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E_1935_Zeitung_Nr.101

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20 Äutomobil-Be-nie —

20 Äutomobil-Be-nie — N° 101 später, auf abgefahrener Piste, den Christiania nicht machen soll. Doch diesmal sind wir so früh von zu Hause weggefahren, dass wir an der Talstation der Wintersportbahn, die sich im Hintergrund des Tales befindet, ankommen werden, bevor die ersten Sportzüge aus der Stadt dort eintreffen; wir können so ohne Gedränge uns von der Seilbahn noch weitere 600 Meter sonnenwärts heben lassen. Im Schütze einer rechtzeitig requirierten Alphütte, an die dunkelbraune Schindelwand gelehnt oder auf einer ganz zart nach Schafwolle riechenden Bank können wir ein winterliches Sonnenbadeleben führen und uns so mit der vielfach erprobten, persönlichen Schmiertechnik jene neiderregende Sonnenbräune erwerben, die uns über eine graue Woche hinweg bis zum nächsten Weekend trösten wird. Mit einem Hunger, der die Millionen des streng diätlebenden Mr. Rockefeller voll aufwiegt, wird dann ein Picknick gefeiert. Wenn dann am späten Nachmittag vor lauter Sonnenschein die Schneelast auf dem Hüttendach sachte zu tropfen beginnt und auf den Hängen trotzdem noch Pulverschnee in festlichen Fahnen hinter unseren Schwüngen herweht, dann haben wir als berauschendes Dessert erst noch die Abfahrt vor uns. Zum Glück sind wir so weit in die Höhe gestiegen! Die Bergstation der Seilbahn liegt wie ein Spielzeug am Rande der Kuppe tief unter uns, lind von allen Seiten streben Punkte darauf zu. Zuerst werden wir in langen Zügen die weiten Hänge und die sanften Mulden auskosten, dann die enge und um diese Zeit schon reichlich abgefahrene Waldschneise mehr oder weniger heldenhaft durchrutschen, in weitausholenden Kehren dann zweimal unter den Brückenbogen der Bergbahn hindurch den Talboden erreichen. Dort wartet unser, mit trockenen Wollsachen und reichlich Platz, der Wagen. Wieder steht, wenn wir vorbeifahren, ein Wald von Skiern am Bahnhof, und eben wird ein ganzer Zug der Schmalspurbahn mit lautem Hallo gestürmt. Im nächsten Dorf, noch über der Nebelgrenze, wissen wir einen gemütlichen Landgasthof, in der nussbaumgetäferten Stube essen wir etwas Warmes. Das ganze Tal liegt im blauen Schatten, noch einmal aber grüssen wir die Sonne, doch diesmal die Sommersonne, die uns aus ihrem Meisterstück, dem fröhlichen, helfschimmernden Wein entgegenblinkt. Später taucht dann unser Wagen wie ein Unterseeboot wieder in das Nebelmeer, und wenn wir aus der Dunkelheit uns wieder der künstlichen Lichtwelt der Stadt nähern, dann beschliessen wir, das nächstemal am Samstag schon wegzufahren. BASEL Hotel Baslerhof E. C. Schwarzenbach. Nähe Zentralbahnhof. Aeschenvorstadt 55. • Behagliches Familienhotel. Moderner Komfort. Appartements mit Bad und Staatstelephon. - Zimmer von Fr. 4.— bis 6.—. — Alkoholfreie Restauration — ZÜRICH 1 OETIKER HECHTPLATZ 1 TELEPHON 44.289 ANFERTIGUNG SÄMTLICHER PELZWAREN GÜNSTIGE PREISE MASSARBElt Geschichte vom Bild und von den Tieren Von G. Spervogel. «Bitte,» sagt Anton, «Grossväterchen, erzähle.» «Ach,» sagt Grossvater, «bin ein alter Mann, weiss. schon nichts mehr.» «Wirst schon noch etwas wissen,» sagt Anton. «Nein,» sagt der Grossvater, «ich habe es vergessen. Alles habe ich vergessen, Anton.» Der Junge sitzt still neben dem Grossvater auf der Bank. Die Herdglut knistert. Die Kuh Anna schnauft. «Geh ans Fenster, Anton,» sagt der alte Mann, «Sage, was du siehst.» Das Fenster ist zugefroren. Der Wind wirft klispernde Eiskörner dagegen. Anton haucht ein Loch in das Eis. «Ich sehe,» sagt Anton, «das Dorf.» «Das Dorf,» sagt der Grossvater undjiickt. «Den Fluss.» «Ja, den Fluss.» «Das Bergufer.» «Ja, das Bergufer. Was siehst du am Bergufer?» «Ein Dorf. Und ... noch eins. Und ... und den Wald. Ja, den Wald. Und... und den hohen Berg.» «Ja, den hohen Berg. Steht ein Kreuz auf dem hohen Berg?» , «Kann es nicht sehen, Grossvater, aber da steht gewiss ein Kreuz.» «Ein schönes Kreuz,» sagt der Grossvater und nickt. «Und?» fragt Anton. «Nichts und. Ein Kreuz.» Anton schweigt. «Ist kalt heute, ja?» «Sehr kalt,» erwidert der Junge. «Ach,» sagt der Grossvater, «kalt sagt er. Ist bald ein Mann und sagt kalt. Als ich so klein war wie du, da war es kalt. Je, je. Das war eine Kälte.» «Und?» fragt Anton. «Nichts und,» knurrt der Grossvater. Die Körner klispern an die Scheiben. «Das war eine Kälte,» wiederholte er. «Vögel fielen herab. Bäume zersprangen. In dem ganzen Flusse gab es kein Tröpfchen Wasser, nicht eines. Bis auf den Grund war der Fluss gefroren.» Bis auf den Grund, denkt der Junge, oha, muss das kalt gewesen sein. «Hast du das Kreuz gesehen?» Natürlich hast du es gesehen. Ist es ein altes Kreuz?» «Hrrimjaha,» macht Anton, «ziemlich alt.» «Ach,» sagt der Grossvater, «ziemlich alt,» sagt er. Neu ist es. Das alte ist längst fort. Es ist ein neues, das da steht. Ganz neu. Leg Holz nach, Anton.» Der Junge legt Scheite ins Feuer. Das Harz zischt. Es knistert und knallt. «Es war in dem kalten Winter,» fährt der Alte fort, «in dem Winter war es. Vor Weihnachten begann die Kälte. Es gab vielen Schnee. Und Wölfe, Hirsche, natürlich auch Hirsche. Hasen, Rehe und Kaninchen. Eichhörnchen. Marder. Auch Wildschweine. Sie alle kamen mit der Kälte hervor und suchten die Nähe der Dörfer. Am heiligen Abend war es, ja. Am Tage vor dem Weihnachtsfest. Dein Urgrossvater, mein Vater also, und ich, wir waren an diesem Tage fortgefahren. Mit dem Schlitten. Zum Markt. Mussten früh zurück sein. Wegen der Wölfe. Kamen am Kreuz vorbei, grüssten das Kreuz und kamen heim. Kamen heim. Ja. Der nächste Tag war der Weihnachtstag. Die Bäuerin vom Nachbarhof kam gelaufen. Das Kreuz ist fort, sagte sie. Ja, das Kreuz war fort. Das Kreuz und der Heiland daran, beide fort. Dein Urgrossvater, mein Vater also, und ich, wir nahmen den Schlitten und fuhren dorthin. Wir haben den Platz gesehen. Es war fort. Ein Stumpf des Kreuzes war da, stak an seinem Platz in der gefrorenen Erde. Wir suchten. Dein Urgrossvater fand das Kreuz. Es war auf dem harschen Schnee davongeglitten, den Abhang hinunter. Das Kreuz fand er, nicht aber den Körper des Gottessohnes.^ Ich ging auch umher, damals, und suchte. Es war ein Wunder, das ich sah. Ein Wunder, ja. Spuren wäre zu sehen, Spuren in jungen Schneewehen. Sie erzählten die Geschichte. Kalt war es. Bäume zersprangen vor Frost. Die Menschen verkrochen sich in ihre Häuser. Glocken läuteten hier und da. Der Abend kam. Die wilden Tiere erhoben sich und verliessen ihre Lager in den Wäldern. Sie traten hervor und hörten die Glocken. Die Tiere wussten, dass es die Weihnachtsglocken waren. In der Christnacht können die Tiere sprechen. Weisst du es, Anton?» «Ja,» flüstert der Junge. «Sie können sprechen. Ja. Sie sahen die Dörfer der Menschen. Sie spürten die grosse Kälte. Eine Krähe wird es gewesen sein. Krähen sind oft alt und sehr klug. Die Krähe sagte: da sitzen sie in den warmen Häusern, und der Gottessohn friert. In der Nacht seiner Geburt muss er frierend am Kreuz hängen. So oder dergleichen wird die Krähe gesprochen haben. Als das Kreuzholz diese Worte vernahm, brach sein Herz. Es hatte lange und in Demut den Herrn getragen, aber vor Weh und Kälte fiel es um. Die Tiere erschraken. Sie eilten herbei und fanden den nackten Körper mit ausgebreiteten Armen im Schnee liegen. Sie sahen die Wunden und das heilige Blut. Ein kluger Hirsch wird es gewesen sein, wird gesprochen haben: da die Menschen in die Häuser geflohen sind, müssen wir dem Gottessohn helfen. Lasst uns ihn wärmen. So oder dergleichen wird er gesprochen haben. Da drängten sich die Tiere heran, die Hirsche, Rehe, Hasen und Kaninchen, sogar die wilden Eber und Wölfe bezähmten sich, taten einander nichts zuleide und wärmten den Gottessohn. Die lange, kalte Nacht hindurch wärmten sie ihn. Als der Morgen heraufkam, nahmen sie ihn mit sich in die Wälder. Dort haben sie ihm gedient. So und nicht anders werden sie gehandelt haben.» «Und,» haucht Anton, «und das Bild?» Weihnaphtsbrief einer Frau an ihren Gatten • Liebster! Weihnachten — wir dürfen wieder zusammen sein, wie so manches Jahr schon. Nichts ist alt und gewohnt zwischen uns, alles ist immer neu und wunderbar. Du und mit Dir Heim und Kind. Leid hat uns heimgesucht in dieser Zeit, und viel äussere Not, aber die ewige Melodie der Liebe klingt immer in uns auf. Manchmal sind wir wie die Kinder und sehnen uns nach ein bisschen äusserer Freude — ein erquickendes Konzert, ein schönes Theater — einmal ein neues Kleid — alles im Moment so unerreichbare Dinge und darum wohl gelegentlich wichtig. Aber doch sind wir beide so, dass wir immer wieder über die kleinen verzagten Stunden hinwegkommen und mit lächelndem Herzen wissen, dass wir reich sind, unermesslich reich. Dann heben wir unser Kind hoch, und in seinen strahlenden Augen leuch-> tet uns eine vollkommene, reine Welt. Für die Zukunft wollen wir uns nicht bangen, wir wissen ja genau, einmal muss der Jag kommen, da Deine geistige Kraft sich durchbrechen muss und Du an den Platz gestellt wirst, der Deinem Verantwortlichkeitsbedürfnis entspricht. Ich liebe Dich so, dass ich nicht fassen kann, dass nicht alle von Deiner Stirne lesen, wie sehr Du vom Schicksal dazu bestimmt bist, Grosses zu tun. Aber ich weiss, dass Deine Stunde kommt, und wir werden diese Zeit in getreuer Arbeit erwarten. Heute abend werden wir unserm Kinde den Baum anzünden. Ich möchte, ich könnte die Zum Wintersport, das lass Dir raten: Am Anfang aller grossen Taten «Ein Holzfäller hat es gefunden. Spät im Jahre hat er es gefunden. Tief im Walde.» «Und?» «Sie haben es an ein neues Holz geheftet. In Unschuld und Unverstand haben sie es getan. Ja.» «Und?» fragt Anton mit zitternder Stimme. «Nichts und,» sagt der Grossvater. «Bin ein alter Mann, Anton. Weiss nichts mehr.» «Und die Tiere?» «Ach,» sagt der Grossvater, «ich habe es vergessen. Bin ein alter Mann, weiss gar nichts mehr.» ganze Menschheit in den Strom unserer Liebe fassen. Lass uns nicht geizig sein, wir wollen verschwenden und die Gaben unserer Herzen verschenken. Dass ich das in so reichem Masse bei Dir tun darf, das danke ich Dir heute erneut mit Herz und Mund. Klein ist unser Baum, aber hell strahlen seine Kerzen. Und die ewige" Weihnachtsfreude steigt auch in uns hoch, und alle Unrast der vergangenen Monde vergeht, und wir sind bereit, gemeinsam die Schwelle zu überschreiten, die in das neue Jahr führt. Weihnachten, das Fest der Liebe — dieses einzige Fest des Jahres, das unzählige Menschen wie mit einem güldenen Ring umschliesst! Viele werden heute spüren, dass die grösste Macht der Welt die Liebe ist und bleibt, und immer nur wird die Menschheit in diesem Zeichen ihre wahrsten und tiefsten Siege feiern. Liebster, alles was ich bin, bin ich durch Dich. Fray — Mutter — wieder Kind. Wie sagt Schnitzler so gut: Geliebte und Gefährtin zugleich, mit dem tiefen Blick für alle Dinge der Welt, und doch geschaffen zu jedem Wahnsinn und zu jeder Seligkeit. Dies will ich Dir sein, und doch jeden Tag vertraut und stille Heimat. Alles, was Dir geschieht, geschieht mir. Dein Leben ist mein Leben — Dein Tod mein Tod. Brunnen der Liebe sind tief und unergründlich ihr Walten. Wesen, das leise nur schlief, will sich in Schönheit entfalten. — Erweckt so im göttlichen Spiel, Wird Leben erfüllendes Ziel. — Immer Deine Frau Damit — von Anfang denk daran Die Batterie viel leisten kann, Muss sie stets aufgeladen sein. Ein Acula besorgt dies fein. Geht nun das Aufwärtssteigen los, Hältst Du das Tempo ganz famos, Stehst sicher auch an steilen Stellen Mit den berühmten Ski-Pneu-Fellen. Das Steigen hat Dich hergenommen, Hast - wie man sagt«'nen Ast»bekommen, Ein Favraud***-Schluck tut sicher gut, Schafft neue Kraft und frischen Mut. So bleibt der Sport ein Hochgennss Vom Anfang bis zum guten Schluss. Steht, wie seit jeher schon, die Wahl Vom richtigen Material. -gebaut, 1 zum Aufladen der 1 Batterie .über,Nacht. An je- 'cler Lichtleitung anschhessbar. ferner, Giidel & Co Tvloosstr. 2. jfrejs-Fr.U3.80p : Paar; jn den meisten' ! :5R9it$öSGhä(ten., er-, 3jäUI.'i yiroi nicht vör- •:haftderi,iüchäirekt :denAÜeirifa .brikanteiv RlEMENi J.FAVRAUp &CIE. *** erstklassig • RUM CÖRUBA Elisabeth. ÄCULÄ- Gleichrich- N. P. U. 'wärmend. • Drum sorgsam sei, triffst Du die Wahl Im Wintersport-Material.

Pauschal Fr. M.- — AutoriiGbü-Bevue Ich gehe zum GoMsehimied Mein Dollaronkel lebt natürlich nur ia meiner Phantasie um so grossartiger habe ich ihn beerbt. Ich gehe denn also zum Goldschmied, meine Verwandtschaft und Freundschaft mit Schmuck zu beglücken. Bestecke können auch dazu kommen. Man hat das Jahr durch sorglich sondiert, was ein jedes gern hätte. Und nun wären sie alle mit meinen Plänen einverstanden, wüsslen sie schon davon. Erst galt es, die LJeblingssteine der verschiedensten Leute auszukundschaften. Danach erfuhr, ich, ob sie Ringe wollten, oder Armbänder und Reifen, Stecknadeln. Ketten und — Herz was willst du noch mehr. Ruth möchte eine Ämethystnadd, .ihre Schwester Gebt Rubine über alles, und ein Drittes meint, aGranat und Rubin ist ja einerlei», was freilich kein Goldschmied verzeihen würde. Zu jemand Ernstem passt eine feine Silberkette mit dunklem Beryll. Stein und altertümliche Fassung aus platinähnlichem Silber nehmen sich auf wetssem Atlas eigenartig aus. Eine Sternengläubige befragt sogar ihr Horoskop und erklärt danach aufs bestimmteste, dass zu ihr kein Stein ausser dem dunkelgrünen russischen Malachit gehöre. Und eine, die das Geheimnisvolle Gebt, wählt den Mondstein. Ich lache die beiden nicht einmal aus. Wer kann denn wissen? — Nur das mit dem Horoskop ist etwas naiv. Am leichtesten hat man's mit Bräuten. Sie alle, die ich kenne oder zu kennen glaube, verzichten gern auf das, was man vor wenigen Jahren noch schön fand. Es ist mit Gold und Silber wie mit Thon und Holz. Hochglanz ist nicht immerffclas einzige. Wir haben unsere Augen umgewöhnt an edler, alter Goldschmiedekunst, an gehämmerten Metallen. Die Formen sind denkbar einfach und haben doch rein nichts mit dem Stahlmöbelkult zu tun. Brigitt zeigt eine Vorliebe für Messer, die sich nach vorn sehr fein verschmälern. Abbild ihrer aristokratischen Finger. Gut, es soll nach ihrem Willen sein. Wenn sie ihren eigenen Hausstand führt, braucht sie noch manches, das meine eingebildete Million ihr herbeizaubert: Ausser Tee-, Mokka- und Cremelöffeln eine Kuchenschaufel, die Zuckerklanuner, ein Sieb oder silberne Schalen, Tee- und Kaffeegläser mit Gitter und Henkel. So viel Wünsche, so viel gleissende, kostbare Schönheit edler Metalle, leuchtender Kristalle. — «Am Golde hängt, nach Golde drängt doch alles», sagt Goethe. Und wenn schon Goethe das gesagt hat {oder vielmehr Gretchen). so darf ich ruhig zum Goldschmied gehen, auch wenn der Dollaronkel noch nicht eingekehrt ist. g. e. Sie die prächtigen Skifelder von Lenk, die alles umfassen, vom sanftesten Übungshang bis zur steilen, kitzligen Wald- Schussfahrt? — Führen Sie am nächsten Weekend Ihren Wagen versuchsweise nach Lenk; das Wintersport-Erlebnis und die Unterkunft, die wir bieten, werden es Sie nicht gereuen lassen. Pauschal- und Weekend-Arrangements. Wenn Sie m das Engadin fahren, dann steigen Sie zu Ihrem eigenen Vorteil in unserm altbekannten, vorzüglich geführten Haus ab. Es ist sehr günstig am Fusse des Julierpasses gelegen; die Pension erhalten Sie von Fr. 11.- an, Zimmer von Fr. 4.- an. Garage und Boxen sind vorhanden. TeL 40.63. ACS., TCS. dann steigen Sie vorteilhaft bei uns ab. Seit langer Zeit ist unser Haus - direkt an der Durchgangsstrasse über den Ricken gelegen - für fachmännisch geführte Küche und freundliche Räume bekannt. Zimmer von Fr. 2.- an. Garage. Tel. Nr. 71,154. A. Lacher, Küchenchef. IDohlgerüche Wollte man eine kleine Geschichte der Parfüms schreiben — man mfisste bei den Assyrern, Babyloniern und Aegyptern beginnen, bei Persern, Chinesen und Indiern; bei ihren kultischen Bräuchen, Einbalsamierungen und Räucher-Opfem. Aber sicherlich kannte der Mensch der Sonnenländer schon in vorgeschichtlicher Zeit das Geheimnis von Harz, Wurzel und Rinde, von Blatt und Blüte, das sich in Wohlgerüchen verriet. Der Schutz seiner nackten Haut durch Salbung — und die Versöhnung oder Vertreibung des «Bedrohlichen» durch Räucherwerk, — dazu fühlte sich der Mensch wohl schon in grauer Urzeit gedrängt. Sicher haben Urvölker, die auf der Kulturstufe der niedrigsten australischen Stämmen standen früher mit Salben und Oelen begonnen als mit — Waschen. Das Wasser, dieses herrlichste Kosmetikum, muss ja immer wieder entdeckt werden. Griechen und Römer übernahmen die raffinierte Bäder- und Schönheitskultur von den asiatischen Völkern und steigerten sie zu höchstem Luxus. Es gab für jeden Körperteil besondere Wohlgerüche. Sokrates tadelte deshalb seine Mitbürger, und Solon verbot den Verkauf von Parfüms an Männer. Nach dem Mahl fiel ein feiner Sprühregen von duftenden Essenzen von der Decke und erfrischte die Tischgenossen. Griechen und Römer waren berühmt für ihre Massage-Künste und für ihre kosmetische Hygiene. Ihre Kosmetik indes scheint uns in mancher Hinsicht anfechtbar — wenn wir etwa an die jungen Sklavinnen denken, die die Schminken zu zerkauen und auf diese Weise verreibungsfähig zu machen hatten. Immerhin, diese jungen Damen wurden sorgfältig auf ihre Gesundheit, auf die Makellosigkeit ihrer Zähne und ihres Atems geprüft. Sie standen sehr hoch im Kurs. (üebrigens wird auch heute das Schwarz für die Wimpern nur am Toilettetisch der Dame mit einem Tropfen Kölnisch Wasser angefeuchtet: in allen Theatergarderoben wie eh und je mit — Speichel. Daher ist das der einzige Gegenstand, den Schauspielerinnen nicht untereinander austauschen.) Die Königin Elisabeth von England hat gemeinsam mit ihrem Stiefbruder Eduard die Pomade erfunden. Eigentlich musste man «Pommade» schreiben, denn die königlichen Geschwister haben Aepfelscheiben in warmem Schweinefett ausgezogen — ein Verfahren, das man im Prinzip noch heute in Grasse an der Riviera übt und das man « Maceration» nennt: in Grasse werden die Blütenblätter unzähliger Zentner von kostbaren Blumen in warmem Schweinefett ausgezogen, bis sie ihre Düfte abgegeben haben. Das ist die erste Behandlung der Wohlgerüche, die wir in Luxuskristall auf unserm Toüettetisch stehen haben. Die Pompadour gab jährlich eine halbe Million Francs für Parfüm aus. (Hingegen endete eine Badewanne, die sie sich aus Extravaganz hatte anfertigen lassen, zu deren Benutzung es aber nie gekommen war, — al« Brunnenschale in ihrem Park.) Sie kannte das Rosenöl von Schiras (von dem ein einziges Kilogramm 3000 Kilogramm frischer Roaenblätter erfordert), sie kannte jene seltsamen, schwülen Düfte, die Indien und China sandten: das Ambra, geheimnisvolles Sekret des Pottwal«, du in kleinen und grossen grauen und bräunlich-grauen Klumpen aus dem Meer gefischt wird. Es finden «ich Humpan ZÜKFTIG VERPFLEGT UND EINQUARTIERT- Im Hotel Simmenthai, Boltigen Die Administration der Automobil-Revue hält Prospekte sämtlicher vorgenannten Hotais und Verkehrsvwreine KU Ihrer Verfügung. Wir garagieren preiswert und halten einen flotten Service zur Verfügung bis zu 50 Kilogramm, und wer solch einen Haupttreffer fischt, der kann wohl lachen: Ambra, echtes Rosenöl, Zibet und Moschus sind so kostbar, dass es eine Untertreibung wäre, wenn man sagte, sie würden mit Gold aufgewogen. Die Preise, die für diese seltenen Kostbarkeiten bezahlt wurden und werden, sind schwindelnd, sie erreichen unschwer fünfstellige Zahlen für das Kilogramm. Und eine Frau ist dem feuern Modeparfüm gegenüber, das soviel kosten mag wie sämtliche Weinflaschchen des Gatten im Monat, oft wehrloser als der Eheherr den Versuchungen des Bacchus. Üebrigens brauchen wir für das Rosenöl Schiras nicht mehr: die südbalkanischen Länder lieferten besonders das Oel der roten Rose, und die grossen mitteleuropäischen Rosenkulturen liefern ein Oel, das zwar nicht billiger aber bei weitem edler ist. Kostbarer noch als Ambra ist da* Zibet (Sibld) der Zibetkatze. Sie wird im Käfig gehalten und die Drusentasche, die die bräunliche, salbenähnliche Substanz enthält, wird von Zeit mit einem Elfenbeinlöffel entleert. Im Mittelalter wurden Zibetkatzen selbst in europäischen Städten zu diesem Zweck gehalten. Jetzt kommt dies nur mehr in ihrer Heimat Ostindien und Afrika vor; besonders Abenrinien treibt lebhaften Handel mit Zibet Aehnlich wird der Moschus gewonnen. Das männliche Moschustier trägt in seünwm Beutel am Bauch das Sekret. Chinesen und Tibetaner verwenden es seit Jahrtausenden als Parfüm ab«r auch als Arzneimittel zur Aufpulverung geschwächter Lebensgeister. Es gibt Moschusochsen, Moschusschwein«, Motchusratten. Es gibt Alligatoren-Arten Elegante Mäntel für Auto und Strasse Simmental Reichhaltigste Auswahl empfiehlt geben Sie sich am besten Rendez-vous im günstig gelegenen Boltigen. Wir führen Ia. Küche und Keller; frische Forellen, Bauernschinken sind stets zu haben; die kleinen und grossen Lokalitäten sind heimelig, der Pensionspreis ab Fr. 7.—. Garage, Reparatur-Werkstätte. Tel. 831. L. Rieder-Hirschi, Bes. TCS. ACS. Kennen Sporthotel Wildstmbel, Lenk i. S. Unterhaltungen. Dancings und Kostümfeste. Julier im Winter geöffnet. Hotel Post, Süvaplana Wenn das Toggenburg Sie lockt, Bad und Gasthof zur Linde, Wattwil ZUM LEONHARDSECK Ecke ZähringerstrasseI Seilergraben ZÜRICH 1 beim Central . Im Dezember ist das Geschäft auch Sonntagen von 2—6 Uhr geöffnet. 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Das beste Benzoe-Harz kommt aus Siam; Opoponax ist ein Gummiharz, das aus der Baumwurzel eines in Südeuropa heimischen Baumes fliesst Die Myrrhe kommt aus Arabien zu uns wie in biblischen Zeiten, — Perubalsam hauptsächlich aus San Salvador. Die Beimischung dieser und anderer exotischer Düfte gibt unseren heutigen Parfüms das Verwirrende, das Berauschende. Wenn junge Mädchen und Frauen, die das Romantische lieben, die klaren Wohlgerüche vorziehen, die Veilchen, Flieder und Maiglöckchen aushauchen, so wählen raffinierte, elegante Frauen meist zusammengesetzte, schillernde Düfte, deren Herkunft sich nicht erraten lässt Dazu tut die Parfümerie mit einer Fülle neuer, künstlerischer Wohlgerüche das Ihre. Eine Frau sollte immer dasselbe Psrfüm haben. Jeder Sultan hatte einen «Duftmeister», der nicht nur die Bücher des hohen Herrn, ihrem Inhalt entsprechend zu parfümieren hatte, — auch die neuen Damen des Harems wurden ihm vorgeführt, und er musste «das» Parfüm für sie wählen, das ihrem Charakter, ihrer Teint- -und Haarfarbe entsprach. Er musste ein Kenner der Schönheit, ein Literat, ein Philosoph und ein Psychologe sein, dieser Duftmeister. Aber nur wenige kluge Frauen kennen «ihr » Parfüm. Sie denken nicht daran, dass jedes Parfüm auf jeder Haut anders wirkt. Es kommt ein neuer Duft auf den Markt — und jede Frau will ihn haben. Das ist schade. Schöne Frauen sollten wohl prüfen — aber dann bei ihrem Parfüm bleiben. Nicht das allermodernste, nicht das allerteuerste — sondern das charakteristische Parfüm macht die Frau unwiderstehlich. Es steht ihr ja die ganze Skala von Lavendel bis Sandelholz zur Verfügung. WelfanaelitsM «Du machst ja ein ganz verzweifeltes Gesicht!» «Ich habe Grund dazu,» klagte lisy. «Ich muss siebzehn Leute zu Weihnachten beschenken, und ich habe keine Ahnung, was.» «Härtest du dir eine liste angelegt, wie ich es dir geraten habe,» sagte ich, «und im lauf des Jahres alles eingetragen, was deine Freunde und Verwandten sich wünschen, so wärest du jetzt nicht in Verlegenheit. Aber dazu warst du zu faul —.> «Oh nein,> widersprach sie und hielt mir ein beschriebenes Blatt Papier unter die Nase. «Ich habe mir jeden Wunsch sofort notiert, wenigstens in der ersten Zeit.» «Dann ist ja altes in schönster Ordnung. Ich werde dir helfen und wir werden im Nu fertig sein! Da ist erstens einmal deine Tante Klotilde: wünscht sieh Wollwäsche und einen elektrischen Bettwärmer. Vorzuglich, du schenkst ihr also einen Bettwärmer.» lisy schüttelte den Kopf. «Tante Klotilde hat sich vor vier Wochen verjüngen lassen. Jetzt nennt sie sich Cloe und hat Heiratsabsichten.» «Ein schwieriger Fall! Versuchen wir es mit der Nächsten: Nora; ist eine Kakteennärrin. Nun, Kakteen bekommt man in jeder Blumenhandlung. «Ja, das war im März. Unterdessen hat Nora ihre ganze Kakteensammlung in den Müllschacht geworfen.» «Sehr traurig für sie und für dich,» sagte ich und studierte die liste weiter. «Halt, da steht: Mein Karli, trinkt Whisky ohne Soda, liest Sportromane und sammelt Stockgriffe. Hier wenigstens ist es kinderleicht, das Richtige zu schenken.» «Ja, das wäre ganz leicht,» entgegnete lisy seufzend, «wenn ich nur noch eine Ahnung hätte, wer dieser Karli istl» IRiCIHISÄÄL FÜR KOSMETIK 1 UND KORPERPFLEGE ANFRAGEN sind zu richten an: AUTOMOBIL-REVUE, kosm. Sprechsaal, Zürich, Postfach 20410. Anfrage Frl. F. D,, Bd. Sie möchten sich, wie Sie uns mitteilen, über die Festtage ganz besonders schön machen. Da Sie in dieser Kunst noch nicht besonders geübt sind, so möchten wir Ihnen raten, sich nur ganz zart mit einer Puderschminke eine hübsche Gesichtsfarbe zu geben: Zuerst gründliche Waschung des Gesichts mit sehr heissem Wasser und der müden Palmoliveseife (höchstens 1 bis 2 Minuten) und mit kaltem Wasser abwaschen. Dann verteilen Sie auf der Haut sorgfältig und sparsam eine fette Creme, tragen den Uebersehuss mit einem Frottiertuch ab und tragen nun auf Nase und Augenlider weissen Puder auf, der wie ein zarter Hauch verteilt werden muss. Auf die Wangen bringen Sie nun roten Puder von einem satten Rot und verteilen ihn mit den Fingerspitzen in sanftem Bogen von der Nase aus unter den Augen hindurch bis gegen das Ohr hin. Wenn Sie das Resultat nicht ganz befriedigt, so schminken Sie ab und wiederholen das Verfahren. Das Abschminken erfolgt mit einer Gold-Cream, dann Abwaschen mit heissem Wasser und Seife und Nachspülen mit kaltem Wasser. Auch für die Lippen müssen Sie ein sattes Rot wählen, das helle Rot wirkt unschön.Weder Schminke noch Lippenstift sind der Haut irgendwie abträglich. Für weitere genaue Angaben zur Schönheitspflege verfolgen Sie am besten unsere Anleitungen im Sprechsaal. Anfrage Frau P., B. Ihr graues Haar können Sie unbedenklich färben lassen. Das Grau ist bei jedem Farbton des Haares verdeckbar. Ziehen Sie einen tüchtigen Fachmann zu Rate, der mit dem Coloran- Oelschampoo färbt und Sie werden vom Erfolg nicht nur vollkommen zufriedengestellt, sondern sogar entzückt sein. Wir raten Ihnen ausdrücklich zum Coloranverfahren, das Ihnen absolut Gewähr für unauffällige und unschädliche Färbung gibt und vom Fachmann nach strengen wissenschaftlichen Grundsätzen durchgeführt wird.