RS 04

Sbj1969

Ausgabe 4 | erscheint vierteljährlich | Dezember 2017

Poste Italiane Spa, Versand im Postabonnement, D.L.

353/2003 (conv. in L. 27.02.2004 Nr. 46) Art. 1, Comma 1,

NE Bozen • Sonderheft Nr. 1 zur Nr. 21 „Südtiroler Landwirt“

vom 24.11.2017 • Gebühr bezahlt – Taxe Percue

DAS MAGAZIN

DER SÜDTIROLER

BAUERNJUGEND

Deine Entscheidung,

deine Zukunft

Die Entscheidung ob man

einen Hof übernehmen soll,

ist nicht einfach. Sobald man

damit konfrontiert wird, ist

der Gedanke bei den meisten

jungen Menschen derselbe:

Wie wird es in Zukunft weitergehen?

Bei der Hofübernahme bekommt

man nicht nur den

Hof samt Grundstück, sondern

eine große Verantwortung mit

dazu. In den ersten Monaten

ist der Hofübernehmer

mental und körperlich hoher

Belastung ausgesetzt, umso

wichtiger ist es, dass die Generationen

auf dem Hof gut

zusammenhalten.

Man sollte sich immer ein

Ziel vor Augen halten, Risiken

eingehen und Fehler machen.

Es gehört dazu, dass man aus

seinen Fehlern lernt.

Die junge Generation von heute

ist die Zukunft von morgen.

Hannes Aichner,

SBJ-Landesführung

der traum

vom hof

DIE HOFÜBERGABE

Was bei der Hofübergabe zu

beachten ist.

Seite 2—7

ERFOLGSGESCHICHTE

Verena Kapaurer hat dem

Linterhof neues Leben eingehaucht.

Seite 8—9

AGRIALP

Mutige Jungbauern, Engagement für

die Heimat und viel Herz für Andere.

Seite 12—15


2 Blickpunkt

Betriebsübernahme in

der bäuerlichen Familie

Die rechtliche Seite

Südtirols Betriebe sind

KLEIN, ABER FEIN.

APFEL:

7.278 BETRIEBE

2,5 ha

Der landwirtschaftliche Betrieb

Allgemein besteht ein Betrieb aus einer

Vielzahl von verschiedenen unbeweglichen

und beweglichen Gütern sowie Rechten,

welche so kombiniert sind, dass eine möglichst

optimale Produktivität und Ertragsfähigkeit

gegeben ist.

Der landwirtschaftliche Betrieb besteht

einerseits aus Kulturgrund und andererseits

aus weiteren Gütern, wie den landwirtschaftlichen

Maschinen und Geräten, den

Nutztieren, den Wirtschaftsgebäuden und

den Wassernutzungs- und Produktionsrechten,

welche für die landwirtschaftliche

Bewirtschaftung des Grundes notwendig

sind. Der Betriebsinhaber muss nicht zwingend

Eigentümer der einzelnen Betriebsgüter

sein, möglich wäre auch die Nutzung

dieser Betriebsgüter mittels Pacht-, Mietoder

Leihvertrag.

Unbewegliche Güter eines landwirtschaftlichen

Betriebes können sowohl von einem

geschlossenen Hof, als auch von vereinzelten

walzenden Liegenschaft stammen.

Der Unterschied zwischen den beiden Immobilien

liegt darin, dass der geschlossene

Hof einem besonderen Schutz unterliegt

und insofern ein gesondertes Erbrecht

darstellt. Wesentliche Merkmale des geschlossenen

Hofes sind die Unteilbarkeit,

die Kontrolle bei Bestandsveränderungen

durch die örtliche Höfekommission, die

Bewertung anhand des Ertragswertes sowie

die Festlegung von Mindestkulturflächen

bei Hofschließung.

WEIN:

4.784 BETRIEBE

1,1 ha

DAUERWIESEN:

11.070 BETRIEBE

5,8 ha

Die Übergabe des landwirtschaftlichen

Betriebes

Die Übergabe eines landwirtschaftlichen

Betriebes kann zu Lebzeiten als auch im

Todesfall erfolgen. Im ersten Fall entscheidet

der Betriebsinhaber bereits zu Lebzeiten

über dessen Nachfolger, im zweiten

Fall erfolgt die Übertragung mittels Testament,

durch die gesetzliche Erbfolge bzw.

im Nachhinein im Einvernehmen aller

Erben oder durch das gerichtliche Hofübernahmeverfahren.

Unter einer Übergabe zu Lebzeiten versteht

man die Übergabe des gesamten landwirtschaftlichen

Betriebes an einen Betriebs-


Dezember 2017

Blickpunkt 3

übernehmer. Es lassen sich Übergaben von

landwirtschaftlichen Betrieben allgemein

und Übergaben welche geschlossene Höfe

zum Inhalt haben unterscheiden. Im ersten

Fall steht der Betrieb im Vordergrund

während im zweiten Fall der geschlossene

Hof als Gesamtheit im Vordergrund steht.

Bei Betriebsübergabe überlässt der bisherige

Betriebsinhaber zu Lebzeiten einem

Betriebsnachfolger den gesamten bereits

bestehenden Betrieb zum Zweck der Fortführung

der landwirtschaftlichen Tätigkeit.

Dabei werden sämtliche organisierte

Produktionsgüter (Kulturgrund, Betriebsgebäude,

landwirtschaftliche Maschinen

samt Guthaben und Betriebsschulden sowie

sämtliche Betriebspositionen) als Einheit

vertraglich an einen Betriebsübernehmer

übertragen. Da der landwirtschaftliche

Betrieb fast immer landwirtschaftliche

Liegenschaften beinhaltet, ist die notarielle

Form zwingend vorgeschrieben. Die

Betriebsabtretung kann im Kaufwege, im

Schenkungswege oder auch über andere

Rechtsgeschäfte z.B. den Familienvertrag,

erfolgen. Der Übernehmer tritt somit in

sämtliche Positionen, welche die Betriebseinheit

ausmacht, ein, während der Betriebsübergeber

von der Inhaberschaft des

Betriebes endgültig austritt. Diese Übernahme

betrifft somit nicht nur das Eigentum

an den einzelnen Gütern, sondern auch

etwaige Verpflichtungen und Verbindlichkeiten,

welche mit der Betriebseinheit

verbunden sind. Die Übergabe tritt in der

Regel bei Vertragsunterzeichnung in Kraft.

„Die Betriebsabtretung

kann auf verschiedene

weise erfolgen. “

Lorenz Mair

In diesem Moment gehen somit sämtliche

Rechte aber auch Pflichten an den Betriebsnachfolger

über, während der Betriebsübergeber

davon endgültig entbunden wird.

Die Betriebsübergabe im

Kaufwege

In diesem Falle verkauft der Betriebsinhaber

die gesamte organisierte Betriebseinheit

einem interessierten Käufer zu einem

vereinbarten Kaufpreis. Dieser hängt nicht

nur vom Wert der einzelnen Elemente

des Betriebes ab, sondern vor allem auch

von der zu erwartenden Ertragsfähigkeit

der Betriebseinheit. Beim Verkauf eines

Betriebes werden nicht einzelne Güter evtl.

mit Zubehör verkauft, sondern eine bereits

organisierte Einheit als Ganzes.

Die Betriebsübergabe mittels

Schenkung

Bei der Schenkung eines Betriebes überlässt

der bisherige Betriebsinhaber unentgeltlich

seine gesamte Betriebseinheit in der Regel

mit der Absicht, dass dieser die Betriebstätigkeit

fortführt. Die Abtretung erfolgt

unentgeltlich, also ohne Bezahlung eines

Kaufpreises, wobei die Schenkung allerdings

mit Auflagen versehen sein kann.

Neben der Auflage den Betrieb fortzusetzen

kann eine Betriebsschenkung auch folgende

weitere Auflagen beinhalten: Veräußerungsverbot

des Betriebes, Unterhaltsleistungen

zu Gunsten des Schenkungsgebers

bzw. weiterer Personen, Vinkulierung der

Betriebsgüter, der Leistung von Leibrenten

etc..

Die Betriebsübergabe mittels

Familienvertrag

Seit dessen Einführung im Jahre 2006 ist

es nunmehr auch möglich den Betrieb

mittels Familienvertrag (patto di famiglia)

an einen Nachkommen zu übergeben.

Diese Übertragungsform stellt bisweilen

die sicherste Übertragungsform dar, da

alle Pflichtteilsberechtigten den notariellen

Übertragungsakt mitunterzeichnen

und diese gemeinsam mit der Betriebsübertragung,

den Auszahlungssummen

Lorenz Mair

Leiter der

Rechtsberatung im

Südtiroler Bauernbund

bzw. den Verzichten, eventuellen Auflagen

einverstanden sind. Dies bedeutet, dass

dieser Übertragungsakt nicht mehr wegen

angeblicher Verletzung eines Pflichtteils

angefochten werden kann.

Die Übergabe des geschlossenen

Hofes

Darunter versteht man die Übertragung

des Eigentums an Liegenschaften welche

einen geschlossenen Hof bilden an

einen Rechtsnachfolger zum Zwecke der

Weiterführung des landwirtschaftlichen

Betriebes. Da die meisten geschlossenen

Höfe innerhalb derselben bäuerlichen

Familie weitergegeben werden und bei

der Weitergabe keine Gewinnabsichten

vorliegen, sondern eher Aspekte der ordnungsgemäßen

Weiterführung bzw. der

Altenabsicherung, erfolgt die Übergabe

in der Regel mittels Familienvertrag bzw.

Schenkung verbunden mit speziellen Auflagen

zu Gunsten der Übergebergeneration.

Die Übergabe bei Todesfall

Von Übergabe bei Todesfall spricht man

dann wenn der Inhaber des landwirtschaftlichen

Betriebes bzw. des Hofes verstirbt

ohne seinen Betrieb bereits zu Lebzeiten

übergeben zu haben. In diesem Falle fällt

der Betrieb eventuell auch mit anderen

vorhandenen Vermögenswerten in die Erbschaft.

Diesbezüglich ist zu unterscheiden

WELLI


4 Blickpunkt

ob der Verstorbene mittels Testament über eine Aufteilung

verfügt hat, oder nicht. Weiters ist zu unterscheiden

ob in die Erbmasse ein geschlossener Hof oder

ein nicht geschlossener Hof als landwirtschaftlicher

Betrieb fällt.

„Eine spezifische steuerrechtliche

Beratung ist

unerlässlich.“

Lorenz Mair

Die Besteuerung der Betriebs- und Hofübergabe

Die steuerliche Regelung bei Übertragungen von Betrieben

sowie landwirtschaftlicher Güter ist sehr komplex.

Zum einen ist dabei zu berücksichtigen, ob die zu

übertragenden Güter in steuerlicher Sicht eine landwirtschaftliche

Widmung aufweisen. Zum anderen

muss geprüft werden, ob der Übernehmer bereits

bestimmte persönliche Voraussetzungen erfüllt um

als Landwirt betrachtet zu werden und bereit ist, in

Zusammenhang mit der Fortführung der Betriebstätigkeit,

gewisse Verpflichtungen einzugehen.

Im konkreten Fall muss deshalb abgewogen werden,

welche Übertragungsform sich am Besten für die

geplante Hofübertragung eignet. Eine spezifische steuerrechtliche

Beratung ist deshalb unerlässlich.

Kommentar von Wilhelm Haller,

Landesobmann der Südtiroler Bauernjugend

Der Wunsch nach einer

frühzeitigen Hofübergabe wird lauter

Die Südtiroler Bauernjugend befasste sich

schon immer mit der Hofübergabe und

in diesem Zusammenhang auch mit der

Existenzgründungsbeihilfe. Die Uhr tickt

und mit der neuen GAP wird ab 2020

auch die Unterstützung für Junglandwirte

wieder neu verhandelt. Das Ziel der

Bauernjugend ist es, so früh als möglich

auch neue Vorschläge einzubringen, um

diese Beihilfe effizienter und sinnvoller

zu gestalten. Um dies voranzubringen,

haben wir in den letzten Monaten eine

eigene Arbeitsgruppe gegründet, die das

Thema so effizient wie möglich behandeln

und aufarbeiten soll. Wichtig sind hier

vor allem auch die Treffen auf EU-Ebene

mit unserem EU-Parlamentarier Herbert

Dorfmann. In Österreich fand vor Kurzem

auch ein 4-Ländertreffen zwischen

Junglandwirten aus Deutschland, Südtirol,

Österreich und der Schweiz statt. In Rom

tauschten wir uns schon mit den Vertretern

der „Giovani di Confagricoltura – ANGA“

aus. Der gemeinsame Wunsch nach einer

frühzeitigen Hofübergabe wird lauter. Bei

den verschiedenen Treffen wurden bereits

einige Punkte fixiert, die man einfordern

will:

»»

Finanzielle Absicherung des Hofübergebers

»»

Die schulische Ausbildung muss stärker

anerkannt und belohnt werden

»»

Befreiung der Junglandwirte von Sozialabgaben

Auf allen Ebenen hat die Jugend einen

guten Stand. Trotzdem hängt Vieles noch

in der Luft, wo die Auswirkungen noch

nicht vorhersehbar sind. Der Ausstieg von

England aus der EU beispielsweise. Da frage

ich mich: Wie werden die Zahlungen für

die zukünftigen Förderperioden aussehen?

Und werden die EU Staaten das „Geldloch“

von England füllen? Mal sehen, was die

Zukunft bringt.


August 2017

5

Mitgliedsbeitrag 2018

Jedes Mitglied hat die Pflicht, den SBJ-Jahresbeitrag innerhalb des vorgeschriebenen

Termins zu zahlen. Die Landesleitung legt für das Jahr 2018

eine Empfehlung in Höhe von 6 Euro fest.

MwSt.-Schuld

16. Februar 2018

Alle Ortsgruppen, die zwischen

1. Oktober und 31. Dezember eine

Veranstaltung organisiert und damit

gewerbliche Einnahmen erwirtschaftet

haben, müssen die MwSt.-Schuld am

16. Februar mittels F24 elektronisch

einzahlen. Wenn das SBJ-Landessekreteriat

die Zahlung vornehmen soll,

ist der Auftrag dazu von den Ortsgruppen

schriftlich, mittels F24 Formular

bis zum 5. Februar zu erteilen.

Es gilt der Steuerkodex 6034.

Online-Formular: sbj.it/service

Sicher mit der Motorsäge

arbeiten

Der Südtiroler Bauernjugend ist es ein Herzensanliegen, dass jeder der die Motorsäge in die Hand nimmt, auch

die Schutzausrüstung trägt. Die moderne Schutzausrüstung sorgt nicht nur für Sicherheit, auch der Tragekomfort

wurde ständig verbessert und weiterentwickelt.

Im Rahmen der Aktion „Gefahr erkannt, Unfall gebannt!“ bietet

die Südtiroler Bauernjugend allen Mitgliedern der bäuerlichen

Organisationen die persönliche Schutzausrüstung für die Waldund

Holzarbeit in einem hochwertigen Paket zum Vorzugspreis

an. Wilhelm Haller, SBJ-Landesobmann erklärt: „Egal ob jemand

im Wald arbeitet, oder die ausgedienten Bäume in der Obstanlage

gerodet werden, eine Schutzausrüstung gehört einfach dazu“.

So hat die Bauernjugend das Paket inzwischen gemeinsam mit

dem Forstspezialisten Profanter erneuert. Im Paket mit dabei

ist eine Schnittschutzhose mit Träger, Schnittschutzschuhe, ein

Sicherheitshelm und Handschuhe. Neu dazugekommen ist eine

Waldarbeiterjacke. „Die Kleidungsstücke kann man auch einzeln

zum vergünstigten Preis erhalten“, betont Haller.

Anmeldung im SBJ-Büro

Ortsgruppen der bäuerlichen Organisationen, bei denen mehrere

Mitglieder an einer Schutzausrüstung interessiert sind, können

sich im Landessekretariat der Bauernjugend melden. Daraufhin

stellt eine Fachkraft die Schutzausrüstung bei einem Infoabend

vor. Interessierte Mitglieder können sie vor Ort bestellen. Sollte

ein Einzelner Interesse an der Ausrüstung haben, so kann er sich

ebenso im SBJ-Landessekretariat melden und dann zum

Fachgeschäft hingehen.

Andreas Mair, SBJ-Landessekretär erklärt: „Am besten

ist es, wenn sich die bäuerlichen Organisationen vor

Ort zusammenhören, ihre Mitglieder auf das Angebot

aufmerksam machen und man dann einen gemeinsamen

Informationsabend organisiert.“

Die genauen Infos

zur Sicherheitskleidung

sind online:

www.sbj.it/shop

WELLI


6 Blickpunkt

Generationen

auf dem Bauernhof

Angelika Kurz berichtet über die wichtigsten Dinge,

die bei einer Hofübergabe zu beachten sind um Streitigkeiten zu vermeiden.

Das Zusammenleben mehrerer Generationen

am Hof kann sehr bereichernd sein,

es ist aber auch anspruchsvoll und nicht

immer einfach. Besonders kompliziert wird

es wenn der Altbauer und der Jungbauer in

einem Generationskonflikt verwickelt sind,

da sich Veränderungen im Familiensystem

anbahnen und sie daher nicht genau wissen

wie es weitergehen soll.

Im Leben kann nicht alles so bleiben wie

es ist. Der Mensch braucht zur Weiterentwicklung

Veränderungen: daher ist es

wichtig, dass die Veränderungen angesprochen

und hinterfragt werden!

Das Zusammenleben auf dem Hof ist eine

ganz besondere Lebensform. Beruf und Privatleben

spielen sich an ein und demselben

Ort ab. Wenn die Aufgabenverteilung oder

die Neuorientierung nicht gut gelingen,

wirkt sich dies nicht nur auf die einzelnen

Familienmitglieder, sondern gleich auf den

gesamten Betrieb aus.

„Reibungspunkte sind oft

notwendig, um Situationen

neu zu klären. “

Angelika Kurz

Um die Möglichkeiten einer generationsübergreifenden

Familie positiv zu nutzen,

bedarf es klarer Vereinbarungen unter

den Beteiligten, um auf diese Weise die

Lebensqualität für alle auf dem Bauernhof

zu erhalten. Das heißt aber durchaus

nicht, dass alle Hofbewohner immer einer

gleichen Meinung sein sollen: Streit

oder Meinungsverschiedenheiten sind

an und für sich nichts Schlimmes! Reibungspunkte

sind oft notwendig, um

Situationen neu zu klären und sowohl

sich selber als auch das Betriebsgeschehen

weiterzubringen. Erst wenn jeder weiß,

wo er steht und was er wirklich möchte

und darüber ein Austausch stattfindet,

kann das System „Bauernfamilie“ gut

existieren. Wichtig ist dabei immer eine

wertschätzende Grundhaltung gegenüber

allen anderen Familienmitgliedern. Denn

selbst im offenen Konflikt darf die Achtung

und der Respekt gegenüber dem andern

niemals fehlen!

Seine eigene persönliche Haltung im Familiensystem

zu vertreten oder neu darzulegen,

ist sehr wichtig! Dazu ist es nötig, sich

damit auch selber auseinanderzusetzen,

um zu verstehen welche Bedürfnisse und

Wünsche man eigentlich hat. Auch die

eigenen Bedürfnisse verändern sich im

Laufe des Lebens und sie müssen daher

immer wieder neu hinterfragt werden. Besteht

für jemand im Alter zwischen 25 und

40 Jahren das Hauptthema darin sich zu

fragen, wie man den Hof als Betrieb noch

erfolgreicher führen kann, so stellen sich

Menschen um die 60 in erster Linie die

Frage wie man langsam loslassen kann

und wie wohl der Ruhestand ausschauen

mag. Eine solche Innenschau kann auch

schmerzlich sein, sie kann letztlich aber

auch neue Chancen bieten! Es kann ja

auch erleichternd sein, Verantwortung

abgeben zu dürfen. Und vielleicht andere

Bereiche zu erkennen in denen man noch

gebraucht wird! Wichtig ist, sich nicht von

anderen, Aufgaben überstülpen zu lassen,

sondern selber zu bestimmen was man

gerne tun möchte und wie man sein Leben

gestalten möchte. Toleranz spielt auf alle

Sozialpädagogin

Angelika Kurz

Erwachsenenbilderin,

Mediatorin,

Erzieherin

Fälle eine sehr wichtige Rolle, sowohl für

die Wertvorstellungen der Älteren als auch

für die Gestaltungswünsche der Jüngeren.

Getrennte Rückzugsmöglichkeiten, sprich

getrennte Wohnbereiche sollten heute

selbstverständlich sein. Ebenso muss das

sogenannte Ausgedinge, also die Rechte

und Pflichten für den Unterhalt der

Übergebergeneration klar und eindeutig

geregelt werden.

In unserem täglichen Handeln lassen wir

uns von unseren inneren Werten leiten.

Diese sind die Folgen unserer Erziehung

und die daraus resultierenden Erfahrungen.

Generationsprobleme haben ihre Ursache

häufig in unterschiedlichen Wertvorstellungen

der jüngeren und der älteren Generation

sowie zwischen den eingesessenen

Hofbewohnern und denen, die auf den

Hof dazu gekommen sind.

Immer wieder treten folgende unterschiedliche

Fragen auf, welche mit Wertvorstellungen

zu tun haben:

»»

Was ist eine richtige Bäuerin, was macht

sie aus, wie schaut das Frauenbild aus


August 2017

7

»»

Was macht einen echten Bauer aus

»»

Wie wichtig ist die Tradition

»»

Wie sieht es mit der Arbeitsorganisation

im Haus und Hof aus

»»

Handelt es sich um Nebenerwerb oder

Haupterwerb

»»

Wie soll die Betriebsführung ausschauen

»»

Wie wichtig sind Freizeit und Urlaub

»»

Wie schaut es mit den Essgewohnheiten

aus

»»

Soll der Hof als Selbstversorgungsbetrieb

geführt werden

»»

Wie schaut es mit Ordnung und Sauberkeit

aus

»»

Welchen Stellenwert hat die Kindererziehung

„Im Gespräch bleiben,

miteinander und nicht

übereinander reden.“

Angelika Kurz

All diese Fragen haben mit Wertvorstellungen

zu tun. Wertvorstellungen sind ein Teil

unserer Persönlichkeit und können nicht

ohne weiteres von außen oder durch andere

verändert werden. Nur wir selber können

uns ändern: dafür müssen wir offen sein

und auch andere Meinungen zulassen.

Prägungen und Gewohnheiten, Charakter

und innere Wertmaßstäbe geben Halt

und Sicherheit. Daher lassen sie sich nicht

von heute auf morgen verändern. Es ist

wichtig, dass Konflikte welche auf unterschiedlichen

Wertvorstellungen beruhen,

möglichst offen besprochen werden. Viele

Hofbewohner so wie auch andere Menschen,

haben große Angst über Wertvorstellungen

zu sprechen und gehen damit

Konflikten aus dem Weg.

Wie sehen Beispiele für einen guten und

gelungenen gegenseitigen Umgang aus?

Welches Verhalten ist wünschenswert?

»»

Alle Beteiligten planen bei der Hofübernahme

/ Hofübergabe das zukünftige

Zusammenleben gemeinsam.

»»

Jedes Familienmitglied achtet darauf,

dass jeder Mensch Achtung, Zuwendung,

Anerkennung und Verständnis

braucht. Sich sagen, was man aneinander

schätzt. Gegenseitiges Vertrauen und

Verständnis füreinander zeigen, sich in

den anderen hineindenken, den anderen

ernst nehmen, zuhören.

»»

Sich immer wieder bewusstmachen: Es

gibt mehrere Wege den Hof und Haushalt

zu führen, die Kinder zu erziehen.

Meine Art und Weise, etwas anzupacken

und zu tun, ist für mich richtig, für

andere vielleicht nicht.

»»

Im Gespräch bleiben, miteinander und

nicht übereinander reden. Sich und seine

Anliegen offen vertreten.

»»

Eigene Wünsche, Erwartungen, Hoffnungen

und Ängste mitteilen. Nachfragen

wie etwas gemeint ist, statt Vermutungen

anzustellen.

»»

Man mag unterschiedlich denken und

auch andere Ansichten haben, das mindert

den persönlichen Wert jedes einzelnen

nicht. Begründen und erklären,

warum man etwas so sieht und tut.

»»

Klare Verhältnisse schaffen, so dass jeder

weiss, woran er ist.

»»

Positive Haltung: sich mitfreuen über

Gelungenes, Anerkennung von Erreichtem.

»»

Es darf auch einmal etwas schiefgehen:

wir lernen durch Erfahrung.

»»

Richtige Nähe und Distanz suchen.

»»

Gemeinschaft entsteht nicht von selbst,

man muss sie pflegen.

Das Zusammenleben unterschiedlicher

Generationen kann auch ein großer Vorteil

sein, für Jung und für Alt. Bei der Kinderbetreuung

findet man Unterstützung, Kosten

von Haushalt usw. können geteilt werden,

Fragen der Betriebsführung können mit

Erfahrungen Einzelner hinterfragt werden

usw. Auf diese Weise können vorteilhafte

Lösungen sowohl für die einzelnen Hofbewohner

als auch für den Betrieb erzielt

werden.

Sehr wichtig ist, dass alle Personen die auf

dem Hof gemeinsam leben, sich jederzeit in

die Augen sehen können: dies ist durchaus

wörtlich gemeint! Es stellt ein Zeichen für

den gegenseitigen Respekt und die nötige

Achtung dar.

Zur Verfasserin

Angelika A. Kurz ist freiberufliche Referentin

im sozialem Bereich. Geboren in Köln,

lebt sie schon viele Jahre in Südtirol, wo

sie auch verheiratet ist.

Sie ist Mediatorin im Bereich Familienkonflikte,

Sachwalterin für das Gericht und

Präsidentin der Sozialgenossenschaft Jule,

welche sich für Menschen mit psychischen

Problemen einsetzt. Sie ist ausgebildete

Erzieherin, Erwachsenenbildnerin und

Sozialpädagogin und hat sowohl mit Kindern

als auch mit erwachsenen psychisch

Kranken gearbeitet.

„Eine Wahl ist ein

wichtiges Ereignis. Jeder

Einzelne sollte mit seiner

Stimme die Möglichkeit

nützen, die Zukunft zu

verändern.“

Angelika Springeth

Nun entscheidet

ihr!

Bei der Basiswahl entscheiden nun

alle stimmberechtigten Mitglieder

der bäuerlichen Organisationen,

wen der Südtiroler Bauernbund

für die Landtagswahl ins Rennen

schickt. 10 Kandidaten stehen zur

Auswahl. Die vier Kandidaten mit

den meisten Stimmen werden bei

den Landtagswahlen als bäuerliche

Kandidaten von Bauernbund,

Bauernjugend, Bäuerinnen und

Seniorenvereinigung unterstützt.

Die Wahlbriefe mit dem Stimmzettel

werden derzeit per Post an

alle Wahlberechtigten verschickt.

Wer einen Stimmzettel erhält kann

so wählen:

»»

Jeder kann bis zu vier Vorzugsstimmen

vergeben!

»»

Vorgegebene weiße Kästchen gut

sichtbar ankreuzen!

»»

Keine Anmerkungen und keine

weiteren Namen dazuschreiben!

»»

Keine Unter- oder Durchstreichungen

vornehmen!

»»

Den aufgedruckten Barcode

nicht unkenntlich machen! Er

stellt sicher, dass der Stimmzettel

nicht vervielfältigt werden

kann.

»»

Die Wahl ist anonym!

Die zufällig vergebenen Barcodes

lassen keinen Rückschluss auf das

einzelne Mitglied zu.

WELLI


8 Erfolgsgeschichte

Verena

Kapaurer

In einem großen Lebensmittelgeschäft

wäre unser

Produkt nur ein namenloser

Artikel im Regal. Ich will

meinen Kunden die Geschichte

hinter dem Produkt

erzählen können.

Wenn Verena die Wiese ihres

Linterhofs in St. Pankraz in

Ulten betritt, dauert es nur

wenige Augenblicke und sie

wird von ihren Lieblingen

Sissi, Rita, Margit und vielen

anderen umschwärmt. Ihre

Schafe sind nicht nur ihr

ganzer Stolz, sie sind auch etwas

Besonderes. Verena und

ihr Freund Martin halten das

Krainer Steinschaf, eine der

ältesten Schafrassen Europas.

Aus der Milch machen sie

Käse, Joghurt, Topfen und

Ricotta. Hinter dieser Idee

verbirgt sich eine rührige Geschichte

und der Wille einem

aufgelassenen Hof neues Leben

einzuhauchen. Ein Ziel,

das beide mit ganzem Herzen

verfolgen.


Dezember 2017 Erfolgsgeschichte

9

Der große

Traum vom Hof

Als Verena ein kleines Mädchen war, war der Linterhof noch

voller Leben. Eine große Spielwiese für Verena, die schon immer

ein großes Herz für Tiere hatte. Dann beschloss ihr Opa den Hof,

der damals einfach zu wenig einbrachte für die Familie, zu verpachten.

Bis vor acht Jahren, als der kleine Linterhof dann völlig

aufgegeben wurde. Verena machte in dieser Zeit eine Ausbildung

und hatte viele andere Ziele. Dann drehte sich das Leben, denn

sie erhielt die Möglichkeit den Hof zu übernehmen. Sie zögerte

nicht. Ihr Wunsch den Hof wieder zu einer großen Spielwiese zu

machen, wie sie es schon als kleines Mädchen kannte, flammte

wieder auf.

Dieser Traum schien anfangs noch unerreichbar zu sein, doch mit

der Liebe zu den Tieren kam auch die Idee das Krainer Steinschaf

ins Ultental zu bringen und etwas Besonderes daraus zu machen.

Das seltene Milchschaf ist feingliedrig, mit kurzen nicht hängenden

Ohren, unbewollten Beinen und Kopf, der hornlos oder

gehörnt sein kann und ein gerades Nasenprofil aufweist. Es gibt

vier Farbschläge, wobei am häufigsten schwarze und weiße Tiere

vorkommen, seltener gescheckte und graue. Vor allem die Köpfe

sind bunt gezeichnet. 45 Schafe grasen derzeit am Hof. „Unsere

Schafe sind so lange wie möglich auf der Weide und wir verzichten

ganz bewusst auf Kraftfutter“, erklärt Verena.

WELLI

Gespräche mit Kunden sind lebensnotwendig

Ihr Freund Martin kommt auch aus der Landwirtschaft, ist Käsemeister

und handwerklich sehr geschickt. Kurzerhand wurde im

Stall ein neuer Melkstand gebaut. Ein ausgeklügeltes System. „Es

hat einige Zeit gedauert, bis der Melkstand unseren Bedürfnissen

angepasst war“, erzählt Martin. Gleich daneben befindet sich die

neue Hofkäserei. Dort entstehen in aufwendiger Handarbeit kleine,

runde Schätze. „Für den Käse haben wir zwei getrennte Lager.

In einem reift einen Monat lang der Bergkäse. Im zweiten Lager

ruht eine Woche lang der Weichkäse. Zur Produktpalette gehört

auch schmackhaftes Joghurt, Topfen und Ricotta“, erklärt Martin.

Mit der Produktion alleine ist es nicht getan, auch die Vermarktung

der Produkte erfolgt in Eigenregie. Dabei erlebten die beiden schon

bittere Tage. Zwei Mal wöchentlich sind die beiden im Sommer auf

» » Sandy ist

das jüngste

Schaf der

Herde

dem Bauernmarkt vertreten, einmal in Lana und einmal

in Ulten beim „Zuanochten“. „Am Anfang wussten viele

noch nicht, dass es uns und unsere Produkte überhaupt

gibt, deshalb haben wir uns bei den Bauernmärkten angemeldet.

Da einen Platz zu bekommen war nicht sehr

einfach“, berichtet Verena. An sich sind die Bauernmärkte

für die beiden immer recht gut gegangen. „Am Marktstand

kommen wir mit unseren Kunden ins Gespräch.

Das ist für uns lebensnotwendig“, erzählt Verena und

fügt hinzu: „In einem großen Lebensmittelgeschäft wäre

unser Produkt nur ein namenloser Artikel im Regal. Ich

will meinen Kunden die Geschichte hinter dem Produkt

erzählen können.“

Vom Hof ins Hotel

Neben dem Marktstand setzen die beiden auch auf die

Gastronomie. Mittlerweile beliefern sie mehrere Hotels im

Burggrafenamt mit ihren Produkten für den Frühstückstisch.

„Das Joghurt kommt bei den Gästen sehr gut an“,

freut sich Martin.

Für die Zukunft haben die beiden noch große Pläne. Das

feinfaserige, fettarme Fleisch des Krainer Steinschafs ist

von besonderer Qualität. „Es besitzt ein äußerst dezentes,

feinwürziges Aroma. Auch daraus könnte man etwas

machen“, schwärmt Verena. Wenn sie die Uhr nochmal

zurückdrehen könnte, würde sie den Hof, trotz der großen

Herausforderungen, immer wieder übernehmen. „Nun bin

ich mir sicher, ich bin glücklich“, strahlt die junge Bäuerin.


10 Berichte

Prachtvolle Ballnacht in

Tracht

Im Farbenspiel der Trachten erstrahlt das Meeting & Event Center der Messe Bozen/Hotel

Sheraton am Samstag, 13. Jänner, wenn die Südtiroler Bauernjugend wieder alle Freunde der

Landwirtschaft zum traditionellen Bauernball lädt. Die Besucher erwartet eine unvergessliche

Ballnacht mit mehreren Highlights für Jung und Alt. Tischplätze können im SBJ-Landessekretariat

reserviert werden.

»»

13. Jänner

»»

19:30 Uhr

»»

MEC, Messe Bozen

Einen neuen Austragungsort hat die Südtiroler

Bauernjugend heuer für ihren traditionellen

Bauernball ausgewählt. „Erstmals

findet der Ball im neuen Meeting

& Event Center der Messe Bozen/Hotel

Sheraton statt,“ erklärt Wilhelm Haller,

SBJ-Landesobmann „Mit diesem Wechsel

des Standortes nach Bozen soll der Ball

zentraler werden und auch einen neuen

Schliff erhalten“, so Haller.

Erstes Highlight wird auch heuer wieder

„„Mit dem Wechsel nach

Bozen soll der Ball

zentraler werden“

Wilhelm Haller

der traditionelle Auftanz sein, bei dem

Auftänzer der Südtiroler Bauernjugend aus

dem ganzen Land den Ball eröffnen. Die

Tänzer in ihren ortstypischen Trachten

werden von der Gruppe „Merrick“ musikalisch

begleitet, die auch im Anschluss

den Tänzern mit volkstümlichen Klängen

richtig einheizen wird.

Gaumenfreuden für die Gäste

Kulinarisch verwöhnt werden die Gäste mit

leckeren Gerichten und erlesenen Weinen

aus Südtirol im großen Ortler Saal. Die

Speisen werden von der Hotelküche des

Four Points of Sheraton zubereitet und

von der Südtiroler Bauernjugend serviert.

Für den kleinen Hunger gibt es ein paar

Snacks im Untergeschoss. Die Weinlaube

lädt zum Verweilen ein und bietet Platz

für unterhaltsame Gespräche unter Freunden

und Weinliebhabern. Für alle jungen

und junggebliebenen sorgt DJ Andy im

Obergeschoss für Partystimmung bis um

3 Uhr früh.

Auf die Bühne gebeten

Um Punkt Mitternacht wird es wieder

spannend, denn der Landesobmann kürt

die Ballkönigin des Abends. Wer es sein

wird, bleibt bis dahin wie immer ein Geheimnis.

Angelika Springeth, die Landesleiterin der

SBJ, ist sich sicher: „Gute Stimmung, aber

auch gemütliches Beisammensein sind

auf dem Bauernball vorprogrammiert.

Eine gute Gelegenheit, um alte Freunde

zu treffen und neue Bekanntschaften zu

schließen.“

Der Bauernball wird in Zusammenarbeit

mit dem Südtiroler Bauernbund, der Südtiroler

Bäuerinnenorganisation und der

Seniorenvereinigung im Südtiroler Bauernbund

veranstaltet.

Der Einlass ist ab 19.30 Uhr und der Eintritt

beträgt 20 Euro, wobei kein Einlass

unter 16 Jahren ist. Das Tragen der Tracht

verleiht der Veranstaltung einen besonderen

Rahmen. Tischreservierungen nehmen

die Mitarbeiter im Landessekretariat entgegen,

Tel. 0471 999401, bauernjugend@

sbb.it.


August 2017

Berichte 11

Sicherheit geht vor!

Sicherheit im Straßenverkehr liegt den Mädchen der Südtiroler Bauernjugend sehr am Herzen.

Deshalb übten sie am Samstag 11. November beim Mädchenseminar im Safety Park in Pfatten

kritische Fahrsituationen. Unter anderem das Fahren auf nassen und rutschigen Fahrbahnen oder

das plötzliche Auftauchen eines Hindernisses.

»»

Tobias Geier erklärt

den Mädchen der

SBJ wie sie reagieren

müssen, wenn sie

mit den Hinterreifen

abrutschen.

„Jeder Mensch reagiert anders auf kritische Situationen. Während

die einen ruhig bleiben und ausweichen, werden andere nervös

und machen gar nichts mehr“, weiß SBJ-Landesleiterin Angelika

Springeth. „Wir wollten daher beim Mädchenbildungsseminar

ganz bewusst kritische Situationen üben.“, so die Landesleiterin.

Zu Beginn vom Seminar gab es eine kleine Einführung durch den

Instruktor Tobias Geier. Er gab den Mädchen Sicherheitstipps:

„Das Wichtigste ist, nicht bei den Reifen zu sparen. Sie sind unsere

Verbindung zum Boden. Ebenso kommt es auf die richtige

Sitzposition an, um schnell reagieren zu können“.

„es ist besser frontal in ein

Hindernis hineinzufahren, als

seitlich aufzuprallen. “

Tobias Geier

plötzlich auftauchenden Hindernissen auszuweichen.

Manchmal mit mehr, manchmal mit weniger Erfolg.

„Wenn einem im Straßenverkehr auffällt, dass man nicht

mehr im Stande ist auszuweichen, ist es für die Sicherheit

des Fahrers besser frontal in ein Hindernis hineinzufahren,

als ins Schleudern zu geraten und womöglich seitlich

aufzuprallen“, erklärte Tobias Geier zum Verletzungsrisiko.

Um auch die Schleuderplatte zu überwinden, brauchte es

viel Fingerspitzengefühl und Konzentration. Auf rutschiger

Fahrbahn ist es besonders schwierig die Kontrolle über

das Auto zu halten, wenn man mit dem Hinterreifen ausbricht.

Auch im nassen Kreisverkehr konnten die Mädchen

sehen, was mit ihrem Auto passiert, wenn sie bei Regen

zu schnell in eine Kurve fahren. Am Ende jeder Übung

wurde noch das Erlebte mit dem Instruktor besprochen

und die Situationen analysiert.

Von der Notbremsung bis hin zu Schleudersituationen

Dann ging es für die Teilnehmerinnen auf die Fahrbahn. Bei

der ersten Station durften sie ein Slalom absolvieren. Gleich im

Anschluss sollten sie die Notbremsung üben. „Es war interessant

zu sehen wie sehr sich der Bremsweg erhöht, wenn man auch nur

wenige km/h schneller fährt. Der Unterschied zwischen rutschiger

und trockener Fahrbahn war ebenso groß“, erzählt die Landesleiterin.

Durch Bremsen und ausweichen versuchten die Mädchen

WELLI


12 Berichte

Stefan Rottensteiner ist innovativster

Jungbauer Südtirols

Stefan Rottensteiner vom Oberweidacherhof in Klobenstein am Ritten gewinnt den Innovationspreis

IM.PULS der Südtiroler Bauernjugend. Martin Weger vom Oberhaslerhof in Schenna

sichert sich den zweiten Platz. Hannes Plattner vom Kastnerhof in Mölten wurde mit dem

dritten Platz ausgezeichnet.

Die Südtiroler Bauernjugend ist begeistert: Findige Jungbäuerinnen

und Jungbauern aus allen Landesteilen haben

beim Innovationspreis IM.PULS mitgemacht. Nach einem

harten Auswahlverfahren zeichnete die Bauernjugend auf

der Agrialp die drei Gewinner aus: Stefan Rottensteiner

vom Oberweidacherhof in Klobenstein am Ritten kann

sich innovativster Jungbauer Südtirols nennen. Martin

Weger vom Oberhaslerhof in Schenna sichert sich den

zweiten Platz, Hannes Plattner vom Kastnerhof in Mölten

freute sich über den dritten Platz.

Grasende Kühe sind am Ritten keine Seltenheit. Nähert

man sich jedoch dem Oberweidacherhof in Klobenstein,

kann man auf den ersten Blick erkennen, dass es sich bei

den muhenden Artgenossen um eine ganz besondere Rasse

handelt. Jungbauer Stefan Rottensteiner züchtet Wagyurinder,

eine ursprünglich aus Japan stammende Rasse mit

hochwertigem Fleisch. Über seine Marke Wagyu Südtirol

vermarktet er das Produkt für die gehobene Gastronomie

und den anspruchsvollen Südtiroler Fleischliebhaber. Er

darf sich über Einkaufsgutscheine bei der Landwirtschaftlichen

Hauptgenossenschaft (LHG) im Wert von 3.000

Euro freuen. Dessen Direktor, Reinhard Fuchs gratulierte

herzlich und fügte hinzu: „Wir haben so tolle Ideen in

der Landwirtschaft. Diesen wollen wir gemeinsam mit

der Bauernjugend eine Bühne geben.“

Auch Wilhelm Haller, SBJ-Landesobmann ist begeistert:

„Letztendlich hat das Konzept von Stefan Rottensteiner

die Jury und alle Interessierten, die beim großen

Online-Voting mitgemacht haben, überzeugt.“ Und das

waren nicht weniger als 2.500 Südtirolerinnen und Südtiroler,

die für ihr Lieblingsprojekt mit abgestimmt haben.

„Letztendlich hat das konzept

von stefan überzeugt.“

Wilhelm Haller

Entsprechend groß war auch bei Rottensteiner die Freude

darüber. „Ich bin glücklich und einfach nur dankbar. Es

war ein harter Weg bis aus der Idee Realität geworden

ist. Umso mehr freut man sich, wenn man spürt, dass

es die richtige Entscheidung war, diesen Weg zu gehen“,

so der Jungbauer.

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SBJ-Landesleiterin Angelika Springeth, Martin Weger, Stefan Rottensteiner,

Hannes Plattner und SBJ-Landesobmann Wilhelm Haller


August 2017

Berichte 13

Hartes Auswahlverfahren

Der Ermittlung der innovativsten Jungbauern war ein hartes

Auswahlverfahren vorausgegangen. Die Punkte der Jury sowie

das Ergebnis des Online-Votings ergaben im Zusammenspiel

letztendlich die Platzierung der drei Finalisten.

Keine leichte Aufgabe für die hochkarätige Jury, bestehend aus

Astrid Weiss, Leiterin der Abteilung Innovation & Energie im

Südtiroler Bauernbund, Markus Ursch, Mitarbeiter bei der Landwirtschaftlichen

Hauptgenossenschaft, Christian Gruber, Unternehmensberater

und Landwirt, Josef Dalla Via von der Abteilung

Innovation, Forschung und Entwicklung der Provinz Bozen, Ben

Schneider, Koordinator Ecosystem Food bei der IDM Südtirol,

Markus Riedl, Stellvertretender Institutsleiter bei Fraunhofer Italia

und Christian Fischer, Professor an der Freien Universität Bozen.

Die drei

Gewinner

WELLI

24 Stunden Erfrischung vom Oberhaslerhof

Über den zweiten Platz und damit Einkaufsgutscheine bei der LHG

über 1.500 Euro jubelte Martin Weger aus Schenna. Taufrische

Kräuter, Obst und Gemüse sind das Aushängeschild der Familie

Weger. In aufwendiger Handarbeit werden die hofeigenen Produkte

zu Sirupe, Salze sowie Antipasti veredelt und im Hofladen

verkauft. Jungbauer Martin kam die zündende Idee seine hofeigenen

Produkte kreativ zu vermarkten: So entstand der „Regiomat“.

Dieser bietet Wanderern und Gästen die Möglichkeit seine

Produkte rund um die Uhr zu genießen. Die Raststation am Hof

lädt zum Verweilen ein.

Es summt am Kastnerhof

Beeindruckt hat auch Hannes Plattner vom Kastnerhof in Mölten.

Bei dem Jungbauer und Imkermeister dreht sich alles um

die Bienen. In seinem neu errichteten Bienenhaus kann man

die Extrakte des fleißigen Tierchens mit allen Sinnen erleben.

Neben Honig und Propolis bietet er seinen Gästen auch eine

Bienenluftinhalation an. Bei einer Erlebnisnacht im Bienenhaus

kann man sich von den summenden Artgenossen sanft wecken

lassen. Hannes Plattner freute sich über Einkaufsgutscheine bei

der LHG im Wert von 500 Euro.

Angelika Springeth, SBJ-Landesleiterin unterstreicht: „Alle Teilnehmer

des Wettbewerbs haben gezeigt, wie mutig und ideenreich

Südtirols Landwirtschaft ist. Sie leben dies mit ganzem Herzen.

Wir sind stolz auf sie.“

Der Regiomat ist eigentlich

nichts anderes

als eine Zahlungseinheit,

ein Tresor

und ein Kühlschrank

in einem. Er ist für

uns wie ein Mitarbeiter,

der auf dem

Hof steht und unsere

Sachen verkauft.

Martin Weger

2. Platz

Ich habe vor sechs

Jahren mit der Wagyuzucht

angefangen.

Da wir in Südtirol die

idealen Vorraussetzungen

für die Rinderzucht

haben und auch

die Kaufkraft vorhanden

ist, dachte ich

mir, es würde bei uns

gut funktionieren.

Stefan Rottensteiner

1. Platz

Die Idee fürs Bienenhaus

ist mir gekommen,

weil wir mit

unseren Gästen oft

Führungen bei den Bienenstöcken

gemacht

haben. Diese trauten

sich manchmal nicht

hinzuschauen, deshalb

haben wir das Bienenhaus

aufgestellt.

Hannes Plattner

3. Platz


14 Berichte

Engagement für Heimat

und Tradition

Stiftung Frick – Heimat Südtirol vergibt in Partnerschaft mit der Südtiroler Bauernjugend

„Jungbauernpreis zur Förderung der Südtiroler Identität“

» » Freuten sich sehr über

die Auszeichnung: Die

Familie Sparer mit (von

links) Werner Frick,

Vorsitzender der Stiftung

Frick – Heimat Südtirol,

SBJ-Landesleiterin Angelika

Springeth, SBJ-Bezirksobmann

Andreas

Domanegg, SBJ-Bezirksleiterin

Doris Marini

und SBJ-Landesobmann

Wilhelm Haller.

Die deutsche Volksgruppe in ihrer Tradition

und Identität stärken: Dieses Ziel

verfolgt die „Stiftung Frick – Heimat Südtirol“.

In Partnerschaft mit der Südtiroler

Bauernjugend wurde einer jungen bäuerlichen

Familie auf der Agrialp der „Jungbauernpreis

zur Förderung der Südtiroler

Identität“ verliehen. Er geht an die Familie

Thomas und Anna Sparer vom Grustdorfhof

in St. Michael/Eppan.

Im Rahmen der Landwirtschaftsschau Agrialp

übergaben Stiftungspräsident Werner

Frick und Bauernjugend-Landesobmann

Wilhelm Haller den mit 5.000 Euro dotierten

Preis. Standes- und traditionsbewusst

in Tracht waren die Preisträger Thomas

und Anna Sparer mit ihren fünf Kindern

erschienen.

Die Auswahlkriterien für den Preis waren

Zeugnis und Einsatz für die deutsche

Volksgruppe, kulturelle Aktivitäten der Familie

im Sinne von Tradition und Volksgut,

Übernahme von Verantwortung in Politik,

Kirche und Vereinen, Engagement für Bildung

und Muttersprache, sozialer Einsatz,

Pflege des traditionellen Handwerks sowie

Einstehen für Natur und Kulturlandschaft.

Stiftungspräsident Werner Frick hob die

Wichtigkeit dieser Kriterien hervor und

lobte die Preisträger, die beispielhaft für

dies einstehen: „Die Familie Sparer ist ein

Vorzeigebeispiel die alle Werte, für die auch

die Stiftung einsteht, mit voller Überzeugung

lebt. Diesen Einsatz möchten wir mit

dieser Auszeichnung besonders würdigen.“

Der Bezirk Bozen der Südtiroler Bauernjugend

hat die Familie Sparer als Preisträger

ausgewählt.

Leidenschaft für die Landwirtschaft

ist überall spürbar

Der Grustdorfhof liegt mitten im Dorfzentrum.

Auf dem Hof lebt der heute 34jährige

Thomas mit seiner Frau Anna und den 5

Kindern. Veit, der älteste ist 8 Jahre alt,

Klara 6, Flora 5, Theresa 2 und Joseph, der

jüngste ist heuer auf die Welt gekommen.

2011 hat der Jungbauer den elterlichen

Obst-, Wein- und Viehwirtschaftsbetrieb

übernommen und bewirtschaftet ihn mit

Hilfe der ganzen Familie, sowie saisonal

mit bis zu vier Angestellten. Zum Hof gehören

4 Hektar eigentümlicher und 10

Hektar gepachteter, integrierter Obst- und

Weinbau, sowie auch ein Wald von ca.

1000m², welchen Thomas zusammen mit

weiteren 11 Hektar bearbeitet. Besondere

Verantwortung und Einsatz fürs Dorfleben

zeigt Thomas als ehemaliger Obmann und

langjähriges Mitglied der Bauernjugend

St. Michael-Eppan, sowie auch als Feuerwehrmann

der Freiwilligen Feuerwehr

St. Michael, bei welcher er seit seinem

12. Lebensjahr mit voller Tatkraft dabei

ist. Außerdem ist er Mitglied in der Obstgenossenschaft

Fruchthof, den Kellereien

St. Pauls, Girlan und Schreckbichl, beim

Fischereiverein Eppan, beim Braun- und

Grauviehzuchtverband, bei der KOVIEH,

der Beregnungsgenosseschaft, beim Verein

für Oldtimer-Traktoren Tramin und bei

den Sportschützen.

Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr gilt

für ihn nicht nur bei der Feuerwehr, er hilft

überall, wo Not am Mann ist. Seine Frau

Anna unterstützt ihn, wo sie nur kann. In

der Familie Sparer wird besonders Wert auf

eine christliche Familienerziehung gelegt,

sowie auch auf ein gemeinsames Essen und

das Tischgebet. Jeder christliche Brauch

wird gelebt und gepflegt. Die Familie ist

auch über die Dorfgrenzen hinaus bekannt

und beliebt für ihre Hilfsbereitschaft und

Gastfreundschaft.


Dezember 2017

Blickpunkt 15

Blockhäuser für den guten

Zweck versteigert

Große Gemeinschaftsaktion für den guten Zweck: Jungbauern erlernten auf der Agrialp den

„schwedischen Blockhausbau“ – Zwei Blockhäuser und edle Bretter aus Zirbenholz wurden

versteigert. Der Reinerlös geht an den Bäuerlichen Notstandsfonds (BNF).

Acht Jungbauern haben auf der Landwirtschaftsschau Agrialp

unter Anleitung von Fachlehrer Erich Pohl aus Deutschland

zwei schwedische Blockhäuser gebaut. Diese wurden vor Ort

an den Meistbietenden versteigert. Peter Tumler vom Wieshof

im Schnalstal legte noch einen drauf und stellte für die

Versteigerung auch edle Bretter aus Zirbenholz zur Verfügung.

Drei Tage lang wurden Holzstämme angezeichnet, mit Husqvarna

AKKU-Kettensägen zugeschnitten, Musterungen gefräst

und dann aufeinander gesteckt. So entstanden in mühevoller

Handarbeit Schritt für Schritt zwei Blockhäuser nach dem

„schwedischen Baustil“ mit einer Grundfläche von 2 x 2 Metern.

Die acht Jungbauern, die am Kurs teilgenommen haben

um diesen Baustil zu erlernen, gaben sich besonders Mühe,

denn die ganze Aktion stand auch unter dem guten Zweck.

Viele Partner halfen mit für die gute Sache

Dafür, dass möglichst viel Geld für den Bäuerlichen Notstandsfonds

zusammenkommt, waren gleich mehrere Partner

bereit zu helfen: Die Messe Bozen stellte den Ausstellungsplatz

kostenlos zur Verfügung, der Holzspezialist Kofler Holz lieferte

die Holzstämme, der Motorsägenspezialist Profanter die

Husqvarna-Schutzausrüstung sowie die Wandersäge der Firma

Logosol und Fachlehrer Erich Pohl reiste extra aus Deutschland

an, um bei diesem Vorhaben dabei zu sein. Monika Brigl vom

Bäuerlichen Notstandsfonds war sehr gerührt: „Es ist einfach

beeindruckend, wenn man eine so große Solidarität und Hilfe

spüren darf. Allen Beteiligten gebührt ein großer Dank dafür.“

Starkes Zeichen und große Solidarität

Spannend war dann auch die Versteigerung selbst, wenn Thomas

Gander Siller, Geschäftsführer bei Profanter in Tscherms

den vielen Messebesuchern das „Bauernjugend-Blockhaus“

und das „Profanter-Blockhaus“ anpries.

„Ich möchte in Not geratenen

Südtiroler Familien helfen.“

Alex Perathoner

Letztendlich ersteigerte ein Haus Alex Perathoner aus Wolkenstein.

Der SBJ-Bezirksobmann vom Eisacktal und Vertreter

landwirtschaftlicher Maschinen wollte einfach ein Zeichen

setzten: „Es gibt viel versteckte Not in Südtirol. Ich möchte

in Not geratenen Südtiroler Familien helfen.“ Das zweite

Blockhaus geht nach Mals, genauer gesagt zu Bergbauer

Hubert Frank. Die Bretter aus Zirbenholz ersteigerte hingegen

SBJ-Landesobmann Wilhelm Haller. Auch er freut sich

über die gelungene Aktion und weiß auch schon was er mit

den edlen Brettern machen wird: „Sie werden zukünftig den

Eingangsbereich von meinem Wohnhaus verschönern. Weil

alles für den guten Zweck ist, verbindet man gleich etwas

Besonderes damit.“ Insgesamt kam eine stolze Summe von

5.800 Euro zusammen. Nun werden davon noch die Fixkosten

abgezogen und der Reinerlös dann dem Bäuerlichen

Notstandsfonds gespendet.

WELLI


Vorstellung des

Burggräfler Jungbäuerinnenkalenders

auf der Agrialp

Nur noch 39 % der Deutschen

kochen selbst (Deutscher

Ernährungsreport).

Und in Südtirol? Da weiß

Jeder: Die Knödel von Mama

sind doch die besten.

Der Blog

zählt schon über 80.000

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Events

13.01.2017

Bauernball

MEC Messe Bozen | 19:30 Uhr

04.03.2017

Mitgliederversammlung

Waltherhaus Bozen | 8:30 Uhr

17.05.2017

Landesweinkost

Weinmuseum Kaltern | 19:30 Uhr

15.07.2017

Landesentscheid im Geotrac Supercup

Vinschgau | 12 Uhr

21.07.2017

Mitgliederfest „Alpentreff“

Schloss Siegmundskron | 18 Uhr

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Eigentümer und Herausgeber:

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Druck: Longo AG • SpA

Schriftleitung:

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Redaktion: Andreas Mair, Evi Andergassen und Anna Schenk

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Fotos: Stephan Matzoll, Messe Bozen - Marco Parisi und SBJ

Erscheint viermal jährlich. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben die

Meinung des Autors wieder.

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