Bahnsport 03/2019

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Hallo zusammen,
wir begrüßen Sie zu unserer März-Ausgabe. Und obwohl
draußen schon vereinzelt der nahende Frühling hat grü-
ßen lassen, ist jetzt bei uns erst mal Eiszeit, und zwar so
richtig. Der „Russland-Monat“, wie bei mir der Februar
immer heißt, ist um und die Eisspeedway-WM findet
hierzulande ihre Fortsetzung. Und darauf freuen wir uns
alljährlich sehr und darauf, dass auch alle gesund heim-
kommen. Wir halten hier immer mit die Ängste aus, so
viel ist sicher. So sehr uns dieser Sport auch fasziniert,
so gefährlich ist er auch. Das ist leider die Kehrseite da-
ran. Umso wichtiger sollte daher die Fairness auf der
Bahn sein, um unnötige und unkalkulierbare Unfälle
möglichst zu vermeiden. Rennunfälle passieren, leider.
So viel ist klar. Aber für rücksichtslose (und wiederhol-
te) „Attacken“ sollte im gefährlichen Eisspeedwaysport
kein Platz sein. Nicht auf der Bahn und auch keine Dul-
dung für so etwas im Regelwerk! Stein des Anstoßes an
dieser Stelle ganz klar: Almaty! Und die Situation war
folgende: Ein super in Führung liegender und ganz in-
nen entlang der roten Linie fahrender Franky Zorn wird
von hinten von Niclas Svensson ziemlich unsanft abge-
räumt, weil dieser anscheinend an einer Stelle durch-
fahren wollte, an der aber null Platz mehr war ...

49. Jahrgang • D: 4,50 A: 5,00 LUX: 5,00 B: 5,00 NL: 5,00 I: 5,00 (Alle Angaben in Euro) 8,50 CHF • D 3392 E • 2198–2902

NR. 3/19

SPEEDWAY • SANDBAHN • GRASBAHN • EISSPEEDWAY

Luca Bauer

in Eisspeedway-

Europameisterschaft

holt Bronzemedaille

+ POSTER

EISSPEEDWAY-WM: „Eishans“ Weber

zeigt sich stark in Almaty und Schadrinsk


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6

Eis-WM: Nach dem Auftakt in Almaty/KAZ und Schadrinsk/RUS liegen Daniil Iwanow (Mitte) und

Dimitri Koltakow (links) punktgleich an der Spitze der WM-Wertung vor Dimitri Komisewitsch (re.)

EISSPEEDWAY

WM: Finale 1 Almaty/KAZ 6

WM: Finale 2 Schadrinsk/RUS 12

EM: Ufa/RUS 18

NAMEN, CLUBS & BAHNEN

MSC Dohren 20

SONSTIGES

• Foto oben: David Reygondeau/good-shoot.com; unten: Anatoly Ermolenko

Zum Titelbild: Luca Bauer in Ufa/RUS • Foto: Anatoly Ermolenko

POSTER

Luca Bauer 16

People & Facts 4

International 22

Clubnotizen 26

Notizen/Letzte Meldungen/Termine 30

Impressum/Bazar 31

Eis-EM: Für eine kleine Sensation sorgte Luca Bauer (rechts) in der EM – er wurde Dritter hinter

Europameister Sergej Makarow (Mitte) und Vize-Europameister Iwan Tschitschkow (links)

18

INHALT & EDITORIAL

Grünes Licht für

die rote Karte?

Ja bitte!

- von Nadine Pfeiffer -

Hallo zusammen,

wir begrüßen Sie zu unserer März-Ausgabe. Und obwohl

draußen schon vereinzelt der nahende Frühling hat grüßen

lassen, ist jetzt bei uns erst mal Eiszeit, und zwar so

richtig. Der „Russland-Monat“, wie bei mir der Februar

immer heißt, ist um und die Eisspeedway-WM findet

hierzulande ihre Fortsetzung. Und darauf freuen wir uns

alljährlich sehr und darauf, dass auch alle gesund heimkommen.

Wir halten hier immer mit die Ängste aus, so

viel ist sicher. So sehr uns dieser Sport auch fasziniert,

so gefährlich ist er auch. Das ist leider die Kehrseite daran.

Umso wichtiger sollte daher die Fairness auf der

Bahn sein, um unnötige und unkalkulierbare Unfälle

möglichst zu vermeiden. Rennunfälle passieren, leider.

So viel ist klar. Aber für rücksichtslose (und wiederholte)

„Attacken“ sollte im gefährlichen Eisspeedwaysport

kein Platz sein. Nicht auf der Bahn und auch keine Duldung

für so etwas im Regelwerk! Stein des Anstoßes an

dieser Stelle ganz klar: Almaty! Und die Situation war

folgende: Ein super in Führung liegender und ganz innen

entlang der roten Linie fahrender Franky Zorn wird

von hinten von Niclas Svensson ziemlich unsanft abgeräumt,

weil dieser anscheinend an einer Stelle durchfahren

wollte, an der aber null Platz mehr war und absolut

ohne „Rücksicht auf Verluste“. Wer den Sturz gesehen

hat oder auch die Vielzahl der Bilder (sehen Sie

hierzu eine Auswahl auf Seite 11) davon, dem dreht sich

der Magen um, so weh tut das. Dass hier nicht noch

Schlimmeres passiert ist, da kann man nur sagen: Gott

sei Dank! Das Ende vom Lied hierbei war aber, dass

Zorn, bis dato top in Form, verletzt nicht nur für den Rest

des Rennwochenendes in Almaty, sondern auch noch

komplett für Schadrinsk ausfiel, was unterm Strich so

viel bedeutet, dass die Saison – die WM (!) – quasi

schon gelaufen war, noch ehe sie richtig angefangen

hatte, während der Verursacher dieses ganzen unnötigen

Crashs nach lediglich einer Laufdisqualifikation

munter weiterfahren darf. Dies ist geradezu ein Paradebeispiel

in Richtung Offizielle, dass so etwas nicht sein

darf und jemand dann mit Konsequenzen zu rechnen haben

sollte in Form einer „roten Karte“ und somit einem

Ausschluss für länger! Dieser Sport ist zu gefährlich, als

dass es für „kopfloses“ Fahren einen Raum geben darf.

Und hier stehen ganz klar auch die Offiziellen in der Verantwortung

und dafür sind sie ja auch da! Also, hier ist

eine schnelle Einmischung dringend erbeten!

So viel dazu, denn wegschauen und nichts sagen,

wenn’s aber gleichsam etwas zu sagen gibt, ist immer

schlecht. Von daher müssen die Dinge auf den Tisch,

denn ohne Reibung bewegt sich nichts! Das ist zum einen

Fakt und zum anderen auch ein Zitat von einem von

mir sehr geschätzten anderen Profi aus dem Bahnsport

;-)! So, und weil nach Russland = vor Berlin ist und ich

auch nicht nur schimpfen mag, lenken wir jetzt den Fokus

direkt auf unsere heimischen Rennen, auf die wir

uns so sehr freuen. Noch vor der WM wird es mit der

Deutschen Meisterschaft in Berlin spannend und so

richtig heiß hergehen, so viel ist sicher. Das wird ein Eisspeedwayfest

der Superklasse und das noch mit Feuerwerk!

Was will man mehr?

Zu guter Letzt möchten wir es an dieser Stelle auch nicht

versäumen, Luca Bauer zu seinem hervorragenden

3. Platz bei der Europameisterschaft in Ufa zu gratulieren

sowie den Teams Russland, Schweden und Österreich

für ihre Erfolge beim Eisspeedway der Nationen.

Warum auch immer das jetzt nicht mehr Team-Weltmeisterschaft

heißt?!? Egal! Herzlichen Glückwunsch!

Und bis bald auf der Eisbahn!

MfG

Nadine P.

Besuchen Sie uns auf

März '19 BAHNSPORT AKTUELL 3


PEOPLE & FACTS

Jedes Motorrad wird einen Transponder haben, um eine genaue und umfangreiche

Zeitnahme beim Training und auch beim Rennen zu ermöglichen.

„Das Timing ist für viele Motorsportarten von zentraler Bedeutung.

Wir freuen uns sehr, es für 2019 im SGP einführen zu können. Dies ist sowohl

für die Endergebnisse der GP-Runden als auch für die wettbewerbsfähige

Verteilung von Startaufstellungen gedacht“, so Olsen.

Es bleibt abzuwarten, wie sich das neue System auf den GP auswirken und

wie es von den Fans angenommen wird. • Text: Georg Dobes; Foto: J.Pabijan

SGP führt Änderungen

bei der Vergabe der

Startaufstellungen ein

In der kommenden GP-Saison werden Freitagstrainings eine viel wichtigere

Rolle spielen als bisher. Früher wurden die Startpositionen den Teilnehmern

beim Training zugelost. Das wird sich ab sofort ändern. Ein ausgeklügeltes

System von Qualifikationen und gemessenen Rundenzeiten

wird das Verlosen der Aufstellungen zwar nicht ganz abschaffen, aber

deutlich einschränken. Jeder Fahrer wird zuerst zusammen mit zwei anderen

Piloten an vier Trainingssessions teilnehmen, um seine Technik optimal

abstimmen zu können und dabei eine gute Rundenzeit herauszufahren.

Die erzielten Zeiten werden dann eine Grundlage für die Qualifikation

sein. Der Teilnehmer mit der schlechtesten Zeit wird als Erster auf die

Bahn rollen und der schnellste als Letzter. Jeder von ihnen hat dann eine

Minute, um eine schnelle Rundenzeit zu erzielen. Das Resultat ist bei der

Vergabe der Startaufstellungen relevant, denn der schnellste Pilot der

Qualifikation darf als Erster seine Position für die GP-Runde wählen. Keine

Teammitglieder der Fahrer dürfen sich während der Qualifikation im

Innenfeld befinden. Währenddessen werden die Fahrer ihre Maschinen

nicht wechseln können. Wenn sie aufgrund technischer Probleme keine

Runde absolvieren können, dürfen sie keine weitere Qualifikation absolvieren.

GP-Teilnehmer, die beim Training nicht dabei waren oder keine

brauchbare Rundenzeit erzielen konnten, bekommen ihre Aufstellung

vom Jury-Präsidenten zugelost.

Im vergangenen Jahr, vor dem GP-Rennen in Horsens, wurde das System

bereits getestet und man gewann sehr positive Erkenntnisse. „Es

herrschte echte Aufregung bei den Fahrern, als wir letztes Jahr zum ersten

Mal in Horsens das Timing testeten. Viele drängten sich um die Bildschirme,

um zu überprüfen, wie schnell sie waren, als sie wieder in ihre Boxen

kamen. Ich bin der festen Überzeugung, dass dies den SGP-Wochenenden

in der Zukunft eine aufregende neue Dimension verleihen wird“, sagte

BSI-Geschäftsführer Torben Olsen.

Doch kein SGP-Rennen

in Australien

Als der Rennkalender für die kommende GP-Saison veröffentlicht wurde,

stach sofort ins Auge, dass Rechteinhaber BSI Speedway ein Rennen in

Australien Ende Oktober platziert hatte. Doch wurden weder das Datum

noch der Austragungsort in den Kalender eingetragen. Schon bald begann

man zu munkeln, dass das Unternehmen große Probleme hätte, seine

Organisationspläne auf der südlichen Halbkugel in die Tat umzusetzen.

Am 23. Januar wurden die Vermutungen Gewissheit. An diesem Tag

kündigte BSI Speedway lakonisch an, dass kein GP-Rennen in Australien

2019 stattfinden wird. Laut der Bekanntmachung konnte Paul Sergeant

Events, ein in Australien ansässiger Veranstalter, der mit BSI Speedway

zusammenarbeitet, das Speedway-Event aufgrund unvorhersehbarer

Umstände nicht mehr durchführen. Aus diesem Grund findet die GP-Abschlussrunde

erneut im polnischen Torun statt. Das Turnier wird am 5. Oktober

durchgeführt.

In der Mitteilung wird behauptet, dass der GP-Rechteinhaber nach wie vor

unter Hochdruck arbeitet, um GP-Runden in Australien in den nächsten

Jahren organisieren zu können. „Wir wollten 2019 ein GP-Rennen in Australien

durchführen, jedoch entschieden wir uns, es nur dann zu tun,

wenn wir sicher sind, dass wir unseren GP-Fahrern, Fans und der Speedway-Community

ein hoch qualitatives Produkt liefern können“, sagte Torben

Olsen. „Wir waren im Dialog mit mehreren Austragungsorten und

werden weitere Gespräche insbesondere mit Ipswich (eine Stadt im Bundesstaat

Queensland, unweit von Brisbane, Anm. des Red.) fortsetzen,

um so schnell wie möglich ein GP-Rennen nach Australien zu bringen“,

fügte der BSI-Geschäftsführer hinzu.

Es bleibt zu hoffen, dass die Bestrebungen von BSI Speedway letztendlich

von Erfolg gekrönt sein werden. • Georg Dobes

Bundesliga-Begegnungen

veröffentlicht

An der diesjährigen Mannschaftsmeisterschaft beteiligen sich wie schon

im Vorjahr wieder fünf Teams. Die Vorrunde, bei der jede Mannschaft

zweimal zu Hause und zweimal auswärts antritt, besteht daher wieder

aus zehn Begegnungen.

Hier sind die vom DMSB veröffentlichten Ansetzungen: 1.5. MSC Brokstedt

Wikinger - AC Landshut Devils; 4.5. MC Nordstern Stralsund - MSC

Wölfe Wittstock; 11.5. DMV White Tigers - MC Nordstern Stralsund; 25.5.

MSC Wölfe Wittstock - DMV White Tigers; 16.6. DMV White Tigers - MSC

Brokstedt Wikinger; 2.6. AC Landshut Devils - MSC Wölfe Wittstock; 22.6.

MSC Brokstedt Wikinger - MC Nordstern Stralsund; 6.7. MC Nordstern

Stralsund - AC Landshut Devils; 12.7. MSC Wölfe Wittstock - MSC Brokstedt

Wikinger; 15.8. AC Landshut Devils - DMV White Tigers.

Die DMV White Tigers tragen ihre Heimrennen in Diedenbergen aus.

+

Auch Sie können mit einer kleinen Spende auf nachfolgend

genanntes Konto helfen sowie spendenbedürftige

verunfallte Fahrer vorschlagen

Bahnsport-aktuell-Unfallkonto“ Raiffeisenbank Rodenbach IBAN DE28 5066 3699 0000 0495 57

4 BAHNSPORT AKTUELL März '19


Acht Teams für den STC gemeldet

Mit dem Nennungsschluss am 31. Januar haben sich für die diesjährige

Saison im Speedway Team Cup acht Vereine angemeldet. Neu hinzugekommen

ist die Mannschaft des ST Wolfslake, die unter dem Teamnamen

„Wolfspack“ in diese Rennserie einsteigen wird. Teammanager Mathias

Bartz, der im vergangenen Herbst seine aktive Laufbahn beendet hat,

bleibt dem Sport damit in wichtiger Position erhalten und wird seine Erfahrung

an die Aktiven seiner Mannschaft so weitergeben können.

Mit der Nennung zur Teilnahme am STC haben die Vereine auch den Termin

für ihr Heimrennen und die Mannschaftsaufstellungen bekanntgegeben.

Demnächst kann auf dieser Grundlage die Auslosung der Begegnungen

erfolgen.

JTR Speedway – Reifen-Partner für den STC

Für diese Saison konnte für den STC ein Reifen-Partner gefunden werden.

Im Reglement ist die Benutzung der Reifen nun festgelegt. Ziel dieser

Kooperation ist einerseits Chancengleichheit und natürlich auch eine

Eingrenzung der Kosten für die Aktiven.

Termine: 14.4. Cloppenburg; 5.5. Wolfslake; 12.5. Olching; 15.6. Diedenbergen;

28.7. Landshut; 10.8. Dohren; 31.8. Berghaupten; 1.9. Güstrow.

TEAMS UND AUFSTELLUNGEN

MSC Cloppenburg Fighters: René Deddens, Lukas Fienhage, Niels Oliver

Wessel, Jonny Wynant, Tomek Matten Dau, Kevin Lück; Teammanager

(TM) Manfred Bäker und Thore Weiner.

Black Forest Eagles: Max Dilger, Daniel Spiller, Ethan Spiller, Tom Finger;

TM Reiner Armbruster.

MSC Olching: Valentin Grobauer, Michael Härtel, Tim Wunderer, Erik

Bachhuber; TM Stephan Wunderer.

Emsland Speedway Team: Kai Huckenbeck, Geert Bruinsma, Jörg Tebbe,

Fabian Wachs, Jan Meyer, Timo Wachs, Marlon Hegener; TM Tobias Kroner.

Güstrow Torros: Tobias Busch, Lukas Baumann, Leon Arnheim, Norick

Blödorn, Ben Ernst; TM Hannes Heider und TM Maurice Mörke.

Diedenbergen Rockets: Marcel Dachs, Julian Bielmeier, Marius Hillebrand,

Dustin Schultz, Melf Ketelsen; TM Andreas Schumacher und

Frank Bordihn.

Landshut Young Devils: Mark Riss, Sandro Wassermann, Jonas Wilke,

Mario Niedermeier, Maximilian Troidl, Leon Krusch; TM Klaus Zwerschina

und Johannes Gradl.

Wolfspack Wolfslake: Mads Hansen, Steven Mauer, Celina Liebmann,

Lukas Wegner, Maximilian Pott; TM Mathias Bartz.

Ehrentafel für Martin Smolinski

Im Rahmen des Neujahrsempfangs

der Stadt Olching wurde

Martin Smolinski wieder für

seine sportlichen Erfolge ausgezeichnet.

Als Anerkennung

und Ehrung der Heimatstadt

des Bayern wurde extra eine

Ehrentafel angefertigt, die

beim Speedwayrennen an

Fronleichnam in Olching am

Zielrichterturm im Stadion angebracht

werden soll. „Eine besondere

Ehre meiner Heimatstadt“,

erzählt der erfreute Geehrte,

„ich freue mich sehr,

dass die Tafel im Stadion angebracht

werden soll, denn dort

hat alles für mich angefangen.“

Ein besonderes Merkmal der

Tafel ist zudem, dass weitere

Erfolge jederzeit angefügt werden

können. „Mein Team und

ich arbeiten hart daran, dass

die Tafel weiter wachsen

kann“, so Smolinski.

Die beiden Tage nach der Ehrung

verbrachte Martin Smolinski

dann im Raum Leipzig. Beim

Angrillen in der Opel AMZ Filiale

in Merseburg war der Bayer

mit seinem Weltmeisterbike

und seinem beliebten Reaktionstest

zu Gast. „Es war ein

schöner Tag bei Opel und ich

konnte so Opel AMZ für das Sponsoring etwas zurückgeben“, berichtet

der Bayer, „es waren viele interessierte Gäste vor Ort und ich habe unzählige

Autogramme geschrieben und viele interessante Gespräche geführt.

Rundum ein gelungener Tag.“

Den Rest des Tages verbrachte der Bayer dann auf der Motorradmesse

Leipzig, wo Martin Smolinski am Stand des MC Post Leipzig eine Autogrammstunde

gab. „Ein tolles Event und ich konnte den MC Post Leipzig,

der sich derzeit redlich bemüht, dem Speedwaysport in Leipzig wieder Leben

einzuhauchen, unterstützen“, so der Bayer. Weitere Gespräche führte

der Olchinger auf der Messe auch mit Kenny Hick, dem Organisator des

Fischereihafenrennens und des Werner-Rennens auf dem Flugplatz Hartenholm.

„Wir haben uns gut unterhalten und viele Ideen ausgetauscht.

Schau ‘n wir mal, was draus wird“, so Smolinski geheimnisvoll.

Abschluss der Tour bildete ein Besuch bei Cleverio, die auch 2019 als

Sponsor des Teams an Bord bleiben werden.

• Text u. Fotos: SR Speed Performance

Martin Smolinski: Schnell

auf Brettern, laut in der Halle

Nein! Der Martin hat während den

Wintermonaten nicht verlernt, wie

man ein Siegerpodest erklimmt,

wie er beim Wintersporttag des

WSV Olching unter Beweis stellte.

Der Bayer, der im vergangenen

Jahr noch mit dem Bike zu Gast

beim Wintersporttag war und einige

Runden im Schnee drehte, war

in diesem erneut zu Gast beim

Wintersporttag des Wintersportvereins

Olching. Geplant war neben

einer Autogramm- mit verbundener

Selfiestunde mit dem Weltmeister

auch, dass der Bayer die

Pokale bei der Siegerehrung überreichen

wird.

Dass Smoli dann spontan sich

auch die Bretter unter die Füße

schnallte und in der Klasse Ü31 an

den Start ging, war ein spontaner

Einfall und da Smoli rasant genug

am Berg unterwegs war, gewann

der Bayer auf Anhieb seine Wertungsklasse

und durfte auch mal,

ohne vorher ein Bike bewegt zu

haben, das Siegerpodest erklimmen.

„Ein wirklich schöner Tag,

den der WSV Olching auf die Beine

gestellt hat. Es hat mir sehr viel

Spaß gemacht, dabei gewesen zu

sein“, so der Bayer.

Mit dabei war der Olchinger dann auch beim Kadercamp der deutschen

Speedwaynationalmannschaften in Abensberg. Nach dem Wintersporttag

reiste der Bayer zu einer abendlichen Besprechung an, ehe dann tags

drauf in der Halle an der körperlichen Fitness gearbeitet wurde. Smolinski

unterstützte hierbei das Trainerteam und wurde zwischendurch sogar

richtig laut. „Ich musste die jungen Sportler zwischendurch mal wachrütteln,

von den Handys losreißen, um den Fokus wieder auf den Punkt zu

bringen“, so der 34-Jährige, „aber Spaß hat es allemal wieder gemacht.“

• Text u. Fotos: SR Speed Performance

Als Ehepaar grüßen ...

Lizzie und Darcy Ward

Eine schöne Nachricht erreichte uns aus Australien. Darcy Ward und Lizzie

Turner gaben sich das Ja-Wort. Am 1. Februar heiratete der ehemalige

Speedway-Star, der seit seinem Unfall an den Rollstuhl gefesselt ist, in

idyllischer ländlicher Kulisse in der Nähe von Brisbane seine Lizzie. Seine

besten Freunde und ehemaligen Fahrerkollegen Chris und Jack Holder,

Todd und Brady Kurtz, Shane Parker, Neil Middleditch (Darcys enger

Freund und ehemalige Teammanager kam extra aus England geflogen),

Mark Lemon (der australische Teammanager) sowie Ryan Sullivan und Davey

Watt waren alle gekommen, um Darcy und Liz an diesem besonderen

Tag zu unterstützen und mit ihnen zu feiern.

März '19 BAHNSPORT AKTUELL 5


EISSPEEDWAY-WM

Finale 1 - Almaty/KAZ

GLADIA

Am ersten Februar-Wochenende war es soweit: Die

6 BAHNSPORT AKTUELL März '19


ORS TIME

isspeedway-Weltmeisterschaft startete im kasachischen Almaty.

März '19 BAHNSPORT AKTUELL 7


EISSPEEDWAY-WM

Daniil Iwanow gewann in Kasachstan die erste GP-Runde und übernahm die WM-Führung nach dem Auftakt. Johann Weber

kam an beiden Renntagen unter die Topacht und Franz Zorn konnte in Almaty verletzungsbedingt nur ein GP-Rennen bestreiten.

Daniil Iwanow ist zweifacher Weltmeister, aber

sein letzter Titelgewinn liegt bereits fünf Jahre

zurück. Seitdem dominiert Dimitri Koltakow

die Eisspeedwayszene und holte inzwischen

drei Goldmedaillen. Auch in dieser Saison gehört

der Russe zum engsten Kreis der Titelanwärter,

aber Iwanows Sieg in der russischen

Meisterschaft ließ die Eisspeedwayfans aufhorchen.

Und tatsächlich scheint es, als ob der

32-Jährige aus Togliatti vorhat, Koltakow die

WM-Krone zu entreißen.

Den ersten Schritt in diese Richtung machte

Iwanow in Almaty. Am ersten Renntag war der

Russe nach vier Durchgängen noch ungeschlagen

und konnte bereits seine stärksten Konkurrenten

Koltakow und Dimitri Komisewitsch

bezwingen. Als Iwanow im 18. Lauf in Führung

lag, schien es, als ob er die Qualifikation mit

einem lupenreinen Punktemaximum abschließen

würde, aber in der vorletzten Kurve griff

Martin Haarahiltunen den Russen überraschend

innen an, zog vorbei und kam als Erster

ins Ziel. Im Semifinale konnte sich der Fahrer

von Mega-Lada am Schweden revanchieren

und holte seinen fünften Sieg. Im Finale lag

Iwanow zunächst an der Spitze, doch in der

zweiten Runde startete Dinar Walejew innen eine

Attacke, ging dann in Front und siegte letztendlich

souverän. Iwanow wurde zwar Tageszweiter,

übernahm aber mit 19 Zählern die

WM-Führung.

Am 3. Februar setzte der 32-Jährige seine Siegesserie

fort. Vor dem letzten Durchgang hatte

der Russe schon 12 Punkte vorzuweisen, aber

im 17. Lauf traf er auf Koltakow und Komisewitsch.

Nach einem erbitterten Kampf musste

sich Iwanow mit Rang 3 zufriedengeben und

schloss die Rennphase als Zweitbester ab. Im

zweiten Semifinalrennen kreuzte der Pilot als

Erster die Ziellinie und zog in den Endlauf ein,

wo er sich in der zweiten Runde gegen Komisewitsch

durchsetzte, in Führung ging und

schließlich siegte. „Ich freue mich sehr darüber,

obwohl ich ziemlich müde bin. Das war ein

schweres Wochenende, das für mich jedoch

sehr gut endete. An beiden Tagen erkämpfte

ich jeweils 19 Punkte und liege in der WM-Wertung

in Führung. Das hat allerdings noch nicht

viel zu bedeuten, denn es gibt noch vier weitere

Veranstaltungen. Ich bedanke mich bei meinem

Team. Die Technik lief einwandfrei“, sagte

Iwanow bei der Pressekonferenz.

Titelverteidiger Koltakow konnte mit seinem

Abschneiden im Medeo-Stadion etwas weniger

zufrieden sein. Am Sonnabend unterlag er in

den Vorläufen Iwanow und Komisewitsch und

kam auf insgesamt 13 Zähler. Im Semifinale

kam es zu einem für den Weltmeister schwerwiegenden

Vorfall. Kurz nach dem Start zog

der 28-Jährige an Komi vorbei und setzte sich

an die Spitze, aber in der zweiten Runde versagte

die Technik. Koltakow wurde wegen eines

Kettenrisses plötzlich langsamer und seine

Gegner hatten große Probleme, dem Hindernis

auszuweichen. Komisewitsch versuchte

es außen und riss dabei die Strohballen heraus,

während Walejew innen das Motorrad von

Koltakow touchierte. Zum Glück kam dabei

kein Fahrer zu Schaden. Referee Oleksandr Latosinski

aus der Ukraine sah sich die Situation

genau an und disqualifizierte schließlich Koltakow

als Laufabbruchverursacher. Der Weltmeister

verpasste damit das Finale und hatte

nach dem ersten Renntag bereits 6 Zähler

Rückstand auf Iwanow. Am Sonntag holte der

russische Fahrer in der Qualifikation 13 Punkte

und gewann seinen Semifinallauf. Im Endlauf

startete Koltakow schlecht. Er konnte Walejew

und Komisewitsch jedoch bald niederringen

und setzte Iwanow in der Endphase stark unter

Druck. Der Weltmeister fand jedoch kein

Durchkommen und belegte den 2. Tagesplatz.

Nach dem Rennwochenende in Kasachstan war

der Titelverteidiger WM-Vierter und hatte

7 Zähler weniger als der Führende.

Dinar Walejew zeigte sich in Almaty in brillanter

Form. Am ersten Renntag erkämpfte der

junge Fahrer in den Vorläufen 11 Zähler, konnte

sich aber in der Finalrunde deutlich steigern.

Im Semifinale, nachdem Koltakow ausgeschlossen

worden war, bezwang der 23-Jährige

Komisewitsch und kam in den Endlauf, wo er

für Furore sorgte. Völlig überraschend konnte

Walejew Iwanow schlagen und seinen ersten

GP-Sieg holen. Am Sonntag konnte der Pilot

aus Ufa unter anderem Koltakow und Haarahiltunen

bezwingen und kam in der Quali auf

13 Punkte. Im Semifinale wurde er hinter Iwanow

Zweiter. Im Endlauf lieferte er sich mit Koltakow

einen erbitterten Fight, zog jedoch den

Kürzeren und wurde am Ende Vierter. „Der

gestrige Tag war für mich großartig, denn ich

habe das Rennen gewonnen. Bei der Kollision

mit Koltakow im Semifinale erlitten wir glücklicherweise

keine Verletzungen. Während der

Rennen passieren solche Situationen, sie haben

jedoch keinen Einfluss auf unsere Beziehung.

Während der Rennen sind wir Gegner

und außerhalb der Bahn pflegen wir gute Beziehungen

miteinander. Mit dem heutigen Resultat

bin ich auch zufrieden. Ich erreichte den

Endlauf und erzielte 15 Punkte“, sagte Walejew,

der nach dem Auftakt-Wochenende im

WM-Klassement an 3. Position lag. Er hatte einen

Zähler mehr als Koltakow. Komisewitsch

wurde an beiden Tagen jeweils Dritter und hatte

nach Almaty 3 Punkte weniger auf dem Konto

als Iwanow. Der Weltmeister von 2016 hatte

im Medeo-Stadion gute Starts und seine Technik

war sehr schnell.

8 BAHNSPORT AKTUELL März '19


Tag 1: Dinar Walejew (Mitte) siegt vor Daniil Iwanow (links) und Dimitri Komisewitsch

Daniil Iwanow vor

Martin Haarahiltunen,

der erneut mit den

Russen Schritt halten

konnte, und Dinar

Walejew

Super Auftakt für „Eishans“ Weber:

Mit Rang 7 nach den ersten beiden

Finaltagen und hier gegen den

amtierenden Weltmeister Dimitri

Koltakow (106) konnte er sich sehen

lassen ... seine Fans waren begeistert

März '19 BAHNSPORT AKTUELL 9


EISSPEEDWAY-WM

Semifinale am Samstag: Dimitri Koltakow (außen) wird wegen eines Kettenrisses plötzlich

langsamer und seine Gegner haben große Probleme, dem Hindernis auszuweichen. Dinar

Walejew streift den Weltmeister, der bringt sein Bein geistesgegenwärtig in Sicherheit

Martin Haarahiltunen war in Kasachstan der

einzige Westeuropäer, der den siegesgewohnten

Russen Paroli bieten konnte. Am 2. Februar

bezwang er schon in seinem ersten Heat Walejew

und verwies dann auch noch den bis dahin

ungeschlagenen Iwanow auf die Plätze. Im

21. Lauf ließ der Skandinavier Nikita Toloknow

nicht den Hauch einer Chance, kam hinter Iwanow

als Zweiter ins Ziel und erreichte das Finale.

Im Endlauf kämpfte Haarahiltunen mit Komisewitsch

um den niedrigsten Podiumsrang,

ging jedoch in der vorletzten Kurve fast zu Boden.

Der Schwede konnte sich gerade noch vor

einem Sturz retten, fuhr aber ins Innenfeld und

musste sich am Ende mit dem 4. Platz begnügen.

Am zweiten Renntag konnte sich Haarahiltunen

in den Vorläufen nur gegen Toloknow

durchsetzen, aber mit 11 Zählern kam er natürlich

weiter. Im zweiten Semifinallauf stürzte

der 28-Jährige in der letzten Kurve an 3. Stelle

liegend und schied aus. Er wurde am Ende

Fünfter. „Ich bin sehr froh, dass ich die russischen

Fahrer herausfordern konnte. Gestern

lief es für mich besser und besser. Ich habe

mich nur auf mich konzentriert und wollte eine

gute Leistung abliefern. Heute stürzte ich im

Semifinale, aber das ist noch einmal glimpflich

abgegangen. Ich zog

mir keine Verletzungen

zu“, sagte Haarahiltunen

nach dem Rennen.

In der Gesamtwertung

lag der Skandinavier

mit 26 Punkten an

5. Stelle, gefolgt von

Nikita Toloknow, der in

Kasachstan 21 Zähler

sammelte. Die restlichen

Schweden fuhren

im Medeo-Stadion

nicht mal annähernd

so stark wie Haarahiltunen.

Ove Ledström

zeigte am Samstag eine

gute Performance.

Er erzielte 9 Punkte und

belegte Tagesplatz 7,

aber am folgenden Renntag wurde der 21-Jährige

nur Zwölfter. Stefan Svensson verpasste

an beiden Tagen das Semifinale und erkämpfte

insgesamt 12 Punkte, während sein Sohn Niclas

wieder einmal vor allem durch seine rücksichtslose

Fahrweise unangenehm auffiel. In

Heat 11 wollte der Skandinavier in der Startkurve

innen an Zorn vorbeiziehen, obwohl da

kein Platz mehr war. Dabei fuhr Svensson mit

dem Vorderrad ans linke Bein von Zorn und

beide Fahrer stürzten spektakulär. Nur der

Geistesgegenwart von Walejew war es zu verdanken,

dass die Piloten nicht vom Russen

überfahren wurden. Aufgrund der gedankenlosen

Aktion des 28-Jährigen zog sich Franky

Verletzungen an der Wade und am Fuß zu. Der

Saalfeldener bestritt danach noch zwei weitere

Läufe und hatte dabei noch einen Sturz zu

beklagen. Mit insgesamt 7 Zählern belegte der

48-Jährige am Sonnabend den 9. Rang. Da die

Schmerzen in der Nacht viel schlimmer wurden,

beschloss Zorn dem Rennen fernzubleiben.

Sein Landsmann Charly Ebner zahlte in

Kasachstan Lehrgeld. Bei seinem Debüt als

vollberechtigter GP-Teilnehmer erzielte der

25-Jährige aus der Alpenrepublik 2 bzw.

3 Punkte.

Johann Weber brachte im 1701 Meter über Meeresspiegel

gelegenen Medeo-Stadion eine hervorragende

Leistung. „Eishans“ erkämpfte an

beiden Renntagen jeweils 9 Punkte und gelangte

ins Semifinale. Am ersten Renntag hatte

der Bayer drei Russen als Gegner, die für ihn

doch zu stark waren. Am Sonntag kam der

34-Jährige hinter Iwanow und Walejew als Dritter

im Semifinale ins Ziel. Weber war nach dem

Wochenende in Kasachstan WM-Siebter. Max

Niedermaier schied an beiden Renntagen jeweils

nach den Qualifikationen aus. Am Sonnabend

hatte der Fahrer einen Ausfall zu beklagen

und wurde mit 3 Zählern Dreizehnter. Am

darauffolgenden Tag lief es für den 30-Jährigen

etwas besser. Mit 5 Punkten belegte er Platz

11. Stefan Pletschacher meldete sich krankheitsbedingt

kurzfristig ab und seinen Platz im

Starterfeld nahm Wladimir Tscheblakow ein.

Eigentlich hätte nach dem Ausfall von „Pletschi“

Jimmy Tuinstra im Medeo an den Start gehen

sollen, aber der junge Niederländer hätte

es nicht geschafft, rechtzeitig nach Almaty zu

kommen.

Von den Vertretern des Gastgeberlandes hinterließ

Andrej Schischegow erwartungsgemäß

den besten Eindruck. Der 37-Jährige aus Ufa

stammende Russe

fährt seit einem Jahr

mit kasachischer Lizenz

und schaffte am

zweiten Renntag sogar

den Sprung ins Semifinale.

Er erzielte am

Wochenende insgesamt

12 Punkte. Die

restlichen kasachischen

Eisfahrer

griffen nicht ins Geschehen

ein.

• Text: Georg Dobes; Fotos:

David Reygondeau/

good-shoot.com

Tag 2: Daniil Iwanow (Mi.)

siegt vor Dimitri Koltakow

(links) und Dimitri

Komisewitsch (rechts)

10 BAHNSPORT AKTUELL


Folgenschwerer Sturz:

Niclas Svensson (192) räumt

Franky Zorn (100) ab; Hans Weber (33)

zieht außen davon, Dinar Walejew (114)

kann gerade noch so „entkommen“.

Franky kann am Sonntag nicht mehr

antreten und muss auch auf das

2. Finale in Schadrinsk verzichten

Wir meinen: NO GO!

Einfach nur ohne Worte …

Ein Bilderdoku-Beweis, der nur so

schreit nach Konsequenzen!

Für einen fairen Eisspeedwaysport,

wo unnötige und rücksichtslose

Attacken keinen Platz haben sollten.

Hier müsste endlich einmal über

härtere Maßnahmen als nur eine

Disqualifikation für einen Lauf

nachgedacht werden!

März '19 BAHNSPORT AKTUELL 11


EISSPEEDWAY-WM

Finale 2 - Schadrinsk/RUS

GLEICHSTAND

Daniil Iwanow gewann in Schadrinsk den ersten Renntag, Dimitri Koltakow den zweiten

und zog damit in der Gesamtwertung mit Iwanow gleich. Johann Weber belegte am

Sonntag einen hervorragenden 6. Rang. Franz Zorn war in Schadrinsk nicht am Start.

Es war ein kaltes, aber auch ereignisreiches

Rennwochenende in Schadrinsk und für einige

Fahrer endete es alles andere als gut. Daniil

Iwanow kam als WM-Führender mit einem Vorsprung

von 5 Zählern auf seine russische Konkurrenz

nach Westsibirien, aber schon in seinem

ersten Lauf am Sonnabend büßte er

3 Punkte ein. Iwanow duellierte sich mit Dimitri

Koltakow aufs Schärfste und die Führung

wechselte mehrmals. In der vorletzten Kurve

konnte sich der Fahrer aus Togliatti durchsetzen

und es schien, als ob er 3 Punkte einkassieren

würde, aber in der Zielkurve hatte Iwanow

einen kleinen Wackler und stürzte. Koltakow

fuhr ganz dicht dahinter und es gab möglicherweise

einen Kontakt zwischen seinem Vorderrad

und dem Hinterrad Iwanows. Ob das

der Auslöser des Sturzes war, kann man nicht

wirklich sagen. Auf jeden Fall konnte Referee

Artur Kusmierz keine Schuld Koltakows erkennen

und wertete den Zieleinlauf. Glücklicherweise

erlitt Iwanow bei dem Sturz keine Verletzungen

und zeigte danach eine brillante Leistung.

Der 32-Jährige holte vier „Dreier“ und

schloss die Qualifikation mit 12 Zählern als

Viertbester ab. Im ersten Semifinallauf beugte

sich Iwanow zwar Koltakow, konnte sich jedoch

im Endlauf an seinem Landsmann revanchieren.

Das Finale musste wiederholt werden,

weil Nikita Toloknow in der zweiten Runde in

der Kurve ausrutschte. Im Re-run lag der WM-

Leader zunächst an 3. Stelle, griff jedoch ausgangs

der zweiten Kurve innen an und setzte

sich an die Spitze. Koltakow blieb dran und

versuchte immer wieder außen zu attackieren,

aber Iwanow wehrte die Angriffe gekonnt ab.

Der Weltmeister kam als Zweiter ins Ziel, konnte

jedoch seinen WM-Rückstand etwas verkürzen.

Er ließ auf der 324 Meter langen Bahn

nämlich nur 2 Punkte liegen. In den Vorläufen

unterlag Koltakow Dinar Walejew und im Finale

dann Iwanow.

Dinar Walejew wurde am 9. Februar Tagesdritter.

Der junge Russe erzielte in der Quali vier

Siege und gewann auch im Semifinale souverän.

Nur im 15. Rennen kam er hinter Iwanow

und Dimitri Komisewitsch als Dritter ins Ziel.

Zum ersten Mal erreichte Nikita Toloknow das

Finale. Der 24-Jährige erzielte in den Vorläufen

respektable 13 Punkte und rang im zweiten Semifinallauf

überraschend Komisewitsch nieder.

Nach seinem Sturz im Endlauf wurde er

ausgeschlossen und belegte letztendlich den

4. Platz. Durch die Niederlage gegen Toloknow

verpasste Komisewitsch das Finale und verlor

in der WM-Wertung den Anschluss an Iwanow.

Der Weltmeister von 2016 erkämpfte am Sonnabend

13 Punkte, 4 weniger als der WM-Führende.

Für Furore sorgte Konstantin Kolenkin,

der im Torpedo-Stadion mit der Wildcard fuhr.

Der 24-Jährige war konstantester Pilot der Vorläufe.

Er konnte zwar keinen Lauf gewinnen,

kam aber fünfmal als Zweiter ins Ziel. Mit dem

Resultat gelangte er ins Semifinale, doch im

21. Heat kam er nicht über den 4. Rang hinaus.

Martin Haarahiltunen war am ersten Renntag

wieder bester Westeuropäer. Der Schwede

konnte diesmal jedoch nicht die Phalanx der

Russen sprengen. Im siebten Rennen riss der

12 BAHNSPORT AKTUELL März '19


Daniil Iwanow (links) und Dimitri Koltakow (rechts)

28-Jährige an 2. Position liegend Strohballen

heraus und wurde folgerichtig disqualifiziert.

Mit nur 7 Zählern erreichte der Skandinavier jedoch

das Semifinale, wo er im Kampf um Platz

3 Kolenkin bezwang. Haarahiltunen wurde am

Ende Tagessiebter. Zum ersten Mal in dieser

GP-Saison zog Stefan Svensson ins Semifinale

ein. Der 60-Jährige schloss die Quali ebenfalls

mit 7 Punkten ab, konnte aber im 22. Lauf seine

drei russischen Gegner nicht gefährden.

Sein Sohn Niclas landete mit 6 Zählern auf

Platz 9 und Ove Ledström wurde bei einer Disqualifikation

Elfter.

Johann Weber möchte die GP-Runde sicherlich

schnellstens vergessen. Schon in seinem ersten

Lauf stürzte der Deutsche und wurde disqualifiziert.

Im 16. Lauf rutschte der 34-Jährige

in der zweiten Kurve aus und nahm Niclas

Svensson mit in die Strohballen. Auch diesmal

wurde der „Eishans“ disqualifiziert. In den

restlichen Heats erzielte der Schlierseer

4 Punkte, was für Tagesrang 12 reichte. Zum

ersten Mal war Stefan Pletschacher mit dabei.

Der Ruhpoldinger musste ja krankheitsbedingt

seine Teilnahme an den kasachischen GP-Runden

absagen. In Schadrinsk erzielte Pletschi

3 Punkte und wurde Fünfzehnter. Max Niedermaier

hatte am Sonnabend einen grauenhaften

Rennanfang. Der Deutsche wurde zuerst

zweimal wegen Verlassens der Strecke disqualifiziert

und erzielte in den weiteren Läufen nur

einen Punkt. Im Endeffekt musste sich der

30-Jährige mit Platz 17 begnügen. Charly Ebner

war im Torpedo-Stadion der einzige Fahrer aus

Österreich. Der 25-Jährige erzielte am ersten

Renntag insgesamt 3 Punkte und belegte Platz

14. Franz Zorn zog sich in Almaty eine Verletzung

am linken Bein zu und beschloss, sie zu

Hause auszukurieren. Er flog nach dem Rennwochenende

in Kasachstan nach Österreich

und hofft, beim Team-WM-Finale in Togliatti

wieder dabei zu sein. Seinen Platz im Starterfeld

nahm Reservist Dimitri Borodin ein, da

Jimmy Tuinstra keine Chance gehabt hätte,

rechtzeitig in Schadrinsk anzukommen.

Am zweiten Renntag ließ der Zustand der Eisschicht

von Anfang an viel zu wünschen übrig.

Die Aktiven sprachen die Funktionäre mehrmals

auf die Missstände an und nach vier

Durchgängen gab es deswegen sogar eine zusätzliche

Fahrerbesprechung. Letztendlich beschloss

die FIM-Jury, das Rennen nach den Vorläufen

abzubrechen und zu werten. Opfer der

Probleme mit dem Eis wurde unter anderem

Martin Haarahiltunen. Der Schwede flog im

sechsten Rennen in der Startkurve über Iwanows

Hinterrad und stürzte. Er wurde mit Verdacht

auf Gehirnerschütterung und Rippenbrüchen

ins Krankenhaus eingeliefert und bestritt

danach logischerweise keine Läufe mehr. Haarahiltunen

belegte Tagesrang 15 und wurde in

der WM-Wertung von Toloknow überholt. Auch

German Khanmurzin zog sich eine Verletzung

zu, als er im 19. Lauf stürzte und seine linke

Wade vom Hinterrad überfahren wurde.

März '19 BAHNSPORT AKTUELL 13


EISSPEEDWAY-WM

„Best Western“: Hans Weber (oben) und Martin Haarahiltunen

(unten, vor Dinar Walejew) belegen nach der „Ost-Runde“ die WM-Plätze 6 und 7

Großer Verlierer des Tages war Daniil Iwanow.

Der Russe hatte vor dem Turnier im Gesamtklassement

5 Zähler mehr als Koltakow und es

schien zunächst, als ob der Vorsprung sogar

größer werden könnte. Nach drei Durchgängen

war der Pilot von Mega-Lada noch ungeschlagen,

aber dann nahm das Unheil seinen Lauf.

Im 16. Heat verlor sein Hinterrad in der zweiten

Kurve den Griff und Iwanow stürzte an 3. Stelle

liegend. Um der herrenlosen Maschine auszuweichen,

fuhr Niedermaier geradeaus und ging

ebenfalls zu Boden. Der Russe wurde als Laufabbruchverursacher

disqualifiziert. Im 19. Rennen

lag Iwanow deutlich in Führung, aber in

der dritten Runde riss er mehrere Strohballen

heraus und wurde erneut vorzeitig ins Fahrerlager

geschickt. Diese „Geschenke“ nutzte Dimitri

Koltakow natürlich aus. Der Weltmeister

erzielte in der Qualifikation 14 Punkte und zog

14 BAHNSPORT AKTUELL März '19

in der WM-Wertung mit Iwanow gleich. Beide

Fahrer haben nun jeweils 64 Zähler. Koltakow

musste sich am Sonntag nur Dimitri Komisewitsch

beugen, der mit 12 Punkten Tageszweiter

wurde. Im Vergleich zum Vortag konnte

Konstantin Kolenkin noch einen Zahn zulegen.

Der Lokalmatador verzeichnete zwei Siege und

kam auf respektable 12 Zähler. Nach 20 Heats,

als die GP-Runde abgebrochen wurde, stellte

sich heraus, dass seine Punkteausbeute ausreichte,

um die niedrigste Podiumsstufe zu besteigen.

Dinar Walejew hatte einen Ausfall in

Führung liegend zu beklagen und schloss das

Rennen mit 11 Punkten ab. Der Fahrer aus Ufa

belegte den unbeliebten 4. Tagesplatz und

liegt in der Gesamtwertung vor den GP-Runden

in Berlin-Wilmersdorf ex aequo mit Komisewitsch

an 3. Position. Sie haben 4 Punkte Rückstand

auf die Führenden. Weiter folgte der bereits

erwähnte Pechvogel Iwanow.

Johann Weber zeigte am 10. Februar eine hervorragende

Performance. Der Bayer verzeichnete

einen Sieg und schrieb insgesamt 9 Zähler,

obwohl er im sechsten Lauf wegen Überfahrens

der inneren Bahnbegrenzung in der

Startkurve disqualifiziert wurde. Er wurde Tagessechster

und liegt in der WM an 7. Stelle.

Die weiteren Plätze am Sonntag belegten drei

weitere Russen, und zwar Nikita Toloknow, Andrej

Schischegow und Dimitri Borodin. Stefan

Svensson konnte seinen Erfolg vom Sonnabend

nicht wiederholen. Der Skandinavier erkämpfte

6 Punkte und landete auf Rang 10, gefolgt

von Ove Ledström. Der 21-Jährige hatte

nach drei Durchgängen 5 Punkte vorzuweisen,

stürzte jedoch im 15. Heat und bestritt danach

keine Läufe mehr. Charly Ebner kam erneut auf

3 Punkte, was am Ende Rang 13 bedeutete.

Punktgleich mit dem Österreicher war Stefan

Pletschacher, obwohl er nur drei Heats absol-


Tag 1: Daniil Iwanow (Mi.) siegt

vor Dimitri Koltakow (links)

und Dinar Walejew (rechts)

Schweden- oder

Russland-Fan?

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Award geht an ...

Tag 2: Dimitri Koltakow

(Mi.) siegt vor Dimitri

Komisewitsch (links)

und Konstantin

Kolenkin (rechts)

vierte. „Der zweite GP lief für mich nicht so, wie

ich es mir gewünscht habe. Ich befinde mich

im Trainingsrückstand, mir fehlt die Kondition

aufgrund dessen, dass ich krank war. Ich

musste am zweiten Tag vorzeitig das Rennen

beenden, da ich schon seit drei Tagen Probleme

mit der Schulter und Schmerzen im Arm sowie

ein Taubheitsgefühl in der Hand und den

Fingern habe. Ich werde morgen heimfliegen,

um mich behandeln zu lassen, und am Donnerstag

mit meinem Mechaniker nach Togliatti

zurückfliegen“, so der Ruhpoldinger. Max Niedermaier

erzielte am zweiten Renntag 2 Zähler

und wurde Sechzehnter. Der 30-Jährige kam im

achten Lauf als Dritter ins Ziel, wurde jedoch

nachträglich wegen Überfahrens der Bahnbegrenzung

disqualifiziert. Niclas Svensson hatte

am Sonntag die schwarzweiß-karierte Flagge

nicht weniger als dreimal nicht sehen können.

Einmal stürzte der Schwede in der

Zielkurve und zweimal wurde er wegen

Verlassens der Strecke disqualifiziert. So

ist es nicht verwunderlich, dass der

28-Jährige mit einem Pünktchen Siebzehnter

wurde.

Die ganze Woche über war es in Schadrinsk

sehr kalt. Beim Freitagstraining

zeigten die Thermometer nicht weniger als

minus 20 Grad. Die erste GP-Runde fand

bei minus 17 Grad statt. Erst am Sonntag

wurde es etwas wärmer. Die Temperatur

betrug zirka minus 10 Grad. Diese erschwerenden

Umstände wirkten sich vor

allem auf die Leistungen der ausländischen

Fahrer nicht unbedingt positiv aus.

• Text: Georg Dobes

• Fotos: www.good-shoot.com/David Reygondeau

EISSPEEDWAY-WM

Stand nach 2 von 5 Veranstaltungen

Pl./Name Nat. F1 F2 F3 F4 Ges.

1. Dimitri Koltakow RUS 13 18 19 14 64

2. Daniil Iwanow RUS 19 19 17 9 64

3. Dimitri Komisewitsch RUS 17 18 13 12 60

4. Dinar Walejew RUS 17 15 17 11 60

5. Nikita Toloknow RUS 10 11 15 9 45

6. Martin Haarahiltunen S 15 11 8 2 36

7. Johann Weber D 9 9 4 9 31

8. Andrej Schischegow KAZ 4 8 6 8 26

9. Stefan Svensson S 5 7 7 6 25

10. Ove Ledström S 9 4 4 5 22

11. Konstantin Kolenkin* RUS 10 12 22

12. Niclas Svensson S 6 6 6 2 20

13. Max Niedermaier D 3 5 1 2 11

14. Charly Ebner A 2 3 3 3 11

15. Dimitri Borodin** RUS 4 7 11

16. Franz Zorn A 7 N N N 7

17. Stefan Pletschacher D 3 3 6

18. German Khanmurzin** RUS 0 4 4

19. Wladimir Tscheblakow** KAZ 0 2 2

20. Sergej Serow* KAZ 1 1 2

21. Denis Slepuchin** KAZ N 1 1

22. Pawel Nekrassow** KAZ N 0 0

F1 - Almaty/KAZ: SF1: Iwanow, Haarahiltunen, Toloknow,

Ledström; SF2: Walejew, Komisewitsch, Weber, Koltakow D;

Finale: Walejew, Iwanow, Komisewitsch, Haarahiltunen D.

F2 - Almaty/KAZ: SF1: Koltakow, Komisewitsch, Toloknow,

Schischegow A; SF2: Iwanow, Walejew, Weber, Haarahiltunen

S; Finale: Iwanow, Koltakow, Komisewitsch, Walejew.

F3 - Schadrinsk/RUS: SF1: Koltakow, Iwanow, Haarahiltunen,

Kolenkin; SF2: Walejew, Toloknow, Komisewitsch, S.

Svensson; Finale: Iwanow, Koltakow, Walejew, Toloknow.

F4 - Schadrinsk/RUS: Aufgrund schlechter Bahnverhältnisse

erfolgte Wertung nach den Vorläufen.

Tageswertung nach Vorlaufpunkten: Koltakow,

Komisewitsch, Kolenkin, Walejew.

*) Wildcard, **) Bahnreserve

März '19 BAHNSPORT AKTUELL 15


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gratuliert Luca Bauer zum 3. Platz in der

Eisspeedway-Europameisterschaft


EISSPEEDWAY-EM

Finale - Ufa/RUS

Gold für Makarow, Bronze

Zum sechsten Mal nahm Sergej Makarow an

der Eisspeedway-EM teil, aber erst in dieser

Saison gelang es ihm, den Meistertitel zu holen.

Der 34-Jährige erkämpfte am ersten Renntag

in der Qualifikation Punktemaximum, unterlag

aber im A-Finale Dimitri Soljannikow.

Makarow führte deutlich, machte jedoch in der

Zielkurve einen groben Fehler, was der junge

Fahrer aus Kamensk-Uralskij sofort ausnutzte

und innen vorbeizog. Dritter wurde Iwan

Tschitschkow, während Luca Bauer als Vierter

ins Ziel kam. Der Lauf hatte es in sich, nicht jedoch

wegen außergewöhnlicher Spannung

oder überragenden Performances seiner Teilnehmer,

sondern wegen miserabler Leistung

des Unparteiischen. Mika Laukkanen aus Finnland

übersah zuerst, dass Makarow in der

Startkurve deutlich die Innenlinie überfahren

hatte und reagierte nicht, als Tschitschkow

kurz vor dem Ziel einen Strohballen berührt

hatte. Beide Vergehen wurden nicht geahndet,

was Günther Bauer, der in Ufa seinen Sohn betreute,

auf die Palme brachte. Der 47-Jährige

schimpfte wie ein Rohrspatz und behauptete,

der Referee hätte Luca Bauer einen Podiumsplatz

geklaut.

Schon am Sonntag hatte im ersten Durchgang

einer der überlegenen Russen seine Chance

auf eine Medaille verloren. Soljannikow

kämpfte im zweiten Lauf mit Makarow um die

Führung, aber eingangs der zweiten Kurve

stürzte der 19-Jährige und verletzte sich dabei.

Im Fahrerlager stellte sich heraus, dass die

vordere Gabel gebrochen war und sich das Rad

dadurch gelockert hatte. Obwohl der russische

Shootingstar starke Schmerzen im Arm hatte,

bestritt er noch zwei weitere Läufe. Da Soljannikow

in Ufa nur ein Motorrad hatte, stellte Jasper

Iwema ihm seine Reservemaschine zur Verfügung.

Als die Schmerzen unerträglich wurden,

gab der Russe auf und fuhr ins Krankenhaus.

Die Mediziner stellten dort fest, dass

sich der Fahrer einen Ellenbogenbruch zugezogen

hatte. Er musste sich einer Operation unterziehen.

Durch den Ausfall war Bauers Chance

auf eine Medaille deutlich gestiegen. Nach

drei Durchgängen war der 20-Jährige noch ungeschlagen,

aber in Lauf 36 bekam er einen

kleinen Dämpfer, als er hinter Makarow,

Tschitschkow und Tomi Tani nur Vierter wurde.

Glücklicherweise holte der Schlechinger im darauf

folgenden Rennen seinen vierten Sieg und

qualifizierte sich erneut fürs A-Finale. Neben

Makarow und Tschitschkow war auch Iwema

dabei. Der Niederländer wurde am Sonnabend

Fünfter und machte sich ebenfalls berechtigte

Hoffnungen auf einen Podestplatz. Makarow,

der in der Qualifikation wieder keinen Bezwinger

fand, kam am besten aus den Bändern,

siegte souverän und griff schließlich nach der

Goldmedaille. Es ist bereits die vierte EM-Medaille

für den Russen. Er gewann bereits einmal

Silber (2011) und zweimal Bronze (2004,

2015). Der 21-jährige Tschitschkow kam als

Zweiter ins Ziel und holte damit auf dem 340

Meter langen Oval den Vizemeistertitel. Iwema

kämpfte in der Anfangsphase mit dem jungen

Russen um die 2. Position, hatte aber damit

keinen Erfolg. In der vorletzten Kurve griff dann

Bauer den Niederländer außen an und zog vorbei.

Der Deutsche fuhr jedoch in der Zielkurve

zu weit außen, was Iwema ausnutzte und im

Ziel die Nase vorne hatte. Damit waren beide

Streithähne punktgleich und mussten in einem

Stechen ausmachen, wer von ihnen aufs Podium

kam.

Der =war sehr spannend. Bauer fuhr außen

und führte, während Iwema seine Chance innen

suchte. Der 29-Jährige griff in der Zielkurve

noch mal an, aber Bauer hatte im Ziel eine

halbe Motorradlänge Vorsprung. Damit erzielte

der 20-Jährige einen historischen Erfolg. In

der 23. Ausgabe des europäischen Wettbewerbes

holte er die erste Medaille für Deutschland.

Die Sache hat allerdings einen bitteren

Beigeschmack, denn Luca Bauer fährt schon

seit vergangener Saison mit einer Lizenz des

italienischen Verbandes FMI. Verständlicher-

Sergej Makarow gewann in Ufa Gold. Luca

Bauer holte in Russland die Bronzemedaille

und erzielte damit einen historischen Erfolg.

weise war Günther Bauer auf seinen Sohn sehr

stolz. „Gestern hat Luca in Ufa in einem Krimi

die Bronzemedaille geholt. Er war saustark

und vor allem sehr nervenstark unterwegs. Es

gab ein Stechen, das er für sich entschieden

hat. Riesenkompliment! Er hat alles gegeben.

Danke an alle, die immer an ihn geglaubt und

ihm volle Unterstützung gegeben haben“, ließ

der 47-Jährige auf seiner Facebook-Seite wissen.

Jasper Iwema musste sich im Stroitjel-Stadion

mit dem unbeliebten 4. Gesamtrang begnügen.

18 BAHNSPORT AKTUELL März '19


ür Bauer

Zu den Fotos:

Oben: Siegerehrung für Sergej Makarow (Mitte),

Iwan Tschitschkow (links) und Luca Bauer (rechts)

Links oben: Europameister Sergej Makarow vor Dimitri Soljannikow

Unten: Der EM-Dritte Luca Bauer vor Jonas Andersson

Außer Bauer waren zwei weitere deutsche Eisfahrer

in Russland am Start. Markus Jell holte

an beiden Tagen 6. Plätze und wurde am Ende

respektabler EM-Fünfter. Am Sonnabend hatte

der 36-Jährige einen Ausfall zu beklagen und

kam auf 7 Punkte. Im B-Finale beugte er sich

zwar Iwema, konnte aber den Schweden Andreas

Lindblom und Josef Kreuzberger bezwingen,

die in den Vorläufen mehr Zähler als der

Deutsche erzielt hatten. Am zweiten Renntag

erkämpfte Jell 9 Punkte. Im B-Finale kam der

DMSB-Fahrer hinter dem Schweden Jonas Andersson

ins Ziel, konnte aber Lindblom und Andrej

Divis auf die Plätze verweisen. Sebastian

Gegenbauer möchte sicherlich das Finale bald

vergessen. Am ersten Renntag erzielte der

36-Jährige 2 Zähler. Seine Punkteausbeute wäre

wahrscheinlich stattlicher gewesen, wäre er

im elften Lauf an 2. Stelle liegend nicht gestürzt

und im vierten Durchgang nicht ausgefallen.

Da der Deutsche auch im D-Finale ausgangs

der Kurve stürzte, wurde er Sechzehnter.

Am Sonntag konnte Gegenbauer keine

Punkte schreiben, verpasste damit das D-Finale

und belegte letztendlich Gesamtrang 17.

• Text u. Fotos: Georg Dobes

Eisspeedway-EM - Ufa/RUS - 9./10.2.2019

Ergebnis:

1. Sergej Makarow, RUS, 15+16=31 Punkte; 2. Iwan Tschitschkow,

RUS, 14+15=29; 3. Luca Bauer, D/I, 13+13=26+3; 4. Jasper

Iwema, NL, 12+14=26+2; 5. Markus Jell, D, 11+11=22; 6. Albin

Lindblom, S, 10+10=20; 7. Jonas Andersson, S, 6+12=18;

8. Dimitri Soljannikow, RUS, 16+2=18; 9. Andrej Divis, CZ,

8+9=17; 10. Josef Kreuzberger, A, 9+8=17; 11. Tomi Tani, FIN,

5+7=12; 12. Jan Klauz, CZ, 4+6=10; 13. Lukas Volejnik, CZ,

7+1=8; 14. Nikita Bogdanow, RUS, N+5=5; 15. Jussi Nyrönen,

FIN, 2+3=5; 16. Nikita Schadrin, RUS, N+4=4; 17. Jani-Pekka

Koivula, FIN, 3+0=3; 18. Sebastian Gegenbauer, D, 1+0=1.

A-Finale - 1. Renntag: Soljannikow, Makarow, Tschitschkow,

Bauer.

A-Finale - 2. Renntag: Makarow, Tschitschkow, Iwema, Bauer.

März '19 BAHNSPORT AKTUELL 19


BAHNEN, CLUBS & NAMEN

Die Veranstaltung von Bahnsportrennen ist

in Deutschland oft mit bestimmten Namen,

Personen und manchmal Familien verbunden.

Da steht beispielsweise der Name Hukelmann

für den MSC Werlte, Prante für

den DMSC Bielefeld, Pickenhahn für den

MSC Melsungen, Timme und Koopmann für

den MSC Cloppenburg, Raesfeld für den

AMSC Lüdinghausen, Kroner für den MSC

Dohren oder auch Haltermann für den MSC

Mulmshorn. BSA stellt einige von ihnen in

lockerer Reihenfolge vor.

Heute: Josef und Tobias Kroner

vom MSC Dohren

Wenn der Va

Der MSC Dohren ist ein kleiner Verein im Emsland mit der kleinsten Speedwaybahn Deutschlands. Der Eichenring misst gerade mal 215

Meter. Den MSC Dohren gibt es jetzt schon seit 38 Jahren. In den 1970er Jahren knatterten einige Jungs nur so aus Jux und Dollerei mit

ihren Mopeds auf einem Gelände hinter dem Dohrener Friedhof herum. 1980 gründeten sie den Club, später gab es auf dem Gelände,

das jetzt der Eichenring ist, sogenannte „wilde“ Rennen. Die Flutlichtlampen fanden sie in der ehemaligen DDR. Um die Jahrtausendwende

nahm Engelbert Wippermann die Bahn für den DMSB ab, nachdem Leute wie Meik Lüders und Josef Hukelmann sich vehement für

den MSC Dohren eingesetzt hatten und der dann 1999 als Ortsclub im ADAC eingetragen wurde.

Solche Projekte leben immer von der Energie

und Strahlkraft einzelner Personen, oft auch

ganzer Familien. Hier war und ist es die Familie

Kroner, mit der der Aufstieg des kleinen Dorfclubs

besonders verbunden ist. Josef Kroner als

ehemaliger Fahrer und langjähriger Vorsitzender,

der viel Unterstützung von seiner Frau Anne

erhält, ist hier an erster Stelle zu nennen.

Vor knapp zwei Jahren hat Josef Kroner das Amt

des 1. Vorsitzenden an seinen Sohn Tobias abgegeben,

der auf eine beachtliche Speedwaykarriere

zurückblicken kann und beruflich und sportlich

bestens vernetzt ist. Er wird unter anderem

auch von seinen Brüdern Christof und Hendrik

unterstützt. Der Club hat sich über die Jahre aufgrund

seiner erfolgreichen Arbeit nicht nur innerhalb

der kleinen Gemeinde Dohren, dem Emsland

und letztlich bundesweit ein ungemein positives

Image geschaffen, auch der mächtige

ADAC steht voll und ganz hinter dem MSC Dohren.

Sportlich engagiert sich der Club verstärkt in der

Jugendarbeit und im Speedway Team Cup ist der

MSC Dohren mit seinem Emsland Speedwayteam

Dohren mittlerweile eine feste Größe. Jeweils

im Oktober pilgert eine große Fan-Gemeinde

zum spektakulären Flutlichtrennen nach Dohren,

das den Saisonausklang einläutet.

Bahnsport aktuell sprach im heimatlichen Dohren

mit Josef und Tobias Kroner.

BSA: Josef, wie bist du eigentlich zum Bahnsport

gekommen?

Josef Kroner: Ich bin durch meinen älteren Bruder

Karlheinz zum Bahnsport gekommen, der gut

mit dem damaligen internationalen Fahrer Günther

Niebusch befreundet war. Er ist schon in den

frühen 1960er-Jahren zu vielen Rennen gefahren

und hat mich später häufig mitgenommen. Jan

Käter, Willy Duden und Egon Müller waren damals

unsere Idole. Jan habe ich auch häufiger als

Mechaniker ausgeholfen und von ihm die Technik

gelernt. Ich war von Anfang an mit dem Bahnsportvirus

infiziert und habe mit der Zeit immer

mehr Rennen besucht. Angefangen hat es mit

Bahnen wie Cloppenburg, Norden, Osnabrück,

Assen oder Scheeßel. Wir sind selbst auch mit einigen

Kumpels Moped um die Wette gefahren.

Das Ganze auf einer wilden Wiese in Dohren,

dem heutigen Eichenring. Später haben wir uns

selbst Bahnmotorräder gekauft und angefangen

Rennen zu fahren. Seitdem waren wir auf Rennen

in der gesamten Bundesrepublik unterwegs.

Tobi, war bei dir die sportliche Karriere durch

deinen Vater vorgezeichnet oder hättest du gerne

auch einen anderen Sport gemacht?

Tobias Kroner: Ich war schon als kleiner Junge

fasziniert vom Bahnsport und Egon Müller war

mein absolutes Idol. Ich habe mir sämtliche Videos

von ihm angeschaut und die damaligen

Topfahrer waren für mich Superstars. Ich erinnere

mich an das erste Flutlichtrennen in Dohren

1993, an dem ich meinen achten Geburtstag hatte.

Da haben Detlef Conradi, André Pollehn und

Egon nach dem Rennen spontan in unserem

Clubhaus, das war damals ein Bauwagen, ein

kleines Geburtstagslied für mich gesungen und

ich bin in Tränen ausgebrochen. Auch die Besuche

von Rennen in Cloppenburg, Norden, Harsewinkel

oder Scheeßel bleiben mir in besonderer

Erinnerung. Seit diesen Momenten war für mich

klar, dass ich später einmal selbst fahren möchte.

Zwar habe ich auch Fußball gespielt, aber das

eher halbherzig. Mein ernsthaftes Interesse galt

von Anfang an dem Bahnsport, auch wenn ich

erst mit 14 Jahren angefangen und die Schülerklassen

bis auf unsere Rennen in Dohren komplett

ausgelassen habe.

Habt ihr beide einen Motorrad-Führerschein und

wenn ja, fahrt ihr Motorrad auf der Straße?

Josef: Ich fahre viel Motorrad und mache mindestens

zweimal jährlich eine längere Tour durch

Deutschland oder auch bis ins Ausland.

Tobias: Ich selbst habe nach wie vor keinen Führerschein

fürs Motorrad. Ich habe jedoch zu meinem

Abschied vom MSC Dohren einen Gutschein

dafür bekommen und werde es hoffentlich bald

schaffen, das in Angriff zu nehmen.

Was fasziniert euch am Speedway?

Josef: Ursprünglich galt unser Interesse eigentlich

dem Langbahnsport, denn ich selbst war vorwiegend

auf der Langbahn unterwegs und daher

war Speedway zwar ein Thema, aber die Topfahrer

bekam man hierzulande eher selten zu Gesicht.

Tobias: Irgendwie hat sich die Leidenschaft zum

Speedway bei uns beiden schnell eingestellt, als

ich im Jahr 1998 mit dem Training in Dohren begonnen

habe und 1999 dann vereinzelt die ersten

Rennen in der J-Lizenz gefahren bin. Das Ganze

hat sich mit den ersten Erfolgen hochgeschaukelt

und mit dem Eintritt in den Profisport dann

weiter intensiviert. Speedway ist nach wie vor

meine und unsere große Leidenschaft, wenn

auch die anfängliche Magie natürlich nachgelassen

hat, die man als junger Fahrer noch hatte.

War es schwierig, sich mit dem MSC Dohren als

Veranstalter durchzusetzen?

Josef: Wir hatten in all den Jahren nicht immer

Befürworter und man hat es seinerzeit nicht gerne

gesehen, dass wir hier sogenannte wilde Rennen

betrieben haben, die sich auch noch relativ

großer Zuschauerzahlen erfreuten. Es hat schon

einige Jahre und viel Aufwand gekostet, unseren

Verein und unsere Veranstaltungen zu etablieren.

Dabei sind wir Personen wie dem kürzlich

verstorbenen Engelbert Wippermann, Josef Hukelmann

und Ludger Spils sehr dankbar dafür,

dass sie uns bei der offiziellen Anmeldung und

Abnahme unserer Bahn von Anfang an unterstützt

haben. Es bedarf aber natürlich auch sehr

viel Engagement und Leidenschaft vonseiten der

beteiligten Vereinsmitglieder.

Tobias: Wir sind ein absoluter Amateurverein,

haben aber einfach viel Freude am Sport und

sind jedes Jahr erstaunt, wie viel positives Feedback

wir bekommen und wie viele Zuschauer den

Weg zu unseren Veranstaltungen finden. Das bestätigt

uns in unserem Tun und motiviert uns,

weiter an uns zu arbeiten. Wir sind da auf einem

guten Weg, haben den Vorstand unlängst verjüngt

und uns breiter aufgestellt. Wir haben sicherlich

noch nicht unser höchstes Niveau erreicht.

In jüngerer Vergangenheit sind gute

Sponsoren und Unterstützer hinzugekommen,

die es uns ermöglichen, neue Ideen umzusetzen

und das Niveau weiter zu erhöhen. Die Fans dürfen

noch einiges von uns erwarten!

Welche Verbesserungsvorschläge habt ihr an

den DMSB, um euer Tun als Veranstalter von

Bahnrennen zu erleichtern?

Tobias: Wir haben hier eigentlich keine großen

Probleme und sehen uns selbst als Verein in der

Pflicht, die Verbesserungen zu erarbeiten. Natürlich

sind vielleicht einige Prozesse teils starr und

unflexibel. Aber das beeinträchtigt uns eher ge-

20 BAHNSPORT AKTUELL März '19


ter mit dem Sohne

ringfügig. Dies wird aber sicherlich auch daran

liegen, dass wir hier keine Prädikate austragen,

bei denen die Berührungspunkte größer sind.

Wie viel Zeit kostet euch die Arbeit für den MSC

Dohren im Verlaufe des Jahres und am Rennwochenende?

Josef: Die Arbeit beschäftigt uns kontinuierlich

über das ganze Jahr und es gibt immer etwas voroder

nachzubereiten. Wöchentlich gehen da

schon ein bis zwei Abende drauf. Das steigert sich

dann natürlich zu den Rennen. Aber wir versuchen,

die Aufgaben breit zu schultern und teilen

uns das gut auf.

Tobias: Wir sind in der glücklichen Lage, eine gute

Anzahl an ehrenamtlichen Mitgliedern zu haben,

die mitwirken und helfen. Das schafft man

aber auch nur, wenn man die Leute motiviert, ihnen

verantwortungsvolle Aufgaben überträgt und

eine positive Stimmung ins Team bringt. Das haben

wir ganz gut umgesetzt und auch hier werden

wir immer besser. Der MSC Dohren lebt!

Wie seht ihr die Zukunft des Bahnsports im Allgemeinen

und des Speedwaysports im Speziellen

in Deutschland?

Tobias: Das ist ganz schwer zu beurteilen. Lokal

gibt es viele Vereine, die sich wirklich Mühe geben,

gute Konzepte haben, tolle Veranstaltungen

organisieren und eine gute Jugendarbeit leisten.

Diese Vereine haben keine Probleme mit den Zuschauerzahlen

und werden es auch in Zukunft

nicht haben. Natürlich bedarf es aber auch der erfolgreichen

Sportler, die das Ganze mittragen. Es

reicht in unserer kleinen Randsportart nicht, sich

nur auf sich selbst und seine internationale Karriere

zu konzentrieren. Jeder Sportler ist gefragt,

sich aktiv an der Entwicklung des Sports in

Deutschland zu beteiligen, wenn wir alle noch

länger Freude am Speedwaysport haben wollen.

Ich kann mit voller Überzeugung von mir sagen,

dass ich mich immer intensiv für meine Vereine

eingesetzt habe. Mir war es immer wichtig, die

Zuschauer hinter mir und meinem Verein zu haben,

sie zu begeistern und den Sport in der Region

zu verkaufen. Dieses Engagement sollte jeder

Fahrer zeigen. Ob in der Jugendarbeit, in der Öffentlichkeitsarbeit

oder bei den Veranstaltungen.

Jede Unterstützung hilft.

Josef: Da kann ich Tobi nur rundum zustimmen.

Welche Schlagzeile würdet ihr, sagen wir mal in

fünf Jahren, über den MSC Dohren in den Medien

gerne lesen?

Tobias: Der MSC Dohren knackt die 5000er-Zuschauermarke.

Josef: Wenn unsere Wachstumszahlen weiter so

anhalten, könnte es in fünf oder spätestens in

zehn Jahren so weit sein. Das ist unser Ansporn.

• Text u. Fotos: Rudi Hagen

Family Affair: Anne, Josef und Tobias Kroner

Brother-in-arms: Hendrik und Tobias

Highlight: Eine Videoleinwand sorgt für zusätzliche Unterhaltung • Der Eichenring lädt die Fans jährlich zum Saisonausklang ein

März '19 BAHNSPORT AKTUELL 21


INTERNATIONAL

U16-Meisterschaft - 125 ccm - Ipswich (Willowbank)

Erwarteter Sieg

Wie erwartet gewannen Maurice Brown und James Pearson als Neusüdwales-I-Team

dieses Rennen. Beide präsentierten sich bereits Tags zuvor

bei der U16-Meisterschaft in blendender Form.

Ergebnis: Neusüdwales I, 26 Punkte (Maurice Brown 15, James Pearson 11); Victoria, 22 (Patrick

Hamilton 13, Jackson Milner 9); Queensland I, 19 (Tate Zischke 10, Flynn Nicol 9); Südaustralien,

18 (Patrick Bowes 17, Nicholas Possingham 1); Neusüdwales II, 15 (Cameron Dunker 9, Lachlan

Hayes 6); Westaustralien/Queensland, 14 (Luke Killeen 7, Tom Drane 7); Queensland II, 12 (Joshua

Beetham 6, Liam Powell 6).

U16-Meisterschaft - 250 ccm - Ipswich (Willowbank)

Erneuter Titel

Drei der nominierten 13 Fahrer sagten ihre

Teilnahme kurzfristig ab. Hinzu kam das frühe

Aus des neuen U16-Meisters Maurice Brown.

In seinem ersten Lauf stürzte er noch vor der

ersten Kurve mit Patrick Hamilton und Tate

Zischke. Brown zog sich dabei einen gebrochenen

Handknöchel zu. Keynan Rew machte

an diesem Abend alles richtig und stürmte mit

Maximum zu seiner Titelverteidigung.

Ergebnis - Vorläufe: 1. Keynan Rew, 12 Punkte; 2. Harrison Ryan,

9; 3. Flynn Nicol, 9; 4. Bradley Page, 8; 5. Patrick Hamilton,

7; 6. Bailey Viner, 7; 7. Declan Killeen, 7; 8. James Pearson,

6; 9. Tate Zischke, 5; 10. Maurice Brown, 0.

B-Finale: 1. Hamilton; 2. Age; 3. Viner; 4. Killeen.

A-Finale: 1. Rew; 2. Hamilton; 3. Ryan; 4. Nicol.

Keynon

Rew

Jaimon Lidsey ist Australischer

U21-Speedwaymeister

Archivfotos: Bernd Quaschning

U21-Meisterschaft - Ipswich (Willowbank)

Lidsey in Bestform

Belle Vues und Landshuts Neuverpflichtung Jaimon Lidsey zeigte sich einmal

mehr in bester Frühform. Er konnte – fast mühelos – seinen 2018er-Titel

verteidigen. Für Brock Tregea und Cooper Riordan war das Rennen früh

zu Ende. Tregea stürzte in seinem ersten Lauf – an 2. Stelle liegend –

schwer und brach sich dabei das Schlüsselbein. Cooper Riordan musste

nach einem Sturz in Lauf 14 aufgeben.

Ergebnis - Vorläufe: 1. Jaimon Lidsey, 15 Punkte; 2. Zach Cook, 12; 3. Matthew Gilmore, 12; 4. Jordan

Stewart, 12; 5. Kye Thomson, 11; 6. Brayden McGuinness, 8; 7. Jacob Hook, 7; 8. Issac Hawes,

7; 9. Declan Knowles, 6; 10. Jack Morrison, 6; 11. Kane Lawrence, 6; 12. Brandon Coglan, 6; 13. Connor

Bailey, 5; 14. Cooper Riordan, 2; 15. Fraser Bowes, 2; 16. Aden Clare (Res.), 2; 17. Cordell Rogerson

(Res.), 0; 18. Brock Tregea, 0.

B-Finale: 1. Stewart; 2. Thomson; 3. McGuinness; 4. Hook.

A-Finale: 1. Lidsey; 2. Stewart; 3. Gilmore; 4. Cook S.

U16-Meisterschaft - 125 ccm - Ipswich (Willowbank)

Brown im Re-run

Die U16-Meisterschaft war der Auftakt zu einem Drei-Tage-Marathon (mit

vier Rennen) in Ipswich (Willowbank). Auf dieser Bahn (60 Kilometer südwestlich

von Brisbane) war ja einst der finale Speedway-GP 2019 geplant.

Im Endlauf wurde überraschend Patrick Bowes nach einem Sturz disqualifiziert.

Zuvor hatte jedoch James Pearson das Hinterrad von Bowes berührt.

Maurice Brown gewann nach einem unspektakulären Re-run den Titel.

Ergebnis - Vorläufe: 1. Maurice Brown, 14 Punkte; 2.Patrick Bowes, 12; 3. James Pearson, 11;

4. Jackson Milner, 11; 5. Luke Killeen, 10; 6. Patrick Hamilton, 9; 7. Tom Drane, 8; 8. Flynn Nicol, 7;

9. Liam Powell, 7; 10. Tate Zischke, 6; 11. Cameron Dunker, 6; 12. Joshua Beetham, 5; 13. Lachlan

Hayes, 5; 14. Nicholas Possingham, 4; 15. Blake Warrington, 2; 16. Noah Graham, 2.

B-Finale: 1. Killeen; 2. Milner; 3. Drane; 4. Hamilton.

A-Finale: 1. Brown; 2. Pearson; 3. Killeen; 4. Bowes D.

AUSTRALIEN

Rob Woffinden Classic - Perth (Pinjar Park)

Woffinden, wer sonst?

Natürlich konnte niemand der Teilnehmer Tai Woffinden das Wasser reichen.

Sechs Starts – sechs Siege. Nichts anderes hatten die über 1500 Zuschauer

vom dreifachen Weltmeister auf der neuen 330-Meter-Bahn im

Pinjar Park erwartet. Im Endlauf berührte Blake Russell den Airfence und

stürzte.

Ergebnis - Vorläufe: 1. Tai Woffinden, 12 Punkte; 2. Cameron Heeps, 11; 3. Josh Bailey, 11; 4. Blake

Russell,10; 5. Kale Ballantyne, 10; 6. Daniel Winchester, 10; 7. Frank Smart, 9; 8. Matt Marson, 8;

9. Des Heys, 8; 10. Doug Scoble, 8; 11. Kris Keast, 8; 12. Kobee Ziedas, 6; 13. Jason Marzoli, 5;

14. Jarryd Ziedas, 4; 15. Ryan Pope, 4; 16. Bryan Miller, 3; 17. Ethan Ballantyne, 3; 18. Brady Webb,

3; 19. Drew Winchester, 3; 20. Carley Gittus, 2.

1. Halbfinale: 1. Woffinden; 2. Russell; 3. Bailey; 4. Smart.

2. Halbfinale: 1. Heeps; 2. Daniel Winchester; 3. Ballantyne; 4. Marson.

Finale: 1. Woffinden; 2. Heeps; 3. Daniel Winchester; 4. Russell.

Tex Macdonald Memorial - Kurri Kurri

Riss in New South Wales

Erik Riss fuhr für das Macca’s Maulers Team und verlieh dem Match ein

wenig internationalen Touch. Er und Alan Macdonald waren die Topscorer

für diese Mannschaft.

Wolverhamptons Nummer 1 Sam Masters war punktbester Fahrer des

Abends und führte das Big Red Deluxe Team zu einem deutlichen 17-Punkte-Sieg.

Der Name des Teams ist eine Andeutung auf Josh Macdonalds rötliche

Haare. Macdonald übrigens hatte Großes vor: Multimeister Workington

gab dem Aussie einen Vertrag für diese Saison. Aber, wie schon

berichtet, nimmt Workington ja wegen finanzieller Schieflage nicht am

19er-Ligabetrieb teil.

Ergebnis: Macca’s Maulers, 36 Punkte (Alan Macdonald 10, Erik Riss 10, Zaine Kennedy 6, Brandon

Coglan 5, Declan Kennedy 3, Jacob Hook 2, Jesse Hamilton 0); Big Red Deluxe, 53 (Sam Masters

12, Jye Etheridge 10, Mason Campton 9, Josh Macdonald 7, Mitch Cluff 6, Kane Lawrence 5, Cordell

Rogerson 4).

Jeff Gittus Memorial - Perth (Pinjar Park)

Wieder Winchester

Lokalmatador Daniel Winchester ließ sich diesen Sieg nicht nehmen. Mit

einem großartigen Start im A-Finale sicherte er sich den Titel vor Matt

Marson. Der Brite Josh Bailey wurde Dritter. Er und Winchester schlossen

die Vorläufe mit je 11 von 12 möglichen Punkten ab. Beide trafen in den

Vorläufen nicht aufeinander. So gab Winchester einen Punkt an den starken

Youngster Brad Gordon ab und Bailey an Matt Marson.

Im Pinjar Park werden noch fünf weitere Rennen in dieser Saison ausgetragen.

• Texte: Andreas Fahldiek; Foto oben rechts: Ubbo Bandy

Ergebnis - Vorläufe: 1. Daniel Winchester, 11 Punkte; 2. Josh Bailey, GB, 11; 3. Matt Marson, 10;

4. Brad Gordon, 8; 5. Des Heys, 8; 6. Ryan Pope, 7; 7. Jason Marzoli, 4; 8. Ethan Ballantyne, 4; 9. Jarryd

Ziedas, 3; 10. Bryan Miller, 3; 11. Drew Winchester, 2.

B-Finale: 1. Heys; 2. Marzoli; 3. Pope; 4. Gordon.

A-Finale: 1. Daniel Winchester; 2. Marson; 3. Baileys; 4. Heys.

22 BAHNSPORT AKTUELL März '19


ENGLAND

Saisoneröffnung

Die anstehende Saison in Großbritannien wird mit der Ben Fund Bonanza

in Leicester am Sonntag, 17. März, um 14:00 Uhr eröffnet. Nach Absagen

von Peterborough und Redcar konnte dieses populäre Charityrennen im

vergangenen Jahr nicht ausgetragen werden. Für die bereits zehnte Auflage

dieses Klassikers konnten bislang Sam Masters, Scott Nicholls, Ben

Barker und der wiedergenesene Danny King verpflichtet werden.

Premiership

Auch bis zu diesem Redaktionsschluss konnte King’s Lynn kein komplettes

Team präsentieren. Zu Robert Lambert und Kasper Andersen konnten

zusätzlich lediglich Tyron Proctor und Michael Palm Toft verpflichtet werden.

Neuling Ipswich hingegen meldete mit Krystian Pieszczek, Chris Harris

und David Bellego sein Team nun als vollständig bei der BSPA. Bislang

waren ja nur Daniel King, Jake Allen, Cameron Heeps und Richard Lawson

unter Vertrag. Chris Harris hatte erneut Pech. Er wurde nach dem Eigentümerwechsel

in Peterborough aus dem Team der Panthers entlassen. Das

Management gab Rohan Tungate den Vorzug. Harris musste seine familiären

Planungen ändern, weil er nun doch noch für die Witches starten

kann. Harris war im letzten Jahr bereits Opfer der Insolvenz von Rye House.

Wie man in der britischen Presse lesen konnte, soll Rye House Harris

immer noch einen fünfstelligen Betrag an Startgeldern schulden. Neuer

Promoter in Peterborough wird übrigens der mittlerweile 80-jährige Colin

Pratt, der zuvor in Swindon tätig war.

Major Events

Die Termine der sechs Top-Rennen in Großbritannien stehen (fast) fest.

Nur für die Premiership Riders Individual konnte bislang noch kein Datum

und Austragungsort benannt werden. Ansonsten startet man am 24. April

mit dem British U21 Final in Berwick. Am 23. Juni folgt die sehr populäre

Championship Fours in der East of England Arena von Peterborough. Ein

Höhepunkt findet am 23. Juli im National Speedway Stadium Manchester

(Belle Vue) statt: das British Final. Sheffield ist wieder einmal Austragungsort

der Championship Riders Individual, die dort am 1. September

stattfindet.

Traditionell werden die Championship Pairs einen Tag vor dem britischen

Grand Prix (21. September) in Cardiff in der Oak Tree Arena von Highbridge

(Somerset) ausgetragen.

Die Top-Rennen der National League wurden wie folgt angesetzt: 7. Juli die

National League Fours in King’s Lynn, am 11. August die National League

Pairs in Stoke, und am 22. September die National League Riders Championship

in Leicester. • Andreas Fahldiek

SCHWEDEN

Eisspeedwaycup

Mit deutscher Beteiligung

Runde 1 - Örnsköldsvik - 26.1. - Ergebnis: 1. Jonas Andersson, 15 Punkte; 2. Jimmy Olsen, 14; 3. Daniel

Henderson, 13; 4. Matti Isoaho, 12; 5. Pierre Hallen, 10; 6. Andreas Lindblom, 10; 7. Tomi Tani,

9; 8. Joakim Söderström, 8; 9. Martin Börjegren, 7; 10. Hans-Olof Olsen, 6; 11. Conny Fastesson, 5;

12. Jimmy Hörnel Lidfalk, 4; 13. Seppo Siira, 3; 14. Lars Nyqvist, 2; 15. Emil Björklund, 1; 16. Anders

Engström, 1; 17. Mikael Flodin, N. • Finale: 1. Henderson; 2. Olsen;3. Isoaho; 4. Andersson.

Runde 2 - Strömsund - 2.2. - Ergebnis: 1. Daniel Henderson, 15 Punkte; 2. Jimmy Olsen, 14; 3. Pierre

Hallen, 12; 4. Matti Isoaho, 12; 5. Mikael Flodin, 11; 6. Andreas Lindblom, 10; 7. Tomi Tani, 10;

8. Hans-Olof Olsen, 8; 9. Joakim Söderström, 6; 10. Jimmy Hörnel Lidfalk, 5; 11. Niek Schaap, NL, 5;

12. Mikko Jetsonen, 4; 13. Martin Börjegren, 4; 14. Bart Schaap, NL, 0; 15. Conny Fastesson, 0;

16. Anders Engström, 0.

Runde 3 - Hallstavik - 9.2. - Ergebnis: 1. Mikael Flodin, 14 Punkte; 2. Jimmy Tuinstra, NL, 12; 3. Andreas

Lindblom, 12; 4. Jimmy Olsen, 11; 5. Jimmy Hörnell Lidfalk, 9; 6. Marc Geyer, D, 9; 7. Bart

Schaap, NL, 9; 8. Pierre Hallen, 6; 9. Niek Schaap, NL, 6; 10. Pontus Fick, 6; 11. Martin Börjegren,

6; 12. Joakim Söderström, 6; 13. Conny Fastesson, 5; 14. Seppo Siira, 4; 15. Lars Nyqvist, 2; 16. Anders

Engström, 2. • Finale: 1. Flodin; 2. Tuinstra; 3. Lindblom; 4. Olsen/D.

Runde 4 - Bollnäs - 10.2. - Ergebnis: 1. Jimmy Tuinstra, NL, 14 Punkte; 2. Andreas Lindblom, 13;

3. Mikael Flodin, 12; 4. Pierre Hallen, 11; 5. Bart Schaap, NL, 9; 6. Conny Fastesson, 9; 7. Pontus

Fick, 9; 8. Jimmy Hörnell Lidfalk, 8; 9. Marc Geyer, D, 8; 10. Martin Börjegren, 7; 11. Niek Schaap,

NL, 6; 12. Seppo Siira, 5; 13. Anders Engström, 3; 14. Lars Nyqvist, 3; 15. Per Bruhn, 1. • Finale: 1.

Tuinstra; 2. Lindblom; 3. Flodin; 4. Hallen D.

Runde 5 - Gävle - 16.2. - Ergebnis: 1. Jimmy Olsen, 15 Punkte; 2. Jonas Andersson, 13; 3. Markus Jell,

D, 13; 4. Albin Lindblom, 11; 5. Mikael Flodin, 11; 6. Joakim Söderström, 9; 7. Jimmy Tuinstra, NL, 7;

8. Andreas Lindblom, 7; 9. Martin Börjegren, 6; 10. Pierre Hallen, 6; 11. Conny Fastesson, 5;

12. Pontus Fick, 5; 13. Jimmy Hörnel Lidfalk, 4; 14. Hans-Olof Olsen, 4; 15. Seppo Siira, 3; 16. Simon

Reitsma, 0 • Finale: 1. Olsen; 2. Andersson; 3. Lindblom; 4. Jell, 0.

TSCHECHIEN

Eisspeedway Holice v Cechach - 2.2.2019

Weiches Eis

Auch heuer brachte das Wetter den tschechischen Eisspeedwaykalender

ordentlich durcheinander. Alle Januar-Meetings mussten abgesagt werden

und so war in Holice der Auftakt. Petr Moravec, der Tausendsassa der

tschechischen Strecken, hatte das Rennen um einen Tag vorverschoben

(Koprivnice hatte für diesen Tag kein Eis zusammengebracht) und konnte

das Event mit viel Improvisationstalent über die Runden bringen. Dem

weichen Eis Tribut zollend, musste man auf die geplanten Finals verzichten

und wertete das Rennen nach den Punkten der 15 gefahrenen Rennen.

Holice war auch der erste Lauf zur tschechischen Einzelmeisterschaft und

zu den elf heimischen Cracks gesellte sich nur der Brite Rob Irving. Der

aber konnte in das Geschehen nicht eingreifen und die Tschechen blieben

unter sich. Das Renngeschehen spitzte sich auf ein Duell zwischen Andrej

Divis und Lukas Volejnik zu. Beide hatten am Ende des Tages 14 Punkte,

wobei Divis einmal gegen Jiri Wildt verlor, dann aber Volejnik bezwang

und unter den goldenen Kranz schlüpfen konnte. Rang 3 ging an den Haudegen

aus Prag, Jan Klauz. Mit nur einem Punkt Rückstand belegte Jiri

Wildt, ebenfalls aus Prag, Rang 4 vor Osecna-Fahrer Jan Pecina. Diese fünf

Fahrer teilten sich untereinander die 15 Laufsiege auf. Ab Rang 6 waren

keine Siegfahrer zu finden. Diese führte der Pardubicer Radek Hutla vor

Behal, Ruzicka und Lizak an. • Text u. Fotos: Alfred Domes

Ergebnis: 1. Andrej Divis, 14 Punkte; 2. Lukas Volejnik, 14; 3. Jan Klauz, 13; 4. Jiri Wildt, 12; 5. Jan

Pecina, 10; 6. Radek Hutla, 8; 7. Martin Behal, 6; 8. Robert Ruzicka, 5; 9. David Lizak, 4; 10. Lukas

Hromatka, 1; 11. Jan Vanatka, 1; 12. Rob Irving, GB, 1.

Topdrei (v.l.): Lukas Volejnik,

Andrej Divis und Jan Klauz

Holice-Sieger Andrej Divis

Foto rechts: Marc Geyer, der seine EM-Teilnahme in Ufa aus terminüberschneidenden Gründen

absagen musste, machte sich aber auf den kürzeren Trip nach Schweden und konnte mit 9 bzw.

8 Punkten (bei einem Ausfall in Führung liegend) relativ zufrieden sein • Foto: Roffe Lundstedt

März '19 BAHNSPORT AKTUELL 23


INTERNATIONAL

Superliga in Ufa: Nikita Toloknow (außen)

vom Siegerclub Togliatti gegen Martin Haarahiltunen für Kamensk-Uralskij

Vor dem letzten Rennwochenende

in Togliatti hat Mega-Lada

5 Matchpunkte mehr als Ufa und

die Mannschaft von Krasnikow

kann die Gastgeber in der Tabelle

aus eigener Kraft nicht mehr überholen.

Ergebnisse - 26.1.: 1. Togliatti, 33 Punkte (Iwanow

11, Toloknow 11, I.Saidullin 4, J.Saidullin

7, Swinuchow N); 2. Ufa, 29 (Walejew 8, Krasnikow

8, Tschitschkow 9, Bogdanow 4, Schadrin

N); 3. Schadrinsk, 28+3 (Zorn 5, Kolenkin

3, Borodin 3, Khanmurzin 2, Koltakow 15+3);

4. Kamensk-Uralskij, 28+2 (Haarahiltunen 6,

Komisewitsch 11+2, Scharow 4, Soljannikow

7, Nesytych N).

27.1.: 1. Kamensk-Uralskij, 37 Punkte (Komisewitsch

10, Haarahiltunen 9, Soljannikow 9,

Scharow 9, Nesytych N); 2. Togliatti, 33 (Toloknow

11, I.Saidullin 2, J.Saidullin 5, Iwanow 15,

Swinuchow N); 3. Ufa, 26 (Walejew 9, Krasnikow

3, Tschitschkow 9, Bogdanow N, Schadrin

5); 4. Schadrinsk, 23 (Kolenkin 6, Khanmurzin

0, Zorn 5, Borodin 0, Koltakow 12).

Stand: 1. Togliatti, 21 Matchpunkte; 2. Ufa, 16;

3. Kamensk-Uralskij, 10; 4. Schadrinsk, 8.

Eisspeedway-Teammeisterschaft - Superliga

Togliatti top

Schadrinsk: Obwohl das Team von Mega-Lada in Schadrinsk ohne den

verletzten Igor Kononow angetreten war, konnte es seine Tabellenführung

verteidigen. Am ersten Renntag erkämpfte die Mannschaft aus Togliatti

insgesamt 37 Punkte und holte den Tagessieg. Vor dem letzten Lauf

war sie mit Ufa noch punktgleich, aber Nikita Toloknow zeigte große Klasse

und meldete sich im Ziel vor Konstantin Kolenkin und Dimitri Komisewitsch,

während Nikolaj Krasnikow etwas überraschend nicht über den

letzten Rang hinauskam. Das Team von Baschkortostan belegte letztendlich

Gesamtplatz 2, gefolgt von den Gastgebern. Franz Zorn erzielte bei

drei Einsätzen einen Zähler. Kamensk-Uralskij ging ohne Martin Haarahiltunen

ins Rennen und musste sich mit dem letzten Rang begnügen. Der

Schwede war am Vortag beim Training mit Soljannikow kollidiert und hatte

sich einige Verletzungen zugezogen.

Am Sonntag konnte sich die Mannschaft aus Ufa bei Mega-Lada revanchieren

und stand ganz oben auf dem Podium. Dinar Walejew brachte eine

hervorragende Leistung und erzielte ein tadelloses Punktemaximum.

Togliatti holte den 2. Rang und hatte am Ende 5 Zähler mehr als das drittplatzierte

Team von Torpedo. Franz Zorn schrieb diesmal 5 Punkte, obwohl

er einen Sturz zu beklagen hatte. Kamensk-Uralskij konnte wieder nicht

ins Geschehen eingreifen und landete auf Platz 4.

Ergebnisse - 19.1.: 1. Mega-Lada Togliatti, 36 Punkte (Daniil Iwanow 8, Nikita Toloknow 12, Jewgeni

Saidullin 7, Igor Saidullin 9, Wadim Swinuchow N); 2. Baschkortostan-CTWS Ufa, 33 (Nikolaj Krasnikow

8, Dinar Walejew 11, Iwan Tschitschkow 7, Nikita Bogdanow 7, Nikita Schadrin N); 3. Torpedo-

SchAAZ Schadrinsk, 27 (Franz Zorn 1, Konstantin Kolenkin 9, German Khanmurzin 1, Dimitri Borodin

2, Dimitri Koltakow 14); 4. CTWS-DOSAAF Kamensk-Uralskij, 23 (Jewgeni Scharow 8, Dimitri

Komisewitsch 9, Martin Haarahiltunen N, Dimitri Soljannikow 6, Wassili Nesytych 0).

2. Renntag - 20.1.: 1. Ufa, 37 Punkte (Krasnikow 7, Walejew 15, Tschitschkow 9, Bogdanow 6, Schadrin

N); 2. Togliatti, 34 (Iwanow 10, Toloknow 10, J.Saidullin 9, I.Saidullin 5, Swinuchow N);

3. Schadrinsk, 29 (Zorn 5, Kolenkin 8, Borodin 2, Khanmurzin 0, Koltakow 14); 4. Kamensk-Uralskij,

19 (Komisewitsch 6, Scharow 3, Haarahiltunen N, Soljannikow 8, Nesytych 2).

Ufa: Die Gastgeber hofften, dass sie im Stroitjel-Stadion den Rückstand

auf Togliatti wettmachen werden, aber sie konnten weder am Sonnabend

noch am Sonntag den Tabellenführer schlagen. Am Sonnabend nach

18 Läufen war noch alles offen, denn Togliatti hatte 28 Punkte, gefolgt von

Kamensk-Uralskij (27), Ufa (26) und Schadrinsk (25). Doch das Team aus

der Autostadt an der Wolga zeigte den besten Endspurt. Zuerst bezwang

Daniil Iwanow Dinar Walejew und dann kam Nikita Toloknow zwar hinter

Dimitri Koltakow ins Ziel, konnte aber Iwan Tschitschkow hinter sich lassen.

Mega-Lada hatte am Ende 4 Punkte mehr auf dem Konto als die Gastgeber.

Da Schadrinsk und Kamensk-Uralskij punktgleich waren, musste

ein Stechen über den letzten Podiumsplatz entscheiden. Koltakow rang

Komisewitsch nieder und sicherte seinem Team Tagesrang 3. Franz Zorn

hatte einen Sieg zu verzeichnen und kam bei vier Einsätzen auf 5 Punkte.

Die am Vortag noch unterlegene Mannschaft aus Kamensk-Uralskij sorgte

am Sonntag für Furore. Die Westsibirier waren diesmal sehr ausgeglichen.

Dimitri Komisewitsch schrieb insgesamt 10 Zähler, während seine

Teamkollegen Martin Haarahiltunen, Dimitri Soljannikow und Jewgeni

Scharow jeweils 9 Punkte erkämpften. Die Mannschaft von Mega-Lada

wurde letztendlich Zweiter und Daniil Iwanow fand an diesem Renntag

keinen Bezwinger. Die Gastgeber mussten sich mit dem 3. Tagesrang begnügen.

Nikolaj Krasnikow fiel zweimal aus und kam auf nur 3 Zähler. Torpedo

Schadrinsk landete auf Platz 4.

Eisspeedway-Teammeisterschaft - Höhere Liga

Kamensk-Uralskij Meister

Die B-Mannschaft aus Kamensk-Uralskij wurde Meister der Höheren Liga.

Im Teamwettbewerb wurden insgesamt zwei Doppelveranstaltungen ausgetragen

und die Westsibirier holten insgesamt drei Tagessiege. Nur

beim zweiten Rennen in Neftekamsk mussten sie sich mit Rang 3 begnügen.

Bester Mann des Teams von CTWS-DOSAAF war Nikita Tarasow, der

insgesamt 46 Punkte erzielte. Den Vizemeistertitel holte die Mannschaft

aus Neftekamsk. Die meisten Zähler erzielte Dimitri Bulankin. Der Weltmeister

von 2004 schrieb insgesamt 34 Punkte. Bei den Heimrennen setzten

die Gastgeber auch Andrej Schischegow ein, aber der Fahrer mit kasachischer

Lizenz musste den Abschlussrunden in Luchowitsy fernbleiben,

weil er am gleichen Wochenende in Schadrinsk um WM-Punkte kämpfte.

Den niedrigsten Podiumsplatz sicherte sich die Mannschaft von CSKA Jaroslawl.

Ihr bester Pilot war Eduard Krysow, der insgesamt auf 55 Zähler

kam. Der Armeeverein verpflichtete auch keinen Geringeren als Juri Iwanow.

Der mittlerweile 59-jährige dreifache Weltmeister (1986, 1987, 1992)

absolvierte insgesamt sieben Läufe und kam auf 6 Zähler.

Ergebnisse - Neftekamsk - 1. Renntag - 26.1.: 1. CTWS-DOSAAF Kamensk-Uralskij - Team B, 22+3

Punkte (Iwan Khuschin 3, Wladimir Bobin 8, Nikita Tarasow 11+3); 2. CSKA Jaroslawl, 22+2 (Juri

Iwanow 1, Jasper Iwema 5, Eduard Krysow 16+2); 3. STK Neftekamsk, 22+1 (Andrej Schischegow

10, Dimitri Bulankin 8, Anton Sozykin 4); 4. Sibir Nowosibirsk, 21+3 (Maxim Kortschemacha

17+3, Andrej Zhdanow 4); 5. STS Podmoskowje Luchowitsy, 21+2 (Nikolaj Makarow 4, Alexej

Kolganow 0, Sergej Makarow 17+2); 6. Mordowia Saransk, 10 (Daniil Luschnikow 2, Maxim Maslikow

0, Maxim Karpuchin 8); 7. Progress Glazow, 7 (Alexander Kozyrew 2, Konstantin Kolesnikow 4,

Ilja Kosjakow 1).

2. Renntag - 27.1.: 1. Neftekamsk, 24 Punkte (Schischegow 9, Bulankin 12, Sozykin 3); 2. Luchowitsy,

21 (N.Makarow 2, Kolganow 4, S.Makarow 15); 3. Kamensk-Uralskij, 20 (Khuzhin 7, Bobin 2, Tarasow

11); 4. Jaroslawl, 19 (Iwanow 1, Iwema 2, Krysow 16); 5. Nowosibirsk, 14+3 (Kortschemacha

12+3, Zhdanow 2); 6. Saransk, 14+2 (Luschnikow 1, Maslikow 5, Karpuchin 8+2); 7. Glazow,

12 (Kozyrew 12, Kolesnikow 0, Kosjakow 0).

Luchowitsy - 1. Renntag - 9.2.: 1. Kamensk-Uralskij, 24 Punkte (Khuzhin 3, Bobin 9, Tarasow 12);

2. Saransk, 21+3 (Maslikow 11+3, Luschnikow 4, Karpuchin 6); 3. Neftekamsk, 21+2 (Bulankin 8,

Sozykin 1, Jewgeni Urakow 12+2); 4. Jaroslawl, 20 (Iwanow 2, Artjom Akulow 4, Krysow 14); 5. Nowosibirsk,

18 (Zhdanow 0, Iwan Lwow 3, Kortschemacha 15); 6. Glazow, 12 (Kozyrew 11, Kolesnikow

1, Kosjakow 0); 7. Luchowitsy, 7 (Kolganow 6, N.Makarow 1).

2. Renntag - 10.2. (nach 14 Läufen wegen schlechten Eiszustands abgebrochen): 1. Kamensk-

Uralskij, 17 Punkte (Khuzhin 4, Bobin 1, Tarasow 12); 2. Jaroslawl, 16 (Iwanow 2, Akulow 5, Krysow

9); 3. Neftekamsk, 15 (Bulankin 6, Sozykin 2, Urakow 7); 4. Nowosibirsk, 14 (Zhdanow 3, Kortschemacha

11); 5. Glazow, 10 (Kozyrew 7, Kolesnikow 1, Kosjakow 2); 6. Saransk, 7 (Maslikow 6, Luschnikow

0, Karpuchin 1); 7. Luchowitsy, 5 (Kolganow 4, N.Makarow 1).

Endstand: 1. Kamensk-Uralskij, 29 Matchpunkte; 2. Neftekamsk, 23; 3. Jaroslawl, 20; 4. Nowosibirsk,

14; 5. Saransk, 12; 6. Luchowitsy, 11; 7. Glazow, 7.

MFR-Pokal - Luchowitsy - 19./20.1.2019

Favoritensieg

Nur zwölf Fahrer gingen in Luchowitsy an den Start und kämpften um den

Pokal des russischen Verbandes. Sergej Makarow galt als größter Siegesanwärter

und er wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Da der 34-Jährige

aus Luchowitsy am ersten Renntag einen technischen Ausfall zu beklagen

hatte, musste er jedoch am Ende gegen seinen Teamkameraden Alexej

Kolganow antreten, um den Gesamtsieger auszumachen. Kolganow wurde

im Zusatzlauf disqualifiziert und Makarow holte schließlich den Pokal.

Ergebnis: 1. Sergej Makarow, 21+3 Punkte; 2. Alexej Kolganow, 21+D; 3. Nikolaj Makarow, 18; 4. Nikita

Panow, 17; 5. Artjom Afanasjew, 16; 6. Wlas Nekrasow, 13; 7. Elisej Wydrin, 10; 8. Danil

Nokhrin, 10; 9. Konstantin Kolesnikow, 9; 10. Sergej Wolodin, 7; 11. Wiatcheslaw Rogoschin, 4;

12. Ilja Kosjakow, 4.

24 BAHNSPORT AKTUELL März '19


Eisspeedway-Landespokal der Juniorenteams - Togliatti - 2./3.2.2019

Kamensk-Uralskij siegt

Erwartungsgemäß, aber nach einem harten Kampf, sicherte sich das Juniorenteam

aus Kamensk-Uralskij den Landespokal. Nach insgesamt 30 Heats lagen

die Westsibirier mit der Mannschaft aus Togliatti punktgleich und es bedurfte eines

Stechens, um den Gesamtsieger zu ermitteln. Dimitri Soljannikow, der drei

Wochen zuvor in Wjatskije Poljany russischer Juniorenmeister geworden war,

bezwang im Zusatzlauf Jewgeni Saidullin. Die Bronzemedaille ging nach Ufa.

Die Baschkiren hatten am Ende 6 Zähler weniger auf dem Konto als die Sieger.

• Texte u. Foto: Georg Dobes

Ergebnis: 1. CTWS-DOSAAF Kamensk-Uralskij, 21+20=41+3 Punkte (Dimitri Soljannikow 21+3, Nikita Tarasow

14, Iwan Khuzhin, 6); 2. Mega-Lada Togliatti, 20+21=41+2 (Jewgeni Saidullin 27+2, Wadim Swinuchow

14); 3. Baschkortostan-CTWS Ufa, 18+17=35 (Nikita Bogdanow 18, Nikita Schadrin 17, Nikita Panow

N); 4. Belkam Motosport Ischewsk, 12+14=26 (Wlas Nekrasow 2, German Khanmurzin 24); 5. Mega-Lada

Togliatti Team B, 9+9=18 (Andrej Stepanow 16, Andrej Anisimow 2); 6. MK Dobrynin Ufa, 9+8=17 (Elisej

Wydrin 9, Artjom Afanasjew 8).

Speedway-Renntermine 2019

Teammeisterschaft: 8.5. Wostok Wladiwostok - STK Oktjabrskij; 15.5. Mega-Lada

Togliatti - Turbina Balakowo; 21.5. Balakowo - Oktjabrskij; 29.5. Togliatti -

Wladiwostok; 19.6. Balakowo - Wladiwostok; 19.6. Togliatti - Oktjabrskij; 26.6.

Oktjabrskij - Balakowo; 4.7. Wladiwostok - Togliatti; 24.7. Oktjabrskij - Togliatti;

31.7. Wladiwostok - Balakowo; 21.8. Balakowo - Togliatti; 22.8. Oktjabrskij - Wladiwostok

• Finalrunden 5.9., 18.9., 10. 10.

Einzelmeisterschaft: 6.6. Semifinale Oktjabrskij; 12.9. Finale Togliatti.

Junioren-Teammeisterschaft: 5.6. 1. Runde Oktjabrskij; 11.6. 2. Runde Togliatti;

10.9. 3. Runde Wladiwostok.

Junioren-Einzelmeisterschaft: 2.6. Semifinale Salawat; 27.8. Finale Oktjabrskij.

Landespokal der Paare: 13.6. 1. Runde Oktjabrskij; 3.9. 2. Runde Balakowo.

U19-Meisterschaft: 8.6. Finale Balakowo.

Teamwettbewerb - 1. Liga: 31.7. 1. Halbfinale Togliatti; 3.8. 2. Halbfinale Salawat;

4.8. Finale Salawat.

Offene Rennen: 17.8. Rinat-Mardanschin-Memorial Oktjabrskij; 25.9. Anatoli-

Stepanow-Memorial Togliatti; 12.10. Pokal des Gouverneurs Wladiwostok.

POLEN

Bartosz Zmarzlik

gewinnt Leserwahl

Bereits zum 29. Mal fand in Leszno der traditionelle Speedway-Ball statt. Die Redaktion

der Speedway-Wochenzeitung „Tygodnik Zuzlowy“ hatte am 9. Februar

ins Restaurant „Finezja“ im Vereinsgebäude des polnischen Teammeisters Unia

Leszno eingeladen. Während des Balles wurden die Resultate der Leserwahl

zum populärsten Fahrer der vergangenen Saison bekanntgegeben. Erwartungsgemäß

wurde Bartosz Zmarzlik Sieger der Abstimmung. Der 23-jährige Pilot von

Stal Gorzow erkämpfte im vergangenen Jahr die WM-Silbermedaille und wurde

mit einem Average von 10,30 bester Fahrer der Ekstraliga. „Das ist eine wichtige

Auszeichnung für mich. Ich möchte mich bei allen bedanken, die mir ihre Stimme

gegeben haben. Der Sieg ist eine große Motivation. Ich möchte in der kommenden

Saison noch bessere Resultate erzielen“, sagte der Triumphator nach

der Preisverleihung. Die restlichen Podiumsplätze sicherten sich Maciej Janowski

(Sparta Wroclaw) und Patryk Dudek (Falubaz Zielona Gora), gefolgt von

Janusz Kolodziej, Piotr Pawlicki, Bartosz Smektala (alle Unia Leszno), Maksym

Drabik (Wroclaw), Jaroslaw Hampel (Leszno), Piotr Protasiewicz (Zielona Gora)

und Jakub Jamrog (Unia Tarnow). In der Kategorie „Populärster ausländischer

Fahrer“ triumphierte erneut Tai Woffinden. „Junior des Jahres“ wurde Bartosz

Smektala, der im vergangenen Jahr U21-Weltmeister im Einzel und Team wurde.

Laut der Leser verdient Wiktor Lampart von Motor Lublin den Titel „Newcomer

des Jahres“. Er erkämpfte unter anderem im Junioren-EM-Finale in Stralsund

den Vizemeistertitel. Als „Reinfall des Jahres“ wurden Schiedsrichter ausgezeichnet,

die übermäßig oft Läufe wegen unkorrekten Starts abbrachen.

Kai Huckenbeck fand einen

neuen Verein

Kai Huckenbeck fuhr in den letzten zwei Jahren für den Ekstraligisten aus Grudziadz,

aber im November beschloss der 25-Jährige seinen polnischen Arbeitgeber

zu wechseln. Der Speedwayfahrer entschied sich für die Mannschaft von

Stal Rzeszow, die gerade in die 1. Liga aufgestiegen war. Das Glück von „Huck“

währte jedoch nicht lange. Schon Mitte Dezember gab der polnische Verband

PZM bekannt, dass der Verein aus dem Osten des Landes wegen

Schulden bei seinen Fahrern, beim Finanzamt und bei der Sozialversicherung

keine Startlizenz bekommen hatte (BSA berichtete). Alle Verträge,

die der Club mit seinen Fahrern abgeschlossen hatte, wurden für nichtig

erklärt. Davon war auch Huckenbeck betroffen. Da die polnischen Funktionäre

jedoch inzwischen genau wussten, dass er ein guter Speedwayfahrer

ist, war es nur eine Frage der Zeit, wann Huckenbeck einen neuen

Club finden würde. Am 8. Februar war es dann soweit. Der DMSB-Pilot

wurde offiziell als neuer Fahrer des Erstligisten Orzel Lodz vorgestellt.

Seine Teamkameraden werden unter anderem Hans Andersen, Rory

Schlein, Rohan Tungate, Rafal Okoniewski oder Ben Ernst sein.

Termine Ekstraliga 2019

Hauptrunde - Runde 1: 5.4. Wlokniarz Czestochowa - Stal Gorzow, Falubaz

Zielona Gora - KS Torun; 7.4. Motor Lublin - GKM Grudziadz, Unia Leszno -

Sparta Wroclaw.

Runde 2: 12.4. Grudziadz - Czestochowa, Gorzow - Lublin; 14.4. Wroclaw -

Zielona Gora, Torun - Leszno.

Runde 3: 26.4. Zielona Gora - Grudziadz, Czestochowa - Lublin; 28.4.

Leszno - Gorzow, Wroclaw - Torun.

Runde 4: 3.5. Lublin - Leszno, Grudziadz - Wroclaw; 5.5. Torun - Czestochowa,

Gorzow - Zielona Gora.

Runde 5: 10.5. Zielona Gora - Lublin, Wroclaw - Gorzow; 12.5. Grudziadz -

Torun, Czestochowa - Leszno.

Runde 6: 24.5. Lublin - Torun, Gorzow - Grudziadz; 26.5. Leszno - Zielona

Gora, Czestochowa - Wroclaw.

Runde 7: 31.5. Torun - Gorzow, Wroclaw - Lublin; 2.6. Zielona Gora - Czestochowa,

Grudziadz - Leszno.

Runde 8: 7.6. Lublin - Wroclaw, Leszno - Grudziadz; 9.6. Czestochowa -

Zielona Gora, Gorzow - Torun.

Runde 9: 21.6. Torun - Lublin, Wroclaw - Czestochowa; 23.6. Grudziadz -

Gorzow, Zielona Gora - Leszno.

Runde 10: 28.6. Torun - Grudziadz, Lublin - Zielona Gora; 20.6. Leszno -

Czestochowa, Gorzow - Wroclaw.

Runde 11: 26.7. Leszno - Lublin, Wroclaw - Grudziadz; 28.7. Czestochowa -

Torun, Zielona Gora - Gorzow.

Runde 12: 2.8. Lublin - Czestochowa, Grudziadz - Zielona Gora; 4.8. Torun

- Wroclaw, Gorzow - Leszno.

Runde 13: 9.8. Czestochowa - Grudziadz, Leszno - Torun; 11.8. Lublin -

Gorzow, Zielona Gora - Wroclaw.

Runde 14: 23.8. Grudziadz - Lublin, Gorzow - Czestochowa; 25.8. Wroclaw

- Leszno, Torun - Zielona Gora.

Finalrunde - Runde 15 (Halbfinale): 1.9. viertplatzierte Mannschaft nach

der Hauptrunde – erstplatzierte, drittplatzierte – zweitplatzierte.

Runde 16 (Halbfinale): 8.9. 1. - 4., 2. - 3.

Runde 17 (Finals): 15.9. Das erste Finalrennen und das erste Rennen um

die Bronzemedaille.

Runde 18 (Finals): 22.9. Das zweite Finalrennen und das zweite Rennen

um die Bronzemedaille.

Termine 1. Liga

Hauptrunde - Runde 1: 30./31.3. Orzel Lodz - Ostrovia Ostrow, Start Gniezno

- Wybrzeze Gdansk, Unia Tarnow - Lokomotiv Daugavpils/LV.

Runde 2: 6./7.4. Gdansk - Tarnow, ROW Rybnik - Lodz, Ostrow - Gniezno.

Runde 3: 13./14.4.: Daugavpils - Gdansk, Gniezno - Rybnik, Tarnow -

Ostrow.

Runde 4: 27./28.4. Rybnik - Tarnow, Lodz - Gniezno, Ostrow - Daugavpils.

Runde 5: 4./5.5. Gdansk - Ostrow, Daugavpils - Rybnik, Tarnow - Lodz.

Runde 6: 11./12.5. Gniezno - Tarnow, Rybnik - Gdansk, Lodz - Daugavpils.

Runde 7: 26.5. Gdansk - Lodz, Daugavpils - Gniezno, Ostrow - Rybnik.

Runde 8: 1./2.6. Gniezno - Daugavpils, Lodz - Gdansk, Rybnik - Ostrow.

Runde 9: 9.6. Gdansk - Rybnik, Daugavpils - Lodz, Tarnow - Gniezno.

Runde 10: 15./16.6. Lodz - Tarnow, Ostrow - Gdansk, Rybnik - Daugavpils.

Runde 11: 22./23.6. Tarnow - Rybnik, Gniezno - Lodz, Daugavpils - Ostrow.

Runde 12: 6./7.7. Ostrow - Tarnow, Rybnik - Gniezno, Gdansk - Daugavpils

Runde 13: 27./28.7. Gniezno - Ostrow, Lodz - Rybnik, Tarnow - Gdansk.

Runde 14: 3./4.8. Ostrow - Lodz, Gdansk - Gniezno, Daugavpils - Tarnow.

Finalrunde - Runde 15 (Halbfinale): 17./18.8. Viertplatzierte Mannschaft

nach der Hauptrunde - erstplatzierte, drittplatzierte - zweitplatzierte.

Runde 16 (Halbfinale): 24./25.8. 1. - 4., 2. - 3.

Runde 17 (Finals): 7./8.9. erstes Finalrennen.

Runde 18 (Finals): 14./15.9. zweites Finalrennen.

Relegationsrennen: 29.9. Vizemeister 1. Liga - vorletzte Mannschaft Ekstraliga,

Vizemeister 2. Liga - siebtplatzierte Mannschaft 1. Liga; 7.10. vorletzte

Mannschaft der Ekstraliga - Vizemeister 1. Liga, siebtplatzierte

Mannschaft 1. Liga - Vizemeister 2. Liga.

• Georg Dobes

März '19 BAHNSPORT AKTUELL 25


CLUBNOTIZEN

dass unser Clubfahrer Marcel Sebastian, der 2019 in seinem zweiten Jahr

mit internationaler Lizenz unterwegs ist, unter den 18 Startern sein wird“,

so Sportleiter Michael Junklewitz. Im Rahmenprogramm 2019 werden auf

dem Leineweberring Wettbewerbe der internationalen Seitenwagen-

Teams, der B-Lizenz bis 500 ccm sowie der „Power-Girls“ aus den Niederlanden

gestartet. Einen interessanten Neuzugang konnte Prante dann für

2019 vermelden. Die 20-jährige Kim Kempa startet im Seitenwagen von

Nicole Standke in der kommenden Saison für den DMSC Bielefeld!

Seit Jahren im DMSC-Kalender fest etabliert sind das Mofa-Rennen und

das ADAC-OWL-Stadt-Trial. 2019 werden beide Veranstaltungen wiederum

an einem Tag (Samstag, 6.7.2019) durchgeführt. Auch die Zusammenarbeit

mit dem MSC Senne soll fortgesetzt werden. Gemeinsam mit dem im

Enduro- und Trialsport engagierten Club wird am Wochenende 6./7. April

2019 jeweils ein Jugend- und Clubsport-Trial auf dem Leineweberring ausgerichtet.

Eine DMSC-Präsentation ist am 29. August im Rahmen des

Stadtteilfestes Heeper Ting geplant. • Text u. Foto: Stephan Prante

Die Geehrten (v.l.): Paul Schütte, Antonio Indenbirken, Georg Nork, Kim Kempa, Frank Kosleck,

Wolfgang Kolbe, Christian Unbehaun, Helmut Unbehaun, Karl Meinhold und Rainer Stein

DMSC Bielefeld

Jahreshauptversammlung

DMSC Bielefeld e.V. im ADAC präsentiert 2019 die European Individual

Grass Track Championship, Semifinal 2

Die größte Motorsportveranstaltung in Ostwestfalen-Lippe, das int.

ADAC-Motorradrennen auf dem Leineweberring, erhält 2019 mit dem

Halbfinale zur European Individual Grass Track Championship wieder ein

hochwertiges Prädikat. Neben diesem dominierenden Thema für das aktuelle

Geschäftsjahr wurde im Rahmen der Jahreshauptversammlung des

DMSC Bielefeld aber auch noch die Saison 2018 analysiert.

In seinem Rückblick auf 2018 stellte Stephan Prante, Mitglied des geschäftsführenden

Vorstands, heraus, dass der DMSC grundsätzlich auf

ein erfolgreiches Sportjahr zurückblicken kann. Angefangen beim ADAC-

Clubsport-Trial im April, über das ADAC-Mofa-Rennen und den ADAC-

Stadt-Trial Anfang Mai bis zum Höhepunkt Ende Juni, dem Challenge-Lauf

zur FIM-Langbahn-Weltmeisterschaft – alle Veranstaltungen konnten wie

geplant durchgeführt werden. Lediglich die schweren Stürze beim ADAC-

Grasbahnrennen müssen als Wermutstropfen betrachtet werden. Gott sei

Dank sind die Verletzungen bei allen Fahrern schon seit Längerem vollständig

auskuriert. Äußerst positiv äußerte sich Prante über die gute Zusammenarbeit

mit dem MSC Wüsten, dem MSC Brake, dem MSC Sieker

und dem MSC Leopoldshöhe. Die Veranstaltergemeinschaft konnte unter

der Regie des MSC Wüsten im August 2018 wieder zwei Läufe zur Deutschen

Trialmeisterschaft durchführen. Diese Kooperation von mehreren

Vereinen gilt mittlerweile in Deutschland als Vorzeigemodell bei der Organisation

von Großveranstaltungen und wird von vielen Teilnehmern und

Offiziellen als vorbildliche und herausragende Veranstaltung bewertet.

Mit Antonio Indenbirken und Paul Schütte hat der DMSC zwei erfolgreiche

Jugend-Trialfahrer in seinen Reihen. Sie belegten in ihren Klassen der Jugend-Trialmeisterschaft

des ADAC OWL jeweils den hervorragenden

1. Platz. Ausgezeichnet wurden ebenfalls Clubmitglieder für ihre langjährige

Mitgliedschaft im DMSC Bielefeld e.V. im ADAC. Hier sind insbesondere

Wolfgang Kolbe, Karl Meinhold und Helmut Unbehaun zu nennen,

die seit mehr als 60 Jahren dem Verein vom Leineweberring die Treue halten.

Für 40 Jahre Mitgliedschaft im DMSC wurde der Vorsitzende des

Bahnausschusses, Georg Nork, geehrt; für 25 Jahre im DMSC Bielefeld

Rainer Stein. Vom ADAC wurden die Clubmitglieder Frank Kosleck und

Christian Unbehaun für ihr vorbildliches ehrenamtliches Engagement mit

der Ewald-Kroth-Medaille in Gold (Kosleck) und Silber (Unbehaun) ausgezeichnet.

Mit den zwei Trialveranstaltungen, den regelmäßigen Trainingseinheiten

im Trialgelände Leineweberring sowie der elften Auflage des Mofa-Rennens

wurde auch 2018 wieder viel für den Motorrad-Breitensport getan.

Durchweg positiv fielen somit auch die Berichte der DMSC-Beauftragten,

Sportleiter Michael Junklewitz und Trialbeauftragter Ulrich Friske, aus.

Vorstandswahlen finden erst wieder im Januar 2020 statt.

Im zweiten Teil der Jahreshauptversammlung wurde dann der organisatorische

Rahmen für das Sportjahr 2019 abgesteckt. Das bewährte Team an

der Spitze des DMSC blickt gemeinsam mit den Mitgliedern optimistisch

in die Zukunft und freut sich auf das bevorstehende Großereignis auf dem

Leineweberring am 2. Juni 2019. Dieser hochrangige Prädikatslauf wird

im spektakulären FIM-Europe-Modus für die Grasbahn-EM gefahren. Anfang

Juni wird auf dem Leineweberring ein 18er-Fahrerfeld mit jeweils

sechs Fahrern pro Lauf an den Start gehen. „Das EM-Halbfinale ermöglicht

den neun Erstplatzierten die Direktqualifikation für das Europameisterschaftsfinale

2019. Die Fans und wir als Veranstalter hoffen natürlich,

Die Vorstandsmitglieder des MSC Brokstedt e.V. im ADAC (v.l.) Hendrik Jähn (Schriftführer),

Michael Schubert (Pressesprecher und 2. Vorsitzender), Sabrina Harms

(Bundesliga-Teammanagerin), Helmut Hahn (1. Vorsitzender), Michelle Spur (Schatzmeisterin),

Thomas Thode (Webmaster), Arne Jasper (Sportleiter), Guido Schlüter

(Jugendleiter) sowie Ralph Henning (Vertreter der Hobbyfahrer im MSC )durften sich

über das Vertrauen der Vereinsmitglieder freuen, die ihnen auf der diesjährigen

Hauptversammlung einstimmig die Entlastung für ihre geleistete Arbeit erteilten

MSC Brokstedt

Deutlicher Mitgliederzuwachs

Vorstand erhält breites Vertrauen der Versammlung

Die Mitglieder des MSC Brokstedt e.V. im ADAC sind mit der Arbeit ihres

Vorstands ganz offensichtlich sehr zufrieden. Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung

im Clubhaus am Holsteinring in der Gemeinde im

Kreis Steinburg erteilten die rund 40 anwesenden Motorsportfreunde ihrem

Vorstand einstimmig die Entlastung. Zwar hatte die Schatzmeisterin

des nördlichsten Speedway-Bundesligisten Michelle Spur in ihrem Jahresbericht

auf die immer schwieriger werdende Finanzlage aufmerksam

gemacht, doch sind die Macher in Brokstedt durchaus positiv gestimmt,

was die anstehende Saison angeht. Spur: „Im vergangenen Jahr war es

vor allen Dingen der verregnete Maifeiertag, der uns schwer zu schaffen

gemacht hat.“ In der Tat waren zum traditionellen Saisonauftakt 2018 nur

rund 700 Zuschauer auf den Holsteinring gekommen. „Zu wenig“, so der

2. Vorsitzende des MSC Michael Schubert. „Zu Spitzenzeiten haben wir

das Vierfache an Fans gehabt.“ Am Ende sei der Club mit dem berühmten

„blauen Auge“ davongekommen. Positiv, so merkte Schubert in seinen

Ausführungen an, sei die Entwicklung in Bezug auf die Mitgliederzahl.

Nicht zuletzt durch die regelmäßig durchgeführten Trainingstage auf dem

Holsteinring und die verstärkte Jugendarbeit ist die Zahl der Mitglieder in

2018 deutlich angestiegen.

Für das anstehende Jahr planen die Verantwortlichen im vereinsinternen

Veranstaltungskalender erneut eine Mischung für ein breites Publikum.

Dass der Speedwaysport dabei allerdings klar im Mittelpunkt steht,

bleibt nicht zuletzt durch die Tatsache unbestritten, dass der MSC gleich

an drei sportlichen Wettbewerben teilnehmen wird. Neben dem Start in

der Bundesliga wird es in Brokstedt erneut zwei Nachwuchsteams geben.

In der „Speedway-Liga-Nord“, eine Klasse, die sich laut Schriftführer

Hendrik Jähn mittlerweile in Norddeutschland gut etabliert hat, plant

MSC-Jugendleiter Guido Schlüter drei Mannschaften in der Nachwuchsrunde

„Talents Team Trophy“ zu melden. Hier starten die jüngsten Brokstedter

Motorsportler in der Hubraumklasse 125 Kubikzentimeter. Neben

zwei Oldtimer-Teilemärkten und dem überregional bekannten „Lanz-Bulldog-Treffen“

an Himmelfahrt wird der Holsteinring auch in diesem Jahr

wieder Schauplatz des „Speedway Musik Festivals“ am 10. August.

26 BAHNSPORT AKTUELL März '19


Einig waren sich die anwesenden Vereinsmitglieder wieder einmal in

puncto Wahlen. So wurden sowohl Michelle Spur (Schatzmeisterin) als

auch Michael Schubert (2. Vorsitzender) für zwei weitere Jahre einstimmig

in ihren Ämtern bestätigt. Als ADAC-Delegierte wählte die Versammlung

Sabrina Harms und Florian Bellmer, die durch Arne Jasper und Thomas

Thode vertreten werden, ebenfalls einstimmig. Eine große Veränderung

im Personalwesen kündigte indes MSC-Vorsitzender Helmut Hahn an. Mit

dem Ablauf seiner Amtszeit in 2020 wird er nicht mehr kandidieren. Für

den MSC also ein Jahr Zeit, sich um einen entsprechenden Nachfolger zu

kümmern. • Text u. Foto: Michael Schubert

Die Termine 2018 auf dem Holsteinring

20.04. Veteranen- und Teilemarkt

01.05. Speedway-Bundesliga

18.05. ADAC-Speedway-Schule

30.05. Lanz-Bulldog-Treffen

22.06. Speedway-Bundesliga

10.08. Speedway-Musik-Festival

17.08. Speedway-Liga-Nord/Talents-Team-Trophy

20.10. Veteranen- und Teilemarkt

MSV Herxheim

Wie vor 10 Jahren

Ländervergleich, Sandbahnrennen und Weltmeisterschaft 2019

Ein neuer Trend geistert derzeit durchs Internet: Die Ten-Years-Challenge,

sprich der Zehn-Jahres-Vergleich. Dargestellt wird ein Vergleich zwischen

dem Jahr 2019 und dem Jahr 2009.

Vergleicht man hierbei das Herxheimer Bahnsportjahr 2009 mit dem

Bahnsportjahr 2019 dann fällt auf, dass es so manche Parallele gibt. 2009

fand im Waldstadion ein Länderkampf zwischen Deutschland und Tschechien

statt, den das deutsche Team dominierte. Neben dem Sandbahnrennen

an Christi Himmelfahrt wurde im Spätjahr ein Grand-Prix-Lauf zur

Weltmeisterschaft ausgetragen, bei dem Gerd Riss, wie schon am Vatertag

2009, auf seiner Heimbahn dominierte und wichtige Punkte für seine

achte Weltmeisterschaft holte.

Blickt man nun auf den Kalender 2009, fällt folgendes auf: Länderkampf

auf der Speedwaybahn, Himmelfahrtsrennen und Weltmeisterschaft werden

immer noch im Waldstadion gefahren. Im Vergleich zu 2009 findet

das WM-Rennen jedoch an Himmelfahrt statt und die dmsj-Meisterschaft

der Nachwuchsfahrer beschließt das Jahr 2019.

Das Bahnsportjahr 2019 startet mit einem Vier-Ländervergleich am

7. April auf der Speedwaybahn im Herxheimer Waldstadion. Wie bereits

im vergangenen Jahr wird das deutsche Team erneut auf die Speedway-

Großmächte Schweden, Dänemark und England treffen, die dem deutschen

Team den Sieg abspenstig machen wollen. Ein jeder Punkt will auf

der Bahn hart erkämpft sein und das Herxheimer Publikum kann das

Zünglein an der Waage sein, wenn sich die Fahrer auf der Bahn packende

Zweikämpfe liefern. Am Vortag des Ländervergleichs findet das beliebte

Eröffnungstraining auf der Sandbahn statt.

Wer Weltmeister werden will, der muss in Herxheim bestehen, denn an

Christi Himmelfahrt werden im Herxheimer Waldstadion auf der Sandbahn

mit den ungleichen Kurven die ersten Weltmeisterschaftspunkte

2019 vergeben. Wer also die Weltmeisterschaft gewinnen will, kann in

Herxheim den Grundstein zum Titel legen und dementsprechend wird

wieder eine ganz besondere Atmosphäre im Stadion herrschen, wenn

sich die besten Sandbahnfahrer der Welt atemberaubende Duelle um

wichtige Punkte in der Weltmeisterschaft liefern werden. Abgerundet werden

die Läufe wie gewohnt mit den Rennen der Gespannklasse und auch

die Pfälzer Lokalmatadoren werden in den nationalen Klassen vor heimischem

Publikum spannenden Motorsport bieten. Abseits des Runds tragen

die Herxheimer Vereine mit ihren Bewirtungsständen und Pfälzer

Speis und Trank wieder zum beliebten Sandbahnrennen bei.

Zum Abschluss der Saison steht alles im Zeichen des Nachwuchses und

dessen Förderung. Am 7. September wird das diesjährige Finale der deutschen

Motorsportjugend im Waldstadion ausgetragen. Viele spannende

Rennläufe in allen Nachwuchsklassen sind garantiert, denn jeder wird an

diesem Tag sein Bestes geben und hochmotiviert sein, es handelt sich ja

schließlich um das Finale. • Text: Manuel Wüst;

Die Termine

06.04. Eröffnungstraining auf der Langbahn (Eintritt frei)

07.04. Speedway-Vier-Länder-Vergleich

29./30.05. Langbahn-WM - Finale 1 an Christi Himmelfahrt

08.09. dmsj - Deutsche Speedway-Jugend-Meisterschaft

MSC Werlte

Winterfest

Zirka 100 Gäste waren der Einladung zum Winterfest gefolgt, darunter

auch befreundete Clubs. Nach einer kurzen Begrüßung des 1. Vorsitzenden

Herrmann Niehaus eröffnete dieser das Büfett. Nach dem Essen eröffnete

Niehaus den offiziellen Teil. Im Anschluss ließ Rennleiter Josef Hukelmann

die Saison 2018 Revue passieren. Hierbei rief er die anwesenden

Fahrer einzeln zu sich. Diese erhielten von Beate Olliges jeweils eine

Kleinigkeit und einen Umschlag als Unterstützung für 2019.

Sodann wurden die Lose für die Tombola verkauft. Hier gab es eine Neuerung.

Auf die Nieten konnten die Teilnehmer ihren Namen schreiben und

sie wieder abgeben. Nach der Ausgabe der Preise wurden dann aus dem

Topf der Nieten die vier Hauptpreise gezogen (ein Tankgutschein, eine

Motorradjacke, ein Bluray DVD Player, ein Sprachcomputer).

• Text u. Foto: Ubbo Bandy

1 Speedwayaction pur gibt es am 7. April beim Ländervergleich

auf der Speedwaybahn im Waldstadion • Foto: Niklas Breu

2 Vor zehn Jahren dominierte Gerd Riss den WM-Grand-Prix in Herxheim?

Wer dominiert 2019? • Foto: Thomas Sommer

3 Der Nachwuchs gibt am 8. September Vollgas beim dmsj Endlauf

in Herxheim • Foto: Thomas Sommer

1 2

MSC-Werlte-Vorstand mit den anwesenden Fahrern (v.l.): Timo Wachs, Fabian Heinemann,

André Majewski, Jonny Wynant, Fabian Wachs, Carl Wynant, Sportleiter

Josef Hukelmann, Vorsitzender Hermann Niehaus und Kassenwartin Beate Olliges

3

MSC Wölfe Wittstock

Nachwuchs-

Engagement

Nachdem die MSC Wölfe Wittstock

schon erfolgreich in die Nachwuchsliga

(Liga Nord) eingestiegen sind, wird die

Nachwuchsabteilung sich auch in der

TTT (Talent Team Trophy) beteiligen.

Die TTT ist ein Paarwettbewerb für Junior-B-Fahrer

auf 125-ccm-Maschinen.

Auf der BMT (Berliner Motorrad Tage)

wurde das Team offiziell vorgestellt.

Ben Iken, Freyja Redlich und Teambetreuer

Peter Möller (v.l.)

März '19 BAHNSPORT AKTUELL 27


CLUBNOTIZEN

1. Platz für Team Wölfe Wittstock mit (v.l.) Lukas Baumann, Manuela Hinrichs,

Tobias Busch, Ben Ernst, Peter Möller und Fritz Mauer

MSC Wölfe Wittstock

Sportlerwahl 2018

gewonnen

Am 25. Januar fand in Neuruppin (Brandenburg)

im Foyer der Sparkasse die Sportlerwahl

2018 im Landkreis Ostprignitz-Ruppin statt.

Der MSC Wölfe Wittstock belegte hier, von einer

regionalen Jury gewählt, den 1. Platz. Beim

Nachwuchs belegte Ben Ernst (Mitglied der Liga-Nord-Mannschaft

der Wölfe) einen sehr guten

2. Platz.

Der MSC sagt vielen Dank.

• Text: Peter Möller; Fotos: Marius Böttcher

2. Platz für Ben Ernst

AC Kreis Vechta

Winterfest

Am 9. Februar hatte der AC Kreis Vechta zum Winterfest geladen und zirka

200 Gäste waren der Einladung ins Clublokal Sgundek gefolgt. Sylvia Wollering

konnte etliche Ehrengäste und befreundete Clubs sowie die Fahrer

des AC begrüßen und gab das Startzeichen für die Kohlparty. Nach dem

Essen bat sie das Kohlkönigspaar 2018 zu sich, damit dieses seine Kette

an das neue Königspaar abgeben konnte. Der Festausschuss hatte Annette

Rolfes und Andreas Meyer ernannt.

Im Anschluss kam DJ Bolle zum Zuge und bat das alte und das neue Königspaar

zum Tanz. In der Tanzpause ehrte der AC Kreis Vechta seine langjährigen

Mitglieder Hans-Theo Almes und Heino Lohwasser für 50 Jahre

(Mitgründer), Werner Bröring (40 Jahre), Hans Sgundek (30 Jahre) und den

nicht anwesenden Bernd Schmedes (30 Jahre). Währenddessen wurden

die Lose für die Tombola verkauft. Das Königspaar begab sich zu den Anwesenden

und stieß mit ihnen an.

Etwas später wurden die Clubsportler nach vorn gebeten. Claudia Schult

moderierte und bat um ein Resümee der einzelnen Fahrer. Sportleiter

Heinz Wollering übergab Geldumschläge zur Unterstützung für die neue

Saison. William Matthijssen, Sandra Mollema, Lukas Fienhage, Kevin

Lück und Sam Ensing waren vor Ort und bedankten sich für die Unterstüt-

Clubfahrer (v.l.): William Matthijssen, Sandra Mollema, Lukas Fienhage, Kevin Lück,

Sam Ensing, Sportleiter Heinz Wollering und Moderatorin Claudia Schult

zung. Sylvia Wollering überreichte anschließend Rolf Willenborg einen

Pokal und seiner Frau Iris einen Blumenstrauß. Willenborg ist für die Elektrik

im Stadion beim Rennen zuständig. Aufgrund eines schweren Unfalls

konnte er 2018 nicht bei den Vorbereitungen fürs Rennen dabei sein. Letzter

offizieller Programmpunkt war die Tombolaverlosung. Auf die Nieten

konnte man seinen Namen schreiben, um an einer Ziehung der Sonderpreise,

z. B. Eintrittskarten fürs WM-Rennen in Roden am 22.9. oder für

die Veranstaltung in Vechta am 14.9., Karaokeboxen usw., teilzunehmen.

• Text u. Fotos: Ubbo Bandy

ADAC Weser-Ems

Ehrung

Die ADAC-Weser-Ems-Ehrung fand am Samstag, 26., und Sonntag, 27. Januar,

in Vechta in den Räumlichkeiten von Mercedes Anders statt. Der

Samstag war für die nationalen Juniorenklassen vorgesehen. Bereits um

15:00 Uhr war Einlass und um 16:00 Uhr eröffnete der 2. Vorsitzende Thomas

Burkhardt die Veranstaltung und wies darauf hin, dass diese Ehrung

zum ersten Mal an zwei Tagen stattfindet. Auch die 1. Vorsitzende des AC

Vechta, Sylvia Wollering, richtete ein paar Worte an die Anwesenden.

Im Anschluss wurden die Sieger und Platzieren auf die Bühne gebeten,

um von den Referenten der einzelnen Sportklassen geehrt zu werden. Im

Bahnsport übergab Ludger Spils den jungen Fahrern die Pokale. Thies

Schweer war erfolgreichster Fahrer in der Klasse Junior A. Jonas Landwehr

gewann vor Ben Iken und Nick Colin Haltermann die Junior B. Junior-C-Sieger

wurde Jonny Wynant vor Kevin Lück und Jan Meyer. Den 1. Platz in der

Kategorie B-Lizenz belegte Timo Wachs. Nach den Ehrungen wurde das

Büfett eröffnet.

Am Sonntag fand ab 11:00 Uhr die Fortsetzung der Ehrungen statt. Bei den

Bahnsportlern wurden die Solisten Bernd Diener, Jörg Tebbe, Fabian

Wachs und Fabien Neid (nicht vor Ort) ausgezeichnet. Lukas Fienhage und

Jörg Tebbe wurden außerdem für besondere Leistungen geehrt. Jörg Tebbe

erhielt zusätzlich den großen Weser-Ems-Pokal.

• Text u. Fotos: Ubbo Bandy

Ehrung Clubmitglieder (v.l.): Hans-Theo Almes (für 50 Jahre), Heino Lohwasser (50),

Hans Sgundek (30), Vorsitzende Sylvia Wollering, Werner Bröring (40) und Georg Rolfes

Großer Weser-Ems-Pokal für Jörg Tebbe, links Ludger Spils, rechts Jürgen Riedemann,

Vorstandsmitglied Sport

28 BAHNSPORT AKTUELL März '19


IN MEMORIAM

In Memoriam

Konrad

Aigner

* 25. April 1931

† 23. Januar 2019

Unser ehemaliger, langjähriger

freier Mitarbeiter und Fotograf

Konrad Aigner ist am

23. Januar 2019 in seinem Geburtsort

Eggenfelden im Alter

von 87 Jahren an Herzversagen

gestorben, worüber wir und

die gesamte Bahnsport-Familie

sehr traurig sind.

Erfolgreiche Fahrer (v.l.): Lukas Fienhage, Bernd Diener, Jörg Tebbe, Fabian Wachs,

Christian Otto und Ludger Spils

Bahnsport Jugend (v.l.): Jan Meyer, Jonny Wynant, Jonas Landwehr, Ludger Spils,

Ben Iken, Tom Finger, Thies Schweer, Timo Wachs und Kevin Lück

Auszeichnung für besondere Verdienste (v.l.): Hauke Anders (Autohaus Anders),

Helmut Gels (Bürgermeister Vechta), Helmut Diers aus Sögel sowie Ludger Spils

und Jürgen Riedemann

Konrad Aigners Leben war der Bahnsport. Er hat sich Zeit seines Lebens

schon immer fürs Motorradfahren und das Fotografieren interessiert.

Er selbst fuhr früher eine Puch. Auch ist er einmal in Plattling

beim Sandbahnrennen gestartet. Der Sport hat ihm einfach gefallen

und zusammen mit seinem Interesse und Talent fürs Fotografieren

machte er dies Ende der 1960er-Jahre zu seinem Nebenberuf. Seine

Fotos waren bei den Fans, aber auch den Fahrern gefragt. Ein Rennbesuch

war auch immer mit einem Abstecher an seinem Foto-Stand verbunden.

Und so weckte er auch das Interesse unserer damaligen Firmeninhaber

Dieter Ziegler und Christian Kalabis. Ab 1972 war er dann

auch als „Bahnsport aktuell“-Fotograf tätig und belieferte uns bis

zum Ende seiner Fotografentätigkeit regelmäßig. Hatten wir besondere

Wünsche, Anruf genügte und „Koni“, wie er von allen genannt

wurde, lieferte.

In jungen Jahren war Konrad Aigner auch gerne beim Bergsteigen,

später hatte er dann keine Zeit mehr dafür, weil er ja jeden Sonntag

auf den Rennbahnen unterwegs war, meist begleitet von seinem

Sohn Konrad junior. Hauptberuflich war er als Schumacher bzw.

Schuhmodelleur tätig und später beim Arbeitsamt angestellt. Das Fotografieren

war sein Nebengewerbe.

Konrad Aigner kannte viele Bahnsportfahrer sehr gut. Alois Wiesböck

besuchte er öfter in seiner Werkstatt. Zu dem leider viel zu früh verstorbenen

Simon Wigg sowie zu Hans Nielsen, Egon Müller, Georg

Hack, Gerd Riss, Martin Smolinski, den Eisspeedwayfahrern Per-Olof

Serenius und Franz Zorn und auch zu vielen Gespannfahrern wie Josef

Onderka, Tommy Kunert usw. hatte er sehr gute Kontakte, einen speziellen

Favoriten hatte er aber nicht. Seine Bahnsportzeit begann mit

der Ära Manfred Poschenrieders und dauerte bis zu Martin Smolinskis

Zeiten, also insgesamt über 40 Jahre. Daraus resultiert ein unglaublich

umfangreiches Fotoarchiv.

Lieblings-Rennveranstaltungen hatte er auch nicht, aber er war sehr

gerne immer in Herxheim, Scheeßel und Altrip oder Marienbad, natürlich

auch auf den Bahnen in Bayern, beim Eisspeedway in Inzell,

Assen und Berlin, aber auch in Steingaden oder St. Johann. Und auch

die Grasbahnen in Langnau, Berghaupten oder Bad Waldsee waren

für ihn Pflichtprogramm.

Auch war er bei den Speedway-Weltfinals 1995 in Wembley, 1976 in

Chorzow und 1977 in Göteborg dabei. Und mit wenigen Ausnahmen

auf allen Langbahnfinals, egal ob Radgona, Marienbad, Pfarrkirchen

oder Aalborg.

2017 besuchte er in Pfarrkirchen seine letzte Rennveranstaltung.

Auch 2018 beim Langbahn-WM-Finale in Mühldorf wollte er dabei

sein, aber das ließ sein Gesundheitszustand leider nicht mehr zu.

Den GP in Mühldorf verfolgte er zusammen mit seinem Sohn im Internet.

„Danke an alle Fans und Fahrer sowie die Veranstalter für die schönen

gemeinsamen Zeiten auf der Rennbahn. Ich hoffe, ihr hattet viel Freude

mit meinen Fotos.“ … „Das würde er wohl heute sagen“, meint sein

Sohn Konrad jun., „auf den Rennbahnen fühlte er sich sehr wohl.“

Und wir sagen: „Danke, Koni, für die vielen schönen Fotos und die Zeit

mit dir.“

Konrad Aigner hinterlässt seine Frau Marianne, eine Tochter und drei

Söhne sowie elf Enkelkinder, zwei Urenkel und seine Schwestern. Ihnen

allen gilt unser Mitgefühl.

Wir werden ihn stets in guter Erinnerung bewahren.

März '19 BAHNSPORT AKTUELL 29


NOTIZEN/LETZTE MELDUNGEN/TERMINE

Christoph Betzl feierte

70. Geburtstag

Am 13. Februar 2019 feierte Christoph Betzl aus Rott am Inn, einer der besten

deutschen Bahnrennfahrer, seinen 70. Geburtstag.

Christoph Betzl, der seine Karriere als Bahnrennfahrer 1967 bei einem

Grasbahnrennen in Haag begann und nach der Saison 1982 beendete, gehörte

zu den sogenannten „Allroundern“. Er fuhr nicht nur erfolgreich

Speedway- und Langbahnrennen, sondern war auch im Eisspeedway erfolgreich

und nahm in allen drei Bahnsportdisziplinen an Weltmeisterschaften

teil. Bereits in den frühen 1970er-Jahren vertrat Christoph Betzl

unter anderem zusammen mit Jan Käter, Manfred Poschenrieder, Josef

Angermüller und Egon Müller die Nationalfarben der Bundesrepublik

Deutschland in der Speedway-Team- und Best-Pairs-Weltmeisterschaft.

Einer seiner größten Erfolge bildete trotz einer zuvor erlittenen und nicht

gänzlich auskurierten Fußverletzung zweifelsfrei der Sieg mit 14 Punkten

im Speedway-Kontinental-Finale am 8. Juli 1979 in Pocking vor zirka

10.000 begeisterten Bahnsportfans. Gemeinsam mit Alois Wiesböck, der

den 5. Platz belegte, qualifizierte sich Christoph Betzl damit für das Weltfinale

am 2. September 1979 im Slaskistadion von Chorzow/Polen, wo er

vor einer heute kaum vorstellbaren Kulisse von 100.000 Zuschauern den

14. Platz belegte.

Christoph

Betzl

heute ....

... und 1981 in

Gornja Radgona

als Langbahn-

Vizeweltmeister

... 1982 in Herxheim

als Goldhelmgewinner

Am 20. September 1981 krönte Christoph Betzl seine Laufbahn mit dem

Langbahn-Vizeweltmeistertitel vor mehr als 30.000 Bahnsportfans auf

der schnellen Sandbahn von Gornja Radgona/Jugoslawien (heutiges Slowenien).

Vor dem alles entscheidenden Endlauf und der bis dahin mit einem

Schnitt von 123,15 km/h gefahrenen Rundenbestzeit hatte er noch

mit einem Punkt Vorsprung vor dem späteren Weltmeister Michael Lee/

GB geführt, vergab jedoch nach einem nicht optimal verlaufenen Start die

bestandene einmalige Chance auf den Weltmeistertitel. Nur eine Woche

später, am 27. September 1981, errang Christoph Betzl vor 10.000 Zuschauern

den Vizemeistertitel in der Deutschen Langbahnmeisterschaft

auf dem Eichenring in Scheeßel, wo er bereits im Jahr zuvor nach einem

erkämpften Bronze-Platz auf dem Podium stand. Darüber hinaus wurde er

mit dem AC Landshut dreimal Deutscher Speedwaymeister sowie dreimal

Deutscher Vizemeister und war Sieger vieler prestigeträchtiger Gras,-

Sandbahn- und Speedwayrennen, bevor er 1982 auf dem Höhepunkt seiner

Karriere stehend dem Bahnsport Adieu sagte, um sich fortan dem Aufbau

seines Autohauses und der Familienplanung zu widmen. Christoph

Betzl und Gattin Helene haben heute zwei erwachsene Töchter und einen

erwachsenen Sohn und sind seit kurzem stolze Großeltern eines Enkelsohnes.

Aufgrund seiner kompetenten und sympathischen Art ist Christoph Betzl

auch heute noch ein gern gesehener Gast und Interviewpartner auf verschiedenen

Rennplätzen in Deutschland.

Bahnsport aktuell, alle Fahrerkollegen und Bahnsportfans sagen an dieser

Stelle „Herzlichen Glückwunsch zum 70. Geburtstag“ und wünschen

weiterhin alles Gute und viel Gesundheit. • Text u. Foto links: Rainer Borchers

Dimitri Koltakow, Iwan Iwanow,

Witali Komisewitsch

und Daniil Iwanow (v.l.)

Eisspeedway-Team-WM/Ice Speedway of Nations - Togliatti/RUS

16./17.2.2019

Russland - wer sonst?

Die FIM-Bahnsportkommission CCP unter Leitung von Armando Castagna

schreckt vor nichts zurück und wertete nach der Speedway-Team-WM

auch den Eisspeedway-Mannschaftswettbewerb ab. Er heißt jetzt Ice

Speedway of Nations und die erste Ausgabe fand in Togliatti statt. Erwartungsgemäß

waren die Gastgeber im Anatoli-Stepanow-Stadion ihren

Gegnern hoch überlegen. In der Qualifikation holten sie zwölf Doppelsiege

und schlossen diese Rennphase mit 60 Zählern ab. Das Finale mit einer

merkwürdigen Punktevergabe (8-5-2-0) endete ebenfalls mit einem Doppelsieg

der Russen. Sie bezwangen die Schweden mit einem 13:2. Die

Skandinavier sicherten sich die Silbermedaille. Sie gewannen in den Vorläufen

zehnmal mit 5:1 und mussten sich nur den Russen beugen. Den

letzten Podiumsrang holten die Österreicher, die auf 38 Punkte kamen.

Sie hatten nach 42 Läufen 4 Zähler mehr auf dem Konto als die viertplatzierte

deutsche Mannschaft. Max Niedermaier erzielte an beiden Renntagen

21 Punkte, Stefan Pletschacher kam auf 7 Zähler und Johann Weber,

der im Auftaktlauf stürzte und mit einer Armverletzung kurz ins Krankenhaus

musste, steuerte die restlichen 6 Punkte bei. • Georg Dobes

Ergebnis - Vorläufe: 1. Russland, 60 Punkte (Daniil Iwanow 12+11=23, Dimitri Koltakow 10+10=20,

Dimitri Komisewitsch 8+9=17); 2. Schweden, 52 (Martin Haarahiltunen 9+7=16, Ove Ledström

8+9=17, Niclas Svensson 9+10=19); 3. Österreich, 38 (Franz Zorn 13+10=23, Charly Ebner 8+4=12,

Josef Kreuzberger 1+2=3); 4. Deutschland, 34 (Max Niedermaier 10+11=21, Stefan Pletschacher

4+3=7, Johann Weber 3+3=6); 5. Finnland, 24 (Tomi Tani 4+6=10, Matti Isoaho 8+6=14, Jussi Nyrönen

0+0=0); 6. Kasachstan, 22 (Sergej Serow 1+0=1, Wladimir Tscheblakow 6+9=15, Denis Slepuchin

3+3=6); 7. Tschechien, 21 (Andrej Divis 6+8=14, Jan Klauz 1+3=4, Lukas Volejnik 2+1=3).

Finale: Iwanow, Koltakow, Haarahiltunen, Svensson. Russland 13 Punkte; Schweden 2.

Termine März

28.2.-3.3. 46. Eisspeedwayrennen Berlin-Wilmersdorf/D

28.2. Deutsche Meisterschaft

1.-3.3. Weltmeisterschaft, Finale 3

Eisspeedwayunion Berlin e.V., Fritz-Wildung-Straße 10, 14199 Berlin

Tel. 0172 9374767, E-Mail: info@eisspeedwayberlin.de

www.eisspeedway-inzell.de

15.-17.3. Eisspeedwayrennen Inzell/D, Max Aicher Arena

Weltmeisterschaft, Finale 4

www.eisspeedwayberlin.de

29.-31.3. Eisspeedwayrennen Heerenveen/NL

29.3. Roelof Thijs Pokal

30./31.3. Weltmeisterschaft, Finale 5

www.ijsspeedway.nl

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LETZTE MELDUNGEN

30 BAHNSPORT AKTUELL März '19


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Enduro Trainings

Enduro Events

TERMINE 2019

MÄRZ

15.-16. Sportfahrertraining Kronach

23. Endurotraining Torgau

24. Hardendurotraining Torgau

APRIL

05.-07. EnduroPROjekt -freies Fahren-

13.-14. Kids & Jugend Camp in Flöha

27. Endurotraining in Langensteinbach

28. Hardendurotraining in Langensteinb.

MAI

03.-04. Endurotraining in Kronach

12. Endurotraining

JUNI

08.-10. Enduroprojekt *Ort noch offen

15.-16. Endurotraining in Gerstungen

10 EURO GUTSCHEIN

mit dem Gutschein-Code:

MCE10

JULI

29.-01.08. Kids & Jugend Sommer Camp

AUGUST

24.-25. Endurotraining in Viernau

SEPTEMBER

14.-15. Hard/Endurotraining Schwepnitz

21. Endurotraining in Torgau

27.-29. EnduroPROjekt -freies Fahren-

OKTOBER

26. Endurotraining in Langensteinbach

27. Hardendurotraining in Langensteinb.

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besteht die Verpflichtung, für das Fahrzeug eine Vollkaskoversicherung abzuschließen. *gebunden für die gesamte

Vertragslaufzeit. Wir vermitteln Finanzierungsverträge ausschließlich an die BMW Bank GmbH, Heidemannstr. 164, 80939 München.

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