REGIOBUSINESS NR. 194 - 08/2018

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RegioBusiness

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E-MOBILITÄT

Ziehl-Abegg liefert Antriebe

für Berliner Busse. SEITE 5

swp.de/regiobusiness

ABSCHIED

Mustang zieht

nach Schwäbisch Hall. SEITE 13

AUGUST 2018

KUNSTSTOFFVERARBEITUNG

Auch Playmobil produziert

in Westmittelfranken. SEITE 18

Nr. 194 / Jg. 17 [1,75 3]

MIT LEONHARD WEISS

FREUDE AM BAUEN ERLEBEN!

Cowboy bittet

zur Kasse!

Die USA belegen den Rest der Welt mit Handelszöllen.

Das könnte auch die heimische Wirtschaft treffen.

Die Export-Region Heilbronn-Franken erarbeitet mehr

als zwei Drittel des Bruttosozialproduktes

jenseits der Landesgrenzen. SEITE 6

STOP

ZOLL

Illustration: Jörk Meider

KONJUNKTUR

Aufschwung

verlangsamt sich

Der heimische Wirtschaftsmotor

läuft nach wie vor auf Hochtouren,

doch die globale Lage

dämpft den Optimismus der

Unternehmen. SEITE 2

BAUBRANCHE

20 Millionen Euro

investiert

Leonhard Weiss legt Grundstein

für Neubau in Satteldorf, der 260

Arbeitsplätze bieten soll. Derweil

rückt Dieter Straub an die Spitze

der Geschäftsführung auf. SEITE 8

IMAGEPFLEGE

Der Arbeitgeber

als Marke

Der Fachkräftemangel setzt die

Unternehmen unter Zugzwang:

Ohne Employer Branding geht

kaum noch etwas am Arbeitsmarkt.

SEITE 25

In Prozessen denken

Vernetzung ist kein Selbstzweck, finden die Digitalisierungsprofis der Firma Weinig.

Steuerungen, Software und Systemtechnik steigern die Effizienz.

Weinig–Produkte sichern

mit dem Standard

W4.0 alle Optionen

für die vernetzte Fertigung.

Mit der neuen Unternehmenseinheit

„Automation & Digital

Business“ treiben die Experten

aus Tauberbischofsheim nun

auch intern die digitalisierte Zukunft

weiter voran.

Die neue Unternehmenseinheit

schaffe optimale Strukturen für

den effizienten Umgang mit den

kommenden Herausforderungen,

lautet die Botschaft an potentielle

Kunden. Vorstandsvorsitzender

Wolfgang Pöschl:

„Mit der Entscheidung richten

wir unser Unternehmen strategisch

und auch organisatorisch

auf die Zukunft aus, die durch

einen höheren Stellenwert des

Projektgeschäftes und die Digitalisierung

geprägt sein wird“.

Folgerichtig wird die neue Unternehmenseinheit

in der Weinig

Concept GmbH & Co. KG angesiedelt

sein, in der das Engineering

gebündelt ist. Zum Geschäftsführer

der Einheit wurde

Leitung: Die Vorstände der Weinig Gruppe mit den beiden Geschäftsführern der Weinig-Concept:

(v.li.) Gerald Schmidt, Wolfgang Pöschl, Jochen Ganz, Otto Leible und Gregor Baumbusch. Foto: Weinig

Jochen Ganz berufen, der derzeit

noch den Produktbereich

Service leitet. Er wird als zweite

Spitze neben Dr. Otto Leible fungieren,

der weiter sein angestammtes

Aufgabenfeld Engineering

verantwortet. Die Gründung

der neuen Unternehmenseinheit

„Automation & Digital

Business“ ist bereits die dritte

Firmen-Initiative im Bereich Industrie

4.0 in kurzer Zeit. Nach

der Einführung des Standards

W4.0 digital in die eigene Produktwelt

folgte im Januar diesen

Jahres die Mitgründung der

digitalen Allianz MindSphere

World. In der Organisation arbeiten

unter der Federführung

der Siemens AG die Mitglieder

gemeinsam am cloudbasierten

Siemens-IoT-Betriebssystem

MindSphere. Der Zugriff auf

die einheitliche Plattform hilft

den Experten aus Tauberbischofsheim

dabei, W4.0 digital

weiterzuentwickeln und zu optimieren.

Vertriebs- und Marketingvorstand

Baumbusch: „Der

Kundenbenefit wird auch im

Zeitalter der Digitalisierung ein

herausragendes Differenzierungsmerkmal

von Weinig auf

dem Markt bleiben“. pm

www.weinig.com

Logistikpark von

Rüdinger wächst

Der Krautheimer Logistiker baut innerhalb von drei Jahren

an vier Standorten sechs Hallen mit einer Gesamtlagerfläche

von 20 000 Quadratmetern.

Innerhalb von knapp drei Jahren

ließ der Hohenloher Logistiker

Rüdinger an seinem

Standort in Osterburken sechs Hallen

mit einer Gesamtlagerfläche

von 20 000 Quadratmetern entstehen.

Mit der Einweihung der sechsten

Halle Ende Juli wurde die Bebauung

des Grundstücks im „Regionalen

Industriepark Osterburken“

(RIO) abgeschlossen. Die Investitionen

in Höhe von insgesamt

zehn Millionen Euro umfassen drei

Blocklager, zwei Schmalgang-Lager

und eine Kranhalle mit insgesamt

30 000 Palettenplätzen. Die

Hallen wurden mit einer Fotovoltaik-Anlage

ausgestattet, die 604

private Haushalte versorgen

könnte. Mit dem Lagerstandort im

RIO – bei Rüdinger als Lager am Limes

bezeichnet – verfügt das Krautheimer

Familienunternehmen

heute über eine Gesamtlagerfläche

von 60 000 Quadratmetern. Die

Vollbelegung der Hallen zeigt, dass

die Verfügbarkeit von Lagerkapazitäten

ein wichiger Erfolgsfaktor für

jeden Industriestandort ist. „Schon

bei der letzten Halle hatten wir weit

mehr Anfragen als verfügbaren

Platz“, begründet Roland Rüdinger

das Interesse am Erwerb eines weiteren

Grundstücks.

pm

www.ruedinger.de

Einweihung: Speditionschef

Roland Rüdinger stellte die neue

Halle vor.

Foto: Rüdinger

Wir schaffen Spielraum

www.lhm-beratung.de

Wirtschaftsprüfer

Steuerberater

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02 Politik & Wirtschaft

August 2018 I Jahrgang 17 I Nr. 194

Vorsichtiger Optimismus

Der heimische Wirtschaftsmotor läuft nach wie vor rund. Globale Lage dämpft die Erwartungen.

VON HERIBERT LOHR

Noch sind Daten verheißungsvoller

als die Erwartungen.

Das gilt für die Rahmenbedingungen

wie für die Region.

Trotz des US-Handelszoffes

scheint das Risiko konjunktureller

Turbulenzen in den nächsten

drei Monaten moderat.

Laut Konjunkturindikator des Instituts

für Makroökonomie und

Konjunkturforschung (IMK) der

Hans-Böckler-Stiftung ist zwar die

Phase der Hochkonjunktur vorbei,

aber das solide Wachstum

setzt sich fort. „Trotz der anhaltenden

geopolitischen Unsicherheitsfaktoren

erweist sich die deutsche

Konjunktur nach wie vor als robust“,

unterstreicht IMK-Konjunkturexperte

Peter Hohlfeld. Für das

laufende Jahr, aber auch für 2019

rechnen die Forscher in ihrer aktuellen

Prognose jeweils mit 2,1

Prozent Wirtschaftswachstum.

Auch die Einschätzungen für die

Wirtschaft in der Region Heilbronn-Franken

werden von ähnlichen

Beschreibungen begleitet.

Da die Kammer in Heilbronn ihre

Konjunkturumfrage sogar vierteljährlich

macht, können IHK-

Hauptgeschäftsführerin Elke Döring

und ihr Stellvertreter Helmut

Kessler auf ganz aktuelle Daten zurückgreifen

und kommen zu ganz

ähnlichen Einschätzungen. Die aktuelle

Geschäftslage ist – über alle

Branchen hinweg betrachtet –

nach wie vor bestens. Und noch

immer trägt das Bild die Farben einer

weiter anhaltenden Hochkonjunktur.

„Wir befinden uns im

neunten Boomjahr in Folge“, sagt

Helmut Kessler und fügt gleich

noch an, „dass es derzeit keinen

Anlass gibt, dass sich rein wirtschaftlich

betrachtet, daran etwas

ändert.“

Der Brexit, Trump und seine Zoll-

Politik, der Konflikt in der

Ukraine, die Flüchtlingsproblematik

– all das bildet eine unselige

Melange, die auch die Wirtschaftsregion

Heilbronn-Franken aus

dem Tritt bringen könnte. Doch

bislang gilt die heimische Wirtschaft

„in solider Verfassung“.

Und das ist keine Gesundbeterei.

Die Umfrage unter 717 befragten

Unternehmen, die immerhin

87 600 Beschäftigte repräsentieren,

lässt wenig Spielräume für berechtigte

Zweifel. Fast sechs Prozent

der Firmen erwarten, dass es

gleichbleibend gut bleibt, über 34

Prozent sagen, es kommt noch

besser, lediglich sieben von 100

Firmen erwarten, dass es in den

nächsten Monaten schlechter

läuft. Wenn es was gibt, was die

Unternehmen wirklich belastet,

dann ist es der Fachkräftemangel,

den fast 70 Prozent zu spüren bekommen.

Auch steigende Rohstoff-

und Energiepreise – auch

eine Folge der weltweiten Treterreien

– treiben Sorgenfalten auf

die Stirne der heimischen Firmenlenker.

Vor allem Metalle haben

zuletzt „heftig angezogen“. Höhere

Material- und Arbeitskosten

machen den Firmen in einigen

Branchen zu schaffen, auch wenn

diese in Teilen über eine höhere

Nachfrage weitergegeben werden

können.

In der Region herrscht fast Vollbeschäftigung

(Arbeitslosenquote

2,8 Prozent) und daran wird sich

auf lange Sicht auch wenig ändern.

Ein Viertel aller Unternehmen

will zusätzliche Mitarbeiter

einstellen, allerdings gibt der regionale

Arbeitsmarkt nicht mehr

viel her.

Im Großhandel hat die Beurteilung

der Geschäftslage gegenüber

dem Allzeithoch im Frühjahr zwar

etwas nachgegeben, aber in der

Gesamtbetrachtung ist diese Abschwächung

kaum der Rede wert

und im Einzelhandel sorgen die

guten Rahmenbedingungen – wie

stabiler Arbeitsmarkt und deutliche

Einkommenszuwächse –

auch an Neckar, Kocher, Jagst und

Tauber für zufriedene Mienen unter

den Händlern.

So liegt die durchschnittliche Kapazitätsauslastung

in der Industrie

bei satten 90 Prozent, im branchenübergreifenden

Durchschnitt,

bei 85 Prozent. Gerade

auch unter den Dienstleistern, besonders

in der Informationswirtschaft

und im Verkehrsgewerbe,

hat sich die Situation erheblich

verbessert. Die Wasserstandsmeldungen

aus dem Handwerk haben

einen ganz ähnlichen Wortlaut.

Nimmt man die jüngste Konjunkturumfrage

der Handwerkskammer

Heilbronn-Franken, dann

können sich deren Mitgliedsfirmen

derzeit vor Aufträgen kaum

retten. Vier von fünf Handwerkern

sind mit ihrer „aktuellen Geschäftslage

zufrieden“. Gerade einmal

2,1 Prozent der Unternehmen

beurteilen den derzeitigen Geschäftsverlauf

als „schlecht“. Die

Auftragslage der insgesamt

12 305 gemeldeten Betriebe ist in

der Summe nach wie vor gut. Laut

Ulrich Bopp stellt dieser Nachfragehype

die Firmen in der Region

zunehmend vor größere Probleme.

„Viele Betriebe müssen inzwischen

sogar Aufträge ablehnen,

weil sie nicht genügend Mitarbeiter

haben“, erklärt Ulrich

Bopp. Soweit der beklagte Fachkräftemangel

den Handwerkern

keinen Strich durch die Rechnung

macht, schlägt der anhaltende

Boom auch auf die Zahl der Beschäftigten

durch, denn fast 15

Prozent der Firmen wollen zusätzliche

Mitarbeiter einstellen. Derzeit

zählt das Handwerk in der Region

rund 98 000 Beschäftigte.

Tendenz weiter steigend.

Auch ein Blick über die Landesgrenzen

bringt keine veränderten

Einschätzungen. Zwar ist auch in

Westmittelfranken seit diesem

Frühjahr „etwas Luft aus dem Kessel“,

trotzdem befindet sich die

mittelfränkische Wirtschaft weiter

im Aufwind. Der IHK-Konjunkturklimaindex

sank zwar um 6,5 auf

131,5 Punkte. Dies ist allerdings

immer noch ein Spitzenwert in

den vergangenen 25 Jahren. „Die

gute Lage im In- und Ausland trägt

den Aufschwung in sein achtes

Jahr“, so IHK-Chefvolkswirtin Dr.

Maike Müller-Klier.

Der Schwerpunkt der Investitionen

liegt im Inland – dies ist ein

positives Signal für die wirtschaftliche

Entwicklung in der Region.

Hauptmotive bei Inlandsinvestitionen

sind derzeit Kapazitätserweiterungen

und Ersatzbeschaffungen.

www.heilbronn.ihk.de

www.hwk-heilbronn.de

www.Ihk-nuernberg.de

www.boeckler.de

STANDPUNKT

Heribert Lohr

verantwortlicher Redakteur

Schluss mit dem Gejammer

Wer derzeit auf einer Stippvisite in den Chefetagen

der heimischen Wirtschaft zu Besuch

ist, muss aufpassen, dass er nicht in Depression

verfällt. Gebetsmühlenartig wird allenthalben

erklärt, dass „ gutes Personal“,

wenn überhaupt, nur noch sehr schwer zu

finden sei.

Und die Schuldigen, an dieser umfassenden

Misere sind auch schnell gefunden: da sind

die Politiker, die wie immer nicht rechtzeitig

gegensteuern und die Eltern, die ihre

Kinder in die Überakademisierung treiben.

Paperlapapp!

Demografie ist nicht das Ergebnis von wildem

Sex am Wochenende und auch nicht

von schnellgestrickten Beschlüssen zwischen

zwei Wahlperioden. Demografie ist vor allem

Ausdruck von Wertschätzung.

Auch wenn die Geburtenraten zuletzt etwas

angezogen haben. In Deutschland sterben

noch immer mehr Menschen als geboren

werden. Da reicht ein einfacher Dreisatz für

die Erkenntnis: der jungen werden es weniger.

Wo weniger Nachwuchs, da auch

keine Auszubildenden und später

auch keine Fachkräfte.

Kinder erziehen bringt außer Ärger

und Renteneinbußen wenig Anerkennung.

Und es stimmt: Wir schicken

unsere verhätschelten Kleinen

lieber in einen der knallvollen

Hörsäle, der zigtausend nichtssagenden

Studiengänge, als ihnen

Foto: Marc Weigert

eine gedeihliche Ausbildung zukommen zulassen.

Die 18-Jährige fährt heute lieber

zum Austausch der Kulturen nach Neuseeland

als zur Lehre beim Bäcker um die

Ecke. Dies zu beklagen, ist per se schon eine

Frechheit. Wir alle haben der klassischen

dualen Ausbildung jegliche Wertschätzung

genommen. Bilder von Schul- und Studienabschlüssen

finden sich in jeder Lokalgazette

zuhauf, von den Bilderstürmen auf allerlei

Portalen ganz zu schweigen. Der Firmenchef,

der zehn junge Leute ausbildet ist

uns allen kaum der Rede oder gar einer

Zeile wert.

Perspektive: Die haben wir vielerorts genommen.

Wer sein Geld mit Hand und krummen

Rücken verdient, hat meistens weniger

davon in der Tasche und ist im Alter nicht

selten fast ein Fall für die Sozialhilfe. Arbeit

wird wegdigitalisiert. Dumm nur, dass auch

das Gemüse für den Veggie-Teller nicht aus

dem Tablet kommt.

Auch wenn das Gehörgang verstopfende Marketing-

und Werbeversprechen vieler Personaler

anderes verheißt: arbeitende Menschen

sind in den Betrieben häufig nicht

viel mehr als Kosten, ihr Arbeitsplatz die

Stelle derselben. Warum findet sich für viele

Berufe kein Nachwuchs mehr? Einfache Antwort:

Schlechte Bezahlung, schlechte Bedingungen,

schlechte Ausrüstung, keine Qualifizierung,

schlechte Aussichten. Noch Fragen?

Welche Achtung bringen wir denn einem

Schlachter im Schlachthof entgegen? Der

Putzfrau auf den Toiletten? Da müssen alle

Alarmglocken klingeln, wenn eine Forsa

Umfrage unter Schülern, im Auftrag des

Zentralverbandes des Deutschen Handwerks,

die Überzeugung zur Tage fördert, dass dieser

Wirtschaftszweig „keine Perspektiven“

bietet. Seien wir doch ehrlich: Wenn einer

eine noch so nichtssagende Präsentation

auf das Board werfen kann und seinen

Rechner unfallfrei dazu nutzt, um ein paar

Zahlenreihen von links nach recht zu rechnen,

gibt es eine „Auszeichnung mit

Mappe“. Hilft aber nichts, wenn das Wasser

im Becken steht oder im Flur die Lampe

blinkt. Der Mangel an Wertschätzung, den

klassischen Ausbildungsberufe genießen,

kann uns allen Böse vor die Füße fallen.

Technik hilft, aber sie erarbeitet nichts. Wert

wird geschaffen, weil (mann oder frau) ihn

schöpft und nicht, weil er beziffert wird. Wer

„gutes Personal“ haben will, muss es ausbilden,

qualifizieren, muss der Vereinbarkeit

von Familie und Beruf mehr Aufmerksamkeit

zukommen lassen, muss jüngeren Menschen

den hohen Stellenwert von Arbeit vermitteln

– und er muss sie bezahlen. Sonst

kommt es eben, wie es kommen muss: Am

Ende ist keiner da, der die Arbeit machen

will. Jammern hilft da wenig. Sich ins Zeug

zu legen, dass es auf Dauer besser wird,

schon wesentlich mehr. Und die eigene Einstellung

ändern – schafft wahre Wunder.

Impressum

Verlag

Südwest Presse Hohenlohe

GmbH & Co. KG

Verlagsbetrieb Hohenloher Tagblatt

Ludwigstraße 6-10, 74564 Crailsheim

Telefon: 07951/409-0

Telefax: 07951/409-119

Geschäftsführung

Thomas Radek

Redaktion

Heribert Lohr (ibe, verantw.)

E-Mail: h.lohr@swp.de

Telefon: 07951/409-350

Telefax: 07951/409-359

Marius Stephan (mst)

E-Mail: m.stephan@swp.de

Telefon: 07951/409-351

Adina Möller (ina)

E-Mail: a.moeller@swp.de

Telefon: 07951/409-354

Anzeigen

Jörg Heiland (verantw.)

Telefon: 0791/404-260

Holger Gschwendtner

E-Mail: h.gschwendtner@swp.de

Telefon: 07951/409-242

Sven Lesch

E-Mail: s.lesch@swp.de

Telefon: 07951/409-241

Telefax: 07951/409-249

Abonnement/Vertrieb

Peer Ley (verantw.)

E-Mail: p.ley@swp.de

Telefon: 07951/409-423

Telefax: 07951/409-429

Bezugspreis:

Abonnement inkl. Postbezug und

7% MwSt. 18 Euro p.a.

Einzelverkaufspreis 1,75 Euro

Verbreitung und Auflage

Im Landkreis Schwäbisch Hall,

dem Main-Tauber-Kreis, dem

Hohenlohekreis und dem

Landkreis Ansbach mit einer

Auflage über 55.000 Exemplaren

(Verlagsangabe)

Erscheinungsweise

RegioBusiness erscheint monatlich

in Zusammenarbeit mit dem Haller

Tagblatt in Schwäbisch Hall, dem

Hohenloher Tagblatt in Crailsheim,

der Neuen Kreis-Rundschau in

Gaildorf und den Fränkischen Nachrichten,

Ausgabe Bad Mergentheim


August 2018 I Jahrgang 17 I Nr. 194

Politik & Wirtschaft 03

NEWSLINE

Messemacher: Mit Maskottchen Karl und Blick auf das Regions-Gelände: (v. li.) Dr. Andreas Schumm, Geschäftsführer der WHF; Detlef Piepenburg,

Landrat des Landkreises Heilbronn; Ulrich Bopp, Präsident der Handwerkskammer Heilbronn-Franken; Harry Mergel, Oberbürgermeister der Stadt Heilbronn;

Hanspeter Faas, Geschäftsführer der Bundesgartenschau 2019 GmbH.

Foto: WHF

Die Region auf der BUGA

Jetzt steht der Plan: Ein rotes Band wird die Highlights des Landkreises verbinden.

Nach langen Planungen stellten

jetzt die Wirtschaftsregion

Heilbronn-Franken

GmbH (WHF), der Landkreis Heilbronn

und die Handwerkskammer

Heilbronn-Franken die Geländepräsentation

der Region Heilbronn-Franken

auf der Bundesgartenschau

vor. Am Nord-Eingang

der Bundesgartenschau entstehen

zwei Pavillons, ein bühnenähnlicher

Bau als „Schaufenster

der Region“ und das „rote Band“,

welches sich als optisches Highlight

quer über das Gelände

schlängelt und den Besuchern

viele Möglichkeiten bietet, die Region

Heilbronn-Franken auf eigene

Faust zu entdecken.

Die Stärken des Landkreises

in Wirtschaft und Freizeit

Der Landkreis Pavillon lädt zum

Entdecken ein und belohnt jeden

Neugierigen mit einer spektakulären

Filmvorführung, bei dem der

Besucher, getragen von den

Schwingen eines Adlers, über das

Land fliegt. Im Außenbereich wird

die kulturelle und touristische Attraktivität

des Landkreises durch

sogenannte „Icon-Frames“ in

Szene gesetzt.

Der vom Heilbronner Architekturbüro

Herzog & Herzog entworfene

Pavillon greift schon optisch

die Vielseitigkeit und das handwerkliche

Geschick der zahlreichen

Gewerke des Handwerks

auf. Freuen dürfen sich die Besucher

auf die Live-Präsentationen

von Betrieben und Innungen.

Denn der Pavillon bietet den vielen

Handwerks-Betrieben in der

Region die Möglichkeit, sich und

ihr Handwerk vor Ort zu präsentieren.

Darüber hinaus wird das

Handwerk mit verschiedenen Aktionen

und Angeboten um Nachwuchs

werben. Der Pavillon ist

gleichzeitig auch Startpunkt des

„roten Bandes“, das alle baulichen

Einrichtungen auf dem Gelände

verbinden wird.

Wein und Kulinarik, Oskar-Gewinner,

Tüftler und Denker, ein starkes

Handwerk, Flüsse und Naturlandschaften,

Bildung und Forschung,

Weltmarktführer, abwechslungsreiche

Freizeitangebote…

die Vorzüge der Region

lassen sich – analog zum Slogan

„Made in Germany“ gemeinsam

treffend unter dem Motto „Made

in Heilbronn-Franken“ zusammenfassen.

Um die genannten Themen

ansprechend zu präsentieren,

haben sich die Organisatoren

zusammen mit den Architekten

zum sogenannten „roten Band“

entschlossen, das überraschende

Informationen und Fakten über

die Region mit Exponaten, spannenden

Hörbeiträgen und Kurzfilmen

kombiniert und den Besuchern

viel Spielraum lässt, die Region

besser kennenzulernen. Das

„Schaufenster der Region“ bietet

den Städten und Gemeinden, Landkreisen,

Tourismusorganisationen,

Unternehmen oder Vereinen

aus der Region Heilbronn-Franken

die Möglichkeit, sich den

BUGA-Besuchern zu präsentieren.

Wegweiser: Das rote Band verbindet.

Dass eine Bundesgartenschau vor

allem Aufmerksamkeit für die

Gastgeber-Stadt mit sich bringt,

liegt auf der Hand. Dass eine Bundesgartenschau

aber auch für die

umliegende Region einen enormen

Mehrwert darstellt, macht

Hanspeter Fass, Geschäftsführer

der Bundesgartenschau 2019

GmbH noch einmal deutlich: „Wir

freuen uns sehr, dass sich die einzelnen

Partner im Beitrag ’Made

in Heilbronn-Franken’ unter einem

Dach zusammengeschlossen

haben.“

pm

www.heilbronn-franken.com

Grafik: WHF

Ausgezeichneter Ausbilder:

IHK-Siegel für Bera

SCHWÄBISCH HALL. Bernd Rath, Geschäftsführer von

Bera, und die Ausbildungsbeauftragte, Silvia Albrecht,

freuen sich über das Ausbildungssiegel „Dualis – ausgezeichneter

Ausbildungsbetrieb“. Die von der IHK Heilbronn-Franken

2014 ins Leben gerufene Auszeichnung

hat das Ziel, die Ausbildungsqualität in der Region zu

verbessern. Dabei nehmen die beteiligten Unternehmen

eine Selbsteinschätzung vor, die von Mitgliedern

der IHK und Externen unter anderem auf der Grundlage

von 64 Einzelkritiken des Berufsbildungsgesetzes sowie

ergänzenden Dualis-Richtlinien geprüft wird. Außerddem

werden die Auszubildenden und die Ausbildungsverantwortlichen

befragt. So haben in den vergangenen

4 Jahren etwa 80 der rund 66 000 Unternehmen in

Heilbronn-Franken erfolgreich

die Zertifizierung

durchlaufen und

das begehrte Siegel erhalten.

„Wir möchten die Qualität

unserer Ausbildung

stetig verbessern

und Bewerbern

und Auszubildenden

klar aufzeigen, dass

wir ein attraktiver Arbeitgeber

sind“, begründet Bera-Gründer und -Geschäftsführer

Bernd Rath seine Teilnahme. Dualis setze

dabei die Standards, die sowohl für die Rekrutierungsund

Bewerbungsphase als auch für die Ausbildung bei

der Bera gelten. Die Firma Bera motiviere ihre Azubis

unter anderem mit attraktiven Prämien, einer überdurchschnittlichen

Branchenvergütung, einem Monatsticket,

Seminaren und Teambuilding-Maßnahmen. pm

VR Bank spendet acht Autos

SCHWÄBISCH HALL/STUTTGART. Die VR Bank Schwäbisch

Hall-Crailsheim stellt Institutionen und Vereinen

für jeweils drei Jahre ein Fahrzeug auf Leasingbasis zur

Verfügung. Der Schirmherr, Landessozialminister Manfred

Lucha, übergab im Juli auf Schloss Solitude in Stuttgart

die Autoschlüssel. Die Fahrzeuge werden aus dem

Spendentopf des VR-Gewinnsparens finanziert. Zu den

Empfängern gehören: AWO Soziale Dienste Schwäbisch

Hall, Essen auf Rädern, die Jugendabteilung der

Crailsheimer Merlins, das Samariterstift Obersontheim,

der Verein Sonnenhof, die TSG Schwäbisch Hall 18744,

der TSV Ilshofen und der TSV Gaildorf. Beim VR-Gewinnsparen

wird ein Teil der Einnahmen (63 Cent von zehn

Euro) für soziale Zwecke verwendet.

pm

Foto: Bera

Der Arbeitsmarkt kennt kein Sommerloch

Im Juli stieg die Zahl der Arbeitslosen jahreszeitlich bedingt leicht an. Wer noch einen Ausbildungsplatz sucht, hat gute Chancen.

Im Juli ist die Zahl der Arbeitslosen

im Agenturbezirk leicht gestiegen.

„Jedes Jahr melden sich

im Juli üblicherweise vermehrt

junge Erwachsene nach beendeter

Schul- oder Berufsausbildung

vorübergehend arbeitslos. Dies ist

eine jahreszeitlich typische Entwicklung.

Nach der Urlaubszeit

und Sommerpause werden viele

von ihnen mit neuen Arbeitsverträgen

wieder beschäftigt sein; einige

werden eine weiterführende

Schule besuchen oder studieren“,

sagt Karin Käppel, Leiterin der

Agentur für Arbeit Schwäbisch

Hall-Tauberbischofsheim.

Die Nachrichten vom Arbeitsmarkt

sind auch im Juli positiv

trotz des leichten Anstiegs der Arbeitslosenzahlen.

„Die Beschäftigungszahlen

sind sehr gut und die

Nachfrage der Betriebe nach

neuen Mitarbeitern steigt auf einem

hohen Niveau weiter an“, so

Karin Käppel. Im Juli waren insgesamt

8304 freie Stellen gemeldet,

386 mehr als im Vormonat (Plus

4,9 Prozent) und 1170 mehr als

im Juli 2017 (Plus 16,4 Prozent).

Arbeitgeber haben der Arbeitsagentur

in diesem Monat 2121

neue Stellen gemeldet.

AUSBILDUNG Junge Menschen

haben die Wahl unter so vielen

Ausbildungsstellen wie noch nie.

Gleichzeitig tun sich nicht nur kleinere

und mittelständische Betriebe

schwer, ihre Ausbildungsplätze

zu besetzen. Beim Business

Talk der Arbeitsagentur Ende Juni

wurde den Unternehmen aufgezeigt,

wie sie den Jugendlichen als

attraktiver Ausbildungsbetrieb auffallen.

„Denn wer nicht auffällt,

fällt weg“, lautet eine wichtige

Grundregel für erfolgreiche Nachwuchsgewinnung.

Nach der Ausbildung warten viele

interessante Stellen mit Karrieremöglichkeiten

auf Bewerber,

auch auf solche, die keine Traumnoten

haben und die Zeit brauchen,

um sich weiterzuentwickeln.

Dazu brauchen sie Unternehmen,

die ihnen auch eine

Chance dazu geben und ihre Einstellungsvoraussetzungen

nicht zu

hoch schrauben. „Seien Sie bei

der Bewerberauswahl etwas mutiger“,

wünscht sich Karin Käppel.

„Wenn es nicht ganz rund läuft,

unterstützen wir Bewerber und Betriebe

dabei, die Ausbildung erfolgreich

zu meistern. Beispielsweise

über die betriebliche Einstiegsqualifizierung,

mit ausbildungsbegleitenden

Hilfen oder

der assistierten Ausbildung.“ Wer

dazu noch räumlich etwas flexibel

ist und sich nicht nur auf den einen

Beruf fixiert, sondern sich offen

für weitere Möglichkeiten

zeigt, dem stehen fast alle Wege offen.

„Nicht zögern oder Umwege

machen, sondern jetzt zugreifen

und beruflich durchstarten", lautet

der Tipp von Karin Käppel.

Bis Juli wurden der Agentur für Arbeit

Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim

5512 freie Berufsausbildungsstellen

gemeldet. Als Bewerber

für einen Ausbildungsplatz

haben sich 3500 junge Menschen

gemeldet, 6,7 weniger im

Vergleich zum Vorjahresmonat.

Rein rechnerisch kommen auf einen

Bewerber 1,6 Ausbildungsstellen.

pm

www.arbeitsagentur.de

Kompakt: Der Arbeitsmarkt im Juli auf einen Blick.

Grafik: Arbeitsagentur


04 Industrie

August 2018 I Jahrgang 17 I Nr. 194

Neuordnung im Team „Consumer“

Ansmann AG stärkt Vertriebsmannschaft – Martin Gitschier ist als Verkaufsleiter für den Außendienst neu an Bord.

Das Unternehmen Ansmann

stellt seinen Vertrieb im Bereich

„Consumer“ neu auf:

Seit Anfang Juli ist Martin Gitschier

Verkaufsleiter für den Außendienst.

In dieser Funktion verantwortet

Gitschier beim Spezialisten

für Batterie-, Akku-, Lade-, Antriebstechnik

und Lichttechnologie

in Assamstadt die Führung des

gesamten Außendienstmitarbeiter-Teams.

Gitschier soll außerdem neue Vertriebskanäle

für das breite Unternehmens-Produkt-Portfolio

erschließen

und sich neben der Weiterentwicklung

der Führungsstruktur,

um das intensive

Coaching und die fachliche Unterstützung

des zwölfköpfigen Teams

sowie die Etablierung von Prozessen

und Mechaniken kümmern.

Innovativ: Das Unternehmen Ansmann aus Assamstadt entwickelt und produziert im Geschäftsbereich „Consumer" ein großes Sortiment an

Produkten für den Endverbraucher, die über Elektrofachmärkte, den technischen Fachhandel und Online vertrieben werden.

Foto: Ansmann

EXPERTISE Mit Gitschier gewinnt

Ansmann einen Experten

für das Flächengeschäft. „Martin

Gitschier ist ein Vertriebsprofi mit

ausgezeichnetem Renommee“, erklärt

Ansmann-Vorstand Georg

Schifferdecker, „wir sind uns sicher,

dass wir unsere Position bei

unseren Flächenkunden dank seiner

Expertise und seinem Gespür

für die Anforderungen des Marktes

nachhaltig ausbauen können.“

Im gleichen Zug wird das bestehende

Außendienst-Team erweitert

und umstrukturiert: Luca Högerle

übernimmt als neuer Gebietsverkaufsleiter

das Vertriebsgebiet

Heilbronn, Mannheim,

Saarbrücken, und sein Vorgänger

Björn Felch wird Junior Key-Account-Manager.

FACHMESSE Auf der diesjährigen

„Eurobike“ in Friedrichshafen

präsentierte Ansmann im Unternehmensbereich

Industrial Solutions/E-Mobility

seine zahlreichen

Neuheiten für diesen wachsenden

Markt, mit großem Erfolg.

Im Fokus standen die neue Nabenmotorengeneration,

das noch umfangreichere

Akku-Portfolio sowie

die ganzheitlichen E-Bike-Antriebssysteme,

bestehend aus Akkupack,

Steuereinheit, Motor und

Display. „Die diesjährige Eurobike

hat eindrucksvoll bestätigt:

E-Mobilität ist gefragter denn je

Über Ansmann AG

1991 gegründet, ist das Unternehmen mit den Bereichen „Consumer“

und „Industrie“ international führend. Mit sechs Tochtergesellschaften

beschäftigt Ansmann über 400 Mitarbeiter. Am Hauptsitz

in Assamstadt betreibt Ansmann einen Produktionsbereich, die

zentrale Logistik und ein UN-Testzentrum.

und birgt gleichermaßen für die

Hersteller wie für uns Zulieferer

großes Wachstumspotenzial. Entsprechend

freuen wir uns, dass

unser Produkt- und Leistungsspektrum

rund um E-Mobility bei

den internationalen Standbesuchern

sehr gut ankam und wir vielversprechende

Kontakte knüpfen

konnten“, resümiert Maximilian

Dunkel, Teamleiter Kommunikation

bei Ansmann.

Im Mittelpunkt der Messepräsentation

stand die stark erweiterte

Produktrange an Heck- und Frontantrieben

– gleich sechs neue Varianten

an Nabenmotoren hatte

das Unternehmen im Gepäck.

Zudem zahlreiche Neuheiten –

wie mehrere Akkuvarianten oder

einen smarten Display mit Steuerungsfunktion

inklusive Bluetooth-Schnittstelle

für Navigation

und Smartphone – Antworten, wie

sich künftige Kundenanforderungen

bezüglich Fahrkomfort und

Leistungsstärke noch besser erfüllen

lassen.

HIGHLIGHT Neben der Ausstellung

der E-Mobility-Komponenten

für E-Bikes, E-Lastenräder oder

E-Rollstühle untermauerte das Unternehmen

mit Hauptsitz in Assamstadt

sein tiefgreifendes

Know-how in der Entwicklung

kundenspezifischer Lösungen mit

einem besonderen Exponat: Auf

dem „Erlebnis-E-Bike“ konnten

die Messebesucher selbst „erfahren“,

welchen Effekt ein perfekt

aufeinander abgestimmtes Gesamtsystem

inklusive automatischer

Schaltung, auf die Fahrperformance

hat.

Das E-Bike war auf einer speziell

angefertigten Simulation positioniert,

die eine Indoorfahrt möglich

machte: Auf Basis der Trittfrequenz,

Radgeschwindigkeit und

Neigung berechnete die „FAG-Velomatic“

den optimalen Gang und

idealen Schaltzeitpunkt für den

E-Bike-Fahrer und führte alles automatisch

durch. Auf diese Weise

lassen sich längere Strecken leichter

absolvieren und der E-Biker

hat mehr Kraftreserven. pm

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Die Belegschaft ist wütend

Bosch verkauft Verpackungssparte – Unmut bei Betriebsversammlung am Standort Crailsheim.

Streit: Dicke Luft herrscht zwischen Bosch, Arbeitnehmern und der

IG Metall im Kampf um die Zukunft des Standorts in Crailsheim. Foto: Archiv

Nach dem Beschluss des

Bosch-Konzerns, sein Geschäft

mit Verpackungsmaschinen

zu verkaufen, fand am

Standort Crailsheim eine Betriebsversammlung

statt. Hier wurde

klar: Die Belegschaft in Crailsheim

ist wütend über die Entscheidung

ihres Arbeitgebers. Schließlich

sei der Belegschaft im Rahmen

des „Transformierungsprogramms

2020“ immer wieder zugesichert

worden, dass kein Verkauf

der Verpackungs-Sparte geplant

sei.

In der Packaging-Gruppe von

Bosch sind weltweit 6100 Beschäftigte

tätig, deutschlandweit 3200

und in Crailsheim, von wo aus vor

allem der Pharmabereich bedient

wird, 1140. Uwe Bauer, erster Bevollmächtigter

der IG Metall

Schwäbisch Hall, hält die Art und

Weise dieses Vorgehens daher für

„eine Frechheit“ und fordert für

die Beschäftigten langfristige Perspektiven

und Arbeitsbedingungen,

wie sie in Tarifverträgen geregelt

sind. Darüber werden der Betriebsrat

und die IG Metall in den

nächsten Wochen verhandeln. Manuela

Rößler, Betriebsratsvorsitzende

in Crailsheim kündigte an:

„Der Betriebsrat und die IG Metall

werden sich mit aller Kraft dafür

einsetzen, dass die Zukunft des

Standortes Crailsheim gesichert

wird.“

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August 2018 I Jahrgang 17 I Nr. 194

Industrie 05

NEWSLINE

Vorhaben: 3000 Quadratmeter Fläche bieten ausreichend Platz für die weitere Entwicklung von Maier Packaging.

Spatenstich für Neubau

Maier Packaging legt Grundstein für erfolgreiche Zukunft in der Optima Packaging Group.

Grafik: Optima Packaging Group

Brauereiführung miterleben

SCHWÄBISCH HALL. Bekannterweise ist ja Bier des

Deutschen liebstes Getränk. Die Haller Löwenbrauerei

bietet nun die Möglichkeit, bei der Herstellung und bei

einer Brauereiführung von Anfang bis Ende dabei zu

sein. Im Anschluss steht für die Besucher ein deftiges

Vesper mit jeder Menge Biersorten zum Probieren auf

dem Programm. Die Veranstaltung findet am Samstag,

25. August, um 15 Uhr in der Ritterstraße 6 in Schwäbisch

Hall statt. Teilnehmer, die nach der Verkostung

nicht mehr selbst am Straßenverkehr teilnehmen möchten,

sollten ihren Heimfahrdienst auf 18 Uhr bestellen.

Die Inhaber freuen sich auf viele interessierte Handwerksjunioren

oder auch Nicht-Handwerksjunioren.

Eine Anmeldung ist bis Dienstag, 7. August, erwünscht.

Ausführliche Informationen zur Löwenbrauerei gibt es

unter www.haller-loewenbraeu.de.

pm

Mit einem Spatenstich legte

Maier Packaging Ende

Juli den Grundstein für

eine Zukunft in der Optima Packaging

Group. Mit dem 3000 Quadratmeter

großen Neubau schafft

der Experte für Abfüll- und Verpackungsanlagen

für Getränke und

flüssige Nahrungsmittel im oberbayrischen

Bergen mehr Platz für

die weitere Entwicklung sowie

eine moderne Arbeitsumgebung.

Im März 2019 soll das Gebäude

bezugsfertig sein.

TOCHTER Maier ist seit Juni

eine hundertprozentige Tochtergesellschaft

der Haller Optima-Unternehmensgruppe.

In Bergen entsteht

eine moderne Halle mit den

Bereichen Montage, Werkzeugbau,

Versuch, Fertigung und ein

Lager. Daran schließt sich ein

zweistöckiges Bürogebäude an, in

dem die Verwaltung und die Abteilungen

Konstruktion, Einkauf, Vertrieb

sowie die Kantine untergebracht

sein werden.

„Bei der Planung haben wir im Besonderen

auf das Wohlbefinden

der Beschäftigten geachtet“, sagt

Architekt Rolf Blank vom Blank Ingenieurbüro.

Heizung und Kühlung

des Gebäudes erfolgen mit

Erdwärme. Dadurch herrsche

ganzjährig im Bürogebäude und

in der Halle ein angenehmes

Klima, heißt es in einer Pressemitteilung

von Optima. Die Decken

im Bürotrakt dienen zur Heizung

und Kühlung der Räume. In der

Montagehalle sorge eine sogenannte

Betonkernaktivierung –

ähnlich einer Fußbodenheizung –

für angenehme Arbeitsbedingungen

mit nachhaltiger Energieversorgung.

PROTOTYP Innovativ zeigt sich

die Optima Packaging Group auch

auf anderen Feldern: Beim zweiten

„Makeathon München“ Ende

Juni entwickelten fünf junge Optima-Talente

in 30 Stunden einen

Prototypen. Das Team, das aus Studierenden,

Auszubildenden und

Mitarbeitern von Optima bestand,

konstruierte einen Produktvereinzeler

mit Zuführsystem. 124 Teilnehmer

aus acht Ländern nahmen

an dem Wettbewerb teil. Dem Optima-Team

schlossen sich drei Studierende

aus München und Landshut

an. Die Idee zielte darauf ab,

das bisherige platzintensive Vorgehen

zu ersetzen. Der Prototyp umfasst

die Funktionen: Vereinzeln

der Produkte aus einem Stapel,

Überprüfen des Produktabstandes,

Anpassen des Abstandes und

Beschleunigen auf Maschinengeschwindigkeit.

Beeindruckt zeigte sich Georg Pfeifer,

Geschäftsführer des Geschäftsbereichs

Optima Nonwovens, der

sich mit der Verpackung von Papierhygieneartikeln

befasst: „Es

ist immer wieder begeisternd, in

welcher Geschwindigkeit die Umsetzung

von einer Idee in ein funktionierendes

mechatronisches

Konzept erfolgt.“

pm

www.optima-packaging.com

Geprüfte Betriebswirte

erhalten ihre Urkunden

REGION. Sechs Teilnehmer haben die bundesweit anerkannte

Qualifikation „Geprüfter Betriebswirt (HwO)“

im Bildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer

(BTZ) mit Erfolg abgeschlossen: Michael Hammel

aus Erlenbach, Martin Kraft aus Boxberg-Schweigern,

Maximilian Miola aus Fichtenberg, Ute Schillinger

aus Heilbronn, Maximilian Schühle aus Zaisenhausen

und Amelie Seeger aus Stutensee. Der Abschluss ist gemäß

dem „Deutschen Qualifikationsrahmen“ (DQR) einem

akademischen Master-Abschluss gleichwertig. Der

nächste Lehrgang „Geprüfte/r Betriebswirt/-in nach der

HwO“ startet am Samstag, 22. September, im BTZ. Es

gibt noch freie Plätze. Weitere Informationen gibt es bei

Jochen Rieschl von der Handwerkskammer Heilbronn-

Franken unter der Telefonnummer

0 71 31 / 7 91 27 04 oder der E-Mail-Adresse

info@btz-heilbronn.de.

pm

Eine wirklich saubere Sache

Ziehl Abegg liefert E-Antriebe für Berliner Doppeldecker. 2019 werden erste Busse umgerüstet.

Neu aufgestellt

Wechsel an der Spitze bei Recaro Aircraft Seating.

Fahrzeugaufbauer

Tassima,

Zulieferer Ziehl-Abegg und

Engineering-Partner IAV wollen

im nächsten Jahr die Berliner

Doppeldeckerbusse elektrifizieren.

Sie gehören zum Straßenbild

und tausende Touristen nutzen

sie, um die Hauptstadt bequem

kennenzulernen. „Aber

sie sind in die Jahre gekommen

und vernebeln die Innenstädte

mit Stickoxiden und Feinstaub“,

schreibt IAV in der Pressemitteilung.

Deshalb stünden sie jetzt

vor einer tiefgreifenden Umrüstung:

Die Projektpartner Tassima,

Ziehl-Abegg und IAV würden

die „Rußschleudern“

durch moderne Elektroantriebsstränge

ersetzen.

Aussicht: Bald sind die neuen Busse auch vor dem Brandenburger Tor unterwegs.

INTEGRIERT Die Busse sollen

schon ab 2019 mit einer von

Ziehl-Abegg entwickelten

E-Achse elektrifiziert werden.

Die Elektro-Triebwerke und die

Leistungselektronik des Antriebsstrangs

sind in die Radnaben

integriert. Die kompakte

Bauweise sei auch für Niederflurbusse

geeignet: „Die Batterie

kann je nach gewünschter

Reichweite individuell angepasst

werden und findet an der

Stelle Platz, wo vorher der Dieselmotor

montiert war.“

Ziehl-Abegg-Geschäftsführer

Ralf Arnold sagt: „Unser ZAwheel

ist nachweislich die effizienteste

Art, einen Stadtbus anzutreiben

– das wirkt sich positiv

auf die Größe der Batterie

aus und spart dauerhaft Kosten.“

Utz-Jens Beister, Leiter Produktgeschäft

bei IAV fügt hinzu:

„Elektrisch angetriebene Busse

sind eine interessante Alternative

im innerstädtischen Verkehr.

Wir wollen einen spürbaren

Beitrag zu einer sauberen,

abgasfreien Mobilität in der

Stadt leisten.“

pm

www.ziehl-abegg.de

Grafik: IAV

René Dankwerth, Executive

Vice President of Research

and Development und bislang Mitglied

der Geschäftsleitung von Recaro

Aircraft Seating in Schwäbisch

Hall, wird zum 1. Oktober

neuer Geschäftsführer von Recaro

Aircraft Seating Americas in Fort

Worth (Texas). Sunitha Vegerla,

die für vier Jahre diese Position

ausgefüllt hatte, bleibt Recaro als

Director of Quality & Process Management

in der Geschäftsleitung

am Standort USA erhalten. Nachfolger

von René Dankwerth ist

Heiko Fricke.

ERFOLG Dankwerth habe während

seiner Zeit am Haller Hauptsitz

erheblich zum Erfolg des Unternehmens

beigetragen, schreibt

Recaro. So wurden unter seiner

Leitung die Fehlerkosten um 50

Prozent in zwei Jahren gesenkt.

Als neues Mitglied der Geschäftsleitung

und neu an Bord von Recaro

Aircraft Seating übernimmt

Heiko Fricke in Hall ab sofort das

Geschäftsfeld Forschung und Entwicklung.

Der Elektroingenieur

war zuvor bei Daimler und Airbus

in leitenden Positionen tätig. „Ich

freue mich sehr für Heiko Fricke,

dass er zukünftig als Teil von Recaro

seine Qualitäten und Kompetenzen

voll und ganz einsetzen

kann. Er ist der passende Mann

für unsere aktuellen und zukünftigen

Herausforderungen“, sagt der

geschäftsführende Gesellschafter

Dr. Mark Hiller.

pm

www.recaro-as.de

Nachfolger: Heiko Fricke war für

Daimler und Airbus tätig. Foto: Recaro

„Wachstumsziel

2 Jahre

früher erreicht“

www.drstiller.com

DR. STILLER


06 Blickpunkt

August 2018 I Jahrgang 17 I Nr. 194

„Trump schießt sich selbst in beide Füße“

Verschiedene amerikanische Präsidenten wollten ihre Wirtschaft mit Strafzöllen schützen. Erfolg war ihnen nicht beschert.

VON KERSTIN DORN

In den letzten beiden Monaten

hat Europa die Luft angehalten

und mit bangen Blicken

über den Atlantik geschaut. Mancher

Firmenchef wird sich gefragt

haben, welche Vorhaben Donald

Trump in Sachen Zollpolitik als

nächstes plant und vor allem, was

es das eigene Unternehmen kosten

wird.

Trumps Vorgehen hat Methode:

Schon beim Nordkoreakonflikt

hatte er verbal derart hochgerüstet,

dass alle Welt den Atem anhielt.

Dann machte er auf dem Absatz

kehrt und besuchte den despotischen

Machthaber der Gegenseite.

Beide verhandelten einen

Deal und Trump konnte als „Gewinner“

zum amerikanischen

Wahlvolk zurückkehren.

Die Taktik im aktuellen Handelsstreit

zeigt Parallelen. Auch hier

hat Trump hoch gepokert und Fakten

geschaffen. Anfang Juni wurden

die Strafzölle auf Stahl und

Aluminium wirksam und noch

weit umfangreichere in Aussicht

gestellt. Die Drohung saß: Importzölle

auf deutsche Autos hätten

Deutschland sehr viel härter getroffen

als die Abgaben auf Stahl

und Aluminium. Denn für die deutschen

Autobauer sind die USA der

zweitgrößte Exportmarkt nach

China. Trump hatte den Bogen wieder

einmal aufs Äußerste gespannt.

Doch im Visier sahen sich

ausgerechnet die amerikanische

Wirtschaft und damit diejenigen,

die er eigentlich schützen wollte.

Denn die Autobauer aus Detroit,

Ford und General Motors, leiden

unter den gestiegenen Preisen für

Stahl und Aluminium, die eine

Folge der Strafzölle sind. Zusätzliche

20-prozentige Aufschläge auf

importierte Autoteile hätten ihre

Gewinne noch stärker einbrechen

lassen. Höhere Autopreise wiederum

könnten die Stimmung

beim Wahlvolk kippen lassen.

Widerstand kommt

aus den eigenen Reihen

Zölle: Die Einfuhrzölle auf Pkw sind vorerst vom Tisch.

Das befürchten auch die republikanischen

Abgeordneten, zumal

im November Kongresswahlen anstehen.

Lamar Alexander, ein republikanischer

Senator aus Tennessee,

brachte es so auf den Punkt:

Ein Wettlauf der Vergeltung bringe

nichts, „du löst kein Problem, indem

du dir in beide Füße

schießt“. Auch die amerikanischen

Bauern sehen sich im

Schussfeld der Trump’schen Zollpolitik.

Denn die Strafzölle treffen

auch Traktorenbauer wie Fendt,

der zwar in den USA produziert,

aber auf Stahlimporte angewiesen

ist. Gegenwind kam auch vom Getränkeriesen

Coca Cola. Das Unternehmen

musste einen Preisanstieg

seiner Abfüllpartner hinnehmen.

Ein noch deutlicheres Signal

setzte Harley Davidson. Der Motorradbauer

aus Wiscons im Westen

der USA plant, einen Teil seiner

Produktion ins Ausland zu verlegen.

Bald soll ein Teil der Motorräder,

die in Europa verkauft werden

sollen, nicht mehr aus den

USA kommen. Damit will das Unternehmen

Zölle vermeiden, die

die EU auf Importe aus den USA erhebt.

So hatte Donald Trump sich seine

„America first“-Politik wohl nicht

vorgestellt . Statt Jobs zu schaffen,

erreicht er das genaue Gegenteil.

Vielleicht hätte er einmal einen

Blick in die Geschichte werfen sollen.

Denn die beweist, dass Protektionismus

ein Schuss ist, der oftmals

nach hinten losgeht. Ein Beispiel

ist der Streit zwischen China

und Großbritannien im 19. Jahrhundert.

Damals schottete sich

das Kaiserreich gegenüber ausländischen

Märkten ab, womit insbesondere

die Briten ein Problem

hatten. Ihre Vorliebe für Tee, Porzellan

und Seide verursachte ein

dickes Handelsdefizit, das sie

über verstärkte Opiumlieferungen

auszugleichen versuchten. Als das

nicht funktionierte, kam es zum

Krieg und China verlor Hongkong.

Foto: NPG Archiv

Aber soweit muss Trump gar nicht

zurückblicken. Die letzten Handelsstreite

der Amerikaner sind

noch gar nicht so lange her: Einen

hat Herbert Hoover, als Präsidentschaftskandidat

der Republikaner,

angezettelt. Auch er gewann

seine Wahl 1929 mit dem Versprechen,

amerikanische Farmer vor

ausländischer Konkurrenz schützen

zu wollen. Das Programm, mit

dem sein Wahlversprechen umgesetzt

werden sollte, ist als „Smoot-

Hawley Tariff Act“ in die Geschichte

eingegangen. Es war ein

Gesetz mit etwa 21 000 Einzelpositionen,

das die Zölle für über 800

Produkte erhöhte. Obwohl viele

amerikanische Ökonomen vor

den Folgen warnten, trat es am

17. Juni 1930 in Kraft. Daraufhin

brach der Welthandel innerhalb

weniger Monate zusammen und

verschärfte die Auswirkungen der

Weltwirtschaftskrise nach dem

Börsencrash vom Oktober 1929.

Auch George W. Bush hatte seinen

Wählern versprochen, die amerikanische

Stahlindustrie zu schützen.

Im März 2002 belegte er

Stahlimporte mit Schutzzöllen von

30 Prozent. Auch damals wehrten

sich Europa, Japan, Korea, China,

Australien und Neuseeland. Sie

strengten ein Schiedsgerichtsverfahren

vor der Welthandelsorganisation

(WTO) an und gewannen.

Nachdem der Dollar-Kurs nachgegeben

und rund 200 000 Arbeitsplätze

in der amerikanischen

Stahlindustrie verloren gegangen

waren, hob Präsident Bush die

Strafzölle wieder auf.

Ob Trump das Gleiche tun muss,

bleibt abzuwarten. Zwar sind

nach seinem Treffen mit EU-Kommissionschef

Jean-Claude Juncker

die Autozölle vorerst vom

Tisch. Die Strafzölle auf Aluminium-

und Stahl aber bleiben bestehen

und Europa weiß, dass

Trump gern auf dem Absatz kehrt

macht. Der bange Blick nach Westen

wird uns aber weiter begleiten.

„Eine sehr ambivalente Stimmung“

Christopher Stehr, Professor für Internationales Management an der German Graduate School of Management and Law (GGS), hat kürzlich als Leiter einer

Studienreise die USA besucht. Der Wissenschaftler zu den Folgen der Importzölle für die US-Wirtschaft und den Handel weltweit.

REGIOBUSINESS Ihre Eindrücke

von der Studienreise in die

USA sind noch frisch. Wie ist dort

die Stimmung nach dem ersten

Amtsjahr von Präsident Trump?

CHRISTOPHER STEHR In den

USA herrscht eine sehr ambivalente

Stimmung. Immer wieder

konnte ich spüren, dass Donald

Trump als Tabuthema in Gesprächen

vermieden wird und die Amerikaner

ihren Präsidenten am

liebsten als inneramerikanische

Angelegenheit sehen würden. Im

persönlichen Gespräch entschuldigte

sich eine erfolgreiche New

Yorker Investment-Bankerin gar

als erstes bei mir für ihren Präsidenten.

Bei einem Abendessen

mit Trump-Anhängern konnte ich

den sozialen Druck innerhalb der

Gruppe spüren. Die Leute sind unsicher

und haben Angst vor Veränderungen.

REGIOBUSINESS Droht eine

Spaltung der amerikanischen Gesellschaft?

CHRISTOPHER STEHR Die Spaltung

ist schon da! Vielfach reden

die Anhänger von Demokraten

und Republikanern schon nicht

mehr miteinander. Bei meinem

Aufenthalt im linksliberalen Portland

winkten viele Einwohner

beim Thema Trump einfach ab

und erwiderten, es mache keinen

Sinn darüber zu diskutieren. Oft

fielen Äußerungen wie „Wir machen

unser eigenes Ding“ und

„Washington ist weit weg“. Viele

Gouverneure und Bürgermeister

positionieren sich öffentlich gegen

Donald Trump.

REGIOBUSINESS Die deutschamerikanischen

Beziehungen

durchlaufen gerade eine schwierige

Phase. Sie haben mit Vertretern

deutscher Unternehmen in

den USA gesprochen. Wie bewerten

diese die Lage und was raten

Sie deutschen Unternehmen, die

in den USA aktiv sind?

CHRISTOPHER STEHR Deutsche

Unternehmen müssen

Trump ernst nehmen und einen

Plan B in der Tasche haben. Ich

rate dazu, auf dem amerikanischen

Markt zu bleiben. Dies ist

wichtiger denn je, um durch die

Nähe zum Kunden Zufriedenheit

zu generieren. Nur wer vor Ort in

den USA produziert, kann außerdem

Handelszölle aushebeln und

dort Waren zu wettbewerbsfähigen

Preisen anbieten. Unternehmen,

die sich neu in den USA etablieren

möchten, empfehle ich einen

Blick nach Detroit zu werfen.

Hier kann man – nach dem Niedergang

– die Revitalisierung einer

ganzen Stadt verfolgen.

REGIOBUSINESS Mit der Kündigung

international gültiger Handelsabkommen

und hohen Einfuhrzöllen

möchte Trump die amerikanische

Wirtschaft ankurbeln.

Was verspricht sich der US-Präsident

von diesen Maßnahmen?

CHRISTOPHER STEHR Mit diesen

Maßnahmen bedient Trump

seine Wählerschaft und setzt seine

Vision „America first“ um. Geschickt

blendet er in seinen Äußerungen

die Gesamtdimension der

Leistungsbilanz aus. Denn die Handelsbilanz,

auf die er anspielt, ist

eine Teilbilanz der Leistungsbilanz.

Die hohen Gewinne der Zukunfts-

und Tec-Unternehmen wie

Google lässt er – ebenso wie die

Produktivität der Unternehmen,

die ein wesentliches Kriterium der

globalen Konkurrenzfähigkeit ist

– unter den Tisch fallen. Ich vermute,

er möchte sich damit Vorteile

verschaffen, um wichtige internationale

Handelsabkommen

nachzuverhandeln.

Differenziert: Nicht alle Amerikaner stehen hinter Trump – das hat

Christopher Stehr auf seiner Reise selbst erfahren.

Foto: GGS

REGIOBUSINESS Setzt nun weltweit

ein Protektionismus-Wettlauf

ein und erleben wir damit das

Ende der Globalisierung?

CHRISTOPHER STEHR Schon

jetzt erleben wir einen leichten

Rückgang der volkswirtschaftlichen

Globalisierung wie der KOF-

Globalisierungsindex der ETH Zürich

zeigt. Zur Globalisierung gehören

aber auch soziale und politische

Komponenten, die durch Protektionismus

auch nicht gerade gestärkt

werden. So betrachtet, erleben

wir gerade eine Stagnation

der Globalisierung.

REGIOBUSINESS Obwohl die

USA sehr innovative Unternehmen

und die wohl besten Universitäten

der Welt beheimatet, positioniert

sich Trump gegen den internationalen

Wettbewerb. Schadet er damit

nicht der US-Wirtschaft?

CHRISTOPHER STEHR Eindeutig

ja. Viele ausländische Unternehmen

reflektieren ihre Investitionsvorhaben

und fragen sich, ob

es nicht attraktivere Länder als die

USA gibt. Wissenschaftliche Daten

wie Investitionsflüsse zeigen dies

deutlich. Der Milliardenkonzern

Würth hat beispielsweise angekündigt,

nicht mehr in den USA zu investieren,

solange Präsident

Trump regiert.

REGIOBUSINESS Durch den

Schutz der heimischen Stahlindustrie

und lasche Umweltschutzgesetze

scheinen die USA im Bereich

der Erneuerbaren Energien den

Anschluss zu verlieren. Welche

Auswirkungen hat das für die US-

Bevölkerung?

CHRISTOPHER STEHR Glücklicherweise

dürfen US-Counties

selbst Umweltgesetze erlassen.

Viele Städte wie Seattle, Denver

oder Portland machen davon Gebrauch

und bilden eine Allianz,

die sich gegen die Beschlüsse von

Trump wehrt und dem US-Gesetz

widerspricht. Dies hat allerdings

zur Folge, dass der US-Präsident

mit der Kürzung von Geldvergaben

versucht, genau diese Counties

zu schwächen. So wurden

Portland Gelder zur Betreuung

von sozial schwachen Kindern von

der Regierung gekürzt. Daraufhin

haben sich Lehrer und Eltern zusammengesetzt

und per Fundraising

Gelder gesammelt, um die

Stelle zu erhalten.

REGIOBUSINESS Die USA sind

bekannt für ihren American Way

of Life und gelten als Land der unbegrenzten

Möglichkeiten. Ist das

nur noch Cowboy-Romantik oder

hilft dieser Geist dem Land bei zukünftigen

Herausforderungen?

CHRISTOPHER STEHR Der Spirit

in den USA ist nach wie vor einzigartig

und mich fasziniert der

Optimismus, den viele Amerikaner

ausstrahlen. Sie setzen ihre

Ideen in die Praxis um und haben

den Mut, Fehler zu machen. Ihr

Credo lautet, es dürfen Fehler gemacht

werden, wenn man daraus

lernt. „Es einfach tun“ erleichtert

vielen Startups die Umsetzung ihrer

Geschäftsideen und wird auch

zukünftig dafür sorgen, dass die

USA wettbewerbsfähig bleiben.

www.ggs.de

Interview nach Vorlage


August 2018 I Jahrgang 17 I Nr. 194

Blickpunkt 07

Unsicherheit in

vielen Branchen

Die „Strafzölle“ der USA gegen die halbe Welt sorgen für Bedenken in

den Schaltzentralen der Unternehmen der Region Heilbronn-Franken.

Die tatsächlichen Auswirkungen scheinen derzeit zwar noch gering,

die fehlende Planungssicherheit macht den Entscheidern in den Firmen

jedoch zu schaffen. VON MARIUS STEPHAN

Mit der Ankündigung, die

Zölle unter anderem auf

Stahl und Aluminium zu

erhöhen, sorgte US-Präsident Donald

Trump im März für Furore.

Zunächst wurde die Erhöhung für

Firmen aus der Europäischen

Union zwar ausgesetzt, seit Juni

gilt jedoch ein zusätzlicher Zollsatz

von 10 Prozent auf Aluminium

und 25 Prozent auf Stahl. In

der Region sorgt dies für Verunsicherung.

VORSICHT Viele Firmen erteilten

der Anfrage der Redaktion

gleich eine Absage. Zu groß sind

die Unwägbarkeiten, zu unsicher

die Einschätzung der Lage und

der möglichen weiteren Entwicklung.

Die Unternehmen halten

sich bedeckt und harren der

Dinge, die womöglich noch kommen.

Hinter vorgehaltender Hand

sprechen Wirtschaftsvertreter von

der Wankelmütigkeit der aktuellen

US-Politik und dass kaum jemand

sagen könne, ob oder wie

»Bei einer

Verschärfung müssen

wir überlegen,

wie wir damit umgehen.«

Handel: 2017 gingen deutsche Waren im Wert von 111,5 Milliarden Euro in die USA.

die Zollsituation sich weiterentwickelt.

Dies schaffe eine Stimmung,

in der jegliche Planungssicherheit

fehle.

Wenn sich die Firmen aus der Region

äußern, dann mit Bedacht:

„Für Bausch + Ströbel sind die

USA ein wichtiger Absatzmarkt.

Um näher bei unseren Kunden zu

sein, haben wir deshalb bereits in

den 80er Jahren eine eigenen Niederlassung

an der Ostküste gegründet.

Unser Engagement in

den USA planen wir seit jeher langfristig.

Tagespolitische Entscheidungen

spielen für unsere Investitionstätigkeit

dort derzeit nur eine

untergeordnete Rolle. Dennoch

beobachten wir die weitere Entwicklung

in den USA natürlich

sehr aufmerksam“, sagt der geschäftsführende

Gesellschafter

Markus Ströbel vom Maschinenhersteller

Bausch + Ströbel in Ilshofen.

Die Strafzölle der US-Regierung

auf Stahl und Aluminium beträfen

Bausch + Ströbel im Moment

nicht direkt und das Unternehmen

geht derzeit auch nicht

davon aus, dass es Strafzölle auf

seine Spezialmaschinen geben

wird.

AUFGABE „Wir sind aktuell zu

einem kleinen Teil betroffen“, erklärt

Rainer Grill, Pressesprecher

des Ventilatoren- und Motorenbauers

Ziehl-Abegg mit Sitz in Künzelsau.

Das Unternehmen bezahlt

erhöhte Zollsätze auf Gehäusebauteile,

die in Kupferzell gefertigt,

aber aufgrund der Transportkosten

erst im Werk in Greensborough,

North Carolina, montiert

werden. Die zusätzlichen Kosten

seien jedoch gering, bislang gebe

Ziehl-Abegg diese auch nicht an

die Kunden weiter.

Die Ventilatoren, die das Unternehmen

am Standort Bieringen

gießt, sind derzeit nicht von den

„Strafzöllen“ betroffen, sagt Grill.

„Wir betrachten die Entwicklung

in den USA sehr genau, bei einer

Foto: NPG-Archiv

möglichen Verschärfung müssen

wir überlegen, wie wir damit umgehen.“

Zum aufflammenden Protektionismus

in den USA will sich das Unternehmen

nicht äußern: „Wir sehen

es nicht als unsere Aufgabe,

als Unternehmen die Politik oder

das Wahlverhalten in einer anderen

Nation zu kommentieren, wir

beschäftigen uns mit unseren Produkten

und unseren Kunden“, resümiert

Grill.

„Ein Handelskrieg kennt nur Verlierer“

IHK Heilbronn-Franken und Südwestmetall kritisieren die US-Handelspolitik und plädieren eindringlich für offene Märkte.

VON FRANK LUTZ

Die aktuelle Konjunkturumfrage

der IHK Heilbronn-Franken

macht es deutlich: Der drohende

Handelskrieg mit den USA

bereitet der heimischen Wirtschaft

Kopfzerbrechen. So habe

sich die Wirtschaft auch in der Region

im zweiten Quartal verhaltener

als zuvor entwickelt, und vor

allem die Außen- und Handelspolitik

der Vereinigten Staaten erhöhe

die Unsicherheit für die weitere

Entwicklung, schreibt die Kammer

in ihrem Konjunkturbericht.

Die protektionistischen Maßnahmen

der US-Regierung hätten zu

einer „abwartenden Haltung“ und

damit zu einer geringeren Investitionsbereitschaft

geführt. Zwar

gehe es der regionalen Wirtschaft

weiterhin sehr gut, und auch die

Weltwirtschaft befinde sich insgesamt

weiterhin im Aufschwung.

Doch das könne sich rasch ändern:

„Vor allem eine Eskalation

des Handelskonflikts mit Amerika

könnte die Konjunktur deutlich

stärker bremsen als bisher“,

schreibt die IHK.

Deutlich äußert sich auch Elke Döring,

Hauptgeschäftsführerin der

Kammer, gegenüber der SÜD-

WEST PRESSE Hohenlohe: „Handelskriege

kennen nur Verlierer,

das hat sich in der Geschichte

schon oft bewahrheitet“. Was den

von EU-Kommissionspräsident

Jean-Claude Juncker jüngst ausgehandelten

Kompromiss angeht,

gibt sich Döring verhalten optimistisch:

Die in Aussicht gestellte Lösung,

vor allem der von US-Präsidenten

Donald Trump in Aussicht

gestellte Verzicht auf Strafzölle für

Autos, sei „ein erster Schritt in die

richtige Richtung“. Döring fügt allerdings

hinzu: „Dennoch bleibt

Skepsis, da sich die USA als ein

jahrzehntelang verlässlicher Partner,

mehr und mehr zu einem unkalkulierbaren

Faktor im internationalen

Handel und in der Politik

entwickelt hat.“

Die EU muss möglichst

geschlossen auftreten

Die Hoffnung auf wieder bessere

Handelsbeziehungen in der Zukunft

gibt Döring aber nicht auf:

„Hier gilt es wieder eine Basis für

eine vertrauensvolle Zusammenarbeit

zu schaffen und dazu gehört

es auch die bereits erhobenen illegalen

Zollerhöhungen seitens der

USA zurückzunehmen.“ Um dieses

Ziel zu erreichen, müsse die

EU möglichst geschlossen auftreten,

„um das nötige wirtschaftliche

und politische Gewicht in die

Waagschale werfen zu können

und nicht zum Spielball US-amerikanischer

Launen zu werden“. Allen

Beteiligten müsse klar sein:

Handelskriege könnten keine Konflikte

lösen.

Eindringlich für offene Märkte

tritt auch Südwestmetall ein. Die

Annäherung: Sowohl Kammer als auch Arbeitgeberverband begrüßen den Kompromiss, den Jean-Claude

Juncker (li.) mit Donald Trump ausgehandelt hat. Doch es bestehen Zweifel, ob die USA auch in Zukunft

ein zuverlässiger Handelspartner bleiben werden.

Foto: Evan Vucci/AP/dpa

Mitglieder des Verbands der Metall-

und Elektroindustrie Baden-

Württemberg sind von den bereits

bestehenden Importzöllen auf Aluminium

und Stahl natürlich besonders

betroffen.

„Die stark exportorientierte Wirtschaft

in Deutschland, Baden-

Württemberg und insbesondere

auch der Region Heilbronn-Franken

ist zwingend auf offene

Märkte angewiesen“, sagt daher

Jörg Ernstberger, Juristischer Referent

für Arbeits- und Sozialrecht

bei der Bezirksgruppe Heilbronn.

Die produzierenden Unternehmen

in diesen Bereichen stünden

bereits jetzt unter einem hohen

»Nur ein freier

Handel sichert

Arbeitsplätze auf

beiden Seiten.«

Wettbewerbsdruck, da vor allem

chinesische Unternehmen wegen

niedrigerer Gehälter und Energiekosten

deutlich billiger produzieren

könnten. „Sollten sich die USA

nachhaltig abschotten, würde sich

der Wettbewerb in den offenen

EU-Märkten aufgrund höherer Lieferungen

dorthin zusätzlich verschärfen“,

meint Ernstberger.

Den „Deal“ zwischen Jean-Claude

Juncker und Donald Trump begrüßt

Ernstberger: „Südwestmetall

plädiert schon seit Jahren für

ein Freihandelsabkommen mit

den USA.“ Denn Deutschland sei

zwingend auf offene Märkte angewiesen:

„Kaum ein Land ist so

stark in die internationalen Handelsströme

und Wertschöpfungsketten

eingebunden wie unseres.“

Jeder vierte Arbeitsplatz hänge

vom Außenhandel ab, in der Industrie

sogar jeder zweite.

Es ist viel Porzellan

zerschlagen worden

Im Zusammenhang mit Trumps

„America-First“-Politik spricht

Ernstberger sogar von einem

„Bruch der bewährten Handelspolitik

mit den USA“. Auch die „Art

und Weise der Verhandlungsführung

mit Koppelung an teilweise

sachfremde Themen“ stimme

nicht zuversichtlich: „Es ist viel

Porzellan zerschlagen worden;

das Vertrauen gegenüber den USA

als zuverlässiger Handelspartner

leidet nachhaltig.“

Doch was die weitere Entwicklung

angeht, zeigt sich Ernstberger

durchaus optimistisch: „Wir sind

zuversichtlich, dass eine Entspannung

eintreten wird.“ Denn die

USA schadeten sich mit ihrer Handelspolitik

selbst am meisten:

Schutzzölle führten stets zu erheblich

steigenden Kosten im eigenen

Land. „Nur ein freier Handel sichert

Arbeitsplätze auf beiden Seiten“,

fasst Ernstberger zusammen.

„Ein Handelskrieg kennt

nur Verlierer.

www.suedwestmetall.de


08 Firmen & Märkte

August 2018 I Jahrgang 17 I Nr. 194

Neubau in eigener Sache

Baufirma Leonhard Weiss investiert 20 Millionen am Standort in Satteldorf.

Das Satteldorfer Bauunternehmen

Leonhard Weiss

legte Ende Juli den

Grundstein für ein neues Bürogebäude.

Bis 2019 sollen hier

20 Millionen Euro investiert

werden und 260 neue Arbeitsplätze

entstehen.

Die Firma braucht Platz. Seit

Jahren verzeichnet sie ein stetiges

Umsatzwachstum, was sich

in den Mitarbeiterzahlen widerspiegelt.

Der Neubau soll 260

neue Arbeitsplätze beherbergen.

Derzeit beschäftigt das Unternehmen

5200 Mitarbeiter,

zwei Drittel davon auf den Baustellen,

1600 im kaufmännischtechnischen

Bereich, 450 allein

in Satteldorf. Bis 2019 sollen

im Erweiterungsbau zusätzliche

260 Büroarbeitsplätze entstehen,

die nach einem neuen, flexiblen

Konzept eingerichtet werden

und mit modernen Kommunikationszonen,

kurzen Wegen

und 50 Wechselarbeitsplätzen

ausgerüstet werden. Das alles

wird in eine moderne architektonische

Hülle eingebettet, die

die Gestaltungsidee des bestehenden

Gebäudes aufgreift und

weiterdenkt. Architektonisches

Highlight ist das Luftkissendach

auf der Terrasse im ersten Obergeschoss.

Die Beheizung und

Kühlung der Räume erfolgt

über Erdwärmesonden. Die

Technikzentrale dazu befindet

sich gleichfalls auf dem Dach

des Neubaus.

Kostentransparenz

durch BIM Planung

Deckel drauf: Polier Hans-Jürgen Schaffner (3.v.li.) mauert im Beisein von Gesellschaftern,

Geschäftsführern und dem Bürgermeister den Grundstein zu.

Foto: Kerstin Dorn

Der Vorsitzende der Geschäftsführung,

Volker Krauß, erwähnte

die neue digitale Planungsmethode

BIM, die das

Bauunternehmen in eigener Sache

einsetzt: BIM steht für Building

Information Modeling –

oder Bauwerksdatenmodellierung

– mit deren Hilfe die verschiedenen

Teile und Gewerke

des Gebäudes in 3-D geplant

werden. „Man kann alles anschauen

und weiß sofort, was

es kostet“, bringt der Firmenchef

den Nutzen der neuen

Technik auf den Punkt.

Zur Grundsteinlegung waren

Geschäftsführer, Gesellschafter

und Betriebsrat gekommen

und auch der Bürgermeister

ließ sich die Gelegenheit nicht

entgehen, Grüße und Wünsche

zu überbringen. Was zähle,

seien die gegenseitigen Ergebnisse,

so Wackler. Das Unternehmen

schaffe Arbeits- und

Ausbildungsplätze, die Gemeinde

setze sich für optimale

Rahmenbedingungen wie die direkte

Straßenanbindung ein.

Das Familienunternehmen realisiert

aktuell mehrere Millionenprojekte:

unter anderem die

Gleiserneuerung und Elektrifizierung

der Höllentalbahn im

Schwarzwald, die Erd-, Tiefund

Ingenieurbauarbeiten an

der Neubaustrecke Merklingen

sowie regionale Bauvorhaben,

wie den Wiederaufbau in

Braunsbach.

do

Nachfolge: Dieter Straub übernimmt den Vorsitz der Geschäftsführung

beim Bauunternehmen Leonhard Weiss.

Foto: Leonhard Weiss

Neuer Vorsitz

Dieter Straub wird Chef bei Leonhard Weiss.

Dieter Straub übernahm zum

1. August den Vorsitz der Geschäftsführung

beim Bauunternehmen

Leonhard Weiss mit Sitz in

Göppingen und Satteldorf. Er tritt

die Nachfolge von Volker Krauß

an, der diese Aufgabe vorzeitig in

die Hände seines bisherigen Stellvertreters

legt und zum 31. Dezember

2018 aus der Geschäftsführung

des Familienunternehmens

ausscheidet, um in den wohlverdienten

Ruhestand zu gehen.

Dieter Straub ist bereits seit 20

Jahren Mitglied der Geschäftsführung

und leitet den Bereich Ingenieur-

und Schlüsselfertigbau

sehr erfolgreich. Neben dem Vorsitz

übernahm er ab 1. August zugleich

die Leitung des Ressorts Unternehmenssteuerung.

Die Geschäftsführung der schwäbischen

Bauunternehmung setzt

sich jetzt wie folgt zusammen: Dieter

Straub (Vorsitz), Marcus Herwarth,

Volker Krauß, Robert

Kreß, Ralf Schmidt, Stefan

Schmidt-Weiss und Alexander

Weiss.

Dieter Straub wurde 1957 in Balingen

geboren und absolvierte 1982

sein Diplom, Fachrichtung Bauingenieurwesen,

an der Hochschule

für Technik Stuttgart. 1989 begann

er als Oberbauleiter im Ingenieurbau

seine Laufbahn bei Leonhard

Weiss. 1998 übernahm er

die Geschäftsführung des Geschäftsbereichs

Ingenieur- und

Schlüsselfertigbau.

pm

www.leonhard-weiss.de

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HR-Manager des Jahres

Arnt Stumpf will Arbeitszeit zu Lebenszeit machen

ADVERTORIAL

Arnt Stumpf, Personalleiter bei

der Würth Elektronik eiSos GmbH

& Co. KG, ist von den Lesern der

Zeitschrift Markt&Technik zum

HR-Manager des Jahres 2018 in der

Elektronikbranche gewählt worden.

Jedes Jahr vergibt das Magazin

diese Auszeichnung im Rahmen

eines Branchen-Spitzentreffens.

In der Laudatio wurde hervorgehoben,

wie stark Arnt Stumpf

die Personalarbeit bei der Würth

Elektronik eiSos geprägt hat. So gilt

der Personalmanager als Treiber

von richtungsweisenden Ideen für

eine positive Unternehmenskultur

und für die innovative Gestaltung

von Arbeitsbedingungen, die zur

individuellen Lebenssituation der

einzelnen Mitarbeiter passen.

Über 7 000 Leser der Zeitschrift

Markt&Technik durften in neun

Kategorien ihr Votum für den

Titel „Manager des Jahres“ der

Elektronikbranche abgeben.

Ausschlaggebend für die Wahl

waren nachweisliche Verdienste in

Kriterien wie besonderer wirtschaftlicher

Erfolg, Wachstumsstrategie,

technische Höchstleistung,

persönliches Engagement und

Weitblick. Arnt Stumpf konnte

mit seinem langjährigen und sehr

erfolgreichen Einsatz im Personalbereich

von Würth Elektronik eiSos

die Wähler überzeugen. Im Rahmen

des Markt&Technik-Spitzentreffens

2018 im bayrischen Bad Aibling

wurde ihm die Auszeichnung nun in

der Kategorie „Human Resources“

überreicht.

Noch stärker als in Ballungszentren

wie Stuttgart oder München steht

die Personalabteilung am Standort

Arnt Stumpf, Personalleiter bei der

Würth Elektronik eiSos GmbH & Co.

KG, freut sich über die Auszeichnung

HR-Manager des Jahres 2018

in der Elektronikbranche.

Foto: Würth Elektronik eiSos

Waldenburg vor der Herausforderung,

qualifizierte Mitarbeiter zu

gewinnen und langfristig zu halten.

Manager Arnt Stumpf setzt hier auf

eine Unternehmenskultur, die ein

wertschätzendes, offenes und partnerschaftliches

Miteinander zum

Ziel hat. Gleichzeitig schafft er in

dem sich dynamisch entwickelnden

Unternehmen Arbeitsbedingungen,

die eine ausgewogene Balance

zwischen Arbeit und Freizeit

möglich machen: Neben familienfreundlichen

Angeboten wie einer

unternehmenseigenen Kinderbetreuung

oder flexiblen Arbeitszeiten

profitieren die Mitarbeiter von

Würth Elektronik eiSos beispielsweise

von dem breit gefächerten

Aktivprogramm WEtality oder

verlängerten Entgeltfortzahlungen

im Krankheitsfall.

Zufriedene Mitarbeiter für

Spitzenleistungen

„Wir verbringen viel Zeit unseres

Lebens bei der Arbeit. Da ist es sehr

wichtig, dass der Job als qualitative,

echte Lebenszeit und nicht nur als

Arbeitszeit und Belastung erlebt

und wahrgenommen wird“, ist

Preisträger Arnt Stumpf überzeugt.

„Moderne Personalarbeit sollte

genau das zum Ziel haben.“

„Seit vielen Jahren ist die Würth

Elektronik eiSos ein Innovationstreiber

am Markt. Das kann nur mit

hochqualifizierten, motivierten und

vor allem zufriedenen Mitarbeitern

gelingen“, sagt CEO Oliver Konz.

Thomas Schrott, ebenfalls CEO,

ergänzt: „Für unsere aktuell 6700

Mitarbeiter schafft Arnt Stumpf mit

seiner Arbeit optimale Rahmenbedingungen,

um immer wieder

Spitzenleistungen abrufen zu

können. Wir freuen uns, dass seine

Verdienste auch außerhalb unseres

Unternehmens wahrgenommen

werden, und wir sind stolz darauf,

dass seine Arbeit bei Würth Elektronik

eiSos ausgezeichnet worden

ist.“

[pm]

Würth Elektronik eiSos

GmbH & Co. KG

Max-Eyth-Straße 1

74638 Waldenburg

Telefon +49 7942 945-0

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Von Waldenburg in die

weite Welt!

Würth Elektronik eiSos ist einer der führenden Hersteller von

elektronischen und elektromechanischen Bauelementen für die

Elektronikindustrie. Von Waldenburg aus sind wir in 50 Ländern

der Welt aktiv. Erfolg und Höchstleistungen sind nur möglich,

wenn ein starkes Team ein gemeinsames Ziel verfolgt.

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August 2018 I Jahrgang 17 I Nr. 194

Politik & Wirtschaft 09

Gründen ist derzeit

wenig gefragt

Zahl der Firmenanmeldungen ging im vergangenen Jahr zurück.

Anteil von Frauen und ausländischen Mitbürgern ist gestiegen.

Zahlen können doch recht unterschiedlich

sein. Laut dem

IKK-Gründungsklimameter

ist die Zahl der neugegründeten

Unternehmen in der gesamten Region

zurückgegangen. Von der

Entwicklung macht nur das Oberzentrum

Heilbronn eine Ausnahme.

Insgesamt wurden in Heilbronn-

Franken im vergangenen Jahr

exakt 5071 Unternehmen gegründet.

Das sind nach den Auswertungen

des Statistischen Landesamts

2,8 Prozent weniger als noch im

Jahr zuvor. Den Betriebsgründungen

stehen 4715 vollständige Betriebsaufgaben

gegenüber. Das

entspricht einem Rückgang von

3,7 Prozent. Damit gingen die Abmeldungen

deutlich stärker zurück

als die Neugründungen und

der Bestand an Firmen in Heilbronn-Franken

ist in Summe somit

ein wenig gestiegen. Der Blick

auf die Firmengründungen, die

aufgrund ihrer Beschäftigtenzahl

oder allein der Rechtsform wegen

eine größere wirtschaftliche Substanz

vermuten lassen, lässt sich

erkennen, dass deren Zahl mit einem

Minus von 3,35 Prozent auf

1098 neuen Unternehmen gesunken

ist. Damit schneidet die Region

gegenüber dem Schnitt in Baden-Württemberg

(minus 2,86

Prozent) und dem Wert im gesamten

Bundesgebiet (minus 0,60

Prozent) doch um einiges schlechter

ab. Einzig für die Stadt Heilbronn

lässt sich eine gegenläufige

Tendenz ablesen.

Vielfach Selbstständigkeit

im Nebenerwerb

Die Käthchenstadt meldet bei den

Gründern einen Zuwachs von 2,5

Prozent. Alle anderen Landkreise

in der Region weisen derzeit ein

Minus aus. Der stärkste Rückgang

mit 9,2 Prozent und 1159 Unternehmen,

findet sich in der Statistik

bei den Kleingründungen. Das

sind Einzelunternehmen, die

nicht in der Handwerksrolle oder

im Handelsregister eingetragen

sind und über keine sozialversicherungspflichtige

Beschäftigte

haben. Während es bei den hauptberuflichen

Unternehmern derzeit

ein wenig mau aussieht, haben

die Teilzeitunternehmer Zulauf.

Die Nebenerwerbsgründungen

sind zuletzt um 0,4 Prozent

auf 2814 gestiegen. Die Rechtsform

des Einzelunternehmens ist

nach wie vor der Favorit. 77 Prozent

der Gewerbeanmeldungen

wurden auch den zwölf Monaten

des vergangenen Jahres als Einzelunternehmen

gegründet. Lediglich

elf Prozent der Gründer entschieden

sich für die Kapitalgesellschaft

der GmbH. Die Unternehmergesellschaft

UG (haftungsbeschränkt)

wurde gar nur in einem

Prozent der Fälle gewählt.

Die Branchenverteilung spricht

eine deutliche Sprache. Die

Dienstleistungen lagen mit 40 Prozent

aller Gewerbeanmeldungen

an der Spitze, gefolgt vom produzierenden

Gewerbe mit knapp 19

Prozent und dem Einzelhandel

mit rund 17 Prozent. Der Wandel

in einzelnen Wirtschaftszweigen

spiegelt sich gerade auch im Gastgewerbe

wider. Dort wurden zehn

Prozent mehr Unternehmen abge-

Trend: Die Idee für das eigene Unternehmen verfolgen derzeit weniger Menschen.

meldet als angemeldet. Auch im

Einzelhandel ist der Saldo mit

rund vier Prozent deutlich negativ.

Die Firmengründungen fördern

übrigens auch die Integration,

denn bereits jede vierte Gründung

als Einzelunternehmer erfolgte

durch Personen mit ausländischer

Staatsangehörigkeit.

Das Firmenbesitz eine Sache der

Männer ist, gehört zunehmend

der Vergangenheit an, denn in der

Region lässt sich bereits seit geraumer

Zeit „ein hohes Gründungsinteresse

durch Frauen“ beobachten.

Schon mehr als jedes dritte

Einzelunternehmen an Neckar, Kocher,

Tauber und Jagst werden

von einer Gründerin angemeldet.

Hier liegt die Region auf Höhe des

landesweiten Schnittes.

Betrachtet man die Intensität der

Firmengründungen, so werden in

Baden-Württemberg auf 10 000

Einwohner 13 wirtschaftlich bedeutsame

Betriebe gegründet. Die

Stadt Heilbronn liegt mit 20 Betriebsgründungen

pro 10 000 Einwohner

hier mit an der Spitze.

Aber auch der Landkreis Heilbronn

und der Hohenlohekreis

liegen mit zwölf Gründungen pro

10 000 Einwohner nahe am baden-württembergischen

Schnitt.

Der Main-Tauber-Kreis folgt mit

zehn Gründungen pro 10 000 Einwohner,

der Landkreis Schwäbisch

Hall fällt mit neun Gründungen

etwas ab.

Detaillierte Informationen zum

Gründungsgeschehen in der Region

Heilbronn-Franken gibt es

im IHK-Gründungsklimameter.

www.heilbronn.ihk.de

Foto: Berufebilder

Gastkommentar

„Mehr Geld in Aktien investieren“

Die deutschen DAX-Konzerne sind überwiegend in ausländischer Hand – das liegt auch an uns.

Am Deutschen Aktienindex,

dem DAX, sind 30 Unternehmen

gelistet; sie alle müssen

den Vorschriften nach „deutsche

Unternehmen“ sein. „Deutsch“

sind sie der Definition nach, da

sie alle ihren Hauptsitz, ihr „Headquarter“,

hier in Deutschland haben

und alle können darüber hinaus

auf eine „deutsche Geschichte“

verweisen.

Hinsichtlich ihrer Investoren, ihrer

„Besitzer“, ihrer Mehrheitseigner

an den jeweiligen Unternehmensaktien

sieht es jedoch zunehmend

„weniger deutsch“ aus:

Ende des vergangenen Jahres

2017 hielten Investoren aus dem

Ausland durchschnittlich 53,7

Prozent der Aktien der DAX-Konzerne;

also: Ausländische Investoren

halten die Mehrheit der Aktien

von den Unternehmen im

Deutschen Aktienindex DAX; Tendenz

steigend.

Karsten Seibel in der Welt: „Die

Deutsche Börse, Adidas und

Bayer sind eigentlich keine deutschen

Unternehmen mehr, auch

Siemens, Allianz und Daimler

nicht. Denn das Kommando haben

dort Investoren aus dem Ausland.

Bis zu 86 Prozent eines

DAX-Konzerns sind bereits im Eigentum

von Anlegern aus Europa

und Amerika“. Er beruft sich dabei

auf eine Auswertung von Ernst

& Young. Nach dieser sind vor allem

Investoren aus dem Rest

Europas bei den deutschen DAX-

Konzernen traditionell besonders

stark engagiert: Sie machten

durchschnittlich 28 Prozent aus,

Nordamerikaner kamen auf 20

Prozent. Auf Aktionäre aus

Deutschland entfielen 35,8 Prozent

– 2016 waren es noch 37,7.

Geografisch nicht eindeutig zuordnen

ließen sich 10,5 Prozent der

Aktien. Der Ausländeranteil an

den DAX-Vorzeigeunternehmen

war noch nie zuvor höher. Seibel:

„Von den 22 Unternehmen, von

Lösung: Mit Aktien können ordentliche Renditen erzielt werden. Foto: NPG

denen bereits Daten aus dem Jahr

2005 vorliegen, waren vor 13 Jahren

lediglich acht Unternehmen

mehrheitlich in ausländischer

Hand. Heute sind es 17.“

Einige DAX-Beispiele hierzu, bei

denen der Anteil ausländischer Investoren

am Aktienbestand besonders

hoch ist: Deutsche Börse 86

Prozent, Adidas 77, Bayer 74,

Linde 72 und Siemens sowie Allianz

je 66 Prozent. Aber auch an

der Deutschen Telekom halten

Ausländer 46, an Volkswagen 39

und an der Lufthansa 32 Prozent.

Schlimm? Nein, nicht wirklich,

denn es gibt natürlich Gründe, warum

die deutschen Unternehmen

auf der „Investoren-Liste“ weltweiter

Anleger stehen. Gründe, die

für die deutschen Unternehmen

sprechen: Viele von ihnen sind

Weltmarktführer, genießen rund

um den Globus aufgrund ihres

weltweiten Erfolgs einen exzellenten

Ruf, was „auf und in den Märkten“

natürlich aufmerksam registriert

wird“ und „internationale Anteilsappetite“

weckt.

Diese Weltunternehmen mit ihren

Hauptstandorten in Deutschland

profitieren von ihrer zunehmenden

internationalen Verflechtung;

nicht alleine wegen der internationalen

Standorte, der sinnvollen Ergänzungen

von Produktionsprozessen

und Produkten, sondern

natürlich auch von der Internationalisierung

ihres Personals, das

die unterschiedlichen Kulturen

lebt und versteht, was in unserer

globalisierten Welt immer mehr

zur Voraussetzung für weltweiten

Erfolg geworden ist. Nach den Studienergebnissen

und Aussagen

der Ernst & Young Experten ist

auch die Wahrnehmung von Aufsichtsratsmandaten

durch ausländische

Großinvestoren für die

deutschen Unternehmen von Vorteil:

„Die verstärkte Ausrichtung

der DAX-Unternehmen auf internationale

Märkte und die steigende

Bedeutung internationaler Investoren

beschleunigen den Transformationsprozess,

in dem sich viele

DAX-Konzerne mittlerweile befinden

und erhöht deren Wettbewerbsfähigkeit“.

Im Grunde also

eine durchaus positiv zu betrachtende

Entwicklung: Wenn die deutschen

Unternehmen nicht so erfolgreich

wären, stünden sie

kaum im Mittelpunkt des Interesses

von ausländischen Investoren.

Insgesamt auch wenig überraschend:

Deutschland ist Exportweltmeister,

die meisten Weltmarktführer

haben ihren Sitz hier

in Deutschland, viele von ihnen –

wie zum Beispiel Daimler – haben

einen beachtlichen Auslandsanteil

Dr. Walter Döring

Der gebürtige Stuttgarter war lange eine

der Gallionsfiguren der FDP. Er war Gemeinderat

in Schwäbisch Hall, Vorsitzender der

Landtagsfraktion und Wirtschaftsminister

von Baden-Württemberg. Heute arbeitet

der 64-Jährige als Consultant und hält Vorlesungen

an Hochschulen. Im Kreistag ist er

für die Freien Demokraten politisch aktiv.

Döring ist Initiator und Mitorganisator des

Kongresses „Gipfel der Weltmarktführer“

in Schwäbisch Hall und gründete die Akademie

Deutscher Weltmarktführer.

am Umsatz und errichten mittlerweile

ihre größten Standorte im

Ausland; klar, dass auf solche Unternehmen

„die Welt blickt“ und

an deren Erfolgen teilhaben

möchte. Und übrigens: Für alle,

denen diese Entwicklung aus welchen

Gründen auch immer missfällt,

gibt es einen „Lösungsansatz“:

Mehr in Aktien anlegen, das

Geld „nicht unter die Matratze legen“.

Von den sogenannten „entwickelten

Ländern“ zeigt sich

Deutschland hinsichtlich des privaten

Invests in Aktien noch immer

deutlich „unterentwickelt“:

Privatleute halten lediglich elf Prozent

der Aktien der 30 DAX-Konzerne.

Foto: Hans Kumpf


10 Kapital & Finanzen

August 2018 I Jahrgang 17 I Nr. 194

Ein erfreuliches Jahr

Genossenschaftliche Finanz-Gruppe steigert Gewinn auf 8,9 Milliarden Euro.

Die Genossenschaftliche

„FinanzGruppe Volksbanken

Raiffeisenbanken“

erzielte im Geschäftsjahr

2017 ein gutes konsolidiertes

Ergebnis: Sie steigerte ihren Gewinn

vor Steuern um 7,3 Prozent

auf 8,9 Milliarden Euro.

Zugleich baute sie ihr bilanzielles

Eigenkapital deutlich auf

104,4 Milliarden Euro aus. Es

überstieg damit erstmals auf

konsolidierter Ebene die

100-Milliarden-Euro-Marke.

WACHSTUM Die Finanz-

Gruppe ist damit auch hinsichtlich

möglicher Wachstumsrisiken

in der Weltwirtschaft gut

aufgestellt. Der nach internationalen

Rechnungslegungsstandards

IFRS erstellte konsolidierte

Jahresabschluss der FinanzGruppe

bildet das Geschäftsjahr

der 915 Volksbanken

und Raiffeisenbanken,

Sparda-Banken, PSD Banken

und der weiteren genossenschaftlichen

Spezialinstitute sowie

der DZ Bank und der zentralen

Produktspezialisten, also

der Hypothekenbanken, der

Bausparkasse Schwäbisch Hall,

der R+V Versicherung, der

Union Investment, der VR

Informativ: Die BVR-Präsidentin Marija Kolak sprach über das

vergangene Geschäftsjahr und Strategieentwicklungen im

Bereich Digitalisierung.

Foto: NPG-Archiv

Smart Finanz (ehemals VR Leasing),

der TeamBank und der

DZ Privatbank, ab. Nahezu im

Gleichklang steigerten die Genossen

im Jahr 2017 ihre Bestände

an Kundenkrediten um

3,9 Prozent auf 762 Milliarden

Euro und die Kundeneinlagen

um 3,5 Prozent auf 801 Milliarden

Euro. Wachstumstreiber

im Kreditgeschäft mit den Privatkunden

waren private Wohnungsbaukredite;

die Kreditvergabe

an Firmenkunden zog vor

allem im Dienstleistungs- und

Baugewerbe an. „Das kräftige

Wachstum im Kundengeschäft

trug auch im aktuell schwierigen

Zinsumfeld entscheidend

zur Gewinnsteigerung bei“, erläutert

die Präsidentin des Bundesverbandes

der Deutschen

Volksbanken und Raiffeisenbanken

(BVR) Marija Kolak. Mit

Blick auf das konjunkturelle

Umfeld sieht der BVR wegen

der zunehmenden protektionistischen

Tendenzen bis hin zu einem

möglichen Handelskrieg

Wachstumsrisiken für die Wirtschaft.

„Die Antwort hierauf

kann nur lauten: Wir brauchen

ein starkes Europa“, zeigt sich

Kolak überzeugt. „Ein starkes

Europa bedeutet aber auch:

eine hohe wirtschaftliche Krisenfestigkeit

der EU-Staaten –

besonders des Euroraums“,

sagt die BVR-Präsidentin. Bislang

hätten aber zu wenige Länder

die Niedrigzinsphase zur

Konsolidierung der öffentlichen

Haushalte genutzt. Risiken

lägen auch in den hohen

Beständen an Staatsanleihen in

den Bankbilanzen einiger Euroländer.

Risikoreduzierung,

meint Kolak, sei ein bedeutender

Faktor in den politischen

Diskussionen um eine gemeinsame

europäische Einlagensicherung

oder einen weiterentwickelten

Europäischen Stabilitätsmechanismus.

ZAHLEN Die genossenschaftliche

FinanzGruppe hielt im abgelaufenen

Geschäftsjahr 2017 ihren

Zinsüberschuss mit 18,6

Milliarden Euro nahezu auf

dem Vorjahresniveau von 18,8

Milliarden Euro. Der Provisionsüberschuss

stieg kräftig um

8,9 Prozent auf knapp 6,5 Milliarden

Euro. Nach Steuern erwirtschaftete

die Gruppe einen

konsolidierten Jahresüberschuss

von 6,1 Milliarden Euro

und damit drei Prozent mehr

als im Vorjahr. Die konsolidierte

Bilanzsumme der genossenschaftlichen

FinanzGruppe

wuchs leicht um 27,5 Milliarden

Euro auf 1,24 Billionen

Euro.

pm

www.bvr.de

Wohnen ohne

Kompromisse

Was Singles beim Hausbau und -kauf beachten sollten.

Ein-Personen-Haushalte

sind

heute der am meisten verbreitete

Haushaltstyp – und nicht alle

Alleinstehende wohnen zur Miete.

Denn Wohneigentum ist auch für

sie eine attraktive Form der Altersvorsorge.

Laut Statistischem Bundesamt

sind mittlerweile 41 Prozent der

deutschen Haushalte Single-Haushalte

– Tendenz steigend. Zum

Vergleich: 1991 lebten knapp 33

Prozent der Deutschen alleine. Dabei

handelt es sich keineswegs

mehrheitlich um Auszubildende

oder Studenten zwischen 20 und

30. „Mehr als 80 Prozent der Alleinlebenden

sind über 30“, weiß

Carolin Großhauser von der Bausparkasse

Schwäbisch Hall. Immer

mehr Singles entscheiden

sich dazu, Immobilien allein zu erwerben.

Wer den Weg Richtung

Wohneigentum allein antritt,

muss auch bei der Finanzierung

mehr schultern als zu zweit. Mindestens

20 Prozent der Gesamtkosten

sollten bei einer soliden Finanzierung

als Eigenkapital eingebracht

werden. Alleinstehende

bringen idealerweise von vornherein

mehr mit, um die monatliche

Darlehensrate gering zu halten.

Schließlich steht ihnen im Schnitt

mit nur einem monatlichen Gehalt

weniger Geld zur Tilgung eines

Kredits zur Verfügung. „Beim Eigenkapitalaufbau

helfen staatliche

Förderungen wie Wohnungsbauprämie,

Arbeitnehmersparzulage

oder Wohn-Riester“, erklärt Großhauser.

„Planbarkeit ist für Alleinstehende

bei der Finanzierung der

wichtigste Faktor“, ergänzt die

Schwäbisch Hall-Expertin.

Sollte gegen den Trend aus dem

Ein- doch ein Zwei- oder sogar

Mehr-Personen-Haushalt werden

und das Platzangebot nicht mehr

ausreichen, lässt sich die Immobilie

auch vermieten oder verkaufen.

Wer die eigenen gegen die gemeinsamen

vier Wände eintauscht,

sollte nicht verlernt haben,

mit Kompromissen zu leben,

schließlich müssen sich alle Bewohner

zu Hause wohlfühlen. pm

www.www.schwaebisch-hall.de

Immobilien: Allein Wohnen liegt

im Trend.

Foto: NPG-Archiv

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ADVERTORIAL

Zeitgemäße Geldanlage –

immer und von überall

Digitaler Anlage-Assistent MeinInvest ergänzt klassische Beratung

Die VR Bank Schwäbisch

Hall-Crailsheim eG verschafft

Kunden mit MeinInvest jetzt

auch online einen bequemen

und modernen Zugang zu einer

zeitgemäßen Geldanlage.

Die Digitalisierung hat längst viele

Bereiche der Wirtschaft erfasst und

ist aus unserem Privatleben kaum

mehr wegzudenken. Und sie macht

auch vor der Bankberatung nicht

halt. Nach wie vor schätzen zwar

die meisten Menschen das persönliche

Gespräch vor Ort mit ihrem

Berater. Doch immer mehr erledigen

ihre Bankgeschäfte zusätzlich oder

hauptsächlich online. Dennoch:

„Die klassische Beratung wird ihre

hohe Bedeutung in unserer Bank

weiterhin beibehalten“, sagt Eberhard

Spies, Vorstandsvorsitzender

bei der VR Bank Schwäbisch Hall-

Crailsheim eG. „Daneben bieten

wir nun jedoch auch über unseren

digitalen Anlage-Assistenten

MeinInvest, einem sogenannten

Robo-Advisor, Zugang zu einer zeitgemäßen

Geldanlage, die sich aus

einem fondsbasierten Portfolio zusammensetzt

und im Rahmen einer

Vermögensverwaltung professionell

betreut wird. Unser neuer digitaler

Anlage-Assistent ist immer und von

überall über das Internet erreichbar.

Damit sind wir auf der Höhe der

Zeit und erfüllen vertrauensvoll

die Bedürfnisse unserer Kunden“,

kommentiert Eberhard Spies.

Digitaler Anlage-Assistent

MeinInvest der VR Bank

Schwäbisch Hall-Crailsheim eG

Der digitale Anlage-Assistent

erfragt zum Beispiel Personendaten,

den angestrebten Anlagezeitraum

sowie die Risikoneigung eines

Kunden und schlägt ihm dann auf

Basis seiner individuellen Angaben

eine passende Geldanlage vor, die

in Form eines Portfolios im Rahmen

einer Vermögensverwaltung

professionell betreut wird. Dieses

Portfolio wurde von Finanzexperten

auf Basis von wissenschaftlich fundierten

Methoden entwickelt und

besteht aus aktiv verwalteten Fonds

unterschiedlicher Anlageklassen

wie zum Beispiel Aktien, Anleihen,

Geldmarkt und Rohstoffe. Man

habe so die Möglichkeit, bereits mit

geringen Geldbeträgen ab 25 Euro

monatlich oder 500 Euro einmalig

weit gestreut zu investieren, und

das in nur wenigen Schritten online.

Mit diesem Service macht die VR

Bank Schwäbisch Hall-Crailsheim

eG nun auch online den Weg frei

für eine zeitgemäße Geldanlage,

und das weiterhin nach genossenschaftlichen

Werten: „Der Kunde

mit seinen Bedürfnissen steht bei

uns jederzeit zuverlässig im Mittelpunkt

und er kann sich nun auch

digital gut beraten fühlen“, zieht

Eberhard Spies ein Fazit. [pm]

Jetzt haben Sie es in der

Hand, zeitgemäß zu sparen

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Mit dem digitalen Anlage­Assistenten

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modernen Zugang zu einer zeitgemäßen Geldanlage. Foto: VR Bank

Den neuen Service und

weitere Informationen finden

Interessierte direkt

unter www.vrbank-sha.de/

meininvest. Die VR Bank

Schwäbisch Hall-Crailsheim

eG gehört wie die Fondsgesellschaft

Union Investment

zur genossenschaftlichen

FinanzGruppe.

www.vrbank-sha.de

Einfach QR­Code scannen und auf

unserer Internet­Seite informieren.

Allein maßgebliche Rechtsgrundlage für die Vermögensverwaltung in MeinInvest ist die Rahmenvereinbarung MeinInvest unserer Bank,

welche Sie jederzeit kostenlos in deutscher Sprache auf der Webseite unserer Bank einsehen können. Dieser können Sie auch dienstleistungsspezifische

Informationen entnehmen. Die Eröffnung eines UnionDepots ist erforderlich. Allein maßgebliche Rechtsgrundlage

hierfür sind die jeweils aktuellen Allgemeinen Geschäftsbedingungen, Zusatzvereinbarungen und Sonder bedingungen der Union Investment

Service Bank AG, die Sie kostenlos in deutscher Sprache über den Kundenservice der Union Investment Service Bank AG erhalten. Diese

Information stellt weder eine Handlungsempfehlung noch eine Anlageberatung durch die VR Bank Schwäbisch Hall­Crailsheim eG dar.

Stand aller Informationen, Darstellungen und Erläuterungen: 30. Mai 2018, soweit nicht anders angegeben.


August 2018 I Jahrgang 17 I Nr. 194

Kapital & Finanzen 11

Wo gibt’s Finanzhilfen?

IHK legt Broschüre zur finanziellen Gewerbeförderung neu auf.

Öffentliche Förderprogramme

sind ein wichtiger

Baustein der Mittelstandsfinanzierung.

Zinsvergünstigte

Darlehen, Zuschüsse,

Bürgschaften und Beteiligungen

bieten eine solide Grundlage

zur betriebsgerechten Finanzierung

und sichern die

Wettbewerbsfähigkeit von kleinen

und mittleren Unternehmen.

„Für Unternehmer und Startups

ist es unerlässlich, sich

rechtzeitig vor Investitionen

über mögliche Förderprogramme

zu informieren. Die

zwölf baden-württembergischen

IHKs bieten hierbei gezielte

Unterstützung und fundierte

Beratung zu den öffentlichen

Förderprogrammen“, betont

Professor Harald Unkelbach,

Vize-Präsident des Baden-Württembergischen

Industrie-

und Handelskammertags

und Präsident der IHK Heilbronn-Franken.

Die nun aktualisierte Publikation

enthält auf 24 Seiten die

wichtigsten Förderprogramme

von Bund und Land. In kompakter

Form wird informiert, wer

antragsberechtigt ist, was gefördert

wird, wie die Konditionen

Geld: Wie kann ich mein Vorhaben finanzieren? Die neue IHK-

Broschüre gibt hilfreiche Tipps.

Foto: NPG-Archiv

sind und wo die Förderanträge

zu stellen sind. Die Förderinstitute

von Bund und Land unterstützen

bei den unterschiedlichsten

Investitions- und Finanzierungsvorhaben.

Die häufigste Form der Förderung

sind zinsgünstige Kredite

mit langen Laufzeiten. Ebenso

attraktiv sind Zuschüsse, die

beispielsweise für Unternehmensberatungen

gewährt werden

können. Bei fehlenden Sicherheiten

gibt es Bürgschaften,

zur Verbesserung der Eigenkapitalausstattung

können

Beteiligungen beantragt werden.

Bei Anträgen zu beachten:

Förderantrage müssen vor Beginn

eines Investitionsvorhabens

bei der jeweiligen Hausbank

gestellt werden.

Die Gesamtfinanzierung muss

gesichert sein, die Darlehen

müssen banküblich abgesichert

werden.

Die Bearbeitungsdauer kann

zwischen einer Woche und

zwölf Monaten (Projektförderung

Forschung und Entwicklung)

betragen. Es gibt keinen

Rechtsanspruch auf die Gewährung

öffentlicher Darlehen, Zuschüsse

und Bürgschaften.

Öffentliche Mittel müssen

zweckgebunden verwendet werden.

Soweit eine Landesforderung

vorgesehen ist, muss das

Vorhaben in Baden-Württemberg

verwirklicht werden; bei

den Förderprogrammen für

Forschung und Entwicklung

muss der Sitz des Unternehmens

in Deutschland liegen.

Bei den Förderdarlehen bleibt

der Zinssatz in aller Regel während

der ersten Phase der Laufzeit

unverändert (Festzinssatz).

Die zugesagten Mittel müssen

zweckentsprechend eingesetzt

werden.

Die Industrie- und Handelskammer

berät bei der Auswahl der

Programme und Finanzierungkonditionen.

Über Details informiert

der Baden-Württembergischer

Industrie- und Handelskammertag

unter Tel.:

07 11 / 22 55 00. pm

60 www.bw.ihk.de

Erfolgsfaktor Familie

Claudia Klug ist Unternehmensbotschafterin und tritt für

mehr Familien-Bewusstsein im Arbeitsalltag ein.

Claudia Klug ist zur Unternehmensbotschafterin

ernannt

worden. Die Generalbevollmächtigte

der Bausparkasse Schwäbisch

Hall vertritt das Programm

„Erfolgsfaktor Familie“ in Baden-

Württemberg. Ernannt wurde sie

von Bundesfamilienministerin Dr.

Franziska Giffey. Die 16 Regional-

Botschafter sind Ansprechpartner

für interessierte Unternehmen

und Medien und treten für mehr

Familienbewusstsein in der Wirtschaft

ein. Klug (55) verantwortet

seit 2013 die Personalstrategie

bei Schwäbisch Hall mit rund

3400 Mitarbeitern und Auszubildenden.

„Wir wollen gerne Vorbild sein

und andere Unternehmen damit

‚anstecken‘“, sagt Klug anlässlich

der Ernennung. „Die Menschen

sollen gerne und mit Spaß bei uns

arbeiten – das geht nur, wenn für

die individuelle Lebenssituation

die richtigen Arbeitsbedingungen

geschaffen werden.“

Schwäbisch Hall fördert bereits

seit Jahrzehnten zahlreiche Maßnahmen

zur Vereinbarkeit von Familie

und Beruf: Seit 1969 bietet

die betriebseigene Kindertagesstätte

„Fuchsbau“ Platz für bis zu

hundert Kinder. Im Seniorenwohnstift,

das es seit 1997 gibt, können

ehemalige Beschäftigte wohnen,

aber im Pflegefall auch Angehörige

aktiver Mitarbeiter unterkommen.

Schwäbisch Hall wurde mit dem

Sonderpreis für „Innovation und

Vereinbarkeit in der digitalen

Welt“ ausgezeichnet, weil das Unternehmen

flexible, aber datensichere

Home-Office-Lösungen

auch in der Kreditbearbeitung eingerichtet

hat. Außerdem gehört

die größte deutsche Bausparkasse

zu den fünf besten Top-Arbeitgebern

in Deutschland. pm

www.schwaebisch-hall.de

Claudia Klug: „Die individuelle

Lebenssituation und die Arbeitsbedingungen

müssen zueinander

passen.“

Foto: Bausparkasse

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ADVERTORIAL

Ohne Herkunft keine Zukunft

Raiffeisenbank Kocher-Jagst eG begibt sich auf Spurensuche

Friedrich Wilhelm Raiffeisen - wer

war dieser „besondere Typ“? Nur

Namensgeber für die Raiffeisenbank

Kocher-Jagst eG, oder doch

mehr?

Der Vorstandsvorsitzende Andreas

Siebert drückt es so aus: „2018 ist

für uns als RBKJ ein besonderes

Jahr. Zwei Vorgängerinstitute der

heutigen RBKJ würden dieses Jahr

Jubiläum feiern: Die Ingelfinger

Bank - Raiffeisen - eG wäre 125

Jahre und die Raiffeisenbank

Niedernhall eG wäre 130 Jahre alt.

Unser Vordenker und Gründungsvater

Friedrich Wilhelm Raiffeisen

wäre 200 Jahre jung geworden.“

Siebert, der sich gerne augenzwinkernd

als „der Neue“ bezeichnet,

blickt zurück um nach vorne zu

schauen. Seit gut einem Jahr bildet

er mit Vorstandsmitglied Martin

Krenkler die Führungsspitze der

RBKJ. Als Nachfolger von Manfred

Bub, der Ende Juli 2017 in den Ruhestand

ging, hat er den Vorstandsvorsitz

übernommen.

Raiffeisen wurde 1818 im Westerwald

geboren und gehört neben

Hermann Schulze-Delitzsch zu den

Vordenkern des deutschen Genossenschaftswesens.

Die Bank ist ein

Teil dieses Genossenschaftswesens,

das - bedingt durch den Geburtstag

Raiffeisens - in diesem Jahr von vielen

Seiten in den Blick genommen

wird. So ist das wohl mit Jubilaren

- verdienterweise.

Siebert begibt sich auf Spurensuche

nach der Geschichte der RBKJ. Die

Bank als ein genossenschaftliches

Unternehmen unter heute

rund 5.600 Genossenschaften in

Deutschland, davon 972 Volks- und

Feiern das Raiffeisenjahr 2018: Vorstandsvorsitzender Andreas

Siebert und Vorstandsmitglied Martin Krenkler.

Foto: RBKJ

Raiffeisenbanken. Er fragt „Wer

waren die Männer, die unsere Vorgängerinstitute

gegründet haben,

warum, was waren ihre Rahmenbedingungen?

Wie hat Bankbetrieb

damals funktioniert?“ Er will

konkrete Antworten, die historisch

begründet und fundiert sind. Auf

dieser Spurensuche begleitet ihn

Dr. Frauke Schlütz, promovierte

Wirtschafts- und Unternehmenshistorikerin

mit einem Faible für das

Thema „Raiffeisen“.

Krenkler schließt sich an „Unsere

Geschichte wollen wir unseren Kunden

über das Jahr 2018 hinweg in

zehn Beiträgen auf unserer Website

darstellen. Neben der Auswertung

einer Vielzahl schriftlicher Quellen

haben wir eine Reihe Zeitzeugeninterviews

geführt – mit Menschen,

die die Bank über viele Jahre

hinweg gestaltet haben, aber auch

mit Menschen, die durch unsere

Genossenschaft gefördert wurden,

deren Unternehmen seit vielen

Jahren in Geschäftsbeziehungen

mit uns stehen.“

„Gerade heute, in schnelllebigen,

wirtschaftlich und politisch (gefühlt)

unsichereren Zeiten, erscheint

es uns ganz besonders wichtig, zu

wissen, wo wir herkommen. Gerade

in solchen Zeiten wollen wir den

Blick für unsere Konturen schärfen,

freuen uns über eine andere Art

der Orientierungshilfe im täglichen

Geschäft. Denn: Ohne Herkunft

keine Zukunft (Odo Marquard)“

schließt Siebert.

Durch Kunden- und

Mitgliedernähe sowie eine

ganzheitliche, auf Kundenbedürfnisse

ausgerichtete

Beratung hat sich die Raiffeisenbank

Kocher-Jagst eG

hervorragend im Markt

positioniert. Mit einem

betreuten Kundenvolumen

von inzwischen ca. 1,25

Milliarden Euro ist sie die

zweitgrößte Raiffeisenbank

in Baden-Württemberg.

RBKJ Abt.leiter Firmenkunden Roland Streckfuß mit

Rudi Sprügel, Geschäftsführer JAKO AG

RBKJ Abt.leiter Firmenkunden Roland Streckfuß mit

Fritz und Ingrid Müller, Firmengründer GEMÜ

Klaus Isaak, Geschäftsführer LTI-Metalltechnik GmbH

RBKJ-Vorstandsduo Martin Krenkler und Andreas Siebert

200 Jahre Friedrich Wilhelm Raiffeisen und 125 Jahre Ingelfinger Bank - Raiffeisen - eG.

Gehen Sie mit uns auf Spurensuche. Wir wollen wissen, wo wir herkommen und wie unsere

Vergangenheit die heutige Zukunft beeinflusst. Die Wirtschaftshistorikerin Dr. Frauke Schlütz

begleitet uns hier. Lesen Sie monatlich unsere spannenden Beiträge zu unserer Geschichte

und zur Geschichte unserer Kunden. Das Interview mit Rudi Sprügel, JAKO AG, lesen Sie auf

unserer Website in unserem Beitrag Nr. 3. Einige Auszüge aus den Interviews mit den Firmen

GEMÜ Gebr. Müller Apparatebau GmbH & Co. KG und LTI-Metalltechnik GmbH lesen Sie in

unseren nächsten Beiträgen. www.rbkj.de/geschichte


12 Firmen & Märkte

August 2018 I Jahrgang 17 I Nr. 194

Viel mehr geht fast nicht

Würth: Der Handelskonzern wächst rasant. Elektrogroßhandel expandiert in Italien. Neue Leasinggesellschaft gegründet.

VON HERIBERT LOHR

Firmenpatriarch Reinhold

Würth wird es gerne vernommen

haben, seine Firmengruppe

ist weiter auf Erfolgskurs.

In den ersten sechs Monaten dieses

Jahres erwirtschaftete der Künzelsauer

Handelskonzern mit seinen

mehr als 400 Gesellschaften

einen Umsatz von 6,8 Milliarden

Euro. Der Weltmarktführer für Befestigungs-

und Montagetechnik

erreichte – wechselkursbereinigt

– einen Zuwachs von neun Prozent.

Etwa 40 Prozent des Umsatzes

kamen von den Allied Companies.

Auf dem Heimatmarkt in Deutschland

kam Würth besonders gut voran.

Unter dem Strich stand ein

Zuwachs von 7,9 Prozent bei einem

Umsatz von 2,9 Milliarden

Euro. Dazu steuerte das Stammhaus,

die Adolf Würth GmbH &

Co. KG (AWKG), einen kräftigen

Teil bei. Im Juni lag deren Umsatz

erstmals über 150 Millionen

Euro. Im ersten Halbjahr 2018 erwirtschaftete

die größte Einzelgesellschaft

in der Unternehmensgruppe

811 Millionen Euro.

Vor allem in Ost- und Südeuropa

wuchs das Geschäft mit den über

125 000 Produkte – von Schrauben

und Dübeln über Werkzeuge

bis zu chemisch-technischen Produkten

und Arbeitsschutz – nach

schwierigen Phasen zuletzt zweistellig.

„Wir gehen davon aus,

dass wir auch 2018 wieder Rekorde

bei Umsatz und Betriebsergebnis

vermelden werden,“ ist Robert

Friedmann, Sprecher der

Konzernführung zuversichtlich.

Der Konzern wuchs nicht nur, er

verdiente auch prächtig. Das Betriebsergebnis

weist für das erste

Halbjahr mehr als 400 Millionen

Euro auf. „Wir sind mit dem überproportionalen

Anstieg zufrieden“,

so Robert Friedmann. Er

liegt damit auf der Vorgabe von

Reinhold Würth („Wachstum

ohne Rendite ist tödlich“).

Große Investitionen

in der Region

Die anhaltend gute Entwicklung

drückt sich auch in der Zahl der

Beschäftigten aus. In den ersten

sechs Monaten kamen 1975 Mitarbeiter

hinzu. Würth beschäftigte

Ende Juni weltweit 76 134 Menschen.

Etwas mehr als ein Drittel

davon in Deutschland.

Im Konzern selbst ist viel Bewegung.

Zum einen wird flächendeckend

in die Logistik investiert.

Auffälligstes Beispiel ist derzeit

der Bau des neuen Umschlaglagers

im Gewerbepark Hohenlohe

direkt an der A 6. Für 73 Millionen

Euro entsteht hier das europäische

Drehkreuz für großvolumige

Güter. Daneben baut Würth

Elektronik eiSos für 25 Millionen

Euro seinen Standort Waldenburg

aus. Auch hier wird die Logistik-

Nutzfläche vergrößert und es kommen

weitere Lager-, Kommissionier-

und Logistikflächen hinzu.

Daneben wird Würth in Bad Mergentheim

allein in den nächsten 3

Jahren 130 Millionen Euro in den

Ausbau seines Standortes Würth

Industrie Service auf dem Drillberg

investieren.

Kräftig investiert wird auch in die

Logistik von Würth Elektronik

Großhandel W.EG. Am größten

Standort der Geschäftseinheit in

Heilsbronn steht der Ausbau des

Zentrallagers (25 Millionen

Euro) kurz vor dem Abschluss.

In Italien expandiert W.EG durch

eine Mehrheitsbeteiligung mit

MEB s.r.l., einem der führenden

Elektrogroßhändler mit Sitz in

Schio, Venetien. Das Unternehmen

beschäftigt aktuell 250 Mitarbeiter

in 24 Niederlassungen. Das

Produktprogramm umfasst vor allem

Beleuchtung, Gebäudeautomation,

erneuerbare Energien, Kabel

und industrielle Automatisierungstechnik.

Der Umsatz lag im

Jahr 2017 bei 107 Millionen

Euro. Seit 2015 begann Würth

sich den italienischen Markt

durch eine strategische Zusammenarbeit

mit MEF s.r.l mit Sitz in

Florenz zu erschließen. Ulrich

Liedtke, Geschäftsbereichsleiter

von W.EG und verantwortlich für

die Geschäftstätigkeit in sieben europäischen

Ländern, erklärt: „Die

Wertschätzung regionalen Unternehmertums

spielt beim Ausbau

des Würth Elektrogroßhandel

eine zentrale Rolle. Die Firmen

können schnell und zielsicher auf

den jeweiligen Märkten agieren

Beratung: Ob in der Niederlassung, online oder über die Verkäufer:

Die Produkte des Handelsunternehmens sind gefragt. Foto: Würth

und profitieren von der Möglichkeit,

zentrale Ressourcen von

Würth zu nutzen. Der Würth Elektrogroßhandel,

gehört zu den führenden

Großhändlern in Europa.

2017 erzielte der Elektrogroßhandel

einen Umsatz von rund 1,5 Milliarden

Euro. Zuletzt wuchs die Geschäftseinheit

um 8,5 Prozent und

machte rund 12 Prozent des Gesamtumsatzes

der Würth-Gruppe.

Auch in anderen Bereichen tut

sich einiges. So weitet die Würth

Leasing GmbH & Co. KG mit Hauptsitz

in Albershausen bei Göppingen,

mit der Gründung der Würth

Truck Lease GmbH ihre Aktivitäten

im Bereich Leasing von Nutzfahrzeugen

aus.

Die Gründung der Würth Truck

Lease GmbH ist „ein Meilenstein“

in der 25-jährigen Unternehmensgeschichte.

Mit der Konzentration

auf „Trucks and Trailer“ kann

Würth Leasing „den eigenen Gesetzen

des Nutzfahrzeugmarktes“

besser Rechnung tragen. Der

Markt für neue und gebrauchte

Nutzfahrzeugen in Deutschland ist

enorm. Jedes Jahr müssen bis zu

einem Viertel aller Lkws ausgetauscht

werden. „Das ist ein Milliardenmarkt,

den wir bedienen

wollen“, erklärt Axel Ziemann,

der Geschäftsführer beider Gesellschaften.

Auf der IAA Nutzfahrzeuge

Ende September in Hannover

wird sich die Würth Truck

Lease GmbH erstmals der Öffentlichkeit

vorstellen.

Die Würth Leasing GmbH & Co.

KG entwickelt spezifische Finanzierungslösungen

für die Bereiche

Maschinen, IT-Hardware, homogene

Investitionsgüter des Anlagevermögens

und Umlaufvermögens.

75 Mitarbeiter an 7 Standorten

betreuen über 2500 Kunden

mit einem Vertragsvolumen von

mehr als 750 Millionen Euro.

www.wuerth.com

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BANKEN-TIPP

Der Mensch im Mittelpunkt

Dienstleistungen barrierefrei in Anspruch nehmen

Egal ob mit oder ohne Handicap sollen sich

die Kunden willkommen fühlen. Es gehört zu

unserem öffentlichen Auftrag und zu unserer

Gemeinwohlorientierung alle Menschen mit

geld- und kreditwirtschaftlichen Leistungen

zu versorgen.

❚ Warum ist Barrierefreiheit so wichtig?

Barrierefreiheit nutzt allen: Menschen mit

und ohne Behinderung, Senioren, Kindern,

Eltern und Menschen, die nur vorübergehend

in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. So hilft

ein Aufzug Eltern mit Kinderwagen, alten und

gehbehinderten Menschen gleichermaßen.

Und was Menschen mit Lernschwierigkeiten

benötigen – nämlich Texte in leichter Sprache

oder mit Bebilderungen – nutzt auch vielen

anderen.

Barrierefreiheit geht Menschen ohne Behinderung

auch deswegen etwas an, weil sie

irgendwann womöglich selbst auf gut

zugängliche Gebäude, leichte Sprache oder

die Kommunikation über Computer angewiesen

sind. Denn Tatsache ist: Nur vier Prozent

aller Behinderungen sind angeboren. In den

allermeisten Fällen löst eine Krankheit oder

ein Unfall die Behinderung aus. Ein Grund

mehr, sich für ein Leben ohne Barrieren stark

zu machen.

Der Sparkassenverband Baden-Württemberg

hat wegweisend für den gesamten Finanzdienstleitungssektor

mit 14 Organisationen

und Selbsthilfegruppen behinderter Menschen

eine Zielvereinbarung zu barrierefreien

Dienstleistungen abgeschlossen. Die Sparkasse

Schwäbisch Hall-Crailsheim ist dieser freiwilligen

Selbstverpflichtung beigetreten. Ziel

ist es, dass Menschen alle Dienstleistungen

der Sparkasse barrierefrei und ohne Einschränkungen

in Anspruch nehmen können.

Thomas Lützelberger,

Vorstandsvorsitzender

der Sparkasse

Schwäbisch Hall-

Crailsheim

Insbesondere bei Neu- und Umbauten achten

wir darauf, dass Einrichtungen, Gegenstände

und Medien so gestaltet werden, dass sie von

jeder Person – unabhängig von einer eventuell

vorhandenen Behinderung – uneingeschränkt

und ohne fremde Hilfe benutzt werden

können.

Mittlerweile sind

bereits 97 %

unserer Filialen

barrierefrei und

baulich so

gestaltet, um

Menschen mit

Rollstuhl oder

Rollator genügend

Platz zu

bieten.

Sparkasse

Schwäbisch Hall-Crailsheim

Hafenmarkt 1 | 74523 Schwäbisch Hall

Telefon 0791/7540 | Fax 0791/754550

E-Mail: info@sparkasse-sha.de

Internet: www.sparkasse-sha.de

Michael Fischer,

Geschäftsführer

Beratung

B2C? B2B? HEART TO

HEART! Fischer & Friends

denkt nicht in starren

Kategorien, sondern

kommuniziert von Mensch zu

Mensch. In allen Disziplinen

und auf allen Kanälen.

Vernetzt und mit klarem Ziel.

Das 24-köpfige Team

arbeitet an den Standorten

Bad Mergentheim und

Stuttgart für renommierte

Marken, Markt- und

Weltmarktführer wie zum

Beispiel ebm-papst, Knauf,

Minol, Vollmer oder Würth

Industrie Service.

www.fischer-and-friends.de

Der Werber-Rat

Employer Branding: Worauf es wirklich ankommt

Employer Branding ist kein

One-Hit-Wonder

Eine „witzige Stellenanzeige“ oder

eine „coole Facebook-Aktion“ sind

nicht genug, wenn es darum geht,

nachhaltig ein positives Arbeitgeberimage

zu etablieren. Denn die

Öffentlichkeit – und damit auch

potenzielle Mitarbeiter – nimmt

ein Unternehmen immer ganzheitlich

wahr: von der Website bis zum

Unternehmensgebäude, von der

Personalanzeige bis zum „Stammtisch-Talk“.

Deshalb ist es elementar,

dass sich alle digitalen, analogen

und physischen Touchpoints an

einer klar definierten Arbeitgebermarke

ausrichten und auf diese einzahlen.

Nur so kann ein homogenes

Bild in den Köpfen bestehender und

potenzieller Mitarbeiter entstehen.

Employer Branding ist also ein

ganzheitlicher Ansatz, der sich auf

alles auswirkt und der alles betrifft,

was das Unternehmen tut – nach

innen wie nach außen.

Employer Branding ist keine

Schönheits-OP

Ein zeitgemäßes, attraktives Erscheinungsbild

ist natürlich wichtig.

Noch wichtiger ist jedoch, dass

dieses mit den inneren Werten Ihres

Unternehmens im Einklang steht.

Diese Werte müssen gleichermaßen

authentisch und differenzierend

sein. Erst auf dieser Basis

lässt sich ein erfolgreiches Employer

Branding aufbauen. Am Beginn

dieses Prozesses steht zunächst

die Analyse der bisherigen Markengrundlagen.

Besteht bereits ein

Markenmodell bzw. Wertebild, geht

es gegebenenfalls nur um eine Erweiterung

desselben. Zudem gilt es

herauszufinden, welche der existierenden

Markengrundlagen für den

Arbeitgeberbereich von besonderer

Relevanz sind. Klar ist: Zwischen

den Maßnahmen der „normalen“

Unternehmenskommunikation und

dem Employer Branding darf es

keinen Bruch geben. Beide Welten

müssen sich systematisch gegenseitig

stützen und für ein einheitliches

Bild sorgen.

Das beste Employer Branding

ist Unternehmenskultur

Die im Employer-Branding-Prozess

definierten Werte, die die Arbeitgebermarke

besonders attraktiv

machen, müssen nicht nur kommuniziert,

sondern vor allem gelebt

werden.

Tag für Tag, in allen Bereichen des

unternehmerischen Handelns. Dann

kann sich aus dem Employer Branding

heraus mit der Zeit eine eigenständige,

attraktive Unternehmenskultur

entwickeln, die von allen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

getragen wird und diese wiederum

zu glaubwürdigen Botschaftern ihrer

(Arbeitgeber-)Marke macht. Erfolgreiches

Employer Branding lebt

von seiner Glaubwürdigkeit und

Stringenz. Kurz gesagt: Taten zählen

mehr als Worte. Für eine starke Arbeitgebermarke

– innen wie außen.

Wenn Unternehmen das Thema

Employer Branding also ganzheitlich

verfolgen, ihre Markenidentität

und Werte klar definieren und

diese in allen Ebenen nach innen

wie auch in der Kommunikation

nach außen bewusst leben, dann

steht dem Aufbau einer starken

und nachhaltigen Arbeitgebermarke

nichts mehr im Wege. Mehr dazu

gerne persönlich!


August 2018 I Jahrgang 17 I Nr. 194

Firmen & Märkte 13

Schmerzhafter Abschied

Jeans-Hersteller Mustang verlässt Künzelsau nach 86 Jahren und zieht nach Hall. Auf dem

bisherigen Firmengelände sollen Appartements und ein Lebensmittelmarkt entstehen.

Die Nachricht kam Mitte

Juli: Mustang zieht nach

Schwäbisch Hall. Wie Geschäftsführer

Dietmar Axt bestätigte,

verlegt der Jeanshersteller

Ende 2019 oder Anfang 2020

seinen Stammsitz von Künzelsau

in die Siederstadt. Derzeit

arbeiten in Künzelsau noch

rund 120 Menschen für Mustang.

Durch den Umzug sollen

aber laut Axt keine Stellen gestrichen

werden. Mustang will

seine Aktivitäten in der Region

künftig auf dem Karl-Kurz-Areal

im Haller Teilort Hessental konzentrieren.

IMAGEBRINGER Für Künzelsau

ist die Nachricht nur

schwer zu verdauen. Über Jahrzehnte

war der Jeans-Hersteller

für die Stadt nicht nur ein wichtiger

Arbeitgeber und Imagebringer.

„Den Wegzug von Mustang

bedauern wir sehr“, sagt

Bürgermeister Stefan Neumann.

„Die Traditionsmarke

wird immer mit Künzelsau verbunden

bleiben.“

Als Würth überregional noch

kaum bekannt war, beschäftigte

das Modeunternehmen schon

Hunderte Mitarbeiter in Künzelsau.

Und spätestens als Mustang

den Auftrag bekam, die

deutsche Olympiamannschaft

des Jahres 1972 modisch auszustatten,

war die 1932 als Berufsbekleidungsschneiderei

gestartete

Marke in aller Munde.

Bis zu 16 000 Jeanshosen wurden

einst in Künzelsau genäht –

pro Tag. Im vergangenen Jahrzehnt

hat sich die Textilbranche

aber dramatisch verändert.

Nicht mehr Levi's oder Wrangler

waren die Wettbewerber des

Familienbetriebs, sondern kapi-

Höhepunkt: Als

Mustang 1972

die deutsche Olympiamannschaft

ausstattete, war

die Marke in aller

Munde. Doch danach

gab es viele

Rückschläge und

Schwierigkeiten.

Foto: Mustang

talstarke Ketten wie Zara, New

Yorker oder H&M. Die kauften

ihre Ware immer dort zu, wo es

gerade günstig war.

Und mit zwei Kollektionen im

Jahr, die über den Großhandel

an Modehäuser ausgeliefert

wurden, ließ sich kein Markt

mehr machen. Im Zuge verschiedener

Umstrukturierungen

wurden es immer weniger

Beschäftigte, die Verluste türmten

sich dennoch. Bis der Inhaber

die Mehrheit an eine Investorengruppe

um den heutigen

Chef Dietmar Axt abgab, der

seit dem Jahr 2012 die Zügel in

der Hand hält. Der Umsatz bewegt

sich seit Jahren knapp unter

der 100-Millionen-Euro-

Marke, Verluste und zusätzliche

Kosten für die Sanierung

der Firma sorgen für einen gewaltigen

Druck. Der Verkauf

von Immobilien versprach einen

Ausweg: 2,5 Millionen

Euro hat das im vergangenen

Sommer in die Kasse gebracht

– damit wurden Kredite zurückbezahlt.

PLÄNE Damit war aber auch

das Schicksal des Standorts besiegelt

– für die verbliebenen

120 Mitarbeiter war das Gebäude

ohnehin viel zu groß.

Auf dem 7000 Quadratmeter

großen Areal an der Lindenstraße,

wo früher Hunderte Mitarbeiterinnen

Tausende Hosen

nähten, möchte der Aalener

Projektentwickler Merz Objektbau

zusammen mit „i Live“ Appartements

für Studenten und

Mitarbeiter Hohenloher Unternehmen

bauen sowie einen Lebensmittelmarkt

errichten. hst

www.mustang-jeans.com

Großer Andrang

Explosionsschützer Quintex präsentierte den

Besuchern der Achema zahlreiche Neuheiten.

Viel Neues hatte Quintex Mitte

Juni den Besuchern der

Achema, der globalen Leitmesse

der Prozessindustrie in Frankfurt,

zu bieten und zu erläutern: Der Fokus

am Stand des Lauda-Königshofener

Explosionsschutz-Experten

lag auf Produkten, die der Prozess-

und Anlagenindustrie insbesondere

bei Begleitheizung und

Explosionsschutz einen Nutzen in

der Anwendung und im Betrieb

bieten sollen. Hier einige Daten zu

den gezeigten Neuheiten:

„LBCON“ ermöglicht eine Verbindung

mittels einer LD mit angeschraubtem

„Ex- e“-Rundgehäuse

und Klemmstein. Diese Kombination

vermeidet, dass sich das „Exd-Gehäuse“

öffnet und macht das

einfache Kontaktieren möglich.

INNOVATIV Standardisierte

oder kundenspezifische industrielle

„WLAN Access Points“ sind

in einem Dome- oder Lang-Gehäuse

mit Quarzglas untergebracht.

Damit wird die Datenübermittlung

auch in Anlagen mit

„Zone-1/21-Kategorien“ gewährleistet.

Das „TWIN System“ ist eine Temperaturmess-Sensorik

in einem

Kabel mit automatischer Sensorzuordnung.

Hier können bis zu 200

aktive Temperatursensoren in einem

bis zu 1500 Meter langen Kabel

eingebracht und überwacht

werden. Keine komplexe Programmierung

mit Adressvergabe, sondern

intelligente Anbindung ermöglicht

eine einfache Integration

in Überwachungs- und Prozessleitsysteme.

„IRBM.. Ex d:“ ist eine Regler-Begrenzer-Kombination

mit Kapillarrohrthermostaten

in einem druckfesten

Gehäuse. Der Begrenzereinsatz

hat eine eigene Zulassung, da

er in den Ex-Bereich wirkt. Die Kapillare

sind durch eine steckbare

Leitungsdurchführung geführt,

um die Position vor Ort festlegen

zu können.

Einfach – und auch schon vorab

– programmierbar ist die LED-Matrix

in einem druckfesten Gehäuse,

mit der fast bildlich dargestellt

und damit schneller erfassbar

gemacht werden können.

Der „Compact Heizer“ ist ein kleiner

Widerstandsheizer für den Ex-

Bereich in verschiedenen Ausgangsleistungen

und Spannungen.

Vier standardisierte Bereiche werden

vorgehalten: 6 und 12 Watt

für 24 oder 230 Volt Versorgungsspannung.

pm

www.quintex.eu

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RECHTS-TIPP

IT-TIPP

Die Düsseldorfer Tabelle

Neufassung der Unterhaltsregelung ab 01.01.2018

Einblicke in die IT-Welt (2)

Wie Software entsteht und warum Software teuer ist

Anhand der Düsseldorfer Tabelle wird die Höhe

des Unterhalts ermittelt, der nach einer Trennung

für Kinder gezahlt werden muss, wenn

diese nicht im eigenen Haushalt leben. Die

Düsseldorfer Tabelle wird jährlich an die aktuelle

Entwicklung in Deutschland angepasst.

RAin Tina Mühlfelder

❚ Zum 01.01.2018 ist die Neufassung der Düsseldorfer

Tabelle in Kraft getreten. In dieser Neufassung

wurde nicht nur die Anpassung des Mindestunterhalts

entsprechend der Mindestunterhaltsverordnung

umgesetzt, sondern auch erhebliche

Veränderungen bei der Höhe des geschuldeten

Unterhalts geregelt.

Die gravierende Veränderung bei dieser Neufassung

der Düsseldorfer Tabelle ist in den veränderten

Einkommensgruppen vorzufinden. Dies hat

dazu geführt, dass die eigentlich erste Einkommensgruppe

komplett weggefallen ist und nun die

erste Einkommensbegrenzung bis zu einem Einkommen

von 1900 H statt seit dem Jahr 2008 bis

1500 H gilt. Hierdurch wurde die Tabellenstruktur

gänzlich verändert.

Auswirkung hat dies darin, dass die gemeinhin

erwartete Erhöhung des Kindesunterhalts unterblieben

ist. Tatsächlich kommt es aufgrund der

Veränderung der Einkommensgruppen zu einer

Verminderung des nach der Lebensstellung angemessenen

Bedarfs des Kindes und somit zu einer

Verringerung der Zahlbeträge. Diese Beträge sind

erheblich und werden dem täglichen tatsächlichen

Bedarf eines Kindes nicht gerecht.

Relevant wird diese wesentliche Veränderung der

Einkommensgruppen auch bei der Abänderungsmöglichkeit

bestehender Unterhaltstitel. Dies

bewirkt, dass der Unterhaltstitel nicht mehr den

aktuellen Unterhaltsbemessungsgrundlagen entspricht

und somit ein Abänderungsgrund eines

bestehenden Unterhaltstitels gegeben ist. Ein

bestehender Unterhaltstitel kann durch ein Abänderungsverfahren

abgeändert werden. Wichtig ist

hierbei zu beachten, dass eine rückwirkende

Abänderung nicht möglich ist. Eine Abänderung

ist erst ab dem Zeitpunkt zulässig, in dem ein Antrag

zur Abänderung bei Gericht eingereicht wird.

In vielen Fällen wird die Neufassung der Düsseldorfer

Tabelle zum 01.01.2018 zu einer Reduzierung

des Kinderunterhaltes führen. Hier muss aufgrund

der hohen Kritik abgewartet werden, wie

sich die Rechtsprechung zur Anpassung von

Unterhaltstiteln an die Düsseldorfer Tabelle 2018

entwickelt. In genau derartigen Fällen ist es wichtig,

Mehr- und Sonderbedarf für das Kind geltend

zu machen, um die täglichen Bedürfnisse des Kindes

wie laufender Lebensbedarf, Kosten der Unterkunft,

Kosten für Schule und Ausflüge etc. sicherzustellen.

Kanzlei Tauberbischofsheim

RAin Tina Mühlfelder

Rechtsanwältin

Pestalozziallee 13/15

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Oftmals liegen die Eurobeträge verschiedenster

Software im fünf- bis sechsstelligen

Bereich, Apps dagegen kosten wenige

Cent bis 5 Euro. Wie lässt sich das erklären?

Bestandteile der Softwareentwicklung

In den meisten Fällen dauert Softwareentwicklung

sehr lange. Man braucht ca. sechs

bis zwölf Monate um eine erste Version des

Systems zu erhalten.

Jede Softwareentwicklung beinhaltet das

Analysieren der Anforderungen, die Planung

und die Konzeption, die Entwicklung, das

Testen sowie Nachbesserungen. Während der

Entwicklung teilt sich das Team auf: in kleinen

Teams entwickelt jedes Teammitglied einen

anderen „Abschnitt“ des Programmcodes, in

großen Teams gibt es mehrere Gruppen. Im

Nachhinein werden die Programmcodes

zusammengefügt und das Programm getestet.

Software-Fehler werden teuer

Das Testen der Software ist umfangreicher als

das Testen einer App. Erst beim Testen kann

festgestellt werden, was funktioniert und was

nicht. Zu oft wird zu spät und nur ungenügend

getestet. Dann wurde aber schon viel Zeit und

Energie aufgewendet, bis die Fehler mal entdeckt

werden. Je frühzeitiger und systematischer

mit dem Testen begonnen wird, umso

mehr Zeit und Geld werden bei den folgenden

Arbeiten gespart.

Was gibt es noch zu beachten?

Software ist in jedem Fall immer komplex. Sie

beinhaltet viele verschiedene Funktionen, Prüfungen,

interne Schnittstellen, Anbindungen

zu anderer Software, Geräten oder Maschinen

etc. Der Aufbau des Programmcodes einer

Software muss von Anfang an logisch durchdacht

sein.

Kein Vergleich

Eine App wird manchmal von nur einer Person

entwickelt. Bei einer App ist es weniger die

Komplexität, sondern das Design sowie die

Anordnung der Elemente, welches im Vordergrund

steht. Die Entwicklung einer Software

lässt sich somit nicht mit der Entwicklung

einer App vergleichen.

essendi it:

Als IT-Dienstleister entwickelt essendi it Ihre

individuellen Softwarelösungen. Wir unterstützen

Sie dabei Potenziale zu identifizieren

und in strategische Lösungsanforderungen zu

übersetzen. Anschließend sorgen wir für eine

qualitativ hochwertige und leistungsfähige

Umsetzung sowie Wartung und Support. Wir

erstellen für Sie dabei auch passgenaue IT-

Sicherheitskonzepte für Ihre individuelle Softwarelösung.

Im Bereich IT-Sicherheit und

Datenschutz beraten wir Sie mit einem

Schwerpunkt auf Verschlüsselung und digitale

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14 Firmen & Märkte

August 2018 I Jahrgang 17 I Nr. 194

Ernteausfall nicht dramatisch

Die Erträge bei Winter- und Sommergerste liegen zwar unter denen des Vorjahres, bewegen sich aber im langjährigen Mittel.

VON KERSTIN DORN

Im Norden und Osten Deutschlands

war der Sommer für die

Bauern ein Desaster: Bis zur

Hälfte der Ernte ist der Trockenheit

zum Opfer gefallen. Im Süden

sieht die Situation entspannter

aus. Hier bewegen sich die zu erwartenden

Ernteerträge im langjährigen

Mittel.

Wenn sich die Ähren ins Goldgelbe

verfärben und ihre Köpfe

hängen lassen, dann ist der richtige

Erntezeitpunkt gekommen.

Das war in diesem Jahr bereits Anfang

Juli und damit drei Wochen

früher der Fall als in anderen Jahren.

Schuld daran war die lang anhaltende

Trockenheit. „Wenn

man dann zu lange zögert, brechen

die Halme ab. Die Ähren fallen

auf den Boden und können

von den Erntemaschinen nicht aufgenommen

werden“, begründet

Harald Gronbach den frühen Erntebeginn.

Der Bauernvorstand im

Altkreis Crailsheim hat seine

Ernte im Trockenen und gibt sich

gelassen: Zehn bis 15 Prozent weniger

Wintergerste als im Vorjahr

hat er eingefahren. Sieben Tonnen

erntet er in durchschnittlichen

Jahren pro Hektar Anbaufläche.

In diesem Jahr sind es etwas mehr

als sechs. Gronbach nutzt das Getreide

als Futter für sein Milchvieh.

120 Kühe hat er im Stall stehen,

die er mit Getreide, Silage

und Mais über den Winter bringen

muss. Wenn der Mais allerdings

ähnlich wenig Ertrag abwirft,

muss er Futter zukaufen.

Das sind Kosten, die er nicht auf

den Milchpreis umlegen kann.

Deshalb freut er sich über jeden

Tropfen Regen, der den Mais stärkereiche

Körner ausbilden lässt.

Neue Züchtung „Journey“

erfüllt Erwartungen

Im Landkreis rechnet man mit einer

durchschnittlichen Ernte bei

Wintergerste von etwa sieben Tonnen

pro Hektar, beim Winterweizen

werden es etwa siebeneinhalb

bis 8 Tonnen sein, beim Raps zwischen

drei und vier Tonnen. Auch

der Mais hat unter der anfänglichen

Trockenheit gelitten. Da

aber sein Erntezeitpunkt erst spät

im Jahr liegt, hat er noch gute

Wachstumschancen. Mais, Zuckerrüben

und das Grünland

brauchen aber dringend Niederschläge.

Alle Erträge liegen unter

denen des Vorjahres, wobei 2017

ein ausgesprochen gutes Jahr war,

sagt Tiemo Hofmann, Fachbereichsleiter

für pflanzliche Produktion

im Landkreis. Die Trockenheit

habe aber auch Vorteile,

so der Experte: Der Feuchtegehalt

liegt im unteren Toleranzbereich,

was sich positiv auf die Lagerfähigkeit

auswirkt und den Pilzbefall reduziert.

Das 2018er-Wetter war nicht ideal

für die Landwirtschaft: Die Wintermonate

zu warm, der Aussaatmonat

März, wenn die Bauern „die

Rösser anspannen“ zu kalt und zu

feucht und die Folgemonate zu trocken.

Von einer extremen Wetterlage

will Gronbach aber dennoch

nicht sprechen: „Wir müssen das

Wetter nehmen, wie es ist. Dran

drehen können wir nicht.“ Aber

auch er merkt, dass das Klima extremer

wird. Ist die Landwirtschaft

darauf vorbereitet?

„Die Züchtung robuster Sorten,

die mit den zunehmend extremeren

Klimaschwankungen zurechtkommen,

ist eine Kernaufgabe

der Pflanzenzüchtung“, sagt Stephanie

Franck, Geschäftsführerin

der PZO – Pflanzenzucht Oberlimpurg.

Die Schwierigkeit liege darin,

dass sich immer häufiger Wetterlagen

mit extrem viel oder dauerndem

Niederschlag mit ausgeprägten

Trockenperioden abwechseln.

Deshalb sei „Toleranz gegen

die immer häufiger werdende

Frühsommertrockenheit besonders

wichtig, aber die Sorten müssen

auch mit Nässe im Herbst

oder kurz vor der Ernte umgehen

können“, so die Expertin. Neues

Zuchtmaterial muss mit den unterschiedlichsten

Böden, Niederschlagsmengen

und Temperaturen

zurechtkommen. Insgesamt

dauert die Entwicklung einer Getreidesorte

rund acht bis zehn

Jahre. Daran schließt sich eine

dreijährige amtliche Prüfung vor

Durchschnitt: Der Ernteausfall in diesem Jahr beunruhigt Harald Gronbach nicht.

dem Bundessortenamt an. „Nur

diejenigen Sorten, die insgesamt

besser sind als alle anderen,

schon zugelassenen Sorten derselben

Art, bekommen das amtliche

OK, also die Sortenzulassung.

Nicht zugelassene Kandidaten dürfen

nicht als Saatgut verkauft werden.

Die Landwirte können also sicher

sein, dass sie immer neue,

umfassend getestete und bessere

Sorten bekommen – also auch solche,

die sich unter den zunehmend

extremeren Klimaverhältnissen

bewährt haben, meint die Expertin.

Gerade hat sie die ersten

offiziellen Ergebnisse der neuzugelassenen

Wintergerste Journey

aus Mecklenburg-Vorpommern

bekommen. „Dort war es ja besonders

trocken, und wie erwartet

macht sich Journey sehr gut.“

Auch wenn die Erträge in einzelnen

Regionen geringer ausfallen,

so steigen doch die Ernten auf der

ganzen Welt von Jahr zu Jahr. Ein

Indikator dafür sind die Preise. So

ist der Lebensmittelpreisindex der

Weltagrarorganisation FAO im Juli

gefallen.

Foto: Kerstin Dorn

NEWSLINE

CeraCon wächst

Das Maschinenbauunternehmen gründet neuen Standort in Tschechien.

Zu Besuch bei Stabilo

Schrozberger Bürgermeisterin Jacqueline Förderer stattete

dem heimischen Stabilo-Fachmarkt in der Sigisweiler

Straße, kürzlich ihren versprochenen Besuch ab. In

Begleitung von Viola Rüger (Studentin an der Hochschule

für öffentliche

Verwaltung) ließ sich

Förderer von Stabilo-

Geschäftsführer Ulrich

Abendschein sowie

Unternehmenssprecher

und Marketingleiter

Markus Wedde,

Foto: Stabilo

den Werkzeugfachmarkt

vorstellen. Bei

der Besichtigung wurden

unter anderem

kommunal- und wirtschaftsrelevante Themen wie zum

Beispiel der Ausbildungs- und Arbeitsplatzausbau besprochen.

Der zweistündige Rundgang der Bürgermeisterin

endete mit der Zusage, dass die Türen im Rathaus

für wirtschaftliche Belange stets offen stünden. pm

Groninger ehrt beste

Absolventen des TG

Seit vielen Jahren pflegt Groninger eine enge Kooperation

mit der Gewerblichen Schule Crailsheim. In diesem

Zusammenhang ehrt das Unternehmen jährlich die besten

Abiturienten des Technischen Gymnasiums, welche

das Profilfach Gestaltungs- und Medientechnik beziehungsweise

Mechatronik belegt haben. Auch in diesem

Jahr wurden die zwei Besten zu Groninger eingeladen

um ihnen persönlich zu gratulieren. Der Geldpreis

wurde an Silke Eckert (Gestaltungs- und Medientechnik)

und Luca Stoll (Mechatronik) überreicht. Begleitet

wurden die beiden durch den Schulleiter Andreas Petrou.

Geschäftsführer Volker Groninger, Heiko Schilke

(Gruppenleiter Basistechnologie Mechanik) und Daniela

Drzajic (Personalreferentin) gratulierten den beiden

zum erfolgreich bestandenen Abitur.

pm

Das Weikersheimer Maschinenbauunternehmen

Cera-

Con, das Schaumdichtungstechnologie,

Industrieöfen und Laserbearbeitung

anbietet, wächst

weiter und zusätzliche Produktionsfläche

wird benötigt. In einem

Vorort von Hradec Králové

(deutsch: Königgrätz) wurde hierfür

eine Fabrikhalle mit 550 Quadratmeter

angemietet.

Neugründung eines Werks

in Tschechien

Tschechien hat als Maschinenbaunation

eine lange Tradition und damit

ein interessantes Reservoir an

qualifizierten Fachleuten, die Cera-

Con nutzen will. Gleichzeitig liegt

die Region um Hradec Králové im

Zentrum der Automobilindustrie

von Tschechien, Polen und der

Slowakei. Die Nähe zu wichtigen

Kunden war schließlich ausschlaggebendes

Kriterium für diese

Standortentscheidung.

Künftig soll Vor-Ort-Service sowie

die Durchführung von Lohnfertigungsaufträgen

hinzukommen. CeraCon

unterstreicht damit seine

Kundennähe. Der aus der Region

um Hradec Králové stammende

Michael Špacek, der bereits seit einigen

Jahren als Ingenieur für CeraCon

tätig ist, wurde zum Leiter

von CeraCon Bohemia s.r.o. berufen.

Die ersten beiden Facharbeiter

des neuen tschechischen Werkes

waren bereits im Juni in Weikersheim

zu Besuch, um den

Stammsitz des Unternehmens und

Motiviert: Die Mitarbeiter des neuen CeraCon-Standortes: (v.li.)

Erich Krämer, geschäftsführender Gesellschafter CeraCon; Michael

Špacek, Leiter CeraCon Bohemia; Josef Hanousek, Ladislav Doležal,

beide CeraCon Bohemia; Jana Hanousek und Andreas S. Kreissl, geschäftsführender

Gesellschafter CeraCon.

Foto: CeraCon

Aufgaben: Techniker programmieren Roboter am Sitz in

Weikersheim. Das Maschinenbauunternehmen hat erst kürzlich

einen weiteren Standort in Tschechien gegründet. Foto: NPG-Archiv

die deutschen Kollegen kennenzulernen.

Die CeraCon mit Sitz in

Weikersheim wurde im Jahr 2000

als Engineering- und Maschinenbauunternehmen

gegründet.

Heute betreibt das Unternehmen

mit derzeit rund 220 Mitarbeitern

drei Geschäftsbereiche an verschiedenen

Standorten im In- und

Ausland. Den Kernbereich bilden

der Vertrieb, die Konstruktion

und die Herstellung von standardisierten

und kundenspezifischen

Anlagen.

Aufgabengebiete und

Abläufe in der Produktion

Der Bereich „Sealing systems“ umfasst

das Verarbeiten und Aufbringen

geschäumter Dichtungen direkt

am abzudichtenden Bauteil

sowie die Entwicklung und Produktion

der dafür notwendigen

Kleb- und Dichtstoffe.

Zum Bereich „Thermal systems“

zählen das Wärmebehandeln und

Puffern von Bauteilen in horizontaler

und vertikaler Bauweise. Der

dritte Bereich „Laser systems“ umfasst

das Beschneiden, Trennen

und Perforieren von Kunststoffen

sowie das Oberflächenbehandeln

von Kunststoff- und Metallbauteilen.

Zudem werden im Lohnauftrag

Kundenbauteile im eigenen

Anlagenpark in Groß- und Kleinserien

mit Dichtschaum versehen

oder Kunststoffbauteile mit modernster

Lasertechnik im Kundenauftrag

bearbeitet.

Die Zielbranchen der drei Geschäftsfelder

sind im Bereich der

Automobilindustrie und deren Zulieferer,

der Elektrik- und Elektronikindustrie,

der weißen Ware sowie

der Medizintechnik zu finden.

Etwa 70 Prozent seines Umsatzes

tätigt das Unternehmen CeraCon

inzwischen im Ausland. pm

www.ceracon.com


August 2018 I Jahrgang 17 I Nr. 194

Firmen & Märkte 15

Ein gutes Geschäftsjahr

Berner Group wächst im dritten Jahr in Folge und legt auch im ersten Quartal 2018/19 weiter zu.

Das Familienunternehmen

hat im zurückliegenden Geschäftsjahr

2017/2018 den

Umsatz um 2,4 Prozent gegenüber

dem Vorjahr gesteigert. Insgesamt

erzielte das B2B-Handelsunternehmen

Umsatzerlöse von über einer

Milliarden Euro aus dem europaweiten

Verkauf von Produkten

an Profis in Industrie, Autowerkstätten

und Handwerksbetrieben

(Vorjahr: knapp 1,02 Milliarden

Euro). Die Produktivität des Außendienstes

legte bei den Unternehmenstöchtern

Berner um

circa 3 Prozent und bei BTI um

3,3 Prozent zu. Der positive Trend

beim Umsatz bestätigt sich auch

im ersten Quartal 2018/19. Das

Plus der Berner Group lag für die

ersten drei Monate bei vier Prozent.

Kernmarke Berner

wächst um 3,6 Prozent

Die Marke Berner war mit rund

786 Millionen Euro die umsatzstärkste

Marke der Gruppe. Das

Umsatzplus für die in 25 Ländern

Europas tätige Marke lag bei 3,6

Prozent. Auf Basis des Arbeitstagevergleichs

ist Berner um 5,4 Prozent

gegenüber dem Vorjahr gewachsen.

„Wir sind näher am Kunden, erkennen

Marktveränderungen früh

und entwickeln unser Geschäftsmodell

flexibel weiter“, sagt Chief

Operating Officer (COO) Carsten

Rumpf.

Vor 15 Jahren dominierten im Segment

Automotive bei Berner die

Umsätze mit kleinen, freien Auto-

Werkstätten. Das Unternehmen

hat aber früh erkannt, dass sich

ein grundlegender Wandel vollzieht.

Auch wenn Berner als B2B

Partner diese Werkstätten nach

wie vor umfassend unterstützt,

muss man sich andere Wachstumsfelder

suchen. In Frankreich

ist Berner das aktuell am besten

Klientel: Ein defekter Lkw kann die Fahrt nicht fortsetzen. Für den Spediteur sind solche Ausfallzeiten teuer.

Berner hat sich darauf eingestellt und liefert in diesem Segment sowie in den Bereichen Agrar- und Baumaschinen

immer mehr seiner Produkte dorthin, wo der Kunde sofortige Hilfe benötigt.

Foto: Berner Group

gelungen. Dort kommen die

stärksten Umsätze im Segment Automotive

inzwischen aus dem Bereich

Lastkraftwagen, Baumaschinen

und Agrarfahrzeuge. Das Unternehmen

liefert in Frankreich

Produkte direkt an den Einsatzort

dieser Maschinen, so dass anfallende

Reparaturen ohne Werkstattaufenthalt

durchgeführt werden

können. Dadurch werden

teure Ausfallzeiten für die Kunden

verkürzt. Die Berner Region Süd,

zu der auch Frankreich zählt, ist

mit 360 Millionen Euro die umsatzstärkste

Region der Unternehmensgruppe.

Sie ist um rund sieben

Prozent gewachsen.

Die Region Ost erzielte 140 Millionen

Euro Umsatz (plus 8,5 Prozent),

während Berner Zentral

(148 Millionen Euro) nahezu unverändert

auf Vorjahresniveau lag.

Im Rekordjahr 2016/2017 war

die Caramba Chemie Gruppe

(CCG) aufgrund von strukturellen

Erfolgen sowie einigen nicht geplanten

Einmalgeschäften zweistellig

gewachsen (plus 11,5 Prozent).

In 2017/18 ist es der

Gruppe gelungen, den Wegfall dieser

Umsätze nahezu zu kompensieren

(minus 2 Prozent) und auf

137 Millionen Euro zu halten.

Gleichzeitig setzte die CCG ihren

Investitionskurs mit dem Ankauf

von Grundstücken am Standort

Duisburg, der Entwicklung neuer

Produkte und der Aufstockung

des Personals um rund 60 Personen

auf circa 1000 Vollzeit-Mitarbeiter

konsequent fort.

BTI legt beim bereinigten

Umsatz 3,2 Prozent zu

BTI hat ihre Position als einer der

führenden Zulieferer im deutschen

Handwerk im Geschäftsjahr

2017/18 behauptet. Mit einem

Plus von 0,3 Prozent gegenüber

dem Vorjahr wurden rund 118

Millionen Euro an Umsatz erzielt.

Auf Basis des reinen Arbeitstagevergleichs

lag der Anstieg bei 3,2

Prozent. Vor dem Hintergrund

von 7 Arbeitstagen weniger in

Deutschland überzeugt bei BTI

vor allem auch der Produktivitätszuwachs

der knapp 500 Mitarbeiter

im Außendienst. Er lag bei 3,3

Prozent. „Dadurch konnte BTI

Kundenbeziehungen ausbauen

und verfestigen und sieht sich

sehr gut für zukünftiges Wachstum

positioniert“, sagte Geschäftsführer

Andreas Krebs.

Die Berner Group hat im zurückliegenden

Geschäftsjahr für ihre

Direktvertriebstöchter Berner

und BTI eine Reihe von Maßnahmen

zur Vertriebsunterstützung

umgesetzt, um deren Produktivität

weiter auszubauen. Die Steigerung

lag bei den beiden Gesellschaften

kumuliert bei mehr als

drei Prozent. Der Ausbau des

e-commerce Geschäftes innerhalb

von Berner und BTI hat sich

planmäßig weiterentwickelt.

Aktuell liegen Berner, BTI und Caramba

Group bei rund vier Prozent

Umsatzplus gegenüber dem

Vorjahresquartal. Die Berner

»Wir sind näher

am Kunden, erkennen

Marktveränderungen

früh und

entwickeln unser

Geschäftsmodell

flexibel weiter.«

Group profitiert derzeit von einer

guten Nachfrage in den Branchen

Bau, Automotive und Industrie.

Außerdem greifen parallel dazu

immer mehr der Veränderungen,

die das Unternehmen bereits eingeleitet

hatte.

Firmengruppe stärkt

Stammhaus in Künzelsau

Nachdem der B2B-Großhändler

bereits im vergangenen Jahr einen

siebenstelligen Betrag unter anderem

für den Ausbau der IT-Infrastruktur

am Garnberg ausgegeben

hat, wurde dort jetzt zusätzlich in

den Um- und Ausbau der Gebäude

investiert. In den modernisierten

Büros arbeitet ab sofort die Service

Center Deutschland GmbH

(SCD) als Service- Dienstleister

für alle deutschen Tochterunternehmen

der Berner Group.

Ein sechsstelliger Betrag wurde

darüber hinaus in die Fördertechnik

des Logistikzentrums investiert.

Der Standortwechsel soll zu

Synergiegewinnen in der internen

Zusammenarbeit führen. Alle Mitarbeiter

wurden übernommen.

Mit dem Umzug wird zudem der

in den vergangenen Jahren steigende

Raumbedarf bei der Berner

Tochter BTI in Ingelfingen verbessert.

Nennenswert ist zudem, dass Carsten

Rumpf (COO) und Christoph

Möltgen, Chief Information Officer

(CIO), ihre Vorstandsverträge

bis 2022 bei der Berner

Group verlängert haben. Ingo

Brauckmann, Chief Supply Chain

Officer (CSCO), möchte ab dem

30. September hingegen sich

neuen beruflichen Herausforderungen

stellen. Eine Nachbesetzung

auf der Position des CSCO erfolgt

nicht. Der Bereich Supply

Chain wird stattdessen am 1. September

geteilt.

pm

www.berner-group.com

Starke Partnerschaft mit dem Marktführer

BTI bietet ab sofort Fahrzeugeinrichtung von Sortimo: „OBTI-Car“ erweitert „OBTI-Sys“-Logistiksystem des Ingelfinger Spezialisten fürs Bauhandwerk.

Das Ingelfinger Traditionsunternehmen

BTI Befestigungstechnik

hat eine Kooperation mit dem

Fahrzeugeinrichter Sortimo geschlossen.

Unter dem Namen

„OBTI-Car“ erweitert der Spezialist

fürs Bauhandwerk damit sein

Logistiksystem „OBTI-Sys“ um einen

wesentlichen Bestandteil. „Dadurch

verbessert man die Lagerhaltung

der BTI-Kunden noch weiter

und steigert deren Produktivität

durch mobile Ordnungslösungen“,

schreibt das Unternehmen

in einer Pressemitteilung.

Mit Sortimo konnte BTI einen Partner

gewinnen, der als Marktführer

im Bereich der Fahrzeugeinrichtung

gilt und Lösungen für verschiedenste

Fahrzeugtypen und

Anwendungsbereiche im Programm

hat. „Das ist die ideale Ergänzung

unseres Portfolios, weil

wir unseren Kunden damit ganz individuelle

und vor allem qualitativ

sehr hochwertige Fahrzeugeinrichtungen

anbieten können“, erklärt

Martin Mayer-Hagelstein, Direktor

Marketing und E-Commerce

bei BTI.

Dabei profitierten die Kunden

vom langjährigen Know-how des

Fahrzeugeinrichters und könnten

die Effizienz und Wirtschaftlichkeit

ihres Unternehmens deutlich

erhöhen. Und auch die Ladungssicherheit

erhöhe sich durch perfekte

Stau- und Verzurrlösungen

im Laderaum erheblich.

Einzigartiges

Refinanzierungsmodell

Aufgabenbereich: Das Unternehmen BTI sorgt für eine fachmännische

Befestigungstechnik in Fahrzeugen.

Foto: BTI

Wer sich bei BTI für „OBTI-Car“

entscheidet, kann aus zwei Refinanzierungsmodellen

auswählen.

„In beiden Fällen hat der Kunde

die Möglichkeit, über Produktumsätze

die kompletten Kosten der

Sortimo Fahrzeugeinrichtung einzusparen

– das ist am Markt absolut

einzigartig“, schreibt BTI.

Bei der ersten Lösung kann der

Kunde zu günstigen Mietkonditionen

seine individuelle Fahrzeugeinrichtung

beziehen. Erreicht er

einen vordefinierten Produktumsatz,

übernimmt BTI die anfallenden

Mietkosten. BTI empfiehlt dieses

Modell, wenn der Handwerker

auch Eigentümer ist.

Der Kunde wird

sofort zum Eigentümer

Als zweite Möglichkeit kann die

Sortimo-Fahrzeugeinrichtung

auch direkt bei BTI gekauft werden.

Hier wird der Kunden direkt

nach Vertragsabschluss zum Eigentümer

der Fahrzeugeinrichtung.

Auch hier könne der Kunde

Geld einsparen, wenn er einen

Zielumsatz erreicht.

Mit „OBTI-Car“ bietet BTI nun einen

weiteren Baustein im Bereich

der Logistikservices an. „Es ist die

perfekte Ergänzung zum Regalsystem

,OBTI-Base’, das in Verbindung

mit dem Scannersystem ,OB-

TIScan’ die Lagerhaltung in der

Werkstatt auf ein neues Niveau

hebt“, schreibt BTI. Für bedarfsgerechten

Nachschub auf der Baustelle

gebe es das verschließbare

Containersystem „OBTI-Con“.

Und mit „OBTIFleet“ biete BTI Befestigungstechnik

ein auf die individuellen

Bedürfnisse der Fachhandwerker

zugeschnittenes Maschinen-Leasingsystem

für Handwerkzeuge.

Professionelle Service-

und Prozessberater runden

das Serviceangebot ab. pm

www.bti.de


16 Sport & Wirtschaft

August 2018 I Jahrgang 17 I Nr. 194

Ein Abschied für immer

Hakro Merlins Crailsheim: Namenswechsel des Basketballbundesligisten ist auch Ausdruck eines neuen Selbstverständnisses.

VON HERIBERT LOHR

Das Medienecho war gewaltig.

Selbst auf den Titeln

der heimischen Zeitungen

fand sich die Tatsache, dass aus

den Crailsheim Merlins nun die

Hakro Merlins Crailsheim geworden

sind. Von der „Namensheirat

des Jahres“ war gar die Rede.

Eine Nummer kleiner geht es

auch. Denn es ist noch gar nicht

so lange her, da firmierten die Basketballer

aus der Horaffen-Stadt

unter dem Titel „Proveo Merlins“.

Dass mit dem IT-Spezialisten ein

gewerblicher Partner den Namen

teilte, ist allerdings die einzige Parallele

mit der jüngeren Vergangenheit.

Denn die enge Verbindung

mit dem neuen Hauptsponsor

Hakro dokumentiert eine Zeitenwende

in der Historie des regionalen

Basketballsports.

Zum ersten Mal ist der Namenssponsor

kein ortsansässiger Betrieb.

Die Kooperation mit dem renommierten

Bekleidungshersteller

aus Schrozberg ist viel mehr

der Ausdruck einer Entwicklung,

die sich mit der Beschreibung

mehr Regionalität, wohl am ehesten

erfassen lässt. Dass die Förderer

aus Gaildorf (Bott) ebenso

kommen wie aus Künzelsau (Modyf),

Schwäbisch Hall (Breitner)

oder Hollenbach (EBM-Papst)

hat Methode. Geschäftsführer Martin

Romig: „Sport auf höchstem Niveau

lässt sich in einer Kleinstadt

allein kaum noch darstellen. Wir

sind hier zu Hause, haben hier unsere

Wurzeln, aber bestehen können

wir perspektivisch nur, wenn

wir eine Marke, ein Botschafter

für Hohenlohe-Franken, besser

für ganz Heilbronn-Franken

sind.“

Noch etwas wird deutlich: Die Zusammenarbeit

mit den Spezialisten

für Unternehmens- und Teambekleidung

ist langfristig angelegt.

Perspektivische

Zusammenarbeit

„Spitzensport basiert auf belastbaren

Strukturen und dazu braucht

es Planbarkeit“, erklärt Martin Romig:

„Die Basis für Wettbewerbsfähigkeit

wird sukzessive geschaffen,

ganz gleich ob Jugendbetreuung,

Merchandising, Ticketing

oder Trainingsangebot. Ein qualitativ

guter Aufbau benötigt deshalb

auch Zeit. Hektisches Agieren

ist da nicht zielführend.“

Diese Vorgehensweise wird stringent

verfolgt. Derzeit ist beispielsweise

Trikotsponsoring noch

nicht neu vergeben. „Aber auch

hier“, sagt Martin Romig, „suchen

wir nach einem Partner mit strategischer

Ausrichtung.“ „Es geht

uns ganz klar um den Verein,

seine Ambitionen und dessen Weitblick“,

sagt auch Hakro-Geschäftsführerin

Carmen Kroll für diese

Ausrichtung.

Ähnlich gelagert ist auch die Verbindung

mit der VR-Bank Schwäbisch

Hall-Crailsheim. Bereits seit

2009 halten die Genossen den

Merlins die Treue. Der Vorstandsvorsitzende

Eberhard Spies: „Wir

haben den Vertrag nun verlängert,

weil wir gerade die perspektivische

Zusammenarbeit schätzen.“

Auch die Partnerschaft mit der Stickerei

Alfred Seifert & Söhne steht

auf diesem Fundament. Schon seit

vielen Jahren unterstützt das Familienunternehmen

aus Dörzbach

„die Zauberer“. Auch Seifert verlängerte

kürzlich wieder langfristig.

Geschäftsführer Frank Seifert:

„Wenn aus Leidenschaft eine

solch tolle Entwicklung hervorgeht,

passt das für uns einfach.“

Auch bei der Teamzusammenstellung

wird auf Kontinuität gesetzt.

Beispiel: Michael Cuffee. Der

35-jährige US-Amerikaner, mit

reichlich Bundesligaerfahrung, ist

nicht nur aufgrund seiner Allrounder-Qualitäten

eine wichtige Weiterverpflichtung.

Sportdirektor

Neu: das aufgefrischte Logo der Basketballer.

Die Vorbereitung in der Übersicht

Grafik: Hakro Merlins Crailsheim

13. August: Trainingsauftakt (nicht öffentlich)

15. August:öffentlichem Training, Hakro Arena, Crailsheim

22. August: Ehingen Urspring, Hakro Arena, Crailsheim

25. - 29. August: Trainingslager in Belgrad

31. August / 1. September: Turnier in Vittel, Frankreich

8. / 9. September: Vorbereitungsturnier, Hakro Arena, Crailsheim

13. September: Niners Chemnitz, Hakro Arena, Crailsheim

16. September: Testspiel in Frankfurt

Ingo Enskat: „Er ist Teil einer starken

Basis. Jetzt können wir uns

ganz gezielt verstärken.“ Etwa

durch den gebürtigen Aalener

Joschka Ferner, der aus Ulm nach

Crailsheim kam. Head-Coach Tuomas

Iisalo: „Joschka ist noch jung

und hat trotzdem schon viel Erfahrung

in der BBL und europäischen

Wettbewerben.“ Aus Chemnitz

kommt mit Joseph Lawson III

einer der besten „Big Men“ der

letzten Jahre aus der zweiten Bundesliga.

„Joe ist ein typischer Spieler

für das Konzept von Tuomas:

flexibel kann er beide großen Positionen

spielen und verfügt über

einen guten Wurf von außen“, erläutert

Ingo Enskat.

Der aktuelle Kader mit Frank Turner,

Sebastian Herrera, Joschka

Ferner, Konrad Wysocki, Joseph

Lawson und Philipp Neumann soll

noch durch drei weitere ausländische

Neuzugänge verstärkt werden.

Gesucht werden noch ein Guard,

ein Flügelspieler und ein Big

Man. Ingo Enskat bittet um etwas

Geduld: „Es werden einige Namen

gehandelt, aber noch sind die Verhandlungen

nicht in der abschließenden

Phase.“ Perspektive

braucht eben Zeit.

www.hakro-merlins.com

PARTNER DER MERLINS

Nächste Saison auch online

in der 1. Liga

Wir gratulieren den HAKRO Merlins Crailsheim zum Aufstieg

in die 1. Liga und freuen uns, dass wir in der nächsten Saison

unseren Part zum Merlins-Erlebnis mit der neuen Website

beitragen dürfen. Sie wird sich durch einen leichteren Zugang

und mehr Übersichtlichkeit der Informationen sowie eine

optimierte mobile Version auszeichnen.

Stephan Kurz

Geschäftsführer

querformat GmbH & Co. KG,

Crailsheim

FLAIR PARK-HOTEL

ILSHOFEN

www.

.cr


August 2018 I Jahrgang 17 I Nr. 194

Firmen & Märkte 17

Mit schnellen Schritten voran – online und direkt

Das Unternehmen „blizz-z“ aus Feuchtwangen entdeckte vor zwölf Jahren eine Nische: die Direktvermarktung für Fliesenleger. Längst ist die Firma damit

unter den Marktführern in Deutschland, Österreich und Schweiz. Alle Zeichen stehen weiter auf Wachstum. VON MELANIE BOUJENOUI

Organisiert: Das Sortiment wächst schneller als die Lagerhallen.

„blizz-z“-Geschäftsführer Thomas Zieher (li.) und Einkaufsleiter

Stefan Schmeißer planen bereits die Produkte für 2019.

Kein Onlineshop von, sondern

für Handwerker bietet das Unternehmen

blizz-z auf ihrem

gleichnamigen Internetportal. Fliesenleger

finden hier seit 2006 alles,

was sie für ihre Arbeit brauchen.

Ohne die Kosten für den

Zwischenhandel und den Außendienst

sparen die „User“ im

Schnitt etwa 20 Prozent gegenüber

den Preisen im Großhandel.

Mit diesem Konzept haben die Macher

vor zwölf Jahren offenbar genau

die richtige Nische getroffen.

Denn seither wächst das Unternehmen

in jede Richtung: mehr Raum

und Personal sind erforderlich,

um die hohe Nachfrage zu bewältigen.

Auch das Angebot wird stetig

erweitert.

Thomas Zieher, Geschäftsführer

seit 2008, zeigt sich begeistert

über das Potenzial des modernen

Vertriebskonzepts „Handwerk Direkt“:

„Die Firmengründung startete,

zwei Jahre vor meiner Zeit,

mit vier Mitarbeitern. Mittlerweile

beschäftigen wir 50 Personen und

sind weiter auf Wachstumskurs.“

Vor genau acht Jahren baute

blizz-z das eigene Firmenareal in

Feuchtwangen in der Sommerauer

Str. 14. „Wir starteten dort

mit einer Lagerhalle mit 1500 Quadratmetern,

einem Büro mit 600

Quadratmetern und sieben Mitarbeitern“,

erzählt Zieher. Schon

bald kam noch eine Lagerhalle

und ein zweites Büro hinzu.

AUSBAU Ende des Monats wird

die dritte – und größte – Lagerhalle

fertiggestellt, womit das Anwesen

innerhalb der letzten 10

Jahre auf aktuell insgesamt 7200

Quadratmeter erweitert wurde.

Auch das dritte Büro ist für 2019

geplant. „Wir verzeichnen jedes

Jahr ein zweistelliges Umsatzwachstum“,

sagt der Geschäftsführer.

Besonders Fliesenleger

bräuchten gutes Material für ihre

Arbeit. „Mehr als 10 000 Kunden

kaufen bei uns. Derzeit haben wir

etwa 2500 Produkte – alle in Eigenmarke

– zur Auswahl“. Im

nächsten Jahr sollen noch weitere

1000 Artikel hinzukommen. Seit

2013 bedient blizz-z auch Gartenund

Landschaftsbauer.

Neben Deutschland und Österreich

gelang der Schritt in die

Schweiz. „Vergangenes Jahr haben

wir in Ramsen eine Niederlassung

gegründet“, erklärt Zieher.

Eine große Herausforderung sei

die Logistik. „Wir garantieren 24

Stunden-Lieferung. Als Spezialisten

stellen wir dem Handwerker

genau das zusammen, was er

Glücklich: Vanessa Treu hat erfolgreich ihre Ausbildung zur Groß- und

Außenhandelskauffrau bei der Firma blizz-z absolviert. Personal wird

hier weiter aufgebaut.

Fotos: blizz-z

braucht und schicken die Ware

auf Paletten bis zur Baustelle“,

fügt der Chef hinzu. Die Kunden

bestellen unkompliziert im Online-Shop,

per E-Mail, Fax oder Telefon.

Rund 22 Fachberater sind

aktuell im Telefon-Center beschäftigt.

Die Personalsuche sei jedoch

nicht einfach. „Viele kennen uns

gar nicht, wahrscheinlich weil wir

so speziell sind und nur Gewerbekunden

ansprechen“, mutmaßt

Zieher. „Wir suchen händeringend

Mitarbeiter und bilden aus.“

blizz-z gehört zu M.A.C.’s Holding

Den Ursprung legt das Familienunternehmen mit der Pinselfabrik

„mako“, von Max Kochler 1947 gegründet. Die M.A.C.’s Holding

wird bereits in zweiter und dritter Generation geführt und

zählt elf Tochterunternehmen und rund 292 Mitarbeiter.

Zum Beispiel Kaufleute, Fachkräften

für die Lagerlogistik, Einkäufer

oder Produktmanager. Auch

die Mitarbeiter in der Kundenberatung

erhalten Schulungen.

PROJEKTE Neben dem Verkauf

stattet blizz-z ganze Projekte mit

Material aus. Referenzen wie das

Hilton in München, das Steigenberger

in Amsterdam oder das Klinikum

in Neuperlach weist das Unternehmen

auf.

Hinter dem erfolgreichen Geschäftsmodell

steckt das Familienunternehmen

M.A.C.’s Holding

aus Burgoberbach. „Die Firma

blizz-z ist eine von fünf Direktvertriebsfirmen

in unserer Gruppe“,

sagt M.A.C.’s-Geschäftsleiterin

Christina Kochler. „Wir sehen

noch großes Wachstumspotential

bei blizz-z und setzen uns das

sportliche Ziel, in den nächsten 1

bis 2 Jahren auf 60 Mitarbeiter zu

wachsen.“ Der Direktvertreiber

schreitet mit schnellen Schritten

voran. „Mal sehen, wie lange uns

die neue Lagerhalle tatsächlich

noch reichen wird“, witzelt die

Chefin.

www.blizz-z.de

www.macs-holding.de

TERMINKALENDER

UNTERNEHMEN REGIONAL ÜBERREGIONAL

13.09.2018 Talentgewinner:

Cook, Recruit & Taste

Showküche Möbelhaus Schott

20. +21.10.2018 Herbstfest

Portas Fachbetrieb Huber Jagstberg

21.10.2018 Hausmesse/

Verkaufsoffener Sonntag

Holdreich Sanitärtechnik Langenburg

23.10.2018 Fachforum Industrie 4.0

mit Werksführung

Elabo Crailsheim

27.11.2018 Exzellente Logistik für die

Supply Chain der Zukunft

Würth Industrie Service Bad Mergentheim

Wir veröffentlichen

Ihre Veranstaltungstermine

kostenlos.

Senden Sie Ihre

Termine an:

Anita Neuberger

Tel. 0 79 51 / 4 09-2 44

a.neuberger@swp.de

14.– 17.09.2018 Gewerbeschau

Fränkisches Volksfest Crailsheim

14.– 23.09.2018 AGIMA

Königshöfer Messe

22.+23.09.2018 Dahoim Messe

Aalen

27.09.2018 Nacht der Ausbildung

Heilbronn, Schwäbisch Hall, Crailsheim,

Main-Tauber

29.+30.09.2018 CAA Crailsheimer Automobil

Ausstellung

Hangar Crailsheim

07.10.2018 Haller Herbst

mit Immobilienausstellung

Schwäbisch Hall

06.–11.10.2018 BDS Wirtschaftsmesse

Muswiese Rot am See

11.10.2018 Ausbildung & Beruf

Bayerische BauAkademie Feuchtwangen

12.10.2018 Ausbildungsmesse -

Zukunft Karriere

Tauberbischofsheim

18.10.2018 Berufsorientierungsmesse

Ilshofen

31.08.2018 IFA

Berlin

12.– 15.09.2018 GaLaBau

Nürnberg

13.09.2018 VDI nachrichten Recruiting Tag

Stuttgart

17.09.2018 Azubi Speed Dating

Frankfurt

18.– 22.09.2018 AMB

Stuttgart

19.09.2018 Jobmesse

Nürnberg

20.– 27.09.2018 IAA Nutzfahrzeuge

Hannover

21.– 24.09.2018 Südback

Stuttgart

25.– 26.09.2018 Exchainge

Frankfurt

25.– 27.09.2018 FachPack

Nürnberg

28.09.2018 Stuttgarter Weiterbildungstag

www.mediaresourcegroup.de

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18 Kunststoffverarbeitung

August 2018 I Jahrgang 17 I Nr. 194

Ein prägendes Cluster

Kunststoff ist in Westmittelfranken längst mehr als ein Werkstoff. In den vergangen Jahrzehnten hat sich ein Netzwerk von Betrieben und wissenschaftlichen

Einrichtungen ausgebildet, das den Zugang zu absoluter Spitzentechnologie eröffnet. VON HERIBERT LOHR

Der Landkreis Ansbach besitzt

bis auf die Gipsvorkommen

im Westen des

Landkreises keine natürlichen

Rohstoffe. Die Menschen mussten

versuchen, sich weitere Erwerbsquellen

zu erschließen. Die landwirtschaftlich-handwerkliche

Tradition

des Landkreises Ansbach

führte nach dem zweiten Weltkrieg

letztlich dazu, dass der verarbeitungstechnisch

ideale Werkstoff

Kunststoff standortunabhängig

eingesetzt wurde.

Wirtschaftsfaktor:

Über 4000 Beschäftigte

In der Folge nutzten gerade auch

viele handwerkliche Betriebe und

Betriebe, die ursprünglich eher

mit Metall und Blech zu tun hatten,

die vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten

der Kunststoffe.

Die Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten

im Landkreis von der

Berufsschule in Dinkelsbühl über

die Maschinenbauschule in Ansbach

bis zur Hochschule in Ansbach

mit der Vertiefungsrichtung

Kunststoff wurden in Verbindung

mit dem typischen „gewusst wie“

der Region in eine Vielzahl von

Kunststoff-Anwendungsmöglichkeiten

umgesetzt.

So verfügt der Landkreis Ansbach

über die besondere Situation,

dass alle Bestandteile einer durchgängigen

Wertschöpfungskette

vertreten sind. Das fängt an bei

der Entwicklung neuer Werkstoffe,

beispielsweise bei der

Firma Teknor (ehemals PTS) in

Tauberzell, geht weiter über eine

Vielzahl von teilweise noch handwerklich

organisierten Formenbauern

über sämtliche Verarbeitungsformen

des Kunststoffs bis

hin zu Verpackungen.

Der Austausch von Fachkräften,

aber auch intensive Liefer- und Lieferantenbeziehungen

sowie zahlreiche

Ausgründungen haben letztlich

ein intensiv verbundenes Netzwerk

entstehen lassen, das heute

wesentlichen Anteil an der Wirtschaftskraft

des Landkreises hat.

Der technische Vorsprung in der

praktischen Anwendung konnte

im Laufe der Jahrzehnte immer

weiter ausgebaut werden.

Die Kunststoffverarbeitung wurde

so schrittweise zur bedeutendsten

Branche, die heute mit etwa 250

Betrieben in denen rund 4000

Menschen beschäftigt sind. Das

sind 13 Prozent aller Industriebeschäftigten

im Landkreis. Die

Kunststoffprodukte aus dem Landkreis

Ansbach finden in den verschiedensten

Branchen und Gebieten

Verwendung. Größte Bedeutung

hat dabei die Kfz-Industrie.

So sind auch eine große Zahl

wichtiger Zulieferer der Automobilhersteller

im Landkreis angesiedelt,

in idealer Lage zu den Automobilwerken

in 250 Kilometer

Umkreis. Bedeutende Hersteller

sind hier unter anderem die

Firma Rehau in Feuchtwangen,

die Firma Buck Spritzgussteile,

Formenbau in Flachslanden sowie

die NBHX-Gruppe in Heilsbronn.

Immer stärkere Bedeutung bekommt

der Bereich Medizintechnik,

da hier eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten

für Präzisionskunststoffteile

bestehen. Der

Spielwarenbereich hat in Franken

eine lange Tradition. Produkte

aus der Region fanden Einzug in

die Kinderzimmer in aller Welt.

Wichtige Betriebe im Landkreis

Ansbach sind der größte Produktionsstandort

der Firma Playmobil

in Dietenhofen sowie die Firma

Herpa Miniaturmodelle ebenfalls

in Dietenhofen. Der Freizeit- und

Sportbereich ist prominent vertreten

durch die Firma Ortlieb Sportartikel

in Heilsbronn, die als weltweiter

Spezialist für wasserdichte

Outdoor-Produkte einen Namen

hat. Die Kosmetikbranche ist im

Landkreis Ansbach mit den Firmen

Geka Brush und Rusi in Bechhofen

vertreten, die hochwertige

Kosmetikprodukte wie Mascara,

Eyeliner, Nagellack, Lipgloss und

Lidschatten für bekannte Hersteller

fertigen. Nicht zuletzt findet

Vielfalt: Playmobilfiguren (re.) sind fast in jeder Kinderstube zu finden, aber auch in jedem Automobil ist

Kunststoff verbaut. Die Produktionsverfahren verlangen häufig Spitzentechnik.

Fotos: Playmobil /Nifco KTW

Kunststoff auch im Bereich der

Verpackung ein großes Anwendungsfeld.

Hier seien stellvertretend

nur Firmen wie August Benker

(Dietenhofen), Berry Dombühl

sowie die RKW AG Rheinische

Kunststoffwerke in Petersaurach

anzuführen. Die hochtechnologische

Anwendung von Kunststoff

hat im Landkreis auch zu einer

größeren Zahl von ergänzenden

Dienstleistern, die in Konstruktion,

Dokumentation und

dem Prototypenbau tätig sind, geführt.

Das bedeutsame Cluster hat dazu

geführt, dass die Vielfalt der großteils

mittelständischen Firmen im

Landkreis Ansbach heute in der

Lage ist, wohl alle Anwendungsund

Werkstoffprobleme im Zusammenhang

mit der Verarbeitung

und Bearbeitung von Kunststoff

für ihre Kunden zu lösen.

Eine besondere Spezialität ist die

gemeinsame Entwicklung mit Kunden

in anwendungsbezogenen

Produkten oder Produktlösungen.

Viele neuartige Anwendungen

von Kunststoff in den Bereichen

Medizintechnik oder der

Kfz-Zulieferung wären ohne diese

Form der Zusammenarbeit nicht

entstanden. Stete Innovationen

und Neuentwicklungen im Geräteund

Maschinenbau bildeten die

Grundlage für ein entsprechendes

Wachstum dieses Wirtschaftszweiges

in der Vergangenheit und sind

die wesentliche Säule für die weiterhin

gute Entwicklung des gesamten

Landkreises.

www.landkreis-ansbacch.de

Wissenschaftlicher Unterbau gesichert

Verschiedene Bildungseinrichtungen im Umkreis sind die Basis für Forschung, Aus- und Weiterbildung im Kunststoffbereich.

Die Kompetenz im Kunststoffbereich

wird durch einen intensiven

Technologietransfer und

enge Kooperation von Wissenschaft

und Wirtschaft getragen.

Erster Baustein ist die Hochschule

Ansbach. Dort wird im

Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen

ein spezieller Studienschwerpunkt

„Kunststofftechnik“

angeboten, der immer mehr Zulauf

bekommt. Zusätzlich gibt es

im Studiengang „Angewandte Ingenieurwissenschaften“

einen

neuen Teilstudiengang „Kunststofftechnik“,

der technologieorientierte

Studenten ansprechen soll.

Ein weiterer Eckpfeiler ist die Maschinenbauschule

Ansbach.

An dem Verbund beruflicher Schulen

für die Erstausbildung und die

Weiterbildung werden Mechaniker

und Techniker im Bereich des

Maschinenbaus ausgebildet.

Eine weitere Basis für den wissenschaftlichen

Unterbau des Clusters

ist die Staatliche Berufsschule

Rothenburg-Dinkelsbühl.

Am Standort in Dinkelsbühl

findet sich der Fachsprengel für

die duale Ausbildung der Verfahrensmechaniker

für Kunststoffund

Kautschuktechnik der Regierungsbezirke

Mittelfranken und

Schwaben. Schwerpunkte in der

Ausbildung sind Formteile, Compound-

und Masterbatchherstellung,

Mehrschicht-Kautschukteile,

Bauteile, Faserverbundtechnologie

und Kunststofffenster.

Eine weitere Einrichtung ist die

staatlich anerkannte Fachschule

für Kunststofftechnik und

Faserverbundtechnologie Weißenburg.

Die Ausbildung zum „staatlich

geprüften Kunststoff-Techniker“

ist eine Aufstiegsfortbildung,

zu der Bewerber mit abgeschlossener

Berufsausbildung oder mehrjähriger

beruflicher Praxis zugelassen

sind.

Der Kunststoff Campus Bayern

wurde 2015 gegründet und besteht

aus einem Technologie- und

einem Studienzentrum. Diese dienen

der Forschung und Entwicklung

im Bereich der Kunststoffindustrie

sowie der beruflichen Weiterbildung

und Lehre. Derzeitige

Schwerpunkte sind unter anderem

Produktionstechniken weiterzuentwickeln,

Oberflächen zu modifizieren

sowie Werkstoffe zu erproben.

Das Kunststoff-Zentrum

(SKZ) bietet seit mehr als 50 Jahren

Technologie-Transfer-Dienstleistungen

für die gesamte Kunststoffbranche

und deren belieferte

Industriezweige. Es ist das weltweit

größtes Kunststoff-Institut.

Die IHK-AnwenderClubs „Neue

Materialien“ und „Zerstörungsfreie

Materialprüfung“ dienen der

Kontaktherstellung und dem Erfahrungs-

und Informationsaustausch

zwischen Anbietern, Anwendern

und Entwicklern aus der

Kunststoffbranche.

pm

www.hs-ansbach.de

www.berufsschulerothenburg.de

www.kunststofftechnikschuleweissenburg.bfz.de

www.kunststoffcampusbayern.de

www.skz.de

www.ihk-nuernberg.de

www.maschinenbauschule.de

Wir arbeiten für Industrie

und Handwerk

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Von Hohenlohe auch nach ZENTRALASIEN

und in den IRAN!


August 2018 I Jahrgang 17 I Nr. 194

Kunststoffverarbeitung 19

Vernetzt und digital

Rehau veranstaltet internationale Innovationstage und blickt damit Richtung Zukunft.

Zwei Tage, mehr als 40 Innovationsthemen,

hunderte Besucher

vor Ort und online: Zum

ersten Mal in seiner 70-jährigen

Unternehmensgeschichte

lud Polymerspezialist Rehau

seine Mitarbeiter weltweit ein,

sich im Rahmen der „Innovation

Days“ über neue Produkte,

Materialien, Verfahren und beispielsweise

den aktuellen Stand

zum Thema Digitalisierung zu

informieren. Über sein Kerngeschäft

hinaus will das Unternehmen

sich in völlig neuen Märkten

positionieren und dadurch

den zukünftigen Unternehmenserfolg

sichern.

VIELFALT Mehr als 40 Teams

standen im Rahmen der „Rehau

Innovation Days“ an Marktständen

bereit, um ihre Entwicklungen

vorzustellen, Fragen

zu beantworten und miteinander

in den Dialog zu treten.

Die Mitarbeiter des Polymerspezialisten

konnten die Veranstaltung

nicht nur vor Ort im Kommunikationszentrum

„Rehau

Art“ im oberfränkischen Rehau

besuchen, sondern auch virtuell

am Event teilnehmen. „Unser

Ziel ist es, Innovationsführer

zu werden und die Vielfalt

Informativ: Hunderte Mitarbeiter besuchten die Rehau Innovation

Days und informierten sich vor Ort und online über aktuelle

Innovationsprojekte.

Foto: Rehau

der Innovationsprojekte zeigt,

dass wir auf dem richtigen Weg

sind. Unsere Mitarbeiter müssen

die Themen, die neben

dem Kerngeschäft den Unternehmenserfolg

von morgen sichern

sollen, kennen und unsere

Strategie verstehen“, erläutert

Dr. Stefan Girschik, stellvertretender

CEO der Rehau

Gruppe und Schirmherr der

Veranstaltung.

Vom Fensteralarmsystem über

mediendichte Leuchten für die

Landwirtschaft, smarte, vernetzte

Systemlösungen für Immobilien,

eine Software zur digitalen

Planung der Badsanierung

bis hin zu neuen Produktions-

und Recyclingverfahren

und evolutionäre E-Learning-

Angebote: Eine Vielzahl an Innovationsthemen

galt es zu entdecken.

Neben den Räumlichkeiten,

wurde auch der Innenhof des

Firmengeländes zum Schauplatz

der Innovationen. Der

Elektrokleinbus „e.GO Mover“

konnte in Augenschein genommen

werden und die Kooperation

mit der Elektrofahrzeugschmiede

aus Aachen wurde

vorgestellt. Mit Hilfe eines Demonstrators

zeigte ein Entwicklerteam

auf, wie die Fahrzeugwerbung

von morgen aussehen

könnte: projiziert auf die Heckscheibe

beispielsweise mit regionalem

Bezug.

„Heute zählt in vielen Bereichen

nicht mehr nur die Qualität

eines Produktes. Die Bedeutung

von Services und Zusatzfunktionen

nimmt ständig zu“,

erklärt Girschik. Sich ständig

verändernde internationale

Märkte und ein immer anspruchsvolleres

Wettbewerbsumfeld

sowie sich verändernde

Kundenwünsche stellen Unternehmen

weltweit vor Herausforderungen.

WACHSTUM Rehau Präsident

Jobst Wagner betonte:

„Wir müssen es schaffen, Rehau

in völlig neuen Märkten zu

positionieren, neue Kundengruppen

zu erreichen und damit

über unser heutiges Geschäft

hinaus weiterwachsen.

Innovative Ideen haben wir.

Nun gilt es, die Produkte

schnell und erfolgreich auf den

internationalen Märkten zu platzieren.“

Neue Geschäftsmodelle,

innovative Denkansätze

und Methoden, die Bündelung

von Know-how und Kompetenzen

sowie strategische Allianzen

sollen dabei unterstützen,

dieses Ziel zu erreichen. pm

www.rehau.com

Roto schneidet gut ab

Das Bad Mergentheimer Unternehmen belegt Platz 2 in der

Kategorie „Fensterhersteller“.

Roto Dach- und Solartechnologie

ist eine von „Deutschlands

begehrtesten Marken“. Zu

diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung

des F.A.Z.-Instituts gemeinsam

mit der International

School of Management (ISM). In

der Kategorie „Fensterhersteller“

konnte Roto einen sehr guten

zweiten Rang erzielen.

BEWERTUNG Wie gut ist die

Marke Roto in Preis, Service und

Qualität und wie wird Roto von

Kunden wahrgenommen? Anhand

dieser beiden Fragen hat das

F.A.Z.-Institut gemeinsam mit der

International School of Management

die Untersuchung „Deutschlands

begehrteste Marken“ durchgeführt.

Dabei wurden 350 Millionen

frei zugängliche Online-Quellen

wie Nachrichten-Seiten, Webseiten,

Foren, Social-Media-Kanäle

oder Blogs aus Deutschland

auf die Erwähnung der Marke im

Zeitraum vom 1. März 2017 bis

28. Februar 2018 sowie auf das

Thema und die Tonalität hin untersucht.

Danach folgte die Bewertung

anhand eines Punktesystems

und im Anschluss die finale Auswertung.

In der Kategorie „Fensterhersteller“

erreichte Roto dabei

von 100 möglichen Punkten

83,2 Punkte – und somit Rang 2

hinter Schüco International. „Wir

freuen uns sehr über das positive

Abschneiden“, sagt Markus Röser,

Geschäftsführer Roto Dachund

Solartechnologie Deutschland.

„Die Nähe zum Kunden und

ihre Rückmeldung zu unserer Arbeit

ist für Roto seit jeher wichtiger

Kompass für unser Handeln.

Dass wir in unserer Branche zu

den Besten zählen, als Premiumhersteller

verstanden werden und

unsere Dachfenster-Lösungen bei

Fachhandel, Profi-Handwerk und

Privatkunden dieses Ansehen genießen,

bestätigt uns darin, diesen

Weg weiter zu gehen.“ pm

INFO Das gesamte Ranking ist unter

http://www.faz.net/asv/deutschlands-begehrteste-marken/

nachzulesen.

www.roto-dachfenster.de

Wohnen: Roto ist der richtige Ansprechpartner,

wenn es um die

Montage von Fenstern geht. Foto: Roto

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ADVERTORIAL

Wundermittel Trockeneis

Mehr über die Reinigungskraft und Kühlkraft von Trockeneis erfahren

W U N D E R M I T T E L

Einen alten Anstrich zu entfernen,

ist eine mühselige Arbeit. Mit einem

Schleifgerät wird die alte Farbe

Stück für Stück vom Untergrund

entfernt – je nach Beschaffenheit

und Material nimmt das viel Zeit in

Anspruch. Die Reinigung mit einem

Sandstahlgerät verursacht eine

große Menge Schmutz und Rückstände

und greift die Oberfläche

an. Viel schneller und sauberer geht

es mit Trockeneis: Das gefrorene,

ungiftige Kohlendioxid (CO 2

) wird

mit hoher Geschwindigkeit auf die

zu reinigende Fläche geblasen. Die

kleinen Trockeneispellets kühlen

den Untergrund ab, die Farbe und

der Schmutz werden spröde, lösen

sich von der Fläche und werden

von der Wucht der nachfolgenden

Pellets weggeblasen. Direkt nach

dem Aufprall geht das –78 Grad

kalte Trockeneis in den gasförmigen

Zustand über – es sublimiert und

löst sich buchstäblich in Luft auf.

Da das Trockeneis nicht flüssig wird,

entstehen auch keine Wasserlachen,

zurück bleiben nur der trockene

Schmutz und die Farbreste, die

aufgekehrt oder aufgesaugt werden

können. Dieses abrasionsfreie

Reinigungsverfahren schont nicht

nur das Material, sondern auch die

Umwelt.

Da C0 2

ein natürliches, in der

Atmosphäre vorkommendes Gas

ist, kann die Methode auch in

Innenräumen eingesetzt werden,

es entstehen keinerlei Rückstände.

Die so bearbeiteten Teile müssen

nicht aufwändig getrocknet oder

nachbehandelt werden, sie können

gleich weiterverwendet werden. Somit

wird Zeit gespart. Auch bei der

Die Reinigung mit Trockeneis geht schnell und hinterlässt keinerlei

Rückstände – auch hervorragend zum Kühlen geeignet. Foto: Rath

Reinigung von Maschinen lassen

sich Stillstandzeiten minimieren,

denn viele Komponenten müssen

nicht extra demontiert und getrocknet

werden. Die Produktion wird

gesteigert und die Kosten reduziert.

Neben den reinigenden Eigenschaften

wird Trockeneis auch klassisch

zum Kühlen eingesetzt: Im Labor

zur Kühlung von Reaktionsgemischen,

bei der Lebensmittelherstellung,

-verarbeitung und beim

-transport, in der Medizin zum

Vereisen, Kühlen von Blut und Gewebeproben,

beim Motorsport als

Kühlmedium für Tankanlagen und

Motoren und in der Gastronomie,

beim Cateringservice zur Kühlung

und für Nebeleffekte.

Energie Rath aus Langenburg liefert

nicht nur Energie in allen Formen,

sondern auch Technische Gase und

Trockeneis. Für den Sommer hat

das Unternehmen den passenden

Tipp: Wer bei einer Party in der

Natur, bei einem Musikfestival oder

beim Zelten nicht auf gut gekühlte

Getränke verzichten will, greift auf

die „Festivalbox“ zurück. Mit etwas

gefrorenem CO 2

bleiben die Getränke,

auch ohne Stromanschluss,

lange schön kühl. Da sie nur vom

verdampfenden Trockeneisnebel

umströmt werden, frieren sie auch

nicht ein. – Die Party kann starten!

[pm]

Energie in allen Formen

(Flüssiggas, Gasflaschen,

Heizöl, Holzpellets, Hackschnitzel,

Holzbriketts und

Treibstoffe) sowie Technische

Gase und Trockeneis

gibt es bei:

Friedrich Rath GmbH

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Tel. 07905. 9119-0

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20 Journal

August 2018 I Jahrgang 17 I Nr. 194

NEWSLINE

Mehr Geld für Bäcker

ANSBACH. Rund 740 Beschäftigte in Bäckereien im

Kreis Ansbach, backen ab sofort größere Semmeln: Für

sie gilt ab sofort der neue Tarifvertrag nach dem die

Löhne im Verkauf um

2,7 Prozent, in der Produktion

und allen anderen

Bereichen um

2,5 Prozent steigen.

Damit haben gelernte

Bäcker und Bäckereifachverkäufer

am Monatsende

rund 60 Euro

mehr, wie die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten

(NGG) mitteilt. Die NGG Nürnberg-Fürth rät: „Die

Beschäftigten sollten die nächste Lohnabrechnung prüfen.

Denn zusätzlich gibt es eine Einmalzahlung von

190 Euro für alle Berufsgruppen.“ Der neue Tarifvertrag

setzt für die Branche ein wichtiges Zeichen. pm

Auszeichnung für das

Wald & Schlosshotel

ZWEIFLINGEN. Erneut darf sich das 5-Sterne Superior

Wald & Schlosshotel Friedrichsruhe über zwei hochkarätige

Awards freuen: Bei der alljährlichen Suche nach

den besten Wellnesshotels der Welt, wurde das Hohenloher

Resort wieder mit zwei der begehrten „World Luxury

Spa Awards“ ausgezeichnet. Gleich in zwei Kategorien

stand das Wald & Schlosshotel Friedrichsruhe an

der Spitze: „Best Luxury Resort Spa“ in Deutschland sowie

„Best Spa Manager“ in Deutschland.

Seit Eröffnung des Spa Hauses 2008 zählt Gabriela

Noschka, die Spa-Managerin, zum Spa-Team und verantwortet

zudem seit 2013 alle Aktivitäten rund um

das hoteleigene Pflege- und Spakonzept „SanVino“.

Die Leitung des Spas hat sie seit mehr als einem Jahr

inne und führt mit ihren 30 Mitarbeitern erfolgreich das

4400 Quadratmeter große Friedrichsruher Spa, unter anderem

mit Saunalandschaft, Behandlungsräumen sowie

großem Innen- und Außenpool.

pm

Verhandlungen gescheitert

GRÜNSFELD. Ende Juli hat die vierte Verhandlung für

bessere, tarifliche Bedingungen zwischen der Nahrung-

Genuss-Gaststätten-Gewerkschaft (NGG) und Refresco

in Grünsfeld stattgefunden. Auch dieses Gespräch

blieb, wie die anderen drei zuvor, ergebnislos. Die Gewerkschaft

fordert vom Getränkeunternehmen einen

Beitritt zu den Flächentarifverträgen Obst & Gemüse Baden-Württemberg.

Refresco hingegen kommt zum Entschluss,

dass es bei einer Tarifbindung keine spürbare

Besserstellungen für die Beschäftigten geben würde

und es zu viele Besonderheiten und Spezialitäten am

Standort gäbe. Die NGG hat, nach über einem halben

Jahr Verhandlungen, die Gespräche mit dem Getränkehersteller

abgebrochen und will nun mit ihren Mitgliedern

über das weitere Vorgehen und die Forderungen

beraten.

pm

Bechtle gewinnt Amazon

Web Services als Partner

Foto: NGG

NECKARSULM. Bechtle ergänzt mit Amazon Web Services

(AWS) das Portfolio an Cloud-Services um einen

weiteren Anbieter. Kunden eröffnen sich dadurch zusätzliche

Optionen für den effizienten Betrieb interner

wie externer IT-Ressourcen. Die im Tier 3+ Datacenter

in Frankfurt gehostete Clouds-Plattform (www.bechtleclouds.com)

wird dabei als Schnittstelle zur globalen

Cloud-Infrastruktur von AWS dienen und ermöglicht

eine transparente Verwaltung und Abrechnung der genutzten

Cloud-Services. Die direkte Anbindung über

den weltgrößten Internetknoten DE-CIX sorgt für

höchste Performance der in der AWS-Cloud betriebenen

Workloads und Anwendungen. Zertifizierte Bechtle

Spezialisten beraten Unternehmen von der Konzeption

bis zur Inbetriebnahme der AWS-Umgebung und sorgen

bei Bedarf für ein reibungsloses Zusammenspiel

mit der bestehenden IT-Landschaft. Bechtle bedient damit

die wachsende Nachfrage nach leistungsfähigen

Multi-Cloud-Lösungen für die Anforderungen der digitalen

Transformation.

pm

„Stufen zum Erfolg“

Kooperation zwischen den Wirtschaftsjunioren Schwäbisch Hall-Crailsheim und der Gemeinschaftsschule

Schenkensee (GMS) machte Schüler fit für das Vorstellungsgespräch.

Welche Antworten man besser

nicht in einem Vorstellungsgespräch

von sich

geben sollte, wissen die 8.-Klässler

der GMS jetzt genau. Aber

auch wie man diese erste Hürde

ins Berufsleben überwindet, haben

die Schüler mit Hilfe des Programms

„Stufen zum Erfolg“ erfahren.

Bei der Abschlussveranstaltung

des Bewerberprogramms im Sparkassengebäude

in Hessental, verpackten

die Klassen 8a, 8b und

8c, die Situation in kurze Sketche.

Sie führten je ein mustergültiges

und ein völlig verpatztes Bewerbungsgespräch

vor. Jürgen Lechner,

Gastgeber und Vertreter der

Sparkasse Schwäbisch Hall Crailsheim,

Ronald Scharf, Vorsitzender

der Wirtschaftsjuniorengruppe

Schwäbisch Hall-Crailsheim und

Georg Schiele, Projektleiter der

„Stufen zum Erfolg“ wandten sich

Vernetzung,

cyber-physische

Systeme, Kollaboration, Robotik

und noch viele weitere Aspekte

prägen und formen die Industrie

4.0. Beim Innovationsdinner von

Würth Industrie Service im Juli in

Langenburg, wurde genau diese

Plattform geboten und der Austausch

zwischen mittelständischen

Unternehmen der Region

gefördert.

INTERESSE Rund 30 Teilnehmer

kamen in feierlichem Ambiente

im Schloss Langenburg zusammen,

wo sie von Dr. Saskia,

Fürstin zu Hohenlohe-Langenburg,

persönlich begrüßt wurden.

Dominik Bösl, Vice President Consumer

Driven Robotics bei der

mit Reden an die Schüler. Insbesondere

die Wirtschaftsexperten

standen hinterher noch einmal

persönlich für Gespräche und Fragen

der zukünftigen Bewerber bereit.

Erfahren: Dino Macho ist neuer kaufmännischer Geschäftsführer

der Schwäbisch Haller Schaeff-Gruppe.

Foto: Schaeff-Gruppe

Ausblick: Beim Innovationsdinner von Würth Industrie Service im

Schloss Langenburg, erklärte Dominik Bösl, Vice President Consumer

Driven Robotics, KUKA AG, die Welt der Robotik. Foto: Würth Industrie Service

Neues Gesicht bei Schaeff

Zuversichtlich: Die Schüler des GMS erhielten mit dem Programm

„Stufen zum Erfolg“ gute Tipps für die berufliche Zukunft.Voller

Stolz zeigen sie die Teilnehmerurkunde.

Foto: WJ

Dino Macho leitet künftig die Finanzabteilung des Maschinenbauers in Schwäbisch Hall.

PROGRAMM Auf Stufe 1 und 2

lernten die Jugendlichen, wie ein

Vorstellungsgespräch abläuft, welche

Kleidung man zu diesem Anlass

tragen sollte und wie man

den Personalchef angemessen begrüßt.

Außerdem gab es ein

Coaching zum verfassen eines wirkungsvollen

Bewerbungsanschreibens

mit dazugehörigem Lebenslauf.

Das tatsächliche Erstellen einer

Bewerbungsmappe war Inhalt

der 3. Stufe, während es für die

Schüler auf Stufe 4 darum ging, Simulationen

von Vorstellungsgesprächen

auf Grundlage der abgegebenen

Bewerbungen mit anschließender

Reflexion zu durchlaufen.

Die Trainings erfolgten

ganztägig in den Räumlichkeiten

der Bausparkasse Schwäbisch

Hall und bekamen dadurch eine

hohe Authentizität. Scharf, der

selbstständiger Filmproduzent ist,

gab den Tipp: „Ihr müsst eure Bewerbung

unbedingt auf das Unternehmen,

bei dem ihr euch bewerbt,

abstimmen und beweisen,

dass ihr euch mit der Firma auseinandergesetzt

habt.“ pm

www.wjhn.de

Visionen, Trends und Netzwerk

Digitalisierung verändert bereits in allen Bereichen der Industrie Produktionsprozesse, Logistikabläufe

sowie die gesamte Materialwirtschaft. Eine Plattform zum Austausch bot kürzlich Würth Industrie.

KUKA AG, gab mit seinem Impulsvortrag

„Innovationen und Trends

– Ein Blick in die Zukunft“ auch

einen Ausblick in die Welt der Robotik

und bot zahlreiche Gedankenanstöße

für weiterführende

Diskussionen.

Bei einer begleitenden Innovationsausstellung,

konnten die Unternehmer

aus der Region einen Ausflug

in die virtuelle Realität machen

und das Lernen der Zukunft

live erleben. So stand vor allem

der Austausch über Erfahrungen,

Chancen und Risiken, aber auch

über Visionen, Technologien und

Innovationen im Mittelpunkt dieser

Veranstaltung, deren Fazit lautet:

„Es bleibt weiterhin spannend.“

Würth Industrie Service ist innerhalb

der Würth-Gruppe für die Belieferung

der Industriebranche zuständig.

Seit der Gründung im

Jahr 1999 ist das Unternehmen im

Industriepark Würth am Standort

Bad Mergentheim mit über 1500

Mitarbeitern tätig.

pm

www.wuerth-industrie.com

Seit Anfang Juli ist Dino Macho

neuer Geschäftsführer der

Schwäbisch Haller Schaeff-

Gruppe. Er tritt die Nachfolge von

Karl Schaeff an, der in den wohlverdienten

Ruhestand geht. Damit

leitet Macho gemeinsam mit Alexander

Schaeff die weiteren Geschicke

des Maschinenbau-Unternehmens.

Dino Macho kümmert sich als

kaufmännischer Geschäftsführer

(CFO) um die Finanzen der

Gruppe. Der 45-jährige Diplom-

Kaufmann startete seine Karriere

bei Porsche im Controlling und

war für den Sportwagenhersteller

sowohl im In-, als auch im Ausland

tätig. Es folgten Stationen als

kaufmännischer Leiter bei namhaften

Konzernen der Automobilzulieferindustrie,

unter anderem

bei Mahle. Während dieser Zeit

sammelte Macho weitreichende

Erfahrungen im Kauf und Verkauf

von Unternehmen, in der Restrukturierung

von Unternehmen, dem

Wandel von Unternehmenskulturen

sowie der Einhaltung von

rechtlichen Richtlinien.

Dino Macho soll sich unter anderem

um den Kauf und die anschließende

Integration von weiteren

Firmen in die Holding kümmern,

die Gruppenmitglieder beim

Wachstum und bei anstehenden

Veränderungen begleiten. pm

www.schaeff-group.com

www.schaeff-holding.com


August 2018 I Jahrgang 17 I Nr. 194

Journal 21

Kickoff für Gandhigram

Die Stadtwerke Schwäbisch Hall wollen ihr Konzept nach Indien exportieren. Vor kurzem wurde

über Details und Verlauf des außergewöhnlichen Projektes informiert.

Mehr als 60 Gäste hatten

sich kürzlich im Glasturmsaal

der Stadtwerke

Schwäbisch Hall versammelt, um

die genauen Pläne der Stadtwerksgründung

auf dem Campus des

Gandhigram Rural Institute (GRI)

in Südindien, kennenzulernen.

Projektleiter Peter Breuning von

den Haller Stadtwerken freute

sich über „viele Teilnehmer, die

als potentielle Investoren in Frage

kommen oder sogar direkt in das

Projekt einsteigen wollen“.

Die Lernwerkstatt „Bau-Hand-

Werk“ der Handwerkskammer

Heilbronn-Franken, hat sich

in ihrem zweiten Projektjahr als

gelungenes Modell zur Kooperation

von Schulen und Handwerk

für eine praxisorientierte Berufsorientierung,

etabliert. An drei

Schulen im Main-Tauber-Kreis beschäftigten

sich Schüler der achten

und neunten Klasse dabei intensiv

mit dem Thema Bauen.

Gelungen: Die Schüler der Kopernikus Realschule in Bad Mergentheim

planten und bauten in der Lernwerkstatt eine neue Grillstelle

mit Bänken, Tischen und Holzlager.

Foto: Ramona Fritz

Planung: Die Beteiligten berichteten in Schwäbisch Hall über das

Projekt „Stadtwerkebau in Indien“.

Foto: Stadtwerke Schwäbisch-Hall

Win-win-Situation für Schüler

und Handwerksbetriebe

Neben der Gemeinschaftsschule

in Wertheim, an der das Projekt

im vorigen Schuljahr als Pilot gestartet

war, beteiligten sich die Kopernikus

Realschule in Bad Mergentheim

sowie das Schulzentrum

am Wört in Tauberbischofsheim.

Mit der Projektwoche kurz vor

den Sommerferien, fand die Lernwerkstatt

ihren krönenden Abschluss.

Sie war das letzte der insgesamt

vier Module, die die Schüler

durchliefen.

Die Jugendlichen beschäftigten

sich dabei zunächst mit der kulturellen

und historischen Bedeutung

des Bauens in ihrer Heimat,

experimentierten dann selbst mit

Modellbauten und Bauplänen und

EFFEKTIV Wie bedeutsam das in

Indien bislang unbekannte Konzept

lokaler und dezentraler Energieversorgung

und Daseinsvorsorge

werden kann, machten bereits

die Begrüßungsredner deutlich.

Sugandh Rajaram, indischer

Generalkonsul, betonte, dass besonders

ländliche Regionen in Indien

diese Art von Initiative

bräuchten, um mit den Metropolen

Schritt zu halten, auf die sich

der technische Fortschritt im

Land stark konzentriert.

„Die Zusammenarbeit zwischen

den Stadtwerken Schwäbisch Hall

und dem GRI kommt den Menschen

in ländlichen Regionen zugute.

Der ganzheitliche Innovationsansatz

ist dabei besonders

wichtig“, sagte Rajaram.

Victor Thamburaj (iPlon India),

Peter Breuning (Abteilungsleiter

Netztechnik der Stadtwerke

Schwäbisch Hall) und Christoph

Blaschke (Next Solar Concepts)

stellten den Gästen das Projekt

„Stadtwerke für Indien“ anschaulich

mit all seinen Herausforderungen

vor. Laut der Investitionsund

Wirtschaftlichkeitsrechnung

von Christoph Blaschke, sollen

der Aufbau der Stadtwerke Gandhigram

und die Umrüstung des

Campus zu einer nachhaltigen

Smart City, rund 12 Millionen

Euro kosten.

In der ersten Stufe soll die komplette

Infrastruktur einer emissionsfreien

Strom- und Wasserversorgung

sowie Abwasserentsorgung

aufgebaut werden – inklusive

Aufbau der Ladeinfrastruktur

für Elektromobilität und einer modernen

Telekommunikationsinfrastruktur.

Der See „Lake Flipper“

auf dem Campus, soll dann als

Trinkwasserreservoir dienen und

außerdem eine nachhaltige Kälteund

Biogasversorgung installiert

werden.

pm

www.stadtwerke-hall.de

In den Lernwerkstätten der Berufsschulen findet praktischer und experimenteller Unterricht statt.

Ein Traumberuf

entwickelten anschließend eigene

Projekte für die Schule. Die besten

Entwürfe durften sie in der

Projektwoche umsetzen.

PARTNER Die Bau-Innung

Main-Tauber-Kreis/Künzelsau und

ihre Betriebe ermöglichten diese

Umsetzung. Partner waren in diesem

Jahr Leonhard Weiss aus Bad

Mergentheim, aus Lauda-Königshofen

Faul & Bethäuser und Konrad

Bau, Boller Bau aus Tauberbischofsheim

sowie aus Wertheim

Schwend Metallbau, Schreinerei

Kraft, Holzbau Dobslaff und Goldschmitt

Bau.

pm

www.hwk-heilbronn.de

Neuer Tarif für Bauarbeiter

REGION. Für die rund 3600 Bauarbeiter aus dem Landkreis

Schwäbisch Hall gibt es deutlich mehr Geld: Rückwirkend

zum Mai steigen die Löhne um 5,7 Prozent. Ein

gelernter Maurer oder

Straßenbauer kommt

nun auf einen Stundenlohn

von 20,63 Euro –

am Monatsende sind

das 194 Euro mehr als

bisher.

Der IG BAU-Bezirksvorsitzende

spricht von einem

„riesigen Schritt“

für tausende Beschäftigte.

Das Lohn-Plus

ist das Ergebnis der letzten Tarifrunde zwischen IG BAU

und Arbeitgebern. Die Verhandlungen standen mehrfach

kurz vor dem Scheitern – und die Branche vor einem

Streik. Am Ende entschied eine Schlichtung. pm

LAUDA-KÖNIGSHOFEN. Die Firma Lauda, Weltmarktführer

für exaktes Temperieren, hat Anfang letzten Monats

seine Geschäftsführung erweitert: Dr. Mario Englert,

Finanzleiter der Lauda Gruppe, wurde zum Geschäftsführer

von Lauda Dr. R. Wobser bestellt. Der promovierte

Diplom-Kaufmann verantwortet seither die

Bereiche Finanzen und Informationstechnologie und

komplettiert die Führungsriege mit dem geschäftsführenden

Gesellschafter Dr. Gunther Wobser und Geschäftsführer,

Dr. Marc Stricker. Englert absolvierte sein

Betriebswirtschaftsstudium sowie seine Promotion an

der Universität Mannheim. Vor seinem Eintritt bei

Lauda arbeitete Englert als Berater für die internationale

Unternehmensberatung McKinsey & Company in

Frankfurt am Main und war als Principal Supervisor bei

der Europäischen Zentralbank tätig. Englert blickt positiv

auf die neue Herausforderung: „Ich freue mich sehr,

mit meiner Expertise neue Impulse zu setzen.“ pm

Für den Master bewerben

HEILBRONN. Der neue Jahrgang des Studiengangs

LL.M. in Business Law an der German Graduate School

of Management and Law (GGS) startet am 13. Oktober

in Heilbronn. Noch bis

zum 15. September

können sich Interessenten

online unter

www.ggs.de/onlinebewerbung

dafür bewerben.

Das berufsbe-

NEWSLINE

Lauda komplettiert

Geschäftsführung

gleitende Masterstudium

in Wirtschaftsrecht

richtet sich an

alle Fach- und Führungskräfte,

die praxisnahes

Rechtswissen mit akademischem Anspruch erwerben

wollen.

pm

Foto: IG Bau

Foto: GGS

Arbeitsagentur unterstützt bei Umschulung.

Viktoryia Cakir hat die Gesellenprüfung

zur Friseurin als Jahrgangsbeste

abgeschlossen. Dieser

Erfolg ist so besonders, weil die

Weißrussin erst mit 23 Jahren

nach Deutschland gekommen ist,

nie eine deutsche Schule oder einen

Sprachkurs besucht hat,

mehr als doppelt so alt war, wie

ihre Mitschülerinnen und eine

Lehrzeitverkürzung von einem

Jahr hatte. Durch ihre Biografie

kam es nicht dazu, dass sie in jungen

Jahren einen Berufsabschluss

erworben hat.

Viktoryia Cakir hat sich schon als

Jugendliche für den Beautybereich

interessiert und nahm das

Angebot, als Helferin im Friseurund

Dermakosmetiksalon Idunn

in Wolpertshausen zu arbeiten,

gerne an. Irgendwann erzählte sie

ihrer Chefin Nelly Rühle, dass sie

am liebsten gelernte Friseurin

wäre. Das Problem: als zweifache

Mutter konnte sie es sich nicht

leisten, für das erste Lehrjahr wie

üblich die einjährige Berufsfachschule

zu besuchen. Hier kam die

Agentur für Arbeit ins Spiel, die

sie unterstützte. Die Lehrzeit

wurde um ein Drittel verkürzt und

der Ausbildungsbetrieb erhielt zusätzlich

einen Zuschuss. pm

www.arbeitsagentur.de

Freudig: Viktoryia Cakir (links) hat ihre Umschulung abgeschlossen

und arbeitet künftig im Salon von Nelly Rühle (rechts). Foto: Petra Fischer

Intersport gestaltet Freizeitprogramm

in Kinderdörfern

HEILBRONN. Mitarbeiter von Intersport zeigen soziales

Engagement: Über 50 Freiwillige haben gemeinsam

an den „Intersport-Aktionstagen in SOS-Kinderdörfern“

teilgenommen. In den vergangenen Wochen gestalteten

die Intersport-Mitarbeiter aus Heilbronn für

die SOS-Kinderdörfer in Württemberg und der Pfalz einen

Tag voller Sport, Spiel und vor allem Spaß.

Gemeinsam mit dem SOS-Kinderdorf Württemberg hat

Intersport das jährliche Fußballturnier mit einem Aktivprogramm

rund um den Ballsport umrahmt. Im SOS-Kinderdorf

Pfalz war Kinder-Yoga, Taekwondo und eine

Mini-Olympiade mit vielen unterschiedlichen sportlichen

Aufgaben geboten.

Neben den Erinnerungen an einen tollen Tag bleibt den

Kindern in den SOS-Einrichtungen eine Vielzahl an

neuen Sportartikeln für die Freizeitgestaltung. Zusätzlich

zu den Aktionstagen spendet Intersport jährlich

10 000 Euro an den SOS-Kinderdorf e.V. pm


22 Handelsregister

August 2018 I Jahrgang 17 I Nr. 194

Neueintragung

HRA 734618 - 29. Juni 2018

Amenti Bestattungen e.K., Schwäbisch

Hall, Hardtstraße 31, 74523

Schwäbisch Hall. (Betrieb eines Bestattungsunternehmens).

Einzelkauffrau.

Geschäftsanschrift: Hardtstraße 31,

74523 Schwäbisch Hall. Die Inhaberin

handelt allein. Inhaberin: von Bredow,

Merle, Schwäbisch Hall, *18.02.1967.

HRB 765541 - 25. Juni 2018

Takasho Co., Ltd, Zweigniederlassung

EU, Gaildorf, Max-Eyth-

Straße 2, 74405 Gaildorf-Unterrot.

Aktiengesellschaft nach japanischem

Recht. Satzung vom 21.08.1980, zuletzt

geändert am 09.04.2016. Geschäftsanschrift:

Max-Eyth-Straße 2, 74405

Gaildorf-Unterrot. Zweigniederlassung

der „TAKASHO CO.,LTD.“ mit Sitz in

Kainan-shi, Wakayama-ken / Japan

(Japanisches Handelsregister 1700-01-

005748). Gegenstand: 1. Gartenbau,

Herstellung der Materialien für den Gartenbau,

sowie den Vertrieb und Baumaßnahmen.

2. Herstellung von Materialien

für Exterieur Produkte, sowie den Vertrieb

und Baumaßnahmen. 3. Vertrieb

von Bergprodukten, 4. Bearbeitung und

Vertrieb von Baumbusmaterial, Bambusprodukten,

Volkskunst. 5. Bearbeitung

und Vertrieb von Alltagsprodukten,

Haushaltswaren und Seilen. 6. Vertrieb

von Möbeln und lnterieur Produkten. 7.

Vertrieb von Baumaterial, Material für

Innenausstattung. 8. Vertrieb von Heimwerkerwerkzeugen.

9. Vertrieb von Beleuchtungsmitteln,

10. Versandvertrieb

von Gartenbau und Gärtnereiprodukten.

11. Im- und Export von Gartenbau und

Gärtnereiprodukten. 12. Entwicklung

und Vertrieb von Computersoftware. 13.

Planung, Entwurf, Erstellung, Herausgeben

und Vertrieb von Drucksachen.

14. Planung, Entwicklung, Vertrieb,

Ausführung, Designentwurf, Herstellung

von Signier-Produkten. 15. Vertrieb alkoholhaltiger

sowie sonstiger Getränke,

Betrieb von Gaststätten und Halten von

kulturbezogenen Lehrveranstaltungen.

16. Vertrieb von Büchern. 17. Vertrieb

von Pflanzen, Düngemitteln, Agrarpestiziden,

Giftstoffen, giftigen Substanzen.

18. Gerüstbau- und Bauarbeiten.

19. Blecharbeiten. 20. Elektroinstallation.

21. Alle Unternehmungen, die

mit den oben aufgeführten Unternehmungen

im Zusammenhang stehen.

1.307.776.704,00 JPY. Allgemeine Vertretungsregelung:

Jedes vertretungsberechtigte

Vorstandsmitglied vertritt die

Gesellschaft einzeln. Ständiger Vertreter:

Takada, Kouhei, Kobe-shi, Hyogo-ken /

Japan, *02.05.1973, einzelvertretungsberechtigt.

vertretungsberechtigtes

Vorstandsmitglied: Takaoka, Nobuo,

Sakai Kainan-City Wakayama (Japan),

*03.03.1953.

HRA 726010 - 3. Juli 2018

Zettelwirtschaft e. K., Kreßberg,

Froschwasen 15, 74594 Kreßberg. (Das

buchen laufender Geschäftsvorfälle,

laufende Lohnabrechnung, Unternehmensberatung,

Projektleitung). Einzelkaufmann.

Geschäftsanschrift: Froschwasen

15, 74594 Kreßberg. Inhaber:

Gründemann, Sven Bastian, Kreßberg,

*09.11.1977.

HRA 726012 - 3. Juli 2018

Dirk Kurz Cafeteria in der Reha

Klinik ob der Tauber e. K., Bad

Mergentheim, Bismarckstraße 31,

97980 Bad Mergentheim.(Gegenstand

des Unternehmens ist der Betrieb eines

Verkaufskiosk (Verkauf unter anderem

von Kaffee und Kuchen, Zeitschriften

und Getränken).). Einzelkaufmann.

Geschäftsanschrift: Bismarckstraße 31,

97980 Bad Mergentheim. Inhaber: Kurz,

Dirk, Igersheim, *24.01.1969.

HRB 736915 - 3. Juli 2018

MBF Beteiligungs GmbH, Crailsheim,

Adelheidsruh 10, 74564 Crailsheim.

Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag vom

27.06.2018. Geschäftsanschrift: Adelheidsruh

10, 74564 Crailsheim. Gegenstand:

Halten und Verwalten von

Vermögen, insbesondere von Beteiligungen.

Stammkapital: 30.000,00 EUR.

Allgemeine Vertretungsregelung: Ist nur

ein Geschäftsführer bestellt, vertritt er

allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,

vertreten zwei gemeinsam oder ein

Geschäftsführer mit einem Prokuristen.

Geschäftsführer: Böhme, Markus, Crailsheim,

*01.08.1968, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis, im Namen der

Gesellschaft mit sich im eigenen Namen

oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

HRB 765651 - 5. Juli 2018

Sahas GmbH, Bretzfeld, Schwabenstraße

36, 74626 Bretzfeld. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 11.06.2018. Geschäftsanschrift:

Schwabenstraße 36, 74626

Bretzfeld. Gegenstand: Der Handel mit

Gesundheitsprodukten; insbesondere

mit Produkten aus der Produktpalette

von NeuraSan. Stammkapital:

25.000,00 EUR. Allgemeine Vertretungsregelung:

Ist nur ein Geschäftsführer

bestellt, vertritt er allein. Sind mehrere

Personalüberlassung

Personalvermittlung

Personalberatung

Master Vendor

Outsourcing

Geschäftsführer bestellt, vertreten zwei

gemeinsam oder ein Geschäftsführer

mit einem Prokuristen. Geschäftsführer:

Yavuz, Hatem, Istanbul / Türkei,

*04.05.1969, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen oder

als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

HRB 765669 - 6. Juli 2018

Skyworker GmbH, Schwäbisch

Hall, Dr.-Jakob-Berlinger-Weg 7, 74523

Schwäbisch Hall. Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 27.06.2018. Geschäftsanschrift: Dr.-

Jakob-Berlinger-Weg 7, 74523 Schwäbisch

Hall. Gegenstand: Durchführung

von Reparatur-, Wartungs- und Serviceleistungen

an Arbeitsbühnen jeder Art

sowie der Handel mit Ersatzteilen für Arbeitsbühnen.

Stammkapital: 25.000,00

EUR. Allgemeine Vertretungsregelung:

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, vertritt

er allein. Sind mehrere Geschäftsführer

bestellt, vertreten zwei gemeinsam

oder ein Geschäftsführer mit einem

Prokuristen. Geschäftsführer: Muraschow,

Maxim, Blaufelden, *02.03.1984.

HRA 734638 - 10. Juli 2018

Schoch-IT.Solutions OHG, Bretzfeld,

Kramerstraße 17, 74626 Bretzfeld.

(Die Erbringung von IT-Dienstleistungen

aller Art, Webdesign, Webhosting,

IT-Beratung, Vertrieb von Hardware und

Software.). Offene Handelsgesellschaft.

Geschäftsanschrift: Kramerstraße 17,

74626 Bretzfeld. Allgemeine Vertretungsregelung:

Jeder persönlich haftende Gesellschafter

vertritt einzeln. Persönlich

haftender Gesellschafter: Schoch, Steffen,

Bretzfeld, *30.10.1975; Schoch, Diana,

geb. Tunkel, Bretzfeld, *14.10.1986,

jeweils mit der Befugnis, im Namen der

Gesellschaft mit sich im eigenen Namen

oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

HRB 765690 - 10. Juli 2018

exclusiWa Deko & Design UG

(haftungsbeschränkt), Schwäbisch Hall,

Schloßgasse 23, 74523 Schwäbisch Hall.

Gesellschaft mit beschränkter Haftung.

Gesellschaftsvertrag vom 08.06.2018.

Geschäftsanschrift: Schloßgasse 23,

74523 Schwäbisch Hall. Gegenstand:

Import und Export von Waren, Großund

Einzelhandel, Versandhandel sowie

Marktbeschickung mit Kunstgegenständen,

Dekorationsartikeln, Möbeln,

Wohnaccessoires, Licht und Lichtobjekten

sowie Textilien für Haus und Garten

im In- und Ausland. Stammkapital:

500,00 EUR. Allgemeine Vertretungsregelung:

Ist nur ein Geschäftsführer

bestellt, vertritt er allein. Sind mehrere

Geschäftsführer bestellt, vertreten sie gemeinsam.

Geschäftsführer: Künemund,

Danny, Schwäbisch Hall, *30.06.1981,

mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen oder

als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen. Der Übergang der im

Geschäftsbetrieb der exclusiWa Deko

& Design GmbH mit Sitz in Mainhardt

(HRB 752694) begründeten Forderungen

und Verbindlichkeiten ist ausgeschlossen.

HRB 736952 - 11. Juli 2018

Schöller Verwaltungs GmbH,

Rot am See, Landstraße 53, 74585 Rot

am See. Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag vom

09.07.2018. Geschäftsanschrift: Landstraße

53, 74585 Rot am See. Gegenstand:

Der Erwerb und die Verwaltung

von Beteiligungen sowie die Übernahme

der persönlichen Haftung und der Geschäftsführung

bei Handelsgesellschaften,

insbesondere die Beteiligung an

der Schöller special machines GmbH &

Co. KG. Stammkapital: 25.000,00 EUR.

Allgemeine Vertretungsregelung: Ist

nur ein Geschäftsführer bestellt, vertritt

er allein. Sind mehrere Geschäftsführer

bestellt, vertreten sie gemeinsam.

Geschäftsführer: Schöller, Wilfried, Rot

am See, *24.05.1977, mit der Befugnis,

im Namen der Gesellschaft mit sich im

eigenen Namen oder als Vertreter eines

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

HRA 734643 - 11. Juli 2018

Jung Agrar OHG, Jagsthausen, Hermann-Jung-Straße

2, 74249 Jagsthausen.

(Die gemeinsame Bewirtschaftung,

sowie die Haltung und Verbesserung der

Existenzfähigkeit des landwirtschaftlichen

Betriebs in Jagsthausen ). Offene

Handelsgesellschaft. Geschäftsanschrift:

Hermann-Jung-Straße 2, 74249 Jagsthausen.

Allgemeine Vertretungsregelung:

Jeder persönlich haftende Gesellschafter

vertritt einzeln. Jeder persönlich

haftende Gesellschafter ist befugt, im

Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen

Namen oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte vorzunehmen. Persönlich

haftender Gesellschafter: Jung,

Dieter, Jagsthausen, *27.07.1968; Jung,

Klaus, Jagsthausen, *13.09.1962; Jung,

Alexander, Jagsthausen, *30.09.1986;

Jung, Daniel, Jagsthausen, *23.03.1995.

HRB 765720 - 12. Juli 2018

Polychemica GmbH, Schwäbisch

Hall, Karl-Kurz-Straße 42, 74523

Schwäbisch Hall. Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 23.05.2018. Der Sitz ist von

Dortmund (Amtsgericht Dortmund HRB

29989) nach Schwäbisch Hall verlegt.

Die Gesellschafterversammlung vom

27.06.2018 hat die Änderung des Gesellschaftsvertrages

in § 1 (Firma und

Sitz) beschlossen. Geschäftsanschrift:

Karl-Kurz-Straße 42, 74523 Schwäbisch

Hall. Gegenstand: Produktion, Verarbeitung,

Forschung und Handel von

chemischen und Kunststoffprodukten

und deren Derivate sowie Schulungen,

Beratungen und Dienstleistungen auch

ohne direkten Zusammenhang mit den

gehandelten Produkten und deren Herstellung

sowie Erwerb und Verwaltung

von anderen Unternehmen oder von

Beteiligungen an anderen Unternehmen.

Stammkapital: 25.000,00 EUR.

Allgemeine Vertretungsregelung: Ist

nur ein Geschäftsführer bestellt, vertritt

er allein. Sind mehrere Geschäftsführer

bestellt, vertreten zwei gemeinsam oder

ein Geschäftsführer mit einem Prokuristen.

Geschäftsführer: Dr. Maggiarosa,

Nicola, Dortmund, *21.09.1968, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis,

im Namen der Gesellschaft mit sich im

eigenen Namen oder als Vertreter eines

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

HRB 765733 - 12. Juli 2018

Modernup UG (haftungsbeschränkt),

Michelbach an der Bilz,

Schenkenstraße 10/1, 74544 Michelbach

an der Bilz. Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag vom

20.06.2018. Geschäftsanschrift: Schenkenstraße

10/1, 74544 Michelbach an

der Bilz. Gegenstand: Import und Export

von Waren, Groß- und Einzelhandel,

Versandhandel sowie Marktbeschickung

mit Kunstgegenständen, Dekorationsartikeln,

Möbeln und Wohnaccessoires,

Licht und Lichtobjekten sowie Textilien

für Haus und Garten im In- und Ausland.

Stammkapital: 1.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur ein

Geschäftsführer bestellt, vertritt er allein.

Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,

vertreten sie gemeinsam. Geschäftsführer:

Luft, Alexander, Michelbach an der

Bilz, *26.05.1982, mit der Befugnis, im

Namen der Gesellschaft mit sich im

eigenen Namen oder als Vertreter eines

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

HRB 736964 - 16. Juli 2018

KORA Transporte GmbH, Blaufelden,

Am Doggenwasen 5/1, 74572

Blaufelden. Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag vom

19.06.2018. Geschäftsanschrift: Am Doggenwasen

5/1, 74572 Blaufelden. Gegenstand:

Betrieb eines Transportunternehmens.

Stammkapital: 25.000,00 EUR.

Allgemeine Vertretungsregelung: Ist nur

ein Geschäftsführer bestellt, vertritt er

allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,

vertreten zwei gemeinsam oder ein

Geschäftsführer mit einem Prokuristen.

Geschäftsführer: Dunkhase, Olaf, Blaufelden,

*03.03.1967, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis, im Namen

der Gesellschaft mit sich im eigenen

Namen oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

HRB 736992 - 19. Juli 2018

Großeibl GmbH, Langenburg, Am

Wasserturm 10-12, 74595 Langenburg.

Gesellschaft mit beschränkter Haftung.

Gesellschaftsvertrag vom 11.06.2018.

Geschäftsanschrift: Am Wasserturm 10-

12, 74595 Langenburg. Gegenstand:

Die Bearbeitung und der Vertrieb von

Metall und Nichteisenmetall und alle

damit zusammenhängenden Tätigkeiten.

Stammkapital: 30.000,00 EUR.

Allgemeine Vertretungsregelung: Ist

nur ein Geschäftsführer bestellt, vertritt

er allein. Sind mehrere Geschäftsführer

bestellt, vertreten zwei gemeinsam oder

ein Geschäftsführer mit einem Prokuristen.

Geschäftsführer: Großeibl, Heinrich,

Langenburg, *17.03.1960; Großeibl,

Helmut, Langenburg, *25.07.1963, jeweils

einzelvertretungsberechtigt mit der

Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit

sich im eigenen Namen oder als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Einzelprokura: Sobez-Großeibl,

Karin, Langenburg, *22.04.1959.

HRA 726054 - 23. Juli 2018

ICD 8 OG 17 GmbH & Co. KG,

Crailsheim, Haller Straße 189, 74564

Crailsheim.(ist der unmittelbare Erwerb,

die Verpachtung, Vermietung und

Verwaltung, das Entwickeln und Veräußern

eigener, noch nicht bestimmter

Immobilien und Grundstücke, sowie die

Verwaltung eigenen Vermögens im eigenen

Namen.). Kommanditgesellschaft.

Geschäftsanschrift: Haller Straße 189,

74564 Crailsheim. Allgemeine Vertretungsregelung:

Jeder persönlich haftende

Gesellschafter vertritt einzeln. Persönlich

haftender Gesellschafter: ICD 8

GmbH, Mannheim (Amtsgericht Mannheim

HRB 722703), mit der Befugnis -

auch für die jeweiligen Geschäftsführer

-, im Namen der Gesellschaft mit sich im

eigenen Namen oder als Vertreter eines

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Veränderung

gentheim, Ottmar-Schönhuth-Straße

9, 97980 Bad Mergentheim. Die Gesellschafterversammlung

vom 29.03.2018

hat die Neufassung des Gesell anderem

Geschäftsgegenstand zu beteiligen, entsprechende

Beteiligungen zu erwerben,

zu halten, zu verwalten und zu veräußern

sowie alle Maßnahmen zu veranlassen,

die unmittelbar oder mittelbar

geeignet sind, den Geschäftsgegenstand

des Unternehmens zu fördern. Stammkapital

nun: 25.650,00 EUR. Nicht mehr

Geschäftsführer: Ruck, Hermann, Kaufmann,

Bad Mergentheim.

HRB 729391 - 3. Juli 2018

Farminvest Verwaltungs GmbH,

Langenburg, InnoPark am See 2, 74595

Langenburg. Die Gesellschafterversammlung

vom 21.06.2018 hat die Änderung

des Gesellschaftsvertrages in § 4

(Geschäftsjahr) beschlossen.

HRB 590596 - 3. Juli 2018

AIRTRANS Flugzeugvermietungsgesellschaft

mbH, Künzelsau, Bernerstraße

6, 74653 Künzelsau. Bestellt als

Geschäftsführer: Blatzheim, Jürgen,

Frankfurt am Main, *20.02.1969, mit

der Befugnis, im Namen der Gesellschaft

mit sich als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen. Nicht

mehr Geschäftsführer: Dr. Rothoeft,

Dietrich Daniel, Bochum, *12.05.1972.

HRB 729909 - 3. Juli 2018

Waschka Logistik UG (haftungsbeschränkt),

Neuenstein, Eichbrunnenstraße

30, 74632 Neuenstein.

Die Gesellschafterversammlung vom

24.05.2018 hat die Änderung des Gesellschaftsvertrages

in § 1 (Firma) und

(Stammkapital) beschlossen. Firma geändert;

nun: Waschka Logistik GmbH.

Stammkapital nun: 25.000,00 EUR.

HRB 680593 - 4. Juli 2018

Wolfarth GmbH, Weikersheim,

Friedrich-Wolfarth-Straße 91, 97990

Weikersheim. Berichtigung von Amts

wegen zur Geschäftsanschrift: Friedrich-

Wolfarth-Straße 6, 97990 Weikersheim.

Personenbezogene Daten von Amts

wegen berichtigt bei Geschäftsführer:

Wolfarth, Hans-Friedrich, Weikersheim,

*17.07.1963, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen oder

als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

HRB 690288 - 4. Juli 2018

HFM Bauträger GmbH, Wallhausen,

Triftshäuser Str. 5, 74599 Wallhausen.

Änderung der Geschäftsanschrift: Webergasse

1, 74592 Kirchberg an der Jagst.

Allgemeine Vertretungsregelung geändert;

nun: Ist nur ein Liquidator bestellt,

vertritt er allein. Sind mehrere Liquidatoren

bestellt, vertreten sie gemeinsam.

Nicht mehr Geschäftsführer, nun bestellt

als Liquidator: Lander, Horst, Kirchberg

an der Jagst, *27.10.1957.

HRB 723610 - 4. Juli 2018

fbs fussballschulen.com gmbh,

Crailsheim, Hofäckerstraße 6/1, 74564

Crailsheim. Die Gesellschafterversammlung

vom 11.06.2018 hat die Änderung

des Gesellschaftsvertrages in § 1 (Firma)

und § 2 (Gegenstand des Unternehmens)

beschlossen. Firma geändert;

nun: freiraum 33 gmbh. Gegenstand

geändert; nun: Organisation und Durchführung

von Trainings, Coachings,

Seminaren, Workshops, Vorträgen und

Events im Bereich Fitness, Gesundheit,

Fußball und Persönlichkeitsentwicklung.

HRB 730437 - 4. Juli 2018

Jochen Rummel Holding GmbH,

Crailsheim, Am Kreckelberg 16, 74564

Crailsheim. Die Gesellschafterversammlung

vom 21.06.2018 hat die Änderung

des Gesellschaftsvertrages in § 3

(Stammkapital, Geschäftsanteile) be-

Friedenstraße 1

74564 Crailsheim

Tel. 07951 297989-0

www.temperso.de

HRB 670693 - 25. Juni 2018

Reuß Transporte Gesellschaft

mit beschränkter Haftung, Crailsheim,

Öelmühleweg 1, 74564 Crailsheim.

Durch rechtskräftigen Beschluss

des Amtsgerichts Crailsheim vom

22.05.2018 (3 1 IN 12/18) wurde die

Eröffnung des Insolvenzverfahrens über

das Vermögen der Gesellschaft mangels

einer den Kosten des Verfahrens entsprechenden

Masse abgewiesen. Die Gesellschaft

ist hierdurch aufgelöst. Gemäß §

60 Abs. 1 GmbHG i.V. § 65 Abs. 1 GmbHG

von Amts wegen eingetragen.

HRB 723429 - 25. Juni 2018

BARTEC GmbH, Bad Mergentheim,

Max-Eyth-Straße 16, 97980 Bad Mergentheim.

Prokura erloschen: Flöttmann,

Claus Henning, Morsbach,

*17.06.1966.

HRB 670887 - 26. Juni 2018

Rein GmbH, Rot am See, Brettheimer

Straße 8, 74585 Rot am See. Die Gesellschafterversammlung

vom 19.06.2018

hat die Änderung des Gesellschaftsvertrages

in § 3 (Stammkapital) beschlossen.

Das Stammkapital ist durch Beschluss

der Gesellschafterversammlung

vom gleichen Tag um 1.000,00 EUR auf

27.000,00 EUR erhöht. Stammkapital

nun: 27.000,00 EUR.

HRB 570105 - 26. Juni 2018

Bausparkasse Schwäbisch Hall

Aktiengesellschaft - Bausparkasse

der Volksbanken und Raiffeisenbanken

-, Schwäbisch Hall,

Crailsheimer Straße 52, 74523 Schwäbisch

Hall. Der Aufsichtsrat hat am

07.03.2018 die Änderung der Satzung

in § 10 (Aufsichtsrat) beschlossen. Die

Hauptversammlung vom 16.05.2018

hat die Änderung der Satzung in § 11

(Einberufung der Aufsichtsratssitzung)

und § 16 (Teilnahme an der Hauptversammlung)

beschlossen.

HRB 745353 - 27. Juni 2018

LUPYLED GmbH, Forchtenberg,

Hauptstraße 2, 74670 Forchtenberg.

Durch Beschluss des Amtsgerichts Heilbronn

vom 19.06.2018 (3 IN 145/18)

wurde über das Vermögen der Gesellschaft

das Insolvenzverfahren eröffnet.

Die Gesellschaft ist durch Eröffnung des

Insolvenzverfahrens über ihr Vermögen

(Amtsgericht Heilbronn, 3 IN 145/18)

aufgelöst. Gemäß § 60 Abs. 1 GmbHG

i.V. § 65 Abs. 1 GmbHG von Amts wegen

eingetragen.

HRB 680352 - 28. Juni 2018

ECOM Instruments GmbH, Assamstadt,

Industriestraße 2, 97959 Assamstadt.

Bestellt als Geschäftsführer:

Liebers, Lutz, Birkenheide, *02.12.1960,

einzelvertretungsberechtigt.

HRB 680784 - 28. Juni 2018

bdtronic GmbH, Weikersheim,

Ahornweg 4, 97990 Weikersheim. Mit

der „MAX Automation SE“, Düsseldorf

(Amtsgericht Düsseldorf HRB 82682)

wurde am jeweils am 10.04.2018 ein Beherrschungsvertrag

und ein Gewinnabführungsvertrag

abgeschlossen, dem die

Gesellschafterversammlung jeweils am

21.06.2018 zugestimmt hat. Auf die bei

Gericht eingereichten Urkunden (Unternehmensvertrag

und Zustimmungsbeschlüsse)

wird Bezug genommen.

HRA 571320 - 28. Juni 2018

Dr. Baum Research e.K.,

Schwäbisch Hall, Pfitznerweg 20,

74523 Schwäbisch Hall. Neue Geschäftsanschrift:

In den Ilgenwiesen

1, 74523 Schwäbisch Hall.

HRB 571417 - 28. Juni 2018

HC Hessentaler Container GmbH,

Schwäbisch Hall, Karl-Kurz-Straße 42,

74523 Schwäbisch Hall. Bestellt als

Geschäftsführer: Dr. Maggiarosa, Nicola,

Dortmund, *21.09.1968, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis,

im Namen der Gesellschaft mit sich

im eigenen Namen oder als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Nicht mehr Geschäftsführer:

Flinner, Hans Georg, Schwäbisch Hall,

*26.09.1950.

HRB 724991 - 28. Juni 2018

SA Automaten GmbH, Gaildorf,

Karlstraße 1, 74405 Gaildorf. Nicht mehr

Geschäftsführer: Thomaidou, Efterpi,

Gaildorf, *19.12.1971.

VR 570406 - 28. Juni 2018

Liederkranz Sulzbach (Kocher)

1859 e.V, Sulzbach-Laufen (c/o Tobias

Nübel, Im Krähenbühl 11, 74429

Sulzbach-Laufen). Mit dem Verein

(übernehmender Rechtsträger) ist aufgrund

des Verschmelzungsvertrages vom

14.09.2017 und der Versammlungsbeschlüsse

der beteiligten Rechtsträger

vom 14.09.2017 der Verein „Gesangverein

Liederkranz Laufen am Kocher 1894

e.V.“, Sulzbach - Laufen (Amtsgericht

Stuttgart VR 570222) verschmolzen

(Verschmelzung zur Aufnahme). Auf die

bei Gericht eingereichten Urkunden wird

Bezug genommen. Als nicht eingetragen

wird bekanntgemacht: Den Gläubigern

der an der Verschmelzung beteiligten

Rechtsträger ist, wenn sie binnen sechs

Monaten nach dem Tag, an dem die

Eintragung der Verschmelzung in das

Register des Sitzes desjenigen Rechtsträgers,

dessen Gläubiger sie sind, nach

§ 19 Abs. 3 UmwG als bekanntgemacht

gilt, ihren Anspruch nach Grund und

Höhe schriftlich anmelden, Sicherheit

zu leisten, soweit sie nicht Befriedigung

verlangen können. Dieses Recht steht

den Gläubigern jedoch nur zu, wenn

sie glaubhaft machen, dass durch die

Verschmelzung die Erfüllung ihrer Forderung

gefährdet wird.

HRB 763254 - 29. Juni 2018

MAAS Bauzentrum GmbH, Ilshofen,

Friedrich-List-Straße 15-17, 74532

Ilshofen. Errichtet: Zweigniederlassung

unter der Firma: Noris Fliesen- und Natursteinhandel

Niederlassung der MAAS

Bauzentrum GmbH, 90411 Nürnberg,

Geschäftsanschrift: Haeberleinstraße 6,

90411 Nürnberg.

HRB 763254 - 29. Juni 2018

MAAS Bauzentrum GmbH, Ilshofen,

Friedrich-List-Straße 15-17,

74532 Ilshofen. Bestellt als Geschäftsführer:

Dowiasch, Stefan, Kreßberg,

*11.12.1979, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen oder

als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

HRA 731857 - 29. Juni 2018

HS Consulting GmbH & Co. KG,

Schwäbisch Hall, Heilbronner Straße 28,

74523 Schwäbisch Hall. Personenbezogene

Daten geändert und ausgeschieden

als: Persönlich haftender Gesellschafter:

PVA Gränze-Cottbus Verwaltungs-GmbH,

Rottweil (Amtsgericht Stuttgart HRB

755592). Die Gesellschaft ist aufgelöst.

Die Firma ist erloschen. Eine Liquidation

findet nicht statt. Das Registerblatt ist

geschlossen.

HRB 670638 - 29. Juni 2018

Gerhard Schubert Gesellschaft

mit beschränkter Haftung, Crailsheim,

Hofäckerstraße 7, 74564 Crailsheim.

Prokura erloschen: Siegel, Hartmut,

Crailsheim, *09.06.1967.

HRB 734822 - 29. Juni 2018

S & R Wohnbau GmbH, Crailsheim,

Werner-von-Siemens-Straße 6, 74564

Crailsheim. Neue Geschäftsanschrift:

Veitsweiler 29, 91744 Weiltingen. Bestellt

als Geschäftsführer: Ruck, Anne-Marie,

Weiltingen, *31.05.1984, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis, im

Namen der Gesellschaft mit sich im

eigenen Namen oder als Vertreter eines

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Nicht mehr Geschäftsführer: Spriegel,

Helmut Bernd, Crailsheim, *09.11.1964.

HRA 680698 - 2. Juli 2018

Rats-Apotheke Ulrich Doerner,

Bad Mergentheim, Marktplatz 17, 97980

Bad Mergentheim. Aufgehoben als

Zweigniederlassung: 97980 Bad Mergentheim,

Geschäftsanschrift: Marktplatz

5, 97980 Bad Mergentheim.

HRB 670971 - 2. Juli 2018

Deeg GmbH, Crailsheim, Alter Postweg

14, 74564 Crailsheim. Personenbezogene

Daten geändert bei Geschäftsführer:

Pfitzer, Norbert, Neuler, *29.03.1956,

einzelvertretungsberechtigt mit der

Befugnis, im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Prokura erloschen: Zinkel,

Thomas, Markt Erlbach, *28.11.1964.

HRB 732010 - 2. Juli 2018

Atlas Components GmbH, Gerabronn,

Daimlerstr. 6, 74582 Gerabronn.

Nicht mehr Geschäftsführer: Veninski,

Vladimir, Ganderkesee, *10.06.1987.

HRA 726788 - 2. Juli 2018

JW Solar 1 GmbH & Co. KG,

Bretzfeld, Merowinger Straße 41, 74626

Bretzfeld. Die Gesellschaft (übertragender

Rechtsträger) ist aufgrund des Verschmelzungsvertrages

vom 27.06.2018

und der Versammlungsbeschlüsse der

beteiligten Rechtsträger vom 27.06.2018

mit der Gesellschaft mit beschränkter

Haftung „Wolpert Holding GmbH“,

Bretzfeld (Amtsgericht Stuttgart HRB

581019) verschmolzen (Verschmelzung

zur Aufnahme). Die Verschmelzung wird

erst mit der Eintragung der Verschmelzung

im Register des Sitzes des übernehmenden

Rechtsträgers wirksam. Auf die

bei Gericht eingereichten Urkunden wird

Bezug genommen. Als nicht eingetragen

wird bekanntgemacht: Den Gläubigern

der an der Verschmelzung beteiligten

Rechtsträger ist, wenn sie binnen sechs

Monaten nach dem Tag, an dem die

Eintragung der Verschmelzung in das

Register des Sitzes desjenigen Rechtsträgers,

dessen Gläubiger sie sind, nach

§ 19 Abs. 3 UmwG als bekanntgemacht

gilt, ihren Anspruch nach Grund und

Höhe schriftlich anmelden, Sicherheit

zu leisten, soweit sie nicht Befriedigung

verlangen können. Dieses Recht steht

den Gläubigern jedoch nur zu, wenn

sie glaubhaft machen, dass durch die

Verschmelzung die Erfüllung ihrer Forderung

gefährdet wird.

HRB 742323 - 2. Juli 2018

Dr. Rupp GmbH, Vellberg, Haller

Straße 5, 74541 Vellberg. Bestellt als

Geschäftsführer: Rupp, Christine, geb.

Marker, Ahaus, *15.04.1972, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis,

im Namen der Gesellschaft mit sich im

eigenen Namen oder als Vertreter eines

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Nicht mehr Geschäftsführer: Dr. Rupp,

Klaus, Vellberg, *07.11.1953.

HRA 690432 - 3. Juli 2018

Jürgen Klenk KG, Rot am See, Wettringer

Straße 16, 74585 Rot am See.

Ausgeschieden als Persönlich haftender

Gesellschafter: Klenk, Gerhard, Rot am

See, *18.10.1963.

HRB 680436 - 3. Juli 2018

Hermann Ruck GmbH, Bad Mer-


August 2018 I Jahrgang 17 I Nr. 194

Handelsregister 23

schlossen. Das Stammkapital ist durch

Beschluss der Gesellschafterversammlung

vom gleichen Tag um 1.000,00

EUR auf 26.000,00 EUR erhöht. Stammkapital

nun: 26.000,00 EUR.

HRB 590142 - 4. Juli 2018

Elektrobau Mulfi ngen Gesellschaft

mit beschränkter Haftung,

Mulfingen, Bachmühle 2, 74673 Mulfingen.

Nicht mehr Geschäftsführer: Borst,

Thomas, Niederstetten, *22.07.1956; Dr.

Lindl, Bruno, Pfinztal, *01.07.1953.

HRB 724382 - 4. Juli 2018

net.sitter GmbH, Schwäbisch Hall,

Leonhard-Kern-Weg 44, 74523 Schwäbisch

Hall. Einzelprokura: Streu, Barbara,

Schwäbisch Hall, *10.11.1969.

HRB 680436 - 5. Juli 2018

Hermann Ruck GmbH, Bad Mergentheim,

Ottmar-Schönhuth-Straße 9,

97980 Bad Mergentheim. Gegenstand

von Amts wegen berichtigt in: Betrieb

von Geschäften als Handelsvertreter,

insbesondere die Vermittlung von Waren

der Möbel- und Raumausstattungsbranche

im In- und Ausland. Die Gesellschaft

ist berechtigt, Zweigniederlassungen

zu errichten, sich an anderen Unternehmen

mit ähnlichem oder anderem

Geschäftsgegenstand zu beteiligen, entsprechende

Beteiligungen zu erwerben,

zu halten, zu verwalten und zu veräußern

sowie alle Maßnahmen zu veranlassen,

die unmittelbar oder mittelbar

geeignet sind, den Geschäftsgegenstand

des Unternehmens zu fördern.

GnR 570001 - 5. Juli 2018

VR Bank Schwäbisch Hall-Crailsheim

eG, Schwäbisch Hall (Dietrich-

Bonhoeffer-Platz 1, 74523 Schwäbisch

Hall). Nicht mehr Vorstand: Hepperle,

Alexander, Westerstetten, *30.05.1970.

HRB 725062 - 5. Juli 2018

Mauk Steuerberatungsgesellschaft

mbH, Öhringen, Kirchgasse 8,

74613 Öhringen. Bestellt als Geschäftsführer:

Herkert, Nathalie, Pfedelbach,

*24.10.1983, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen oder

als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen. Nicht mehr Geschäftsführer:

Schatz, Dietmar, Böblingen,

*29.10.1952.

HRB 734886 - 6. Juli 2018

Center Development Verwaltungs

GmbH, Bad Mergentheim, Marienstraße

13, 97980 Bad Mergentheim. Nicht

mehr Geschäftsführer: Pflaum, Waldemar,

Lauda-Königshofen, *12.06.1985.

HRB 739337 - 6. Juli 2018

ebm-papst Tec GmbH, Mulfingen,

Bachmühle 2, 74673 Mulfingen. Nicht

mehr Geschäftsführer: Borst, Thomas,

Niederstetten, *22.07.1956; Dr. Lindl,

Bruno, Heilbronn, *01.07.1953.

HRB 723429 - 9. Juli 2018

BARTEC GmbH, Bad Mergentheim,

Max-Eyth-Straße 16, 97980 Bad Mergentheim.

Gesamtprokura gemeinsam

mit einem Geschäftsführer: Braatz, Lin,

Würzburg, *17.05.1972.

HRB 761331 - 9. Juli 2018

St.M.Swiss Line by Springstar

GmbH, Schwäbisch Hall, Dinkelweg 12,

74523 Schwäbisch Hall. Die Gesellschafterversammlung

vom 26.06.2018 hat die

Änderung des Gesellschaftsvertrages in §

1 (Firma und Sitz) und § 2 (Gegenstand

des Unternehmens) beschlossen. Firma

geändert; nun: PiGia GmbH. Sitz verlegt;

nun: Rosengarten. Neue Geschäftsanschrift:

Haller Straße 1, 74538 Rosengarten.

Gegenstand geändert; nun:

Erteilung von Reitunterricht, Vermittlung

von Personal, Durchführung von

Hunde-Homesitting, Kosmetikbehandlung,

Fußpflege, Handel mit Tierfutter

und Foodangebot, Handel mit Textilien

und Accessoires. Bestellt als Geschäftsführer:

Pisch, Bettina, Rosengarten,

*07.06.1982, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen oder

als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen. Nicht mehr Geschäftsführer:

El Bokriui-Göycali, Nadia, geb.

El Bokriui, Bedburg, *01.09.1973; Gianotti-Pisch,

Ursula, geb. Maas, Schwäbisch

Hall, *10.09.1954.

HRB 570380 - 10. Juli 2018

Fertighaus Weiss GmbH., Oberrot,

Sturzbergstraße 40-42, 74420 Oberrot,

Scheuerhalden. Vertretungsbefugnis geändert

bei Geschäftsführer: Noller, Hans

Volker, Oberrot, *19.03.1958, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis,

im Namen der Gesellschaft mit sich im

eigenen Namen oder als Vertreter eines

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Prokura erloschen: Weilbacher, Jürgen,

Gaildorf.

HRB 590472 - 10. Juli 2018

STAHL CraneSystems GmbH, Künzelsau,

Daimlerstraße 6, 74653 Künzelsau.

Gesamtprokura gemeinsam mit

einem Geschäftsführer oder einem anderen

Prokuristen: Philipp, Marc, Saarbrücken,

*21.02.1978.

HRB 590757 - 10. Juli 2018

Fujimi Europe GmbH, Ingelfingen,

Schloßstraße 5, 74653 Ingelfingen. Prokura

erloschen: Bopp, Matthias, Schöntal,

*09.05.1972.

HRB 729909 - 10. Juli 2018

Waschka Logistik GmbH, Neuenstein,

Eichbrunnenstraße 30, 74632

Neuenstein. Neue Geschäftsanschrift:

Carl-Benz-Straße 2, 74632 Neuenstein.

HRB 570677 - 11. Juli 2018

Apparate- und Behälterbau Weller

GmbH, Bühlertann, Ellwanger

Straße 20, 74424 Bühlertann. Bestellt

als Geschäftsführer: Weller, Christoph,

Bühlertann, *27.09.1985, einzelvertretungsberechtigt.

Nicht mehr Geschäftsführer:

Berghof, Frank, Schwäbisch Hall,

*09.01.1976.

HRB 571467 - 11. Juli 2018

Weiss Marketing GmbH, Oberrot,

Sturzbergstraße 40-42, 74420 Oberrot.

Die Gesellschafterversammlung vom

27.06.2018 hat die Änderung des Gesellschaftsvertrages

in § 2 (Gegenstand

des Unternehmens) beschlossen. Gegenstand

geändert; nun: Betrieb einer

Werbeagentur auf eigene und fremde

Rechnung und im eigenen und fremden

Namen und die Durchführung von

Marketingmaßnahmen aller Art und mit

allen Mitteln, insbesondere von Print-,

Schrift- und elektronischen Medien und

Kommunikationsmitteln aller Art soweit

keine behördlichen oder hoheitlichen

Maßnahmen gesetzlich vorgeschrieben

sind sowie Marketingberatung, datenschutzrechtliche

Beratung, Stellung

eines externen Datenschutzbeauftragten.

Einzelprokura mit der Befugnis,

im Namen der Gesellschaft mit sich im

eigenen Namen oder als Vertreter eines

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen:

Noller, Michaela Christel, Schwäbisch

Hall, *09.07.1990.

HRB 751307 - 12. Juli 2018

TODAMI GmbH, Gaildorf, Fraschstraße

25, 74405 Gaildorf. Nicht mehr

Geschäftsführer: Seibt, Daniel, Gaildorf,

*24.10.1982. Bestellt als Geschäftsführer:

Manhalter, Boris, Rosengarten,

*21.03.1980, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen oder

als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

HRB 590457 - 12. Juli 2018

REISSER Schraubentechnik

GmbH, Ingelfingen, Fritz-Müller-

Straße 10, 74653 Ingelfingen. Gesamtprokura

gemeinsam mit einem Geschäftsführer:

Eisele, Jürgen, Mulfingen,

*03.10.1971; Koch, Tanja, Schöntal,

*01.10.1972; Pittroff, Gerd, Ingelfingen,

*28.12.1965; Scheufler, Peter, Pfedelbach,

*11.11.1972.

HRB 721986 - 12. Juli 2018

Caramba Holding GmbH, Künzelsau,

Bernerstraße 6, 74653 Künzelsau.

Nicht mehr Geschäftsführer: Dr.

Rothoeft, Dietrich Daniel, Bochum,

*12.05.1972. Prokura erloschen: Tepel,

Dirk, Renningen, *08.09.1964.

HRA 680528 - 12. Juli 2018

Friedrich Wolfarth GmbH & Co.

KG, Weikersheim, Friedrich-Wolfarth

Straße 91, 97990 Weikersheim. Änderung

der Geschäftsanschrift: Friedrich-

Wolfarth-Straße 6, 97990 Weikersheim.

HRB 670623 - 12. Juli 2018

Eisen Seegerer Gesellschaft mit

beschränkter Haftung, Crailsheim,

Ludwig-Erhard-Straße 80, 74564

Crailsheim. Bestellt als Geschäftsführer:

Baumgärtner, Volker, Zirndorf,

Ihr EDV-Dienstleister

Telefon 0 79 51 / 29 79 87-0

Wilhelm-Maybach-Straße 7 · 74564 Crailsheim

*30.11.1963, einzelvertretungsberechtigt.

HRB 680426 - 12. Juli 2018

Data Modul Weikersheim GmbH,

Weikersheim, Lindenstraße 8, 97990

Weikersheim. Personenbezogene Daten

geändert bei Geschäftsführer:

Scheuenstuhl, Michael, Rothenburg,

*08.01.1975, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft

mit sich als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

HRA 734643 - 13. Juli 2018

Jung Agrar OHG, Jagsthausen,

Hermann-Jung-Straße 2, 74249 Jagsthausen.

Rechtsform geändert; nun:

Kommanditgesellschaft. Firma geändert;

nun: Jung Agrar KG. Ausgeschieden

als Persönlich haftender Gesellschafter:

Jung, Alexander, Jagsthausen,

*30.09.1986; Jung, Daniel, Jagsthausen,

*23.03.1995. Vertretungsbefugnis geändert

bei Persönlich haftender Gesellschafter:

Jung, Klaus, Jagsthausen,

*13.09.1962; Jung, Dieter, Jagsthausen,

*27.07.1968, jeweils einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis, im Namen

der Gesellschaft mit sich im eigenen

Namen oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen. Einzelprokura

mit der Befugnis, im Namen der

Gesellschaft mit sich im eigenen Namen

oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen: Jung, Daniel,

Jagsthausen, *23.03.1995.

HRB 590502 - 13. Juli 2018

Arnold Umformtechnik Verwaltungs-

GmbH, Künzelsau, Reinhold-

Würth-Straße 12-17, 74653 Künzelsau.

Gesamtprokura gemeinsam mit einem

Geschäftsführer: Agner, Frank, Ingelfingen,

*22.09.1980.

HRB 739678 - 13. Juli 2018

Berner Trading Holding GmbH,

Künzelsau, Bernerstraße 6, 74653 Künzelsau.

Prokura erloschen: Dr. Rothoeft,

Daniel, Essen, *12.05.1972. Gesamtprokura

gemeinsam mit einem Geschäftsführer

oder einem anderen Prokuristen

mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen oder

als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen: Blatzheim, Jürgen,

Frankfurt am Main, *20.02.1969.

HRB 570707 - 13. Juli 2018

Sager + Mack GmbH, Ilshofen,

Max-Eyth-Straße 13/17, 74532 Ilshofen.

Einzelprokura mit der Befugnis,

im Namen der Gesellschaft mit sich im

eigenen Namen oder als Vertreter eines

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen:

Mack, Petra, geb. Schmitt, Ilshofen,

*08.06.1965; Schlagwein, Markus, Sinzig,

*20.09.1964.

HRB 680554 - 16. Juli 2018

W.T.G. RESONANZ GmbH, Bad Mergentheim,

Wolfgangstraße 19a, 97980

Bad Mergentheim. Änderung der Geschäftsanschrift:

Wilhelm-Frank-Straße

58, 97980 Bad Mergentheim.

HRB 730505 - 16. Juli 2018

JK Zahntechnik GmbH, Crailsheim,

Postplatz 2, 74564 Crailsheim. Allgemeine

Vertretungsregelung geändert; nun:

Ist nur ein Liquidator bestellt, vertritt

er allein. Sind mehrere Liquidatoren

bestellt, vertreten sie gemeinsam. Nicht

mehr Geschäftsführer, jetzt bestellt

als Liquidator: Kral, Jörg, Hettstadt,

*27.10.1972. Die Gesellschaft ist aufgelöst.

HRB 670763 - 17. Juli 2018

Groninger & Co. GmbH, Crailsheim,

Hofäckerstraße 9, 74564 Crailsheim.

Bestellt als Geschäftsführer:

Veile, Josef, Westhausen, *03.03.1969.

Gesamtprokura gemeinsam mit einem

Geschäftsführer: Brenner, Gerhard, Vellberg,

*05.02.1965; Derr, Dieter, Frankfurt

am Main, *24.11.1966; Schuster,

Dirk, Rosengarten, *02.04.1975. Prokura

erloschen: Miksch, Rupert, Satteldorf,

*19.01.1953; Veile, Josef, Westhausen,

*03.03.1969.

HRB 731075 - 17. Juli 2018

Rüdenauer 3D Technology GmbH,

Bad Mergentheim, Wart 2, 97980 Bad

Leonhard-Kern-Weg 6

D-74523 Schwäbisch Hall

Telefon 0791/202 388-0

Mail info@berewa.de

Web www.berewa.de

facebook.com/berewa

Mergentheim. Die Gesellschafterversammlung

vom 04.07.2018 hat die

Änderung des Gesellschaftsvertrages in

Ziffer 7 (Stammkapital) beschlossen.

Das Stammkapital ist durch Beschluss

der Gesellschafterversammlung vom

gleichen Tag auf 38.020,00 EUR erhöht.

Stammkapital nun: 38.020,00 EUR.

HRB 671200 - 18. Juli 2018

INVATEC GmbH, Satteldorf, Dieselstraße

21, 74589 Satteldorf. Die Gesellschafterversammlung

vom 27.06.2018 hat

die Änderung des Gesellschaftsvertrages

in § 5 (Geschäftsführung, Vertretung)

beschlossen. Nicht mehr Geschäftsführer:

Münch, Reinhold, Elektrotechniker,

Künzelsau. Gesamtprokura gemeinsam

mit einem Geschäftsführer oder einem

anderen Prokuristen: Mauser, Volker,

Rosengarten, *27.12.1958.

HRB 734114 - 18. Juli 2018

uk-sl Verwaltung GmbH, Crailsheim,

Bauhausweg 3, 74564 Crailsheim.

Nicht mehr Geschäftsführer: Lukoschek,

Siegmund Peter, Crailsheim,

*22.02.1958.

HRA 690330 - 20. Juli 2018

WHG Ingenieur- u. Beratungsgesellschaft

mbH & Co. Beteiligungs

KG, Kirchberg an der Jagst,

Medizinalratsklinge 13, 74592 Kirchberg

an der Jagst. Mit der Gesellschaft

(übernehmender Rechtsträger) ist

aufgrund des Verschmelzungsvertrages

vom 17.05.2018 und der Versammlungsbeschlüsse

der beteiligten Rechtsträger

vom 17.05.2018 die Gesellschaft mit beschränkter

Haftung „HPS Grundstücks-

GmbH“, Stuttgart (Amtsgericht Stuttgart

HRB 21915) verschmolzen (Verschmelzung

zur Aufnahme). Als nicht eingetragen

wird bekanntgemacht: Den

Gläubigern der an der Verschmelzung

beteiligten Rechtsträger ist, wenn sie

binnen sechs Monaten nach dem Tag,

an dem die Eintragung der Verschmelzung

in das Register des Sitzes desjenigen

Rechtsträgers, dessen Gläubiger sie

sind, nach § 19 Abs. 3 UmwG als bekanntgemacht

gilt, ihren Anspruch nach

Grund und Höhe schriftlich anmelden,

Sicherheit zu leisten, soweit sie nicht

Befriedigung verlangen können. Dieses

Recht steht den Gläubigern jedoch nur

zu, wenn sie glaubhaft machen, dass

durch die Verschmelzung die Erfüllung

ihrer Forderung gefährdet wird.

HRB 731854 - 20. Juli 2018

ME-Industrieboden UG (haftungsbeschränkt),

Crailsheim, Beethovenstraße

3, 74564 Crailsheim. Allgemeine

Vertretungsregelung geändert;

nun: Ist nur ein Liquidator bestellt, vertritt

er allein. Sind mehrere Liquidatoren

bestellt, vertreten sie gemeinsam. Nicht

mehr Geschäftsführer, nun Liquidator:

Er, Mahmut, Crailsheim, *25.10.1986.

Die Gesellschaft ist aufgelöst.

HRB 728102 - 23. Juli 2018

Presstek Deutschland GmbH, Bad

Mergentheim, Maurus-Weber-Straße 24,

97980 Bad Mergentheim. Die Gesellschafterversammlung

vom 04.07.2018

hat die Änderung des Gesellschaftsvertrages

in § 1 Abs. 1 (Firma, Sitz) beschlossen.

Firma geändert; nun: Verico

Technology Europe GmbH. Bestellt als

Geschäftsführer: Dubois, Yuval, Hanita

/ Israel, *30.07.1966, mit der Befugnis,

im Namen der Gesellschaft mit sich im

eigenen Namen oder als Vertreter eines

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Nicht mehr Geschäftsführer: Downey,

Sean Michael, Andover / Vereinigte Staaten,

*09.10.1966.

HRB 734811 - 23. Juli 2018

B & S World Enterprise GmbH,

Crailsheim, Gaildorfer Straße 42, 74564

Crailsheim. Allgemeine Vertretungsregelung

geändert, nun: Ist nur ein Liquidator

bestellt, vertritt er allein. Sind mehrere

Liquidatoren bestellt, vertreten zwei

gemeinsam. Nicht mehr Geschäftsführer,

nun: Liquidator: El-Komboz, Sami

Abou, Crailsheim *12.02.1959Nicht

mehrGeschäftsführer: Yahmadi, Bechir,

Wolfsburg, *14.02.1980Die Gesellschaft

ist aufgelöst.

HRB 730594 - 24. Juli 2018

Kinderstüble gGmbH, Vaihingen

an der Enz, Geislinger Straße 12, 74549

Wolpertshausen. Allgemeine Vertretungsregelung

geändert; nun: Ist nur ein

Liquidator bestellt, vertritt er allein. Sind

mehrere Liquidatoren bestellt, vertreten

sie gemeinsam. Nicht mehr Geschäftsführer,

nun bestellt als Liquidator: Scheller-Sonnleitner,

Susanne, geb. Sonnleitner,

Wolpertshausen, *18.07.1968. Die

Gesellschaft ist aufgelöst.

Löschung

HRA 725569 - 25. Juni 2018

Tobias Unkel e.K., Crailsheim, Pfarrer-König-Weg

6, 74564 Crailsheim. Die

Firma ist erloschen. Das Registerblatt ist

geschlossen.

HRA 571368 - 27. Juni 2018

LANG CONSULTING GmbH & Co.

KG Unternehmensberatungsgesellschaft,

Schwäbisch Hall, Im

Mozartwinkel 22, 74523 Schwäbisch

Hall. Die Gesellschaft ist aufgelöst. Die

Firma ist erloschen. Eine Liquidation

findet nicht statt. Das Registerblatt ist

geschlossen.

HRB 570758 - 28. Juni 2018

GMB Gesellschaft für Mittelstandsberatung

mbH Lang &

Partner, Schwäbisch Hall, Hagenbacher

Ring 127, 74523 Schwäbisch

Hall. Die Gesellschaft (übertragender

Rechtsträger) ist aufgrund des Verschmelzungsvertrages

vom 15.06.2018

und des Versammlungsbeschlusses des

übertragenden Rechtsträgers vom selben

Tag mit dem Vermögen des Alleingesellschafters

Lang, Alexander Markus, Maisach,

*29.04.1968 verschmolzen. Auf die

bei Gericht eingereichten Urkunden wird

Bezug genommen. Das Registerblatt

ist geschlossen. Als nicht eingetragen

wird bekanntgemacht: Den Gläubigern

der an der Verschmelzung beteiligten

Rechtsträger ist, wenn sie binnen sechs

Monaten nach dem Tag, an dem die

Eintragung der Verschmelzung in das

Register des Sitzes desjenigen Rechtsträgers,

dessen Gläubiger sie sind, nach

§ 19 Abs. 3 UmwG als bekanntgemacht

gilt, ihren Anspruch nach Grund und

Höhe schriftlich anmelden, Sicherheit

zu leisten, soweit sie nicht Befriedigung

verlangen können. Dieses Recht steht

den Gläubigern jedoch nur zu, wenn

sie glaubhaft machen, dass durch die

Verschmelzung die Erfüllung ihrer Forderung

gefährdet wird.

HRA 724524 - 2. Juli 2018

Klosterwälder Mast KG, Creglingen,

Schirmbach Haus 6, 97993 Creglingen.

Die Gesellschaft ist aufgelöst. Die

Firma ist erloschen. Eine Liquidation

findet nicht statt. Das Registerblatt ist

geschlossen.

HRB 580445 - 2. Juli 2018

Reustlen GmbH, Bretzfeld, Adolzfurter

Straße 10, 74626 Bretzfeld. Die

Liquidation ist beendet. Die Gesellschaft

ist gelöscht. Das Registerblatt ist geschlossen.

HRA 571229 - 3. Juli 2018

Connect IT Services GmbH & Co.

KG, Rosengarten, Mühlhaldenstraße

7/1, 74538 Rosengarten. Die Gesellschaft

ist aufgelöst. Die Firma ist erloschen.

Eine Liquidation findet nicht statt. Das

Registerblatt ist geschlossen.

HRB 721543 - 23. Juli 2018

Oberland Truthahn Verwaltungs-

GmbH, Rot am See, Steinäckerstraße

16, 74585 Rot am See. Die Liquidation

ist beendet. Die Gesellschaft ist gelöscht.

Das Registerblatt ist geschlossen.

von Amts wegen

HRA 680387 - 4. Juli 2018

Schuster & Mally Dachdeckerbetrieb,

Isolierungen und Blitzableiterbau

GmbH & Co KG, Bad

Mergentheim, Kaiserstraße 8, 97980

Bad Mergentheim. Die Gesellschaft ist

wegen Vermögenslosigkeit gemäß § 394

FamFG von Amts wegen gelöscht. Das

Registerblatt ist geschlossen.

HRB 680271 - 6. Juli 2018

Norbert Hemming & Co GmbH,

Bad Mergentheim, Kaiserstraße 8, 97980

Bad Mergentheim. Die Gesellschaft ist

wegen Vermögenslosigkeit gemäß § 394

FamFG von Amts wegen gelöscht. Das

Registerblatt ist geschlossen.

HRA 680746 - 9. Juli 2018

H+P Technologie GmbH & Co.

Ges. für Kühlsysteme, Bad Mergentheim,

Mörikestraße 18, 97980 Bad

Mergentheim. Die Gesellschaft ist wegen

Vermögenslosigkeit gemäß § 394

FamFG von Amts wegen gelöscht. Das

Registerblatt ist geschlossen.

HRB 571376 - 11. Juli 2018

Pfl egeteam bv - Ambulante Pfl ege

und Haushaltshilfe GmbH, Schwäbisch

Hall, Am Richtbach 1, 74547 Untermünkheim.

Die Liquidation ist beendet.

Die Gesellschaft ist gelöscht. Das

Registerblatt ist geschlossen.

HRA 571214 - 12. Juli 2018

WS Work-Shoes e.K., Obersontheim,

Färbersteige 8, 74423 Obersontheim. Die

Firma ist erloschen. Das Registerblatt ist

geschlossen.

HRB 680286 - 23. Juli 2018

Popp Beteiligungs GmbH, Bad

Mergentheim, Bildweg 17, 97980 Bad

Mergentheim. Die Gesellschaft ist wegen

Vermögenslosigkeit gemäß § 394

FamFG von Amts wegen gelöscht. Das

Registerblatt ist geschlossen.

HRB 735757 - 24. Juli 2018

MS-Bauen GmbH, Schwäbisch Hall,

Nefflenallee 5, 74523 Schwäbisch Hall.

Die Gesellschaft ist wegen Vermögenslosigkeit

gemäß § 394 FamFG von Amts

wegen gelöscht. Das Registerblatt ist geschlossen.

Wichtige

Adressen

❚ Blechbearbeitung

Bohnacker Metall GmbH & Co. KG

Schafhauser Weg 12/15

91555 Feuchtwangen

Telefon 0 98 52 / 9 08 28-0

Telefax 0 98 52 / 9 08 28-90

Brennschneidtechnik


Deeg u. Pfeiffer GmbH & Co. KG

Schafhauser Weg 12/15

91555 Feuchtwangen

Telefon 0 98 52 / 9 08 28-77

Fax 0 98 52 / 9 08 28-57

❚ Wirtschaftsförderung

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24 Politik & Wirtschaft

August 2018 I Jahrgang 17 I Nr. 194

Gut leben und arbeiten

Die Wirtschaftsmesse des Landkreises Schwäbisch Hall und die Fachkräftetage werden als

gemeinsames Event präsentiert. Veranstalter ist die SÜDWEST PRESSE Hohenlohe.

Aus zwei mach eins: die

Wirtschaftsmesse und die

Fachkräftetage gehen zusammen

und werden von der

SÜDWEST PRESSE Hohenlohe

als ein Event präseniert.

Alle fünf Jahre bietet die Wirtschaftsmesse

des Landkreises

Schwäbisch Hall den Ausstellern

die Gelegenheit, sich zu

präsentieren, Netzwerke zu

knüpfen, Kundenkontakte zu

pflegen und Neukunden zu akquirieren.

So auch bei der kommenden

Veranstaltung, die für

den 9. bis 11. November geplant

ist und in der Arena Hohenlohe

in Ilshofen stattfinden

wird. Im Unterschied zu den

bisherigen Messen wird sich

diese Veranstaltung jedoch mit

einem neuem Konzept präsentieren:

Sie findet erstmals in

Kombination mit der Berufsund

Karrieremesse „Fachkräftetage“

statt.

Thema deckt weite

Lebensbereiche ab

Die „Fachkräftetage“ wurden

bisher jährlich von der SÜD-

WEST PRESSE Hohenlohe organisiert

und fanden im Hangar

in Crailsheim statt; zuletzt im

November 2017. In diesem

Jahr ist jedoch eine gemeinsame

Veranstaltung mit der

Wirtschaftsmesse unter dem

Motto: „Wirtschaftsmesse &

Fachkräftetage 2018 – Gut leben

und arbeiten im Landkreis

Schwäbisch Hall“ geplant.

Vielfalt: Die Messe greift Themen wie Haus und Garten, Freizeit und Infrastruktur, Beruf und

Karriere sowie Aus- und Weiterbildung auf.

Foto: Fotolia/NPG Archiv

Weil dieses Motto die beiden

großen Bereiche „Leben“ und

„Arbeiten“ verbindet, lag es

nahe, auch die beiden Messen

zu kombinieren. Veranstaltet

wird das Event von der SÜD-

WEST PRESSE Hohenlohe, deren

Marketingleiter Peer Ley in

dieser Verbindung „eine fruchtbare

Symbiose“ sieht. „Wo man

Leben und Arbeiten gut kombinieren

kann, entsteht eine lebenswerte

Region“, sagt er und

sieht beide Schwerpunkte im

Landkreis als gegeben an. Das

spiegle sich auch in der Belegung

der Ausstellungsflächen

wider: Die Wirtschaftsmesse sei

bereits zu 70 Prozent gebucht,

die Fläche für die Fachkräftetage

bereits komplett belegt.

Aus diesem Grund wird der Veranstalter

zusätzliche Flächen bereitstellen.

„Das Motto deckt

weite Lebensbereiche ab, das

macht die breite Akzeptanz aus,

die sich in den Ausstellerzahlen

bemerkbar macht“, so Ley. Neben

Firmen und Dienstleistern

werden sich auch die Gemeinden

und der Landkreis mit ihren

infrastrukturellen Projekten

präsentieren. „Insgesamt

wird die Messe eine Fläche von

über 5000 Quadratmeter belegen.

Hinzu kommen die Flächen

für die Erlebnis-, Eventund

Cateringbereiche.

Vor 20 Jahren feierte die Wirtschaftsmesse

Premiere und

wurde fortan alle fünf Jahre wiederholt.

Während der letzten

Veranstaltung, 2013, haben

rund 300 Aussteller aus Industrie,

Handwerk, Handel, Dienstleistung

und Landwirtschaft

ihre Angebote präsentiert und

50 000 Gäste aus der ganzen Region

die Messe besucht. Abwechslung

verspricht das Rahmenprogramm:

Die Kinder werden

betreut, es gibt Modenschauen

und Tanzvorführungen.

Besuchermagnet wird wieder

die Tierhalle sein.

Mehr als zwei Drittel der Ausstellungsfläche

ist bereits gebucht.

Ansprechpartnerin ist

Ariane Kolb, 0 79 51 / 40 92 31

oder E-Mail: a.kolb@swp.de.do

www.gutlebenundarbeiten.de

Denkanstöße

Wertschätzung

„Gesund führen“, „Teameffizienz

steigern“, „Employer Branding

verbessern“, „Mitarbeiterbindung

intensivieren“ – diese Schlagworte

sind in betrieblichen Zusammenhängen

heutzutage in aller Munde. Unterstützt

man Unternehmen bei der

konkreten Bearbeitung dieser Topics,

„landet“ man früher oder später

zwangsläufig beim Thema „Beziehung“.

Denn selbst die beste Job

Description, die modernsten Arbeitsund

Kommunikationsmittel, das ergonomischste

Büro- und Fertigungsmobiliar

und das attraktivste Gehalt

zahlen auf die eingangs aufgezählten

Ziele wenn überhaupt dann nur

Dr. med. Michael Majer

Facharzt für Chirurgie und

Arbeitsmedizin, Notfallmedizin,

Psychotherapie

Geschäftsführer der

ZfP Tauberfranken GmbH

sehr begrenzt ein (vor allem zeitlich).

Was es hier für eine nachhaltig gute

„Ausstattung“ braucht, ist – eben

Beziehungspflege.

Zahlreiche Studien belegen das

mittlerweile. Dennoch tun sich viele

schwer, es zu akzeptieren: „Ich kann

mich doch nicht wie ein Psychologe

um alle kümmern“ oder „Wir sind

hier, um zu arbeiten, nicht um uns

gegenseitig zu verhätscheln“.

Als Ursachen für diese Widerständigkeit

stellen sich im Wesentlichen

immer wieder zwei Dinge heraus:

zum einen das schlichte Missverständnis

beziehungsweise die

Überinterpretation, Beziehung sei

immer etwas Intimes. Zum anderen

zeigt sich in einer solchen Einstellung

aber vor allem ein Mangel an

dem, was getrost als das „Kerosin“

jeder Beziehung bezeichnet werden

kann: Wertschätzung.

Auch dieser Begriff wird gern

missverstanden und/oder überinterpretiert:

„Ich kann doch nicht mit

allen Gut-Freund sein …“ – in der

Tat, das ist mit „Wertschätzung“

auch nicht gemeint. Wertschätzung

meint vielmehr eine grundsätzlich

positive, aufgeschlossene und „bei

Bedarf“ gewährende Einstellung

anderen Menschen gegenüber. Und

zwar – und das führt bei dem Thema

jetzt in die „Champions League“ –

sogar dann, wenn man den anderen

eventuell eher unsympathisch findet.

Wir Tiefenpsychologen wissen, dass

diese Fähigkeit aufs Engste mit der

gleichzeitig wichtigsten Voraussetzung

für die eigene psychische

Gesundheit korreliert: einem ausreichend

stabilen Selbstwert-Empfinden

– wer sich selbst unterbewusst nicht

genügend wertvoll fühlt, kann anderen

nur in sehr begrenztem Umfang

wertschätzend gegenübertreten.

Versuchen Sie einmal zu reflektieren:

wie gelingt Ihnen Wertschätzung

anderen gegenüber, sei es im

Privat- oder Arbeitsleben? Sollte

Sie das Gefühl beschleichen, hier

Verbesserungspotenzial zu haben:

lassen Sie uns darüber reden! Denn

dieses Thema berührt wie gesagt

auch Ihre eigene Gesundheit. Und

was die betrifft, kennen Sie meinen

Wunsch mittlerweile schon: bleiben

Sie’s – gesund!

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26 Employer Branding

August 2018 I Jahrgang 17 I Nr. 194

Der Arbeitgeber als Marke

Wo die Unternehmen früher die Wahl bei den Mitarbeitern hatten, stehen sie nun auf dem Prüfstand. Es geht auch um das Ansehen.

Volkswagen spürt immer

noch die Nachwirkungen

der Diesel-Affäre und hat in

nur drei Jahren die Hälfte seiner

Bewerber verloren. Kein Einzelfall

in Zeiten, in denen die Bewerbungswelt

Kopf steht: Ohne Arbeitgebermarke

geht kaum noch etwas

am Arbeitsmarkt, insbesondere

bei den Bewerbern zwischen

18 und 35 Jahren, den sogenannten

Millennials. „Früher mussten

sich die Bewerber ins Zeug legen,

um eine Stelle zu ergattern. Heute

buhlen stattdessen die Unternehmen

um sie“, weiß Jaron Pazi, der

bereits die Corporate Social Responsibility

der Sixt-Gruppe leitete.

Im Zuge des „War for Talents“

müssen sich Unternehmen neu

ausrichten und mehr bieten als

ein attraktives Gehaltspaket, flexible

Arbeitszeiten und gute Aufstiegsmöglichkeiten.

Die Generationen

Y und Z erwarten ebenso,

dass Unternehmen Haltung zeigen

und werteorientiert handeln.

Dazu gehört auch eine dementsprechende

Unternehmenskultur,

die auch Werte wie Führungsverhalten,

Betriebsklima und das

Thema Gesundheit beinhaltet. Ein

als gut wahrgenommener Arbeitgeber

vereint diese Punkte in einer

Weise, die Belastungen von

den Mitarbeitern möglichst fern

hält, und für ein Arbeitsklima

sorgt, in dem sich die Mitarbeiter

ungehindert entfalten können.

Eine aktuelle Studie des wissenschaftlichen

Instituts der AOK zu

Belastungsfaktoren am Arbeitsplatz

sieht zum Beispiel Terminund

Leistungsdruck sowie Störungen

und Unterbrechungen der Arbeit

auf den ersten beiden Plätzen

der ungeliebtesten Belastungen

der Arbeitnehmer. Das Institut

kommt zu dem Schluss: „Werden

von der Unternehmensleitung auf

Biegen und Brechen unrealistische

Ziele durchgesetzt, gefährdet

das die Moral der mittleren

Ebene“. Deshalb sollten Firmen

nicht nur die Zahlen im Blick haben,

sondern einen Kulturwandel

hin zu einer „emotionalen, wertschätzenden

Führung“ vollziehen.

Umso wichtiger, dass Employer

Branding nicht nur als reine Personalmarketingmaßnahme

mit

leeren Buzzwords verstanden

wird. Eine gute Arbeitgebermarke

kann nur noch durch verantwortliches

Unternehmertum und eine

konsequente Führungs- und Unternehmenskultur

überzeugen.

Warum Nachhaltigkeit

in die Strategie gehört

Image: Als gut wahrgenommene Unternehmen haben es leichter bei der Mitarbeiterfindung.

Nachhaltigkeit und Corporate-Social-Responsibility

(CSR) gewinnen

im Employer Branding zunehmend

an Bedeutung. Eine aktuelle

Studie bestätigt, dass Unternehmen,

die CSR-Maßnahmen umsetzen,

von Nachwuchskräften als potenzieller

Arbeitgeber stärker und

positiver wahrgenommen werden.

„Mit Nachhaltigkeitsengagement

demonstrieren Unternehmen,

dass sie sich ihrer Verantwortung

stellen, stärken somit die

internen Unternehmenswerte und

tragen damit auch ein authentisches

Bild nach außen. Durch

eine werteorientierte Unternehmenskultur

können entscheidende

Vorteile bei der Arbeitgeberattraktivität

und Mitarbeiterbindung

gewonnen werden“, erklärt

Pazi. Immerhin bietet eine unverwechselbare

Unternehmensidentität

die Möglichkeit, sich optimal

gegenüber den Wettbewerbern

hervorzuheben. Darüber hinaus

wird die Leistungsbereitschaft gefördert.

Mitarbeiter arbeiten in

der Regel besser und sind motivierter,

wenn sie sich mit den Unternehmenszielen,

-werten sowie

dem entsprechenden Handeln

identifizieren können. „Die Integration

von Nachhaltigkeitsaspekten

in die Unternehmensstrategie

wird auf Dauer die Produktivität

der Mitarbeiter effektiv erhöhen

und somit auch den Erfolg des Unternehmens

mitbestimmen“, ist

Pazi überzeugt.

Foto: NPG-Archiv

Effektives Employer Branding findet

mittlerweile zu etwa 70 Prozent

intern statt und wirkt damit

umfassender, strategischer und

langfristiger als lediglich punktuell

ausgerichtete Werbe- und Marketingmaßnahmen,

die oft nur

nach außen kommunizieren. Sind

die Mitarbeiter eingebunden, fungieren

diese als aktive Markenbotschafter

nach außen. Bestenfalls

fördern Arbeitgeber eine nachhaltige

Denkweise und motivieren

Mitarbeiter dazu, entsprechendes

Handeln in ihren alltäglichen Arbeitsablauf

zu integrieren. Das

schweißt Mitarbeiter und Unternehmen

zusammen und stärkt das

gesamte Firmenimage auf transparente

Weise, um schlussendlich

auch bei potenziellen Bewerbern

zu überzeugen.

Authentizität übertrumpft

viele andere Bereiche

Firmen sollten vor allem eines

beachten: Sich einfach ein soziales

oder grünes Image verpassen,

ohne jene Werte ernst zu nehmen,

führt meist nicht zum Erfolg.

Wenn das Unternehmen als unehrlich

wahrgenommen wird, ist der

Schaden kaum wieder gut zu machen.

Umso wichtiger ist es, die

Corporate Responsibility als integralen

Teil der gesamten Unternehmensstrategie

zu verankern

und die Strategie so zu entwickeln,

dass sie sich mit der Unternehmensrealität

vereinbaren

lässt. Verantwortung muss zu einem

natürlichen Markenelement

werden und darf nicht nur ein Recruiting-Element

darstellen. „Deshalb

ist es empfehlenswert, Marketingtechniken

einzusetzen, die fair

und ehrlich sind, und auch die Integrität

des eigenen Unternehmens

widerspiegeln. Ein offener

Dialog ist dabei Pflicht. Kommunikation

im Sinne des Top-down-

Prinzips sollte vermieden werden.

Viel besser ist es, stattdessen die

Mitarbeiter in soziale Vorhaben

zu involvieren“, rät Pazi. mst/pm

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Ferienjob bei ebm-papst

Die beiden Ferienarbeiter Marius und Ellen teilen ihre Erfahrungen

Der Ventilatorenhersteller

ebm-papst benötigt in den

Sommermonaten wieder

rund 500 Schüler und

Studenten für mindestens

dreiwöchige Ferienjobs.

Als Ferienarbeiter unterstützt du

die Mitarbeiter von ebm-papst an

den Standorten Mulfingen, Hollenbach

und Niederstetten in der

Produktion und der Logistik.

Aber wie sieht ein Ferienjob bei

ebm-papst eigentlich aus? Die

beiden Ferienarbeiter Marius und

Ellen geben einen Einblick in ihre

Tätigkeiten und teilen ihre Erfahrungen

mit uns.

„Ich finde es cool ein Teil des

Entstehungsprozesses eines Ventilators

zu sein“, erzählt Marius, der

die ebm-papst-Kollegen in der Produktion

in Hollenbach unterstützt.

Der Student ist bereits zum fünften

Marius (24) arbeitet in den Semesterferien

bei ebm-papst. Fotos: ebm-papst

Mal zum Ferienjob bei ebm-papst:

„Die Arbeit macht mir Spaß und

ich kann mir so neben meinem Studium

noch etwas dazuverdienen“,

so der 24-Jährige.

Auch Ellen (20) überbrückt nach

ihrem Schulabschluss die Wartezeit

bis zum Ausbildungsbeginn mit

einem Ferienjob in der Produktion

in Mulfingen: „Ich fühle mich sehr

wohl hier. Besonders gefällt mir

der Kollegenzusammenhalt. Ich

wurde gleich von Anfang an sehr

gut aufgenommen und konnte

bei Problemen oder Fragen immer

zum Schichtführer oder zu meinen

Kollegen gehen.“ Die Arbeit findet

im Schichtdienst statt, was bedeutet,

dass wöchentlich zwischen

Früh- und Spätschicht gewechselt

wird: „Da war ich anfangs auch

skeptisch, aber jetzt ist es gar kein

Problem“, findet Ellen.

Um bei ebm-papst mitzuarbeiten,

solltest du mindestens 18 Jahre alt

sein. Wenn du gerne im Lager- oder

Logistikbereich arbeiten möchtest,

benötigst du außerdem einen

Staplerführerschein. Eine entsprechende

Schulung kann allerdings

vor Arbeitsantritt besucht werden.

Als umweltbewusstes Unternehmen

bietet ebm-papst dir zudem

die Möglichkeit, kostenfrei die

Werksbusse zu nutzen. So kannst

du auch ohne ein eigenes Auto

bequem zur Arbeit kommen.

Ellen (20) schätzt das Arbeitsklima in

der Produktion von ebm-papst.

Für diesen Sommer sind noch

Plätze frei. Möchtest du also

genauso wie Marius und Ellen

einen Einblick in ein großes, innovatives

Unternehmen bekommen,

praktische Erfahrungen sammeln

und erste Kontakte knüpfen, die dir

bei deinem späteren Berufseinstieg

helfen? Dann bewirb dich jetzt auf

ebmpapst.com/karriere. [pm]

Über ebm-papst:

Die ebm-papst Gruppe ist

weltweit führender Hersteller

von Ventilatoren und

Motoren. Im Geschäftsjahr

2017/18 erzielte der Branchenprimus

einen Umsatz

von über 2 Mrd. Euro. ebmpapst

beschäftigt über

15.000 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter an 27 Produktionsstätten

(u. a. in

Deutschland, China und den

USA) sowie 48 Vertriebsstandorten

weltweit.

www.ebmpapst.com

Entdecke ebm-papst in dir.

Ferienjobs für Studenten (w/m) und Schüler (w/m) beim

Technologieführer für Luft- und Antriebstechnik.

Für unsere Produktion und Logistik in Mulfingen und

Hollenbach suchen wir für die Sommermonate Ferienjobber

(m/w) für Schichtarbeit (wöchentlicher Wechsel

in Früh- und Spätschicht).

Mehr unter ebmpapst.com/karriere


August 2018 I Jahrgang 17 I Nr. 194

Employer Branding 27

So nebenbei geht nichts mehr

Personalmarketing muss durchdacht sein. Die strategische Ausrichtung entscheidet über künftige Erfolge.

VON HERIBERT LOHR

Es ist keine neue Erkenntnis:

Fachkräfte in der Region

Heilbronn-Franken sind

mittlerweile gesuchte Mangelware.

Die hervorragende Lage am

heimischen Arbeitsmarkt – zuletzt

lag die Arbeitlosigkeit bei 2,8 Prozent

– eröffnet gerade auch den

sogenannten „High Potentials“

beste Beschäftigungsmöglichkeiten.

Doch ganz gleich ob gestandene

Fachkraft oder Auszubildender

– wer als Firmenchef derzeit

nach zusätzlichem Personal

sucht, muss sich ins Zeug legen.

Vielfach reicht eine gute Bezahlung

schon längst nicht mehr aus,

um geeignete Mitarbeiter für sich

und das eigene Unternehmen zu

gewinnen.

Überzeugungskraft ist gefragt,

eine überzeugende Wertekultur

fast immer schon Voraussetzung.

Darauf zu hoffen, dass sich die

Lage perspektivisch entspannt, ist

für Personalchefs für lange Zeit

keine Option, denn laut dem IHK-

Fachkräftemonitor fehlen allein in

der Region Heilbronn-Franken

bis zum Jahr 2030 jährlich mindestens

11 000 Fachkräfte.

Eine Situation, die gerade kleine

und mittlere Unternehmen vor

große Herausforderungen stellt.

Die Region wird flächenweit gerade

von dieser Branchenstruktur

getragen und auch wenn die hohe

Zahl an sogenannten Hidden

Champions (78) zeigt, dass die

heimischen Firmen durchaus wissen,

wie Produkt und Marke gemacht

wird, laufen viele der Unternehmen

Gefahr „bei der Stellensuche

durchs Raster“ zu fallen. Die

Firmen müssen gegenüber den Bewerbern

„als Arbeitgeber sichtbar

werden“, dazu braucht es angesichts

des enormen Wettbewerbs

auch „ein maßgeschneidertes Employer

Branding“.

Auch kleine Betriebe

haben ihre Chancen

Gerade Familienbetriebe können

hier punkten, denn wie gleich

mehrere Untersuchungen in jüngster

Zeit ergaben, suchen gerade

junge Einsteiger das, was kleine

und mittlere Unternehmen bieten

können: flache Hierarchien, direkter

Kontakt nach ganz oben oder

Verantwortung für komplexe Projekte.

Auch wenn Employer Branding

als Prozess im Personalbereich angesiedelt

ist, „ist es Teil einer langfristigen

Unternehmensstrategie

und damit absolute Chefsache“,

sagt auch Diplom-Kommunikationsdesignerin

Rotraud Diwan, Director

Employer Brand Strategie

TMP Worldwide Advertising mit

Sitz in New York, eine der weltweit

führenden Agenturen für Employer

Branding und Personalmarketing.

Wenn Mensch auf Marke

trifft, ist die externe Kommunikation

von entscheidender Bedeutung

und es gilt, „sich genaueste

Gedanken“ darüber zu machen,

wie die Unternehmen mit den potentiellen

Mitarbeitern in Kontakt

kommen und „wie die Touchpoints

gestaltet werden“, um die

Erwartungen der Kandidaten zu erfüllen

oder gar zu übertreffen.

Dabei gilt: Willkommen in der digitalen

Welt. Social-Media-Kanäle

wie Xing, LinkedIn, Facebook

oder Twitter bieten authentische

Einblicke ins jeweilige Unternehmen

und ihr Einsatz ist allein

schon deshalb Pflicht.

„Am Profil eines Unternehmens

muss man permanent dranbleiben

und egal was man tut, immer

wieder gegenspielen und hinterfragen,

ist das so wie wir auftreten

wollen, stimmt das Profil noch“,

sagt etwa Maike Querengässer.

Die Wirtschaftsingenieurin bei

Bürkert Fluid Control Systems hat

als Mitglied der Geschäftsleitung

Gesamtverantwortung für den Bereich

Personal und Organisation

und in dieser Verantwortung ihren

Teil dazu beigetragen, dass

Bürkert heute unter den „Top-Arbeitgebern

Deutschlands“ gelistet

ist.

Für die Personalleiter der Ingelfinger

Firmen-Gruppe ist eine solche

Auszeichnung ein gutes Zeichen:

„Die rasanten Veränderungen, die

seit einiger Zeit in der Arbeitswelt

zu beobachten sind, stellen uns

als Arbeitgeber vor ganz neue Herausforderungen.“

Für die ausgewiesene

Fachfrau steht fest, dass

es mehr denn je gilt, „auf die Mitarbeiter

einzugehen und ein attraktives

Arbeitsumfeld und gute

Arbeitsbedingungen“ zu bieten.

Nicht nur bei Bürkert gilt: „In einer

sich dynamisch ändernden Arbeitswelt

zwischen Technisierung,

Personalsuche: Marke trifft auf Mensch.

Globalisierung und demografischem

Wandel ist und bleibt der

Mitarbeiter das Herzstück eines

Unternehmens“. Nun hat ein Weltunternehmen

wie der Ingelfinger

Steuerungsspezialist auf diesem

Gebiet langjährige Erfahrung und

auch die entsprechenden Mittel,

die eigene Markenbildung voranzutreiben.

Was aber tun, wenn der

eigene Betrieb klein und die Ressourcen

begrenzt sind? „Bei der

strategischen Personalplanung

steht die Kammer den kleinen und

mittelständischen Unternehmen

beratend und unterstützend zur

Seite“, sagt Elke Döring und verweist

unter anderem auf die „Fachkräfte-Toolbox“

der IHK. Neben

erfahrenen Beratern findet sich allein

auf der IHK-Homepage ein

umfangreiches Angebot an Information

– von „A wie Analyse“ bis

Foto: Berufebilder

„W wie Workshops“. Die Fachkräftesicherung

über ein ausgeklügeltes

Employer Branding beginnt

für die Hauptgeschäftsführerin allerdings

schon bei der Ausbildung.

Elke Döring verweist auch

auf das Programm Dualis, ein Angebot

mit dem die betriebliche

Ausbildungsqualität verbessert

werden soll. Über 80 Firmen sind

mittlerweile zertifiziert und können

so mit dem Label „ausgezeichneter

Ausbildungsbetrieb“ bei Jugendlichen

für sich werben. Ein

ganzes Bündel von unterstützenden

Maßnahmen findet sich auch

in dem von der Kammer geführten

Fachkräftebündnis Heilbronn-

Franken. Um die Firmen dabei zu

unterstützen, haben die Bündnispartner

Agenturen für Arbeit Heilbronn

und Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim,

der Arbeitgeberverband

Heilbronn-Franken, DGB

Region Nordwürttemberg, die

Handwerkskammer Heilbronn-

Franken und die Wirtschaftsregion

Heilbronn-Franken GmbH

vor sechs Jahren eine Allianz für

Aus- und Weiterbildung geschaffen.

Doch auf allgemeine Hilfe allein

zu setzen, reicht nicht. Es gilt dabei,

sich wirklich etwas einfallen

zu lassen, denn gerade junge

Leute sind anspruchsvoll. „Zahnbürsten,

Rasenmäher und Hundefutter

werden professioneller und

emotionaler beworben als das eigene

Unternehmen“, stellte Jörg

Buchmann, Leiter Personalmanagement,

bei den Verkehrsbetrieben

Zürich beim jüngsten Fachkräfteforum

in der Region vielen

Führungskräften nicht unbedingt

das beste Zeugnis aus. Jörg Buchmann

fordert Empathie: „Personalmarketing

muss immer auch

ein wenig Spaß machen“.

www.heilbronn.ihk.de

www.buerkert.de

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Der mutigen Seite vertrauen

Ein Einstieg bei Würth bietet Perspektiven – beruflich und persönlich

Würth ist Deutschlands führender

Partner des Handwerks und

Weltmarktführer für Montagetechnik.

Neben dem Handel mit

Schrauben, Schraubenzubehör

und Dübeln gehören auch

chemisch-technische Produkte

wie Silikon, Möbel und Baubeschläge,

Werkzeuge, Maschinen

und passende Bevorratungsund

Entnahmesysteme zum

Sortiment.

Dabei arbeitet Würth direkt mit

seinen Kunden zusammen —

professionellen Anwendern aus

Handwerk, Bau und Industrie.

Somit gehört der Schreiner von

nebenan ebenso zum Kundenkreis

wie große Firmen und Bauunternehmen.

Deutschlandweit rund

3200 Außendienstmitarbeiter, über

470 Verkaufsniederlassungen und

verschiedene E-Commerce-Lösungen

ermöglichen den Kunden

einen bequemen Einkauf rund um

die Uhr.

Hohes Vertrauen und

Eigenverantwortung

Die Kultur von Würth ist geprägt

von Vertrauen und viel Eigenverantwortung.

Ein besonderes

Arbeitsklima und eine Gemeinschaft,

bei der alle an einem Strang

ziehen. Wer gerne Verantwortung

übernimmt und Eigeninitiative

zeigt, hat bei Würth die besten

Voraussetzungen, seine Ideen und

Kreativität im Beruf einzubringen.

Im Herzen ein

Familienunternehmen

Im Laufe der Jahre zu einem

Weltkonzern herangewachsen, ist

Würth im Herzen stets ein Familienunternehmen

geblieben: Das

macht sich in einem von großer

Herzlichkeit und starkem Zusammenhalt

geprägten Miteinander

bemerkbar. Für die Mitarbeiter

ist das nicht nur täglich bei der

Arbeit, sondern auch bei den vielen

Aktivitäten spürbar, die für sie

neben dem Tagesgeschäft geboten

werden. Von einem vielseitigen

Sport- und Entspannungsangebot,

dem Würth Open Air, über Familienfeste

bis hin zur WM Party mit

Public Viewing ist alles geboten.

Nachhaltige

Personalentwicklung

Durch das breitgefächerte

Seminarangebot der hauseigenen

Akademie bietet Würth jährlich in

über 350 Seminaren, Workshops

und Coachings ganzheitliche und

nachhaltige Entwicklungsmaßnahmen

für Fach- und Führungskräfte

auf allen Hierarchieebenen. Zudem

gibt es über die Akademie Würth

Business School die Möglichkeit,

sich berufsbegleitend akademisch

weiterzubilden.

[pm]

ICH ZEIGE

GERNE, WAS

ICH KANN.

Aber muss ich

im neuen Job den

Ball erst mal

flach halten?

Franziska über ihre Tätigkeit im Bereich der Niederlassungsrevision bei

Würth.

Foto: Würth

Spannende

Einstiegsmöglichkeiten:

» Praktikum und Abschlussarbeit

» Ausbildung und

DH-Studium

» Trainee-Programm

» Direkteinstieg

» Vertrieb Außendienst und

Niederlassungen

» Logistik

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Bei Würth spielst du vom ersten Tag an eine wichtige Rolle. Wir suchen Teamplayer,

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28 Employer Branding

August 2018 I Jahrgang 17 I Nr. 194

„Oft sagen Bilder mehr als Worte“

Michael Keller, Geschäftsführer der Werbeagentur Keller + Brennecke, über Employer Branding.

INTERVIEW VON ANNIKA SCHNEIDER

REGIOBUSINESS Herr Keller, in

Zeiten der Digitalisierung und des

Fachkräftemangels setzen viele Firmen

auf Employer Branding. Was

versprechen Sie sich davon?

MICHAEL KELLER Als Inhaber

einer Werbeagentur gibt es dabei

für mich zwei Seiten: zum einen

unsere eigene Arbeitgeber-Marke,

zum anderen das Thema Employer

Branding als Bestandteil

unserer Leistungen. Unser Kerngeschäft

ist Kommunikation. Natürlich

legen wir großen Wert darauf,

uns als Arbeitgeber-Marke effektiv

am Markt zu positionieren.

Entsprechend folgt unsere Personalkommunikation

bestimmten

Richtlinien – und sie vermittelt

klare Botschaften. Nicht ausschließlich

sachlich, sondern bewusst

kreativ, um potenzielle Bewerber

ebenso auf emotionaler

Ebene ansprechen zu können.

Wer kreative Menschen sucht,

muss sich auch selbst fantasievoll

darstellen.

In Bezug auf das Employer Branding

als Agenturleistung stelle ich

fest, dass das Thema zunehmend

den Stellenwert erhält, den es verdient.

Immer mehr Unternehmen,

auch kleinere Firmen des Mittelstands,

investieren in attraktive, fo-

Geschäftsführer: Michael Keller ist sich sicher, dass in Zukunft

mehr Online-Jobbörsen genutzt werden, um langfristig geeignete

Fachkräfte zu finden.

Foto: Keller + Brennecke

kussierte Personalkommunikation.

Das ist unverzichtbar. Denn

wir alle kennen den zunehmenden

Fachkräftemangel und die

weitere gesellschaftliche Entwicklung,

Stichwort: „demografischer

Wandel“.

REGIOBUSINESS Und setzen Sie

diese Maßnahmen auch in Ihrem

Unternehmen um?

MICHAEL KELLER Ja – wir haben

unter anderem ein internes

Leitbild definiert: Was macht einen

Mitarbeiter von Keller +

Brennecke aus? Wie ist der Umgang

untereinander und wie verhalten

wir uns gegenüber Kunden

und Partnern? Diese und viele weitere

Fragen werden darin erörtert.

Aufgrund diverser strategischer

Veränderungen, die sich allesamt

2018 vollzogen haben, stellen

wir uns aktuell neu in der

Kommunikation auf. Dies wird

sich auch auf unsere Personalkommunikation

auswirken. Unabhängig

von der Strategie und der

konkreten Ausrichtung: An Stellenausschreibungen,

ob gedruckt

oder online, kommt man als Unternehmen

in einem besonders dynamischen

Arbeitnehmermarkt

nicht vorbei. Für unsere Agentur

entwickeln wir zudem immer wieder

neue, begeisternde Recruiting-Videos.

Oft sagen Bilder einfach

mehr als tausend Worte. Das

gilt für bewegte Bilder umso

mehr.

REGIOBUSINESS Welche Strategien

verfolgen Sie?

MICHAEL KELLER Aktuell ist es

noch so, dass wir in erster Linie

auf vakante Positionen in Form

von Stellenausschreibungen reagieren.

Im Zuge unserer anstehenden

Neuausrichtung möchten wir

das Personalmarketing mit noch

mehr Weitsicht gestalten. Das

heißt im Idealfall: Noch bevor

sich eine neue Stelle bei uns ergibt,

sind – durch Initiativ-Bewerbungen

und einen qualifizierten

Bewerber-Pool – bereits die passenden

Kontakte bei uns vorhanden.

Als Werbeagentur möchten

wir Begehrlichkeit wecken, auch

für uns als Arbeitgeber-Marke.

REGIOBUSINESS Welche Bedeutung

hat die klassische Werbung

in Ihren Augen heute noch? Oder

was muss man tun, um als Arbeitgeber

attraktiv zu sein?

MICHAEL KELLER Jahrzehntelang

waren gedruckte Stellenanzeigen,

zum Beispiel in Tageszeitungen,

das wichtigste Medium in der

gesamten Personalkommunikation.

Durch den digitalen Wandel

hat sich das merklich geändert. In

vielen Fällen sind Online-Jobbörsen

heute die bessere Wahl um

passende Mitarbeiter zu gewinnen.

Ein wichtiger Grund ist ganz

einfach: deutlich geringere Kosten.

Nicht zu unterschätzen sind

außerdem die Potenziale sozialer

Kanäle. Arbeitgeber müssen ihre

Mitarbeiter und potenzielle Bewerber

als Zielgruppe ernst nehmen

und sie nicht als Randfiguren betrachten.

Diese Erkenntnis führt

dann fast schon automatisch zu einer

professionellen Personalkommunikation.

Nicht zu vergessen

sind die Nachwuchskräfte. Viele

Ausbildungsstellen bleiben schon

heute unbesetzt. Diese Situation

wird sich weiter verschärfen. Der

Kampf um die besten Azubis und

Studenten hat längst begonnen –

mit harten Bandagen.

REGIOBUSINESS Woran messen

Sie den Erfolg von Employer

Branding?

MICHAEL KELLER Konkret spüren

wir den Erfolg der Maßnahmen

an der Anzahl der Bewerbungen

für ausgeschriebene Stellen –

und an Initiativ-Bewerbungen, beispielsweise

auch für Praktika

oder eine Ausbildung bei Keller +

Brennecke. Über gezieltes Monitoring

beobachten wir darüber hinaus

die Besucherzahlen auf den

Karriereseiten unserer Website.

REGIOBUSINESS Die sogenannte

„Work-Life-Balance“, betriebliche

Sportangebote und

Gleitzeiten sind in aller Munde.

Denken Sie, dass in Zukunft immer

mehr Arbeitgeber darauf

Wert legen?

MICHAEL KELLER Arbeitnehmer

stellen ganz andere Anforderungen

als noch vor 20 Jahren.

Ein Arbeitsplatz muss heute in vielerlei

Hinsicht für Zufriedenheit

sorgen. Ich selbst bin offen, wenn

meine Mitarbeiter um eine Flexibilisierung

der Arbeitszeit bitten.

Selbstverständlich in einem gewissen

Rahmen. Zu gewissen Zeiten

müssen alle vor Ort sein – um

Kunden zuverlässig zu bedienen

oder einfach nur für gemeinsame

Besprechungen. Dass in einer

Werbeagentur der Spaß nicht zu

kurz kommen darf ist sowieso

klar. Kleine Gimmicks, wie unser

Kickertisch im Foyer, leisten dafür

sicherlich ihren Beitrag. Viel wichtiger

aber: dass die Arbeit erfüllend,

sinnstiftend und abwechslungsreich

ist.

www.keller-brennecke.de

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Zukunftsperspektiven

bei Bausch+Ströbel

Sich zu Hause fühlen. Den Horizont erweitern. Neues entwickeln.

Welche Vorteile bietet ein regional

verwurzeltes und global

ausgerichtetes Familienunternehmen

wie Bausch+Ströbel

seinen Mitarbeitern?

Sich zu Hause fühlen.

Den Horizont erweitern.

Neues entwickeln.

Bausch+Ströbel Personalleiterin Kerstin Blum mit Geschäftsführer

Bernhard Frisch.

Foto: Bausch+Ströbel

„Wenn man sich die Welt um

uns herum so anschaut ist es fast

nicht zu glauben, dass es noch

Unternehmen wie Bausch+Ströbel

gibt, die ein so stabiles und

sicheres Umfeld bieten“, so Kerstin

Blum, Personalleiterin beim 1.400

Mitarbeiter zählenden Spezialmaschinenhersteller

aus Ilshofen.

Seit über 50 Jahren konstruiert,

baut und vertreibt Bausch+Ströbel

weltweit Verpackungs- und Produktionssysteme

vorwiegend für

die pharmazeutische Industrie.

„Was das Unternehmen so auszeichnet,

ist eine ganz besondere

Mischung“, sagt Bernhard

Frisch, der als kaufmännischer

Geschäftsführer im März neu zu

Bausch+Ströbel kam. „Hier kann

man sich als Mitarbeiter schnell zu

Hause fühlen. Gleichzeitig bieten

sich zahlreiche Möglichkeiten, den

Horizont zu erweitern und die eigene

Zukunft und die des Unternehmens

aktiv mitzugestalten.“

Doch was bedeuten die Einschätzungen

von Blum und Frisch

konkret?

„Unsere bemerkenswert flachen

Hierarchien – bei uns gibt es maximal

drei Ebenen – und die damit

verbundenen schnellen Entscheidungswege

vereinfachen vieles“,

sagt Blum und ergänzt: „Gleichzeitig

bieten sich unseren Mitarbeitern

viele Entwicklungsmöglichkeiten

und Karrierechancen, sei es in

Form einer Projektleiter-, Fachspezialisten-

oder Führungskräftelaufbahn.

Unabhängig davon, für

welche Richtung sich der Einzelne

entscheidet, ist für uns jeder Mitarbeiter

gleich wichtig.“

Mit dieser konsequenten und fortwährenden

Personalentwicklung

sichert sich das Unternehmen seine

Zukunftsfähigkeit, zum Beispiel

beim Thema Digitalisierung. Nicht

umsonst bezeichnete das Handelsblatt

im Oktober letzten Jahres

Bausch+Ströbel als „Industrie 4.0

Vorreiter“.

Eine Vorreiterrolle, die die Ilshofener

Stück für Stück weiter auch

global ausbauen werden, denn 90

Prozent der Kunden sind international.

Für Frisch ein weiterer

Pluspunkt für die Mitarbeiter: „Regional

und international – das ist

bei uns kein Widerspruch. Aus dem

Stammhaus Ilshofen heraus –

in dem wir stark verwurzelt sind

und dies auch bleiben werden

– setzen wir unseren Fokus auf

die weitere Internationalisierung

unserer Firma. Eine spannende

Aufgabe für unsere Mitarbeiter, die

auch international gestalten und

Bausch+Ströbel aktiv mit weiterentwickeln

wollen.“

[pm]

Vorteile auf einen Blick

• Anspruchsvolle Aufgaben

und sehr gute Karrierechancen

• Flache Hierarchien und

schnelle Entscheidungswege

• Sichere Arbeitsplätze in

einer stabilen und stetig

wachsenden Branche

• Attraktives Entgeltsystem

B+S STEP & flexible Arbeitszeitmodelle

• Personalentwicklung und

Weiterbildung in der

B+S Akademie

www.bausch-stroebel.com

Interessante Perspektiven im Bereich

Maschinenbau für die Pharmaindustrie

www.karriere.bausch-stroebel.com


August 2018 I Jahrgang 17 I Nr. 194

Employer Branding 29

Auszeichnungen heben Firmenimage

In Zeiten des Fachkräftemangels wollen Unternehmen als guter Arbeitgeber wahrgenommen werden.

VON MARIUS STEPHAN

Immer wieder küren verschiedene

Publikationen die besten

Arbeitgeber des Landes. Eines

der größtangelegten Rankings ist

jenes von Focus Money. Und obwohl

sich auf den vorderen Plätzen

natürlich regelmäßig die großen

Namen mit viel Strahlkraft

tummeln – 2018 ging zum Beispiel

Rang 1 der Top-Arbeitgeber

über alle Branchen an Adidas –

haben auch mittelständische Unternehmen

das Plus für das eigene

Image entdeckt.

SPITZENPLATZ Und so finden

sich auf den Listen der besten Arbeitgeber

der Republik auch namhafte

Unternehmen aus der Region

Heilbronn-Franken. Immer

wieder vorne mit dabei ist im Focus-Ranking

die Bauunternehmung

Leonard Weiss mit Sitz in

Satteldorf. Den prestigeträchtigen

Titel „Top-Arbeitgeber“ bewertete

das Unternehmen auch in der Vergangenheit

als Anlass, sich weiter

zu verbessern: „Wir freuen uns

sehr über diese Auszeichnung“,

erklärte Volker Krauß, Vorsitzender

der Geschäftsführung von Leonhard

Weiss, der erst vor wenigen

Tagen den Vorsitz an seinen

Nachfolger Dieter Straub übergab.

„Es ist die Bestätigung für unsere

Aktivitäten einer modernen,

zukunftsorientierten Personalarbeit.

Wir sehen es als Ansporn:

neue Projekte, insbesondere zum

Thema Beruf und Familie sind bereits

in Arbeit.“ Auch der Ventilatorenbauer

EBM-Papst aus Mulfingen

bestätigt die Wichtigkeit, einer

gut funktionierenden Firmenkultur:

„Seit Unternehmensgründung

vor 50 Jahren leben wir eine

Unternehmenskultur, die den

Menschen in den Mittelpunkt

stellt,“ teilte das Unternehmen zu

einer der zahlreichen Top-Platzierung

in den letzten Jahren mit.

Die Liste ist indes lang: Firmen

wie Würth, Ziehl-Abegg oder Bürkert

sind Kandidaten, die bereits

mehrfach namentlich im oberen

Drittel der „besten Arbeitgeber“

auftauchten.

PARTNER Besonders Karriereund

Businessportale beteiligen

sich an der Erstellung der Listen

der besten Arbeitgeber. So arbeitet

das Magazin Focus in der Vergangenheit

mit Plattformen wie

Xing oder Kununu zusammen.

Diese verfügen über die benötigten

Nutzerzahlen, um der Erhebung

Relevanz zu verschaffen. Das

jüngste Beispiel: Die Firma Gemü

Apparatebau mit Sitz in Ingelfingen-Criesbach

wurde von Yourfirm,

einer Online-Jobbörse für

den Mittelstand im deutschsprachigen

Raum, als „Top-Arbeitgeber

im Mittelstand 2018“ ausgezeichnet.

Yourfirm.de vergibt das

Siegel seit 2015. Das Karriereportal

will mit dieser Auszeichnung

Betriebsklima: Stress und unrealistische Ziele setzen den Mitarbeitern zu. Moderne Firmen fördern den gesundheitlichen Ausgleich. Foto: NPG-Archiv

Jobsuchenden mehr Orientierung

auf der Suche nach interessanten

Arbeitgebern im Mittelstand, vor

allem den sogenannten „Hidden

Champions“, geben.

Das Besondere an dieser Auszeichnung:

Anstelle von Umfragen, die

in der Regel eine relativ niedrige

Teilnahmequote und somit nur bedingt

aussagekräftige Datenbasis

haben, wird für das Siegel „Top-

Arbeitgeber im Mittelstand“ das

Zugriffs- und Leseverhalten der

User auf www.yourfirm.de auf

mehr als 60 000 Stellenanzeigen

innerhalb eines Jahres ausgewertet.

Bewertungskriterien sind unter

anderem die Zahl der User,

die ein Unternehmen im Schnitt

pro Stellenanzeige und Firmenprofil

erreicht, der Prozentsatz der

User, die die Inhalte tatsächlich

durchlesen, also entsprechend

lange auf der Seite verweilen sowie

der Anteil der Leser, die eine

bewerbungsnahe Aktion vornehmen,

indem sie zum Beispiel auf

den Website-Link des Unternehmens

klicken.

Basierend auf diesen drei Kategorien

wird ein „Beliebtheitsindex“

für jeden Arbeitgeber ermittelt.

Die 1000 am besten bewerteten

Firmen erhalten das Siegel „Top-

Arbeitgeber im Mittelstand 2018“.

Yourfirm-Geschäftsführer Dirk

Kümmerle erklärt die Intention

der Auszeichnung auf seinem Portal:

„Statt Großkonzerne oder Zeitarbeitsfirmen

stehen auf Yourfirm.de

ausschließlich mittelständische

Unternehmen im Fokus.

Mit dem Siegel Top-Arbeitgeber

im Mittelstand 2018 wollen wir

dazu beitragen, Arbeitgeber aus

dem Mittelstand noch mehr ins Bewusstsein

von Jobsuchenden zu

rücken“.

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Monitore, Displays und Co.

DATA MODUL ist seit Jahrzehnten erfolgreich am Markt – stabil und modern

DATA MODUL ist einer der weltweit

führenden Spezialisten für Displayund

Systemlösungen für professionelle

Anwendungen in vielen

Branchen. Am Standort Weikersheim

beschäftigt das Unternehmen

rund 400 Mitarbeiter in Verwaltung,

Entwicklung, Logistik und Produktion

und ist so ein attraktiver

Arbeitgeber in der Region.

Die Entwicklung im Smartphoneund

Tabletbereich hat sich auf die

Industrie übertragen und erzeugt

eine steigende Nachfrage nach den

modernen Displaylösungen von

DATA MODUL, wie sie in der Industrie,

auf Flughäfen und Bahnhöfen

zu finden sind. Der sich verändernde

Bedarf hat das Unternehmen

zu strategischen Maßnahmen

» MIT DEM KNOW-HOW

UNSERER MITARBEITER

UND UNSERER TECHNOLO-

GIE SIND WIR IN DER LAGE,

DIE VISIONEN UND AN-

FORDERUNGEN UNSERER

KUNDEN UMZUSETZEN.

WIR STELLEN UNS DEN

HERAUSFORDERUNGEN

DER ZUKUNFT. «

Michael Scheuenstuhl, Geschäftsführer

DATA MODUL Weikersheim

DATA MODUL investierte in den vergangenen Jahren massiv in den

Bereich Optical Bonding und ist heute Technologieführer in Europa.

Foto: DATA MODUL

veranlasst. Gerade in Weikersheim

wurden in den vergangenen Jahren

Erweiterungen in den Bereichen

Geräteentwicklung, Maschinenpark,

Logistik, Montagelinien und

Reinraumflächen vorgenommen

und neue Grundstücks- und

Gebäudeflächen erworben. Die

Mitarbeiterzahl wächst kontinuierlich

und als Ausbildungsbetrieb –

auch für Duale Studiengänge – ist

DATA MODUL hochinteressant.

Denn der Schlüssel zum Erfolg sind

die Mitarbeiter, die durch Innovationskraft,

Qualitätsbewusstsein

und Know-how die Zukunft des

Unternehmens vorantreiben.

Heute sind in der Industrie

hochwertige, standardisierte und

individualisierte Mensch-Maschine-Schnittstellen,

von Komponenten

in Miniaturgröße, bis zu Komplettsystemen

(Videowall) gefragt.

DATA MODULs Displaylösungen

finden sich in Industrieanwendungen

auf der ganzen Welt, ob beim

Einkauf im Supermarkt oder – seit

der Medizinzertifizierung im Jahr

2016 – auch verstärkt in medizinischen

Geräten. Spezialangefertigte

Maschinen optimieren Displays in

puncto Sicherheit, Ablesbarkeit und

Design. Hochklassige Technologie

aus dem Taubertal. Eine verantwortungsbewusste

Unternehmenssteuerung,

herausragender Teamgeist,

Zusammengehörigkeitsgefühl

und Freude an der Arbeit sind die

Garanten dafür, den erfolgreichen

Weg der vergangenen Jahre

fortzusetzen. Das Unternehmen

ist immer auf der Suche nach

hochmotivierten und gut ausgebildeten

Fachkräften, die Teil der

über 60-jährigen Erfolgsgeschichte

werden wollen.

[pm]

Die DATA MODUL AG ist

weltweit einer der führenden

Spezialanbieter von Display-,

Touch-, Embedded-,

Monitor- und Panel PC-Lösungen

für professionelle

Applikationen. Das Unternehmen

hat sich als Display

Technologiepartner der

Industrie und europäischer

Marktführer im Bereich Displaydistribution

etabliert.

Fokus liegt auf der Entwicklung

eigener Produkte, kundenspezifischer

Lösungen

und Value-Added-Services.

www.data-modul.com

TECHNIK IM TAUBERTAL

Mit über 400 Mitarbeitern und 45 Jahren

Marktpräsenz hat sich DATA MODUL als einer

der weltweit führenden Spezialanbieter von

Display-, Touch- und Systemtechnologien

für die Industrie, Medizintechnik und eine

Vielzahl weiterer Branchen etabliert.

TOP

ARBEITGEBER

DER REGION

DATA MODUL Weikersheim GmbH | www.data-modul.com


30 Employer Branding

August 2018 I Jahrgang 17 I Nr. 194

Sicherheit statt Geld und Karriere

Noch immer sind viele Stellenanzeigen auf Akademiker zugeschnitten, dabei suchen Unternehmen heute vor allem Fachkräfte mit abgeschlossener

Berufsausbildung. Beim „Employer Branding“ müssen sie daher viel stärker auf die Bedürfnisse dieser Zielgruppe eingehen – hier ein paar Tipps.

Wir riefen Arbeitskräfte,

und es kamen Menschen“

– diesen Satz

sagte der Schriftsteller und Architekt

Max Frisch einst in Bezug auf

die ersten Gastarbeiter in Westdeutschland

und der Schweiz in

der Nachkriegszeit. Doch lässt

sich das Zitat ebenso gut ummünzen

auf die heutige Situation vieler

Unternehmen: Fachkraft ist nicht

gleich Fachkraft – das ist eine Lektion,

die viele lernen müssen,

wenn sie auf der verzweifelten Suche

nach qualifizierten Mitarbeitern

sind. Denn wer im harten

Wettbewerb um die besten Köpfe

am Arbeitsmarkt bestehen will,

muss sie als Persönlichkeiten mit

individuellen Wünschen und Bedürfnissen

wahrnehmen und sie

entsprechend begeistern.

LOCKMITTEL Wird diese Erkenntnis

bereits umgesetzt? Ein

Blick in die gängigen Stellenanzeigen

lässt zweifeln: Immer wieder

ist die Rede von herausragenden

Karrierechancen, vielfältigen Entwicklungsmöglichkeiten

und einem

üppigen Gehalt. Sind das richtigen

Lockmittel für Fachkräfte?

Nicht unbedingt, wie aus einer Studie

des Portals meinestadt.de hervorgeht:

Was für Akademiker

wichtige Aspekte bei der Jobwahl

sein mögen, sei für Nicht-Akademiker

noch lange nicht zwingend

attraktiv – Fachkraft ist eben nicht

gleich Fachkraft. Nicht-akademische

Fachkräfte seien nämlich vor

allem an einem sicheren Arbeitsplatz,

einem guten Betriebsklima

und einem pünktlich gezahlten Gehalt

interessiert. Doch hier liegt

das Problem bei vielen Stellenausschreibungen:

Sie sind immer

noch viel zu standardisiert und

auf die Ansprüche von Akademikern

zugeschnitten.

Die Top 3 unter den wichtigsten Sicherheitsfaktoren

für Fachkräfte

sind ein unbefristeter Vertrag,

pünktliches Gehalt sowie ein gesundes

und stabiles Unternehmen.

Bei der Bewerbersuche sollten

Unternehmen daher genau

diese Punkte hervorheben.

FREIZEIT Noch zwei Aspekte finden

bisher wenig Beachtung: Aus

anderen Umfragen geht hervor,

dass Arbeitnehmer mit Berufsausbildung

sehr viel Wert auf Freizeit

legen. Logisch: Wer auf Sicherheit

aus ist, strebt nicht die große Karriere

an. Und wer in der Unternehmenshierachie

nicht unbedingt

aufsteigen will, der möchte auch

nicht viele Überstunden schieben,

sondern lieber das Leben jenseits

beruflicher Verpflichtungen genießen.

Und: Viele Befragte, die mit

ihrem aktuellen Job unzufrieden

Strategie: Auch mit einfachen Methoden können Unternehmen Aufmerksamkeit erregen. Wer bei Bewerbern

aber nachhaltig punkten will, sollte ein stimmiges Konzept erarbeiten.

Foto: Doc RaBe/Fotolia.com

sind, beklagen mangelnde Wertschätzung

durch ihren Vorgesetzten.

Es lohnt sich für ein Unternehmen

also durchaus, Führungskräfte

in Kommunikation und anderen

Fähigkeiten zu schulen.

Folgende Tipps sollten Unternehmen

beim Employer Branding für

Fachkräfte berücksichtigen: Fachkräfte

wollen als Zielgruppe ernstgenommen

werden. Nicht-akademische

Zielgruppen sind in vielen

Branchen begehrt – und wissen

das. Arbeitgeber sollten hier von

„Selektion“ auf „Gewinnen“ umschalten

und entsprechende Argumente

entwickeln. Das gesamte

Employer Branding muss neu konzipiert

werden – weg von Standversprechen

wie „attraktiven Karrierechancen“

und „hervorragenden

Entwicklungsmöglichkeiten“. Um

eine vor allem nicht-akademische

Zielgruppe zu begeistern, braucht

es neue Ansätze.

Trotzdem gilt: Auch nicht-akademische

Fachkräfte sind keine homogene

Gruppe. Arbeitgeber sollten

ihre Kernzielgruppen kennenlernen

und verstehen, was sie an

einem Arbeitgeber reizt und was

sie verschreckt. Mit Karriereversprechen

ist oft nicht mehr zu

punkten: Fachkräfte mit abgeschlossener

Berufsausbildung

wünschen sich Sicherheit, Wertschätzung

und eine ausgeglichene

„Work-Life-Balance“, Aufstiegschancen

sind ihnen weit weniger

wichtig.

KONKRET Eine alarmierende

Zahl: Nicht mal jeder Zehnte findet

aktuelle Stellenanzeigen sehr

überzeugend. Was gut ankommt,

sind Sätze, die konkret auf Urlaubsgeld,

Sonderzahlungen oder

familienfreundliche Arbeitsmodelle

eingehen. Floskeln à la

„Freuen Sie sich auf eine spannende,

vielseitige und verantwortungsvolle

Tätigkeit“ rufen bei vielen

Bewerbern nur noch ein müdes

Lächeln hervor.

Ganz wichtig auch: Fachkräfte

sind Teamplayer. Sie empfinden

ihre Arbeit als sinnvoll, wenn sie

sich als Teil einer Gemeinschaft

fühlen – auch das geht aus der

meinestadt.de-Studie hervor. Das

sollten Arbeitgeber ernst nehmen

und darauf eingehen.

Passend zum Thema „Sinnhaftigkeit“:

Über die Hälfte der befragten

Fachkräfte möchte im Job etwas

Gutes bewirken. Das sollte

die Unternehmen eigentlich

freuen, denn es spricht dafür,

dass die Bewerber nach wie vor

eine hohe Motivation mitbringen.

Dieses Potenzial gilt es zu nutzen

und in produktive Bahnen zu lenken.

Zu guter Letzt: Fachkräfte sollten

regional angesprochen werden.

Während viele Akademiker eine

internationale Karriere anstreben,

spielt die Nähe zur Heimat oder

zur vertrauten Umgebung besonders

für nicht-akademische Fachkräfte

eine große Rolle. Kein Krankenpfleger

will von Künzelsau

nach Köln, keine Busfahrerin von

Heilbronn nach Hamburg ziehen

– außer aus privaten Gründen.

Und das müssen sie auch nicht,

denn in vielen Berufen haben sie

heute eine große Auswahl – auch

vor der eigenen Haustür. pm/flu

www.employerbranding.org

Aldi pusht Auftritt

Der Discounter präsentiert sich in der neuen Kampagne als attraktiver Arbeitgeber.

Aldi kennt jeder: Der Discounter

bietet günstige

Preise, ein umfangreiches

Angebot und jede Menge Sonderangebote.

Insgesamt arbeiten für Aldi Süd

in Deutschland mehr als

43 400 Mitarbeiter. Das Unternehmen

bildet etwa 5200 Lehrlinge

aus, es bietet ein duales

Studium und weitreichende Karrieremöglichkeiten,

leistungsgerechte

Bezahlung und vor allem

unbefristete Jobs von Anfang

an: Das alles macht Aldi zu

einem attraktiven Arbeitgeber.

Schwer vorzustellen, dass auch

der Discounter sich Sorgen um

zukünftige Arbeitskräfte machen

muss.

Aber genau das tut er. Seit drei

Tagen jedenfalls macht Aldi Süd

Werbung in eigener Sache. Unter

dem Slogan „Für mich. Für

uns. Für morgen.“ wirbt das Unternehmen

auf ausgewählten Kanälen

um Mitarbeiter. Die Agentur

„Territory Embrace“ hat die

Employer-Branding-Kampagne

umgesetzt und läutet sie mit

provokanten Fragen ein. Sechs

Key-Visuals zeigen ein zerwühltes

Bett, den Schatten zweier

Personen oder eine Straßenkreuzung

und fragen nach:

„Wofür stehst du jeden Morgen

auf?“, „Wofür springst du über

deinen Schatten?“ oder „Wofür

ist dir kein Weg zu weit?“ Die

Maßnahme ist Teil einer Employer-Branding-Kampagne,

die derzeit von verschiedenen

Unternehmen gestartet wird.

Kern dieser Kampagnen ist es,

das Image des Unternehmens

als attraktiver Arbeitgeber in

die Wahrnehmung zu rücken.

„Das Ziel war, eine starke, nahbare

und glaubwürdige Arbeitgebermarke

zu schaffen“, sagt

Kamila Kwasny, Director Human

Resources Marketing bei

Aldi Süd. „Mit der Kampagne

möchten wir den Bewerbern

ihre echten, zukünftigen Kollegen

vorstellen und einen authentischen

Blick in die Arbeitswelt

bei uns ermöglichen.“

Fragen, keine platten Werbebotschaften

Drei Perspektiven sind wichtig:

die Sicht der Mitarbeiter, die

Darstellung des Teamgeistes sowie

die Zukunftsfähigkeit des

Unternehmens. Der Aufbau der

Kampagne setzt sich aus zwei

Teilen zusammen. Auffallend

beim ersten Teil ist, dass keine

platten Werbebotschaften vermittelt,

sondern Fragen gestellt

werden, die bewusst provozieren

und eine breite Zielgruppe

ansprechen sollen. Diese Fragen

werden anschließend von

26 Mitarbeitern aus den unterschiedlichen

Unternehmensbereichen

– dem Verkauf, dem Logistikzentrum

oder der Verwaltung

– auf mehr als 52 verschiedenen

Motiven beantwortet. Dabei

wird jede Person sowohl im

Privaten als auch im Arbeitsalltag

gezeigt.

Arbeit und Privates unter

einen Hut bringen

Denn auch Aldi weiß: Die meisten

Mitarbeiter im Einzelhandel

sind weiblich und wer einen

Job bieten kann, bei dem sich

das Familienleben mit dem Arbeitsleben

unter einen Hut bringen

lässt, hat bessere Chancen,

qualifizierte Nachwuchskräfte

zu finden. In der neuen Employer-Branding-Kampagne

lässt der Discounter daher die

Mitarbeiter beschreiben, was

sie privat antreibt – und wie

das zu ihrem Job bei Aldi Süd

passt. Mit ihren Employer-Branding-Aktionen

hat die Unternehmensgruppe

bereits mehrfach

Auszeichnungen erhalten. Die

neue Kampagne startete Anfang

August und nutzt das ganze Werbespektrum:

Plakatflächen, Radio-

und Videospots, Spotify,

YouTube, Anzeigenschaltungen

Tageszeitungen und Publikationen,

Display-Ads und Online-

Werbebanner sowie Werbung

in den Filialen.

do/pm

www.karriere.aldi-sued.de

Ausbildung: So wirbt Aldi Süd in eigener Sache

Foto: Aldi Süd

Praxisbezogen: Die Teilnehmer der Qualifizierung erhalten in der Ausbildungswerkstatt

in Ingelfingen ihre Grundkenntnisse in den Bereichen

Metall und Elektro.

Foto: Bürkert

Geflüchtete integrieren

Die Qualifizierung Zugewanderter ist ein Weg, um Mitarbeiter

zu finden. Die Firma Bürkert ist damit erfolgreich.

Arbeitgeberwerbung in eigener

Sache ist ein Mittel, um Fachkräfte

auf sich aufmerksam zu machen.

Die Firma Bürkert aus Ingelfingen

geht noch einen anderen

Weg – und hat Erfolg damit.

Bürkert qualifiziert Geflüchtete

und integriert sie im eigenen Unternehmen.

Mit mittlerweile vier

Übernahmen in eine Festanstellung

zeige die Initiative Erfolge

echter Integration mit Perspektive,

schreibt der Fluidspezialist in

einer Pressemitteilung.

Bürkert hat vor knapp zwei Jahren

eine Initiative ins Lebens gerufen,

die Flüchtlingen durch ein

dreimonatiges Integrationspraktikum

den Einstieg in den regionalen

Arbeitsmarkt erleichtern soll.

In einer Kombination aus Theorie

und Praxis erlangen die Praktikanten

die grundlegenden Fertigkeiten

aus den Bereichen Metall und

Elektro, ergänzt durch begleitenden

Deutschunterricht an zwei

Vormittagen in der Woche.

Der mittlerweile fünfte Integrationskurs

bei Bürkert endete Mitte

Juli. Mit dabei waren sieben Praktikanten

in Vollzeit – vier aus Syrien,

zwei aus dem Irak und einer

aus Afghanistan. Parallel dazu besuchen

an zwei Tagen pro Woche

auch Schüler der VABO-Klassen

(Vorqualifizierungsjahr Arbeit

und Beruf für Jugendliche ohne

Deutschkenntnisse) in Öhringen

und der Metallfachschule Künzelsau

die ehemalige Bürkert-Ausbildungswerkstatt,

um hier ihr

Praktikum zu absolvieren. Der

nächste Kurs des Qualifizierungsprogramms

QIP startet am Montag,

10. September. Weitere Infos

unter 0 79 40 / 1 09 65 41. pm

www.buerkert.de


August 2018 I Jahrgang 17 I Nr. 194

Employer Branding 31

Eine Marke braucht ein Fundament

Petra Hesser war Geschäftsführerin von IKEA Deutschland und als Mitglied des Vorstandes Leiterin Human Resources. Die erfahrene Managerin

war damit verantwortlich für die Personalstrategie von mehr als 160 000 Mitarbeitern. Ein Gespräch über gelebte Verantwortung, die Bedeutung

einer Arbeitgebermarke und einem wertebasierten Employer Branding. INTERVIEW VON HERIBERT LOHR

Im Jahr 1984 begann Petra

Hesser ihre Karriere bei dem

schwedischen Einrichtungshaus.

Die Dynamik im Einzelhandel,

die Begegnungen mit Kunden

und Mitarbeitern sowie formschöne

Einrichtungslösungen begeisterten

die gebürtige Neckarsulmerin

während ihrer gesamten beruflichen

Laufbahn. Längere Zeit

wohnte sie in Crailsheim. Für einen

Vortrag im Möbelhaus Bohn

kam sie kurz „in die Heimat“ zurück

und referierte über den „Erfolgsfaktor

Unternehmenskultur“.

REGIOBUSINESS Employer

Branding ist heute in aller Munde.

Warum reichen nicht ein paar

schöne Videoclips? Ihr langjähriger

Arbeitgeber hat Weihnachtsbäume

aus dem Fenster werfen

lassen. Das Image von den sympatischen,

etwas schrulligen Schweden

mit dem leicht komischen Akzent

hat doch gereicht und schon

hat jeder von uns ein IKEA-Regal

zuhause stehen?

PETRA HESSER Um potentielle

Mitarbeiter zu gewinnen muss ich

heute nicht nur darlegen, was

mein Unternehmen macht, sondern

auch wer wir sind und wofür

mein Unternehmen steht. Was ist

der übergeordnete Sinn und

Zweck der Arbeit, die wir ausführen?

Welchen Beitrag leisten wir

Petra Hesser: „Die Unternehmenskultur selbst formen.“

für den Alltag der Menschen und

das gesellschaftliche Zusammenleben?

Wichtig ist zu zeigen, dass

die Antwort, die wir geben wirklich

gelebt wird und den Arbeitsalltag

bestimmt. Ein Videoclip der

Einblicke in die Arbeitsatmosphäre

und den Arbeitsplatz gibt

kann sehr gut helfen, das Bestehende

zu vermitteln.

Foto: Lohr

REGIOBUSINESS Frau Hesser,

Sie vertreten ja die Ansicht, dass

eine gute Personalarbeit und damit

der Aufbau einer Arbeitgebermarke

wertebasiert sein muss?

PETRA HESSER Eine Arbeitgebermarke

ist dann nachhaltig

stark und attraktiv, wenn sie auf

ein Fundament von gelebten Werten

bauen kann. Unternehmenswerte

sind richtungsweisend für

Denken und Handeln, für Verhalten

und Entscheiden. Wichtig ist,

dass sie von allen Mitarbeitern gelebt

werden, so dass die tatsächliche

Unternehmenskultur im Unternehmen

und die Wahrnehmung

der Marke von außen stimmig

sind.

REGIOBUSINESS Sie haben

über Jahrzehnte mit IKEA für eines

der größten Möbelhäuser in

Europa gearbeitet. Was unterscheidet

perspektivisch angelegte

Personalarbeit im Handel von anderen

Branchen? Oder ist das für

eine Managerin wie Sie am Ende

Hose wie Jacke?

PETRA HESSER Die Prinzipien

„wertebasiert führen und arbeiten“

und „Menschen – Mitarbeiter

und Kunde – in den Mittelpunkt

stellen“ gelten für mich unabhängig

von Unternehmen oder

Branche. Der Handel muss jedoch

seine Attraktivität immer

noch ein wenig mehr hervorheben.

Vielfalt in der Begegnung mit

Menschen, berufliche und persönliche

Entwicklungsmöglichkeiten,

Flexibilität und Unterschiedlichkeit

der Aufgaben sind besondere

Kennzeichen des Handels. Hier

braucht es mehr gute Beispiele

und mehr Botschafter für das, was

die Branche so besonders macht.

REGIOBUSINESS Unternehmenskultur

ist ein bedeutsamer

Erfolgsfaktor. Gibt es so etwas wie

Eckpfeiler, die eine gute Unternehmenskultur

schaffen?

PETRA HESSER Der wichtigste

Schritt ist die Entscheidung die Unternehmenskultur,

die auf den definierten

Werten basiert, selbst formen

zu wollen. Als Unternehmer

und als Führungskraft habe ich

Einfluss auf die Kultur meiner Organisation,

und damit auf die

Frage, wie Herausforderungen angenommen

werden, wie mit Widerständen

umgegangen wird,

was missachtet oder geschätzt

wird, was belohnt und anerkannt

wird, ob Veränderungen als neue

Möglichkeiten gesehen werden,

was für schlecht oder gut bewertet

wird.

REGIOBUSINESS Sie vertreten

eine Kultur der Inspiration?

PETRA HESSER Ja. Ich schaffe

als Führungskraft dann Zusammenhalt

und Enthusiasmus und

bin richtungsweisend, wenn ich

alle Mitarbeiter mit der Vision

oder Mission des Unternehmens

erreiche. Wenn ich sie inspiriere

und motiviere, ihren eigenen, besten

Beitrag zur Realisierung dieser

Vision zu leisten. Die IKEA Vision

„den vielen Menschen einen

besseren Alltag zu schaffen“ hat

mich über 30 Jahre lang jeden

Tag aufs Neue inspiriert.

REGIOBUSINESS Sie vertreten

die Ansicht, agiles Arbeiten geht

nicht ohne Mandat.

PETRA HESSER Agiles Arbeiten

heißt für mich, schnell auf komplexe

Herausforderungen des

Marktes mit neuen Lösungen zu

antworten. Ich vertraue auf selbstorganisierte

Teams, die den Gedanken

„testen und lernen“ kompetent,

effizient und verantwortungsvoll

umsetzen. Dafür brauchen

das Team und die Teammitglieder

das klare Mandat, einen erarbeiteten

Weg wirklich gehen zu

können – ohne ständige Rückversicherung

in langen, komplizierten

Entscheidungsprozessen. Dies

zu ermöglichen, ist eine Kulturfrage.

REGIOBUSINESS Unternehmen

unterliegen am Ende auch immer

ökonomischen Gesetzmäßigkeiten.

So suchen heute doch gerade

auch junge Führungskräfte oft

nach einer Work-Life-Balance.

Verstellt das nicht den Blick dafür,

dass am Ende alles auf harter,

manchmal unangenehmer Arbeit

basiert?

PETRA HESSER Eine gute Work-

Life-Balance ist kein Selbstzweck,

sondern schafft die Voraussetzung

dafür, dass ausgeglichene Mitarbeiter

sich auch den schwierigen

Anteilen der Arbeit erfolgreich

stellen. Und zwar dadurch, dass

sie den Respekt ihres Arbeitgebers

für ihre Lebenssituation spüren.

Aus diesem ganzheitlichen Ansatz

heraus gefällt es mir besser,

über Life-Balance zu sprechen.

Selbstbestimmt arbeiten

Beim Strategietreffen der Weltmarktführer in Mulfingen wurde diskutiert,

wie sich Betriebe für den Nachwuchs interessant machen können.

Das Thema „Employer

branding“ wird durchaus

auch in der Region

heiß diskutiert. So war es Ende

letzten Jahres Thema beim Strategietreffen

der Weltmarktführer

in Mulfingen. Dabei ging es

um die Generation Y, der nachgesagt

wird, sie sei verwöhnt,

narzisstisch, gleichgültig und

faul, in Person der 32-jährigen

ARD-Programmchefin („Das

Ding“) Alina Schröder. Im Gegenzug

der Unternehmer, der

mit Mut, Fleiß und Ideenreichtum

aus dem Nichts einen Konzern

mit Milliarden-Umsatz geschaffen

hat – der EBM-Papst-

Gründer Gerhard Sturm.

Die Generation Y, das sind die

22- bis 37-Jährigen, tickt anders

als der 82-jährige Gründer

und Unternehmer. Es

wurde deutlich, dass beide einen

jeweils anderen Blick auf

die Welt haben. Mit Erwartungen

an hohe individuelle Flexibilisierung

hinsichtlich Arbeitszeit,

Führung und Aufgabenverteilung

hätte Gerhard Sturm seinen

Konzern seit 1963 wohl

nicht hochziehen können.

Doch die Zeiten haben sich geändert.

„Uns ist persönliche

Selbstbestimmung wichtiger

als Geld“, sagt die Programmdi-

Personalmarketing: Wer junge Menschen erreichen will, muss

sich beim Werben auf deren Augenhöhe begeben. Foto: NPG-Archiv

rektorin des Südwestrundfunk-

Jugendradioprogramms. Die

Generation Y sei weder faul

noch gleichgültig, doch sie sei

verwöhnt, ungeduldig und habe

eine geringe Frustrationstoleranz.

Dies räumte Alina Schröder

ein. „Die Millennials sind

deshalb nur schwer zu bekommen

und auch schwer zu halten“,

weiß die Programmchefin.

Die Diskussion beim Strategietreffen

konzentrierte sich

sehr auf die Generation Y. Eigentlich

wollte man über die

Rolle der neuen Medien beim

Finden und Halten von Mitarbeitern

sprechen. Alexandra Backhaus

ist Etat-Direktorin bei der

Heimat Werbeagentur. Sie verantwortet

die aktuelle Kampagne

des Deutschen Handwerks.

Backhaus verbucht ihre Werbung

um Jugendliche als Erfolg.

„Wie spricht man Jugendliche

an?“, fragte die Werbemanagerin

die 50 Zuhörer in der

Jagstmühle. Sie stellte vier Regeln

auf: Relevantes sei im richtigen

Kanal zu senden – nach

wie vor werde das Fernsehen

wahrgenommen, aber auch

Großplakate, Werbung auf Bussen

oder in Fast-Food-Restaurants.

Wer die jungen Menschen

erreichen will, müsse

sich auf deren Augenhöhe begeben,

zudem den richtigen Zeitpunkt

erwischen und die Menschen

mitmachen und sich beteiligen

lassen.

Am besten erreiche man junge

Menschen am Abend zwischen

18 und 21 Uhr. „Und der Freitag

funktioniert immer gut“, so

die Werberin.

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