Cruiser im Juni 2013

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CRUISER Edition Juni 2013

Dieses Magazin ist online

Unter der Haut:

www.cr-magazin.ch

Photographer Stefan Büchi

PRIDE 2013

Geständnisse eines Edel-Callboys

Im Herzen des Schlagers

Rolf Sommer

Michael von der Heide

Vanessa Paradis

Geschwister Pfister

Krawalle in Paris

The New Normal

Ein Sommer-Experiment


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CRUISER Edition Juni 2013

Inhalt

Kurz vor Redaktionsschluss – wenige Tage vor der Pride – erreichten uns schlimme Nachrichten

aus dem Ausland. In Frankreich gingen 150 000 Menschen auf die Strasse, um gegen die bereits

eingeführte absolute Gleichstellung zu demonstrieren. In Kiew standen die 150 Teilnehmer beim

ersten CSD des Landes gleich 1000 orthodoxen Christen gegenüber. In Moskau wurden gleichentags

rund 40 Personen verhaftet, weil sie für die LGBT-Rechte demonstrierten. Die Situation in der

Schweiz: Es gilt als sicher, dass das Referendum gegen die Stiefkindadoption kommt. Noch sind wir

also nicht am Ziel, an der Pride am 8. Juni gilt es, über die Landesgrenzen hinaus zu schauen. CR

wird dies tun – nun auch mit der brandneuen Webseite www.cr-magazin.ch. Wir geben nicht auf!

Martin Ender und Daniel Diriwächter, Chefredaktion

6

Zurich Pride Festival

Vom CSD zur Pride: Fascht e Familie

10

Geständnisse eines Callboys

Ein Plädoyer für die Freiheit

14

Im Herzen des Schlagers!

Warum Beatrice Egli so erfolgreich ist

20

CR-magazin.ch

Fotostrecke: Unter der Haut

24

«Spamalot ist wie Sport!»

Interview mit Rolf Sommer

33

Das Sommer-Experiment

Fit für den Beachbody

News 4 • Prominent 8 • News Schweiz 13

Szene 16 • Kolumne Michi Rüegg 19 • Kultur 24 • Buch 29

Lifestyle 30 • Dr. Gay 34 • Pia 35 • Agenda 36

3


News CRUISER Edition Juni 2013

Internationale

News

4

Paris

Demonstration gegen die

Gleichstellung

Ein Woche nach der gesetzlichen Einführung

der Reform gingen Ende Mai erneut rund

150 000 Menschen in Paris auf die Strasse. Sie

alle fordern die Rücknahme des Gesetzes, das

die Ehe und auch die Adoption für gleichgeschlechtliche

Paare ermöglicht. Wie die Tageszeitung

Le Monde berichtete, wurden drei Organisationsumzüge

von der Aktion «La Manif pour

tous» organisiert. Eine vierte Demonstration

wurde von fundamentalen Christen des Instituts

Civitas auf die Beine gestellt.

Laut der französischen Tageszeitung «Libération»

waren rund 4 500 Ordnungshüter im Einsatz,

um eine Eskalation zu verhindern. Trotzdem:

Gewalttätige Ausschreitungen und rund

300 Randalierer wurden festgenommen. Neben

dem Werfen von Flaschen, Steinen und Eisenstangen

wurden auch Rauchbomben gezündet.

Innenminister Manuel Valls machte rechtsextreme

Gruppierungen dafür verantwortlich. Es

werden weitere Ausschreitungen erwartet. Am

29. Mai soll in Montpellier die erste Homo-Ehe

geschlossen werden.

Wien

20. Life Ball mit «Jeannie»

© pd

Gewohnt bombastisch, ausgefallen und sexy präsentierte

sich Ende Mai der 20. Life Ball. Organisator

Gery Keszler lieferte ein Spektakel der Extra-

Klasse, welches unter dem Motto «1001 Nacht»

aufgezogen wurde. Barbara Eden, Melanie Griffith,

Elton John, Kelly Osbourne, Bill Clinton,

Anna Netrebko und die üblichen «Immeranwesenden»

wie Amanda Lepore verwandelten das

züchtige Wien für einen Abend in eine orientalische

VIP-Orgie und taten ihr Bestes, um auf die

HIV-Problematik aufmerksam zu machen. Trotz

des nasskalten Wetters war der rote Teppich vor

dem Wiener Ratshaus gerammelt voll.

Gery Keszlers Ziele gingen ob dem Schaulaufen

der Stars beinahe unter. Gegenüber der Presse

wünschte er sich in Zukunft erschwinglichen

Therapien, weniger Homophobie und die Verhinderung

der HIV-Übertragung von Müttern

auf ihre Kinder.

Berlin

Promis für Homo-Ehe

35 Prominente aus Wissenschaft, Kunst und Politik

haben sich in einem offenen Brief an den

Deutschen Bundestag für die Gleichstellung

von Homosexuellen ausgesprochen. Es gebe

«Momente in unserer Geschichte, da öffnet sich

ein Tor der Vernunft, und wir als Gesellschaft

haben die Chance, hindurchzutreten. Hinein in

eine menschlichere Zukunft. Die Frage um die

Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare

ist genau so ein besonderer Moment», hiess es

in dem auf Spiegel Online veröffentlichten offenen

Brief an die Bundestagsabgeordneten. Die

Promis forderten: «Überwindet Parteigrenzen

und stellt gleich, was gleich ist!» Zu den Unterzeichnern

gehörten unter anderen Kenan Kolat,

Bundesvorsitzender der Türkischen Gemeinde

in Deutschland, der Volksmusikbarde Patrick

Lindner, die Schauspielerin Jasmin Tabatabai,

die Verlegerin Angelika Taschen sowie der Fernsehmoderator

Roger Willemsen.

Berlin

CSD-Debatte mit harten

Bandagen

Der Vorstand des CSD in Berlin hat den FDP-Politiker

Ralf Fröhlich aufgefordert, seinen Posten im

Bundesvorstand der Liberalen Schwulen und Lesben

(LiSL) aufzugeben. Fröhlich hatte die CSD-Organisatoren

mit Nationalsozialisten verglichen,

weil sie bei der Parade wegen der homofeindlichen

Politik der Bundesregierung keinen CDU-

Wagen dulden wollen. Wörtlich hatte Fröhlich

gesagt: «Hier soll zwischen guten und schlechten

Mitgliedern einer Partei unterschieden werden.

Wir haben den Jahrestag der Bücherverbrennung.

Da wurde auch zwischen schlechten und

guten Büchern unterschieden.» Fröhlich habe

mit dieser Äusserung «die historischen Ereignisse

vom 10. Mai 1933 auf unverantwortliche Art und

Weise verharmlost», betonte der CSD-Vorstand.

Köln

Rechtsextreme am Kölner CSD

Die rechtsextreme Bürgerbewegung «Pro Köln»

will am Kölner CSD mit einem Wagen teilnehmen.

Jörg Kalitowitsch, Organisator der Parade,

spricht von einer «puren Provokation». Die

Gruppierung «Pro Köln» ist für ihre provokanten

Aktionen bekannt und gilt als islamfeindlich.

Sie schreibt in einer Pressemitteilung, man


CRUISER Edition Juni 2013

News

wolle sich für «mehr Toleranz gegenüber Minderheiten»

einsetzen. Die Chancen für dieses

Vorhaben stehen nicht schlecht: Der Kölner CSD

ist als Versammlung gemeldet und laut dem

deutschen Grundgesetz dürfen an einer solchen

grundsätzlich alle Menschen teilnehmen. Für

Jörg Kalitowitsch ist jedoch klar, dass eine Teilnahme

von «Pro Köln» den friedlichen Verlauf

der Parade beeinträchtigen wird. Teilnehmer

und Zuschauer wären gefährdet, so der Organisator

vom CSD. Bei einer Koordinationskonferenz

mit den Behörden will Jörg Kalitowitsch

nun prüfen, ob rechtliche Schritte gegen «Pro

Köln» möglich sind. Er ist zuversichtlich, dass

er Mittel und Wege finden wird, um den rechtsextremen

Aufmarsch aufzuhalten.

Den Haag

Königin Máxima beehrt

Homokonferenz

Die neue niederländische Königin Máxima hat

als eine ihrer ersten Amtshandlungen am 16.

Mai eine Konferenz anlässlich des Internationalen

Tages gegen Homophobie in Den Haag besucht.

Zu der vom niederländischen Emanzipationsministerium

organisierten Konferenz hatten

sich 700 Teilnehmer angemeldet, darunter Minister

aus europäischen Ländern sowie Vertreter

des Europaparlaments und des Europarates. Die

41 Jahre alte Königin Máxima, Prinzessin der

Niederlande, Prinzessin von Oranien-Nassau,

setzt sich seit langer Zeit für die Gleichstellung

Schwuler und Lesben ein. Auch Máximas Amtsvorgängerin

und Schwiegermutter Beatrix ist

unter Hollands Schwulen und Lesben populär.

Als Königin hatte Beatrix im Jahr 2000 das weltweite

erste Gesetz zur Ehe-Öffnung für Schwule

und Lesben unterschrieben.

Rom

Franziskus weniger

homophob?

Seit dem Amtsantritt von Papst Franziskus wird

zunehmend darüber spekuliert, ob der neue

Papst den Kurs der kompromisslosen Schwulenfeindlichkeit

seines Vorgängers Benedikt

XVI. verlassen wird. Eine Reihe von hochrangigen

Kirchenführern hat in den vergangenen

Wochen angedeutet, die Kirche könne bürgerliche

Partnerschaften akzeptieren. Erzbischof

Vincenzo Paglia, Vorsitzender des Päpstlichen

Familienrates, hatte im Februar während einer

Pressekonferenz gesagt, die Kirche sei weiterhin

gegen die Ehe für Schwule und Lesben, könne

sich aber zum Schutz der Rechte von Menschen

«Lösungen nach dem bürgerlichen Recht»

vorstellen. Ähnlich äusserte sich kurze Zeit später

Erzbischof Piero Marini, Vorsitzender des

Päpstlichen Komitees für die Eucharistischen

Kongresse. Internationale katholische Medien

berichten, Papst Franziskus habe noch als Erzbischof

von Buenos Aires in der Debatte um die

Einführung der Homo-Ehe in Argentinien seine

Zustimmung zu bürgerlichen Partnerschaften

als Alternative zur Ehe signalisiert.

Moskau / Kiew

Verhaftungen an unbewilligten

CSD-Demostrationen

Ende Mai hat in der russischen Hauptstadt Moskau

trotz CSD-Verbot eine kleine Menge von

Schwulen und Lesben demonstriert. Die Ordnungshüter

setzten der Kundgebung schnell

ein Ende. 31 Personen der Gruppe „Gay Russia“

wurden in der Innenstadt beim Ratshaus festgenommen,

acht weitere Teilnehmer am Eingang

des Gorki-Parks.

Ein ähnliches Bild bot sich in der ukrainischen

Hauptstadt Kiew. Dort hielten gleichentags

rund 150 Personen den ersten CSD des Landes

ab. Dieser war im Vorfeld aus Sicherheitsgründen

verboten worden. In der Tat warteten dort

rund 1000 gewaltbereite Demonstranten, welche

von orthodoxen Priestern aufgehetzt wurden.

Die Polizei konnte den Angriff jedoch abwehren.

Canberra

Christen für Volksabstimmung

über Homo-Ehe

Der Vorschlag, zeitgleich mit den Parlamentswahlen

im September die Australier über die Homo-Ehe

abstimmen zu lassen, ist überraschend

unter Christen auf breite Zustimmung gestossen.

Es gebe «jede Chance», dass die Wähler «zu

dem stehen werden, was seit Jahrtausenden Status

Quo ist», sagte Lyle Shelton, Sprecher der Organisation

Australian Christian Lobby (ACL). Die

Forderung nach einer Volksabstimmung über

die Homo-Ehe hatte der Parlamentsabgeordnete

Tony Windsor erhoben. Windsor ist einer von drei

unabhängigen Parlamentariern, auf deren Unterstützung

die Minderheitsregierung von Premierministerin

Julia Gillard angewiesen ist. Der katholische

Oppositionsführer Tony Abbott sprach

sich gegen das Referendum aus. Im September

2012 war ein Gesetzentwurf von Parlamentariern

der Labor-Fraktion zur Einführung der Homo-Ehe

im Repräsentantenhaus gescheitert.

Wellington

Heiraten in Neuseeland

Das Parlament Neuseelands beschloss Mitte April

nach einer kontrovers und emotional geführten

Debatte mit 77 zu 44 Stimmen die Einführung

der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare.

Die Parteien hatten für die Abstimmung über

die Homo-Ehe den Fraktionszwang aufgehoben.

Im Parlament hat die konservative Nationale

Partei von Premierminister John Key die

Mehrheit. Erzbischof John Dew, Vorsitzender

der katholischen Bischofskonferenz, kritisierte

die Reform mit scharfen Worten. Es sei «bizarr»,

dass ein in der menschlichen Natur und allen

Kulturen wurzelndes Eheverständnis verworfen

werde, so der Erzbischof. Das Gesetz wird

Mitte August in Kraft treten. Weltweit wird Neuseeland

dann der 13. Staat sein, in dem Homosexuelle

heiraten können. Neuseeland hatte vor

27 Jahren Homosexualität entkriminalisiert.

Rio

Homo-Ehe am Zuckerhut

Papst Franziskus war vermutlich über die Nachricht,

dass Schwule und Lesben jetzt auch in

Rio de Janeiro heiraten dürfen, nicht amüsiert.

Immerhin ist Rio de Janeiro das Ziel der wohl

ersten Auslandsreise des neuen Papstes. Im Sommer

will Franziskus in Rio am Weltjugendtag

der Kirche teilnehmen und Zehntausenden von

Jugendlichen die kirchlichen Lehren einbläuen.

Ein Gericht in Rio wies die Regierung des

Bundesstaates Rio de Janeiro mit sofortiger Wirkung

an, gleichgeschlechtliche Paare zu trauen.

Bereits 2011 urteilte das oberste Bundesgericht

Brasiliens, die Nichtanerkennung von gleichgeschlechtlichen

Partnerschaften stelle einen

Verstoss gegen die Verfassung dar. Rio de Janeiro

ist der elfte der insgesamt 27 Bundesstaaten,

einschliesslich des Bundesdistrikts Brasilia, der

die Homo-Ehe eingeführt hat.

Lusaka

Schwulenverbot in

Verfassung?

Der Verfassungskonvent in Sambia hat beschlossen,

«Homosexualität und Lesbentum» als «abscheuliche

Praxis» in der Verfassung zu verankern.

Die sambische Bevölkerung dulde in

ihrem Land keine Homosexualität, hiess es zur

Begründung. Homosexualität ist in dem afrikanischen

Land bereits illegal und kann mit

bis zu 14 Jahren Haft bestraft werden. Anfang

April war der sambische Schwulenaktivist Paul

Kasonkomona verhaftet worden, nachdem er in

einem Liveinterview mit einem Fernsehsender

ein Ende der Diskriminierung gefordert hatte.

Kasonkomona ist inzwischen auf Kaution freigelassen

worden. Die Bevölkerung Sambias ist

eine der schwulenfeindlichsten Gesellschaften

Afrikas. In einer Umfrage aus dem Jahr 2010 gaben

nur zwei Prozent der Befragten an, Homosexualität

sei moralisch akzeptabel.

Weitere News unter cr-magazin.ch

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Pride CRUISER Edition Juni 2013

Vom CSD zur Pride:

Fascht e Familie!

Das Motto «All Families matter»

weisst auf ein in der Schweiz

ungelöstes Problem hin

Von Martin Ender

Das «Zurich Pride Festival» steht

vor der Tür. Seit Jahren erheben

sich regelmässsig Stimmen,

die behaupten, es sei fast

niemand an der politischen

Botschaft interessiert. Und die

Pride sei zum grossen Sommer-Party-Event

verkommen.

Stimmt nicht, entgegnen viele.

Natürlich ist es ein leichtes, unter jungen Partygängern

Stimmen zu finden wie die von Robert

(29), der gegenüber CR sagte: «Mein Coming out

habe ich zwar gemacht und stehe auch dazu, aber

das muss reichen. Ich halte mich aus der Politik

raus, wie das sehr viele Schwule in der Schweiz

tun.» Und zum Thema Adoption und Kinder in

schwullesbischen Partnerschaften meint er:

«Kommt für mich nicht in Frage. Ich will Spass.»

Nun, das Verhältnis der Anzahl politisch Interessierter

und Desinteressierter ist in der schwullesbischen

Community wohl kaum anders als

in der gesamten Bevölkerung. Auch da ist es

eine Minderheit, welche die politische Arbeit

übernimmt, das heisst, Regeln für ein friedliches

Zusammenleben erarbeitet – im Interesse

der Gesamtbevölkerung. Wenn sich nun eine

Minderheit innerhalb einer Minderheit – meist

noch ehren amtlich – für schwullesbische Politik

einsetzt, gebührt diesem Einsatz Respekt.

Nebst ganzjährig tätigen Organisationen setzt

sich einmal im Jahr, mit entsprechender Vorlaufzeit,

der Verein «Zurich Pride Festival» ganz

besonders für die Community ein. Konkret organisiert

er den Gedenktag an den Aufstand in

der Christopher Street in New York im Jahr 1969.

Stonewall – wie alles begann

Im New Yorker Stadtteil Greenwich stöckelten

am 27. Juni 1969 aufgetakelte, knapp bekleidete

Transen im Stonewall Inn, einer Bar, die der

örtlichen Mafia gehörte, umher. Die Polizei witterte

Gesetzesübertritte und führte eine Razzia

durch. In New York gab es nämlich noch bis

1969 ein Gesetz, wonach Einwohner mindestens

drei geschlechterspezifische Kleidungsstücke

tragen mussten. Andernfalls gab es Haftund

Geldstrafen. Knapp bekleidete Männer im

Fummel erfüllten diese Vorschrift kaum. Die

Bar in die Christopher Street wurde gestürmt.

Politik und Party: Beides fester Bestandteil des Zurich Pride Festivals © pd Pride

Doch die Ordnungshüter machten die Rechnung

ohne den Wirt. Die Transen und Schwulen

schlugen zurück und damit die Polizei in

die Flucht. Tagelange Kämpfe mit Barrikaden

in der Christopher Street folgten. Der jungen

Bewegung schlossen sich viele bis dahin versteckt

lebende Homos an. Die blutige Schlacht

endete erst eine Woche später – mit blauen Augen

und Gefängnisstrafen.

1970 folgte der erste CSD im Gedenken an

den Aufstand

Im folgenden Jahr organisierte die Gay Liberation

Front (GLF) im Gedenken an den Stonewall-

Aufstand einen Marsch vom Greenwich Village

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CRUISER Edition Juni 2013

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PRINT 24

die onlinedrucker

zum Central Park. Zwischen 5000 und 10 000 Menschen nahmen an

diesem Marsch teil. Damit war die Tradition des Christopher Street Days

(CSD) geboren. Inzwischen heissen fast alle Paraden rund um den Globus

«Pride». Und wir alle wissen inzwischen, dass Pride für «stolz» steht. Wir

sollen und dürfen stolz darauf sein auf das, was wir sind: LGBT, will heissen,

schwul, lesbisch, bisexuell oder transsexuell. Und wir dürfen ausserdem

stolz auf das sein, was wir bereits erreicht haben. In der westlichen

Welt wird unsere Lebensform weitgehend akzeptiert. Die Gesetzgebung

wird angepasst und reicht von «Partnerschaft» bis hin zur «Homo-Ehe».

Auf diese Erfolge darf an einem Gedenk-Tag auch angestossen werden. Es

darf gefeiert werden! An allen Pride-Events weltweit.

«All Families matter»

In Paris, NYC und Berlin ist es in diesem Jahr mit der Homo-Ehe, der

juristisch gleichwertigen Form der Ehe (im Gegensatz zu einer eingetragenen

Partnerschaft), vorangegangen. In der Schweiz ist die Stiefkindadoption

im Parlament abgesegnet worden. Sie sieht vor, dass bei

eingetragenen Partnerschaften das Kind des Partners adoptiert werden

kann. Nun muss das entsprechende Gesetz ausgearbeitet werden. Trotz

eindeutigem Parlamentsbeschluss regt sich bereits Widerstand. Aus

Rechts- und Familien-Parteien scharen sich Leute zusammen und ergreifen

das Referendum. Die Stief kind-Adoption wird vors Volk kommen.

Noch sind wir hierzulande weit entfernt von der Homo-Ehe. Darum hat

das «Zurich Pride Festival» das Motto «All Families matter», ausgesucht.

Pride-Pressesprecher Curdin Baselgia erklärt gegenüber CR: «Das Jahresmotto

bedeutet auf Deutsch: Jede Familie zählt gleich. Damit wollen wir

zeigen, dass es nicht richtige oder falsche Familien gibt. Ob Elternpaare

von Kindern homo- oder heterosexuell sind, spielt absolut keine Rolle.

Die Zeit ist reif für die Forderung, auch gleichgeschlechtlichen Paaren

die Adoption von Kindern zu erlauben. Es ist richtig und wichtig, Regenbogenfamilien

– die bereits zahlreich existieren – rechtlich abzusichern.

Die Volladoption muss aber auch folgen.»

Baselgia spricht aber auch weitere wichtige Themen an, die ebenfalls auf

der «Traktandenliste» stehen. Zum Beispiel die Aufklärung in der Schule

über LGBTs und Regenbogenfamilien. Neuste Studien belegen einmal

mehr, dass die Selbstmordrate unter homosexuellen Jugendlichen um

ein Vielfaches höher ist als bei heterosexuellen.

Nachdenklich stimmen Baselgia auch die jüngsten Ereignisse in Frankreich;

die vermehrten Übergriffe nach dem «Ja» zur vollen Gleichstellung

weisen auf eine neue Homophobie hin.

Familientreiben auf dem Turbinenplatz

«Der gehört sicher auch zur Familie» war und ist heute noch ein Spruch,

den man hinter vorgehaltener Hand äusserte, wenn man von jemandem

vermutete, er könnte schwul sein. Ja, die Community wird gerne mit einer

Familie verglichen. Es ist eine Familie, die man sich selbst aussucht. In dieser

Familie kommen Mutter Courage vor, der Aussenseiter, das schwarze

Schaf, das Idol. Man fühlt sich wohl in dieser Familie. Man leidet manchmal

mit ihr. Man engagiert sich für sie, und man feiert auch mal gerne

mit ihr. Die nächste Familienfeier findet am 8. Juni in Zürich statt. Eingeladen

sind alle Familienangehörigen und deren Freunde und Bekannten.

Infobox

Dieses Jahr soll zum ersten Mal die Open Stage der Zurich Pride lanciert

werden. Man möchte damit eine Plattform anbieten für Newcomers,

neue Talente der Szene fördern, welche die Chance erhalten, vor dem

Pride-Publikum zu spielen. Neben vielen nationalen Künstlern werden

auch internationale auftreten. Das Programm wird durchmischt sein,

und für alle soll was dabei sein. Die Moderation übernehmen Alexandra

Kunz und Jonathan Schoeffel, welche beide bei Radio 24 tätig sind.

Zurich Pride Festival, 1. bis 9. Juni, Zürich, zurichpridefestival.ch

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Prominent CRUISER Edition Juni 2013

Eurovision 2013

Michael von der

Heide

Glitzer, Glamour, den nötigen Schuss «Swissness»

und eine unverwechselbare Stimme: Michael

von der Heides Stern leuchtet hell, und das

Publikum nimmt den Sänger als ein Stück «heile

Welt» wahr. «Auf meinen Pop-Alben singe ich

tatsächlich vor allem von der Liebe. Aber in meinem

Privatleben und auf der Bühne dürfen die

Themen dann auch gerne breiter sein», gestand

Michael von der Heide in einem Interview auf

unserer Online-Seite. Weniger im Scheinwerferlicht,

aber nicht minder grandios, sind seine

Leistungen als Theater-Schauspieler. Michael

von der Heide avancierte in den letzten Jahren

zu einer Muse des umstrittenen Regisseurs

Christoph Marthaler. Im Mai spielte «unser»

Goldjunge bei den Wiener Festwochen einmal

mehr in einem Marthaler-Stück: In «Letzte Tage.

Ein Vorabend», einem Stück, dass der aus Wien

Amy Grant

«Was zur Hölle?» mögen sich einige Leser denken.

Konvertiert das CR-Magazin zum Christentum?

In der letzten Ausgabe das grosse Heilsarmee-Interview,

und nun Amy Grant in der

Klatschspalte? Vielleicht mögen aber auch viele

sich fragen, wer Amy Grant überhaupt ist. Es

handelt sich um die einst hochgelobte erfolgreichste

Sängerin der christlichen Popmusik.

In den Staaten wurde sie auch die «rechtmässige

Königin des christlichen Pop» genannt, mit

Betonung auf «wurde». In den internationalen

Pop-Olymp hielt sie 1991 Einzug. Amy Grants

Hit «Baby Baby» sowie das dazugehörige Album

«Heart in Motion» waren Gassenhauer – auch ausserhalb

der Kirche. Und dann der sogenannte

«Abstieg». Amy Grant wagte es, sich von ihrem

Ehemann scheiden zu lassen – ein Sakrileg, wo

die Sängerin doch auch Mutter war. Die erzkonservativen

Christen liessen sie fallen wie eine

heisse Kartoffel. Dies war wohl der Moment,

in welchem Amy Grant begann, zwischen Gott

und Bodenpersonal zu unterscheiden. In der

weltlich-verruchten Welt wurde sie mit Handkuss

aufgenommen, und Amerikas erste Musik-

Garde wollte mit der einstigen Kirchenmaus

arbeiten. Für die heute 53-jährige Amy Grant

hat sich in den jüngsten Jahren einiges geändert.

Die Liebe zur Musik verbindet; so sang Amy

Grant mit Melissa Etheridge, der bekennenden

Lesbe, die leise Ballade «You can sleep while I

drive». Zwei Frauen, wie sie unterschiedlicher

Unsere letzten Worte zum vergangenen Eurovision

Song Contest 2013: Schön war’s! Wenn auch

das Finale im Malmö erstaunlich lustlos daher

kam. Und seither schmutzige ESC-Wäsche gewaschen

wird (Nein, dies ist kein Hinweis auf

den ungarischen Beitrag). Dabei hat die fünfte

Jahreszeit so vielversprechend begonnen. Schon

die ersten Takte der Eurovisions-Hymne liessen

Fan-Herzen höher schlagen, und die beiden Semi-Finale

boten beste Unterhaltung und Raum

für augenzwinkernde Lästereien. Das CR-Magazin

sprach auf seiner Online-Plattform von

einer «Bruchlandung auf hohem Niveau» und

beschreibt die Darbietungen als wunderschön

- und doch: fast alles sei kopiert. Der Siegersong

von vor zwei Jahren war in Malmö, Shakira war

da, Adele, David Guetta, David Hasselhoff, Jennifer

Lopez, Rihanna und, in doppelter Kopie,

Hurts. Ein kaum flügge gewordener Reigen an

«The Voice»-Siegern, die unbeholfen den Nektar

teuer eingekaufter Songwriter schlürfen.

Siegerinnen des Abends waren zum einen die

wunderbare Moderatorin und Komikerin Petra

Mede sowie natürlich Emilie de Forest, welche

für Dänemark gewann (als irischer Shakira-

Klon). Leider erfuhr der diesjährige Musikwettbewerb

auch unschöne Nachwehen, abgesehen

vom Scheitern der Heilsarmee, welche wie aneinander

gereihte Orgelpeifen auf der Bühne

standen (und immerhin gesungen haben). Die

mazedonische Sängerin Esma Redzepova, welche

abgeschlagen auf dem zweitletzten Platz im

Semifinale landete, entpuppte sich laut Queer.

de als äusserst homophob: «Das ist unglaublich.

Nur Schwuchteln! Dieser Event wurde gestohlen

von den Leuten, die Gay Prides auf der ganzen

Welt veranstalten.» In der Kritik auch Aserbaidschan,

dessen Schnulze den zweiten Platz

erreichte. Eine litauische Zeitung behauptet,

dass das Land auf Stimmenkauf ging. Und eine

weitere unschöne Tatsache wurde heuer den

Zuschauern bewusst: Längst sind die meisten

Kompositionen der jeweiligen Länder eingekauft

und haben rein gar nichts mehr mit dem

heimischen Musikschaffen zu tun. (dd/rg)

8

© Dennis Stachel / ESC

© Walter Mair

und Nazideutschland vertriebenen Musik gewidmet

ist und dessen Musik teilweise im Konzentrationslager

entstand, war der Ostschweizer

mit von der Partie. Michael von der Heide

in den Kriegswirren des Zweiten Weltkriegs?

«Christoph Marthaler fragte mich schon vor

drei Jahren, ob ich bei diesem Projekt mitmachen

würde. Und da er mein Lieblings-Theaterregisseur

ist, verstand sich meine Antwort von

selbst», sagt Michael. Und nimmt den Regisseur,

den man laut Experten nur lieben oder hassen

kann, in Schutz: «Wenn ein Künstler polarisiert,

dann hat er Grosses erreicht. Und das hat Marthaler

zweifelsohne. Die Schweiz kann stolz auf

ihn sein.» Ist Christoph Marthaler auch stolz

auf «seinen» Michi? In einem Interview mit der

Basler Tageswoche findet er auf die Frage, wie

er aus einem Schlagersänger einen Schauspieler

mache, klare Worte: «Michael von der Heide

kenne ich schon lange. Er hat keine Starallüren,

ist ganz wunderbar und offen.» (dd)

© All Music

nicht sein könnten, singen Worte wie «Come on

baby let’s get out of this town ... I don’t want to be

left alone, so baby you can sleep while I drive».

Ende Mai brachte Amy Grant ihr 25. Album auf

den Markt, es ist wunderbar. Um die eingangs

erwähnte Frage betreffend des Konvertierens

nochmals aufzunehmen: Wir strecken gerne

die Hand aus und nehmen Amy Grant und Melissa

Etheridge als Vorbild für ein friedliches

Miteinander. (dd)


CRUISER Edition Juni 2013

Prominent

The New Normal

Seit Carrie geheiratet und Gaby die Wisteria

Lane verlassen hat, ist der TV-Serienabend nicht

mehr, was er mal war. Da kann Max noch so

viele süsse Cupcakes backen, Barney die coolsten

Sprüche reissen, Ashton nackt durchs Bild

hüpfen und «Mad Men» ganz tief in die Kostümkiste

greifen: Das entscheidende Sahnehäubchen

fehlt immer. Dank «The New Normal»

auf Pro7 flimmert nun endlich ein neues Highlight

wöchentlich in die gute schwule Stube.

Cannes 2013

David Beckham

Wir verdanken ihnen so einiges, den Promis.

Gute Unterhaltung, schöne Bilder, Schadenfreude,

Neid und manchmal auch schöne neue

Wörter. Brangelina haben den Ausdruck der

Paarbindung neu erfunden, Paris Hilton ist die

Mutter der It-Girls. Oder die Urenkelin, genau

genommen, denn bereits 1927 wurde die Hauptdarstellerin

im Stummfilm «It», Clara Bow, so

bezeichnet. 2009 hat der Duden das Wort aufgenommen,

fünf Jahre zuvor eine damals noch

wenig bekannte Neuschöpfung des schwulen

© NBC

Gemeinsam mit der Leihmutter will ein schwules

Pärchen ein Kind aufziehen, stolpert dabei

über einige Hürden und tritt in einige Fettnäpfchen.

Episodentitel wie «Babykleidung», «Taufpatensuche»

oder «Der XY-Faktor» lassen die

Schwierigkeiten erahnen. In den Hauptrollen:

Andrew Rannells einerseits, der seine Karriere

mit Musicals startete, in «Sex and the City 2»

im Hochzeits chor sang und offen schwul lebt,

Justin Bartha an seiner Seite, allen bekannt aus

«Hangover», der vor wenigen Tage seiner Freundin

einen Heiratsantrag machte. Ein ungleiches

Paar als ganz normale neue Familie. Schade,

dass die konservative amerikanische Frauenorganisation

«One Million Moms» das anders sah

und (zumindest erfolglos) auf die Barrikaden

ging. Auch schade, dass NBC kurz nach dem

Deutschland-Start das Aus der Serie wegen sinkender

Quoten bereits nach der verlängerten

ersten Staffel bekanntgab. Aber immerhin 22

Folgen, und dass die erste Staffel ohnehin oft die

beste ist, wissen wir spätestens seit «Lost». Das

Thema Regenbogenfamilie wird auch ohne die

Serie noch lange im Gespräch bleiben, ebenso

wenig werden die beiden Hauptdarsteller demnächst

in der Versenkung verschwinden. Bartha

macht als Doug zurzeit die Kinoleinwände

unsicher, Rannells hat in einer preisgekrönten

Sitcom mit dem vielversprechenden Titel «Girls»

seine neue Heimat gefunden. (rg)

© HBO

Einmal mehr hat Cannes seinen Ruf als weltweit

bedeutendstes und glamourösestes Filmfestival

bestätigt. Di Caprio, Sharon Stone,

Timberlake und Fonda defilierten über den

Roten Teppich, der trotzdem beinahe zum Nebenschauplatz

zu werden drohte. Angelinas

amputierte Brüste, gestohlener Schmuck und

Schüsse während eines TV-Interviews dominierten

die Schlagzeilen. Erst allmählich gerieten

die Filme in den Fokus. Zu Recht, denn Cannes

hatte wie immer nicht nur schillernde Stars,

sondern auch hochkarätige Streifen im Programm.

Polanski, Jarmusch und die Coen-Brüder

führten ihre jüngsten Werke der Jury unter

dem Vorsitz von Steven Spielberg vor. Queeres

Highlight war Soderberghs angeblich letzter

Film «Behind the Candelabra», der die wahre

Geschichte des schwulen Pomp-Pianisten Liberace

erzählt. Matt Damon glänzt als Toyboy,

Michael Douglas brilliert in der Hauptrolle und

sorgte mit seinem tränenreichen Auftritt an der

Pressekonferenz, bei der er auf seine eigene tragische

Lebensgeschichte anspielte, für einen berührenden

Moment. Viel Lob erntete auch Sofia

Coppolas «The Bling Ring». Eine Mädchengang

entert die Villen Hollywoods, um den Stil ihrer

Vorbilder aus erster Hand zu kopieren. Was damit

endet, dass die Anführerin (Emma Watson)

ihrem Idol Lindsay Lohan tatsächlich ganz nah

kommt: als Gefängniszellen-Nachbarin. Gut

erfunden? Nein, wirklich passiert. Cannes 2013

wird als Festival in die Geschichtsbücher eingehen,

bei dem die Realität ihren langen Schatten

auf die grosse Leinwand warf. Im Zeitalter

unzähliger fantasieloser Fortsetzungen und

angestaubter Fantasyhelden ein willkommener

Ausblick auf viele aufregende kommende

Kinoerlebnisse. (rg)

© Homme

britischen Journalisten Mark Simpson: metrosexuell.

Nun gab er seinen Rücktritt bekannt,

der Übervater dieses Begriffs, David Beckham.

Nicht vom Lifestyle, der den neuen unbefangenen

Umgang der Heteromänner mit schwulen

Trends und Klischees gnadenlos ausschöpft,

sondern vom Fussballplatz, der Bastion der klassischen

Männlichkeit, die diesen Bruch überhaupt

erst so prominent machen konnte. Wie

üblich bei Rücktritten, darf man hier ein bisschen

übertreiben und grosszügig behaupten,

Beckham habe das Männerbild des jungen 21.

Jahrhunderts massgeblich geprägt. Mit Penalties

und Frisuren, Tattoos und Fersenverletzungen.

Und mit einer fortschrittlichen Haltung,

die weit über den Look hinausgeht. Er hat Männer

geküsst, für Gay-Magazine posiert, sich für

Homo-Rechte eingesetzt. Dabei stets unzweifelhaft

straight, verheiratet mit einer Frau, die mal

behauptete, im Körper eines schwulen Mannes

gefangen zu sein (dabei hätte sie bestimmt ironisch

gezwinkert, falls Botox dies zugelassen

hätte…). Kurz: Becks war der Beste. Als toleranter

Trendsetter, sexy Unterwäschedesigner oder als

Mann an der Seite von Victoria Beckham wird er

den Promi-Kolumnen hoffentlich erhalten bleiben.

Da würden wir ihn schliesslich weit mehr

vermissen als auf dem Fussballfeld. (rg)

9


Gesellschaft CRUISER Edition Juni 2013

Geständnisse

eines Callboys

«Zu meinen Kunden gehören viele Prominente aus Sport

und Showbusiness»

Von Daniel Diriwächter

10

© DD


CRUISER Edition Juni 2013

Gesellschaft

Fern von der Strasse, der

verruchten Stricherszene,

existiert eine weitere

Welt, in welcher Ähnliches

angeboten wird,

nur sind Umfeld und Tarife

anders. Wir wollten

mehr darüber erfahren

und trafen einen Edel-

Escort – standesgemäss

im 5-Sterne-Hotel. Was

als ein Gespräch über

Prostitution begann, avancierte

auch zum Plädoyer

für die persönliche Freiheit

jedes Menschen.

«Mein Name ist Mateusz, ich komme aus Polen und arbeite hauptberuflich

als Escort.» So und nicht anders stellt sich unser Interviewpartner beim

Termin in einem Zürcher Luxushotel vor. Es ist nicht die Art von Mateusz

(28), sich zu verstecken, nicht wegen seiner Arbeit und auch nicht seiner

Herkunft wegen, welche ein gewisses Klischee bedient. Die Realität ist

eine andere und ungemein glamouröser. Mateusz bewegt sich in der Welt

der Schönen und Reichen – und der Anonymen. Mateusz hat es geschafft.

Er steht genau dort, wo er sein will. Und er steht auch sonst. Wird die Stricherszene

als schmuddelig wahrgenommen, ist das Umfeld eines Luxus-

Escorts komfortabel. Nie musste Mateusz, der bereits eine achtjährige

Karriere in Deutschland vorweisen kann, in die Niederungen der Strassen

verschwinden. Seine «Kunden», wie er sie nennt, buchen ihn bequem per

Telefon oder Mail. «Sex macht mir deswegen auch jedes Mal Spass, weil

ich mir die Kunden aussuche, und schliesslich sind Erinnerungen an das

Date nachhaltiger als etwa 1000 Franken».

Safer Sex ist zwingend

Mateusz hat seine eigenen Entscheidungskriterien. «Ich mag Männer

ab 40. Aber es gibt auch Kunden, die jünger sind. Mich buchen auch

20-Jährige.» Safer Sex ist zudem für ihn zwingend. «Man hat mir schon

enorme Summen für ein Bareback-Treffen angeboten, für mich ist das

aber kein Thema.» Dies erklärt auch seine Teilnahme als Testimonial

bei der Kam pagne «Break the Chains». Für Mateusz zählt aber noch ein

anderer, entscheidender Faktor: der Promi-Status. «Auf meiner Liste

sind viele Prominente aus Sport und Showbusiness.» Die vermeintliche

Elite ist in der Lage, seine Preise zu bezahlen. Namen nennt er keine,

denn Diskretion ist heilig. Ein verratener Name bringt verlorene Jobs

und könnte juristische Nachspiele mit sich bringen. Egal, wie geil das

Vorspiel war.

Seit einem Jahr lebt Mateusz nun in der Schweiz. Es ist das Land seiner

Träume und das der vollen Geldtaschen. Seine «Tarife» will er nicht

bekanntgeben. Die Konkurrenz lauert hinter jeder Laterne oder an

schicken Hotelbars. Doch Mateusz versichert, dass er Qualität liefert.

«Ich hatte immer gerne Sex, also dachte ich mir, wieso sollte ich das

nicht als Beruf ausüben?» antwortet er kokett auf die Frage nach dem

«Warum». Eine gewisse Veranlagung zur Nymphomanie scheint daher

gegeben.

Vom Journalist zum Escort

Sein Werdegang bis hin zum Escort ist nicht ganz so zielstrebig. «Ich hatte

viele verschiedene Berufswünsche», erzählt er. Mit Journalismus habe er

angefangen. Noch in der Schule schrieb er für eine lokale Zeitung. «Ich

liess mich schon damals nur ungern in eine Schublade stecken, denn

meine Interessen sind vielfältig.»

Doch die vermeintlich «heile» Welt, die Mateusz präsentieren will, erfährt

einen Riss, als er von seiner Jugend spricht. Er fühlte sich damals nicht

schön im herkömmlichen Sinn. «Ich hatte wenig Selbstvertrauen. War

weder muskulös, noch mit einem Sixpack gesegnet. Und ich trage eine

Brille.» Weiter gesteht er, dass er auch mit der Pornobranche liebäugelte.

Aufgrund seiner damaligen Selbsteinschätzung blieb ihm ein früher

Einstieg vorerst verwehrt. Schnee von gestern. «Ich bin heute sehr zeigefreudig

und kann mir vorstellen, eines Tages in einem Erotikfilm mitzuspielen.»

Mateusz lächelt. Und er fügt an, dass es als Escort überhaupt kein

Problem sei, eben keinen aalglatten, durchtrainierten Körper zu haben.

Womit Mateusz ziemlich einfach erklärt, dass beim Sex neben der Optik

auch der Inhalt zählt.

Ein Aussenseiter auf dem roten Teppich

Mateusz bestellt zwischendurch ein Glas Champagner. Im Salon des

5-Sterne-Hotels fällt er jedoch nicht deswegen, sondern aufgrund seines

edlen und doch einen Tick ausgefallenen Kleidungsstils auf. «Ich

liebe Mode!», seine Augen leuchten. Wir sind versucht, ihn wegen Label-

Prostitution anzuklagen, doch wissen wir, dass seine Motivation eine

andere ist.

«Ich werde für mein Aussehen bezahlt», sagt Mateusz selbstbewusst. Er

fühle sich oft wie ein Model oder gar wie eine Muse. Seine Kunden würden

ihn auch so behandeln. Keine Frage. Mateusz liebt den schönen Schein.

An den Fashion-Weeks Europas ist er ebenso anzutreffen wie an Filmpremieren.

Wenn sie denn einen roten Teppich ausfahren. Alles andere

kommt nicht in Frage.

Doch bei all dem Glamour aus Sex und Luxus suchen wir auch die Schattenseiten.

Noch im Gymnasium in Polen war er nicht gerade der Hit. «Ich

habe niemandem gefallen, weder Jungs noch Mädchen.» Mateusz spricht

nun ein bisschen leiser, fast so, als würde er nun den unsichtbaren teuren

Designermantel ablegen. «Ich war ein Aussenseiter. Die Leute haben

schnell gemerkt, dass ich schwul bin.»

Als er mit 17 Jahren nach Deutschland kam, hatten die Diskriminierungen

ein Ende. «Aber die Gay-Community in Polen kämpft, und ich

habe grosse Hoffnung, dass es eines Tages in meinem Heimatland besser

wird.» Die Anliegen der LGBT-Gemeinde sind Mateusz wichtig. Auch

setzt er sich für die Anliegen in der europäischen Sexworker-Szene ein.

Die Probleme sind ihm bekannt, auch wenn er wie die jungfräuliche

Kaiserin im Elfenbeinturm über der «Unendlichen Geschichte» zu thronen

scheint.

Liebe und Beziehungen

«Manchmal wünsche ich mir schon so was wie einen festen Freundeskreis»,

sagt er und erklärt damit auch eine gewisse Isolation, welche der

Beruf eines Escorts mit sich bringt. Die Familie ist über seinen Beruf informiert,

akzeptiert diesen jedoch nicht. «Das macht mich schon auch

traurig», gesteht er, denn «jeder Mensch ist doch frei, das zu machen,

was er will.»

In diesem Moment spricht Mateusz auch über die Liebe, über Beziehungen.

Er selbst war in Deutschland mit einem Mann verheiratet, der seine

Ansichten akzeptierte. Doch das ist lange her. Es sei schwer, einen Partner

zu finden, welcher sein Leben achtet. Doch allzu viele Gedanken will

er sich darüber nicht machen, auch die Frage nach der Altersvorsorge

schmettert er beinahe unachtsam ab. «Mit 40 werde ich immer noch das

tun, was ich heute mache!» Aber vielleicht denkt Mateusz auch selten

ans Älterwerden.

Unsere letzte Frage dreht sich darum, was er am meisten an sich liebt.

Die Antwort ist klar: «Ich liebe an mir, dass ich heute offen darüber reden

kann, wer ich bin und was ich mache. Ich will kein Schauspieler sein, sondern

genau das leben, was ich bin und fühle.»

11


Sabo Day


CRUISER Edition Juni 2013

News Schweiz

15. LGBT-Badminton-Turnier

Das 15. internationale

schwullesbische Badminton-

Plauschturnier findet am 22.

Juni statt.

15 Jahre Badminton! Zumindest für die schwullesbische

Gemeinde, welche diesen Juni das beliebte

internationale Plausch-Turnier einmal

mehr in Zürich feiern darf. Das Turnier findet

am Samstag, 22. Juni, in der Sporthalle Tüfi in

Adliswil bei Zürich statt (ab 9 Uhr Einzel und

Mixed, ab 13.30 Uhr im Doppel). Das Rahmenprogramm

reicht von einem Welcome-Drink

am Vortag über das Abendessen nach dem Turnier

bis zum Brunch am anschliessenden Sonntagmorgen.

Beim Badminton-Turnier, das im

Rahmen der international vernetzten Plattform

Gay Sport Zürich (GSZ) organisiert wird, ist auch

Mr. Gay Stephan Bitterlin mit von der Partie, der

auch als Ansprechpartner fungiert.

Anmeldungen bis 10. Juni.

www.gaysport.ch

Fachtagung «All

Families matter»

Vielfältige Familien bilden:

Denkanstösse für eine

inte grative Bildungs- und

Familien politik.

In den Medien, in den Schulen und in der Politik

werden die traditionelle Kernfamilie und eine

heterosexuelle Lebensform immer wieder als

gesellschaftliche Norm dargestellt. Doch die

Realität ist vielfältiger.Lesbische, schwule und

bisexuelle Menschen und Transmenschen, aber

auch Kinder mit homosexuellen Eltern leben in

Familien. Diese werden kaum wahrgenommen

und sind gesetzlich schlechter gestellt. Wie

kann die real existierende Vielfalt der Familien

und Lebensformen mehr berücksichtigt werden,

und welche Chancen ergebensich daraus?

Die Fachtagung «All Families Matter» gibt Antworten

und Denkanstösse zu diesen Fragen. Neben

persönlichen Berichten werden entwicklungspsychologische

Erkenntnisse über Kinder in Regenbogenfamilien

vermittelt und ausserdem

rechtliche und politische Aspekte aufgegriffen.

7. Juni 2013

Universität Zürich, Rämistrasse 71

www.allfamiliesmatter.ch

Hotelplan Gay

Travel Blog

Schwullesbisches Reisen:

Hotelplan Gay Travel hat

einen neuen Blog!

Die Gay-Community liebt Ferien aller Art. Die

Reisebranche hat dies dankbar erkannt und bietet

immer öfter Reisen für Lesben und Schwule

an. Auch der Schweizer Konzern Hotelplan präsentiert

Ferien unter dem Regenbogen. Neu am

Start ist der Hotelplan Gay Travel Blog. Reisefreudige

Leser erfahren dort das Neuste aus der

Ferne und können dabei auch das Blogger-Team

besser kennenlernen. Die Insidertipps aus erster

Hand sind damit online zugänglich.

Der Blog ist speziell für Lesben und Schwule erstellt

worden, die gerne fremde Kulturen und

Bräuche entdecken und die verschiedensten

Länder bereisen wollen. Sie finden dort die Top-

Angebote von Hotelplan Gay Travel, Reiseberichte

von eigenen Reisen oder Reisetipps für

unvergessliche Konzerte, Events, Städtereisen,

Wellness-Tage oder Badeferien.

blog.gaytravel.hotelplan.ch

© pd

Club Ikarus am

Ende?

Laut einem Inserat auf Homegate

steht der Gay-Club zum

Verkauf.

«Zum Verkauf steht ein neuer absoluter Top-

Club mitten im Herzen des beliebtesten Zürcher

Ausgeh-Viertels.» Mit diesen Worten stand Ende

Mai ein Inserat auf dem Portal «Homegate», welches

einen Club an der Limmatstrasse 195 zum

Verkauf anbietet. Es ist die Adresse des noch jungen

Clubs Ikarus, der am 1. März dieses Jahres

seine Tore öffnete.

Zu Beginn des Monats vermeldete das Ikarus-

Facebook-Profil, dass der Club aufgrund einer

Sanierung der Räumlichkeiten bis Ende Mai geschlossen

sei. Man werde aber allen «Unkerufen»

zum Trotz weitermachen.

Bis zum Redaktionsschluss konnte keine Stellungnahme

seitens des Ikarus-Clubs eingeholt

werden.

Publikumsrekord

für Pink Apple!

Die 16. Ausgabe des Filmfestivals

Pink Apple ist mit einem

neuen Zuschauerrekord zu

Ende gegangen.

Rund 9000 Filmbegeisterte haben die 90 Veranstaltungen

des 16. Pink Apple in Zürich besucht.

Das ist ein Rekord und bedeutet gegenüber dem

letzten Jahr eine Zunahme um gut 15 Prozent.

Der Preis für den besten Spielfilm geht an «Rosie»

von Marcel Gisler (CH 2012). «Rosie» wurde von

Pink Apple als Vorpremiere gezeigt und kommt

Ende Mai in die Kinos. Das CR-Magazin stellt den

Film in dieser Ausgabe auf der Kultur-Seite vor.

Der «Pink Apple Short Film Award» geht an «It’s

Consuming me» (D 2012) von Kai Stänike. Damit

zeichnet die Jury den kürzesten der sechs

Wettbewerbsfilme aus. Der Publikumspreis für

den besten Dokumentarfilm geht an Malika

Zouhali-Worrall und Katherine Fairfax für «Call

Me Kuchu» (USA 2012).

Auch in Frauenfeld war das Festival ein voller

Erfolg. Über 600 Filmfans haben den schwullesbischen

Ableger des Filmfestivals in der Ostschweiz

besucht.

Jugendsession

debattiert über

Homophobie

Im Herbst steht die Homophobie

im Zentrum.

Jugendliche aus der ganzen Schweiz haben per

Online-Voting über die Themen der im Herbst

stattfindenden Eidgenössischen Jugendsession

abgestimmt. Aus 89 Themeneingaben wurden

mit rund 1400 Stimmenabgaben sechs Hauptanliegen

der Jugend ermittelt. Ganz oben auf

der Liste: Homophobie.

«Das Thema Homophobie rückte in den vergangenen

Monaten immer stärker in den Fokus.

Durch politische Entscheidungen wie das Adoptionsrecht

in der Schweiz und das Eherecht

in Frankreich, aber auch durch verschiedene

homophobe Zwischenfälle im In- und Ausland»,

hält Micha Küchler, Projektleiter Jugendsession,

fest. «Das Voting-Resultat zeigt, dass auch die Jugend

darüber debattieren möchte.»

Die Eidgenössische Jugendsession wird von einem

Organisationskomitee aus freiwilligen Jugendlichen

und einem Projektteam der SAJV,

dem Dachverband von rund 60 Jugendorganisationen

in der Schweiz, organisiert.

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Musik CRUISER Edition Juni 2013

Im Herzen des Schlagers!

Warum Beatrice Egli der vorläufige Höhepunkt einer

neuen Bewegung ist.

Von Daniel Diriwächter

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CRUISER Edition Juni 2013

Musik

Es war die Sensation

schlechthin: Beatrice Egli

gewann mit Schlager die

zehnte Staffel von DSDS.

Single und Album eroberten

die Spitzenpositionen der

Charts. Darf man daher von

einem Revival des Schlagers

reden? Wir sprachen

mit Experten der Szene und

versanken tief in einer vermeintlich

«Heilen Welt», in

welcher schlussendlich nur

harte Arbeit zählt.

«In meinem Herzen beginnt ein Feuer zu brennen, mein Fieber erreicht

den Höhepunkt und rettet mich vor der Dunkelheit!» Ach, dieser Schlager-Nonsense,

will man denken. Nur, besagter Text stammt nicht aus

einem Schlagerlied, sondern aus Adeles mit dem Grammy ausgezeichneten

Song «Rolling in the Deep». Womit hier mit einem der Vorurteile

gegenüber dem Schlager-Liedgut aufgeräumt wird: Selbst hoch gelobte

Pop-Musik verfügt über erstaunlich simple Texte.

Keine Frage, der deutsche Schlager ist gefragter denn je. Seit die Schweizerin

Beatrice Egli bei DSDS konsequent nur Schlager sang und zum Erstaunen

vieler damit die Casting-Show auch noch gewann, wurde der

Schlager wieder so etwas wie «salonfähig». «Der Sieg von Beatrice Egli ist

der vorläufige Höhepunkt einer Bewegung, welche schon länger in Gang

gesetzt wurde», meint Erich Neuenschwander alias DJ Wollana, der bei

der Zürcher Schlagerparty «Lollipop» die Platten auflegt. Konkret denkt

der Schlager-Experte an Helene Fischer, die derzeit erfolgreichste Sängerin

des Metiers, welche in deutschsprachigen Ländern mehr Platten

verkauft als eingangs erwähnte Adele. «Diese Musik spricht die Schlager-

Fans an und ist fern von diesem Ballermann-Stil», so der DJ. Helene Fischer

ist auch das erklärte Vorbild von Beatrice Egli. «Es handelt sich dabei um

Pop-Musik, welche in deutscher Sprache gesungen wird», so Erich Neuenschwander

weiter.

Boykott der Radiostationen

Deswegen macht es ihn so wütend, dass quasi sämtliche Radiostationen,

welche sich der Pop-Musik verschrieben haben, den Siegersong von Beatrice

Egli «Mein Herz» so konsequent boykottieren. «Das ist einfach nur

scheinheilig», lautet sein Fazit. Selbst Helene Fischer oder Andrea Berg

werden kaum auf Sendern wie Radio 24 oder Radio SRF3 in die Playlist

aufgenommen. Schlimmer, beim letztgenannten Sender entschuldigte

sich die Moderatorin für das einmalige Abspielen von Beatrice Egli, weil

diese nach ihrem DSDS-Sieg zumindest einen kurzen Beitrag in der Morgenshow

wert war.

Trotz des momentanen Hypes um Beatrice Egli bleibt der Schlager eine

Art Tabu. Die Zeiten ändern sich. In den 1970er-Jahren erfuhr der Schlager

seine Blüte-Zeit. Ikonen wie Udo Jürgens, Vicky Leandros oder Katja

Ebstein dominierten die Hitlisten, und die legendäre ZDF-Hitparade

erreichte ein Millionenpublikum. Anfang der 1980er begann die «Neue

Deutsche Welle» dem lieblichen Schlager den Garaus zu machen. Trotzdem

erreichten Künstler wie Nicole («Ein bisschen Frieden») oder Nino De

Angelo («Jenseits von Eden») fantastische Verkaufszahlen.

«Der Schlager war überhaupt nie weg», erklärt der Schweizer Sänger

Leonard, der ebenfalls seit dieser Zeit mit im Schlager-Geschäft ist. «Er ist

für mich ein bisschen wie klassische Musik – eine zeitlose Musik, es gibt

unzählige Lieder, welche bis zu 40 Jahre auf dem Buckel haben und heute

noch so aussagekräftig sind wie damals», so Leonard.

Seiner Meinung nach ist eines der grössten Vorurteile gegenüber der

Schlagerszene, dass die Interpreten nur von der berühmten «Heilen Welt»

singen: «Das denken nur Leute, die sich niemals mit dieser Musik auseinandergesetzt

haben». Hits wie «Am Tag, als Conny Kramer starb» (Juliane

Werding) oder «Ich fange nie mehr was an einem Sonntag an» (Monica

Morell) unterstützen diese Aussage. Selbst Leonard singt auf seinem aktuellen

Album «Über Steine zu den Sternen» von der Sterbebegleitung.

Dass der Schlager viele Gesichter hat, weiss auch das Fernsehen. Deutsche

Sender wie ARD und ZDF, welche Sendungen wie «Die Carmen-Nebel-

Show» oder den ewigen Strassefeger «Musikantenstadl» produzieren,

vertrauen dem Quotengaranten. Extra-Shows wie Konzerte oder Geburtstags-Sendungen

zu Ehren von Helene Fischer und Andrea Berg generieren

Millionen. Das SRF ist hier weniger mutig, wenn auch Leonard Ende Mai

seine deutsche «Hit auf Hit»-Sendung in einer Mundartfassung im hiesigen

Äther präsentierte.

Harte Arbeit für den Erfolg

Von einem «Untergang» des Schlagers darf deshalb nie die Rede sein. Um

nochmals auf Helene Fischer zurückzukommen. Vielen ist nicht bewusst,

wie sehr die Sängerin mit russischen Wurzeln arbeiten muss, um am

Zenit des Schlagerhimmels zu bleiben. Fischer sowie der Grossteil der

Schlager-Garde befinden sich beinahe 365 Tage im Jahr auf Tournee. Die

Schlager-Szene hat noch vor den Pop-Künstlern erkannt, dass Konzerte

die wahre Geldquelle darstellen. Der positive Effekt davon, neben dem

finanziellen Gewinn: die Fanpflege.

Ständig auf Tournee sind viele der Altstars. Auch heute noch spielt eine

Marianne Rosenberg in ausverkauften Hallen. Die Sängerin verfügt über

eine ausserordentlich treue schwule Fangemeinschaft. In einem Interview

mit der «Zeit» (2006) fand Marianne Rosenberg erstaunlich klare

Worte betreffend dem Klischee: «Nennen Sie mich ruhig eine Schlagersängerin.

Verkaufsschlager für das Volk, das ist das, was ich viele Jahre

gemacht habe. Es war gute Musik dabei.»

«Schlager-Fans sind die treusten der Welt», weiss Erich Neuenschwander.

Er kennt sie, die wilden Anhänger des deutschen Liedguts, welche immer

wieder die erfolgreichen Lollipop-Parties in einen Hexenkessel verwandeln.

Sänger Leonard möchte aber differenzieren und denkt an die sogenannten

Ballerman-Hits: «Dieser billige Tages-Schlager mit Texten nach

dem Motto «Reim dich oder ich erschlag dich» sind überhaupt nicht mein

Ding. Wie bei jeder Musikrichtung gilt es auch hier zu unterscheiden, wer

die wahren Künstler sind.»

One-Hit-Wonder gibt es besonders in diesem Segment des Schlagers, denn

die schnelle Kohle ist garantiert. Doch Qualität setzt sich durch – auch im

Schlager-Geschäft, welches nun dank Beatrice Egli erneut im Scheinwerferlicht

steht. «Bezeichnenderweise singen die meisten noch präsenten

Sänger aus DSDS heute deutschen Schlager.» Daher winkt dem Sonnenschein

aus Pfäffikon eine hoffungsvolle Zukunft. Und Leonard reagiert

auf die Frage, was er Beatrice Egli nun raten würde, gelassen: «Sie weiss

genau, was sie will, und hat schon einige Jahre Showbusiness-Erfahrung.»

Helene Fischer wird sich daher warm anziehen müssen.

Das vollständige Interview mit Leonard ist online auf CR-Magazin.ch

nachzulesen.

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Szene CRUISER Edition Juni 2013

Partys und Events Charity-Abend

«Dalli Dalli» kehrt zurück

Der Kanton Luzern verordnete der Aids-Hilfe

Luzern ein drastisches Sparpaket. Deshalb organisieren

Marco Fitzal und Dominique Offner,

zwei Studierende an der Universität Luzern,

am 6. Juni 2013 im Luzerner Treibhaus einen

Charity-Anlass, dessen Erlös vollumfänglich der

Aids-Hilfe-Luzern (AHL) zu Gute kommt. Prominente

spielen gegen Angehörige der Universität

Luzern für einen guten Zweck. Rasante und wilde

Wortassoziations- und Aktionsspiele müssen

die Kandidaten über sich ergehen lassen, um

das Publikum zu begeistern und ihm den Atem

zu rauben. Zwischen den Spielrunden treten

diverse Künstler und Künstlerinnen auf und

entführen das Publikum in die Welten des Cabarets,

der Musik, des Tanzes und der Travestie.

«Dalli Dalli»

Donnerstag, 6. Juni, ab 19 Uhr

Treibhaus, Spelteriniweg 4, 6005 Luzern

www.treibhausluzern.ch

Pride to Heaven

Zurich Pride Warm Up

Das Stelldichein der gesamten Schweizer Szene

startet nun bereits schon am Donnerstag vor dem

grossen Pride-Weekend. Das Heaven öffnet an diesem

Abend um 22 Uhr seine Pforten und lädt zum

Warm-up mit housigen Beats von DJ José Parra

ein. Der Resident-DJ des neuen Gay-Clubs im Zürcher

Niederdorf ist ein Virtuose seiner Zunft und

die beste Wahl für einen Abend zum Einstimmen

auf den wichtigsten Gay-Event des Jahres.

Zurich Pride Warm Up

Donnerstag, 6. Juni, 22 Uhr

Heaven Club, Spitalgasse 5, 8001 Zürich

www.heavenclub.ch

We Are Zurich

Dritte Edition

Die Gemeinschafts-Party diverser Zürcher Gay-

Party-Labels findet dieses Jahr neu im Klub

Aubrey direkt am Turbinenplatz statt. In der

neuen und coolen Location legen diesmal DJ Nikolai

Semenov, Vasco und Superstar Gloria Viagra

auf. «We Are Zurich» geht es in erster Linie um

tolle Musik, Akzeptanz und Respekt gegenüber

Andersdenkenden und setzt so ein Zeichen für

die Gay-Community.

«We A re Zur ich» ist eine Kollaborat ion von acht ver -

schiedenen Zürcher Gay-Labels. Mit dabei sind:

Jack, Angels, Wonder World, Büsi Enterprise,

Flexx, Aviator, WE und die Männerzone. Der

Gewinn der Party kommt vollumfänglich der

Organisation von Lotti Latrous (Hilfswerke in

Afrika, www.lottilatrous.ch) zu Gute.

We Are Zurich

Freitag, 7. Juni von 22.30 bis 4 Uhr.

Eintritt CHF 20.–

Aubrey Klub, Schiffbaustrasse 10, 8005 Zürich

Supermarket &

Moods

«Paradise Garage» & «I think

he/she is gay»

Zur Pride für die Nacht der Nächte schliessen

sich die beiden Erfolgs-Labels zur offiziellen

Zürich-Pride-Night zusammen. Ein Ticket für

zwei Parties – in unmittelbarer Nähe des offiziellen

Pride-Anlasses auf dem Turbinenplatz in

Zürich. Im Supermarket bleibt man dem Paradise-Garage-Sound

mit House, Tech-House und

Deep House treu.

In der Zürcher Trend-Location Moods steigt mit

der «I think he/she is gay» die etwas buntere

Gayparty mit Mash-Up, Dance, 80s und Discotracks.

Neben den Star-DJs Gabriele Carasco (Madhouse

Rec; Milla-Records) – Ken Karter (Kript Records, D)

und Philipp Meiner (Cypher Records) bringen

weitere Top-DJs die beiden Dancefloors zum Kochen:

Luca Papini - Juiceppe - Peeza - Dynam!ke

- Angel O. und Ajaxx

Vorverkauf Starticket.ch

«Paradise Garage» & «I think he/she is gay»

Freitag 7. Juni, ab 23 Uhr

Club Supermarket

Geroldstrasse 17, 8005 Zürich

Club Moods im Schiffbau

Schiffbaustrasse 6, 8005 Zürich

Wonderworld

The Burlesque-Pride Edition

Gleich vier Floors werden für die Burlesque Pride-Party

im Zürcher X-TRA hergerichtet. Die

Macher fliegen internationale DJs ein und ergänzen

sie mit nationalen DJs der Extraklasse.

So finden sich an den Turntables im Mainfloor

Chris Bekker, Chris Montana sowie der Resident

DJ Ajaxx ein, um dem Publikum mächtig

einzuheizen. Im Popfloor bringt DJ Wollana die

Meute zum Schwitzen, und wer es noch etwas

heisser haben will, für den ist der Underground/

Fetishfloor mit Max del Principe & Mr. Mola ein

absolutes Muss.

Natürlich werden auch die Damen ganz auf ihre

Kosten kommen und können auf dem Ladies

Floor sich die Ohren von Madame Léa, Sabaka

und der Heldin im Chaos «sanft» massieren

lassen.

16


CRUISER Edition Juni 2013

Szene

Ausserdem singt Star Guest Trisha live on stage,

umringt von ihren überaus attraktiven Tänzerinnen

und Tänzern auf der grossen Burlesque-

Show-Bühne.

Wer noch Energie hat, der kann sich ab 5 Uhr

sonntagmorgens in der alten Kaserne weiter auf

der Wonderworld Afterhour austoben. Dafür

sorgen werden die DJs Ajaxx, Max del Principe

& Mr. Mola.

Tickets sind auf www.ticketcorner.ch im

Vorverkauf erhältlich

Wonderworld Burlesque Pride-Party

Samstag, 8. Juni, ab 22 Uhr

X-TRA, Limmatstr. 118, 8005 Zürich

www.wonderworldparty.ch

Family-Affair

Mit Urgesteinen der Clubbing

Szene

Am Abend der Pride lässt «Family Affair» die Korken

knallen. Die Musik wird ganz unter dem Motto

CLASSIXX stehen. Das bedeutet eine Auswahl

von veritablen musikalischen Perlen des progressiven

Underground-Clubbings aus den letzten

17 Jahren. Am Mixer: Mental X, Jesse Jay, Frisk,

Thomi B, Meller, Franco, Vasco – alles sogenannte

Urgesteine der Clubbing-Szene. Zudem gibt’s

Show-Einlagen und eine schummrige Play-Zone…

Die Party startet um 23 Uhr und dauert inklusive

Afterhour bis mindestens Sonntag Mittag 12

Uhr. Eintritt Fr. 30.– inkl. Afterhour.

Family Affair

Samstag, 8. Juni, 23 Uhr

Club 696, Badenerstrasse 696, 8048 Zürich

www.696club.ch

Ride

Go deeper Underground

Der Club Pfingstweide in unmittelbarer Nähe

zum Turbinenplatz ist bald Geschichte. Noch in

diesem Sommer muss das Gebäude einer Grossbaustelle

weichen. Doch die Macher der Labels

«Rollkoffer» und «Kiki» wollen es sich nicht nehmen

lassen, die erfolgreiche After-Pride-Party

Ride ein letztes Mal steigen zu lassen. Serviert

werden einmal mehr akustische Delikatessen

aus dem Untergrund – für alle, die es gerne weniger

kommerziell mögen.

Line Up: Gregor Tresher (Break New Soil / Drumcode

/ Ovum – Frankfurt), Pazkal (ZH), Joram

(Unite, ZH), Juen (ZH)

Eintritt: Abendkasse CHF 28.–, mit Flyer CHF 23.–

Ride, Samstag, 8. Juni, ab 23 Uhr

Pfingstweide, Pfingstweidstrasse 12, 8005 Zürich

www.pfingstweide.ch

GayBasel Schiff

«Wir sitzen im selben Boot»

Einmal im Jahr trifft sich die Gay-Szene der

Stadt Basel auf dem Schiff im Rheinhafen, feiert

sich selber und lädt alle dazu ein, dabei zu sein.

Dieses Jahr mit an Bord sind die DJs der Partylabel

Queer Planet, Rainbow, Gameboys, Supergay

und Schwuledance. Ausserdem die DJs Klangfieber,

Christian Ribeau, Deep Bros (aka Pino

Arduini) und DJ Angelo.

Bereits um 19 Uhr öffnet das Freideck, und Network

lädt zum Apéro an die mobile Zischbar.

Bordrestaurant und Bar sind geöffnet, und DJ

Klangfieber spielt loungige Platten. Infostände

und Aktivitäten der Organisationen Anyway,

L39, Luststreifen, Milchbüechli und Queer University

Basel sorgen für ein buntes Treiben zum

Sonnenuntergang.

Gefeiert wird ab 19 Uhr bis in den frühen Morgen

auf dem stationären Expo-Schiff im Rheinhafen

Basel. Erstmals mit offizieller Afterhour

im Club Saxo.

GayBasel Schiff

Samstag, 15. Juni, 19 Uhr bis 5 Uhr

Das Schiff, Westquaistrasse, 4057 Basel

www.gaybasel.ch/schiff

Jack

Mit Jake Shears und Sammy

Jo von den Scissor Sisters

Gleich zwei international bekannte Stars stürmen

den Jack-Plattenteller: Der Frontmann der

«Scissor Sisters» Jake Shears und deren Tour-DJ

Sammy Jo rocken gemeinsam den Festsaal am

Jake Shears © pd

Pelikanplatz. Jake Shears kennt man als schrille

Pop-Ikone der New Yorker Retro-Band. Sammy Jo,

Tour-DJ besagter Band, die auch live was auf dem

Kasten hat, ist seit Anfang an mit dabei. Sein Job:

Aufheizen, bevor‘s richtig los geht. Dass er selber

aber auch ein Main-Act sein kann, hat er bei

seinen Jack-Shows bereits bewiesen. Die beiden

New Yorker Stars werden in der Schweiz zum

ersten Mal gemeinsam am Plattenteller stehen.

Gegenseitig schaukeln sie sich hoch.

Zudem sorgen einmal mehr zwei altbekannte

Zürcher, DJ Juiceppe und Zör Gollin, für saftige

Beats – von House bis Electro.

Jack

Samstag, 22. Juni 23 Uhr

Festsaal, Pelikanplatz, 8001 Zürich

www.jackcompany.com

Shaft geht weiter

Nacht zum Sommeranfang

Nach dem Start im April gibts eine Fortsetzung

im Juni. Das Label «no dick – no entry!» ist so

legendär wie die Party selber und will heissen,

dass es eine Männernacht ist. Damit sollen alle

angesprochen werden, die sich als Männer fühlen

und eine Nacht mit anderen Männern tanzen

wollen.

Die DJs Basil Sue, Frisk und Willi P geben Gas

und werden die Männer wieder zum Schwitzen

bringen. Klar, dass dabei der Eine oder Andere

oben ohne tanzen will und kann. Genau das

Richtige also, um bis in die frühen Morgenstunden

zu feiern. Auch Rückzugsmöglichkeiten in

dunklere und ruhigere Ecken sind möglich – sei

dies zum Quatschen oder zum Flirten.

Shaft Männernacht

Samstag, 22. Juni, ab 23 Uhr,

696 Club, Badenerstrasse 696, 8048 Zürich.

www.shaft.ch

Boyahkasha!

Black Label

Am 29. Juni rockt Superstar Rihanna das Zürcher

Hallenstadion, und Boyahkasha macht die

Gay-After-Party. Das Heaven ist der perfekte

Ort dafür. Geile Anlage, gute Grösse und eine

gutaussehende Barmannschaft. Das Spezielle

an der Black Label ist: Es läuft kein House. Der

Club wird zur DJ Antoine-freien Zone erklärt,

und es dürfen nur DJs an die Plattenteller, die

auch tatsächlich noch mit Platten auflegen wie

z.B. Louis de Fumer und Raffinesse.

Boyahkasha! Samstag, 29. Juni, 23 Uhr

Heaven Club, Spitalgasse 5, 8001 Zürich

www.heavenclub.ch

www.boyahkasha.ch

Cocoa Beach

Neuer Stadtstrand

Zürich hat auch diesen Sommer wieder einen

gigantischen Open Air Beach. Hoch oben über

den Dächern auf dem Parkaus des ehemaligen

Q-Clubs, im trendigen Industriequartier, hat

bereits Mitte Mai der neue Cocoa Beach seine

Sommer- und Beach-Saison eröffnete. Einer der

grössten City-Strände der Schweiz wurde sanft

revitalisiert und aufgerüstet und punktet mit

einer spektakulären Aussicht, dem obligaten

Sandstrand mit Liegen und einem erfrischenden

Pool. Weiter dürfen sich die Besucher auch

auf drei Bars mit einem exklusiven Cocktailund

Getränke-Angebot sowie einen Food- und

Grill-Corner mit leckeren mediterranen Köstlichkeiten

freuen. Neben Afterworkparties stehen

auch ein ausgiebiger Sonntagsbrunch, Yoga

Lektionen und Massagen auf dem Programm.

Cocoa Beach

Ab Juni, Mo-Fr, 17 Uhr bis 3 Uhr

Sa/So 12 Uhr bis 3 Uhr

Parkhaus West, 9. Stock

Förrlibuckstrasse 151, 8005 Zürich

www.cocoabeach.ch

17


ZURICH PLACES // GAYCITY.CH

14

9

4

13

PLATZSPITZ

SEEBAHNSTRASSE

STAUFFACHERSTRASSE

KALKBREITENSTRASSE

11

BÄCKERANLAGE

ENGELSTRASSE

12

BADENERSTRASSE

10

HOHLSTRASSE

13

LANGSTRASSE

BIRMENSDORFERSTRASSE

LANGSTRASSE

HELVETIAPLATZ

STAUFFACHERSTRASSE

MILITÄRSTRASSE

KASERNENAREAL

Rudolf-Brun-

Brücke

Stauffacherbrücke

LAGERSTRASSE

KASERNENSTR.

Sihlbrücke

Sihl

GESSNERALLEE

MUSEUMSSTRASSE

15

9 14

2 3

8

9 14

2 3

8

9 14

STAUFFACHER

2 3 9 14

8

8

3 14 3 14

2 9

HAUPTBAHNHOF

13

BAHNHOFSTRASSE

PARADEPLATZ

2 9 6 7

8 13 11

3 14

13

LINDENHOF

Walche-Brücke

4

13

Bahnhofbrücke

Rathausbrücke

Münsterbrücke

4

15

LIMMATQUAI

4

15

1

8

4

15

CENTRAL

4 3 5 6

15 7 10

NIEDERDORFSTRASSE

7

3 5

4

6

SEILERGRABEN

2

BAHNHOFSTRASSE

Limmat

8 13

BELLEVUE

4 15 5

2 9 8 11

A1

2 9 8

Quaibrücke

10 HERR GRÜN

BLUMEN & GESTALTUNG

Badenerstrasse 131

www.herrgruen.ch

1 CRANBERRY

BAR

Metzgergasse 3

www.cranberry.ch

6 MACHO

CITY SHOP

Häringstrasse 16

www.macho.ch

11 MOUSTACHE

DIE SAUNA FÜR MÄNNER

Engelstrasse 4

www.moustache.ch

2 TIPTOP BAR

SCHLAGER – DRINK – TREFF

Seilergraben13

www.tiptopbar.ch

7 JOHANNITER

RAUCHER LOUNGE

Zähringerstrasse 33

www.johanniter.com

12 HUUSMAA

KAFI – MITTAGSTISCH – BAR

Badenerstrasse 138

www.huusmaa.ch

3 PARAGONYA

WELLNESS CLUB

Mühlegasse 11

www.paragonya.ch

8 LEONHARDSAPOTHEKE

Stampfenbachstr. 7

www.leonhards.apotheke.ch

13 ZAHNARZT AM

HELVETIAPLATZ

ZAHNARZT

Langstrasse 20

www.zahn-arzt.ch

14 ROUTE 39

B&B AND APARTMENTS

Winzerstrasse 39

www.route39.ch

4 PREDIGERHOF

BISTRO – BAR

Mühlegasse 15

www.predigerhof.ch

5 THE DYNASTY CLUB

3 BARS – 1 ENTRANCE

Zähringerstrasse 11

www.dynastyclub.ch

9 CHECKPOINT

GESUNDHEITSZENTRUM

Konradstrasse 1

www.checkpoint-zh.ch

044 455 59 10

Interesse in diesem Inserat aufgeführt zu sein? Anfrage bitte an: info@zbiro.ch

Design: fraudiethelm.ch


CRUISER Edition Juni 2013

Kolumne

Dörfs es bitzeli

Homophobie sii?

Von Michi Rüegg

Diesen Monat überwies das Zürcher Stadtparlament

ein Postulat, das die Beleuchtung eines

Fusswegs durch einen Park im Enge-Quartier

verlangt. Das Anliegen komme aus dem Quartier,

sagte eine der Initiantinnen, Christine

Seidler von der SP, gegenüber dem «Tages-Anzeiger».

Denn nachts werde aus dem idyllischen

Flecken ein «städtischer Angstraum», steht in

ihrem Vorstoss wörtlich. Ein deftiges Wort.

Angstraum. Das ist ein Raum, in dem einen Panik

überkommt, wenn man ihn betritt. So eine

Art Gruselkabinett für Fortgeschrittene.

Das «Wohlbefinden und das Sicherheitsgefühl»

der Bevölkerung könnten gesteigert werden,

wenn da ein paar Lämpchen brennen würden.

Anwohner hätten über unangenehme Begegnungen

geklagt, steht im «Tagi», sei es «im Zusammenhang

mit der Schwulenszene oder mit dem

Drogenkonsum». Am unangenehmsten sind vermutlich

Drogen konsumierende Schwule.

Seit ich an Männer denken kann, ist dieser Ort

eine Cruising-Area. Ich muss gestehen, ich war

noch nie da. Lag für mich nie am Weg. Diese

Wiese ist vermutlich einer der letzten Orte, wo

Männer sich in der Dunkelheit über den Weg

laufen können. Alle anderen derartigen Plätze

hat die Stadt schon vor Jahren zwangsgelichtet

und überbeleuchtet.

Wirklich witzig an der Episode ist, dass es sich

hierbei um einen der wenigen Fälle handelt, bei

denen der Begriff «Homophobie» wirklich zutrifft.

Wenn die Quartiermütter nämlich morgens

um drei mit ihren Kinderwägen über die

Wiese trotten, haben sie vermutlich wirklich

Angst, zwei kopulierenden Herren zu begegnen.

Nun wissen wir, dass diese Angst unbegründet

ist. Kein sexuell angeregter Schwuler würde

je einer Quartierbewohnerin zu Leibe rücken.

Aber Angst ist halt etwas sehr Subjektives, das

sich seine Projektionsflächen selber aussucht.

Wir schreiben das Jahr 2013, in vielen Teilen

der Welt darf unsereins heiraten und Kinderlein

kriegen. Aber wehe dem, der nachts im

Park ein Abenteuer sucht. Das scheint einfach

nicht mehr ins Bild der gesellschaftlich akzeptierten

Homos zu gehören. Wir sollen lieb und

brav und nett sein und nicht pervers. Klar, mit

der gleichen Begründung müsste man den Heteros

auch den Strassenstrich und die Bordelle

wegnehmen. Die nehmen ja wohl den grösseren

Teil des städtischen Raumes ein. Aber Hetero-

Familienväter sind nun einmal keine Minderheit,

drum lässt es sich auf ihnen auch nicht so

virtuos herumhacken.

Mit der Homophobie ist es ein bisschen wie mit

Hundescheisse. Man kann sie noch so in glitzerndes

Geschenkpapier einpacken und eine

hübsche Masche drum herum binden. Sie bleibt,

was sie ist, und sie stinkt aus dem Innern heraus

weiter.

Schade, dass selbst die linksten und aufgeklärtesten

Zürcher Parlamentsmitglieder den Braten

nicht gerochen haben. Immerhin sind wir

vermutlich die einzige grössere Stadt auf der

Welt, die von einer lesbischen Bürgermeisterin

und einem schwulen Parlamentspräsidenten

patroniert wird. Das Postulat wurde jedenfalls

ohne Gegenstimme durchgewunken.

Die beiden Initiantinnen beteuern zwar, ihr

Vorstoss richte sich nicht gegen Schwule. Aber

eben, man muss halt – herrgottnochmal – die

Ängste der Leute ernst nehmen.

Symptome

Hämorrhoiden

Jetzt pflanzlich

behandeln

www.hemoclin.ch

Biomed AG, Überlandstrasse 199, 8600 Dübendorf

Zur Vorbeugung und Behandlung von Hämorrhoidalleiden.

In Apotheken und Drogerien.

19


Fotostrecke CRUISER Edition Juni 2013

CR-magazin.ch

Wir sind online! Nun, das sind

wir eigentlich schon länger

als viele andere Gay-Magazine.

Dennoch haben wir erst

seit kurzem eine neue Webseite,

welche den passenden

Namen trägt.

Nein, wir haben nicht vor «anders»

zu sein, noch wollen wir

besonders «stilvoll» sein, geschweige

denn, den Anspruch

haben, die ganze Schweiz abdecken

zu wollen.

CR bleibt CR, seit nun 26 Jahren. Wir bleiben ein

«Cruiser» auf den sieben Weltmeeren, planen

unsere Route und nehmen dabei viele Passagiere

mit auf die Reise. Wir steuerten bereits jeden

Hafen mehrmals an, weswegen das «World

Wide Web» nun unser Ziel ist: Willkommen auf

CR-Magazin.ch!

Nachsicht, wenn das Archiv der 26-jährigen Geschichte

noch nicht vollständig ist.

Wir wünschen beste Unterhaltung auf CR-Magazin.ch!

Unter der Haut

Wir feiern die Geburt der Webseite CR-Magazin.ch

standesgemäss mit einer Fotostrecke und

«brandmarken» unsere Models mit der URL-Adresse.

Es ist eine eher spielerische Art und Weise

der Werbung und bestimmt auch nicht neu,

dennoch haben wir Spass daran (noch lustiger

war übrigens das Shooting selbst!) und danken

an dieser Stelle allen Mitwirkenden und auch

Neu ist das nicht, unsere erste Webseite Cruiser.ch

existiert seit Jahren, die Schwesterseite

Queer.ch versuchte ebenfalls, sich einen Platz

im umkämpften Markt zu erarbeiten, fristete

aber zu lange ein Mauerblümchen-Dasein (manche

sprachen auch von einem Geheimtipp!).

Beide Webseiten ergeben nun CR-Magazin.ch.

Die neue Site entspricht unserem Monats-Magazin

mit denselben Rubriken. Nur – sie ist tagesaktuell

und will ein Sprachrohr der Szene sein.

Noch steht sie am Anfang, wir bitten daher um

dem etwas bekifften «Jesus», der genau dort

steht, wo er sein soll: beim Herzen. Sein Heiligenschein

trägt ebenfalls den Schriftzug CR-

Magazin.ch. Unserer Webseite darf mit ihren

Themen ruhig unter die Haut gehen.

Fotostrecke

Fotos: Stefan Büchi

Bildbearbeitung: Deny Fousek

Models: Boris Schneider & Mateusz Skibinski

Idee & Konzept: Daniel Diriwächter

20


Kultur CRUISER Edition Juni 2013

Schwule

Simpsons

«Hinter den schwulen Lachern.

Homosexualität bei den

Simpsons» ist der Titel eines

neuen Buches von Erwin

In het Panhuis, das Ende

Juni erscheint.

Die erfolgreiche US-Zeichentrickserie «Die

Simp sons» richtet sich mit ihren satirischen

Beiträgen zu politischen und gesellschaftlichen

Themen seit mehr als zwanzig Jahren auch an

Erwachsene. Anhand der ersten 500 Folgen wurde

nun analysiert, wie sich die Simpsons zu

schwullesbischen Themen wie der Homo-Ehe

positionieren. Dabei werden nicht nur viele Figuren

mit ihrer recht flexiblen sexuellen Orientierung

vorgestellt, sondern auch rund 200

popkulturelle Referenzen – meist Filmtitel –

kritisch unter die Lupe genommen und Fälle

von Zensur dokumentiert.

Homosexualität

bei den

Simpsons

Vanessa Paradis

Die einstige französische

Lolita veröffentlicht ihr mittlerweile

sechstes Album «Love

Songs». Vanessa Paradis

bleibt sich darauf treu.

Treibhaus Wagner

Die Zürcher Festspiele konzentrieren

sich auf 200 Jahre

Richard Wagner. Da kommen

Anhänger und Kritiker ins

Schwitzen.

«Treibhaus Wagner» lautet das Motto der Festspiele

Zürich 2013 in Anlehnung an ein Gedicht

von Wagners Zürcher Muse Mathilde Wesendonck.

Sinnbildlich steht es auch für Zürich,

das dem politisch Verfolgten 1849 bis 1858 Zuflucht

bot und den idealen Nährboden darstellte

für seine vielleicht fruchtbarste Schaffenszeit.

Opern- und Schauspielhaus spannen für die

Festspiele zusammen und präsentieren das Projekt

«Richard Wager: Wie ich Welt wurde» im

Schiffbau. Es verspricht eine wahre Fantasie

mit Musik aus den Werken Wagners zu werden.

Weiter lässt das Tonhalle-Orchester Zürich an

seinem Eröffnungskonzert Nebensächliches

aus Wagners musikalischem Treibhaus erklingen,

das zu Unrecht im Schatten der grossen

Werke des Musiktheaters steht. Im Schauspielhaus

ist mit «Rheingold» ein Musiktheaterabend

des Regisseurs David Marton zu erleben. Im

Kunsthaus Zürich vermittelt die Theaterkunstausstellung

«Walküren» über Zürich erstmals

einen Überblick über 150 Jahre Wagner-Aufführungen

in Zürich.

Wagner und das Judentum

Aber auch kritische Töne dürfen nicht fehlen.

Richard Wagners in Zürich entstandene Schrift

Die Simpsons vermitteln für ein Millionenpublikum

ein typisch amerikanisches, aber untypisch

aufgeschlossenes Bild von Schwulen und

Lesben. Trotz der Rückgriffe auf Klischees ist

bei den Simpsons fast immer ein intelligenter,

fairer und unterhaltsamer Umgang mit Homosexualität

zu beobachten.

Das Buch wird im Juni im Archiv der Jugendkulturen

erscheinen und dann ebenfalls im Buchhandel

erhältlich sein.

Archiv der Jugendkulturen

Erscheinungsdatum: 26. Juni

24

© Archiv Jugendkulturen

© Universal Music

Sie war die Pop-Sensation 1987: Vanessa Paradis.

Ihr Nr.1-Liedchen «Joe Le Taxi» wurde am

Radio rauf und runter gespielt. Der auf harmlose

französische Lolita getrimmten 15-jährigen

Sängerin wurde damals jedoch kaum mehr als

ein Song zugetraut. Umso grösser die Überraschung,

als niemand Geringerer als Serge Gainsbourg

ihr zweites Album produzierte und selbst

Kritiker davon überzeugte, dass ihre Stimme wenig

Volumen hat, dafür jeden Ton halten kann.

Und als wäre die Musik nicht genug, profilierte

sich Vanessa Paradis auch als Schauspielerin.

Ihre Leistungen in Filmen wie «Elisa» oder

«La fille sur le port» wurden regelmässig ausgezeichnet.

In den frankophonen Ländern stieg

ihr Stern bis hin zum Zenit, wo er bis zum heutigen

Tag verweilt. Unnötig zu erwähnen, dass

Vanessa sich in den attraktivsten Hollywood-

Schauspieler verliebte: Johnny Depp.

Mittlerweile ist diese Beziehung passé, und Vanessa

kann wieder als Künstlerin wahrgenommen

werden. Ihr sechstes Album «Love Songs»

schoss im Mai an die Spitze der französischen

Charts und bietet unwiderstehliche Pop-Chansons.

Ganze 20 Songs sind darauf zu finden und

sollen beweisen, wie fleissig Vanessa Paradis ist.

In der Tat, neben der Musik wird sie Ende Jahr

in dem Hollywood-Streifen «Fading Gigolo» an

der Seite von Woody Allen und Sharon Stone zu

sehen sein.

Vanessa Paradis, Love Songs, Universal Music

© Festspiele Zürich

«Das Judentum in der Musik» steht im Zentrum

einer Podiumsdiskussion im Museum Rietberg,

welche die Hintergründe und Folgen von Richard

Wagners Antisemitismus beleuchtet. So

sehr Wagner über die treusten Anhängerinnen

und Anhänger verfügt, umso mehr muss diese

Tatsache bei den Festspielen deutlich werden.

Das detaillierte Programm:

www.festspiele-zuerich.ch

Zürcher Festspiele – Treibhaus Wagner

14. Juni bis 14. Juli


CRUISER Edition Juni 2013

Kultur

Geschwister Pfister

Der wunderbare Ursli Pfister

und seine nicht minder begabten

Geschwister präsentieren

ihre 11. Show im Theater

am Hechtplatz.

Es hat gut zehn Jahre gedauert, bis nach dem

Grauen des Zweiten Weltkriegs langsam wieder

Bewegung ins geschockte Deutschland kam,

die Menschen Hoffnung schöpften, Ferienträume

blühten, Hausfrauen im Treppenhaus von

Mallorca schwärmten und Kleinfamilien sich

auf den Weg nach Italien machten. Unter der

Regie von Christoph Marti zieht die Familie

Pfister mit.

Aida

Dank dem neuen Festival

«La Perla» wird Mitte August

das Seeufer von Pfäffikon ZH

im Verdi-Jahr zur Opernbühne:

Aida wird gespielt.

Anlässlich des zweihundertsten Geburtstags

von Giuseppe Verdi gelangt sein Meisterwerk

«Aida» zu einer Neuaufführung an einem der

schönsten Seen der Schweiz: In Pfäffikon ZH

wird dazu eine gigantische Seebühne errichtet.

Organisator George Egloff schafft mit diesem

Festival ein Angebot, das in der Deutschschweiz

bisher nicht existierte: «Freiluft-Operninszenierungen

erfreuen sich im benachbarten Ausland,

wie etwa in Bregenz, grosser Beliebtheit.

In der Schweiz gab es bisher abgesehen von

Avenches keinen Anlass in vergleichbaren Dimensionen.

Die ersten positiven Reaktionen

lassen darauf schliessen, dass unser Festival ein

echtes Marktbedürfnis darstellt», so der Opernliebhaber.

Rosie

Im Pink-Apple-Publikumsliebling

kehrt ein schwuler

Schriftsteller in die Heimat

zurück, um seine Mutter zu

pflegen und die Liebe zu entdecken.

Säntis statt Kreuzberg. Als erfolgreicher Autor

mitten in der pulsierenden Stadt und am

Rande der Midlife-Krise reist Lorenz nach Altstätten,

zurück in die grau gebrochene ländliche

Idylle seiner Kindheit. Weil Mutter Rosie

nach einem Schlaganfall nicht ins Altersheim

will und Schwester Sophie mit Weiterbildung

und Ehestress genügend eigene Probleme am

Hals hat, bleibt die Pflege der schrulligen einsamen

Alkoholikerin an ihm hängen. Immer

wieder tritt er die Reise ins Kaff an, sitzt fest

und kommt doch weiter, entdeckt Neues da, wo

© Fokke

Im ersten Auto – einem roten VW Cabriolet –

geht es in den ersten Urlaub. Vater, Mutter, Kind.

Die Reise führt aus dem ebenso farblosen wie

gepflegten Ruhrgebiet der späten 50er über den

Brenner auf einen Campingplatz am Gardasee

und von dort aus auf den Geheimtipp von Ralph

Siegel hin in eine toskanische Taverne, wo

zwischen hängenden Schinken und klebrigen

Fliegenfallen ein grosser Schlagerabend angesagt

ist. Man feiert, verhängt, und bis man in

Rom ankommt, sind da bereits die späten 70er

Jahre eingekehrt. Urban, mondän, wie aus einem

Film Fellinis.

«Wie wär’s, wie wär’s?», die 11. grosse Show der

Geschwister Pfister, gründet auf doppeltem Boden.

Die heile Welt wird an diesem Abend ebenso

gefeiert wie demontiert. Stilmittel sind dabei

die Überhöhung und das virtuose Spiel mit

der Künstlichkeit. Mit Versatzstücken aus der

Werbung, grossen TV-Shows, Spielfilmen oder

historischen Reisedokumentationen baut das

Trio einen hintergründigen Abend zum grossen

Geschäft mit Träumen, Sehnsüchten und Weltfluchtgedanken,

das in seinem Kern bis heute

Bestand hat.

Die Geschwister Pfister in der Toscana

Wie wär’s, wie wär’s?

Theater am Hechtplatz, 13. bis 3o. Juni

© La Perla

Namhafte Solistinnen und Solisten werden auftreten,

unter ihnen auch die Schweizerinnen

Noëmi Nadelmann und Barbara La Faro. Die

künstlerische Leitung obliegt Sergio Fontana,

Gründungsmitglied und während 16 Jahren

künstlerischer Direktor des Opernfestivals

Avenches. Als Regisseur konnte Pier Francesco

Maestrini gewonnen werden. Chorleiter ist der

Engadiner Claudio Danuser.

Festival La Perla – Aida, 9. bis 18. August

www.festival-la-perla.ch

© Cobra Film AG

er es nicht erwartet hätte. Rosie trägt traurige

Familiengeheimnisse auf dem Buckel, und der

vermeintlich unverbindliche One Night-Stand

mit Bauer Mario bleibt keiner. Die grosse weite

Welt ist plötzlich nicht mehr in Berlin zu finden,

sondern in den Erinnerungen einer alten

Frau mit Gram und Schalk, zwischen Kuhglocken

und Baustellen.

13 Jahre nach «F. est un salaud», der damals den

Schweizer Filmpreis gewann, bringt Regisseur

Marcel Gisler endlich wieder Neues auf die Kinoleinwand.

«Rosie» war Eröffnungsfilm in Solothurn,

6fach Quarz-nominiert, und wurde am

Zürcher Pink-Apple-Festival zum Publikumsliebling

gekürt. Die wunderbar facettenreichen

Figuren, die grossartigen Darsteller (allen voran

Sibylle Brunner in der Titelrolle) und die leichtfüssige,

aber nie oberflächliche Art, mit denen

Gisler sich an grosse Themen wie Tod, Liebe und

Unabhängigkeit wagt, machen die Tragikomödie

zu einem «Must See».

Rosie

Cobra Film/Look Now! Ab 30. Mai im Kino

25


Nachgefragt CRUISER Edition Juni 2013

«Spamalot ist wie

Sport!»

Das Musical «Monty Python’s

Spamalot» läuft mit grossem

Erfolg im Zürcher Theater am

Hechtplatz. Schauspieler Rolf

Sommer avancierte darin in

gleich drei Rollen zum Publikumsliebling.

Wir wollten wissen,

wie es ist, in Strumpfhosen

auf der Bühne zu spielen.

Von Daniel Diriwächter

26

CR-Magazin Rolf, du bist der heimliche Star im

Musical «Spamalot». Realisierst du diesen Status?

ROLF SOMMER Vielen Dank für das Kompliment

(lacht)! Sowohl Sir Robin und auch Prinz Herbert

mit seinen goldenen Strumpfhosen sind

zwei ausserordentlich dankbare Rollen, die für

viele Lacher sorgen. Es freut mich sehr, dass beide

Figuren so gut beim Publikum ankommen.

Aber ich glaube, in diesem fabelhaften Spamalot-Team

ist jeder einzelne ein Star.

CR Wartet man ein Leben lang auf eine solche

Herausforderung?

© Christian Knecht, vasistas graphique

SOMMER Für mich persönlich ist es ein Traum,

in «Spamalot» mitzuspielen. Ein Musical von

Monty Python unter der Regie von Dominik

Flaschka, das ist eine wirklich einmalige Kombination.

Solche Chancen bekommt man wohl

nicht oft im Leben.

CR In «Spamalot» musst du spielen, singen

und tanzen. Das ist doch wahnsinnig anstrengend,

nicht?

SOMMER Halleluja, es ist tatsächlich wie Sport

(lacht)! Der Schweiss fliesst in Strömen, denn

auf der Bühne geht voll die Post ab. Dass ich

nach der Show jeweils k.o. bin, merke ich aber

zum Glück erst in der Garderobe!

CR Gibt es eine Szene in «Spamalot», vor welcher

du Respekt hast?

SOMMER Es gibt wohl in jedem Stück irgendeinen

Moment, vor dem man etwas mehr Respekt hat.

Für mich ist es bei «Spamalot» der sogenannte

«Star-Song». Sir Robin zählt darin eine ganze

Reihe von Schweizer Prominenten auf, welche

als Parodie kurz auf der Bühne erscheinen. Der

Song ist sehr temporeich, und ich darf nichts

durcheinanderbringen. Gleichzeitig macht mir

die Szene aber auch grossen Spass, denn der Auftritt

all dieser Promis ist zum Schreien komisch.

CR Ist die Versuchung nicht gross, während

des Spiels laut loszulachen?

SOMMER An den Proben ist das oft passiert, wir

schmissen uns regelmässig hin vor Lachen! Vor

dem Publikum versuchen wir natürlich die

Contenance zu bewahren. Aber ein Schmunzeln

kommt schon mal vor.

CR Im Theater Rigiblick bist du zusätzlich in

einem Liederabend mit Songs von Monty Python

zu sehen. Bist du ein Fan?

SOMMER Beide Produktionen wurden unabhängig

voneinander geplant und könnten unterschiedlicher

nicht sein. Es ist purer Zufall, dass

ich in beiden dabei bin und wie eine Art «Bindeglied»

zwischen Hechtplatz und Rigiblick

stehe. Aber klar, schon als Teenager liebte ich

Monty Python.

CR Musicals sind aber dein Steckenpferd.

SOMMER Ja klar. Ich habe eine Musicalausbildung

absolviert, habe viele Musicals gespielt und fühle

mich daher in diesem Genre zuhause. Mittlerweile

geht es mir aber vor allem darum, in

spannenden Produktionen dabei zu sein. Mein

Herz schlägt genauso laut fürs Sprechtheater,

einen Liederabend oder einen Film.

CR «Spamalot» endet am 8. Juni. Wie geht es

danach für dich weiter?

SOMMER Keine Sorge, ich kehre als Sir Robin und

Herbert zurück! Vom 14. September bis 19. Oktober

werden wir uns wieder auf Grals-Suche begeben.

Bis dahin werde ich im Theater Rigiblick

den Monty-Python-Songs verbunden bleiben

und bin dort ebenfalls im Loriot-Theaterabend

zu sehen. Daneben sind kleinere Solo-Auftritte

geplant. Als Urner werde ich etwa im Rahmen

eines Theater-Dinners Sagen aus meinem Heimatkanton

erzählen. Ich bin selber gespannt,

was noch alles kommt!

Monty Python’s Spamalot

Theater am Hechtplatz, noch bis 8. Juni

www.theaterhechtplatz.ch

Monty Python Songs und andere Verbrechen

Theater Rigiblick, 8. / 14. Juni

www.theater-rigiblick.ch

Rolf Sommer

Rolf Sommer ist in Bürglen (UR) aufgewachsen

und absolvierte seine Ausbildung an der Abraxas

Musical Akademie in München. Er spielte

in den erfolgreichen Musicals «Ewigi Liebi»

sowie «Die Schweizermacher» mit. Am Theater

am Hechtplatz gehört er seit Jahren zum

harten Kern von Dominik Flaschkas «Shake

Musical Company». Weitere Engagements führten

ihn ans Casinotheater Winterthur, ans

Theater Rigiblick, ans Zürcher Opernhaus,

bis hin ins benachbarte Ausland. Auftritte

in Kinofilmen hatte er in «Liebling, lass uns

scheiden» sowie unter der Regie von Michael

Steiner in «Das Missen-Massaker».


PREDIGERHOF GOES PRIDE

AUF DEM TURBINENPLATZ

BARBETRIEB UND

ÄLPLERMACCARONEN

Freitag, 7. Juni 2013

von 17:00 bis 24:00 Uhr

Samstag, 8. Juni 2013

von 14:00 bis 24:00 Uhr

Mühlegasse 15 · 8001 Zürich · www.predigerhof.ch


New Gay Club – SpitalGaSSe5, 8001 ZüriCh – ab 23 uhr

www.heaVeNClub.Ch –

/heaVeN.ZuriCh

Sa 1.6.

Klubnacht

Jose Parra

Steven Redant LA DEMENCE BRÜSSEL

House

Do 6.6.

Aufbruch Zum Neuen Hiv

Ein Abend mit Experten, Medizinern

und Menschen mit HIV, anschliessend

Apéro und Party

ab 19:30 uHr, CHeCkpoint ZüriCH

Pride to Heaven

–ZURICH PRIDE WARM UP

Josè Parra

Clubbetrieb ab 22 uHr, House

Fr 14.6.

Behave

Emre

Nico Pusch

Deep & teCH House

Sa 15.6.

Hell On Heels

Zör Gollin BoyAHkASHA!

Nicki Dyna Mite piNk iNC. HAMBuRg,

iRRENHouSE BERLiN

Fr 21.6.

Electric Heaven

Marco De Rosa CityBoy ZÜRiCH

Nici Faerber MitEiNANDER MuSik

Deep &

teCH House

Sa 22.6.

DUDECUTE!

–RELEASE PARTY

Merte Rox

136° HAMBuRg

open Format, House

Fr 7.6.

Süss War Gestern

–Heute Ist Pride

Polabdul

Zör Gollin

open Format

open Format

Fr 28.6.

Balkan Gay Night

–SUMMER EDITION

Qbass SHow uM 23 uHR

Clubbetrieb ab 22 uHr, balkan beats

bouleVarD CaFé

täglich ab 15 Uhr

Fraxxx mit Dolly uND aFro

jeden Freitag ab 12 Uhr

Sa 8.6.

Haus Of Pride

–Cityboy Meets Lesbeaus

Mel Nagelbein JuMpiNg HoRSE

Strumberg BAgAtELLE 96

Marco De Rosa CityBoy ZÜRiCH

Deep & teCH House

Sa 29.6.

Boyahkasha!

Black Label

–Rihanna-After Party

Louis De Fumer

Raffiness

blaCk musiC


CRUISER Edition Juni 2013

Buch

Grosse

Geschichten

Futter für die Gourmets unter

den Leseratten

Von René Gerber

Der letzte Roman von Bolaño,

in dem ein Professor seinem

Studenten verfällt, der

neue Wälzer von Irving, in

dem ein strauchelnder Held

Geschlechtergrenzen locker

überwindet, Grünbergs dreiste

Nazi-Abrechnung und ein

Klassiker, den es spätestens

mit der aktuellen Verfilmung

neu zu entdecken gilt: Schwule

Figuren in der Literatur haben

viele Seiten. Es lohnt sich,

sie alle aufzuschlagen.

Der queere Bolaño

Euphorisch wurde Bolaños «2066» von Kritikern

als Neuerfindung der Literatur bejubelt, versetzte

Leser in Verzückung wie Verzweiflung und ist

längst zum Kult geworden. Kein Wunder also,

dass der Nachlass des 2003 verstorbenen chilenischen

Poeten bis auf die letzte Seite verwertet

wird. Sein letzter unvollendeter Roman erzählt

die Geschichte des Literaturprofessors Amalfitano,

der nach einer Affäre mit einem Studenten

von Barcelona nach Mexiko emigrieren muss,

in einem Kunstfälscher einen neuen Liebhaber

findet, mit seinem aidskranken Ex in Briefkontakt

bleibt und derweil von einem Polizeichef

beschattet wird. Doch das ist nur die Zusammenfassung

des Plots, die nichts sagt über dieses

radikale Meisterwerk. Manchmal, selten, ist

Kult auch im Literaturbetrieb berechtigt.

Roberto Bolaño: Die Nöte des wahren

Polizisten, Hanser

Der bisexuelle Bill

Grosses Theater in der Kleinstadt: Bill, Sohn eines

abwesenden Soldaten und einer abweisenden

Mutter, wächst hinter der Bühne auf. Die

Mutter ist Souffleuse, der Grossvater spielt sämtliche

weiblichen Rollen und wird später aus dem

Altersheim verwiesen, weil er auch privat nicht

von den Fummeln lassen kann. Bill verliebt sich

in Bücher und in die androgyne Bibliothekarin,

in machoide Ringer und Transsexuelle. Irvings

bester Roman nach «Gottes Werk und Teufels

Beitrag» umspannt ein halbes Jahrhundert, ist

ein berührendes Plädoyer für die Vielfalt der Liebe

und der Lebensformen. Kein anderer erfindet

Figuren auf der Suche nach Freiheit und Identität

wie er und stellt sie auf die Bühne des Lebens,

die alles möglich und vieles schwierig macht.

John Irving: In einer Person, Diogenes

Der schwule Messias

Fast ein Jahrzehnt hat es gedauert, bis der

Diogenes-Verlag es endlich wagte, die tabulose

Religionskritik und schonungslose

Nazizeit-Aufarbeitung des holländischen

Erfolgsautors Grünberg («Blauer

Montag», «Mit Haut und Haaren») auf Deutsch

zu veröffentlichen. Der 16-jährige Basler

Xavier will die Verbrechen seines SS-Grossvaters

sühnen und konvertiert zum Judentum.

Doch seine Beschneidung geht ebenso schief

wie die Übersetzung von «Mein Kampf» ins Jiddische.

Auch die Affäre mit Awrommele, dem

Sohn des Rabbis, macht’s nicht einfacher, und

doch gelingt Xavier der Aufstieg zu Macht und

Ruhm, er wird israelischer Ministerpräsident.

Eine groteske Farce, eine beissende Satire, ein

literarisches Ereignis.

Arnon Grünberg: Der jüdische Messias

Diogenes

Der grosse Gatsby

New York in den 1920ern: Die Feste sind rauschend,

die süssen Träume so zahlreich wie die

bitteren Intrigen. Stoff für Papier und Leinwand.

Buch oder Film also? Unbedingt beides, wenn

man es mit dem Kino-Highlight der Saison und

einer der grossartigsten Erzählungen des 20.

Jahrhunderts zu tun hat! Dringend empfehlenswert,

Baz Luhrmanns opulente Leinwand-

Adaption zu sehen und erst recht, vorher oder

nachher die Vorlage zu lesen. Zwischen den Zeilen

entdeckt man da die homoerotische Beziehung

von Carraway und Gatsby, wie fast immer

in Hollywood-Versionen ausgespart, und eine

Kritik der Vergnügungssucht und des amerikanischen

Traums, die auch in den 20er-Jahren

dieses Jahrhunderts aktuell bleiben wird.

F. Scott Fitzgerald: Der grosse Gatsby, dtv

29


Lifestyle CRUISER Edition Juni 2013

Beauty

Fan di Fendi Acqua

Ein wunderbar sommerlicher Duft ist Fan de Fendi pour Homme Acqua.

Der neue Duft ist frisch, sexy und ungemein maskulin. Die mediterrane

Frische liegt in der gelungenen Komposition aus Zitrusfrucht, Lavendel

und Bergamotte – sie verleiht dem Duft italienisches Flair. Die Herznote

überzeugt mit Salbei, rosa Pfeffer und würzigem Kardamom. Fan

de Fendi Acqua ist – wie das bekannte Modelabel auch – sehr elegant,

stilvoll und luxuriös. Passend für einen Opernbesuch oder eine heisse

Partynacht!

Fan de Fendi pour Homme 50ml CHF 88.–

JBeverly Hills

Auch Männer mögen schönes und geschmeidiges Haar. Hier kommt der neue Daily

Conditioner von J Beverly Hills Men zum Einsatz. Denn die luxuriöse Pflege sorgt

für optimale Feuchtigkeitszufuhr, ohne das Haar zu beschweren, verleiht gesunden

Glanz und verbessert die Haarelastizität. Weiter bildet der Conditioner eine natürliche

Barriere zum Schutz vor freien Radikalen (Rauch, Abgase etc). Ausserdem riecht

er dezent nach Pfefferminze, Avocado und Baobab-Öl. Dann klappt’s auch mit dem

nächsten Date!

Zu kaufen bei Pedro Sanchez, Boutique Coiffure, Kämbelgasse 4, 8001 Zürich

Ermenegildo Zegna Uomo

Eine moderne Duft-Legende vom Meister der Herrenmode. Das ist

Uomo. Der neue Duft aus dem Hause Ermenegildo Zegna; ein aufregendes

Zusammenspiel aus Natürlichkeit und Innovation, eine perfekte

Verschmelzung von Tradition und Luxus, Natur

und Männlichkeit. Der Duft besticht durch eine harmonische

Kombination aus Zegna Bergamotte,

Veilchen, Vetiver und Zedernholz.

Ergänzend zum Parfum gibt es

auch ein erfrischendes Hairund

Bodywash, After Shave

Lotion sowie After

Shave Balm. Ein

unwiderstehlicher

Touch Italianita.

Ermenegildo

Zegna Uomo

30ml CHF 63.–

30


CRUISER Edition Juni 2013

Lifestyle

Farfalla Men

Im Trend liegen besonders Kosmetiklabels in Bio-Qualität. Aktuell

gesehen im Onlineshop GOorganics.ch von Nadia Brönimann, das

100 % auf Naturbrands setzt. Die neue Männerlinie von Farfalla

macht da keine Ausnahme und pflegt den urbanen Mann von heute

mit wertvollen Zutaten von Mutter Natur. Der neue Augen-Rollon

mildert Augenringe sowie Fältchen und erfrischt zudem wunderbar.

Dank Speierlingsknospen-Extrakt glättet der neue Roll-on

auch zuverlässig geschwollene und müde Augen. Anwendung:

Morgens und immer dann, wenn die Augen einen Frischekick brauchen!

Gesehen bei www.GOorganics.ch ab CHF 32.80

BB Tinted Moisturizer

Eine perfekte Haut ist jetzt nicht mehr nur den Damen vorbehalten. Lab Series Skincare for

Men lanciert den revolutionären BB Tinted Moisturizer, ein multifunktionelles, korrigierendes

und regenerierendes Hautpflegeprodukt, welches das Hautbild im Handumdrehen verschönert

und mit Hilfe von Hightech-Technologien auch langfristige Effekte in der Haut bewirkt. Die

deckende Cream ist ein praktisches und zeitsparendes Pflegeprodukt für Männer, die immer

auf dem Sprung sind und selbst in Stresssituationen nicht auf eine ultimative Hautpflege verzichten

möchten. Männer haben immer gerne ein multifunktionelles Werkzeug zur Hand, das

sozusagen alles kann. Der BB Tinted Moisturizer sorgt für perfekte kosmetische Ergebnisse mit

optischen Sofort-Effekten und verfügt auch über wertvolle Langzeit-Pflegeeigenschaften mit

Anti-Aging-Effekt. Unser Favorit!

Ab sofort im Fachhandel ab CHF 66.–

Nivea Men

Nivea Men bietet diese Saison eine ganze Palette an Neuheiten an. Unter anderem den Stress Protect

Deodorant. «Man unterscheidet das so genannte thermische und das stressbedingte Schwitzen»,

erläutert Dr. Thomas Schmidt-Rose, Leiter der Forschungsabteilung Deo bei Beiersdorf. «Das

thermische Schwitzen (z.B beim Sport) ist eine ganz clevere und lebenswichtige Sache, denn es

dient dazu, die Körpertemperatur zu regulieren.» Doch feuchte Achseln und Körpergeruch in

Stresssituationen wie bei einem Vorstellungsgespräch müssen nicht sein. Das neue Nivea Men

Deodorant Stress Protect bietet zuverlässigen Extra-Schutz vor Geruchsbildung und sorgt für

angenehm trockene Achseln – auch in unerwartet stressigen Situationen während 48 Stunden.

Nivea Men Stress Protect Spray, 150 ml, CHF 4.45

Nivea Men Stress Protect Roll-On, 50 ml, CHF 3.95

Versace Eros

Man kann über Donatella Versace denken, was man will – eines muss man ihr

lassen: Sie schafft es wie keine zweite Designerin immer für Gesprächsstoff zu

sorgen! So auch mit ihrem neuen Duft Eros, der Leidenschaft und pure Männlichkeit

versprüht. Ein spektakulärer Duft mit einer leuchtenden Aura aus

intensiver, vibrierender und strahlender Frische – eine Kombination von Minzeblättern,

italienischer Zitrone und grünem Apfel. Seine süchtig machende

Sinnlichkeit besteht aus Tonkabohne, Amber, Vanille und Geranienblüte. Seine

verführerische Maskulinität, symbolisiert durch Zedernholz, Eichenmoos

und Vetiver, verleihen Eros Kraft und pure Potenz (siehe Bild). Für das lieben

wir dich, Donatella!

Ab sofort im Handel, Preis auf Anfrage

31


ORIGINAL INTENSIVCREME –

DENN GURKEN GEHÖREN IN

LONGDRINKS.

Männergesichtspflege muss nicht kompliziert sein.

NIVEA MEN ORIGINAL INTENSIVE FEUCHTIGKEITSCREME, speziell für Männer.

Jetzt neu: verbesserte Formel mit Aloe Vera.

* Quelle: Euromonitor International Limited; NIVEA als globale Marke in der Kategorie Hautpflege für Männer, bezogen auf den Einzelhandelsabsatz 2012.

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CRUISER Edition Juni 2013

Lifestyle

Das Sommer-

Experiment

Mit Personaltrainer und

Ernährungsberaterin fit für

den Beach-Body

von Branko B. Gabriel

Zusammen mit dem Fitness-

Studio Nextlevel, einem Personaltrainer

sowie einer Ernährungsberaterin

wagt

Lifestyle-Redaktor Branko B.

Gabriel ein Experiment: Zehn

Kilo mehr an Gewicht in nur

90 Tagen! Denn auch schlanke

Personen haben Problemzonen.

Muskeln sind gefragt –

besonders bei den Gays!

Foto © Vanessa Bachmann

Da stehe ich nun vor der grössten Herausforderung

in meinem Leben. Ich will innerhalb von

90 Tagen zehn Kilo an Gewicht zulegen. Und

das meiste natürlich an Muskeln. Warum nur

dieses Experiment, und das auch noch öffentlich?

Das erkläre ich gerne: Nicht nur Übergewichtige

haben so ihre Probleme, Selbstzweifel

und Komplexe, auch Untergewichtige leiden,

nur wird sehr selten über sie geschrieben. Das

ist ein Tabu, bei den Gays sowieso.

In den Medien wird seit Jahren darüber berichtet,

mit welcher Diät, mit welchen Fitnessprogrammen

und Übungen man abnehmen und

ein Sixpack bekommen kann. Gelingt es aber

auch – mit Hilfe einer professionellen Überwachung

–, an Gewicht und Muskeln zuzulegen,

ganz ohne illegale Substanzen?

Ich bin es leid, mich immer und überall zu

rechtfertigen, warum ich so schlank bin; denn

schlank – oder besser gesagt dünn – war ich

schon immer. Nach grundlegenden Änderungen

in meinem Leben (fast kein Alkohol mehr),

verlor ich weitere vier Kilos und bin jetzt mit 58

Kilo Gesamtgewicht definitiv untergewichtig –

und das bei einer Grösse von 178cm! Nun will

ich beweisen, dass es möglich ist, mit einem

rigorosen Fitnesstraining und ebensolchem Ernährungsplan

wieder an Gewicht zuzulegen.

Das Experiment beginnt

Nach diversen Gesprächen, Abklärungen, einem

Generalcheck und dem einwöchigen Einführungstraining

startete ich mein Experiment

am 13. Mai beim Fitness-Studio Nextlevel in

Zürich. Das eher kleine und luxuriöse Studio

begeistert durch sein schönes Ambiente und seine

herzliche Atmosphäre. Hier trainiert neben

bekannten Sportlern auch das «Who is Who»

der Zürcher Szene.

Mein persönlicher Personaltrainer Raphy

Biedermann stellt mir ein zünftiges Fitnessprogramm

zusammen, das bereits jetzt dreimal die

Woche mit einer 40-Minuten Lektion aufwartet.

So wachsen meine Muckis schneller, und

Raphy steht mir auch mit Rat und Tat zur Seite.

Nach den ersten Lektionen habe ich dermassen

Muskelkater, dass ich mich fast nicht bewegen

kann und Mühe habe, die Übungen fortzusetzen.

Aber: So muss es sein, schmunzelt Raphy. Ohne

Fleiss kein Preis, oder besser gesagt keine Muskeln.

Das Gute bei einem Personaltrainer ist, das

er alles überwacht und auch weiss, wie er dich

motivieren kann, denn für so ein intensives Programm

braucht man ausser Durchhaltewillen

vor allem Disziplin und Nerven aus Stahl.

Neben einem ausgewiesenen Personaltrainer

gehört auch eine erfahrene Ernährungsberaterin

dazu. Im gleichen Haus befindet sich die

Praxis von Sandra Heeb. Sie stellt mir einen

optimalen Ernährungsplan zusammen und

weiss, welche ernährungsergänzenden Präparate

für mich in Frage kommen und auf was ich

bei meinen Mahlzeiten achten muss. Das Interview

dazu und weitere spannende Infos sind ab

Juni auf meinem Fitnessblog unter Lifestyle auf

www.cr-magazin.ch zu lesen. Ebenso, wie sich der

Proband fühlt, und ob das Experiment gelingt.

Mit freundlicher Unterstützung von unseren

Partnern:

Suunto Sportuhren, Salomon, Powerfood,

Athleticum, Fitnessstudio Nextlevel und

health and vitality

www.powerfood.ch, www.athleticum.ch,

www.nextlevelpt.ch, www.healthandvitality.ch

33


Gesundheit CRUISER Edition Juni 2013

Mein Freund hat sich in ein

Mädchen verliebt!

Hallo Dr. Gay

Ich bin seit fünf Monaten mit meinem Freund zusammen. Vor zwei Tagen

sagte er mir, dass er vielleicht doch nicht schwul sei und Interesse an

Mädchen haben könnte. Das hat mich natürlich verletzt, und wir haben

gestritten. Er sagt zwar immer noch, dass er mich liebt und dass er mit

mir zusammen sein will, aber ich bin verunsichert. Wir haben schon viel

darüber geredet, aber ich habe keine Lust, wegen einem Mädchen sitzen

gelassen zu werden. Was soll ich tun?

Gruss, Max, 17

Hallo Max

Es ist verständlich, dass du verunsichert bist. Leider gibt es in der Liebe aber

keine Garantien. Dein Freund ist noch in der Coming-out-Phase, und ihm

ist offenbar noch nicht klar, zu welchem Geschlecht er sich hingezogen

fühlt. Lass ihm die Zeit, die er braucht. Versuche, ihm zur Seite zu stehen

und ihn zu unterstützen, egal, welche sexuelle Orientierung er schlussendlich

einschlägt.

Immerhin kannst

du es als Vertrauensbeweis

werten, dass

er sich dir anvertraut

und von sich aus von

seinen Problemen

mit dem Coming-out

erzählt. Schlussendlich

kann aber nur

er selber sagen, ob er

schwul ist oder nicht. Wenn er sich doch für das andere Geschlecht entscheidet,

wird dir nichts anderes übrig bleiben, als es zu akzeptieren

und ihm das Beste zu wünschen.

Alles Gute, Dr. Gay

HIV-Infektion in nur

5 Sekunden?

Hallo Dr. Gay

Mein Freund und ich haben immer wieder mal Sex mit anderen Männern. Am

letzten Wochenende hat er im Darkroom jemanden gefickt, und dabei ist das

Kondom gerissen. Wir nehmen beide Safer Sex ernst und überprüfen beim

Ficken mit anderen Kerlen immer wieder, ob der Gummi noch intakt ist. Er

ist sich darum absolut sicher, dass er nur etwa 5-10 Sekunden mit kaputtem

Gummi gefickt hat. Meine Fragen dazu: ist eine HIV-Infektion so schnell möglich?

Müssen wir nun drei Monate lang Gummis benutzen, bis er einen Test

gemacht hat? Oder kann man den Test allenfalls schon früher machen? Es

wäre eh an der Zeit, dass wir mal wieder einen gemeinsamen Test machen.

Gruss, Christian, 34

Hallo Christian

Bei einem gerissenen Kondom ist das HIV-Risiko von der Dauer der Exposition

abhängig, welche im Fall deines Freundes mit 5 – 10 Sekunden kurz

war. Neben der Expositionsdauer sind aber auch noch andere Faktoren wie

z.B. die Virenlast oder der Zustand der Schleimhäute

massgebend. Weil diese Faktoren bei der

vorliegenden Situation nicht bekannt sind, ist

es schwer zu sagen, wie hoch das Risiko tatsächlich

war. Eines steht aber fest: ein gerissener

Gummi ist ein mögliches HIV-Risiko. Ihr

könnt dies zum Anlass nehmen, wieder mal einen

gemeinsamen HIV-Test machen zu lassen.

Ein solcher ist bereits 15 Tage nach der Risikosituation

möglich. Nach 3 Monaten sollte aber

noch ein Bestätigungstest gemacht werden.

Das bedeutet für euch, dass ihr in der Beziehung für 3 Monate Gummis

benutzen solltet.

Alles Gute, Dr. Gay

Eine Dienstleistung der Aids-Hilfe Schweiz

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CRUISER Edition Juni 2013

Gesundheit

Pia

Legt euch die Disco-

Hose parat!

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer,

aber ein alkoholisches Mischgetränk im Freien

genossen ist ein guter Anfang. Denn als man

am Morgen des 20. April aus dem Fenster sah,

wusste man ja nicht genau, ob das nun der letzte

oder schon wieder der erste Schnee war. Aber

sei’s drum. Wir sind ja schon zufrieden, wenn

wir wenigstens am Pride Festival mal den Faserpelz

ausziehen können. Ich hoffe, ihr habt

euch diesen Termin reserviert? Das Pride Festival

findet vom 7. bis 9. Juni auf dem Turbinenplatz

statt, der Demonstrationsumzug startet

am Samstag, 8. Juni, um 14 Uhr. Und für alle,

die vergessen haben mitzuzählen: Es ist dieses

Jahr das 20. Pride Festival in Zürich – ein Grund

mehr, sich wieder mal mit vollem Einsatz den

sozialen Kontakten zu widmen und in Brot und

Spiele zu investieren. Das diesjährige Motto lautet

übrigens «All Families Matter», und gemeint

sind namentlich die Regenbogenfamilien und

das noch immer ausstehende Adoptionsrecht

für gleichgeschlechtliche Paare. Und unabhängig

davon, ob dieses Thema für euch aktuell ist

oder gar nicht: Es besteht kein Zweifel daran,

dass es am Abend auf dem Turbinenplatz und

an den Parties in den umliegenden Clubs heiss

zu und her gehen wird, also legt euch schon mal

die Disco-Hose parat.

Apropos «heiss»: Wenn die Körpertemperatur

steigt, dann muss das nicht immer eine hormonelle

Reaktion auf den geilen Typen in der

S-Bahn sein. Wenn Du plötzlich einen schweren

Kopf hast, muss das nicht zwingend ein Kater

sein – vor allem dann nicht, wenn du vorher gar

nichts getrunken hast. Und wenn du zu Hause

vor der Glotze fröstelst, obwohl alle bereits

in der Badi liegen, dann solltest du unbedingt

nicht nur an eine Sommergrippe denken. Vor allem

nicht, wenn du vor kurzem (ca. ein bis zwei

Wochen) eine Risikosituation hattest. Mit erhöhter

Temperatur und Grippesymptomen manifestiert

sich unter Umständen eine Primoinfektion.

Die kurze Zeit direkt nach der Ansteckung

mit dem HI-Virus, in der die Virenkonzentration

im Körper und somit auch die Gefahr einer

Übertragung am höchsten sind. Natürlich muss

man nicht jedes Mal zum Schnelltest ratzen,

sobald man mal eine heisse Birne hat. Könnte

ja durchaus auch vom Sport oder vom Sonnenbrand

kommen. Aber das Thema sollte schon

irgendwie aufleuchten. Jeder weiss selber, ob

es «sein könnte», und wenn man zwischen den

Grippesymptomen und dem letzten Sexdate einen

Zusammenhang herstellen kann, dann ist

es ratsam, fair und gut, einen Test zu machen.

Und wenn ich euch in der nächsten Zeit mit

vielsagendem Blick einen Fieberthermometer

zustecke, dann hat das nicht mit einer neuen

Runde SARS oder Vogelgrippe zu tun, sondern

dient einzig und alleine dem Zweck, dass ihr

den Begriff Primoinfektion auch nach Breakthe-chains

weiterhin auf dem Schirm habt. Damit

wir unsere Community sicherer machen.

Und jetzt muss ich meine Disco-Hose bügeln.

Wir sehen uns an der Pride, wer’s verpasst, ist

für immer selber schuld. Judihui, ich freu mich

auf euch.

Eure Pia

Eine Dienstleistung der Zürcher Aids-Hilfe

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35


Agenda CRUISER Edition Juni 2013

FR 31. Mai

Luzern

22.00 Frigay Night: happy sound for happy

people@The Loft Haldenstrasse 21. Special

night. DJs Simon S - the Live DJ Concert

(Miami) & C-Side. Boys ab 18, Girls ab 20.

St. Gallen

18.00 Badehaus: Mann-o-Mann St. Jakob-Strasse

91. For Bears and Friends

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Mask Gangbang Party

20.00 Katholische Gewissensnot: Gibs zu, du

stehst drauf! Monolog von Irvine Welsh. Mit

Pascal Holzer. Keller 62, Rämistrasse 62. Bis

1.6., jeweils 20h

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren

Suck & Fuck-Friday

22.00 Lollipop Party: auf 4 Ebenen! Lollipop

Floor: Schlager, Schweizerhits, Mallorca,

Klassiker & Canzoni; Wannabe Floor:

80er/90er Party Hits; Après Suisse Floor:

Die grössten Pistenheuler und Hitparaden

Knaller. Plus Karaoke Lounge. X-Tra, Limmatstr.

118. Infos www.lollipopparty.ch

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Scream &

Shout. DJs Louis de Fumer & Pra-Vos

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Sportswear &

Sneakers

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter

Dresscode Open sector

23.00 Last Kiki@Pfingstweide: Pfingstweidenstr.

12. Bevor das Lokal abgerissen wird, gibt

es noch eine tolle Kiki-Party. DJs Marco de

Rosa, Sandro Delano, Juen & Bach. Host

BlackCat. Infos www.yourkiki.ch

Anzeige

Juni 2013

SA 01. Juni

Bern

23.00 Anklang: kleinkariert mit Xylophée &

Komplementär. Im Frauenraum, Reitschule

Thurgau

15.00 HOT BBQ in Waldhütte Heidelberg:

in Aadorf (nördlich Freibad Aadorf, Strasse

Aadorf - Wittenwil). Essen vom Grill ab ca.

18.30h. Salate, Beilagen, Grillgut etc. Fr. 25.–

für Essen inkl. Getränken. Anmeldung an

anmeldung@hot-tg.ch

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Bären Sex Party

19.30 z&h Schwule Studis: an Uni & ETH Semesterendparty.

Genaue Infos unter

www.zundh.uzh.ch oder fb.com/zundh

20.00 Katholische Gewissensnot: Gibs zu, du

stehst drauf! Monolog von Irvine Welsh.

Mit Pascal Holzer. Keller 62, Rämistrasse 62

20.00 Spamalot - Die Ritter der Kokosnuss:

Musical von Eric Idle und John Du Prez

unter der Regie von Dominik Flaschka. Theater

am Hechtplatz. Bis 8.6. Mo - Sa um 20h,

So 17h. Infos www.theaterhechtplatz.ch

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Cruising-

4men

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-

Anlass Leather & Rubber gear-up

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Discoparty

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Klubnacht.

DJs Steven Redant & José Parra

SO 02. Juni

Zürich

13.30 L-Punkt: LesBians@ETH & UZH Where is

Ms. X? L-Punkt lädt zur Verfolgungsjagd ein

wie beim Brettspiel Scotlan Yard, aber live.

Treffpunkt ist um 13.30h am Predigerplatz.

Infos i-punkt@websites.uzh.ch

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Old & Young

20.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,

Schlieren. sportsCODE - no spotswear no

entry!

20.00 Tanzleila@Exil: Party von Frauen für

Frauen. Ab 20h Salsa, ab 21h DJ Madame

Chapeau (Sommer-Disco), ab 23h DJ Beatween

(Disco deluxe)

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 80s-Party

MI 05. Juni

Zürich

19.00 Alarmierende Suizidgefahr bei LGBTs:

Öffentliche Podiumsdiskussion im Zentrum

Karl der Grosse, Kirchgasse 14. Gäste

David Garcia, Mrcel Bührig, Marco Fritschi,

Gregori Schmid, Renato Pfeffer, Odilo

Lamprecht, Thomas Fuchs. Moderation

Christian Scheck. Eintritt frei

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Naked (Mask) Party. Masken können für

Fr. 5.– gemietet werden

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240

Milchbüechli-Geburtstag & Pride-warm up

mit DJ Sauvage & special Guests

21.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Underwear

(obligatorisch) & naked (freiwillig)

Dr. med. dent.

Martin Lehner

Limmattalstrasse 25

8049 Zürich

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Ästhetische Zahnmedizin - Bleaching - Composite-Füllungen - Dentalhygiene - Implantate

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CRUISER Edition Juni 2013

DO 06. Juni

Zürich

19.00 Queeramnesty: Podiumsdiskussion zu

Russland im Helsinki Klub, Geroldstrasse 35

19.00 Bi-Treffpunkt: offener Treff für bisexuelle

Männer und Frauen 19h Treff im Café Rathaus,

Limmatquai 61 zum Apéro, dann ab

20.15h im HAZ-Centro, Sihlquai 67 zu geleiteten

Gesprächen zum Thema Bi-Sexualität

und Polyamory

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Balkan Gay Sexparty

19.30 Checkpoint goes Pride: Aufbruch zum

neuen HIV Ein Abend mit Experten, Medizinern

und Menschen mit HIV. Club Heaven,

Spitalgasse 5. Anschliessend Apéro. Infos

www.checkpoint-zh.ch

20.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,

Schlieren. Mega Nackt-Party

22.00 Pride to Heaven: Zurich Pride warm up DJ

José Parra. Heaven Club, Spitalgasse 5

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 80s-Party

FR 07. Juni

Zürich

08.30 Fachtagung «All Families Matter»:

Vielfältige Familien bilden - Denkanstösse

für eine integrative Bildungs- und Familienpolitik.

Uni Zürich, Hörsaal KOL-F-101. Infos

und Anmeldung über www.allfamiliesmatter.ch

19.00 Zurich Pride: Festival@Turbinenplatz

diverse KünstlerInnen und DJs. Infos

siehe www.zurichpridefestival.ch

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Masken Gang Bang Party

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20.00 Gay Bikers Zürich: Höck am Zurich Pride

Festival auf dem Turbinenplatz

20.00 Riverside the Helden Pool Party:

Die Heldenbar als Wellness-Oase. Pools &

Cocktails. Lebanese Mezze & Shish Poolside

BBQ presented by The Ferdinands. 8 x 1h

DJ Sets by DJs Polabdul, Prolodisko, The

Dramaqueens, Chris, Lässig (aka Wollana),

Wheel, Miss Flash Champagne & surprise DJ.

Provitreff, Sihlquai 240. Party Fr. 15.-, Party

inkl. Mezze & Shish vom Grill Fr. 35.-. Ticketvorverkauf

über www.theferdinands.ch

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren Pride warm up

23.00 Official Zurich Pride: Night Paradise Garage@Supermarket

vs I think he/she is gay@

Moods 1 Ticket, 2 Clubs. Supermarket, Geroldstr.

17 mit House/Techno & Moods im

Schiffbau, Schiffbaustr. 6 mit Partytunes/

Mash up. DJs Gabriele Carasco, Ken Karter,

Philipp Meiner, Luca Papini, Juiceppe, Peeza,

Dynam!ke, Angel O & Ajaxx

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Süss war

gestern (Heute ist Pride). DJs Polabdul & Zör

Gollin

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 House-Party

(Leermond)

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter

Dresscode Open sector - no dresscode

SA 08. Juni

Zürich

13.00 Warm up: mit Nationalrätin Chantal Galladé

Politische Rede auf dem Turbinenplatz

14.00 Zurich Pride: Paradeumzug durch die

Innenstadt Start Helvetiaplatz mit Ziel

Werdmühleplatz. Genaue Umzugsroute

wird noch auf www.zurichpridefestival.ch

bekanntgegeben

Agenda

15.00 Zurich Pride Festival@Turbinenplatz:

diverse KünstlerInnen und DJs. Infos siehe

www.zurichpridefestival.ch

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Armband Party

22.00 come together: 30+ Party@Zurich Pride

Festival DJs Luca Paganini & She DJs Mary &

Little Miss Swede. Acanto, Pfingstweidstrasse 6

22.00 Official Pride Party: Wonderworld Party

– The Burlesque Pride Edition 4 Floors, 9

internationale und nationale DJs. Trisha

live on Stage. Mainfloors: DJs Chris Bekker,

Chris Montana, Ajaxx. Popfloor: DJ Wollana.

Underground/Fetischfloor: DJs Max del Principe

& Mr. Mola. Ladiesfloor: DJanes Madame

Léa, Sabaka & Heldin im Chaos. Dress in

red to impress. Im X-tra, Limmatstrasse 118.

Tickets Fr. 45.- / Kombi inkl. Afterhour@alte

Kaserne Fr. 65.- über www.ticketcorner.ch

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Pride blowup

party - cruising

23.00 Pride Ladies Night: Pink Lady Deejay &

The Wonderland Dancers. DJs Mary & Ambient

P. Alte Kaserne, Zeughaus 5, Kanonengasse

16. Women only!

23.00 Ride@Zurich Pride Festival: Go deeper

Underground... DJs Gregor Tresher, Pazkal,

Jram & Juen. Pfingstweide, Pfingstweidestr.

12. Fr. 28.-, mit Flyer Fr. 23.-. Presented by

Rollkoffer, Kiki & gay.ch

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-

Anlass Full Fetish & Sportswear

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Cruisen

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Haus of Pride.

Cityboys meets LesBeaus. DJs Strumberg,

Marco De Rosa & Mel Nagelbein

37


Agenda CRUISER Edition Juni 2013

23.00 Family Affair: the Original Gays & Friends CSD-Special Party inkl.

Afterhours. DJs Frisk, Vasco, Franco, Thomi B, Mental X & Jesse Jay.

Supported by Shaft. Im 696 Club, Badenerstrasse 696. Fr. 25.-. Infos

www.696club.ch

SO 09. Juni

Zürich

05.00 Pride Festival Wonderworld Afterhour: DJs Ajaxx, Mola & Max Del

Principe. Alte Kaserne, Kanonengasse 16. Tickets Maintparty X-Tra Fr. 45.-

/ Kombi inkl. Afterhour@alte Kaserne Fr. 65.- über www.ticketcorner.ch

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen. U45 (35-45)

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Schlagerparty

DI 11. Juni

Bern

20.00 Uncut: warme Filme am Dienstag im Kino der Reitschule. «Zwei Mütter»,

D 2013, Digital 75 Min, D. Bar ab 20h, Film um 20.30h. Infos www.

gaybern.ch/uncut

MI 12. Juni

Bern

18.30 3gang in der Villa Stucki: Seftigenstrasse 11. Essen und Kultur. Treffpunkt

für das translesbischwule Bern. Apéro-Bar ab 18.30h, Abendessen

ab 19.30h. Zudem noch Jassabend

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen. Bukkake Mask Party Naked only

21.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Naked (obligatorisch)

DO 13. Juni

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen. Mega Sklavenmarkt

20.00 Die Geschwister Pfister: Uraufführung des neuen Programms «Wie

wärs, wie wärs?» Eine Zeitreise um Italien zu entdecken. Ursli & Toni

Pfister, Fräulein Schneider und dem Jo Roloff Trio. Mo - Sa um 20h, So

18h. Infos www.theaterhechtplatz.ch

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Worker-Party

FR 14. Juni

Zürich

18.00 LMZ: der Schwule Schweizer Motorradclub Parc naturel régional du

Haut-Jura. Tour bis 16.6. Infos www.lmz.ch

Anzeige

Die ZÜRCHER AIDS-HILFE –

Fachstelle für sexuelle Gesundheit (ZAH)

hat den Auftrag, die Prävention von HIV und anderen sexuell

übertragbaren Infektionen (STI) sicherzustellen und HIV-positive

Menschen und deren Angehörige zu beraten und zu begleiten.

Für die Präventionsarbeit bei der Zielgruppe Männer,

die Sex mit Männern haben (MSM) suchen wir per sofort

oder nach Vereinbarung einen

Bereichsleiter MSM

80-100%

Weitere Details zur ausgeschriebenen Stelle entnehmen Sie

bitte unserer Homepage:

www.zah.ch oder

www.checkpoint-zh.ch

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Big Stuten-Markt

19.30 HAZ-Centro: Sihlquai 67. Freitags-Centro mit speziellem kulinarischem

Angebot präsentiert von Toni

20.00 LMZ: der Schwule Schweizer Motorradclub Stamm im Restaurant

Moléson, Grüngasse 7,

8004 Zürich

20.00 gay: my way: Schwule Männer im Coming-out Treff im HAZ-Centro,

Sihlquai 67. Coming-out Gespräche in Kleingruppen

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren Cum, cruise & enjoy

22.00 Lollipop Party: Party auf 4 Ebenen. Lollipop Floor: Schlager, Schweizerhits,

Mallorca, Klassiker & Canzoni mit DJs Rolly & Wollana; Wannabe

Floor: 80er/90er Party Hits mit DJs Adrinardi & Timon; Après Suisse

Floor: Die grössten Pistenheuler und Hitparaden Knaller mit DJ Schneekönig,

Badi & Freunde. Plus Karaoke Lounge. X-Tra, Limmatstr. 118.

Infos www.lollipopparty.ch

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Behave. DJs Emre & Nico Pusch mit Deep-

House & Tech-House

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Cruisen

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter Dresscode Friday naked

SA 15. Juni

Basel

19.00 GayBasel Schiff: Die Basler Gay-Szene trifft sich zur gemeinsamen Sause

auf dem Schiff, Westquaistrasse, Hafen Basel. DJs Taylor Cruz, Mary,

Angelo, Klangfieber, Christian Ribeau Deep Bros uvm. Afterhours im

Club Saxo. Tickets über Starticket ab Fr. 24.-. Vorverkauf auch über

Zischbar am 28.5., 4 & 11.6. oder Fotoppresto, Rebgasse 13. Infos www.

gaybasel.ch/schiff

Bern

21.00 HAB-Schlagerparty: im Rahmen des Sommerfestes Villa Stucki, Seftigenstrasse

11. Gratiseintritt

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen. Oral Orgie

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Shirt off! Gaymenparty

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-Anlass Shirt off! Gaymenparty

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 80s-Party

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Hell on Heels. DJs Nicki Dyna Mite & Zör

Gollin

SO 16. Juni

Basel

05.00 GayBasel Schiff Afterhour: Party im Saxo, Theaterstrasse 4

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen. Partner Day: 60+

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Disco-Party

DI 18. Juni

Aarau

20.00 Aarglos: Lesbengruppe Treff Summertime. Infos & Anmeldung bis 4.6.

bei schlifer@hotmail.com

Bern

20.00 Uncut: warme Filme am Dienstag im Kino der Reitschule. «Nate &

Margret», USA 2012, Digital 77 Min, E/d. Bar ab 20h, Film um 20.30h.

Infos www.gaybern.ch/uncut

MI 19. Juni

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen. Naked Mask Party

21.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Underwear (obligatorisch) & naked (freiwillig)

DO 20. Juni

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen. Rimming Party

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 House-Party

38


CRUISER Edition Juni 2013

FR 21. Juni

Luzern

22.00 Frigay Night: happy sound for happy

people@The Loft Haldenstr. 21 DJs Pra-Vos &

C-Side. Boys ab 18, Girls ab 20

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen. FF

& Stutenmarkt

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren Kick-off!

Sports & Sneaks

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Electric

Heaven. DJs Nici Faerber & Marco De Rosa

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 80s-Party

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter

Dresscode Kick-off! Sports & Sneaks only

SA 22. Juni

Fribourg

12.13 Pride 2013: Fribourg Um 12.13h öffnet

das Pridedorf auf dem Plateau de Pérolles.

13.13h Versammlung für den Umzug mit

Ansprachen und musikalischen sowie

künstlerischen Überraschungen beim

Théâtre Equilibre, 14.13h startet der

Umzug durch Fribourg. Ab 16.13h diverse

Veranstaltungen/Konzerten mit Schwestern

der Perpetuellen Indulgenz, Zelda Zonk,

Roberto Nihil, Fishermans Groove, Loraine

Cotting, Catherine D oex und Gallavin, Die

Freundinnen von Edmond, Greta Gratos.

Ab 23.13h Offizielle Pride Party mit Tyger

The Future - Divatlantique Impératrice und

DJ PaRaDox, VJs Sophie Le Meillour & LA

Clandestine.

Im Kartel Klub. Fr. 25.- (Vorverkauf Fr. 20.-).

Infos www.pride2013.ch

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Brusthaarlover Party

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Cruising

unlimited

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-

Anlass Erection - Full Fetish

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Vollmond-

Party

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Dudecute!

Release Party. DJ Merte Rox. Zudem werden

sicher einige sexy Sportler anwesend sein,

welche nach dem 15. Internationalen

schwullesbischen Badminton-Turnier von

Gaysport Zürich zur Party kommen werden

23.00 Shaft Männernacht: No dick - no entry!

DJs Basil Sue, Frisk & Willi P. Die Legende

kehrt zurück! 696 Club, Badenerstrasse 696.

Infos www.shaft.ch & www.696club.ch

23.00 Jack Party: Special guest DJs Jake Shears

(Scissor Sisters DJ Set) & Sammy Jo (Scissor

Sisters Tour DJ). Zudem DJs Juiceppe & Zör

Gollin. Im Festsaal (Kaufleuten), Pelikanplatz.

Infos www.jackcompany.com

SO 23. Juni

Ganze Schweiz

07.00 Les lacets roses: Tour aus das Sunniggrätli

im Kanton Uri. Zürich ab 07.09h. Arth Goldau

ab 07.53h, Erstfeld ab 08.28h, Intschi

Seilbahn an 08.42h. Treffpunkt 08.25h

Erstfeld hinter Bahnhof oder 08.42h Talstation

Luftseilbahn Intschi-Arnisee. Nur

bei schönem Wetter. Infos Orlando Notter

orlandonotter@hotmail.com

Zürich

08.00 Gay Bikers Zürich: Tagestour. Genaue

Infos über www.gaybikers.ch

10.00 HAZ Outdoor:

Velotour ins Zürcher Oberland. Genaue

Infos unter www.haz.ch/outdoor/aktuell

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

XXL-Freunde Party

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Cruisen

DI 25. Juni

Bern

20.00 Uncut: warme Filme am Dienstag im Kino

der Reitschule. «Hors les murs», Belgien

2012, Digital 98 Min, F/d. Bar ab 20h, Film

um 20.30h. Infos www.gaybern.ch/uncut

MI 26. Juni

Bern

18.30 3gang in der Villa Stucki: Seftigenstrasse

11. Essen und Kultur. Treffpunkt für das

translesbischwule Bern. Apéro-Bar ab

18.30h, Abendessen ab 19.30h

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Naked Bukkake Party

21.00 Magnusbar:

Magnusstr. 29 Naked (obligatorisch)

DO 27. Juni

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Mega Sklavenmarkt

19.30 z&h Schwule Studis an Uni & ETH:

Sommerznacht auf der Werdinsel.

Genaue Infos unter www.zundh.uzh.ch

oder fb.com/zundh

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Cruisen

FR 28. Juni

Winterthur

18.00 WILSCH am Albanifest: vom 28.6. bis

30.06.2013. Zum 20-jährigen Bestehens

des Vereinslokals Badgasse 8 wird die

Veranstaltung speziell. Spaghettiplausch,

Festwirtschaft, Barbetrieb, Kuchenbuffet.

Infos www.badgasse8.ch

Agenda

Zürich

18.00 Checkpoint im Gespräch@Bubbles:

Werdstrasse 54. Anmeldung nicht erforderlich.

(kein Treff Juli, August und Dezember)

Wenn Männer Opfer werden. Die Opferberatungsstelle

Zürich über ihre Angebote

und über das Opferhilfegesetz. Ab 18h

Apéro, 19h Information und Diskussion mit

Guido Ginella, ab ca. 20h Essen, wer will

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Mask-GangBang-Party

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren XXL naked

Party Supersize. Fr. 39.- inkl. Garderobe &

Getränke (exl. Spirituosen)

22.00 Lollipop: Party auf 4 Ebenen! Lollipop

Floor: Schlager, Schweizerhits, Mallorca,

Klassiker & Canzoni; Wannabe Floor:

80er/90er Party Hits; Après Suisse Floor:

Die grössten Pistenheuler und Hitparaden

Knaller. Plus Karaoke Lounge. X-Tra, Limmatstr.

118. Infos www.lollipopparty.ch

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Balkan Gay Night

- Summer Edition. DJ Qbass. Show um 23h mit

Denny und ihre Balkan Boys & (Drag-)Girls

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Sportswear &

Sneakers

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter

Dresscode XXL naked Party Supersize

SA 29. Juni

Basel

23.00 Cream - The queer Summer Party:

DJs Taylor Cruz & Mary (House & Electro

House) im Unionssaal im Volkshaus Basel,

Rebgasse 12

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

U30-Sauna Party

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Cruising

unlimited

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-

Anlass Piss-off. Bierpass 3 für 2

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Disco-Party

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Boyahkasha!

Black Label. Rihanna-After-Party. Vinyl wird

aufgelegt. DJs Louis de Fumer & Raffiness

SO 30. Juni

Thurgau

15.00 GO! GayOstschweiz!: Grill-Plausch im Zelt

beim GO! Lokal, Frauenfelderstr. 100, 9548

Matzingen. Silvolles Ambiente an weiss

gedeckter Tafel. Anmeldung bis 27.6. unter

anmeldung@go-club.ch oder 052 366 00 17

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Partnerday. Dick & Dünn-Party

21.00 Cube@Club Bellevue: Rämistrasse 6 /

Freieckgasse. Gay-Sonntag

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 80s-Party

Impressum

Herausgeber und Verleger: AfM-Publikationen, Martin Ender

Redaktion und Verlagsadresse: AfM-Publikationen, Martin Ender, Mühlebachstrasse 174, Postfach, 8034 Zürich, Tel. 044 388 41 54, Fax 044 388 41 56, info@cruiser.ch

Infos für die Agenda: agenda@cruiser.ch

Infos an die Redaktion: redaktion@cruiser.ch

Redaktionelle Mitarbeit: Martin Ender (Chefredaktor), Daniel Diriwächter (Stv. Chefredaktor), Lola Sara Arnold-Korf, Thomas Borgmann, Charly Büchi,

Branko B. Gabriel, René Gerber, Oliver Hölcke, Hanspeter Künzler, Michael Lenz, Alex Rudolf

Fotograf: Stefan Büchi, talk@stefanbuechi.ch

Grafik / Layout: Deny Fousek, Bertastrasse 1, 8003 Zürich Litho: Beni Roffler, Letzigraben 114a, 8047 Zürich

Inserate: AfM-Publikationen, Martin Ender, Postfach, 8034 Zürich, Tel. 044 388 41 54, Fax 044 388 41 56, anzeigen@cruiser.ch

Druck: Neue Luzerner Zeitung AG, Auflage: 15 000 Exemplare, 10 Ausgaben jährlich

39


JACK

SATURDAY 22 JUNE 2013

JAKE

SHEARS

DJ SET

SAMMY

JO

SCISSOR SISTERS

TOUR DJ

SUPPORTED bY

JUICEPPE AND ZÖR GOLLIN

FROM 11 PM UNTIL LATE, FESTSAAL

PELIKANPLATZ ZURICH, SWITZERLAND

WWW.JACKCOMPANY.COM

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HIGH_153258_JACK_Cruiser_Zeitung _215x290 1 17.05.13 11:11

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