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Spezial Fassadenpreise 2015

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Spezial

Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure e. V.

Fassadenpreise 2015

Fassadenwettbewerb der Stadt München

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Vorwort

Inhalt

Liebe Leserinnen und Leser,

liebe Münchner Hausbesitzerinnen

und Hausbesitzer,

bereits seit über 45 Jahren verleiht die

Landeshauptstadt München den Fassadenpreis

für hochwertige Fassadensanierungen.

Dabei erreichen uns jedes Mal

zahlreiche Bewerbungen von engagierten

Bauherrinnen und Bauherren, die ihre vorbildlich

ausgeführten Projekte vorstellen.

Was heute kaum noch bekannt ist ist die

Tatsache, dass der Fassadenpreis ursprünglich

aus dem Wunsch heraus ins

Leben gerufen wurde, die vielfach vernachlässigten

und verschmutzten Fassaden

der damals weitgehend nicht geschätzten Bauten des Historismus

und des Jugendstils zu erhalten und zu revitalisieren. Renovierung bedeutete

damals oftmals schlichtweg Abschlagen der Stuckelemente, um

eine „moderne“ Fassade zu erhalten. Der Fassadenpreis sollte in seinen

Anfangsjahren ein Ansporn sein, sich wieder intensiver mit der Gestaltung

historischer Fassaden auseinanderzusetzen. Die Fassaden sind als

Gesichter der Häuser ein wichtiger Teil unseres kulturellen Erbes und sollen

im bestmöglichen Zustand für nachfolgende Generationen erhalten

bleiben.

Über die Jahrzehnte hinweg hat sich die Zielsetzung des Preises erweitert

und auch jüngere Bauepochen miteinbezogen. Dies führt unmittelbar

dazu, dass wir uns auch intensiv mit der Gestaltung der Nachkriegsarchitektur

befassen. Anders als bei den Fassaden des Historismus und des

Jugendstils sind die Häuser der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg von

einer sparsamen Bauweise mit oftmals sehr subtilen Detailsausbildungen

und Dekorationsformen geprägt.

Dieses Jahr wurden aus einer großen Anzahl von Bewerbungen mit Hilfe

einer Fachjury 25 private und sechs Maßnahmen der öffentlichen Hand

zur Prämierung ausgewählt. Ich freue mich sehr darüber, zu sehen, dass

dieser Preis über die Jahrzehnte hinweg eine kontinuierliche Aufmerksamkeit

in der Gesellschaft erfährt. Jeder einzelne Beitrag zur Verschönerung

einer Fassade ist sowohl ein wertvoller Beitrag zum Erhalt der

bestehenden Werte unserer Stadt als auch ein Schritt zur weiteren Aufwertung

des Münchner Stadtbilds.

Ich bedanke mich ausdrücklich bei den Bauherrinnen und Bauherren der

ausgezeichneten Objekte sowie bei allen weiteren Beteiligten, die jeweils

zum Gelingen einer Fassadeninstandsetzung beigetragen haben. Mein

Dank gilt auch der Fachjury, die alle eingereichten Bewerbungen kompetent

begutachtet hat. Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, viel Freude beim

Betrachten der gelungenen Ergebnisse.

02 Vorwort und Inhalt

Preisträger 2015

03 Agnesstraße 37/39

04 Apfelallee 6

05 Balanstraße 19

06 Christophstraße 2

08 Frauenplatz 2

09 Häberlstraße 21

10 Hildachstraße 17

11 Holzstraße 1

12 Hotterstraße 18

13 Kardinal-Faulhaber-Straße 14

14 Kratzerstraße 18

15 Malsenstraße 23

16 Maria-Theresia-Straße 22

17 Marienplatz 21

18 Oberländerstraße 16

20 Rumfordstraße 11a

22 Schackstraße 3

24 Schöttlstraße 12

26 Tengstraße 27

28 Thierschstraße 32

30 Von-der-Pfordten-Straße 19

32 Weinstraße 4

34 Weinstraße 8

36 Willhelm-Düll-Straße 3/5

Lobende Erwähnungen 2015

38 Arnulfstraße 180-212 (ger.)

Karl-Schurz-Straße 19

Renatastraße 37/39

Schäringerplatz 11/13, 12/14

Schluderstraße 24-40 (ger.), 41/43, 45/47

Stupfstraße 1-19 (unger.), 2-18 (ger.)

Zum Künstlerhof 1-11 (unger.), 2-18 (ger.)

40 Beethovenplatz 1

41 Gewürzmühlstraße 12

42 Ismaninger Straße 9

43 Ludwigstraße 14

Prof. Dr.(I) Elisabeth Merk

Stadtbaurätin der Landeshauptstadt München

45 Pippinger Str. 49a

46 Bildnachweis und Impressum

2 BDB-Nachrichten Fassadenpreise 2015

101-P00271_BDB-Fassadenpreise-2015 Endfassung.indd 2 27.06.16 10:52


Agnesstraße 37/39

Wohnhausgruppe um 1910 in Form

des späten Jugendstils errichtet

Nach Herzogin Agnes von Bayern 1201-1267

benannt.

Die um 1910 in Formen des späten Jugendstils errichtete Wohnhausgruppe

besitzt jeweils einen Erker und einen gemeinsamen Mittelgiebel.

Der wertvolle Altbestand an Kastenfenstern war glücklicherweise noch

weitgehend erhalten geblieben. Diese wurden von einem Schreiner fachgerecht

repariert und neu gestrichen. Die Hauseingangstür konnte nach

historischem Vorbild wiederhergestellt werden. Neben zahlreichen anderen

Arbeiten wurden auch die Stuckteile instandgesetzt und, wo notwendig,

ergänzt. Auch die Stuckspiegel über den Gaubenfenstern wurden

nach den ursprünglichen Vorgaben wiederhergestellt. Die zurückhaltende,

sandfarbene Farbgestaltung unterstreicht wohltuend den Typus

der Jugendstilfassade.

Nach der handwerklich qualitätvollen Renovierung, trägt die Fassade

nun wieder ganz wesentlich zum Ambiente der Agnesstraße bei.

Architekt Benno Bauer, München

BDB-Nachrichten Fassadenpreise 2015 3

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Apfelallee 6

Atelierhaus von August Exter in der

Villenkolonie Neu-Pasing II erbaut




Nach den Apfelbäumen in der Straße benannt.

1897 wurde das Atelierhaus von August Exter als Standardtyp

3 in der Villenkolonie Neu-Pasing II erbaut. Nach einigen Anund

Umbaumaßnahmen erfuhr das Gebäude 1981 eine Aufstockung

bzw. eine Veränderung des Daches. Diese Aufstockung

blieb ein unvollendetes Stückwerk.

Bei der Sanierung entschied man sich bewusst dafür, die bewegte

Baugeschichte aller Epochen zu respektieren. Dabei

konnten drei bestehende Kastenfenster aus der Bauzeit erhalten

und durch Holzfenster mit Fensterläden ergänzt werden.

Die Eingangstür wurde nach historischem Vorbild mittels 3 D-

Scan neu angefertigt. Ebenso erneuerte man die Dachflächenfenster.

Das Ziegelmauerwerk des unvollendeten Giebels

wurde komplett verputzt. Die gesamte Fassade erhielt abschließend

einen hellen, sandfarbenen Anstrich.

Ein sehr anschauliches Beispiel, wie ein über Jahre hinweg

vernachlässigtes Gebäude durch die beherzte Initiative der Eigentümer

in ganz neuem Glanz erscheint und somit zu einer

bemerkenswerten Aufwertung für die gesamte Villenkolonie

führt.

Heiß + Kirchhof Architekten und Ingenieure, Matthias Kirchhof, München

4 BDB-Nachrichten Fassadenpreise 2015

101-P00271_BDB-Fassadenpreise-2015 Endfassung.indd 4 27.06.16 10:53


Mietshaus um 1890 im Stil des Neubarocks errichtet

Balanstraße 19

Balan ist ein

Ort bei Sedan/

Frankreich.

Im Deutsch-

Französichen

Krieg kämpften

dort bayerische

Truppen.

Das viergeschossige Mietshaus wurde um 1890 im Stil des

Neubarocks erbaut.

Die Fassade des prächtigen Gebäudes war über die Zeitläufe

weitgehend erhalten geblieben. Lediglich die Bandrustika des

Erdgeschosses war verlorengegangen. Diese wurde nun sorgfältig

wiederhergestellt. Ansonsten ließen die Bauherren die

historischen Kastenfenster und das schöne Haustor fachgerecht

reparieren. Die Putze wurden ausgebessert und die Fassade

in einem hellen Steinton mit etwas helleren Absetzungen

neu gestrichen.

Mit der Komplettierung der Fassadendekoration und dem Erhalt

der historischen Bauteile entstand ein Vorzeigeobjekte für

den Umgang mit Fassaden aus der Zeit des Historismus.

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Architektin Bettina Hamann, München

An der Renovierung des Anwesens Balanstraße 19

waren beteiligt

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2015 wurde

die 29. von uns

ausgeführte

Stuckfassade

prämiert.

BDB-Nachrichten Fassadenpreise 2015 5

101-P00271_BDB-Fassadenpreise-2015 Endfassung.indd 5 27.06.16 10:53


Christophstraße 2

Errichtung des Gebäudes durch Josef Höchl

im Jahr 1828

Die Errichtung des Gebäudes im Jahre 1828 fiel in die Zeit, in

der München sich zu einer der glänzenden Städte des Klassizismus

entwickelte. Josef Höchl, einer der bedeutendsten

Bauunternehmer Münchens dieser Epoche, ließ sich bei der

Fassade von den Palastbauten der italienischen Frührenaissance

inspirieren. Leider war diese aufwendige Fassade beim

Wiederaufbau nach Kriegsschäden verloren gegangen.

Im Zuge eines Dachgeschossausbaus wurde anhand von historischen

Plänen und Fotos die rustizierte Stuckfassade originalgetreu

wiederhergestellt. Dabei wurden die Schaufenster in

der Erdgeschossebene wieder zurückgebaut. Im 2. und 3.

Obergeschoss wird die Fassade nun wieder durch Pilaster gegliedert

und durch ein Kranzgesims bekrönt. In Anlehnung an

einen Befund entschied man sich für einen graugrünen Anstrich.

Der Altbestand an Kastenfenstern wurde teilweise

durch Neubauten ergänzt.

Eine außergewöhnliche Restaurierungsmaßnahme, die den

originalen Stellenwert des Hauses in der Christophstraße wiederherstellt

und voll zur Geltung bringt.

Heisig & Heisig

Projektentwicklungsgesellschaft mbH, Irschenberg

6 BDB-Nachrichten Fassadenpreise 2015

101-P00271_BDB-Fassadenpreise-2015 Endfassung.indd 6 27.06.16 10:53


Christophstraße 2

Nach Herzog Christoph von Bayern 1450-1493

„der Kämpfer“ benannt.

Schneider Bau.qxd 16.06.2008 14:14 Uhr Seite 1

An der Renovierung des Anwesens

Christophstraße 2 waren beteiligt

Qualität am Bau

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BDB-Nachrichten Fassadenpreise 2015 7

101-P00271_BDB-Fassadenpreise-2015 Endfassung.indd 7 27.06.16 10:53


Frauenplatz 2

Das „Münchner Bank-Haus“ wurde nach Plänen

Emil Freymuths von 1955-1957 wiederaufgebaut

Nach der Frauenkirche, volkstümliche

Bezeichnung: „Stadtpfarrkirche

zu Unserer Lieben Frau“.

Das „Münchner Bank-Haus“ wurde im Zweiten Weltkrieg weitgehend

zerstört und von 1955 bis 1957 nach den Plänen Emil

Freymuths wiederaufgebaut.

Ungefähr 50 Jahre nach Fertigstellung des Gebäudes sollte

das gesamte Haus abgebrochen werden. Nach längeren Diskussionen

gelang es, zumindest die für die Wiederaufbauzeit

bedeutende Fassade zu erhalten. Sie wurde, bis auf die Entfernung

der Gitter vor den Fenstern, vollständig instandgesetzt.

Die Steinverkleidung musste während der Bauzeit abgenommen

werden und wurde danach wieder angebracht. Lediglich

drei Fenster im Erdgeschoss wurden zu doppelflügeligen Eingangstüren

umgebaut. Die Stahlfenster im Erdgeschoss und 1.

Obergeschoss wurden profilgleich und farbgetreu rekonstruiert

und in den Obergeschossen neue zum Gebäudetypus passende

Holzkastenfenster eingebaut.

Durch die gelungene Integration der Bestandsfassade in das

Neubauprojekt gelang es, eine wesentliche Fassade des

Münchner Wiederaufbaus zu bewahren.

Meier-Scupin & Partner Architekten, München

An der Renovierung des Anwesens Frauenplatz 2 waren beteiligt

8 BDB-Nachrichten Fassadenpreise 2015

101-P00271_BDB-Fassadenpreise-2015 Endfassung.indd 8 27.06.16 10:53


Häberlstraße 21

Die Fasssade des Neurenaissancebaus

von Wolfgang Schreiner 1892 erbaut

Franz Xaver Häberl/Arzt leitete

das Allgemeine Krankenhaus

München. Ab 1801 war er

Mitglied der Bayerischen

Akademie der Wissenschaften.

Die Fassade des 1892 nach Plänen von Wolfgang Schreiner

erbauten Neurenaissancebaus wurde nach dem Zweiten

Weltkrieg weitgehend vereinfacht.

An der Renovierung des Anwesens Häberlstraße 21

waren beteiligt

Die Auftraggeberin ließ die in die Jahre gekommene Straßenfassade

aufwendig sanieren. Dabei orientierte man sich an

historischen Fotos. Darauf aufbauend konnten die unpassenden

Einscheibenfenster durch dreiteilige, farbige Holzisolierglasfenster

mit gut profiliertem Kämpfer ersetzt werden. Ergänzend

wurden Schaufenster an die historische Vorlage und

die ursprüngliche Einbausituation angeglichen, wobei die an

der Fassade vorhandenen Werbeanlagen entfernt wurden. Die

in den 1970er Jahren angebrachten Natursteinplatten im Erdgeschoss

konnten abgenommen und die ursprüngliche Rustika

wiederhergestellt werden. Die schadhaften Putzstellen

und Stuckelemente wurden fachgerecht erneuert, die Gesimse

erhielten eine neue Kupferverblechung. Die monochrome

Farbgebung in einem hellen Sandton rundet die Fassade

ab.

Für die Häberlstraße eine wichtige Restaurierungsmaßnahme,

die sich in positiver Weise auf das gesamte Erscheinungsbild

auswirkt.

lab Landschaftsarchitektur Brenner, Landshut

BDB-Nachrichten Fassadenpreise 2015 9

101-P00271_BDB-Fassadenpreise-2015 Endfassung.indd 9 27.06.16 10:53


Hildachstraße 17

Im neuklassizistischen Reformstil 1913/14 erbaut

durch Martin und Valentin Ott

Das ehemalige Wohnhaus der Münchner Eggenfabrik wurde

im Jahr 1913/14 von den Architektenbrüdern Martin und

Valentin Ott in neuklassizistischem Reformstil erbaut.

Eugen Hildach 1849-1924,

Sänger und Komponist

Bei der durchgeführten Sanierung ließ der

Bauherr die alten Kunststofffenster durch

gut ausgebildete Holzfenster ersetzen. Die

Fassade wurde sorgfältig gereinigt und

Schadstellen sorgfältig ausgebessert. Die

originalen Eichenholztüren wurden restauriert

und die Dacheindeckung repariert. Anschließend

wurde die Fassade in einem einheitlichen, hellen

Grauton, wie er für diesen Gebäudetypus angemessen ist, gestrichen.

Mit den vorbildlich durchgeführten Fassadenarbeiten gelang

es, die Fassade wieder aus sich selbst heraus wirken zu lassen.

Architekt Andreas Eichlinger, München

An der Renovierung des Anwesens Hildachstraße 17

waren beteiligt

10 BDB-Nachrichten Fassadenpreise 2015

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Holzstraße 1

1878 erbaute Ferdinand Hönig das Haus

mit einer reichen Neurenaissance-Fassade

Die Fassade des Mietshauses, das sich Ferdinand Hönig 1878

für eigene Wohnzwecke erbaute, besaß ursprünglich eine reiche

Neurenaissance-Gliederung. 1957 hat man die Fassade

vereinfacht.

Durch den sehr hohen Verlust an gliedernden Bauteilen wurde

bei der Sanierung der Fassade nunmehr viel Wert auf eine detailgetreue

Sanierung der noch vorhandenen, historischen

Bauteile gelegt. Die glücklicherweise noch

erhaltenen, historischen Kastenfenster und Fensterläden

konnten fachkundig repariert werden. Neue

Verblechungen an Gesimsen und Fensterbänken

wurden sehr sorgfältig ausgeführt. Der Putz wurde

teilerneuert und nach historischem Vorbild wiederhergestellt.

Ein Stuckateur setzte sämtliche noch

vorhandenen Fenster- und Türeinfassungen sowie

die Gesimse wieder fachgerecht instand. Die Fassade

erhielt einen passenden, hellgrauen Anstrich.

Allein durch den Wechsel der Farbigkeit zu einem

hellen Grauton hat sich der Charakter der Fassade

vollkommen verändert.

Sie bildet jetzt wieder einen

Glanzpunkt in der

Holzstraße.

Architekt Alexander Stecher,

München

Stapel- und Trockenplatz

für das Holz, das von

den Landeplätzen an der

Isar angefahren wurde.

An der Renovierung des Anwesens Holzstraße 1 waren beteiligt

81547 München · Stilfser-Joch-Straße 2 · Telefon 0 89 / 6 92 66 98

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2015 wurde

die 30. von uns

ausgeführte

Stuckfassade

prämiert.

BDB-Nachrichten Fassadenpreise 2015 11

101-P00271_BDB-Fassadenpreise-2015 Endfassung.indd 11 27.06.16 10:53


Hotterstraße 18

Das Gebäude zählt zu den ältesten

noch erhaltenen Profanbauten

Das Haus Hotterstraße 18 stellt in verschiedener Hinsicht ein

ganz besonderes Gebäude dar. Zum einen zählt es zu den ältesten

noch erhaltenen Profanbauten in der Münchner Altstadt,

zum anderen beheimatete es mit dem Gasthaus Hundskugel

lange Zeit die älteste noch bestehende Gaststätte

Münchens.

Beim Umbau des Hauses in Büroräume wurde auch die Fassade

renoviert. Der Außenputz wurde in seiner Beschaffenheit

komplett erhalten und nur einzelne Fehlstellen mussten ausgebessert

werden. Anschließend strich man die Fassade in einem

sandfarbenen Ton. Den gemischten Fensterbestand ließ

die Bauherrin durch neue, denkmalgerechte Holzfenster ersetzten.

Die Fenster heben sich mit ihrem grünen Farbton und

Sohlbänken aus Kupfer von der Fassade ab. Zwei abhanden

gekommene Kandelaber

wurden originalgetreu

nachgebaut und an der

Außenwand montiert. Die neuen Gauben sind wohltuend in die

Dachlandschaft der Altstadt integriert.

Zu würdigen ist der Erhalt und die Instandsetzung eines für die

Münchner Geschichte wichtigen Gebäudes mit vorbildlicher

Wahrung der ihm eigenen Ästhetik. Mit wenigen zurückhaltenden

Maßnahmen wurde die Fassade bestens revitalisiert.

Architekt Stephan Rauscher, München

Benannt nach einem Mann namens Chod oder

Hot, der dort einen Garten hatte.

An der Renovierung des Anwesens Hotterstraße 18 waren beteiligt

12 BDB-Nachrichten Fassadenpreise 2015

101-P00271_BDB-Fassadenpreise-2015 Endfassung.indd 12 27.06.16 10:53


Kardinal-Faulhaber-Straße 14

Neurenaissance-Eckbau nach Plänen

von Wilhelm Martens, Ende 19. Jahrhundert

Der stattliche Neurenaissance-Eckbau, errichtet Ende des 19.

Jahrhunderts nach Plänen von Wilhelm Martens, wurde nach

schweren Kriegsschäden durch Carl Sattler von 1948 bis 1952

wiederaufgebaut.

Im Rahmen der Fassadeninstandhaltung waren umfangreiche

Ausbesserungen notwendig. Die Natursteinbauteile sandeten

z. B. stark ab und zeigten Ausblühungen. Im Traufbereich waren

erhebliche Feuchteschäden vorhanden. Alle Steinschäden

wurden in bester handwerklicher Qualität repariert und die Verfugungen

fachgerecht erneuert. Um weitere Schädigungen

durch Feuchteeintritt für die Zukunft zum vermeiden, ließ die

Bauherrin die alte, innenliegende Dachrinne entfernen und gegen

eine außenliegende ersetzen. Die Gauben- und Giebelfenster

konnten in Form von ansprechenden Holzisolierglasfenstern

erneuert werden. Die Putze wurden fachgerecht

ausgebessert und im Bestandsfarbton neu gestrichen.

Die durchgeführte Sanierung zeigt, wie sinnvoll es ist, einen

regelmäßigen Bauunterhalt durchzuführen. Dadurch gelang es

in vorbildlicher Art und Weise, das Gebäude rechtzeitig vor

weiteren Schäden zu schützen und wieder neu erstrahlen zu

lassen.

Anderer Architekten, München

Michael von Faulhaber, ab 1917 Erzbischof der

Erzdiözese München-Freising

An der Renovierung des Anwesens

Kardinal-Faulhaber-Straße 14 waren beteiligt

BDB-Nachrichten Fassadenpreise 2015 13

101-P00271_BDB-Fassadenpreise-2015 Endfassung.indd 13 27.06.16 10:53


Kratzerstraße 18

Das denkmalgeschütze, historische Gebäude

wurde 1895 von Heil & Littmann erbaut

Franz Paul Kratzer 1825-1900 war der letzte Bürgermeister

der ehemals selbständigen Gemeinde Nymphenburg.

Das denkmalgeschützte, historisierende Wohn- und Geschäftshaus wurde 1895

vom Baugeschäft Heilmann & Littmann als Eckhaus der Reihenhausgruppe in der

Tizianstraße erbaut.

Die Eigentümer hatten sich zum Ziel gesetzt, mit den Umbaumaßnahmen das ursprüngliche

Erscheinungsbild wiederherzustellen. Dafür wurden die Kunststofffenster

durch neue Holzsprossenfenster ersetzt und die im Erker als Auslage genutzte

Fensteröffnung in die alte Form zurückgebaut. Der angebaute Windfang zur

Kratzerstraße wurde verkleinert und der Treppenaufgang erneuert. Die handwerklich

ausgebesserten Fassadenputze wurden in einem hellen Steinton mit dunkler

abgesetzten Lisenen neu gestrichen. Getreu dem historischen Vorbild wurde ein

Rankspalier angebracht und die Einfriedung des Grundstücks wiederhergestellt.

Das Eckhaus bildet nun einen schönen Abschluss der Reihenhausgruppe.

Architekt Planung: Lorenz Wallnöfer, München

Architekt Umbau: Rainer Wetzels, Mainburg

An der Renovierung des Anwesens Kratzerstraße 18 waren beteiligt

81547 München · Stilfser-Joch-Straße 2 · Telefon 0 89 / 6 92 66 98

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2015 wurde

die 31. von uns

ausgeführte

Stuckfassade

prämiert.

14 BDB-Nachrichten Fassadenpreise 2015

101-P00271_BDB-Fassadenpreise-2015 Endfassung.indd 14 27.06.16 10:54


Malsenstraße 23

Nach Plänen von Paul Böhmer 1906 errichtet

Ludwig Freiherr von Malsen von Tilborch, Obersthofmarschall

und Oberstkämmerer am Münchner Hof.

Das 1906 nach Plänen von Paul Böhmer in historisierenden

Formen erbaute Reihenhaus ist Teil der Villenkolonie Gern.

Als vorbildlich kann bei der jetzigen Instandsetzung die aufwendige

Grundsanierung der bestehenden Kastenfenster und

der Haustür sowie die Rekonstruktion des Atelierfensters genannt

werden. Der Fassadenputz wurde fachgerecht ausgebessert

und erhielt einen neuen, hellgrauen Anstrich. Dabei

wurde der schöne Kratzputzdekor von Siegmund von Suchodolski,

der sich vornehmlich am Erker befindet, farblich heller

abgesetzt. Die Erneuerung der Vorgarteneinfriedung rundet

die Gesamtmaßnahme ab.

Durch die aufwendige Fassadeninstandsetzung gelang es,

das Erscheinungsbild des Gebäudes erheblich aufzuwerten

und es harmonisch in die Reihenhausgruppe einzubinden.

Architekturbüro Eric Reumann, München

An der Renovierung des Anwesens Malsenstraße 23

waren beteiligt

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BDB-Nachrichten Fassadenpreise 2015 15

101-P00271_BDB-Fassadenpreise-2015 Endfassung.indd 15 27.06.16 10:54


Maria-Theresia-Straße 22

Von Robert Fiechter erbaute Jugendstilvilla 1906

1906 beauftragte der Kunsthistoriker Ernst von Bassermann-

Jordan den Münchner Architekten Robert Fiechter mit dem

Bau der Jugendstilvilla. Es entstand ein dreigeschossiges

Wohnhaus auf der Proportionsgrundlage eines Sechssterns,

an der sich auch die Fassaden orientierten. Mit der Kriegszerstörung

des Dachs 1944 und dem einhergehenden Wiederaufbau

sind diese proportionalen Wesensmerkmale verloren

gegangen.

Bei der Sanierung war es Wunsch der Bauherrschaft, das ursprüngliche

Erscheinungsbild bestmöglich wiederherzustellen.

Dazu wurde der gesamte Dachstuhl abgetragen, um ihn

dann nach bauzeitlichen Vorgaben neu zu errichten. Die zerstörten

Natursteinelemente an der Fassade wurden nach vorhandenen

Mustern erneuert. Der Putz und der Mosaikschmuck

ließen sich erhalten und ergänzen. Der Gartenzaun

mit den beiden Toren wurde wiederhergestellt und die Figuren

auf den Torpfeilern wurden ergänzt.

Insgesamt handelt es sich hier um eine sehr gute handwerkliche

Leistung. Durch das einfühlsame Vorgehen seiner Eigentümer

konnte die Villa wieder zum Leben erweckt werden.

Königin Maria Theresia Henriette Dorothea von

Bayern, Gemahlin des Prinzen Ludwig

von Bayern (König Ludwig III).

Meier-Scupin & Partner Architekten, München

16 BDB-Nachrichten Fassadenpreise 2015

101-P00271_BDB-Fassadenpreise-2015 Endfassung.indd 16 27.06.16 10:54


Marienplatz 21

1911 nach Plänen von Georg Meister und

Oswald E. Bieber in historisierenden Formen errichtet

Nach Herzogin Maria Anna in Bayern 1722-1790

aus Dankbarkeit als „Retterin Bayerns“ benannt.

Das fünfgeschossige Wohn- und Geschäftshaus in historisierenden

Formen wurde 1911 nach Plänen von Georg Meister

und Oswald E. Bieber errichtet.

Nachdem bereits vor einigen Jahren die vormals grüne Fassade

passend zur Fassadengliederung steinfarben gestrichen

worden war, stand nun die Erneuerung der Fenster an. Durch

die ungeteilten Fensterverschlüsse der Normalfenster war der

Charakter des Gebäudes stark verfälscht worden. Ursprünglich

befanden sich in den beiden Ladengeschossen bereits ungeteilte

Schaufenster, in den Geschossen darüber und im Erker

dagegen geteilte Fenster. Glücklicherweise existiert eine

gute Fotografie des Gebäudes aus der Zeit direkt nach dessen

Erbauung. Anhand dieses Fotos wurde die Ausbildung der

neuen Fenster festgelegt. Es handelt sich um gut proportionierte

und sorgfältig ausgeführte Galgenfenster mit Sprossen

in Form von Holzisolierglasfenstern.

Erst durch den Einbau der neuen, geteilten Fenster wird die

ursprüngliche Intention der Architekten hinsichtlich der Fassadengestaltung

wieder verständlich. Der Marienplatz, als Zentrum

der Stadt, erfuhr durch die beschriebene Maßnahme eine

erhebliche Aufwertung.

An der Renovierung des Anwesens Marienplatz 21 waren beteiligt

BDB-Nachrichten Fassadenpreise 2015 17

101-P00271_BDB-Fassadenpreise-2015 Endfassung.indd 17 27.06.16 10:54


Oberländerstraße 16

Das Gebäude wurde 1905 nach Plänen

von August Brüchle erbaut

Das Haus liegt im Stadtteil Untersendling und ist Teil des denkmalgeschützten

Dankl-Blocks. Das Gebäude mit Mittelzwerchhaus und

seitlichem Flacherker wurde 1905 nach den Plänen von August

Brüchle erbaut.

Im Zuge eines Dachgeschossausbaus wurden alle historischen Kastenfenster

handwerklich repariert und, wo erforderlich, in Anlehnung

an den Bestand erneuert. Kleine Fehlstellen im Fassadenputz und an

den Gesimsen wurden vervollständigt. Hinsichtlich der Fassadenfarbgebung

war es das Ziel, die ursprüngliche Farbigkeit wiederherzustellen.

Die Putzflächen wurden daher in einem Steinton gestrichen,

das originale Eingangstor und die Fenster erhielten einen

grünen Anstrich.

Mit den beschriebenen Maßnahmen ist es gelungen, der Fassade

wieder ihre ursprüngliche Aussagekraft zurückzugeben. Ein positives

Beispiel, das für weitere Renovierungen im Dankl-Block Vorbild sein

kann.

Holzfurtner und Bahner Dipl.-Ing. Architekten, München

18 BDB-Nachrichten Fassadenpreise 2015

101-P00271_BDB-Fassadenpreise-2015 Endfassung.indd 18 27.06.16 10:54


Oberländerstraße 16

Zur Erinnerung an die Teilnahme

der Oberländer am Aufstand

der bayerischen Bauern 1705

gegen die österreichische Besetzung.

An der Renovierung des Anwesens

Oberländerstraße 16 waren beteiligt

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FenstermWeiss 93x128 22.05.2015 12:43 Uhr Seite 1

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BDB-Nachrichten Fassadenpreise 2015 19

101-P00271_BDB-Fassadenpreise-2015 Endfassung.indd 19 27.06.16 10:54


Rumfordstraße 11a

Errichtung des Gebäudes im Jahr 1910

An der Renovierung des Anwesens Rumfordstraße 11a waren beteiligt

20 BDB-Nachrichten Fassadenpreise 2015

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Rumfordstraße 11a

Das 1910 errichtete Gebäude wurde nach dem Zweiten Weltkrieg,

dem Zeitgeschmack entsprechend, modernisiert. Dies

führte zum Verlust sämtlicher Gesimse und Fensterfaschen

sowie zum Einbau ungeteilter Fenster.

Vor diesem Hintergrund war es Ziel der Bauherrin, die Fassade

wieder aufzuwerten, ohne dabei aber in Historismen zu

verfallen. Das Erdgeschoss erhielt eine modern aufgefasste

Bandrustika, die Fensteröffnungen der Obergeschosse wurden

mit schlicht profilierten Faschen versehen. Pro Obergeschoss

wurden jeweils vier Fenster zu französischen Fenstertüren

mit Absturzsicherungen aus lasergeschnittenen Blechen

umgebaut. Die gesichtslosen, alten Einscheibenfenster konnten

gegen angemessene, zweiflügelige Holzisolierglasfenster

ausgetauscht werden. Abschließend wurde die Fassade in einem

warmen Grauton mit helleren Absetzungen und beigegrauen

Fenstern neu gestrichen.

Besonders bemerkenswert ist, wie es hier ganz selbstverständlich

gelang, mit einem in sich stimmigen Gliederungssystem

der Fassade wieder einen spannungsvollen Ausdruck

zu verleihen, ohne einstmals vorhandene Dekorelemente zu

kopieren.

Bauphase Architekten, München

Sir Benjamin Thompson, Graf von Rumford,

Physiker. Er modernisierte das bayerische

Militärwesen und veranlasste die Anlage des

englischen Gartens.

An der Renovierung des Anwesens

Rumfordstraße 11a waren beteiligt

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Schackstraße 3

1897 nach Plänen von Leonhard Romeis

im historisierenden Neobarockstil errichtet

Adolf Friedrich Graf von Schack,

Schriftsteller, Übersetzer und

Kunstsammler.

Durch die Schenkung seiner

Gemäldesammlung an die Stadt München

wurde er zum Ehrenbürger ernannt.

An der Renovierung des Anwesens Schackstraße 3 waren beteiligt

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Schackstraße 3

An der Renovierung des Anwesens Pilarstraße 2 waren

beteiligt

Das Stadthaus befindet sich in der Nähe des Münchner Siegestors

und wurde 1897 nach den Plänen des Architekten Leonhard

Romeis im historisierenden Neobarockstil errichtet.

Die nach Kriegsschäden vom Stuck befreite und vereinfachte

Fassade wurde nunmehr sorgfältig saniert. Dazu wurden vormals

zugesetzte Fenster wieder geöffnet und originalgetreu

nachgebaute Holzkastenfenster eingebaut. Die vorhandenen,

historischen Fenster wurden fachgerecht instandgesetzt. Die

Fensterbleche konnten in Kupfer erneuert werden. Die Balkon-

und Eingangsgeländer wurden, passend zum Stil des

Gebäudes, neu hergestellt. Bei der Gestaltung der Türen orientierte

man sich an denen des bauzeitlich gleichen Nachbargebäudes.

Die Beteiligten verwandten viel Mühe darauf, die bestehenden

Zaun- und Steinumfassungen des Grundstücks fachgerecht

auszubessern. Das Farbkonzept, mit zurückhaltenden Steintönen

für die Putzflächen und einem gebrochenen Weiß für die

Fenster, verleiht der Fassade eine stilgerechte Ausstrahlung.

Mit den beschriebenen Maßnahmen gelang es, das Gebäude

wieder zu einem attraktiven Blickfang der Schackstraße zu

machen.

Stenger2 Architekten und Planer, München

Metallbau / Schlosserei

Meister- und Innungsfachbetrieb

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Restaurierung und Sanierung von

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An der Renovierung des Anwesens Schackstraße 3

waren beteiligt

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BDB-Nachrichten Fassadenpreise 2015 23

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Schöttlstraße 12

Nach Plänen von Konrad Böhm 1901

im Stil der Neurenaissance errichtet

r

Adam Schöttl war beim Aufstand der oberbayerischen

Bauern gegen die österreichische Besetzung Anführer

der Gebirgsschützen.

24 BDB-Nachrichten Fassadenpreise 2015

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Schöttlstraße 12

Das Mietshaus wurde 1901 nach den Plänen des Architekten

Konrad Böhm im Stil der Neurenaissance errichtet.

Ziel der Baumaßnahmen war es einerseits, die baulichen

Elemente in ihrer Ursprünglichkeit zu erhalten, andererseits,

zerstörte Teilbereiche wiederherzustellen. Dazu wurden alle

straßenseitigen Einscheibenfenster ausgebaut und gegen

Galgen fenster, die entsprechend noch vorhandenen, historischen

Fenstern der Hofseite gefertigt wurden, ersetzt. Auch

die markanten Gauben konnten wieder, wie im ursprünglichen

Zustand, mit einer aufwendig gestalteten Blechverkleidung

versehen werden. Der Hauseingang wurde auf das ursprüngliche

Maß zurückgebaut und ein neues Haustor angefertigt. Die

fehlenden Putz- und Stuckelemente wurden fachgerecht ergänzt

und die außenliegenden Rollladenblenden mit den historischen

Motiven wiederhergestellt. Die farbliche Gestaltung

gelang nun wesentlich harmonischer als im Vorzustand.

Die liebevoll detaillierten Ergänzungen der Fassade sprechen

für sich schon für eine vorbildliche Instandsetzung. Die Maßnahme

führt zu einer beträchtlichen Aufwertung des gesamten

Straßenzugs.

ssk Architekten Ingenieure, München

An der Renovierung des Anwesens Schöttlstraße 12 waren beteiligt














BDB-Nachrichten Fassadenpreise 2015 25

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Tengstraße 27

Errichtung des Gebäudes durch Franz Popp,

die Fassadengestaltung im Jugendstil

durch Wilhelm Borchert

An der Renovierung des Anwesens Tengstraße 27

waren beteiligt

Der von Franz Popp geplante Mansarddachbau mit Breiterker

und Zwerchhaus wurde 1911/12 errichtet. Die Fassade mit

der reichen Putzgliederung und dem plastischen Dekor in Formen

des Jugendstils wurde von Wilhelm Borchert verziert.

Im Zuge eines Dachgeschossausbaus wurde die Fassade instandgesetzt.

Dazu wurden der Stuck, der Putz und die historischen

Kastenfenster fachgerecht repariert. Der Zierbalkon

mit dem Metallgitter wurde instandgesetzt und die Metallhaustür

aus den 1960er-Jahren erneuert. Das Dach wurde

passend zum Gebäudetyp mit neuen, naturroten Biberschwanzziegeln

eingedeckt. Die Fassade erhielt einen passenden

Anstrich in einem warmen Steinton mit heller abgesetzten

Putzgliederungen.

Insgesamt handelt es sich hier um eine gelungene Rehabilitierung

des Baudenkmals mit aufwertendem Effekt für die Tengstraße.

Architekt Gerd Müller-Emonts, München

26 BDB-Nachrichten Fassadenpreise 2015

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Tengstraße 27

Josef von Teng war von 1836/37

erster Bürgermeister von München.

An der Renovierung des Anwesens Tengstraße 27 waren beteiligt

BDB-Nachrichten Fassadenpreise 2015 27

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Thierschstraße 32

Mietshaus im Stil der Neurenaissance

Das Mietshaus im Stil der Neurenaissance

mit der reich gegliederten Erkerfassade

wurde um 1879/80 von Hans

Oswald und Philip Adam erbaut.

Auf Grund eines über die Jahre hinweg

sehr sorgfältigen Umgangs mit dem

Gebäude war die Stuckfassade weitgehend

im Originalzustand erhalten.

Die meisten Schad- und Fehlstellen

fanden sich am Kranzgesims und an

den Balkonen. Hier ließ die Bauherrin

das Hauptgesims ausbessern sowie

die Stuckkonsolen und das fehlende

Balkongitter im 3. Obergeschoss rekonstruieren.

Den Putz oberhalb des

Erdgeschosses erneuerte man nach

Befund als Glattputz. Im 4. Obergeschoss

wurden neue Kastenfenster mit

der Einteilung der Originalfenster eingebaut.

Abschließend entwickelte man

ein, auf dem Befund basierendes Farbkonzept

für die Fassade.

Durch die Rekonstruktionen und den

Neuanstrich der Fassade gelang es, die

Fassade sehr überzeugend zu revitalisieren

und ihr neuen Glanz zu verleihen.

Eine sehr gelungene Instandsetzungsmaßnahme

und ein großer stadtbildpflegerischer

Gewinn.

Architekt Andreas Kampik, München

Friedrich Wilhelm Thiersch,

Altphilologe und Pädagoge,

ab 1826 Professor an der

Uni München, Gründer des

Philologischen Institutes.

An der Renovierung des Anwesens Thierschstraße 32 waren beteiligt

28 BDB-Nachrichten Fassadenpreise 2015

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Thierschstraße 43

Das Gebäude ist Teil der ensemblegeschützten

„Platzfolge Lehel“

Das Gebäude in der Thierschstraße ist Teil der ensemblegeschützten

„Platzfolge Lehel“. Bei der

ersten „Sanierung“ 1960 waren sämtliche Fassadengliederungen

entfernt worden.

Aufbauend auf historischen Fotografien des Gebäudes

war es das Ziel, die verlorengegangene

Proportionierung des Gebäudes wieder auferstehen

zu lassen. Dazu stellte man die Rustika an

Erd- und 1. Obergeschoss wieder her, die zwischen

dem strukturierten Sockelbereich und den

fein gefilzten Putzoberflächen ab dem 2. Obergeschoss

vermitteln sollte. Ein zusätzlich geschaffenes

Gurtgesims sorgt nun für die horizontale

Gliederung. Das noch bestehende Traufgesims

konnte erhalten und die fehlenden Stuckkonsolen

wiederhergestellt werden. Die instandgesetzten

Fenster stehen mit ihrem rötlichen Anstrich in einem

spannungsvollen Verhältnis zur, in einem noblen

Steinton gestrichenen, Putzfassade.

Durch die gelungene Sanierung erhielt das Haus

seine ursprüngliche Fassadengliederung zurück.

Das Gebäude präsentiert sich jetzt wieder selbstbewusst

innerhalb der Wohnbebauung der

Thierschstraße.

Architekt Wolfgang Müller-Werther, München

An der Renovierung des Anwesens Thierschstraße 43 waren beteiligt

Innungsfachbetrieb

Maler und Lackierer

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BDB-Nachrichten Fassadenpreise 2015 29

101-P00271_BDB-Fassadenpreise-2015 Endfassung.indd 29 27.06.16 10:55


Von-der-Pfordten-Straße 19

Im italienischen Stil 1924 durch Alwin Seifert entworfen

Bei dem 1924 errichteten Gebäude handelt es sich um eine

Villa mit Atelier und zugehörigem Terrassengarten im italienischen

Stil. Sie wurde damals von dem bekannten Münchner

Architekten Alwin Seifert für die Bildhauerin Anna von Hentig

entworfen.

Bei der denkmalgerechten Instandsetzung des Gebäudes und

der Außenanlagen wurde zugleich das Dach- und Sockelgeschoss

ausgebaut. Besonders aufwendig gestaltete sich die

Renovierung der maroden Stampfbetonmauern des Sockels.

Bei der Fassung der Fassade einigte man sich auf die schlichte

Farbigkeit des unbehandelten Kellenwurfputzes mit glatten Faschen

und Gesimsen. So wurde ein bewusster Kontrast zu

dem dunkel engobierten Biberschwanzdach hergestellt.

Dem Bauherrn ist es gelungen, das Villengebäude authentisch

wiedererstehen zu lassen. Im Zusammenklang mit der wiederbelebten

Gartenanlage entstand ein sehr harmonisches Gesamtbild,

das die Stimmung der Erbauungszeit ausstrahlt.

Architekt Hannes Rössler, München

An der Renovierung des Anwesens Von-der-Pfordten-Straße 19 waren beteiligt

30 BDB-Nachrichten Fassadenpreise 2015

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Ludwig Freiherr von Pfordten, als Vorsitzender

des bayerischen Ministerrats unterzeichnete

er 1866 den Friedens- und Geheimen

Bündnisvertrag mit Preußen.

An der Renovierung des Anwesens

Von-der-Pfordten-Str. 19 waren beteiligt

BDB-Nachrichten Fassadenpreise 2015 31

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Weinstraße 4

Neuklassizistisches Altstadthaus nach Plänen

von Max Neumann errichtet

32 BDB-Nachrichten Fassadenpreise 2015

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Weinstraße 4

Das dreigeschossige, neuklassizistische Altstadthaus

wurde 1908/09 nach Plänen von Max Neumann errichtet.

Es besitzt eine aufwendig mit Lisenen gegliederte Natursteinfassade.

Ziel der Fassadeninstandsetzung war es, diese für München

seltene Natursteinfassade fachgerecht zu reinigen

und zu reparieren. Darüber hinaus ließ die Bauherrin die

Nagelfluhverkleidung der um 1950 eingebauten Arkade im

Erdgeschoss gegen eine, zu den Obergeschossen passende

Verkleidung aus Muschelkalk austauschen und die

gesamte Arkade neu gestalten. Die Balkongeländer wurden

ebenfalls repariert und fehlende Teile ergänzt. Besonders

bemerkenswert ist dabei die Entfernung des auf das

Geländer aufgesetzten Werbeschriftzugs.

Der Bauherrin gelang es in vorbildlicher Art und Weise, die

Fassade in ihrem Erscheinungsbild wesentlich aufzuwerten

und in sich stimmig zu gestalten.

Architekt Peter Glasl, München

Vermutlich nach dem im 14. Jahrhundert

hier ansässigen Weinhändler.

An der Renovierung des Anwesens Weinstraße 4 waren beteiligt

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BDB-Nachrichten Fassadenpreise 2015 33

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Weinstraße 8

Wiederaufbau des Gebäudes 1948 nach Plänen

von Toni Ackermann

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Weinstraße 8

Nach schweren Kriegsschäden wurde das Gebäude 1948

nach Plänen von Toni Ackermann wiederaufgebaut.

Um das Geschäftshaus den heutigen Anforderungen anzupassen,

waren umfangreiche Ertüchtigungsmaßnahmen notwendig.

Anfängliche Überlegungen, das gesamte Gebäude

abzubrechen, konnten glücklicherweise dahingehend revidiert

werden, dass der, für den Münchner Wiederaufbau und das

Altstadtensemble typische, östliche Baukörper erhalten blieb.

Die Bauherrin ließ dort die eleganten Putzfassaden schonend

ausbessern und in einem passenden, hellen Grauton neu

streichen. Die Fenster der Obergeschosse wurden gegen gut

ausgebildete, neue Holzisolierglasfenster mit netzartiger

Sprossierung ausgetauscht. Die neuen Dachbelichtungselemente

wurden so dimensioniert, dass sie bestens mit der ziegelgedeckten

Dachfläche harmonieren. Nicht zuletzt konnten

auch die neuen Werbeanlagen gut in die Fassadenarchitektur

integriert werden.

Der Erhalt dieses wichtigen Vertreters der Münchner Wiederaufbauarchitektur

kann gar nicht hoch genug eingeschätzt

werden und setzt Maßstäbe für den Umgang mit derartigen

Gebäuden in ganz München und insbesondere im Ensemble

„Altstadt München“.

Braun und Partner Architekten, München

An der Renovierung des Anwesens Weinstraße 8

waren beteiligt

Wilhelmine-Reichard-Straße 14

80935 München

Tel. 089 818975-16 · Fax 089 818975-17

E-Mail: pikabau@t-online.de

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Wilhelm-Düll-Straße 3/5

Durch Rudolf Hofmann 1902

im historisierenden Stil errichtet

Auf der Grundlage alter Fotografien war es möglich, im

Rahmen einer Gesamtsanierung den ursprünglichen Zustand

zu rekonstruieren. Der linke Erker, der nach dem

Krieg vollständig zurückgebaut worden war, konnte wieder

in der ursprünglichen Größe und Position aufgebaut

werden. Der überformte Dreiecksgiebel erhielt seine alte

Form zurück. Die Balkone wurden in ihrer Substanz saniert

und das erhaltene Jugendstil-Eisengeländer restauriert.

Auch die Restaurierung von Putz und Haustüren

sowie das Einsetzen von Fenstern mit der ursprünglichen

Teilung konnte mit Hilfe der Bilder gewährleistet

werden.

Die beiden Häuser mit gemeinsamen Jugendstil-Eisenbalkon

sind 1902 von Rudolf Hofmann als Teil einer Reihenhausgruppe

in der Villenkolonie Gern im historisierenden Stil errichtet

worden.

Die vor der Sanierung vom Verfall bedrohte Hausgruppe

stellt heute, dank der musterhaften Instandsetzung und

der gut gelungenen Wiederherstellung der fehlenden

Bauteile, einen exzeptionellen Baustein innerhalb der Villenkolonie

Gern dar.

Architekt Klaus Heidenreich, München

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Wilhelm-Düll-Straße 3/5

Wilhelm Düll, 1845-1920, erwarb sich als

Vorstand des Vermessungsamtes München I

große Verdienste.

An der Renovierung des Anwesens

Wilhelm-Düll-Straße 3/5 waren beteiligt

Dachdeckermeister

Roberto Heilscher

Am Ketzerbach Nr. 2

01665 Diera-Zehren OT Schieritz

Tel.: 035247 / 5 12 38

Fax: 035247 / 5 01 46

www.dachdecker-heilscher.de

post@dachdecker-heilscher.de

A. DALLINGER

Maler + Gerüstbau GmbH

Brunnhofen 3 · 85417 Marzling

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Fenster und Türen.

BDB-Nachrichten Fassadenpreise 2015 37

101-P00271_BDB-Fassadenpreise-2015 Endfassung.indd 37 27.06.16 10:55


Arnulfstraße 180-212 (ger.)

Karl-Schurz-Straße 19

Renatastraße 37/39

Schäringerplatz 11/13, 12/14

Schluderstraße 24-40 (ger.), 41/43, 45/47

Stupfstraße 1-19 (unger.), 2-18 (ger.)

Zum Künstlerhof 1-11 (unger.), 2-18 (ger.)

Lobende Erwähnungen

Der Gesamtplan der ensemblegeschützten Siedlung

wurde von Hans Döllgast entworfen

Arnulfstraße (frühere Salzstraße) wurde nach

dem Prinz Arnulf von Bayern benannt.

Der Gesamtplan für die Gemeinnützige Wohnungsbausiedlung

in Neuhausen wurde 1928-30 von Hans Döllgast entworfen.

Bei der Gestaltung der Einzelgebäude im Stil der klassischen

Moderne wurden noch weitere Münchner Architekten beteiligt.

Ziel der Sanierung der ensemblegeschützten Siedlung war es,

sie unter effizienten und energetischen Gesichtspunkten möglichst

zu aktualisieren. Dabei gelang der Spagat, in einem großen

Teil der Siedlung Fenster mit guten energetischen Eigenschaften

zu verbauen, ohne dabei bei den gestalterischen

Anforderungen Abstriche hinnehmen zu müssen. Aufbauend

auf eine Befundstudie wurde eine Farbkonzeption mit einem

mineralischen Fassadenfarbsystem entwickelt, die die Grundidee

von Döllgast in die heutige Zeit übersetzt. Viele wertvolle

Baudetails, wie historische Schmuckelemente, Türen oder

Rinnen wurden sorgfältig restauriert.

Mit den beschriebenen Maßnahmen gelang es in bester Art

und Weise, das charakteristische Erscheinungsbild des Ensembles

wieder zu stärken.

Architekturbüro Hechenbichler, München

38 BDB-Nachrichten Fassadenpreise 2015

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Lobende Erwähnungen

An der Renovierung der Anwesen waren beteiligt

BDB-Nachrichten Fassadenpreise 2015 39

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Beethovenplatz 1

Lobende Erwähnungen

In Jugendstilformen mit barockisierenden Zügen

von Emanuel von Seidl entworfen

Nach Ludwig van Beethoven (1770-1827),

dem Komponisten, benannt.

An der Renovierung des Anwesens

Beethovenplatz 1 waren beteiligt

Das ehemalige Brakls Kunsthaus wurde im Jahr 1909/10 in

Jugendstilformen mit barockisierenden Zügen von Emanuel

von Seidl entworfen. Der einstige Ausstellungsbau einer

Kunsthandlung wurde im Jahr 1952 aufgestockt und dient

heute der Ludwig-Maximilians-Universität als Teilbibliothek.

Nach den Ergebnissen der sorgfältigen Bestandsuntersuchung

sind die originalen Putzstrukturen weitgehend erhalten.

Um diese nicht zu beschädigen, entschied man sich, die vorhandenen

Farbschichten nicht abzunehmen, sondern Schäden

lediglich lokal mit einem Reparaturputz auszubessern. Ein

Anstrich in einem hellen Grauton gibt der Fassade farblich die

historische, einheitliche Erscheinung zurück. Die Sichtbetonteile

der Einfriedung und des Säulenbalkons wurden schonend

gereinigt und die Schadstellen ausgebessert. Um die

Substanz der vollständig vorhandenen Originalfenster und Türen

zu erhalten, erfolgte eine umfassende Instandsetzung.

Gewürdigt wird hier eine gelungene Instandsetzung, die einer

Fassade an städtebaulich exponierter Lage wieder neuen

Glanz verleiht.

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Architekt Thomas Schicht, München

40 BDB-Nachrichten Fassadenpreise 2015

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Lobende Erwähnungen Gewürzmühlstraße 12

Jugendstilbau wurde 1912 durch Karl Fendt errichtet

Nach der Gewürzmühle, die am gleichnamigen

Bach von etwa 1600 bis 1830 in Betrieb war.

1912 errichtete der Architekt Karl Fendt den Jugendstilbau mit

halbelliptischem Erker, der heute als Baudenkmal geschützt ist.

Bei dem Ausbau des Dachgeschosses erfolgte zugleich eine

Sanierung der Fassaden. Dazu wurden die Hohlstellen und

Risse in der weitgehend im Original erhaltenen Putzfassade

fachgerecht ausgebessert. Die Gesimse und Kastenfenster

wurden instandgesetzt. Das Dach erhielt eine passende, neue

Dachdeckung aus naturroten Biberschwanzziegeln. Für die

Fassade konnte, basierend auf einer Befunduntersuchung, ein

ausgewogenes Farbkonzept erarbeitet werden. Die Putzflächen

erhielten dabei einen sandfarbenen, die Fenster einen

weißen und die Rollladenpanzer einen grünen Anstrich.

Die Farbgestaltung ergänzt die Gesamtinstandsetzung in vorbildlicher

Weise, so dass zu Recht von einer stadträumlichen

Aufwertung gesprochen werden kann.

Gumpp Heigl Schmitt Architekten, München

An der Renovierung des Anwesens Gewürzmühlstraße 12 waren beteiligt

JAHRE

BDB-Nachrichten Fassadenpreise 2015 41

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Ismaninger Straße 9

Lobende Erwähnungen

Altbau mit Eckerker stammt aus dem Ende

des 19. Jahrhunderts

Bei der Gesamtsanierung des Bürohauses für Landtagsabgeordnete

wurde eine energetische Sanierung der Fassade mit

kompletter Neugestaltung durchgeführt. Gestalterisches Ziel

war es dabei, die mit einem Wärmedämmverbundsystem zu

dämmende Fassade in die von Denkmälern geprägte Umgebung

einzufügen, ohne historisierend zu wirken. Dies gelang

durch einen kreativen Umgang mit dem Dämmsystem. Die

Dämmstärke nimmt nach oben geschossweise zu, so dass

sich daraus bereits eine Gliederung der Fassaden ergibt. Zusätzlich

wurden die Putzoberflächen verschieden strukturiert.

Hinzu kamen neue Fenster und eine neue Hauseingangstür.

Die außergewöhnliche Fassadengestaltung fügt sich ausgesprochen

gut in die Umgebung ein und regt zum kreativen Umgang

mit Wärmedämmverbundsystemen an.

Hild und K Architekten BDA, Markus Schuber, München

Nach Ismaning, dem Ort an der Isar,

nördlich von München.

42 BDB-Nachrichten Fassadenpreise 2015

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Lobende Erwähnungen Ludwigstraße 14

Das heutige Staatsarchiv wurde von 1823-1830

von Leo von Klenze errichtet

Das ehemalige Kriegsministerium und heutige Staatsarchiv

wurde von1823 bis 1830 von Leo von Klenze errichtet. Zum

Originalbestand gehört heute nur noch die markante Eingangsarkade.

Alles Weitere wurde nach schwerer Kriegszerstörung

erst Mitte der 1960er-Jahre rekonstruiert.

Nachdem an der Fassade des Archivgebäudes zahlreiche

Risse und Schadstellen festgestellt worden waren, war ein

dringender Handlungsbedarf gegeben. Der Zustand wurde

genau dokumentiert und ein Teilsanierungskonzept erarbeitet.

Die Schadstellen wurden partiell ausgebessert. Der Sockel

und der erdgeschossige Mittelteil in gelblich-grünem Sand-

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Ludwig I. Karl August, König von Bayern,

machte München zur Stadt der Kunst und

Wissenschaften durch die Verlegung der

Landesuniversität Landshut nach München.

An der Renovierung des Anwesens

Ludwigstraße 14 waren beteiligt

Frank Zimmerei und Holzbau GmbH

Eversbuschstr. 207 I 80999 München

Tel.: 089 81 88 77 71 I www.zimmereifrank.de

BDB-Nachrichten Fassadenpreise 2015 43

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Ludwigstraße 14

Lobende Erwähnungen

An der Renovierung des Anwesens

Ludwigstraße 14 waren beteiligt

stein wurden gereinigt. Der neu entwickelte Fenstergrundtypus

wird allen Anforderungen eines Archivgebäudes gerecht und

gewährleistet darüber hinaus ein einheitliches Erscheinungsbild

der Fassade. Die Putzflächen wurden nach Befund in einem

Sandton gestrichen und die Holzfenster farblich in einem leichten

Grauton abgesetzt.

Mit Feingefühl gelang es hier vortrefflich, die Spuren der Zeit an

dem Gebäude, trotz der notwendigen Instandsetzungsarbeiten,

erkennbar zu lassen. Aufgrund der leichter wirkenden Fassadengestaltung

fügt sich der geschichtsträchtige Bau wieder

vollkommen in das Gesamtbild der Ludwigstraße ein.

Büro für Stadtplanung und Objektentwurf Michael Miritsch, München

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Lobende Erwähnungen

Pippinger Straße 49a

Dorfkirche St. Wolfgang im spätgotischen Stil

von 1478-1480 errichtet

Bei der höchst aufwendigen Gesamtinstandsetzung der Kirche

und des Friedhofs wurde u. a. der Fassade besondere Beachtung

zuteil. Das komplette Mauerwerk musste zuerst trockengelegt

und entsalzt werden, bevor man die Außenwand neu

verputzen und die Schadstellen an Gesimsen und Putzfriesen

beheben konnte. Anschließend erhielten Kirchenschiff und

Kirchturm einen neuen Anstrich. Die ursprüngliche Mönchund-Nonnen-Dachdeckung

wurde wiederhergestellt und die

Turmbedachung erhöht. Fenster und Türen wurden sorgfältig

repariert.

Insgesamt handelt es sich um eine aufwendige Denkmalinstandsetzung,

die eine geschädigte Kirche rettete. Alle durchgeführten

Arbeiten genügen höchsten denkmalpflegerischen

Ansprüchen und tragen zu einer weithin wahrnehmbaren Aufwertung

für die ganze Umgebung bei.

Architekt Florian Igl, München

An der Renovierung des Anwesens

Pippinger Straße 49a waren beteiligt

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Frank Zimmerei und Holzbau GmbH

Eversbuschstr. 207 I 80999 München

Tel.: 089 81 88 77 71 I www.zimmereifrank.de

Erstmals 1325 als Pippingen (Ansiedlung

eines Pippi) genannt. 1938 als Ortsteil von

Obermenzing nach München eingemeindet.

JAHRE

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Bildnachweise Fassadenpreise 2015:

Alle neu gestalteten Fassaden

(nachfolgend aufgeführt) hat

Maja Kaltenbach fotografiert:

Agnesstraße 35/39

Apfelallee 6

Balanstraße 19

Christophstraße 2

Häberlstraße 21

Holzstraße 1

Hotterstraße 18

Kratzerstraße 18

Malsenstraße 23

Marienplatz 21

Rumfordstraße 11a

Schackstraße 3

Schöttlstraße 12

Tengstraße 27

Thierschstraße 32

Thierschstraße 43

Weinstraße 8

Wilhelm-Düll-Straße 3/5

Für alle weiteren Bilder liegen die Bildrechte bei der Landeshauptstadt

München, Referat für Stadtplanung und

Bauordnung sowie bei den jeweiligen Bewerberinnen

und Bewerbern.

Bildnachweis „Lobende Erwähnungen“

Alle neu gestalteten Fassaden

(nachfolgend aufgeführt) hat

Maja Kaltenbach fotografiert:

Beethovenplatz 1

Gewürzmühlstraße 12

Ismaninger Straße 9

Ludwigstraße 14

Pippinger Straße 49a

Für alle weiteren Bilder liegen die Bildrechte bei der Landeshauptstadt

München, Referat für Stadtplanung und

Bauordnung sowie bei den jeweiligen Bewerberinnen

und Bewerbern.

Impressum

Herausgeber: BDB Nachrichten München,

Matthias Manghofer,

Geiselberger Mediengesellschaft mbH,

Tel. 08671 5065-50, Fax 08671 5065-44,

mail@gmg.de

Redaktion & Layout: BDB Nachrichten,

Matthias Manghofer,

Tel. 089 36047420,

bdb.nachrichten@gmx.de

Anzeigen/CVD: Anne Hölters

Geschäftsstelle: BDB Nachrichten Journal,

Hildeboldstraße 3, 80797 München,

Tel. 089 360474-0, Fax 089 36192350

Druck: Gebr. Geiselberger GmbH – Druck und Verlag,

Martin-Moser-Str. 23, 84503 Altötting,

Tel. 08671 5065-0, Fax 08671 5065-68,

mail@geiselberger.de

Papier: Chlorfrei gebleicht

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Danksagung FASSADENPREISE 2015

Wir bedanken uns für die Unterstützung zur Ausgabe FASSADENPREISE 2015

beim Referat für Stadtplanung und Bauordnung und

Untere Denkmalschutzbehörde der Landeshauptstadt München.

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