aus zu erreichen ist. Für das Wiesel-X erhoffen sich die Organisatoren nun<br />

einige internationale Teilnehmer. • Text u. Foto: DGDesign/Dennis Günther<br />

10<br />

MCE<br />

März '17


Multitalent Colton Haaker wird<br />

Zweiter bei den Winter-X-Games <strong>2017</strong><br />

Dass Colton Haaker ein wahres Multitalent ist, dürfte mittlerweile auch in Europa<br />

die Runde gemacht haben. Beim ersten Snow-Bike-Cross-Wettkampf der<br />

Winter-X-Games im schneebedeckten Aspen (Colorado, USA) fuhr der Rockstar-<br />

Energy-Factory-Pilot mit seiner von Timberseld ausgestatteten FC 450 auf einen<br />

starken 2. Platz. Bereits das Qualifying erwies sich aufgrund der Kälte und der<br />

Höhe als Herausforderung für die Piloten. Der Snowmobilkurs wurde für die Veranstaltung<br />

etwas verändert und enger gemacht, damit das <strong>Motocross</strong>gefühl im<br />

Vordergrund stand. Im Main Event setzte sich Yamaha-Pilot Brock Hoyer schnell<br />

an die Spitze des Fahrerfeldes. Trotz eines Sturzes konnte Hoyer seine Führung<br />

bis ins Ziel bringen. Haaker verpatzte den Start zunächst und musste sich mühsam<br />

nach vorn kämpfen, beging im Gegensatz zu seinen Konkurrenten allerdings<br />

keinerlei Fahrfehler und konnte so am Ende den 2. Platz einfahren. Dritter<br />

wurde Cody Matechuk (Yamaha). • Text: Marco Burkert; Foto: Husqvarna<br />

Bräuer Motorradsport spendet<br />

1000,- Euro an den Kindergarten<br />

Für eine Tombola hatte die Firma Bräuer Motorradsport KG Sachpreise gespendet.<br />

Die Einnahmen aus der Tombola wurden noch einmal aufgestockt und so<br />

konnte Peter Bräuer der Leiterin des Kindergartens in Emmerke 1000,- Euro<br />

überreichen. Die Kinder hatten sich schon lange ein Klettergerüst gewünscht.<br />

Dies kann dank der Spende endlich angeschafft werden.<br />

SOC vergibt Preisgeld<br />

Der Sächsische Offroad Cup hält in der bevorstehenden Saison einen ganz besonderen<br />

Anreiz für seine Teilnehmer bereit. Für den besten Pro-Einzelfahrer<br />

und das beste Pro-Team werden am Jahresende Preisgelder vergeben. Der Meisterschaftssieger<br />

der Einzelwertung erhält 300 Euro Siegesprämie, doch auch<br />

der Zweit- und Drittplatzierte gehen nicht leer aus. Hier werden 200 beziehungsweise<br />

100 Euro ausgeschüttet. Für die Sieger im Teamwettbewerb seien<br />

sogar 600 Euro vorgesehen, verriet Daniel Gressler vom Organisationsteam.<br />

Das zweitschnellste Team erhält hier 400 Euro, das Drittbeste immerhin 200 Euro!<br />

Damit dürfte die sächsische <strong>Enduro</strong>rennserie für viele Wettbewerber noch interessanter<br />

werden. Schließlich sind Preisgelder in der heutigen Zeit eher selten<br />

zu ergattern. • Marco Burkert<br />

Jetzt doch weiter mit C-Lizenz<br />

Im Zuge des sportlichen Wandels galt die Abschaffung der C-Lizenz eigentlich<br />

als beschlossene Sache und sorgte natürlich für Verbitterung bei den betroffenen<br />

Sportlern. Der DMSB sorgte mit einer Entscheidung Ende Januar nun doch<br />

dafür, dass diese Lizenz fortbesteht. Dies geht aus den neu veröffentlichten Prädikatsbestimmungen<br />

für <strong>Enduro</strong>sport <strong>2017</strong> und dem DMSB-<strong>Enduro</strong>-Reglement<br />

<strong>2017</strong> hervor. So wird auf der offiziellen Webseite der Deutschen <strong>Enduro</strong>meisterschaft<br />

berichtet, dass für die kommende Saison eine C-Lizenz gelöst werden<br />

kann. Wie gehabt gibt es keine Meisterschaftspunkte, einem Start an den hierfür<br />

vorgesehenen Prädikatsläufen steht allerdings nichts mehr im Wege.<br />

• Text u. Foto: Marco Burkert<br />

WE<br />

KÜHLFLÜSSIGKEITEN<br />

BREMSFLÜSSIGKEIT<br />

MECHANIK,<br />

REINIGUNG<br />

& WARTUNG<br />

LIKE<br />

HELM- UND<br />

LEDERPFLEGE,<br />

HANDREINIGUNG<br />

BIKES<br />

PFLEGE DER<br />

VERKLEIDUNG<br />

WARTUNG &<br />

PFLEGE<br />

KETTENPFLEGE<br />

MOTORENÖLE<br />

GABELÖLE<br />

11<br />

MCE<br />

März '17


FACTS<br />

ADAC MX Academy powered by KTM<br />

startet in die fünfte Saison<br />

• Anmeldung für <strong>Motocross</strong>-Nachwuchs ab 6. Februar <strong>2017</strong> online möglich<br />

• Insgesamt 49 Events für 420 junge MX-Talente von April bis Oktober<br />

• ADAC MX Academy powered by KTM findet an sieben bundesweiten<br />

Standorten statt<br />

Dass <strong>Motocross</strong> eine Sportart mit Zukunft ist, beweist die Entwicklung der ADAC<br />

MX Academy powered by KTM. Das erfolgreiche <strong>Motocross</strong>-Nachwuchskonzept<br />

des ADAC, das 2013 für junge, motivierte Neueinsteiger ins Leben gerufen wurde,<br />

startet in diesem Jahr in seine fünfte Saison. Waren es anfangs noch fünf<br />

Standorte, die sich an der Förderung junger MX-Talente beteiligten, zählen mittlerweile<br />

schon sieben Ausrichter zu den Partnern der ADAC MX Academy<br />

powered by KTM. Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren bekommen bei den<br />

exklusiven Veranstaltungen die Möglichkeit, an einem eintägigen Schnuppertraining<br />

teilzunehmen, bei dem sie unter der Aufsicht von lizenzierten <strong>Motocross</strong>trainern<br />

erste Erfahrungen auf einem Crossbike sammeln.<br />

Die Bewerbung um die heiß begehrten Plätze startete am 6. Februar auf der<br />

Website der ADAC MX Academy powered by KTM (www.adac.de/mx-academy).<br />

Insgesamt stehen an den sieben Standorten 420 Plätze zur Verfügung, Bewerber<br />

dürfen über keine <strong>Motocross</strong>-Vorkenntnisse verfügen.<br />

Für den Einstieg in die Sportart üben die Teilnehmer der ADAC MX Academy<br />

powered by KTM zunächst auf BMX-Fahrrädern, um sich an die Bodenbeschaffenheit<br />

zu gewöhnen und ein erstes Gespür für eine <strong>Motocross</strong>strecke zu bekommen.<br />

Anschließend darf sich jedes Kind auf einem kleinen MX-Bike versuchen.<br />

Die Motorräder sind von KTM mit einem Abreißschalter ausgestattet und<br />

in der Leistung gedrosselt, sodass die Trainer jederzeit eingreifen und die Maschine<br />

stoppen können. Die Sicherheit beim <strong>Motocross</strong>sport geht immer vor,<br />

das lernen die jungen MX-Stars von morgen direkt bei ihrer ersten Erfahrung auf<br />

dem Motorrad.<br />

Falkenauer Skiclub<br />

veranstaltet erstes Snow-Hill-Race<br />

Dass die Sachsen ein Offroadsport-verrücktes Volk sind, ist durch zahlreiche <strong>Enduro</strong>-<br />

und <strong>Motocross</strong>rennen hinreichend bekannt. Selbst vom Winter und dessen<br />

Mitbringsel in Form von eisigen Temperaturen weit unterhalb dem Gefrierpunkt<br />

und Unmengen von Schnee lässt man sich keinesfalls aus der Ruhe<br />

bringen. Damit das Arbeitsgerät nicht unnötig in der Garage verstaubt, hatte der<br />

Skiclub Falkenau (nahe Chemnitz) eine zündende Idee, um sowohl Ski- als auch<br />

Motorradsport zu kombinieren. Ein Teamwettbewerb der Extraklasse wurde ins<br />

Leben gerufen, sozusagen eine Mischung aus geballter Aktion und filigraner<br />

Schwungtechnik. Um dies zu realisieren, waren neben der ortsansässigen Freiwilligen<br />

Feuerwehr auch 60 Mitglieder des Skiclubs im Einsatz. Das Reglement<br />

war einfach: Jeweils ein Ski- und ein Motorradfahrer bildeten ein Team. Für die<br />

Motorradfahrer ging es – ganz in alter Hillclimbing-Manier – einen eigens präparierten<br />

Hang hinauf, während die Teampartner einen Parallelslalom-Parcours<br />

bergab bewältigen mussten. Gestartet wurde in Reihen zu je drei Fahrern (der<br />

schnellste erhielt 3 Punkte, der letzte 1 Zähler). Wer nach drei Durchgängen die<br />

meisten Zähler auf seinem Konto hatte, qualifizierte sich für die Finalläufe. Am<br />

Start waren 46 Teams, unter denen sich auch <strong>Enduro</strong>-Haudegen wie der ehemalige<br />

MZ-Werksfahrer Uwe Weber, Marko Barthel oder Mirko Knorr befanden. Zusammen<br />

mit ihren jeweiligen Teampartnern bestritten sie diesen Fun-Event und<br />

sorgten für begeisterte Gesichter unter den zahlreichen Zuschauern. Gewonnen<br />

hat jedoch keiner der eben Genannten, sondern zwei Spezialisten ihres Fachs<br />

aus dem Erzgebirge konnten die Klasse Open für sich entscheiden – Bruno<br />

Wächtler und Patrik Hildebrand. Rang 2 ging an Rudi Reinhold und Anton Godau,<br />

knapp dahinter belegte das Vater/Sohn-Team Lucas und Uwe Müller Platz 3. In<br />

der kleineren Klasse (125 ccm 2-Takt bis 250 ccm Viertakt) siegten Lukas Klotz<br />

und Mike Lindner. Die Falkenauer zeigten sich mit der Premiere ihres Snow-Hill-<br />

Race äußerst zufrieden und denken bereits an eine Fortsetzung im nächsten<br />

Jahr, vorausgesetzt es gibt genügend Schnee. • Text u. Foto: Marco Burkert<br />

Insgesamt werden über das Jahr verteilt<br />

420 Plätze für die ADAC MX Academy powered by KTM verteilt<br />

Insgesamt sind es sieben Standorte in ganz Deutschland, die sich mit jeweils<br />

sechs Schnupperkursen und einem Top-Lehrgang für die zehn besten Talente an<br />

der ADAC-Nachwuchsförderung von jungen MX-Talenten beteiligen. Im Osten<br />

engagiert sich der ADAC Berlin-Brandenburg beim MC Fürstenwalde, im Norden<br />

gehört der MSC Mölln (ADAC Hansa) zu den Veranstaltern der ADAC MX Academy<br />

powered by KTM. Die Mitte Deutschlands ist mit Events beim MSC Waldkappel-<br />

Breitau (ADAC Hessen-Thüringen) sowie beim WM-Ausrichter MSC Teutschenthal<br />

(ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt) abgedeckt. Im Westen richtet der<br />

ADAC Westfalen Schnuppertrainings beim MSC Oberes Weißtal in Wilnsdorf<br />

aus, die beiden Vereine AMC Frankenthal (ADAC Pfalz) und 1. RMC Reutlingen<br />

(ADAC Württemberg) bilden die beiden Standorte der ADAC MX Academy<br />

powered by KTM im Süden. Zudem bietet der MSC Mölln in diesem Zusammenhang<br />

zum dritten Mal in Folge auch in <strong>2017</strong> ein spezielles Training für gehörlose<br />

MX-Interessierte an. Genau wie bei den anderen Schnupperkursen können an<br />

diesem Termin zehn Kinder teilnehmen, die von lizenzierten MX-Trainern und<br />

entsprechenden Dolmetschern für Gebärdensprache unterrichtet werden.<br />

Das Schnuppertraining kostet für jeden Teilnehmer 38 Euro. Die Motorräder, die<br />

Sicherheitsausrüstung, das Benzin sowie sämtliches Equipment werden jedem<br />

Kind komplett für den Tag gestellt. KTM unterstützt die sieben Standorte mit umfangreicher<br />

Ausstattung, zu den weiteren Partnern der ADAC MX Academy<br />

powered by KTM zählen Motul, Ortema und Maxxis.<br />

• Fotos: ADAC Motorsport/Steve Bauerschmidt (3) + ADAC Motorsport (1)<br />

Die Teilnehmer der ADAC MX Academy<br />

powered by KTM<br />

werden ausschließlich<br />

von lizenzierten<br />

Trainern betreut<br />

Die ADAC MX Academy powered by KTM<br />

stößt nicht nur bei Jungs,<br />

sondern auch bei vielen<br />

Mädchen auf großes<br />

Interesse<br />

12<br />

MCE<br />

März '17<br />

Die ADAC<br />

MX Academy<br />

powered by KTM<br />

findet an sieben<br />

bundesweiten<br />

Standorten statt


Dr. Julia Walter wird neue<br />

Generalsekretärin des DMSB<br />

Die künftige stärkere Aufteilung des<br />

DMSB in einen Amateur- und einen<br />

Profibereich ging mit Jahresbeginn<br />

<strong>2017</strong> auch mit einer personellen Änderung<br />

einher. Dr. Julia Walter (34)<br />

übernahm ab 1. Januar im Dachverband<br />

der deutschen Motorsportler<br />

das Amt der Generalsekretärin und ist<br />

damit zuständig für den kompletten<br />

Amateur-Motorsport in Deutschland.<br />

Sie folgt damit auf den bisherigen Generalsekretär<br />

Christian Schacht (54),<br />

der sich künftig auf seine Aufgaben<br />

als Geschäftsführer der Deutschen<br />

Motorsport Wirtschaftsdienst GmbH<br />

konzentrieren wird und auch weiterhin<br />

für den Profi-Motorsport zuständig<br />

bleibt. Mit der neuen Struktur an<br />

der Spitze des Verbandes möchte<br />

sich der DMSB im Jahr seines 20. Bestehens<br />

noch besser auf die unterschiedlichen<br />

Bedürfnisse seiner Aktiven<br />

einstellen.<br />

Die personelle Veränderung ist Teil einer umfassenden Strukturreform, die unter<br />

anderem eine stärkere organisatorische Trennung von Amateur- und Profisport<br />

vorsieht. „Zum einen hat das praktische organisatorische und steuerliche<br />

Gründe, zum anderen wollen wir dadurch noch besser auf die unterschiedlichen<br />

Bedürfnisse der Breitensportler und der Rennfahrer, die Motorsport als Beruf<br />

betreiben, eingehen“, erläutert DMSB-Präsident Hans-Joachim Stuck. Dazu<br />

übernimmt Dr. Julia Walter den Posten der Generalsekretärin im DMSB e. V. Mit<br />

ihr kann der Verband auf eine Expertin aus den eigenen Reihen vertrauen, die<br />

über langjährige Motorsporterfahrung verfügt. Hans-Joachim Stuck: „Sie hat<br />

den Verband in verschiedenen Funktionen kennen gelernt und dabei zum Beispiel<br />

die auch im internationalen Vergleich vorbildliche DMSB Academy mit aufgebaut.<br />

Auch den Jugendsport hat sie – auch dank ihrer DOSB-Kontakte – auf<br />

neue Füße gestellt. Nun wird sie ihr Knowhow zum Wohle des gesamten Motorsports<br />

einbringen.”<br />

Die aus Nürnberg stammende Dr. Julia Walter sammelte schon als Schülerin erste<br />

Erfahrungen in der Organisation von Motorsportveranstaltungen und blieb<br />

dem Thema auch während ihres Studiums und Berufslebens treu. Nach Abschluss<br />

ihres Diplomstudiums im Bereich Betriebswirtschaftslehre machte sie<br />

ihren Doktor am Lehrstuhl für Marketing der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.<br />

Seit Ende 2010 ist sie im DMSB e. V. in verschiedenen Funktionen<br />

tätig – zunächst als Jugend- und Leistungssportreferentin und seit 2015 als<br />

Abteilungsleiterin Jugend & Bildung.<br />

Dank an Christian Schacht<br />

Die Benennung der neuen Generalsekretärin entlastet den bisher mit dieser Position<br />

betrauten Christian Schacht, der auch weiterhin in vielerlei anderen Funktionen<br />

für den deutschen Motorsport tätig sein wird. „Ich möchte Christian<br />

Schacht bei dieser Gelegenheit ein großes Dankeschön aussprechen“, betont<br />

Hans-Joachim Stuck. „Christian Schacht hat den DMSB fast seit seiner Gründung<br />

mitgestaltet – zunächst als Leiter Automobilsport, dann als Generalsekretär.<br />

Das war über viele Jahre ein toller Sieben-Tage-die-Woche-Job.“ Künftig wird<br />

Christian Schacht als Geschäftsführer der Deutschen Motor Sport Wirtschaftsdienst<br />

GmbH (DMSW) für den deutschen Profi-Motorsport zuständig sein. Dazu<br />

gehört etwa das Lizenzwesen der professionellen Rennfahrer, aber ebenso das<br />

Rechtemanagement für Top-Serien wie DTM, DRM und IDM. Zudem ist die DMSW<br />

GmbH für vielfältige Serviceleistungen für den DMSB zuständig und insofern<br />

eng mit dem Geschehen im deutschen Motorsport verwoben.<br />

Die neuen Fahrmaschinen <strong>2017</strong><br />

enDuro unD supermoto<br />

Die sportmotorräDer<br />

zum attraktiven preis<br />

• 450 ENDURO & SUPERMOTO und 250 ENDURO<br />

• Homologierte Leistung bis 22 kW<br />

• Alle Modelle mit Straßenzulassung<br />

• Performance-Kits bis 34 kW erhältlich<br />

• Hochfeste Aluminium-Rahmen<br />

• Eloxierte Aluminiumkomponenten<br />

• Digitaltacho, E- und Kickstarter<br />

• CNC-gefräste Naben,<br />

Gabelbrücke und<br />

Kettenritzel<br />

• 3 Dekors<br />

Fachhändler<br />

gesucht!<br />

© TRC Racing<br />

www.asiawing.at<br />

www.asia-wing.de<br />

Importeur für Deutschland und Österreich:<br />

Karcher AG · Gewerbestr. 19 · 75217 Birkenfeld<br />

info@karcher-products.de · www.asia-wing.de


PRODUKTE<br />

LOUIS<br />

Offroad-Ausrüstung von Madhead<br />

Fahrerausstattung und Anbauteile für Leute, die sich beim Spielen gern mal<br />

schmutzig machen.<br />

Die exklusiv bei Louis erhältlichen Produkte der Marke wenden sich an <strong>Motocross</strong>-,<br />

<strong>Enduro</strong>- und Quadfahrer aus dem Hobby- und Amateurbereich. Helme<br />

und Brillen prägen das Sortiment. Hemden, Hosen, Stiefel, Handschuhe und<br />

KLIM<br />

Neu! Merino Wool!<br />

Ein umfangreiches Angebot an Funktionsunterwäsche aus Merinowolle ergänzt<br />

ab sofort das KLIM Layering System – ein effektives, intelligentes Schichtensystem<br />

mit einzigartigem Komfort! Merino Wool Base Layer sind die beste Wahl für<br />

lange Touren, auf denen man die Unterwäsche nicht regelmäßig waschen kann.<br />

Um die Haltbarkeit zusätzlich zu verbessern wurde 20 % Nylon beigemischt! Ho-<br />

weitere Produkte komplettieren das Angebot. Speziell für Kids hat Madhead<br />

Helme, Nackenstütze und Knieprotektoren im Programm.<br />

Typisch für Madhead ist das gute Preis-Leistungs-Verhältnis: Hier wird viel Offroad-Spaß<br />

für wenig Geld geboten. So kostet der 900 Gramm leichte Top-Helm<br />

Fiber-Mex Ultra mit Carbonschale gerade einmal 199,99 Euro.<br />

Das ganze Madhead-Sortiment gibt’s im Onlineshop von Louis.<br />

Bezugsquelle:<br />

www.louis.de/madhead<br />

her Komfort und wenig Geruch – dafür steht KLIM<br />

„Teton“ Merino Wool! Merinowolle ist ein natürliches<br />

Materialwunder, das in der Lage ist, den<br />

Tragekomfort<br />

bei heißem und<br />

kaltem Wetter<br />

zu verbessern<br />

und die Wärmerückhaltung<br />

bei<br />

Nässe beizubehalten!<br />

Die materialspezifische Atmungsaktivität<br />

ermöglicht, dass Körpergeruch über mehrere<br />

Tage hinweg abgestoßen wird! Damit eignet<br />

sich Merinowolle perfekt als unterste Bekleidungsschicht<br />

für lange, ausgedehnte Reisen!<br />

Durch eine markenspezifische Mischung von<br />

hochwertiger Merinowolle mit 20 % hochfestem<br />

Nylon hat KLIM das Materialwunder in der<br />

Teton-Kollektion perfektioniert! Das bedeutet<br />

schnellere Trockenzeiten und erhöhte Haltbarkeit,<br />

gleichzeitig bleiben Komfort und Atmungsaktivität<br />

über unzählige Waschvorgänge<br />

erhalten.<br />

Je länger die Reise, je extremer die Bedingungen,<br />

umso mehr prädestiniert sich KLIM-Merinowolle<br />

als perfekte „erste“ Schicht! KLIM „Teton“<br />

Merino Wool Base Layer gibt es als T-Shirt<br />

(schwarz, blau, grau) um 79,- Euro, als Langarm-Shirt<br />

(schwarz, blau, grau) um 89,- Euro,<br />

als Short (schwarz) um 49,- Euro und als lange<br />

Unterhose (schwarz) um 84,- Euro. Jeweils in<br />

den Größen S, M, L, XL, XXL und XXXL.<br />

Bezugsquelle:<br />

www.klim.com<br />

www.klim.com/International-Dealers.html<br />

14<br />

MCE<br />

März '17


NIEMANN & FREY<br />

Gibson Moutech Speedy Mousse:<br />

„Da liegt was in der Luft ...“<br />

„Love is in the Air“ – der Disco-Song des Jahres 1977 bringt<br />

es auf den Punkt. Liebe zum Motorrad-Offroad-Rennsport<br />

als Auslöser und Antrieb zur Entwicklung neuer Technologien<br />

brachte die Gibson-Tyre-Tech-Techniker zur Nutzung<br />

des Elements Luft im Hardenduro-Geländesport. Die<br />

grundsätzliche Idee als Basis der Entwicklung, die Kombination<br />

von Moosgummi und Luft, entstand im Rahmen des<br />

beliebten deutschen Extreme-<strong>Enduro</strong>-Rennens „Getzen-<br />

Rodeo“ im erzgebirgischen Grießbach im Herbst 2016. Die<br />

patentierte Gibson-Tyre-Tech-Moutech-Speedy-Mousse-CUT-Technologie<br />

wird nochmals verschärft und um<br />

eine weitere technische Neuentwicklung<br />

erweitert. Im Extreme-<strong>Enduro</strong>-<br />

Geländesport können Hobby- und<br />

Profi-Piloten mit der neuen Luftkammer-Mousse-Entwicklung<br />

ACCT (Air<br />

Chambers Core Technology) an den<br />

Start gehen.<br />

Extreme Trails, gepaart mit steilen<br />

Auffahrten, Sprüngen, schier unüberwindbar<br />

scheinenden Hindernissen,<br />

stellen sich den Ex- treme-Enduristen<br />

in den Weg und wollen<br />

bezwungen werden. Für diesen extremen<br />

Einsatz im immer populärer<br />

werdenden Hard-<strong>Enduro</strong>sport suchen<br />

die Piloten maximalen Grip, um<br />

überhaupt Gelände und Hindernisse<br />

überwinden zu können. Die Entwicklung<br />

der Reifentechnik der letzten<br />

Jahre bietet hierfür immer weichere<br />

Gummimischungen für zusätzliche<br />

Traktion an. Um diesen Grip optimal<br />

auf Waldboden, Fels, Schotter, Steinen,<br />

Wurzeln etc. bringen zu können,<br />

braucht es eine maximale Reifenaufstandsfläche<br />

(Latsch), die durch die<br />

Nutzung von Moosgummiringen<br />

(Mousse) im Reifen erzeugt wird.<br />

Das neue Gibson Tyre Tech Moutech Speedy Mousse mit<br />

der revolutionären ACCT-Technologie sieht auf den ersten<br />

Blick wie ein Standard-Produkt der Gibson-Mousse-Familie<br />

aus. Die 16 ringförmigen Einbuchtungen (CUT) zeigen<br />

bereits den weicheren Härtegrad an – und damit den zugedachten<br />

Einsatzzweck im Extreme-<strong>Enduro</strong>sport. Ein erstes,<br />

prüfendes Ertasten des Härtegrades verrät dann allerdings<br />

sofort die wahre Bestimmung des Luftkammer-Kern-<br />

Moosgummis. Es darf gerne noch härter und extremer zur<br />

Sache gehen! Das Luftkammer-Kern-Prinzip ist denkbar<br />

einfach und dennoch im Produktionsverfahren technisch<br />

aufwändig. Der Moosgummi-Schlauch ist innen ausgehöhlt<br />

und mit Umgebungsluft gefüllt. Zur Stabilität und als<br />

Durchschlagschutz wird ein Gummikern eingelassen. Damit<br />

symbolisiert das Mousse einen Luftdruck von gerade<br />

mal zirka 0,3 bar und kommt damit dem aus dem Trialsport<br />

bekannten, immens niedrigen Luftdrücken<br />

identisch nah.<br />

Ein weiterer und nicht zu unterschätzender<br />

Vorteil des Gibson Speedy<br />

Mousse im Allgemeinen basiert auf<br />

dem optimalen Gewicht, auf das,<br />

ebenso wie bei allen Gibson-Reifen,<br />

ein Augenmerk gelegt wurde. Die<br />

ACCT-Luftkammer-Kern-Technologie<br />

optimiert den Gewichtsvorteil noch<br />

einmal. Als Teil der ungefederten<br />

Rad/Reifen-Kombination bietet das<br />

Speedy Mousse dadurch einen fahrdynamischen<br />

Vorteil gegenüber allen<br />

Wettbewerbsprodukten.<br />

Das Gibson Speedy Mousse wird innerhalb<br />

der EU, in Italien, immer<br />

frisch produziert und ist derzeit in<br />

verschiedenen Dimensionen für <strong>Motocross</strong><br />

21“, 19“ sowie 85 ccm 19“,<br />

16“ sowie in allen wichtigen Größen<br />

<strong>Enduro</strong> 21“, 18“ erhältlich. Ebenfalls<br />

demnächst erhältlich sind die Dimensionen<br />

für 65-ccm-<strong>Motocross</strong>. Diese<br />

Mousse-Dimensionen weisen ebenfalls<br />

eine Neuheit auf, sind sie doch<br />

individuell, auf den eingesetzten Reifentyp,<br />

manuell im Umfang einstellbar.<br />

Einfach auf das gewünschte Maß<br />

zuschneiden, fertig. Das ACCT-Luftkammer-Kern-Mousse<br />

wird in zwei<br />

Dimensionen hergestellt. Zum einen<br />

in 140/80-18 sowie in 120/80-18,<br />

zum Einsatz unter anderem in den Reifen-Dimensionen<br />

120/90-18 und 110/100-18.<br />

Bei der fachgerechten Montage, unter Beachtung der Montageinformationen,<br />

garantiert der Moosgummiring eine<br />

überproportional hohe Einsatzdau- er und eine perfekte<br />

Funktionalität in der komplexen Rad/Reifen-Verbindung.<br />

Alle Gibson-Tyre-Tech-Moutech-Speedy-Mousse-Produkte<br />

können neben der bekannten Montage mit Silikongel auch<br />

mit Talkum als Montagemittel montiert werden.<br />

Bezugsquelle:<br />

www.niemann-frey.de<br />

www.gibsontyretech.com<br />

Lieferbare Dimensionen und UVP-Preise<br />

Gibson Speedy Mousse (4) 80/100-21 / 90/90-21 115,00 €<br />

Gibson Speedy Mousse (4) 90/100-21 119,00 €<br />

Gibson Speedy Mousse (8) 100/90-19 125,00 €<br />

Gibson Speedy Mousse (8) 110/90-19 / 120/90-19<br />

120/80-18 125,00 €<br />

Gibson Speedy Mousse (16) Soft 110/90-19 / 120/90-19<br />

120/80-18 125,00 €<br />

Gibson Speedy Mousse (16) ACCT NEU! 110/90-19 / 120/90-19<br />

120/80-18 149,00 €<br />

Gibson Speedy Mousse (8) 140/80-18 135,00 €<br />

Gibson Speedy Mousse (16) Soft 140/80-18 140,00 €<br />

Gibson Speedy Mousse (16) ACCT NEU! 140/80-18 149,00 €<br />

Gibson Speedy Mousse (6) 70/100-19 115,00 €<br />

Gibson Speedy Mousse (6) 90/100-16 115,00 €<br />

Gibson Speedy Mousse (4) NEU! 60/100-14 115,00 €<br />

Gibson Speedy Mousse (4) NEU! 80/100-12 115,00 €<br />

Die Gibson-Produkte können ausschließlich über den Fachhandel bezogen werden.<br />

15<br />

MCE<br />

März '17


PRODUKTE<br />

JOPA<br />

Just1-Produkte<br />

• Von außen entfernbare Wangenpolster mit J.1.E.R.-System<br />

(Just1 Emergency Remove)<br />

• Nackenschutz kompatibel<br />

• Gewicht: 1380 g<br />

• Erhältlich in 10 Farben<br />

• Größe: XS - XL<br />

• UVP: 149,95 Euro<br />

J12 Offroad-Helm<br />

Perfekter Sitz und fortschrittliche Technologie<br />

Der Just1-J12-Helm wurde mit dem Ziel entwickelt und designt, Style, Technologie<br />

und Sicherheit zu kombinieren. Perfekter Sitz ist eine der Grundvoraussetzungen<br />

für einen Helm. Die besten und fortschrittlichsten Materialien wurden<br />

für die Produktion des J12-Helms verwandt. Die Helmschale besteht aus Carbon,<br />

das den Helm besonders stabil und leicht macht.<br />

Der Just1 J12 ist in zwei Schalengrößen (außen) erhältlich. Die Schalengrößen innen<br />

(EPS-Schaum sorgt für hohe Schlagabsorption) werden extra angepasst.<br />

J12-Ventilationssystem<br />

Ventilation ist unverzichtbar. Mit zahlreichen Lüftungsöffnungen, unter anderem<br />

an Mund und Augenbrauen, sorgt der Just1 J12 für maximale Luftzufuhr und<br />

damit angenehme Temperaturen unter dem Helm.<br />

J32 Kids<br />

• Erhältlich in 5 Farben<br />

• Größe: YS bis YL<br />

• UVP: 129,95 Euro<br />

J12-Innenverkleidung<br />

Die exklusiven Innenpolster bei den Just1-Helmen bestehen aus atmungsaktiven<br />

Materialien, die antimikrobiell-hygienisch behandelt werden. Die Innenpolster<br />

sind herausnehm- und waschbar.<br />

Daten<br />

• 2 Schalengrößen<br />

• Material: Carbonfiber (hohe Schlagabsorption)<br />

• Anatomische Helmschalenstruktur mit exklusivem „NBBF-System“<br />

(Neck Brace Front Fit)<br />

• Herausnehm- und waschbares Innenpolster<br />

• Austauschbare Wangenpolster<br />

• Just1-Notfall-System<br />

• Mehrere benetzte Lüftungsöffnungen vorn und hinten<br />

• Einstellbares Helmschild mit Lüftungsschlitzen<br />

• Kinnriemenpolsterung<br />

• Doppel-D-Verschluss<br />

• Gewicht: 1100 +/- 50 g<br />

• Erhältlich in 9 Farben<br />

• Größe: XS bis XL<br />

• UVP: 349,95 Euro<br />

J32 Pro<br />

Daten<br />

• Hochqualitative thermoplastische Kunstharzschale<br />

• 3 Schalengrößen<br />

• Zahlreiche Belüftungsschlitze mit Schmutzfilter für optimale Luftzirkulation<br />

• Herausnehm- und waschbares Innenfutter<br />

• Doppel-D-Verschluss<br />

J34 <strong>Enduro</strong><br />

Perfekter Sitz und fortschrittliche Technologie<br />

Just1 expandiert mit dem neuen J14-Modell in den Adventure-Markt. In das Projekt<br />

flossen Erfahrungen aus den härtesten Offroadwettbewerben ein. Der J34<br />

<strong>Enduro</strong> ist der perfekte Helm für alle Herausforderungen. Er eignet sich sowohl<br />

für lange Distanzen als auch für Offroad-Abenteuer. Er kombiniert Komfort und<br />

Sicherheit mit Funktionalität, Leichtigkeit und top Ventilation – alles typische<br />

Merkmale für Offroadhelme.<br />

Innenverkleidung<br />

Die exklusiven Innenpolster bei den Just1-Helmen bestehen aus atmungsaktiven<br />

Materialien, die antimikrobiell hygienisch behandelt werden. Die Innenpolster<br />

sind herausnehm- und waschbar. Der Helm verfügt über eine gute Passform.<br />

16<br />

MCE<br />

März '17


Ventilationssystem<br />

Ventilation ist unverzichtbar. Mit zahlreichen Lüftungsöffnungen, unter anderem<br />

an Mund und Augenbrauen, sorgt der Just1 J34 <strong>Enduro</strong> für maximale Luftzufuhr<br />

und damit angenehme Temperaturen unter dem Helm.<br />

Daten<br />

• Thermoplastische Schale<br />

• 1 Schalengröße<br />

• Integriertes Sonnenvisier<br />

• J.1.E.R. System (Just1 Emergency Remove)<br />

• Doppel-D-Retention-System<br />

• Erhältlich in 4 Farben<br />

• Größe XS bis XL<br />

• UVP: 159,95 Euro<br />

MX Iris Brillen<br />

Die Entwicklung der Just1 Iris profitiert aus den<br />

gesammelten Erfahrungen aus den härtesten<br />

Offroadwettbewerben. Die Intension war, eine<br />

Brille mit cleveren technischen Lösungen zu entwickeln, die außerdem bestmöglichen<br />

Schutz bietet.<br />

Daten<br />

• Rahmen passt zu allen Helmformen und -größen<br />

• Outtrigger-System und 45-mm-Band verteilen den Druck gleichmäßig<br />

und sorgen für eine angenehme Passform<br />

• Nasenschutz abnehmbar<br />

• Band silikonbehandelt<br />

• Schneller und einfacher Linsenwechsel<br />

• Kompatibel mit Roll-off-System<br />

• Auch über einer Brille tragbar<br />

• Erhältlich in 13 Farben<br />

• UVP: 59,95 Euro<br />

Bezugsquelle:<br />

www.jopa.nl<br />

MULTITEC<br />

Scalvini-Auspuffanlage<br />

Die hochwertige, handgefertigte Auspuffanlage<br />

aus dem<br />

Hause Scalvini für<br />

die neue KXF 450 Bj.<br />

17 ist ab sofort bei<br />

Multi-Tec-Vertrieb.de<br />

für UVP<br />

745,- erhältlich. Getestet<br />

auf dem Prüfstand und der Crossstrecke;<br />

spürbarer Leistungsgewinn ab<br />

mittlerem Drehzahlbereich.<br />

Bezugsquelle:<br />

Multi-Tec-Autogas Vertrieb e.K., Inh. Elmar Leininger<br />

Zur Wippenharth 10, 53809 Ruppichteroth<br />

Tel. 02247 756965, Fax 756966<br />

www.multi-tec-autogas.de


VERGLEICHSTEST: KTM 125 XC-W / 150 XC-W / HUSQVARNA TX 125<br />

18<br />

MCE<br />

März '17


HUSQVARNA TX 125 KTM 125 XC-W KTM 150 XC-W<br />

DREI FÜR EINS<br />

Drei kleine Zweitaktmodelle im direkten Vergleich. Zum einen die Husqvarna TX 125 mit einem schicken weißen Auftritt<br />

und zum anderen die beiden KTM-Modelle, einmal als Pendant die 125 XC-W und dazu die etwas kräftigere 150 XC-W. Gibt<br />

es eigentlich Unterschiede zwischen diesen Sportenduros? Wir haben uns alle drei näher angeschaut und waren überrascht<br />

vom Ergebnis. • Testfahrer: Marko Barthel; Fotos: Marco Burkert, KTM, Husqvarna<br />

19<br />

MCE<br />

März '17


VERGLEICHSTEST: KTM 125 XC-W / 150 XC-W / HUSQVARNA TX 125<br />

HUSQVARNA TX 125<br />

KTM 125 XC-W<br />

DIE UNTERSCHIEDE IN DER ÜBERSICHT<br />

HUSQVARNA TX 125 KTM 125 XC-W KTM 150 XC-W<br />

Telegabel-Typ WP Xplor 48 mit Vorspannungsverstellung WP Xplor 48 WP Xplor 48<br />

Stoßdämpfer Typ WP DCC mit Umlenkung WP Xplor mit PDS WP Xplor mit PDS<br />

Kupplung Magura Brembo Brembo<br />

E-Starter optional erhältlich optional erhältlich vorhanden<br />

Reifen Metzeler 6 Days Extreme Maxxis EnduPro Dunlop Geomax<br />

Tankvolumen 10 Liter 9,5 Liter 9,5 Liter<br />

Gabelbrücke CNC-gefräst geschmiedet geschmiedet<br />

Heckrahmen 3-teilige Kohlefaser-Konstruktion 1-teilige Aluminium-Konstruktion 1-teilige Aluminium-Konstruktion<br />

Motorschutz ja nein nein<br />

Mappingschalter ja nein nein<br />

Gewicht (Leergewicht) 92,2 kg 91 kg 91,5 kg<br />

Preis 7695 Euro 7495 Euro 7595 Euro<br />

KTM 150 XC-W<br />

20<br />

MCE<br />

März '17


HUSQVARNA TX 125<br />

Die TX 125 ersetzt das Zweitaktmodell TE 125. Sie besitzt einen völlig neuen Motor mit neuer interner Wellenanordnung,<br />

was ihre Wendigkeit und ihr Handling entscheidend verbessert und ein kompaktes, leichtes<br />

Gesamtpaket bietet. Ihr überarbeitetes Chassis bietet eine präzisere Biegecharakteristik. Zusammen<br />

mit der völlig neuen WP-Federung bietet das neue Paket besseren Fahrkomfort und noch mehr Feedback.<br />

TECHNISCHE DETAILS HUSQVARNA TX 125<br />

MOTOR<br />

Bauart<br />

Einzylinder-Zweitakt<br />

Hubraum<br />

124,8 ccm<br />

Bohrung<br />

54 mm<br />

Hub<br />

54,5 mm<br />

Starter<br />

Kickstarter<br />

Getriebe<br />

6 Gänge<br />

Kupplung<br />

Mehrscheibenkupplung<br />

im Ölbad,<br />

Magura-Hydraulik<br />

EMS<br />

Kokusan<br />

FAHRWERK<br />

Rahmen - Bauart<br />

Zentralrohrrahmen<br />

25CrMo4 Stahl<br />

Federung vorne WP-USD, Xplor 48,<br />

mit Federvorspannverstellung<br />

Federung hinten<br />

Federweg vorne<br />

Federweg hinten<br />

Bremse vorne<br />

Bremse hinten<br />

WP-Federbein mit<br />

Umlenkung<br />

300 mm<br />

330 mm<br />

Brembo Zweikolben-<br />

Schwimmsattel,<br />

Bremsscheibe<br />

Brembo Einkolben-<br />

Schwimmsattel,<br />

Bremsscheibe<br />

Ø Bremsscheibe vorne 260 mm<br />

Ø Bremsscheibe hinten 220 mm<br />

Kette X-Ring 5/8 x 1/4“<br />

Steuerkopfwinkel 63,5 °<br />

Bodenfreiheit<br />

Sitzhöhe<br />

Tankinhalt (ca.)<br />

Leergewicht<br />

PREIS*<br />

370 mm<br />

960 mm<br />

10 l<br />

92,2 kg<br />

7695,- Euro<br />

* UVP inklusive 19 % MwSt., zzgl. Nebenkosten<br />

21<br />

MCE<br />

März '17


VERGLEICHSTEST: KTM 125 XC-W / 150 XC-W / HUSQVARNA TX 125<br />

DETAILS<br />

Beim Design des völlig neuen Motors der TX 125 kam die neueste Zweitakt-Technologie zum<br />

Einsatz. Das Resultat: Der Motor ist nun noch stärker, leichter (um 1,8 kg) und kompakter<br />

als zuvor. Zudem wurde der neue Motor im Hinblick auf verbesserte Massenzentralisierung<br />

für bessere Fahrbarkeit und geringere Fahrerermüdung konzipiert. Die neue Kurbelwelle ist<br />

um 50 g leichter und wurde neu ausgewuchtet, um Vibrationen zu reduzieren, behält jedoch<br />

ihren Hub von 54,5 mm unverändert bei<br />

Hochdruck-Gussprozesse in der Produktion der Kurbelgehäuse ermöglichen geringe Wandstärken<br />

und eine Gewichtsersparnis von 0,6 kg. Um die Massenzentralisierung zu maximieren,<br />

verfügt das neue Layout über eine neue interne Wellenanordnung. Die Kupplungswelle<br />

ist nun um 27 mm höher und die Kurbelwelle um 37 mm höher angebracht. Das reduziert den<br />

Effekt der oszillierenden Massen und sorgt für ein noch präziseres Handling. Außerdem<br />

kommt ein leichteres 6-Gang-Getriebe mit spezieller <strong>Enduro</strong>abstufung zum Einsatz<br />

Der neue Zylinder mit 54-mm-Bohrung besitzt einen überarbeiteten Kühlwassermantel, der<br />

die Kühlung verbessert und höhere Standfestigkeit sicherstellt. Die neue und innovative<br />

Auslasssteuerung erhöht die Leistung über den gesamten Drehzahlbereich. Der neue Kolben<br />

wurde so entworfen, dass er das neue Zylinder-Layout perfekt unterstützt und höchste<br />

Zuverlässigkeit bietet<br />

Die hochwertige, in Deutschland hergestellte Kupplung garantiert gleichmäßige Abnutzung,<br />

beinahe wartungsfreie Verwendung und in jeder Situation perfekte Kupplungsfunktion.<br />

Das Spiel wird kontinuierlich ausgeglichen, sodass der Druckpunkt und die Funktion<br />

der Kupplung zu jeder Zeit und bei kalten oder heißen Bedingungen gleich bleiben<br />

Die TX 125 ist mit<br />

einem 38-mm-<br />

Flachschieber-<br />

Vergaser vom Typ<br />

Mikuni TMX ausgerüstet,<br />

der das<br />

bisher verwendete<br />

Keihin-Modell<br />

ersetzt<br />

Als Reifen kommt<br />

das Modell „Metzeler<br />

6 Days Extreme“<br />

(MCE-Reifentestsieger<br />

in unserem <strong>Enduro</strong>-FIM-Test<br />

2016)<br />

zum Einsatz<br />

22<br />

MCE<br />

März '17


Die Gabel vom Typ WP Xplor 48 verfügt über eine Open-Cartridge-Konstruktion<br />

mit einer Feder in jedem Holm und separaten Dämpfungsfunktionen.<br />

Mit Hilfe einfach erreichbarer Clicker-Räder an der Oberseite<br />

der Gabelholme wird links die Druckstufe und rechts die Zugstufe<br />

eingestellt. Ein serienmäßiger Preload-Adjuster erlaubt das einfache<br />

Einstellen der Vorspannung ohne Werkzeug<br />

Das Federbein vom Typ WP DCC ist voll einstellbar und<br />

mit einer Umlenkung verbunden, die über eine spezielle<br />

Geometrie verfügt, die bestmögliche Traktion und<br />

Progression gewährleistet<br />

Die neue Auspuffanlage wurde so<br />

konstruiert, dass sie die bestmögliche<br />

Performance bietet. Ihre neue<br />

Position im Chassis trägt zu einem<br />

optimalen Massenschwerpunkt<br />

und einer perfekten Gewichtsverteilung<br />

bei<br />

Der bei Husqvarna Motorcycles einzigartige Verbund-Heckrahmen<br />

steht für bahnbrechende Technologien und Innovationen. Diese<br />

dreiteilige Konstruktion besteht zu 30 Prozent aus Kohlefaser. Mit<br />

1,4 kg ist der Rahmen 1 kg leichter als jener des Vorjahresmodells


VERGLEICHSTEST: KTM 125 XC-W / 150 XC-W / HUSQVARNA TX 125<br />

KTM 125 XC-W<br />

Die 125 XC-W ist mit 91 kg Leergewicht das Leichtgewicht unter den drei getesteten Modellen. Gegenüber<br />

der Husqvarna besitzt sie einen WP-Stoßdämpfer mit PDS-System und fährt auf Maxxis-Reifen. Außerdem<br />

setzt KTM auf ein Brembo-Kupplungssystem. Motor sowie Hauptrahmen sind baugleich zum Husqvarna-<br />

Modell.<br />

TECHNISCHE DETAILS KTM 125 XC-W<br />

MOTOR<br />

Bauart<br />

Einzylinder-Zweitakt<br />

Hubraum<br />

124,8 ccm<br />

Bohrung<br />

54 mm<br />

Hub<br />

54,5 mm<br />

Starter<br />

Kickstarter<br />

Getriebe<br />

6 Gänge<br />

Primärtrieb 23:73<br />

Sekundärübersetzung 13:50<br />

Kupplung<br />

Mehrscheibenkupplung<br />

im Ölbad,<br />

Brembo-Hydraulik<br />

EMS<br />

Kokusan<br />

FAHRWERK<br />

Rahmen - Bauart<br />

Zentralrohrrahmen<br />

25CrMo4 Stahl<br />

Federung vorne WP-USD, Xplor 48,<br />

mit Federvorspannverstellung<br />

Federung hinten<br />

Federweg vorne<br />

Federweg hinten<br />

Bremse vorne<br />

Bremse hinten<br />

Ø Bremsscheibe vorne<br />

Ø Bremsscheibe hinten 220 mm<br />

Kette X-Ring 5/8 x 1/4“<br />

Steuerkopfwinkel 63,5 °<br />

Radstand<br />

Bodenfreiheit<br />

Sitzhöhe<br />

Tankinhalt (ca.)<br />

Leergewicht<br />

PREIS*<br />

WP Xplor, PDS-Federbein<br />

300 mm<br />

310 mm<br />

Scheibenbremse<br />

Scheibenbremse<br />

260 mm<br />

1471 ± 10 mm<br />

370 mm<br />

960 mm<br />

9,5 l<br />

91 kg<br />

7495,- Euro<br />

* UVP inklusive 19 % MwSt., zzgl. Nebenkosten<br />

24<br />

MCE<br />

März '17


DETAILS<br />

Die neue Upsidedown-Gabel vom<br />

Typ WP XPlor 48 ist eine Gabel in<br />

Split-Bauweise und wurde von<br />

WP entwickelt. Die Gabel ist<br />

baugleich mit der, die auch in<br />

der Husqvarna verwendet<br />

wird, besitzt jedoch kein<br />

Preload-Adjuster<br />

Das überarbeitete Design der Schwinge gegenüber dem<br />

Vorjahr macht eine optimierte Positionierung des PDS-Federbeins<br />

(Progressive Damping System) und damit eine<br />

noch progressivere Wirkungsweise möglich<br />

Die neuen Fußrasten, auch wieder baugleich zu den beiden<br />

anderen Modellen, verhindern das Ansammeln von<br />

Schmutz<br />

Das Motorrad besitzt einen leichten Heckrahmen aus stabilen<br />

Aluminiumprofilen, der weniger als 900 Gramm auf die<br />

Waage bringt<br />

Das PDS-Federbein vom<br />

Typ WP XPlor ist eine<br />

völlig neue Konstruktion.<br />

Das erfolgreiche<br />

und bewährte progressive<br />

Dämpfersystem<br />

PDS ist eine Art Markenzeichen<br />

von KTM. Bei<br />

diesem System ist das<br />

Federbein direkt mit der<br />

Schwingenoberseite<br />

verbunden. Es wird keine<br />

Umlenkung verwendet<br />

Ein leichter Polyethylen-Tank mit einer Kapazität von 9,5 Litern.<br />

Er besteht aus durchsichtigem Kunststoff


VERGLEICHSTEST: KTM 125 XC-W / 150 XC-W / HUSQVARNA TX 125<br />

KTM 150 XC-W<br />

Bei der 150 XC-W kommt ein anderer Zylinder zum Einsatz, der insgesamt 143,99 ccm bietet. Damit besitzt<br />

das Modell die Wendigkeit einer 125er, aber genug Leistung, um es mit 250-ccm-Viertaktern aufnehmen zu<br />

können. Außerdem wird serienmäßig ein elektrischer Anlasser verbaut und bei den Reifen sind Dunlop Geomax<br />

montiert.<br />

TECHNISCHE DETAILS KTM 150 XC-W<br />

MOTOR<br />

Bauart<br />

Einzylinder-Zweitakt<br />

Hubraum<br />

143,99 ccm<br />

Bohrung<br />

58 mm<br />

Hub<br />

54,5 mm<br />

Starter<br />

Kick- und Elektrostarter<br />

Getriebe<br />

6 Gänge<br />

Primärtrieb 23:73<br />

Sekundärübersetzung 13:50<br />

Kupplung<br />

Mehrscheibenkupplung<br />

im Ölbad,<br />

Brembo-Hydraulik<br />

EMS<br />

Kokusan<br />

FAHRWERK<br />

Rahmen - Bauart Zentralrohrrahmen<br />

25CrMo4 Stahl<br />

Federung vorne WP-USD, Xplor 48<br />

Federung hinten WP Xplor, PDS-Federbein<br />

Federweg vorne 300 mm<br />

Federweg hinten 310 mm<br />

Bremse vorne<br />

Scheibenbremse<br />

Bremse hinten Scheibenbremse<br />

Ø Bremsscheibe vorne 260 mm<br />

Ø Bremsscheibe hinten 220 mm<br />

Kette X-Ring 5/8 x 1/4“<br />

Steuerkopfwinkel 63,5 °<br />

Radstand<br />

1471 ± 10 mm<br />

Bodenfreiheit<br />

370 mm<br />

Sitzhöhe<br />

960 mm<br />

Tankinhalt (ca.) 9,5 l<br />

Leergewicht<br />

91,5 kg<br />

PREIS*<br />

7595,- Euro<br />

* UVP inklusive 19 % MwSt., zzgl. Nebenkosten<br />

26<br />

MCE<br />

März '17


DETAILS<br />

Der neue 150-ccm-Motor besitzt einen Elektrostarter mit einer<br />

zuverlässigen Lithium-Ionen-Batterie. An der rechten<br />

Lenkerseite ist der Starterknopf montiert<br />

Der Motor mit dem kompakten Zylinder<br />

mit einer Bohrung von 58 mm bietet<br />

eine hochmoderne Auslasssteuerung<br />

mit einem fortschrittlichen<br />

Mechanismus für die seitlichen Hilfsauslasskanäle.<br />

Ein robustes 6-Gang-<br />

Getriebe mit langer Übersetzung wurde<br />

dazu speziell für den kleinen<br />

Zweitaktmotor entwickelt<br />

Der neue Luftfilter von Twin Air sitzt in einem steifen Käfig,<br />

der das System gleichzeitig zuverlässig an seinem Platz<br />

hält. Ein schneller Wechsel ist innerhalb von Sekunden<br />

möglich<br />

Die Brembo-Bremszangen nehmen<br />

die leichten Wave-Bremsscheiben in<br />

die Zange und verfügen über einen<br />

kleineren Kolbendurchmesser für<br />

bessere Modulation. Die Hinterradbremse<br />

wird, im Gegensatz zum Vorjahr,<br />

über einen um 10 mm verlängerten<br />

Fußbremshebel betätigt<br />

Anstatt einer<br />

Magura-Kupplung<br />

verfügt<br />

der neue Motor<br />

über ein<br />

neues Hydrauliksystem<br />

von<br />

Brembo<br />

Der neue auf der linken Seite montierte<br />

Lock-On-Griff von ODI muss nicht verklebt<br />

werden, während der vulkanisierte<br />

Griff auf der rechten Seite über einen<br />

integrierten Gasbetätigungsmechanismus<br />

verfügt<br />

JEREMY<br />

SEEWER #91<br />

MX2 WORLD<br />

CHAMPIONSHIP


VERGLEICHSTEST: KTM 125 XC-W / 150 XC-W / HUSQVARNA TX 125<br />

Mit der Husqvarna auf dem Testareal<br />

Startverhalten / erster Eindruck<br />

Alle Armaturen sind passend platziert und wir haben<br />

nur ein wenig den Fußbremshebel in der Höhe<br />

angepasst. Was uns bei allen drei Modellen sofort<br />

auffällt, ist das sehr geringe Gewicht. Schon beim<br />

Ein- und Ausladen merkt man, wie einfach und spielerisch<br />

sich jedes Motorrad bewegen lässt.<br />

Alles ist eingestellt. Wir beginnen mit der Husqvarna<br />

und starten sie mit dem Kickstarter. Ein elektrischer<br />

Anlasser ist optional erhältlich und kann<br />

nachgerüstet werden. Der Kickstarthebel ist leider<br />

sehr klein geraten und somit passiert es leicht, dass<br />

man während des Kickens abrutscht. Dasselbe<br />

Spiel bei der KTM 125 XC-W, auch hier ist ein E-Starter<br />

nur optional erhältlich und der baugleiche Kickstarter<br />

erweckt das Motorrad zum Leben. Vor dem<br />

Starten sollte man unbedingt den Choke benutzen<br />

und beide 125er ein wenig warmlaufen lassen. Bei<br />

der KTM 150 XC-W dagegen ist ein elektrischer Anlasser<br />

und ein Kickstarter verbaut. Auch hier müssen<br />

wir den Choke zum Anlassen verwenden, jedoch<br />

geht es dank des Starterknopfes an der rechten<br />

Lenkerseite viel einfacher.<br />

Einfaches Gelände / ruhiges Fahren<br />

Mittlerweile haben sich die kleinen Zweitaktmotoren<br />

enorm entwickelt, besonders wenn es um die<br />

Fahrbarkeit geht. Früher gab es nur ein „Vorwärtskommen“,<br />

sobald die Auslasssteuerung aufmachte<br />

und der Motor sich in den oberen Drehzahlen befand.<br />

Heute kann man sich mit allen drei Modellen<br />

ruhig und gemütlich im Gelände bewegen. Die Motoren<br />

bieten ein gutes Drehmoment, um im unteren<br />

Drehzahlbereich im Gelände zu fahren. Damit sind<br />

alle drei Motorräder auch für Einsteiger geeignet<br />

und besonders für den <strong>Enduro</strong>nachwuchs zu empfehlen.<br />

Einen Unterschied zwischen Husqvarna/<br />

KTM-125-ccm-Motor ist nicht spürbar. Selbst der<br />

Mappingschalter zum Ändern der Motorcharakteristik<br />

an der Husqvarna bringt kaum eine fühlbare<br />

Veränderung. Die KTM 150 XC-W dagegen bietet etwas<br />

mehr Drehmoment im unteren Drehzahlbereich<br />

und klettert damit einfacher Auffahrten hinauf.<br />

Dabei ist die Getriebeabstufung bei allen drei Motoren<br />

identisch und passt bestens für den <strong>Enduro</strong>einsatz.<br />

Alle drei WP-Fahrwerke, egal ob mit PDS-Sys-<br />

IM EINSATZ MIT DEN MODELLEN<br />

Wir sind wieder auf unserer Teststrecke, die uns erneut<br />

freundlicherweise vom MC Flöha e.V. zur Verfügung<br />

gestellt wurde. Mit dabei drei fast baugleiche<br />

Sportenduro-Leichtgewichte. Die Streckenbedingungen<br />

sind sehr abwechslungsreich und bieten alles,<br />

was das <strong>Enduro</strong>herz höherschlagen lässt.<br />

Außerdem befahren wir diesmal einen schnellen<br />

Wiesenparcours kombiniert mit Extreme-<strong>Enduro</strong>-<br />

Passagen. Das spiegelt besonders die Vielfältigkeit<br />

der einzelnen Modelle wider. Gespannt sind wir, ob<br />

ein Unterschied zwischen den Motorrädern zu spüren<br />

ist oder ob die Baugleichheit über das Fahrgefühl<br />

dominiert.<br />

Was sehen wir?<br />

Äußerlich sind die beiden KTM-Modelle fast nicht zu<br />

unterscheiden. Einzig bei den montierten Reifen<br />

sieht man den Unterschied und beim genauen Hinsehen<br />

sieht man außerdem bei der 150 XC-W einen<br />

Starterknopf für den elektrischen Anlasser an der<br />

rechten Lenkerseite. Dagegen schaut die Husqvarna<br />

schon anders aus. Sie kommt mit einem komplett<br />

anders designten Plastiksatz inklusive anderer<br />

Lampenmaske sowie Rücklicht daher. Der Tank<br />

bietet einen halben Liter mehr Volumen und der<br />

Heckrahmen besteht aus Kunststoff. Der Kenner<br />

wird außerdem eine Umlenkung am hinteren Stoßdämpfer<br />

sehen und die Telegabel wird von einer<br />

schwarzen CNC-gefrästen Gabelbrücke gehalten.<br />

Die KTM 125 XC-W ist gut zu fahren<br />

28<br />

MCE<br />

März '17


Etwas mehr Drehmoment<br />

bietet die KTM 150 XC-W<br />

tem bei den KTMs oder mit Umlenkung bei der<br />

Husqvarna sind beim ruhigen/gemütlichen Fahren<br />

ansprechend gut. Wir lassen keine Bodenverhältnisse<br />

aus und fahren mit den Motorrädern stets stabil<br />

und sicher.<br />

Schweres Gelände / Schwierige Bedingungen<br />

Das Testareal bietet eine Vielzahl an Trialsektionen<br />

sowie andere anspruchsvolle Passagen. So testen<br />

wir die drei beim Hinunterfahren der steilen Abfahrten,<br />

was dank der identischen Brembo-Bremssysteme<br />

gefühlvoll sowie dosiert abläuft. Bei den Auffahrten<br />

glänzt, wie schon erwähnt, die 150 XC-W. Sie<br />

bietet durch den größeren Hubraum eine Mehrleistung<br />

von unten heraus. Aber auch die beiden 125er<br />

zeigen kaum Schwächen und meistern jeden Hang


VERGLEICHSTEST: KTM 125 XC-W / 150 XC-W / HUSQVARNA TX 125<br />

Im Renntempo hat die Husqvarna TX 125 die Nase vorn<br />

mit Bravour. Besonders handlich lassen<br />

sich unsere Testkandidatinnen über Hindernisse<br />

à la Steinfeld oder Baumstammpyramiden<br />

bewegen. Das Gesamtgewicht<br />

ist hier ausschlaggebend für ein unvergleichbares<br />

Handling. Unser Wiesentrack<br />

ist besonders rutschig und mit den<br />

Leichtgewichten ein besonderes Spektakel.<br />

Sie lassen sich in jede Richtung bewegen.<br />

Besonders in den engen rutschigen<br />

Kurven ist eine sehr gute Spurtreue<br />

vorhanden. Eine schwerere Maschine ist<br />

hier bedeutend schwerfälliger zu fahren.<br />

Im Renntempo<br />

merkt man den Unterschied<br />

Nun kommen wir zum großen Showdown<br />

der drei Motorräder. Dazu haben wir einen<br />

Parcours gewählt, der schnell, anspruchsvoll<br />

und teilweise sehr rutschig<br />

ist. Die Fahrwerke sind alle zusammen etwas<br />

soft abgestimmt, aber mit wenigen<br />

Klicks (mehr Kompression an der Telegabel<br />

und am Stoßdämpfer) auch für den<br />

Sportfahrer geeignet. Dagegen ist aber<br />

ein deutlicher Unterschied zwischen dem<br />

Husqvarna-Modell mit Umlenkung und<br />

den beiden KTM-Motorrädern zu spüren.<br />

Besonders auf schnellen Passagen mit<br />

kleinen Wellen zeigt die Husqvarna ein<br />

besseres Traktionsverhalten sowie Spurtreue.<br />

Damit fühlen wir uns deutlich wohler<br />

und können zügiger auf der Strecke<br />

fahren. Zwischen der Motorcharakteristik<br />

125 zu 150 ccm ist beim schnellen Fahren<br />

auch ein Unterschied vorhanden. Die 150<br />

XC-W ist leider etwas aggressiv ab dem<br />

mittleren Drehzahlbereich. Somit können<br />

wir weniger gleichmäßig in den rutschigen<br />

Passagen beschleunigen, weil am<br />

Hinterrad zu viel Traktion verlorengeht.<br />

Vielleicht könnte man diese Eigenschaft<br />

mit einer anderen Vergaserabstimmung<br />

optimieren?<br />

Zulassungsfähig? Ja oder nein?<br />

Mit den neuen Modellen wurde durch<br />

Husqvarna und KTM bekanntgegeben,<br />

das diese nicht mehr zulassungsfähig<br />

sind und damit auch nicht mehr im <strong>Enduro</strong>wettbewerb<br />

(DEM, EM usw.) eingesetzt<br />

werden dürfen. Jedoch gibt es einen kleinen<br />

Lichtblick für alle, die eine Husqvarna<br />

TX 125 oder eine KTM 125 XC-W im Wettbewerb<br />

einsetzen oder allgemein zulassen<br />

wollen. Der KTM- und Husqvarna-Händler<br />

Bert von Zitzewitz aus Karlshof bei Lübeck<br />

hat die Möglichkeit, beide Modelle<br />

über eine Einzelabnahme für einen geringen<br />

Aufpreis, bei einigen Händlern zu homologieren.<br />

Die KTM 150 XC-W ist leider<br />

nicht zulassungsfähig.<br />

Kontakt:<br />

Bert von Zitzewitz e.K.<br />

Karlshof<br />

23758 Wangels<br />

Telefon: 04528 91500<br />

E-Mail: info@bvz.de<br />

30<br />

MCE<br />

März '17


Reparatur- und Teileservice<br />

Zylinder, Zylinderköpfe oder Kurbelwelle – wir kümmern uns um die Instandsetzung sowie die benötigten Ersatzteile.<br />

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Support kostenlos!<br />

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Die KTM 150 XC-W ist im Gelände zu Hause


VERGLEICHSTEST: KTM 125 XC-W / 150 XC-W / HUSQVARNA TX 125<br />

32<br />

MCE<br />

März '17


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VERGLEICHSTEST: KTM 125 XC-W / 150 XC-W / HUSQVARNA TX 125<br />

Ohne Straßenzulassung, aber mit einem<br />

Anlasser serienmäßig – die KTM 150 XC-W<br />

34<br />

MCE<br />

März '17


Marko – mein Fazit<br />

Was war das für ein spannender Test. Ich liebe die kleinen Zweitakter<br />

und war begeistert von diesem Vergleich. Überraschend war für mich<br />

der Unterschied bei den beiden 125ern. Beim langsamen Fahren ist<br />

keine Differenz zu spüren, aber sobald es schneller wird, zeigt die<br />

Husqvarna mit der Umlenkung einen Vorteil. Ich fühlte mich wohler<br />

und konnte schneller mit dem weiß-blauen Modell fahren. Insgesamt<br />

muss man wohl nach dem Einsatz urteilen und so würde ich folgendes<br />

Fazit abgeben. Die Husqvarna 125 TX ist für mich der Racer, die KTM<br />

125 XC-W ist für den Hobbyfahrer und für den Einstieg geeignet. Und<br />

last but not least, die KTM 150 XC-W besitzt etwas Mehrleistung in allen<br />

Bereichen, setzt sich besonders mit mehr Drehmoment durch und<br />

hat als einzige Maschine einen Anlasser serienmäßig an Bord, ist leider<br />

aber nicht zulassungsfähig. Also, wer ein eindrucksvolles Handling<br />

möchte, dazu noch eine Mehrleistung, aber keinen Wert auf eine<br />

Zulassung legt, dem sei die 150 XC-W empfohlen.<br />

Nach dem Test ist putzen angesagt :-)<br />

BEWERTUNG IM VERGLEICH<br />

Husqvarna TX 125 KTM 125 XC-W KTM 150 XC-W<br />

Handling<br />

Fahrwerk<br />

Traktion<br />

Motor<br />

Bremsen<br />

Preis


VORSTELLUNG: TM RACING EN + MX 300 Fi<br />

36<br />

MCE<br />

März '17


RACING<br />

TM Racing ist nach wie vor erfolgreich und so konnte die italienische<br />

Edelschmiede im vergangenen Jahr einen Weltmeistertitel in der<br />

E1-Klasse durch Eero Remes erneut holen. Ebenfalls in der Weltmeisterschaft<br />

konnte Manuel Monni einen 3. Platz in der E3-Klasse<br />

erzielen. Bei uns in Deutschland hingegen war Kornel Nemeth in der<br />

Cross-Country-Serie (GCC) siegreich. Momentan sind die beiden<br />

Brüder aus Chile, Benjamin und Diego Herrera, beide unterwegs mit<br />

der neuen 300er Viertaktmaschine, in der Super<strong>Enduro</strong>-WM zu sehen.<br />

Und genau diese neuen Modelle, die TM EN 300 Fi bzw. die MX<br />

300 Fi, wollen wir euch kurz vorstellen.<br />

• Text: Marko Barthel; Fotos: TM Racing, <strong>Enduro</strong>GP, Marco Burkert<br />

37<br />

MCE<br />

März '17


VORSTELLUNG: TM RACING EN + MX 300 Fi<br />

In diesem Jahr wird Eero Remes mit der neuen EN 300 in der Weltmeisterschaft an den Start gehen<br />

EN 300 Fi und MX 300 Fi<br />

Die EN 300 Fi ist ein neues Modell in der <strong>2017</strong>er TM-<br />

Racing-Palette. Damit schließt TM den Spagat zwischen<br />

der kleinen 250er und der größeren 450er<br />

Viertakt. Mit einem Kick- und E-Starter ausgerüstet,<br />

kann sie einfach und schnell gestartet werden. Eine<br />

elektronische Einspritzanlage sorgt für die notwendige<br />

Benzinvorsorge. Zwei verschiedene Mappingstufen<br />

(Full Power und Soft) können über einen<br />

Schalter am Lenker ausgewählt werden. Beim Getriebe<br />

kommt eine 6-Gangschaltung zum Einsatz<br />

und beim Fahrwerk setzt man auf eine 48-mm-Kayaba-Telegabel<br />

kombiniert mit einem TM-Racing-<br />

Stoßdämpfer. Optional ist ein Öhlins-TTX-Stoßdämpfer<br />

für 1050,- Euro erhältlich.<br />

Benjamin Herrera zeigte eine gute Leistung in der Juniorenklasse beim Super<strong>Enduro</strong> in Riesa<br />

Außerdem kommt wie bei allen <strong>2017</strong>er TM-Racing-<br />

Modellen ein aktuelles Design und ein leichter Aluminiumrahmen<br />

zum Einsatz. Mit dem optional erhältlichen<br />

Programmier- und Diagnose-Tool von<br />

Microtec kann neben dem Standardmapping eine<br />

andere Motorcharakteristik programmiert und an<br />

die Bedürfnisse des Fahrers angepasst werden. Der<br />

Tank sitzt zentral in der Mitte des Motorrads und<br />

wird an der rechten Sitzbankseite befüllt. Damit<br />

liegt der Schwerpunkt tiefer und insgesamt zentraler.<br />

Der Luftfilter sitzt vor der Sitzbank und ist einfach<br />

sowie schnell von oben zu erreichen. Serienmäßig<br />

sind Handschützer und ein Motorschutz<br />

verbaut. Wer sich eines dieser beiden Modelle zulegen<br />

möchte, sollte schnell sein, da laut Importeure<br />

nur noch wenige verfügbar sind.<br />

Diego Herrera war ebenfalls mit einer TM Racing EN 300 Fi in Riesa am Start<br />

38<br />

MCE<br />

März '17


TECHNISCHE DETAILS<br />

EN 300 Fi<br />

Motor<br />

Einzylinder-Viertakt<br />

Hubraum<br />

292,30 ccm<br />

Bohrung x Hub 81 x 56,7<br />

Starter<br />

Kick- oder<br />

elektrischer Starter<br />

Getriebe<br />

6 Gang<br />

Tankinhalt<br />

7,5 Liter<br />

Zündung<br />

Microtec Electronic,<br />

Kokusan Generator<br />

Telegabel<br />

48 mm Kayaba<br />

Stoßdämpfer TM Racing /<br />

optional Öhlins TTX<br />

Reifen vorn 90/90 x 21<br />

Reifen hinten 120/90 x 18<br />

Bremse vorn<br />

270-mm-Wave-<br />

Bremscheibe<br />

Bremse hinten 245-mm-Wave-<br />

Bremscheibe<br />

Gewicht<br />

ca. 106 kg<br />

Preis* 9290 €<br />

UVP inkl. 19% MwSt., ohne Überführungsund<br />

Nebenkosten in Höhe von 250 Euro<br />

MX 300 Fi<br />

Motor<br />

Einzylinder-Viertakt<br />

Hubraum<br />

292,30 ccm<br />

Bohrung x Hub 81 x 56,7<br />

Starter<br />

Kick- oder<br />

elektrischer Starter<br />

Getriebe<br />

6 Gang<br />

Tankinhalt<br />

7,5 Liter<br />

Zündung<br />

Microtec Electronic,<br />

Kokusan Generator<br />

Telegabel<br />

48 mm Kayaba<br />

Stoßdämpfer TM Racing /<br />

optional Öhlins TTX<br />

Reifen vorn 80/100 x 21<br />

Reifen hinten 100/90 x 19<br />

Bremse vorn<br />

270-mm- Wave-<br />

Bremsscheibe<br />

Bremse hinten 245-mm-Wave-<br />

Bremsscheibe<br />

Gewicht<br />

ca. 105 kg<br />

Preis* 8790 €<br />

UVP inkl. 19% MwSt., ohne Überführungsund<br />

Nebenkosten in Höhe von 250 Euro<br />

OPTIONAL ERHÄLTLICH<br />

Öhlins-TTX-Stoßdämpfer, verfügbar für EN und MX .................................................................. 1050,00 €<br />

Lenkerhalterung in Silent Blocks für CNC-Gabelbrücken ............................................................ 150,00 €<br />

White Dream WD, Kunststoffkit in Weiß anstatt Standardfarbe ................................................... 100,00 €<br />

Höhenverstellbarer Stoßdämpferfuß (verfügbar nur mit Öhlins-TTX-Stoßdämpfer) ...................... 300,00 €<br />

Elektorstartersystem für 4T MX ............................................................................................... 400,00 €<br />

39<br />

MCE<br />

März '17


PRÄSENTATION: SUZUKI RM-Z 450 WS<br />

40<br />

MCE<br />

März '17


Weltpremiere<br />

• Suzuki zeigt die 2018er RM-Z 450 WS bei einer Weltpremiere im belgischen Lommel<br />

• Vorstellung der beiden <strong>Motocross</strong>-Werksteams Suzuki World MXGP und Suzuki World MX2


PRÄSENTATION: SUZUKI RM-Z 450 WS<br />

RM-Z 250<br />

250 CCM PILOTEN<br />

Bas Vaessen Hunter Lawrence Jeremy Seewer Zachary Pichon<br />

Nur wenige Wochen vor Beginn der FIM <strong>Motocross</strong>-<br />

Weltmeisterschaft <strong>2017</strong> wurde in der Teamzentrale<br />

des Suzuki World MXGP Teams im belgischen Lommel<br />

die neue Werksmaschine Suzuki RM-Z 450 WS<br />

vorgestellt. Die weltexklusive Präsentation wurde<br />

zusammen mit der Vorstellung der Teamfahrer für<br />

<strong>2017</strong> live im Internet übertragen.<br />

Teammanager Stefan Everts zeigte sich hocherfreut<br />

über das Engagement von Suzuki und möchte der<br />

Marke viele neue Erfolge bescheren. „<strong>2017</strong> ist mein<br />

zweites Jahr als Teammanager mit Suzuki und ich<br />

freue mich sehr, dass ich die neue RM-Z 450 WS vorstellen<br />

darf. Das neue Motorrad ist wirklich großartig.<br />

Es sieht fantastisch aus und ist eine weitere Motivation<br />

für alle Beteiligten, Suzuki zurück an die<br />

Spitze des <strong>Motocross</strong>sports zu bringen. Selbstverständlich<br />

gibt es noch sehr viel Arbeit für mich und<br />

das Team, aber es ist großartig, dass wir auf die volle<br />

Unterstützung aus Japan und das neue Motorrad<br />

bauen können.“<br />

Auch Jan Breckwoldt, General Manager Sales and<br />

Marketing, Motorcycle and ATV bei der Suzuki<br />

Deutschland GmbH, blickt hoffnungsfroh in die<br />

neue Saison: „Alles sieht wirklich sehr vielversprechend<br />

aus und ich kann es kaum abwarten, dass die<br />

neue Saison endlich beginnt! Die besten Wünsche<br />

an Stefan, alle Fahrer und Mechaniker und all die<br />

vielen Helfer, die am Erfolg mitarbeiten. Lasst uns<br />

mit voller Kraft loslegen!“<br />

Auf der neuen RM-Z 450 WS werden die beiden Piloten<br />

Kevin Strijbos und Arminas Jasikonis an den<br />

Start gehen. Strijbos, der vor kurzem zum ersten<br />

Mal Vater wurde, freut sich total auf das neue Motorrad:<br />

„Ich bin ein bisschen aufgeregt und kann es<br />

kaum abwarten, das erste Rennen mit dem neuen<br />

Motorrad zu fahren! Ich hatte einen guten Winter<br />

und bin sehr gut in Form. Zusätzlich habe ich jetzt<br />

die Gelassenheit eines Vaters dazu gewonnen. Ich<br />

brenne nach wie vor darauf, zu fahren, aber ich weiß<br />

jetzt, dass <strong>Motocross</strong> nicht die wichtigste Sache der<br />

Welt ist. Ich denke, das wird mir ein wenig mehr Gelassenheit<br />

geben und den Umgang mit dem Erfolgsdruck<br />

erleichtern.“<br />

Zachary Pichon<br />

Hunter Lawrence<br />

42<br />

MCE<br />

März '17


RM-Z 450<br />

450 CCM PILOTEN<br />

Arminas Jasikonis<br />

Kevin Strijbos<br />

Für Jasikonis wird <strong>2017</strong> das erste komplette Jahr in<br />

einem Werksteam sein. „Ich bin gespannt auf die<br />

bevorstehende Saison. Das neue Bike ist eine zusätzliche<br />

Motivation und viele Leute werden auf uns<br />

schauen. Ich komme aus einem kleinen Land und<br />

bin für ein kleines Team gefahren, deshalb bin ich<br />

wirklich begeistert über meine neue Situation und<br />

denke, dass wir uns sehr gut präsentieren werden.“<br />

In der MX2-Klasse geht mit Jeremy Seewer, Bas<br />

Vaessen und Hunter Lawrence ein enorm erfolgversprechendes<br />

Trio ins Rennen. Allen voran natürlich<br />

Vizeweltmeister Jeremy Seewer, der <strong>2017</strong> den letzten<br />

Schritt in Richtung Titel gehen möchte. „Wir<br />

konnten die RM-Z 250 für dieses Jahr noch einmal<br />

deutlich verbessern und auch ich habe in Sachen<br />

Fitness noch einmal einen klaren Schritt nach vorne<br />

gemacht“, zeigt sich Seewer bereit für den Titelkampf.<br />

„Natürlich wird es alles andere als einfach,<br />

den Titel zu gewinnen, aber es ist nun mal der<br />

nächste logische Schritt. Wir werden bei jedem Rennen<br />

unser Bestes geben und hoffentlich am Ende<br />

der Saison ganz oben auf dem Treppchen stehen.“<br />

Vaessen wird <strong>2017</strong> seine erste komplette WM-Saison<br />

bestreiten. Der Niederländer hat die Europameisterschaft<br />

EMX250 im letzten Jahr auf Rang 3 beendet<br />

und fühlt sich bereit für den nächsten Schritt:<br />

„Ich habe mein ganzes Leben dafür gekämpft, in der<br />

<strong>Motocross</strong>-Weltmeisterschaft fahren zu können<br />

und freue mich sehr, dass es endlich soweit ist! Es<br />

wird sicher eine lange und intensive Saison, aber<br />

wir haben hart gearbeitet und ich denke, es wird ein<br />

gutes Jahr werden.“<br />

Lawrence steigt ebenfalls aus der Europameisterschaft<br />

EMX250 in die MX2-WM auf und kann bereits<br />

auf einige Siege zurückblicken. „Ich werde mich<br />

dieses Jahr darauf konzentrieren, viel zu lernen,<br />

konstant zu fahren und so viel Erfahrung wie möglich<br />

in der WM zu sammeln“, versichert der Australier.<br />

„Dass wir alle gewinnen wollen, muss ich ja<br />

nicht extra erwähnen, aber es geht auch darum, zu<br />

lernen und sich weiterzuentwickeln.“<br />

Arminas Jasikonis<br />

Kevin Strijbos<br />

43<br />

MCE<br />

März '17


SUPERCROSS: DORTMUND<br />

Spektakel<br />

vom Feinsten<br />

Traditionell findet das Finale zum ADAC SX-Cup in der Dortmunder Westfalenhalle statt. Die<br />

Kulisse ist für deutsche Verhältnisse überaus spektakulär und bringt jährlich enorm spannende<br />

Rennaction ins Oval.<br />

Nicholas Schmidt konnte in Dortmund<br />

den Gesamtsieg im ADAC<br />

SX-Cup einfahren<br />

44<br />

MCE<br />

März '17


45<br />

MCE<br />

März '17


SUPERCROSS: DORTMUND<br />

Als Top-Faëëëvorit auf den Gesamtsieg im SX-Cup<br />

reiste US-Boy Nicholas Schmidt an. Teamchef Robert<br />

Sturm hatte bei der Auswahl seiner Fahrer zu<br />

Beginn der Saison einen echten Glücksgriff mit dem<br />

US-Amerikaner gelandet. Schmidt fuhr bei fast allen<br />

Rennen in Stuttgart, München und Chemnitz in<br />

die vorderen Punkteränge und hatte sich damit einen<br />

ordentlichen Vorsprung gegenüber seinen Konkurrenten<br />

herausfahren können. Neben ihm sorgte<br />

ein weiterer US-Boy für Aufsehen in dieser Saison.<br />

Kyle Cunningham fuhr erstmals in der Münchener<br />

Olympiahalle für sein Team Castrol Power1 Suzuki<br />

Moto-Base unter der Leitung von Michi Peters.<br />

Wohlgemerkt hatte Peters Cunningham „nur“ als Ersatzfahrer<br />

einfliegen lassen, doch der smarte SX-<br />

Spezialist gewann auf Anhieb in der bayerischen<br />

Landeshauptstadt. Eine kleine Sensation, denn<br />

auch in Chemnitz war kein Kraut gegen Cunningham<br />

gewachsen. Ob er in Dortmund starten würde, ließ<br />

Cunningham aber lange Zeit offen. Der Grund war<br />

einfach, dass im Januar in den USA die SX-Meisterschaft<br />

startet und diese ist für die meisten wichtiger,<br />

als hierzulande ein Rennen zu bestreiten. Erst<br />

wenige Stunden vor dem Finale in Dortmund sickerte<br />

durch, dass Michi Peters Kyle Cunningham für<br />

Dortmund verpflichten konnte. Damit stand einem<br />

sehenswerten Zweikampf zwischen Schmidt und<br />

Cunningham nichts im Weg.<br />

Für genügend Anreiz hatte der Organisator in Dortmund<br />

ebenfalls gesorgt, denn für den neuen „König“<br />

stand ein nagelneuer Suzuki Swift bereit. Suzuki<br />

ist langjähriger Sponsor des Supercross in<br />

Dortmund und darauf ist der Hersteller von Zweiund<br />

Vierradfahrzeugen stolz, wie Stephan Römer,<br />

Key Account Manager Special Sales Automobile der<br />

Suzuki Deutschland GmbH, sagte. „Auf unseren<br />

Motorrädern kämpfen die Piloten um den Sieg und<br />

um den Hauptpreis. Suzuki ist einer der wenigen<br />

Hersteller, der in beiden Segmenten, Zwei- und<br />

Vierrad, zu Hause ist und die Entwicklung vorantreibt.<br />

Aus diesem Grund passt unser Engagement<br />

beim ADAC-Supercross perfekt.“ Auch der „Prinz“<br />

geht nicht leer aus. Der Sieger der SX2-Kategorie erhielt<br />

als Prämie eine Kawasaki Z300 im Wert von<br />

über 5000 Euro. Motivation, sich anzustrengen, gab<br />

es also genügend. Und ein weiterer Programmpunkt<br />

war neu in diesem Jahr und ist stets ein Garant<br />

für aufsehenerregende Rennszenen. Die Rede<br />

ist von der sogenannten Superpole, die es bereits<br />

bei zahlreichen anderen Offroadwettbewerben<br />

gibt. Dabei handelt es sich um ein Einzelzeitfahren,<br />

in dem die zehn für den Endlauf direkt qualifizierten<br />

Piloten aus den beiden Halbfinals gegeneinander<br />

antreten. Nach einer Einführungsrunde folgt eine<br />

schnelle, gezeitete Runde. Für die Zuschauer, die<br />

die gefahrenen Zeiten unmittelbar auf den Videowalls<br />

verfolgen können, wird das Ganze somit noch<br />

greifbarer. Auch für die Piloten ist die Superpole<br />

keine Spielerei, schließlich erhält der schnellste<br />

Fahrer bei der Wahl seines Startgatters den Vorzug.<br />

Apropos Start, auch hier hatte man eine Innovation<br />

eingeführt. Erstmals kam bei einer deutschen Supercrossveranstaltung<br />

eine Gitterfläche zum Einsatz.<br />

Hintergrund ist, allen Fahrern beim Start ein<br />

nahezu identisches Haftungsniveau zu bieten.<br />

Auftakt<br />

Die Dreitages-Veranstaltung begann am Freitag direkt<br />

mit einem Paukenschlag oder besser einer<br />

Weltpremiere. Im Rahmen des emotionalen Openings<br />

präsentierte Nikolai Merkator, bekannt aus<br />

der RTL-Unterhaltungsshow „Das Supertalent“, seinen<br />

eigens für das SX Dortmund komponierten<br />

Song „König“. Das Opening war jedoch nur ein kleiner<br />

Vorgeschmack auf das, was in Sachen Tagessieg<br />

folgen sollte. Diesen holte keiner der hoch gehandelten<br />

Favoriten um Nicholas Schmidt oder Kyle<br />

Cunningham, sondern der Brite Steven Clarke! Für<br />

ihn kam das Ganze selbst überraschend, wie er ge-<br />

Steven Clarke gewann am Freitagabend den Auftakt<br />

in der Westfalenhalle und holte damit als erster<br />

Brite einen Tagessieg in Dortmund<br />

46<br />

MCE<br />

März '17


47<br />

MCE<br />

März '17


SUPERCROSS: DORTMUND<br />

stand. „Die Rennen waren ziemlich anstrengend,<br />

die Strecke keinesfalls leicht. Dass ich hier gewinne,<br />

habe ich definitiv nicht erwartet“, so Clarke. Der<br />

Husqvarna-Pilot sicherte sich zudem mit diesem<br />

Sieg einen Eintrag ins Geschichtsbuch der mittlerweile<br />

34. <strong>Ausgabe</strong> des SX Dortmund. Niemals zuvor<br />

hatte ein Brite in der Westfalenhalle den Sieg einfahren<br />

können, umso größer natürlich die Freude<br />

bei Clarke. „Das ist unglaublich und fühlt sich hervorragend<br />

an. Ich blicke aber nach vorn und möchte<br />

auch am Samstag und Sonntag Vollgas geben“, gab<br />

sich Clarke weiterhin kämpferisch. Was hier so einfach<br />

klingt, war im Finale der Big Boys harte Arbeit.<br />

Dem Sieg vorangegangen war ein enorm turbulentes<br />

Finalrennen der SX1, in dem es bereits kurz nach<br />

dem Start zu einem Crash kam, in den sowohl SX-<br />

Cup-Leader Nicholas Schmidt als auch Sulivan Jaulin<br />

verwickelt waren. Für Schmidt war das Finale und<br />

die damit erhofften Punkte also auf einen Schlag in<br />

weite Ferne gerückt. Auch sein schärfster Konkurrent<br />

Kyle Cunningham hatte Pech und geriet im<br />

Rennverlauf mit dem späteren Sieger Steven Clarke<br />

aneinander. Während Clarke das Rennen unbeirrt<br />

fortsetzen konnte, wurde Cunningham lediglich als<br />

Elfter gewertet. Aus deutscher Sicht lag zunächst<br />

Dennis Ullrich auf aussichtsreicher Position. Er kam<br />

am besten aus dem Startgatter und übernahm sogleich<br />

die Führungsposition. Ein kapitaler Fahrfehler<br />

kostete den 23-Jährigen jedoch den Platz an der<br />

Sonne und „Ulle“ fiel bis auf Position 5 zurück.<br />

Zweiter wurde letztendlich der US-Amerikaner Austin<br />

Politelli (Meyer Racing Team). Er hatte bei den<br />

bisherigen Veranstaltungen kein Glück, agierte in<br />

diesem Lauf aber clever. Als er sich auf Position 2<br />

befand, verzichtete er darauf, alles daran zu setzen,<br />

Steven Clarke die Führung streitig zu machen und<br />

konzentrierte sich stattdessen darauf, einen sicheren<br />

Podestrang einzufahren. „Das war ein total verrücktes<br />

Rennen. Ich habe zu Beginn einen kleinen<br />

Fehler gemacht und mich dann über die Distanz darauf<br />

konzentriert, keinen weiteren zu machen“, sagte<br />

Politelli zu seiner Taktik. Mit Boris Maillard, der<br />

sich den verbliebenen 3. Podestplatz schnappte,<br />

war das Ergebnis am Freitagabend in Stein gemeißelt.<br />

Der Franzose setzte alles auf eine Karte und<br />

konnte auf den letzten Metern noch Superpole-Gewinner<br />

Khoun-Sith Vongsana auf Platz 4 verdrängen.<br />

Nacht der Fans<br />

Am Samstag wurden die Karten neu gemischt und<br />

das Pokerspiel begann von vorn. Nicholas Schmidt<br />

brannte nach der Niederlage am Freitagabend auf<br />

Revanche und hatte die Chance, den SX-Cup für sich<br />

zu entscheiden. Das Abendprogramm am Samstag,<br />

in Dortmund „Nacht der Fans“ genannt, brachte natürlich<br />

die erhoffte Spannung in die Arena. US-Boy<br />

Schmidt wurde seiner Rolle als Titelfavorit gerecht,<br />

indem er sich souverän bis ins abendliche Main-<br />

Event kämpfte und dort ebenso souverän fuhr. Die<br />

Stimmung in der völlig ausverkauften Westfalenhalle<br />

war quasi am Siedepunkt, als das Gatter zum<br />

finalen Rennen dieses Abends fiel. Durchsetzen<br />

konnten sich die beiden US-Boys Schmidt und Cunningham,<br />

wobei Letzterer die Führungsposition innehatte<br />

und diese bis zur Zielflagge nicht wieder<br />

abgab. Für Schmidt war dies allerdings kein Problem,<br />

da ihm ein 2. Platz für den Gesamtsieg im SX-<br />

Cup genügte. Dementsprechend happy war der US-<br />

Amerikaner aus dem Sturm Racing Team, als die<br />

Last von seinen Schultern fiel: „Der ADAC SX-Cup<br />

war für mich ein unvergessliches Abenteuer hier in<br />

Europa“, sagte der frischgebackene SX-Cup-Champion.<br />

„Auch wenn man es schon häufig gehört hat,<br />

ich muss mich wirklich bei meinem Team bedanken,<br />

das einen sehr großen Anteil an dem Erfolg hat“,<br />

fuhr Schmidt fort. In der Tat hat das Team von Fuhrunternehmer<br />

Robert Schmidt stets ein glückliches<br />

Händchen, was die Wahl der Piloten angeht, und betreut<br />

diese bei den Auftritten in Deutschland her-<br />

Stefan Büttner sorgte in der SX2-Kategorie für einen<br />

Spitzenerfolg, indem der schnelle Kawa-Pilot<br />

sowohl Cup- als auch Prinzentitel abräumte<br />

48<br />

MCE<br />

März '17


US-Boy Kyle Cunningham kam kurzfristig<br />

nach Dortmund und sicherte sich seinen<br />

dritten Königs-Titel in Folge<br />

49<br />

MCE<br />

März '17


SUPERCROSS: DORTMUND<br />

vorragend. Für Schmidt war mit diesem Erfolg auch<br />

schon das Ende seiner Deutschlandtour eingeläutet,<br />

denn in den USA ist, wie schon erwähnt, die SX-<br />

Saison in vollem Gange. Somit flog Schmidt unmittelbar<br />

nach diesem Sieg in seine Heimat zurück.<br />

Einer der ersten Gratulanten am Samstagabend war<br />

Tagessieger Kyle Cunningham. Als fairer Sportsmann<br />

freute er sich für seinen Landsmann, wusste<br />

aber gleichzeitig, dass er selbst noch die Gelegenheit<br />

zu einem unvergesslichen Sieg nutzen konnte.<br />

Die Rede ist von seinem dritten Gesamtsieg nach<br />

München und Chemnitz! Während der Samstagabend<br />

der letzte Tag in der Wertung des SX-Cup war,<br />

ging der Sonntag noch in die Wertung des „König<br />

von Dortmund“ ein. Und hier hatte Cunningham gegenüber<br />

dem Briten Steven Clarke, der am Samstag<br />

mit Rang 6 nur magere 10 Zähler einfahren konnte,<br />

ordentlich Punkte gutgemacht. „Ein großartiges<br />

Rennen“, sagte Cunningham. „Der Freitagabend<br />

war wirklich hart und ich bin froh, heil da durchgekommen<br />

zu sein. Heute lief es für mich deutlich besser.<br />

Ich bin total begeistert, vor einer so grandiosen<br />

Kulisse einen Sieg errungen zu haben.“ Für den US-<br />

Boy sollte es jedoch noch besser kommen!<br />

Cunningham mit Dreifacherfolg<br />

Am Sonntag gelang dem US-Amerikaner Kyle Cunningham<br />

ein sensationeller Erfolg, den so zu Beginn<br />

der SX-Saison wohl keiner auf der Rechnung hatte.<br />

Im Team von Castrol Power1 Suzuki Moto-Base fühlte<br />

er sich pudelwohl und dankte es seinem Team mit<br />

einem weiteren Gesamtsieg, sein insgesamt dritter<br />

in dieser SX-Saison! Der Weg dorthin war nicht ganz<br />

einfach und begann in Dortmund bekanntermaßen<br />

mit dem Strauchler am Freitagabend. Am Samstag<br />

kämpfte sich Cunningham eindrucksvoll zurück und<br />

vollbrachte das gleiche Kunststück am Sonntag. Mit<br />

Platz 2 im Finalrennen sicherte sich der 27-Jährige<br />

den begehrten Titel „König von Dortmund“ und gewann<br />

die damit verbundene Siegesprämie in Form<br />

des Suzuki Swift. „Das war ein riesiger Spaß“,<br />

strahlte Cunningham. „Ich hatte am Freitag sehr viel<br />

Pech und bin schlecht ins Wochenende hier in Dortmund<br />

gestartet. Gestern ging es schon deutlich<br />

bergauf und heute bin ich der neue ’König von Dortmund’,<br />

einfach großartig.“ Den Sieg fuhr überraschenderweise<br />

Simon Mallet (Meyer Racing Team)<br />

ein. Der schnelle Franzose lieferte sich einen intensiven<br />

Zweikampf mit Cunningham und entschied<br />

diesen am Ende für sich. Weniger glücklich lief es<br />

bei Auftaktsieger Steven Clarke. Der 250er Europameister<br />

musste einer Handverletzung Tribut zollen.<br />

Diese hatte er sich am Samstag während eines<br />

Zweikampfes zugezogen und er tat sich am Sonntag<br />

schwer. So sehr es der Brite auch wollte, es reichte<br />

nicht, um das Finale zu erreichen! Im Halbfinale kam<br />

er zu Fall und verpasste letztendlich auch den Einzug<br />

über den Hoffnungslauf. Ärgerlich, denn Clarke<br />

lag in der „Königswertung“ vorn und hatte damit die<br />

besten Karten in der Hand. Im Klassement belegte<br />

der Brite schließlich den 4. Gesamtrang hinter US-<br />

Boy Khoun-Sith Vongsana. Erfolgreich zeigte sich<br />

Dennis Ullrich am Sonntag in der Westfalenhalle.<br />

Der KTM-Pilot konnte bei seinem einzigen Gastspiel<br />

im SX-Cup immerhin Platz 3 am Sonntag einfahren<br />

und sorgte damit für frenetischen Applaus bei den<br />

Zuschauern. „Die Fans in Dortmund sind einfach etwas<br />

ganz Besonderes“, sagte Ullrich. „Das hat eine<br />

Menge Spaß gemacht. Wenn es sich irgendwie einrichten<br />

lässt, will ich auch in Zukunft hier wieder am<br />

Start sein.“<br />

SX2: Stefan Büttner holt den Cup und Prinzentitel<br />

bei den 250ern<br />

Julien Lebeau sicherte sich am Auftaktabend in der<br />

SX2-Wertung den Tagessieg. Der Franzose verkürzte<br />

damit den Rückstand auf seinen Teamgefährten<br />

Stephan Büttner, der die Tabelle im ADAC SX-Cup<br />

weiterhin anführte, von 27,5 auf 18 Punkte. Der<br />

Deutsche fuhr zwei taktische Rennen, wurde jeweils<br />

Diesen Pott wollte jeder gewinnen, doch<br />

nur einem gebührte diese Ehre<br />

50<br />

MCE<br />

März '17


Justin Trache blieb trotz der riesigen Kulisse in<br />

Dortmund cool und wurde „Kleiner Prinz“<br />

Bremen<br />

Hamburg<br />

Mölln<br />

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SUPERCROSS: DORTMUND<br />

Vierter und konnte so trotzdem entspannt in den<br />

Cup-Finaltag am Samstag gehen, wo der Sieger bis<br />

zu 25 Zähler einfahren konnten. Die Plätze 2 und 3<br />

am Freitag belegten mit Adrien Malaval und Clément<br />

Briatte zwei weitere Franzosen, sodass das<br />

komplette Podium in den Farben des Nachbarlandes<br />

erstrahlte. Am Samstag wurde es in der Nachwuchsklasse<br />

einmal mehr ernst und Stefan Büttner<br />

stand kurz vor einem sensationellen Erfolg. Ein Sieg<br />

in Lauf 1 und Platz 8 im zweiten Heat am Samstagabend<br />

reichten dem 21-Jährigen, um den ersten großen<br />

Titel seit dem Gewinn der Deutschen Jugend-<br />

MX-Meisterschaft (85 ccm) im Jahr 2009 perfekt zu<br />

machen. „Ich bin unendlich stolz auf diesen Erfolg“,<br />

sagte Büttner. Den Tagessieg am Samstag holte<br />

sich Büttners Teamgefährte Nicolas Barcelo. Der<br />

Franzose fuhr in Rennen 1 auf den 2. Rang und ging<br />

dann als Sieger aus dem zweiten Heat hervor. „Ich<br />

komme hier immer besser zurecht“, sagte Barcelo.<br />

„Vor allem mein sehr guter Start war der Grundstein<br />

für meinen Sieg.“<br />

In der Meisterschaftswertung musste er sich seinem<br />

Teamkollegen Büttner als Zweitem geschlagen<br />

geben, in der Dortmund-eigenen „Prinz von Dortmund“-Wertung<br />

lag Julien Lebeau nach vier von<br />

sechs Rennen an den ersten zwei Veranstaltungstagen<br />

mit 31,5 Punkten in Führung. In Schlagdistanz,<br />

nur 0,5 Punkte dahinter, belegte Adrien Malaval<br />

(Team DIGA-Procross) Rang 2. Auch Büttner auf Position<br />

3 hatte am Sonntag noch gute Chancen, auch<br />

diese Wertung für sich zu entscheiden. Der Rückstand<br />

auf den Spitzenreiter betrug nur 2 Punkte. Die<br />

Kampfansage kam von Büttner: „Ich werde morgen<br />

(Sonntag) voll angreifen, denn die Kawasaki Z300,<br />

die der ’Prinz von Dortmund’ gewinnt, will ich unbedingt<br />

haben.“ Nun, was soll man sagen, er hat es geschafft:<br />

Stephan Büttner ist neuer „Prinz von Dortmund“.<br />

Noch am Samstagabend hatte er bestätigt,<br />

dass die Kawasaki Z300, mit der der beste Nachwuchscrosser<br />

des ADAC-Supercross Dortmund belohnt<br />

wurde, ganz oben auf seiner Wunschliste<br />

steht. Nun ist der 21-Jährige der neue Besitzer des<br />

wertvollen Preises. „Mir fehlen einfach die Worte“,<br />

sagte Büttner. „Eine großartige Saison, ein fantastisches<br />

Finale, mehr geht einfach nicht.“<br />

Die beiden letzten Finalrennen machten Büttner<br />

und Adrien Malaval unter sich aus. Der Deutsche gewann<br />

Heat 1, der Franzose den zweiten Lauf. Nach<br />

der Disqualifikation von Julien Lebeau – der Franzose<br />

wurde wegen unsportlichen Verhaltens nach<br />

Rennen 2 aus der Wertung genommen – stand für<br />

die beiden Laufsieger am Ende je ein 2. Rang zu Buche.<br />

Büttner hatte so die Nase vorne, Malaval belegte<br />

in der Drei-Tages-Wertung Rang 2. Dritter wurde<br />

Nicolas Barcelo, der sich am Samstagabend den Tagessieg<br />

geholt hatte.<br />

SX3: Justin Trache ist<br />

der „Kleine Prinz von Dortmund“<br />

Am Samstag holte er sich die Meisterschaft im ADAC<br />

SX-Cup, einen Tag später sicherte sich Justin Trache<br />

als bester Fahrer der SX3-Kategorie beim 34. ADAC-<br />

Supercross Dortmund auch den Titel „Kleiner Prinz<br />

von Dortmund“. Der Laufsieg am Finaltag ging an<br />

Luca Harms, 14 Jahre jung aus Tutzing/Traubing.<br />

Zweiter wurde Paul Bloy, der an allen drei Tagen das<br />

Podest enterte. Das Podium komplettierte Roël van<br />

Ham, Trache reichte ein 4. Rang zum Titelgewinn.<br />

„Ich bin einfach nur glücklich“, sagte er, als er neben<br />

dem riesigen Siegerpokal den von Mr. Frosty<br />

gesponserten Segway in Empfang nahm.<br />

• Text: Marco Burkert/ADAC Westfalen<br />

• Fotos: ADAC/Jan Brucke<br />

Die beiden US-Boys Nicholas Schmidt<br />

(75) und Kyle Cunningham (42) lieferten<br />

sich die gesamte Saison über einen harten<br />

Zweikampf<br />

52<br />

MCE<br />

März '17


Atemberaubend – die Kulisse<br />

in Dortmund ist stets etwas<br />

ganz Besonderes<br />

ADAC-Supercross Dortmund - 13.-15.1.<strong>2017</strong><br />

Ergebnisse:<br />

SX1 - Finale - Freitag: 1. Steven Clarke, GB, Husqvarna; 2. Austin Politelli,<br />

USA, Yamaha; 3. Boris Maillard, F, Suzuki; 4. Khoun-Sith Vongsana,<br />

F, Kawasaki; 5. Dennis Ullrich, D, KTM; 6. Filip Neugebauer, CZ,<br />

Kawasaki; 7. Paul Coates, GB, Kawasaki; 8. Jason Clermont, F, Honda;<br />

9. Nicholas Schmidt, USA, Suzuki; 10. Sulivan Jaulin, F, KTM; 11. Kyle<br />

Cunningham, USA, Suzuki.<br />

Samstag: 1. Cunningham; 2. Schmidt; 3. Valentin Teillet, F, Honda;<br />

4. Maillard; 5. Vongsana; 6. Clarke; 7. Charles Lefrançois, F, Suzuki;<br />

8. Neugebauer; 9. Coates; 10. Dominique Thury, D, KTM; 11. Jaulin.<br />

Sonntag: 1. Simon Mallet, F, Honda; 2. Cunningham; 3. Ullrich;<br />

4. Vongsana; 5. Maillard; 6. Teillet; 7. Lefrançois; 8. Steve Mages,<br />

USA, Yamaha; 9. Schmidt; 10. Neugebauer; 11. Jaulin; 12. Kai Haase,<br />

D, Suzuki.<br />

König von Dortmund: 1. Cunningham; 2. Maillard; 3. Vongsana;<br />

4. Clarke; 5. Schmidt; 6. Ullrich; 7. Teillet; 8. Mallet; 9. Neugebauer;<br />

10. Politelli.<br />

Ferner: 16. Thury; 17. Haase.<br />

ADAC SX-Cup - Endstand: 1. Schmidt, 135 Punkte; 2. Cunningham,<br />

115; 3. Gavin Faith, USA, Honda, 70; 4. Christopher Blose, USA, Ya-<br />

maha, 68; 5. Maillard, 64; 6. Jace Wayne Owen, USA, Honda, 60;<br />

7. Clarke, 58; 8. Lefrançois, 58; 9. Thury, 57; 10. Neugebauer, 50.<br />

Ferner: 21. Ullrich, 11.<br />

SX2 - gesamt - Freitag: 1. Julien Lebeau, F, Kawasaki; 2. Adrien Malaval,<br />

F, Suzuki; 3. Clément Briatte, F, Kawasaki; 4. Stephan Büttner, D,<br />

Kawasaki; 5. Lucas Imbert, F, KTM; 6. Lorenzo Camporese, I, Honda;<br />

7. Glen Meier, DK, KTM; 8. Gradie Featherstone, GB, Suzuki; 9. Johannes<br />

Klein, A, KTM; 10. Nicolas Barcelo, F, Kawasaki; 11. Dan Houzet, F,<br />

KTM; 12. Joel Anton Costas, E, Honda.<br />

Samstag: 1. Barcelo; 2. Büttner; 3. Malaval; 4. Imbert; 5. Luca Nijenhuis,<br />

NL, Kawasaki; 6. Featherstone; 7. Lebeau; 8. Briatte; 9. Costas;<br />

10. Camporese; 11. Klein; 12. Meier.<br />

Sonntag: 1. Büttner; 2. Malaval; 3. Barcelo; 4. Featherstone; 5. Camporese;<br />

6. Costas; 7. Imbert; 8. Briatte; 9. Meier; 10. Klein; 11. Wesley<br />

Mars, NL, KTM.<br />

Prinz von Dortmund: 1. Büttner; 2. Malaval; 3. Barcelo; 4. Imbert;<br />

5. Featherstone; 6. Briatte; 7. Lebeau; 8. Camporese; 9. Meier;<br />

10. Costas.<br />

ADAC SX-Cup - Endstand: 1. Büttner, 155 Punkte; 2. Lebeau, 129,5;<br />

3. Nijenhuis, 110,5; 4. Malaval, 109,5; 5. Briatte, 83; 6. Chris Bayliss,<br />

GB, Honda, 64,5; 7. Featherstone, 63,5; 8. Meier, 60,5; 9. Paul Haberland,<br />

D, Suzuki, 35; 10. Klein, 33.<br />

Ferner: 13. Brian Hsu, D, Husqvarna, 25,5; 15. Oliver Kaas, D, Honda,<br />

18; 17. Alessandro Contessi, CH, Yamaha, 14,5; 21. Nico Koch, D, KTM,<br />

6,5.<br />

SX3 - Wertungslauf - Freitag: 1. Justin Trache, KTM; 2. Paul Bloy, Suzuki;<br />

3. Roël van Ham, KTM; 4. Carl Ostermann, KTM; 5. Luca Harms,<br />

KTM; 6. Lukas Fiedler, KTM; 7. Luca Pfalz, KTM; 8. Marvin Müller, Moto-TM;<br />

9. Nick Domann, KTM; 10. Luca Bürger, KTM.<br />

Samstag: 1. Domann; 2. Trache; 3. Bloy; 4. van Ham; 5. Harms;<br />

6. Ostermann; 7. Fiedler; 8. Müller; 9. Bürger; 10. Pfalz.<br />

Sonntag: 1. Harms; 2. Bloy; 3. van Ham; 4. Trache; 5. Fiedler; 6. Ostermann;<br />

7. Domann; 8. Pfalz; 9. Müller; 10. Bürger.<br />

Kleiner Prinz von Dortmund: 1. Trache; 2. Bloy; 3. Harms; 4. van Ham;<br />

5. Domann; 6. Ostermann; 7. Fiedler; 8. Pfalz; 9. Müller; 10. Bürger;<br />

11. John-Pascal Gieler, Suzuki.<br />

ADAC SX-Cup - Endstand: 1. Trache, 131 Punkte; 2. Ostermann, 93;<br />

3. Bloy, 85; 4. Domann, 77; 5. van Ham, 76; 6. Harms, 59; 7. Constantin<br />

Piller, D, KTM, 48; 8. Gieler, 45; 9. Fiedler, 39; 10. Pfalz, 26.<br />

SX4 - Sonntag: 1. Troy Verburgh; 2. Luke Schäfer; 3. Fynn Henryk<br />

Schäfer; 4. Benedikt Romankiew; 5. Morris Molitor; 6. Jan Schulte;<br />

7. Len Knur; 8. Matthäus Baak; 9. Fynn Luca Hommerich; 10. Finn Roßbroich,<br />

alle KTM.<br />

Termine <strong>2017</strong><br />

08./09.04. F. Drehna www.msc-fuerstlich-drehna.de<br />

29./30.04. Jauer www.mc-jauer.de<br />

13./14.05. Mölln www.adachansa.de<br />

Weitere Informationen unter: www.adac.de/mx-masters<br />

Unsere Partner:<br />

17./18.06. Bielstein* www.mxmasters-bielstein.de<br />

15./16.07. Tensfeld www.adac.de/sh<br />

26./27.08. Gaildorf www.msc-gaildorf.de<br />

23./24.09. Holzgerlingen www.kfv-kalteneck.de<br />

*ohne ADAC MX Junior Cup<br />

Laudert GmbH + Co. KG,<br />

Bildnachweis: Kawasaki, Suzuki


ROCKSTAR KIEDROWSKI RACING TEAM<br />

Das neue Teamdesign kann sich sehen lassen ...<br />

<strong>2017</strong> LÄUFT<br />

Die Vorbereitungen für die neue Saison laufen und<br />

auch der Termin für das <strong>2017</strong>er-Team-Saisonstarttraining<br />

steht bereits. Am Sonntag, 5. März <strong>2017</strong>,<br />

geht es für die Teamfahrer wieder in eine beliebte<br />

Sandkuhle bei Hannover, um sich gemeinsam für<br />

die anstehenden Events vorzubereiten.<br />

Damit auch du in Zukunft den richtigen Support<br />

hast, solltest du die Vorteile nutzen, die man als<br />

Teamfahrer bei der Firma Kiedrowski Racing hat –<br />

wie z.B. Rennservice, Sportfahrerunterstützung<br />

oder die verschiedenen Teamtrainings.<br />

Für Teamchef Sven Kiedrowski startete die <strong>2017</strong>er<br />

Saison richtig gut, denn er konnte bereits im Rahmen<br />

der FIM-Super<strong>Enduro</strong>-WM in Riesa den 6. Gesamtrang<br />

in der nationalen Klasse einfahren.<br />

Nicht nur die Race-Performance, auch der Bike-Support<br />

des Teams kann sich sehen lassen – so gibt es<br />

bei der Firma Kiedrowski Racing reichlich Sportfahrerprogramme<br />

verschiedener Hersteller – und das<br />

nicht nur für Teamfahrer – einfach nachfragen!<br />

Neu am Lager! Die <strong>2017</strong>er Red-Moto-Honda-<strong>Enduro</strong>-<br />

Modelle sind verfügbar – jetzt zuschlagen!<br />

Beim Kauf einer neuen Suzuki RM-Z 250/450, Yamaha<br />

YZ/YZ-F/WR oder Honda CRF 250/450 beispielsweise<br />

gibt es für Sportfahrer top Konditionen und<br />

interessante Sportfahrerpakete. Beta-<strong>Enduro</strong>kunden<br />

erhalten je nach Meisterschaftsniveau neben<br />

Ersatzteilbudget und Fahrershirt das Bike zu absoluten<br />

Hammerpreisen. Auch bei den neuen<br />

Husqvarna-Modellen gibt es tollen Support – vor allem<br />

für <strong>Enduro</strong>-DM-/Pokal-, GCC- und auch Offroadscramble-Fahrer!<br />

Ruft an und lasst euch ein<br />

spezielles Angebot machen, Tel. 05052 912798.<br />

Die Firma Kiedrowski Racing Motorcycletrading ist<br />

mit mehr als 1000 Quadratmetern der größte Offroad-Shop<br />

in Norddeutschland und bereits seit einigen<br />

Jahren offizieller Honda- und Suzuki-MX-Stützpunkt<br />

für Norddeutschland, Husqvarna Center sowie<br />

seit mehr als zehn Jahren auch Beta- und Gas-<br />

Gas-Händler. Seit 2015 ist mit dem offiziellen Yamaha-MX-Stützpunkt<br />

für Norddeutschland eine weitere<br />

starke Marke hinzugekommen.<br />

Mehr Infos unter www.kiedrowski-racing.de<br />

Kiedrowski ist außerdem der offizielle Motoseat-<br />

Importeur für Deutschland und Österreich – bei Kiedrowski<br />

bekommt ihr Sitzbankbezüge in Wunschfarben<br />

für alle Modelle direkt vom Hersteller aus<br />

den USA!<br />

Mit dem Onlineshop www.husky24.de hat die Firma<br />

Kiedrowski Racing eine Plattform geschaffen, auf<br />

der alle Husqvarna-Piloten ihre Originalersatzteile<br />

bequem raussuchen und Powerparts sowie Bekleidung<br />

bestellen können. Perfekt für die Kunden ist<br />

die Zahlung per PayPal und der kostenlose Versand<br />

innerhalb Deutschlands ab einem Warenwert von<br />

99,- Euro.<br />

Ein besonderer Dank geht schon mal an die Sponsoren<br />

des Teams: Helge Schwark von der Firma HGT<br />

Greifer • Christian Keszler von Keszler Top Brands •<br />

BUY MX • Michelin • Castrol Power1 • P.O.W. Pro-Offroad-Wash<br />

(www.pro-offroad-wash.com) • ZAP-<br />

Technix • Silentsport • Ron und Dave vom Foliencenter<br />

Langenhagen und TRY-IT Stickers, die es mit<br />

ihrer Unterstützung ermöglichen, auch optisch immer<br />

professionell aufzutreten!<br />

Ihr wollt auch Teamfahrer werden?<br />

Ruft an unter 05052 912798!<br />

Infos zum Team gibt’s hier:<br />

Kiedrowski Racing Motorcycletrading<br />

Hetendorf 13, 29320 Hermannsburg<br />

Tel. 05052 912798<br />

Fax 05052 912896<br />

www.kiedrowski-racing.de<br />

www.husky24.de<br />

54<br />

MCE<br />

März '17


Sven Kiedrowski – Super<strong>Enduro</strong>-WM in Riesa<br />

Die Teamfahrer dürfen sich bereits auf das Saisonstarttraining freuen ...<br />

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Kiedrowski Racing – top Auswahl auf mehr als 1000 Quadratmetern!


MAXXIS CROSS-COUNTRY MEISTERSCHAFT<br />

Bald wird es wieder bunt<br />

Start frei<br />

Die Maxxis Cross Country Meisterschaft <strong>2017</strong> (GCC) steht in den Startlöchern. Die begehrtesten<br />

Klassen sind fast ausgebucht.<br />

Einschreibung / Nennung<br />

Am 22./23. April geht der Auftakt der beliebten<br />

Rennserie GCC im thüringischen Triptis über die<br />

Bühne. Schon früh im Jahr sind auch die Starterlisten<br />

der sechs anderen Events bereits gut gefüllt. In<br />

einigen Klassen müssen sich interessierte Teilnehmer<br />

bereits beeilen, wenn sie sich noch in die Serie<br />

einschreiben möchten. Gründe für eine Einschreibung<br />

in die Serie gibt es genug. Rein finanziell rechnet<br />

sich das nämlich schon ab drei Teilnahmen in<br />

der Saison. Als eingeschriebener Serienstarter ist<br />

außerdem ein Startplatz für jedes Einzelrennen garantiert.<br />

Einzige Voraussetzung ist die rechtzeitige<br />

Nennung bis zum Nennungsschluss, also zwei Wochen<br />

vor dem jeweiligen Event. Für Serienstarter ist<br />

es außerdem wesentlich einfacher, bei einer Veranstaltung<br />

zu nennen. In der Serienwertung warten<br />

auch tolle Preise. Alle Vorteile für Serienstarter findet<br />

man auf der Homepage der Serie: www.gcc.xccracing.com<br />

Zweite Einschreibung / Nennung<br />

Neu bei der GCC ist die Möglichkeit zur zweiten Einschreibung<br />

und Nennung. Die Fahrer, die in zwei<br />

Klassen starten möchten, können sich ab sofort vergünstigt<br />

in die Serie einschreiben und für die Einzelevents<br />

nennen. Dieser extra Menüpunkt ist neu<br />

auf der Homepage der Serie und bietet „Vielfahrern“<br />

optimale Bedingungen in der Serie.<br />

Zeitplan <strong>2017</strong> –<br />

Supersprint am Sonntagnachmittag<br />

Die GCC sprintet mit neuem Zeitplan in die Saison<br />

<strong>2017</strong>. Insgesamt sind 24 Klassen ausgeschrieben,<br />

die an zwei Renntagen mit jeweils vier Rennen auf<br />

das Wochenende verteilt sind. Der Zeitplan am<br />

Samstag wird im Wesentlichen unverändert bleiben.<br />

Hier werden die Oldies, die Damen, die Beginner<br />

und Gäste an den Start gehen. Im letzten Rennen<br />

des ersten Renntages kommen dann noch die<br />

Junioren und Youngster dazu, die Nachwuchshoffnungen<br />

sind somit im teilnehmerstärksten Rennen<br />

am Samstagnachmittag im Einsatz.<br />

Sonntag machen wie immer die Quad- und ATV-<br />

Klassen den Anfang. Hier gibt es <strong>2017</strong> einige Neuerungen.<br />

Die Quad-Klassen „Damen“, „Super Senior“<br />

und „Pre Senior“ wurden ins Programm<br />

aufgenommen. Nach den Quads werden die ganz<br />

„kleinen“ 65er- und 85er-Klassen auf die Strecke<br />

geschickt. Anschließend wird’s deutlich schärfer:<br />

Die neue XC-Supersprint-Klasse startet mit einem<br />

freien Training, bevor am frühen Nachmittag dann<br />

die Sportklassen 1 bis 3 zusammen mit den XC Pros<br />

auf die Bühne treten. Ein hochkarätiges Fahrerfeld<br />

verspricht Spannung bis zur letzten Runde.<br />

Für das achte und letzte Rennen des Wochenendes<br />

geht’s dann für die neuen Supersprinter richtig zur<br />

Sache. Diese neue MX-Klasse mit verkürzter Renndistanz<br />

von nur 40 Minuten hat bereits jetzt viele<br />

Fans. Über 30 Fahrer haben sich bereits eingeschrieben.<br />

GCC Promoter Baboons setzt aber bereits<br />

im Vorfeld ein Limit bei 50! In der XC Supersprint<br />

ist nicht nur die Renndistanz kürzer als bei<br />

allen anderen Rennen der GCC, auch die Strecke<br />

wird gekürzt und fast ausschließlich aus den Crossparts<br />

der einzelnen Veranstalterstrecken bestehen.<br />

Die Supersprinter werden auch die einzigen Fahrer<br />

sein, die in den Genuss eines freien Trainings kommen<br />

werden. Die genauen Rennzeiten gibt es im<br />

Zeitplan auf Seite 58.<br />

Breitensportpreis „Made in USA“<br />

Auch <strong>2017</strong> wartet auf alle eingeschriebenen GCC-<br />

Fahrer ein besonderes Schmankerl bei der Verlosung<br />

im Rahmen der Meisterschaftsfeier zum Saisonabschluss:<br />

Beim Finale in Bühlertann wird eine<br />

ganz besondere Sportreise in die USA verlost. Für<br />

den Gewinner geht es samt Begleitperson für eine<br />

Woche in das Nordic Florida MX Camp nach Palatka/<br />

USA. Hier gibt es auf verschiedenen traumhaften<br />

Strecken optimale Bedingungen, um zu wohnen, zu<br />

trainieren oder einfach Fun mit Gleichgesinnten zu<br />

haben. Ran an die Einschreibung und mit etwas<br />

Glück ab in die USA!<br />

56<br />

MCE<br />

März '17<br />

Die GCC ist eine eingeschworene Gemeinschaft


Neue Klasseneinteilung bei den Quads<br />

57<br />

MCE<br />

März '17


MAXXIS CROSS-COUNTRY MEISTERSCHAFT<br />

58<br />

MCE<br />

März '17


Wer steht <strong>2017</strong> ganz oben?


RALLYE: DAKAR<br />

Dramatischste Rallye seit Jahren<br />

geht an Sam Sunderland<br />

60<br />

MCE<br />

März '17<br />

KTM blieb auch <strong>2017</strong> ungeschlagen<br />

und gewann den Wüstenklassiker<br />

zum 16. Mal in Folge


Die 39. Auflage des Marathon-Rennens führte <strong>2017</strong> von Paraguay über Bolivien bis nach<br />

Argentinien. Am 14. Januar endete die Dakar nach über 8000 Kilometern auf unterschiedlichstem<br />

Terrain in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires. Nach zwölf hochdramatischen<br />

Etappen konnte KTM ein sensationelles Dreifachpodium hinlegen – Sam Sunderland<br />

(GB) gewann die Rallye vor seinen Markenkollegen Matthias Walkner (A) und Gerard Farres<br />

Guell (E). Für die Mattighofener Truppe war es bereits der 16. Sieg in Folge, denn wieder<br />

hatte es Hauptkonkurrent Honda verpasst, KTM vom Thron zu stoßen.<br />

61<br />

MCE<br />

März '17


RALLYE: DAKAR<br />

Sam Sunderland triumphierte bei der 39. <strong>Ausgabe</strong><br />

der Dakar und holte gleichzeitig den 16. Sieg in Folge<br />

für seinen Arbeitgeber<br />

Die diesjährige <strong>Ausgabe</strong> der schwersten Langstreckenrallye hatte es im wahrsten<br />

Sinne in sich. Die Organisatoren kündigten bereits lange vor dem Start am<br />

2. Januar an, dass es eine der kompliziertesten Rallyes in der Dakar-Geschichte<br />

werden solle. Grund dafür war die Kritik an der vorangegangenen Dakar, diese<br />

sei schlichtweg zu einfach gewesen. Reagiert wurde prompt und der Schwierigkeitsgrad<br />

signifikant nach oben korrigiert. Besonders navigatorisch wurde eine<br />

Schippe draufgelegt. Doch auch die Route wurde im Gegensatz zu den Vorjahren<br />

geändert und führte erstmals auch durch Paraguay. Dort galt es, für Mensch und<br />

Maschine äußerst heiße Temperaturen zu überstehen, bevor es ins bolivianische<br />

Hochland und damit auf mehr als 3000 Meter Höhe ging. Ganze sechs Tage<br />

bewegte sich der Rallye-Tross in dieser Höhe, wo plötzlich ganz andere Gegebenheiten,<br />

zum Beispiel Temperaturen um den Gefrierpunkt, den Alltag bestimmten.<br />

Zudem mussten die Piloten mit der dünnen Luft umgehen und sich<br />

schnellstmöglich an die Situation anpassen, um ganz vorn mitfahren zu können.<br />

Abgerundet wurde das Ganze schließlich von den schier unendlich wirkenden<br />

Sanddünen Argentiniens. Das Fahrerfeld in diesem Jahr versprach ein<br />

62<br />

MCE<br />

März '17


Höchstmaß an Spannung und machte eine Vorhersage ziemlich schwer. Sowohl<br />

KTM als auch Honda gingen mit einem Großaufgebot der Rallye-Elite an den<br />

Start. Doch auch Husqvarna, Sherco und Yamaha waren nicht zu unterschätzende<br />

Gegner und wollten ebenfalls den ein oder anderen Etappensieg abgreifen.<br />

Im Großen und Ganzen kam es jedoch zum erwarteten Duell der Motorradgiganten<br />

KTM und Honda in der Wüstenlandschaft Südamerikas. Seit mehreren Jahren<br />

versuchen die Japaner nun, diesen brisanten Zweikampf für sich zu entscheiden<br />

und sind bisher stets gescheitert. Doch keiner ahnte mit dem Start des<br />

Rallye-Klassikers am 2. Januar in Asunción (Paraguay), wie dramatisch dieses<br />

Rennen werden sollte. Die Auftaktetappe gewann Sherco-Pilot Juan Pedrero (E),<br />

nachdem zunächst Yamaha-Pilot Xavier de Soultrait (F) die schnellste Zeit markierte.<br />

Der Franzose bekam im Ziel aber eine Zeitstrafe und damit erbte Pedrero<br />

den ersten Etappensieg dieser Rallye. Die großen Namen wie Titelverteidiger Toby<br />

Price (AUS), Matthias Walkner (A), Sam Sunderland (GB), Paulo Goncalves (P)<br />

oder Joan Barreda (E) hielten sich auf dem Prolog-ähnlichen „Micky-Maus-Kurs“<br />

des ersten Tages noch zurück. Schließlich kommt das Motto „Abgerechnet wird<br />

63<br />

MCE<br />

März '17


RALLYE: DAKAR<br />

Matthias Walkner kämpfte sich<br />

nach einem harten Jahr 2016 zurück<br />

an die Weltspitze und beendete<br />

die Rallye als Zweiter<br />

zum Schluss“ nicht von irgendwoher. Interessanter und vor allem aussagekräftiger<br />

gestalteten sich jedoch die Etappen an Tag 2 und 3. Binnen dieser beiden<br />

Tage mussten die Piloten 1500 Gesamtkilometer, davon etwas mehr als 600<br />

Wertungskilometer, absolvieren. Nun schlug die Stunde der Werkspiloten, denn<br />

bei derart langen Tagesetappen gilt es, möglichst wenig Zeit zu verlieren. Angriffslustig<br />

präsentierten sich dabei KTM-Haudegen Toby Price und sein zu Beginn<br />

schärfster Konkurrent Juan Barreda (Honda). Während Price den zweiten<br />

Tag der Rallye gewann, konterte Barreda am dritten Tag und sicherte sich seinerseits<br />

den Tagessieg. Doch nicht nur das, der Spanier übernahm auch die Gesamtführung!<br />

Die 3. Etappe war navigatorisch enorm anspruchsvoll und forderte<br />

allerhöchste Konzentration. Fehler waren schnell gemacht, wie es das Beispiel<br />

von Toby Price zeigte. Trotz all seiner Erfahrung verpasste er einen Abzweig<br />

und drehte anschließend orientierungslos einige Ehrenrunden, bevor er die eigentliche<br />

Strecke wiedergefunden hatte. Dieser Ausritt brachte dem Titelverteidiger<br />

über 21 Minuten Rückstand zur Spitze ein und damit geriet der Australier<br />

bereits frühzeitig unter Druck!<br />

Und genau dieser Druck, die verlorene Zeit wieder aufholen zu müssen, sollte<br />

Price zum Verhängnis werden. Auf der vierten Etappe, die vom argentinischen<br />

San Salvador de Jujuy nach Tupiza und damit Bolivien führte, kam es zu einem<br />

folgenschweren Crash des KTM-Werkspiloten. Price verlor bei hoher Geschwindigkeit<br />

die Kontrolle über sein Arbeitsgerät und stürzte so heftig, dass er sich<br />

dabei den Oberschenkel brach. Die Medical-Crew war glücklicherweise schnell<br />

vor Ort und transportierte Price via Hubschrauber ins Krankenhaus. Für die KTM-<br />

Truppe war dieser Ausfall ihres Top-Stars ein herber Rückschlag! Fortan lasteten<br />

alle Hoffnungen auf dem Österreicher Matthias Walkner und dessen Teamkollegen<br />

Sam Sunderland. Honda-Werkspilot Paulo Goncalves dürfte an diesem Tag<br />

ein Déjà-vu gehabt haben, denn er erreichte den gestürzten Australier als Erster<br />

und blieb bis zum Eintreffen des Helis bei ihm. Im Vorjahr zeigte sich Goncalves<br />

schon einmal als wahrer Sportsmann, als er bei Matthias Walkner, der einen<br />

ganz ähnlichen Sturz hatte, erste Hilfe leistete!<br />

Nach dem Ausfall von Toby Price schien nun in der Gesamtwertung Honda-<br />

Werkspilot Joan Barreda als Top-Anwärter für den Dakar-Sieg <strong>2017</strong> zu gelten. Der<br />

Spanier erarbeitete sich binnen der ersten Tage einen respektablen Vorsprung<br />

auf seine Konkurrenten. Doch der Paukenschlag ließ nicht lange auf sich warten!<br />

Noch am Abend des vierten Renntages überraschten die Kommissare das Honda-Werksteam<br />

mit einer Hiobsbotschaft – eine Stunde Strafzeit für das komplette<br />

Team! Im Fahrerlager herrschte blanke Verwirrung, der Grund für diese Entscheidung<br />

war jedoch einleuchtend: ein Tankstopp in einer verbotenen Zone!<br />

Anhand der GPS-Daten konnte dieser Regelverstoß nachgewiesen werden und<br />

traf besonders Joan Barreda mit voller Wucht. Durch diese Entscheidung fiel der<br />

Spanier von Platz 1 auf Platz 7 zurück und war mit seinem Rückstand quasi chancenlos.<br />

Ebenso erging es seinen Teamkollegen Paulo Goncalves, Michael Metge<br />

(F) und Ricky Brabec (USA). Somit wurde die Tabelle ordentlich durchgewirbelt<br />

und plötzlich war Husqvarna-Werkspilot Pablo Quintanilla (RCH) in der Gesamtwertung<br />

ganz vorn zu finden. Knapp dahinter lauerte allerdings die versammelte<br />

KTM-Elite in Form von Matthias Walkner, Privatier Stefan Svitko und Sam Sunderland.<br />

Letzterer übernahm am fünften Tag der Dakar das Zepter und begab<br />

sich damit erstmals aus der Deckung. Sunderland hatte in den vergangenen Jahren<br />

viel Pech, brach sich unter anderem beide Handgelenke und konnte die Dakar<br />

im Vorjahr wegen eines gebrochenen Beins nicht bestreiten. Umso größer<br />

die Überraschung, dass der Brite am Ende der ersten Woche die Führung übernahm.<br />

Zugleich schwenkte das Wetter in der bolivianischen Hochebene drastisch<br />

um. Starke Regenfälle machten den Organisatoren zu schaffen, denn diese<br />

verwandelten die geplante Strecke in teilweise unpassierbares Terrain. Nachdem<br />

bereits die fünfte Etappe verkürzt werden musste, wurde die sechste gleich<br />

komplett gestrichen! Die Unwetter hatten der geplanten Route zu stark zugesetzt<br />

und bescherten dem gesamten Fahrerfeld einen zusätzlichen Ruhetag. Die<br />

Wetterkapriolen begleiteten den Rallyetross auch auf den folgenden Etappen,<br />

die immer wieder verkürzt werden mussten. Das Honda-Team versuchte indes<br />

alles, um in Sachen Gesamtwertung wieder nach vorn zu kommen. So gewann<br />

64<br />

MCE<br />

März '17


Nicht euer Ernst: Etwas verschaukelt<br />

dürfte sich Joan Barreda wohl<br />

gefühlt haben, als er vom Faupax<br />

seines Teams erfuhr. In Führung<br />

liegend kassierte er eine Zeitstrafe<br />

an der er eigentlich keine Schuld<br />

hatte<br />

US-Boy Ricky Brabec die siebte Etappe und holte seinen allerersten Tagessieg.<br />

Joan Barreda riskierte am achten Fahrtag seinerseits sehr viel, mit Erfolg, er<br />

wurde mit dem Tagessieg belohnt. Doch es half nichts, Sam Sunderland blieb<br />

trotz der zahlreichen Attacken seiner Konkurrenten in Führung und konnte diese<br />

sogar noch ausbauen. Als am Abend des achten Fahrtages die Absage der längsten<br />

und schwierigsten neunten Etappe bekanntgegeben wurde, machte sich<br />

etwas Unbehagen breit. Während es der in Führung liegenden KTM-Truppe in die<br />

Karten spielte, blieb dem Honda-Team so immer weniger Gelegenheit, den<br />

durch die Zeitstrafe aufgebrummten Rückstand wettzumachen.<br />

Weiter ging es also erst mit der zehnten Etappe, die es jedoch in sich hatte. Sengende<br />

Hitze bestimmte das Geschehen auf der Fahrt von Chilecito nach San Juan.<br />

Auf dem Programm standen 750 Gesamtkilometer, von denen 449 als gezeitete<br />

Wertungsprüfung zu absolvieren waren. Allen voran bewies Honda-Pilot<br />

Joan Barreda trotz der nahezu aussichtslosen Lage, zu welch famoser Leistung<br />

er im Stande war. Der Spanier gewann die Etappe ohne einen einzigen Fehler zu<br />

machen. Wie anstrengend solch ein Husarenritt sein kann, zeigte sich am Beispiel<br />

des zweitplatzierten Stefan Svitko. Der Slowake erreichte das Ziel hinter<br />

Barreda und brach anschließend zusammen, sodass er ins Krankenhaus gebracht<br />

werden musste. Dramatische Szenen spielten sich auch im Husqvarna-<br />

Lager ab, nachdem Pablo Quintanilla (RCH) anfangs der Etappe mit technischen<br />

Problemen zu kämpfen hatte und bei Kilometer 400 völlig erschöpft aufgeben<br />

musste.<br />

Für die KTM-Elite lief es unterdessen problemlos. Sam Sunderland konnte seine<br />

Führung trotz der komplizierten und brutalen Bedingungen halten. Matthias<br />

Walkner profitierte zwar vom Ausfall Quintanillas, lieferte aber trotzdem eine<br />

souveräne Leistung ab und verbesserte sich auf Platz 2. Den größten Sprung<br />

legte Gerard Farres Guell hin. Der spanische KTM-Fahrer konnte sich von Platz 5<br />

auf Platz 2 vorarbeiten, wenngleich auch er vom Ausfall des Chilenen profitierte.<br />

So sehr die Konkurrenz sich an den letzten beiden verbleibenden Tagen der Dakar<br />

streckte, es blieb dabei, Sunderland behielt die Nerven und war bis zum Ziel-<br />

einlauf in Buenos Aires nicht zu bremsen. Damit erfüllte sich der 27-jährige Brite<br />

einen Lebenstraum und holte den 16. Sieg in Folge für KTM. Gleichzeitig ist er<br />

der erste Brite überhaupt, der bei einer Dakar ganz oben auf dem Treppchen<br />

stand! „Es ist einfach unglaublich“, so Sunderland im Ziel. „Die Dakar ist die<br />

Rallye, die jeder gewinnen möchte. Ich habe es bereits mehrfach versucht und<br />

nie ins Ziel geschafft. Nun hat es geklappt! Die Last auf meinen Schultern in der<br />

letzten Woche war riesig. Es ist ein überwältigendes Gefühl. Ich möchte meinem<br />

Team danken, dem Veranstalter und all den Leuten um mich herum. Es war<br />

enorm schwer, cool zu bleiben, speziell wenn du einen Fehler gemacht hast.<br />

Man trainiert das gesamte Jahr über mit voller Kraft nur für diese eine Rallye und<br />

diesen Sieg! Das als erster Engländer geschafft zu haben, ist einfach unglaublich.<br />

Mir fehlen die Worte“, so Sunderland weiter.<br />

Auch für Matthias Walkner war der 2. Platz ein ganz besonderer Erfolg in seiner<br />

bisherigen Rallye-Karriere. Nach seinem schweren Crash 2016 kämpfte sich der<br />

Österreicher wieder zurück an die Spitze der Rallyeszene und bewies eindrucksvoll,<br />

was man mit der richtigen Willensstärke erreichen kann. Bei der diesjährigen<br />

<strong>Ausgabe</strong> blieb Walkner immer am Ball und biss die Zähne zusammen.<br />

Selbst ein verdrehtes Knie konnte den KTM-Profi nicht stoppen. „Das war wirklich<br />

eine anstrengende Dakar, deshalb ist es ein umso großartigeres Gefühl, in<br />

Buenos Aires auf dem Podium zu stehen. Ich hatte ein hartes letztes Jahr, jetzt<br />

hier zu stehen, ist wie ein wahrgewordener Traum. Den schwierigsten Moment<br />

hatte ich während Etappe 10, da bestand die Möglichkeit, dass sich meine Position<br />

ändert. Vor der Etappe habe ich mir das Roadbook ganz genau angeschaut,<br />

um mir hoffentlich einen Vorteil zu erarbeiten. Das hat sich glücklicherweise<br />

ausgezahlt und es fühlt sich gut an, so belohnt zu werden.“<br />

Bei Honda blieb auf der einen Seite die Enttäuschung, auf der anderen Seite das<br />

Wissen, immerhin das schnellste Bike am Start gehabt zu haben. So zumindest<br />

erklärte es HRC-Präsident Yoshishige Nomura: „Ich bin stolz auf unser Team und<br />

unsere Fahrer, dass sie trotz der Zeitstrafe nicht aufgegeben haben. Der Blick<br />

auf die finalen Gesamtzeiten zeigt, dass unsere Fahrer abzüglich der Strafe den<br />

65<br />

MCE<br />

März '17


RALLYE: DAKAR<br />

Paulo Goncalves war ebenso von der Zeitstrafe<br />

betroffen wie Barreda, fand aber<br />

deutlichere Worte: „Ohne diese Zeitstrafe<br />

wären wir auf den ersten beiden Plätzen gelandet.<br />

Jetzt müssen wir ein weiteres Jahr<br />

auf unseren verdienten Erfolg warten.“<br />

Laia Sanz verfehlte ihren Plan, unter die<br />

Top-15 zu kommen, nur knapp und erreichte<br />

das Ziel auf Rang 16 von 98 Piloten, die das<br />

schafften! Eine sensationelle Leistung der<br />

Spanierin<br />

66<br />

MCE<br />

März '17


Die Dakar <strong>2017</strong> hatte mit zahlreichen Wetterkapriolen<br />

zu kämpfen. Heftige Regenfälle<br />

setzten nicht nur das Fahrerlager unter<br />

Wasser, sondern auch weite Teile der geplanten<br />

Strecke<br />

Sieg verdient hätten.“ Nichtsdestotrotz<br />

dürfte die Frustration gerade angesichts<br />

dieser Rechnung ziemlich<br />

hoch sein; speziell bei den Werkspiloten,<br />

die im Prinzip nichts für die verhängte<br />

Zeitstrafe konnten, denn die<br />

Entscheidung des Tankstopps an<br />

„verbotener“ Stelle traf die Teamleitung.<br />

In der Endabrechnung belegte<br />

Joan Barreda Rang 5 und Paulo Goncalves<br />

Rang 6. Barreda zeigte sich gegenüber<br />

der Presse aber versöhnlich<br />

und zog sein ganz eigenes Resümee:<br />

„Ich habe alles gegeben, was ich geben<br />

konnte, auch wenn wir unser Ziel<br />

nicht erreicht haben. Im Inneren fühle<br />

ich mich dennoch gut. Ich habe das<br />

gesamte Jahr über hart gearbeitet<br />

und das hat sich gelohnt. Im Gegensatz<br />

zum vergangenen Jahr haben wir<br />

einige Änderungen vorgenommen,<br />

um bei der Dakar noch stärker sein zu<br />

können. Das hat funktioniert! Wir<br />

konnten das Bike weiterentwickeln,<br />

das während des gesamten Rennens<br />

nicht das geringste Problem zeigte.“<br />

Ganz unrecht hat der Spanier damit<br />

nicht, denn in den vergangenen Jahren<br />

zeigten die Honda-Bikes immer<br />

wieder Schwächen. Zumindest können<br />

die Japaner einen moralischen<br />

Sieg vorweisen und es im kommenden<br />

Jahr besser machen.<br />

Dass nicht nur die Herren derartige<br />

Torturen überstehen, zeigte die Spanierin<br />

Laia Sanz, die speziell in der<br />

zweiten Woche der Dakar deutlich zulegen<br />

konnte. Nachdem sie in den<br />

ersten Tagen Zeit verloren hatte, beendete<br />

die KTM-Werksfahrerin die<br />

Rallye Dakar auf einem beeindruckenden<br />

16. Gesamtrang! Die fünffache<br />

<strong>Enduro</strong>weltmeisterin ist damit<br />

die unangefochtene, weltweit beste<br />

Rallyepilotin. Lobenswert ist auch der<br />

Auftritt von Ex-<strong>Enduro</strong>-Haudegen Pela<br />

Renet, der bei seiner zweiten Dakar<br />

zwar relativ unauffällig, dafür aber effektiv<br />

unterwegs war. Der Franzose<br />

beendete die Dakar auf einem guten<br />

7. Platz. Das gilt auch für den Portugiesen<br />

Joaquim Rodrigues, dessen<br />

Fabrikat eine Hero war und ihn trotz<br />

anfänglicher Skepsis nicht im Stich<br />

ließ. Im Gegenteil, Rodrigues fuhr ins<br />

Ziel und belegte bei seiner ersten Dakar-Teilnahme<br />

den 10. Platz. Letztendlich<br />

ist es genau diese Faszination,<br />

die die Dakar auszeichnet und von<br />

deren Geschichten sie lebt.<br />

• Text: Marco Burkert; Fotos: KTM, Honda<br />

Photo:© Juan Pablo Acevedo<br />

VON PROFIS<br />

F†R CHAMPIONS!<br />

39. Rallye Dakar - 2.-14.1.<strong>2017</strong><br />

Ergebnis:<br />

Bikes - gesamt: 1. Sam Sunderland, GB, KTM,<br />

32:06:22; 2. Matthias Walkner, A, KTM, 32:38:22;<br />

3. Gerard Farres Guell, E, KTM, 32:42:02; 4. Adrien<br />

van Beveren, F, Yamaha, 32:42:50; 5. Joan Barreda<br />

Bort, E, Honda, 32:49:30; 6. Paulo Goncalves, P,<br />

Honda, 32:58:51; 7. Pela Renet, F, Husqvarna,<br />

33:<strong>03</strong>:57; 8. Franco Caimi, ARG, Honda, 33:48:40;<br />

9. Helder Rodrigues, P, Yamaha, 34:09:28; 10. Juan<br />

Carlos Salvatierra, BOL, KTM, 34:29:15.<br />

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KOLUMNE: MARIA FRANKE<br />

Zwangspause<br />

Hallo Leute,<br />

der Winter hatte unsere Region im Januar größtenteils<br />

fest im Griff, demzufolge war Motorradfahren<br />

etwas schwierig. Auf der einen Seite war das natürlich<br />

schade, auf der anderen Seite blieb dank dieser<br />

Zwangspause Zeit für andere Beschäftigungen.<br />

Wenn schon einmal so viel Schnee liegt, dann sollte<br />

man auch Skifahren gehen. Genau das habe ich gemacht,<br />

um die schönen Seiten dieser Jahreszeit<br />

bestmöglich zu nutzen.<br />

68<br />

MCE<br />

März '17<br />

Gefreut habe ich mich auch über die Einladung der<br />

„SachsenKrad“ in Dresden. Die Organisatoren dieser<br />

Motorradmesse versuchen den Offroad-, speziell<br />

den <strong>Enduro</strong>sport, einem breiten Publikum zu<br />

präsentieren. Eine super Sache, wie ich finde! Ich<br />

wusste bis dato beispielsweise nicht, wie groß die<br />

SachsenKrad eigentlich ist. Auf der Hauptbühne<br />

hatte ich im Rahmen eines Interviews die Gelegenheit,<br />

über meine Erlebnisse in der <strong>Enduro</strong>-Weltmeisterschaft<br />

zu berichten und den Messebesuchern<br />

damit einen kleinen Eindruck von der<br />

spannenden Welt des <strong>Enduro</strong>sports zu vermitteln.<br />

Doch so ganz ohne Motorradfahren verging der Januar<br />

dann doch nicht ;-). In Leipzig feierte das verrückte<br />

Showspektakel Kings of Xtreme seine achte<br />

Auflage und ging dabei wieder zurück zu den Wurzeln.<br />

Das bedeutete, mehr Freestyle, mehr Show –<br />

eben eine Mixtur aus verschiedenen Sportarten. Ich<br />

selbst durfte zusammen mit einigen Fahrerkollegen<br />

und Jungs anderer Sportarten ein E-Bike-Rennen<br />

bestreiten. KTM hatte eigens für dieses Event mehrere<br />

Freeride-E-Modelle zur Verfügung gestellt. Anfangs<br />

hätte ich mir nie träumen lassen, wie viel<br />

Spaß diese Teile machen und was damit doch alles<br />

möglich ist. Klar, es ist ungewohnt, ohne Kupplung<br />

und ohne Schalthebel zu fahren. Auch die Fußbremse<br />

ist nicht dort, wo ich es gewohnt bin, sondern<br />

lässt sich (ähnlich wie beim Fahrrad) über einen<br />

Handbremshebel bedienen. Überrascht hat mich<br />

die Durchzugskraft des E-Motors, also an Power<br />

mangelt es der Freeride-E nicht. Alles in allem eine<br />

coole Veranstaltung, bei der wir Fahrer jede Menge<br />

Spaß hatten und dem Publikum eine tolle Show bieten<br />

konnten.<br />

Wie geht es nun weiter? Nun, soweit es das Wetter<br />

zulässt, beginnt die Vorbereitung auf die <strong>Enduro</strong>saison.<br />

Ich hoffe, dass es bald möglich ist, wieder<br />

mit dem Motorrad outdoor zu trainieren und sich somit<br />

vernünftig auf die ersten Rennen der Saison einstellen<br />

zu können. Mein erstes Rennen in diesem<br />

Jahr wird nach aktuellem Stand der Wintercup in<br />

Dolle (27./28. Februar) sein, bevor es am 11./12.<br />

März mit der Deutschen <strong>Enduro</strong>meisterschaft in Uelsen<br />

losgeht.<br />

Bis dahin,<br />

eure Maria<br />

• Foto: RocketPix/Matthias Matz


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KOLUMNE: EDDY FRECH<br />

Saisonvorbereitungen laufen<br />

Hey, ihr Motorsportverrückten,<br />

die Vorbereitungen für die neue Saison sind, wie<br />

schon in der letzten <strong>Ausgabe</strong> erwähnt, voll im Gange.<br />

Seit Mitte Januar habe ich einen individuellen Trainingsplan.<br />

Dieser ist gänzlich unabhängig vom<br />

Motorradfahren. Ich war mit Papa bei dem Sportmediziner,<br />

den uns Martin Spittank empfohlen hat.<br />

Er hat mich angeschaut und geprüft, welche Muskeln<br />

gut und welche weniger gut entwickelt sind.<br />

Nun trainiere ich alle zwei Tage abwechselnd verschiedene<br />

Übungen, um die fehlenden Muskeln<br />

aufzubauen. Außerdem trainiere ich auf dem Fahrrad<br />

oder Crosstrainer, um meine Ausdauer zu verbessern.<br />

Dazu haben wir einen kleinen Trainingsraum eingerichtet.<br />

Zurzeit liegt so viel Schnee bei uns, dass ich<br />

draußen nur Schlitten fahren kann – was ich jedoch<br />

auch total klasse finde! Wenn das Wetter wieder<br />

besser wird, kann ich dann auch endlich wieder<br />

draußen joggen gehen oder Rad fahren.<br />

Das dritte Wintertraining von Collin Dugmore in<br />

Rottleben, wo wir Mitte Januar waren, war wieder<br />

total super. In der Halle war es zwar sehr kalt, aber<br />

Spaß hat es trotzdem gemacht. Mit meinem Motorrad<br />

komme ich immer besser zurecht. Es macht echt<br />

super Spaß, damit zu fahren, und ich bin froh, dass<br />

ich schon dieses Jahr auf das größere Motorrad<br />

umgestiegen bin.<br />

In der Schule klappt es zurzeit auch echt gut. Ich<br />

bin der zweitbeste Junge in meiner Klasse, das freut<br />

meine Eltern natürlich auch sehr. Ich bin auch echt<br />

froh, dass sich meine Eltern dafür entschieden haben,<br />

mich nicht ins Gymnasium, sondern in die<br />

Oberschule zu schicken. Damit habe ich wesentlich<br />

mehr Freizeit und so steht dem besten Hobby der<br />

Welt nix im Wege!<br />

Meine Startnummer ist von Anfang an die „4“ und<br />

ich glaub’, ihr wisst alle, wo die herstammt. Genau,<br />

vom „GOAT“ (Greatest of all time), Ricky Carmichael!<br />

Er hat mich als ganz kleiner Junge fasziniert.<br />

Ich habe immer die alten Videos von Papa inhaliert<br />

und das immer und immer wieder – er war damals<br />

für mich einfach der Größte auf dem Bike! Außerdem<br />

habe ich schon immer gerne Zeitungen angeschaut,<br />

die Papa hatte, und jetzt lese ich jede <strong>Ausgabe</strong>.<br />

Ab diesem Jahr ist für den ADAC-Kader Ost der<br />

mehrfache deutsche Meister im Supermoto, Jürgen<br />

Künzel, unser Trainer und ich bin auf die Zusammenarbeit<br />

sehr gespannt. Unser bisheriger Trainer<br />

Martin Spittank schafft es leider zeitlich nicht mehr,<br />

uns zu betreuen. Auf diesem Wege möchte ich ihm<br />

Danke sagen, denn er ist immer für uns dagewesen<br />

und es ist sehr schade, dass er aufhört. Ich habe<br />

viel von ihm gelernt, gerade auf unserer anspruchsvollen<br />

Hausstrecke in Jauer. Martin ist für<br />

mich mit seiner ausgeglichenen Art ein großes Vorbild!<br />

Ich habe viele Fahrtechniken von ihm lernen<br />

können!<br />

Nun freue ich mich auf die Winterferien, eine Woche<br />

davon werde ich faulenzen und eine Woche<br />

geht’s zum Training – wohin, das verrate ich euch<br />

beim nächsten Mal!<br />

Bis dahin, euer Eddy<br />

70<br />

MCE<br />

März '17


46. Jahrgang • D: 4,50 A: 5,00 LUX: 5,00 B: 5,00 NL: 5,00 I: 5,00 (Alle Angaben in Euro) 8,50 CHF • D 3392 E • ISSN 2198–2902<br />

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INTERVIEW: ANDRÉ RUDOLPH<br />

72<br />

MCE<br />

März '17


Nachwuchsförderung<br />

im <strong>Enduro</strong>sport – ein<br />

schwieriges Thema?<br />

Es ist kein Geheimnis, dass in Deutschland sehr wenig passiert, wenn über<br />

das Thema Nachwuchsförderung gesprochen wird. Die Folgen fehlender Unterstützung<br />

sind weithin spürbar, speziell wenn wir auf das Thema <strong>Enduro</strong>sport<br />

zu sprechen kommen. Der Fahrerrückgang in der A-Lizenz der Deutschen<br />

<strong>Enduro</strong>meisterschaft beispielsweise ist nicht von der Hand zu weisen. Und<br />

auch im internationalen Vergleich hinkt man hierzulande deutlich hinterher<br />

und musste in den vergangenen Jahren einen deutlichen Einbruch des Spitzensports<br />

hinnehmen. Ein Problem, das nicht zuletzt auf die fehlende Unterstützung<br />

junger talentierter Fahrer zurückzuführen ist. Zwar gibt es genügend<br />

Vereine, die sich bemühen, ihren Schützlingen bestmöglich unter die Arme zu<br />

greifen, doch ein Verein allein genügt oft nicht. Dass es auch anders geht,<br />

zeigte der ADAC Sachsen im vergangenen Jahr mit einer neuen Idee, die in Zusammenarbeit<br />

mit sächsischen Offroadclubs entstand. Das Ziel: Motorsportinteressierte<br />

Kinder im Alter von 6 bis 15 Jahren an den klassischen <strong>Enduro</strong>sport<br />

heranzuführen. Nach einer Pilotveranstaltung im Jahr 2015 war man sich<br />

schnell einig, eine Rennserie für Kids im Folgejahr einzuführen. Dies fand in<br />

den ohnehin Offroadsport-begeisterten Regionen Sachsens großen Anklang<br />

und geht in diesem Jahr bereits in die zweite Runde. Wir haben mit André Rudolph<br />

über die Entstehung und Entwicklung des ADAC Sachsen <strong>Enduro</strong> Jugend<br />

Cups gesprochen. Der Chemnitzer engagiert sich seit Jahren leidenschaftlich<br />

für den <strong>Enduro</strong>sport und ist beim ADAC Sachsen unter anderem für die Sportförderung<br />

zuständig.<br />

73<br />

MCE<br />

März '17


INTERVIEW: ANDRÉ RUDOLPH<br />

MCE: Hallo André, wie kam es genau zu der Idee, einen <strong>Enduro</strong> Jugend Cup ins Leben<br />

zu rufen?<br />

André Rudolph: Der ADAC Sachsen intensivierte in den letzten Jahren seine Arbeit in<br />

der Ausbildung von lizenzierten Trainern innerhalb seiner Ortsclubs. Ziel ist dort der<br />

strukturierte Aufbau von regelmäßigen Trainings unter fachlicher Anleitung von qualifizierten<br />

Trainern. Ein System, das im Fußball, Handball oder in der Leichtathletik<br />

schon immer besteht, im Motorsport so aber nie vorhanden war. Natürlich will der<br />

Nachwuchs nicht nur trainieren, sondern auch Wettkämpfe bestreiten. Der Impuls kam<br />

aus den <strong>Enduro</strong>regionen Nordsachsen und Erzgebirge. In diesen Regionen strebt man<br />

mit der sehr guten Nachwuchsarbeit den klassischen <strong>Enduro</strong>sport an und will nicht<br />

über andere Disziplinen gehen. Die logische Konsequenz war, ein neues Format auf die<br />

Beine zu stellen, das es so in Deutschland noch nicht gab.<br />

Welche Hürden galt es zu nehmen, um die Rennserie auf die Beine zu stellen?<br />

Die Hürden waren gar nicht so hoch, es galt nur, alle an einen Tisch zu bringen und ein<br />

Konzept sowie die Umsetzung zu erarbeiten. Die Unerfahrenheit bezüglich „Mini“-<strong>Enduro</strong>s<br />

im klassischen Format für Kinder war wohl die größte Hürde.<br />

Der Einstieg in den klassischen <strong>Enduro</strong>sport ist für junge Talente keinesfalls einfach.<br />

Bisher führte kaum ein Weg daran vorbei, bis zum 16. Lebensjahr <strong>Motocross</strong> zu fahren,<br />

bevor man mit dem Erwerb des Führerscheins an klassischen <strong>Enduro</strong>-Wettbewerben<br />

teilnehmen konnte. Das hat sich mit dem <strong>Enduro</strong> Jugend Cup geändert, oder?<br />

Richtig, es gibt nun einen Weg, den Nachwuchs gut „vorzubereiten“ bis die unumgängliche<br />

Hürde Führerschein da ist. Bis zu diesem Punkt basiert unser Konzept auf<br />

der Vermittlung des Wettkampfmodus „klassisches <strong>Enduro</strong>“. Viele heute 16-Jährige<br />

verbinden mit <strong>Enduro</strong> nur noch Mehrstunden-<strong>Enduro</strong>s, also so viele Runden wie möglich<br />

in einer vorgegebenen Zeit zu absolvieren. Doch der klassische <strong>Enduro</strong>sport hat<br />

andere Wurzeln und ist zum Teil auch komplexer. Diesen „Rennmodus“ bzw. Veranstaltungsmodus<br />

wollen wir den Kindern und Jugendlichen vermitteln und zugleich einen<br />

Weg anbieten, bis der Einstieg in den nationalen <strong>Enduro</strong>sport (DMSB <strong>Enduro</strong> Cup/<br />

Deutsche <strong>Enduro</strong> Meisterschaft) erfolgen kann.<br />

Stichwort Rennmodus: Was erwartet die Kids beim <strong>Enduro</strong> Jugend Cup?<br />

Die Kids erwartet all das, was es in der Deutschen <strong>Enduro</strong>meisterschaft auch gibt:<br />

Etappen, Sonderprüfungen, Zeitkontrollen, Durchfahrtskontrollen, zwei bis drei Fahrer<br />

pro Minute und vieles mehr. Alles natürlich in seiner Dimension kleiner und kompakter,<br />

sodass man einen Lauf in einem abgesperrten Gelände durchführen kann, ohne<br />

in den öffentlichen Verkehrsraum zu müssen.<br />

Was müssen interessierte Eltern beachten, damit ihre Kids an den Wettbewerben teilnehmen<br />

können?<br />

Zum einen ist eine grundlegende Motorradbeherrschung Voraussetzung, das heißt,<br />

ein regelmäßiges Training in einem der sächsischen ADAC-Ortsclubs mit Schwerpunkt<br />

<strong>Enduro</strong> oder <strong>Motocross</strong> sollte die Basis sein. Des Weiteren ist ein handelsübliches <strong>Motocross</strong>motorrad<br />

und die dazugehörige Schutzausrüstung nötig. Als Letztes benötigt<br />

man noch eine Lizenz des DMSB, hier ist die C-Lizenz ausreichend.<br />

Ist es möglich, einzelne Rennen des Cups zu fahren oder muss man die komplette<br />

Serie bestreiten?<br />

Jeder kann so viele Läufe fahren, wie er möchte. In diesem Jahr haben wir sechs Veranstaltungen<br />

mit einem Streichergebnis geplant. Man muss sich für jeden Lauf einzeln<br />

beim ausrichtenden Verein anmelden und kann somit selbst entscheiden, wie viele<br />

Läufe man fährt.<br />

Was kostet eine Teilnahme an einem einzelnen Rennen beziehungsweise die Einschreibung<br />

in die Serie?<br />

Auf eine Einschreibung haben wir für <strong>2017</strong> bewusst verzichtet, damit jedem auch kurzfristig<br />

die Möglichkeit gegeben wird, an einem Lauf teilzunehmen. Das Startgeld beträgt<br />

pro Lauf 20 Euro und muss mit Abgabe der Nennung beglichen werden.<br />

Ihr habt 2016 zahlreiche Vereine für den Cup begeistern können, wie ist das Resümee<br />

der vergangenen Saison?<br />

Das Resümee ist mehr als positiv, wir hatten bei vier Veranstaltungen insgesamt<br />

89 Kinder und Jugendliche aus sechs Regionalclubs, bei einem Durchschnitt von<br />

62 Teilnehmern, am Start. Das zeigt uns, dass unser Format bei Eltern und Kindern ankommt.<br />

Weiterhin sind alle vier Veranstalter bemüht gewesen, das Beste aus ihrer Veranstaltung<br />

herauszuholen und sich von Lauf zu Lauf an die besonderen Gegebenheiten<br />

anzupassen, denn keiner hatte Erfahrung in der Durchführung dieses Rennformates.<br />

Gibt es Pläne, die Serie weiter auszubauen, vielleicht sogar in jedem Bundesland<br />

einen solchen Cup zu veranstalten, mit dem Ziel eines Bundesendlaufes?<br />

Ja, definitiv. Im Herbst gab es bereits Gespräche mit dem ADAC Berlin-Brandenburg<br />

und dem ADAC Hessen-Thüringen. Wir haben unser Konzept vorgestellt und hoffen auf<br />

die Entstehung identischer Serien in den benachbarten ADAC-Regionalclubs. Nach<br />

unserer Vorstellung könnte durch mehrere Regionalserien auf Landesebene auch in<br />

ein paar Jahren eine Art Finalveranstaltung mit den besten Nachwuchsfahrern der einzelnen<br />

Serien durchgeführt werden.<br />

Vielen Dank, André, für den kleinen Einblick in den ADAC <strong>Enduro</strong> Jugend Cup.<br />

• Interview: Marco Burkert; Fotos: Peter Teichmann<br />

74<br />

MCE<br />

März '17


Termine <strong>2017</strong><br />

06.05. Ort noch offen<br />

20.05. Dahlen<br />

17.06. Venusberg<br />

12.08. Neiden<br />

02.09. Hilmersdorf<br />

23.09. Meltewitz<br />

ADAC <strong>Enduro</strong> Jugend Cup –<br />

kurz und kompakt<br />

• idealer Motorsport-Einstieg für Kinder<br />

ab 6 Jahren<br />

• Klassen 50, 60, 85 und 125 ccm<br />

• Wettkampf-Modus nach dem Vorbild des<br />

klassischen <strong>Enduro</strong>sports mit Sonderprüfungen,<br />

Etappen etc.<br />

• 6 Termine an verschiedenen Orten in Sachsen<br />

• Infos zur Serie im Internet unter<br />

www.sachsen-motorsport.de<br />

• unkompliziertes Nennungssystem<br />

75<br />

MCE<br />

März '17


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78<br />

MCE<br />

März '17


MCE digital<br />

MCE digital free Version


NOTIZEN<br />

„Das war das Brutalste, was ich je mitgemacht habe“, gibt der 38-jährige Motorradabenteurer<br />

zu. Vom 2. bis zum 14. Januar führte die Rallye über eine Distanz<br />

von mehr als 9000 Kilometern von Asunción in Paraguay bis nach Buenos Aires<br />

in Argentinien. „Wir haben alles erlebt, was man sich vorstellen kann: schwüle<br />

Hitze und eisige Kälte, Sand und Schlamm, Eis und Schnee, über tausend Kilometer<br />

lange Etappen! Ich bin noch nie so oft gestürzt in meinem Leben!“ Doch<br />

der stahlharte Brite überstand alle Strapazen genauso wie sein Motorrad mit<br />

kleineren Blessuren und kämpfte sich vom anfänglichen 5. auf den sensationellen<br />

2. Platz unter zwölf „Malle-Moto“-Fahrern vor, die das Ziel erreichten. Im Gesamtklassement<br />

landete Poskitt unter 167 Startern auf dem 39. Platz.<br />

„Wir freuen uns sehr“, kommentierte Edi Fischer, CEO der Bucher MOTOREX<br />

Gruppe, „zeugt dieses Ergebnis doch nicht nur von Lyndons Durchhaltevermögen,<br />

sondern auch davon, dass sich Motorex-Schmiermittel selbst unter härtesten<br />

Bedingungen bewähren. Ein schöneres Geschenk zum 100. Motorex-Geburtstag<br />

kann ich mir kaum vorstellen.“ • www.motorex.com<br />

Motul-Umwelt- und<br />

Energiemanagement ausgezeichnet<br />

TÜV-Zertifizierung für hohe Expertise und vorbildliche Umsetzung<br />

Klare Selbstverpflichtung: Mit den TÜV-Zertifikaten nach den Prüfungsnormen<br />

ISO 14001:2015 und ISO 5001:2011 wurde jetzt das Umwelt- und Energiemanagement<br />

der Motul Deutschland GmbH ausgezeichnet. Damit untermauert der<br />

renommierte Schmierstoffhersteller seine Nachhaltigkeitsstrategie und Expertise<br />

auf diesen Gebieten.<br />

„Ressourcenschonung, Abfallentsorgung und Energieeffizienz stehen bei uns<br />

seit jeher ganz oben auf der Agenda. Entsprechend verfügen wir auf diesen Gebieten<br />

über viel Know-how, das wir regelmäßig unseren Partnern weitergeben.<br />

Umso mehr freuen wir uns, dass wir nun vom TÜV für unser Umwelt- und Energiemanagement<br />

zertifiziert wurden. Das macht uns stolz und spornt uns in unserem<br />

Arbeitsalltag zusätzlich an“, bringt es Henning Demke, Leiter des Umweltberatungs-<br />

und Entsorgungskonzeptes „Das Grüne Dach“ der Motul Deutschland<br />

GmbH, auf den Punkt. So kann Motul jetzt mit den beiden TÜV-Zertifikaten<br />

nach den Prüfungsnormen ISO 14001:2015 und ISO 5001:2011 seine langjährige<br />

Expertise untermauern.<br />

Mit dem einzigartigen Umweltberatungs- und Entsorgungskonzept „Das Grüne<br />

Dach“ bietet der Schmierstoffhersteller den Partnern der Automobilbranche<br />

seit 26 Jahren einen bundesweit einmaligen Service. Der professionelle Rundum-Service,<br />

der sich 365 Tage im Jahr effektiv mit dem Umweltmanagement und<br />

der Umweltberatung in den Werkstätten befasst, ist stets individuell auf die Bedürfnisse<br />

der Partner vor Ort angepasst. Diese werden kompetent und unkompliziert<br />

in allen umwelttechnischen Belangen beraten und bei der Einsparung<br />

ihrer Entsorgungs- und Betriebskosten unterstützt. Darüber hinaus bietet Motul<br />

eine auf den einzelnen Betrieb zugeschnittene Energieeffizienzberatung an. Mit<br />

diesem Service können Unternehmen ihre Energiekosten beträchtlich senken<br />

und jährlich 10 bis 15 Prozent sparen.<br />

Im vergangenen Jahr nutzten erstmals mehr als 5000 Kunden die Vorteile des<br />

Konzeptes „Das Grüne Dach“. Zunehmend gefragt ist darüber hinaus das umfassende<br />

Motul-Schulungsangebot im Bereich Umwelt- und Energiemanagement.<br />

Klare Selbstverpflichtung: die TÜV-Zertifizierung des Umwelt- und Energiemanagements<br />

der Motul Deutschland GmbH<br />

Großartiger Dakar-Erfolg von<br />

Lyndon Poskitt auf der Motorex-KTM<br />

Was haben Lyndon Poskitt und der Sieger der Rallye Dakar <strong>2017</strong> gemeinsam?<br />

Beide sind Briten, beide fahren KTM, beide vertrauen auf Motorex-Öle und beide<br />

dürfen sich als Sieger fühlen. Werksfahrer Sam Sunderland hat die Rallye<br />

gewonnen, sein Landsmann Lyndon Poskitt errang mit einer von Motorex gestellten,<br />

seriennahen KTM 450 Rally den 2. Platz in der „Malle-Moto“-Klasse.<br />

Mit der Startnummer 100 und der grünen Lackierung seiner Maschine würdigte<br />

Poskitt bei seinem Einsatz den 100. Geburtstag von Motorex.<br />

In der „Malle-Moto“-Klasse der Rallye Dakar an den Start zu gehen, heißt, sich<br />

einer ganz besonderen Herausforderung zu stellen, nämlich den Wettbewerb<br />

ohne die Unterstützung eines Service-Teams zu bewältigen. Alle Reparaturen<br />

und Wartungsarbeiten müssen von den Fahrern selbst durchgeführt werden. Offenbar<br />

genau das Richtige für Lyndon Poskitt, der sich seit 2014 mit einer KTM<br />

690 Rally auf Weltreise befindet und dabei immer auf sich selbst gestellt ist. Im<br />

Rahmen seines Projekts „Races2Places“ nimmt der Ex-Flugzeug-Ingenieur auf<br />

seiner Reise so oft wie möglich an Offroad-Rennveranstaltungen teil. Nun hat er<br />

sein Projekt also mit einem Beinahe-Klassensieg bei der Rallye Dakar <strong>2017</strong> gekrönt,<br />

die als eine der härtesten Dakars aller Zeiten in die Geschichtsbücher eingehen<br />

wird.<br />

Zertifikat<br />

Prüfungsnorm ISO 14001:2015<br />

Zertifikat-Registrier-Nr. 01 104 1400468<br />

Unternehmen:<br />

MOTUL Deutschland GmbH<br />

Kölner Str. 263 • D - 51149 Köln<br />

Geltungsbereich: Vertrieb von Hightech-Schmierstoffen, Wartungs- und<br />

Pflegeprodukten sowie automotive Service-Lösungen<br />

Durch ein Audit wurde der Nachweis erbracht, dass die<br />

Forderungen der ISO 14001:2015 erfüllt sind.<br />

Gültigkeit: Dieses Zertifikat ist gültig vom 23.12.2016 bis zum 22.12.2019.<br />

27.12.2016<br />

TÜV Rheinland Cert GmbH<br />

Am Grauen Stein · 51105 Köln<br />

Zertifikat<br />

Prüfungsnorm ISO 50001:2011<br />

Zertifikat-Registrier-Nr. 01 407 1400468<br />

Unternehmen:<br />

MOTUL Deutschland GmbH<br />

Kölner Str. 263 • D - 51149 Köln<br />

Geltungsbereich: Vertrieb von Hightech-Schmierstoffen, Wartungs- und<br />

Pflegeprodukten sowie automotive Service-Lösungen<br />

Durch ein Audit wurde der Nachweis erbracht, dass die<br />

Forderungen der ISO 50001:2011 erfüllt sind.<br />

Gültigkeit: Dieses Zertifikat ist gültig vom 27.12.2016 bis zum 26.12.2019.<br />

27.12.2016<br />

TÜV Rheinland Cert GmbH<br />

Am Grauen Stein · 51105 Köln<br />

80<br />

MCE<br />

März '17


Fun & Safety –<br />

Honda-Sicherheitstrainings <strong>2017</strong><br />

Auch <strong>2017</strong> bietet Honda Deutschland in Kooperation mit dem ADAC Hessen-<br />

Thüringen wieder eine breite Auswahl an Fahrsicherheitstrainings auf den neuesten<br />

Honda-Motorrädern und Rollern unter Anleitung professioneller Instruktoren<br />

an. Vom Führerscheinneuling und Wiedereinsteiger über Rollerfahrer bis<br />

hin zum Offroad-Enthusiasten findet jeder Zweiradfan das für ihn passende<br />

Training.<br />

Honda Fun & Safety Adventure – Das pure Offroad-Vergnügen auf zwei Rädern!<br />

Beim Fun & Safety Adventure-Training können Motorradfahrer das Fahren im Gelände<br />

mit einer gestellten Honda CRF 1000 L Africa Twin in den Varianten Schalter<br />

und Doppelkupplungsgetriebe (DCT) unter professioneller Anleitung trainieren<br />

und dabei pures Offroaden mit Spaß und Sicherheit verknüpfen. Egal ob<br />

Einsteiger, Fortgeschrittene oder Profis, Interessenten benötigen lediglich einen<br />

gültigen Motorradführerschein der Führerscheinklasse „A“. Das Training<br />

wird von erfahrenen ADAC-Trainern durchgeführt. In kleinen Gruppen von maximal<br />

zehn Personen werden auf dem ADAC-Off-Road-Zentrum in Bauschheim<br />

(Hessen) verschiedene Übungen trainiert, damit die Teilnehmer schnell an Sicherheit<br />

und Vertrauen im Gelände gewinnen können. Motorräder und Verpflegung<br />

werden vor Ort gestellt. Eine entsprechende Schutzausrüstung (Helm,<br />

Stiefel, Jacke, Hose und Handschuhe) steht bei Bedarf je nach Verfügbarkeit<br />

kostenfrei zur Verfügung. Das Fun & Safety Adventure-Training kostet 199 Euro<br />

pro Teilnehmer.<br />

Honda Fun & Safety Motorrad – Sicherheitstraining für Motorradfahrer,<br />

Einsteiger und Wiedereinsteiger!<br />

Der lustvolle Umgang mit Motorrädern lässt sich lernen. Am besten mit kompetenten<br />

Instruktoren und geeigneten, leicht zu steuernden Maschinen, die überdies<br />

mit modernsten ABS-Bremssystemen ausgerüstet sind. Dies gilt nicht nur<br />

für Neulinge und Führerschein-Novizen, sondern auch für Wiedereinsteiger, die<br />

nach längerer Fahrpraxis-Pause wieder in den Sattel steigen möchten. Das alles<br />

mit neuesten Motorrädern von Honda auf dem Testgelände der Honda Akademie<br />

in Erlensee (Hessen) in einer Gruppe von maximal zehn Personen. Spaß und Sicherheit<br />

beim Motorradfahren – genau das erwartet die Teilnehmer vor Ort. Zur<br />

Teilnahme an einer Fun & Safety Motorrad-Veranstaltung wird lediglich der Motorradführerschein<br />

Klasse „A“ benötigt. Zur Auswahl steht die komplette Mittelklasse<br />

Modellpalette von Honda (CB 500 F, CB 500 X, CBR 500 R, CB 650 F, CBR<br />

650 F, NC 750 S, NC 750 X und der brandneue X-ADV). Die Kosten für ein Fun<br />

& Safety Motorrad Training belaufen sich auf 125 Euro pro Teilnehmer.<br />

Honda Fun & Safety Roller – Sicherheitstraining für Rollerfahrer<br />

Stabilisieren, Lenken, Bremsen, Ausweichen – dazu Informationen rund um die<br />

Fahrzeugtechnik. Honda bietet sein beliebtes Fun & Safety Training auch für Rollerfahrer<br />

an. Dabei kommen natürlich nur die neuesten Roller von Honda zum<br />

Einsatz. Vom kleinen wendigen Vision 50 bis hin zum großvolumigen 750-ccm-<br />

Integra steht für jeden Fahrtyp der passende Roller zur Verfügung.<br />

TERMINE <strong>2017</strong><br />

-XQL<br />

17. <strong>Motocross</strong>-Training<br />

18. <strong>Enduro</strong>training<br />

0lU]<br />

24.-25.<strong>Enduro</strong>training Neuhaus-Schiersch.<br />

<strong>03</strong>.-04.Sportfahrertraining in Kronach<br />

-XOL<br />

25.<strong>Enduro</strong>training<br />

51. <strong>Enduro</strong>PROjekt (in Planung)<br />

26. eXtrem-<strong>Enduro</strong>training<br />

08.-09. eXtrem-<strong>Enduro</strong>training in Meltewitz<br />

$SULO<br />

27.-30.SOMMER – MOTOCROSS – CAMP<br />

01.-02. <strong>Motocross</strong>/<strong>Enduro</strong>training für KIDS<br />

für KIDS sowie JUGENDLICHE<br />

07.-09. 50. <strong>Enduro</strong>PROjekt LSB<br />

$XJXVW<br />

29. <strong>Enduro</strong>training<br />

04.-06. 52. <strong>Enduro</strong>PROjekt LSB<br />

30. eXtrem-<strong>Enduro</strong>training<br />

26.-27. <strong>Enduro</strong>training<br />

0DL<br />

6HSWHPEHU<br />

06.-07.Sportfahrertraining in Viernau<br />

09.-10. eXtrem-<strong>Enduro</strong>training in Meltewitz<br />

20. <strong>Enduro</strong>training<br />

23. <strong>Enduro</strong>training<br />

21. eXtrem-<strong>Enduro</strong>training<br />

24. eXtrem-<strong>Enduro</strong>training<br />

10 EURO GUTSCHEIN<br />

mit dem Gutschein-Code:<br />

mce10<br />

mit dem Profi-Trainer Marko Barthel<br />

Beim Roller-Training werden in kleinen Gruppen von maximal zehn Teilnehmern<br />

unter Leitung eines Instruktors auf dem Testgelände der Honda Akademie in Erlensee<br />

(Hessen) verschiedene Übungen absolviert, die wieder fit für die Straße<br />

machen. Die Roller sowie eine komplette Schutzausrüstung (Helm, Handschuhe,<br />

Stiefel und Schutzkleidung in den verfügbaren Größen S, M, L und XL) werden<br />

für das Training von Honda zur Verfügung gestellt. Die Kosten für ein Fun<br />

& Safety Roller Training belaufen sich ebenfalls auf 125 Euro pro Teilnehmer.<br />

Weitere Informationen über den Ablauf und die Termine zum Fun & Safety<br />

Adventure-Training gibt es unter: www.honda.de oder www.fsz-rhein-main.de


VORSCHAU<br />

MOTOCROSS<br />

ENDURO 4/<strong>2017</strong><br />

TESTS<br />

<strong>Motocross</strong>: Honda CRF 450 R<br />

<strong>Enduro</strong>: KTM 250 EXC-F<br />

TIPPS & TRICKS Trainingsplan<br />

SUPERENDURO WM Bilbao/E<br />

ENDURO DM-Auftakt Uelsen/Itterbeck<br />

VERBÄNDE Regionale MX- und <strong>Enduro</strong>-Serien<br />

KOLUMNEN Maria Franke und Eddy Frech<br />

MOTOCROSS ENDURO 4/<strong>2017</strong> - APRIL - ERSCHEINT AM 23.<strong>03</strong>. AN EUREM KIOSK<br />

IMPRESSUM<br />

Ziegler Verlags OHG<br />

<strong>Motocross</strong> <strong>Enduro</strong><br />

Birkenweiherstr. 14<br />

D-63505 Langenselbold<br />

Telefon: 06184 9233-30<br />

Telefax: 06184 9233-55<br />

E-Mail: info@ziegler-verlag.de<br />

mce.redaktion@mce-aktuell.de<br />

Homepage: www.ziegler-verlag.de<br />

Herausgeber:<br />

Ziegler Verlags OHG<br />

USt-IdNr. DE170981131<br />

Gerichtsstand Hanau<br />

Geschäftsführer: Stefan Ziegler<br />

Gesamtanzeigenleitung: Dieter Ziegler<br />

Anzeigenverkaufsleitung: Ralf Ziegler<br />

Akquisition: Nadine Pfeiffer, Uwe Laurisch<br />

Anzeigenpreisliste Nr. 47/17<br />

Bei Anzeigenaufträgen aus dem Ausland<br />

Vorkasse<br />

Redaktionsleiterin:<br />

Brigitte Geyer-Bernhardt<br />

Redaktionsassistentin: Gaby Gasche<br />

Layout: Uwe Laurisch<br />

Aboservice: Nicole Bauer<br />

Tel. 06184 923330<br />

abo@ziegler-verlag.de<br />

Berichterstatter und Fotografen:<br />

Marko Barthel, Marco Burkert,<br />

Uwe Laurisch, Alexander Stephan<br />

Onlineredaktion:<br />

Denise Laurisch<br />

Druck und Verarbeitung:<br />

Brühlsche Universitätsdruckerei<br />

GmbH & Co KG, Gießen<br />

Vertrieb:<br />

IPS Pressevertrieb GmbH, Meckenheim.<br />

Nachdruck nur mit ausdrücklicher Genehmigung<br />

des Verlages unter voller Quellenangabe.<br />

Unverlangte Manuskripte werden<br />

nur zurückgesandt, wenn Rückporto beigefügt<br />

wurde.<br />

Magazin € 5,20 inkl. MwSt.<br />

Abonnement jährlich € 53,-<br />

Auslandsabonnement<br />

jährlich € 67,- inkl. Porto<br />

Kündigung nur unter Einhaltung der<br />

Kündigungsfrist von 3 Monaten vor Ablauf<br />

des Bezugsjahres per Einschreiben oder<br />

per E-Mail (PDF mit Unterschrift)<br />

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IBAN: DE06 5001 0060 <strong>03</strong>33 9506 06<br />

BIC: PBNKDEFF oder Commerzbank Hanau<br />

IBAN: DE68 5064 0015 0234 5866 00<br />

BIC: COBADEFFXXX<br />

Der Verlag übernimmt keine Haftung für<br />

unverlangt eingeschickte Manuskripte u.<br />

Fotos. Leserbriefe können aus redaktionellen<br />

Gründen gekürzt werden. Die Zeitschrift<br />

und alle Beiträge sind urheberrechtlich<br />

geschützt. Veröffentlichungen,<br />

auch auszugsweise, nur mit der Genehmigung<br />

der Redaktion. Namentlich gekennzeichnete<br />

Beiträge geben nicht unbedingt<br />

die Meinung der Redaktion wieder.<br />

82<br />

MCE<br />

März '17


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Fotos: Alessio Barbanti, R. Schedl<br />

GENAU DORT<br />

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Dank der Fähigkeit, Strecken auf jedem Terrain zurückzulegen, sind<br />

die Möglichkeiten zur Endorphin-Ausschüttung so gut wie unendlich.<br />

Mit dem „State of the Art“ Fahrwerk und einem unverwechselbaren Design fühlt<br />

man sich überall gleich zu Hause. Jetzt auf große Entdeckungstour gehen – mit<br />

den Husqvarna 701 ENDURO Motorrädern.<br />

Gezeigte Fahrszenen bitte nicht nachahmen, immer Schutzkleidung tragen und die anwendbaren<br />

Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung beachten! Die abgebildeten Fahrzeuge können in einzelnen<br />

Details vom Serienmodell abweichen und zeigen teilweise Sonderausstattung gegen Mehrpreis.


DAKARS<br />

UNGESCHLAGEN<br />

Einmal kann man mit Glück gewinnen. Aber 16 Siege in Folge? KTMs Überlegenheit<br />

bei der DAKAR ist alles andere als Zufall. Dank seiner READY TO RACE<br />

Einstellung und einer herausragenden Teamleistung konnte der britische<br />

KTM Factory Fahrer Sam Sunderland die Rally Dakar <strong>2017</strong> gewinnen und KTMs<br />

Erfolgsserie erweitern. Herzliche Glückwünsche an Sam, Matthias Walkner<br />

(Österreich) Platz 2, Gerard Farres Guell (Spanien) Platz 3 und das ganze Team<br />

für ihre außerordentlichen Leistungen!<br />

Photo: S. Romero<br />

Gezeigte Fahrszenen bitte nicht nachahmen, Schutzkleidung tragen und die anwendbaren Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung beachten!<br />

Die abgebildeten Fahrzeuge können in einzelnen Details vom Serienmodell abweichen und zeigen teilweise Sonderausstattung gegen Mehrpreis.

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