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E_1934_Zeitung_Nr.027

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AUTOMOBIL-REVUE

AUTOMOBIL-REVUE 1934 — N" 27 Hallwag-Führer • Hall wag-Karten Zum Osterfeste einen Hallwag-Führer oder -Karte schenken, heisst die Gunst des Beschenkten erwerben. - Eine Karte aus unserem Verlag ist stets ein willkommenes Geschenk Sich selbst mit einer Hallwag-Karte beschenken, heisst sich genussreiche Fahrten sichern zeichnen sich aus durch eine ansschliesslich für den Automobilisten geschaffene Bearbeitung des vorzüglichen Text- und Kartenmaterials. Aller tiberflüssige Ballast ist beiseite gelassen, um so präziser und übereiobtlicher »ind die den fremden Besuoher interessierenden Landschaften, Städte und Strassen dargestellt. Praktisches Taschenformat ist ein weiterer Vorzug dieser schmucken, in roter Leinwand gebundenen Führer. Bisher erschienen folgende Bände: Das zeitgemässe Ostergeschenk Hallwag-Landesführer Länderkarten auf Doppelblättern Diese Karten sind nicht nur äusserst sorgfaltig gearbeitet, sondern unterwegs, während der Fahrt, sehr praktisch benutzbar, weil sowohl die Vorder- als auch Rückseite durch einfache Handdrehung ohne umständliches Auseinanderbreiten gelesen werden kann. Bia jetzt sind folgende Karten dieser Serie erschienen: Frankreich, Italien, Deutschland, Oesterreich-Ungarn- Tschechoslowakei. Preis Fr. 2.80. Beispiel einer Karies Maßstab 1:1,000,000. Vorderseite AuiuMbilfShrcr Schwed AvtomOwfllhrar AufoiDobilfChrer Rdnöi Rückseite Autofnobilffjhrer Spanien-Portugal Die Undeiführw btsfehtn «ui: 20— 30 mustergültigen Autokarten. 150—180 Seiten Text übir »lies Wissenswerte, wie ESnreiseformaliWten, Verkebrsvorsohriften, landschaftliche Schönheiten, bevorzugte Touren, Orts« besohreibungen eto. 40—60 Stadtpläne. SA—32 Seiten Kunstdruckbilder. 1 Uebersiehtskaxte mit ßrosskilometrierung, Preis Fr. 6.—» oLaRocl "Lfmot Toulouse Schweiz a) in 2 Blättern, Nora und Süd. Maßstab 1:250,000. b) in einem Bl*tt. Maßstab 1:350,000. Schweiz und Grenzgebiete. Maßstab 1:500,000. Mit der Schweiz im Mittelpunkt umfasst dieses Blatt die Grenzgebiete bis München, Colmar, Dijon, Lyon, Grenoble, Turin, Gardasee, Dolomiten, Innsbruck. Schweiz-Riviera. Maßstab li 500,000. Die ideale Kart» für Eivierafahrten, die Sie über alle Varianten der Route des Alpes d'hiver und d'6te, Route des Rhonetals vom Genfersee an die Riviera führt. Spezialkarten Bodensee-Dreiländerkarte. Maßstab 1:300,000. Die Karte, mit dem Bodensee Im Zentrum, reicht vom südlichen Schwarzwald und Bayern bis in die Zentralschweiz. Schwarzwald. Maßstab 1:250,000. Umfasst das ganze Gebiet des Schwarzwaldes und der angrenzenden deutschen, schweizerischen und französischen Gebiete. Genfersee-Savoyen. Maßstab l: 300,000. Die Karte umfasst die ganze Westschweiz, das Hochland Savoyen mit einem Teil von Burgund. Oberitalienische Seen. Maßstab ls 300,000. Luganer-, Langen- und Gardasee liegen im Mittelpunkt, Vierwaldstättersee, Mailand und die Dolomiten bilden die Grenzen dieser Karte. Vogesen. Maßstab ls 250,000. Ausser dem eigentlichen Vogesenland reicht die Karte noch weit in die benachbarten Gebiete am Oberrhein. Rhein und Mosel. Maßstab 1:500,000. Umsohliesst die angrenzenden Gebiete dei Rheins und der Mosel vom Bodensee bia nach Wesel. Oberbayern-Tirol. Maßstab 1:250,000. Umfasst das gesamte Gebiet zwisohen Bodensee, München, Salzkammergut und Innsbruck. Dolomiten. Maßstab 1:250,000. Dieses Blatt umfasst nicht nur das ganze Gebiet der Dolomiten, sondern auch die Zufahrtsstrassen aus dem Tirol, der Lombardei und der Ostsohweiz. Die Karten lind auf zähem, wetterfesten Papier in 6 Farben gedruckt und äusserst praktisch gefalzt. Preis per Karte Fr. 2.80. Für Ihre Fahrten nur Hallwag-Karten In allen Buchhandlungen, wo nicht, direkt beim Verlag erhältlich Verlangen Sie unseren reichhaltigen Prospekt. A VERLAG HALLWAG BERN A Abteilung Auto -Touristik

27 - 1934 AUTOMOBIL-REVUE Grosse Preis nach der neuen internationalen Formel auszutragen sei. Zwar wurde diese als für 1934 und die folgenden Jahre verbindlich geltend proklamiert, allein die grosse Unbekannte stellten die Fabriken dar, deren Konstruktionsprogramme für die kommende Saison erst sehr spät bekannt wurden, sofern man darüber zurzeit überhaupt orientiert ist. Als dann aber feststand, dass die beiden deutschen Rennmarken und auch die italienischen Fabrikate nach der Gewichtsformel 1934 gebaut wurden, da war das Problem bald gelöst. Dazu kam noch die Gewissheit, dass sowohl der Grosse Preis von Monaco als derjenige von Frankreich gemäss dem revidierten Regiment ausgefahren würden. Was verlangt nun diese Formel? Bei freigestelltem Zylinderinhalt und keinerlei Vorschriften in bezug auf den Brennstoff wird bestimmt, dass das Gewicht der Maschine, jedoch ohne Wasser, Brennstoff, Oel, Reifen und Reserveräder, 750 kg nicht übersteige. Die Karosserie darf ein- oder zweiplätzig sein und muss auf der Höhe des Führersitzes eine Mindestbreite von 85 cm aufweisen. Die Zweckmässigkeit dieser Formel, mit welcher eine weitere Steigerung der Geschwindigkeiten ohne entsprechende gleichzeitige Erhöhung des Sicherheitsfaktors verhindert werden soll, muss sich erst im Laufe des Sommers erweisen. Die Veranstaltung vom 26. August zerfällt, wie bereits früher berichtet, in zwei vollständig getrennte Konkurrenzen, nämlich ein Rennen für Kleinwagen und den eigentlichen Grossen Preis. Das Rennen der Kleinkaliber mit Motoren bis zu 1500 ccm Inhalt führt über 14 Runden, was bei einer Länge der Strassenpiste von 7,28 km insgesamt 101,92 Kilometer Distanz ergibt. Für die drei bestplacierten Fahrer winken im ganzen 6000 Fr. an Barpreisen, wobei dem Ersten 3000, dem Zweiten 2000 und dem Dritten 1000 Fr. zufallen. Möglicherweise stehen noch Ehrenpreise in Form von Naturalgaben zur Verfügung. Sei dem, wie ihm wolle, so weist dieser Vorlauf zum Hauptereignis des Tages fcine Bardotierung auf, die sich sehen lässt. Der Grosse Preis ist allen Wagen offen, welche der Rennformel 1934 entsprechen. Es sind 70 Runden zu fahren, so dass der Austrag über 509,6 km geht. Was die Teilnahme anbetrifft, so kann diese nur auf Grund einer vom Komitee ergangenen Einladung erfolgen. Es soll damit, wie dies bei den übrigen internationalen Rennen gleicher Art übrigens ebenfalls üblich ist, vermieden werden, dass Leute am Start erscheinen, welche für solche Konkurrenzen noch nicht die notwendige Qualifikation besitzen. Pro Fabrik oder Konstrukteur dürfen höchstens drei Wagen starten. Daneben werden noch eine Anzahl Einzelfahrer zur Teilnahme aufgefordert. Man rechnet mit einer Beteiligung von rund 20 Wagen, die gemeinsam, also im Massenstart auf die Strecke geschickt werden. Da nicht nur Anfragen, sondern bereits Anmeldungen aus dem Ausland vorliegen, darf heute schon mit einer durchaus erstklassigen und ausgesprochen internationalen Phalanx von Fahrern gerechnet werden. Der Nennungsschluss ist auf den 15. Juni festgesetzt. Die Zeit der Nenngelder, welche durch die Fahrer zu erlegen waren, damit sie überhaupt mitmachen «durften», ist natürlich endgültig vorbei. Im Gegenteil ist es im Ausland Mode geworden, den Stars unter den Rennfahrern sogar noch Startgelder in nicht unbeträchtlicher Höhe im voraus zu bezahlen, damit sie sich überhaupt zur Teilnahme bereit erklärten. So weit geht man in Bern nun allerdings nicht, denn die « Plansumme » ist so ansehnlich und geschickt aufgeteilt, dass die Tüchtigsten auch so mehr als nur auf ihre Rechnung kommen werden. Um aber leichtfertige Anmeldungen zu verhindern, bei deren Abgabe der Betreffende gar nicht ernsthaft daran denkt, am Start je zu erscheinen, muss pro gemeldeten Wagen eine Kaution von 500 Fr. geleistet, werden, die nach erfolgtem Start zurückerstattet wird. Jeder Teilnehmer ist berechtigt, ©inen Bei- oder Hilfsfahrer zu nennen, der sich mit ihm in die Führung der Maschine teilen kann. Zu Hilfeleistungen an den Boxen bei Zwischenhalten dürfen drei Mann, nämlich der Ersatzfahrer und zwei Boxengehilfen beigezogen werden. Den Fahrer eingerechnet obliegt also vier Mann die Sorge um das Wohlergehen der Maschine und der Besatzung. Das Rennen wird nach Ankunft des Ersten, der seine 70 Runden hinter sich gebracht hat, abgebrochen und der Stand der übrigen noch im Rennen liegenden Fahrer festgestellt. Die Konkurrenten müssen jedoch die beim Abbruch des Rennens angefangene Runde noch vollenden. Und nun die Preise! An Bargeld für die Erstplacierten stehen 30,000 Schweizerfranken bereit. Dem Sieger fallen 15,000, dem Zweiten 10,000 und dem Dritten 5000 Fr. zu. Im Gegensatz zu ausländischen Veranstaltungen hat man mit Recht davon abgesehen, dem Ersten eine utiverhältnismässii? hohe Summe zukommen zu lassen und die noch auf Platz landenden Konkurrenten mit schwachen Trostpreisen abzuspeisen. Da der Sieg vielfach von kleinen Zufälligkeiten abhängt und die Zeitdifferenzen dazu noch recht minim sein können, so sollen ähnliche Leistungen auch nach gleichartigen! Massstab belohnt werden. Die Aufstellung der Barpreise wird gewiss auch in Fahrer- und Fabrikkreisen sehr begrüsst werden. Dazu kommen noch Rundenprämien, die nach 20, 40 und 60 Runden angerechnet werden. Dabei sind diese wiederum abgestuft, je nachdem, ob der betreffende Fahrer eine Durchschnittsgeschwindigkeit erzielt hat, die 5, 10 oder 15% hinter derjenigen des an erster Stelle das Rennen beendenden Konkurrenten liegt. Die kleinste Prämie beträgt Fr. 300.—, während die höchste, nach 60 Runden, 900 Fr. ausmacht. Auf diese Weise kann sich auch der im Laufe des Grossen Preises vom Pech verfolgte Pilot wenigstens noch teilweise schadlos halten. Es können bis zu 10,000 Fr. an Prämiengeldern zur Auszahlung gelangen.' Dem Reglement liegen noch Situationspläne über die Rundstrecke bei, auf deren besondere Merkmale wir gelegentlich noch zurückkommen werden. Das Reglement wird nun dieser Tage in grösserer Auflage an alle massgebenden europäischen Fabriken, Rennställe und Einzelfahrer versandt und soll auch in ausländischen Clubsekretariaten und durch Vermittlung des Berner Verkehrsvereins in zahlreichen Reisebureaus usw. aufgelegt werden. Die weiteren Anmeldungen werden bestimmt nicht auf sich warten lassen ! Grosser Preis von Montreux. Der Grosse Preis von Montreux, vor wenigen Monaten noch leeres Wunschgebilde, hat innert erstaunlich kurzer Zeit feste Gestalt angenommen und wird bereits dieses Jahr den schweizerischen Sportkalender bereichern. Grosser Preis der Schweiz, Grosser Preis von Montreux und Klausenrennen — kaum wagt man es zu glauben, dass die bis jetzt über ihre Grenzen hinaus meist nur durch Bergrennen bekannte Schweiz derart weit sich auf das internationale Gebiet vorgewagt hat. Vor kurzem hat sich in Montreux das offizielle Organisationskomitee formiert. Es steht unter der Leitung des Sportpräsidenten der Sektion Waadt des A. C. S., Herr Baumgartner, und hat bereits grosse Vorarbeit geleistet. Ueber die finanziellen Hintergründe des Rennens sind nun alle näheren Einzelheiten bekannt geworden. Die nicht leichte Aufgabe bestand darin, einen Kredit von 125 000 Fr. für die Verbesserung der Strassen bereit zu stellen. Wie schon gemeldet, haben sich die drei Gemeinden, aus denen der Kreis Montreux besteht, zur finanziellen Mitarbeit entschlossen, so dass der gesamte Kredit gesichert werden konnte. Im weiteren musste ein Garantiefonds von 40 000 Fr. aufgebracht werden, um die Risiken der Organisation zu decken; Schon vor einigen Tagen stand die Zeichnung auf 46 000 Fr., und es ist damit zu rechnen, dass 60 000 Fr. überzeichnet werden. Um die Kosten des Rennens decken zu können, rechnet man mit 30 000 zahlenden Zuschauern. Die Organisatoren hatten sich in erster Linie bei den Einwohnern längs der Strecke zu erkundigen, ob diese ihre Fenster zur Verfügung stellen würden. Eine Rundfrage ergab sehr gute Resultate. Von 542 Angefragten gaben nicht weniger als 530 ihre Zustimmung und nur 12 lehnten ab. Der Gesamtvoranschlag für das Rennen beläuft sich, alles inbegriffen, auf 270 000 Fr. Die Organisation liegt in den Händen der Sektion Waadt des A. C. S. und dem Sportkomitee des Verkehrsvereins von Montreux. Ganz überraschend hoch sind die für das Rennen ausgesetzten Preise. Sie werden jedenfalls ihre Anziehungskraft auf die besten internationalen Fahrer nicht verfehlen. Der Sieger erhält 30 000 Schweizerfranken, der Zweite 25 000 Fr, der Dritte 20 000 Fr., der Vierte 15 000 Fr. Dies sind Zahlen von ganz erstaunlicher Höhe. Selbstverständlich werden auch die in mittleren Rängen Plazierten finanziell noch sehr gut entschädigt. bekannt. Der Genfer Spinner (Hupmobile) rückt vom 18. auf den 6. Platz vor (!), dafür rutschen vom früheren Sechsten bis zum 17. alle einen Platz nach hinten. Durch diese Umstellung erhielt die Sektion Genf die höchste Punktzahl, doch verzichtete sie in generöser Weise auf den Wanderbechen den die Fahrer von La Chaux-de-Fonds bereits nach Hause mitgenommen hatten, mb. Auch bei der Sternfahrt haperts. Rechen- künste scheinen nicht die besondere Stärke der Herren Organisatoren des vergangenen sportlichen Salon-Wochendes von Genf z-u sein. Nachdem die Feststellung des Rennwagensiegers von Saconnex bereits Mühe gemacht hat, wird nachträglich auch eine neue Rektifikation des Sternfahrtklassements u tom ohiiis ten 1 Wollen Sie... einen augenblicklichen Start bei noch kaltem Motor und bei jeder Temperatur, einen sofortigen Start, ohne zu fürchten, dass der Motor aussetzt, auch bevor dieser seine normale Arbeitstemperatur erreicht hat, wollen Sie Ihre Unterhalts- und Betriebskosten der Batterie senken, wollen Sie ein rassiges Anzugsvermögen erreichen und das Maximum an Kraft aus Ihrem Motor herausholen ? Wollen Sie - kurz gesagt - Ihren Motor modernisieren ? Ersetzen Sie*in diesem Falle Ihren Vergaser durch einen neuen mit automatischem Starter (Type BF) Ihr Garagist wird Ihrem Motor probeweise einen Solexvergaser aufmontieren, ohne jegliche Verbindlichkeit Ihrerseits. Fahren Sie in Ihrem eigenen Interesse Im Jahre 1934 mit einem Solexvergaser mit automatischem Starter. Generalagentur für die Schweiz: Henri Bachmann Biel Genf Zürich 12b. rue de l'Höpital 3, rus de Fribourg Löwenstrassa 31 Tel. 48.42 Tel. 25.641 Tel. 58.824 48.43 58.825 48.44