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E_1948_Zeitung_Nr.044

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22 AUTOMOBIL REVUE

22 AUTOMOBIL REVUE SHTTWOCH, 13. OKTOBER 1948 - Nr. 44 SIM- UND NOVA-PRODUKTE Spezialitäten * Revidieren von Bau-, Automobil-, Lastwagen-, Diesel-, Motorrad-, Renn-, Flug-, Schiffs- und stat. Motoren Bei Verstopfuna lockern die Kräuter-Tabletten Helvesan-l den Stuhl auf. verbessern die Darmarbeit und erzieleD eine leichtere Darm-Entleerung. Da die KUR-Dosis je nach Bedarf so verstärkt werden kann, bis es hilft, fühlen Sie sich frei und wohl. Die KUR setzt sich zusammen aus Schachteln ä Fr. 3.50. Intime Probleme Die Frage der inneren Hygiene segen Frauenleiden löst man. indem man seine gewöhnhVhen Bäder in Helvesan-Kräuter-Bäder Nr. 5 verwandelt, die sehr wirksam durch Kräuter-Essenzen helfen, leicht schäumen, die Zirkulation beleben, die Zellen stärken, anregen, straffen und widerstandsfähiger machen. Hier die weiteren Helvesan - Kräuter-Bäder zu Fr 3.75. 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Gicht Helvesan-2 Korpulenz, zur Entfettung Helvesan-3 Nervöse Magenbeschwerden Helvesan-4 Nervöse Herz- u. Nervenbeschwerden He!ves3n-5 Hoher Blutdruck, Arterienverkalkung Helvesan-6 Menstruationsbeschwerden Helvesan-7 Wechseljahrbeschwerden Helvesan-8 Ekzeme heilbar Helvesan-9 Blasen- u. Nieren- Leiden HeIvesan-10 Leber- u. Gallen- Leiden Helvesan-11 Generalrevision Sirup Fr. 3.75, Kur 7.— Manen-Störungen behebt das Rezept: Auf 1—3 Würfelzucker reichlich Kräuter-Hausgeist träufeln und einnehmen, schon ist's besser! Für auswärts Reisepackung Fr. 1.75. daheim die verbilligte Kur Fr. 10.75. Gut gegen die wurmplage bei Kindern: Vermocur- Bei Erwachsenen: Vermocur-Tabl. Fr. 2.75. Kur Fr. 8.25. Bei Ihrem Apotheker er- hältlich, wo nicht, direkt durch das Depot: Lindenhof-Apotheke, Rennweg 46, Zürich 1, unter Bezugnahme auf die Empfehlung « Automobil-Revue ». Prompter Postversand. bestes USA.-.'abrikal individuell angepasst, dauerhaft und kurzfristig lieferbar. 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AUTOMOBIL REVUE Nr. 44 — IV. BLATT BERN, 13. OKTOBER 1948 Der provisorische Umbau des Bahnhofplatzes in Bern Anlässlich der Generalversammlung der Sektion Bern des ACS referierte Polizeikommissär K. Kessi über den neuesten Stand in der Frage des provisorischen Umbaues des Bahnhofplatzes in Bern. Bereits hat die Auflage der von Mal zu Mal mehr oder weniger verbesserten Studien für die vorläufige Umgestaltung dieser dem stadtbernischen Verkehr nicht mehr genügenden Anlage eine stattliche Zahl erreicht. Zugegeben, eine befriedigende Lösung dieses heiklen Problems ist ausserordentlich schwierig, und sie will erdauert sein. Aber die heute bestehende Ausgangssituation mit der fehlenden Verkehrslenkung, in der ein jeder fahren kann, wie er will und überdies keiner weiss, wie der andere fährt, mit den 37 Kreuzungsmöglichkeiten, den PTT-Fahrzeugen, welche die Zu- und Wegfahrt zum Parkplatz Transit versperren und ständig den Verkehr behindern, mit dem für den Zweirichtungsverkehr zu engen Raum vor dem Hotel « Schweizerhof •, mit der ungünstigen Einfahrt in die Spitalgasse beim PKZ Richtung stadtabwärts ist derart, dass der Referent auf eine möglichst rasche Lösung hofft, welche einigermassen vernünftige Verhältnisse auf diesem Platz bringt. Den neuralgischen Punkt des ganzen Problems aber bildet die Solothurn — Zollikofen — Bern - Bahn (SZB). Eine wirkliche Lösung wird hier erst der definitive Umbau des Bahnhofes Bern und der Einbezug dieser Bahn in das Bahnhofareal bringen. Bis es jedoch so weit ist, dürfte noch viel Wasser die Aare hinunterfliessen. Man hat sich vorderhand mit der durch die Bahn geschaffenen Situation abzufinden; denn neben den rein verkehrstechnischen darf man auch wirtschaftliche und juristische Gesichtspunkte nicht ausser acht lassen. Die SZB ist durch Bundeskonzession zur Einfahrt vor den Personenbahnhof Bern (Bahnhof- platz) berechtigt. Die Einfahrt in das Gebiet der Einwohnergemeinde Bern oder auf den Bahnhof - platz kann verhindert werden durch teilweisen Entzug der Konzession, eine Massnahme, die dem Ermessen der Bundesbehörden anheimgestellt bleibt. Wird sie ergriffen, so löst dies die Entschädigungspflicht der Einwohnergemeinde Bern aus. Ein Konzessionsentzug könnte dann erfolgen, wenn das Öffentliche Interesse es verlangt, indem die Stadt Bern z. B. geltend machen würde, die Verhältnisse auf dem Bahnhofplatz, im Bollwerk, in der Tiefenaustrasse seien durch die Einfahrt der SZB unhaltbar geworden, die Strassenzüge seien durch den Verkehr überlastet und die Sanierung der Verkehrsverhältnisse erfordere die Entfernung der Bahn aus dem öffentlichen Boden; zum mindesten müsse die Bahn aus dem Bahnhofplatz verschwinden. Den gegenteiligen Standpunkt auf Beibehaltung der Bahn würden wahrscheinlich die übrigen an der Bahnlinie gelegenen Gemeinden einnehmen, wobei die Schaffung eines möglichst günstigen Ersatzes und die Liquidierung des finanziellen Problemes die Haltung der Verkehrsinteressenten und der Kantone Bern und Solothurn bestimmen würden. Die Bundesbehörden hätten abzuwägen, ob das öffentliche Interesse der Gemeinde Bern gegenüber den Interessen der anderen Gruppen es rechtfertigt, der SZB die Konzession teilweise zu entziehen und die Bahnanlage aus dem Gebiet der Gemeinde Bern ganz oder teilweise zu beseitigen. Ein Blick in das statistische Jahrbuch der Stadt Bern mag zeigen, welchen Wirtschaftsfaktor die SZB heute für die Stadt Bern darstellt: Auf der Station Bern wurden im Jahre 1946 verkauft: Bil- Abonnelette mente Gürbethal—Bern—Schwarzenburg-Bahn 101 169 1939 Bern—Neuenburg-Bahn 140 718 6110 Solothurn—Zollikofen—Bern- Bahn 226 430 6450 Weiter ist darauf hinzuweisen, dass die Bahn monatlich ca. 120 000—200 000 kg Milch und Rahm nach Bern transportiert. Dazu kommen Gemüse und andere Nahrungsmittel. Diese wenigen Hinweise mögen genügen, um darzutun, wie wichtig diese Bahn heute für die Stadt Bern ist und wie hoch sich eine Entschädigung belaufen müsste, falls überhaupt die Bundesbehörden — was unwahrscheinlich ist — einem teilweisen Konzessionsentzug zustimmen würden. Es gilt daher eine Lösung mit der Bahn in der heutigen Form zu suchen. Bei eingehender Prüfung weisen jedoch alle vom Stadtplanungsamt ausgearbeiteten Varianten eine ganze Reihe von Mängeln auf. Alle Varianten hier zu erörtern, würde zu weit führen. Teilweise ist dies übrigens früher geschehen in einem längeren Aufsatz aus der Feder von H.W. Thommen (vgl. « AR » Nr. 21 und 22 vom 7. und 14. Mai 1947;. Das gegenwärtig letzte Projekt geht auf eine Anregung der städtischen Verkehrsbetriebe zurück, die Geleise der SZB zu verlegen. Zuerst stiess das Projekt der Kosten wegen auf wenig Gegenliebe. Es zeigte sich jedoch bald, dass dadurch andere Einsparungen möglich wurden; insbesondere erübrigt sich eine Verlegung des Stationsgebäudes. Das Hauptgewicht des aus der nebenstehenden Skizze ersichtlichen neuesten Projektes, das jetzt bei der Stadtausbaukommission zur Begutachtung liegt, liegt auf der Geleise- und Weichenverlegung nach Norden bis in die Einfahrt des Bollwerks. Damit erreicht man, dass die Bahn nicht mehr in der Durchfahrt zwischen Heiliggeistkirche und Bahnhofplatz-Insel anhält. Nur noch während des jeweilen sehr kurze Zeit dauernden Manövrierens des Triebwagens der SZB wird dieser Durchlass für den Verkehr gesperrt, ein Nachteil, den die massgebenden Behörden für durchaus tragbar erachten. Ausserdem gelingt es. damit, die Insel und deren Form zweckmässiger zu gestalten. Einesteils erzielt man dadurch eine klare Verkehrsführung, andernteils « saugt» die Insel gewissermassen den gesamten Bahnverkehr auf dem Bahnhofplatz (SZB und Tram) auf und schliesst ihn gegen den übrigen Strassenverkehr auf diesem Platze ab. Tram- und SZB-Verkehr einerseits und übriger Strassenverkehr anderseits sollen sich dadurch nicht mehr stören. Die Gestaltung der Insel ermöglicht die Einführung des absoluten Rechtsverkehrs, wobei der Verkehrsstrom aus Richtung Bubenbergplatz um die Heiliggeistkirche herumgeleitet wird und dem Hotel « Schweizerhof » entlang in Richtung Bollwerk verläuft. Oestlich der Heiliggeistkirche soll der Einbahnverkehr in Richtung von Süden nach Norden fliessen (heute Nord—Süd). Mit der Neugestaltung des Bahnhofplatzes ist überdies eine Neuregelung des Verkehrs bis ins untere Bollwerk organisch verbunden. So wird der Einbahnverkehr in der Genfergasse ebenfalls umgekehrt. Die heute vor der Hauptpost bestehende Tramhaltestelle wird einige Meter bollwerkabwärts• verlegt (in nördlicher Richtung), durch die Anlage von Fussgängerschutzinseln ausgebaut und gegen den Fahrzeugverkehr besser geschützt. Vom Bahnhofplatz gehen drei Autobuslinien aus: Wyler (W), Lorraine (L) und Felsenau— Bremgarten (FB). Die die grösste Frequenz aufweisende Wylerlinie erhält ihre Haltestelle zwischen Heiliggeistkirche und Bahnhofinsel (W), während die beiden anderen Linien ihren Ausgangspunkt an der Ostseite des Platzes besitzen (Ii und FB). Während die Linie L ebenfalls hier endet, hat die frequenzschwache Linie FB ihren Endpunkt auf der Westseite des Platzes vor dem Bahnhof (Supl.). Zwischen Ankunft und Abfahrt werden die Fahrzeuge an einem vom Bahnhofplatz räumlich getrennten Platz abgestellt, um den Verkehr hier nicht mehr als absolut notwendig zu belasten. Die Fussgängerf ührung passt sich bis zu einem gewissen Grad den natürlichen Fussgängerwegen an (siehe die eingezeichneten Fussgängerstreif en). Und die Parkierungsfrage. Ein besonderes Problem bilden die Fahrzeuge der PTT. Für sie muss vermehrter Abstellraum geschaffen werden. Er wurde « gefunden » im Bollwerk und vor dem Hauptpostgebäude durch Verschmälerung der dort sehr breiten Trottoirs (PTT). Erleidet der zur Verfügung stehende Parkplatz für die Privatfahrzeuge (P) durch die Neugestaltung des Platzes eine gewisse Einbusse, so ist ein teilweiser Ersatz dafür in der Aarbergergasse gegenüber der Hauptpost vorgesehen, wo durch eine bedeutende Reduktion der dortigen Trottoirbreite die Möglichkeit zum Senkrechtparkieren geschaffen werden soll. Die Taxistände (T) kommen vor den Hauptbahnhof und in den Raum zwischen Hauptbahnhof und Transitgebäude zu liegen. Dazu erfordert die Aufstellung von Reservewagen allerdings noch einen beschränkten Raum auch auf der Ostseite des Platzes. Die konsequente Lösung des Bahnhofplatzproblems bedingt die Beseitigung der erhöhten Terrasse auf der Nordseite der Heiliggeistkirche. Gegen diesen Eingriff erheben allerdings Stadtbaumeister und Kirchgemeinderat Einspruch, weil die Terrasse organisch zur Kirche gehöre. Ihre Entfernung würde als Verunstaltung eines historischen Werkes empfunden. Geschichtlich lässt sich jedoch der Nachweis erbringen, dass beim Bau dieser Kirche (als Kirche des Burgerspitals) in den Jahren 1726—1729 eine solche Terrasse weder vorgesehen war noch ausgeführt wurde. Erst ca. 100 Jahre später wurde sie bei der Umgestaltung des Bahnhofplatzes als Niveauausgleich angefügt. Guter Wille könnte aber sicherlich Mittel und Wege für eine gefälligere und den dringend benötigten Verkehrsraum weniger beanspruchende Lösung zum Ausgleich der Niveaudifferenz finden. seh. Die umstrittenen Sealed-Beam-Scheinwerfer Angesichts der heftigen Opposition, auf welche die Verfügung des Eidg. Justiz- und Polizeidepartementes vom 16. August 1948 stiess, wonach ab kommendem Neujahr neu in den Verkehr gelangende Fahrzeuge nicht mehr mit amerikanischen Scheinwerfern ausgerüstet sein dürfen, während an bereits zirkulierenden Wagen diese Beleuchtungseinrichtungen bis Ende 1949 durch solche zu ersetzen sind, die den Bestimmungen des MFG entsprechen, hat das erwähnte Departement auf den letzten Mittwoch alle an dieser Frage interessierten Kreise zu einer Aussprache nach Bern eingeladen, bei der an Stelle des gesundheitlich verhinderten Chefs der Polizeiabteilung, Dr. Rothmund, der Adjunkt dieser Abteilung, Dr. R. Jezler, den Vorsitz führte. Loste auch die Bereitschaft der Behörden, den Vertretern aller interessierten Verbände und Organisationen Gelegenheit zur Darlegung ihres Standpunktes zu geben, allgemein Genugtuung aus,'so fiel doch gleich zu Beginn der Konferenz mit Recht die Bemerkung, dass dieser Meinungsaustausch zweifellos wertvoller und nützlicher gewesen wäre, wenn man ihn vor Erlass der umstrittenen Verfügung in die Wege geleitet hätte. Man macht sich denn auch kaum einer Uebertreibung schuldig, wenn man die Auffassung vertritt, die Taktik des « fait accompli » habe zu einer gewissen Versteifung der Fronten, wie sie in den Berner Diskussionsvoten zum Ausdruck kam, nicht wenig beigetragen. Denn materiell neue Gesichtspunkte pro oder kontra förderte die Aussprache nicht zutage. Zwar war man sich hüben und drüben einig in bezug auf die moralische Verpflichtung aller am Strassenverkehr interessierten Kreise, unablässig der Erhöhung der Verkehrssicherheit zu dienen. Im übrigen aber stand der Behauptung, dass Sealed- Beam-Scheinwerfer keine Blendwirkung ausübten, es sei denn, sie seien falsch eingestellt, ganz einfach die andere gegenüber, die amerikanischen Beleuchtungskörper blendeten sogar sehr stark und bedeuteten daher eine eminente Gefährdung der Verkehrssicherheit. Dem Wunsch der die Verfügung ablehnenden Kreise nach Durchführung einer gesamtschweizerischen Scheinwerferkontrollaktion konnte sich zwar auch die Gegenseite anschliessen, doch gab sie die Parole aus: Das eine tun und das andere nicht lassen, d. h. Sealed-Beam-Scheinwerfer verbieten und gleichzeitig alle Scheinwerfereinstellungen überprüfen, um der Blendgefahrwirksam zu begegnen. Nichts vermag deutlicher aufzuzeigen, wie sehr die Meinungen in der Frage der Sealed-Beam-Lampen geteilt und wie •weitgehend die Meinungspositionen bezogen sind. So konnte es denn nicht verwundern, wenn sich — nachdem der Rede und Gegenrede Fluss mehr als drei Stunden lang munter dahingeplätschert war — schliesslich drei Hauptanträge gegenüberstanden. Der eine wollte die Verfügung bedingungslos aufgehoben wissen; der andere verlangte die Aufrechterhaltung des Erlasses ohne jede Einschränkung, und ein dritter setzte sich für eine Hinausschiebung des Termins ein, von dem hinweg die Verwendung amerikanischer Scheinwerfer bei neu in den Verkehr zu setzenden Fahrzeugen verboten sein soll. Dieser dritte Antrag wurde gestellt im Hinblick auf die in absehbarer Zeit zu erwartende internationale Regelung des ganzen Fragenkomplexes, an der das Comit6 d'eclairage sowie die internationale Normenkommission mit Hochdruck arbeiten. Der Entscheid über diese Anträge liegt nun beim Departement. Eine Stellungnahme der Zürcher Regierung Auf eine im Zürcher Kantonsrat von Dr. E. Richner im März dieses Jahres eingereichte Kleine Anfrage des Inhalts, ob der Regierungsrat mit Rücksicht auf die Gefährdung des nächtlichen Strassenverkehrs infolge ungenügender Scheinwerferabblenduhg einer grossen Zahl von Fahrzeugen auf Kantonsgebiet nicht so bald als möglich eine obligatorische Scheinwerferkontrolle anordnen und in andern Kantonen ein gleiches Vorgehen anregen könnte, antwortet der Regierungsrat u. a., die ungenügende Abblendung sei nicht immer die Folge zu hoch eingestellter Scheinwerfer. Sie habe ihre Ursache heute auch vielfach in der Verwendung der sog. Sealed-Beam-Lampen in Fahrzeugen amerikanischer Herkunft, deren weitere Verwendung nun aber durch Verfügung des Eidg. Justiz- und Polizeidepartementes vom 16. August 1948 in den ab 1. Januar 1949 neu immatrikulierten Motorfahrzeugen untersagt sei, während bereits zugelassene Einrichtungen bis Ende Dezember 1949 ersetzt werden müssten. Der Regierungsrat ist der Meinung, die vorgeschlagene Scheinwerferkontrolle könne den angestrebten Zweck so lange nicht erfüllen, als die den Vorschriften nicht entsprechende Sealed-Beam-Beleuchtung toleriert werde. Die grosse organisatorische Arbeit und die erheblichen Kosten ständen in keinem Verhältnis zum heute erzielbaren Erfolg. Die angeregte Aktion könne überdies nur dann erfolgreich sein, wenn sie in allen Kantonen gemeinsam nach Weisungen des Eidg. Justiz- und Polizeidepartementes durchgeführt würde. Aus diesen Gründen sei daher im heutigen Zeitpunkt von der Anordnung einer obligatorischen Scheinwerferkontrolle abzusehen. AFS DEN KANTONEN Dos letzte Projekt für den Umbau des Berner Bahnhof platzes, das sich gegenwärtig im Studium befindet. Der Plan bringt die für den Bahnhof platz und, in organischem Zusammenhang damit, ouch für das Bollwerk vorgesehene Neugestaltung der Verkehrsverhältnisse zur Darstellung g und vermittelt einen bildlichen Begriff von der beabsichtigten Neuorganisation Neuorgajusaji des Strassenverkehrs und den baulichen Aenderungen, welche dazu erforderlich sind Um die st..gallischen Motorfahrzeugsteuern Wie wir vernehmen, ist die st.-galhsch-appenzellische Strassenverkehrsliga, in der alle am motorisierten Strassenverkehr interessierten Verbände zusammengeschlossen sind, mit der st.-gallischen Regierung unlängst neuerdings in Verhandlungen getreten, um eine Milderung der diesjährigen Motorfahrzeugsteuererhöhung zu erwirken. Sie begründete ihren Vorstoss vor allem damit, dass die für das Jahr 1948 budgetierten Steuereinnahmen um einen sehr namhaften Betrag übertroffen worden sind. Diesem Argument konnte sich offenbar auch die Regierung nicht verschliessen, was daraus hervorgeht, dass sie sich grundsätzlich bereit erklärt hat, im Sinne einer Uebergangslösung auf der pro 1948 dekretierten Steuererhöhung ab 1. Januar 1949 eine Reduktion von ca. 50 % eintreten zu lassen. Auf Grund dieser Verständigung beabsichtigt die Verkehrsliga, die von ihr zu Beginn dieses Jahres lancierte und schon binnen kurzer Frist zustandegekommene Initiative auf Abänderung von Art. 116, Abs. 3, des kantonalen Gesetzes über das Strassenwesen zurückzuziehen.