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s'Magazin usm Ländle, 8. April 2018

TIERSCHUTZ Auf Einladung

TIERSCHUTZ Auf Einladung der Harder Pfadfinder informierte der Verein gegen Tierfabriken über Haltungs- und Zuchtbedingungen, Pelzfarmen, Veganismus und weiterespannende Themen. VonMenschen und Tieren Was unterscheidet den Menschen vom Tier? Welche Gemeinsamkeiten gibt es? Und warum essen wir hierzulande eigentlich Schweine und Kühe, aber keine Hunde und Katzen? Diese und weitere spannende Fragen beantwortete der Verein gegen Tierfabriken im Heim der Harder Pfadfinder. „Krone“-Redakteur und Ex-Pfadi Harald Küng war dabei. Jaden,14, Hard: „Die Wahrheit bringt einen sehr zum Nachdenken. Die gezeigten Videos haben mich richtig schockiert.InZukunft werde ich genauer schauen, was ich kaufe.“ Salome, 15, Hard: „Ein Video hat mich sehr berührt.Ich musste weinen, als ich den respektlosen Umgang mit den Schweinen sah. Tierehaben verdient,dass sie anständig behandelt werden.“ Es ist kurz nach 19 Uhr an einem Mittwochabend. Der Gruppenraum des Harder Pfadiheims füllt sich nachund nach. Die beiden VGT-Tierschutzaktivisten Tobias Giesinger und Sandra Pfister –einigen vielleichtauch als Sandy P.Peng bekannt –freuen sich bereits auf eine rege Diskussion mit den Pfadfindern imRahmender heutigen Veranstaltung. Die Stimmung ist locker, die Jugendlichen zwischen 14 und 17 aufmerksam und konzentriert. „Die jungen Menschensind immersehr interessiert am Thema, man kann toll mit ihnen diskutieren“,weiß Tobias aus Erfahrung. Die beiden Tierschützer machen sich bereits seit vielen Jahren für das Wohl unserer tierischen Mitgeschöpfe stark. Im Rahmen des Abends erzählen sie von ihren Beweggründen, Erfahrungen und Erfolgen. Und sie stellen Fragen, die die Jungen zum Nachdenken anregen sollen: Was unterscheidet den Menschen eigentlich vom Tier? Woher kommt das Fleisch im Supermarkt, und warum essen wir in Österreich Schweine und keine Katzen? 4 s’Magazin

TIERSCHUTZ Fotos: Mathis Fotografie Mit Videos und Bildmaterial veranschaulichenTobias und Sandy,wie unterschiedlich der Bezug des Menschen zum Tier sein kann.„Wirzeigen keineTierquälereien, aber wir verharmlosen auch nicht“, erklärt Tobias. Dabei kullert bei den jungen Zuhörern schon auch mal die eineoder andereTräne über die Wange. Wo kommt meinEssenher? „Es interessiert uns sehr, wie junge Menschen das Thema Tierwohl sehen und was sie empfinden, wenn sie erfahren, woher das Fleisch auf ihrem Teller kommt“, ergänzt Sandy, Tattoomodel der PETA- Anti-Pelz-Kampagne „Ink, not Mink“. Tobias ergänzt: „Noch essen die Jugendlichen, was zu Hause im Elternhaus gekocht wird. Aber bald ziehen sie aus, müssen ihre eigenen Lebensmittel kaufen. Wir wollen sie dazu anregen, sich Gedanken über ihr Essen zu machen und Dinge zuhinterfragen.“ Dazubietendie Tierschutzaktivisten auch pflanzliche Alternativen zuFleischund Milchprodukten, die direkt vor Ort probiert werden können. Den Pfadis taugt’s: „Die Wahrheit bringt einen zum Gespannt lauschten die Jugendlichen den Ausführungen und stellten viele spannende Fragen. Die Tierschutzaktivisten Tobias Giesinger und Sandy P. Peng haben ihr Leben ganz dem Tierwohl verschrieben. Nachdenken“, verrät der 14-jährige Jaden,„ich werde in Zukunft genauerdarauf achten, was ich kaufe.“ Die 15-jährige Salome spricht zudem eineWahrheitaus, die leider oft vergessen wird: „Alle Tiere haben esverdient, dass sie anständig behandelt werden.“ Davon kann sich so mancherErwachsene nochwas abschauen. s’Magazin 5