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E_1948_Zeitung_Nr.025

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RJ AUTOMOBIL-REVUE

RJ AUTOMOBIL-REVUE MITTWOCH 2. TONI 1948 - Nr. 25 bänden von Anfang an so auszubauen, das» eine vierspurige Tramstation mit genügend langen, Perronkanten erstellt werden könne, anderseits dahin, die Unterführung im Zuge des Bahnhofquais auf der Nordseite derart anzuordnen, dass Ein- und Ausfahrt verkehregerecht je auf die rechte Seite des Stra6senbahngeleises für die betreffende Fahrrichtung und des zugehörigen Inselperrons zu liegen kämen. Verlorene Jahre. Heute nun liegt das Projekt vor dem Gemeinderat, dem städtischen Parlament Zürichs. Es hat in der Zwischenzeit eine parlamentarische Geschichte erlebt, die zeigt, wie die Lösung von verkehrstechnisch-städtebaulichen Aufgaben verzögert, beeinträchtigt oder gar völlig in Frage gestellt werden kann, wenn an Stelle rein technischer und — sejbstverständilich! — finanzieller Ueberlegungen Das Projekt für den Leonhardsplatz in der neuen Fassung. An die Stelle der früheren zwei Haltestellengeleise sind nunmehr — abgesehen von der neuen Geleiseverbindung Limmatquai- Weinbergstrasse — vier Geleise mit ebensoviel Perronkanten getreten, womit die Aufnahmefähigkeit der Haltestelle sehr stark erhöht wird. Gleichzeitig konnten die freien Fahrbahnen um die Miltelinsel herum durchgehend auf 9 m verbreitert werden, so dass auch der allgemeine Fahrverkehr gegenüber der ersten Fassung eine beträchtliche Erleichterung erfährt. Erwägungen der Prestigepolitik eine Rolle spielen und eine auf ihrem engeren Fachgebiete unbestrittenermassen kompetente Persönlichkeit wie Stadtingenieur Steiner ihr Ohr allen Beiträgen verschliesst, die die Vertreter anderer Disziplinen, in diesem Falle der Verkehrstechnik im engeren Sinne und des Strassenbahnbetriebes, zur bestmöglichen Bewältigung der gestellten Probleme beizusteuern in der Lage wären. Und wenn auf Grund der gegenwärtigen Lage auch die Hoffnung berechtigt scheint, dass letzten Endes etwas Gutes entsteht, so ist doch schon 'bis heute ein höchst bedauerlicher Zeitverlust eingetreten. Im Januar 1947 legte der Stadtrat dem Gemeinderat zum ersten Male das hier zur Erörterung stehend« Projekt vor. Es war genau jenes, das Stadtingenieur Steiner im Sommer 1944 vor der Verkehrsliga entwickelt hatte. Zum Glück aber waobte der Gemeinderat aufmerksam über dem Schicksal der Vorlage. Seine Kommission weigerte sich, diese ohne einlässliche Prüfung vor das Plenum zu bringen. Sie bestand trotz den Ueberredungskünsten des Stadtingenieurs auf ihrem Rechte, das vom letzteren ausgearbeitete Projekt aus eigener Kompetenz kritisch unter die Lupe zu nehmen, mit dem Ergebnis, dass sich die Berechtigung unserer Warnunigen und. die Begründetheit unserer Gegenvorschläge herausstellte. Schliesslich blieb' dem Stadtrat nichts anderes übrig als das Projekt an das Tiefbauamt zurückzuweisen mit dem bestimmten Auftrag, es entsprechend umzuarbeiten. Fünfviertel Jahre nach jenem wenig erbaulichen Zwischenspiel liegt nun das Projekt des Tiefbauamtes neuerdings vor dem Gemeinderat. Aus unseren beiden Abbildungen, die die wichtigsten Teile des gesamten Planwerkes zeigen, geht die vorteilhafte Verbesserung der Vorlage deutlich hervor. Einerseits ist es gelungen, unter Abbruch von bloss zwei Häusern, auf dem Leonhardsplatz eine wenigstens einigermassen befriedigende Strassenbahnhaltestelle vorzusehen. Anderseits hat es sich, entgegen den seinerzeitigen kategorischen Erklärungen von Stadtingenieur Steiner ab möglich erwiesen, die Einfahrt in die Unterführung vom Landesmuseum her sogar ohne jeden Eingriff in das Aufnahmegebäude • des . Hauptbahnhofs viel zweckmässiger zu gestalten als in der ersten Vorlage. Alterund neue Bedenken. Nach dieser Umarbeitung des Projektes sollte man glauben, dass die Vorlage nunmehr vor dem städtischen Parlament bedingungslos Gnade fände. Wenn dem nicht so ist, so hat dies freilich seine Gründe. Wohl hat die Kommission das Geschäft diesmal an das Plenum des Rates weitergeleitet. Hier aber machten sich bereits in der Sitzung vom 19. Mai von verschiedenen Seiten eine ganze Reihe von Vorbehalten und Befürchtungen geltend. Besonders gewichtig sind zwei Argumente, die gegen die Unterführung im Bahnhofouai vorgebracht wurden. Das eine ist der Hinweis-auf die in der Tat höchst dringliche Fahrverbindung zwischen Sihlquai und Kaserhenstrasse in Gestalt einer Unterführung unter den Geleise- und Perronanlagen des Hauptbahnhofs, die als erstes Glied einer neuen Umfahrungsstrasse eine sehr erhebliche Entlastung' des Verkehrsnetzes zwischen Sihl nnd Limmat zur Folge hätte. Das zweite dieser Argumente aber ist die Befürchtung, dass die Erstellung einer Unterführung im Bahnhofquai alsbald dem vollständigen Ausbau einer durchgehenden Grossverkehrsstrasse auf dem linken Ufer der Limmat rufen könnte, womit die städtebaulich allerdings höchst schwierige Frage einer entsprechenden Verbindung Uraniabrücke—Weinplatz— Münsterhof neu aufgerollt wurde. Ernst zu nehmende Einwendungen erheben sich 6odann gegen die Umgestaltung von Bahnhofquai und Leonhardsplatz auch nach der modifizierten neuen Vorlage, Seit der letztjährigen Beratung des Planwerks ist im vergangenes Herbst das generelle Projekt für den Umbau des Zürcher Hauptbahnhofs erschienen, und so drängt sich nun auf einmal die Betrachtung dieser Angelegenheit in viel weiteren Rahmen auf. Damit aber gewinnt die Aufgabe, Bahnhofquai und Leonhardsplatz sowie die zwischen ihnen liegende Bahnhofbrücke auszubauen, einen ganz anderen Aspekt. E« ist nämlich mit Sicherheit zu erwarten, dass eine gründliche gegenseitige Abstimmung der beiden Riesenprojekte ganz neue-Lichter auf jede der-beiden Vorlagen werfen und die Möglichkeit schaffen wird, im Interesse der Stadt an den Plänen für Bahnhofquai und Bahnhofbrücke einerseits, Hauptbahnhof anderseits 6ehr entscheidende Verbesserungen anzubringen. Schwere Verantwortung. , Demnächst soll im Zürcher Gemeinderat die Vorentscheidung fallen, ob das Projekt in seiner In der letzten Nummer haben wir kurz die Abweisung des staatsrechtlichen Rekurses gemeldet, den einige St. Galler Motorfahrzeugbesitzer beim Bundesgericht gegen die vom dortigen Regierungsrat vorgenommene Erhöhung der Automobilsteuern eingereicht hatten, wobei wir feststellten, dass der negative Entscheid unseres obersten Gerichtshofes angesichts des Zustandekommens der kantonalen Verfassungsinitiative, welche die Steuerfestsetzung dem Regierumgsrat entziehen und in die Hand des Grossen Rates legen will, nicht allzuschwer ins Gewicht falle. Unser Bundesgerichtskorrespondent legt im nachstehenden Artikel resümierend die Motive dar, welche zur Abweisung der staatsrechtlichen Beschwerde geführt haben, "'" Red. Der Regierungsrat des Kts. St. Gallen hat durch Verordnung vom 12. Dezember 1947 die bisher im Kanton erhobenen Autogebühren um 20 % erhöht. Ein staatsrechtlicher Rekurs Grossenhacher und Konsorten hat diese Verordnung als verfassungswidrig angefochten. Das st. gallische Gesetz über das Strassenwesen bestimmt im Art. 116, Absatz 3: « Die nähern Bestimmungen über Anlage, Höhe und Bezug von Steuern und Gebühren werden vom Regierungsrat auf dem Verordnungswege {estgesetzt. » Auf Grund dieser Ermächtigung erliess der Regierungsrat nach dem Inkrafttreten des Motorfahrzeuggesetzes am 2. JanuaT 1933 seine Verordnung über die Autogebühren, deren Abänderung vom 12. Dezember 1947 Gegenstand des Rekurses ist. Das Bundesgericht konnte zunächst auf jenes Begehren der Beschwerde nicht eintreten, welches Art 116, Abs. 3, des kantonalen Strassengesetzes heutigen Gestalt dem Volk-zur Abstimmung vorgelegt oder zur Anpassung an das freilich erst im allerfrühesten Stadium der Behandlung stehende Projekt für den Hauptbahnhof nochmal* an die vorbereitenden Instanzen zurückgeleitet werden solL Jedenfalls herrschte am letzten Mittwoch im Gemeinderat eine sehr verzagte Stimmung, ja geradezu Ratlosigkeit. Die sachlichen Beanstandungen auch des heutigen Projektes sind so gewichtig, dass auch die Anhänger der heutigen Vorlage deren Annahme nur mit grossen Bedenken und eigentlichem Malaise empfehlen und ausdrücklich von dem notwendigen Kompromiss sprechen, am endlich mit der ganzen Angelegenheit zu einem Ziele zu kommen. Möge der Gemeinderat bei der Verabschiedung der Vorlage eine glückliche Hand haben! Seine Verantwortung vor der Zukunft ist 6ehr gross. Scheint ihm eine weitere Hinauszögerung der Verkehrssanierung dies- und jenseits der Bahnhofbrücke nicht möglich, so möge er immerhin überlegen, dass eine dem Projekt entsprechende Umgestaltung des Leonhardplatzes, der heute dringlichste Teil der Aufgabe, auch ohne gleichzeitigen Umbau des Bahnhofquais und der Bahnhofbrücke durchaus im Bereich der Möglichkeiten liegt, dass am linken Limmatufer aber noch genügend zeitlicher Spielraum vorhanden ist, um mit endgültigen Beschlüssen und Taten bis zur völligen Klärung der Dinge zuzuwarten! Videant Consules! H. W. Thommen. Die St. Galler Autosteuern verfassungswidrig erklären will. Die Rekursfrist zur Anfechtung dieses, Gesetzes begann seinerseit mit seiner Promulgation (amtlichen Bekanntgabe) und ist längst abgelaufen. Dagegen kann das Gericht die Verfassungsmässigkeit de6 Gesetzes als Vorfrage prüfen, wenn dessen Anwendung im Einzelfall angefochten wird. In Art 55 der St. Galler Verfassung ist zwar dem Grossen Rate die Zuständigkeit zur Ordnung und Beaufsichtigung der gesamten Landesverwaltung und zum Erlass der darauf bezüglichen Verfügungen zugewiesen; diese Behörde bestimmt namentlich die Amtsg"ebühren und Sportein und beschliesst nach jeweiligen Gesetzen und Verordnungen die Erhebung der erforderlichen Abgaben und Steuern. Dies sind aber nicht Gesetzgebung*-, sondern Verwaltungsbefugnisse, denn die Behörde ist an di« «jeweiligen Gesetze und Verordnungen» gebunden. Sie ist nicht zuständig zur Einführung von Gebühren, die nur durch Gesetz erfolgen kann. Die Grundlage für die Festsetzung von Autogebühren bietet das Strassengesetz, das die Befugniss hiezu dem Regierungsrat übertragen hat. Diese Delegation verletzt Art. 55 der Verfassung nicht, ebensowenig den in ihrem Art. 101 aufgestellten Grundsatz der Gewaltentrennung. Damit erweist sich der Antrag, die Gebührenverordnung vom 12. Dezember 1947 als verfassungswidrig aufzuheben, als unbegründet. Auf den Antrag, der Kanton habe die den Beschwerdeführern abgeforderten Mehrbeträge zurückzuzahlen, war nicht einzutreten, weil sich die Beschwerde nur gegen die Rechtsgültigkeit der angefochtenen Verordnung richten kann. Die staatsrechtliche Beschwerde wurde abgewiesen, soweit darauf einzutreten war. Wp. Die Bekämpfung verantwortungsloser Automobilisten Die Polizeidirektion des Kantons Bern schreibt: Unter diesem Titel ist in der Presse eine Verlautbarung der .1, Strafkammer des Obergerichts des Kantons Bern veröffentlicht worden, in welcher in abschätzender Weise die Massnahme der Polizeidirektion des Kantons Bern gegenüber einem verantwortungslosen Automobilisten kritisiert worden ist. 1 Im Falle S., der Gegenstand des erwähnten Artikels bildet, hat sich folgendes zugetragen: S. wurde am 4. Juni 1946 wegen Autofahrens in betrunkenem Zustande zur Anzeige gebracht und deswegen vom Richter mit Fr. 250.— gebüsst. In der Folge hat ihm die Polizeidirektion den Führerausweis für die Dauer eines Monats entzogen. Am 20. Oktober 1946 hat S. als Automobilführer einen schweren Unfall verursacht. Am gleichen Tag ist ihm durch die Polizei der Führerausweis abgenommen worden. Wegen dieses Unfalles ist er durch Urteil der Strafkammer des Obergerichts des Kantons Bern am 22. Mai 1947 zu 20 Tagen Gefängnis unbedingt verurteilt worden. Nach Durchführung des administrativen Verfahrens verfügte die Polizeidirektion des Kantons Bern am 30. Juli 1947 den dauernden Entzug des Führerausweises. Gegen diese Verfügung hat S. rekurriert. Er hat ungefähr zur gleichen Zeit auch an den Grossen Rat des Kantons Bern ein Gesuch um Erlass der Gefängnisstrafe eingereicht Die Behörde seiner Wohnsitzgemeinde hat im Begnadigungsverfahren (Aus dem Bundesgericht) mitgeteilt, dass S. sich seit dem Unfall vom Oktober 1946 Mühe geigeben habe, einen soliden Lebenswandel zu führen. Das Strafverfahren habe offenbar auf S. Eindruck gemacht. Dieses gute Zeugnis der Gemeindebehörde und die Empfehlungen vieler Mitbürger des S. hat natürlich auch 6ein Anwalt im Rekursverfahren gegen den Führerausweisentzug in die Waagschale geworfen. Ferner war auch bekannt, dass S. beabsichtige, einen Hausstand zu gründen, und davon erwartete man weitere günstige Beeinflussung. Gestützt auf diese Zeugnisse und mit Rücksicht darauf, dass S. als Metzgermeister auf das Führen eines Motorfahrzeuges angewiesen war, ist die Polizeidirektion dazu gekommen, ihm im Dezember 1947 nach 14monatiger Entzugsdauer den Führerausweis auf Zusehen hin und mit scharfer Warnung wieder abzugeben. Die Massnahme des Führerausweisentzuges soll ja nicht nur der Sicherung des Strassenverkehrs dienen, sondern auch erzieherische Wirkung haben. Letztere schien, gestützt auf das seitherige Verhalten des S., auf guten Wegen zu sein. Auch die Polizeidirektion hat die Pflicht, Existenzen zu erhalten und Fehlbaren Besserung zu ermöglichen, wenn sie sich selbst darum bemühen. Der Polizeidirektion wurde nach Aushändigung des Führerausweises zur Kenntnis gebracht, dass S. in der Altjahrswocha 1947 nach der Polizeistunde in einer Wirtschaft angetroffen worden sei, wobei er für die Heimfahrt sein Auto benutzte. Trotzdem Eine Rundfrage an die Leser der «A.-R.»: Wie sind Sie mit ihrem Nachkriegswagen zufrieden? Auf Seite 13 dieser Ausgabe sind die Bedingungen für ejn« Rundfrage wiedergegeben, die das Interesse aller Automobilisten und der Besitzer von Nachleriegswagen im Besonderen finden wird. bei diesem Anlas« Aagetrunkenheit weder festgestellt noch nachgewiesen werden konnte, hat es die Polizeidirektion nicht unterlassen, ihn nochmals nachdrücklich, wie dies schon bei der Wiederaushändigung des Führerausweises geschehen war, auf den Ernst der Situation aufmerksam zu machen und ihm den unwiderruflich dauernden Entzug des Führerausweises beim geringsten Vergehen gegen die Verkehrsvorschriften anzudrohen- S. hat von dieser Warnung Kenntnis genommen und schriftlich mitgeteilt, dass er, seit er wieder Auto fahren dürfe, keinen Alkohol mehr geniesse, sei es vor oder nach Mitternacht. In der Sitzung vom 12. Mai 1948 hat der Grosse Rat des Kantons Bern das Begnadigungsgesuch des S. gemäs6 Antrag des Regierungsrates abgewiesen. Am 13. Mai 1948 hat S. in W. einen schweren Verkehrsunfall verursacht, wobei sein Mitfahrer erheblich verletzt worden ist Offenbar war nach langer guter Führung dieser Rückfall ins alte Laster die allerdings falsche Reaktion auf den Entscheid des Grossen Rates. S. hat das in ihn gesetzte Vertrauen damit gröblich missbraucht und die Polizeidirektion schwer enttäuscht. Bevor der Präsident der I. Strafkammer des Obergerichtes des Kantons Bern die Polizeidirektion glaubte öffentlich auf diesen Fall aufmerksam machen zu müssen, ist S. in der Nacht vom 13. Mai 1948 der Führerausweis durch die Polizei abgenommen worden. S. wird ihn auch nie mehr zurückerhalten, soweit die kantonale Polizeidirektion zu entscheiden hat. Geschwindigkeitsbeschränkung in Murg, Unterterzen und Mols am Wallensee Der Gemeinderat deT politischen Gemeinde Quarten ersucht uns um Aufnahme folgender Zuschrift: Leider war es nicht möglich, die Wallenseetalstrasse auf dem Gebiete der politischen Gemeinde Quarten durchgehend neu anzulegen. Mit Genugtuung wird der Automobilist konstatieren, dass die Baufrage ausserorts sehr glücklich gelöst ist, dass aber die Innerortsverhältn i s s e beim heutigen Verkehr mit Motorfahrzeugen unhaltbar geworden sind. Für diesen Verkehr sei nur das eine Beispiel erwähnt: Vom Karfreitagmorgen bis am Ostermontagabend wurden in beiden Ricatungen über 10000 Motorfahrzeuge gezählt. Die heutigen Strassenverhältnisse durch die Ortschaften Murg, Unterterzen und Mok bedeuten für den Autoverkehr unbedingt eine grosse Gefahr; Beweis hiefür sind die vielen Unfälle und Zusammenstösse von Motorfahrzeugen. Diese Gefahr besteht aber ebensosehr für Fussgänger und Velofahrer. Das gab dem Gemeinderat Veranlassung, die Geschwindigkeit für Motorfahrzeuge auf 30 km/h herabzusetzen, was dem vorsichtigen Fahrzeuglenker nur recht sein kann. Hinter dieser Massnahme dürfen absolut keine Gründe gesucht werden, die in schikanöser Art gegen den Automobilverkehr gerichtet sind; ausschlaggebend war einzig und allein die Rücksichtnahme auf die allgemeine Sicherheit. Die Verfügung fand denn auch die obrigkeitliche Genehmigung. Der Zweck dieser Einsendung liegt darin, die Automobilisten auf die Gründe aufmerksam zu machen, die zu dieser einschränkenden Massnahme geführt haben, in der Erwartung, dass diese Geschwindigkeiten von allen Motorfahrzeugen eingehalten werden können und um zu vermeiden, dass sich Verzeigungen häufen müssen. Dem Gemeinderat liegt materiell nichts an diesen Straffällen, zumal ja die Bussen nicht in die • Gemeindekasse fallen. Unsere Behörde wünscht im Gegenteil ein gutes Einvernehmen mit den Automobilisten beizubehalten und hofft damit auch auf die Respektierung der verlangten Geschwindigkeiten. (Zweifellos ist der Gemeinderat von Ouarten befugt, für das Durchfahren der m seiner Einsendung erwähnten Ortschaften Geschwindigkeitsbeschränkungen aufzustellen. Art. 3, AI. 3, des MFG ermächtigt ihn dazu unter der Voraussetzung, dass eine solche Regelung die Genehmigung der kantonalen Behörde findet. Sie ist im vorliegenden Falle erteilt worden, so dass sich rechtlich keine Einwendungen gegen die Einführung einer Geschwindigkeitslimite erheben lassen. Schon in seinem eigenen Interesse wird sich hier der Fahrer an die vorgeschriebenen Maxima halten. Im übrigen nehmen wir den. Gemeinderat Ouarten bei seinem Wort, er werde die Geschwindigkeitsbeschränkungen nicht schikanös handhaben oder sie gar als Quelle eines einträglichen Bussenbetriebs benützen. Wenn schliesslich der Grund dieser Massnahme darin Hegt, dass die Walenseestrasse auf den Innerortsstrecken der drei genannten Ortschaften noch nicht ausgebaut ist. dann darf — und der Gemeinderat Ouarten stellt das auch in Aussicht — nach Vollendung dieser Arbeiten nicht gezögert werden, die jetzt erlassene Geschwindigkeitsvorschrift sofort wieder aufzuheben. Red.) .,

Nr. 2a - MITTWOCH 2. JUNI Izweiter Barpxeis von Fr 250.—, bei sechs klassierten ein dritter von Fr. 150.— ausgerichtet. Weitere klassierte Fahrer erhalten ausschliesslich Barpreise. Off iztell es Train ing : 1. Juli 14.45—16.15 und 2. Juli 13.00—14.00 Uhr. Jeder Fahrer hat wenigstens 10 Pflichtründen, wovon 5 in ununterbrochener Reihenfolge, zu absolvieren. Auf Grund der Trainingszeiten, der Fahrweise und der Renndisaplin entscheidet die Rennleitung in Verbindung mit den anwese'nden Sportkommissären des ACS über die endgültige Zulassung zum Rennen. Der Start izum Preis vom ßremgarten ist auf SamStag, den-3. Juli, 16.25 Uhr, angesetzt. Anmeldungen sind an das Rennsekretariat in Bern, Köchergasse 4, zu richten. Die Nennfrist-füralle drei Rennen läuft am 7 Juni ab. Basel Genf Meilen Genf Zollikon St. Gallen Chaux-de-Fonds Italien Italien Basel Neuenburg Zürich Unterseen Spiez 1501—2000 cem Bern Uster Wil Bern England Zürich Zürich 3001—3000 ccm Küsnacht Lausanne Riehen Bern Bern Ueber 3000 ccm Orselina Basel England England England England Kerzers Kiggisberg MG K 1250 MG 1250 MG 1250 MG 1250 BMW 1490 MG K 1250 MG K 1250 Maserati 1500 Lancia 1500 MG 1250 MG K 1250 MG 1250 BMW 147? MG K 1250 BMW 1971 BMW 1971 BMW 1971 BMW 1971 Frazer-Nash 1971 BMW 1971 BMW 1971 Alfa Romeo 2443 Alfa Romeo 2500 Alfa Romeo K 2300 Alfa Romeo K 2?05 Alfa Romeo K 2?05 Bugatti K 3300 Auburn K 4500 Allard. 3917 AMard K 3917 Allard 3917 Allard 3917 Mercedes K 7020 SS-Jaguar 3485 Kleinerer Wendekreis Bessere Rundsicht Wüst Walter Fischer Rudolf Stuck Hans de Sauge Raymond Branca Anton Plate Enrico Romseyer Ernest Kaufmann Hans de Graffenried Emm. Braeco.Giovanni Poriqni.Freäerico Bucci Ctemar Rennwagen >is 1100 ccm Zürich Zürich Oesterreich Frankreich 1101—1500 ccm Siders Italien Genf Zürich Freiburß 1501—2000 ccm Italien Italien Argentinien Cisitalia 1089 Simca-Gordini 1089 Cisitalia 1089 Cisitaiia 1089 Maserati K 1498 Maserati K 1498 Maserati K 1498 Maserati K 1498 Maserati K 1500 Maserati 1600 Plate Spez. 1750 BMW Spez. K 1980 Ueber 2000 ecm Hutchison Kenneth England Alfa Romeo K 2904 neuen. Glrardin Albert Geschlossenes Militärrennen 1501—2000 ecm Hptm. Bonnwart Heinz Thun 2001—3000 ccm Motf. Frieden Eduard Neuenburg Motf. Seitz Pierre Les Brenets Pzwf. Eckenfels O. Four. Bloch Rene Moj. Tissot Frederie Kpl. Wahlen Peter Iis 1100 ccm Chaux-de-Fonds Fiat 1089 Ueber 3000 ccm Chaux-de-Fonds Chaux-de-Fonds Leysin Bern Citroen 1911 Jeep 2199 Alfa Romeo 2443 Ford 3621 SS-Jaguar 3485 Talbot-Lago 4482 Packard 5228 Di* Klassenbestzeiten des Jahres 1939 (länge der Strecke: 9» km TOURENWAGE Zeit km/h 1100 ccm: Stich [Fiat) 7:26,1 79,085 1500 ccm: Mergy (Lancia) 7:30,3 78,347 2000 ccm i Baehler (Citroen) 7:46,0 75,708 3000 ccm: Weber H. (Bugatti) 7:19,6 80,254 5000 ccmi de Montfort (Bugatti) 6:48,6 86,343 Croquis der Vue des Alpes-Bergsfrecke. Länge 9,6 km, Höhendifferenz 615 m, durchschnittliche Steigung 6,4%, maximale 10%. Start beim Schulhaus in Valangin, Ziel IS) m vor der Passhöhe. für die schweizerische Automobilmeisterschaff 1948 zählt und ausserdem im internationalen Terminkalender figuriert. Die ausländische Besetzung ist mit derjenigen von Rheineck vor vierzehn Tagen weitgehend identisch, während unter den einheimischen Fahrern das welsche Element naturgemäss stärker dominiert als im ersten Bergrennen der Saison. Was die Strecke anbetrifft, deren Länge vor neun Jahren 9,8 km betrug, so erwies es sich heuer aus Sicherheitsgründen nötig, das Ziel um 200 m zurückzunehmen; die über die Distanz von 9,6 km erreichten Klassenbestzeiten werden somit ohne Ausnahme als Rekorde gelten. Generalvertreter für die Schweiz: Fratelli Ambrosoli, St.-Peter-Strasse 11, Zürich, Tel. (051) 23 96 33 Regional-Vertreteri Aarau Zeughaus-Garage AG., Rohrerstrasse 29 Aseona Garage Koenig Basel Keller AG., Autotransport und Garage Margarethenstrasse 79 Bern Spiegl & Waber, G.m.b.H., Breitenrainstrasse 87 Flums (St. G.) Humbert Joly, Automobile Freiburg Piller & Fils, avenue de Perolles 15 Genf Fratelli Ambrosoli 8. Co., automobiles, pi. Metropole 2 Davos-Platz Gebr. 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R E N N W A G E N 1500 ecm: Mancpain (Maserati) 5:55,? 99,128 2000 ccm: Christen (Maserati) 5:59,) 98,245 3000 ccm: Noverraz (Bugatti) 6:08,0 95,869 Wimille fahrt wieder für Alfa Romeo Jean-Pierre Wimille, der im Grossen Preis von Belgien 1947 das letzte Rennen för Alfa Romeo bestritt, wird an' den bevorstehenden «grandes epreuves >, nämlich im Grossen Preis von Europa in Bern, von Frankreich in Reims und von Italien in Turin neuerdings als Mitglied der Alfa-Romeo- Werkmannschaft starten, die sich im übrigen aus Varzi, Trössi und Sanesi zusammensetzt. Sport siehe auch Seite' 5