Bahnsport 04/2017

mce71

Saison-
Wechsel-
Wochen
- von Nadine Pfeiffer -
Liebe BSA-Leser,
herzlich willkommen zu unserer April-Ausgabe,
die schon auch immer etwas ganz Besonderes
ist, wie ich finde. Und zwar deshalb, weil zu die-
sem Zeitpunkt die Eissaison unmittelbar in die
Sommersaison übergeht. Anfang April noch Eis
und dann ab Monatsmitte sind wieder Sand-
und Grasbelag angesagt. Der Winter geht und
das Frühjahr kommt und wir freuen uns darauf!

46. Jahrgang • D: 4,50 A: 5,00 LUX: 5,00 B: 5,00 NL: 5,00 I: 5,00 (Alle Angaben in Euro) 8,50 CHF • D 3392 E • ISSN 2198–2902

NR. 4/17

SPEEDWAY • SANDBAHN• GRASBAHN • EISSPEEDWAY

EISSPEEDWAY:

WM + DM

Berlin

Team-Finale

Inzell

EM Ufa

POSTER:

Max

Niedermaier

LANG-

BAHN +

GESPANN-

SZENE:

Stimmen

der Fahrer

GROSSE BUNDESLIGA-VORSCHAU


Let

the

Show

begin!

17.4. LANDSHUT

HAMMERAUFTAKT:

DEVILS VS. BROKSTEDT

Für die Fans des AC Landshut hat das lange Warten bald ein Ende: Am

Ostermontag, 17. April, geht es für den deutschen Rekordmeister AC

Landshut endlich wieder los mit der neuen Bundesligasaison. Den Auftakt

machen am Ostersamstag bereits die DMV White Tigers, die in Pocking

die Wölfe aus Wittstock zu Gast haben, in deren Reihen erstmals Ex-

Devil Michael Härtel antreten wird. Am Ostermontag, nunmehr schon traditioneller

Termin für den Saisonbeginn der Landshuter Devils, geht es

dann endlich auch in der OneSolar-Arena Landshut-Ellermühle los mit

dem Projekt „Deutsches Team“ beim Rekordmeister und Titelverteidiger.

Ans Startband rollen bei den Devils neben Kapitän Martin Smolinski die

Riss-Brüder Mark und Erik sowie Sandro Wassermann, der im vergangenen

Jahr in seiner ersten Bundesligasaison einige Ausrufezeichen gesetzt

hat. Vervollständigt wird das Team des Meisters durch die Neuzugänge

Dominik Möser und Valentin Grobauer. Man darf gespannt sein, wie sich

die beiden auf dem Oval in der OneSolar-Arena bewähren werden.

Auch die Gäste aus Brokstedt setzen

wiederum überwiegend auf

bewährte Akteure aus der letztjährigen

Mannschaft. Der Vizemeister

hat neben Rune Holta auf der Ausländerposition

Kai Huckenbeck,

Tobias Kroner, Lukas Fienhage und

Hannes Gast gemeldet. Vervollständigt

werden die Reihen – für

manche sicher überraschend –

durch Stephan Katt, der die C-Position

im Vorjahr noch bei den Devils

innehatte. „Stephan hat uns in

den vergangenen Jahren immer

toll und loyal unterstützt und ist

auch im Team Cup weiterhin in der

Devils-Weste am Start. Jedoch hätten

wir ihm auf der C-Position keine

verbindlichen Starts garantieren

können, sodass wir seinem

Wunsch und dem der Brokstedter

nachgekommen sind und die Wikinger

so ihre offene C-Position

besetzen konnten. Schließlich bekommt

Stephan auch dadurch

mehr Rennpraxis, wovon wir dann

letztlich wieder im Team Cup profitieren“,

so ACL-Vize Gerald Simbeck.

Start ist am Ostermontag in Landshut

um 14:00 Uhr, das Beiprogramm

beginnt jedoch bereits um

10:45 Uhr mit Rennen der Junioren

B, C und U21. Im Anschluss an das

Training der 1. Bundesliga um

12:30 Uhr ist um 13:00 Uhr eine offizielle

Autogrammstunde geplant.

Die Fahrervorstellung ist für

13:45 Uhr angesetzt. Kasse und

Stadion in der Ellermühle öffnen

um 10:30 Uhr.

Tickets gibt es im Vorverkauf bei

Seiler und Heinzel in Landshut/Ergolding

oder im Internet unter

www.speedway-landshut.de.

Der Stehplatz kostet im Vorverkauf

und an der Tageskasse 15,- Euro,

ermäßigt 12,- Euro (Rentner, Studenten,

Kinder von 12 bis 17 Jahre

und Schwerbehinderte), Sitzplatztickets

gibt es für 20,- bzw. 17,- Euro

im ermäßigten Tarif. Kinder bis

einschließlich 11 Jahre haben freien

Eintritt im Stehplatzbereich.

• Text: Claudia Patzak-Krüger

• Foto: Michael Eder

Termin: 17. April 2017

ADAC-Speedwayrennen Landshut

Bundesliga


INHALT & EDITORIAL

6

VORSCHAU

Eisspeedway-Team-WM in Inzell: Die Russen mit (v.l.) Igor Kononow, Dimitri Komisewitsch und

Dimitri Koltakow holten ihre 35. Goldmedaille • Foto: Jens Körner

Speedway-Bundesliga 6

EISSPEEDWAY

Team-WM - Finale Inzell/D 12

WM - Finale 4 Berlin/D 16

EM - Finale Ufa/RUS 20

DM - Berlin 22

POSTER

Max Niedermaier 24

Titel: Kevin Wölbert vor Tobias Busch • Foto: Klaus Goffelmeyer

Poster auf den Mittelseiten: Max Niedermaier • Foto: Daniel Sievers

LANGBAHNVORSCHAU

Solisten-Ansichten 26

GESPANNSZENE

Dreiradler-Ansichten 30

SONSTIGES

People & Facts 4

International 32

Clubnotizen/Notizen 38

Vorschau Landshut 2

Vorschauen allgemein 44

Bazar 45

Termine/Impressum 46

Eisspeedway-DM: Max Niedermaier (Mitte) holte sich in Berlin seinen ersten DM-Titel

vor Hans Weber (links) und Markus Jell (rechts) • Foto: Thorsten Horn

Bahnsport aktuell und die gesamte Leserschaft gratulieren ganz herzlich!

22

Saison-

Wechsel-

Wochen

- von Nadine Pfeiffer -

Liebe BSA-Leser,

herzlich willkommen zu unserer April-Ausgabe,

die schon auch immer etwas ganz Besonderes

ist, wie ich finde. Und zwar deshalb, weil zu diesem

Zeitpunkt die Eissaison unmittelbar in die

Sommersaison übergeht. Anfang April noch Eis

und dann ab Monatsmitte sind wieder Sandund

Grasbelag angesagt. Der Winter geht und

das Frühjahr kommt und wir freuen uns darauf!

Ganz besonders gefreut haben wir uns auch in

Inzell. Zu dieser 50-Jahre-Jubiläumsveranstaltung

ist nämlich doch tatsächlich unser gewünschtes,

kleines Wintermärchen wahr geworden!

Wie fast klar, erfuhr sich hier Team

Russland die Goldmedaille, gefolgt von den Österreichern

mit Silber und Bronze für unser

Team Deutschland! Und das alles bei Kaiserwetter

im schönen Chiemgau. Kurzum eine sehr

erfolgreiche und gelungene Jubiläumsveranstaltung,

mit der auch einhergehend für die Zukunft

ein Vorstandswechsel angekündigt wurde.

Dem bisherigen Vorstand mit Robert Weiss,

Klaus-Peter Schmiedeknecht und Alexander

Lutz danken wir für die jahrzehntelange gute,

freundliche und stets respektvolle Zusammenarbeit

und wünschen ihnen für die Zukunft alles

Gute, genau wie den künftigen Verantwortlichen

für diese Traditionsveranstaltung.

Was jetzt noch aussteht, ist das große Eisspeedwayfinale,

GP-technisch erstmals in Heerenveen.

Premiere sozusagen und wir dürfen

gespannt sein ... auf den neuen Austragungsort

und auf den neuen Weltmeister sowieso.

So viel zum Thema Eis, bevor wir direkt und

nahtlos mit der neuen Speedway-, Lang- und

Grasbahnsaison durchstarten. Mit unserer

Bundesligavorschau aktuell in diesem Heft haben

Sie die Möglichkeit, sich darauf auch schon

mal so richtig schön einzustimmen.

Und wo wir gerade beim Einstimmen auf die

kommenden Termine und Highlights der Sommersaison

sind, so freut es uns auch besonders,

dass wir für unsere treuen Leser auch in

diesem Jahr wieder unseren kleinen, aber feinen

und beliebten BSA-Terminkalender verwirklichen

konnten. All jenen, die sich hier mit

eingebracht haben, möchte ich auch gerne ein

ganz großes Dankeschön sagen! Danke für ein

Miteinander, ohne welches es – in diesem

Sport – nicht geht und was es somit umso mehr

zu schätzen gilt.

Ich wünsche Ihnen jetzt viel Freude mit Ihrer

neuen „Bahnsport“ und lassen Sie uns gemeinsam

durchstarten in die neue Saison 2017!

MfG

Nadine P.

April '17 BAHNSPORT AKTUELL 3


PEOPLE & FACTS

René Schäfer

SEC

Race-Director

Der ehemalige Coach der deutschen

Speedway-Nationalmannschaft

René Schäfer (32) wird künftig

als Race-Director der Speedway-EM

(SEC) und Bahnsport-Jugend-Gold-Trophy-Meisterschaften

tätig sein.

Deutsche WM- und EM-Teilnehmer

Speedway-WM: 6.5. Qualifikationsrunde (QR) 1, Esbjerg/DK, Kai Huckenbeck;

6.5. QR 2, Zarnovica/SK, Mark Riss; 6.5. QR 3, Lonigo/I, Kevin Wölbert;

5.6. QR 4, Abensberg/D, Martin Smolinski, Erik Riss; Bahnreserve:

Valentin Grobauer, Max Dilger. Generalreserve: Valentin Grobauer, Max

Dilger, Danny Maaßen, Tobias Busch, René Deddens.

Speedway-Junioren-WM: 19.5. QR 1, Lukas Fienhage, Dominik Möser;

20.5. Badia Calavena/I, Michael Härtel, Daniel Spiller. Generalreserve:

Sandro Wassermann, Ethan Spiller.

Speedway-EM: 1.5. Semifinale (SF) 1, Nagyhalasz/H, Valentin Grobauer;

1.5. SF 3, Terenzano/I, Martin Smolinski; 6.5. SF 4 Lamothe Landerron/F,

Tobias Kroner und Tobias Busch. Generalreserve: Max Dilger, Kevin Wölbert,

Kai Huckenbeck.

Speedway-U21-EM: 10.6. Semifinale 1, Nagyhalasz/H, Michael Härtel, Lukas

Fienhage; 24.6. Semifinale 3, Mâcon/F, Sandro Wassermann, Daniel

Spiller. Generalreserve: Dominik Möser, Ethan Spiller.

Speedway-U19-Cup: 12.8. Finale Divisov/CZ, Michael Härtel.

Starterliste Langbahn-WM

1 Jannick de Jong, NL; 2 Mathieu Trésarrieu, F; 3 Theo Pijper, NL; 4 Richard

Hall, GB; 5 Josef Franc, CZ; 6 Glen Phillips, GB; 7 Dirk Fabriek, NL; 8 James

Shanes, GB; 9 Jesse Mustonen, FIN; 10 Joonas Kylmäkorpi/FIN/S; 11 Stephan

Katt, D; 12 Chris Harris, GB; 13 Michael Härtel, D; 14 Hynek Stichauer,

CZ; 15 Wildcard; 16 und 17 Bahnreserve; Reservefahrer 18 Theo di Palma,

F; 19 Jörg Tebbe, D; 20 Romano Hummel, NL.

DMSB erweitert seinen Service

durch Smartphone-App

Mit der Vorstellung seiner neuen Smartphone-App erweitert der DMSB

seine Serviceleistungen um ein zeitgemäßes Werkzeug. Ab sofort können

Fahrer, Sportwarte, Ehrenamtler und interessierte Motorsportbegeisterte

sich digital mit dem Dachverband der deutschen Motorsportler vernetzen.

Eine Kernfunktion der App wird die digitale Lizenz für Teilnehmer und in

Zukunft auch Sportwarte sein. Darüber hinaus bietet die Anwendung viele

weitere Services. So soll etwa der Zugriff auf News, Videos und Dokumente

über digitale Endgeräte noch einfacher werden. „Mit der DMSB-App haben

wir künftig einen noch direkteren Draht zu unseren Lizenznehmern“,

beschreibt DMSB-Präsident Hans-Joachim Stuck. „Nicht nur die Lizenz,

sondern auch alle Informationen, die für die eigene Motorsportdisziplin

interessant und relevant sind, haben Motorsportler künftig über das

Smartphone stets griffbereit – rund um die Uhr, sieben Tage die Woche.“

Die kostenlose Anwendung steht ab sofort für alle wichtigen Betriebssysteme

zur Verfügung und ist in den entsprechenden App-Stores verfügbar.

Die direkten Links zu den Downloadangeboten gibt es auch unter www.

dmsb.de/dmsb-app.

Bei der Erstellung der App arbeitete der DMSB mit einem Partner zusammen,

der bereits an anderer Stelle seine Kompetenz unter Beweis gestellt

hatte: Die Ghostthinker GmbH (Augsburg) schuf für die DMSB Academy

zahlreiche E-Learning-Komponenten, die bei der Aus- und Fortbildung

wertvolle Hilfe leisten. Damit war bei der Definition der Anforderungen für

die Mobil-Applikation bereits viel Fachwissen vorhanden.

So stellt die Applikation nun ein wertvolles Tool bereit, das ein gezieltes

Informationsbündel für den Anwender bereithält. Sie greift dabei auch

auf die bestehenden Inhalte vorhandener Quellen zurück – etwa der

Homepage www.dmsb.de oder des Lizenznehmerportals mein.dmsb.de.

Push-Nachrichten sorgen dafür, dass die User auf neue Inhalte sehr zeitnah

aufmerksam gemacht werden. Änderungen im Regelwerk, neue Angebote

des DMSB, Termin-Aktualisierungen, Basiswissen: All das hat jeder

Motorsportler in Zukunft immer dabei.

Dass die App zu Beginn des Jubiläumsjahres veröffentlich wird, in dem

der DMSB sein 20-jähriges Bestehen feiert, ist kein Zufall. „Wir schlagen

ein neues Kapitel in der Zusammenarbeit mit unseren Lizenznehmern und

anderen Interessierten auf“, erläutert Hans-Joachim Stuck. „Sowohl die

aktiv am Motorsport Beteiligten, wie Fahrer und Funktionäre, als auch

Medienvertreter oder die breite Öffentlichkeit verfügen in Zukunft über einen

sehr schnellen Kommunikationsweg mit dem DMSB. Dazu kommt,

dass alle wichtigen Informationen stets zur Hand sind und sogar die Motorsportlizenz

in Zukunft digital vorliegt. All das ist ein wichtiger Schritt in

die Zukunft und ein Fortschritt in der Kommunikation und Servicebereitschaft

unseres Verbandes.“

dmsj-Vollversammlung:

Vorstandspositionen neu besetzt

Bei der 19. Vollversammlung der dmsj (deutsche motor sport jugend) in

Frankfurt wurden turnusgemäß verschiedene Positionen im Vorstand neu

gewählt. Dabei wurde Jürgen Hieke als Vorsitzender ohne Gegenstimmen

im Amt bestätigt.

Die bisherige Jugendsprecherin Kirsten Hasenpusch ist im dmsj-Vorstand

künftig für den Automobilsport zuständig. Für den Bereich Trainer-Ausund

-weiterbildung ist ab sofort Sportwissenschaftlerin Maria Schuch

verantwortlich. Beide Vorstandsmitglieder wurden ebenfalls einstimmig

gewählt und treten die Nachfolge von Jürgen Juschkat (Automobilsport)

und Ralf Teltscher (Trainer-Aus- und -weiterbildung) an, die nicht mehr

kandidierten.

Novum: Zwei Jugendsprecher im dmsj-Vorstand

Aufgrund der Wahl von Kirsten Hasenpusch zum Vorstandsmitglied Automobilsport

musste auch die Position des Jugendsprechers neu besetzt

werden. Nachdem zuvor von der Vollversammlung die neue Jugendordnung

der dmsj verabschiedet worden war, konnte bei den Wahlen der

dmsj-Vorstand sogleich durch einen zweiten Jugendsprecher erweitert

werden. So gehören nun Max Kumpf und Florian Pötzl dem dmsj-Vorstand

als neue Jugendsprecher an, die allerdings aufgrund der Doppelbesetzung

jetzt beide kein Stimmrecht haben. Der dmsj-Vorstand wird komplettiert

durch Harald Rabe (Finanzen und Verwaltung) und René Schäfer

(Motorradsport), deren Ämter nicht zur Wahl standen. Des Weiteren ist

DMSB-Präsidiumsmitglied Gebhard Sanne kooptiert. Als Kassenprüfer

wurden Rupert Meyer und Walter Kaulen wiedergewählt.

„Ich denke, dass wir durch die Wahlen auch

weiterhin ein aktives und kompetentes

Gremium bilden und die Jugend im Motorsport

sehr gut nach außen repräsentieren

können“, erklärte der dmsj-Vorsitzende

Jürgen Hieke. „Mein besonderer Dank gilt

den ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern,

die sich mit ihrem langjährigen Engagement

stets erfolgreich um die Belange

der dmsj und damit des Motorsportnachwuchses

gekümmert haben.“

René Schäfer, Kirsten Hasenpusch,

Harald Rabe, Maria Schuch, Jürgen Hieke,

Florian Pötzl und Max Kumpf (v.l.)

4 BAHNSPORT AKTUELL April '17


Zuständigkeiten im Hauptamt neu geregelt

Nachdem die langjährige Jugendsekretärin Dr. Julia Walter seit Anfang

des Jahres als neue DMSB-Generalsekretärin im Amt ist, wurden die Zuständigkeiten

im Hauptamt neu geordnet. Mit der Neustrukturierung ist

die dmsj, die zunehmend in nationale und internationale Projekte des

Sports eingebunden ist, nun optimal für ihre vielfältigen Aufgaben und

die neuen Herausforderungen aufgestellt. Johannes Schirdewahn betreut

nun die dmsj-Meisterschaften und Medienangebote der Nachwuchsorganisation.

Renate Schulz steht ab sofort als Ansprechpartnerin für alle Trainerinnen

und Trainer zur Verfügung. Darüber hinaus wird Sport-Inklusionsmanager

Sönke Petersen im Rahmen seiner Tätigkeit in die Gremienarbeit

eingebunden. Die neugeschaffene Stelle ist Teil des DOSB-Projektes

„Qualifiziert für die Praxis: Inklusionsmanager/innen für den gemeinnützigen

Sport“ und wird durch das Bundesministerium für Arbeit und

Soziales (BMAS) aus den Mitteln der Ausgleichsabgabe gefördert.

Sieger Gespann-Masters 2016:

Kevin Hübsch/Michael Burger

Nationales

Gespann-Masters

mit sechs Rennen

Das nationale Gespann-Masters erlebt 2017 seinen

zweiten Durchgang. Die von einer privaten Initiative um

Maik Mennesclou, Mario Siebert und Juliane Schwarz erdachte,

konzipierte und durchgeführte Serie für deutsche

B-Gespanne hat in dieser Saison doppelt so viele

Rennen wie im Vorjahr, nämlich deren sechs.

Der Auftakt erfolgt am Samstag, 10. Juni, in Loppersum.

Über die Entscheidung der Niederländer, am Gespann-

Masters teilzunehmen, ist Maik Mennesclou sehr stolz:

„Sie haben sich sehr um uns bemüht und wollen die Gespanne

im Rahmen ihres internationalen Grasbahnrennens

gerne bei sich fahren lassen.“ Gestartet wird in

Loppersum um 17:00 Uhr.

Am 1. und 2. Juli geht es beim MSC Mulmshorn in die

zweite Runde, die dritte folgt am 22. und 23. Juli in Angenrod.

Runde 4 ist am 12. und 13. August in Heringen

und das vorletzte Rennen wird am 9. und 10. September

in Nidda ausgerichtet. Der Abschluss des nationalen Gespann-Masters

ist für den 23. September terminiert.

Austragungsort ist wie 2016 das Motodrom am Cottaweg

in Leipzig, verantwortlich zeichnet hier der MC Post Leipzig.

Fünfzehn Teams haben sich für das Masters fest angemeldet.

Am 1. April werden alle Teams in Neuenknick im

Zeittraining um die Einteilung der Startplätze in der Gespannserie

fahren. • Text u. Foto: Rudi Hagen

30.

Sonntag

14.00 Uhr

Int.

4-Nationen-Vergleich

mit

MARTIN

SMOLINSKI

Sieger der Herzen

Nachdem die Niederlande keinen Startplatz für das diesjährige Eisspeedway-Team-WM-Finale

beantragte, wurden kurzerhand die Eidgenossen

gefragt, ob sie mit von der Partie sein möchten. Dirk Fricke, der „Eis-Macher“

der Schweizer, setzte alles daran, dass dieses Projekt zustandekam.

Sein Team war zwar chancenlos, punktete aber mit sympathischem

Auftreten und gab zu keiner Zeit auf. Simon Gartmann steigerte sich im

Rennverlauf sichtlich. Weiter so, Team Schweiz! • Text: AG; Foto: Jens Körner

Neustadt/Do.

Training Sonntag, 11.00 Uhr

April ’17

Anton-Treffer-Stadion

www.msc-neustadt.de

DMSB

Deutscher Motor Sport Bund e.V.

KYMCO

MOTO MARKT ZIEGLER

Gewerbepark an der B 16

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VORSCHAU

WER LEGT SICH MIT D


Die Speedway Bundesliga hat sich im Team-gegen-Team-Modus etabliert und auch mit der derzeitigen Ligastärke trifft jedes Team

mindestens einmal auf alle Ligateilnehmer, was ausgeglichene Rennen bedeutet und einen fairen Wettbewerb. Einen mutigen

Schritt zur neuen Saison wagt der AC Landshut als amtierender Meister: Ein rein deutschsprachiges Team um Kapitän Martin Smolinski

soll den Titel für die Devils verteidigen. Nur im Notfall soll auf ausländische Fahrer zurückgegriffen werden. Leicht wollen es

die Gegner des ACL dem amtierenden Meister keinesfalls machen und alle Teams wollen sich mit den Teufeln des ACL messen. In unserer

Saisonvorschau stellen wir die Neuerungen zur Saison 2017 vor und blicken auf jedes einzelne Team. Zudem wagen wir noch

einen kurzen Blick ins nicht minder wichtige Unterhaus der Speedway-Bundesliga, den Speedway Team Cup. • Texte: Manuel Wüst

Wird Brokstedt (Tobias Kroner, links) im Finale 2017

Landshut (Martin Smolinski, rechts) herausfordern?

• Foto: Klaus Goffelmeyer

EM TEUFEL AN?April

'17 BAHNSPORT AKTUELL 7


VORSCHAU

Was ist neu?

Drei B- statt zwei A-Fahrer!

In Zusammenarbeit mit den Vereinen wurde das Reglement für die Mannschaften

so weit angepasst, dass nur noch ein Fahrer einer ausländischen

Föderation als A-Fahrer pro Rennen erlaubt ist. Statt eines zweiten

A-Fahrers müssen die Teams nun drei Fahrer der Kategorie B nennen und

zwei Fahrer der Kategorie C können ebenfalls starten.

Die Aufstellung setzt sich somit wie folgt zusammen

1 Fahrer Kategorie A (ausländische Föderation)

3 Fahrer Kategorie B (deutsche Fahrer)

2 Fahrer Kategorie C

(alle deutschen Fahrer, die nicht in Kategorie B erfasst sind)

Theoretisch ist es sogar möglich, mit vier B- und zwei C-Fahrern ein Team

zu stellen, wie es die DMV White Tigers in der Vergangenheit bereits getan

haben und wie die Landshuter Devils es künftig planen.

Neues Heatschema

Auch am Heatschema wurde zur neuen Saison gearbeitet, um dieses

noch fairer zu gestalten. Die Fahrer der Kategorie C müssen nicht gegen

Fahrer der Kategorie A ans Startband rollen.

Es wird weiterhin in 14 Heats pro Renntag gefahren und jeder Fahrer soll

viermal zum Zug kommen in den Vorläufen vor den Finalheats 13 und 14.

Die Teams

Berlin raus, Wittstock rein!

Wolfslake hat sich aus dem Ligageschäft zurückgezogen und der freigewordene

Platz wird vom MSC Wittstock übernommen. Das Team um

Frank Mauer wird nun nach einer Zeit im Speedway Team Cup wieder in

der deutschen Elite-Liga starten und hat sich mit Michael Härtel vom AC

Landshut und Kevin Wölbert vom MC Nordstern Stralsund entsprechend

verstärkt.

Pocking statt Berghaupten für die DMV White Tigers

In der Vergangenheit bestritten die DMV White Tigers immer ihre Heimrennen

in Berghaupten und Diedenbergen. Da der MSC Berghaupten zur

Ausrichtung des Langbahn-Grand-Prix-Challenge nicht auch noch ein Ligarennen

durchführen wollte, werden die Tigers neben dem Heimrennen

in Diedenbergen ihr weiteres Heimrennen in Pocking, einem weiteren

DMV-Club, an Ostern austragen. Somit findet in Pocking ein prall gefülltes

Osterwochenende statt. Am Ostersamstag 1. Liga, am Ostersonntag

der traditionelle Länderkampf. Wem das nicht genügt, der kann am

Ostermontag in Landshut auch gleich noch das Bundesligarennen zwischen

Landshut und Brokstedt verfolgen.

Finale

2017?

• Foto:

Klaus

Goffelmeyer

Valentin Grobauer –

von den Tigern zu den Teufeln!

Der AC Landshut machte ernst mit der Ankündigung, mit einem rein

deutschen Team in die Saison gehen zu wollen und schlug entsprechend

auf dem Transfermarkt zu. Neben Dominik Möser, der die Landshuter

auf der C-Position verstärken wird, stößt auch Valentin Grobauer

zum Rekordmeister. Der Neuzugang der Devils äußert sich gegenüber

BSA wie folgt zu seinem Wechsel:

BSA: Nach einigen Jahren bei den DMV White Tigers geht es nun zum Rekordmeister

AC Landshut. Was waren die ausschlaggebenden Gründe

für den Wechsel?

Valentin Grobauer: Der Wechsel erfolgte ganz einfach aus dem Grund,

weil ich was Neues ausprobieren wollte. Ich bekam das Angebot von einem

bayerischen Club und habe mir das nicht nehmen lassen wollen,

„dahoam“ zu sein.

Du hast dich von Beginn an auf das Projekt DMV White Tigers eingelassen.

Wie hast du die Zeit dort erlebt?

Das Projekt finde ich sehr gut! Ich bin sehr froh, dass mich die Verantwortlichen

der DMV White Tigers für dieses Projekt in Betracht gezogen

haben. Leider war ich jedes Jahr in einem der Ligarennen verletzt. Aber

der Zusammenhalt in der Mannschaft war stets sehr gut. Und ich bedanke

mich auch an dieser Stelle, dass sie immer für mich da war.

Wie sind deine allgemeinen Ziele in der neuen Saison? Wie sind deine

Ziele und Erwartungen mit dem ACL?

Ich habe nur geringe Erwartungen. Ich freue mich auf die neue Herausforderung

und auf die neue Saison.

Vom Tiger zum Teufel, vom Teufel zum Wolf:

Valentin Grobauer (innen) verlässt die

DMV White Tigers und startet für die Landshut

Devils, Michael Härtel geht zu den Wölfen nach

Wittstock • Foto: Klaus Goffelmeyer

8 BAHNSPORT AKTUELL April '17


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VORSCHAU

AC Landshut Devils

Die Landshuter sind wieder Meister

und wollen den Titel mit Sicherheit

auch verteidigen! Zur mutigen

Ansage, mit einem rein deutschen

Team ins Rennen zu gehen, ließen

die Verantwortlichen auch Taten

folgen und verpflichteten mit Valentin

Grobauer als B-Fahrer und

Dominik Möser auf Position C zwei

starke Neuzugänge, die für die Abgänge

Michael Härtel und Stephan

Katt ins Team kommen. Gerade auf

Position C hat man mit Sandro

Wassermann und Dominik Möser zwei der vielversprechendsten Talente

im Lande unter Vertrag und dürfte gegenüber der Konkurrenz einen gewissen

Vorteil haben. Auf Position A, der regulären Ausländerposition,

können alle B-Fahrer eingesetzt werden, was taktischen Spielraum ermöglicht.

Was sich die Landshuter keinesfalls erlauben dürfen, ist ein schwacher

Start ins Jahr, denn im April und Mai stehen gleich zwei Rennen innerhalb

von 14 Tagen an, in denen die Weichen zum Finale gestellt werden sollten.

TEAMKADER

Kategorie A: keine Verpflichtung

Kategorie B: Valentin Grobauer, Erik Riss, Mark Riss, Martin Smolinski

Kategorie C: Sandro Wassermann, Dominik Möser

BSA-Prognose: Favorit auf den Titel!

DMV White Tigers

Das DMV-Projekt, die White Tigers,

gehen in ihre dritte Saison und haben

auch im vergangenen Jahr

wieder Zeichen gesetzt, was das

Auftreten mit einheitlichen Kombis

etc. betrifft. Trotz des Abgangs

von Valentin Grobauer wurde nicht

viel auf dem Transfermarkt getan

und lediglich Marius Hillebrand

als Option auf Position C verpflichtet.

Mit Max Dilger, René Deddens,

Danny Maaßen und dem aufstrebenden

Daniel Spiller ist man solide

besetzt und wenn auf Position A ein Ausländer vom Kaliber eines Robert

Lambert startet, sollte das Team in keinem Rennen chancenlos sein.

Auf Position C kann man sicherlich solide Dienste von Ethan Spiller erwarten.

Inwiefern sich David Pfeffer und Marius Hillebrand in der deutschen

Eliteliga schlagen werden, bleibt abzuwarten.

René Schäfer als Gründungsvater der White Tigers hat sich dazu entschieden,

etwas kürzerzutreten und wird das Amt an Sönke Petersen übergeben.

TEAMKADER

Kategorie A: Robert Lambert (GB)

Kategorie B: Max Dilger, René Deddens, Daniel Spiller, Danny Maaßen

Kategorie C: Ethan Spiller, David Pfeffer, Marius Hillebrand

BSA-Prognose: Außenseiter auf den Finaleinzug

MC Nordstern Stralsund

Der MC Nordstern hat wohl mit die

härtesten Abgänge zu verzeichnen.

Neben Kevin Wölbert verließ

auch Dominik Möser den Club und

so bleiben lediglich Tobias Busch

und Neuzugang Mathias Bartz als

B-Fahrer. Gelingt dem MC Nordstern

nicht noch eine völlig überraschende

Verpflichtung, wird das

Team neben einem ausländischen

Fahrer auf Position A auch einen

ihrer C-Fahrer auf Position B einsetzen

müssen. Dies dürfte aber kein Vorteil sein beim ehemaligen Meister.

Andererseits könnte gerade die Flexibilität auf Position C dem Team

vielleicht in manchen Duellen einen Vorteil bringen.

TEAMKADER

Kategorie A: noch nicht verpflichtet

Kategorie B: Mathias Bartz, Tobias Busch

Kategorie C: Lukas Baumann, Richard Geyer, Henk Koonstra, Ronny Weis

BSA-Prognose: Außenseiter aufs Finale

MSC Brokstedt

Jahr 1 nach Matten Kröger. Jahrelang

war Matthias Kröger im Team

der Brokstedter gesetzt und eine

der Identifikationsfiguren des

Teams, bei dem die Fahrer meist

länger als nur ein Jahr bleiben.

Nachdem Kröger nun den berühmten

Stahlschuh an den Nagel gehängt

hat, sind nun andere Fahrer

gefordert. Mit Lukas Fienhage, Kai

Huckenbeck und Tobias Kroner ist

man gut besetzt und dürfte mit so manchem Club mithalten können. Mit

Rune Holta auf Position A hat man einen sehr erfahrenen Mann verpflichtet,

der das Team mit soliden Leistungen anführen soll. Beim Hinrennen

im Vorjahresfinale fuhr Holta mit 17 Punkten nur einen Punkt unter Maximum

und bewies, dass er schnell ums Brokstedter Oval kommt. Ob das

Team erneut im Finale stehen kann, wird auch davon abhängen, wie sich

Hannes Gast und Heimkehrer Stephan Katt auf Position C schlagen werden,

denn hier dürften einige Clubs besser aufgestellt sein.

TEAMKADER

Kategorie A: Rune Holta (PL)

Kategorie B: Lukas Fienhage, Kai Huckenbeck, Tobias Kroner

Kategorie C: Hannes Gast, Stephan Katt

BSA-Prognose: Zweikampf mit Wittstock um Finaleinzug!

Wölfe Wittstock

1998 stieg der 1. FC Kaiserslautern

aus der 2. Bundesliga in die erste

Liga auf und wurde direkt deutscher

Meister, in dem die favorisierten

Bayern aus München hinter

sich gelassen wurden. Die Wölfe

Wittstock, als Aufsteiger beziehungsweise

Neueinsteiger in die

1. Bundesliga, könnten ähnliches

vollbringen, denn mit Michael Härtel

und Kevin Wölbert wurden neben

Christian Hefenbrock zwei

wirklich starke B-Fahrer verpflichtet.

Auf der C-Fahrer-Position verfügt man neben dem wohl gesetzten Steven

Mauer, der auch in der Lage ist ein Ligarennen zu entscheiden, über

reichlich Auswahl und kann nach Tagesform aufstellen. Auf der A-Fahrer-

Position ist noch kein ausländischer Fahrer bekannt, doch es würde überraschen,

wenn die Wölfe hier nicht auch mindestens einen namhaften

Fahrer präsentieren könnten. Über ausreichenden Kontakt verfügt man in

Wittstock, sodass die Wölfe wohl als Aufsteiger gleich der härteste Konkurrent

der Devils aus Landshut sein dürften.

TEAMKADER

Kategorie A: Noch nicht bekannt

Kategorie B: Kevin Wölbert, Michael Härtel, Christian Hefenbrock

Kategorie C: Steven Mauer, Darrell de Vries, Mads Hansen, Maximilian

Pott, Viktor Trofimov, Mirko Wolter

BSA-Prognose: Zweikampf mit Brokstedt um den Finaleinzug – mit Top-

A-Fahrer härtester Konkurrent für Meister Landshut!

Die BSA Prognose zur neuen Saison:

Schlüsselduell am 28.7.!

Wenn nicht alles schiefgeht, dürfte man die Landshuter Devils als

sicheren Finalteilnehmer ansehen. Gegen wen die Devils im Finale

antreten, könnte sich erst am letzten Renntag im Juli entscheiden,

wenn die Wölfe Wittstock gegen die Wikinger aus Brokstedt

fahren. Stralsund und die DMV White Tigers dürften nominell nur

Außenseiterchancen aufs Finale haben, sodass die Wikinger aus

Brokstedt und die Wölfe aus Wittstock auf die Devils im Finale

treffen werden. Fakt ist, dass eine spannende Saison bevorsteht,

die durch den Rennkalender 2017 auch sehr kompakt ist, denn in

nur vier Monaten ist die Vorrunde durch und die Finalteilnehmer

stehen fest. • Texte: Manuel Wüst

10 BAHNSPORT AKTUELL April '17


MANNSCHAFTSAUFSTELLUNGEN

BUNDESLIGA

AC Landshut

Valentin Grobauer

Dominik Möser

Erik Riss

Mark Riss

Martin Smolinski

Sandro Wassermann

MSC Brokstedt

Lukas Fienhage

Hannes Gast

Rune Holta (PL)

Kai Huckenbeck

Stephan Katt

Tobias Kroner

MC Nordstern Stralsund

Mathias Bartz

Lukas Baumann

Tobias Busch

Richard Geyer

Henk Koonstra (NL)

Ronny Weis

DMV White Tigers

René Deddens

Max Dilger

Marius Hillebrand

Danny Maaßen

Daniel Spiller

Ethan Spiller

MSC Wölfe Wittstock

Steven Mauer

Darrell de Vries (NL)

Mads Hansen (DK)

Michael Härtel

Christian Hefenbrock

Maximilian Pott

Viktor Trofimov (UKR)

Mirco Wolter

SPEEDWAY TEAM CUP

Herxheim Drifters

Mark Riss

Erik Riss

Lukas Fienhage

Celina Liebmann

TM Klaus Dudenhöffer

MSC Olching

René Deddens

Valentin Grobauer

Michael Härtel

Tim Wunderer (250)

Philipp Schmuttermayr

TM Stephan Wunderer

Diedenbergen Rockets

Mathias Bartz

Danny Maaßen

Maximilian Pott

Henk Koonstra

Geert Bruinsma

Leon Maier

TM Andreas Schumacher

Black Forest Eagles

Berghaupten

Max Dilger

Daniel Spiller

Ethan Spiller

David Pfeffer

Maximilian Pongratz

TM Sönke Petersen

TM Reiner Armbruster

Güstrow Torros

Tobias Busch

Hannes Gast

Lukas Baumann

Ben Ernst (250)

Max-Wilhelm Kruth

Leon Arnheim

TM Hannes Heider

Landshut Young Devils

Stephan Katt

Sandro Wassermann

Dominik Möser

Marius Hillebrand

Jonas Wilke (250)

TM Johannes Gradl

TM Klaus Zwerschina

Neuenknick Hexen

Christian Hefenbrock

Romano Hummel

Fabien Neid

Sascha Stumpe

Marc Leon Tebbe

Maximilian Firniß

TM Mirco Korte

TM Jan-Philipp Otte

Emsland Speedway

Team Dohren

Tobias Kroner

Kai Huckenbeck

Fabian Wachs

Timo Wachs (250)

Jörg Tebbe

TM Wolfgang Geiler

Haunstetten Arrows

Dennis Helfer

Marcel Dachs

Buddy Prijs

Niels Oliver Wessel

Julian Bielmeier (250)

Josef Nebauer

TM Tim Scheunemann

TM Robert Grichtmaier

Meißen Hornets

Kevin Wölbert

Ronny Weis

Richard Geyer

Finn Loheider (250)

TM Maik Pilz

TM Henry Schumann

Lukas Fienhage,

Sandro Wassermann und

Daniel Spiller (v.l.)

• Foto: Niklas Breu

TERMINE + BEGEGNUNGEN

1. BUNDESLIGA

15.04. DMV White Tigers (in Pocking) - MSC Wölfe Wittstock

17.04. AC Landshut Devils - MSC Brokstedt Wikinger

29.04. MC Nordstern Stralsund - DMV White Tigers

01.05. MSC Brokstedt Wikinger - MC Nordstern Stralsund

07.05. DMV White Tigers (in Diedenbergen) - AC Landshut Devils

26.05. MSC Wölfe Wittstock - AC Landshut Devils

10.06. MC Nordstern Stralsund - MSC Wölfe Wittstock

09.07. MSC Brokstedt Wikinger - DMV White Tigers

28.07. MSC Wölfe Wittstock - MSC Brokstedt Wikinger

28.07. AC Landshut Devils - MC Nordstern Stralsund

03.10. Finale 2 (2. - 1. Vorrunde)

• noch offen Finale 1 (1. - 2. Vorrunde)

Speedway Team Cup

auf Expansionskurs!

Der Speedway Team Cup wird mehr und mehr zu einer Erfolgsgeschichte.

Alle Fans, die sich die alten Vergleiche mit vier Teams an einem Renntag

wünschen, kommen hier auf ihre Kosten und können den „alten Modus“

verfolgen. Extrem wichtig wurde der Speedway Team Cup als Unterbau für

die erste Liga, denn die fehlenden Einsatzmöglichkeiten für U21-Fahrer

und Fahrer, die aus dem Juniorenalter herauskamen, aber sich nicht in der

1. Liga durchsetzen konnten, fanden so Startmöglichkeiten und werden

im Speedway Team Cup 2017 noch mehr Rennmöglichkeiten finden.

Im Winter 2017 gab es so viele Wechsel wie nie im Speedway Team Cup.

Nicht vorrangig auf Fahrerebene, sondern bei den teilnehmenden Clubs.

Wittstock hatte ja seine beiden Mannschaften bereits in der laufenden

Saison abgemeldet und auch die Young Vikings aus Brokstedt ziehen es

vor, in einer eigenen Nordliga mit einem Nachwuchsteam zu starten. Doch

die Aussteiger aus der Liga wurden nicht nur zahlenmäßig ausgeglichen,

sondern noch gesteigert, und so werden insgesamt zehn Teams am

Speedway Team Cup 2017 teilnehmen.

Neu hinzu kommen die Meißen Hornets, die bereits beim STC-Finale 2016

in Herxheim als Gastteam für Wittstock ihr Debüt gaben. Zudem steigen

der SC Neuenknick und der AC Landshut wieder mit einem Team ein. Gänzlich

neu im Ligageschehen sind die Teams aus Haunstetten sowie das

Speedway Team Emsland, das in Dohren sein Heimrennen austragen

wird.

Alle Teams haben bislang ihre Fahrer verpflichtet und bedingt durch insgesamt

zehn teilnehmende Mannschaften werden die Clubs mit zum Teil

dünneren Kadern durch die Saison kommen und es ist zu hoffen, dass

sich die Clubs im Sinne des Nachwuchses und des Sports mit Gastfahrerregelungen

aushelfen werden. Dies würde manchen Fahrern mit Sicherheit

auch zu mehr als vier Rennen im Jahr verhelfen und so wesentlich

dem Ziel des Speedway Team Cups, der Nachwuchsförderung, dienen.

SPEEDWAY TEAM CUP (2. BUNDESLIGA)

06.05. Diedenbergen - Olching - Haunstetten - Neuenknick

14.05. Olching - Landshut - Diedenbergen - Güstrow

08.07. Meißen - Dohren - Güstrow - Haunstetten

29.07. Dohren - Güstrow - Neuenknick - Meißen

29.07. Landshut - Haunstetten - Olching - Herxheim

26.08. Berghaupten - Diedenbergen - Landshut - Dohren

23.09. Haunstetten - Meißen - Berghaupten - Diedenbergen

24.09. Güstrow - Neuenknick - Herxheim - Landshut

01.10. Neuenknick - Herxheim - Dohren - Berghaupten

08.10. Herxheim - Berghaupten - Meißen - Olching

Erstgenannter Verein = Austragungsort

April '17 BAHNSPORT AKTUELL 11


EISSPEEDWAY-TEAM-WM

Inzell/D

ie vom anderen

12 BAHNSPORT AKTUELL April '17


tern ...

Russland verteidigt Titel mit Maximum

Erwartungsgemäß verteidigte Russland in Inzell erfolgreich den Team-WM-Titel.

Die deutsche Mannschaft belegte im Finale nach langer Zeit wieder einen Podestrang.

Großes Foto: Igor Kononow (7) machte Dimitri Koltakow schon mal eine

Ansage fürs Einzel-WM-Finale; Unten von von links nach rechts: Wenn

Jan Klatovsky am Start war, war Action angesagt (hier v. Stefan Svensson)

• Günther Bauer und Max Niedermaier • Austria-Star Franz Zorn

• Fotos: David Reygondeau/good-shoot.com

April '17 BAHNSPORT AKTUELL 13


EISSPEEDWAY-TEAM-WM

Die russischen Piloten geben bekanntermaßen

in der Einzel-WM den Ton an. Somit galt die Nationalmannschaft

aus dem Osten auch vor dem

Teamfinale in Inzell als alleiniger Favorit. Und

wie erwartet fuhren Igor Kononow, Dimitri Komisewitsch

und Dimitri Koltakow in der Max-Aicher-Arena

in einer eigenen Liga. Nach dem ersten

Renntag hatten sie schon 8 Zähler Vorsprung

und standen bereits nach 35 Läufen als

neuer Weltmeister fest. Es ist die 35. Goldmedaille

insgesamt (die Triumphe der Sowjetunion

mitgezählt) und der 15. Titel in Folge für

Russland. Das Dreamteam erzielte auf dem 400

Meter langen Eisoval ein lupenreines Punktemaximum.

Zuletzt gelang den Russen dieses

Meisterstück vor zehn Jahren im WM-Finale im

russischen Saransk.

Alle Eisfahrer um Teammanager Igor Drepin bestritten

in Bayern jeweils acht Heats. Igor Kononow

und Dimitri Koltakow erkämpften 22 Punkte.

Beide Spitzenfahrer schenkten sich in Inzell

nichts und versuchten, sich vor der Einzel-WM-

Endrunde im niederländischen Heerenveen einen

psychologischen Vorteil zu verschaffen. Ihre

direkten Duelle endeten mit 2:2 unentschieden.

Dimitri Komisewitsch, der (noch) amtierende

Einzelweltmeister, erzielte 16 Punkte.

Der 31-Jährige gewann in Inzell sein sechstes

Team-Gold und ist in der ewigen Bestenliste des

Wettbewerbs hinter Nikolaj Krasnikow (12 Titel),

Juri Iwanow, Alexander Balaschow und

Wladimir Fadejew vorerst Fünfter.

Im Vorjahr fand das Team-WM-Finale im russischen

Togliatti statt. Die Silbermedaille sicherte

sich damals das schwedische Team vor den

Österreichern. Beide Mannschaften waren

auch in Inzell Medaillenanwärter. Da drei deutsche

Eispiloten beim Eisspeedway-GP dabei

sind, rechneten sich auch die Gastgeber gute

Chancen auf einen Podestplatz aus. Nach acht

Jahren, 2009 holte Deutschland ebenfalls in Inzell

Bronze, war es auch an der Zeit.

In seinem ersten Lauf am Sonnabend trat das

deutsche Duo gegen die Schweden an und zunächst

lief alles optimal. Günther Bauer übernahm

die Führung, während Max Niedermaier

mit Ove Ledström um Platz 2 fightete. In der

zweiten Runde stürzte der Edlinger jedoch und

riss den jungen Skandinavier mit in die Strohballen.

Referee Craig Ackroyd aus England

brach den Lauf ab und schloss Niedermaier von

der Wiederholung aus. Im Re-run kreuzte Bauer

als Erster die Ziellinie und holte so gegen die

Schweden ein Unentschieden. Im Duell gegen

Russland blieb Bauer im Fahrerlager und Johann

Weber rollte ans Startband. Das Rennen

war jedoch für den „Eishans“ schnell vorbei,

denn er blieb schon nach einigen Metern mit

gerissener Kette stehen. Da das Hinterrad blockierte,

konnte der Fahrer die Bahn nicht rechtzeitig

verlassen und der Lauf musste abgebrochen

werden. In der Wiederholung konnte Niedermaier

gegen Kononow und Koltakow nichts

ausrichten, aber danach lief es für das DMSB-

Team wie geschmiert. In Heat 10 trafen die Paare

aus Deutschland und Österreich aufeinander.

Franz Zorn war nicht zu stoppen und meldete

sich als Sieger im Ziel, aber Bauer und Niedermaier

konnten Charly Ebner in Schach halten

und holten ein 3:3-Remis. In der Endphase

des ersten Renntages fuhr das deutsche Duo

gegen die Mannschaften aus Finnland, der

Schweiz und Tschechien und erzielte hervorragende

Resultate. Bauer und Niedermaier holten

drei Doppelsiege und schlossen den Renntag

mit 22 Zählern ab. Die Russen hatten zwar bereits

einen großen Vorsprung, aber die deutsche

Mannschaft hatte eine reale Chance auf

die Silbermedaille.

Die deutsche Mannschaft war nämlich nach

21 Heats mit den Österreichern punktgleich.

Franz Zorn erkämpfte 15 Punkte und musste

sich lediglich den Russen beugen. Das Team

aus der Alpenrepublik trat in Inzell ohne Harald

Simon an. Der Waldviertler war in Berlin eine

Woche zuvor gestürzt und hatte sich eine Knieverletzung

zugezogen. Als Ersatz konnte Manager

Malcolm Uzzell kurzfristig Josef Kreuzberger

ins Team holen, aber am Sonnabend kam

dieser nicht zum Einsatz. Partner von Zorn war

Charly Ebner und der 23-Jährige machte seine

Sache sehr gut. Der Lienzer erkämpfte 7 Zähler.

Außer vor den Russen und den Deutschen beugte

sich der junge Pilot nur Niclas Svensson und

Jan Klatovsky. Das Drei-Kronen-Team kam am

ersten Tag auf insgesamt 18 Zähler und war in

Lauerstellung. Ledström bestritt nach der Kollision

mit Niedermaier nur noch einen Lauf und

wurde wegen Problemen mit seiner Technik

durch Stefan Svensson ersetzt, der 7 Punkte

schrieb. Dessen Sohn Niclas war der Leistungsträger

der Mannschaft, hatte aber im Duell gegen

die Schweiz an 2. Position liegend einen

Ausfall zu beklagen. Die restlichen Teams lagen

schon deutlich hinten und konnten nur noch

theoretisch in den Kampf um einen Podiumsrang

eingreifen.

Der zweite Renntag begann für die Gastgeber

wieder nicht optimal. In Rennen 23 gegen die

Tschechen lagen Bauer und Niedermaier in

Front, bis Letzterer in der dritten Runde völlig

ohne Fremdeinwirkung ausrutschte und unter

den Strohballen verschwand. Max wurde disqualifiziert.

„Schliff“ holte in der Wiederholung

den Start-Ziel-Sieg, aber 2 sicher geglaubte

Punkte waren futsch. Gegen die Schweiz und

Finnland holte das DMSB-Team Maximum und

dann stand ein weiteres Duell gegen Österreich

auf dem Programm. Um weiter von Silber träumen

zu können, brauchten die Deutschen einen

Sieg, aber die Gegner waren doch zu stark. Zorn

legte den besten Start hin, übernahm die Spitze

und kam als Erster ins Ziel. Bauer wurde

Zweiter, Ebner aber rang Niedermaier nieder.

Die ÖAMTC-Piloten erzielten einen 4:2-Sieg und

waren nur noch einen Schritt vom Vize-WM-Titel

entfernt, während Deutschland nur noch der

Kampf um Bronze blieb. Beide Mannschaften

waren zwar nach 35 Läufen mit jeweils 37 Zählern

punktgleich, aber die Österreicher hatten

noch die Schweizer als Gegner, während die

Deutschen gegen Russland antreten mussten.

Traditionell ging Bauer im Duell gegen die Multiweltmeister

nicht an den Start und dadurch

bekam Weber am Wochenende seine zweite

Chance. Mit einer großen Portion Wut im Bauch

jagte der 32-Jährige über zwei Runden lang Dimitri

Komisewitsch, konnte jedoch gegen den

Russen nichts ausrichten und wurde Dritter.

Ein Rennen zuvor kämpften die Österreicher

und die Schweden gegeneinander und der Heat

musste zweimal neugestartet werden. Zunächst

lief alles nach Plan. Zorn lag in Führung,

gefolgt von N.Svensson und Ledström. In der

dritten Runde machte der Saalfeldener einen

Fahrfehler. In der Kurve fuhr er zu weit außen,

was Svensson sofort ausnutzte und innen

durchschlüpfte. Hätten die Skandinavier mit

4:2 gewonnen, hätten sie mit Deutschland

gleichgezogen und dem Team von Manager

Bernd Sagert die Bronzemedaille noch streitig

machen können. Doch in der nächsten Kurve

stürzte Ebner und der Lauf wurde abgebrochen.

Im Re-run war Zorn gewarnt. Der 46-Jährige

führte, aber Niclas Svensson saß ihm dicht im

Nacken und versuchte zu attackieren. In der

dritten Runde wollte der junge Schwede jedoch

zu viel, kam dabei zu Fall und wurde disqualifiziert.

Beim dritten Anlauf triumphierte Zorn vor

Ledström. Vor dem über Bronze entscheidenden

Lauf hatte die deutsche Mannschaft

2 Punkte Vorsprung auf die Skandinavier und

Günther Bauer ließ in Heat 41 nichts mehr anbrennen.

Der 45-Jährige landete einen Start-

Ziel-Sieg und das Duell endete unentschieden.

Nach acht Jahren holte das deutsche Team wieder

eine WM-Bronzemedaille. „Das ist ein toller

Erfolg für uns und ein wahnsinnig gutes Gefühl.

Nachdem wir so lange warten mussten, hat es

heute endlich mal wieder mit einer Medaille geklappt

– und das auch noch in meinem Wohnzimmer“,

sagte Günther Bauer nach dem Rennen.

Der Schlechinger erzielte am Wochenende

insgesamt 28 Punkte und beugte sich nur Zorn.

Auch Max Niedermaier war sehr glücklich, obwohl

der 28-Jährige zweimal unsanft mit dem

Eis in Berührung kam. „Dadurch ist es noch einmal

knapper als nötig geworden, aber es ist

halt passiert. Nun haben wir aber den 3. Platz,

und nur das zählt am Ende. Schön, dass jetzt bis

zum Einzel-WM-Finale zwei Wochen Pause sind,

denn die vielen Rennen in den letzten Wochen

haben ganz schön geschlaucht. Seit Anfang Februar

war jedes Wochenende ein Rennen, da

freut man sich, wenn man mal nicht nur zum

Klamottenwechseln nach Hause kommt“, erzählte

der amtierende Deutsche Meister. Niedermaier

steuerte wichtige 12 Punkte bei, während

Johann Weber bei nur zwei Einsätzen auf

einen Zähler kam.

Das Austria-Team holte in Inzell die Silbermedaille.

Es kam auf 45 Zähler und hatte am Ende

4 Punkte mehr auf dem Konto als die Deutschen.

Franz Zorn erkämpfte insgesamt 29 Zähler

und unterlag nur den Russen. Charly Ebner

brachte in der Max-Aicher-Arena eine starke

Leitung und kam auf 16 Punkte. Josef Kreuzberger

absolvierte nur ein Rennen. Gegen Russland

blieb der Pilot ohne Punkte. „Es ist immer

noch schwer zu glauben, dass wir wieder Zweite

in der Welt sind. Es waren tolle Performances

von Franky Zorn, Charly Ebner und Josef Kreuzberger“,

schwärmte Malcolm Uzzell, Teammanager

der Österreicher.

Die Schweden mussten sich mit dem unbeliebten

4. Gesamtrang begnügen, aber sie kämpften

bis zum Schluss um die Bronzemedaille. Am

Ende fehlten ihnen lediglich 2 Punkte. „Der erste

Renntag war nicht gut für mich, aber am

Sonntag lief es schon deutlich besser. Ich hatte

wieder Spaß am Fahren“, kommentierte Ove

Ledström sein Abschneiden. Der 19-Jährige erzielte

insgesamt 12 Punkte. Niclas Svensson

kam auf 20 Zähler und sein Vater Stefan, der nur

am Sonnabend zum Einsatz kam, schrieb

7 Punkte. Die Teams aus Tschechien und Finnland

schlossen das Finale mit jeweils 25 Punkten

ab. Zunächst schien es, als würden die

Tschechen locker Fünfte werden, aber in Rennen

38 unterlagen sie ihren direkten Konkurrenten

mit einem 0:5. Zuerst riss Lukas Hutla

die Strohballen heraus und in der Wiederholung

stürzte Jan Klatovsky in der Zielkurve. Die

Schweizer waren im Finale total überfordert

und belegten mit nur 14 Zählern den letzten

Platz.

Erwartungsgemäß rief die Veranstaltung eine

große Resonanz hervor. An beiden Renntagen

sahen sich rund 10.000 Zuschauer das Team-

WM-Finale an und kamen voll auf ihre Kosten.

• Texte: Georg Dobes

• Fotos: David Reygondeau/good-shoot.com

14 BAHNSPORT AKTUELL April '17


AM RANDE

50 Jahre Eisspeedway in Inzell

Eisspeedway in Inzell ist eine Erfolgsgeschichte

und sie dauert schon 50 Jahre. Am 19. Januar

1967 wurde die DMV-Landesgruppe Südbayern

in Traunstein gegründet und schon einen Monat

später, am 19. Februar 1967, fand im Inzeller

Eisstadion das erste Eisspeedwayrennen

statt. Schon nach zwei Jahren durften die Funktionäre

der DMV-Landesgruppe ein Eisspeedway-WM-Finale

durchführen. 1969 feierte Gabdrahman

Kadyrow seinen dritten WM-Titel in

Inzell. Der Sowjet triumphierte übrigens auch

in den zwei nächsten WM-Endläufen, die in Inzell

ausgetragen wurden.

Insgesamt fanden sechs Eisspeedway-WM-Finals

(1969, 1971, 1973, 1977, 1979, 1982) in der

Sportstätte in der Reichenhaller Straße statt.

Darüber hinaus maßen die besten Eisspeedwayteams

der Welt sechsmal (1981, 1985, 1991,

2004, 2009, 2017) in Inzell ihre Kräfte. In den

anderen Jahren wurden dort WM-Qualifikationsrunden

(sowohl im Einzel- als auch im

Teamwettbewerb), GP-Rennen sowie DM-Finals

ausgetragen.

Wir hoffen und wünschen der DMV-Landesgruppe

Südbayern, dass der Eisspeedwaysport

am Fuße des Falkensteins uns mindestens weitere

50 Jahre erhalten bleibt!

EIS-TEAM-WM-FINALE - Inzell/D - 11./12.3.2017

Pl./Nation Ges. Fahrer Samstag EP Sonntag EP Ges.

1. Russland 60 Igor Kononow 3 3 2 N 3 N 11 3 N 3 3 N 2 11 22

Dimitri Komisewitsch 2 N N 2 2 2 8 2 2 N 2 2 N 8 16

Dimitri Koltakow N 2 3 3 N 3 11 N 3 2 N 3 3 11 22

2. Österreich 45 Franz Zorn 3 3 3 1 3 2 15 3 2 1 3 3 2 14 29

Josef Kreuzberger N N N N N N 0 N N 0 N N N 0 0

Charly Ebner 2 1 0 0 1 3 7 2 3 N 1 D 3 9 16

3. Deutschland 41 Johann Weber N A N N N N 0 N N N N 1 N 1 1

Max Niedermaier D 1 1 2 2 2 8 D 2 2 0 0 0 4 12

Günther Bauer 3 3 3 2 N 3 14 3 N 2 3 3 3 14 28

4. Schweden 39 Niclas K. Svensson 2 2 A 3 3 0 10 0 3 2 3 D 2 10 20

Ove Ledström 1 0 N N N N 1 1 2 3 2 2 1 11 12

Stefan Svensson N N 3 1 2 1 7 N N N N N N 0 7

5. Tschechien 25 Jan Klatovsky 1 3 2 2 2 1 11 2 D 1 2 D N 5 16

Lukas Hutla S N N 0 N 0 0 1 D A 3 D 1 5 5

Andrej Divis N 1 3 N 0 N 4 N N N N N 0 0 4

6. Finnland 25 Mats Järf 3 2 0 N N 0 5 1 0 N 0 N N 1 6

Tomi Tani 2 D 1 1 0 N 4 0 1 0 1 2 3 7 11

Antti Aakko N N N 0 1 1 2 N N 1 N 3 2 6 8

7. Schweiz 14 Ronny Häring 0 N 0 1 1 1 3 0 N 1 0 1 1 3 6

Simon Gartmann 1 1 1 2 N N 5 1 0 N 1 N N 2 7

Thomas Cavigelli N 0 N N 0 0 0 N 1 0 N 0 N 1 1

Siegerehrung für Russland mit Dimitri Komisewitsch, Igor Kononow, Teammanager Igor Drepin und Dimitri Koltakow (Mitte),

Österreich mit Teammanager Malcolm Uzzell, Josef Kreuzberger, Charly Ebner und Franz Zorn (links) sowie Deutschland mit

Günther Bauer, Max Niedermaier, Hans Weber und Teamchef Bernd Sagert • Fotos: David Reygondeau/good-shoot.com

April '17 BAHNSPORT AKTUELL 15


EISSPEEDWAY-WM

Finale 4 - Berlin/D

Koltakow baut

Führung aus

18 Fahrer kamen zum 44. Eisspeedway in die Spree-Metropole Berlin, um den

7. und 8. Grand Prix der Eisgladiatoren auszufahren. Und alle 18 kamen zum Einsatz.

Die Punkte, die sie nach zwei Tagen mitnahmen, waren allerdings sehr unterschiedlich.

Wie nicht anders zu erwarten, fuhr die russische Dampfwalze

durch das Horst-Dohm-Eisstadion und in 46 gefahrenen Rennläufen kreuzten nur

neunmal die Fahrer aus den restlichen fünf Nationen als Sieger die Ziellinie.

16 BAHNSPORT AKTUELL April '17


Siegerehrung Tag 1 (v.l.): Igor Kononow,

Dimitri Koltakow und Dinar Walejew;

danach beendete ein gigantisches

Feuerwerk die tolle Veranstaltung

• Fotos: David Reygondeau/

good-shoot.com

April '17 BAHNSPORT AKTUELL 17


EISSPEEDWAY-WM

So lieben es die Fans:

Dimitri Komisewitsch gegen

Dinar Walejew

Franz Zorn schaffte es am Samstag ins

Finale (hier vor Bahnreserve

Markus Jell am Sonntag)

Jeder rechnete mit einem Sturz, aber Dinar Walejew rettete sich nach artistischen Einlagen

wieder aufs Bike (außen Jan Klatovsky) • Fotos: Daniel Sievers

Absoluter Gewinner war Dimitri Koltakow, der

an beiden Tagen Sieger blieb, dabei 41 Punkte

sammelte und seine WM-Führung um 8 Zähler

ausbaute. Auch die weitere WM-Reihung änderte

sich nicht. Igor Kononow liegt weiterhin auf

Platz 2 vor Dimitri Komisewitsch und Dinar Walejew.

Dennoch gab es auch für die deutschsprachige

Abteilung durchaus Lichtblicke. Dazu

zählte vor allem Franz Zorns Einzug ins A-Finale

am Samstag. Aber auch die Teilnahme des neugebackenen

deutschen Meisters Max Niedermaier

und des Österreichers Harald Simon im

Halbfinale zählten zu den Highlights.

Bei frühlingshaften Temperaturen, aber dennoch

guten Eisverhältnissen, zeigte gleich zu

Beginn Koltakow auf. Er holte sich den Eröffnungslauf

vor Landsmann Komisewitsch, der

ihm am folgenden Tag die einzige Niederlage an

diesem Wochenende zufügen sollte. Mit Walejew,

Iwanow und Kononow gingen auch die

restlichen drei Läufe des ersten Durchgangs an

die Russen. In dieser Tonart ging es bis zu Heat

10, ehe notgedrungen – es war kein Russe am

Start – der erste nicht Sowjetsieg durch Stefan

Svensson vollzogen wurde. Und gleich darauf

unter denselben Bedingungen holte sich Günther

Bauer 3 Punkte. Auch Zorns Laufsieg

(15. Rennen) vollzog sich ohne russische Beteiligung.

Ebenso hatte Simon bei seinem Sieg

keine direkte Gegenwehr. Komisewitsch war

nämlich zum Re-run nicht mehr startberechtigt.

Dass es trotzdem nicht langweilig wurde, dafür

sorgte die Punkteverteilung hinter den dominierenden

Russen. Unter normalen Umständen

bleiben eben für die Semifinals nur drei Startplätze

für den Rest der Welt übrig. Um die

balgten sich nach vier Durchgängen Stefan

Svensson (7 Punkte) und vier Fahrer mit je

6 Zählern. Das waren Zorn („hatte technische

Probleme, Federbein gewechselt“), G.Bauer

(„mit dem Speed bin ich zufrieden“), Simon

(„keine Kraft“) und Weber. Dramatik dann in

Lauf 18. Komisewitsch riss Strohballen in die

Bahn – Abbruch und Disqualifikation. In der

Wiederholung dasselbe Vergehen von Stefan

Svensson, als er Simon außen zu überholen

versuchte. Abermals Abbruch. Das folgende

Duell Simon gegen Niedermaier mit mehrmaligem

Führungswechsel begeisterte. Simon war

drinnen, Svensson draußen. Daraufhin der entscheidende

Lauf für Bauer. In der Reihenfolge

Zorn - G.Bauer - Weber - Luca Bauer wurde die

Ziellinie überfahren. Doch der „Schliff“ war in

der Startrunde jenseits von Blau gefahren, fiel

der Disqualifikation zum Opfer und war ebenfalls

draußen. Dafür rutschte Weber ins Halbfinale.

Dass dort Endstation war, tat der tollen

Leistung keinen Abbruch. „Wir hatten Probleme,

haben für morgen den Dämpfer getauscht“,

so der Eis-Hans danach.

Koltakow, Zorn, bzw. Kononow und Walejew

überstanden die Halbfinals und fädelten sich

im Finale in der Reihenfolge Koltakow - Kononow

- Walejew - Zorn ein, ohne die Positionen zu

verändern.

Am Sonntag ziemlich zu Beginn der Paukenschlag:

Komisewitsch startete von der roten Position

und rang den Weltmeister 2015 Koltakow

nieder. Den beeindruckte dies nicht sonderlich

und er fuhr abermals den Tagessieg ein. Neben

den fünf Russen waren es an diesem Tag Zorn,

G.Bauer und Stefan Svensson, die in die Semifinals

einziehen konnten. Schließlich war der Tagesausgang

nicht sehr überraschend. Koltakow

gewann in einem spannenden Lauf vor Kononow,

Komisewitsch und Walejew.

Die beiden Vater-Sohn-Duelle gingen eindeutig

zugunsten der Väter aus. Günther Bauer wurde

Elfter und Achter, Luca schloss jeweils am Ende

ab. Die Luft im GP-Zirkus scheint für den 18-Jährigen

rau zu sein. Stefan Svensson (Jahrgang

1958) zeigte seinem Sohnemann Niclas (1990)

den Auspuff. Sowohl im direkten Duell als auch

in den Tagesergebnissen blieb der Youngster

hinter dem Papa.

Harald Simon, der im samstäglichen Halbfinale

in der letzten Kurve ausgerutscht war, wurde

Sonntagmittag zum Doktor gerufen. Der gab

das Freizeichen, dass der beinharte Waldviertler

allerdings nicht bis zur Neige auskosten

konnte. Der Schmerzlevel war vermutlich schon

sehr ausgereizt, womit Markus Jell zweimal

zum Einsatz kam und eine gute Figur machte.

Und auch der zweite Ersatzfahrer Tobias Busch

konnte seine Maschine einmal zum Einsatz

bringen.

Mit 60 Jahren war der Finne Timo Kankkunen

der Senior des Feldes und schaltete sich hier

erstmals in den GP ein. Platz 13 und 14 waren

zwar nicht das Gelbe vom Ei, doch Hut ab vor der

Leistung ist auf alle Fälle angezeigt. Ebenfalls

als Einzelkämpfer unterwegs war der Tscheche

Jan Klatovsky, der die Plätze 10 und 12 belegte.

• Text: Alfred Domes

18 BAHNSPORT AKTUELL April '17


Sturz von Niclas Svensson beim Versuch, außen an Günther Bauer vorbeizugehen ...

da kommt aber auch noch Jan Klatovsky, der gekonnt Schlimmes vermeiden konnte

• Fotos: David Reygondeau/good-shoot.com

Susanne Hüttinger, Kim Ly Grabowski

und Jessica Sittner (v.l.)

International Women’s Day

Das Datum des Int. Women’s Day war zwar erst der 8. März, aber bereits

bei der Eisspeedwayweltmeisterschaft in Berlin bekleideten

Frauen wichtige Positionen.

FIM-Schiedsrichterin Susanne Hüttinger aus Österreich hatte die

Veranstaltung an beiden Tagen fest im Griff. An ihrer Seite war Zeitnehmerin

Jessica Sittner, die bereits seit Kindheitstagen eng mit

dem Eisspeedway verbunden ist. Das Team im Schiedsrichterturm

wurde durch Technikerin Kim Ly Grabowski verstärkt, die jedes elektrotechnische

Problem blitzschnell behob, sodass in Summe mehr

als 6000 Zuschauer ein spannendes Rennen verfolgen konnten.

Carina Brucke komplettierte das Damenteam in leitender Funktion

mit der Organisation des kompletten Race Office.

Wirklich bemerkenswert, dass in einer bisher männerdominierten

Sportart ein Damenteam so wichtige Funktionen bei einem Weltmeisterschaftsfinallauf

übernahm. • Text: Anita Geyer

EISSPEEDWAY-WM

Stand nach Berlin/D - 4./5.3.2017

Pl./Name Nat. F1 F2 F3 F4 F5 F6 F7 F8 Ges.

1. Dimitri Koltakow RUS 18 19 17 18 14 19 21 20 146

2. Igor Kononow RUS 15 13 20 19 15 21 18 17 138

3. Dimitri Komisewitsch RUS 18 18 14 16 13 15 11 17 122

4. Dinar Walejew RUS 12 16 13 11 12 13 16 16 109

5. Franz Zorn A 12 11 9 6 11 13 11 12 85

6. Daniil Iwanow RUS 17 13 12 14 0 0 12 11 79

7. Stefan Svensson S 6 7 6 7 7 11 7 8 59

8. Günther Bauer D 7 6 5 4 10 10 6 8 56

9. Max Niedermaier D 4 5 5 2 6 5 7 4 38

10. Ove Ledström S 4 0 5 6 9 8 2 4 38

11. Harald Simon A 3 4 1 4 8 5 9 1 35

12. Niclas Svensson S 2 7 6 8 2 0 2 6 33

13. Nikolaj Krasnikow* RUS 13 15 28

14. Johann Weber D 1 0 2 2 4 6 8 2 25

15. Jan Klatovsky CZ 2 2 2 0 4 4 4 6 24

16. Jimmy Olsen S 7 6 7 20

17. Nikita Toloknow* RUS 9 10 19

18. Wladimir Cheblokow** KAZ 3 4 7

19. Artem Akulow** RUS 6 6

20. Timo Kankkunen FIN 2 3 5

21. Pavel Nekrassow* KAZ 2 3 5

22. Luca Bauer* GER 1 0 1

23. Mikhail Litwinow** RUS 0 1 1

24. Markus Jell** GER 1 1

25. Tobias Busch** GER 1 1

26. Juri Oleynik** RUS 0 0 0

27. Iwan Bolschakow** RUS 0 0 0

28. Denis Slepuchin** KAZ 0 0 0

F7 - Berlin/D: SF1: Koltakow, Zorn, Iwanow, Simon; SF2: Kononow, Walejew, Komisewitsch, Weber

Finale: Koltakow, Kononow, Walejew, Zorn

F8 - Berlin/D: SF1: Walejew, Komisewitsch, Iwanow, S.Svensson; SF2: Koltakow, Kononow, Zorn, G.Bauer

Finale: Koltakow, Kononow, Komisewitsch, Walejew

*) Wildcard, **) Bahnreserve

April '17 BAHNSPORT AKTUELL 19


EISSPEEDWAY-EM

Finale - Ufa/RUS

Wieder

Kolja

Nikolaj Krasnikow gewann vor eigenem

Publikum erneut den EM-Titel.

Harald Simon wurde in Russland

Gesamtvierter, Max Niedermaier

belegte Rang 8.

Nikolaj Krasnikow galt vor dem Finale als größter

Titelaspirant und der „Hobby-Eisspeedwayfahrer“

wurde seiner Rolle gerecht, obwohl er

in Ufa erst sein drittes Rennen in dieser Saison

(vorher Superliga in Ufa und GP in Schadrinsk)

bestritt. Der 32-Jährige dominierte am letzten

Februar-Wochenende klar und fand im Stroitjel-Stadion

keinen Bezwinger. Der achtfache

Weltmeister hatte in Baschkirien meistens

schwache Starts, aber auf der Distanz war er

seinen Gegnern deutlich überlegen. „Da Qualifikationspunkte

in die Endläufe nicht mitgenommen

werden, entscheidet nur der Zielein-

Begrüßung für Tobias Busch, Luca Bauer und Max Niedermaier

lauf im Finale über die Endplatzierung. Aus diesem

Grund war die Nervosität vor dem Finallauf

groß. Vor allem in der Startkurve war das

Eis zu diesem Zeitpunkt schon in sehr schlechtem

Zustand und ich hatte dort große Probleme.

Ich wusste, dass mich ein Fehler um die

Goldmedaille bringen könnte. Schließlich hatte

ich schon 2013 Gold an einen Sportler aus

Togliatti (Igor Saidullin – Anm. der Red.) verschenkt.

Das wollte ich nicht noch mal erleben“,

sagte Krasnikow bei der Pressekonferenz.

Danach gab der neue (und alte) Europameister

bekannt, er werde sein Preisgeld für

Iwan Tschitschkows Rehabilitation spenden.

Der junge Eispilot hatte sich im russischen Einzelfinale

eine schwere Armverletzung zugezogen.

Mit insgesamt vier Medaillen, davon zwei

aus Gold, ist Krasnikow jetzt zweitbester Fahrer

des EM-Wettbewerbes. Nur der vierfache Titelträger

Dimitri Bulankin ist besser als er.

Eduard Krysow gewann die Silbermedaille. Der

33-Jährige musste sich an beiden Renntagen

nur Krasnikow beugen. Es ist die zweite EM-

Medaille des Russen. 2011 stand Krysow auf

der niedrigsten Stufe des Podiums. „Es war

deutlich schwieriger, die erste Medaille zu erkämpfen,

aber im Leben muss man für alles

hart arbeiten. Darum – jeder Schritt, jede Platzierung

ist wichtig“, sagte Krysow nach dem Finale

nachdenklich. Auch Dimitri Soljannikow

gewann in Ufa seine zweite EM-Medaille. Im

Vorjahr wurde der erst 17-Jährige Zweiter, diesmal

jedoch musste sich der zweifache russische

Juniorenmeister mit Bronze begnügen.

„Ich bin mit dem Resultat sehr zufrieden, aber

ich muss ehrlich sagen, der Sieg im Juniorenwettbewerb

war schwieriger zu erzielen. Hier

war es am wichtigsten, Ruhe zu bewahren.

Auch Niederlagen gegen Krasnikow oder Krysow

brachten mich nicht aus dem Konzept und

am Ende kam ich wieder aufs Podest“, so der

sehr talentierte Eisfahrer aus Sterlitamak.

Bei seiner bereits 16. EM-Teilnahme wurde Harald

Simon auf der 340 Meter langen Eisbahn

Gesamtvierter. Der Österreicher verpasste an

beiden Renntagen die A-Finals knapp. Am

Sonnabend disqualifizierte Referee Craig Ackroyd

ihn wegen Überfahrens der Innenlinie und

auch am Sonntag schickte der Unparteiische

aus England den 49-Jährigen vorzeitig ins Fahrerlager.

In Heat 19 hatte Simon in der Startkurve

Probleme, seine Spikes verloren fast den

Griff und der hinten fahrende Lukas Hutla ging

dabei zu Boden. An beiden Renntagen qualifizierte

sich Simon jeweils fürs B-Finale und

kreuzte als Sieger die Ziellinie. Eine starke

Leistung zeigte Charly Ebner, er sammelte viel

Lob dafür. „Am Samstag wurde ich einmal an

2. Position liegend disqualifiziert und hatte

kleine technische Probleme. Dadurch rutschte

ich mit 7 Punkten nur ins C-Finale, dieses konnte

ich jedoch wieder für mich entscheiden. Mit

11 Punkten in den Vorläufen qualifizierte ich

mich heute fürs A-Finale, dort hatte ich jedoch

in der zweiten Runde einen Ausrutscher“, teilte

der 23-jährige Österreicher nach dem Rennen

mit. Am Ende belegte Ebner Gesamtplatz

5, gefolgt von Lukas Hutla und Wassili Nesytych.

Alle drei Piloten waren punktgleich. Der

Russe, der vor drei Jahren Europameister wurde,

ging mit einer nicht ganz verheilten Armverletzung

ins Rennen. Er hatte sie sich einen

Monat zuvor beim Superligarennen in Ufa zugezogen.

20 BAHNSPORT AKTUELL April '17


Max Niedermaier zeigte sich am ersten Renntag

in sehr guter Form. Der DMSB-Pilot verzeichnete

zwei Siege, holte in der Qualifikation

11 Zähler und zog ins A-Finale ein, wo er jedoch

gegen drei Russen keine Chance hatte

und Vierter wurde. Der Sonntag begann für den

28-Jährigen alles andere als gut. In Lauf 3 fuhr

er in der Startkurve über die Innenlinie und

wurde nachträglich disqualifiziert. Dadurch

waren mindestens 2 oder vielleicht sogar

3 Punkte futsch. Nach vier Durchgängen hatte

der Bayer nur 3 Punkte auf dem Konto und keine

Chance mehr, wenigstens ins B-Finale einzuziehen.

Obwohl Niedermaier im letzten

Durchgang als Erster ins Ziel kam, qualifizierte

er sich nur fürs C-Finale, was er auch gewann.

Der Deutsche kreuzte den Zielstrich als Erster

und landete am Ende auf Tagesrang 9. Niedermaier

war letztendlich mit Ebner, Hutla und Nesytych

punktgleich. Da sein Abschneiden jedoch

am zweiten Renntag am schlechtesten

war, musste er sich mit Gesamtrang 8 begnügen.

Eine gute und konstante Leistung brachte

Tobias Busch in Ufa. Der Stralsunder, der ja

seine erste Eisspeedwaysaison fährt, erreichte

an beiden Tagen die B-Finals. Am Sonnabend

stürzte der 28-Jährige an letzter Position liegend,

erlitt aber zum Glück keine Verletzungen.

Am zweiten Tag wurde „Buscher“ erneut

Achter und belegte schließlich Gesamtrang 9.

Luca Bauer, dritter DMSB-Pilot im EM-Finale,

schlug sich deutlich unter Wert. An beiden Tagen

erzielte er jeweils 4 Punkte. Am Sonnabend

reichte die Ausbeute lediglich fürs D-Finale,

wo der junge Pilot erst kurz vor der Ziellinie

den Finnen Olli-Pekka Mäki abfing und

siegte. Am Sonntag erreichte Bauer das C-Finale,

wo er nicht über den letzten Platz hinaus

kam. Insgesamt wurde der 18-jährige Eispilot

in Ufa Dreizehnter.

• Text: Georg Dobes; Fotos: Tatjana Lomovskaya

Eisspeedway-EM - Finale - Ufa/RUS - 25./26.2.2017:

Ergebnis:

Endstand: 1. Nikolaj Krasnikow, RUS, 16+16=32 Punkte;

2. Eduard Krysow, RUS, 15+15=30; 3. Dimitri Soljannikow,

RUS, 14+14=28; 4. Harald Simon, A, 12+12=24; 5. Charly Ebner,

A, 8+13=21; 6. Lukas Hutla, CZ, 10+11=21; 7. Wassili Nesytych,

RUS, 11+10=21; 8. Max Niedermaier, D, 13+8=21; 9. Tobias

Busch, D, 9+9=18; 10. Lukas Volejnik, CZ, 7+7=14; 11. Josef

Kreuzberger, A, 5+6=11; 12. Jo Saetre, N, 6+4=10; 13. Luca

Bauer, D, 4+5=9; 14. Olli-Pekka Mäki, FIN, 3+3=6; 15. Radek

Hutla, CZ, 1+2=3; 16. Tomi Kirilov, FIN, 2+1=3.

Siegerehrung für

Nikolaj Krasnikow (Mitte),

Eduard Krysow (links)

und Dimitri Soljannikow

Europameister Nikolaj Krasnikow vor

Max Niedermaier und Luca Bauer

„Best Western“ Harald Simon vor Tobias Busch

April '17 BAHNSPORT AKTUELL 21


EISSPEEDWAY-DM

Berlin

Der neue deutsche Meister

Max Niedermaier vor

Vizemeister Hans Weber

(außen der Österreicher

Erwin Schuster)

MAXimum

Mit einem lupenreinen Maximum holte sich Max Niedermaier seinen ersten Deutschen Meistertitel am Donnerstag des langen

Eisspeedway-Wochenendes in Berlin-Wilmersdorf. Allerdings ohne gegen seinen stärksten Konkurrenten Günther Bauer angetreten

zu sein. Zu diesem Aufeinandertreffen wäre es im allerletzten Lauf des letzten Durchgangs gekommen. Kam es aber leider

nicht, da unser Eisspeedway-Aushängeschild bereits nach seinem zweiten Lauf und einer umstrittenen Disqualifikation abbrach.

Dieses Ereignis warf einen Schatten über die

ansonsten (fast) gelungene Veranstaltung, die

auch durchaus spannende Läufe zutage brachte,

und sorgte für Diskussionen rund um die

Bahn und über Tage. Das Event startete mit einem

tollen Heatsieg von Bauer-Sohn Luca, der

sich über vier Runden außen fahrend Newcomer

und Schnellstarter Tobias Busch „zurechtlegte“,

um ihn kurz vor der Zieldurchfahrt abzufangen.

Danach hatte „Papa Bauer“ leichtes

Spiel gegen Franz Mayerbüchler, den Österreicher

Erwin Schuster und Reinhard Greisel. In

Lauf 3 zeigte der spätere Deutsche Meister Max

Niedermaier gleich mal, dass an diesem Tag mit

ihm zu rechnen ist. Mit einem super Start setzte

er sich vor Sebastian Gegenbauer, Jonas Andersson

und Simon Reitsma. An dieser Reihenfolge

sollte sich bis ins Ziel nichts mehr ändern.

Im letzten Lauf des ersten Durchgangs stellte

„Eis-Hans“ Weber gleich mal klar, dass er auch

mitmischen will. Nachdem Markus Jell den Start

gewonnen hatte, fuhr Weber sofort auf Angriff,

zog noch in der ersten Runde an Jell vorbei und

siegte vor Markus und den Holländern Bart

Schaap und Jasper Iwema.

Und somit kommen wir schon zum Wendepunkt

der Veranstaltung. Wendepunkt deshalb, weil

sicherlich vor der Veranstaltung und auch noch

nach dem ersten Durchgang jeder davon ausgegangen

ist, dass Günther Bauer an diesem Tag

seinen zehnten deutschen Meistertitel einfahren

würde. Aber dann kam alles ganz anders.

Den Start zu Heat 5 sicherte sich Weber, der eigentlich

in der Vergangenheit nicht als

Schnellstarter für Furore sorgte, gefolgt von

Günther Bauer. Drei Runden lang jagte Bauer

den „Eis-Hans“. In der vierten Runde, eingangs

der Startkurve, griff Bauer an und zog innen am

Schlierseer vorbei. Ausgangs der Kurve lag der

„Schliff“ vorn … und Weber auf der Außenbahn

in den Strohballen. Referee Thorsten Jürn disqualifizierte

Bauer … und die Weber-Fans jubelten

… und die Bauer-Fans pfiffen. Bauer, stinksauer

ob dieser Entscheidung, trat von nun an

nicht mehr an. Darüber kann man nun natürlich

auch geteilter Meinung sein, denn Schiedsrichterentscheid

ist nun mal Schiedsrichterentscheid,

und damit müssen alle leben, auch die

Fans, die ihn gerne bis zum Schluss sehen wollten.

Die Disqualifikation ist auf jeden Fall kritisch

zu betrachten. Der Führende bestimmt

nun mal die Linie. Und betrachtet man sich Fotos

oder Videos im Internet, hatte Weber auf jeden

Fall außen Platz genug.

Doch kommen wir nun wieder zum Renngeschehen.

Im weiteren Verlauf dominierte klar und

deutlich Max Niedermaier, der vier weitere

Laufsiege einfuhr und somit mit Maximum zum

ersten Mal Deutscher Meister wurde. Max zeigte

ein absolut fehlerfreies Rennen, war schnell

und nie gefährdet … ein würdiger Deutscher

Meister 2017 (im Interview bei der Siegerehrung

sagte er, dass er es schade fand, dass Günther

nicht mehr mit von der Partie war)! Nicht

weniger dominant war auch der „Eis-Hans“ in

seinen weiteren Outings, er unterlag nur dem

neuen Deutschen Meister, den Rest des Feldes

kämpfte er nieder, wenn er nicht gleich vorne

lag. Auf DM-Platz 3 landete Markus Jell, der sich

nur Niedermaier und Weber beugen musste,

ansonsten ein gutes Rennen fuhr.

Kommen wir zu denen, die nicht in den Kampf

um Medaillenränge eingreifen konnten. Die

werden angeführt von keinem Geringeren als

Eis-Neuling Tobias Busch. Der scheint nach so

kurzer Zeit bereits im Eis-Zirkus angekommen

und machte eine gute Figur in seinem ersten

DM-Finale. Mit zwei Laufsiegen ließ er Fahrer

wie Sebastian Gegenbauer und Franz Mayerbüchler,

die weit mehr Eis-Erfahrung haben,

hinter sich. Auf ihn dürfen wir in Zukunft gespannt

sein, hoffentlich bleibt er dem Spike-

Sport treu. Auf Rang 5 und mit nur einem Punkt

weniger folgt Sebastian Gegenbauer, der flei-

22 BAHNSPORT AKTUELL April '17


Tobias Busch vor

Sebastian Gegenbauer

und Jasper Iwema

Am Rande

Zu Beginn meines Berichtes schrieb ich von einer

fast gelungenen Veranstaltung. Das „fast“

möchte ich natürlich aufklären. Ein Bahndienstfahrzeug

kam in der Startkurve von der

Strecke ab (siehe Foto unten) und nicht mehr

aus eigener Kraft wieder auf selbige zurück,

musste also „herausgezogen“ werden. Nach

diversen „Bergungsversuchen“ fand man

schlussendlich die richtige Technik. Das dauerte

eine gefühlte Ewigkeit, was die Fans aber geduldig

hinnahmen. Dafür ein dickes Lob!

Die Zuschauerzahl war mit 1200 gegenüber der

DM-Veranstaltung im Vorjahr gestiegen. Vielleicht

auch ein Verdienst des neugegründeten

Teams des Veranstalters Eisspeedwayunion

Berlin. Mit Max Niedermaier und Tobias Busch

holte man sich gleich im ersten Jahr den DM-Titel

und Platz 4. Damit haben die Berliner ihre

Local Heroes und einen Grund mehr, im nächsten

Jahr wieder mit dabei zu sein.

Eisspeedway-DM - Berlin - 2.3.2017:

Ergebnis:

DM: 1. Max Niedermaier, 15 Punkte; 2. Hans Weber,

14; 3. Markus Jell, 13; 4. Tobias Busch, 11; 5. Sebastian

Gegenbauer, 10; 6. Luca Bauer, 9; 7. Franz Mayerbüchler,

7; 8. Günther Bauer, 3; 9. Reinhard Greisel, 3.

Gesamt: 1. Niedermaier, 15 Punkte; 2. Weber, 14;

3. Jell, 13; 4. Busch, 11; 5. Gegenbauer, 10; 6. L.Bauer,

9; 7. Jonas Andersson, S, 8; 8. Simon Reitsma, NL, 7;

9. Mayerbüchler, 7; 10. Bart Schaap, NL, 6; 11. Jasper

Iwema, NL, 6; 12. G.Bauer, 3; 13. Greisel, 3; 14. Albin

Lindblom, S, 3; 15. Erwin Schuster, A, 3.

Team der Eisspeedwayunion

Berlin (v.l.):

Bernd Sagert,

Max Niedermaier,

Tobias Busch und

Steffen Höppner

• Foto: T.Horn

DM-Dritter Markus Jell

vor Sebastian Gegenbauer

ßig punktete, aber noch nicht auf seinem einstigen

Niveau fährt. Luca Bauer schloss seine

zweite DM mit Rang 6 und 9 Punkten ab, genau

wie im Vorjahr. Er befindet sich definitiv noch in

der Lernphase, zeigt aber gute Ansätze, fährt

besonnen, wartet ab, bis er seine Möglichkeiten

umsetzen kann. Weiter so! Franz Mayerbüchler

wurde Neunter, Günther Bauer mit einem

Laufsieg Zwölfter und Reinhard Greisel

Dreizehnter.

Da es keine 16 deutschen Eiscracks mehr gibt,

wurde das Fahrerfeld mit ausländischen Teilnehmern

aufgefüllt, die diese Einladung natürlich

gerne annahmen. Der erste von ihnen

schloss die Wertung auf Platz 7 ab: Der Schwede

Jonas Andersson hatte neben einem Laufsieg

auch einen Sturz zu verzeichnen, steigerte

sich aber im Rennverlauf deutlich. Auch die Holländer

mit Simon Reitsma (8.), Bart Schaap

(10.) und Jasper Iwema (11.) versuchten fleißig

mitzumischen und Erfahrungen zu sammeln.

Ein großes Dankeschön an die Veranstalter in

Berlin, die Jahr für Jahr die Mühen einer Doppelveranstaltung

auf sich nehmen und unseren

Eiscracks und ihren Fans diese Deutsche Meisterschaft

ermöglichen.

• Texte: Brigitte Geyer-Bernhardt; Fotos: Daniel Sievers

Deutschlands „eisige“ Top-3 (v.l.): Hans

Weber, Max Niedermaier und Markus Jell

April '17 BAHNSPORT AKTUELL 23


Max Niedermaier

Deutscher Eisspeedwaymeister 2017


LANGBAHNVORSCHAU 2017

SOLISTEN-A

Michael Härtel (15) vor Jesse Mustonen (19), Aki-Pekka Mustonen (44), Dimitri Bergé (96)

und Theo Pijper (115) beim Langbahn-GP im Reiterwaldstadion in Vechta im Vorjahr

Bald geht es wieder los auf

der Langbahn. Die Fans

werden große deutsche Namen

vermissen. Weltmeister

Erik Riss will in dieser

Saison nur noch Speedway

fahren und wird seinen Titel

nicht verteidigen. Die verdienstvollen

Matthias Kröger

und Enrico Janoschka

haben ihre Karrieren für beendet

erklärt. Dazu will Jörg

Tebbe zukünftig etwas kürzer

treten. Und: Weder der

Bahnpokalsieger Philipp

Schmuttermayr noch der

Zweitplatzierte Dennis Helfer

ziehen eine internationale

Lizenz für 2017. Unser

Mitarbeiter Rudi Hagen

fragte in der deutschen

Langbahnszene nach.

Erik Riss (21 Jahre, Bad Wurzach, Langbahnweltmeister

2016): Ich habe mich entschieden,

2017 keine Langbahnrennen zu fahren. Der

Grund dafür ist, dass mich das Langbahnfahren

an sich einfach nicht mehr innerlich erfüllt.

Trotz meines Erfolges im letzten Jahr hatte ich

kein Gefühl von innerem Glück verspürt und habe

dadurch nach der letzten Saison festgestellt,

dass es nicht meinem persönlichen Verlangen

entspricht. Mein zweiter WM-Titel war harte Arbeit,

ich habe sehr viel Zeit investiert und ich

war froh, als es vollbracht war. In Zukunft möchte

ich das tun, was meinen persönlichen Wünschen

entspricht und mein Inneres mit Freude

erfüllt.

Martin Smolinski (32 Jahre, Olching, 2016 Deutscher

Langbahnmeister, Team-WM Platz 2): Ich

setze meine Prioritäten weiterhin auf Speedway,

aber ich bin auch gerne wieder bei coolen

Langbahnrennen dabei. Ich habe im Winter viel

für meine Grundlagenausdauer getan, mit dreibis

viermal Fitnesstraining pro Woche und täglichen

Einheiten daheim auf dem Rollentrainer,

auf dem mein Sommer-Rennrad steht. Zuletzt

habe ich auch ein- bis zweimal die Woche Motocrosstrainings

in der Halle absolvieren können,

das ist gut fürs Fahrgefühl. Über den Winter war

ich viel auf Veranstaltungen und Messen zuge-

26 BAHNSPORT AKTUELL April '17


NSICHTEN

gen, um Sponsoren zu pflegen und mich bei

den Fans sehen zu lassen. Mein persönliches

Ziel ist, wieder zurück in den Speedway-Grand-

Prix zu kommen. Aber bei coolen Langbahnrennen

bin ich gerne dabei, wenn es die Termine

zulassen. Ich habe mich ja nicht grundsätzlich

gegen die Langbahn und die Langbahn-WM entschieden,

aber aufgrund von Terminüberschneidungen

und auch anderen Gründen ging

es nicht anders. Es hat schon seine Gründe, warum

sich so viele Fahrer von der Teilnahme an

den Langbahn-GP abwenden. Blickt man zurück,

hat die FIM versucht, den Langbahn-GP so

wie den Speedway-GP durchzuführen. Das hat

aber, hart gesagt, leider nicht funktioniert. Die

Offiziellen sollten jetzt mal überlegen, warum

das denn so ist und sich gemeinsam mit den

Fahrern an einen Tisch setzen. Hier könnten

dann die Fahrer auch mal ihre Sicht erläutern,

warum die WM in GP-Form so nicht recht funktionieren

will. Am GP in Mühldorf bin ich sehr

interessiert, es wäre cool, dort zu starten, weil

es in Bayern ist. Letztes Jahr war ich in Mühldorf

Zweiter, punktgleich mit dem Weltmeister und

davor habe ich dort auch schon Rennen gewonnen.

Ich würde da gerne zeigen, dass ich auf der

Bahn noch gut unterwegs bin. Verstecken brauche

ich mich auf jeden Fall nicht.

Stephan Katt (37 Jahre, Neuwittenbek, MSC

Mühldorf, MSC Schwarme, 2016 Deutscher

Langbahn-Vizemeister, Langbahn-WM Platz

15, Team-WM Platz 2): Meine Sprunggelenksverletzung

vom Langbahn-GP in Morizes ist im

Großen und Ganzen nach viel Krankengymnastik

und Physiotherapie wieder in Ordnung, ich

bin sehr zufrieden mit dem Heilungsverlauf. Es

kann von mir aus bald losgehen mit der neuen

Saison, die Gashand juckt schon wieder. Um

mir den Einstieg in die neue Bahnsportsaison

etwas zu erleichtern, hat mir die Firma Daytona

aus Eggenfelden einen speziell verstärkten

Stiefel geschneidert. Es geht gleich los mit dem

Semifinale 1 zur EM am Ostermontag in Balkbrug.

Die Bahn liegt mir und ein vierter EM-Titel

fehlt mir auf jeden Fall noch. Am 24. Juni will ich

mich in Marienbad für den WM-Challenge in

Berghaupten qualifizieren. Auf die fünf Langbahn-Grand-Prix

freue ich mich definitiv, aber

ich finde es schade, dass momentan nur noch

zwei Deutsche im festen Starterfeld sind. Warum

Langbahn und Speedway nicht so recht zusammenpassen

sollen, verstehe ich nicht wirklich.

Ich bin jahrelang in den verschiedenen Ligen

Speedway gefahren und nebenbei auch

Langbahn, das hat immer funktioniert, da habe

ich auch meine EM-Titel geholt. Alles hat zwei

Seiten, ich meine, wenn man was will, kann

man das auch erreichen. Ich versuche auf jeden

Fall wie immer, mein Bestes zu geben und das

zu machen, was geht. Man kann nichts erzwingen,

aber wenn ich meine Leistung abrufen

kann, zu der ich fähig bin, dann bin ich sehr zufrieden.

Ich habe jetzt auf jeden Fall sehr viel

Geld in das neue Motorrad gesteckt, denn ich

will bei der EM und der WM gut aussehen. Mein

Helm ist wieder von Wulfsport, denen ich für die

langjährige gute Zusammenarbeit sehr dankbar

bin.

April '17 BAHNSPORT AKTUELL 27


LANGBAHNVORSCHAU 2017

Michael Härtel (19 Jahre, Dingolfing, MSC Dingolfing,

Team-WM Platz 2): Zuerst will ich in

diesem Jahr mein Fachabitur bestehen und das

möglichst gut. Ich habe meine Ausbildung bei

BMW in Dingolfing als Industriemechaniker fertig

gemacht und bin momentan im Vollzeitblock

in der Schule und arbeite auf die Abiturprüfungen

Anfang Juni hin. Normalerweise dauert die

Ausbildung drei Jahre, aber die duale Ausbildung

in Dingolfing ist mit Praxis und Schule auf

zweieinhalb Jahre verkürzt, das letzte halbe

Jahr schließt sich dann noch ein Schulblock mit

den Abi-Prüfungen an. Die Noten sollten schon

stimmen, denn mit denen muss man sich immer

wieder bewerben. Um die Schule und den Sport

unter einen Hut bringen zu können, muss man

sich schon gut organisieren. Ich setze mein

Hauptaugenmerk zwar auch weiter auf Speedway,

aber ich bin auch auf der Langbahn unterwegs.

Hier stehen die fünf Grand Prix bei mir

ganz oben an und von den freien Rennen her

muss ich schauen, was terminlich passt. Auf jeden

Fall bin ich am 1. Mai hier bei mir zu Hause

in Dingolfing dabei, das ist ein Muss, aber es

macht auch Spaß, auf Bahnen wie Vechta,

Scheeßel oder Altrip zu fahren und dort gute Erfolge

zu feiern. Für die Grasbahn-EM habe ich

nicht genannt. Die Saisonvorbereitungen laufen

bei mir ganz normal wie immer und bei den

Motorrädern kommt die altbewährte Technik

vom letzten Jahr zum Zuge. Ich fahre ganz normale

Jawa-Motoren, nichts Spezielles, dazu

Öhlins-Federbeine von der Firma Zupin, das ist

einer meiner Sponsoren. Damit bin ich bisher

sehr gut zurechtgekommen, damit ist auch Robert

Barth, der mich technisch betreut, viermal

Langbahnweltmeister geworden. Auch Gerd

Riss fuhr Öhlins, ebenso der Erik jetzt auch.

Bernd Diener (57 Jahre, Gengenbach, MSC

Werlte, MSC Berghaupten, 2016 DM Platz 3):

Ja, wir machen noch mal eine Saison, denn mir

geht es gut. Ich habe mich den Winter über mit

Schwimmen und Sauna fit gehalten und für die

Kondition fahre ich wie jedes Jahr bei besserem

Wetter mit dem Rad den Berg bei uns zu Hause

hoch. Die Motorräder sind zerlegt, sie werden

gereinigt und ausgebessert. Von der Technik

her gesehen, gibt es nichts Neues. Für die neue

Saison habe ich mir wieder vorgenommen, immer

schnell zu sein, und ich wünsche mir, unfallfrei

zu sein und am besten überall zu gewinnen.

Meine Lieblingsbahnen sind Berghaupten,

Lüdinghausen und Werlte, aber auch in

Lübbenau fahre ich sehr gerne, das ist eine

schöne Bahn. Das EM-Semifinale am Ostermontag

in Balkbrug ist mein erstes Rennen, das

könnte schon schwierig sein, denn vielleicht

konnte man vorher noch nicht trainieren, wegen

schlechtem Wetter oder so. Die WM-Qualifikation

am 24. Juni steht bei mir auch noch auf

dem Plan, denn der Challenge wird ja im August

auf meiner Heimbahn in Berghaupten ausgetragen.

Bei der DM in Hertingen war ich im vergangenen

Jahr Dritter. Ein oder zwei Plätze weiter

vorne wäre in diesem Jahr auch nicht

schlecht.

Christian Hülshorst (39 Jahre, Lüdinghausen,

AMSC Lüdinghausen, 2016 DM Platz 4, Grasbahn-EM

Platz 7): Mit der Saison 2016 war ich

größtenteils zufrieden, außer mit den Prädikatsläufen.

Die EM lief nicht nach unseren Vorstellungen

mit Platz 7, denn durch die besondere

Punkteregelung stand ich letztlich schlechter

da, als ich wirklich war. Und bei der Deutschen

Meisterschaft in Hertingen hat uns ein technischer

Defekt im Finale einen Podestplatz gekostet.

Für die kommende Saison wünsche ich mir,

dass ich öfter auf das Treppchen komme und

bei den Prädikaten besser abschneide. Der Saisonstart

ist für mich am 9. April in Vries, wo ein

Lauf zur holländischen Meisterschaft stattfindet.

Das ist für mich mehr ein Training im Hinblick

auf den EM-Semifinallauf am Ostermontag

in Balkbrug. Da will ich weiterkommen, damit

ich im Finale in Hertingen dabei bin. Wie ich bei

der WM-Quali in Marienbad abschneiden werde,

weiß ich noch nicht, da ich dort noch nie gefahren

bin. Motormäßig setze ich weiter auf Jawa

von Großewächter, bei denen stimmt das

Preis-Leistungsverhältnis.

Marcel Dachs (29 Jahre, Weingarten, MSV

Herxheim, 2016 DM Platz 5): Ich war zufrieden

mit meinen Leistungen in der vergangenen Saison,

ich hab es sogar in Angenrod und Bad

Hersfeld aufs Treppchen geschafft. Insgesamt

bin ich aber nur auf zehn Rennen gekommen.

Für die kommende Saison hoffe ich, dass ich im

EM-Semifinale in St. Macaire ebenso weiterkomme

wie bei der WM-Quali in Marienbad.

Das wäre gut, denn das EM-Finale findet in Hertingen

statt und der Challenge in Berghaupten,

also beides in Deutschland und nicht weit von

mir zu Hause entfernt. Ansonsten läuft alles wie

immer. Ich habe zur Vorbereitung viel Krafttraining

gemacht, meine GM bereitet Robert Barth

vor und ich fahre auf jeden Fall in Dingolfing

und Lüdinghausen.

David Pfeffer (20 Jahre, Hohberg, MSC Berghaupten,

2016 DM Platz 6): Die vergangene

Saison war nicht einfach für mich als Neuling in

der internationalen Lizenzklasse, das ist schon

ein anderes Brot als in der B-Lizenz. Ich konnte

aber viele Erfahrungen sammeln und war am

Ende recht zufrieden mit mir. Ich bin jetzt viel im

Fitnessstudio gewesen und habe in der Werkstatt

an den Motorrädern gearbeitet. Und dann

habe ich kürzlich auch meine Gesellenprüfung

als Metallbauer abgeschlossen. Zur neuen Saison

hoffe ich, dass ich das Set-up noch etwas

verbessern kann, zum Beispiel bei den Stoßdämpfern.

Meine Motoren betreut wie zuletzt

Bernd Zapf. Ich hoffe, ich kann auf der Langbahn

in Zukunft noch ein paar Punkte mehr holen.

Den Platz beim EM-Semifinale in Frankreich

habe ich zurückgegeben, da ich bei meiner Cousine

als Trauzeuge gebraucht werde. Ich hoffe

auf Startverträge, denn ich möchte so viel wie

möglich fahren.

Jörg Tebbe (37 Jahre, Dohren, MSC Dohren,

2016 DM Platz 7, Langbahn-WM Platz 10, Team-

WM Platz 2): Meine Verletzungen sind tipptopp

verheilt, ich merke davon nichts mehr. In der

kommenden Saison fahre ich freie Rennen wie

sonst auch, nur bei den Prädikaten stecke ich

etwas zurück, da ich wieder Vollzeit arbeite. Die

Saison beginnt für mich mit dem Training in Wagenfeld

und dem Osterspeedway in Neuenknick.

Und dann freue ich mich auf die Rennen

28 BAHNSPORT AKTUELL April '17


in Lübbenau am 1. Mai und am Vatertag in Lüdinghausen.

Nachdem mir das Metall aus meiner

lädierten Schulter herausgenommen wurde,

war ich schon zu Jahresbeginn mit Kai Huckenbeck,

René Deddens und anderen zum Motocrosstraining

in Spanien. Ich habe jetzt keine

Schmerzen, meine Muskeln sind wieder stabil

und die volle Bewegung ist wieder da. Die Teilnahme

an der EM habe ich abgesagt. Der Wettbewerb

lohnt sich nicht wirklich, das Ganze ist

finanziell ein reines Verlustgeschäft. Beim

Langbahn-GP und bei der WM-Qualifikation in

Marienbad bin ich mittlerweile Generalreserve

2, mal sehen, wie sich das entwickelt.

Max Dilger (27 Jahre, Lahr, MSC Berghaupten,

City Team): Ich bin ja ein Neuling auf der Langbahn

und da war ich im letzten Jahr bis auf Werlte

ganz zufrieden mit meinen Leistungen. Für

mich sind Langbahn und Speedway zwei komplett

unterschiedliche Sachen, die kann man

nicht miteinander vergleichen, außer dass bei

beiden vier Runden links herum gefahren werden.

Für die kommende Saison habe ich viel für

meine Fitness getan, das heißt, sechsmal die

Woche Laufen, Radfahren und Fitnessstudio.

Dazu achte ich bewusst auf eine gesunde Ernährung.

Im Speedway fahre ich in der polnischen

und der dänischen Liga und in Deutschland

für die White Tigers. Je nachdem, wie die

Terminlage es zulässt, will ich auch auf der

Langbahn fahren und mich dort stetig steigern.

In Altrip und Vechta wäre ich schon gerne dabei.

Vielleicht bekomme ich ja noch einen Startplatz

für das EM-Semi in St. Macaire (hat geklappt -

Anm. der Red.) und eine Wildcard für einen

Langbahn-GP, das wäre natürlich schön.

Kai Dorenkamp (25 Jahre, Osnabrück, MSC Wagenfeld,

2016 DM Platz 8): So einen bösen

Sturz wie 2016 in Scheeßel will ich nicht noch

einmal erleben. Ich hatte mir die rechte Schulter

glatt gebrochen und musste einige Wochen

pausieren. Beim DM-Finale war ich dann noch

nicht wieder so richtig fit und außerdem ist die

Bahn in Hertingen sehr anspruchsvoll und ich

bin dort vorher auch noch nie gefahren, das war

eine schwierige Nummer für mich. In der kommenden

Saison will ich in der I-Lizenz wieder

angreifen und versuchen, mich für die WM und

die EM zu qualifizieren. Ich versuche, aus allem

das Beste zu machen. In puncto Technik bleibt

alles beim Alten, ich fahre weiterhin mit Jawa-

Aggregaten von Friedhelm Großewächter. Mit

ihm war ich bisher super zufrieden. Speedway

ist für mich kein Thema, ich will das machen,

was mir Spaß macht und das ist Gras- und

Sandbahn. Außerdem muss ich alles immer mit

dem Studium an der Uni unter einen Hut bekommen.

Danny Maaßen (22 Jahre, Nordhastedt): Die

Saison 2016 verlief für mich durchwachsen.

Nach einem guten Start gab es Einschnitte in

meiner Leistung durch Verletzungen, aber aus

dem Fehler habe ich für die Zukunft gelernt. Für

mich gibt es künftig keine Starts mehr, wenn eine

Verletzung nicht auskuriert ist. Die Langbahn

sehe ich als neue Herausforderung an und

die Chance, sich für den Grand Prix zu qualifizieren,

ist hier deutlich höher als beim Speedway.

Aber ich muss mich als Neuling auf der

Langbahn sicherlich erst einmal zurechtfinden,

denn die Bahnen sind alle Neuland für mich. Ich

habe bisher erst einmal ein paar Runden auf einem

Langbahn-Bike auf einer Speedwaybahn

ausprobiert. Dafür bin ich aber körperlich fitter

als je zuvor in meiner Rennfahrerlaufbahn. Ich

habe über den Winter elf Kilogramm abtrainiert

und dabei den Fokus auf Kraftaufbau gelegt,

weitere Kilos stehen derzeit noch auf der Agenda,

dafür habe ich neben dem Training auch die

komplette Ernährung umgestellt. Natürlich fahre

ich auch weiter Speedway. In Deutschland

werde ich sowohl in der Bundesliga als auch im

Team Cup für Diedenbergen antreten, in Polen

fahre ich für den Club Start Gniezno. Infos zu

meinen Starts in Dänemark und England wird

es in Kürze geben, derzeit laufen die Verhandlungen

noch, speziell England gestaltet sich

diese Saison sehr schwierig für deutsche Fahrer,

da durch den Ligaumbau der Average für

die Fahrer, die letzte Saison dort nicht gefahren

sind, erhöht wurde. Finanziell wird es schwierig

für mich. Vor allen Dingen als Neuling auf der

Langbahn ist es extrem schwer, das entsprechende

Material dafür an den Start zu bringen,

solange ich dort noch nichts zeigen konnte. Für

die Speedwayrennen habe ich vier Bikes vorbereitet,

während ich auf der Langbahn mein Debüt

vorerst mit Leihmaterial starten muss.

Lukas Fienhage (17 Jahre, Klein-Brockdorf, AC

Vechta, MSC Cloppenburg): Ich fahre ja hauptsächlich

Speedway, aber ich möchte auch offene

Langbahnrennen fahren, wenn sie in meinen

Terminkalender passen. Im vergangenen Jahr

habe ich viel dazugelernt und möchte in Zukunft

jedes Rennen mitnehmen, was geht. Ich

bin 2016 zweimal auf der Langbahn gestartet,

in Herxheim und in Vechta und beide Male habe

ich gewonnen. Dabei war ich in Vechta im Vergleich

mit den GP-Piloten von der Zeit her Zweitschnellster

hinter Weltmeister Erik Riss. Für die

neue Saison habe ich den Winter über sehr viel

für meine Fitness getan, vor allem für die Ausdauer,

um kürzere Regenerationsphasen zu haben,

aber auch Krafttraining stand auf meinem

Plan. Ich habe zwei Langbahnmotorräder, eines

komplett von Klaus-Peter Gerdemann zur Verfügung

gestellt, die GM-Motoren versorgt Robert

Barth. Neben offenen Langbahnrennen hoffe

ich auch auf Prädikate. So habe ich mich um eine

Wildcard oder als Reservist für die Grand Prix

in Herxheim und Mühldorf beworben und die

Deutsche Meisterschaft steht am Ende auch

noch auf dem Programm.

Philipp Schmuttermayr (19 Jahre, Augsburg,

AMC Haunstetten, MSC Olching, Bahnpokalsieger

2016): Die letzte Saison ist für mich überraschend

gut gelaufen und am Ende war ich

Bahnpokalsieger mit einem perfekten Tag in

Nandlstadt. Mich hat auf der Langbahn nur Lukas

Fienhage geschlagen. Es lag wahrscheinlich

daran, dass ich die Saison sehr entspannt

angegangen bin. Ich habe mich allerdings für

2017 gegen eine Internationale Lizenz entschieden

und fahre weiter mit einer B-Lizenz. Der

Grund dafür ist meine schulische Ausbildung.

Ich bin Gymnasiast und mein Ziel ist das Abitur.

Das steht jetzt an und ich kann nicht erst mitten

in der Saison in die Rennen der I-Lizenz einsteigen.

Ich habe eine feste Zusage für ein duales

Studium bei der MTU Aero Engines AG in München

für September, da muss ich schon ein ordentliches

Abitur hinlegen. Ich werde dann jeweils

drei Monate im Betrieb sein, danach folgen

drei Monate Hochschule in Ravensburg.

Ambitionen auf eine Profikarriere im Bahnsport

hatte ich nie. Trotzdem fahre ich natürlich weiter.

Robert Barth, mit dem ich sehr zufrieden

bin, tunt meine GMs und an meinen Motorrädern

mache ich auch viel selbst.

• Text u. Fotos: Rudi Hagen

April '17 BAHNSPORT AKTUELL 29


GESPANNSZENE

DREIRADLER-ANSICHTEN

Für viele Langbahnfans sind die Gespanne das berühmte „Salz in der Suppe“, das man nicht missen möchte. Aber es werden in der

internationalen Seitenwagenklasse immer weniger deutsche Teams, die die Saison über kontinuierlich fahren. Unser Mitarbeiter

Rudi Hagen sprach mit einigen deutschen Fahrern über die vergangene und die kommende Saison.

Markus Venus/Markus Heiß (1) gegen Markus Brandhofer/Tim Scheunemann, dahinter William Matthijssen/Sandra Mollema und Marco Hundsrucker/Daniel Eibl

Martin Brandl (51, Geiselberg) und Beifahrer

Hermann Brandl (49, Vilsbiburg) vom MSC

Gangkofen: Martin und ich sind mit dem Gedanken

nach Pfarrkirchen gefahren, mit etwas

Glück Dritter werden zu können. Dass es dann

so ganz anders kam, damit hatte wohl keiner

gerechnet. Viele haben uns doch im Vorfeld belächelt,

dass wir hier noch mal antreten, nachdem

wir in der Saison nur dreimal gefahren waren,

wobei es uns einmal in Mühldorf geschmissen

hat. In Pfarrkirchen war dann unser Wetter,

Kaiserwetter. Wir hatten in den Vorläufen gute

Starts und waren immer vorne mit dabei, aber

dann zeigte sich, dass die lange Bahn in Pfarrkirchen

bei dieser Hitze zu einer Motorenschlacht

führen würde. Da haben es dann einige

mit dem Gasgeben wohl etwas übertrieben,

nur Vollgas zu fahren, war an diesem Tag zu brutal.

Wir haben nach dem Pflichttraining den Motor

gewechselt und sind vorsichtiger gefahren,

um ihn mehr zu schonen. Im Finale waren wir

dann hinter Brandhofer Zweiter, da Venus mit

dem geliehenen Motorrad vom Kreuzmayr nicht

an uns vorbeikam. Ich dachte noch vor der Zielkurve,

dass ein 2. Platz auch gut wäre. Aber

kurz vor dem Ziel wurde der Brandhofer vorne

langsamer und wir konnten vorbei und als Erste

durchs Ziel fahren. Dann ging uns doch auch

noch glatt der Motor ein. Hinterher stellte sich

heraus, dass das Pleuellager hinüber war. Ein

Stechen hätten wir also gar nicht mehr fahren

können. Für die kommende Saison haben wir

uns vorgenommen, mehr Rennen als im vergangenen

Jahr zu fahren. Für mich ist das aber gar

nicht so einfach, denn wir haben jetzt noch ein

neues Geschäft aufgemacht, da bin ich momentan

18 bis 20 Stunden am Tag unterwegs. Aber

der Beruf muss nun mal sein. Eigentlich müsste

ich auch 20 Kilogramm weniger wiegen, dann

ginge es mit dem Motorrad auch noch schneller

vorwärts. In Dingolfing, Plattling, Mühldorf und

Pfarrkirchen wollen wir schon dabei sein und

das EM-Finale in Frankreich wollen wir natürlich

auch mitfahren. Unser Motorrad wird jetzt fertig

gemacht, wieder mit Motoren von Anton

Nischler.

Markus Venus (34, Kelchham) und Beifahrer

Markus Heiß (30, Oberham): Das mit meiner

Fußverletzung im vergangenen Jahr war Pech,

hoffentlich passiert mir das nicht wieder. Ohne

das hätten wir in Vries beim EM-Finale noch

mehr attackieren können. Aber Platz 2 war unter

diesen Bedingungen für uns ein sehr gutes

Ergebnis. Pfarrkirchen war dann irgendwie

blöd, als uns dort an dem Tag zwei Motoren kaputtgegangen

sind. Drei Jahre lang hatten wir

keinen Motorschaden zu beklagen und dann so

etwas. Aber es war nicht so, dass wir die beiden

Motoren unnötig überlastet hätten, nein, wir

haben später festgestellt, dass zwei Bauteile

im Motor einen Materialfehler hatten. In der

kommenden Saison wollen wir die Deutsche

Meisterschaft zurückgewinnen und versuchen,

den EM-Titel zu holen. Für das Finale am 1. Juli in

Tayac sind wir ja bereits gesetzt. Wir haben

mittlerweile wieder ein komplett neues Motorrad

aufgebaut und der Anton Nischler liefert

uns dazu wie immer die Motoren. Um auch körperlich

fit zu bleiben, fahre ich so oft es geht

Motocross in der Halle.

30 BAHNSPORT AKTUELL April '17


Markus Brandhofer (38, Gaißach) und Beifahrer

Tim Scheunemann (24, Augsburg) vom AMC

Haunstetten: Das Finale in Pfarrkirchen war

brutal für uns, denn wir hatten den Titel ja

schon vor Augen. Aber ich weiß immer noch

nicht, was letztlich zu unserem Ausfall auf der

Zielgerade geführt hat. Fest steht jedoch, dass

wir den ganzen Tag über Spritprobleme hatten.

Die Sache ist auf jeden Fall abgehakt, ich freue

mich, dass ich mit Tim Scheunemann wieder einen

permanenten Beifahrer im Boot sitzen habe,

der die ganze Saison über zur Verfügung

steht. Tim und ich wollen uns jetzt in Wimborne

in England Anfang Juni für das Europameisterschaftsfinale

in Tayac qualifizieren. Und die

diesjährige DMSB-Meisterschaft wird in Werlte

entschieden, das ist eine Bahn, auf der wir gut

zurechtkommen. Ich hoffe, dass wir in dieser

Saison noch etwas besser als zuletzt sein werden

und dass wir von der Defekthexe verschont

bleiben.

Kevin Hübsch (25, Furtwangen) und Beifahrer

Michael Burger (33, Hausach) vom MSC Berghaupten:

Das nationale Gespann-Masters war

eine super Idee, da waren ein Haufen Teilnehmer

dabei und das Ganze wurde auch noch gut

bezahlt. Wir haben für 2017 eine internationale

Lizenz genommen und hoffen auf möglichst viele

Startverträge. Wir haben ja auch schon als

B-Lizenzler einige Gaststarts bei den Internationalen

in Deutschland und in den Niederlanden

absolviert und es lief da gar nicht mal

schlecht. Für die kommende Saison haben wir

nicht die großen Ziele, aber wir wollen, so gut

es geht, den Speed dort mitgehen und die ersten

Rennen gut fahren, davon erhoffen wir uns

dann weitere Verträge. Und dann sind wir ja

doch noch in die Qualifikation zur EM reingerutscht

und fahren am 3. Juni in England mit.

Marco Hundsrucker (40, Obergrafendorf) und

Beifahrerin Corina Günthör (30, Laimnau) vom

MSC Bad Hersfeld: Ich sag es ganz ehrlich, ich

weiß heute noch nicht, ob ich in der kommenden

Saison noch fahren werde. Ich habe mein

Gespann bereits verkauft, damit wird der Mike

Kolb mit der Nadin Pierick fahren. Ich muss jetzt

mal schauen, ob es sich für mich noch lohnt,

weiter zu fahren. Ich habe zwar ein ganz gutes

Angebot bekommen, aber einer meiner Jungs

musste operiert werden, da muss ich erst mal

sehen, wie sich das weiter entwickelt.

Karl Keil (63, Brombachtal) und Beifahrer David

Kersten (Meckenbeuren) vom MSC Werlte: Bei

mir gibt es seit jeher immer nur Arbeit, Arbeit,

Arbeit. Ich muss jeden Morgen um fünf Uhr aufstehen

und fange um sechs Uhr im Betrieb an zu

arbeiten. Abends geht es dann zu Hause in der

Werkstatt mit dem Motorrad weiter, auch an

Weihnachten und Silvester. Mit meinem neuen

Beifahrer David Kersten bin ich in der letzten

Saison ganz gut zurechtgekommen und wenn

es gut läuft, will ich noch zwei bis drei Jahre fahren.

In puncto Technik haben wir uns wieder etwas

Neues einfallen lassen, denn wir wollen ja

immer Verbesserungen in den Saftladen hinein

bringen. Dafür hat mir mein Sohn Alexander in

Oldenburg in seiner Firma ein paar interessante

Teile gefertigt, die probieren wir jetzt im Training

aus und dann werden wir sehen, wie das

Ganze funktioniert. Die Motoren von Marcel

Gerhard haben wir auf dem Prüfstand gehabt.

Viele setzen hier auf Drehzahl, das ist verkehrt,

meine ich, dann kann man das Geld auch gleich

wegschmeißen. Der Zweizylinder, den wir vor

Jahren mal fahren durften, das war das billigste

Fahrzeug überhaupt. Leider hat man die Mehrzylinder

dann ja wieder verboten. Für das Hinterrad

haben wir uns noch eine Besonderheit

einfallen lassen, um das eventuelle Wechseln

des Rades zwischen den Läufen zu erleichtern,

ähnlich wie im Straßenrennsport.

Florian Kreuzmayr (37, Wörnsmühl) und Beifahrerin

Nicole Balz (25, Unna) vom Trust MC Racing

Team Germany: Die vergangene Saison

verlief für uns absolut nicht nach Wunsch. Nicky

und ich waren anfangs superschnell unterwegs,

aber dann habe ich mir bei dem Zusammenprall

mit dem Marco in Altrip leider das

Sprunggelenk im linken Fuß gebrochen und dabei

auch meine Schulter arg lädiert. Die Pause

bis zum EM-Finale in Vries war dann ziemlich

kurz, ich hatte zwar eine spezielle Carbonschiene

am Fuß, aber wir kamen im dritten Heat unverschuldet

zu Sturz und haben danach auf die

Teilnahme am B-Finale verzichtet. Es war uns

einfach zu gefährlich, denn ein englisches Team

hatte gedroht, uns im nächsten Lauf von der

Bahn fahren zu wollen. In Pfarrkirchen hatten

wir dann Pech mit der Technik. Irgendwie hatte

der Motor keine Kompression und so wurden

wir letztlich Siebte. Für die kommende Saison

haben wir bei Markus Venus einen neuen Beiwagen

aufbauen lassen, der besser für Nicky

ist. Wir beide machen auf jeden Fall weiter, aber

ich muss schauen, wie es mit meinem Fuß geht.

Erst im Juni können die Metallplatten und die

Schrauben aus meinem Fuß entfernt werden,

die bereiten mir zurzeit noch derbe Schmerzen.

Joggen geht momentan nicht, dafür kann ich

Rad fahren, um etwas für meine Fitness zu tun.

Die Rennen in Dingolfing, Plattling und Lüdinghausen

sind in unserem Terminkalender fest

eingeplant.

Oliver Wehrle (35 Jahre, Furtwangen) Ich höre

auf, ich fahre nicht mehr. Ich habe mich selbstständig

gemacht, ich habe Familie, mit drei

Jungs, und ein Haus, da ist es schwierig mit den

Rennen, ich habe einfach keine Zeit mehr dazu.

Ich bin im vergangenen Jahr auch nur zwei oder

drei offene Rennen gefahren, wenn man vorne

mitfahren will, dann muss man aber viele Rennen

fahren. Ich habe zwei Gespanne, eins verkaufe

ich, das andere bleibt bei mir daheim.

Mich hat, ehrlich gesagt, aber auch das ein oder

andere genervt. Ich hatte ja eine Rennpause gemacht

und vergangenes Jahr mal in Herxheim

und Bielefeld um eine Startmöglichkeit nachgefragt.

Da hat man mich vertröstet und gefragt,

ob ich das wohl noch könne und dann doch lieber

Ausländer fahren lassen. Und dann kann

ich auch den Verband nicht verstehen, der für

uns doch nichts tut und vor allem den Nachwuchs

nicht fördert. So hätte man doch so Leute

wie Onderka oder Kunert als Trainer heranziehen

können. Sicher kostet das was, aber es

würde sich doch auch lohnen.

• Text u. Fotos: Rudi Hagen; Ubbo Bandy (Brandl)

DREIRADLER

ANSICHTEN

April '17 BAHNSPORT AKTUELL 31


INTERNATIONAL

ENGLAND

Paul Ackroyd, Bert Harkins,

Chris Harris, Richard Lawson,

Richie Worrall und Ricky Wells

Ben Fund Bonanza - Glasgow

Vorhang auf

Mit der 9. Ben Fund Bonanza wurde auch die 2017er Saison im Vereinigten

Königreich eröffnet. Schauplatz war diesmal das Peugeot Ashfield Stadium

in Glasgow. Alle Einnahmen gingen – wie immer – an den Speedway

Riders Benevolent Fund, einen anerkannten Wohltätigkeits-Fonds mit

Sitz in Rugby (bei Coventry). Schatzmeister und Schriftführer ist der ehemalige,

langjährige Schiedsrichter Paul Ackroyd, der 2009 auch die Idee

für dieses Rennen hatte. Star an diesem Nachmittag war natürlich der

langjährige GP-Fahrer Chris Harris. Aber Rye Houses Neuverpflichtung tat

sich überraschend schwer und konnte nur zwei seiner fünf Vorläufe gewinnen.

Für das alles entscheidende Finale reichte es aber allemal. Überraschend

wählte der Punktbeste aus den Vorläufen, Richie Worrall, die

Außenbahn, obwohl die innenliegenden Bahnen besser zu fahren waren.

Glasgows Richard Lawson hatte auf der blauen Bahn den besten Start. Richie

Worrall blieb ihm aber immer dicht auf den Fersen. In der dritten Runde

konnte Chris Harris an Ricky Wells vorbeiziehen. Erst in der vierten Kurve

der letzten Runde schaffte es Harris, auch Worrall zu überholen.

Ergebnis - Vorläufe: 1. Richie Worrall, 14 Punkte; 2. Ricky Wells, 12; 3. Chris Harris, 12; 4. Richard

Lawson, 11; 5. Thomas Jörgensen, 9; 6. Steve Worrall, 9; 7. Aaron Summers, 8; 8. Claus Vissing, 7;

9. Kevin Doolan, 7; 10. James Sarjeant, 6; 11. Theo Pijper, 6; 12. Lewis Bridger, 6;

13. David Howe, 5; 14. Stuart Robson, 5; 15. Ben Barker, 1; 16. Max Clegg, 1; 17. Nike Lunna (Res.), 0.

Finale: 1. Lawson; 2. Harris; 3. R.Worrall; 4. Wells.

Neuer Vertrag

BT Sport wird –nachdem es die Rechte für die Grand-Prix- und World-Cup-

Serie im letzten Jahr für drei Jahre erworben hat – nun auch die Ligarennen

in Großbritannien exklusiv übertragen. Vorteil für Abonnenten von BT

Sport: Liga, SGP und SWC können nun von einer TV-Plattform empfangen

werden. Vorgesehen sind derzeit 18 Live-Übertragungen, inklusive der

Play-offs der SGB-Premiership. Hinter dem Deal steckt natürlich Swindon-Promoter

Terry Russell. Der millionenschwere Geschäftsmann ist

auch Eigentümer der Firma Go Sport aus Dartford, die sich fast ausschließlich

mit der (TV-)Vermarktung des britischen Speedway befasst.

Skysports UK übertrug Live-Ligarennen seit 1999. Damals noch mit dem

leider schon verstorbenen Urgestein Tony Millard. Eine Option für zwei

weitere Jahre nahm der Bezahlsender nicht wahr. Über den Grund kann

man nur spekulieren. Kein Geheimnis ist, dass der Sender im Allgemeinen

mit sinkenden Einschaltquoten zu kämpfen hat. Hier ein Vergleich

laut Zahlen in der britischen Presse: Im letzten Jahr sollen die Play-off-

Halbfinals von 84.000 bzw. 83.000 zahlenden Speedwayfans geschaut

worden sein. Die Finals hatten 98.000 bzw. 92.000 Zuschauer. So

schlecht liest sich das auch nicht. PGA-Golf-Turniere bzw. internationale

Rugby-Spiele bringen es auch nur auf 132.000 bzw. 99.000. Geschlagen

nur von Premier-League-Übertragungen mit knapp einer Million Zuschauer

bis weit darüber. Was Einschaltquoten betrifft: BT Sport konnte – wie

Fahrervorstellung mit Gästen beim Ben Fund Bonanza in Glasgow

32 BAHNSPORT AKTUELL April '17


Steve Worrall vor (v.l.) David Howe, James Sarjeant und Kevin Doolan in Glasgow

bekannt wurde – die höchste Einschaltquote von 48.000 Zuschauern mit

dem GP-Auftakt in Krsko erreichen. Die schlechteste Quote erzielte der

Sender mit dem an einem Sonntag wiederholten GP in Malilla (14.000).

Am erfolgreichsten war BT Sport mit der Übertragung des SWC-Finales

(49.000).

Major Events

Hiebei handelt es sich um die wichtigsten Rennen in Großbritannien. Somerset

avanciert zum „Spezialisten“ für Paarwettbewerbe. Die Paar-

Meisterschaften beider Top-Ligen finden auf der 300 Meter langen Bahn

der Oak Tree Arena in Edithmead, nahe Highbridge, statt. Die weiteren

Highlights der Championship-Liga finden wie gewohnt in Peterborough

(Fours) und Glasgow – für Sheffield – (SGBCRC, vormals PLRC) statt. Das

National Speedway Stadium in Manchester ist 2017 Schauplatz der zwei

Top-Einzelrennen, British Final und SGBPRC (vormals ELRC).

Die Termine (ohne Gewähr): 31.3. SGBP Pairs, Somerset; 19.6. British Final,

Belle Vue (Manchester); 21.7. SGBC Pairs, Somerset; 6.8. SGBC Fours,

Peterborough; 16.9. SGBP Riders’ Championship, Belle Vue (Manchester);

24.9. SGBC Riders’ Championship, Glasgow.

SGB Premiership

... nun auch die Bees

Nachdem in Manchester eine Katastrophe für die Belle Vue Aces abgewendet

werden konnte, gibt es zumindest für die Saison für Coventry keine

Rettung. Die Bees hätten sechs bis acht ihrer Heimrennen im Stadion

der Leicester Lions fahren dürfen. Wie danach bekannt wurde, konnte das

Coventry Management nicht garantieren, dass die weiteren Heimrennen

im Brandon Stadium ausgetragen werden können. Zudem gab Eigentümer

Mick Horton bekannt, dass er den Club wohl verkaufen wird. Er hatte

2012 Coventry Speedway von dem 62-jährigen malaysischen Geschäftsmann

Avtar Singh Sandhu für 275.000 Euro gekauft. Kein Geheimnis ist,

dass Wohnungsbaufirmen nach wie vor sehr „scharf“ auf das Stadiongelände

in Brandon sind.

Nun haben Fans und vor allem die verpflichteten Fahrer ein Problem. Das

Geld bereits gekaufter Jahreskarten wird den Supporters nicht zurückerstattet.

Immerhin sind das knapp 300,- Euro pro Ticket. Und die Fahrer?

Sie müssen Verzicht üben! Die meisten fahren für einen weiteren Club in

der SGB Championship. Jason Garrity in Redcar, Lasse Bjerre und Josh

Bates in Sheffield, Lewis Kerr in Scunthorpe. Die Zukunft von James Sarjeant

ist aber noch ungewiss! Für den britischen Meister bleibt nur noch

sein Engagement bei den Ipswich Witches. Zuvor hatte er sich für seine

Rennen in Coventry noch zwei neue Maschinen gekauft. Für alle Genannten

ist das ein erheblicher finanzieller Verlust, der so nicht aufgefangen

werden kann.

Großes Glück hatte Kenneth Bjerre. Der Däne wollte eigentlich – auf Anraten

von Hans Andersen – für Poole starten, aber er gab Coventry den Vorzug.

Zum einen wohnt er nicht weit entfernt von dieser Stadt. Zum anderen

wollte ihn auch Danny King gern im Team der Bees haben. Auch ist Eigentümer

Mick Horton bekannt für pünktliche Zahlungen von Startgeldern,

was im UK nicht immer selbstverständlich ist. Fast hätte sich Bjerres

Entscheidung zu einem Desaster entwickelt, zumal kein anderer Verein in

Großbritannien ihn hätte noch verpflichten können. Nun unterschrieb er

überraschend einen Vertrag bei den Belle Vue Aces. Manchester ist für

Bjerre kein Neuland. Bereits 2004 bis 2006 fuhr er drei Saisons für die Asse.

Bei dem Traditionsklub in Manchester tut sich auch einiges. Bislang

konnten fünf Fahrer für die jetzt anstehende Saison verpflichtet werden.

Neben Kenneth Bjerre sind das Craig Cook, Steve Worrall, Justin Sedgmen,

Dan Bewley und Jack Smith.

National League

Die Teams

Die National League mausert sich immer mehr zu einer attraktiven Liga,

obwohl Rye House und leider nun auch Coventry nicht mehr dabei sind.

Diese Clubs wurden ersetzt durch Plymouth und Lakeside. Zwei sicherlich

sehr attraktive sehr gut besetzte Teams. Nach den langen Querelen in

Manchester wurden für das Team der Belle Vue Colts erst zwei Fahrer gemeldet:

Dan Bewley, Jack Smith. Ansonsten ist nur noch Neuling Lakeside

noch nicht komplett. Bislang wurden Ben Morley, Zach Wajtknecht, David

Mason, Alfie Bowtell, George Hunter und Nick Laurence gemeldet. Die

weiteren Mannschaften sind wie folgt besetzt:

Birmingham: Tom Bacon, Danyon Hume, Darryl Ritchings, Jack Parker-

Blackburn, Chris Hay, Layne Cupitt und Kean Dicken • Buxton: Matt Williamson,

Ellis Perks, Lee Dicken, Tom Woolley, Shelby Rutherford, Lee

Geary und Carl Basford • Cradley: Tom Perry, Daniel Ayres, Dan Greenwood,

Connor Dwyer, Luke Harris, Ryan Burton und Joe Lawlor • Eastbourne:

Mark Baseby, Georgie Wood, Connor Coles, Adam Extance, Kelsey

Dugard, Charley Powell, Tom Brennan • Isle of Wight: Ben Wilson, Nathan

Greaves, James Cockle, Chris Widman, Rik Mullins, Tyler Govier, Harland

Cook • Kent: Luke Bowen, Ben Hopwood, Nathan Stoneman, Jack

Thomas, Luke Clifton, Bradley Andrews und Anders Rowe • King’s Lynn:

Kyle Hughes, Josh Bailey, Daniel Phillips, Ryan Kinsley, Taylor Hampshire,

Lewis Whitmore, Connor Locke • Mildenhall: Connor Mountain, Daniel

Halsey, Jon Armstrong, Danno Verge, Luke Riddick, Jordan Jenkins, Sam

Woods • Plymouth: Steve Boxall, Benjamin Compton, Lee Smart, Richard

Andrews, Callum Walker, Henry Atkins, Sam Bulley • Stoke: Mitchell Davey,

Luke Priest, Tony Atkin, Ryan Terry-Daley, Shaun Tedham, David Wallinger

und David Speight. • Texte: Andreas Fahldiek; Fotos: Ron MacNeill

April '17 BAHNSPORT AKTUELL 33


INTERNATIONAL

Cowra

Eröffnungsrennen

Die langerwartete Einweihung der neuen Bahn in Cowra wurde zu einem

Erfolg. Cowra ist ein kleines Städtchen mit etwas über 8000 Einwohnern,

gut vier Autostunden westlich von Sydney gelegen. Um genau zu sein, befindet

sich die Bahn in Woodstock, 40 Kilometer östlich von Cowra. Das

Stadion ist landschaftlich wirklich sehr schön gelegen. Die Bahnlänge beträgt

310 Meter. Um dieses Oval wurde noch eine 850-Meter-Langbahn

gelegt. Auch an den Nachwuchs wurde gedacht. Innerhalb der Speedwaybahn

wurde eine nur 100 Meter lange Juniorenstrecke gebaut! Kostenpunkt

für die diese drei Bahnen zirka 36.000 Euro. Im Mittelpunkt der Eröffnung

stand natürlich der Vergleich der Teams von Woody Woodpeckers

und GM Australia. Das Ergebnis sollte nicht das Ausschlaggebende sein.

Beide Mannschaften lieferten sich ein spannendes Rennen. Teammanager

waren übrigens Mick Poole bei Team Australien und der verletzte Brady

Kurtz bei den Spechten.

Das Unter-16-Programm gewann im A-Finale Maurice Brown vor Jack Miles,

James Pearson und Harry Ryan, der sich über das B-Finale qualifizieren

konnte.

Ergebnis: Woody Woodpeckers, 44 Punkte (Jack Holder 11, Ben Cook 10, Aidan Clare 8, Jack Morrison

6, Todd Kurtz 5, Kane Lawrence 3, Jake Schneider 1); GM Australia, 46 (Zach Cook 12, Taylor

Poole 11, Tyron Proctor 10, Matt Gilmore 6, Alan Macdonald 4, Mitchell Cluff 2, Luke Power 1).

Track Championship - Gillman

Entscheidungen

Am selben Tag, an dem die Eröffnung in Cowra stattfand, wurden schon

traditionell Bahnmeisterschaften in dem zwölf Autostunden entfernten

Gillman ausgetragen. Im Endlauf ging Ballantyne außen an Medson vorbei.

Der konnte im Verlauf des Rennens nicht mehr kontern. Arlo Bugeja

und Brayden McGuinness – der sich über das Halbfinale qualifizieren

konnte – hatten nie eine Chance.

Ergebnisse - 500-ccm-Meisterschaft - Vorläufe: 1. Dakota Ballantyne, 11 Punkte; 2. Robert Medson,

10; 3. Arlo Bugeja, 8; 4. Blake Russell, 7; 5. Brayden McGuinness, 5; 6. Declan Knowles, 4;

7. Seth Hickey, 2; 8. Oliver Hamilton, 1; 9. Doug Hayden, 0; 10. Jake Mitchell, 0.

Viertelfinale: 1. Hickey; 2. Hamilton; 3. Hayden; 4. Mitchell N.

Halbfinale: 1. McGuinness; 2. Knowles; 3. Hickey; 4. Russell S.

Finale: 1. Ballantyne; 2. Medson; 3. Bugeja; 4. McGuinness.

250-ccm-Meisterschaft U16 - Vorläufe: 1. Connor Bailey, 15 Punkte; 2. Keynan Rew, 13; 3. Tom

Dixon, 3; 4. Liam May, 3; 5. Fraser Bowes, 2.

Finale: 1. Rew; 2. Bailey; 3. Dixon; 4. May.

125-ccm-Meisterschaft U16 - Vorläufe: 1. Patrick Bowes, 10 Punkte; 2. Hugh Evans, 9; 3. Teagan

Pedler, 8; 4. Patrick Hamilton, 8; 5. Jackson Milner, 7; 6. Ben Dixon, 3; 7. Angus Vandenberg, 1.

Halbfinale: 1. Milner; 2. Hamilton; 3. Dixon; 4. Vandenberg N.

Finale: 1. Bowes; 2. Evans; 3. Milner; 4. Pedler.

Seitenwagen - Vorläufe: 1. Shane Hudson/Jesse Headland, 11 Punkte; 2. Damien Niesche/Mitchell

Spear, 10; 3. Tim Bichard/Brenton Marsh, 6; 4. Kym Menadue/Eric Melton, 6; 5. Dean Hobbs/Justin

Richards, 5; 6. Klae Hobbs/Liam Cox, 5; 7. Daniel Puddy/Luke Puddy, 4; 8. Clinton Crabb/Michael

Bell, 1; 9. Brian Silvy/Josh Knott, 0; 10. Steve Browne/Colby Higgins 0.

Finale: 1. Niesche; 2. Hudson; 3. T.Bichard; 4. K.Hobbs.

Jack Holder: Punktbester Fighter der Woody Woodpeckers

AUSTRALIEN

Tex Macdonald Forever Young Cup - Kurri Kurri

Poole am schnellsten

Taylor Poole hatte wenig Mühe im Rennen zu Ehren des frühzeitig verstorbenen

Vaters der Macdonald-Brüder Josh und Alan. In Heat 6 fuhr er mit

62,0 Sekunden die schnellste Zeit. Trotz Regens sahen die Zuschauer ein

gutes, enges Rennen. • Texte: Andreas Fahldiek; Fotos: Ron MacNeill

Ergebnis: Red Nuts Raiders, 51 Punkte (Zaine Kennedy 12, Mason Campton 12, Kane Lawrence 12,

Keiran Sproule 7, Josh Macdonald 6, Joel Coyne 2); Macca’s Moulers, 39 (Taylor Poole 10, Alan

Macdonald 9, Matt Gilmore 7, Jye Etheridge 6, Josh Coyne 4, Matt Pickering 2, Aaron Jackson 1).

Tex Macdonald Cup: 1. Poole; 2. J.Macdonald; 3. Campton; 4. A.Macdonald.

Seitenwagenmeisterschaft

Gillman

Ergebnisse - Gruppe 1 - qualifiziert für Gruppe 2: 1. Clint Mayes/Sean Coleby, 10 Punkte; 2. Adon

Pearce/Brodie Gebhart, 9; 3. Steve Browne/Colby Higgins, 7. Ausgeschieden: 4. Clinton Crabb/

Michael Bell, 5; 5. Chris Bichard/Brett Lewis, 5; 6. Thomas Adams/Katelyn Silvy, 5.

Gruppe 2- qualifiziert für Meisterschaftsläufe: 1. Tyler Moon/Adam Lovell, 15 Punkte; 2. Clinton

Mayes/Sean Coleby, 13, 3. Neale Hancock/Brendan Johnson, 12; 4. Hamish Golding/Bayley Ogilvie,

10. Ausgeschieden: 5. Kym Menadue/Eric Melton, 10; 6. Daniel Puddy/Luke Puddy, 9; 7. Dean

Hobbs/Justin Richards, 9; 8. Mark Radford/Blake Halls, 7; 9. Tim Bichar/Brenton Marsh, 6;

10. Shane Rudloff/Scott Morris, 5; 11. Aaron Silvy/Ayrton Canning, 5; 12. Adon Pearce/Brodie Gebhart,

4; 13. Steve Browne/Colby Higgins, 3; 14. Joe Jones/Dave German, USA, 3; 15. Klae Hobbs/

Liam Cox, 2; 16. Brian Silvy/Josh Knott, 1; Clinton Crabb/Michael Bell (Res.), 3.

Championship Races - Vorläufe: 1. Darrin Treloar/Blake Cox, 12 Punkte; 2. Tyler Moon/Adam

Lovell, 12; 3. Andrew Buchanan/Denny Cox, 10; 4. Justin Plaisted/Simon Cohrs, 10; 5. Mark Mitchell/Tony

Carter, 10; 6. Trent Headland/Daz Whetstone, 9; 7. Damien Niesche/Mitchell Spear, 9;

8. Dave Bottrell/Chris Bottrell, 8; 9. Mark Plaisted/Ben Pitt, 7; 10. Arron Hartwig/Teagan Hartwig,

7; 11. Byren Gates/Jesse Headland, 6; 12. Neale Hancock/Brendan Johnson, 6; 13. Hamish Golding/

Bayley Ogilvie, 4; 14. Warren Monson/Andrew Summerhayes, 3; 15. Clinton Mayes/Sean Coleby, 1;

16. Shane Hudson/Eli Wright, 0; Reserve: Tim Bichard/Brenton Marsh, 3; Dean Hobbs/Justin Richards,

2; Kym Menadue/Eric Melton, 1; Joe Jones/Dave German, USA, 0.

Halbfinale: 1. J.Plaisted; 2. Mitchell; 3. T.Headland; 4. Niesche.

Finale: 1. Treloar; 2. J.Plaisted; 3. Moon; 4. Buchanan.

Winterserie

Die geplante Winterserie findet statt! Gefahren wird in drei Klassen: 500

ccm (Senioren), 250 ccm und 125 ccm (Junioren). Hauptsponsor ist Rock

Oil. Das Schmiermittel wird in Australien unter anderem von Jason Crump

vertrieben. Alle Rennen finden an Samstagen statt. Die Serie überbrückt

die Zeit bis zum Start der Saison 2017/18. • Andreas Fahldiek

Die geplanten Rennen finden wie folgt statt: 8.4. Rennen 1, Kurri Kurri;

13.5. Rennen 2, Cowra; 17.6. Rennen 3, Albury; 8.7. Rennen 4, Kurri Kurri;

9.9. Rennen 5, Cowra; 16.9. Rennen 6, Appin; 30.9. Rennen 7, Kurri Kurri.

34 BAHNSPORT AKTUELL April '17


POLEN

Mannschaftsaufstellungen

EKSTRALIGA 2017

KS Stal Gorzow (Landsberg)

Stadionadresse: Ul. Slaska, 66-400 Gorzow

Teammeisterschaft: 9 Gold- (1969, 1973, 1975 bis 1978, 1983, 2014, 2016),

12 Silber-, 4 Bronzemedaillen

Mannschaftskader: Niels-Kristian Iversen (DK), Krzysztof Kasprzak, Przemyslaw

Pawlicki, Tomas H. Jonasson (S), Martin Vaculik (SK), Bartosz

Zmarzlik

Junioren: Rafal Karczmarz, Kamil Nowacki, Hubert Czerniawski, Alan

Szczotka

Trainer: Stanislaw Chomski

K.S. Torun (Thorn)

Stadionadresse: Ul. Pera Jonssona 7, 87-100 Torun

Teammeisterschaft: 4 Gold- (1986, 1990, 2001, 2008), 7 Silber-, 7 Bronzemedaillen

Mannschaftskader: Chris Holder (AUS), Adrian Miedzinski, Greg Hancock

(USA), Grzegorz Walasek, Jack Holder (AUS), Michael Jepsen Jensen (DK),

Pawel Przedpelski

Junioren: Norbert Krakowiak, Marcin Koscielski, Igor Kopec-Sobczynski,

Daniel Kaczmarek

Teammanager: Jacek Gajewski

Z.K.Z. „Falubaz” Zielona Gora (Grünberg)

Stadionadresse: Ul. Wroclawska 69, 65-218 Zielona Gora

Teammeisterschaft: 7 Gold- (1981, 1982, 1985, 1991, 2009, 2011, 2013),

2 Silber-, 5 Bronzemedaillen

Mannschaftskader: Piotr Protasiewicz, Jaroslaw Hampel, Patryk Dudek,

Jason Doyle (AUS), Andrij Karpow (UA), Jacob Thorssell (S), Adam Chwialkowski,

Tomasz Dutka

Junioren: Alex Zgardzinski, Oskar Potoniec, Sebastian Niedzwiedz,

Wojciech Pilarski, Mateusz Burzynski, Jakub Zubczynski

Trainer: Marek Cieslak

W.T.S. „Sparta“ Wroclaw (Breslau)

Stadionadresse: Al. Ignacego Paderewskiego 35, 51-612 Wroclaw

Teammeisterschaft: 4 Gold- (1993 bis 1995, 2006), 8 Silber-, 8 Bronzemedaillen

Mannschaftskader: Tomasz Jedrzejak, Tai Woffinden (GB), Maciej Janowski,

Vaclav Milik (CZ), Szymon Wozniak, Nick Morris (AUS), Andzejs

Lebedevs (LV)

Junioren: Maksym Drabik, Damian Drozdz, Przemyslaw Liszka, Oskar

Bober

Trainer: Rafal Dobrucki

G.K.M. Grudziadz (Graudenz)

Stadionadresse: Ul. Hallera 4, 86-300 Grudziadz

Teammeisterschaft: 1 Bronzemedaille

Mannschaftskader: Tomasz Gollob, Krzysztof Buczkowski, Artem Laguta

(RUS), Rafal Okoniewski, Antonio Lindbäck (S), Krystian Pieszczek

Junioren: Mike Trzensiok, Mateusz Rujner, Dawid Wawrzyniak, Kamil Wieczorek

Trainer: Robert Kempinski

KS ROW Rybnik

Stadionadresse: Ul. Gliwicka 72, 44-200 Rybnik

Teammeisterschaft: 12 Gold- (1956 bis 1958, 1962 bis 1968, 1970, 1972),

6 Silber-, 5 Bronzemedaillen

Mannschaftskader: Damian Balinski, Grigori Laguta (RUS), Rafal Szombierski,

Max Fricke (AUS), Jake Allen (AUS), Fredrik Lindgren (S), Tobiasz

Musielak

Junioren: Kacper Woryna, Robert Chmiel, Lars Skupien

Trainer: Miroslaw Korbel

K.S. „Unia“ Leszno (Lissa)

Stadionadresse: Ul. Strzelecka 7, 64-100 Leszno

Teammeisterschaft: 14 Gold- (1949 bis 1954, 1979, 1980, 1987 bis 1989,

2007, 2010, 2015), 8 Silber-, 7 Bronzemedaillen

Mannschaftskader: Nicki Pedersen (DK), Piotr Pawlicki, Peter Kildemand

(DK), Grzegorz Zengota, Emil Saifutdinow (RUS), Wiktor Trofimow (UKR),

Janusz Kolodziej

Junioren: Bartosz Smektala, Dominik Kubera, Wiktor Lis, Szymon Szlauderbach

Teammanager: Piotr Baron

C.K.M. „Wlokniarz“ Czestochowa (Tschenstochau)

Stadionadresse: Ul. Olsztynska 123/127, 42-200 Czestochowa

Teammeisterschaft: 4 Gold- (1959, 1974, 1996, 2003), 3 Silber-, 5 Bronzemedaillen

Mannschaftskader: Matej Zagar (SLO), Andreas Jonsson (S), Sebastian

Ulamek, Rune Holta, Leon Madsen (DK), Karol Baran

Junioren: Oskar Polis, Adrian Wozniak, Oskar Nocun, Michal Gruchalski,

Bartosz Swiacik, Mateusz Swidnicki

Trainer: Lech Kedziora

1. LIGA 2017

„Unia“ Tarnow

Stadionadresse: Ul. Zbylitowska 3, 33-101 Tarnow

Teammeisterschaft: 2 Gold- (2004, 2005), 1 Silber-, 3 Bronzemedaillen

Mannschaftskader: Kenneth Bjerre (DK), Artur Mroczka, Peter Ljung (S),

Mikkel Michelsen (DK), Artur Czaja, Jakub Jamrog

Junioren: Patryk Rolnicki, Kacper Konieczny, Piotr Pioro, Krystian Stefanow

Trainer: Pawel Baran

„Lokomotiv” Daugavpils (Lettland)

Stadionadresse: Jelgavas iela 54, Daugavpils (Lettland), LV-5404

Teammeisterschaft: Sowjetunion, 2 Silbermedaillen; Russland, 4 Bronzemedaillen;

Polen, keine

Mannschaftskader: Maksims Bogdanovs, Kjastas Puodzuks, Joonas Kylmäkorpi

(S), Timo Lahti (FIN), Kim Nilsson (S), Nicolas Covatti (I), Sergej

Logatschew (RUS)

Junioren: Jevgenijs Kostigovs, Davis Kurmis, Artjoms Trofimovs, Denis

Zvorigins, Olegs Mihailovs, Danils Kolodinskis

Trainer: Nikolajs Kokins

„Orzel” Lodz

Stadionadresse: Ul. 6-go Sierpnia 71, 92-311 Lodz

Teammeisterschaft: keine Medaillen

Mannschaftskader: Hans Andersen (DK), Robert Miskowiak, Piotr Swiderski,

Gleb Tschugunow (RUS), Rory Schlein (AUS), Alexander Loktaew

(RUS), Rohan Tungate (AUS), Edward Mazur

Junioren: Michal Piosicki, Arkadiusz Potoniec, Mateusz Blazykowski

Trainer: Janusz Slaczka

„Stal” Rzeszow

Stadionadresse: Ul. Hetmanska 69, 35-078 Rzeszow

Teammeisterschaft: 2 Gold- (1960, 1961), 2 Silber-, 2 Bronzemedaillen

Mannschaftskader: Chris Harris (GB), Nicklas Porsing (DK), Dawid Lampart,

Dimitri Bergé (F), Josh Grajczonek (AUS), Davey Watt (AUS), Andrei

Popa (ROM)

Junioren: Wiktor Lampart, Mateusz Rzasa, Patryk Wojdylo

Trainer: Janusz Stachyra

„Polonia” Pila

Stadionadresse: Ul. Bydgoska 80, 64-920 Pila

Teammeisterschaft: 1 Gold- (1999), 2 Silber-, 2 Bronzemedaillen

Mannschaftskader: Tomasz Gapinski, Norbert Kosciuch, Brady Kurtz

(AUS), Wadim Tarasenko (RUS), Adrian Cyfer, Michal Szczepaniak, Arkadiusz

Pawlak

Junioren: Kacper Grzegorczyk, Pawel Staniszewski

Teammanager: Tomasz Zentkowski

„Wybrzeze” Gdansk

Stadionadresse: Ul. Zawodnikow 1, 80-729 Gdansk

Teammeisterschaft: 4 Silber-, 2 Bronzemedaillen

Mannschaftskader: Renat Gafurow (RUS), Kacper Gomolski, Troy Batchelor

(AUS), Oskar Fajfer, Linus Sundström (S), Anders Thomsen (DK), Hubert

Legowik, Arslan Fajzulin (RUS)

Junioren: Patryk Besko, Dominik Kossakowski, Marcin Turowski, Aureliusz

Bielinski

Trainer: Miroslaw Kowalik

„Speedway Wanda” Krakau

Stadionadresse: Ul. Stadionowa 21, 31-751 Krakau

Teammeisterschaft: keine Medaillen

Mannschaftskader: Patrick Hougaard (DK), Scott Nicholls (GB), Nicolai

Klindt (DK), Mateusz Szczepaniak, Claus Vissing (DK), Ernest Koza

Junioren: noch keine

Trainer: –

„Polonia” Bydgoszcz

Stadionadresse: Ul. Sportowa 2, 85-091 Bydgoszcz

Teammeisterschaft: 7 Gold- (1955, 1971, 1992, 1997, 1998, 2000, 2002),

7 Silber-, 11 Bronzemedaillen

Mannschaftskader: Jacek Gollob, Andrej Kudrjaschow (RUS), Wiktor Kulakow

(RUS), Marcin Jedrzejewski, Oskar Ajtner-Gollob, Mikolaj Curylo, Damian

Adamczak

Junioren: Tomasz Orwat, Mateusz Jagla, Patryk Sitarek

Trainer: Jacek Gollob

April '17 BAHNSPORT AKTUELL 35


INTERNATIONAL

Eisspeedway-Teammeister

Kamensk-Uralski mit (v.l.)

Dimitri Komisewitsch,

Jewgeni Scharow, Dinar

Walejew und Iwan Khuzhin

RUSSLAND

Teammeisterschaft - Superliga - Togliatti

Kamensk-Uralski Meister

Die Mannschaft von CTWS Kamensk-Uralski ist neuer russischer Teammeister.

Die zwei letzten Superligarennen fanden in Togliatti statt und

man ging davon aus, dass die Gastgeber den Heimvorteil ausnutzen und

den Titel erfolgreich verteidigen werden. Zunächst sah es tatsächlich so

aus, als ob das Team von Mega-Lada das gesetzte Ziel erreichen würde.

Daniil Iwanow zog sich eine Woche zuvor in Almaty eine schmerzhafte

Schulterverletzung zu, ging jedoch im Anatoli-Stepanow-Stadion an den

Start. Der zweifache Weltmeister siegte im Auftaktlauf, die Gastgeber gin-

gen in Führung und gaben sie nicht mehr ab. Dem Team aus Kamensk-

Uralski gelang es zwar zweimal, mit Mega-Lada gleichzuziehen, aber am

Ende hatte es 6 Zähler weniger als die Mannschaft aus Togliatti. Igor Kononow

blieb ungeschlagen und seine Kollegen erzielten allesamt zweistellige

Punkteausbeuten. Beim Tabellenführer erkämpfte Dimitri Komisewitsch

14 Zähler, aber vor allem war die Performance von Jewgeni Scharow

eine große Überraschung. Der Eispilot, der vor der Saison von Kaustik

Sterlitamak nach Kamensk-Uralski wechselte, kam auf 13 Punkte. Ausschlaggebend

für die Niederlage der Mannschaft aus Westsibirien war die

Abwesenheit von Wassili Nesytych, der am gleichen Wochenende im EM-

Finale in Ufa fuhr. Sein Ersatzmann Iwan Khuzhin steuerte nur 3 Zähler

bei.

Am Sonntag drehten die Fahrer aus Kamensk-Uralski den Spieß um, obwohl

der Rennanfang für die Gastgeber sehr verheißungsvoll war. Nikita

Toloknow und Igor Kononow holten zwei Siege und Togliatti übernahm

das Kommando. Doch im darauffolgenden Rennen stürzte Igor Saidullin

SUPERLIGA ENDSTAND

Pl./Club R P Ges.

1. Kamensk-

Uralski 6 26 246

2. Togliatti 6 22 245

3. Sterlitamak 6 11 139

4. Ufa 6 7 84

Superliga in Togliatti:

Dimitri Komisewitsch (Kamensk-Uralski)

vor Daniil Iwanow (Togliatti)

und Günther Bauer (Ufa)

36 BAHNSPORT AKTUELL April '17


und das wurde Mega-Lada zum Verhängnis. Die Mannschaft um Dimitri

Komisewitsch konnte mit den Gastgebern gleichziehen. Nach sieben

Heats stand es 15:15. Zu allem Übel stürzte Toloknow im anschließenden

Rennen. Dank Siegen von Kononow und Toloknow konnte Togliatti nach

zehn Läufen den Rückstand wettmachen, aber das war schon der Schwanengesang

der Gastgeber. Kamensk-Uralski legte eine eindrucksvolle Serie

von fünf Siegen in Folge hin und hatte nach 15 Rennen bereits 7 Punkte

Vorsprung. Das Team von CTWS ließ nichts mehr anbrennen und holte den

Tagessieg. Es erkämpfte 5 Zähler mehr als Mega-Lada und konnte den Titelgewinn

feiern. Und wieder war es Jewgeni Scharow, der für Furore sorgte.

Der 25-Jährige erzielte insgesamt 14 Punkte. Dinar Walejew und Dimitri

Komisewitsch schlossen das Rennen mit jeweils 13 Punkten ab. Iwan

Khuzhin konnte sich deutlich steigern und spielte letztendlich das Zünglein

an der Waage. Der junge Fahrer holte 7 Punkte. Igor Kononow war wieder

bester Mann des Tages. Der 29-Jährige schrieb erneut Punktemaximum

und Daniil Iwanow schrieb erneut 11 Punkte. Nikita Toloknow und

Igor Saidullin waren durch ihre Stürzte jedoch weniger effektiv. Im Endeffekt

musste sich die Mannschaft aus Togliatti mit der Silbermedaille begnügen.

Das Team von Kaustik Sterlitamak wurde an beiden Renntagen

Dritter und bestieg letztendlich die niedrigste Podiumsstufe des Championats.

Nikolaj Krasnikow kämpfte am letzten Februar-Wochenende um EM-Gold

und das Team von Baschkortostan musste in Togliatti ohne ihn auskommen.

Einmal mehr stellte sich heraus, dass die Mannschaft aus Ufa ohne

den „Hobbyfahrer“ mindestens Dreiviertel an Wert verliert. Am ersten

Renntag kam Baschkortostan auf ganze 2 Punkte. Günther Bauer war derjenige,

der sie erzielen konnte. Der Schlechinger bezwang Khuzhin und

Swinuchow (Kaustik). Am Sonntag schloss Ufa mit 4 Zählern ab. Drei davon

erkämpfte Nikita Schadrin. Günther Bauer wurde in seinem ersten

Lauf wegen Überfahrens der inneren Bahnbegrenzung disqualifiziert und

absolvierte danach keine Rennen mehr. Die Mannschaft aus Ufa belegte

in der Superliga Gesamtrang 4.

Ergebnisse - 1. Renntag - 25.2.: 1. Mega-Lada Togliatti, 48 Punkte (Igor Kononow 15, Nikita Toloknow

12, Igor Saidullin 10, Iwan Bolschakow N, Daniil Iwanow 11); 2. CTWS Uraltranstrom Kamensk-

Uralski, 42 (Iwan Khuzhin 3, Jewgeni Scharow 13, Dinar Walejew 12, Dimitri Komisewitsch 14);

3. Kaustik Sterlitamak, 27 (Nikita Tarasow 6, Wadim Swinuchow 6, Andrej Schischegow 8, Alexej

Iwanow 7); 4. CTWS Baschkortostan Ufa, 2 (Nikita Schadrin 0, Günther Bauer 2, Nikita Bogdanow

0, German Hanmurzin 0).

2. Renntag - 26.2.: 1. Kamensk-Uralski, 47 Punkte (Khuzhin 7, Scharow 14, Walejew 13, Komisewitsch

13); 2. Togliatti, 42 (Kononow 15, Toloknow 10, I.Saidullin 6, Bolschakow S, D.Iwanow 11);

3. Sterlitamak, 26 (Schischegow 8, Swinuchow 5, A.Iwanow 5, Tarasow 8); 4. Ufa, 4 (Schadrin 3,

Bauer 0, Bogdanow 1, Hanmurzin 0).

Höhere Liga

Kamensk-Uralskis B-Team

Meister

Das B-Team von CTWS Kamensk-Uralski ist Meister der Höheren Liga. In

Glazow triumphierten die Westsibirier am ersten Renntag und waren für

ihre Gegner nicht mehr einholbar. Am Sonntag erlitten sie ihre erste und

einzige Niederlage. Das Team von STK Neftekamsk war um 3 Punkte besser

und belegte schließlich Gesamtplatz 2. Die Mannschaft von Podmoskowje

Luchowitsy wurde Dritter.

Ergebnisse - Glazow - 1. Renntag - 25.2.: 1. CTWS Uraltranstrom Kamensk-Uralski - Team B,

28 Punkte (Wladimir Bobin 16, Daniil Goloschejkin 8, Alexander Kosyrew 4); 2. STK Neftekamsk,

25 (Dimitri Bulankin 6, Maxim Kortschemacha 15, Sergej Baltatschew 4); 3. Podmoskowje Luchowitsy,

19+3 (Sergej Makarow 10+3, Alexej Kolganow 6, Jegor Kasennyj 3); 4. Mordowia Saransk,

19+2 (Maxim Karpuchin 4, Maxim Maslikow 2,

3. Neftekamsk 4 20 86

HÖHERE LIGA ENDSTAND

Pl./Club R P Ges.

1. Kamensk-

Uralski 6 44 155

2. Neftekamsk 6 34 137

3. Luchowitsy 6 31 123

4. Saransk 6 27 117

5. Schadrinsk 6 18 93

6. Almaty/KAZ 6 13 76

7. Glazow 6 7 51

Maxim Luschnikow 13+2); 5. Torpedo-SchAAZ

Schadrinsk, 18 (Rodion Werchoturtsew 0, Artjom

Akulow 14, Dimitri Zwerew 4); 6. Sokol

Almaty, KAZ, 10 (Denis Slepuchin 0, Pawel Nekrasow

5, Wladimir Tscheblokow 5); 7. Progress

Glazow, 6 (Iwan Wolkow 5, Pawel Masalow

1, Wladimir Baschmakow N).

2. Renntag - 26.2.: 1. Neftekamsk, 26 Punkte

(Bulankin 9, Kortschemacha 13, Anton Sosykin

4); 2. Kamensk-Uralski B, 23 (Bobin 8, Goloschejkin

8, Kosyrew 7); 3. Schadrinsk,

20 (Werchoturtsew 0, Akulow 17, Zwerew 3);

4. Mordowia Saransk, 19 (Karpuchin 7, Maslikow

0, Luschnikow 12); 5. Luchowitsy, 18 (Makarow

12, Kolganow 4, Kasennyj 2); 6. Almaty,

11 (Slepuchin 0, Nekrasow 2, Tscheblokow 9);

7. Glazow, 8 (Wolkow 6, Masalow 2, Baschmakow

N).

Junioren-Teammeisterschaft - Finale - Kamensk Uralski - 18./19.2.2017

Favoritensieg

Das Team von Kaustik Sterlitamak galt vor dem Junioren-Teamfinale als

Favorit. Schließlich hatten im Junioren-Einzelfinale eine Woche zuvor in

Wjatskije Poljany die Teamfahrer zwei Podestplätze belegt. Dimitri Soljannikow

holte Gold, Nikita Tarasow wurde Dritter und Wadim Swinuchow

belegte Gesamtrang 5. Der Favorit setzte sich erwartungsgemäß durch,

aber nach dem ersten Renntag lag die Mannschaft von Baschkortostan

mit Kaustik punktgleich. Beide Teams trafen am Sonntag in Heat 23 aufeinander

und das Duell endete unentschieden. Ausschlaggebend für den

Gesamtsieg von Sterlitamak war das Malheur von Ufa in Lauf 26, als Schadrin

und Bogdanow eine 1:5-Niederlage gegen das Duo aus Kamensk-

Uralski erlitten. Baschkortostan erkämpfte am Ende den Vizemeistertitel

und die Gastgeber holten Bronze. • Text u. Fotos: Georg Dobes

Ergebnis: 1. Kaustik Sterlitamak, 21+22=43 Punkte (Dimitri Soljannikow 18, Nikita Tarasow 22,

Wadim Swinuchow 3); 2. CTWS Baschkortostan Ufa, 21+17=38 (Nikita Schadrin 25, Nikita Bogdanow

13, Artjom Afanasjew N); 3. CTWS Kamensk-Uralski, 14+20=34 (Alexander Kosyrew 20, Iwan

Khuzhin 14, Alexej Karatysch N); 4. Mega-Lada Togliatti, 18+14=32 (Iwan Bolschakow 22, Jewgeni

Saidullin 10, Michail Afanasjew N); 5. Torpedo-SchAAZ Schadrinsk, 8+8=16 (Rodion Werchoturtsew

5, Dimitri Zwerew 10, Wiktor Jaroslawcew 1); 6. Progress Glazow, 7+8=15 (Iwan Wolkow 6, Pawel

Masalow 2, German Hanmurzin 7).

Termine 2017

Liga (N.L.S.): 18.5. SK Oktjabrskij - SK Turbina Balakowo; 25.5. Mega-Lada

Togliatti - Wostok Wladiwostok; 8.6. Togliatti - Balakowo; Oktjabrskij -

Wladiwostok; 22.6. Balakowo - Togliatti; 27.6. Wladiwostok - Oktjabrskij;

13.7. Wladiwostok - Togliatti; 18.7. Balakowo - Oktjabrskij; 3.8. Wladiwostok

- Balakowo; 3.8. Togliatti - Oktjabrskij; 10.8. Oktjabrskij - Togliatti;

24.8. Balakowo - Wladiwostok; 14.9. Halbfinals; 21.9. Finale 1; 10.10. Finale

2.

Einzelmeisterschaft: 12.6. Halbfinale Balakowo; 31.8. Finale Oktjabrskij.

Junioren-Einzelmeisterschaft: 2.6. Halbfinale, Oktjabrskij; 5.9. Finale,

Balakowo.

Junioren-Teammeisterschaft: 23.5. Runde 1, Oktjabrskij; 30.5. Runde 2,

Balakowo; 12.9. Finale Togliatti.

Paarmeisterschaft (Landespokal): 6.6. Runde 1, Balakowo; 22.8. Runde

2, Oktjabrskij; 29.8. Runde 3 , Togliatti; 13.10. Runde 4, Wladiwostok.

Junioren-Paarmeisterschaft (U19): 14.6. Finale, Togliatti.

Andere Rennen: 19.8. Anatoli-Stepanow-Memorial, Togliatti; 9.9. Rinat-

Mardanschin-Memorial, Oktjabrskij.

TSCHECHIEN

Mannschaftsaufstellungen

EXTRALIGA 2017

A.M.K. Zlata Prilba Pardubice

Stadionadresse: Motoristu 300, 530 06 Pardubice VI.

Teammeisterschaft: 10 Gold- (1978, 1982, 1999, 2001, 2002, 2004,

2008, 2013, 2015, 2016), 15 Silber-, 9 Bronzemedaillen

Mannschaftskader: Vaclav Milik, Tomas Suchanek, Hynek Stichauer,

Patrik Mikel, Jaroslav Petrak, Josef Novak, Martin Mejtsky, Dan Macl

Teammanager: Lubomir Vozar

A.K. Marketa Prag

Stadionadresse: U Vojtesky 11, 162 00 Praha 6 - Brevnov

Teammeisterschaft: 36 Gold- (1956, 1958 bis 1962, 1968, 1970 bis 1977,

1979 bis 1983, 1985 bis 1988, 1990 bis 1993, 1995 bis 1998, 2000, 2003,

2012, 2014), 12 Silber-, 6 Bronzemedaillen

Mannschaftskader: Josef Franc, Zdenek Holub, Matej Kus, Michal Skurla,

Ondrej Smetana, Filip Hajek, Petr Chlupac, Jan Kvech, Vaclav Kvech

Teammanager: Tomas Topinka

A.K. „3ton” Slany

Stadionadresse: Netovicka 1509, 274 01 Slany

Teammeisterschaft: 3 Gold- (1969, 2005, 2006), 13 Silber-, 15 Bronzemedaillen

Mannschaftskader

Eduard Krcmar, Michael Hadek, Roman Cejka, Michal Dudek, Martin

Malek, Petr Babicka, Adam Fencl, Piotr Dziatkowiak (PL, ACCR-Lizenz),

Radek Podhadsky, Jakub Jamrog (PL)

Teammanager: Milan Mach

S.C. Zarnovica (Slowakei)

Stadionadresse: Bystricka, 966 81 Zarnovica

Teammeisterschaft: keine Medaillen

Mannschaftskader: Martin Vaculik, Patrik Buri, Jan Mihalik, David Pacalaj,

Michal Tomka, Jakub Valkovic, Martin Gavenda (CZ), Stanislaw Burza

(PL), Andrij Kobrin (UKR), Renat Gafurow (RUS), Jozsef Tabaka (H)

Teammanager: Jan Daniel

April '17 BAHNSPORT AKTUELL 37


CLUBNOTIZEN

Auch 2017 machten sich die Nachwuchsfahrer des ADAC Südbayern wieder

auf nach Lonigo, wo bereits Anfang März die Bahn bestens präpariert

auf die Fahrer wartete. Unter der Anleitung von Georg Hack und Martin

Smolinski, zwei absolute Profis auf ihrem Gebiet, wurden die ersten Trainingsrunden

unter der Sonne Italiens gedreht. Dazu waren 21 Nachwuchsfahrer

angereist, das erste Mal auch eine eigene Mannschaft des

MSC Abensberg, die gespannt und aufmerksam den Worten der beiden

Trainer folgte. Natürlich ließ es sich Martin Smolinski nicht nehmen, sich

selbst auch auf die Saison vorzubereiten und absolvierte ebenso sein

Trainingsprogramm. An allen drei Trainingstagen herrschte beste Stimmung,

auch wenn am letzten Tag das Wetter nicht so mitspielte, konnte

nach Ende des Regens doch auch noch auf der Bahn trainiert werden.

Ein herzlicher Dank geht an Giorgio Lazzari und den MC Lonigo für die

überaus große Gastfreundschaft. Die Vorstandschaft des MC Lonigo verteilte

an alle Teilnehmer sogar noch ein kleines Gastgeschenk.

Auch eine Helfer-Truppe des MSC Abensberg war wieder mit dabei, ohne

die so eine Veranstaltung nicht möglich wäre.

MSC Brokstedt

MSC setzt auf Nachwuchsarbeit

und plant mit solidem Haushalt

Clubmitglieder stehen hinter Vorstand

Auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung im Clubheim am Holsteinring

haben die Mitglieder des MSC Brokstedt e.V. im ADAC gemeinsam die

Weichen für die Zukunft gestellt. In harmonischer Atmosphäre wurde das

vergangene Jahr beleuchtet und ein Ausblick auf die anstehende Saison

gewagt. Dabei durfte sich der MSC im finanziellen Bereich über ein leich-

Martin Smolinski • Foto: Antonio Mizzon

Die Verantwortlichen des MSC Brokstedt: Hendrik Jähn (Schriftführer), Guido Schlüter (Jugendwart),

Michelle Spur (Kassenwartin), Helmut Hahn (1. Vorsitzender), Sabrina Harms

(Teammanagerin Bundesliga) und Michael Schubert (2. Vorsitzender) blicken auf ein erfolgreiches

Jahr 2016 zurück und planen derzeit die Zukunft des Vereins. Nicht auf dem Bild ist

der neu gewählte Sportleiter Arne Jasper

Bayern-Cup-Mannschaft (v.l.): Teambetreuer Stefan Ertl, Tom Finger, Maxi Troidl, Alexandra

Schauer, Leon Maier, Sarah Fischer, Marcel Bicher, Eric Puffer, 2. Teambetreuer Daniel Brunner

MSC Abensberg

Trainingscamp in Lonigo

ADAC Bahnsport Bayern Cup - 4. Speedway Trainingscamp in Lonigo

28 Jahre war Anja Kröhnke als Schatzmeisterin des MSC Brokstedt tätig. Vereinsvorsitzender

Helmut Hahn dankte im Rahmen der Jahreshauptversammlung

für das Engagement

Alle Teilnehmer in Lonigo

38 BAHNSPORT AKTUELL April '17


tes Plus im Haushalt freuen und setzt auch im anstehenden Geschäftsjahr

auf einen soliden Haushalt. Trotzdem setzen die Verantwortlichen des

Speedway-Bundesligisten weiterhin auf einen Weg der soliden Schritte –

finanzielle Eskapaden oder Risiken sollen nicht in Kauf genommen werden.

Der 2. Vorsitzende des MSC, Michael Schubert, stellte das sportliche

Konzept des Traditionsvereins aus dem Kreis Steinburg vor. Demnach liegen

die Schwerpunkte auf der Bundesliga und der weiteren Förderung

des Nachwuchses. Während auf eine Teilnahme im Speedway Team Cup

(2. Liga) nach zwei Jahren Teilnahme 2017 verzichtet wird, startet der MSC

neben der Bundesliga auch mit einer Nachwuchsmannschaft in der neu

geschaffenen „Nordliga“. Schubert: „Wir haben uns vor einigen Jahren

dazu entschlossen, eine eigene Jugendabteilung aufzubauen und können

die ersten Früchte bereits ernten. Erfreulich ist vor allen Dingen die Tatsache,

dass wir im Jahre 2016 einen erheblichen Mitgliederzuwachs zu verzeichnen

hatten.“ Die solide Haushaltsführung sowie die geleistete Arbeit

wurde von den anwesenden Mitgliedern mit der einstimmigen Entlastung

des Vorstandes honoriert.

Auch die turnusmäßig erforderlichen Vorstandswahlen verliefen absolut

einstimmig. Für zwei weitere Jahre wurde Michael Schubert im Amt des 2.

Vorsitzenden bestätigt. Für Anja Kröhnke, die nunmehr 28 Jahre als Kassenwartin

tätig war, wird Michelle Spur diesen Posten neu übernehmen.

Dabei wird Kröhnke jedoch dem Vorstand in einer Beraterfunktion erhalten

bleiben. Das Amt des Schriftführers wird ab sofort von Hendrik Jähn

übernommen, der das Amt des Sportleiters an Arne Jasper übergeben hat.

Mit Guido Schlüter wurde zudem ein neuer Jugendwart gefunden, der die

Förderung der eigenen Jugend im Verein weiter vorantreiben soll. Als Betreuer

der „Brokstedt Tigers“, der jüngsten Mannschaft im MSC, war

Schlüter bereits seit zwei Jahren tätig und konnte dabei nicht nur seine eigenen

Erfahrungen aus seiner Rennfahrertätigkeit mit in die Nachwuchsarbeit

einfließen lassen. Schubert: „Guido genießt in der Speedway-

Nachwuchsszene einen hervorragenden Ruf und wir sind froh, dass wir

auch zukünftig auf seine Fähigkeiten setzen dürfen.“

Insgesamt blickt der MSC Brokstedt, der im vergangenen Jahr deutscher

Vizemeister wurde, auf ein erfolgreiches Jahr zurück, eine Tatsache, die

den teilweise neuformierten Vorstand nach eigener Aussage motiviert,

den eingeschlagenen Weg konsequent weiter zu beschreiten.

Für ihre langjährige Mitgliedschaft im Verein wurden Rolf Goldmann

(10 Jahre) sowie Jörg Warncke und Rolf Stockhusen (beide 25 Jahre) im

Rahmen der Versammlung geehrt.

MSC Mulmshorn

Jahreshauptversammlung

Zur diesjährigen Jahreshauptversammlung des MSC im Clublokal „Zum

Heidejäger“ in Mulmshorn fanden sich zahlreiche Mitglieder ein. Der

1. Vorsitzende André Haltermann ließ das vergangene Jahr Revue passieren.

Die Versammlung hörte interessiert zu, bevor dann einige Mitglieder

für ihre langjährige Clubmitgliedschaft und Tatkraft im Verein geehrt wurden.

Diese waren Kai Korneffel für 10 Jahre, Rigo und Timo Standke für

20 Jahre, Ulla und Dieter Wolna für 25 Jahre, Christian Brunkhorst für

30 Jahre und Johann Gerken sowie André Haltermann für 35 Jahre. Im Anschluss

wurden die Clubfahrer für ihre Leistung im Jahr 2016 mit einem

kleinen Präsent überrascht. Außerdem wurde auch in diesem Jahr wieder

der Delegierte für die ADAC-MV 2018 gewählt. Alles in allem war es eine

produktive Versammlung.

Termine: 8.4. Sandbahntraining; 23.4. ADAC-Weser-Ems-Bahnsport

Nachwuchs-Cup; 1./2.7. 43. ADAC-Sandbahnrennen.

Kurt Hustedt, Nicole Standke, Nils Dohmes, Melvin Jödicke, Nick Colin Haltermann, Andy Burmeister und Manfred Huff

Birgit Standke, Rigo Standke, André Haltermann, Dieter Wolna, Christian Brunkhorst, Ulla Wolna, Timo Standke und Manfred Huff

April '17 BAHNSPORT AKTUELL 39


CLUBNOTIZEN/NOTIZEN

Tobias Kroner

Fahrer anwesend. Als er seine GM anschmiss und es nach Methanol roch,

war das Gedränge groß. Tobi hat zurzeit großen Prüfungsstress, denn

rund um das Torun-Wochenende am 25.3. muss er seine Abschlussklausuren

schreiben. Im Anschluss hat er dann aber gleich einen festen Arbeitsplatz

in gehobener Position sicher. Außer dem MSC Cloppenburg,

der übrigens auch die nette Moderatorin von den One-Sport-Übertragungen

gewinnen konnte, waren auch der MSC Mulmshorn und der MSC

Brokstedt anwesend. In der großen Showhalle waren nicht nur Crosser

und Stuntfahrer unterwegs, sondern auch das größte Motorrad der Welt

mit einem Panzermotor des T 55 mit 38.000 ccm und 12 Zylindern. Es wiegt

5,8 Tonnen und war wirklich sehenswert. • Text u. Fotos: Wolfgang Radszuweit

Der zweimalige deutsche Speedwaymeister Kai Huckenbeck setzt auch

in der anstehenden Saison auf die Produkte aus Wittenburg, die unter

anderem in der Hansestadt Rostock von Mario Dehn (l.), Inhaber

Mario’s Motorradshop, vertrieben werden

Hamburger Motorradtage

ein voller Erfolg

Über 70.000 Menschen drängelten sich durch die Messehalle am Hamburger

Fernsehturm und bekamen einiges zu sehen und zu hören. Schon

im Eingangsbereich hatte Geschäftsführer Mathias Wölk einige Werbebanner

samt Motorrädern für unseren geliebten Bahnsport platziert. So

zum Beispiel für den deutschen Grand Prix und das Bergringrennen in Teterow

und das erste ADAC-Hallenspeedway am 9. Dezember in Hamburg.

Zusätzlich zu allen großen Firmen der Motorradbranche waren auch diverse

Clubs mit ihren Ständen dabei. Die größte Aktion veranstaltete wohl

der MSC Cloppenburg. An diesem Stand wurden Filme und Speedwaymaschinen

gezeigt und mit Tobi Kroner war auch einer der besten deutschen

JB German Oil

Innovative Neuerung

nah an der Praxis entwickelt

Die JB German Oil GmbH & Co. KG setzt seit Jahren bei der Entwicklung

neuer Produkte auf Praxistests unter härtesten Bedingungen. Dabei geht

es letztlich darum, stets den Anforderungen des Marktes gerecht zu werden.

Auch 2017 starten die Schmierstoff-Spezialisten aus Wittenburg mit

einem neuen Produkt, das seinen Entwicklungsursprung im Rennsport

findet, in die neue Motorradsaison. „Bei der Weiterentwicklung unseres

Kettensprays setzten wir einmal mehr voll auf das Feedback unserer Partner“,

so Jürgen Baumgarten, Geschäftsführer JB German Oil. So auch

beim neu entwickelten Kettenspray, das in seiner Konsistenz durch vielfache

positive Eigenschaften besticht. Baumgarten: „Bei der Entwicklung

haben wir großen Wert auf die Erfahrungen bei diversen Speedwayrennen

von Tobias Kroner gelegt, der in der Entwicklungsphase in der abgelaufenen

Saison einige Testversionen auf Herz und Nieren geprüft hat.“ Auch

Matthias Kröger war in die Testreihen involviert und so konnte am Ende

ein fertiges Produkt entstehen, das nun marktkonform vertrieben wird.

Die ersten Einsätze im Profisportbereich führten durchweg zu positiven

Urteilen. „Durch das hervorragende Kriechverhalten und die sprühbare

Form gelangt es auch in die entlegensten Schmierstellen“, so Matthias

Kröger, der nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn als Motorentuner und

Vertriebspartner des Wittenburger Unternehmens aktiv ist.

Kröger: „JB German Oil Kettenspray eignet sich hervorragend zur Erstund

Wartungsschmierung von kraftübertragenden Ketten. Nach dem Verflüchtigen

des Lösungsmittels verbleibt ein extrem haftfähiger, weicher

Schmierstofffilm, dessen Schleuderfestigkeit sich vor allem an hochbelasteten

und schnelllaufenden Ketten auszeichnet und sich besonders

bei staubhaltiger, schmutziger und korrosiver Atmosphäre bewährt hat.“

Praxisurteil: Das neuartige Kettenspray ist kalt-, heiß- und spritzwasserbeständig

und für O-Ring-Ketten und durch die extrem gute Haftfähigkeit

besonders für hochbelastete, schnelllaufende Ketten nicht nur im Motorsport

geeignet.

40 BAHNSPORT AKTUELL April '17


Klasse Junior C (von innen): Kevin Lück, Jan Meyer, Timo Wachs und Domenik Otto

Klasse Junior B (von innen): Sven Lottmann, Tom Finger, Michelle Köhler und Jonny Wynant

ADAC-Weser-Ems-Cup - Werlte

Saison eröffnet

Am 11. März wurde in Werlte bei schönstem Wetter das erste Training

mit anschließendem ADAC-Weser-Ems-Cup-Rennen ausgetragen. Über

30 Teilnehmer waren vor Ort. Auf die Theorie folgte die Praxis und das Training

konnte beginnen. Auch das Rote Kreuz war anwesend und ließ sich

die verschiedenen Helme und Safe-Westen zeigen.

Nach der Mittagspause starteten die Läufe zum ADAC-Weser-Ems-Cup. Die

Junior-A-Klasse gewann Mika Fynn Janssen. Um die folgenden Plätze wurde

gestochen. Carl Wynant siegte vor Thies Schweer. In der Junioren-

B-Klasse hieß der Sieger Jonny Wynant vor Tom Finger und Calvin Richter.

Die Junior-C-Klasse dominierte Finn Loheider vor Timo Wachs und Kevin

Lück. Fabian Wachs war einziger Starter in der B-Lizenz und fuhr einsam

seine Runden. Bei bestem Frühlingswetter lockte dieser Wettkampf auf der

Trainingsbahn zirka 200 Zuschauer an. • Text u. Fotos: Ubbo Bandy

Ergebnisse - Junior A: 1. Mika Fynn Janssen, 15 Punkte; 2. Carl Wynant, 12; 3. Thies Schweer, 12;

4. Heidi Stolzenberg, 7; 5. Felix Klütemeyer, 4.

Junior B: 1. Jonny Wynant, 20 Punkte; 2. Tom Finger, 16; 3. Calvin Richter, 13; 4. Michelle Köhler, 13;

5. Marvin Kleinert, 9; 6. Sven Lottmann, 9; 7. Melvin Jödecke, 6; 8. Tamino Sparenborg, 0.

Junior C: 1. Finn Loheider, 16 Punkte; 2. Timo Wachs, 13; 3. Kevin Lück, 9; 4. Jan Meyer, 6; 5. Domenik

Otto, 2.

B-Solo: 1. Fabian Wachs, 12 Punkte.

Motoren wollen . . .

engines want . . .

MSV Herxheim

Ehrenmitglied und Ex-Bgm.

Elmar Weiller verstorben

Der frühere Herxheimer Orts- und Verbandsbürgermeister verstarb

am 4. März 2017 plötzlich und unerwartet im Alter von 77 Jahren.

Als Bürgermeister der Ortsgemeinde Herxheim und damit kraft Amtes

35 Jahre Mitglied im Vorstandsrat der MSV Herxheim hat Elmar

Weiller mit großem persönlichen Einsatz, visionärem Weitblick und

zukunftsorientiertem Handeln die Motosportvereinigung Herxheim

nachhaltig gefördert und geprägt.

Er hat wesentliche Grundlagen für die Fortentwicklung der MSV

Herxheim geschaffen und entscheidend zu der außergewöhnlichen

Infrastruktur im Waldstadion beigetragen, auf deren Basis Sandund

Speedwayrennen bis hin zu Weltmeisterschaften erst möglich

geworden sind.

Beginnend mit dem Neubau der 1000-Meter-Bahn 1977 hat er bei

allen Investitionsmaßnahmen wesentliche Beiträge geleistet. 1983

folgte dann der Tribünenneubau mit Funktionsräumen und 1990

die Neugestaltung des Stadionvorplatzes. Aber auch beim Umbau

der Langbahn 1998 (Spitzkurve) und dem Neubau der Speedwaybahn

2004 war er mit Tatkraft dabei. Hierbei hat er als Kommunalpolitiker

immer nach dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ gehandelt.

Anschubfinanzierung über zinslose Darlehen war seine Sache,

nicht aber dauerhafte Subventionierung, Elmar Weiller hat damit

sehr entscheidend zur außergewöhnlichen Entwicklung der MSV

Herxheim beigetragen. Für diese besonderen Verdienste wurde Elmar

Weiller bei seinem Ausscheiden aus dem Amt des Ortsbürgermeisters

zum Ehrenmitglied ernannt.

Die MSV Herxheim verliert einen großen Freund und Förderer, dem

sie zu tiefem Dank verpflichtet ist. Sein guter Rat und seine stets

aufmunternden Worte werden bei den zukünftigen Rennveranstaltungen

fehlen.

• Edelbert Müller, 1. Vorsitzender MSVH

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April '17 BAHNSPORT AKTUELL 41


CLUBNOTIZEN

90 Jahre MSC Pfaffenhofen

Welcher ältere Bahnsportfan erinnert sich nicht an Barry Briggs,

Ove Fundin, Michael Lee oder Erik Gundersen? Sie sind wahrlich Legenden

des Speedwaysports und brachten es in den 1950er-,

1960er-, 1970er- und 1980er-Jahren zusammen auf fast 20 Einzelweltmeistertitel.

Was diese Ausnahmekönner außer der Tatsache,

mindestens einmal der beste Speedwayfahrer der Welt gewesen zu

sein, verbindet: Alle vier drifteten auf der Pfaffenhofener Speedwaybahn!

Etwa 50 Kilometer nördlich von München wurde stets geklotzt,

nicht gekleckert: Bis zu sieben aktuelle Weltfinalisten fanden

sich bei manchem offenen Rennen im städtischen Stadion ein!

In diesen Wochen feiert der ausrichtende Club dieser legendären Veranstaltungen

sein 90-jähriges Jubiläum. Anlass genug, um auf die „goldene

Ära“ des Bahnsports zurückzublicken und einen Blick in die Zukunft des

MSC Pfaffenhofen zu wagen. Jürgen Konrad, seines Zeichens 1. Vorstand,

spricht im Interview über den Verlust der sportlichen Heimat und die Pläne,

den Neubau einer Speedwaybahn zu realisieren.

BSA: Herr Konrad, der Verlust der Speedwaybahn im Jahr 2014 hat den

Verein sicher bis ins Mark getroffen?

Jürgen Konrad: Das kann man wohl sagen! Nachdem zuerst andere Sportvereine

informiert wurden, bekamen auch wir von der Stadt Bescheid,

dass die Bahn wegkommt. Irgendwie konnten wir das alles gar nicht glauben.

Erst als vor mittlerweile knapp drei Jahren mit dem Abbau der Bande

begonnen wurde, war es für uns greifbar. Wir haben in diesem Frühjahr

2014 alles verloren! Totaler Schockzustand – kann ich nur sagen! Es gab

so viele Nachwuchsfahrer, die gerne bei uns trainiert haben. Dass das

plötzlich nicht mehr möglich war, konnten wir gar nicht richtig begreifen.

Dennoch nahm man bis letztes Jahr mit einer Mannschaft am ADAC Bayern

Cup teil.

Wir hatten ja noch talentierte Fahrer, die wir auf unserer Bahn in Pfaffenhofen

ausgebildet haben. So wollten wir unbedingt den Jungs und Mädels

die Möglichkeit bieten, regelmäßig an Rennveranstaltungen teilzunehmen.

Die Bayern-Cup-Saison 2016 war aber für uns die vorerst letzte.

Man hört, es gibt Pläne, das Kapitel „Speedway“ beim MSC Pfaffenhofen

fortzusetzen?

Die gibt es tatsächlich! Ich bitte aber um Verständnis, dass wir uns derzeit

mit der Preisgabe von genauen Details zurückhalten, nur so viel will ich

sagen: Es gibt bei uns eine Arbeitsgruppe „Neue Speedwaybahn“ unter

der Führung unseres Sportleiters Hans Postel, der die treibende Kraft ist.

In den letzten Monaten haben wir intensiv daran gearbeitet, die behördlichen

Hürden zu nehmen. Die meisten „Steine“ sind auch bereits aus dem

Weg geräumt, ein großer „Brocken“ liegt aber direkt vor uns.

Was meinen Sie?

Schon allein rechtlich kann uns die Stadt nur bis zu einer festgesetzten

Grenze finanziell unterstützen. So sind wir also auf Sponsoren angewiesen,

die unser Projekt mittragen. Unsere Hoffnung besteht darin, Partner

zu finden, die an der Entwicklung des Speedwaysports interessiert sind

und uns helfen, unseren Traum wahr werden zu lassen: wieder eine

Speedwaybahn zu bekommen und damit die einzigartige Historie dieses

Clubs fortsetzen zu können.

Herr Konrad, ich danke Ihnen für das Gespräch und wünsche Ihnen bei Ihrem

Vorhaben – auch im Sinne des Sports – alles Gute! • Erhard Wallenäffer

Ivan Mauger im Pfaffenhofener Outfit

Ivan Mauger verabschiedet sich im Juni 1985 von seinen deutschen Fans

und erhält ein Geschenk von Bürgermeister Sepp Hobmeier

Sogar ein Logo hat man beim MSC Pfaffenhofen schon zur geplanten Bahn entworfen

Der MSC Pfaffenhofen sucht dringend nach Partnern, die den Club

beim Vorhaben, den Neubau einer Bahn zu realisieren, finanziell

oder durch Sach- sowie Dienstleistungen unterstützen würden. Interessenten

werden gebeten, sich zu melden bei:

Hans Postel, Sportleiter des MSC Pfaffenhofen, Tel. 08441 9182

Mobil: 0176 10013137, E-Mail: Hans.Postel@web.de

Beim Speedwayrennen 1971: Barry Briggs und Manfred Poschenrieder

42 BAHNSPORT AKTUELL April '17


Das Bundesliga-Team des MSC Pfaffenhofen aus dem Jahr 1973 (v.l.): Betreuer Max Wenger,

Hubert Kullmann, Erich Sicheneder, Otto Weiß, Albert Stickl und Albert Strasser

Local Heroes 1973: Albert Strasser und Otto Weiß

Sie waren 1992 beim Speedway-Junioren-Weltfinale die Schnellsten:

Sieger Mark Loram, Leigh Adams (links) und Joe Screen (rechts)

Pfaffenhofener Eigengewächs im neuen

Jahrtausend: Christoph Demmel

Lokalmatador Albert Strasser gewann am 6. Mai 1973 das Silberwappen der Stadt Pfaffenhofen

Rennszene beim Speedway-U21-Weltfinale 1992, dem Höhepunkt der Vereinsgeschichte (v.l.):

Hans Claussen, Tomasz Gollob, Lars Gunnestad und Leigh Adams

April '17 BAHNSPORT AKTUELL 43


VORSCHAUEN

16.4. NEUENKNICK

OSTERSPEEDWAY

37. ADAC-European-Open-Speedwayrennen

des SC Neuenknick am

Ostersonntag • 6er-Speedway mit

Fahrern aus fünf Nationen

Tobias Kroner • Foto: Ubbo Bandy

Am Ostersonntag, 14. April, startet

der SC Neuenknick im Lindenau-

Stadion sein traditionelles Osterspeedwayrennen.

Internationale

und nationale Solisten aus mehreren

europäischen Nationen – Dänemark,

Deutschland, Holland,

Lettland, Norwegen und Russland

– gehen in einen Wettkampf, in

dem, einmalig in Deutschland, die

Rennen der internationalen 500-

ccm- Piloten im Sechserspeedway

ausgetragen werden.

In der nationalen B-Lizenz-Klasse ist für ein ausgeglichenes Fahrerfeld

gesorgt. Hier bestreiten den Wettkampf hauptsächlich deutsche Piloten

und Fahrer aus den Niederlanden. Unter ihnen ist der Langbahnspezialist

Marcel Sebastian, Pokalsieger 2016 des ADAC Ostwestfalen Lippe. Ebenfalls

zu den Favoriten zählt Sascha Stumpe, der seine Qualität in Neuenknick

mehrfach unter Beweis gestellt hat und der beim Herbstrennen des

SC Neuenknick „Back to the 80’s“ den Tagessieg in der B-Lizenz erringen

konnte. In diesem Jahr steht der Wagenfelder auch im Kader des Team

Cups des SC Neuenknick. Mit Tim Brinkmann, Mark Helmhout, Gert

Bruinsma, Mika Meyer, Mark Leon Tebbe und Henk Koonstra sind weitere

starke Talente aus der nationalen Klasse am Start. Darüber hinaus zeigt

die Junior A- und C-Klasse im Rahmenprogramm der Veranstaltung ihr

Können.

Der SC Neuenknick möchte den Zuschauern und Fans beim traditionellen

Osterrenntag erneut – wie in den Vorjahren – hochrangigen Speedwaysport

garantieren und den Besuchern einen spannenden Renntag präsentieren.

Der SC wird in den beiden 500-ccm-Klassen für ein hervorragendes

und ausgeglichenes Fahrerfeld sorgen, sodass Speedwaysport mit viel

Wagemut, Action und Dramatik, wie ihn die Motorsportfans lieben, zu erwarten

ist.

Das Training beginnt um 9:00 Uhr. Die Fahrervorstellung findet um 13:30

Uhr statt und um 14:00 Uhr startet das Hauptrennen. Das Fahrerlager ist,

wie immer in Neuenknick, offen. Insgesamt sind rund 50 Rennläufe der

nationalen und internationalen Piloten um den 360 Meter langen Parcours

angesetzt. Nach Rennende, gegen 17:00 Uhr, lädt der SC zu einem

gemütlichen Beisammensein von Fans, Fahrern und Funktionären rund

um „Ollis-Imbiss“ im Fahrerlager ein.

Eintritt/Info: Eintritt 14,- Euro, ermäßigt 10,- Euro. Kinder bis 12 Jahre freier

Eintritt. Info: sc-neuenknick.com

Termin: 16. April 2017

ADAC-Speedwayrennen Neuenknick

29./30.4. NEUSTADT

VIERLÄNDERKAMPF

Das diesjährige internationale

Speedwayrennen findet heuer am

29./30. April 2017 statt. Die Vorbereitungen

dazu laufen bereits auf

Hochtouren. Trotz des Fehlens von

Rennleiter Max Saliger, der die Organisation

innehatte, konnte man

durch Nachbarschaftshilfe aus

Abensberg mit Rennleiter Sascha

Dörner das Rennen weiter durchführen.

Dörner unterstützt den

MSC Neustadt für das Rennen.

Deutsches Siegerteam vom letzten Jahr

Es wird wieder ein internationales

Speedwayrennen mit einem Vierländerkampf

zwischen Polen (Marcin

Rempala, Tomasz Rempala,

Adrian Gomolski, Dawid Stachyra),

Dänemark (Mikkel Bech Jensen, Jonas B. Andersen, Kaspar Lykke Nielsen,

Emil Gröndal), Schweden (Linus Eklöf, Alexander Edberg, Daniel Henderson,

Mathias Thörnblom) und Deutschland geben. Als besonderes

Zugpferd, wie schon im letzten Jahr, wird Publikumsliebling und Ex-GP-Pilot

Martin Smolinski vom AC Landshut für Deutschland starten. Weiter

konnten wieder Langbahnweltmeister Erik Riss und sein Bruder Mark verpflichtet

werden. Der Vierte im Bunde ist diesmal Nachwuchstalent Sandro

Wassermann, wobei alle vier Fahrer für den AC Landshut in der Liga an

den Start gehen. Sie wollen natürlich den Sieg von 2016 wiederholen.

Zum Programm: Am Samstag, 29. April, findet wieder der erste Lauf zum

ADAC-Bahnsport-Bayern-Cup 2017 mit den Nachwuchs-Mannschaften

des AC Landshut, AMC Haunstetten, MSC Pfaffenhofen und MSC Olching

statt. Start 14:00 Uhr im Anton-Treffer-Stadion, der Eintritt ist frei. Der

Rennsonntag beginnt um 11:00 Uhr mit dem Training der Fahrer, 13:30 Uhr

folgt die Fahrervorstellung, 14:00 Uhr startet das erste Rennen. Die Siegerehrung

findet nach dem letzten Lauf im Start-Ziel-Bereich statt.

Eintrittspreise - Samstag: Freier Eintritt für alle Besucher ab 12:00 Uhr •

Sonntag: Erwachsene 15,- Euro, Sitzplatz Tribüne plus 5,- Euro, Behinderte

und Jugendliche bis 16 Jahre 9,- Euro, Kinder bis 6 Jahre frei, von sieben

bis 16 Jahre freier Eintritt nur mit Freikarten, die sich in der MZ sowie in der

Rundschau zum Ausschneiden befinden. Das Programmheft kostet 2,- Euro.

Kostenlose Parkplätze vor dem Stadion sind vorhanden. Die VIP-Gäste

werden im TSV-Heim verköstigt, außerdem stehen für VIPs freie Parkplätze

am TSV-Heim zur Verfügung. Ferner gibt es ein zweites Zelt für alle anderen

Gäste mit Bewirtung. Für alle Zuschauer ist vor und nach dem Rennen

der Zugang ins Fahrerlager geöffnet.

Weitere Infos gibt’s unter: www.msc-neustadt.de

Termin: 29./30. April 2017

Int. ADAC-Speedwayrennen Neustadt/Donau

1.5. BROKSTEDT

SPEEDWAY-BUNDESLIGA

Mit einem echten Nordderby in der

Speedway-Bundesliga beginnt die

Bahnsportsaison 2017 in Schleswig-Holstein.

Im ersten Heimrennen

des Jahres empfangen die

„Wikinger“ die „Nordsterne“ aus

Stralsund im heimischen Rund.

„Das Los hat es durchaus gut mit

uns gemeint“, so der Pressesprecher

des MSC Brokstedt e.V. im

ADAC, Michael Schubert. „Sportlich

ist diese Begegnung sehr reizvoll

und natürlich hoffen wir auf

viele Fans aus Mecklenburg-Vorpommern,

die ihr Team auswärts

Lukas Fienhage • Foto: Sabine Schubert

unterstützen wollen.“ Ein Favorit

in dieser Begegnung ist eher schwer auszumachen, werden beide Teams

wohl wie schon in der Vergangenheit jeweils als geschlossene Einheit auftreten.

Schubert: „Bei uns ist ganz klar die Mannschaft der Star.“ Dabei

durfte sich MSC-Teammanagerin Sabrina Harms schon vor Jahresfrist auf

die Zusage einiger bewährter Kräfte verlassen, sodass das Gerüst der

Mannschaft unverändert bleibt. Neben Mannschaftskapitän Tobias Kroner

werden mit Kai Huckenbeck und Lukas Fienhage gleich zwei weitere

Publikumslieblinge für Brokstedt an den Start gehen. Auf der Position des

C-Fahrers kehrt Stephan Katt nach drei Jahren in Landshut zurück an alte

Wirkungsstätte. Neu verpflichtet wurde indes Nachwuchsfahrer Hannes

Gast. Auf der internationalen Position richtet sich Brokstedt auch in dieser

Saison traditionell nach Skandinavien aus. So könnte sowohl Rune

Holta als auch Joonas Kylmäkorpi am 1. Mai die Farben des MSC tragen. Eine

weitere Option wäre zudem Mikkel Bech.

Auf die Fans wartet mit Sicherheit ein interessantes Duell am 1. Mai. Schubert:

„Wir werden mit Sicherheit eine starke Mannschaft aufbieten, die

durchaus konkurrenzfähig ist. Wir freuen uns auf den 1. Mai, denn er zählt

seit Jahren zu den Traditionsterminen im Bahnsport.“

Der Start auf dem Holsteinring erfolgt um 14:00 Uhr. Das Rahmenprogramm

beginnt bereits um 10:00 Uhr. Kostenlose Parkplätze sind rund

um das Stadion in der Dorfstraße ausreichend vorhanden.

Termin: 1. Mai 2017

ADAC-Speedwayrennen Brokstedt - Bundesliga

44 BAHNSPORT AKTUELL April '17


HERXHEIM-TERMINE 2017

Die Weltmeisterschaft ist zurück in Herxheim!

Bazar

Die MSV Herxheim gibt ihre Terminplanung

bekannt und die

Rennsaison beginnt am Vatertag

mit einem echten Kracher! Nach

nur einem Jahr Pause kehrt die

Weltmeisterschaft auf der Langbahn

zurück ins Herxheimer Waldstadion.

Wie bereits in den Jahren 2014 und

2015 wird das erste Rennen zur

Langbahnweltmeisterschaft an

Christi Himmelfahrt im Herxheimer

Waldstadion ausgetragen.

Fünfzehn Fahrer aus insgesamt

Michael Härtel • Foto: Ubbo Bandy sieben Nationen werden auf der

der anspruchsvollen Herxheimer

Sandbahn mit den zwei ungleichen Kurven um die ersten Punkte zur Weltmeisterschaft

kämpfen und sich packende Duelle liefern, denn jeder einzelne

Zähler kann am Ende enorm wichtig sein. Abgerundet werden die

spektakulären Rennen zur Weltmeisterschaft wie gewohnt von einem umfangreichen

Rahmenprogramm auf und neben der Rennstrecke und vor allem

in den nationalen Klassen werden einige echte Lokalmatadoren ans

Startband rollen.

Im Juli geht es dann bereits auf der Speedwaybahn vor der Tribüne rund.

Am Samstag, 1. Juli, wird das Finale um den Speedway Paar Cup in

Herxheim ausgetragen und an einem Tag der Sieger ermittelt. Beim

Speedway Paar Cup stellen Clubs aus der 1. Bundesliga sowie dem Speedway

Team Cup jeweils Teams mit zwei bis drei Fahrer, die dann im direkten

Duell Team gegen Team um den Titel fighten. Packende Drifts ohne Bremsen

auf engstem Raum versprechen spannenden Motorsport an einem

Samstagabend, denn Rennstart ist erst um 17:00 Uhr.

Ein weiteres echtes Finale findet dann am 8. Oktober statt. In Herxheim

wird das letzte Rennen im Speedway Team Cup, der 2. Speedway Bundesliga

ausgetragen. Das Liga-Team der Motorsportvereinigung Herxheim,

die Herxheim Drifter, sind im Laufe der Saison erst dreimal auswärts gefordert

und wollen sich bei den Auswärtsrennen eine gute Position für

den Saison-Showdown in Herxheim erarbeiten.

Wie gewohnt bietet die Motorsportvereinigung Herxheim auch 2017 wieder

packende Motorsportveranstaltungen für die ganze Familie bei volkstümlichen

Preisen, denn diese bleiben im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

Sandbahn- und Speedwaytermine im Waldstadion: 24./25.5. Sandbahnrennen

- WM-Finale 1; 1.7. Finale Speedway Paar Cup; 8.10. Speedway

Team Cup - Heimrennen Herxheim Drifter.

Infos zu allen Veranstaltungen und den Herxheim Drifter:

www.speedway.de

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10.6. PRAG/CZ

SPEEDWAY-GRAND-PRIX

Am Samstag, 10. Juni, findet in Prag der 2017 Mitas Czech Republic Speedway

Grand Prix statt. Zum nunmehr 21. Mal wird ein Speedway-GP im Prager

Markéta-Stadion ausgetragen. Das Besondere an diesem Rennen ist,

dass der Grand Prix schon seit 1997 ohne Unterbrechung in der tschechischen

Metropole gefahren wird.

Die treuen Besucher dieses Rennens im Markéta-Stadion kommen nicht

zuletzt auch wegen der unvergleichlichen Romantik und Schönheit Prags

immer wieder. Die tschechische Hauptstadt weiß nämlich nicht nur als geschichtsträchtige

Stadt zu begeistern, sondern auch als moderne Großstadt,

in der ein reiches kulturelles und gesellschaftliches Leben pulsiert.

Es bieten sich hier also erlebnisreiche Stunden für die ganze Familie an,

wobei ausländische Besucher des Rennens sicherlich auch die traditionelle

böhmische Küche und das gemütliche Beisammensein in einem urigen

Prager Gasthaus zu schätzen wissen, wo man sich das weltberühmte

tschechische Bier schmecken lassen kann.

In diesem Jahr feiert die mitteleuropäische Metropole 25. Jubiläum der

Eintragung des historischen Stadtkerns in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes,

zudem darf sie sich einer der größten städtischen Denkmalzonen

weltweit rühmen. Nur in dieser Stadt bietet sich die einzigartige Möglichkeit,

einen Besuch des Rennens um den WM-Titel mit kulturellen und

ästhetischen Erlebnissen zu verbinden, denn solche bietet Prag auf

Schritt und Tritt.

Den ersten SGP in Prag gewann übrigens Greg Hancock, der hier seinen

47. Geburtstag feiert. Dreimal hintereinander haben im Markéta-Stadion

die australische Fahrerlegende Jason Crump und der englische SGP-Star

Tai Woffinden, der hier 2013 auf der klassischen Strecke (353 m) mit 62,33

Sekunden einen neuen Rekord aufstellte, gewonnen. Erinnert sei auch

daran, dass 2009 der Russe Emil Saifutdinow bei seinem ersten Grand

Prix überhaupt das Prager Rennen für sich entscheiden konnte. Saifutdinow

kehrt nun nach Jahren wieder in die Serie zurück. Von allen, die den

Grand Prix of Czech Republic gewinnen

konnten, waren es nur der

russische Fahrer, der Däne Hans

Andersen und Vorjahressieger Jason

Doyle aus Australien, die am

Ende den WM-Titel nicht holen

konnten.

Termin: 10. Juni 2017

Speedway Grand Prix - Marketa

Stadion, Prag/CZ

Die goldene Stadt erwartet die Speedway-Fans

Anzeigenschluss für BSA Mai-Ausgabe: 10. April


TERMINE/IMPRESSUM

MÄRZ/APRIL 2017

31.3.-2.4. Int. Eisspeedwayrennen Heerenveen/NL

1./2.4.: WM - Finale 5 • 31.3.: Roelof Thijs Pokal

Stichting ijsspeedway assen, www.ijsspeedway.nl

8.4. Int. ADMV-Speedwayrennen Wittstock

Speedway - offene Veranstaltung

MSC „Wölfe“ Wittstock e.V. im ADMV

Finkenkruger Str. 49 a, 14612 Falkensee

E-Mail: MSC-Woelfe@speedwayteam-wittstock.de

www.speedwayteam-wittstock.de

8./9.4. Speedstart Berghaupten

MSC Berghaupten e.V. im DMV, Postfach 1127

77792 Berghaupten, Tel. 07803 1557, Fax 07803 1534

E-Mail: info@msc-berghaupten.de,

www.msc-berghaupten.de

9.4. Int. ADAC-Speedwayrennen - Oberkrämerpokal Wolfslake

Speedway - offene Veranstaltung

Speedway Team Wolfslake e.V. im ADAC

Am Krämerwald 6 a, 16727 Wolfslake

E-Mail: info@speedwayteam-wolfslake.de

www.speedwayteam-wolfslake.de

9.4. DMV-Shorttrack-Quadrennen Augsburg-Haunstetten

AMC Haunstetten e.V. im ADAC, Unterer Talweg 100

86179 Augsburg, E-Mail: kontakt@amc-haunstetten.de

www.amc-haunstetten.de

15.4. ADAC-Speedwayrennen Güstrow - Osterpokal

Speedway - offene Veranstaltung

MC Güstrow e.V. im ADAC, Plauer Chaussee 4

18273 Güstrow, Tel./Fax 03843 684685,

E-Mail: info@mcguestrow.de, www.mcguestrow.de

15./16.4. Int. DMV-Speedway-Länderkampf - Bundesliga

und DMV-MSJ-Speedway-Jugendtag Pocking

15.4.: Deutsche Speedway-Mannschaftsmeisterschaft

16.4.: Speedway - offene Veranstaltung

MSC Pocking e.V. im DMV, Simbacher Str. 15, 94060 Pocking

Tel./Fax 08531 8984, Rennbüro Tel. 08531 8383

Fax 08531 914733, E-Mail: info@msc-pocking.de

www.msc-pocking.de

16.4. ADAC-Speedwayrennen Neuenknick

Speedway - offene Veranstaltung

SC Neuenknick e.V. im ADAC, Am Brokenkamp 9

32469 Petershagen, E-Mail: MarioHauke77@web.de

www.sc-neuenknick.com

17.4. ADAC-Speedwayrennen Landshut - Bundesliga

Deutsche Speedway-Mannschaftsmeisterschaft

AC Landshut e.V. im ADAC, Kirchgasse 250

84028 Landshut, Fax 0871 9637722

E-Mail: info@ac-landshut.de, www.speedway-landshut.de

22.4. ADAC-Speedwayrennen Teterow

Speedway - Clubsport Norddeutsche Bahnmeisterschaft

MC Bergring Teterow e.V. im ADAC, Appelhäger Chaussee 1

17166 Teterow, Tel. 03996 172935, Fax 03996 183193

E-Mail: bergring-teterow@gmx.de, www.bergring-teterow.de

22./23.4. DMV-Shorttrack-Quadrennen Ludwigslust

MC Ludwigslust e.V. im ADMV, Postfach 1160

19288 Ludwigslust, Fax 03874 663355

E-Mail: mc-ludwigslust@gmx.de, www.mc-ludwigslust.de

23.4. ADAC-Sandbahnrennen Wümmering Mulmshorn

ADAC-Weser-Ems-Cup

MSC Mulmshorn, André Haltermann, Kirchweyher Str. 105

28844 Weyhe, E-Mail: haltermann68@gmx.de

www.mscmulmshorn.de

29.4. ADMV-Speedwayrennen Stralsund - Bundesliga

Deutsche Speedway-Mannschaftsmeisterschaft

MC Nordstern Stralsund e.V., Bartherstr. 58

18437 Stralsund, Tel. 03831 292777

Fax 03831 207263, E-Mail: torstenberger@mcn-stralsund.de

www.mcn-stralsund.de

29./30.4. Int. ADAC-Speedwayrennen Neustadt/Donau

29.4: ADAC-Bayerncup • 30.4.: Nationen-Vergleich

MSC Neustadt/Donau e.V. im ADAC, An der Abens 18

93333 Neustadt/Donau, Tel. 09445 9690

E-Mail: speedway@msc-neustadt.de, www.msc-neustadt.de

30.4. 4. Parchimer ADMV-Speedwayrennen

Speedway - offene Veranstaltung

MC Mecklenburgring Parchim e.V. im ADMV

Postfach 1243, 19362 Parchim, Tel. 03871 443036

E-Mail: peter-1707@gmx.de, mc-mecklenburgring.de.tl

46 BAHNSPORT AKTUELL April '17

LETZTE MELDUNGEN

U21-4-Länderkampf

Ludwigslust - 18.3.2017

Ergebnisse:

1. Dänemark, 47 Punkte (Tim Sörensen

11, Kasper Andersen 8, Jason

Jörgensen 11, Jonas Jeppesen

11, Jonas Seifert 6); 2. Deutschland,

35 (Michael Härtel 9, Dominik

Möser 9, Richard Geyer 7, Fabian

Wachs 4, Niels Oliver Wessel 6);

3. Norwegen, 25 (Espen Sundvor

6, Maximilian Pott/D 5, Kenneth

Klipper Smith 5, Glenn Mol 9);

4. Niederlande, 4 (Romano Hummel

2, Mika Meijer 0, Leon Arnheim/D

0, Henk Koonstra 2).

Testmatch 250 ccm: 1. Dänemark,

47 (Mads Dalum 4, Emil Breum 7,

Mathias Rex 7, Andreas Hviid 12,

Malte Ulstrup 10, Andreas Christensen

7, Henrik Lorentsen 0);

2. Deutschland, 37 (Celina Liebmann

7, Ben Ernst 9, Jörn Poecker

0, Leon Maier 15, Jonas Wilke 3,

Finn Loheider 3).

Bahnsport

aktuell 5/2017

erscheint am

24. April

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