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E_1948_Zeitung_Nr.041

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^VNGIMD Lugano

^VNGIMD Lugano Belllnzona Grandiose Bewährungsprobe in der Schweizer ßerawelt Als die Standard-Werke sich enfschlössen, ab Miffe 1948 sfatt der bisherigen Standard-Modelle nur noch einen einzigen, gänzlich neuen Wagentyp herzustellen, setzten sie sich gleichzeitig die Verwirklichung eines alten Aufomobilistentraumes zum Ziel: nämlich die Verschmelzung aller Vorzüge der europäischen und der amerikanischen Konstruktionsweise in einem Fahrzeug. Jahrelange Vorarbeiten und der Einsatz gewaltiger Mittel waren zur Lösung dieser Aufgabe erforderlich. Im Standard- VANGUARD ist sie gelöst! Darin liegt die Erklärung für die begeisterte Aufnahme, die diesem Wagen seit seinem ersten 'Erscheinen im Frühling 1948 überall zuteil wurde. Jeder Besucher des Genfer Automobilsalons wird sich erinnern, welche Sensation der Sfandard-VANGUARD dort auslöste. Ohne eine einzige Probefahrt und ohne die Möglichkeit sofortiger Lieferung, allein dank der einleuchtenden Konstruktion und der äußeren Vorzüge des Wagens, konnten in Genf mehrere hunderf Bestellungen entgegengenommen werden — ein in den Annalen des Automobilsalons wohl beispielloser Vertrauenserfolg! — Damals reifte bei den Standard-Werken und ihrer schweizerischen Generalvertretung der Plan, dieses Vertrauen durch einen einzigartigen Leistungsbeweis zu rechtfertigen. Der erste hier eintreffende Standard-VANGUARD aus Serienproduktion sollte in einer schonungslosen Parforcefahrt einer unbestechlichen und für jeden Automobilisten maßgebenden Jury — nämlich den Schweizer Alpen! — vorgeführt werden. Um dieser Bewährungsprobe zum vornherein internationale Gültigkeit zu sichern, wurde ihre Durchführung zwei neutralen Instanzen anvertraut, die als Vorkämpfer des Automobilismus allgemeines Ansehen geniefyen: die „Automobil-Revue" übernahm die Organisation des Versuches, der Automobil-Club der Schweiz seine Ueberwachung. — Geplant war, in einer Dauerfahrt bei Tag und bei Nacht innerhalb von fünf Tagen im Alpengebief 5000 km mit 60 Pafjüberquerungen zurückzulegen, was unter Einrechnung der nötigen Zwischenhalte für Mannschaffsaustäusch, Treibstoffersatz, Reifenwechsel, Servicearbeifen usw. eine durchschnittliche Fahrgeschwindigkeit von ca. 47 km/Std. ergeben hätte. So war es geplant — aber der Versuchsleiter und die meisten Teilnehmer beurfeilfen die Aussichten zur Bewältigung des hochgesteckten Pensums innert der angesetzten Zeitspanne ziemlich skeptisch, was jeder mit dem Gelände vertraute Aufomobffisf verstehen wird. Um indessen das Versuchsergebnis in seiner Quintessenz vorwegzunehmen: der Standard-VANGUARD hat die beispiellos harte Dauerprüfung nicht nur reibungslos und störungsfrei bestanden, sondern die vorgesehenen Höchstleistungen in allen Teilen überboten! — Gestartet wurde am 11. Juli 1948 um 14 Uhr am Basisort Andermatf mit einem eben eingefahrenen, in jeder Beziehung katalogmähig ausgerüsteten und eingestellten Serienwagen. Die Besatzung umfahte abwechslungsweise zwei bis vier Personen, darunter ständig einen technischen Kommissär des A. C. S. Am 16. Juli um 10 Uhr (also vier Stunden vor Ablauf der angesetzten Zeit!) wurde die Versuchsfahrt in Andermaft beendigt. Statt der in Aussicht genommenen 5000 km und 60 Pässe waren 5120 km und 78 Pahfahrten bewältigt worden! Ueberquert wurden: Goffhard 16mal, Oberalp 13ma1, Furka 8mal, Grimsel 7mal, Monte Ceneri 6mal, Julfer und San Bernardino je 5mal, Lukmanier 4mal, Susten und Klausen je 3mal, Flüela, Albula und Brünig je 2mal, Maloja und Splügen je 1mal — das alles nebst beträchtlichen Talstrecken bei überwiegend schlechtem Wetter (Nebel, Regen, Schneestürmen) und teilweise sehr üblen Strafjenverhältnissen in einer reinen Fahrzeit von 102V2 Stunden! Die überwundene Höhendifferenz (Steigung und Gefälle) betrug total 171 846 m = 50mal Zürich - Gotthard, die erreichte Durchschnittsgeschwindigkeit 50 km/Std. Was das für einen ausgesprochenen Familien- und Gebrauchswagen bedeutet, wird durch folgende bezeichnende Episode beleuchtet: Unterwegs begegnete das Versuchsfahrzeuq den Teilnehmern der französischen Alpenfahrt (mehrheitlich Sportwagen). Dabei wurde festgestellt, dah diese in den Bergen eine niedrigere Durchschnittsgeschwindigkeit erzielten als der Sfandard-VANGUARD! — Ebenso phantastisch wie die Leistungen muten die übrigen Ergebnisse dieser Versuchsfahrt an. Der Wagen wurde bei einem Minimum an UnterhärTsärbeifen (eine Chassisschmierung, ein Oelwechsel) rücksichtslos strapaziert und hat die ganze Prüfunq, die einer mehrfachen Strecke bei normaler Fahrweise gleichzusetzen ist, völlig unversehrt überstanden. Der Benzinverbrauch betrug weniger als 14 Liter pro 100 km — im Hinblick auf die befahrenen Strecken und das ständige Vollgasfahren ein schier unglaubliches Resultat! Kühlwasser wurde während der ganzen Fahrt keines nachgefüllt; der bei Priifungsabschluf} festgestellte Wasserverlusf belief sich auf ganze 1,75 Liter. Trotz fortwährender Ueberbeanspruchung der Bremsen fielen die bei Versuchsende angestellten Bremsproben glänzend aus. Für die hervorragende Bergfauglichkeit des Sfandard-VANGUARD spricht schon die Tatsache, dafj der erste Gang im Verlaufe der ganzen Fahrt nur einmal — am Splügen — beansprucht werden mufjfe. Auch in bezug auf Strafen- und Lenksicherheit, Wendigkeit und Fahrkomfort hat der Standard- VANGUARD während dieser Dauerfahrt alles, was seine revolutionäre Bauart erwarten lie^, mehr als gehalfen. Sämtliche Prüfungsfeilnehmer — durchwegs Automobilfachleute von Ruf — waren von den Ergebnissen ehrlich begeistert. Ein ausführlicher, sachlich und neufral abgefaßter Bericht des Versuchsleifers ist am 8. September 1948 in der „Automobil-Revue" erschienen. Separatabzüge dieses überaus fesselnden Tatsachenberichtes sind bei den untenstehenden Sfandard-VANGUARD-Vertretungen erhältlich. Alle Vorzüge des Europäers - alle Finessen des Amerikaners - in einem Guß! Sedan 5/6plätzig, viertürig; obengesteuerter Vierzylindermotor, 11 Steuer-PS, 69 Brems-PS, Leistungsgewicht 17 kg/PS, Maximalgeschwindigkeit 130 km/Std., Benzinverbrauch normal 10 bis 11 !; Fr. 10950- Dreiganggetriebe, alle Vorwärisgänge synchronisiert, Lenkradschaltung; hydraulische Vierradbremsen; luxuriöse Innenausstattung in amerikanischem Stil, geräumiges Kofferabteil. NEUE AMAG AG. ZÜRICH TELEPHON (051) 241620 AARAU Willi Graber AIROLO Ellore Brasi ALPNACH-OORF P. Fisc ALTDORF Franz Gisler AROSA Martin Schmid ARTH am See OHo Wilc: 3ASEL ASAG Auloservic 3ALLWIL R. Salzmann 3ELLINZONA L. Mane. 9IASCA G. Bizzini HEL Emil Diener •»UCHS/SG E Kuhn 3ULLE Georges Müller »CHAUX-DE-FONDS H. Such CHIASSO A. Pianta OAVOS Garage Durst BNAT-KAPPEL E. HarlmEr "REIBURG A. Gendre GENF Ch. Holler & Fils GRENCHEN H. Fasler KREUZUNGEN E. Lang LANDQUART Senn & Weibel LAUSANNE Garag« de Mousc.. -OCARNO E. Tognetti LUZERN Bühlmann AG. LUGANO Chambaz & Stern NEUENBURG Pallhey & FiI • NIEDERURNEN Kasp. 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AUTOMOBIL REVUE Nr. 41 — II. BLATT BERN, 22. SEPTEMBER 1948 STABILIMENTI FARINA. Saubere und luxuriöse Detailarbeit am Cabriolet auf dem Cisitalia 1,1 Liter BILDBERICHT DER