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REGIOBUSINESS NR. 194 - 08/2018

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SÜDWEST PRESSE<br />

RegioBusiness<br />

WIR BIETEN<br />

IHNEN<br />

CHANCEN!<br />

07951 33-0<br />

E-MOBILITÄT<br />

Ziehl-Abegg liefert Antriebe<br />

für Berliner Busse. SEITE 5<br />

swp.de/regiobusiness<br />

ABSCHIED<br />

Mustang zieht<br />

nach Schwäbisch Hall. SEITE 13<br />

AUGUST <strong>2018</strong><br />

KUNSTSTOFFVERARBEITUNG<br />

Auch Playmobil produziert<br />

in Westmittelfranken. SEITE 18<br />

Nr. <strong>194</strong> / Jg. 17 [1,75 3]<br />

MIT LEONHARD WEISS<br />

FREUDE AM BAUEN ERLEBEN!<br />

Cowboy bittet<br />

zur Kasse!<br />

Die USA belegen den Rest der Welt mit Handelszöllen.<br />

Das könnte auch die heimische Wirtschaft treffen.<br />

Die Export-Region Heilbronn-Franken erarbeitet mehr<br />

als zwei Drittel des Bruttosozialproduktes<br />

jenseits der Landesgrenzen. SEITE 6<br />

STOP<br />

ZOLL<br />

Illustration: Jörk Meider<br />

KONJUNKTUR<br />

Aufschwung<br />

verlangsamt sich<br />

Der heimische Wirtschaftsmotor<br />

läuft nach wie vor auf Hochtouren,<br />

doch die globale Lage<br />

dämpft den Optimismus der<br />

Unternehmen. SEITE 2<br />

BAUBRANCHE<br />

20 Millionen Euro<br />

investiert<br />

Leonhard Weiss legt Grundstein<br />

für Neubau in Satteldorf, der 260<br />

Arbeitsplätze bieten soll. Derweil<br />

rückt Dieter Straub an die Spitze<br />

der Geschäftsführung auf. SEITE 8<br />

IMAGEPFLEGE<br />

Der Arbeitgeber<br />

als Marke<br />

Der Fachkräftemangel setzt die<br />

Unternehmen unter Zugzwang:<br />

Ohne Employer Branding geht<br />

kaum noch etwas am Arbeitsmarkt.<br />

SEITE 25<br />

In Prozessen denken<br />

Vernetzung ist kein Selbstzweck, finden die Digitalisierungsprofis der Firma Weinig.<br />

Steuerungen, Software und Systemtechnik steigern die Effizienz.<br />

Weinig–Produkte sichern<br />

mit dem Standard<br />

W4.0 alle Optionen<br />

für die vernetzte Fertigung.<br />

Mit der neuen Unternehmenseinheit<br />

„Automation & Digital<br />

Business“ treiben die Experten<br />

aus Tauberbischofsheim nun<br />

auch intern die digitalisierte Zukunft<br />

weiter voran.<br />

Die neue Unternehmenseinheit<br />

schaffe optimale Strukturen für<br />

den effizienten Umgang mit den<br />

kommenden Herausforderungen,<br />

lautet die Botschaft an potentielle<br />

Kunden. Vorstandsvorsitzender<br />

Wolfgang Pöschl:<br />

„Mit der Entscheidung richten<br />

wir unser Unternehmen strategisch<br />

und auch organisatorisch<br />

auf die Zukunft aus, die durch<br />

einen höheren Stellenwert des<br />

Projektgeschäftes und die Digitalisierung<br />

geprägt sein wird“.<br />

Folgerichtig wird die neue Unternehmenseinheit<br />

in der Weinig<br />

Concept GmbH & Co. KG angesiedelt<br />

sein, in der das Engineering<br />

gebündelt ist. Zum Geschäftsführer<br />

der Einheit wurde<br />

Leitung: Die Vorstände der Weinig Gruppe mit den beiden Geschäftsführern der Weinig-Concept:<br />

(v.li.) Gerald Schmidt, Wolfgang Pöschl, Jochen Ganz, Otto Leible und Gregor Baumbusch. Foto: Weinig<br />

Jochen Ganz berufen, der derzeit<br />

noch den Produktbereich<br />

Service leitet. Er wird als zweite<br />

Spitze neben Dr. Otto Leible fungieren,<br />

der weiter sein angestammtes<br />

Aufgabenfeld Engineering<br />

verantwortet. Die Gründung<br />

der neuen Unternehmenseinheit<br />

„Automation & Digital<br />

Business“ ist bereits die dritte<br />

Firmen-Initiative im Bereich Industrie<br />

4.0 in kurzer Zeit. Nach<br />

der Einführung des Standards<br />

W4.0 digital in die eigene Produktwelt<br />

folgte im Januar diesen<br />

Jahres die Mitgründung der<br />

digitalen Allianz MindSphere<br />

World. In der Organisation arbeiten<br />

unter der Federführung<br />

der Siemens AG die Mitglieder<br />

gemeinsam am cloudbasierten<br />

Siemens-IoT-Betriebssystem<br />

MindSphere. Der Zugriff auf<br />

die einheitliche Plattform hilft<br />

den Experten aus Tauberbischofsheim<br />

dabei, W4.0 digital<br />

weiterzuentwickeln und zu optimieren.<br />

Vertriebs- und Marketingvorstand<br />

Baumbusch: „Der<br />

Kundenbenefit wird auch im<br />

Zeitalter der Digitalisierung ein<br />

herausragendes Differenzierungsmerkmal<br />

von Weinig auf<br />

dem Markt bleiben“. pm<br />

www.weinig.com<br />

Logistikpark von<br />

Rüdinger wächst<br />

Der Krautheimer Logistiker baut innerhalb von drei Jahren<br />

an vier Standorten sechs Hallen mit einer Gesamtlagerfläche<br />

von 20 000 Quadratmetern.<br />

Innerhalb von knapp drei Jahren<br />

ließ der Hohenloher Logistiker<br />

Rüdinger an seinem<br />

Standort in Osterburken sechs Hallen<br />

mit einer Gesamtlagerfläche<br />

von 20 000 Quadratmetern entstehen.<br />

Mit der Einweihung der sechsten<br />

Halle Ende Juli wurde die Bebauung<br />

des Grundstücks im „Regionalen<br />

Industriepark Osterburken“<br />

(RIO) abgeschlossen. Die Investitionen<br />

in Höhe von insgesamt<br />

zehn Millionen Euro umfassen drei<br />

Blocklager, zwei Schmalgang-Lager<br />

und eine Kranhalle mit insgesamt<br />

30 000 Palettenplätzen. Die<br />

Hallen wurden mit einer Fotovoltaik-Anlage<br />

ausgestattet, die 604<br />

private Haushalte versorgen<br />

könnte. Mit dem Lagerstandort im<br />

RIO – bei Rüdinger als Lager am Limes<br />

bezeichnet – verfügt das Krautheimer<br />

Familienunternehmen<br />

heute über eine Gesamtlagerfläche<br />

von 60 000 Quadratmetern. Die<br />

Vollbelegung der Hallen zeigt, dass<br />

die Verfügbarkeit von Lagerkapazitäten<br />

ein wichiger Erfolgsfaktor für<br />

jeden Industriestandort ist. „Schon<br />

bei der letzten Halle hatten wir weit<br />

mehr Anfragen als verfügbaren<br />

Platz“, begründet Roland Rüdinger<br />

das Interesse am Erwerb eines weiteren<br />

Grundstücks.<br />

pm<br />

www.ruedinger.de<br />

Einweihung: Speditionschef<br />

Roland Rüdinger stellte die neue<br />

Halle vor.<br />

Foto: Rüdinger<br />

Wir schaffen Spielraum<br />

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02 Politik & Wirtschaft<br />

August <strong>2018</strong> I Jahrgang 17 I Nr. <strong>194</strong><br />

Vorsichtiger Optimismus<br />

Der heimische Wirtschaftsmotor läuft nach wie vor rund. Globale Lage dämpft die Erwartungen.<br />

VON HERIBERT LOHR<br />

Noch sind Daten verheißungsvoller<br />

als die Erwartungen.<br />

Das gilt für die Rahmenbedingungen<br />

wie für die Region.<br />

Trotz des US-Handelszoffes<br />

scheint das Risiko konjunktureller<br />

Turbulenzen in den nächsten<br />

drei Monaten moderat.<br />

Laut Konjunkturindikator des Instituts<br />

für Makroökonomie und<br />

Konjunkturforschung (IMK) der<br />

Hans-Böckler-Stiftung ist zwar die<br />

Phase der Hochkonjunktur vorbei,<br />

aber das solide Wachstum<br />

setzt sich fort. „Trotz der anhaltenden<br />

geopolitischen Unsicherheitsfaktoren<br />

erweist sich die deutsche<br />

Konjunktur nach wie vor als robust“,<br />

unterstreicht IMK-Konjunkturexperte<br />

Peter Hohlfeld. Für das<br />

laufende Jahr, aber auch für 2019<br />

rechnen die Forscher in ihrer aktuellen<br />

Prognose jeweils mit 2,1<br />

Prozent Wirtschaftswachstum.<br />

Auch die Einschätzungen für die<br />

Wirtschaft in der Region Heilbronn-Franken<br />

werden von ähnlichen<br />

Beschreibungen begleitet.<br />

Da die Kammer in Heilbronn ihre<br />

Konjunkturumfrage sogar vierteljährlich<br />

macht, können IHK-<br />

Hauptgeschäftsführerin Elke Döring<br />

und ihr Stellvertreter Helmut<br />

Kessler auf ganz aktuelle Daten zurückgreifen<br />

und kommen zu ganz<br />

ähnlichen Einschätzungen. Die aktuelle<br />

Geschäftslage ist – über alle<br />

Branchen hinweg betrachtet –<br />

nach wie vor bestens. Und noch<br />

immer trägt das Bild die Farben einer<br />

weiter anhaltenden Hochkonjunktur.<br />

„Wir befinden uns im<br />

neunten Boomjahr in Folge“, sagt<br />

Helmut Kessler und fügt gleich<br />

noch an, „dass es derzeit keinen<br />

Anlass gibt, dass sich rein wirtschaftlich<br />

betrachtet, daran etwas<br />

ändert.“<br />

Der Brexit, Trump und seine Zoll-<br />

Politik, der Konflikt in der<br />

Ukraine, die Flüchtlingsproblematik<br />

– all das bildet eine unselige<br />

Melange, die auch die Wirtschaftsregion<br />

Heilbronn-Franken aus<br />

dem Tritt bringen könnte. Doch<br />

bislang gilt die heimische Wirtschaft<br />

„in solider Verfassung“.<br />

Und das ist keine Gesundbeterei.<br />

Die Umfrage unter 717 befragten<br />

Unternehmen, die immerhin<br />

87 600 Beschäftigte repräsentieren,<br />

lässt wenig Spielräume für berechtigte<br />

Zweifel. Fast sechs Prozent<br />

der Firmen erwarten, dass es<br />

gleichbleibend gut bleibt, über 34<br />

Prozent sagen, es kommt noch<br />

besser, lediglich sieben von 100<br />

Firmen erwarten, dass es in den<br />

nächsten Monaten schlechter<br />

läuft. Wenn es was gibt, was die<br />

Unternehmen wirklich belastet,<br />

dann ist es der Fachkräftemangel,<br />

den fast 70 Prozent zu spüren bekommen.<br />

Auch steigende Rohstoff-<br />

und Energiepreise – auch<br />

eine Folge der weltweiten Treterreien<br />

– treiben Sorgenfalten auf<br />

die Stirne der heimischen Firmenlenker.<br />

Vor allem Metalle haben<br />

zuletzt „heftig angezogen“. Höhere<br />

Material- und Arbeitskosten<br />

machen den Firmen in einigen<br />

Branchen zu schaffen, auch wenn<br />

diese in Teilen über eine höhere<br />

Nachfrage weitergegeben werden<br />

können.<br />

In der Region herrscht fast Vollbeschäftigung<br />

(Arbeitslosenquote<br />

2,8 Prozent) und daran wird sich<br />

auf lange Sicht auch wenig ändern.<br />

Ein Viertel aller Unternehmen<br />

will zusätzliche Mitarbeiter<br />

einstellen, allerdings gibt der regionale<br />

Arbeitsmarkt nicht mehr<br />

viel her.<br />

Im Großhandel hat die Beurteilung<br />

der Geschäftslage gegenüber<br />

dem Allzeithoch im Frühjahr zwar<br />

etwas nachgegeben, aber in der<br />

Gesamtbetrachtung ist diese Abschwächung<br />

kaum der Rede wert<br />

und im Einzelhandel sorgen die<br />

guten Rahmenbedingungen – wie<br />

stabiler Arbeitsmarkt und deutliche<br />

Einkommenszuwächse –<br />

auch an Neckar, Kocher, Jagst und<br />

Tauber für zufriedene Mienen unter<br />

den Händlern.<br />

So liegt die durchschnittliche Kapazitätsauslastung<br />

in der Industrie<br />

bei satten 90 Prozent, im branchenübergreifenden<br />

Durchschnitt,<br />

bei 85 Prozent. Gerade<br />

auch unter den Dienstleistern, besonders<br />

in der Informationswirtschaft<br />

und im Verkehrsgewerbe,<br />

hat sich die Situation erheblich<br />

verbessert. Die Wasserstandsmeldungen<br />

aus dem Handwerk haben<br />

einen ganz ähnlichen Wortlaut.<br />

Nimmt man die jüngste Konjunkturumfrage<br />

der Handwerkskammer<br />

Heilbronn-Franken, dann<br />

können sich deren Mitgliedsfirmen<br />

derzeit vor Aufträgen kaum<br />

retten. Vier von fünf Handwerkern<br />

sind mit ihrer „aktuellen Geschäftslage<br />

zufrieden“. Gerade einmal<br />

2,1 Prozent der Unternehmen<br />

beurteilen den derzeitigen Geschäftsverlauf<br />

als „schlecht“. Die<br />

Auftragslage der insgesamt<br />

12 305 gemeldeten Betriebe ist in<br />

der Summe nach wie vor gut. Laut<br />

Ulrich Bopp stellt dieser Nachfragehype<br />

die Firmen in der Region<br />

zunehmend vor größere Probleme.<br />

„Viele Betriebe müssen inzwischen<br />

sogar Aufträge ablehnen,<br />

weil sie nicht genügend Mitarbeiter<br />

haben“, erklärt Ulrich<br />

Bopp. Soweit der beklagte Fachkräftemangel<br />

den Handwerkern<br />

keinen Strich durch die Rechnung<br />

macht, schlägt der anhaltende<br />

Boom auch auf die Zahl der Beschäftigten<br />

durch, denn fast 15<br />

Prozent der Firmen wollen zusätzliche<br />

Mitarbeiter einstellen. Derzeit<br />

zählt das Handwerk in der Region<br />

rund 98 000 Beschäftigte.<br />

Tendenz weiter steigend.<br />

Auch ein Blick über die Landesgrenzen<br />

bringt keine veränderten<br />

Einschätzungen. Zwar ist auch in<br />

Westmittelfranken seit diesem<br />

Frühjahr „etwas Luft aus dem Kessel“,<br />

trotzdem befindet sich die<br />

mittelfränkische Wirtschaft weiter<br />

im Aufwind. Der IHK-Konjunkturklimaindex<br />

sank zwar um 6,5 auf<br />

131,5 Punkte. Dies ist allerdings<br />

immer noch ein Spitzenwert in<br />

den vergangenen 25 Jahren. „Die<br />

gute Lage im In- und Ausland trägt<br />

den Aufschwung in sein achtes<br />

Jahr“, so IHK-Chefvolkswirtin Dr.<br />

Maike Müller-Klier.<br />

Der Schwerpunkt der Investitionen<br />

liegt im Inland – dies ist ein<br />

positives Signal für die wirtschaftliche<br />

Entwicklung in der Region.<br />

Hauptmotive bei Inlandsinvestitionen<br />

sind derzeit Kapazitätserweiterungen<br />

und Ersatzbeschaffungen.<br />

www.heilbronn.ihk.de<br />

www.hwk-heilbronn.de<br />

www.Ihk-nuernberg.de<br />

www.boeckler.de<br />

STANDPUNKT<br />

Heribert Lohr<br />

verantwortlicher Redakteur<br />

Schluss mit dem Gejammer<br />

Wer derzeit auf einer Stippvisite in den Chefetagen<br />

der heimischen Wirtschaft zu Besuch<br />

ist, muss aufpassen, dass er nicht in Depression<br />

verfällt. Gebetsmühlenartig wird allenthalben<br />

erklärt, dass „ gutes Personal“,<br />

wenn überhaupt, nur noch sehr schwer zu<br />

finden sei.<br />

Und die Schuldigen, an dieser umfassenden<br />

Misere sind auch schnell gefunden: da sind<br />

die Politiker, die wie immer nicht rechtzeitig<br />

gegensteuern und die Eltern, die ihre<br />

Kinder in die Überakademisierung treiben.<br />

Paperlapapp!<br />

Demografie ist nicht das Ergebnis von wildem<br />

Sex am Wochenende und auch nicht<br />

von schnellgestrickten Beschlüssen zwischen<br />

zwei Wahlperioden. Demografie ist vor allem<br />

Ausdruck von Wertschätzung.<br />

Auch wenn die Geburtenraten zuletzt etwas<br />

angezogen haben. In Deutschland sterben<br />

noch immer mehr Menschen als geboren<br />

werden. Da reicht ein einfacher Dreisatz für<br />

die Erkenntnis: der jungen werden es weniger.<br />

Wo weniger Nachwuchs, da auch<br />

keine Auszubildenden und später<br />

auch keine Fachkräfte.<br />

Kinder erziehen bringt außer Ärger<br />

und Renteneinbußen wenig Anerkennung.<br />

Und es stimmt: Wir schicken<br />

unsere verhätschelten Kleinen<br />

lieber in einen der knallvollen<br />

Hörsäle, der zigtausend nichtssagenden<br />

Studiengänge, als ihnen<br />

Foto: Marc Weigert<br />

eine gedeihliche Ausbildung zukommen zulassen.<br />

Die 18-Jährige fährt heute lieber<br />

zum Austausch der Kulturen nach Neuseeland<br />

als zur Lehre beim Bäcker um die<br />

Ecke. Dies zu beklagen, ist per se schon eine<br />

Frechheit. Wir alle haben der klassischen<br />

dualen Ausbildung jegliche Wertschätzung<br />

genommen. Bilder von Schul- und Studienabschlüssen<br />

finden sich in jeder Lokalgazette<br />

zuhauf, von den Bilderstürmen auf allerlei<br />

Portalen ganz zu schweigen. Der Firmenchef,<br />

der zehn junge Leute ausbildet ist<br />

uns allen kaum der Rede oder gar einer<br />

Zeile wert.<br />

Perspektive: Die haben wir vielerorts genommen.<br />

Wer sein Geld mit Hand und krummen<br />

Rücken verdient, hat meistens weniger<br />

davon in der Tasche und ist im Alter nicht<br />

selten fast ein Fall für die Sozialhilfe. Arbeit<br />

wird wegdigitalisiert. Dumm nur, dass auch<br />

das Gemüse für den Veggie-Teller nicht aus<br />

dem Tablet kommt.<br />

Auch wenn das Gehörgang verstopfende Marketing-<br />

und Werbeversprechen vieler Personaler<br />

anderes verheißt: arbeitende Menschen<br />

sind in den Betrieben häufig nicht<br />

viel mehr als Kosten, ihr Arbeitsplatz die<br />

Stelle derselben. Warum findet sich für viele<br />

Berufe kein Nachwuchs mehr? Einfache Antwort:<br />

Schlechte Bezahlung, schlechte Bedingungen,<br />

schlechte Ausrüstung, keine Qualifizierung,<br />

schlechte Aussichten. Noch Fragen?<br />

Welche Achtung bringen wir denn einem<br />

Schlachter im Schlachthof entgegen? Der<br />

Putzfrau auf den Toiletten? Da müssen alle<br />

Alarmglocken klingeln, wenn eine Forsa<br />

Umfrage unter Schülern, im Auftrag des<br />

Zentralverbandes des Deutschen Handwerks,<br />

die Überzeugung zur Tage fördert, dass dieser<br />

Wirtschaftszweig „keine Perspektiven“<br />

bietet. Seien wir doch ehrlich: Wenn einer<br />

eine noch so nichtssagende Präsentation<br />

auf das Board werfen kann und seinen<br />

Rechner unfallfrei dazu nutzt, um ein paar<br />

Zahlenreihen von links nach recht zu rechnen,<br />

gibt es eine „Auszeichnung mit<br />

Mappe“. Hilft aber nichts, wenn das Wasser<br />

im Becken steht oder im Flur die Lampe<br />

blinkt. Der Mangel an Wertschätzung, den<br />

klassischen Ausbildungsberufe genießen,<br />

kann uns allen Böse vor die Füße fallen.<br />

Technik hilft, aber sie erarbeitet nichts. Wert<br />

wird geschaffen, weil (mann oder frau) ihn<br />

schöpft und nicht, weil er beziffert wird. Wer<br />

„gutes Personal“ haben will, muss es ausbilden,<br />

qualifizieren, muss der Vereinbarkeit<br />

von Familie und Beruf mehr Aufmerksamkeit<br />

zukommen lassen, muss jüngeren Menschen<br />

den hohen Stellenwert von Arbeit vermitteln<br />

– und er muss sie bezahlen. Sonst<br />

kommt es eben, wie es kommen muss: Am<br />

Ende ist keiner da, der die Arbeit machen<br />

will. Jammern hilft da wenig. Sich ins Zeug<br />

zu legen, dass es auf Dauer besser wird,<br />

schon wesentlich mehr. Und die eigene Einstellung<br />

ändern – schafft wahre Wunder.<br />

Impressum<br />

Verlag<br />

Südwest Presse Hohenlohe<br />

GmbH & Co. KG<br />

Verlagsbetrieb Hohenloher Tagblatt<br />

Ludwigstraße 6-10, 74564 Crailsheim<br />

Telefon: 07951/409-0<br />

Telefax: 07951/409-119<br />

Geschäftsführung<br />

Thomas Radek<br />

Redaktion<br />

Heribert Lohr (ibe, verantw.)<br />

E-Mail: h.lohr@swp.de<br />

Telefon: 07951/409-350<br />

Telefax: 07951/409-359<br />

Marius Stephan (mst)<br />

E-Mail: m.stephan@swp.de<br />

Telefon: 07951/409-351<br />

Adina Möller (ina)<br />

E-Mail: a.moeller@swp.de<br />

Telefon: 07951/409-354<br />

Anzeigen<br />

Jörg Heiland (verantw.)<br />

Telefon: 0791/404-260<br />

Holger Gschwendtner<br />

E-Mail: h.gschwendtner@swp.de<br />

Telefon: 07951/409-242<br />

Sven Lesch<br />

E-Mail: s.lesch@swp.de<br />

Telefon: 07951/409-241<br />

Telefax: 07951/409-249<br />

Abonnement/Vertrieb<br />

Peer Ley (verantw.)<br />

E-Mail: p.ley@swp.de<br />

Telefon: 07951/409-423<br />

Telefax: 07951/409-429<br />

Bezugspreis:<br />

Abonnement inkl. Postbezug und<br />

7% MwSt. 18 Euro p.a.<br />

Einzelverkaufspreis 1,75 Euro<br />

Verbreitung und Auflage<br />

Im Landkreis Schwäbisch Hall,<br />

dem Main-Tauber-Kreis, dem<br />

Hohenlohekreis und dem<br />

Landkreis Ansbach mit einer<br />

Auflage über 55.000 Exemplaren<br />

(Verlagsangabe)<br />

Erscheinungsweise<br />

RegioBusiness erscheint monatlich<br />

in Zusammenarbeit mit dem Haller<br />

Tagblatt in Schwäbisch Hall, dem<br />

Hohenloher Tagblatt in Crailsheim,<br />

der Neuen Kreis-Rundschau in<br />

Gaildorf und den Fränkischen Nachrichten,<br />

Ausgabe Bad Mergentheim


August <strong>2018</strong> I Jahrgang 17 I Nr. <strong>194</strong><br />

Politik & Wirtschaft 03<br />

NEWSLINE<br />

Messemacher: Mit Maskottchen Karl und Blick auf das Regions-Gelände: (v. li.) Dr. Andreas Schumm, Geschäftsführer der WHF; Detlef Piepenburg,<br />

Landrat des Landkreises Heilbronn; Ulrich Bopp, Präsident der Handwerkskammer Heilbronn-Franken; Harry Mergel, Oberbürgermeister der Stadt Heilbronn;<br />

Hanspeter Faas, Geschäftsführer der Bundesgartenschau 2019 GmbH.<br />

Foto: WHF<br />

Die Region auf der BUGA<br />

Jetzt steht der Plan: Ein rotes Band wird die Highlights des Landkreises verbinden.<br />

Nach langen Planungen stellten<br />

jetzt die Wirtschaftsregion<br />

Heilbronn-Franken<br />

GmbH (WHF), der Landkreis Heilbronn<br />

und die Handwerkskammer<br />

Heilbronn-Franken die Geländepräsentation<br />

der Region Heilbronn-Franken<br />

auf der Bundesgartenschau<br />

vor. Am Nord-Eingang<br />

der Bundesgartenschau entstehen<br />

zwei Pavillons, ein bühnenähnlicher<br />

Bau als „Schaufenster<br />

der Region“ und das „rote Band“,<br />

welches sich als optisches Highlight<br />

quer über das Gelände<br />

schlängelt und den Besuchern<br />

viele Möglichkeiten bietet, die Region<br />

Heilbronn-Franken auf eigene<br />

Faust zu entdecken.<br />

Die Stärken des Landkreises<br />

in Wirtschaft und Freizeit<br />

Der Landkreis Pavillon lädt zum<br />

Entdecken ein und belohnt jeden<br />

Neugierigen mit einer spektakulären<br />

Filmvorführung, bei dem der<br />

Besucher, getragen von den<br />

Schwingen eines Adlers, über das<br />

Land fliegt. Im Außenbereich wird<br />

die kulturelle und touristische Attraktivität<br />

des Landkreises durch<br />

sogenannte „Icon-Frames“ in<br />

Szene gesetzt.<br />

Der vom Heilbronner Architekturbüro<br />

Herzog & Herzog entworfene<br />

Pavillon greift schon optisch<br />

die Vielseitigkeit und das handwerkliche<br />

Geschick der zahlreichen<br />

Gewerke des Handwerks<br />

auf. Freuen dürfen sich die Besucher<br />

auf die Live-Präsentationen<br />

von Betrieben und Innungen.<br />

Denn der Pavillon bietet den vielen<br />

Handwerks-Betrieben in der<br />

Region die Möglichkeit, sich und<br />

ihr Handwerk vor Ort zu präsentieren.<br />

Darüber hinaus wird das<br />

Handwerk mit verschiedenen Aktionen<br />

und Angeboten um Nachwuchs<br />

werben. Der Pavillon ist<br />

gleichzeitig auch Startpunkt des<br />

„roten Bandes“, das alle baulichen<br />

Einrichtungen auf dem Gelände<br />

verbinden wird.<br />

Wein und Kulinarik, Oskar-Gewinner,<br />

Tüftler und Denker, ein starkes<br />

Handwerk, Flüsse und Naturlandschaften,<br />

Bildung und Forschung,<br />

Weltmarktführer, abwechslungsreiche<br />

Freizeitangebote…<br />

die Vorzüge der Region<br />

lassen sich – analog zum Slogan<br />

„Made in Germany“ gemeinsam<br />

treffend unter dem Motto „Made<br />

in Heilbronn-Franken“ zusammenfassen.<br />

Um die genannten Themen<br />

ansprechend zu präsentieren,<br />

haben sich die Organisatoren<br />

zusammen mit den Architekten<br />

zum sogenannten „roten Band“<br />

entschlossen, das überraschende<br />

Informationen und Fakten über<br />

die Region mit Exponaten, spannenden<br />

Hörbeiträgen und Kurzfilmen<br />

kombiniert und den Besuchern<br />

viel Spielraum lässt, die Region<br />

besser kennenzulernen. Das<br />

„Schaufenster der Region“ bietet<br />

den Städten und Gemeinden, Landkreisen,<br />

Tourismusorganisationen,<br />

Unternehmen oder Vereinen<br />

aus der Region Heilbronn-Franken<br />

die Möglichkeit, sich den<br />

BUGA-Besuchern zu präsentieren.<br />

Wegweiser: Das rote Band verbindet.<br />

Dass eine Bundesgartenschau vor<br />

allem Aufmerksamkeit für die<br />

Gastgeber-Stadt mit sich bringt,<br />

liegt auf der Hand. Dass eine Bundesgartenschau<br />

aber auch für die<br />

umliegende Region einen enormen<br />

Mehrwert darstellt, macht<br />

Hanspeter Fass, Geschäftsführer<br />

der Bundesgartenschau 2019<br />

GmbH noch einmal deutlich: „Wir<br />

freuen uns sehr, dass sich die einzelnen<br />

Partner im Beitrag ’Made<br />

in Heilbronn-Franken’ unter einem<br />

Dach zusammengeschlossen<br />

haben.“<br />

pm<br />

www.heilbronn-franken.com<br />

Grafik: WHF<br />

Ausgezeichneter Ausbilder:<br />

IHK-Siegel für Bera<br />

SCHWÄBISCH HALL. Bernd Rath, Geschäftsführer von<br />

Bera, und die Ausbildungsbeauftragte, Silvia Albrecht,<br />

freuen sich über das Ausbildungssiegel „Dualis – ausgezeichneter<br />

Ausbildungsbetrieb“. Die von der IHK Heilbronn-Franken<br />

2014 ins Leben gerufene Auszeichnung<br />

hat das Ziel, die Ausbildungsqualität in der Region zu<br />

verbessern. Dabei nehmen die beteiligten Unternehmen<br />

eine Selbsteinschätzung vor, die von Mitgliedern<br />

der IHK und Externen unter anderem auf der Grundlage<br />

von 64 Einzelkritiken des Berufsbildungsgesetzes sowie<br />

ergänzenden Dualis-Richtlinien geprüft wird. Außerddem<br />

werden die Auszubildenden und die Ausbildungsverantwortlichen<br />

befragt. So haben in den vergangenen<br />

4 Jahren etwa 80 der rund 66 000 Unternehmen in<br />

Heilbronn-Franken erfolgreich<br />

die Zertifizierung<br />

durchlaufen und<br />

das begehrte Siegel erhalten.<br />

„Wir möchten die Qualität<br />

unserer Ausbildung<br />

stetig verbessern<br />

und Bewerbern<br />

und Auszubildenden<br />

klar aufzeigen, dass<br />

wir ein attraktiver Arbeitgeber<br />

sind“, begründet Bera-Gründer und -Geschäftsführer<br />

Bernd Rath seine Teilnahme. Dualis setze<br />

dabei die Standards, die sowohl für die Rekrutierungsund<br />

Bewerbungsphase als auch für die Ausbildung bei<br />

der Bera gelten. Die Firma Bera motiviere ihre Azubis<br />

unter anderem mit attraktiven Prämien, einer überdurchschnittlichen<br />

Branchenvergütung, einem Monatsticket,<br />

Seminaren und Teambuilding-Maßnahmen. pm<br />

VR Bank spendet acht Autos<br />

SCHWÄBISCH HALL/STUTTGART. Die VR Bank Schwäbisch<br />

Hall-Crailsheim stellt Institutionen und Vereinen<br />

für jeweils drei Jahre ein Fahrzeug auf Leasingbasis zur<br />

Verfügung. Der Schirmherr, Landessozialminister Manfred<br />

Lucha, übergab im Juli auf Schloss Solitude in Stuttgart<br />

die Autoschlüssel. Die Fahrzeuge werden aus dem<br />

Spendentopf des VR-Gewinnsparens finanziert. Zu den<br />

Empfängern gehören: AWO Soziale Dienste Schwäbisch<br />

Hall, Essen auf Rädern, die Jugendabteilung der<br />

Crailsheimer Merlins, das Samariterstift Obersontheim,<br />

der Verein Sonnenhof, die TSG Schwäbisch Hall 18744,<br />

der TSV Ilshofen und der TSV Gaildorf. Beim VR-Gewinnsparen<br />

wird ein Teil der Einnahmen (63 Cent von zehn<br />

Euro) für soziale Zwecke verwendet.<br />

pm<br />

Foto: Bera<br />

Der Arbeitsmarkt kennt kein Sommerloch<br />

Im Juli stieg die Zahl der Arbeitslosen jahreszeitlich bedingt leicht an. Wer noch einen Ausbildungsplatz sucht, hat gute Chancen.<br />

Im Juli ist die Zahl der Arbeitslosen<br />

im Agenturbezirk leicht gestiegen.<br />

„Jedes Jahr melden sich<br />

im Juli üblicherweise vermehrt<br />

junge Erwachsene nach beendeter<br />

Schul- oder Berufsausbildung<br />

vorübergehend arbeitslos. Dies ist<br />

eine jahreszeitlich typische Entwicklung.<br />

Nach der Urlaubszeit<br />

und Sommerpause werden viele<br />

von ihnen mit neuen Arbeitsverträgen<br />

wieder beschäftigt sein; einige<br />

werden eine weiterführende<br />

Schule besuchen oder studieren“,<br />

sagt Karin Käppel, Leiterin der<br />

Agentur für Arbeit Schwäbisch<br />

Hall-Tauberbischofsheim.<br />

Die Nachrichten vom Arbeitsmarkt<br />

sind auch im Juli positiv<br />

trotz des leichten Anstiegs der Arbeitslosenzahlen.<br />

„Die Beschäftigungszahlen<br />

sind sehr gut und die<br />

Nachfrage der Betriebe nach<br />

neuen Mitarbeitern steigt auf einem<br />

hohen Niveau weiter an“, so<br />

Karin Käppel. Im Juli waren insgesamt<br />

8304 freie Stellen gemeldet,<br />

386 mehr als im Vormonat (Plus<br />

4,9 Prozent) und 1170 mehr als<br />

im Juli 2017 (Plus 16,4 Prozent).<br />

Arbeitgeber haben der Arbeitsagentur<br />

in diesem Monat 2121<br />

neue Stellen gemeldet.<br />

AUSBILDUNG Junge Menschen<br />

haben die Wahl unter so vielen<br />

Ausbildungsstellen wie noch nie.<br />

Gleichzeitig tun sich nicht nur kleinere<br />

und mittelständische Betriebe<br />

schwer, ihre Ausbildungsplätze<br />

zu besetzen. Beim Business<br />

Talk der Arbeitsagentur Ende Juni<br />

wurde den Unternehmen aufgezeigt,<br />

wie sie den Jugendlichen als<br />

attraktiver Ausbildungsbetrieb auffallen.<br />

„Denn wer nicht auffällt,<br />

fällt weg“, lautet eine wichtige<br />

Grundregel für erfolgreiche Nachwuchsgewinnung.<br />

Nach der Ausbildung warten viele<br />

interessante Stellen mit Karrieremöglichkeiten<br />

auf Bewerber,<br />

auch auf solche, die keine Traumnoten<br />

haben und die Zeit brauchen,<br />

um sich weiterzuentwickeln.<br />

Dazu brauchen sie Unternehmen,<br />

die ihnen auch eine<br />

Chance dazu geben und ihre Einstellungsvoraussetzungen<br />

nicht zu<br />

hoch schrauben. „Seien Sie bei<br />

der Bewerberauswahl etwas mutiger“,<br />

wünscht sich Karin Käppel.<br />

„Wenn es nicht ganz rund läuft,<br />

unterstützen wir Bewerber und Betriebe<br />

dabei, die Ausbildung erfolgreich<br />

zu meistern. Beispielsweise<br />

über die betriebliche Einstiegsqualifizierung,<br />

mit ausbildungsbegleitenden<br />

Hilfen oder<br />

der assistierten Ausbildung.“ Wer<br />

dazu noch räumlich etwas flexibel<br />

ist und sich nicht nur auf den einen<br />

Beruf fixiert, sondern sich offen<br />

für weitere Möglichkeiten<br />

zeigt, dem stehen fast alle Wege offen.<br />

„Nicht zögern oder Umwege<br />

machen, sondern jetzt zugreifen<br />

und beruflich durchstarten", lautet<br />

der Tipp von Karin Käppel.<br />

Bis Juli wurden der Agentur für Arbeit<br />

Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim<br />

5512 freie Berufsausbildungsstellen<br />

gemeldet. Als Bewerber<br />

für einen Ausbildungsplatz<br />

haben sich 3500 junge Menschen<br />

gemeldet, 6,7 weniger im<br />

Vergleich zum Vorjahresmonat.<br />

Rein rechnerisch kommen auf einen<br />

Bewerber 1,6 Ausbildungsstellen.<br />

pm<br />

www.arbeitsagentur.de<br />

Kompakt: Der Arbeitsmarkt im Juli auf einen Blick.<br />

Grafik: Arbeitsagentur


04 Industrie<br />

August <strong>2018</strong> I Jahrgang 17 I Nr. <strong>194</strong><br />

Neuordnung im Team „Consumer“<br />

Ansmann AG stärkt Vertriebsmannschaft – Martin Gitschier ist als Verkaufsleiter für den Außendienst neu an Bord.<br />

Das Unternehmen Ansmann<br />

stellt seinen Vertrieb im Bereich<br />

„Consumer“ neu auf:<br />

Seit Anfang Juli ist Martin Gitschier<br />

Verkaufsleiter für den Außendienst.<br />

In dieser Funktion verantwortet<br />

Gitschier beim Spezialisten<br />

für Batterie-, Akku-, Lade-, Antriebstechnik<br />

und Lichttechnologie<br />

in Assamstadt die Führung des<br />

gesamten Außendienstmitarbeiter-Teams.<br />

Gitschier soll außerdem neue Vertriebskanäle<br />

für das breite Unternehmens-Produkt-Portfolio<br />

erschließen<br />

und sich neben der Weiterentwicklung<br />

der Führungsstruktur,<br />

um das intensive<br />

Coaching und die fachliche Unterstützung<br />

des zwölfköpfigen Teams<br />

sowie die Etablierung von Prozessen<br />

und Mechaniken kümmern.<br />

Innovativ: Das Unternehmen Ansmann aus Assamstadt entwickelt und produziert im Geschäftsbereich „Consumer" ein großes Sortiment an<br />

Produkten für den Endverbraucher, die über Elektrofachmärkte, den technischen Fachhandel und Online vertrieben werden.<br />

Foto: Ansmann<br />

EXPERTISE Mit Gitschier gewinnt<br />

Ansmann einen Experten<br />

für das Flächengeschäft. „Martin<br />

Gitschier ist ein Vertriebsprofi mit<br />

ausgezeichnetem Renommee“, erklärt<br />

Ansmann-Vorstand Georg<br />

Schifferdecker, „wir sind uns sicher,<br />

dass wir unsere Position bei<br />

unseren Flächenkunden dank seiner<br />

Expertise und seinem Gespür<br />

für die Anforderungen des Marktes<br />

nachhaltig ausbauen können.“<br />

Im gleichen Zug wird das bestehende<br />

Außendienst-Team erweitert<br />

und umstrukturiert: Luca Högerle<br />

übernimmt als neuer Gebietsverkaufsleiter<br />

das Vertriebsgebiet<br />

Heilbronn, Mannheim,<br />

Saarbrücken, und sein Vorgänger<br />

Björn Felch wird Junior Key-Account-Manager.<br />

FACHMESSE Auf der diesjährigen<br />

„Eurobike“ in Friedrichshafen<br />

präsentierte Ansmann im Unternehmensbereich<br />

Industrial Solutions/E-Mobility<br />

seine zahlreichen<br />

Neuheiten für diesen wachsenden<br />

Markt, mit großem Erfolg.<br />

Im Fokus standen die neue Nabenmotorengeneration,<br />

das noch umfangreichere<br />

Akku-Portfolio sowie<br />

die ganzheitlichen E-Bike-Antriebssysteme,<br />

bestehend aus Akkupack,<br />

Steuereinheit, Motor und<br />

Display. „Die diesjährige Eurobike<br />

hat eindrucksvoll bestätigt:<br />

E-Mobilität ist gefragter denn je<br />

Über Ansmann AG<br />

1991 gegründet, ist das Unternehmen mit den Bereichen „Consumer“<br />

und „Industrie“ international führend. Mit sechs Tochtergesellschaften<br />

beschäftigt Ansmann über 400 Mitarbeiter. Am Hauptsitz<br />

in Assamstadt betreibt Ansmann einen Produktionsbereich, die<br />

zentrale Logistik und ein UN-Testzentrum.<br />

und birgt gleichermaßen für die<br />

Hersteller wie für uns Zulieferer<br />

großes Wachstumspotenzial. Entsprechend<br />

freuen wir uns, dass<br />

unser Produkt- und Leistungsspektrum<br />

rund um E-Mobility bei<br />

den internationalen Standbesuchern<br />

sehr gut ankam und wir vielversprechende<br />

Kontakte knüpfen<br />

konnten“, resümiert Maximilian<br />

Dunkel, Teamleiter Kommunikation<br />

bei Ansmann.<br />

Im Mittelpunkt der Messepräsentation<br />

stand die stark erweiterte<br />

Produktrange an Heck- und Frontantrieben<br />

– gleich sechs neue Varianten<br />

an Nabenmotoren hatte<br />

das Unternehmen im Gepäck.<br />

Zudem zahlreiche Neuheiten –<br />

wie mehrere Akkuvarianten oder<br />

einen smarten Display mit Steuerungsfunktion<br />

inklusive Bluetooth-Schnittstelle<br />

für Navigation<br />

und Smartphone – Antworten, wie<br />

sich künftige Kundenanforderungen<br />

bezüglich Fahrkomfort und<br />

Leistungsstärke noch besser erfüllen<br />

lassen.<br />

HIGHLIGHT Neben der Ausstellung<br />

der E-Mobility-Komponenten<br />

für E-Bikes, E-Lastenräder oder<br />

E-Rollstühle untermauerte das Unternehmen<br />

mit Hauptsitz in Assamstadt<br />

sein tiefgreifendes<br />

Know-how in der Entwicklung<br />

kundenspezifischer Lösungen mit<br />

einem besonderen Exponat: Auf<br />

dem „Erlebnis-E-Bike“ konnten<br />

die Messebesucher selbst „erfahren“,<br />

welchen Effekt ein perfekt<br />

aufeinander abgestimmtes Gesamtsystem<br />

inklusive automatischer<br />

Schaltung, auf die Fahrperformance<br />

hat.<br />

Das E-Bike war auf einer speziell<br />

angefertigten Simulation positioniert,<br />

die eine Indoorfahrt möglich<br />

machte: Auf Basis der Trittfrequenz,<br />

Radgeschwindigkeit und<br />

Neigung berechnete die „FAG-Velomatic“<br />

den optimalen Gang und<br />

idealen Schaltzeitpunkt für den<br />

E-Bike-Fahrer und führte alles automatisch<br />

durch. Auf diese Weise<br />

lassen sich längere Strecken leichter<br />

absolvieren und der E-Biker<br />

hat mehr Kraftreserven. pm<br />

www.ansmann.de<br />

www.ansmann-energy.com<br />

Die Belegschaft ist wütend<br />

Bosch verkauft Verpackungssparte – Unmut bei Betriebsversammlung am Standort Crailsheim.<br />

Streit: Dicke Luft herrscht zwischen Bosch, Arbeitnehmern und der<br />

IG Metall im Kampf um die Zukunft des Standorts in Crailsheim. Foto: Archiv<br />

Nach dem Beschluss des<br />

Bosch-Konzerns, sein Geschäft<br />

mit Verpackungsmaschinen<br />

zu verkaufen, fand am<br />

Standort Crailsheim eine Betriebsversammlung<br />

statt. Hier wurde<br />

klar: Die Belegschaft in Crailsheim<br />

ist wütend über die Entscheidung<br />

ihres Arbeitgebers. Schließlich<br />

sei der Belegschaft im Rahmen<br />

des „Transformierungsprogramms<br />

2020“ immer wieder zugesichert<br />

worden, dass kein Verkauf<br />

der Verpackungs-Sparte geplant<br />

sei.<br />

In der Packaging-Gruppe von<br />

Bosch sind weltweit 6100 Beschäftigte<br />

tätig, deutschlandweit 3200<br />

und in Crailsheim, von wo aus vor<br />

allem der Pharmabereich bedient<br />

wird, 1140. Uwe Bauer, erster Bevollmächtigter<br />

der IG Metall<br />

Schwäbisch Hall, hält die Art und<br />

Weise dieses Vorgehens daher für<br />

„eine Frechheit“ und fordert für<br />

die Beschäftigten langfristige Perspektiven<br />

und Arbeitsbedingungen,<br />

wie sie in Tarifverträgen geregelt<br />

sind. Darüber werden der Betriebsrat<br />

und die IG Metall in den<br />

nächsten Wochen verhandeln. Manuela<br />

Rößler, Betriebsratsvorsitzende<br />

in Crailsheim kündigte an:<br />

„Der Betriebsrat und die IG Metall<br />

werden sich mit aller Kraft dafür<br />

einsetzen, dass die Zukunft des<br />

Standortes Crailsheim gesichert<br />

wird.“<br />

pm<br />

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August <strong>2018</strong> I Jahrgang 17 I Nr. <strong>194</strong><br />

Industrie 05<br />

NEWSLINE<br />

Vorhaben: 3000 Quadratmeter Fläche bieten ausreichend Platz für die weitere Entwicklung von Maier Packaging.<br />

Spatenstich für Neubau<br />

Maier Packaging legt Grundstein für erfolgreiche Zukunft in der Optima Packaging Group.<br />

Grafik: Optima Packaging Group<br />

Brauereiführung miterleben<br />

SCHWÄBISCH HALL. Bekannterweise ist ja Bier des<br />

Deutschen liebstes Getränk. Die Haller Löwenbrauerei<br />

bietet nun die Möglichkeit, bei der Herstellung und bei<br />

einer Brauereiführung von Anfang bis Ende dabei zu<br />

sein. Im Anschluss steht für die Besucher ein deftiges<br />

Vesper mit jeder Menge Biersorten zum Probieren auf<br />

dem Programm. Die Veranstaltung findet am Samstag,<br />

25. August, um 15 Uhr in der Ritterstraße 6 in Schwäbisch<br />

Hall statt. Teilnehmer, die nach der Verkostung<br />

nicht mehr selbst am Straßenverkehr teilnehmen möchten,<br />

sollten ihren Heimfahrdienst auf 18 Uhr bestellen.<br />

Die Inhaber freuen sich auf viele interessierte Handwerksjunioren<br />

oder auch Nicht-Handwerksjunioren.<br />

Eine Anmeldung ist bis Dienstag, 7. August, erwünscht.<br />

Ausführliche Informationen zur Löwenbrauerei gibt es<br />

unter www.haller-loewenbraeu.de.<br />

pm<br />

Mit einem Spatenstich legte<br />

Maier Packaging Ende<br />

Juli den Grundstein für<br />

eine Zukunft in der Optima Packaging<br />

Group. Mit dem 3000 Quadratmeter<br />

großen Neubau schafft<br />

der Experte für Abfüll- und Verpackungsanlagen<br />

für Getränke und<br />

flüssige Nahrungsmittel im oberbayrischen<br />

Bergen mehr Platz für<br />

die weitere Entwicklung sowie<br />

eine moderne Arbeitsumgebung.<br />

Im März 2019 soll das Gebäude<br />

bezugsfertig sein.<br />

TOCHTER Maier ist seit Juni<br />

eine hundertprozentige Tochtergesellschaft<br />

der Haller Optima-Unternehmensgruppe.<br />

In Bergen entsteht<br />

eine moderne Halle mit den<br />

Bereichen Montage, Werkzeugbau,<br />

Versuch, Fertigung und ein<br />

Lager. Daran schließt sich ein<br />

zweistöckiges Bürogebäude an, in<br />

dem die Verwaltung und die Abteilungen<br />

Konstruktion, Einkauf, Vertrieb<br />

sowie die Kantine untergebracht<br />

sein werden.<br />

„Bei der Planung haben wir im Besonderen<br />

auf das Wohlbefinden<br />

der Beschäftigten geachtet“, sagt<br />

Architekt Rolf Blank vom Blank Ingenieurbüro.<br />

Heizung und Kühlung<br />

des Gebäudes erfolgen mit<br />

Erdwärme. Dadurch herrsche<br />

ganzjährig im Bürogebäude und<br />

in der Halle ein angenehmes<br />

Klima, heißt es in einer Pressemitteilung<br />

von Optima. Die Decken<br />

im Bürotrakt dienen zur Heizung<br />

und Kühlung der Räume. In der<br />

Montagehalle sorge eine sogenannte<br />

Betonkernaktivierung –<br />

ähnlich einer Fußbodenheizung –<br />

für angenehme Arbeitsbedingungen<br />

mit nachhaltiger Energieversorgung.<br />

PROTOTYP Innovativ zeigt sich<br />

die Optima Packaging Group auch<br />

auf anderen Feldern: Beim zweiten<br />

„Makeathon München“ Ende<br />

Juni entwickelten fünf junge Optima-Talente<br />

in 30 Stunden einen<br />

Prototypen. Das Team, das aus Studierenden,<br />

Auszubildenden und<br />

Mitarbeitern von Optima bestand,<br />

konstruierte einen Produktvereinzeler<br />

mit Zuführsystem. 124 Teilnehmer<br />

aus acht Ländern nahmen<br />

an dem Wettbewerb teil. Dem Optima-Team<br />

schlossen sich drei Studierende<br />

aus München und Landshut<br />

an. Die Idee zielte darauf ab,<br />

das bisherige platzintensive Vorgehen<br />

zu ersetzen. Der Prototyp umfasst<br />

die Funktionen: Vereinzeln<br />

der Produkte aus einem Stapel,<br />

Überprüfen des Produktabstandes,<br />

Anpassen des Abstandes und<br />

Beschleunigen auf Maschinengeschwindigkeit.<br />

Beeindruckt zeigte sich Georg Pfeifer,<br />

Geschäftsführer des Geschäftsbereichs<br />

Optima Nonwovens, der<br />

sich mit der Verpackung von Papierhygieneartikeln<br />

befasst: „Es<br />

ist immer wieder begeisternd, in<br />

welcher Geschwindigkeit die Umsetzung<br />

von einer Idee in ein funktionierendes<br />

mechatronisches<br />

Konzept erfolgt.“<br />

pm<br />

www.optima-packaging.com<br />

Geprüfte Betriebswirte<br />

erhalten ihre Urkunden<br />

REGION. Sechs Teilnehmer haben die bundesweit anerkannte<br />

Qualifikation „Geprüfter Betriebswirt (HwO)“<br />

im Bildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer<br />

(BTZ) mit Erfolg abgeschlossen: Michael Hammel<br />

aus Erlenbach, Martin Kraft aus Boxberg-Schweigern,<br />

Maximilian Miola aus Fichtenberg, Ute Schillinger<br />

aus Heilbronn, Maximilian Schühle aus Zaisenhausen<br />

und Amelie Seeger aus Stutensee. Der Abschluss ist gemäß<br />

dem „Deutschen Qualifikationsrahmen“ (DQR) einem<br />

akademischen Master-Abschluss gleichwertig. Der<br />

nächste Lehrgang „Geprüfte/r Betriebswirt/-in nach der<br />

HwO“ startet am Samstag, 22. September, im BTZ. Es<br />

gibt noch freie Plätze. Weitere Informationen gibt es bei<br />

Jochen Rieschl von der Handwerkskammer Heilbronn-<br />

Franken unter der Telefonnummer<br />

0 71 31 / 7 91 27 04 oder der E-Mail-Adresse<br />

info@btz-heilbronn.de.<br />

pm<br />

Eine wirklich saubere Sache<br />

Ziehl Abegg liefert E-Antriebe für Berliner Doppeldecker. 2019 werden erste Busse umgerüstet.<br />

Neu aufgestellt<br />

Wechsel an der Spitze bei Recaro Aircraft Seating.<br />

Fahrzeugaufbauer<br />

Tassima,<br />

Zulieferer Ziehl-Abegg und<br />

Engineering-Partner IAV wollen<br />

im nächsten Jahr die Berliner<br />

Doppeldeckerbusse elektrifizieren.<br />

Sie gehören zum Straßenbild<br />

und tausende Touristen nutzen<br />

sie, um die Hauptstadt bequem<br />

kennenzulernen. „Aber<br />

sie sind in die Jahre gekommen<br />

und vernebeln die Innenstädte<br />

mit Stickoxiden und Feinstaub“,<br />

schreibt IAV in der Pressemitteilung.<br />

Deshalb stünden sie jetzt<br />

vor einer tiefgreifenden Umrüstung:<br />

Die Projektpartner Tassima,<br />

Ziehl-Abegg und IAV würden<br />

die „Rußschleudern“<br />

durch moderne Elektroantriebsstränge<br />

ersetzen.<br />

Aussicht: Bald sind die neuen Busse auch vor dem Brandenburger Tor unterwegs.<br />

INTEGRIERT Die Busse sollen<br />

schon ab 2019 mit einer von<br />

Ziehl-Abegg entwickelten<br />

E-Achse elektrifiziert werden.<br />

Die Elektro-Triebwerke und die<br />

Leistungselektronik des Antriebsstrangs<br />

sind in die Radnaben<br />

integriert. Die kompakte<br />

Bauweise sei auch für Niederflurbusse<br />

geeignet: „Die Batterie<br />

kann je nach gewünschter<br />

Reichweite individuell angepasst<br />

werden und findet an der<br />

Stelle Platz, wo vorher der Dieselmotor<br />

montiert war.“<br />

Ziehl-Abegg-Geschäftsführer<br />

Ralf Arnold sagt: „Unser ZAwheel<br />

ist nachweislich die effizienteste<br />

Art, einen Stadtbus anzutreiben<br />

– das wirkt sich positiv<br />

auf die Größe der Batterie<br />

aus und spart dauerhaft Kosten.“<br />

Utz-Jens Beister, Leiter Produktgeschäft<br />

bei IAV fügt hinzu:<br />

„Elektrisch angetriebene Busse<br />

sind eine interessante Alternative<br />

im innerstädtischen Verkehr.<br />

Wir wollen einen spürbaren<br />

Beitrag zu einer sauberen,<br />

abgasfreien Mobilität in der<br />

Stadt leisten.“<br />

pm<br />

www.ziehl-abegg.de<br />

Grafik: IAV<br />

René Dankwerth, Executive<br />

Vice President of Research<br />

and Development und bislang Mitglied<br />

der Geschäftsleitung von Recaro<br />

Aircraft Seating in Schwäbisch<br />

Hall, wird zum 1. Oktober<br />

neuer Geschäftsführer von Recaro<br />

Aircraft Seating Americas in Fort<br />

Worth (Texas). Sunitha Vegerla,<br />

die für vier Jahre diese Position<br />

ausgefüllt hatte, bleibt Recaro als<br />

Director of Quality & Process Management<br />

in der Geschäftsleitung<br />

am Standort USA erhalten. Nachfolger<br />

von René Dankwerth ist<br />

Heiko Fricke.<br />

ERFOLG Dankwerth habe während<br />

seiner Zeit am Haller Hauptsitz<br />

erheblich zum Erfolg des Unternehmens<br />

beigetragen, schreibt<br />

Recaro. So wurden unter seiner<br />

Leitung die Fehlerkosten um 50<br />

Prozent in zwei Jahren gesenkt.<br />

Als neues Mitglied der Geschäftsleitung<br />

und neu an Bord von Recaro<br />

Aircraft Seating übernimmt<br />

Heiko Fricke in Hall ab sofort das<br />

Geschäftsfeld Forschung und Entwicklung.<br />

Der Elektroingenieur<br />

war zuvor bei Daimler und Airbus<br />

in leitenden Positionen tätig. „Ich<br />

freue mich sehr für Heiko Fricke,<br />

dass er zukünftig als Teil von Recaro<br />

seine Qualitäten und Kompetenzen<br />

voll und ganz einsetzen<br />

kann. Er ist der passende Mann<br />

für unsere aktuellen und zukünftigen<br />

Herausforderungen“, sagt der<br />

geschäftsführende Gesellschafter<br />

Dr. Mark Hiller.<br />

pm<br />

www.recaro-as.de<br />

Nachfolger: Heiko Fricke war für<br />

Daimler und Airbus tätig. Foto: Recaro<br />

„Wachstumsziel<br />

2 Jahre<br />

früher erreicht“<br />

www.drstiller.com<br />

DR. STILLER


06 Blickpunkt<br />

August <strong>2018</strong> I Jahrgang 17 I Nr. <strong>194</strong><br />

„Trump schießt sich selbst in beide Füße“<br />

Verschiedene amerikanische Präsidenten wollten ihre Wirtschaft mit Strafzöllen schützen. Erfolg war ihnen nicht beschert.<br />

VON KERSTIN DORN<br />

In den letzten beiden Monaten<br />

hat Europa die Luft angehalten<br />

und mit bangen Blicken<br />

über den Atlantik geschaut. Mancher<br />

Firmenchef wird sich gefragt<br />

haben, welche Vorhaben Donald<br />

Trump in Sachen Zollpolitik als<br />

nächstes plant und vor allem, was<br />

es das eigene Unternehmen kosten<br />

wird.<br />

Trumps Vorgehen hat Methode:<br />

Schon beim Nordkoreakonflikt<br />

hatte er verbal derart hochgerüstet,<br />

dass alle Welt den Atem anhielt.<br />

Dann machte er auf dem Absatz<br />

kehrt und besuchte den despotischen<br />

Machthaber der Gegenseite.<br />

Beide verhandelten einen<br />

Deal und Trump konnte als „Gewinner“<br />

zum amerikanischen<br />

Wahlvolk zurückkehren.<br />

Die Taktik im aktuellen Handelsstreit<br />

zeigt Parallelen. Auch hier<br />

hat Trump hoch gepokert und Fakten<br />

geschaffen. Anfang Juni wurden<br />

die Strafzölle auf Stahl und<br />

Aluminium wirksam und noch<br />

weit umfangreichere in Aussicht<br />

gestellt. Die Drohung saß: Importzölle<br />

auf deutsche Autos hätten<br />

Deutschland sehr viel härter getroffen<br />

als die Abgaben auf Stahl<br />

und Aluminium. Denn für die deutschen<br />

Autobauer sind die USA der<br />

zweitgrößte Exportmarkt nach<br />

China. Trump hatte den Bogen wieder<br />

einmal aufs Äußerste gespannt.<br />

Doch im Visier sahen sich<br />

ausgerechnet die amerikanische<br />

Wirtschaft und damit diejenigen,<br />

die er eigentlich schützen wollte.<br />

Denn die Autobauer aus Detroit,<br />

Ford und General Motors, leiden<br />

unter den gestiegenen Preisen für<br />

Stahl und Aluminium, die eine<br />

Folge der Strafzölle sind. Zusätzliche<br />

20-prozentige Aufschläge auf<br />

importierte Autoteile hätten ihre<br />

Gewinne noch stärker einbrechen<br />

lassen. Höhere Autopreise wiederum<br />

könnten die Stimmung<br />

beim Wahlvolk kippen lassen.<br />

Widerstand kommt<br />

aus den eigenen Reihen<br />

Zölle: Die Einfuhrzölle auf Pkw sind vorerst vom Tisch.<br />

Das befürchten auch die republikanischen<br />

Abgeordneten, zumal<br />

im November Kongresswahlen anstehen.<br />

Lamar Alexander, ein republikanischer<br />

Senator aus Tennessee,<br />

brachte es so auf den Punkt:<br />

Ein Wettlauf der Vergeltung bringe<br />

nichts, „du löst kein Problem, indem<br />

du dir in beide Füße<br />

schießt“. Auch die amerikanischen<br />

Bauern sehen sich im<br />

Schussfeld der Trump’schen Zollpolitik.<br />

Denn die Strafzölle treffen<br />

auch Traktorenbauer wie Fendt,<br />

der zwar in den USA produziert,<br />

aber auf Stahlimporte angewiesen<br />

ist. Gegenwind kam auch vom Getränkeriesen<br />

Coca Cola. Das Unternehmen<br />

musste einen Preisanstieg<br />

seiner Abfüllpartner hinnehmen.<br />

Ein noch deutlicheres Signal<br />

setzte Harley Davidson. Der Motorradbauer<br />

aus Wiscons im Westen<br />

der USA plant, einen Teil seiner<br />

Produktion ins Ausland zu verlegen.<br />

Bald soll ein Teil der Motorräder,<br />

die in Europa verkauft werden<br />

sollen, nicht mehr aus den<br />

USA kommen. Damit will das Unternehmen<br />

Zölle vermeiden, die<br />

die EU auf Importe aus den USA erhebt.<br />

So hatte Donald Trump sich seine<br />

„America first“-Politik wohl nicht<br />

vorgestellt . Statt Jobs zu schaffen,<br />

erreicht er das genaue Gegenteil.<br />

Vielleicht hätte er einmal einen<br />

Blick in die Geschichte werfen sollen.<br />

Denn die beweist, dass Protektionismus<br />

ein Schuss ist, der oftmals<br />

nach hinten losgeht. Ein Beispiel<br />

ist der Streit zwischen China<br />

und Großbritannien im 19. Jahrhundert.<br />

Damals schottete sich<br />

das Kaiserreich gegenüber ausländischen<br />

Märkten ab, womit insbesondere<br />

die Briten ein Problem<br />

hatten. Ihre Vorliebe für Tee, Porzellan<br />

und Seide verursachte ein<br />

dickes Handelsdefizit, das sie<br />

über verstärkte Opiumlieferungen<br />

auszugleichen versuchten. Als das<br />

nicht funktionierte, kam es zum<br />

Krieg und China verlor Hongkong.<br />

Foto: NPG Archiv<br />

Aber soweit muss Trump gar nicht<br />

zurückblicken. Die letzten Handelsstreite<br />

der Amerikaner sind<br />

noch gar nicht so lange her: Einen<br />

hat Herbert Hoover, als Präsidentschaftskandidat<br />

der Republikaner,<br />

angezettelt. Auch er gewann<br />

seine Wahl 1929 mit dem Versprechen,<br />

amerikanische Farmer vor<br />

ausländischer Konkurrenz schützen<br />

zu wollen. Das Programm, mit<br />

dem sein Wahlversprechen umgesetzt<br />

werden sollte, ist als „Smoot-<br />

Hawley Tariff Act“ in die Geschichte<br />

eingegangen. Es war ein<br />

Gesetz mit etwa 21 000 Einzelpositionen,<br />

das die Zölle für über 800<br />

Produkte erhöhte. Obwohl viele<br />

amerikanische Ökonomen vor<br />

den Folgen warnten, trat es am<br />

17. Juni 1930 in Kraft. Daraufhin<br />

brach der Welthandel innerhalb<br />

weniger Monate zusammen und<br />

verschärfte die Auswirkungen der<br />

Weltwirtschaftskrise nach dem<br />

Börsencrash vom Oktober 1929.<br />

Auch George W. Bush hatte seinen<br />

Wählern versprochen, die amerikanische<br />

Stahlindustrie zu schützen.<br />

Im März 2002 belegte er<br />

Stahlimporte mit Schutzzöllen von<br />

30 Prozent. Auch damals wehrten<br />

sich Europa, Japan, Korea, China,<br />

Australien und Neuseeland. Sie<br />

strengten ein Schiedsgerichtsverfahren<br />

vor der Welthandelsorganisation<br />

(WTO) an und gewannen.<br />

Nachdem der Dollar-Kurs nachgegeben<br />

und rund 200 000 Arbeitsplätze<br />

in der amerikanischen<br />

Stahlindustrie verloren gegangen<br />

waren, hob Präsident Bush die<br />

Strafzölle wieder auf.<br />

Ob Trump das Gleiche tun muss,<br />

bleibt abzuwarten. Zwar sind<br />

nach seinem Treffen mit EU-Kommissionschef<br />

Jean-Claude Juncker<br />

die Autozölle vorerst vom<br />

Tisch. Die Strafzölle auf Aluminium-<br />

und Stahl aber bleiben bestehen<br />

und Europa weiß, dass<br />

Trump gern auf dem Absatz kehrt<br />

macht. Der bange Blick nach Westen<br />

wird uns aber weiter begleiten.<br />

„Eine sehr ambivalente Stimmung“<br />

Christopher Stehr, Professor für Internationales Management an der German Graduate School of Management and Law (GGS), hat kürzlich als Leiter einer<br />

Studienreise die USA besucht. Der Wissenschaftler zu den Folgen der Importzölle für die US-Wirtschaft und den Handel weltweit.<br />

<strong>REGIOBUSINESS</strong> Ihre Eindrücke<br />

von der Studienreise in die<br />

USA sind noch frisch. Wie ist dort<br />

die Stimmung nach dem ersten<br />

Amtsjahr von Präsident Trump?<br />

CHRISTOPHER STEHR In den<br />

USA herrscht eine sehr ambivalente<br />

Stimmung. Immer wieder<br />

konnte ich spüren, dass Donald<br />

Trump als Tabuthema in Gesprächen<br />

vermieden wird und die Amerikaner<br />

ihren Präsidenten am<br />

liebsten als inneramerikanische<br />

Angelegenheit sehen würden. Im<br />

persönlichen Gespräch entschuldigte<br />

sich eine erfolgreiche New<br />

Yorker Investment-Bankerin gar<br />

als erstes bei mir für ihren Präsidenten.<br />

Bei einem Abendessen<br />

mit Trump-Anhängern konnte ich<br />

den sozialen Druck innerhalb der<br />

Gruppe spüren. Die Leute sind unsicher<br />

und haben Angst vor Veränderungen.<br />

<strong>REGIOBUSINESS</strong> Droht eine<br />

Spaltung der amerikanischen Gesellschaft?<br />

CHRISTOPHER STEHR Die Spaltung<br />

ist schon da! Vielfach reden<br />

die Anhänger von Demokraten<br />

und Republikanern schon nicht<br />

mehr miteinander. Bei meinem<br />

Aufenthalt im linksliberalen Portland<br />

winkten viele Einwohner<br />

beim Thema Trump einfach ab<br />

und erwiderten, es mache keinen<br />

Sinn darüber zu diskutieren. Oft<br />

fielen Äußerungen wie „Wir machen<br />

unser eigenes Ding“ und<br />

„Washington ist weit weg“. Viele<br />

Gouverneure und Bürgermeister<br />

positionieren sich öffentlich gegen<br />

Donald Trump.<br />

<strong>REGIOBUSINESS</strong> Die deutschamerikanischen<br />

Beziehungen<br />

durchlaufen gerade eine schwierige<br />

Phase. Sie haben mit Vertretern<br />

deutscher Unternehmen in<br />

den USA gesprochen. Wie bewerten<br />

diese die Lage und was raten<br />

Sie deutschen Unternehmen, die<br />

in den USA aktiv sind?<br />

CHRISTOPHER STEHR Deutsche<br />

Unternehmen müssen<br />

Trump ernst nehmen und einen<br />

Plan B in der Tasche haben. Ich<br />

rate dazu, auf dem amerikanischen<br />

Markt zu bleiben. Dies ist<br />

wichtiger denn je, um durch die<br />

Nähe zum Kunden Zufriedenheit<br />

zu generieren. Nur wer vor Ort in<br />

den USA produziert, kann außerdem<br />

Handelszölle aushebeln und<br />

dort Waren zu wettbewerbsfähigen<br />

Preisen anbieten. Unternehmen,<br />

die sich neu in den USA etablieren<br />

möchten, empfehle ich einen<br />

Blick nach Detroit zu werfen.<br />

Hier kann man – nach dem Niedergang<br />

– die Revitalisierung einer<br />

ganzen Stadt verfolgen.<br />

<strong>REGIOBUSINESS</strong> Mit der Kündigung<br />

international gültiger Handelsabkommen<br />

und hohen Einfuhrzöllen<br />

möchte Trump die amerikanische<br />

Wirtschaft ankurbeln.<br />

Was verspricht sich der US-Präsident<br />

von diesen Maßnahmen?<br />

CHRISTOPHER STEHR Mit diesen<br />

Maßnahmen bedient Trump<br />

seine Wählerschaft und setzt seine<br />

Vision „America first“ um. Geschickt<br />

blendet er in seinen Äußerungen<br />

die Gesamtdimension der<br />

Leistungsbilanz aus. Denn die Handelsbilanz,<br />

auf die er anspielt, ist<br />

eine Teilbilanz der Leistungsbilanz.<br />

Die hohen Gewinne der Zukunfts-<br />

und Tec-Unternehmen wie<br />

Google lässt er – ebenso wie die<br />

Produktivität der Unternehmen,<br />

die ein wesentliches Kriterium der<br />

globalen Konkurrenzfähigkeit ist<br />

– unter den Tisch fallen. Ich vermute,<br />

er möchte sich damit Vorteile<br />

verschaffen, um wichtige internationale<br />

Handelsabkommen<br />

nachzuverhandeln.<br />

Differenziert: Nicht alle Amerikaner stehen hinter Trump – das hat<br />

Christopher Stehr auf seiner Reise selbst erfahren.<br />

Foto: GGS<br />

<strong>REGIOBUSINESS</strong> Setzt nun weltweit<br />

ein Protektionismus-Wettlauf<br />

ein und erleben wir damit das<br />

Ende der Globalisierung?<br />

CHRISTOPHER STEHR Schon<br />

jetzt erleben wir einen leichten<br />

Rückgang der volkswirtschaftlichen<br />

Globalisierung wie der KOF-<br />

Globalisierungsindex der ETH Zürich<br />

zeigt. Zur Globalisierung gehören<br />

aber auch soziale und politische<br />

Komponenten, die durch Protektionismus<br />

auch nicht gerade gestärkt<br />

werden. So betrachtet, erleben<br />

wir gerade eine Stagnation<br />

der Globalisierung.<br />

<strong>REGIOBUSINESS</strong> Obwohl die<br />

USA sehr innovative Unternehmen<br />

und die wohl besten Universitäten<br />

der Welt beheimatet, positioniert<br />

sich Trump gegen den internationalen<br />

Wettbewerb. Schadet er damit<br />

nicht der US-Wirtschaft?<br />

CHRISTOPHER STEHR Eindeutig<br />

ja. Viele ausländische Unternehmen<br />

reflektieren ihre Investitionsvorhaben<br />

und fragen sich, ob<br />

es nicht attraktivere Länder als die<br />

USA gibt. Wissenschaftliche Daten<br />

wie Investitionsflüsse zeigen dies<br />

deutlich. Der Milliardenkonzern<br />

Würth hat beispielsweise angekündigt,<br />

nicht mehr in den USA zu investieren,<br />

solange Präsident<br />

Trump regiert.<br />

<strong>REGIOBUSINESS</strong> Durch den<br />

Schutz der heimischen Stahlindustrie<br />

und lasche Umweltschutzgesetze<br />

scheinen die USA im Bereich<br />

der Erneuerbaren Energien den<br />

Anschluss zu verlieren. Welche<br />

Auswirkungen hat das für die US-<br />

Bevölkerung?<br />

CHRISTOPHER STEHR Glücklicherweise<br />

dürfen US-Counties<br />

selbst Umweltgesetze erlassen.<br />

Viele Städte wie Seattle, Denver<br />

oder Portland machen davon Gebrauch<br />

und bilden eine Allianz,<br />

die sich gegen die Beschlüsse von<br />

Trump wehrt und dem US-Gesetz<br />

widerspricht. Dies hat allerdings<br />

zur Folge, dass der US-Präsident<br />

mit der Kürzung von Geldvergaben<br />

versucht, genau diese Counties<br />

zu schwächen. So wurden<br />

Portland Gelder zur Betreuung<br />

von sozial schwachen Kindern von<br />

der Regierung gekürzt. Daraufhin<br />

haben sich Lehrer und Eltern zusammengesetzt<br />

und per Fundraising<br />

Gelder gesammelt, um die<br />

Stelle zu erhalten.<br />

<strong>REGIOBUSINESS</strong> Die USA sind<br />

bekannt für ihren American Way<br />

of Life und gelten als Land der unbegrenzten<br />

Möglichkeiten. Ist das<br />

nur noch Cowboy-Romantik oder<br />

hilft dieser Geist dem Land bei zukünftigen<br />

Herausforderungen?<br />

CHRISTOPHER STEHR Der Spirit<br />

in den USA ist nach wie vor einzigartig<br />

und mich fasziniert der<br />

Optimismus, den viele Amerikaner<br />

ausstrahlen. Sie setzen ihre<br />

Ideen in die Praxis um und haben<br />

den Mut, Fehler zu machen. Ihr<br />

Credo lautet, es dürfen Fehler gemacht<br />

werden, wenn man daraus<br />

lernt. „Es einfach tun“ erleichtert<br />

vielen Startups die Umsetzung ihrer<br />

Geschäftsideen und wird auch<br />

zukünftig dafür sorgen, dass die<br />

USA wettbewerbsfähig bleiben.<br />

www.ggs.de<br />

Interview nach Vorlage


August <strong>2018</strong> I Jahrgang 17 I Nr. <strong>194</strong><br />

Blickpunkt 07<br />

Unsicherheit in<br />

vielen Branchen<br />

Die „Strafzölle“ der USA gegen die halbe Welt sorgen für Bedenken in<br />

den Schaltzentralen der Unternehmen der Region Heilbronn-Franken.<br />

Die tatsächlichen Auswirkungen scheinen derzeit zwar noch gering,<br />

die fehlende Planungssicherheit macht den Entscheidern in den Firmen<br />

jedoch zu schaffen. VON MARIUS STEPHAN<br />

Mit der Ankündigung, die<br />

Zölle unter anderem auf<br />

Stahl und Aluminium zu<br />

erhöhen, sorgte US-Präsident Donald<br />

Trump im März für Furore.<br />

Zunächst wurde die Erhöhung für<br />

Firmen aus der Europäischen<br />

Union zwar ausgesetzt, seit Juni<br />

gilt jedoch ein zusätzlicher Zollsatz<br />

von 10 Prozent auf Aluminium<br />

und 25 Prozent auf Stahl. In<br />

der Region sorgt dies für Verunsicherung.<br />

VORSICHT Viele Firmen erteilten<br />

der Anfrage der Redaktion<br />

gleich eine Absage. Zu groß sind<br />

die Unwägbarkeiten, zu unsicher<br />

die Einschätzung der Lage und<br />

der möglichen weiteren Entwicklung.<br />

Die Unternehmen halten<br />

sich bedeckt und harren der<br />

Dinge, die womöglich noch kommen.<br />

Hinter vorgehaltender Hand<br />

sprechen Wirtschaftsvertreter von<br />

der Wankelmütigkeit der aktuellen<br />

US-Politik und dass kaum jemand<br />

sagen könne, ob oder wie<br />

»Bei einer<br />

Verschärfung müssen<br />

wir überlegen,<br />

wie wir damit umgehen.«<br />

Handel: 2017 gingen deutsche Waren im Wert von 111,5 Milliarden Euro in die USA.<br />

die Zollsituation sich weiterentwickelt.<br />

Dies schaffe eine Stimmung,<br />

in der jegliche Planungssicherheit<br />

fehle.<br />

Wenn sich die Firmen aus der Region<br />

äußern, dann mit Bedacht:<br />

„Für Bausch + Ströbel sind die<br />

USA ein wichtiger Absatzmarkt.<br />

Um näher bei unseren Kunden zu<br />

sein, haben wir deshalb bereits in<br />

den 80er Jahren eine eigenen Niederlassung<br />

an der Ostküste gegründet.<br />

Unser Engagement in<br />

den USA planen wir seit jeher langfristig.<br />

Tagespolitische Entscheidungen<br />

spielen für unsere Investitionstätigkeit<br />

dort derzeit nur eine<br />

untergeordnete Rolle. Dennoch<br />

beobachten wir die weitere Entwicklung<br />

in den USA natürlich<br />

sehr aufmerksam“, sagt der geschäftsführende<br />

Gesellschafter<br />

Markus Ströbel vom Maschinenhersteller<br />

Bausch + Ströbel in Ilshofen.<br />

Die Strafzölle der US-Regierung<br />

auf Stahl und Aluminium beträfen<br />

Bausch + Ströbel im Moment<br />

nicht direkt und das Unternehmen<br />

geht derzeit auch nicht<br />

davon aus, dass es Strafzölle auf<br />

seine Spezialmaschinen geben<br />

wird.<br />

AUFGABE „Wir sind aktuell zu<br />

einem kleinen Teil betroffen“, erklärt<br />

Rainer Grill, Pressesprecher<br />

des Ventilatoren- und Motorenbauers<br />

Ziehl-Abegg mit Sitz in Künzelsau.<br />

Das Unternehmen bezahlt<br />

erhöhte Zollsätze auf Gehäusebauteile,<br />

die in Kupferzell gefertigt,<br />

aber aufgrund der Transportkosten<br />

erst im Werk in Greensborough,<br />

North Carolina, montiert<br />

werden. Die zusätzlichen Kosten<br />

seien jedoch gering, bislang gebe<br />

Ziehl-Abegg diese auch nicht an<br />

die Kunden weiter.<br />

Die Ventilatoren, die das Unternehmen<br />

am Standort Bieringen<br />

gießt, sind derzeit nicht von den<br />

„Strafzöllen“ betroffen, sagt Grill.<br />

„Wir betrachten die Entwicklung<br />

in den USA sehr genau, bei einer<br />

Foto: NPG-Archiv<br />

möglichen Verschärfung müssen<br />

wir überlegen, wie wir damit umgehen.“<br />

Zum aufflammenden Protektionismus<br />

in den USA will sich das Unternehmen<br />

nicht äußern: „Wir sehen<br />

es nicht als unsere Aufgabe,<br />

als Unternehmen die Politik oder<br />

das Wahlverhalten in einer anderen<br />

Nation zu kommentieren, wir<br />

beschäftigen uns mit unseren Produkten<br />

und unseren Kunden“, resümiert<br />

Grill.<br />

„Ein Handelskrieg kennt nur Verlierer“<br />

IHK Heilbronn-Franken und Südwestmetall kritisieren die US-Handelspolitik und plädieren eindringlich für offene Märkte.<br />

VON FRANK LUTZ<br />

Die aktuelle Konjunkturumfrage<br />

der IHK Heilbronn-Franken<br />

macht es deutlich: Der drohende<br />

Handelskrieg mit den USA<br />

bereitet der heimischen Wirtschaft<br />

Kopfzerbrechen. So habe<br />

sich die Wirtschaft auch in der Region<br />

im zweiten Quartal verhaltener<br />

als zuvor entwickelt, und vor<br />

allem die Außen- und Handelspolitik<br />

der Vereinigten Staaten erhöhe<br />

die Unsicherheit für die weitere<br />

Entwicklung, schreibt die Kammer<br />

in ihrem Konjunkturbericht.<br />

Die protektionistischen Maßnahmen<br />

der US-Regierung hätten zu<br />

einer „abwartenden Haltung“ und<br />

damit zu einer geringeren Investitionsbereitschaft<br />

geführt. Zwar<br />

gehe es der regionalen Wirtschaft<br />

weiterhin sehr gut, und auch die<br />

Weltwirtschaft befinde sich insgesamt<br />

weiterhin im Aufschwung.<br />

Doch das könne sich rasch ändern:<br />

„Vor allem eine Eskalation<br />

des Handelskonflikts mit Amerika<br />

könnte die Konjunktur deutlich<br />

stärker bremsen als bisher“,<br />

schreibt die IHK.<br />

Deutlich äußert sich auch Elke Döring,<br />

Hauptgeschäftsführerin der<br />

Kammer, gegenüber der SÜD-<br />

WEST PRESSE Hohenlohe: „Handelskriege<br />

kennen nur Verlierer,<br />

das hat sich in der Geschichte<br />

schon oft bewahrheitet“. Was den<br />

von EU-Kommissionspräsident<br />

Jean-Claude Juncker jüngst ausgehandelten<br />

Kompromiss angeht,<br />

gibt sich Döring verhalten optimistisch:<br />

Die in Aussicht gestellte Lösung,<br />

vor allem der von US-Präsidenten<br />

Donald Trump in Aussicht<br />

gestellte Verzicht auf Strafzölle für<br />

Autos, sei „ein erster Schritt in die<br />

richtige Richtung“. Döring fügt allerdings<br />

hinzu: „Dennoch bleibt<br />

Skepsis, da sich die USA als ein<br />

jahrzehntelang verlässlicher Partner,<br />

mehr und mehr zu einem unkalkulierbaren<br />

Faktor im internationalen<br />

Handel und in der Politik<br />

entwickelt hat.“<br />

Die EU muss möglichst<br />

geschlossen auftreten<br />

Die Hoffnung auf wieder bessere<br />

Handelsbeziehungen in der Zukunft<br />

gibt Döring aber nicht auf:<br />

„Hier gilt es wieder eine Basis für<br />

eine vertrauensvolle Zusammenarbeit<br />

zu schaffen und dazu gehört<br />

es auch die bereits erhobenen illegalen<br />

Zollerhöhungen seitens der<br />

USA zurückzunehmen.“ Um dieses<br />

Ziel zu erreichen, müsse die<br />

EU möglichst geschlossen auftreten,<br />

„um das nötige wirtschaftliche<br />

und politische Gewicht in die<br />

Waagschale werfen zu können<br />

und nicht zum Spielball US-amerikanischer<br />

Launen zu werden“. Allen<br />

Beteiligten müsse klar sein:<br />

Handelskriege könnten keine Konflikte<br />

lösen.<br />

Eindringlich für offene Märkte<br />

tritt auch Südwestmetall ein. Die<br />

Annäherung: Sowohl Kammer als auch Arbeitgeberverband begrüßen den Kompromiss, den Jean-Claude<br />

Juncker (li.) mit Donald Trump ausgehandelt hat. Doch es bestehen Zweifel, ob die USA auch in Zukunft<br />

ein zuverlässiger Handelspartner bleiben werden.<br />

Foto: Evan Vucci/AP/dpa<br />

Mitglieder des Verbands der Metall-<br />

und Elektroindustrie Baden-<br />

Württemberg sind von den bereits<br />

bestehenden Importzöllen auf Aluminium<br />

und Stahl natürlich besonders<br />

betroffen.<br />

„Die stark exportorientierte Wirtschaft<br />

in Deutschland, Baden-<br />

Württemberg und insbesondere<br />

auch der Region Heilbronn-Franken<br />

ist zwingend auf offene<br />

Märkte angewiesen“, sagt daher<br />

Jörg Ernstberger, Juristischer Referent<br />

für Arbeits- und Sozialrecht<br />

bei der Bezirksgruppe Heilbronn.<br />

Die produzierenden Unternehmen<br />

in diesen Bereichen stünden<br />

bereits jetzt unter einem hohen<br />

»Nur ein freier<br />

Handel sichert<br />

Arbeitsplätze auf<br />

beiden Seiten.«<br />

Wettbewerbsdruck, da vor allem<br />

chinesische Unternehmen wegen<br />

niedrigerer Gehälter und Energiekosten<br />

deutlich billiger produzieren<br />

könnten. „Sollten sich die USA<br />

nachhaltig abschotten, würde sich<br />

der Wettbewerb in den offenen<br />

EU-Märkten aufgrund höherer Lieferungen<br />

dorthin zusätzlich verschärfen“,<br />

meint Ernstberger.<br />

Den „Deal“ zwischen Jean-Claude<br />

Juncker und Donald Trump begrüßt<br />

Ernstberger: „Südwestmetall<br />

plädiert schon seit Jahren für<br />

ein Freihandelsabkommen mit<br />

den USA.“ Denn Deutschland sei<br />

zwingend auf offene Märkte angewiesen:<br />

„Kaum ein Land ist so<br />

stark in die internationalen Handelsströme<br />

und Wertschöpfungsketten<br />

eingebunden wie unseres.“<br />

Jeder vierte Arbeitsplatz hänge<br />

vom Außenhandel ab, in der Industrie<br />

sogar jeder zweite.<br />

Es ist viel Porzellan<br />

zerschlagen worden<br />

Im Zusammenhang mit Trumps<br />

„America-First“-Politik spricht<br />

Ernstberger sogar von einem<br />

„Bruch der bewährten Handelspolitik<br />

mit den USA“. Auch die „Art<br />

und Weise der Verhandlungsführung<br />

mit Koppelung an teilweise<br />

sachfremde Themen“ stimme<br />

nicht zuversichtlich: „Es ist viel<br />

Porzellan zerschlagen worden;<br />

das Vertrauen gegenüber den USA<br />

als zuverlässiger Handelspartner<br />

leidet nachhaltig.“<br />

Doch was die weitere Entwicklung<br />

angeht, zeigt sich Ernstberger<br />

durchaus optimistisch: „Wir sind<br />

zuversichtlich, dass eine Entspannung<br />

eintreten wird.“ Denn die<br />

USA schadeten sich mit ihrer Handelspolitik<br />

selbst am meisten:<br />

Schutzzölle führten stets zu erheblich<br />

steigenden Kosten im eigenen<br />

Land. „Nur ein freier Handel sichert<br />

Arbeitsplätze auf beiden Seiten“,<br />

fasst Ernstberger zusammen.<br />

„Ein Handelskrieg kennt<br />

nur Verlierer.<br />

www.suedwestmetall.de


<strong>08</strong> Firmen & Märkte<br />

August <strong>2018</strong> I Jahrgang 17 I Nr. <strong>194</strong><br />

Neubau in eigener Sache<br />

Baufirma Leonhard Weiss investiert 20 Millionen am Standort in Satteldorf.<br />

Das Satteldorfer Bauunternehmen<br />

Leonhard Weiss<br />

legte Ende Juli den<br />

Grundstein für ein neues Bürogebäude.<br />

Bis 2019 sollen hier<br />

20 Millionen Euro investiert<br />

werden und 260 neue Arbeitsplätze<br />

entstehen.<br />

Die Firma braucht Platz. Seit<br />

Jahren verzeichnet sie ein stetiges<br />

Umsatzwachstum, was sich<br />

in den Mitarbeiterzahlen widerspiegelt.<br />

Der Neubau soll 260<br />

neue Arbeitsplätze beherbergen.<br />

Derzeit beschäftigt das Unternehmen<br />

5200 Mitarbeiter,<br />

zwei Drittel davon auf den Baustellen,<br />

1600 im kaufmännischtechnischen<br />

Bereich, 450 allein<br />

in Satteldorf. Bis 2019 sollen<br />

im Erweiterungsbau zusätzliche<br />

260 Büroarbeitsplätze entstehen,<br />

die nach einem neuen, flexiblen<br />

Konzept eingerichtet werden<br />

und mit modernen Kommunikationszonen,<br />

kurzen Wegen<br />

und 50 Wechselarbeitsplätzen<br />

ausgerüstet werden. Das alles<br />

wird in eine moderne architektonische<br />

Hülle eingebettet, die<br />

die Gestaltungsidee des bestehenden<br />

Gebäudes aufgreift und<br />

weiterdenkt. Architektonisches<br />

Highlight ist das Luftkissendach<br />

auf der Terrasse im ersten Obergeschoss.<br />

Die Beheizung und<br />

Kühlung der Räume erfolgt<br />

über Erdwärmesonden. Die<br />

Technikzentrale dazu befindet<br />

sich gleichfalls auf dem Dach<br />

des Neubaus.<br />

Kostentransparenz<br />

durch BIM Planung<br />

Deckel drauf: Polier Hans-Jürgen Schaffner (3.v.li.) mauert im Beisein von Gesellschaftern,<br />

Geschäftsführern und dem Bürgermeister den Grundstein zu.<br />

Foto: Kerstin Dorn<br />

Der Vorsitzende der Geschäftsführung,<br />

Volker Krauß, erwähnte<br />

die neue digitale Planungsmethode<br />

BIM, die das<br />

Bauunternehmen in eigener Sache<br />

einsetzt: BIM steht für Building<br />

Information Modeling –<br />

oder Bauwerksdatenmodellierung<br />

– mit deren Hilfe die verschiedenen<br />

Teile und Gewerke<br />

des Gebäudes in 3-D geplant<br />

werden. „Man kann alles anschauen<br />

und weiß sofort, was<br />

es kostet“, bringt der Firmenchef<br />

den Nutzen der neuen<br />

Technik auf den Punkt.<br />

Zur Grundsteinlegung waren<br />

Geschäftsführer, Gesellschafter<br />

und Betriebsrat gekommen<br />

und auch der Bürgermeister<br />

ließ sich die Gelegenheit nicht<br />

entgehen, Grüße und Wünsche<br />

zu überbringen. Was zähle,<br />

seien die gegenseitigen Ergebnisse,<br />

so Wackler. Das Unternehmen<br />

schaffe Arbeits- und<br />

Ausbildungsplätze, die Gemeinde<br />

setze sich für optimale<br />

Rahmenbedingungen wie die direkte<br />

Straßenanbindung ein.<br />

Das Familienunternehmen realisiert<br />

aktuell mehrere Millionenprojekte:<br />

unter anderem die<br />

Gleiserneuerung und Elektrifizierung<br />

der Höllentalbahn im<br />

Schwarzwald, die Erd-, Tiefund<br />

Ingenieurbauarbeiten an<br />

der Neubaustrecke Merklingen<br />

sowie regionale Bauvorhaben,<br />

wie den Wiederaufbau in<br />

Braunsbach.<br />

do<br />

Nachfolge: Dieter Straub übernimmt den Vorsitz der Geschäftsführung<br />

beim Bauunternehmen Leonhard Weiss.<br />

Foto: Leonhard Weiss<br />

Neuer Vorsitz<br />

Dieter Straub wird Chef bei Leonhard Weiss.<br />

Dieter Straub übernahm zum<br />

1. August den Vorsitz der Geschäftsführung<br />

beim Bauunternehmen<br />

Leonhard Weiss mit Sitz in<br />

Göppingen und Satteldorf. Er tritt<br />

die Nachfolge von Volker Krauß<br />

an, der diese Aufgabe vorzeitig in<br />

die Hände seines bisherigen Stellvertreters<br />

legt und zum 31. Dezember<br />

<strong>2018</strong> aus der Geschäftsführung<br />

des Familienunternehmens<br />

ausscheidet, um in den wohlverdienten<br />

Ruhestand zu gehen.<br />

Dieter Straub ist bereits seit 20<br />

Jahren Mitglied der Geschäftsführung<br />

und leitet den Bereich Ingenieur-<br />

und Schlüsselfertigbau<br />

sehr erfolgreich. Neben dem Vorsitz<br />

übernahm er ab 1. August zugleich<br />

die Leitung des Ressorts Unternehmenssteuerung.<br />

Die Geschäftsführung der schwäbischen<br />

Bauunternehmung setzt<br />

sich jetzt wie folgt zusammen: Dieter<br />

Straub (Vorsitz), Marcus Herwarth,<br />

Volker Krauß, Robert<br />

Kreß, Ralf Schmidt, Stefan<br />

Schmidt-Weiss und Alexander<br />

Weiss.<br />

Dieter Straub wurde 1957 in Balingen<br />

geboren und absolvierte 1982<br />

sein Diplom, Fachrichtung Bauingenieurwesen,<br />

an der Hochschule<br />

für Technik Stuttgart. 1989 begann<br />

er als Oberbauleiter im Ingenieurbau<br />

seine Laufbahn bei Leonhard<br />

Weiss. 1998 übernahm er<br />

die Geschäftsführung des Geschäftsbereichs<br />

Ingenieur- und<br />

Schlüsselfertigbau.<br />

pm<br />

www.leonhard-weiss.de<br />

ANZEIGE<br />

HR-Manager des Jahres<br />

Arnt Stumpf will Arbeitszeit zu Lebenszeit machen<br />

ADVERTORIAL<br />

Arnt Stumpf, Personalleiter bei<br />

der Würth Elektronik eiSos GmbH<br />

& Co. KG, ist von den Lesern der<br />

Zeitschrift Markt&Technik zum<br />

HR-Manager des Jahres <strong>2018</strong> in der<br />

Elektronikbranche gewählt worden.<br />

Jedes Jahr vergibt das Magazin<br />

diese Auszeichnung im Rahmen<br />

eines Branchen-Spitzentreffens.<br />

In der Laudatio wurde hervorgehoben,<br />

wie stark Arnt Stumpf<br />

die Personalarbeit bei der Würth<br />

Elektronik eiSos geprägt hat. So gilt<br />

der Personalmanager als Treiber<br />

von richtungsweisenden Ideen für<br />

eine positive Unternehmenskultur<br />

und für die innovative Gestaltung<br />

von Arbeitsbedingungen, die zur<br />

individuellen Lebenssituation der<br />

einzelnen Mitarbeiter passen.<br />

Über 7 000 Leser der Zeitschrift<br />

Markt&Technik durften in neun<br />

Kategorien ihr Votum für den<br />

Titel „Manager des Jahres“ der<br />

Elektronikbranche abgeben.<br />

Ausschlaggebend für die Wahl<br />

waren nachweisliche Verdienste in<br />

Kriterien wie besonderer wirtschaftlicher<br />

Erfolg, Wachstumsstrategie,<br />

technische Höchstleistung,<br />

persönliches Engagement und<br />

Weitblick. Arnt Stumpf konnte<br />

mit seinem langjährigen und sehr<br />

erfolgreichen Einsatz im Personalbereich<br />

von Würth Elektronik eiSos<br />

die Wähler überzeugen. Im Rahmen<br />

des Markt&Technik-Spitzentreffens<br />

<strong>2018</strong> im bayrischen Bad Aibling<br />

wurde ihm die Auszeichnung nun in<br />

der Kategorie „Human Resources“<br />

überreicht.<br />

Noch stärker als in Ballungszentren<br />

wie Stuttgart oder München steht<br />

die Personalabteilung am Standort<br />

Arnt Stumpf, Personalleiter bei der<br />

Würth Elektronik eiSos GmbH & Co.<br />

KG, freut sich über die Auszeichnung<br />

HR-Manager des Jahres <strong>2018</strong><br />

in der Elektronikbranche.<br />

Foto: Würth Elektronik eiSos<br />

Waldenburg vor der Herausforderung,<br />

qualifizierte Mitarbeiter zu<br />

gewinnen und langfristig zu halten.<br />

Manager Arnt Stumpf setzt hier auf<br />

eine Unternehmenskultur, die ein<br />

wertschätzendes, offenes und partnerschaftliches<br />

Miteinander zum<br />

Ziel hat. Gleichzeitig schafft er in<br />

dem sich dynamisch entwickelnden<br />

Unternehmen Arbeitsbedingungen,<br />

die eine ausgewogene Balance<br />

zwischen Arbeit und Freizeit<br />

möglich machen: Neben familienfreundlichen<br />

Angeboten wie einer<br />

unternehmenseigenen Kinderbetreuung<br />

oder flexiblen Arbeitszeiten<br />

profitieren die Mitarbeiter von<br />

Würth Elektronik eiSos beispielsweise<br />

von dem breit gefächerten<br />

Aktivprogramm WEtality oder<br />

verlängerten Entgeltfortzahlungen<br />

im Krankheitsfall.<br />

Zufriedene Mitarbeiter für<br />

Spitzenleistungen<br />

„Wir verbringen viel Zeit unseres<br />

Lebens bei der Arbeit. Da ist es sehr<br />

wichtig, dass der Job als qualitative,<br />

echte Lebenszeit und nicht nur als<br />

Arbeitszeit und Belastung erlebt<br />

und wahrgenommen wird“, ist<br />

Preisträger Arnt Stumpf überzeugt.<br />

„Moderne Personalarbeit sollte<br />

genau das zum Ziel haben.“<br />

„Seit vielen Jahren ist die Würth<br />

Elektronik eiSos ein Innovationstreiber<br />

am Markt. Das kann nur mit<br />

hochqualifizierten, motivierten und<br />

vor allem zufriedenen Mitarbeitern<br />

gelingen“, sagt CEO Oliver Konz.<br />

Thomas Schrott, ebenfalls CEO,<br />

ergänzt: „Für unsere aktuell 6700<br />

Mitarbeiter schafft Arnt Stumpf mit<br />

seiner Arbeit optimale Rahmenbedingungen,<br />

um immer wieder<br />

Spitzenleistungen abrufen zu<br />

können. Wir freuen uns, dass seine<br />

Verdienste auch außerhalb unseres<br />

Unternehmens wahrgenommen<br />

werden, und wir sind stolz darauf,<br />

dass seine Arbeit bei Würth Elektronik<br />

eiSos ausgezeichnet worden<br />

ist.“<br />

[pm]<br />

Würth Elektronik eiSos<br />

GmbH & Co. KG<br />

Max-Eyth-Straße 1<br />

74638 Waldenburg<br />

Telefon +49 7942 945-0<br />

www.we-online.de<br />

Von Waldenburg in die<br />

weite Welt!<br />

Würth Elektronik eiSos ist einer der führenden Hersteller von<br />

elektronischen und elektromechanischen Bauelementen für die<br />

Elektronikindustrie. Von Waldenburg aus sind wir in 50 Ländern<br />

der Welt aktiv. Erfolg und Höchstleistungen sind nur möglich,<br />

wenn ein starkes Team ein gemeinsames Ziel verfolgt.<br />

www.we-online.de


August <strong>2018</strong> I Jahrgang 17 I Nr. <strong>194</strong><br />

Politik & Wirtschaft 09<br />

Gründen ist derzeit<br />

wenig gefragt<br />

Zahl der Firmenanmeldungen ging im vergangenen Jahr zurück.<br />

Anteil von Frauen und ausländischen Mitbürgern ist gestiegen.<br />

Zahlen können doch recht unterschiedlich<br />

sein. Laut dem<br />

IKK-Gründungsklimameter<br />

ist die Zahl der neugegründeten<br />

Unternehmen in der gesamten Region<br />

zurückgegangen. Von der<br />

Entwicklung macht nur das Oberzentrum<br />

Heilbronn eine Ausnahme.<br />

Insgesamt wurden in Heilbronn-<br />

Franken im vergangenen Jahr<br />

exakt 5071 Unternehmen gegründet.<br />

Das sind nach den Auswertungen<br />

des Statistischen Landesamts<br />

2,8 Prozent weniger als noch im<br />

Jahr zuvor. Den Betriebsgründungen<br />

stehen 4715 vollständige Betriebsaufgaben<br />

gegenüber. Das<br />

entspricht einem Rückgang von<br />

3,7 Prozent. Damit gingen die Abmeldungen<br />

deutlich stärker zurück<br />

als die Neugründungen und<br />

der Bestand an Firmen in Heilbronn-Franken<br />

ist in Summe somit<br />

ein wenig gestiegen. Der Blick<br />

auf die Firmengründungen, die<br />

aufgrund ihrer Beschäftigtenzahl<br />

oder allein der Rechtsform wegen<br />

eine größere wirtschaftliche Substanz<br />

vermuten lassen, lässt sich<br />

erkennen, dass deren Zahl mit einem<br />

Minus von 3,35 Prozent auf<br />

1098 neuen Unternehmen gesunken<br />

ist. Damit schneidet die Region<br />

gegenüber dem Schnitt in Baden-Württemberg<br />

(minus 2,86<br />

Prozent) und dem Wert im gesamten<br />

Bundesgebiet (minus 0,60<br />

Prozent) doch um einiges schlechter<br />

ab. Einzig für die Stadt Heilbronn<br />

lässt sich eine gegenläufige<br />

Tendenz ablesen.<br />

Vielfach Selbstständigkeit<br />

im Nebenerwerb<br />

Die Käthchenstadt meldet bei den<br />

Gründern einen Zuwachs von 2,5<br />

Prozent. Alle anderen Landkreise<br />

in der Region weisen derzeit ein<br />

Minus aus. Der stärkste Rückgang<br />

mit 9,2 Prozent und 1159 Unternehmen,<br />

findet sich in der Statistik<br />

bei den Kleingründungen. Das<br />

sind Einzelunternehmen, die<br />

nicht in der Handwerksrolle oder<br />

im Handelsregister eingetragen<br />

sind und über keine sozialversicherungspflichtige<br />

Beschäftigte<br />

haben. Während es bei den hauptberuflichen<br />

Unternehmern derzeit<br />

ein wenig mau aussieht, haben<br />

die Teilzeitunternehmer Zulauf.<br />

Die Nebenerwerbsgründungen<br />

sind zuletzt um 0,4 Prozent<br />

auf 2814 gestiegen. Die Rechtsform<br />

des Einzelunternehmens ist<br />

nach wie vor der Favorit. 77 Prozent<br />

der Gewerbeanmeldungen<br />

wurden auch den zwölf Monaten<br />

des vergangenen Jahres als Einzelunternehmen<br />

gegründet. Lediglich<br />

elf Prozent der Gründer entschieden<br />

sich für die Kapitalgesellschaft<br />

der GmbH. Die Unternehmergesellschaft<br />

UG (haftungsbeschränkt)<br />

wurde gar nur in einem<br />

Prozent der Fälle gewählt.<br />

Die Branchenverteilung spricht<br />

eine deutliche Sprache. Die<br />

Dienstleistungen lagen mit 40 Prozent<br />

aller Gewerbeanmeldungen<br />

an der Spitze, gefolgt vom produzierenden<br />

Gewerbe mit knapp 19<br />

Prozent und dem Einzelhandel<br />

mit rund 17 Prozent. Der Wandel<br />

in einzelnen Wirtschaftszweigen<br />

spiegelt sich gerade auch im Gastgewerbe<br />

wider. Dort wurden zehn<br />

Prozent mehr Unternehmen abge-<br />

Trend: Die Idee für das eigene Unternehmen verfolgen derzeit weniger Menschen.<br />

meldet als angemeldet. Auch im<br />

Einzelhandel ist der Saldo mit<br />

rund vier Prozent deutlich negativ.<br />

Die Firmengründungen fördern<br />

übrigens auch die Integration,<br />

denn bereits jede vierte Gründung<br />

als Einzelunternehmer erfolgte<br />

durch Personen mit ausländischer<br />

Staatsangehörigkeit.<br />

Das Firmenbesitz eine Sache der<br />

Männer ist, gehört zunehmend<br />

der Vergangenheit an, denn in der<br />

Region lässt sich bereits seit geraumer<br />

Zeit „ein hohes Gründungsinteresse<br />

durch Frauen“ beobachten.<br />

Schon mehr als jedes dritte<br />

Einzelunternehmen an Neckar, Kocher,<br />

Tauber und Jagst werden<br />

von einer Gründerin angemeldet.<br />

Hier liegt die Region auf Höhe des<br />

landesweiten Schnittes.<br />

Betrachtet man die Intensität der<br />

Firmengründungen, so werden in<br />

Baden-Württemberg auf 10 000<br />

Einwohner 13 wirtschaftlich bedeutsame<br />

Betriebe gegründet. Die<br />

Stadt Heilbronn liegt mit 20 Betriebsgründungen<br />

pro 10 000 Einwohner<br />

hier mit an der Spitze.<br />

Aber auch der Landkreis Heilbronn<br />

und der Hohenlohekreis<br />

liegen mit zwölf Gründungen pro<br />

10 000 Einwohner nahe am baden-württembergischen<br />

Schnitt.<br />

Der Main-Tauber-Kreis folgt mit<br />

zehn Gründungen pro 10 000 Einwohner,<br />

der Landkreis Schwäbisch<br />

Hall fällt mit neun Gründungen<br />

etwas ab.<br />

Detaillierte Informationen zum<br />

Gründungsgeschehen in der Region<br />

Heilbronn-Franken gibt es<br />

im IHK-Gründungsklimameter.<br />

www.heilbronn.ihk.de<br />

Foto: Berufebilder<br />

Gastkommentar<br />

„Mehr Geld in Aktien investieren“<br />

Die deutschen DAX-Konzerne sind überwiegend in ausländischer Hand – das liegt auch an uns.<br />

Am Deutschen Aktienindex,<br />

dem DAX, sind 30 Unternehmen<br />

gelistet; sie alle müssen<br />

den Vorschriften nach „deutsche<br />

Unternehmen“ sein. „Deutsch“<br />

sind sie der Definition nach, da<br />

sie alle ihren Hauptsitz, ihr „Headquarter“,<br />

hier in Deutschland haben<br />

und alle können darüber hinaus<br />

auf eine „deutsche Geschichte“<br />

verweisen.<br />

Hinsichtlich ihrer Investoren, ihrer<br />

„Besitzer“, ihrer Mehrheitseigner<br />

an den jeweiligen Unternehmensaktien<br />

sieht es jedoch zunehmend<br />

„weniger deutsch“ aus:<br />

Ende des vergangenen Jahres<br />

2017 hielten Investoren aus dem<br />

Ausland durchschnittlich 53,7<br />

Prozent der Aktien der DAX-Konzerne;<br />

also: Ausländische Investoren<br />

halten die Mehrheit der Aktien<br />

von den Unternehmen im<br />

Deutschen Aktienindex DAX; Tendenz<br />

steigend.<br />

Karsten Seibel in der Welt: „Die<br />

Deutsche Börse, Adidas und<br />

Bayer sind eigentlich keine deutschen<br />

Unternehmen mehr, auch<br />

Siemens, Allianz und Daimler<br />

nicht. Denn das Kommando haben<br />

dort Investoren aus dem Ausland.<br />

Bis zu 86 Prozent eines<br />

DAX-Konzerns sind bereits im Eigentum<br />

von Anlegern aus Europa<br />

und Amerika“. Er beruft sich dabei<br />

auf eine Auswertung von Ernst<br />

& Young. Nach dieser sind vor allem<br />

Investoren aus dem Rest<br />

Europas bei den deutschen DAX-<br />

Konzernen traditionell besonders<br />

stark engagiert: Sie machten<br />

durchschnittlich 28 Prozent aus,<br />

Nordamerikaner kamen auf 20<br />

Prozent. Auf Aktionäre aus<br />

Deutschland entfielen 35,8 Prozent<br />

– 2016 waren es noch 37,7.<br />

Geografisch nicht eindeutig zuordnen<br />

ließen sich 10,5 Prozent der<br />

Aktien. Der Ausländeranteil an<br />

den DAX-Vorzeigeunternehmen<br />

war noch nie zuvor höher. Seibel:<br />

„Von den 22 Unternehmen, von<br />

Lösung: Mit Aktien können ordentliche Renditen erzielt werden. Foto: NPG<br />

denen bereits Daten aus dem Jahr<br />

2005 vorliegen, waren vor 13 Jahren<br />

lediglich acht Unternehmen<br />

mehrheitlich in ausländischer<br />

Hand. Heute sind es 17.“<br />

Einige DAX-Beispiele hierzu, bei<br />

denen der Anteil ausländischer Investoren<br />

am Aktienbestand besonders<br />

hoch ist: Deutsche Börse 86<br />

Prozent, Adidas 77, Bayer 74,<br />

Linde 72 und Siemens sowie Allianz<br />

je 66 Prozent. Aber auch an<br />

der Deutschen Telekom halten<br />

Ausländer 46, an Volkswagen 39<br />

und an der Lufthansa 32 Prozent.<br />

Schlimm? Nein, nicht wirklich,<br />

denn es gibt natürlich Gründe, warum<br />

die deutschen Unternehmen<br />

auf der „Investoren-Liste“ weltweiter<br />

Anleger stehen. Gründe, die<br />

für die deutschen Unternehmen<br />

sprechen: Viele von ihnen sind<br />

Weltmarktführer, genießen rund<br />

um den Globus aufgrund ihres<br />

weltweiten Erfolgs einen exzellenten<br />

Ruf, was „auf und in den Märkten“<br />

natürlich aufmerksam registriert<br />

wird“ und „internationale Anteilsappetite“<br />

weckt.<br />

Diese Weltunternehmen mit ihren<br />

Hauptstandorten in Deutschland<br />

profitieren von ihrer zunehmenden<br />

internationalen Verflechtung;<br />

nicht alleine wegen der internationalen<br />

Standorte, der sinnvollen Ergänzungen<br />

von Produktionsprozessen<br />

und Produkten, sondern<br />

natürlich auch von der Internationalisierung<br />

ihres Personals, das<br />

die unterschiedlichen Kulturen<br />

lebt und versteht, was in unserer<br />

globalisierten Welt immer mehr<br />

zur Voraussetzung für weltweiten<br />

Erfolg geworden ist. Nach den Studienergebnissen<br />

und Aussagen<br />

der Ernst & Young Experten ist<br />

auch die Wahrnehmung von Aufsichtsratsmandaten<br />

durch ausländische<br />

Großinvestoren für die<br />

deutschen Unternehmen von Vorteil:<br />

„Die verstärkte Ausrichtung<br />

der DAX-Unternehmen auf internationale<br />

Märkte und die steigende<br />

Bedeutung internationaler Investoren<br />

beschleunigen den Transformationsprozess,<br />

in dem sich viele<br />

DAX-Konzerne mittlerweile befinden<br />

und erhöht deren Wettbewerbsfähigkeit“.<br />

Im Grunde also<br />

eine durchaus positiv zu betrachtende<br />

Entwicklung: Wenn die deutschen<br />

Unternehmen nicht so erfolgreich<br />

wären, stünden sie<br />

kaum im Mittelpunkt des Interesses<br />

von ausländischen Investoren.<br />

Insgesamt auch wenig überraschend:<br />

Deutschland ist Exportweltmeister,<br />

die meisten Weltmarktführer<br />

haben ihren Sitz hier<br />

in Deutschland, viele von ihnen –<br />

wie zum Beispiel Daimler – haben<br />

einen beachtlichen Auslandsanteil<br />

Dr. Walter Döring<br />

Der gebürtige Stuttgarter war lange eine<br />

der Gallionsfiguren der FDP. Er war Gemeinderat<br />

in Schwäbisch Hall, Vorsitzender der<br />

Landtagsfraktion und Wirtschaftsminister<br />

von Baden-Württemberg. Heute arbeitet<br />

der 64-Jährige als Consultant und hält Vorlesungen<br />

an Hochschulen. Im Kreistag ist er<br />

für die Freien Demokraten politisch aktiv.<br />

Döring ist Initiator und Mitorganisator des<br />

Kongresses „Gipfel der Weltmarktführer“<br />

in Schwäbisch Hall und gründete die Akademie<br />

Deutscher Weltmarktführer.<br />

am Umsatz und errichten mittlerweile<br />

ihre größten Standorte im<br />

Ausland; klar, dass auf solche Unternehmen<br />

„die Welt blickt“ und<br />

an deren Erfolgen teilhaben<br />

möchte. Und übrigens: Für alle,<br />

denen diese Entwicklung aus welchen<br />

Gründen auch immer missfällt,<br />

gibt es einen „Lösungsansatz“:<br />

Mehr in Aktien anlegen, das<br />

Geld „nicht unter die Matratze legen“.<br />

Von den sogenannten „entwickelten<br />

Ländern“ zeigt sich<br />

Deutschland hinsichtlich des privaten<br />

Invests in Aktien noch immer<br />

deutlich „unterentwickelt“:<br />

Privatleute halten lediglich elf Prozent<br />

der Aktien der 30 DAX-Konzerne.<br />

Foto: Hans Kumpf


10 Kapital & Finanzen<br />

August <strong>2018</strong> I Jahrgang 17 I Nr. <strong>194</strong><br />

Ein erfreuliches Jahr<br />

Genossenschaftliche Finanz-Gruppe steigert Gewinn auf 8,9 Milliarden Euro.<br />

Die Genossenschaftliche<br />

„FinanzGruppe Volksbanken<br />

Raiffeisenbanken“<br />

erzielte im Geschäftsjahr<br />

2017 ein gutes konsolidiertes<br />

Ergebnis: Sie steigerte ihren Gewinn<br />

vor Steuern um 7,3 Prozent<br />

auf 8,9 Milliarden Euro.<br />

Zugleich baute sie ihr bilanzielles<br />

Eigenkapital deutlich auf<br />

104,4 Milliarden Euro aus. Es<br />

überstieg damit erstmals auf<br />

konsolidierter Ebene die<br />

100-Milliarden-Euro-Marke.<br />

WACHSTUM Die Finanz-<br />

Gruppe ist damit auch hinsichtlich<br />

möglicher Wachstumsrisiken<br />

in der Weltwirtschaft gut<br />

aufgestellt. Der nach internationalen<br />

Rechnungslegungsstandards<br />

IFRS erstellte konsolidierte<br />

Jahresabschluss der FinanzGruppe<br />

bildet das Geschäftsjahr<br />

der 915 Volksbanken<br />

und Raiffeisenbanken,<br />

Sparda-Banken, PSD Banken<br />

und der weiteren genossenschaftlichen<br />

Spezialinstitute sowie<br />

der DZ Bank und der zentralen<br />

Produktspezialisten, also<br />

der Hypothekenbanken, der<br />

Bausparkasse Schwäbisch Hall,<br />

der R+V Versicherung, der<br />

Union Investment, der VR<br />

Informativ: Die BVR-Präsidentin Marija Kolak sprach über das<br />

vergangene Geschäftsjahr und Strategieentwicklungen im<br />

Bereich Digitalisierung.<br />

Foto: NPG-Archiv<br />

Smart Finanz (ehemals VR Leasing),<br />

der TeamBank und der<br />

DZ Privatbank, ab. Nahezu im<br />

Gleichklang steigerten die Genossen<br />

im Jahr 2017 ihre Bestände<br />

an Kundenkrediten um<br />

3,9 Prozent auf 762 Milliarden<br />

Euro und die Kundeneinlagen<br />

um 3,5 Prozent auf 801 Milliarden<br />

Euro. Wachstumstreiber<br />

im Kreditgeschäft mit den Privatkunden<br />

waren private Wohnungsbaukredite;<br />

die Kreditvergabe<br />

an Firmenkunden zog vor<br />

allem im Dienstleistungs- und<br />

Baugewerbe an. „Das kräftige<br />

Wachstum im Kundengeschäft<br />

trug auch im aktuell schwierigen<br />

Zinsumfeld entscheidend<br />

zur Gewinnsteigerung bei“, erläutert<br />

die Präsidentin des Bundesverbandes<br />

der Deutschen<br />

Volksbanken und Raiffeisenbanken<br />

(BVR) Marija Kolak. Mit<br />

Blick auf das konjunkturelle<br />

Umfeld sieht der BVR wegen<br />

der zunehmenden protektionistischen<br />

Tendenzen bis hin zu einem<br />

möglichen Handelskrieg<br />

Wachstumsrisiken für die Wirtschaft.<br />

„Die Antwort hierauf<br />

kann nur lauten: Wir brauchen<br />

ein starkes Europa“, zeigt sich<br />

Kolak überzeugt. „Ein starkes<br />

Europa bedeutet aber auch:<br />

eine hohe wirtschaftliche Krisenfestigkeit<br />

der EU-Staaten –<br />

besonders des Euroraums“,<br />

sagt die BVR-Präsidentin. Bislang<br />

hätten aber zu wenige Länder<br />

die Niedrigzinsphase zur<br />

Konsolidierung der öffentlichen<br />

Haushalte genutzt. Risiken<br />

lägen auch in den hohen<br />

Beständen an Staatsanleihen in<br />

den Bankbilanzen einiger Euroländer.<br />

Risikoreduzierung,<br />

meint Kolak, sei ein bedeutender<br />

Faktor in den politischen<br />

Diskussionen um eine gemeinsame<br />

europäische Einlagensicherung<br />

oder einen weiterentwickelten<br />

Europäischen Stabilitätsmechanismus.<br />

ZAHLEN Die genossenschaftliche<br />

FinanzGruppe hielt im abgelaufenen<br />

Geschäftsjahr 2017 ihren<br />

Zinsüberschuss mit 18,6<br />

Milliarden Euro nahezu auf<br />

dem Vorjahresniveau von 18,8<br />

Milliarden Euro. Der Provisionsüberschuss<br />

stieg kräftig um<br />

8,9 Prozent auf knapp 6,5 Milliarden<br />

Euro. Nach Steuern erwirtschaftete<br />

die Gruppe einen<br />

konsolidierten Jahresüberschuss<br />

von 6,1 Milliarden Euro<br />

und damit drei Prozent mehr<br />

als im Vorjahr. Die konsolidierte<br />

Bilanzsumme der genossenschaftlichen<br />

FinanzGruppe<br />

wuchs leicht um 27,5 Milliarden<br />

Euro auf 1,24 Billionen<br />

Euro.<br />

pm<br />

www.bvr.de<br />

Wohnen ohne<br />

Kompromisse<br />

Was Singles beim Hausbau und -kauf beachten sollten.<br />

Ein-Personen-Haushalte<br />

sind<br />

heute der am meisten verbreitete<br />

Haushaltstyp – und nicht alle<br />

Alleinstehende wohnen zur Miete.<br />

Denn Wohneigentum ist auch für<br />

sie eine attraktive Form der Altersvorsorge.<br />

Laut Statistischem Bundesamt<br />

sind mittlerweile 41 Prozent der<br />

deutschen Haushalte Single-Haushalte<br />

– Tendenz steigend. Zum<br />

Vergleich: 1991 lebten knapp 33<br />

Prozent der Deutschen alleine. Dabei<br />

handelt es sich keineswegs<br />

mehrheitlich um Auszubildende<br />

oder Studenten zwischen 20 und<br />

30. „Mehr als 80 Prozent der Alleinlebenden<br />

sind über 30“, weiß<br />

Carolin Großhauser von der Bausparkasse<br />

Schwäbisch Hall. Immer<br />

mehr Singles entscheiden<br />

sich dazu, Immobilien allein zu erwerben.<br />

Wer den Weg Richtung<br />

Wohneigentum allein antritt,<br />

muss auch bei der Finanzierung<br />

mehr schultern als zu zweit. Mindestens<br />

20 Prozent der Gesamtkosten<br />

sollten bei einer soliden Finanzierung<br />

als Eigenkapital eingebracht<br />

werden. Alleinstehende<br />

bringen idealerweise von vornherein<br />

mehr mit, um die monatliche<br />

Darlehensrate gering zu halten.<br />

Schließlich steht ihnen im Schnitt<br />

mit nur einem monatlichen Gehalt<br />

weniger Geld zur Tilgung eines<br />

Kredits zur Verfügung. „Beim Eigenkapitalaufbau<br />

helfen staatliche<br />

Förderungen wie Wohnungsbauprämie,<br />

Arbeitnehmersparzulage<br />

oder Wohn-Riester“, erklärt Großhauser.<br />

„Planbarkeit ist für Alleinstehende<br />

bei der Finanzierung der<br />

wichtigste Faktor“, ergänzt die<br />

Schwäbisch Hall-Expertin.<br />

Sollte gegen den Trend aus dem<br />

Ein- doch ein Zwei- oder sogar<br />

Mehr-Personen-Haushalt werden<br />

und das Platzangebot nicht mehr<br />

ausreichen, lässt sich die Immobilie<br />

auch vermieten oder verkaufen.<br />

Wer die eigenen gegen die gemeinsamen<br />

vier Wände eintauscht,<br />

sollte nicht verlernt haben,<br />

mit Kompromissen zu leben,<br />

schließlich müssen sich alle Bewohner<br />

zu Hause wohlfühlen. pm<br />

www.www.schwaebisch-hall.de<br />

Immobilien: Allein Wohnen liegt<br />

im Trend.<br />

Foto: NPG-Archiv<br />

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ADVERTORIAL<br />

Zeitgemäße Geldanlage –<br />

immer und von überall<br />

Digitaler Anlage-Assistent MeinInvest ergänzt klassische Beratung<br />

Die VR Bank Schwäbisch<br />

Hall-Crailsheim eG verschafft<br />

Kunden mit MeinInvest jetzt<br />

auch online einen bequemen<br />

und modernen Zugang zu einer<br />

zeitgemäßen Geldanlage.<br />

Die Digitalisierung hat längst viele<br />

Bereiche der Wirtschaft erfasst und<br />

ist aus unserem Privatleben kaum<br />

mehr wegzudenken. Und sie macht<br />

auch vor der Bankberatung nicht<br />

halt. Nach wie vor schätzen zwar<br />

die meisten Menschen das persönliche<br />

Gespräch vor Ort mit ihrem<br />

Berater. Doch immer mehr erledigen<br />

ihre Bankgeschäfte zusätzlich oder<br />

hauptsächlich online. Dennoch:<br />

„Die klassische Beratung wird ihre<br />

hohe Bedeutung in unserer Bank<br />

weiterhin beibehalten“, sagt Eberhard<br />

Spies, Vorstandsvorsitzender<br />

bei der VR Bank Schwäbisch Hall-<br />

Crailsheim eG. „Daneben bieten<br />

wir nun jedoch auch über unseren<br />

digitalen Anlage-Assistenten<br />

MeinInvest, einem sogenannten<br />

Robo-Advisor, Zugang zu einer zeitgemäßen<br />

Geldanlage, die sich aus<br />

einem fondsbasierten Portfolio zusammensetzt<br />

und im Rahmen einer<br />

Vermögensverwaltung professionell<br />

betreut wird. Unser neuer digitaler<br />

Anlage-Assistent ist immer und von<br />

überall über das Internet erreichbar.<br />

Damit sind wir auf der Höhe der<br />

Zeit und erfüllen vertrauensvoll<br />

die Bedürfnisse unserer Kunden“,<br />

kommentiert Eberhard Spies.<br />

Digitaler Anlage-Assistent<br />

MeinInvest der VR Bank<br />

Schwäbisch Hall-Crailsheim eG<br />

Der digitale Anlage-Assistent<br />

erfragt zum Beispiel Personendaten,<br />

den angestrebten Anlagezeitraum<br />

sowie die Risikoneigung eines<br />

Kunden und schlägt ihm dann auf<br />

Basis seiner individuellen Angaben<br />

eine passende Geldanlage vor, die<br />

in Form eines Portfolios im Rahmen<br />

einer Vermögensverwaltung<br />

professionell betreut wird. Dieses<br />

Portfolio wurde von Finanzexperten<br />

auf Basis von wissenschaftlich fundierten<br />

Methoden entwickelt und<br />

besteht aus aktiv verwalteten Fonds<br />

unterschiedlicher Anlageklassen<br />

wie zum Beispiel Aktien, Anleihen,<br />

Geldmarkt und Rohstoffe. Man<br />

habe so die Möglichkeit, bereits mit<br />

geringen Geldbeträgen ab 25 Euro<br />

monatlich oder 500 Euro einmalig<br />

weit gestreut zu investieren, und<br />

das in nur wenigen Schritten online.<br />

Mit diesem Service macht die VR<br />

Bank Schwäbisch Hall-Crailsheim<br />

eG nun auch online den Weg frei<br />

für eine zeitgemäße Geldanlage,<br />

und das weiterhin nach genossenschaftlichen<br />

Werten: „Der Kunde<br />

mit seinen Bedürfnissen steht bei<br />

uns jederzeit zuverlässig im Mittelpunkt<br />

und er kann sich nun auch<br />

digital gut beraten fühlen“, zieht<br />

Eberhard Spies ein Fazit. [pm]<br />

Jetzt haben Sie es in der<br />

Hand, zeitgemäß zu sparen<br />

Gleich unverbindlich ausprobieren:<br />

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Mit dem digitalen Anlage­Assistenten<br />

MeinInvest bequem, professionell und online Geld anlegen<br />

MeinInvest ermittelt für Sie in Minutenschnelle eine persönliche Anlageempfehlung,<br />

verbunden mit der Leistung einer professionellen Vermögensverwaltung. Und das<br />

schon ab einem Anlage betrag von 25,– Euro monatlich.<br />

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modernen Zugang zu einer zeitgemäßen Geldanlage. Foto: VR Bank<br />

Den neuen Service und<br />

weitere Informationen finden<br />

Interessierte direkt<br />

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meininvest. Die VR Bank<br />

Schwäbisch Hall-Crailsheim<br />

eG gehört wie die Fondsgesellschaft<br />

Union Investment<br />

zur genossenschaftlichen<br />

FinanzGruppe.<br />

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Einfach QR­Code scannen und auf<br />

unserer Internet­Seite informieren.<br />

Allein maßgebliche Rechtsgrundlage für die Vermögensverwaltung in MeinInvest ist die Rahmenvereinbarung MeinInvest unserer Bank,<br />

welche Sie jederzeit kostenlos in deutscher Sprache auf der Webseite unserer Bank einsehen können. Dieser können Sie auch dienstleistungsspezifische<br />

Informationen entnehmen. Die Eröffnung eines UnionDepots ist erforderlich. Allein maßgebliche Rechtsgrundlage<br />

hierfür sind die jeweils aktuellen Allgemeinen Geschäftsbedingungen, Zusatzvereinbarungen und Sonder bedingungen der Union Investment<br />

Service Bank AG, die Sie kostenlos in deutscher Sprache über den Kundenservice der Union Investment Service Bank AG erhalten. Diese<br />

Information stellt weder eine Handlungsempfehlung noch eine Anlageberatung durch die VR Bank Schwäbisch Hall­Crailsheim eG dar.<br />

Stand aller Informationen, Darstellungen und Erläuterungen: 30. Mai <strong>2018</strong>, soweit nicht anders angegeben.


August <strong>2018</strong> I Jahrgang 17 I Nr. <strong>194</strong><br />

Kapital & Finanzen 11<br />

Wo gibt’s Finanzhilfen?<br />

IHK legt Broschüre zur finanziellen Gewerbeförderung neu auf.<br />

Öffentliche Förderprogramme<br />

sind ein wichtiger<br />

Baustein der Mittelstandsfinanzierung.<br />

Zinsvergünstigte<br />

Darlehen, Zuschüsse,<br />

Bürgschaften und Beteiligungen<br />

bieten eine solide Grundlage<br />

zur betriebsgerechten Finanzierung<br />

und sichern die<br />

Wettbewerbsfähigkeit von kleinen<br />

und mittleren Unternehmen.<br />

„Für Unternehmer und Startups<br />

ist es unerlässlich, sich<br />

rechtzeitig vor Investitionen<br />

über mögliche Förderprogramme<br />

zu informieren. Die<br />

zwölf baden-württembergischen<br />

IHKs bieten hierbei gezielte<br />

Unterstützung und fundierte<br />

Beratung zu den öffentlichen<br />

Förderprogrammen“, betont<br />

Professor Harald Unkelbach,<br />

Vize-Präsident des Baden-Württembergischen<br />

Industrie-<br />

und Handelskammertags<br />

und Präsident der IHK Heilbronn-Franken.<br />

Die nun aktualisierte Publikation<br />

enthält auf 24 Seiten die<br />

wichtigsten Förderprogramme<br />

von Bund und Land. In kompakter<br />

Form wird informiert, wer<br />

antragsberechtigt ist, was gefördert<br />

wird, wie die Konditionen<br />

Geld: Wie kann ich mein Vorhaben finanzieren? Die neue IHK-<br />

Broschüre gibt hilfreiche Tipps.<br />

Foto: NPG-Archiv<br />

sind und wo die Förderanträge<br />

zu stellen sind. Die Förderinstitute<br />

von Bund und Land unterstützen<br />

bei den unterschiedlichsten<br />

Investitions- und Finanzierungsvorhaben.<br />

Die häufigste Form der Förderung<br />

sind zinsgünstige Kredite<br />

mit langen Laufzeiten. Ebenso<br />

attraktiv sind Zuschüsse, die<br />

beispielsweise für Unternehmensberatungen<br />

gewährt werden<br />

können. Bei fehlenden Sicherheiten<br />

gibt es Bürgschaften,<br />

zur Verbesserung der Eigenkapitalausstattung<br />

können<br />

Beteiligungen beantragt werden.<br />

Bei Anträgen zu beachten:<br />

Förderantrage müssen vor Beginn<br />

eines Investitionsvorhabens<br />

bei der jeweiligen Hausbank<br />

gestellt werden.<br />

Die Gesamtfinanzierung muss<br />

gesichert sein, die Darlehen<br />

müssen banküblich abgesichert<br />

werden.<br />

Die Bearbeitungsdauer kann<br />

zwischen einer Woche und<br />

zwölf Monaten (Projektförderung<br />

Forschung und Entwicklung)<br />

betragen. Es gibt keinen<br />

Rechtsanspruch auf die Gewährung<br />

öffentlicher Darlehen, Zuschüsse<br />

und Bürgschaften.<br />

Öffentliche Mittel müssen<br />

zweckgebunden verwendet werden.<br />

Soweit eine Landesforderung<br />

vorgesehen ist, muss das<br />

Vorhaben in Baden-Württemberg<br />

verwirklicht werden; bei<br />

den Förderprogrammen für<br />

Forschung und Entwicklung<br />

muss der Sitz des Unternehmens<br />

in Deutschland liegen.<br />

Bei den Förderdarlehen bleibt<br />

der Zinssatz in aller Regel während<br />

der ersten Phase der Laufzeit<br />

unverändert (Festzinssatz).<br />

Die zugesagten Mittel müssen<br />

zweckentsprechend eingesetzt<br />

werden.<br />

Die Industrie- und Handelskammer<br />

berät bei der Auswahl der<br />

Programme und Finanzierungkonditionen.<br />

Über Details informiert<br />

der Baden-Württembergischer<br />

Industrie- und Handelskammertag<br />

unter Tel.:<br />

07 11 / 22 55 00. pm<br />

60 www.bw.ihk.de<br />

Erfolgsfaktor Familie<br />

Claudia Klug ist Unternehmensbotschafterin und tritt für<br />

mehr Familien-Bewusstsein im Arbeitsalltag ein.<br />

Claudia Klug ist zur Unternehmensbotschafterin<br />

ernannt<br />

worden. Die Generalbevollmächtigte<br />

der Bausparkasse Schwäbisch<br />

Hall vertritt das Programm<br />

„Erfolgsfaktor Familie“ in Baden-<br />

Württemberg. Ernannt wurde sie<br />

von Bundesfamilienministerin Dr.<br />

Franziska Giffey. Die 16 Regional-<br />

Botschafter sind Ansprechpartner<br />

für interessierte Unternehmen<br />

und Medien und treten für mehr<br />

Familienbewusstsein in der Wirtschaft<br />

ein. Klug (55) verantwortet<br />

seit 2013 die Personalstrategie<br />

bei Schwäbisch Hall mit rund<br />

3400 Mitarbeitern und Auszubildenden.<br />

„Wir wollen gerne Vorbild sein<br />

und andere Unternehmen damit<br />

‚anstecken‘“, sagt Klug anlässlich<br />

der Ernennung. „Die Menschen<br />

sollen gerne und mit Spaß bei uns<br />

arbeiten – das geht nur, wenn für<br />

die individuelle Lebenssituation<br />

die richtigen Arbeitsbedingungen<br />

geschaffen werden.“<br />

Schwäbisch Hall fördert bereits<br />

seit Jahrzehnten zahlreiche Maßnahmen<br />

zur Vereinbarkeit von Familie<br />

und Beruf: Seit 1969 bietet<br />

die betriebseigene Kindertagesstätte<br />

„Fuchsbau“ Platz für bis zu<br />

hundert Kinder. Im Seniorenwohnstift,<br />

das es seit 1997 gibt, können<br />

ehemalige Beschäftigte wohnen,<br />

aber im Pflegefall auch Angehörige<br />

aktiver Mitarbeiter unterkommen.<br />

Schwäbisch Hall wurde mit dem<br />

Sonderpreis für „Innovation und<br />

Vereinbarkeit in der digitalen<br />

Welt“ ausgezeichnet, weil das Unternehmen<br />

flexible, aber datensichere<br />

Home-Office-Lösungen<br />

auch in der Kreditbearbeitung eingerichtet<br />

hat. Außerdem gehört<br />

die größte deutsche Bausparkasse<br />

zu den fünf besten Top-Arbeitgebern<br />

in Deutschland. pm<br />

www.schwaebisch-hall.de<br />

Claudia Klug: „Die individuelle<br />

Lebenssituation und die Arbeitsbedingungen<br />

müssen zueinander<br />

passen.“<br />

Foto: Bausparkasse<br />

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ADVERTORIAL<br />

Ohne Herkunft keine Zukunft<br />

Raiffeisenbank Kocher-Jagst eG begibt sich auf Spurensuche<br />

Friedrich Wilhelm Raiffeisen - wer<br />

war dieser „besondere Typ“? Nur<br />

Namensgeber für die Raiffeisenbank<br />

Kocher-Jagst eG, oder doch<br />

mehr?<br />

Der Vorstandsvorsitzende Andreas<br />

Siebert drückt es so aus: „<strong>2018</strong> ist<br />

für uns als RBKJ ein besonderes<br />

Jahr. Zwei Vorgängerinstitute der<br />

heutigen RBKJ würden dieses Jahr<br />

Jubiläum feiern: Die Ingelfinger<br />

Bank - Raiffeisen - eG wäre 125<br />

Jahre und die Raiffeisenbank<br />

Niedernhall eG wäre 130 Jahre alt.<br />

Unser Vordenker und Gründungsvater<br />

Friedrich Wilhelm Raiffeisen<br />

wäre 200 Jahre jung geworden.“<br />

Siebert, der sich gerne augenzwinkernd<br />

als „der Neue“ bezeichnet,<br />

blickt zurück um nach vorne zu<br />

schauen. Seit gut einem Jahr bildet<br />

er mit Vorstandsmitglied Martin<br />

Krenkler die Führungsspitze der<br />

RBKJ. Als Nachfolger von Manfred<br />

Bub, der Ende Juli 2017 in den Ruhestand<br />

ging, hat er den Vorstandsvorsitz<br />

übernommen.<br />

Raiffeisen wurde 1818 im Westerwald<br />

geboren und gehört neben<br />

Hermann Schulze-Delitzsch zu den<br />

Vordenkern des deutschen Genossenschaftswesens.<br />

Die Bank ist ein<br />

Teil dieses Genossenschaftswesens,<br />

das - bedingt durch den Geburtstag<br />

Raiffeisens - in diesem Jahr von vielen<br />

Seiten in den Blick genommen<br />

wird. So ist das wohl mit Jubilaren<br />

- verdienterweise.<br />

Siebert begibt sich auf Spurensuche<br />

nach der Geschichte der RBKJ. Die<br />

Bank als ein genossenschaftliches<br />

Unternehmen unter heute<br />

rund 5.600 Genossenschaften in<br />

Deutschland, davon 972 Volks- und<br />

Feiern das Raiffeisenjahr <strong>2018</strong>: Vorstandsvorsitzender Andreas<br />

Siebert und Vorstandsmitglied Martin Krenkler.<br />

Foto: RBKJ<br />

Raiffeisenbanken. Er fragt „Wer<br />

waren die Männer, die unsere Vorgängerinstitute<br />

gegründet haben,<br />

warum, was waren ihre Rahmenbedingungen?<br />

Wie hat Bankbetrieb<br />

damals funktioniert?“ Er will<br />

konkrete Antworten, die historisch<br />

begründet und fundiert sind. Auf<br />

dieser Spurensuche begleitet ihn<br />

Dr. Frauke Schlütz, promovierte<br />

Wirtschafts- und Unternehmenshistorikerin<br />

mit einem Faible für das<br />

Thema „Raiffeisen“.<br />

Krenkler schließt sich an „Unsere<br />

Geschichte wollen wir unseren Kunden<br />

über das Jahr <strong>2018</strong> hinweg in<br />

zehn Beiträgen auf unserer Website<br />

darstellen. Neben der Auswertung<br />

einer Vielzahl schriftlicher Quellen<br />

haben wir eine Reihe Zeitzeugeninterviews<br />

geführt – mit Menschen,<br />

die die Bank über viele Jahre<br />

hinweg gestaltet haben, aber auch<br />

mit Menschen, die durch unsere<br />

Genossenschaft gefördert wurden,<br />

deren Unternehmen seit vielen<br />

Jahren in Geschäftsbeziehungen<br />

mit uns stehen.“<br />

„Gerade heute, in schnelllebigen,<br />

wirtschaftlich und politisch (gefühlt)<br />

unsichereren Zeiten, erscheint<br />

es uns ganz besonders wichtig, zu<br />

wissen, wo wir herkommen. Gerade<br />

in solchen Zeiten wollen wir den<br />

Blick für unsere Konturen schärfen,<br />

freuen uns über eine andere Art<br />

der Orientierungshilfe im täglichen<br />

Geschäft. Denn: Ohne Herkunft<br />

keine Zukunft (Odo Marquard)“<br />

schließt Siebert.<br />

Durch Kunden- und<br />

Mitgliedernähe sowie eine<br />

ganzheitliche, auf Kundenbedürfnisse<br />

ausgerichtete<br />

Beratung hat sich die Raiffeisenbank<br />

Kocher-Jagst eG<br />

hervorragend im Markt<br />

positioniert. Mit einem<br />

betreuten Kundenvolumen<br />

von inzwischen ca. 1,25<br />

Milliarden Euro ist sie die<br />

zweitgrößte Raiffeisenbank<br />

in Baden-Württemberg.<br />

RBKJ Abt.leiter Firmenkunden Roland Streckfuß mit<br />

Rudi Sprügel, Geschäftsführer JAKO AG<br />

RBKJ Abt.leiter Firmenkunden Roland Streckfuß mit<br />

Fritz und Ingrid Müller, Firmengründer GEMÜ<br />

Klaus Isaak, Geschäftsführer LTI-Metalltechnik GmbH<br />

RBKJ-Vorstandsduo Martin Krenkler und Andreas Siebert<br />

200 Jahre Friedrich Wilhelm Raiffeisen und 125 Jahre Ingelfinger Bank - Raiffeisen - eG.<br />

Gehen Sie mit uns auf Spurensuche. Wir wollen wissen, wo wir herkommen und wie unsere<br />

Vergangenheit die heutige Zukunft beeinflusst. Die Wirtschaftshistorikerin Dr. Frauke Schlütz<br />

begleitet uns hier. Lesen Sie monatlich unsere spannenden Beiträge zu unserer Geschichte<br />

und zur Geschichte unserer Kunden. Das Interview mit Rudi Sprügel, JAKO AG, lesen Sie auf<br />

unserer Website in unserem Beitrag Nr. 3. Einige Auszüge aus den Interviews mit den Firmen<br />

GEMÜ Gebr. Müller Apparatebau GmbH & Co. KG und LTI-Metalltechnik GmbH lesen Sie in<br />

unseren nächsten Beiträgen. www.rbkj.de/geschichte


12 Firmen & Märkte<br />

August <strong>2018</strong> I Jahrgang 17 I Nr. <strong>194</strong><br />

Viel mehr geht fast nicht<br />

Würth: Der Handelskonzern wächst rasant. Elektrogroßhandel expandiert in Italien. Neue Leasinggesellschaft gegründet.<br />

VON HERIBERT LOHR<br />

Firmenpatriarch Reinhold<br />

Würth wird es gerne vernommen<br />

haben, seine Firmengruppe<br />

ist weiter auf Erfolgskurs.<br />

In den ersten sechs Monaten dieses<br />

Jahres erwirtschaftete der Künzelsauer<br />

Handelskonzern mit seinen<br />

mehr als 400 Gesellschaften<br />

einen Umsatz von 6,8 Milliarden<br />

Euro. Der Weltmarktführer für Befestigungs-<br />

und Montagetechnik<br />

erreichte – wechselkursbereinigt<br />

– einen Zuwachs von neun Prozent.<br />

Etwa 40 Prozent des Umsatzes<br />

kamen von den Allied Companies.<br />

Auf dem Heimatmarkt in Deutschland<br />

kam Würth besonders gut voran.<br />

Unter dem Strich stand ein<br />

Zuwachs von 7,9 Prozent bei einem<br />

Umsatz von 2,9 Milliarden<br />

Euro. Dazu steuerte das Stammhaus,<br />

die Adolf Würth GmbH &<br />

Co. KG (AWKG), einen kräftigen<br />

Teil bei. Im Juni lag deren Umsatz<br />

erstmals über 150 Millionen<br />

Euro. Im ersten Halbjahr <strong>2018</strong> erwirtschaftete<br />

die größte Einzelgesellschaft<br />

in der Unternehmensgruppe<br />

811 Millionen Euro.<br />

Vor allem in Ost- und Südeuropa<br />

wuchs das Geschäft mit den über<br />

125 000 Produkte – von Schrauben<br />

und Dübeln über Werkzeuge<br />

bis zu chemisch-technischen Produkten<br />

und Arbeitsschutz – nach<br />

schwierigen Phasen zuletzt zweistellig.<br />

„Wir gehen davon aus,<br />

dass wir auch <strong>2018</strong> wieder Rekorde<br />

bei Umsatz und Betriebsergebnis<br />

vermelden werden,“ ist Robert<br />

Friedmann, Sprecher der<br />

Konzernführung zuversichtlich.<br />

Der Konzern wuchs nicht nur, er<br />

verdiente auch prächtig. Das Betriebsergebnis<br />

weist für das erste<br />

Halbjahr mehr als 400 Millionen<br />

Euro auf. „Wir sind mit dem überproportionalen<br />

Anstieg zufrieden“,<br />

so Robert Friedmann. Er<br />

liegt damit auf der Vorgabe von<br />

Reinhold Würth („Wachstum<br />

ohne Rendite ist tödlich“).<br />

Große Investitionen<br />

in der Region<br />

Die anhaltend gute Entwicklung<br />

drückt sich auch in der Zahl der<br />

Beschäftigten aus. In den ersten<br />

sechs Monaten kamen 1975 Mitarbeiter<br />

hinzu. Würth beschäftigte<br />

Ende Juni weltweit 76 134 Menschen.<br />

Etwas mehr als ein Drittel<br />

davon in Deutschland.<br />

Im Konzern selbst ist viel Bewegung.<br />

Zum einen wird flächendeckend<br />

in die Logistik investiert.<br />

Auffälligstes Beispiel ist derzeit<br />

der Bau des neuen Umschlaglagers<br />

im Gewerbepark Hohenlohe<br />

direkt an der A 6. Für 73 Millionen<br />

Euro entsteht hier das europäische<br />

Drehkreuz für großvolumige<br />

Güter. Daneben baut Würth<br />

Elektronik eiSos für 25 Millionen<br />

Euro seinen Standort Waldenburg<br />

aus. Auch hier wird die Logistik-<br />

Nutzfläche vergrößert und es kommen<br />

weitere Lager-, Kommissionier-<br />

und Logistikflächen hinzu.<br />

Daneben wird Würth in Bad Mergentheim<br />

allein in den nächsten 3<br />

Jahren 130 Millionen Euro in den<br />

Ausbau seines Standortes Würth<br />

Industrie Service auf dem Drillberg<br />

investieren.<br />

Kräftig investiert wird auch in die<br />

Logistik von Würth Elektronik<br />

Großhandel W.EG. Am größten<br />

Standort der Geschäftseinheit in<br />

Heilsbronn steht der Ausbau des<br />

Zentrallagers (25 Millionen<br />

Euro) kurz vor dem Abschluss.<br />

In Italien expandiert W.EG durch<br />

eine Mehrheitsbeteiligung mit<br />

MEB s.r.l., einem der führenden<br />

Elektrogroßhändler mit Sitz in<br />

Schio, Venetien. Das Unternehmen<br />

beschäftigt aktuell 250 Mitarbeiter<br />

in 24 Niederlassungen. Das<br />

Produktprogramm umfasst vor allem<br />

Beleuchtung, Gebäudeautomation,<br />

erneuerbare Energien, Kabel<br />

und industrielle Automatisierungstechnik.<br />

Der Umsatz lag im<br />

Jahr 2017 bei 107 Millionen<br />

Euro. Seit 2015 begann Würth<br />

sich den italienischen Markt<br />

durch eine strategische Zusammenarbeit<br />

mit MEF s.r.l mit Sitz in<br />

Florenz zu erschließen. Ulrich<br />

Liedtke, Geschäftsbereichsleiter<br />

von W.EG und verantwortlich für<br />

die Geschäftstätigkeit in sieben europäischen<br />

Ländern, erklärt: „Die<br />

Wertschätzung regionalen Unternehmertums<br />

spielt beim Ausbau<br />

des Würth Elektrogroßhandel<br />

eine zentrale Rolle. Die Firmen<br />

können schnell und zielsicher auf<br />

den jeweiligen Märkten agieren<br />

Beratung: Ob in der Niederlassung, online oder über die Verkäufer:<br />

Die Produkte des Handelsunternehmens sind gefragt. Foto: Würth<br />

und profitieren von der Möglichkeit,<br />

zentrale Ressourcen von<br />

Würth zu nutzen. Der Würth Elektrogroßhandel,<br />

gehört zu den führenden<br />

Großhändlern in Europa.<br />

2017 erzielte der Elektrogroßhandel<br />

einen Umsatz von rund 1,5 Milliarden<br />

Euro. Zuletzt wuchs die Geschäftseinheit<br />

um 8,5 Prozent und<br />

machte rund 12 Prozent des Gesamtumsatzes<br />

der Würth-Gruppe.<br />

Auch in anderen Bereichen tut<br />

sich einiges. So weitet die Würth<br />

Leasing GmbH & Co. KG mit Hauptsitz<br />

in Albershausen bei Göppingen,<br />

mit der Gründung der Würth<br />

Truck Lease GmbH ihre Aktivitäten<br />

im Bereich Leasing von Nutzfahrzeugen<br />

aus.<br />

Die Gründung der Würth Truck<br />

Lease GmbH ist „ein Meilenstein“<br />

in der 25-jährigen Unternehmensgeschichte.<br />

Mit der Konzentration<br />

auf „Trucks and Trailer“ kann<br />

Würth Leasing „den eigenen Gesetzen<br />

des Nutzfahrzeugmarktes“<br />

besser Rechnung tragen. Der<br />

Markt für neue und gebrauchte<br />

Nutzfahrzeugen in Deutschland ist<br />

enorm. Jedes Jahr müssen bis zu<br />

einem Viertel aller Lkws ausgetauscht<br />

werden. „Das ist ein Milliardenmarkt,<br />

den wir bedienen<br />

wollen“, erklärt Axel Ziemann,<br />

der Geschäftsführer beider Gesellschaften.<br />

Auf der IAA Nutzfahrzeuge<br />

Ende September in Hannover<br />

wird sich die Würth Truck<br />

Lease GmbH erstmals der Öffentlichkeit<br />

vorstellen.<br />

Die Würth Leasing GmbH & Co.<br />

KG entwickelt spezifische Finanzierungslösungen<br />

für die Bereiche<br />

Maschinen, IT-Hardware, homogene<br />

Investitionsgüter des Anlagevermögens<br />

und Umlaufvermögens.<br />

75 Mitarbeiter an 7 Standorten<br />

betreuen über 2500 Kunden<br />

mit einem Vertragsvolumen von<br />

mehr als 750 Millionen Euro.<br />

www.wuerth.com<br />

ANZEIGE<br />

BANKEN-TIPP<br />

Der Mensch im Mittelpunkt<br />

Dienstleistungen barrierefrei in Anspruch nehmen<br />

Egal ob mit oder ohne Handicap sollen sich<br />

die Kunden willkommen fühlen. Es gehört zu<br />

unserem öffentlichen Auftrag und zu unserer<br />

Gemeinwohlorientierung alle Menschen mit<br />

geld- und kreditwirtschaftlichen Leistungen<br />

zu versorgen.<br />

❚ Warum ist Barrierefreiheit so wichtig?<br />

Barrierefreiheit nutzt allen: Menschen mit<br />

und ohne Behinderung, Senioren, Kindern,<br />

Eltern und Menschen, die nur vorübergehend<br />

in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. So hilft<br />

ein Aufzug Eltern mit Kinderwagen, alten und<br />

gehbehinderten Menschen gleichermaßen.<br />

Und was Menschen mit Lernschwierigkeiten<br />

benötigen – nämlich Texte in leichter Sprache<br />

oder mit Bebilderungen – nutzt auch vielen<br />

anderen.<br />

Barrierefreiheit geht Menschen ohne Behinderung<br />

auch deswegen etwas an, weil sie<br />

irgendwann womöglich selbst auf gut<br />

zugängliche Gebäude, leichte Sprache oder<br />

die Kommunikation über Computer angewiesen<br />

sind. Denn Tatsache ist: Nur vier Prozent<br />

aller Behinderungen sind angeboren. In den<br />

allermeisten Fällen löst eine Krankheit oder<br />

ein Unfall die Behinderung aus. Ein Grund<br />

mehr, sich für ein Leben ohne Barrieren stark<br />

zu machen.<br />

Der Sparkassenverband Baden-Württemberg<br />

hat wegweisend für den gesamten Finanzdienstleitungssektor<br />

mit 14 Organisationen<br />

und Selbsthilfegruppen behinderter Menschen<br />

eine Zielvereinbarung zu barrierefreien<br />

Dienstleistungen abgeschlossen. Die Sparkasse<br />

Schwäbisch Hall-Crailsheim ist dieser freiwilligen<br />

Selbstverpflichtung beigetreten. Ziel<br />

ist es, dass Menschen alle Dienstleistungen<br />

der Sparkasse barrierefrei und ohne Einschränkungen<br />

in Anspruch nehmen können.<br />

Thomas Lützelberger,<br />

Vorstandsvorsitzender<br />

der Sparkasse<br />

Schwäbisch Hall-<br />

Crailsheim<br />

Insbesondere bei Neu- und Umbauten achten<br />

wir darauf, dass Einrichtungen, Gegenstände<br />

und Medien so gestaltet werden, dass sie von<br />

jeder Person – unabhängig von einer eventuell<br />

vorhandenen Behinderung – uneingeschränkt<br />

und ohne fremde Hilfe benutzt werden<br />

können.<br />

Mittlerweile sind<br />

bereits 97 %<br />

unserer Filialen<br />

barrierefrei und<br />

baulich so<br />

gestaltet, um<br />

Menschen mit<br />

Rollstuhl oder<br />

Rollator genügend<br />

Platz zu<br />

bieten.<br />

Sparkasse<br />

Schwäbisch Hall-Crailsheim<br />

Hafenmarkt 1 | 74523 Schwäbisch Hall<br />

Telefon 0791/7540 | Fax 0791/754550<br />

E-Mail: info@sparkasse-sha.de<br />

Internet: www.sparkasse-sha.de<br />

Michael Fischer,<br />

Geschäftsführer<br />

Beratung<br />

B2C? B2B? HEART TO<br />

HEART! Fischer & Friends<br />

denkt nicht in starren<br />

Kategorien, sondern<br />

kommuniziert von Mensch zu<br />

Mensch. In allen Disziplinen<br />

und auf allen Kanälen.<br />

Vernetzt und mit klarem Ziel.<br />

Das 24-köpfige Team<br />

arbeitet an den Standorten<br />

Bad Mergentheim und<br />

Stuttgart für renommierte<br />

Marken, Markt- und<br />

Weltmarktführer wie zum<br />

Beispiel ebm-papst, Knauf,<br />

Minol, Vollmer oder Würth<br />

Industrie Service.<br />

www.fischer-and-friends.de<br />

Der Werber-Rat<br />

Employer Branding: Worauf es wirklich ankommt<br />

Employer Branding ist kein<br />

One-Hit-Wonder<br />

Eine „witzige Stellenanzeige“ oder<br />

eine „coole Facebook-Aktion“ sind<br />

nicht genug, wenn es darum geht,<br />

nachhaltig ein positives Arbeitgeberimage<br />

zu etablieren. Denn die<br />

Öffentlichkeit – und damit auch<br />

potenzielle Mitarbeiter – nimmt<br />

ein Unternehmen immer ganzheitlich<br />

wahr: von der Website bis zum<br />

Unternehmensgebäude, von der<br />

Personalanzeige bis zum „Stammtisch-Talk“.<br />

Deshalb ist es elementar,<br />

dass sich alle digitalen, analogen<br />

und physischen Touchpoints an<br />

einer klar definierten Arbeitgebermarke<br />

ausrichten und auf diese einzahlen.<br />

Nur so kann ein homogenes<br />

Bild in den Köpfen bestehender und<br />

potenzieller Mitarbeiter entstehen.<br />

Employer Branding ist also ein<br />

ganzheitlicher Ansatz, der sich auf<br />

alles auswirkt und der alles betrifft,<br />

was das Unternehmen tut – nach<br />

innen wie nach außen.<br />

Employer Branding ist keine<br />

Schönheits-OP<br />

Ein zeitgemäßes, attraktives Erscheinungsbild<br />

ist natürlich wichtig.<br />

Noch wichtiger ist jedoch, dass<br />

dieses mit den inneren Werten Ihres<br />

Unternehmens im Einklang steht.<br />

Diese Werte müssen gleichermaßen<br />

authentisch und differenzierend<br />

sein. Erst auf dieser Basis<br />

lässt sich ein erfolgreiches Employer<br />

Branding aufbauen. Am Beginn<br />

dieses Prozesses steht zunächst<br />

die Analyse der bisherigen Markengrundlagen.<br />

Besteht bereits ein<br />

Markenmodell bzw. Wertebild, geht<br />

es gegebenenfalls nur um eine Erweiterung<br />

desselben. Zudem gilt es<br />

herauszufinden, welche der existierenden<br />

Markengrundlagen für den<br />

Arbeitgeberbereich von besonderer<br />

Relevanz sind. Klar ist: Zwischen<br />

den Maßnahmen der „normalen“<br />

Unternehmenskommunikation und<br />

dem Employer Branding darf es<br />

keinen Bruch geben. Beide Welten<br />

müssen sich systematisch gegenseitig<br />

stützen und für ein einheitliches<br />

Bild sorgen.<br />

Das beste Employer Branding<br />

ist Unternehmenskultur<br />

Die im Employer-Branding-Prozess<br />

definierten Werte, die die Arbeitgebermarke<br />

besonders attraktiv<br />

machen, müssen nicht nur kommuniziert,<br />

sondern vor allem gelebt<br />

werden.<br />

Tag für Tag, in allen Bereichen des<br />

unternehmerischen Handelns. Dann<br />

kann sich aus dem Employer Branding<br />

heraus mit der Zeit eine eigenständige,<br />

attraktive Unternehmenskultur<br />

entwickeln, die von allen<br />

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern<br />

getragen wird und diese wiederum<br />

zu glaubwürdigen Botschaftern ihrer<br />

(Arbeitgeber-)Marke macht. Erfolgreiches<br />

Employer Branding lebt<br />

von seiner Glaubwürdigkeit und<br />

Stringenz. Kurz gesagt: Taten zählen<br />

mehr als Worte. Für eine starke Arbeitgebermarke<br />

– innen wie außen.<br />

Wenn Unternehmen das Thema<br />

Employer Branding also ganzheitlich<br />

verfolgen, ihre Markenidentität<br />

und Werte klar definieren und<br />

diese in allen Ebenen nach innen<br />

wie auch in der Kommunikation<br />

nach außen bewusst leben, dann<br />

steht dem Aufbau einer starken<br />

und nachhaltigen Arbeitgebermarke<br />

nichts mehr im Wege. Mehr dazu<br />

gerne persönlich!


August <strong>2018</strong> I Jahrgang 17 I Nr. <strong>194</strong><br />

Firmen & Märkte 13<br />

Schmerzhafter Abschied<br />

Jeans-Hersteller Mustang verlässt Künzelsau nach 86 Jahren und zieht nach Hall. Auf dem<br />

bisherigen Firmengelände sollen Appartements und ein Lebensmittelmarkt entstehen.<br />

Die Nachricht kam Mitte<br />

Juli: Mustang zieht nach<br />

Schwäbisch Hall. Wie Geschäftsführer<br />

Dietmar Axt bestätigte,<br />

verlegt der Jeanshersteller<br />

Ende 2019 oder Anfang 2020<br />

seinen Stammsitz von Künzelsau<br />

in die Siederstadt. Derzeit<br />

arbeiten in Künzelsau noch<br />

rund 120 Menschen für Mustang.<br />

Durch den Umzug sollen<br />

aber laut Axt keine Stellen gestrichen<br />

werden. Mustang will<br />

seine Aktivitäten in der Region<br />

künftig auf dem Karl-Kurz-Areal<br />

im Haller Teilort Hessental konzentrieren.<br />

IMAGEBRINGER Für Künzelsau<br />

ist die Nachricht nur<br />

schwer zu verdauen. Über Jahrzehnte<br />

war der Jeans-Hersteller<br />

für die Stadt nicht nur ein wichtiger<br />

Arbeitgeber und Imagebringer.<br />

„Den Wegzug von Mustang<br />

bedauern wir sehr“, sagt<br />

Bürgermeister Stefan Neumann.<br />

„Die Traditionsmarke<br />

wird immer mit Künzelsau verbunden<br />

bleiben.“<br />

Als Würth überregional noch<br />

kaum bekannt war, beschäftigte<br />

das Modeunternehmen schon<br />

Hunderte Mitarbeiter in Künzelsau.<br />

Und spätestens als Mustang<br />

den Auftrag bekam, die<br />

deutsche Olympiamannschaft<br />

des Jahres 1972 modisch auszustatten,<br />

war die 1932 als Berufsbekleidungsschneiderei<br />

gestartete<br />

Marke in aller Munde.<br />

Bis zu 16 000 Jeanshosen wurden<br />

einst in Künzelsau genäht –<br />

pro Tag. Im vergangenen Jahrzehnt<br />

hat sich die Textilbranche<br />

aber dramatisch verändert.<br />

Nicht mehr Levi's oder Wrangler<br />

waren die Wettbewerber des<br />

Familienbetriebs, sondern kapi-<br />

Höhepunkt: Als<br />

Mustang 1972<br />

die deutsche Olympiamannschaft<br />

ausstattete, war<br />

die Marke in aller<br />

Munde. Doch danach<br />

gab es viele<br />

Rückschläge und<br />

Schwierigkeiten.<br />

Foto: Mustang<br />

talstarke Ketten wie Zara, New<br />

Yorker oder H&M. Die kauften<br />

ihre Ware immer dort zu, wo es<br />

gerade günstig war.<br />

Und mit zwei Kollektionen im<br />

Jahr, die über den Großhandel<br />

an Modehäuser ausgeliefert<br />

wurden, ließ sich kein Markt<br />

mehr machen. Im Zuge verschiedener<br />

Umstrukturierungen<br />

wurden es immer weniger<br />

Beschäftigte, die Verluste türmten<br />

sich dennoch. Bis der Inhaber<br />

die Mehrheit an eine Investorengruppe<br />

um den heutigen<br />

Chef Dietmar Axt abgab, der<br />

seit dem Jahr 2012 die Zügel in<br />

der Hand hält. Der Umsatz bewegt<br />

sich seit Jahren knapp unter<br />

der 100-Millionen-Euro-<br />

Marke, Verluste und zusätzliche<br />

Kosten für die Sanierung<br />

der Firma sorgen für einen gewaltigen<br />

Druck. Der Verkauf<br />

von Immobilien versprach einen<br />

Ausweg: 2,5 Millionen<br />

Euro hat das im vergangenen<br />

Sommer in die Kasse gebracht<br />

– damit wurden Kredite zurückbezahlt.<br />

PLÄNE Damit war aber auch<br />

das Schicksal des Standorts besiegelt<br />

– für die verbliebenen<br />

120 Mitarbeiter war das Gebäude<br />

ohnehin viel zu groß.<br />

Auf dem 7000 Quadratmeter<br />

großen Areal an der Lindenstraße,<br />

wo früher Hunderte Mitarbeiterinnen<br />

Tausende Hosen<br />

nähten, möchte der Aalener<br />

Projektentwickler Merz Objektbau<br />

zusammen mit „i Live“ Appartements<br />

für Studenten und<br />

Mitarbeiter Hohenloher Unternehmen<br />

bauen sowie einen Lebensmittelmarkt<br />

errichten. hst<br />

www.mustang-jeans.com<br />

Großer Andrang<br />

Explosionsschützer Quintex präsentierte den<br />

Besuchern der Achema zahlreiche Neuheiten.<br />

Viel Neues hatte Quintex Mitte<br />

Juni den Besuchern der<br />

Achema, der globalen Leitmesse<br />

der Prozessindustrie in Frankfurt,<br />

zu bieten und zu erläutern: Der Fokus<br />

am Stand des Lauda-Königshofener<br />

Explosionsschutz-Experten<br />

lag auf Produkten, die der Prozess-<br />

und Anlagenindustrie insbesondere<br />

bei Begleitheizung und<br />

Explosionsschutz einen Nutzen in<br />

der Anwendung und im Betrieb<br />

bieten sollen. Hier einige Daten zu<br />

den gezeigten Neuheiten:<br />

„LBCON“ ermöglicht eine Verbindung<br />

mittels einer LD mit angeschraubtem<br />

„Ex- e“-Rundgehäuse<br />

und Klemmstein. Diese Kombination<br />

vermeidet, dass sich das „Exd-Gehäuse“<br />

öffnet und macht das<br />

einfache Kontaktieren möglich.<br />

INNOVATIV Standardisierte<br />

oder kundenspezifische industrielle<br />

„WLAN Access Points“ sind<br />

in einem Dome- oder Lang-Gehäuse<br />

mit Quarzglas untergebracht.<br />

Damit wird die Datenübermittlung<br />

auch in Anlagen mit<br />

„Zone-1/21-Kategorien“ gewährleistet.<br />

Das „TWIN System“ ist eine Temperaturmess-Sensorik<br />

in einem<br />

Kabel mit automatischer Sensorzuordnung.<br />

Hier können bis zu 200<br />

aktive Temperatursensoren in einem<br />

bis zu 1500 Meter langen Kabel<br />

eingebracht und überwacht<br />

werden. Keine komplexe Programmierung<br />

mit Adressvergabe, sondern<br />

intelligente Anbindung ermöglicht<br />

eine einfache Integration<br />

in Überwachungs- und Prozessleitsysteme.<br />

„IRBM.. Ex d:“ ist eine Regler-Begrenzer-Kombination<br />

mit Kapillarrohrthermostaten<br />

in einem druckfesten<br />

Gehäuse. Der Begrenzereinsatz<br />

hat eine eigene Zulassung, da<br />

er in den Ex-Bereich wirkt. Die Kapillare<br />

sind durch eine steckbare<br />

Leitungsdurchführung geführt,<br />

um die Position vor Ort festlegen<br />

zu können.<br />

Einfach – und auch schon vorab<br />

– programmierbar ist die LED-Matrix<br />

in einem druckfesten Gehäuse,<br />

mit der fast bildlich dargestellt<br />

und damit schneller erfassbar<br />

gemacht werden können.<br />

Der „Compact Heizer“ ist ein kleiner<br />

Widerstandsheizer für den Ex-<br />

Bereich in verschiedenen Ausgangsleistungen<br />

und Spannungen.<br />

Vier standardisierte Bereiche werden<br />

vorgehalten: 6 und 12 Watt<br />

für 24 oder 230 Volt Versorgungsspannung.<br />

pm<br />

www.quintex.eu<br />

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RECHTS-TIPP<br />

IT-TIPP<br />

Die Düsseldorfer Tabelle<br />

Neufassung der Unterhaltsregelung ab 01.01.<strong>2018</strong><br />

Einblicke in die IT-Welt (2)<br />

Wie Software entsteht und warum Software teuer ist<br />

Anhand der Düsseldorfer Tabelle wird die Höhe<br />

des Unterhalts ermittelt, der nach einer Trennung<br />

für Kinder gezahlt werden muss, wenn<br />

diese nicht im eigenen Haushalt leben. Die<br />

Düsseldorfer Tabelle wird jährlich an die aktuelle<br />

Entwicklung in Deutschland angepasst.<br />

RAin Tina Mühlfelder<br />

❚ Zum 01.01.<strong>2018</strong> ist die Neufassung der Düsseldorfer<br />

Tabelle in Kraft getreten. In dieser Neufassung<br />

wurde nicht nur die Anpassung des Mindestunterhalts<br />

entsprechend der Mindestunterhaltsverordnung<br />

umgesetzt, sondern auch erhebliche<br />

Veränderungen bei der Höhe des geschuldeten<br />

Unterhalts geregelt.<br />

Die gravierende Veränderung bei dieser Neufassung<br />

der Düsseldorfer Tabelle ist in den veränderten<br />

Einkommensgruppen vorzufinden. Dies hat<br />

dazu geführt, dass die eigentlich erste Einkommensgruppe<br />

komplett weggefallen ist und nun die<br />

erste Einkommensbegrenzung bis zu einem Einkommen<br />

von 1900 H statt seit dem Jahr 20<strong>08</strong> bis<br />

1500 H gilt. Hierdurch wurde die Tabellenstruktur<br />

gänzlich verändert.<br />

Auswirkung hat dies darin, dass die gemeinhin<br />

erwartete Erhöhung des Kindesunterhalts unterblieben<br />

ist. Tatsächlich kommt es aufgrund der<br />

Veränderung der Einkommensgruppen zu einer<br />

Verminderung des nach der Lebensstellung angemessenen<br />

Bedarfs des Kindes und somit zu einer<br />

Verringerung der Zahlbeträge. Diese Beträge sind<br />

erheblich und werden dem täglichen tatsächlichen<br />

Bedarf eines Kindes nicht gerecht.<br />

Relevant wird diese wesentliche Veränderung der<br />

Einkommensgruppen auch bei der Abänderungsmöglichkeit<br />

bestehender Unterhaltstitel. Dies<br />

bewirkt, dass der Unterhaltstitel nicht mehr den<br />

aktuellen Unterhaltsbemessungsgrundlagen entspricht<br />

und somit ein Abänderungsgrund eines<br />

bestehenden Unterhaltstitels gegeben ist. Ein<br />

bestehender Unterhaltstitel kann durch ein Abänderungsverfahren<br />

abgeändert werden. Wichtig ist<br />

hierbei zu beachten, dass eine rückwirkende<br />

Abänderung nicht möglich ist. Eine Abänderung<br />

ist erst ab dem Zeitpunkt zulässig, in dem ein Antrag<br />

zur Abänderung bei Gericht eingereicht wird.<br />

In vielen Fällen wird die Neufassung der Düsseldorfer<br />

Tabelle zum 01.01.<strong>2018</strong> zu einer Reduzierung<br />

des Kinderunterhaltes führen. Hier muss aufgrund<br />

der hohen Kritik abgewartet werden, wie<br />

sich die Rechtsprechung zur Anpassung von<br />

Unterhaltstiteln an die Düsseldorfer Tabelle <strong>2018</strong><br />

entwickelt. In genau derartigen Fällen ist es wichtig,<br />

Mehr- und Sonderbedarf für das Kind geltend<br />

zu machen, um die täglichen Bedürfnisse des Kindes<br />

wie laufender Lebensbedarf, Kosten der Unterkunft,<br />

Kosten für Schule und Ausflüge etc. sicherzustellen.<br />

Kanzlei Tauberbischofsheim<br />

RAin Tina Mühlfelder<br />

Rechtsanwältin<br />

Pestalozziallee 13/15<br />

97941 Tauberbischofsheim<br />

Telefon 0 93 41 / 92 22-0<br />

Fax 0 93 41 / 92 22-80<br />

info.tbb@reinhart-kober.de<br />

www.reinhart-kober.de<br />

Oftmals liegen die Eurobeträge verschiedenster<br />

Software im fünf- bis sechsstelligen<br />

Bereich, Apps dagegen kosten wenige<br />

Cent bis 5 Euro. Wie lässt sich das erklären?<br />

Bestandteile der Softwareentwicklung<br />

In den meisten Fällen dauert Softwareentwicklung<br />

sehr lange. Man braucht ca. sechs<br />

bis zwölf Monate um eine erste Version des<br />

Systems zu erhalten.<br />

Jede Softwareentwicklung beinhaltet das<br />

Analysieren der Anforderungen, die Planung<br />

und die Konzeption, die Entwicklung, das<br />

Testen sowie Nachbesserungen. Während der<br />

Entwicklung teilt sich das Team auf: in kleinen<br />

Teams entwickelt jedes Teammitglied einen<br />

anderen „Abschnitt“ des Programmcodes, in<br />

großen Teams gibt es mehrere Gruppen. Im<br />

Nachhinein werden die Programmcodes<br />

zusammengefügt und das Programm getestet.<br />

Software-Fehler werden teuer<br />

Das Testen der Software ist umfangreicher als<br />

das Testen einer App. Erst beim Testen kann<br />

festgestellt werden, was funktioniert und was<br />

nicht. Zu oft wird zu spät und nur ungenügend<br />

getestet. Dann wurde aber schon viel Zeit und<br />

Energie aufgewendet, bis die Fehler mal entdeckt<br />

werden. Je frühzeitiger und systematischer<br />

mit dem Testen begonnen wird, umso<br />

mehr Zeit und Geld werden bei den folgenden<br />

Arbeiten gespart.<br />

Was gibt es noch zu beachten?<br />

Software ist in jedem Fall immer komplex. Sie<br />

beinhaltet viele verschiedene Funktionen, Prüfungen,<br />

interne Schnittstellen, Anbindungen<br />

zu anderer Software, Geräten oder Maschinen<br />

etc. Der Aufbau des Programmcodes einer<br />

Software muss von Anfang an logisch durchdacht<br />

sein.<br />

Kein Vergleich<br />

Eine App wird manchmal von nur einer Person<br />

entwickelt. Bei einer App ist es weniger die<br />

Komplexität, sondern das Design sowie die<br />

Anordnung der Elemente, welches im Vordergrund<br />

steht. Die Entwicklung einer Software<br />

lässt sich somit nicht mit der Entwicklung<br />

einer App vergleichen.<br />

essendi it:<br />

Als IT-Dienstleister entwickelt essendi it Ihre<br />

individuellen Softwarelösungen. Wir unterstützen<br />

Sie dabei Potenziale zu identifizieren<br />

und in strategische Lösungsanforderungen zu<br />

übersetzen. Anschließend sorgen wir für eine<br />

qualitativ hochwertige und leistungsfähige<br />

Umsetzung sowie Wartung und Support. Wir<br />

erstellen für Sie dabei auch passgenaue IT-<br />

Sicherheitskonzepte für Ihre individuelle Softwarelösung.<br />

Im Bereich IT-Sicherheit und<br />

Datenschutz beraten wir Sie mit einem<br />

Schwerpunkt auf Verschlüsselung und digitale<br />

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14 Firmen & Märkte<br />

August <strong>2018</strong> I Jahrgang 17 I Nr. <strong>194</strong><br />

Ernteausfall nicht dramatisch<br />

Die Erträge bei Winter- und Sommergerste liegen zwar unter denen des Vorjahres, bewegen sich aber im langjährigen Mittel.<br />

VON KERSTIN DORN<br />

Im Norden und Osten Deutschlands<br />

war der Sommer für die<br />

Bauern ein Desaster: Bis zur<br />

Hälfte der Ernte ist der Trockenheit<br />

zum Opfer gefallen. Im Süden<br />

sieht die Situation entspannter<br />

aus. Hier bewegen sich die zu erwartenden<br />

Ernteerträge im langjährigen<br />

Mittel.<br />

Wenn sich die Ähren ins Goldgelbe<br />

verfärben und ihre Köpfe<br />

hängen lassen, dann ist der richtige<br />

Erntezeitpunkt gekommen.<br />

Das war in diesem Jahr bereits Anfang<br />

Juli und damit drei Wochen<br />

früher der Fall als in anderen Jahren.<br />

Schuld daran war die lang anhaltende<br />

Trockenheit. „Wenn<br />

man dann zu lange zögert, brechen<br />

die Halme ab. Die Ähren fallen<br />

auf den Boden und können<br />

von den Erntemaschinen nicht aufgenommen<br />

werden“, begründet<br />

Harald Gronbach den frühen Erntebeginn.<br />

Der Bauernvorstand im<br />

Altkreis Crailsheim hat seine<br />

Ernte im Trockenen und gibt sich<br />

gelassen: Zehn bis 15 Prozent weniger<br />

Wintergerste als im Vorjahr<br />

hat er eingefahren. Sieben Tonnen<br />

erntet er in durchschnittlichen<br />

Jahren pro Hektar Anbaufläche.<br />

In diesem Jahr sind es etwas mehr<br />

als sechs. Gronbach nutzt das Getreide<br />

als Futter für sein Milchvieh.<br />

120 Kühe hat er im Stall stehen,<br />

die er mit Getreide, Silage<br />

und Mais über den Winter bringen<br />

muss. Wenn der Mais allerdings<br />

ähnlich wenig Ertrag abwirft,<br />

muss er Futter zukaufen.<br />

Das sind Kosten, die er nicht auf<br />

den Milchpreis umlegen kann.<br />

Deshalb freut er sich über jeden<br />

Tropfen Regen, der den Mais stärkereiche<br />

Körner ausbilden lässt.<br />

Neue Züchtung „Journey“<br />

erfüllt Erwartungen<br />

Im Landkreis rechnet man mit einer<br />

durchschnittlichen Ernte bei<br />

Wintergerste von etwa sieben Tonnen<br />

pro Hektar, beim Winterweizen<br />

werden es etwa siebeneinhalb<br />

bis 8 Tonnen sein, beim Raps zwischen<br />

drei und vier Tonnen. Auch<br />

der Mais hat unter der anfänglichen<br />

Trockenheit gelitten. Da<br />

aber sein Erntezeitpunkt erst spät<br />

im Jahr liegt, hat er noch gute<br />

Wachstumschancen. Mais, Zuckerrüben<br />

und das Grünland<br />

brauchen aber dringend Niederschläge.<br />

Alle Erträge liegen unter<br />

denen des Vorjahres, wobei 2017<br />

ein ausgesprochen gutes Jahr war,<br />

sagt Tiemo Hofmann, Fachbereichsleiter<br />

für pflanzliche Produktion<br />

im Landkreis. Die Trockenheit<br />

habe aber auch Vorteile,<br />

so der Experte: Der Feuchtegehalt<br />

liegt im unteren Toleranzbereich,<br />

was sich positiv auf die Lagerfähigkeit<br />

auswirkt und den Pilzbefall reduziert.<br />

Das <strong>2018</strong>er-Wetter war nicht ideal<br />

für die Landwirtschaft: Die Wintermonate<br />

zu warm, der Aussaatmonat<br />

März, wenn die Bauern „die<br />

Rösser anspannen“ zu kalt und zu<br />

feucht und die Folgemonate zu trocken.<br />

Von einer extremen Wetterlage<br />

will Gronbach aber dennoch<br />

nicht sprechen: „Wir müssen das<br />

Wetter nehmen, wie es ist. Dran<br />

drehen können wir nicht.“ Aber<br />

auch er merkt, dass das Klima extremer<br />

wird. Ist die Landwirtschaft<br />

darauf vorbereitet?<br />

„Die Züchtung robuster Sorten,<br />

die mit den zunehmend extremeren<br />

Klimaschwankungen zurechtkommen,<br />

ist eine Kernaufgabe<br />

der Pflanzenzüchtung“, sagt Stephanie<br />

Franck, Geschäftsführerin<br />

der PZO – Pflanzenzucht Oberlimpurg.<br />

Die Schwierigkeit liege darin,<br />

dass sich immer häufiger Wetterlagen<br />

mit extrem viel oder dauerndem<br />

Niederschlag mit ausgeprägten<br />

Trockenperioden abwechseln.<br />

Deshalb sei „Toleranz gegen<br />

die immer häufiger werdende<br />

Frühsommertrockenheit besonders<br />

wichtig, aber die Sorten müssen<br />

auch mit Nässe im Herbst<br />

oder kurz vor der Ernte umgehen<br />

können“, so die Expertin. Neues<br />

Zuchtmaterial muss mit den unterschiedlichsten<br />

Böden, Niederschlagsmengen<br />

und Temperaturen<br />

zurechtkommen. Insgesamt<br />

dauert die Entwicklung einer Getreidesorte<br />

rund acht bis zehn<br />

Jahre. Daran schließt sich eine<br />

dreijährige amtliche Prüfung vor<br />

Durchschnitt: Der Ernteausfall in diesem Jahr beunruhigt Harald Gronbach nicht.<br />

dem Bundessortenamt an. „Nur<br />

diejenigen Sorten, die insgesamt<br />

besser sind als alle anderen,<br />

schon zugelassenen Sorten derselben<br />

Art, bekommen das amtliche<br />

OK, also die Sortenzulassung.<br />

Nicht zugelassene Kandidaten dürfen<br />

nicht als Saatgut verkauft werden.<br />

Die Landwirte können also sicher<br />

sein, dass sie immer neue,<br />

umfassend getestete und bessere<br />

Sorten bekommen – also auch solche,<br />

die sich unter den zunehmend<br />

extremeren Klimaverhältnissen<br />

bewährt haben, meint die Expertin.<br />

Gerade hat sie die ersten<br />

offiziellen Ergebnisse der neuzugelassenen<br />

Wintergerste Journey<br />

aus Mecklenburg-Vorpommern<br />

bekommen. „Dort war es ja besonders<br />

trocken, und wie erwartet<br />

macht sich Journey sehr gut.“<br />

Auch wenn die Erträge in einzelnen<br />

Regionen geringer ausfallen,<br />

so steigen doch die Ernten auf der<br />

ganzen Welt von Jahr zu Jahr. Ein<br />

Indikator dafür sind die Preise. So<br />

ist der Lebensmittelpreisindex der<br />

Weltagrarorganisation FAO im Juli<br />

gefallen.<br />

Foto: Kerstin Dorn<br />

NEWSLINE<br />

CeraCon wächst<br />

Das Maschinenbauunternehmen gründet neuen Standort in Tschechien.<br />

Zu Besuch bei Stabilo<br />

Schrozberger Bürgermeisterin Jacqueline Förderer stattete<br />

dem heimischen Stabilo-Fachmarkt in der Sigisweiler<br />

Straße, kürzlich ihren versprochenen Besuch ab. In<br />

Begleitung von Viola Rüger (Studentin an der Hochschule<br />

für öffentliche<br />

Verwaltung) ließ sich<br />

Förderer von Stabilo-<br />

Geschäftsführer Ulrich<br />

Abendschein sowie<br />

Unternehmenssprecher<br />

und Marketingleiter<br />

Markus Wedde,<br />

Foto: Stabilo<br />

den Werkzeugfachmarkt<br />

vorstellen. Bei<br />

der Besichtigung wurden<br />

unter anderem<br />

kommunal- und wirtschaftsrelevante Themen wie zum<br />

Beispiel der Ausbildungs- und Arbeitsplatzausbau besprochen.<br />

Der zweistündige Rundgang der Bürgermeisterin<br />

endete mit der Zusage, dass die Türen im Rathaus<br />

für wirtschaftliche Belange stets offen stünden. pm<br />

Groninger ehrt beste<br />

Absolventen des TG<br />

Seit vielen Jahren pflegt Groninger eine enge Kooperation<br />

mit der Gewerblichen Schule Crailsheim. In diesem<br />

Zusammenhang ehrt das Unternehmen jährlich die besten<br />

Abiturienten des Technischen Gymnasiums, welche<br />

das Profilfach Gestaltungs- und Medientechnik beziehungsweise<br />

Mechatronik belegt haben. Auch in diesem<br />

Jahr wurden die zwei Besten zu Groninger eingeladen<br />

um ihnen persönlich zu gratulieren. Der Geldpreis<br />

wurde an Silke Eckert (Gestaltungs- und Medientechnik)<br />

und Luca Stoll (Mechatronik) überreicht. Begleitet<br />

wurden die beiden durch den Schulleiter Andreas Petrou.<br />

Geschäftsführer Volker Groninger, Heiko Schilke<br />

(Gruppenleiter Basistechnologie Mechanik) und Daniela<br />

Drzajic (Personalreferentin) gratulierten den beiden<br />

zum erfolgreich bestandenen Abitur.<br />

pm<br />

Das Weikersheimer Maschinenbauunternehmen<br />

Cera-<br />

Con, das Schaumdichtungstechnologie,<br />

Industrieöfen und Laserbearbeitung<br />

anbietet, wächst<br />

weiter und zusätzliche Produktionsfläche<br />

wird benötigt. In einem<br />

Vorort von Hradec Králové<br />

(deutsch: Königgrätz) wurde hierfür<br />

eine Fabrikhalle mit 550 Quadratmeter<br />

angemietet.<br />

Neugründung eines Werks<br />

in Tschechien<br />

Tschechien hat als Maschinenbaunation<br />

eine lange Tradition und damit<br />

ein interessantes Reservoir an<br />

qualifizierten Fachleuten, die Cera-<br />

Con nutzen will. Gleichzeitig liegt<br />

die Region um Hradec Králové im<br />

Zentrum der Automobilindustrie<br />

von Tschechien, Polen und der<br />

Slowakei. Die Nähe zu wichtigen<br />

Kunden war schließlich ausschlaggebendes<br />

Kriterium für diese<br />

Standortentscheidung.<br />

Künftig soll Vor-Ort-Service sowie<br />

die Durchführung von Lohnfertigungsaufträgen<br />

hinzukommen. CeraCon<br />

unterstreicht damit seine<br />

Kundennähe. Der aus der Region<br />

um Hradec Králové stammende<br />

Michael Špacek, der bereits seit einigen<br />

Jahren als Ingenieur für CeraCon<br />

tätig ist, wurde zum Leiter<br />

von CeraCon Bohemia s.r.o. berufen.<br />

Die ersten beiden Facharbeiter<br />

des neuen tschechischen Werkes<br />

waren bereits im Juni in Weikersheim<br />

zu Besuch, um den<br />

Stammsitz des Unternehmens und<br />

Motiviert: Die Mitarbeiter des neuen CeraCon-Standortes: (v.li.)<br />

Erich Krämer, geschäftsführender Gesellschafter CeraCon; Michael<br />

Špacek, Leiter CeraCon Bohemia; Josef Hanousek, Ladislav Doležal,<br />

beide CeraCon Bohemia; Jana Hanousek und Andreas S. Kreissl, geschäftsführender<br />

Gesellschafter CeraCon.<br />

Foto: CeraCon<br />

Aufgaben: Techniker programmieren Roboter am Sitz in<br />

Weikersheim. Das Maschinenbauunternehmen hat erst kürzlich<br />

einen weiteren Standort in Tschechien gegründet. Foto: NPG-Archiv<br />

die deutschen Kollegen kennenzulernen.<br />

Die CeraCon mit Sitz in<br />

Weikersheim wurde im Jahr 2000<br />

als Engineering- und Maschinenbauunternehmen<br />

gegründet.<br />

Heute betreibt das Unternehmen<br />

mit derzeit rund 220 Mitarbeitern<br />

drei Geschäftsbereiche an verschiedenen<br />

Standorten im In- und<br />

Ausland. Den Kernbereich bilden<br />

der Vertrieb, die Konstruktion<br />

und die Herstellung von standardisierten<br />

und kundenspezifischen<br />

Anlagen.<br />

Aufgabengebiete und<br />

Abläufe in der Produktion<br />

Der Bereich „Sealing systems“ umfasst<br />

das Verarbeiten und Aufbringen<br />

geschäumter Dichtungen direkt<br />

am abzudichtenden Bauteil<br />

sowie die Entwicklung und Produktion<br />

der dafür notwendigen<br />

Kleb- und Dichtstoffe.<br />

Zum Bereich „Thermal systems“<br />

zählen das Wärmebehandeln und<br />

Puffern von Bauteilen in horizontaler<br />

und vertikaler Bauweise. Der<br />

dritte Bereich „Laser systems“ umfasst<br />

das Beschneiden, Trennen<br />

und Perforieren von Kunststoffen<br />

sowie das Oberflächenbehandeln<br />

von Kunststoff- und Metallbauteilen.<br />

Zudem werden im Lohnauftrag<br />

Kundenbauteile im eigenen<br />

Anlagenpark in Groß- und Kleinserien<br />

mit Dichtschaum versehen<br />

oder Kunststoffbauteile mit modernster<br />

Lasertechnik im Kundenauftrag<br />

bearbeitet.<br />

Die Zielbranchen der drei Geschäftsfelder<br />

sind im Bereich der<br />

Automobilindustrie und deren Zulieferer,<br />

der Elektrik- und Elektronikindustrie,<br />

der weißen Ware sowie<br />

der Medizintechnik zu finden.<br />

Etwa 70 Prozent seines Umsatzes<br />

tätigt das Unternehmen CeraCon<br />

inzwischen im Ausland. pm<br />

www.ceracon.com


August <strong>2018</strong> I Jahrgang 17 I Nr. <strong>194</strong><br />

Firmen & Märkte 15<br />

Ein gutes Geschäftsjahr<br />

Berner Group wächst im dritten Jahr in Folge und legt auch im ersten Quartal <strong>2018</strong>/19 weiter zu.<br />

Das Familienunternehmen<br />

hat im zurückliegenden Geschäftsjahr<br />

2017/<strong>2018</strong> den<br />

Umsatz um 2,4 Prozent gegenüber<br />

dem Vorjahr gesteigert. Insgesamt<br />

erzielte das B2B-Handelsunternehmen<br />

Umsatzerlöse von über einer<br />

Milliarden Euro aus dem europaweiten<br />

Verkauf von Produkten<br />

an Profis in Industrie, Autowerkstätten<br />

und Handwerksbetrieben<br />

(Vorjahr: knapp 1,02 Milliarden<br />

Euro). Die Produktivität des Außendienstes<br />

legte bei den Unternehmenstöchtern<br />

Berner um<br />

circa 3 Prozent und bei BTI um<br />

3,3 Prozent zu. Der positive Trend<br />

beim Umsatz bestätigt sich auch<br />

im ersten Quartal <strong>2018</strong>/19. Das<br />

Plus der Berner Group lag für die<br />

ersten drei Monate bei vier Prozent.<br />

Kernmarke Berner<br />

wächst um 3,6 Prozent<br />

Die Marke Berner war mit rund<br />

786 Millionen Euro die umsatzstärkste<br />

Marke der Gruppe. Das<br />

Umsatzplus für die in 25 Ländern<br />

Europas tätige Marke lag bei 3,6<br />

Prozent. Auf Basis des Arbeitstagevergleichs<br />

ist Berner um 5,4 Prozent<br />

gegenüber dem Vorjahr gewachsen.<br />

„Wir sind näher am Kunden, erkennen<br />

Marktveränderungen früh<br />

und entwickeln unser Geschäftsmodell<br />

flexibel weiter“, sagt Chief<br />

Operating Officer (COO) Carsten<br />

Rumpf.<br />

Vor 15 Jahren dominierten im Segment<br />

Automotive bei Berner die<br />

Umsätze mit kleinen, freien Auto-<br />

Werkstätten. Das Unternehmen<br />

hat aber früh erkannt, dass sich<br />

ein grundlegender Wandel vollzieht.<br />

Auch wenn Berner als B2B<br />

Partner diese Werkstätten nach<br />

wie vor umfassend unterstützt,<br />

muss man sich andere Wachstumsfelder<br />

suchen. In Frankreich<br />

ist Berner das aktuell am besten<br />

Klientel: Ein defekter Lkw kann die Fahrt nicht fortsetzen. Für den Spediteur sind solche Ausfallzeiten teuer.<br />

Berner hat sich darauf eingestellt und liefert in diesem Segment sowie in den Bereichen Agrar- und Baumaschinen<br />

immer mehr seiner Produkte dorthin, wo der Kunde sofortige Hilfe benötigt.<br />

Foto: Berner Group<br />

gelungen. Dort kommen die<br />

stärksten Umsätze im Segment Automotive<br />

inzwischen aus dem Bereich<br />

Lastkraftwagen, Baumaschinen<br />

und Agrarfahrzeuge. Das Unternehmen<br />

liefert in Frankreich<br />

Produkte direkt an den Einsatzort<br />

dieser Maschinen, so dass anfallende<br />

Reparaturen ohne Werkstattaufenthalt<br />

durchgeführt werden<br />

können. Dadurch werden<br />

teure Ausfallzeiten für die Kunden<br />

verkürzt. Die Berner Region Süd,<br />

zu der auch Frankreich zählt, ist<br />

mit 360 Millionen Euro die umsatzstärkste<br />

Region der Unternehmensgruppe.<br />

Sie ist um rund sieben<br />

Prozent gewachsen.<br />

Die Region Ost erzielte 140 Millionen<br />

Euro Umsatz (plus 8,5 Prozent),<br />

während Berner Zentral<br />

(148 Millionen Euro) nahezu unverändert<br />

auf Vorjahresniveau lag.<br />

Im Rekordjahr 2016/2017 war<br />

die Caramba Chemie Gruppe<br />

(CCG) aufgrund von strukturellen<br />

Erfolgen sowie einigen nicht geplanten<br />

Einmalgeschäften zweistellig<br />

gewachsen (plus 11,5 Prozent).<br />

In 2017/18 ist es der<br />

Gruppe gelungen, den Wegfall dieser<br />

Umsätze nahezu zu kompensieren<br />

(minus 2 Prozent) und auf<br />

137 Millionen Euro zu halten.<br />

Gleichzeitig setzte die CCG ihren<br />

Investitionskurs mit dem Ankauf<br />

von Grundstücken am Standort<br />

Duisburg, der Entwicklung neuer<br />

Produkte und der Aufstockung<br />

des Personals um rund 60 Personen<br />

auf circa 1000 Vollzeit-Mitarbeiter<br />

konsequent fort.<br />

BTI legt beim bereinigten<br />

Umsatz 3,2 Prozent zu<br />

BTI hat ihre Position als einer der<br />

führenden Zulieferer im deutschen<br />

Handwerk im Geschäftsjahr<br />

2017/18 behauptet. Mit einem<br />

Plus von 0,3 Prozent gegenüber<br />

dem Vorjahr wurden rund 118<br />

Millionen Euro an Umsatz erzielt.<br />

Auf Basis des reinen Arbeitstagevergleichs<br />

lag der Anstieg bei 3,2<br />

Prozent. Vor dem Hintergrund<br />

von 7 Arbeitstagen weniger in<br />

Deutschland überzeugt bei BTI<br />

vor allem auch der Produktivitätszuwachs<br />

der knapp 500 Mitarbeiter<br />

im Außendienst. Er lag bei 3,3<br />

Prozent. „Dadurch konnte BTI<br />

Kundenbeziehungen ausbauen<br />

und verfestigen und sieht sich<br />

sehr gut für zukünftiges Wachstum<br />

positioniert“, sagte Geschäftsführer<br />

Andreas Krebs.<br />

Die Berner Group hat im zurückliegenden<br />

Geschäftsjahr für ihre<br />

Direktvertriebstöchter Berner<br />

und BTI eine Reihe von Maßnahmen<br />

zur Vertriebsunterstützung<br />

umgesetzt, um deren Produktivität<br />

weiter auszubauen. Die Steigerung<br />

lag bei den beiden Gesellschaften<br />

kumuliert bei mehr als<br />

drei Prozent. Der Ausbau des<br />

e-commerce Geschäftes innerhalb<br />

von Berner und BTI hat sich<br />

planmäßig weiterentwickelt.<br />

Aktuell liegen Berner, BTI und Caramba<br />

Group bei rund vier Prozent<br />

Umsatzplus gegenüber dem<br />

Vorjahresquartal. Die Berner<br />

»Wir sind näher<br />

am Kunden, erkennen<br />

Marktveränderungen<br />

früh und<br />

entwickeln unser<br />

Geschäftsmodell<br />

flexibel weiter.«<br />

Group profitiert derzeit von einer<br />

guten Nachfrage in den Branchen<br />

Bau, Automotive und Industrie.<br />

Außerdem greifen parallel dazu<br />

immer mehr der Veränderungen,<br />

die das Unternehmen bereits eingeleitet<br />

hatte.<br />

Firmengruppe stärkt<br />

Stammhaus in Künzelsau<br />

Nachdem der B2B-Großhändler<br />

bereits im vergangenen Jahr einen<br />

siebenstelligen Betrag unter anderem<br />

für den Ausbau der IT-Infrastruktur<br />

am Garnberg ausgegeben<br />

hat, wurde dort jetzt zusätzlich in<br />

den Um- und Ausbau der Gebäude<br />

investiert. In den modernisierten<br />

Büros arbeitet ab sofort die Service<br />

Center Deutschland GmbH<br />

(SCD) als Service- Dienstleister<br />

für alle deutschen Tochterunternehmen<br />

der Berner Group.<br />

Ein sechsstelliger Betrag wurde<br />

darüber hinaus in die Fördertechnik<br />

des Logistikzentrums investiert.<br />

Der Standortwechsel soll zu<br />

Synergiegewinnen in der internen<br />

Zusammenarbeit führen. Alle Mitarbeiter<br />

wurden übernommen.<br />

Mit dem Umzug wird zudem der<br />

in den vergangenen Jahren steigende<br />

Raumbedarf bei der Berner<br />

Tochter BTI in Ingelfingen verbessert.<br />

Nennenswert ist zudem, dass Carsten<br />

Rumpf (COO) und Christoph<br />

Möltgen, Chief Information Officer<br />

(CIO), ihre Vorstandsverträge<br />

bis 2022 bei der Berner<br />

Group verlängert haben. Ingo<br />

Brauckmann, Chief Supply Chain<br />

Officer (CSCO), möchte ab dem<br />

30. September hingegen sich<br />

neuen beruflichen Herausforderungen<br />

stellen. Eine Nachbesetzung<br />

auf der Position des CSCO erfolgt<br />

nicht. Der Bereich Supply<br />

Chain wird stattdessen am 1. September<br />

geteilt.<br />

pm<br />

www.berner-group.com<br />

Starke Partnerschaft mit dem Marktführer<br />

BTI bietet ab sofort Fahrzeugeinrichtung von Sortimo: „OBTI-Car“ erweitert „OBTI-Sys“-Logistiksystem des Ingelfinger Spezialisten fürs Bauhandwerk.<br />

Das Ingelfinger Traditionsunternehmen<br />

BTI Befestigungstechnik<br />

hat eine Kooperation mit dem<br />

Fahrzeugeinrichter Sortimo geschlossen.<br />

Unter dem Namen<br />

„OBTI-Car“ erweitert der Spezialist<br />

fürs Bauhandwerk damit sein<br />

Logistiksystem „OBTI-Sys“ um einen<br />

wesentlichen Bestandteil. „Dadurch<br />

verbessert man die Lagerhaltung<br />

der BTI-Kunden noch weiter<br />

und steigert deren Produktivität<br />

durch mobile Ordnungslösungen“,<br />

schreibt das Unternehmen<br />

in einer Pressemitteilung.<br />

Mit Sortimo konnte BTI einen Partner<br />

gewinnen, der als Marktführer<br />

im Bereich der Fahrzeugeinrichtung<br />

gilt und Lösungen für verschiedenste<br />

Fahrzeugtypen und<br />

Anwendungsbereiche im Programm<br />

hat. „Das ist die ideale Ergänzung<br />

unseres Portfolios, weil<br />

wir unseren Kunden damit ganz individuelle<br />

und vor allem qualitativ<br />

sehr hochwertige Fahrzeugeinrichtungen<br />

anbieten können“, erklärt<br />

Martin Mayer-Hagelstein, Direktor<br />

Marketing und E-Commerce<br />

bei BTI.<br />

Dabei profitierten die Kunden<br />

vom langjährigen Know-how des<br />

Fahrzeugeinrichters und könnten<br />

die Effizienz und Wirtschaftlichkeit<br />

ihres Unternehmens deutlich<br />

erhöhen. Und auch die Ladungssicherheit<br />

erhöhe sich durch perfekte<br />

Stau- und Verzurrlösungen<br />

im Laderaum erheblich.<br />

Einzigartiges<br />

Refinanzierungsmodell<br />

Aufgabenbereich: Das Unternehmen BTI sorgt für eine fachmännische<br />

Befestigungstechnik in Fahrzeugen.<br />

Foto: BTI<br />

Wer sich bei BTI für „OBTI-Car“<br />

entscheidet, kann aus zwei Refinanzierungsmodellen<br />

auswählen.<br />

„In beiden Fällen hat der Kunde<br />

die Möglichkeit, über Produktumsätze<br />

die kompletten Kosten der<br />

Sortimo Fahrzeugeinrichtung einzusparen<br />

– das ist am Markt absolut<br />

einzigartig“, schreibt BTI.<br />

Bei der ersten Lösung kann der<br />

Kunde zu günstigen Mietkonditionen<br />

seine individuelle Fahrzeugeinrichtung<br />

beziehen. Erreicht er<br />

einen vordefinierten Produktumsatz,<br />

übernimmt BTI die anfallenden<br />

Mietkosten. BTI empfiehlt dieses<br />

Modell, wenn der Handwerker<br />

auch Eigentümer ist.<br />

Der Kunde wird<br />

sofort zum Eigentümer<br />

Als zweite Möglichkeit kann die<br />

Sortimo-Fahrzeugeinrichtung<br />

auch direkt bei BTI gekauft werden.<br />

Hier wird der Kunden direkt<br />

nach Vertragsabschluss zum Eigentümer<br />

der Fahrzeugeinrichtung.<br />

Auch hier könne der Kunde<br />

Geld einsparen, wenn er einen<br />

Zielumsatz erreicht.<br />

Mit „OBTI-Car“ bietet BTI nun einen<br />

weiteren Baustein im Bereich<br />

der Logistikservices an. „Es ist die<br />

perfekte Ergänzung zum Regalsystem<br />

,OBTI-Base’, das in Verbindung<br />

mit dem Scannersystem ,OB-<br />

TIScan’ die Lagerhaltung in der<br />

Werkstatt auf ein neues Niveau<br />

hebt“, schreibt BTI. Für bedarfsgerechten<br />

Nachschub auf der Baustelle<br />

gebe es das verschließbare<br />

Containersystem „OBTI-Con“.<br />

Und mit „OBTIFleet“ biete BTI Befestigungstechnik<br />

ein auf die individuellen<br />

Bedürfnisse der Fachhandwerker<br />

zugeschnittenes Maschinen-Leasingsystem<br />

für Handwerkzeuge.<br />

Professionelle Service-<br />

und Prozessberater runden<br />

das Serviceangebot ab. pm<br />

www.bti.de


16 Sport & Wirtschaft<br />

August <strong>2018</strong> I Jahrgang 17 I Nr. <strong>194</strong><br />

Ein Abschied für immer<br />

Hakro Merlins Crailsheim: Namenswechsel des Basketballbundesligisten ist auch Ausdruck eines neuen Selbstverständnisses.<br />

VON HERIBERT LOHR<br />

Das Medienecho war gewaltig.<br />

Selbst auf den Titeln<br />

der heimischen Zeitungen<br />

fand sich die Tatsache, dass aus<br />

den Crailsheim Merlins nun die<br />

Hakro Merlins Crailsheim geworden<br />

sind. Von der „Namensheirat<br />

des Jahres“ war gar die Rede.<br />

Eine Nummer kleiner geht es<br />

auch. Denn es ist noch gar nicht<br />

so lange her, da firmierten die Basketballer<br />

aus der Horaffen-Stadt<br />

unter dem Titel „Proveo Merlins“.<br />

Dass mit dem IT-Spezialisten ein<br />

gewerblicher Partner den Namen<br />

teilte, ist allerdings die einzige Parallele<br />

mit der jüngeren Vergangenheit.<br />

Denn die enge Verbindung<br />

mit dem neuen Hauptsponsor<br />

Hakro dokumentiert eine Zeitenwende<br />

in der Historie des regionalen<br />

Basketballsports.<br />

Zum ersten Mal ist der Namenssponsor<br />

kein ortsansässiger Betrieb.<br />

Die Kooperation mit dem renommierten<br />

Bekleidungshersteller<br />

aus Schrozberg ist viel mehr<br />

der Ausdruck einer Entwicklung,<br />

die sich mit der Beschreibung<br />

mehr Regionalität, wohl am ehesten<br />

erfassen lässt. Dass die Förderer<br />

aus Gaildorf (Bott) ebenso<br />

kommen wie aus Künzelsau (Modyf),<br />

Schwäbisch Hall (Breitner)<br />

oder Hollenbach (EBM-Papst)<br />

hat Methode. Geschäftsführer Martin<br />

Romig: „Sport auf höchstem Niveau<br />

lässt sich in einer Kleinstadt<br />

allein kaum noch darstellen. Wir<br />

sind hier zu Hause, haben hier unsere<br />

Wurzeln, aber bestehen können<br />

wir perspektivisch nur, wenn<br />

wir eine Marke, ein Botschafter<br />

für Hohenlohe-Franken, besser<br />

für ganz Heilbronn-Franken<br />

sind.“<br />

Noch etwas wird deutlich: Die Zusammenarbeit<br />

mit den Spezialisten<br />

für Unternehmens- und Teambekleidung<br />

ist langfristig angelegt.<br />

Perspektivische<br />

Zusammenarbeit<br />

„Spitzensport basiert auf belastbaren<br />

Strukturen und dazu braucht<br />

es Planbarkeit“, erklärt Martin Romig:<br />

„Die Basis für Wettbewerbsfähigkeit<br />

wird sukzessive geschaffen,<br />

ganz gleich ob Jugendbetreuung,<br />

Merchandising, Ticketing<br />

oder Trainingsangebot. Ein qualitativ<br />

guter Aufbau benötigt deshalb<br />

auch Zeit. Hektisches Agieren<br />

ist da nicht zielführend.“<br />

Diese Vorgehensweise wird stringent<br />

verfolgt. Derzeit ist beispielsweise<br />

Trikotsponsoring noch<br />

nicht neu vergeben. „Aber auch<br />

hier“, sagt Martin Romig, „suchen<br />

wir nach einem Partner mit strategischer<br />

Ausrichtung.“ „Es geht<br />

uns ganz klar um den Verein,<br />

seine Ambitionen und dessen Weitblick“,<br />

sagt auch Hakro-Geschäftsführerin<br />

Carmen Kroll für diese<br />

Ausrichtung.<br />

Ähnlich gelagert ist auch die Verbindung<br />

mit der VR-Bank Schwäbisch<br />

Hall-Crailsheim. Bereits seit<br />

2009 halten die Genossen den<br />

Merlins die Treue. Der Vorstandsvorsitzende<br />

Eberhard Spies: „Wir<br />

haben den Vertrag nun verlängert,<br />

weil wir gerade die perspektivische<br />

Zusammenarbeit schätzen.“<br />

Auch die Partnerschaft mit der Stickerei<br />

Alfred Seifert & Söhne steht<br />

auf diesem Fundament. Schon seit<br />

vielen Jahren unterstützt das Familienunternehmen<br />

aus Dörzbach<br />

„die Zauberer“. Auch Seifert verlängerte<br />

kürzlich wieder langfristig.<br />

Geschäftsführer Frank Seifert:<br />

„Wenn aus Leidenschaft eine<br />

solch tolle Entwicklung hervorgeht,<br />

passt das für uns einfach.“<br />

Auch bei der Teamzusammenstellung<br />

wird auf Kontinuität gesetzt.<br />

Beispiel: Michael Cuffee. Der<br />

35-jährige US-Amerikaner, mit<br />

reichlich Bundesligaerfahrung, ist<br />

nicht nur aufgrund seiner Allrounder-Qualitäten<br />

eine wichtige Weiterverpflichtung.<br />

Sportdirektor<br />

Neu: das aufgefrischte Logo der Basketballer.<br />

Die Vorbereitung in der Übersicht<br />

Grafik: Hakro Merlins Crailsheim<br />

13. August: Trainingsauftakt (nicht öffentlich)<br />

15. August:öffentlichem Training, Hakro Arena, Crailsheim<br />

22. August: Ehingen Urspring, Hakro Arena, Crailsheim<br />

25. - 29. August: Trainingslager in Belgrad<br />

31. August / 1. September: Turnier in Vittel, Frankreich<br />

8. / 9. September: Vorbereitungsturnier, Hakro Arena, Crailsheim<br />

13. September: Niners Chemnitz, Hakro Arena, Crailsheim<br />

16. September: Testspiel in Frankfurt<br />

Ingo Enskat: „Er ist Teil einer starken<br />

Basis. Jetzt können wir uns<br />

ganz gezielt verstärken.“ Etwa<br />

durch den gebürtigen Aalener<br />

Joschka Ferner, der aus Ulm nach<br />

Crailsheim kam. Head-Coach Tuomas<br />

Iisalo: „Joschka ist noch jung<br />

und hat trotzdem schon viel Erfahrung<br />

in der BBL und europäischen<br />

Wettbewerben.“ Aus Chemnitz<br />

kommt mit Joseph Lawson III<br />

einer der besten „Big Men“ der<br />

letzten Jahre aus der zweiten Bundesliga.<br />

„Joe ist ein typischer Spieler<br />

für das Konzept von Tuomas:<br />

flexibel kann er beide großen Positionen<br />

spielen und verfügt über<br />

einen guten Wurf von außen“, erläutert<br />

Ingo Enskat.<br />

Der aktuelle Kader mit Frank Turner,<br />

Sebastian Herrera, Joschka<br />

Ferner, Konrad Wysocki, Joseph<br />

Lawson und Philipp Neumann soll<br />

noch durch drei weitere ausländische<br />

Neuzugänge verstärkt werden.<br />

Gesucht werden noch ein Guard,<br />

ein Flügelspieler und ein Big<br />

Man. Ingo Enskat bittet um etwas<br />

Geduld: „Es werden einige Namen<br />

gehandelt, aber noch sind die Verhandlungen<br />

nicht in der abschließenden<br />

Phase.“ Perspektive<br />

braucht eben Zeit.<br />

www.hakro-merlins.com<br />

PARTNER DER MERLINS<br />

Nächste Saison auch online<br />

in der 1. Liga<br />

Wir gratulieren den HAKRO Merlins Crailsheim zum Aufstieg<br />

in die 1. Liga und freuen uns, dass wir in der nächsten Saison<br />

unseren Part zum Merlins-Erlebnis mit der neuen Website<br />

beitragen dürfen. Sie wird sich durch einen leichteren Zugang<br />

und mehr Übersichtlichkeit der Informationen sowie eine<br />

optimierte mobile Version auszeichnen.<br />

Stephan Kurz<br />

Geschäftsführer<br />

querformat GmbH & Co. KG,<br />

Crailsheim<br />

FLAIR PARK-HOTEL<br />

ILSHOFEN<br />

www.<br />

.cr


August <strong>2018</strong> I Jahrgang 17 I Nr. <strong>194</strong><br />

Firmen & Märkte 17<br />

Mit schnellen Schritten voran – online und direkt<br />

Das Unternehmen „blizz-z“ aus Feuchtwangen entdeckte vor zwölf Jahren eine Nische: die Direktvermarktung für Fliesenleger. Längst ist die Firma damit<br />

unter den Marktführern in Deutschland, Österreich und Schweiz. Alle Zeichen stehen weiter auf Wachstum. VON MELANIE BOUJENOUI<br />

Organisiert: Das Sortiment wächst schneller als die Lagerhallen.<br />

„blizz-z“-Geschäftsführer Thomas Zieher (li.) und Einkaufsleiter<br />

Stefan Schmeißer planen bereits die Produkte für 2019.<br />

Kein Onlineshop von, sondern<br />

für Handwerker bietet das Unternehmen<br />

blizz-z auf ihrem<br />

gleichnamigen Internetportal. Fliesenleger<br />

finden hier seit 2006 alles,<br />

was sie für ihre Arbeit brauchen.<br />

Ohne die Kosten für den<br />

Zwischenhandel und den Außendienst<br />

sparen die „User“ im<br />

Schnitt etwa 20 Prozent gegenüber<br />

den Preisen im Großhandel.<br />

Mit diesem Konzept haben die Macher<br />

vor zwölf Jahren offenbar genau<br />

die richtige Nische getroffen.<br />

Denn seither wächst das Unternehmen<br />

in jede Richtung: mehr Raum<br />

und Personal sind erforderlich,<br />

um die hohe Nachfrage zu bewältigen.<br />

Auch das Angebot wird stetig<br />

erweitert.<br />

Thomas Zieher, Geschäftsführer<br />

seit 20<strong>08</strong>, zeigt sich begeistert<br />

über das Potenzial des modernen<br />

Vertriebskonzepts „Handwerk Direkt“:<br />

„Die Firmengründung startete,<br />

zwei Jahre vor meiner Zeit,<br />

mit vier Mitarbeitern. Mittlerweile<br />

beschäftigen wir 50 Personen und<br />

sind weiter auf Wachstumskurs.“<br />

Vor genau acht Jahren baute<br />

blizz-z das eigene Firmenareal in<br />

Feuchtwangen in der Sommerauer<br />

Str. 14. „Wir starteten dort<br />

mit einer Lagerhalle mit 1500 Quadratmetern,<br />

einem Büro mit 600<br />

Quadratmetern und sieben Mitarbeitern“,<br />

erzählt Zieher. Schon<br />

bald kam noch eine Lagerhalle<br />

und ein zweites Büro hinzu.<br />

AUSBAU Ende des Monats wird<br />

die dritte – und größte – Lagerhalle<br />

fertiggestellt, womit das Anwesen<br />

innerhalb der letzten 10<br />

Jahre auf aktuell insgesamt 7200<br />

Quadratmeter erweitert wurde.<br />

Auch das dritte Büro ist für 2019<br />

geplant. „Wir verzeichnen jedes<br />

Jahr ein zweistelliges Umsatzwachstum“,<br />

sagt der Geschäftsführer.<br />

Besonders Fliesenleger<br />

bräuchten gutes Material für ihre<br />

Arbeit. „Mehr als 10 000 Kunden<br />

kaufen bei uns. Derzeit haben wir<br />

etwa 2500 Produkte – alle in Eigenmarke<br />

– zur Auswahl“. Im<br />

nächsten Jahr sollen noch weitere<br />

1000 Artikel hinzukommen. Seit<br />

2013 bedient blizz-z auch Gartenund<br />

Landschaftsbauer.<br />

Neben Deutschland und Österreich<br />

gelang der Schritt in die<br />

Schweiz. „Vergangenes Jahr haben<br />

wir in Ramsen eine Niederlassung<br />

gegründet“, erklärt Zieher.<br />

Eine große Herausforderung sei<br />

die Logistik. „Wir garantieren 24<br />

Stunden-Lieferung. Als Spezialisten<br />

stellen wir dem Handwerker<br />

genau das zusammen, was er<br />

Glücklich: Vanessa Treu hat erfolgreich ihre Ausbildung zur Groß- und<br />

Außenhandelskauffrau bei der Firma blizz-z absolviert. Personal wird<br />

hier weiter aufgebaut.<br />

Fotos: blizz-z<br />

braucht und schicken die Ware<br />

auf Paletten bis zur Baustelle“,<br />

fügt der Chef hinzu. Die Kunden<br />

bestellen unkompliziert im Online-Shop,<br />

per E-Mail, Fax oder Telefon.<br />

Rund 22 Fachberater sind<br />

aktuell im Telefon-Center beschäftigt.<br />

Die Personalsuche sei jedoch<br />

nicht einfach. „Viele kennen uns<br />

gar nicht, wahrscheinlich weil wir<br />

so speziell sind und nur Gewerbekunden<br />

ansprechen“, mutmaßt<br />

Zieher. „Wir suchen händeringend<br />

Mitarbeiter und bilden aus.“<br />

blizz-z gehört zu M.A.C.’s Holding<br />

Den Ursprung legt das Familienunternehmen mit der Pinselfabrik<br />

„mako“, von Max Kochler <strong>194</strong>7 gegründet. Die M.A.C.’s Holding<br />

wird bereits in zweiter und dritter Generation geführt und<br />

zählt elf Tochterunternehmen und rund 292 Mitarbeiter.<br />

Zum Beispiel Kaufleute, Fachkräften<br />

für die Lagerlogistik, Einkäufer<br />

oder Produktmanager. Auch<br />

die Mitarbeiter in der Kundenberatung<br />

erhalten Schulungen.<br />

PROJEKTE Neben dem Verkauf<br />

stattet blizz-z ganze Projekte mit<br />

Material aus. Referenzen wie das<br />

Hilton in München, das Steigenberger<br />

in Amsterdam oder das Klinikum<br />

in Neuperlach weist das Unternehmen<br />

auf.<br />

Hinter dem erfolgreichen Geschäftsmodell<br />

steckt das Familienunternehmen<br />

M.A.C.’s Holding<br />

aus Burgoberbach. „Die Firma<br />

blizz-z ist eine von fünf Direktvertriebsfirmen<br />

in unserer Gruppe“,<br />

sagt M.A.C.’s-Geschäftsleiterin<br />

Christina Kochler. „Wir sehen<br />

noch großes Wachstumspotential<br />

bei blizz-z und setzen uns das<br />

sportliche Ziel, in den nächsten 1<br />

bis 2 Jahren auf 60 Mitarbeiter zu<br />

wachsen.“ Der Direktvertreiber<br />

schreitet mit schnellen Schritten<br />

voran. „Mal sehen, wie lange uns<br />

die neue Lagerhalle tatsächlich<br />

noch reichen wird“, witzelt die<br />

Chefin.<br />

www.blizz-z.de<br />

www.macs-holding.de<br />

TERMINKALENDER<br />

UNTERNEHMEN REGIONAL ÜBERREGIONAL<br />

13.09.<strong>2018</strong> Talentgewinner:<br />

Cook, Recruit & Taste<br />

Showküche Möbelhaus Schott<br />

20. +21.10.<strong>2018</strong> Herbstfest<br />

Portas Fachbetrieb Huber Jagstberg<br />

21.10.<strong>2018</strong> Hausmesse/<br />

Verkaufsoffener Sonntag<br />

Holdreich Sanitärtechnik Langenburg<br />

23.10.<strong>2018</strong> Fachforum Industrie 4.0<br />

mit Werksführung<br />

Elabo Crailsheim<br />

27.11.<strong>2018</strong> Exzellente Logistik für die<br />

Supply Chain der Zukunft<br />

Würth Industrie Service Bad Mergentheim<br />

Wir veröffentlichen<br />

Ihre Veranstaltungstermine<br />

kostenlos.<br />

Senden Sie Ihre<br />

Termine an:<br />

Anita Neuberger<br />

Tel. 0 79 51 / 4 09-2 44<br />

a.neuberger@swp.de<br />

14.– 17.09.<strong>2018</strong> Gewerbeschau<br />

Fränkisches Volksfest Crailsheim<br />

14.– 23.09.<strong>2018</strong> AGIMA<br />

Königshöfer Messe<br />

22.+23.09.<strong>2018</strong> Dahoim Messe<br />

Aalen<br />

27.09.<strong>2018</strong> Nacht der Ausbildung<br />

Heilbronn, Schwäbisch Hall, Crailsheim,<br />

Main-Tauber<br />

29.+30.09.<strong>2018</strong> CAA Crailsheimer Automobil<br />

Ausstellung<br />

Hangar Crailsheim<br />

07.10.<strong>2018</strong> Haller Herbst<br />

mit Immobilienausstellung<br />

Schwäbisch Hall<br />

06.–11.10.<strong>2018</strong> BDS Wirtschaftsmesse<br />

Muswiese Rot am See<br />

11.10.<strong>2018</strong> Ausbildung & Beruf<br />

Bayerische BauAkademie Feuchtwangen<br />

12.10.<strong>2018</strong> Ausbildungsmesse -<br />

Zukunft Karriere<br />

Tauberbischofsheim<br />

18.10.<strong>2018</strong> Berufsorientierungsmesse<br />

Ilshofen<br />

31.<strong>08</strong>.<strong>2018</strong> IFA<br />

Berlin<br />

12.– 15.09.<strong>2018</strong> GaLaBau<br />

Nürnberg<br />

13.09.<strong>2018</strong> VDI nachrichten Recruiting Tag<br />

Stuttgart<br />

17.09.<strong>2018</strong> Azubi Speed Dating<br />

Frankfurt<br />

18.– 22.09.<strong>2018</strong> AMB<br />

Stuttgart<br />

19.09.<strong>2018</strong> Jobmesse<br />

Nürnberg<br />

20.– 27.09.<strong>2018</strong> IAA Nutzfahrzeuge<br />

Hannover<br />

21.– 24.09.<strong>2018</strong> Südback<br />

Stuttgart<br />

25.– 26.09.<strong>2018</strong> Exchainge<br />

Frankfurt<br />

25.– 27.09.<strong>2018</strong> FachPack<br />

Nürnberg<br />

28.09.<strong>2018</strong> Stuttgarter Weiterbildungstag<br />

www.mediaresourcegroup.de<br />

MEDIA<br />

RESOURCE<br />

GROUP<br />

LIGHT / SOUND / VIDEO


18 Kunststoffverarbeitung<br />

August <strong>2018</strong> I Jahrgang 17 I Nr. <strong>194</strong><br />

Ein prägendes Cluster<br />

Kunststoff ist in Westmittelfranken längst mehr als ein Werkstoff. In den vergangen Jahrzehnten hat sich ein Netzwerk von Betrieben und wissenschaftlichen<br />

Einrichtungen ausgebildet, das den Zugang zu absoluter Spitzentechnologie eröffnet. VON HERIBERT LOHR<br />

Der Landkreis Ansbach besitzt<br />

bis auf die Gipsvorkommen<br />

im Westen des<br />

Landkreises keine natürlichen<br />

Rohstoffe. Die Menschen mussten<br />

versuchen, sich weitere Erwerbsquellen<br />

zu erschließen. Die landwirtschaftlich-handwerkliche<br />

Tradition<br />

des Landkreises Ansbach<br />

führte nach dem zweiten Weltkrieg<br />

letztlich dazu, dass der verarbeitungstechnisch<br />

ideale Werkstoff<br />

Kunststoff standortunabhängig<br />

eingesetzt wurde.<br />

Wirtschaftsfaktor:<br />

Über 4000 Beschäftigte<br />

In der Folge nutzten gerade auch<br />

viele handwerkliche Betriebe und<br />

Betriebe, die ursprünglich eher<br />

mit Metall und Blech zu tun hatten,<br />

die vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten<br />

der Kunststoffe.<br />

Die Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten<br />

im Landkreis von der<br />

Berufsschule in Dinkelsbühl über<br />

die Maschinenbauschule in Ansbach<br />

bis zur Hochschule in Ansbach<br />

mit der Vertiefungsrichtung<br />

Kunststoff wurden in Verbindung<br />

mit dem typischen „gewusst wie“<br />

der Region in eine Vielzahl von<br />

Kunststoff-Anwendungsmöglichkeiten<br />

umgesetzt.<br />

So verfügt der Landkreis Ansbach<br />

über die besondere Situation,<br />

dass alle Bestandteile einer durchgängigen<br />

Wertschöpfungskette<br />

vertreten sind. Das fängt an bei<br />

der Entwicklung neuer Werkstoffe,<br />

beispielsweise bei der<br />

Firma Teknor (ehemals PTS) in<br />

Tauberzell, geht weiter über eine<br />

Vielzahl von teilweise noch handwerklich<br />

organisierten Formenbauern<br />

über sämtliche Verarbeitungsformen<br />

des Kunststoffs bis<br />

hin zu Verpackungen.<br />

Der Austausch von Fachkräften,<br />

aber auch intensive Liefer- und Lieferantenbeziehungen<br />

sowie zahlreiche<br />

Ausgründungen haben letztlich<br />

ein intensiv verbundenes Netzwerk<br />

entstehen lassen, das heute<br />

wesentlichen Anteil an der Wirtschaftskraft<br />

des Landkreises hat.<br />

Der technische Vorsprung in der<br />

praktischen Anwendung konnte<br />

im Laufe der Jahrzehnte immer<br />

weiter ausgebaut werden.<br />

Die Kunststoffverarbeitung wurde<br />

so schrittweise zur bedeutendsten<br />

Branche, die heute mit etwa 250<br />

Betrieben in denen rund 4000<br />

Menschen beschäftigt sind. Das<br />

sind 13 Prozent aller Industriebeschäftigten<br />

im Landkreis. Die<br />

Kunststoffprodukte aus dem Landkreis<br />

Ansbach finden in den verschiedensten<br />

Branchen und Gebieten<br />

Verwendung. Größte Bedeutung<br />

hat dabei die Kfz-Industrie.<br />

So sind auch eine große Zahl<br />

wichtiger Zulieferer der Automobilhersteller<br />

im Landkreis angesiedelt,<br />

in idealer Lage zu den Automobilwerken<br />

in 250 Kilometer<br />

Umkreis. Bedeutende Hersteller<br />

sind hier unter anderem die<br />

Firma Rehau in Feuchtwangen,<br />

die Firma Buck Spritzgussteile,<br />

Formenbau in Flachslanden sowie<br />

die NBHX-Gruppe in Heilsbronn.<br />

Immer stärkere Bedeutung bekommt<br />

der Bereich Medizintechnik,<br />

da hier eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten<br />

für Präzisionskunststoffteile<br />

bestehen. Der<br />

Spielwarenbereich hat in Franken<br />

eine lange Tradition. Produkte<br />

aus der Region fanden Einzug in<br />

die Kinderzimmer in aller Welt.<br />

Wichtige Betriebe im Landkreis<br />

Ansbach sind der größte Produktionsstandort<br />

der Firma Playmobil<br />

in Dietenhofen sowie die Firma<br />

Herpa Miniaturmodelle ebenfalls<br />

in Dietenhofen. Der Freizeit- und<br />

Sportbereich ist prominent vertreten<br />

durch die Firma Ortlieb Sportartikel<br />

in Heilsbronn, die als weltweiter<br />

Spezialist für wasserdichte<br />

Outdoor-Produkte einen Namen<br />

hat. Die Kosmetikbranche ist im<br />

Landkreis Ansbach mit den Firmen<br />

Geka Brush und Rusi in Bechhofen<br />

vertreten, die hochwertige<br />

Kosmetikprodukte wie Mascara,<br />

Eyeliner, Nagellack, Lipgloss und<br />

Lidschatten für bekannte Hersteller<br />

fertigen. Nicht zuletzt findet<br />

Vielfalt: Playmobilfiguren (re.) sind fast in jeder Kinderstube zu finden, aber auch in jedem Automobil ist<br />

Kunststoff verbaut. Die Produktionsverfahren verlangen häufig Spitzentechnik.<br />

Fotos: Playmobil /Nifco KTW<br />

Kunststoff auch im Bereich der<br />

Verpackung ein großes Anwendungsfeld.<br />

Hier seien stellvertretend<br />

nur Firmen wie August Benker<br />

(Dietenhofen), Berry Dombühl<br />

sowie die RKW AG Rheinische<br />

Kunststoffwerke in Petersaurach<br />

anzuführen. Die hochtechnologische<br />

Anwendung von Kunststoff<br />

hat im Landkreis auch zu einer<br />

größeren Zahl von ergänzenden<br />

Dienstleistern, die in Konstruktion,<br />

Dokumentation und<br />

dem Prototypenbau tätig sind, geführt.<br />

Das bedeutsame Cluster hat dazu<br />

geführt, dass die Vielfalt der großteils<br />

mittelständischen Firmen im<br />

Landkreis Ansbach heute in der<br />

Lage ist, wohl alle Anwendungsund<br />

Werkstoffprobleme im Zusammenhang<br />

mit der Verarbeitung<br />

und Bearbeitung von Kunststoff<br />

für ihre Kunden zu lösen.<br />

Eine besondere Spezialität ist die<br />

gemeinsame Entwicklung mit Kunden<br />

in anwendungsbezogenen<br />

Produkten oder Produktlösungen.<br />

Viele neuartige Anwendungen<br />

von Kunststoff in den Bereichen<br />

Medizintechnik oder der<br />

Kfz-Zulieferung wären ohne diese<br />

Form der Zusammenarbeit nicht<br />

entstanden. Stete Innovationen<br />

und Neuentwicklungen im Geräteund<br />

Maschinenbau bildeten die<br />

Grundlage für ein entsprechendes<br />

Wachstum dieses Wirtschaftszweiges<br />

in der Vergangenheit und sind<br />

die wesentliche Säule für die weiterhin<br />

gute Entwicklung des gesamten<br />

Landkreises.<br />

www.landkreis-ansbacch.de<br />

Wissenschaftlicher Unterbau gesichert<br />

Verschiedene Bildungseinrichtungen im Umkreis sind die Basis für Forschung, Aus- und Weiterbildung im Kunststoffbereich.<br />

Die Kompetenz im Kunststoffbereich<br />

wird durch einen intensiven<br />

Technologietransfer und<br />

enge Kooperation von Wissenschaft<br />

und Wirtschaft getragen.<br />

Erster Baustein ist die Hochschule<br />

Ansbach. Dort wird im<br />

Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen<br />

ein spezieller Studienschwerpunkt<br />

„Kunststofftechnik“<br />

angeboten, der immer mehr Zulauf<br />

bekommt. Zusätzlich gibt es<br />

im Studiengang „Angewandte Ingenieurwissenschaften“<br />

einen<br />

neuen Teilstudiengang „Kunststofftechnik“,<br />

der technologieorientierte<br />

Studenten ansprechen soll.<br />

Ein weiterer Eckpfeiler ist die Maschinenbauschule<br />

Ansbach.<br />

An dem Verbund beruflicher Schulen<br />

für die Erstausbildung und die<br />

Weiterbildung werden Mechaniker<br />

und Techniker im Bereich des<br />

Maschinenbaus ausgebildet.<br />

Eine weitere Basis für den wissenschaftlichen<br />

Unterbau des Clusters<br />

ist die Staatliche Berufsschule<br />

Rothenburg-Dinkelsbühl.<br />

Am Standort in Dinkelsbühl<br />

findet sich der Fachsprengel für<br />

die duale Ausbildung der Verfahrensmechaniker<br />

für Kunststoffund<br />

Kautschuktechnik der Regierungsbezirke<br />

Mittelfranken und<br />

Schwaben. Schwerpunkte in der<br />

Ausbildung sind Formteile, Compound-<br />

und Masterbatchherstellung,<br />

Mehrschicht-Kautschukteile,<br />

Bauteile, Faserverbundtechnologie<br />

und Kunststofffenster.<br />

Eine weitere Einrichtung ist die<br />

staatlich anerkannte Fachschule<br />

für Kunststofftechnik und<br />

Faserverbundtechnologie Weißenburg.<br />

Die Ausbildung zum „staatlich<br />

geprüften Kunststoff-Techniker“<br />

ist eine Aufstiegsfortbildung,<br />

zu der Bewerber mit abgeschlossener<br />

Berufsausbildung oder mehrjähriger<br />

beruflicher Praxis zugelassen<br />

sind.<br />

Der Kunststoff Campus Bayern<br />

wurde 2015 gegründet und besteht<br />

aus einem Technologie- und<br />

einem Studienzentrum. Diese dienen<br />

der Forschung und Entwicklung<br />

im Bereich der Kunststoffindustrie<br />

sowie der beruflichen Weiterbildung<br />

und Lehre. Derzeitige<br />

Schwerpunkte sind unter anderem<br />

Produktionstechniken weiterzuentwickeln,<br />

Oberflächen zu modifizieren<br />

sowie Werkstoffe zu erproben.<br />

Das Kunststoff-Zentrum<br />

(SKZ) bietet seit mehr als 50 Jahren<br />

Technologie-Transfer-Dienstleistungen<br />

für die gesamte Kunststoffbranche<br />

und deren belieferte<br />

Industriezweige. Es ist das weltweit<br />

größtes Kunststoff-Institut.<br />

Die IHK-AnwenderClubs „Neue<br />

Materialien“ und „Zerstörungsfreie<br />

Materialprüfung“ dienen der<br />

Kontaktherstellung und dem Erfahrungs-<br />

und Informationsaustausch<br />

zwischen Anbietern, Anwendern<br />

und Entwicklern aus der<br />

Kunststoffbranche.<br />

pm<br />

www.hs-ansbach.de<br />

www.berufsschulerothenburg.de<br />

www.kunststofftechnikschuleweissenburg.bfz.de<br />

www.kunststoffcampusbayern.de<br />

www.skz.de<br />

www.ihk-nuernberg.de<br />

www.maschinenbauschule.de<br />

Wir arbeiten für Industrie<br />

und Handwerk<br />

KUNSTSTOFFTECHNIK SEIT ÜBER 50 JAHREN<br />

Spedition<br />

weltweit<br />

Lohnarbeiten<br />

Verpackungs- und Versandarbeiten<br />

inkl. Zählen, Wiegen, Abfüllen<br />

Konfektionierungsarbeiten<br />

Montagearbeiten aller Art<br />

Sortierarbeiten<br />

Qualitätskontrollen<br />

Lötarbeiten<br />

Entgratarbeiten<br />

Kartonagearbeiten<br />

Demontage- und Recyclingarbeiten<br />

Ihre Ansprechpartner:<br />

Reiner Probst und Dietmar Kraus<br />

Telefon: 0791/ 9565-220/225<br />

Telefax: 0791/ 9565-222<br />

E-mail: sha@vaw.bwl.de<br />

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Unser Angebot: Lassen Sie<br />

sich Ihre Arbeiten<br />

unverbindlich anbieten.<br />

Gerne besuchen wir Sie<br />

auch vor Ort oder wickeln<br />

einen Probeauftrag für Ihr<br />

Unternehmen ab.<br />

Wir suchen ab sofort eine/n<br />

– Verfahrensmechaniker/in für Kunststoffund<br />

Kautschuktechnik<br />

– Feinwerkmechaniker/in<br />

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Ausbildungsplätze für 2019<br />

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Kautschuktechnik<br />

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Bei Interesse:<br />

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Von Hohenlohe auch nach ZENTRALASIEN<br />

und in den IRAN!


August <strong>2018</strong> I Jahrgang 17 I Nr. <strong>194</strong><br />

Kunststoffverarbeitung 19<br />

Vernetzt und digital<br />

Rehau veranstaltet internationale Innovationstage und blickt damit Richtung Zukunft.<br />

Zwei Tage, mehr als 40 Innovationsthemen,<br />

hunderte Besucher<br />

vor Ort und online: Zum<br />

ersten Mal in seiner 70-jährigen<br />

Unternehmensgeschichte<br />

lud Polymerspezialist Rehau<br />

seine Mitarbeiter weltweit ein,<br />

sich im Rahmen der „Innovation<br />

Days“ über neue Produkte,<br />

Materialien, Verfahren und beispielsweise<br />

den aktuellen Stand<br />

zum Thema Digitalisierung zu<br />

informieren. Über sein Kerngeschäft<br />

hinaus will das Unternehmen<br />

sich in völlig neuen Märkten<br />

positionieren und dadurch<br />

den zukünftigen Unternehmenserfolg<br />

sichern.<br />

VIELFALT Mehr als 40 Teams<br />

standen im Rahmen der „Rehau<br />

Innovation Days“ an Marktständen<br />

bereit, um ihre Entwicklungen<br />

vorzustellen, Fragen<br />

zu beantworten und miteinander<br />

in den Dialog zu treten.<br />

Die Mitarbeiter des Polymerspezialisten<br />

konnten die Veranstaltung<br />

nicht nur vor Ort im Kommunikationszentrum<br />

„Rehau<br />

Art“ im oberfränkischen Rehau<br />

besuchen, sondern auch virtuell<br />

am Event teilnehmen. „Unser<br />

Ziel ist es, Innovationsführer<br />

zu werden und die Vielfalt<br />

Informativ: Hunderte Mitarbeiter besuchten die Rehau Innovation<br />

Days und informierten sich vor Ort und online über aktuelle<br />

Innovationsprojekte.<br />

Foto: Rehau<br />

der Innovationsprojekte zeigt,<br />

dass wir auf dem richtigen Weg<br />

sind. Unsere Mitarbeiter müssen<br />

die Themen, die neben<br />

dem Kerngeschäft den Unternehmenserfolg<br />

von morgen sichern<br />

sollen, kennen und unsere<br />

Strategie verstehen“, erläutert<br />

Dr. Stefan Girschik, stellvertretender<br />

CEO der Rehau<br />

Gruppe und Schirmherr der<br />

Veranstaltung.<br />

Vom Fensteralarmsystem über<br />

mediendichte Leuchten für die<br />

Landwirtschaft, smarte, vernetzte<br />

Systemlösungen für Immobilien,<br />

eine Software zur digitalen<br />

Planung der Badsanierung<br />

bis hin zu neuen Produktions-<br />

und Recyclingverfahren<br />

und evolutionäre E-Learning-<br />

Angebote: Eine Vielzahl an Innovationsthemen<br />

galt es zu entdecken.<br />

Neben den Räumlichkeiten,<br />

wurde auch der Innenhof des<br />

Firmengeländes zum Schauplatz<br />

der Innovationen. Der<br />

Elektrokleinbus „e.GO Mover“<br />

konnte in Augenschein genommen<br />

werden und die Kooperation<br />

mit der Elektrofahrzeugschmiede<br />

aus Aachen wurde<br />

vorgestellt. Mit Hilfe eines Demonstrators<br />

zeigte ein Entwicklerteam<br />

auf, wie die Fahrzeugwerbung<br />

von morgen aussehen<br />

könnte: projiziert auf die Heckscheibe<br />

beispielsweise mit regionalem<br />

Bezug.<br />

„Heute zählt in vielen Bereichen<br />

nicht mehr nur die Qualität<br />

eines Produktes. Die Bedeutung<br />

von Services und Zusatzfunktionen<br />

nimmt ständig zu“,<br />

erklärt Girschik. Sich ständig<br />

verändernde internationale<br />

Märkte und ein immer anspruchsvolleres<br />

Wettbewerbsumfeld<br />

sowie sich verändernde<br />

Kundenwünsche stellen Unternehmen<br />

weltweit vor Herausforderungen.<br />

WACHSTUM Rehau Präsident<br />

Jobst Wagner betonte:<br />

„Wir müssen es schaffen, Rehau<br />

in völlig neuen Märkten zu<br />

positionieren, neue Kundengruppen<br />

zu erreichen und damit<br />

über unser heutiges Geschäft<br />

hinaus weiterwachsen.<br />

Innovative Ideen haben wir.<br />

Nun gilt es, die Produkte<br />

schnell und erfolgreich auf den<br />

internationalen Märkten zu platzieren.“<br />

Neue Geschäftsmodelle,<br />

innovative Denkansätze<br />

und Methoden, die Bündelung<br />

von Know-how und Kompetenzen<br />

sowie strategische Allianzen<br />

sollen dabei unterstützen,<br />

dieses Ziel zu erreichen. pm<br />

www.rehau.com<br />

Roto schneidet gut ab<br />

Das Bad Mergentheimer Unternehmen belegt Platz 2 in der<br />

Kategorie „Fensterhersteller“.<br />

Roto Dach- und Solartechnologie<br />

ist eine von „Deutschlands<br />

begehrtesten Marken“. Zu<br />

diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung<br />

des F.A.Z.-Instituts gemeinsam<br />

mit der International<br />

School of Management (ISM). In<br />

der Kategorie „Fensterhersteller“<br />

konnte Roto einen sehr guten<br />

zweiten Rang erzielen.<br />

BEWERTUNG Wie gut ist die<br />

Marke Roto in Preis, Service und<br />

Qualität und wie wird Roto von<br />

Kunden wahrgenommen? Anhand<br />

dieser beiden Fragen hat das<br />

F.A.Z.-Institut gemeinsam mit der<br />

International School of Management<br />

die Untersuchung „Deutschlands<br />

begehrteste Marken“ durchgeführt.<br />

Dabei wurden 350 Millionen<br />

frei zugängliche Online-Quellen<br />

wie Nachrichten-Seiten, Webseiten,<br />

Foren, Social-Media-Kanäle<br />

oder Blogs aus Deutschland<br />

auf die Erwähnung der Marke im<br />

Zeitraum vom 1. März 2017 bis<br />

28. Februar <strong>2018</strong> sowie auf das<br />

Thema und die Tonalität hin untersucht.<br />

Danach folgte die Bewertung<br />

anhand eines Punktesystems<br />

und im Anschluss die finale Auswertung.<br />

In der Kategorie „Fensterhersteller“<br />

erreichte Roto dabei<br />

von 100 möglichen Punkten<br />

83,2 Punkte – und somit Rang 2<br />

hinter Schüco International. „Wir<br />

freuen uns sehr über das positive<br />

Abschneiden“, sagt Markus Röser,<br />

Geschäftsführer Roto Dachund<br />

Solartechnologie Deutschland.<br />

„Die Nähe zum Kunden und<br />

ihre Rückmeldung zu unserer Arbeit<br />

ist für Roto seit jeher wichtiger<br />

Kompass für unser Handeln.<br />

Dass wir in unserer Branche zu<br />

den Besten zählen, als Premiumhersteller<br />

verstanden werden und<br />

unsere Dachfenster-Lösungen bei<br />

Fachhandel, Profi-Handwerk und<br />

Privatkunden dieses Ansehen genießen,<br />

bestätigt uns darin, diesen<br />

Weg weiter zu gehen.“ pm<br />

INFO Das gesamte Ranking ist unter<br />

http://www.faz.net/asv/deutschlands-begehrteste-marken/<br />

nachzulesen.<br />

www.roto-dachfenster.de<br />

Wohnen: Roto ist der richtige Ansprechpartner,<br />

wenn es um die<br />

Montage von Fenstern geht. Foto: Roto<br />

ANZEIGE<br />

ADVERTORIAL<br />

Wundermittel Trockeneis<br />

Mehr über die Reinigungskraft und Kühlkraft von Trockeneis erfahren<br />

W U N D E R M I T T E L<br />

Einen alten Anstrich zu entfernen,<br />

ist eine mühselige Arbeit. Mit einem<br />

Schleifgerät wird die alte Farbe<br />

Stück für Stück vom Untergrund<br />

entfernt – je nach Beschaffenheit<br />

und Material nimmt das viel Zeit in<br />

Anspruch. Die Reinigung mit einem<br />

Sandstahlgerät verursacht eine<br />

große Menge Schmutz und Rückstände<br />

und greift die Oberfläche<br />

an. Viel schneller und sauberer geht<br />

es mit Trockeneis: Das gefrorene,<br />

ungiftige Kohlendioxid (CO 2<br />

) wird<br />

mit hoher Geschwindigkeit auf die<br />

zu reinigende Fläche geblasen. Die<br />

kleinen Trockeneispellets kühlen<br />

den Untergrund ab, die Farbe und<br />

der Schmutz werden spröde, lösen<br />

sich von der Fläche und werden<br />

von der Wucht der nachfolgenden<br />

Pellets weggeblasen. Direkt nach<br />

dem Aufprall geht das –78 Grad<br />

kalte Trockeneis in den gasförmigen<br />

Zustand über – es sublimiert und<br />

löst sich buchstäblich in Luft auf.<br />

Da das Trockeneis nicht flüssig wird,<br />

entstehen auch keine Wasserlachen,<br />

zurück bleiben nur der trockene<br />

Schmutz und die Farbreste, die<br />

aufgekehrt oder aufgesaugt werden<br />

können. Dieses abrasionsfreie<br />

Reinigungsverfahren schont nicht<br />

nur das Material, sondern auch die<br />

Umwelt.<br />

Da C0 2<br />

ein natürliches, in der<br />

Atmosphäre vorkommendes Gas<br />

ist, kann die Methode auch in<br />

Innenräumen eingesetzt werden,<br />

es entstehen keinerlei Rückstände.<br />

Die so bearbeiteten Teile müssen<br />

nicht aufwändig getrocknet oder<br />

nachbehandelt werden, sie können<br />

gleich weiterverwendet werden. Somit<br />

wird Zeit gespart. Auch bei der<br />

Die Reinigung mit Trockeneis geht schnell und hinterlässt keinerlei<br />

Rückstände – auch hervorragend zum Kühlen geeignet. Foto: Rath<br />

Reinigung von Maschinen lassen<br />

sich Stillstandzeiten minimieren,<br />

denn viele Komponenten müssen<br />

nicht extra demontiert und getrocknet<br />

werden. Die Produktion wird<br />

gesteigert und die Kosten reduziert.<br />

Neben den reinigenden Eigenschaften<br />

wird Trockeneis auch klassisch<br />

zum Kühlen eingesetzt: Im Labor<br />

zur Kühlung von Reaktionsgemischen,<br />

bei der Lebensmittelherstellung,<br />

-verarbeitung und beim<br />

-transport, in der Medizin zum<br />

Vereisen, Kühlen von Blut und Gewebeproben,<br />

beim Motorsport als<br />

Kühlmedium für Tankanlagen und<br />

Motoren und in der Gastronomie,<br />

beim Cateringservice zur Kühlung<br />

und für Nebeleffekte.<br />

Energie Rath aus Langenburg liefert<br />

nicht nur Energie in allen Formen,<br />

sondern auch Technische Gase und<br />

Trockeneis. Für den Sommer hat<br />

das Unternehmen den passenden<br />

Tipp: Wer bei einer Party in der<br />

Natur, bei einem Musikfestival oder<br />

beim Zelten nicht auf gut gekühlte<br />

Getränke verzichten will, greift auf<br />

die „Festivalbox“ zurück. Mit etwas<br />

gefrorenem CO 2<br />

bleiben die Getränke,<br />

auch ohne Stromanschluss,<br />

lange schön kühl. Da sie nur vom<br />

verdampfenden Trockeneisnebel<br />

umströmt werden, frieren sie auch<br />

nicht ein. – Die Party kann starten!<br />

[pm]<br />

Energie in allen Formen<br />

(Flüssiggas, Gasflaschen,<br />

Heizöl, Holzpellets, Hackschnitzel,<br />

Holzbriketts und<br />

Treibstoffe) sowie Technische<br />

Gase und Trockeneis<br />

gibt es bei:<br />

Friedrich Rath GmbH<br />

Bahnweg 28<br />

74595 Langenburg<br />

Tel. 07905. 9119-0<br />

Fax 07905. 9119-30<br />

service@energie-rath.de<br />

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TROCKENEIS<br />

Kühlen:<br />

Lebensmittel & Getränke<br />

Echt coole Reinigung!<br />

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20 Journal<br />

August <strong>2018</strong> I Jahrgang 17 I Nr. <strong>194</strong><br />

NEWSLINE<br />

Mehr Geld für Bäcker<br />

ANSBACH. Rund 740 Beschäftigte in Bäckereien im<br />

Kreis Ansbach, backen ab sofort größere Semmeln: Für<br />

sie gilt ab sofort der neue Tarifvertrag nach dem die<br />

Löhne im Verkauf um<br />

2,7 Prozent, in der Produktion<br />

und allen anderen<br />

Bereichen um<br />

2,5 Prozent steigen.<br />

Damit haben gelernte<br />

Bäcker und Bäckereifachverkäufer<br />

am Monatsende<br />

rund 60 Euro<br />

mehr, wie die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten<br />

(NGG) mitteilt. Die NGG Nürnberg-Fürth rät: „Die<br />

Beschäftigten sollten die nächste Lohnabrechnung prüfen.<br />

Denn zusätzlich gibt es eine Einmalzahlung von<br />

190 Euro für alle Berufsgruppen.“ Der neue Tarifvertrag<br />

setzt für die Branche ein wichtiges Zeichen. pm<br />

Auszeichnung für das<br />

Wald & Schlosshotel<br />

ZWEIFLINGEN. Erneut darf sich das 5-Sterne Superior<br />

Wald & Schlosshotel Friedrichsruhe über zwei hochkarätige<br />

Awards freuen: Bei der alljährlichen Suche nach<br />

den besten Wellnesshotels der Welt, wurde das Hohenloher<br />

Resort wieder mit zwei der begehrten „World Luxury<br />

Spa Awards“ ausgezeichnet. Gleich in zwei Kategorien<br />

stand das Wald & Schlosshotel Friedrichsruhe an<br />

der Spitze: „Best Luxury Resort Spa“ in Deutschland sowie<br />

„Best Spa Manager“ in Deutschland.<br />

Seit Eröffnung des Spa Hauses 20<strong>08</strong> zählt Gabriela<br />

Noschka, die Spa-Managerin, zum Spa-Team und verantwortet<br />

zudem seit 2013 alle Aktivitäten rund um<br />

das hoteleigene Pflege- und Spakonzept „SanVino“.<br />

Die Leitung des Spas hat sie seit mehr als einem Jahr<br />

inne und führt mit ihren 30 Mitarbeitern erfolgreich das<br />

4400 Quadratmeter große Friedrichsruher Spa, unter anderem<br />

mit Saunalandschaft, Behandlungsräumen sowie<br />

großem Innen- und Außenpool.<br />

pm<br />

Verhandlungen gescheitert<br />

GRÜNSFELD. Ende Juli hat die vierte Verhandlung für<br />

bessere, tarifliche Bedingungen zwischen der Nahrung-<br />

Genuss-Gaststätten-Gewerkschaft (NGG) und Refresco<br />

in Grünsfeld stattgefunden. Auch dieses Gespräch<br />

blieb, wie die anderen drei zuvor, ergebnislos. Die Gewerkschaft<br />

fordert vom Getränkeunternehmen einen<br />

Beitritt zu den Flächentarifverträgen Obst & Gemüse Baden-Württemberg.<br />

Refresco hingegen kommt zum Entschluss,<br />

dass es bei einer Tarifbindung keine spürbare<br />

Besserstellungen für die Beschäftigten geben würde<br />

und es zu viele Besonderheiten und Spezialitäten am<br />

Standort gäbe. Die NGG hat, nach über einem halben<br />

Jahr Verhandlungen, die Gespräche mit dem Getränkehersteller<br />

abgebrochen und will nun mit ihren Mitgliedern<br />

über das weitere Vorgehen und die Forderungen<br />

beraten.<br />

pm<br />

Bechtle gewinnt Amazon<br />

Web Services als Partner<br />

Foto: NGG<br />

NECKARSULM. Bechtle ergänzt mit Amazon Web Services<br />

(AWS) das Portfolio an Cloud-Services um einen<br />

weiteren Anbieter. Kunden eröffnen sich dadurch zusätzliche<br />

Optionen für den effizienten Betrieb interner<br />

wie externer IT-Ressourcen. Die im Tier 3+ Datacenter<br />

in Frankfurt gehostete Clouds-Plattform (www.bechtleclouds.com)<br />

wird dabei als Schnittstelle zur globalen<br />

Cloud-Infrastruktur von AWS dienen und ermöglicht<br />

eine transparente Verwaltung und Abrechnung der genutzten<br />

Cloud-Services. Die direkte Anbindung über<br />

den weltgrößten Internetknoten DE-CIX sorgt für<br />

höchste Performance der in der AWS-Cloud betriebenen<br />

Workloads und Anwendungen. Zertifizierte Bechtle<br />

Spezialisten beraten Unternehmen von der Konzeption<br />

bis zur Inbetriebnahme der AWS-Umgebung und sorgen<br />

bei Bedarf für ein reibungsloses Zusammenspiel<br />

mit der bestehenden IT-Landschaft. Bechtle bedient damit<br />

die wachsende Nachfrage nach leistungsfähigen<br />

Multi-Cloud-Lösungen für die Anforderungen der digitalen<br />

Transformation.<br />

pm<br />

„Stufen zum Erfolg“<br />

Kooperation zwischen den Wirtschaftsjunioren Schwäbisch Hall-Crailsheim und der Gemeinschaftsschule<br />

Schenkensee (GMS) machte Schüler fit für das Vorstellungsgespräch.<br />

Welche Antworten man besser<br />

nicht in einem Vorstellungsgespräch<br />

von sich<br />

geben sollte, wissen die 8.-Klässler<br />

der GMS jetzt genau. Aber<br />

auch wie man diese erste Hürde<br />

ins Berufsleben überwindet, haben<br />

die Schüler mit Hilfe des Programms<br />

„Stufen zum Erfolg“ erfahren.<br />

Bei der Abschlussveranstaltung<br />

des Bewerberprogramms im Sparkassengebäude<br />

in Hessental, verpackten<br />

die Klassen 8a, 8b und<br />

8c, die Situation in kurze Sketche.<br />

Sie führten je ein mustergültiges<br />

und ein völlig verpatztes Bewerbungsgespräch<br />

vor. Jürgen Lechner,<br />

Gastgeber und Vertreter der<br />

Sparkasse Schwäbisch Hall Crailsheim,<br />

Ronald Scharf, Vorsitzender<br />

der Wirtschaftsjuniorengruppe<br />

Schwäbisch Hall-Crailsheim und<br />

Georg Schiele, Projektleiter der<br />

„Stufen zum Erfolg“ wandten sich<br />

Vernetzung,<br />

cyber-physische<br />

Systeme, Kollaboration, Robotik<br />

und noch viele weitere Aspekte<br />

prägen und formen die Industrie<br />

4.0. Beim Innovationsdinner von<br />

Würth Industrie Service im Juli in<br />

Langenburg, wurde genau diese<br />

Plattform geboten und der Austausch<br />

zwischen mittelständischen<br />

Unternehmen der Region<br />

gefördert.<br />

INTERESSE Rund 30 Teilnehmer<br />

kamen in feierlichem Ambiente<br />

im Schloss Langenburg zusammen,<br />

wo sie von Dr. Saskia,<br />

Fürstin zu Hohenlohe-Langenburg,<br />

persönlich begrüßt wurden.<br />

Dominik Bösl, Vice President Consumer<br />

Driven Robotics bei der<br />

mit Reden an die Schüler. Insbesondere<br />

die Wirtschaftsexperten<br />

standen hinterher noch einmal<br />

persönlich für Gespräche und Fragen<br />

der zukünftigen Bewerber bereit.<br />

Erfahren: Dino Macho ist neuer kaufmännischer Geschäftsführer<br />

der Schwäbisch Haller Schaeff-Gruppe.<br />

Foto: Schaeff-Gruppe<br />

Ausblick: Beim Innovationsdinner von Würth Industrie Service im<br />

Schloss Langenburg, erklärte Dominik Bösl, Vice President Consumer<br />

Driven Robotics, KUKA AG, die Welt der Robotik. Foto: Würth Industrie Service<br />

Neues Gesicht bei Schaeff<br />

Zuversichtlich: Die Schüler des GMS erhielten mit dem Programm<br />

„Stufen zum Erfolg“ gute Tipps für die berufliche Zukunft.Voller<br />

Stolz zeigen sie die Teilnehmerurkunde.<br />

Foto: WJ<br />

Dino Macho leitet künftig die Finanzabteilung des Maschinenbauers in Schwäbisch Hall.<br />

PROGRAMM Auf Stufe 1 und 2<br />

lernten die Jugendlichen, wie ein<br />

Vorstellungsgespräch abläuft, welche<br />

Kleidung man zu diesem Anlass<br />

tragen sollte und wie man<br />

den Personalchef angemessen begrüßt.<br />

Außerdem gab es ein<br />

Coaching zum verfassen eines wirkungsvollen<br />

Bewerbungsanschreibens<br />

mit dazugehörigem Lebenslauf.<br />

Das tatsächliche Erstellen einer<br />

Bewerbungsmappe war Inhalt<br />

der 3. Stufe, während es für die<br />

Schüler auf Stufe 4 darum ging, Simulationen<br />

von Vorstellungsgesprächen<br />

auf Grundlage der abgegebenen<br />

Bewerbungen mit anschließender<br />

Reflexion zu durchlaufen.<br />

Die Trainings erfolgten<br />

ganztägig in den Räumlichkeiten<br />

der Bausparkasse Schwäbisch<br />

Hall und bekamen dadurch eine<br />

hohe Authentizität. Scharf, der<br />

selbstständiger Filmproduzent ist,<br />

gab den Tipp: „Ihr müsst eure Bewerbung<br />

unbedingt auf das Unternehmen,<br />

bei dem ihr euch bewerbt,<br />

abstimmen und beweisen,<br />

dass ihr euch mit der Firma auseinandergesetzt<br />

habt.“ pm<br />

www.wjhn.de<br />

Visionen, Trends und Netzwerk<br />

Digitalisierung verändert bereits in allen Bereichen der Industrie Produktionsprozesse, Logistikabläufe<br />

sowie die gesamte Materialwirtschaft. Eine Plattform zum Austausch bot kürzlich Würth Industrie.<br />

KUKA AG, gab mit seinem Impulsvortrag<br />

„Innovationen und Trends<br />

– Ein Blick in die Zukunft“ auch<br />

einen Ausblick in die Welt der Robotik<br />

und bot zahlreiche Gedankenanstöße<br />

für weiterführende<br />

Diskussionen.<br />

Bei einer begleitenden Innovationsausstellung,<br />

konnten die Unternehmer<br />

aus der Region einen Ausflug<br />

in die virtuelle Realität machen<br />

und das Lernen der Zukunft<br />

live erleben. So stand vor allem<br />

der Austausch über Erfahrungen,<br />

Chancen und Risiken, aber auch<br />

über Visionen, Technologien und<br />

Innovationen im Mittelpunkt dieser<br />

Veranstaltung, deren Fazit lautet:<br />

„Es bleibt weiterhin spannend.“<br />

Würth Industrie Service ist innerhalb<br />

der Würth-Gruppe für die Belieferung<br />

der Industriebranche zuständig.<br />

Seit der Gründung im<br />

Jahr 1999 ist das Unternehmen im<br />

Industriepark Würth am Standort<br />

Bad Mergentheim mit über 1500<br />

Mitarbeitern tätig.<br />

pm<br />

www.wuerth-industrie.com<br />

Seit Anfang Juli ist Dino Macho<br />

neuer Geschäftsführer der<br />

Schwäbisch Haller Schaeff-<br />

Gruppe. Er tritt die Nachfolge von<br />

Karl Schaeff an, der in den wohlverdienten<br />

Ruhestand geht. Damit<br />

leitet Macho gemeinsam mit Alexander<br />

Schaeff die weiteren Geschicke<br />

des Maschinenbau-Unternehmens.<br />

Dino Macho kümmert sich als<br />

kaufmännischer Geschäftsführer<br />

(CFO) um die Finanzen der<br />

Gruppe. Der 45-jährige Diplom-<br />

Kaufmann startete seine Karriere<br />

bei Porsche im Controlling und<br />

war für den Sportwagenhersteller<br />

sowohl im In-, als auch im Ausland<br />

tätig. Es folgten Stationen als<br />

kaufmännischer Leiter bei namhaften<br />

Konzernen der Automobilzulieferindustrie,<br />

unter anderem<br />

bei Mahle. Während dieser Zeit<br />

sammelte Macho weitreichende<br />

Erfahrungen im Kauf und Verkauf<br />

von Unternehmen, in der Restrukturierung<br />

von Unternehmen, dem<br />

Wandel von Unternehmenskulturen<br />

sowie der Einhaltung von<br />

rechtlichen Richtlinien.<br />

Dino Macho soll sich unter anderem<br />

um den Kauf und die anschließende<br />

Integration von weiteren<br />

Firmen in die Holding kümmern,<br />

die Gruppenmitglieder beim<br />

Wachstum und bei anstehenden<br />

Veränderungen begleiten. pm<br />

www.schaeff-group.com<br />

www.schaeff-holding.com


August <strong>2018</strong> I Jahrgang 17 I Nr. <strong>194</strong><br />

Journal 21<br />

Kickoff für Gandhigram<br />

Die Stadtwerke Schwäbisch Hall wollen ihr Konzept nach Indien exportieren. Vor kurzem wurde<br />

über Details und Verlauf des außergewöhnlichen Projektes informiert.<br />

Mehr als 60 Gäste hatten<br />

sich kürzlich im Glasturmsaal<br />

der Stadtwerke<br />

Schwäbisch Hall versammelt, um<br />

die genauen Pläne der Stadtwerksgründung<br />

auf dem Campus des<br />

Gandhigram Rural Institute (GRI)<br />

in Südindien, kennenzulernen.<br />

Projektleiter Peter Breuning von<br />

den Haller Stadtwerken freute<br />

sich über „viele Teilnehmer, die<br />

als potentielle Investoren in Frage<br />

kommen oder sogar direkt in das<br />

Projekt einsteigen wollen“.<br />

Die Lernwerkstatt „Bau-Hand-<br />

Werk“ der Handwerkskammer<br />

Heilbronn-Franken, hat sich<br />

in ihrem zweiten Projektjahr als<br />

gelungenes Modell zur Kooperation<br />

von Schulen und Handwerk<br />

für eine praxisorientierte Berufsorientierung,<br />

etabliert. An drei<br />

Schulen im Main-Tauber-Kreis beschäftigten<br />

sich Schüler der achten<br />

und neunten Klasse dabei intensiv<br />

mit dem Thema Bauen.<br />

Gelungen: Die Schüler der Kopernikus Realschule in Bad Mergentheim<br />

planten und bauten in der Lernwerkstatt eine neue Grillstelle<br />

mit Bänken, Tischen und Holzlager.<br />

Foto: Ramona Fritz<br />

Planung: Die Beteiligten berichteten in Schwäbisch Hall über das<br />

Projekt „Stadtwerkebau in Indien“.<br />

Foto: Stadtwerke Schwäbisch-Hall<br />

Win-win-Situation für Schüler<br />

und Handwerksbetriebe<br />

Neben der Gemeinschaftsschule<br />

in Wertheim, an der das Projekt<br />

im vorigen Schuljahr als Pilot gestartet<br />

war, beteiligten sich die Kopernikus<br />

Realschule in Bad Mergentheim<br />

sowie das Schulzentrum<br />

am Wört in Tauberbischofsheim.<br />

Mit der Projektwoche kurz vor<br />

den Sommerferien, fand die Lernwerkstatt<br />

ihren krönenden Abschluss.<br />

Sie war das letzte der insgesamt<br />

vier Module, die die Schüler<br />

durchliefen.<br />

Die Jugendlichen beschäftigten<br />

sich dabei zunächst mit der kulturellen<br />

und historischen Bedeutung<br />

des Bauens in ihrer Heimat,<br />

experimentierten dann selbst mit<br />

Modellbauten und Bauplänen und<br />

EFFEKTIV Wie bedeutsam das in<br />

Indien bislang unbekannte Konzept<br />

lokaler und dezentraler Energieversorgung<br />

und Daseinsvorsorge<br />

werden kann, machten bereits<br />

die Begrüßungsredner deutlich.<br />

Sugandh Rajaram, indischer<br />

Generalkonsul, betonte, dass besonders<br />

ländliche Regionen in Indien<br />

diese Art von Initiative<br />

bräuchten, um mit den Metropolen<br />

Schritt zu halten, auf die sich<br />

der technische Fortschritt im<br />

Land stark konzentriert.<br />

„Die Zusammenarbeit zwischen<br />

den Stadtwerken Schwäbisch Hall<br />

und dem GRI kommt den Menschen<br />

in ländlichen Regionen zugute.<br />

Der ganzheitliche Innovationsansatz<br />

ist dabei besonders<br />

wichtig“, sagte Rajaram.<br />

Victor Thamburaj (iPlon India),<br />

Peter Breuning (Abteilungsleiter<br />

Netztechnik der Stadtwerke<br />

Schwäbisch Hall) und Christoph<br />

Blaschke (Next Solar Concepts)<br />

stellten den Gästen das Projekt<br />

„Stadtwerke für Indien“ anschaulich<br />

mit all seinen Herausforderungen<br />

vor. Laut der Investitionsund<br />

Wirtschaftlichkeitsrechnung<br />

von Christoph Blaschke, sollen<br />

der Aufbau der Stadtwerke Gandhigram<br />

und die Umrüstung des<br />

Campus zu einer nachhaltigen<br />

Smart City, rund 12 Millionen<br />

Euro kosten.<br />

In der ersten Stufe soll die komplette<br />

Infrastruktur einer emissionsfreien<br />

Strom- und Wasserversorgung<br />

sowie Abwasserentsorgung<br />

aufgebaut werden – inklusive<br />

Aufbau der Ladeinfrastruktur<br />

für Elektromobilität und einer modernen<br />

Telekommunikationsinfrastruktur.<br />

Der See „Lake Flipper“<br />

auf dem Campus, soll dann als<br />

Trinkwasserreservoir dienen und<br />

außerdem eine nachhaltige Kälteund<br />

Biogasversorgung installiert<br />

werden.<br />

pm<br />

www.stadtwerke-hall.de<br />

In den Lernwerkstätten der Berufsschulen findet praktischer und experimenteller Unterricht statt.<br />

Ein Traumberuf<br />

entwickelten anschließend eigene<br />

Projekte für die Schule. Die besten<br />

Entwürfe durften sie in der<br />

Projektwoche umsetzen.<br />

PARTNER Die Bau-Innung<br />

Main-Tauber-Kreis/Künzelsau und<br />

ihre Betriebe ermöglichten diese<br />

Umsetzung. Partner waren in diesem<br />

Jahr Leonhard Weiss aus Bad<br />

Mergentheim, aus Lauda-Königshofen<br />

Faul & Bethäuser und Konrad<br />

Bau, Boller Bau aus Tauberbischofsheim<br />

sowie aus Wertheim<br />

Schwend Metallbau, Schreinerei<br />

Kraft, Holzbau Dobslaff und Goldschmitt<br />

Bau.<br />

pm<br />

www.hwk-heilbronn.de<br />

Neuer Tarif für Bauarbeiter<br />

REGION. Für die rund 3600 Bauarbeiter aus dem Landkreis<br />

Schwäbisch Hall gibt es deutlich mehr Geld: Rückwirkend<br />

zum Mai steigen die Löhne um 5,7 Prozent. Ein<br />

gelernter Maurer oder<br />

Straßenbauer kommt<br />

nun auf einen Stundenlohn<br />

von 20,63 Euro –<br />

am Monatsende sind<br />

das <strong>194</strong> Euro mehr als<br />

bisher.<br />

Der IG BAU-Bezirksvorsitzende<br />

spricht von einem<br />

„riesigen Schritt“<br />

für tausende Beschäftigte.<br />

Das Lohn-Plus<br />

ist das Ergebnis der letzten Tarifrunde zwischen IG BAU<br />

und Arbeitgebern. Die Verhandlungen standen mehrfach<br />

kurz vor dem Scheitern – und die Branche vor einem<br />

Streik. Am Ende entschied eine Schlichtung. pm<br />

LAUDA-KÖNIGSHOFEN. Die Firma Lauda, Weltmarktführer<br />

für exaktes Temperieren, hat Anfang letzten Monats<br />

seine Geschäftsführung erweitert: Dr. Mario Englert,<br />

Finanzleiter der Lauda Gruppe, wurde zum Geschäftsführer<br />

von Lauda Dr. R. Wobser bestellt. Der promovierte<br />

Diplom-Kaufmann verantwortet seither die<br />

Bereiche Finanzen und Informationstechnologie und<br />

komplettiert die Führungsriege mit dem geschäftsführenden<br />

Gesellschafter Dr. Gunther Wobser und Geschäftsführer,<br />

Dr. Marc Stricker. Englert absolvierte sein<br />

Betriebswirtschaftsstudium sowie seine Promotion an<br />

der Universität Mannheim. Vor seinem Eintritt bei<br />

Lauda arbeitete Englert als Berater für die internationale<br />

Unternehmensberatung McKinsey & Company in<br />

Frankfurt am Main und war als Principal Supervisor bei<br />

der Europäischen Zentralbank tätig. Englert blickt positiv<br />

auf die neue Herausforderung: „Ich freue mich sehr,<br />

mit meiner Expertise neue Impulse zu setzen.“ pm<br />

Für den Master bewerben<br />

HEILBRONN. Der neue Jahrgang des Studiengangs<br />

LL.M. in Business Law an der German Graduate School<br />

of Management and Law (GGS) startet am 13. Oktober<br />

in Heilbronn. Noch bis<br />

zum 15. September<br />

können sich Interessenten<br />

online unter<br />

www.ggs.de/onlinebewerbung<br />

dafür bewerben.<br />

Das berufsbe-<br />

NEWSLINE<br />

Lauda komplettiert<br />

Geschäftsführung<br />

gleitende Masterstudium<br />

in Wirtschaftsrecht<br />

richtet sich an<br />

alle Fach- und Führungskräfte,<br />

die praxisnahes<br />

Rechtswissen mit akademischem Anspruch erwerben<br />

wollen.<br />

pm<br />

Foto: IG Bau<br />

Foto: GGS<br />

Arbeitsagentur unterstützt bei Umschulung.<br />

Viktoryia Cakir hat die Gesellenprüfung<br />

zur Friseurin als Jahrgangsbeste<br />

abgeschlossen. Dieser<br />

Erfolg ist so besonders, weil die<br />

Weißrussin erst mit 23 Jahren<br />

nach Deutschland gekommen ist,<br />

nie eine deutsche Schule oder einen<br />

Sprachkurs besucht hat,<br />

mehr als doppelt so alt war, wie<br />

ihre Mitschülerinnen und eine<br />

Lehrzeitverkürzung von einem<br />

Jahr hatte. Durch ihre Biografie<br />

kam es nicht dazu, dass sie in jungen<br />

Jahren einen Berufsabschluss<br />

erworben hat.<br />

Viktoryia Cakir hat sich schon als<br />

Jugendliche für den Beautybereich<br />

interessiert und nahm das<br />

Angebot, als Helferin im Friseurund<br />

Dermakosmetiksalon Idunn<br />

in Wolpertshausen zu arbeiten,<br />

gerne an. Irgendwann erzählte sie<br />

ihrer Chefin Nelly Rühle, dass sie<br />

am liebsten gelernte Friseurin<br />

wäre. Das Problem: als zweifache<br />

Mutter konnte sie es sich nicht<br />

leisten, für das erste Lehrjahr wie<br />

üblich die einjährige Berufsfachschule<br />

zu besuchen. Hier kam die<br />

Agentur für Arbeit ins Spiel, die<br />

sie unterstützte. Die Lehrzeit<br />

wurde um ein Drittel verkürzt und<br />

der Ausbildungsbetrieb erhielt zusätzlich<br />

einen Zuschuss. pm<br />

www.arbeitsagentur.de<br />

Freudig: Viktoryia Cakir (links) hat ihre Umschulung abgeschlossen<br />

und arbeitet künftig im Salon von Nelly Rühle (rechts). Foto: Petra Fischer<br />

Intersport gestaltet Freizeitprogramm<br />

in Kinderdörfern<br />

HEILBRONN. Mitarbeiter von Intersport zeigen soziales<br />

Engagement: Über 50 Freiwillige haben gemeinsam<br />

an den „Intersport-Aktionstagen in SOS-Kinderdörfern“<br />

teilgenommen. In den vergangenen Wochen gestalteten<br />

die Intersport-Mitarbeiter aus Heilbronn für<br />

die SOS-Kinderdörfer in Württemberg und der Pfalz einen<br />

Tag voller Sport, Spiel und vor allem Spaß.<br />

Gemeinsam mit dem SOS-Kinderdorf Württemberg hat<br />

Intersport das jährliche Fußballturnier mit einem Aktivprogramm<br />

rund um den Ballsport umrahmt. Im SOS-Kinderdorf<br />

Pfalz war Kinder-Yoga, Taekwondo und eine<br />

Mini-Olympiade mit vielen unterschiedlichen sportlichen<br />

Aufgaben geboten.<br />

Neben den Erinnerungen an einen tollen Tag bleibt den<br />

Kindern in den SOS-Einrichtungen eine Vielzahl an<br />

neuen Sportartikeln für die Freizeitgestaltung. Zusätzlich<br />

zu den Aktionstagen spendet Intersport jährlich<br />

10 000 Euro an den SOS-Kinderdorf e.V. pm


22 Handelsregister<br />

August <strong>2018</strong> I Jahrgang 17 I Nr. <strong>194</strong><br />

Neueintragung<br />

HRA 734618 - 29. Juni <strong>2018</strong><br />

Amenti Bestattungen e.K., Schwäbisch<br />

Hall, Hardtstraße 31, 74523<br />

Schwäbisch Hall. (Betrieb eines Bestattungsunternehmens).<br />

Einzelkauffrau.<br />

Geschäftsanschrift: Hardtstraße 31,<br />

74523 Schwäbisch Hall. Die Inhaberin<br />

handelt allein. Inhaberin: von Bredow,<br />

Merle, Schwäbisch Hall, *18.02.1967.<br />

HRB 765541 - 25. Juni <strong>2018</strong><br />

Takasho Co., Ltd, Zweigniederlassung<br />

EU, Gaildorf, Max-Eyth-<br />

Straße 2, 74405 Gaildorf-Unterrot.<br />

Aktiengesellschaft nach japanischem<br />

Recht. Satzung vom 21.<strong>08</strong>.1980, zuletzt<br />

geändert am 09.04.2016. Geschäftsanschrift:<br />

Max-Eyth-Straße 2, 74405<br />

Gaildorf-Unterrot. Zweigniederlassung<br />

der „TAKASHO CO.,LTD.“ mit Sitz in<br />

Kainan-shi, Wakayama-ken / Japan<br />

(Japanisches Handelsregister 1700-01-<br />

005748). Gegenstand: 1. Gartenbau,<br />

Herstellung der Materialien für den Gartenbau,<br />

sowie den Vertrieb und Baumaßnahmen.<br />

2. Herstellung von Materialien<br />

für Exterieur Produkte, sowie den Vertrieb<br />

und Baumaßnahmen. 3. Vertrieb<br />

von Bergprodukten, 4. Bearbeitung und<br />

Vertrieb von Baumbusmaterial, Bambusprodukten,<br />

Volkskunst. 5. Bearbeitung<br />

und Vertrieb von Alltagsprodukten,<br />

Haushaltswaren und Seilen. 6. Vertrieb<br />

von Möbeln und lnterieur Produkten. 7.<br />

Vertrieb von Baumaterial, Material für<br />

Innenausstattung. 8. Vertrieb von Heimwerkerwerkzeugen.<br />

9. Vertrieb von Beleuchtungsmitteln,<br />

10. Versandvertrieb<br />

von Gartenbau und Gärtnereiprodukten.<br />

11. Im- und Export von Gartenbau und<br />

Gärtnereiprodukten. 12. Entwicklung<br />

und Vertrieb von Computersoftware. 13.<br />

Planung, Entwurf, Erstellung, Herausgeben<br />

und Vertrieb von Drucksachen.<br />

14. Planung, Entwicklung, Vertrieb,<br />

Ausführung, Designentwurf, Herstellung<br />

von Signier-Produkten. 15. Vertrieb alkoholhaltiger<br />

sowie sonstiger Getränke,<br />

Betrieb von Gaststätten und Halten von<br />

kulturbezogenen Lehrveranstaltungen.<br />

16. Vertrieb von Büchern. 17. Vertrieb<br />

von Pflanzen, Düngemitteln, Agrarpestiziden,<br />

Giftstoffen, giftigen Substanzen.<br />

18. Gerüstbau- und Bauarbeiten.<br />

19. Blecharbeiten. 20. Elektroinstallation.<br />

21. Alle Unternehmungen, die<br />

mit den oben aufgeführten Unternehmungen<br />

im Zusammenhang stehen.<br />

1.307.776.704,00 JPY. Allgemeine Vertretungsregelung:<br />

Jedes vertretungsberechtigte<br />

Vorstandsmitglied vertritt die<br />

Gesellschaft einzeln. Ständiger Vertreter:<br />

Takada, Kouhei, Kobe-shi, Hyogo-ken /<br />

Japan, *02.05.1973, einzelvertretungsberechtigt.<br />

vertretungsberechtigtes<br />

Vorstandsmitglied: Takaoka, Nobuo,<br />

Sakai Kainan-City Wakayama (Japan),<br />

*03.03.1953.<br />

HRA 726010 - 3. Juli <strong>2018</strong><br />

Zettelwirtschaft e. K., Kreßberg,<br />

Froschwasen 15, 74594 Kreßberg. (Das<br />

buchen laufender Geschäftsvorfälle,<br />

laufende Lohnabrechnung, Unternehmensberatung,<br />

Projektleitung). Einzelkaufmann.<br />

Geschäftsanschrift: Froschwasen<br />

15, 74594 Kreßberg. Inhaber:<br />

Gründemann, Sven Bastian, Kreßberg,<br />

*09.11.1977.<br />

HRA 726012 - 3. Juli <strong>2018</strong><br />

Dirk Kurz Cafeteria in der Reha<br />

Klinik ob der Tauber e. K., Bad<br />

Mergentheim, Bismarckstraße 31,<br />

97980 Bad Mergentheim.(Gegenstand<br />

des Unternehmens ist der Betrieb eines<br />

Verkaufskiosk (Verkauf unter anderem<br />

von Kaffee und Kuchen, Zeitschriften<br />

und Getränken).). Einzelkaufmann.<br />

Geschäftsanschrift: Bismarckstraße 31,<br />

97980 Bad Mergentheim. Inhaber: Kurz,<br />

Dirk, Igersheim, *24.01.1969.<br />

HRB 736915 - 3. Juli <strong>2018</strong><br />

MBF Beteiligungs GmbH, Crailsheim,<br />

Adelheidsruh 10, 74564 Crailsheim.<br />

Gesellschaft mit beschränkter<br />

Haftung. Gesellschaftsvertrag vom<br />

27.06.<strong>2018</strong>. Geschäftsanschrift: Adelheidsruh<br />

10, 74564 Crailsheim. Gegenstand:<br />

Halten und Verwalten von<br />

Vermögen, insbesondere von Beteiligungen.<br />

Stammkapital: 30.000,00 EUR.<br />

Allgemeine Vertretungsregelung: Ist nur<br />

ein Geschäftsführer bestellt, vertritt er<br />

allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,<br />

vertreten zwei gemeinsam oder ein<br />

Geschäftsführer mit einem Prokuristen.<br />

Geschäftsführer: Böhme, Markus, Crailsheim,<br />

*01.<strong>08</strong>.1968, einzelvertretungsberechtigt<br />

mit der Befugnis, im Namen der<br />

Gesellschaft mit sich im eigenen Namen<br />

oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte<br />

abzuschließen.<br />

HRB 765651 - 5. Juli <strong>2018</strong><br />

Sahas GmbH, Bretzfeld, Schwabenstraße<br />

36, 74626 Bretzfeld. Gesellschaft<br />

mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag<br />

vom 11.06.<strong>2018</strong>. Geschäftsanschrift:<br />

Schwabenstraße 36, 74626<br />

Bretzfeld. Gegenstand: Der Handel mit<br />

Gesundheitsprodukten; insbesondere<br />

mit Produkten aus der Produktpalette<br />

von NeuraSan. Stammkapital:<br />

25.000,00 EUR. Allgemeine Vertretungsregelung:<br />

Ist nur ein Geschäftsführer<br />

bestellt, vertritt er allein. Sind mehrere<br />

Personalüberlassung<br />

Personalvermittlung<br />

Personalberatung<br />

Master Vendor<br />

Outsourcing<br />

Geschäftsführer bestellt, vertreten zwei<br />

gemeinsam oder ein Geschäftsführer<br />

mit einem Prokuristen. Geschäftsführer:<br />

Yavuz, Hatem, Istanbul / Türkei,<br />

*04.05.1969, einzelvertretungsberechtigt<br />

mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft<br />

mit sich im eigenen Namen oder<br />

als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte<br />

abzuschließen.<br />

HRB 765669 - 6. Juli <strong>2018</strong><br />

Skyworker GmbH, Schwäbisch<br />

Hall, Dr.-Jakob-Berlinger-Weg 7, 74523<br />

Schwäbisch Hall. Gesellschaft mit beschränkter<br />

Haftung. Gesellschaftsvertrag<br />

vom 27.06.<strong>2018</strong>. Geschäftsanschrift: Dr.-<br />

Jakob-Berlinger-Weg 7, 74523 Schwäbisch<br />

Hall. Gegenstand: Durchführung<br />

von Reparatur-, Wartungs- und Serviceleistungen<br />

an Arbeitsbühnen jeder Art<br />

sowie der Handel mit Ersatzteilen für Arbeitsbühnen.<br />

Stammkapital: 25.000,00<br />

EUR. Allgemeine Vertretungsregelung:<br />

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, vertritt<br />

er allein. Sind mehrere Geschäftsführer<br />

bestellt, vertreten zwei gemeinsam<br />

oder ein Geschäftsführer mit einem<br />

Prokuristen. Geschäftsführer: Muraschow,<br />

Maxim, Blaufelden, *02.03.1984.<br />

HRA 734638 - 10. Juli <strong>2018</strong><br />

Schoch-IT.Solutions OHG, Bretzfeld,<br />

Kramerstraße 17, 74626 Bretzfeld.<br />

(Die Erbringung von IT-Dienstleistungen<br />

aller Art, Webdesign, Webhosting,<br />

IT-Beratung, Vertrieb von Hardware und<br />

Software.). Offene Handelsgesellschaft.<br />

Geschäftsanschrift: Kramerstraße 17,<br />

74626 Bretzfeld. Allgemeine Vertretungsregelung:<br />

Jeder persönlich haftende Gesellschafter<br />

vertritt einzeln. Persönlich<br />

haftender Gesellschafter: Schoch, Steffen,<br />

Bretzfeld, *30.10.1975; Schoch, Diana,<br />

geb. Tunkel, Bretzfeld, *14.10.1986,<br />

jeweils mit der Befugnis, im Namen der<br />

Gesellschaft mit sich im eigenen Namen<br />

oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte<br />

abzuschließen.<br />

HRB 765690 - 10. Juli <strong>2018</strong><br />

exclusiWa Deko & Design UG<br />

(haftungsbeschränkt), Schwäbisch Hall,<br />

Schloßgasse 23, 74523 Schwäbisch Hall.<br />

Gesellschaft mit beschränkter Haftung.<br />

Gesellschaftsvertrag vom <strong>08</strong>.06.<strong>2018</strong>.<br />

Geschäftsanschrift: Schloßgasse 23,<br />

74523 Schwäbisch Hall. Gegenstand:<br />

Import und Export von Waren, Großund<br />

Einzelhandel, Versandhandel sowie<br />

Marktbeschickung mit Kunstgegenständen,<br />

Dekorationsartikeln, Möbeln,<br />

Wohnaccessoires, Licht und Lichtobjekten<br />

sowie Textilien für Haus und Garten<br />

im In- und Ausland. Stammkapital:<br />

500,00 EUR. Allgemeine Vertretungsregelung:<br />

Ist nur ein Geschäftsführer<br />

bestellt, vertritt er allein. Sind mehrere<br />

Geschäftsführer bestellt, vertreten sie gemeinsam.<br />

Geschäftsführer: Künemund,<br />

Danny, Schwäbisch Hall, *30.06.1981,<br />

mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft<br />

mit sich im eigenen Namen oder<br />

als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte<br />

abzuschließen. Der Übergang der im<br />

Geschäftsbetrieb der exclusiWa Deko<br />

& Design GmbH mit Sitz in Mainhardt<br />

(HRB 752694) begründeten Forderungen<br />

und Verbindlichkeiten ist ausgeschlossen.<br />

HRB 736952 - 11. Juli <strong>2018</strong><br />

Schöller Verwaltungs GmbH,<br />

Rot am See, Landstraße 53, 74585 Rot<br />

am See. Gesellschaft mit beschränkter<br />

Haftung. Gesellschaftsvertrag vom<br />

09.07.<strong>2018</strong>. Geschäftsanschrift: Landstraße<br />

53, 74585 Rot am See. Gegenstand:<br />

Der Erwerb und die Verwaltung<br />

von Beteiligungen sowie die Übernahme<br />

der persönlichen Haftung und der Geschäftsführung<br />

bei Handelsgesellschaften,<br />

insbesondere die Beteiligung an<br />

der Schöller special machines GmbH &<br />

Co. KG. Stammkapital: 25.000,00 EUR.<br />

Allgemeine Vertretungsregelung: Ist<br />

nur ein Geschäftsführer bestellt, vertritt<br />

er allein. Sind mehrere Geschäftsführer<br />

bestellt, vertreten sie gemeinsam.<br />

Geschäftsführer: Schöller, Wilfried, Rot<br />

am See, *24.05.1977, mit der Befugnis,<br />

im Namen der Gesellschaft mit sich im<br />

eigenen Namen oder als Vertreter eines<br />

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />

HRA 734643 - 11. Juli <strong>2018</strong><br />

Jung Agrar OHG, Jagsthausen, Hermann-Jung-Straße<br />

2, 74249 Jagsthausen.<br />

(Die gemeinsame Bewirtschaftung,<br />

sowie die Haltung und Verbesserung der<br />

Existenzfähigkeit des landwirtschaftlichen<br />

Betriebs in Jagsthausen ). Offene<br />

Handelsgesellschaft. Geschäftsanschrift:<br />

Hermann-Jung-Straße 2, 74249 Jagsthausen.<br />

Allgemeine Vertretungsregelung:<br />

Jeder persönlich haftende Gesellschafter<br />

vertritt einzeln. Jeder persönlich<br />

haftende Gesellschafter ist befugt, im<br />

Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen<br />

Namen oder als Vertreter eines Dritten<br />

Rechtsgeschäfte vorzunehmen. Persönlich<br />

haftender Gesellschafter: Jung,<br />

Dieter, Jagsthausen, *27.07.1968; Jung,<br />

Klaus, Jagsthausen, *13.09.1962; Jung,<br />

Alexander, Jagsthausen, *30.09.1986;<br />

Jung, Daniel, Jagsthausen, *23.03.1995.<br />

HRB 765720 - 12. Juli <strong>2018</strong><br />

Polychemica GmbH, Schwäbisch<br />

Hall, Karl-Kurz-Straße 42, 74523<br />

Schwäbisch Hall. Gesellschaft mit beschränkter<br />

Haftung. Gesellschaftsvertrag<br />

vom 23.05.<strong>2018</strong>. Der Sitz ist von<br />

Dortmund (Amtsgericht Dortmund HRB<br />

29989) nach Schwäbisch Hall verlegt.<br />

Die Gesellschafterversammlung vom<br />

27.06.<strong>2018</strong> hat die Änderung des Gesellschaftsvertrages<br />

in § 1 (Firma und<br />

Sitz) beschlossen. Geschäftsanschrift:<br />

Karl-Kurz-Straße 42, 74523 Schwäbisch<br />

Hall. Gegenstand: Produktion, Verarbeitung,<br />

Forschung und Handel von<br />

chemischen und Kunststoffprodukten<br />

und deren Derivate sowie Schulungen,<br />

Beratungen und Dienstleistungen auch<br />

ohne direkten Zusammenhang mit den<br />

gehandelten Produkten und deren Herstellung<br />

sowie Erwerb und Verwaltung<br />

von anderen Unternehmen oder von<br />

Beteiligungen an anderen Unternehmen.<br />

Stammkapital: 25.000,00 EUR.<br />

Allgemeine Vertretungsregelung: Ist<br />

nur ein Geschäftsführer bestellt, vertritt<br />

er allein. Sind mehrere Geschäftsführer<br />

bestellt, vertreten zwei gemeinsam oder<br />

ein Geschäftsführer mit einem Prokuristen.<br />

Geschäftsführer: Dr. Maggiarosa,<br />

Nicola, Dortmund, *21.09.1968, einzelvertretungsberechtigt<br />

mit der Befugnis,<br />

im Namen der Gesellschaft mit sich im<br />

eigenen Namen oder als Vertreter eines<br />

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />

HRB 765733 - 12. Juli <strong>2018</strong><br />

Modernup UG (haftungsbeschränkt),<br />

Michelbach an der Bilz,<br />

Schenkenstraße 10/1, 74544 Michelbach<br />

an der Bilz. Gesellschaft mit beschränkter<br />

Haftung. Gesellschaftsvertrag vom<br />

20.06.<strong>2018</strong>. Geschäftsanschrift: Schenkenstraße<br />

10/1, 74544 Michelbach an<br />

der Bilz. Gegenstand: Import und Export<br />

von Waren, Groß- und Einzelhandel,<br />

Versandhandel sowie Marktbeschickung<br />

mit Kunstgegenständen, Dekorationsartikeln,<br />

Möbeln und Wohnaccessoires,<br />

Licht und Lichtobjekten sowie Textilien<br />

für Haus und Garten im In- und Ausland.<br />

Stammkapital: 1.000,00 EUR. Allgemeine<br />

Vertretungsregelung: Ist nur ein<br />

Geschäftsführer bestellt, vertritt er allein.<br />

Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,<br />

vertreten sie gemeinsam. Geschäftsführer:<br />

Luft, Alexander, Michelbach an der<br />

Bilz, *26.05.1982, mit der Befugnis, im<br />

Namen der Gesellschaft mit sich im<br />

eigenen Namen oder als Vertreter eines<br />

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />

HRB 736964 - 16. Juli <strong>2018</strong><br />

KORA Transporte GmbH, Blaufelden,<br />

Am Doggenwasen 5/1, 74572<br />

Blaufelden. Gesellschaft mit beschränkter<br />

Haftung. Gesellschaftsvertrag vom<br />

19.06.<strong>2018</strong>. Geschäftsanschrift: Am Doggenwasen<br />

5/1, 74572 Blaufelden. Gegenstand:<br />

Betrieb eines Transportunternehmens.<br />

Stammkapital: 25.000,00 EUR.<br />

Allgemeine Vertretungsregelung: Ist nur<br />

ein Geschäftsführer bestellt, vertritt er<br />

allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,<br />

vertreten zwei gemeinsam oder ein<br />

Geschäftsführer mit einem Prokuristen.<br />

Geschäftsführer: Dunkhase, Olaf, Blaufelden,<br />

*03.03.1967, einzelvertretungsberechtigt<br />

mit der Befugnis, im Namen<br />

der Gesellschaft mit sich im eigenen<br />

Namen oder als Vertreter eines Dritten<br />

Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />

HRB 736992 - 19. Juli <strong>2018</strong><br />

Großeibl GmbH, Langenburg, Am<br />

Wasserturm 10-12, 74595 Langenburg.<br />

Gesellschaft mit beschränkter Haftung.<br />

Gesellschaftsvertrag vom 11.06.<strong>2018</strong>.<br />

Geschäftsanschrift: Am Wasserturm 10-<br />

12, 74595 Langenburg. Gegenstand:<br />

Die Bearbeitung und der Vertrieb von<br />

Metall und Nichteisenmetall und alle<br />

damit zusammenhängenden Tätigkeiten.<br />

Stammkapital: 30.000,00 EUR.<br />

Allgemeine Vertretungsregelung: Ist<br />

nur ein Geschäftsführer bestellt, vertritt<br />

er allein. Sind mehrere Geschäftsführer<br />

bestellt, vertreten zwei gemeinsam oder<br />

ein Geschäftsführer mit einem Prokuristen.<br />

Geschäftsführer: Großeibl, Heinrich,<br />

Langenburg, *17.03.1960; Großeibl,<br />

Helmut, Langenburg, *25.07.1963, jeweils<br />

einzelvertretungsberechtigt mit der<br />

Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit<br />

sich im eigenen Namen oder als Vertreter<br />

eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />

Einzelprokura: Sobez-Großeibl,<br />

Karin, Langenburg, *22.04.1959.<br />

HRA 726054 - 23. Juli <strong>2018</strong><br />

ICD 8 OG 17 GmbH & Co. KG,<br />

Crailsheim, Haller Straße 189, 74564<br />

Crailsheim.(ist der unmittelbare Erwerb,<br />

die Verpachtung, Vermietung und<br />

Verwaltung, das Entwickeln und Veräußern<br />

eigener, noch nicht bestimmter<br />

Immobilien und Grundstücke, sowie die<br />

Verwaltung eigenen Vermögens im eigenen<br />

Namen.). Kommanditgesellschaft.<br />

Geschäftsanschrift: Haller Straße 189,<br />

74564 Crailsheim. Allgemeine Vertretungsregelung:<br />

Jeder persönlich haftende<br />

Gesellschafter vertritt einzeln. Persönlich<br />

haftender Gesellschafter: ICD 8<br />

GmbH, Mannheim (Amtsgericht Mannheim<br />

HRB 722703), mit der Befugnis -<br />

auch für die jeweiligen Geschäftsführer<br />

-, im Namen der Gesellschaft mit sich im<br />

eigenen Namen oder als Vertreter eines<br />

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />

Veränderung<br />

gentheim, Ottmar-Schönhuth-Straße<br />

9, 97980 Bad Mergentheim. Die Gesellschafterversammlung<br />

vom 29.03.<strong>2018</strong><br />

hat die Neufassung des Gesell anderem<br />

Geschäftsgegenstand zu beteiligen, entsprechende<br />

Beteiligungen zu erwerben,<br />

zu halten, zu verwalten und zu veräußern<br />

sowie alle Maßnahmen zu veranlassen,<br />

die unmittelbar oder mittelbar<br />

geeignet sind, den Geschäftsgegenstand<br />

des Unternehmens zu fördern. Stammkapital<br />

nun: 25.650,00 EUR. Nicht mehr<br />

Geschäftsführer: Ruck, Hermann, Kaufmann,<br />

Bad Mergentheim.<br />

HRB 729391 - 3. Juli <strong>2018</strong><br />

Farminvest Verwaltungs GmbH,<br />

Langenburg, InnoPark am See 2, 74595<br />

Langenburg. Die Gesellschafterversammlung<br />

vom 21.06.<strong>2018</strong> hat die Änderung<br />

des Gesellschaftsvertrages in § 4<br />

(Geschäftsjahr) beschlossen.<br />

HRB 590596 - 3. Juli <strong>2018</strong><br />

AIRTRANS Flugzeugvermietungsgesellschaft<br />

mbH, Künzelsau, Bernerstraße<br />

6, 74653 Künzelsau. Bestellt als<br />

Geschäftsführer: Blatzheim, Jürgen,<br />

Frankfurt am Main, *20.02.1969, mit<br />

der Befugnis, im Namen der Gesellschaft<br />

mit sich als Vertreter eines Dritten<br />

Rechtsgeschäfte abzuschließen. Nicht<br />

mehr Geschäftsführer: Dr. Rothoeft,<br />

Dietrich Daniel, Bochum, *12.05.1972.<br />

HRB 729909 - 3. Juli <strong>2018</strong><br />

Waschka Logistik UG (haftungsbeschränkt),<br />

Neuenstein, Eichbrunnenstraße<br />

30, 74632 Neuenstein.<br />

Die Gesellschafterversammlung vom<br />

24.05.<strong>2018</strong> hat die Änderung des Gesellschaftsvertrages<br />

in § 1 (Firma) und<br />

(Stammkapital) beschlossen. Firma geändert;<br />

nun: Waschka Logistik GmbH.<br />

Stammkapital nun: 25.000,00 EUR.<br />

HRB 680593 - 4. Juli <strong>2018</strong><br />

Wolfarth GmbH, Weikersheim,<br />

Friedrich-Wolfarth-Straße 91, 97990<br />

Weikersheim. Berichtigung von Amts<br />

wegen zur Geschäftsanschrift: Friedrich-<br />

Wolfarth-Straße 6, 97990 Weikersheim.<br />

Personenbezogene Daten von Amts<br />

wegen berichtigt bei Geschäftsführer:<br />

Wolfarth, Hans-Friedrich, Weikersheim,<br />

*17.07.1963, einzelvertretungsberechtigt<br />

mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft<br />

mit sich im eigenen Namen oder<br />

als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte<br />

abzuschließen.<br />

HRB 690288 - 4. Juli <strong>2018</strong><br />

HFM Bauträger GmbH, Wallhausen,<br />

Triftshäuser Str. 5, 74599 Wallhausen.<br />

Änderung der Geschäftsanschrift: Webergasse<br />

1, 74592 Kirchberg an der Jagst.<br />

Allgemeine Vertretungsregelung geändert;<br />

nun: Ist nur ein Liquidator bestellt,<br />

vertritt er allein. Sind mehrere Liquidatoren<br />

bestellt, vertreten sie gemeinsam.<br />

Nicht mehr Geschäftsführer, nun bestellt<br />

als Liquidator: Lander, Horst, Kirchberg<br />

an der Jagst, *27.10.1957.<br />

HRB 723610 - 4. Juli <strong>2018</strong><br />

fbs fussballschulen.com gmbh,<br />

Crailsheim, Hofäckerstraße 6/1, 74564<br />

Crailsheim. Die Gesellschafterversammlung<br />

vom 11.06.<strong>2018</strong> hat die Änderung<br />

des Gesellschaftsvertrages in § 1 (Firma)<br />

und § 2 (Gegenstand des Unternehmens)<br />

beschlossen. Firma geändert;<br />

nun: freiraum 33 gmbh. Gegenstand<br />

geändert; nun: Organisation und Durchführung<br />

von Trainings, Coachings,<br />

Seminaren, Workshops, Vorträgen und<br />

Events im Bereich Fitness, Gesundheit,<br />

Fußball und Persönlichkeitsentwicklung.<br />

HRB 730437 - 4. Juli <strong>2018</strong><br />

Jochen Rummel Holding GmbH,<br />

Crailsheim, Am Kreckelberg 16, 74564<br />

Crailsheim. Die Gesellschafterversammlung<br />

vom 21.06.<strong>2018</strong> hat die Änderung<br />

des Gesellschaftsvertrages in § 3<br />

(Stammkapital, Geschäftsanteile) be-<br />

Friedenstraße 1<br />

74564 Crailsheim<br />

Tel. 07951 297989-0<br />

www.temperso.de<br />

HRB 670693 - 25. Juni <strong>2018</strong><br />

Reuß Transporte Gesellschaft<br />

mit beschränkter Haftung, Crailsheim,<br />

Öelmühleweg 1, 74564 Crailsheim.<br />

Durch rechtskräftigen Beschluss<br />

des Amtsgerichts Crailsheim vom<br />

22.05.<strong>2018</strong> (3 1 IN 12/18) wurde die<br />

Eröffnung des Insolvenzverfahrens über<br />

das Vermögen der Gesellschaft mangels<br />

einer den Kosten des Verfahrens entsprechenden<br />

Masse abgewiesen. Die Gesellschaft<br />

ist hierdurch aufgelöst. Gemäß §<br />

60 Abs. 1 GmbHG i.V. § 65 Abs. 1 GmbHG<br />

von Amts wegen eingetragen.<br />

HRB 723429 - 25. Juni <strong>2018</strong><br />

BARTEC GmbH, Bad Mergentheim,<br />

Max-Eyth-Straße 16, 97980 Bad Mergentheim.<br />

Prokura erloschen: Flöttmann,<br />

Claus Henning, Morsbach,<br />

*17.06.1966.<br />

HRB 67<strong>08</strong>87 - 26. Juni <strong>2018</strong><br />

Rein GmbH, Rot am See, Brettheimer<br />

Straße 8, 74585 Rot am See. Die Gesellschafterversammlung<br />

vom 19.06.<strong>2018</strong><br />

hat die Änderung des Gesellschaftsvertrages<br />

in § 3 (Stammkapital) beschlossen.<br />

Das Stammkapital ist durch Beschluss<br />

der Gesellschafterversammlung<br />

vom gleichen Tag um 1.000,00 EUR auf<br />

27.000,00 EUR erhöht. Stammkapital<br />

nun: 27.000,00 EUR.<br />

HRB 570105 - 26. Juni <strong>2018</strong><br />

Bausparkasse Schwäbisch Hall<br />

Aktiengesellschaft - Bausparkasse<br />

der Volksbanken und Raiffeisenbanken<br />

-, Schwäbisch Hall,<br />

Crailsheimer Straße 52, 74523 Schwäbisch<br />

Hall. Der Aufsichtsrat hat am<br />

07.03.<strong>2018</strong> die Änderung der Satzung<br />

in § 10 (Aufsichtsrat) beschlossen. Die<br />

Hauptversammlung vom 16.05.<strong>2018</strong><br />

hat die Änderung der Satzung in § 11<br />

(Einberufung der Aufsichtsratssitzung)<br />

und § 16 (Teilnahme an der Hauptversammlung)<br />

beschlossen.<br />

HRB 745353 - 27. Juni <strong>2018</strong><br />

LUPYLED GmbH, Forchtenberg,<br />

Hauptstraße 2, 74670 Forchtenberg.<br />

Durch Beschluss des Amtsgerichts Heilbronn<br />

vom 19.06.<strong>2018</strong> (3 IN 145/18)<br />

wurde über das Vermögen der Gesellschaft<br />

das Insolvenzverfahren eröffnet.<br />

Die Gesellschaft ist durch Eröffnung des<br />

Insolvenzverfahrens über ihr Vermögen<br />

(Amtsgericht Heilbronn, 3 IN 145/18)<br />

aufgelöst. Gemäß § 60 Abs. 1 GmbHG<br />

i.V. § 65 Abs. 1 GmbHG von Amts wegen<br />

eingetragen.<br />

HRB 680352 - 28. Juni <strong>2018</strong><br />

ECOM Instruments GmbH, Assamstadt,<br />

Industriestraße 2, 97959 Assamstadt.<br />

Bestellt als Geschäftsführer:<br />

Liebers, Lutz, Birkenheide, *02.12.1960,<br />

einzelvertretungsberechtigt.<br />

HRB 680784 - 28. Juni <strong>2018</strong><br />

bdtronic GmbH, Weikersheim,<br />

Ahornweg 4, 97990 Weikersheim. Mit<br />

der „MAX Automation SE“, Düsseldorf<br />

(Amtsgericht Düsseldorf HRB 82682)<br />

wurde am jeweils am 10.04.<strong>2018</strong> ein Beherrschungsvertrag<br />

und ein Gewinnabführungsvertrag<br />

abgeschlossen, dem die<br />

Gesellschafterversammlung jeweils am<br />

21.06.<strong>2018</strong> zugestimmt hat. Auf die bei<br />

Gericht eingereichten Urkunden (Unternehmensvertrag<br />

und Zustimmungsbeschlüsse)<br />

wird Bezug genommen.<br />

HRA 571320 - 28. Juni <strong>2018</strong><br />

Dr. Baum Research e.K.,<br />

Schwäbisch Hall, Pfitznerweg 20,<br />

74523 Schwäbisch Hall. Neue Geschäftsanschrift:<br />

In den Ilgenwiesen<br />

1, 74523 Schwäbisch Hall.<br />

HRB 571417 - 28. Juni <strong>2018</strong><br />

HC Hessentaler Container GmbH,<br />

Schwäbisch Hall, Karl-Kurz-Straße 42,<br />

74523 Schwäbisch Hall. Bestellt als<br />

Geschäftsführer: Dr. Maggiarosa, Nicola,<br />

Dortmund, *21.09.1968, einzelvertretungsberechtigt<br />

mit der Befugnis,<br />

im Namen der Gesellschaft mit sich<br />

im eigenen Namen oder als Vertreter<br />

eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />

Nicht mehr Geschäftsführer:<br />

Flinner, Hans Georg, Schwäbisch Hall,<br />

*26.09.1950.<br />

HRB 724991 - 28. Juni <strong>2018</strong><br />

SA Automaten GmbH, Gaildorf,<br />

Karlstraße 1, 74405 Gaildorf. Nicht mehr<br />

Geschäftsführer: Thomaidou, Efterpi,<br />

Gaildorf, *19.12.1971.<br />

VR 570406 - 28. Juni <strong>2018</strong><br />

Liederkranz Sulzbach (Kocher)<br />

1859 e.V, Sulzbach-Laufen (c/o Tobias<br />

Nübel, Im Krähenbühl 11, 74429<br />

Sulzbach-Laufen). Mit dem Verein<br />

(übernehmender Rechtsträger) ist aufgrund<br />

des Verschmelzungsvertrages vom<br />

14.09.2017 und der Versammlungsbeschlüsse<br />

der beteiligten Rechtsträger<br />

vom 14.09.2017 der Verein „Gesangverein<br />

Liederkranz Laufen am Kocher 1894<br />

e.V.“, Sulzbach - Laufen (Amtsgericht<br />

Stuttgart VR 570222) verschmolzen<br />

(Verschmelzung zur Aufnahme). Auf die<br />

bei Gericht eingereichten Urkunden wird<br />

Bezug genommen. Als nicht eingetragen<br />

wird bekanntgemacht: Den Gläubigern<br />

der an der Verschmelzung beteiligten<br />

Rechtsträger ist, wenn sie binnen sechs<br />

Monaten nach dem Tag, an dem die<br />

Eintragung der Verschmelzung in das<br />

Register des Sitzes desjenigen Rechtsträgers,<br />

dessen Gläubiger sie sind, nach<br />

§ 19 Abs. 3 UmwG als bekanntgemacht<br />

gilt, ihren Anspruch nach Grund und<br />

Höhe schriftlich anmelden, Sicherheit<br />

zu leisten, soweit sie nicht Befriedigung<br />

verlangen können. Dieses Recht steht<br />

den Gläubigern jedoch nur zu, wenn<br />

sie glaubhaft machen, dass durch die<br />

Verschmelzung die Erfüllung ihrer Forderung<br />

gefährdet wird.<br />

HRB 763254 - 29. Juni <strong>2018</strong><br />

MAAS Bauzentrum GmbH, Ilshofen,<br />

Friedrich-List-Straße 15-17, 74532<br />

Ilshofen. Errichtet: Zweigniederlassung<br />

unter der Firma: Noris Fliesen- und Natursteinhandel<br />

Niederlassung der MAAS<br />

Bauzentrum GmbH, 90411 Nürnberg,<br />

Geschäftsanschrift: Haeberleinstraße 6,<br />

90411 Nürnberg.<br />

HRB 763254 - 29. Juni <strong>2018</strong><br />

MAAS Bauzentrum GmbH, Ilshofen,<br />

Friedrich-List-Straße 15-17,<br />

74532 Ilshofen. Bestellt als Geschäftsführer:<br />

Dowiasch, Stefan, Kreßberg,<br />

*11.12.1979, einzelvertretungsberechtigt<br />

mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft<br />

mit sich im eigenen Namen oder<br />

als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte<br />

abzuschließen.<br />

HRA 731857 - 29. Juni <strong>2018</strong><br />

HS Consulting GmbH & Co. KG,<br />

Schwäbisch Hall, Heilbronner Straße 28,<br />

74523 Schwäbisch Hall. Personenbezogene<br />

Daten geändert und ausgeschieden<br />

als: Persönlich haftender Gesellschafter:<br />

PVA Gränze-Cottbus Verwaltungs-GmbH,<br />

Rottweil (Amtsgericht Stuttgart HRB<br />

755592). Die Gesellschaft ist aufgelöst.<br />

Die Firma ist erloschen. Eine Liquidation<br />

findet nicht statt. Das Registerblatt ist<br />

geschlossen.<br />

HRB 670638 - 29. Juni <strong>2018</strong><br />

Gerhard Schubert Gesellschaft<br />

mit beschränkter Haftung, Crailsheim,<br />

Hofäckerstraße 7, 74564 Crailsheim.<br />

Prokura erloschen: Siegel, Hartmut,<br />

Crailsheim, *09.06.1967.<br />

HRB 734822 - 29. Juni <strong>2018</strong><br />

S & R Wohnbau GmbH, Crailsheim,<br />

Werner-von-Siemens-Straße 6, 74564<br />

Crailsheim. Neue Geschäftsanschrift:<br />

Veitsweiler 29, 91744 Weiltingen. Bestellt<br />

als Geschäftsführer: Ruck, Anne-Marie,<br />

Weiltingen, *31.05.1984, einzelvertretungsberechtigt<br />

mit der Befugnis, im<br />

Namen der Gesellschaft mit sich im<br />

eigenen Namen oder als Vertreter eines<br />

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />

Nicht mehr Geschäftsführer: Spriegel,<br />

Helmut Bernd, Crailsheim, *09.11.1964.<br />

HRA 680698 - 2. Juli <strong>2018</strong><br />

Rats-Apotheke Ulrich Doerner,<br />

Bad Mergentheim, Marktplatz 17, 97980<br />

Bad Mergentheim. Aufgehoben als<br />

Zweigniederlassung: 97980 Bad Mergentheim,<br />

Geschäftsanschrift: Marktplatz<br />

5, 97980 Bad Mergentheim.<br />

HRB 670971 - 2. Juli <strong>2018</strong><br />

Deeg GmbH, Crailsheim, Alter Postweg<br />

14, 74564 Crailsheim. Personenbezogene<br />

Daten geändert bei Geschäftsführer:<br />

Pfitzer, Norbert, Neuler, *29.03.1956,<br />

einzelvertretungsberechtigt mit der<br />

Befugnis, im Namen der Gesellschaft<br />

mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter<br />

eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />

Prokura erloschen: Zinkel,<br />

Thomas, Markt Erlbach, *28.11.1964.<br />

HRB 732010 - 2. Juli <strong>2018</strong><br />

Atlas Components GmbH, Gerabronn,<br />

Daimlerstr. 6, 74582 Gerabronn.<br />

Nicht mehr Geschäftsführer: Veninski,<br />

Vladimir, Ganderkesee, *10.06.1987.<br />

HRA 726788 - 2. Juli <strong>2018</strong><br />

JW Solar 1 GmbH & Co. KG,<br />

Bretzfeld, Merowinger Straße 41, 74626<br />

Bretzfeld. Die Gesellschaft (übertragender<br />

Rechtsträger) ist aufgrund des Verschmelzungsvertrages<br />

vom 27.06.<strong>2018</strong><br />

und der Versammlungsbeschlüsse der<br />

beteiligten Rechtsträger vom 27.06.<strong>2018</strong><br />

mit der Gesellschaft mit beschränkter<br />

Haftung „Wolpert Holding GmbH“,<br />

Bretzfeld (Amtsgericht Stuttgart HRB<br />

581019) verschmolzen (Verschmelzung<br />

zur Aufnahme). Die Verschmelzung wird<br />

erst mit der Eintragung der Verschmelzung<br />

im Register des Sitzes des übernehmenden<br />

Rechtsträgers wirksam. Auf die<br />

bei Gericht eingereichten Urkunden wird<br />

Bezug genommen. Als nicht eingetragen<br />

wird bekanntgemacht: Den Gläubigern<br />

der an der Verschmelzung beteiligten<br />

Rechtsträger ist, wenn sie binnen sechs<br />

Monaten nach dem Tag, an dem die<br />

Eintragung der Verschmelzung in das<br />

Register des Sitzes desjenigen Rechtsträgers,<br />

dessen Gläubiger sie sind, nach<br />

§ 19 Abs. 3 UmwG als bekanntgemacht<br />

gilt, ihren Anspruch nach Grund und<br />

Höhe schriftlich anmelden, Sicherheit<br />

zu leisten, soweit sie nicht Befriedigung<br />

verlangen können. Dieses Recht steht<br />

den Gläubigern jedoch nur zu, wenn<br />

sie glaubhaft machen, dass durch die<br />

Verschmelzung die Erfüllung ihrer Forderung<br />

gefährdet wird.<br />

HRB 742323 - 2. Juli <strong>2018</strong><br />

Dr. Rupp GmbH, Vellberg, Haller<br />

Straße 5, 74541 Vellberg. Bestellt als<br />

Geschäftsführer: Rupp, Christine, geb.<br />

Marker, Ahaus, *15.04.1972, einzelvertretungsberechtigt<br />

mit der Befugnis,<br />

im Namen der Gesellschaft mit sich im<br />

eigenen Namen oder als Vertreter eines<br />

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />

Nicht mehr Geschäftsführer: Dr. Rupp,<br />

Klaus, Vellberg, *07.11.1953.<br />

HRA 690432 - 3. Juli <strong>2018</strong><br />

Jürgen Klenk KG, Rot am See, Wettringer<br />

Straße 16, 74585 Rot am See.<br />

Ausgeschieden als Persönlich haftender<br />

Gesellschafter: Klenk, Gerhard, Rot am<br />

See, *18.10.1963.<br />

HRB 680436 - 3. Juli <strong>2018</strong><br />

Hermann Ruck GmbH, Bad Mer-


August <strong>2018</strong> I Jahrgang 17 I Nr. <strong>194</strong><br />

Handelsregister 23<br />

schlossen. Das Stammkapital ist durch<br />

Beschluss der Gesellschafterversammlung<br />

vom gleichen Tag um 1.000,00<br />

EUR auf 26.000,00 EUR erhöht. Stammkapital<br />

nun: 26.000,00 EUR.<br />

HRB 590142 - 4. Juli <strong>2018</strong><br />

Elektrobau Mulfi ngen Gesellschaft<br />

mit beschränkter Haftung,<br />

Mulfingen, Bachmühle 2, 74673 Mulfingen.<br />

Nicht mehr Geschäftsführer: Borst,<br />

Thomas, Niederstetten, *22.07.1956; Dr.<br />

Lindl, Bruno, Pfinztal, *01.07.1953.<br />

HRB 724382 - 4. Juli <strong>2018</strong><br />

net.sitter GmbH, Schwäbisch Hall,<br />

Leonhard-Kern-Weg 44, 74523 Schwäbisch<br />

Hall. Einzelprokura: Streu, Barbara,<br />

Schwäbisch Hall, *10.11.1969.<br />

HRB 680436 - 5. Juli <strong>2018</strong><br />

Hermann Ruck GmbH, Bad Mergentheim,<br />

Ottmar-Schönhuth-Straße 9,<br />

97980 Bad Mergentheim. Gegenstand<br />

von Amts wegen berichtigt in: Betrieb<br />

von Geschäften als Handelsvertreter,<br />

insbesondere die Vermittlung von Waren<br />

der Möbel- und Raumausstattungsbranche<br />

im In- und Ausland. Die Gesellschaft<br />

ist berechtigt, Zweigniederlassungen<br />

zu errichten, sich an anderen Unternehmen<br />

mit ähnlichem oder anderem<br />

Geschäftsgegenstand zu beteiligen, entsprechende<br />

Beteiligungen zu erwerben,<br />

zu halten, zu verwalten und zu veräußern<br />

sowie alle Maßnahmen zu veranlassen,<br />

die unmittelbar oder mittelbar<br />

geeignet sind, den Geschäftsgegenstand<br />

des Unternehmens zu fördern.<br />

GnR 570001 - 5. Juli <strong>2018</strong><br />

VR Bank Schwäbisch Hall-Crailsheim<br />

eG, Schwäbisch Hall (Dietrich-<br />

Bonhoeffer-Platz 1, 74523 Schwäbisch<br />

Hall). Nicht mehr Vorstand: Hepperle,<br />

Alexander, Westerstetten, *30.05.1970.<br />

HRB 725062 - 5. Juli <strong>2018</strong><br />

Mauk Steuerberatungsgesellschaft<br />

mbH, Öhringen, Kirchgasse 8,<br />

74613 Öhringen. Bestellt als Geschäftsführer:<br />

Herkert, Nathalie, Pfedelbach,<br />

*24.10.1983, einzelvertretungsberechtigt<br />

mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft<br />

mit sich im eigenen Namen oder<br />

als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte<br />

abzuschließen. Nicht mehr Geschäftsführer:<br />

Schatz, Dietmar, Böblingen,<br />

*29.10.1952.<br />

HRB 734886 - 6. Juli <strong>2018</strong><br />

Center Development Verwaltungs<br />

GmbH, Bad Mergentheim, Marienstraße<br />

13, 97980 Bad Mergentheim. Nicht<br />

mehr Geschäftsführer: Pflaum, Waldemar,<br />

Lauda-Königshofen, *12.06.1985.<br />

HRB 739337 - 6. Juli <strong>2018</strong><br />

ebm-papst Tec GmbH, Mulfingen,<br />

Bachmühle 2, 74673 Mulfingen. Nicht<br />

mehr Geschäftsführer: Borst, Thomas,<br />

Niederstetten, *22.07.1956; Dr. Lindl,<br />

Bruno, Heilbronn, *01.07.1953.<br />

HRB 723429 - 9. Juli <strong>2018</strong><br />

BARTEC GmbH, Bad Mergentheim,<br />

Max-Eyth-Straße 16, 97980 Bad Mergentheim.<br />

Gesamtprokura gemeinsam<br />

mit einem Geschäftsführer: Braatz, Lin,<br />

Würzburg, *17.05.1972.<br />

HRB 761331 - 9. Juli <strong>2018</strong><br />

St.M.Swiss Line by Springstar<br />

GmbH, Schwäbisch Hall, Dinkelweg 12,<br />

74523 Schwäbisch Hall. Die Gesellschafterversammlung<br />

vom 26.06.<strong>2018</strong> hat die<br />

Änderung des Gesellschaftsvertrages in §<br />

1 (Firma und Sitz) und § 2 (Gegenstand<br />

des Unternehmens) beschlossen. Firma<br />

geändert; nun: PiGia GmbH. Sitz verlegt;<br />

nun: Rosengarten. Neue Geschäftsanschrift:<br />

Haller Straße 1, 74538 Rosengarten.<br />

Gegenstand geändert; nun:<br />

Erteilung von Reitunterricht, Vermittlung<br />

von Personal, Durchführung von<br />

Hunde-Homesitting, Kosmetikbehandlung,<br />

Fußpflege, Handel mit Tierfutter<br />

und Foodangebot, Handel mit Textilien<br />

und Accessoires. Bestellt als Geschäftsführer:<br />

Pisch, Bettina, Rosengarten,<br />

*07.06.1982, einzelvertretungsberechtigt<br />

mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft<br />

mit sich im eigenen Namen oder<br />

als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte<br />

abzuschließen. Nicht mehr Geschäftsführer:<br />

El Bokriui-Göycali, Nadia, geb.<br />

El Bokriui, Bedburg, *01.09.1973; Gianotti-Pisch,<br />

Ursula, geb. Maas, Schwäbisch<br />

Hall, *10.09.1954.<br />

HRB 570380 - 10. Juli <strong>2018</strong><br />

Fertighaus Weiss GmbH., Oberrot,<br />

Sturzbergstraße 40-42, 74420 Oberrot,<br />

Scheuerhalden. Vertretungsbefugnis geändert<br />

bei Geschäftsführer: Noller, Hans<br />

Volker, Oberrot, *19.03.1958, einzelvertretungsberechtigt<br />

mit der Befugnis,<br />

im Namen der Gesellschaft mit sich im<br />

eigenen Namen oder als Vertreter eines<br />

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />

Prokura erloschen: Weilbacher, Jürgen,<br />

Gaildorf.<br />

HRB 590472 - 10. Juli <strong>2018</strong><br />

STAHL CraneSystems GmbH, Künzelsau,<br />

Daimlerstraße 6, 74653 Künzelsau.<br />

Gesamtprokura gemeinsam mit<br />

einem Geschäftsführer oder einem anderen<br />

Prokuristen: Philipp, Marc, Saarbrücken,<br />

*21.02.1978.<br />

HRB 590757 - 10. Juli <strong>2018</strong><br />

Fujimi Europe GmbH, Ingelfingen,<br />

Schloßstraße 5, 74653 Ingelfingen. Prokura<br />

erloschen: Bopp, Matthias, Schöntal,<br />

*09.05.1972.<br />

HRB 729909 - 10. Juli <strong>2018</strong><br />

Waschka Logistik GmbH, Neuenstein,<br />

Eichbrunnenstraße 30, 74632<br />

Neuenstein. Neue Geschäftsanschrift:<br />

Carl-Benz-Straße 2, 74632 Neuenstein.<br />

HRB 570677 - 11. Juli <strong>2018</strong><br />

Apparate- und Behälterbau Weller<br />

GmbH, Bühlertann, Ellwanger<br />

Straße 20, 74424 Bühlertann. Bestellt<br />

als Geschäftsführer: Weller, Christoph,<br />

Bühlertann, *27.09.1985, einzelvertretungsberechtigt.<br />

Nicht mehr Geschäftsführer:<br />

Berghof, Frank, Schwäbisch Hall,<br />

*09.01.1976.<br />

HRB 571467 - 11. Juli <strong>2018</strong><br />

Weiss Marketing GmbH, Oberrot,<br />

Sturzbergstraße 40-42, 74420 Oberrot.<br />

Die Gesellschafterversammlung vom<br />

27.06.<strong>2018</strong> hat die Änderung des Gesellschaftsvertrages<br />

in § 2 (Gegenstand<br />

des Unternehmens) beschlossen. Gegenstand<br />

geändert; nun: Betrieb einer<br />

Werbeagentur auf eigene und fremde<br />

Rechnung und im eigenen und fremden<br />

Namen und die Durchführung von<br />

Marketingmaßnahmen aller Art und mit<br />

allen Mitteln, insbesondere von Print-,<br />

Schrift- und elektronischen Medien und<br />

Kommunikationsmitteln aller Art soweit<br />

keine behördlichen oder hoheitlichen<br />

Maßnahmen gesetzlich vorgeschrieben<br />

sind sowie Marketingberatung, datenschutzrechtliche<br />

Beratung, Stellung<br />

eines externen Datenschutzbeauftragten.<br />

Einzelprokura mit der Befugnis,<br />

im Namen der Gesellschaft mit sich im<br />

eigenen Namen oder als Vertreter eines<br />

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen:<br />

Noller, Michaela Christel, Schwäbisch<br />

Hall, *09.07.1990.<br />

HRB 751307 - 12. Juli <strong>2018</strong><br />

TODAMI GmbH, Gaildorf, Fraschstraße<br />

25, 74405 Gaildorf. Nicht mehr<br />

Geschäftsführer: Seibt, Daniel, Gaildorf,<br />

*24.10.1982. Bestellt als Geschäftsführer:<br />

Manhalter, Boris, Rosengarten,<br />

*21.03.1980, einzelvertretungsberechtigt<br />

mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft<br />

mit sich im eigenen Namen oder<br />

als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte<br />

abzuschließen.<br />

HRB 590457 - 12. Juli <strong>2018</strong><br />

REISSER Schraubentechnik<br />

GmbH, Ingelfingen, Fritz-Müller-<br />

Straße 10, 74653 Ingelfingen. Gesamtprokura<br />

gemeinsam mit einem Geschäftsführer:<br />

Eisele, Jürgen, Mulfingen,<br />

*03.10.1971; Koch, Tanja, Schöntal,<br />

*01.10.1972; Pittroff, Gerd, Ingelfingen,<br />

*28.12.1965; Scheufler, Peter, Pfedelbach,<br />

*11.11.1972.<br />

HRB 721986 - 12. Juli <strong>2018</strong><br />

Caramba Holding GmbH, Künzelsau,<br />

Bernerstraße 6, 74653 Künzelsau.<br />

Nicht mehr Geschäftsführer: Dr.<br />

Rothoeft, Dietrich Daniel, Bochum,<br />

*12.05.1972. Prokura erloschen: Tepel,<br />

Dirk, Renningen, *<strong>08</strong>.09.1964.<br />

HRA 680528 - 12. Juli <strong>2018</strong><br />

Friedrich Wolfarth GmbH & Co.<br />

KG, Weikersheim, Friedrich-Wolfarth<br />

Straße 91, 97990 Weikersheim. Änderung<br />

der Geschäftsanschrift: Friedrich-<br />

Wolfarth-Straße 6, 97990 Weikersheim.<br />

HRB 670623 - 12. Juli <strong>2018</strong><br />

Eisen Seegerer Gesellschaft mit<br />

beschränkter Haftung, Crailsheim,<br />

Ludwig-Erhard-Straße 80, 74564<br />

Crailsheim. Bestellt als Geschäftsführer:<br />

Baumgärtner, Volker, Zirndorf,<br />

Ihr EDV-Dienstleister<br />

Telefon 0 79 51 / 29 79 87-0<br />

Wilhelm-Maybach-Straße 7 · 74564 Crailsheim<br />

*30.11.1963, einzelvertretungsberechtigt.<br />

HRB 680426 - 12. Juli <strong>2018</strong><br />

Data Modul Weikersheim GmbH,<br />

Weikersheim, Lindenstraße 8, 97990<br />

Weikersheim. Personenbezogene Daten<br />

geändert bei Geschäftsführer:<br />

Scheuenstuhl, Michael, Rothenburg,<br />

*<strong>08</strong>.01.1975, einzelvertretungsberechtigt<br />

mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft<br />

mit sich als Vertreter eines Dritten<br />

Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />

HRA 734643 - 13. Juli <strong>2018</strong><br />

Jung Agrar OHG, Jagsthausen,<br />

Hermann-Jung-Straße 2, 74249 Jagsthausen.<br />

Rechtsform geändert; nun:<br />

Kommanditgesellschaft. Firma geändert;<br />

nun: Jung Agrar KG. Ausgeschieden<br />

als Persönlich haftender Gesellschafter:<br />

Jung, Alexander, Jagsthausen,<br />

*30.09.1986; Jung, Daniel, Jagsthausen,<br />

*23.03.1995. Vertretungsbefugnis geändert<br />

bei Persönlich haftender Gesellschafter:<br />

Jung, Klaus, Jagsthausen,<br />

*13.09.1962; Jung, Dieter, Jagsthausen,<br />

*27.07.1968, jeweils einzelvertretungsberechtigt<br />

mit der Befugnis, im Namen<br />

der Gesellschaft mit sich im eigenen<br />

Namen oder als Vertreter eines Dritten<br />

Rechtsgeschäfte abzuschließen. Einzelprokura<br />

mit der Befugnis, im Namen der<br />

Gesellschaft mit sich im eigenen Namen<br />

oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte<br />

abzuschließen: Jung, Daniel,<br />

Jagsthausen, *23.03.1995.<br />

HRB 590502 - 13. Juli <strong>2018</strong><br />

Arnold Umformtechnik Verwaltungs-<br />

GmbH, Künzelsau, Reinhold-<br />

Würth-Straße 12-17, 74653 Künzelsau.<br />

Gesamtprokura gemeinsam mit einem<br />

Geschäftsführer: Agner, Frank, Ingelfingen,<br />

*22.09.1980.<br />

HRB 739678 - 13. Juli <strong>2018</strong><br />

Berner Trading Holding GmbH,<br />

Künzelsau, Bernerstraße 6, 74653 Künzelsau.<br />

Prokura erloschen: Dr. Rothoeft,<br />

Daniel, Essen, *12.05.1972. Gesamtprokura<br />

gemeinsam mit einem Geschäftsführer<br />

oder einem anderen Prokuristen<br />

mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft<br />

mit sich im eigenen Namen oder<br />

als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte<br />

abzuschließen: Blatzheim, Jürgen,<br />

Frankfurt am Main, *20.02.1969.<br />

HRB 570707 - 13. Juli <strong>2018</strong><br />

Sager + Mack GmbH, Ilshofen,<br />

Max-Eyth-Straße 13/17, 74532 Ilshofen.<br />

Einzelprokura mit der Befugnis,<br />

im Namen der Gesellschaft mit sich im<br />

eigenen Namen oder als Vertreter eines<br />

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen:<br />

Mack, Petra, geb. Schmitt, Ilshofen,<br />

*<strong>08</strong>.06.1965; Schlagwein, Markus, Sinzig,<br />

*20.09.1964.<br />

HRB 680554 - 16. Juli <strong>2018</strong><br />

W.T.G. RESONANZ GmbH, Bad Mergentheim,<br />

Wolfgangstraße 19a, 97980<br />

Bad Mergentheim. Änderung der Geschäftsanschrift:<br />

Wilhelm-Frank-Straße<br />

58, 97980 Bad Mergentheim.<br />

HRB 730505 - 16. Juli <strong>2018</strong><br />

JK Zahntechnik GmbH, Crailsheim,<br />

Postplatz 2, 74564 Crailsheim. Allgemeine<br />

Vertretungsregelung geändert; nun:<br />

Ist nur ein Liquidator bestellt, vertritt<br />

er allein. Sind mehrere Liquidatoren<br />

bestellt, vertreten sie gemeinsam. Nicht<br />

mehr Geschäftsführer, jetzt bestellt<br />

als Liquidator: Kral, Jörg, Hettstadt,<br />

*27.10.1972. Die Gesellschaft ist aufgelöst.<br />

HRB 670763 - 17. Juli <strong>2018</strong><br />

Groninger & Co. GmbH, Crailsheim,<br />

Hofäckerstraße 9, 74564 Crailsheim.<br />

Bestellt als Geschäftsführer:<br />

Veile, Josef, Westhausen, *03.03.1969.<br />

Gesamtprokura gemeinsam mit einem<br />

Geschäftsführer: Brenner, Gerhard, Vellberg,<br />

*05.02.1965; Derr, Dieter, Frankfurt<br />

am Main, *24.11.1966; Schuster,<br />

Dirk, Rosengarten, *02.04.1975. Prokura<br />

erloschen: Miksch, Rupert, Satteldorf,<br />

*19.01.1953; Veile, Josef, Westhausen,<br />

*03.03.1969.<br />

HRB 731075 - 17. Juli <strong>2018</strong><br />

Rüdenauer 3D Technology GmbH,<br />

Bad Mergentheim, Wart 2, 97980 Bad<br />

Leonhard-Kern-Weg 6<br />

D-74523 Schwäbisch Hall<br />

Telefon 0791/202 388-0<br />

Mail info@berewa.de<br />

Web www.berewa.de<br />

facebook.com/berewa<br />

Mergentheim. Die Gesellschafterversammlung<br />

vom 04.07.<strong>2018</strong> hat die<br />

Änderung des Gesellschaftsvertrages in<br />

Ziffer 7 (Stammkapital) beschlossen.<br />

Das Stammkapital ist durch Beschluss<br />

der Gesellschafterversammlung vom<br />

gleichen Tag auf 38.020,00 EUR erhöht.<br />

Stammkapital nun: 38.020,00 EUR.<br />

HRB 671200 - 18. Juli <strong>2018</strong><br />

INVATEC GmbH, Satteldorf, Dieselstraße<br />

21, 74589 Satteldorf. Die Gesellschafterversammlung<br />

vom 27.06.<strong>2018</strong> hat<br />

die Änderung des Gesellschaftsvertrages<br />

in § 5 (Geschäftsführung, Vertretung)<br />

beschlossen. Nicht mehr Geschäftsführer:<br />

Münch, Reinhold, Elektrotechniker,<br />

Künzelsau. Gesamtprokura gemeinsam<br />

mit einem Geschäftsführer oder einem<br />

anderen Prokuristen: Mauser, Volker,<br />

Rosengarten, *27.12.1958.<br />

HRB 734114 - 18. Juli <strong>2018</strong><br />

uk-sl Verwaltung GmbH, Crailsheim,<br />

Bauhausweg 3, 74564 Crailsheim.<br />

Nicht mehr Geschäftsführer: Lukoschek,<br />

Siegmund Peter, Crailsheim,<br />

*22.02.1958.<br />

HRA 690330 - 20. Juli <strong>2018</strong><br />

WHG Ingenieur- u. Beratungsgesellschaft<br />

mbH & Co. Beteiligungs<br />

KG, Kirchberg an der Jagst,<br />

Medizinalratsklinge 13, 74592 Kirchberg<br />

an der Jagst. Mit der Gesellschaft<br />

(übernehmender Rechtsträger) ist<br />

aufgrund des Verschmelzungsvertrages<br />

vom 17.05.<strong>2018</strong> und der Versammlungsbeschlüsse<br />

der beteiligten Rechtsträger<br />

vom 17.05.<strong>2018</strong> die Gesellschaft mit beschränkter<br />

Haftung „HPS Grundstücks-<br />

GmbH“, Stuttgart (Amtsgericht Stuttgart<br />

HRB 21915) verschmolzen (Verschmelzung<br />

zur Aufnahme). Als nicht eingetragen<br />

wird bekanntgemacht: Den<br />

Gläubigern der an der Verschmelzung<br />

beteiligten Rechtsträger ist, wenn sie<br />

binnen sechs Monaten nach dem Tag,<br />

an dem die Eintragung der Verschmelzung<br />

in das Register des Sitzes desjenigen<br />

Rechtsträgers, dessen Gläubiger sie<br />

sind, nach § 19 Abs. 3 UmwG als bekanntgemacht<br />

gilt, ihren Anspruch nach<br />

Grund und Höhe schriftlich anmelden,<br />

Sicherheit zu leisten, soweit sie nicht<br />

Befriedigung verlangen können. Dieses<br />

Recht steht den Gläubigern jedoch nur<br />

zu, wenn sie glaubhaft machen, dass<br />

durch die Verschmelzung die Erfüllung<br />

ihrer Forderung gefährdet wird.<br />

HRB 731854 - 20. Juli <strong>2018</strong><br />

ME-Industrieboden UG (haftungsbeschränkt),<br />

Crailsheim, Beethovenstraße<br />

3, 74564 Crailsheim. Allgemeine<br />

Vertretungsregelung geändert;<br />

nun: Ist nur ein Liquidator bestellt, vertritt<br />

er allein. Sind mehrere Liquidatoren<br />

bestellt, vertreten sie gemeinsam. Nicht<br />

mehr Geschäftsführer, nun Liquidator:<br />

Er, Mahmut, Crailsheim, *25.10.1986.<br />

Die Gesellschaft ist aufgelöst.<br />

HRB 728102 - 23. Juli <strong>2018</strong><br />

Presstek Deutschland GmbH, Bad<br />

Mergentheim, Maurus-Weber-Straße 24,<br />

97980 Bad Mergentheim. Die Gesellschafterversammlung<br />

vom 04.07.<strong>2018</strong><br />

hat die Änderung des Gesellschaftsvertrages<br />

in § 1 Abs. 1 (Firma, Sitz) beschlossen.<br />

Firma geändert; nun: Verico<br />

Technology Europe GmbH. Bestellt als<br />

Geschäftsführer: Dubois, Yuval, Hanita<br />

/ Israel, *30.07.1966, mit der Befugnis,<br />

im Namen der Gesellschaft mit sich im<br />

eigenen Namen oder als Vertreter eines<br />

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />

Nicht mehr Geschäftsführer: Downey,<br />

Sean Michael, Andover / Vereinigte Staaten,<br />

*09.10.1966.<br />

HRB 734811 - 23. Juli <strong>2018</strong><br />

B & S World Enterprise GmbH,<br />

Crailsheim, Gaildorfer Straße 42, 74564<br />

Crailsheim. Allgemeine Vertretungsregelung<br />

geändert, nun: Ist nur ein Liquidator<br />

bestellt, vertritt er allein. Sind mehrere<br />

Liquidatoren bestellt, vertreten zwei<br />

gemeinsam. Nicht mehr Geschäftsführer,<br />

nun: Liquidator: El-Komboz, Sami<br />

Abou, Crailsheim *12.02.1959Nicht<br />

mehrGeschäftsführer: Yahmadi, Bechir,<br />

Wolfsburg, *14.02.1980Die Gesellschaft<br />

ist aufgelöst.<br />

HRB 730594 - 24. Juli <strong>2018</strong><br />

Kinderstüble gGmbH, Vaihingen<br />

an der Enz, Geislinger Straße 12, 74549<br />

Wolpertshausen. Allgemeine Vertretungsregelung<br />

geändert; nun: Ist nur ein<br />

Liquidator bestellt, vertritt er allein. Sind<br />

mehrere Liquidatoren bestellt, vertreten<br />

sie gemeinsam. Nicht mehr Geschäftsführer,<br />

nun bestellt als Liquidator: Scheller-Sonnleitner,<br />

Susanne, geb. Sonnleitner,<br />

Wolpertshausen, *18.07.1968. Die<br />

Gesellschaft ist aufgelöst.<br />

Löschung<br />

HRA 725569 - 25. Juni <strong>2018</strong><br />

Tobias Unkel e.K., Crailsheim, Pfarrer-König-Weg<br />

6, 74564 Crailsheim. Die<br />

Firma ist erloschen. Das Registerblatt ist<br />

geschlossen.<br />

HRA 571368 - 27. Juni <strong>2018</strong><br />

LANG CONSULTING GmbH & Co.<br />

KG Unternehmensberatungsgesellschaft,<br />

Schwäbisch Hall, Im<br />

Mozartwinkel 22, 74523 Schwäbisch<br />

Hall. Die Gesellschaft ist aufgelöst. Die<br />

Firma ist erloschen. Eine Liquidation<br />

findet nicht statt. Das Registerblatt ist<br />

geschlossen.<br />

HRB 570758 - 28. Juni <strong>2018</strong><br />

GMB Gesellschaft für Mittelstandsberatung<br />

mbH Lang &<br />

Partner, Schwäbisch Hall, Hagenbacher<br />

Ring 127, 74523 Schwäbisch<br />

Hall. Die Gesellschaft (übertragender<br />

Rechtsträger) ist aufgrund des Verschmelzungsvertrages<br />

vom 15.06.<strong>2018</strong><br />

und des Versammlungsbeschlusses des<br />

übertragenden Rechtsträgers vom selben<br />

Tag mit dem Vermögen des Alleingesellschafters<br />

Lang, Alexander Markus, Maisach,<br />

*29.04.1968 verschmolzen. Auf die<br />

bei Gericht eingereichten Urkunden wird<br />

Bezug genommen. Das Registerblatt<br />

ist geschlossen. Als nicht eingetragen<br />

wird bekanntgemacht: Den Gläubigern<br />

der an der Verschmelzung beteiligten<br />

Rechtsträger ist, wenn sie binnen sechs<br />

Monaten nach dem Tag, an dem die<br />

Eintragung der Verschmelzung in das<br />

Register des Sitzes desjenigen Rechtsträgers,<br />

dessen Gläubiger sie sind, nach<br />

§ 19 Abs. 3 UmwG als bekanntgemacht<br />

gilt, ihren Anspruch nach Grund und<br />

Höhe schriftlich anmelden, Sicherheit<br />

zu leisten, soweit sie nicht Befriedigung<br />

verlangen können. Dieses Recht steht<br />

den Gläubigern jedoch nur zu, wenn<br />

sie glaubhaft machen, dass durch die<br />

Verschmelzung die Erfüllung ihrer Forderung<br />

gefährdet wird.<br />

HRA 724524 - 2. Juli <strong>2018</strong><br />

Klosterwälder Mast KG, Creglingen,<br />

Schirmbach Haus 6, 97993 Creglingen.<br />

Die Gesellschaft ist aufgelöst. Die<br />

Firma ist erloschen. Eine Liquidation<br />

findet nicht statt. Das Registerblatt ist<br />

geschlossen.<br />

HRB 580445 - 2. Juli <strong>2018</strong><br />

Reustlen GmbH, Bretzfeld, Adolzfurter<br />

Straße 10, 74626 Bretzfeld. Die<br />

Liquidation ist beendet. Die Gesellschaft<br />

ist gelöscht. Das Registerblatt ist geschlossen.<br />

HRA 571229 - 3. Juli <strong>2018</strong><br />

Connect IT Services GmbH & Co.<br />

KG, Rosengarten, Mühlhaldenstraße<br />

7/1, 74538 Rosengarten. Die Gesellschaft<br />

ist aufgelöst. Die Firma ist erloschen.<br />

Eine Liquidation findet nicht statt. Das<br />

Registerblatt ist geschlossen.<br />

HRB 721543 - 23. Juli <strong>2018</strong><br />

Oberland Truthahn Verwaltungs-<br />

GmbH, Rot am See, Steinäckerstraße<br />

16, 74585 Rot am See. Die Liquidation<br />

ist beendet. Die Gesellschaft ist gelöscht.<br />

Das Registerblatt ist geschlossen.<br />

von Amts wegen<br />

HRA 680387 - 4. Juli <strong>2018</strong><br />

Schuster & Mally Dachdeckerbetrieb,<br />

Isolierungen und Blitzableiterbau<br />

GmbH & Co KG, Bad<br />

Mergentheim, Kaiserstraße 8, 97980<br />

Bad Mergentheim. Die Gesellschaft ist<br />

wegen Vermögenslosigkeit gemäß § 394<br />

FamFG von Amts wegen gelöscht. Das<br />

Registerblatt ist geschlossen.<br />

HRB 680271 - 6. Juli <strong>2018</strong><br />

Norbert Hemming & Co GmbH,<br />

Bad Mergentheim, Kaiserstraße 8, 97980<br />

Bad Mergentheim. Die Gesellschaft ist<br />

wegen Vermögenslosigkeit gemäß § 394<br />

FamFG von Amts wegen gelöscht. Das<br />

Registerblatt ist geschlossen.<br />

HRA 680746 - 9. Juli <strong>2018</strong><br />

H+P Technologie GmbH & Co.<br />

Ges. für Kühlsysteme, Bad Mergentheim,<br />

Mörikestraße 18, 97980 Bad<br />

Mergentheim. Die Gesellschaft ist wegen<br />

Vermögenslosigkeit gemäß § 394<br />

FamFG von Amts wegen gelöscht. Das<br />

Registerblatt ist geschlossen.<br />

HRB 571376 - 11. Juli <strong>2018</strong><br />

Pfl egeteam bv - Ambulante Pfl ege<br />

und Haushaltshilfe GmbH, Schwäbisch<br />

Hall, Am Richtbach 1, 74547 Untermünkheim.<br />

Die Liquidation ist beendet.<br />

Die Gesellschaft ist gelöscht. Das<br />

Registerblatt ist geschlossen.<br />

HRA 571214 - 12. Juli <strong>2018</strong><br />

WS Work-Shoes e.K., Obersontheim,<br />

Färbersteige 8, 74423 Obersontheim. Die<br />

Firma ist erloschen. Das Registerblatt ist<br />

geschlossen.<br />

HRB 680286 - 23. Juli <strong>2018</strong><br />

Popp Beteiligungs GmbH, Bad<br />

Mergentheim, Bildweg 17, 97980 Bad<br />

Mergentheim. Die Gesellschaft ist wegen<br />

Vermögenslosigkeit gemäß § 394<br />

FamFG von Amts wegen gelöscht. Das<br />

Registerblatt ist geschlossen.<br />

HRB 735757 - 24. Juli <strong>2018</strong><br />

MS-Bauen GmbH, Schwäbisch Hall,<br />

Nefflenallee 5, 74523 Schwäbisch Hall.<br />

Die Gesellschaft ist wegen Vermögenslosigkeit<br />

gemäß § 394 FamFG von Amts<br />

wegen gelöscht. Das Registerblatt ist geschlossen.<br />

Wichtige<br />

Adressen<br />

❚ Blechbearbeitung<br />

Bohnacker Metall GmbH & Co. KG<br />

Schafhauser Weg 12/15<br />

91555 Feuchtwangen<br />

Telefon 0 98 52 / 9 <strong>08</strong> 28-0<br />

Telefax 0 98 52 / 9 <strong>08</strong> 28-90<br />

Brennschneidtechnik<br />

❚<br />

Deeg u. Pfeiffer GmbH & Co. KG<br />

Schafhauser Weg 12/15<br />

91555 Feuchtwangen<br />

Telefon 0 98 52 / 9 <strong>08</strong> 28-77<br />

Fax 0 98 52 / 9 <strong>08</strong> 28-57<br />

❚ Wirtschaftsförderung<br />

Platz fürs Gewerbe gesucht?<br />

Wir haben ihn!<br />

www.platz.wfgsha.de<br />

Eine Initiative von:<br />

Landkreis<br />

Schwäbisch Hall<br />

Volksbanken<br />

Raiffeisenbanken<br />

im Landkreis Schwäbisch Hall<br />

Sauberkeit & Hygiene<br />

❚<br />

VERKAUF & SERVICE<br />

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Telefon 0 79 71/ 9 78 00<br />

Bahnstraße 18<br />

74405 Gaildorf<br />

www.ej-reinigungssysteme.de<br />

Ihr Ansprechpartner<br />

Holger Gschwendtner<br />

Fon<br />

07951/409-242<br />

Fax<br />

07951/409-249<br />

Mail<br />

h.gschwendtner@swp.de


24 Politik & Wirtschaft<br />

August <strong>2018</strong> I Jahrgang 17 I Nr. <strong>194</strong><br />

Gut leben und arbeiten<br />

Die Wirtschaftsmesse des Landkreises Schwäbisch Hall und die Fachkräftetage werden als<br />

gemeinsames Event präsentiert. Veranstalter ist die SÜDWEST PRESSE Hohenlohe.<br />

Aus zwei mach eins: die<br />

Wirtschaftsmesse und die<br />

Fachkräftetage gehen zusammen<br />

und werden von der<br />

SÜDWEST PRESSE Hohenlohe<br />

als ein Event präseniert.<br />

Alle fünf Jahre bietet die Wirtschaftsmesse<br />

des Landkreises<br />

Schwäbisch Hall den Ausstellern<br />

die Gelegenheit, sich zu<br />

präsentieren, Netzwerke zu<br />

knüpfen, Kundenkontakte zu<br />

pflegen und Neukunden zu akquirieren.<br />

So auch bei der kommenden<br />

Veranstaltung, die für<br />

den 9. bis 11. November geplant<br />

ist und in der Arena Hohenlohe<br />

in Ilshofen stattfinden<br />

wird. Im Unterschied zu den<br />

bisherigen Messen wird sich<br />

diese Veranstaltung jedoch mit<br />

einem neuem Konzept präsentieren:<br />

Sie findet erstmals in<br />

Kombination mit der Berufsund<br />

Karrieremesse „Fachkräftetage“<br />

statt.<br />

Thema deckt weite<br />

Lebensbereiche ab<br />

Die „Fachkräftetage“ wurden<br />

bisher jährlich von der SÜD-<br />

WEST PRESSE Hohenlohe organisiert<br />

und fanden im Hangar<br />

in Crailsheim statt; zuletzt im<br />

November 2017. In diesem<br />

Jahr ist jedoch eine gemeinsame<br />

Veranstaltung mit der<br />

Wirtschaftsmesse unter dem<br />

Motto: „Wirtschaftsmesse &<br />

Fachkräftetage <strong>2018</strong> – Gut leben<br />

und arbeiten im Landkreis<br />

Schwäbisch Hall“ geplant.<br />

Vielfalt: Die Messe greift Themen wie Haus und Garten, Freizeit und Infrastruktur, Beruf und<br />

Karriere sowie Aus- und Weiterbildung auf.<br />

Foto: Fotolia/NPG Archiv<br />

Weil dieses Motto die beiden<br />

großen Bereiche „Leben“ und<br />

„Arbeiten“ verbindet, lag es<br />

nahe, auch die beiden Messen<br />

zu kombinieren. Veranstaltet<br />

wird das Event von der SÜD-<br />

WEST PRESSE Hohenlohe, deren<br />

Marketingleiter Peer Ley in<br />

dieser Verbindung „eine fruchtbare<br />

Symbiose“ sieht. „Wo man<br />

Leben und Arbeiten gut kombinieren<br />

kann, entsteht eine lebenswerte<br />

Region“, sagt er und<br />

sieht beide Schwerpunkte im<br />

Landkreis als gegeben an. Das<br />

spiegle sich auch in der Belegung<br />

der Ausstellungsflächen<br />

wider: Die Wirtschaftsmesse sei<br />

bereits zu 70 Prozent gebucht,<br />

die Fläche für die Fachkräftetage<br />

bereits komplett belegt.<br />

Aus diesem Grund wird der Veranstalter<br />

zusätzliche Flächen bereitstellen.<br />

„Das Motto deckt<br />

weite Lebensbereiche ab, das<br />

macht die breite Akzeptanz aus,<br />

die sich in den Ausstellerzahlen<br />

bemerkbar macht“, so Ley. Neben<br />

Firmen und Dienstleistern<br />

werden sich auch die Gemeinden<br />

und der Landkreis mit ihren<br />

infrastrukturellen Projekten<br />

präsentieren. „Insgesamt<br />

wird die Messe eine Fläche von<br />

über 5000 Quadratmeter belegen.<br />

Hinzu kommen die Flächen<br />

für die Erlebnis-, Eventund<br />

Cateringbereiche.<br />

Vor 20 Jahren feierte die Wirtschaftsmesse<br />

Premiere und<br />

wurde fortan alle fünf Jahre wiederholt.<br />

Während der letzten<br />

Veranstaltung, 2013, haben<br />

rund 300 Aussteller aus Industrie,<br />

Handwerk, Handel, Dienstleistung<br />

und Landwirtschaft<br />

ihre Angebote präsentiert und<br />

50 000 Gäste aus der ganzen Region<br />

die Messe besucht. Abwechslung<br />

verspricht das Rahmenprogramm:<br />

Die Kinder werden<br />

betreut, es gibt Modenschauen<br />

und Tanzvorführungen.<br />

Besuchermagnet wird wieder<br />

die Tierhalle sein.<br />

Mehr als zwei Drittel der Ausstellungsfläche<br />

ist bereits gebucht.<br />

Ansprechpartnerin ist<br />

Ariane Kolb, 0 79 51 / 40 92 31<br />

oder E-Mail: a.kolb@swp.de.do<br />

www.gutlebenundarbeiten.de<br />

Denkanstöße<br />

Wertschätzung<br />

„Gesund führen“, „Teameffizienz<br />

steigern“, „Employer Branding<br />

verbessern“, „Mitarbeiterbindung<br />

intensivieren“ – diese Schlagworte<br />

sind in betrieblichen Zusammenhängen<br />

heutzutage in aller Munde. Unterstützt<br />

man Unternehmen bei der<br />

konkreten Bearbeitung dieser Topics,<br />

„landet“ man früher oder später<br />

zwangsläufig beim Thema „Beziehung“.<br />

Denn selbst die beste Job<br />

Description, die modernsten Arbeitsund<br />

Kommunikationsmittel, das ergonomischste<br />

Büro- und Fertigungsmobiliar<br />

und das attraktivste Gehalt<br />

zahlen auf die eingangs aufgezählten<br />

Ziele wenn überhaupt dann nur<br />

Dr. med. Michael Majer<br />

Facharzt für Chirurgie und<br />

Arbeitsmedizin, Notfallmedizin,<br />

Psychotherapie<br />

Geschäftsführer der<br />

ZfP Tauberfranken GmbH<br />

sehr begrenzt ein (vor allem zeitlich).<br />

Was es hier für eine nachhaltig gute<br />

„Ausstattung“ braucht, ist – eben<br />

Beziehungspflege.<br />

Zahlreiche Studien belegen das<br />

mittlerweile. Dennoch tun sich viele<br />

schwer, es zu akzeptieren: „Ich kann<br />

mich doch nicht wie ein Psychologe<br />

um alle kümmern“ oder „Wir sind<br />

hier, um zu arbeiten, nicht um uns<br />

gegenseitig zu verhätscheln“.<br />

Als Ursachen für diese Widerständigkeit<br />

stellen sich im Wesentlichen<br />

immer wieder zwei Dinge heraus:<br />

zum einen das schlichte Missverständnis<br />

beziehungsweise die<br />

Überinterpretation, Beziehung sei<br />

immer etwas Intimes. Zum anderen<br />

zeigt sich in einer solchen Einstellung<br />

aber vor allem ein Mangel an<br />

dem, was getrost als das „Kerosin“<br />

jeder Beziehung bezeichnet werden<br />

kann: Wertschätzung.<br />

Auch dieser Begriff wird gern<br />

missverstanden und/oder überinterpretiert:<br />

„Ich kann doch nicht mit<br />

allen Gut-Freund sein …“ – in der<br />

Tat, das ist mit „Wertschätzung“<br />

auch nicht gemeint. Wertschätzung<br />

meint vielmehr eine grundsätzlich<br />

positive, aufgeschlossene und „bei<br />

Bedarf“ gewährende Einstellung<br />

anderen Menschen gegenüber. Und<br />

zwar – und das führt bei dem Thema<br />

jetzt in die „Champions League“ –<br />

sogar dann, wenn man den anderen<br />

eventuell eher unsympathisch findet.<br />

Wir Tiefenpsychologen wissen, dass<br />

diese Fähigkeit aufs Engste mit der<br />

gleichzeitig wichtigsten Voraussetzung<br />

für die eigene psychische<br />

Gesundheit korreliert: einem ausreichend<br />

stabilen Selbstwert-Empfinden<br />

– wer sich selbst unterbewusst nicht<br />

genügend wertvoll fühlt, kann anderen<br />

nur in sehr begrenztem Umfang<br />

wertschätzend gegenübertreten.<br />

Versuchen Sie einmal zu reflektieren:<br />

wie gelingt Ihnen Wertschätzung<br />

anderen gegenüber, sei es im<br />

Privat- oder Arbeitsleben? Sollte<br />

Sie das Gefühl beschleichen, hier<br />

Verbesserungspotenzial zu haben:<br />

lassen Sie uns darüber reden! Denn<br />

dieses Thema berührt wie gesagt<br />

auch Ihre eigene Gesundheit. Und<br />

was die betrifft, kennen Sie meinen<br />

Wunsch mittlerweile schon: bleiben<br />

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August <strong>2018</strong>


26 Employer Branding<br />

August <strong>2018</strong> I Jahrgang 17 I Nr. <strong>194</strong><br />

Der Arbeitgeber als Marke<br />

Wo die Unternehmen früher die Wahl bei den Mitarbeitern hatten, stehen sie nun auf dem Prüfstand. Es geht auch um das Ansehen.<br />

Volkswagen spürt immer<br />

noch die Nachwirkungen<br />

der Diesel-Affäre und hat in<br />

nur drei Jahren die Hälfte seiner<br />

Bewerber verloren. Kein Einzelfall<br />

in Zeiten, in denen die Bewerbungswelt<br />

Kopf steht: Ohne Arbeitgebermarke<br />

geht kaum noch etwas<br />

am Arbeitsmarkt, insbesondere<br />

bei den Bewerbern zwischen<br />

18 und 35 Jahren, den sogenannten<br />

Millennials. „Früher mussten<br />

sich die Bewerber ins Zeug legen,<br />

um eine Stelle zu ergattern. Heute<br />

buhlen stattdessen die Unternehmen<br />

um sie“, weiß Jaron Pazi, der<br />

bereits die Corporate Social Responsibility<br />

der Sixt-Gruppe leitete.<br />

Im Zuge des „War for Talents“<br />

müssen sich Unternehmen neu<br />

ausrichten und mehr bieten als<br />

ein attraktives Gehaltspaket, flexible<br />

Arbeitszeiten und gute Aufstiegsmöglichkeiten.<br />

Die Generationen<br />

Y und Z erwarten ebenso,<br />

dass Unternehmen Haltung zeigen<br />

und werteorientiert handeln.<br />

Dazu gehört auch eine dementsprechende<br />

Unternehmenskultur,<br />

die auch Werte wie Führungsverhalten,<br />

Betriebsklima und das<br />

Thema Gesundheit beinhaltet. Ein<br />

als gut wahrgenommener Arbeitgeber<br />

vereint diese Punkte in einer<br />

Weise, die Belastungen von<br />

den Mitarbeitern möglichst fern<br />

hält, und für ein Arbeitsklima<br />

sorgt, in dem sich die Mitarbeiter<br />

ungehindert entfalten können.<br />

Eine aktuelle Studie des wissenschaftlichen<br />

Instituts der AOK zu<br />

Belastungsfaktoren am Arbeitsplatz<br />

sieht zum Beispiel Terminund<br />

Leistungsdruck sowie Störungen<br />

und Unterbrechungen der Arbeit<br />

auf den ersten beiden Plätzen<br />

der ungeliebtesten Belastungen<br />

der Arbeitnehmer. Das Institut<br />

kommt zu dem Schluss: „Werden<br />

von der Unternehmensleitung auf<br />

Biegen und Brechen unrealistische<br />

Ziele durchgesetzt, gefährdet<br />

das die Moral der mittleren<br />

Ebene“. Deshalb sollten Firmen<br />

nicht nur die Zahlen im Blick haben,<br />

sondern einen Kulturwandel<br />

hin zu einer „emotionalen, wertschätzenden<br />

Führung“ vollziehen.<br />

Umso wichtiger, dass Employer<br />

Branding nicht nur als reine Personalmarketingmaßnahme<br />

mit<br />

leeren Buzzwords verstanden<br />

wird. Eine gute Arbeitgebermarke<br />

kann nur noch durch verantwortliches<br />

Unternehmertum und eine<br />

konsequente Führungs- und Unternehmenskultur<br />

überzeugen.<br />

Warum Nachhaltigkeit<br />

in die Strategie gehört<br />

Image: Als gut wahrgenommene Unternehmen haben es leichter bei der Mitarbeiterfindung.<br />

Nachhaltigkeit und Corporate-Social-Responsibility<br />

(CSR) gewinnen<br />

im Employer Branding zunehmend<br />

an Bedeutung. Eine aktuelle<br />

Studie bestätigt, dass Unternehmen,<br />

die CSR-Maßnahmen umsetzen,<br />

von Nachwuchskräften als potenzieller<br />

Arbeitgeber stärker und<br />

positiver wahrgenommen werden.<br />

„Mit Nachhaltigkeitsengagement<br />

demonstrieren Unternehmen,<br />

dass sie sich ihrer Verantwortung<br />

stellen, stärken somit die<br />

internen Unternehmenswerte und<br />

tragen damit auch ein authentisches<br />

Bild nach außen. Durch<br />

eine werteorientierte Unternehmenskultur<br />

können entscheidende<br />

Vorteile bei der Arbeitgeberattraktivität<br />

und Mitarbeiterbindung<br />

gewonnen werden“, erklärt<br />

Pazi. Immerhin bietet eine unverwechselbare<br />

Unternehmensidentität<br />

die Möglichkeit, sich optimal<br />

gegenüber den Wettbewerbern<br />

hervorzuheben. Darüber hinaus<br />

wird die Leistungsbereitschaft gefördert.<br />

Mitarbeiter arbeiten in<br />

der Regel besser und sind motivierter,<br />

wenn sie sich mit den Unternehmenszielen,<br />

-werten sowie<br />

dem entsprechenden Handeln<br />

identifizieren können. „Die Integration<br />

von Nachhaltigkeitsaspekten<br />

in die Unternehmensstrategie<br />

wird auf Dauer die Produktivität<br />

der Mitarbeiter effektiv erhöhen<br />

und somit auch den Erfolg des Unternehmens<br />

mitbestimmen“, ist<br />

Pazi überzeugt.<br />

Foto: NPG-Archiv<br />

Effektives Employer Branding findet<br />

mittlerweile zu etwa 70 Prozent<br />

intern statt und wirkt damit<br />

umfassender, strategischer und<br />

langfristiger als lediglich punktuell<br />

ausgerichtete Werbe- und Marketingmaßnahmen,<br />

die oft nur<br />

nach außen kommunizieren. Sind<br />

die Mitarbeiter eingebunden, fungieren<br />

diese als aktive Markenbotschafter<br />

nach außen. Bestenfalls<br />

fördern Arbeitgeber eine nachhaltige<br />

Denkweise und motivieren<br />

Mitarbeiter dazu, entsprechendes<br />

Handeln in ihren alltäglichen Arbeitsablauf<br />

zu integrieren. Das<br />

schweißt Mitarbeiter und Unternehmen<br />

zusammen und stärkt das<br />

gesamte Firmenimage auf transparente<br />

Weise, um schlussendlich<br />

auch bei potenziellen Bewerbern<br />

zu überzeugen.<br />

Authentizität übertrumpft<br />

viele andere Bereiche<br />

Firmen sollten vor allem eines<br />

beachten: Sich einfach ein soziales<br />

oder grünes Image verpassen,<br />

ohne jene Werte ernst zu nehmen,<br />

führt meist nicht zum Erfolg.<br />

Wenn das Unternehmen als unehrlich<br />

wahrgenommen wird, ist der<br />

Schaden kaum wieder gut zu machen.<br />

Umso wichtiger ist es, die<br />

Corporate Responsibility als integralen<br />

Teil der gesamten Unternehmensstrategie<br />

zu verankern<br />

und die Strategie so zu entwickeln,<br />

dass sie sich mit der Unternehmensrealität<br />

vereinbaren<br />

lässt. Verantwortung muss zu einem<br />

natürlichen Markenelement<br />

werden und darf nicht nur ein Recruiting-Element<br />

darstellen. „Deshalb<br />

ist es empfehlenswert, Marketingtechniken<br />

einzusetzen, die fair<br />

und ehrlich sind, und auch die Integrität<br />

des eigenen Unternehmens<br />

widerspiegeln. Ein offener<br />

Dialog ist dabei Pflicht. Kommunikation<br />

im Sinne des Top-down-<br />

Prinzips sollte vermieden werden.<br />

Viel besser ist es, stattdessen die<br />

Mitarbeiter in soziale Vorhaben<br />

zu involvieren“, rät Pazi. mst/pm<br />

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Ferienjob bei ebm-papst<br />

Die beiden Ferienarbeiter Marius und Ellen teilen ihre Erfahrungen<br />

Der Ventilatorenhersteller<br />

ebm-papst benötigt in den<br />

Sommermonaten wieder<br />

rund 500 Schüler und<br />

Studenten für mindestens<br />

dreiwöchige Ferienjobs.<br />

Als Ferienarbeiter unterstützt du<br />

die Mitarbeiter von ebm-papst an<br />

den Standorten Mulfingen, Hollenbach<br />

und Niederstetten in der<br />

Produktion und der Logistik.<br />

Aber wie sieht ein Ferienjob bei<br />

ebm-papst eigentlich aus? Die<br />

beiden Ferienarbeiter Marius und<br />

Ellen geben einen Einblick in ihre<br />

Tätigkeiten und teilen ihre Erfahrungen<br />

mit uns.<br />

„Ich finde es cool ein Teil des<br />

Entstehungsprozesses eines Ventilators<br />

zu sein“, erzählt Marius, der<br />

die ebm-papst-Kollegen in der Produktion<br />

in Hollenbach unterstützt.<br />

Der Student ist bereits zum fünften<br />

Marius (24) arbeitet in den Semesterferien<br />

bei ebm-papst. Fotos: ebm-papst<br />

Mal zum Ferienjob bei ebm-papst:<br />

„Die Arbeit macht mir Spaß und<br />

ich kann mir so neben meinem Studium<br />

noch etwas dazuverdienen“,<br />

so der 24-Jährige.<br />

Auch Ellen (20) überbrückt nach<br />

ihrem Schulabschluss die Wartezeit<br />

bis zum Ausbildungsbeginn mit<br />

einem Ferienjob in der Produktion<br />

in Mulfingen: „Ich fühle mich sehr<br />

wohl hier. Besonders gefällt mir<br />

der Kollegenzusammenhalt. Ich<br />

wurde gleich von Anfang an sehr<br />

gut aufgenommen und konnte<br />

bei Problemen oder Fragen immer<br />

zum Schichtführer oder zu meinen<br />

Kollegen gehen.“ Die Arbeit findet<br />

im Schichtdienst statt, was bedeutet,<br />

dass wöchentlich zwischen<br />

Früh- und Spätschicht gewechselt<br />

wird: „Da war ich anfangs auch<br />

skeptisch, aber jetzt ist es gar kein<br />

Problem“, findet Ellen.<br />

Um bei ebm-papst mitzuarbeiten,<br />

solltest du mindestens 18 Jahre alt<br />

sein. Wenn du gerne im Lager- oder<br />

Logistikbereich arbeiten möchtest,<br />

benötigst du außerdem einen<br />

Staplerführerschein. Eine entsprechende<br />

Schulung kann allerdings<br />

vor Arbeitsantritt besucht werden.<br />

Als umweltbewusstes Unternehmen<br />

bietet ebm-papst dir zudem<br />

die Möglichkeit, kostenfrei die<br />

Werksbusse zu nutzen. So kannst<br />

du auch ohne ein eigenes Auto<br />

bequem zur Arbeit kommen.<br />

Ellen (20) schätzt das Arbeitsklima in<br />

der Produktion von ebm-papst.<br />

Für diesen Sommer sind noch<br />

Plätze frei. Möchtest du also<br />

genauso wie Marius und Ellen<br />

einen Einblick in ein großes, innovatives<br />

Unternehmen bekommen,<br />

praktische Erfahrungen sammeln<br />

und erste Kontakte knüpfen, die dir<br />

bei deinem späteren Berufseinstieg<br />

helfen? Dann bewirb dich jetzt auf<br />

ebmpapst.com/karriere. [pm]<br />

Über ebm-papst:<br />

Die ebm-papst Gruppe ist<br />

weltweit führender Hersteller<br />

von Ventilatoren und<br />

Motoren. Im Geschäftsjahr<br />

2017/18 erzielte der Branchenprimus<br />

einen Umsatz<br />

von über 2 Mrd. Euro. ebmpapst<br />

beschäftigt über<br />

15.000 Mitarbeiterinnen<br />

und Mitarbeiter an 27 Produktionsstätten<br />

(u. a. in<br />

Deutschland, China und den<br />

USA) sowie 48 Vertriebsstandorten<br />

weltweit.<br />

www.ebmpapst.com<br />

Entdecke ebm-papst in dir.<br />

Ferienjobs für Studenten (w/m) und Schüler (w/m) beim<br />

Technologieführer für Luft- und Antriebstechnik.<br />

Für unsere Produktion und Logistik in Mulfingen und<br />

Hollenbach suchen wir für die Sommermonate Ferienjobber<br />

(m/w) für Schichtarbeit (wöchentlicher Wechsel<br />

in Früh- und Spätschicht).<br />

Mehr unter ebmpapst.com/karriere


August <strong>2018</strong> I Jahrgang 17 I Nr. <strong>194</strong><br />

Employer Branding 27<br />

So nebenbei geht nichts mehr<br />

Personalmarketing muss durchdacht sein. Die strategische Ausrichtung entscheidet über künftige Erfolge.<br />

VON HERIBERT LOHR<br />

Es ist keine neue Erkenntnis:<br />

Fachkräfte in der Region<br />

Heilbronn-Franken sind<br />

mittlerweile gesuchte Mangelware.<br />

Die hervorragende Lage am<br />

heimischen Arbeitsmarkt – zuletzt<br />

lag die Arbeitlosigkeit bei 2,8 Prozent<br />

– eröffnet gerade auch den<br />

sogenannten „High Potentials“<br />

beste Beschäftigungsmöglichkeiten.<br />

Doch ganz gleich ob gestandene<br />

Fachkraft oder Auszubildender<br />

– wer als Firmenchef derzeit<br />

nach zusätzlichem Personal<br />

sucht, muss sich ins Zeug legen.<br />

Vielfach reicht eine gute Bezahlung<br />

schon längst nicht mehr aus,<br />

um geeignete Mitarbeiter für sich<br />

und das eigene Unternehmen zu<br />

gewinnen.<br />

Überzeugungskraft ist gefragt,<br />

eine überzeugende Wertekultur<br />

fast immer schon Voraussetzung.<br />

Darauf zu hoffen, dass sich die<br />

Lage perspektivisch entspannt, ist<br />

für Personalchefs für lange Zeit<br />

keine Option, denn laut dem IHK-<br />

Fachkräftemonitor fehlen allein in<br />

der Region Heilbronn-Franken<br />

bis zum Jahr 2030 jährlich mindestens<br />

11 000 Fachkräfte.<br />

Eine Situation, die gerade kleine<br />

und mittlere Unternehmen vor<br />

große Herausforderungen stellt.<br />

Die Region wird flächenweit gerade<br />

von dieser Branchenstruktur<br />

getragen und auch wenn die hohe<br />

Zahl an sogenannten Hidden<br />

Champions (78) zeigt, dass die<br />

heimischen Firmen durchaus wissen,<br />

wie Produkt und Marke gemacht<br />

wird, laufen viele der Unternehmen<br />

Gefahr „bei der Stellensuche<br />

durchs Raster“ zu fallen. Die<br />

Firmen müssen gegenüber den Bewerbern<br />

„als Arbeitgeber sichtbar<br />

werden“, dazu braucht es angesichts<br />

des enormen Wettbewerbs<br />

auch „ein maßgeschneidertes Employer<br />

Branding“.<br />

Auch kleine Betriebe<br />

haben ihre Chancen<br />

Gerade Familienbetriebe können<br />

hier punkten, denn wie gleich<br />

mehrere Untersuchungen in jüngster<br />

Zeit ergaben, suchen gerade<br />

junge Einsteiger das, was kleine<br />

und mittlere Unternehmen bieten<br />

können: flache Hierarchien, direkter<br />

Kontakt nach ganz oben oder<br />

Verantwortung für komplexe Projekte.<br />

Auch wenn Employer Branding<br />

als Prozess im Personalbereich angesiedelt<br />

ist, „ist es Teil einer langfristigen<br />

Unternehmensstrategie<br />

und damit absolute Chefsache“,<br />

sagt auch Diplom-Kommunikationsdesignerin<br />

Rotraud Diwan, Director<br />

Employer Brand Strategie<br />

TMP Worldwide Advertising mit<br />

Sitz in New York, eine der weltweit<br />

führenden Agenturen für Employer<br />

Branding und Personalmarketing.<br />

Wenn Mensch auf Marke<br />

trifft, ist die externe Kommunikation<br />

von entscheidender Bedeutung<br />

und es gilt, „sich genaueste<br />

Gedanken“ darüber zu machen,<br />

wie die Unternehmen mit den potentiellen<br />

Mitarbeitern in Kontakt<br />

kommen und „wie die Touchpoints<br />

gestaltet werden“, um die<br />

Erwartungen der Kandidaten zu erfüllen<br />

oder gar zu übertreffen.<br />

Dabei gilt: Willkommen in der digitalen<br />

Welt. Social-Media-Kanäle<br />

wie Xing, LinkedIn, Facebook<br />

oder Twitter bieten authentische<br />

Einblicke ins jeweilige Unternehmen<br />

und ihr Einsatz ist allein<br />

schon deshalb Pflicht.<br />

„Am Profil eines Unternehmens<br />

muss man permanent dranbleiben<br />

und egal was man tut, immer<br />

wieder gegenspielen und hinterfragen,<br />

ist das so wie wir auftreten<br />

wollen, stimmt das Profil noch“,<br />

sagt etwa Maike Querengässer.<br />

Die Wirtschaftsingenieurin bei<br />

Bürkert Fluid Control Systems hat<br />

als Mitglied der Geschäftsleitung<br />

Gesamtverantwortung für den Bereich<br />

Personal und Organisation<br />

und in dieser Verantwortung ihren<br />

Teil dazu beigetragen, dass<br />

Bürkert heute unter den „Top-Arbeitgebern<br />

Deutschlands“ gelistet<br />

ist.<br />

Für die Personalleiter der Ingelfinger<br />

Firmen-Gruppe ist eine solche<br />

Auszeichnung ein gutes Zeichen:<br />

„Die rasanten Veränderungen, die<br />

seit einiger Zeit in der Arbeitswelt<br />

zu beobachten sind, stellen uns<br />

als Arbeitgeber vor ganz neue Herausforderungen.“<br />

Für die ausgewiesene<br />

Fachfrau steht fest, dass<br />

es mehr denn je gilt, „auf die Mitarbeiter<br />

einzugehen und ein attraktives<br />

Arbeitsumfeld und gute<br />

Arbeitsbedingungen“ zu bieten.<br />

Nicht nur bei Bürkert gilt: „In einer<br />

sich dynamisch ändernden Arbeitswelt<br />

zwischen Technisierung,<br />

Personalsuche: Marke trifft auf Mensch.<br />

Globalisierung und demografischem<br />

Wandel ist und bleibt der<br />

Mitarbeiter das Herzstück eines<br />

Unternehmens“. Nun hat ein Weltunternehmen<br />

wie der Ingelfinger<br />

Steuerungsspezialist auf diesem<br />

Gebiet langjährige Erfahrung und<br />

auch die entsprechenden Mittel,<br />

die eigene Markenbildung voranzutreiben.<br />

Was aber tun, wenn der<br />

eigene Betrieb klein und die Ressourcen<br />

begrenzt sind? „Bei der<br />

strategischen Personalplanung<br />

steht die Kammer den kleinen und<br />

mittelständischen Unternehmen<br />

beratend und unterstützend zur<br />

Seite“, sagt Elke Döring und verweist<br />

unter anderem auf die „Fachkräfte-Toolbox“<br />

der IHK. Neben<br />

erfahrenen Beratern findet sich allein<br />

auf der IHK-Homepage ein<br />

umfangreiches Angebot an Information<br />

– von „A wie Analyse“ bis<br />

Foto: Berufebilder<br />

„W wie Workshops“. Die Fachkräftesicherung<br />

über ein ausgeklügeltes<br />

Employer Branding beginnt<br />

für die Hauptgeschäftsführerin allerdings<br />

schon bei der Ausbildung.<br />

Elke Döring verweist auch<br />

auf das Programm Dualis, ein Angebot<br />

mit dem die betriebliche<br />

Ausbildungsqualität verbessert<br />

werden soll. Über 80 Firmen sind<br />

mittlerweile zertifiziert und können<br />

so mit dem Label „ausgezeichneter<br />

Ausbildungsbetrieb“ bei Jugendlichen<br />

für sich werben. Ein<br />

ganzes Bündel von unterstützenden<br />

Maßnahmen findet sich auch<br />

in dem von der Kammer geführten<br />

Fachkräftebündnis Heilbronn-<br />

Franken. Um die Firmen dabei zu<br />

unterstützen, haben die Bündnispartner<br />

Agenturen für Arbeit Heilbronn<br />

und Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim,<br />

der Arbeitgeberverband<br />

Heilbronn-Franken, DGB<br />

Region Nordwürttemberg, die<br />

Handwerkskammer Heilbronn-<br />

Franken und die Wirtschaftsregion<br />

Heilbronn-Franken GmbH<br />

vor sechs Jahren eine Allianz für<br />

Aus- und Weiterbildung geschaffen.<br />

Doch auf allgemeine Hilfe allein<br />

zu setzen, reicht nicht. Es gilt dabei,<br />

sich wirklich etwas einfallen<br />

zu lassen, denn gerade junge<br />

Leute sind anspruchsvoll. „Zahnbürsten,<br />

Rasenmäher und Hundefutter<br />

werden professioneller und<br />

emotionaler beworben als das eigene<br />

Unternehmen“, stellte Jörg<br />

Buchmann, Leiter Personalmanagement,<br />

bei den Verkehrsbetrieben<br />

Zürich beim jüngsten Fachkräfteforum<br />

in der Region vielen<br />

Führungskräften nicht unbedingt<br />

das beste Zeugnis aus. Jörg Buchmann<br />

fordert Empathie: „Personalmarketing<br />

muss immer auch<br />

ein wenig Spaß machen“.<br />

www.heilbronn.ihk.de<br />

www.buerkert.de<br />

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Der mutigen Seite vertrauen<br />

Ein Einstieg bei Würth bietet Perspektiven – beruflich und persönlich<br />

Würth ist Deutschlands führender<br />

Partner des Handwerks und<br />

Weltmarktführer für Montagetechnik.<br />

Neben dem Handel mit<br />

Schrauben, Schraubenzubehör<br />

und Dübeln gehören auch<br />

chemisch-technische Produkte<br />

wie Silikon, Möbel und Baubeschläge,<br />

Werkzeuge, Maschinen<br />

und passende Bevorratungsund<br />

Entnahmesysteme zum<br />

Sortiment.<br />

Dabei arbeitet Würth direkt mit<br />

seinen Kunden zusammen —<br />

professionellen Anwendern aus<br />

Handwerk, Bau und Industrie.<br />

Somit gehört der Schreiner von<br />

nebenan ebenso zum Kundenkreis<br />

wie große Firmen und Bauunternehmen.<br />

Deutschlandweit rund<br />

3200 Außendienstmitarbeiter, über<br />

470 Verkaufsniederlassungen und<br />

verschiedene E-Commerce-Lösungen<br />

ermöglichen den Kunden<br />

einen bequemen Einkauf rund um<br />

die Uhr.<br />

Hohes Vertrauen und<br />

Eigenverantwortung<br />

Die Kultur von Würth ist geprägt<br />

von Vertrauen und viel Eigenverantwortung.<br />

Ein besonderes<br />

Arbeitsklima und eine Gemeinschaft,<br />

bei der alle an einem Strang<br />

ziehen. Wer gerne Verantwortung<br />

übernimmt und Eigeninitiative<br />

zeigt, hat bei Würth die besten<br />

Voraussetzungen, seine Ideen und<br />

Kreativität im Beruf einzubringen.<br />

Im Herzen ein<br />

Familienunternehmen<br />

Im Laufe der Jahre zu einem<br />

Weltkonzern herangewachsen, ist<br />

Würth im Herzen stets ein Familienunternehmen<br />

geblieben: Das<br />

macht sich in einem von großer<br />

Herzlichkeit und starkem Zusammenhalt<br />

geprägten Miteinander<br />

bemerkbar. Für die Mitarbeiter<br />

ist das nicht nur täglich bei der<br />

Arbeit, sondern auch bei den vielen<br />

Aktivitäten spürbar, die für sie<br />

neben dem Tagesgeschäft geboten<br />

werden. Von einem vielseitigen<br />

Sport- und Entspannungsangebot,<br />

dem Würth Open Air, über Familienfeste<br />

bis hin zur WM Party mit<br />

Public Viewing ist alles geboten.<br />

Nachhaltige<br />

Personalentwicklung<br />

Durch das breitgefächerte<br />

Seminarangebot der hauseigenen<br />

Akademie bietet Würth jährlich in<br />

über 350 Seminaren, Workshops<br />

und Coachings ganzheitliche und<br />

nachhaltige Entwicklungsmaßnahmen<br />

für Fach- und Führungskräfte<br />

auf allen Hierarchieebenen. Zudem<br />

gibt es über die Akademie Würth<br />

Business School die Möglichkeit,<br />

sich berufsbegleitend akademisch<br />

weiterzubilden.<br />

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ICH ZEIGE<br />

GERNE, WAS<br />

ICH KANN.<br />

Aber muss ich<br />

im neuen Job den<br />

Ball erst mal<br />

flach halten?<br />

Franziska über ihre Tätigkeit im Bereich der Niederlassungsrevision bei<br />

Würth.<br />

Foto: Würth<br />

Spannende<br />

Einstiegsmöglichkeiten:<br />

» Praktikum und Abschlussarbeit<br />

» Ausbildung und<br />

DH-Studium<br />

» Trainee-Programm<br />

» Direkteinstieg<br />

» Vertrieb Außendienst und<br />

Niederlassungen<br />

» Logistik<br />

Adolf Würth GmbH & Co. KG<br />

Reinhold-Würth-Straße 12 –17<br />

74653 Künzelsau<br />

Telefon 07940 15-1680<br />

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die sich auch mal trauen, mit mutigen Aktionen aufzufallen. Entwickle dich mit uns weiter!<br />

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28 Employer Branding<br />

August <strong>2018</strong> I Jahrgang 17 I Nr. <strong>194</strong><br />

„Oft sagen Bilder mehr als Worte“<br />

Michael Keller, Geschäftsführer der Werbeagentur Keller + Brennecke, über Employer Branding.<br />

INTERVIEW VON ANNIKA SCHNEIDER<br />

<strong>REGIOBUSINESS</strong> Herr Keller, in<br />

Zeiten der Digitalisierung und des<br />

Fachkräftemangels setzen viele Firmen<br />

auf Employer Branding. Was<br />

versprechen Sie sich davon?<br />

MICHAEL KELLER Als Inhaber<br />

einer Werbeagentur gibt es dabei<br />

für mich zwei Seiten: zum einen<br />

unsere eigene Arbeitgeber-Marke,<br />

zum anderen das Thema Employer<br />

Branding als Bestandteil<br />

unserer Leistungen. Unser Kerngeschäft<br />

ist Kommunikation. Natürlich<br />

legen wir großen Wert darauf,<br />

uns als Arbeitgeber-Marke effektiv<br />

am Markt zu positionieren.<br />

Entsprechend folgt unsere Personalkommunikation<br />

bestimmten<br />

Richtlinien – und sie vermittelt<br />

klare Botschaften. Nicht ausschließlich<br />

sachlich, sondern bewusst<br />

kreativ, um potenzielle Bewerber<br />

ebenso auf emotionaler<br />

Ebene ansprechen zu können.<br />

Wer kreative Menschen sucht,<br />

muss sich auch selbst fantasievoll<br />

darstellen.<br />

In Bezug auf das Employer Branding<br />

als Agenturleistung stelle ich<br />

fest, dass das Thema zunehmend<br />

den Stellenwert erhält, den es verdient.<br />

Immer mehr Unternehmen,<br />

auch kleinere Firmen des Mittelstands,<br />

investieren in attraktive, fo-<br />

Geschäftsführer: Michael Keller ist sich sicher, dass in Zukunft<br />

mehr Online-Jobbörsen genutzt werden, um langfristig geeignete<br />

Fachkräfte zu finden.<br />

Foto: Keller + Brennecke<br />

kussierte Personalkommunikation.<br />

Das ist unverzichtbar. Denn<br />

wir alle kennen den zunehmenden<br />

Fachkräftemangel und die<br />

weitere gesellschaftliche Entwicklung,<br />

Stichwort: „demografischer<br />

Wandel“.<br />

<strong>REGIOBUSINESS</strong> Und setzen Sie<br />

diese Maßnahmen auch in Ihrem<br />

Unternehmen um?<br />

MICHAEL KELLER Ja – wir haben<br />

unter anderem ein internes<br />

Leitbild definiert: Was macht einen<br />

Mitarbeiter von Keller +<br />

Brennecke aus? Wie ist der Umgang<br />

untereinander und wie verhalten<br />

wir uns gegenüber Kunden<br />

und Partnern? Diese und viele weitere<br />

Fragen werden darin erörtert.<br />

Aufgrund diverser strategischer<br />

Veränderungen, die sich allesamt<br />

<strong>2018</strong> vollzogen haben, stellen<br />

wir uns aktuell neu in der<br />

Kommunikation auf. Dies wird<br />

sich auch auf unsere Personalkommunikation<br />

auswirken. Unabhängig<br />

von der Strategie und der<br />

konkreten Ausrichtung: An Stellenausschreibungen,<br />

ob gedruckt<br />

oder online, kommt man als Unternehmen<br />

in einem besonders dynamischen<br />

Arbeitnehmermarkt<br />

nicht vorbei. Für unsere Agentur<br />

entwickeln wir zudem immer wieder<br />

neue, begeisternde Recruiting-Videos.<br />

Oft sagen Bilder einfach<br />

mehr als tausend Worte. Das<br />

gilt für bewegte Bilder umso<br />

mehr.<br />

<strong>REGIOBUSINESS</strong> Welche Strategien<br />

verfolgen Sie?<br />

MICHAEL KELLER Aktuell ist es<br />

noch so, dass wir in erster Linie<br />

auf vakante Positionen in Form<br />

von Stellenausschreibungen reagieren.<br />

Im Zuge unserer anstehenden<br />

Neuausrichtung möchten wir<br />

das Personalmarketing mit noch<br />

mehr Weitsicht gestalten. Das<br />

heißt im Idealfall: Noch bevor<br />

sich eine neue Stelle bei uns ergibt,<br />

sind – durch Initiativ-Bewerbungen<br />

und einen qualifizierten<br />

Bewerber-Pool – bereits die passenden<br />

Kontakte bei uns vorhanden.<br />

Als Werbeagentur möchten<br />

wir Begehrlichkeit wecken, auch<br />

für uns als Arbeitgeber-Marke.<br />

<strong>REGIOBUSINESS</strong> Welche Bedeutung<br />

hat die klassische Werbung<br />

in Ihren Augen heute noch? Oder<br />

was muss man tun, um als Arbeitgeber<br />

attraktiv zu sein?<br />

MICHAEL KELLER Jahrzehntelang<br />

waren gedruckte Stellenanzeigen,<br />

zum Beispiel in Tageszeitungen,<br />

das wichtigste Medium in der<br />

gesamten Personalkommunikation.<br />

Durch den digitalen Wandel<br />

hat sich das merklich geändert. In<br />

vielen Fällen sind Online-Jobbörsen<br />

heute die bessere Wahl um<br />

passende Mitarbeiter zu gewinnen.<br />

Ein wichtiger Grund ist ganz<br />

einfach: deutlich geringere Kosten.<br />

Nicht zu unterschätzen sind<br />

außerdem die Potenziale sozialer<br />

Kanäle. Arbeitgeber müssen ihre<br />

Mitarbeiter und potenzielle Bewerber<br />

als Zielgruppe ernst nehmen<br />

und sie nicht als Randfiguren betrachten.<br />

Diese Erkenntnis führt<br />

dann fast schon automatisch zu einer<br />

professionellen Personalkommunikation.<br />

Nicht zu vergessen<br />

sind die Nachwuchskräfte. Viele<br />

Ausbildungsstellen bleiben schon<br />

heute unbesetzt. Diese Situation<br />

wird sich weiter verschärfen. Der<br />

Kampf um die besten Azubis und<br />

Studenten hat längst begonnen –<br />

mit harten Bandagen.<br />

<strong>REGIOBUSINESS</strong> Woran messen<br />

Sie den Erfolg von Employer<br />

Branding?<br />

MICHAEL KELLER Konkret spüren<br />

wir den Erfolg der Maßnahmen<br />

an der Anzahl der Bewerbungen<br />

für ausgeschriebene Stellen –<br />

und an Initiativ-Bewerbungen, beispielsweise<br />

auch für Praktika<br />

oder eine Ausbildung bei Keller +<br />

Brennecke. Über gezieltes Monitoring<br />

beobachten wir darüber hinaus<br />

die Besucherzahlen auf den<br />

Karriereseiten unserer Website.<br />

<strong>REGIOBUSINESS</strong> Die sogenannte<br />

„Work-Life-Balance“, betriebliche<br />

Sportangebote und<br />

Gleitzeiten sind in aller Munde.<br />

Denken Sie, dass in Zukunft immer<br />

mehr Arbeitgeber darauf<br />

Wert legen?<br />

MICHAEL KELLER Arbeitnehmer<br />

stellen ganz andere Anforderungen<br />

als noch vor 20 Jahren.<br />

Ein Arbeitsplatz muss heute in vielerlei<br />

Hinsicht für Zufriedenheit<br />

sorgen. Ich selbst bin offen, wenn<br />

meine Mitarbeiter um eine Flexibilisierung<br />

der Arbeitszeit bitten.<br />

Selbstverständlich in einem gewissen<br />

Rahmen. Zu gewissen Zeiten<br />

müssen alle vor Ort sein – um<br />

Kunden zuverlässig zu bedienen<br />

oder einfach nur für gemeinsame<br />

Besprechungen. Dass in einer<br />

Werbeagentur der Spaß nicht zu<br />

kurz kommen darf ist sowieso<br />

klar. Kleine Gimmicks, wie unser<br />

Kickertisch im Foyer, leisten dafür<br />

sicherlich ihren Beitrag. Viel wichtiger<br />

aber: dass die Arbeit erfüllend,<br />

sinnstiftend und abwechslungsreich<br />

ist.<br />

www.keller-brennecke.de<br />

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Zukunftsperspektiven<br />

bei Bausch+Ströbel<br />

Sich zu Hause fühlen. Den Horizont erweitern. Neues entwickeln.<br />

Welche Vorteile bietet ein regional<br />

verwurzeltes und global<br />

ausgerichtetes Familienunternehmen<br />

wie Bausch+Ströbel<br />

seinen Mitarbeitern?<br />

Sich zu Hause fühlen.<br />

Den Horizont erweitern.<br />

Neues entwickeln.<br />

Bausch+Ströbel Personalleiterin Kerstin Blum mit Geschäftsführer<br />

Bernhard Frisch.<br />

Foto: Bausch+Ströbel<br />

„Wenn man sich die Welt um<br />

uns herum so anschaut ist es fast<br />

nicht zu glauben, dass es noch<br />

Unternehmen wie Bausch+Ströbel<br />

gibt, die ein so stabiles und<br />

sicheres Umfeld bieten“, so Kerstin<br />

Blum, Personalleiterin beim 1.400<br />

Mitarbeiter zählenden Spezialmaschinenhersteller<br />

aus Ilshofen.<br />

Seit über 50 Jahren konstruiert,<br />

baut und vertreibt Bausch+Ströbel<br />

weltweit Verpackungs- und Produktionssysteme<br />

vorwiegend für<br />

die pharmazeutische Industrie.<br />

„Was das Unternehmen so auszeichnet,<br />

ist eine ganz besondere<br />

Mischung“, sagt Bernhard<br />

Frisch, der als kaufmännischer<br />

Geschäftsführer im März neu zu<br />

Bausch+Ströbel kam. „Hier kann<br />

man sich als Mitarbeiter schnell zu<br />

Hause fühlen. Gleichzeitig bieten<br />

sich zahlreiche Möglichkeiten, den<br />

Horizont zu erweitern und die eigene<br />

Zukunft und die des Unternehmens<br />

aktiv mitzugestalten.“<br />

Doch was bedeuten die Einschätzungen<br />

von Blum und Frisch<br />

konkret?<br />

„Unsere bemerkenswert flachen<br />

Hierarchien – bei uns gibt es maximal<br />

drei Ebenen – und die damit<br />

verbundenen schnellen Entscheidungswege<br />

vereinfachen vieles“,<br />

sagt Blum und ergänzt: „Gleichzeitig<br />

bieten sich unseren Mitarbeitern<br />

viele Entwicklungsmöglichkeiten<br />

und Karrierechancen, sei es in<br />

Form einer Projektleiter-, Fachspezialisten-<br />

oder Führungskräftelaufbahn.<br />

Unabhängig davon, für<br />

welche Richtung sich der Einzelne<br />

entscheidet, ist für uns jeder Mitarbeiter<br />

gleich wichtig.“<br />

Mit dieser konsequenten und fortwährenden<br />

Personalentwicklung<br />

sichert sich das Unternehmen seine<br />

Zukunftsfähigkeit, zum Beispiel<br />

beim Thema Digitalisierung. Nicht<br />

umsonst bezeichnete das Handelsblatt<br />

im Oktober letzten Jahres<br />

Bausch+Ströbel als „Industrie 4.0<br />

Vorreiter“.<br />

Eine Vorreiterrolle, die die Ilshofener<br />

Stück für Stück weiter auch<br />

global ausbauen werden, denn 90<br />

Prozent der Kunden sind international.<br />

Für Frisch ein weiterer<br />

Pluspunkt für die Mitarbeiter: „Regional<br />

und international – das ist<br />

bei uns kein Widerspruch. Aus dem<br />

Stammhaus Ilshofen heraus –<br />

in dem wir stark verwurzelt sind<br />

und dies auch bleiben werden<br />

– setzen wir unseren Fokus auf<br />

die weitere Internationalisierung<br />

unserer Firma. Eine spannende<br />

Aufgabe für unsere Mitarbeiter, die<br />

auch international gestalten und<br />

Bausch+Ströbel aktiv mit weiterentwickeln<br />

wollen.“<br />

[pm]<br />

Vorteile auf einen Blick<br />

• Anspruchsvolle Aufgaben<br />

und sehr gute Karrierechancen<br />

• Flache Hierarchien und<br />

schnelle Entscheidungswege<br />

• Sichere Arbeitsplätze in<br />

einer stabilen und stetig<br />

wachsenden Branche<br />

• Attraktives Entgeltsystem<br />

B+S STEP & flexible Arbeitszeitmodelle<br />

• Personalentwicklung und<br />

Weiterbildung in der<br />

B+S Akademie<br />

www.bausch-stroebel.com<br />

Interessante Perspektiven im Bereich<br />

Maschinenbau für die Pharmaindustrie<br />

www.karriere.bausch-stroebel.com


August <strong>2018</strong> I Jahrgang 17 I Nr. <strong>194</strong><br />

Employer Branding 29<br />

Auszeichnungen heben Firmenimage<br />

In Zeiten des Fachkräftemangels wollen Unternehmen als guter Arbeitgeber wahrgenommen werden.<br />

VON MARIUS STEPHAN<br />

Immer wieder küren verschiedene<br />

Publikationen die besten<br />

Arbeitgeber des Landes. Eines<br />

der größtangelegten Rankings ist<br />

jenes von Focus Money. Und obwohl<br />

sich auf den vorderen Plätzen<br />

natürlich regelmäßig die großen<br />

Namen mit viel Strahlkraft<br />

tummeln – <strong>2018</strong> ging zum Beispiel<br />

Rang 1 der Top-Arbeitgeber<br />

über alle Branchen an Adidas –<br />

haben auch mittelständische Unternehmen<br />

das Plus für das eigene<br />

Image entdeckt.<br />

SPITZENPLATZ Und so finden<br />

sich auf den Listen der besten Arbeitgeber<br />

der Republik auch namhafte<br />

Unternehmen aus der Region<br />

Heilbronn-Franken. Immer<br />

wieder vorne mit dabei ist im Focus-Ranking<br />

die Bauunternehmung<br />

Leonard Weiss mit Sitz in<br />

Satteldorf. Den prestigeträchtigen<br />

Titel „Top-Arbeitgeber“ bewertete<br />

das Unternehmen auch in der Vergangenheit<br />

als Anlass, sich weiter<br />

zu verbessern: „Wir freuen uns<br />

sehr über diese Auszeichnung“,<br />

erklärte Volker Krauß, Vorsitzender<br />

der Geschäftsführung von Leonhard<br />

Weiss, der erst vor wenigen<br />

Tagen den Vorsitz an seinen<br />

Nachfolger Dieter Straub übergab.<br />

„Es ist die Bestätigung für unsere<br />

Aktivitäten einer modernen,<br />

zukunftsorientierten Personalarbeit.<br />

Wir sehen es als Ansporn:<br />

neue Projekte, insbesondere zum<br />

Thema Beruf und Familie sind bereits<br />

in Arbeit.“ Auch der Ventilatorenbauer<br />

EBM-Papst aus Mulfingen<br />

bestätigt die Wichtigkeit, einer<br />

gut funktionierenden Firmenkultur:<br />

„Seit Unternehmensgründung<br />

vor 50 Jahren leben wir eine<br />

Unternehmenskultur, die den<br />

Menschen in den Mittelpunkt<br />

stellt,“ teilte das Unternehmen zu<br />

einer der zahlreichen Top-Platzierung<br />

in den letzten Jahren mit.<br />

Die Liste ist indes lang: Firmen<br />

wie Würth, Ziehl-Abegg oder Bürkert<br />

sind Kandidaten, die bereits<br />

mehrfach namentlich im oberen<br />

Drittel der „besten Arbeitgeber“<br />

auftauchten.<br />

PARTNER Besonders Karriereund<br />

Businessportale beteiligen<br />

sich an der Erstellung der Listen<br />

der besten Arbeitgeber. So arbeitet<br />

das Magazin Focus in der Vergangenheit<br />

mit Plattformen wie<br />

Xing oder Kununu zusammen.<br />

Diese verfügen über die benötigten<br />

Nutzerzahlen, um der Erhebung<br />

Relevanz zu verschaffen. Das<br />

jüngste Beispiel: Die Firma Gemü<br />

Apparatebau mit Sitz in Ingelfingen-Criesbach<br />

wurde von Yourfirm,<br />

einer Online-Jobbörse für<br />

den Mittelstand im deutschsprachigen<br />

Raum, als „Top-Arbeitgeber<br />

im Mittelstand <strong>2018</strong>“ ausgezeichnet.<br />

Yourfirm.de vergibt das<br />

Siegel seit 2015. Das Karriereportal<br />

will mit dieser Auszeichnung<br />

Betriebsklima: Stress und unrealistische Ziele setzen den Mitarbeitern zu. Moderne Firmen fördern den gesundheitlichen Ausgleich. Foto: NPG-Archiv<br />

Jobsuchenden mehr Orientierung<br />

auf der Suche nach interessanten<br />

Arbeitgebern im Mittelstand, vor<br />

allem den sogenannten „Hidden<br />

Champions“, geben.<br />

Das Besondere an dieser Auszeichnung:<br />

Anstelle von Umfragen, die<br />

in der Regel eine relativ niedrige<br />

Teilnahmequote und somit nur bedingt<br />

aussagekräftige Datenbasis<br />

haben, wird für das Siegel „Top-<br />

Arbeitgeber im Mittelstand“ das<br />

Zugriffs- und Leseverhalten der<br />

User auf www.yourfirm.de auf<br />

mehr als 60 000 Stellenanzeigen<br />

innerhalb eines Jahres ausgewertet.<br />

Bewertungskriterien sind unter<br />

anderem die Zahl der User,<br />

die ein Unternehmen im Schnitt<br />

pro Stellenanzeige und Firmenprofil<br />

erreicht, der Prozentsatz der<br />

User, die die Inhalte tatsächlich<br />

durchlesen, also entsprechend<br />

lange auf der Seite verweilen sowie<br />

der Anteil der Leser, die eine<br />

bewerbungsnahe Aktion vornehmen,<br />

indem sie zum Beispiel auf<br />

den Website-Link des Unternehmens<br />

klicken.<br />

Basierend auf diesen drei Kategorien<br />

wird ein „Beliebtheitsindex“<br />

für jeden Arbeitgeber ermittelt.<br />

Die 1000 am besten bewerteten<br />

Firmen erhalten das Siegel „Top-<br />

Arbeitgeber im Mittelstand <strong>2018</strong>“.<br />

Yourfirm-Geschäftsführer Dirk<br />

Kümmerle erklärt die Intention<br />

der Auszeichnung auf seinem Portal:<br />

„Statt Großkonzerne oder Zeitarbeitsfirmen<br />

stehen auf Yourfirm.de<br />

ausschließlich mittelständische<br />

Unternehmen im Fokus.<br />

Mit dem Siegel Top-Arbeitgeber<br />

im Mittelstand <strong>2018</strong> wollen wir<br />

dazu beitragen, Arbeitgeber aus<br />

dem Mittelstand noch mehr ins Bewusstsein<br />

von Jobsuchenden zu<br />

rücken“.<br />

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Monitore, Displays und Co.<br />

DATA MODUL ist seit Jahrzehnten erfolgreich am Markt – stabil und modern<br />

DATA MODUL ist einer der weltweit<br />

führenden Spezialisten für Displayund<br />

Systemlösungen für professionelle<br />

Anwendungen in vielen<br />

Branchen. Am Standort Weikersheim<br />

beschäftigt das Unternehmen<br />

rund 400 Mitarbeiter in Verwaltung,<br />

Entwicklung, Logistik und Produktion<br />

und ist so ein attraktiver<br />

Arbeitgeber in der Region.<br />

Die Entwicklung im Smartphoneund<br />

Tabletbereich hat sich auf die<br />

Industrie übertragen und erzeugt<br />

eine steigende Nachfrage nach den<br />

modernen Displaylösungen von<br />

DATA MODUL, wie sie in der Industrie,<br />

auf Flughäfen und Bahnhöfen<br />

zu finden sind. Der sich verändernde<br />

Bedarf hat das Unternehmen<br />

zu strategischen Maßnahmen<br />

» MIT DEM KNOW-HOW<br />

UNSERER MITARBEITER<br />

UND UNSERER TECHNOLO-<br />

GIE SIND WIR IN DER LAGE,<br />

DIE VISIONEN UND AN-<br />

FORDERUNGEN UNSERER<br />

KUNDEN UMZUSETZEN.<br />

WIR STELLEN UNS DEN<br />

HERAUSFORDERUNGEN<br />

DER ZUKUNFT. «<br />

Michael Scheuenstuhl, Geschäftsführer<br />

DATA MODUL Weikersheim<br />

DATA MODUL investierte in den vergangenen Jahren massiv in den<br />

Bereich Optical Bonding und ist heute Technologieführer in Europa.<br />

Foto: DATA MODUL<br />

veranlasst. Gerade in Weikersheim<br />

wurden in den vergangenen Jahren<br />

Erweiterungen in den Bereichen<br />

Geräteentwicklung, Maschinenpark,<br />

Logistik, Montagelinien und<br />

Reinraumflächen vorgenommen<br />

und neue Grundstücks- und<br />

Gebäudeflächen erworben. Die<br />

Mitarbeiterzahl wächst kontinuierlich<br />

und als Ausbildungsbetrieb –<br />

auch für Duale Studiengänge – ist<br />

DATA MODUL hochinteressant.<br />

Denn der Schlüssel zum Erfolg sind<br />

die Mitarbeiter, die durch Innovationskraft,<br />

Qualitätsbewusstsein<br />

und Know-how die Zukunft des<br />

Unternehmens vorantreiben.<br />

Heute sind in der Industrie<br />

hochwertige, standardisierte und<br />

individualisierte Mensch-Maschine-Schnittstellen,<br />

von Komponenten<br />

in Miniaturgröße, bis zu Komplettsystemen<br />

(Videowall) gefragt.<br />

DATA MODULs Displaylösungen<br />

finden sich in Industrieanwendungen<br />

auf der ganzen Welt, ob beim<br />

Einkauf im Supermarkt oder – seit<br />

der Medizinzertifizierung im Jahr<br />

2016 – auch verstärkt in medizinischen<br />

Geräten. Spezialangefertigte<br />

Maschinen optimieren Displays in<br />

puncto Sicherheit, Ablesbarkeit und<br />

Design. Hochklassige Technologie<br />

aus dem Taubertal. Eine verantwortungsbewusste<br />

Unternehmenssteuerung,<br />

herausragender Teamgeist,<br />

Zusammengehörigkeitsgefühl<br />

und Freude an der Arbeit sind die<br />

Garanten dafür, den erfolgreichen<br />

Weg der vergangenen Jahre<br />

fortzusetzen. Das Unternehmen<br />

ist immer auf der Suche nach<br />

hochmotivierten und gut ausgebildeten<br />

Fachkräften, die Teil der<br />

über 60-jährigen Erfolgsgeschichte<br />

werden wollen.<br />

[pm]<br />

Die DATA MODUL AG ist<br />

weltweit einer der führenden<br />

Spezialanbieter von Display-,<br />

Touch-, Embedded-,<br />

Monitor- und Panel PC-Lösungen<br />

für professionelle<br />

Applikationen. Das Unternehmen<br />

hat sich als Display<br />

Technologiepartner der<br />

Industrie und europäischer<br />

Marktführer im Bereich Displaydistribution<br />

etabliert.<br />

Fokus liegt auf der Entwicklung<br />

eigener Produkte, kundenspezifischer<br />

Lösungen<br />

und Value-Added-Services.<br />

www.data-modul.com<br />

TECHNIK IM TAUBERTAL<br />

Mit über 400 Mitarbeitern und 45 Jahren<br />

Marktpräsenz hat sich DATA MODUL als einer<br />

der weltweit führenden Spezialanbieter von<br />

Display-, Touch- und Systemtechnologien<br />

für die Industrie, Medizintechnik und eine<br />

Vielzahl weiterer Branchen etabliert.<br />

TOP<br />

ARBEITGEBER<br />

DER REGION<br />

DATA MODUL Weikersheim GmbH | www.data-modul.com


30 Employer Branding<br />

August <strong>2018</strong> I Jahrgang 17 I Nr. <strong>194</strong><br />

Sicherheit statt Geld und Karriere<br />

Noch immer sind viele Stellenanzeigen auf Akademiker zugeschnitten, dabei suchen Unternehmen heute vor allem Fachkräfte mit abgeschlossener<br />

Berufsausbildung. Beim „Employer Branding“ müssen sie daher viel stärker auf die Bedürfnisse dieser Zielgruppe eingehen – hier ein paar Tipps.<br />

Wir riefen Arbeitskräfte,<br />

und es kamen Menschen“<br />

– diesen Satz<br />

sagte der Schriftsteller und Architekt<br />

Max Frisch einst in Bezug auf<br />

die ersten Gastarbeiter in Westdeutschland<br />

und der Schweiz in<br />

der Nachkriegszeit. Doch lässt<br />

sich das Zitat ebenso gut ummünzen<br />

auf die heutige Situation vieler<br />

Unternehmen: Fachkraft ist nicht<br />

gleich Fachkraft – das ist eine Lektion,<br />

die viele lernen müssen,<br />

wenn sie auf der verzweifelten Suche<br />

nach qualifizierten Mitarbeitern<br />

sind. Denn wer im harten<br />

Wettbewerb um die besten Köpfe<br />

am Arbeitsmarkt bestehen will,<br />

muss sie als Persönlichkeiten mit<br />

individuellen Wünschen und Bedürfnissen<br />

wahrnehmen und sie<br />

entsprechend begeistern.<br />

LOCKMITTEL Wird diese Erkenntnis<br />

bereits umgesetzt? Ein<br />

Blick in die gängigen Stellenanzeigen<br />

lässt zweifeln: Immer wieder<br />

ist die Rede von herausragenden<br />

Karrierechancen, vielfältigen Entwicklungsmöglichkeiten<br />

und einem<br />

üppigen Gehalt. Sind das richtigen<br />

Lockmittel für Fachkräfte?<br />

Nicht unbedingt, wie aus einer Studie<br />

des Portals meinestadt.de hervorgeht:<br />

Was für Akademiker<br />

wichtige Aspekte bei der Jobwahl<br />

sein mögen, sei für Nicht-Akademiker<br />

noch lange nicht zwingend<br />

attraktiv – Fachkraft ist eben nicht<br />

gleich Fachkraft. Nicht-akademische<br />

Fachkräfte seien nämlich vor<br />

allem an einem sicheren Arbeitsplatz,<br />

einem guten Betriebsklima<br />

und einem pünktlich gezahlten Gehalt<br />

interessiert. Doch hier liegt<br />

das Problem bei vielen Stellenausschreibungen:<br />

Sie sind immer<br />

noch viel zu standardisiert und<br />

auf die Ansprüche von Akademikern<br />

zugeschnitten.<br />

Die Top 3 unter den wichtigsten Sicherheitsfaktoren<br />

für Fachkräfte<br />

sind ein unbefristeter Vertrag,<br />

pünktliches Gehalt sowie ein gesundes<br />

und stabiles Unternehmen.<br />

Bei der Bewerbersuche sollten<br />

Unternehmen daher genau<br />

diese Punkte hervorheben.<br />

FREIZEIT Noch zwei Aspekte finden<br />

bisher wenig Beachtung: Aus<br />

anderen Umfragen geht hervor,<br />

dass Arbeitnehmer mit Berufsausbildung<br />

sehr viel Wert auf Freizeit<br />

legen. Logisch: Wer auf Sicherheit<br />

aus ist, strebt nicht die große Karriere<br />

an. Und wer in der Unternehmenshierachie<br />

nicht unbedingt<br />

aufsteigen will, der möchte auch<br />

nicht viele Überstunden schieben,<br />

sondern lieber das Leben jenseits<br />

beruflicher Verpflichtungen genießen.<br />

Und: Viele Befragte, die mit<br />

ihrem aktuellen Job unzufrieden<br />

Strategie: Auch mit einfachen Methoden können Unternehmen Aufmerksamkeit erregen. Wer bei Bewerbern<br />

aber nachhaltig punkten will, sollte ein stimmiges Konzept erarbeiten.<br />

Foto: Doc RaBe/Fotolia.com<br />

sind, beklagen mangelnde Wertschätzung<br />

durch ihren Vorgesetzten.<br />

Es lohnt sich für ein Unternehmen<br />

also durchaus, Führungskräfte<br />

in Kommunikation und anderen<br />

Fähigkeiten zu schulen.<br />

Folgende Tipps sollten Unternehmen<br />

beim Employer Branding für<br />

Fachkräfte berücksichtigen: Fachkräfte<br />

wollen als Zielgruppe ernstgenommen<br />

werden. Nicht-akademische<br />

Zielgruppen sind in vielen<br />

Branchen begehrt – und wissen<br />

das. Arbeitgeber sollten hier von<br />

„Selektion“ auf „Gewinnen“ umschalten<br />

und entsprechende Argumente<br />

entwickeln. Das gesamte<br />

Employer Branding muss neu konzipiert<br />

werden – weg von Standversprechen<br />

wie „attraktiven Karrierechancen“<br />

und „hervorragenden<br />

Entwicklungsmöglichkeiten“. Um<br />

eine vor allem nicht-akademische<br />

Zielgruppe zu begeistern, braucht<br />

es neue Ansätze.<br />

Trotzdem gilt: Auch nicht-akademische<br />

Fachkräfte sind keine homogene<br />

Gruppe. Arbeitgeber sollten<br />

ihre Kernzielgruppen kennenlernen<br />

und verstehen, was sie an<br />

einem Arbeitgeber reizt und was<br />

sie verschreckt. Mit Karriereversprechen<br />

ist oft nicht mehr zu<br />

punkten: Fachkräfte mit abgeschlossener<br />

Berufsausbildung<br />

wünschen sich Sicherheit, Wertschätzung<br />

und eine ausgeglichene<br />

„Work-Life-Balance“, Aufstiegschancen<br />

sind ihnen weit weniger<br />

wichtig.<br />

KONKRET Eine alarmierende<br />

Zahl: Nicht mal jeder Zehnte findet<br />

aktuelle Stellenanzeigen sehr<br />

überzeugend. Was gut ankommt,<br />

sind Sätze, die konkret auf Urlaubsgeld,<br />

Sonderzahlungen oder<br />

familienfreundliche Arbeitsmodelle<br />

eingehen. Floskeln à la<br />

„Freuen Sie sich auf eine spannende,<br />

vielseitige und verantwortungsvolle<br />

Tätigkeit“ rufen bei vielen<br />

Bewerbern nur noch ein müdes<br />

Lächeln hervor.<br />

Ganz wichtig auch: Fachkräfte<br />

sind Teamplayer. Sie empfinden<br />

ihre Arbeit als sinnvoll, wenn sie<br />

sich als Teil einer Gemeinschaft<br />

fühlen – auch das geht aus der<br />

meinestadt.de-Studie hervor. Das<br />

sollten Arbeitgeber ernst nehmen<br />

und darauf eingehen.<br />

Passend zum Thema „Sinnhaftigkeit“:<br />

Über die Hälfte der befragten<br />

Fachkräfte möchte im Job etwas<br />

Gutes bewirken. Das sollte<br />

die Unternehmen eigentlich<br />

freuen, denn es spricht dafür,<br />

dass die Bewerber nach wie vor<br />

eine hohe Motivation mitbringen.<br />

Dieses Potenzial gilt es zu nutzen<br />

und in produktive Bahnen zu lenken.<br />

Zu guter Letzt: Fachkräfte sollten<br />

regional angesprochen werden.<br />

Während viele Akademiker eine<br />

internationale Karriere anstreben,<br />

spielt die Nähe zur Heimat oder<br />

zur vertrauten Umgebung besonders<br />

für nicht-akademische Fachkräfte<br />

eine große Rolle. Kein Krankenpfleger<br />

will von Künzelsau<br />

nach Köln, keine Busfahrerin von<br />

Heilbronn nach Hamburg ziehen<br />

– außer aus privaten Gründen.<br />

Und das müssen sie auch nicht,<br />

denn in vielen Berufen haben sie<br />

heute eine große Auswahl – auch<br />

vor der eigenen Haustür. pm/flu<br />

www.employerbranding.org<br />

Aldi pusht Auftritt<br />

Der Discounter präsentiert sich in der neuen Kampagne als attraktiver Arbeitgeber.<br />

Aldi kennt jeder: Der Discounter<br />

bietet günstige<br />

Preise, ein umfangreiches<br />

Angebot und jede Menge Sonderangebote.<br />

Insgesamt arbeiten für Aldi Süd<br />

in Deutschland mehr als<br />

43 400 Mitarbeiter. Das Unternehmen<br />

bildet etwa 5200 Lehrlinge<br />

aus, es bietet ein duales<br />

Studium und weitreichende Karrieremöglichkeiten,<br />

leistungsgerechte<br />

Bezahlung und vor allem<br />

unbefristete Jobs von Anfang<br />

an: Das alles macht Aldi zu<br />

einem attraktiven Arbeitgeber.<br />

Schwer vorzustellen, dass auch<br />

der Discounter sich Sorgen um<br />

zukünftige Arbeitskräfte machen<br />

muss.<br />

Aber genau das tut er. Seit drei<br />

Tagen jedenfalls macht Aldi Süd<br />

Werbung in eigener Sache. Unter<br />

dem Slogan „Für mich. Für<br />

uns. Für morgen.“ wirbt das Unternehmen<br />

auf ausgewählten Kanälen<br />

um Mitarbeiter. Die Agentur<br />

„Territory Embrace“ hat die<br />

Employer-Branding-Kampagne<br />

umgesetzt und läutet sie mit<br />

provokanten Fragen ein. Sechs<br />

Key-Visuals zeigen ein zerwühltes<br />

Bett, den Schatten zweier<br />

Personen oder eine Straßenkreuzung<br />

und fragen nach:<br />

„Wofür stehst du jeden Morgen<br />

auf?“, „Wofür springst du über<br />

deinen Schatten?“ oder „Wofür<br />

ist dir kein Weg zu weit?“ Die<br />

Maßnahme ist Teil einer Employer-Branding-Kampagne,<br />

die derzeit von verschiedenen<br />

Unternehmen gestartet wird.<br />

Kern dieser Kampagnen ist es,<br />

das Image des Unternehmens<br />

als attraktiver Arbeitgeber in<br />

die Wahrnehmung zu rücken.<br />

„Das Ziel war, eine starke, nahbare<br />

und glaubwürdige Arbeitgebermarke<br />

zu schaffen“, sagt<br />

Kamila Kwasny, Director Human<br />

Resources Marketing bei<br />

Aldi Süd. „Mit der Kampagne<br />

möchten wir den Bewerbern<br />

ihre echten, zukünftigen Kollegen<br />

vorstellen und einen authentischen<br />

Blick in die Arbeitswelt<br />

bei uns ermöglichen.“<br />

Fragen, keine platten Werbebotschaften<br />

Drei Perspektiven sind wichtig:<br />

die Sicht der Mitarbeiter, die<br />

Darstellung des Teamgeistes sowie<br />

die Zukunftsfähigkeit des<br />

Unternehmens. Der Aufbau der<br />

Kampagne setzt sich aus zwei<br />

Teilen zusammen. Auffallend<br />

beim ersten Teil ist, dass keine<br />

platten Werbebotschaften vermittelt,<br />

sondern Fragen gestellt<br />

werden, die bewusst provozieren<br />

und eine breite Zielgruppe<br />

ansprechen sollen. Diese Fragen<br />

werden anschließend von<br />

26 Mitarbeitern aus den unterschiedlichen<br />

Unternehmensbereichen<br />

– dem Verkauf, dem Logistikzentrum<br />

oder der Verwaltung<br />

– auf mehr als 52 verschiedenen<br />

Motiven beantwortet. Dabei<br />

wird jede Person sowohl im<br />

Privaten als auch im Arbeitsalltag<br />

gezeigt.<br />

Arbeit und Privates unter<br />

einen Hut bringen<br />

Denn auch Aldi weiß: Die meisten<br />

Mitarbeiter im Einzelhandel<br />

sind weiblich und wer einen<br />

Job bieten kann, bei dem sich<br />

das Familienleben mit dem Arbeitsleben<br />

unter einen Hut bringen<br />

lässt, hat bessere Chancen,<br />

qualifizierte Nachwuchskräfte<br />

zu finden. In der neuen Employer-Branding-Kampagne<br />

lässt der Discounter daher die<br />

Mitarbeiter beschreiben, was<br />

sie privat antreibt – und wie<br />

das zu ihrem Job bei Aldi Süd<br />

passt. Mit ihren Employer-Branding-Aktionen<br />

hat die Unternehmensgruppe<br />

bereits mehrfach<br />

Auszeichnungen erhalten. Die<br />

neue Kampagne startete Anfang<br />

August und nutzt das ganze Werbespektrum:<br />

Plakatflächen, Radio-<br />

und Videospots, Spotify,<br />

YouTube, Anzeigenschaltungen<br />

Tageszeitungen und Publikationen,<br />

Display-Ads und Online-<br />

Werbebanner sowie Werbung<br />

in den Filialen.<br />

do/pm<br />

www.karriere.aldi-sued.de<br />

Ausbildung: So wirbt Aldi Süd in eigener Sache<br />

Foto: Aldi Süd<br />

Praxisbezogen: Die Teilnehmer der Qualifizierung erhalten in der Ausbildungswerkstatt<br />

in Ingelfingen ihre Grundkenntnisse in den Bereichen<br />

Metall und Elektro.<br />

Foto: Bürkert<br />

Geflüchtete integrieren<br />

Die Qualifizierung Zugewanderter ist ein Weg, um Mitarbeiter<br />

zu finden. Die Firma Bürkert ist damit erfolgreich.<br />

Arbeitgeberwerbung in eigener<br />

Sache ist ein Mittel, um Fachkräfte<br />

auf sich aufmerksam zu machen.<br />

Die Firma Bürkert aus Ingelfingen<br />

geht noch einen anderen<br />

Weg – und hat Erfolg damit.<br />

Bürkert qualifiziert Geflüchtete<br />

und integriert sie im eigenen Unternehmen.<br />

Mit mittlerweile vier<br />

Übernahmen in eine Festanstellung<br />

zeige die Initiative Erfolge<br />

echter Integration mit Perspektive,<br />

schreibt der Fluidspezialist in<br />

einer Pressemitteilung.<br />

Bürkert hat vor knapp zwei Jahren<br />

eine Initiative ins Lebens gerufen,<br />

die Flüchtlingen durch ein<br />

dreimonatiges Integrationspraktikum<br />

den Einstieg in den regionalen<br />

Arbeitsmarkt erleichtern soll.<br />

In einer Kombination aus Theorie<br />

und Praxis erlangen die Praktikanten<br />

die grundlegenden Fertigkeiten<br />

aus den Bereichen Metall und<br />

Elektro, ergänzt durch begleitenden<br />

Deutschunterricht an zwei<br />

Vormittagen in der Woche.<br />

Der mittlerweile fünfte Integrationskurs<br />

bei Bürkert endete Mitte<br />

Juli. Mit dabei waren sieben Praktikanten<br />

in Vollzeit – vier aus Syrien,<br />

zwei aus dem Irak und einer<br />

aus Afghanistan. Parallel dazu besuchen<br />

an zwei Tagen pro Woche<br />

auch Schüler der VABO-Klassen<br />

(Vorqualifizierungsjahr Arbeit<br />

und Beruf für Jugendliche ohne<br />

Deutschkenntnisse) in Öhringen<br />

und der Metallfachschule Künzelsau<br />

die ehemalige Bürkert-Ausbildungswerkstatt,<br />

um hier ihr<br />

Praktikum zu absolvieren. Der<br />

nächste Kurs des Qualifizierungsprogramms<br />

QIP startet am Montag,<br />

10. September. Weitere Infos<br />

unter 0 79 40 / 1 09 65 41. pm<br />

www.buerkert.de


August <strong>2018</strong> I Jahrgang 17 I Nr. <strong>194</strong><br />

Employer Branding 31<br />

Eine Marke braucht ein Fundament<br />

Petra Hesser war Geschäftsführerin von IKEA Deutschland und als Mitglied des Vorstandes Leiterin Human Resources. Die erfahrene Managerin<br />

war damit verantwortlich für die Personalstrategie von mehr als 160 000 Mitarbeitern. Ein Gespräch über gelebte Verantwortung, die Bedeutung<br />

einer Arbeitgebermarke und einem wertebasierten Employer Branding. INTERVIEW VON HERIBERT LOHR<br />

Im Jahr 1984 begann Petra<br />

Hesser ihre Karriere bei dem<br />

schwedischen Einrichtungshaus.<br />

Die Dynamik im Einzelhandel,<br />

die Begegnungen mit Kunden<br />

und Mitarbeitern sowie formschöne<br />

Einrichtungslösungen begeisterten<br />

die gebürtige Neckarsulmerin<br />

während ihrer gesamten beruflichen<br />

Laufbahn. Längere Zeit<br />

wohnte sie in Crailsheim. Für einen<br />

Vortrag im Möbelhaus Bohn<br />

kam sie kurz „in die Heimat“ zurück<br />

und referierte über den „Erfolgsfaktor<br />

Unternehmenskultur“.<br />

<strong>REGIOBUSINESS</strong> Employer<br />

Branding ist heute in aller Munde.<br />

Warum reichen nicht ein paar<br />

schöne Videoclips? Ihr langjähriger<br />

Arbeitgeber hat Weihnachtsbäume<br />

aus dem Fenster werfen<br />

lassen. Das Image von den sympatischen,<br />

etwas schrulligen Schweden<br />

mit dem leicht komischen Akzent<br />

hat doch gereicht und schon<br />

hat jeder von uns ein IKEA-Regal<br />

zuhause stehen?<br />

PETRA HESSER Um potentielle<br />

Mitarbeiter zu gewinnen muss ich<br />

heute nicht nur darlegen, was<br />

mein Unternehmen macht, sondern<br />

auch wer wir sind und wofür<br />

mein Unternehmen steht. Was ist<br />

der übergeordnete Sinn und<br />

Zweck der Arbeit, die wir ausführen?<br />

Welchen Beitrag leisten wir<br />

Petra Hesser: „Die Unternehmenskultur selbst formen.“<br />

für den Alltag der Menschen und<br />

das gesellschaftliche Zusammenleben?<br />

Wichtig ist zu zeigen, dass<br />

die Antwort, die wir geben wirklich<br />

gelebt wird und den Arbeitsalltag<br />

bestimmt. Ein Videoclip der<br />

Einblicke in die Arbeitsatmosphäre<br />

und den Arbeitsplatz gibt<br />

kann sehr gut helfen, das Bestehende<br />

zu vermitteln.<br />

Foto: Lohr<br />

<strong>REGIOBUSINESS</strong> Frau Hesser,<br />

Sie vertreten ja die Ansicht, dass<br />

eine gute Personalarbeit und damit<br />

der Aufbau einer Arbeitgebermarke<br />

wertebasiert sein muss?<br />

PETRA HESSER Eine Arbeitgebermarke<br />

ist dann nachhaltig<br />

stark und attraktiv, wenn sie auf<br />

ein Fundament von gelebten Werten<br />

bauen kann. Unternehmenswerte<br />

sind richtungsweisend für<br />

Denken und Handeln, für Verhalten<br />

und Entscheiden. Wichtig ist,<br />

dass sie von allen Mitarbeitern gelebt<br />

werden, so dass die tatsächliche<br />

Unternehmenskultur im Unternehmen<br />

und die Wahrnehmung<br />

der Marke von außen stimmig<br />

sind.<br />

<strong>REGIOBUSINESS</strong> Sie haben<br />

über Jahrzehnte mit IKEA für eines<br />

der größten Möbelhäuser in<br />

Europa gearbeitet. Was unterscheidet<br />

perspektivisch angelegte<br />

Personalarbeit im Handel von anderen<br />

Branchen? Oder ist das für<br />

eine Managerin wie Sie am Ende<br />

Hose wie Jacke?<br />

PETRA HESSER Die Prinzipien<br />

„wertebasiert führen und arbeiten“<br />

und „Menschen – Mitarbeiter<br />

und Kunde – in den Mittelpunkt<br />

stellen“ gelten für mich unabhängig<br />

von Unternehmen oder<br />

Branche. Der Handel muss jedoch<br />

seine Attraktivität immer<br />

noch ein wenig mehr hervorheben.<br />

Vielfalt in der Begegnung mit<br />

Menschen, berufliche und persönliche<br />

Entwicklungsmöglichkeiten,<br />

Flexibilität und Unterschiedlichkeit<br />

der Aufgaben sind besondere<br />

Kennzeichen des Handels. Hier<br />

braucht es mehr gute Beispiele<br />

und mehr Botschafter für das, was<br />

die Branche so besonders macht.<br />

<strong>REGIOBUSINESS</strong> Unternehmenskultur<br />

ist ein bedeutsamer<br />

Erfolgsfaktor. Gibt es so etwas wie<br />

Eckpfeiler, die eine gute Unternehmenskultur<br />

schaffen?<br />

PETRA HESSER Der wichtigste<br />

Schritt ist die Entscheidung die Unternehmenskultur,<br />

die auf den definierten<br />

Werten basiert, selbst formen<br />

zu wollen. Als Unternehmer<br />

und als Führungskraft habe ich<br />

Einfluss auf die Kultur meiner Organisation,<br />

und damit auf die<br />

Frage, wie Herausforderungen angenommen<br />

werden, wie mit Widerständen<br />

umgegangen wird,<br />

was missachtet oder geschätzt<br />

wird, was belohnt und anerkannt<br />

wird, ob Veränderungen als neue<br />

Möglichkeiten gesehen werden,<br />

was für schlecht oder gut bewertet<br />

wird.<br />

<strong>REGIOBUSINESS</strong> Sie vertreten<br />

eine Kultur der Inspiration?<br />

PETRA HESSER Ja. Ich schaffe<br />

als Führungskraft dann Zusammenhalt<br />

und Enthusiasmus und<br />

bin richtungsweisend, wenn ich<br />

alle Mitarbeiter mit der Vision<br />

oder Mission des Unternehmens<br />

erreiche. Wenn ich sie inspiriere<br />

und motiviere, ihren eigenen, besten<br />

Beitrag zur Realisierung dieser<br />

Vision zu leisten. Die IKEA Vision<br />

„den vielen Menschen einen<br />

besseren Alltag zu schaffen“ hat<br />

mich über 30 Jahre lang jeden<br />

Tag aufs Neue inspiriert.<br />

<strong>REGIOBUSINESS</strong> Sie vertreten<br />

die Ansicht, agiles Arbeiten geht<br />

nicht ohne Mandat.<br />

PETRA HESSER Agiles Arbeiten<br />

heißt für mich, schnell auf komplexe<br />

Herausforderungen des<br />

Marktes mit neuen Lösungen zu<br />

antworten. Ich vertraue auf selbstorganisierte<br />

Teams, die den Gedanken<br />

„testen und lernen“ kompetent,<br />

effizient und verantwortungsvoll<br />

umsetzen. Dafür brauchen<br />

das Team und die Teammitglieder<br />

das klare Mandat, einen erarbeiteten<br />

Weg wirklich gehen zu<br />

können – ohne ständige Rückversicherung<br />

in langen, komplizierten<br />

Entscheidungsprozessen. Dies<br />

zu ermöglichen, ist eine Kulturfrage.<br />

<strong>REGIOBUSINESS</strong> Unternehmen<br />

unterliegen am Ende auch immer<br />

ökonomischen Gesetzmäßigkeiten.<br />

So suchen heute doch gerade<br />

auch junge Führungskräfte oft<br />

nach einer Work-Life-Balance.<br />

Verstellt das nicht den Blick dafür,<br />

dass am Ende alles auf harter,<br />

manchmal unangenehmer Arbeit<br />

basiert?<br />

PETRA HESSER Eine gute Work-<br />

Life-Balance ist kein Selbstzweck,<br />

sondern schafft die Voraussetzung<br />

dafür, dass ausgeglichene Mitarbeiter<br />

sich auch den schwierigen<br />

Anteilen der Arbeit erfolgreich<br />

stellen. Und zwar dadurch, dass<br />

sie den Respekt ihres Arbeitgebers<br />

für ihre Lebenssituation spüren.<br />

Aus diesem ganzheitlichen Ansatz<br />

heraus gefällt es mir besser,<br />

über Life-Balance zu sprechen.<br />

Selbstbestimmt arbeiten<br />

Beim Strategietreffen der Weltmarktführer in Mulfingen wurde diskutiert,<br />

wie sich Betriebe für den Nachwuchs interessant machen können.<br />

Das Thema „Employer<br />

branding“ wird durchaus<br />

auch in der Region<br />

heiß diskutiert. So war es Ende<br />

letzten Jahres Thema beim Strategietreffen<br />

der Weltmarktführer<br />

in Mulfingen. Dabei ging es<br />

um die Generation Y, der nachgesagt<br />

wird, sie sei verwöhnt,<br />

narzisstisch, gleichgültig und<br />

faul, in Person der 32-jährigen<br />

ARD-Programmchefin („Das<br />

Ding“) Alina Schröder. Im Gegenzug<br />

der Unternehmer, der<br />

mit Mut, Fleiß und Ideenreichtum<br />

aus dem Nichts einen Konzern<br />

mit Milliarden-Umsatz geschaffen<br />

hat – der EBM-Papst-<br />

Gründer Gerhard Sturm.<br />

Die Generation Y, das sind die<br />

22- bis 37-Jährigen, tickt anders<br />

als der 82-jährige Gründer<br />

und Unternehmer. Es<br />

wurde deutlich, dass beide einen<br />

jeweils anderen Blick auf<br />

die Welt haben. Mit Erwartungen<br />

an hohe individuelle Flexibilisierung<br />

hinsichtlich Arbeitszeit,<br />

Führung und Aufgabenverteilung<br />

hätte Gerhard Sturm seinen<br />

Konzern seit 1963 wohl<br />

nicht hochziehen können.<br />

Doch die Zeiten haben sich geändert.<br />

„Uns ist persönliche<br />

Selbstbestimmung wichtiger<br />

als Geld“, sagt die Programmdi-<br />

Personalmarketing: Wer junge Menschen erreichen will, muss<br />

sich beim Werben auf deren Augenhöhe begeben. Foto: NPG-Archiv<br />

rektorin des Südwestrundfunk-<br />

Jugendradioprogramms. Die<br />

Generation Y sei weder faul<br />

noch gleichgültig, doch sie sei<br />

verwöhnt, ungeduldig und habe<br />

eine geringe Frustrationstoleranz.<br />

Dies räumte Alina Schröder<br />

ein. „Die Millennials sind<br />

deshalb nur schwer zu bekommen<br />

und auch schwer zu halten“,<br />

weiß die Programmchefin.<br />

Die Diskussion beim Strategietreffen<br />

konzentrierte sich<br />

sehr auf die Generation Y. Eigentlich<br />

wollte man über die<br />

Rolle der neuen Medien beim<br />

Finden und Halten von Mitarbeitern<br />

sprechen. Alexandra Backhaus<br />

ist Etat-Direktorin bei der<br />

Heimat Werbeagentur. Sie verantwortet<br />

die aktuelle Kampagne<br />

des Deutschen Handwerks.<br />

Backhaus verbucht ihre Werbung<br />

um Jugendliche als Erfolg.<br />

„Wie spricht man Jugendliche<br />

an?“, fragte die Werbemanagerin<br />

die 50 Zuhörer in der<br />

Jagstmühle. Sie stellte vier Regeln<br />

auf: Relevantes sei im richtigen<br />

Kanal zu senden – nach<br />

wie vor werde das Fernsehen<br />

wahrgenommen, aber auch<br />

Großplakate, Werbung auf Bussen<br />

oder in Fast-Food-Restaurants.<br />

Wer die jungen Menschen<br />

erreichen will, müsse<br />

sich auf deren Augenhöhe begeben,<br />

zudem den richtigen Zeitpunkt<br />

erwischen und die Menschen<br />

mitmachen und sich beteiligen<br />

lassen.<br />

Am besten erreiche man junge<br />

Menschen am Abend zwischen<br />

18 und 21 Uhr. „Und der Freitag<br />

funktioniert immer gut“, so<br />

die Werberin.<br />

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WFG-Prokuristin<br />

Julia Winterfeldt<br />

Mediaberaterin<br />

Ariane Kolb<br />

Anzeigeninnendienst<br />

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Medienberater<br />

Holger Gschwendtner<br />

Mediaberater<br />

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Mediaberater<br />

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Kuno-Haberkern-Str. 7/1<br />

74549 Wolpertshausen<br />

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Haller Tagblatt<br />

Haalstr. 5 + 7<br />

74523 Schwäbisch Hall<br />

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Hohenloher Tagblatt<br />

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74564 Crailsheim<br />

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Rundschau<br />

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74405 Gaildorf<br />

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