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2024-02_RegioBusiness

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swp.de/regiobusiness<br />

i<br />

FEBRUAR <strong>2<strong>02</strong>4</strong><br />

<strong>RegioBusiness</strong><br />

SÜDWESTPRESSE<br />

WIR<br />

BEWEGEN<br />

GROSSES!<br />

0795133-0<br />

ZUKUNFT<br />

KI gewinnt in der Region<br />

an Bedeutung SEITE 3<br />

INDUSTRIE<br />

Rekordumsatz bei<br />

Bausch+Ströbel SEITE 5<br />

INTERVIEW<br />

GabrieleManthey über Mode<br />

und Nachhaltigkeit SEITE 15<br />

Nr. 254 / Jg. 23 [2,50 EUR]<br />

Gleisinfrastrukturbau<br />

MIT LEONHARDWEISS<br />

FREUDE AM BAUENERLEBEN!<br />

Bunt macht<br />

erfolgreich<br />

Unternehmen undBürger positionieren<br />

sichklar gegenFremdenfeindlichkeit.<br />

Nicht nurvor dem Hintergrund des<br />

Fachkräftemangels benötigt die Region<br />

Zuzug: Firmen mit offenerKultur und<br />

großer Vielfalt sind überdurchschnittlich<br />

gut am Marktunterwegs. SEITE 6<br />

Illustration:Franziska Oblinger,mediaservice ulm<br />

UNTERNEHMEN<br />

Die Zeit der<br />

Kunden im Blick<br />

Mit einem neuen Servicekonzept<br />

wollen dieStegmaier-Gruppe und<br />

Ford dieExpertise aus dem<br />

Segment Lkw auf leichte<br />

Nutzfahrzeuge übertragen.Seite 08<br />

FINANZEN<br />

Gerüstet für die<br />

Bewährungsprobe<br />

Die VR Bank Heilbronn Schwäbisch<br />

Hall ist gut durch das<br />

Krisenjahr 2<strong>02</strong>3 gekommen. Der<br />

Ausblick auf kommende Zeiten<br />

fällt eher verhalten aus. Seite 13<br />

AUSBILDUNG<br />

Ein Plus beim<br />

Nachwuchs<br />

DerJahresbeginn gibt Grund zur<br />

Hoffnung: Derpositive Trend bei<br />

denabgeschlossenen<br />

Ausbildungsverträgen in<br />

IHK-Berufen hält an. Seite 18<br />

Kärcherbleibt auf Kurs<br />

Neuer Umsatzrekord: Kärcher hat im vergangenen Jahr trotz weltweiter Krisen undhoher<br />

Inflation seinen Umsatz um4,2 Prozent steigern können.<br />

Grund zur Freude: Ohne<br />

Berücksichtigung von<br />

Währungseffekten beläuft<br />

sich das Umsatzwachstum sogar<br />

auf 8,2 Prozent. Das Familienunternehmen<br />

mit Stammsitz in<br />

Winnenden erwirtschaftet inzwischen<br />

86 Prozent seines Umsatzes<br />

im Ausland und hat auch im<br />

vergangenen Jahr mit Betriebsneugründungen,<br />

unter anderem<br />

in Usbekistan und Vietnam, weiter<br />

in die Erschließung neuer<br />

Märkte und die Nähe zu seinen<br />

Kunden vor Ort investiert.<br />

Die Kärcher-Gruppe umfasst<br />

mittlerweile mehr als 160 Firmen<br />

in 82 Ländern und beschäftigt<br />

weltweit 16 000 Mitarbeitende,<br />

670 mehr als imVorjahr.<br />

„Dass wir es geschafft haben,<br />

unter den verschärften<br />

Marktbedingungen Kurs zu halten,<br />

ist nicht selbstverständlich<br />

und freut uns sehr“, sagt Vorstandsvorsitzender<br />

Hartmut Jenner.<br />

Der Absatz imgewerblichen Bereich<br />

war zunächst stark, der<br />

im Consumer-Geschäft schwächer<br />

gestartet, was sich dann im<br />

Innovativ: Auch im Privatkunden-Bereichstehendie Zeichen auf Robotik. Gerade hat Kärcher den<br />

intelligenten WischroboterRCF 3auf den Markt gebracht, dersich per App steuern lässt.<br />

Foto: Kärcher<br />

Lauf des Jahres komplett gedreht<br />

hat. Privatkunden und Profianwender<br />

tragen in etwa gleich viel<br />

zum Umsatz des Reinigungsspezialisten<br />

bei.<br />

Mit einer Gesamtsumme von<br />

über 200 Millionen Euro hat<br />

Kärcher im vergangenen Jahr<br />

massiv in seine Zukunft als<br />

Marktführer in der Reinigungsbranche<br />

investiert. Im Logistikzentrum<br />

Obersontheim wurde<br />

ein vollautomatisches Hochregallager<br />

eingeweiht; ein weiteres<br />

im Werk Bühlertal befindet sich<br />

im Bau. Außerdem ist im vergangenen<br />

Herbst das neu errichtete<br />

Service Center im badenwürttembergischen<br />

Ahorn an<br />

denStart gegangen. Hier werden<br />

fortan auf 10 000 Quadratmetern<br />

Reparaturund Wartung von<br />

Produkten aus zehn europäischen<br />

Ländern nach dem neuesten<br />

Stand der Technik durchgeführt.<br />

Kärcher kommt damit<br />

dem gestiegenen Bedarf nach<br />

Service und Reparatur nach,<br />

dersich mitwachsendem Absatz<br />

und höherem Nachhaltigkeitsbewusstsein<br />

auf Kundenseite ergibt.<br />

„Ziel aller strategischen Unternehmungen<br />

bei Kärcher ist<br />

immer der größte Kundennutzen“,<br />

sagt Hartmut Jenner.<br />

Der Vorstandsvorsitzende sieht<br />

Kärcher für die naheZukunft gut<br />

vorbereitet.Produktseitig wird<br />

vor allem das Robotik-Portfolio<br />

weiter ausgebaut.<br />

pm<br />

www.kaercher.com<br />

Guschlbauer<br />

vorzeitig bestellt<br />

Der Aufsichtsrat derBechtle AG setzt auf ein<br />

ausgewogenes Verhältnis neuer und erfahrener<br />

Kräfte im Vorstand.<br />

Der Aufsichtsrat der Bechtle<br />

AG hat Michael Guschlbauer,<br />

Vorstand IT-Systemhaus<br />

&Managed Services, vorzeitig bis<br />

Ende 2<strong>02</strong>8 wiederbestellt. Zusammen<br />

mit dem Vorstandsvorsitzenden<br />

Dr.Thomas Olemotz ist er bereits<br />

seit 2009 im Konzernvorstand<br />

der Bechtle AG. Damit setzt<br />

der Aufsichtsrat nach der Neubestellung<br />

vonKonstantin Ebertzum<br />

1. Januar <strong>2<strong>02</strong>4</strong> und der jüngsten<br />

Erweiterung des Vorstands<br />

auf vierPersonen durch Antje Leminsky<br />

zum 1.Februar <strong>2<strong>02</strong>4</strong> auf<br />

ein ausgewogenes Verhältnis von<br />

erfahrenen und neuen Kräften.<br />

„Ich freue mich sehr, dass esuns<br />

nach 15 Jahren ununterbrochener<br />

Kontinuität im Vorstand gelungen<br />

ist, Positionen neu zu besetzen<br />

und gleichzeitig Erfahrung<br />

auch weiterhin zu halten“, sagt<br />

Klaus Winkler, Vorsitzender des<br />

Aufsichtsrats der Bechtle AG.<br />

Für Michael Guschlbauer, 59, ist<br />

Verlängert: Michael<br />

Guschlbauer bleibt weitere vier<br />

Jahre Vorstand.<br />

Foto.Bechtle<br />

es die dritte Vertragsverlängerung<br />

als Vorstand. Seine Karriere bei<br />

Bechtle startete er im Januar 2008<br />

als Bereichsvorstand für Managed<br />

Services.Ein Jahr später wechselte<br />

er in den Konzernvorstand und<br />

übernahm die Verantwortung für<br />

das Geschäftssegment IT-Systemhaus<br />

&Managed Services. pm<br />

www.bechtle.com<br />

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<strong>02</strong> Politik &Wirtschaft<br />

Februar <strong>2<strong>02</strong>4</strong> IJahrgang23INr. 254<br />

Mehr Arbeitslose im Januar<br />

Arbeitgebersind zurückhaltender bei Einstellungen: Siemeldenknapp ein Drittel weniger freieStellenals im Vormonat.<br />

Im Januar ist die Zahl der Arbeitslosen<br />

im Agenturbezirk<br />

Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim<br />

auf 12 7<strong>02</strong> gestiegen.<br />

Das sind 1033 Arbeitslose (8,9<br />

Prozent) mehr als imDezember<br />

und 984 (8,4 Prozent) mehr als<br />

im Januar 2<strong>02</strong>3. DieArbeitslosenquote<br />

ist um 0,3 auf 3,7 Prozent<br />

gestiegen. In Baden-Württemberg<br />

liegt die Arbeitslosenquote bei 4,2<br />

Prozent (Dezember: 4,0).<br />

„DerAnstieg der Arbeitslosenzahlen<br />

imJanuar ist üblich. Auslaufende<br />

befristete Arbeitsverhältnisse,<br />

Kündigungen zum Jahresende<br />

und saisonale Gründe schlagen<br />

sich amAnfang des Jahres<br />

regelmäßig inder Statistik nieder“,<br />

soElisabeth Giesen, Leiterin<br />

der Agentur für Arbeit Schwäbisch<br />

Hall-Tauberbischofsheim.<br />

Doch auch die wirtschaftliche<br />

Eintrübung ist zu spüren. „Die Arbeitgeber<br />

sind zurückhaltender,<br />

wenn es darum geht, Beschäftigungsverhältnisse<br />

zu verlängern<br />

oder die bestehende Personaldecke<br />

aufzustocken. Das trifft vor allem<br />

Menschen ohne verwertbare<br />

Ausbildung oder mit unzulänglichen<br />

Deutschkenntnissen“, ergänzt<br />

die Agenturchefin.<br />

Die sinkende Einstellungsbereitschaft<br />

zeigt sich am Stellenzugang.<br />

So wurden im Januar 490 neue<br />

Arbeitsstellen gemeldet, 228 oder<br />

„Die Arbeitgeber<br />

sind zurückhaltender,wenn<br />

es<br />

darumgeht, Beschäftigungsverhältnisse<br />

zu<br />

verlängern oder<br />

die bestehende<br />

Personaldecke<br />

aufzustocken.“<br />

31,8 Prozent weniger als im Dezember<br />

und 98 oder 16,7 Prozent<br />

weniger als im Januar 2<strong>02</strong>3. Insgesamt<br />

waren 6898 offene Stellen<br />

gemeldet.<br />

SCHWÄBISCH HALL Im Landkreis<br />

liegt die Arbeitslosenquote<br />

bei 3,7 Prozent (Dezember: 3,5<br />

Prozent). ImJanuar waren 4392<br />

Menschen arbeitslos gemeldet,<br />

334 (8,2 Prozent) mehr als im<br />

Dezember und341 (8,4 Prozent)<br />

mehr als im Januar 2<strong>02</strong>3. Der<br />

Bestand an Stellenangeboten lag<br />

zum Stichtag bei 2482; 8,9 Prozent<br />

weniger als im Januar2<strong>02</strong>3.<br />

HOHENLOHEKREIS Hier liegt<br />

die Arbeitslosenquote bei 3,4Prozent<br />

(Dezember: 3,1 Prozent).Im<br />

Januar waren 2323 Menschen arbeitslos<br />

gemeldet, 177 (8,2 Prozent)<br />

mehr als im Dezember und<br />

259 (12,5 Prozent) mehr als im<br />

Januar2<strong>02</strong>3. DerBestandanStellenangeboten<br />

lag zumStichtag bei<br />

1148; 13,5 Prozent weniger als im<br />

Januar2<strong>02</strong>3.<br />

Der Arbeitsmarkt im Januar <strong>2<strong>02</strong>4</strong><br />

12.7<strong>02</strong><br />

ARBEITSLOSE<br />

Veränderungzum Vorjahr: +8,4 %<br />

2,9%<br />

ARBEITSLOSENQUOTE<br />

JUGENDLICHE<br />

Veränderungzum Vorjahr: +0,3%<br />

256.046<br />

SOZIALVERSICHERUNGS-<br />

PFLICHTIG BESCHÄFTIGTE<br />

Veränderungzum Vorjahr: +1,2 %<br />

Dezember und 233(9,3 Prozent)<br />

mehr als im Januar 2<strong>02</strong>3. Der<br />

Bestand an Stellenangeboten lag<br />

zum Stichtag bei 1993; 25,3 Prozent<br />

weniger als im Januar 2<strong>02</strong>3.<br />

MAIN-TAUBER-KREIS Im<br />

nördlichen Teil des Agenturbezirkes<br />

liegt die Arbeitslosenquote<br />

bei 3,6 Prozent (Dezember: 3,2<br />

Die Eckwerte nach Rechtskreisen:<br />

Im Agenturbezirk Schwäbisch<br />

Prozent). ImJanuar waren 2738<br />

Hall-Tauberbischofsheim<br />

Menschen arbeitslos gemeldet,<br />

289 (11,8 Prozent) mehr als im<br />

waren im Bereich der Grundsicherung<br />

(Rechtskreis SGB II)<br />

3,7%<br />

ARBEITSLOSENQUOTE<br />

Veränderung zum Vorjahr:+0,3 %<br />

16.520<br />

UNTERBESCHÄFTIGTE<br />

(OHNE KURZARBEIT)<br />

Veränderung zum Vorjahr:+7,2 %<br />

6.898<br />

ARBEITSSTELLEN<br />

Veränderung zum Vorjahr:-14,2%<br />

RB Grafik: Achim Köpf, Quelle: Agentur für Arbeit SchwäbischHall-Tauberbischofsheim<br />

6437 Arbeitslose gemeldet, im<br />

Bereich der Arbeitslosenversicherung<br />

(Rechtskreis SGB III) 6265.<br />

Der Anteil der Arbeitslosen aus<br />

dem Bereich der Grundsicherung<br />

(SGB II) am gesamten Bestand<br />

beträgt 50,7 Prozent.<br />

Von den 4392 Arbeitslosen im<br />

Landkreis Schwäbisch Hall wurden<br />

2394 Arbeitslose vom Jobcenter<br />

Schwäbisch Hall betreut<br />

(267 mehr als im Januar 2<strong>02</strong>3).<br />

Die Geschäftsstellen der Arbeitsagentur<br />

im Haller Landkreis betreuten<br />

1998 Arbeitslose (74<br />

mehr als im Januar 2<strong>02</strong>3).<br />

Von den 2323 Arbeitslosen im<br />

Hohenlohekreis wurden 1178<br />

vom Jobcenter Hohenlohekreis<br />

betreut (216 mehr als im Januar<br />

2<strong>02</strong>3). Die Arbeitsagentur im Hohenlohekreis<br />

betreute 1145 Arbeitslose<br />

(43 mehr als im Januar<br />

2<strong>02</strong>3).<br />

Von den 2738 Arbeitslosen im<br />

Main-Tauber-Kreis wurden 1171<br />

vom Jobcenter Main-Tauber betreut<br />

(53 mehr als im Januar<br />

2<strong>02</strong>3). Die Geschäftsstellen der<br />

Arbeitsagentur im Main-Tauber-<br />

Kreis betreuten 1567 Arbeitslose<br />

(180 mehr als im Januar 2<strong>02</strong>3).<br />

Mit dem Einsatz arbeitsmarktpolitischer<br />

Instrumente konnte für<br />

zahlreiche Personen im Agenturbezirk<br />

die Arbeitslosigkeit beendet<br />

oder verhindert werden. 1226<br />

Menschen nahmen an einer beruflichen<br />

Weiterbildung teil, 237<br />

oder 24 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.<br />

Auch bei der beruflichen<br />

Eingliederung gabeseinen<br />

Zuwachs. Diese Maßnahme betraf<br />

140 Personen, ein Plus von 27<br />

Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.<br />

pm/kere<br />

www.arbeitsagentur.de<br />

Impressum<br />

STANDPUNKT<br />

Adina Bauer<br />

Redakteurin<br />

Zurechtauf denStraßen<br />

Waswar dasfür ein lauterStart in das Jahr?<br />

Mit der Besinnlichkeit nach Weihnachten war<br />

esschnell vorbei: Gleichinden ersten Januartagen<br />

protestiertendie heimischen Landwirte<br />

intensivund öffentlichkeitswirksam gegen<br />

dieSparpläne der Bundesregierung. In<br />

den vergangenen Tagen und Wochen bestimmtendann<br />

Mahnwachen und Demonstrationengegen<br />

Rechtsextremismusdas Straßenbild<br />

und dieSchlagzeilen. Und egal,<br />

wer jetztauf dieStraßen geht: Sie haben ja<br />

recht –die Bauern ebenso wie die Verfechter<br />

vonDemokratieund Vielfalt.<br />

Die Landwirtschaft isteine wichtige Säuleunserer<br />

Wirtschaft und spielt vor allemeineentscheidende<br />

Rollefür unsere Ernährungssicherheit.<br />

Dass die ursprünglich von der Regierung<br />

geplantenStreichungen der Subventionendie<br />

Landwirte, die ja generellvor<br />

großen Herausforderungen stehen –unfairePreisgestaltung<br />

in derLebensmittelindustrie,<br />

bürokratische Auflagen oder Umweltvorschriften<br />

sowieBemühungen für mehr Tierwohl<br />

–harttreffen, istnachvollziehbar.Richtig<br />

ist auch, die Probleme nach außen zu<br />

tragen, einBewusstsein zu schaffenund somit<br />

Änderungen anzustoßen. Nun istdie Politik<br />

an der Reihe:Sie mussLösungen finden,<br />

um die Landwirte zu entlastenund ihre wirtschaftliche<br />

Situation zu verbessern. Dabei ist<br />

es allerdings wenig zielführend nur über das<br />

Für undWidervon Subventionen zu diskutieren,<br />

vielmehr sollte endlichdie<br />

Frage im Mittelpunkt stehen, wie das<br />

Foto: Ufuk Arslan<br />

Landwirtschafts-System insgesamtzukunftsfähiggestaltet<br />

werden kann.<br />

DieZukunftimBlickhaben auch diezahlreichen<br />

Mittelständler und Privatpersonen, die<br />

sich den sogenannten Bauernprotesten angeschlossen<br />

haben. Auch deren Unzufriedenheit<br />

und Ängstesind verständlich. Diesteigende<br />

Inflation, Unsicherheiten und die–zumindest<br />

verspürte –Planlosigkeit der Bundesregierung<br />

sind nicht gerade förderlich, um das<br />

Vertrauen auf eine rosige Zukunft zu fördern.<br />

Aber als„Denkzettel“, oder um „abzustrafen“<br />

nun Strömungen oder Parteien zu unterstützen,<br />

die„Remigration“, das „Raus aus der<br />

Nato“ oder ein„Raus aus der EU“ fordern,<br />

isteben KEINE Alternative. Nicht nur gesellschaftliche,<br />

sondern auch schwerstewirtschaftliche<br />

Verwerfungen wären die Folge eines<br />

von viel Populismusgetragener Rechtsrucks.<br />

In einer globalisierten Welt,inder Handel<br />

und Austausch von großer Bedeutung sind,<br />

istesunerlässlich, dass wir uns füreineoffene,<br />

inklusive und vielfältigeGesellschaft einsetzen.<br />

Denn Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeitschaden<br />

eben nicht nur dem<br />

sozialen Zusammenhalt und der kulturellen<br />

Vielfalt,sondern allemvoran der Wirtschaft<br />

und damit dem Wohlstand von uns allen.<br />

Umso ermutigender ist die breiteUnterstützung,<br />

diedie Demonstrationen gegen Rechtsextremismus<br />

erfahren. „Wir beschäftigen<br />

über 7200 Menschen mitaktuell63unterschiedlichen<br />

Nationalitäten. Da hat Xenophobienichtzuverloren“,sagt<br />

etwaAlexander<br />

Weiss, geschäftsführender Gesellschafter bei<br />

Leonhard Weiss. Mike Kammann, Vorstandvorsitzender<br />

derBausparkasse Schwäbisch<br />

Hall, betont:„Werglaubt, dass dieAntwort<br />

aufdie enormen Herausforderungen Nationalismus,<br />

Radikalismus und Ausgrenzungist,<br />

befindetsich aufdem Holzweg.“<br />

Dass geradedie Firmenlenker aus der Region<br />

sich klar gegen rechts positionieren, ist<br />

kein Zufall: Sie haben erkannt, dass demdemografischen<br />

Wandel und demsteigenden<br />

Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften nur<br />

mit Talenten aus dem Ausland begegnet werdenkann.<br />

Insbesondere in Bereichen wie der IT,dem<br />

Ingenieurwesen, im Gesundheitssektor, im<br />

Handwerk und in zahlreichen technischen<br />

Berufenherrscht ein Mangel an qualifizierten<br />

Fachkräften.Durch dieAnwerbung vonausländischen<br />

Fachkräften können wir dieseLücken<br />

schließen unddie Innovationskraft in<br />

diesen Bereichen stärken. Natürlich:Hierfür<br />

muss dieIntegration aber auch gelingen. Dahergilt<br />

es, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen,<br />

um Sprachkenntnisse zu fördern und<br />

interkulturelle Kompetenzenzustärken. Nur<br />

so können Migranten ihr vollesPotenzialentfalten<br />

undeinen Beitrag zur wirtschaftlichen<br />

Entwicklungleisten. Undganzehrlich:Wie<br />

absurd überholt mutet alleine derGedanke<br />

an,ein Mensch seimehroder weniger wert,<br />

nurweilerinnerhalb oder außerhalb gezogenerGrenzen<br />

geboren wurde?<br />

Verlag<br />

SÜDWESTPRESSE Hohenlohe<br />

GmbH &Co. KG<br />

Haalstr.5+7<br />

74523 Schwäbisch Hall<br />

Telefon: 0791/404-0<br />

Telefax: 0791/404-480<br />

Geschäftsführung<br />

Thomas Radek<br />

Redaktion<br />

Ulrich Becker(V.i.S.d.P.)<br />

Adina Bauer (ina)<br />

E-Mail: a.bauer@swp.de<br />

Telefon: 0791/404-457<br />

Marius Stephan (mst)<br />

E-Mail: m.stephan@swp.de<br />

Telefon: 0791/404-461<br />

Anzeigen<br />

Vera Epple (verantw.)<br />

Telefon: 0791/404-216<br />

E-Mail: anzeigen.sho@swp.de<br />

Abonnement/Vertrieb<br />

Peer Ley (verantw.)<br />

E-Mail: aboservice.sho@swp.de<br />

Bezugspreis:<br />

Abonnement inkl. Postbezug und<br />

7% MwSt.25Euro p.a.<br />

Einzelverkaufspreis 2,50 Euro<br />

Auflage<br />

Im Landkreis Schwäbisch Hall,<br />

dem Main-Tauber-Kreis,<br />

demHohenlohekreis und<br />

dem Landkreis Ansbach mit einer<br />

Auflage über 44.000 Exemplaren<br />

(Verlagsangabe).<br />

Erscheinungsweise monatlich über<br />

die Tageszeitungender<br />

SÜDWESTPRESSE Hohenlohe:<br />

Haller Tagblatt, Hohenloher Tagblatt,<br />

Rundschau Gaildorf.<br />

Im Main-Tauber-KreisinKooperation<br />

mit denFränkischenNachrichten.<br />

Druck<br />

Mayer &Söhne Druck- und<br />

Mediengruppe GmbH &Co. KG<br />

OberbernbacherWeg 7<br />

86551 Aichach<br />

Geschäftsführer: Thomas Sixta


Februar <strong>2<strong>02</strong>4</strong>IJahrgang23INr.254<br />

Politik &Wirtschaft 03<br />

Das großeZukunftsthema<br />

Eine aktuelleStudie zeigt:Fast alle Betriebeder Regionbeschäftigen sichmit KI.Beim Umfang derKI-Anwendungensinddie<br />

Kapazitäten, Herangehensweisen undErwartungen jedochsehr unterschiedlich.<br />

An Künstlicher Intelligenz<br />

(KI) kommt kein Unternehmen<br />

in der Region vorbei.<br />

Wie und in welchem Umfang KI<br />

eingesetzt wird, hängt nicht nur<br />

von der Branche, sondern auch<br />

von der Unternehmensgröße ab.<br />

Das ergab eine Studie des Fraunhofer<br />

IAO im Auftragder Pakt Zukunft<br />

gGmbH mit der IHK Heilbronn-Franken.<br />

„Die Erwartungen an den Einsatz<br />

von Künstlicher Intelligenz<br />

in den Unternehmen der Region<br />

sind hoch, die Mehrzahl der<br />

Betriebe sieht das Potenzial der<br />

Technologie, weiß aber auch um<br />

die Herausforderungen. Vor allem<br />

kleine und mittlere Unternehmen<br />

brauchen Unterstützung und<br />

Vernetzung. Die IHK sieht sich bestätigt,<br />

KI zu einem zentralen strategischen<br />

Thema zu machen und<br />

auch den im Oktober gegründeten<br />

Dialog Zukunft mit einem<br />

Schwerpunkt KI in der Region anzuschieben“,<br />

fasst Elke Döring,<br />

Hauptgeschäftsführerin der IHK<br />

Heilbronn-Franken zusammen.<br />

Befragt wurden im Juli und August<br />

2<strong>02</strong>3 auf Grundlage von Experteninterviews<br />

160 Mitgliedsunternehmen<br />

der IHK aus produzierendem<br />

Gewerbe, Dienstleistungssektor<br />

und Handel,darunter<br />

kleine und mittlere Unternehmen,<br />

Möglichkeiten:Inder Regionist KI vor allem in denBereichen<br />

Vertrieb,Produktion, Forschungund Entwicklung im Einsatz. Jens Büttner<br />

„In der Auseinandersetzung<br />

mit KI haben wir<br />

große Unterschiede<br />

im Reifegrad<br />

der Unternehmen<br />

festgestellt.“<br />

aber auch Großkonzerne und<br />

Weltmarktführer.<br />

Die Studie zeigt: In fast allen Betrieben<br />

quer durch die Branchen<br />

ist KI ein Thema, nur 19 Prozent<br />

derBefragten gaben an, sich nicht<br />

oder noch nicht damit auseinanderzusetzen.<br />

Beim Umfang der<br />

KI-Anwendungen sind die Kapazitäten,<br />

Herangehensweisen und<br />

Erwartungen jedoch sehr unterschiedlich.<br />

„In der Auseinandersetzung<br />

mit KIhaben wir große<br />

Unterschiede im Reifegrad der<br />

Unternehmen festgestellt“, hebt<br />

Dr. Bernd Bienzeisler, Leiter des<br />

Forschungs- und Innovationszentrums<br />

Kognitive Dienstleistungssysteme<br />

KODIS am Fraunhofer<br />

IAOinHeilbronn, hervor.<br />

So ist KI lediglichbei zwei Prozent<br />

der kleinen Unternehmen mit bis<br />

zu 50 Mitarbeitern bereits im Einsatz.<br />

Allerdings beschäftigen sich<br />

69 Prozent schon aktiv mit Einsatzpotenzialen<br />

fürKIoder nutzen<br />

KI-Tools externer Anbieter. Demgegenübersetzt<br />

mehr als dieHälfte<br />

(54 Prozent) derUnternehmen<br />

mit mehr als 2000 Mitarbeitenden<br />

KIein oder befindet sich in<br />

derEinführungsphase.<br />

Die Ergebnisse der Studie veranschaulichen,<br />

dass die Ressourcen<br />

für KI mit der Unternehmensgröße<br />

zunehmen. Dabei ist die Anwendung<br />

nicht auf einzelne Betriebszweige<br />

begrenzt. „Die Wirkung<br />

von Künstlicher Intelligenz<br />

erfasst das ganze Unternehmen.<br />

Gerade in mittelständischen Unternehmen<br />

resultiert daraus ein<br />

erheblicher Bedarf anQualifizierung<br />

der Beschäftigten“, so Bienzeisler.<br />

Die Studie unterteilt die<br />

befragten Unternehmen in drei<br />

Kategorien: KI-Beginner, KI-Mittelfeld<br />

und KI-Vorreiter. Letztere<br />

haben bereits mindestens eineKIbasierte<br />

Anwendung im Einsatz.<br />

Die Mehrzahl geht davon aus,<br />

dass die Relevanz von KI für Unternehmensabläufe<br />

in den nächsten<br />

Jahren zunehmen wird. 69<br />

Prozent der Unternehmen prognostizieren<br />

KI einen deutlichen<br />

Bedeutungszuwachs. Daraus ergeben<br />

sich unterschiedliche Erwartungen<br />

und Handlungsansätze.<br />

„Die Bedeutung von KIwird<br />

von den Unternehmen sehr hoch<br />

eingestuft. Das gilt auch langfristig.<br />

Aber die Erwartungen liegen<br />

stark auf kurzfristigen Einsparungen<br />

von Zeit und Kosten. KI<br />

wirkt aber auch transformativ auf<br />

das Geschäftsmodell –dies gilt es<br />

stärker zu vermitteln“, empfiehlt<br />

Bernd Bienzeisler.<br />

Im Einsatz ist KI vor allem in den<br />

Bereichen Vertrieb, Produktion,<br />

Forschung und Entwicklung sowie<br />

Marketing. Potenziale sehen<br />

die Unternehmen bei Qualitätssicherung,<br />

Instandhaltung und Personal.<br />

Eingesetzt wird KI zudem<br />

zur Prozessoptimierung und -automatisierung<br />

sowie als Bestandteil<br />

neuer Produkte und Dienstleistungen.<br />

Eine zentrale Rolle<br />

spielt der direkte wirtschaftliche<br />

Mehrwert oder, wie es ein Unternehmer<br />

formulierte: „Wie viel<br />

Zeit und Geld können wir einsparen?<br />

Danach werden die Use-Casespriorisiert.“<br />

Der Beschleunigung von Prozessen,<br />

einer Entlastung des Personals<br />

und der Kosteneinsparung<br />

wird demnach auch der größte<br />

Mehrwert von KI-Anwendungen<br />

zugesprochen. So hoch die Erwartungen<br />

an KI sind, so unterschiedlich<br />

sinddie Hürdeninden<br />

Unternehmen, die einer Umsetzung<br />

im Weg stehen. Wichtigstes<br />

Hemmnis ist der Mangel an Zeit.<br />

Aber auch die lückenhafte Datengrundlage<br />

und fehlendes Personal<br />

stellen für viele Betriebe eine<br />

Herausforderung dar. Fehlendes<br />

technisches Knowhow bremst 68<br />

Prozent der Unternehmen mittlererGröße<br />

beim KI-Ausbau aus.<br />

Entsprechend hoch ist der BedarfanUnterstützung,<br />

der je nach<br />

Unternehmensgröße und Erfahrungsgrad<br />

unterschiedlich ausfällt.<br />

So tauschen 37 Prozent der<br />

KI-Vorreiter Daten von Entwicklungs-<br />

und Innovationsprozessen<br />

aus. Eine Chance sehen die<br />

Befragten in den Unternehmensnetzwerken<br />

der Region. „Mittelständische<br />

Unternehmen profitieren<br />

von der Regionalität, da<br />

sich das Fachpersonal untereinander<br />

kennt und vernetzt“, bilanziert<br />

Projektleiter Maximilian<br />

Feike vomFraunhofer IAO. Kleine<br />

Unternehmen wünschen sich vor<br />

allem Infos zu marktreifen KI-Lösungen.<br />

pm<br />

www.ihk.de/heilbronn-franken<br />

www.kodis.iao.fraunhofer.de<br />

Kaufkraft im Aufwind<br />

Die Kennzahlen fürden Einzelhandel in der Region zeichnenein positivesBild. Dennoch befindet<br />

sich der Handelineiner komplexenSituation, dieein hohesMaß an Anpassungsfähigkeitfordert.<br />

Alle zwei Jahre erarbeitet die<br />

IHK Heilbronn-Franken die<br />

Kaufkraftanalyse, die aktuelle<br />

Entwicklungen wichtiger Einzelhandelskennzahlen<br />

näher beleuchtet.<br />

Die aktuelle Analyse,<br />

die Ende Dezember veröffentlicht<br />

wurde, zeigt: Die einzelhandelsrelevante<br />

Kaufkraft ist nach dem<br />

Dämpfervon 2019 zu 2<strong>02</strong>1 in der<br />

Region Heilbronn-Franken (-4,3<br />

Prozent) in den letzten zwei Jahren<br />

enorm angestiegen (+11,9<br />

Prozent). Das Wachstum liegt<br />

knapp über demvon Baden-Württemberg<br />

(+11,2 Prozent) und<br />

knapp unter dem von Deutschland<br />

(+12,0 Prozent). Beim stationären<br />

Einzelhandelsumsatz<br />

lässt sich ein ähnliches Bild beobachten.<br />

Während der Umsatz<br />

in der Region Heilbronn-Franken<br />

um 13,1 Prozent angestiegen<br />

ist, ist er in Baden-Württemberg<br />

(+13,4 Prozent) und Deutschland<br />

(+14,0 Prozent)noch etwas<br />

stärker gestiegen.<br />

ENTWICKLUNG Nachdem die<br />

Auswirkungen der Corona-Krise<br />

für die Verbraucher nicht mehr<br />

so gravierendwaren, traf mitdem<br />

Russland-Ukraine-Konflikt die<br />

nächste Krise die Wirtschaft. Die<br />

stark gestiegenen Preisefür Energie<br />

und Güter des täglichen Gebrauchs<br />

sorgten dafür, dass die<br />

Verbraucher allgemein weniger<br />

Geld zur Verfügung hatten. Da<br />

durch dieCorona-Krisedie finanziellen<br />

Rücklagen der Unternehmen<br />

angegriffen waren, war es<br />

für diese eine ebenso große Herausforderung,<br />

mit den anschließenden<br />

Krisen umzugehen.Höhere<br />

Kosten fürRohstoffe undEnergieführten<br />

zu steigenden internen<br />

Kosten. Gleichzeitigwar es für viele<br />

Unternehmen schwierig, diese<br />

Mehrkosten an die Verbraucher<br />

weiterzugeben, da die Kaufkraft<br />

aufgrund der Corona-Krise bereits<br />

geschwächt war. Eswar und<br />

ist also weiterhin eine komplexe<br />

Situation, die ein hohes Maß<br />

an Anpassungsfähigkeit und Resilienz<br />

von den Unternehmen erfordert.<br />

Konkurrenz: Rund 20 Prozent der verfügbarenKaufkraft fließen nicht<br />

in die Läden vor Ort, sonderninden Onlinehandel. Foto: Imago/Manuel Geisser<br />

GELDFLUSS Nachdem die Differenz<br />

der einzelhandelsrelevanten<br />

Kaufkraft und des stationären<br />

Einzelhandelsumsatzes in den<br />

letzten Jahren stetig gestiegen ist,<br />

ist sie imZeitraum von 2<strong>02</strong>1 zu<br />

2<strong>02</strong>3 zum ersten Mal leicht eingefallen.<br />

Von der theoretisch verfügbaren<br />

einzelhandelsrelevanten<br />

Kaufkraftpro Person fließen aber<br />

immer noch knapp über 20 Prozent<br />

nicht in den stationären Einzelhandel<br />

in der Region, sondern<br />

vor allem in den Onlinehandel<br />

oderden Einzelhandel in anderen<br />

Regionen und Städten.<br />

Des Weiteren sorgen die Reiselust<br />

sowie die Bereitschaft, im Urlaub<br />

mehr Geld auszugeben, dafür,<br />

dass einTeil der vorhandenen<br />

einzelhandelsrelevanten Kaufkraft<br />

in das Ausland abfließt. Bei<br />

der Einzelhandelszentralität muss<br />

die Region Heilbronn-Franken<br />

ein leichtes Minus von -0,8 Prozent<br />

hinnehmen.Baden-Württemberg<br />

ist mit einem Plus von 0,1<br />

Prozent auf dem gleichen Niveau<br />

geblieben. Ingewisser Weise hat<br />

also die Attraktivität der Region<br />

als Einkaufsstandort im Landesund<br />

Bundesvergleich leicht abgenommen.<br />

AUSWIRKUNGEN Es bleibt<br />

also festzuhalten, dass sowohl die<br />

einzelhandelsrelevante Kaufkraft<br />

als auch derstationäre Einzelhandelsumsatz<br />

die Delle durch die<br />

Corona-Pandemie augenscheinlich<br />

anhand der reinen Zahlen<br />

überstanden haben. Differenziert<br />

betrachtet, muss man allerdings<br />

folgendesfesthalten:<br />

Bei der einzelhandelsrelevanten<br />

Kaufkraft lässt sich der enorme<br />

Anstiegunteranderem durchden<br />

Wegfall der Kurzarbeit oder den<br />

gesteigerten Tariflöhnen zurückführen<br />

und stellt somit einen tatsächlichen<br />

Anstieg dar.<br />

Beim stationären Einzelhandelsumsatz<br />

ist der hohe Anstieg unter<br />

anderem auf die Inflation zurückzuführen.<br />

Durch die gestiegenen<br />

Kosten kann man davon<br />

sprechen, dass der Anstieg nicht<br />

unbedingt mehr Geld indie Kassen<br />

der stationären Einzelhändler<br />

spült. Es bleibt abzuwarten, wie<br />

sich die Situation weiterentwickelt<br />

und welche langfristigen Auswirkungen<br />

die aufeinanderfolgenden<br />

Krisen auf die Wirtschaft haben<br />

werden.<br />

pm<br />

www.ihk.de/heilbronn-franken<br />

NEWSLINE<br />

Betriebszahlen auf Höchststand<br />

REGION. Die Zahlder Handwerksbetriebe in der Region<br />

Heilbronn-Frankenist erneutgestiegen.Zum Jahresende<br />

2<strong>02</strong>3 zählte die Handwerkskammer 12 705 Mitgliedsbetriebe<br />

–49mehr als im Vorjahr.„Wir freuen uns sehr<br />

über die gute Entwicklung der Betriebszahlen“, sagt<br />

Hauptgeschäftsführer Ralf Schnörr mit Blick auf die aktuelle<br />

Bilanz. Dennoch weiß er, wie schwierig es für<br />

Handwerkerinnen und Handwerker ist, sich für die<br />

Selbstständigkeit zu entscheiden.„Angesichts der vielen<br />

Vorschriften, Dokumentationspflichten und Regeln sind<br />

viele nicht mehrbereit, einen Betrieb zu gründen oderzu<br />

übernehmen.“<br />

Bei den zulassungspflichtigen Gewerken gibt es einen<br />

Rückgang von 97Betrieben. Bei den zulassungsfreien<br />

Gewerken gab es hingegen einen Zuwachs von 135 Unternehmen<br />

aufnun 2586 Mitgliedsbetrieben.Besonders<br />

das Kosmetiker-Handwerk hat hier zugelegt. pm<br />

Die ersten Schritte in die<br />

Selbstständigkeit für Frauen<br />

REGION. Die erste Online-Veranstaltung <strong>2<strong>02</strong>4</strong> aus der<br />

Reihe „Infobites Existenzgründung“ findet am Donnerstag,<br />

15. Februar, ab10Uhr zum Thema „Die ersten<br />

Schritte in die Selbstständigkeit“ statt. Für alle Frauen,<br />

die mit dem Gedanken spielen, den Weg indie Selbstständigkeit<br />

zu wagen, bietet ein informativer Vortrag<br />

wertvolle Orientierungshilfe.Die Veranstaltung beleuchtet<br />

die grundlegenden Schritte auf dem Weg zur Unternehmensgründerin.<br />

Die Referentinnen Corinna Schneider<br />

und Stefanie Wolz geben praxisnahe Informationen,<br />

die den Wegindie Selbstständigkeit erleichtern sollen –<br />

von der Anmeldung über die Wahl der Rechtsform bis<br />

hin zum Businessplan. Für die kostenfreie Online-Veranstaltung<br />

ist eine Anmeldung erforderlich. Weitere Informationen,<br />

auch zur Anmeldung, sind imdigitalen Veranstaltungskalender<br />

unter www.frauundberuf-hnf.com<br />

zu finden.<br />

pm


04 Industrie<br />

Februar <strong>2<strong>02</strong>4</strong> IJahrgang23INr. 254<br />

„Dramatisch hohe Kosten“<br />

KWAutomotive trennte sich vom insolventen Felgenhersteller BBS.Klaus Wohlfarth erklärtdie Hintergründe. INTERVIEW VONADINA BAUER<br />

ImSommer 2<strong>02</strong>1hatteKWAutomotive<br />

aus Fichtenberg den<br />

renommierten, abermaroden<br />

Felgenhersteller BBS aus Schiltach<br />

übernommen. Im September<br />

2<strong>02</strong>3 musste BBS dann erneut<br />

–zum insgesamtvierten Mal<br />

–Insolvenz anmelden. Mittlerweile<br />

wurde ein neuer Investor gefunden:<br />

die Industrieholding ISH<br />

Group mit Sitz in Beykoz in Istanbul.<br />

KW-Automotive-Gründer<br />

und Geschäftsführer Klaus Wohlfarth<br />

erklärt, wie es zur erneuten<br />

Schieflage des Felgenherstellers<br />

kam, warumsich KW vonBBS getrennt<br />

hat und wie das Unternehmen<br />

insgesamt aufgestellt ist.<br />

REGIOBUSINESS Herr Wohlfarth,<br />

die KW Automotive Group<br />

hat BBS 2<strong>02</strong>1 aus der Insolvenz<br />

übernommen. Ziel war eine Neuausrichtung<br />

mit der Konzentration<br />

auf Fahrzeugveredelung sowie<br />

Produktion und Vertrieb exklusiver<br />

Räder. Warum ist der Plan<br />

nicht aufgegangen?<br />

KLAUS WOHLFARTH Das hat<br />

viele Gründe –die erneute Insolvenz<br />

ist das Ergebnis vieler nicht<br />

planbarerEreignisse.<br />

Einordnung: KW-Geschäftsführer KlausWohlfarth betont, dass die<br />

finanzielle Stabilität der Gruppe niegefährdet war. Foto: KW Automotive<br />

REGIOBUSINESS Und diese<br />

wären genau?<br />

KLAUS WOHLFARTH Wir haben<br />

BBS zu einem Zeitpunkt<br />

übernommen, als die Energiepreise<br />

nur eine Richtung kannten:<br />

Sie stiegen inschwindelerregende,<br />

nie dagewesene Höhen.<br />

Die Herstellung von Leichtmetallfelgen<br />

ist sehr energieintensiv,<br />

da wir in unseren Hochöfen im<br />

Werk Schiltach Aluminiumlegierungen<br />

schmelzen. Auch die weiteren<br />

Produktionsschritte benötigen<br />

viel Energie. Erschwerend<br />

kam der Ausbruch des Ukraine-<br />

Kriegs hinzu, der sich nicht nur<br />

direkt auf die Energiepreise weiter<br />

auswirkt, sondern für zusätzliche<br />

Verwerfungen in den Lieferketten<br />

sorgt. Ohnehin waren die<br />

Lieferketten durchdie Covid-Pandemie<br />

und die Chipkrise gestört.<br />

Immer wieder kam es zu Werkschließungen<br />

bei Automobilherstellern,<br />

die wir mit BBS-Rädern<br />

ebenfalls belieferten.<br />

Der Umbau zum Aftermarket-Geschäft<br />

und die Entwicklung neuer<br />

Produkte haben zudem wesentlich<br />

mehr Zeit in Anspruch<br />

genommen als erwartet und dieser<br />

zeitliche Verzug hat sicherlich<br />

auch dazu beigetragen, dass<br />

wir die gesteckten Ziele in diesem<br />

wichtigen Segment nicht erreichen<br />

konnten.<br />

Unter den gegebenen Umständen<br />

konnte die Räderproduktion nie<br />

wirklich ausgelastet werden, die<br />

geringe Effizienz hatsich dadurch<br />

weiter verschlechtert und die ohnehin<br />

hohen Stückkosten haben<br />

sich in der Konsequenz dramatisch<br />

erhöht.<br />

REGIOBUSINESS Was waren<br />

am Ende die Gründe für die erneute<br />

Schieflage vonBBS?<br />

KLAUS WOHLFARTH Im Wesentlichen<br />

sind die finanziellen<br />

Auswirkungen durch die Mehrkosten<br />

der Energie und Rohstoffe<br />

verantwortlich für die sehr hohen<br />

Verluste, die imJahr 2<strong>02</strong>2<br />

und 2<strong>02</strong>3 aufgelaufen sind, obwohl<br />

uns die OEM-Kunden finanziell<br />

sehr zuvorkommend unterstützt<br />

haben. Das bereitgestellte<br />

Kapital war letztlich nicht ausreichend,<br />

sowohl die technische<br />

Transformation als auch die aufgelaufenen<br />

und zuerwartenden<br />

Verluste zu finanzieren. Nachdem<br />

die Versuche, weitere Investoren<br />

ins Boot zu nehmen, gescheitert<br />

sind, konnten wir keine positive<br />

Fortführung prognostizieren.<br />

REGIOBUSINESS Was bedeutet<br />

die Insolvenz für KW?<br />

KLAUS WOHLFARTH Zunächst<br />

einmal ist es sehr enttäuschend,<br />

sich eingestehen zu müssen,<br />

unternehmerisch gescheitert<br />

zu sein, und die Hoffnungen,<br />

die so viele Menschen bei BBS in<br />

uns gesetzt haben, nicht erfüllen<br />

zu können. Klar ist, dass wir als<br />

Unternehmer die Verantwortung<br />

für unser Handeln und die notwendigen<br />

Entscheidungen tragen<br />

und hier mussten wir früh abwägen,<br />

wie weit die finanzielle Unterstützung<br />

durch die KW-Gruppe<br />

gehen kann. Sicherlich bedeutet<br />

dieser Schritt eine Zäsur und hat<br />

bilanzielle Auswirkungen auf die<br />

Unternehmensgruppe, unser Rating<br />

wird vorübergehend leiden,<br />

aber die finanzielle Stabilität war<br />

niemals gefährdet. Das Vertrauen<br />

aller Geschäftspartner, vor allem<br />

unserer Finanzpartner,wurde<br />

sicherlich durch die transparente<br />

Kommunikation und unser entschiedenes<br />

Handeln gestärkt.<br />

REGIOBUSINESS Wie ist die<br />

Geschäftslage für KW?<br />

KLAUS WOHLFARTH In unserem<br />

Kerngeschäft mit Stoßdämpfernund<br />

individuellen Fahrwerksystemen<br />

sind wir sehr erfolgreich<br />

unterwegs, sowohl im<br />

technischen und sportlichen<br />

Wettbewerb als auch finanziell.<br />

Wir verzeichnen Rekordumsätze,<br />

Rekorderträge und verfügen aktuell<br />

über ein doppelt so hohes<br />

Auftragspolster wie zu Beginn des<br />

letzten Jahres.<br />

Mit welcher Entwicklung wird in<br />

diesem Jahr alsogerechnet?<br />

Wir gehen von einem weiterhin<br />

sehr stabilen Geschäft mit unseren<br />

eigenen Markenprodukten<br />

und einer sehr guten Finanzlage<br />

aus. Im Erstausrüster-Geschäft<br />

werdenwir sehr dynamisch<br />

wachsen und die anspruchsvollsten<br />

Projekte namhafter Fahrzeughersteller<br />

aus der ganzen Welt mit<br />

innovativen Lösungen „Made in<br />

Fichtenberg“ versorgen.<br />

Sportlich wird sicherlich der Einsatz<br />

des neuen Lamborghini SC63<br />

LMDh-Prototypen in Le Mans ein<br />

Highlight sein, der mit unserer<br />

Dämpfertechnologie ausgestattet<br />

ist. Generell muss man sagen,<br />

dasseskaum ein Rennwochenende<br />

weltweit gibt, an dem nicht ein<br />

mit KW-Produkten ausgestattetes<br />

Fahrzeug einen Podiumsplatz erzielt.<br />

Erfolge, die mit unseren innovativen<br />

Technologien erzielt<br />

werden, führen zu einer erhöhten<br />

Nachfrage, die wir mit einemweiteren<br />

Ausbau unseres Standortes<br />

in Fichtenberg bedienen. So haben<br />

wir in den vergangenen Monaten<br />

unseren modernen Maschinenparkinder<br />

Fertigung stark erweitert.<br />

www.kwautomotive.de<br />

Gemü überzeugt<br />

Neubesetzung beiIshida<br />

Ingelfinger Technologieunternehmenwurde zum<br />

achten Malals Weltmarktführer ausgezeichnet.<br />

Gemü aus Ingelfingen wird eigenen Produktions- und/oder<br />

als „Weltmarktführer Vertriebsgesellschaften vertreten<br />

sind, einen Jahresumsatz von<br />

Champion <strong>2<strong>02</strong>4</strong>“ erneut<br />

in den Weltmarktführer-Index mindestens 50 Millionen Euro erwirtschaften<br />

der Universität St. Gallen und der<br />

Akademie Deutscher Weltmarktführer<br />

aufgenommen. Die WirtschaftsWoche<br />

verleiht zum achten<br />

Mal inFolge dem inhabergeführten<br />

Ventilspezialisten das<br />

WirtschaftsWoche-Qualitätssiegel<br />

und einen Exportan-<br />

teil beziehungsweise einen Auslandsanteil<br />

von mindestens 50<br />

Prozent ihres Umsatzes nachweisen<br />

können. Ein weiteres wichtiges<br />

Kriterium, umdie Auszeichnung<br />

„Weltmarktführer Champion“<br />

„Weltmarktführer – Champion<br />

zu erhalten, ist die (Eigentü-<br />

<strong>2<strong>02</strong>4</strong>“. Damit würdigt die WirtschaftsWoche<br />

die erneute Aufnahme<br />

von Gemü in den Weltmarktführerindex<br />

im Segment „Armaturen<br />

und Automatisierungskomponenten:<br />

Ventil-, Prozess- und<br />

Regelungstechnik für sterile Prozesse“.<br />

Der Weltmarktführerindex wird<br />

nach objektiven Kriterien und<br />

transparenten Auswahlprozessen<br />

unter der wissenschaftlichen Leitungvon<br />

Prof. Dr.Christoph Müller<br />

von der Universität St. Gallen<br />

in Kooperation mit der Akademie<br />

Deutscher Weltmarktführer<br />

mer-)Führung mit Stammsitz in<br />

derDACH-Region.<br />

Als inhabergeführtes Familienunternehmen<br />

mitHauptsitz in Ingelfingen-Criesbach,<br />

27 Tochtergesellschaften<br />

sowie sechs Produktionsstandorten<br />

in Deutschland,<br />

der Schweiz, in China, Brasilien,<br />

Frankreich und den USA erfüllt<br />

Gemü die Rahmenbedingungen.<br />

Zudem punktet das Unternehmen<br />

mitder Technologie- und<br />

die Marktführerschaft im Bereich<br />

Ventil-, Prozess- und Regelungstechnikfür<br />

sterileProzesse.<br />

„Die erneute Auszeichnung zum<br />

(ADWM) erstellt. Das Wirtschaftsmagazin<br />

Weltmarktführer belegt einmal<br />

WirtschaftsWoche kürt in<br />

diesem Rahmen jährlich die 500<br />

Weltmarktführer ihrer jeweiligen<br />

Branche in einerSonderausgabe.<br />

mehr, dass sich besonderer Einsatz<br />

auch besonders auszahlt.<br />

Weiterhinzeigt es, dassGemü mit<br />

seinen innovativenProdukten und<br />

Als „Weltmarktführer Champions“<br />

kundennahen Lösungen stets am<br />

bezeichnen die Wissen-<br />

Puls der Zeit ist.“, freut sich Gert<br />

schaftler Unternehmen, die an Müller, geschäftsführender Gesellschafter.<br />

erster oder zweiter Stelle imrelevanten<br />

Marktsegment stehen, auf<br />

mindestens drei Kontinenten mit www.gemu-group.com<br />

pm<br />

Nico Behrens wird General SalesManager für Deutschland und Österreich.<br />

Die Ishida GmbH mit Sitz<br />

in Schwäbisch Hall stärkt<br />

den Vertrieb in Deutschland<br />

und Österreich. Mit Wirkung<br />

vom 1. Dezember 2<strong>02</strong>3<br />

wurde Nico Behrens zum General<br />

Sales Manager fürdie beiden<br />

Länder berufen.Der Maschinenbauingenieur<br />

kommt aus dem<br />

eigenen Haus.<br />

Vor dem Karrieresprung war<br />

der31-Jährige bei Ishida für die<br />

Betreuung der Original Equipment<br />

Manufacturers (OEM) in<br />

Deutschland, Österreich und<br />

den Benelux-Ländern verantwortlich.<br />

Dabei stellte er sein<br />

Experte: Nico Behrens treibt<br />

seineKarriere beiIshida weiter<br />

voran.<br />

Foto.Ishida<br />

großes Verständnis für kommerzielle,<br />

kundenorientierte, technische<br />

sowie zwischenmenschliche<br />

Aspekte unter Beweis.<br />

Nico Behrens betont: „Die Lebensmittelindustrie<br />

hat nach der<br />

Coronapandemie einen Nachholbedarfhinsichtlich<br />

der Investitionen<br />

in Verpackungsmaschinen<br />

und Qualitätskontrollsysteme.<br />

Ishida kann für jede Anwendung<br />

die passende Lösung<br />

liefern. Schon die Einstiegsmodelle<br />

unserer Technologien sorgen<br />

für deutliche Effizienzsteigerungen.“<br />

Die Ishida GmbH<br />

in Schwäbisch Hall ist die für<br />

Deutschland und Österreich zuständige<br />

Tochtergesellschaft<br />

von Ishida Europe (Birmingham,<br />

England). Das Unternehmen<br />

konzipiert, produziert und<br />

installiert innovative Wiege- und<br />

Verpackungstechnologien für<br />

den Food- und den Non-Food-<br />

Bereich. Angeboten werden effiziente<br />

Maschinen für das Verwiegen,<br />

das Abfüllen und Verpacken<br />

sowie die Qualitätskontrolle.<br />

Kunden erhalten auch komplette<br />

Linienlösungen und Service aus<br />

einer Hand.<br />

pm<br />

www.ishidaeurope.com<br />

Neuer Vorstandbei Ziehl-Abegg<br />

Wolfgang Mayer wechselt vonKuka Roboticszum Künzelsauer Industrieunternehmen.<br />

Der Aufsichtsrat der Ziehl-<br />

Abegg SE hat Wolfgang<br />

Mayer zum neuen Vorstand<br />

Technik berufen. Der<br />

50-Jährige hat diese Aufgabe<br />

zum Februar übernommen.<br />

Wolfgang Mayer hat in seinen<br />

vorigen Positionen die Entwicklungstätigkeit<br />

internationalisiert.<br />

So hat er etwainChina,Ungarn,<br />

Finnland und den USA die R&D-<br />

Bereiche auf- und ausgebaut<br />

„Diese Erfahrung wird mir bei<br />

Ziehl-Abegg zugutekommen“,<br />

ist er überzeugt. Ein Faible hat<br />

der Maschinenbauer auch für<br />

„smarte Produktarchitektur“.<br />

Der Diplom-Ingenieur war seit<br />

1996 für Kuka tätig. Anfangs bekleidete<br />

er verschiedene Funktionen<br />

in der Applikations- und<br />

Softwareentwicklung, später leitete<br />

der Maschinenbauingenieur<br />

für Kuka Robotics Forschung<br />

und Entwicklung im BereichMechatronik.<br />

Seit 2<strong>02</strong>0 hatte er die<br />

Funktion des CTO bei Kuka Roboticsinne.<br />

Ziehl-Abegg gehört zuden führenden<br />

Unternehmen im Bereich<br />

der Luft-, Regel- und Antriebstechnik.<br />

Beispiele für Einsatzgebiete<br />

der Produkte sind<br />

Wärme- und Kälteanlagen oder<br />

Reinraum- und Agraranlagenanlagen.<br />

2<strong>02</strong>2 beschäftigt das Künzelsauer<br />

Technologieunternehmen<br />

2800 Mitarbeiter in süddeutschen<br />

Produktionswerken<br />

und weltweit 5100. pm<br />

www.ziehl-abegg.com<br />

Verstärkung: Seit Februar ist<br />

Wolfgang Mayer Technikvorstand.<br />

Foto: Ziehl-Abegg


Februar <strong>2<strong>02</strong>4</strong>IJahrgang23INr.254<br />

Industrie 05<br />

Rekordumsatz bei Bausch+Ströbel<br />

Der Spezialmaschinenhersteller aus Ilshofen isttrotz schwierigerRahmenbedingungengewachsen. Dasmoderne Ausbildungszentrum<br />

sowie Investitionen in neue Prozesslösungen zählen zu denErfolgsfaktoren.<br />

Stillstand gibt es bei<br />

Bausch+Ströbel (B+S)<br />

nicht. Die kontinuierlich positive<br />

Unternehmensentwicklung<br />

des Spezialmaschinenherstellers<br />

unterstreichen die folgenden<br />

Zahlen: Der weltweite Umsatz der<br />

B+S Gruppe stieg im Geschäftsjahr<br />

2<strong>02</strong>3 von 360 Millionen auf<br />

440 Millionen Euro. Das entspricht<br />

einer Umsatzsteigerung<br />

von 22,5 Prozent. Ein Rekord,<br />

der, wie Gesellschafter und VorstandMarkus<br />

Ströbelbetont,trotz<br />

herausfordernder Rahmenbedingungen<br />

erreicht wurde: „Dass wir<br />

dieses füruns schwierige Jahr erfolgreich<br />

abschließen und die Anforderungen<br />

unserer Kunden erfüllen<br />

konnten, haben wir vor allem<br />

dem großen Einsatz unserer<br />

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiternzuverdanken.“<br />

Zudem seien einige Maßnahmen<br />

umgesetzt worden, um den deutlich<br />

steigenden Kosten amStandort<br />

Deutschland entgegenzuwirken.<br />

„Denn auch fürein Familienunternehmen<br />

ist die Profitabilität<br />

wichtig. Wir finanzieren hieraus<br />

unser weiteres Wachstum“, so<br />

Markus Ströbel.<br />

Die Kunden des Familienunternehmens<br />

sind Arzneimittelhersteller<br />

weltweit –ein wachsender<br />

Markt, der aber auch für neue,<br />

teils außereuropäische Anbieter<br />

lukrativ ist. Daher sei eswichtig,<br />

den Vorsprung zu anderen Anlagenbauern<br />

weiter auszubauen.<br />

Markus Ströbel erklärt: „Wir<br />

haben viele Anstrengungen unternommen,<br />

die sich 2<strong>02</strong>3 ausgezahlt<br />

haben.“ Dazu rechnet er<br />

dieEinweihungdes neuen Ausbildungszentrums<br />

in Ilshofen.<br />

NÄHE Um weitere Kapazitäten<br />

für die zunehmenden Kundenaufträge<br />

abwickeln zu können, wurden<br />

zudem Werke in Sachsen<br />

und Münsterland gegründet. Und<br />

auch in den USA baut der Weltmarktführer<br />

seine Präsenz aus:<br />

Der Mitte 2<strong>02</strong>3 eingeweihte Neubau<br />

inBranford, Connecticut, unterstreicht<br />

die Ambitionen des Unternehmens.<br />

Ambitionen, die sich<br />

insbesondere an den Kundenwünschen<br />

ausrichten. Um noch näher<br />

am Kunden zu sein, startete zuletzt<br />

ein neues Customer Care Center<br />

imbelgischen Mechelen.<br />

Neben diesen baulichen Maßnahmen<br />

standen auch hohe Investitionen<br />

in die Fertigung und in<br />

die Erarbeitung neuer Prozesslösungen<br />

und digitalen Serviceleistungen<br />

im Fokus. So unterstreiche<br />

die Auszeichnung des OMNIA<br />

XR, einer Anwendung für virtuelles<br />

Maschinentraining, mit dem<br />

Red Dot Design Award 2<strong>02</strong>3 die<br />

Innovationskraft. Die Anwendung<br />

Zukunftsfähig: Im neuen Ausbildungszentrum lernen Azubis an hochmodernem Equipment.<br />

ermöglicht ein interaktives Schulungserlebnis<br />

mit realen Maschinendaten,<br />

ohne dabei dieProduktion<br />

stoppen zu müssen.<br />

NACHHALTIGKEIT Die kürzlich<br />

erhaltene Zertifizierung nach<br />

ISO 14001:2015 zeigtdas Engagementfür<br />

Umweltschutz und Nachhaltigkeit.<br />

Markus Ströbel betont<br />

das Ziel, bis 2030 klimaneutral zu<br />

sein und setzt damit einen klaren<br />

Kurs für einenachhaltigeZukunft.<br />

Weltweit sind aktuell 2850 Mitarbeitende<br />

für das Unternehmen tätig,<br />

das vor knapp 60 Jahren mit<br />

vier Mitarbeitern in einer Garage<br />

gegründet wurde. Mittlerweile<br />

haben die Technologien und Leistungen<br />

von Bausch+Ströbel einen<br />

entscheidenden Anteil daran,<br />

dass Medikamente und Impfstoffe<br />

weltweit sicher, verlässlich und<br />

bezahlbar verfügbar sind. „Dieser<br />

verantwortungsvollen Aufgabe<br />

wollenwir auch in Zukunft gerecht<br />

werden“, so Gesellschafter<br />

und Vorstand Thorsten Bullinger.<br />

„Als Familienunternehmen steht<br />

für uns eine gesunde und nachhaltige<br />

Entwicklung des Unternehmens<br />

an erster Stelle. Auch<br />

wenn wir immer weiterwachsen<br />

Foto: Bausch+Ströbel<br />

und das Unternehmen dabei größer<br />

wird, wollenwir uns die Werte<br />

und die Flexibilität eines Familienunternehmens<br />

erhalten.“ Und<br />

Markus Ströbel ergänzt: „Mit dieser<br />

klaren Ausrichtung sind wir<br />

zuversichtlich, auch in diesem<br />

Jahr,weiterhin kontinuierlich und<br />

zukunftsorientiertzuwachsen.“<br />

www.bausch-stroebel.com<br />

Icotek auf Wachstumskurs<br />

Strategie: DieUnternehmensgruppe stellt die Geschäftsleitung neu aufund eröffnet eine<br />

Niederlassung in Indien.<br />

Der Eschacher Hersteller<br />

von Kabelmanagement-<br />

Systemen Icotek vollzog<br />

zum Jahreswechsel eine Neuausrichtung<br />

an der Unternehmensspitze:<br />

Der Gründungsgesellschafterund<br />

langjährige CEO<br />

Bruno Ehmann zog sich aus der<br />

operativen Unternehmensführung<br />

zurück, erbleibt der Unternehmung<br />

aber weiterhin als<br />

Beirat verbunden. Dafür wurde<br />

Christian Schurr, seit 2015 für<br />

Icotek tätig,zum 1. Januar in die<br />

Geschäftsführung als CFO berufen.<br />

Er zeichnet verantwortlich<br />

für die Bereiche, Personal, Finanzen,<br />

IT und Recht. Gemeinsam<br />

mit den beiden CEOs Philipp<br />

und Valentin Ehmann, bildet<br />

er nun das neue Geschäftsführertrio.<br />

„Wir haben uns zu diesem<br />

Schritt entschlossen, um die<br />

Wachstumsstrategie von Icotek<br />

voranzutreiben“, erklärt Bruno<br />

Ehmann. „Wir sind davon überzeugt,<br />

dass Christian Schurr mit<br />

seiner Expertise und Erfahrung<br />

die richtige Person ist, um die<br />

weitere Unternehmensentwicklung<br />

zu gestalten.“<br />

Seit Jahren entwickelt sich der<br />

Kabelmanagement-Experte erfolgreich<br />

in Branchen wie Maschinenbau,<br />

Robotik, Automation,<br />

Lebensmittel, Energie oder<br />

auch E-Mobility. Mit inzwischen<br />

zehn weltweiten Standorten ent-<br />

Führung: Die Unternehmensspitze hatsich neu formiert.<br />

wickelt und vertreibt das mittelständische<br />

Unternehmen aus<br />

dem Ostalbkreis hocheffiziente<br />

Kabeleinführungssysteme.<br />

Foto: Icotek<br />

TOCHTER Der Wachstumskurs<br />

wirdauch mit der Gründung der<br />

neuen Tochtergesellschaft Icotek<br />

IndiaPvt.Ltd.fortgeführt.Damit<br />

stärkt Icotek seine Präsenz auf<br />

dem indischen Markt und festigt<br />

gleichzeitig seine Position<br />

als weltweit namhafter Hersteller<br />

von Kabelmanagement-Systemen,<br />

EMV-Lösungen und Systemleuchten.<br />

Icotek India Pvt.<br />

Ltd. wird unter der Leitung von<br />

Vivek Rajannan Palanisamy in<br />

Bangalore operieren.<br />

Der indische Markt bietet aufgrund<br />

seines robusten Wachstums<br />

im Elektroniksektor und<br />

im Maschinenbau enormes Potenzial,<br />

schreibt Icotek ineiner<br />

Pressemitteilung. Mit der neuen<br />

Niederlassung strebt das Unternehmen<br />

an, den indischen Kunden<br />

eine direkte und effiziente<br />

Unterstützung vor Ort zu bieten.<br />

Dies soll durch ein engagiertes<br />

Team erfahrener Fachleute gewährleistet<br />

werden, das in Zusammenarbeit<br />

mit dem globalen<br />

Netzwerk von Icotek eine erstklassige<br />

Beratung und Serviceleistungen<br />

sicherstellt.<br />

MARKTNÄHE „Die Neugründung<br />

ist ein wichtiger Schritt für<br />

uns, um den Bedürfnissen unserer<br />

Kunden in Indien noch<br />

besser gerecht zuwerden und<br />

gleichzeitig unsere globale Präsenz<br />

auszubauen“, führt CEO<br />

Philipp Ehmann aus. „Wir sind<br />

zuversichtlich, dass unsere bewährten<br />

Lösungen auf dem indischen<br />

Markt weiterhin gutaufgenommen<br />

werden und freuen<br />

uns darauf, die Zusammenarbeit<br />

mit lokalen Partnern und<br />

Kundenzuvertiefen.“<br />

Icotek India Pvt. Ltd. wird künftig<br />

das volle Sortiment der Unternehmens-Produkte<br />

anbieten,<br />

dazu zählen Kabelverschraubungen,Kabeldurchführungsplatten,<br />

EMV-Lösungen, Systemleuchten<br />

und Zubehör.<br />

pm<br />

www.icotek.com<br />

Stolz: Rommelags Chief People Officer Robin Heine mit seinem Team bei<br />

der Preisverleihung in Düsseldorf.<br />

Foto: Rommelag<br />

Auszeichnung als<br />

TopEmployer<br />

Rommelag hat in denvergangenen Jahren<br />

kräftig an derArbeitgeber-Marke gearbeitet.<br />

Die Rommelag aus Sulzbach-Laufen<br />

wurde erstmalig<br />

zum Top Employer<br />

Deutschland <strong>2<strong>02</strong>4</strong> ausgezeichnet.<br />

Diese Anerkennung unterstreicht<br />

das kontinuierliche Engagement<br />

für das Wohlergehen und die Entwicklung<br />

der Mitarbeiter.<br />

Das Top Employers Institute hat<br />

die HR-Praktiken der Unternehmensgruppe<br />

eingehend untersucht.<br />

Der umfassende Evaluierungsprozess<br />

basierte auf sechs<br />

HR-Dimensionen und 20 HR-Bereichen,<br />

darunter People Strategy,<br />

Work Environment, Talent Acquisition,<br />

Learning, Well-being, und<br />

Diversity &Inclusion.<br />

Das Unternehmen hat in den vergangenen<br />

Jahren zahlreiche Initiativen<br />

wie Mitarbeiterbefragungen,<br />

Führungskräftetrainings, die<br />

Einführung einer Arbeitgebermarke<br />

mit dem Slogan „Mach<br />

doch wasduwillst“, Fachlaufbahnen<br />

und ein umfangreiches Angebot<br />

an Mitarbeiterbenefits eingeführt.<br />

Dies hat maßgeblich zum<br />

Erfolg beigetragen.<br />

Das Top Employers Institute ist<br />

weltweit für seine anspruchsvollen<br />

Standards bekannt. In diesem<br />

Jahr wurdennur etwas über 2300<br />

Unternehmen in 121 Ländern/Regionen<br />

auf fünf Kontinenten mit<br />

dem Titel ausgezeichnet. Die Ehrung<br />

als Top Employer Deutschland<br />

<strong>2<strong>02</strong>4</strong> ist ein bedeutender<br />

Meilenstein für Rommelag und<br />

ein Zeugnis des Versprechens,ein<br />

herausragendes Arbeitsumfeld zu<br />

schaffen.<br />

pm<br />

www.rommelag.com


06 Blickpunkt<br />

Februar <strong>2<strong>02</strong>4</strong> IJahrgang23INr. 254<br />

Prüfstein für eine Exportregion<br />

Ausgrenzungund Fremdenfeindlichkeit könnten die Wirtschaftsregion in ihrer Substanz gefährden. VONHERIBERT LOHR<br />

Die Bilderähneln sich: Auch<br />

in der Region demonstrieren<br />

bald täglich Tausende<br />

von Menschen für eine offene<br />

und bunte Gesellschaft. Und<br />

die Wirtschaft übt den Schulterschluss.<br />

Spätestens seit es das<br />

Wort „Remigration“ aus einem<br />

geheimen Treffen von Rechtspopulisten<br />

und Mitgliedern der AFD<br />

in das Licht der öffentlichen Diskussion<br />

schaffte, stehen auch in<br />

den Firmenzentralen zwischen<br />

Taubergrund, Unterland, Jagstund<br />

Kochertal die Alarmzeichen<br />

aufRot. Denn die Wirtschaftsregion<br />

Heilbronn-Franken, die einen<br />

Großteil ihrer Wirtschaftsleistung<br />

von nominal rund 55Milliarden<br />

Euro –knapp die Hälfte entfällt<br />

auf die drei Landkreise Hohenlohe,<br />

Main-Tauber und Schwäbisch<br />

Hall –auf Exportmärkten<br />

rund um den Globus erwirtschaftet,ist<br />

überMaßen von Austausch<br />

von Waren und Dienstleistungen<br />

angewiesen. Nur solassen sich<br />

jene Überschüsse erzielen, die<br />

den Wohlstand zwischen Gaildorf,<br />

Neckarsulm, Tauberbischofsheim<br />

und Crailsheim dauerhaft absichern.<br />

Die Proteste, so die Überzeugung<br />

vieler Wirtschaftsvertreter, geben<br />

der Politik die Möglichkeit,<br />

das ohnehin etwas angeschlagene<br />

Vertrauen in den Standort<br />

Deutschland wiederaufzubauen.<br />

Elke Döring, Hauptgeschäftsführerin<br />

der IHK Heilbronn-Franken,<br />

ist überzeugt: „Das alles muss<br />

Bekenntnis:Proteste füreineoffene Gesellschaft gab es zumBeispielinCrailsheim. Der Widerstandgegen populistische Ausgrenzung beeinflusst<br />

wohl auch die weitere Entwicklungdes Wirtschaftsraumes Heilbronn-Franken.<br />

Foto: ChristineHofmann<br />

schnell geschehen, denn die Unternehmen<br />

in der Region können<br />

nicht ewigvon ihrer grundsoliden<br />

Substanz zehren. Es muss sich<br />

auch in Zukunft lohnen, inder<br />

Region zu investieren,damit Heilbronn-Franken<br />

unter anderem einer<br />

der stärksten Industrie-StandorteinDeutschland<br />

bleibt.“<br />

BRANDBRIEF Abschottung und<br />

Abgrenzung gefährden dabei gerade<br />

auch die notwendige Transformation<br />

hin zu einer weitgehend<br />

klimaneutralen Produktion.<br />

50 Mitglieder der Stiftung „KlimaWirtschaft“<br />

formulieren deshalb<br />

eindeutig: „Rechtsextreme<br />

Kräfte bedrohen die Demokratie<br />

und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit<br />

Deutschlands.“ Die<br />

Firmen fordern einen „Schulterschluss<br />

der demokratischen Parteien,<br />

um langfristige Transformationsprozesse<br />

undInvestitionsentscheidungen<br />

der Wirtschaft zu ermöglichen“.<br />

Mike Kammann, Vorstandsvorsitzender<br />

der Bausparkasse SchwäbischHall<br />

verdeutlicht, worumes<br />

dabei etwa für den Gebäudesektor<br />

geht: „Ohne Fachkräfte keine<br />

Transformation. Damit sie gelingen<br />

kann,müssenwir die Menschen<br />

mitnehmen und ein gesellschaftliches<br />

Klima schaffen,<br />

in dem für Diskriminierung und<br />

Hasskein Platz ist.“<br />

Alexandervon Preen,CEO vonIntersport<br />

Deutschland aus Heilbronn,<br />

machtdeutlich: „Die Wirtschaft<br />

profitiert von internationaler<br />

Zusammenarbeit, Handel<br />

und der europäischen Einigung.“<br />

Wirtschaftspolitik der AfD ist für<br />

ihn gleichbedeutend mit dem<br />

„Verlust von Arbeitsplätzen, einem<br />

verschärften Fachkräftemangel,<br />

weniger Investitionen<br />

und weniger Innovationen mangels<br />

Vielfalt“. Preen ist überzeugt:<br />

„Deutschland würde durch Abschottung<br />

im globalen Wettbewerb<br />

nur verlieren. Freiheit, Demokratie,<br />

Vielfalt, Toleranz und<br />

Wahrheit sind unabdingbar für<br />

eine florierende Wirtschaft.“<br />

WIDERSPRÜCHE Preens Ansichten<br />

sind schon nachvollziehbar,<br />

denn die wirtschaftspolitischen<br />

Vorschläge der AfD erweisen<br />

sich bei näherer Durchsicht<br />

als Ansammlung heftiger Widersprüche.<br />

So werden Subventionen<br />

kategorisch abgelehnt, was<br />

Parteimitglieder aber nicht davon<br />

abhält, gegen die geplante Streichung<br />

der Agrardieselhilfen anzugehen.<br />

Die AfD steht für eine „extrem<br />

neoliberale Wirtschafts- und Finanzpolitik“.<br />

Abschaffen oder<br />

auf ein Minimum senken will sie<br />

etwaGrundsteuer,Gewerbesteuer,<br />

Energiesteuer oder Erbschaftsteuer.Allein<br />

diese Positionen würden<br />

Haushaltslöcher von mehr als 50<br />

Milliarden Euro aufreißen. Perspektivische<br />

Unterstützung für<br />

Solar- und Windkraft soll wegfallen,<br />

dafür soll wieder Erdgas aus<br />

Russland fließen. Künstliche Intelligenz<br />

soll gegen den Fachkräftemangel<br />

helfen, der Austritt aus<br />

der EU die Rückkehr zu ökonomischer<br />

Stärke sichern. Nur warum<br />

die Welt, mit einem so abgeschlossenen<br />

Wirtschaftsraum gute<br />

Handelsbeziehung führen soll –<br />

bleibt das Geheimnis der AfD.<br />

Sicher ist dafür eines: Die AfD<br />

gibt sichgerne als Partei der kleinen<br />

Leute. Die finanziellen Aspekte<br />

ihrer Forderungen kämen<br />

merkwürdigerweise aber vor allem<br />

Besserverdienenden zugute.<br />

Haushalte mit einem jährlichen<br />

Bruttoeinkommen von unter<br />

40 000 Euro hätten von ihren<br />

Vorschlägen fast nichts. Wer<br />

hingegen mehr als 250 000 Euro<br />

zur Verfügung hat, dem stünde<br />

ein Plus vonetwa acht Prozent ins<br />

Haus.<br />

Einsatz fürDemokratie und Rechtsstaat<br />

ElkeDöring, Hauptgeschäftsführerin der IHKHeilbronn-Franken, positioniertsich klargegen Fremdenfeindlichkeit. Sie betont,dass dieheimische<br />

Wirtschaft auchauf qualifizierteFachkräfte aus dem Auslandangewiesenist. INTERVIEW VONADINA BAUER<br />

Anlässlich der Demonstrationen<br />

gegen Rechtsextremismus<br />

in Heilbronn und<br />

der Region hat sich Elke Döring,<br />

Hauptgeschäftsführerin der IHK<br />

Heilbronn-Franken, klar gegen<br />

Extremismus und Fremdenfeindlichkeit<br />

ausgesprochen: „Unsere<br />

freiheitliche Grundordnung und<br />

der gesellschaftliche Zusammenhalt<br />

sind die Basis unserer wirtschaftlichen<br />

Stärke und unseres<br />

Wohlstands. Dazu gehören offene<br />

Märkte, die europäische Einbindung<br />

und eine Willkommenskultur<br />

für ausländische Fachkräfte.<br />

Wir unterstützen alle Menschen,<br />

die für Demokratie und Rechtsstaat<br />

eintreten.“ Im Interview<br />

schätzt sie die aktuellen Ereignisse<br />

ein und spricht über die Bedeutung<br />

von ausländischen Fachkräften<br />

für die Zukunftsfähigkeit<br />

derheimischen Wirtschaft.<br />

REGIOBUSINESS Frau Döring,<br />

wie bewerten Sie die aktuellen<br />

Demonstrationen gegen Rechtsextremismus<br />

in der Region?<br />

ELKE DÖRING Es istsehr beeindruckend,<br />

wie viele Menschen gegen<br />

Extremismus und damit für<br />

Demokratie, Vielfalt und europäische<br />

Integration auf die Straße<br />

gehen. DieseMenschen vertreten<br />

auch die Werteder Wirtschaft.<br />

REGIOBUSINESS Glauben Sie,<br />

dass die aktuellen Ereignisse –<br />

also die Aufdeckung des Treffens<br />

der Rechtsextremisten in Potsdam<br />

und auch die daraus resultierenden<br />

gegenwärtigen Demonstrationen<br />

–im Ausland wahrgenommen<br />

werden und dem Bild von<br />

Deutschland als Ziel für Zuwanderern<br />

schaden?<br />

ELKE DÖRING An Einfluss gewinnende<br />

extremistische Strömungenbeobachten<br />

wir ja in vielen<br />

europäischen Ländern. Natürlich<br />

ist das Thema in Deutschland<br />

besonders sensibel. Ich bin<br />

aber sicher, dass im Ausland angesichtsder<br />

vielen Großveranstaltungen<br />

vor allem wahrgenommen<br />

wird, dass inDeutschland eine<br />

Mehrheit für demokratische Werte<br />

steht.<br />

REGIOBUSINESS Allein aufgrund<br />

des demografischen Wandelssindausländische<br />

Fachkräfte<br />

für die Zukunftsfähigkeit der Region<br />

ja aber unverzichtbar. Oder<br />

wie bewertet die IHK die Bedeutung<br />

von Experten aus dem Ausland<br />

für die heimischen Unternehmen?<br />

ELKE DÖRING Ganzrichtig, die<br />

Unternehmen werden mittel- bis<br />

langfristig inihrem Transformationsprozess<br />

nachhaltig nur bestehen<br />

können, wenn sie ausreichend<br />

qualifizierte Mitarbeiterinnen<br />

und Mitarbeiter gewinnen<br />

können. Dafür setzen sie einerseits<br />

auf Ausbildung im eigenen<br />

Unternehmen, andererseits aber<br />

auch auf gut ausgebildete Fachkräfte<br />

ausdem Ausland.<br />

REGIOBUSINESS Welche Maßnahmen<br />

ergreift die IHK, umbei<br />

der Gewinnung ausländischer<br />

Fachkräfte zu unterstützen?<br />

ELKE DÖRING Wir unterstützen<br />

und beraten Unternehmen bei<br />

den vielen bürokratischen Hürden,<br />

die Betriebe nehmen müssen,<br />

um ausländische Fachkräfte<br />

anheuern zu können. Darüberhinaus<br />

werben wir als IHK-Organisation<br />

politisch für einen niederschwelligen<br />

Zugangvon Fachkräften<br />

zum deutschen Arbeitsmarkt.<br />

Das neue Fachkräfteeinwanderungsgesetz,<br />

auf dasdie IHKengedrängt<br />

haben, bietet zum Beispiel<br />

erweiterte Möglichkeiten, ist zudem<br />

aber auch extrem komplex.<br />

REGIOBUSINESS Und wie werden<br />

diese Maßnahmen von den<br />

heimischen Unternehmen wahrgenommen?<br />

ELKE DÖRING Die heimischen<br />

Unternehmen verzweifeln –wie in<br />

vielen anderen Bereichen auch –<br />

Appell: Hauptgeschäftsführerin Elke Döring wirbt gemeinsam mit der IHKfür einen niederschwelligen<br />

Zugang vonFachkräften zum deutschen Arbeitsmarkt und fordert einen Abbau der Bürokratie.<br />

an der staatlichen Bürokratie.<br />

Eine ausländische Fachkraft zu<br />

gewinnen, ist ein ungeheuer aufwändiges<br />

Verfahren. Das liegt an<br />

deutschenund europäischenVorgaben,<br />

aber oft auch an Auflagen<br />

in den Herkunftsländern. Insofern<br />

sind die Unternehmen dankbar<br />

für jede Unterstützung, weil<br />

sie allein oft überfordert wären.<br />

Foto: IHK<br />

REGIOBUSINESS Gibt es in der<br />

Region Heilbronn-Franken besondere<br />

Beispiele für Unternehmen,<br />

die erfolgreich ausländische<br />

Fachkräfte beschäftigen und welche<br />

Best Practices können daraus<br />

abgeleitet werden?<br />

ELKE DÖRING Es gibt zahlreiche<br />

Unternehmen, die erfolgreich<br />

ausländische Mitarbeiterinnen<br />

und Mitarbeiter integrieren<br />

konnten und können. Natürlich<br />

scheitert esauch hin und wieder,<br />

aber ist die Bürokratie erst einmal<br />

überwunden –und dazu gehört<br />

ausdrücklich auch die unkomplizierte<br />

Verlängerung von Aufenthalts-<br />

und Arbeitserlaubnissen –,<br />

dann funktioniertdie Zusammenarbeit<br />

in der Regel auch.


Februar <strong>2<strong>02</strong>4</strong>IJahrgang23INr.254<br />

Blickpunkt 07<br />

HeimischeUnternehmen zeigenKante<br />

Die Wirtschaft hältsichinder Regel mitpolitischen Statements in der Öffentlichkeitzurück. Doch dieUmtriebe der AfDhaben nun auch<br />

vieleFirmenspitzenzum Handelnveranlasst. VONHERIBERT LOHR<br />

Ausgrenzung: Vorallem in derexportabhängigenIndustrie –imBild die Ventilatoren-Fertigung bei<br />

EBM-Papst –fürchtendie heimischen Betriebe um ihr Renommee und gute Geschäftsbeziehungen.<br />

Foto: EBM<br />

Die fremdenfeindliche Haltung<br />

vieler AfD-Politiker<br />

und ein möglicher von viel<br />

Populismus getragener Rechtsruck<br />

hat auch viele Unternehmen<br />

in der Region aufgeschreckt.<br />

„Diese Entwicklung ist alarmierend<br />

für unsere Region“, mahnt<br />

Elke Döring. Die Hauptgeschäftsführerin<br />

der IHKHeilbronn-Franken<br />

weist aber auch darauf hin,<br />

dass die schlechten Rahmenbedingen<br />

etwa für die Industrie, an<br />

der allein in der Region mehr als<br />

140 000 Arbeitsplätze hängen,<br />

auch einen Nährboden für diese,<br />

letztlich auch wirtschaftsfeindlichen<br />

Umtriebeliefern. Nach einer<br />

Umfrage derDeutschen Industrieund<br />

Handelskammer unter mehr<br />

als 2200 Industriebetrieben, werden<br />

nahezu alle Standortfaktoren<br />

derzeit „deutlich schlechter bewertetet“<br />

als noch vor drei Jahren.<br />

Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen<br />

hat Fremdenfeindlichkeit<br />

laut Unternehmensführern in<br />

Heilbronn-Franken in der Wirtschaftsregion<br />

„überhaupt keinen<br />

Platz“ und auch den Forderungen<br />

nach Abschottung, erschwertem<br />

Zuzug von Fachkräften erteilen<br />

Firmeninhaberund Geschäftsführer<br />

fast unisono eine deutliche<br />

Absage. So postete etwa Alexander<br />

Weiss, Geschäftsführender Gesellschafter<br />

des Bauunternehmens<br />

Leonhard Weiss, auf der Netzplattform<br />

LinkedIn: „Wir beschäftigen<br />

über 7200 Menschen mit aktuell<br />

63 unterschiedlichen Nationalitäten.<br />

Uns liegt Toleranz und gegenseitiges<br />

Verständnis sehr am<br />

Herzen. Da hat Xenophobie nichts<br />

verloren.“<br />

Klare Position bezog unlängst<br />

auch die Stiftung „KlimaWirtschaft“,<br />

in der 50 Unternehmen,<br />

darunter auch die Bausparkasse<br />

Schwäbisch Hall, in einem öffentlichen<br />

Appell darauf hinweisen,<br />

„dass rechtsextreme Kräfte die<br />

Demokratie und die wirtschaftliche<br />

Leistungsfähigkeit Deutschlands<br />

bedrohen“. Mike Kammann,<br />

Vorstandsvorsitzender der<br />

Bausparkasse Schwäbisch Hall,<br />

macht dabei deutlich, wie schädlich<br />

menschenverachtender Populismus<br />

gerade auch fürdie Baubranche<br />

sein kann: „DieKonzepte<br />

und Technologien für die Transformationsindda.<br />

Fürdie Umsetzung<br />

benötigt es eine Qualifizierungsoffensive<br />

für das Handwerk<br />

und qualifizierte Einwanderung<br />

–denn ohne Fachkräfte ist eine<br />

Transformation nicht möglich.<br />

Damit sie gelingen kann, müssen<br />

wir die Menschen mitnehmen und<br />

ein gesellschaftliches Klima schaffen,<br />

in dem für Diskriminierung<br />

und Hass kein Platz ist.“<br />

In die gleiche Kerbe schlägt auch<br />

Alexander von Preen. Der CEO<br />

von Intersport Deutschland ließ<br />

auf der jüngsten Bilanz-Pressekonferenz<br />

in Heilbronn keine<br />

Zweifel aufkommen. „Es gilt<br />

zu handeln, und zwar für Freiheit,<br />

Vertrauen und Demokratie.<br />

Die AfD isteine Gefahr für die Demokratie,<br />

für die deutsche Wirtschaft<br />

und den gesellschaftlichen<br />

Zusammenhalt. Nicht nur Politik<br />

und Zivilgesellschaft müssen laut<br />

werden, auch Unternehmen sind<br />

gefragt.“<br />

Nicht nur, aber eben auch weil<br />

der wirtschaftliche Erfolg der Region<br />

über die Landesgrenzen hinweg<br />

erwirtschaftet wird, bezieht<br />

auch Dr. Klaus Geißdörfer, Vorsitzender<br />

der Geschäftsführung<br />

der EBM-Papst Gruppe in Mulfingen,<br />

eindeutig Stellung: „Als internationale<br />

Unternehmensgruppe<br />

pflegen wir eine Kultur des Miteinanders,<br />

Vertrauens und der gegenseitigen<br />

Wertschätzung. Mit<br />

Blick auf unsereBelegschaft, egal<br />

in welchem Land der Welt, es arbeiten<br />

stets viele unterschiedliche<br />

Nationalitäten respektvoll und erfolgreich<br />

zusammen. Bei EBM-<br />

Papst fördern wir Weltoffenheit<br />

und Vielfalt. Für Fremdenfeindlichkeit,<br />

Ausgrenzung und Abschottung<br />

haben wir kein Verständnis<br />

und stellen uns gegen<br />

jegliche Art vonLinks- wie Rechtspopulismus.“<br />

Wie abwegig eine Politik der Ausgrenzung<br />

ist, zeigt sich beispielsweise<br />

am Blick auf die Bausparkasse<br />

Schwäbisch Hall. Das Unternehmen<br />

aus der Kocherstadt<br />

beschäftigt über 6500 Menschen,<br />

die aus mehr als 50 verschiedenen<br />

Nationen stammen. Allein schon,<br />

um auf dem deutschen Markt arbeiten<br />

zu können, ist Vielfalt und<br />

eine offene Gesellschaft für den<br />

Branchenprimus unbedingt vonnöten.<br />

„Wer glaubt, dass die Antwort<br />

auf die enormen Herausforderungen<br />

Nationalismus, Radikalismus<br />

und Ausgrenzung ist, befindet<br />

sich auf dem Holzweg“,<br />

sagt Vorstandsvorsitzender Mike<br />

Kammann und Ninon Kiesler,Vorsitzende<br />

des Betriebsrats der Bausparkasse,<br />

ergänzt: „Schwäbisch<br />

Hall steht für Vielfalt und eine offene<br />

Gesellschaft. Diese Werte gilt<br />

es zu verteidigen –gemeinsam<br />

und solidarisch.“<br />

www.ihk.de<br />

www.leonhard-weiss.de<br />

www.schwaebisch-hall.de<br />

www.ebmpapst.com<br />

www.intersport.de<br />

Mehr Vielfalt bedeutet mehrErfolg<br />

VieleStudien beschäftigensich mitden Auswirkungenvon Diversitätunter denMitarbeitern auf den Unternehmenserfolg.<br />

Die wissenschaftlichen Untersuchungen finden dabeiZusammenhänge, die hauptsächlich mit der Firmenkulturzutun haben.<br />

VONMARIUS STEPHAN<br />

Diversity Management ist eines<br />

der Trendthemen unserer<br />

Zeit. Doch ist es reine<br />

Ideologie oder kann ein buntes<br />

und vielfältiges Team tatsächlich<br />

Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg<br />

haben? Mit dem Thema<br />

befasst sich die Wissenschaft<br />

bereitsseit geraumerZeit.<br />

ZweiDrittel aller Unternehmen in<br />

Deutschland sehen mit Diversity<br />

Management konkrete Vorteile<br />

für ihr Unternehmen verbunden.<br />

Dazu zählen insbesondere die<br />

Attraktivität für bestehende und<br />

neue Beschäftigte, die Offenheit<br />

und Lernfähigkeit der Organisation<br />

sowiedie Förderung von Innovation<br />

und Kreativität. Zu diesem<br />

Schluss kommt eine Studie Diversity<br />

Trends der Charta der Vielfalt.<br />

Und: „63 Prozent der Unternehmen<br />

erwarten, dass Diversity<br />

Management zukünftig noch stärker<br />

anRelevanz gewinnt“, heißt<br />

es in dem Papier.<br />

Gemischte Führungsteams<br />

sind entscheidend<br />

„63 Prozent der<br />

Unternehmen<br />

erwarten, dass<br />

das Diversity<br />

Management<br />

zukünftig noch<br />

stärker an<br />

Relevanz<br />

gewinnt.“<br />

Bunt: Eine offene Firmenkulturbegünstigtdie Vielfalt im Unternehmen –und auch den Erfolg.<br />

Je diverser, desto erfolgreicher:<br />

Dieser Zusammenhang hat sich<br />

laut einer internationalen McKinsey-Analyse<br />

noch verstärkt. „Die<br />

neuen Datenbekräftigen, dassInklusion<br />

und Diversität ein wichtiger<br />

Faktor für denGeschäftserfolg<br />

sind“, schreibendie Autoren. Unternehmen<br />

mit hoher Gender-Diversität<br />

haben eineum25Prozent umDiversität unddamit auch den<br />

und damit signifikant größere Unternehmenserfolg nachhaltig<br />

Wahrscheinlichkeit, überdurchschnittlich<br />

zu verbessern, ist nach der Studie<br />

profitabel zu sein. Be-<br />

trachtet man den Faktor der ethnischen<br />

Diversität (Internationalität<br />

des Vorstands), liegt dieser<br />

Wert sogar bei 36 Prozent. Das<br />

sind zentrale Ergebnisse der Studie<br />

„Diversity Wins –How Inclusion<br />

Matters“, für die McKinsey<br />

Daten von mehr als 1000 Unternehmen<br />

in 15 Ländern analysiert<br />

hat. Ein entscheidender Faktor,<br />

eine inklusive Unternehmenstrachtet<br />

kultur.<br />

„Es bringt nichts, wenn Frauen<br />

zwar formal dabei sind, aber<br />

nicht gehört und zu entscheidenden<br />

Meetings nicht eingeladen<br />

werden“, schreibt McKinsey.<br />

Den Zahlen zum Trotz gibt es<br />

beim Thema Vielfalt im Vorstand<br />

nur langsame Verbesserungen.<br />

Die Daten zeigen, dass zwei Drit-<br />

Foto:NPG-Archiv<br />

tel der seit 2014 analysierten Unternehmen<br />

in den vergangenen<br />

fünf Jahren keinen Fortschritt gemacht<br />

haben: Etwa 30 Prozent haben<br />

vorherige Erfolge nicht weiter<br />

ausgebaut, ein weiteres Drittel<br />

hat sich sogar verschlechtert.<br />

Nur 33 Prozent der untersuchten<br />

Unternehmen konnten sich verbessern,<br />

nur 5Prozent deutlich.<br />

Dabei zahlen die Nachzügler einen<br />

hohen Preis: Das Viertel der<br />

Unternehmen mit der niedrigsten<br />

Diversität nach Geschlecht und<br />

ethnischer Hintergrund hat eine<br />

um 25 Prozent niedrigere Wahrscheinlichkeit,<br />

überdurchschnittlich<br />

zu performen.<br />

Laut der Charta-Studie manifestiert<br />

sich der Erfolg auch in erhöhter<br />

Innovationskraft: „Unsere<br />

Studie zeigt, dass die fortschrittlichen<br />

Unternehmen in den letzten<br />

Jahren eine Vielzahl von Aktivitäten<br />

gestartet haben, um ihre Produktivität<br />

und Innovationskraft<br />

durch ein wertschätzendes Arbeitsumfeld<br />

zu erhöhen“, erklärte<br />

Ana-Cristina Grohnert, Vorstandsvorsitzende<br />

des Vereins Charta<br />

der Vielfalt.<br />

Vermehrt Druck<br />

von Investoren<br />

Diversität durchzusetzen und damit<br />

den Unternehmenserfolg zu<br />

erhöhen, liegt mittlerweile auch<br />

im Interesse der Investoren: Eine<br />

Studie der Initiative „Investors<br />

4Diversity“ der Hochschule für<br />

Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin<br />

zeigt, dass immer mehr institutionelle<br />

Investoren ihren Einfluss<br />

bei den Unternehmen geltend machen,<br />

um diese dazu zubringen,<br />

auf gemischte Führungsteams zu<br />

setzen. Dabei geht es ihnen um<br />

mehr Frauen in Spitzenpositionen,<br />

aber auch um Menschen mit<br />

anderem kulturellen Hintergrund<br />

oder anderen Abschlüssen als<br />

dem gängigen BWL-Diplom.


08 Firmen &Märkte<br />

Februar <strong>2<strong>02</strong>4</strong> IJahrgang23INr. 254<br />

Die Zeitder Kunden im Blick<br />

Mit dem Servicekonzept „FordPro Mobility“wollen dieStegmaier-Gruppe und derHerstellerFord Dienstleistungen und Mentalität aus<br />

dem Segment Lkwauf denBereich leichte Nutzfahrzeugeübertragen. VONMARIUS STEPHAN<br />

Zeit ist Geld, das gilt besonders<br />

im Geschäft mit der<br />

Mobilität. Ein Pannenfahrzeug<br />

muss möglichst schnell wieder<br />

auf die Straße, denn nur so<br />

verdienen die Fahrzeuge für den<br />

Besitzer Geld. Diese Maxime hat<br />

die Stegmaier-Gruppe mit Sitz<br />

in Kirchberg an der Jagst durch<br />

ihre jahrzehntelange Erfahrung<br />

im Lkw-Geschäft verinnerlicht. Da<br />

ist es nur logisch, diese Expertise<br />

auch auf das Geschäft mitleichten<br />

Nutzfahrzeugen vonFord zu übertragen.<br />

„Der Nutzfahrzeugmarkt<br />

inklusive des Vermietgeschäfts ist<br />

eine Riesenchance für uns –wenn<br />

wir es richtig machen“, sagt Thomas<br />

Stegmaier, Geschäftsführer<br />

der Stegmaier-Gruppe.<br />

AUSTAUSCH Das Szenario: Ein<br />

Glastransporter hat eine Panne<br />

aufdem Wegzum Kunden.Dahilft<br />

es nicht wirklich, dass die nächste<br />

Service-Werkstatt einen Kleinwagen<br />

zur Weiterfahrt anbietet. Die<br />

Glaserei will mobil bleiben und<br />

ihre Auslieferung möglichst bald<br />

fortsetzen –braucht dafür aber<br />

ein speziell umgebautes Nutzfahrzeug.<br />

Die Stegmaier-Gruppe entwickelt<br />

das Serviceprojekt seit<br />

2017 unter dem Namen FleetMobility<br />

Services (FMC). Nun steigt<br />

der Hersteller Ford mit ein: Aus<br />

FMC wird Ford Pro Mobility.<br />

Ford Pro und Stegmaier haben dabei<br />

vor allem Kunden mitSpezialfahrzeugen<br />

im Blick. Bezogen auf<br />

das Beispiel mit dem Glastransporter<br />

bedeutet dies: Ein Ford-<br />

Partnerbetrieb schleppt zunächst<br />

das Fahrzeug ab, verlädtdie Glasscheiben<br />

auf einen fürsolch einen<br />

Transport umgebauten Ford Transit<br />

und kümmert sich um die Reparatur<br />

des defekten Fahrzeugs.<br />

Der lokale Service, den Stegmaier<br />

bisher mit FMC bot, soll<br />

nun mit Ford Pro deutschlandweit<br />

etabliert werden. Dafür sollen<br />

zunächst rund 80 Ford-Partner<br />

aus ganz Deutschland teilnehmen.<br />

Sie bieten dannauchfür<br />

Gewerbekunden mit Spezialfahrzeugen<br />

eine Notfall-Hilfe inklusive<br />

Werkstatt-Ersatzfahrzeuge, sowie<br />

Wartung, Reparatur oder kurzund<br />

langfristige Ausleihen von<br />

umgebauten Nutzfahrzeugen.Dieses<br />

Service-Netzwerk garantiert,<br />

dass egal wo ein gewerblicher<br />

Nutzfahrzeugkunde auf Deutschlands<br />

Straßen unterwegs ist, die<br />

Entfernung zum nächsten Ford<br />

Pro MobilityPartnerbetrieb maximal<br />

80 Kilometer beträgt. „Unser<br />

Ziel ist eine Reaktionszeit vonmaximal<br />

vier Stunden“, erklärt Stegmaier.<br />

Die dafür benötigten Nutzfahrzeuge<br />

liefert Ford Pro andie teilnehmenden<br />

Partner. Den Umbau<br />

Auftakt: Die Vorstellungsrunde der neuen Services vonStegmaier undFordfand im Crailsheimer Hangar vor<br />

rund 100 Partnern und potenziellen Partnernstatt.<br />

Foto: MariusStephan<br />

übernehmen lizenzierte Umbauhersteller.<br />

Sie rüsten die Ford-<br />

Nutzfahrzeuge je nach Bedarf mit<br />

speziellen Regalausbauten aus<br />

oder bauen sie beispielsweise zu<br />

Dreiseitenkipper,Kühl- odereben<br />

Glastransportern um.<br />

Um den hohen Service-Standards<br />

von Ford Pro gerecht zuwerden,<br />

müssen die teilnehmenden Partnerbetriebe<br />

bestimmte Kriterien<br />

erfüllen: So können nur Ford<br />

Transit Center den neuen Mobilitätsservice<br />

anbieten. Zudem müssensie<br />

an jedem Standort mindestens<br />

zwei extra geschulte Ford Pro<br />

Mobility Service-Kräfte einsetzen<br />

und mindestens sechs Nutzfahrzeuge<br />

für diesen Service ordern.<br />

Alle Fahrzeuge im Ford Pro Mobility<br />

Service-Netzwerk müssen außerdem<br />

bei Ford Pro Telematics<br />

registriert sein. Damit profitierendie<br />

teilnehmendenFord-Partner<br />

von Echtzeit-Informationen<br />

zum Fahrzeugzustand und können<br />

so Wartungen oder Reparaturen<br />

proaktiv planen und Ausfallzeitenihrergewerblichen<br />

Kunden<br />

minimieren.<br />

Ford Pro bietet nämlich nichtnur<br />

die meistverkaufte Nutzfahrzeugflotte<br />

in Europa und ist 2<strong>02</strong>3 bereits<br />

im neunten Jahr in Folge europäischer<br />

Marktführer bei den<br />

leichten Nutzfahrzeugen, was zuvor<br />

noch keinem anderen Hersteller<br />

gelungen ist. Vielmehr umfasst<br />

Ford Pro auch ein ganzes<br />

Ökosystem an intelligenten Lösungen<br />

und digitalen Services.<br />

PRODUKTIVITÄT Damit ermöglicht<br />

Ford Pro Gewerbekunden,<br />

die Betriebszeit ihrer Fahrzeugflotten<br />

zu erhöhen, Kosten zu<br />

reduzieren und ihr Geschäft effizienter<br />

und produktiver zu machen.<br />

Dieses Service-Ökosystem<br />

wird nun durch Ford Pro Mobility<br />

erweitert. „Wir freuen uns<br />

sehr, diesen neuen Mobilitätsservicezusammen<br />

mit unserem langjährigen<br />

Partner, der Stegmaier<br />

Group anbieten zu können“, betont<br />

Claudia Vogt, Direktorin Ford<br />

Pro für Deutschland, Österreich<br />

und Schweiz (DACH). „Mit Ford<br />

Pro Mobility sorgen wir dafür,<br />

dass auch unsere Gewerbe- und<br />

Flottenkunden mit Spezialfahrzeugen<br />

überall in Deutschland<br />

mobil bleiben. So erhöhen wir<br />

die Einsatzzeit ihrer Fahrzeugflotte<br />

und maximieren die Produktivität<br />

ihres Geschäfts –genau dafür<br />

steht FordPro.“<br />

„Wir sindüberzeugt, dasswir mit<br />

FordPro Mobility einen wichtigen<br />

Schritt in die Zukunft vollzogen<br />

haben“, sagt Thomas Stegmaier,<br />

„Der Mehrwert für alle Beteiligten<br />

ist enorm: von der planbaren<br />

Werkstattauslastung bis zur speziellen<br />

Mobilitätslösung. Unsere<br />

Nutzfahrzeugkunden profitieren<br />

dabei von unserem deutschlandweiten<br />

Partnernetz, das über unsere<br />

eigens entwickelte Software<br />

intelligent vernetzt ist. So bekommen<br />

sie für alle Bedarfsfälle den<br />

benötigten Mobilitätsservice.“<br />

www.stegmaier-group.de<br />

www.ford.de<br />

Becksteiner Winzer sind „Genossenschaftdes Jahres“<br />

Geschäftsführer Michael Braun, KellermeisterFlorianDöllerund Marketing-und Veranstaltungsleiter MichaelSpies sprechen überdie besondere<br />

Gault&Millau-Würdigung, mit der Badens drittälteste Winzergenossenschaft für<strong>2<strong>02</strong>4</strong> ausgezeichnet wurde. INTERVIEWVON LINDA HENER<br />

REGIOBUSINESS Michael<br />

Braun, wie klingtdas für Sie: „Genossenschaft<br />

des Jahres <strong>2<strong>02</strong>4</strong>“,<br />

verliehener Titel andie Becksteiner<br />

WinzereGdurch den bekannten<br />

Gault&Millau-Weinguide?<br />

MICHAEL BRAUN Es ist verdient,<br />

dass wir diesen Titel erhalten.<br />

Seit vielen Jahren feilen wir<br />

kontinuierlich und akribisch an<br />

der Qualität unserer Weine. Nur<br />

durch eine enge Kommunikation<br />

mit den Erzeugern draußen im<br />

Weinberg und durch den schonenden<br />

Ausbau im Weinkeller<br />

können wir über alle Weine hinweg<br />

einetop Qualitätliefern.<br />

REGIOBUSINESS Für was steht<br />

der Preis Ihrer Meinungnach?<br />

MICHAEL BRAUN Wir haben<br />

uns ständig weiterentwickelt und<br />

wollten das auch! Dass esbereits<br />

jetzt so weit ist, kam etwas überraschend,<br />

aber ich denke, das<br />

ist gerechtfertigt –erist ein Verdienst<br />

für unsere Arbeit, unser<br />

Herzblut, unseren Ehrgeiz. Der<br />

Preis steht dabei für unsere Winzer,<br />

Mitarbeiter, Kunden und alle,<br />

die diesen Preis ermöglicht haben.<br />

Führung: Florian Döller,MichaelSpies,Martin Baumann (Vorstandsvorsitzender), Michael Braun (Geschäftsführer)<br />

sowie Manfred Hofmann(Vertriebsleiter,v.re.)freuensich über die Auszeichnung. Foto: Becksteiner Winzer<br />

REGIOBUSINESS Michael<br />

Spies, welche Kriterien flossen in<br />

dieBewertung ein?<br />

MICHAEL SPIES Wir sind die<br />

Genossenschaft, mit den in Summe<br />

am besten bewerteten Weinund<br />

Sektspezialitäten. Nicht nur<br />

die einmalige Teilnahme andiesem<br />

Wettbewerb bringt uns diese<br />

Auszeichnung, sondern esist<br />

eine langjährige Entwicklung. Die<br />

konstante Qualität über mehrere<br />

Jahre ermöglicht uns in der Gesamtbewertung<br />

drei rote Trauben.<br />

Die Juroren waren von der Aromatik,<br />

Klarheit und Sortentypizität<br />

begeistert –nicht nur inden<br />

oberen Qualitätsstufen, auch die<br />

Ortsweine wurden ausgezeichnet.<br />

Inunserem Fallwerdendie Weine<br />

durch Muschelkalk und das kühle<br />

Klima beeinflusst, durch die<br />

Handschrift unseres Kellermeisters<br />

bekommen sie ihre wiedererkennbare<br />

Charakteristik.<br />

REGIOBUSINESS Florian Döller,<br />

Sie sind der Kellermeister –<br />

was zeichnet Ihre Weine aus?<br />

FLORIAN DÖLLER Wir möchten<br />

damit Trinkfreude generieren.<br />

Die Weißweine präsentieren<br />

sich mit moderaten Alkoholwerten,<br />

Frische und Eleganz, waseindeutig<br />

auf unser besonderes Terroir<br />

zurückzuführen ist. Mit einem<br />

punktgenauen Erntezeitpunkt<br />

holen wir uns die Qualität,<br />

die für den entsprechenden Wein<br />

notwendig ist. Auch Trends wie alkoholfreien<br />

Wein und Schaumwein,<br />

die wirebenfalls wertig umsetzen,<br />

wiemittlerweile beieinem<br />

Chardonnay,ist für unsereGenossenschaft<br />

bezeichnend.<br />

REGIOBUSINESS Wie hat sich<br />

der Wein der Becksteiner Winzer<br />

eG in den vergangenenJahren<br />

verändert?<br />

FLORIAN DÖLLER Wirarbeiten<br />

noch gezielter an jederWeinsorte.<br />

Verschiedene Maßnahmen im Keller,wie<br />

zum Beispieldie Holzfassqualität<br />

und Holzart des Holzfasses,<br />

sowie Lagerdauer und Lagertemperaturen<br />

wurden optimiert.<br />

Auch geben wir den Weinen die<br />

notwendige Reifezeit, bevor sie<br />

auf den Markt kommen. Bei den<br />

Rotweinen bringt die Maischegärung<br />

zusammen mit dem richtigen<br />

Lesezeitpunkt eine fruchtige<br />

Aromatik, dennoch Tiefgang, Finesse<br />

und Lagerfähigkeit mit Entwicklungspotenzial.<br />

Wir setzen im<br />

Grundsatz auf harmonische, trinkige<br />

Weine, die zum Nachschenken<br />

einladen.<br />

MICHAEL BRAUN Die Qualität<br />

hängt auch vielvom Lesezeitpunkt<br />

der Trauben ab, der nicht einfach<br />

zu koordinieren ist. Die Trauben<br />

müssen ihre sogenannte physiologische<br />

Reife haben und sollten<br />

nicht zu früh und nicht zu spät geerntet<br />

werden. Ein ausgeklügelter<br />

Zeitplan, der im Gremium festgelegt<br />

wird, ist hierbei wichtig.<br />

REGIOBUSINESS Was macht<br />

das Wesen einer Genossenschaft<br />

aus?<br />

MICHAEL BRAUN Wir, die<br />

Becksteiner Winzer, sind ein Zusammenschluss<br />

von rund 250<br />

Winzerinnen und Winzern im<br />

mittleren Taubertal, von Unterbalbach<br />

bis Werbach. In Klepsau<br />

im Jagsttal und Dertingen im Aalbachtal<br />

erzeugen ebenfalls Winzer<br />

Trauben für die Genossenschaft.<br />

Als drittälteste Erzeugergemeinschaft<br />

im badischen Weinbaugebiet<br />

übernehmen wir verschiedene<br />

Arbeiten für die Winzerinnen<br />

und Winzer: Wir bauen den Wein<br />

aus und vermarkten ihn im Auftrag<br />

der Winzer. Den erwirtschafteten<br />

Erlös aus den Produkten erhalten<br />

die Erzeuger zurück.<br />

REGIOBUSINESS Wie klappt<br />

die Koordination in der Genossenschaft?<br />

MICHAEL BRAUN Wir entscheiden<br />

schnell und effizient in<br />

einem vergleichsweise kleinen<br />

Führungsteam. Die Vielfalt der<br />

Mitglieder spiegelt sich dann im<br />

Aufsichtsrat wider, mit dem wir<br />

uns kontinuierlich abstimmen.<br />

Zudem kenne ich alle unsereWinzerinnen<br />

und Winzer sehr gut. Wir<br />

entscheiden zusammen.<br />

REGIOBUSINESS Was sind die<br />

Genossenschafts-Pläne für die Zukunft?<br />

MICHAEL SPIES Unsere Mission<br />

lautet, den Menschen weiter<br />

die Wertschätzung gegenüber<br />

dem Wein näherzubringen –bei<br />

genussvollen Veranstaltungen aller<br />

Art rund um die Becksteiner<br />

WeinWelt oder im Verkaufsgespräch<br />

in unserer Vinothek. Wir<br />

möchten unsere Kunden begeistern<br />

und diesen gewissen „Spirit“<br />

des Weines vermitteln. Wein ist<br />

und bleibt ein Kulturgut und dafür<br />

arbeiten wir tagtäglich mit Herzblut<br />

und Leidenschaft.<br />

www.becksteiner-winzer.de


Februar <strong>2<strong>02</strong>4</strong>IJahrgang23INr.254<br />

Politik &Wirtschaft 09<br />

Die Stimmung trübt sich weiterein<br />

KonjunkturimHandwerk: Im vierten Quartal 2<strong>02</strong>3 waren dieAuftragsbücher nichtmehr so gutgefüllt wie im Vorjahr.<br />

Im heimischen Handwerk haben<br />

sich die Aussichten im<br />

Jahresverlauf deutlich eingetrübt.<br />

Dementsprechend sorgenvoll<br />

präsentieren sich die Befragten<br />

der Konjunkturumfrage<br />

zum vierten Quartal 2<strong>02</strong>3. Die<br />

Betriebe im Kammerbezirk Heilbronn-Franken<br />

bewerteten die<br />

Geschäftslage im vierten Quartal<br />

mehrheitlich positiv: Mehrals die<br />

Hälfte der Befragten (61,1 Prozent)<br />

bezeichnete dieGeschäftslage<br />

als „gut“.<br />

Allerdings: Voreinem Jahr lagdieser<br />

Anteil noch bei 63,1 Prozent.<br />

Rund jeder zehnte Betrieb (10,9<br />

Prozent) warmit einer schlechten<br />

Geschäftslage im vierten Quartal<br />

konfrontiert –deutlich mehr,<br />

als noch vor einem Jahr (7,4Prozent).<br />

Der Geschäftslageindex erreichte<br />

50,2 Punkte und liegt damit<br />

sowohl unter dem Vorquartalsniveau<br />

(+54,9 Punkte), als<br />

auch unter dem Vorjahresniveau<br />

(55,6 Punkte).<br />

DieGeschäftserwartungen imhiesigen<br />

Handwerk haben sich deutlich<br />

eingetrübt und viele Unternehmen<br />

gehen davon aus,<br />

dass sich ihre Geschäftslage verschlechtern<br />

wird. Lediglich 7,8<br />

Prozent (Vorjahresquartal: 19,4<br />

Prozent) der Betriebe in Heilbronn-Franken<br />

erwarten bessere<br />

Geschäfte, während 37,5 Prozent<br />

(Vorjahresquartal: 20,3 Prozent)<br />

von einer Verschlechterung<br />

ihrer Geschäftslage ausgehen.Der<br />

Erwartungsindex ist aufdem niedrigsten<br />

Stand seit 2003.<br />

Insgesamtliegtder Konjunkturindikator<br />

der Handwerkskammer<br />

Heilbronn-Franken, der aus dem<br />

Geschäftslage- und Erwartungsindex<br />

gebildet wird, mit 6,4 Punkten<br />

deutlich unter dem Vorjahresstand<br />

(+25,6 Punkte). In der<br />

Umfrage zum dritten Quartal lag<br />

der Konjunkturindikator noch bei<br />

21,9Prozent.<br />

AUFTRAGSLAGE Die Auftragslage<br />

entwickelte sich im vierten<br />

Quartal schlechter als im Vorjahreszeitraum.<br />

Etwas mehr als jeder<br />

fünfte Betrieb (20,8 Prozent)<br />

meldet ein Auftragsplus (Vorjahresquartal:<br />

27,2 Prozent). Rückläufige<br />

Auftragseingänge verzeichneten<br />

38,2 Prozent derBefragten.<br />

Der Anteilder negativen Auftragsmeldungen<br />

war damit deutlich<br />

höher als im Vorjahresquartal<br />

(20,9 Prozent). Die weitere Auftragslage<br />

bewerteten die Betriebe<br />

aus dem Kammerbezirk pessimistisch.<br />

28,8 Prozent der Befragten<br />

erwarten sinkende Auftragseingänge.<br />

Nur 14,7 Prozent rechnen<br />

mit einem Anstieg.<br />

AUSLASTUNG Die Kapazitäten<br />

im regionalen Handwerk waren<br />

im vierten Quartal nicht mehr so<br />

gut ausgelastet wie noch im Vorjahreszeitraum.<br />

Noch 11,9 Prozent<br />

der Betriebe registrierten einen<br />

Auslastungsgrad von über<br />

100 Prozent (Vorjahresquartal:<br />

11,3 Prozent). Der Anteil der Betriebe<br />

mit geringer Kapazitätsauslastung<br />

von maximal 60 Prozent<br />

steigt dagegen deutlich an und<br />

liegt bei 21,9 Prozent(Vorjahresquartal:<br />

15,1 Prozent). Ebenfalls<br />

erhöht hatsich der Anteil der Betriebe<br />

mit einer Kapazitätsauslastung<br />

zwischen 61 und 80 Prozent<br />

(33,5 Prozent, Vorjahresquartal:<br />

19,4 Prozent). Knapp jeder dritte<br />

Betrieb (32,8 Prozent) meldete<br />

eine Kapazitätsauslastung zwischen<br />

81 und 100 Prozent. Im<br />

Vorjahr war dies noch mehr als<br />

die Hälfte der befragten Betriebe.<br />

Prognose: Die Zahl der Mitarbeiter in den heimischen Betrieben soll leicht sinken.<br />

UMSATZ Die Umsatzkurve zeigte<br />

wieder nach oben. 31 Prozent<br />

derBetriebeberichten von gestiegenen<br />

Umsätzen.Das sind12Prozent<br />

mehr als noch im dritten<br />

Quartal, aber weniger als vor einem<br />

Jahr (36,8 Prozent). Mehr<br />

als jeder fünfte Betrieb verzeichnete<br />

sinkende Umsätze (21,8<br />

Prozent). Vor einem Jahr mussten<br />

nur 15,7 Prozent Umsatzeinbußen<br />

hinnehmen. Für die kommenden<br />

Monate wird eine negative<br />

Umsatzentwicklung erwartet.<br />

Gut ein Drittel(35,5 Prozent)<br />

rechnet miteinem Minus.<br />

BESCHÄFTIGTE Die Beschäftigung<br />

im Kammerbezirk dürfte<br />

im vierten Quartal weitgehend<br />

konstant geblieben sein. 8,3 Prozent<br />

der Befragten meldeten eine<br />

Aufstockung der Mitarbeiterzahl,<br />

zugleich verzeichneten aber 8,5<br />

Prozent der Betriebe einen Personalabbau.<br />

In den kommenden<br />

Monaten dürfte die Mitarbeiterzahl<br />

im Handwerk leicht sinken.<br />

Nur noch 5,9 Prozent der Betriebe<br />

planen, mehr Personal einzustellen<br />

(Vorjahresquartal: 11,1<br />

Prozent). 8,9 Prozent der Befragten<br />

werden die Belegschaft voraussichtlich<br />

verkleinern, in der<br />

Vorjahresumfrage lag dieser Wert<br />

noch bei 10,5 Prozent.<br />

INVESTITIONEN Die Investitionstätigkeit<br />

blieb weitgehend<br />

konstant. 15,5 Prozent der Befragten<br />

meldeten höhereInvestitionsausgaben,<br />

vor einem Jahr warendies<br />

15,3 Prozent. Etwas mehr<br />

als jeder fünfte Betrieb (20,6 Prozent)<br />

verringerte die Investitionen,<br />

nachdem es im Vorjahresquartal<br />

21,1 Prozent waren. pm<br />

www.hwk-heilbronn.de<br />

Foto: NPG-Archiv<br />

Gastkommentar<br />

„Nicht raus, sondern rein!“<br />

Walter Döring: „Remigration“ würde Deutschland enorm schaden.<br />

Es hat ein „Geheimtreffen“<br />

von„rechten Kreisen“ gegeben,<br />

auf dem Pläne zur „Remigration“<br />

beraten worden sind.<br />

Alleine schon die dadurch entfachte<br />

Diskussion rund um den<br />

Begriff „Remigration“ macht es<br />

dringend notwendig, sich damit<br />

zu befassen beziehungsweise darzustellen,<br />

was dies –die Ausweisung<br />

von Millionen hier lebenden<br />

und arbeitenden Menschen –für<br />

unser Land bedeuten würde.<br />

Millionen Ausländer und selbst<br />

auch Deutsche mit „Migrationshintergrund“<br />

sollen Anhängern<br />

von „Remigration“zufolge ausgewiesen,<br />

„zurückgeschickt“ werden.<br />

Wermit solchenVorschlägen<br />

vorgibt, Deutschland zu helfen,<br />

die Interessen Deutschlands mit<br />

„Remigration“ zu vertreten, liegt<br />

völlig daneben, kennt die Fakten<br />

nicht und würde bei Umsetzung<br />

solcher Fantastereien Deutschland<br />

allergrößten Schaden zufügen.<br />

Hier jetzt einmal zu einigen Zahlen,<br />

Daten und Fakten imHinblick<br />

auf hierzulande Beschäftigte, die<br />

als Ausländeroder„Deutsche mit<br />

Migrationshintergrund“ im Zuge<br />

einer „Remigration“ ausunserem<br />

Land fortgeschickt werden sollten:<br />

Jeder siebte Arzt inDeutschland<br />

verfügt nicht über die deutsche<br />

Staatsbürgerschaft. Inmittlerweile<br />

Dutzenden von Kommunen<br />

gibt es keinen Arzt mehr;<br />

auch hier in unserer Region sind<br />

Zukunft: Statt Ausweisungund Abschiebung ist einegezielte<br />

Zuwanderung nötig,umden Wohlstandzuhalten.<br />

Foto: NPG-Archiv<br />

einzelne Gemeinden davon betroffen,<br />

leiden die Einwohner unter<br />

dem Ärztemangel. Im März<br />

2<strong>02</strong>3 waren 4800 Hausarztsitze<br />

unbesetzt. Zuuns hier im Landkreis<br />

eine Meldung von SWR aktuell<br />

am 14.1.23: „Seit Ende des<br />

vergangenen Jahres gibt es keine<br />

Hausarztpraxis mehr imoberen<br />

Bühlertal“.<br />

In den Pflegeberufen sind 14 Prozent<br />

der sozialversicherungspflichtig<br />

Beschäftigten Ausländer.<br />

Der gesamte Gesundheits- und<br />

Pflegebereich würde beieiner wie<br />

auch immer gearteten „Remigration“<br />

zusammenbrechen.<br />

Jan Schweitzer stellte in der ZEIT<br />

vom 18. Januar fest,dass es 1991<br />

440 Abteilungen für Kinder- und<br />

Jugendmedizin gab und es2<strong>02</strong>0<br />

mehr als 100 weniger waren:<br />

334. Grund: gravierender Personalmangel.<br />

Die Kinderbetreuung soll unbedingt<br />

ausgebaut werden. Hinten<br />

und vorne fehlen Erzieherinnen.<br />

Viele Kommunen, darunter auch<br />

Schwäbisch Hall, versuchen, im<br />

Ausland „fündig“zuwerden.<br />

Da Deutschlandwie kaum ein anderes<br />

Land auf internationale Geschäftsverbindungen<br />

und Exporte<br />

angewiesen ist, arbeiten in 88<br />

Prozent der DAX-Vorstände auch<br />

ausländische Spitzenkräfte.<br />

Max-Planck-Präsident Patrick<br />

Kramer hat jüngst in der FAZ die<br />

„Remigrations-Diskussion“ als<br />

„erschreckenden Tiefpunkt einer<br />

unsäglichen Debatte“ bezeichnet<br />

und ausgeführt, dass in seiner<br />

Forschungsorganisation „mehr<br />

als 24 000 Beschäftigte aus 127<br />

Ländern kommen. Bei uns in der<br />

Max-Planck-Gesellschaft arbeiten<br />

Spitzenforscherinnen und Spitzenforscher<br />

ausSüdkorea, Japan,<br />

Indien, Pakistan, Iran und Niger.<br />

Auch drei Nobelpreisträger der<br />

Jahre 2<strong>02</strong>0 bis 2<strong>02</strong>2 kamen aus<br />

dem Ausland und forschen seit<br />

Jahren bei uns inDeutschland.“<br />

Und Cramer weiter: „Die Zahl<br />

derAuszubildendenmit ausländischerStaatsangehörigkeit<br />

hat sich<br />

in Deutschland in den vergangenen<br />

zehn Jahren um 64 Prozent<br />

auf knapp 55 000 erhöht. Diese<br />

Menschen sind für unser Land<br />

unverzichtbar!“<br />

Gar nicht genannt sind hier die<br />

vielen unersetzbaren ausländischenBeschäftigten<br />

in Bereichen,<br />

in denen der Fachkräftemangel<br />

ebenfalls gravierend ist: Gastronomie,<br />

Bau, Entsorgungsbereicheetc.<br />

Das Handelsblatt schrieb dieser<br />

Tage: „Deutschland muss den<br />

Mangel an Arbeitskräften in den<br />

Griff kriegen, der schon jetzt unser<br />

Wachstum lähmt und sich<br />

durch die demografische Entwicklung<br />

weiter verschlimmern<br />

wird“.<br />

Zum Thema Demografie/Alterung<br />

der Gesellschaft erklärte der<br />

Freiburger Finanzwissenschaftler<br />

Bernd Raffelhüschen dem ZDZ,<br />

dass wir auf Zuwanderung in den<br />

Arbeitsmarktangewiesensind, da<br />

„wir ja die letzten 40 Jahre die<br />

Kinder, die wir gebraucht hätten,<br />

gar nicht gemacht haben“.<br />

Endlich melden sich auch „Wirtschaftskapitäne“<br />

zu Wort: Infineon-Chef<br />

Jochen Hanebeck verurteilt<br />

laut Süddeutscher Zeitung<br />

vom17.Januar „jedes Gerede von<br />

„Remigration“ als menschenverachtend“.<br />

Ganz ähnlich äußerten<br />

sich hochrangige Vertreter von<br />

SAP, Mercedes-Benz, Bosch, Porsche,<br />

Daimler-Truck sowie die<br />

Chefin von Trumpf, Nicola Leibinger-Kammüller<br />

und BDI-Präsident<br />

Siegfried Russwurm.<br />

Die Vorsitzende der Wirtschaftsweisen<br />

Monika Schnitzer will<br />

1,5 Millionen Zuwanderer jährlich<br />

(!), um dem Fachkräftemangel<br />

bei uns zu begegnen; ein Kollege<br />

vonihr nennt 400 000. Nicht<br />

„raus“, sondern„rein“!<br />

Auch wenn dieseZahlen reichlich<br />

hoch gegriffen sind und es viele<br />

Dr.Walter Döring<br />

Der gebürtige Stuttgarter Dr.Walter Döring war<br />

lange eine der Galionsfiguren der FDP. Er war<br />

Vorsitzender der Landtagsfraktion und von 1996<br />

bis 2004 Wirtschaftsminister von Baden-<br />

Württemberg. Heute arbeitet der 69-Jährige als<br />

Consultant, hält Vorlesungen an Hochschulen<br />

und sitzt im Gemeinderat in Schwäbisch Hall. Im<br />

Kreistag ist er für die Freien Demokraten politisch<br />

aktiv.Döring ist Initiator und Mitorganisator des<br />

Kongresses „Gipfel der Weltmarktführer“ in<br />

Schwäbisch Hall und gründete die Akademie<br />

Deutscher Weltmarktführer.<br />

ungelöste Aufgaben wie Wohnungen<br />

und Kindergartenplätze gibt,<br />

so ist doch klar, dass wir es uns<br />

im eigenen Interesse gar nicht<br />

leisten können, „Remigration“<br />

anzustreben, sondern dass wir<br />

im Gegenteil eine gezielte Zuwanderung<br />

von Menschen benötigen,<br />

die unseren Fachkräftemangel beheben.<br />

Ob im Gesundheits- und<br />

Pflegebereich oder in der Wissenschaft<br />

oder in vielen anderen Bereichen<br />

auch; rein in unseren Arbeitsmarkt,<br />

nicht als „Nichtarbeitende“<br />

–der Anteil der Arbeitslosen<br />

unter den Ausländern ist weit<br />

überproportional hoch –,rein in<br />

unsere Sozialsysteme; auch klar!<br />

Völlig klar aber auch unabhängig<br />

von allen hier genannten Daten<br />

und Fakten: Nie wieder dürfen<br />

solche hinter „Remigration“ stehenden<br />

Rassentheorien und Selektionspläne<br />

in Deutschland auf<br />

die Tagesordnung kommen!


10 Explosions−&Brandschutz<br />

Februar <strong>2<strong>02</strong>4</strong> IJahrgang 23 INr. 254<br />

Leitmesse für denBrandschutz<br />

Die Messe„FeuerTrutz“ in Nürnberg vereint mit demangegliederten Kongress ein breites Portfolio an Produkten und Dienstleistungen<br />

und hat sich so zumTreffpunkt der Brandschutzbrancheentwickelt.<br />

Als erste Fachmesse mit Kongress<br />

in Europa vereint die<br />

FeuerTrutz sowohl bauliche,<br />

anlagentechnische als auch organisatorische<br />

Brandschutzlösungen.<br />

Fachplaner undSachverständige,<br />

Architekten und Bauingenieure,<br />

Mitarbeiter vonBehörden<br />

und Brandschutzdienststellen sowie<br />

Brandschutzbeauftragte können<br />

sich in Nürnberg zielgerichtet<br />

über innovative Lösungen und<br />

Produkte zur Brandverhütung<br />

und Brandeindämmung informieren<br />

und austauschen.<br />

ERFOLGSGESCHICHTE Im<br />

Jahr 2019 schrieb die FeuerTrutz<br />

ihr neuntes Messejahr und blickte<br />

dabei bereits auf eine überzeugende<br />

Erfolgsgeschichte zurück.<br />

2011 fand die FeuerTrutz<br />

am Messeplatz Nürnberg erstmalig<br />

gemeinsam mit dem bereits<br />

etablierten Brandschutzkongress<br />

statt. Heute ist die FeuerTrutz die<br />

Leitmesse für den europäischen<br />

Raum rund umdas Thema vorbeugender<br />

Brandschutz.<br />

2<strong>02</strong>3 konnte die FeuerTrutz erneut<br />

Aussteller sowie Fachmesseund<br />

Kongressbesucher überzeugen:<br />

„98 Prozent der Aussteller<br />

erreichten ihre wichtigsten Zielgruppen.<br />

97Prozent der Aussteller<br />

zeigen Bereitschaft, sich auch<br />

künftig wieder an der FeuerTrutz<br />

zu beteiligen. Neun von Zehn der<br />

Aussteller waren mit dem Gesamterfolg<br />

ihrer Beteiligung zufrieden.<br />

Neunvon Zehn der Besucher sind<br />

Entscheider oder in Einkaufs-und<br />

Beschaffungsentscheidungen ihres<br />

Betriebes einbezogen. Und14<br />

Prozent der Besucher waren internationale<br />

Gäste“, schreibt der<br />

Veranstalter.<br />

Andrang: Die Messe verzeichneteimvergangenenJahr ein Besucherplusvon 30 Prozent.<br />

Foto: FeuerTrutz<br />

KENNZAHLEN Mit einem Zuwachs<br />

von mehr als 30 Prozent<br />

im Vergleich zum Vorjahr reisten<br />

über 5500 Fachbesucher und<br />

Kongressteilnehmer nach Nürnberg.<br />

Sie kamen aus 38 Ländern,<br />

um sich an zwei Messetagen<br />

bei 247 Ausstellern (17 Prozent<br />

davon international) über<br />

innovative Produkte und Lösungen<br />

aus dem anlagentechnischen,<br />

baulichen und organisatorischen<br />

Brandschutz zu informieren.<br />

„Die Atmosphäreinden Messehallen<br />

war ausgezeichnet und<br />

spiegelt den hervorragenden Erfolg<br />

der Veranstaltung wider. Die<br />

beiden neuen Highlights ‚Forum<br />

Digitalisierung praktisch gestalten‘<br />

und ‚Forum by asecosacademy‘erfreuten<br />

sich großerBeliebtheit.<br />

Das galt auch für das hochwertige<br />

Rahmenprogramm“, teilt<br />

der Messeveranstalter mit. Insbesondere<br />

das Erlebnis Brandschutz<br />

war ein echter Besuchermagnet.<br />

Der parallel stattfindende Brandschutzkongress,<br />

organisiert von<br />

RM Rudolf Müller Medien, begeisterte<br />

die über 1300 Teilnehmer<br />

vor Ortund digital mit hochkarätigem<br />

Wissen, brandaktuellen<br />

Themen und erstklassigen Referenten.<br />

Einmal mehr hat sich<br />

die Messe als einer der wichtigsten<br />

Branchentreffpunkte der europäischen<br />

Brandschutz-Community<br />

präsentiert. „Beste Stimmung,<br />

rundum zufriedene Aussteller,<br />

Fachbesucher und Kongressteilnehmer<br />

sowie exzellente Messekennzahlen<br />

und Summer Feeling<br />

–das ist unsere Bilanz. Wir freuen<br />

uns über ein Plus von 20 Prozent<br />

auf Ausstellerseite, bei den<br />

Fachbesuchern sind es sogarüber<br />

30 Prozent Zuwachs. Eine rundum<br />

gelungene Veranstaltung. Wir<br />

freuen uns schon auf <strong>2<strong>02</strong>4</strong>“, so<br />

Stefan Dittrich, Leiter FeuerTrutz,<br />

NürnbergMesse.<br />

„Auch der Brandschutzkongress<br />

war ein voller Erfolg und hat seinemRuf<br />

als größte undvielfältigste<br />

Fortbildungsveranstaltung für<br />

den vorbeugenden Brandschutz<br />

im deutschsprachigen Raum alle<br />

Ehre gemacht. Er legte mit 27<br />

Prozent ebenso deutlich zu. Der<br />

angeregte fachlicheAustauschunter<br />

den über 1300 Teilnehmern<br />

(davon 275 online) zeugt von<br />

höchster Relevanz der ausgewählten<br />

Themen“, ergänzt André Gesellchen,<br />

Leiter Programm Brandschutz,RMRudolf<br />

Müller Medien.<br />

INTERNATIONALITÄT Noch<br />

während der Messe gaben neun<br />

von zehn Fachbesuchern an, die<br />

FeuerTrutz <strong>2<strong>02</strong>4</strong> wieder besuchen<br />

zu wollen. Ebenso viele sind laut<br />

Auswertungen der Besucherumfrage<br />

mit der Veranstaltung sehr<br />

zufrieden oder zufrieden. Gut 86<br />

Prozent hatten Einfluss auf den<br />

Beschaffungsprozess in ihrem Unternehmen.<br />

Unter den Top-Besucherländern<br />

warennach Deutschland<br />

Österreich, Schweiz, Tschechien,<br />

Slowenien, sowie die Niederlande<br />

und Italien.<br />

Den beiden Top-Themen Umgang<br />

mit Gefahrstoffen und Digitalisierung<br />

widmete die FeuerTrutz jeweils<br />

in Form eines eigenen Forums<br />

besondereAufmerksamkeit.<br />

Im Forum warendie live durchgeführten<br />

Explosionen, Verpuffungen<br />

und anderechemische Reaktionen<br />

ein besonderes Besucherhighlight.<br />

Auch die Talk-Runde<br />

„Rotes Sofa“ zum Thema Ausfall<br />

kritischer Infrastruktur wurde mit<br />

großem Interesse verfolgt.<br />

Im Forum „Digitalisierung praktisch<br />

gestalten“ konnten interessierte<br />

Besucher an beiden Messetagen<br />

über 20 Interviews live<br />

verfolgen und damit Einblicke in<br />

die praktische Umsetzung vonDigitalisierung<br />

speziell für Handwerksbetriebe<br />

gewinnen. Zu den<br />

Highlights zählten unter anderem<br />

digitale Brandschutzkonzepte<br />

und -dokumentation, BIM in<br />

der Brandschutzplanung, digitaler<br />

Bauantrag sowie KI und Robotik<br />

im Brandschutz. Für die Auflage<br />

<strong>2<strong>02</strong>4</strong>, die vom26. bis 27. Juni<br />

in Nürnberg stattfindet, sindnoch<br />

Ausstellerflächen frei. mst/pm<br />

www.feuertrutz-messe.de<br />

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FIRMENPORTRÄT<br />

„Wir sind Partner und Problemlöser“<br />

Der Brandschutz ist für Firmen ein schwieriges Thema: Viele Vorschriften von vielen unterschiedlichen Stellen, äußerst komplexund anspruchsvollumzusetzen.<br />

Jacobsen Brandschutz setzt mit seinem Komplettangebot genau an dieser Stelle an.<br />

Clemens Jacobsen hat eine Mission: Er<br />

möchte betrieblichen Brandschutz möglichst<br />

einfach und verständlich umsetzen.<br />

Jeeinfacher und komfortabler der<br />

Brandschutz für die Betriebe ist, desto<br />

mehr Firmen gehen dieses wichtigeThema<br />

auch an. Denn wie bei allen Eigenschaften<br />

einer Immobilie gilt auch im<br />

Brandschutz, dass dieser mit der Zeit<br />

überdacht und gegebenenfalls angepasst<br />

werden muss –sei es durch neue<br />

Auflagen seitens des Gesetzgebers oder<br />

durch Veränderungen in derNutzung der<br />

Firmengebäude.<br />

❚ „Wir bieten deshalb seit einiger Zeit ein<br />

Rundum-sorglos-Paket an“, sagt Clemens<br />

Jacobsen, der Gründer und Inhaber von<br />

Jacobsen Brandschutz, überseine ganzheitliche<br />

Herangehensweise.„Wir betrachten das<br />

ganze System Brandschutz in dem entsprechenden<br />

Gebäude oder dem gesamten<br />

Betrieb und verstehen uns dabei als Partner<br />

und Problemlöser“, sagt Jacobsen.„Oftmals<br />

wissen die Unternehmen gar nicht, wo noch<br />

Probleme beim Brandschutz im eigenen<br />

Betrieb bestehen“, erläutert Tobias Groß,<br />

Geschäftsführer von Jacobsen Brandschutz,<br />

der sich innerhalb des Unternehmens um<br />

Für unser stetes Wachstum suchen wir kurzund<br />

mittelfristig dauerhaft zuverlässige<br />

Mitarbeiter (m/w/d):<br />

Brandschutzfachmonteure, Isolierer,<br />

Trockenbauer,Servicetechniker Wartung<br />

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www.jacobsen-brandschutz.de<br />

Die Geschäftsführer Clemens Jacobsen (re.) und Tobias Groß erstellen umfassende Brandschutzkonzepte für Firmen aus ganz Deutschland<br />

und setzen diese aus einer Hand um.<br />

Foto:Marius Stephan<br />

den Bereich betrieblicher und organisatorischer<br />

Brandschutz und die Wartung der Systeme<br />

kümmert. Groß warlangeJahrebei der<br />

Freiwilligen Feuerwehr aktiv und bringt so<br />

eine besondere Kompetenz in dieArbeit von<br />

Jacobsen Brandschutz mit ein. Nach dem<br />

prüfenden Blick der Experten folgt die Konzeption<br />

einer maßgeschneiderten Lösung,<br />

die alle sicherheitstechnischen Auflagen<br />

erfüllt und auch die Gegebenheiten vor Ort<br />

und Prozesse des zubetreuenden Unternehmens<br />

berücksichtigt.<br />

Bei der Gestaltung des Brandschutzkonzeptes<br />

gibt es fürdie Experten nämlich durchaus<br />

Spielraum: „Die Lösung muss wirtschaftlich<br />

für das Unternehmen sein“, weiß Jacobsen.<br />

Und wenn zum Beispiel „eine Wand baulich<br />

nicht auf die geforderteFeuerresistenzklasse<br />

gebracht werden kann, gibt es auch alternative<br />

Lösungen: zum Beispiel, indem man die<br />

Mitarbeiter schneller oder auf anderen<br />

Wegen aus dem Gebäude bringt“, weiß<br />

Groß.<br />

Jacobsen setzt alle geplanten Maßnahmen<br />

auf Wunsch auch um, sobekommen seine<br />

Kunden alle Leistungen aus einer Hand.<br />

Mit dem Konzept hat Jacobsen Erfolg: Das<br />

Unternehmen berät bundesweit und setzt in<br />

vielen Fällen die erarbeiteten Maßnahmen<br />

auch gleich um.Auch in Crailsheim hat sich<br />

die besondere Kompetenz herumgesprochen.<br />

„Wir erhalten mittlerweile auch viele Aufträge<br />

von hier ansässigen Firmen, es ist<br />

schön, dass wir hier mehr wahrgenommen<br />

werden“, freut sich Jacobsen. Insgesamt<br />

habe sich der Geschäftsbereich innerhalb<br />

rund eines Jahres verdoppeltbis verdreifacht,<br />

berichten Jacobsen und Groß. Damit kompensiere<br />

der Bereich Umsätze, die aufgrund<br />

der herrschenden Baukrise im Wohnungsbau<br />

geringer ausfallen, als in denJahrenzuvor.<br />

Natürlich gilt dieser Service nicht nur bei<br />

brandschutztechnischen Sanierungen, sondern<br />

Jacobsen bietet dies auch für Neubauten<br />

an. „Ein vorab geplanter Brandschutz ist<br />

immer kostengünstiger und viel wirtschaftlicher<br />

als einnachträglicher Einbau, aberauch<br />

da gibt es von Projekt zu Projekt Unterschiede“,<br />

sagt Groß. „Im Brandschutz werden oft<br />

Symptome bekämpft, unser Komplettpaket<br />

geht jedoch die Ursachen umfassend an“,<br />

sagt der Experte.<br />

Ein neuer Geschäftsbereich bei Jacobsen<br />

unterstützt die Kunden bei der Brandfrüherkennung.<br />

Seit November dieses Jahres konzipiert<br />

das Unternehmen Brandwarnanlagen,<br />

die im Falle eines Feuers einen Alarm durch<br />

den Betrieb senden, um die Mitarbeiter auf<br />

das Feuer aufmerksam zu machen und zu<br />

warnen. „Die ersten Anlagen sind bereits<br />

geplant und installiert worden“, sagt Groß.<br />

Auch im Bereich Schulung ist das Unternehmen<br />

erfolgreich amMarkt: Über 800 Teilnehmerinnen<br />

und Teilnehmer verzeichneten<br />

die Brandschutzseminare von Jacobsen im<br />

laufenden Jahr bereits.Nach den staatlichen<br />

Vorgaben müssen fünf Prozent der Belegschaft<br />

geschult werden, damit hat Jacobsen<br />

Betriebe mit insgesamt 16000 Mitarbeitern<br />

dieses Jahr brandschutztechnisch auf den<br />

neuesten Stand gebracht.<br />

Jacobsen GmbH<br />

Brandschutz<br />

Am Löwengang 11–15|74564 Crailsheim<br />

Fon: 07951/2782-0<br />

Fax: 07951/2782-29<br />

E-Mail: info@jacobsen-brandschutz.de<br />

Web: www.jacobsen-brandschutz.de


Februar <strong>2<strong>02</strong>4</strong>IJahrgang23INr.254<br />

Explosions− &Brandschutz 11<br />

Forum beleuchtet Explosionsschutz<br />

PraxisnaheLösungen sowierechtliche,technische und organisatorische Fragen desExplosionsschutzes stehenimMittelpunkt<br />

des neuen Forums Explosionsschutz.<br />

Explosionsgefahren können<br />

nichtnur in komplexen verfahrenstechnischen<br />

Anlagen<br />

auftreten, sondern auch in<br />

vielen Industrieunternehmen, Gewerbe-<br />

undHandwerksbetrieben.<br />

Die Nutzung sowie eine Be- und<br />

Verarbeitung von brennbaren<br />

Stoffen sind im Betriebsalltag<br />

selbstverständlich. Für den sicheren<br />

Umgang, aber auch die Lagerung<br />

und Entsorgung brennbarer<br />

Materialien gibt eszahlreiche<br />

bauliche, technische und organisatorische<br />

Brandschutzmaßnahmen,<br />

um den Betrieb und seine<br />

Mitarbeiter vor Bränden, die am<br />

Arbeitsplatz entstehen können, zu<br />

schützen.<br />

Gleichzeitig ist in allen Betrieben,<br />

in denen brennbare Stoffe hergestellt,<br />

be- beziehungsweise verarbeitet,<br />

umgefüllt, gelagert, entsorgt<br />

oder transportiert werden,<br />

der Schutz vor Explosionen relevant.<br />

Explosionsgefahren können<br />

in allen Betrieben auftreten, in<br />

denen brennbare Stoffe gelagert<br />

werden oder mit ihnen umgegangenwird.<br />

FACHTAGUNG Um über diese<br />

Gefahren zuinformieren und Gegenmaßnahmen<br />

aufzuzeigen, veranstaltet<br />

der TÜV-Süd das neue<br />

Gefahr: Im schlimmsten Fall zieht ein mangelhafter Explosionsschutz einen Großbrand nach sich.<br />

Forum Explosionsschutz für Hersteller<br />

am 27. und 28. Februar<br />

in München. Das umfangreiche<br />

Thema Explosionsschutz unterliegt<br />

ständig wechselnden gesetzlichen<br />

Anforderungen und<br />

steht vor Herausforderungen wie<br />

der Globalisierung oder derKomplexität<br />

international harmonisierter<br />

Vorschriften. Die neue<br />

Fachtagung der TÜV SÜD Akademie<br />

GmbH in Zusammenarbeit<br />

mit der TÜV SÜD Product<br />

Service GmbH bietet Herstellern<br />

und Inverkehrbringern von Produkten<br />

inexplosionsgefährdeten<br />

Bereichen, Vertretern von Prüfstellen<br />

und Überwachungsinstitutionen<br />

sowie Verbänden und<br />

Berufsgenossenschaften eine<br />

gute Gelegenheit zum Austausch.<br />

Foto: NPG-Archiv<br />

PROGRAMM An beiden Veranstaltungstagen<br />

erwartet die Forumsteilnehmer<br />

mit Vorträgen<br />

unter anderem zur Rechts- und<br />

Produktsicherheit, zu Betriebsanleitungen,<br />

der neuen Maschinenverordnung<br />

und der technischen<br />

Dichtheit bei der Verwendung von<br />

brennbaren Kältemitteln ein abwechslungsreiches<br />

und reichhaltiges<br />

Programm. Den Veranstaltungsauftakt<br />

macht Nadine Nagayama<br />

vonder TÜV SÜD Product<br />

Service GmbH zu internationalen<br />

Marktzulassungen für explosionsgeschützte<br />

Geräte. Adrian Heuer<br />

vomFraunhofer-Institut für Solare<br />

Energiesysteme ISE, TestlabBatterien,<br />

wird über die Risiken beim<br />

Umgang mit Lithium-Ionen-Batteriensprechen.<br />

Am Mittwoch, dem<br />

zweiten Veranstaltungstag, drehen<br />

sich gleich drei Vorträge um das<br />

aktuelle Thema Wasserstoff.<br />

„Der Explosionsschutz ist invielen<br />

Bereichen ein wichtiges Thema.<br />

Mit unserer neuen Fachtagung<br />

wollenwir insbesondere auf<br />

die Herausforderungen für Hersteller<br />

von Produkten in explosionsgefährdeten<br />

Bereichen eingehen.<br />

Unser Veranstaltungsformat<br />

setzt dabei nicht nur inhaltliche<br />

Impluse, sondern bietet auch viel<br />

Raum zumfachlichen Austausch“,<br />

meint Matthias Kutny, Abteilungsleiter<br />

Explosionsschutz bei TÜV<br />

SÜD, der zusammen mit seinem<br />

Kollegen Florian Pössel die Veranstaltung<br />

moderiert.<br />

Das Forum Explosionsschutz findet<br />

als Präsenzveranstaltung mit<br />

begleitender Ausstellung sowie<br />

einer Abendveranstaltung am 27.<br />

und 28. Februar bei TÜV SÜD in<br />

der Westendstraße 199 in München<br />

statt.<br />

pm<br />

www.tuvsud.com<br />

Auszeichnungen für<br />

Gefahrenabwehr<br />

Excellence Awards <strong>2<strong>02</strong>4</strong>: Bewerbungsfrist verlängert.<br />

Die Bewerbungsfrist für die<br />

Excellence Awards <strong>2<strong>02</strong>4</strong>,<br />

die zu den höchsten Auszeichnungen<br />

für besondere ArbeitenimBereichder<br />

Gefahrenabwehr<br />

gehören, wird bis zum<br />

1. März verlängert.Die Preisvergabe<br />

erfolgt in den drei Kategorien<br />

„besondere wissenschaftliche<br />

Leistung“, „Forschung und<br />

Entwicklung“ und „besondere<br />

organisatorische Leistungen“.<br />

Insgesamtsindbis zu 7500 Euro<br />

Preisgeldausgelobt.Teilnehmen<br />

könnenEinzelpersonen.Die Bekanntgabe<br />

der Siegerund deren<br />

Ehrung erfolgt imMai im Rahmender<br />

Jahrestagung derVereinigung<br />

zur Förderung des Deutschen<br />

Brandschutzes (vfdb) in<br />

Magdeburg. Bewerbungen sind<br />

zusammen mit den Unterlagen<br />

digital in deutscher oder englischer<br />

Sprache unter Nennung<br />

der Kategorie einzureichen.<br />

PREISVERLEIHUNG DiePreise<br />

werden in diesem Jahr zum<br />

achten Mal von der Stiftung SafeInno<br />

verliehen. SafeInno wurde<br />

2011 von der Vereinigung<br />

zur Förderung des Deutschen<br />

Brandschutzes (vfdb) ins Leben<br />

gerufen. Ziel der Organisation<br />

ist es, zusätzliche finanzielle<br />

und inhaltliche Unterstützung<br />

der Forschung im Bereich<br />

der Gefahrenabwehr zu schaffen.<br />

In der Kategorie „besondere<br />

wissenschaftliche Leistung“<br />

ist das dokumentierte Ergebnis<br />

einer wissenschaftlichen Untersuchung<br />

erforderlich. In derRegel<br />

wird diese Bedingung durch<br />

eine Dissertation oder Habilitation<br />

aneiner deutschen Universität<br />

erbracht. Einzureichende<br />

Unterlagen sind zum Beispiel<br />

Dissertations- oder Habilitationsschrift<br />

mit Benotung. In der<br />

Kategorie „Forschung und Entwicklung“<br />

ist die Entwicklung<br />

einesinnovativen Produktsoder<br />

einer innovativen Dienstleistung<br />

gefragt. Einzureichen ist die Beschreibung<br />

des entwickelten innovativen<br />

Produkts beziehungsweise<br />

der Dienstleistung und<br />

des Nutzens für die Anwender.<br />

In der Kategorie„besondere organisatorische<br />

Leistung“ gehtes<br />

um die Entwicklung oder Optimierung<br />

von Prozessen, Methoden<br />

oder Abläufen. Eingereicht<br />

werden muss eine Beschreibung<br />

des entwickelten oder optimierten<br />

Prozesses, beziehungsweise<br />

der Methode oder des Ablaufs,<br />

deren Auswirkungen und Testung.<br />

Benötigt wird für alle Bewerbungen<br />

ein Lebenslauf der<br />

Kandidatin oder des Kandidaten<br />

mitAnschreiben. Möglich istsowohl<br />

eine Selbstbewerbung als<br />

auch ein Vorschlag durch Dritte.<br />

Der Leistungsanteil der Kandidatinnen<br />

und Kandidaten für<br />

die Excellence Awards an der<br />

besonderen Leistungmuss maßgeblich<br />

und aus den einzureichenden<br />

Unterlagen klar erkennbar<br />

sein. Der Abschluss<br />

der eingereichten Arbeiten darf<br />

nicht länger als zwei Jahre zurückliegen.<br />

EINREICHUNG Die Bewerbungen<br />

sind in digitaler Form<br />

bis zum 1. März <strong>2<strong>02</strong>4</strong> zurichten<br />

an den Vorsitzenden der<br />

Auswahlkommission, Univ.-Prof.<br />

Dr.-Ing. Jochen Zehfuß, Technische<br />

Universität Braunschweig,<br />

Institut für Baustoffe, Massivbau<br />

und Brandschutz (iBMB), Beethovenstraße<br />

52, 38106 Braunschweig<br />

(J. Zehfuss@ibmb.tubs.de).<br />

2<strong>02</strong>3 gab es Auszeichnungen<br />

für Dr. Lisa Sander für<br />

ihre Dissertation zur „Leistungsorientierte<br />

Nachweise in Versammlungsstätten<br />

– Systematik<br />

für ein Sicherheitskonzept<br />

für die Personensicherheit im<br />

Brandfall“ und Marie-Claire<br />

Ockfenfür Ihrebesondere organisatorische<br />

Leistung beider Integration<br />

älterer Personen und<br />

von Personen mit Behinderungen<br />

in die Unterstützungsabteilungen<br />

der Freiwilligen Feuerwehren.<br />

pm<br />

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12 Kapital &Finanzen<br />

Februar <strong>2<strong>02</strong>4</strong> IJahrgang23INr. 254<br />

Weichenstellungen bei der Bausparkasse<br />

Die BausparkasseSchwäbischHall bekommt mit MikeKammann einen neuen Vorstandsvorsitzenden,verjüngt denVorstand mit zwei<br />

weiteren Mitgliedern und engagiert sich verstärkt in Sachen Nachhaltigkeit.<br />

Mike Kammann kennt das<br />

Haus seit über zehn Jahren<br />

aus unterschiedlichen<br />

Positionen“, sagt Aufsichtsratsvorsitzender<br />

Dr. Cornelius<br />

Riese. „Künftig wird er die strategische<br />

Ausrichtung der Bausparkasse<br />

Schwäbisch Hall an<br />

der Spitzedes Unternehmens weiter<br />

voranbringen. Erbringt dafür<br />

exzellente fachliche und persönliche<br />

Qualitäten mit“, so Riese.<br />

Seit 2013 hat Kammann imUnternehmenwesentliche<br />

Positionen in<br />

führender Funktion inne wie die<br />

Leitung der Unternehmensstrategie,<br />

des Marketings und die Verantwortung<br />

für die Bauspar- und<br />

Baufinanzierungsprodukte. Seit<br />

Januar 2<strong>02</strong>0 ist er Mitglied des<br />

Vorstands. Dort war erzunächst<br />

verantwortlich für die ITund das<br />

Processing, ab Mai 2<strong>02</strong>2 für die<br />

Unternehmenssteuerung und das<br />

Kreditgeschäft.<br />

ReinhardKlein saß<br />

zehn JahreamSteuer<br />

Sein Vorgänger hat die Bausparkasse<br />

seit 2014 als Vorstandsvorsitzender<br />

maßgeblich geprägt.<br />

„Reinhard Klein hat Schwäbisch<br />

Hall mit hoherSouveränität durch<br />

ein schwieriges Marktumfeld geführt.Gleichzeitig<br />

hat er zukunftsweisende<br />

Impulse für das Thema<br />

Bauen und Wohnen umgesetzt –<br />

für die Bausparkasse und die gesamte<br />

Genossenschaftliche Finanzgruppe“,<br />

so Riese. „Für sein<br />

großes persönliches Engagement,<br />

seine Leistungen und für die immer<br />

hervorragende Zusammenarbeitinnerhalbder<br />

gesamten genossenschaftlichen<br />

Finanzgruppe<br />

gilt ihm mein außerordentlicher<br />

Dank und die allerbesten Wünsche<br />

fürseine Zukunft.“<br />

WeitereVeränderungen in<br />

derUnternehmensleitung<br />

Bereits im Oktober 2<strong>02</strong>3 ist Dr.<br />

Mario Thaten (44) in den Vorstand<br />

der Bausparkasse aufgerückt<br />

und auch die Risikoexpertin<br />

Katharina Thomas (40) startete<br />

als Generalbevollmächtigte.<br />

„Die Weichen für eine Verjüngung<br />

des Vorstands von Schwäbisch<br />

Hall sind gestellt“, kommentiert<br />

Riese. „Dem Vorstand gehören<br />

weiterhin Kristin Seyboth und Peter<br />

Magel an. Claudia Klug bleibt<br />

Generalbevollmächtigte undSprecherin<br />

der Geschäftsführung der<br />

Schwäbisch Hall Kreditservice.<br />

Stabübergabe: ReinhardKlein (li.) geht in den Ruhestand,MikeKammann übernimmt.<br />

Erneut unter den<br />

besten Arbeitgebern<br />

Die Bausparkasse Schwäbisch<br />

Hall gehört <strong>2<strong>02</strong>4</strong> wieder zu den<br />

Top-Ten der besten Arbeitgeber<br />

Deutschlands. Das zeigt der<br />

jährliche Arbeitgebervergleich<br />

des Top-Employers-Instituts in<br />

Düsseldorf. Schwäbisch Hall belegt<br />

im Top-Employer-Ranking<br />

seit rund 20 Jahren Spitzenplätze.<br />

Bestnoten erhielt Schwäbisch Hall<br />

diesmal in den Themenfeldern<br />

Personalstrategie,Führung,Organisation<br />

und Change sowie für die<br />

Arbeitsumgebung.<br />

„Auf unserem Weg indie Arbeitswelt<br />

der Zukunft haben wir deutliche<br />

Schritte nach vorne getan“,<br />

sagt Mihaela Balta, die beiSchwäbisch<br />

Hall den Bereich Personal<br />

verantwortet. „Seit Corona haben<br />

flexible Arbeitsmodelle nochmals<br />

Foto: Bausparkasse<br />

an Bedeutung gewonnen. Wir haben<br />

unsere Leitplanken zu mobilem<br />

Arbeiten im Unternehmen<br />

verankert. Parallel arbeiten wir<br />

daran, unsere Unternehmenskultur<br />

weiterzuentwickeln –mit<br />

mehr Teilhabe der Mitarbeitenden,<br />

die so zu Mitgestaltern werden“,<br />

erläutert Personalchefin<br />

Balta.<br />

Schwäbisch Hall investiert außerdem<br />

kräftig in das Thema Digitalisierung.<br />

Das Unternehmen,<br />

das mehr als 500 IT-Experten beschäftigt,<br />

bietet verschiedene digitale<br />

Ausbildungsgänge beispielsweise<br />

zum/zur Fachinformatikerin<br />

oder zum Fachinformatiker<br />

sowie duale Studiengänge für<br />

Wirtschaftsinformatik und Informatik.<br />

Vorn dran auch<br />

in puncto Nachhaltigkeit<br />

Das Unternehmen hat die „UN<br />

Principles for Responsible Banking“<br />

(PRB) –als erste Bausparkasse<br />

–unterzeichnet und verpflichtet<br />

sich, Nachhaltigkeitsaspekte<br />

stärker in die Geschäftsstrategie<br />

zu implementieren, die<br />

Wirkung der Geschäftsaktivitäten<br />

zu messen, konkrete Nachhaltigkeitsziele<br />

zu formulieren und regelmäßig<br />

über die Entwicklung<br />

zu berichten. Nachhaltig zu wirtschaften,<br />

steht hier schon lange<br />

auf der Tagesordnung. DasUnternehmen<br />

sieht sichhierbei in allen<br />

Dimensionen (Ökologie, Soziales,<br />

Governance/ Unternehmensführung)<br />

gut aufgestellt – wie externe<br />

Ratings bestätigen. pm<br />

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Sie möchten beim PS-Sparen mitmachen oder<br />

als Geschenk für Ihre Lieben nutzen? Sprechen<br />

Sie uns an. Wir wünschen Ihnen viel Glück und<br />

das ganz großeLos für dasJahr<strong>2<strong>02</strong>4</strong>!<br />

Sparkasse Schwäbisch Hall-Crailsheim<br />

Hafenmarkt 1 | 74523 Schwäbisch Hall<br />

Telefon 0791/7540 | Fax0791/754550<br />

E-Mail: info@sparkasse-sha.de<br />

Internet: www.sparkasse-sha.de<br />

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Bitte beachten Sie: Teilnehmen kann jeder,der volljährig<br />

ist. Vertragsbestandteil für das PS-Sparen und Gewinnen<br />

der Sparkassen sind die Bedingungen für das PS-Sparen<br />

und Gewinnen und die Auslosungsbestimmungen.<br />

Hauptgewinn-Quoten: Monatsauslosung 1:30.000, Frühjahr-Sonderauslosung<br />

1:25.000, Herbst-Sonderauslosung<br />

1:147.000. DasVerlustrisikobeträgt 1Euro proLos.Spielen<br />

kann süchtig machen. Hinweise zur Spielsuchtgefährdung<br />

und Hilfsmöglichkeiten erhalten Sie kostenfrei und<br />

anonym unter www.bundesweit-gegen-gluecksspielsucht.de<br />

oder www.bzga.de.Am„PS-Sparen und Gewinnen“<br />

nehmen die Sparkassen in Baden-Württemberg<br />

sowie die Baden-Württembergische Bank teil. Weitere<br />

spielrelevante Informationen zur Teilnahme am „PS-Sparen<br />

und Gewinnen“ erhalten Sie über unsere Homepage<br />

sparkasse-sha.de.<br />

Forderungnach<br />

verlässlichen Bedingungen<br />

Zinswende dämpft Kreditwachstum derGenossenschaftsbanken.<br />

Expertin: BVR-Präsidentin Marija Kolakprognostiziert eine bevorstehende<br />

Bodenbildung auf dem Wohnimmobilienmarkt. Foto: BVR<br />

Das Kreditgeschäft der<br />

Volksbanken und Raiffeisenbanken<br />

hat sich im abgelaufenen<br />

Geschäftsjahr positiv<br />

entwickelt, die hohen Wachstumsraten<br />

der Vorjahre wurden<br />

aber nicht wieder erreicht. Demnach<br />

legten die Kredite der 697<br />

Genossenschaftsbanken an Privat-<br />

und Firmenkunden nach vorläufigen<br />

Daten des Bundesverbandes<br />

der Deutschen Volksbanken<br />

und Raiffeisenbanken (BVR) um<br />

21 Milliarden Euro beziehungsweise<br />

2,8 Prozent auf778 Milliarden<br />

Euro im Vergleich zum Vorjahr<br />

zu.<br />

„Die Zinswende der EuropäischenZentralbank<br />

hat dasKreditwachstum<br />

der Genossenschaftsbanken<br />

erwartungsgemäß gedämpft.<br />

Aber auch weitere Faktoren<br />

wie die konjunkturellen<br />

Unsicherheiten, der Kaufkraftentzug<br />

durch die hohe Inflation und<br />

die stark eingetrübten Aussichten<br />

auf dem Wohnimmobilienmarkt<br />

haben zu einer deutlich geringeren<br />

Kreditnachfrage geführt“,<br />

sagt BVR-Präsidentin Marija Kolak.<br />

„Angesichts desnachwie vor<br />

hohen Investitionsbedarfs in den<br />

Wirtschaftsstandort Deutschland,<br />

vor allem in Bereichen der Dekarbonisierung<br />

und Digitalisierung,<br />

dürfte die Kreditnachfrage<br />

aber im kommendenJahrallmählich<br />

wieder zunehmen. Voraussetzung<br />

ist jedoch, dass die Bundesregierung<br />

für mehr Planungssicherheit<br />

sorgt und die Investitionsanreizestärkt.“<br />

Marija Kolak, BVR-Präsidentin,<br />

prognostiziert eine bevorstehende<br />

Bodenbildung auf dem deutschen<br />

Wohnimmobilienmarkt.<br />

Besonders Bestandsimmobilien<br />

und Sanierungen gewinnen an Attraktivität.<br />

Im vergangenen Geschäftsjahr<br />

2<strong>02</strong>3 waren die langfristigen<br />

Wohnbauforderungen weiterhin<br />

der Treiber des abgeschwächten<br />

Kreditwachstums. Sie legten voraussichtlich<br />

um 3,1 Prozent auf<br />

458 Milliarden Euro zu. Die Privatkundenkredite<br />

insgesamt nahmen<br />

voraussichtlich um 1,5 Prozent<br />

auf 363 Milliarden Euro per<br />

Ende 2<strong>02</strong>3 zu. Auf der Firmenkundenseite<br />

reduzierten höhere<br />

Kreditzinsen und ein sinkender<br />

Mittelbedarf für Anlageinvestitionen<br />

die Kreditnachfrage. Die<br />

Firmenkundenkredite wuchsen<br />

2<strong>02</strong>3 um 4Prozent auf 415 Milliarden<br />

Euro.<br />

pm<br />

www.bvr.de


Februar <strong>2<strong>02</strong>4</strong>IJahrgang23INr.254<br />

Firmen &Märkte 13<br />

Für dieBewährungsprobegerüstet<br />

Die VR Bank HeilbronnSchwäbisch Hall istgut durchdas Krisenjahr2<strong>02</strong>3 gekommen. DerAusblick auf diekommendenMonate fällt für<br />

die Genossen abereher verhalten aus. VONHERIBERT LOHR<br />

Eberhard Spies und seine<br />

Vorstandskollegen sind dieser<br />

Tage vielunterwegs. Bis<br />

zum 12. März wirddie Führungsriege<br />

der VR Bank Heilbronn<br />

Schwäbisch Hall auf insgesamt 32<br />

Mitgliederforen im gesamten Geschäftsgebiet<br />

dem anwesenden<br />

Teil der derzeit 106 172 Mitglieder<br />

eine Rückschau auf das Geschäftsjahr<br />

2<strong>02</strong>3 bieten und zudem<br />

auch die Perspektiven des<br />

genossenschaftlichen Bankhauses<br />

ausführlich erläutern. „Das Jahr<br />

<strong>2<strong>02</strong>4</strong> wird zu einer Bewährungsprobe<br />

für Wirtschaft und Politik“,<br />

ist Eberhard Spies überzeugt und<br />

lässt esbei seiner Einschätzung<br />

nicht anKlarheit fehlen: „Wir erwarten<br />

auch, dass die eine oder<br />

andere Branche wirklich richtig<br />

kämpfenmuss.“<br />

Mit dieser Prognose versucht der<br />

Vorstandsvorsitzende die Genossen<br />

auf schwierigereZeiteneinzustimmen,<br />

dennesist vor allemdie<br />

„unkalkulierbare Mischung aus<br />

den Unwägbarkeiten“ der aktuellen<br />

Weltpolitik, den Herausforderungen<br />

durch den ökologischen<br />

Umbau und notwendigen strukturellen<br />

Anpassungen des WirtschaftsstandortesDeutschland<br />

sowie<br />

die rasant fortschreitende Digitalisierung,<br />

die den Vorstandsvorsitzenden<br />

EberhardSpies doch<br />

„eher verhalten optimistisch“<br />

Einblicke: Bei denMitglieder-Forenstellt dieFührungsriege die Entwicklung der Bank vor.<br />

Foto: VR Bank<br />

auf die nächsten Monate blicken<br />

lässt.<br />

Die Bank selbst sieht der Vorstandsvorsitzende<br />

für die anstehende<br />

Phase des Umbruches<br />

durchaus gut gerüstet: „Wir haben<br />

uns vor dem Hintergrund des<br />

herausfordernden Umfeldes zuletztgut<br />

entwickelt undsindauch<br />

mit der Ertragslage insgesamt zufrieden“.<br />

Im Ausblick auf das laufendeGeschäftsjahr<br />

rechnet Eberhard<br />

Spies für dieBankmit einem<br />

moderaten Wachstum.<br />

Dass zuletzt die Bilanzsumme mit<br />

etwas über fünf Milliarden Euro<br />

leicht zurückging, hat damit zu<br />

tun, dass die Bank „nicht benötigte<br />

Liquiditätsreserven“ auflöste.<br />

Die Einlagen stiegen leicht auf<br />

3,72 Milliarden Euro, ebenso die<br />

ausgereichten Kredite, deren Volumen<br />

zuletzt auf 3,301 MilliardenEuro<br />

anstieg. Dass dabei drei<br />

von vier Krediten an Gewerbekunden<br />

ausgegeben wurden, zeigt<br />

für Eberhard Spies, wie sehr sich<br />

„die Gegebenheiten in den zurückliegendenzwölf<br />

Monaten verändert<br />

haben.“ Die kräftige Inflation<br />

und das höhere Zinsniveau<br />

zeigen sich vor allem aufdem Immobilienmarkt,<br />

wodie Nachfrage<br />

deutlich nachgelassen hat. Aber<br />

auch wenn die Vergabe von Baukrediten<br />

für die VR Bank weiterhin<br />

„einewirklichgewichtige Säule<br />

des Geschäftsbetriebs“ bleibt,<br />

konnte sie die jüngste Schwächephase<br />

der heimischen Baubranche<br />

wirtschaftlich insgesamt gut<br />

ausgleichen. 2858 neue Bausparverträge<br />

(222 Millionen Euro),<br />

ein Nettozuwachs von 91 Millionen<br />

Euro bei der Vermittlung<br />

von Kapitalanlagen, 2511 vermittelte<br />

Kleinkredite (17 Millionen<br />

Euro) oder 4756 neue Versicherungs-Verträge<br />

(90 Millionen<br />

Euro) beschertenden derzeit 635<br />

Mitarbeitenden parallel zumklassischen<br />

Bankbetrieb zusätzlich<br />

„respektable Zuwächse im sogenannten<br />

Provisionsgeschäft.<br />

Dass die Bank am Markt punkten<br />

konnte, belegt auch der Blick<br />

auf das Kundengeschäftsvolumen.<br />

Das beträgt mittlerweile mit<br />

10,262 Milliarden Euro das Doppelte<br />

der eigentlichen Bilanz.<br />

Eberhard Spies verdeutlicht: „Das<br />

ist für ein Haus unserer Größenordnung<br />

wirklich außergewöhnlich,<br />

denn der Zuwachs beläuft<br />

sich immerhin auf 244 Millionen<br />

Euro.“<br />

Die insgesamt „ordentliche Geschäftslage“<br />

erlaubte es der Bank<br />

auch,das Eigenkapital um 30 Millionen<br />

auf nuninsgesamt460 Millionen<br />

Euro zu erhöhen, umdamit<br />

die Voraussetzungen dafür zu<br />

schaffen, die Kunden „auch künftig<br />

entsprechend begleiten zu<br />

können“.<br />

Kräftig gestiegen ist auch die Zahl<br />

der Geschäftsanteile (373 884).<br />

Die Mitglieder machten von dem<br />

Angebot, acht statt wie bislang<br />

drei Anteile zeichnen zu können,<br />

doch regen Gebrauch. Die geschäftliche<br />

Verbindung honoriert<br />

das Bankhaus mit einer Dividende<br />

von drei Prozent. Wer allerdings<br />

keine weiteren Geschäftsbeziehungen<br />

mit der Geno-Bank<br />

hat, geht verstärkt leer aus, denn<br />

Genossen brechen dann die Geschäftsbeziehungen<br />

ab. Eberhard<br />

Spies verteidigt die Haltung: „Die<br />

bloße Jagd nach Rendite ist nicht<br />

im Sinne des genossenschaftlichen<br />

Gedankens.“<br />

Kritik an Filialschließungen<br />

Dass der inhaltliche Austausch auf<br />

den Mitgliederforen mitunter „etwas<br />

hitziger“ verläuft, war zuerwarten.<br />

Die Aufgabe von fünf Geschäftsstellen<br />

sorgte bei nicht<br />

wenigen Genossen für einigen<br />

Unmut und auch an der strategischen<br />

Ausrichtung als „Bank der<br />

Regionen“ mit einem Geschäftsgebiet<br />

vom Heilbronner Unterland<br />

bis zur bayerischen Landesgrenze<br />

hat manches Mitglied so<br />

seine Zweifel. Beidem begegnet<br />

Eberhard Spies mit einer gewissenGelassenheit:<br />

„Der Weghin zu<br />

größeren Einheiten ist weiterhin<br />

ebensovorgezeichnet wie die weitere<br />

Digitalisierung unseres Bankgeschäftes,und<br />

Filialen, die unsere<br />

Mitglieder kaum noch aufsuchen,<br />

sind wirtschaftlich nicht zu<br />

vertreten.“<br />

Geschäftsjahr 2<strong>02</strong>3<br />

Kundenvolumen* 10362<br />

Bilanzsumme* 5048<br />

Einlagen* 3720<br />

Kredite* 3301<br />

Eigenkapital* 460<br />

Ausschüttung<br />

3Prozent<br />

Mitglieder 106172<br />

Geschäftsstellen 35<br />

Mitarbeiter<br />

647 (50 Azubis)<br />

(*Angaben in Millionen Euro)<br />

RB Grafik: js Quelle: Volksbank HN-SHA<br />

„Menschen sind sichtbar fröhlicherund produktiver“<br />

ProfessorBerndNolte isteinerder Architekten derKultur derVRBankHeilbronn Schwäbisch Hall. Beim Neujahrsempfang derBank spracherüberdie<br />

Kultur desFinanzhauses im Besonderen.ImInterviewerklärt der Experte,wie eine Kultur geändert werden kann. INTERVIEW VONMARIUS STEPHAN<br />

REGIOBUSINESS Herr Professor<br />

Nolte, wie ändert man denn<br />

eine Firmenkultur?<br />

BERND NOLTE Man hat im<br />

Grunde zwei Ansatzpunkte, mit<br />

denen man arbeitet. Der eine ist<br />

der analytische, der diebestehende<br />

Ist-Kultur aufnimmt. Indiesen<br />

versucht man sich zum Beispiel<br />

über Interviews ‚quer durch die<br />

Mannschaft‘ ein klares Bild über<br />

die Situation zu machen. Das ist<br />

den Mitarbeitern meistsehr angenehm,<br />

denn dasist einwenig,wie<br />

wennsie zum Arzt gehenund sich<br />

durchchecken lassen. Der andere<br />

methodische Ansatzpunkt ist<br />

die Zielkultur. Die Kernfrage lautet<br />

hier: Welche Kultur bräuchten<br />

wir eigentlich, um uns gegen andere<br />

durchzusetzen. Wiezum Beispiel<br />

bei Athleten, die sich auf einen<br />

Wettkampf vorbereiten, und<br />

in puncto Training, Lebensweise<br />

oder Ernährung klare Anregungen<br />

wollen, um bestmöglich<br />

abzuschneiden. Meist gibt es ein<br />

ganz klares Profil, in das man hineinarbeitet;<br />

aber üblicherweise<br />

ist die zweite Vorgehensweise<br />

bei vielen mit höherer Ablehnung<br />

verbunden. Wir beschreiten<br />

in den Firmen daher einen Mittelweg,<br />

indemwir die Ist-Analyse mit<br />

den Mitarbeitern zusammen erarbeiten.<br />

Das schafft vom Start weg<br />

eine gewisse Lockerheit und Offenheit.<br />

Dieses Momentum nutzen<br />

wir, ummit den Mitarbeitern<br />

dann eine Zielkultur zuerörtern<br />

und bestimmte Zielpunkte und<br />

Ansprüche bzw. Erwartungen herauszuarbeiten,<br />

die zur bestehenden<br />

Kultur ergänzend oder kompensierend<br />

hinzukommen sollen.<br />

Man hat also immer noch die Ursprungskultur,<br />

baut aber evolutorisch<br />

30 oder 40 oder auch 50<br />

Prozent um oder an.<br />

REGIOBUSINESS DieKulturfindung<br />

ist also ein bilateraler Prozess,<br />

bei dem die Mitarbeiter ein<br />

Mitspracherecht haben?<br />

BERND NOLTE Ja, enorm. Das<br />

Management muss auch loslassen<br />

können, wenn man solch einen<br />

Prozess anstößt –und damit<br />

umgehen können, dass inpuncto<br />

Führung, in puncto Anreize, in<br />

puncto Kommunikation, das eine<br />

oder andere vielleicht nicht so<br />

toll ist. Das ist ein Mischprozess,<br />

der von beiden Seiten wirkt. Es<br />

braucht das Mitwirken und Vertrauen<br />

der Mitarbeitenden, und<br />

gleichzeitigdas Vertrauen undZutrauen<br />

des Managements, dass<br />

dabei kein Chaos entsteht, sondern<br />

Evolution im Gegensatz zu<br />

Revolution (oder gar Abwanderung<br />

‚Guter‘).<br />

REGIOBUSINESS Wie komplex<br />

ist esdenn, die Vorstellungen des<br />

Geschäftsführers oder Inhabers,<br />

der Sie und Ihre Unternehmensberatung<br />

engagiert hat, und die<br />

Expertise: Bernd Nolte berät Firmenmit seinerStuttgarter Unternehmensberatung<br />

4P Consulting.<br />

Foto: Marius Stephan<br />

Ansätze der Mitarbeiter zusammen<br />

zu bringen?<br />

BERND NOLTE Dasist einegroße<br />

Aufgabe, manchmal geht beides<br />

nur schwer ineinander. Wir<br />

sind meist mit einem Team von<br />

fünf bis sechs Leuten unserer Firma<br />

vor Ortund führendie Gespräche<br />

zum einen mit einem Team<br />

aus dem Unternehmen und zum<br />

anderenebenauchmit den Mitarbeitern.<br />

Und da kommt es schon<br />

vor, dass ich dem Geschäftsführer<br />

oder Vorstand bei der einen<br />

oder anderen Gelegenheit sagen<br />

muss: ‚Lass zu, dass etwas Neues<br />

entsteht‘. Wir sprechen dann<br />

aber auch mit den Beschäftigten<br />

und dem Betriebsrat –und müssen<br />

auch da manche Wünsche relativieren.<br />

Wichtig ist, dass man<br />

ein gemeinsames Verständnis bei<br />

den Beteiligten erzeugt. Und dass<br />

es nicht aufdem Wegdes Streiks,<br />

des Blockierens undder Konfrontation,<br />

sondern auf dem Weg des<br />

Dialogsund Miteinanders abläuft.<br />

REGIOBUSINESS Istder Erfolg einerneuen<br />

Kultur messbar?<br />

BERND NOLTE Im Grunde muss<br />

man sich das vorstellenwie in einer<br />

Fischzucht. Dort beobachtet<br />

man die Fische, wie sie sich bewegen<br />

in einer verbesserten Umgebung.<br />

Daran kann man sehen,<br />

ob es ihnenbesser geht. In einem<br />

Unternehmen läuft es ganz ähnlich.<br />

Wir führen immer wieder<br />

Befragungen durch, und arbeiten<br />

eng zusammen mit einem sog.<br />

Sounding Board aus Mitarbeitenden<br />

und Führungskräften, die uns<br />

immer wieder zur Entwicklung<br />

der diversen Soft und der Hard<br />

Facts im Unternehmen berichten.<br />

REGIOBUSINESS Gibt es denn<br />

auch gefährliche Kulturen in Unternehmen?<br />

BERND NOLTE Ja, das gibt es.<br />

Ich habe aktuell einen Fall in einem<br />

großen Unternehmen in Mitteldeutschland,<br />

in dem in hohem<br />

Maße dolose Handlungen stattfinden.<br />

Den Betrieb zu bestehlen<br />

ist dort eine Art ‚Volkssport‘, das<br />

nannte man dort früher ‚sozialistische<br />

Umverteilung‘. Das war<br />

dortschon früher gang und gäbe:<br />

Der Clevere bestiehlt die Dummen<br />

– und da in deren Weltbild<br />

alles Volkseigentum ist, nimmt<br />

man sichjanur,was einem sowieso<br />

zusteht. Das hat sich dort bis<br />

heute gehalten. Das reicht dann<br />

von Bestechung über Betrug, von<br />

Diebstahl über Mobbing bis hin<br />

zu persönlichen Übergriffen. Ich<br />

habe in solchen Fällen durchaus<br />

auch mit Staatsanwälten und Ermittlernzutun.<br />

REGIOBUSINESS Was zeichnet<br />

die Kultur der VR-Bank Heilbronn<br />

Schwäbisch Hall, welche Sie maßgeblich<br />

entworfen haben, aus?<br />

BERND NOLTE Dass die Gräben<br />

und mentalen Unterschiede<br />

zwischen Heilbronnern, Schwäbisch<br />

Hallern und Crailsheimern<br />

deutlich kleiner werden. Dass es<br />

signifikant mehr Wir-Gefühl gibt,<br />

das merkt man besonders aminternen<br />

Bewerbungsverhalten und<br />

der Zusammenarbeit. Zudem haben<br />

sich gemeinsame Aktivitäten<br />

in der Freizeit deutlich belebt.<br />

Das spricht für ein Zusammenwachsen.<br />

Ein weiterer Punkt<br />

ist, dass jüngere und ältere Mitarbeiter<br />

viel besser zusammenarbeiten,<br />

und sichdas Führungsverhalten<br />

innerhalb der Bank Step by<br />

Step verändert. Insgesamt sinddie<br />

Menschen sichtbar fröhlicher und<br />

produktiver geworden. Und auch<br />

resilienter, sprich widerstandsfähiger<br />

in Drucksituationen.<br />

REGIOBUSINESS Was waren<br />

die größten Herausforderungen<br />

bei diesem Projekt?<br />

BERND NOLTE Die einzelnen<br />

Gruppen innerhalb der Bank zu<br />

vereinen. Es sind janicht nur die<br />

drei Regionen, die als Gruppen<br />

existieren, sondernauch kleinere<br />

Einheiten. Abteilungen zum Beispiel.<br />

Da gab es schon spürbare<br />

Distanzen mit teils tiefen Gräben.<br />

Es gab immer wieder Konfliktlinien,<br />

die wir in der Analyse gemeinsam<br />

erkannt haben, um sie<br />

anschließend zügig abzubauen.<br />

Und den Teams auch vermitteln,<br />

wie man so was schnell und konstruktiv<br />

anpackt.


14 Firmen &Märkte<br />

Februar <strong>2<strong>02</strong>4</strong> IJahrgang23INr. 254<br />

Dem Wettbewerbnoch weiter entrückt<br />

Würth-Gruppe: Der Weltmarktführerfür Montage-und Befestigungstechnikstelltwiedereinmal einen neuenRekord auf und erzielt<br />

einen Umsatzvon 20,4Milliarden Euro.Impulse kamenaus demHandwerk, demElektrogroßhandel und der Chemie. VONHERIBERT LOHR<br />

Auch wenn anden formalen<br />

Gegebenheiten des Jahresabschlusses<br />

noch gearbeitet<br />

wird, so steht eines fest: Das zurückliegende<br />

Geschäftsjahr 2<strong>02</strong>3<br />

war für den Branchenprimus in<br />

der Entwicklung, der Herstellung<br />

und dem Vertrieb von Montage-<br />

und Befestigungsmaterial<br />

nun wahrlich kein schlechtes.<br />

Das Künzelsauer Familienunternehmen,<br />

das inseinen mehr als<br />

400 Gesellschaften aktuell mehr<br />

als 87 000 Menschen beschäftigt,<br />

lag beim Umsatz zum ersten Mal<br />

in derFirmengeschichte über der<br />

Markevon 20 Milliarden Euro.<br />

UMFELD Trotz unterbrochenen<br />

Lieferketten, gestiegenen Zinsen<br />

undhohen Inflationsraten konnte<br />

der Konzern in Summe um rund<br />

2,4 Prozent zulegen und erzielte<br />

dabei mitvoraussichtlich1,4 Milliarden<br />

Euroobendrein das zweitbeste<br />

Ergebnis der Unternehmensgeschichte.<br />

„Mit Blick auf<br />

die zunehmend kühlere Weltkonjunktur<br />

ist die Umsatzmarke von<br />

20 Milliarden Euro für uns etwas<br />

Besonderes“, bilanzierte Robert<br />

Friedmann, Sprecher der Konzernführung,<br />

und macht dabei<br />

den Erfolg vor allem an Grundsätzlichem<br />

fest: „Die heterogene<br />

Struktur des Konzerns über die<br />

verschiedensten Branchen und<br />

Regionen hinweg sowie unser Geschäftsmodell<br />

waren erneut die<br />

Basis für unseren Erfolg. So konnten<br />

wir die gedämpfte Entwicklungimfür<br />

uns wichtigen Bausektor<br />

über andere Geschäftseinheiten<br />

wie dem Elektrogroßhandel<br />

kompensieren.“<br />

Der schwelende Konfliktzwischen<br />

China, Taiwanund den USA sowie<br />

die Kriege in der Ukraine und in<br />

Nahost hinterließen über die inflationsgetriebenen<br />

Kostensteigerungen<br />

unter anderem für Energie<br />

und Rohmaterial oder die<br />

höheren Kreditzinsen natürlich<br />

auch in der Würth-Bilanz Spuren.<br />

Friedmann: „In einem solchen<br />

Umfeld derartige Ergebnisse<br />

zu erzielen zeigt, dass unsere<br />

über vier Millionen Kunden unsere<br />

Produkte und Serviceleistungen<br />

sehr schätzen. Sie vertrauen<br />

uns und das ist unser wichtigster<br />

Anspruch.“<br />

Vor allem die Würth-Gesellschaften<br />

in Deutschland waren zuletzt<br />

Technik: Die Logistik bei Würth istvielfach automatisiert.Packroboter entlasten die Beschäftigten.<br />

gut unterwegs und erreichten einen<br />

Umsatz von 8,3 Milliarden<br />

Euro. Ein Plus von 5,6 Prozent.<br />

Im Ausland lief esfür die Würth<br />

Gruppe etwas verhaltener. Ein<br />

Umsatz von 12,1 Milliarden Euro<br />

bedeutet einen Zuwachs von 0,3<br />

Prozent. Die einzelnen Geschäftsbereiche<br />

entwickelten sich dabei<br />

generell sehr unterschiedlich. So<br />

war etwa die Würth-Linie Handwerk<br />

mit einem Umsatzplus von<br />

Foto: Würth<br />

3,4 Prozent vergleichsweise gut<br />

unterwegs. Bei den Allied Companies<br />

konnte der Bereich Chemiesogar<br />

um 7,5 Prozent zulegen<br />

und der Elektrogroßhandel legte<br />

mit 10Prozent sogar zweistellig<br />

zu und bescherte den Künzelsauern<br />

einen Umsatz von 3,8 Milliarden<br />

Euro. Eine Größenordnung,<br />

die mittlerweile auch die<br />

Gesamtentwicklung der Würth-<br />

Gruppe bestimmt. „Serviceführerschaft“,<br />

„eine hohe Produktverfügbarkeit“,<br />

„überdurchschnittliche<br />

Logistikkompetenz“, „der<br />

Zuwachs bei den erneuerbaren<br />

Energien, vor allem im Bereich<br />

Fotovoltaikanlagen“ – Robert<br />

Friedmann führt für das gute Vorankommen<br />

in den einzelnen Geschäftsbereichen<br />

gleich ein ganzes<br />

Bündel an Gründen ins Feld.<br />

In Italien expandierte der Würth-<br />

Elektrogroßhandel zudem durch<br />

eine strategische Partnerschaft<br />

(Mehrheitsbeteiligung) mit dem<br />

führenden Elektrogroßhändler<br />

IDG01 S.p.A. Das Unternehmen<br />

erzielte 2<strong>02</strong>3 einen Umsatz von<br />

285 Millionen Euround zählt derzeit<br />

mehr als 580 Mitarbeitende.<br />

Daneben wird Würth immer digitaler.<br />

Der Bereich E-Business<br />

wuchs erneut zweistellig (Plus<br />

10,4 Prozent) und macht mit 4,6<br />

Milliarden Euro bereits 22,4 Prozent<br />

des Gesamtumsatzes aus.<br />

BESCHÄFTIGTE Die Zuwächse<br />

schlugen sich auch in einem weiteren<br />

Beschäftigungsaufbau nieder.<br />

Sokamen im Geschäftsjahr<br />

2<strong>02</strong>3 insgesamt 1410 neue Mitarbeitende<br />

hinzu. Zum Jahreswechsel<br />

arbeiteten im Handelsunternehmen<br />

exakt 87 047 Personen.<br />

Mit 43 967 Mitarbeitenden sind<br />

rund die Hälfe der „Würthler“ im<br />

Vertrieb beschäftigt. In Deutschland<br />

beschäftigt das Unternehmen<br />

mittlerweile 27 128 Menschen.<br />

Die Adolf Würth GmbH &<br />

Co. KG istdas größte Einzelunternehmen<br />

der Gruppe.<br />

www.würth.com<br />

„Auch füruns außergewöhnlich“<br />

RobertFriedmann, Sprecher der Konzernführungder Würth-Gruppe,überden anhaltendenErfolg desKünzelsauerFamilienunternehmens, potenzielle<br />

Wachstumsmärkte,kombinierte Vertriebswege undden Vorteil, langfristig arbeiten zu können. INTERVIEW VONHERIBERT LOHR<br />

REGIOBUSINESS Herr Friedmann,<br />

herzlichen Glückwunsch:<br />

Würth hat mit einem Umsatz von<br />

20,4 Milliarden Euro eine neue<br />

Rekordmarke erreicht.Haben Sie<br />

ein Ergebnis in dieser Größenordnung<br />

bei der angespannten<br />

Wirtschaftslage erwartet?<br />

ROBERT FRIEDMANN Wir haben<br />

diese Größenordnung angestrebt.<br />

Aber zugegeben, das ist<br />

auch für uns ein Sprung in eine<br />

neue Dimension. Wirhabendamit<br />

in gerade einmal neun Jahren unseren<br />

Umsatz verdoppelt und dabei<br />

allein in den letzten drei Jahren<br />

sechs Milliardenzugelegt. Das<br />

ist auch für unsere Verhältnisse<br />

beachtlich. Umso mehr,dawir<br />

uns ineinem wirklich schwierigen<br />

Umfeld bewegt haben. Bedenken<br />

Sie, wir haben Kriege, hatten<br />

eine steigende Inflation und haben<br />

aktuell ein Zinshoch. Vor einer<br />

solchen Kulissehaben wir als<br />

Würth-Gruppe wirklich viel erreicht.<br />

REGIOBUSINESS Das Betriebsergebnis<br />

ist mit 1,4 Milliarden<br />

Euro das zweitbeste der Firmengeschichte.<br />

Sind Sie damit unter<br />

dem Strichzufrieden?<br />

ROBERT FRIEDMANN Das<br />

letzte Jahr war schon herausfordernd.<br />

Trotzdem haben wir ein<br />

Ergebnis erarbeitet, das um 90<br />

Prozent über dem von 2019 und<br />

damit vor Corona liegt. Wir bewegen<br />

uns damit sowohl beim Umsatz<br />

als auch beim Ergebnis auf<br />

einem anderen Niveau als wir es<br />

früher hatten.Und deshalb dürfen<br />

wir schon zufrieden sein. Umso<br />

mehr, weil das Erreichte auch<br />

zeigt,dass unsere Strategie Früchte<br />

trägt. Wir sind breit aufgestellt,<br />

nicht von einzelnen Bereichen<br />

abhängig und können die Kunden<br />

über den Multichannel-Ansatz<br />

umfassend begleiten. Allein<br />

im letzten Jahr haben wir über<br />

100 000 Kunden hinzugewonnen.<br />

Das ist wichtiger als der verkürzte<br />

Blickauf den Gewinn, denn mit<br />

unserer Kundenbasis wächst auch<br />

der Umsatznachhaltig.<br />

REGIOBUSINESS Gab es Bereiche<br />

und Branchen, in denen Sie<br />

besonders gut am Marktvorangekommen<br />

sind?<br />

ROBERT FRIEDMANN Die<br />

Würth-Linie Handwerk, die ja<br />

einer unserer klassischen Geschäftsbereiche<br />

ist, hat sich sehr<br />

positiv entwickelt. Ähnlich gut<br />

lief esimGeschäftsbereich Chemie,<br />

und vor allem im Elektro-<br />

Großhandel sind wir kräftig gewachsen.<br />

Hier haben wir sehr<br />

vom Trend zur Renovierung profitiert.Das<br />

hat etwa dieHälfte des<br />

Geschäfts getragen. Ein weiterer<br />

Treiber war alles, was sich mitregenerativen<br />

Energien beschäftigt.<br />

Egal ob Fotovoltaikoder Therme.<br />

REGIOBUSINESS Sie sind ja<br />

auch sehr zuversichtlich, dass Sie<br />

im Bereich Elektronik/Elektro-<br />

Großhandel noch deutlich wachsen<br />

können. Worauf gründet dieser<br />

Optimismus?<br />

ROBERT FRIEDMANN Einfach,<br />

weil wir der Überzeugung<br />

sind, dass wir bei der Digitalisierung<br />

und damit auch der Elektrifizierung<br />

unseres Alltages in vielen<br />

Teilen erst noch am Anfang<br />

stehen. Bedenken Sie nur einmal,<br />

wie viel Elektronik verbaut<br />

wird, wenn Sie heute modernisieren.<br />

Der Elektro-Großhandel<br />

passt generell gut zuunserem<br />

Kerngeschäft. Als zweitgrößter<br />

Wirtschaftsbereichs innerhalb<br />

der Würth-Gruppe ist er mittlerweile<br />

ein sehr wichtiges Standbein.<br />

Wirdenken, dass wir in diesemJahrhier<br />

über vier Milliarden<br />

Euro Umsatz machen werden.<br />

REGIOBUSINESS Die Würth-<br />

Gesellschaften in Deutschland<br />

waren zuletzt sehr erfolgreich.<br />

Würth scheint die aktuelle Rezession<br />

wenig anzuhaben?<br />

ROBERT FRIEDMANN Na ja.<br />

Wir wollen es an der Stelle nicht<br />

übertreiben. Wir sind nicht entkoppelt<br />

von derallgemeinen Lage<br />

unterwegs. Die Unternehmen in<br />

Deutschland erzielten einen Umsatz<br />

von 8,3 Milliarden Euro. Das<br />

entspricht einem Wachstumsplus<br />

von 5,6 Prozent. Aber Sie haben<br />

recht: Insgesamt liefen die Geschäfte<br />

überraschend gut. Und<br />

das ist wichtig, denn die Bundesrepublik<br />

ist noch immer unser<br />

größter Markt.<br />

REGIOBUSINESS Innerhalb ihres<br />

Multichannel-Ansatzes werdendie<br />

Vertriebswege Digital und<br />

Niederlassung immer wichtiger.<br />

Braucht es künftig noch Verkäufer?<br />

ROBERT FRIEDMANN Das ist<br />

eine Kernfrage, mit der wir uns<br />

ständig auseinandersetzen. Für<br />

Perspektive: Für RobertFriedmann ist der Verkäufer im Vertrieb nicht<br />

zu ersetzen:„Der Menschist diewichtigste Schaltstelle.“ Foto: Würth<br />

unsere erklärungsbedürftigen<br />

Produkte, unsere Kundenstruktur<br />

und unser Geschäftsmodell<br />

ist die Kombination aus Niederlassung,<br />

Verkäufer und Online-<br />

Bestellwegen einfach der Königsweg.<br />

Welchen Anteil der einzelne<br />

Vertriebsweg auf Dauer hat,<br />

muss sich zeigen. Aber ohne Menschen<br />

geht esnicht. Der Verkäufer<br />

bleibt unser bedeutendster<br />

Repräsentant, weil er als Mensch<br />

einfach die wichtigste Schaltstelle<br />

ist. Auch aus diesem Grund haben<br />

wir imzurückliegenden Jahr zusätzlich<br />

670 Verkäufer eingestellt.<br />

REGIOBUSINESS Sie betonen<br />

immer wieder, dass der Rückhalt<br />

durch die Familie Würth für<br />

die Entwicklung des Unternehmens<br />

von besonderer Bedeutung<br />

ist. Würden Sie das ein wenig ausführen?<br />

ROBERT FRIEDMANN Mit der<br />

Unterstützung durch die Eigner-<br />

Familie bewegen wir uns als Entscheider<br />

auf einer soliden Basis<br />

und in einem stabilen Umfeld.<br />

Dergroße Rückhalt vonReinhold<br />

Würth und Bettina Würth schafft<br />

letztlich die Grundlage dafür,dass<br />

wir strategisch langfristig arbeiten<br />

können. Das gilt umso mehr,<br />

da jetzt auch die Nachfolge offiziell<br />

geregelt ist und kommuniziert<br />

wurde. Die Interaktion zwischen<br />

Mitarbeitenden, Management<br />

und Eigner-Familie ist sehr<br />

gut und wird von einem respektvollen<br />

Umgang geprägt. Das hilft<br />

sehr, das Unternehmen mit Perspektive<br />

auch durch schwierige<br />

Phasen zu steuern, die es ja immer<br />

wieder gibt. Dass wir nicht<br />

durch Quartalszahlen getrieben<br />

sind, nicht so dem Druck durch<br />

den Kapitalmarkt ausgesetzt sind,<br />

ist für uns alle in der Führung ein<br />

wichtiger Anker für Stabilität. Gerade<br />

auch in Krisenzeiten, wie<br />

etwa während der Corona-Pandemie,<br />

zeigt sich das deutlich.<br />

Die langfristige Ausrichtung der<br />

Würth-Gruppe ist für das Unternehmen<br />

wirklichein Segen.<br />

REGIOBUSINESS Auch wenn<br />

das Jahr noch jung ist, mit welchen<br />

Erwartungen blicken Sie in<br />

die nächsten drei, vierMonate?<br />

ROBERT FRIEDMANN Die ersten<br />

Monate werden wohl schwierig<br />

werden. Das hat auch damit<br />

zu tun, dass viele Kunden ihre Lager<br />

gefüllt haben, um jederzeit<br />

lieferfähig zu sein, und diese Bestände<br />

nun erst einmal abbauen.<br />

Deshalb sind wir mit Prognosen<br />

auch zurückhaltend. Unsere Erwartungen<br />

würde ich deshalb mit<br />

der Einschätzung „vorsichtig optimistisch“<br />

beschreiben. Um es etwaskonkreter<br />

zu fassen: In unsererPlanung<br />

gehen wir derzeit von<br />

einem mittleren, einstelligen prozentualen<br />

Wachstum aus. Vorausgesetzt,<br />

die Konjunktur zieht im<br />

zweiten Halbjahr an. Viel hängt<br />

auch davon ab, ob die zu erwartenden<br />

Zinssenkungen kommen<br />

und sich damit Finanzierungsspielräume<br />

für Unternehmen wie<br />

Verbraucher etwas verbessern.


Februar <strong>2<strong>02</strong>4</strong>IJahrgang23INr.254<br />

Firmen &Märkte 15<br />

„Qualität hateinfach ihren Preis“<br />

Gemeinsammit ihrem Bruder undihrem Ehemannsteht Gabriele Manthey an der Spitze desModehausesTCBuckenmaierinCrailsheim.<br />

Die Textilbetriebswirtschaftlerin im GesprächüberPflichtgefühl und die schiere Lust am Machen. INTERVIEW VONHERIBERT LOHR<br />

Das Modehaus TCBuckenmaier<br />

in Crailsheim steht<br />

mittlerweile seit 50Jahren<br />

für ein Familienunternehmen,<br />

das in der Branche immerwieder<br />

Akzente setzt. In zweiter Generation<br />

führen Gabriele Manthey, ihr<br />

Bruder Ralph Buckenmaier und<br />

ihr Ehemann Andreas Manthey<br />

die Geschäfte des Betriebes, der<br />

in seiner Ausprägung zu den renommiertesten<br />

Adressen in der<br />

Fashion-Branche zählt. Die Textilbetriebswirtschaftlerin<br />

setzt die<br />

Historie ihrer Mutter Ingrid Buckenmaierfort,<br />

dieals jungeFrau<br />

das Wäschehaus Täschner übernahm<br />

und soden Grundstein für<br />

die Firmen-Historielegte.<br />

REGIOBUSINESS Frau Manthey,<br />

TC Buckenmaier konnte<br />

im zurückliegenden Jahr sein<br />

50-jähriges Bestehen feiern. Ihre<br />

Eltern haben gemeinsam aus einem<br />

kleinen Wäschegeschäft heraus<br />

ein Modehaus mit einem<br />

hervorragenden Renommee in<br />

der Branche aufgebaut. Vor dem<br />

Hintergrund einer solchen Erfolgsgeschichte<br />

ein Modehaus zu<br />

führen, was überwiegt damehr:<br />

Das Gewicht der Verpflichtung<br />

oder die schiere FreudeamTun?<br />

GABRIELE MANTHEY Es mag<br />

sich für Außenstehende vielleicht<br />

komisch anhören, aber<br />

mein Bruder und ich hatten immer<br />

Freiheit zu tun, was wir wollen.<br />

Aber wir beide haben uns<br />

auch immer unserer Familie und<br />

unseren Eltern verpflichtet gefühlt.<br />

Für mich gesprochen: Ich<br />

führe das Haus nicht, weil ich es<br />

Zum Unternehmen<br />

tun muss, sondern weil wir über<br />

dieZeit Stück für Stückhineingewachsen<br />

sind und bei mir daraus<br />

eine innere Leidenschaft und Liebewurde,<br />

sodass ich wirklichsagen<br />

kann: Ich mache das aus tieferinnerer<br />

Überzeugung.<br />

REGIOBUSINESS Hand aufs<br />

Herz. Gab es nie den Gedanken,<br />

etwas außerhalb der Modebranche<br />

zu machen?<br />

GABRIELLE MANTHEY Wenn<br />

Sie esniemand erzählen (lacht),<br />

ich wollte mal Journalistin werden.<br />

In unserer Familie wurde<br />

schon immer viel gelesen und<br />

auch die Anteilnahme an gesellschaftlichen<br />

Entwicklungen –ob<br />

lokal oder auf höherer Ebene –<br />

war immer gegeben. Objektiver<br />

Journalismusist eine wichtige Sache,<br />

diemir sicher auch Spaß gemacht<br />

hätte. Aber es ist jadann<br />

doch anders gekommen.<br />

1963 übernimmt die Kaufrau Ingrid Mayer das Wäschehaus<br />

Täschner in Crailsheim. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Edgar<br />

Buckenmaier baut sie das Wäschehausaus und erweitert sukzessivedas<br />

Sortiment. 1973 erwirbtdas Ehepaar dasfrühere Möbelhaus<br />

König und eröffnet das Textil Center,kurz TC.1979 erwirbt<br />

das Ehepaar dann die angrenzenden Gebäude der Rheinelektra.<br />

Die Vision vom modernen textilen Vollsortimenter nimmt endgültig<br />

Konturen an. 1982 stirbt Ingrid Buckenmaier mit gerade einmal41Jahren.<br />

Edgar Buckenmaierhält trotz desSchicksalsschlages<br />

an den Ausbauplänen fest und führt das Geschäft imSinne<br />

seiner Frau fort. 1983 wird der größte Teil des alten Gebäudes<br />

abgerissen und das Modehaus inseiner heutigen Form errichtet.<br />

In den folgenden Jahren wird mehrfach aufwändig modernisiert<br />

und erweitert. Seit 1997 ist TC Buckenmaier mit einem zweiten<br />

Haus im Brücken Center in Ansbach vertreten.<br />

50 JAHRE TC BUCKENMAIER<br />

REGIOBUSINESS Also dann<br />

doch gezielte Karriere imelterlichenUnternehmen?<br />

GABRIELE MANTHEY Nein,<br />

eher nicht. Nach dem Abiturwollte<br />

ich die Dinge auf mich zukommen<br />

lassen und etwas solides<br />

als Grundlage ist dajanicht<br />

das Schlechteste. Und so war es<br />

erst mal der klassische Einstieg.<br />

Ich habe in einem Modehaus in<br />

Ulm eine Ausbildung als Kauffrau<br />

im Einzelhandel gemacht. Da ist<br />

der Funke übergesprungen. Später<br />

dann, auch während des Studiums<br />

und meiner Tätigkeit bei<br />

einem Filialisten, habe ich gesehen,<br />

wie vielseitig die Branche<br />

ist, wie viele Entwicklungsmöglichkeiten<br />

sie bietet und wie<br />

viel sich da bewegen lässt. Daneben<br />

habe ich auch gemerkt, wie<br />

toll es ist, selbständig zu sein.<br />

Wenn Selbständigkeit auch nur<br />

halbwegs gelingt, gibt sie ein Maß<br />

an Freiheit, das unbezahlbarist.<br />

REGIOBUSINESS Zwei Modehäuser<br />

mit insgesamt mehr als<br />

10 000 Quadratmetern an Verkaufsfläche<br />

sind aber nicht nur<br />

Freiheit –das hört sich vor allem<br />

nach viel Arbeit, einiger Hektik<br />

und erheblicher Verantwortung<br />

an.<br />

GABRIELE MANTHEY Ich bin<br />

ungemein gerne verantwortlich<br />

für die Dinge, die ich tue auch<br />

weil ich sie dann auch entsprechend<br />

meiner Vorstellungen umsetzen<br />

kann. Natürlich wird man<br />

gelegentlich auch mal getrieben<br />

und manche Entscheidung sorgt<br />

für eine schlaflose Nacht –aber<br />

aufreibend und belastend ist eigentlich<br />

nicht das Unternehmerin<br />

sein an sich, sondern die äußere<br />

Gegebenheiten, die man selbst<br />

nur wenig beeinflussen kann.<br />

Stichwort: bürokratische Vorgaben<br />

oder derzeitige Entwicklung<br />

der Innenstädte als solche. Gerade<br />

für ein zentral gelegenes Modehaus<br />

ist es wichtig, das die<br />

Führung aber trotzdem den Kopf<br />

oben behält. Man muss wollen,<br />

denn es gilt, aus den Gegebenheiten<br />

das Beste zu machen.Zugegeben,<br />

manchmal ist das anstrengend,<br />

auch weil man Verantwortung<br />

für das eigene Angebot und<br />

für seine Mitarbeitenden trägt.<br />

REGIOBUSINESS „Machen<br />

wollen“ ist ein gutes Stichwort:<br />

XXL ShoppingNacht; Ladies Night,<br />

Cafe Edgars, Weihnachtsmarkt –<br />

ein Modehaus zu führen, ist heute<br />

schon einiges mehr als nur schickeSachen<br />

zu verkaufen?<br />

GABRIELE MANTHEY Ja und<br />

Nein. Zuvorderst kommt das Produkt.<br />

Wenn hier Qualität undService<br />

nicht stimmen, geht amlangen<br />

Ende nichts. Aber ein Modehaus<br />

unseres Zuschnitts ist ein<br />

Gesamtpaket aus Ambiente, Kundenansprache,<br />

Präsentation und<br />

Verkaufserlebnis. Für unser Haus<br />

heißt das: Wirwollenauf gehobenem<br />

Niveau tolle Produkte bieten<br />

und auf dieser Ebene unseren<br />

Kunden das Beste bieten. Daneben<br />

verstehen wir uns aber auch<br />

als Teil der Gemeinschaft. Wir<br />

sind nicht nur ein Modegeschäft,<br />

sondern, auch ein Social Place,<br />

wo die Menschen hingehen, um<br />

sich zu treffen, etwas zu erleben<br />

und auch,umetwas zu genießen.<br />

Frontfrau: Die Öffentlichkeit sucht Gabriele Manthey nicht. Für das<br />

Firmenmagazin zum Jubiläum machte sie alsModel eine Ausnahme.<br />

REGIOBUSINESS Bleiben wir<br />

beim guten Produkt. Woran machen<br />

Siedenn dasfest?<br />

GABRIELE MANTHEY Beim<br />

Zusammenstellen unseres Sortiments<br />

lassen wir uns grundsätzlich<br />

von einem Gedanken leiten:<br />

Wir nehmen nichts herein, von<br />

dem wir nicht überzeugt sind,<br />

das es die Menschen schöner<br />

macht –besser –schöner kleidet.<br />

Der Rest ist dann das ständige<br />

Beschäftigen mit Mode,das Suchen<br />

nach neuen, auch mal jungen<br />

Anbietern oder dasBesuchen<br />

von Messen mit der Vorstellung<br />

im Gepäck, was von dem Gesehenenwohl<br />

für unsere Kunden auch<br />

tragbar ist. Da hilft auch Erfahrung.<br />

Ehrlicherweise ist das Zusammenstellen<br />

von Sortimenten<br />

etwas leichter geworden, denn<br />

entgegen so manchem Vorurteil:<br />

Die Hohenloher, vor allem die<br />

Frauen, sind heute modisch viel<br />

offener, aufgeschlossener –trauen<br />

sich auch mehr.<br />

REGIOBUSINESS Das Haus,<br />

aber auch das jeweilige Angebot<br />

wurden mehrfach ausgezeichnet.<br />

Allein sechsMal wurden ihre Stores<br />

als „Läden des Jahres“ prämiert.<br />

Auszeichnungenwie „Stern<br />

der Wäsche oder „Innovativer<br />

Einzelhandel“ kommen janicht<br />

dadurch, dass sich die Hohenloherfeiner<br />

anziehen?<br />

GABRIELE MANTHEY Über<br />

solche Auszeichnungen freuen<br />

wir uns und im harten Wettbewerb<br />

ist das auch eine gewisse<br />

Ehre. Aber viel wichtiger ist<br />

die Bestätigung durch die Kunden.<br />

Das hatuns die Corona-Pandemie<br />

einmal mehr gezeigt. Die<br />

Menschen haben nicht gefragt,<br />

wann macht ihr den Laden wieder<br />

auf? Es hieß: Wann öffnet unser<br />

TC wieder?Wie die Menschen<br />

in dieser wahrlich nicht einfachen<br />

Zeit zu uns gestanden sind, das<br />

hat mich schon sehr bewegt. Und<br />

wenn man dann spürt, wie der<br />

Betrieb, für den man persönlich<br />

steht, den Menschen fehlt –eine<br />

größere Bestätigung gibt es nicht.<br />

REGIOBUSINESS Bestätigung<br />

ist das eine, der unternehmerische<br />

Alltag das andere. Der Modehandeldurchläuft<br />

aktuell einen<br />

gewaltigen Umbruch undwirddabei<br />

zunehmend digitaler. Ist der<br />

Online-Vertrieb mehr Gefahr oder<br />

mehrChance?<br />

Fotos: TC Buckenmaier<br />

GABRIELE MANTHEY Handel<br />

war und ist immer in Bewegung,<br />

da gilt es stets offen für Veränderungen<br />

zu sein. Wir haben drei<br />

Online-Shops und verkaufen auch<br />

über soziale Medien. Trotzdem<br />

wird Offline –also der stationäre<br />

Handel vor Ort –immer unser<br />

wichtigstes Standbein sein, weil<br />

wir fest davon überzeugt sind,<br />

dass ein gut geführtes und gut<br />

sortiertes Modehaus auch in der<br />

Zukunft immer ein gesellschaftlicher<br />

Treffpunkt ist. Wenn etwas<br />

die kleineren und mittelständische<br />

Modegeschäfte in Schwierigkeiten<br />

bringt, sindesungleiche<br />

Marktbedingungen.<br />

REGIOBUSINESS Ungleiche<br />

Bedingungen? Würden Sie das<br />

kurzerläutern?<br />

GABRIELE MANTHEY Noch<br />

immer drängen aus dem Ausland<br />

–vor allem aus dem asiatischen<br />

Raum –große Anbieter auf<br />

den Markt, deren Produkte unter<br />

fragwürdigen Bedingungen erstellt<br />

werden und die auch sonst<br />

kaum Standards einhalten. Dadurch<br />

entsteht ein enormer Preisund<br />

Wettbewerbsdruck, dem<br />

auch wir uns nur bedingt entziehen<br />

können. Da ist die Politik<br />

wirklichgefordert.<br />

REGIOBUSINESS Nachhaltigkeit<br />

istaktuell gerade bei der jüngeren<br />

Generation ein großes Thema.<br />

Ist das für Ihr Haus bereits<br />

wirtschaftlich vonBedeutung?<br />

GABRIELE MANTHEY Aber ja<br />

und das unter ganz unterschiedlichen<br />

Gesichtspunkten. Der Trend<br />

zur Nachhaltigkeit, schafft die<br />

Möglichkeit an Standorten zu produzieren,<br />

wo sichStandards auch<br />

nachvollziehen lassen. Gleichzeitig<br />

eröffnet die Tendenz neuen<br />

Produkten, die nachhaltig produziertwerden,<br />

zusätzliche Chancen<br />

am Markt. Als Beispiel nenne<br />

ich nur mal Schuhe, die weitgehend<br />

aus recyceltem Material<br />

hergestellt werden; ähnliches haben<br />

wir auch schon bei den Jeans.<br />

Nicht umsonst stammen 76Prozent<br />

unserer Labels aus Deutschland.<br />

Auch wir als Haus versuchen<br />

viel, um nachhaltiger zu werden<br />

und mit Energie effizient umzugehen.<br />

Dasreicht vonder Blühwiese<br />

und Bienenstöcken über Trinkflaschen<br />

aus recycelbarem Material<br />

für die Mitarbeiter, die PV-Anlage<br />

auf dem Dach und dem Einsatz<br />

von LED-Lampen bis zu einer immer<br />

effizienteren Warenlogistik.<br />

Wir versuchen Abfall zu vermeiden,<br />

sprechen dazu mit unseren<br />

Lieferanten, verändern die Sendungsvarianten<br />

–dawurde bereits<br />

einiges angestoßen und vieles<br />

ist noch möglich.<br />

REGIOBUSINESS Der Modebranche<br />

und damit auch dem<br />

textilen Einzelhandel hängt aber<br />

noch immer auch das Etikett an,<br />

mit immer schnellen getakteten<br />

Kollektionen die Wegwerfgesellschaft<br />

zu befeuern.<br />

GABRIELE MANTHEY Mode ist<br />

immer auch Veränderung. Trotzdem<br />

ist daviel in Bewegung und<br />

wir als Händler müssen ohnehin<br />

auf gesellschaftliche Entwicklungen<br />

reagieren und das tun wir<br />

auch. Das größte Thema für uns<br />

als Modehandel ist dabei die verfügbare<br />

Ware. Eine nachhaltige<br />

Beschaffung hat es technisch und<br />

logistisch wirklich insich. Denn<br />

leereRegale oder fehlende gängige<br />

Größen sindfür uns keine Option.<br />

Mittlerweile gibt es aber unter<br />

anderem eine KI-gestützte Warenbeschaffung,<br />

mit der im Idealfall<br />

nicht viel mehr produziert als<br />

abverkauft wird. Das ermöglicht<br />

zudem auch Netzwerke unter verschiedenen<br />

Anbietern. So können<br />

wir je nach Nachfrage, Überstände<br />

untereinander weitergeben.<br />

REGIOBUSINESS Der Wettbewerbsdruck<br />

hat sich aber schon<br />

noch einmal verschärft. Die aktuelle<br />

Krise mit kräftigen Preissteigerungen<br />

in der Folge drückt allenthalben<br />

auf die Konsumlaune.<br />

Die Menschen halten ihr Geld zusammen.<br />

TC Buckenmaier steht<br />

für Qualität. Die hat auch ihren<br />

Preis. Warum würden Sie den<br />

Menschen in der Region trotzdem<br />

empfehlen, ihre Bekleidung im TC<br />

zu erwerben?<br />

GABRIELE MANTHEY Als Frau<br />

und Mutter vonzweiSöhnen halte<br />

ich es da mit einem altenRat: Gerade<br />

wenn etwas gespart werden<br />

muss, macht es doch noch mehr<br />

Sinn, sein Geld für Qualität auszugeben.<br />

Dann halten die schönen<br />

Sachen auch länger. Und wenn<br />

wir uns schon etwas beschränken<br />

müssen, dann ist esauch wesentlich<br />

sinnvoller, esregional auszugeben.<br />

Da profitieren wir alle,<br />

weil wir so letztlich auch nachhaltiger<br />

sein können. Doch eines<br />

muss schon angemerkt werden:<br />

Nachhaltiges Wirtschaften hat seinen<br />

Preis. Den sollten wir uns<br />

aber auch alle leisten.<br />

www.tc-buckenmaier.de


16 Sport&Wirtschaft<br />

Februar <strong>2<strong>02</strong>4</strong> IJahrgang23INr. 254<br />

Die Rückkehr einer Kultfigur<br />

ImHeimspiel derHakro Merlinsgegen Ludwigsburg feiert Danny Jüngling als Hallensprecher seinComeback.<br />

VONHERIBERT LOHR<br />

Die aktuelle Saison ist für<br />

die Basketballer der Hakro<br />

Merlins Crailsheim<br />

wohl eine der schwersten in der<br />

jüngeren Historie. Das sportliche<br />

Niveau der Bundesliga ist in<br />

den zurückliegenden fünf Jahren<br />

in Sachen Dynamik, Spielfähigkeit<br />

und Wettbewerbshärte noch<br />

einmal auf deutlich höheres Level<br />

geklettert. Für das Team des<br />

wirtschaftlich kleinsten Standorts<br />

in der Belleetage des deutschen<br />

Basketballs ist die enge Verbindung<br />

zum Publikum imbeinharten<br />

sportlichen Wettbewerb deshalb<br />

auch ein absolutes Muss.<br />

Nach dem Sieg gegen Tübingen<br />

haben die Zauberer den möglichen<br />

Klassenerhalt sprichwörtlich<br />

wieder in den eigenen Händen.<br />

ObesamEnde reicht, wird<br />

auch davon abhängen, obPublikum<br />

und Team in den entscheidenden<br />

Momenten wieder zu einer<br />

Einheit zusammenwachsen.<br />

Mit den Fans als „sechstem Merlin“<br />

im Rücken ist dem Team häufig<br />

schon wirklich außergewöhnliches<br />

gelungen.<br />

Gegen den Tabellensiebten Ludwigsburg<br />

greifen die Merlins auf<br />

einen Fan zurück, der inSachen<br />

Support längst ein Teil der Merlins-Geschichte<br />

geschrieben hat.<br />

Danny Jüngling wird noch einmal<br />

versuchen, „die Zauberer“<br />

mithilfe von außen zum Sieg zu<br />

peitschen. „Und mein Name ist<br />

Pimp“ – mit diesem persönlichen<br />

Schluss endete über Jahre<br />

die Spielervorstellung imRap-<br />

Style, mit der Danny Jüngling als<br />

Hallensprecher zweifelsfrei Kultstatus<br />

erreichte.<br />

Jüngling schuf mit seiner Kunstfigur<br />

jenes Bindeglied zwischen Publikum<br />

und Spielern, das gleichsam<br />

Infotainment wie lautstarker<br />

Rückhalt war. Dass für viele<br />

gegnerische Mannschaften ein<br />

Auftritt in Crailsheim beinahe etwas<br />

Furchteinflößendes hatte, lag<br />

auch daran, dassJüngling dasSeine<br />

tat,umdie heimischeSpielstätte<br />

für die Gegner in „die Hakro<br />

Hölle“ zuverwandeln.<br />

Jüngling und „die Merlins“ setzten<br />

dabei branchenweit Akzente.<br />

„Vor 15Jahren war esinden<br />

oberen Ligen noch unvorstellbar,<br />

dass die Zuschauer die Nachnamen<br />

der Spieler rufen.“ Basketball<br />

war in Deutschland lange<br />

Zeit ein biederer Studentensport.<br />

Doch die Zeiten sollten sich ändern.<br />

Jüngling als Pimp war ein<br />

Mosaikstein der Entwicklung, die<br />

den Basketball auch zur genussvollenUnterhaltung<br />

machten.<br />

„Und hier regieren die Crailsheim<br />

Merlins“ –über mehr als<br />

Professionell: Danny Jünglingsetztemit seinenAuftritten als<br />

Hallensprecher „Pimp“ eigene Maßstäbe.<br />

Foto: Philipp Reinhard<br />

fünf Jahre war dieser, häufig voll<br />

Inbrunst geschriene Satz nicht<br />

nur ein Fanal für Ränge. Jüngling<br />

führte Mannschaft und Zuschauer<br />

zu einem emotionalen<br />

„do ordie“ zusammen, von dessen<br />

Wirkung der Kult-Hallensprecher<br />

auch im tiefsten Innern<br />

überzeugt ist: „Auf dem Parkett<br />

muss ich mich immer fragen: Was<br />

kann ich beitragen, damit es besser<br />

läuft? Wenn jeder etwas dazu<br />

beiträgt, und am Faschingssamstag<br />

werden eswieder alle sie, die<br />

dasTeam in derArena Hohenlohe<br />

anfeuern,könnenwir alsGemeinschaft<br />

viel erreichen.“ Der eigenen<br />

Spielbegleitung wollte Danny<br />

Jüngling von Beginn an seine eigene<br />

Note geben: „Ich wollte das<br />

cool machen,ummit einer positiv<br />

verrückten Art in den Köpfen der<br />

Menschen zu bleiben.“ Sein Credo:<br />

„Du musst authentisch sein.<br />

Wenn es nicht von dir, von innen<br />

herauskommt, und das spürt<br />

man, ist esnichts wert.“ Für die<br />

notwendige Glaubwürdigkeit ließ<br />

er sich auch schon einmal von<br />

der Hallendecke abseilen, fuhr<br />

mit einer Harley Davidson in der<br />

Halle vor und münzte einen Rap-<br />

Film auf die Merlins um.<br />

Der Job ist auch etwas für Adrenalin-Junkies,<br />

der Auftritt vorden<br />

Massen fordert. Jüngling erinnert<br />

sich: „Am Tag vor dem ersten<br />

Weihnachtsspiel in der Arena<br />

Hohenlohe kam der damalige<br />

Merlins-Coach Arne Alig auf mich<br />

zu und meinte ,Hey Pimp, du bist<br />

morgen der Star.Wir spielen zum<br />

ersten Mal vor 3000 Leuten und<br />

du bist der eine Prozentpunkt.‘<br />

Dasmacht etwas mit einem“.<br />

Irgendwann aber hat jede Geschichte<br />

auch ihr Ende. Im Jahr<br />

2013 machte er Schluss. Vielleicht<br />

auch deshalb, weil seine<br />

Rolle in der Halle zum eigenen<br />

Leben nicht mehr passte, zu<br />

dem Auftritt als Familienvater und<br />

Marketingleiter beim renommierten<br />

Textilproduzenten Hakro in<br />

Schrozberg. Vielleicht aber auch,<br />

weil es einfach an der Zeit war:<br />

„Du kannst immer nur ein Feuer<br />

entfachen, wenn es in dir brennt“,<br />

sagt er in der Rückschau und fügt<br />

dann an: „Und das tat es nicht<br />

mehr.“<br />

In der Spielzeit 2018/19 ließ er<br />

sich inder Rückserie zu einem<br />

Comeback überreden. „Um einen<br />

Impuls zu geben, wurde ich<br />

gefragt, ob ich das gemeinsam mit<br />

Hallensprecher Daniel Feuchter<br />

übernehmen möchte. Wir haben<br />

uns super ergänzt. Die Hinrunde<br />

lief gar nicht gut, in der Rückrunde<br />

haben wir, die Merlins, glaub’<br />

ich, sieben Heimspiele gewonnen.“<br />

Am 13. Februar 2018 wurde<br />

er im Heimspiel gegen Medi<br />

Bayreuth des Feldes verwiesen.<br />

„Bei mir sindhalt immerEmotionen<br />

mit im Spiel“, schmunzelt das<br />

heutige Mitglied der Geschäftsführung<br />

vonHakro. „So eine Entscheidung<br />

musst du dann auch<br />

hinnehmen.“<br />

Nun will er es noch einmal wissen.<br />

Wieder sind „seine Merlins“<br />

in Schwierigkeiten und der Gegner<br />

Ludwigsburg keine Laufkundschaft.<br />

In Hinspielgab es eine derbe<br />

Klatsche. Danny Jüngling: „Wir<br />

lassen uns was einfallen, denn es<br />

geht nur zusammen. Und natürlich<br />

ist esein Traum, gemeinsam<br />

mit den Fans die Halle zumBeben<br />

zu bringen.“<br />

www.hakro-merlins.de<br />

PARTNER DER HAKRO MERLINS<br />

Go Fight Win!<br />

Die erste Saisonhälfte ist vorüber –<br />

In den nächstenSpielen müssen wirEuphorie und<br />

Ehrgeizzeigen -Sosolltenwir auch in den nächsten<br />

Jahren wiederWeltmeister in derArena Hohenlohe<br />

begrüßen können!!!<br />

Frank Seifert<br />

Geschäftsführer<br />

Stickerei Seifert<br />

FLAIR PARK-HOTEL<br />

ILSHOFEN<br />

seit 150 Jahren<br />

Im Verbund derSÜDWEST PRESSE


Februar <strong>2<strong>02</strong>4</strong>IJahrgang23INr.254<br />

Firmen &Märkte 17<br />

BerableibtHR-Partner<br />

ImJanuar musste der Haller Personaldienstleister Insolvenz in Eigenverantwortung<br />

beantragen. Gründer BerndRath sprichtübernächsteSchritte. INTERVIEW VONADINA BAUER<br />

Anfang Januar musste der HR-<br />

Dienstleister Bera einen Antrag<br />

auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens<br />

in Eigenverwaltung<br />

stellen. Als Gründe für<br />

die Schieflage gab der Personaldienstleister<br />

die herausfordernde<br />

wirtschaftliche Entwicklung, Beschäftigungsausfälle<br />

und Probleme<br />

bedeutenderKundenimAutomotive-Bereich<br />

sowie hohe Krankenstände<br />

an. Bera-Gründer und<br />

Geschäftsführer Bernd H. Rath ist<br />

überzeugt, dass sein Unternehmen<br />

Zukunft hat: „Die Fortführung<br />

des Geschäftsbetriebs, die<br />

Sanierung in eigener Regie sowie<br />

die bilanzielle Entschuldung<br />

durch einen Insolvenzplan führen<br />

zu einer bestmöglichen Befriedigung<br />

der Gläubiger und sichert<br />

den Erhalt der Arbeitsplätze.“<br />

Mit dem gerichtlichen Sanierungsverfahren<br />

ist beabsichtigt,<br />

die gegenwärtigangespannte Lage<br />

zu bewältigenund sich für die Zukunft<br />

neu aufzustellen. Im Interview<br />

gibt Rath ein Update zumaktuellen<br />

Status der Insolvenz in Eigenverwaltung.<br />

REGIOBUSINESS Herr Rath:<br />

WelcheReaktionen gab es auf die<br />

Nachricht, dass Bera ein Insolvenzverfahren<br />

in Eigenverwaltung<br />

durchlaufen muss?<br />

BERND RATH Nach großem Erstaunen<br />

folgten Mitgefühl undZuspruch<br />

–unabhängig von den jeweiligen<br />

Interessensgruppen (intern<br />

und externe Mitarbeiter sowie<br />

Stakeholder). So hat keiner<br />

unserer Projektmitarbeiter seit<br />

Bekanntmachung imJanuar gekündigt.Und<br />

auch aufKundenseite<br />

gab es viel Solidarität: „Ihr bekommtdas<br />

hin“.<br />

REGIOBUSINESS Seit der Stellung<br />

des Insolvenzantrags ist nun<br />

fast ein Monat vergangen. Was ist<br />

seitdem passiert?<br />

BERND RATH Es wurde ein<br />

Gläubigerausschuss gebildet, an<br />

dem Sanierungskonzept gearbeitet<br />

und bereits zahlreiche Restrukturierungsmaßnahmen<br />

eingeleitet.<br />

Sowurden erste Bera-<br />

Niederlassungen geschlossen und<br />

die Organisation verschlankt, um<br />

Fixkosten zu sparen. Erfreulich<br />

ist, dass unsere Sparringspartner<br />

weiterhin zuuns halten und<br />

Bera auch <strong>2<strong>02</strong>4</strong> viele gute Bewerber<br />

und qualifizierteAnfragen<br />

hat.Sokonnten imJanuar erfolgreiche<br />

Direktvermittlungen realisiert<br />

werden.<br />

REGIOBUSINESS Was werden<br />

die nächsten Schritte im Rahmen<br />

derSanierung sein?<br />

BERND RATH Es werden weiter<br />

Niederlassungen geschlossen,<br />

die regionale Abdeckung über<br />

Heilbronn-Franken bleibt jedoch.<br />

Ähnlich wie aus der Versicherungs-<br />

und Bankenwelt bekannt,<br />

werden wir unser Unternehmen<br />

–als Vorreiter in der Branche –<br />

von einer Filialorganisation zu einervollumfänglich<br />

digitalen Beratung<br />

mit hybriden Arbeitsmodellen<br />

umbauen.<br />

Seit der Pandemie ist dies eh<br />

schon zur Normalität geworden<br />

sowohl für Kunden als auch Kandidaten<br />

Normalität. Die Customer<br />

beziehungsweise die Candidate<br />

Journey ist heute digital, Touchpoint<br />

ist nicht mehr das Büro,<br />

sondern das Online-Interview.<br />

Unterlagen und Verträge werden<br />

soweit möglich digitalunterzeichnet,<br />

ist einmal eine Unterschrift<br />

vor Ort nötig, geht das auch in<br />

den Räumlichkeiten von Kunden,<br />

Mitarbeitern oder unserer Zentrale.<br />

Ein zeitgemäßer und pragmatischer<br />

Ansatz den die Bera-Personalberatung<br />

bereits seit längerem<br />

erfolgreich bei der Vermittlung<br />

von High Potentials praktiziert.<br />

REGIOBUSINESS Welche Konsequenzen<br />

ergeben sich aus der<br />

Insolvenz für Ihre Kunden?<br />

BERND RATH Da die regionale<br />

Wirtschaft weiterhin händeringend<br />

gut ausgebildetes und motiviertes<br />

Fachpersonal benötigt,<br />

hat sich kaum etwas geändert.<br />

Die Direktvermittlung von qualifiziertenFach-und<br />

Führungskräften<br />

ist unberührt und imBereich<br />

derArbeitnehmerüberlassung haben<br />

wir entsprechende Lösungen<br />

für unsere Kunden und Mitarbeiter<br />

gefunden, sodass sie während<br />

und nach dem Schutzschirmverfahren<br />

keinen Schaden zu befürchtenhaben.<br />

Optimistisch: Geschäftsführer Bernd Rath glaubt an die Zukunft<br />

seines Unternehmens.<br />

Foto: Bera<br />

REGIOBUSINESS Bera hat erklärt,<br />

dass mit dem Sanierungsverfahren<br />

beabsichtigt ist, die angespannte<br />

Lage zu bewältigen und<br />

sich für die Zukunft neu aufzustellen.<br />

Wie soll diese Neuausrichtung<br />

aussehen?<br />

BERND RATH Bera wirdder regionalen<br />

Wirtschaft als HR-Partner<br />

erhalten bleiben. Ziel ist die<br />

Konzentrationauf qualifizierte Anfragen.<br />

Wegvom Automotive-und<br />

Volumengeschäft, beziehungsweise,<br />

wir werden dieses nur noch<br />

als Managed Service Provider koordinieren.<br />

Bera sieht sich als<br />

kleiner aber feiner HR-Dienstleister,der<br />

sichzukünftig auf die (Direkt-)Vermittlung<br />

von Fach- und<br />

Führungskräften konzentriert.<br />

REGIOBUSINESS Mit welchen<br />

Gefühlen blicken Sie in die Zukunft?<br />

Sind Sie optimistisch, dass<br />

die Restrukturierung in Eigenverwaltung<br />

funktioniert?<br />

BERND RATH Wir blicken zuversichtlich<br />

nach vorne, denn der<br />

Fachkräftebedarf bleibt wegen<br />

Faktoren wie Demografie, Transformation<br />

usw. weiterhin eine der<br />

zentralen Herausforderungen für<br />

unsere Region. Eine Aufgabe, für<br />

die wir leidenschaftlich gerne Lösungen<br />

bieten. Auch wenn die<br />

Nachfrage im ersten Halbjahr etwas<br />

verhaltener war als im Vorjahr,sogehen<br />

wir davon aus,dass<br />

die Bedarfe im Jahresverlauf deutlich<br />

ansteigen.<br />

Was die Konsolidierung der Bera<br />

betrifft, werden wir die Auswirkungen<br />

der deutlich schlankeren<br />

Strukturen schon bald finanziell<br />

spüren. Es werden nicht nur Fixkosten<br />

minimiert, sondern auch<br />

eine Führungsebene reduziert.<br />

Dafür erhalten andere Teammitglieder<br />

neue Aufgaben. Insgesamt<br />

ist das persönliche Engagement<br />

der Stammbelegschaft extrem<br />

hoch; sie steht hinter dem Unternehmen<br />

und kämpft für den Erhalt.<br />

DieserZusammenhalt macht<br />

uns stolz und optimistisch.<br />

www.beragmbh.de<br />

ADVERTORIAL<br />

Gemeinsam für Crailsheim<br />

Ein Schaufenster für Ideen und Anregungen<br />

Die erste Klausurtagung des Vereins Stadtmarketing öffnet den Blick fürdas enorme Potenzial für dieweitere perspektivische Entwicklung der Stadt<br />

Was passiert, wenn man 36<br />

Menschen,die sich im Stadtmarketing<br />

für Crailsheim<br />

engagieren für sechs Stunden<br />

zusammen kreativ sein lässt?<br />

Eine ganze Menge Positives.<br />

Am 5. Januar dieses Jahres trafen<br />

sichBürger und Entscheider aus<br />

Unternehmen und Vereinen sowie<br />

Mitarbeitende der Stadtverwaltung<br />

bei der Firma Hanselmann am<br />

Rotebachring in Crailsheim.<br />

Der Verein Stadtmarketing hatte<br />

zur ersten Klausurtagung geladen.<br />

Das Treffen warweniger eine<br />

klassische Tagung, sondern mehr<br />

eine Mischung aus intensivemAustausch<br />

und konzentrierter Arbeit in<br />

lockerer Atmosphäre. Moderator<br />

und „Chef im Ring“ wardabei<br />

AndreasHarthan, derfrühere<br />

Redaktionsleiterdes Hohenloher<br />

Tagblatts.<br />

Nach einer Art „Speed-Dating“ in<br />

wechselnden Konstellationen, um<br />

sich besser kennenzulernen, trafen<br />

sich die Teilnehmerzum eigentlichen<br />

Auftakt in der Großgruppe<br />

und diskutierten vor allem über<br />

drei Fragestellungen: „Was erwarte<br />

ich von der Klausurtagung?, „Was<br />

erwarte ichvom Stadtmarketing?“<br />

und „Was ist für mich Stadtmarketing?“<br />

Die Bandbreite der Wortmeldungen<br />

und Einschätzungen warenorm.<br />

Der Verein Stadtmarketing soll<br />

als „ein Vertrauenschaffendes<br />

Austausch: Gleich in vier Arbeitskreisen und im großen Plenum diskutierten<br />

die Teilnehmer ganzunterschiedliche Aspektedes Stadtmarketings.<br />

Gremium mit starkem Zusammenhalt“<br />

wahrgenommen werden,<br />

geprägt durch ein gemeinsames<br />

und proaktives Auftreten und dabei<br />

ein Sprachrohr der Menschen und<br />

Firmen inder Stadt sein. Der Verein<br />

soll„eine lauteStimme“ haben,<br />

sich einmischen, politisch aktiv<br />

arbeiten und als „Denkschmiede<br />

mit einer klaren Vision“ wahrgenommen<br />

werden. Im Mittelpunkt<br />

steht der Erfolg und die Entwicklung<br />

Crailsheims.Dafür gilt es,<br />

Foto: Stadtverwaltung<br />

Standortvorteile zu kommunizieren.<br />

Der allgemeine Tenor: „Diese<br />

müssensichtbarer werden.“<br />

Danach wurden in vier Arbeitskreisen,<br />

die die Teilnehmenden alle<br />

20 Minuten auf Wunsch wechseln<br />

konnten, um sich bei einem<br />

anderen Themaeinzubringen, um<br />

die Betrachtung im Detail. In den<br />

Arbeitskreisen Einzelhandel, Gastronomie,Stadtentwicklung<br />

und<br />

Weihnachtsmarktwurde eifrig diskutiert,<br />

Ideen entwickelt und diese<br />

dann festgehalten. Der Arbeitskreis<br />

Einzelhandel betrachtete die<br />

heutigen Rahmenbedingungen<br />

für die Betriebe,sprach über<br />

Leerständeund mögliche Gegenmaßnahmen.<br />

Wie könnensich<br />

die Händler besservernetzen, wie<br />

sind mehr gemeinsame Aktionen<br />

möglich? WäreeineLadenstraße<br />

sinnvoll, in der die Angebote gebündelt<br />

werden? Wie lässt sich die<br />

Verweildauer der Menschen in der<br />

Stadt erhöhen? Der Fragenkatalog<br />

warlang.Auch die Bespielung der<br />

temporären Fußgängerzone über<br />

Events warebensoein Thema, wie<br />

dasgeplante Format „Crailsheimer<br />

Markttage“.<br />

Einmal mehr stand auch die<br />

Forderung nach mehr öffentlichen<br />

Raum für Handelsmaßnahmen zu<br />

guten Konditionen vonder Stadt<br />

im Raum.<br />

Sehr konkret wurden beim Arbeitskreis<br />

Gastronomie Event-Vorschläge<br />

vorgelegt. Ob „Crailsheimer<br />

Gastro-Tag“, „Landwirtschaftstag“,<br />

„Grillmeisterschaft“, „Osterhasen-<br />

Suche“,„Krimidinner“, „Picknick<br />

an einer langen Tafel“,„Entenrennen<br />

oder Kunstwochenende“ –die<br />

Liste der Vorschläge istlang.<br />

Der Arbeitskreis Stadtentwicklung<br />

kümmerte sich zuletzt um eine<br />

höhere Aufenthaltsqualität mit<br />

der Gestaltung von Plätzen und<br />

Flächen, sportlichen Aktivitäten in<br />

der Innenstadt, Stadt-Möblierung,<br />

Sicherheit und Licht. Dabei wurde<br />

auch die Frage diskutiert, wiesich<br />

derHoraff in seinerFunktion als<br />

tragende Säule derIdentifikation<br />

noch besser einsetzen lässt?<br />

Der vierte Arbeitskreisbeschäftigte<br />

sich dann vorausschauend mit dem<br />

Weihnachtsmarkt. Guteskann noch<br />

besser werden,soder Tenor.Gelobt<br />

wurdevor allem die Atmosphäre<br />

im Spital und die neue Weihnachtsbeleuchtung.<br />

In diesem Jahr soll es<br />

statt einerEisbahn als Attraktion<br />

möglicherweise eine Rollschuhbahn<br />

geben, die weihnachtlicher<br />

dekoriert werden soll.<br />

DieVermarktung desWeihnachtsmarktes<br />

viaSocial Media und per<br />

Flyer an Schulenund Unternehmen<br />

soll zudem für eine höhereReichweite<br />

sorgen ebenso wieeine<br />

bessere Beschilderungund Verbindung<br />

zwischen Marktplatzund<br />

Spitalpark. Weitere Forderungen:<br />

DieBühne desWeihnachtsmarktes<br />

braucht mehr Dekoration und mehr<br />

Licht.MehrBarrierefreiheit etwa<br />

durch Matten, Planenoderdauerhaft<br />

angelegteWegesollenfür<br />

Rollstuhlfahrenden und Eltern mit<br />

Kinderwagenden Zugang zumPark<br />

erleichtern.<br />

Nach kurzem Durchschnaufen ging<br />

es zum zweiten Mal in die Großgruppe<br />

im Plenum. „Was nehme<br />

ich vonder Klausurtagung mit?<br />

Welche Ideen gibt es noch?Was<br />

habe ich noch zu sagen?“ lauteten<br />

die Fragen zum Abschluss. Im<br />

munteren Austausch wurde bereits<br />

Gesagtes erneutaufgegriffenoder<br />

auch Neues eingebracht. Orte und<br />

Räume für Künstler oder eine eine<br />

Künstlerszene mit Spraywänden<br />

waren nur zwei vonvielenVorschlägen.<br />

Generellsolltensich Verantaltungenmehrergänzen,auch<br />

„Verweilenohne Konsumzwang„<br />

sei wertvoll. Aktionendie Spaß<br />

und Freude bereiten,würdendie<br />

Menschen als guteErinnerung mit<br />

nach Hause nehmen. Thematisiert<br />

wurdeeine ausbaufähige Beschilderung<br />

in dergesamten Stadt mit<br />

Blick auf eine ausbaufähige Willkommenskultur<br />

–auch hier sollte<br />

demHoraff eine zentrale Rolle<br />

zukommen. Einigkeitherrschte<br />

darüber, dasseine Prioritätenliste<br />

mit kurz-, mittel-und langfristigen<br />

Aktionenund Zielen einbedeutendesInstrument<br />

sei,die Entwicklung<br />

voranzutreiben.<br />

Dieübergeordnete Botschaft der<br />

Klausurtagung: Stadtmarketing ist<br />

keine Eintagsfliege, sondern eine<br />

Daueraufgabe.<br />

Stadtmarketing Crailsheim e.V.<br />

Schweinemarktplatz 3<br />

74564 Crailsheim<br />

Jürgen Ulrich<br />

1.Vorsitzender<br />

Büro: +49 7951 3009391<br />

E-Mail: info@stm-cr.de<br />

www.stadtmarketingcrailsheim.de


18 Beruf &Karriere<br />

Februar <strong>2<strong>02</strong>4</strong> IJahrgang23INr. 254<br />

NEWSLINE<br />

Plus beim Nachwuchs<br />

Praktikumswochen in der Region<br />

REGION. Die Praktikumswochen Baden-Württemberg<br />

starten in Kürze in eine neue Rundeund Firmen aus Heilbronn-Franken<br />

haben rund um Ostern wieder die Möglichkeit,<br />

neue potenzielle Azubis kennenzulernen.An den<br />

Aktionstagen schnuppern Schülerinnen und Schüler ab<br />

der 8. Klasse jeden Taginein anderes regionales Unternehmen<br />

hinein. Die Praktikumswochen finden inden<br />

Osterferien und den beiden Schulwochen davor –also<br />

vom 11. März bis zum 5.April –statt. Die Teilnahme ist<br />

fürSchülerinnen, Schülerund Unternehmen kostenfrei.<br />

Ab sofort können sich interessierte Betriebe dafür anmelden<br />

über die Homepage der IHK Heilbronn-Franken.<br />

Dortfinden sich unter anderem auch Informationen zum<br />

Ablauf der Schnuppertage und ein Erklärvideo. Unternehmensvertreter,<br />

die weitere Fragen haben oder von<br />

den Erfahrungen anderer Unternehmen profitieren<br />

möchten, können die Unternehmenssprechstunden der<br />

IHK nutzen. Hier gibt es zusätzliche Informationen. Ein<br />

weiterer Teilnahmezeitraum der Praktikumswochen ist<br />

zudem in den Herbstferien und den beiden Schulwochen<br />

davor geplant.<br />

pm<br />

Azubi-Förderprogramm<br />

wird fortgesetzt<br />

REGION. Seit Januar wirddas Projekt „VerA“ mit nahtlosem<br />

Übergang unter dem neuen Namen „Verbesserung<br />

von Ausbildungserfolgen –VerA plus“ fortgeführt.<br />

Junge Menschen starkdurchdie Ausbildung zu bringen,<br />

das ist seit gut 15 Jahrendas Anliegen des Projektes.Seit<br />

Ende 2008hat das bundesweite Coachingprogrammdes<br />

Senior Experten Service (SES) mit Förderung durch das<br />

BMBF mehr als 22 000 jungen Menschen geholfen, sicher<br />

durch die Ausbildung zu kommen. Auch unter dem<br />

neuen Namen stellt „VerAplus“ jungen Menschen, denen<br />

die Ausbildung schwerfällt und die daher in gewissen<br />

Bereichen Unterstützung wünschen, ehrenamtliche<br />

Profis im Ruhestand zur Seite – immer nach dem<br />

1:1-Prinzip.Kooperationspartner sind die Industrie- und<br />

Handelskammern sowie die Handwerkskammern der<br />

jeweiligen Region. Weitere Informationen gibt esimInternet<br />

unter www.vera.ses-bonn.de.<br />

pm<br />

Im Aufwind: Der positive Trend bei denabgeschlossenenAusbildungsverträgen in<br />

IHK-Berufen hält an. Der Jahresbeginn lässt auf einegute Weiterentwicklung hoffen.<br />

Der Aufwärtstrend bei der<br />

Zahl der abgeschlossenen<br />

Ausbil-dungsverträge in<br />

IHK-Berufen in Baden-Württemberg<br />

hält an. Mit Stand 31. Dezember<br />

2<strong>02</strong>3 sind diese im Vergleich<br />

zum Vorjahresmonat gestiegen.<br />

Lag die Zahl der neu eingetragenen<br />

Ausbildungsverhältnisse im<br />

Dezember 2<strong>02</strong>2 bei 39250, so<br />

ist sie im Dezember 2<strong>02</strong>3 um 5,1<br />

Prozent auf 41259 neue Ausbildungsverträge<br />

angewachsen. „Die<br />

Zahlen zeigen, dass die Ausbildung<br />

wieder Aufwind bekommt.<br />

Rund 45 Prozent und somit der<br />

Großteil derAuszubildenden startet<br />

mit einem mittleren Schulabschluss<br />

in die Ausbildung. Aber<br />

auch für Abiturienten und Abiturientinnenist<br />

die Ausbildung eine<br />

attraktive Option. Sie machen fast<br />

ein Drittel aller Azubis aus“, sagt<br />

Susanne Herre, Hauptgeschäftsführerin<br />

der IHK RegionStuttgart,<br />

die für das Thema Ausbildung im<br />

Bundesland Baden-Württemberg<br />

federführend ist.<br />

Und das ist wenig verwunderlich:<br />

„Denn mit einer beruflichen Ausbildung<br />

stehen alle Türen offen.<br />

So kann man nach der Ausbildung<br />

eine berufsbegleitende Weiterbildung<br />

machen oder gegebenenfalls<br />

studieren. Fakt ist jedenfalls:<br />

Nicht nur Akademiker und Akademikerinnenverdienen<br />

gut, sondern<br />

auch beruflich ausgebildete<br />

Fachkräfte.Eine duale Ausbildung<br />

ist somit ein gutes Fundament, auf<br />

dem sich auf-bauen lässt“, betont<br />

Herre.<br />

Fortschritt: DieLehre hatsich stetig weiterentwickelt und wurde modernisiert. Zudem kamen in den<br />

vergangenen Jahren viele neue Berufe dazu.<br />

Foto: Gorodenkoff/adobe.stock.com<br />

Theorie und Praxisgehen<br />

Hand in Hand<br />

In derdualenAusbildung wirdim<br />

Team gelernt, das heißt manlernt<br />

gemeinsam mitanderenAuszubildendenund<br />

miterfahrenen Kollegen<br />

und Kolleginnen. Zudem sehen<br />

die Auszubildenden im Betrieb<br />

schnell, was sie gelernt haben<br />

und wie sie es in der Praxis<br />

umsetzen können. „Für viele junge<br />

Menschen ist das nach sehr<br />

viel theoretischem Stoff, der in<br />

der Schule gelehrt wird, wie ein<br />

,AHA-Effekt‘. Sie sehen, welche<br />

Wirkung ihr Lernen hat und wofür<br />

sie lernen,“ so Herre. Die Ausbildung,<br />

wie man sie vor 20Jahren<br />

kannte, die gibt es so nicht mehr.<br />

Inzwischen sind viele neue Berufe<br />

dazu gekommen oder modernisiertworden.<br />

Ausbildung bleibt<br />

zukunftsfähig<br />

Im vergangenen Jahr wurde zum<br />

Beispiel der Beruf „Gestalter/-in<br />

für immersive Medien“ neu ins<br />

Leben gerufen, der den Umgang<br />

mit digitalen Anwendungen, wie<br />

Augmented Reality,Virtual Reality,<br />

Mixed Reality sowie 360°-Anwendungen,<br />

vermittelt. „Ausbildung<br />

ist modern und bereitet junge<br />

Menschen auf eine fortschrittliche<br />

und zukunftsgerichtete Arbeitswelt<br />

vor“,ist Susanne Herre überzeugt.<br />

„Eine berufliche Ausbildung<br />

in seinen Lebensweg einzuplanen,<br />

ist eine gute Entscheidung.“<br />

Entscheidungshilfe durch<br />

persönliche Beratungsgespräche<br />

geben die IHK-Berater. Bei ihnen<br />

gibt es weitere Informationen und<br />

Ansprechpersonen rund um die<br />

Ausbildung, Berufsorientierung<br />

und Bewerbung.<br />

pm<br />

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Februar <strong>2<strong>02</strong>4</strong>IJahrgang23INr.254<br />

Beruf &Karriere 19<br />

Auftaktfür junge<br />

Tüftlerteams<br />

ImJanuar fand dieKick-off-Veranstaltung des Erfinderwettbewerbs<br />

„Kreative Köpfe“inAssamstadt mit etwa200 Gästen statt. Schüler<br />

und Schülerinnenkönnen hierbeizusammenmit Vertreterinnen<br />

und Vertretern derUnternehmen ihreProjekte vonder Idee bis zum<br />

erstenPrototypen umsetzen. VONLINDA HENER<br />

AmAnfang war das Wort“, zitierte<br />

Dr. Anna-Katharina<br />

Wittenstein den ersten Satz<br />

der Schöpfungsgeschichte imGemeindehaus<br />

St. Kilian in Assamstadt<br />

beim Kick-off des Erfinderwettbewerbs<br />

„Kreative Köpfe“.<br />

„Und wer sich mit dem griechischen<br />

Originaltextbeschäftigt, der<br />

weiß, dass dort der Begriff ,Logos‘<br />

erwähnt wird,was mehr als ,Wort‘<br />

bedeutet.“ Bei Logos gehe es um<br />

die Rede, den Sinn dahinter, den<br />

Verstand.<br />

„Ganz imSinne dieser schöpferischen<br />

Kraft des Verstandes, der<br />

Kreativität, treffen wir uns zur<br />

Auftaktveranstaltung der Kreativen<br />

Köpfe“, begrüßte sie imNamen<br />

der Stiftung „Junge Kreative<br />

Köpfe“ die Anwesenden zur Wettbewerbsrunde<br />

<strong>2<strong>02</strong>4</strong> der Region<br />

Bad Mergentheim.„Liebe Schülerinnen<br />

und Schüler, ihr habt die<br />

Chance, euer aufregendes Abenteuer<br />

der Kreativität zu starten.“<br />

Zusammen mit den Vertreterinnenund<br />

Vertretern der Unternehmen<br />

ginge eserneut los, die Projektideen<br />

mit Unterstützung der<br />

Expertinnen und Experten bis<br />

zum ersten Prototypen umzusetzen.<br />

Dabei würden Erfindergeist,<br />

Teamwork, Hartnäckigkeit, Problemlösungsfähigkeit<br />

und Begeisterung<br />

gefordert. Bis Mitte April<br />

haben die Jugendteams Zeit, ihre<br />

Ideen auszuarbeiten, dann werden<br />

die Ergebnisse einer Jury<br />

um den Vorsitzenden Dr. Norbert<br />

Schön präsentiert, der dieProjekte<br />

dem Publikum näher vorstellte.<br />

Die Preisverleihung findet am<br />

7. Mai statt.<br />

Früh die Begeisterung für<br />

MINT-Themen wecken<br />

Förderer: Die Sparkasse Tauberfranken ist Partner desErfinderwettbewerbs<br />

und richtete die Veranstaltung in Assamstadtaus.Vorstandsvorsitzender<br />

Peter Vogelbegrüßte dieAnwesenden.<br />

„Klasse, wenn ihr auf solche Ideen<br />

kommt“, war Landrat Christoph<br />

Schauder angetan von dem<br />

Einfallsreichtum der Jugendlichen.Erermutigte<br />

die Teilnehmerinnen<br />

und Teilnehmer, auch bei<br />

Schwierigkeiten „am Ball zu bleiben“.Schauderführte<br />

weiter aus,<br />

dass das Taubertal mit seiner Vielfalt<br />

an Unternehmen und Weltmarktführern<br />

viel zubieten habe,<br />

doch er halte Wettbewerbe wie<br />

„Kreative Köpfe“ oder den Verein<br />

„MINT-Region Main-Tauber<br />

e.V.“ dennoch für sehr wichtig,<br />

um dem herausfordernden demografischen<br />

Wandel zubegegnen.<br />

„Ich bin viel mit regionalen Unternehmen<br />

in Gespräch und viele<br />

Ausbilder berichten mirvon einer<br />

schwierigen Situation. Deshalb<br />

müssen wir schon früh ansetzen,<br />

um die Begeisterung für<br />

MINT-Themen zu wecken.“<br />

Praktische Ideen von<br />

kreativen Denkern<br />

Die Projektideen des „Kreative<br />

Köpfe“-Wettbewerbs sind: Anschnallhilfe<br />

für Senioren (Jannika<br />

Kuhn), Multifunktionswerkbank<br />

(LukasEhle, Johann Stuka),<br />

Unumstoßbare Tasse (Sebastian<br />

Dotzel, Maxim Saidl, TheoHirschle),<br />

Cafeteria geht online (Pauline<br />

Wirthwein, Stella Endres, Jonas<br />

Dümmler), Duschmessgerät<br />

(Lia Martin,Leo Honold),Bodendüse<br />

mit Kamera und Beleuchtung<br />

für Staubsauger (Lucas Mitrea),<br />

Magischer Trichter ohne<br />

Rückstau (Lena Knebel), Praktisch<br />

verstellbarer Einkaufskorb<br />

Aufstellung: Beider Auftaktveranstaltung des Wettbewerbs trafen Schülerinnen und Schüler,Organisatoren<br />

und Betreuerteams wieUnternehmensvertreter erstmals aufeinander.<br />

Fotos: Linda Hener<br />

(Sarah Wiedmaier, Mara Grünewald,<br />

Ronja Götz), Perfekter Pizzaschneider<br />

(Jonas Hamm, EduardoKleine<br />

Chahin, Markus Fries,<br />

Leon Müller), Elektrischer Fahrradständer(Robin<br />

Schnabl),Blumenhalterung<br />

für Innen (Maja<br />

Möhler, Hanna Spieler), Beheizte-/Thermobrotdose<br />

(Maja Karner,<br />

Zoé Puxler, Melina Kromm),<br />

Gedämpfter Rollator (Laurentia<br />

Lorenz, Malia Model, Anika<br />

Müller), Feuerwehr-schnell-anzieh-Garderobe<br />

(Laurens Langheinrich),<br />

Sackkarre (Leon Stattelmann,<br />

Mio Hübner), App für<br />

Spenden und Soziales inder Region<br />

(Annemarie Bomsdorf, Leonie<br />

Hehn), Kaugummi-Entferner<br />

(Alexia Nanu, Fiona Keck), Automatischer<br />

Tischkicker-Torzähler<br />

(David Traub).<br />

Unterstützung aus<br />

Wirtschaft und Lehre<br />

Die beteiligten und betreuenden<br />

Unternehmen sind: Bartec, CeraCon,<br />

Data Modul, Duale Hochschule<br />

Campus Bad Mergentheim,<br />

ecom instruments, Hieber<br />

Installationen und Handel,<br />

m2m systems, Palux, Roto Frank<br />

Dachsystem-Technologie, Sparkasse<br />

Tauberfranken, Systemair,<br />

Wittenstein SE, Würth Industrie<br />

Service, WürthIT. DieseSchulen<br />

sind mit Projektideen vertreten:<br />

Deutschorden-Gymnasium<br />

Bad Mergentheim, Kopernikus<br />

Realschule Bad Mergentheim,<br />

Kaufmännische Schule Bad Mergentheim<br />

mit WG, Gymnasium<br />

Weikersheim, St. Bernhard Bad<br />

Mergentheim.<br />

www.kreativekoepfe.info<br />

DieSozialtherapeutischenGemeinschaftenWeckelweiler sind<br />

einSozialunternehmender anthroposophischorientierten<br />

Behindertenhilfemit Standortenrund um Kirchberg/Jagst.<br />

Wirfördern dieEntwicklung vonMenschen mit Assistenzbedarf<br />

in unterschiedlichenWerkstätten undWohnformen.<br />

Wirbildenaus:<br />

Fachwerker:in|Fachpraktiker:in<br />

nach demArbeitsförderungsgesetz(SGBIII)mit reduziertem<br />

Theorieanteil,verschiedene Berufszweige, mit derAusbildung<br />

wirdein demHauptschulabschluss gleichwertiger Abschluss<br />

erworben<br />

Heilerziehungspfleger:in<br />

staatlich anerkannt, 3-jährige praxisintegrierteAusbildung<br />

(triale Ausbildung ausTheorie,Praxis und Kunst),Vergütung<br />

(angelehnt anTVöD)<br />

Außerdem möglich:<br />

FSJoderPraktikum<br />

www.weckelweiler.de/jobs<br />

Ausbildung bei bosch Tiernahrung<br />

Bei unswirst Du gefördert, darfst<br />

eigenverantwortlichund im Team arbeiten<br />

und genießt ein familiäres Arbeitsklima.<br />

industriekaufmann (m/w/d)<br />

mediengestalter (m/w/d)<br />

maschinen- & anlagenfuhrer (m/w/d)<br />

industriemechaniker (m/w/d)<br />

fachlagerist (m/w/d)<br />

bachelor of arts -bwl (m/w/d)<br />

Bewirb Dich jetzt!<br />

bosch-tiernahrung.de/ausbildungsstellen<br />

bosch TiernahrungGmbH &Co. KG<br />

Engelhardshauser Str. 55+57 /74572Blaufelden-Wiesenbach<br />

Wir machen mit!<br />

PERSPEKTIVE<br />

für kreative Köpfe, Macher und Teamplayer<br />

„Mitarbeiter werden gefordert und gefördert. Jeder<br />

kann bei uns seine Ideen einbringen und eine<br />

kontinuierliche Verbesserung in den einzelnen<br />

Bereichen vorantreiben. Stillstand oder Stagnation<br />

gibt es bei uns nicht. Das zeichnet uns als attraktiven<br />

Arbeitgeber aus.“<br />

Timo Bock, Leiter Montage Betriebseinrichtungen,<br />

Prozesse und Qualität<br />

„Mich begeistert sehr, wie Abwechslungsreich das<br />

Berufsfeld ist. So konnte ich bei meiner Ausbildung<br />

meine Stärken finden, weiterentwickeln und<br />

diese in den verschiedenen Abteilungen einsetzen.<br />

Ich kann die Ausbildung bei bott sehr empfehlen.“<br />

Gizem Gürbeden,<br />

Personalsachbearbeiterin, Schwerpunkt<br />

Personalentwicklung &Recruiting<br />

Möchten Sie auch Ideengeber und Macher<br />

unseres Teams werden?<br />

Dann bewerben Sie sich bei uns.


20 Firmen & Märkte<br />

Februar <strong>2<strong>02</strong>4</strong> I Jahrgang 23 I Nr. 254<br />

ADVERTORIAL<br />

Neuregelungen rund um Krankschreibung<br />

und Kinderkrankengeld<br />

Leistungen der Arbeitgeberverbände<br />

Heilbronn-Franken<br />

Die Mitgliedsunternehmen haben einen starken Partner<br />

an ihrer Seite. Juristen, Ingenieure und Bildungsexperten<br />

beraten und unterstützen sie bei ihrer täglichen Arbeit,<br />

angefangen bei Fragen zum Arbeits- und Sozialrecht über<br />

organisatorische Aspekte bis hin zur Fachkräftesicherung.<br />

Vier Juristinnen und Juristen beraten die Region<br />

in einem Netzwerk von baden-württembergweit<br />

mehr als 90 Kolleginnen und Kollegen<br />

im Arbeits- und Sozialrecht. Dies betrifft alle<br />

Bereiche des Individualarbeitsrechts, von der<br />

Arbeitsvertragserstellung bis hin zum Zeugnis. Weiterer zentraler<br />

Punkt ist die Beratung bei der betrieblichen Mitbestimmung<br />

sowie juristische Begleitung von Verhandlungen mit Betriebsräten<br />

und Gewerkschaften. Daneben vertritt der Verband Mitgliedsunternehmen<br />

in allen Instanzen der Arbeits- und Sozialgerichte.<br />

Seminare, Leitfäden und Legal-Tech-Angebote zu arbeits- und<br />

sozialrechtlichen Fragestellungen runden das Leistungsangebot ab.<br />

Die Mitgliedsunternehmen können dabei auf eine jahrzehntelange<br />

Erfahrung vertrauen.<br />

Krankschreibung per Telefon<br />

nun dauerhaft möglich<br />

Ute Schwander –<br />

Rechtsanwältin<br />

(Syndikusrechtsanwältin);<br />

Fachanwältin für<br />

Arbeitsrecht<br />

Foto: Südwestmetall<br />

Seit August 2<strong>02</strong>2 konnten Patientinnen<br />

und Patienten, die an leichten<br />

Atemwegserkrankungen litten,<br />

wegen des Verdachts auf Covid<br />

telefonisch bis zu sieben Kalendertage<br />

krankgeschrieben werden.<br />

Diese Möglichkeit war befristet. Seit<br />

dem 07.12.2<strong>02</strong>3 ist diese Möglichkeit<br />

nun dauerhaft zulässig.<br />

Allerdings gelten hierfür folgende<br />

Voraussetzungen:<br />

• Eine Feststellung der Arbeitsunfähigkeit<br />

im Rahmen einer Videosprechstunde<br />

ist nicht möglich<br />

(z. B. mangels eines entsprechenden<br />

Angebots seitens der Vertragsärztin/des<br />

Vertragsarztes).<br />

• Telefonische Anamnese<br />

• Erkrankung weist keine schwere<br />

Symptomatik auf (Erkrankung mit<br />

voraussichtlich kurzer Dauer und<br />

regelmäßig mildem Verlauf)<br />

• Die Personen müssen der Vertragsärztin<br />

oder dem Vertragsarzt<br />

oder einer anderen Vertragsärztin<br />

oder einem anderen<br />

Vertragsarzt derselben Berufsausübungsgemeinschaft<br />

aufgrund<br />

früherer Behandlung unmittelbar<br />

persönlich bekannt sein.<br />

• Eine Folgebescheinigung ist<br />

nicht möglich (Ausnahme:<br />

Die Arbeitsunfähigkeit wurde<br />

bereits zuvor aufgrund unmittelbarer<br />

persönlicher Untersuchung<br />

wegen derselben Erkrankung<br />

festgestellt.).<br />

• Bis zu fünf Kalendertage<br />

Telemedizin: Krankschreibung per Videosprechstunde<br />

Zu beachten ist, dass die dauerhafte<br />

Möglichkeit der telefonischen<br />

Arbeitsunfähigkeit engen Grenzen<br />

unterliegt. Die unmittelbar persönliche<br />

Untersuchung bleibt weiterhin<br />

Standard für die Feststellung der<br />

Arbeitsunfähigkeit.<br />

(Quelle: Rundschreiben 219/2<strong>02</strong>3,<br />

Verband der Metall- und Elektroindustrie<br />

Baden-Württemberg e. V.)<br />

Die Möglichkeit zur telefonischen<br />

Krankschreibung können ab dem<br />

18.12.2<strong>02</strong>3 auch Eltern wahrnehmen,<br />

die eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung<br />

benötigen, weil ihr<br />

Kind krank ist und sie es betreuen<br />

müssen. Auch dies ist ausschließlich<br />

für Patientinnen und<br />

Patienten möglich, die in der jeweiligen<br />

Arztpraxis bereits bekannt<br />

sind.<br />

Quelle: https://www.haufe.de/personal/<br />

hr-management/krankschreibung-per-telefonund-digitale-atteste_80_559588.html<br />

Der Verbandsingenieur unterstützt in einem<br />

Netzwerk von baden-württembergweit insgesamt<br />

19 Ingenieurinnen und Ingenieuren<br />

zum Beispiel bei der Arbeitszeit- und Entgeltgestaltung<br />

oder der Optimierung von<br />

Arbeitsbedingungen. Auch die Themen Prozessoptimierung,<br />

Produktivitätsmanagement sowie Arbeitssicherheit und Betriebliches<br />

Gesundheitsmanagement sind im Dienstleistungskatalog<br />

enthalten. Ziel ist der Erhalt der internationalen Wettbewerbsfähigkeit.<br />

Auch hinsichtlich einer Videosprechstunde<br />

besteht nunmehr<br />

grundsätzlich die Möglichkeit,<br />

Versicherte telemedizinisch krank<br />

zu schreiben. Möglich sind hier zunächst<br />

nur Erstkrankschreibungen.<br />

In der virtuellen Praxis persönlich<br />

bekannte Versicherte können sich<br />

danach bis zu sieben Kalendertage<br />

krankschreiben lassen, dem<br />

attestierenden Arzt unbekannte<br />

Versicherte bis zu drei Kalendertage.<br />

Voraussetzung in beiden Fällen<br />

ist, dass es sich um eine Diagnose<br />

handelt, die für die Telemedizin<br />

geeignet ist, konkret dürfen also<br />

keine körperlichen Untersuchungen<br />

notwendig sein.<br />

Übliche Diagnosen sind Erkältungen,<br />

Magen-Darm-Probleme, aber<br />

auch Depressionen.<br />

Diese Variante der Krankschreibung<br />

scheint sehr zuverlässig und enthält<br />

viel Potential sowohl für Unternehmen<br />

als auch für die Arbeitnehmende.<br />

Da der BGH die<br />

Möglichkeit der Werbung für<br />

Telemedizin sehr eng gefasst hat,<br />

ist die Nutzung allerdings aktuell<br />

noch verschwindend gering, sodass<br />

die telemedizinische Krankschreibung<br />

in der Praxis kaum von<br />

Bedeutung ist.<br />

https://www.haufe.de/personal/hr-manage-<br />

ment/krankschreibung-per-telefon-und-<br />

digitale-atteste_80_559588.html<br />

Arbeitsmarkt, Arbeitsverwaltung und Fachkräftemanagement<br />

sind wichtige Tätigkeitsfelder der<br />

Arbeitgeberverbände. Dafür setzen sie sich in der<br />

Politik und in der Selbstverwaltung der Agentur<br />

für Arbeit ein.<br />

Als Partner der Bildungspolitik setzen sich die<br />

Arbeitgeberverbände für ein leistungsfähiges<br />

Bildungssystem ein. Spezielle Arbeitskreise beschäftigen<br />

sich mit Fragen der Berufsausbildung<br />

und der Hochschulpolitik und entwickeln Konzepte<br />

entlang der Bildungsbiografie – angefangen in Kindergärten<br />

und Schulen, über Berufsausbildung und Hochschulen bis hin zum<br />

Beruf, zum Beispiel im MINT-Bereich.<br />

Die Arbeitgeberverbände Heilbronn-Franken<br />

geben ihren Mitgliedsunternehmen eine Stimme<br />

und setzen sich für deren Interessen in Politik<br />

und Gesellschaft ein.<br />

Die den Arbeitgeberverbänden beigetretenen<br />

Unternehmen haben Zugang zu einem Mitgliederbereich.<br />

Neben aktuellen Informationen<br />

zu Themen der Verbandsfachbereiche (Arbeitsund<br />

Sozialrecht, Arbeitsmarktpolitik, Bildung<br />

und Kommunikation) können sie an exklusiven Arbeitskreisen<br />

und Veranstaltungen teilnehmen. Die Rundschreiben können von<br />

mehreren Mitarbeitern in den Mitgliedsunternehmen abonniert<br />

werden.<br />

AU-Bescheinigung.<br />

Für das Kinderkrankengeld wurden mit Wirkung zum<br />

01.01.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> ebenfalls neue Regelungen eingeführt.<br />

Foto: shutterstock/Ralf Liebhold<br />

Südwestmetall / Unternehmensverband Südwest e. V.<br />

Heilbronn / Region Franken<br />

Ferdinand-Braun-Straße 18<br />

74074 Heilbronn<br />

Telefon 07131/9449-19<br />

ernstberger@suedwestmetall.de<br />

https://heilbronn.suedwestmetall.de<br />

Twitter: J_Ernstberger<br />

LinkedIn ® : Bezirksgruppe Heilbronn-Franken<br />

https://www.linkedin.com/company/bezirksgruppeheilbronn-region-franken<br />

Anspruch auf Freistellung und<br />

Kinderkrankengeld<br />

Berufstätige Eltern haben einen<br />

Anspruch auf Freistellung von der<br />

Arbeit, sofern ihr Kind krank ist und<br />

betreut werden muss. Zusätzlich<br />

besteht für gesetzlich versicherte<br />

Elternteile ein zeitlich befristeter<br />

Anspruch auf Kinderkrankgengeld,<br />

wenn ihnen ihr Einkommen aufgrund<br />

der Betreuung des kranken<br />

Kindes ausfällt und sie die weiteren<br />

gesetzlichen Anspruchsvoraussetzungen<br />

erfüllen.<br />

Dauer des Anspruchs auf<br />

Kinderkrankengeld<br />

Jeder Elternteil hatte bisher regulär<br />

je Kalenderjahr für jedes Kind<br />

für längstens 10 Arbeitstage einen<br />

Anspruch auf Kinderkrankengeld.<br />

Bei Alleinerziehenden beträgt<br />

der Anspruch 20 Arbeitstage je<br />

Kind. Insgesamt war der Anspruch<br />

je Elternteil auf längstens 25<br />

Arbeitstage Kinderkrankengeld pro<br />

Kalenderjahr begrenzt (Alleinerziehende:<br />

50 Arbeitstage).<br />

Erhöhung der Anspruchstage<br />

auf Kinderkrankengeld<br />

Mit Wirkung zum 01.01.<strong>2<strong>02</strong>4</strong><br />

wurden Änderungen zum Kinderkrankengeld<br />

eingeführt. Hierbei<br />

wurden die Anspruchstage auf<br />

Kinderkrankengeld bei häuslicher<br />

Betreuung für die Kalenderjahre<br />

<strong>2<strong>02</strong>4</strong> und 2<strong>02</strong>5 erhöht.<br />

Danach können Elternteile in<br />

den Jahren <strong>2<strong>02</strong>4</strong> und 2<strong>02</strong>5<br />

statt wie bisher 10 Arbeitstage<br />

nunmehr 15 Arbeitstage pro Kind<br />

Kinderkrankgengeld beziehen. Bei<br />

Alleinerziehenden erhöht sich der<br />

Anspruch auf 30 Arbeitstage von<br />

bisher 20 Arbeitstagen.<br />

Damit steigt die Gesamtzahl der<br />

Anspruchstage in den beiden<br />

Jahren von 25 auf 35 Arbeitstage<br />

im Jahr, für Alleinerziehende von<br />

50 auf 70 Arbeitstage<br />

Quelle: https://www.haufe.de/sozialwesen/<br />

leistungen-sozialversicherung/neue-regelungzum-kinderkrankengeld_242_607064.html


Februar <strong>2<strong>02</strong>4</strong>IJahrgang23INr.254<br />

Wirtschaftsförderung 21<br />

Starthilfedurchdie Co-Pilotin<br />

Deutschlands Wirtschaft sucht händeringendnach Fachkräften. Um hierbei dieChancenfür Frauen mit Migrationshintergrund zu<br />

erhöhen, bietet die KontaktstelleFrau und Beruf ein spezielles Mentorinnen-Programm an. VONANTONIO DEMITRI<br />

Die Kontaktstelle für die RegionHeilbronn-Franken<br />

ist<br />

eine von insgesamt neun<br />

in Baden-Württemberg, die vom<br />

Wirtschaftsministerium in Stuttgart<br />

gefördert werden. Das zertifzierte<br />

Mentorinnen-Programm<br />

wurde erstmals 2017 angeboten.<br />

Berufstätige Frauen engagieren<br />

sich dabei ehrenamtlich, um<br />

ausländischen Frauen mit Berufsabschluss<br />

–sogenanntenMentees<br />

–den Einstieg in den deutschen<br />

Arbeitsmarkt zu erleichtern. Dabei<br />

geht esummehr als nur darum,<br />

weibliche Fachkräfte für die<br />

Wirtschaft zu erschließen. „Wir<br />

helfen bei derIntegration undder<br />

gleichberechtigten Teilhabe von<br />

Frauen am Erwerbsleben“, bringt<br />

es SimoneRieß, Leiterinder Kontaktstelle<br />

Heilbronn-Franken, auf<br />

den Punkt.<br />

Mentorinnen undMentees<br />

alsTandem<br />

Zentrale Aufgabe der Kontaktstelle<br />

ist es, Mentorinnen und Mentees<br />

zu „Tandems“ zusammenzubringen.<br />

Rund neun Monate lang<br />

kümmert sich dann die jeweilige<br />

Mentorin um ihre Menteeund unterstütztsie<br />

beiallenFragenrund<br />

um die berufliche Planung. So wie<br />

Ute Wichmann: Sie war Frau der<br />

ersten Stunde, als das Programm<br />

an den Start ging. „Ich war sofort<br />

Feuer und Flamme“, erinnert sie<br />

sich. Sie arbeitet als Geschäftsprozessmanagerin<br />

bei einer Discounter-Marke<br />

und hatte bereits<br />

erste Erfahrungen als Mentorin<br />

gesammelt. „Entscheidend<br />

ist das Matching“, verrät Wichmann.<br />

Denn Mentorin und Mentee<br />

müssen zusammenpassen,um<br />

in den gemeinsamen Sitzungen –<br />

im Schnitt alle 14Tage –erfolgreich<br />

voranzukommen.<br />

Kulturelle Unterschiede –<br />

eingroßesThema<br />

Nach einem ersten Kennenlernen<br />

werden die wichtigsten Ziele der<br />

Mentee schriftlich fixiert.Beispiele:<br />

Bewerbungsunterlagen optimieren,<br />

persönliche Stärken und<br />

Schwächen identifizieren oder<br />

Orientierungshilfe auf dem regionalen<br />

Arbeitsmarkt geben. Wichmann:<br />

„Ein großes Thema sind<br />

auch die kulturellen Unterschiede.“<br />

Die Mentees kommen aus<br />

den unterschiedlichsten Ländern:<br />

Rumänien, Syrien, Polen und die<br />

Ukraine führen die Liste an, aber<br />

auch aus Kanada, Spanien, dem<br />

Libanon oder Russland stammen<br />

die Frauen. „Viele von ihnen kommen<br />

mit hochqualifizierten Studien-<br />

oder Berufsabschlüssen zu<br />

uns.“ Vor allem Frauen, die von<br />

außerhalb Europas einwandern,<br />

tun sich inDeutschland jedoch<br />

Mentorin: FürUte Wichmann<br />

ist das Ehrenamt eine Herzensangelegenheit.<br />

Foto: privat<br />

„Die Mentee<br />

führt, sie ist die<br />

Pilotin. Die<br />

Mentorinist<br />

immer nur die<br />

Co-Pilotin, die<br />

begleitet und<br />

empfiehlt.“<br />

Ambitioniert: Simone Rieß,<br />

Leiterin der regionalen<br />

Kontaktstelle<br />

Nicole Hafner<br />

oft erst einmal mitihrer Rolle am<br />

Arbeitsplatz schwer. „Da geht es<br />

dann um Fragen wie den Umgang<br />

mit Vorgesetzten oder mit Kritik,<br />

bis hin zur Entwicklung des richtigen<br />

Selbstbewusstseins für einen<br />

neuenJob“,sodie Mentorin.<br />

Was, wenn ein Abschluss<br />

nicht anerkanntwird?<br />

Manchmal gilt es auch einfach,<br />

Frust herauszunehmen: Oft kommen<br />

Frauen nach Deutschland,<br />

um dann enttäuscht festzustellen:<br />

IhrAbschlusswird hiernicht<br />

anerkannt. Umso wichtiger sei<br />

es in solchen Fällen, die persönlichen<br />

Kompetenzen und Kenntnisse<br />

der Mentee herauszuarbeiten,<br />

um nach möglichen Alternativen<br />

im Berufsleben zusuchen.<br />

Klar ist für Ute Wichmann dabei<br />

eins: Sie ist keine Coachin. Nicht<br />

nur, weil sie ihre Tätigkeit ehrenamtlich<br />

ausübt. „Wir Mentorinnen<br />

begleiten und empfehlen lediglich.“<br />

Handlungsanweisungen<br />

oder konkrete Aufgaben an die<br />

Mentees gebe es nicht. „Die Mentee<br />

führt, sie ist die Pilotin. Ichbin<br />

die Co-Pilotin.“ Letzten Endes, so<br />

Wichmann, stehe und falle das<br />

Programm mit dem eigenen Zutun<br />

der einzelnen Teilnehmerin.<br />

„Wir sind auch keine Arbeitsvermittlung“,<br />

ergänzt Rieß von der<br />

Kontaktstelle und betont: „Wer als<br />

Mentee bei unserem Programm<br />

mitmacht, muss sich selbst um<br />

eine Stelle bemühen.“ Doch die<br />

Bilanz könne sich sehen lassen,<br />

Mentoring: Woraufesankommt<br />

findet sie: Allein im vergangenen<br />

Jahr hätten sieben vonzehn Mentees<br />

eine Arbeit, Ausbildung oder<br />

Weiterbildung gefunden. In diesem<br />

Jahr gehen bereits 17 Tandems<br />

an den Start –bisheriger<br />

Rekord.<br />

JedesJahr neue<br />

Interessentinnen gesucht<br />

Das aktuelle Mentorinnen-Programm<br />

startet imMärz. Es wird<br />

jährlich aufgelegt und läuft in der<br />

Regel über die Zeit vonneun Monaten.<br />

Informationen für potenzielle<br />

Mentorinnen und Mentees<br />

gibt es auf der Webseite.<br />

www.frauundberuf-hnf.com<br />

►Eine erfahrene Person gibt als Mentor oder Mentorin Knowhow<br />

und Kompetenzen an den oder die Mentee weiter.<br />

►Zentraler Punkt ist dabei das Matching: Mentor und Mentee<br />

müssen als Team funktionieren.<br />

►Mentoring findet immer aufAugenhöhe statt –keine Weisungen,<br />

keine Hierarchien.<br />

►Absolute Priorität hat die Vertraulichkeit: Gespräche finden im<br />

geschütztenRaum statt.<br />

►Die Gespräche dienen dazu, die speziellen Fähigkeiten des oder<br />

der Mentee zu entdecken<br />

►Ziele werden gesetzt, aber siekönnen im Laufe des Mentoring<br />

angepasst werden.<br />

►Mentoring kann und darf nur Impulse geben; aktiv werden<br />

muss der oder die Mentee selbst.<br />

Jungunternehmengesucht<br />

Baden-Württembergs höchstdotierterWirtschaftspreis geht in dienächsteRunde.<br />

Trophäe:Der Lea-Mittelstandspreis zeichnetbesonderes Engagement<br />

für den gesellschaftlichen Zusammenhalt aus. Foto: Uta Rometsch<br />

Es geht um sozialen<br />

Zusammenhalt<br />

Lea-Mittelstandspreis sucht Unternehmen mit<br />

besonderem gesellschaftlichen Engagement.<br />

Wie stark setzen sich<br />

kleine und mittelständische<br />

Betriebe in Baden-Württemberg<br />

für den Zusammenhalt<br />

der Gesellschaft<br />

ein? Diese Frage steht im Mittelpunkt<br />

von „Lea“. Hinter<br />

dem Kürzel verbergen sich<br />

die Begriffe Leistung, Engagement<br />

und Anerkennung –die<br />

drei Kernpunkte beim Mittelstandspreis<br />

für soziale Verantwortung.<br />

Der Preis wird jährlich<br />

vom Landeswirtschaftsministerium,<br />

der Caritas und der<br />

Diakonie ausgeschrieben und<br />

richtet sich an Firmen mit bis<br />

zu 500 Beschäftigten mit Sitz<br />

in Baden-Württemberg. Gerade<br />

der Mittelstand zeigt laut Organisatoren<br />

eine „durchgängige<br />

Bereitschaft, Verantwortung zu<br />

übernehmen“ und die sozialökologische<br />

Transformation zu<br />

gestalten. Bewerben kann sich<br />

jedes Unternehmen, das sich<br />

gemeinsam mit sozialen Einrichtungen,<br />

Schulen, Umweltinitiativen<br />

oder Vereinen gesellschaftlich<br />

engagiert. Dotiert ist<br />

der Preis nicht. Dafür winkt die<br />

Lea-Trophäe, die auch als Aushängeschild<br />

für die Attraktivität<br />

eines Unternehmens gilt. Vielleicht<br />

ein Grund dafür, dass es<br />

sich nach eigenen Angaben um<br />

den bundesweit teilnehmerstärksten<br />

Wettbewerb zumThema<br />

soziale Verantwortung von<br />

Betrieben handelt. Die Bewerbungsfrist<br />

endet am 31. März.<br />

Die Preisverleihung ist am26.<br />

Juni im Stuttgarter Haus der<br />

Wirtschaft.<br />

adm<br />

www.lea-mittelstandspreis.de<br />

Grenzenlos<br />

Zukunft<br />

gestalten.<br />

Zweiter Platz: Erhielt 2<strong>02</strong>2 ein Preisgeld von30.000 Euro:Nadine<br />

Walter-Bühlervon der Dorfkäserei in Bühlerzell.<br />

Foto: Wagenhan<br />

Ihre starkeBank in Hohenlohe.<br />

DasBeste seit 1843.<br />

Noch bis zum 26. Februar<br />

können sich Firmengründerinnen<br />

und -gründer<br />

für Baden-Württembergs<br />

höchstdotierten Wirtschaftspreis<br />

bewerben. Es winken Geldpreise<br />

in Höhe von 40 000, 30 000<br />

und 20 000 Euro. Gesucht werden<br />

junge Unternehmen, die den<br />

Sprung über die Start-up-Phase<br />

bereits geschafft und sich mit ihrer<br />

Geschäftsidee am Markt etabliert<br />

haben. Das können innovative<br />

Dienstleistungen ebenso<br />

sein wie Verfahren, die ökologischen<br />

Weitblick beweisen oder<br />

die Chancen der Digitalisierung<br />

herausragend umsetzen. Die Jury<br />

bewertet die Einreichungen nach<br />

Konzept und wirtschaftlichem Erfolg.<br />

Finale ist der 26. November:<br />

In Stuttgart werden die zehn<br />

besten Unternehmen im Neuen<br />

Schlossausgezeichnet. adm<br />

www.landespreis-bw.de<br />

vb-hohenlohe.de/thebaenk


22 Wirtschaftsförderung<br />

Februar <strong>2<strong>02</strong>4</strong> IJahrgang23INr. 254<br />

„Quatschen“ über Nachhaltigkeit<br />

Wie ist es um Nachhaltigkeit und Transformation in derregionalenWirtschaft bestellt? DieserFragegeht dasNetzwerk Transformotive<br />

Heilbronn-Frankenmit einer neuartigen Workshop-Reihe für UnternehmensentscheiderimMärz nach. VONANTONIO DEMITRI<br />

Pecha Kucha –solautet der<br />

Name des Formats, indessen<br />

Rahmen die Vorträge<br />

auf den Workshops gehalten werden.<br />

Organisiert werden sie vom<br />

Netzwerk Transformotive, einem<br />

Gemeinschaftsprojekt der Wirtschaftsregion<br />

Heilbronn Franken<br />

und der Wirtschaftsförderung<br />

Raum Heilbronn.Partner ist<br />

die regionale Kompetenzstelle für<br />

Ressourceneffizienz Keff+, die an<br />

die Wirtschaftsregion Heilbronn-<br />

Franken angeschlossen ist.<br />

Der Begriff Pecha Kucha ist japanisch<br />

und bedeutet soviel wie<br />

„dauernd quatschen“. Zugegeben,<br />

der Name ist etwas irreführend.<br />

Denn anders als bei endlosen<br />

und ermüdenden Powerpoint-Marathons<br />

sind die Vorträge<br />

hier kurz und knackig: Wer<br />

sich vor das Publikum stellt,kann<br />

maximal 20Folien präsentieren<br />

Die Termine im Überblick<br />

und hat pro Folie nur 20 Sekunden<br />

Zeit,umsein Thema attraktiv<br />

zu vermitteln. Jede Folie darf nur<br />

aus einem einzigen Bild bestehen.<br />

Aber da einBild bekanntlich<br />

mehrsagt als1000 Worte, gilt Pecha<br />

Kucha alsbesondersgeeignet,<br />

die Aufmerksamkeit der Zuhörerinnen<br />

und Zuhörer zu erregen.<br />

Obwohl das Präsentationsformat<br />

bereits vor rund 20 Jahren vonJapan<br />

aus seinen globalen Siegeszug<br />

angetreten hat, gilteshierzulande<br />

nocheher alsexotisch.<br />

UngewöhnlichesFormat,<br />

ungewöhnliche Locations<br />

„Pecha Kucha ist ideal, um in kurzer<br />

Zeit Impulse und Anregungen<br />

zu vermitteln“, erläutert Jasmin<br />

Lang vom Netzwerk Transformotive.Und<br />

diekönnensich Interessentinnenund<br />

Interessentenan<br />

Pro Landkreis bieten das Netzwerk Transformotive und die Kompetenzstelle<br />

für Ressourceneffizienz (Keff+) jeeinen Workshop-<br />

Termin an:<br />

6.3.: Landkreis Heilbronn,Atelier Fox, Neuenstadt<br />

13.3.: LandkreisSchwäbisch Hall, Location folgt<br />

20.3.: Hohenlohekreis,Kulturbahnhof Neuenstein<br />

21.3.: Main-Tauber-Kreis –Derr-Hof, Igersheim<br />

Co-Organisatorin: Sabine<br />

Worschech von der Kompetenzstelle<br />

für Ressourceneffizienz Keff+ hat<br />

die Workshops mitgeplant.<br />

Fotos: Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH<br />

Vorfreude: Jasmin Lang vom<br />

NetzwerkTransformotive<br />

Heilbronn-Franken istvon dem<br />

ungewöhnliche Präsentationsformat<br />

überzeugt.<br />

„Pecha Kucha ist<br />

ideal, um in kurzer<br />

Zeit Impulse<br />

und Anregungen<br />

zu vermitteln.“<br />

vier Tagen im März holen: Probetreutem<br />

Landkreis wird es einen<br />

Termin über zweieinhalb Stunden<br />

geben, bei dem sich Speaker und<br />

Gäste untereinander vernetzen<br />

können –„in loungiger und entspannter<br />

Atmosphäre“, wie Lang<br />

betont. Denn darauf legen die<br />

Veranstalter wert: Ein ungewöhnliches<br />

Format, so ihre Devise,<br />

braucht auch eine ungewöhnliche<br />

Location. Etwa das Atelier Fox<br />

in Neuenstadt, ein Coworking-<br />

Space mit eigenem Pool oder der<br />

Derr-HofinIgersheim mit eigener<br />

Brauerei, einem Hofladenund jeder<br />

Menge Kleinvieh. Nahezu 30<br />

Unternehmen aus der Region haben<br />

sich für die Workshop-Vorträge<br />

im März bereits angemeldet<br />

–das Spektrum istweit gefächert.<br />

So präsentiert zum Beispiel der<br />

Ellhofer Gebrauchtwagenhändler<br />

Schwarz Mobility das Thema<br />

betriebliche Mobilität, beim Vortrag<br />

von Aurora Kunststoffe aus<br />

Neuenstein geht es um Kunststoff-<br />

Recycling. Das IAO Fraunhofer-<br />

Institut informiert über Künstliche<br />

Intelligenz in der Nachhaltigkeit.<br />

Das Netzwerk Transformotive<br />

Heilbronn-Franken hat die<br />

Workshop-Reihe zusammen mit<br />

der regionalen Kompetenzstelle<br />

für Ressourceneffizienz Keff+ ins<br />

Leben gerufen und auf den Namen<br />

„T-K-K-G“ getauft – „Transformotive<br />

–Keff+ –Kompetent –<br />

Gemeinsam“.<br />

Beim Kürzel„TKKG“<br />

soll es klingeln<br />

Warum? „Bei dem Kürzel sollte<br />

es bei unserer Kernzielgruppe<br />

eigentlich sofort klingeln“,<br />

so Sabine Worschech von Keff+.<br />

Die Abenteuerbücher und Hörspiele<br />

der sogenannten TKKG-<br />

Bande hatten ihre Hochphase in<br />

den Achtzigerjahren. Worschech:<br />

„Also inder Kindheit der meisten<br />

heutigen Entscheider in den Unternehmen“.<br />

Angesprochen für<br />

die Pecha Kucha-Abende sind Interessenten<br />

aus den unterschiedlichsten<br />

Bereichen der Nachhaltigkeitswirtschaft<br />

in der Region:<br />

„Das können Inhaber und Geschäftsführer<br />

ebenso sein wie<br />

Marketingleiter, die Ideen für<br />

neue Produkte suchen, aber auch<br />

Controller oder Einkäufer“, erklärtJasmin<br />

Lang.<br />

Intensiver Austausch und<br />

Networking<br />

Je vielfältiger das Publikum desto<br />

besser,denn: Die Impulseaus den<br />

Pecha-Kucha-Vorträgen sollen im<br />

Anschluss Gelegenheit für intensiven<br />

Austausch und nachhaltiges<br />

Networking bieten. Lang: „Im<br />

Idealfall bilden die Teilnehmerinnen<br />

und Teilnehmer alle Facetten<br />

der Kreislaufwirtschaft in der Region<br />

ab.“ Die „TKKG“-Workshops<br />

an den einzelnen Standorten laufen<br />

vom 6.bis 21. März. Die Anmeldung<br />

ist ab sofort möglich<br />

über die unten angegebene Seite.<br />

https://eveeno.com/tkkg<br />

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Durch individuelle Beratung<br />

Kundenziele fördern<br />

Die Raiffeisenbank überzeugt mit ihren spezialisierten Kundenberatern<br />

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PetraDambach, langjährigeProkuristin undBeraterin,verabschiedetesichinden wohlverdienten Ruhestandund Markus<br />

Stolzenberger, Teilbankleiter Private-Banking.<br />

Die Raiffeisenbank Hohenloher<br />

LandeGunterstützt ihreKunden<br />

bei derFinanzierung ihrer Wünsche<br />

und Ziele,kennt siesich doch<br />

bestensmit den vielfältigenFörderprogrammen<br />

für Firmen- und<br />

Privatkunden aus. Mit Spezialberatern<br />

für Firmen, Gewerbetreibende<br />

oder agrarwirtschaftliche Kunden<br />

wird der Beratungsbedarfauf der<br />

geschäftlichen Seite abgedeckt und<br />

gleichzeitigdurcheinen besonderen<br />

Service,den die Bank bietet, ganzheitlich<br />

beraten.<br />

In gemeinsamenGesprächen mit<br />

den Firmenkunden- und Private-<br />

Banking-Betreuern, der sogenannten<br />

Tandem-Beratung, können in<br />

einem Termin relevante Themen<br />

der geschäftlichen wieauchder<br />

privaten Seite behandelt werden.<br />

RolandStreckfuß, Teilbankleiter<br />

der Firmenkundenbank, freut sich<br />

über dieses System, denn„Jeder<br />

Gesprächsteilnehmerhat den<br />

gleichen Informationsstandund<br />

derKunde erfährt eine Beratung in<br />

beiden Fachbereichenauf höchstem<br />

Niveau.“ So werden schnell<br />

»„DURCH DIE KON-<br />

TINUIERLICHE<br />

SPEZIALISIERUNG<br />

UNSERER BERATUNG<br />

MÖCHTEN WIR DEN<br />

KUNDEN MEHR<br />

BIETEN UND DAMIT<br />

BESSER SEINALS DER<br />

WETTBEWERB.“<br />

professionelle,nachhaltige und<br />

individuelle Lösungen gefunden.<br />

Größere Veränderung gabesganz<br />

aktuellimTeamdes Private-Bankings.<br />

Markus Stolzenberger übernahm<br />

zum Jahreswechsel dieTeilbankleitung<br />

des Private-Bankings<br />

und Petra Dambach, Prokuristin<br />

und Beraterin,verabschiedete sich<br />

gleichzeitignach über 36 Jahren im<br />

Bankwesen in den wohlverdienten<br />

Ruhestand. Frau Dambach übergab<br />

ihre Kunden vertrauensvoll in die<br />

Hände von Carina Württemberger,<br />

diebereits ihre Ausbildung in der<br />

Raiffeisenbank absolviert hatte.<br />

Frau Württemberger bringt jahrelange<br />

Erfahrung in der individuellen<br />

Kundenbetreuung mit undfreut<br />

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Februar <strong>2<strong>02</strong>4</strong>IJahrgang23INr.254<br />

Wirtschaftsförderung 23<br />

Für mehr Lebeninder Stadt<br />

Möbel Bohn bringt mit einem Trendhopper Pop-up-Store niederländisches Design in dieHoraffenstadt. Der temporäre Laden soll der<br />

lokalenEinzelhandelslandschaft in Crailsheim neue Impulsegeben.<br />

Leere Geschäfte in der Innenstadt<br />

–ein Anblick, der<br />

sichinvielenStädten der Region<br />

immer häufiger bietet. Die<br />

Ursachen für diese Entwicklung<br />

sind vielfältig und werfen wichtige<br />

Fragen auf. Allem voran: Welche<br />

Maßnahmen können ergriffen<br />

werden, um die Attraktivität<br />

der Innenstädte wieder zusteigern?Hier<br />

istdie StadtCrailsheim<br />

aktiv geworden: Im Rahmen des<br />

Projekts „Jagstbummel – Popup-Store<br />

&Outlets“ bietet sie lokalen<br />

Geschäften und Initiativen<br />

die Möglichkeit, etwas auszuprobieren<br />

und zugleichdie Crailsheimer<br />

Innenstadt zu beleben. Im Januar<br />

ist bereits daszweite Projekt<br />

im leerstehenden Geschäft in der<br />

Lange Straße 21 gestartet. Auf Initiative<br />

von Möbel Bohn hat hier<br />

der erste Trendhopper Pop-up-<br />

Storeeröffnet.<br />

„Nach der ,Galerie Jetzt!‘, die sehr<br />

gut lief, habenwir mit demTrendhopper-Store<br />

nun ein ganz anderes<br />

spannendes Angebot“, erklärt<br />

Kai Hinderberger, Ressortleiter<br />

Digitales &Kommunikation. „Es<br />

ist auch für uns als Stadtverwaltung<br />

spannend zu sehen, welche<br />

Konzepte inder Innenstadt funktionieren.“<br />

Der temporäre Laden<br />

bringt frischen Wind in die lokale<br />

Einzelhandelslandschaft und präsentiert<br />

ein modernes Möbelkonzept<br />

und Accessoires ausden Niederlanden.<br />

Trendhopper, eine renommierte<br />

niederländische Marke, steht<br />

für moderne, stylische Möbel und<br />

Wohnaccessoires. Mit einer Palette,<br />

die von eleganten Sofas bis<br />

hin zustilvollen Dekorationsartikeln<br />

reicht, bietet Trendhopper<br />

eine breite Auswahl für jeden Geschmack<br />

und jedes Budget.<br />

STADTENTWICKLUNG Der<br />

Pop-up-Store ist eine Ergänzung<br />

zum bestehenden Standort von<br />

Möbel Bohn in der Haller Straße<br />

192 und bietet Kunden eine<br />

zusätzliche Möglichkeit, Möbeltrends<br />

zuentdecken und sich inspirieren<br />

zu lassen. Dieses neue<br />

Format dient als zusätzliche Plattform,<br />

umdie neuesten Kollektionen<br />

von Trendhopper zu präsentieren<br />

und den Kunden ein neues,<br />

aufregendes Einkaufserlebnis<br />

zu bieten.<br />

Die 1982 gegründete niederländischeMöbelkette,<br />

die über Franchisenehmer<br />

20 Mal im Nachbarland<br />

existiert, expandiert<br />

seit 2<strong>02</strong>2 nach Deutschland.<br />

Team: Experimentelle Wege geht Möbel Bohnauchbei der Besetzung desLadens.Marketingleiterin Alisa<br />

Ohrt und Prokurist Silvio Rösner werden von ehemaligen Azubis undQuereinsteigern unterstützt. Foto: Möbel Bohn<br />

Das Konzept der Firmengründer:<br />

das Shop-in-Shop-Prinzip.In<br />

Deutschland sind es mittlerweile<br />

neun Geschäfte, dieauf holländischesDesign<br />

bauen, derAuftritt<br />

eines eigenständigen Trendhopper-Stores<br />

in Crailsheim ist dabei<br />

einzigartig.<br />

Als Familienunternehmen mit<br />

langer Tradition in Crailsheim<br />

ist Möbel Bohn stolz darauf, mit<br />

demPop-up-Store einenweiteren<br />

Schritt in Richtung innovativer<br />

Einzelhandelskonzepte zu gehen.<br />

„Im Pop-up-Store sieht es aus<br />

wie zuHause“, erklärt IT-Leiter<br />

und Projektleiter Daniel Schnurr.<br />

Sitzecke, Ess- und Lesezimmer<br />

und ein gemütliches Wohnzimmer<br />

sind im Ladengeschäft aufgebaut<br />

–als komplettes Ensemble<br />

aus Möbeln, Teppichen und Lampen<br />

bis hin zum Sofakissen und<br />

zumpassenden Bild an der Wand.<br />

Und: „Die Kunden können die<br />

Einrichtung mitgestalten“, verrätSchnurr.<br />

Dasist möglich dank<br />

einer Kreativ-Ecke mit 100 Stoffmustern<br />

und digitalem Touchpoint,<br />

an dem die passenden Bilder<br />

ausgewählt werden können.<br />

„Alles kann individuell zusammengestellt<br />

werden.“<br />

Eine weitere Besonderheit des Ladengeschäfts<br />

ist, dass es allein mit<br />

ehemaligen Auszubildenden und<br />

Quereinsteigern betrieben wird.<br />

Acht Beschäftigte gehören zum<br />

Kernteam um Marketingleiterin<br />

Alisa Ohrt und Geschäftsführer<br />

Silvio Rösner. „Jeweils zwei bis<br />

drei Mitarbeiter werden stets vor<br />

Ort präsent sein“, erläutert Alisa<br />

Ohrt.<br />

CHANCE Die Marketingleiterin,<br />

die hier außerdem als stellvertretende<br />

Projektleiterin fungiert,<br />

weiß zudem: „Das ist unsere erste<br />

Neueröffnung.“ Viel Herzblut und<br />

Leidenschaft seiindas Projekt geflossen.<br />

Die größte Herausforderung<br />

für das Team ist die begrenzte<br />

Fläche des Ladens. „Normalerweise<br />

werdensolche Konzepte auf<br />

800 Quadratmetern umgesetzt.<br />

Hier haben wir 135 Quadratmeter<br />

zur Verfügung“, sagt Daniel<br />

Schnurr. Das neue Format biete<br />

ein aufregendes Einkaufserlebnis,<br />

das aus der konventionell geprägten<br />

Möbelbranche heraussteche.<br />

Der Store soll bis zum Jahresende<br />

geöffnet bleiben. ina/pm<br />

www.moebel-bohn.de<br />

www.crailsheim.de<br />

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IHRE EFFIZIENZ- UND KLIMAPARTNER<br />

Erneute Novellierung der EEW-Förderung<br />

Antragspause für viele Förderprogramme mitdem 19.Januar <strong>2<strong>02</strong>4</strong> beendet<br />

Mit der Einigung im Haushaltsausschuss<br />

des Bundestagsist dieAntragstellung unter<br />

den Vorgaben der vorläufigen Haushaltsführung<br />

für viele Programme wieder möglich.<br />

Andreas Schneider<br />

Geschäftsführer<br />

Energieeffizienzberater<br />

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EEW-Anträge(Bundesförderungfür Energie- und<br />

Ressourceneffizienz in der Wirtschaft) sollen mit<br />

dem Inkrafttreten der novellierten Richtlinien ab<br />

dem 15. Februar <strong>2<strong>02</strong>4</strong> wieder gestellt werden<br />

können. Wichtige Investitionen in effizienz- und<br />

ressourcenschonende Anlagen und Maßnahmen<br />

werden somit wieder förderfähig.<br />

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Fax 07931/9687929<br />

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24 Firmen & Märkte<br />

Februar <strong>2<strong>02</strong>4</strong> I Jahrgang 23 I Nr. 254<br />

ADVERTORIAL<br />

Wer arbeitet schon gerne in einer<br />

Steuerkanzlei? – WIR!<br />

STERR & KOLLEGEN bietet attraktive Karrierechancen und vielseitiges Arbeitsumfeld<br />

Entgegen den landläufigen Vorurteilen<br />

gibt es in einer Steuerkanzlei<br />

ungeahnte und vielseitige<br />

Möglichkeiten, sich beruflich<br />

zu entwickeln. Bestes Beispiel<br />

dafür ist die Kanzlei Sterr &<br />

Kollegen aus Künzelsau. Warum<br />

das so ist, zeigt <strong>RegioBusiness</strong><br />

in den nächsten Ausgaben und<br />

gibt einen exklusiven Einblick<br />

in die vielfältigen Aufgaben<br />

und beruflichen Perspektiven,<br />

die die Kanzlei als attraktiver<br />

Arbeitgeber seit fast 40 Jahren<br />

bietet. Die Serie startet in<br />

dieser Ausgabe mit einem<br />

allgemeinen Überblick über die<br />

Aufgabenbereiche der Kanzlei.<br />

In den folgenden Ausgaben<br />

kommen Mitarbeiterinnen und<br />

Mitarbeiter zu Wort.<br />

Steuern – Wirtschaft – Recht,<br />

diese drei Worte bringen die<br />

Leistungen der Kanzlei auf den<br />

Punkt. Das Steuerrecht kennen und<br />

anwenden gehört zum Handwerkszeug<br />

und bildet die Basis für die<br />

Erstellung von Jahresabschlüssen<br />

und Steuererklärungen sowie<br />

die Bearbeitung von Finanz- und<br />

Lohnbuchhaltungen. Damit diese<br />

Aufträge nicht nur „abgearbeitet“<br />

werden, dafür sorgt die Verbindung<br />

von steuerlichen Themen<br />

mit betriebswirtschaftlichem und<br />

rechtlichem Know-how. So ist eine<br />

aktive Gestaltung und zielgerichtete<br />

Bearbeitung möglich. Ein<br />

weiterer Vorteil ist die Zusammensetzung<br />

des Teams, das neben<br />

Steuerberatern und klassischen<br />

Ausbildungsberufen auch aus<br />

Anwälten und Quereinsteigern mit<br />

betriebswirtschaftlicher Ausbildung<br />

besteht. So kann der breite Mandantenstamm<br />

unterschiedlichster<br />

Prägung individuell, umfassend<br />

und ganzheitlich beraten werden.<br />

Die Tätigkeiten sind somit abwechslungsreich<br />

und man arbeitet<br />

im Team Hand in Hand.<br />

Dies schätzt auch Sabine Philipp,<br />

die nach ihrer Ausbildung zur<br />

Steuerfachangestellten die Kanzlei<br />

verließ und in ein großes Industrieunternehmen<br />

wechselte. Dort<br />

stellte sie jedoch schnell fest, „dass<br />

man immer das Gleiche macht“.<br />

Ihr fehlte die Vielseitigkeit und<br />

sie kehrte mit neuen Erfahrungen<br />

wieder zurück. Für Friedrich Sterr,<br />

Seniorpartner und Gründer der<br />

Kanzlei, widerlegt dieses Beispiel<br />

eindrucksvoll das Vorurteil, dass es<br />

in einer Steuerkanzlei grundsätzlich<br />

trocken, kompliziert und langweilig<br />

zugehe.<br />

Steuerdeklaration, -durchsetzung<br />

und -gestaltung bilden zwar die<br />

Grundlage, viel wichtiger sei jedoch<br />

eine umfassende Beratung von<br />

Familien und Unternehmen. „Wir<br />

nehmen uns unserer Mandanten<br />

an und verstehen uns als ihre<br />

Interessenvertretung“, betont<br />

Friedrich Sterr. „Wir leben nicht<br />

davon, die letzten Steuertricks zu<br />

verkaufen, sondern unsere Mandanten<br />

bei steuerlichen, betriebswirtschaftlichen<br />

und rechtlichen<br />

Fragestellungen zu begleiten“, betont<br />

der Gründer der Kanzlei. „Für<br />

die körperliche Gesundheit ist der<br />

Arzt zuständig, für die finanzielle<br />

Gesundheit sind wir da“, fasst Sterr<br />

zusammen.<br />

Neben der Vielseitigkeit der Aufgaben<br />

wird von den Mitarbeitern<br />

die sehr gute technologische<br />

Ausstattung und der hohe Grad<br />

an Digitalisierung geschätzt. Insbesondere<br />

neue Mitarbeiter, die<br />

andere Erfahrungen gesammelt<br />

haben, loben die strukturierten<br />

und digitalisierten Arbeitsabläufe.<br />

Bemerkenswert ist auch die<br />

Kollegialität und Verbundenheit<br />

der Mitarbeiter untereinander, die<br />

sie unter dem Motto „Arbeit mit<br />

Freu(n)den“ zusammenfassen.<br />

Nicht zufällig stehen den jungen<br />

Kolleginnen und Kollegen Mitarbeiter<br />

zur Seite, die der Kanzlei seit<br />

Jahrzehnten die Treue halten. Dass<br />

es in diesem Team familiär zugeht<br />

und sich persönliche Beziehungen<br />

entwickelt haben, bestätigt Nadine<br />

Furch. „Ich habe niemals das Gefühl,<br />

dass ich morgens keine Lust<br />

habe, wenn ich zur Arbeit gehe“,<br />

sagt sie. Sterr versteht sich ebenso<br />

als Teil des Teams und bietet die<br />

Unterstützung der Kanzlei an, auch<br />

bei privaten Problemen.<br />

»„Dieses Beispiel<br />

widerlegt das<br />

Vorurteil, dass es<br />

in einer Kanzlei<br />

grundsätzlich<br />

trocken zugehe.“<br />

Dies unterstreichen auch seine<br />

Partner Jürgen Dierolf und Dr.<br />

Michael Schuster: „Uns ist<br />

bewusst, dass wir bei beruflichen<br />

Entwicklungsmöglichkeiten und<br />

privaten Herausforderungen unsere<br />

Mitarbeiter so gut wie möglich<br />

unterstützen. Entsprechend bieten<br />

wir umfassende Fortbildungsmöglichkeiten<br />

und flexible Arbeitszeitmodelle<br />

an.“<br />

Neben Seniorchef Friedrich Sterr<br />

und Steuerberater Jürgen Dierolf ist<br />

seit über zwei Jahren Rechtsanwalt<br />

Dr. Michael Schuster als Partner<br />

mit an Bord. Dies spiegelt nicht nur<br />

die unterschiedlichen Altersstufen<br />

und Generationen des Kanzleiteams<br />

wider. „So ist eine Beratung<br />

Als innovative Kanzlei ist STERR&KOLLEGEN Vorreiter bei der Digitalisierung.<br />

auf Augenhöhe über mehrere<br />

Generationen möglich. Gerade den<br />

Familien unter unseren Mandanten<br />

bieten wir in dieser Hinsicht Kontinuität<br />

in der Beratung. Denn auch<br />

die Interessen aller Generationen<br />

müssen verstanden und gewahrt<br />

werden“, sagt Sterr.<br />

Da es die Kanzlei schon seit fast<br />

vier Jahrzehnten gibt, begleitet sie<br />

Unternehmerfamilien über lange<br />

Zeit hinweg. Einmal habe er vier<br />

Generationen am Konferenztisch<br />

gehabt, erinnert sich Sterr an<br />

einen Höhepunkt seiner Arbeit.<br />

Der 85-jährige Großvater war mit<br />

dem 56-jährigen Sohn, dessen<br />

29-jähriger Tochter und deren neun<br />

Monate altem Baby gekommen. Ein<br />

Zeichen von Vertrauen und Kontinuität.<br />

Bei der generationenübergreifenden<br />

Beratung von Familien<br />

seien steuerliche Fragen wichtig,<br />

vor allem aber der Interessenausgleich<br />

zwischen den Generationen,<br />

sagt Sterr. Dies unterstreicht auch<br />

den Anspruch der Kanzlei, der es<br />

um die Menschen hinter den Fällen<br />

geht. „Wir bieten eine sehr persönliche<br />

Beratung“, sagt Sterr. Die<br />

Vorteile dieser Beratung beschreibt<br />

Steuerberater Michael Haag: „Man<br />

lernt das Unternehmen des Mandanten<br />

in seiner ganzen Bandbreite<br />

kennen – jeder Fall ist anders, jede<br />

Entwicklung wirft neue Themen<br />

auf“. So kann er sein breites berufliches<br />

Wissen ständig erweitern.<br />

Michael Haag ist zudem ein Beispiel<br />

für die Mitarbeiterförderung<br />

durch Fort- und Weiterbildungen,<br />

auf die die Kanzleileitung viel Wert<br />

legt. Als gelernter Bankkaufmann<br />

und Bankbetriebswirt mit Berufserfahrung<br />

hat er ein Stipendium von<br />

Sterr & Kollegen für das Studium<br />

„Steuer- und Prüfungswesen“<br />

erhalten, um nach ein paar Jahren<br />

Berufserfahrung die Prüfung zum<br />

Steuerberater abzulegen. Genau<br />

diese Vielseitigkeit ist Grundlage<br />

für die Qualität der Beratung und<br />

wird von Mitarbeitern und Mandanten<br />

gleichermaßen geschätzt.<br />

Foto: STERR & KOLLEGEN<br />

In der Kanzlei Sterr &<br />

Kollegen steht die umfassende<br />

Beratung von<br />

Familien und Unternehmen<br />

in der Region im<br />

Mittelpunkt. Die Tätigkeiten<br />

umfassen nicht nur<br />

die klassischen Bereiche<br />

der Steuerberatung und<br />

Steuerdeklaration, Jahresabschluss,<br />

Rechnungswesen<br />

und Lohnbuchhaltung,<br />

sondern auch die<br />

betriebswirtschaftliche<br />

Begleitung der Mandanten,<br />

die auch in<br />

Finanz- und Rechtsfragen<br />

beraten werden.<br />

Das Expertenteam mit<br />

entsprechenden Berufsbildern<br />

und Erfahrungen<br />

steht den Mandanten zur<br />

Seite und stellt sich in<br />

den folgenden<br />

Ausgaben vor.<br />

Gemeinsam unterwegs auch außerhalb der Kanzlei. Hier beim Betriebsausflug in der Margaretenschlucht.<br />

Foto: STERR & KOLLEGEN


Februar <strong>2<strong>02</strong>4</strong>IJahrgang23INr.254<br />

Politik &Wirtschaft 25<br />

„Nicht krank, nur erschöpft“<br />

Die deutsche Wirtschaft steht vorgroßen Herausforderungen. Allerdings wird dieLagevielfach schlechtereingeschätzt, als sie<br />

tatsächlich ist–darüber herrschtbei einem Gros derTeilnehmer desGipfeltreffensder Weltmarktführer Einigkeit. VONADINA BAUER<br />

Drei Tage lang gaben sich<br />

Ende Januar und Anfang<br />

Februar politische Größen<br />

und bedeutende Lenker vonWirtschaftsunternehmen<br />

in SchwäbischHall<br />

wieder ein Stelldichein.<br />

Bereits zum 14.Mal fand hierdas<br />

Gipfeltreffen der Weltmarktführer<br />

statt. In bewährter Manier ist es<br />

dem Organisationsteam der Akademie<br />

deutscher Weltmarktführer<br />

von Walter Döring und Wirtschaftswoche<br />

gelungen, Prominenz<br />

und aktuelle Themenauf die<br />

Bühne zu bringen.<br />

CEO-ABEND So wartete bereits<br />

am Vorabend des eigentlichen<br />

Kongresses ein eindrucksvolles<br />

Programm auf die Firmenchefs<br />

–mit direkten und persönlichen<br />

Eindrücken aus der Stuttgarter<br />

Verleger-Familie Klett, mit Impulsen<br />

von Robert Friedmann, Sprecher<br />

der Würth-Konzernführung,<br />

und einer politischen Einschätzung<br />

der aktuellen Lage durch Ministerpräsident<br />

Winfried Kretschmann.<br />

Ein Thema zog sich dabei immer<br />

wiederdurchdie Reden: Kann die<br />

Lage der deutschen Wirtschaft aktuell<br />

auch nichtals sonderlichgut<br />

wahrgenommen werden, so sei<br />

es doch an der Zeit,die Schwarzmalerei<br />

zu beenden. „Halten wir<br />

an gegen die Weltuntergangsstimmung“,<br />

forderte Walter Döring<br />

etwa. Und Wirtschaftswoche-Chefredakteur<br />

Horst von Buttlarzeigte<br />

sich zuversichtlich: „Weltmarktführer<br />

zeichnet die Fähigkeit zu<br />

Kompromissen aus und die Fähigkeit,<br />

sich immer wieder zu erneuern.<br />

Daher denke ich, die aktuellen<br />

Problem sind lösbar.“<br />

In die gleiche Richtung geht auch<br />

Robert Friedmanns Blick auf die<br />

Ministerpräsident: WinfriedKretschmann bescheinigteden<br />

Unternehmen aus Baden-Württembergbeim CEO-Abendtrotz<br />

angespannter LagegutePerspektiven.<br />

Vorbild: JanWillem Jongert vonBott gabein Best Practice Beispiel<br />

ausder Region.<br />

Zukunft: „Das Jahr <strong>2<strong>02</strong>4</strong> wird<br />

noch einmal schwierig werden,<br />

aber Wachstum ist auch weiterhin<br />

möglich. Visionen sindda!“<br />

Im Anschluss rechnete Baden-<br />

Württembergs Ministerpräsident<br />

Initiator: Walter Döring hat dasGipfeltreffen vor14Jahren ins Leben<br />

gerufenund seitdem festetabliert.<br />

Rahmenprogramm: Im Carmen-Würth-Forum gab Astronaut Alexander<br />

Gerst ein Interview.<br />

Fotos: WirtschaftsWoche/Foto Vogt GmbH<br />

Einblicke:BundesfinanzministerChristian Lindner waraus Berlin<br />

zugeschaltet.<br />

Winfried Kretschmann durchaus<br />

kritisch mit der aktuellen Ampelkoalition<br />

ab. Erbetonte: „Es<br />

braucht einen Schulterschluss<br />

zwischen Politik und Wirtschaft“.<br />

Drei Schlaglichter sieht der Ministerpräsident<br />

als besonders<br />

wichtig an: Innovationen –„der<br />

Wettbewerb mitChina wirdschärfer“<br />

–, ein modernes Energiesystem<br />

–„das ist eine ökonomische<br />

Notwendigkeit“ –und der Bürokratieabbau<br />

zur Bewältigung des<br />

Fachkräftemangels – „bei der<br />

Wucht der Beschwerden fällt man<br />

ja vomGlauben ab“.<br />

IMPULSE Auf den CEO-Abend im<br />

Neuen Globe in Schwäbisch Hall<br />

folgten zwei voll gepackte Kongresstage<br />

in der Bausparkasse<br />

unter dem Motto „Von den Besten<br />

lernen“.<br />

Von regionalen Erfolgsgeschichten<br />

zeugten hierbei unter anderen<br />

Jan Willem Jongert von Bott und<br />

Marcus Herwarth von Leonhard<br />

Weiss. Sie zeigten auf, wie sich<br />

mit neuen Märkten und Modellen<br />

Zukunft gestalten lässt. Zudem<br />

stand unter anderem Gerd Chrzanowski,<br />

Chef der Neckarsulmer<br />

Schwarz-Gruppe, am Rednerpult.<br />

Dort verlieh erseinen Sorgen um<br />

den Mittelstand Ausdruck. Gerade<br />

für die Themen IT-Sicherheit<br />

und Digitalisierung bräuchten<br />

auch kleine Firmen sehr viel<br />

Geld,und Cyberangriffe auf Unternehmen<br />

seien teils massiv. Als<br />

Best Practice gab er Beispiele, wie<br />

die Schwarz-Gruppe diesen Herausforderungen<br />

begegnet.<br />

Eine Umfrage unter den Teilnehmern<br />

bestätigte zudem den Eindruck<br />

vom CEO-Abend: Über 90<br />

Prozent der anwesenden Führungspersönlichkeiten<br />

gaben an,<br />

Deutschland habe im vergangenen<br />

Jahr an Wettbewerbsfähigkeit<br />

eingebüßt. 52 Prozent der Befragten<br />

meinten jedoch auch, dassdie<br />

Bevölkerung die wirtschaftliche<br />

Lage in Deutschland derzeit zu<br />

pessimistisch sehe. Hierzu passt<br />

denn auch die Einschätzung von<br />

Bundesfinanzminister Christian<br />

Lindner,der aus Berlin zugeschaltet<br />

war: Er betonte, die deutsche<br />

Wirtschaft seinicht krank, aktuell<br />

nur erschöpft. Helfen könnten da<br />

laut Minister Lindner Kraft, strukturelle<br />

Reformen und eine klare<br />

Wachstumsagenda.<br />

www.adwm-gmbh.de<br />

Starke Partner aus der Region Heilbronn-Franken<br />

.


26 Journal<br />

Februar <strong>2<strong>02</strong>4</strong> IJahrgang23INr. 254<br />

NEWSLINE<br />

Zwei Neue an der Spitze<br />

HEILBRONN. Die Geschäftsführung der Akademie für<br />

InnovativeBildung (AIM) hat sich neuformiert: Gemeinsam<br />

mit Geschäftsführerin Tatjana Linkeleiten Christian<br />

Rieckund Marco Haaf ab Februar dieGeschickeder AkademieimÜbergang<br />

bis August<strong>2<strong>02</strong>4</strong>. Dann übernehmen<br />

beide Geschäftsführer<br />

als Doppelspitze<br />

das gemeinnützige<br />

Unternehmen auf<br />

dem Heilbronner<br />

Bildungscampus.<br />

Seit 2007 ist Tatjana<br />

Linke Geschäftsführerin<br />

der AIM. Unter<br />

ihrer Leitung hat<br />

sich die Akademie<br />

mit ihren wissenschaftlich basierten Angeboten in der<br />

Region Heilbronn-Franken und darüber hinaus etabliert.<br />

Im Zentrum ihrer Arbeit stehen die nachhaltige Sicherung<br />

pädagogischer Qualität, die Sprachbildung und<br />

-förderung entlang der Bildungsbiografie sowie die Vermittlung<br />

von Zukunftskompetenzen.<br />

pm<br />

Persona Institut<br />

gewinnt Design-Award<br />

WERTHEIM. Im Januar wurde das Wertheimer Persona<br />

Institut mit dem German Design Award <strong>2<strong>02</strong>4</strong> in der Kategorie<br />

„Excellent Communications Design Integrated<br />

Campaigns and Advertising“ ausgezeichnet. Das Urteil<br />

der Jury: „Das Persona Institut hebt Recruiting durch<br />

datenbasierte Personas auf ein neues Niveau und hilft<br />

Unternehmen aufdieseWeise beider Besetzung offener<br />

Stellen. Eine Dienstleistung,die nicht nur der Claim der<br />

Marke ‚Daten statt raten‘ perfekt auf den Punkt bringt,<br />

sondern auch durch das moderne, anprogressive Wissenschaft<br />

erinnernde Corporate Design widergespiegelt<br />

wird.“ Das Persona Institut bietet eine Software-Lösung,<br />

mit derUnternehmen ihre Zielgruppen besser verstehen.<br />

In wenigen Schritten können die Firmen damit eine datenbasierte<br />

Persona-Sedcard ihres Adressatenkreises erstellen,<br />

die auf Kundendaten und wissenschaftlich erhobenenUmfragen<br />

samt Statistikdaten besteht. pm<br />

VARTA baut in Graz<br />

ELLWANGEN/GRAZ. Die VARTAAGbaut ihre Kapazitätenfür<br />

die Forschung und Entwicklung vonBatterien der<br />

nächsten Generation weiter aus. Mit der Erweiterung<br />

der VARTA Innovation entsteht am Standort Graz (Österreich)<br />

eine der modernsten Forschungseinrichtungen<br />

für Batterietechnologie in Europa. Die Arbeiten stehen<br />

kurz vor dem Abschluss. Auf einerFläche von etwa3500<br />

Quadratmetern werden künftig neueste Technologien<br />

fürein breites Anwendungsfeld entwickelt, vom Internet<br />

of Things (IoT) bis hin zum Einsatz imAutomotive-Bereich.<br />

Der Vollbetrieb soll zu Beginn des zweiten Quartals<br />

<strong>2<strong>02</strong>4</strong> erfolgen.Bis Ende des Jahres soll die Zahl der<br />

aktuell etwa 30internationalen Forscherinnen und Forscher<br />

auf 50 wachsen.<br />

pm<br />

Foto:AIM<br />

Großer Auftrag<br />

Teil derEnergiewende: Das Satteldorfer Unternehmen Leonhard Weiss darf den<br />

baden-württembergischen Abschnitt desProjekts „SuedLink“ realisieren.<br />

Ladevorgängekomfortabelund<br />

passgenau abrechnen<br />

Elektrodienstleister FEGA &Schmitt aus Ansbachstellt neues System vor.<br />

Hotellerie und Gastronomie<br />

setzen vermehrt auf Ladeinfrastrukturen<br />

fürE-Autos<br />

ihrer Gäste. Ein Wunsch anElektroinstallationsbetriebe<br />

ist dabei<br />

ein praktikables Abrechnungssystemfür<br />

die einzelnen Ladevorgänge.<br />

Hierfür hat der Elektrodienstleister<br />

FEGA &Schmitt nun eine<br />

Lösung geschaffen: Das neue Abrechnungssystem<br />

„PRO.mobility“<br />

ist mit nahezu allen gängigen<br />

Wallboxen kompatibel. Ihre Neuheit<br />

präsentierte die Firma erstmals<br />

auf der Messe Intergastra,<br />

die Anfang Februar in Stuttgart<br />

stattfand.<br />

Imposant: Der Auftrag fürLeonhard Weiss umfasst den Bau von<br />

40 Kilometern Leerrohrtrasse. Foto: LeonhardWeiss<br />

UMWELTBEWUSST „Die Spezialisten<br />

von FEGA & Schmitt<br />

schnüren anhand des gemeinsam<br />

im Würth Elektrogroßhandel<br />

entwickelten Abrechnungssystems<br />

,PRO.mobility‘ eine passgenaue<br />

Dienstleistung im Bereich<br />

der Elektromobilität für Elektroinstallateure.<br />

Profiteure solch individualisierbarer<br />

Ladeinfrastrukturprojekte<br />

sind Unternehmen,<br />

Hotellerie- und Gastronomiebetriebe,<br />

Einkaufszentren und Supermärkte<br />

sowie Freizeiteinrichtungen“,<br />

heißt es in einer Pressemitteilung.<br />

Auf Wunsch wird das<br />

System bereits vorkonfiguriert<br />

und macht per Plug-and-Play eine<br />

eigenständige und übersichtliche<br />

Abrechnung aller Ladevorgänge<br />

möglich.<br />

So ist es beispielsweise für Hoteliers<br />

und Gastronomiebetriebe<br />

möglich, die Ladevorgänge über<br />

die Hotel- beziehungsweise Gastronomieabrechnungssoftware<br />

zu verarbeiten und zu verrechnen.<br />

Das sei ein entscheidender<br />

Wettbewerbsvorteil sowie ein Signal<br />

an Kunden, als moderner und<br />

umweltbewusster Betrieb zu wirtschaften,<br />

so FEGA &Schmitt. pm<br />

www.fega-schmitt.de<br />

Die Bauunternehmung<br />

Leonhard Weiss beteiligte<br />

sich an der europaweiten<br />

Ausschreibung zu den Bauarbeiten<br />

der Leerrohrtrasse für<br />

das geplante Stromkabel im Projekt<br />

„SuedLink“ – mit Erfolg.<br />

Die Übertragungsnetzbetreiberin<br />

TransnetBW hat den Zuschlag<br />

für die Tiefbauarbeiten des nördlichen<br />

Projektabschnitts in Baden-Württemberg<br />

an das Familienunternehmen<br />

vergeben. Der<br />

Auftrag von Leonhard Weiss umfasst<br />

dabei den Bau von 40Kilometern<br />

Leerrohrtrasse zwischen<br />

der Landesgrenze zu Bayern und<br />

der Landkreisgrenze Main-Tauber<br />

zum Neckar-Odenwald-Kreis.<br />

Im südlichen Projektabschnitt von<br />

„SuedLink“ werdenzwei Leerrohre<br />

mit je30Zentimetern Durchmesser<br />

für die Stromkabel verlegt.<br />

Parallel verbauen die Teams<br />

auch mehrereLeerrohrefür Steuer-<br />

und Kommunikationsleitungen.<br />

Der Auftrag besteht sowohl<br />

aus der Herstellung der Leerrohrtrassen<br />

inoffener Grabenbauweise,<br />

als auch aus der grabenlosen<br />

Herstellung von Spülbohrungen<br />

mit teilweise über 1000 Metern<br />

Länge.<br />

DasProjekt „SuedLink“ ist mit einer<br />

Länge von rund 700 Kilometernund<br />

einer Investitionssumme<br />

von zehn Milliarden Euro eines<br />

der größten Infrastrukturvorhaben<br />

der Energiewende. „Sued-<br />

Link“ wird ab Ende 2<strong>02</strong>8 als<br />

Gleichstrom-Erdkabelverbindung<br />

die windreichen Regionen Norddeutschlands<br />

mit Bayern und Baden-Württembergverbinden.<br />

pm<br />

www.leonhard-weiss.de<br />

Energiewende: Das Abrechnungssystem<br />

soll einen<br />

Mehrwert für Ladestationen von<br />

Hotels und Gastronomie bieten.<br />

Foto: FEGA und Schmitt ElektrogroßhandelGmbH<br />

Umsatz erreicht<br />

Rekordwert<br />

Erfolgreicher Eigentümerwechsel<br />

bei Regio-Mail<br />

HEILBRONN. Die Postservice Südost GmbH ist seit November<br />

2<strong>02</strong>3 neuer Eigentümer der inHeilbronn ansässigen<br />

RegioMail GmbH.Die Stimme Mediengruppe hatte<br />

im Rahmen ihrer strategischen Ausrichtung einen<br />

Käufer für ihrenseit über20Jahrenbetriebenen privaten<br />

Briefdienstleister gesucht.„Wir sind froh, dasswir unsere<br />

Tochtergesellschaft RegioMail in erfahrene und verantwortungsvolle<br />

Hände übergeben konnten“, erklärt<br />

Tilmann Distelbarth, Geschäftsführer der Stimme Mediengruppe.<br />

„Als Stimme Mediengruppe wollen wir uns<br />

künftig verstärkt auf unser Kerngeschäft konzentrieren,<br />

um den Herausforderungen der Digitalisierung und des<br />

Medienwandels gerecht zu werden“, ergänzt Geschäftsführer<br />

Marc Becker.Inhaber Kurt Steininger hat mit seiner<br />

Postservice SüdostGmbHein Netzwerkvon privaten<br />

Post- und Briefdienstleistungsfirmenaufgebaut. Der Geschäftsbetrieb<br />

von RegioMail wird in der bisherigen<br />

Form von Steininger und Geschäftsführerin Nadine<br />

Bräuningerweitergeführt.<br />

pm<br />

Trend: Vorallem die BereicheOutdoor,Running und Sportstyle trugen<br />

zum positiven Geschäftsergebnisbei.<br />

Foto: Intersport<br />

Intersport ist weiter auf Wachstumskurs.<br />

Im zurückliegenden Geschäftsjahr<br />

2<strong>02</strong>2/2<strong>02</strong>3 machte die Intersport-Deutschland-Gruppe<br />

über<br />

ihre bundesweit mehr als 1400<br />

Einzelhandelspartner einen Umsatz<br />

von 3,5 Milliarden Euro und<br />

erreichte damit einen neuen Rekordwert<br />

in der nun mehr als<br />

65-jährigen Unternehmensgeschichte.<br />

„Wir haben seit 2019 die Voraussetzungen<br />

für unseren Wachstums-<br />

und Zukunftskurs geschaffen.<br />

Qualität und Rentabilität stehen<br />

dabei im Fokus“, unterstrich<br />

der CEO der Intersport Deutschland<br />

eG Alexander von Preen<br />

auf der Pressekonferenz in Heilbronn<br />

zufrieden: „Wir sind auf<br />

einem qualitativen und rentablem<br />

Wachstumskurs.“ Trotz eines<br />

„schwierigen Marktumfeldes“<br />

konnte die Handels-Verbundgruppe<br />

deutlich zulegen und<br />

profitierte dabei von dem „anhaltend<br />

hohen Trend in Richtung<br />

Sport und Gesundheit“ und ihrer<br />

erfolgreich umgesetzten Firmenstrategie<br />

„Best inSports: Upfor<br />

the future“. Impulse kamen im<br />

Geschäftsjahr 2<strong>02</strong>2/ 2<strong>02</strong>3 vor allem<br />

aus den Bereichen Outdoor,<br />

Running und Sportstyle. Die größten<br />

Zuwächse für die Handelsgenossenschaft<br />

(plus 19 Prozent)<br />

kamen dabei vor allem aus den<br />

Teamsportarten, die „eine regelrechte<br />

Renaissance“ erlebten. ibe<br />

www.intersport.de


Februar <strong>2<strong>02</strong>4</strong>IJahrgang23INr.254<br />

Journal 27<br />

Übernahme abgeschlossen<br />

Der Schwäbisch Haller Saunabauer Klafs ergänzt nun dasLuxus- und Wellnesssegment<br />

des US-Konzerns Kohler.<br />

Zum 1. Dezember 2<strong>02</strong>3 wurde<br />

der Kaufvertrag zwischen<br />

Egeria, damaliger Mehrheitseigner<br />

von Klafs, und dem<br />

US-Konzern Kohler unterzeichnet.<br />

Jetzt ist die Übernahme des<br />

marktführenden Herstellers von<br />

Saunen, Dampfbädern und anderen<br />

hydrothermischen Wellnesslösungen<br />

abgeschlossen. Finanzielle<br />

Details derTransaktion werden<br />

nicht offengelegt.<br />

Klafs beschäftigt 850 Mitarbeiter<br />

an Standorten in Deutschland, der<br />

Schweiz, Österreich, Polen, den<br />

Idee: Klafsist bekanntfür seineindividuellen Saunamodelle.<br />

Niederlanden, Großbritannien,<br />

Spanien und Mexiko und ist nun<br />

Teil der Luxury Brands &Wellness<br />

Division von Kohler, zu der<br />

weitere etablierteMarkenwie Ann<br />

Sacks, Robern und Kast Concrete<br />

Basins gehören. Klafs-CEO Phillip<br />

Rock und CFO Jens Friedrich<br />

bleibeninihren Führungspositionen.<br />

„Klafs ist ein internationaler<br />

Marktführer, der unsere Leidenschaft<br />

für Innovation und Design<br />

und unser unermüdliches Streben<br />

nach außergewöhnlichen Wellnessprodukten,<br />

-Dienstleistungen<br />

und -Erlebnissen teilt“, sagt David<br />

Kohler,Vorsitzenderund CEO von<br />

KohlerCo., derdie vierte Generation<br />

der Kohler-Familienführung<br />

Mehr Platzfür Logistik<br />

und Entwicklung<br />

In den vergangenen drei Jahrzehnten<br />

entwickelte sich die<br />

Firma Kratschmayer aus Rüblingen<br />

zu einer erfolgreichen Unternehmensgruppe,<br />

die als technischer<br />

Gebäudeausrüster in den<br />

Bereichen Kälte, Klima, Wärme,<br />

Lüftung und Gebäudeautomation<br />

tätig ist. Das Umsatzvolumen<br />

liegt derzeit bei circa 70 Millionen<br />

Euro, die Gruppe beschäftigt<br />

330 Mitarbeitende.<br />

Seit mehr als fünf Jahren entwickelt<br />

und produziert die Unternehmensgruppe<br />

Kaltwassersätze<br />

und Wärmepumpen für Gewerbe<br />

und Industrie unter dem Firmennamen<br />

Skadec. Die komplette<br />

Entwicklung dieser Produkte<br />

findet inHohebuch statt. Hier<br />

wird nun erweitert. Denn die stetig<br />

wachsende Anzahl an Technikern<br />

und Ingenieuren braucht<br />

vernünftige Büro-Arbeitsplätze.<br />

Daher entsteht ein weiteres Bürogebäude<br />

für bis zu 60 weiteren<br />

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.<br />

Gleichzeitig mit der Gründung<br />

von Skadec hatdie Kratschmayer-<br />

Foto: Klafs GmbH<br />

repräsentiert. „Wir freuen uns,<br />

die Klafs-Gruppe bei Kohler willkommen<br />

zu heißen.“ pm<br />

Die Kratschmayer-Gruppe baut gleich zweimal in Hohebuch.Mitte Januarwar Spatenstich.<br />

Projekte:InHohebuchentstehenein neues Bürogebäude undein<br />

Wartungszentrum.<br />

Foto: Kratschmayer<br />

Automatenbei Personalnot<br />

DieKarl GengenbachGmbH &Co. KG hatsich in 90 Jahren weiterentwickelt.<br />

Vorallemdie Kaffee- unddie Hygienesparte sind aufWachstumskurs.<br />

Die Firma Gengenbach aus<br />

Schwäbisch Hall hat im Dezember<br />

ihren 90. Geburtstag<br />

gefeiert. Das mittelständische<br />

Familienunternehmen in dritter<br />

Generation hat sich inden vergangenen<br />

Jahrzehnten stetig weiterentwickelt<br />

und neue Geschäftsfelder<br />

erschlossen. Aus dem ursprünglichen<br />

Tabakwarengroßhandel<br />

wurde mittlerweile ein<br />

Experte für die Automatisierung<br />

von Verkaufsideen. Rund 50 Mitarbeiter<br />

versorgen heute bundesweit<br />

Kunden mit Kaffeevollautomaten,<br />

leitungsgebundenen Wasserspendernund<br />

innovativenWaschraumsystemen.<br />

Rund um Hall<br />

sorgt Gengenbach bei zahlreichen<br />

Unternehmen zudem für Rundum-Sorglos-Service<br />

mit Kalt-,<br />

Heiß- und Snackautomaten.<br />

Die Erfolgsgeschichte des Familienunternehmens<br />

begann imJahr<br />

1933 als Karl Gengenbach die damalige<br />

Tabakwarengroßhandlung<br />

„Obenland & Meier“ erworben<br />

hat. Sein Sohn Klaus Gengenbach<br />

trat1965 in die Firmaein,imJahr<br />

1993 folgte mit Oliver Gengenbach,<br />

Enkel des Firmengründers,<br />

die dritte Generation. Oliver Gengenbach<br />

war es schließlich auch,<br />

der für den Familienbetrieb neue<br />

Geschäftsfelder erschlossen hat.<br />

Den Anfang machte 2006 der Start<br />

der Kaffeesparte. „Wir hatten im<br />

Jahre 2006 den Luxus,zuviel Personal<br />

zu haben. Deshalb haben<br />

wirdamalseineGelegenheit beim<br />

Schopfe gepackt, alsman unsanbot,<br />

ein Kaffeekonzept umzusetzen“,<br />

blickt der Geschäftsführer<br />

zurück. Seit2011 fungiertder Betrieb<br />

zudem als Partner der Ulticom<br />

GmbH und vertreibt berührungslose<br />

Spendersysteme für<br />

Waschräume.<br />

In die nahe Zukunft schaut der<br />

Automaten-Experte optimistisch:<br />

„Gerade im Bereich der automatischen<br />

Verpflegungskonzepte<br />

stehen die Zeichen aktuell auf<br />

www.klafs.de<br />

Gruppe begonnen, Wärmepumpen<br />

und Kaltwassersätze zu beschaffen<br />

und zu vermieten. Derzeit<br />

sind über 300 Mietgeräte im<br />

Einsatz. DieWartung der Mietmaschinen<br />

und auch die Logistik für<br />

193 Service- und Montagefahrzeuge<br />

bedarf ebenfalls Platz. Daher<br />

haben sich Firmengründer<br />

Hans Kratschmayer und die beiden<br />

Söhne, Dennis und Markus<br />

Kratschmayer, dazu entschieden,<br />

in einen weiteren Neubau am bestehenden<br />

Standort inHohebuch<br />

zu investieren.<br />

pm<br />

www.kratschmayer.de<br />

Wachstumskurs. Aufgrund des<br />

Personalmangels suchen immer<br />

mehr Betriebe nach automatischen<br />

Verpflegungskonzepten.<br />

Verkaufsautomaten mit allen Serviceleistungen<br />

drumherum sind<br />

und bleiben gefragt.“ ina<br />

www.gengenbach-sha.de<br />

Team: Das Unternehmenbeschäftigtaktuellrund 50 Mitarbeiter undwill<br />

künftig weiterwachsen.<br />

Foto: Gengenbach<br />

NEWSLINE<br />

Personelle Veränderungen im<br />

Vorstand derAlfred Kärcher SE<br />

WINNENDEN.Kärcher hat zum Jahresbeginn zwei Vorstandsposten<br />

neu besetzt und stellt damit die Weichen<br />

für die weitere Entwicklung des Unternehmens: Markus<br />

Limberger wurde zum Nachfolger des bisherigen COO<br />

Dieter Grajer ernannt, der nach einer mehr als 38-jährigen<br />

Zugehörigkeit zum Familienunternehmen in den<br />

Ruhestand getreten ist. Ebenfalls neu imVorstand ist<br />

Marco Cardinale als CTO. Er hat beim Weltmarktführer<br />

für Reinigungstechnik bisher sehr erfolgreich den Bereich<br />

Bodenreinigung geleitet und ist jetzt für das neue<br />

Vorstandsressort Technik & Produktmanagement verantwortlich.<br />

pm<br />

Gütesiegel für EnBW ODR<br />

ELLWANGEN. Bereits zum siebten Mal wurde der Energieversorger<br />

EnBW ODRvom unabhängigen Energieverbraucherportal<br />

(www.energieverbraucherportal.de) mit<br />

dem Gütesiegel TOP-Lokalversorger für Strom und Gas<br />

ausgezeichnet.Das Portal bewertet deutschlandweit lokale<br />

Versorger,die sich einem strengen Prüfungsverfahren<br />

unterziehen und bei Auszeichnungskriterien wie verbraucherfreundlich,<br />

serviceorientiert und innovativ<br />

bestehen müssen. Dabei habe die EnBW ODR inallen<br />

Bereichen überdurchschnittlich gut gepunktet, teilt der<br />

Energieversorger mit.<br />

pm<br />

ADFC zeichnet Experimenta<br />

in Heilbronn aus<br />

HEILBRONN. Die Experimenta hat die EU-weite Zertifizierung<br />

„Fahrradfreundlicher Arbeitgeber“ erhalten. Das<br />

Siegel in „Silber“, das der AllgemeineDeutsche Fahrrad-<br />

Club (ADFC) vergibt,<br />

wurde im Januar in<br />

Heilbronn überreicht.<br />

Als Arbeitgeber<br />

unterstützt das<br />

Science Center seine<br />

Mitarbeiterinnen<br />

und Mitarbeiter<br />

beim umweltfreundlichen<br />

Pendeln: Dazu zählen ein spezielles Radleasing-<br />

Programm und die Übernahme der Kosten für das<br />

Deutschlandticket.<br />

pm<br />

Bestnoten für die BESH<br />

WOLPERTSHAUSEN. Medaillensieger bei der Bioland-<br />

Wurstprüfung: Die Bäuerliche Erzeugergemeinschaft<br />

Schwäbisch Hall und ihre Wurst- und Schinkenmanufaktur<br />

Frankenheim haben für ihre Produkte insgesamt<br />

neunmal die volle Punktzahl und damit Gold sowie<br />

zweimal Silber erhalten. Die Hohenloher Wurstwaren<br />

Leberwurst fein, Leberwurst grob, Bioland-Leberwurst,<br />

Bratwurst, Lyoner, Lachsschinken, Bauernschinken,Auslesesalami<br />

und Sommersalami tragen das Gold-Siegel;<br />

für Rinder- und Bauernsalami gab es Silber. Christian<br />

Bühler von der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft<br />

Schwäbisch Hall kommentiert: „Wir freuen uns über<br />

diese Auszeichnungen,sie sindeineBestätigung unserer<br />

Arbeit.“ Zwölf Metzgereien aus ganz Deutschland haben<br />

sich in diesem Jahr der Bioland-Wurstprüfung gestellt.<br />

pm<br />

Neuer „Tourismusheld“<br />

ÖHRINGEN. Rainer Heidemann vom Öhringer Wohnmobilcamp<br />

HEICamp darf sich „Tourismusheld“ in Baden-Württemberg<br />

nennen. Er wurde als einziger für die<br />

Region Hohenlohe auf der CMT in Stuttgart ausgezeichnet.Anna-Maria<br />

Dietz, Öhringer Amtsleiterin für Stadtmarketing<br />

und Kultur, freut sich: „Rainer Heidemanns<br />

Engagement für unseren Tourismus kennt keine Grenzen,<br />

so bringt er Hohenlohe als Wohnmobilregionvoran.<br />

Durch die Zusammenarbeit mit anderen Wohnmobilplätzen<br />

möchte er die Aufenthaltsdauer der Gäste in der<br />

Region steigern.Auch Service wird bei ihmgroßgeschrieben.<br />

Campingliebhaber, die im HEICamp anreisen, werden<br />

persönlich empfangen und erhalten von ihm immer<br />

passgenaueAusflugstipps.“<br />

pm<br />

Foto:Experimenta


28 Firmen &Märkte<br />

Februar <strong>2<strong>02</strong>4</strong> IJahrgang23INr. 254<br />

Hightech auf dem Acker<br />

Nach Umsatzrekorden spürt auchZürnLandtechnikinSchöntal-Westernhausen einenachlassendeNachfrage. Doch Nischenmärkte<br />

eröffnendem Familienunternehmen vielfältige Markt-Chancen. VONHERIBERT LOHR<br />

Wer seit 1885 am Markt<br />

ist, weißmit krisenhaften<br />

Zeiten umzugehen. Deshalb<br />

kommt in der Leitungdes renommierten<br />

Landtechnik-Unternehmens<br />

Zürn auch keine Hektik<br />

auf, wenn der Umsatz wie im<br />

zurückliegenden Geschäftsjahres<br />

2<strong>02</strong>3 leicht zurückging. Nach steten<br />

Zuwächsen –unter anderem<br />

durch die Übernahme von Zürn-<br />

Heber-Kröll Landtechnik und der<br />

Landtechnik Vertrieb Windsbach<br />

–standen zuletzt etwas mehr als<br />

160 Millionen Euro zu Buche.<br />

Für das laufende Jahr <strong>2<strong>02</strong>4</strong> wird<br />

einem Umsatz in Höhe von etwa<br />

150 Millionen Eurogerechnet.<br />

„Ein gewisses Auf und Ab ist normal“,<br />

sagt Geschäftsführer Rolf<br />

Zürn, der das Unternehmen in<br />

der vierten Generation leitet:<br />

„Wir sind zyklische Entwicklungengewohnt,zudem<br />

istdie Branche<br />

auch sehr resilient.“ Sorgen<br />

bereitet dem erfahrenen Landtechnikspezialisten<br />

mehr die allgemeine<br />

Verunsicherung: „Die<br />

jüngsten Proteste der Landwirte<br />

zeigen, dass sich viele mit den<br />

aktuellen Herausforderungen am<br />

Markt und den vielen regulatorischen<br />

Vorgaben alleingelassen<br />

fühlen. Das sorgt dann letztlich<br />

auch für eine gewisse Zurückhaltungbei<br />

den Investitionen.“<br />

Stabilität durchdrei<br />

Geschäftsfelder<br />

Das Unternehmen, dessen Vertriebsgebiet<br />

von Würzburg bis<br />

zum Bodensee reicht, ist seit<br />

1963 Vertriebspartner des US-<br />

Konzerns John Deere. Der Handel<br />

und Service rund um dieFahrzeuge<br />

des größten Landmaschinenherstellers<br />

der Welt ist dabei<br />

aber nur ein Standbein der Firmengruppe<br />

mit ihrem Stammsitz<br />

in Schöntal-Westernhausen. Denn<br />

Zürn Landtechnik ist heute eine<br />

stringent ausgerichtete Mischung<br />

von Handels- und Fertigungsunternehmen,<br />

Entwicklungsdienstleister<br />

und Schulungsservice.<br />

Die Herstellung und Entwicklung<br />

von Schneidwerken, die Feldversuchstechnik<br />

und „ökoventionellen<br />

Lösungen“ unter der Marke<br />

Zürn Harvesting mit eigenen Werken<br />

in Waldenburg-Hohebuch<br />

und in Ravenstein-Merchingen<br />

sind mittlerweile die drei tragende<br />

Säulen des Familienunternehmens,<br />

das an 16 Standorten rund<br />

450 Mitarbeitende, darunter 67<br />

Auszubildende, beschäftigt.<br />

Eine besondere Spezialität, die<br />

das Leistungsportfolio abrundet,<br />

sind kameragesteuerte Präzisionshackgeräte.<br />

Dafür wurde<br />

2019 mit der englischen Firma<br />

Garford ein Hersteller von Geräten<br />

für mechanische Unkrautbekämpfung<br />

übernommen. Mit seinen<br />

eigenen Produkten ist Zürn<br />

weltweit am Markt: Die Kunden<br />

für spezielle Schneidwerke für<br />

MaisoderRapsoderkleineMähdrescherfür<br />

Versuchsfelder kommen<br />

aus Australien oder Japan<br />

ebenso wie aus Kanada bis Südafrika<br />

und Chile. In den USA ist<br />

Zürn mit einer eigenen Vertriebsund<br />

Serviceniederlassung am<br />

Markt. DieLandmaschinen gehen<br />

vielfach an Landwirte mit Spezialkulturen,<br />

aber auch an Hochschulen<br />

oder Saatzuchtunternehmen.Weil<br />

die Technikimmer anspruchsvoller<br />

und die Arbeit auf<br />

dem Feld digitaler wird,wird über<br />

eine firmeneigeneAkademieauch<br />

ein entsprechendes Schulungsangebot<br />

vorgehalten.<br />

Wer Antworten auf die Frage<br />

sucht, wie eine Feldbearbeitung<br />

von morgen technisch aussehen<br />

kann, ist in Westernhausen<br />

richtig, denn Zürn Landtechnik<br />

ist heute schon ein Synonym<br />

Zuversicht: Geschäftsführer Bernd Ruttmann präsentiert Landtechnik<br />

einer anderen Dimension.<br />

Foto: Heribert Lohr<br />

für Landwirtschaft 4.0. Zuverlässige<br />

Einsatzbereitschaft der Maschinen<br />

wird dabei mit automatisiertem<br />

und vernetztem digitalen<br />

Arbeiten kombiniert. Sensorik,<br />

Echtzeit-Labor im Feld, Datensynchronisierung,<br />

Unternehmensverwaltung<br />

per Fernzugriff –allein<br />

ein Blick in das Führerhaus<br />

moderner Zugmaschinen macht<br />

deutlich: pureMechanik wargestern.<br />

„Unkrautbekämpfungs-Geräte<br />

arbeiten mit Kameras und<br />

Software und die Pflanzenschutzmittel<br />

werden punktgenau eingesetzt“,<br />

erläutert Bernd Ruttmann,<br />

Geschäftsführer der Sparte Landtechnik,<br />

die Technologiesprünge.<br />

Und die Automatisierung der<br />

Feldbewirtschaftung schreitet voran.<br />

So ist etwader Parzellenmähdrescher<br />

von Zürn fast schon ein<br />

„rollendes Labor“und in den USA<br />

sind die ersten fahrerlosen Traktoren<br />

auf den Feldern unterwegs.<br />

„Das werden wir auch bei uns<br />

bald sehen“, ist Rolf Zürn überzeugt.<br />

Denn die Landmaschinen<br />

sind bereits heute technisch vielfach<br />

weiter als etwa Automobile.<br />

Ein Beispiel dafür istdie Kameraund<br />

Analysetechnik bei der Unkrautbekämpfung.<br />

„Wer die Kulturpflanze<br />

unterscheiden kann,<br />

wird Erfolg am Markt haben“,<br />

ist Mitarbeiter Christian Hoffmann,<br />

zuständig für die technische<br />

Entwicklung, überzeugt: Mit<br />

Eigenentwicklungen wie etwa der<br />

Hackmaschine „Robocrop“ sieht<br />

Rolf Zürn das Unternehmen hier<br />

gut aufgestellt: „Wir sindineinem<br />

Nischenmarkt unterwegs. Der ist<br />

sehr komplex und service-intensiv.Genau<br />

das eröffnet uns immer<br />

neue Chancen.“<br />

www.zuern.de<br />

ADVERTORIAL<br />

Das Fachkräfte-Netzwerk<br />

BesondereAusbildungsmesse sorgt für Begeisterung<br />

Derzweite Hohenloher Karriere Kick bei der FirmaR.Stahl Schaltgerätewar ein voller Erfolg<br />

Anfang Februar ging der<br />

Hohenloher Karriere Kick<br />

in die zweite Runde: Kurt<br />

Engel, Geschäftsführer von<br />

Hohenlohe Plus,begrüßte im<br />

Gewerbepark Hohenlohe auf<br />

dem Gelände der Firma R.<br />

Stahl Schaltgeräte GmbH 40<br />

Ausbildungsfirmen und 700<br />

Jugendliche. Damit war das<br />

„Kicker Spielfeld“ ausverkauft.<br />

https://www.karriere-kick.de Informationen<br />

über dieses unkonventionelle<br />

Format einer Ausbildungsmesse<br />

erhalten. Der Termin für nächstes<br />

»„Das Event ermöglicht<br />

echte Begegungen<br />

zwischen Schülern und<br />

Ausbildungsbetrieben.“<br />

Jahr im Gewerbepark Hohenlohe<br />

steht bereits fest: 31. Januar 2<strong>02</strong>5.<br />

Unternehmen, die nicht so lange<br />

warten möchten, können sich für<br />

den 19. April <strong>2<strong>02</strong>4</strong> in Schwäbisch<br />

Hall anmelden. Schüler,die sich<br />

gerade in der Berufsorientierungsphase<br />

befinden, können sich unter<br />

https://www.karriere-kick.de/in/<br />

hohenlohe/schueler/ informieren.<br />

Die GrowX Group gilt als<br />

Deutschlands erstes SMarketing-Hub.Auf<br />

Basis eines<br />

internationalen Netzwerkes<br />

erfolgreichster Start-ups und<br />

Hidden Champions verbindet<br />

das Team die beiden Welten<br />

Sales und Marketing und<br />

unterstützt Geschäftsführer<br />

beim Aufbau nachhaltiger<br />

und zukunftsstarker Unternehmen.<br />

Ob Start-up oder<br />

Mittelstand: Unternehmer<br />

und Führungsteams arbeiten<br />

mit den GrowX-Produkten<br />

an den Themen, die den<br />

Unterschied ausmachen. Je<br />

nach Unternehmensgröße<br />

und Wachstumssituation gibt<br />

es das passende Programm.<br />

Austausch: Am Kickertischkamen dieUnternehmensvertreter spielerischmit denkünftigen Auszubildenden in Kontakt.<br />

❚ Das Event war alles andere als<br />

gewöhnlich: Eine Berufsorientierungsmesse<br />

mit einem innovativen<br />

Konzept, die im letzten Jahr zum<br />

ersten Mal in Hohenlohe stattfand<br />

und sofort Anklang fand, wurde in<br />

diesem Jahr mit großer Begeisterung<br />

wiederholt. Die Jugendlichen<br />

undAusbildungsbetriebe<br />

waren gleichermaßen von der Idee<br />

angetan.<br />

Das Konzept: Vertreterinnen und<br />

Vertreter von Unternehmen traten<br />

mit Schülern und Schülerinnen am<br />

Kickertisch spielerisch in Kontakt.<br />

Über ihre Smartphones wurden<br />

den Schülern in jeder Runde neue<br />

Ausbildungsvertreter zugeteilt.<br />

Gemeinsam kickten sie für zwei<br />

bis drei Minuten gegen andere<br />

Teams und tauschten sich danach<br />

ganz zwanglos über Ausbildung<br />

und Beruf aus –ein Kennenlernen<br />

auf Augenhöhe,bei dem das „Du“<br />

am Kickertisch selbstverständlich<br />

war.<br />

Die Stimmung auf dem Karriere<br />

Kick war phänomenal, und sowohl<br />

die GrowX GmbH alsVeranstalter,<br />

Hohenlohe Plus als Partner und<br />

Unterstützer sowie die R. Stahl<br />

Schaltgeräte GmbH als Gastgeber<br />

waren beeindruckt. Das ausverkaufte<br />

Event ermöglichte echte<br />

Begegnungen zwischen Schülern<br />

und Ausbildungsbetrieben und<br />

unterstützte die Ausbildungsvermittlung<br />

auf eine menschliche,<br />

Foto:HohenlohePlus<br />

nachhaltige und innovativeWeise.<br />

Viele Unternehmen in Hohenlohe<br />

haben die Wirksamkeit dieses<br />

Konzepts erkannt und wollen<br />

zusammen mit Hohenlohe Plus<br />

als Partner des Karriere Kicks die<br />

Region stärken und den Fachkräftemangel<br />

bekämpfen.<br />

Unternehmen, die noch nicht teilgenommen<br />

haben, können unter<br />

Hohenlohe Plus versteht sich<br />

als gemeinschaftliche<br />

Interessenvertretung für<br />

einen Raum mit rund<br />

385 000 Einwohnern und<br />

einer starken mittelständisch<br />

geprägten Wirtshaft<br />

mit mehr als 100 Technologie-<br />

und Weltmarktführern.<br />

Kontakt:<br />

Geschäftsführer<br />

Kurt Engel<br />

und Michael Knaus<br />

Geschäftsstelle<br />

Stauffenbergstraße 35–37<br />

74523 Schwäbisch Hall<br />

Telefon 0791/ 5801-22<br />

www.hohenlohe.plus


Februar <strong>2<strong>02</strong>4</strong>IJahrgang23INr.254<br />

Firmen &Märkte 29<br />

Die Zukunft derVerpackung<br />

Malwettbewerb: Gewinnerkinder werden bei Schubert geehrt und erhalten spannendeEinblickeindie Verpackungswelt.<br />

Im vergangenen Jahr rief der<br />

Verpackungsmaschinenhersteller<br />

Gerhard Schubert gemeinsam<br />

mit der Südwest Presse<br />

Hohenlohe zu einem Malwettbewerb<br />

für Kinder auf. Kleine<br />

und größere Künstler im Alter<br />

zwischen sechs und zwölf Jahren<br />

konnten ihre Ideen zuden Themen<br />

„Wie sieht die Verpackung<br />

der Zukunft aus?“ oder „Wie<br />

könnte Verpackungsmüll vermieden<br />

werden?“ kreativ zuPapier<br />

bringen.<br />

Ende Dezember erfolgte schließlich<br />

die Preisverleihung bei Schubert<br />

in Crailsheim. Alle Gewinnerkinder<br />

wurden mit einer Begleitperson<br />

zu einem spannenden<br />

Nachmittag eingeladen, bei dem<br />

sieersteEinblickeindie Welt der<br />

Verpackung erhielten.<br />

Die Gewinne überreichte Schubert<br />

den stolzen Preisträgern gemeinsam<br />

mit dem Hohenloher<br />

Tagblatt. Dazu gab es viele lobende<br />

Worte für die Kinder. „Eure<br />

selbst gestalteten Kunstwerke haben<br />

unserer Jury aus Mitgliedern<br />

derSchubert-Familie undder Zeitungsredaktion<br />

ganz besonders<br />

gut gefallen“, begeisterte sich<br />

Franziska Schubert, Mitorganisatorin<br />

des Malwettbewerbs. Und<br />

weiter erklärte sie: „Spannend<br />

fanden wir auch, dass viele von<br />

Führung: RalfSchubert, Sohn des Firmengründers,nahmsich<br />

persönlich Zeit, um denkleinen Gästen einenEinblick in das Unternehmenund<br />

die Verpackungswelt zu geben.<br />

euch sich Gedanken zu beiden<br />

Themen gemacht und diese kombiniert<br />

zu Papier gebracht haben.<br />

Zu eurem Gewinn gratulieren wir<br />

euch daherganzherzlich.“<br />

Zwei Freizeitparks<br />

zur Auswahl<br />

Kinder, die gewonnen hatten,<br />

durften sich entscheiden, obsie<br />

für sich und ihre ganze Familie<br />

Eintrittskarten für den Freizeitund<br />

Erlebnispark „Eins +Alles“<br />

im idyllischen Welzheimer Wald<br />

oder das Science Center experimenta<br />

in Heilbronn haben wollten.<br />

DieEntscheidung für eineder<br />

beiden Freizeitstätten fiel dabei<br />

ziemlich ausgewogen aus. Franziska<br />

Schubert ergänzt: „Wir hatten<br />

sogar Teilnehmer aus Norddeutschland<br />

und anderen Orten,<br />

die weiter entfernt sind. Diese<br />

konnten zur Preisverleihung leider<br />

nicht kommen, haben aber<br />

ihre Eintrittskarten per Post erhalten.“<br />

Nach der Überreichung der Eintrittskarten<br />

gab es ein gemeinsames<br />

Bild von den Gewinnerkindern<br />

mit den Organisatoren des<br />

Malwettbewerbs. Auch die Kunstwerke<br />

wurden fotografiert. Nachdem<br />

sich alle bei Kuchen undGetränken<br />

gestärkt hatten, erhielten<br />

die Kinder noch einen spannenden<br />

Blick hinter die Kulissen.<br />

Sieger: Zusammen mit der Südwest Presse Hohenlohe kürte Schubert die Sieger des Malwettbewerbs.Ihre<br />

Preisebekamen die Kinder von Marius Stephan (SüdwestPresse Hohenlohe) sowie RalfSchubert, Franziska<br />

Schubert und Carolin Dierolf (alle Schubert, v. li.) überreicht.<br />

Fotos: Schubert<br />

MitFranziska Schubert und Carolin<br />

Dierolf bastelten sie zunächst<br />

eine eigene Verpackung zum Aufrichten,<br />

genauso, wie es sonst<br />

die Maschinen erledigen. Diese<br />

konnten die Kinder imAnschluss<br />

dann nochmit Süßigkeiten füllen.<br />

Schließlich durften die Teilnehmer<br />

noch einen Blick indie Lackiererei<br />

und eine Halle werfen,<br />

indem die 3D-Druck-Maschinen<br />

stehen. Auf dem Weg durch das<br />

Werksgelände war zudem auch<br />

der ein oder andere Roboter zu<br />

sehen, was für die Kinder besondersaufregend<br />

war.<br />

Ralf Schubert, Geschäftsführender<br />

Gesellschafter erklärt: „Verpackungen<br />

gehören zu den wichtigsten<br />

Zukunftsthemen, vor allem<br />

unter Nachhaltigkeitsaspekten,<br />

auf die wir als Unternehmen<br />

großen Wert legen. Nachdem die<br />

Kinder sich imRahmen des Malwettbewerbs<br />

so intensiv damit beschäftigt<br />

haben, wolltenwir ihnen<br />

gerne zeigen, wie ein modernes<br />

Verpackungsunternehmen arbeitet<br />

und was wir tun, um nachfolgenden<br />

Generationen eine lebenswerte<br />

Umwelt zu ermöglichen.<br />

Wir freuen uns, dass wir die Kinder<br />

und ihre Begleitpersonen begeistern<br />

konnten.“<br />

pm<br />

www.schubert.group<br />

GemeinsamNeues schaffen<br />

DasFord-Autohaus Buschund dieGebrauchtwagenspezialistender Hohenloher Autowelt<br />

kooperieren am StandortIlshofen. VONMARIUS STEPHAN<br />

Mit einer Kooperation<br />

starten zwei Firmen ins<br />

neue Jahr, die sich auf<br />

Kraftfahrzeuge spezialisiert haben:<br />

Jason Schmelzle und Bernhard<br />

Tscheuschner sind die Hohenloher<br />

Autowelt und als Partner<br />

im Autohaus BuschinIlshofen<br />

eingezogen.<br />

Das Autohaus mit Sitz inKirchberg<br />

an der Jagst stellt in Ilshofen<br />

die Räumlichkeiten. Die<br />

Zweigstelle wurde frisch renoviert<br />

und bieten nun nicht nur<br />

dem Service und der Werkstatt<br />

des Autohauses Platz, sondern<br />

beherbergt nun auch die Büros<br />

der Hohenloher Autowelt.<br />

Partner: Jason Schmelzle (Hohenloher Autowelt), Michael Busch, Jochen Busch, Jannis Busch (alle<br />

Autohaus Busch) und BernhardTscheuschner (HohenloherAutowelt, v. li.) operieren mit zwei Firmen von<br />

einem Standort aus.<br />

Foto: MariusStephan<br />

ZUSAMMENARBEIT Für Michael<br />

Busch, Geschäftsführer<br />

des Autohauses Busch, ist die<br />

Kooperation eine Win-win-Situation:<br />

„Wir stellen die Räumlichkeiten<br />

und bieten den Werkstatt-<br />

Service und die Autowelt übernimmt<br />

dafür den Verkauf von<br />

Ford-Neuwagen unseres Hauses<br />

in Ilshofen.“ Für Tscheuscher<br />

und Schmelzle bedeutet dies,<br />

dass sie Werkstattdienstleistungen<br />

mit anbieten können, die<br />

von einem renommierten Betrieb<br />

mit viel Erfahrung ausgeführt<br />

werden. Ein bedeutendes<br />

Merkmal gegenüber vielen Autohändlern,<br />

die rein den An- und<br />

Verkauf von Fahrzeugen bieten.<br />

Dies beinhaltet neben der Reparatur<br />

von Schäden und Serviceleistungen<br />

zum Beispiel TÜVund<br />

Abgasuntersuchungen oder<br />

Reifeneinlagerungen. „Wir wollen<br />

esunseren Kunden so einfach<br />

wie möglich machen“, erklärt<br />

Schmelzle. Dies bringtauch<br />

das Motto der Hohenloher Autowelt<br />

zum Ausdruck: „Schnell, sicher<br />

und unkompliziert“. Dies<br />

gilt auch für den Ankauf: „Wir<br />

schauen uns schon auch mal ein<br />

Auto vor Ort bei Kunden an, bezahlen<br />

dort und holen es ab“,<br />

weißTscheuschner.<br />

Zunächst soll „der Hof voll werden“,<br />

insgesamt wollen Tscheuschner<br />

und Schmelzle in ein bis<br />

zwei Jahren ihren Kunden rund<br />

200 Fahrzeuge anbieten können.<br />

Zunächst wollen sich die Experten<br />

auf den Bereich zwischen<br />

10 000 und 25 000 Euro konzentrieren.<br />

Aber auch Neu- und<br />

Leasingfahrzeuge soll es bei der<br />

HohenloherAutowelt geben.<br />

Michael Busch erwartet zudem<br />

eine Belebung des Werkstattbereichs<br />

durch die Kooperation.<br />

Deshalb wird Jochen Busch, der<br />

als Service-Berater in Ilshofen<br />

sein Büro hat, vom frisch gebackenen<br />

Meister Jannis Busch –<br />

Sohn von Michael Busch –verstärkt.<br />

Zudem sucht das Autohaus<br />

weitere Mitarbeiter für die<br />

Werkstatt in Ilshofen.<br />

Der Standort erstrahlt von nun<br />

an auch in derCIbeider Firmen.<br />

Sowohl das Autohaus Busch als<br />

auch die Hohenloher Autowelt<br />

sind am Gebäude und auf den<br />

Schildern des Geländes vertreten.<br />

Durch die Lage an der Landesstraße<br />

2218 von Crailsheim<br />

nach Schwäbisch Hall erwarten<br />

sich beide Firmen viel Aufmerksamkeit<br />

von potenziellen Kunden<br />

auf der viel befahrenen Route.<br />

Tscheuschner und Schmelzle<br />

wollen ihr Unternehmen am6.<br />

und 7. April im Rahmen einer<br />

Einweihungsveranstaltung der<br />

Öffentlichkeit vorstellen. DasAutohaus<br />

Busch in Kirchberg bleibt<br />

von den VeränderungeninIlshofen<br />

übrigens unberührt.<br />

www.ford-busch-kirchberg.de<br />

www.hohenloher-autowelt.de<br />

Strategischer Zukauf<br />

in Forchtenberg<br />

Kriwan Firmengruppe erweitert ihrPortfolio durch<br />

Übernahmevon Birkholz ElektronischeGeräte.<br />

Die Kriwan Firmengruppe<br />

hat am 10. Januar erfolgreich<br />

die Birkholz Elektronische<br />

Geräte GmbH als neue<br />

Tochtergesellschaft erworben.<br />

„Diese strategische Akquisition<br />

markiert einen bedeutenden<br />

Schritt in der kontinuierlichen<br />

Weiterentwicklung und Diversifizierung<br />

der Kriwan Holding“, teilt<br />

die Firmengruppe mit.<br />

Die Übernahme der Birkholz<br />

Elektronische Geräte GmbH stellt<br />

einen wichtigen Meilenstein in der<br />

Wachstumsstrategie von Kriwan<br />

dar. Durch die Integration von<br />

Birkholz in das bestehende Portfolio<br />

stärkt die Holding ihre Position<br />

als Innovationsführer und<br />

positioniert sich zukunftssicher<br />

in einem dynamischen Marktumfeld.<br />

Die Kriwan Industrie-Elektronik<br />

ist bekannt für ihre hoch<br />

entwickelten Elektronik- und Sensoriklösungen,<br />

für die industrielle<br />

Antriebstechnik wie Kältemittelverdichter,<br />

Pumpen, Ventilatorenund<br />

Motoren sowie die Windmesstechnik.<br />

Darüber hinaus ist<br />

Kriwan führend im Bereich Condition<br />

Monitoring.<br />

Das Testzentrum der Gruppe ist<br />

ein akkreditiertes Prüflabor, das<br />

sich auf Prüfen, Testen und Qualifizieren<br />

von Produkten spezialisiert<br />

hat. Mit dem Fokus auf<br />

Elektromagnetischer Verträglichkeit<br />

(EMV), Umweltsimulation,<br />

Brandmeldetechnik und elektrische<br />

Sicherheit bietet es Standardtests<br />

sowie maßgeschneiderte<br />

Testprogramme an und fungiert<br />

als zuverlässiger und neutraler<br />

Partner.<br />

Birkholz mit Sitz in Heßdorf betreut<br />

Entwicklungsbüros und mittelständische<br />

Unternehmen in<br />

ganz Deutschland. Das Unternehmen<br />

hat sich einen exzellenten<br />

Ruf für die Bereitstellung besonders<br />

hochwertiger Industrie-<br />

Elektronik sowie qualitativen Bestückdienstleistungen<br />

erworben,<br />

die nach den spezifischen Anforderungen<br />

der Kunden entwickelt<br />

werden. Die Integration vonBirkholz<br />

in die Kriwan Firmengruppe<br />

eröffnet neue Perspektiven für<br />

gemeinsame Entwicklungen und<br />

stärkt die Wettbewerbsfähigkeit<br />

beider Unternehmen. Gemeinsam<br />

werden die Synergien genutzt,<br />

um innovative Lösungen für Kunden<br />

zu entwickeln. Bernd Birkholz<br />

wird auch weiterhin als Geschäftsführer<br />

tätig sein. Sein umfangreiches<br />

Know-how und seine<br />

langjährige Erfahrung werden<br />

somit integraler Bestandteil der<br />

neuen Struktur sein. Unterstützt<br />

wird er dabei von den neuen Geschäftsführern,<br />

Christian Ellwein<br />

und Thomas Scheidel. pm<br />

www.kriwan.com<br />

www.birkholz.eu


30 Handelsregister<br />

Februar <strong>2<strong>02</strong>4</strong> I Jahrgang 23 I Nr. 254<br />

Neueintragung<br />

HRB 747338<br />

Kneissl Holding UG (haftungsbeschränkt)<br />

Bad Mergentheim. Geschäftsanschrift:<br />

Danziger Straße 26, 97980 Bad<br />

Mergentheim. Das Verwalten des persönlichen<br />

Vermögens, insbesondere Halten, Verwalten<br />

und Veräußern von Geschäftsanteilen, Aktien,<br />

Immobilien und sonstigen Vermögensgegenständen.<br />

1.000,00 EUR. Geschäftsführer:<br />

Kneißl, Maximilian Oliver, Würzburg,<br />

*16.<strong>02</strong>.1994 mit der Befugnis, im Namen der<br />

Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder<br />

als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />

Gesellschaft mit beschränkter<br />

Haftung Gesellschaftsvertrag vom 05.12.2<strong>02</strong>3.<br />

HRB 747286<br />

Rühling-Martincic Verwaltungs-<br />

GmbH Rot am See. Geschäftsanschrift: Sandäckerstraße<br />

4, 74585 Rot am See. Der Erwerb<br />

und die Verwaltung von Beteiligungen an<br />

Handelsgesellschaften sowie die persönliche<br />

Haftung und Geschäftsführung bei diesen.<br />

25.000,00 EUR. Geschäftsführer: Rühling-<br />

Martincic, Sven, Gerabronn, *30.08.1974<br />

einzelvertretungsberechtigt. Gesellschaft mit<br />

beschränkter Haftung Gesellschaftsvertrag<br />

vom 15.12.2<strong>02</strong>3.<br />

HRB 792635<br />

NG Niederlausitzer Grundstücksgesellschaft<br />

mbH Dörzbach. Geschäftsanschrift:<br />

Schloss Laibach 1, 74677 Dörzbach.<br />

Verwaltung und Entwicklung von<br />

Grundbesitz 25.000,00 EUR. Geschäftsführer:<br />

Eben-von Racknitz, Giso Maximilian Hans-<br />

Wilhelm Dagobert, Dörzbach, *20.<strong>02</strong>.1976<br />

einzelvertretungsberechtigt. Geschäftsführerin:<br />

Eben-von Racknitz, Franziska Bodild<br />

Claudia Marei Adelheid Erika, Dörzbach,<br />

*04.04.1978 einzelvertretungsberechtigt.<br />

Gesellschaft mit beschränkter Haftung Gesellschaftsvertrag<br />

vom 15.12.2<strong>02</strong>3.<br />

HRB 792708<br />

IVT Management GmbH Schwäbisch<br />

Hall. Geschäftsanschrift: Schmollerstraße<br />

31, 74523 Schwäbisch Hall. Der Erwerb, die<br />

Verwaltung und Veräußerung von Beteiligungen<br />

sowie die Tätigkeit als geschäftsleitende<br />

Holdinggesellschaft. 25.000,00 EUR<br />

I. Geschäftsführer: Gutzy, Steffen, Michelbach<br />

an der Bilz, *23.04.1985 Gesellschaft mit beschränkter<br />

Haftung Gesellschaftsvertrag vom<br />

15.12.2<strong>02</strong>3.<br />

HRB 792773<br />

KLINGLER EnergieBau GmbH Schwäbisch<br />

Hall. Geschäftsanschrift: Robert-Bosch-<br />

Straße 51, 74523 Schwäbisch Hall. Sämtliche<br />

Tätigkeiten im Bereich der erneuerbaren<br />

Energien, insbesondere die Entwicklung, Planung,<br />

Projektierung, Herstellung, schlüsselfertige<br />

Errichtung und Inbetriebnahme von<br />

Anlagen zur Gewinnung, Speicherung und<br />

Nutzung von Energie aus erneuerbaren Energiequellen,<br />

einschließlich des Handels mit<br />

Anlagenkomponenten sowie das Betreiben<br />

von Immobiliengeschäften, insbesondere als<br />

Generalübernehmer von Neubauprojekten<br />

und der Handel mit Baustoffen und Bausystemen.<br />

25.000,00 EUR. Geschäftsführer: Klingler,<br />

Simon, Schwäbisch Hall, *<strong>02</strong>.08.1983<br />

einzelvertretungsberechtigt. Einzelprokura:<br />

Klingler, Hendrik, Künzelsau, *05.04.1996.<br />

Gesellschaft mit beschränkter Haftung Gesellschaftsvertrag<br />

vom 18.12.2<strong>02</strong>3.<br />

HRB 792678<br />

Oh! Hotels Verwaltungs GmbH Untermünkheim.<br />

Geschäftsanschrift: Südstraße 3,<br />

74532 Ilshofen. Der Erwerb und die Verwaltung<br />

von Beteiligungen sowie die Übernahme<br />

der persönlichen Haftung und Geschäftsführung<br />

bei anderen Unternehmen, insbesondere<br />

als Komplementärin der Landhotel<br />

Steigenhaus GmbH und Co. KG. 25.000,00<br />

EUR.. Geschäftsführer: Bernauer, Felix, Ilshofen,<br />

*28.12.1984 einzelvertretungsberechtigt<br />

Gesellschaftsvertrag vom 19.12.2<strong>02</strong>3.<br />

HRB 792695<br />

TPS Transportservice GmbH Kupferzell.<br />

Geschäftsanschrift: Im Greut 1, 74635 Kupferzell.<br />

Die Übernahme, Durchführung und Vermittlung<br />

von Transport- und Kurierfahrten<br />

und anderen Dienstleistungen im Transportgewerbe.<br />

25.000,00 EUR.. Geschäftsführer:<br />

Jurik, Andreas, Künzelsau, *24.12.1987.<br />

Geschäftsführer: Becker, Viktor, Kupferzell,<br />

*01.<strong>02</strong>.1985 einzelvertretungsberechtigt.<br />

Gesellschaft mit beschränkter Haftung Gesellschaftsvertrag<br />

vom 19.12.2<strong>02</strong>3.<br />

HRB 792591<br />

smartino Betriebs GmbH Schwäbisch<br />

Hall. Geschäftsanschrift: Kernerstraße 11,<br />

74405 Gaildorf. Der Betrieb eines oder mehrerer<br />

Hotelbetriebe. 25.000,00 EUR. Geschäftsführerin:<br />

Strohmaier, Jessica Maria, Gaildorf,<br />

*16.12.1981. Gesellschaft mit beschränkter<br />

Haftung Gesellschaftsvertrag vom 20.12.2<strong>02</strong>3.<br />

HRB 792785<br />

Mathias Foss Verwaltungs GmbH<br />

Forchtenberg. Geschäftsanschrift: Wülfinger<br />

Straße 52, 74670 Forchtenberg der Erwerb,<br />

das Halten und Verwalten von Immobilien,<br />

Unternehmensbeteiligungen und eigenem<br />

Vermögen. 25.000,00 EUR. Geschäftsführer:<br />

Foss, Mathias, Forchtenberg, *25.03.1985.<br />

Gesellschaft mit beschränkter Haftung Gesellschaftsvertrag<br />

vom 20.12.2<strong>02</strong>3.<br />

HRB 792809<br />

Kim Benjamin Foss Verwaltungs<br />

GmbH Niedernhall. Geschäftsanschrift:<br />

Schöntaler Straße 50, 74676 Niedernhall. Der<br />

Erwerb, das Halten und Verwalten von Immobilien,<br />

Unternehmensbeteiligungen und eigenem<br />

Vermögen. 25.000,00 EUR. Geschäftsführer:<br />

Foss, Kim Benjamin, Niedernhall,<br />

*06.<strong>02</strong>.1993 einzelvertretungsberechtigt.<br />

Gesellschaft mit beschränkter Haftung Gesellschaftsvertrag<br />

vom 20.12.2<strong>02</strong>3.<br />

HRA 728927<br />

Maier PV II 2<strong>02</strong>3 GmbH & Co. KG<br />

Langenburg. Geschäftsanschrift: InnoPark<br />

am See 2, 74595 Langenburg.. Persönlich<br />

haftender Gesellschafter: Farminvest Verwaltungs<br />

GmbH, Langenburg (Amtsgericht<br />

Ulm HRB 729391) Kommanditgesellschaft<br />

Kommanditist: Maier, Wolfgang, Langenburg,<br />

*11.05.1959, Einlage: 200.000,00 EUR.<br />

HRA 8762<br />

Elektrizitätswerke Müller OHG Tauberrettersheim.<br />

Geschäftsanschrift: Mühlenstraße<br />

30, 97285 Tauberrettersheim. Persönlich<br />

haftender Gesellschafter: Müller, Volker,<br />

Tauberrettersheim, *29.08.1970. Persönlich<br />

haftender Gesellschafter: Müller, Christian,<br />

Tauberrettersheim, *28.05.1969. Offene Handelsgesellschaft.<br />

HRB 792738<br />

GoBlech GmbH Mainhardt. Geschäftsanschrift:<br />

Bartensteinstraße 15, 74535<br />

Mainhardt Der Handel mit Metallwaren,<br />

die Herstellung von Metall-/Blechwaren,<br />

Blechverarbeitung und die Erbringung von<br />

Dienstleistungen im Handel mit Metall- /<br />

Blechwaren. 25.000,00 EUR. Geschäftsführer:<br />

Tenschert, Kevin Wolfgang, Burgstetten,<br />

*13.12.1990. Gesellschaft mit beschränkter<br />

Haftung Gesellschaftsvertrag vom 27.12.2<strong>02</strong>3.<br />

HRA 728934<br />

Maier PV I 2<strong>02</strong>3 GmbH & Co. KG<br />

Langenburg. Geschäftsanschrift: InnoPark<br />

am See 2, 74595 Langenburg. Persönlich<br />

haftender Gesellschafter: Farminvest Verwaltungs<br />

GmbH, Langenburg (Amtsgericht<br />

Ulm HRB 729391) Kommanditgesellschaft<br />

Kommanditist: Maier, Wolfgang, Langenburg,<br />

*11.05.1959, Einlage: 200.000,00 EUR.<br />

HRA 740927<br />

Grundstücksgemeinschaft Steinbrenner<br />

GmbH & Co. KG Bretzfeld.<br />

Geschäftsanschrift: Schwabenstraße 27,<br />

74626 Bretzfeld. Persönlich haftender Gesellschafter:<br />

C.S. Beteiligungs-GmbH, Bretzfeld<br />

(Amtsgericht Stuttgart HRB 580991) Kommanditgesellschaft<br />

Kommanditist: Dr. Steinbrenner,<br />

Anja Kathrin, Berlin, *13.08.1968,<br />

Einlage: 32.250,00 EUR. Kommanditist:<br />

Steinbrenner, Claus, Öhringen, *15.08.1965,<br />

Einlage: 17.750,00 EUR.<br />

HRA 740930<br />

NH Verwaltung GmbH & Co. KG<br />

Braunsbach. Geschäftsanschrift: Geislinger<br />

Straße 18, 74542 Braunsbach. Persönlich<br />

haftende Gesellschafterin: Haas GmbH,<br />

Braunsbach (Amtsgericht Stuttgart HRB<br />

571120. Kommanditgesellschaft Kommanditist:<br />

Haas, Norbert, Braunsbach, *19.<strong>02</strong>.1971<br />

Haftsumme: 100,00 EUR.<br />

HRA 4785<br />

Zimmerei Kaufmann e.K. Schnelldorf.<br />

Geschäftsanschrift: Theuerbronn 11, 91625<br />

Schnelldorf. Der Inhaber / die Inhaberin<br />

handelt allein. Inhaber: Ott, Tobias, Schnelldorf,<br />

*14.07.1983. Einzelkaufmann / Einzelkauffrau.<br />

HRB 792670<br />

Norom Systemgastro Verwaltungs<br />

GmbH Öhringen. Geschäftsanschrift: Austraße<br />

18, 74613 Öhringen der Erwerb und<br />

die Verwaltung von Beteiligungen, insbesondere<br />

die Übernahme der Stellung als<br />

persönlich haftender Gesellschafter und der<br />

Geschäftsführung der Norom Systemgastro<br />

GmbH & Co. KG. 25.000,00 EUR. Geschäftsführer:<br />

Akhtar, Rehman Ahmad, Öhringen,<br />

*25.06.1984. Gesellschaft mit beschränkter<br />

Haftung Gesellschaftsvertrag vom 18,12.2<strong>02</strong>3.<br />

HRB 792800<br />

Rieger Beteiligungs GmbH Oberrot. Geschäftsanschrift:<br />

Dexelhof 1, 74420 Oberrot<br />

die Verwaltung und das Halten von Beteiligungen<br />

sowie die Haftungsübernahme als<br />

persönlich haftender Gesellschafter. 25.000,00<br />

EUR. Geschäftsführerin: Rieger, Silke, Oberrot,<br />

*05.08.1971 einzelvertretungsberechtigt.<br />

Geschäftsführer: Rieger, Jörg, Oberrot,<br />

*21.07.1976 einzelvertretungsberechtigt.<br />

Gesellschaft mit beschränkter Haftung Gesellschaftsvertrag<br />

vom 04.01.<strong>2<strong>02</strong>4</strong>.<br />

HRA 740946<br />

Norom Systemgastro GmbH & Co. KG<br />

Öhringen. Geschäftsanschrift: Austraße 18,<br />

74613 Öhringen. Persönlich haftender Gesellschafter:<br />

Norom Systemgastro Verwaltungs<br />

GmbH, Öhringen (Amtsgericht Stuttgart HRB<br />

792670) Kommanditgesellschaft Kommanditist:<br />

Akhtar, Rehman Ahmad, Öhringen,<br />

*25.06.1984 Haftsumme: 510,00 EUR Kommanditist:<br />

Nguyén, Tièn Dung, Karlsruhe,<br />

*22.05.1983 Haftsumme: 490,00 EUR.<br />

HRA 740951<br />

Landhotel Steigenhaus GmbH & Co.<br />

KG Untermünkheim. Geschäftsanschrift:<br />

Südstraße 3, 74532 Ilshofen. Persönlich haftender<br />

Gesellschafter: Oh! Hotels Verwaltungs<br />

GmbH, Untermünkheim (Amtsgericht Stuttgart<br />

HRB 792678). Kommanditgesellschaft<br />

Kommanditist: Bernauer, Felix, Ilshofen,<br />

*28.12.1984 Haftsumme: 1.000,00 EUR.<br />

HRA 740953<br />

RiedConn Beteiligungs UG (haftungsbeschränkt)<br />

& Co. KG Fichtenberg. Geschäftsanschrift:<br />

Falkenweg 3 c/o RiedConn<br />

Verwaltungs UG (haftungsbeschränkt), 74427<br />

Fichtenberg. Persönlich haftender Gesellschafter:<br />

RiedConn Verwaltungs UG (haftungsbeschränkt),<br />

Fichtenberg (Amtsgericht<br />

Stuttgart HRB 792065). Kommanditgesellschaft<br />

Kommanditist: Brunsch, Martin, Fichtenberg,<br />

*18.03.1965, Einlage: 200,00 EUR.<br />

Kommanditist: Schmelcher, Haiko, Fichtenberg,<br />

*<strong>02</strong>.10.1970, Einlage: 200,00 EUR.<br />

HRA 740967<br />

KB Grundstücksverwaltungs KG<br />

Schwäbisch Hall. Geschäftsanschrift: Michelfelder<br />

Straße 13, 74523 Schwäbisch<br />

Hall. Persönlich haftender Gesellschafter:<br />

Bäumlisberger, Thomas, Schwäbisch Hall,<br />

*30.10.1980. Kommanditgesellschaft Kommanditist:<br />

Kornmann, Harald, Schwäbisch<br />

Hall, *26.08.1958 Haftsumme: 1.000,00 EUR.<br />

HRA 740969<br />

Endreß Energie GmbH & Co. KG<br />

Öhringen. Geschäftsanschrift: Am Briebel 4,<br />

74613 Öhringen.. Persönlich haftender Gesellschafter:<br />

Endreß Beteiligung GmbH, Öhringen<br />

(Amtsgericht Stuttgart HRB 792699)<br />

Kommanditgesellschaft Kommanditist: Endreß,<br />

David Emanuel, Öhringen, *25.<strong>02</strong>.1985<br />

Haftsumme: 100.000,00 EUR.<br />

HRA 740970<br />

Bürgerenergie Fasanenmühle GmbH<br />

& Co. KG Schwäbisch Hall. Geschäftsanschrift:<br />

An der Limpurgbrücke 1, 74523<br />

Schwäbisch Hall. Persönlich haftender Gesellschafter:<br />

Haller-PV Verwaltungsgesellschaft<br />

mbH, Schwäbisch Hall (Amtsgericht Stuttgart<br />

HRB 791415) einzelvertretungsberechtigt.<br />

Kommanditgesellschaft Kommanditist: Stadtwerke<br />

Schwäbisch Hall GmbH, Schwäbisch<br />

Hall, (Amtsgericht Stuttgart HRB 570157),<br />

Haftsumme: 100.000,00 EUR.<br />

HRA 740971<br />

Bürgerenergie Kesseläcker GmbH &<br />

Co. KG Schwäbisch Hall. Geschäftsanschrift:<br />

An der Limpurgbrücke 1, 74523 Schwäbisch<br />

Hall.. Persönlich haftender Gesellschafter:<br />

Haller-PV Verwaltungsgesellschaft mbH,<br />

Schwäbisch Hall (Amtsgericht Stuttgart HRB<br />

791415). Kommanditgesellschaft Kommanditist:<br />

Stadtwerke Schwäbisch Hall GmbH,<br />

Schwäbisch Hall, (Amtsgericht Stuttgart HRB<br />

570157), Haftsumme: 100.000,00 EUR.<br />

HRA 740977<br />

Bürgerenergie Steinäcker GmbH &<br />

Co. KG Schwäbisch Hall. Geschäftsanschrift:<br />

An der Limpurgbrücke 1, 74523 Schwäbisch<br />

Hall. Jeder persönlich haftende Gesellschafter<br />

vertritt einzeln. Persönlich haftender Gesellschafter:<br />

Haller-PV Verwaltungsgesellschaft<br />

mbH, Schwäbisch Hall (Amtsgericht Stuttgart<br />

HRB 791415). Kommanditgesellschaft<br />

Kommanditist: Stadtwerke Schwäbisch Hall<br />

GmbH, Schwäbisch Hall, (Amtsgericht Stuttgart<br />

HRB 570157), Haftsumme: 100.000,00<br />

EUR.<br />

HRA 728954<br />

Maier PV V 2<strong>02</strong>3 GmbH & Co. KG<br />

Langenburg. Geschäftsanschrift: InnoPark<br />

am See 2, 74595 Langenburg. Persönlich<br />

haftender Gesellschafter: Farminvest Verwaltungs<br />

GmbH, Langenburg (Amtsgericht<br />

Ulm HRB 729391) Kommanditgesellschaft<br />

Kommanditist: Maier, Wolfgang, Langenburg,<br />

*11.05.1959 Haftsumme: 200.000,00 EUR.<br />

HRA 740985<br />

Megerle Holzbau & Bedachungen<br />

e.K. Neuenstein. Geschäftsanschrift: Bernbachstraße<br />

12-16, 74632 Neuenstein. Der Inhaber<br />

handelt allein. Inhaber: Megerle, Rick,<br />

Neuenstein, *31.12.1995 Einzelkaufmann.<br />

Veränderung<br />

HRB 726362<br />

baukunst philipphaus gmbh. Firma<br />

geändert; nun: Philipp GmbH. Änderung der<br />

Geschäftsanschrift: Schlossstraße 16, 74638<br />

Waldenburg. Gegenstand geändert; nun:<br />

der Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen<br />

- jeweils nur im eigenen Namen<br />

und für eigene Rechnung - sowie die Übernahme<br />

der persönlichen Haftung und der<br />

Geschäftsführung bei Handelsgesellschaften,<br />

insbesondere die Beteiligung als persönlich<br />

haftende geschäftsführende Gesellschafterin<br />

an der Robert Philipp GmbH u. Co KG (Amtsgericht<br />

Stuttgart HRA 570525).<br />

HRB 745788<br />

MAP Battery Tests GmbH. Bestellt als Geschäftsführer:<br />

Dr. Fill, Alexander Heinz, Stuttgart,<br />

*12.03.1990.<br />

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HRA 728057<br />

Reimer & Grau Grundstücks GmbH &<br />

Co. KG. Ausgeschieden als Kommanditist:<br />

Grau, Walter, Ruppertshofen, *27.07.1940,<br />

Einlage: 50.000,00 EUR. Für diese Einlage<br />

in Sondererbfolge eingetreten als Kommanditist:<br />

Grau, Hannelore, Ruppertshofen,<br />

*06.03.1942, Einlage: 50.000,00 EUR.<br />

HRA 740773<br />

Marianne Weber Besitzgesellschaft<br />

mbH & Co. KG. Einlage um 999,00 EUR<br />

herabgesetzt bei Kommanditist: Weber, Marianne,<br />

geb. Elser, Niedernhall, *05.01.1939,<br />

Einlage: 99.000,00 EUR. Für den herabgesetzten<br />

Teil dieser Einlage in Sonderrechtsnachfolge<br />

Einlage erhöht bei Kommanditist:<br />

Flechsig, Diana, Künzelsau, *24.08.1967,<br />

Einlage: 1.000,00 EUR.<br />

HRB 570677<br />

Apparate- und Behälterbau Weller<br />

GmbH. Durch Beschluss des Amtsgerichts<br />

Heilbronn vom 29.12.2<strong>02</strong>3 (10 IN 1159/23)<br />

wurde ein vorläufiger Insolvenzverwalter<br />

bestellt. Verfügungen der Gesellschaft über<br />

Gegenstände ihres Vermögens sind nur noch<br />

mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters<br />

wirksam (§ 21 Abs. 2 Nr. 2 InsO).<br />

HRB 671120<br />

ard Beteiligungs-GmbH. Nicht mehr Geschäftsführer:<br />

Frank, Andreas, Markkleeberg,<br />

*22.04.1964.<br />

HRB 68<strong>02</strong>24<br />

Johann Stumpf GmbH Bauunternehmen.<br />

Nicht mehr Geschäftsführer: Edelmann,<br />

Stefan, Wittighausen, *14.12.1989<br />

Personenbezogene Daten von Amts wegen<br />

ergänzt bei Geschäftsführer: Stumpf, Johann,<br />

Lauda-Königshofen, *22.01.1956.<br />

HRB 721311<br />

Cancellista GmbH. Durch Beschluss des<br />

Amtsgerichts Crailsheim vom 29.12.2<strong>02</strong>3 (5<br />

1 IN 41/22) wurde über das Vermögen der<br />

Gesellschaft das Insolvenzverfahren eröffnet.<br />

Die Gesellschaft ist durch Eröffnung des Insolvenzverfahrens<br />

über ihr Vermögen (Amtsgericht<br />

Crailsheim, 5 1 IN 41/22) aufgelöst.<br />

HRB 741912<br />

CB Sport- und Leistungszentrum<br />

GmbH. Durch Beschluss des Amtsgerichts<br />

Crailsheim vom 29.12.2<strong>02</strong>3 (5 1 IN 58/23)<br />

wurde über das Vermögen der Gesellschaft das<br />

Insolvenzverfahren eröffnet. Die Gesellschaft<br />

ist durch Eröffnung des Insolvenzverfahrens<br />

über ihr Vermögen (Amtsgericht Crailsheim,<br />

5 1 IN 58/23) aufgelöst. Gemäß § 60 Abs. 1<br />

GmbHG i.V. § 65 Abs. 1 GmbHG von Amts<br />

wegen eingetragen.<br />

HRA 570496<br />

Karl Kurz GmbH & Co. KG. Kommanditist/en<br />

mit der Bezeichnung Haftsumme<br />

gemäß Artikel 89 Absatz 2 EGHGB von Amts<br />

wegen neu vorgetragen: Kommanditist: Dr.<br />

Kurz, Werner, Rosengarten, *28.12.1931 Haftsumme:<br />

250.000,00 EUR. Ausgeschieden als<br />

Kommanditist: Kurz, Günter, Rosengarten,<br />

*13.03.1926. Haftsumme: 50.000,00 EUR.<br />

Für 25.000,00 EUR der Haftsumme von<br />

Günter Kurz in Sondererbfolge Haftsumme<br />

erhöht. Außerdem personenbezogene Daten<br />

(Name und Wohnort) geändert: Kommanditist:<br />

Kurz, Leonhard Karl, Seeheim-Jugenheim,<br />

*07.03.1968. Haftsumme: 625.000,00<br />

EUR. Für 25.000,00 EUR der Haftsumme von<br />

Günter Kurz in Sondererbfolge Haftsumme<br />

erhöht bei Kommanditist: Kurz, Matthias<br />

Hermann, Rosengarten, *<strong>02</strong>.05.1962 Haftsumme:<br />

1.625.000,00 EUR.<br />

HRA 580762<br />

Köhler Grundstücksverwaltungs-<br />

GmbH & Co. KG. Firmenbezogene Daten<br />

geändert bei Persönlich haftender Gesellschafter:<br />

SKIT Systems GmbH, Öhringen<br />

(Amtsgericht Stuttgart HRB 580839) Einlage<br />

um 50,00 EUR erhöht und anschließend ausgeschieden<br />

als Kommanditist: Köhler, Trude,<br />

geb. Kuch, Pfedelbach, *29.08.1940 Haftsumme:<br />

2.550,00 EUR. Für einen Teil dieser Haftsumme<br />

im Wege der Sonderrechtsnachfolge<br />

Haftsumme erhöht bei Kommanditist: Köhler,<br />

Bernd, Öhringen, *05.08.1966 Haftsumme:<br />

3.350,00 EUR Für einen Teil dieser Haftsumme<br />

im Wege der Sonderrechtsnachfolge<br />

Haftsumme erhöht bei Kommanditist: Köhler,<br />

Hans-Peter, Bretzfeld, *19.11.1963 Haftsumme:<br />

3.350,00 EUR Für einen Teil dieser Haftsumme<br />

im Wege der Sonderrechtsnachfolge<br />

Haftsumme erhöht bei Kommanditist: Köhler,<br />

Tim, Öhringen, *09.09.1967 Haftsumme:<br />

3.350,00 EUR.<br />

HRA 740927<br />

Grundstücksgemeinschaft Steinbrenner<br />

GmbH & Co. KG. Angaben von Amts<br />

wegen berichtigt bei Kommanditist: Dr. Steinbrenner,<br />

Anja Kathrin, Berlin, *13.08.1968<br />

Haftsumme: 32.250,00 EUR Angaben von<br />

Amts wegen berichtigt bei Kommanditist:<br />

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Steinbrenner, Claus, Öhringen, *15.08.1965<br />

Haftsumme: 17.750,00 EUR.<br />

HRB 570949<br />

TUBE-TEC Sitzsysteme GmbH. Änderung<br />

der Geschäftsanschrift: Almarstraße 9,<br />

74532 Ilshofen.<br />

HRB 571566<br />

New smile GmbH. Ist nur ein Liquidator<br />

bestellt, vertritt er allein. Nicht mehr Geschäftsführer,<br />

nunmehr Liquidator: Seemann,<br />

Andrea Petra, geb. Wippert, Schäbisch<br />

Hall, *14.<strong>02</strong>.1969 einzelvertretungsberechtigt.<br />

Nicht mehr Geschäftsführer, nunmehr<br />

Liquidator: Seemann, Rainer, Schwäbisch<br />

Hall, *13.10.1962. Die Gesellschaft ist aufgelöst.<br />

HRB 571831<br />

Diakonie-Klinikum Schwäbisch Hall<br />

gGmbH. Bestellt als Geschäftsführer: Schad,<br />

Stefan, Bad Soden am Taunus, *05.08.1982<br />

Nicht mehr Geschäftsführer: Rieß, Christoph,<br />

Stuttgart, *24.10.1984.<br />

HRB 671354<br />

SH Verwaltung GmbH. Nicht mehr Geschäftsführer:<br />

Frank, Andreas, Markkleeberg,<br />

*22.04.1964. Personenbezogene Daten<br />

(Wohnort) geändert bei Geschäftsführer:<br />

Hippelein, Frank, Satteldorf, *03.06.1960.<br />

HRB 726734<br />

FKB GmbH. Nicht mehr Geschäftsführer:<br />

Becker, Axel, Künzelsau, *06.08.1964 Bestellt<br />

als Geschäftsführer: Staller, Michael, Landshut,<br />

*31.07.1970 einzelvertretungsberechtigt.<br />

Vertretungsbefugnis geändert bei Geschäftsführer:<br />

Sailer, Uwe, Rottenburg am Neckar,<br />

*17.01.1961 einzelvertretungsberechtigt.<br />

HRB 726821<br />

FKN GmbH. Nicht mehr Geschäftsführer:<br />

Becker, Axel, Künzelsau, *06.08.1964. Vertretungsbefugnis<br />

geändert bei Geschäftsführer:<br />

Staller, Michael, Landshut, *31.07.1970.<br />

HRB 728748<br />

Landmetzgerei Wilfried Fritz GmbH.<br />

Nicht mehr Geschäftsführer, nun bestellt als<br />

Liquidator: Fritz, Wilfried Karl, Gerabronn,<br />

*23.08.1968 einzelvertretungsberechtigt.<br />

HRB 782629<br />

Bier - Haus GmbH. Prokura erloschen:<br />

Karcher, Frank, Schwäbisch Hall,<br />

*08.09.1964.<br />

HRB 786066<br />

LocalBoxx GmbH. Nun bestellt als<br />

Liquidator: Hornung, Stefanie, Öhringen,<br />

*30.11.1972 einzelvertretungsberechtigt. Nun<br />

bestellt als Liquidator: Hank-Paidar, Sarah,<br />

geb. Paidar-Darian, Neuenstein, *24.11.1978.<br />

Die Gesellschaft ist aufgelöst.<br />

HRA 571083<br />

Hohl Spedition GmbH & Co.KG. Ausgeschieden<br />

als Kommanditist: Huber, Marc,<br />

Schnelldorf, *12.06.1968 Haftsumme:<br />

140.605,27 EUR. Für diese Haftsumme in<br />

Sonderrechtsnachfolge eingetreten als Kommanditist:<br />

Fehrenkötter Transport und Logistik<br />

GmbH, Ladbergen, (Amtsgericht Steinfurt<br />

HRB 6648), Haftsumme: 140.605,27 EUR.<br />

HRA 571083<br />

Hohl Spedition GmbH & Co.KG. Prokura<br />

erloschen: Huber, Lydia, geb. Kütterer,<br />

Michelfeld. Prokura erloschen: Nierichlo,<br />

Werner, Michelfeld.<br />

HRB 1784<br />

Hohl GmbH. Prokura erloschen: Huber,<br />

Lydia, geb. Kütterer, Michelfeld.<br />

HRB 5329<br />

WSH Wurzinger Facility Management<br />

GmbH. Bestellt: Geschäftsführer: Piltz,<br />

Josua, Schopfloch, *11.04.1980.<br />

HRB 680843<br />

Würth IT GmbH. Gesamtprokura gemeinsam<br />

mit einem Geschäftsführer: Leuze,<br />

Robert, Schwäbisch Hall, *30.03.1970 Süpple,<br />

Joachim, Öhringen, *30.07.1980.<br />

HRB 750830<br />

KHG Hirsch Verwaltungs UG (haftungsbeschränkt)<br />

Allgemeine Vertretungsregelung<br />

geändert; nun: Ist nur ein<br />

Liquidator bestellt, vertritt er allein. Sind<br />

mehrere Liquidatoren bestellt, vertreten sie<br />

gemeinsam. Bestellt als Liquidator: Hirsch,<br />

Günter, Michelfeld, *10.09.1947 Nicht mehr<br />

Geschäftsführer: Hirsch, Günter, Michelfeld,<br />

*10.09.1947. Die Gesellschaft ist aufgelöst.<br />

HRB 772271<br />

Exondara UG (haftungsbeschränkt)<br />

Neue Geschäftsanschrift: Zollhüttengasse<br />

11, 74523 Schwäbisch Hall. Allgemeine Vertretungsregelung<br />

geändert; nun: Ist nur ein<br />

Liquidator bestellt, vertritt er allein. Sind<br />

mehrere Liquidatoren bestellt, vertreten sie<br />

gemeinsam. Nicht mehr Geschäftsführer,<br />

nunmehr Liquidator: Rüger, Pascal Geronimo,<br />

Schwäbisch Hall, *30.11.1990 einzelvertretungsberechtigt<br />

mit der Befugnis, im<br />

Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen<br />

Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte<br />

abzuschließen. Die Gesellschaft ist<br />

aufgelöst.<br />

HRA 680809<br />

Rehbühl Wind GmbH & Co. KG. Kommanditist/en<br />

mit der Bezeichnung Haftsumme<br />

gemäß Artikel 89 Absatz 2 EGHGB von<br />

Amts wegen neu vorgetragen. Kommanditist:<br />

Pflüger, Matthias, Weikersheim, *15.12.1981.<br />

Haftsumme: 11.000,00 EUR. Kommanditist:<br />

Bauer, Richard, Niederstetten, *16.10.1966.<br />

Haftsumme: 15.000,00 EUR. Kommanditist:<br />

Bayer, Susanne, Bad Mergentheim,<br />

*04.03.1965. Haftsumme: 10.000,00 EUR.<br />

Kommanditist: Bienert, Alexander, Würzburg,<br />

*12.05.1970. Haftsumme: 5.000,00 EUR.<br />

Kommanditist: Bruder, Gudrun, geb. Kreiselmeier,<br />

Igersheim, *21.09.1956 Haftsumme:<br />

10.000,00 EUR. Kommanditist: Deeg, Paul,<br />

Weikersheim, *16.03.1934. Haftsumme:<br />

20.000,00 EUR. Kommanditist: Dertinger,<br />

Franz Josef, Weikersheim, *18.03.1961. Haftsumme:<br />

15.000,00 EUR. Kommanditist:<br />

Feeß, Heiner, Dittelbrunn-Hambach,<br />

*29.05.1943. Haftsumme: 10.000,00 EUR.<br />

Kommanditist: Florio-Dobesch, Gertrud,<br />

geb. Florio, Hafenlohr, *15.06.1954. Haftsumme:<br />

10.000,00 EUR. Kommanditist: Fries,<br />

Bernhard, Tauberrettersheim, *18.04.1948<br />

Haftsumme: 30.000,00 EUR. Kommanditist:<br />

Fuchslechner, Jörg Rudolf, Weikersheim,<br />

*19.06.1944. Haftsumme: 12.000,00 EUR.<br />

Kommanditist: Gaupp, Manfred, Bad Mergentheim,<br />

*09.03.1950. Haftsumme: 5.000,00<br />

EUR. Kommanditist: Grimm, Norbert, Külsheim,<br />

*10.11.1946 Haftsumme: 10.000,00<br />

EUR. Kommanditist: Gunz, Karl, Röttingen,<br />

*22.07.1964. Haftsumme: 10.000,00 EUR.<br />

Kommanditist: Habel, Roland, Creglingen,<br />

*06.<strong>02</strong>.1969. Haftsumme: 40.000,00 EUR.<br />

Kommanditist: Hain, Willi, Creglingen,<br />

*29.06.1949. Haftsumme: 10.000,00 EUR.<br />

Kommanditist: Hauf, Matthias, Niederstetten,<br />

*08.04.1963. Haftsumme: 40.000,00 EUR.<br />

Kommanditist: Hausch, Klaus, Bad Mergentheim,<br />

*25.<strong>02</strong>.1950. Haftsumme: 15.000,00<br />

EUR. Kommanditist: Herrmann, Ingrid,<br />

Kornwestheim, *06.03.1958. Haftsumme:<br />

10.000,00 EUR. Kommanditist: Herwarth,<br />

Paul, Creglingen, *07.03.1947. Haftsumme:<br />

25.000,00 EUR. Kommanditist: Himsel, Christoph,<br />

Schopfloch, *06.10.1948. Haftsumme:<br />

5.000,00 EUR. Kommanditist: Hirsch, Albrecht,<br />

Creglingen, *22.11.1960. Haftsumme:<br />

20.000,00 EUR. Kommanditist: Kappes,<br />

Karsten, Boxberg, *13.04.1973. Haftsumme:<br />

20.000,00 EUR. Kommanditist: Kohlenberger,<br />

Claudia, Weikersheim, *22.04.1958. Haftsumme:<br />

5.000,00 EUR. Kommanditist: Dr. Kohlenberger,<br />

Rudolf, Würzburg, *17.11.1964.<br />

Haftsumme: 10.000,00 EUR. Kommanditist:<br />

Künzel, Heidlinde, geb. Fohrer, Crailsheim,<br />

*18.03.1959. Haftsumme: 10.000,00 EUR.<br />

Kommanditist: Laubach, Brigitte, Bad<br />

Mergentheim, *17.05.1959. Haftsumme:<br />

5.000,00 EUR. Kommanditist: Lesch, Kilian,<br />

Hemmersheim, *06.09.1958. Haftsumme:<br />

12.000,00 EUR. Kommanditist: Meeder, Eduard,<br />

Creglingen, *01.08.1955. Haftsumme:<br />

30.000,00 EUR. Kommanditist: Mitnacht,<br />

Paul, Röttingen, *23.11.1952. Haftsumme:<br />

30.000,00 EUR. Kommanditist: Mühleck,<br />

Jörg, Weikersheim, *15.12.1969. Haftsumme:<br />

11.000,00 EUR. Kommanditist: Dr. Mühleck,<br />

Kai, Hannover, *12.01.1973. Haftsumme:<br />

11.000,00 EUR. Kommanditist: Preuß,<br />

Friedrich Wilhelm (Friedhelm), Weikersheim-Neubronn,<br />

*20.04.1947. Haftsumme:<br />

5.000,00 EUR. Kommanditist: Preuß, Sabine,<br />

geb. Müller-Goldenstedt, Weikersheim-Neubronn,<br />

*19.08.1947. Haftsumme: 10.000,00<br />

EUR. Kommanditist: Richter, Erika, geb. Florio,<br />

Sommerhausen, *18.05.1952. Haftsumme:<br />

10.000,00 EUR. Kommanditist: Schirmer,<br />

Hubert, Künzelsau-Nagelsberg, *10.08.1950.<br />

Haftsumme: 30.000,00 EUR. Kommanditist:<br />

Schmidberger, Sonja, Niederstetten,<br />

*29.08.1963. Haftsumme: 50.000,00 EUR.<br />

Kommanditist: Schulz, Helga, Weikersheim,<br />

*<strong>02</strong>.<strong>02</strong>.1957. Haftsumme: 20.000,00 EUR.<br />

Kommanditist: Spirk, Thomas, Bad Mergentheim,<br />

*16.09.1955. Haftsumme: 10.000,00<br />

EUR. Kommanditist: Stahl, Karl, Creglingen,<br />

*29.08.1950. Haftsumme: 30.000,00 EUR.<br />

Kommanditist: Stahl, Marianne, geb. Kreiselmeier,<br />

Creglingen, *01.05.1950. Haftsumme:<br />

10.000,00 EUR. Kommanditist: Stoll, Günter,<br />

Weikersheim, *25.04.1957 Haftsumme:<br />

10.000,00 EUR Kommanditist: Stoll, Herbert,<br />

Weikersheim, *10.09.1951. Haftsumme:<br />

10.000,00 EUR. Kommanditist: Dr. Turnwald,<br />

Doris, Würzburg, *19.01.1967. Haftsumme:<br />

10.000,00 EUR. Kommanditist: Tuschhoff,<br />

Thomas, Bad Mergentheim, *09.11.1953.<br />

Haftsumme: 10.000,00 EUR. Kommanditist:<br />

Ulshofer, Ernst, Bad Mergentheim-Edelfingen,<br />

*16.05.1940. Haftsumme: 10.000,00<br />

EUR. Kommanditist: Wunderlich, Mathias,<br />

Bieberehren, *18.06.1969. Haftsumme:<br />

10.000,00 EUR. Kommanditist: Zehnter, Josef,<br />

Gaukönigshofen, *05.03.1941. Haftsumme:<br />

25.000,00 EUR. Kommanditist: Zehnter,<br />

Thomas, Gaukönigshofen, *26.05.1971.<br />

Haftsumme: 25.000,00 EUR. Kommanditist:<br />

Zimmermann, Gebhard, Ahorn, *13.10.1964.<br />

Haftsumme: 25.000,00 EUR. Kommanditist:<br />

Kern, Steffen, Moos, *27.01.1970. Haftsumme:<br />

5.000,00 EUR. Kommanditist: Schmidt,<br />

Klaus, Ahorn-Schillingstadt, *07.12.1961<br />

Haftsumme: 50.000,00 EUR Kommanditist:<br />

Schmidt, Ulrich, Simmershofen, *29.09.1964.<br />

Haftsumme: 20.000,00 EUR. Kommanditist:<br />

Halbmann, Helmut, Bad Mergentheim,<br />

*07.10.1957. Haftsumme: 5.000,00 EUR.<br />

Kommanditist: Gebhardt, Karlheinz, Unterschleißheim,<br />

*03.03.1966. Haftsumme:<br />

6.000,00 EUR. Kommanditist: Dertinger,<br />

Benedikt, Weikersheim, *15.12.1989. Haftsumme:<br />

30.000,00 EUR. Kommanditist:<br />

Dertinger, Johannes, Weikersheim,<br />

*27.06.1991. Haftsumme: 30.000,00 EUR.<br />

Kommanditist: Herrmann, Gisela, Niederstetten,<br />

*05.04.1964 Haftsumme: 6.000,00 EUR.<br />

Kommanditist: Dr. Halbmann, Walter, Großbottwar,<br />

*13.07.1954. Haftsumme: 5.000,00


Februar <strong>2<strong>02</strong>4</strong>IJahrgang23INr.254<br />

Handelsregister 31<br />

EUR. Kommanditist: Halbmann, Franz<br />

Xaver, Bad Mergentheim, *28.08.1961. Haftsumme:<br />

5.000,00 EUR. Kommanditist: Habel,<br />

Friedrich, Niedernhall, *09.05.1945. Haft-<br />

EUR. Kommanditist: Habel,<br />

tsumme:4.000,00<br />

Helmut, Creglingen, *27.07.1939. Haftsumme:<br />

4.000,00 EUR. Kommanditist: Florio,<br />

Savica,Obernbreit,*18.12.1966. Haftsumme:<br />

10.000,00EUR. Kommanditist: Sbongk, Leon,<br />

Niederstetten, *16.10.2000. Haftsumme:<br />

15.000,00 EUR. Kommanditist: Kreiselmeier,<br />

Florian, Würzburg, *22.01.1988 .Haftsumme:<br />

20.000,00EUR. Kommanditist: Blatz,Gertrud<br />

Adelheid, Bütthard,*04.09.1948.Haftsumme:<br />

20.000,00 EUR. Ausgeschieden als Kommanditist:<br />

Göller, Hannelore, geb. Wacker,<br />

Ahorn-Berolzheim, *27.08.1944. Haftsumme:<br />

25.000,00 EUR. Für diese Haftsumme<br />

in Sondererbfolge Haftsumme erhöht und<br />

danach ausgeschieden als Kommanditist:<br />

Göller,Kurt, Ahorn-Berolzheim, *13.<strong>02</strong>.1939.<br />

Haftsumme: 50.000,00 EUR. Für diese Haftsumme<br />

in Sonderrechtsnachfolge eingetreten<br />

als Kommanditist: Göller, Jannik, Ahorn,<br />

*08.03.1999Haftsumme: 50.000,00 EUR.<br />

HRA 723765<br />

Krematorium Am Waldfriedhof<br />

Schwäbisch Hall GmbH & Co. KG.<br />

Haftsumme um5.000,00 EUR. herabgesetzt<br />

bei Kommanditist:Lutz, Jochen, Rosengarten,<br />

*17.10.1972. Haftsumme: 25.000,00 EUR.Für<br />

denherabgesetzten Teil dieserHaftsummeErhöhung<br />

in Sonderrechtsnachfolge bei Kommanditist:<br />

Lutz,Sandra, geb. Reimer,Rosengarten,<br />

*19.01.1976 Haftsumme: 25.000,00<br />

EUR. 04.01.<strong>2<strong>02</strong>4</strong>. Fröschle Kommanditist/<br />

en mit der Bezeichnung Haftsumme gemäß<br />

Artikel 89 Absatz 2EGHGB von Amts wegen<br />

neu vorgetragen.<br />

HRB 571721<br />

SILLER MULTICOLOR GmbH. Bestellt als<br />

Geschäftsführer: Meyer, PeterFranz, Eppstein,<br />

*23.09.1964. Nicht mehr Geschäftsführer:<br />

Weiß,Sven, Gütersloh, *21.05.1969.<br />

HRB 58<strong>02</strong>26<br />

Tarc GmbH. Bestellt als Geschäftsführer:<br />

Staller, Michael, Landshut, *31.07.1970.<br />

Nicht mehr Geschäftsführer: Becker, Axel,<br />

Künzelsau, *06.08.1964. Prokura erloschen:<br />

Ebert, Franz, Stimpfach, *10.12.1957.<br />

HRB 580747<br />

Walter Schwarz GmbH. Bestellt als<br />

Liquidator: Schwarz, Walter, Öhringen,<br />

*24.07.1954. Nicht mehr Geschäftsführer:<br />

Schwarz, Walter, Crailsheim, *11.07.1962<br />

Die Gesellschaft ist aufgelöst.<br />

HRB 590611<br />

HPE GmbH Tamponiertechnik. Bestellt<br />

als Liquidator: Egner, Manfred, Ingelfingen,<br />

*16.<strong>02</strong>.1959 Nicht mehr Geschäftsführer:<br />

Egner, Manfred, Ingelfingen, *16.<strong>02</strong>.1959<br />

Die Gesellschaftist aufgelöst.<br />

HRB 671273<br />

Logistik Express REWU GmbH. Personenbezogene<br />

Daten (Familienname) geändert<br />

bei Geschäftsführer: Hiedell, Janine<br />

Tamara,Satteldorf, *29.12.1979.<br />

HRB 733332<br />

Betotex GmbH. Nicht mehr Geschäftsführer,<br />

nun bestellt als Liquidator: Hasel,<br />

Alexander Gerhard, Crailsheim, *19.<strong>02</strong>.1974.<br />

Die Gesellschaftist aufgelöst.<br />

HRB 771922<br />

Hofsaft Verwaltungs GmbH. Bestellt als<br />

Liquidator: Rauscher, Christian, Wolpertshausen,<br />

*27.09.1976. Nicht mehr Geschäftsführer:<br />

Rauscher, Christian, Wolpertshausen,<br />

*27.09.1976. DieGesellschaft ist aufgelöst.<br />

HRB 571266<br />

Blumen Bierbach GmbH. Nicht mehr<br />

Geschäftsführerin: Bierbach, Sibylle, geb.<br />

Kühnpast, Floristin, SchwäbischHall.<br />

HRB 580305<br />

Endreß GmbH. Neue Geschäftsanschrift:<br />

Merzbacher Straße 4,74613 Öhringen. Bestellt<br />

als Liquidator: Endreß, Ursula, Öhringen,<br />

*18.09.1959 Nicht mehr Geschäftsführer:<br />

Endreß, Ursula, Öhringen, *18.09.1959.<br />

Die Gesellschaft ist aufgelöst.<br />

HRB 590187<br />

Armbruster Gesellschaft mit beschränkter<br />

Haftung. Nicht mehr Geschäftsführer:<br />

Charvat, Anett Ulrike, geb.<br />

Schwinger,Schöntal-Bieringen, *20.04.1980.<br />

HRB 59<strong>02</strong>80<br />

LIGHT &MORE GmbH. Bestellt als Geschäftsführer:<br />

Näve, Barbara, Forchtenberg,<br />

*23.10.1948.<br />

HRB 670793<br />

Gerhard Husmann Maschinenfabrik<br />

GmbH. Nicht mehr Geschäftsführer:<br />

Husmann, Gerhard Nikolaus, Lathen,<br />

*25.08.1955.<br />

HRB 671417<br />

Krauß Beförderungsdienste GmbH.<br />

Bestellt als Geschäftsführer: Reichert, Susanne<br />

Christin, Satteldorf, *07.11.1985. Bestellt<br />

als Geschäftsführer: Böhme, Eva Kathrin,<br />

Schwäbisch Hall, *08.12.1983 einzelvertretungsberechtigt.<br />

Nicht mehr Geschäftsführer:<br />

Krauß, Dieter, Kreßberg, *19.05.1956 Nicht<br />

mehr Geschäftsführer: Krauß, Karin, Kreßberg,<br />

*<strong>02</strong>.06.1959.<br />

HRB 69<strong>02</strong>47<br />

Schreyer GmbH. Einzelprokura: Schreyer,<br />

Patrick, Gerabronn, *19.05.1993.<br />

HRB 772392<br />

Lignum Consulting GmbH. Bestellt<br />

als Geschäftsführer: Hinger, Marcel, Empfingen-Wiesenstetten,<br />

*24.07.1987. Nicht<br />

mehr Geschäftsführer: Rezbach, Dieter Anton,<br />

Kupferzell, *21.05.1962.<br />

HRB 780142<br />

Ludwig &Töchter UG(haftungsbeschränkt)<br />

Bestellt als Liquidator: Ludwig,<br />

Jessica, Stuttgart, *12.07.1991 einzelvertretungsberechtigt<br />

mit der Befugnis, im Namen<br />

der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen<br />

oder als Vertreter eines DrittenRechtsgeschäfte<br />

abzuschließen. Bestellt als Liquidator:<br />

Ludwig, Selina, Stuttgart, *31.07.1994 einzelvertretungsberechtigt.<br />

Nicht mehr Geschäftsführer:<br />

Ludwig, Jessica, Stuttgart, *12.07.1991<br />

Nicht mehr Geschäftsführer: Ludwig, Selina,<br />

Stuttgart, *31.07.1994 Die Gesellschaft ist<br />

aufgelöst.<br />

HRB 787673<br />

NILUKO UG (haftungsbeschränkt).<br />

Nun bestellt als Liquidator: Köngeter, Luca<br />

Niklas, Gaildorf, *12.10.2004. Die Gesellschaft<br />

ist aufgelöst.<br />

HRA 670632<br />

R. Weiss Packaging GmbH &Co. KG.<br />

Ausgeschieden als Persönlich haftender<br />

Gesellschafter: Babel, Ann-Kathrin, Dinkelsbühl,<br />

*03.09.1987.<br />

HRA 720967<br />

RW Grundbesitzgesellschaft mbH<br />

& Co. KG. Ausgeschieden als Persönlich<br />

haftender Gesellschafter: Babel, Ann-Kathrin,<br />

Dinkelsbühl, *03.09.1987.<br />

HRA 720969<br />

R. Weiss Automation GmbH & Co.<br />

KG. Ausgeschieden als Persönlich haftender<br />

Gesellschafter: Babel, Ann-Kathrin, Dinkelsbühl,<br />

*03.09.1987.<br />

HRA 735909<br />

MediKÜN-Apotheke Künzelsau. Inhaber:<br />

Bockmann Apotheken OHG.Errichtet: Zweigniederlassung<br />

unter gleicher Firma mit Zusatz<br />

Filiale Roßfeld Apotheke Crailsheim,<br />

74564 Crailsheim, Geschäftsanschrift: Haller<br />

Straße 195, 74564 Crailsheim. DerGeschäftsbetrieb<br />

der „Apotheke in Roßfeld e.K.“, Ulm<br />

(Amtsgericht Ulm, HRA 720542), Inhaber<br />

Markus Löllgen, ist übergegangen auf die<br />

„MediKÜN-Apotheke Künzelsau Inhaber:<br />

Bockmann Apotheken OHG“, Künzelsau<br />

(Amtsgericht Stuttgart, HRA 735909) mit<br />

dem Recht zur Fortführung derFirma, die es<br />

als Zweigniederlassung fortführt. Der Übergang<br />

der im Geschäftsbetrieb des früheren<br />

Inhabers begründeten Verbindlichkeiten ist<br />

ausgeschlossen.<br />

HRB 571287<br />

Der Leder-Laden R.S. GmbH. Bestellt<br />

als Liquidator: Seltier, Reinhard, Schwäbisch<br />

Hall, *27.08.1949 Nicht mehr Geschäftsführer:<br />

Seltier,Reinhard, Kaufmann, Schwäbisch<br />

Hall, *27.08.1949. Die Gesellschaft ist aufgelöst.<br />

HRB 670948<br />

Telegärtner Elektronik GmbH. Nicht<br />

mehr Geschäftsführer: Brieger, Günther,<br />

Crailsheim, *05.05.1944.<br />

HRB 690376<br />

SFP Verwaltungsgesellschaft mbH.<br />

Nicht mehr Geschäftsführer: Kaske, Siegfried,<br />

Crailsheim, *<strong>02</strong>.01.1950.<br />

HRB 738664<br />

Brendel Beteiligungen GmbH. Bestellt<br />

als Geschäftsführer: Dr.-Ing. Brendel, Cornelia<br />

Friederike, Ilshofen, *03.12.1982.<br />

HRB 749767<br />

Raiffeisen Viehzentrale GmbH. Nicht<br />

mehr Geschäftsführer: Reichert, Martin,<br />

Korntal-Münchingen, *25.10.1977. Prokura<br />

erloschen: Kollmer, Bernd, Winnenden,<br />

*29.06.1961 Gesamtprokura gemeinsam mit<br />

einem Geschäftsführer: Nienkemper, Birgit,<br />

Neubeckum, *18.12.1981 Dr. Mathiak, Holger,Eberhardszell,<br />

*11.11.1970.<br />

HRB 787872<br />

Diakoneo Gesundheitszentrum Hohenlohe<br />

gGmbH. Bestellt als Geschäftsführer:<br />

Schad, Stefan, Bad Soden am Taunus,<br />

*05.08.1982 einzelvertretungsberechtigt. Bestellt<br />

als Geschäftsführer:Dr. Hartmann, Mathias,Petersaurach,*17.06.1966<br />

einzelvertretungsberechtigt.<br />

NichtmehrGeschäftsführer:<br />

Rieß,Christoph, Stuttgart, *24.10.1984.<br />

HRB 789433<br />

FRZR UG (haftungsbeschränkt) Firma<br />

geändert; nun: Daniel Lang Immobilien UG<br />

(haftungsbeschränkt) Gegenstand geändert;<br />

nun: Gegenstand des Unternehmens ist der<br />

Handel, Ankauf, Verkauf und Renovierung<br />

von Immobilien und Kraftfahrzeugen im<br />

eigenen Namen und auf eigene Rechnung.<br />

Nicht mehr Geschäftsführer: Kübler, Aaron,<br />

Schwäbisch Hall, *<strong>02</strong>.08.1986 .<br />

HRA 728825<br />

Jacobsen Vermögensverwaltung<br />

GmbH &Co. KG. Änderung derGeschäftsanschrift:<br />

Am Löwengang 11-15, 74564<br />

Crailsheim. Haftsumme erhöht bei Kommanditist:<br />

Jacobsen, Clemens, Stimpfach,<br />

*16.08.1969. Haftsumme: 200,00 EUR.<br />

HRB 571400<br />

Broschat & Steinbach Studio für<br />

Rehabilitation und Fitness GmbH. Bestellt<br />

als Geschäftsführer: Broschat, Hannes,<br />

Schwäbisch Hall, *28.05.1991 einzelvertretungsberechtigt.<br />

Bestellt als Geschäftsführer:<br />

Broschat, Niklas, Schwäbisch Hall,<br />

*27.07.1996 einzelvertretungsberechtigtt.<br />

Nicht mehr Geschäftsführer: Broschat, Jens,<br />

Schwäbisch Hall, *14.12.1955 Personenbezogene<br />

Daten geändert bei Geschäftsführer:<br />

Steinbach-Krug, Elke, geb. Krug, Schwäbisch<br />

Hall.<br />

HRB 580424<br />

Bürkle GmbH. Geändert, nun Geschäftsanschrift:<br />

Seewiesenstraße32, 74626 Bretzfeld.<br />

HRB 737045<br />

ClassTrucks Autohaus GmbH. Bestellt<br />

als Geschäftsführer: Eijsink, Jeroen, Vilnius /<br />

Litauen, *25.<strong>02</strong>.1973. Nicht mehr Geschäftsführer:<br />

Pasilauskas, Mindaugas, Kaunas /<br />

Litauen, *31.03.198.<br />

HRA 660940<br />

Calcitwerk Schön +Hippelein GmbH<br />

& Co. KG. Eingetreten als Persönlich<br />

haftender Gesellschafter: Hippelein, Frank,<br />

Crailsheim,*03.06.1960.<br />

HRA 738404<br />

Sager + Mack GmbH & Co. KG.<br />

Ausgeschieden als Persönlich haftender<br />

Gesellschafter: Mack, Nina, Mainhardt,<br />

*01.08.1994.<br />

HRA 740930<br />

NH Verwaltung GmbH & Co. KG.<br />

Haftsumme um 900,00 EUR erhöht bei<br />

Kommanditist: Haas, Norbert, Braunsbach,<br />

*19.<strong>02</strong>.1971. Haftsumme: 1.000,00 EUR.<br />

10.01.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> Mulliqi. Kommanditist/en mit<br />

der Bezeichnung Haftsumme gemäß Artikel<br />

89 Absatz 2EGHGB von Amts wegen neuvorgetragen.<br />

HRB 740059<br />

udomi GmbH. NichtmehrGeschäftfsührer,<br />

nunmehr bestellt als: Liquidator: Michelfelder,<br />

Udo, Neuenstein, *10.05.1964. Die<br />

Gesellschaft istaufgelöst.<br />

HRB 740919<br />

TORO Eventservices GmbH. Nichtmehr<br />

Geschäftsführer: Petschenka, Thomas Edwin,<br />

Buchen Odenwald, *17.07.1966.<br />

HRB 742657<br />

Hohl Verwaltungs -und Beteiligungs<br />

GmbH. Bestellt als Geschäftsführer:<br />

Fehrenkötter, Joachim August, Warendorf,<br />

*20.03.1968 einzelvertretungsberechtigt. Bestellt<br />

als Geschäftsführer: Nunner, Ralf Otto,<br />

Kreßberg, *29.12.1963 einzelvertretungsberechtigt.<br />

HRB 779056<br />

STARK SalesLine UG (haftungsbeschränkt)<br />

Vertretungsbefugnisgeändert und<br />

nicht mehr Geschäftsführer, nun bestellt als<br />

Liquidator: Stark, Steffen Alexander, Ilshofen,<br />

*04.01.1985. Die Gesellschaft ist aufgelöst.<br />

HRA 570796<br />

ZIEHL industrie-elektronik GmbH +<br />

Co KG. Prokura erloschen: Wahl, Herbert,<br />

Michelbach an der Bilz, *<strong>02</strong>.03.1958.<br />

HRA 67<strong>02</strong>41<br />

Schön +Hippelein GmbH &Co.KG.<br />

Ausgeschieden als Persönlich haftender Gesellschafter:<br />

Hippelein, Thomas, Crailsheim,<br />

*09.06.1956.<br />

HRB 1784<br />

Hohl GmbH. Bestellt: Geschäftsführer: Fehrenkötter,<br />

Joachim, Warendorf, *20.03.1968<br />

einzelvertretungsberechtigt. Bestellt: Geschäftsführer:<br />

Nunner, Ralf, Kreßberg,<br />

*29.12.1963 einzelvertretungsberechtig.<br />

Prokura erloschen: Nunner, Ralf, Kreßberg,<br />

*29.12.1963.<br />

HRB 571168<br />

WFG - Wirtschaftsförderungsgesellschaft<br />

des Landkreises Schwäbisch<br />

Hall mbH. Prokura erloschen: Schlebach,<br />

Melanie, Schwäbisch Hall, *13.07.1976 Gesamtprokura<br />

Prokuristen: Hampele, Marco,<br />

Schwäbisch Hall.<br />

HRB 670931<br />

BETZ BAU HT GmbH. Bestellt als Geschäftsführer:<br />

Springer, Markus Frank,<br />

Feuchtwangen, *25.11.1973. Nicht mehr<br />

Geschäftsführer: Preiss, Walter, Feuchtwangen,<br />

*18.04.1963. Prokura erloschen: Preiß,<br />

Elvira, Feuchtwangen, *18.04.1968 Einzelprokura:<br />

Springer, Claudia, Feuchtwangen,<br />

*18.05.1975.<br />

HRB 723987<br />

Brümmer Gartenanlagen GmbH..<br />

Bestellt als Liquidator: Brümmer, Julia,<br />

Weingarten, *20.03.1987 Nicht mehr Geschäftsführer:<br />

Brümmer, Julia, Weingarten,<br />

*20.03.1987. Die Gesellschaftist aufgelöst.<br />

HRB 738471<br />

Home Manufaktur GmbH. Nicht mehr<br />

Geschäftsführer sondern nun bestellt als<br />

Liquidator: Häfele, Roman, Gschwend,<br />

*06.10.1989. Nicht mehr Geschäftsführer:<br />

Schien, Johann, Obersontheim, *20.05.1981<br />

Die Gesellschaft istaufgelöst.<br />

HRB 745590<br />

WIRTHWEIN SE. Gesamtprokura gemeinsammit<br />

einem Vorstandsmitglied oder einem<br />

anderen Prokuristen: Beutemann, Marc Tim,<br />

Fürth, *24.05.1980 Prokura erloschen: de<br />

Vivo, Massimo, Würzburg, *28.06.1973.<br />

HRA 670643<br />

S+HHolding GmbH &Co. KG. Ausgeschieden<br />

als Persönlich haftender Gesellschafter:<br />

Hippelein, Frank, Crailsheim,<br />

*03.06.1960. Eingetreten als Kommanditist:<br />

Hippelein, Frank, Crailsheim, *03.06.1960<br />

Haftsumme: 1.500.000,00 EURKommanditist:<br />

Hippelein, Thomas, Crailsheim, *09.06.1956<br />

Haftsumme: 1.500.000,00 EUR. 12.01.<strong>2<strong>02</strong>4</strong><br />

Miller Kommanditisten mit der Bezeichnung<br />

Haftsumme gemäßArtikel 89 Absatz2EGHGB<br />

vonAmts wegen neu vorgetragen.<br />

HRA 680665<br />

Wirthwein GmbH & Co. KG. Prokuraerloschen:deVivo,<br />

Massimo, Würzburg,<br />

*28.06.1973.<br />

HRA 724347<br />

MAC energy systems GmbH & Co.<br />

KG. Ausgeschieden als Persönlich haftender<br />

Gesellschafter: Babel, Ann-Kathrin, Dinkelsbühl,<br />

*03.09.1987.<br />

HRB 736461<br />

HandwerksKombinat Hohenlohe<br />

GmbH. NichtmehrGeschäftsführer sondern<br />

nun bestellt als Liquidator: Rex, Georg Friedrich,<br />

Kreßberg, *<strong>02</strong>.10.1966. Nicht mehr Geschäftsführer:Dütz,Michael<br />

Klaus, Kreßberg,<br />

*03.09.1960. Die Gesellschaftist aufgelöst.<br />

HRB 736643<br />

Mücke Ambiente GmbH. Nunmehr<br />

bestellt als Liquidator: Mücke, Tobias, Langenburg,<br />

*17.04.1988. Die Gesellschaft ist<br />

aufgelöst.<br />

HRB 746507<br />

Ranft Solarpark Obergessertshausen<br />

GmbH. Bestellt als Geschäftsführer:<br />

Abele, Markus, Aalen, *13.05.1974 einzelvertretungsberechtigt.<br />

Nicht mehr Geschäftsführer:<br />

Zepke, Rainer Burkhardt, Gerbrunn,<br />

*12.05.1966. Prokura erloschen: Schlösser,<br />

Titus, Köln, *27.09.1981 Einzelprokura: Zepke,<br />

Rainer,Gerbrunn, *12.05.1966.<br />

HRB 670782<br />

GINO GINERO Ledermoden GmbH.<br />

. Nicht mehr Geschäftsführer, nun bestellt<br />

als Liquidator: Muntzinger, Ernst Günter,<br />

Stimpfach, *29.06.1952 Nicht mehr Geschäftsführer:Hanselmann,<br />

Kurt, Kaufmann,<br />

Crailsheim.Die Gesellschaftist aufgelöst.<br />

HRB 690317<br />

ServoGrund Immobilien Verwaltungs-<br />

und Service GmbH. Bestellt<br />

als Geschäftsführer: Zielonka, Kevin Ralf,<br />

Langenburg, *29.09.1988. Nicht mehr Geschäftsführer:<br />

Kaske, Siegfried, Crailsheim,<br />

*<strong>02</strong>.01.1950.<br />

HRB 729294<br />

Lehanka Kommunikationsagentur<br />

GmbH. Einzelprokura: Lehanka, Hanna,<br />

München, *08.07.1993 Lehanka, Christof,<br />

Fichtenau, *24.07.1996 Lehanka, Waltraud,<br />

Fichtenau, *06.09.1964.<br />

HRB 734677<br />

S&HWohnbau GmbH. Bestellt als Geschäftsführer:<br />

Heinzmann, Tanja Elisabeth,<br />

Weikersheim, *28.04.1975. Nicht mehr Geschäftsführer:<br />

Hauff, Heinz Willi, Obernbreit,<br />

*06.07.1962.<br />

HRB 735686<br />

Medizinisches Versorgungszentrum<br />

Kirchberg gemeinnützige GmbH. Bestellt<br />

als Geschäftsführer: Berschauer, Jeremia,<br />

Würzburg, *25.06.1988. Nicht mehr Geschäftsführer:<br />

Kaufmann, Matthias Stephan,<br />

Malterdingen, *29.12.1971.<br />

HRB 741722<br />

Kiling GmbH. Bestellt als Geschäftsführer:<br />

Zietek, Paulina, Gorzów Wielkopolski /Polen,<br />

*10.03.1979 Nicht mehr Geschäftsführer:<br />

Lebsack, Paul, Ingelfingen, *22.04.1982.<br />

HRB 744520<br />

AWS Verwaltungs-GmbH. Bestellt als<br />

Liquidator: Wagner, Tatjana, Bretzfeld,<br />

*08.12.1959 Bestellt als Liquidator: Klein,<br />

Marina, Bretzfeld, *01.07.1982 Bestellt als<br />

Liquidator: Hoch-Wagner,Helene, Weinsberg,<br />

*12.06.1984 Nicht mehr Liquidator: Wagner,<br />

Viktor,Bretzfeld, *04.08.1956.<br />

HRB 747231<br />

SPG Treuhand GmbH. Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.<br />

Berichtigung zur<br />

Geschäftsanschrift: Worthingtonstraße 27,<br />

74564 Crailsheim.<br />

HRB 768247<br />

Stationäres Hospiz Schwäbisch Hall<br />

gGmbH. Nicht mehr Geschäftsführer: Egner,<br />

Annabel,Rosengarten, *06.07.1995.<br />

HRB 789459<br />

ILS Schwäbisch Hall gGmbH. Bestellt als<br />

Geschäftsführer: Amend, Stefan, Schwäbisch<br />

Hall, *19.12.1962.<br />

HRA 570525<br />

Robert PhilippGmbH u. Co KG. Eingetreten<br />

als Persönlich haftende Gesellschafterin:<br />

Philipp GmbH, Waldenburg (Amtsgericht<br />

Stuttgart HRB 726362). Ausgeschieden als<br />

Persönlich haftende Gesellschafterin: Philipp<br />

-Verwaltungs -und Beteiligungsgesellschaft<br />

mit beschränkter Haftung, Waldenburg<br />

(Amtsgericht Stuttgart HRB 570159)<br />

HRA 732742<br />

Münch Grundstücks GmbH &Co. KG.<br />

Nicht mehr Persönlich haftender Gesellschafter:<br />

Walter Münch Beteiligungs GmbH, Künzelsau<br />

(Amtsgericht Stuttgart HRB 590819)<br />

Im Wege der Gesamtrechtsnachfolge durch<br />

Verschmelzung der persönlich haftenden<br />

Gesellschafterin „Walter Münch Beteiligungs<br />

GmbH“, Künzelsau (Amtsgericht Stuttgart<br />

HRB 590819) nun Persönlich haftender<br />

Gesellschafter: Schorsch Münch GmbH, Künzelsau<br />

(Amtsgericht Stuttgart HRB 735817).<br />

HRB 570178<br />

MERZ GMBH. Bestellt als Geschäftsführer:<br />

Ungerer, Timm, Untermünkheim,<br />

*29.05.1974 abzuschließen. Prokura erloschen:<br />

Ungerer, Tim, Untermünkheim,<br />

*29.05.1974.<br />

HRB 580747<br />

Walter Schwarz GmbH. Die Eintragung<br />

laufende Nummer 3Spalte 4wird hinsichtlich<br />

der Geschäftsführereintragung von Amts<br />

wegen berichtigt: Nicht mehr Geschäftsführer:<br />

Schwarz, Walter,Maurer-und Stukkateurmeister,Öhringen.<br />

HRB 724047<br />

LHM Energiesteuer Steuerberatungsgesellschaft<br />

mbH. Bestellt als Geschäftsführer:<br />

Karg, Dorothea, Crailsheim,<br />

*18.10.1987. Nicht mehr Geschäftsführer:<br />

Hußenöder, Jürgen, Steuerberater, Kreßberg,<br />

*18.03.1968.<br />

HRB 725937<br />

Medizinisches Versorgungszentrum<br />

am Caritas-Krankenhaus Bad<br />

Mergentheim gemeinnützige GmbH.<br />

Bestellt als Geschäftsführer: Berschauer,<br />

Jeremia, Würzburg, *25.06.1988. Nicht mehr<br />

Geschäftsführer: Kaufmann, Matthias, Malterdingen,<br />

*29.12.1971.<br />

Löschung<br />

HRB 7316<strong>02</strong><br />

Brandl UG (haftungsbeschränkt) Die<br />

Liquidation ist beendet. Die Gesellschaft ist<br />

gelöscht.<br />

HRB 731840<br />

Bernhard Ehrmann GmbH. DieLiquidation<br />

ist beendet. DieGesellschaft ist gelöscht.<br />

HRB 775182<br />

STEF GmbH. Sitz verlegt; nun: Erfurt<br />

(Amtsgericht JenaHRB 521405).<br />

HRB 234813<br />

Blitz 17-612 UG (haftungsbeschränkt)<br />

Die Liquidation ist beendet. Die<br />

Gesellschaft ist erloschen.<br />

HRB 580858<br />

Metzger Logistik GmbH. DieGesellschaft<br />

ist aufgrund des Umwandlungsbeschlusses<br />

vom 13.12.2<strong>02</strong>3 in eine Gesellschaft mit beschränkter<br />

Haftung unter der Firma „Metzger<br />

Logistik GmbH“, Kupferzell (Amtsgericht<br />

Stuttgart HRB 792560) gemäß § 190 ff.<br />

UmwG formwechselnd umgewandelt.<br />

HRB 590819<br />

Walter Münch Beteiligungs GmbH. Die<br />

Gesellschaft (übertragender Rechtsträger) ist<br />

aufgrund des Verschmelzungsvertrages vom<br />

19.12.2<strong>02</strong>3 und der Versammlungsbeschlüsse<br />

der beteiligten Rechtsträger vom 19.12.2<strong>02</strong>3<br />

mit der Gesellschaft mit beschränkter Haftung<br />

„Schorsch Münch GmbH“, Künzelsau<br />

(Amtsgericht Stuttgart HRB 735817) verschmolzen<br />

(Verschmelzung zur Aufnahme).<br />

Das Registerblatt ist geschlossen.<br />

HRB 670737<br />

Heinz Dahlke GmbH. DieLiquidation ist<br />

beendet. DieGesellschaft ist gelöscht.<br />

HRA 740136<br />

Lutz Huschmann e.K. DieFirma ist erloschen.<br />

Das Registerblatt ist geschlossen.<br />

HRA 736591<br />

Weinberger Bau Objekt GmbH &Co.<br />

KG. DieGesellschaft ist aufgelöst. DieFirma<br />

ist erloschen. Eine Liquidation findet nicht<br />

statt. Ausgeschieden als Weinberger, Wilhelm,<br />

Bretzfeld, Einlage: 500,00 EUR. Ausgeschieden<br />

als Weinberger, Martin, Bretzfeld,<br />

Einlage: 500,00 EUR.<br />

HRB 734478<br />

FB Fuchs & Boy Verwaltungsgesellschaft<br />

UG (haftungsbeschränkt) Die<br />

Liquidation ist beendet. Die Gesellschaft ist<br />

gelöscht.<br />

HRA 736412<br />

Hofsaft GmbH &Co. KG. Ausgeschieden<br />

als Persönlich haftender Gesellschafter:<br />

Hofsaft Verwaltungs GmbH, Wolpertshausen<br />

(Amtsgericht Stuttgart HRB 771922) Die<br />

Gesellschaft ist aufgelöst. Die Firma ist erloschen.<br />

Eine Liquidation findet nicht statt.<br />

HRB 756575<br />

BMLV UG (haftungsbeschränkt) Die<br />

Liquidation ist beendet. Die Gesellschaft ist<br />

gelöscht.<br />

HRA 740042<br />

PREG CAD/CAM GmbH &Co.KG. Ausgeschieden<br />

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