Aufrufe
vor 10 Monaten

E_1948_Zeitung_Nr.025

E_1948_Zeitung_Nr.025

10 AÜTOMOBtL-REVÜE

10 AÜTOMOBtL-REVÜE MrmrocH t. jtrn WM - Nr. 25 wäscherei Anordnung des teilen gebrauchten Schalthebels sowie der Pedals. Zu beachten das breite Bremspedal, das von beiden Füssen bedient werden kann. YOU eingefahrenem, lockerem Motor noch eine Kleinigkeit'mehr herausholen. Auch in den unteren Gängen wurde die Drehzahl von 3400 T/min spielend tiberschritten; angesichts- der hohen Kolbengeschwindigkeit des langhubigen Motors aber sollen Drehzahlen für Versuche reserviert bleiben und gehören nicht in den täglichen Aufgabenkreis des Wagens. Der New Yorker verfügt ja bei bescheideneren Tourenzahlen über ein mehr als genügend grosses Mass an Temperament und Elastizität. Seine Maschine läuft trotz der hohen Leistung sehr geräuscharm und sehr fein; unter ca. 120 km/h hört man den Motor im Wageninnern im direkten Gang fast nicht. Nebenbei sei noch das Ergebnis der Eichung des Zählers kommentiert: Einer Minderanzeige bis gegen 115 km/h steht eine Mehranzeige von maximal 5 % bei der Höchstgeschwindigkeit entgegen. Eng mit der Fahrleistung ist der Treibstoffverbrauch verbunden. Die Messergebnisse deu* ten schon darauf hin, dass dieser grosse Chrysler einen bei hohen Tempis rasch zunehmenden Verbrauch aufweist. Dass man aber selbst mit einem Zweitonnenwagen mit 27 Steuer-PS auch mit 15 Liter auf 100 km auskommen kann, wenn man wirklich sorgfältig, voraussehend und vor allem langsam fährt, zeigt die Tafel. Ein gewisser Mehrverbrauch infolge des Kupplungsschlupfes dürfte durch den geringen Schaltbedarf weitgehend ausgeglichen werden. Allerdings steigt der Konsum nicht nur bei hohen Geschwindigkeiten (Stromform des Wagens nicht günstig, Hinterradschlupf, hohe Drehzahlen), sondern auch bei Benützung der vollen Beschleunigung mit Hilfe den bei gänzlichem raschen Niedertreten des Gaspedals betätigten Beschleunigerpumpe des Vergasers und ü'bennä«slger Verwendung »der unteren Gänge über

Nr. 25 - MITTWOCH 2. JltM 1948 AUTOMOBILREVUE 11 Die Beurteilung der Automobilvergasertreibstoffe Von Dr. H. Ruf, Abteilung für flüssige Treibstoffe und Heizöle an der EM PA, Zürich 3. Kälteverhalten and Wassertoleranz. In der Winterperiode, wo, wie bereits erwähnt, ein- ersatztreibstoffhaltiges Gemisch abgegeben wird, i6t ein Bleitetraäthylzusatz nicht unbedingt notwendig. Für solche Gemische ist dann aber eine andere Eigenschaft von grosser Bedeutung, nämlich das Kälteverhalten, resp. die Wassert o 1 er an z. Obwohl wasserfreier Ersatztreibstoff und Benzin bei normaler Zimmertemperatur mischbar sind, tritt beim Abkühlen solcher Gemische oder bei Wasserzutritt eine Schichtentrennung (Entmischung) auf (Abb. 4), Die spezifisch leichtere Oberschicht besteht dann vorwiegend aus Benzin, die spezifisch schwerere Unterschicht dagegen zum grössten Teil aus Ersatztreibstoff. Die Unterschicht ist als solche bei der dem Gemisch angepassten Vergasereinstellung als Treibstoff unbrauchbar; aber auch die Oberschicht eines entmischten Gemisches ist in diesem Zustand kein einwandfreier Treibstoff mehr, da die geringste weitere Temperaturerniedrigung eine neue Menge Unterschicht zur Abscheidung bringt. Der Beginn der Entmischung zeigt sich durch eine Trübung des Treibstoffes. Der Trübungspankt, d. h. die Temperatur, bei der beim Abkühlen beginnenden Entmischung zu beobachten n. (siehe « A.-R. » Nr. 24) Entmischung eines Benzingemisches durch Zutritt verstopfen können und ebenso von beigemischtem Wasser, oder, im Falle eines Ersatztreibstoffgemisches, von entmischter Unterschicht. Solche Verunreinigungen lassen sich meist 6chon von Auge leicht feststellen. Unter das Kapitel Verunreinigungen fällt auch die bei einem richtig raffinierten Treibstoff selbstverständliche Forderung auf Abwesenheit saurer Anteile. Nicht ganz so einfach festzustellen sind gelöste Verunreinigungen, die ihren Ursprung darin haben können, dass der Treibstoff Fremdsubstanzen (unbeständige Tankanstriche, Fett, Schmieröl etc.) gelöst hat, oder aber dass sich bei der Lagerung de6 Treibstoffes durch Alterung aus reaktionsfähigen, besondere ungesättigten Anteilen, durch Oxydation und Polymerisation sog. «Harz» gebildet hat. Solche Verunreinigungen bleiben beim Verdampfen des Treibstoffes zurück und können zur Verschmutzung des Vergasersystems und zum Undichtwerden bis zur Blockierung der Ventile führen. Man prüft auf Anwesenheit gelöster Verunreinigungen durch Abdampfen des Treibstoffes (Abb. 6). Der so erhaltene Abdampirückstand ist nicht nur mengenmässig von Bedeutung; auch die Art desselben ist wichtig, d. h. ob er z. B. öliger, von Wasser. (bei Zimmertemperatur ca. * 20 e C) H V« Vol. T. Obtrtchkhf i SS/u'e I.HJ . * ftl. T- Unterschicht : st/lt't t.Tis, tsti/%£ A». « i&l */. ää » : Entmischung IS Vol. T. * fot. T. Forttehreiten der Enhmischuna ." bei es Voi •/, H ṭ> Obtrtthkht i SG/io'C: 0.74t Unterschicht: tC/tt'C ' «.t