Aufrufe
vor 10 Monaten

E_1928_Zeitung_Nr.060

E_1928_Zeitung_Nr.060

l« ^a^ascasr^^^^Ba^^^casr^aa^ja^^ AUTOMOBIL-REVUE 1928 - N° 60 ••• EUROPA TOURING — ihr anerkannter Führer und Förderer! fA TA Wie ein Fluropa Führer für Automobilisten beschaffen sein soll! Ob sich der Automobilist zu unrund Erholungszwecken, aus geschäftlichen oder gesellschaftlichen Gründen ins Ausland begibt — und jeder kommt früher oder später in diese Lage, will er doch einmal ausser seinen Grenzpfählen gewesen sein will — ob er allein, mit seiner Familie oder mit seinen Freunden reist, sein erstes Trachten ist und wird stets sein, den kürzesten Weg zum Reiseziel zu finden. Hierzu wird er schon im Hinblick auf Benzin- und Oelverbrauch gebieterisch gedrängt. Neben den Unterhaltungskosten steht aber bei Auslandreisen auch die Zeitfrage im Vordergrund. Wem für eine Reise nach Italien knapp 3 Tage zur Verfügung stehen, legt bei der Wahl der Durchgangsstrassen im ureigensten Interesse grossen Wert auf die Kürze des Zufahrtsweaes. Auch muss er sich zum vornherein ein Bild darüber machen können, was er in der kurzen Zeit seines Aufenthaltes sehen will, was er innerhalb ihr fassen kann. Denn alles, was des Sehens wert wäre, kann er nicht besuchen, da müsste er schon Monate im Lande bleiben können. Ein automobilistisches Reisehandbuch muss also von jedem Land ein rascher Orientierung dienendes zuverlässiges Kartenwerk des Strassennetzes besitzen, muss aber auch über die markantesten Begebenheiten der Geschichte, sowie die heutige kulturelle und industrielle Bedeutung der bedeutenderen Städte Aufschluss geben und ihre Sehenswürdigkeiten erwähnen. Ein gutes Reisehandbuch soll dem Fahrer Ueberlegenheit einflössen, soll ordnen, sichten, informieren können, mit einem Wort, auf jede touristische Frage eine zuverlässige, touristisch brauchbare Antwort geben können. Es muss sich namentlich klar Und deutlich und auf authentischen Angaben fussend, über die Ein- und Durchreiseformalitäten der einzelnen Länder aussprechen. Der Automobilist lasse sich nicht durch abschätzige Urteile über „Konstatiermenschen mit Reisebüchern in der Hand" zu einem planlosen Reisen im Ausland verleiten, Mehrkosten und Verdriesslichkeiten würden die unausbleib-' liehen Folgen sein. Ratschläge über das Benehmen im Ausland kann ein automobilistisches Reisehandbuch entbehren; wenn es in seinem beschreibenden Teil die Landesgebräuche erwähnt, so ist dem Automobilisten gedient, er weiss ohnedies, dass er sich um den grössten Genuss seiner Reise brächte, Ausländisches anstatt nur fremd und unbekannt, zum vornherein bekanntem Heimatlichen gegenüber als minderwertig, zu taxieren. Wichtiger für ihn ist die Möglichkeit, bei Programmänderungen, z. B. bei veränderter Witterung, sich zuverlässig und rasch umstellen und schon seine allgemeinen Dispositionen in diesem Bewusstsein treffen zu können. Nicht ins Ausland ohne EUROPA TOURIIMG, das rote Kartenbuch des Touring-Club d. Schweiz Die Seele des modernen Verkehrs ist das Automobil. Der „fahrende Mensch" ist der Held der Landstrasse des 20. Jahrhunderts. Ihn hat das uralte Sehnen des Menschengeschlechtes, der Drang in die Ferne, am mächtigsten gepackt, mit seiner Bewegungsfreiheit war er ja zum Pionier europäischer Touristik prädestiniert. Ein Hemmnis des Wollens, dem schon manch geplante Auslandsreise zum Opfer fiel, war bis jetzt das Fehlen eines zuverlässigen Führers mit Aufschlüssen über Strassen und Formalitäten, über Land und Leute, Touristengebiete und Sehenswürdigkeiten. Dieses letzte Hemmnis ist nun durch O. R. Wagners ,,Europa Touring" gefallen. Wäre dem Verfasser nicht eine 25jährige Strassenroutine zur Seite gestanden, besässe er nicht eine unerschöpfliche Erfindungsgabe in zweckmässiger Anlage und Ausführungstechnik automobilistischer Reisehandbücher, so hätte die Uebernahme des Rufes der Ailiance Internationale de Tourisme, die vom T. C. S. beantragte Ausgabe eines Automobilführers für Europa zu bearbeiten, als Wagnis gelten müssen. Wer aber im Vertrauen auf die Produktivität des Verfassers, die Leistungsfähigkeit des Verlages u. den Qualitätsruf der Druckerei, von „Europa Touring", mit welch sinnfälligem Ausdruck das neue Erzeugnis belegt wurde, einen Band der Erstlingsausgabe bestellte, war sicher, keine Katze im Sack zu kaufen. Europa Touring, schon äusserlich durch seinen Rotleinen-Einband hervorstechend, in derartig geistiger und technischer Atmosphäre geboren, durfte seine Reise in die Länder Europas unter den günstigsten Auspizien antreten. Wie in der Schweiz, wurde ihm auch im Ausland eine begeisterte Aufnahme zuteil, die sich am augenfälligsten darin auswirkt, dass die Erstauflage nach wenigen Wochen .vergriffen war, wir drucken schon die 2. Auflage Aus den schmeichelhaften Anerkennungen bei Ciubleitungen, Gesandtschaften, Zeitungsredaktionen und Verkehrsverbänden, die unaufgefordert aus ganz Europa täglich in Menge eintreffen, seien hier nur einige wenige herausgegriffen. Verlag Europa Touring, Bern (AufomobU»Revue) Ausländische Urteile über Liga CS1. Motonstu „Europa Touring" und „CH- Touring" sind prachtvoll u. verdienen die grösste Verbreitung. Prag, 16. VI. 28. Liga CS1. Motoristu. Wir haben diesen Führer mit grösster Aufmerksamkeit durchgeblättert und haben uns gefreut über die äusserst gewissenhafte und sorgfältige Zusammenstellung desselben. Das Buch ist deutlich und übersichtlich und wird gewiss vielen Touristen ausgezeichnete Dienste leisten können. Wir werden das uns übersandte Exemplar gerne in unserm Wartesaal auslegen und es Vorkommendenfalls dem Reisepublikum empfehlen. Den Haag, 12. VI. 28. Hochachtungsvoll Allgem. Niederl. Verein zur Förderung des Fremdenverkehrs, sig. E. Eringaard, Sekretär. Automobil-Club Regal Roman Wir beeilen uns, Ihnen unsere besten Glückwünsche für d. „Europa Touring" auszudrücken, der sicher dem internationalen Tourismus sehr nützlich sein wird. Bukarest, 14. VI. 28. Automobil-Club Regal Roman Der Generalsekretär: sig. N. Ghiko Mit grossem Interesse haben wir das Werk durchgelesen und finden es sehr inhaltsreich u. interessant. Kopenhagen, 15. VI. 28. for Forenede Danske Motorjere sig. V. Kabell. EUROPA TOURING Qidde automobil* 4iEm*c / Motorintf Guide of Enron« UUIICI MtHHATlO«*» ftftOOtfSHt Ich habe „Europa Touring" mit viel Vergnügen durchstudiert. Ihre Publikation scheint mir sehr gut abgefasst und mit sehr viel Sorgfalt ausgeführt zu sein. Sie ist sicherlich ein ausreichendes Handbuch, um in fast ganz Europa damit zu reisen. Mailand, 8. VI. 28. Touring Club Italiano, Der Generalsekretär: sig. R. Gerelli. Wir sind überzeugt, dass der reiche Umfang und die Nützlichkeit der Notizen, die der Führer enthält, den Herren Automobilisten, welche Reisen durch Europa zu unternehmen gedenken, sehr behilflich sein werden, da uns da* Problem, in einem nicht sehr grossen Band eine ganze Bibliothek zu vereinen, annähernd gelölt erscheint. Rom, 20. VI. 28. Reale Automobile-Club d'Italia, Der General-Direktor: sig. P. Sommi Picenardi. schweizerishe Erzeugnisse: Wir benutzen die Gelegenheit,, der Redaktion unsere beste Gratulation zu senden und glauben wohl, dass „Europa Touring" ein trefflicher Führer sein wird. Oslo, 18. VI. 28. Norges Automobil-Forbund: sig. G. Barth Heyendahl. Wir werden den „Europa Touring" unter unsern Automobilisten empfehlen und wir sind sicher, dass er enorme Dienste leisten wird. Warschau, 11. VI. 28. Polski Touring-Klub, Der Direktor: sig. Waclaw. Majewski. Die kgl. Gesandtschaft spricht Ihnen für die Uebermittlung des „Europa Touring" den besten Dank aus. Dasselbe ist tadellos ausgeführt und sehr schön ausgestattet. Bern den 16. VI. 28. Kgl. Gesandtschaft der Serben, Kroaten und Slowenen in der Schweiz, Für den Minister, Der Sekretär: sig. M. Gretchitch. Europas Länder einig im Ruhme von „Europa Touring u als Monumentaiwerk internationaler Autotouristik! EUROPA TOTJR1NG das erste internationale Reisehandbuch für Automobilisten Schweiz. Ursprunges zeichnet sich sowohl durch sinnvolle Zweckmässigkeit der Anlage und praktische Uebersicht als genaue Ausarbeitung der einzelnen Orientierungsmittel aus. Als solche enthält es zunächst: 23 Kartenblätter der europäischen Länder im Einheitsmassstab 1: 1 % Mill., der besonders beim Nacheinander- Durchfahren mehrerer Länder wohltuend empfunden wird. Von den besonders hervorragenden Touristengebieten wie Alpen, Pyrenäen, Riviera, Venetien, Rheinland etc. sind 17 Spezialkarten im unter sich einheitlichen Massstab von 1 : % Mill. eingefügt. Das ungeheure, mehrere Millionen Kilometer umfassende automobilistische Strassennetz Europas findet in diesen fünffarbig ausgeführten Karten eine meisterhafte Darstellung unter genauer Kilometrierung und übersichtlicher Beschriftung. Die Kartenblätter selbst sind leicht aufschlagbar, eine praktische Uebersichtstabelle dient leichtem Auffinden; in derartigen kartographischen und drucktechnischen Zweckmässigkeiten zeigt sich überall die planvoll arbeitende, erfahrene Hand des Meisters. Die Rückseiten der Kartenblätter sind Träger von Stadtplänen; nicht weniger als 70 europäische Hauptorte sind nach äutotouristischen Gesichtspunkten bearbeitet worden. Eine ganz besondere Stellung in der autotouristischen Literatur nimmt der Textteil von «Europa Touring» mit seinen Städte- und Länderbeschreibungen ein, diese geben dem Buch den Charakter eines europäischen Leitfadens von kulturhistorischer und geographischer Bedeutung. In der Reihenfolge den internationalen automobilistischen Kennmarken folgend, in französischer, deutscher, englischer u. italienischer Sprache geführt, mit einem Seiten- Register versehen, ist der Beschreibung jedes Landes eine eigene Uebersichtskarte vorangestellt, der ausführliche Angaben der Einreisevorschriften in gleichbleibender Reihenfolge (Passvorschriften, Triptyk, Gebühren, Zoll, Fahrvorschriften) folgen. Auch der anschliessende Text lässt eine angenehme Regelmässigkcit der Anordnung nicht vermissen. Nach einem allgemeinen Teil mit den Kapiteln «Land und Leute > sowie «Bewohner», denen auch Angaben über Auskunftsstellen, Unterkunftsverhältnisse, Verkehrsmittel und Strassen angegliedert sind, folgt den touristischen Beschreibungen der wichtigsten Landschaften jeweils eino textliche Darstellung aller für den europäischen Verkehr in Betracht kommenden Städte mit ihren Sehenswürdigkeiten geschichtlicher, kultureller oder industrieller Natur. Kein Käufer dieses Buches wird dessen Lektüre beendigen können, ohne der sowohl genialen als gewissenhaften Arbeit des Verfassers und der prächtigen Ausstattung des Verlages Anerkennung zu zollen und zu bestätigen, dass hier mehr geboten als dafür verlangt wird. EUROPA TOURINQ ist ein meisterhafter Atlas Europas zu vielseitigem Qebrauch. « Ein glänzender Wurf! Auf dem Wege zum Ziel! EUROPA TOURING Ist zum Standardwerk eines automobilistischen Reisehandbuches bestimmt. Offizielle Ausgabe des T. C. S., unter dem Protektorat der Ailiance Internationale de Tourisme stehend, wird Europa Touring von Mitgliedern der Automobil- und Touring-Clubs gleichmässig bevorzugt. EUROPA TOURINQ erfreut sich ähnlicher Wortgeltung in Europa wie CH Touring des gleichen Verfassers. Interessenten in Zürich können das Buch auf unserem Bureau Löwenstrasse 51 abholen. Sonst fülle man nebenstehenden Bestellschein aus und sende ihn dem Verlag ein. Das Buch wird dann sofort per Nachnahme zugestellt. Auf europäische Massenverbreitung eingestellt, beträgt der Preis von Europa Touring in eleganter, prächtiger Ausführung " nur Fr. 12. Abonnenten erhalten 20 % Rabatt! Bestellen Sie jetzt, damit Sie Müsse haben, Ihre nächste Auslandsreise gründlich vorzubereiten. Sofort ab Lager lieferbar! Bücherzettel Senden Sie sofort per Nachnahme: 1 Expl. EUROPA TOURING im Rotleinen-Einband zum regulären Preise von Fr. 12.- zum Abonnentenpreis von Fr. 9.60 Name:. i Ort, Adresse: ••«»•••••«»««•«»•••••• •••••••••••••••*••«••«»••«•«•»•«*«••••*•»»•«••••>•••••«»»»••••«•«»•»•«••••••••••• ••••»••••«•••«••••«•••••••••••«•••*•••«•»•»•»••«•«•••«•«•••••«••••«««««••««»»••«»•••«••»»•««•«•••«•••«•««»••••««'••••»«••««•«•«••>«««««»«•»««> us^sss^ssss^sss^^szssss^^sz^sz^s^^^a^^^ .Verlag, Administration, Druck und Qicherit: HALLWAQ A,-Q, Ballerten« Buchdruckerei und Wagner sehe VeriagaanaUlt, Bern,

Der Kampf um den Erfolg« Wie Firestone vom Geschäftsleben denkt. Jeder Automobilist kennt den Namen Firestones. Er ist einer der grossen erfolgreichen Amerikaner. Vom Buchhalter hat er es zu einem König der Autoreifenindustrie gebracht. Im Verlag von C. E. Poeschel in Stuttgart sind nun seine Memoiren unter *dem Titel « Ein Kampf um den Erfolg» in deutscher Uebersetzung erschienen. Es ist gewiss etwas Verlockendes, diese erfolgreichen, von geschäftlichem Tatendrang erfüllten Amerikaner, für die « business » eine Art Religion bedeutet und deren Leben ja auch tatsächlich der Arbeit und dem Geschäft gewidmet war, •schreiben zu sehen. Das hübsch herausgegebene Buch (brosch. 5 Mark, Leinwand 6.50 Mark) wird mit grossem Interesse gelesen werden und der Erfolg wird es ohne Zweifel in die Reihen der übrigen Memoiren werke berühmter amerikanischer Geschäftsleute stellen. • Wenn wir dieses Buch lesen, erhalten wir gewissermassen auch einen Einblick in das, was man bei diesen amerikanischen Industriekönigen die Weltanschauung nennt. Sie sind alle von einer eigenartigen Philosophie er- • füllt und ihr typischstes Kennzeichen ist ein .gewisser Gleichmut, der sie Erfolge wie Rückschläge mit der gleichen Kaltblütigkeit ertragen lässt. Man wird es ihnen auch gutschreiben müssen, dass sie bei all ihrer Wirtschaft und ihren Rentabilitätsberechnungen den Menschen, für den die Wirtschaft schliesslich da ist, nicht vergessen. Hiefür ist das Buch von Au io m o b i I - Ko ff er Lager und Spezialanfertigungen Piknik-Körbe Leder-Kissen Alle übrigen Lederwaren und Reise Artikel in grösster Auswahl ALFRED JCHMID FEINE LEDERWAREN u. REISEABTIKEL ST.GALIEN SPEISERGASSE 11 Sir Michaels Abenteuer. Roman von K. 0. R. Browne. Copyright 1928 by Georg Müller, Verlag, München. (Fortsetzung vom Hauptblatt.) «Nun», sagte Mr. Moon. . «Lady Fairlie ist am Telephon, Sir. Ich sagte ihr, Sie hätten eine Sitzung, aber sie meinte, die Sache wäre sehr dringend.» Mr. Moon nickte, warf den Pinsel beiseite und entschuldigte sich bei Mrs. Smith-Saunders, ihr gleichzeitig ein illustriertes Blatt überreichend. Dann ging er in die Halle hinüber, setzte sich zum Telephon und hob den Hörer auf. «Hallo»", sagte er. «Ist dort Putney fünfundneunzigneununddreissig?» «Gewiss», sagte Mr. Moon artig. «Einen Augenblick, bitte», bat das Telephon, gab dann verschiedene Töne von sich, die einem Spucken und heisern Husten glichen und endlich einer Stimme Raum, die wohl durch die Entfernung dünn und metallisch klang, aber ihrer natürlichen Energie nicht beraubt worden war. «Bist du es, Joseph?» «Kein anderer, wie geht es dir, Karoline?» «Ich habe dich gestern nachmittag angerufen», sagte die Stimme mit leisem Vorwurf. «Du warst ausgegangen.» «Ganz richtig,» gab Mr. Moon zu, «ich war bei Lord. .«Welchem Lord?». rirestone ehrneuer Beleg, und man wird mit Gewinn lesen, was Firestone über seine Geschäftsgrundsätze und die Behandlung der Menschen schreibt. Im folgenden seien mit Erlaubnis des Verlages einige Stellen dieses empfehlenswerten Buches als Probe wiedergegeben. Sie sind entnommen zwei Kapiteln, die die bezeichnenden Ueberschriften tragen: «Das Verhältnis von Mensch zu Mensch» und «Warum bin ich Geschäftsmann ? » Im Jahre 1902 beschäftigte ich nur 12 Angestellte und Arbeiter. Während die Durchschnittszahl der Mitarbeiter im Jahre 1904 noch 35 betrug, stieg sie im nächsten Jahre bereits auf 130. Erst im Jahre 1910 stieg die Zahl der von mir Beschäftigten auf 1000, sieben Jahre später waren es übe/ 10,000 und im Jahre 1920 erreichten wir die Höchstzahl mit 19,800. Selbst bei dieser Höhe der Belegschaft mussten wir uns glücklich schätzen, wenn wir die Kriegsaufträge zur Hälfte erledigen konnten. Unser Umsatz betrug im Jahre 1902 150,000 Dollars, während wir im Jahre 1920 115,000,000 Dollars erzielten. Aus voller Ueberzeugung kann ich behaupten, dass die Finanzierung des Geschäfts in diesem Umfange nicht entfernt die Schwierigkeiten mit sich brachte, wie die Lösung der Personalfrage. Wohl nie wird diese restlos gelöst werden. Im Anfang waren alle unsere Arbeiter Amerikaner — Leute vom Lande, aus den Bauerndörfern des Staates Ohio, k.-irz, Leute der Art, wie wir sie kannten und mit denen wir aufgewachsen waren. Unsere Einstellung war die gleiche. Als wir z. B. das Richtfest unseres neuen dreistöckigen Fabrikgebäudes feierten, hielten wir ein Tanzfest ab, und ich Hess durch meinen neuen Siebensitzer-Kraftwagen gewesen, eine Regel für die Einstellung und Von allem andern Für und Wider abgefür die Beförderung herauszufinden. Aber sehen, bedeuten gerade die damit verbundeselbst wenn sich eine Regel aufstellen Hesse, nen Scherereien und die dauernden Anfordewürde diese in allen den Fällen, in denen die rungen an Geist und Körper Freude, denn sie Urteilskraft vonnöten ist, wertlos sein. sind Prüfsteine und.Anregungen. Wir haben festgestellt, dass ein sogenann- Ein Geschäft ist keine Spielerei, auch ist es tes Vorschlagssystem von sehr grossem keine Wissenschaft. Im Geschäft gibt es zu Nutzen ist. Unsere Angestellten und Arbeiter viele unbekannte und unbereöhenbare Faktosind dauernd darauf aus, Verbesserungen vor- ren, als dass es je eine Wissenschaft werden zuschlagen. Sie denken dabei nicht nur an die könnte. Wenn die Geschäftsführung wissengeldliche Belohnung, die sie dafür erhalten, schaftlich zu erfassen wäre, so könnte man sondern sie setzen auch ihren Stolz darein, die allgemeinen Grundlagen erlernen, und das Am Ge- Vorschläge machen zu können : Geschäft würde dann von selbst laufen. Viel- die Mädels zum Tanz herbeiholen. burtstag Washingtons wurden sämtliche Angestellten von mir nach Cleveland zur Automobilausstellung eingeladen und daselbst bewirtet. Alljährlich fand ein gemeinsamer Ausflug von Arbeitern und Angestellten naen* einem der nahen Seen oder nach der alten Heimat in Columbiana statt. Jeder Angestellte erhielt zu Weihnachten einen Dollar, und als ich von meiner ersten Europareise zurückkehrte, brachte ich jedem der Bureauangestellten ein kleines Geschenk mit. Sobald ein Zirkus in die Stadt kam, wurde die Arbeit solange unterbrochen, dass sich jeder den Einzug ansehen konnte. Ferner bekam jeder Arbeiter und Angestellte einen halben Tag frei, wenn Jahrmarkt war. Die Lage hat sich inzwischen vollständig geändert. Unsere Firma hat sich so schnell entwickelt, dass es notwendig wurde, die eingeborenen Arbeiter aus der weiteren Umgebung heranzuziehen, wodurch es mit der Zeit unmöglich wurde, dass diese Arbeiter mit der «Lords Cricket-Platz», erklärte Mr. Moon grinsend. «Ach so. Ich habe abends wieder angerufen, und du warst wieder weg.» «Ich muss es zugeben, Karoline», sagte Mr. Moon. «Ich ging zu dem Mädchen mit den blauen Strumpfbändern.» Kurzes Schweigen. Dann bemerkte die metallische Stimme kühl. «Du scheinst recht merkwürdige Bekanntschaften zu haben, Joseph.» Mr. Moon lachte vergnügt. «Die habe ich allerdings, Karoline, aber sie gehört nicht dazu. Weisst du, es tut mir schrecklich leid, dieses heitere Gespräch abkürzen zu müssen, aber im Atelier wartet eine Dame auf mich und es hiess, deine Angelegenheit sei dringend. «Das ist sie auch», sagte die Stimme. «Joseph, wo ist Michael?» «Mike? Ja, ist er nicht bei dir?» «Nein. Wenn er bei mir wäre, würde ich dich nicht fragen, wo er ist. Ich erwartete ihn gestern zum Lunch, aber er ist nicht gekommen. Nachmittags erhielt ich eine Depesche. Höre: «Bedaure sehr Ankunft einige Tage verschieben zu müssen, dringende Privatangelegenheiten. Grüsse Mike.» Was sind das für Privatangelegenheiten, Joseph?» f , «Weiss der Kuckuck», sagte Mr. Moon. «Er ist gestern ordnungsgemäss von hier nach Kings Fortune abgefahren. Von wo hat er telegraphiert?» «Von Sharrowby.» «Kenne ich nicht.» «Es ist eine kleine Stadt ungefähr vierzig Kilometer von hier und absolut nicht auf dem Weg nach Kings Fortune.» «Nun ich möchte mir keine Sorgen machen, Karoline. Er wird schon kommen und Landwirtschaft weiter in Berührung blieben. Sie diese Fragen nicht in bejahendem Sinne Der sechste Teil unserer Belegschaft stammt beantworten können, dann denken Sie über aus dem Ausland. Auf diese Leute musste Ihren Vorschlag weiter nach, zergliedern Sie grösse Rücksicht genommen werden. Sie ihn, stellen Sie fest, was noch fehlt, und vermussten sich auf unsere Gewohnheiten um- gewissem Sie sich, dass der Vorschlag anstellen. Unsere Bemühungen in dieser Rieh- nahmefähig ist.» tung sind insofern von Erfolg gewesen, als Man ist oft der Ansicht, dass ein Mann, der heute 45 % unserer im Ausland geborenen ein Geschäft aufgebaut sowie einen gewissen Arbeiter und Angestellten die amerikanische Wohlstand erreicht hat und doch noch weiter- Staatsbürgerschaft und 43 % ihre ersten Na- arbeitet, nur deshalb weiterschafft, weil er turalisationspapiere erworben haben. Die geldgierig ist und immer noch mehr Geld Neger unserer Belegschaft haben sich als zusammenraffen will — kurz ein Sklave des besonders geeignet erwiesen, unsere Roh- Geldes ist Stoffe zu bearbeiten Mit dem Anwachsen un- Nidlts ' dmtQ meiner Meinung nach fal . serer Firma ist es für mich oder für irgend- sche j und mit d€n Tatsachen in Wider. einen Beamten oder Werkleiter unserer Ge- h stehen> £s ist richti dass ich seit Seilschaft unmöglich geworden, mehr als 25 Jahr€n im Geschäftsleben stehe und meieinen kleinen Teil der Arbeiter und Ange- n€m Qeschäft m€ine mte Zeit und alle stellten personlich kennenzulernen Aus die- meine Qedanken gewidmet habe. Ich tue das sem Grunde unternahmen wir Schritte, um auch h€ute und ^sichtige, es weitereinem häufigen Arbeiterwechsel vorzubeugen, ^ zu j la j ten trafen Einrichtungen zur Förderung der Spar- ' . . ' „ . . , Oi i J samkeit und erbauten Wohnkolonien. Gegen- A I ein hübscher Kerl, meine Liebe, Moon ungalant, «wenn du so verflucht angst- aber was er mir alles sagte! Naturlich sagte lieh bist, warum fährst du nicht selbst? Von ich ihm, er irre sich, und ich sei nicht von dir aus ist es ja nur ein Schritt.» der Sorte Madchen - > . _ _ „ . , ,. . ,, . - T c , ... «Doch, Sie sinds! », schrie Mr. Moon wu- «Ich bin nicht in der Lage, Schritte zu un- ternehmen» erwiderte die gelassene Stimme. cI' h habß nicht recht verstand Liebst «Ich habe heute eine Sitzung des Hertford- sagte die neue Si[mm^ shire Mutterbundes und morgen auch wich- € Sie sind gerade y m der ^ ^ MädchenU fage Geschäfte. Und du brauchst dich nicht h m t e Mn Moon> du zuviel zu tun hast, um mir diesen Gefal- Wonmf er bösarü den Rörer aufhä te ten zu erweisen. Wenn du deine Zeit bei und fflr e, ne Weüe ^ bekümmertes Nachden. Cncket und Operetten verschwenden kannst, ken verfieL Was zum Kuckuck mochte die. so kannst du auch genug erübrigen, um Mi- ser junge Esd yon mke anstellen? Die chael von einer Dummheit abzuhalten.» Aussicht, seinem herumirrenden Neffen mit «Aber wieso weisst du, dass er eine Dumm- einem Rennwagen durch mehrere Grafschafheit begehen will?» > ten nachzujagen, hatte wenig Verlockendes «Weil», sagte die Stimme, «da irgend eine für Mr# Moom Das sah wirklich Karoline Frau dahinter steckt.» ganz ähnlich, einfach ihre Befehle auszutei- « Wie,» sagte Mr. Moon aufgeschreckt, len und sich darauf zu verlassen, dass sie be- « Wie, zum Kuckuck, willst du wissen —? »^ folgt würden! Nun, er musste wohl gehen, .«Instinkt, wenn du willst, Joseph. Wenn meinte er, Wias Karoline wünschte, geschah tend