24.08.2018 Aufrufe

Tassilo, Ausgabe September/Oktober 2018 - Das Magazin rund um Weilheim und die Seen

Pa-Kua in Weilheim und Tutzing - Körper und Geist im Einklang - Um 5 Uhr früh auf dem Starnberger See: Der Fang seines Lebens - Axel Piper auf der Roten Couch; Pfarrer, Dekan und Bald-Bischof - Polling und seine Weinerer - Historie als Triebfeder - Maßgeschneidert und von Hand gemacht: hochwertige Ballettkleider aus Starnberg - Einsatzmonitoring bei Feuerwehren, ein Quantensprung in Sachen Alarmierung - ifb mit Sitz in Seehausen hat jährlich über 70.000 Teilnehmer - Interview mit dem Ausbildungsleiter von Roche, Dr. Andreas Gebbert - Die Regisseure von morgen: Trickfilmwerkstatt in der Stadtbücherei Weilheim - Angebote für Analphabeten: raus aus dem gesellschaftlichen Tabu - Die Berufsschule, ein Kompetenzzentrum für Technik, Bau und Agrar - Ausbildung zum Hufschmied: der Orthopädieschuhmacher fürs Pferd - Mit Vollgas in den Herbst: unser Veranstaltungskalender für September und Oktober

Pa-Kua in Weilheim und Tutzing - Körper und Geist im Einklang - Um 5 Uhr früh auf dem Starnberger See: Der Fang seines Lebens - Axel Piper auf der Roten Couch; Pfarrer, Dekan und Bald-Bischof - Polling und seine Weinerer - Historie als Triebfeder - Maßgeschneidert und von Hand gemacht: hochwertige Ballettkleider aus Starnberg - Einsatzmonitoring bei Feuerwehren, ein Quantensprung in Sachen Alarmierung - ifb mit Sitz in Seehausen hat jährlich über 70.000 Teilnehmer - Interview mit dem Ausbildungsleiter von Roche, Dr. Andreas Gebbert - Die Regisseure von morgen: Trickfilmwerkstatt in der Stadtbücherei Weilheim - Angebote für Analphabeten: raus aus dem gesellschaftlichen Tabu - Die Berufsschule, ein Kompetenzzentrum für Technik, Bau und Agrar - Ausbildung zum Hufschmied: der Orthopädieschuhmacher fürs Pferd - Mit Vollgas in den Herbst: unser Veranstaltungskalender für September und Oktober

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<strong>Ausgabe</strong> 20<br />

<strong>September</strong> / <strong>Oktober</strong> <strong>2018</strong><br />

®<br />

<strong>Das</strong> <strong>Magazin</strong> <strong>r<strong>und</strong></strong> <strong>um</strong> <strong>Weilheim</strong> <strong>und</strong> <strong>die</strong> <strong>Seen</strong><br />

Eine Produktion von<br />

Titelbild: Renate Dodell<br />

An der Ammer bei Unterhausen<br />

aus dem Kalender „Pfaffenwinkel 2019“<br />

mit Veranstaltungskalender für zwei Monate<br />

Bei Sonnenaufgang ...<br />

Fischer auf dem Starnberger See<br />

In der Apostelkirche ...<br />

Dekanatsleiter Axel Piper erzählt


Seit über 28 Jahren schaffen wir als unabhängige,<br />

erfolgreiche Unternehmensgruppe Lösungen <strong>r<strong>und</strong></strong> <strong>um</strong> <strong>die</strong><br />

Blech- <strong>und</strong> Rohrbearbeitung. Wir bieten unseren<br />

namhaften K<strong>und</strong>en aus verschiedensten Branchen mit<br />

unserem hochmodernen Maschinenpark individuelle <strong>und</strong><br />

zukunftsorientierte Lösungen.<br />

Wir suchen z<strong>um</strong> nächstmöglichen Zeitpunkt für unseren Standort in Schwabsoien eine/n<br />

Mitarbeiter Qualitätssicherung (m/w)<br />

Stellvertretenden Fertigungsleiter (m/w)<br />

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Voraussetzungen finden Sie auf unserer Homepage:<br />

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Schweißtreibende<br />

Romantik<br />

> > > AUS DEM INHALT<br />

Seite 4<br />

Körper <strong>und</strong> Geist im<br />

Einklang: Pa-Kua in<br />

<strong>Weilheim</strong> <strong>und</strong> Tutzing<br />

Seite 32<br />

ifb mit Sitz in Seehausen<br />

hat jährlich über 70 000<br />

Teilnehmer<br />

Märchenhafter als an <strong>die</strong>sem Dienstagmorgen in<br />

den Tag zu starten? Schier unmöglich. Gegen 4.50<br />

Uhr steigt ein gewaltiger Feuerball über das ostseitige<br />

Ufer des Starnberger Sees, während auf der gegenüberliegenden<br />

Seite in Bernried Stockenten <strong>und</strong><br />

Bewohner noch tiefträ<strong>um</strong>end in ihren Betten liegen<br />

<strong>und</strong> schlafen. Einzig im Wohnhaus von Familie Hubl<br />

brennt schon Licht. Den Schalter im Gang betätigt<br />

hat Thomas Hubl, 46, einer der wenigen Fischer, <strong>die</strong><br />

noch täglich hinausfahren <strong>und</strong> auf Fangglück hoffen.<br />

Wir haben den hauptberuflichen Versicherungskaufmann<br />

begleitet bei <strong>die</strong>ser schweißtreibenden Arbeit,<br />

<strong>die</strong> draußen auf dem See bei weitem nicht immer<br />

so romantisch ist wie an <strong>die</strong>sem herrlichen Dienstag.<br />

<strong>Das</strong>s ausgerechnet an <strong>die</strong>sem Tag so viele Renken<br />

wie nie zuvor im Netz zappeln? „Pures Glück“, sagt<br />

Hubl, bevor es ans Säubern, Ausnehmen, Einlagern<br />

<strong>und</strong> Verpacken der frischen Fische geht. Als schweißtreibende,<br />

aber auch pädagogisch wertvolle Arbeit<br />

ist <strong>die</strong> Schulba<strong>um</strong>aktion in Eglfing zu bezeichnen.<br />

Dort bekommen Einschulkinder nicht nur Schultüte,<br />

sondern auch Apfel-, Birn- oder Kirschba<strong>um</strong> in <strong>die</strong><br />

Hand gedrückt.<br />

Davon begeistert ist sicherlich auch Pfarrer, Dekan<br />

<strong>und</strong> Bald-Bischof Axel Piper aus <strong>Weilheim</strong>. Der stolze<br />

Vater dreier Kinder ist so etwas wie der Häuptling<br />

aller Evangelischen, der sich <strong>und</strong> seine Gleichgesinnten<br />

ganz klar in der Pflicht sieht, Kirche so zeitgemäß<br />

<strong>und</strong> modern wie nur möglich zu gestalten.<br />

Thema im großen Interview auf der Roten Couch<br />

ist auch der Zölibat der Katholischen, von dem der<br />

R<strong>und</strong>funkprediger überhaupt nichts hält. Komplett<br />

frei von religiösen Ansichten <strong>und</strong> Zugehörigkeiten<br />

beginnt Anfang <strong>September</strong> für viele Jugendliche der<br />

sogenannte Ernst des Lebens, der Einstieg ins Berufsleben.<br />

Passend z<strong>um</strong> Ausbildungsstart haben wir<br />

Roche-Ausbildungsleiter Dr. Andreas Gebbert interviewt,<br />

der aktuell verantwortlich ist für 300 Azubis<br />

im größten biotechnologischen Ausbildungszentr<strong>um</strong><br />

Bayerns. Außerdem besucht haben wir <strong>die</strong> <strong>Weilheim</strong>er<br />

Berufsschule, das Berufsinformationszentr<strong>um</strong><br />

in der Agentur für Arbeit sowie einen ehrgeizigen,<br />

frischgebackenen Hufschmied, der unter anderem<br />

von der schweißtreibenden Abschlussprüfung auf<br />

dem renommierten Gestüt Schwaiganger berichtet.<br />

Schweißtreibende Arbeit am schönsten <strong>und</strong> romantischsten<br />

Arbeitsplatz der Welt betreiben auch <strong>die</strong><br />

Mitarbeiter eines Handwerkbetriebes in Haunshofen.<br />

Was genau <strong>die</strong> Zimmerer in Badehose, Neoprenanzug<br />

oder Latzg<strong>um</strong>mihose ausüben, hat uns Inhaber<br />

Florian Brennauer bei einer ausgiebigeren Kaffeepause<br />

bis ins Detail erklärt. Gleiches gilt für Helene<br />

„Teufels“-Engel, gebürtige Oberschwäbin, aber seit<br />

vielen Jahren in Starnberg lebend. In ihrem gemütlichen<br />

Laden direkt an der Hauptstraße fertigt sie<br />

maßgeschneiderte Tanz- <strong>und</strong> Ballettkleider aller<br />

Art. <strong>Das</strong>s es sich hierbei <strong>um</strong> äußerst hochwertiges,<br />

ja sogar einzigartiges Handwerk handelt, durfte aus<br />

erster Hand erfahren,<br />

Ihr Johannes Schelle<br />

Seite 6<br />

Um 5 Uhr Früh auf dem<br />

Starnberger See: Der Fang<br />

seines Lebens<br />

Seite 9<br />

Pfarrer, Dekan <strong>und</strong> Bald-<br />

Bischof: Axel Piper im großen<br />

Interview auf der Roten Couch<br />

Seite 14<br />

Polling <strong>und</strong> seine<br />

Weinerer — Historie<br />

als Triebfeder<br />

Seite 20<br />

Maßgeschneidert <strong>und</strong> von<br />

Hand gemacht: Hochwertige<br />

Ballettkleider aus Starnberg<br />

Seite 26<br />

Ein Quantensprung in<br />

Sachen Alarmierung: Einsatz-<br />

Monitoring bei Feuerwehren<br />

Seite 28<br />

Eine modellbauverrückte<br />

Familie aus Forst <strong>und</strong> ihre<br />

schlafenden Flitzer in Miniatur<br />

Seite 40<br />

Interview mit Dr. Andreas<br />

Gebbert, Ausbildungsleiter<br />

bei Roche<br />

Seite 44<br />

Regisseure von morgen:<br />

Trickfilmwerkstatt in der<br />

Stadtbücherei <strong>Weilheim</strong><br />

Seite 46<br />

Raus aus dem<br />

gesellschaftlichen Tabu:<br />

Angebot für Analphabeten<br />

Seite 54<br />

Die Berufsschule, ein<br />

Kompetenzzentr<strong>um</strong> für<br />

Technik, Bau <strong>und</strong> Agrar<br />

Seite 56<br />

Orthopä<strong>die</strong>schuhmacher<br />

fürs Pferd – <strong>die</strong> Ausbildung<br />

z<strong>um</strong> Hufschmied<br />

Seite 61<br />

Mit Vollgas in den Herbst:<br />

Unsere Veranstaltungstipps für<br />

<strong>September</strong> <strong>und</strong> <strong>Oktober</strong><br />

september / oktober <strong>2018</strong> | 3


Pa-Kua in <strong>Weilheim</strong> <strong>und</strong> Tutzing<br />

Körper <strong>und</strong> Geist<br />

im Einklang<br />

<strong>Weilheim</strong>/Tutzing im/T<br />

| Immer wieder<br />

erstaunlich, welch außergewöhnliche<br />

Freizeitangebote itan<br />

te <strong>die</strong> Region<br />

<strong>r<strong>und</strong></strong><br />

<strong>um</strong> Ammersee mers<br />

ee <strong>und</strong> Starnber-<br />

ger See zu<br />

bieten hat.<br />

So<br />

findet sich<br />

inmitten des<br />

<strong>Tassilo</strong>landes silo<br />

lan – genau<br />

genommen in <strong>Weilheim</strong> <strong>und</strong><br />

Tutzing – eine von nur <strong>r<strong>und</strong></strong> zehn<br />

Schulen in ganz Deutschland, <strong>die</strong><br />

Pa-Kua unterrichten. Klingt nach<br />

einer asiatischen Kampfsportart,<br />

ist es allerdings nicht – z<strong>um</strong>indest<br />

nicht ausschließlich. Pa-Kua ist<br />

überliefertes Wissen, das über viele<br />

Jahrh<strong>und</strong>erte in sehr traditioneller<br />

Form in China gelehrt <strong>und</strong> von<br />

Generation zu Generation innerhalb<br />

einer Familie weitergegeben<br />

wurde. Es beinhaltet Wissen über<br />

<strong>die</strong> kosmischen Gesetzmäßigkeiten<br />

des Lebens <strong>und</strong> <strong>um</strong>fasst Konzepte<br />

wie Yin <strong>und</strong> Yang sowie <strong>die</strong> fünf<br />

Elemente der traditionellen chinesischen<br />

Medizin. Die chinesischen<br />

Wörter „Pa“ <strong>und</strong> „Kua“ bedeuten<br />

übersetzt „acht Wandlungsphasen“<br />

<strong>und</strong> sollen <strong>die</strong> G<strong>r<strong>und</strong></strong>lagen<br />

jeglichen Tuns beschreiben. „Den<br />

Wandel zu erkennen, zu akzeptieren<br />

<strong>und</strong> sich harmonisch anzupassen<br />

kann helfen, den Verlauf des<br />

Lebens besser zu verstehen <strong>und</strong><br />

mehr im Einklang mit sich selbst<br />

<strong>und</strong> dem Umfeld zu leben“, so eines<br />

der übergeordneten Ziele von<br />

Pa-Kua.<br />

Ges<strong>und</strong>heitsbewusstsein<br />

hat Priorität<br />

„Man lernt seinen Körper bewusster<br />

kennen, wobei der Ges<strong>und</strong>heitsaspekt<br />

natürlich klar im<br />

Vorderg<strong>r<strong>und</strong></strong> steht“, sagt Thomas<br />

Braungart. Gemeinsam mit seiner<br />

Frau Andrea unterrichtet er seit<br />

2009 Pa-Kua. 2012 haben sie in<br />

Tutzing ihre erste Schule eröffnet,<br />

ein Jahr später ihre Schreinerei<br />

aufgegeben, seither betreiben sie<br />

auch dank steigender Nachfrage<br />

<strong>die</strong> Schule in Vollzeit. 2016 erweiterten<br />

sie mit einer Zweigstelle in<br />

der <strong>Weilheim</strong>er Fußgängerzone<br />

ihr Angebot. „Es war unglaublich<br />

energetisierend“, berichtet Thomas<br />

Braungart von seiner ersten Berührung<br />

mit Pa-Kua im Jahr 2005.<br />

Kurze Zeit später schloss sich Andrea<br />

Braungart dem Unterricht,<br />

damals in Berg am Starnberger<br />

See, an <strong>und</strong> wurde ähnlich gepackt<br />

vom Pa-Kua-Fieber wie ihr Gatte.<br />

Mittlerweile unterrichten <strong>die</strong> beiden<br />

gemeinsam mit vier weiteren<br />

„Meistern“ <strong>r<strong>und</strong></strong> 170 Schüler in<br />

ihren Unterrichtsrä<strong>um</strong>en in <strong>Weilheim</strong><br />

<strong>und</strong> Tutzing – eine stolze Zahl<br />

angesichts von nur <strong>r<strong>und</strong></strong> 500 Pa-<br />

Kua-Schülern in ganz Deutschland.<br />

„Man macht das, worauf man Lust<br />

hat“, erklärt Thomas Braungart,<br />

dass der Leistungsaspekt anders<br />

als bei den meisten Sportarten<br />

nahezu keine Rolle spielt. „Jeder<br />

kann im Training an den eigenen<br />

Grenzen arbeiten, <strong>um</strong> <strong>die</strong>se stetig<br />

ein Stück weit zu verschieben.“<br />

Auch deshalb ist <strong>die</strong> Altersstruktur<br />

in den Kursen bunt gemischt, <strong>und</strong><br />

Übungsinhalte immer individuell<br />

an den Einzelnen angepasst. Einzig<br />

Kinder werden in extra Kursen<br />

unterrichtet.<br />

Neun verschiedene<br />

Einzeldisziplinen<br />

Um möglichst viele Menschen zu<br />

erreichen, wird Pa-Kua auf verschiedenste<br />

Arten vermittelt. Von<br />

sportlichem Training bis zur Energielehre<br />

wird für jeden Menschen<br />

in jedem Alter der passende Zu-<br />

Bogenschießen zählt zu den<br />

beliebtesten Pa-Kua-Disziplinen.<br />

Beim Pa-Kua arbeitet im Training<br />

jeder an seinen eigenen Grenzen.<br />

4 | tassilo


Seit 2005 übt sich Thomas Braungart in Pa-Kua, seit 2009 unterrichtet er.<br />

gang mit den passenden Techniken<br />

geboten. Konkret ist Pa-Kua in<br />

neun Einzeldisziplinen unterteilt,<br />

<strong>die</strong> sich wieder<strong>um</strong> in <strong>die</strong> beiden<br />

Schwerpunkte Kampf <strong>und</strong> Therapie<br />

aufsplitten. Zu den Kampf-Disziplinen<br />

zählt z<strong>um</strong> einen – wie der<br />

Name schon verrät – <strong>die</strong> Kampfkunst.<br />

Eine ganzheitliche Disziplin,<br />

bei der das Hauptaugenmerk auf<br />

der persönlichen Entwicklung liegt.<br />

Die Schwertkunst beinhaltet Handhabung<br />

<strong>und</strong> Anwendung verschiedenster<br />

Hieb- <strong>und</strong> Stichwaffen<br />

wie Schwert, Säbel oder Messer,<br />

sowie das Studi<strong>um</strong> von Herkunft,<br />

Geschichte, Philosophie <strong>und</strong> Strategie.<br />

Willenskraft, Konzentration,<br />

Präzision, <strong>die</strong> Fähigkeit zu reagieren<br />

<strong>und</strong> Entscheidungen zu treffen<br />

werden ebenso gefördert wie <strong>die</strong><br />

Werte Ehrlichkeit, Ordnung, Struktur<br />

<strong>und</strong> das Streben nach Perfektion.<br />

Der Bogen wieder<strong>um</strong> gilt in<br />

vielen Traditionen als erhabenste<br />

<strong>und</strong> vollkommenste aller Waffen.<br />

Beim Bogenschießen verbinden<br />

sich Ritual <strong>und</strong> Praxisorientierung<br />

zu einem Ganzen. Akrobatik kann<br />

beim Pa-Kua – anders als der Begriff<br />

vermuten lässt – in jedem Alter<br />

<strong>und</strong> jeder Verfassung betrieben<br />

werden. Ziel ist es, den eigenen<br />

Körper ohne Geräte <strong>und</strong> Gewichte,<br />

also nur mit Hilfe des eigenen<br />

Körpergewichts oder dem des Trainings-Partners,<br />

zu kräftigen, kennenzulernen<br />

<strong>und</strong> zu beherrschen.<br />

Eine Kombination aus Kampfkunst<br />

<strong>und</strong> Musik ist Pa-Kua-Rhythmus<br />

<strong>und</strong> soll dabei helfen, Stress abzubauen<br />

<strong>und</strong> Kalorien zu verbrennen,<br />

während man <strong>die</strong> G<strong>r<strong>und</strong></strong>lagen der<br />

Kampfkunst kennenlernt.<br />

Gürtelsystem, aber<br />

dennoch anders<br />

Ein wenig geheimnisvoller als <strong>die</strong><br />

Kampf-Disziplinen muten indes<br />

<strong>die</strong> therapeutischen Disziplinen<br />

an. Aufgeteilt in Kosmodynamik,<br />

vielen als Tai Chi bekannt, was eine<br />

Art Meditation in der Bewegung<br />

beschreibt. Sintonie, auch chinesisches<br />

Yoga genannt, bedeutet so<br />

viel wie „Einklang“ – genau dar<strong>um</strong><br />

geht es in <strong>die</strong>ser Disziplin. Reflexologie<br />

<strong>und</strong> Pa-Kua-Energy, bei dem<br />

unter anderem <strong>die</strong> Ernährung eine<br />

große Rolle spielt, <strong>r<strong>und</strong></strong>en das auf<br />

Ganzheitlichkeit bedachte Angebot<br />

ab. „Bei allen Disziplinen wird<br />

<strong>die</strong> Beweglichkeit verbessert, was<br />

letztlich <strong>die</strong> Lebensqualität steigert“,<br />

sagt Thomas Braungart. Die<br />

Basis bei allen Disziplinen ist <strong>die</strong><br />

Gleiche, lediglich der Fokus wird<br />

jeweils anders gesetzt. Selbstredend,<br />

dass allein aus Zeitgründen<br />

nicht jeder sämtliche Angebote<br />

wahrnehmen kann. Man sucht<br />

sich seinen Favoriten aus, intensiviert<br />

oder erweitert sukzessiv. Neben<br />

dem normalen Kursprogramm<br />

bieten Andrea <strong>und</strong> Thomas Braungart<br />

auch intensive Einzelkurse<br />

an, insbesondere für Schüler, <strong>die</strong><br />

möglichst schnell Fortschritte erzielen<br />

möchten <strong>und</strong> auch <strong>die</strong> nötige<br />

Zeit mitbringen. Ähnlich wie<br />

bei asiatischen Kampfsportarten<br />

gibt es beim Pa-Kua ein Gürtelsystem,<br />

allerdings ohne Prüfungen.<br />

Den nächsten Rang erlangt man<br />

durch Einschätzungen der Meister,<br />

<strong>die</strong> eher auf einem zeitlichen<br />

Aspekt <strong>und</strong> der persönlichen Entwicklung<br />

des Schülers im Rahmen<br />

eines vorgegebenen Ausbildungsplanes<br />

beruhen. Sprich: Absolviert<br />

man einen bestimmten Trainingszyklus,<br />

erreicht man ein höheres<br />

Level. „Auch wir sind permanent<br />

in der Ausbildung“, sagt Andrea<br />

Braungart über regelmäßige Fortbildungen<br />

der Internationalen Pa-<br />

Kua-Liga, der sie mit ihrer Schule<br />

angehören. In den Kursst<strong>und</strong>en<br />

gibt es immer auch einen theoretischen<br />

Teil, der aber bewusst klein<br />

gehalten wird. Inhalte werden kreativ,<br />

praktisch <strong>und</strong> nicht analytisch<br />

beigebracht. Damit <strong>die</strong>se schließlich<br />

auch <strong>die</strong> nächste Generation<br />

erreichen – ganz nach der Pa-Kua-<br />

Tradition.<br />

tis<br />

> > > KONTAKT<br />

Sie erreichen Thomas Braungart<br />

von den Pa-Kua-Schulen<br />

Tutzing <strong>und</strong> <strong>Weilheim</strong> unter<br />

kontakt@pakua.bayern oder<br />

0177 / 8296831.<br />

Die Internetseite ist zu finden<br />

unter www.pakua.bayern<br />

september / oktober <strong>2018</strong> | 5


Um 5 Uhr früh auf dem Starnberger See<br />

Der Fang seines Lebens<br />

Bernried | Immer montags <strong>um</strong><br />

Punkt 12 Uhr dürfen <strong>die</strong> Fischer hinaus<br />

auf den Starnberger See <strong>und</strong><br />

ihre Netze spannen. Wo, ist ihnen<br />

selbst überlassen. Thomas Hubl<br />

von der gleichnamigen Fischerei<br />

in Bernried hat sich <strong>die</strong>smal für<br />

<strong>die</strong> Südseite entschieden, <strong>r<strong>und</strong></strong> 800<br />

Meter vom Seeshaupter Ufer entfernt.<br />

Ein Bernrieder in Seeshaupt?<br />

Streitereien <strong>um</strong> <strong>die</strong> vermeintlich<br />

besten Plätze kennt Thomas Hubl<br />

nicht. Die 34 Fischer, <strong>die</strong> es heute<br />

noch gibt am Starnberger See, jedoch<br />

bei weitem nicht<br />

regelmäßig rausfahren,<br />

kommen<br />

gut<br />

miteinander<br />

aus.<br />

In erster Linie wohl deshalb, weil<br />

sie <strong>die</strong> Fischerei mehr nebenberuflich<br />

betreiben müssen – reich wird<br />

man als Fischer am Starnberger<br />

See nicht. Auch Hubl, 46, arbeitet<br />

hauptberuflich als Versicherungskaufmann.<br />

War<strong>um</strong> er trotzdem vier<br />

Tage <strong>die</strong> Woche in aller Herrgottsfrüh<br />

hinausfährt? „Weil mir das<br />

frühe Aufstehen überhaupt nichts<br />

ausmacht“, sagt er. Und weil es<br />

Ehrensache für ihn sei, <strong>die</strong> Jahrh<strong>und</strong>erte<br />

alte Tradition der ehemals<br />

gegründeten <strong>Seen</strong>fischerei<br />

Rauch auch im Jahre <strong>2018</strong> gemeinsam<br />

mit seinen Eltern weiterzuführen.<br />

„Außerdem ist <strong>die</strong> Stimmung<br />

auf dem See wirklich jeden Tag<br />

anders. Sie entschädigt für vieles.“<br />

Es ist Dienstag, Punkt 5 Uhr, als<br />

Thomas Hubl in gelbgrünem T-<br />

Shirt, schwarzer Engelbert-Strauss-<br />

Arbeitshose <strong>und</strong> schwarzen G<strong>um</strong>mistiefeln<br />

mit roter Sohle von der<br />

Haustüre über den Strandbad-<br />

Rasen z<strong>um</strong> Bootshaus hinunterschreitet.<br />

Im Fisch-Kammerl hängt<br />

er sich eine dunkelblaue G<strong>um</strong>mischürze<br />

<strong>um</strong> <strong>und</strong> greift nach einer<br />

hellblauen, frisch ausgewaschenen<br />

Wanne. „Regenjacke brauchen wir<br />

heute keine“, sagt er <strong>und</strong> öffnet <strong>die</strong><br />

schmale Holztüre zur Bootsgarage,<br />

wo unter anderem sein acht Meter<br />

langes Al<strong>um</strong>ini<strong>um</strong>-Boot mit doppeltem<br />

Boden geparkt ist. „<strong>Das</strong> ist<br />

so stabil, da kommt kein Wasser<br />

durch“, sagt er, als er das Schiebe-Tor<br />

z<strong>um</strong> See hinaus aufschiebt<br />

<strong>und</strong> sich im Hinterg<strong>r<strong>und</strong></strong> ein schier<br />

para<strong>die</strong>sisches Farbenspiel auftut:<br />

Ein rot-orangener Feuerball – es<br />

ist <strong>die</strong> ganz langsam aufgehende<br />

Sonne. Wanne einladen, Boot losbinden,<br />

hineinsteigen <strong>und</strong> am Gebälk<br />

entlang sich <strong>und</strong> das Boot vorsichtig<br />

hinaus aufs offene Wasser<br />

schieben, ziehen, drücken. Dann<br />

schmeißt Thomas Hubl den 40 PS<br />

starken Benzinmotor an, gibt erst<br />

leicht Gas, weiter draußen dann<br />

Vollgas.<br />

400 Meter langes<br />

Schwebnetz<br />

Thomas Hubl <strong>und</strong> sein Fischerboot<br />

aus Al<strong>um</strong>ini<strong>um</strong> sind zunächst <strong>die</strong><br />

beiden einzigen an <strong>die</strong>sem frühen<br />

Morgen. Und nach nur fünfminütiger<br />

Fahrt ist sein Ziel auch schon<br />

erreicht: <strong>Das</strong> Schwebnetz, das<br />

aus acht je 50 Meter langen Stücken<br />

insgesamt 400 Meter Breite<br />

erreicht <strong>und</strong> durchgehend vier<br />

Meter hoch ist. Die beiden äußeren<br />

Enden sind an Bojen befestigt,<br />

<strong>die</strong> auf der Wasseroberfläche<br />

schwimmen. Dazwischen sorgen<br />

kleinere Holzblöcke dafür, dass das<br />

komplette Netz 14 Klafter tief unter<br />

der Wasseroberfläche bleibt. „<strong>Das</strong><br />

entspricht <strong>r<strong>und</strong></strong> 25 Metern“, sagt<br />

Thomas Hubl, der schon etliche<br />

Male bei größtem Sauwetter <strong>und</strong><br />

keinem einzigen Fisch im Netz<br />

draußen war. „An solchen Tagen<br />

fragst du dich schon: War<strong>um</strong> mache<br />

ich das eigentlich noch?“ Doch<br />

dann gibt es wieder<strong>um</strong> Tage wie<br />

6 | tassilo


den gestrigen Montag, „an dem<br />

wir eine Stimmung hatten wie in<br />

der Karibik, das Wasser türkisblau<br />

war“. Oder Tage wie <strong>die</strong>sen heutigen<br />

Dienstag, der definitiv anders<br />

verläuft als alle anderen zuvor.<br />

Als Thomas Hubl sein Fischerboot<br />

richtig positioniert hat, greift er<br />

in G<strong>um</strong>mihandschuhen nach dem<br />

Netz <strong>und</strong> zieht es Stück für Stück<br />

aus dem klaren Seewasser. Nach<br />

nur wenigen Sek<strong>und</strong>en hat er Erfolg:<br />

Die erste, <strong>r<strong>und</strong></strong> 30 Zentimeter<br />

lange Renke. Mit geschicktem<br />

Handling löst er den grätenarmen<br />

„Brotfisch“ aus dem Nylonnetz,<br />

betäubt ihn mit einem gezielten<br />

Schlag auf <strong>die</strong> Kante der Bordwand<br />

<strong>und</strong> legt ihn sanft in <strong>die</strong><br />

blaue Wanne.<br />

Eltern helfen<br />

beim Ausnehmen<br />

Netz herausziehen, Fisch greifen,<br />

entnetzen, betäuben <strong>und</strong> in <strong>die</strong><br />

Wanne werfen. Dieses Prozedere<br />

betreibt Thomas Hubl nun so lange,<br />

bis <strong>die</strong> kompletten 400 Meter<br />

Schwebenetz „abgefischt“ sind.<br />

Normalerweise eine Sache von<br />

„maximal einer St<strong>und</strong>e“. Doch an<br />

<strong>die</strong>sem Dienstag will das Fangglück<br />

einfach nicht aufhören. Eine<br />

Renke folgt der nächsten, sodass<br />

<strong>die</strong> blaue Wanne nach weniger als<br />

ein Drittel Netzlänge schon voll ist.<br />

Gut, dass weitere Körbe im Boot<br />

stehen. Denn als Thomas Hubel<br />

nach <strong>r<strong>und</strong></strong> eineinhalb St<strong>und</strong>en an<br />

der Boje des anderen Netz-Endes<br />

angekommen ist, schätzt er seine<br />

Beute auf mindestens 150 Stück.<br />

„So viele habe ich seit 2016, seit<br />

ich <strong>die</strong> Fischerei von meinen Eltern<br />

übernommen habe, nicht gefangen“,<br />

sagt er, schüttelt ungläubig<br />

den Kopf, grinst, <strong>und</strong> meint: „Normalerweise<br />

fange ich im Schnitt<br />

30 bis 50. <strong>Das</strong> heut ist wirklich unglaublich.“<br />

Jetzt heißt es schnell zurück. Denn<br />

im gefliesten Fischerei-Kammerl<br />

warten schon Waltraud <strong>und</strong> Helmut<br />

Hubl, <strong>die</strong> Eltern von Thomas<br />

Hubl, <strong>die</strong> ihn nach wie vor tatkräftig<br />

unterstützen. Als Vater Helmut<br />

<strong>die</strong> drei prallgefüllten Wannen<br />

sieht, sagt er: „Meine Güte, ich<br />

habe es mir fast gedacht, nachdem<br />

es so lange gedauert hat.“ Wie viele<br />

Fische es tatsächlich sind, muss<br />

erst gezählt werden – <strong>und</strong> zwar im<br />

Rahmen harter Arbeit. Denn jeder<br />

einzelne Fisch wird nun vorgewaschen,<br />

entschuppt, ausgenommen,<br />

nochmals abgewaschen, dann gewogen<br />

<strong>und</strong> schließlich k<strong>und</strong>engerecht<br />

verpackt, zubereitet oder in<br />

Eis gelagert. Die grobe Vorwäsche<br />

erfolgt bei großer Fischmenge wie<br />

<strong>die</strong>ser in einer lebensmittelgerecht<br />

<strong>um</strong>gebauten Betonmaschine. Der<br />

Rest erfolgt mühsam von Hand,<br />

indem <strong>die</strong> Schuppen mit einem<br />

scharfen Messer von der glitschigen<br />

Haut der Renken abgeschabt<br />

werden.<br />

Rekordverdächtige<br />

277 Renken<br />

Ka<strong>um</strong> zu glauben. Aber von den<br />

später gezählten 277 Fischen war<br />

jeder einzelne eine Renke. „<strong>Das</strong>s<br />

gar keine andere Art im Netz war,<br />

ist nicht ungewöhnlich. Hechte<br />

sind so stark, dass sie durch das<br />

Netz hindurch schwimmen“, sagt<br />

Thomas Hubl. Andere Arten<br />

102.<br />

Tutzinger<br />

Patientenfor<strong>um</strong><br />

KRAMPFADERLEIDEN<br />

Moderne Untersuchungs- <strong>und</strong><br />

Behandlungsmöglichkeiten<br />

12. <strong>September</strong> <strong>2018</strong> <strong>um</strong> 19.00<br />

REFERENT<br />

Dr. Jan Kemke, Chefarzt Gefäßchirurgie<br />

VERANSTALTUNGSORT<br />

Benedictus Krankenhaus Tutzing<br />

Bahnhofstraße 5<br />

82327 Tutzing<br />

Um Anmeldung wird gebeten unter T 08158 23-143.<br />

Thomas Hubl steht in seinem Al<strong>um</strong>ini<strong>um</strong>-Boot, zieht<br />

das mit Renken gespickte Netz aus dem Wasser,<br />

betäubt <strong>die</strong> Fische <strong>und</strong> legt sie sanft in eine Wanne.<br />

september / oktober <strong>2018</strong> | 7


Erleben Sie Murnau<br />

einmal ganz anders:<br />

Mit unseren Schauspielführungen<br />

<strong>und</strong> Theaterspaziergängen!<br />

www.red-door-projects.de<br />

FÖRDERMITTEL<br />

GEHEN AUFS HAUS!<br />

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<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

wie Rotfedern oder Weißfische<br />

leben meist in Ufernähe, also zu<br />

weit weg vom Schwebnetz. Darüber<br />

hinaus ist <strong>die</strong> Renke seit vielen<br />

Jahrzehnten Starnberger-See-Fisch<br />

N<strong>um</strong>mer eins. Einerseits durch<br />

natürliche Vermehrung. Andererseits<br />

durch gezielten Besatz der<br />

staatlichen <strong>Seen</strong>fischerei. „Die<br />

Renken waren schon viele Generationen<br />

vor uns so beliebt bei<br />

Fischern, Köchen <strong>und</strong> Privatk<strong>und</strong>en,<br />

weil sie sehr arm an Gräten<br />

sind, gleichzeitig ein sehr feinfasriges,<br />

mildes Fleisch haben.“<br />

Heißt: Renken schmecken nicht<br />

nur, sondern sind vergleichsweise<br />

schnell <strong>und</strong> einfach auszunehmen<br />

<strong>und</strong> zuzubereiten. Was sich allerdings<br />

von damals zu heute stark<br />

verändert hat: „Nicht <strong>die</strong> Anzahl<br />

der Renken, sondern <strong>die</strong> Größe.“<br />

Seit Inbetriebnahme des Ringkanals<br />

sei der Starnberger See extrem<br />

sauber. „<strong>Das</strong> ist natürlich für<br />

Wassersportler genial.“ In Sachen<br />

Futter-Vorrat für Fische dagegen<br />

weniger. Je sauberer das Wasser,<br />

desto weniger Plankton befindet<br />

sich im See – <strong>und</strong> damit weniger<br />

Nahrung für <strong>die</strong> Fische. So kommt<br />

es in der heutigen Zeit immer wieder<br />

mal vor, dass <strong>die</strong> <strong>um</strong>liegenden<br />

Restaurants statt einer 35 Zentimeter<br />

langen Renke eben zwei<br />

kleinere servieren müssen.<br />

„Chancenlos gegen <strong>die</strong><br />

Zuchtbecken-Forelle“<br />

Neben <strong>um</strong>liegenden Restaurants<br />

sind vor allem Privatk<strong>und</strong>en<br />

Hauptabnehmer der Fische von<br />

Familie Hubl, <strong>die</strong> pro 100 Gramm<br />

1,80 Euro kosten. „Wir müssten<br />

viel mehr verlangen, aber gegen<br />

<strong>die</strong> 99-Cent-Forelle aus dem<br />

künstlichen Zuchtbecken haben<br />

wir keine Chance.“ Strandbadbesucher<br />

nutzen jedenfalls gerne<br />

<strong>die</strong> Gelegenheit, einen frischen<br />

Fisch vom morgendlichen Fang<br />

für das bevorstehende Mittagoder<br />

Abendessen mitzunehmen.<br />

Ein wahres Schmankerl, <strong>und</strong> gewissermaßen<br />

auch Geheimtipp,<br />

sind <strong>die</strong> hauseigenen Räucher-<br />

Renken von Familie Hubl, <strong>die</strong> es<br />

meistens jeden Samstag für 7,50<br />

Euro zu kaufen – oder für 9,50<br />

Euro mit Meerrettichsahne <strong>und</strong><br />

frischem Bauernbrot direkt vor<br />

Ort zu verköstigen gibt. Doch bis<br />

dahin stehen für Thomas Hubl<br />

noch drei weitere Fangtage <strong>und</strong><br />

jede Menge K<strong>und</strong>entermine in<br />

Rückwärts einparken: In <strong>die</strong>sem<br />

Bootshaus befinden sich Bootsgarage<br />

<strong>und</strong> Fischkammerl, wo <strong>die</strong><br />

Renken verarbeitet werden.<br />

Sachen Versicherung bevor. Während<br />

Mutter Waltraud den letzten<br />

Teil der Fische vaku<strong>um</strong>iert <strong>und</strong> ins<br />

Gefrierfach legt, Vater Helmut den<br />

größten Teil der „Beute“ mit seinem<br />

Geländewagen an <strong>die</strong> „Großk<strong>und</strong>en“<br />

fährt, ist Thomas Hubl<br />

bereits auf dem Weg z<strong>um</strong> ersten<br />

Versicherungs-K<strong>und</strong>entermin. In<br />

der Aktentasche <strong>die</strong>smal mit dabei:<br />

Die märchenhafte Geschichte<br />

vom Fang seines Lebens.<br />

js<br />

Spannender Moment: Thomas Hubl <strong>und</strong> Mutter Waltraud<br />

wiegen <strong>die</strong> gefangenen Fische, <strong>die</strong> dann z<strong>um</strong><br />

Teil vaku<strong>um</strong>iert werden (rechts).<br />

8 | tassilo


Auf der Roten Couch<br />

Ein Pfarrer<br />

der Zeit<br />

Für Axel Piper haben wir <strong>die</strong> Rote Couch<br />

in <strong>die</strong> <strong>Weilheim</strong>er Apostelkirche gestellt —<br />

ein w<strong>und</strong>erbarer Ort der Stille, den der künftige<br />

Bischof bald schweren Herzens verlassen wird.<br />

Foto: Johann Jilka<br />

september / oktober <strong>2018</strong> | 9


<strong>Weilheim</strong> | Er ist weltoffen, glücklich<br />

verheiratet, stolzer Vater zweier<br />

Söhne <strong>und</strong> seit 2003 Leiter des<br />

Dekanatsbezirks <strong>Weilheim</strong>. Damit<br />

ist Axel Piper so etwas wie der<br />

Häuptling aller hiesigen Evangelischen.<br />

Genaugenommen <strong>um</strong>fasst<br />

sein Zuständigkeitsbereich 16 Kirchengemeinden<br />

mit 53 000 Mitgliedern<br />

– von Berg bis Kaufbeuren,<br />

von Penzberg <strong>und</strong> Mittenwald<br />

bis Landsberg <strong>und</strong> Kaufering. Weil<br />

sein Vater beruflich viel unterwegs<br />

ist, kommt er schon als Kind <strong>und</strong><br />

Schüler viel her<strong>um</strong>: Mit drei Jahren<br />

nach München, kurz darauf nach<br />

Lindau, wo er als Vorstopper im<br />

Fußballverein <strong>und</strong> Skipper auf Segel-Regatten<br />

weniger <strong>die</strong> Schulzeit,<br />

dafür <strong>um</strong>so mehr <strong>die</strong> Freizeit in<br />

vollen Zügen genießt. Nach Abitur<br />

<strong>und</strong> G<strong>r<strong>und</strong></strong>wehr<strong>die</strong>nst stu<strong>die</strong>rt er<br />

weder Medizin noch Lehramt, sondern<br />

entscheidet sich für Theologie.<br />

Wir haben den heute 59-jährigen<br />

Dekan, Pfarrer, R<strong>und</strong>funkprediger<br />

<strong>und</strong> „Auf ein Wort“-Autor unter<br />

anderem gefragt: War<strong>um</strong> er sich für<br />

den Beruf des Pfarrers entschieden<br />

hat? Was er von der Ehelosigkeit<br />

der Katholischen hält? Wie wichtig<br />

ihm christlicher Glaube in einer immer<br />

unstrukturierteren, virtuelleren<br />

Welt ist? Und war<strong>um</strong> er ab Januar<br />

2019 Augsburger Regionalbischof<br />

wird?<br />

Herr Piper, war<strong>um</strong> sind Sie Pfarrer<br />

geworden?<br />

Ich wollte schon immer was mit<br />

Menschen machen <strong>und</strong> habe mir<br />

überlegt, Lehramt, Medizin oder<br />

Theologie zu stu<strong>die</strong>ren. Letztlich<br />

habe ich mich für Theologie entschieden,<br />

weil mich schon als junger<br />

Mensch <strong>die</strong> Gottesfrage brennend<br />

interessierte. Gibt es Gott?<br />

Wer ist Gott? Auch <strong>die</strong> Geschichte<br />

der Kirche finde ich sehr spannend,<br />

weshalb ich meinen damals eingeschlagenen<br />

Weg bis heute nicht<br />

bereue.<br />

Sie sind evangelischer Pfarrer, verheiratet<br />

<strong>und</strong> stolzer Vater zweier<br />

Söhne. Was halten Sie vom Zölibat in<br />

der katholischen Kirche?<br />

Freiwillige Ehelosigkeit ist völlig<br />

in Ordnung. Erzwungene dagegen<br />

verstehe ich überhaupt nicht, halte<br />

ich für höchst inh<strong>um</strong>an <strong>und</strong> einer<br />

Kirche nicht würdig. Verliebt sein,<br />

heiraten, Kinder bekommen, Kinder<br />

großziehen, das ist was absolut<br />

Wesentliches, ohne das mein Leben<br />

wesentlich ärmer wäre. Und auch<br />

für meinen Beruf ist <strong>die</strong> Lebenserfahrung<br />

„Familie“ sehr wichtig. Ein<br />

Leben z<strong>um</strong> Beispiel mit pubertären<br />

Kindern kann ich natürlich auch in<br />

Büchern nachlesen. Aber in der<br />

Realität ist das nochmals ganz was<br />

anderes.<br />

Worin unterscheidet sich der evangelische<br />

Glaube vom katholischen<br />

noch?<br />

Paar deutliche Unterschiede gibt es<br />

schon. Nicht so sehr in den theologischen<br />

Punkten, aber in der<br />

Praxis. Unsere evangelische Kirche<br />

ist vollkommen demokratisch. In<br />

allen wichtigen Gremien haben bei<br />

uns <strong>die</strong> Ehrenamtlichen <strong>die</strong> Mehrheit.<br />

Es gibt Kirchengemeinde <strong>und</strong><br />

Kirchenvorstand, worin der Pfarrer<br />

nur eine Stimme hat. Ebenso<br />

in der nächsthöheren Stufe, dem<br />

Dekanatsausschuss <strong>und</strong> in der Dekanatssynode,<br />

wo ebenfalls nie ein<br />

einzelner Pfarrer <strong>die</strong> Stimmgewalt<br />

hat. Heißt: Wenn ich in meiner<br />

Funktion als Dekan oder Pfarrer<br />

eine Idee habe, <strong>die</strong> <strong>die</strong> anderen<br />

schlecht finden, habe ich keine<br />

Chance, sie <strong>um</strong>zusetzen. <strong>Das</strong> ist<br />

bei uns auch auf Landesebene so.<br />

Wir haben den Landesbischof, das<br />

Sagen aber hat <strong>die</strong> Landessynode –<br />

Demokratie pur. Wenn allerdings<br />

der katholische Bischof etwas sagt,<br />

hätte der katholische Pfarrer dem<br />

zu gehorchen, weil er dem Bischof<br />

Gehorsam geschworen hat.<br />

Z<strong>um</strong> Beispiel?<br />

Fragen wie „homosexuelle Paare<br />

segnen“? <strong>Das</strong> wird bei uns oft über<br />

viele Sitzungen hinweg ausgiebig<br />

diskutiert, weil im G<strong>r<strong>und</strong></strong>e jeder<br />

eine andere Meinung hat. Bei den<br />

Katholischen wird das von oben gesagt,<br />

dann ist es halt so. <strong>Das</strong> ist zwar<br />

oft einfacher, aber das „gemeinsam<br />

<strong>um</strong> Lösungen ringen“, so kompliziert<br />

<strong>und</strong> anstrengend es manchmal<br />

sein mag, ist definitiv <strong>die</strong> richtige<br />

Lösung. Außerdem gibt es bei uns<br />

in allen Etagen Frauen. Bischöfinnen,<br />

Pfarrerinnen. <strong>Das</strong> ist für uns<br />

eine riesige Bereicherung <strong>und</strong> zeitlich<br />

betrachtet das absolut Richtige.<br />

Schätzen Sie an der katholischen Kirche<br />

denn gar nichts?<br />

Eine ganze Menge! Was ich an den<br />

Katholischen sehr schätze: Sie haben<br />

einen w<strong>und</strong>erschönen <strong>und</strong><br />

wichtigen F<strong>und</strong>us an Tradition. Ich<br />

bew<strong>und</strong>ere, wie <strong>die</strong>ser auch durchgehalten<br />

wird wie z<strong>um</strong> Beispiel <strong>die</strong><br />

Feierlichkeiten an hochheiligen Feiertagen,<br />

meist mit Trachtenverein<br />

<strong>und</strong> Musikkapelle. <strong>Das</strong> macht schon<br />

was her. In einigen <strong>die</strong>ser Punkte<br />

haben wir auch viel übernommen.<br />

Wo wir Evangelischen glaube ich<br />

stärker sind <strong>und</strong> uns auch leichter<br />

tun: Uns mit der Welt, der Gegenwart<br />

auseinanderzusetzen. Wir<br />

stehen einfach anders im Leben als<br />

manche katholische Pfarrer.<br />

Entspanntes Gespräch im Gotteshaus: Axel Piper mit<br />

„tassilo“-Redakteur Johannes Schelle.<br />

Ob evangelisch oder katholisch: Wie<br />

wichtig sind christliche Werte in einer<br />

immer stressigeren, unstrukturierteren<br />

<strong>und</strong> virtuelleren Zeit?<br />

An <strong>die</strong>ser Stelle müssen wir uns<br />

erstmal <strong>die</strong> Frage stellen: Was hat<br />

der christliche Glaube heute für<br />

einen Wert? Ich sage: Wenn wir<br />

allein das Gebot „du sollst deinen<br />

Nächsten lieben wie dich selbst“<br />

befolgen würden, gäbe es nicht<br />

nur keinen Krieg, sondern auch<br />

wesentlich weniger Stress. Wenn<br />

<strong>die</strong> Menschen, vor allem junge<br />

Menschen, bisschen auf sich achten<br />

würden <strong>und</strong> hinterfragen, was<br />

tut mir denn gut, dann wäre <strong>die</strong><br />

Sprache sicherlich eine andere.<br />

Ich möchte beispielsweise nicht so<br />

beschimpft werden wie Tr<strong>um</strong>p es<br />

teilweise gegenüber anderen Politikern<br />

tut, oder wie politische Parteien<br />

sich gegenseitig beschimpfen.<br />

Allein daran merkt man: Es<br />

läuft einiges schief in unserer Gesellschaft.<br />

Ein respektvollerer Umgang<br />

mit den Mitmenschen wäre<br />

wünschenswert. Auch per Mail,<br />

WhatsApp oder Facebook.<br />

Sind wir zu egoistisch?<br />

Ja. Und zu unbarmherzig.<br />

Trifft das auch auf <strong>die</strong> Menschen im<br />

<strong>Weilheim</strong>er Ra<strong>um</strong> zu?<br />

In Sachen Umgang im Streit, in<br />

Sachfragen oder in der Politik definitiv.<br />

Allein in welchem Ton das<br />

mittlerweile geschieht in z<strong>um</strong> Beispiel<br />

Kindergärten unter Eltern –<br />

der Ton ist rauer <strong>und</strong> respektloser<br />

geworden. Speziell <strong>die</strong> E-Mail-<br />

Kultur hat hier vieles verändert. Bei<br />

Beschwerden wird nicht mehr der<br />

persönliche Vier-Augenkontakt gesucht,<br />

<strong>um</strong> ein Problem sachlich lösen<br />

zu können, sondern erstmal per<br />

Mail ordentlich draufgehauen, <strong>und</strong><br />

damit ja alle davon mitbekommen,<br />

werden alle anderen in CC gesetzt.<br />

Blicken Sie momentan mit Sorge auf<br />

unsere gesamtgesellschaftliche Entwicklung?<br />

Schon. Aber ich halte <strong>die</strong> Situation<br />

nicht für aussichtslos. Wir sollten<br />

lernen, wieder über unsere Ängste<br />

zu sprechen. Wie geht’s mit Wohlstand<br />

weiter? Mit der öffentlichen<br />

Sicherheit? Ich kenne viele Menschen,<br />

auch im engeren Umfeld,<br />

<strong>die</strong> sich darüber Sorgen machen.<br />

Umso wichtiger, dass wir wieder<br />

reflektierter mit Problemen <strong>um</strong>gehen<br />

<strong>und</strong> nicht einfach oberflächlich<br />

agieren wie „braunes Gesocks“<br />

oder „linke Chaoten“. Wir müssen<br />

hinterfragen: War<strong>um</strong> bekommt <strong>die</strong><br />

AfD so viel Zuspruch – auch von<br />

gut gebildeten, fest im Leben stehenden<br />

Menschen. Hinschauen,<br />

differenzieren statt pauschalisieren.<br />

<strong>Das</strong> trifft auch auf den Islam zu. Der<br />

kann nämlich eine sehr schöne <strong>und</strong><br />

behutsame Religion sein. Es kommt<br />

eben darauf an, welche Sure ich<br />

zitiere.<br />

Sie sind seit 2003 Leiter des Dekanatsbezirks<br />

<strong>Weilheim</strong> – ein sehr großes<br />

Gebiet.<br />

Es <strong>um</strong>fasst mit <strong>Weilheim</strong>-Schongau<br />

<strong>und</strong> Garmisch-Partenkirchen<br />

zwei komplette Landkreise sowie<br />

zu Teilen <strong>die</strong> Landkreise Starnberg<br />

<strong>und</strong> Landsberg. Also von Berg<br />

über Penzberg bis Mittenwald, von<br />

Steingaden nach Kaufering <strong>und</strong><br />

Landsberg. Insgesamt betreut das<br />

Dekanat <strong>Weilheim</strong> 16 Gemeinden<br />

<strong>und</strong> 53 000 Mitglieder.<br />

Wow. Wie behalten Sie den Überblick?<br />

Ich kenne selbstverständlich alle<br />

Pfarrer, Diakone <strong>und</strong> Religionspä-<br />

10 | tassilo


dagogen sowie Kirchenvorstände<br />

persönlich. <strong>Das</strong> ist sozusagen <strong>die</strong><br />

Klammer des Bezirks, <strong>die</strong> ich auch<br />

kennen muss. Darüber hinaus<br />

kenne ich <strong>die</strong> Kirchenmusiker <strong>und</strong><br />

<strong>die</strong> Menschen, <strong>die</strong> bei uns ehrenamtlich<br />

sehr aktiv sind. Außerdem<br />

gibt es regelmäßige Treffen z<strong>um</strong><br />

Austausch, <strong>die</strong> immer aus einem<br />

bestimmten Thema sowie einem<br />

Geschäftsteil bestehen. Geschäftlich<br />

geht es häufig <strong>um</strong> Gesetzesänderungen<br />

wie jüngst <strong>um</strong> <strong>die</strong> neue<br />

Datenschutzg<strong>r<strong>und</strong></strong>verordnung, <strong>die</strong><br />

uns natürlich auch sehr stark betrifft.<br />

Die Themen dagegen sind<br />

meist gesellschaftspolitisch <strong>und</strong><br />

religiös gewählt. Und ganz wichtig<br />

bei den Treffen: Eine lange Pause,<br />

damit sich <strong>die</strong> Pfarrer, <strong>die</strong> sich<br />

sonst wenig bis gar nicht sehen,<br />

„privat“ unterhalten können. Darüber<br />

hinaus werde ich sehr häufig<br />

zu größeren Veranstaltungen in<br />

den einzelnen Gemeinden eingeladen.<br />

Wie sieht Ihr Arbeitsalltag als Dekanats-Leiter<br />

aus?<br />

Schön ist, dass es keinen normalen<br />

Arbeitstag gibt, es also sehr<br />

abwechslungsreich zugeht. Ich<br />

bekomme täglich sehr viel Post<br />

<strong>und</strong> E-Mails, weil wir auch so etwas<br />

wie eine Behörde sind. Wenn<br />

eine evangelische Gemeinde z<strong>um</strong><br />

Beispiel neu bauen möchte, geht<br />

das immer über uns. Und ich führe<br />

sehr viele persönliche Gespräche,<br />

bin sozusagen K<strong>um</strong>merkasten,<br />

Schlichter <strong>und</strong> Beschwerdestelle<br />

in einem. Häufig sind es natürlich<br />

Gespräche mit unseren Pfarrern,<br />

mit denen man g<strong>r<strong>und</strong></strong>verschiedene<br />

Dinge bereden möchte oder muss.<br />

Darüber hinaus sitze ich in mehreren<br />

Gremien. Es geht auch viel<br />

<strong>um</strong>s Geld, <strong>um</strong> <strong>die</strong> Frage, wo <strong>und</strong><br />

wie es angelegt wird. In S<strong>um</strong>me<br />

sind meine Arbeitstage sehr lange.<br />

Tagsüber bin ich überwiegend<br />

im Büro. Termine sind meistens<br />

am Abend, weil in Gremien viele<br />

Ehrenamtler sitzen, <strong>die</strong> tagsüber<br />

keine Zeit haben.<br />

Sie arbeiten auch nach wie vor als<br />

Pfarrer, halten Gottes<strong>die</strong>nste in der<br />

<strong>Weilheim</strong>er Apostelkirche ab.<br />

<strong>Das</strong> stimmt. Als Pfarrer habe ich<br />

hier in <strong>Weilheim</strong> sozusagen eine<br />

0,2-Stelle, bin hier also Teil eines<br />

großen Teams <strong>und</strong> habe deshalb<br />

durchschnittlich nur einmal monatlich<br />

einen Gottes<strong>die</strong>nst abzuhalten.<br />

Mehr wäre zeitlich auch gar<br />

nicht möglich, weil ich sehr häufig<br />

zu Gottes<strong>die</strong>nsten in anderen Gemeinden<br />

eingeladen bin – meist zu<br />

besonderen Anlässen, wo ich dann<br />

predige.<br />

Seit 2003 sind Sie nicht nur Dekan,<br />

sondern auch R<strong>und</strong>funkprediger <strong>und</strong><br />

„Auf ein Wort“-Autor für den Bayerischen<br />

R<strong>und</strong>funk. Wie kam’s dazu?<br />

Die Redakteure des BR suchen<br />

ständig nach geeigneten Leuten,<br />

sind damals auf mich zugekommen<br />

<strong>und</strong> ich habe ohne lange zu überlegen<br />

zugesagt. Inzwischen mache<br />

ich das tatsächlich schon seit 15 Jahren.<br />

Wobei wir bayernweit <strong>r<strong>und</strong></strong> 15<br />

evangelische R<strong>und</strong>funkprediger haben.<br />

In einem Jahresplan ist ziemlich<br />

genau festgelegt, wer wann<br />

seine Predigt fertig haben muss.<br />

Die muss exakt 18 200 Zeichen lang<br />

sein. Dann schicke ich meinen Text<br />

den Redakteuren z<strong>um</strong> Gegenlesen.<br />

Die sind da sehr kritisch, was ich<br />

sehr gut finde, weil sich niemand<br />

sonst so sehr mit meinen Überlegungen<br />

<strong>und</strong> Sichtweisen auseinandersetzt.<br />

So hinterfragt <strong>und</strong><br />

reflektiert man seine Arbeit immer<br />

wieder, was definitiv von Vorteil ist.<br />

Werden Ihre R<strong>und</strong>funkpredigten<br />

auch gehört?<br />

Es ist immer wieder erstaunlich,<br />

wie viel Rückmeldung ich bekomme.<br />

Insbesondere von Radiohörern,<br />

<strong>die</strong> z<strong>um</strong> Teil sogar aus einer<br />

ganz anderen Gegend kommen.<br />

Z<strong>um</strong> Beispiel Urlauber, <strong>die</strong> während<br />

der Heimfahrt gerade durch<br />

Bayern fahren, zufällig Bayern 1<br />

anhaben <strong>und</strong> meine Predigt hören.<br />

Die sind oft so begeistert, dass sie<br />

mir per Post Rückmeldung schreiben.<br />

Geben <strong>die</strong> BR-Redakteure <strong>die</strong> Predigt-Themen<br />

vor?<br />

An kirchlichen Feiertagen wie beispielsweise<br />

Weihnachten oder Ostern<br />

kommt man thematisch natürlich<br />

nicht vorbei. Ansonsten aber ist<br />

man in Sachen Themen-Wahl <strong>und</strong><br />

-Gestaltung frei.<br />

Gesendet wird immer Sonntagvormittag<br />

<strong>um</strong> 10 Uhr. Live?<br />

Die Aufnahme ist immer am Mittwoch<br />

davor, also nicht live. Die vom<br />

BR haben auch immer eine Ersatzpredigt<br />

zur Hand, falls ich oder<br />

einer meiner Kollegen kurzfristig<br />

krank werden sollte, nicht schreiben<br />

<strong>und</strong> sprechen kann.<br />

september / oktober <strong>2018</strong> | 11


21. TUTZINGER BRAHMSTAGE<br />

Musik-Festival 14. bis 28. <strong>Oktober</strong> <strong>2018</strong><br />

Martin Stadtfeld<br />

Klenke Quartett<br />

Andrea Jörg<br />

Julian Riem<br />

Roman Gerber<br />

Goldm<strong>und</strong> Quartett<br />

Trio Vivente<br />

Elke Heidenreich<br />

www.tutzinger-brahmstage.de<br />

Von hochheiligen Feiertagen abgesehen.<br />

Wo <strong>und</strong> wie lassen Sie sich<br />

inspirieren?<br />

Ich denke schon lange vor dem<br />

Aufnahme-Termin darüber nach,<br />

was passende Themen sein könnten,<br />

damit ich hinterher keinen<br />

allzu großen Druck verspüre. Ich<br />

schaue, was mir auffallendes<br />

draußen im Alltag über den Weg<br />

läuft <strong>und</strong> sortiere immer wieder<br />

meine Gedanken. Dann setze ich<br />

mich vor das berühmte weiße Blatt<br />

Papier ...<br />

Oft kommen mir Ideen, wenn es<br />

weniger stressig ist. Z<strong>um</strong> Beispiel<br />

an einem freien Tag beim Mountainbiken.<br />

Noch schwieriger als<br />

<strong>die</strong> R<strong>und</strong>funkpredigten sind <strong>die</strong><br />

Texte für „Auf ein Wort“, wo in<br />

gut einer Minute inhaltlich sehr<br />

viel reingepackt werden muss. Von<br />

irren Geschichten aus dem „echten“<br />

Leben von Bekannten bis hin<br />

zu genialen Werbeplakaten – <strong>die</strong><br />

Themenquellen sind da wirklich<br />

g<strong>r<strong>und</strong></strong>verschieden. Wichtig ist mir<br />

nur, dass <strong>die</strong> Themen zeitgemäß<br />

<strong>und</strong> realistisch sind. Und meine<br />

Frau nochmals drüberliest. Sie gibt<br />

mir stets sehr ehrliches Feedback –<br />

auch mal: zu theologisch, zu unverständlich!<br />

Schon immer talentiert im Sprechen<br />

<strong>und</strong> Schreiben gewesen?<br />

Man muss für <strong>die</strong>sen Job vor allem<br />

Affinität z<strong>um</strong> Lesen haben. In<br />

Deutsch habe ich mir auch immer<br />

leichtgetan, was sicherlich ein großer<br />

Vorteil ist.<br />

Ob Gottes<strong>die</strong>nst, Grußwort bei Veranstaltungen<br />

oder R<strong>und</strong>funkaufnahmen.<br />

Wie nervös sind sie?<br />

Immer mal wieder leicht. Bei Gottes<strong>die</strong>nsten<br />

in <strong>Weilheim</strong> z<strong>um</strong> Beispiel,<br />

obwohl ich <strong>die</strong> Menschen<br />

kenne <strong>und</strong> weiß, dass bei einem<br />

Versprecher niemand was sagen<br />

würde. Sobald es allerdings losgeht,<br />

ist jegliche Form von Aufregung<br />

weg. Aber bis dahin, so fünf<br />

bis zehn Minuten vorher, brauche<br />

ich absolute Ruhe.<br />

Und beim BR?<br />

Da es nicht live gesendet wird, ist<br />

der große Druck schon mal weg.<br />

Die Redakteure sagen halt immer,<br />

dass es zu schnell, zu langsam,<br />

nicht richtig oder komplett falsch<br />

betont war. <strong>Das</strong> kann manchmal<br />

nervig sein, weil man schwierige<br />

Sätze oder Passagen, über <strong>die</strong> man<br />

froh ist, sie vermeintlich geschafft<br />

zu haben, oft drei- oder viermal<br />

sprechen muss. Aber letztlich dauert<br />

<strong>die</strong> Aufnahme einer R<strong>und</strong>funkpredigt<br />

<strong>r<strong>und</strong></strong> eineinhalb St<strong>und</strong>en,<br />

was voll in Ordnung ist.<br />

Was möchten Sie den Menschen im<br />

Rahmen Ihrer Predigten mit auf den<br />

Weg geben?<br />

Erstmal ist mir wichtig, einen Gedanken<br />

zu finden, der sich wie ein<br />

roter Faden durch den Gottes<strong>die</strong>nst<br />

zieht. Mein Anspruch ist, dass <strong>die</strong><br />

Menschen begreifen, was ich ihnen<br />

sagen möchte. Meine Predigten sollen<br />

aktuell sein, sollen immer mit<br />

dem hier <strong>und</strong> heute zu tun haben<br />

<strong>und</strong> bei allen Menschen verständlich<br />

ankommen. Deshalb schreibe<br />

ich meine Predigten g<strong>r<strong>und</strong></strong>sätzlich<br />

komplett selbst. Nur so kann ich<br />

mich mit den Worten zu 100 Prozent<br />

identifizieren.<br />

Ein Gottes<strong>die</strong>nst besteht nicht nur aus<br />

einer Predigt. Welche Punkte sind Ihnen<br />

in Sachen Gestaltung außerdem<br />

besonders wichtig?<br />

Die Musik. Lieder, <strong>die</strong> <strong>die</strong> Leute<br />

kennen, <strong>die</strong> alle gemeinsam singen<br />

können. Obwohl ich zugegeben<br />

selbst sehr froh bin, wenn unsere<br />

Kantorin den Introitus singt, weil<br />

ich nicht wirklich begabt darin bin,<br />

es ziemlich schräg klingen kann.<br />

Wie gut werden Gottes<strong>die</strong>nste der<br />

evangelischen Gemeinden besucht?<br />

In <strong>Weilheim</strong> haben wir Glück, speziell<br />

in kleineren Orten jedoch sehr zu<br />

kämpfen – da sind es z<strong>um</strong> Teil sehr<br />

wenige Besucher. Da stellen wir uns<br />

natürlich <strong>die</strong> Frage: Woran liegt’s?<br />

An der Uhrzeit der Gottes<strong>die</strong>nste,<br />

weil junge Leute, <strong>die</strong> Samstagabend<br />

erst gegen 23 Uhr losziehen, Sonntagvormittag<br />

<strong>um</strong> 10 Uhr noch pennen?<br />

Am Gottes<strong>die</strong>nst selbst, weil er<br />

schlichtweg viele Menschen in einer<br />

sich ständig veränderten Welt nicht<br />

mehr anspricht? Hinzu kommt, dass<br />

der Sonntag bei vielen Familientag<br />

ist <strong>und</strong> gerade hier in der herrlichen<br />

Gegend für Unternehmungen genutzt<br />

wird. Positiv auffallend ist beispielsweise,<br />

dass Berggottes<strong>die</strong>nste<br />

in Garmisch oder Mittenwald extrem<br />

gut angenommen werden. Da<br />

kann man <strong>die</strong> Leute nochmals ganz<br />

anders ansprechen, weil sie stehen<br />

bleiben, sich hinsetzten, zuhören,<br />

<strong>und</strong> hinterher sagen: es war toll.<br />

Dinge, <strong>die</strong> sie in der Kirche nicht<br />

machen. <strong>Das</strong> liegt sicherlich daran,<br />

dass ein Berggottes<strong>die</strong>nst ein bisschen<br />

wie Urlaub ist, <strong>die</strong> Menschen<br />

draußen in der Natur offener <strong>und</strong><br />

entspannter sind.<br />

<strong>Das</strong> heißt?<br />

Die Aufgabe von uns als Kirche ist,<br />

<strong>die</strong> Leute dort anzusprechen, wo sie<br />

gerne sind <strong>und</strong> sich wohl fühlen.<br />

Nur zu sagen, sie müssen am Sonntag<br />

<strong>um</strong> 10 Uhr in den Gottes<strong>die</strong>nst<br />

gehen, der wie immer nach Agenda<br />

Eins gefeiert wird, ist zu wenig.<br />

Speziell auf junge Menschen bezogen:<br />

War<strong>um</strong> wenden Sie sich immer<br />

stärker vom Glauben ab?<br />

Finde ich gar nicht. Sie wenden sich<br />

vielleicht von der herkömmlichen<br />

Form des Glaubens ab, indem sie<br />

nicht in <strong>die</strong> Kirche gehen. Aber allein<br />

am Beispiel Libi, <strong>die</strong> Insel auf<br />

dem Staffelsee, zeigt, dass junge<br />

Menschen sehr wohl gläubig sind.<br />

1 500 junge Menschen fahren dort<br />

jährlich hin. <strong>Das</strong> ist irre. Natürlich,<br />

weil es dort landschaftlich w<strong>und</strong>erschön,<br />

<strong>die</strong> Veranstaltung an sich<br />

ein tolles Event ist, man feiern <strong>und</strong><br />

super Urlaub machen kann. Es hat<br />

aber auch was mit Spiritualität <strong>und</strong><br />

Glaube zu tun. <strong>Das</strong> gefällt den jungen<br />

Menschen.<br />

Wie wichtig ist Glaube für junge<br />

Menschen generell?<br />

12 | tassilo


iologisch wirksam durch Auszüge der<br />

Ölessenzen von Zitrone, Lavendel <strong>und</strong> Eukalyptus<br />

Versteht es, Leute zu begeistern: Axel Piper (re.) ist ein sehr weltoffener<br />

<strong>und</strong> zeitgemäßer Pfarrer, Dekan <strong>und</strong> baldiger Bischof.<br />

Enorm wichtig. Ich glaube, dass<br />

sich gerade pubertierende Menschen<br />

sehr viele Gedanken machen.<br />

Wer bin ich? Wo gehöre ich<br />

hin? Wie sehen mich <strong>die</strong> anderen?<br />

<strong>Das</strong> sind im G<strong>r<strong>und</strong></strong>e auch religiöse<br />

Fragen. Wenn wir den jungen Menschen<br />

dann zeigen, dass sie wertvoll<br />

<strong>und</strong> wichtig sind, weil jeder<br />

von ihnen besonders ist <strong>und</strong> etwas<br />

richtig gut kann, <strong>und</strong> sie so Selbstvertrauen<br />

bekommen <strong>und</strong> dadurch<br />

lernen, mit ihrem Leben zurechtzukommen,<br />

dann ist das für mich<br />

Religion – <strong>und</strong> unsere Aufgabe als<br />

Pfarrer erfüllt.<br />

Aber wo geben Sie den jungen Menschen<br />

eine Richtung vor, wenn Sie –<br />

von Libi abgesehen – nicht im Gottes<strong>die</strong>nst<br />

anzutreffen sind?<br />

Wir organisieren neben dem großen<br />

Treffen auf der Staffelsee-Insel<br />

Libi viele weitere Freizeiten. Es gibt<br />

im Dekanat <strong>die</strong> Straßenmusik, gemeinsames<br />

Segeln <strong>und</strong> unser stets<br />

gut gefülltes Jugendhaus. Wir organisieren<br />

also immer wieder Veranstaltungen<br />

für Jugendliche, bei denen<br />

sie sich über Gott <strong>und</strong> <strong>die</strong> Welt<br />

<strong>und</strong> über Religionen austauschen<br />

können. Darüber hinaus findet<br />

auch in jeder einzelnen Gemeinde<br />

Jugendarbeit statt, <strong>die</strong> wieder<strong>um</strong><br />

in der Dekanats-Stelle in <strong>Weilheim</strong><br />

eine zentrale Anlaufstelle für diverse<br />

Fragen <strong>und</strong> Anliegen findet – das<br />

Jugendwerk.<br />

Für <strong>die</strong> Jugend wird also viel getan.<br />

Was hat das Dekanat <strong>Weilheim</strong> für<br />

Erwachsene zu bieten?<br />

Ein Bildungswerk mit zwei Säulen:<br />

Einmal interne Aus- <strong>und</strong> Fortbildungen<br />

für Menschen, <strong>die</strong> bei uns<br />

arbeiten, z<strong>um</strong> Beispiel als Sekretärin<br />

oder Erzieherin. Und einmal<br />

Crashkurse, in denen Fragen wie<br />

„Was ist eigentlich Glaube?“ thematisiert<br />

werden. Zudem gibt es<br />

diverse Vorträge mit namhaften<br />

Referenten zu religiösen <strong>und</strong> gesellschaftsrelevanten<br />

Themen.<br />

Im Dekanat gibt es auch Beratungsstellen.<br />

Richtig. Im G<strong>r<strong>und</strong></strong>e für alles, was<br />

mit Familie, Sozialem, Asylthemen,<br />

Ehe <strong>und</strong> Erziehung zu tun hat.<br />

Ist mit all <strong>die</strong>sen Angeboten das<br />

Dekanat <strong>Weilheim</strong> gut genug aufgestellt?<br />

Ja <strong>und</strong> nein. Ich finde schon, dass<br />

wir viel machen <strong>und</strong> auf dem richtigen<br />

Weg sind. Wir dürfen aber<br />

nicht aufhören uns Gedanken zu<br />

machen. Wo sind <strong>die</strong> Menschen,<br />

<strong>die</strong> wir brauchen? Wo sind <strong>die</strong>, denen<br />

wir etwas sagen können <strong>und</strong><br />

möchten? Und in welcher Situation<br />

befinden sich <strong>die</strong> Menschen, <strong>die</strong><br />

wir für unseren Glauben gewinnen<br />

können <strong>und</strong> wollen? Der Sonntagsgottes<strong>die</strong>nst<br />

allein reicht bei weitem<br />

nicht aus für eine starke, evangelische<br />

Glaubensgemeinschaft.<br />

Wir müssen über <strong>die</strong> Kirchenmauer<br />

hinaus, <strong>die</strong> Menschen dort abholen,<br />

wo sie am liebsten sind.<br />

Haben Sie für „das Abholen der<br />

Menschen“ genug Personal?<br />

Man spürt schon, dass unsere<br />

Pfarrer unglaublich viel arbeiten<br />

müssen. Vor allem <strong>die</strong> Bürokratie<br />

ist enorm <strong>und</strong> wird auch immer<br />

mehr, weshalb viele von uns überlastet<br />

sind. Ein weiteres Problem:<br />

<strong>Das</strong> sterbende Ehrenamt. Wir sind<br />

einerseits äußerst dankbar <strong>um</strong> ehrenamtliche<br />

Helfer, ohne <strong>die</strong> wir<br />

definitiv einpacken können. Gleichzeitig<br />

müssen wir aber schauen,<br />

dass neue freiwillige Helfer nachkommen.<br />

<strong>Das</strong> geht nur, indem wir<br />

kritisch hinterfragen: Was ist wirklich<br />

attraktiv an Ehrenamtsarbeit?<br />

Viel Arbeit trifft auch auf Sie als<br />

Dekanatsleiter, Pfarrer, R<strong>und</strong>funkprediger<br />

<strong>und</strong> Autor in besonderem<br />

Maße zu. Wie erholen Sie sich vom<br />

Alltagsstress?<br />

Ich freue mich sehr, wenn ich mal<br />

frei habe. Normalerweise an einem<br />

Tag <strong>die</strong> Woche. Enorm wichtig<br />

ist für mich dann der Kontakt<br />

zur Familie. Und ich bewege mich<br />

gern. Rennradeln, Mountainbiken,<br />

Schwimmen oder Segeln. Und einmal<br />

im Jahr, das hat inzwischen<br />

Tradition, bin ich mit meinen Söhnen<br />

ein paar Tage Mountainbiken.<br />

Und nicht zu vergessen: Der klassische<br />

Sommerurlaub über <strong>r<strong>und</strong></strong><br />

zwei Wochen, den ich mit meiner<br />

Frau meistens in Italien verbringe.<br />

Heuer z<strong>um</strong> letzten Mal als <strong>Weilheim</strong>er<br />

Dekan. Seit Anfang August steht<br />

nämlich fest: Axel Piper wird ab Januar<br />

2019 Augsburger Regionalbischof.<br />

Wie kam’s dazu?<br />

Ich bin auf <strong>die</strong> Stelle angesprochen<br />

worden. Nach langem <strong>und</strong> reiflichem<br />

Überlegen, habe ich mich<br />

beworben. Der „Berufungsausschuss“<br />

hat mich dann unter mehreren<br />

Bewerbern gewählt. Uns fällt<br />

der Abschied aus <strong>Weilheim</strong> sehr<br />

schwer. Umgekehrt ist es reizvoll,<br />

Kirche, wie ich sie mir vorstelle,<br />

auch noch mal auf einer anderen<br />

Ebene mitzugestalten.<br />

Was möchten Sie in <strong>die</strong>ser Funktion<br />

bewirken?<br />

Ich möchte auch in meiner neuen<br />

Funktion mithelfen, dass Ehren<strong>und</strong><br />

Hauptamtliche in unserer Kirche<br />

gerne <strong>und</strong> motiviert arbeiten<br />

können. Mir ist wichtig, dass unsere<br />

Kirche attraktiv <strong>und</strong> offen ist<br />

<strong>und</strong> gerade auch <strong>die</strong> Menschen im<br />

Blick behält, <strong>die</strong> mit Kirche nicht<br />

(mehr) viel anfangen können. Und<br />

ich meine, dass Kirche immer auch<br />

eine diakonische Kirche sein muss.<br />

Heißt für <strong>die</strong> Zukunft?<br />

Es wird im Dekanat sicherlich<br />

Schwerpunkt-Kirchen <strong>und</strong> –Gemeinden<br />

geben. Vielleicht am<br />

Starnberger See eine Kirche mit<br />

einem Pfarrer, der sich auf Hochzeiten<br />

spezialisiert.<br />

Der Glaube als reines Geschäftsmodell?<br />

Nein. Ich meine damit wie schon<br />

erwähnt, dass wir schlichtweg<br />

näher an den Bedürfnissen der<br />

Menschen sein sollten. Wir sollten<br />

uns freuen, wenn ein junges<br />

Paar kirchlich heiraten möchte<br />

<strong>und</strong> nicht sagen: Die Tra<strong>um</strong>hochzeit<br />

am Starnberger See geht über<br />

unsere Gemeinde nicht. Zu vielen<br />

Menschen in unterschiedlichen Altersgruppen<br />

<strong>und</strong> aus unterschiedlichen<br />

sozialen Schichten haben<br />

wir als Evangelische den Kontakt<br />

verloren. Deshalb müssen wir uns<br />

bemühen, dass Kirche attraktiver<br />

wird. Mehr Hausbesuche, weniger<br />

Bürokratie.<br />

<strong>Das</strong> wird sich auch Ihr Nachfolger<br />

als Dekan in <strong>Weilheim</strong> wünschen.<br />

Steht der bereits fest?<br />

Der Nachfolger, oder <strong>die</strong> Nachfolgerin,<br />

steht noch nicht fest. Die<br />

Stelle wird ausgeschrieben, dann<br />

haben der Kirchenvorstand <strong>und</strong><br />

der Dekanatsausschuss das Wahlrecht.<br />

js<br />

september / oktober <strong>2018</strong> | 13<br />

Schlafen mit<br />

Wohlgefühl<br />

<strong>Das</strong> sagen <strong>die</strong> unabhängigen<br />

Therapeuten <strong>und</strong> Rückenexperten<br />

des IGR über das biologische<br />

Schlafsystem von ProNatura:<br />

<strong>Das</strong> biologische Schlafsystem<br />

von ProNatura<br />

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für den Rücken<br />

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86956 Schongau, Weinstraße 3–5<br />

Tel. 08861-2695<br />

www.pronatura-voelk.de<br />

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Do. <strong>und</strong> Fr. 10 - 12 <strong>und</strong> 14 - 18 Uhr<br />

mit nach Terminvereinbarung


Polling <strong>und</strong> sein Wein<br />

Historie als Triebfeder<br />

Familie Adams<br />

Augustiner-Biergarten<br />

– bei guter Witterung ganzjährig geöffnet!<br />

Schulanfang am 12.09.<strong>2018</strong><br />

Alle Erstklässler <strong>die</strong> bei uns feiern<br />

erhalten ein kleines Präsent!<br />

Bitte „Schulanfang“ angeben bei der Reservierung.<br />

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WOCHEN 25.8. - 29.9.<br />

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Sa,20.10. - Mo,22.10.<strong>2018</strong><br />

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in allen Monaten mit „r“ immer<br />

am letzten Samstag <strong>um</strong> 11 Uhr!<br />

Durchgehend warme<br />

Küche 11-22 Uhr!<br />

- kein Ruhetag -<br />

Polling | „Wir trinken halt selber<br />

gern mal ein Glaserl Wein“, sagt<br />

Franz Vielhuber. Dabei ist es keineswegs<br />

ausschließlich dem Genuss<br />

geschuldet, dass das Thema<br />

Wein im Klosterdorf Polling Anfang<br />

<strong>die</strong>ses Jahrtausends groß aufkam.<br />

„Vielmehr sind <strong>die</strong> historischen<br />

Wurzeln unsere Triebfeder, bereiten<br />

uns Freude“, erklärt Franz Vielhuber,<br />

Mitbegründer, Gesellschafter<br />

<strong>und</strong> Geschäftsführer bei der Pollinger<br />

Wein GbR. Bei einem Ausflug<br />

nach Südtirol ist er in Meran<br />

auf einen Pollinger Hof gestoßen.<br />

Intensive Recherchen ergaben –<br />

Vielhuber hatte unter anderem<br />

Nachforschungen im Bayerischen<br />

Staatsarchiv angestellt <strong>und</strong> Ende<br />

der 1990er Jahre gar einen südtiroler<br />

Heimatforscher eingeschaltet –<br />

dass der Hof einst dem Kloster gehörte.<br />

Mangels geeigneter Standortverhältnisse<br />

im rauen Voralpenklima<br />

war man ins sonnigere<br />

Südtirol ausgewichen. Seit dem 12.<br />

Jahrh<strong>und</strong>ert, <strong>und</strong> letztlich bis 1803,<br />

erzeugte das klösterliche Weingütl<br />

in Untermais/Meran den begehrten<br />

Rebensaft.<br />

Historischer<br />

Weintransport<br />

Die Pollinger „Weinerer“, wie sie<br />

sich selbst nennen, pflegen bereits<br />

seit 2002 eine Weinfre<strong>und</strong>schaft<br />

zwischen Polling <strong>und</strong> Meran. Geboren<br />

wurde <strong>die</strong> Idee, <strong>die</strong> alte<br />

Weintradition des Klosters wieder<br />

aufleben zu lassen, bei den Vorbereitungen<br />

z<strong>um</strong> Jubilä<strong>um</strong>sjahr 2003<br />

anlässlich der 1250-Jahr-Feier zur<br />

Gründung des Klosters. Zehn Männer,<br />

<strong>die</strong> später auch Gesellschafter<br />

der Pollinger Wein GbR wurden,<br />

kümmerten sich im Zuge der Festlichkeiten<br />

<strong>um</strong> einen historischen<br />

Weintransport. In fünf Tagen brachten<br />

sie ein Jubilä<strong>um</strong>sfass in historischen<br />

Gewändern gekleidet <strong>und</strong><br />

mit Pferdegespann von Meran nach<br />

Polling – ihr Beitrag z<strong>um</strong> Jubilä<strong>um</strong>.<br />

Zunächst als einzigartige Aktion<br />

gedacht, haben <strong>die</strong> „Weinerer“ <strong>die</strong><br />

Rechnung ohne <strong>die</strong> – im positiven<br />

Sinne – trinkfreudigen Pollinger<br />

Bürger gemacht. „Sie wollten nicht<br />

mehr aufhören, hatten einen gehörigen<br />

Durst“, erinnert sich Manfred<br />

Adams Gastro oHG · Unterauer Str. 1 · 82444 Schlehdorf<br />

Tel. 0 88 51-4 84 · info@fischerwirt.bayern · www.fischerwirt.bayern<br />

2003 brachten <strong>die</strong> Pollinger „Weinerer“<br />

den „Jubilä<strong>um</strong>s-Wein“ mit Pferdegespann<br />

von Meran ins Klosterdorf.<br />

14 | tassilo


Manfred Gabriel (li.) <strong>und</strong> Franz Vielhuber stoßen im Weinkeller des Rathauses<br />

vor einem Bild des historischen Weintransports an.<br />

Gabriel, ebenfalls Mitbegründer<br />

<strong>und</strong> Gesellschafter, mit einem Grinsen.<br />

„Wir mussten also weitermachen,<br />

auch wenn der historische<br />

Transport nicht mehr zu toppen<br />

war, der war grandios“, schwärmt<br />

Gabriel noch heute.<br />

Mittlerweile lädt <strong>die</strong> Wein GbR alle<br />

Weinfreude einmal im Monat, an<br />

jedem zweiten Mittwoch, zu ihrem<br />

beliebten Dämmerschoppen ein.<br />

Dabei wird in entspannter Atmosphäre,<br />

entweder im schmucken<br />

Weinkeller des Rathauses oder bei<br />

sommerlichen Temperaturen im<br />

Garten, <strong>die</strong> eine oder andere Flasche<br />

verköstigt. Daneben begleiten<br />

sie mit ihren Pollinger Tropfen immer<br />

wieder Veranstaltungen, wie<br />

etwa eine Tagung von Stargeigerin<br />

Ann-Sophie Mutter <strong>und</strong> ihrer<br />

Stiftung. Auch einzelne Abende<br />

bei den bekannten Pollinger Tagen<br />

alter <strong>und</strong> neuer Musik sowie<br />

natürlich Hochzeits- <strong>und</strong> Geburtstagsfeiern<br />

gestalten sie regelmäßig<br />

mit. „Neuerdings auch Taufen“,<br />

freut sich Vielhuber über den<br />

Wein-Geschmack seiner Pollinger<br />

Mitbürger.<br />

<strong>Das</strong> Weingut auf dem Pollinger Hof<br />

gibt es heutzutage nicht mehr. Die<br />

„Weinerer“ beziehen ihr Sortiment<br />

daher aus verschiedenen Lagen<br />

der ehemaligen Klosterweine.<br />

Von Alg<strong>und</strong>, Dorf Tirol, Schenna,<br />

Tscherns, Marling, Meran, Lana,<br />

Riffian, Kuens, dem Vinschgau <strong>und</strong><br />

Gries bei Bozen. Dafür arbeiten sie<br />

mit der Kellerei Meran Burggräfler<br />

in Marling zusammen, entstanden<br />

aus einer Fusion der Kellergenossenschaften<br />

Burggräfler <strong>und</strong> Meran,<br />

<strong>die</strong> einen Großteil der ehemaligen<br />

klösterlichen Rebflächen<br />

erfasste.<br />

Expertenwissen<br />

als Bonus<br />

„Wir waren am Anfang relativ unbeleckt<br />

in Sachen Wein“, sagen<br />

Vielhuber <strong>und</strong> Gabriel unisono.<br />

<strong>Das</strong> hat sich längst geändert, „der<br />

Ga<strong>um</strong>en hat sich entwickelt, <strong>die</strong><br />

Expertise ist gestiegen“. Ein Bonus,<br />

schließlich ist der eigentliche<br />

Auftrag: „Die Weinkultur nach Polling<br />

zu bringen.“ Wichtig sei <strong>die</strong><br />

Tradition, <strong>die</strong> Geschichte. <strong>Das</strong>s sie<br />

mittlerweile wissen, welcher Wein<br />

zu welchem Essen oder in welche<br />

Jahreszeit passt, „ist natürlich auch<br />

nicht schlecht“, so Vielhuber. Zunächst<br />

plante <strong>die</strong> Wein GbR zwei<br />

Weine zu vertreiben, mittlerweile<br />

haben sie 20 im Angebot. Der<br />

günstigste, ein Burggräfler Rotwein,<br />

kostet 4,80 Euro <strong>die</strong> Flasche,<br />

<strong>die</strong> Selektionsweine Merlot-Freiherr,<br />

Lagrein-Segen <strong>und</strong> Blauburg-<br />

Zeno sind mit 18 Euro <strong>die</strong> teuersten<br />

im Sortiment. Bewusst zählen sie<br />

nicht z<strong>um</strong> ganz hohen Wein-Preissegment,<br />

welches nach oben hin<br />

bekanntlich ka<strong>um</strong> Grenzen zu haben<br />

scheint. Dennoch sind einige<br />

der Pollinger Weine mit begehrten<br />

Auszeichnungen dekoriert. „Wir<br />

müssen keine Rekorde erzielen,<br />

daran sind wir gar nicht interessiert“,<br />

sagt Franz Vielhuber über<br />

<strong>die</strong> wirtschaftliche Seite ihres Hobbys.<br />

Auch deshalb fließt der Erlös<br />

aus dem Weinverkauf – samstags<br />

von 9 bis 12 Uhr im Rathauskeller<br />

– jedes Jahr ohne Umwege in<br />

ein Projekt eines Vereins oder<br />

einer Einrichtung aus Polling.<br />

So unterstützten <strong>die</strong> „Weinerer“<br />

etwa den Kauf der neuen<br />

Kirchenorgel, das Hospiz<br />

oder Kindergärten. Mit<br />

dem Jahreserlös von 2017<br />

spen<strong>die</strong>rten sie erst kürzlich<br />

dem Sportverein für ihr<br />

neues Vereinsheim <strong>die</strong> Ausstattung<br />

in Form von Stühlen<br />

<strong>und</strong> Tischen.<br />

Weinbruderschaft<br />

neben der GbR<br />

Da es im Laufe der Zeit immer<br />

mehr Pollinger Weinfre<strong>und</strong>e wurden,<br />

ist neben der GbR <strong>die</strong> Weinbruderschaft<br />

entstanden. „Eine Art<br />

Pollinger Wein-Fanclub, wenn man<br />

so will“, sagt Franz Vielhuber. Auch<br />

<strong>die</strong> Bruderschaft mit inzwischen<br />

<strong>r<strong>und</strong></strong> 100 Mitgliedern organisiert<br />

regelmäßige Weinabende, Ausflüge<br />

<strong>und</strong> ähnliches. „Mal wieder<br />

ein Weinfest wäre nicht schlecht“,<br />

wünscht sich Franz Vielhuber für<br />

<strong>die</strong> Zukunft <strong>und</strong> ergänzt: „Früher<br />

haben wir alle zwei Jahre eins ausgerichtet.<br />

Jetzt müssten das aber<br />

Jüngere übernehmen.“ Der Zahn<br />

der Zeit nagt, das merken auch<br />

<strong>die</strong> „Weinerer“ deutlich – da hilft<br />

nicht mal der Rebensaft. Geeigneten<br />

Nachwuchs für <strong>die</strong> GbR zu<br />

rekrutieren sei gar nicht so leicht,<br />

wenngleich sich <strong>die</strong> Altge<strong>die</strong>nten<br />

aktuell über drei neue Gesellschafter<br />

freuen können.<br />

Vielhuber, Gabriel <strong>und</strong> ihre Kollegen<br />

sind längst vom Wein-Virus<br />

infiziert, fahren in regelmäßigen<br />

Abständen selbst nach Südtirol<br />

<strong>und</strong> holen den Wein aus ihrer Kellerei<br />

des Vertrauens. Nicht mehr<br />

mit Pferdegespann, sondern im<br />

motorisierten Pkw samt Anhänger.<br />

Längst sind durch <strong>die</strong> zahlreichen<br />

Besuche gute Fre<strong>und</strong>schaften<br />

entstanden. Gerade deshalb verbringen<br />

<strong>die</strong> „Weinerer“ auch ihre<br />

Urlaube gerne in Südtirol. Erst<br />

kürzlich waren Franz Vielhuber<br />

<strong>und</strong> Manfred Gabriel in kurzem<br />

Abstand wieder in Meran. Im Hotel<br />

„Pollinger“ – wie sollte es auch<br />

anders sein.<br />

tis<br />

september / oktober <strong>2018</strong> | 15


Naturschutz-Aktion des Eglfinger Gartenbauvereins<br />

Für jeden Schulanfänger<br />

einen Ba<strong>um</strong><br />

Eglfing | Seit Jahren haben <strong>die</strong> Eglfinger<br />

ein Gespür für Haus- <strong>und</strong><br />

Obstbä<strong>um</strong>e. Zur 1200-Jahrfeier im<br />

Jahr 2007 wurde beispielsweise<br />

eine Pflanzaktion mit 1 200 Bä<strong>um</strong>en<br />

<strong>und</strong> Sträuchern durchgeführt.<br />

Darüber hinaus gibt es einige<br />

Landwirte, <strong>die</strong> ihre Höfe vorbildlich<br />

mit einem schönen Obstanger<br />

oder einer Hecke angelegt haben.<br />

Regelrecht außergewöhnlich ist<br />

jedoch <strong>die</strong>ser Brauch zur Einschulung:<br />

Jedes Kind, das in Eglfing das<br />

erste Mal zur Schule geht, bekommt<br />

neben der klassischen Schultüte<br />

einen eigenen Ba<strong>um</strong>. Unterstützt<br />

wird das Projekt finanziell von einer<br />

hiesigen Firma, fachlich vom<br />

örtlichen Verein für Gartenbau<br />

<strong>und</strong> Landespflege, der in Eglfing<br />

generell sehr aktiv ist. Denn allein<br />

für <strong>die</strong> Schulba<strong>um</strong>aktion bedarf es<br />

einen enormen Zeitaufwand, da<br />

<strong>die</strong> künftigen ABC-Schützen bereits<br />

in den Sommermonaten ausfindig<br />

gemacht werden müssen. „Wir geben<br />

uns große Mühe, damit wir ja<br />

kein Kind übersehen“, erzählt Vereinsvorsitzender<br />

Christian Mack.<br />

Neben der normalen G<strong>r<strong>und</strong></strong>schule<br />

werden auch <strong>die</strong> Schulstarter an<br />

Montessori-, Förder- oder sonstigen<br />

Schulen berücksichtigt –<br />

schließlich wissen <strong>die</strong> Kinder <strong>um</strong><br />

den Brauch <strong>und</strong> warten schon so<br />

aufgeregt wie sehnsüchtig auf<br />

<strong>die</strong>sen Gutschein für einen Ba<strong>um</strong><br />

ihrer Wahl, der ihnen rechtzeitig<br />

z<strong>um</strong> ersten Schultag ins Elternhaus<br />

flattern sollte.<br />

Schulba<strong>um</strong>aktion endet<br />

oft in Gartenberatung<br />

In den Wochen danach haben<br />

Christian Mack <strong>und</strong> Ba<strong>um</strong>wart<br />

Georg Nagl viel zu tun: Sie besuchen<br />

jede Familie, geben Ratschläge<br />

zur Ba<strong>um</strong>auswahl oder<br />

suchen einen passenden Standort.<br />

„Man muss <strong>die</strong> Leute beraten,<br />

ihnen sagen, was auf ihr<br />

G<strong>r<strong>und</strong></strong>stück am besten für ein<br />

Ba<strong>um</strong> passt“, so Georg Nagl, der<br />

von „teilweise kompletten Gartenberatungen“<br />

spricht, bis endlich<br />

der richtige Ba<strong>um</strong> gef<strong>und</strong>en<br />

wurde.<br />

Auch für Familien, <strong>die</strong> in Miete<br />

wohnen, finden Nagl <strong>und</strong> Mack<br />

eine Lösung: Ein Säulenapfel<br />

kann auf dem Balkon gedeihen,<br />

ein Weinstock passt an jede Hauswand<br />

<strong>und</strong> darüber hinaus gibt es<br />

einen gemeindlichen Krautacker,<br />

der allerdings schon sehr intensiv<br />

bepflanzt wurde. „Da geht leider<br />

nichts mehr, der ist voll“, weiß<br />

Ba<strong>um</strong>wart Nagl, der sich an <strong>die</strong>ser<br />

Stelle einen neuen Obstanger von<br />

Seiten der Gemeinde wünschen<br />

würde.<br />

Mehr als 100<br />

Bä<strong>um</strong>e gepflanzt<br />

Seit 2009 macht der Gartenbauverein<br />

<strong>die</strong>se Aktion <strong>und</strong> hat bei<br />

zehn bis 20 Schulanfängern jedes<br />

Jahr inzwischen weit mehr als<br />

100 Bä<strong>um</strong>e gepflanzt. Die Kinder<br />

dürfen aus einer ganzen Liste an<br />

Bä<strong>um</strong>en aussuchen, auch wenn<br />

<strong>die</strong> Organisatoren bei ihren Beratungen<br />

den Schwerpunkt auf<br />

Obst- <strong>und</strong> Nussbä<strong>um</strong>e legen, gerne<br />

auch alte Sorten. Im <strong>Oktober</strong><br />

wird dann eine Sammelbestellung<br />

inklusive Wühlmauskorb <strong>und</strong><br />

Zubehör getätigt. Die Kosten von<br />

durchschnittlich 50 Euro pro Ba<strong>um</strong><br />

übernimmt <strong>die</strong> Eglfinger Firma<br />

Convotherm, deren Verantwortlichen<br />

ein ges<strong>und</strong>es Dorfklima sehr<br />

am Herzen liegt.<br />

„Außerdem gehört in jeden Garten<br />

ein schöner Apfelba<strong>um</strong>“, sagt<br />

Gartenbauvorsitzender Mack, der<br />

selbst den historischen Freskenhof<br />

mit großem Naturgarten besitzt.<br />

Mit der Schulba<strong>um</strong>aktion gewinnt<br />

er nicht nur <strong>die</strong> Herzen der Kin-<br />

Bei einer Schaupflanzung erhalten<br />

<strong>die</strong> Eltern wertvolle Tipps, was es<br />

zu beachten gilt.<br />

16 | tassilo


Viele Infos zu heimischen Obstbä<strong>um</strong>en werden an <strong>die</strong> Familien im Rahmen<br />

der Aktion weitergegeben.<br />

der, <strong>die</strong> stolz auf ihren Ba<strong>um</strong> sind,<br />

sondern erreicht auch das Ziel,<br />

dass <strong>die</strong>se sich nachhaltig dar<strong>um</strong><br />

kümmern. Denn in einer für <strong>die</strong><br />

Region fremden Thuja sitzen gerade<br />

mal ein bis zwei Nützlinge,<br />

während sich auf einem Apfelba<strong>um</strong><br />

mindestens 40 t<strong>um</strong>meln.<br />

„<strong>Das</strong> musste man oft intensiv mit<br />

den Leuten diskutieren, jetzt ist<br />

das Insektensterben <strong>und</strong> der Klimawandel<br />

in aller M<strong>und</strong>e“, stellt<br />

Christian Mack fest. Es gab Zeiten,<br />

da waren Obstbä<strong>um</strong>e unersetzbare<br />

Ernährungsg<strong>r<strong>und</strong></strong>lage – davon<br />

ist man heute weit entfernt. Doch<br />

das Bewusstsein für regionale<br />

Produkte sieht Mack wieder am<br />

wachsen. „Und wie schön ist es<br />

bitte, wenn ein Apfelba<strong>um</strong> im eigenen<br />

Garten steht?“ Außerdem<br />

bringe ein Hausba<strong>um</strong> Schatten,<br />

<strong>und</strong> damit kühle <strong>und</strong> gute Luft.<br />

„Als Bio-Imker liegt mir das ohnehin“,<br />

nennt Georg Nagl einen<br />

weiteren wichtigen G<strong>r<strong>und</strong></strong>, war<strong>um</strong><br />

er sich jedes Jahr für <strong>die</strong> Pflanzaktion<br />

engagiert. Bevor der Winter<br />

kommt, wird im Rahmen einer<br />

Schaupflanzung gezeigt, wie es<br />

geht. Dann dürfen <strong>die</strong> „Gartenfre<strong>und</strong>e<br />

der Zukunft“ selbst den<br />

Ba<strong>um</strong> gemeinsam mit ihren Eltern<br />

einsetzen.<br />

Viele grüne<br />

Aktionen in Eglfing<br />

Der Eglfinger Verein für Gartenbau<br />

<strong>und</strong> Landespflege ist auch<br />

anderweitig aktiv. Er betreut einen<br />

w<strong>und</strong>erschönen Natur-Erlebnis-<br />

Spielplatz mit unter anderem<br />

Wasserspielgelände, Feuerstelle<br />

<strong>und</strong> Felsenkletterwand. Daneben<br />

liegen Bienenweide, Krautacker<br />

<strong>und</strong> Lehrgartenbereich, sodass<br />

insgesamt 8000 Quadratmeter<br />

gepflegt werden. Jedes Jahr im<br />

Herbst sind <strong>die</strong> Gartler im Kindergarten<br />

<strong>und</strong> machen mit den Kleinen<br />

einen Apfeltag, bei dem es<br />

nach getaner Arbeit <strong>r<strong>und</strong></strong> 250 Liter<br />

selbstgemachten Bio-Apfelsaft für<br />

den Kindergarten gibt. So haben<br />

<strong>die</strong> Eglfinger schon viel bewirkt<br />

mit der Schulba<strong>um</strong>aktion, mit der<br />

sie ein gewisses Gespür für Obstbä<strong>um</strong>e<br />

erzeugen – bei Eltern <strong>und</strong><br />

Schülern.<br />

rg<br />

Ba<strong>um</strong>wart Georg Nagl hat für <strong>die</strong><br />

ABC-Schützen Wissenwertes über<br />

das Einsetzen der Bä<strong>um</strong>e parat.<br />

september / oktober <strong>2018</strong> | 17


Vierter „Tag des Sports“ in <strong>Weilheim</strong><br />

Z<strong>um</strong> Informieren<br />

<strong>und</strong> Ausprobieren<br />

Sauber<br />

g’spart!<br />

<strong>Weilheim</strong> | Eine überdachte Bühne,<br />

20 Informationsstände, actionreiche<br />

Aufführungen, zahlreiche<br />

Sportgeräte z<strong>um</strong> Ausprobieren<br />

sowie ein buntes Rahmenprogramm:<br />

Am Samstag, 22. <strong>September</strong>,<br />

lädt <strong>Weilheim</strong>s CSU-Ortsverband<br />

von 10 bis 15.30 Uhr<br />

wieder z<strong>um</strong> „Tag des Sports“ auf<br />

den <strong>Weilheim</strong>er Marien- <strong>und</strong><br />

Kirchplatz.<br />

Eingeführt wurde <strong>die</strong> Veranstaltung<br />

des siebenköpfigen Arbeitskreises<br />

für Sportförderung im Jahre<br />

2012. War<strong>um</strong>? „Weil <strong>Weilheim</strong><br />

schon immer eine Sportstadt ist,<br />

es aber keine wirkliche Veranstaltung<br />

gab, das vielfältige Angebot<br />

der Öffentlichkeit an einem Tag<br />

<strong>und</strong> Ort zu präsentieren“, so das<br />

Organisations-Team einstimmig.<br />

Seit <strong>r<strong>und</strong></strong> einem Jahr laufen <strong>die</strong><br />

Vorbereitungen. Angefangen mit<br />

der Nachfrage bei Vereinen, Fitnessstudios<br />

<strong>und</strong> allen anderen<br />

Anlaufstellen für Sport <strong>und</strong> Reha<br />

in <strong>Weilheim</strong>, gefolgt von Sponsoren-Suche,<br />

Genehmigungsverfahren,<br />

Werbung <strong>und</strong> Erstellung des<br />

Rahmenprogramms. Während<br />

<strong>die</strong>se Arbeiten bei der Jungfern-<br />

Veranstaltung sehr intensiv waren,<br />

hat sich inzwischen ein wenig<br />

Routine eingeschlichen in Sachen<br />

Vorbereitungen. „Viele Vereine<br />

kommen sogar schon Monate<br />

im Voraus auf uns zu <strong>und</strong> fragen<br />

nach, ob es heuer wieder den Tag<br />

des Sports geben wird“, sagt CSU-<br />

Mitglied Martin Wagner, der <strong>die</strong>sen<br />

Tag moderieren wird <strong>und</strong> von<br />

einer „großen Begeisterung“ aller<br />

Beteiligten spricht. Heißt: Der „Tag<br />

des Sports“ in <strong>Weilheim</strong> ist seit<br />

jeher eine Erfolgsgeschichte, weil<br />

Aussteller <strong>und</strong> Besucher gleichermaßen<br />

voneinander profitieren.<br />

Nischensportarten<br />

werden immer beliebter<br />

Der TSV <strong>Weilheim</strong>, mit derzeit<br />

4 300 Mitgliedern stärkster Verein<br />

im <strong>Tassilo</strong>land, konnte über<br />

den „Tag des Sports“ im Jahre<br />

2016 immerhin 50 Ne<strong>um</strong>itglieder<br />

gewinnen. „<strong>Das</strong> ist schon eine<br />

beachtliche Zahl“, sagt Gerald<br />

Weingessl, dritter Vorsitzender im<br />

TSV <strong>und</strong> ebenfalls Teil des Organisationsteams,<br />

der seit einigen<br />

Jahren folgenden Trend feststellt:<br />

„Während klassische Ballsportarten<br />

wie Fußball oder Handball<br />

eher an Zulauf verlieren, steigen<br />

<strong>die</strong> Mitgliederzahlen in sogenann-<br />

Erdgas <strong>und</strong> Ökostrom<br />

von Energie Südbayern.<br />

Gut versorgt mit günstiger Energie <strong>und</strong><br />

ausgezeichnetem Service.<br />

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Menschenmassen auf dem<br />

<strong>Weilheim</strong>er Marienplatz wünschen<br />

sich <strong>die</strong> Veranstalter auch <strong>die</strong>ses Jahr.<br />

18 | tassilo


Wir suchen Auszubildende für 2019!<br />

Action auf der Bühne: Mitglieder<br />

der Vereine <strong>und</strong> Studios zeigen<br />

den Besuchern ihr Können.<br />

ten Nischensportarten immer stärker<br />

an.“ Gemeint sind „exotische“<br />

Kampfsportarten wie unter anderem<br />

Aikido, Jiu-Jitsu, Shaolin Tempelboxen<br />

oder Kyudo. Aber auch<br />

<strong>die</strong> Sparten Fechten, Rock’n’Roll<br />

<strong>und</strong> Boogie sowie neue Angebote<br />

in den Bereichen Fitness, Ges<strong>und</strong>heit<br />

<strong>und</strong> Reha-Sport werden<br />

in <strong>Weilheim</strong> auffallend gut angenommen.<br />

Einige <strong>die</strong>ser Abteilungen werden<br />

auch am „Tag des Sports“ einen<br />

Informationsstand <strong>r<strong>und</strong></strong> <strong>um</strong> den<br />

Marienbrunnen aufbauen, darüber<br />

hinaus Jung <strong>und</strong> Alt reichlich<br />

Möglichkeiten z<strong>um</strong> Ausprobieren<br />

<strong>und</strong> Mitmachen des von ihnen gelebten<br />

Sports anbieten. Zusätzlich,<br />

„das ist für alle ausstellenden Teilnehmer<br />

Pflicht“, stellen sich Vereine,<br />

Studios <strong>und</strong> Einrichtungen auf<br />

der großen Bühne mit einem <strong>r<strong>und</strong></strong><br />

zehn- bis 15-minütigen Vortrag<br />

sowie Auftritten vor.<br />

Veranstalter erwarten<br />

2 000 Besucher<br />

Als Highlight werden an alle Besucher<br />

kompakte, übersichtliche<br />

Flyer mit Stempelaktion verteilt.<br />

Heißt: Wer sich an insgesamt fünf<br />

Ständen informiert, hierfür je einen<br />

Stempel abstaubt, darf entweder<br />

mittags oder gegen Ende<br />

der Veranstaltung an einer von<br />

zwei Verlosungen mit tollen Preisen<br />

teilnehmen. Unter anderem<br />

zu gewinnen: Ein Segelflug mit<br />

Start <strong>und</strong> Landung in Paterzell.<br />

Oder Einkaufsgutscheine im Wert<br />

von 100 sowie 50 Euro für das<br />

Kaufhaus Rid. Verhungern <strong>und</strong><br />

verdursten werden <strong>die</strong> <strong>r<strong>und</strong></strong> 2000<br />

Besucher, <strong>die</strong> über den Tag verteilt<br />

bei gutem Wetter erwartet werden,<br />

logischerweise auch nicht.<br />

Allein deshalb, weil der <strong>Weilheim</strong>er<br />

Marien- <strong>und</strong> Kirchplatz reichlich<br />

besetzt ist mit guten Lokalen,<br />

<strong>die</strong> passend z<strong>um</strong> „Tag des Sports“<br />

das eine oder andere sportliche<br />

Gericht auf ihre Menülisten<br />

zaubern werden. Fitness-Salate<br />

sind hierfür ein klassisches Beispiel<br />

sportleraffiner Leckerbissen.<br />

Schließlich spielt ges<strong>und</strong>e, ausgewogene<br />

Ernährung eine gewichtige<br />

Rolle, <strong>um</strong> als Kind, Jugendlicher<br />

oder Erwachsener nachhaltig<br />

Sport treiben zu können. Und der<br />

wieder<strong>um</strong> ist in Zeiten immer<br />

stressigeren Jobs sowie akuter<br />

Smartphone-Sucht-Gefahr eine<br />

schier unerlässliche Freizeitmaßnahme,<br />

<strong>die</strong> darüber hinaus wichtige<br />

Werte wie Fairness, Teamgeist<br />

<strong>und</strong> Disziplin fordert <strong>und</strong> fördert. js<br />

Die Weckerle GmbH ist ein weltweit erfolgreich agierendes<br />

<strong>und</strong> expan<strong>die</strong>rendes Familienunternehmen mit Sitz in <strong>Weilheim</strong><br />

<strong>und</strong> Standorten in Peißenberg, Eislingen, der Schweiz,<br />

Frankreich, Italien, Russland, Brasilien, China, In<strong>die</strong>n <strong>und</strong> den<br />

USA. Mit den Geschäftsbereichen Machines <strong>und</strong> Cosmetics<br />

ist das Unternehmen führend in der Herstellung innovativer<br />

<strong>und</strong> hochspezialisierter Abfüllanlagen für <strong>die</strong> Kosmetik-, Pharma-<br />

<strong>und</strong> Lebensmittelindustrie.<br />

Wir suchen z<strong>um</strong> 1. <strong>September</strong> 2019 engagierte <strong>und</strong> motivierte<br />

Auszubildende (m/w)<br />

Mechatroniker/in<br />

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Industriekaufmann/-frau<br />

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Informationstechnologien<br />

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an einem ausländischen Standort nach der Ausbildung<br />

Haben wir Sie neugierig gemacht?<br />

Dann bewerben Sie sich bitte bis 30.09.<strong>2018</strong> über unser<br />

Jobportal unter www.weckerle.com<br />

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:<br />

Frau Marie-Claude Sisto<br />

(Personalabteilung)<br />

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september / oktober <strong>2018</strong> | 19


Hochwertige Ballettkleider von Helene „Teufels“-Engel<br />

Maßgeschneidert <strong>und</strong><br />

von Hand gemacht<br />

Starnberg | Theater <strong>und</strong> Ballett<br />

haben Helene Engel schon immer<br />

fasziniert. „Fantasievoll, einzigartig,<br />

einfach ganz weit weg vom<br />

Standardmäßigen“, schwärmt<br />

sie. Inzwischen ist <strong>die</strong> gebürtige<br />

Oberschwäbin seit 30 Jahren Spezialistin<br />

für das Schneidern von<br />

Ballettkleidern „<strong>und</strong> allem, was<br />

dazugehört“. Bodys, Trikots, Kleider,<br />

Anzüge, Tutus – alles maßgeschneidert<br />

<strong>und</strong> handgemacht.<br />

Und weil Helene Engel komplett<br />

alleine ist mit ihrem Geschäft an<br />

der Hauptstraße 29 in Starnberg,<br />

eröffnet im Jahre 2002, kommt es<br />

schon mal vor, dass sie in Auftrags-<br />

Hochphasen sieben Tage <strong>die</strong> Woche<br />

von zehn bis 23 Uhr am großen<br />

Arbeitstisch steht oder an einer<br />

ihrer drei Nähmaschinen sitzt. Allen<br />

voran, wenn <strong>die</strong> Tanzabteilung<br />

des TSV Schleißheim, amtierender<br />

Deutscher Meister <strong>und</strong> Engels<br />

treuester K<strong>und</strong>e, wieder seine vier<br />

Tanzgruppen mit je circa zehn Tänzerinnen<br />

neu ausstatten möchte.<br />

<strong>Das</strong> Prozedere beginnt zunächst<br />

mit einem Beratungsgespräch, bei<br />

dem ihre Experten-Empfehlungen<br />

mit den K<strong>und</strong>enwünschen in Einklang<br />

gebracht werden. Es folgen<br />

Skizzierungen, Farb- <strong>und</strong> Materialauswahlen,<br />

Budget-Absprache<br />

<strong>und</strong> Terminvereinbarung. Erst<br />

wenn <strong>die</strong>se sechs Punkte <strong>um</strong>fassend<br />

geklärt sind, macht sich<br />

<strong>die</strong> 54-Jährige auf den Weg. „Bei<br />

Großaufträgen macht es natürlich<br />

Sinn, dass ich z<strong>um</strong> Abmessen zu<br />

den K<strong>und</strong>en fahre, nicht <strong>die</strong> zu<br />

mir.“ Allen voran dann, wenn es<br />

sich überwiegend <strong>um</strong> noch minderjährige<br />

Mädels handelt, <strong>die</strong><br />

keinen Führerschein besitzen. Eine<br />

junge Tänzerin nach der anderen<br />

Auf der großen Arbeitsplatte steckt Helen Engel <strong>die</strong> Kostüm-Nähte ab.<br />

20 | tassilo<br />

wird während der gewöhnlichen<br />

Trainingszeiten dann an <strong>die</strong> Seite<br />

geholt <strong>und</strong> von Helene Engel<br />

mittels Taillenmaßband auf den<br />

Millimeter genau gemessen. „Gerade<br />

beim Ballett, wo <strong>die</strong> Kleidung<br />

sehr stark beansprucht wird, muss<br />

alles ganz genau sitzen“, sagt <strong>die</strong><br />

Schneidermeisterin, <strong>die</strong> ihre Spezial-Stoffe<br />

aus Augsburg bezieht.<br />

Kleider halten<br />

zehn Jahre lang<br />

Es handelt sich <strong>um</strong> Lycra – 80 Prozent<br />

Polyamid, 20 Prozent Elasthan.<br />

Diese von einem Franzosen erf<strong>und</strong>ene<br />

Faser sei perfekt fürs Ballett.<br />

„Die Bodys aus <strong>die</strong>sem Material<br />

halten bei guter Verarbeitung sicherlich<br />

zehn Jahre lang“, sagt Helene<br />

Engel. Selbst wildes her<strong>um</strong>rutschen<br />

auf dem Bühnenboden<br />

mache <strong>die</strong>sem Stoff nichts aus.<br />

Mit den Maßen der Tänzerinnen<br />

im Notizbuch, fährt Engel zurück<br />

nach Starnberg <strong>und</strong> macht sich an<br />

<strong>die</strong> Arbeit. Stoffe bestellen, dann<br />

mittels Schablonen <strong>und</strong> Linealen<br />

<strong>die</strong> Rohform der Bodys aufzeichnen,<br />

abstecken <strong>und</strong> ausschneiden.<br />

Stecknadeln, vor allem aber Scheren<br />

sind der Schneidermeisterin<br />

heilig. „Die gibt man nicht aus der<br />

Hand, nicht mal der besten Fre<strong>und</strong>in“,<br />

sagt sie. Schon gar nicht ihr<br />

Schweizer Modell mit austauschbaren<br />

Schneiden aus Titan, mit der<br />

aufg<strong>r<strong>und</strong></strong> einer speziellen Konstruktion<br />

extrem gerade <strong>und</strong> sauber<br />

gearbeitet werden kann. Als weitere<br />

„Heiligtümer“ ihrer Arbeit gelten<br />

natürlich Nähmaschinen. Drei<br />

verschiedene besitzt Helene Engel<br />

in ihrer Werkstätte samt Verkaufsra<strong>um</strong>.<br />

„Industriemaschinen, fast<br />

30 Jahre alt, aber leistungsfähig<br />

wie am ersten Tag.“ Und jede einzelne<br />

der drei Maschinen wird für<br />

eine andere Naht oder z<strong>um</strong> Einnähen<br />

verstärkter G<strong>um</strong>miränder gebraucht.<br />

Um schnell voranzukommen,<br />

näht Helene Engel immer<br />

eine Serie komplett fertig. „Sonst<br />

müsste ich ständig <strong>die</strong> Maschinen<br />

<strong>um</strong>stellen, was viel zu aufwändig<br />

wäre.“ Die größte Schwierigkeit<br />

bei ihrer Schneider-Arbeit? „Bis<br />

das erste Kleid einer Serie in Perfektion<br />

fertig ist.“ <strong>Das</strong>s letztlich alle<br />

Kleidchen, Bodys oder Trikots in<br />

total unterschiedlichen Größen –<br />

von 36 bis 48 – zu schneidern sind,<br />

„ist dann nicht mehr schlimm, weil<br />

ich <strong>die</strong> Technik dann heraus habe“.<br />

Die Frau mit<br />

den drei Namen<br />

Mit Technik meint Helene Engel<br />

selbstverständlich nicht das G<strong>r<strong>und</strong></strong>handwerkszeug<br />

einer Schneiderin –<br />

das beherrscht sie nämlich im


Schlaf. Nach dreijähriger Ausbildung<br />

zur Damen-Schneiderin in<br />

Ravensburg arbeitete sie drei Jahre<br />

als Gesellin <strong>und</strong> erfüllte somit <strong>die</strong><br />

damalige Norm für <strong>die</strong> Aufnahme<br />

an der Deutschen Meisterschule<br />

für Mode in München. Die schließt<br />

sie nach vier Semestern erfolgreich<br />

ab, darf sich seither Damen-<br />

Schneidermeisterin „schimpfen“.<br />

Im Anschluss findet sie einen guten<br />

Job, allerdings in einer Firma<br />

für Hotelausstattung, in der Engel<br />

<strong>die</strong> Textilabteilung leitet. Erst als<br />

in einer kleinen Münchner Ballett-<br />

Boutique eine Stelle frei wird, darf<br />

sie ihr Können endlich so künstlerisch<br />

wertvoll ausleben, wie sie<br />

es sich immer gewünscht hat. Und<br />

war<strong>um</strong> nicht gleich als Selbstständige?<br />

Über <strong>die</strong> Liebe ihres Lebens<br />

ist sie nach Starnberg gekommen,<br />

<strong>und</strong> hat dort <strong>die</strong> Schneiderei Teufelsengel<br />

aufgemacht. „Es sollte<br />

ein markanter Name sein, weil Engel<br />

mir fürs Ballett zu weich war.“<br />

Mit <strong>die</strong>ser hochleistungsstarken hl Maschine näht Helene Engel Ballettkleider<br />

so, dass sie trotz intensiver Belastungen locker zehn Jahre halten.<br />

<strong>Das</strong>s sie nun von vielen K<strong>und</strong>en als<br />

Frau Teufel oder Frau Teufelsengel<br />

angesprochen wird, fasst sie mit<br />

H<strong>um</strong>or auf.<br />

Überhaupt ist Helene Engel eine<br />

sehr herzliche, h<strong>um</strong>orvolle <strong>und</strong><br />

kompetente Frau. Bei einem<br />

Thema aber fällt ihr das Lachen<br />

schwer: Der immer stärker aufkommende<br />

Online-Handel, der<br />

ihre hochwertige Handarbeit<br />

zunehmend kaputt macht. In<br />

Entwicklungsländern spottbillig<br />

hergestellte Bodys werden im Internet<br />

weit unter Preis verkauft.<br />

„Selbstverständlich kann <strong>die</strong> Qualität<br />

nicht mithalten mit handgemachter<br />

Ware, aber für einen Auftritt<br />

im Jahr reicht sie trotzdem.“<br />

Deshalb bietet Helene Engel – vom<br />

Stammk<strong>und</strong>engeschäft <strong>und</strong> Spezialaufträgen<br />

wie beispielsweise<br />

ein mehr als 1000 Euro schweres<br />

Meerjungfrau-Faschingskostüm<br />

oder Kostüme für Promi-Projekte<br />

abgesehen – auch klassische<br />

Schneiderarbeiten an: Hosen <strong>und</strong><br />

Röcke kürzen, Taillen weiten oder<br />

schmälern, Knöpfe einnähen <strong>und</strong><br />

vieles mehr. „Mit <strong>die</strong>sen Reparatur-<br />

<strong>und</strong> Änderungsarbeiten<br />

komme ich gut über <strong>die</strong> R<strong>und</strong>en,<br />

ansonsten aber würde sich meine<br />

Arbeit nicht mehr lohnen <strong>und</strong><br />

ich könnte zusperren.“ Was hoffentlich<br />

<strong>die</strong> kommenden Jahre<br />

nicht passiert. Denn was Können<br />

<strong>und</strong> Repertoire betrifft, ist Helene<br />

Letzter Kontrollblick, bevor <strong>die</strong>se<br />

Maßanfertigung zur K<strong>und</strong>in geht.<br />

„Teufels“-Engel weit <strong>und</strong> breit <strong>die</strong><br />

einzige, <strong>die</strong> <strong>die</strong>ses hochwertige<br />

Schneiderhandwerk noch aus dem<br />

FF beherrscht.<br />

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september / oktober <strong>2018</strong> | 21


ALLERLEI IM TASSILOLAND<br />

Musikalisch, bunt <strong>und</strong> spektakulär<br />

„Aufgspuit im Murnauer Moos“ <strong>und</strong> Kunstwirte-Abschluss<br />

Murnau | Ein Dutzend Volksmusikgruppen<br />

aus näherer<br />

<strong>und</strong> weiterer Region werden<br />

am Sonntag, 9. <strong>September</strong>,<br />

das Murnauer Moos z<strong>um</strong><br />

Erklingen bringen. Beginn<br />

von „Aufgspuit im Murnauer<br />

Moos“, das heuer z<strong>um</strong> zwölften<br />

Mal stattfinden wird, ist<br />

<strong>um</strong> 13 Uhr. Damit <strong>die</strong> zahlreich erwarteten Zuhörer<br />

aller Altersgruppen auch kulinarisch bestens<br />

Kapelle Sankt Georg <strong>und</strong><br />

Gasthaus Ähndl. Bei ungünstiger<br />

Witterung findet <strong>die</strong><br />

Veranstaltung in mehreren<br />

Wirtshäusern statt.<br />

Auch empfehlenswert für Jung<br />

<strong>und</strong> Alt ist das Abschlussfest<br />

der Kunstwirte (www.kunstwirte.de)<br />

am Samstag, 13.<br />

<strong>Oktober</strong>, im Murnauer Kultur- <strong>und</strong> Tagungszentr<strong>um</strong>.<br />

Elf Künstler <strong>und</strong> neun Gastronomen werden<br />

an <strong>die</strong>sem Tag zwischen 15 <strong>und</strong> 23 Uhr ihr<br />

versorgt sind, kochen <strong>die</strong> Staffelsee-Wirte, <strong>die</strong><br />

Garmisch-Partenkirchener Landfrauen sowie <strong>die</strong><br />

Köche im Ähndl ordentlich auf. Musiziert wird<br />

Können zur Schau stellen – nachmittags<br />

in lockerer Ausstellungsatmosphäre,<br />

letztlich an folgenden drei Orten: Drachenstich, abends mit Live-Musik.<br />

js<br />

Licht-Kunst-Spektakel in <strong>Weilheim</strong>s Innenstadt<br />

<strong>Weilheim</strong> | Z<strong>um</strong> zweiten Mal findet am Freitag,<br />

19. <strong>Oktober</strong>, <strong>und</strong> Samstag, 20. <strong>Oktober</strong>, jeweils<br />

von 19 bis 23 Uhr ein Lichtkunstfestival in<br />

<strong>Weilheim</strong> statt. Künstlerischer Leiter wird auch<br />

<strong>die</strong>smal der in <strong>Weilheim</strong> aufgewachsene Phillip<br />

Geist sein – ein international renommierter<br />

Lichtkünstler. Für alle, <strong>die</strong> 2016 nicht dabei waren:<br />

Die <strong>Weilheim</strong>er Innenstadt wird an <strong>die</strong>sen<br />

beiden Abenden in einen vielseitigen Lichtparcours verwandelt dl– bunte<br />

Fassaden, an <strong>die</strong> Stadtmauer projizierte Kurzfilm-Projekte sowie 3D-<br />

Video-Mapping, <strong>um</strong> Kunst, Natur <strong>und</strong> Architektur in Einklang zu bringen.<br />

Darüber hinaus können <strong>die</strong> Besucher in direkten Dialog mit den<br />

internationalen Künstlern treten. Außerdem wird es Vorträge,<br />

Führungen <strong>und</strong> zu Farbe <strong>und</strong> Kunst angemessene Musik geben<br />

– <strong>und</strong> zwar bei freiem Eintritt <strong>und</strong> jedem Wetter.<br />

js<br />

Kammeroper München zu Gast in Polling<br />

Ein Fest für viele Kulturen<br />

Polling | Die Kammeroper München steht seit ihrer Gründung im Jahr 2004<br />

für anspruchsvolles Musiktheater der besonderen Art. Mit Fassungen von raren<br />

<strong>und</strong> bekannten Werken aus der Opernliteratur hat sich <strong>die</strong> Kammeroper<br />

in den letzten Jahren eine festen Platz im Münchner Kulturleben erspielt. Die<br />

stimmliche <strong>und</strong> darstellerische Qualität der jungen Künstler steht dabei immer<br />

im Mittelpunkt, so dass das Münchner Opernensemble inzwischen als<br />

For<strong>um</strong> für Nachwuchsförderung gilt. Und genau damit den Ansatzpunkt für<br />

eine Kooperation mit dem Podi<strong>um</strong> musicale liefert. Denn auch der gemeinnützige<br />

Verein aus dem <strong>Tassilo</strong>land hat sich z<strong>um</strong> Ziel gesetzt, junge Musiker<br />

durch Konzertauftritte im Pollinger Bibliotheksaal zu unterstützen.<br />

Für <strong>die</strong> 20. Veranstaltung von Podi<strong>um</strong> musicale am Sonntag, 23. <strong>September</strong>,<br />

steht nun also <strong>die</strong> Aufführung von Mozarts „Così fan tutte“ durch <strong>die</strong> Kammeroper<br />

München auf dem Programm. Laut der Veranstalter der bisherige<br />

Höhepunkt der Konzertreihe, schließlich ist es eine Premiere,<br />

dass im Bibliotheksaal eine Oper zur Aufführung<br />

kommt. Die Karten gibt es bereits seit Ende Mai – <strong>und</strong><br />

solange der Vorrat reicht – zu Preisen, <strong>die</strong> denen der<br />

Kammeroper bei Konzerten in München entsprechen (25<br />

bis 67 Euro). Und zwar beim Kreisboten Ticketservice in<br />

der Sparkasse <strong>Weilheim</strong>, bei München Ticket oder ab<br />

16 Uhr an der Abendkasse. Die Mozartoper im<br />

Bibliotheksaal beginnt <strong>um</strong> 17 Uhr, <strong>die</strong> Werktieinführung<br />

bereits <strong>um</strong> 16.15 Uhr.<br />

Peißenberg | In Peißenberg leben Menschen<br />

mit 80 verschiedenen Nationalitäten. Um so<br />

viele bunte wie schöne Kulturen an einen <strong>r<strong>und</strong></strong>en<br />

Tisch zu bringen, haben 14 Gruppen sowie<br />

Bürgermeisterin Manuela Vanni ein Fest der<br />

Kulturen auf <strong>die</strong> Beine gestellt. Es findet statt<br />

am Sonntag, 7. <strong>Oktober</strong>, <strong>um</strong> 14 Uhr in der Tiefstollenhalle<br />

Peißenberg. Eingeladen zu leckeren<br />

Speisen <strong>und</strong> Getränken,<br />

zu Musik, Tanz <strong>und</strong><br />

Spiel sowie multikulturellen<br />

Gesprächen sind Jung <strong>und</strong> Alt aus Nah<br />

<strong>und</strong> Fern. Unter anderem geboten: Musikalische<br />

Beiträge, Bockerlbahn-Fahrten, hrten,<br />

Kinderschminken, Quiz <strong>und</strong> Erste-<br />

js<br />

Hilfe-Spiel.<br />

Pfaffenwinkel-Kalender für 2019 – <strong>und</strong> einen guten Zweck<br />

<strong>Tassilo</strong>land | Renate Dodell, ehemalige Landtagsabgeordnete,<br />

liebt den Pfaffenwinkel – <strong>und</strong><br />

<strong>die</strong> Fotografie. Für 2019 hat sie einen Bildkalender<br />

mit Motiven aus der Region herausgebracht.<br />

Ihr Ziel mit „Pfaffenwinkel 2019“: Menschen<br />

berühren. Und helfen. Pro verkauftem<br />

Exemplar geht ein Euro direkt an <strong>die</strong> Stiftung<br />

des Hospizvereins im Pfaffenwinkel. Erhältlich<br />

ist der Kalender für 12,95 Euro bei Rente Dodell<br />

unter E-Mail renate.dodell@t-online.de. js<br />

>>> Kalender zu gewinnen<br />

„tassilo“ verlost drei Exemplare von „Pfaffenwinkel<br />

2019“. Schicken Sie uns bis Samstag, 15.<br />

<strong>September</strong>, eine Postkarte mit dem Stichwort<br />

„Dodell“ an „tassilo“, Birkland 40, in 86971 Peiting.<br />

Oder eine E-Mail an info@tassilo.de. <strong>Das</strong><br />

Los entscheidet. Viel Erfolg! js<br />

22 | tassilo<br />

R E N A T E D O D E L L F O T O G R A F I E


Synphonie-Konzert mit Jürgen Geiger<br />

<strong>Weilheim</strong> | Nach dem Erfolg des<br />

so gründeten Musikbegeisterte<br />

letztjährigen Rachmaninow-<br />

den gemeinnützigen Verein<br />

Klavierkonzerts steht Pianist<br />

Jürgen Geiger erneut auf der<br />

Bühne in <strong>Weilheim</strong>s Stadthalle.<br />

Für das Symphonie-Konzert<br />

am Sonntag, 16. <strong>September</strong>,<br />

konnten zudem zwei junge Musiker verpflichtet<br />

htt<br />

werden. Geigerin Nathalie Schmalhofer <strong>und</strong> Celist<br />

Andreas Schmalhofer gewannen bereits einige internationale<br />

Preise. „Wir haben beide gerade noch<br />

„ClassicConcerts“. „Wir haben<br />

mit Jürgen Geiger einen exzellenten,<br />

international gefragten<br />

Künstler in <strong>Weilheim</strong>, dem wir<br />

auch vor Ort <strong>die</strong> Möglichkeit<br />

bieten wollen, sich zu präsentieren“, sagt Renate<br />

von Bülow zu den Beweggründen der Vereinsgründung.<br />

Mit dem Orchester Symphony Prague<br />

unter der Leitung von Johannes Skudlik spielen<br />

verpflichten können“, sagt Renate von Bülow, <strong>die</strong> drei Solisten am Sonntag, 16. <strong>September</strong>, ab<br />

Vorsitzende des Vereins „ClassicConcerts“. Im 18 Uhr „Die Moldau“ von Bedřich Smetana, das<br />

vergangenen Jahr wurde das Symphonie-Konzert<br />

erstmals aus einer privaten Initiative heraus organisiert.<br />

Der Wunsch nach Wiederholung eines solchen<br />

Konzertereignisses wurde vielfach laut <strong>und</strong><br />

„Tripelkonzert in C-Dur“ sowie <strong>die</strong> „Sinfonie Nr.<br />

7 in A-Dur“ von Ludwig van Beethoven.<br />

Karten gibts beim Kreisboten-Ticketrservice<br />

in der Sparkasse <strong>Weilheim</strong>. Kunst <strong>und</strong> Handwerk aus 140 Werkstätten<br />

Benediktbeuern | Ein Fest der Farben, Formen <strong>und</strong><br />

Materialien erwartet <strong>die</strong> Besucher des Textilmarktes<br />

Benediktbeuern am Wochenende, 22. <strong>und</strong> 23. <strong>September</strong>,<br />

im Maierhof des Klosters. 140 Kunsthandwerker<br />

aus ganz Deutschland <strong>und</strong> sechs weiteren<br />

europäischen Ländern zeigen im Innenhof <strong>und</strong> in<br />

den Ausstellungsrä<strong>um</strong>en individuelle Kleidung,<br />

Hüte, Lederwaren, Teppiche, Spielzeug, Schmuck<br />

<strong>und</strong> vieles mehr. Neben b<strong>um</strong>meln <strong>und</strong> einkaufen,<br />

kann man sich direkt bei den Herstellern über Gestaltungsmöglichkeiten<br />

<strong>und</strong> Techniken informieren,<br />

Künstlern bei der Arbeit zusehen oder einen der<br />

zahlreichen Workshops besuchen. Kinder dürfen<br />

beim Filzen, Flechten, Marmorieren <strong>und</strong> Basteln<br />

selbst kreativ werden. Zudem ist für das leibliche<br />

Wohl in Form von Essensständen regionaler Initiativen<br />

<strong>und</strong> des Klosterbräustüberls gesorgt. Beim Markt<br />

sind ausschließlich Künstler <strong>und</strong> Künstlerinnen<br />

vertreten, <strong>die</strong> ihre Produkte selbst entwerfen <strong>und</strong><br />

herstellen. Viele arbeiten mit traditionellen Techniken,<br />

<strong>die</strong> heute fast ausgestorben sind, wie etwa <strong>die</strong><br />

Handweberei oder das Klöppeln. Der Textilmarkt Benediktbeuern,<br />

zu dem jährlich <strong>r<strong>und</strong></strong> 25 000 Besucher<br />

kommen, wird von einer Gruppe von Ausstellern<br />

organisiert <strong>und</strong> soll nicht als kommerzielle Marktveranstaltung<br />

angesehen werden. Auch<br />

deshalb ist der Eintritt an beiden Tagen,<br />

jeweils von 10 bis 18 Uhr, frei.<br />

tis<br />

september / oktober <strong>2018</strong> | 23


Dr. Peter Ba<strong>um</strong>ann, Chefarzt der Gefäß- <strong>und</strong> Endovaskularchirurgie<br />

Einen neuen<br />

Meilenstein gesetzt<br />

Sonderveröffentlichung der<br />

<strong>Weilheim</strong> / Schongau | Seit August<br />

2016 ist Dr. Peter Ba<strong>um</strong>ann Chefarzt<br />

der Klinik für Gefäß- <strong>und</strong> Endovaskularchirurgie<br />

bei der Krankenhaus<br />

GmbH <strong>Weilheim</strong>-Schongau. Bereits<br />

von Anfang an nahmen Patienten<br />

das Angebot der Abteilung hervorragend<br />

an. Waren es im abgelaufenen<br />

Jahr <strong>r<strong>und</strong></strong> 700, prognostiziert<br />

Dr. Ba<strong>um</strong>ann für heuer bereits 800<br />

Patienten. War<strong>um</strong> <strong>die</strong>se steigende<br />

Tendenz? „Weil <strong>die</strong> Menschen älter<br />

werden“, erklärt der Chefarzt <strong>und</strong><br />

fügt hinzu: „Und weil wir uns mit<br />

unseren Patienten viel Mühe geben.“<br />

Im „tassilo“-Interview spricht<br />

Dr. Ba<strong>um</strong>ann über Risikofaktoren<br />

für Gefäßkrankheiten, das Leistungsspektr<strong>um</strong><br />

bei der GmbH <strong>und</strong><br />

über <strong>die</strong> erste „fenestrierte Aortenprothese“,<br />

<strong>die</strong> kürzlich in <strong>Weilheim</strong><br />

einem Patienten eingesetzt<br />

wurde – ein echter Meilenstein für<br />

das Krankenhaus, auf den Dr. Peter<br />

Ba<strong>um</strong>ann zurecht stolz ist.<br />

Dr. Ba<strong>um</strong>ann, können Sie uns einen<br />

Einblick in <strong>die</strong> Gefäßchirurgie<br />

geben?<br />

In der Gefäßchirurgie behandeln<br />

wir sämtliche Gefäßerkrankungen,<br />

seien es Schlagadererkrankungen<br />

oder Erkrankungen der Venen,<br />

invasiv – also operativ. Mittlerweile<br />

immer mehr über minimalinvasive<br />

Katheterverfahren. Bei<br />

Gefäßchirurgie fällt den meisten<br />

zunächst <strong>die</strong> Krampfader ein, <strong>die</strong><br />

natürlich dazugehört, aber nur ein<br />

sehr kleiner Teil unseres Spektr<strong>um</strong>s<br />

ist. Schwerpunkte sind Durchblutungsstörungen,<br />

vornehmlich<br />

der Beine – <strong>die</strong> berühmte Schaufensterkrankheit.<br />

Oder auch <strong>die</strong><br />

Halsschlagaderenge, wodurch ein<br />

Patient vom Schlaganfall bedroht<br />

ist. Und natürlich das sogenannte<br />

Bauchaortenaneurysma.<br />

Bauchaortenaneurysma?<br />

Eine krankhafte Aussackung der<br />

Bauchschlagader. Hauptgefahr ist,<br />

wenn <strong>die</strong> Aussackung immer größer<br />

wird, dass <strong>die</strong>se irgendwann<br />

platzt <strong>und</strong> <strong>die</strong> Patienten in kürzester<br />

Zeit verbluten. Eine hochakute<br />

Sache.<br />

Wie behandelt man ein solches Aneurysma?<br />

Früher musste man <strong>die</strong> Bauchschlagader<br />

offen operieren. Heißt:<br />

Über einen großen Bauchschnitt<br />

wurde <strong>die</strong> Bauchschlagader durch<br />

ein künstliches Blutgefäß ersetzt,<br />

was natürlich sehr belastend für<br />

<strong>die</strong> Patienten war. Sie waren lange<br />

auf der Intensivstation <strong>und</strong> brauchten<br />

anschließend eine ganze Weile,<br />

<strong>um</strong> sich zu erholen. Heute gibt es<br />

elegantere Methoden, nämlich <strong>die</strong><br />

der Stent-Prothesen. <strong>Das</strong> ist nichts<br />

anderes als ein Rohrsystem, das<br />

über zwei kleine Schnitte in den<br />

Leisten in <strong>die</strong> Schlagader eingesetzt<br />

wird. Ziel ist also nicht, das Aneurysma<br />

zu entfernen, sondern den<br />

Druck wegzunehmen, es abzudichten.<br />

<strong>Das</strong> Blut läuft somit nicht mehr<br />

durch das Aneurysma, sondern<br />

durch das Rohrsystem daran vorbei.<br />

<strong>Das</strong> konnten wir in <strong>Weilheim</strong><br />

schon von Beginn an anbieten.<br />

Im Juli haben Sie einem Patienten<br />

in <strong>Weilheim</strong> <strong>die</strong> erste „fenestrierte<br />

Aortenprothese“ eingesetzt. Was<br />

hat es damit auf sich?<br />

95 Prozent aller Bauchschlagaderaneurysmen<br />

sind Standard-Aneurysmen.<br />

Diese mit Stent-Prothesen<br />

auszuschalten gehört heutzutage<br />

z<strong>um</strong> Repertoire eines jeden Gefäßchirurgen.<br />

Wenn es allerdings<br />

kompliziert wird, müssen an <strong>die</strong>se<br />

Prothese auch <strong>die</strong> Eingeweideschlagadern<br />

angeschlossen werden.<br />

Nicht ganz so einfach, weil <strong>die</strong><br />

bei jedem Patienten woanders liegen,<br />

man also nur Prothesen verwenden<br />

kann, <strong>die</strong> für den Patienten<br />

einzeln angefertigt werden. Auch<br />

<strong>die</strong>ses System, das aus fünf bis<br />

sieben Einzelteilen besteht, wird<br />

über zwei kleine Leistenschnitte<br />

zusammengesetzt <strong>und</strong> damit das<br />

Aneurysma abgedichtet. Vor Kurzem<br />

haben wir erstmals auch hier<br />

in <strong>Weilheim</strong> einen Patienten mit<br />

so einem Aneurysma erfolgreich<br />

behandelt <strong>und</strong> damit einen neuen<br />

Meilenstein in der Gefäßchirurgie<br />

gesetzt.<br />

Beschreiben Sie das Gefühl nach der<br />

gelungenen OP.<br />

Gerade mein Kollege, Michael<br />

Schierlinger, <strong>und</strong> ich haben das<br />

schon vorher jahrelang an einer<br />

anderen Klinik praktiziert. Wenn<br />

man aber solch eine Methode praktisch<br />

neu in ein Haus wie <strong>Weilheim</strong><br />

einführen kann, macht einen das<br />

schon stolz. <strong>Das</strong> ist Gefäßchirurgie<br />

„highend“. Noch höher kann man<br />

derzeit eigentlich ka<strong>um</strong> kommen.<br />

Ergänzen in den nächsten Jahren<br />

weitere solcher „highend“-Be-


handlungen das Leistungsspektr<strong>um</strong><br />

der Gefäßchirurgie?<br />

Wir bleiben natürlich am Ball <strong>und</strong><br />

<strong>die</strong> Entwicklung bleibt nicht stehen.<br />

Ungefähr jedes halbe Jahr<br />

kommt eine Methode auf den<br />

Markt, wobei viele das Rad einfach<br />

ein viertes oder fünftes Mal erfinden.<br />

Aber alle paar Jahre gibt es<br />

wieder einen Durchbruch <strong>und</strong> wir<br />

tun alles, damit wir das unseren<br />

Patienten bieten können.<br />

Allgemein zur Gefäßchirurgie: Wie<br />

viele Menschen leiden unter Gefäßkrankheiten?<br />

Im Prinzip haben wir Patienten<br />

jeglichen Alters. Bei jüngeren<br />

Menschen überwiegen Dinge wie<br />

Krampfadern, bei älteren sind es<br />

eher Durchblutungsstörungen.<br />

Dazu kommen zuckerkranke Patienten<br />

mit diabetischem Fuß oder<br />

Patienten, <strong>die</strong> eben wegen Durchblutungsstörungen<br />

Probleme beim<br />

Laufen haben. Stichwort Schaufensterkrankheit.<br />

Wenn das immer<br />

schlimmer wird, geht irgendwann<br />

das Gewebe an den Beinen kaputt,<br />

<strong>die</strong> Zehen sterben ab <strong>und</strong> das Bein<br />

ist praktisch von der Amputation<br />

bedroht. Und das wird mehr werden<br />

<strong>und</strong> zwar <strong>um</strong> einiges.<br />

War<strong>um</strong>?<br />

Die Ateriosklerose ist nichts anderes<br />

als eine Art Verschleißerscheinung.<br />

Wie bei den Gelenken, da<br />

ist <strong>die</strong> Arthrose bekannt. Und das<br />

Gleiche passiert bei den Gefäßen<br />

in Form der Arteriosklerose. Die<br />

Menschen werden einfach älter.<br />

Früher erlebte man seine Arteriosklerose<br />

schlicht nicht mehr. Heute<br />

haben wir Patienten, <strong>die</strong> sind 80,<br />

85, 90 oder 95 Jahre alt. Im Prinzip<br />

ganz ges<strong>und</strong>e Menschen, aber<br />

<strong>die</strong> Gefäße sind alt. Und deshalb<br />

sehen wir immer mehr Durchblutungsstörungen.<br />

Wo liegen weitere Gefahren einer<br />

Gefäßkrankheit?<br />

Wenn etwa Krampfadern viele<br />

Jahre bestehen, dann droht einem<br />

Patienten das offene Bein, was vielen<br />

ein Begriff ist. Also chronische<br />

W<strong>und</strong>en, <strong>die</strong> ganz schlecht oder<br />

gar nicht mehr abheilen wollen.<br />

<strong>Das</strong> passiert nicht von heute auf<br />

morgen, ist aber eine klassische<br />

Folge. Bei Durchblutungsstörungen<br />

ist es eben so, dass wenn es<br />

immer schlimmer wird, Gewebe<br />

unterversorgt ist <strong>und</strong> z<strong>um</strong> Beispiel<br />

W<strong>und</strong>en an den Füßen auftreten<br />

oder gar ganze Zehen absterben.<br />

Und das ist oft nur <strong>die</strong> Spitze des<br />

Eisbergs, weil dann das ganze Bein<br />

bedroht ist, wenn es nicht entsprechend<br />

behandelt wird. Bei der<br />

Halsschlagaderenge hingegen ist<br />

<strong>die</strong> Hauptgefahr, dass das Schlaganfallrisiko<br />

ab einem gewissen<br />

Engegrad deutlich steigt. Deshalb<br />

behandeln wir Patienten schon<br />

vorneweg, <strong>um</strong> Schlaganfälle von<br />

der Halsschlagader zu verhindern.<br />

Aber auch Patienten, <strong>die</strong> schon<br />

Schlaganfallsymptome zeigen,<br />

können wir oft noch operieren <strong>und</strong><br />

Schlimmeres verhindern.<br />

Aneurysmen wieder<strong>um</strong> kommen<br />

nicht nur an der Bauchschlagader,<br />

sondern überall im Körper vor. <strong>Das</strong><br />

Gefährlichste ist das Platzen. Unentdeckt<br />

bleiben oft Aneurysmen<br />

in der Knieschlagader. <strong>Das</strong> sind<br />

nicht einfach blutgefüllte Blasen,<br />

sondern in <strong>die</strong>ser Blase lagern sich<br />

Blutgerinnsel ab. Und wenn jetzt<br />

Bewegung da rein kommt, können<br />

<strong>die</strong>se Gerinnsel wegschießen <strong>und</strong><br />

machen dann im Bein <strong>die</strong> Gefäße<br />

zu. <strong>Das</strong> geht ab <strong>und</strong> zu ganz schleichend<br />

über viele Jahre hinweg.<br />

Welche Risikofaktoren für Gefäßkrankheiten<br />

gibt es?<br />

<strong>Das</strong> sind <strong>die</strong>selben wie beim<br />

Herzinfarkt oder Schlaganfall.<br />

Einer der Hauptfaktoren ist das<br />

Alter. Wir sehen weniger junge<br />

Menschen. Und wenn es junge<br />

Menschen sind, dann wegen<br />

einem der anderen Risikofaktoren:<br />

dem Rauchen. Es ist einfach<br />

schlecht für Gefäße. Aber auch<br />

genetische Faktoren spielen rein.<br />

Dazu Bluthochdruck, Cholesterin,<br />

Ernährung allgemein. Bewegung<br />

ist eine wichtige Sache, denn sobald<br />

unsere Gefäße altern, kann<br />

ich durch Bewegung dafür sorgen,<br />

dass <strong>die</strong> Gefäße, <strong>die</strong> noch da sind,<br />

sich weiten <strong>und</strong> noch mehr Blut<br />

durchlassen. Die Gefäße<br />

werden sozusagen<br />

trainiert.<br />

Sie sind mittlerweile<br />

seit gut zwei Jahren<br />

bei der Krankenhaus<br />

GmbH. Wie zufrieden<br />

sind Sie seither mit<br />

der Entwicklung der<br />

Gefäßchirurgie?<br />

Ich bin sehr zufrieden.<br />

Meine Abteilung<br />

wurde dankenswerterweise<br />

von<br />

Anfang an sowohl<br />

Hier zeigt Dr. Peter Ba<strong>um</strong>ann anhand eines maßstabgetreuen<br />

Modells, wie eine fenestrierte Aortenprothese<br />

samt Instr<strong>um</strong>ent z<strong>um</strong> Einführen aussieht.<br />

Im Juli behandelte Dr. Ba<strong>um</strong>ann <strong>und</strong> sein Team erstmals in <strong>Weilheim</strong><br />

einen Patienten mit einer fenestrierten Aortenprothese.<br />

> > > KONTAKT<br />

von den Patienten als auch von<br />

den niedergelassenen Kollegen<br />

sehr gut angenommen. Unsere<br />

Patientenzahlen steigen, was<br />

zeigt, dass wir es nicht ganz falsch<br />

machen.<br />

Man gibt mir hier auch sehr gute<br />

Arbeitsbedingungen, vom Material<br />

sind wir top ausgestattet. Da<br />

geht einem Chirurgen das Herz<br />

auf, wenn man so etwas zur Verfügung<br />

gestellt bekommt. Nur<br />

deshalb haben wir im Übrigen erst<br />

<strong>die</strong> Möglichkeit, Patienten solch<br />

hochmoderne Verfahren wie beim<br />

Bauchaortenaneurysma anbieten<br />

zu können.<br />

tis<br />

Klinik für Gefäß- & Endovaskularchirurgie<br />

– Interdisziplinäres<br />

Zentr<strong>um</strong> für Shuntchirurgie<br />

Sekretariat <strong>Weilheim</strong><br />

Samantha Meissner<br />

Telefon: 0881 / 188-673<br />

Telefax: 0881 / 188-677<br />

Mail: gefaesschirurgie@kh-gmbh-ws.de<br />

Sekretariat Schongau<br />

Sarah Schmid<br />

Telefon: 08861 / 215-292<br />

Telefax: 08861 / 215-693<br />

Mail: gefaesschirurgie@kh-gmbh-ws.de<br />

september / oktober <strong>2018</strong> | 25


Einsatz-Monitoring bei Feuerwehren <strong>und</strong> Luftrettung<br />

„Ein Quantensprung in<br />

Sachen Alarmierung“<br />

<strong>Tassilo</strong>land | Im Jahre 2013 haben<br />

drei ehrenamtliche Feuerwehrmänner<br />

aus Eschborn bei Frankfurt<br />

eine geniale Software entwickelt –<br />

<strong>die</strong> Feuerwehrsoftware. Nach <strong>und</strong><br />

nach installieren auch immer mehr<br />

Wehren im Oberland <strong>die</strong>ses oder<br />

vergleichbare Programme. „Weil<br />

sie ein Quantensprung in Sachen<br />

Aufbereitung von Einsatzdaten<br />

sind“, sagt Sebastian Jahn, Online-Beauftragter<br />

der Schongauer<br />

Feuerwehr. Er hat <strong>die</strong>se Software<br />

Schritt für Schritt in <strong>die</strong> Zentralen<br />

mehrerer Wehren in der Region<br />

installiert <strong>und</strong> ist vom Ergebnis<br />

hellauf begeistert. Um <strong>die</strong> Vorteile<br />

der Neuerung verständlich darzustellen,<br />

blickt der hauptberufliche<br />

Fotograf <strong>und</strong> Kammermann zunächst<br />

auf das alte System zurück:<br />

Angenommen, auf der B17 zwischen<br />

Peiting <strong>und</strong> Schongau auf<br />

Höhe Lechtalbrücke passiere ein<br />

schwerer Verkehrsunfall, gehe zunächst<br />

ein Notruf bei der Integrierten<br />

Leitstelle in <strong>Weilheim</strong> ein. Der<br />

dort abnehmende Disponent nehme<br />

alle wichtigen Daten vom Notrufer<br />

auf, erstelle in Windeseile ein<br />

Meldebild <strong>und</strong> informiere anhand<br />

<strong>die</strong>ser Informationen – schwerer<br />

Verkehrsunfall, B17, Lechtalbrücke,<br />

eine Person eingeklemmt –<br />

<strong>die</strong> Schongauer Feuerwehr. Wie?<br />

„Primär bekommen wir immer<br />

ein Signal auf unseren Piepser, im<br />

besten Falle mit einer mündlichen<br />

Durchsage.“ Was <strong>die</strong> Sek<strong>und</strong>är-<br />

Alarmierung betrifft, ändere sich<br />

jedoch eine ganze Menge. Bisher<br />

ging <strong>die</strong>ses Meldebild in der Zentrale<br />

des Feuerwehrhauses auch<br />

als Fax ein. Heißt: Um nochmals<br />

alle wichtigen Einsatzdaten ins Gedächtnis<br />

zu rufen, müssen schwarz<br />

auf weiß geschriebene Kürzel <strong>und</strong><br />

Kurzbeschreibungen vom als erstes<br />

im Feuerwehrhaus ankommenden<br />

Kommandanten, Gruppen- oder<br />

Zugführer unter höchstem Zeitdruck<br />

gelesen <strong>und</strong> an <strong>die</strong> Kollegen<br />

weitergegeben werden. „<strong>Das</strong> ist vor<br />

allem dann sehr wichtig, wenn es<br />

über den Piepser keine mündliche<br />

Durchsage gibt, wenn Einsatzkräfte<br />

<strong>die</strong> Durchsage nicht mitbekommen<br />

haben oder für Ne<strong>um</strong>itglieder, <strong>die</strong><br />

noch keinen Piepser besitzen, aber<br />

trotzdem gebraucht werden für<br />

den Einsatz.“ Der komplette Einsatztrupp<br />

war bisher also abhängig<br />

von den Ansagen des Fax-Lesers.<br />

Fax-Ableserei ist<br />

Geschichte<br />

Einsatzmonitore in Fahrzeughallen sorgen für entscheidenden Überblick.<br />

Durch <strong>die</strong> neuinstallierte Software<br />

gehört <strong>die</strong> Fax-Ableserei der Vergangenheit<br />

an. Die von der ILS<br />

eingehenden Einsatzdaten<br />

– seit Umrüstung<br />

auf digitalen Funk werden<br />

<strong>die</strong>se als SDS (Short Data Service)<br />

rausgeschickt – werden automatisch<br />

<strong>und</strong> in Bruchteilen von<br />

Sek<strong>und</strong>en von der Funkzentrale<br />

im Feuerwehrhaus auf einen PC<br />

übertragen, <strong>und</strong> von <strong>die</strong>sem auch<br />

gleich auf einen großen Bildschirm<br />

projiziert. Der Bildschirm hängt in<br />

der Fahrzeughalle des Feuerwehrhauses,<br />

wo im Falle eines Einsatzes<br />

alle Kräfte ohnehin vorbei<br />

müssen – <strong>und</strong> auf einen Blick Folgendes<br />

zu sehen bekommen: Auf<br />

einer Landkarte mit Satellitenbild<br />

den markierten Einsatzort<br />

<strong>und</strong> alle sich in der Nähe befindenden<br />

Hydranten. „<strong>Das</strong><br />

hat den großen Vorteil, dass<br />

wir auf einen Blick sehen, wo wir<br />

unsere Fahrzeuge am besten platzieren<br />

können, wo wir, falls notwendig,<br />

Wasser abzapfen können<br />

<strong>und</strong> wo genau sich der Einsatzort<br />

befindet.“ Auf einer klassischen<br />

Google-Maps-Landkarte direkt daneben<br />

ist <strong>die</strong> kürzeste Route vom<br />

Feuerwehrhaus z<strong>um</strong> Einsatzort<br />

eingezeichnet. „Und zwar immer<br />

<strong>die</strong> aktuelle Route, <strong>die</strong> mögliche<br />

Straßensperrungen aufg<strong>r<strong>und</strong></strong><br />

Baustellen berücksichtigt.“ Über<br />

<strong>die</strong>sen Landkarten steht in dicker,<br />

roter Schrift <strong>die</strong> Art des Einsatzes.<br />

Z<strong>um</strong> Beispiel „Brand<br />

Bauernhof“,<br />

26 | tassilo


„Verkehrsunfall, Person eingeklemmt“<br />

oder „Brandmeldeanlage<br />

Industriehalle“. Direkt darunter<br />

sind noch detailliertere Angaben<br />

zu lesen. Z<strong>um</strong> Beispiel „Feuer auf<br />

dem Balkon“ oder „Gefahrenstoff<br />

ausgelaufen“. Die genaue Adresse<br />

des Einsatzortes mit Straße, Hausn<strong>um</strong>mer<br />

<strong>und</strong> Ort steht unter den<br />

Landkarten geschrieben. Darüber<br />

hinaus können je nach Einstellung<br />

der Software viele weitere, für Einsatzkräfte<br />

sehr interessante <strong>und</strong><br />

wichtige Daten angezeigt oder<br />

visualisiert werden. Z<strong>um</strong> Beispiel<br />

der konkrete Name des betroffenen<br />

Objekts wie „Esso-Tankstelle“<br />

oder <strong>die</strong> Rückrufn<strong>um</strong>mer des<br />

Mitteilers (Notrufers). „Wobei das<br />

zwei Beispiele sind, <strong>die</strong> aufg<strong>r<strong>und</strong></strong><br />

der neuen Datenschutzg<strong>r<strong>und</strong></strong>verordnung<br />

noch genau geregelt<br />

werden müssen, da persönliche<br />

Daten nicht an Dritte gelangen<br />

dürfen.“<br />

Informationen<br />

direkt aufs Handy<br />

Die Luftrettungsstation in Murnau setzt nun auch auf Einsatz-Monitoring.<br />

terlegt. In <strong>die</strong>sem Zusammenhang<br />

kommt ein weiteres Highlight ins<br />

Spiel: Eine Handy-App, ebenfalls<br />

an <strong>die</strong>ses System geknüpft. Heißt:<br />

Alle Einsatzdaten, <strong>die</strong> visualisiert<br />

auf <strong>die</strong>sem großen Bildschirm im<br />

Feuerwehrhaus zu sehen sind,<br />

kann der Einzelne auch auf seinem<br />

Handy abrufen. Und beim<br />

Drücken auf <strong>die</strong> Farbfelder in rot,<br />

gelb oder grün signalisieren, ob er<br />

sofort z<strong>um</strong> Einsatz kommen kann,<br />

ob er nachkommen kann, oder<br />

aufg<strong>r<strong>und</strong></strong> zu großer Entfernung<br />

gar nicht kommen kann. „<strong>Das</strong> ist<br />

vor allem für Kommandanten,<br />

Gruppen- <strong>und</strong> Zugführer wichtig,<br />

<strong>die</strong> für <strong>die</strong> Einsatzkoordination ja<br />

immer gebraucht werden“, sagt<br />

Sebastian Jahn <strong>und</strong> zeigt in <strong>die</strong>ser<br />

Sek<strong>und</strong>e nochmals auf den großen<br />

Bildschirm im Feuerwehrhaus, wo<br />

<strong>die</strong>se drei Farbfelder angezeigt<br />

werden.<br />

Luftrettungsstation<br />

Murnau auch ausgestattet<br />

Die sogenannte Push-Nachricht<br />

aufs Handy nutzen bislang nur<br />

wenige Feuerwehren. Die Visualisierung<br />

auf einem großen Bildschirm<br />

jedoch sehr viele. Neuerdings<br />

auch <strong>die</strong> Luftrettungsstation<br />

„Christoph Murnau“, wo nun auch<br />

alle relevanten Einsatzdaten nicht<br />

mehr vom Blatt Papier abgelesen<br />

werden müssen, sondern visuell<br />

<strong>und</strong> optimal aufbereitet dargestellt<br />

sind. Der bis dato noch<br />

einzige Nachteil aus Sicht von<br />

Sebastian Jahn: „Über das Fax bekommen<br />

wir von der ILS auch <strong>die</strong><br />

exakten Koordinaten des Einsatzortes<br />

mittgeteilt, über <strong>die</strong>ses SDS<br />

nicht.“<br />

Technisch sei <strong>die</strong>s in Jahns Augen<br />

jedoch definitiv <strong>um</strong>setzbar. „<strong>Das</strong><br />

hätte den großen Vorteil, dass<br />

wir bei Einsätzen, bei denen wir<br />

keine exakte Adressangabe bekommen,<br />

dank der Koordinaten<br />

trotzdem wissen, wo genau sich<br />

der Einsatzort befindet.“ Auch am<br />

Beispiel Verkehrsunfall B17 wäre<br />

das von Vorteil, weil <strong>die</strong> Angaben<br />

oft lauten: Zwischen Schongau<br />

<strong>und</strong> Altenstadt, was einen eher<br />

schwammigen Bereich von einigen<br />

100 Metern beschreibt. Außerdem<br />

denkt Sebastian Jahn an<br />

<strong>die</strong>ser Stelle noch einen weiteren<br />

Schritt voraus: „Mein mittel- <strong>und</strong><br />

langfristiges Ziel ist, dass wir <strong>die</strong><br />

Visualisierung von Einsatzdaten<br />

auf ein Tablet übertragen.“ <strong>Das</strong><br />

wieder<strong>um</strong> könne man ins Einsatzfahrzeug<br />

mitnehmen <strong>und</strong> mittels<br />

Navi z<strong>um</strong> Einsatzort fahren – auch<br />

ein Vorteil bei Einsätzen in unbekannteren<br />

Gegenden. Und für<br />

frischhergezogene Mitglieder, <strong>die</strong><br />

nicht jedes Eck im Einsatzgebiet<br />

in- <strong>und</strong> auswendig kennen. js<br />

Definitiv angezeigt werden darf ein<br />

Ticker, der ab Eingang des Notrufes<br />

läuft. „Somit wissen wir stets,<br />

wie viele Minuten seit Eingang des<br />

Notrufes vergangen sind.“ Auch<br />

sehr interessant <strong>und</strong> auf dem<br />

Bildschirm links zu sehen: Welches<br />

Einsatzfahrzeug für den jeweiligen<br />

Einsatz in Frage kommt.<br />

„<strong>Das</strong> spielt für kleine Feuerwehren,<br />

<strong>die</strong> in der Regel immer mit<br />

allen Fahrzeugen ausrücken, keine<br />

Rolle.“ Bei einer großen Wehr<br />

wie der <strong>Weilheim</strong>er oder Schongauer<br />

sei es jedoch entscheidend,<br />

ob beispielsweise <strong>die</strong> Drehleiter<br />

gebraucht wird oder nicht. Am<br />

Beispiel Verkehrsunfall B17 wird<br />

auf dem Bildschirm sicherlich<br />

keine Drehleiter angezeigt, stattdessen<br />

Kommandanten-Fahrzeug,<br />

Rüstwagen mit Spreizer, Schere,<br />

Löschfahrzeug. Neben den Fahrzeugen<br />

sind auch alle Mitglieder<br />

der Feuerwehr namentlich <strong>und</strong> in<br />

ihrer Funktion im Programm hin-<br />

september / oktober <strong>2018</strong> | 27


Modellbauverrückte Familie aus Forst<br />

Schlafende Flitzer<br />

in Miniatur<br />

Textilmarkt<br />

Benediktbeuern<br />

Kunst <strong>und</strong> Handwerk aus 140 Werkstätten<br />

im Maierhof des Klosters Benediktbeuern<br />

22./23. 9. <strong>2018</strong><br />

www.textilmarkt-benediktbeuern.de<br />

Forst | Jeden Donnerstagabend haben<br />

sich „zehn bis zwölf Verrückte“,<br />

wie Christian Riedl es positiv<br />

gemeint ausdrückt, im ehemaligen<br />

Schulhaus in Wessobrunn getroffen.<br />

Die Enthusiasten aus Forst,<br />

Apfeldorf <strong>und</strong> Wessobrunn im Alter<br />

zwischen zehn <strong>und</strong> 50 Jahren<br />

duellierten sich oft st<strong>und</strong>enlang,<br />

„meistens von 19 bis 23 Uhr“. Es<br />

wurde geschimpft, geflucht, gelacht,<br />

gejubelt. „Und danach hat<br />

dir alles weh getan.“ Die Augen<br />

vom konzentrierten Schauen. Der<br />

Nacken vom langen Stehen am<br />

Streckenrand. Der rechte Zeigefinger<br />

vom Gas geben, stoppen,<br />

bremsen. <strong>Das</strong>s hinter <strong>die</strong>ser „Belastung“<br />

wenige Gramm schwere,<br />

gerade mal handflächengroße<br />

Modellautos mit Elektro-Motor<br />

stehen, erklärt Riedls Wortwahl<br />

des „Verrücktseins“ wohl ganz gut.<br />

„Mini Z“ heißt <strong>die</strong> Klasse <strong>die</strong>ser<br />

Flitzer im Maßstab 1:43 offiziell.<br />

Die standardmäßigen Autos der<br />

japanischen Firma „Kyosho“<br />

o“<br />

fahren mit <strong>r<strong>und</strong></strong> 25 St<strong>und</strong>enkilometer<br />

über spezielle elle<br />

le Bahnen.<br />

Bei entsprechendem em<br />

Tuning<br />

aber erreichen <strong>die</strong> Mini-Z-Autos<br />

i-<br />

mit <strong>r<strong>und</strong></strong> 60 St<strong>und</strong>enkilometern<br />

nkil<br />

et<br />

ern<br />

mehr als doppelt so hohe<br />

he Geschwindigkeiten.<br />

„Was <strong>die</strong> Gefahr<br />

birgt, dass man schnell <strong>die</strong> Lust<br />

am Fahren verliert, weil man mit<br />

Steuern, Schauen <strong>und</strong> Einschätzen<br />

nicht mehr hinterherkommt, mehr<br />

in der Bande hängt als auf der eigentlichen<br />

Strecke“, sagt Nikolas<br />

Riedl, 23, von Vater Christian früh<br />

infiziert von <strong>die</strong>sem speziellen<br />

Hobby, das neben dem eigentlichen<br />

Rennenfahren sehr stark von<br />

Bastlerei <strong>und</strong> Tüftlerei lebt.<br />

Buntlackierte Alufelgen<br />

<strong>und</strong> Carbon-Einsätze<br />

Angefangen hat <strong>die</strong> Liebe zur<br />

Mini-Z-Klasse vor mehr als acht<br />

Jahren im ganz kleinen Rahmen,<br />

bei Riedls Spezl im Dachboden.<br />

„Mit<br />

standardmäßigen ardm<br />

dmäß<br />

Autos <strong>und</strong><br />

auf einer Strecke aus Nadelfilz.“<br />

Doch wie es bei Hobbys, <strong>die</strong> Spaß<br />

machen, so ist, entwickelte sich<br />

bei allen Beteiligten recht rasch<br />

ein gewisser Ehrgeiz – der Fahrer-<br />

Kreis wurde stets erweitert, das<br />

Equipment professionalisiert. „Die<br />

einfachen Akku-Batterien haben<br />

wir durch leistungsstärkere ersetzt.“<br />

Der Auflade-Prozess wurde<br />

dahingehend optimiert, indem <strong>die</strong><br />

Batterien, egal wie leer oder voll<br />

sie nach den Rennen waren, erst<br />

komplett entladen wurden, dann<br />

„mit voller Power“ wieder aufgeladen.<br />

„So konnten wir mit den<br />

Autos über sehr lange Zeit Vollgas<br />

fahren, während der einfache Akku<br />

zu unseren Anfangszeiten nach<br />

nur zehn Minuten stark nachgelassen<br />

hat.“ Doch nicht nur das perfekte<br />

Laden des Akkus entwickelte<br />

sich für Vater <strong>und</strong> Sohn Riedl<br />

sowie <strong>die</strong> anderen Mistreiter zur<br />

Wissenschaft für sich. „Die Autos<br />

selbst wurden selbstverständlich<br />

auch immer weiter aufgemotzt.“<br />

Knallfarbene Federn in unterschiedlichen<br />

Stärken, hochwertige<br />

Kugellager für weniger Rollwi-<br />

Nikolas <strong>und</strong> Christian (l.) Riedl mit<br />

ihrem im Werkzeugkoffer verstauten<br />

3 000-Euro-Spielzeug.<br />

28 | tassilo


derstand, Felgen<br />

en<br />

aus<br />

buntlackiertem em<br />

Al<strong>um</strong>ini<strong>um</strong>,<br />

<strong>um</strong>,<br />

Carbon-Einsätze im<br />

Inneren zur<br />

Reduzierung des Gewichts oder<br />

G<strong>um</strong>mireifen in unterschiedlichen<br />

Härtegraden mit unterschiedlichem<br />

Profil. „Je nachdem, ob wir<br />

auf hartem oder weichem Unterg<strong>r<strong>und</strong></strong><br />

gefahren sind, ob wir totalen<br />

Gripp oder mehr Driftphasen<br />

wollten.“ Die Tuning-Liste der<br />

Riedls ist mehrere Seiten lang. Und<br />

der Fuhrpark? „Der besteht inzwischen<br />

aus sechs Mini-Z-Autos <strong>und</strong><br />

dürfte samt Fernbe<strong>die</strong>nungen <strong>und</strong><br />

Ersatzteillager<br />

lage<br />

<strong>um</strong> <strong>die</strong><br />

3000<br />

Euro<br />

wert sein.“ Die<br />

Prunkstücke:<br />

Ferrari,<br />

rari<br />

ri,<br />

Porsche <strong>und</strong> Lamborghini in Rot,<br />

Gelb<br />

<strong>und</strong><br />

Grün, <strong>die</strong><br />

ohne Zubehör<br />

mehr<br />

als<br />

600 Euro wert sind.<br />

Riedl sucht nach<br />

neuem Ra<strong>um</strong><br />

Die größte Schwierigkeit beim<br />

Steuern <strong>die</strong>ser Mini-Flitzer, das<br />

übrigens mittels Funk-Pistole erfolgt,<br />

sei laut Nikolas Riedl ständiges<br />

Umdenken. „Beim richtigen<br />

Autofahren betrachtet man <strong>die</strong> Situation<br />

immer vom gleichen Sichtwinkel<br />

– vom Fixpunkt Fahrersitz<br />

mit Blick durch <strong>die</strong> Windschutzscheibe.“<br />

Beim Fernsteuern der<br />

Mini-Flitzer fahre man erst<br />

vom<br />

Körper r des Piloten weg, dann<br />

auf<br />

ihn zu. „Bei 60 St<strong>und</strong>enkilometern<br />

<strong>und</strong> zahlreichen Kurven definitiv<br />

eine Herausforderung.“ Insbeson-<br />

dere dann, wenn alle<br />

le zwölf „Verrückten“<br />

gleichzeitig eiti<br />

starten, ten,<br />

mit<br />

Highspeed nach Streckenrekorden<br />

ekor<br />

(unter acht (!) Sek<strong>und</strong>en en <strong>die</strong><br />

R<strong>und</strong>e)<br />

jagen <strong>und</strong> als erster über <strong>die</strong><br />

Ziellinie lin<br />

e fahren, oder<br />

nach vorgegebener<br />

Zeit<br />

<strong>die</strong><br />

meisten en R<strong>und</strong>en<br />

schaffen fen<br />

möchten. Festgehalten<br />

wird<br />

alles Dank in den<br />

Autos integrierter<br />

rter<br />

Transponder nder<br />

<strong>und</strong><br />

einer<br />

am Laptop angeschlossenen sene<br />

nen Zeitmessanlage,<br />

direkt angebracht am<br />

Streckenrand. Zwischen den Duellen<br />

gibt’s Pausen bei Bier, Spezi<br />

<strong>und</strong> Pizza. Außerdem hat jeder<br />

Pilot einen kleinen Arbeitstisch<br />

z<strong>um</strong> Reparieren, Akkuladen <strong>und</strong><br />

Aufmotzen. Die Strecke selbst, 20<br />

Meter lang <strong>und</strong> einen Meter breit,<br />

besteht aus einer weichen <strong>und</strong><br />

einer harten G<strong>um</strong>miseite. Heißt:<br />

„Wir konnten wählen, mit viel oder<br />

eher weniger Gripp zu fahren“,<br />

sagt Christian Riedl, der <strong>die</strong>ser leidenschaftlichen<br />

Zeit heute sichtlich<br />

nachtrauert. Denn seit zwei Jahren<br />

In <strong>die</strong>sem Ra<strong>um</strong> auf <strong>die</strong>ser Strecke tobten sich <strong>die</strong> Mini-Z-Piloten aus.<br />

schläft das 3 000 Euro schwere<br />

Mini-Z-Equipment, detailliert verstaut<br />

in einem Werkzeugkoffer.<br />

War<strong>um</strong>? „Weil damals der leer stehende<br />

Ra<strong>um</strong> in Wessobrunn, wo<br />

wir uns jeden Donnerstag duelliert<br />

haben, seit Ende 2015 z<strong>um</strong> heutigen<br />

Gemeindehaus hergerichtet<br />

wurde.“ Mit Gründung des „Abarth<br />

Club Bavaria“ sowie anderweitigen<br />

Modellbauten sind <strong>die</strong> Riedls<br />

in ihrer Freizeit zwar voll ausgelastet.<br />

„Sollte sich trotzdem ein<br />

geeigneter Ra<strong>um</strong> finden, würden<br />

wir das Mini-Z-Duellieren sicherlich<br />

wieder aufleben lassen. „40<br />

Quadratmeter sind notwendig“,<br />

sagt Christian Riedl, der sich über<br />

Ra<strong>um</strong>vorschläge (Tel. 08809 / 706)<br />

der „tassilo“-Leser selbstverständlich<br />

ebenso sehr freuen würde wie<br />

sein Sohn Nikolas <strong>und</strong> <strong>die</strong> anderen<br />

Mini-Z-Enthusiasten aus Forst, Apfeldorf<br />

<strong>und</strong> Wessobrunn.<br />

js<br />

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september / oktober <strong>2018</strong> | 29


Energieberatung bei der Verbraucherzentrale Bayern<br />

Kompetent & bezahlbar<br />

Schwathe GmbH & Co. KG<br />

zertifziert nach DIN EN 1090-2<br />

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Murnau | Steigende Energiepreise,<br />

schwindende Ressourcen, Belastungen<br />

für Klima <strong>und</strong> Umwelt.<br />

Die Forderungen nach einem<br />

sparsameren <strong>und</strong> effizienteren<br />

Energieeinsatz sind bekannt <strong>und</strong><br />

weitestgehend unstrittig. Sobald es<br />

jedoch für jeden Einzelnen an <strong>die</strong><br />

Umsetzung geht, wird es kompliziert.<br />

Dabei unterstützen will <strong>die</strong><br />

Verbraucherzentrale Bayern, <strong>die</strong><br />

allen Verbrauchern kompetenten<br />

<strong>und</strong> unabhängigen Rat in Energiefragen<br />

anbietet. <strong>Das</strong> Beste daran:<br />

<strong>die</strong> Beratung ist hochwertig<br />

<strong>und</strong> gleichzeitig preisgünstig. Vom<br />

Stromsparen über Wärmedämmung<br />

bis hin zur Heiztechnik, aber<br />

auch bei Themen wie erneuerbare<br />

Energien, Förderprogramme oder<br />

Heizkostenabrechnungen sind <strong>die</strong><br />

Energieexperten der Verbraucherzentrale<br />

geeignete Ansprechpartner.<br />

Seit 1978 wird sie vom B<strong>und</strong>esministeri<strong>um</strong><br />

für Wirtschaft <strong>und</strong><br />

Energie gefördert. In b<strong>und</strong>esweit<br />

über 750 Einrichtungen engagieren<br />

sich <strong>r<strong>und</strong></strong> 550 Architekten, Ingenieure<br />

<strong>und</strong> andere Experten für <strong>die</strong><br />

Energieberatung der Verbraucherzentrale.<br />

Einer <strong>die</strong>ser Experten<br />

ist Wolfgang Haas, seit 2006 als<br />

Energieberater tätig. Zunächst nebenberuflich,<br />

seit 2009 in Vollzeit<br />

<strong>und</strong> seit 2014 unter anderem für<br />

<strong>die</strong> Verbraucherzentrale an ihrem<br />

Standort in Murnau. Ursprünglich<br />

kommt Haas aus dem Elektrotechnikbereich,<br />

leitet ein Ingenieurbüro<br />

für Energieberatung in Peißenberg<br />

<strong>und</strong> hat sämtliche Zusatzausbildungen,<br />

<strong>um</strong> Fördermittel beantragen<br />

zu dürfen.<br />

Stationäre Beratung<br />

<strong>und</strong> Checks vor Ort<br />

<strong>Das</strong> Angebot der Verbraucherzentrale<br />

gliedert sich grob in zwei<br />

Bereiche: Einerseits <strong>die</strong> stationäre<br />

Beratung, auf der anderen Seite<br />

<strong>die</strong> Beratung vor Ort, also am Objekt.<br />

Die stationäre Beratung erfolgt<br />

in Form einer wöchentlichen<br />

Sprechst<strong>und</strong>e an einem festen<br />

Platz. In Murnau etwa im Kultu<strong>r<strong>und</strong></strong><br />

Tagungszentr<strong>um</strong>, wo Wolfgang<br />

Haas jeden vierten Mittwoch<br />

im Monat von 14.30 bis 19 Uhr anzutreffen<br />

ist, wobei eine vorherige<br />

telefonische Anmeldung nötig ist.<br />

„Die stationäre Beratung ist z<strong>um</strong><br />

Klären von G<strong>r<strong>und</strong></strong>satzfragen absolut<br />

ideal“, sagt Wolfgang Haas.<br />

Und mit 7,50 Euro für eine dreiviertel<br />

St<strong>und</strong>e ausführlicher Einzelberatung<br />

zudem bezahlbar. Bei<br />

den Energie-Checks vor Ort hingegen<br />

analysiert der Energieberater<br />

<strong>die</strong> Situation fachmännisch <strong>und</strong><br />

arbeitet passende Verbesserungen<br />

aus. „R<strong>und</strong> vier Wochen nach<br />

dem Termin erhalten <strong>die</strong> Ratsuchenden<br />

einen vier- bis fünfseitigen<br />

Bericht über den Ist-Zustand<br />

Treppen<br />

Metallkonstruktionen<br />

Metallmöbel<br />

Tore<br />

Türen<br />

<strong>und</strong> vieles<br />

mehr...<br />

30 | tassilo


Solar-Checks gehören<br />

z<strong>um</strong> Leistungsspektr<strong>um</strong><br />

der Energieberatung.<br />

samt Verbesserungsvorschlägen“,<br />

erklärt Haas. Der Basis-Check, für<br />

Haus- <strong>und</strong> Wohnungseigentümer<br />

geeignet, dauert <strong>r<strong>und</strong></strong> eine St<strong>und</strong>e<br />

<strong>und</strong> kostet zehn Euro. Für zwei<br />

St<strong>und</strong>en Gebäude-Check sind 20<br />

Euro zu entrichten, für Heiz- <strong>und</strong><br />

Solarwärme-Check je 40 Euro.<br />

Ebenso viel kostet der Detail-<br />

Check, bei dem ein spezifisches<br />

Energieproblem geklärt wird, wie<br />

etwa Schimmelbefall.<br />

Einsparpotential in<br />

sämtlichen Bereichen<br />

„60 bis 70 Prozent der Heizkostenabrechnungen<br />

wären sicherlich<br />

anfechtbar“, sagt Wolfgang Haas.<br />

Dennoch sei <strong>die</strong>s in ländlichen Gegenden<br />

eher ein untergeordnetes<br />

Thema, „weil <strong>die</strong> Wohnstruktur<br />

anders ist, viele in ihrem Eigenheim<br />

wohnen <strong>und</strong> es nicht so<br />

viele Mieteinheiten gibt wie etwa<br />

in München, wo sich <strong>die</strong> Berater<br />

hauptsächlich mit genau der Problematik<br />

r<strong>um</strong>schlagen“. Dennoch ist<br />

auch er auf Heizkostenabrechnungen<br />

vorbereitet, wirft im Rahmen<br />

eines Beratungstermins gerne einen<br />

Blick darauf. Weitaus öfter suchen<br />

ihn jedoch Menschen auf, <strong>die</strong><br />

sich im Vorfeld eines Neu- oder<br />

Umbaus informieren möchten <strong>und</strong><br />

Unterstützung benötigen. Beim<br />

Heiz-Check, natürlich vorrangig<br />

im Winter angefragt, hängt Haas<br />

einen Datenlogger an <strong>die</strong> Heizung<br />

<strong>und</strong> nimmt über 24 St<strong>und</strong>en deren<br />

Funktionstüchtigkeit auf. „Wir<br />

nennen es das EKG der Heizung.<br />

Es gibt Aufschluss über <strong>die</strong> Effizienz,<br />

so dass wir individuelles<br />

Einsparpotential erkennen.“ R<strong>und</strong><br />

100 Beratungen pro Jahr nimmt<br />

Wolfgang Haas im Rahmen seiner<br />

Tätigkeit bei der Verbraucherzentrale<br />

vor. „Die Einstiegsschwelle<br />

ist äußerst gering“, so Haas über<br />

Ein Detail-Check, etwa z<strong>um</strong><br />

Thema Schimmel, kostet 40 Euro.<br />

einen der Vorteile einer Beratung<br />

bei der Verbraucherzentrale.<br />

„Gerade beim Thema Heizung<br />

liegt viel im Argen. Ich würde sagen,<br />

dass 70 bis 80 Prozent der<br />

Heizungen, auch neu eingebaute,<br />

nicht optimal funktionieren. Mit<br />

den 24-St<strong>und</strong>en-Messungen kann<br />

man ganz viel rausholen – bis<br />

zu 30 Prozent einsparen“, meint<br />

Haas. Führt man sich das am Beispiel<br />

eines 3000-Liter-Öl-Tanks<br />

<strong>und</strong> einem Literpreis von <strong>r<strong>und</strong></strong> 70<br />

Cent vor Augen, entspräche das einer<br />

jährlichen Ersparnis von weit<br />

über 600 Euro. „Auch bei Solaranlagen<br />

ist es mitunter ernüchternd.<br />

Ich habe schon erlebt, dass gar<br />

keine Solarflüssigkeit drin war, <strong>die</strong><br />

Anlage also nie funktioniert hat.“<br />

Solche extremen Beispiele sind<br />

sicherlich <strong>die</strong> Ausnahme, dennoch<br />

gibt es viel Potential in Sachen<br />

sparsamerer <strong>und</strong> effizienterer<br />

Energieeinsatz. „Ich bin absolut<br />

überzeugt vom Konzept der Verbraucherzentrale,<br />

deshalb mache<br />

ich es auch gerne“, so Wolfgang<br />

Haas.<br />

Vom Angebot kann sich jeder<br />

selbst überzeugen – einfach telefonisch<br />

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Anders wählen,<br />

Enders wählen<br />

Krankenschwester Susann Enders,<br />

Landtagskandidatin der Freien<br />

Wähler, will kleine Kranken-<br />

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notstand lindern <strong>und</strong> den<br />

ländlichen Ra<strong>um</strong> stärken.<br />

Was läuft schief in der Ges<strong>und</strong>heitspolitik,<br />

was wollen Sie ändern?<br />

Enders: Aktuell liegt der Fokus nur auf Rentabilität.<br />

Wir brauchen aber eine lobbyfreie<br />

Ges<strong>und</strong>heitspolitik, <strong>die</strong> sich nur am Patientenwohl<br />

orientiert. Die medizinische G<strong>r<strong>und</strong></strong>versorgung<br />

ist eine Hauptaufgabe der Kommunen,<br />

<br />

<br />

Enders: <br />

ser bezahlen, deren Arbeitsbedingungen <strong>und</strong><br />

gesellschaftliches Ansehen verbessern. Der<br />

„Import“ ausländischer Kräfte hilft da nicht.<br />

Den ländlichen Ra<strong>um</strong> fördern, bedeutet...?<br />

Enders: Barrierefreiheit für Alle in allen Bereichen,<br />

Tradition & Braucht<strong>um</strong> bewahren,<br />

Förderung dezentraler Lösungen bei erneuerbarer<br />

Energie, <strong>die</strong> bäuerliche Landwirtschaft<br />

stärken, gute medizinische G<strong>r<strong>und</strong></strong>versorgung<br />

vor Ort... Dafür bitte ich <strong>um</strong> Ihre Stimme!<br />

Susann Enders Liste 3 Platz 9<br />

september / oktober <strong>2018</strong> | 31


ifb mit Sitz in Seehausen hat jährlich über 70 000 Teilnehmer<br />

Lernen darf auch Spaß machen<br />

Seehausen | <strong>Das</strong> deutsche Wort<br />

„Zufall“ ist jedem bekannt, bedeutet<br />

in etwa so viel wie: unerwartet,<br />

nicht kalkulierbar, nicht vorhersehbar.<br />

Für Hans Schneider hat<br />

der Begriff indes noch eine ganz<br />

andere Bedeutung, insbesondere,<br />

wenn er an seine beruflichen<br />

Anfänge zurückdenkt: „Schaut<br />

man das Wort genauer an, erkennt<br />

man genau das Gegenteil.<br />

Zufall ist das, was einem zufallen<br />

soll.“ Schneider war Geisteswissenschaftler,<br />

hat zunächst Philosophie,<br />

schließlich Theologie, Politik<br />

<strong>und</strong> Kunstgeschichte stu<strong>die</strong>rt <strong>und</strong><br />

nebenbei eine Zusatzausbildung<br />

z<strong>um</strong> Kommunikationstrainer absolviert.<br />

Über einen Bekannten<br />

kam er Mitte der Achtzigerjahre<br />

nach dem Studi<strong>um</strong> – zufällig – zur<br />

Schulung von Betriebsräten – erst<br />

als Kommunikationsreferent, dann<br />

<strong>r<strong>und</strong></strong> zehn Monate lang als Vollzeit-<br />

Mitarbeiter. „In <strong>die</strong>ser Zeit habe<br />

ich über <strong>die</strong> Betriebsräte einerseits<br />

kennengelernt, wie <strong>die</strong> Arbeitswelt<br />

in Deutschland funktioniert <strong>und</strong><br />

andererseits mein Handwerkszeug<br />

gelernt: Wie man Prospekte<br />

gestaltet, Adressen kauft oder ein<br />

Büro organisiert.“ Die Arbeit mit<br />

der Zielgruppe bereitete ihm viel<br />

Freude, so dass Schneider Anfang<br />

1988 beschloss, sich mit dem Institut<br />

zur Fortbildung für Betriebsräte<br />

(ifb) selbstständig zu machen. Er<br />

verschickte Flyer mit drei verschiedenen<br />

Seminaren <strong>und</strong> wartete in<br />

seiner Studentenbude auf Anrufe,<br />

<strong>die</strong> nur spärlich eintrudelten. Zu<br />

seinem allerersten Kurs im sauerländischen<br />

Winterberg kamen<br />

lediglich sechs Teilnehmer. „Im April<br />

’88 war ich pleite. Heute würde<br />

Idyllische Arbeitsatmosphäre: <strong>die</strong> ifb-Zentrale in Seehausen.<br />

man sagen, dass <strong>die</strong> Eigenkapitaldecke<br />

ein wenig zu gering war“,<br />

sagt Schneider rückblickend mit<br />

einem Schmunzeln. Seine Mutter<br />

lieh ihm letztmals 5 000 D-Mark,<br />

damit er mit seinem Geschäft noch<br />

ein paar Monate überleben <strong>und</strong><br />

letztlich das erste Kapitel der ifb-<br />

Erfolgsstory schreiben konnte. <strong>Das</strong><br />

zweite Seminar besuchten bereits<br />

14 Teilnehmer, im gesamten Jahr<br />

1988 waren es 130, ein Jahr später<br />

bereits insgesamt gut 300 <strong>und</strong> 1990<br />

<strong>r<strong>und</strong></strong> 500. Heute, 30 Jahre nach<br />

Firmengründung, begrüßt das ifb<br />

jährlich über 70 000 Teilnehmer.<br />

Parteiisch, aber<br />

politisch neutral<br />

„Ich sage immer, das ifb ist das<br />

größte unbekannte Weiterbildungsunternehmen<br />

in Deutschland“,<br />

so Hans Schneider. Die<br />

Zielgruppe ist ganz speziell: Seit<br />

1988 werden ausschließlich Arbeitnehmervertreter<br />

geschult, wobei<br />

Betriebsräte mit <strong>r<strong>und</strong></strong> 80 Prozent<br />

den Schwerpunkt darstellen. Den<br />

Rest teilen sich Auszubildendenvertretung,<br />

Schwerbehindertenvertretung<br />

oder Aufsichtsräte. Die<br />

Schulungen sind zwar parteiisch<br />

was <strong>die</strong> Interessen der Betriebsräte<br />

betrifft, aber politisch neutral,<br />

was laut Hans Schneider ein<br />

großer Unterschied zu einem der<br />

Mitbewerber, <strong>die</strong> Gewerkschaften,<br />

sei: „Gewerkschaften wollen natürlich<br />

– durchaus verständlich – ihre<br />

Gewerkschaftsinteressen vertreten<br />

<strong>und</strong> an den Mann bringen.“ Eines<br />

der übergeordneten Ziele des ifb<br />

ist es, Betriebsräten das Rüstzeug<br />

an <strong>die</strong> Hand zu geben, das sie<br />

für <strong>die</strong> tägliche Arbeit brauchen,<br />

ohne sie dabei ideologisch in eine<br />

Richtung zu lenken. Und dafür sei<br />

nach Meinung von Hans Schneider<br />

Verständnis weitaus wichtiger,<br />

als mit der geballten Faust in der<br />

Tasche von Seminaren heimzukehren.<br />

„Der Klassenkampf hilft hier<br />

niemandem.“<br />

Die meisten Betriebsräte in<br />

Deutschland haben keine explizite<br />

Ausbildung für ihre Tätigkeit,<br />

haben weder Jura noch Wirtschaft<br />

32 | tassilo


Die ifb-Geschäftleitung v.l.:<br />

Hans Schneider, Sabine Wolfgram<br />

<strong>und</strong> Stefan Werner.<br />

stu<strong>die</strong>rt. Sie werden gewählt <strong>und</strong><br />

müssen das Amt nun ausfüllen<br />

ohne entsprechende Kenntnisse<br />

in Betriebsverfassungsrecht, Arbeitsrecht,<br />

betriebswirtschaftlichen<br />

G<strong>r<strong>und</strong></strong>lagen, Kommunikation oder<br />

Rhetorik. „Wir versuchen, den Betriebsräten<br />

<strong>die</strong> Kenntnisse zu vermitteln,<br />

damit sie mit dem Arbeitgeber<br />

auf Augenhöhe verhandeln<br />

können.“ Soziales Engagement <strong>und</strong><br />

das Bedürfnis, im Betrieb für eine<br />

gerechte Arbeitswelt zu sorgen,<br />

nennt Hans Schneider zwei Attribute,<br />

<strong>die</strong> jeder Betriebsrat haben sollte.<br />

Viele Mitarbeiter trauen sich bei<br />

Problemen nicht z<strong>um</strong> Vorgesetzten,<br />

der Gang z<strong>um</strong> Kollegen ist da wesentlich<br />

einfacher. „Institutionelles<br />

Konfliktlösungsgremi<strong>um</strong>“, nennt<br />

es der ifb-Gründer. Die Hauptaufgabe?<br />

„Sprachrohr der Kollegen<br />

zu sein. Für den Arbeitnehmer, mit<br />

dem Arbeitgeber, nicht dagegen.“<br />

Während einer vierjährigen Amtszeit<br />

ist ein Betriebsrat gemäß des<br />

Betriebsverfassungsrechts im Prinzip<br />

unkündbar, außer er macht sich<br />

einer groben persönlichen Verfehlung<br />

schuldig. Auch wenn er aus<br />

dem Amt scheidet, genießt er ein<br />

Jahr lang nachwirkenden Kündigungsschutz.<br />

<strong>Das</strong> ifb war zunächst in einem<br />

Büro in München angesiedelt,<br />

welches 1994 zu klein wurde.<br />

Hans Schneider, aufgewachsen in<br />

Hohenpeißenberg, wollte wieder<br />

zurück aufs Land. Es ging nach<br />

Egling an den Riegsee, bis zur<br />

Jahrtausendwende auch <strong>die</strong> dortigen<br />

Rä<strong>um</strong>lichkeiten aufg<strong>r<strong>und</strong></strong> des<br />

Wachst<strong>um</strong>s zu klein wurden. <strong>Das</strong><br />

Gelände der ehemaligen Kemmel-<br />

Kaserne in Seehausen bot sich für<br />

einen Neubau an. Dort steht heute<br />

<strong>die</strong> Zentrale des ifb mit seinen<br />

etwa 180 festen <strong>und</strong> <strong>r<strong>und</strong></strong> 950<br />

freien Mitarbeitern, hauptsächlich<br />

Referenten <strong>und</strong> Seminarleiter.<br />

B<strong>und</strong>esweit ist das ifb an 70 verschiedenen<br />

Standorten tätig <strong>und</strong><br />

arbeitet derzeit mit knapp 180 Tagungshotels<br />

zusammen. „Von Konstanz<br />

bis Usedom sind wir in ganz<br />

Deutschland vertreten“, beschreibt<br />

Hans Schneider.<br />

Inhaltlich- oder<br />

verhaltensorientiert<br />

Die Art der Seminare unterteilen<br />

sich in inhaltlich-orientierte – wie<br />

bei den meisten juristischen Themen.<br />

Vortrag, Einzel- <strong>und</strong> Gruppenarbeit<br />

wechseln sich hier ab.<br />

Der zweite große Bereich sind<br />

verhaltensorientierte Seminare<br />

wie Rhetorik, Gesprächsführung<br />

oder Verhandlungsstrategien. Hier<br />

ist <strong>die</strong> Teilnehmerzahl auf maximal<br />

zwölf begrenzt, da praktische<br />

Übungen im Vorderg<strong>r<strong>und</strong></strong> stehen.<br />

<strong>Das</strong> ifb kooperiert mit sechs Hotels<br />

samt „Rhetorik-Studios“, in<br />

denen <strong>die</strong> Teilnehmer unmittelbares<br />

Videofeedback bekommen. „Es<br />

gibt neben Rhetorik ka<strong>um</strong> einen<br />

anderen Kurs, bei dem man über<br />

<strong>die</strong> Woche einen derart großen<br />

Lernerfolg sieht“, sagt Schneider.<br />

Die Seminare sind allesamt erwachsenengerecht<br />

gestaltet. Heißt:<br />

keine Prüfungen, keine Noten, kein<br />

Durchfallen. Neben den Referenten<br />

ist auch immer eine Seminarleitung<br />

vor Ort, <strong>die</strong> ein freiwilliges<br />

Rahmenprogramm anbietet. Weinprobe,<br />

Stadtführung, Theater, Kegelabend,<br />

Wanderung – was sich<br />

im jeweiligen Ort anbietet. Dazu<br />

sagt ifb-Gründer Hans Schneider:<br />

„Unsere Devise seit 30 Jahren ist:<br />

Lernen darf auch Spaß machen.“ tis<br />

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september / oktober <strong>2018</strong> | 33


Thea Fischers Krimi „Bürgermeister Hirsch geht baden“<br />

Mord <strong>und</strong> Korruption<br />

im Fünfseenland<br />

<strong>Tassilo</strong>land | „<strong>Das</strong> Leichenhaus<br />

g’hört auch mal wieder g’weißelt“,<br />

so der erste Satz des Debütromans<br />

„Bürgermeister Hirsch geht baden“<br />

von Thea Fischer. Ausgesprochen<br />

von eben jenem Theobald Hirsch,<br />

ein urbayerischer Grantler, der<br />

bedauerlicherweise tot ist. Umso<br />

bitterer, dass ihm in seinem Sarg<br />

langsam langweilig wird. Er fragt<br />

sich: Wie konnte es eigentlich so<br />

weit kommen? Da trifft es sich gut,<br />

dass in der Redaktion vom „Seekurier“<br />

das Sommerloch <strong>um</strong> sich<br />

greift. Journalistin Petra Rosenberger,<br />

zweite Protagonistin, kommt<br />

es also gerade recht, dass ein alter<br />

Vermisstenfall wieder ausgegraben<br />

wird. Vor Jahren ist Adi Schmidt,<br />

ein Jugendfre<strong>und</strong> des Bürgermeisters,<br />

spurlos verschw<strong>und</strong>en. Mit einem<br />

weiteren Jugendfre<strong>und</strong> wollte<br />

Hirsch zudem seither nichts mehr<br />

zu tun haben. Der Vater vom vermissten<br />

Adi Schmidt versteht nicht,<br />

war<strong>um</strong> sein Sohn nicht wieder nach<br />

Hause kommt. Petra Rosenberger<br />

macht sich also an <strong>die</strong> Recherche<br />

<strong>und</strong> begibt sich auf Spurensuche.<br />

Hilfe bekommt sie von ihrer Mutter<br />

Gertraud <strong>und</strong> deren Verehrer aus<br />

der Seniorenresidenz. Was ist damals<br />

zwischen den Jugendfre<strong>und</strong>en<br />

vorgefallen? Als beim Bau einer<br />

Therme, bei dem natürlich Hirsch<br />

ebenfalls seine Hände im Spiel hatte,<br />

ein grausamer F<strong>und</strong> gemacht<br />

wird, weiß Petra, dass sie dabei ist,<br />

ein finsteres Geheimnis zu lüften.<br />

Handlung ins<br />

Fünfseenland transportiert<br />

Die Geschichte in „Bürgermeister<br />

Hirsch geht baden“ ist witzig <strong>und</strong><br />

skurril zugleich. Autorin Thea Fischer,<br />

1965 in Augsburg geboren,<br />

hat eine clevere Handlung gestrickt,<br />

<strong>die</strong> immer wieder mit Rückblicken<br />

garniert ist. Fischer selbst<br />

hat mehrere Jahre als Journalistin<br />

gearbeitet, unter anderem in Lokalredaktionen.<br />

Heute lebt sie mit<br />

ihrer Familie in einem kleineren<br />

Ort am Ammersee. Auch deshalb<br />

hat sie den Schauplatz der Geschichte<br />

in das Fünfseenland verlagert<br />

– plaudert bei den charmanten<br />

Beschreibungen der Landschaft<br />

also gewissermaßen aus dem Nähkästchen.<br />

Die fiktive Gemeinde Otterschwing<br />

steht exemplarisch für<br />

eine kleine Landgemeinde im Hinterland.<br />

Manches ist von der Wirklichkeit<br />

inspiriert, reale Ereignisse<br />

werden aber nicht wiedergegeben,<br />

sondern sind von Thea Fischer frei<br />

erf<strong>und</strong>en.<br />

tis<br />

> > > KRIMI ZU GEWINNEN<br />

Ihr Regionalmagazin „tassilo“ verlost drei Exemplare des 288 Seiten-starken<br />

Kriminalromans „Bürgermeister Hirsch geht baden“ von<br />

Thea Fischer. Möchten Sie ein Buch gewinnen, dann schicken Sie<br />

eine Postkarte mit dem Stichwort „Fünfseenland-Krimi“ an tassilo,<br />

Birkland 40, 86971 Peiting. Oder eine E-Mail an info@tassilo.de, Einsendeschluss<br />

ist der 15. <strong>September</strong>. Wie immer entscheidet das Los,<br />

der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Bitte geben Sie auch Ihre Adresse<br />

an, da <strong>die</strong> Bücher per Post versendet werden. Alle, <strong>die</strong> <strong>die</strong>smal<br />

kein Glück haben, können sich den Fünfseenland-Krimi, der auch als<br />

E-Book erhältlich ist, in den Buchhandlungen der Region besorgen.<br />

Viel Erfolg!<br />

34 | tassilo


Ein Blick hinter <strong>die</strong> Kulissen<br />

des Schongauer Krankenhauses <strong>und</strong> der Pflegeschule<br />

Sonderveröffentlichung der<br />

Willkommen z<strong>um</strong><br />

Tag der offenen Tür<br />

Sehr geehrte Damen <strong>und</strong> Herren,<br />

liebe Patientinnen <strong>und</strong> Patienten,<br />

Thomas Lippmann Dr. Wilhelm Fischer<br />

Klaus Fenzl<br />

über 16 000 Patienten versorgen<br />

<strong>die</strong> beiden Krankenhäuser in <strong>Weilheim</strong><br />

<strong>und</strong> Schongau jährlich. Wir<br />

sind an 365 Tagen 24 St<strong>und</strong>en für<br />

Sie da, ob im Notfall oder für eine<br />

geplante Operation. Am Samstag,<br />

20. <strong>Oktober</strong>, öffnen wir Ihnen unser<br />

Krankenhaus – lernen Sie also<br />

am Tag der offenen Tür unseren<br />

eigenen kleinen Kosmos kennen.<br />

Gleichzeitig findet der Tag der offenen<br />

Tür in unserer Pflegeschule<br />

statt. Schülerinnen <strong>und</strong> Schüler<br />

unserer Krankenpflegeschule nehmen<br />

Sie in Empfang <strong>und</strong> informieren<br />

nicht nur über ihre Ausbildung.<br />

Lassen Sie sich zudem Ihre Vitalparameter<br />

messen <strong>und</strong> üben Sie sich<br />

in der Händehygiene, das A & O im<br />

Krankenhaus <strong>und</strong> im OP.<br />

Viele Abteilungen stellen sich am „Tag der offenen Tür“ vor:<br />

• Leben beginnt: Wie sieht der Kreißsaal aus?<br />

• R<strong>und</strong>gang durch <strong>die</strong> Endoskopie<br />

• Selbst operieren in Schlüssellochtechnik<br />

• Wie wird auf der Geriatrie gepflegt?<br />

• Schockra<strong>um</strong> — Notfallversorgung<br />

• Vorträge greifen Themen aus allen Bereichen auf<br />

• Aktuelle ges<strong>und</strong>heitliche Themen werden im For<strong>um</strong> diskutiert<br />

• <strong>Das</strong> Rote Kreuz präsentiert sich u.a. mit einem Rettungswagen<br />

• Für Kinder gibt es eine Teddyklinik<br />

u.v.m.<br />

Für Ihr leibliches Wohl wird gesorgt!<br />

Wir wünschen Ihnen einen informativen <strong>und</strong> interessanten Tag der<br />

offenen Tür in unserem Schongauer Krankenhaus <strong>und</strong> in den Berufsfachschulen<br />

für Krankenpflege.<br />

Wir arbeiten für Ihre Ges<strong>und</strong>heit!<br />

Thomas Lippman Klaus Fenzl<br />

(Geschäftsführer) (Schulleiter)<br />

Dr. Wilhelm Fischer<br />

(Ärztlicher Direktor)<br />

Samstag, 20. <strong>Oktober</strong> <strong>2018</strong><br />

von 11.00 bis 16.00 Uhr


„Tag der offenen Tür“ im Schongauer Krankenhaus<br />

Erdgeschoss:<br />

1 Notarzt/BRK<br />

11.00 – 16.00 Uhr<br />

Besichtigung<br />

Notarztwagen<br />

2 Krankenhaus GmbH<br />

11.00 – 16.00 Uhr<br />

(zu jeder vollen St<strong>und</strong>e)<br />

Allgemeine Informationen<br />

Führungen<br />

3 Krankenhaus GmbH<br />

11.00 – 16.00 Uhr<br />

Erstmal Hände desinfizieren!<br />

Krankenhauskeime – was, wie, wo?<br />

4 Küche<br />

10.00 – 17.00 Uhr<br />

Kiosk, Kaffee <strong>und</strong> Kuchen<br />

(1 Euro), Grill, Popcorn<br />

5 Betriebsrat der<br />

Krankenhaus GmbH<br />

11.00 – 16.00 Uhr<br />

Information<br />

AOK<br />

11.00 – 16.00 Uhr<br />

Aktivitätscenter<br />

6 Selbsthilfegruppen<br />

Krebs/Alzheimer<br />

11.00 – 16.00 Uhr<br />

Information<br />

7 Qualitätsmanagement<br />

11.00 – 16.00 Uhr<br />

Was ist Ihnen am Schongauer<br />

Krankenhaus wichtig?<br />

8 Kassenärztliche Vereinigung<br />

(KVB)<br />

11.00 – 16.00 Uhr<br />

Ihr Hausarzt im Krankenhaus<br />

9 Hospizverein im<br />

Pfaffenwinkel e.V.<br />

11.00 – 16.00 Uhr<br />

Information<br />

10 Akutgeriatrie<br />

11.00 – 16.00 Uhr<br />

Was ist Akutgeriatrie?<br />

Aromaprodukte/Aroma-<br />

Handmassage<br />

11 Seelsorge<br />

11.00 – 16.00 Uhr<br />

Information<br />

Angebot Seelsorgegespräch<br />

Tee<br />

12 Akutgeriatrie<br />

11.00 – 16.00 Uhr<br />

Wie geht Akutpflege?<br />

13 Akutgeriatrie<br />

11.00 – 16.00 Uhr<br />

Beschäftigungsangebot<br />

ERDGESCHOSS<br />

Hubschrauber-<br />

Landeplatz<br />

20<br />

21<br />

18<br />

19<br />

14 Kunst im Krankenhaus<br />

11.00 – 15.00 Uhr<br />

Ausstellung – hier können Sie<br />

mitsteigern!<br />

15 BRK Schongau<br />

11.00 – 16.00 Uhr<br />

Information<br />

16 Kreißsaal<br />

11.00 – 16.00 Uhr<br />

Geboren in<br />

Schongau –<br />

Informationen,<br />

Kreißsaalführungen<br />

17 Pflege<br />

11.00 – 16.00 Uhr<br />

Stationsalltag – Pflege auf<br />

einer interdisziplinären Station<br />

KRANKENPFLEGESCHULE<br />

15<br />

16<br />

17<br />

14<br />

22<br />

8<br />

Gynäkologie<br />

11.00 – 16.00 Uhr<br />

Inkontinenz<br />

18 Industrie<br />

11.00 – 16.00 Uhr<br />

Ausstellung<br />

9<br />

Aufzüge<br />

Treppe<br />

10<br />

7<br />

11<br />

5<br />

19 Klinik für Unfallchirurgie<br />

<strong>und</strong> Orthopä<strong>die</strong><br />

11.00 – 16.00 Uhr<br />

Information<br />

6<br />

Caféteria<br />

4<br />

12<br />

Klinik für Gefäß- <strong>und</strong><br />

Endovaskularchirurgie<br />

11.00 – 16.00 Uhr<br />

Anmeldung Halsschlagader-<br />

Screening<br />

20 Klinik für Gefäß- <strong>und</strong><br />

Endovaskularchirurgie<br />

11.00 – 11.45 Uhr<br />

12.45 – 15.00 Uhr<br />

Halsschlagader-<br />

Screening<br />

3<br />

2<br />

<br />

Eingang<br />

13<br />

Parkplatz<br />

21 Klinik für Unfallchirurgie<br />

<strong>und</strong> Orthopä<strong>die</strong><br />

12.30 <strong>und</strong> 14.00 Uhr<br />

„Live dabei – Hüft-OP“<br />

Filmvorführung<br />

1<br />

Physiotherapie<br />

11.30 <strong>und</strong> 15.00 Uhr<br />

Entspannung trainieren<br />

22 For<strong>um</strong><br />

11.00 – 16.00 Uhr<br />

Programm siehe nächste Seite


Lagepläne <strong>und</strong> Programm<br />

Untergeschoss:<br />

23 Geriatrische Rehabilitation<br />

11.00 – 16.00 Uhr<br />

Sturzprophylaxe<br />

Viel trinken<br />

Ernährung im Alter<br />

25 Klinik für Innere Medizin<br />

11.00 – 16.00 Uhr<br />

Wie sieht es in mir aus?<br />

Bronchoskopie,<br />

Gastroenterologie<br />

28 Klinik für<br />

Allgemein- <strong>und</strong><br />

Viszeralchirurgie<br />

11.00 – 16.00 Uhr<br />

Operieren –<br />

Probieren<br />

29 Ernährung<br />

11.00 – 16.00 Uhr<br />

Ges<strong>und</strong>e Ernährung –<br />

Ernährungspyramide<br />

31 Tagesklinik für Schmerztherapie<br />

11.00 – 16.00 Uhr<br />

Ausstellung der<br />

Kreativprojekte aus der<br />

Schmerztherapie<br />

33 Tagesklinik für Schmerztherapie<br />

12.00 <strong>und</strong> 13.00 Uhr<br />

„Rückenfit z<strong>um</strong> Ausprobieren“<br />

14.00 <strong>und</strong> 15.00 Uhr<br />

„Achtsamkeit gegen<br />

Stress <strong>und</strong> Schmerz“<br />

34 Vorträge<br />

11.00 – 16.00 Uhr<br />

Programm siehe nächste Seite<br />

24 Physiotherapie<br />

11.00 – 16.00 Uhr<br />

Präsentation der Therapierä<strong>um</strong>e<br />

Beratung z<strong>um</strong> Thema Stauungsödeme/Lymphdrainage<br />

„Selbsterfahrung in unserem<br />

Trainingsra<strong>um</strong>“<br />

Einblicke in <strong>die</strong> Ergotherapie<br />

26 Klinik für Innere Medizin<br />

11.00 – 16.00 Uhr<br />

Wie sieht es in mir aus?<br />

Echokardiographie, PH-Metrie<br />

27 Klinik für Innere Medizin<br />

11.00 – 16.00 Uhr<br />

Wie sieht es in mir aus?<br />

Ultraschall<br />

30 Physiotherapie<br />

11.00 – 16.00 Uhr<br />

Ges<strong>und</strong> durch Bewegung<br />

Angebote für Kinder<br />

Atemtherapie für Erwachsene<br />

32 Tagesklinik für Schmerztherapie<br />

11.00 – 16.00 Uhr<br />

Schmerz beherrschen –<br />

Information<br />

35 Klinik für Unfallchirurgie<br />

<strong>und</strong> Orthopä<strong>die</strong><br />

13.00 <strong>und</strong> 15.00 Uhr<br />

Schockra<strong>um</strong>-Management<br />

Obergeschoss:<br />

OP<br />

11.00 – 16.00 Uhr<br />

Kinderklinik<br />

(Details nächste Seite)<br />

KRANKENPFLEGESCHULE<br />

UNTERGESCHOSS<br />

Anästhesie<br />

11.00 – 16.00 Uhr<br />

Intubation<br />

35<br />

25 28 26<br />

27<br />

31<br />

32<br />

34 30 29<br />

33<br />

Aufzüge<br />

Treppe<br />

23<br />

24<br />

Bus-Shuttle vom bzw. z<strong>um</strong> Bahnhof Schongau:<br />

Ab Bahnhof jede volle St<strong>und</strong>e (11.00 – 15.00 Uhr)<br />

Ab Krankenhaus jede St<strong>und</strong>e (11.30 – 15.30 Uhr)<br />

Sonderveröffentlichung der<br />

Änderungen <strong>und</strong> Fehler vorbehalten!


„Tag der offenen Tür“ im Schongauer Krankenhaus<br />

Sonderveröffentlichung der<br />

KRANKENPFLEGESCHULE<br />

Uhrzeit Thema Ort<br />

10.00 – 15.00 Uhr Krankenpflegeschüler präsentieren Pflegetätigkeiten wie das Praxisrä<strong>um</strong>e<br />

Anlegen von Verbänden, Vitalzeichen messen sowohl manuell<br />

als auch elektronisch – Mitmachen erwünscht<br />

10.00 – 15.00 Uhr Fotoaktion: So sehen Sie in Pflegekleidung aus. Klassenzimmer 2 (Ra<strong>um</strong> S2)<br />

Selfie mit M<strong>und</strong>schutz <strong>und</strong> OP-Haube<br />

10.00 – 15.00 Uhr Alterssimulation – Nichts ist mehr, wie es war Klassenzimmer 2 (Ra<strong>um</strong> S2)<br />

10.00 – 15.00 Uhr Beantworten Sie alle Quizfragen <strong>und</strong> gewinnen Sie Bogen am Eingang<br />

einen von drei Amazon-Gutscheinen der Schule/Pflegerrallye<br />

10.00 – 15.00 Uhr Praktik<strong>um</strong>, Bewerbung, Ausbildung, Studi<strong>um</strong>: Lehrerbüros (Ra<strong>um</strong> S4)<br />

Alles, was Sie schon immer wissen wollten<br />

10.00 – 15.00 Uhr Tischtennis <strong>und</strong> Kicker gegen <strong>die</strong> Lehrer Schülerlounge (Ra<strong>um</strong> S5)<br />

ab 10.30 Uhr Schulbankdrücken: Probeunterricht Krankenpflege – Klassenzimmer 1 (Ra<strong>um</strong> S1)<br />

(zu jeder halben St<strong>und</strong>e) Nicht alle Theorie ist grau!<br />

ab 11.00 Uhr Schulbankdrücken: Probeunterricht Anatomie <strong>und</strong> Klassenzimmer 1 (Ra<strong>um</strong> S1)<br />

(zu jeder halben St<strong>und</strong>e) Krankheitslehre – Begehbarer Kreislauf!<br />

PATIENTENFORUM IM ERDGESCHOSS<br />

Uhrzeit Thema<br />

11.00 – 12.00 Uhr Anästhesie unter der Geburt – PDA im Kreißsaal<br />

13.00 – 14.00 Uhr Würdevoll sterben<br />

13.00 – 14.00 Uhr <strong>Das</strong> Alter ist nichts für Feiglinge (Herausforderungen im Alltag)<br />

14.00 – 15.00 Uhr Mein Innenleben — Spiegel der Ges<strong>und</strong>heit<br />

15.00 – 15.30 Uhr Sturzprophylaxe<br />

15.30 – 16.00 Uhr Kunstauktion – Versteigerung alter Meister<br />

VORTRÄGE IM UNTERGESCHOSS<br />

Krankenhaus für Kinder<br />

Diesmal ist es kein Notfall: Kinder<br />

können am Tag der offenen Tür<br />

im Krankenhaus spielend leicht<br />

operieren, den Notarzt mit seinem<br />

Rettungswagen kennenlernen, das<br />

Kuscheltier (bitte mitbringen) in<br />

der Teddyklinik verarzten lassen,<br />

Blutdruck messen, im Magen nach<br />

G<strong>um</strong>mibären suchen oder den<br />

Teddy in der Radiologie durchleuchten.<br />

Dies <strong>und</strong> vieles<br />

mehr erwartet kleine<br />

<strong>und</strong> große Kinder<br />

am Tag der offenen Tür<br />

im Krankenhaus Schongau<br />

– hereinspaziert.<br />

Uhrzeit Thema Referent Abteilung<br />

11.00 Uhr Wirbelsäulenchirurgie am Krankenhaus Schongau Dr. Florian Soldner/Dr. Bernd Höpfl Klinik für Wirbelsäulenchirurgie<br />

11.30 Uhr Endoprothetik für Hüfte <strong>und</strong> Knie Dr. Thomas Löffler Klinik für Unfallchirurgie <strong>und</strong> Orthopä<strong>die</strong><br />

12.00 Uhr Die enge Halsschlagader – ein behandelbares Schlaganfallrisiko Dr. Peter Ba<strong>um</strong>ann Klinik für Gefäß- <strong>und</strong> Endovaskularchirurgie<br />

12.30 Uhr Schonende Operation bei Darmkrebs Dr. Rolland Rosniatowski Klinik für Allgemein- <strong>und</strong> Viszeralchirurgie<br />

13.00 Uhr Geriatrische Reha? „Was soll das denn?“ Dr. Hans Christian Sänger Zentr<strong>um</strong> f. Altersmedizin/Geriatrische Rehabilitation<br />

13.30 Uhr War<strong>um</strong> haben Schmerztherapeuten Bauchschmerzen, wenn es heißt: Dr. Eva Mareen Bakemeier Tagesklinik für Schmerztherapie<br />

„Wir arbeiten für Ihre Ges<strong>und</strong>heit?“<br />

14.00 Uhr Angst vor der Narkose – muss das sein? Dr. Hans Michel Klinik für Anästhesie <strong>und</strong> Intensivmedizin<br />

14.30 Uhr Was ist eine Akutgeriatrie? Sebastian Mühle Zentr<strong>um</strong> für Altersmedizin – Akutgeriatrie<br />

15.00 Uhr Möglichkeiten der Schmerzbehandlung <strong>und</strong> Anästhesie unter der Geburt Dr. Karin Kirschner Klinik für Anästhesie <strong>und</strong> Intensivmedizin<br />

15.30 Uhr In guten Händen – Erkrankungen der Hand <strong>und</strong> Therapiemöglichkeiten Wenzel Dimroth Unfallchirurgie <strong>und</strong> Orthopä<strong>die</strong><br />

ges<strong>und</strong>heitsversorger2020.de


Magisches Festival in <strong>Weilheim</strong>er Innenstadt<br />

Internationaler Zauber<br />

<strong>Weilheim</strong> | Mitte <strong>September</strong> verwandelt<br />

sich <strong>Weilheim</strong>s Innenstadt<br />

wieder in eine Welt voller Zauber.<br />

Genaugenommen am Freitag,<br />

14. <strong>September</strong> <strong>und</strong> Samstag, 15.<br />

<strong>September</strong>. Dann nämlich findet<br />

das zweite Straßen-Zauber-Festival<br />

statt, bei dem sich <strong>die</strong> Besucher ab<br />

Freitagabend <strong>und</strong> Samstagmittag<br />

auf insgesamt 48 Vorführungen<br />

freuen dürfen. Noch aufregender:<br />

Die sechs Künstler kommen aus<br />

aller Welt. „The PikaPau“ beispielsweise<br />

stammt aus Brasilien. Wenn<br />

er versucht, alle relevanten Dinge<br />

fürs Verreisen zu organisieren,<br />

taucht sein Verstand ein <strong>um</strong>s andere<br />

mal ein in eine imaginäre Welt,<br />

in der gewöhnliche Alltagsgegenstände<br />

<strong>und</strong> -Situationen plötzlich<br />

zu spektakulären Situationen mutieren.<br />

Seine Show heißt „NoBai“.<br />

Sie zeichnet sich durch technisch<br />

sehr hohes Können aus <strong>und</strong> gilt<br />

fürs Publik<strong>um</strong> als „unvergesslich“.<br />

Sein erster Auftritt erfolgt am Freitagnachmittag<br />

<strong>um</strong> 16 Uhr auf dem<br />

Rathausplatz bei „Echter Mode“.<br />

Ein regelrechter Angeber ist derweil<br />

„Professor Plunger“ aus Irland, der<br />

allein aufg<strong>r<strong>und</strong></strong> seines lockig-zerzausten,<br />

roten Haares auffällt wie<br />

ein sprichwörtlich „bunter H<strong>und</strong>“.<br />

Seine originelle Show ist geprägt<br />

von Tanz, Pümpel <strong>und</strong> einem Grand<br />

Finale mit Glockenspiel. Und sie<br />

kommt ganz ohne Worte aus. Der<br />

irische Zauberer besticht nämlich<br />

ausschließlich durch Interaktion<br />

mit dem Publik<strong>um</strong>, einem äußerst<br />

frechen Grinsen <strong>und</strong> eben seiner<br />

roten Haarpracht. Auch er startet<br />

seine Show am Freitagnachmittag,<br />

allerdings <strong>um</strong> 16.30 Uhr in<br />

der Schmiedstraße direkt vor K & L<br />

Ruppert. <strong>Das</strong> Besondere an <strong>die</strong>sem<br />

Straßen-Zauber-Festival in<br />

<strong>Weilheim</strong>s i Innenstadt: Die Künstler<br />

wechseln beinahe stündlich ihren<br />

Platz, sodass an allen Stationen<br />

auch alle Darbietungen zu sehen<br />

sind. In der Schmiedstraße erfolgen<br />

<strong>die</strong> magischen Auftritte vor K & L<br />

Ruppert <strong>und</strong> Kaufhaus Rid. Zwei<br />

weitere Schauplätze sind direkt auf<br />

dem Marienplatz, unter anderem<br />

vor der Sparkasse Oberland. Auftritts-Orte<br />

fünf <strong>und</strong> sechs sind im<br />

Zirkuszelt „Zauberhütte“ auf dem<br />

Kirchplatz sowie auf dem Rathausplatz<br />

vor Echter Mode.<br />

Am Freitag, 14. <strong>September</strong>, beginnen<br />

<strong>die</strong> ersten Shows <strong>um</strong> 16 Uhr,<br />

<strong>die</strong> letzten <strong>um</strong> 22 Uhr. Dr<strong>um</strong>her<strong>um</strong><br />

gibt’s Musik <strong>und</strong> leckere Cocktails<br />

sowie sämtliche Zauber-Specials,<br />

<strong>die</strong> sich <strong>um</strong>liegende Händler, <strong>die</strong><br />

übrigens bis 23 Uhr geöffnet haben,<br />

werden einfallen lassen. Außerdem<br />

verwandelt sich <strong>die</strong> Obere<br />

Stadt ab 21 Uhr in ein Lichtermeer.<br />

Aus Brasilien, Irland<br />

<strong>und</strong> Spanien<br />

Am Samstag, 15. <strong>September</strong>, beginnen<br />

<strong>die</strong> ersten Auftritte der renommierten<br />

Zauberer <strong>um</strong> 12 Uhr,<br />

<strong>die</strong> letzten <strong>um</strong> 17.30 Uhr. Ab 20 Uhr<br />

erfolgt im Stadttheater <strong>Weilheim</strong><br />

<strong>die</strong> Varieté-Show „SZF <strong>2018</strong> – street<br />

meets stage“.<br />

Neben PikaPau aus Brasilien <strong>und</strong><br />

Professor Plunger aus Irland wird<br />

auch ein Spanier seine Zauberkünste<br />

z<strong>um</strong> Besten geben: Pau Segalés<br />

aus Katalonien, der im zarten<br />

Alter von gerade mal drei Jahren<br />

von seinem Vater in <strong>die</strong> Welt der<br />

Magie hineingeführt wurde. Bereits<br />

mit 17 Jahren gewann er in der<br />

Street Magic-Kategorie den zweiten<br />

nationalen Preis <strong>und</strong> zeigte damit,<br />

welch unglaubliches Talent <strong>und</strong><br />

Können er als Zauberer verfügt.<br />

Inzwischen blickt Segalés auf zahlreiche<br />

Großauftritte weltweit zurück<br />

– Italien, Frankreich, Kroatien,<br />

Belgien, Holland, Irland, Nepal <strong>und</strong><br />

Kol<strong>um</strong>bien sind bei weitem nicht<br />

alle Stationen seiner Shows. Darüber<br />

hinaus trat er mit seinem unfassbar<br />

magischen wie unterhaltsamen<br />

Programm auch schon für<br />

<strong>die</strong> Hilfsorganisation „Clowns ohne<br />

Grenzen“ sowie in Flüchtlingsheimen<br />

im Libanon sowie in Bosnien<br />

<strong>und</strong> Herzegowina auf. Wer sich<br />

für <strong>die</strong> Lebensgeschichten der aus<br />

Deutschland kommenden Zauberer<br />

„Kaa“ <strong>und</strong> „Caro Feuerfee“, oder<br />

für <strong>die</strong> von „Meister Eckart“, dessen<br />

Herkunft als unbekannt definiert<br />

wird, interessiert, sollte Mitte<br />

<strong>September</strong> definitiv vorbeischauen<br />

im Herzen <strong>Weilheim</strong>s. Die Organisatoren<br />

<strong>um</strong> Stadt, Standortförderung<br />

<strong>und</strong> Zaubererfünfseenland<br />

e.V. würden sich in jedem Falle<br />

freuen auf zahlreiches Erscheinen.<br />

Und zwar bei jedem Wetter. Selbst<br />

bei Starkregen finden Zauberei,<br />

Jonglage, Clownerie <strong>und</strong> Feuershow<br />

statt. Dann allerdings soweit<br />

möglich in den wettergeschützten<br />

Geschäftsrä<strong>um</strong>en.<br />

js<br />

september / oktober <strong>2018</strong> | 39<br />

— Ihr Spezialist für Wärmep<strong>um</strong>pen —<br />

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Interview mit Roche-Ausbildungsleiter Dr. Andreas Gebbert<br />

„Wir erkennen den Zuckerwürfel<br />

im Starnberger See“<br />

Penzberg | Dr. Andreas Gebbert<br />

ist Ausbildungsleiter bei Roche in<br />

Penzberg. Er ist verantwortlich für<br />

Budget, 20 Ausbilder sowie 300<br />

Azubis <strong>und</strong> Stu<strong>die</strong>rende, <strong>die</strong> seit<br />

August 2017 im größten biotechnologischen<br />

Ausbildungszentr<strong>um</strong><br />

Deutschlands hauptsächlich drei<br />

verschiedene, naturwissenschaftliche<br />

Berufe lernen. Wir haben mit<br />

dem 55-jährigen Braunschweiger<br />

über Ausbildungsinhalte, para<strong>die</strong>sische<br />

Zustände, Bewerbungskriterien<br />

sowie Zuckerwürfel im Starnberger<br />

See gesprochen.<br />

Herr Dr. Gebbert, wie viele verschiedene<br />

Berufe bildet Roche in<br />

Penzberg aus?<br />

Unsere drei hauptsächlichen Ausbildungsberufe<br />

sind der Biologie-<br />

<strong>und</strong> Chemielaborant sowie<br />

der Chemikant. Von insgesamt 300<br />

Azubis haben wir derzeit 230 <strong>die</strong>ser<br />

Naturwissenschaftler. Die anderen<br />

lernen einen kaufmännischen oder<br />

technischen Beruf. Wobei wir <strong>die</strong><br />

technischen Ausbildungsberufe,<br />

z<strong>um</strong> Beispiel Mechatroniker, für<br />

<strong>September</strong> 2019 nicht ausbilden<br />

werden, da wir aktuell in <strong>die</strong>sem<br />

Bereich keinen Bedarf haben.<br />

Dr. Andreas Gebbert, Ausbildungleiter bei Roche, im 119-Millionen-Euro-<br />

Gebäude, in dem sich auch das Ausbildungszentr<strong>um</strong> befindet.<br />

Bietet Roche auch <strong>die</strong> Möglichkeit<br />

eines dualen Studi<strong>um</strong>s an?<br />

Wir haben sogenannte Stu<strong>die</strong>n-Kooperationen<br />

mit z<strong>um</strong> Beispiel der<br />

Hochschule Weihenstephan oder<br />

der Universität in Innsbruck, wo<br />

Bachelor <strong>und</strong> Master in Biotechnologie<br />

zu absolvieren sind. Heißt:<br />

Während der hochschulfreien Zeit<br />

arbeiten <strong>und</strong> lernen <strong>die</strong> Studenten<br />

bei uns im Unternehmen, im<br />

Semester lernen sie an der Hochschule.<br />

Was macht Roche in Sachen Digitalisierung?<br />

Sehr viel. Bei der Ausbildung der<br />

beispielsweise Chemikanten führen<br />

wir schon ab <strong>September</strong> <strong>die</strong><br />

neue Wahlqualifikation „Digitalisierung<br />

<strong>und</strong> vernetzte Produktion“<br />

ein. Und bei den Stu<strong>die</strong>nkooperationen<br />

arbeiten wir im Bereich „Data-Science“<br />

mit einer Hochschule<br />

in Bremen zusammen.<br />

Bremen liegt am anderen Ende<br />

Deutschlands ...<br />

<strong>Das</strong> stimmt. Es gibt leider noch<br />

nicht viele Stu<strong>die</strong>nangebote, <strong>die</strong><br />

Digitalisierung <strong>und</strong> Biotechnologie<br />

verbinden. Deshalb haben wir uns<br />

für das entfernte Bremen entschieden,<br />

weil sie dort in <strong>die</strong>sem Bereich<br />

schon sehr weit sind. Fakt ist: In<br />

der Biotechnologie wird sich in absehbarer<br />

Zeit einiges ändern. Z<strong>um</strong><br />

Beispiel bei der Züchtung von Mikroorganismen,<br />

also der Produktion<br />

des Roh-Therapeutik<strong>um</strong>s, wofür aktuell<br />

regelmäßige Proben von Menschenhand<br />

genommen, gemessen<br />

<strong>und</strong> analysiert werden. In Zukunft<br />

werden das unsere Bioreaktoren<br />

komplett selbstgesteuert machen.<br />

Wofür zahlreiche Arbeitsplätze abgebaut<br />

werden?<br />

Glaube ich nicht. Es wird nur neue<br />

<strong>und</strong> andere Arbeit entstehen. Sehr<br />

viel in Sachen dirigieren <strong>und</strong> Systeme<br />

verstehen.<br />

Zurück zur Gegenwart: Woher<br />

stammen <strong>die</strong> aktuell 300 Roche-<br />

Azubis?<br />

80 Prozent kommen tatsächlich<br />

aus der Region im Radius von<br />

<strong>r<strong>und</strong></strong> 50 Kilometern. <strong>Das</strong> ist auch<br />

<strong>die</strong> Gegend, in der wir Schulpartnerschaften<br />

pflegen. Wir laden <strong>die</strong><br />

Klassen zu Werks<strong>r<strong>und</strong></strong>gängen <strong>und</strong><br />

z<strong>um</strong> Tag der offenen Tür ein. Darüber<br />

hinaus gehen wir selbst in <strong>die</strong><br />

Schulen, informieren über Ausbildungsmöglichkeiten,<br />

Ansprüche<br />

<strong>und</strong> Vorstellungen. Die anderen 15<br />

bis 20 Prozent unserer Azubis kommen<br />

z<strong>um</strong> Teil aus ganz Deutschland.<br />

Bei der Stu<strong>die</strong>nkooperation<br />

sind wir sogar international besetzt.<br />

Vor kurzem haben z<strong>um</strong> Beispiel<br />

Studenten aus In<strong>die</strong>n bei uns<br />

angefangen.<br />

Wie lange dauert <strong>die</strong> Ausbildung<br />

der naturwissenschaftlichen Berufe?<br />

Dreieinhalb Jahre. Bei guten Leistungen<br />

können <strong>die</strong> Lehrlinge aber<br />

auf drei Jahre verkürzen.<br />

Die Inhalte <strong>die</strong>ser Ausbildungen?<br />

Los geht’s bei uns immer mit einer<br />

Kennenlern-Woche in Berchtesgaden.<br />

Danach sind <strong>die</strong> Azubis erst<br />

mal bis Ende <strong>Oktober</strong> ausschließlich<br />

hier bei uns im Ausbildungszentr<strong>um</strong>.<br />

Generell besteht <strong>die</strong><br />

duale Ausbildung immer aus drei<br />

Säulen: Der Berufsschule, <strong>die</strong> für<br />

unsere naturwissenschaftlichen<br />

Berufe in München über je zwei<br />

Wochen am Stück stattfindet. Dann<br />

<strong>die</strong> Praxis <strong>und</strong> Theorie in unserem<br />

neuen Ausbildungszentr<strong>um</strong>. Und<br />

aus Abteilungsdurchläufen, also<br />

Praxisplätzen in den jeweiligen<br />

Fachbereichen, z<strong>um</strong> Beispiel beim<br />

Chemikant in der Diagnostika- <strong>und</strong><br />

Pharmaproduktion, wo Antikörper,<br />

also Wirkstoffe für Medikamente<br />

hergestellt werden. Wichtig ist uns<br />

auch, berufsübergreifend auszubilden.<br />

<strong>Das</strong>s z<strong>um</strong> Beispiel der Chemiekant<br />

auch mal einige Tage im Fachbereich<br />

eines Chemielaboranten<br />

tätig ist <strong>und</strong> <strong>um</strong>gekehrt. Darüber<br />

hinaus müssen wir gewisse b<strong>und</strong>esweite<br />

Pflichtelemente lehren.<br />

Z<strong>um</strong> Beispiel <strong>die</strong> Produktion von Alkohol<br />

oder Aspirin. Beide Produkte<br />

brauchen wir am Standort Penzberg<br />

nicht, allerdings können <strong>die</strong>se Prozesse<br />

Teil der Prüfung sein.<br />

Wie viele Prüfungen sind zu absolvieren?<br />

Mitte des zweiten Lehrjahres eine<br />

Zwischenprüfung, <strong>die</strong> mittlerweile<br />

zu 40 Prozent zählt. Die Abschlussprüfung<br />

zählt dann zu 60 Prozent.<br />

Was ver<strong>die</strong>nt ein Roche-Azubi?<br />

Vergleichsweise sehr gut. Geb<strong>und</strong>en<br />

am Tarifvertrag der chemischen<br />

Industrie, bekommt ein Azubi<br />

aktuell <strong>r<strong>und</strong></strong> 920 Euro im ersten<br />

<strong>und</strong> <strong>r<strong>und</strong></strong> 1140 Euro im vierten Lehrjahr.<br />

Zusätzlich gibt es bei Roche<br />

weitere Benefits wie ein Ges<strong>und</strong>heitszentr<strong>um</strong>.<br />

Außerdem haben<br />

wir zehn Wohngemeinschaften <strong>und</strong><br />

gute Kontakte zu hiesigen Maklern<br />

<strong>und</strong> Ferienwohnungen für Auszubildende,<br />

<strong>die</strong> nicht aus der Region<br />

kommen <strong>und</strong> hier her ziehen.<br />

<strong>Das</strong> neue Ausbildungszentr<strong>um</strong> im<br />

neuen Labor- <strong>und</strong> Bürokomplex,<br />

der für insgesamt 119 Millionen<br />

Euro gebaut wurde, bietet Platz für<br />

40 | tassilo


400 Azubis. Wie zufrieden sind Sie<br />

mit <strong>die</strong>sem Neubau?<br />

Wirklich sehr zufrieden. Wir haben<br />

hier seit dem Einzug im Augst 2017<br />

<strong>die</strong> Chance erhalten, mit allen Berufen<br />

zusammenzukommen, was<br />

das berufsübergreifende Ausbilden<br />

stark erleichtert. Genial war, dass<br />

wir <strong>die</strong>ses Zentr<strong>um</strong> auf der „grünen<br />

Wiese“ planen konnten. Wir<br />

haben sozusagen ein großes weißes<br />

Blatt bekommen <strong>und</strong> durften<br />

anfangen zu zeichnen. Infrastruktur,<br />

Ausstattung, eben alles, was<br />

wir brauchen – wie im Para<strong>die</strong>s.<br />

Konkrete Beispiele?<br />

Wir haben neben jedem Labor oder<br />

Technik<strong>um</strong> einen kleinen Theorie-<br />

Ra<strong>um</strong>, den <strong>die</strong> Azubis mit Arbeitsschuhen,<br />

Schutzbrille <strong>und</strong> Kittel<br />

betreten dürften. Früher mussten<br />

sie immer Gebäude <strong>und</strong> Arbeitskleidung<br />

wechseln für oft nur<br />

fünfminütige Besprechungen, sich<br />

dann wieder <strong>um</strong>ziehen <strong>und</strong> zurückgehen,<br />

was oft sehr zeit- <strong>und</strong><br />

nervenaufreibend <strong>und</strong> alles andere<br />

als effektiv war.<br />

Ihr persönliches Highlight?<br />

Tatsächlich auch, dass ich nicht<br />

mehr ständig übers ganze Werksgelände<br />

laufen muss. Früher waren<br />

<strong>die</strong> Azubis über fünf Werksgebäude<br />

verteilt, jetzt sind sie alle<br />

samt unseren 20 Ausbildern auf<br />

zwei Ebenen in <strong>die</strong>sem neuen Gebäude.<br />

<strong>Das</strong> ist wirklich genial.<br />

dazugeben, wenn sie einfach mal<br />

ausprobieren. Besser geht’s natürlich<br />

nicht. Insgesamt haben wir zusätzlich<br />

zu den 119 Millionen Euro<br />

fürs gesamte Gebäude nochmals<br />

zwei Millionen Euro ausschließlich<br />

in neue Technik <strong>und</strong> Ausstattung<br />

nur für <strong>die</strong> Ausbildung investiert.<br />

Unter anderem in Analysegeräte<br />

namens HPLC-Anlagen, mit denen<br />

man extrem genau messen kann.<br />

Die erkennen sogar einen in den<br />

Starnberger See geworfenen <strong>und</strong><br />

aufgelösten Zuckerwürfel.<br />

Wow. Bis wann können sich Schulabgänger<br />

für <strong>die</strong> Ausbildung ab<br />

<strong>September</strong> 2019 bewerben?<br />

Die Frist endet am 31. <strong>Oktober</strong> <strong>2018</strong>.<br />

Bewerben kann man sich in den<br />

naturwissenschaftlichen Berufen<br />

sowie als Kaufmann/frau für Büromanagement<br />

ausschließlich online<br />

unter www.roche.de. G<strong>r<strong>und</strong></strong>voraussetzung<br />

ist <strong>die</strong> Mittlere Reife<br />

mit einem Schnitt in den Hauptfächern,<br />

der sich je nach Anzahl der<br />

Bewerbungen meistens im Bereich<br />

zwischen 3,0 bis 3,5 einpendelt.<br />

Bei uns haben also auch <strong>die</strong> Nicht-<br />

Einser-Schüler realistische Chancen<br />

auf eine Anstellung, was nicht<br />

immer allen bewusst ist.<br />

Welche Eigenschaften sollten zukünftige<br />

Roche-Azubis mitbringen?<br />

Sie sollten neugierig sein <strong>und</strong> eine<br />

hohe Motivation dafür haben, was<br />

sie tun. Sie müssen wissen, war<strong>um</strong><br />

sie z<strong>um</strong> Beispiel Biologielaborant<br />

werden möchten – es gibt nämlich<br />

dutzende Möglichkeiten, sich<br />

im Vorfeld schlau zu machen. Internet,<br />

Praktika, Informationstage<br />

an Schulen, Jobmessen, Tag der<br />

offenen Tür. Ganz wichtig ist auch<br />

Teamfähigkeit. Es ist immer schön,<br />

einen eigenen Kopf zu haben <strong>und</strong><br />

kreativ zu sein – das erwarten wir<br />

auch. Aber ein eigener Wille muss<br />

eben auch teamfähig sein.<br />

Stichwort „Tag der offenen Tür“.<br />

Der fi ndet wann statt?<br />

Wer sich informieren möchte über<br />

unsere Ausbildungsberufe, kann<br />

<strong>die</strong>s natürlich jederzeit auf unserer<br />

Internetseite tun. Aber noch besser<br />

ist sicherlich unser Tag der offenen<br />

Tür, der heuer am Samstag, 13.<br />

<strong>Oktober</strong>, von 9.30 bis 13 Uhr hier<br />

im Ausbildungszentr<strong>um</strong> stattfinden<br />

wird. Nicht wir als Ausbilder,<br />

sondern <strong>die</strong> Auszubildenden selbst<br />

werden dann ihre Berufe vorstellen<br />

<strong>und</strong> auch zahlreiche Mitmachversuche<br />

für <strong>die</strong> Besucher vorbereiten.<br />

Herzlich willkommen sind an<br />

<strong>die</strong>sem Tag alle Interessierten, <strong>die</strong><br />

mindestens 13 Jahre alt sind. Eine<br />

Anmeldung ist hierfür nicht erforderlich.<br />

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DAS 14-TAGE HOCHWASSERSCHUTZ-FENSTER VON HAIN<br />

Auf unser „LAGUN“ können Sie vertrauen – egal, was draußen vor sich geht.<br />

Marathon-Test<br />

bestanden:<br />

14 Tage trocken!<br />

Null Liter Wassereintritt.<br />

Vom Prüfinstitut bestätigt.<br />

Optional mit Schutzbrief.<br />

Und <strong>die</strong> Ausstattung an sich?<br />

Könnte besser nicht sein. Wir haben<br />

diverse Labore sowie zwei<br />

Technika, <strong>die</strong> in Sachen Technik<br />

<strong>und</strong> Anlagen genauso ausgestattet<br />

sind wie <strong>die</strong> Fachbereiche draußen<br />

in der Forschung <strong>und</strong> Produktion,<br />

nur eben in kleineren Dimensionen.<br />

Heißt: Die Azubis können hier<br />

im Ausbildungszentr<strong>um</strong> einerseits<br />

eins zu eins das lernen, was sie<br />

später „draußen“ können müssen.<br />

Andererseits kann nichts passieren,<br />

wenn sie mal mehr oder weniger<br />

Druck, Flüssigkeit oder Feststoffe<br />

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september / oktober <strong>2018</strong> | 41


Stege, Bootshäuser <strong>und</strong> Uferwände aus Holz<br />

Zimmerer in Neoprenanzug & Badehose<br />

Haunshofen | Normalerweise nageln,<br />

sägen <strong>und</strong> schrauben Zimmerer<br />

auf Dächern oder in Werkstätten.<br />

In Haunshofen aber gibt es<br />

eine Zimmerei, <strong>die</strong> ihre Mitarbeiter<br />

beinahe täglich in Neoprenanzüge,<br />

Fischerlatz- oder Badehosen<br />

schlüpfen lässt. Gemeint ist <strong>die</strong><br />

Zimmerei Brennauer, spezialisiert<br />

auf See-Einbauten. Inhaber Florian<br />

Brennauer, 39, ersetzt oder repariert<br />

gemeinsam mit seinen sieben<br />

Mitarbeitern – darunter eine Bürokraft<br />

sowie ein Zimmerer-Azubi –<br />

Stege, Bootshäuser, Uferwände,<br />

Springtürme sowie komplette Hafenanlagen<br />

im <strong>und</strong> am Starnberger<br />

See. „Nicht jedermanns Sache“,<br />

sagt Brennauer auf <strong>die</strong> Frage, wie<br />

vielen Bewerbern er absagen müsse<br />

für einen Arbeitsplatz an einem<br />

der schönsten Fleckerl der Welt.<br />

„An warmen, sonnigen Tagen gibt<br />

es wirklich keinen besseren Ort<br />

z<strong>um</strong> Arbeiten“, bestätigt er. Doch<br />

bei Kälte, Regen, Eis <strong>und</strong> Schnee?<br />

„Am ehesten lässt sich <strong>die</strong> Begehrtheit<br />

unseres Jobs anhand des<br />

Praktikanten-Feedbacks erklären.“<br />

Wer in einer sonnigen Woche dabei<br />

sei, möge am liebsten gleich dabeibleiben.<br />

Wer aber eine Woche<br />

„Sauwetter“ erwische, „ist eher<br />

weniger begeistert von unserer Arbeit,<br />

<strong>die</strong> hauptsächlich außerhalb<br />

der Segelsaison von <strong>September</strong> bis<br />

April stattfindet“. Also auch in den<br />

zapfigen Wintermonaten, „wofür<br />

man schon gemacht sein muss“.<br />

Unabhängig davon ist Florian<br />

Brennauer bestens aufgestellt mit<br />

seinem Team.<br />

Anfahrt mit Boot<br />

<strong>und</strong> Arbeitsfloß<br />

Er selbst hat gelernt, als Geselle<br />

gearbeitet <strong>und</strong> erfolgreich <strong>die</strong><br />

Meisterprüfung abgelegt bei der<br />

Zimmerei Gregor Müller in Tutzing,<br />

früher spezialisiert auf See-Einbauten.<br />

2013 machte sich der ehrgeizige<br />

Familienvater selbstständig.<br />

Und Anfang <strong>2018</strong> übernahm<br />

er von seinem ehemaligen Arbeitgeber<br />

das Spezialgebiet „See-Einbauten“<br />

– Maschinen <strong>und</strong> einige<br />

Mitarbeiter mit bis zu 40 Jahren<br />

Berufserfahrung auf See inklusive.<br />

Die Schwierigkeiten der Zimmerer-<br />

Arbeiten am <strong>und</strong> auf dem Starnberger<br />

See sind weitreichend, beginnend<br />

bei der Anfahrt. „Weil <strong>die</strong><br />

Uferbereiche meist nur über tiptop-gepflegte<br />

Rasen oder schmale<br />

Fußwege erreichbar sind.“ Heißt:<br />

Entweder ist es zu eng oder zu<br />

edel, Maschinen <strong>und</strong> Material<br />

ohne Schäden von der öffentlichen<br />

Straße über das G<strong>r<strong>und</strong></strong>stück<br />

des K<strong>und</strong>en an Ort <strong>und</strong> Stelle zu<br />

bringen. „Deshalb erfolgt <strong>die</strong> Zufahrt<br />

meistens über das Wasser“,<br />

sagt Florian Brennauer, der für<br />

den Transport von Werkzeugen<br />

<strong>und</strong> Mitarbeitern ein kleineres<br />

Motorboot besitzt, für Material,<br />

Maschinen <strong>und</strong> größere Werkzeuge<br />

ein stabiles, fünf auf zehn Meter<br />

großes Arbeitsfloß. Die zweite<br />

Schwierigkeit: Wasser ist unruhig,<br />

der G<strong>r<strong>und</strong></strong> von oben ka<strong>um</strong> einsehbar,<br />

uneben <strong>und</strong> je nach Tiefe <strong>und</strong><br />

Bodenbeschaffenheit meist sehr<br />

nachgiebig. Ob Bootshaus oder<br />

Steg: <strong>Das</strong> Errichten eines Stützgerüstes<br />

ins Wasser erfordert viel<br />

Erfahrung, Flexibilität sowie neben<br />

standardmäßigen Stahlrohren<br />

große, massive Holzbretter, <strong>die</strong> auf<br />

dem abfallenden, kiesigen, sandigen<br />

oder lehmigen Seeboden eine<br />

ausreichend stabile Auflagefläche<br />

bieten. Arbeitstaucher für <strong>die</strong> Gerüstfixierung<br />

in bis zu zehn Metern<br />

Seetiefe brauchen Brennauer <strong>und</strong><br />

Mitarbeiter jedoch nur in absoluten<br />

Notfällen. „Wir können fast alle<br />

Arbeiten vom Floß, den vorhandenen<br />

Stegen oder Bootshäusern<br />

oder eben vom Gerüst aus erledigen.“<br />

Was allerdings nicht heißt,<br />

dass <strong>die</strong> Mitarbeiter nicht nass<br />

werden – sie stehen oft st<strong>und</strong>enlang<br />

bis zur Brust im Wasser, <strong>um</strong><br />

schrittweise <strong>die</strong> alten, morschen<br />

Pfähle <strong>und</strong> Bretter uralter Stege<br />

durch neue zu ersetzen.<br />

Apropos alte Stege: „Man weiß<br />

im Vorfeld nie, wie aufwändig es<br />

ist, einen Pfahl auszutauschen.“<br />

Manche könne man relativ leicht<br />

nach nur 20-minütiger Arbeit<br />

mittels auf dem Floß installierten<br />

Kettenzug (Kran mit Seilzug) aus<br />

dem Wasser ziehen. „Andere sind<br />

so fest im Boden verankert, dass<br />

wir sie knapp über dem G<strong>r<strong>und</strong></strong> mit<br />

einer Unterwasser-Kettensäge abschneiden<br />

müssen.“ Allein <strong>die</strong>ses<br />

Beispiel zeigt, dass Zimmerer-Arbeiten<br />

auf See in Sachen Intensität<br />

Stege (unten) <strong>und</strong> Bootshausterrassen aus hochwertigem<br />

Holz gehören zu den Hauptaufgaben.<br />

42 | tassilo


Inhaber Florian Brennauer bei der Arbeit: In G<strong>um</strong>milatzhose montiert er<br />

einen neuen Bootshaus-Holzboden auf dem Starnberger See.<br />

<strong>und</strong> Dauer im Vorfeld ka<strong>um</strong> abzuschätzen<br />

sind. Auch <strong>die</strong> Kosten der<br />

Projekte sind deshalb im Vorfeld<br />

schwer zu beziffern, „weil alle unsere<br />

Baustellen total unterschiedlich<br />

sind“. Manche 20-Meter-Stege<br />

kosten 15 000 Euro, manche 40 000<br />

Euro. Preisentscheidend neben<br />

Wetter <strong>und</strong> Arbeitsaufwand sind<br />

logischerweise auch <strong>die</strong> individuellen<br />

Wünsche der total unterschiedlichen<br />

K<strong>und</strong>en – von privat<br />

bis öffentlich, von Fischereien <strong>und</strong><br />

Bootswerften über Normalver<strong>die</strong>ner<br />

bis hin zu Millionären <strong>und</strong><br />

Milliardären. Großunternehmer,<br />

Politiker, Künstler, Fußballer.<br />

Von Fichte bis<br />

tropischer Bongossi<br />

Konkrete Namen werden von<br />

Brennauer selbstverständlich nicht<br />

genannt. Er spricht von „absoluter<br />

Vertrauensbasis“. Schließlich sei<br />

es keine Selbstverständlichkeit,<br />

G<strong>r<strong>und</strong></strong>stücksschlüssel der reichsten<br />

Männer <strong>und</strong> Frauen Deutschlands<br />

in <strong>die</strong> Hand gedrückt zu bekommen,<br />

<strong>um</strong> für <strong>die</strong> Bauarbeiten Tag<br />

ein Tag aus selbst auf- <strong>und</strong> zusperren<br />

zu dürfen. Manchen genügt<br />

einfaches Fichtenholz aus der Region.<br />

Andere setzen auf <strong>die</strong> dichtere<br />

<strong>und</strong> damit langlebigere Eiche. Und<br />

wieder andere möchten das edle<br />

Tropenholz Bongossi, das unter<br />

Wasser am längsten währt.<br />

Dies gilt auch für Bootshäuser, <strong>die</strong><br />

Brennauer von winzig klein <strong>und</strong><br />

Balken setzen mit Maschinen,<br />

<strong>die</strong> auf wenig Platz <strong>und</strong> meist<br />

sehr wackeligem Unterg<strong>r<strong>und</strong></strong><br />

fixiert werden müssen.<br />

urgemütlich bis hin zu richtig groß<br />

samt Bootsgarage <strong>und</strong> R<strong>und</strong><strong>um</strong>-<br />

Terrasse gestaltet. Kurz <strong>um</strong>: Egal<br />

ob Steg, Bootshaus, Schutzwände<br />

am Ufer oder neuerdings ein<br />

Sprungturm in Feldafing – in Sachen<br />

Form, Material <strong>und</strong> Kreativität<br />

sind ka<strong>um</strong> Grenzen gesetzt.<br />

Wichtig sei laut Florian Brennauer<br />

nur, dass alle seine Arbeiten rechtzeitig<br />

nicht nur beim zuständigen<br />

Landratsamt, sondern auch bei der<br />

Schlösser- <strong>und</strong> <strong>Seen</strong>verwaltung<br />

Bayerns angemeldet werden, da<br />

der Starnberger See im Besitz des<br />

Freistaats ist. Stand jetzt kommt<br />

<strong>die</strong>ses Anmelde-Prozedere sehr<br />

häufig vor, da Brennauer <strong>und</strong> Mitarbeiter<br />

in Sachen <strong>Seen</strong>arbeiten,<br />

<strong>die</strong> 80 Prozent des Geschäftes ausmachen,<br />

ziemlich ausgebucht sind.<br />

<strong>Das</strong>s auch Carports, Stadel, Hallen,<br />

Gartenhäuer sowie Dachstühle <strong>und</strong><br />

vielerlei Holzarbeiten an Häusern,<br />

Höfen <strong>und</strong> Schlössern gemacht<br />

werden, „gehört zu einer Zimmerei<br />

schlichtweg dazu“. <strong>Das</strong> Einzugsgebiet<br />

des Betriebes erstreckt sich<br />

von München über <strong>Weilheim</strong> bis<br />

nach Schloss Neuschwanstein. Die<br />

meiste Zeit aber verbringen Florian<br />

Brennauer <strong>und</strong> seine Mitarbeiter<br />

auf <strong>und</strong> im Starnberger See – in<br />

Badehose, Fischerlatzhose oder<br />

Neoprenanzug.<br />

js<br />

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september / oktober <strong>2018</strong> | 43


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Digitale Trickfilmwerkstatt in der Stadtbücherei <strong>Weilheim</strong><br />

Drehbuchautoren<br />

<strong>und</strong> Kulissenbauer<br />

<strong>Weilheim</strong> | Es ist eine der großen<br />

Herausforderungen von Bibliotheken,<br />

sich der digitalen Zeit <strong>und</strong><br />

dem neuen Me<strong>die</strong>nnutzungsverhalten<br />

zu stellen. Stets „up to<br />

date“ zu sein, wenn man so will.<br />

Es gilt also, neue Me<strong>die</strong>n ins Angebot<br />

zu integrieren ohne <strong>die</strong><br />

klassischen Bücher zu verdrängen.<br />

Keine gänzlich neue Aufgabe,<br />

schließlich standen schon früher<br />

Video- oder Musikkassetten in den<br />

Regalen neben Romanen oder<br />

Sachbüchern. Heutzutage sind es<br />

eben DVDs <strong>und</strong> auch Computerspiele.<br />

Natürlich hat mittlerweile<br />

nahezu jede größere Bücherei ein<br />

<strong>um</strong>fassendes E-Book-Angebot,<br />

häufig „Onleihe“ genannt. So<br />

auch <strong>die</strong> Stadtbücherei <strong>Weilheim</strong>,<br />

<strong>die</strong> sich dem Trend keineswegs<br />

verschlossen hat. Ganz im Gegenteil:<br />

Mit einem speziellen Angebot<br />

für Jugendliche verbinden sie auf<br />

charmante Art digitale Technikspielerei<br />

mit kreativem, handwerklichen<br />

Tun. Einmal im Monat,<br />

an wechselnden Terminen, wird<br />

zur Digitalen Trickfilmwerkstatt<br />

eingeladen.<br />

Zeitmangel als<br />

Hauptg<strong>r<strong>und</strong></strong><br />

„<strong>Das</strong> Interesse an der Bücherei<br />

lässt bei Jugendlichen erfahrungsgemäß<br />

nach <strong>und</strong> genau da knüpfen<br />

wir an“, sagt Sandra Knittel,<br />

Fachangestellte für Me<strong>die</strong>n <strong>und</strong><br />

Informations<strong>die</strong>nste in der Stadtbücherei<br />

<strong>Weilheim</strong>. Dabei spricht<br />

<strong>die</strong> 28-Jährige weniger von einer<br />

generellen Tendenz, sondern<br />

macht eher einen anderen Faktor<br />

dafür aus: „Die Kinder haben zwischen<br />

Schule <strong>und</strong> Freizeitaktivitäten<br />

schlicht weniger Zeit. Wir merken<br />

das immer in den Ferien, dann<br />

haben wir einen wahnsinnigen<br />

Zulauf.“ Mit der Digitalen Trickfilmwerkstatt<br />

haben Knittel <strong>und</strong><br />

ihre Kollegen nun ein weiteres Angebot<br />

geschaffen, was junge Menschen<br />

auch während ihres normalen<br />

Alltages in <strong>die</strong> Stadtbücherei<br />

lockt. „Wir möchten gerne mehr<br />

praxisorientiere Veranstaltungen<br />

bieten“, sagt sie, betont allerdings<br />

im gleichen Atemzug: „Natürlich<br />

wird es auch weiterhin regelmäßig<br />

<strong>die</strong> klassische Vorlesest<strong>und</strong>e<br />

geben.“ Die Trickfilmwerkstatt gibt<br />

es seit Frühjahr 2017, <strong>die</strong> notwendige<br />

technische Ausstattung ist<br />

überraschend überschaubar. Ein<br />

Tablet, zwei Apps – mehr braucht<br />

es nicht für den eigens kreierten<br />

Trickfilm. Wobei, natürlich noch<br />

jede Menge Bastelmaterialien<br />

wie Knete, Buntstifte, Papier oder<br />

Schablonen. Bis zu fünf Kinder ab<br />

zwölf Jahren können pro Termin<br />

teilnehmen, für mehr müsste sowohl<br />

Ausstattung als auch Personal<br />

aufgestockt werden. Bisher<br />

war so gut wie jede Trickfilmwerkstatt<br />

schnell ausgebucht. „Der<br />

Sinn der Sache ist, dass <strong>die</strong> Kinder<br />

kreative Dinge anstellen. Auch mit<br />

dem Smartphone“, spricht Sandra<br />

Knittel, <strong>die</strong> eine Zusatzausbildung<br />

zur Me<strong>die</strong>npädagogin absolviert<br />

hat, über <strong>die</strong> Ziele des Freizeitangebots.<br />

„Eigentlich bin<br />

ich unnötig“<br />

Zunächst gibt es immer eine<br />

Brainstorming-R<strong>und</strong>e, bei der sie<br />

mit den Jugendlichen klärt, wo<br />

der Trickfilm stattfinden könnte,<br />

wer mitspielt <strong>und</strong> was <strong>die</strong> Protagonisten<br />

eigentlich machen.<br />

Anschließend geht es zunächst<br />

ans Drehbuchschreiben, schließlich<br />

ans Basteln der Kulissen <strong>und</strong><br />

Figuren. Wer für was verantwortlich<br />

ist, klären <strong>die</strong> Kinder z<strong>um</strong>eist<br />

untereinander. Einer schreibt, der<br />

andere zeichnet. „<strong>Das</strong> groovt sich<br />

immer ganz gut ein. Eigentlich<br />

bin ich hier unnötig“, berichtet<br />

Knittel, <strong>die</strong> dann bewusst auch<br />

Eine App verbindet Einzelbilder<br />

zu einem kompletten Film.<br />

44 | tassilo


Mit allerhand Materialien werden <strong>die</strong> Kulissen der Trickfilme gebastelt.<br />

mal das Zimmer verlässt, <strong>um</strong> den<br />

„Regisseuren“ ihren kreativen<br />

Ra<strong>um</strong> zu lassen. Ist alles vorbereitet,<br />

gibt es eine Einführung in<br />

<strong>die</strong> kinderleicht zu be<strong>die</strong>nenden<br />

Apps. Der Film wird schließlich<br />

mit der „Stop-Motion-Technik“<br />

aufgezeichnet. Heißt: Die Figuren<br />

werden in Millimeter-Abständen<br />

manuell bewegt, dabei jeweils<br />

ein Foto geschossen, was eine<br />

App hinterher zu einem Film aneinanderreiht.<br />

Bei Bedarf wird<br />

der Trickfilm schließlich noch<br />

geschnitten <strong>und</strong> mit passendem<br />

So<strong>und</strong> hinterlegt – „Mickey-Mousing“<br />

nennt sich der Vorgang in<br />

der Fachsprache. Mitunter zu heißen<br />

Diskussionen kann es bei der<br />

Auswahl des Filmtitels kommen,<br />

wobei etwa „Obst allein zu Haus“<br />

oder „Großstadt-Dschungel“ bereits<br />

äußerst einfallsreiche Titel<br />

sind, <strong>die</strong> großen Interpretations-<br />

Spielra<strong>um</strong> lassen. „Es ist immer<br />

wieder überraschend, was sich<br />

<strong>die</strong> Kinder alles einfallen lassen.<br />

Sie sind häufig nicht so verkopft<br />

wie wir Erwachsen“, vergleicht<br />

Knittel. Ab <strong>und</strong> an könne es jedoch<br />

vorkommen, dass sie sich ein<br />

wenig verstricken, sich zu viel vornehmen,<br />

dann unterstützt <strong>die</strong> Expertin<br />

<strong>die</strong> Kleinen mit wertvollen<br />

Tipps. Der fertige Trickfilm wird<br />

im Übrigen direkt im Anschluss<br />

bei YouTube auf dem Stadtbücherei-eigenen<br />

Kanal hochgeladen,<br />

der „gerne kostenfrei abonniert<br />

werden darf“. Die Stadtbücherei<br />

ist mittlerweile zudem auch bei<br />

Instagram vertreten, denn: „Wir<br />

müssen ja auch Werbung machen<br />

<strong>und</strong> mit der Tageszeitung erreichen<br />

wir keine 13-Jährigen mehr“,<br />

erklärt Knittel, <strong>die</strong> selbst mit den<br />

digitalen Me<strong>die</strong>n aufgewachsen<br />

ist <strong>und</strong> auch deshalb einen guten<br />

Draht zu den Jugendlichen hat. Die<br />

Anmeldung zur Digitalen Trickfilmwerkstatt<br />

läuft direkt über <strong>die</strong><br />

Stadtbücherei, <strong>die</strong> Termine nach<br />

den Sommerferien werden zeitnah<br />

veröffentlicht.<br />

Infoabend <strong>und</strong> virtuelle<br />

Schnitzeljagd<br />

<strong>Das</strong> sich ändernde Me<strong>die</strong>nnutzungsverhalten<br />

ist in der Stadtbücherei<br />

<strong>Weilheim</strong> generell ein<br />

großes Thema. Daher wird es am<br />

Montag, 5. November, einen Informationsabend<br />

zur Me<strong>die</strong>nnutzung<br />

mit Experten geben. „Dieser wird<br />

nicht nach dem Motto sein, Facebook<br />

<strong>und</strong> Co. sind eh der größte<br />

Mist“, sagt Sandra Knittel, <strong>die</strong> bei<br />

<strong>die</strong>sem sensiblen Thema viel lieber<br />

„<strong>die</strong> Eltern mit ins Boot holen<br />

würde“. Und noch ein Projekt<br />

steckt bereits in der Pipeline: Ab<br />

Herbst sollen in der Stadtbücherei<br />

virtuelle Klassenführungen möglich<br />

sein, <strong>die</strong> wieder<strong>um</strong> nicht <strong>die</strong><br />

klassischen Bibliotheksführungen<br />

ersetzen, sondern ein Zusatzangebot<br />

darstellen. Die Planungen für<br />

<strong>die</strong>se digitale Schnitzeljagd durch<br />

<strong>die</strong> Bibliothek mit kleinen Rätseln<br />

<strong>r<strong>und</strong></strong> <strong>um</strong> <strong>die</strong> Welt der Bücher<br />

stecken in den letzten Zügen. Die<br />

klassische <strong>und</strong> gleichzeitig digitale<br />

Stadtbücherei – schön, dass sich<br />

beides verbinden lässt.<br />

tis<br />

september / oktober <strong>2018</strong> | 45<br />

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I L<br />

<strong>2018</strong><br />

I E N S C O U T 2 4


Mehrgenerationenhaus <strong>Weilheim</strong> mit Angebot für Analphabeten<br />

Raus aus dem gesellschaftlichen Tabu<br />

<strong>Weilheim</strong> | Laut leo.-Stu<strong>die</strong> (Level-One<br />

Stu<strong>die</strong>) von 2011 sind in<br />

Deutschland mehr als 14 Prozent<br />

der erwerbsfähigen Bevölkerung<br />

von Funktionalem Analphabetismus<br />

betroffen. <strong>Das</strong> entspricht<br />

einer Größenordnung von <strong>r<strong>und</strong></strong><br />

7,5 Millionen Menschen. Kurz<strong>um</strong>:<br />

Laut Statistik dürfte jeder<br />

in seinem Bekanntenkreis eine<br />

oder mehrere Personen haben,<br />

<strong>die</strong> nicht richtig lesen <strong>und</strong> schreiben<br />

können – z<strong>um</strong>eist ohne davon<br />

mitzubekommen. Denn das<br />

Thema Analphabetismus ist noch<br />

immer mit einer derart hohen<br />

Schamschwelle behaftet wie ka<strong>um</strong><br />

ein anderes. Von Funktionalem<br />

Analphabetismus spricht man im<br />

Übrigen bei Unterschreiten der sogenannten<br />

Textebene. Heißt: Eine<br />

Person kann zwar einzelne Sätze<br />

lesen oder schreiben, nicht jedoch<br />

zusammenhängende Texte. Man<br />

kann sich vorstellen, was <strong>die</strong>s für<br />

alltägliche Dinge wie etwa Arbeitsanweisungen<br />

oder Handyverträge<br />

bedeutet. Analphabetismus im engeren<br />

Sinne betrifft in Deutschland<br />

immer noch mehr als vier Prozent<br />

der Bevölkerung. Davon wird bei<br />

Unterschreiten der Satzebene gesprochen,<br />

wenn Personen zwar<br />

einzelne Wörter verstehen <strong>und</strong><br />

schreiben können, nicht jedoch<br />

ganze Sätze. Experten gehen davon<br />

aus, dass <strong>die</strong> Dunkelziffer noch<br />

weitaus höher sein könnte, schließlich<br />

hält <strong>die</strong> Scham viele Betroffen<br />

davon ab, sich Hilfe zu suchen.<br />

Sonderschwerpunkt beim<br />

Mehrgenerationenhaus<br />

<strong>Das</strong> bestätigt auch Eva Kaletsch-<br />

Lang, Koordinatorin des <strong>Weilheim</strong>er<br />

Mehrgenerationenhauses,<br />

<strong>Das</strong> „Alfa-Mobil“ zu Gast in <strong>Weilheim</strong>: Öffentlichkeitsarbeit z<strong>um</strong> Thema Analphabetismus<br />

ist enorm schwierig, gezielte Aktionen daher <strong>um</strong>so wichtiger.<br />

einer Einrichtung vom Caritasverband<br />

<strong>Weilheim</strong>-Schongau.<br />

Gemeinsam mit ihren Kollegen<br />

versucht sie seit Frühjahr <strong>die</strong>sen<br />

Jahres, das Tabu Analphabetismus<br />

zu brechen. Im Rahmen der sogenannten<br />

Alpha-Dekade wollen<br />

B<strong>und</strong> <strong>und</strong> Länder in Kooperation<br />

mit weiteren Partnern Maßnahmen<br />

<strong>um</strong>setzen, <strong>die</strong> <strong>die</strong> Anzahl von<br />

deutschen Erwachsenen, welche<br />

Schwierigkeiten mit dem Lesen,<br />

Schreiben oder auch Rechnen<br />

haben, deutlich verringern. <strong>Das</strong><br />

Mehrgenerationenhaus <strong>Weilheim</strong><br />

hatte sich für <strong>die</strong>sen Sonderschwerpunkt<br />

beworben <strong>und</strong> letztlich<br />

einen Förder-Zuschlag erhalten.<br />

Mit verschiedenen Aktionen,<br />

Vorträgen, einer wöchentlichen<br />

Sprechst<strong>und</strong>e <strong>und</strong> Sensibilisierungsschulungen<br />

soll Betroffenen<br />

geholfen werden. „Funktionaler<br />

Analphabetismus geht oft mit<br />

unzureichenden Kompetenzen in<br />

anderen G<strong>r<strong>und</strong></strong>bildungsbereichen<br />

einher“, erklärt Eva Kaletsch-Lang.<br />

Dazu zählen unter anderem mathematische<br />

Kenntnisse, digitale<br />

<strong>und</strong> finanzielle G<strong>r<strong>und</strong></strong>bildung<br />

oder auch soziale Kompetenzen.<br />

Genau aus <strong>die</strong>sem G<strong>r<strong>und</strong></strong> bietet<br />

das Mehrgenerationenhaus regelmäßig<br />

Vorträge an, <strong>die</strong> Themen<br />

der G<strong>r<strong>und</strong></strong>bildung behandeln.<br />

Wie etwa „Geld regiert <strong>die</strong> Welt –<br />

G<strong>r<strong>und</strong></strong>lagen aus dem Finanzwesen“<br />

am Montag, 8. <strong>Oktober</strong>, ab<br />

19 Uhr, oder „Bewegung <strong>und</strong> Ges<strong>und</strong>heit“,<br />

Montag, 5. November,<br />

18 Uhr. „Vielleicht haben wir so <strong>die</strong><br />

Möglichkeit, Zugang zu Personen<br />

mit Lese- <strong>und</strong> Schreibschwäche zu<br />

bekommen“, erhofft sich Kaletsch-<br />

Lang, <strong>die</strong> sich <strong>um</strong> <strong>die</strong> Schwere der<br />

Aufgabe durchaus bewusst ist.<br />

> > > INFORMATION<br />

„Dabei ist es keine Schande,<br />

häufig nicht mal eigenes<br />

Verschulden“, sagt <strong>die</strong><br />

Koordinatorin der Caritas-<br />

Einrichtung über <strong>die</strong> Ursachen.<br />

Es sei sogar möglich,<br />

das Lesen <strong>und</strong> Schreiben<br />

wieder zu verlernen, sofern<br />

man in einem Umfeld<br />

unterwegs ist, in dem es<br />

ka<strong>um</strong> eine Rolle spielt.<br />

Doch wie kann es heutzutage<br />

noch zu Analphabetismus<br />

kommen? Und vor<br />

allem, dass <strong>die</strong>ser häufig<br />

vom Bekanntenkreis unbemerkt<br />

bleibt? Ein häufiger<br />

G<strong>r<strong>und</strong></strong> ist, wenn Erstklässler<br />

verpassen, <strong>die</strong> Buchstaben<br />

zu verschleifen, also flüssig<br />

zu kombinieren. Private<br />

Probleme wegen Scheidung<br />

der Eltern, Krankheit<br />

oder schlicht <strong>die</strong> fehlende<br />

Unterstützung, könnten hierfür<br />

Faktoren sein. „Den Prozess des<br />

Verschleifens holt man während<br />

der Schullaufbahn nicht so leicht<br />

nach“, erklärt Kaletsch-Lang. Deshalb<br />

eignen sich bereits Kinder<br />

Strategien an, <strong>um</strong> ihre Schwäche<br />

zu verbergen. „Sie haben eigentlich<br />

eine extrem hohe Kompetenz“,<br />

sagt Kaletsch-Lang über<br />

Betroffene, <strong>die</strong> sich eine Vielzahl<br />

an Bildern merken können <strong>und</strong> zu<br />

schier unglaublichem Auswendiglernen<br />

fähig sind. Viele schaffen so<br />

den Schulabschluss oder <strong>die</strong> Führerscheinprüfung.<br />

Nicht mal ein Prozent<br />

nimmt Angebote wahr<br />

Mittlerweile gibt es nahezu flächendeckende<br />

Angebote der<br />

Alphabetisierung <strong>und</strong> G<strong>r<strong>und</strong></strong>bildung,<br />

beispielsweise an Volkshochschulen.<br />

Allerdings nehmen<br />

<strong>die</strong>se weniger als ein Prozent der<br />

Betroffenen wahr. Eben das soll<br />

sich im Rahmen der Nationalen<br />

Dekade bis 2026 ändern. <strong>Das</strong> Ziel:<br />

Im Zeitra<strong>um</strong> von zehn Jahren den<br />

Funktionalen Analphabetismus<br />

bei Erwachsenen spürbar zu verringern<br />

<strong>und</strong> das G<strong>r<strong>und</strong></strong>bildungsniveau<br />

zu erhöhen. Ein lang angelegtes<br />

Projekt, wofür viel Geld in<br />

<strong>die</strong> Hand genommen wurde. „Erste<br />

Ergebnisse der neuen leo.-Stu<strong>die</strong><br />

sollen Anfang des Jahres 2019<br />

veröffentlicht werden <strong>und</strong> werden<br />

bereits mit Spannung erwartet“,<br />

berichtet Eva Kaletsch-Lang. Um<br />

das Thema der Gesellschaft immer<br />

wieder in Erinnerung zu rufen,<br />

startet das Mehrgenerationenhaus<br />

<strong>Weilheim</strong> gezielte Aktionen<br />

zur Öffentlichkeitsarbeit. Wie etwa<br />

mit dem „Alfa-Mobil“ Anfang <strong>die</strong>sen<br />

Jahres auf dem <strong>Weilheim</strong>er<br />

Kirchplatz. Unter anderem berichtete<br />

hier ein Betroffener, wie<br />

<strong>Das</strong> Mehrgenerationenhaus <strong>Weilheim</strong> vom Caritasverband <strong>Weilheim</strong>-Schongau<br />

bietet wöchentlich eine unverbindliche Sprechst<strong>und</strong>e<br />

für Betroffene an. Frau Eva Kaletsch-Lang ist jeden Mittwoch<br />

von 14 bis 15 Uhr unter der 0881 / 90959014 zu erreichen. Alternativ<br />

über <strong>die</strong> Mailadresse mehrgenerationenhaus@caritas-wm-sog.de.<br />

46 | tassilo


er in seiner Kindheit unter einem<br />

Sprachfehler litt – er stotterte extrem.<br />

Von Mitschülern dafür gehänselt,<br />

nahmen sich auch seine<br />

Lehrer aufg<strong>r<strong>und</strong></strong> Zeitmangels dem<br />

Problem nicht wirklich an. Die Folge:<br />

er verst<strong>um</strong>mte. Mit kreativen<br />

Techniken schaffte er dennoch den<br />

Schulabschluss <strong>und</strong> schloss direkt<br />

eine Dachdeckerlehre an. Seinem<br />

Meister war <strong>die</strong> Problematik bekannt,<br />

der wieder<strong>um</strong> nicht auf<br />

seinen handwerklich talentierten<br />

Lehrling verzichten wollte. Er<br />

nahm ihm <strong>die</strong> Prüfung mündlich<br />

ab, was in einzelnen Fällen erlaubt<br />

ist. Nach <strong>r<strong>und</strong></strong> 20 Jahren im Betrieb<br />

meldete <strong>die</strong> Firma Insolvenz<br />

an, der Dachdecker-Geselle stand<br />

vor großen Problemen. Anschaulich<br />

beschrieb er, wie er bei alltäglichen<br />

Dingen trickste, etwa wenn<br />

er beim Arzt ein Formular ausfüllen<br />

musste. „Zufällig“ hatte er seine<br />

Brille vergessen oder band sich<br />

in weiser Voraussicht schon zuvor<br />

seinen „verletzten“ Arm ein. „Und<br />

auch wenn der Anfang sicherlich<br />

schwer war, machte ihm das<br />

Lernen mit der Zeit immer mehr<br />

Spaß“, so Kaletsch-Lang.<br />

Werbung erweist sich<br />

als äußerst schwierig<br />

Eine besondere Schwierigkeit stellt<br />

beim Analphabetismus <strong>die</strong> Form<br />

der Werbung dar. Normalerweise<br />

machen Bekannte auf solcherlei<br />

Angebote, wie jenes vom Mehrgenerationenhaus,<br />

aufmerksam, was<br />

schwierig ist, wenn das Umfeld<br />

vom Problem der Betroffenen nicht<br />

Bescheid weiß. Werbung in schriftlicher<br />

Form ist natürlich keine Option,<br />

bleiben Radio oder Fernseher.<br />

Dabei ist der erste Schritt in jedem<br />

Fall entscheidend, was unter anderem<br />

ein unverbindlicher Anruf<br />

beim Mehrgenerationenhaus vom<br />

Caritasverband <strong>Weilheim</strong>-Schongau<br />

sein kann. Dabei wird besprochen,<br />

wie es für jeden individuell<br />

weitergehen kann – natürlich völlig<br />

anonym, falls gewünscht. tis<br />

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september / oktober <strong>2018</strong> | 47


Landtags- <strong>und</strong> Bezirkstagswahl <strong>2018</strong><br />

Wer soll den Freistaat<br />

künftig regieren?<br />

<strong>Tassilo</strong>land | Am Sonntag, 14. <strong>Oktober</strong>,<br />

finden in Bayern wieder Wahlen<br />

statt – <strong>die</strong> Landtags- <strong>und</strong> Bezirkstagswahlen.<br />

Wahlberechtigt<br />

ist an <strong>die</strong>sem Tag jeder Deutsche,<br />

der das 18. Lebensjahr vollendet<br />

<strong>und</strong> seit mindestens drei Monaten<br />

seinen Wohnsitz in Bayern gemeldet<br />

hat. Außerdem hat jeder Wähler<br />

vier Stimmen – zwei für den<br />

Landtag, zwei für den Bezirkstag.<br />

Mit der Erststimme für den Landtag<br />

wird mittels „Kreuzerl“ der<br />

Direktkandidat einer Partei oder<br />

Wählergruppe gewählt. Im <strong>Weilheim</strong>er<br />

Ra<strong>um</strong> wären das z<strong>um</strong><br />

Beispiel Susanne Enders von den<br />

Freien Wählern oder Harald Kühn<br />

von der CSU. Mit der Zweitstimme<br />

kann einer der zahlreichen Kandidaten<br />

aus der sogenannten Liste<br />

gewählt werden, wobei bei uns<br />

nur Kandidaten aus Oberbayern<br />

wählbar sind. Für den Bezirkstag<br />

gilt im G<strong>r<strong>und</strong></strong>e das Gleiche: Die<br />

Erststimme bekommt der lokale<br />

„Spitzenkandidat“ einer Partei<br />

oder Wählergruppe, <strong>die</strong> Zweitstimme<br />

wieder<strong>um</strong> ein Politiker<br />

oder eine Politikerin aus der Liste,<br />

wieder<strong>um</strong> allesamt aus Oberbayern<br />

stammend.<br />

Um was kümmern sich<br />

Land- <strong>und</strong> Bezirkstag?<br />

Doch wer sind überhaupt <strong>die</strong>ser<br />

Landtag <strong>und</strong> Bezirkstag? Einfach<br />

beschrieben trifft der Landtag alle<br />

Entscheidungen, <strong>die</strong> in einem<br />

B<strong>und</strong>esland, in <strong>die</strong>sem Falle in<br />

Bayern, zu treffen sind: Gesetze<br />

machen. Regierung kontrollieren.<br />

Ministerpräsidenten wählen.<br />

Deutschlandweit einzigartig<br />

ist dagegen der Bezirkstag, den<br />

es nur in Bayern, also in keinem<br />

anderen deutschen B<strong>und</strong>esland<br />

gibt. Er ist funktional vergleichbar<br />

mit Gemeinde-, Stadt- oder<br />

Kreisräten <strong>und</strong> wird gerne als<br />

„dritte kommunale Ebene“ bezeichnet.<br />

Aufgeteilt in den sieben<br />

bayerischen Regierungsbezirken –<br />

Oberbayern, Niederbayern, Schwaben,<br />

Oberpfalz, Oberfranken,<br />

Mittelfranken <strong>und</strong> Unterfranken –<br />

kümmert sich der Bezirkstag <strong>um</strong><br />

Ges<strong>und</strong>heit, Bildung, Kultur, Umwelt,<br />

Heimatpflege <strong>und</strong> Soziales.<br />

Psychiatrische Einrichtungen wie<br />

das Marienheim in Peiting, <strong>die</strong><br />

KBO-Lech-Mangfall-Klinik in Peißenberg<br />

oder das Diakoniedorf<br />

Herzogsägmühle, Kultureinrichtungen<br />

wie das Freilichtmuse<strong>um</strong><br />

Glentleiten oder Bildungseinrichtungen<br />

wie das Agrarbildungszentr<strong>um</strong><br />

in Landsberg am Lech<br />

werden beispielsweise vom Bezirk<br />

Oberbayern verwaltet oder finanziell<br />

unterstützt.<br />

Briefwahl<br />

immer beliebter<br />

Gewählt wird an <strong>die</strong>sem Sonntag,<br />

14. <strong>Oktober</strong>, zwischen 8 <strong>und</strong><br />

18 Uhr in allen Ortschaften Bayerns,<br />

<strong>die</strong> je nach Einwohnerzahl<br />

<strong>und</strong> Fläche ein oder mehrere<br />

Wahllokale bereitstellen. Wer am<br />

Tag der Wahl keine Zeit oder Lust<br />

hat, kann ab Mitte <strong>September</strong> im<br />

örtlichen Rathaus Unterlagen für<br />

eine Briefwahl beantragen – <strong>und</strong><br />

zwar entgegen früherer Zeiten<br />

ohne Angabe eines G<strong>r<strong>und</strong></strong>es.<br />

Hierfür ist lediglich <strong>die</strong> Wahlbenachrichtigung<br />

mitzunehmen, <strong>die</strong><br />

im Vorfeld jeder wahlberechtigte<br />

Bürger Bayerns per Post zugesandt<br />

bekommt. Generell werden<br />

Briefwahlen seit gera<strong>um</strong>er Zeit<br />

immer beliebter. Ein gewichtiger<br />

G<strong>r<strong>und</strong></strong> hierfür: Der Faktor Zeit, <strong>um</strong><br />

sich über Parteien <strong>und</strong> Kandidaten<br />

ein genaueres Bild machen zu<br />

können, bevor letztlich <strong>die</strong> jeweils<br />

zwei „Kreuzerl“ gesetzt werden.<br />

Teilnehmende Parteien sind <strong>2018</strong>:<br />

Christlich-Soziale Union Bayerns<br />

(CSU), Sozialdemokratische Partei<br />

Deutschlands (SPD), Freie Wähler,<br />

Die Grünen, Freie Demokratische<br />

Partei (FDP), Bayernpartei (BP),<br />

Ökologisch-Demokratische Partei<br />

(ÖDP), Piratenpartei Deutschlands<br />

<strong>und</strong> Alternative für Deutschland<br />

(AfD).<br />

Wir als Ihr Regionalmagazin<br />

möchten unsere Leserinnen <strong>und</strong><br />

Lesern darin bestärken, zur Wahl<br />

zu gehen. Nur wer sein Wahlrecht<br />

wahrnimmt, kann letztendlich<br />

auch wirklich mitbestimmen, wie<br />

eine künftige politische Arbeit in<br />

Bayern aussehen wird. Extrem<br />

knappe Entscheidungen bei vergangenen<br />

Kommunal- oder B<strong>und</strong>estagswahlen<br />

zeugen davon, wie<br />

wichtig jede einzelne Stimme am<br />

Ende sein kann.<br />

js<br />

48 | tassilo


DAS TASSILO-HEIMATRÄTSEL<br />

Realschulen,<br />

aber wie viele?<br />

<strong>Tassilo</strong>land | Am 10. <strong>September</strong><br />

enden im Freistaat Bayern <strong>die</strong><br />

Sommerferien, am 11. <strong>September</strong><br />

beginnt für tausende Schüler<br />

wieder der sprichwörtliche „Ernst<br />

des Lebens“. Einige davon werden<br />

an <strong>die</strong>sem Tag erstmals eine<br />

weiterführende Schule besuchen –<br />

Mittelschule, Realschule oder Gymnasi<strong>um</strong>.<br />

Noten, aber auch persönliche<br />

Eigenschaften <strong>und</strong> Ziele<br />

entscheiden letztlich über <strong>die</strong> Wahl<br />

der Schule, <strong>die</strong> für viele nicht mehr<br />

im Heimatort sein wird. Busfahren,<br />

Zugfahren, Radeln oder von Eltern<br />

oder Großeltern kutschieren lassen<br />

ist dann angesagt. Im <strong>Tassilo</strong>land,<br />

dass sich von Peißenberg bis nach<br />

Starnberg <strong>und</strong> von Penzberg über<br />

Murnau bis nach Dießen am Ammersee<br />

erstreckt, befinden sich<br />

sechs Gymnasien: <strong>Das</strong> Ammersee-<br />

Gymnasi<strong>um</strong> in Dießen, das Staffelsee-Gymnasi<strong>um</strong><br />

in Murnau sowie<br />

<strong>die</strong> Gymnasien in Starnberg, Tutzing,<br />

Penzberg <strong>und</strong> <strong>Weilheim</strong>. Mittelschulen<br />

gibt es mit der in Peißenberg,<br />

Huglfing, Murnau, <strong>Weilheim</strong>,<br />

Starnberg, Dießen, Tutzing <strong>und</strong><br />

Penzberg acht. Und Realschulen?<br />

Im neuen Heimaträtsel möchten<br />

wir von Ihnen wissen: Wie viele<br />

Realschulen gibt es im „tassilo“-<br />

Verteilgebiet? Schicken Sie uns <strong>die</strong><br />

Lösung bis 15. <strong>September</strong> per Postkarte<br />

mit dem Stichwort „Heimaträtsel“<br />

an „tassilo“, Birkland 40, in<br />

86971 Peiting. Oder eine E-Mail<br />

an info@tassilo.de. Absenderadresse<br />

bitte nicht vergessen, da der<br />

Gewinn per Post zugesandt wird.<br />

Apropos Gewinn: Da sich <strong>die</strong> Segelsaison<br />

bereits im <strong>Oktober</strong> dem<br />

Ende zuneigt, verlosen wir ab sofort<br />

wieder fünf Familienkarten für Badespaß<br />

im Schongauer „Plantsch“.<br />

Viel Erfolg!<br />

js<br />

> > > DES LETZTEN RÄTSELS LÖSUNG<br />

Zwischen welchen beiden Ortschaften sich <strong>die</strong> Unterführung mit<br />

<strong>die</strong>sem künstlerisch wertvollen Graffiti befindet? <strong>Das</strong> wollten wir<br />

von Ihnen in der Juli/August-<strong>Ausgabe</strong> wissen. Die korrekte Antwort:<br />

Zwischen Waltersberg <strong>und</strong> Rieden am Staffelsee. Losglück<br />

unter zahlreichen Einsendungen mit der richtigen Lösung hatte<br />

<strong>die</strong>smal Renate Lutz aus Murnau. Sie durfte sich auf einen Ammersee-Segeltörn<br />

mit der ganzen Familie auf dem Schiff „Sir Shackleton“<br />

freuen. Herzlichen Glückwunsch!<br />

Alle weiteren Gewinner der letzten <strong>Ausgabe</strong> finden Sie im Veranstaltungskalender<br />

<strong>die</strong>ses Hefts.<br />

> > > IMPRESSUM<br />

„tassilo“<br />

„tassilo“ ist ein Medi<strong>um</strong> von<br />

Birkland 40, 86971 Peiting<br />

Telefon: 08869 / 91 22-26<br />

Fax: 08869 / 91 22-27<br />

Mail: info@tassilo.de<br />

Stand bei Drucklegung im August <strong>2018</strong> – Auflage: 64000 Exemplare<br />

Änderungen <strong>und</strong> Fehler vorbehalten.<br />

Geplanter Erscheinungstermin der nächsten <strong>Ausgabe</strong> Nov./ Dez. <strong>2018</strong>:<br />

Freitag, 26. <strong>Oktober</strong> <strong>2018</strong> (Anzeigenschluss: 8. <strong>Oktober</strong> <strong>2018</strong>)<br />

Für eingesandte Manuskripte wird keine Haftung sowie keine<br />

Erscheinungsgewähr übernommen.<br />

Die aktuellen Anzeigenpreise, Mediadaten sowie Erscheinungstermine<br />

<strong>und</strong> weitere technische Angaben finden Sie auf www.tassilo.de<br />

Herausgeber: Peter Ostenrieder<br />

Redaktion: Johannes Schelle, Tim Schmid, Peter Ostenrieder (V.i.S.d.P.)<br />

Mitarbeiter <strong>die</strong>ser <strong>Ausgabe</strong>: Rosi Geiger<br />

Anzeigenverkauf: Wolfgang Stuhler, Tim Schmid, Johannes Schelle<br />

Satz, Layout & Anzeigengestaltung: Peter Ostenrieder, Kurt Zarbock,<br />

Irmgard Gruber, Jeannine Echtler<br />

Druck: Gebr. Geiselberger GmbH, M.-Moser-Straße 23, 84503 Altötting<br />

Verteilservice: KBV Vertriebs GmbH, Am Weidenbach 8, 82362 <strong>Weilheim</strong><br />

Erscheinungsweise: zweimonatig, kostenlose Verteilung an alle Haushalte<br />

<strong>r<strong>und</strong></strong> <strong>um</strong> <strong>Weilheim</strong> <strong>und</strong> <strong>die</strong> <strong>Seen</strong> — Zahlreiche Auslegestellen im Verteilgebiet.<br />

Fotos: Renate Dodell, Johann Jilka, Johannes Schelle, Peter Ostenrieder, Tim Schmid, Rosi Geiger, Kurt Zarbock, Thomas Hubl, Pa-Kua <strong>Weilheim</strong> <strong>und</strong><br />

Tutzing, Pollinger Wein GbR, Christian Mack, Pirmin Mohr, Renate von Bülow, Fotografie Jakobs, Tourismusverband Murnau, Sabina Tuscany, Die<br />

Bockerlbahner e.V., Krankenhaus GmbH <strong>Weilheim</strong>-Schongau, BSE-Pictures, Christian Riedl, Energieberatung der Verbraucherzentrale, caifa/shutterstock,<br />

Pavel Vakhrushev/shutterstock, Karin & Uwe Annas/Fotolia, ifb/Stefan Schütz, ZaubererFünf<strong>Seen</strong>Land e.V., Zimmerei Brennauer, Stadtbücherei <strong>Weilheim</strong>,<br />

Mehrgenerationenhaus <strong>Weilheim</strong>, Albers, Melainie Fielenbach, Klaus Neuner, colorbar Schongau/Paul Mitchell, Bernhard Spöttel, fotolia<br />

september / oktober <strong>2018</strong> | 49


Gigant heimischer Greifvögel<br />

Leichtgewichtiger<br />

Luftpirat<br />

<strong>Tassilo</strong>land | Wenn Mitte Mai<br />

nach 30-tägiger Brutzeit <strong>die</strong> Küken<br />

sich durch <strong>die</strong> Eierschalen<br />

bohren, erstmals das Licht der<br />

Welt erblicken, liegt das Hauptaugenmerk<br />

bei Mama- <strong>und</strong> Papa-<br />

Milan auf genau zwei Dingen:<br />

Den Horst vor Feinden bewachen.<br />

Und jagen, jagen, jagen, damit ihr<br />

Nachwuchs satt wird, schnellstmöglich<br />

<strong>und</strong> ges<strong>und</strong> heranwächst<br />

<strong>und</strong> rechtzeitig, Anfang Juli, das<br />

Nest verlassen kann. In <strong>die</strong>ser<br />

Phase des Küken-Aufziehens<br />

kennt der größte Greifvogel<br />

im <strong>Tassilo</strong>land kein Pardon,<br />

nutzt wirklich<br />

jede Gelegenheit,<br />

<strong>um</strong> an nahrhaftes<br />

Fleisch zu<br />

kommen. Auf<br />

50 | tassilo<br />

dem Speiseplan ganz oben stehen<br />

Mäuse <strong>und</strong> Fallwild, aber<br />

auch Jungvögel. Greifvogelexperte<br />

Bernhard Kraus aus <strong>Weilheim</strong> hat<br />

schon Vieles gesehen, bezeichnet<br />

das Jagdverhalten des Milans als<br />

„äußerst intelligent“. Und zu Teilen<br />

auch als „dreist“. Ein Beispiel<br />

für letzteres: Am Zellsee zwischen<br />

<strong>Weilheim</strong> <strong>und</strong> Peißenberg löschte<br />

der Jäger der Lüfte ein komplettes<br />

Nest von Kanadagänsen mit noch<br />

blutjungen<br />

Küken aus, obwohl in <strong>die</strong>sem Falle<br />

Mama- <strong>und</strong> Papa-Gans alles<br />

versucht haben, ihre Kleinen zu<br />

beschützen. „Der Milan hat sich<br />

mit hoher Geschwindigkeit auf<br />

das Nest gestürzt, <strong>und</strong> sich im<br />

Vorbeifliegen ein Küken nach dem<br />

anderen gekrallt“, erzählt Bernhard<br />

Kraus. Intelligent ist dagegen<br />

seine Art, nach Mäusen zu jagen.<br />

Nämlich dann, wenn der Landwirt<br />

mäht. „Man sieht das immer<br />

wieder, dass der Milan direkt hinter<br />

dem Bulldog herfliegt <strong>und</strong><br />

darauf aus ist, sich Mäuse<br />

zu schnappen, <strong>die</strong> durch<br />

das Mähen getötet<br />

oder verletzt werden.“<br />

Manchmal<br />

greife er im Stile<br />

eines Luftpirates<br />

auch durch <strong>die</strong><br />

Luft fliegende<br />

Raben mit Maus<br />

im Schnabel an –<br />

so lange, bis <strong>die</strong>se ihre<br />

Beute fallen lassen.<br />

Erst seit 1989<br />

in der Region<br />

Mäuse <strong>und</strong> sonstiges<br />

Kleingetier haben gegen<br />

den größten Greifvogel<br />

der Region keine<br />

Chance. Er erreicht eine<br />

Spannweite von bis<br />

zu 1,70 Meter, wiegt<br />

allerdings nur ein federleichtes<br />

Kilogramm.<br />

Trotzdem müssen Rot<strong>und</strong><br />

Schwarzmilan –<br />

beide Arten sind im


Der Schwarzmilan ist<br />

etwas kleiner <strong>und</strong> dunkler<br />

als sein Pendant mit rotem<br />

Schwanz <strong>und</strong> lebt<br />

bevorzugt an Gewässern.<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

Landkreis zuhause – stets<br />

auf der Hut sein, insbesondere<br />

z<strong>um</strong> Schutze ihrer Jungen. Kolkraben,<br />

Krähen oder Marder sind<br />

ebenso gnadenlose Nestplünderer.<br />

Eine Gefahr stellt auch der<br />

stärkere, nachtaktive Uhu mit<br />

seinen großen, kräftigen Krallen<br />

dar, der sich gut <strong>und</strong> gerne auch<br />

mal einen erwachsenen Milan –<br />

stets tagaktiv – als Beute zutraut.<br />

Darüber hinaus, Windkraftgegner<br />

singen ein Lied davon, stellen<br />

Windräder mit ihren kreisenden<br />

Rotorblättern eine große Gefahr<br />

dar. „Wie viele andere Vogelarten<br />

auch, erkennt der Milan das Windrad<br />

nicht als tödliche Gefahr“, sagt<br />

Bernhard Kraus. <strong>Das</strong> Gute aus<br />

Sicht des Milans: Um <strong>Weilheim</strong><br />

gibt es kein nennenswertes Windrad,<br />

im Schongauer Altlandkreis<br />

lediglich drei. Zwei bei Ingenried,<br />

eines auf dem Peitinger Bühlach.<br />

Nicht zuletzt deshalb eignet sich<br />

der Landkreis <strong>Weilheim</strong>-Schongau<br />

als idealer Lebensra<strong>um</strong> für<br />

den Rotmilan, der weltweit nirgends<br />

so stark vorkommt wie im<br />

schwäbisch-bayerischen Alpenvorland.<br />

„Obwohl es ihn bis 1989<br />

bei uns noch gar nicht gegeben<br />

hat“, betont Bernhard Kraus, der<br />

den plötzlichen Milan-Boom auf<br />

mehrere Gründe zurückführt:<br />

Klimaerwärmung, Vogelschutzmaßnahmen,<br />

weniger Pestizide<br />

in der Landwirtschaft <strong>und</strong> <strong>die</strong>se<br />

vielen offenen, recht kurzgrasigen<br />

Wiesen, <strong>die</strong> der Milan z<strong>um</strong> Jagen<br />

braucht.<br />

Brutplatz in<br />

Ba<strong>um</strong>inseln<br />

Global betrachtet kommt der Rotmilan,<br />

der bis zu 38 Jahre alt wird<br />

<strong>und</strong> durch seinen fuchsroten,<br />

eingekerbten Schwanz sofort ins<br />

Auge sticht, nur in Europa vor. Auf<br />

<strong>die</strong>sem Kontinent – nicht nur im<br />

<strong>Tassilo</strong>land – ist er in den gemäßigten<br />

Breiten Spaniens, Frankreichs,<br />

Deutschlands <strong>und</strong> Polen<br />

einer der am häufigsten vorkommenden<br />

Greifvögel. Wenngleich<br />

der Großteil des Bestandes im<br />

<strong>Tassilo</strong>land z<strong>um</strong> Überwintern ausfliegt<br />

nach Spanien <strong>und</strong> Südfrankreich.<br />

Der etwas kleinere <strong>und</strong><br />

seltenere Schwarzmilan, dessen<br />

Gefieder dunkler <strong>und</strong> von Kopf bis<br />

Schwanz relativ gleichfarben ist,<br />

kommt beinahe weltweit vor <strong>und</strong><br />

hält sich eher an Gewässern auf.<br />

„Wobei ich bei uns auch schon<br />

Schwarzmilan-Paare fernab eines<br />

Gewässers gesehen habe“, betont<br />

Bernhard Kraus. Generell wichtig<br />

sei neben offenen<br />

Feldern ein geeigneter Platz z<strong>um</strong><br />

Brüten, der gut abgeschirmt von<br />

Autolärm, Menschengeschrei <strong>und</strong><br />

bereits genannten Feinden sein<br />

sollte. Und außerdem <strong>r<strong>und</strong></strong><strong>um</strong><br />

gut zu überblicken ist. Deshalb<br />

schläft <strong>und</strong> brütet der Milan nicht<br />

mitten im Wald wie beispielsweise<br />

der Uhu, sondern auf Bä<strong>um</strong>en,<br />

egal welcher Art, <strong>die</strong> Teil einer<br />

kleineren Ba<strong>um</strong>insel sind, meist<br />

<strong>um</strong>rahmt von Wiese auf der einen<br />

<strong>und</strong> Jungwald (meist nach<br />

Windwurf) auf der anderen Seite.<br />

Wie viele Exemplare von Rot- <strong>und</strong><br />

Schwarzmilan im <strong>Tassilo</strong>land vorkommen,<br />

könne man laut Bernhard<br />

Kraus nicht genau sagen.<br />

Eine alte Statistik besagt, dass<br />

2005 deutschlandweit <strong>r<strong>und</strong></strong> 12000<br />

Rotmilan-Paare gezählt wurden.<br />

„Da dürfte sich bis heute nicht<br />

viel verändert, höchstens zu uns<br />

in <strong>die</strong> Region verlagert haben“,<br />

sagt Bernhard Kraus, der den<br />

Greifvogel in jedem Falle als Bereicherung<br />

für <strong>die</strong> Region sieht.<br />

Allein aufg<strong>r<strong>und</strong></strong> seiner außergewöhnlichen<br />

Flugfähigkeiten. Dank<br />

mächtiger Spannweite, gepaart<br />

mit seinem geringen Körpergewicht,<br />

spielt er förmlich mit der<br />

Thermik – <strong>und</strong> hält sich oft st<strong>und</strong>enlang<br />

in der Luft.<br />

js<br />

september / oktober <strong>2018</strong> | 51


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haben Fotograf Johann Jilka<br />

<strong>und</strong> „tassilo“-Redakteur Johannes<br />

Schelle <strong>die</strong>smal in <strong>die</strong> <strong>Weilheim</strong>er<br />

Apostelkirche transportiert.<br />

Protagonist Axel Piper legte bei<br />

den Vorbereitungen hilfsbereit mit<br />

Hand an.<br />

52 | tassilo


21. Tutzinger Brahmstage von 14. bis 28. <strong>Oktober</strong><br />

„Man sieht sich nicht satt“<br />

> > > KARTENVERLOSUNG<br />

Tutzing | Johannes Brahms zählt<br />

zweifelsohne zu den bedeutendsten<br />

Komponisten der Musikgeschichte.<br />

Bereits im Kindesalter<br />

zeigte sich sein musikalisches Talent<br />

<strong>und</strong> nach seiner Ausbildung<br />

beim Hamburger Komponisten<br />

Eduard Marxsen veröffentlichte<br />

er zunächst Klavierstücke, später<br />

ganze Orchesterwerke. Einige<br />

seiner berühmten Werke, unter<br />

anderem <strong>die</strong> „Haydn Variationen<br />

op.56.“ komponierte er in Tutzing.<br />

In einem Briefwechsel mit dem Dirigenten<br />

Hermann Levi schwärmt<br />

er von der malerischen Landschaft<br />

<strong>und</strong> dem Blick auf <strong>die</strong> Berge: „Tutzing<br />

ist weit schöner als wir uns<br />

neulich vorstellen konnten. Eben<br />

hatten wir ein prachtvolles Gewitter;<br />

der See war fast schwarz,<br />

an den Ufern herrlich grün, für<br />

gewöhnlich ist er blau, doch schöner,<br />

tiefblauer als der Himmel,<br />

dazu <strong>die</strong> Kette schneebedeckter<br />

Berge – man sieht sich nicht satt.“<br />

So basieren auch weitere Werke,<br />

<strong>die</strong> Johannes Brahms 1873 während<br />

eines kompletten Sommers<br />

in Tutzing komponierte, auf seiner<br />

Begeisterung für <strong>die</strong> herrliche<br />

Lage am Starnberger See. In Erinnerung<br />

an Brahms Verb<strong>und</strong>enheit<br />

zur Ortschaft finden jedes<br />

Jahr unter anderem im Schloss<br />

Tutzing, mittlerweile Sitz der<br />

Evangelischen Akademie, <strong>die</strong><br />

Brahmstage statt – heuer vom<br />

14. bis 28. <strong>Oktober</strong>. Im Gegensatz<br />

z<strong>um</strong> vergangenen Jahr, in<br />

welchem sich anlässlich des<br />

20-jährigen Jubilä<strong>um</strong>s der Festspiele<br />

alles <strong>um</strong> Brahms Werke<br />

drehte, werden <strong>die</strong>ses Jahr<br />

neben dessen auch klassische<br />

Stücke von anderen Künstlern<br />

gespielt.<br />

Programm<br />

über zwei Wochen<br />

Ihr Regionalmagazin „tassilo“ verlost je 2 x 2 Tickets für das Klarinettenquintett<br />

am 21. <strong>Oktober</strong> <strong>und</strong> das Klaviertrio am 28. <strong>Oktober</strong>.<br />

Beide Konzerte beginnen in der Evangelischen Akademie <strong>um</strong> 18<br />

Uhr. Wer Tickets gewinnen möchte, sendet bis 15. <strong>September</strong> eine<br />

Postkarte mit dem Stichwort „Brahms“ <strong>und</strong> dem Zusatz „Klarinette“<br />

oder „Klavier“ an „tassilo“, Birkland 40, 86971 Peiting. Oder<br />

eine E-Mail an info@tassilo.de. Wie immer entscheidet das Los,<br />

der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Informationen zu Ticketpreisen,<br />

Vorverkaufsstellen <strong>und</strong> allen Konzerten gibt es im Internet unter<br />

www.tutzinger-brahmstage.de.<br />

Roman Gerber<br />

Andrea Jörg<br />

Die 21. Tutzinger Brahmstage starten<br />

am Sonntag, 14. <strong>Oktober</strong>, <strong>um</strong><br />

18 Uhr mit dem Empfangskonzert<br />

<strong>r<strong>und</strong></strong> <strong>um</strong> Starpianist Martin Stadtfeld<br />

<strong>und</strong> dem Klenke Streichquartett<br />

in der Evangelischen Akademie.<br />

Dienstag, 17. <strong>Oktober</strong>, folgt<br />

ab 20 Uhr ein Liederabend in der<br />

Galerie Benzenberg. Andrea Jörg<br />

rückt, begleitet von Julian Kiem<br />

am Klavier, Lieder von Sch<strong>um</strong>ann,<br />

Brahms <strong>und</strong> Strauß in den Vorderg<strong>r<strong>und</strong></strong>.<br />

Klarinettist Roman Gerber <strong>und</strong> das Goldmann Streichquartett<br />

bringen am Sonntag, 21. <strong>Oktober</strong>,<br />

ab 18 Uhr Stücke von Mozart<br />

<strong>und</strong> Brahms auf <strong>die</strong> Bühne der<br />

Evangelischen Akademie, ehe<br />

eine Filmmatinee <strong>und</strong> ein weiteres<br />

Konzert eine Woche später<br />

<strong>die</strong> 21. Brahmstage beschließt.<br />

Sonntag, 28. <strong>Oktober</strong>, wird <strong>um</strong> 11<br />

Uhr im KurTheater eine Brahms-<br />

Dok<strong>um</strong>entation samt Konzertmitschnitten<br />

gezeigt. Ab 18 Uhr<br />

spielt dann das „Trio Vivente“ das<br />

Cl. Sch<strong>um</strong>ann Trio op. 17(g-Moll),<br />

Marc-Aurel Floros „Eismeer“ <strong>und</strong><br />

J. Brahms Trio op. 87 (C-Dur). tis<br />

NATUR<br />

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HOLZHAUSBAU<br />

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september / oktober <strong>2018</strong> | 53


Unterricht an der <strong>Weilheim</strong>er Berufsschule<br />

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Technik, Bau <strong>und</strong> Agrar<br />

Mit über 800 Mitarbeitern ist ZARGES Europas führender Hersteller von Produkten<br />

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<strong>Weilheim</strong> | Mehrfachgewerbe-<br />

Mischbetrieb mit angeschlossenen<br />

Schulungsrä<strong>um</strong>en, 1700 Mitarbeitern,<br />

65 Abteilungsleitern <strong>und</strong><br />

vier Chefs. So definiert Dr. Burkhard<br />

Küster seine Schule. Für den<br />

Rektor der Berufsschule <strong>Weilheim</strong><br />

gewinnt vor allem das duale Ausbildungssystem<br />

an Attraktivität. Er<br />

sagt sogar: „Unser duales System<br />

ist das beste der Welt.“ Denn <strong>die</strong><br />

hier ausgebildeten Facharbeiter<br />

stünden meist auf vergleichbarem<br />

Niveau wie im außereuropäischen<br />

Ra<strong>um</strong> ein Ingenieur.<br />

Während <strong>die</strong> Berufsschulen in den<br />

1970er Jahren für <strong>die</strong> Ausbildung<br />

sämtlicher Berufe im Landkreis<br />

zuständig waren, haben sie in<br />

den 1990er Jahren eine Umwälzung<br />

zu Kompetenzzentren vollzogen.<br />

In Schongau werden <strong>die</strong><br />

kaufmännischen <strong>und</strong> sozialen<br />

Bereiche beschult, in <strong>Weilheim</strong> ist<br />

das gewerblich-technische Zentr<strong>um</strong><br />

inklusive Agrarwirtschaft <strong>und</strong><br />

Flüchtlingsklassen angesiedelt.<br />

54 | tassilo<br />

Insgesamt werden hier knapp 1 700<br />

Schüler in 68 Berufen ausgebildet.<br />

Fast zwei Drittel absolvieren eine<br />

Lehre im Metallbereich, ob in der<br />

Fertigungstechnik, im Kfz-Bereich<br />

oder als Anlagenmechaniker. Ein<br />

weiterer Schwerpunkt: „Bau <strong>und</strong><br />

Holz“ mit Maurern, Zimmerern,<br />

Schreinern oder Malern. Im Bereich<br />

der Agrarwirtschaft werden<br />

angehende Landwirte <strong>und</strong> Gärtner<br />

unterrichtet.<br />

Immer in Kontakt mit<br />

Innung <strong>und</strong> Betrieben<br />

„Momentan erleben wir einen<br />

Boom im Baubereich, besonders<br />

was <strong>die</strong> Berufe des Zimmerers <strong>und</strong><br />

Maurers betrifft“, stellt der stellvertretende<br />

Schulleiter Knut Seelos<br />

erfreulicherweise fest. Dagegen<br />

müssten <strong>die</strong> Maler aufpassen, dass<br />

ihnen der Nachwuchs nicht ausgehe.<br />

Sobald <strong>die</strong> Berufsschule solche<br />

Entwicklungen beobachtet, werden<br />

mit der Handwerkskammer,<br />

Die Schulleitung der Berufsschule <strong>Weilheim</strong> i mit (von links) Robert Stolzenberg,<br />

Knut Seelos, Astrid Rother <strong>und</strong> Schulleiter Dr. Burkhard Küster.<br />

der entsprechenden Innung oder<br />

auch den Ausbildungsbetrieben<br />

Gespräche geführt. Werbekampagnen,<br />

Präsenz bei Ausbildungsmessen<br />

von Betrieben <strong>und</strong> Lehrern<br />

haben schon mehrmals solchen<br />

Tendenzen entgegenwirken können.<br />

<strong>Das</strong> Haupt-Einzugsgebiet für<br />

<strong>die</strong> Berufsschule <strong>Weilheim</strong> sind <strong>die</strong><br />

Landkreise <strong>Weilheim</strong>-Schongau,<br />

Garmisch-Partenkirchen, Starnberg<br />

<strong>und</strong> Landsberg. Für manche<br />

Berufe, wie beispielsweise den<br />

Landmaschinenmechaniker, kommen<br />

<strong>die</strong> Schüler sogar aus sieben<br />

Landkreisen.<br />

Duales System<br />

wieder attraktiv<br />

Ein Gutachten im Jahr 2013 prognostizierte<br />

der Berufsschule <strong>Weilheim</strong><br />

einen Schülerrückgang <strong>um</strong><br />

zehn bis 20 Prozent. Diese Stu<strong>die</strong><br />

wurde vor zwei Jahren revi<strong>die</strong>rt,<br />

trotz Geburtenrückgang werden<br />

weiterhin stabile Zahlen erwartet.<br />

Denn das duale Schulsystem<br />

gewinnt bei der Jugend wieder<br />

an Attraktivität. Als ausgebildeter<br />

Facharbeiter hat man heute<br />

in vielen Firmen alle Möglichkeiten.<br />

„Außerdem ist ein Studi<strong>um</strong><br />

nicht mehr das Allheilmittel“, sagt<br />

Astrid Rother, Mitarbeiterin der<br />

Schulleitung. Sie beobachtet, dass<br />

sich <strong>die</strong> Grenzen vom Facharbeiter<br />

z<strong>um</strong> Ingenieur abschwächen.<br />

Knapp 100 Jugendliche werden<br />

in <strong>Weilheim</strong> in separaten Flüchtlingsklassen<br />

unterrichtet. „Wenn<br />

wir es schaffen, <strong>die</strong>se jungen Leute<br />

zu integrieren, ist das ein großer


Pool“, so Burkhard Küster über<br />

eine echte Chance für <strong>die</strong> heimische<br />

Wirtschaft. Zusammen mit<br />

dem beruflichen Schulzentr<strong>um</strong><br />

Schongau sowie der Förderberufsschule<br />

Herzogsägmühle nehmen<br />

<strong>die</strong> <strong>Weilheim</strong>er an einem Programm<br />

der bayerischen Regierung<br />

„Schulprofil Inklusion“ teil. Bei sozial-emotionalen<br />

Schwächen, bei<br />

Lern- oder Sprachschwierigkeiten,<br />

sollen <strong>die</strong> Schüler individuell gefördert<br />

werden. Während früher<br />

zahlreiche Schulabgänger in sogenannten<br />

JOAs-Klassen (Jugendliche<br />

ohne Ausbildung) landeten,<br />

finden heute fast alle Berufsstarter<br />

einen Lehrplatz. Dadurch wird<br />

aber das Schülerklientel für <strong>die</strong><br />

Berufsschule schwieriger <strong>und</strong> <strong>die</strong><br />

Ausbildungsabbrüche werden<br />

mehr. Dem soll ebenfalls mit dem<br />

„Schulprofil Inklusion“ entgegengewirkt<br />

werden.<br />

Industrie 4.0 auch<br />

an der Berufsschule<br />

Um sich für <strong>die</strong> Zukunft zu rüsten,<br />

nimmt <strong>die</strong> Berufsschule auch an<br />

einem Qualitäts-Management-<br />

System teil. „Die Herausforderung<br />

der Zukunft ist <strong>die</strong> Digitalisierung“,<br />

sagt Robert Stolzenberg,<br />

Mitarbeiter der Schulleitung, der<br />

an <strong>die</strong>ser Stelle Schlagwörter wie<br />

„Industrie 4.0“ nennt. Denn auch<br />

ein „normaler“ Heizungsbauer<br />

kommt heute mit dem Laptop oder<br />

Tablet z<strong>um</strong> K<strong>und</strong>en <strong>und</strong> muss sich<br />

auch in der Heizungs- oder Klimatechnik<br />

<strong>um</strong>fassend auskennen.<br />

> > > INFORMATION<br />

„Bau <strong>und</strong> Holz“ sind Schwerpunkte<br />

an der <strong>Weilheim</strong>er Berufsschule.<br />

Mit dem bereits in <strong>die</strong> Wege geleiteten<br />

Neubau der Berufsschule<br />

im <strong>Weilheim</strong>er Norden freut sich<br />

das 65-köpfige Kollegi<strong>um</strong> schon<br />

jetzt auf moderne Theorie- <strong>und</strong><br />

Werkrä<strong>um</strong>e. Während bisher Klassenzimmer<br />

<strong>und</strong> Werkstätten oft in<br />

unterschiedlichen Gebäudetrakten<br />

zu finden sind, soll es künftig integrierte<br />

Fachrä<strong>um</strong>e geben. Dabei<br />

sollen <strong>die</strong> Schüler komplette<br />

Arbeitsabläufe erlernen – von der<br />

Planung über <strong>die</strong> Organisation bis<br />

zur Ausführung. „Wir sind eine<br />

der innovativsten Schularten“,<br />

weiß Rektor Burkhard Küster vom<br />

ständigen Wandel der Berufsbilder.<br />

Und auch über seine jungen,<br />

zielstrebigen Schüler lässt er nichts<br />

kommen: „<strong>Das</strong> sind liebenswerte<br />

Jungs <strong>und</strong> Mädels, <strong>die</strong> mit beiden<br />

Beinen im Leben stehen.“ rg<br />

Ausbildungsberufe in <strong>Weilheim</strong><br />

• Landwirt<br />

• Gärtner (Garten- <strong>und</strong> Landschaftsbau)<br />

• Gärtner (Zierpflanzenbau)<br />

• Metallbauer<br />

(Konstruktionstechnik)<br />

• Metallbauer (Metallgestaltung)<br />

• Klempner/Spengler<br />

• Anlagenmechaniker (Sanitär-,<br />

Heizungs-, Klimatechnik)<br />

• Industriemechaniker<br />

• Konstruktionsmechaniker<br />

• Werkzeugmechaniker<br />

• Stanz- u. Umformmechaniker<br />

• Zerspanungsmechaniker<br />

• Kfz-Mechatroniker<br />

(Karosserietechnik)<br />

• Kfz-Mechatroniker (System<strong>und</strong><br />

Hochvolttechnik)<br />

• Kfz-Mechatroniker<br />

(PKW-Technik)<br />

• Kfz-Mechatroniker<br />

(Nutzfahrzeugtechnik)<br />

• Karosserie- <strong>und</strong> Fahrzeugba<strong>um</strong>echaniker<br />

(Karosserieinstandhaltungstechnik)<br />

• Karosserie- <strong>und</strong> Fahrzeugba<strong>um</strong>echaniker<br />

(Karosserie- <strong>und</strong><br />

Fahrzeugbautechnik)<br />

• Zweiradmechatroniker<br />

(Fahrradtechnik)<br />

• Land- <strong>und</strong> Ba<strong>um</strong>aschinenmechatroniker<br />

• Feinwerkmechaniker<br />

(Maschinenbau)<br />

• Feinwerkmechaniker<br />

(Feinmechanik)<br />

• Maurer<br />

• Beton- <strong>und</strong> Stahlbetonbauer<br />

• Tiefbaufacharbeiter (Schwerpunkt<br />

Straßenbauarbeiten)<br />

• Fliesen-, Platten- <strong>und</strong><br />

Mosaikleger<br />

• Zimmerer<br />

• Tischler<br />

• Holzmechaniker (HBH)<br />

• Bauten- u. Objektbeschichter<br />

• Maler <strong>und</strong> Lackierer<br />

(Gestaltung-Instandhaltung)<br />

• Maler <strong>und</strong> Lackierer<br />

(Bauten-Korrosionsschutz)<br />

• Fahrzeuglackierer<br />

• BGJs in Agrarwirtschaft<br />

(tierischer Bereich)<br />

• BGJs Zimmerer<br />

• BGJs Holztechnik<br />

• Berufsintegrationsvorklasse<br />

<strong>und</strong> Berufsintegrationsklasse<br />

september / oktober <strong>2018</strong> | 55<br />

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steht dir Frau Hofmann unter der Rufn<strong>um</strong>mer<br />

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fürs Pferd<br />

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Mi., 26. <strong>September</strong> <strong>2018</strong>, 17.30 Uhr<br />

Hypercholesterinämie aus Sicht des Kardiologen<br />

Prof. Pache, Chefarzt Kardiologie u. Innere Medizin<br />

Hypercholesterinämie aus Sicht des Neurologen<br />

Prof. Sander, Chefarzt Neurologie<br />

Hypercholesterinämie aus Sicht des Patienten<br />

Tobias Lux, Beisitzer CholCo<br />

Vorstellung des Vereins CholCo<br />

Petra Mooslechner, Mitglied des Vorstands<br />

VERANSTALTUNGSORT<br />

Benedictus Krankenhaus Tutzing<br />

Bahnhofstraße 5, 82327 Tutzing<br />

Um Anmeldung wird gebeten unter T 08158 23-154.<br />

Aidling | Der Beruf des Hufschmieds<br />

ist Jahrh<strong>und</strong>erte alt, doch<br />

im Jahr <strong>2018</strong> gefragt wie selten<br />

zuvor. „Als in der Landwirtschaft<br />

das Pferd durch Maschinen ersetzt<br />

wurde, hat <strong>die</strong> Nachfrage nach<br />

Hufschmieden stark nachgelassen.<br />

Heute aber gibt es unfassbar viele<br />

Pferde an nahezu jeder Ecke“, sagt<br />

Josef Goldhofer, 26, seit Anfang<br />

des Jahres frischgebackener Hufschmied.<br />

In der Tat zählt Sport mit<br />

Pferden in der heutigen Zeit zu den<br />

beliebtesten Freizeitgestaltungen<br />

überhaupt. Von Ponys über Isländer<br />

<strong>und</strong> Haflinger sowie süddeutschen<br />

Kaltblütern bis hin zu edlen<br />

Sport-Hochleistungs-Pferden ist im<br />

<strong>Tassilo</strong>land nahezu jede Rasse vertreten.<br />

Und jedes einzelne <strong>die</strong>ser<br />

Vierbeiner muss alle sechs bis acht<br />

Wochen am Huf gepflegt <strong>und</strong> neu<br />

beschlagen werden. Einerseits, <strong>um</strong><br />

einen schonenden Gang sowohl<br />

auf Asphalt <strong>und</strong> Schotter als auch<br />

draußen auf der unebenen Weide<br />

zu garantieren. Andererseits, <strong>um</strong><br />

den Bewegungsapparat <strong>und</strong> damit<br />

<strong>die</strong> Ges<strong>und</strong>heit des Pferdes aufrechtzuerhalten.<br />

Obwohl Josef Goldhofer noch ganz<br />

frisch im Geschäft ist, drei Tage <strong>die</strong><br />

Woche in seinem alten Beruf als<br />

Schlosser arbeitet, füllt sich sein<br />

Auftragsbuch für Hufschmiede-Arbeiten<br />

von Woche zu Woche mehr.<br />

„Auf kurz oder lang werde ich mich<br />

auf jeden Fall komplett selbstständig<br />

machen“, sagt der Pferdenarr,<br />

dessen Liebe zu den Vierbeinern<br />

mit Schweif <strong>und</strong> Mähne bereits im<br />

Kindesalter entflammt. Goldhofer<br />

wächst als Sohn eines Deckhengst-<br />

Halters auf, ist von klein auf immer<br />

dabei mit seinem Vater <strong>und</strong><br />

hat größte Freude am Umgang<br />

mit Rössern. <strong>Das</strong>s er nach seiner<br />

Schlosser-Ausbildung auf dem<br />

renommierten Gut Schwaiganger<br />

eine Ausbildung z<strong>um</strong> Pferdewirt<br />

beginnen darf, sieht er im Nachhinein<br />

betrachtet als Privileg. War<strong>um</strong>?<br />

„Weil es keinen vergleichbaren<br />

Ort in unserer Region gibt, der<br />

den Facettenreicht<strong>um</strong> in Sachen<br />

Arbeit mit Pferden so sehr auf einem<br />

Fleck abdeckt.“<br />

Unter anderem <strong>die</strong> des Hufbeschlagschmiedes,<br />

wie <strong>die</strong> offizielle<br />

Bezeichnung in Deutschland<br />

mittlerweile lautet. Wer <strong>die</strong>sen<br />

Beruf erlernen möchte, muss zwei<br />

G<strong>r<strong>und</strong></strong>voraussetzungen mitbringen:<br />

Eine im Handwerk abgeschlossene<br />

Vor dem Beschlag werden <strong>die</strong> Hufe<br />

des Pferdes mittels Feile gepflegt.<br />

56 | tassilo


Josef Goldhofer klopft das glühende Hufeisen final l in Form.<br />

Berufsausbildung – Schlosser sei<br />

laut Goldhofer ideal, weil <strong>die</strong>ser<br />

Beruf der klassischen Schmiedearbeit<br />

nahe ist. Und ein zweijähriges<br />

Praktik<strong>um</strong> bei einem Hufschmied.<br />

Erst dann ist man zulässig für <strong>die</strong><br />

viermonatige Ausbildung z<strong>um</strong><br />

Hufschmied, zu absolvieren auf<br />

dem Gestüt Schwaiganger. Da Josef<br />

Goldhofer dort ohnehin Vollzeit<br />

angestellt war als Pferdewirt-<br />

Azubi, konnte er gleich mehrere<br />

Pferdeberufe in einem Aufwasch<br />

erlernen. Vormittags qualifizierte<br />

er sich für den Beruf des Besamungswartes,<br />

nachmittags absolvierte<br />

er sein Pflichtpraktik<strong>um</strong> für<br />

<strong>die</strong> Hufschmied-Ausbildung. Die<br />

erfolgte in Theorie <strong>und</strong> Praxis. Anatomie<br />

des Pferdes, Hufkrankheiten,<br />

Geschichte des Pferdes, aber auch<br />

Buchhaltung <strong>und</strong> Sozialk<strong>und</strong>e waren<br />

unter anderem <strong>die</strong> theoretischen<br />

Schwerpunkte. Bewegung<br />

des Pferdes beobachten sowie<br />

Schmieden verschiedener Eisen <strong>die</strong><br />

praktischen Inhalte. Die Abschlussprüfung<br />

selbst erfolgte ebenso in<br />

Theorie <strong>und</strong> Praxis. R<strong>und</strong> 100 Fragen<br />

aus allen vorher unterrichteten<br />

Fächern wurden gestellt. Darüber<br />

hinaus mussten <strong>die</strong> Azubis ein<br />

Fachreferat vorbereiten <strong>und</strong> mündlich<br />

vortragen. „Ein Fallbeispiel<br />

aus unserer Praktikanten-Zeit, wie<br />

man bei einem Pferd mit einem<br />

bestimmten Problem vorzugehen<br />

hat.“ Dieses Prozedere ist letztlich<br />

auch der entscheidende Teil der<br />

sehr <strong>um</strong>fangreichen <strong>und</strong> schweißtreibenden<br />

praktischen Prüfung,<br />

beginnend mit dem klassischen<br />

Warmbeschlag, für den <strong>die</strong> Azubis<br />

zweieinhalb St<strong>und</strong>en Zeit gehabt<br />

haben.<br />

Anschauen, Beurteilen<br />

<strong>und</strong> Beschlagen<br />

Hierfür wird das Pferd zunächst im<br />

Stand, dann im Schritt <strong>und</strong> später<br />

im Trab beobachtet. Goldhofer<br />

spricht von Fesselstand <strong>und</strong> Zehenachse,<br />

<strong>die</strong> im Optimalfall eine<br />

Gerade bilden sollten. Sei das nicht<br />

der Fall, muss er als Hufschmied<br />

durch Hufpflege <strong>und</strong> perfekt angepasste<br />

Hufeisen mögliche Fehlbelastungen<br />

ausgleichen. Ist <strong>die</strong>se<br />

Beurteilung erfolgt, beginnt <strong>die</strong><br />

Kernarbeit mit Ausschneiden <strong>und</strong><br />

Feilen des Hufes – im G<strong>r<strong>und</strong></strong>e vergleichbar<br />

mit der Nagelpflege bei<br />

uns Menschen. Danach wird ein<br />

im Ofen erhitztes <strong>und</strong> der Hufform<br />

angepasstes Eisen aufgenagelt. <strong>Das</strong><br />

Aufnageln ist <strong>die</strong> wohl schwierigste<br />

Aufgabe, da der Schmied hierfür<br />

nur eine zwei bis drei Millimeter<br />

breite Schicht zur Verfügung hat.<br />

Zu weit innen, würde Nervengewebe<br />

getroffen werden, was für<br />

das Pferd sehr schmerzhaft wäre<br />

<strong>und</strong> Entzündungen verursachen<br />

kann. Zu weit außen, würde auf<br />

kurz oder lang der Huf ausbrechen.<br />

Goldhofer ist der Warmbeschlag-<br />

Prozess – Anschauen, Beurteilen,<br />

Ausschneiden, Beschlagen, wieder<br />

Anschauen <strong>und</strong> Beurteilen – mit<br />

gutem Erfolg geglückt. Doch <strong>die</strong><br />

Prüfung noch lange nicht bestanden.<br />

Verlangt wird nun ein Alternativ-Beschlag,<br />

ein Hufeisen aus<br />

Kunststoff, das noch weicher <strong>und</strong><br />

somit gelenkschonender fürs Pferd<br />

ist. „Wobei ich kein großer Fan davon<br />

bin, weil es zu viel Grip hat,<br />

das Pferd so eher hängen bleibt,<br />

was wieder<strong>um</strong> gefährlich für Sehnen<br />

<strong>und</strong> Muskeln ist“, sagt Goldhofer.<br />

Draufhaben müssen <strong>die</strong> Azubis<br />

<strong>die</strong>se „Duplo-Form“ trotzdem. Und<br />

nun? „Folgt der schweißtreibendste<br />

Teil der Prüfung.“ In der Regel<br />

kauft der moderne Hufschmied<br />

vorgefertigte Eisen in verschiedensten<br />

Größen ein. Im Rahmen<br />

der Prüfung aber wird auch <strong>die</strong><br />

traditionelle Variante abverlangt –<br />

das Schmieden eines Hufeisens aus<br />

einem unbearbeiteten Flachstahl.<br />

Dieser wird in 900 Grad heißem<br />

Ofen erhitzt, gebogen <strong>und</strong> in Form<br />

geschlagen, gefalzt <strong>und</strong> gebohrt<br />

sowie abschließend bei 1200 Grad<br />

zusammengeschweißt, genannt<br />

Feuerschweißen. Hierfür hatten<br />

Goldhofer <strong>und</strong> seine Mitstreiter<br />

eineinhalb St<strong>und</strong>en Zeit <strong>und</strong> waren<br />

hinterher gleichermaßen fix <strong>und</strong><br />

fertig wie glücklich.<br />

Sich ständig<br />

weiterbilden<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

Beim Auflegen des heißen Eisens<br />

raucht <strong>und</strong> riecht es gewaltig.<br />

Denn alle sechs Teilnehmer haben<br />

<strong>die</strong> Prüfung bestanden, was laut<br />

Goldhofer „in den Jahren zuvor<br />

nicht immer der Fall war“. Er selbst<br />

ist mit der Gesamtnote 2,33 sehr<br />

zufrieden, darf <strong>und</strong> möchte sich auf<br />

<strong>die</strong>sem Ergebnis jedoch keinesfalls<br />

ausruhen. „Als Hufschmied musst<br />

du immer am Ball bleiben, dich<br />

ständig weiterbilden, weil wirklich<br />

jedes Pferd anders tickt <strong>und</strong><br />

funktioniert, man immer wieder<br />

aufs Neue individuell auf <strong>die</strong> Tiere<br />

eingehen muss.“ Zwei Fortbildungen<br />

im Jahr seien Standard. Und<br />

je besser ein Schmied ist, desto<br />

mehr Geld kann er auch verlangen.<br />

Koryphäen wie Norbert Steinbeißer<br />

aus dem niederbayerischen<br />

Feldkirchen zählen zu den besten<br />

Hufschmieden Deutschlands. Goldhofer<br />

hat nun das große Glück, ihm<br />

für einige Tage über <strong>die</strong> Schulter zu<br />

schauen. Ein weiteres Privileg für<br />

den frischgebackenen Hufschmied<br />

aus Aidling bei Murnau.<br />

js<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

september / oktober <strong>2018</strong> | 57


<strong>Das</strong> BiZ bei der Agentur für Arbeit in <strong>Weilheim</strong><br />

Weniger Qual<br />

bei der Wahl<br />

Ausbildungsplätze 2019<br />

Die Produkte der Marke WTW sind führend im<br />

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interessante Möglichkeiten.<br />

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Ausbildungsstart am 01.09.2019.<br />

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30.09.<strong>2018</strong> an unsere Personalabteilung.<br />

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58 | tassilo<br />

<strong>Weilheim</strong> | Studi<strong>um</strong> oder Ausbildung?<br />

Lieber ein duales Studi<strong>um</strong><br />

oder in Vollzeit? Oder vielleicht doch<br />

erstmal im Ausland arbeiten? Eine<br />

berufliche Ausbildung wäre sicherlich<br />

nicht schlecht, aber in welchem<br />

Bereich? Es gibt da aber auch noch<br />

ein Freiwilliges Soziales Jahr – womöglich<br />

wäre ja das etwas? Die<br />

Möglichkeiten für junge Menschen<br />

nach bestandenem Schulabschluss<br />

sind heutzutage schier grenzenlos.<br />

Wohl dem, der angesichts der<br />

Fülle an Optionen den Überblick<br />

behält. Oder besser noch: genau<br />

weiß, was er in der Zukunft tun<br />

möchte. Für alle anderen – <strong>und</strong> das<br />

dürfte zweifelsohne <strong>die</strong> Mehrheit<br />

sein – hält <strong>die</strong> Agentur für Arbeit<br />

in <strong>Weilheim</strong> mittlerweile seit 1988<br />

das Berufsinformationszentr<strong>um</strong><br />

(BiZ) bereit. Hier kann sich jeder<br />

<strong>um</strong>fassend informieren, natürlich<br />

auch alle, <strong>die</strong> schon länger aus der<br />

Schule sind <strong>und</strong> sich beruflich neu<br />

orientieren möchten. <strong>Das</strong> BiZ wurde<br />

2014 nach dreimonatiger Umbauzeit<br />

aufwendig saniert, war es<br />

doch ein wenig in <strong>die</strong> Jahre gekommen.<br />

Es wurde sowohl an <strong>die</strong> technischen<br />

Entwicklungen als auch<br />

an strategische Neuausrichtungen<br />

in den Berufsausbildungen angepasst.<br />

Darüber hinaus mussten<br />

<strong>die</strong> g<strong>r<strong>und</strong></strong>legenden Veränderungen<br />

von Informationsangeboten,<br />

Möglichkeiten <strong>und</strong> Me<strong>die</strong>nnutzungsverhalten<br />

mit einkalkuliert<br />

werden. Ulrike Herz-Steinrötter,<br />

eine von zwei Sachbearbeiterinnen<br />

<strong>und</strong> bereits seit 1994 im BiZ tätig,<br />

spricht liebevoll von „meinem BiZ“.<br />

Verständlich, schließlich waren<br />

<strong>die</strong> BiZ-Mitarbeiterinnen am Umbau<br />

maßgeblich beteiligt, durften<br />

selbst gestalten <strong>und</strong> ließen so ihre<br />

Erfahrungen mit einfließen. Deshalb<br />

sagt Ulrike Herz-Steinrötter<br />

auch mit einem leichten Schmunzeln:<br />

„Kritik kann ich keine äußern,<br />

da bin ich vielleicht <strong>die</strong> falsche Ansprechpartnerin.<br />

Ich finde es mittlerweile<br />

wirklich optimal.“<br />

Gegliedert in<br />

vier Themeninseln<br />

Generell ist das BiZ für alle, <strong>die</strong><br />

vor einer beruflichen Entscheidung<br />

stehen, sich über Bildung, Beruf<br />

<strong>und</strong> Arbeitsmarkt informieren<br />

möchten, <strong>die</strong> richtige Anlaufstation.<br />

Die Rä<strong>um</strong>lichkeiten, <strong>die</strong> direkt<br />

im Gebäude der Agentur für Arbeit<br />

integriert sind, wurden im Zuge<br />

der Umgestaltung in vier verschiedene<br />

Themeninseln unterteilt. In<br />

einem speziellen Bewerbungsbereich<br />

können sich „K<strong>und</strong>en“, wie<br />

Ulrike Herz-Steinrötter Besucher<br />

nennt, professionell auf offene<br />

Stellen bewerben. Es stehen drei<br />

Bewerber-PCs bereit, <strong>die</strong> allesamt<br />

mit entsprechenden Vorlagen ausgestattet<br />

sind. Man hat zudem <strong>die</strong><br />

Möglichkeit, Fotos zu bearbeiten,<br />

Unterlagen einzuscannen, auszudrucken<br />

oder auf einen USB-Stick<br />

zu speichern – wie alles im BiZ völlig<br />

kostenlos. Für Fragen <strong>r<strong>und</strong></strong> <strong>um</strong><br />

<strong>die</strong> Technik, etwa bei Einfügen eines<br />

Fotos, stehen <strong>die</strong> BiZ-Mitarbeiter<br />

stets mit Rat <strong>und</strong> Tat zur Seite.<br />

Ulrike Herz-Steinrötter betont allerdings:<br />

„Natürlich schreiben nicht<br />

wir <strong>die</strong> Bewerbung.“ Neben den<br />

PCs steht zudem ein Arbeitgebertelefon<br />

für einzelne Anrufe oder auch<br />

Telefoninterviews zur Verfügung.<br />

Eine weitere Insel behandelt <strong>die</strong><br />

Themen „Ausbildung <strong>und</strong> Studi<strong>um</strong>“<br />

<strong>und</strong> richtet sich vorwiegend<br />

an Schulabgänger. Die Me<strong>die</strong>n<br />

<strong>die</strong>ser Insel helfen bei der Berufswahl,<br />

egal ob nach der Schule eine<br />

2014 wurden <strong>die</strong> Rä<strong>um</strong>lichkeiten des BiZ<br />

nach dreimonatiger Umbauphase neu eröffnet.


Ulrike Herz-Steinrötter arbeitet bereits<br />

seit 1994 im <strong>Weilheim</strong>er BiZ.<br />

Ausbildung oder ein Studi<strong>um</strong> angestrebt<br />

wird. Bei einem digitalen<br />

Selbsterk<strong>und</strong>ungstool kann eruiert<br />

werden, wo <strong>die</strong> eigenen Stärken<br />

<strong>und</strong> Schwächen liegen <strong>und</strong> vor allem<br />

in welchen Bereichen <strong>die</strong> eigenen<br />

Interessen gefragt sind. Im Bereich<br />

der Insel „Arbeit <strong>und</strong> Beruf“<br />

finden sich hingegen Informationen,<br />

<strong>die</strong> einen bei der Planung des<br />

Berufslebens unterstützen. Egal ob<br />

Weiterbildung, Arbeitsmarkt- <strong>und</strong><br />

Berufsinformationen, Existenzgründung,<br />

Familie <strong>und</strong> Beruf oder<br />

neue Berufsanforderungen.<br />

Die frühere Themeninsel „Ausland“<br />

wird derzeit in „International“ <strong>um</strong>benannt<br />

<strong>und</strong> ein wenig <strong>um</strong>gestaltet.<br />

Hinterg<strong>r<strong>und</strong></strong> der Umstrukturierung<br />

ist der steigende Bedarf an<br />

Informationen für <strong>die</strong> Zielgruppe<br />

Menschen aus dem Ausland. So<br />

sollen sowohl Menschen, <strong>die</strong> aus<br />

dem Ausland nach Deutschland<br />

> > > INFORMATION<br />

<strong>Das</strong> BiZ in <strong>Weilheim</strong> ist Montag,<br />

Dienstag <strong>und</strong> Donnerstag<br />

jeweils von 8.00 bis 16.00 Uhr<br />

geöffnet, Mittwoch <strong>und</strong> Freitag<br />

von 8.00 bis 12.30 Uhr.<br />

kommen, als auch junge Menschen<br />

in Deutschland, <strong>die</strong> einen Auslandsaufenthalt<br />

planen, angesprochen<br />

werden.<br />

Digitale Me<strong>die</strong>n <strong>und</strong><br />

Online-Angebote<br />

Innerhalb der Themeninseln sind<br />

digitale Me<strong>die</strong>n mit Online-Angeboten<br />

an den Internetarbeitsplätzen<br />

<strong>und</strong> Printme<strong>die</strong>n in den<br />

Regalen kombiniert. So kann jeder<br />

das Informationsangebot nutzen,<br />

welches ihm zusagt. Neben den<br />

drei Bewerber-PCs gibt es 32 weitere<br />

internetfähige Computer im<br />

<strong>Weilheim</strong>er Berufsinformationszentr<strong>um</strong>.<br />

„Wir sind allerdings kein<br />

Internetcafé“, stellt Ulrike Herz-<br />

Steinrötter fest. Genau deshalb ist<br />

das Surfen auch nur auf bestimmten<br />

Seiten möglich. Will man sich<br />

auf Homepages von potentiellen<br />

Arbeitgebern informieren oder<br />

E-Mails versenden, ist eine kostenfreie<br />

Tageskennung nötig. Um<br />

dem eigenen Bildungsanspruch<br />

gerecht zu werden, veranstaltet<br />

das BiZ regelmäßige Vorträge wie<br />

etwa kürzlich „Existenzgründung“<br />

mit einem externen Referenten der<br />

IHK oder „Stu<strong>die</strong>ren im Ausland“<br />

am 24. <strong>September</strong>, der per Skype-<br />

Schaltung von einem Experten der<br />

Zentralen Auslands- <strong>und</strong> Fachvermittlung<br />

in Bonn gehalten wird.<br />

Kleine Besucher dürfen in der<br />

eigens eingerichteten Kinderspielecke<br />

<strong>die</strong> Zeit überbrücken, bis sich<br />

<strong>die</strong> Eltern ausreichend informiert<br />

haben. Auch wenn „man merkt,<br />

dass der Arbeitsmarkt derzeit sehr<br />

gut läuft“, wie Ulrike Herz-Steinrötter<br />

berichtet, sei das BiZ das<br />

ganze Jahr über gut besucht. Insbesondere<br />

Schulklasse, z<strong>um</strong>eist in<br />

ihrem vorletzten Schuljahr, nutzen<br />

das Angebot regelmäßig <strong>und</strong> informieren<br />

sich im Klassenverb<strong>und</strong>. Sicherlich<br />

nicht <strong>die</strong> schlechteste Idee<br />

angesichts der Vielzahl an Optionen.<br />

Die Qual bei der Berufswahl<br />

ist Dank des BiZ definitiv etwas<br />

weniger.<br />

tis<br />

september / oktober <strong>2018</strong> | 59<br />

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<strong>und</strong> Vorrichtungen an Dreh-/Fräsmaschinen<br />

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<strong>und</strong> Bearbeitungszentren<br />

• Erstellen, Eingeben <strong>und</strong> Optimieren von Programmen<br />

sowie Herstellen der Werkstücke auf computergesteuerten<br />

Werkzeugmaschinen (CNC)<br />

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Qualität<br />

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Veranstaltungskalender<br />

1. <strong>September</strong> bis 31. <strong>Oktober</strong> <strong>2018</strong><br />

SA 01.09.<br />

WEILHEIM<br />

10.00 Uhr<br />

Lesepavillon am Kirchplatz<br />

10.00 bis 17.00 Uhr<br />

Ausstellung „NAHELIEGEND —<br />

Landschaften, Stillleben, Rä<strong>um</strong>e“<br />

im Stadtmuse<strong>um</strong><br />

STARNBERG<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

PENZBERG<br />

11.00 Uhr<br />

Volksfest auf dem Festplatz<br />

EBERFING<br />

21.00 Uhr<br />

Führung in der Sternwarte.<br />

Thema: Saturn Ringplanet<br />

SO 02.09.<br />

WEILHEIM<br />

10.00 Uhr<br />

Offene Stadtmeisterschaft im<br />

Boule auf dem Gelände der Stadtwerke.<br />

Startgebühr: 5 €. Meldung<br />

bis 9.45 Uhr<br />

10.00 bis 17.00 Uhr<br />

Ausstellung „NAHELIEGEND —<br />

Landschaften, Stillleben, Rä<strong>um</strong>e“<br />

im Stadtmuse<strong>um</strong>. Letzter Tag<br />

PEISSENBERG<br />

14.00 bis 17.00 Uhr<br />

Bockerlbahn-Fahrtag an der<br />

Tiefstollenhalle<br />

STARNBERG<br />

11.00 Uhr<br />

Gästeführung durch Starnberg.<br />

Treffpunkt am Dampfersteg. Kosten:<br />

4 € / 2 € (Schüler) / Kinder bis 10<br />

frei. Keine Voranmeldung<br />

PENZBERG<br />

11.00 Uhr<br />

Volksfest auf dem Festplatz<br />

MURNAU<br />

10.30 Uhr<br />

Ortsführung durch Murnau. Treffpunkt<br />

am Kultur- <strong>und</strong> Tagungsz..<br />

Kosten: 6 €. Ohne Anmeldung<br />

14.00 Uhr<br />

Führung „Wo ist Horvath? Eine<br />

Theaterspurensuche durch Murnau“.<br />

Treffpunkt am Horvath-Haus.<br />

Kosten: 15 € / 10 € (ermäßigt)/ Kinder<br />

bis 6 frei. Anm. unter 0176 / 20473776<br />

oder red.door.projects@web.de<br />

RAISTING<br />

14.00 bis 17.00 Uhr<br />

Führungen im Radom<br />

MO 03.09.<br />

WEILHEIM<br />

16.00 bis 16.45 Uhr<br />

Lesezeit! Die LeseRatten lesen vor<br />

in der Stadtbücherei. Eintritt frei<br />

PEISSENBERG<br />

19.00 bis 21.30 Uhr<br />

Tauschabend der Sammlerfre<strong>und</strong>e<br />

in der Bücherei<br />

PENZBERG<br />

12.00 Uhr<br />

Volksfest mit „Tag der Senioren“<br />

MURNAU<br />

11.00 Uhr<br />

Schauspielführung „Mit Emanuel<br />

von Seidl durch den Seidlpark“.<br />

Treffpunkt am Seidlpark. Kosten:<br />

10 € / 7 € (ermäßigt) / Kinder bis 6<br />

frei. Anm. unter 0176 / 20473776<br />

oder red.door.projects@web.de<br />

DI 04.09.<br />

WEILHEIM<br />

8.00 bis 13.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

PENZBERG<br />

14.00 Uhr<br />

Volksfest mit „altbairischem<br />

Abend“ auf dem Festplatz<br />

BERNRIED<br />

8.30 bis 14.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Bahnhof<br />

MI 05.09.<br />

WEILHEIM<br />

14.00 bis 15.00 Uhr<br />

Sprechst<strong>und</strong>e Analphabetismus im<br />

Mehrgenerationenhaus. Infos unter<br />

0881 / 909590-14. Siehe S. 46 / 47<br />

PENZBERG<br />

14.00 Uhr<br />

Volksfest mit Familiennachmittag<br />

auf dem Festplatz<br />

MURNAU<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt in der Fußgängerz.<br />

17.00 Uhr<br />

Abendliche Ortsführung durch<br />

Murnau. Treffpunkt am Kultu<strong>r<strong>und</strong></strong><br />

Tagungsz. Kosten: 6 €. Ohne<br />

Anmeldung<br />

20.00 Uhr<br />

Sommerkonzert des Jugend- <strong>und</strong><br />

Blasorchesters in der Fußgängerzone.<br />

Eintritt frei<br />

DO 06.09.<br />

PEISSENBERG<br />

7.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Glückauf-Platz<br />

STARNBERG<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

19.30 Uhr<br />

12. Internationales Fünf-<strong>Seen</strong>-<br />

Filmfestival — Eröffnungsfeier mit<br />

Film „t.b.a.“ in der Schlossberghalle.<br />

Infos unter www.fsff.de<br />

PENZBERG<br />

14.00 Uhr<br />

Volksfest auf dem Festplatz<br />

19.00 Uhr<br />

Kunst & Wein im Muse<strong>um</strong><br />

FR 07.09.<br />

WEILHEIM<br />

8.00 bis 13.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Marienplatz<br />

16.00 Uhr<br />

Italienische Woche auf dem<br />

Kirchplatz<br />

STARNBERG<br />

14.30 Uhr<br />

Schmankerl-Spaziergang „Mit der<br />

Gabel durch Starnberg“. Treffpunkt:<br />

Info-Stele am Dampfersteg.<br />

Kosten: 25 € / 15 € (Kinder von<br />

7-13) / Kinder bis 6 Jahre sind frei.<br />

Anmeldung unter 08151 / 90600<br />

19.30 Uhr<br />

12. Internationales Fünf-<strong>Seen</strong>-<br />

Filmfestival — Film „Glücklich wie<br />

Lazarro“ in der Schlossberghalle.<br />

Infos unter www.fsff.de<br />

PENZBERG<br />

14.00 Uhr<br />

Volksfest mit Zeltabend der Betriebe,<br />

Behörden <strong>und</strong> Vereine<br />

MURNAU<br />

MURNAU<br />

9.30 Uhr<br />

Moosführung „Geschichte <strong>und</strong><br />

POLLING<br />

Geschichten vom Murnauer Moos“.<br />

Treffp.: Wanderparkplatz am Ähndl.<br />

Kosten: 6 €. Ohne Anmeldung<br />

17.30 Uhr<br />

Kulinarische Kunst-R<strong>und</strong>fahrt.<br />

Treffpunkt am Kultur- <strong>und</strong> Tagungsz..<br />

Siehe Anzeige Seite 32<br />

16.00 Uhr<br />

46. Polling-Fahrt — Oldtimertreffen<br />

am Kirchplatz<br />

19.00 Uhr<br />

Vereinsabend der Kakteenfre<strong>und</strong>e<br />

Oberland mit Vortrag „Einblicke in<br />

<strong>die</strong> Flora Ecuadors“ von Edwina<br />

Pfendbach im Gasthaus Neuwirt<br />

SÖCKING<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Biowochenmarkt am Carolinenhaus<br />

> > > BLUTSPENDETERMINE DES ROTEN KREUZES<br />

Mo, 17. Sep. 16.00 bis 20.00 Uhr Starnberg, Schlossberghalle<br />

Di, 18. Sep. 16.30 bis 20.00 Uhr Diessen, Mehrzweckhalle<br />

Mo, 8. Okt. 16.00 bis 20.00 Uhr Murnau, Kultur- u. Tagungszentr<strong>um</strong><br />

september / oktober <strong>2018</strong> | 61


SA 08.09.<br />

WEILHEIM<br />

7.00 bis 16.00 Uhr<br />

Herbstflohmarkt am Festplatz<br />

10.00 bis 17.00 Uhr<br />

Ausstellungseröffnung „Strukturen<br />

des Denkens — Formen des Fühlens“<br />

im Stadtmuse<strong>um</strong>. Bis 14.10.<br />

16.00 Uhr<br />

Italienische Woche am Kirchplatz<br />

STARNBERG<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

Schreibworkshop für Erwachsene<br />

<strong>und</strong> Jugendliche ab 17 Jahren.<br />

Anmeldung unter 08158 / 9643<br />

SO 09.09.<br />

WEILHEIM<br />

7.30 bis 11.00 Uhr<br />

Kleintiermarkt in der Kleinen<br />

Hochlandhalle<br />

10.30 Uhr<br />

Jubilä<strong>um</strong>sfrühschoppen „40 Jahre<br />

Freie Wähler <strong>Weilheim</strong>“ im Gasthaus<br />

Schießstätte<br />

DIESSEN<br />

POLLING<br />

9.30 Uhr<br />

46. Polling-Fahrt — Oldtimertreffen<br />

am Kirchplatz<br />

TUTZING<br />

15.00 bis 18.00 Uhr<br />

Serenade am See. Eintritt frei<br />

OHLSTADT<br />

11.00 Uhr<br />

Gestütsschau im Haupt- <strong>und</strong><br />

Landgestüt Schwaiganger. Siehe<br />

Anzeige Seite 23<br />

SCHONGAU<br />

WALD, GEBIRG<br />

UND KÖNIGSTRAUM<br />

MYTHOS<br />

BAYERN<br />

BAYERISCHE LANDESAUSSTELLUNG<br />

3. MAI – 4. NOVEMBER <strong>2018</strong><br />

Kloster Ettal, täglich 9 – 18 Uhr // www.hdbg.de<br />

9.00 bis 13.00 Uhr<br />

Gwandmarkt im Trachtenheim<br />

19.30 Uhr<br />

12. Internationales Fünf-<strong>Seen</strong>-<br />

Filmfestival — Film „Le Mans“ in<br />

der Schlossberghalle. www.fsff.de<br />

PENZBERG<br />

11.00 Uhr<br />

Volksfest auf dem Festplatz<br />

MURNAU<br />

11.00 Uhr<br />

Schauspielführung „Auf den Spuren<br />

der Römer im Voralpenland —<br />

Für Kinder <strong>und</strong> Junggebliebene“.<br />

Treffp. Parkplatz an der Straße zur<br />

Ramsachkirche. Kosten: 8 € (Kinder<br />

ab 4) / 10 € (Erwachsene). Inkl. Bastelm.<br />

www.red-door-projects.de<br />

PÄHL<br />

10.00 Uhr<br />

Pferdeflohmarkt am Sportgelände<br />

POLLING<br />

8.00 Uhr<br />

46. Polling-Fahrt — Oldtimertreffen<br />

am Kirchplatz<br />

TUTZING<br />

16.30 bis 19.00 Uhr<br />

„Textstube Tutzing“: Kreativer<br />

11.00 Uhr<br />

Konzert des „Schwäbisch-alemannischen<br />

Zigeunerfolks“ im<br />

Schacky-Park. Kostenfrei<br />

STARNBERG<br />

19.30 Uhr<br />

12. Internationales Fünf-<strong>Seen</strong>-<br />

Filmfestival — Film „Namrud“,<br />

anschließend Konzert „Seuss &<br />

Abi Wallenstein“ in der Schlossberghalle.<br />

Infos unter www.fsff.de<br />

PENZBERG<br />

11.00 Uhr<br />

Volksfest mit abschließendem<br />

Hochfeuerwerk auf dem Festplatz<br />

MURNAU<br />

10.30 Uhr<br />

Ortsführung durch Murnau.<br />

Treffpunkt am Kultur- <strong>und</strong> Tagungszentr<strong>um</strong>.<br />

Kosten: 6 €. Ohne<br />

Anmeldung<br />

13.00 Uhr<br />

„Aufgspuit“ im Murnauer Moos.<br />

Siehe Seite 22<br />

RAISTING<br />

14.00 bis 17.00 Uhr<br />

Führungen im Radom<br />

10.30 Uhr<br />

Politischer Frühschoppen mit<br />

Jens Spahn, B<strong>und</strong>esminister für<br />

Ges<strong>und</strong>heit, am Festplatz. Siehe<br />

Anzeige Seite 50<br />

MO 10.09.<br />

STARNBERG<br />

19.30 Uhr<br />

12. Internationales Fünf-<strong>Seen</strong>-<br />

Filmfestival — Film „Mackie<br />

Messer“ in der Schlossberghalle.<br />

Infos unter www.fsff.de<br />

MURNAU<br />

9.30 Uhr<br />

Leichte Mooswanderung. Treffp.<br />

am Wanderparkplatz am Ähndl.<br />

Kosten: 6 €. Ohne Anmeldung<br />

DI 11.09.<br />

WEILHEIM<br />

8.00 bis 13.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

STARNBERG<br />

19.30 Uhr<br />

12. Internationales Fünf-<strong>Seen</strong>-<br />

Filmfestival — Film „Everybody<br />

knows“ in der Schlossberghalle.<br />

Infos unter www.fsff.de<br />

62 | tassilo


MURNAU<br />

18.00 Uhr<br />

Theaterspaziergang „Blaue Pferde<br />

im Blauen Land“. Treffpunkt vor<br />

dem Kultur- <strong>und</strong> Tagungsz.. Kosten:<br />

10 € / 7 € (ermäßigt)/ Kinder unter 6<br />

frei. www.red-door-projects.de<br />

BERNRIED<br />

8.30 bis 14.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Bahnhof<br />

MI 12.09.<br />

WEILHEIM<br />

14.00 bis 15.00 Uhr<br />

Sprechst<strong>und</strong>e Analphabetismus<br />

im Mehrgenerationenhaus. Siehe<br />

Seite 46 / 47<br />

MURNAU<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt in der Fußgängerzone<br />

17.00 Uhr<br />

Abendliche Ortsführung durch<br />

Murnau. Treffp. am Kultur- <strong>und</strong><br />

Tagungsz. Kosten: 6 €. Ohne Anm.<br />

20.00 Uhr<br />

Abschlusskonzert des Jugend- <strong>und</strong><br />

Blasorchesters im Kultur- <strong>und</strong><br />

Tagungszentr<strong>um</strong>. Eintritt frei<br />

POLLING<br />

19.30 Uhr<br />

Dämmerschoppen im Weinkeller<br />

des Rathauses. Siehe Seite 14 / 15<br />

PÖCKING<br />

16.00 Uhr<br />

Vorlesest<strong>und</strong>e mit Bilderbuchkino<br />

in der Bücherei im Alten Pfarrhaus<br />

TUTZING<br />

19.00 Uhr<br />

Tutzinger Patientenfor<strong>um</strong> im<br />

Benedictus Krankenhaus. Vortrag<br />

„Krampfaderleiden“ von Dr. Jan<br />

Kemke. Siehe Anzeige Seite 7<br />

DO 13.09.<br />

PEISSENBERG<br />

7.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Glückauf-Platz<br />

14.30 Uhr<br />

Seniorennachmittag mit Vortrag<br />

„Knochenbrüche im Alter <strong>und</strong><br />

Verletzungen orthopädischer Art“<br />

von Dr. med. Marcel Ziegler im<br />

Pfarrheim St. Barbara<br />

STARNBERG<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

19.30 Uhr<br />

12. Internationales Fünf-<strong>Seen</strong>-Filmfestival<br />

— Film „Wackersdorf“ in<br />

der Schlossberghalle. www.fsff.de<br />

MURNAU<br />

9.30 Uhr<br />

Moosführung „Von Bulten,<br />

Drischen <strong>und</strong> Köcheln“. Treffpunkt<br />

am Wanderparkplatz am Ähndl.<br />

Kosten: 6 €. Ohne Anmeldung<br />

14.30 Uhr<br />

Themenführung „Auf den Spuren<br />

von Gabriele Münter“. Treffpunkt<br />

am Kultur- <strong>und</strong> Tagungszentr<strong>um</strong>.<br />

Kosten: 6 €. Ohne Anmeldung<br />

SCHONGAU<br />

19.00 bis 21.00 Uhr<br />

Sepsis-Tag im Krankenhaus<br />

WEILHEIM<br />

FR 14.09.<br />

8.00 bis 13.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Marienplatz<br />

17.00 Uhr<br />

Straßen!Zauber!Festival! in der<br />

Innenstadt. Siehe Seite 39<br />

STARNBERG<br />

19.30 Uhr<br />

12. Internationales Fünf-<strong>Seen</strong>-<br />

Filmfestival — Lesung „Mittelreich“<br />

<strong>und</strong> „Zwei Herren im Anzug“ in<br />

der Schlossberghalle. www.fsff.de<br />

MURNAU<br />

17.30 Uhr<br />

Kulinarische Kunst-R<strong>und</strong>fahrt.<br />

Treffpunkt am Kultur- <strong>und</strong><br />

Tagungszentr<strong>um</strong>. Siehe Anzeige<br />

Seite 32<br />

SEEHAUSEN<br />

20.00 Uhr<br />

Heimatabend im Gasthof Stern.<br />

Eintritt: 4,50 €<br />

SÖCKING<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Biowochenmarkt am Carolinenhaus<br />

SA 15.09.<br />

WEILHEIM<br />

9.30 bis 12.30 Uhr<br />

Frauenfrühstück z<strong>um</strong> Thema<br />

„Zufriedenheit in verschiedenen<br />

Welten — Frauenleben in Brasilien<br />

<strong>und</strong> Deutschland“ vom Frauenkreis<br />

„Reden & mehr“ in der<br />

Freien evangelischen Gemeinde.<br />

Anmeldung bis 12.9. unter<br />

0151 / 23526313<br />

10.00 Uhr<br />

Straßen!Zauber!Festival! in der<br />

Innenstadt. Siehe Seite 39<br />

PEISSENBERG<br />

20.00 Uhr<br />

Musik-Kabarett „Bairisch<br />

Diatonischer Jodelwahnsinn“ in<br />

der Tiefstollenhalle. Infos siehe<br />

Anzeige Seite 16<br />

STARNBERG<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

19.30 Uhr<br />

12. Internationales Fünf-<strong>Seen</strong>-<br />

Filmfestival — Preisverleihung mit<br />

Abschlussfeier in der Schlossberghalle.<br />

Infos unter www.fsff.de<br />

PENZBERG<br />

20.00 Uhr<br />

Kabarett „Glückskeks“ von<br />

Sebastian Reich in der Stadthalle.<br />

Eintritt: 30,85 €<br />

MURNAU<br />

20.30 Uhr<br />

Schauspielführung „Drachenstich<br />

<strong>und</strong> Seejungfrau — Sagen <strong>und</strong><br />

Legenden aus dem Blauen Land“.<br />

Treffpunkt vor dem Schlossmuse<strong>um</strong>.<br />

Kosten: 10 € / 7 €, Kinder unter<br />

6 Jahren sind frei. www.red-doorprojects.de<br />

BERNRIED<br />

10.00 bis 18.00 Uhr<br />

KreARTiv — For<strong>um</strong> für zeitgenössische<br />

Kunst <strong>und</strong> Handwerk im<br />

Schloss Höhenried. Kosten: 4,50 €,<br />

Kinder frei<br />

EBERFING<br />

20.30 Uhr<br />

Führung in der Sternwarte. Thema:<br />

Mond, bei erstem Viertel sind<br />

<strong>die</strong> Einzelheiten besonders gut zu<br />

beobachten<br />

IFFELDORF<br />

19.00 Uhr<br />

Iffeldorfer Meisterkonzert mit den<br />

Gitarrenpreisträgern Davide Tomasi<br />

<strong>und</strong> Pedro Aguiar im Gemeindezentr<strong>um</strong>.<br />

Konzerteinführung ab<br />

19 Uhr. Karten: unter 08856 / 3695<br />

oder iffeldorfer-meisterkonzerte.de<br />

SO 16.09.<br />

WEILHEIM<br />

10.00 bis 17.00 Uhr<br />

1. <strong>Weilheim</strong>er Holz-Bau-Tag im<br />

Trifthof. Eintritt frei<br />

11.00 bis 18.00 Uhr<br />

Herbstmarkt auf Gut Dietlhofen<br />

18.00 Uhr<br />

Symphonie-Konzert in der<br />

Stadthalle. VVK beim Kreisboten-<br />

Ticketservice in der Sparkasse. Siehe<br />

Seite 23 <strong>und</strong> Anzeige links<br />

PEISSENBERG<br />

14.00 bis 17.00 Uhr<br />

Bockerlbahn-Fahrtag an der<br />

Tiefstollenhalle<br />

DIESSEN<br />

11.00 Uhr<br />

Bayerische Volksmusik <strong>und</strong><br />

Argentinischer Tango im Schacky-<br />

Park. Kostenfrei<br />

STARNBERG<br />

11.00 Uhr<br />

Gästeführung durch Starnberg.<br />

Treffpunkt: Info-Tafel am<br />

Dampfersteg. Kosten: 4 € / 2 €<br />

(Schüler) / Kinder bis 10 frei. Keine<br />

Voranmeldung<br />

MURNAU<br />

10.30 Uhr<br />

Ortsführung durch Murnau.<br />

Treffpunkt am Kultur- <strong>und</strong> Tagungszentr<strong>um</strong>.<br />

Kosten: 6 €. Ohne<br />

Anmeldung<br />

14.00 Uhr<br />

Schauspielführung „Kelten,<br />

Köhler, Künstler — Murnauer<br />

Geschichte <strong>und</strong> Geschichten“.<br />

Treffpunkt vor dem Kultur- <strong>und</strong><br />

Tagungszentr<strong>um</strong>. Kosten: 15 € / 10 €<br />

(ermäßigt)/ Kinder unter 6 sind frei.<br />

Infos unter red-door-projects.de<br />

BERNRIED<br />

10.00 bis 18.00 Uhr<br />

KreARTiv — For<strong>um</strong> für zeitgenössische<br />

Kunst <strong>und</strong> Handwerk im<br />

Schloss Höhenried. Kosten: 4,50 €,<br />

Kinder frei<br />

RAISTING<br />

14.00 bis 17.00 Uhr<br />

Führungen im Radom<br />

september / oktober <strong>2018</strong> | 63


MO 17.09.<br />

WEILHEIM<br />

16.00 bis 16.45 Uhr<br />

Lesezeit! Die LeseRatten lesen vor<br />

in der Stadtbücherei. Eintritt frei<br />

17.30 bis 20.00 Uhr<br />

Film <strong>und</strong> Filmgespräch im Mehrgenerationenhaus<br />

STARNBERG<br />

16.00 bis 20.00 Uhr<br />

Blutspenden in der Schlossbergh.<br />

MURNAU<br />

17.00 Uhr<br />

Kunsthistorischer Spaziergang<br />

durch Murnau. Treffp. am Kultu<strong>r<strong>und</strong></strong><br />

Tagungszentr<strong>um</strong> Kosten: 6 €.<br />

DI 18.09.<br />

WEILHEIM<br />

8.00 bis 13.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

DIESSEN<br />

16.30 bis 20.00 Uhr<br />

Blutspenden in der Mehrzweckh.<br />

STARNBERG<br />

19.30 Uhr<br />

Film- <strong>und</strong> Videoclub Starnberger<br />

See in der Schlossberghalle.<br />

Eintritt frei, Gäste willkommen<br />

MURNAU<br />

18.00 Uhr<br />

Schauspielführung „Auf zur<br />

Sommerfrische! — Literarischer<br />

Spaziergang durch den Seidlpark“.<br />

Treffpunkt: Eingang am<br />

Kapferberg. Kosten: 10 € / 7 €<br />

(ermäßigt)/ Kinder unter 6 sind frei.<br />

Infos unter red-door-projects.de<br />

BERNRIED<br />

8.30 bis 14.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Bahnhof<br />

MI 19.09.<br />

WEILHEIM<br />

14.00 bis 15.00 Uhr<br />

Sprechst<strong>und</strong>e Analphabetismus im<br />

Mehrgenerationenhaus. Infos unter<br />

0881 / 909590-14. Siehe S. 46 / 47<br />

MURNAU<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt in der Fußgängerz.<br />

17.00 Uhr<br />

Abendliche Ortsführung durch<br />

Murnau. Treffpunkt am Kultu<strong>r<strong>und</strong></strong><br />

Tagungszentr<strong>um</strong>. Kosten: 6 €.<br />

DO 20.09.<br />

WEILHEIM<br />

9.00 bis 11.30 Uhr<br />

Infovormittag z<strong>um</strong> beruflichen<br />

Wiedereinstieg im BiZ der Agentur<br />

für Arbeit<br />

PEISSENBERG<br />

7.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Glückauf-Platz<br />

STARNBERG<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

PENZBERG<br />

9.00 bis 21.00 Uhr<br />

StadtLesen auf dem Stadtplatz<br />

MURNAU<br />

9.30 Uhr<br />

Moosführung „Geschichte <strong>und</strong> Geschichten<br />

vom Murnauer Moos“.<br />

Treffpunkt am Wanderparkplatz<br />

am Ähndl. Kosten: 6 €.<br />

FR 21.09.<br />

WEILHEIM<br />

8.00 bis 13.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Marienplatz<br />

17.00 bis 23.00 Uhr<br />

2. <strong>Weilheim</strong>er Stadtwette<br />

„aufgspuit, auftanzt, aufgsagt —<br />

im Trachtengwand“ auf dem Marienplatz.<br />

Siehe Anzeige Seite 27<br />

19.00 bis 21.00 Uhr<br />

Herbst- <strong>und</strong> Winterbasar „R<strong>und</strong><br />

<strong>um</strong>'s Kind“ in der Stadthalle<br />

PENZBERG<br />

9.00 bis 21.00 Uhr<br />

StadtLesen auf dem Stadtplatz<br />

SÖCKING<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Biowochenmarkt am Carolinenhaus<br />

SCHONGAU<br />

14.00 bis 18.00 Uhr<br />

Lungentag im Krankenhaus<br />

SA 22.09.<br />

WEILHEIM<br />

9.00 bis 12.00 Uhr<br />

Herbst- <strong>und</strong> Winterbasar „R<strong>und</strong><br />

<strong>um</strong>'s Kind“ in der Stadthalle<br />

10.00 bis 15.30 Uhr<br />

4. Tag des Sports am Marien- <strong>und</strong><br />

Kirchplatz. Siehe Seite 18 / 19<br />

20.00 Uhr<br />

Konzertkabarett „Die Letzten ihrer<br />

Art“ von Gankino Circus im Stadttheater.<br />

Karten beim Kreisboten-<br />

Ticketservice in der Sparkasse<br />

PEISSENBERG<br />

18.00 Uhr<br />

8. Vorwiesn in der Tiefstollenhalle<br />

STARNBERG<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

PENZBERG<br />

9.00 bis 21.00 Uhr<br />

StadtLesen auf dem Stadtplatz<br />

64 | tassilo


MURNAU<br />

9.30 Uhr<br />

Leichte Mooswanderung. Treffp.<br />

am Wanderparkplatz am Ähndl.<br />

Kosten: 6 €. Ohne Anmeldung<br />

BERNRIED<br />

19.00 Uhr<br />

Konzert „Klangzeit“ von Hans<br />

Zeller (Akkordeon) <strong>und</strong> Marie-J.<br />

Melchior (Geige) im Salettl vom<br />

Gasthaus Drei Rosen<br />

POLLING<br />

11.00 bis 17.00 Uhr<br />

Tag der offenen Tür in den<br />

Oberland Werkstätten <strong>und</strong> im<br />

Wohnheim<br />

15.00 Uhr<br />

Kinderkino „Heidi“ im Feuerwehrhaus<br />

TUTZING<br />

14.00 Uhr<br />

Bewegung, Entspannung, Tanz<br />

im Tanzstudio. Infos unter www.<br />

kreativitaet-in-bewegung.de<br />

BENEDIKTBEUERN<br />

10.00 bis 18.00 Uhr<br />

Textilmarkt im Maierhof des Klosters.<br />

Siehe Seite 23<br />

SO 23.09.<br />

WEILHEIM<br />

18.00 Uhr<br />

Theater „Zwei Gol<strong>die</strong>s beim Poetry<br />

Slam“, Gastspiel vom Turmtheater<br />

Regensburg. Siehe Anzeige links<br />

19.30 Uhr<br />

Abendmusik in der Evangelischen<br />

Apostelkirche. Eintritt: 8 € / 12 €.<br />

Karten an der Abendkasse<br />

DIESSEN<br />

11.00 Uhr<br />

Country, Swing & bayerische Preziosen<br />

im Schacky-Park. Kostenfrei<br />

PENZBERG<br />

9.00 bis 21.00 Uhr<br />

StadtLesen auf dem Stadtplatz<br />

11.00 Uhr<br />

Jazzfrühschoppen mit „Combo<br />

Blue“, organisiert vom Rotaryclub<br />

auf Gut Hub. Eintritt: 10 €<br />

MURNAU<br />

8.00 Uhr<br />

45. Internationales Staffelsee-<br />

Pokalturnier am Minigolf-Gelände<br />

am See<br />

10.30 Uhr<br />

Ortsführung durch Murnau.<br />

Treffpunkt am Kultur- <strong>und</strong> Tagungszentr<strong>um</strong>.<br />

Kosten: 6 €. Ohne<br />

Anmeldung<br />

POLLING<br />

17.00 Uhr<br />

Konzert der Kammeroper München<br />

im Bibliotheksaal. Siehe S. 22<br />

BENEDIKTBEUERN<br />

10.00 bis 18.00 Uhr<br />

Textilmarkt im Maierhof des Klosters.<br />

Siehe Seite 23<br />

MO 24.09.<br />

MURNAU<br />

11.00 Uhr<br />

Schauspielführung „Ein Amerikaner<br />

in Murnau — James Loeb <strong>und</strong><br />

seine Zeit“. Treffpunkt vor dem<br />

Kultur- <strong>und</strong> Tagungszentr<strong>um</strong>. Kosten:<br />

10 € / 7 € / Kinder unter 6 sind<br />

frei. www.red-door-projects.de<br />

DI 25.09.<br />

WEILHEIM<br />

8.00 bis 13.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

BERNRIED<br />

8.30 bis 14.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Bahnhof<br />

MI 26.09.<br />

WEILHEIM<br />

14.00 bis 15.00 Uhr<br />

Sprechst<strong>und</strong>e Analphabetismus im<br />

Mehrgenerationenhaus. Infos unter<br />

0881 / 909590-14. Siehe S. 46 / 47<br />

STARNBERG<br />

10.00 Uhr<br />

Vortrag „Richtig schenken <strong>und</strong><br />

vererben“ von RA Wolfram Batzner<br />

in der Schlossbergh. Eintritt frei<br />

19.30 Uhr<br />

Vortrag mit Gespräch „<strong>Das</strong> Starnberger<br />

Stadtarchiv“ vom Kunstkreis<br />

Buzentaur in der Schlossberghalle.<br />

Karten: 8 € / 5 € (ermäßigt)<br />

MURNAU<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt in der Fußgängerz.<br />

17.00 Uhr<br />

Abendliche Ortsführung durch<br />

Murnau. Treffpunkt am Kultu<strong>r<strong>und</strong></strong><br />

Tagungszentr<strong>um</strong>. Kosten: 6 €.<br />

POLLING<br />

19.30 Uhr<br />

Dämmerschoppen im Weinkeller<br />

des Rathauses. Siehe Seite 14 / 15<br />

TUTZING<br />

17.30 Uhr<br />

Awareness Day „familiäre Hypercholesterinämie“<br />

im Benedictus<br />

Krankenhaus. Siehe Anzeige S. 56<br />

SCHONGAU<br />

19.00 Uhr<br />

Info-Veranstaltung „Wenn das<br />

Knie schmerzt“ mit Dr. Thomas<br />

Löffler im Krankenhaus<br />

DO 27.09.<br />

WEILHEIM<br />

10.00 bis 12.00 Uhr<br />

Selbsthilfegruppe „Mütter Burnout<br />

vorbeugen“, Münchener Str. 27.<br />

Anmeldung unter 0881 / 1223144<br />

PEISSENBERG<br />

7.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Glückauf-Platz<br />

STARNBERG<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

20.00 Uhr<br />

Lustspiel „Im weißen Rößl“ der<br />

Heimatbühne in der Schlossberghalle.<br />

Karten: 12 €<br />

MURNAU<br />

9.30 Uhr<br />

Moosführung „Geschichte <strong>und</strong> Geschichten<br />

vom Murnauer Moos“.<br />

Treffpunkt am Wanderparkplatz<br />

am Ähndl. Kosten: 6 €. Ohne<br />

Anmeldung<br />

16.00 Uhr<br />

Figurentheater „Mascha <strong>und</strong> der<br />

Bär“ im katholischen Pfarrsaal.<br />

Eintritt: 8 € / 7 € (ermäßigt). Karten<br />

nur an der Tageskasse<br />

FR 28.09.<br />

WEILHEIM<br />

8.00 bis 13.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Marienplatz<br />

PEISSENBERG<br />

16.00 Uhr<br />

Figurentheater „Mascha <strong>und</strong> der<br />

Bär“ im Theaterzelt Neue Bergehalde.<br />

Eintritt: 8 € / 7 € (ermäßigt).<br />

Karten nur an der Tageskasse<br />

STARNBERG<br />

10.00 Uhr<br />

Treffen für Angehörige, <strong>die</strong> an<br />

Demenz erkrankte Familienmitglieder<br />

zuhause pflegen <strong>und</strong><br />

versorgen in der Ilse Kubaschewski<br />

Stiftung. Anmeldung unter<br />

08151 / 6504-0 oder sekretariat@<br />

iks-sta.de<br />

14.30 Uhr<br />

Schmankerl-Spaziergang „Mit der<br />

Gabel durch Starnberg“. Treffpunkt:<br />

Info-Stele am Dampfersteg.<br />

Kosten: 25 € / 15 € (Kinder von<br />

7-13) / Kinder bis 6 Jahre sind frei.<br />

Anmeldung unter 08151 / 90600<br />

20.00 Uhr<br />

Lustspiel „Im weißen Rößl“ der<br />

Heimatbühne in der Schlossberghalle.<br />

Karten: 12 €<br />

PENZBERG<br />

18.00 Uhr<br />

Theater „Krabat“ von der Jugendgruppe<br />

des Oberlandler Volkstheaters<br />

in der Probebühne. Eintritt:<br />

10 €. VVK im Café Freudenberg<br />

20.00 Uhr<br />

Ländliche Konzerte Penzberg —<br />

„KlezMotion“ in der Martin Luther<br />

Kirche. Karten: 7 - 20 €. VVK in der<br />

Buchhandlung Rolles <strong>und</strong> Gelbes<br />

Blatt<br />

MURNAU<br />

10.00 bis 18.00 Uhr<br />

Marktstand z<strong>um</strong> Tag der gewaltfreien<br />

Kommunikation (6.10.) in<br />

der Fußgängerzone<br />

SÖCKING<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Biowochenmarkt am Carolinenhaus<br />

SA 29.09.<br />

WEILHEIM<br />

8.00 Uhr<br />

Bergschafbockversteigerung in<br />

der Kleinen Hochlandhalle<br />

9.00 bis 18.00 Uhr<br />

Buchmarkt des Rotary Clubs am<br />

Weidenbach, vor der Tierklinik<br />

19.30 Uhr<br />

Konzert „Fiesta Latina“ im<br />

Stadttheater. VVK beim Kreisboten-<br />

Ticketservice in der Sparkasse<br />

september / oktober <strong>2018</strong> | 65


PEISSENBERG<br />

PEISSENBERG<br />

SEESHAUPT<br />

MURNAU<br />

MURNAU<br />

16.00 Uhr<br />

Figurentheater „Mascha <strong>und</strong> der<br />

Bär“ im Theaterzelt Neue Bergehalde.<br />

Eintritt: 8 € / 7 € (ermäßigt).<br />

STARNBERG<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

20.00 Uhr<br />

Lustspiel „Im weißen Rößl“ der<br />

Heimatbühne in der Schlossberghalle.<br />

Karten: 12 €<br />

PENZBERG<br />

18.00 Uhr<br />

Theater „Krabat“ von der Jugendgruppe<br />

des Oberlandler Volkstheaters<br />

in der Probebühne. Eintritt:<br />

10 €. VVK im Café Freudenberg<br />

PÄHL<br />

14.00 Uhr<br />

Eurobirdwatch. Treffp. am Ammerparkplatz<br />

bei Fischen. Kosten: 3 €<br />

WIELENBACH<br />

20.00 Uhr<br />

Weinfest der Trommler Wuizbach<br />

im Tafertshoferstadl<br />

EBERFING<br />

20.30 Uhr<br />

Führung in der Sternwarte. Thema:<br />

Kugelsternhaufen, Begleiter<br />

unserer Galaxie <strong>und</strong> eine der<br />

ältesten Objekte<br />

POLLING<br />

14.00 bis 16.30 Uhr<br />

Kinderwaren-Flohmarkt in der<br />

Tiefenbachhalle<br />

SO 30.09.<br />

WEILHEIM<br />

10.00 bis 17.00 Uhr<br />

Buchmarkt des Rotary Clubs am<br />

Weidenbach vor der Tierklinik<br />

11.00 Uhr<br />

Figurentheater „Mascha <strong>und</strong> der<br />

Bär“ im Theaterzelt Neue Bergehalde.<br />

Eintritt: 8 € / 7 € (ermäßigt).<br />

Karten nur an der Tageskasse<br />

DIESSEN<br />

11.00 Uhr<br />

Jugend musiziert im Schacky-Park.<br />

Kostenfrei<br />

STARNBERG<br />

17.00 Uhr<br />

Lustspiel „Im weißen Rößl“ der<br />

Heimatbühne in der Schlossberghalle.<br />

Karten: 12 €<br />

PENZBERG<br />

17.00 Uhr<br />

Theater „Krabat“ von der Jugendgruppe<br />

des Oberlandler Volkstheaters<br />

in der Probebühne. Eintritt:<br />

10 €. VVK im Café Freudenberg<br />

MURNAU<br />

10.00 bis 17.00 Uhr<br />

Michaelimarkt mit verkaufsoffenem<br />

Sonntag in der Fußgängerzone<br />

10.30 Uhr<br />

Ortsführung durch Murnau.<br />

Treffpunkt am Kultur- <strong>und</strong> Tagungszentr<strong>um</strong>.<br />

Kosten: 6 €. Ohne<br />

Anmeldung<br />

14.00 Uhr<br />

Führung „Wo ist Horvath? Eine<br />

Theaterspurensuche durch<br />

Murnau“. Treffpunkt am Horvath-<br />

Haus. Kosten: 15 € / 10 € (ermäßigt)<br />

/ Kinder bis 6 frei. Anm. unter<br />

0176 / 20473776 oder red.door.<br />

projects@web.de<br />

20.00 Uhr<br />

Konzert aus der Reihe „Von uns“<br />

mit Philipp Sussmann <strong>und</strong> Nino<br />

Gurevich im Kultur- <strong>und</strong> Tagungszentr<strong>um</strong>.<br />

Eintritt: 16 € / 10 €<br />

(ermäßigt)<br />

10.15 Uhr<br />

Pfarrfest nach dem Gottes<strong>die</strong>nst<br />

im Trachtenheim<br />

MO 01.10.<br />

WEILHEIM<br />

16.00 bis 16.45 Uhr<br />

Lesezeit! Die LeseRatten lesen vor<br />

in der Stadtbücherei. Eintritt frei<br />

PEISSENBERG<br />

19.00 bis 21.30 Uhr<br />

Tauschabend der Sammlerfre<strong>und</strong>e<br />

Peiting <strong>und</strong> Umgebung e.V. in der<br />

Bücherei<br />

MURNAU<br />

9.30 Uhr<br />

Leichte Mooswanderung. Treffpunkt<br />

am Wanderparkplatz am<br />

Ähndl. Kosten: 6 €.<br />

11.00 Uhr<br />

Schauspielführung „Mit Emanuel<br />

von Seidl durch den Seidlpark“.<br />

Treffpunkt am Seidlpark. Kosten:<br />

10 € / 7 € (ermäßigt)/ Kinder bis 6<br />

frei. Anm. unter 0176 / 20473776<br />

oder red.door.projects@web.de<br />

DI 02.10.<br />

WEILHEIM<br />

8.00 bis 13.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

19.00 bis 23.00 Uhr<br />

Orgelnacht in der Evangelischen<br />

Apostelkirche. Ab 18 Uhr Orgelkonzert<br />

für Kinder<br />

STARNBERG<br />

19.30 Uhr<br />

Film- <strong>und</strong> Videoclub Starnberger<br />

See in der Schlossberghalle.<br />

Eintritt frei, Gäste willkommen<br />

16.00 bis 23.59 Uhr<br />

Kunstnacht im Ortszentr<strong>um</strong><br />

BERNRIED<br />

8.30 bis 14.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Bahnhof<br />

OBERSÖCHERING<br />

20.00 Uhr<br />

Kloans <strong>Oktober</strong>fest im Stadl an der<br />

Spatzenhauser Straße. Eintritt frei<br />

MI 03.10.<br />

Tag der Deutschen Einheit<br />

STARNBERG<br />

20.00 Uhr<br />

Lustspiel „Im weißen Rößl“ der<br />

Heimatbühne in der Schlossberghalle.<br />

Karten: 12 €<br />

MURNAU<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt in der Fußgängerz.<br />

17.00 Uhr<br />

Abendliche Ortsführung durch<br />

Murnau. Treffpunkt am Kultu<strong>r<strong>und</strong></strong><br />

Tagungszentr<strong>um</strong>. Kosten: 6 €.<br />

Ohne Anmeldung<br />

MARNBACH<br />

10.00 bis 17.00 Uhr<br />

Gartentag am Wieshof<br />

DO 04.10.<br />

PEISSENBERG<br />

7.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Glückauf-Platz<br />

STARNBERG<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

20.00 Uhr<br />

Lustspiel „Im weißen Rößl“ der<br />

Heimatbühne in der Schlossberghalle.<br />

Karten: 12 €<br />

9.30 Uhr<br />

Moosführung „Geschichte <strong>und</strong> Geschichten<br />

vom Murnauer Moos“.<br />

Treffpunkt am Wanderparkplatz<br />

am Ähndl. Kosten: 6 €.<br />

HUGLFING<br />

15.00 bis 17.00 Uhr<br />

Handarbeitstreff im Café Hey<br />

Schaffner<br />

FR 05.10.<br />

WEILHEIM<br />

8.00 bis 13.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Marienplatz<br />

20.00 Uhr<br />

Kabarett „Relativ Simpel“ von<br />

Stefan Zinner im Stadttheater. VVK<br />

beim Kreisboten-Ticketservice in der<br />

Sparkasse<br />

STARNBERG<br />

20.00 Uhr<br />

Lustspiel „Im weißen Rößl“ der<br />

Heimatbühne in der Schlossberghalle.<br />

Karten: 12 €<br />

MURNAU<br />

19.30 Uhr<br />

Bilder-Vortrag „Die Geheimnisse<br />

des Wassers“ von Prof. Dr. Bernd<br />

Kröplin im Schlossmuse<strong>um</strong><br />

20.00 Uhr<br />

Klavierabend mit Zhao Ling im<br />

Kultur- <strong>und</strong> Tagungszentr<strong>um</strong>.<br />

Eintritt: 22 € / 16 € (ermäßigt)<br />

POLLING<br />

19.30 Uhr<br />

Vereinsabend der Kakteenfre<strong>und</strong>e<br />

Oberland mit Vortrag „Kleinwüchsige<br />

Mammilarien“ von Volkmar<br />

Krasser im Gasthaus Neuwirt<br />

SÖCKING<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Biomarkt am Carolinenhaus<br />

66 | tassilo


SA 06.10.<br />

WEILHEIM<br />

10.00 bis 17.00 Uhr<br />

Tag der offenen Tür in der Klangfabrik<br />

17.30 bis 22.00 Uhr<br />

Lange Nacht der Stimmen mit<br />

Chören aus <strong>Weilheim</strong> <strong>und</strong> Umgebung<br />

in der Stadtpfarrkirche.<br />

Eintritt frei, Spenden erwünscht<br />

20.00 Uhr<br />

Gauschützenball des SSV<br />

Marnbach-Deutenhausen in der<br />

Stadthalle<br />

20.30 Uhr<br />

Live-Musik mit Sandy Wolfr<strong>um</strong> im<br />

Bistro Hänsel's<br />

PEISSENBERG<br />

9.00 bis 12.00 Uhr<br />

Kinderwarenbasar Herbst/Winter<br />

in der Tiefstollenhalle<br />

STARNBERG<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

MURNAU<br />

10.00 Uhr<br />

Workshopwochenende „Wirksam<br />

sein durch gewaltfreie Kommunikatio“<br />

im Kultur- <strong>und</strong> Tagungszentr<strong>um</strong>.<br />

Infos <strong>und</strong> Anmeldung unter<br />

www.gfk-murnau.de<br />

SEESHAUPT<br />

20.00 Uhr<br />

Herbsthoagart im Trachtenheim<br />

IFFELDORF<br />

17.00 Uhr<br />

Iffeldorfer Meisterkonzert mit<br />

Christoph <strong>und</strong> Julian Prégar<strong>die</strong>n<br />

(Tenor) <strong>und</strong> Michael Gees (Klavier)<br />

im Gemeindezentr<strong>um</strong>. Konzerteinführung<br />

ab 16 Uhr. Infos <strong>und</strong> Karten<br />

unter 08856 / 3695 oder iffeldorfermeisterkonzerte.de<br />

OBERSÖCHERING<br />

20.00 Uhr<br />

Großes Weinfest im Stadl an der<br />

Spatzenhauser Straße<br />

POLLING<br />

9.00 bis 12.00 Uhr<br />

Bauernmarkt am Kirchplatz<br />

SO 07.10.<br />

PEISSENBERG<br />

14.00 Uhr<br />

Fest der Kulturen in der Tiefstollenhalle.<br />

Siehe Seite 22<br />

14.00 bis 17.00 Uhr<br />

Bockerlbahn-Fahrtag an der<br />

Tiefstollenhalle<br />

STARNBERG<br />

11.00 Uhr<br />

Gästeführung durch Starnberg.<br />

Treffpunkt: Info-Tafel am<br />

Dampfersteg. Kosten: 4 € / 2 €<br />

(Schüler)/ Kinder bis 10 frei. Keine<br />

Voranmeldung<br />

PENZBERG<br />

17.00 Uhr<br />

Theater „Krabat“ von der Jugendgruppe<br />

des Oberlandler Volkstheaters<br />

in der Probebühne. Eintritt:<br />

10 €. VVK im Café Freudenberg<br />

MURNAU<br />

10.00 Uhr<br />

Workshopwochenende „Wirksam<br />

sein durch gewaltfreie Kommunikatio“<br />

im Kultur- <strong>und</strong> Tagungsz.<br />

Anm. unter www.gfk-murnau.de<br />

10.30 Uhr<br />

Ortsführung durch Murnau.<br />

Treffpunkt am Kultur- <strong>und</strong> Tagungszentr<strong>um</strong>.<br />

Kosten: 6 €. Ohne<br />

Anmeldung<br />

BAUERBACH<br />

10.00 Uhr<br />

Herbstmarkt mit Handwerkervorstellungen<br />

auf dem Dorfplatz <strong>und</strong><br />

in verschiedenen Höfen<br />

WESSOBRUNN<br />

10.30 bis 17.30 Uhr<br />

Pfarrfest mit Kunsthandwerkermarkt<br />

im Kloster<br />

MO 08.10.<br />

WEILHEIM<br />

19.00 Uhr<br />

Vortrag „Geld regiert <strong>die</strong> Welt?!<br />

G<strong>r<strong>und</strong></strong>lagen Finanzwesen“<br />

im Mehrgenerationenhaus.<br />

Anmeldung (bis 2.10.) unter<br />

0881 / 9095900<br />

MURNAU<br />

16.00 bis 20.00 Uhr<br />

Blutspenden im Kultur- <strong>und</strong><br />

Tagungszentr<strong>um</strong><br />

DI 09.10.<br />

WEILHEIM<br />

8.00 bis 13.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

MURNAU<br />

18.00 Uhr<br />

Theaterspaziergang „Blaue Pferde<br />

im Blauen Land“. Treffpunkt vor<br />

dem Kultur- <strong>und</strong> Tagungsz. Kosten:<br />

10 € / 7 € (ermäßigt)/ Kinder unter 6<br />

sind frei. www.red-door-projects.de<br />

BERNRIED<br />

8.30 bis 14.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Bahnhof<br />

MI 10.10.<br />

WEILHEIM<br />

14.00 bis 15.00 Uhr<br />

Sprechst<strong>und</strong>e Analphabetismus<br />

im Mehrgenerationenhaus. Siehe<br />

Seite 46 / 47<br />

16.00 Uhr<br />

Märchenzeit „Wie aus Getreide<br />

Brot wird“ in der Stadtbücherei.<br />

Ab 4 Jahren, Eintritt frei<br />

STARNBERG<br />

20.00 Uhr<br />

Vortrag mit Musikbeispielen „Drei<br />

Wochen im Sommer — Mozarts<br />

letzte Sinfonien“ vom Kunstkreis<br />

Buzentaur in der Schlossberghalle.<br />

Karten: 8 € / 5 € (ermäßigt)<br />

MURNAU<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt in der Fußgängerz.<br />

17.00 Uhr<br />

Abendliche Ortsführung durch<br />

Murnau. Treffpunkt am Kultu<strong>r<strong>und</strong></strong><br />

Tagungszentr<strong>um</strong>. Kosten: 6 €.<br />

Ohne Anmeldung<br />

19.30 Uhr<br />

Historischer Vortrag „200 Jahre<br />

Gemeindeedikt“ im Kultur- <strong>und</strong><br />

Tagungszentr<strong>um</strong>. Eintritt frei<br />

POLLING<br />

19.30 Uhr<br />

Dämmerschoppen im Weinkeller<br />

des Rathauses. Siehe Seite 14 / 15<br />

20.00 Uhr<br />

Wirtshaussingen mit Franz Schusser<br />

im Trachtenheim<br />

DO 11.10.<br />

PEISSENBERG<br />

7.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Glückauf-Platz<br />

14.30 Uhr<br />

Seniorennachmittag „<strong>Oktober</strong>fest“<br />

mit zünftiger Musik im Pfarrsaal<br />

St. Barbara<br />

STARNBERG<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

17.30 Uhr<br />

Musikfestival „All That Jazz @<br />

Starnberg“ — Begrüßung <strong>und</strong><br />

Konzert mit einer Starnberger<br />

Schülerband im Foyer der<br />

Schlossberghalle. Eintritt frei<br />

19.30 Uhr<br />

Musikfestival „All That Jazz @<br />

Starnberg“ — Konzert „Organ Explosion“<br />

in der Schlossberghalle.<br />

www.all-that-jazz-starnberg.de<br />

21.00 Uhr<br />

Musikfestival „All That Jazz @<br />

Starnberg“ — Konzert „Renaud<br />

Garcia-Fons Trio — Revoir Paris“ in<br />

der Schlossberghalle. Infos unter<br />

www.all-that-jazz-starnberg.de<br />

FR 12.10.<br />

WEILHEIM<br />

8.00 bis 13.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Marienplatz<br />

20.00 Uhr<br />

Charity-Konzert mit der Maffay<br />

Show Band zugunsten Gut Dietlhofen<br />

in der Stadthalle. VVK beim<br />

KB-Ticketservice in der Sparkasse<br />

20.00 Uhr<br />

<strong>Weilheim</strong>er Festspiele „Der Besuch<br />

der alten Dame“ im Stadttheater.<br />

Siehe Anzeige Seite 64<br />

PEISSENBERG<br />

20.00 Uhr<br />

Kabarett „Absolute Weltklapse“<br />

mit Ludwig Müller in der Tiefstollenhalle.<br />

Siehe Anzeige Seite 16<br />

DIESSEN<br />

20.00 Uhr<br />

Eröffnung der Sonderausstellung<br />

„Die stillen Riesen“ von Annunciata<br />

Foresti im Stellwerk<br />

september / oktober <strong>2018</strong> | 67


SCHULTER-<br />

SCHMERZEN –<br />

WAS TUN?<br />

103.<br />

Tutzinger<br />

Patientenfor<strong>um</strong><br />

Sinnvolle <strong>und</strong> schonende Therapie<br />

Erfolg schafft Vertrauen –<br />

Chefarzt Dr. Huber-Stentrup informiert<br />

Mittwoch, 17. <strong>Oktober</strong> <strong>2018</strong>,<br />

<strong>um</strong> 19.00 Uhr<br />

VERANSTALTUNGSORT<br />

Benedictus Krankenhaus Tutzing<br />

Bahnhofstraße 5<br />

82327 Tutzing<br />

Um Anmeldung wird gebeten unter T 08158 23-102.<br />

STARNBERG<br />

16.00 Uhr<br />

Musikfestival „All That Jazz @<br />

Starnberg“ — Podi<strong>um</strong>sdiskussion<br />

in der Schlossberghalle. Infos unter<br />

www.all-that-jazz-starnberg.de<br />

20.00 Uhr<br />

Musikfestival „All That Jazz @<br />

Starnberg“ — Konzert mit „Giora<br />

Feidman“ <strong>und</strong> „Gitanes Blondes —<br />

Very Klezmer“ in der Schlossberghalle.<br />

Infos unter www.all-thatjazz-starnberg.de<br />

PENZBERG<br />

18.00 Uhr<br />

Theater „Krabat“ von der Jugendgruppe<br />

des Oberlandler Volkstheaters<br />

in der Probebühne. Eintritt:<br />

10 €. VVK im Café Freudenberg<br />

18.00 Uhr<br />

Vortrag z<strong>um</strong> Tag der seelischen<br />

Ges<strong>und</strong>heit im Rathaus<br />

SÖCKING<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Biowochenmarkt am Carolinenhaus<br />

SA 13.10.<br />

WEILHEIM<br />

8.00 bis 14.00 Uhr<br />

Hallenflohmarkt in der Kleinen<br />

Hochlandhalle<br />

18.00 Uhr<br />

2. B<strong>und</strong>esliga-Kunstturnen Exquisa<br />

Oberbayern gegen KTV Ries in<br />

der Jahnhalle<br />

20.00 Uhr<br />

<strong>Weilheim</strong>er Festspiele „Der Besuch<br />

der alten Dame“ im Stadttheater.<br />

Siehe Anzeige Seite 64<br />

PEISSENBERG<br />

20.00 Uhr<br />

Konzert „Flying Carpet“ von Quadro<br />

Nuevo in der Tiefstollenhalle.<br />

Siehe Anzeige Seite 16<br />

STARNBERG<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

14.00 Uhr<br />

Musikfestival „All That Jazz @<br />

Starnberg“ — Konzert „Die Pecorinos“<br />

für Kinder ab 5 Jahren in der<br />

Schlossberghalle. Infos unter www.<br />

all-that-jazz-starnberg.de<br />

16.00 Uhr<br />

Musikfestival „All That Jazz @<br />

Starnberg“ — Solokonzert von<br />

Matthias Bublath in der Schlossberghalle.<br />

Infos unter www.<br />

all-that-jazz-starnberg.de<br />

20.00 Uhr<br />

Musikfestival „All That Jazz @<br />

Starnberg“ — Jazzkonzert „Andreas<br />

Schaerer & A Novel Of Anomaly“<br />

in der Schlossberghalle. Infos unter<br />

www.all-that-jazz-starnberg.de<br />

PENZBERG<br />

9.30 bis 13.00 Uhr<br />

Tag der offenen Tür im Ausbildungszentr<strong>um</strong><br />

bei Roche. Siehe<br />

Seite 40 / 41<br />

18.00 Uhr<br />

Theater „Krabat“ von der Jugendgruppe<br />

des Oberlandler Volkstheaters<br />

in der Probebühne. Eintritt:<br />

10 €. VVK im Café Freudenberg<br />

MURNAU<br />

15.00 bis 23.00 Uhr<br />

Abschlussfest der Kunstwirte im<br />

Kultur- <strong>und</strong> Tagungsz. Siehe S. 22<br />

20.30 Uhr<br />

Schauspielführung „Drachenstich<br />

<strong>und</strong> Seejungfrau — Sagen <strong>und</strong><br />

Legenden aus dem Blauen Land“.<br />

Treffpunkt vor dem Schlossmuse<strong>um</strong>.<br />

Kosten: 10 € / 7 € / Kinder unter 6<br />

sind frei. www.red-door-projects.de<br />

SEESHAUPT<br />

8.30 Uhr<br />

Dorfmeisterschaft der Stockschützen<br />

am Vereinsgelände<br />

14.00 Uhr<br />

Kleidermarkt der NBH <strong>und</strong> Flohmarkt<br />

für Kinder in der Mehrzweckhalle<br />

19.00 Uhr<br />

Afrika Konzert von „VielHarmonie“<br />

in der Kirche St. Michael<br />

EBERFING<br />

20.00 Uhr<br />

Führung in der Sternwarte.<br />

Thema: Mond mit seinen Meeren,<br />

Kratern <strong>und</strong> Bergen. Verdeutlichung<br />

der Entstehung<br />

IFFELDORF<br />

9.00 Uhr<br />

Pilgertage — 5. Etappe „Mut zur<br />

Stille“ mit Herbert Konrad von Iffeldorf<br />

nach Tauting. Treffpunkt bei<br />

der Heuwinklkapelle. Infos unter<br />

08801 / 90630 oder 08809 / 163086<br />

FORST<br />

21.00 Uhr<br />

Ballermann-Party im Festzelt<br />

PÖCKING<br />

10.00 bis 17.00 Uhr<br />

21. Künstlermarkt im evangelischen<br />

Gemeindehaus<br />

TUTZING<br />

16.30 bis 19.00 Uhr<br />

„Textstube Tutzing“: Kreativer<br />

Schreibworkshop für Erwachsene<br />

<strong>und</strong> Jugendliche ab 17 Jahren.<br />

Anmeldung unter 08158 / 9643<br />

SO 14.10.<br />

WEILHEIM<br />

7.30 bis 11.00 Uhr<br />

Kleintiermarkt in der Kleinen<br />

Hochlandhalle<br />

9.00 bis 17.30 Uhr<br />

Gallimarkt in der Oberen Stadt<br />

68 | tassilo


PENZBERG<br />

18.00 Uhr<br />

Theater „Krabat“ von der Jugendgruppe<br />

des Oberlandler Volkstheaters<br />

in der Probebühne. Eintritt:<br />

10 €. VVK im Café Freudenberg<br />

MURNAU<br />

10.30 Uhr<br />

Ortsführung durch Murnau.<br />

Treffpunkt am Kultur- <strong>und</strong> Tagungszentr<strong>um</strong>.<br />

Kosten: 6 €. Ohne<br />

Anmeldung<br />

11.00 Uhr<br />

Besichtigung der historischen<br />

Denkmallok „E 69 04“ am Bahnhof.<br />

Eintritt frei<br />

12.00 Uhr<br />

10-<strong>Seen</strong>-Classic-Rallye <strong>2018</strong> in der<br />

Fußgängerzone<br />

PÖCKING<br />

10.00 bis 17.00 Uhr<br />

21. Künstlermarkt im evangelischen<br />

Gemeindehaus<br />

TUTZING<br />

18.00 Uhr<br />

21. Tutzinger Brahmstage — Empfangskonzert<br />

in der Evangelischen<br />

Akademie. Siehe Seite 53<br />

MO 15.10.<br />

WEILHEIM<br />

16.00 bis 16.45 Uhr<br />

Lesezeit! Die LeseRatten lesen vor<br />

in der Stadtbücherei. Eintritt frei<br />

20.00 Uhr<br />

Vortrag „Mord! Aus dem Leben<br />

Thomas Mann“ von Eckhard Zimmermann<br />

im Gasthaus Oberbräu<br />

DI 16.10.<br />

WEILHEIM<br />

8.00 bis 13.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

17.00 Uhr<br />

Info-Veranstaltung „Wenn Hals,<br />

Speiseröhre oder Magen brennen“<br />

mit Prof. Dr. Reinhold Lang im<br />

Veranstaltungszelt am Krankenhaus<br />

BERNRIED<br />

8.30 bis 14.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Bahnhof<br />

MI 17.10.<br />

WEILHEIM<br />

14.00 bis 15.00 Uhr<br />

Sprechst<strong>und</strong>e Analphabetismus<br />

im Mehrgenerationenhaus. Siehe<br />

Seite 46 / 47<br />

MURNAU<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt in der Fußgängerzone<br />

17.00 Uhr<br />

Abendliche Ortsführung durch<br />

Murnau. Treffpunkt am Kultu<strong>r<strong>und</strong></strong><br />

Tagungszentr<strong>um</strong>. Kosten: 6 €.<br />

Ohne Anmeldung<br />

20.00 Uhr<br />

Musikkabarett „Freischwimmer“<br />

von Chris Boettcher im Kultur- <strong>und</strong><br />

Tagungszentr<strong>um</strong>. Eintritt: 25 €. VVK<br />

im KTM <strong>und</strong> im Gasthaus Strobl in<br />

Oberhausen<br />

PÖCKING<br />

16.00 Uhr<br />

Vorlesest<strong>und</strong>e mit Bilderbuchkino<br />

in der Bücherei im Alten Pfarrhaus<br />

TUTZING<br />

19.00 Uhr<br />

Patientenfor<strong>um</strong> „Schulterschmerzen<br />

— was tun?“ im Benedictus<br />

Krankenhaus. Siehe Anzeige links<br />

20.00 Uhr<br />

21. Tutzinger Brahmstage — Liederabend<br />

in der Galerie Benzenberg.<br />

Siehe Seite 53<br />

DO 18.10.<br />

PEISSENBERG<br />

7.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Glückauf-Platz<br />

STARNBERG<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

20.00 Uhr<br />

BrotZeit&Spiele mit „echt jetzt“<br />

von HG Butzko in der Schlossberghalle.<br />

Restkarten zu 29 € über www.<br />

kartenengl.de oder das Kulturamt<br />

WEILHEIM<br />

FR 19.10.<br />

8.00 bis 13.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Marienplatz<br />

18.00 Uhr<br />

<strong>Weilheim</strong>er Festspiele „Der Besuch<br />

der alten Dame“ im Stadttheater.<br />

Siehe Anzeige Seite 64<br />

19.00 bis 23.00 Uhr<br />

Lichtkunstfestival in der Innenstadt.<br />

Siehe Seite 22<br />

19.30 bis 21.00 Uhr<br />

Vortrag „Planetenwelten“ von<br />

Helmut Hornung im Pfarrheim<br />

Miteinander. Kosten: 12 € / 6 €<br />

STARNBERG<br />

14.30 Uhr<br />

Schmankerl-Spaziergang „Mit der<br />

Gabel durch Starnberg“. Treffpunkt:<br />

Info-Stele am Dampfersteg.<br />

Kosten: 25 € / 15 € (Kinder von<br />

7-13) / Kinder bis 6 Jahre sind frei.<br />

Anmeldung unter 08151 / 90600<br />

SEESHAUPT<br />

14.00 bis 17.00 Uhr<br />

Tag der offenen Tür im Kindernest<br />

HUGLFING<br />

20.00 Uhr<br />

Live-Musik mit „Motzi & The<br />

MATINEE UM ELF<br />

www.podi<strong>um</strong>-musicale.de<br />

So 21.10. <strong>2018</strong> | 11 Uhr<br />

Bibliotheksaal Polling<br />

ÜBER FRAUEN, DIE LIEBE<br />

UND DAS LEBEN<br />

LIEDMATINEE | SCHUMANN, SCHUBERT, BRAHMS, WOLF<br />

Johanna Rosa Falkinger, Sopran | Daniela Dawn Fietzek, Klavier<br />

PODIUM MUSICALE e.V. - Junge Künstler konzertieren<br />

> > > GEWINNER DER TASSILO-AUSGABE 19<br />

Konzert „Die Auferstehung“ im Andechser Florian-Stadl (je zwei Karten):<br />

Gudrun Eckert (Murnau), Richard Meyer (Starnberg), Ruth Drechsel (<strong>Weilheim</strong>)<br />

Kabarettabend mit „Da Huawa, da Meier <strong>und</strong> I“ in Eberfing (je zwei Karten):<br />

Elisabeth Daffner (Eberfing), Maria Huber (Oberhausen),<br />

Maria Pantele (Oberhausen)<br />

Achberger Sommerchristba<strong>um</strong> (je einen Gutschein):<br />

Andrea Kellner (<strong>Weilheim</strong>), Elisabeth Schön (Oberhausen),<br />

Irene Hirt(Iffeldorf)<br />

EMTB-Führer (je ein Exemplar):<br />

Angela Albrecht (Andechs), Ralf Kürschgen (Obersöchering),<br />

Roswitha Müller (Wielenbach)<br />

september / oktober <strong>2018</strong> | 69


Heartbreakers“ in der Waldstraße.<br />

Vorprogramm: „Songsmith Christoph<br />

Ulrich“<br />

ETTING<br />

20.00 Uhr<br />

Herbstfest mit Pflanzenschätzspiel<br />

im Dorfgemeinschaftshaus<br />

SÖCKING<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Biowochenmarkt am Carolinenhaus<br />

TUTZING<br />

17.00 Uhr<br />

15. Kulturnacht in zwölf verschiedenen<br />

Veranstaltungsorten<br />

SA 20.10.<br />

WEILHEIM<br />

19.00 bis 23.00 Uhr<br />

Lichtkunstfestival in der Innenstadt.<br />

Siehe Seite 22<br />

20.30 Uhr<br />

Live-Konzert mit<br />

„BESTCELLARR@Z“ im Bistro<br />

Hänsel's. Sammlung per Hut<br />

STARNBERG<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

9.30 Uhr<br />

Frauenfrühstück mit Vortrag<br />

„Worte können Zündstoff sein!“<br />

von Ulrike Schild in der Schlossberghalle.<br />

Eintritt: 15 €. Infos unter<br />

www.fff-starnberg.de<br />

SEESHAUPT<br />

14.30 Uhr<br />

Herbst-Pflanzentauschmarkt im<br />

Schützenheim Magnetsried<br />

TAUTING<br />

9.00 Uhr<br />

Pilgertage — 6. Etappe „Mut<br />

zur dunklen Nacht“ mit Robert<br />

Ischwang von Tauting nach Peißenberg.<br />

Treffpunkt am Bauerncafé.<br />

Infos unter 08801 / 90630 oder<br />

08809 / 163086<br />

IFFELDORF<br />

19.00 Uhr<br />

Iffeldorfer Herbstball mit „Munich<br />

Swing Set“, organisiert vom<br />

Rotaryclub Penzberg in der<br />

Mehrzweckhalle. Eintritt: 20 € / 10 €<br />

(Schüler)<br />

POLLING<br />

15.00 Uhr<br />

Kinderkino „Ritter Rost 2, das<br />

Schrottkomplott“ im Feuerwehrhaus<br />

TUTZING<br />

14.00 Uhr<br />

Bewegung, Entspannung, Tanz im<br />

Tanzstudio. Anmeldung unter www.<br />

kreativitaet-in-bewegung.de<br />

SCHONGAU<br />

11.00 bis 16.00 Uhr<br />

Tag der offenen Tür des Krankenhauses<br />

<strong>und</strong> der Pflegeschule.<br />

Siehe Seiten 35 - 38<br />

20.00 Uhr<br />

So<strong>und</strong> in the City in 17 Lokalen.<br />

19 bis 20 Uhr Vorglühen mit Pura<br />

Vida – Street-Style-Samba. Kosten:<br />

12 € (VVK) / 15 € (AK. VVK bei<br />

Euronics Köpf <strong>und</strong> den Schongauer<br />

Nachrichten). Siehe Anzeige Seite<br />

69 <strong>und</strong> www.so<strong>und</strong>inthecity.de<br />

SO 21.10.<br />

WEILHEIM<br />

19.30 Uhr<br />

Abendmusik in der Evangelischen<br />

Apostelkirche. Eintritt frei<br />

PEISSENBERG<br />

14.00 bis 17.00 Uhr<br />

Bockerlbahn-Fahrtag an der<br />

Tiefstollenhalle<br />

STARNBERG<br />

11.00 Uhr<br />

Gästeführung durch Starnberg.<br />

Treffpunkt am Dampfersteg. Kosten:<br />

4 € / 2 € (Schüler)/ Kinder bis 10 frei<br />

PENZBERG<br />

10.00 bis 17.00 Uhr<br />

Kirchweihmarkt auf dem Stadtplatz.<br />

Mit verkaufsoffenem Sonntag<br />

19.00 Uhr<br />

Ländliche Konzerte Penzberg —<br />

Bläserensemble „Windcraft“ in<br />

der Stadtpfarrkirche Christkönig.<br />

Karten: 7 - 20 €. VVK in der Buchhandlung<br />

Rolles <strong>und</strong> Gelbes Blatt<br />

MURNAU<br />

10.30 Uhr<br />

Führung durch Murnau. Treffp. am<br />

Kultur- <strong>und</strong> Tagungsz.. Kosten: 6 €.<br />

POLLING<br />

11.00 Uhr<br />

Matinee <strong>um</strong> Elf „Über Frauen, <strong>die</strong><br />

Liebe <strong>und</strong> das Leben“ im Bibliotheksaal.<br />

Siehe Anzeige Seite 69<br />

TUTZING<br />

18.00 Uhr<br />

21. Tutzinger Brahmstage — Klarinettenquintett<br />

in der Evangelischen<br />

Akademie. Siehe Seite 53<br />

MO 22.10.<br />

MURNAU<br />

11.00 Uhr<br />

Schauspielführung „Ein Amerikaner<br />

in Murnau — James Loeb <strong>und</strong><br />

seine Zeit“. Treffp. am Kultur- <strong>und</strong><br />

Tagungsz. Kosten: 10 € / 7 € / Kinder<br />

bis 6 frei. www.red-door-projects.de<br />

DI 23.10.<br />

WEILHEIM<br />

8.00 bis 13.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

STARNBERG<br />

19.30 Uhr<br />

Film- <strong>und</strong> Videoclub Starnberger<br />

See in der Schlossberghalle.<br />

BERNRIED<br />

8.30 bis 14.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Bahnhof<br />

MI 24.10.<br />

WEILHEIM<br />

14.00 bis 15.00 Uhr<br />

Sprechst<strong>und</strong>e Analphabetismus.<br />

Siehe Seite 46 / 47<br />

STARNBERG<br />

20.00 Uhr<br />

Vortrag mit Bildern „Armenien —<br />

das älteste christliche Land der<br />

Welt“ vom Kunstkreis Buzentaur<br />

in der Schlossberghalle. Karten:<br />

8 € / 5 € (ermäßigt)<br />

MURNAU<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt in der Fußgängerz.<br />

17.00 Uhr<br />

Abendliche Ortsführung durch<br />

Murnau. Treffpunkt am Kultu<strong>r<strong>und</strong></strong><br />

Tagungszentr<strong>um</strong>. Kosten: 6 €.<br />

POLLING<br />

19.30 Uhr<br />

Dämmerschoppen im Weinkeller<br />

des Rathauses. Siehe Seite 14 / 15<br />

SCHONGAU<br />

19.00 Uhr<br />

Info-Veranstaltung „Bauchzentr<strong>um</strong>“<br />

mit Dr. Jochen Dresel im<br />

Krankenhaus<br />

DO 25.10.<br />

WEILHEIM<br />

10.00 bis 12.00 Uhr<br />

Selbsthilfegruppe „Mütter Burnout<br />

vorbeugen“ über den Dächern<br />

von <strong>Weilheim</strong>, Münchener Str. 27.<br />

Voranmeldung unter 0881 / 1223144<br />

20.00 Uhr<br />

<strong>Weilheim</strong>er Festspiele „Der Besuch<br />

der alten Dame“ im Stadttheater.<br />

Siehe Anzeige Seite 64<br />

PEISSENBERG<br />

7.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Glückauf-Platz<br />

STARNBERG<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

POLLING<br />

19.30 Uhr<br />

Konzert mit Marc Bouchkov im<br />

Bibliotheksaal. Karten unter www.<br />

muenchen.hoertnagel.de <strong>und</strong> beim<br />

Reisebüro Simader in <strong>Weilheim</strong><br />

FR 26.10.<br />

HEUTE ERSCHEINT DER<br />

NEUE TASSILO<br />

WEILHEIM<br />

8.00 bis 13.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Marienplatz<br />

20.00 Uhr<br />

Poetry Slam in der Stadtbücherei.<br />

Eintritt: 6 €. VVK in der Bücherei<br />

20.00 Uhr<br />

<strong>Weilheim</strong>er Festspiele „Der Besuch<br />

der alten Dame“ im Stadttheater.<br />

Siehe Anzeige Seite 64<br />

PEISSENBERG<br />

20.00 Uhr<br />

Kabarett „… <strong>und</strong>?“ von Alfred<br />

Dorfer in der Tiefstollenhalle. Infos<br />

siehe Anzeige Seite 16<br />

STARNBERG<br />

10.00 Uhr<br />

Treffen für Angehörige, <strong>die</strong> an<br />

Demenz erkrankte Familienmitglieder<br />

zuhause pflegen <strong>und</strong> ver-<br />

70 | tassilo


sorgen in der Ilse Kubaschewski<br />

Stiftung. Anm. unter 08151 / 6504-0<br />

oder sekretariat@iks-sta.de<br />

SÖCKING<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Biomarkt am Carolinenhaus<br />

SA 27.10.<br />

WEILHEIM<br />

10.00 Uhr<br />

Spezialausstellung für Terrier in<br />

der Kleinen Hochlandhalle<br />

10.00 bis 18.00 Uhr<br />

1. <strong>Weilheim</strong>er EntdeckerTour in<br />

vielen teilnehmenden Betrieben<br />

<strong>und</strong> Institutionen. Mit kostenfreiem<br />

Shuttlebus. www.weilheim.de<br />

11.30 <strong>und</strong> 14.30 Uhr<br />

Bilderbuchkino „Pippilothek???“<br />

in der Stadtbücherei. Ab 4 Jahren,<br />

Eintritt frei<br />

15.30 Uhr<br />

Lesung von Sascha Raubal in der<br />

Stadtbücherei. Eintritt frei<br />

16.30 Uhr<br />

Lesung von Rosi Pröll & Alex<br />

Schafferhans in der Stadtbücherei.<br />

Eintritt frei<br />

20.00 Uhr<br />

<strong>Weilheim</strong>er Festspiele „Der Besuch<br />

der alten Dame“ im Stadttheater.<br />

Siehe Anzeige Seite 64<br />

STARNBERG<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

> > > SO ERREICHEN SIE UNS<br />

Anschrift<br />

„tassilo“<br />

Birkland 40<br />

86971 Peiting<br />

Tel.: 08869 / 91 22-26<br />

Fax: 08869 / 91 22-20<br />

www.tassilo.de<br />

EBERFING<br />

20.00 Uhr<br />

Führung in der Sternwarte. Thema:<br />

Gasnebel, Geburtsort neuer Sterne<br />

SO 28.10.<br />

WEILHEIM<br />

18.00 Uhr<br />

Film <strong>und</strong> Filmgespräch im Mehrgenerationenhaus<br />

18.00 Uhr<br />

<strong>Weilheim</strong>er Festspiele „Der Besuch<br />

der alten Dame“ im Stadttheater.<br />

Siehe Anzeige Seite 64<br />

PEISSENBERG<br />

9.00 Uhr<br />

Pilgertage — 5. Etappe „Mut z<strong>um</strong><br />

Ankommen“ mit Sr. Karolina<br />

Schweihofer von Peißenberg z<strong>um</strong><br />

Hohen Peißenberg. Treffpunkt<br />

bei der Böbinger Ammerbrücke.<br />

Infos unter 08801 / 90630 oder<br />

08809 / 163086<br />

9.30 Uhr<br />

Leonhardifahrt im Ort. Ab 19.30<br />

Uhr Leonharditanz im Gasthof Zur<br />

Post<br />

MURNAU<br />

10.30 Uhr<br />

Ortsführung durch Murnau. Treffpunkt<br />

am Kultur- <strong>und</strong> Tagungszentr<strong>um</strong>.<br />

Kosten: 6 €.<br />

Email<br />

Redaktion: redaktion@tassilo.de<br />

Termine: veranstaltungen@tassilo.de<br />

Anzeigen: anzeigen@tassilo.de<br />

Anregungen / Kritik: info@tassilo.de<br />

<strong>Das</strong> Impress<strong>um</strong> finden Sie auf Seite 51.<br />

TUTZING<br />

11.00 Uhr<br />

21. Tutzinger Brahmstage — Filmmatinee<br />

im KurTheater. Siehe S. 53<br />

18.00 Uhr<br />

21. Tutzinger Brahmstage —<br />

Klaviertrio in der Evangelischen<br />

Akademie. Siehe Seite 53<br />

POLLING<br />

MO 29.10.<br />

18.00 Uhr<br />

Dinner & Show mit der Akrobatikgruppe<br />

„Fortissima“ in der Tiefenbachh..<br />

VVK ab 14.09. Mo. <strong>und</strong> Fr. 19<br />

bis 20 Uhr in der Tiefenbachhalle<br />

DI 30.10.<br />

WEILHEIM<br />

8.00 bis 13.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

BERNRIED<br />

8.30 bis 14.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Bahnhof<br />

POLLING<br />

18.00 Uhr<br />

Dinner & Show mit der Akrobatikgruppe<br />

„Fortissima“. Siehe 29.10.<br />

MI 31.10.<br />

WEILHEIM<br />

14.00 bis 15.00 Uhr<br />

Sprechst<strong>und</strong>e Analphabetismus.<br />

Siehe S. 46 / 47<br />

MURNAU<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt in der Fußgängerz.<br />

POLLING<br />

18.00 Uhr<br />

Dinner & Show mit der Akrobatikgruppe<br />

„Fortissima“. Siehe 29.10.<br />

Änderungen <strong>und</strong> Fehler vorbehalten<br />

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