Aufrufe
vor 5 Monaten

Punktum 3/2918

Das Fachmagazin für Elektroinstallationstechnik

PUNKTUM-Exklusiv | 5.

PUNKTUM-Exklusiv | 5. Energie im Krankenhaus-Tagung Informationsplattform und zukunftswerkstatt: 5. Energie im Krankenhaus-Tagung Die erfolgreiche Tagung geht in ihre 5. Verlängerung. War es anfangs noch das Energieeffizienzgesetz, das für regen Zuspruch zum Thema führte, so ist sie mittlerweile der Branchentreff und die Zukunftswerkstatt für das umfassende Thema „Energie im Gesundheitswesen“. Warum ist das Thema „Energie im Krankenhaus“ denn überhaupt wichtig? Bedenkt man, dass nahezu 1 % der österreichweit verwendeten Energie in Gesundheitseinrichtungen verbraucht wird und das Gesundheitswesen hauptsächlich von der öffentlichen Hand finanziert wird, so ist es ein Gebot, mit den vorhandenen Ressourcen schonend umzugehen. Ein weiterer „Motivator“ ist die Anforderung der Patienten in Richtung Wohlfühlfaktoren und der wissenschaftliche Nachweis, dass das Umfeld die Heilung beeinflusst. Gepaart wird diese Entwicklung mit fortschreitender Digitalisierung der Gesundheitseinrichtungen. Verschärft werden diese Gesichtspunkte durch den Klimawandel und dahingehenden Häufungen von Wetterextremen. Den oben erwähnten Faktoren gerecht werdend, setzt diese Tagung Maßstäbe. Vortragende aus DI Martin Krammer, MSc (Präsident des ÖVKT Österreichischer Verband der KrankenhaustechnikerInnen) der Praxis, die über Erfolgsprojekte berichten, Forschungsarbeiten, die uns die Zukunft weisen, international anerkannte Lösungen verbunden mit umfangreichen Informationen, was an Produkten bereits auf dem Markt verfügbar ist, machen diese Tagung zu einer unverzichtbaren Informationsquelle für Gebäudebetreiber, Planer und Marktbegleiter. Dass die Tagung nicht nur über Trends berichtet, sondern diese auch initiiert, zeigen Themen aus der Vergangenheit wie Resilienz, Vorbereitung auf das Unvorhergesehene, weniger Technik ist manchmal mehr, Energiemonitoring, Energiestatistik durch Statistik Austria usw. International herausragende Projekte werden dieses Jahr noch stärker in den Fokus treten. Tagungsteilnehmer werden Themen wie das Nullenergiehaus oder diverse Lösungen zu Healing Environment präsentiert bekommen. Wichtige Energie- bzw. Umweltthemen wie z.B. die Nutzung von erneuerbaren Energien im Gesundheitswesen runden die Veranstaltung ab und geben tiefe Einblicke. Neben herausragenden Vorträgen bildet dieses in Österreich und international einzigartige Format auch den Rahmen, alle am Thema arbeitenden Berufsgruppen zusammenzubringen. In zahlreichen Fachgesprächen tauschen sich Betreiber von Gesundheitseinrichtungen, Planer und Industrie aus, lernen einander kennen und entwickeln gemeinsam Lösungen. Diese Aspekte berücksichtigend ist es für Profis die Möglichkeit, Inhalte zu vertiefen und für die, die es noch werden wollen, ein optimaler Einstieg in die Welt der Energie im Gesundheitswesen. ● DI Jan W. Bleyl (Energetic Solutions) PUNKTUM: Herr DI Jan Bleyl, Sie sprechen auf der „Energie im Krankenhaus-Tagung“ am 15. Mai 2018 über die „Lebenszykluskosten im Krankenhausbetrieb“. Ein hochinteressantes Thema, das aber mit Sicherheit viele Imponderabilien in sich birgt. Können Sie unseren Lesern vorab einen kurzen Abriss Ihres Vortrags geben und einige Fragen zu den Lebenszykluskosten beantworten? Jan Bleyl: Gerne. Ohne das Erfassen der Lebenszykluskosten sind Investitionen in Energieeffizienz und Erneuerbare Energien nicht zu rechtfertigen. Das Ergebnis spiegelt sich in geringeren Betriebskosten wider. Es bewahrheitet sich immer wieder, dass billige Investitionen höhere Betriebskosten nach sich ziehen. Wichtig ist, dass man von Anfang an die Lebenszykluskosten erfasst. Usus ist, dass der Einkauf die Investitionskosten optimiert und die Betriebskosten ignoriert. Daher benötigen wir andere Einkaufsstrategien. Die Vorgabe sollte sein, nach den Lebenszykluskosten zu entscheiden. In Zukunft muss es eine andere Hersteller- und Kostenstruktur bei der Energieeffizienz und den Erneuerbaren Energien geben. Jetzt Ticket sichern! Anmeldung unter: www.energieimkrankenhaus.at 15. MAI 2018 Erste Campus Quartier Belvedere PUNKTUM: In welchem Verhältnis stehen die Investitionskosten zu den Betriebskosten? Jan Bleyl: Ich habe es schon anklingen lassen, dass die Betriebskosten weit höher sind als die Investitionskosten. Das Verhältnis liegt etwa bei 80 zu 20. 18 März 2018

PUNKTUM-Exklusiv | 5. Energie im Krankenhaus-Tagung Kostenstrukturen: „Lebenszykluskosten im Krankenhausbetrieb“ PUNKTUM: In welchen Bereichen werden Investitionen in Bezug auf Energieeffizienz vornehmlich getätigt? Jan Bleyl: Ich sehe hier ein Zusammenspiel von Kälte, Klimatisierung und Heizung, wobei man auch die Beleuchtung nicht außer Acht lassen darf. Alle diese Komponenten haben im Krankenhausbetrieb einen hohen Stellenwert. PUNKTUM: Wie lang sind im Durchschnitt die Amortisationszeiten einer Investition? Jan Bleyl: Erfahrungsgemäß liegt die Amortisationszeit im Beleuchtungsbereich bei zwei Jahren, ähnlich im MSR-Bereich. Wesentlich länger bei Heizung und Kälte, hier beträgt sie zwischen sechs und zehn Jahren. Noch länger bei der Solarenergie. PUNKTUM: Welche Betriebsparameter sollten regelmäßig überwacht werden? Jan Bleyl: Hier ist die elektrische Lastganganalyse als erstes zu nennen, aber auch die Temperaturkurven bedürfen einer ständigen Überwachung. Zudem ist die Effizienz von Kälteanlagen, Druckluft und Wärmeerzeugern zu monitorisieren. PUNKTUM: Ökologie und Nachhaltigkeit sind wie Energieeffizienz Begriffe, die zunehmend an Bedeutung gewinnen. Welchen Stellenwert haben für Sie die Erneuerbaren Energien, wie Solarthermie, Photovoltaik oder Wärmepumpen im Krankenhausbereich? Jan Bleyl: Das ist immer in Kombination mit der Energieeffizienz möglich. Zunächst muss der Verbrauch durch hohe Effizienz minimiert werden, für den verbleibenden Verbrauch wird Erneuerbare Energie bereitgestellt. PUNKTUM: Ist Anlagencontracting im Krankenhaus ein Thema? Jan Bleyl: Sowohl Anlagen- wie auch Einsparcontracting sind sinnvolle Instrumente, wenn die eigenen Ressourcen im Krankenhaus selbst nicht ausreichend sind. Nur dann ist eine Auslagerung angezeigt. ● VARTA Energiespeicher Die Ansprüche an Energiespeichersysteme mögen je nach Gebäudetyp unterschiedlich sein, doch der Wunsch nach Zuverlässigkeit und Sicherheit gilt für jede technische Lösung. PULSE 3 UND 6 ELEMENT 3, 6, 9, 12 3,3 / 6,5 kWh Kompakt und handlich Komplettsystem inklusive Wechselrichter Installiert in 30 Minuten 3,3 / 6,5 / 9,8 / 13,0 kWh Erweiterbar Komplettsystem inklusive Wechselrichter Installiert in 60 Minuten 130 Jahre Batterie-Expertise in Ihrem Energiespeicher.