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E_1929_Zeitung_Nr.107

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Die Deckenanstriche

Die Deckenanstriche halten schon ein Sün- Öengeld gekostet. Dafür hätte man alle Zimmen neu tapezieren und streichen lassen können, und zwar nicht von mir, sondern von einem prima Fachmann. Eines Tages brachte ich das versprochene Kleid mit. Neue Tränen : was nütze ihr das Kleid, wenn sie es in diesen Räumen nicht mehr aushalten könne. Wenn ich etwas sagte, was ihr nicht gefiel, so fragte sie, ohne mich anzusehen: «Wann streichst du wieder einmal Zimmerdecken ?» Eines Tages war sie fortgegangen und kam erst spät wieder: «Wo warst du denn ?> fragte ich sie. «Beim Maler ! Ich habe ihn für morgen bestellt, damit die Decken geweisst werden !> Eine Woche später waren wir geschieden. Sechs künstliche Inseln zwischen Europa und « Amerika. Der Bau der Morgan-Insel. Ueber das riesenhafte Projekt des Baues künstlicher Inseln auf dem Atlantisdien Ozean, die die Landung der Flugzeuge beim Ueberfliegen des Weltmeeres ermöglichen Scyllen, wurde wiederholt berichtet. Als der amerikanische Ingenieur Armstrong zum ersten Mal mit dem Plan hervortrat, betrachtete man das Projekt als eine Utopie. Nun wird diese Utopie innerhalb weniger Monate zur Wirklichkeit. Der Bau der ersten künstlichen Insel wurde bereits in Angriff genommen und wird mit grossem Eifer fortgesetzt. Man rechnet damit, bis Januar mit der Arbeit fertig zu werden. Enorme Summen wird die Errichtung dieser ersten Insel erfordern, deren Bau von einer sehr kapitalkräftigen Gruppe finanziert wird. Hinter dem Unternehmen der Dupont Company steht niemand anders als der Weltbankier Pierpont Morgan. Der Gesamtbetrag der Kosten ist auf 14 Millionen Dollar veranschlagt Man hofft allerdings, dass die Kosten der nächsten künstlichen Insel sich bedeutend niedriger stellen werden, zumal man durch den Bau der ersten genügend Erfahrungen gesammelt haben wird, um Ersparungen zu erzielen. Dieselbe Fabrik, die die Panzerkreuzer für die amerikanische Marine und die grössten Dampfer für die Handelsflotte herstellt, die Pennsylvanische ShipbuiWing Company, ist mit der Herstellung der Insel betraut, die wahrscheinlich den Namen Morgan-Insel führen wird. Vor dem Beginn der eigentlichen Bauarbeiten hatte man ein gewaltiges Modell in der Länge von Fast vierzehn Meter errichtet. Ein verkleinertes Abbild der Insel, das in der Hudsonbai einige Tage lang auf der Oberfläche des Wassers geschwommen und den Beweis erbracht hat, dass die schwimmende Insel allen Anforderungen gewachsen sein und dass Armstrong mit seiner genialen Idee gegenüber den Skeptikern recht behalten wird. Die erste Insel wird in einer Entfernung von sechshundert Kilometer von der ameri- — Waa hast du nur, ich leime dich ja pur nicht mehr? — Ein neues Hemd. kanlschen Küste auf der Oberfläche des Ozeans schwimmen. Von der Grosse der künstlichen Insel geben folgende Ziffern ein anschauliches Bild. In der Länge wird die Morgan-Insel 360 Meter messen, die Breite beträgt genau die Hälfte, also 180 Meter. Die Form der Insel wird eine Ellipse sein. Diese schwimmende Ellipse soll sich fast vierzig Meter hoch über der Meeresoberfläche erheben. Da selbst bei den gewaltigen Stürmen die Höhe der Flutberge kaum fünfzehn bis zwanzig Meter erreicht, werden die Wellen niemals über die Insel hinwegfegen können, sie wird daher seetüchtiger sein als die gewaltigsten Dampfer der Welt. Etwa achtzig Meter tjef wird die Grundfläche der Insel ins Meerwasser hinunterragen. Bekanntlich ist das Wasser, selbst wenn Orkane über das WeltmeeT hingebrausen, in einer Tiefe von vierzig Meter unbewegt und ruhig. Die atmosphärischen Kräfte vermögen die Wassermassen in grösserer Tiefe nicht mehr auszurühren. Die schwimmende Insel wird daher auch bei dem grössten Sturmwetter stabil bleiben. Für diese Stabilität sorgt noch ein Drahtnetz im Gewicht von zehntausend Kilogramm, das die Insel an den Meeresgrund fesselt. Auch über die Bauten auf der Insel liegen bereits detaillierte Pläne VOT, hier hat man den Vorschlag eines französischen Architekten angenommen. Die ganze Insel wird ein Riesenhotel sein, auf dessen Betondach die grössten Flugzeuge und Luftschiffe werden landen können. Das Hotelgebäude selbst soll mit grösstem Komfort und verschwenderischem Luxus eingerichtet werden. Es wird eine Reihe von Werkstätten bergen, in denen nötigenfalls die Ausbesserung beschädigter Flugzeuge vorgenommen werden kann. Wäh- AUTOMOBIL-REVUE 1B29 — N° 107 rend des Ueberfhiges werden die Flugzeuge auf der schwimmenden Insel nur etwa eine Viertelstunde gelandet Den Fluggästen wird während dieser Zeit die Möglichkeit geboten, sich in den Hotelräumen zu erholen. Das Flugzeug wird untersucht werden und dann die Fahrt fortgesetzt. Eine besondere Rolle fällt der auf der Insel zu erbauenden Radiound Wetterstation zu. Das Ueberfliegen des Ozeans dürfte nach dem Bau mehrerer solcher Inseln den Charakter eines Gefahrenmoments vollkommen verlieren. Zwischen Europa und Amerika werden sechs solche Inseln errichtet Nach der Vollendung der Morgan-Insel, also noch am Anfang nächsten Jahres, wird der Bau der zweiten Insel sofort in Angriff genommen. Bunte Chronik Warenhaus-Autobusse. Die grossen amerikanischen Warenhäuser haben den Autobusverkehr in ihren Kundschaftsdienst eingestellt. Die Firma Meay hat eine Rundfahrt organisiert mit zwölf Luxuswagen, die im Umkreis von 80 Kilometern einen halbstündigen Verkehr für Personenbeförderung unterhält. Wanamaker hat einen Luxusautobusverkehr zwischen New York und Philadelphia für seine Kundschaft eingerichtet Der Betrieb ist zwischen 8 Uhr morgens und 6 Uhr nachmittags alle Viertelstunden, die gesamte Fahrstrecke dauert vier Stunden, und auf den Preis der Billets werden die Käufe in den Wanamaker's Warenhäusern nach einem bestimmten Staffelsystem rabattmässig verrechnet Ein Prozess gegen das Gastrecht Die Zeiten sind teuer und jeder weiss, dass Einladungen kein billiges Vergnügen sind. Man versteht also den Zorn jenes guten Parisers, der einen Freund zum Abendessen gebeten hatte, der nicht erschien. Der Gastgeber verklagte den Freund bei Gericht fleh habe weder eine Absage noch eine Entschuldigung von ihm erhalten,» sagte er. «Ich hatte Auslagen. Ich habe Recht auf eine Entschädigung^ Der Richter, entschied: «In Anbetracht, dass nach französischem Recht die Annahme* einer Einladung nur ein© Höflichkeitsform ist, deren Bruch nicht zum Anspruch auf Entschädigung der Auslagen berechtigt, jedoch eine Verfehlung wird, wenn dieser Abbruch'nicht von VoTSichtsmassnahmen begleitet ist, ist der Urheber verpflichtet, für den Schaden aufzukommen.» Der Gast wurde verurteilt, zu zahlen, was er nicht verzehrt hatte. Parsenn, Parsenn.,. Eine besinnliche Betrachtang über die klassische Skitour der Schweiz, von A. Graber. Es gibt Orte, die immer schön bleiben, auch wenn sie Gemeingut einer Menge Skiund Wanderhungriger werden. Die doch ihre stillen'und sehr einsamen Stunden behalten, da sie weder vom Sturzjammer ungeschickter Neulinge noch von den Natur gefühlsäusserungen allzu laut Empfindender in ihrem Gleichgewicht bedroht werden. Dann leben nur noch Berg und Schnee und Fels: Tief drunten irgendwo wartende Frühlingsblumen, hoch droben ein ruhender, in seiner Bläue unendlich satter Himmel. So ist auch Parsenn. Wer kennt es nicht, dieses Dorado des Schweizer Skiläufers, wer wüsste nicht von seinen Vorteilen: Dass man an die tausend Meter nie zu Fuss errungener Höhe im Abfahren gemessen kann, wenn man von Wolfgang bei Davos ansteigt und bei Küblis oder Fideris im Prättigau den Talboden wieder erreicht. Wahrlich ein Grund zu fleissiger Benutzung solch günstiger Konstellation, ein Grund auch, weswegen Hütte und Gelände an allen Wochenenden des Winters und des Frühlings gefüllt und überfüllt sind. Der Gedanke an diese vollgepfropfte Hütte ist es denn auch, der uns dazu bewegt, über Nacht in Wolfgang zu bleiben. Der Morgen ist heiss. Heller, lichter Wald vor uns und weisser Schnee. Wie bald and mühelos wird hier eine grosse Höhe erreicht. Ich wundere mich jedesmal von neuem darüber. Fast ohne es zu beachten, durchmisst man die Stützalpen, die Hänge rechter Hand oder das Bachbett und steht dann mit eins vor der Schutzhütte, inmitten herrlicher abet, zerfahrener Hänge. Welch ein stattliches, wohnliches Haus, Trotz gebietend Winden und Wettern, Schutz gewährend Schneeschuhen und Menschen. Eine weite, besänftigende Sicht in die Runde und ruhige Spitzen, die auf unsern Besuch warten. Keine grossen Abenteuer bietet Parsenn. Es sei denn, dass man mit den Skiern die Lawinenwand des Schwarzhorns durch' klimme, wie ich es eines Abends von der Hütte aus beobachten könnte. Es waren zwei, die nicht recht wussten, was sie taten, deshalb hatte der Herr ihnen auch verziehen una Hess sie unbehelligt die Spitze erreichen. Was immerhin auch kühnere Bergsteiger nicht zur Nachfolge ermuntern soll! Nein, Parsenn ist da für subtilere Abenteuer, für ein innerlich MODERN HERRENAKIiKEL •••••»••••••••••••••••••••••••»»•••«•••••••»»•««•«•»•«»••••»•••••••••••< >•«•«•< >•«««««••»» JÖMBIIANN SL C« - CHim SPEZIALHAUS FÜR VELTLINER-WEINE »•••••»»••»••••»•••••••••••>•••••••»•••««•••»•••»««•»•••••»•••••••«••••••••••••••••••••••••••••••• GRIMM-RECKEWEOTH MARKTGASSE «ECKE RJNDERMARKT ZüRiCHI Nur Qualität behält den Wert! Besichtigen Sie unverbindlich mein ff. Warenlager in Gold- and Silberwaren, Juwelen und Perlen. Sie sind angenehm überrascht von Qualität und Preisen. j. Hu&er. Goldschmied, \m- U65' zonen. Bahnhotstr. 73/1 Jeden Samstag nachmittag, Dezember auch Sonntag nachmittag ölten Für den Weihnachtstisch von Madame bieten wir Ihnen eine reiche Auswahl in führende Haus am Platze Pelzhaus Zore, Basel Freiestrasse 84 Telephon B. 81.32 Reise-Decken Picknick-Decken aossctüiesslich empfehlenswerte Qualitäten von Fr. 24.76 bia 180«—• 4

Abfahrt ins Prättieau. Das Seehorn. starkes Bewusstwerden von beglückendem Daseinsgefühl. Allmählich bezieht die Sonne ihren Mittagsstand. Die Skifahrer sind nach allen Höhen gestiegen. Aas der Hütte, die einsamer ist als kurz zuvor, flieht ein friedlicher Rauch. Wir wandern über die weiten Flächen aufwärts. Um uns ist nur'noch Weiss und Blau und Sonne. Die Täler senken sich immer tiefer und unwichtiger, die Berge eröffnen manche liebenswerten Einzelheiten, die man von unten nicht wahrnahm. Vor deT Hütte. REISE ARTIKEL jede neuen ADLER 30 GRATIS Z Die neue Adler 30 hat gleiche Tastatur, gleichen Tastenabstand, gleiche Sc/irifl, gleiche Walzenbreite wie grosse Maschinen. Sie ist aus edelstem und widerstandßhigstem Material gebaut; dennoch koste! sie nur Fr. 350." netto, oder Fr. 375.— zahlbar Fr. 20.— monatlich. Gegenwärtig erhält jeder Käufer dazu gratis f Schreibmaschinentisch im Werte oon Fr. 30.— Aul Wunsch sende ich Ihnen eine Adler 30 zur Ansicht, ohne jede Verbindlichkeit. 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Ganz unwesentlich ist es dabei, ob ich hier abseits bin oder ob ich mittue im grossen Welttheater. Jetzt eben, zu dieser Stunde, da lebt Sumatras undurchdringliches Tropendunkel in sengender Hitze, darinnen Menschen, die noch kaum über die Intelligenz des Affen heraus Parseun-Weissfluh, von der Abfahrt ins Prättigau gesehen. sind. Jetzt eben verlässt ein müder, aasgezeichnet gekleideter Mann den Spielsaal von Monte Carlo. Er hat verloren, aber auch dies reizt seine Nerven nicht mehr, so wenig wie die lebhafte Mondäne, die neben ihm geht. Und nicht weit davon reitet ein zerlumpter Korse über das wüste Steppenhochland, werden Chinesen mit Flugzeugbomben von unserer überzeugenden Zivilisation belehrt, starren die Wolkenkratzer New Yorks vor Mammonismus, fliesst träge der Amazonas durch die Urwälder Brasiliens, ruht still und tot die weite Arktis. Und ob ich auch alledem jetzt scheinbar ein klein wenig entrückt bin, so überfällt mich doch beklemmend das Gefühl der Namenlosigkeit von uns, die wir über Weinhandlang EMIL HERREN Tel. 19 LAU PEN Td.19 Encaveur, i. Praz (Vuüly) empfehlt seine beliebten Spezialweine zu stark reduzierten Preisen Vuüly Crü de l Höpital, Gampeler extra, Waadtländer, Dezaley ( Ville de Lausanne) und Fendani, sowie La Dole de Sion und Burgunder superieur, Mäcon St-Amour, Beaujolais Fleurie und Julienas, Moulins ä vent, etc. Sorgfältige Bedienung, eventuell auch franko Domizil zugesichert. Bitte Ihren Bedarf vertrauensvoll hier einzudecken EIN WERTVOLLES FESTGESCHENK. AUTUM OBIL-REVUE Parsennhütte. diese Erde gehen, im Chaos dessen, was da geschieht und ebenso geschehen würde, wenn ich und alle, die ich kenne, nicht lebten. Da ist der Stein und da der kühle Schnee. Und jetzt bin ich noch und atme mit all den andern. Ist dies genug, um leben zu können in einem Kosmos von so erschütternd ewiger Dauer? Die Gegenwart lebt wieder auf. Ein kurzer Marsch führt uns zum Gipfel der Weissfluh. Noch weiter ist da die Erde, wundervoll weit, und diese ganze Erde scheint nichts als Gipfel zu tragen. Dazwischen liegen ein paar anmutige Wohnstätten, unter manchen anderen mit viel Erinnerung behaftet Arosa. Dann flieht das Auge weiter aus den Vergangenheiten hinein in den Raum, der so anendlich viele freudige und schmerzliche Dinge in sich aufnehmen kann und darob doch nicht müde wird. Später Abend senkt sich schon hernieder, als wir wieder bei der Hütte eintreffen. Serpentinen und Schussfahrten hatten uns an den breiten Hängen säumen lassen. Nun aber ist die Dämmerung allmächtig geworden. Die Sonne legt abschiedsvolle Farben auf den Schnee, und ganz in der Ferne blinken die Silvrettagletscher in einem rotvioletten Ton. Fast unmerklich steht der Schatten neben der Hütte und kündet die Nacht. Die reisigen Sonntagswanderer sind längst auf den Hinken Brettern entflohen, ihre Rufe sind verhallt. So gehört diese Stunde ganz dem fragwürdigen Zwielicht, das uns so feierlich stimmt, das allen Glanz und alle Betriebsamkeit der Erde sachte wegnimmt und aufgehen lässt in graue Eintönigkeit. Da ist nur noch diese Stille, dieser viele Schnee, dieses kleine Haus und wir. wertbeständig* JUWELEN und GOLDWAREN grossenteils eigene Erzeugnisse zu vorteilhaften Preisen bei „Drigalla" Renn weg 30 ZÜRICH I Spez.: EHERINGE SIEGELRINGE BRILLANTPINGE möchte jede andere, ihr begegnende Selbstfahrerin kennen. Diese Neugierde kann sie ohne weiteres durch das Besitzerverzeichnis des Automobil kalenders befriedigen. Anleitungen für den sparsamen Betrieb und eine kurzgefasste Rekapitulation des technischen Wissens vom Automobil geben diesem Notiz- und Nachschlagewerk des Automobilfahrers einen hohen Gebrauchswert. Preis nur Fr. 7.50, für Abonnenten 20% Rabatt. Prompte Lieferung durch den VERLAG DER AUTOMOBIL-REVUE, BERN Zahllose Sterne trägt die Nacht. Trägt sie hinein in unseren Schlummer. Wiederum die Sonne, die schon frühmorgens Wärme niederwirft. Die Höhen sind- verlassen, der Schnee von vielen Spuren zerfahren. Mit uns geht der goldene Wintertag. So ist es ein leichtes Wandern. Lieber die Parsennfurka ziehen wir ein ins Reich der Alpweiden ob Küblis, am Seehorn vorbei, in dessen schroffen Wänden Schneerutsche lauern. Doch soll ich schildern, was schon alle kennen ? Bei der Alp Duranna. Da ist diese ekstatische Stille wieder. Da ist dieser Rastpunkt zwischen den ersten Spitzen and den ersten Tannen des Tales. Es tropft der Schnee von den Dächern, monoton and ohne Ende. Es brennt die Sonne und zündet bis ins Tiefste des Herzens hinein. Es ist der gleiche Friede in uns wie gestern. Jenseits locken neue Berge, geruhsame Linien, doch jäh unterbrochen von der herrlichen Drusenfluh. Wie gehört doch ihre Wand mit zur Landschaft. * ' - ; • ' . * - >. •^/-•N v\ \' - J*.> Wir bleiben, so lange wir können. Ein steiler Wald und manches andere noch trennt uns vom Tale. Aber was kümmert uns dies? Wir blinzeln vergnügt zu all den weissen Bergen, die unserem Herzen so seltsam nahe sind. In ans lebt der milde Daseinsglanz dieser Welt. Ein zweifelhafter Streik. In Spanien streiken die Raucher. Die Raucher Spanien haben mit einer seltenen Einmütigkeit beschlossen, jeglichem Tabakgenuss zu entsagen, bis die Monopolgesellsohaft die Preise für Tabakwaren herabsetzt und die Qualität der Erzeugnisse verbessert Jeder, der selbst Raucher ist, wird dem Streik ein frühes Ende prophezeien. ' AUTOMOBIL-! 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