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packaging journal 4-5_2017

Themenschwerpunkte der Ausgabe: Verpackungsmaschinen, Pharma, Kosmetik, Chemie, Schrumpfen und Stretchen, Verpackungen aus Kunststoff sowie Glas und Metall, Green Packaging, Lohnverpackung, Prämierte Verpackungen, Unternehmensporträt ALPMA

Themenschwerpunkte der Ausgabe: Verpackungsmaschinen, Pharma, Kosmetik, Chemie, Schrumpfen und Stretchen, Verpackungen aus Kunststoff sowie Glas und Metall, Green Packaging, Lohnverpackung, Prämierte Verpackungen, Unternehmensporträt ALPMA

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04/05 | <strong>2017</strong> English summaries<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de | Einzelpreis € 12,50<br />

TECHNOLOGIE | PRAXIS | UNTERNEHMEN | PRODUKTE<br />

PHARMA, KOSMETIK<br />

Anspruchsvolles Verpacken<br />

und Abfüllen<br />

GREEN PACKAGING<br />

Biobasierte Kunststoffe<br />

auf dem Vormarsch<br />

CO-PACKAGING<br />

Adventskalender als<br />

Markenbotschafter


Aus den Unternehmen<br />

„OPTIMA Kunden erwarten<br />

Flexibilität und Sicherheit.<br />

Und zwar nicht nur von<br />

unseren Maschinen. Logisch.“<br />

Riccardo Favara<br />

Bachelor of Engineering (Sales Manager)<br />

Für uns bei Optima ist es selbstverständlich, dass sich auch der zuständige<br />

Vertriebsmitarbeiter im Fall des Falles ein präzises Bild über den<br />

Stand eines Projektes macht. Nicht vom Schreibtisch aus, sondern am<br />

besten direkt an der Maschine. Schließlich wollen wir, dass Sie zu jeder<br />

Zeit auf Stand bleiben. Denn wenn es um Ihren Liefertermin geht, gilt<br />

Vertrauen nicht viel. Sondern alles.<br />

2<br />

Member of<br />

OPTIMA <strong>packaging</strong> group GmbH | Steinbeisweg 20 | 74523 Schwäbisch Hall<br />

Telefon +49 791 506-0 | info@optima-<strong>packaging</strong>.com | www.optima-<strong>packaging</strong>.com<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 04/05 | <strong>2017</strong> Pj


editorial<br />

INNOVATIVE<br />

VERPACKUNGSLÖSUNGEN<br />

&<br />

PROFESSIONELLES<br />

CO-PACKING<br />

Sommer 17.0<br />

Riesig war die interpack, bunt, laut und vor allem sehr interessant!<br />

Ein Thema stand ganz offensichtlich und offensiv im Fokus: Industrie 4.0. Es gab<br />

kein Gespräch, das wir mit den Verantwortlichen der Unternehmen in Düsseldorf<br />

geführt haben, das nicht mehr oder weniger damit im Zusammenhang stand. Allerdings<br />

gingen die Positionen dazu mitunter extrem auseinander: Die einen sahen<br />

den Fortschritt sehr eng und zwingend an diese Entwicklungen gebunden, für die<br />

anderen überwog eindeutig das Risiko …<br />

Aber genau wie bei vielen neuen Entwicklungen wird es zwischen „allein selig machend“<br />

und „verteufeln“ auch hier ein Weg zumindest in der Nähe der goldenen<br />

Mitte geben: Überall dort, wo es sinnvoll und nützlich ist (aber nur dort) und unter<br />

Abwägung und Minimierung aller möglichen Risiken (denken wir nur an die Cyberattacken<br />

der letzten Zeit), wird das Thema 4.0 intensiv verfolgt werden.<br />

Wir werden jedenfalls die unterschiedlichen Lösungsansätze in der Branche, die<br />

Positionen der Unternehmen und die Resonanz der Kunden genau unter die Lupe<br />

nehmen – und aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Über unsere Ergebnisse<br />

halten wir Sie, unsere Leser, auf dem Laufenden.<br />

Das Jahr <strong>2017</strong> hat sich vor lauter Aktivitäten um die interpack nahezu unbemerkt<br />

sehr weit nach vorn gewagt. Schon stehen die Sommersonnenwende und die Urlaubssaison<br />

vor der Tür, und dabei kündigt sich die nächste große Messe schon an:<br />

die drinktec in München im September.<br />

Darum wünschen wir allen Lesern erst einmal gute Erholung und optimales Auftanken<br />

der Batterien für die Lösung der Aufgaben im zweiten Halbjahr.<br />

Ihre<br />

Brigitte Bähr<br />

DAS KÖNNEN WIR FÜR SIE TUN:<br />

• Verpackungsentwicklung<br />

• Verpackungsoptimierung<br />

• Produktveredelung<br />

• Einkauf, Disposition und<br />

Lagerung von Packmitteln<br />

• Konfektionierung<br />

• Kommissionierung<br />

• Fulfillment<br />

• E-Commerce Logistik<br />

• Gefahrguttracking<br />

• Chargenverfolgung<br />

• Montagetätigkeiten<br />

• Qualitätssicherung<br />

und vieles mehr<br />

www.packservice.com<br />

Pj 04/05 | <strong>2017</strong>


Inhalt<br />

AUS DEN UNTERNEHMEN<br />

6 NEWS KOMPAKT<br />

7 NEWS KOMPAKT<br />

8 EUCHNER – Man setzt auf Wachstum und investiert am Stammsitz<br />

9 VERPACKUNGSGESETZ – Künftig mehr Recycling und höhere Effizienz<br />

12 CAB – Hochleistungsetikettiergerät IXOR zur Integration in Produktionslinien<br />

12 SCHMERSAL – Michael Ambros ist neuer Geschäftsführer<br />

13 G-CORN – Modernes Verpackungsdesign und Relaunch des Internetauftritts<br />

14 STI – Produkterlebnis steht im Vordergrund<br />

15 KHS – Problemloses Recycling: Nature Multipack erhält vorläufige Zulassung der PBP<br />

16 SIG Combibloc – Fünf Fragen an Markus Boehm<br />

PRÄMIERTE VERPACKUNGEN<br />

10 Teil 4 – Tolle Verpackungsideen von jungen Kreativen<br />

41<br />

TRADITIONSUNTERNEHMEN<br />

17 ALPMA – Auf den Weg in die digitale Zukunft<br />

PHARMA KOSMETIK CHEMIE<br />

22 STRATEC – Mikrostrukturierte Kunststoffkomponenten im Griff<br />

24 CHRIST – Flache Siegelrandbeutel sicher verpackt<br />

26 ULT – Damit nichts klumpt<br />

SCHRUMPFEN STRETCHEN PALETTIEREN<br />

30 TRANSNOVA-RUF – Roboterpalettierung aus den Modulbaukasten<br />

32 REA JET – Besondere Kennzeichnungslösung für Paletten<br />

VERPACKUNGSMASCHINEN<br />

34 ILLIG – Spezialist für thermogeformte Verpackungen<br />

35 SUMITOMO – Neue Spritzgießmaschine<br />

36 NABTESCO – Längere Lebensdauer für Delta-Roboter<br />

VERPACKUNGEN AUS KUNSTSTOFF GLAS UND METALL<br />

38 ADELHOLZENER – Handliche 0,5-l-Einweggebinde aus PET<br />

39 SCHULER – Leichte Getränkeflaschen aus Aluminium<br />

40 DUO PLAST – Besondere Hafteigenschaften und Rückhaltekräfte<br />

41 SIDEL – Neue PET-Behälterbodenlösung<br />

4<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 04/05 | <strong>2017</strong> Pj


Inhalt<br />

GREEN PACKAGING<br />

42 SCHEUFELEN – Anderes Frischfaserkonzept mit „Graspapier“<br />

43 FkUR – Fokus auf Ressourcenschonung und Kompostierbarkeit<br />

44 WERNER & MERTZ - Neuer Verschluss aus Recyclat<br />

45 FRAUNHOFER INSTITUT – Lignocellulose-Schaum<br />

46 FNR – Biobasierte Kunststoffe als Verpackungen für Lebensmittel<br />

CO-PACKAGING<br />

48 NAATZ – Co-Packaging ist Vertrauenssache<br />

50 PACKSERViCE – Saisongeschäft erfordert langfristige Planung<br />

MESSEN UND VERANSTALTUNGEN<br />

53 Aktionsforum Glas - Ein Preis hat sich etabliert<br />

57 InterSupply <strong>2017</strong> - Rohtabak, Papier, Verpackungen und mehr<br />

58 Messe Düsseldorf – interpack, Internationalität auf Rekordniveau<br />

FESTE RUbRIKEN<br />

3 Editorial<br />

21 Kolumne<br />

61 Veranstaltungskalender/Leseecke<br />

62 Branchenguide<br />

66 Impressum<br />

36<br />

04/05 | <strong>2017</strong> English summaries<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de | Einzelpreis € 12,50<br />

TECHNOLOGIE | PRAXIS | UNTERNEHMEN | PRODUKTE<br />

PHARMA, KOSMETIK<br />

GREEN PACKAGING<br />

Anspruchsvolles Verpacken Biobasierte Kunststoffe<br />

und Abfüllen<br />

auf dem Vormarsch<br />

CO-PACKAGING<br />

Adventskalender als<br />

Markenbotschafter<br />

Anspruchsvolle Produkte wirtschaftlich<br />

verpackt<br />

Die STRATEC Consumables GmbH ist ein führender Anbieter von<br />

mikrostrukturierten Verbrauchsmaterialien für medizinische und<br />

diagnostische Anwendungen wie Blut- und Zellanalysen. Für das<br />

Verpacken diffiziler Mikrofluidik-Produkte hat das Unternehmen<br />

gerade eine Kammermaschine vom Typ C 300 TC von Multivac erfolgreich<br />

in Betrieb genommen.<br />

Bild: Lumena/Shutterstock.com<br />

Pj 04/05 | <strong>2017</strong> www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 5


News Kompakt<br />

Die Heidelberger Druckmaschinen<br />

AG (Heidelberg) und die<br />

Schweizer Steinemann Technology<br />

AG haben eine Vertriebskooperation<br />

vereinbart. Danach<br />

übernimmt Heidelberg in zahlreichen<br />

Märkten, unter anderem<br />

Deutschland, Frankreich, Indien,<br />

Japan und die USA, das Leadmanagement<br />

für das gesamte Portfolio<br />

der Druckveredelungssysteme<br />

von Steinemann. „Die Kooperation<br />

mit Steinemann stärkt unsere Position<br />

entlang der Wertschöpfungskette<br />

unserer Kunden im Hinblick<br />

auf die Kombination von Lacken<br />

mit Equipmentlösungen für den<br />

digitalen und konventionellen<br />

Druck sowie die Weiterverarbeitung“,<br />

so Dr. Ulrich Hermann, Vorstand<br />

Heidelberg Digital Business<br />

& Services.<br />

<br />

Bild: Bosch<br />

Bosch Packaging Technology will<br />

die Kundenbeziehungen aktiv stärken<br />

und hat im niederländischen<br />

Weert ein neues Customer Solutions<br />

Center eröffnet. Das Unternehmen<br />

zeigt hier eine Auswahl von<br />

Maschinen und Anlagen für die<br />

Backwaren-, Nuss-, Snacks-, Pulverund<br />

Süßwarenbranche. Für individuelle<br />

Beratungen stehen Experten<br />

des Unternehmens vor Ort zur Verfügung.<br />

Besuche können unter<br />

www.solutions4value.com gebucht<br />

werden.<br />

<br />

Mit cLynx.print bietet die Saueressig<br />

GmbH eine intelligente Kontrollsoftware,<br />

die mögliche<br />

Oberflächen- und Produktionsfehler<br />

auf dem Tiefdruckzylinder berechnet.<br />

cLynx.print führt einen<br />

digitalen Vergleich zwischen Repro<br />

und Druckresultat durch und unterscheidet<br />

zwischen Materialfehlern,<br />

Verunreinigungen und<br />

tatsächlichen Produktionsfehlern.<br />

Stephan Lammers, Global Director<br />

Packaging der Saueressig GmbH,<br />

erklärt: „Die Besonderheit ist, dass<br />

diese Druckbildinspektion speziell<br />

entwickelt wurde, um Tiefdruckzylinder<br />

auf kleinste Fehler zu untersuchen.<br />

cLynx.print entdeckt 99,9%<br />

aller Defekte.“ Saueressig hat für<br />

das Verfahren ein Patent angemeldet.<br />

<br />

Grafik: PlasticsEurope Deutschland<br />

PlasticsEurope Deutschland e. V.,<br />

Verband der Kunststofferzeuger in<br />

Deutschland, hat seinen Geschäftsbericht<br />

2016 veröffentlicht. Die<br />

Kunststoffproduktion in Deutschland<br />

stieg demnach 2016 auf 19,2<br />

Mio. t (2015: 18,4 Mio. t), wobei mit<br />

35% der prozentual größte Verbrauch<br />

von Kunststoff-Werkstoffen<br />

auf die Verpackung entfiel. Der 76-<br />

seitige Report ist unter www.plasticseurope.de<br />

abrufbar.<br />

<br />

Metsä Board hat im schwedischen<br />

Husum eine neue Extrusionsbeschichtungslinie<br />

in Betrieb genommen.<br />

Die hochmoderne<br />

Beschichtungslinie verfügt laut Unternehmensangaben<br />

über eine<br />

jährliche Kapazität von über<br />

100.000 Tonnen und entspricht<br />

einem Investitionsvolumen von 38<br />

Millionen Euro und soll den globalen<br />

Lebensmittelmarkt bedienen.<br />

Am Husumer Standort betreibt<br />

Metsä Board bereits eine Kraftliner-<br />

Maschine mit einer Kapazität von<br />

270.000 Tonnen sowie eine Faltschachtelkartonmaschine,<br />

die über<br />

eine Jahreskapazität von 400.000<br />

Tonnen verfügt. „Unser Vorteil ist<br />

eine integrierte Anlage in Husum“,<br />

erläutert CEO Mika Joukio. „Die<br />

Holzbeschaffung findet ganz in der<br />

Nähe des Werks statt und die Produktion<br />

von Zellstoff, Karton und<br />

extrusionsbeschichteten Kartons<br />

erfolgt in der gleichen Anlage mit<br />

hervorragender Lage am Hafen.<br />

Dadurch können wir den Transport<br />

reduzieren und die Effizienz sowie<br />

die Nachhaltigkeit der Lieferkette<br />

verbessern. Das ist sowohl uns als<br />

auch unseren Kunden wichtig.“<br />

<br />

Das Heidelberger Verpackungs-<br />

Museum feiert sein zwanzigjähriges<br />

Bestehen und lädt ein zum 20.<br />

Deutschen Verpackungsdialog<br />

am 16. November <strong>2017</strong>. Die diesjährige<br />

Ausgabe greift in Zeiten<br />

von ‚alternative facts‘ mit „MARKE<br />

+ WAHRHEIT“ ein aktuelles Thema<br />

auf. Vier Markenführer geben<br />

hierzu Auskunft: Über Kerrygold-<br />

Butter spricht der deutsche CEO<br />

Gisbert Kügler. Über die Tradition<br />

seiner Marken und deren Wahrhaftigkeit<br />

äußert sich Dr. Arend Oetker,<br />

und Dr. Hubertine<br />

Underberg-Ruder verrät die wahrhaften<br />

Qualitäten ihres „Underberg“-Magenbitters.<br />

Prof. Götz<br />

Werner (Gründer und Aufsichtsratsmitglied<br />

dm-drogerie markt)<br />

spricht unter anderem über Wahrheit<br />

als Qualität im Handel.<br />

<br />

Der ICPP International Confederation<br />

of Plastics Packaging Manufacturers<br />

(Weltverband der<br />

Hersteller von industriellen und<br />

gewerblichen Kunststoffverpackungen)<br />

feiert in diesem Jahr sein<br />

20-jähriges Bestehen. ICPP-Präsident<br />

Jerry Geyer (Greif Inc., USA)<br />

zog auf der diesjährigen Generalversammlung<br />

am 8. Mai <strong>2017</strong> eine<br />

positive Bilanz: „In den vergange-<br />

nen 20 Jahren hat der Verband<br />

maßgeblich dazu beigetragen, die<br />

Sicherheit im Gefahrguttransport<br />

zu erhöhen. Dass zahlreiche ICPP-<br />

Anträge Eingang in das internationale<br />

Regelwerk, die UN Model<br />

Regulations, gefunden haben, ist<br />

dem geschlossenen Auftreten der<br />

Industrie und dem gebündelten<br />

Know-how innerhalb der Organisation<br />

zuzuschreiben.“ Die Arbeit des<br />

ICPP konzentriert sich vor allem auf<br />

regulatorische Aspekte bei Gefahrguttransporten,<br />

internationale<br />

Standards sowie Umweltaspekte.<br />

<br />

Bild: Uetersen<br />

Feldmuehle Uetersen hat das Sortiment<br />

ihres hochweißen, matten<br />

Zellstoffkartons VivaCard um<br />

hohe Flächengewichte erweitert.<br />

Ab sofort wird VivaCard C1S (bisher<br />

in 220 - 330 g/m² verfügbar) auch<br />

in 350 und 380 g/m² angeboten<br />

und VivaCard C2S (bisher in 200 -<br />

330 g/m² erhältlich) wird um 360,<br />

380 und 410 g/m² ergänzt. Viva-<br />

Card eignet sich besonders für die<br />

Herstellung hochwertiger Verpackungen<br />

sowie einer Vielzahl grafischer<br />

Anwendungen. „Mit der<br />

Erweiterung der Flächengewichte<br />

können wir den Kundenanforderungen<br />

jetzt noch besser Rechnung<br />

tragen. Die hohen<br />

Flächengewichte bieten ein sehr<br />

gutes Rill- und Stanzverhalten<br />

sowie ein sehr gutes Verhältnis der<br />

Steifigkeit längs/quer. Neben den<br />

zuverlässigen Verarbeitungseigenschaften<br />

schätzen unsere Kunden<br />

vor allem die einzigartige Haptik<br />

und Optik sowie den Deltaglanz<br />

von VivaCard “, sagt Markus Müller,<br />

Segment Manager Board<br />

Solutions.<br />

<br />

6<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 04/05 | <strong>2017</strong> Pj


News Kompakt<br />

Startschuss für die drupa 2020:<br />

Die Aussteller-Onlineregistrierung<br />

für die vom 16. bis 26. Juni<br />

2020 in Düsseldorf stattfindende<br />

Weltleitmesse für Printing Technologies<br />

kann ab sofort unter<br />

www.drupa.com erfolgen. Anmeldeschluss<br />

ist der 31. Oktober 2018.<br />

Dem Thema Packaging soll auch<br />

2020 wieder durch einen Touchpoint<br />

Packaging eine besondere<br />

Bedeutung beigemessen. Dieses<br />

zur drupa neu gestartete Sonderforum<br />

wird erneut in enger Zusammenarbeit<br />

mit der European<br />

Packaging Design Association<br />

(epda), Europas führendem Verband<br />

von Marken- und Verpakkungsdesignern,<br />

konzipiert und<br />

durchgeführt werden. Weitere<br />

Highlight-Themen der drupa 2020<br />

sind unter anderem Functional<br />

Printing, 3D Printing und Industrial<br />

Printing.<br />

<br />

Die Deutsche Beteiligungs AG<br />

(DBAG) hat 75,1 Prozent ihrer Anteile<br />

an der Romaco Group zum<br />

02. Mai <strong>2017</strong> an die chinesische<br />

Truking Group (Truking) verkauft.<br />

Die verbleibenden Anteile der<br />

DBAG sollen innerhalb der kommenden<br />

drei Jahre veräußert werden,<br />

dabei steht die Transaktion<br />

noch unter dem Vorbehalt behördlicher<br />

Zustimmung. Nach ihren Erwerb<br />

im April 2011 durch die DBAG<br />

hat die Romaco Group ihren Jahresumsatz<br />

um knapp 50 Prozent<br />

auf zuletzt 134,3 Millionen Euro für<br />

das Geschäftsjahr 2016 gesteigert.<br />

Zu den Kernkompetenzen von Truking<br />

gehören Technologien zur<br />

Verarbeitung und Abfüllung von<br />

sterilen und nicht sterilen pharmazeutischen<br />

Flüssigkeiten. Das Unternehmen<br />

erwirtschaftete 2016<br />

einen Jahresumsatz von rund 154<br />

Millionen Euro. Das Portfolio von<br />

Truking und das Leistungsspektrum<br />

von Romaco mit Fokus auf<br />

der Herstellung und Verpackung<br />

von pharmazeutischen Feststoffen<br />

ergänzen sich komplementär.<br />

<br />

Insgesamt zehn innovative Kunststoffverpackungen<br />

wurden am<br />

Die Sieger des PackTheFuture Award <strong>2017</strong><br />

9. Mai <strong>2017</strong> auf der interpack mit<br />

dem PackTheFuture Award <strong>2017</strong><br />

ausgezeichnet. Bei den 37 Einreichungen<br />

für den Wettbewerb<br />

stand das Thema Nachhaltigkeit<br />

im besonderen Fokus: Fast die<br />

Hälfte der Einreichungen betrafen<br />

die Kategorie Ecodesign (Recycling,<br />

Gewichtsreduktion, Materialeinsparung).<br />

In diesem Jahr neu eingeführt<br />

wurde die Kategorie SAVE FOOD,<br />

gewonnen hat hier die Mehrweg-<br />

Thermobox „vakuVIP Thermobox©“<br />

der SCHAUMAPLAST<br />

NOSSEN GmbH, die<br />

sich auch schon für<br />

den „WorldStar<br />

Award 2018“ qualifiziert<br />

hat. Der Pack-<br />

TheFuture Award<br />

wird von dem französischen<br />

Kunststoffverpackungsverband<br />

ELIPSO und der IK Industrievereinigung<br />

Kunststoffverpackungen e.V. gemeinsam<br />

organisiert.<br />

<br />

LIEVE IN<br />

RELIABILITY.<br />

Pj 04/05 | <strong>2017</strong> www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 7<br />

WWW.BLISTER-EXPERT.COM


Aus den Unternehmen<br />

Euchner<br />

Man setzt auf Wachstum und investiert am Stammsitz<br />

Immer mehr Unternehmen vertrauen auf<br />

Sicherheitstechnik von Euchner. Zudem<br />

nimmt die Bedeutung des Themas Maschinen-<br />

und Arbeitssicherheit auch in<br />

Ländern außerhalb Europas zu. Hier gilt<br />

es, internationale Sicherheitsstandards<br />

umzusetzen und in lokale Normen und<br />

Gesetze umzuwandeln sowie bei zukünftigen<br />

Entwicklungen zu berücksichtigen.<br />

Euchner unterstützt hierbei Unternehmen<br />

weltweit bei der Umsetzung mit seinem<br />

Knowhow, und ist mit seinen<br />

internationalen Standorten als Partner in<br />

den einzelnen Märkten vor Ort.<br />

Innovative Produkte mit Sicherheit<br />

Großes Interesse verzeichnete Euchner<br />

2016 mit dem elektronischen Zugriffsund<br />

Verwaltungssystem EKS welches z.B.<br />

als Anwahlsystem für die Betriebsartenwahl<br />

bei Maschinen und Anlagen eingesetzt<br />

werden kann. Auch transponderbasierte<br />

Zuhaltungen, wie die Sicherheitsschalter<br />

CTP und CET standen im<br />

Fokus. „Unsere Produkte genießen einen<br />

ausgezeichneten Ruf und werden im<br />

Markt mit Zuverlässigkeit und Langlebigkeit<br />

verbunden. Um unseren Kunden<br />

auch in Zukunft hochleistungsstarke<br />

Technologien zu bieten, investieren wir<br />

kontinuierlich in Forschung und Entwicklung.<br />

Mehr als 10% unserer Mitarbeiter<br />

Das elektronische Schlüsselsystem EKS von Euchnerbei Euchner<br />

sind in diesem Bereich beschäftigt“, erläutert<br />

Stefan Euchner, Geschäftsführender<br />

Gesellschafter der Euchner GmbH +<br />

Co. KG.<br />

Zu den Highlights 2016 gehörte die erfolgreiche<br />

Einführung der zweiten Generation<br />

der Schutztürabsicherung Multifunctional<br />

Gate Box MGB2. Ihr modularer<br />

Aufbau ermöglicht die flexible Anpassung<br />

an die unterschiedlichen Anforderungen<br />

der jeweiligen Schutztür. In der<br />

Version MGB2 Modular sind bis zu sechs<br />

Bedienelemente mittels Submodule integrierbar,<br />

die jederzeit ausgetauscht<br />

oder angepasst werden können. Zudem<br />

verfügt sie über ein Busmodul (MBM) mit<br />

integriertem PROFINET/PROFISAFE. Dieses<br />

kann entweder direkt an die MGB2<br />

Mehr als eine reine Schutztürabsicherung<br />

– die neue MGB2 Modular<br />

angeschlossen oder bei beengten Platzverhältnissen<br />

abgesetzt montiert und<br />

mit Kabeln verbunden werden.<br />

Industrie 4.0 – für zukunftsweisende<br />

Technik und Vernetzung<br />

Euchner bietet mit all seinen Produkten<br />

zukunftsweisende Technik auf höchstem<br />

Niveau. Digital vernetzt stellen sie eine<br />

Vielzahl an Informationen rund um die<br />

Schutztüre für eine kontinuierliche Analyse<br />

zur Verfügung und tragen so zur Optimierung<br />

der Wertschöpfungskette bei.<br />

Die Produkte zeichnen sich zudem dadurch<br />

aus, dass sie mit unterschiedlichen<br />

Steuerungssystemen kompatibel sind<br />

und alle Sicherheitsnormen erfüllen.<br />

Einblick in die Fertigung bei Euchner<br />

Strategisch in die Zukunft<br />

Die geplante Investition am Stammsitz in<br />

Leinfelden-Echterdingen beinhaltet den<br />

Bau eines neuen Hauptgebäudes. Insgesamt<br />

investiert Euchner rund 20 Mio.<br />

Euro in das Vorhaben. Der Spatenstich ist<br />

für Ende <strong>2017</strong> / Anfang 2018 geplant. Bis<br />

2019/2020 sollen auf insgesamt 12.000<br />

m² Büroflächen und Montageplätze entstehen.<br />

„Mit dem neuen Hauptgebäude<br />

schaffen wir die Voraussetzung für unser<br />

zukünftiges Wachstum. Wir zentralisieren<br />

die Struktur und verkürzen die Wege zwischen<br />

den Abteilungen. Gleichzeitig<br />

haben wir mehr Platz für die Herstellung<br />

neuer Produkte“, betont Stefan Euchner.<br />

Der Neubau beherbergt außerdem ein<br />

neues Betriebsrestaurant sowie Seminarräume,<br />

die für Tagungen und Weiterbildungen<br />

von Kunden und Mitarbeitern<br />

genutzt werden. Die zusätzlichen Grundstücke<br />

eröffnen darüber hinaus die Möglichkeit,<br />

in Zukunft das Lager sowie das<br />

Logistikzentrum zu erweitern.<br />

pj<br />

8<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de<br />

Pj


Aus den Unternehmen<br />

Das neue Verpackungsgesetz<br />

Künftig mehr Recycling und höhere Effizienz<br />

Das Verpackungsgesetz hat am 12.05.<strong>2017</strong> im<br />

Bundesrat die letzte parlamentarische Hürde genommen.<br />

Nach jahrelangen Auseinandersetzungen<br />

haben die Länder den Kompromiss<br />

akzeptiert, den das Bundesumweltministerium<br />

erarbeitet hatte. Bundesum- weltministerin Barbara<br />

Hendricks begrüßte die Entscheidung des<br />

Bundesrats als einen Sieg der Vernunft. Mit dem<br />

neuen Gesetz wird die bestehende Verpackungsverordnung<br />

weiterentwickelt. Ziel ist es,<br />

das Recycling – aber auch die Vermeidung – von<br />

Verpackungsabfällen noch stärker zu fördern.<br />

Hendricks: "Das Verpackungsgesetz ist ein wichtiger<br />

Schritt bei der Weiterentwicklung der Kreislaufwirtschaft.<br />

Ich bin erleichtert, dass es nach<br />

zähem Ringen gelungen ist, einen tragfähigen<br />

Kompromiss zu finden, der die unterschiedlichen<br />

Interessen angemessen berücksichtigt –<br />

und der vor allem der Umwelt nützt."<br />

Die von Industrie und Handel finanzierten dualen<br />

Systeme müssen zukünftig deutlich höhere<br />

Recycling-Quoten für die bei ihnen lizenzierten<br />

und von ihnen erfassten Verpackungen erreichen.<br />

So steigt zum Beispiel die Recycling-Quote<br />

für Kunststoffverpackungen von bisher 36 Prozent<br />

bis zum Jahr 2022 auf 63 Prozent. Auch bei<br />

anderen Verpackungsmaterialien werden die Recycling-Quoten<br />

deutlich erhöht, bei Metallen,<br />

Glas und Papier auf 90 Prozent. Außerdem sind<br />

bei den Lizenzentgelten der dualen Systeme<br />

ökologische Aspekte stärker zu berücksichtigen.<br />

Hersteller sollen somit Anreize erhalten, bei der<br />

Gestaltung von Verpackungen das Recycling zu<br />

berücksichtigen. Von den hohen Anforderungen<br />

werden auch spürbare Impulse zur Abfallvermeidung<br />

ausgehen.<br />

Zudem werden Mehrwegverpackungen besonders<br />

gefördert. Bei Getränkeverpackungen wird<br />

ein Mehrweganteil von 70 Prozent angestrebt.<br />

Dazu sollen eine Hinweispflicht an den Getränkeregalen<br />

sowie die Ausweitung der Pfandpflicht<br />

für Einweggetränkeverpackungen, zum<br />

Beispiel auf Fruchtschorlen, beitragen. Die Entsorgung<br />

im Wettbewerb wird auch zukünftig für<br />

Effizienz und – im Interesse der Verbraucherinnen<br />

und Verbraucher – für niedrige Kosten sorgen.<br />

Um einen fairen Wettbewerb und einen<br />

konsequenten Vollzug zu gewährleisten, wird<br />

eine zentrale Stelle eingerichtet, die von den<br />

Produktverantwortlichen, das heißt von Handel<br />

und Industrie, finanziert wird. Die zentrale Stelle<br />

dient als Registrierungs- und Standardisierungsstelle.<br />

Wie die Sammlung vor Ort durchgeführt wird,<br />

bestimmen die Kommunen. Sie entscheiden<br />

zum Beispiel darüber, ob in Tonnen gesammelt<br />

wird oder in Säcken. Sie entscheiden auch, wann<br />

und wie oft abgeholt wird. Damit können Restmüll-<br />

und Wertstoffsammlung optimal aufeinander<br />

abgestimmt werden. Die Kommunen<br />

können auch entscheiden, ob sie weitere Abfälle<br />

aus Kunststoff und Metall gemeinsam mit den<br />

dualen Systemen in einer Wertstofftonne sammeln<br />

wollen. Eine Verständigung auf ein Wertstoffgesetz,<br />

das bundesweit die verpflichtende<br />

Einführung von Wertstofftonnen vorsah, war<br />

zwar nicht möglich. Wenn die Kommunen das<br />

wollen, können die Bürgerinnen und Bürger nun<br />

jedoch auf der Grundlage des Verpackungsgesetzes<br />

flächendeckend Wertstofftonnen bekommen.<br />

Das Verpackungsgesetz wird am 1. Januar 2019<br />

in Kraft treten.<br />

pj<br />

Der Weg zur Serialisierung<br />

hat jetzt eine Überholspur<br />

Lassen Sie die Konkurrenz hinter sich mit Adents leistungsstarker Softwarelösung<br />

Schnelle Umsetzung - hre Linien bis zu 5 Mal schneller betriebsbereit als mit anderen Anbietern<br />

Einfaches Kongurieren bedeutet außergewöhnliche Modularität für bestehende Hardware<br />

Maximale Flexibilität für vereinfachte, zentrale Umrüstung und Software-Upgrades<br />

www.adents.de<br />

Pj 04/05 | @Adentsinfo<br />

<strong>2017</strong> www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 9<br />

Adents


Prämierte Verpackungen<br />

Ausgezeichnete Verpackungen (Teil 4)<br />

Tolle Verpackungsideen von jungen<br />

Kreativen<br />

Studierende der Verpackungstechnik und angehende Designer haben seit einigen Jahren die Möglichkeit,<br />

ihre Ideen für anspruchsvolle und technisch sowie ästhetisch interessante Verpackungen beim Deutschen<br />

Verpackungswettbewerb oder bei einigen Branchenwettbewerben einzureichen und außer Trophäen auch<br />

Aufmerksamkeit als gutes „Startkapital“ für den künftigen Beruf zu gewinnen.<br />

Paneer & Mozarella<br />

Einsender/Gestalter: Oliver Eckstein,<br />

Tim Krahmer<br />

FH Hannover<br />

(Bilder: dvi)<br />

Neben dem jährlich ausgelobten Deutschen<br />

Verpackungspreis (DVP), der die<br />

Kategorie „Nachwuchspreis“ beinhaltet,<br />

fördert das Deutsche Verpackungsinstitut<br />

(dvi) auch mit dem Zukunftswettbewerb<br />

PackVision die Entwicklung junger<br />

Kreativer, indem es Studierende zur Erarbeitung<br />

spezifischer Verpackungsprojekte<br />

mit dem Wissen und den<br />

Praxiserfahrungen renommierter Unternehmen<br />

der Branche vernetzt. Dabei<br />

können die Jugendlichen ihre Arbeiten<br />

unter realen Bedingungen auf den Prüfstand<br />

stellen, was auch den Lehrenden<br />

die Gelegenheit gibt, ihre Erfahrungen zu<br />

erweitern. Die Unternehmen profitieren<br />

ihrerseits von den frischen Ideen der jungen<br />

Talente. Häufig werden dabei die<br />

Verpackungsentwürfe für das Unterneh-<br />

men zum Bestandteil einer neuen Produktpositionierung<br />

und für den Konsumenten<br />

zu einer funktionell verbesserten<br />

Warenpräsentation.<br />

Spezielle Förderung durch<br />

verschiedene Branchen<br />

Diese Effekte haben auch die Organisatoren<br />

von Branchenwettbewerben im<br />

Blick, wobei sie im Wesentlichen die Weiterentwicklung<br />

von Verpackungen für<br />

die jeweilige Branche erreichen wollen.<br />

So fördert der Pro Carton Young Designers<br />

Award als Branchenpreis seit 15 Jahren<br />

den Wettbewerb zwischen jungen Designern<br />

und Designerinnen. Der große<br />

Erfolg des Preises 2016 führte dazu, dass<br />

er nun jährlich durchgeführt wird, sodass<br />

ihn die Designschulen und Universitäten<br />

zum festen Bestandteil der Ausbildungspläne<br />

machen können. Als eine Lektorin<br />

erklärte Susanne Lippitsch: „Die Publicity<br />

„Junge Entwickler, Lehrende sowie<br />

Hersteller und Konsumenten profitieren<br />

gleichermaßen.“<br />

des Awards in den Medien ist äußerst<br />

wertvoll. [...] In meinem Fall – ich habe<br />

selbst 2002 gewonnen – markiert er den<br />

Beginn der beruflichen Laufbahn.“ Eine<br />

10<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 04/05 | <strong>2017</strong> Pj


Prämierte Verpackungen<br />

französisch-deutsche Jury kürt den Pack-<br />

TheFuture – Sustainable Plastic Packaging<br />

Award in jeweils vier Kategorien: Social<br />

Benefit, Save Food, Ecodesign und Product<br />

Protection. Bei den Einreichungen<br />

dominierten Transport- und Umverpackungen<br />

sowie Folienprodukte und Behältnisse.<br />

Von deutscher Seite steht <strong>2017</strong><br />

hinter dem Preis zum zweiten Mal die Industrievereinigung<br />

Kunststoffverpackungen<br />

(IK) und Elipso als französischer<br />

Verband für Kunststoffverpackungen und<br />

flexible Verpackungen.<br />

Als ein Branchenevent der verpackenden<br />

Industrie, der sich an angehende Produkt-<br />

und Verpackungsdesigner der Köln<br />

International School of Design als Teil der<br />

TH Köln wendet, wird jährlich auf der Kölner<br />

Süßwarenmesse die Sonderschau<br />

„Sweet Traditions“ veranstaltet. Hier wurden<br />

beispielsweise mit Bonbons gefüllte<br />

Kugeln gezeigt, die durch Schütteln und<br />

Drehen ihren Inhalt freigeben, Leckereien,<br />

die nur aus Deckeln bestehen und<br />

eine Packung mit Wahrsagermotiv, die<br />

Kristallkugeln mit Brausepulver freisetzt.<br />

Junge Talente beim DVP<br />

Jährlich erfreut der Verpackernachwuchs<br />

auch beim DVP mit interessanten Neuheiten.<br />

So präsentierten die Berliner Studierenden<br />

eine Honiggeschenkverpackung<br />

im Design einer Wabe mit dem<br />

Abbild des honigliebenden Bären als Berliner<br />

Wappentier.<br />

Das innovative Verpackungskonzept „Paneer<br />

und Mozzarella“ (Bild) ist eine starre<br />

Capt’n Ahab<br />

Einsender: Moritz Brodmann<br />

Gestalter/Entwickler: Florian Beck, Moritz Brodmann, Michael Bauer HS der Medien Stuttgart<br />

Kunststoffverpackung mit zwei Kammern.<br />

Bei Transport und Lagerung befindet<br />

sich der Käse in der Lake. Zur<br />

Entnahme dreht man die Verpackung um<br />

180 Grad, die Flüssigkeit fließt in die<br />

zweite Kammer ab, und der Käse kann<br />

ohne Abgießen entnommen werden.<br />

Eine interessante Lösung sind die ebenfalls<br />

prämierten Sinus-Kanister (Bild) mit<br />

optimaler Platzausnutzung und Stapelbarkeit,<br />

die ein sehr gutes Handling ermöglichen<br />

und aufmerksamkeitsstark zu<br />

präsentieren sind.<br />

Effizient und attraktiv<br />

zugleich präsentierte<br />

sich die von Jara<br />

Freund (HS Darmstadt)<br />

entwickelte<br />

Teekannenverpackung<br />

mit dem Zusatznutzen,<br />

der darin<br />

besteht, dass die Verpackung<br />

nach dem<br />

Öffnen zum Stövchen<br />

wird. Die eingesetzte<br />

Wellpappeverpackung<br />

wurde zur Vermeidung<br />

von Feuerschäden<br />

mit Imprägnierspray<br />

behandelt<br />

und ist somit schwer<br />

entflammbar.<br />

Begeistert war die<br />

Jury 2015 auch von<br />

den Verpackungsideen<br />

eines ungewöhnlichen<br />

„Nachwuchspaares“:<br />

Der<br />

Lehrer Viktor Moor<br />

und seine Enkelin Sofie reichten u. a.<br />

einen selbstentworfenen Schokokugel-<br />

Dosierer sowie eine weiterentwickelte<br />

Tic-Tac-Verpackung mit neuer Dosierund<br />

Hängevorrichtung ein, die das Fahren<br />

im Pkw noch kurzweiliger machen<br />

sollen. Zu den ausgezeichneten Verpackungen<br />

zählte schließlich auch „Capt’n<br />

Ahab“ (Bild), eine saisonale Sonderedition<br />

der traditionellen Champagner- manufaktur<br />

Château du Baleine. Die<br />

Verpackung von Moritz Brodmann (HS<br />

Stuttgart) vereint maritime Elemente mit<br />

der Exklusivität des Champagners. Die<br />

Form der Verpackung ist angelehnt an<br />

die Konturen eines Wals. An den „Seitenflossen“<br />

kann die Verpackung geöffnet<br />

werden. Im Inneren wird die Flasche von<br />

einer Rippenkonstruktion geschützt, die<br />

den Knochenbau des Wals imitiert. Bei<br />

geöffneter Verpackung präsentiert sich<br />

der Champagner auf einmalige Art und<br />

Weise.<br />

Sinus-Kanister<br />

Einreicher: Markus Adam, Julien<br />

Göthling<br />

Entwickler: Julien Göthling<br />

Beuth HS Berlin<br />

Excellent Packaging (Part 4)<br />

In this issue the interesting new <strong>packaging</strong> ideas of young designer<br />

students demonstrate the benefits of the Packaging Awards,<br />

arranged by branches like carton or plastic <strong>packaging</strong> industry, by<br />

the German Packaging Institut for the total or by some packagers<br />

as the sweet producers. The best projects often are the beginning<br />

of a good career for the students, but they also bring a new look<br />

for the producing industry, create more convenience for the consumers<br />

and last but not least they help to improve the study. pj<br />

Pj 04/05 | <strong>2017</strong> www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 11


Aus den Unternehmen<br />

cab Produkttechnik<br />

Hochleistungsetikettiergerät IXOR zur Integration in Produktionslinien<br />

cab erweitert sein Produktportfolio um<br />

das Etikettiergerät IXOR. Dieses wird von<br />

einem drehmomentstarken Servomotor<br />

angetrieben. Im High-End-Bereich werden<br />

damit Bandgeschwindigkeiten bis<br />

200 m/min erzielt. Aufgrund des hohen<br />

Drehmoments des Motors lassen sich<br />

breite Etikettenbänder bis maximal 310<br />

mm verarbeiten, infolge der hohen Dynamik<br />

des Antriebs 2.400 Etiketten pro<br />

Minute spenden.<br />

Hochdynamisch<br />

54 mm Gehäusetiefe und ein modulares<br />

Baukastensystem lassen den IXOR ideal<br />

in Etikettiermaschinen integrieren oder,<br />

mittels umfangreichem Zubehör wie<br />

Montagehilfen, an das Transportband<br />

einer Produktionslinie anbauen. Die<br />

Grundeinheit wird in den Baubreiten 124,<br />

186, 248 und 310 mm angeboten, mit Etikettenaustritt<br />

nach links oder rechts.<br />

Variantenreich<br />

Aufgrund eines Baukastens an Auf- und<br />

Abwicklern sowie von Ablösekanten<br />

kann das Etikettiergerät kundenspezifisch<br />

konfiguriert werden. Abwickler ermöglichen<br />

die Aufnahme von<br />

Etikettenrollen bis 16“ Außendurchmesser.<br />

Durch den Pendelarm und einen integrierten<br />

Bremsmechanismus wird eine<br />

gleichbleibende Bandspannung erreicht.<br />

Vorgedruckte Etiketten können so<br />

schnell und positionsgenau auf Produkte<br />

oder Verpackungen aufgebracht werden.<br />

Das Etikettiergerät besitzt einen Weitspannungseingang<br />

(100-240 V - 50/60<br />

Hz) und kann an alle gängigen Netze angeschlossen<br />

werden. Mit der LAN- sowie<br />

der seriellen Schnittstelle kann der IXOR<br />

leicht an vorhandene Steuerungen angebunden<br />

werden. WLAN für Servicezwecke<br />

wie Firmwareupdate, das Auslesen<br />

von Formaten sowie Diagnose, ist standardmäßig<br />

integriert.<br />

Bedienerfreundlich<br />

IXOR-Geräte verfügen über ein Farbdisplay<br />

mit Touchscreen. Die Bedienoberfläche<br />

ist dem Smartphone mit<br />

Direktzugriff auf einzelne Menüpunkte<br />

angepasst. Es steht ein Untermenü mit<br />

über 150 Funktionen zur Verfügung.<br />

Video-Tutorials unterstützen bei der Bedienung<br />

des Geräts.<br />

pj<br />

Schmersal<br />

Michael Ambros ist neuer Geschäftsführer<br />

Michael Ambros, neuer Geschäftsführer<br />

Die Schmersal Gruppe erweitert ihr Managementteam<br />

und hat Michael Ambros<br />

zum Geschäftsführer der K.A. Schmersal<br />

GmbH & Co. KG bestellt. In seiner neuen<br />

Funktion, die er zum 1. Mai <strong>2017</strong> übernommen<br />

hat, ist Michael Ambros global<br />

für die Divisionen Verwaltung sowie Vertrieb<br />

& Marketing verantwortlich, während<br />

Geschäftsführer Michael Mandel die<br />

Leitung der technisch orientierten Divisionen<br />

bei Schmersal innehat.<br />

Der Diplom-Ökonom Michael Ambros<br />

war viele Jahre in leitender Position bei<br />

einer international führenden Unternehmensberatung<br />

im Bereich Corporate Finance<br />

tätig und verfügt über eine<br />

langjährige Management- und Berufserfahrung<br />

in den unterschiedlichsten Branchen<br />

innerhalb und außerhalb Europas,<br />

darunter USA und Russland. Er leitete sowohl<br />

strategische Unternehmens(ver)-<br />

käufe und operative Unternehmensoptimierungen<br />

als auch Börsengänge.<br />

Darüber hinaus baute er in Indien über<br />

mehrere Jahre erfolgreich eine Outsourcing-Einheit<br />

auf. Seine umfassende internationale<br />

Expertise wird er nun als<br />

Geschäftsführer bei der Schmersal<br />

Gruppe einbringen. Zum Führungsteam<br />

des Unternehmens gehören neben Michael<br />

Ambros und Michael Mandel die<br />

geschäftsführenden Gesellschafter, Heinz<br />

und Philip Schmersal.<br />

Michael Ambros freut sich auf die neue<br />

Herausforderung: „Mir ist es wichtig,<br />

unser Unternehmen noch besser für die<br />

internationalen Märkte aufzustellen. Wir<br />

müssen die Kooperation innerhalb der<br />

Schmersal Gruppe stärken und vorhandene<br />

Synergien nutzen, um auch in Zukunft<br />

im Wettbewerb zu bestehen und<br />

ein wichtiger Partner für unsere Kunden<br />

zu bleiben.“<br />

pj<br />

12<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 04/05 | <strong>2017</strong> Pj


Aus den Unternehmen<br />

Alles neu macht der Mai<br />

Modernes Verpackungsdesign und Relaunch des Internetauftritts bei G-Corn<br />

Die „Corn Chico“-Verpackungen aus dem<br />

Hause G-Corn wurden optisch komplett<br />

überarbeitet. Ab sofort erkennen Kunden<br />

dank prägnanter Illustrationen der<br />

Hauptzutaten auf der Tüte direkt, welche<br />

Sorte sie in der Hand halten.<br />

Im Handel findet man aktuell sechs, online<br />

sind neun Popcorn-Varianten erhältlich.<br />

Bis zu 50 Sorten kann G-Corn dazu<br />

auch individuell nach Kundenwunsch<br />

produzieren.<br />

Ganz nach dem Motto „Das Auge isst mit“<br />

spielt das neue, reduzierte Design mit<br />

einer modernen Typo und prägnanten,<br />

zur jeweiligen Geschmacksrichtung passenden<br />

Farben. Das einst verspielte Logo<br />

mit lachendem Maiskolben macht Platz<br />

für einen dezenten und dennoch einprägsamen<br />

Schriftzug, der von einem stilisierten<br />

Popcorn eingefasst ist. „Corn<br />

Chico ist eine junge, frische und innovative<br />

Marke“, sagt G-Corn-Geschäftsführerin<br />

Anastasia Borghardt. „Unsere neue CI<br />

spiegelt genau das wider. Das Design ist<br />

modern und minimalistisch – und soll<br />

Lust aufs Zugreifen machen.“ Relaunch<br />

der Homepage und des Onlineshops:<br />

Willkommen im Popcorn-Wunderland!<br />

Auch die Homepage popcorn.online und<br />

der Onlineshop shop.popcorn.online<br />

wurden komplett neugestaltet und an<br />

die überarbeitete CI angepasst. Die Optik<br />

mit klarer Typo und frechen Bildern ist<br />

frisch, jung und dynamisch, ohne überfrachtet<br />

zu wirken.<br />

„Das Design ist modern, übersichtlich<br />

und angenehm unaufgeregt“, fasst Borghardt<br />

zusammen. „Bei uns sind die Produkte<br />

die Stars – und die dürfen und<br />

sollen im Mittelpunkt stehen.“ Kunden<br />

bekommen direkt einen Überblick über<br />

das gesamte Sortiment und können auch<br />

individuelle Private-Label-Lösungen buchen.<br />

Mit seiner neuen CI trifft G-Corn den Zeitgeist<br />

– und den Geschmack kulinarisch<br />

begeisterter und anspruchsvoller Verbraucher.<br />

Denn Popcorn hat sein einge-<br />

staubtes Image als Kino-Snack abgestreift.<br />

Und ist heute ein moderner, vielseitiger<br />

Snack, der zum Kaffee genauso<br />

passt wie zu einem Glas Wein oder einem<br />

Drink an der Bar. Dabei legen Verbraucher<br />

vermehrt Wert auf Qualität. „Das G<br />

in unserem Firmennamen steht auch für<br />

Gourmet“, sagt Borghardt. „Wir verwenden<br />

nur beste Zutaten und stellen unser<br />

Popcorn täglich frisch her. Konservierungsstoffen,<br />

azohaltige Lebensmittelfarbstoffe<br />

oder Gentechnik kommen uns<br />

hingegen nicht in die Tüte.“ Eine Haltung,<br />

die gerade zu Zeiten des Clean-Eating-<br />

Trends begeistert.<br />

pj<br />

Pj 04/05 | <strong>2017</strong> www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 13


Aus den Unternehmen<br />

Produkterlebnis steht im Vordergrund<br />

STI Group entwickelt Verpackungen für vegane Gesichtscreme zum selbst Mischen<br />

Vegane Produkte liegen im Trend – und<br />

das nicht nur bei der Ernährung. Seit<br />

Mitte März revolutioniert die Marke Soils<br />

mit einer Creme zum Anmischen den Naturkosmetik-Markt:<br />

hier wird jede Konsumentin<br />

selbst zum Kosmetikhersteller.<br />

„Soils ist perfekt für kreative Köpfe, die<br />

gesund pflegen wollen und gerne experimentieren“,<br />

erklärt Elisabeth Galler,<br />

Gründerin von Soils Cosmetics. Eine speziell<br />

entwickelte Formel in der Gesichtscremebasis<br />

ermöglicht der weiblichen<br />

Zielgruppe, ihre individuelle Creme mit<br />

jeder beliebigen Flüssigkeit anzurühren<br />

– von Mineralwasser über Tee oder Saft<br />

bis hin zu Champagner. Frische Zutaten<br />

Die Gesichtscremebasis ist in Faltschachteln aus reinweißem Karton mit filigranen Veredelungen<br />

erhältlich.<br />

wie Minze, Ingwer oder Salbei verfeinern<br />

die Creme, der Konservierungsstoff Soils<br />

MSM sorgt für die Haltbarkeit.<br />

Wer seine individuelle Gesichtscreme<br />

nicht von Grund auf selbst entwickeln<br />

möchte, findet auf der Website<br />

www.soils-cosmetics.com eine Rezeptauswahl.<br />

Im Onlineshop können Anwenderinnen<br />

eine Starter-Box mit den<br />

wichtigsten Inhalten bestellen. Experimentierfreudige<br />

oder Fortgeschrittene<br />

können zwischen zwölf verschiedenen<br />

Gesichtscremebasen wählen.<br />

Besondere Kosmetik ästhetisch<br />

verpackt<br />

„Ein rundum positives Produkterlebnis<br />

war uns sehr wichtig“, so Elisabeth Galler.<br />

Das beginnt schon bei der Verpackung:<br />

„Hochwertige Kosmetik muss auch ästhetisch<br />

ansprechend präsentiert werden.“<br />

Für die Gesichtscremebasis entwickelten<br />

die Verpackungsexperten der STI Group<br />

eine Faltschachtel in Taschenform. Der<br />

reinweiße Karton in Verbindung mit filigranen<br />

heißfoliengeprägten Elementen<br />

unterstreicht die Hochwertigkeit der Produkte.<br />

Auch im Gebrauch überzeugt die<br />

Lösung: ein integrierter Einsatz fixiert<br />

den Tiegel, der Einsteckverschluss auf der<br />

Rückseite ermöglicht eine einfache Produktentnahme.<br />

Einblicke für Anfänger<br />

Das Starterset besticht durch eine hochwertige<br />

Optik gepaart mit Produktschutz<br />

und einfachem Handling. Blätter und<br />

Blumen schmücken den weißen Karton<br />

und unterstreichen die Natürlichkeit der<br />

Inhaltsstoffe. Ein über die Kante laufendes<br />

Sichtfenster gibt den Blick in das Innere<br />

der Verpackung frei, wo die<br />

Produkte durch einen Einsatz fixiert werden.<br />

Der Kartonsteg mit Logo, der über<br />

das Sichtfenster verläuft, lässt die Verpackung<br />

wie ein Geschenkset anmuten.<br />

Kosmetikartikel sind ein<br />

beliebtes Geschenk<br />

Dass sich attraktiv verpackte Kosmetikprodukte<br />

hervorragend als Geschenk<br />

eignen, zeigt eine aktuelle Verbraucherstudie.<br />

Die repräsentative Erhebung der<br />

STI Group dokumentiert, dass 83% der<br />

Verbraucher in Deutschland häufig bis<br />

gelegentlich Kosmetika in hochwertigen<br />

Verpackungen zum Verschenken kaufen.<br />

Die Ergebnisse der Studie machen darüber<br />

hinaus deutlich, nach welchen Entscheidungskriterien<br />

Shopper ein<br />

Kosmetikprodukt als Geschenk auswählen<br />

und welche Rolle die Verpackung<br />

dabei spielt. Das Whitepaper zur Studie<br />

kann unter service@sti-group.com angefordert<br />

werden.<br />

pj<br />

SCA<br />

Kein Einhorn, nur reines Schwarz!<br />

Was als Aprilscherz begann, wird nun<br />

Markenrealität, wenn auch nur für begrenzte<br />

Zeit: Mit der neuen Tempo Black<br />

Edition gibt es erstmals Tempo Taschentücher<br />

in schwarzer Farbe und Verpackung.<br />

Die Traditionsmarke Tempo steht seit<br />

über 85 Jahren für hochwertige Papiertaschentücher.<br />

Das Produktsortiment wird<br />

systematisch ausgebaut und mit Limited<br />

Editions aufgefrischt, dabei ist die Limited<br />

Black Edition <strong>2017</strong> sicherlich besonders<br />

augenfällig.<br />

„Egal ob Wacken, Ring oder Park: Mit der<br />

Tempo Black Edition sind auch die härtesten<br />

Rotznasen perfekt für die Festival-Saison<br />

gerüstet.“ – so lautete ein folgenreicher<br />

Facebook Post am 1.04.2016. Der<br />

Aprilscherz stieß auf Resonanz im Netz<br />

und erreichte ein „Gefällt mir“ bei mehr<br />

als 32.000 Usern und brachte einen Stein<br />

ins Rollen. Die Liker wurden jetzt erhört:<br />

Frei nach dem Motto „Farbe egal, Hauptsache,<br />

Schwarz“ sind die Taschentücher<br />

ab Mai <strong>2017</strong> in limitierter Edition im Handel<br />

erhältlich.<br />

Die Tempo Black Edition erscheint in zwei<br />

Packungsgrößen: einerseits als rockige<br />

10×9-Ausgabe, andererseits als gestandene<br />

30×9-Version. Das tiefschwarze<br />

Tempo sticht durch seine Einzigartigkeit<br />

hervor und soll, so die Zielgruppenansprache<br />

des Unternehmens, einen coolen<br />

Auftritt beim nächsten Männerabend,<br />

Iron-Maiden-Konzert oder bei den Harley<br />

Days in Hamburg garantieren.<br />

pj<br />

14<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 04/05 | <strong>2017</strong> Pj


Aus den Unternehmen<br />

KHS<br />

Problemloses Recycling: Nature Multipack erhält vorläufige Zulassung der EPbP<br />

Uneingeschränkt recyclingfähig, so lautet<br />

das Ergebnis der European PET Bottle<br />

Platform (EPBP) nach Prüfung des Nature<br />

MultiPack. Dem von NMP Systems und<br />

KHS speziell entwickelten und gelieferten<br />

Klebstoff wurde daher eine vorläufige<br />

Zulassung für weitere Markttests in<br />

Europa bis zum 30. Juni 2019 erteilt. Der<br />

Klebstoff der einmaligen Verpackungslösung<br />

Nature MultiPack hat keinen negativen<br />

Einfluss auf das rPET. Weitere<br />

Tests sollen die permanente Zulassung<br />

ermöglichen.<br />

Als Verpackungsform für PET-Flaschen,<br />

die ohne sichtbare Folienumverpackung<br />

auskommt, erhielt Nature MultiPack bei<br />

seiner Präsentation viel Aufmerksamkeit.<br />

PET-Flaschen werden durch Klebepunkte<br />

miteinander verbunden, keine Folie stört<br />

so den Blick auf die Flasche.<br />

Gewinner German Design Award<br />

2016 gewann die Lösung den German<br />

Design Award für hervorragendes Kommunikationsdesign<br />

und nachhaltige Verpackung.<br />

Die erheblichen Materialeinsparungen<br />

und die zugleich praktische<br />

Handhabung unterscheiden das Pack<br />

von allen existierenden Verpackungsvarianten.<br />

Durch die vorläufige Zulassung<br />

der European PET Bottle Platform ist nun<br />

auch von unabhängiger Stelle bestätigt,<br />

dass der speziell entwickelte Klebstoff für<br />

die Klebepunkte der Flaschen in den Untersuchungen<br />

keinen negativen Einfluss<br />

auf die Qualität des recycelten PET hat.<br />

Bei den Tests zeigte sich, dass sich<br />

die Klebepunkte durch die Reibung<br />

während des Waschvorgangs<br />

wie vorgesehen lösen.<br />

Anschließend trennt sich der Klebstoff<br />

von den PET-Flakes, da er an<br />

der Oberfläche des Reinigungsmediums<br />

schwimmt. Die vorläufige<br />

Zulassung ist bis zum 30. Juni 2019<br />

gültig. Weitere Tests, an deren<br />

Ende die permanente Freigabe<br />

steht, folgen in den kommenden<br />

Monaten.<br />

Die EPBP ist eine freiwillige, branchenbezogene<br />

Initiative, die unter<br />

anderem PET-Flaschenentwurfsrichtlinien<br />

für das Recycling bereitstellt.<br />

Sie bewertet neue<br />

PET-Flaschenverpackungslösungen<br />

und technologien hinsichtlich<br />

ihrer Auswirkungen auf den Recyclingprozess<br />

und prüft sowie zertifiziert<br />

diese nach strengen<br />

Richtlinien. Sie unterstützt die Europäische<br />

PET-Wertschöpfungskette<br />

somit hinsichtlich<br />

ökonomischer und ökologischer<br />

Nachhaltigkeit.<br />

pj<br />

Pj 04/05 | <strong>2017</strong> www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 15


Fünf Fragen<br />

SIG Combibloc<br />

Fünf Fragen an Markus Boehm<br />

Markus Boehm ist seit 2009 Chief Market Officer bei SIG Combibloc, einem der weltweit führenden<br />

Systemanbieter von Kartonpackungen und Lösungen für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie.<br />

SIG Combibloc hat aktuell einen umfassenden Fahrplan auf den Weg<br />

gebracht, um „Net Positive“ zu werden. Das bedeutet, dass das Unternehmen mehr für die<br />

Gesellschaft und die Umwelt tun will, als es davon in Anspruch nimmt.<br />

SIG Combibloc hat kürzlich den ersten<br />

Corporate-Responsibility-Report veröffentlicht.<br />

Herr Boehm, wo liegen aktuell die Schwerpunkte<br />

in Ihrem Unternehmen?<br />

Markus Boehm: Wir verstehen es als unsere<br />

Aufgabe, Menschen auf der ganzen<br />

Welt Zugang zu gesunden, nahrhaften<br />

Lebensmitteln und Getränken zu ermöglichen<br />

– auf sichere, nachhaltige und bezahlbare<br />

Weise. Und wir tun das in<br />

Zusammenarbeit mit unseren Kunden.<br />

Für uns ist es entscheidend, tiefe partnerschaftliche<br />

Beziehungen zu unseren Kunden<br />

zu unterhalten, um ihre Herausforderungen<br />

und Anforderungen wirklich<br />

verstehen und nachvollziehen zu<br />

können, was sie benötigen, um ausgezeichnete<br />

Produkte anzubieten und gleichermaßen<br />

eine hohe Performance und<br />

Wachstum zu schaffen.<br />

Welche besonderen Herausforderungen gab<br />

es im letzten Jahr?<br />

Markus Boehm: Wir arbeiten ganz intensiv<br />

daran, unseren Kunden zu helfen, weiterhin<br />

starke, widerstandsfähige und<br />

profitable Unternehmen zu führen. Wir<br />

übernehmen Verantwortung, indem wir<br />

unsere Kunden beispielsweise dabei unterstützen,<br />

die Nachhaltigkeitsanforderungen<br />

ihrer Märkte zu erfüllen. Daher<br />

haben wir uns auf den Weg gemacht, ein<br />

„Net Positive“-Unternehmen zu werden<br />

– wir wollen also mehr für Gesellschaft<br />

und Umwelt tun, als wir davon in Anspruch<br />

nehmen.<br />

Wie schätzen Sie die wirtschaftliche Lage ein?<br />

Markus Boehm: Wir sind überzeugt,<br />

dass die aktuellen Megatrends und die<br />

gesamtwirtschaftliche Lage auch in der<br />

Lebensmittel- und Getränkeindustrie ein<br />

radikales Umdenken erfordern. Herangehensweisen,<br />

die vor fünf Jahren ihre Gültigkeit<br />

und Berechtigung hatten, müssen<br />

überdacht, angepasst oder gänzlich neu<br />

aufgestellt werden.<br />

Das betrifft sowohl unser eigenes Unternehmen<br />

als auch unsere Kunden und die<br />

gesamte Branche.<br />

Welche Auswirkungen erwarten Sie für Ihr Unternehmen?<br />

Markus Boehm: Die neuen Fahrpläne<br />

sind bereits geschrieben und wichtige<br />

Schritte sind getan. Wir setzen alles<br />

daran, unseren Kunden neue, umfassende<br />

Lösungen zu bieten. Diese Lösungen<br />

werden unsere Kunden gut<br />

ausrüsten, um dem Anspruch der nächsten<br />

Verbrauchergeneration gerecht zu<br />

werden, um Smart Factories für Lebensmittel<br />

und Getränke zu errichten und um<br />

Lebensmittel- und Getränkepackungen<br />

zu entwickeln, die sich vernetzen lassen<br />

und beispielsweise digitales Marketing<br />

direkt auf der Verpackung ermöglichen.<br />

Worin sehen Sie die wichtigsten Aufgaben<br />

und Trends der Branche?<br />

Markus Boehm: Die Herausforderungen<br />

und Aufgaben der Branche werden im<br />

Wesentlichen durch globale Megatrends<br />

wie Bevölkerungswachstum, schnelle Urbanisierung,<br />

eine rasch wachsende Mittelschicht<br />

und die Auswirkungen des<br />

Klimawandels bestimmt. Ebenfalls von<br />

Bedeutung ist die neue Generation von<br />

Verbrauchern, die „on the go“ lebt, online<br />

einkauft und Wert auf nachhaltigen Konsum<br />

legt. Diese Megatrends gestalten die<br />

Zukunft der Lebensmittel- und Getränkeindustrie.<br />

pj<br />

16<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 04/05 | <strong>2017</strong> Pj


Anzeige<br />

Auf dem Weg in die digitale Zukunft.<br />

Nördlich von Freudenstadt liegt der Ort Baiersbronn, der besonders bei Feinschmeckern aufgrund seiner hohen Dichte an Michelin-Sternen<br />

bekannt ist. Unweit der Murg bendet sich die Firma colordruck Baiersbronn. Seit 1954 werden in dem von Wilhelm Mack gegründeten<br />

Unternehmen Faltschachteln für die Lebensmittel-, Süßwaren- und Non-Foodindustrie gedruckt. Neben der reinen Produktion gehören auch<br />

umfassende Verpackungsdienstleistungen mit angeschlossenen Logistikprozessen zum Portfolio. 2016 erfolgte mit der Investition in eine HP<br />

Indigo 30000 der Einstieg in den digitalen Verpackungsdruck.<br />

Viele Faltschachtelhersteller müssen<br />

sich heute sinkenden Auagen,<br />

kürzeren Produktlebenszyklen<br />

und immer kürzeren Lieferzeitvorgaben<br />

stellen. Auch der Trend zu<br />

Regionalisierung, Saisonalisierung<br />

und Massenindividualisierung erfordert<br />

ein Umdenken hinsichtlich<br />

bestehender Produktions- und<br />

Workowprozesse. Mit der Investition<br />

in die HP Indigo 30000<br />

Digital Press trägt Colordruck der<br />

Tatsache Rechnung, dass die immer<br />

kleineren Losgrößen nur im<br />

Digitaldruck wirtschaftlich und ef-<br />

zient realisiert werden können.<br />

„Die Herausforderung ist, dass man<br />

sich von der analogen Welt trennen<br />

muss und in die digitale Welt<br />

eintaucht“ sagt Frank Büsching,<br />

Geschäftsführer bei colordruck<br />

Baiersbronn.<br />

Eizient, individuell und<br />

hochwertig<br />

Mit der Einführung ihres Online-Portals<br />

Dynaments® gingen<br />

die Schwaben noch einen Schritt<br />

weiter: schon heute können Unternehmen<br />

aus einer Vielzahl<br />

von Verpackungsvorlagen wählen<br />

und diese dann in wenigen<br />

Mausklicks personalisieren oder<br />

individualisieren. Ein langjähriger<br />

Kundenwunsch gerade wenn es<br />

um Individualauagen, Markttests<br />

oder Versionierungen geht. Wenige<br />

Tage später wird ausgeliefert.<br />

„Für diese Anwendungen ist die<br />

HP Indigo 30000 genau das Richtige.<br />

Wir haben den Vorteil, das wir mit<br />

den 7 Farben 97% des Farbraums<br />

abdecken können. Unsere Kunden<br />

reagieren sehr positiv darauf. Sie<br />

sehen neue Möglichkeiten, die bis<br />

jetzt nicht am Markt erhältlich waren<br />

und sie sind absolut überzeugt<br />

von der guten Druckqualität“ bestätigt<br />

Büsching.<br />

Die HP Indigo 30000 Digital Press<br />

ist eine ist eine digitale B2 Bogenmaschine<br />

für Faltschachteln, die<br />

alle Typen von handelsüblichem<br />

Substraten inklusive metallisierter<br />

und synthetischer Kartonagen bis<br />

zu 600 Mikron unterstützt. Mit bis<br />

zu sieben Druckfarben und einem<br />

Inline-Primer System bietet sie die<br />

bewährte HP Indigo Qualität auf<br />

Osetniveau.<br />

Weitere Informationen unter<br />

colordruck-baiersbronn.de<br />

Weitere Infos zu HP unter<br />

hp.com/go/hpindigo30000<br />

Pj 04/05 | <strong>2017</strong> www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 17


Traditionsunternehmen<br />

70 Jahre ALPMA<br />

Wie ein bayerischer Maschinenbauer die<br />

Käseproduktion revolutioniert<br />

Als der gelernte Käsereimeister Gottfried Hain senior 1947 die ALPMA Alpenland Maschinenbau GmbH gründete, hätte er<br />

selbst wohl kaum zu träumen gewagt, welche rasante Entwicklung seine visionäre Idee einer Verpackungsmaschine nehmen<br />

würde. Heute, sieben Jahrzehnte später, ist ALPMA mit Sitz im bayerischen Rott am Inn die erste Adresse für die Lieferung<br />

von kompletten Systemlösungen für Käsereien und weltweit unangefochtener Marktführer für<br />

Prozess-, Käserei-, Schneide- und Verpackungstechnik.<br />

18<br />

Firmengründer Gottfried Hain senior.<br />

Ein Erfolgsrezept des Familienunternehmens:<br />

Die ALPMA bleibt ihrer Linie treu<br />

und setzt bis heute auf Tugenden, die<br />

schon ihren Gründer auszeichneten: die<br />

Freude an der Entwicklung neuer, ausgeklügelter<br />

Lösungen, die Prozesse verein-<br />

fachen und effizienter machen, sowie das<br />

Gespür für einen komplexen Weltmarkt.<br />

Erfinder- und Entwicklergeist<br />

Am Anfang steht eine einfache Vorrichtung,<br />

die ein konkretes Problem in Gottfried<br />

Hains Familienmolkerei Alpenhain<br />

lösen soll: Während des Zweiten Weltkriegs<br />

sind Personal und die für die Verpackung<br />

des Camemberts benötigten<br />

Materialien nur schwer zu bekommen. Darüber<br />

hinaus verkomplizieren störrische<br />

Folien den Verpackungsprozess deutlich.<br />

Gottfried Hain, der von klein auf ein Faible<br />

für Technologie hat, entwickelt kurzerhand<br />

den Prototyp einer einfachen Verpackungsmaschine,<br />

um dieses Problem zu<br />

lösen. „Mein Vater wollte eigentlich Ingenieur<br />

werden“, erinnert sich sein Sohn,<br />

Gottfried Hain junior „Auch wenn er sich<br />

am Ende für das väterliche Molkereiunternehmen<br />

entschied, beschäftigte er sich leidenschaftlich<br />

mit der Frage, wie Technik<br />

mühsame Handarbeit ersetzen und Prozesse<br />

in der Käserei vereinfachen kann.“<br />

Es ist die Geburtsstunde der heutigen<br />

ALPMA. Schnell spricht sich Gottfried<br />

Hains Erfinder- und Entwicklergeist<br />

herum. Andere Käsereien, die vor ähnlichen<br />

Herausforderungen stehen, fragen<br />

an. Und Gottfried Hain trifft eine folgenreiche<br />

Entscheidung: Künftig will er nicht<br />

nur mit seinem Käse, sondern auch mit<br />

Maschinen erfolgreich sein.<br />

Vom Käsereimeister zum Maschinenbauer:<br />

Am 6. November 1947 lässt er sein<br />

neues Unternehmen eintragen. Im Keller<br />

der Molkerei in Lehen treiben Gottfried<br />

Hain und eine Handvoll Mitstreiter die<br />

Entwicklung neuer Maschinen voran.<br />

Früher Aufbau des<br />

internationalen Geschäfts<br />

Tatsächlich entwickelt sich ALPMA schon<br />

in den ersten zehn Jahren rasant: Die<br />

Kombination aus fachlicher Expertise in<br />

der Käseherstellung einerseits und im<br />

Maschinenbau andererseits trifft den<br />

Nerv im Markt. ALPMA entwickelt Lösungen<br />

aus der Praxis für die Praxis in einer<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 04/05 | <strong>2017</strong> Pj


Traditionsunternehmen<br />

Branche, die bis dahin weitgehend auf<br />

mühsamer Handarbeit aufbaut. „Ein Nischenmarkt,<br />

sicher“, weiß Gisbert Strohn,<br />

Geschäftsführer von ALPMA. „Aber ein<br />

Markt, in dem es einen hohen Bedarf an<br />

Automatisierung und Verbesserung von<br />

Prozessen gibt – und das ist bis heute ungebrochen.“<br />

Bemerkenswert ist dabei,<br />

Gottfried Hain junior 1960.<br />

wie früh Hain und seine Mitarbeiter die<br />

Internationalisierung des Unternehmens<br />

vorantreiben: Schon 1950 liefert ALPMA<br />

die erste Maschine ins Käseland Frankreich.<br />

Ab Mitte der 1950er-Jahre werden<br />

dann systematisch Vertretungen in ganz<br />

Europa und später in Übersee eröffnet.<br />

Federführend treibt diese Internationalisierung<br />

der Sohn des Firmengründers,<br />

Gottfried Hain junior, voran, an den der<br />

Vater seine Begeisterung für Technik und<br />

Maschinenbau früh weitergegeben hat.<br />

„Dem konnte ich mich nicht entziehen“,<br />

erinnert sich Hain junior. „Als kleiner Bub<br />

habe ich die Anfänge von ALPMA ja aus<br />

direkter Nähe miterlebt, habe gesehen,<br />

wie in der Werkstatt an neuen Ideen und<br />

Maschinen getüftelt wurde. Das war faszinierend<br />

und natürlich ansteckend und<br />

hat mich darin bestärkt, diesen Weg<br />

selbst weiterzugehen.“ Hain studiert Maschinenbau<br />

und hospitiert 1959 in verschiedenen<br />

Käsereien – auch im Ausland,<br />

wo er schnell das große Potenzial erkennt,<br />

dass sich für ALPMA in den internationalen<br />

Märkten bietet.<br />

Vom Handwerksbetrieb zum<br />

industriellen Maschinenbauer<br />

„Dafür mussten wir allerdings die Grundstruktur<br />

des Unternehmens ändern und<br />

uns vom Handwerksbetrieb zum Industriebetrieb<br />

mausern“, erläutert Gottfried<br />

Hain. „In Rott am Inn fanden wir einen geeigneten<br />

neuen Standort für die ALPMA,<br />

die sich damit auch räumlich von Alpenhain<br />

trennte. In den neuen Hallen konnten<br />

wir uns ab 1963 ganz der Aufgabe<br />

widmen, ALPMA Schritt für Schritt als<br />

Technologieführer auf dem Weltmarkt zu<br />

etablieren.“<br />

Mit Erfolg: Auf die 1965 gegründete<br />

ALPMA France folgen Tochtergesellschaften<br />

in der Schweiz, Großbritannien, Russland,<br />

Spanien, den USA und der Türkei.<br />

Heute unterhält das Unternehmen sieben<br />

Niederlassungen und zahlreiche Vertretungen<br />

rund um den Globus und<br />

erwirtschaftet rund 70 Prozent seines<br />

Umsatzes außerhalb von Deutschland.<br />

Lösungen entlang der gesamten<br />

Wertschöpfungskette<br />

Im Zentrum der Forschungs- und Entwicklungsarbeit<br />

von ALPMA steht zu dieser<br />

Zeit im Gegensatz zur Gründungszeit<br />

Hier begann der Siegeszug um die Welt: in der provisorischen Werkstatt im Keller<br />

der Molkerei Alpenhain.<br />

aber längst nicht mehr nur die Mechanisierung<br />

des Verpackens, sondern der gesamte<br />

Prozess der Käseherstellung. Von<br />

der Anlieferung der Rohmilch über die<br />

Käsezubereitung und -formung bis hin<br />

zur Verpackung: ALPMA bietet Lösungen<br />

entlang der gesamten Wertschöpfungskette<br />

von Käsereien – und das für eine<br />

denkbar breite Palette unterschiedlicher<br />

Käsesorten: vom französischen Camembert<br />

über polnischen Twaróg bis hin zum<br />

indischen Paneer.<br />

„Was uns vom Wettbewerb unterscheidet,<br />

ist unser Komplettangebot“, erklärt<br />

Gisbert Strohn. „Wir setzen Maßstäbe in<br />

der Automatisierung aller Bereiche der<br />

Käseherstellung. Vor allem aber verstehen<br />

wir die Abhängigkeiten zwischen<br />

den einzelnen Produktionsschritten und<br />

können Synergien schaffen.<br />

So bringen die Bayern 1975 beispielsweise<br />

den ersten Koagulator auf den<br />

Markt – der Durchbruch für die kontinu-<br />

Der Prototyp der ersten Verpackungsmaschine<br />

wurde noch weitgehend aus Holz hergestellt<br />

(Anfang der 1940er-Jahre).<br />

70 Jahre ALPMA<br />

Im Herbst feiert die ALPMA ihr 70-<br />

jähriges Jubiläum. An einem Tag der<br />

offenen Tür im September haben die<br />

Mitarbeiter die Möglichkeit, ihr Arbeitsumfeld<br />

und ihre Leistungen<br />

nicht nur ihren Familien, sondern der<br />

ganzen Region zu präsentieren. Interessierte<br />

Besucher können einen<br />

Blick hinter die Kulissen werfen und<br />

die weltweit bekannte Kompetenz<br />

des Unternehmens kennenlernen.<br />

Zudem lädt ALPMA Kunden aus der<br />

ganzen Welt nach Rott ein, um das<br />

Jubiläum in festlichem Rahmen gemeinsam<br />

zu begehen.<br />

Pj 04/05 | <strong>2017</strong> www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 19


Traditionsunternehmen<br />

20<br />

ierliche Herstellung von Käsebruch, wie<br />

er heute in vielen Molkereien Standard<br />

ist.<br />

Die CUT-Schneidemaschinen für Schnittund<br />

Hartkäse sowie die SAN-Verpackungsmaschinen<br />

für Weichkäse sind<br />

weitere wichtige Meilensteine der Unternehmensgeschichte<br />

und machen<br />

ALPMA endgültig weltweit zur ersten<br />

Adresse für die Automatisierung von Käsereibetrieben.<br />

Schwerpunkt auf Forschung und<br />

Entwicklung<br />

Entwickelt und hergestellt werden die<br />

Anlagen bis heute am Hauptsitz in Rott<br />

am Inn. „Wir sind vom Standort Deutschland<br />

überzeugt und legen höchsten Wert<br />

darauf, dass unsere Maschinen allen Ansprüchen<br />

an modernste Standards Genüge<br />

tun“, so Gisbert Strohn. „Bei der<br />

Automation geht es heute nicht primär<br />

um die Reduktion der manuellen Arbeit<br />

oder des Personals, sondern um die Verbesserung<br />

der Ausbeute einerseits und<br />

der Produktionssicherheit andererseits –<br />

also um Hygiene und Produktqualität. Da<br />

unsere Anlagen sehr individuell auf die<br />

Kundenbedürfnisse zugeschnitten sind,<br />

können wir diesem Anspruch nur gerecht<br />

werden, wenn wir alles hier vor Ort<br />

produzieren.“<br />

In der Entwicklung setzt ALPMA dabei<br />

durchweg auf neueste Technologien. So<br />

arbeitet das Unternehmen früh am Einsatz<br />

von Robotern in der Käseherstellung.<br />

Heute verwendet ALPMA<br />

Universalroboter, die für spezifische Anforderungen<br />

konfiguriert werden. Software<br />

und Schnittstellen kommen von<br />

ALPMA selbst. „Wir haben uns von Anfang<br />

an der Herausforderung gestellt, das<br />

Traditionelle Faltverpackungsmaschine MultiSAN mit neuester Servotechnologie und einer Leistung von bis zu 100 Produkten / min, in Linie mit der<br />

Eindosemaschine MultiSE.<br />

Konzept der ‚Smart Factory‘ als Eigenleistung<br />

zu entwickeln. Uns ist es wichtig,<br />

das dafür nötige Know-how im Unternehmen<br />

aufzubauen und an neue Mitarbeiter<br />

weiterzuvermitteln.“ „Gerade im<br />

Bereich Fernwartung und Inspektion<br />

sehen wir viel Potenzial in der Vernetzung<br />

von Maschinen und arbeiten daran,<br />

diese noch zuverlässiger zu machen“, erläutert<br />

Gisbert Strohn. Die Vorteile von<br />

ALPMA gegenüber Wettbewerbern sind<br />

bei der ständigen Weiterentwicklung der<br />

Technologie dieselben geblieben: das<br />

tief gehende Verständnis für die Käseherstellung<br />

und die Möglichkeit, Maschinen<br />

und Anlagen exakt an die jeweiligen Anforderungen<br />

der Kunden anzupassen.<br />

Familienunternehmen in dritter<br />

Generation<br />

Auch in anderer Hinsicht, bleibt das Unternehmen<br />

seiner Linie treu: Schon Gottfried<br />

Hain senior setzte bei der Gründung<br />

von ALPMA seine Kinder als Gesellschafter<br />

ein. Diese Familienorientierung bei<br />

dem mittelständischen Unternehmen<br />

besteht bis heute: seit 2010 wird es von<br />

einer Doppelspitze aus Gisbert Strohn<br />

und Frank Eberle geleitet. Die Familie ist<br />

weiterhin im Firmenbeirat vertreten, der<br />

seit 2013 vom Enkel des Firmengründers,<br />

Dipl.-Ing. Martin Hain, geleitet wird.<br />

„Wir sehen uns als Familienunternehmen<br />

und wollen das auch bleiben“, betont<br />

Frank Eberle. „ALPMA ist zwar in den letzten<br />

Jahren enorm gewachsen, doch wir<br />

haben uns dabei die Bodenständigkeit<br />

bewahrt. Das Klima in Rott am Inn ist geprägt<br />

von persönlicher Nähe und davon,<br />

dass sich alle Mitarbeiter untereinander<br />

kennen und sich mit dem Unternehmen<br />

identifizieren. Genau diese Mentalität<br />

wollen wir beibehalten“. Wer heute durch<br />

die Montagehallen geht, der spürt bei-<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 04/05 | <strong>2017</strong> Pj


SO GESEHEN!<br />

Michael Koch,<br />

Geschäftsführender Gesellschafter<br />

der Michael Koch<br />

GmbH, Ubstadt-Weiher.<br />

Besserwisser<br />

Die Geschäftsführung der ALPMA heute: Die Doppelspitze besteht aus Gisbert Strohn (rechts) und Frank Eberle (links).<br />

des: den Tüftlergeist und die Begeisterung<br />

für den Maschinenbau, wie sie vom<br />

Gründer gelebt wurden, verbunden mit<br />

der Hochtechnologie des 21. Jahrhunderts.<br />

Mit einer einzigartigen Mischung<br />

Talentförderung<br />

ALPMA lebt als Unternehmen vom<br />

Know-how und dem Fachwissen seiner<br />

Mitarbeiter. Die eigene Ausbildung von<br />

Mitarbeitern und die damit verbundene<br />

Wissensweitergabe sind dabei entscheidend.<br />

So eröffnet Gottfried Hain junior<br />

zusammen mit einem befreundeten Ingenieur,<br />

der als Ausbildungsleiter fun-<br />

Ausbildung in den 1960er-Jahren: praktische Anleitung der<br />

Lehrlinge.<br />

aus der Liebe zum Detail, umfassendem<br />

Branchen-Know-how und ungewöhnlichen<br />

Ideen arbeiten rund 700 Mitarbeiter<br />

an der nächsten Entwicklung für die<br />

Molkereibranche.<br />

giert, 1960 eine erste Ausbildungswerkstatt<br />

für die Berufe Maschinenschlosser,<br />

Elektriker, Industriekaufmann und technischer<br />

Zeichner. Heute stellt ALPMA<br />

jedes Jahr 20 bis 25 neue Auszubildende<br />

ein, aktuell erlernen mehr als 60 junge<br />

Leute die handwerklichen Kniffe, die<br />

ALPMA auszeichnen.<br />

Ausbildung heute: Derzeit bildet ALPMA 60 junge Menschen<br />

in sieben verschiedenen Berufen aus.<br />

How a Bavarian Machine Builder revolutionizes Cheese Production<br />

As the master cheese-maker Gottfried Hain senior founded the ALPMA Alpenland Maschinenbau<br />

GmbH in 1947, he probably did not even dare to dream of the outstanding rapid development<br />

his visionary concept of a <strong>packaging</strong> machine was to go through.<br />

Today, seven decades later, the enterprise ALPMA with headquarter in the Bavarian town of<br />

Rott am Inn represents the top address in regard to the provision with complete system solutions<br />

for cheese dairies and the unchallenged global market leader in terms of process, dairy,<br />

slicing, and <strong>packaging</strong> technology.One of the formulas for success of the family enterprise:<br />

ALPMA strives to remain true to its course and, to this day, relies on virtues which also distinguished<br />

the founders. These are the enjoyment in developing new, sophisticated solutions, in<br />

simplifying and improving processes, plus an intuitive sense for a complex world market. pj<br />

Manager in politischen Ämtern, was kann man sich<br />

denn Besseres vorstellen? Die haben es drauf,<br />

wissen, wie man Informationen sammelt und sie rasch<br />

gezielt auswertet. Vor allem wissen sie, wie man Entscheidungen<br />

trifft. Klare Kriterien, positives Mindset,<br />

wirtschaftliche Erfolge als Ergebnis – was soll in der<br />

Politik denn so schwierig sein?<br />

Der Besserwisser denkt: Wahrscheinlich liegt es nur an<br />

den anderen Beteiligten, die nichts kapieren. Leute,<br />

die das wahre Leben nicht mehr kennen und, selbst<br />

öffentlich finanziert, nur noch blockieren. Man muss<br />

nur dies und jenes tun, die Bremsen lösen, und alles<br />

wird gut.<br />

So kommt er mit viel Schwung als Gewählter an und<br />

weiß sofort, wie alles zu funktionieren hat. Er ignoriert,<br />

dass viel mit viel zusammenhängt, Gesetze und Verordnungen<br />

im öffentlichen Bereich noch stärker bremsen<br />

als im privaten, Prozesse in der Verwaltung stets<br />

gewissenhaft vollzogen werden und Entscheidungen<br />

wegen der vielen Zusammenhänge selten so schnell<br />

zu treffen und umzusetzen sind, wie das in einem Unternehmen<br />

der Fall ist.<br />

Nervig sind Wünsche und Einlassungen der vielen Interessen,<br />

die es im politischen Diskurs abzuwägen gilt,<br />

zumal auch noch bei Themen, die persönlich als langweilig<br />

und ermüdend wahrgenommen werden. Verdammt,<br />

das muss doch effizienter gehen!<br />

Geschäftsleute haben es nicht leicht in der Politik. Demokratie<br />

funktioniert doch erschreckend anders als<br />

der in Unternehmen gepflegte Feudalismus.<br />

Zum Glück ist eben das der Unterschied. Ohne Grundverständnis<br />

in Demokratie sowie über Aufgaben und<br />

Ziele eines Gemeinwesens bleiben die Profis der Wirtschaft<br />

politische Amateure. Egal auf welcher Ebene: im<br />

Stadtrat, in den Parlamenten, bis hin zum POTUS.<br />

Ohne die vielen Besserwisser, teils ohne Erfahrung<br />

und dennoch beratungsresistent, wäre mir wohler in<br />

dieser Welt.<br />

Ihr<br />

Michael Koch<br />

Pj 04/05 | <strong>2017</strong> www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 21


Pharma, Kosmetik, Chemie<br />

Mikrostrukturierte Kunststoffkomponenten im Griff<br />

Anspruchsvolle Produkte wirtschaftlich<br />

verpackt<br />

Die STRATEC Consumables GmbH ist ein führender Anbieter von mikrostrukturierten Verbrauchsmaterialien<br />

für medizinische und diagnostische Anwendungen wie Blut- und Zellanalysen. Für das Verpacken diffiziler<br />

Mikrofluidik-Produkte hat das Unternehmen gerade eine Kammermaschine vom Typ C 300 TC von Multivac<br />

erfolgreich in Betrieb genommen.<br />

Die Produkte werden in kleinen<br />

bis mittleren Chargen unter<br />

Vakuum in Aluverbundbeutel<br />

verpackt.<br />

(Bilder: STRATEC Consumables)<br />

Die STRATEC Consumables GmbH gehört<br />

seit 1. Juli 2016 zur STRATEC Biomedical<br />

AG. Der neue Geschäftsbereich produziert<br />

als OEM namhafter Firmen aus den<br />

Bereichen Biowissenschaften und Invitro-Diagnostik<br />

mikrostrukturierte<br />

Kunststoffkomponenten für medizinische<br />

und diagnostische Anwen- dungen,<br />

die beispielsweise eine schnellere und<br />

präzisere Identifizierung von Bakterien<br />

und damit eine bessere Diagnose für die<br />

Behandlung von Patienten ermöglichen.<br />

Leistungsfähige und zugleich bezahlbare<br />

Mikrofluidik-Produkte: …<br />

Das Leistungsspektrum von STRATEC<br />

Consumables deckt die gesamte Wertschöpfungskette<br />

von Design, Werkzeugerstellung<br />

und Prototyping über<br />

Spritzgießen in optischer Präzision, biologische<br />

Funktionalisierung und automatisierte<br />

Reagenzienbefüllung bis hin zur<br />

Massenproduktion inklusive skalierbarer<br />

Fertigungs- und Logistikprozesse ab. Die<br />

Produktion erfolgt am ISO-13485-zertifizierten<br />

Standort in Anif, Salzburg.<br />

Das Unternehmen ist Weltmarktführer<br />

für mikrostrukturierte Polymerchips. In<br />

die Fertigung fließen dabei 30 Jahre Erfahrung<br />

aus der Produktion optischer<br />

Speichermedien ein, um sogenannte<br />

Smart Consumables herstellen zu können.<br />

Die Polymerdiscs verfügen über<br />

kleinste Vertiefungen, in die Flüssigkeiten<br />

eingefüllt werden. Diese werden in<br />

entsprechenden Geräten, wie sie der<br />

Mutterkonzern STRATEC herstellt, analysiert.<br />

„Eine einzige Disc ersetzt eine halbe<br />

Million Reagenzgläser“, erklärt Dario Borovic,<br />

Projektleiter bei STRATEC Consumables.<br />

Somit können beispielsweise<br />

mehrere medizinische Tests mit winzigen<br />

Patientenproben in kürzester Zeit analysiert<br />

werden – für die Diagnostik, vor<br />

allem aber für den Patienten ein wichtiger<br />

Aspekt.<br />

Aus Sony DADC BioSciences wurde<br />

STRATEC Consumables<br />

Mit der vollständigen Akquisition der<br />

Sony DADC BioSciences GmbH erweiterte<br />

der in Birkenfeld im Enzkreis ansässige<br />

Konzern seine Wertschöpfungstiefe<br />

maßgeblich. Zum Portfolio<br />

zählen ganzheitliche Lösungen für diagnostische<br />

und medizinische Anwendungen,<br />

die in enger Zusam -<br />

menarbeit und im Auftrag der Partner<br />

entstehen, integrierte und vollautomatische<br />

Analysesysteme, aber<br />

auch Systemsoftwarelösungen und<br />

Middleware zur Anbindung der Systeme<br />

an die Laborsoftware sowie intelligente<br />

Verbrauchsmaterialien.<br />

… eine echte Herausforderung<br />

„Eine der größten Herausforderungen in<br />

der Entwicklung neuer Diagnoseprodukte<br />

ist die bestmögliche Balance zwischen<br />

der Leistungsfähigkeit eines<br />

solchen Produktes und den Kosten“, erläutert<br />

Dario Borovic. Zu Beginn des<br />

neuen Projektes, bei dem die Kammermaschine<br />

von Multivac eine wichtige<br />

Rolle spielt, „waren wir wirklich ratlos. Die<br />

entscheidende Frage lautete: Wie schaffen<br />

wir es, den Druck in einem Mikrofluidik-Produkt<br />

auf 300 Pascal abzusenken<br />

und über mindestens zwei Jahre zu halten,<br />

ohne dabei die Produktpreise ins Unermessliche<br />

zu treiben?“<br />

Die Lösung war langwierig und sehr<br />

komplex. STRATEC Consumables verfügt<br />

über herausragende Fähigkeiten und Anwendungen,<br />

unter anderem in der Nanound<br />

Mikrostrukturierung, in verschiedenen<br />

Beschichtungstechnologien, in polymerwissenschaftlichen<br />

Anwendungen<br />

und in der automatisierten Fertigung. Es<br />

bestehen zahlreiche, auch internationale<br />

Partnerschaften mit Universitäten<br />

und Forschungseinrichtungen. „Mit Multivac<br />

hatten wir zudem einen kompeten-<br />

22<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 04/05 | <strong>2017</strong> Pj


Pharma, Kosmetik, Chemie<br />

ten Lösungsanbieter mit umfassendem<br />

Service für den höchst anspruchsvollen<br />

Verpackungsprozess zur Hand“, ergänzt<br />

der Experte.<br />

Die Aufgabenstellung: …<br />

Die meisten Mikrofluidik-Produkte benötigen<br />

eine oder mehrere Pumpen, um<br />

die Proben und Reagenzien zu prozessieren.<br />

Diese mechanischen Komponenten<br />

erhöhen die Produktionskosten der<br />

Geräte und erfordern regelmäßige Wartungsintervalle<br />

sowie Kalibrierung. Eine<br />

mögliche Ursache für die Probenkontamination<br />

ist dabei immer die pneumatische<br />

Schnittstelle. Ein Produkt, das ohne<br />

diese Komponenten auskommt, ist folglich<br />

also wesentlich robuster, sicherer<br />

und auch kostengünstiger. Dario Borovic:<br />

„An diesem Punkt stellt sich dann<br />

aber die Frage: Wie bekommt man die<br />

Proben und Reagenzien ohne Pumpen<br />

in die Kammer? Des Rätsels Lösung ist:<br />

Man bildet in der Kammer einen Unterdruck.“<br />

… ganz konkret<br />

Schafft man es also, während der Produktion<br />

in der Kammer einen Unterdruck<br />

zu erzeugen und diesen bis zur<br />

Endanwendung zu erhalten, gelingt es,<br />

die Flüssigkeiten tatsächlich auch ohne<br />

Pumpen- leistung in die Kammer zu<br />

transportieren. Was so einfach klingt, ist<br />

tatsächlich jedoch eine immense Heraus-<br />

forderung und bedurfte intensiver<br />

Forschungsarbeit. „Erst nach einigen Jahren<br />

harter Entwicklungsarbeit gelang es<br />

einer interna- tionalen Expertengruppe,<br />

diese Idee in die Realität umzusetzen<br />

und auch bis zur Marktreife zu bringen.<br />

Wesentliche Faktoren für die erfolgreiche<br />

Herstellung solcher Produkte sind<br />

Mit der Kammerbandmaschine C 300 TC wird ein<br />

Endvakuum von 3 mbar erreicht.(Bild: Multivac)<br />

spezielle Fügeprozesse für die Kunststoffkomponenten<br />

sowie hochwertigste<br />

Verpackungslösungen, die den extrem<br />

anspruchsvollen Anforderungen in Bezug<br />

auf präzise Prozessregelung und<br />

Prozessstabilität, die Aufzeichnung der<br />

Prozesswerte und die Archivierung relevanter<br />

Daten gewachsen sind. Reinraumtauglichkeit,<br />

leichte Reinigung und<br />

ein geringer Wartungsaufwand spielen<br />

eine nicht unerhebliche Rolle.<br />

Die Lösung: …<br />

Nach eingehenden Recherchen hat man<br />

sich bei STRATEC Consumables für die<br />

leistungsfähige Kammermaschine C 300<br />

TC von Multivac entschieden, die sich<br />

flexibel für die Verarbeitung unterschiedlicher<br />

Beutelmaterialien einsetzen<br />

lässt. Das Modell ist auf das Verpacken<br />

von medizinischen Sterilgütern in kleinen<br />

bis mittleren Chargen ausgelegt<br />

und mit einer permanent beheizten Siegelschiene<br />

ausgestattet. Der Namenszusatz<br />

„TC“ steht dabei für „thermo<br />

controlled“. Die temperaturgeregelte<br />

Siegelschiene ist bei dieser Maschine der<br />

Garant für einen sicheren Verpackungsprozess<br />

sowie für eine reproduzierbare<br />

Siegelqualität. Die erforderliche Siegeltemperatur<br />

kann in der Maschinensteuerung<br />

definiert werden. Die Mes<br />

sung und Regelung der Temperatur erfolgen<br />

durch zwei Sensoren in der Siegelschiene,<br />

die sie innerhalb einer<br />

definierten Toleranz halten. Dadurch<br />

wird der Siegelprozess überwacht, geregelt<br />

und sowohl validierbar als auch kalibrierbar.<br />

Bei der C 300 TC kommt eine<br />

IPC-Steuerung in Kombination mit der<br />

Benutzeroberfläche HMI 2.0 zum Einsatz,<br />

die über einen Touchscreen intuitiv zu<br />

bedienen ist. Der integrierte Rezeptspeicher<br />

sowie ein optional verfügbares<br />

RFID-System zur automatischen Erkennung<br />

der Beutelhalterung erhöhen die<br />

Prozesssicherheit zusätzlich. Daneben<br />

war es STRATEC Consumables auch<br />

wichtig, dass die Prozesswerte aufgezeichnet<br />

und die Daten archiviert werden.<br />

Auch dies leistet die Maschine.<br />

… eine besondere<br />

Verpackungsmaschine<br />

Die C 300 TC erfüllt darüber hinaus alle relevanten<br />

GMP-, GAMP5- sowie ISO-Richtlinien.<br />

Dank ihres geschlossenen Edelstahlgehäuses<br />

mit glatten Oberflächen ist<br />

sie leicht zu reinigen und eignet sich für<br />

den Einsatz in Reinraumklasse ISO 6.<br />

In Anif ist man mit der Maschinenlösung sehr zufrieden.<br />

Verpackt werden die Produkte bei STRA-<br />

TEC Consumables in Aluverbundbeutel<br />

unter Vakuum mit einem Endvakuum<br />

von 3 mbar. Als Verpackungsmaterialien<br />

kommen OPA/PE/Alu-Verbunde in unterschiedlichen<br />

Stärken zur Anwendung.<br />

Die C 300 TC befindet sich derzeit zwar<br />

noch in der Validierungsphase, doch in<br />

Anif ist man mit der Wahl schon jetzt sehr<br />

zufrieden. Die Maschine entspricht den<br />

hohen Erwartungen und bewältigt die<br />

Verpackungsaufgaben zuverlässig. Die<br />

Bedienung ist einfach, die Packungsund<br />

vor allem die Siegelqualität sind<br />

sehr gut. „Auch der kundenorientierte<br />

Service hat uns absolut überzeugt“,<br />

merkt Dario Borovic abschließend an.<br />

Cost-effective Packaging of microstructured<br />

Plastic Components<br />

The enterprise STRATEC Consumables<br />

GmbH is a leading provider of microstructured<br />

consumables for medical and<br />

diagnostic applications, such as bloodand<br />

cell analyses.<br />

STRATEC has just successfully put a Multivac<br />

chamber machine type C 300 TC into<br />

operation.<br />

This model is designed for the <strong>packaging</strong><br />

of medical sterile materials for small to<br />

medium-sized batches and equipped<br />

with a permanently heated sealing bar. It<br />

can be flexibly deployed for the<br />

processing of various different pouch materials.<br />

At STRATEC Consumables, the products<br />

are packed in aluminium composite<br />

pouches under vacuum with an ultimate<br />

vacuum of 3 mbar.<br />

pj<br />

Pj 04/05 | <strong>2017</strong> www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 23


Pharma, Kosmetik, Chemie<br />

Mit Datenbank- und Kontrollsystemen<br />

Flache Siegelrandbeutel sicher verpackt<br />

Stents und Ballons werden bei der invasiven Therapie von Herzerkrankungen eingesetzt und aufgrund<br />

ihrer großen Produktvielfalt in kleinen Chargen hergestellt. Die Christ Packing Systems GmbH & Co.<br />

KG, Ottobeuren, hat sich der komplexen Aufgabe eines automatisierten Verpackungsprozesses gestellt<br />

und kürzlich eine Linie zum Verpacken dieser hochsensiblen Produkte in Siegelrandbeutel<br />

ausgeliefert.<br />

Bei Herzoperationen kann der Einsatz<br />

von Stents und Ballons Menschenleben<br />

retten. Eine Vielzahl von individuellen<br />

Produkten hilft Ärzten dabei, ein optimales<br />

Ergebnis zu erzielen. Die Produkte<br />

werden als Einzelstücke oder in Chargen<br />

von wenigen Hundert Stück hergestellt<br />

und steril in Siegelrandbeutel verpackt.<br />

Diese werden in flachen Faltschachteln<br />

mit verschiedenen Packungsbeilagen an<br />

Krankenhäuser geliefert.<br />

Die von Christ gelieferte Line steht in<br />

einem Umfeld mit strengen GMP-Anforderungen<br />

und muss zwingend sicherstellen,<br />

dass Produkt, Packmittel und<br />

Produktbeilagen richtig zusammengestellt<br />

werden. Die Packmittel sind weitgehend<br />

neutral und erhalten ihre Chargenund<br />

Produktkennzeichnung erst im Prozessverlauf.<br />

Die Linie kann mehrere Chargen<br />

puffern und die Chargeninformationen<br />

aus den zugeführten Siegelrandbeuteln<br />

entnehmen.<br />

Steigerung der<br />

Produktionssicherheit<br />

Das Highlight der neuen Linie ist die Anbindung<br />

an das kundenspezifische MES-<br />

und ERP-System, mit dem Christ Packing<br />

Systems einen großen Schritt in Richtung<br />

„Industrie 4.0“ gegangen ist. Über einen<br />

Leitrechner, der sowohl mit den einzelnen<br />

Maschinen als auch mit dem Datenbanksystem<br />

kommuniziert, können die<br />

Produktionsaufträge gestartet und der<br />

Produktionsprozess überwacht werden.<br />

Die Anlage teilt dem Bediener unter anderem<br />

mit, welche Verbrauchsmaterialien<br />

zu bestücken sind, initialisiert<br />

automatisch Systeme wie Kameras, Waagen<br />

oder Drucker und überprüft kritische<br />

mechanische Einstellwerte an der Anlage.<br />

Neben der Entlastung des Bedieners<br />

liegt der Vorteil dieses Systems in<br />

einer deutlichen Steigerung der Produktionssicherheit.<br />

Falsche Komponenten werden automatisch<br />

erkannt und notwendige Änderungen<br />

entsprechend veranlasst. Produktionsrelevante<br />

Daten wie beispielsweise<br />

verbrauchtes Material, werden an<br />

das System zurückgemeldet und stehen<br />

für Statistiken und zukünftige Planungen<br />

zur Verfügung.<br />

„Mit der gelieferten Verpackungslinie für Siegelrandbeutel<br />

hat Christ Packing Systems eine<br />

genau auf den Kunden zugeschnittene Lösung<br />

geschaffen. Die tiefe Integration in MES<br />

und ERP ermöglicht es, permanent den Überblick<br />

über OEE und den Fluss von Produkten<br />

und Verbrauchsmaterialien zu behalten. Als<br />

Alleinstellungsmerkmal ist der große Formatbereich<br />

des 15”-Kartonierers hervorzuheben,<br />

auf dem sehr flache Faltschachteln, vergleichbar<br />

mit den Abmessungen eines Collegeblocks,<br />

verarbeitet werden“, fasst Michael<br />

Meyer, Produktmanager Pharma und Medical<br />

Devices bei Christ Packing Systems, das Projekt<br />

zusammen.<br />

Die Verpackungslinie arbeitet mit einer Leistung von bis zu<br />

25 Faltschachteln pro Minute.<br />

24<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 04/05 | <strong>2017</strong> Pj


Pharma, Kosmetik, Chemie<br />

Christ Packing Systems ist ein renommierter<br />

deutscher Hersteller von Verpackungsmaschinen<br />

für die Sekundär-<br />

und Endverpackung. Der Spezialist<br />

für kundenspezifische Sonderlösungen<br />

blickt auf mehr als 65 Jahre<br />

Erfahrung bei der Entwicklung und<br />

der Produktion komplexer Verpackungsanlagen<br />

zurück.<br />

Schonende Verarbeitung<br />

hochsensibler Produkte<br />

Den Anfang der Linie bildet ein Chargenpuffer,<br />

in den vom Bediener manuell Vorratsbehälter<br />

eingegeben werden können.<br />

Diese Boxen werden an Handarbeitsplätzen<br />

mit bereits etikettierten Siegelrandbeuteln<br />

befüllt und dienen dem<br />

produktschonenden Weitertransport. Um<br />

Verwechslungen der Produkte auszuschließen,<br />

sind die Boxen farblich und mit<br />

einem Barcode gekennzeichnet.<br />

Aus diesem Speicher werden die Beutel<br />

entnommen und in die Becherkette des<br />

15”-Kartonierers der Produktgruppe „Box-<br />

Teq 1500“ übergeben, der mit seinem flexiblen<br />

Formatbereich eine prozesssichere<br />

Verarbeitung der breiten, aber dennoch<br />

sehr flachen Produkte ermöglicht. Darü-<br />

ber hinaus können bis zu drei verschiedene<br />

Beipackzettel auf den Siegelrandbeutel<br />

gespendet werden, bevor dieser in<br />

die Faltschachtel eingeschoben wird.<br />

Kontrollsysteme überwachen<br />

den Prozess<br />

Ein Kamerasystem überprüft die Codierung<br />

des Beutels, der Faltschachtel und<br />

der Beipackmaterialien und initiiert<br />

einen Auswurf, falls Unstimmigkeiten<br />

hinsichtlich der Codierung vorliegen. Um<br />

Ressourcen zu sparen, werden weder<br />

weitere Beipackzettel noch ein Produkt<br />

zugeführt, sobald ein Fehler vom Kamerasystem<br />

erkannt wurde.<br />

Nach erfolgreicher Gewichtskontrolle<br />

wird die Faltschachtel an die speziell für<br />

den Kunden entwickelte Etikettieranlage<br />

„LabelTeq“ übergeben. In diesem Modul<br />

werden sowohl ein Tamper-Evident-<br />

Label als auch ein Etikett in U-Form<br />

appliziert.<br />

Anschließend folgt eine Etikettenkontrolle<br />

mit der Möglichkeit zur Ausschleusung<br />

fehlerhafter Produkte. Der<br />

vollautomatische Casepacker „CaseTeq<br />

145“ bildet das letzte Glied in der Verpackungslinie.<br />

In dieser Maschine werden die Faltschachteln<br />

in Umkartons verpackt. Auch<br />

diese Verpackungseinheit wird etikettiert<br />

und kontrolliert und anschließend vom<br />

Bediener zur manuellen Palettierung abgenommen.<br />

Für Qualitätskontrollen oder die manuelle<br />

Umkartonverpackung kleinerer<br />

Chargen besteht zudem die Möglichkeit,<br />

Produkte vor dem Casepacker in einer separaten<br />

Station auszugeben.<br />

Übergabesituation aus dem Chargenpuffer.<br />

Der Kartonierer Christ BoxTeq 1500.<br />

Safe Packaging of Sealed-Rim<br />

Pouches<br />

Stents and balloons are deployed at the<br />

invasive therapy of heart diseases and,<br />

due to the great respective product diversity,<br />

are produced in small batches. The<br />

enterprise Christ Packaging has taken on<br />

the complex challenge to create an automated<br />

<strong>packaging</strong> process, and has only<br />

recently delivered a line for the <strong>packaging</strong><br />

of these highly sensitive products into<br />

sealed-rim pouches. The solution was custom-tailored<br />

to the specific requirements<br />

of the customer. The in-depth integration<br />

into MES and ERP enables the user to permanently<br />

maintain an overview over OEE,<br />

the product flow, as well as the consumables.<br />

pj<br />

Pj 04/05 | <strong>2017</strong> www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 25


Pharma, Kosmetik, Chemie<br />

Anspruchsvolles Verpacken und Abfüllen<br />

Damit nichts klumpt<br />

Bestimmte Prozesse in der Herstellung und Verarbeitung von Arzneimitteln bedürfen einer sehr geringen<br />

Luftfeuchte. Um den Restfeuchtegehalt der Luft auf ein Minimum zu reduzieren, sind z. B. sogenannte sorptive<br />

Prozesse notwendig. Anlagen zur Prozesslufttrocknung auf Basis der Sorptionstechnologie gehören<br />

inzwischen auch zum Leistungsspektrum der ULT AG, Löbau.<br />

Innerhalb der Abfüll- oder Verpackungsanlagen<br />

und während des Abfüllprozesses<br />

sind folgende prozesstechnische<br />

Parameter für eine hohe Produktivität<br />

von großer Bedeutung: eine partikelfreie<br />

Zone innerhalb der Maschine, konstante<br />

Umgebungstemperaturen, „konditionierte<br />

Luft“, eine definierte Luftfeuchtigkeit<br />

innerhalb der Maschine sowie eine<br />

konstante, laminar geführte Prozessluft<br />

während des Abfüllprozesses. Beim Abfüllen<br />

von festen oder auch flüssigen<br />

Wirkstoffen bzw. beidem in Kombination<br />

bis zum Verschließen der Ampullen oder<br />

Injektionsflaschen wird neben der geringen<br />

Luftfeuchte besonderes Augenmerk<br />

auf eine sterile Umgebung gerichtet.<br />

Lufttrocknung und<br />

-konditionierung<br />

Die angestrebte Trockenheit der notwendigen<br />

Prozessluft, welche meist aus energetischen<br />

und hygienischen Gründen in<br />

einer Art „Umluftbetrieb“ gefahren wird,<br />

hängt sehr stark vom jeweiligen Gesamtprozessverfahren<br />

und den eigentlichen<br />

abzufüllenden pharmazeutischen Produkten<br />

und Wirkstoffen ab. Bei stark hygroskopischen<br />

Wirkstoffen sollte die<br />

Umgebungsluft in der geschlossenen<br />

Maschine beim Abfüllprozess (Prozessumluft)<br />

nach Möglichkeit nahezu keine<br />

Modulares und kompaktes Filtern, Entfeuchten<br />

und Konditionieren bei Abfüll- und Verpackungsprozessen<br />

in der pharmazeutischen Industrie.<br />

„Wir bieten seit 2015 generell Lösungen für<br />

die Prozesslufttrocknung an und gehört damit<br />

auf dem Markt der Sorptionstrocknungstechnik<br />

zu den Neulingen. Wir wachsen in<br />

diesem Segment ganz bewusst sehr langsam.<br />

Unser Ziel ist es allerdings, in den kommenden<br />

fünf Jahren weltweit zu den Top 10 und<br />

in zehn Jahren zu den Top 3 der Anbieter zu<br />

gehören. Inzwischen wurden bereits einige<br />

Projekte erfolgreich realisiert, u. a. mit Firmen<br />

wie Bosch, Nestlé sowie Proctor & Gamble“,<br />

erläutert Frank Schimmelmann, Division-Manager<br />

Prozesslufttrocknung bei der ULT AG in<br />

Löbau.<br />

Anlage zum Abfüllen von Pharma- und Biopharmaprodukten.<br />

Wasserstoffmoleküle enthalten, damit<br />

das pharmazeutische bzw. biopharmazeutische<br />

Produkt beim Abfüllprozess innerhalb<br />

der Abfüllmaschine keine<br />

Feuchtigkeit aus der unmittelbaren Umgebung<br />

an sich binden kann.<br />

Besonders kritisch sind pulverförmige<br />

Wirkstoffe, vor allem wenn sie gut oder<br />

sogar sehr gut wasserlöslich sind. Diese<br />

Wirkstoffe verbleiben nach dem Abfüllund<br />

Verschließprozess erst einmal „trocken“<br />

im Behältnis und werden auf bestimmte<br />

Zeit bis zum Verbrauch<br />

eingelagert. Die mit dem pulvrigen Wirkstoff<br />

gefüllten Injektions- oder Infusionsflaschen<br />

werden erst kurz vor der<br />

Injektion bzw. Infusion mit einer wässrigen<br />

Lösung aufgefüllt. Bis dahin dürfen<br />

sie keinerlei Feuchtigkeit aufnehmen, um<br />

ihre Wirkung zu gewährleisten.<br />

26<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 04/05 | <strong>2017</strong> Pj


Pharma, Kosmetik, Chemie<br />

Die ULT AG ist ein weltweit agierender<br />

Anbieter von Absauganlagen<br />

und Filtertechnik zur Beseitigung<br />

luftgetragener Schadstoffe. Seit Kurzem<br />

gehören Anlagen zur Prozesslufttrocknung<br />

auf Basis der<br />

Sorptionstechnologie zum Leistungsspektrum<br />

des Unternehmens.<br />

Lösungen für die Ionisierung und<br />

Reinigung von Oberflächen runden<br />

das Portfolio ab.<br />

Sorptive und exotherme Prozesse<br />

Um eine möglichst trockene Prozessluft<br />

zu erzeugen, reichen konventionelle Methoden<br />

zur Trocknung der Luft wie die<br />

einfache Kondensation des Wasserdampfs<br />

an Kühlregistern bzw. Wärmetauschern<br />

in den meisten Fällen nicht mehr<br />

aus. Um den Restfeuchtegehalt der Luft<br />

auf ein Minimum zu reduzieren, sind sogenannte<br />

sorptive Prozesse (Adsorptionsprozesse<br />

und Desorptionsprozesse)<br />

notwendig.<br />

Wenn bei Produktionsverfahren, Verpackungs-<br />

und Lagerungsprozessen pharmazeutischer<br />

Erzeugnisse relative<br />

Feuchten (r. F.) von weniger als 40 Prozent<br />

bei Umgebungstemperatur gefordert<br />

werden, wird es in verfahrens-<br />

technischer und thermodynamischer<br />

Hinsicht interessant und spannend. In<br />

diesen Bereichen der Prozesslufttrocknung<br />

besteht derzeit eine relativ übersichtliche<br />

Auswahl an Anlagenprozesstechnik,<br />

die sehr niedrige Restfeuchtegehalte<br />

in der Prozessluft während des Umluftbetriebs<br />

erzeugen und stetig<br />

gewährleisten kann.<br />

Als besonders wirkungsvoll hat sich hier<br />

die Verwendung von Rotationsadsorptionsentfeuchtern<br />

erwiesen. Dabei wird<br />

der feuchte Luftstrom durch einen Teilbereich<br />

eines langsam rotierenden, wabenförmigen<br />

und mit Adsorptionsmittel<br />

beschichteten Sorptionsrads geleitet<br />

und darin getrocknet.<br />

Durch Erweiterung der Anlagenmodultechnik,<br />

beispielsweise mit Vor- und<br />

Nachkühlermodulen, können Taupunkte<br />

(Tp) bis zu –65 °C und somit eine relative<br />

Prozessluftfeuchten von bis zu 0,05 Prozent<br />

(r.F.) bei Umgebungstemperaturen<br />

im Umluftbetriebs erreicht werden. Meist<br />

werden diese niedrigen Taupunktanforderungen<br />

bei sensiblen Produkten zur<br />

Trocknung hygroskopischer Pharmawirkstoffe<br />

oder anderer pulverförmiger Produkte<br />

in der Industrie benötigt, um eine<br />

gleichbleibende, hochwertige und sichere<br />

Produktqualität beim Abfüllprozess<br />

sicherzustellen.<br />

Adsorption von Wasserdampf<br />

Als technische Adsorptionsmittel dienen<br />

hochaktive hygroskopische, d. h. physikalisch<br />

Wasser-bindende Stoffe wie z. B.<br />

Kieselgel (Silikagel, SiO2), Zeolithe sowie<br />

Molekularsiebe. Diese genannten Adsorptionsmittel<br />

verfügen durch ihren<br />

molekularen Strukturaufbau über eine<br />

extrem große Oberfläche, an der sich<br />

Wassermoleküle anlagern können. Ein<br />

Gramm Kieselgel kann beispielsweise<br />

eine innere und äußere aktive Oberflächenstruktur<br />

von bis zu etwa 800 m² erreichen.<br />

Es gibt aber auch noch andere weniger<br />

gängige Trocknungsmittel wie Calciumsulfat,<br />

Kaliumcarbonat und Aluminiumoxid,<br />

die je nach Gegebenheit und den<br />

Eigenschaften des zu trocknenden Gases<br />

ihre Anwendung in anderen Bereichen<br />

finden. Diese können allerdings relativ<br />

schwer wieder regeneriert werden und<br />

sind somit weniger geeignet.<br />

Da Silikagel in Bezug auf die Entzugsleistung<br />

der Wassermoleküle aus der Pro-<br />

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INNOVATION<br />

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Pharma, Kosmetik, Chemie<br />

Modulkonzept ULT Dry-Tec® (mittig) mit Vorkühler ULT Cool-Tec® V (links) und Nachkühlermodul ULT Cool-Tec® N (rechts).<br />

zessluft und auf die Regenerierbarkeit<br />

mit Wärme (Desorption) durchaus gute<br />

physikalische und chemisch reversible Eigenschaften<br />

besitzt, gilt diese Variante<br />

als effektiv und zielführend und wird bereits<br />

in verschiedensten Industriesegmenten<br />

erfolgreich eingesetzt.<br />

Trocknen und Filtern der<br />

Prozessluft<br />

Eine seit Kurzem verfügbare Lösung für<br />

extrem trockene Prozessluft stellt das<br />

System ULT Dry-Tec® der ULT AG dar. Das<br />

modulare Systemkonzept ermöglicht das<br />

Erreichen von Taupunkttemperaturen<br />

von bis zu –65 °C bei Umluftbetrieb.<br />

Zur ULT-Dry-Tec®-Produktmodulserie gehören<br />

das Sorptionsmodul ULT Dry-Tec®,<br />

welches für Adsorption und Desorption<br />

innerhalb des Systems eingesetzt wird,<br />

sowie das Vorkühlermodul ULT Cool-Tec®<br />

V und das Nachkühlermodul ULT Cool-<br />

Tec® N. Die Vor- und<br />

Nachkühlermodule<br />

können optional mit<br />

unterschiedlichen<br />

Filterelementen entspre-<br />

chender Filterklassen<br />

(G, M, F oder<br />

H entsprechend DIN<br />

EN 779:2012 und DIN<br />

EN 1822:2011) ausgerüstet<br />

werden.<br />

Damit erreicht der<br />

komplette Trocknungsprozess<br />

die geforderte<br />

niedrige<br />

relative Feuchte und<br />

auch der Prozessluftstrom<br />

am Ein- oder Austritt der Modulanlage<br />

bleibt somit partikelfrei.<br />

Mittels eines optimierten Luftführungskonzepts<br />

durch das Innere der Trocknungsmodule<br />

ist ein effizienter Betrieb<br />

mit äußerst geringen internen Druckverlusten<br />

möglich. Weitere Bestandteile des<br />

modularen Entfeuchtungskonzepts sind<br />

regelbare EC-Ventilatoren für den Prozessluftvolumenstrom<br />

und den Regenerationsluftvolumenstrom.<br />

Zur Verfügung<br />

steht außerdem ein integriertes, energieeffizientes<br />

Wärmerückgewinnungssystem<br />

für einen energetisch optimierten<br />

Desorptionsprozessablauf. Das interne<br />

System kann bis zu 40 Prozent seiner<br />

Wärme effektiv zur Vorerwärmung des<br />

Desorptionskreislaufs nutzen.<br />

Die von ULT eingesetzten Sorptionsrotoren<br />

verlieren kein Trockenmittel. Somit<br />

entsteht kein Abrieb am Adsorptionsmittel.<br />

Außerdem sind die integrierten Roto-<br />

Ampullen und Injektionsflaschen mit pulverförmigen Wirkstoffen.<br />

ren nicht entflammbar, beständig gegen<br />

Korrosion und auch waschbar. Die eingesetzten<br />

Rotoren sind nach ASTME E-84<br />

getestet und zertifiziert. Zusätzlich entwickelte<br />

die ULT AG das abreinigbare Filtrationsmodul<br />

ULT Fil-Tec mit integriertem<br />

Absaugsystem ULT Vac-Tec, das dem<br />

Sorptionsmodul ULT Dry-Tec® bei Bedarf<br />

vorgeschaltet werden kann.<br />

Die Filterpatronen im Absaug- und Filtermodul<br />

werden mittels Injektordruckluftventilen<br />

automatisch zeit- oder auch<br />

differenzdruckgesteuert abgereinigt. Filterpatronen<br />

der Klasse M oder F (entsprechend<br />

DIN EN 779:2012) sind als<br />

aktive Patronenfilter im System integriert.<br />

Nachfilterstufen als Schwebstofffilter<br />

und Sicherheitsfilterstufe (Polizeifilter)<br />

bis hin zu den Filterklasse EN1822<br />

U16 bzw. ISO 29463 ISO 65 U (HEPA/<br />

ULPA) können auf Anfrage ebenso in das<br />

modular aufgebaute System zur Luft-Filter-Konditionierung<br />

integriert werden.<br />

Modulanlagenkonzept von ULT mit abreinigbarem Patronenfiltersystem<br />

und separatem Absaugsystem.<br />

Demanding Packaging and Filling<br />

in Dry Air<br />

Certain processes within the scope of the<br />

manufacture and processing of medicinal<br />

products demand for a extremely low<br />

humidity. In order to reduce the residual<br />

humidity contained in the air to a minimum,<br />

e.g. so-called sorptive processes<br />

are required. The modular and compact<br />

filtering, the dehumidification and conditioning<br />

at filling and <strong>packaging</strong> processes<br />

within the pharmaceuticals industry<br />

are an integral part of the service range<br />

provided by the ULT AG. In the mean time,<br />

the product portfolio also includes<br />

systems for the process air dehumidification<br />

on the basis of sorption technology.<br />

One, only recently available solution, to<br />

achieve an extremely dry process air is<br />

the ULT Dry-Tec® system.<br />

pj<br />

28<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 04/05 | <strong>2017</strong> Pj


Hier sehen Sie ein nachwachsendes<br />

Produkt: zertifiziert, rückverfolgbar und<br />

aus vorbildlicher Bewirtschaftung<br />

Und hier ein Glas Milch<br />

Nachwachsend, zertifiziert und aus vorbildlicher Bewirtschaftung. Was für viele der wertvollen<br />

Inhalte selbstverständlich ist, gilt auch für unsere Getränkekartons.<br />

Schön, wenn Produkt und Verpackung so gut zusammenpassen wie bei unseren Getränkekartons,<br />

für deren Herstellung wir ausschließlich Holzfasern aus vorbildlicher Waldwirtschaft und anderen<br />

kontrollierten Quellen verwenden.<br />

Um dies sicherzustellen, haben wir uns weltweit nach den international verbindlichen, strengen<br />

Kriterien des Forest Stewardship Councils (FSC) ® für einen durchgängigen Produktkettennachweis<br />

zertifizieren lassen. Der Umwelt und dem Inhalt unserer Verpackungen zuliebe.


Schrumpfen, Stretchen, Palettieren<br />

Roboterpalettierung aus den Modulbaukasten<br />

Technik „Design to Order“<br />

Die Palettierung stellt am Ende der Prozesskette in der industriellen Produktion von Konsumgütern<br />

und vor deren Distribution regelmäßig den letzten kritischen Prozessschritt dar. Für die<br />

Wettbewerbsfähigkeit kommt es dabei auf Effizienz und zunehmend auf Flexibilität an. Die<br />

Lösungen vom Spezialisten transnova-RUF eröffnen hier ein sehr großes Potenzial.<br />

Roboterbasierte Lösungen weisen gegenüber<br />

konventionellen Lagen- und<br />

Portal-Palettiererlösungen eine ganze<br />

Reihe von technischen Vorteilen auf. Bei<br />

Industrierobotern (im Palettiererbereich<br />

meist Knickarmroboter mit vier, fünf oder<br />

sechs Achsen) handelt es sich um Standardkomponenten,<br />

welche einen ausgereiften<br />

Entwicklungsprozess durchlaufen<br />

haben und als hoch verfügbare Baugruppen<br />

in einem Serienfertigungsprozess<br />

mit höchsten Qualitätsanforderungen<br />

hergestellt werden. Zudem ist ihre Konstruktion<br />

ohne Schmierstellen und Kabelschleppketten<br />

nahezu wartungsfrei<br />

und energieeffizient. Über bedienerfreundliche<br />

HMIs lassen sich Bewegungen<br />

sehr einfach frei programmieren.<br />

Dies erlaubt extreme Freiheitsgrade bei<br />

der Implementierung und späteren Anpassung<br />

von Palettenschlichtbildern.<br />

Ein weiterer besonderer Flexibilitätsvorteil<br />

von Roboterpalettierzellen ist die<br />

Layout-Flexibilität. Die Bewegungen in<br />

der Zelle sind durch den Roboterarm frei<br />

konfigurierbar, so dass man bei der Layout-Planung<br />

maximal auf die Anforderungen<br />

des Materialflusses und die<br />

räumlichen Gegebenheiten vor Ort eingehen<br />

kann.<br />

Das Roboter-Palettier-Konzept von transnova-RUF<br />

zeichnet sich durch seine<br />

Multifunktionswerkzeug für den Einsatz beim Klemmgreifen sowie Zwischenlagen- und Leerpalettenhandling.<br />

starke Modularisierung aus. Dadurch<br />

lässt sich eine sehr große Bandbreite von<br />

Lösungen für alle Arten von Anforderungen<br />

realisieren.<br />

Niedriger und mittlerer<br />

Leistungsbereich<br />

Sehr ökonomische Einfach-Palettierzellen<br />

mit nur einer dezentralen Produktzuführung,<br />

die unmittelbar hinter der<br />

Endverpackung angeordnet ist, stellen<br />

das Einstiegssegment dar. Das Roboterwerkzeug<br />

kann dann multifunktional<br />

ausgestaltet werden. So kann der Roboter<br />

neben dem Produkthandling auch die<br />

Handhabung von Zwischenlagen sowie<br />

von Leerpaletten übernehmen. Die Zwischenlagen<br />

und Leerpaletten werden z.<br />

B. als Stapel manuell in die Roboterzelle<br />

eingebracht. Der Roboter führt dann mithilfe<br />

von Sensorik am Werkzeug, d. h. mit<br />

Ultraschall für die Höhenwertmessung<br />

und mit Lasersensoren für die Konturenerkennung,<br />

automatisierte Suchfahrten<br />

durch und bedient sich vom Stapel.<br />

Sind höhere Produktionsleistungen umzusetzen,<br />

können durch Vorgruppierung<br />

und Mehrfachaufnahme wie Reihen- und<br />

(Teil-)Lagenvorgruppierung oder Vorstapelung<br />

der Palettiergüter sowie durch<br />

die separate Automatisierung von Subprozessen<br />

wie die Leerpalettenzuführung<br />

aus einem Magazin entsprechende<br />

Leistungssteigerungen der Roboterzellen<br />

erzielt werden.<br />

Auf dem Gebiet der Robotertechnik mit jährlich<br />

über 150 integrierten Industrierobotern<br />

für höchste Flexibilität bei geringem Platzbedarf<br />

sind wir im Endverpackungsbereich<br />

einer der weltweit führenden Hersteller. Dies<br />

dokumentieren vielfache Referenzen in der<br />

Food-, Pharma-, Kosmetik- und Non-Food-<br />

Industrie“, unterstreicht Michael Ruf, stellvertretender<br />

Geschäftsführer der transnova-<br />

RUF Verpackungs- und Palettiertechnik<br />

GmbH, Ansbach.<br />

Zentralpalettierungskonzepte<br />

Ein großer Schritt in Richtung Erhöhung<br />

der Wirtschaftlichkeit von Roboter-Palettieranlagen<br />

lässt sich mit Zentralpalettierungskonzepten<br />

für mehrere Linien<br />

erreichen. Bei einer Erweiterung um eine<br />

zweite Linie für eine Roboterpalettierung<br />

sind Zusatzkosten von etwa 30 Prozent<br />

gegenüber 100 Prozent bei einer konventionellen<br />

Lagenpalettiererlösung zu<br />

erwarten. So kann man bis zu vier, unter<br />

bestimmen Umständen sogar bis zu sieben<br />

Linien mit nur einem Roboter abarbeiten.<br />

Durch die Verwendung von<br />

Linearverfahrachsen für den Roboter<br />

kann man den Umfang sogar nochmals<br />

erweitern.<br />

Werkzeugstrategie<br />

Eine zentrale Einflussgröße für den Erfolg<br />

ist die richtige Werkzeugstrategie. Saugfähige<br />

Produkte können mit einem mechanisch<br />

sehr einfachen Vakuumsauggreifer<br />

gehandhabt werden. Eine energiesparende<br />

Alternative ist das Klemmgreifen<br />

der Produkte mittels eines<br />

Parallelgreifers. Dabei gilt es, die Packungen<br />

sicher zu greifen, aber nicht zu verformen<br />

oder zu beschädigen. Verschie-<br />

30<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 04/05 | <strong>2017</strong> Pj


Schrumpfen, Stretchen, Palettieren<br />

dene Faktoren wie Füllgrad, Packungsdichte<br />

oder das Gewicht beeinflussen<br />

den Greifdruck, der im Standardgreifer<br />

von transnova-RUF über ein Proportionaldruckregelventil<br />

gesteuert wird. Die<br />

verschiedenen Drücke werden dann als<br />

Rezepturparameter in der Formatdatenbank<br />

der Anlagensteuerung verwaltet.<br />

Sind die Produkte weder saug- noch<br />

klemmfähig, dann kommt das Untergreifen<br />

mittels Gabelgreifer infrage. Abschiebe-<br />

und Niederhalte- sowie<br />

Zentrierplatten unterstützen das prozesssichere<br />

Palettieren etwa bei der Verwendung<br />

von Stapellaschen an den<br />

Kartons. Hinzu kommen noch Spezialgreifer<br />

wie etwa Lagensauggreifer oder<br />

Magnetgreifer.<br />

Was für wen?<br />

Mit diesem Portfolio an Werkzeugen können<br />

alle denkbaren Palettiergüter (Kartons,<br />

Trays, E2-Kisten, Säcke, Eimer etc.)<br />

Die transnova-RUF GmbH aus Ansbach<br />

entwickelt und baut Maschinen<br />

für die Automatisierung von<br />

End-of-Line-Verpackungs- und Palettierprozessen.<br />

Von der einzelnen<br />

Kompaktmaschine für das Top- und<br />

Side-Loading über Pickersysteme für<br />

schnelle Pick-&-Place-Applikationen<br />

sowie Robotersysteme für Kommissionier-,<br />

Palettier- und Depalettieraufgaben<br />

bis hin zu kompletten<br />

Endverpackungslinien bietet das<br />

Unternehmen auf der Basis eines<br />

Modulbaukastens maßgeschneiderte<br />

Lösungen „Design-to-Order“.<br />

gehandhabt werden. Mit kompakten<br />

Kombinationswerkzeugen lassen sich<br />

sogar Kartons, Säcke, Eimer, Leerpaletten<br />

und Zwischenlagen gleichzeitig manipulieren.<br />

Dabei können alle gängigen Palet-<br />

tenformate und auch Spezialpaletten<br />

verarbeitet werden.<br />

Zur Unterstützung der Betreiber hat<br />

transnova-RUF das Softwaretool SIMPLO<br />

entwickelt. Hiermit ist es möglich, auf<br />

einem herkömmlichen PC ohne Programmierkenntnisse<br />

innerhalb weniger<br />

Minuten ein neues Palettierschema zu<br />

generieren. Eingegeben werden lediglich<br />

die Abmessungen des Palettierguts<br />

sowie Daten zur Palette wie Palettenformat,<br />

maximales Blockmaß oder Position<br />

der Zwischenlagen. Das Programm errechnet<br />

alle denkbaren Palettierschemata<br />

als Vorschläge. Nach der<br />

Auswahlentscheidung wird das entsprechende<br />

Schema in Roboterfahrbefehle<br />

transformiert, die als neuer Formatdatensatz<br />

an die Robotersteuerung übermittelt<br />

werden. Auf diese Weise werden<br />

Anlagen von transnova-RUF mit weit<br />

mehr als 100 vom Kunden selbstständig<br />

angelegten Formaten betrieben.<br />

Gabelgreifer zum Untergreifen mit Niederhalter.<br />

Zentralpalettierung für 16 Linien mit vier Robotern. Die Farbe der Roboter ist den unterschiedlichen Produkten zugeordnet.<br />

„Design to Order“Technology<br />

At the end of a process chain, palletising<br />

regularly represents the last critical<br />

process step within the industrial<br />

production of consumer goods and<br />

the distribution of the same.<br />

The decisive factors to gain and maintain<br />

a competitive edge are effectiveness<br />

and, with increasing importance,<br />

also flexibility. In this regard, the<br />

solutions provided by the specialists<br />

of the enterprise transnova-RUF open<br />

up a great potential. Its robot palletizing<br />

concept stands out with an intense<br />

modularization which enables<br />

it to realise a great range of solutions<br />

for all types of requirements. Central<br />

palletizing concepts represent a great<br />

step in terms of elevating the cost-effectiveness.<br />

pj<br />

Palettierzelle in der Pharmaproduktion.<br />

Pj 04/05 | <strong>2017</strong> www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 31


Schrumpfen, Stretchen, Palettieren<br />

Besondere Kennzeichnungslösung für Paletten<br />

Qualität am laufenden Band<br />

Alnatura ist ein Schwergewicht der Biobranche: Erst die Kennzeichnung mit Versandinformationen<br />

ermöglicht die korrekte kundenspezifische Zuordnung aller Aufträge. Aufgrund der großen<br />

Kapazität und des hohen Tempos ist dafür eine vollautomatisierte Kennzeichnungslösung<br />

erforderlich. Im Einsatz sind Palettenetikettierer von REA Jet.<br />

Stirnseitenetikettierung mit<br />

dem Palettenetikettierer im<br />

Versandlager.<br />

(Fotos: REA JET)<br />

Im Lager herrscht Hochbetrieb: Gearbeitet<br />

wird in drei Schichten an sechs Tagen<br />

pro Woche, täglich verlassen bis zu 2.000<br />

Paletten das Verteilzentrum in Richtung<br />

Handelspartner. Das funktioniert nur mit<br />

einer vollautomatisierten Kennzeichnungslösung.<br />

Mit der Realisierung beauftragte Alnatura<br />

den Warehouse-Spezialisten Swisslog,<br />

der das Verteilzentrum als<br />

Generalunternehmer betreut. Die Offerten<br />

mehrerer Anbieter wurden geprüft,<br />

schließlich fiel die Wahl auf Palettenetikettiersysteme<br />

von REA JET, die speziell<br />

für die Integration in logistische Prozesse<br />

entwickelt wurden. Diese überzeugten<br />

vor allem mit Performance und Flexibilität,<br />

berichtet der Abteilungsleiter Logistik<br />

Service Matthias Lindner. Besonders<br />

wichtig ist die variable Etikettierung der<br />

Paletten auf unterschiedlichen Höhen<br />

und von zwei Seiten.<br />

Präzision und Effizienz<br />

Seit Frühjahr 2014 sind drei REA JET-Palettenetikettierer<br />

in Lorsch im Einsatz.<br />

Dort werden alle Paletten zunächst kommissioniert<br />

und per Förderstrecke weiter<br />

transportiert. Danach werden die Paletten<br />

mit Stretchfolie umwickelt und<br />

schließlich auf der Stirn- und Längsseite<br />

mit einem Etikett gekennzeichnet. Die<br />

von REA entwickelte Applikationsmechanik<br />

realisiert eine besonders präzise Platzierung.<br />

Die jeweilige Höhe einer Palette<br />

wird per ProfiBus-Schnittstelle von der<br />

Fördertechnik an das Etikettiersystem<br />

übermittelt. Bei der zweiseitigen Etikettierung<br />

können bis zu 120 Paletten mit<br />

240 Etiketten pro Stunde gedruckt und<br />

aufgebracht werden. Möglich sind außerdem<br />

die einseitige Etikettierung sowie<br />

die dreiseitige Etikettierung auf Stirn-,<br />

Längs- und Rückseite.<br />

Leichte Bedienbarkeit<br />

Die einfache Handhabung im täglichen<br />

Betrieb hat für Alnatura einen hohen<br />

Stellenwert, auch hier kann REA punkten:<br />

Die Eingabe und Veränderung von Parametern<br />

erfolgen über ein integriertes Terminal<br />

mit beleuchtetem, kontrastreichem<br />

LCD-Klarschrift-Display. Das benutzerfreundliche<br />

Touch Panel ist intuitiv bedienbar.<br />

Für den problemlosen<br />

Etikettenwechsel sorgen Vario-Schnellspanndorne.<br />

Die Schnittstellenprogrammierung<br />

für die Datenkommunikation<br />

ermöglicht die unkomplizierte Einbindung<br />

in die bestehende Produktionsumgebung<br />

und die flexible Anbindung an<br />

das ERP-System, von dem die Druckdaten<br />

übernommen werden.<br />

Komfortable Integration<br />

Bei REA sind Schnittstellen über TCP/IP,<br />

DP-Kopplung und der digitale Datenaustausch<br />

ebenso selbstverständlich wie<br />

eine große Auswahl an Druckmodulherstellern.<br />

Daher können auch spezielle<br />

Kundenanforderungen realisiert werden.<br />

Durch die Verwendung hochwertiger<br />

Standardkomponenten und der frei programmierbaren,<br />

integrierten Siemens S7-<br />

Steuerung wurde ein flexibles System<br />

geschaffen. Die kompakte, modulare<br />

Bauweise ermöglicht die komfortable<br />

Implementierung und zügige Konfiguration<br />

der Anlage. Darüber hinaus sind REA<br />

JET Palettenetikettierer auf Wunsch auch<br />

in Edelstahlausführung erhältlich,<br />

ebenso ist der Einsatz im Kühl- und sogar<br />

Tiefkühlbereich (bis zu –24 °C) möglich.<br />

Alles aus einer Hand<br />

REA JET entwickelt und produziert alle<br />

Etikettiersysteme selbst in der Firmen-<br />

Alnatura erzielt im Geschäftsjahr<br />

2015/2016 einen Umsatz von 762<br />

Millionen Euro, beschäftigt mehr als<br />

2.800 Mitarbeiter, betreibt über 100<br />

eigene Filialen und beliefert 14.200<br />

Filialen von Handelspartnern in elf<br />

Ländern. Damit die Logistik mit dem<br />

konstanten Wachstum Schritt hält,<br />

errichtete der Bio-Händler 2010 im<br />

hessischen Lorsch auf einer Fläche<br />

von 20.800 Quadratmetern ein<br />

neues Verteilzentrum für ökologische<br />

Lebensmittel mit 17.000 Palettenstellplätzen.<br />

2014 wurde der<br />

Standort noch einmal um das<br />

größte Hochregallager der Welt aus<br />

Holz erweitert. Es bietet auf acht<br />

Ebenen Platz für 35.000 Paletten.<br />

zentrale im hessischen Mühltal. Ein Spezialistenteam<br />

in Halle/Westfalen konstruiert<br />

kundenspezifische Etikettierlösungen<br />

im engen Dialog mit den Praktikern<br />

am Ort des Geschehens.<br />

Neben dem häufig sehr individuellen<br />

Sondermaschinenbau bietet der Bereich<br />

Etikettiertechnik auch Standardsysteme<br />

aus eigener Entwicklung und Fertigung<br />

an. Das Unternehmen bietet Komplettlösungen<br />

aus einer Hand inklusive Hardware<br />

und Software. Kunden profitieren<br />

daher von perfekt aufeinander abgestimmten<br />

Systemlösungen. Das Portfolio<br />

hauseigener Etiketten- und Druckspender<br />

wird ergänzt durch Thermotransfer<br />

Druckmodule von z. B. Novexx, CAB,<br />

Zebra und weiteren Anbietern. Hinzu<br />

32<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 04/05 | <strong>2017</strong> Pj


Schrumpfen, Stretchen, Palettieren<br />

kommt ein breites Spektrum an Verbrauchsmaterial<br />

wie Etiketten und Farbbänder.<br />

Maßgeschneiderte Lösung<br />

Dank hausinterner Entwicklung und Produktion<br />

werden individuelle Applikationen<br />

verwirklicht, etwa die Einbindung<br />

von Druckspendesystemen oder die<br />

Kombination unterschiedlicher Kennzeichnungsprodukte.<br />

So müssen etwa<br />

beim Thermotransferdruck die Komponenten<br />

Farbband, Drucker und Etikett<br />

aufeinander abgestimmt werden. Die<br />

Spezialisten von REA JET können die<br />

ideale Materialkombination bemustern<br />

und die Codequalität mit Messgeräten<br />

von REA VERIFIER überprüfen. Die flexible<br />

Anpassung an unterschiedlichste Anforderungen<br />

wird begünstigt durch den<br />

modularen Aufbau der Technologien. So<br />

erhält jeder Kunde die passende, indivi-<br />

duell abgestimmte Kennzeichnungslösung.<br />

Reibungsloser Betrieb<br />

Bei Alnatura schätzt man die REA JET-Etikettiersysteme<br />

als gut integrierte, verlässliche<br />

Komponenten, die im hoch<br />

modernen Lager für Effizienz und prozesssichere<br />

Abläufe sorgen: „Bei einem<br />

Logistikzentrum dieser Größenordnung<br />

ist Perfektion Pflicht“, unterstreicht Alnatura-Logistikleiter<br />

Matthias Lindner, der<br />

auch den umfassenden Service von REA<br />

JET lobt.<br />

Aktuell ist man in der Konzeptionsphase<br />

für eine REA Roboter-Etikettierlösung,<br />

die u. a. im Bereich der Kennzeichnung<br />

von Anbruchpaletten entscheidende<br />

Vorteile durch millimetergenaue Applikation<br />

der Etiketten bringt. Sicher ist: Alnatura<br />

setzt auch künftig auf die Technik<br />

von REA JET.<br />

Die Etikettierung erfolgt direkt an der vollautomatisierten Förderstrecke.<br />

Das Alnatura-Hochregallager in Lorsch ist das größte Hochregallager der Welt aus Holz.<br />

(Foto: Alnatura, Norman A. Müller)<br />

Non-Stop Quality<br />

The enterprise Alnatura is a major player within the organic food<br />

sector. It is however the marking that, in the first place, enables the<br />

correct, customer-specific assignment of all orders. Due to the demanded<br />

enormous capacity and the high speed of processing, a<br />

fully automated marking solution is required for this task.<br />

Respectively deployed are pallet labelling systems provided by<br />

REA Jet that were especially developed for the integration into logistic<br />

processes. Of particular significance is the variable labelling<br />

at different heights and from two sides.<br />

During the selection process, they in particular stood out with<br />

their performance and flexibility. At the two-sided labelling, they<br />

are capable of printing and applying 240 labels to 120 pallets per<br />

hour. One-sided labelling, as well as three-sided labelling to the<br />

front, the longitudinal side and the rear can also be performed. pj<br />

Ihr Einstieg in die Serialisierung<br />

Manual Serialization Station<br />

Auch die Serialisierung kleiner Chargen erfordert eine zuverlässige Lösung für die sichere Markierung<br />

und Überprüfung von Codes.<br />

Mit der neuen Manual Serialization Station bietet METTLER TOLEDO PCE eine Alternative zu<br />

vollautomatischen Systemen und ermöglicht so die kurzfristige Umsetzung gesetzlicher Anforderungen<br />

zur Serialisierung in Pharma und anderen Branchen.<br />

Mettler-Toledo PCE, Gernsheimer Straße 2, 64673 Zwingenberg, Germany<br />

www.mt.com/pce


Verpackungsmaschinen<br />

IML-Dekorieren in der Form-, Füll- und Schließmaschine<br />

Spezialist für thermogeformte<br />

Verpackungen<br />

Die ILLIG Maschinenbau GmbH & Co. KG, Heilbronn hat auf der interpack seine auf die Anforderungen<br />

der Lebensmittel- und Molkereiindustrie ausgelegten Thermoformlinien der neuesten<br />

Entwicklungsstufe vorgestellt. Im Mittelpunkt stand die Form-, Füll- und Schließmaschine FSL 48 mit<br />

mehrspurigem Füller und integrierter IML-Station.<br />

34<br />

Für die IML-Dekoration sind keine senkrechten Wände erforderlich.<br />

Die vom Systemanbieter für Thermoformung<br />

konzipierte Anlage ist auf die Anforderungen<br />

der Lebensmittel- und<br />

insbesondere der Molkereiindustrie ausgerichtet.<br />

Der auf CIP und SIP konstruierte<br />

mehrspurige Füller kann technisch<br />

so ausgestattet werden, dass er den unterschiedlichen<br />

Hygieneanforderungen<br />

der Lebensmittelindustrie bis hin zur Hygieneklasse<br />

V nach VDMA (hygienische<br />

Abfüllmaschinen) entspricht.<br />

Die Hygienestufen der Maschine reichen<br />

vom Formen mit steriler Luft über eine<br />

komplett geschlossene Füllstrecke bis<br />

hin zum Entkeimen der Deckelfolie mit<br />

UVC-Bestrahlung oder H 2 O 2 -Behandlung.<br />

In der Aseptik-Version wird die Innenseite<br />

der geformten Becher<br />

zusätzlich mit H 2 O 2 -Dampf besprüht und<br />

anschließend mit heißer Sterilluft getrocknet.<br />

Alles erfolgt ohne Belastung<br />

der restlichen Maschine oder Umgebung<br />

innerhalb des geschlossenen Aseptik-<br />

Moduls (Füllstrecke/Füller).<br />

Die gesteuerten Bewegungsabläufe der<br />

durchgängig servomotorisch angetriebenen<br />

Anlage sogen für eine hohe Laufruhe,<br />

wodurch selbst sehr flüssige<br />

Produkte abgefüllt werden können, ohne<br />

dass überschwappendes Produkt die Siegelränder<br />

der Packungen verschmutzt.<br />

Auf der FSL 48 lassen sich alle gängigen<br />

und für FFS-Linien geeigneten Folienmaterialien<br />

wie PS, PP, Multilayer-Material,<br />

APET und sogar Folien aus dem Biopolymer<br />

PLA verarbeiten.<br />

Die Formatfläche der FSL 48 ist so ausgelegt,<br />

dass man jeweils einen kompletten<br />

Maschinentakt, beispielsweise zwölf<br />

Standard-Quarkpackungen, nach dem<br />

Befüllen, Versiegeln und Ausstanzen aus<br />

dem Packungsband in einen auf das Maß<br />

einer Europalette abgestimmten Karton<br />

einsetzen kann. Die Herstellung von Einzel-<br />

oder Doppelbechern, 4er- oder 6er-<br />

Trays auf der Maschine ist durch die<br />

Einstellung des Stanzwerkzeugs möglich.<br />

Mit dem ein- oder mehrspurigen Füller<br />

lassen sich Molkereiprodukte, auch in<br />

verschiedenen Geschmacksrichtungen,<br />

in die zuvor entsprechend etikettierten<br />

Packungen in einem Maschinentakt abfüllen.<br />

Die vorgestellte Anlage füllt bei<br />

einer 12-fach-Auslegung vier verschiedene<br />

Geschmacksrichtungen gleichzeitig<br />

ab. Die erreichbare Arbeitsgeschwindigkeit<br />

beträgt bis zu 30 Takte pro Minute.<br />

Individuelle Etikettierung für die<br />

Lebensmittelindustrie<br />

Die in die Formstation der FSL 48 integrierte<br />

speziell konzipierte IML-Einheit<br />

arbeitet mit bedruckten Labelzuschnitten<br />

aus dem Magazin. Damit eröffnen<br />

sich auf einfache Weise vielfältige Dekorationsmöglichkeiten:<br />

einseitig, zweiseitig,<br />

dreiseitig (z. B. in U-Form), vier- oder<br />

sogar fünfseitig (einschließlich Bodendekoration<br />

mit z. B. integriertem Barcode).<br />

Da für die IML-Dekoration keine senkrechten<br />

Wände erforderlich sind, lassen<br />

sich die unterschiedlichsten Becherformen<br />

problemlos mit attraktiven Etiketten<br />

in Fotoqualität dekorieren.<br />

Das Label verbindet sich beim anschließenden<br />

Formen der Folie konturgenau<br />

und dauerhaft mit der Behälterwand.<br />

Prinzipiell lässt sich die becher- oder<br />

schalenförmige Verpackung beliebig gestalten.<br />

Ein besonderer Vorteil der IML-T-<br />

Technik ist die große Dekorfläche: Das<br />

Etikett erhöht je nach Geometrie und Beschaffenheit<br />

auch die Festigkeit der gesamten<br />

Verpackung, wodurch sich die<br />

Dicke der eingesetzten Verpackungsfolie<br />

reduzieren lässt.<br />

IML–decorating in the form-, filland<br />

seal machine<br />

The enterprise ILLIG Maschinenbau (mechanical<br />

engineering) has just presented<br />

its most recent and modern versions<br />

of thermoforming lines, that are especially<br />

aligned to the requirements of the<br />

dairy and food industry on the interpack<br />

exhibition. The machine is capable of<br />

producing single or double cups, 4- and<br />

6-unit trays through the adjustment of<br />

the punching tool. The especially designed<br />

IML unit, which is integrated in the<br />

moulding station of the multi-line filler,<br />

operates with printed pre-cut labels fed<br />

from the magazine. Consequently, this<br />

enables the simple realization of a great<br />

diversity of decoration options. pj<br />

Die neue Form-, Füll- und Schließanlage FSL 48.<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 04/05 | <strong>2017</strong> Pj


Verpackungsmaschinen<br />

Dynamischer, präziser, effizienter<br />

Neue Spritzgießmaschine<br />

Die Sumitomo (SHI) Demag Plastics Machinery GmbH, Schwaig, stellt mit der neuen „IntElect“ eine<br />

völlig neue Generation elektrischer Spritzgießmaschinen vor. Konstruktive Neuerungen reduzieren<br />

den Platzbedarf und verbessern die Zugänglichkeit, die Ergonomie und die Präzision der Maschine.<br />

„Unser Ziel war es, ehrlich innovativ zu sein.<br />

Das heißt, die neue IntElect hat keinen politischen<br />

Preis, sondern wir haben fünf Jahre<br />

daran gearbeitet, die neue Maschine kompakter<br />

zu bauen und ihren Einsatz produktiver<br />

und effizienter zu gestalten“, betont CEO<br />

Gerd Liebig.<br />

Die neue Maschine ist nun als komplette<br />

Baureihe mit 500, 750, 1.000, 1.300 und<br />

1.800 kN Schließkraft erhältlich. Die<br />

1.800-kN-Maschine erweitert die neue<br />

IntElect-Baureihe sowohl bezüglich der<br />

Schließkraft als auch in der Holmweite<br />

nach oben und schließt die bisherige<br />

Lücke zu den Midsize-IntElects. Durch die<br />

umfassendere Modularität und die eingefügte<br />

Zwischengröße stehen dem<br />

Spritzgießer noch besser angepasste Maschinen<br />

mit bis zu fünf Schneckendurchmessern<br />

pro Einspritzeinheit zur<br />

Verfügung. Die neue Gestaltung macht<br />

die IntElect deutlich kompakter als ihre<br />

Vorgänger: Die benötigte Aufstellfläche<br />

ist durchschnittlich um zehn Prozent klei-<br />

Der Schaltschrank der IntElect ist in das Maschinenbett integriert.<br />

Pj 04/05 | <strong>2017</strong><br />

ner als bei vergleichbaren vollelektrischen<br />

Wettbewerbsmaschinen.<br />

Mit der modernisierten Motorentechnik<br />

und erweitertem Speicherpotenzial für<br />

Bremsenergie ist es gelungen, die Energieeffizienz<br />

der IntElect-Maschinen weiter<br />

zu optimieren. Die Einsparung<br />

gegenüber vergleichbaren vollelektrischen<br />

Maschinen beläuft sich auf 20 Prozent.<br />

Wichtige Bestandteile des Maschinenkonzepts<br />

sind der sensible Schutz und<br />

die maximale Unterstützung des Werkzeugs.<br />

Dafür bietet die IntElect<br />

ein Paket verschiedener Optionen<br />

von der standardmäßigen<br />

sensiblen Profilüberwachung<br />

der Werkzeugschutzkraft bis zur<br />

Überwachung der Verläufe von<br />

Auswerferkraft und Spritzdruck.<br />

Das hochwertige Linearführungssystem<br />

garantiert höchste<br />

Plattenparallelität bis zur symmetrischen<br />

Einbringung der<br />

Düsenanlagekraft. Zur erhöhten<br />

Produktionssicherheit tragen<br />

ebenfalls die mittels FEM-Analyse<br />

neu gestalteten Werkzeugaufspannplatten<br />

bei. Die Steifigkeit<br />

der beweglichen und festen<br />

Aufspannplatten wurde um bis<br />

zu 30 Prozent gesteigert.<br />

Kompakt und<br />

wirtschaftlich<br />

Bei dieser Entwicklung standen<br />

Wirtschaftlichkeit<br />

und Kompaktheit im<br />

Vordergrund. Basierend<br />

auf den inhouse<br />

gefertigten<br />

elektrischen Antrieben,<br />

die speziell für<br />

den Einsatz an<br />

Spritzgießmaschinen<br />

produziert und<br />

dafür permanent optimiert<br />

werden, wurde die preisliche Attraktivität<br />

der Maschinenreihe deutlich<br />

erhöht. „Der Preisunterschied zu hydraulischen<br />

Maschinen wurde weiter geschlossen<br />

und wir bieten nun eine<br />

verbesserte Maschinenreihe an, bei<br />

deren Einsatz Wirtschaftlichkeit und ein<br />

ROI von unter einem Jahr erreicht wurden.<br />

Vielversprechend ist die Nachfrage<br />

unserer Kunden nach den ersten Testmaschinen,<br />

die schon komplett nahezu von<br />

den Testkunden gekauft wurden“, so CEO<br />

Gerd Liebig.<br />

pj<br />

Verpackungsmaschinen für<br />

Ihre Pharmaproduktion!<br />

• Kartonierer<br />

• Folienmaschinen<br />

• Casepacker<br />

• Palettierer<br />

• Linienprojekte<br />

• Sonderlösungen<br />

packing made simple<br />

www.christ-ps.com<br />

www.christ-packing-shop.de<br />

info@christ-ps.com


Verpackungsmaschinen<br />

Längere Lebensdauer für Delta-Roboter<br />

Robuste Gelenke für schnelle Sprinter<br />

Wie ein Leistungssportler benötigt auch ein schneller Deltaroboter robuste und „gut geschmierte“<br />

Gelenke. Der französische Roboterhersteller Machines Pagès mit Hauptsitz in Foncine-le-Haut setzt<br />

daher auf die Getriebeköpfe der neuen RF-P-Serie von Nabtesco. Die Vorteile der Zykloidgetriebe<br />

kommen hierbei voll zur Geltung.<br />

Machines Pagès ist ein auf Robotersystemen<br />

für den Hochgeschwindigkeitsbereich<br />

spezialisierter Hersteller. Die<br />

Roboter kommen in erster Linie in den<br />

Bereichen Verpackung und Medizintechnik<br />

sowie in der Teilefertigung zum Einsatz.<br />

Sie eignen sich nicht nur für<br />

besonders schnelle Pick-and-Place-Applikationen,<br />

sondern auch zum Bewegen<br />

bzw. Positionieren von Spritzgießformen<br />

oder Etagenwerkzeugen.<br />

Derzeit befinden sich weltweit über<br />

1.200 Systeme von Machines Pagès im<br />

Einsatz, rund die Hälfte davon im IML-Bereich.<br />

Das Unternehmen führt alle Phasen<br />

der Produktion von der Konstruktion<br />

über die Teilefertigung und Softwareentwicklung<br />

bis hin zur Montage und Inbetriebnahme<br />

durch, um seinen Kunden<br />

die höchstmögliche Produktqualität und<br />

Betriebssicherheit zu garantieren.<br />

Sechs Meter pro Sekunde bei hoher<br />

Präzision<br />

Die Delta-Roboter, die im Bereich Pick<br />

and Place von Lebensmittelverpackungen<br />

zum Einsatz kommen, überzeugen<br />

durch hohe Leistungsfähigkeit, Präzision<br />

und Zuverlässigkeit. Die Arme der<br />

Highspeed-Roboter bestehen aus leichten<br />

Carbonfasern und bewegen sich mit<br />

einer Geschwindigkeit von teilweise über<br />

sechs Metern pro Sekunde. Bei einer derart<br />

hohen Dynamik sind präzise und<br />

gleichzeitig langlebige Getriebe unabdingbar.<br />

Bisher setzte man dabei auf Planetengetriebe.<br />

Sie haben allerdings<br />

einen großen Nachteil, der sich insbesondere<br />

bei dynamischen Pick-&-Place-Applikationen<br />

auswirkt: Ihre Lebensdauer<br />

„Durch den Wechsel zu Zykloidgetrieben erwartet<br />

Machines Pagès eine deutliche Verlängerung<br />

der Lebensdauer der Getriebe bei<br />

erhöhter Präzision im Dauereinsatz. Somit<br />

ließen sich auch die Wartungsintervalle der<br />

Roboter verlängern und damit die Instandhaltungskosten<br />

reduzieren, fasst Marcus<br />

Löw, Vertriebsdirektor bei Nabtesco Precision<br />

Europe GmbH, zusammen.<br />

ist sehr begrenzt. „Planetengetriebe verschleißen<br />

bei diesen Anwendungen<br />

schnell“, sagt Marcus Löw, Vertriebsdirektor<br />

bei Nabtesco.<br />

Im Rahmen eines aktuellen<br />

Projekts setzt Machines Pagès<br />

die Zykloidgetriebe ein, die<br />

sich insbesondere für den Einsatz<br />

in den Armachsen von<br />

Delta- und Scara-Robotern<br />

eignen.<br />

Zykloidgetriebe verlängern die Lebensdauer<br />

Im Rahmen eines aktuellen Projekts setzt<br />

Machines Pagès daher Zykloidgetriebe<br />

der neuen RF-P-Serie von Nabtesco ein.<br />

Exzentergetriebe dieser Art bestehen im<br />

Wesentlichen aus vier Bauelementen:<br />

einer Antriebswelle, drei Exzenterwellen,<br />

zwei Kurvenscheiben sowie einer Abtriebswelle.<br />

In der ersten Stufe wird die<br />

Drehbewegung des Antriebs über die<br />

Eingangswelle auf die Stirnräder übertragen.<br />

Dabei reduziert sich die Drehzahl<br />

entsprechend dem Untersetzungsverhältnis<br />

von Eingangswelle zu Stirnrädern.<br />

Für die zweite Untersetzungsstufe ist an<br />

der Innenseite des Gehäuses ein Kurven-<br />

36<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 04/05 | <strong>2017</strong> Pj


Verpackungsmaschinen<br />

profil entsprechend den Kurvenscheiben<br />

eingearbeitet. Das Kurvenprofil im Gehäuse<br />

weist dabei eine Vertiefung mehr<br />

auf als die Kurvenscheiben. Bolzen, die<br />

Nabtesco ist heute der weltweit<br />

größte Hersteller von Präzisionsgetrieben<br />

in zykloider Bauart. In rund<br />

60 Prozent aller Industrieroboter<br />

rund um den Globus kommen die<br />

Zykloidgetriebe des Herstellers zum<br />

Einsatz. Mit mehr als 5.000 Mitarbeitern<br />

in zahlreichen Produktionsstätten<br />

sowie Vertriebs- und Servicecentern<br />

auf der ganzen Welt, darunter<br />

auch die Düsseldorfer Europazentrale,<br />

bietet Nabtesco einen<br />

umfassenden Kundendienst für individuelle<br />

Bedürfnisse.<br />

zwischen den Kurvenscheiben und dem<br />

Kurvenprofil im Gehäuse angeordnet<br />

sind, übertragen die Drehbewegung wälzend<br />

an die Abtriebswelle. Haben die Exzenterwellen<br />

eine volle Drehung<br />

durchlaufen, drehen sich die Kurvenscheiben<br />

außermittig um eine Teilung<br />

weiter.<br />

Gabelgreifer zum Untergreifen mit Niederhalter.<br />

Zykloidgetriebe wie die der RF-P-Serie<br />

von Nabtesco kommen in der zweiten<br />

Stufe ohne Zahnräder aus. Plötzliche<br />

schockbedingte Ausfälle sind somit ausgeschlossen.<br />

Die gleichmäßige Lastverteilung<br />

innerhalb des Getriebes, eine<br />

hohe Schockabsorption und ein über<br />

Rollen hergestellter Kontakt zwischen<br />

der Zykloidscheibe und dem Gehäuse<br />

sorgen für einen besonders verschleißarmen<br />

Betrieb. „Gegenüber herkömmlichen<br />

Planetengetrieben weisen Zykloidgetriebe<br />

eine deutlich höhere Lebensdauer<br />

auf“, betont Marcus Löw. Ein weiterer<br />

Vorteil gegenüber Planetengetrieben<br />

ist die Untersetzung: Da Zykloidgetriebe<br />

ohne zusätzliche Vorstufen<br />

auskommen, erlauben sie Untersetzungen<br />

von 30 : 1 bis über 300 : 1.<br />

Einbausätze sollen<br />

Planetengetriebe ersetzen<br />

Die neue RF-P-Baureihe basiert auf den<br />

RV-Reduziergetrieben von Nabtesco mit<br />

zweistufigem Untersetzungsprinzip und<br />

ist speziell für den Einsatz in Armachsen<br />

von Delta- und Scara-Robotern konzipiert.<br />

Die Getriebe bieten hohe Abtriebsgeschwindigkeiten<br />

von bis zu 200 min-1<br />

und kommen dank ihrer kompakten Ausmaße<br />

mit geringem Bauraum aus. Ihre<br />

Konstruktion sorgt für ein sehr gutes Getriebeverhalten<br />

hinsichtlich der Dynamik<br />

sowie für eine hohe Wiederhohl- und<br />

Bahngenauigkeit – auch bei sehr schnellen<br />

und abrupten Bewegungen, wie sie<br />

bei Pick-&-Place-Anwendungen in der<br />

modernen Automatisierung üblich sind.<br />

Diese Genauigkeit können diese Getriebe<br />

auch über eine längere Zeit im Betrieb<br />

aufrechterhalten – ein entscheidender<br />

Vorteil gegenüber Planetengetrieben,<br />

bei denen im Lauf der Lebenszeit<br />

auch eine erhebliche Spielzunahme zu<br />

beobachten ist.<br />

Nabtesco bietet die Einbausätze in verschiedenen<br />

Ausführungen, RF-19P und<br />

RF-32P, an. Sie halten selbst hohen<br />

Schockbelastungen von bis zu 570 bzw.<br />

960 Nm stand. Dies entspricht dem Dreifachen<br />

ihres zulässigen Nennmoments.<br />

Die Getriebe bieten hohe Abtriebsgeschwindigkeiten bis zu 200 min-1 und kommen dank ihrer<br />

kompakten Ausmaße mit geringem Bauraum aus.<br />

Die RF-19-P-Variante stellt eine Erweiterung<br />

der RF-32P-Getriebe dar und ist<br />

auf geringere Drehmomente zugeschnitten.<br />

In sehr schnellen Robotern für Handlingaufgaben<br />

mit besonders kleinen<br />

Teilen (beispielsweise beim Verpacken<br />

von Kleinstteilen und Blisterverpackungen)<br />

wäre die 32-P-Ausführung überdimensioniert.<br />

Die Zykloidgetriebe der RF-P-Serie sind<br />

bei Machines Pagès seit einigen Monaten<br />

erfolgreich im Einsatz und das französische<br />

Unternehmen erwägt,<br />

mittelfristig durchgehend auf Zykloidgetriebe<br />

von Nabtesco umzusteigen.<br />

Prolonged Service Life for Delta robots due to<br />

Cycloidal Gears<br />

To achieve speed, a Delta robot requires robust<br />

and reliable joints. Exactly for this reason, the<br />

French manufacturer Machines Pagès has opted<br />

for the gear heads of the RF-P series provided by<br />

the enterprise Nabtesco. Machines Pagès has the<br />

expectation that the change to cycloidal gears will<br />

not only significantly prolong the service life of<br />

the gears but also ensure for improved precision<br />

in the continuous operating mode. The new gears<br />

also prolong the maintenance intervals which consequently<br />

reduces the maintenance costs. pj<br />

Getriebe für Scara- und Delta-Roboter<br />

Pj 04/05 | <strong>2017</strong> www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 37


Verpackungen aus Kunststoff, Glas und Metall<br />

Handliche 0,5-l-Einweggebinde aus PET<br />

Fruchtige Erfrischung on the go<br />

Mit drei neuen „Mineralwasser-plus-Frucht-Produkten“ in 0,5-l-PET-Einwegflaschen sind die Adelholzener<br />

Alpenquellen seit Frühjahrsbeginn auf dem Markt. Die Range ist speziell für den Durst unterwegs gedacht,<br />

das leichte Material ist daher die ideale Wahl. Verantwortlich für den stylishen Look ist die Hamburger Agentur<br />

Christoph Petersen Design.<br />

Insbesondere die junge urbane Zielgruppe<br />

soll mit den neuen Sorten erreicht<br />

werden, und dafür braucht es eine<br />

lautere Inszenierung. Die Branding-Spezialisten,<br />

die bereits verschiedene andere<br />

Projekte für den bayerischen Mineralwasserbrunnen<br />

erfolgreich umgesetzt<br />

haben, legten den Fokus daher auf ein<br />

Etikettendesign, das eine ebenso junge<br />

Designsprache spricht.<br />

Leichtgewicht unterstützt Trend<br />

Die aufmerksamkeitsstarke Kassenplatzierung<br />

auf attraktiv gestalteten Chep-Paletten<br />

lädt zum „Take-away“ ein, die<br />

praktische Größe im leichten Gebinde unterstützt<br />

dabei den Trend der jungen Käuferschaft<br />

zu Convenience Food. Denn sich<br />

auf schnelle und unkomplizierte Weise<br />

mit natürlichen Qualitätsprodukten in<br />

cooler Optik zu versorgen, entspricht dem<br />

derzeitigen Lifestyle – und genau darauf<br />

zielen die Schorle-nahen Erfrischungsgetränke<br />

ab. Dass die PET-Einwegflaschen<br />

deutlich dünnwandiger sind als vergleichbare<br />

Mehrwegverpackungen lässt den<br />

Griff gegen den Durst unterwegs noch<br />

einmal schneller geschehen: Die Ersparnis<br />

beim Gewicht und die unkomplizierte<br />

Entsorgung nach dem Verzehr machen<br />

die Kaufentscheidung einfach.<br />

Starke Farbkontraste, die die trendbewusste Käuferschaft ganz besonders ansprechen und eine coole Fotoauffassung, die ins Auge springt.<br />

Stylishe Inszenierung von<br />

Zuverlässigkeit und Qualität<br />

Doch für den gerade für die schnelle<br />

Wahl im To-go-Geschäft ausschlaggebenden<br />

Impuls im Regal braucht es<br />

mehr. Denn auch hier zählen neben den<br />

rationalen Kriterien auch das Vertrauen<br />

in die Marke und weitere emotionale Anreize.<br />

Die Verbindung eben dieser Werte<br />

ist den Spezialisten von Christoph Petersen<br />

Design sehr gut gelungen: Mit zeitgemäßen<br />

Makroaufnahmen und<br />

auffälligen Farbkontrasten entsteht eine<br />

besondere Inszenierung von Frucht und<br />

Frische, die durch die dezente Abbildung<br />

des natürlichen und erfrischenden Mineralwassers<br />

perfekt ergänzt wird. Gemeinsam<br />

mit dem starken und bekannten<br />

Logo von Adelholzener entsteht ein auffallendes<br />

Design, das zuverlässige Qualität<br />

im trendigen Look vermittelt.<br />

Markenzeichen in Gebinde<br />

integriert<br />

Auch in das PET-Einweggebinde selbst ist<br />

wie bei allen anderen Flaschenformen<br />

des bayerischen Unternehmens das Erkennungsmerkmal<br />

in gewohnter Manier<br />

eingebunden und stützt umso mehr den<br />

Bezug des Käufers zur Marke: Das bekannte<br />

Adelholzener Alpenrelief steht für<br />

Reinheit und Natürlichkeit der Quelle<br />

und stützt durch die Verbindung zur Herkunft<br />

des Mineralwassers die hohe Qualität<br />

der Produkte.<br />

Practical 0.5 PET Disposable<br />

Packaging<br />

As of the beginning of spring, the mineral<br />

water producer Adelholzer Alpenquellen<br />

has launched three new<br />

„Mineral Water plus Fruit“products in<br />

0.5 l PET disposable bottles. The new<br />

range is especially aligned for consumption<br />

on the move, for which reason<br />

the light weight material is the<br />

perfect choice. The responsibility for<br />

the stylish appearance was in the<br />

hands of the Hamburg design agency<br />

Christoph Petersen Design that has already<br />

successfully implemented various<br />

different branding and <strong>packaging</strong><br />

projects for the Bavarian mineral<br />

water bottler.<br />

pj<br />

38<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 04/05 | <strong>2017</strong> Pj


Verpackungen aus Kunststoff, Glas und Metall<br />

Leichte Getränkeflaschen aus Aluminium<br />

Weltweit im Trend<br />

Führende Abfüller setzen zunehmend auf „DWI Bottle Cans“ als Premiumverpackung. Sie ermöglichen viele<br />

Freiheiten im Design. Dank des Herstellverfahrens erfordern sie auch wesentlich weniger Materialeinsatz als<br />

die herkömmlichen fließgepressten Flaschen. Die Schuler AG, Göppingen, ist deshalb eine Kooperation mit<br />

dem japanischen Marktführer eingegangen.<br />

Getränkeflaschen aus Aluminium wird<br />

ein rasantes Wachstum vorhergesagt: Experten<br />

gehen sogar davon aus, dass in<br />

Zukunft pro Jahr mehr derartige Aluminiumflaschen<br />

als Aerosoldosen hergestellt<br />

werden. Der Trend hat sich<br />

ausgehend von Japan zunächst auf die<br />

USA und nun auch auf China ausgedehnt.<br />

Bei der Produktion kommt das<br />

ressourcenschonende Abstreckziehverfahren<br />

(DWI, Drawing and Wall Ironing)<br />

zum Einsatz. Vor diesem Hintergrund ist<br />

der weltweit größte Pressenhersteller<br />

Schuler eine Kooperation mit dem japanischen<br />

Spezialisten für DWI Bottle Cans<br />

eingegangen. TMC ist Marktführer bei<br />

Anlagen zur Produktion von Aluminiumflaschen<br />

und hat neben der anspruchsvollen<br />

Werkzeugtechnik unter anderem<br />

einen „Bottle Necker“ entwickelt. Diese<br />

Maschine, die den Flaschenhals formt,<br />

bestimmt das individuelle Design der<br />

Metallverpackungen.<br />

Der TMC-Necker steht mit 40 bis 56 Umformstationen<br />

zur Verfügung. In Abhängigkeit<br />

davon beträgt der maximale<br />

Durchmesser der Flaschen 59 oder 66<br />

mm bei einer maximalen Flaschenlänge<br />

von bis zu 245 mm. Die Ausbringungs-<br />

leistung liegt bei bis zu 150 Flaschen pro<br />

Minute.<br />

Schuler ist Technologie- und Weltmarktführer<br />

in der Umformtechnik.<br />

Das Unternehmen bietet Pressen,<br />

Automationslösungen, Werkzeuge,<br />

Prozess-Know-how und Service für<br />

die gesamte Metall verarbeitende Industrie<br />

und den automobilen Leichtbau.<br />

Zu den Kunden zählen auch<br />

Unternehmen aus der Verpackungsindustrie.<br />

Schuler ist mit rund 6.800<br />

Mitarbeitern in 40 Ländern präsent.<br />

Das Unternehmen gehört mehrheitlich<br />

zur österreichischen ANDRITZ-<br />

Gruppe.<br />

Fruchtbare Kooperation<br />

Produktionslinien für Bottle Cans bestehen<br />

in der Regel aus Napfpresse („Cupper“),<br />

Bodymaker, Light Tester, Bottle<br />

Necker sowie Reinigungs-, Bedruckungsund<br />

Inspektionsanlagen. Schuler bietet<br />

aus eigener Produktion Hochleistungs-<br />

Cupper und hoch flexible ServoCupFormer<br />

sowie Bodymaker mit einem<br />

vollkommenen Massenausgleich (Body-<br />

Former). Für die Bottle Necker von TMC<br />

Experten gehen davon aus, dass in<br />

Zukunft mehr Bottle Cans als Aerosoldosen<br />

hergestellt werden.<br />

„TMC bringt sein Werkzeug- sowie Prozess-<br />

Know-how in die Kooperation ein und wir<br />

unsere Erfahrungen beim Bau von Metallverpackungspressen<br />

sowie unser weltweites<br />

Serviceangebot“, fasst Geschäftsführer Johannes<br />

Linden, der die Division „Systems“<br />

der Schuler AG Göppingen leitet, zusammen.<br />

übernimmt Schuler die Handelsvertretung<br />

in Europa, Lateinamerika, dem<br />

Mittleren Osten und Afrika. Dadurch erhalten<br />

Interessenten in diesen Regionen<br />

einen kompetenten Ansprechpartner<br />

für die wesentlichen Maschinen und<br />

Prozesse zur Getränkeflaschenproduktion.<br />

„Damit verfügen unsere Kunden<br />

über ideale Voraussetzungen, um von<br />

einem Erfolg der Bottle Cans in Südamerika,<br />

Europa, dem Mittleren Osten und<br />

Afrika zu profitieren“, unterstreicht Schuler-Geschäftsführer<br />

Johannes Linden.<br />

Light-Weight Aluminium Beverage Bottles<br />

Leading bottlers increasingly rely on „DWI Bottle Cans“ as premium<br />

<strong>packaging</strong>. They leave room for a multitude of options in terms of<br />

design. Due to the deployed manufacturing process, they also require<br />

less material input as the conventional extruded bottles.<br />

Due to the increasing demand, the enterprise Schuler AG has entered<br />

into a cooperation with the Japanese market leader TMC.<br />

TMC contributes its know how regarding tools and processes and<br />

Schuler its experience in the construction metal <strong>packaging</strong> presses,<br />

as well as its global range of services.<br />

pj<br />

Pj 04/05 | <strong>2017</strong> www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 39


Verpackungen aus Kunststoff, Glas und Metall<br />

besondere Hafteigenschaften und Rückhaltekräfte<br />

Einsatz als Primärverpackung<br />

Das Stretchfoliensortiment der DUO PLAST AG, Lauterbach, zur Palettensicherung in der<br />

Lebensmittelindustrie wurde erweitert. Seit Kurzem steht die Duo-Food-Contact-Folie, die speziell<br />

für den direkten Kontakt mit Lebensmitteln entwickelt wurde, in verschiedenen Varianten zur<br />

Verfügung.<br />

Die lebensmittelrechtliche Konformität der Stretchfolie wurde durch ein renommiertes<br />

Prüfinstitut bestätigt.<br />

DUO PLAST erhielt 2011 als einer der ersten<br />

Folienhersteller in Europa eine lebensmittelrechtliche<br />

Konformitätserklärung<br />

nach EU-Verordnung 10/2011<br />

für die Stretchfolie Duo-Food-Contact.<br />

Diese wird darüber hinaus nach strengsten<br />

Hygienerichtlinien im Rahmen des<br />

globalen Standards BRC/IoP produziert.<br />

Aktuell präsentierte das Unternehmen<br />

weitere Varianten, die die strengen<br />

Grenzwerte einhalten.<br />

Neben der bereits existierenden Stärke<br />

15 μm steht sie nun auch in den Stärken<br />

12, 17, 20 und 23 μm zur Verfügung. Darüber<br />

hinaus bietet sie der Hersteller<br />

stark haftend oder als patentierte DDK-<br />

Variante an.<br />

Neben der standardmäßigen transparenten<br />

Stretchfolie kann das Contact-Sortiment<br />

auf Wunsch auch blau-transluzent<br />

eingefärbt werden. Die Folie wurde für<br />

den Einsatz als Primärverpackung entwickelt<br />

und hat somit den zusätzlichen Vorteil,<br />

dass die bisherigen Primärverpackungen<br />

reduziert oder komplett<br />

ersetzt werden können. Dank der Einfärbung<br />

ist sofort erkennbar, ob Rückstände<br />

der Stretchfolie auf den Lebensmitteln<br />

haften geblieben sind.<br />

Duo-Food-Contact-Folie ist eine geblasene<br />

Stretchfolie und verfügt über eine<br />

extreme Dehn- und Weiterreißfestigkeit.<br />

Dadurch lässt sich die Folienstärke reduzieren,<br />

was wiederum signifikante Materialeinsparungen<br />

erlaubt. Ihre Hafteigenschaften<br />

und Rückhaltekräfte ergeben<br />

einen festen Folienverbund und erhöhen<br />

die Transportsicherheit deutlich. pj<br />

Your way to Industry 4.0<br />

SIKO GmbH, Tel. +49 7661 394- 0, www.siko-global.com


Neue PET-behälterbodenlösung<br />

Optionen für die<br />

Markendifferenzierung<br />

SteadyEDGE ist eine einzigartige, patentierte Flaschenbodenlösung, die den Produzenten von<br />

Lebensmitteln, Haushalts- und Körperpflegeprodukten (FHPC) neue Möglichkeiten der<br />

Markendifferenzierung bietet. Sidels neue BOSS-Lösung (Base OverStroke System) ist einfach<br />

zu implementieren und nachzurüsten und kompatibel mit den Sidel-Universalblasmaschinen.<br />

Die neue Bodentechnologie meistert die Herausforderungen<br />

bei der Fertigung flacher, ovaler und rechteckiger<br />

PET-Behälter, für die ein spezifischer<br />

Produktionsprozess mit einer optimalen PET-Materialverteilung<br />

benötigt wird, um eine hochwertige Verpackung<br />

zu produzieren. „SteadyEDGE ermöglicht<br />

die Produktion hochwertiger PET-Behälter mit schärferen<br />

Kanten, deren Durchmesser auf nur einen Millimeter<br />

reduziert werden kann, anstelle der<br />

bisherigen 2,5 Millimeter“, erläutert Pierrick Protais,<br />

Leiter Verpackungsinnovationen bei Sidel.<br />

Diese Kanten erhöhen die Gestaltungsfreiheit und<br />

vereinfachen die Produktion eleganterer Behälter mit<br />

weniger stark abgerundeten Böden. Außerdem eröffnen<br />

sie besondere Marketingmöglichkeiten für Behälter<br />

mit komplexen Formen und großen Flächen<br />

für die Etikettierung.<br />

Diese innovative Verpackungslösung optimiert die<br />

Produktivität, senkt die Gesamtbetriebskosten und<br />

erhält dabei die hohe Produktqualität und -zuverlässigkeit<br />

aufrecht. Zu ihren Vorteilen zählt auch die potenzielle<br />

Gewichtsreduzierung um bis zu zehn<br />

Prozent durch die Verbesserung beim Strecken des<br />

Materials für den Boden. Der reduzierte Blasdruck<br />

senkt den Energieverbrauch während der Produktion<br />

um bis zu 20 Prozent.<br />

Das spezifische Design der „scharfen Kante“ wird mit<br />

dem neuen, patentierten Sidel-Formsystem für<br />

Neben den neuen Gestaltungsmöglichkeiten bieten die Behälter auch<br />

einen stabileren Stand.<br />

Böden erzielt. BOSS ist ein Kolben, der in der Blasphase<br />

aktiviert wird, um den Boden zu verschieben. Dieses<br />

mechanische Element ermöglicht das Anheben und<br />

Absenken des Bodens während des Flaschenformens<br />

unabhängig vom Öffnen und Schließen der beiden<br />

Halbschalen der Form. Ein BOSS/BOSS-Formenwechsel<br />

dauert nur drei Minuten, ein Wechsel zwischen BOSS<br />

und einer anderen Form elf Minuten.<br />

pj<br />

Zerkleinerung Automation Anlagen<br />

Pj 04/05 | <strong>2017</strong><br />

BOSS gewährleistet eine flexible und vielseitige Produktion mit schnellen Formenwechseln und maximaler Verfügbarkeit der Produktion.<br />

Getecha GmbH<br />

Am Gemeindegraben 13<br />

63741 Aschaffenburg<br />

Tel: 06021-8400-0<br />

Fax: 06021-8400-35<br />

info@getecha.de<br />

www.getecha.de


Green Packaging<br />

In der Praxis erfolgreich getestet<br />

Anderes Frischfaserkonzept mit „Graspapier“<br />

Graspapier, die neueste Produktfamilie der Papierfabrik Scheufelen GmbH + Co. KG und der Beitrag<br />

des Lenninger Unternehmens zur UN-Agenda 2030, reiht sich ein in die wegweisende Tradition bei<br />

der Papierherstellung. Produktbeispiele aus relevanten Marktsegmenten wurden erfolgreich bis zur<br />

Marktreife entwickelt und zeigen ein enormes Potenzial.<br />

1969 flog mit Apollo 11 das im Hause<br />

Scheufelen entwickelte erste nicht<br />

brennbare Papier zum Mond. Das war ein<br />

echter Meilenstein in der Geschichte der<br />

Papierindustrie, ebenso bahnbrechend<br />

wie schon 1892 die Einführung des<br />

Kunstdruckpapiers.<br />

Im Graspapier von Scheufelen werden 50<br />

Prozent Frischfasern aus sonnengetrocknetem<br />

Gras verwendet. Anders als bei<br />

vielen auf dem Weltmarkt erhältlichen<br />

Frischfaserzellstoffen wird dieses Material<br />

in der näheren Umgebung der Papierfabrik<br />

in der Biosphärenregion<br />

Schwäbische Alb aus einem mehrmals<br />

jährlich nachwachsenden Rohstoff gewonnen<br />

und soll zukünftig direkt in der<br />

Papierfabrik in Lenningen in einer gemeinsam<br />

mit dem Entwicklungspartner<br />

Creapapier GmbH aus Hennef betriebenen<br />

Anlage verarbeitet werden.<br />

Schonender Einsatz von<br />

Ressourcen<br />

Die geringe Umweltbelastung geht in die<br />

Umweltbilanzen der mit Graspapier verpackten<br />

Produkte eins zu eins ein und erlaubt<br />

einen einzigartigen Marketingansatz.<br />

Die Frischfaserverpackungen auf<br />

Graspapierbasis entsprechen bereits<br />

heute allen Anforderungen, die sich aus<br />

Im Vordergrund steht die Herstellung<br />

eines kostengünstigen Frischfaserzellstoffs<br />

bei möglichst geringer<br />

Umweltbelastung. Diese beruht mit<br />

weniger als einem Liter pro Tonne<br />

Graszellstoff auf einem verschwindend<br />

niedrigen industriellen Wasserbedarf<br />

– verglichen mit mehreren<br />

Tausend Litern Wasser pro Tonne<br />

Holzzellstoff – einer massiven Energieersparnis<br />

von bis zu 80 Prozent<br />

pro Tonne Frischfasermaterial und<br />

dem kompletten Verzicht auf Prozesschemikalien.<br />

der geplanten Mineralölverordnung für<br />

Verpackungsmaterialien mit Blick auf<br />

einen noch besseren Verbraucherschutz<br />

ergeben werden. Die Lebensmittelunbedenklichkeit<br />

wird durch ein entsprechendes<br />

ISEGA-Zertifikat bestätigt, außerdem<br />

ist das Material recyclingfähig, kompostierbar<br />

und FSC-Mix-zertifiziert (FSC®<br />

C009951).<br />

Das umfassende Know-how des Teams<br />

im Bereich der Entwicklung innovativer<br />

Druckoberflächen stellt als wichtige Eigenschaft<br />

die Offset-Bedruckbarkeit des<br />

neuen Materials sicher. Das wurde durch<br />

den Pilotkunden Rondo für Produkte im<br />

Bereich von Obst- und Gemüseverpackungen<br />

bereits unter Beweis gestellt.<br />

Scheufelen Graspapier ist zur Herstellung<br />

von Wellpappenrohpapieren, Linern und<br />

Faltschachteln, aber auch für grafische<br />

Anwendungen geeignet. Produktbeispiele<br />

wurden im Rahmen einer seit September<br />

2016 bestehenden Kooperation<br />

durch Masterstudenten der Hochschule<br />

für Medien (Stuttgart) und Produktentwicklern<br />

der Papierfabrik Scheufelen im<br />

neuen Packaging Campus Lenningen erfolgreich<br />

bis zur Marktreife entwickelt.<br />

Graspapier steht seit Kurzem mit unterschiedlichen<br />

Eigenschaften unter den<br />

Marken greenliner als Wellpappenrohpapier<br />

bzw. Liner, als Scheufelen graspapier<br />

für grafische Anwendungen sowie als<br />

phoenogras in einer exklusiven Kombination<br />

von Graspapier mit dem hochweißen<br />

Zellstoffkarton phoenolux für<br />

besondere Verpackungslösungen zur<br />

Verfügung. Derzeit ist greenliner in Flächengewichten<br />

von 80, 95, 105, 130 und<br />

200 g/m 2 , graspapier in 95 und 130 g/ m 2<br />

sowie phoenogras in 360 g/m 2 erhältlich.<br />

Alternate Fresh Fibre Concept with<br />

„Grass Paper“<br />

Grass Paper is not only the most recent<br />

product family of the paper manufacturer<br />

Papierfabrik Scheufelen, but also represents<br />

the company’s contribution to<br />

the UN Agenda 2030, and fits in with the<br />

path-breaking tradition of the company<br />

at the production of paper.<br />

The most important aspect is the manufacture<br />

of a lower-cost fresh fibre pulp<br />

with a as low as possible environmental<br />

impact, that directly positively affects the<br />

environmental balance of the products<br />

packaged in grass paper. This enables a<br />

unique marketing approach. Exemplary<br />

products have already been developed<br />

to market maturity and feature an enormous<br />

potential.<br />

pj<br />

42<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 04/05 | <strong>2017</strong> Pj


Green Packaging<br />

Fokus auf Ressourcenschonung und Kompostierbarkeit<br />

Ohne Eigenschaftsverluste<br />

Biokunststoffspezialist FKuR stellte eine Vielzahl neu- und weiterentwickelter Biopolymer-Compounds<br />

für die Herstellung ressourcenschonender Folien sowie von Hart- und Weichverpackungen vor. Spezielle<br />

Folientypen sind kompostierbar, einige davon sogar im Gartenkomposter.<br />

In seinem aktualisierten Portfolio biobasierter<br />

Thermoplast-Compounds für die<br />

Herstellung von Folien, Profilen und<br />

Formteilen stellt das Unternehmen eine<br />

Reihe neuer Produkte mit gesteigertem<br />

Potenzial zur Ressourcenschonung in<br />

den Mittelpunkt. Dazu tragen Compounds<br />

mit höherem Anteil an nachwachsenden<br />

Rohstoffen ebenso bei wie<br />

Produkte mit verbesserten mechanischen<br />

Eigenschaften, die es ermöglichen,<br />

Foliendicken zu verringern. Weitere aktuelle<br />

Ergänzungen des Produktprogramms<br />

von FKuR zeichnen sich durch<br />

ihre zertifizierte Kompostierbarkeit im<br />

heimischen Komposthaufen aus.<br />

Mit neuen Biopolymer-Compounds auf<br />

Basis von Celluloseacetat (Biograde®)<br />

bzw. Polypropylen (Terralene®) erweitert<br />

FKuR die Möglichkeiten zur Reduzierung<br />

fossiler Rohstoffe bei der Herstellung von<br />

Formteilen sowie Extrudaten.<br />

Dünne biologisch abbaubare<br />

Folien<br />

Eine vollständige biologische Abbaubarkeit<br />

gemäß EN 13432 ist das Hauptmerk-<br />

mal der flexiblen Bio-Flex®-Biopoly- mer-<br />

Compounds von FKuR, die sich durch<br />

ihre hohe Festigkeit und Zähigkeit auszeichnen.<br />

Zu den Hauptanwendungen<br />

von Bio-Flex® FX 1120 gehören dünnwandige<br />

Beutel, insbesondere Bioabfallbeutel,<br />

die gegenüber Stärke-Compounds<br />

durch erhöhte Wasserbeständigkeit<br />

einen hohen Rückhalt von Feuchtigkeit<br />

ermöglichen. Mit einem Anteil an<br />

nachwachsenden Rohstoffen von über<br />

50 Prozent erfüllt dieser Typ die Vorgaben<br />

der Deutschen Bioabfallverordnung.<br />

Die neuen Bio-Flex® Compounds der Typenreihe<br />

F 18xx und FX 18xx eignen sich<br />

zur Herstellung dünnwandiger Folien,<br />

die sich im Gartenkompost vollständig<br />

abbauen. Das Vinçotte-Zertifikat „OK<br />

Compost HOME“ bestätigt nicht nur<br />

diese Eigenschaft, sondern darüber hinaus<br />

erfüllen die meisten Typen auch die<br />

Vorgaben des Artikels 75 des französischen<br />

Energiewendegesetzes.<br />

Diese neuen Materialien bieten ebenfalls<br />

eine, für Bio-Flex® typische, hohe Feuchtigkeitsbeständigkeit.<br />

Neben Bioabfallbeuteln<br />

sind auch Anwendungen wie<br />

Mehrwegtüten, Tragetaschen für die<br />

Obst- und Gemüsetheke, Mulchfolien und<br />

andere Verpackungen möglich. Die Gemeinsamkeit<br />

aller Bio-Flex®-Typen ist die<br />

gute Verarbeitbarkeit auf bestehenden<br />

konventionellen PE-Extrusionsanlagen.<br />

Dünne biologisch abbaubare Folien ohne Eigenschaftsverluste.<br />

Biokunststoffe sind eine eigene Materialklasse.<br />

Sie bestehen entweder<br />

aus nachwachsenden Rohstoffen,<br />

und/oder die biologische Abbaubarkeit<br />

der hieraus hergestellten Produkte<br />

wird ermöglicht.<br />

pj<br />

(Bild: ©FKuR)<br />

www.mueller-bauer.de<br />

INNOVATIVE METALL-<br />

VERPACKUNGEN<br />

FÜR JEDE BRANCHE<br />

Als Spezialist für Metallverpackungen<br />

finden wir für jedes Produkt die beste<br />

Verpackung – stabil und ansprechend<br />

aus Aluminium oder Weißblech.<br />

Auch im Bereich Nahrungs- und<br />

Genussmittel machen unsere<br />

Dosen in blanker oder lackierter<br />

Ausführung eine gute Figur.


Green Packaging<br />

Neuer Verschluss aus Recyclat<br />

Keine Nachteile beim Gebrauch<br />

Erstmals setzt Werner & Mertz serienmäßig einen Verschluss ein, bei dem zu 100 Prozent PP-Recyclat aus<br />

der haushaltsnahen Sammlung „Gelber Sack“ verwendet wird. Inzwischen läuft der nachhaltige FROSCH-<br />

Zitronenreiniger in der 750-Milliliter-Flasche mit dem neuen Klappscharnierverschluss aus PP-Recyclat vom<br />

Band.<br />

Die Recyclat-Initiative hat Verschlüsse<br />

für FROSCH-Produkte<br />

mit 100 Prozent Polypropylen<br />

(PP) aus dem Gelben Sack entwickelt.(Bilder:<br />

Werner & Mertz)<br />

Die von Werner & Mertz ins Leben gerufene<br />

Recyclat-Initiative hat einen neuerlichen<br />

Schritt in Richtung Nachhaltigkeit<br />

vollzogen, und es wird ein weiterer – inzwischen<br />

der dritte – Post-Consumer-Recycling-Kunststoff<br />

im Rahmen der<br />

Initiative genutzt. Zur Verfügung gestellt<br />

wird das Recyclingmaterial vom Unternehmen<br />

„Der Grüne Punkt – Duales System<br />

Deutschland GmbH“ (DSD).<br />

Eingesetzt werden hier Recyclate aus der<br />

Systalen-Produktfamilie. Hergestellt werden<br />

die Verschlüsse von der HEINZ PLAS-<br />

TICS Böhm GmbH aus Langenau in<br />

Oberfranken. Auch bei der Pigmentierung<br />

setzt Werner & Mertz auf Nachhaltigkeit:<br />

Die grüne Farbe erhält der<br />

Klappverschluss durch das sogenannte<br />

„Cradle-to-Cradle“-Masterbatch. Diese<br />

Pigmentierung ist nachhaltig und ermöglicht<br />

eine Zertifizierung nach Cradle<br />

to Cradle.<br />

Hinter dem neuartigen Verschluss stecken<br />

rund neun Monate intensiver gemeinsamer<br />

Entwicklungsarbeit von<br />

Werner & Mertz, DSD und HEINZ-PLAS-<br />

TICS. Hierbei musste der Verschluss zahlreiche<br />

Belastungstests durchlaufen,<br />

welche allesamt positiv verliefen.<br />

„Mit der von Werner & Mertz ins Leben<br />

gerufenen Recyclat-Initiative zeigen wir,<br />

was heute im Kunststoffrecycling möglich<br />

ist. Mit den Polypropylen-Verschlüs-<br />

sen ist es gelungen, für eine weitere<br />

Kunststoffart den Kreislauf zu schließen“,<br />

freut sich Michael Wiener, CEO des Grünen<br />

Punkts. Als erstes Produkt geht der<br />

FROSCH-Zitronenreiniger mit dem<br />

neuen Verschluss in den Handel.<br />

Werner & Mertz wird nach und nach weitere<br />

Produkte der Marke FROSCH mit den<br />

nachhaltigen Verschlüssen ausstatten.<br />

Eine Zertifizierung nach Cradle to<br />

Cradle ist ebenfalls vorgesehen.<br />

Bereits im vergangenen Jahr machte die<br />

Recyclat-Initiative mit den weltweit ersten<br />

Flaschen aus 100 Prozent HDPE aus<br />

dem Gelben Sack auf sich aufmerksam.<br />

Dafür erhielt sie den Deutschen Verpackungspreis<br />

in Gold.<br />

pj<br />

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Telefon 0049 (0)-981 96984-0<br />

„„Hinsichtlich des optischen Erscheinungsbildes,<br />

der Haltbarkeit und Verwendung hat<br />

der Klappscharnier-Verschluss aus dem Post-<br />

Consumer-Recyclat keine Nachteile im Vergleich<br />

zu herkömmlichen Verschlüssen aus<br />

Virgin-Material“, erläutert Immo Sander, Leiter<br />

der Verpackungsentwicklung bei Werner<br />

& Mertz.<br />

44<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 04/05 | <strong>2017</strong> Pj


Green Packaging<br />

Lignocellulose-Schaum<br />

Alternative für petrochemisch<br />

basierte Grundstoffe<br />

Eine neue Einsatzmöglichkeit von Maisspindeln haben die Loick Biowertstoff GmbH<br />

und das Fraunhofer-Institut für Holzforschung (WKI) im Blick. Sie wollen die von den<br />

Körnern befreiten Maiskolben als Ausgangsmaterial für die Herstellung von<br />

druckfestem, geschäumtem verpackungsmaterial einsetzen.<br />

Lignocellulose-Foam für den Einsatz im Verpackungsbereich.<br />

Bilder: Fraunhofer WKI/Manuela Lingnau<br />

Durch die Modifikationen der Mähmaschinen<br />

bei der Maiskörnerernte fallen<br />

auch Maisspindeln an. Bisher werden<br />

diese thermisch genutzt oder zu Maisspindelgranulat<br />

weiterverarbeitet, das als<br />

Einstreu- oder Adsorptionsmaterial verwendet<br />

wird.<br />

Bislang handelt es sich bei Schaum- bzw.<br />

Packstoffen überwiegend um geschäumte<br />

Polymere, die aus petrochemischen<br />

Grundstoffen erzeugt werden.<br />

Unter Berücksichtigung der Diskussion<br />

über eine verstärkte Nutzung nachwachsender<br />

Rohstoffe zur Substitution petro-<br />

chemisch basierter Produkte und die Bewertung<br />

von Produkten nach ihren klimaschädigenden<br />

Wirkungen (CO2-Äquivalente),<br />

weisen Schaumstoffe auf Basis<br />

von Lignocellulosen eine hohe Attraktivität<br />

auf. Das neue geschäumte Verpackungsmaterial<br />

könnte seinen Einsatz in<br />

Transportverpackungen oder in großen<br />

Mengen in der Möbelindustrie vor allem<br />

als Kanten- und Eckenschutz finden.<br />

Die entwickelten Schäume bestehen zu<br />

100 Prozent aus Lignocellulosen und benötigen<br />

keine zusätzlichen synthetischen<br />

Bindemittel bei der Herstellung. Sie sind<br />

druckfest, emissionsarm und können in<br />

Dichten zwischen 50 kg/m³ und 250<br />

kg/m³ hergestellt werden. Die Ergebnisse<br />

der bisher produzierten Prüfkörper zeigen<br />

sich sehr vielversprechend.<br />

pj<br />

Mögliches Anwendungsbeispiel.<br />

Effizienzschrittmacher.<br />

Die Tiefziehverpackungsmaschine im MULTIVAC Clean Design ermöglicht das<br />

GMP-gerechte Verpacken von sensiblen Produkten. Schnelle und reproduzierbare<br />

Formatwechsel sowie eine zuverlässige Line Clearance sorgen auch bei kleinen<br />

Chargen für sichere Prozesse.<br />

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Green Packaging<br />

Projekt auf gutem Weg<br />

Biobasierte Kunststoffe als Verpackungen<br />

für Lebensmittel<br />

Welche Rolle spielen Biokunststoffe heute und zukünftig bei den Lebensmittelverpackungen? Diese Frage<br />

soll eine Studie beantworten, für die das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) über<br />

seinen Projektträger Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) im Februar 2016 eine<br />

Ausschreibung gestartet hatte. Das Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu) wurde mit<br />

der Durchführung beauftragt.<br />

Ziel der Studie ist es, die aktuellen Marktanteile<br />

und die qualitativen Standards<br />

von Biokunststoffen zu analysieren und<br />

die Rahmenbedingungen für deren Einsatz<br />

unter Berücksichtigung eines hohen<br />

Gesundheits- und Verbraucherschutzes<br />

zu beschreiben. Schließlich soll ein Ausblick<br />

gegeben werden, wie sich die<br />

Marktentwicklung in den kommenden<br />

Jahren voraussichtlich gestalten wird.<br />

Die Zukunft der<br />

Lebensmittelverpackungen<br />

Eignen sich biobasierte Kunststoffe zum<br />

Verpacken von Lebensmitteln? Dieser<br />

Frage gehen Heidelberger Forscher im<br />

Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung<br />

und Landwirtschaft nach. Bundeslandwirtschaftsminister<br />

Christian<br />

Schmidt beauftragt das Institut für Energie-<br />

und Umweltforschung Heidelberg<br />

(ifeu) mit einer Studie zur Eignung biobasierter<br />

Kunststoffe für Lebensmittelverpackungen.<br />

„Fossilbasierte Kunststoffe<br />

haben als Verpackungsmaterial viele Vorteile.<br />

Sie sind leicht, gut formbar und universell<br />

verwendbar. Aber: Der Rohstoff<br />

Erdöl ist endlich – und verpackte Lebensmittel<br />

stehen oft in direktem Kontakt mit<br />

den Kunststoffen. Dabei stellt sich die<br />

Frage, unter welchen Umständen es zu<br />

unerwünschten Materialeffekten kommen<br />

kann beziehungsweise welche<br />

Kunststoffe oder Kunststoffbeschichtungen<br />

die besten Materialeigenschaften<br />

aufweisen. Ziel der von mir in Auftrag gegebenen<br />

Studie ist es, zu überprüfen, ob<br />

wir Lebensmittel durch die stärkere Verwendung<br />

von biobasierten Materialen<br />

noch besser verpacken können“, erklärt<br />

dazu Bundesminister Christian Schmidt.<br />

Die Forscher sollen technische und gesundheitsrelevante<br />

Materialeigenschaften<br />

biobasierter Kunststoffe untersuchen,<br />

Fragen zur Marktsituation sowie zu<br />

Die Projektpartner befassen sich seit<br />

vielen Jahren als professionelle<br />

Dienstleister mit Aufgabenstellungen<br />

entlang der gesamten Wertschöpfungskette.<br />

Dabei sind durchaus komplexe<br />

Zusammenhänge zu erwarten.<br />

Die Marktakteure sollen sowohl bei<br />

der Problemanalyse wie auch bei der<br />

Entwicklung von Lösungsvorschlägen<br />

eng eingebunden werden.<br />

den Marktpotenzialen beantworten und<br />

mögliche Handlungsempfehlungen aufzeigen.<br />

Chance für biobasierte<br />

Kunststoffe<br />

Häufig weisen biobasierte Kunststoffe<br />

physikalisch-chemische Eigenschaften (z.<br />

B. Luft-, Dampf-, Sauerstoffdurchlässigkeit,<br />

Modulus) auf, die sie gerade für die<br />

Verpackung von Lebensmitteln besonders<br />

geeignet erscheinen lassen. Dennoch<br />

sind sie auf dem deutschen Markt<br />

mengenmäßig noch wenig präsent.<br />

Das Institut für Energie- und Umweltfor-<br />

Beispiele bereits existierender biobasierter Kunststoffverpackungen unterschieden nach Verpackungstypen. (Bilder: European Bioplastics)<br />

46<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 04/05 | <strong>2017</strong> Pj


Green Packaging<br />

schung (ifeu) in Heidelberg führt die Studie<br />

in Kooperation mit dem Fraunhofer-<br />

Institut für Verfahrenstechnik und<br />

Verpackung (IVV) in Freising und der narocon<br />

Innnovationsberatung in Berlin<br />

durch. Die fachliche und administrative<br />

Betreuung liegt bei der Fachagentur<br />

Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR).<br />

Ziel des Projekts ist daher die Ermittlung<br />

des Handlungsbedarfs zum verstärkten<br />

Einsatz biobasierter Kunststoffverpackungen<br />

mit Lebensmittelkontakt. Dabei<br />

sollen die aktuelle deutsche Marktsituation<br />

und die Marktpotenziale sowie bestehende<br />

Hemmnisse ermittelt werden.<br />

Im Rahmen der Untersuchung werden<br />

insbesondere die rechtliche Situation<br />

beim Einsatz von biobasierten Kunststoffen<br />

und mögliche gesundheitsrelevante<br />

Aspekte sowie die Umweltauswirkungen<br />

über den gesamten Lebensweg der biobasierten<br />

Kunststoffverpackungen inklusive<br />

der Entsorgung beleuchtet.<br />

Die Bundesregierung strebt im Rahmen<br />

ihrer Bioökonomiestrategie<br />

einen schrittweisen Wechsel zu einer<br />

nachhaltigen biobasierten Wirtschaft<br />

an. Mit dieser Studie erwartet<br />

das BMEL eine Prognose zu den Einsatz-<br />

und Rohstoffpotenzialen für<br />

biobasierte Lebensmittelverpackungen<br />

in Deutschland bis zum Jahr<br />

2030. Die Ergebnisse der Studie werden<br />

Anfang 2018 erwartet.<br />

Exemplarische der Akteure entlang der Wertschöpfungskette: Die übergeordneten Akteure wie Medien, Behörden, Politik bzw. Gesetzgeber sind in jeder Stufe aktiv.<br />

Ziel sind<br />

Handlungsempfehlungen<br />

Ausgehend von der aktuellen Situation<br />

und den identifizierten Hemmnissen sollen<br />

spezifische Handlungsempfehlungen<br />

erarbeitet werden, die dazu geeignet<br />

sind, die Akzeptanz und die Verwendung<br />

von Biokunststoffen als Lebensmittelverpackung<br />

zu stärken.<br />

Dabei sind Problemstellungen und Defizite<br />

für einen verstärkten Marktzugang<br />

biobasierter Kunststoffverpackungen für<br />

Lebensmittel auf allen Stufen der Wertschöpfungskette<br />

(Anbau, Verarbeitung,<br />

Verwendung, Entsorgung) zu vermuten.<br />

Mit Blick auf einen effektiven Gesundheits-<br />

und Verbraucherschutz einerseits<br />

und einer weiteren ökologischen Optimierung<br />

andererseits sollen die Möglichkeiten<br />

einer besseren Verzahnung der<br />

Wertschöpfungsstufen aufgezeigt werden.<br />

Dies ist auch ganz im Sinn einer<br />

Stärkung der Kreislaufwirtschaft.<br />

pj<br />

The Present and Future Significance of Bioplastics<br />

for Food Packaging<br />

A survey, which had been tendered by the Federal Ministry<br />

of Food and Agriculture (BMEL) in 2016 is supposed to provide<br />

respective answers. Commissioned to conduct the same<br />

was the Heidelberg Institute for Energy and Environmental<br />

Research (ifeu). The survey is intended to analyze<br />

the current market share and the quality standards of bioplastics<br />

and to depict the framework of their deployment<br />

under consideration of a high level of protection for the health<br />

and the consumer. Finally, it is also intended to provide<br />

an outlook on how the market development will presumably<br />

turn out in the upcoming years. The publication of the<br />

results of the survey’s results is expected at the beginning of<br />

2018. pj<br />

Übersicht über die Schnittstellen im Prozess.<br />

(Grafiken: ifeu, Heidelberg, und narocon Innovationsberatung, Berlin)<br />

SMARTER PRODUCT USABILITY<br />

SMART IST, WENN IHRE NEUE DATEN-<br />

LICHTSCHRANKE DDLS 500 AUCH AUS DER<br />

FERNE DIAGNOSEDATEN LIEFERT.<br />

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handling.<br />

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Co-Packaging<br />

Co-Packaging ist Vertrauenssache<br />

Über 30 Jahre Erfahrung<br />

Ein verantwortungsbewusstes Team, die kontinuierlichen Investitionen in die Ausstattung sowie<br />

die völlige Transparenz bei der Durchführung der Aufträge sichern der Naatz Integrated Services<br />

GmbH, Idstein, bereits seit vielen Jahre das Vertrauen der Kunden. Zum Leistungsspektrum des<br />

Dienstleisters gehört neben der umfassenden Co-Packaging-Kompetenz auch ein eigener Versandservice.<br />

Bestückung: Eine<br />

Geschenkpackung wird mit<br />

verschiedenen Komponenten<br />

befüllt.<br />

Hervorgegangen aus einem Druckereibetrieb<br />

mit hohem technologischem Anspruch<br />

konzentrierte sich das Unternehmen<br />

Mitte der 1980er-Jahre zunehmend<br />

auf den Sektor Handarbeit, die beim Verpacken<br />

ausgewählter Produkte schon<br />

immer einen hohen Stellenwert hatte.<br />

Schnell wurden die Räume angesichts<br />

des schnell wachsenden Auftragsvolumens<br />

zu klein, weshalb 1995 der Umzug<br />

in eine neue Multifunktionshalle in Idstein<br />

erfolgte. Seitdem stehen für die vielfältigen<br />

Aufgaben über 4.000 m² Lagerfläche<br />

zur Verfügung. Bis heute wird das<br />

Wir verstehen unser Geschäft.<br />

Leistungsportfolio immer umfangreicher.<br />

verpackt wird sicher und sachgerecht<br />

nach wie vor händisch oder maschinell.<br />

Im großen Hochregallager mit bis zu<br />

4.000 Europaletten Stellfläche werden z.<br />

B. alle Zubehörteile für Promotion-Aktionen,<br />

Geschenkpackungen oder sonstige<br />

Werbepakete und Mailings zwischengelagert,<br />

um diese dann termingerecht zu<br />

kommissionieren und zu verpacken. Für<br />

spezielle Arbeiten wie das Verpacken von<br />

Katalogen und Preislisten in Folie, das Ku-<br />

vertieren von Mailings, das Zellophanieren,<br />

Banderolieren oder Umreifen stehen<br />

moderne Maschinen zur Verfügung.<br />

Co-Packaging punktet<br />

Aber wann und für wen ist es überhaupt<br />

von Vorteil, einen Dienstleister ins Boot zu<br />

holen? Bei schwankendem Bestellaufkommen<br />

ist es schwierig, das eigene Personal<br />

optimal auszulasten. Dann ist es sinnvoll,<br />

für alle Fragen der Konfektionierung einen<br />

Partner zu haben. Gerade bei starken saisonalen<br />

Schwankungen können so auch<br />

Kosten für ungenutzte Lagerfläche eingespart<br />

werden, indem die Warenwirtschaft<br />

ausgelagert wird. Naatz gibt z. B. auch die<br />

Kostenvorteile bei der Portooptimierung<br />

an seine Kunden weiter, die das Unternehmen<br />

als Großkunde der Post und weiterer<br />

Paketdienstleister genießt.<br />

Gerade junge Unternehmen setzen sich in<br />

einer Phase des schnellen Wachstums der<br />

Gefahr aus, den Bedarf im Logistikbereich<br />

nicht richtig einzuschätzen. Hier einen erfahrenen<br />

Logistikpartner an der Seite zu<br />

haben zahlt sich schnell aus. Auch beim<br />

Versenden oder der Zollabwicklung gilt es<br />

zahlreiche Besonderheiten zu beachten,<br />

die erfahrene Dienstleister stets im Blick behalten.<br />

Fulfillment-Service<br />

Das Angebot in diesem Bereich umfasst<br />

die Gesamtheit aller Aktivitäten in den Bereichen<br />

Wareneingang, Auftragserfassung,<br />

Kundenbetreuung, Kommissionierung,<br />

Verpackung, Versand, Fakturierung,<br />

Zahlungsverkehr und Reporting. Die<br />

verschiedenen Arbeitsschritte können als<br />

Bausteine kombiniert oder separat genutzt<br />

werden. So hat Naatz Integrated<br />

Services für einen führenden Fachverlag<br />

„Die Naatz Integrated Services GmbH ist im Jahr<br />

2010 hervorgegangen aus der Naatz + Partner Produktservice<br />

GmbH. Wir garantieren nahtlos eine<br />

kompetente und professionelle Ausführung aller<br />

Aufträge bei größtmöglicher Individualität. Viele<br />

Geschäftspartner halten uns deshalb schon seit<br />

Jahrzehnten die Treue und sind von der Leistungsfähigkeit<br />

des Unternehmens überzeugt. Ihnen verdanken<br />

wir den Erfolg“, bringt es Geschäftsführer<br />

Thomas Naatz auf den Punkt.<br />

für Arbeitsrecht und Sozialrecht die Lagerhaltung<br />

und den Versand von etwa<br />

1.500 Fachtiteln übernommen. Zu den<br />

Aufgaben gehören beispielsweise die Lagerung<br />

von Büchern und Gesetzen, Massenaussendungen<br />

von Ergänzungslieferungen,<br />

der Ausdruck der vom Fachverlag<br />

erzeugten Bestellungen, die Kommissionierung<br />

und der Versand von<br />

Bestellungen sowie die Bearbeitung von<br />

Kundenrücksendungen und Remissionen.<br />

Für Fachverlage realisiert das Unternehmen<br />

termingerecht pro Monat<br />

insgesamt zwischen 2.000 und 3.000<br />

Aufträge.<br />

Sonderfall Konfektionierung<br />

Bei der Konfektionierung werden z. B.<br />

Geschenkverpackungen spezifiziert und<br />

Thekendisplays bestückt. Zum Angebot<br />

gehört auch der Aufbau von Bodendis-<br />

48<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 04/05 | <strong>2017</strong> Pj


Co-Packaging<br />

plays auf CHEP-Paletten und deren Versand.<br />

Für Auftragshersteller im Bereich<br />

flexible Verpackungen werden aktuell Sachets<br />

und Standbodenbeutel in Verkaufsdisplays<br />

platziert. Die Produkte<br />

werden von den Mitarbeitern gezählt,<br />

nach Vorgaben des Kunden in die entsprechende<br />

Kartonage verpackt und auf<br />

Paletten gestapelt. Hierzu ist es unbedingt<br />

erforderlich, dass alle qualitätsrelevanten<br />

Arbeitsabläufe nach festen<br />

Regeln ablaufen. Deshalb wurde bei<br />

Naatz im Jahr 2016 auch das Qualitätsmanagementsystem<br />

gemäß DIN EN ISO<br />

9001:2015 eingeführt.<br />

Es werden aber auch Produkte ganz anderer<br />

Art verpackt. So wurden in der langen<br />

Unternehmensgeschichte schon für<br />

bekannte Süßwarenhersteller Weihnachtsholzschlitten<br />

und riesige Plüschosterhasen<br />

für PoS-Displays verpackt.<br />

Auch für bekannte norwegische Kindermöbelhersteller<br />

wurden bei einigen Projekten<br />

Kinderstühle verpackt.<br />

Gerade die Realisierung der oftmals zeitlich<br />

begrenzten Aktionen einzelner Hersteller<br />

ist eine Stärke des Dienstleisters,<br />

der sich schnell auf die Anforderungen<br />

des Kunden einstellen kann.<br />

Versandservice inside<br />

Gewachsen an den Aufträgen der Vergangenheit<br />

und mit Mitarbeitern der ersten<br />

Stunde an der Seite, gehören die Zusammenhänge<br />

und Funktionsweisen als<br />

Dienstleistungsunternehmen im Versandservice<br />

zum Know-how. So werden<br />

beispielsweise beim Versand von Werbemitteln<br />

Adressdaten aus Excel, Access<br />

oder anderen Datenbanken übernom-<br />

men sowie mittels spezieller Software die<br />

Adressen überprüft und ein Dublettenabgleich<br />

vorgenommen. Hinzu kommen die<br />

Sortierung nach Leitbereichen, die Portooptimierung<br />

sowie der Druck der Behältercodierung<br />

und der Postformulare.<br />

Geht nicht, gibt’s nicht<br />

Von der Planung bis hin zur Kalkulation,<br />

ob spezielle Softwareentwicklung für individuelle<br />

Dienstleistungen oder die Einrichtung<br />

spezieller Lagerplätze – immer<br />

wieder stellen sich die Mitarbeiter von<br />

Naatz Integrated Services den neuen Herausforderungen.<br />

Auf Wunsch wird auch<br />

nach dem Lebensmittel- oder Arzneimittelgesetz<br />

verpackt.<br />

Im Auftrag eines Wellpappenherstellers<br />

wurden Schokoladenadventskalender<br />

Lager/Archivierung: Das Unternehmen verfügt über umfangreiche Lagerkapazitäten. Hier lagern z. B. die wichtigen<br />

Kundendokumente in Archivboxen.<br />

Konfektionierung: Für die Deutsche Post AG werden werthaltige Sets zusammengestellt.<br />

der DHL/Deutschen Post AG konfektioniert.<br />

Dabei mussten natürlich alle Anforderungen<br />

für das Verpacken von<br />

Lebensmitteln wie Kühlung und Hygienebestimmungen<br />

eingehalten werden.<br />

Für die Deutsche Post AG selbst stellt<br />

Naatz u. a. werthaltige Sets mithilfe einer<br />

Zusammentragmaschine her. Dazu<br />

wurde extra ein Wertlager eingerichtet,<br />

dass alle Sicherheitsauflagen von Wertstücken,<br />

hochwertigen Produkten und<br />

wichtigen Dokumenten erfüllt. Das ist<br />

nur dank der eigenen Multifunktionshalle<br />

möglich. Insgesamt sind die Räumlichkeiten<br />

so konzipiert, dass durch die<br />

Errichtung von Stellwänden jederzeit<br />

Räumlichkeiten entsprechend den Anforderungen<br />

des jeweiligen Kunden geschaffen<br />

werden können, z. B. Wertlager,<br />

Zolllager oder Lager für Lebensmittel.<br />

Eine neue Herausforderung für die Mitarbeiter<br />

ist das Aufgabengebiet der Aktenarchivierung.<br />

Der Trend wurde frühzeitig<br />

erkannt und die entsprechenden Maßnahmen<br />

getroffen. Das Wertlager stellt sicher,<br />

dass Akten und wichtige<br />

Dokumente von großen und kleinen Unternehmen,<br />

teilweise Privatleuten und<br />

Kanzleien sicher untergebracht sind. Der<br />

Zutritt ist nur autorisierten Personen gestattet.<br />

Es gelten die üblichen strengen<br />

Kriterien. Die Aktenordner der Kunden<br />

werden mithilfe der eigens entwickelten<br />

App „NIS Scan“ erfasst und dann in die<br />

zur Verfügung gestellte Aktenbox verpackt,<br />

etikettiert und von Bote, Spedition<br />

oder Paketdienst abgeholt und eingelagert.<br />

Der Kunde kann sich dann jederzeit<br />

die benötigte Akte zusenden oder digitalisieren<br />

lassen (scan on demand).<br />

Pj 04/05 | <strong>2017</strong> www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 49


Co-Packaging<br />

Co-Packaging is a Matter of Trust<br />

A reliable and conscientious team,<br />

continuous investments into new<br />

equipment, as well as full transparency<br />

throughout the performance of the<br />

orders – these are the features with<br />

which the Naatz Integrated Services<br />

GmbH has, for over 30 years, maintained<br />

the trust of its customers. Next to<br />

the comprehensive co-<strong>packaging</strong><br />

competence, the service portfolio of<br />

the service provider also includes the<br />

sectors incoming goods, order entry,<br />

customer support, order picking, pakkaging,<br />

dispatch, invoicing, transactions<br />

and reporting, and even an own<br />

shipping service. The various different<br />

work steps can be combined to modules<br />

or used separately. The <strong>packaging</strong><br />

can also be performed according<br />

to the food or medicines laws.<br />

pj<br />

Massenaussendungen: Ergänzungslieferungen für Fachliteratur werden auf den Weg gebracht.<br />

Saisongeschäft erfordert langfristige Planung<br />

Weihnachten steht vor der Tür<br />

Nach der Weihnachtssaison ist vor der Weihnachtssaison. Während die Kunden noch Sonnencreme<br />

für den Sommerurlaub kaufen, beschäftigen sich die Marketingabteilungen bereits mit den<br />

Promotionaktionen für die Weihnachtszeit. Dass außergewöhnliche und innovative Verpackungen<br />

im Trend liegen, weiß auch die Firma Packservice aus Karlsruhe.<br />

Seit über 35 Jahren arbeitet Packservice<br />

für internationale Marken in Deutschland,<br />

Österreich und der Schweiz, darunter<br />

zahlreiche Branchengiganten aus dem<br />

Food- und Kosmetiksektor, aber auch<br />

namhafte Hersteller aus der Pharma-, Industrie-<br />

und Textilbranche. Bereits im<br />

Frühjahr laufen beim Co-Packer die Vorbereitungen<br />

für das Weihnachtsgeschäft.<br />

Adventskalender als<br />

Markenbotschafter<br />

Weihnachten hat den PoS fest im Griff.<br />

Überall Angebote, Sonder- und Geschenkgebinde,<br />

Produkt-Add-ons, Zugaben,<br />

Bundle-Packs oder limitierte<br />

Um am PoS aufzufallen, müssen auch große<br />

Marken mit attraktiven Marketingansätzen<br />

überzeugen.<br />

„Die Beobachtung von Verpackungstrends ist ein<br />

wichtiger Faktor, um auf dem Markt langfristig erfolgreich<br />

zu sein. Von noch größerer Bedeutung<br />

erscheint uns allerdings die über 35-jährige Branchenerfahrung,<br />

die in jedes Projekt mit einfließt“,<br />

betont Melanie Zwecker, Unit-Leiterin am Packservice-Standort<br />

in Malsch.<br />

Produkteditionen. Hinzu kommen Sonderplatzierungen<br />

und Promotion aller<br />

Art. Die Auswahl ist groß, der Konkurrenzkampf<br />

im Markt der Fast Moving<br />

Consumer Goods hart. Seit einigen Jahren<br />

sind hochwertige Adventskalender<br />

besonders gefragt. Nach der Schokoladen-<br />

und Spielzeugindustrie hat inzwischen<br />

auch die Kosmetikbranche die<br />

Kalender als Geschenkidee und Imageträger<br />

für sich entdeckt. Hinter jedem<br />

Türchen versteckt sich ein kleines Präsent<br />

– und damit eine Botschaft, die die Marke<br />

über einen längeren Zeitraum in einem<br />

positiven Licht erstrahlen lässt.<br />

Insbesondere Marken- und Kosmetikhersteller<br />

planen und ordern zurzeit die<br />

Überraschungspakete für das Jahr <strong>2017</strong>,<br />

denn diese sind nicht nur ein Verkaufser-<br />

50 www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 04/05 | <strong>2017</strong> Pj


Co-Packaging<br />

folg als Geschenkidee für Groß und Klein,<br />

sondern nebenbei auch noch ein sympathischer<br />

Imageträger. Was die Kunden im<br />

Handel nicht wissen: Um die Kalender<br />

termingerecht und in bester Qualität in<br />

die Geschäfte zu bringen, ist nicht nur ein<br />

hoher Verpackungs- und Logistikaufwand<br />

vonnöten, sondern auch eine besondere<br />

Expertise im Bereich<br />

Verpackungsentwicklung erforderlich.<br />

Beides vereint die Firma Packservice. Allein<br />

3,8 Millionen Coffrets, 5 Millionen<br />

Displays, 7,5 Millionen Sleeves, 6,4 Millionen<br />

Shrinks und 7,5 Millionen OnPacks<br />

verlassen jährlich die Produktionshallen<br />

an über 20 Packservice-Standorten.<br />

Herausforderung für den<br />

Dienstleister<br />

So unterschiedlich die Produkte sind, die<br />

verpackt werden sollen, so hoch sind die<br />

Anforderungen, die an eine Verpackung<br />

gestellt werden. Mit dem Kompetenzcenter<br />

Verpackungsentwicklung und Co-<br />

Packing bietet Packservice eine Komplettlösung<br />

an.<br />

Gemeinsam mit verschiedenen Packmittelherstellern<br />

sucht das Unternehmen<br />

die ideale Präsentationslösung für die<br />

Produkte und arbeitet dabei eng mit<br />

dem jeweiligen Kunden zusammen. Melanie<br />

Zwecker, Unit-Leiterin am Packservice<br />

Standort in Malsch, hat schon einige<br />

Projekte im Bereich Verpackungsentwicklung<br />

erfolgreich durchgeführt: „Gerade<br />

zur Weihnachtszeit setzen große<br />

Markenhersteller auf außergewöhnliche<br />

Promotionaktionen. Wir müssen uns<br />

immer wieder aufs Neue auf die Wünsche<br />

unserer Kunden einstellen und verstehen<br />

uns daher nicht nur als<br />

Dienstleister, sondern auch als zuverlässigen<br />

Partner und Problemlöser, der die<br />

Gewichtsprobe: Bei der Entwicklung des Adventskalenders spielen auch Form und Größe der einzelnen Produkte eine große Rolle.<br />

Produkte in perfektem Zustand in den<br />

Handel bringt und die Ideen der Marketingabteilung<br />

realisiert.“ Dabei hat Packservice<br />

immer einen Blick für neue<br />

Materialien und Verpackungstechnologien.<br />

Expertise im Bereich<br />

Verpackungsentwicklung<br />

Packservice übernimmt für seine Kunden<br />

den Komplettservice: von der Verpackungsentwicklung<br />

über die Bestückung<br />

mit den Waren bis hin zur abschließenden<br />

Vorbereitung für den Handel. Genau<br />

wie bei aufwendigen Displayaktionen<br />

müssen auch bei der Entwicklung von<br />

Adventskalendern viele Dinge berücksichtigt<br />

werden: „Adäquat zu anderen<br />

Projekten im Bereich Sekundärverpackungen,<br />

wie beispielweise der Konfektionierung<br />

von aufwendigen<br />

Geschenksets, erarbeiten wir auch bei<br />

den Adventskalendern eine Strategie für<br />

das notwendige Material und die passenden<br />

Werkzeuge“, erläutert Melanie Zwecker.<br />

„Die Verpackung muss dabei<br />

zahlreiche Aufgaben erfüllen. Das Design<br />

ist für den Erfolg am PoS natürlich ausschlaggebend.<br />

Neben der Optik dürfen<br />

aber Transportsicherheit und Stabilität<br />

nicht vernachlässigt werden. Als Fulfillment-Dienstleister<br />

und Co-Packer packen<br />

wir die 24 Produkte natürlich selbst<br />

in die Kalender. Dabei ist es besonders<br />

wichtig, ein einfaches Handling sowohl<br />

für den Endkunden als auch in der Weiterverarbeitung<br />

zu gewährleisten.<br />

Schließlich soll der Kunde jedes Türchen<br />

einfach öffnen und die Produkte leicht<br />

entnehmen können“, so die Expertin.<br />

Ausgeglichen: Die Zahlen und Produkte müssen so angeordnet werden, dass der Kalender bis zum letzten Türchen waagerecht an<br />

der Wand hängen bleibt.<br />

Individualität zählt<br />

Die Entwicklung eines hochwertigen Adventskalenders<br />

ist ein sehr langwieriger<br />

und aufwendiger Prozess, daher beginnen<br />

die Vorbereitungen bei Packservice<br />

schon Anfang des Jahres. Zunächst erhält<br />

das Projektteam Musterwaren und die<br />

Weißmuster der Adventskalender. Bei<br />

den Weißmustern handelt es sich um<br />

eine Art Prototyp, der von Packservice<br />

ausgiebig geprüft wird. Dabei ist bereits<br />

bei der Verpackungsentwicklung zu beachten,<br />

dass jedes Produkt eine andere<br />

Form und Größe besitzt. Die verwendeten<br />

Kartonagen und die Art der Verarbei-<br />

Pj 04/05 | <strong>2017</strong> www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 51


Co-Packaging<br />

Moderne Technik: Mithilfe einer 3-D-Animation wird der Kunststoffeinleger des Adventskalenders<br />

genau überprüft.<br />

tung spielen ebenfalls eine wichtige<br />

Rolle. Viele Fragen müssen im Vorfeld beantwortet<br />

werden, z. B.: Wie gut lassen<br />

sich die einzelnen Teile falten und ineinanderstecken?<br />

Sind zusätzliche Klebearbeiten<br />

erforderlich? Wie gut lassen sich<br />

die Kalender befüllen? Lassen sich die<br />

einzelnen Türchen gut öffnen? Wie wird<br />

der Kalender für den Versand verpackt?<br />

V+E Consult Verpackungsberatung<br />

und Engineering GmbH<br />

Adresse Eschenstr. 25<br />

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Telefon +49 911 940877<br />

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Logistische Höchstleistungen<br />

Nach ausreichender Prüfung der Weißmuster<br />

übernimmt Packservice die weitere<br />

Prozesssteuerung. Packmittel<br />

müssen in großen Mengen geordert und<br />

Ressourcen optimal disponiert werden.<br />

Jeder einzelne Arbeitsschritt wird dabei<br />

genau geplant. Auch Lagerhaltung und<br />

Transport müssen effizient organisiert<br />

sein, dies wird durch das Campus-Konzept<br />

ermöglicht. Die Verpackungstätigkeiten<br />

werden direkt im Warehouse des<br />

Spediteurs oder beim Markenartikelhersteller<br />

durchgeführt. Packservice steuert<br />

Packmitteleinkauf, Lagerung und Co-Packing<br />

an zentraler Stelle. Der Gewinn für<br />

den Kunden bei diesem Konzept ist groß.<br />

Diese Lösung spart Transportwege und<br />

damit Zeit und Kosten für Lkw-Fahrten<br />

sowie die Ein- und Auslagerung der Rohware.<br />

Durch die räumliche Nähe kann<br />

dabei sehr flexibel auf kurzfristige Auftragsänderungen<br />

reagiert werden. Für<br />

aufwendige Projekte wie die Konfektionierung<br />

eines hochwertigen Adventskalenders<br />

ist dieses Vorgehen optimal.<br />

Anspruchsvolle<br />

Qualitätsstandards<br />

Bei der späteren Bestückung mit Waren<br />

ist eine ständige Qualitätskontrolle erforderlich,<br />

insbesondere bei hochwertigen<br />

oder zerbrechlichen Produkten. Die Verpackungsprozesse<br />

erfolgen gemäß den<br />

Auflagen der GMP-Standards. Und für<br />

Kosmetikprodukte entscheidend: Chargensicherheit<br />

und lückenlose Nachverfolgung<br />

gemäß den Vorgaben der<br />

EU-Kosmetikverordnung sind gewährleistet.<br />

Daher investiert das Unternehmen<br />

in modernste Automatisierungstechnik<br />

und IT. „Für unsere Kunden ist es<br />

enorm wichtig, schadhafte Waren im<br />

Ernstfall schnell aus dem Handel nehmen<br />

zu können. Daher setzen wir auf eine lückenlose<br />

Rückverfolgbarkeit durch unsere<br />

modernen ERP-Systeme“, betont<br />

Reißfest: Die Laschen der einzelnen Türchen müssen einfach zu öffnen sein und dürfen dabei nicht ausreißen.<br />

Melanie Zwecker. „Durch die Einführung<br />

eines Produktions-Webclient können<br />

Packservice-Kunden seit diesem Jahr<br />

zudem den aktuellen Produktionsstatus<br />

ihrer Aufträge einsehen. Je nach Fertigstellungsgrad<br />

ist eine farbliche Kennzeichnung<br />

der Aufträge enthalten. Damit<br />

liefert unser Unternehmen den Kunden<br />

wichtige Informationen und garantiert<br />

Transparenz im gesamten Produktionsablauf.“<br />

Ein Trend mit Zukunft<br />

Individuelle und hochwertige Adventskalender<br />

werden in der nächsten Saison<br />

Trend bleiben. Sie sorgen für Wiedererkennung<br />

und Identifikation mit der<br />

Marke und geben den Herstellern die<br />

Möglichkeit, eine breite Produktpalette<br />

in einem Artikel abzubilden. Damit sind<br />

sie auch das perfekte Präsent für die eigenen<br />

Kunden. „Wir rechnen damit, dass<br />

2018 noch mehr Markenhersteller diese<br />

Geschenkidee für sich entdecken, denn<br />

beim Thema Adventskalender werden<br />

auch Erwachsene noch mal zum Kind.<br />

Kunden aus unterschiedlichsten Branchen<br />

können den Adventskalender als<br />

attraktiven Werbeträger nutzen. Vom<br />

kleinteiligen elektronischen Zubehör<br />

über Gewürze und Müsli bis hin zu Spirituosen,<br />

Textilien oder Schmuck – der Fantasie<br />

sind keine Grenzen gesetzt“,<br />

prognostiziert Melanie Zwecker.<br />

Advent Calendar as Brand<br />

Ambassador<br />

The enterprise Packservice has been<br />

providing their services for international<br />

brands in Germany, Austria,<br />

and Switzerland for over 35 years.<br />

Among these are not only numerous<br />

major players out of the food and cosmetics<br />

sectors, but also prominent<br />

manufacturers from the pharmaceutical<br />

and textile industry, and also the<br />

industry in general. Already as soon<br />

as in the springtime, the co-packer is<br />

busy with the preparations for the<br />

Christmas business for which Packservice<br />

assumes the complete service<br />

for its customers. This ranges from the<br />

development of the <strong>packaging</strong> to the<br />

picking, respectively charging of the<br />

goods right up to the concluding preparations<br />

for sale in the retail trade.<br />

The development of a premium quality<br />

Advent calendar is a very long and<br />

laborious process, for which reason<br />

Packservice commences with the<br />

preparations already soon after the<br />

turn of the year.<br />

pj<br />

52<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 04/05 | <strong>2017</strong> Pj


Messen und Veranstaltungen<br />

Produktinnovationen in Glas<br />

Ein Preis hat sich etabliert<br />

Das Aktionsforum Glasverpackung zeichnet mit der „Produktinnovation in<br />

Glas“ die besten und nnovativsten Produkte aus der Getränke- und<br />

Lebensmittelbranche aus, die in Glas verpackt sind. Das Branchenevent<br />

Trendtag Glas fand am 18. Mai <strong>2017</strong> bereits zum elften Mal statt und bot<br />

einmal mehr den feierlichen Rahmen für die Auszeichnung der Sieger und<br />

Platzierten.<br />

Die Gewinnerprodukte GLÜCK und kukki mit den Trophäen.<br />

Der Veranstalter hatte wieder Vertreter<br />

und Entscheider der abfüllenden Industrie<br />

und des Handels eingeladen, dieses<br />

Mal in den kleinen Saal der Elbphilharmonie<br />

in Hamburg. Das Aktionsforum<br />

Glasverpackung ist eine Initiative der Behälterglasindustrie<br />

in Deutschland und<br />

Teil des Spitzenverbandes der deutschen<br />

Glasindustrie, dem Bundesverband Glasindustrie<br />

e. V. Der Trendtag Glas ist eine<br />

Veranstaltung der Ardagh Glass GmbH,<br />

der BA Glass Germany GmbH, der Bayerische<br />

Flaschen-Glashüttenwerke Wiegand<br />

& Söhne GmbH & Co. KG, der<br />

Glashütte Freital GmbH, der Glaswerk<br />

Ernstthal GmbH, der Heinz-Glas GmbH,<br />

der J. Weck GmbH & Co. KG, der Noelle +<br />

von Campe Glashütte GmbH, der O-I<br />

Sales & Distribution Germany GmbH<br />

sowie der Verallia Deutschland AG. Die<br />

etwa 250 Teilnehmer konnten viele spannende<br />

Vorträge von hochkarätigen Referenten<br />

sowie Praxisbeispiele aus der<br />

Lebensmittel- und Getränkebranche erleben.<br />

Begehrte Glastrophäe<br />

Die Auszeichnung gibt es seit 2014. <strong>2017</strong><br />

wurde der Preis also zum vierten Mal verliehen<br />

und zwar in den Kategorien<br />

„Kleine Unternehmen“ (bis zu 50 Mitarbeiter),<br />

„Mittlere und große Unternehmen“<br />

sowie „Publikumsliebling“. Die<br />

Einreichungsfrist startete am 16. Januar<br />

<strong>2017</strong> und endete am 9. April <strong>2017</strong>. Danach<br />

bewertete eine unabhängige Jury<br />

die Einreichungen, nominierte für beiden<br />

Kategorien jeweils die drei Besten und<br />

legt die Gewinner fest. Teilnehmen konnten<br />

wie in jedem Jahr alle lebensmittelverpackenden<br />

und/oder getränkeabfüllenden<br />

Unternehmen, die Produkte in<br />

Glas verpacken. Die aus Glas bestehende<br />

Trophäe in Form eines Möbiusbandes<br />

wurde von dem Glaskünstler Stefan<br />

Stangl hergestellt. Der Entwurf dafür kam<br />

Pj 04/05 | <strong>2017</strong><br />

von den Designern Mathias Beyer und<br />

Sven Quadflieg aus Köln.<br />

Natürlich werden auch die Verbraucher<br />

und das Fachpublikum über diese Ehrung<br />

informiert: Die prämierten Produkte<br />

und die Unternehmen stellt das Aktionsforum<br />

Glasverpackung über öffentlichkeitswirksame<br />

Aktivitäten der Fach- und<br />

Publikumspresse vor. Zum einen erhält<br />

die „Produktinnovation in Glas“ so zusätzliche<br />

Aufmerksamkeit, und zum anderen<br />

rückt damit auch die nachhaltige Verpackungsstrategie<br />

des Unternehmens in<br />

den Fokus der Öffentlichkeit.<br />

Interessante und<br />

innovative Produkte<br />

Limonade, Bier, Grillsoßen,<br />

Fruchtaufstriche, Würstchen,<br />

Gemüse, Joghurt, Eis, Gartenkräuter<br />

oder Lebensmittelfarbe:<br />

Es gibt wenig, was man nicht in<br />

Glas verpacken kann. Potenzielle<br />

Gewinner fallen durch<br />

eine neue Rezeptur, eine besondere<br />

Glasverpackung oder ein<br />

Produkt auf, das typischerweise<br />

nicht unbedingt in Glas verpackt<br />

wird.<br />

Die unabhängige Jury hat sich<br />

alle Bewerbungen angesehen<br />

und pro Kategorie die drei besten<br />

unter ihnen nominiert. Die<br />

Experten stammen aus den vier<br />

Bereichen, die für die Beurteilung<br />

für diesen Preis aus Sicht<br />

des Aktionsforums Glasverpackung<br />

besonders wichtig sind:<br />

Verpackung, Getränke, Lebensmittel<br />

und Design.<br />

Brigitte Bähr ist seit vielen Jahren<br />

als freie Journalistin für das<br />

„<strong>packaging</strong> <strong>journal</strong>“ tätig. Sie ist<br />

die Expertin für den Verpackungsmarkt,<br />

kennt viele neue<br />

Trends und Entwicklungen.<br />

Achim Nieroda ist Diplom-Ingenieur (FH)<br />

für Brauwesen und als Referent „Technik“<br />

beim Deutschen Brauer-Bunde tätig.<br />

Auch wenn sein Fokus auf dem beliebten<br />

Gerstensaft liegt, kennt er sich bestens<br />

im Getränkesegment aus und ist dafür<br />

der Experte.<br />

Dr. Ulrich Nehring ist staatlich geprüfter<br />

Lebensmittelchemiker und Geschäftsführer<br />

der Institut Nehring GmbH. Er ist der<br />

Experte für den Bereich Lebensmittel.<br />

Und der Vierte im Bunde hat die Nomi-<br />

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Messen und Veranstaltungen<br />

nierten auf dem Trendtag Glas vorgestellt.<br />

Andrej Kupetz ist Hauptge- schäftsführer<br />

des Rats für Formgebung/ German<br />

Design Council und beschäftigt sich bereits<br />

seit seinem Studium des Industriedesigns<br />

mit dem Bereich Design. Er<br />

dankte noch einmal allen Bewerbern,<br />

denn es waren viele tolle Produkte und<br />

Ideen dabei.<br />

Nominierungen in der Kategorie<br />

„Kleine Unternehmen“:<br />

Die kukki Cocktails der boozeME GmbH, Berlin, sind Fertigcocktails in der Glasflasche, die im<br />

Tiefkühler aufbewahrt werden. Sie enthalten neben dem Alkohol und den Fruchtsäften auch<br />

bereits Eis und frische Früchte. Es gibt sie in fünf verschiedenen Sorten („Sex on the Beach“,<br />

„Boston“, „El Presidente“, „Mule“ und „Ladykiller“).<br />

boozeME GmbH, Berlin<br />

v.l.n.r.: Josef Klemm, Saif Hamed (Geschäftsführer) und Andreas Romanowski (Vertrieb/Marketing)<br />

Josef Klemm, Geschäftsführer der<br />

boozeME GmbH, berlin:<br />

„Ich trinke nicht so gern Bier, und so kam<br />

ich auf die Idee mit den Cocktails mit Eis<br />

in der Flasche. Früher, in der kleinen<br />

Werkstatt auf dem Bauernhof meiner Eltern<br />

in Bayern, habe ich das Eis in Plastiktüten<br />

gefroren und mit einem Hammer<br />

zerkleinert, damit es in die Flaschen<br />

passt. Dabei sollte es natürlich nicht bleiben.<br />

Durch mein Maschinenbaustudium<br />

konnte ich spezielles Equipment wie Eisformen<br />

selber bauen und erste Langzeittests<br />

durchführen, und die zylindrischen<br />

Eiswürfel waren geboren. Darauf haben<br />

wir übrigens ein Patent angemeldet,<br />

denn Eis ist nicht gleich Eis.<br />

Das kukki-Eis muss besonders fest gepresst<br />

und qualitativ hochwertig sein,<br />

damit beim Auftauen das Getränk flüssig<br />

wird und das Eis eben Eis bleibt. 2013<br />

lernte ich im Zweitstudium Elektronik<br />

den zweiten kukki-Gründer Saif Hamed<br />

in Berlin kennen. Gemeinsam haben wir<br />

für andere Firmen Maschinen und Geräte<br />

entwickelt. „Das war uns auf Dauer zu<br />

langweilig“, sagt Saif. Und so gründeten<br />

wir 2014 unsere eigene Firma, um die<br />

Cocktails weiterzuentwickeln.<br />

Bei einem hochwertigen Produkt wie<br />

kukki passt Glas viel besser. Außerdem ist<br />

Glas gasdicht und gibt beim Erhitzen<br />

keine (Schad-)Stoffe ab. Ausschlaggebend<br />

ist natürlich auch, dass unser kukki-<br />

Toaster mit Infrarottechnologie arbeitet,<br />

und auch hier Glas am besten funktioniert.<br />

Wir haben uns schon durch die Nominierung<br />

sehr geehrt gefühlt. Die Auszeichnung<br />

„Produktinnovation im Glas“ ist<br />

unsere erste und macht uns unglaublich<br />

stolz. Sie wird uns den Weg bereiten zu<br />

weiteren Kunden und den Handel noch<br />

einmal mehr auf uns aufmerksam machen.<br />

– Und natürlich werden wir auch<br />

den ganzen Tag damit angeben.”<br />

Entscheidung der Jury: Die kukki-Cocktails<br />

bieten ein stimmiges Gesamtbild.<br />

Durch die schlichte, aber gleichzeitig<br />

moderne und ansprechende Gestaltung<br />

des Etiketts sind der Inhalt und<br />

seine Bestandteile, mit denen ein hochwertiges<br />

Trinkvergnügen assoziiert<br />

wird, gut sichtbar. Ein trinkfertiger, gefrorener<br />

Fertigcocktail mit Eis und<br />

Früchten in Glasflaschen ist ein Novum,<br />

das es so bisher noch nicht gab.<br />

Die Maennerhobby Liköre<br />

und Geiste gibt es in verschiedenen<br />

Sorten. Sie<br />

werden alle in eine Glasflasche<br />

abgefüllt, die mit<br />

einem Glaskorken verschlossen<br />

wird.<br />

Martin Neumann und seine Frau Katharina.<br />

Martin Neumann, Geschäftsführer Erste<br />

MÆNNERHObbY GmbH & Co. KG, Klein<br />

Kussewitz:<br />

„Wir sind ein junges Familienunternehmen<br />

und die Idee zu Form und Verschluss<br />

kam uns gemeinsam. Meine Frau<br />

hat den guten Geschmack, ich die Ahnung,<br />

was so verfügbar und machbar ist.<br />

Und so haben wir uns dann dazu entschlossen,<br />

einen Weinkorken mal für Spirituosen<br />

zu verwenden.<br />

Bei Spirituosen hat man bezüglich des<br />

Verpackungsmaterials ja nur sehr wenig<br />

bis gar keinen Spielraum. Die Fragen, die<br />

wir uns somit stellen mussten, waren:<br />

„Welche Glasfarbe und welche Art von<br />

Verschluss können wir einsetzen?“<br />

Da bei uns das Produkt im Mittelpunkt<br />

stehen und die Verpackung hier schlicht<br />

und elegant nur unterstützend wirken<br />

sollte, war die Kombination Glas-Glas eindeutig<br />

unser Favorit. Auch weil bei Spirituosen<br />

diese Kombination eher<br />

untypisch und in ihrer Schlichtheit doch<br />

auffällig ist.<br />

Wir freuen uns über die Nominierung<br />

sehr. Denn für ein Unternehmen, das sich<br />

quasi noch „Start-up“ nennen darf, ist<br />

jede Art von Ehrung und Aufmerksamkeit<br />

äußerst wichtig. Und natürlich freut<br />

sich auch meine Frau darüber, dass ihr<br />

guter Geschmack mal Anerkennung<br />

findet.”<br />

Entscheidung der Jury: Die Liköre<br />

und Geste von Männerhobby haben<br />

alle eine einheitliche und moderne<br />

Etikettengestaltung. Das Besondere<br />

an der Flasche ist der Glaskorken,<br />

mit dem sie verschlossen wird. Die<br />

rechteckige Flaschenschulter verleiht<br />

der Verpackung ein sehr markantes<br />

Aussehen und unterstreicht<br />

damit den Namen des Produkts.<br />

54<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 04/05 | <strong>2017</strong> Pj


Messen und Veranstaltungen<br />

Liwo von der Limo GmbH ist<br />

ein Erfrischungsgetränk, das<br />

im Gegensatz zu vielen anderen<br />

süßen Erfrischungsgetränken<br />

keinen schnell<br />

verdaulichen Zucker oder künstliche<br />

Süßstoffe enthält.<br />

Nominierungen für die Kategorie<br />

„Mittlere und große<br />

Unternehmen“<br />

Die Entscheidung der Jury: Die Formensprache<br />

der GLÜCK Marmelade<br />

von Göbber ist exzellent. Das Töpfchen<br />

hebt sich mit seinem sehr gelungenen<br />

Design deutlich im Regal mit<br />

den Fruchtaufstrichen ab. Insgesamt<br />

erweckt die Verpackung einen sehr<br />

hochwertigen Eindruck. Ähnlich<br />

einer Anmutung aus dem Kosmetikbereich<br />

sorgen der dicke Boden, der<br />

markante Deckel und der dezenten<br />

Druck für Aufmerksamkeit. Die<br />

Transparenz des Glases wird optimal<br />

genutzt und viel vom Inhalt gezeigt.<br />

Michael Taheri (li.) und Dr. Patrick Krell,<br />

beide Gründer und Geschäftsführer der<br />

Liwo GmbH, Wuppertal:<br />

„Die Idee zu Liwo haben wir mit Prof. Kolb<br />

vom evalomed Institut für Gesundheitsforschung<br />

aus Düsseldorf und Prof. Kling<br />

von der Bergischen Universität Wuppertal<br />

entwickelt. Da klassische Erfrischungsgetränke<br />

viel schnell verdaulichen Zucker<br />

oder künstliche Süßstoffe enthalten,<br />

bringt der Konsum den Blutzucker- und<br />

Insulinspiegel durcheinander. Wir haben<br />

uns gedacht, dass dies auch besser<br />

gehen muss, und mit Liwo das Konzept<br />

der Limo auf den Kopf gestellt. So bietet<br />

der Konsum von Liwo eine clevere Erfrischung.<br />

Uns war auch eine Mehrwegflasche<br />

wichtig, um den ökologischen<br />

Aspekt zu berücksichtigen.<br />

Wir sind sehr stolz, dass wir ausgewählt<br />

wurden. Die Nominierung ist eine Bestätigung<br />

für unsere Flaschenwahl. Es war<br />

nicht immer einfach, ein Getränk mit<br />

einer individuellen Glasflasche am Markt<br />

zu platzieren, aber uns war es von Beginn<br />

an wichtig, ein Konzept zu haben, was<br />

nicht nur beim Inhalt innovativ ist, sondern<br />

auch die richtige Glasverpackung<br />

und eine ansprechende Optik verkörpert.<br />

Wir freuen uns natürlich wahnsinnig darüber<br />

und nehmen dies auch bei uns mit<br />

in die Kommunikation auf.”<br />

Entscheidung der Jury: Liwo ist ein Erfrischungsgetränk,<br />

das in einer individuellen<br />

Flaschenform im Handel<br />

erhältlich ist. Die eckige Flaschenschulter<br />

hebt sich sehr von den üblichen<br />

Limonadenflaschen im Regal ab.<br />

Die Gestaltung des vorderen Etiketts<br />

ist schlicht und modern. Die Glasflasche<br />

wird dank ihrer individuellen Gestaltung<br />

zum charakteristischen<br />

Merkmal der Marke.<br />

Die GLÜCK Marmelade der Friedrich Göbber GmbH, gibt es in<br />

acht verschiedenen Sorten. Sie besteht aus 70 Prozent Fruchtanteil<br />

und Gelierzucker – sonst nichts.<br />

Michael berghorn, Vorsitzender der Geschäftsführung<br />

der Privatmarmeladerie<br />

Friedrich Göbber, Eystrup:<br />

„GLÜCK ist in der Kombination aus jahrzehntelanger<br />

Tradition und höchster<br />

Kompetenz in der Fruchtzubereitung mit<br />

intensiver Marktforschung entstanden.<br />

Wir haben bei den Entwicklungen von<br />

Rezeptur und Glasdesign sehr genau zugehört,<br />

was die Verbraucher wünschen<br />

und was sie anspricht. Dazu kommen die<br />

Stärken eines Familienunternehmens,<br />

der Mut, neue Wege zu gehen, und ein<br />

hervorragendes Team. All das zusammen<br />

macht die Marke GLÜCK aus.<br />

Gründe für den Einsatz von Glas sind die<br />

Qualität und die Zielsetzung, mit modernem<br />

Design neue Impulse im Regal zu<br />

setzen, konkret bedeutet das hohe Wertigkeit,<br />

Transparenz und einen klaren<br />

Fokus auf den Inhalt.<br />

Wir freuen uns über die Auszeichnung,<br />

denn sie ist eine schöne Bestätigung,<br />

dass wir bei GLÜCK vieles richtig gemacht<br />

haben. Daher verstehen wir die<br />

Nominierung gleichzeitig auch als Motivation,<br />

unseren Weg konsequent weiter<br />

fortzusetzen.”<br />

Bei dem Störtebecker<br />

Growler von der Störtebeker<br />

Braumanufaktur GmbH handelt<br />

es sich um eine Flasche<br />

mit einem kleinen Henkel als<br />

Ausgießhilfe, die man in verschiedenen<br />

Gastronomien<br />

der Störtebeker Braumanufaktur<br />

mit fassfrischem Bier<br />

befüllen lassen kann.<br />

Karsten Triebe, Leiter Marketing der<br />

Störtebeker braumanufaktur GmbH,<br />

Hansestadt Stralsund:<br />

„Die Idee entstand im Rahmen einer<br />

Dienstreise durch die USA, bei der ich<br />

selbst dabei war. Dort hat der Growler in<br />

etwas abgewandelter Form bereits Kultstatus<br />

erreicht. Ein kreativer Kleinbrauer<br />

aus dem US-Bundesstaat Wyoming war<br />

es, der gegen Ende der 1980er Jahre die<br />

heutige braune Halb-Gallonen-Flasche<br />

(ca. 1,89 l) entwickelte. In Ermangelung<br />

einer eigenen professionellen Flaschenabfüllung<br />

suchte der Brauer Charlie Otto<br />

nach einer Möglichkeit, sein Bier über die<br />

eigene Theke hinaus zu vermarkten –<br />

und fand sie in der Rückbesinnung auf<br />

den Growler.<br />

Vor der Verbreitung des Flaschenbieres<br />

war es auch in Deutschland lange Zeit<br />

üblich, das Bier für den Hausgebrauch<br />

aus der Gaststätte zu beziehen. Für den<br />

Pj 04/05 | <strong>2017</strong> www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 55


Messen und Veranstaltungen<br />

56<br />

Lohnverpackung ist<br />

Vertrauenssache<br />

Wir bieten höchste Qualität in der<br />

Primärverpackung von Lebensmitteln,<br />

Pharma- und Kosmetikprodukten –<br />

von der reinen automatisierten<br />

Lohnverpackung bis zur ganzheitlichen<br />

Verpackungslösung!<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de<br />

Verkauf über die Straße gab es mancherorts<br />

sogar ein eigenes Fenster, sodass für<br />

das „Bier to go“ nicht einmal der Schankraum<br />

betreten werden musste. Verbreitet<br />

waren hierzulande vor allem sogenannte<br />

Biersiphons aus Glas mit zumeist zwei Litern<br />

Inhalt und einem keramischen Bügelverschluss.<br />

Um diesen Kult auch nach Deutschland<br />

zu bringen und frisch gezapfte Störtebeker<br />

Brauspezialitäten für den Genuss zu<br />

Hause in optimaler Qualität anbieten zu<br />

können, wurde der Prozess von der Flasche<br />

selbst bis hin zur Abfüllung und Verpackung<br />

völlig neu erdacht.<br />

Die Nominierung für die Auszeichnung<br />

„Produktinnovation in Glas“ ist eine Ehre<br />

für uns und eine Bestätigung für die Innovationskraft<br />

unseres Unternehmens.<br />

Es bestärkt uns, sowohl bei den Bieren<br />

selbst als auch beim passenden Packaging<br />

abseits des Mainstreams zu denken<br />

und höchste Ansprüche an die Qualität<br />

zu stellen.”<br />

Entscheidung der Jury: Der Störtebeker Growler<br />

ist ein echter Blickfang mit einer unüblichen Füllmenge<br />

von 0,85 Litern. Insbesondere das Konzept<br />

dahinter ist besonders: Ganz nach dem<br />

persönlichen Geschmack können Besucher fassfrisches<br />

Bier in dieser außergewöhnlichen Flasche<br />

abfüllen zu lassen. Wahlweise kann sie mit<br />

einem Kronkorken oder einem Schraubverschluss<br />

verschlossen werden. Dieser wird beim<br />

Verkauf mitgegeben, damit das Gefäß wieder<br />

verschlossen werden kann.<br />

Die Trophäe – ein gläsernes Möbiusband – wurde von den Designern<br />

Mathias Beyer und Sven Quadflieg entwickelt.<br />

variopack Lohnfertigungen GmbH<br />

<br />

<br />

Anjola ist eine Range von Erfrischungsgetränken in fünf verschiedenen<br />

Sorten vonder fritz kulturgüter GmbH. Ursprünglich<br />

eine Ananaslimonade aus den 1950er Jahren, wurde sie in verschiedenen<br />

Sorten wieder neu auf den Markt gebracht.<br />

Mirco Wolf Wiegert, Geschäftsführer<br />

der fritz-kulturgüter GmbH, Hamburg:<br />

„Anjola wurde 1952 von Johannes Gleske<br />

in Hamburg-Altona gegründet. Bis 2008<br />

wurde das norddeutsche Original noch<br />

verkauft, damals nur als Ananaslimonade.<br />

Wir hatten die Idee, eine Neuauflage zu<br />

entwickeln, und sind an den alten Inhaber<br />

herangetreten. Heute sind zu der Originalsorte<br />

Ananas-Limette vier Geschmacksrichtungen<br />

hinzugekommen (Craft-Kola,<br />

Mate, Ingwer-Zitrone und Orange), die allesamt<br />

vegan, glutenfrei, mit 100 Prozent<br />

Direktsaft aus biologischem Anbau und<br />

frei von jeglichen Zusatzstoffen sind.<br />

Die Nutzung von Glasmehrwegflaschen<br />

und somit der komplette Verzicht auf Einwegverpackungen<br />

hat bei der fritz-kulturgüter<br />

GmbH mit Blick auf Klimaschutz,<br />

Nachhaltigkeit und Geschmacks- qualität<br />

einen sehr hohen Stellenwert. Außerdem<br />

gab es Anjola schon damals in der Glasflasche.<br />

Aus der damaligen etwas bauchigeren<br />

0,25-l-Flasche mit Kronkorken ist nun<br />

eine handliche 0,33-l-Glasmehrwegflasche<br />

mit Schraubverschluss geworden – die<br />

Ananasform ist geblieben. Auf jede Flasche<br />

werden 25 Cent Pfand erhoben, was<br />

für Glasflaschen eine Neuheit ist und zum<br />

Zurückbringen animiert.<br />

Die Etablierung eines unkonventionellen<br />

Flaschengebindes ist ein mutiger Schritt<br />

und erfüllt höchste Designansprüche. Unsere<br />

Flasche ist einzigartig, daher bestärkt<br />

und freut es uns besonders, dass unsere<br />

Produkte ausgewählt wurden.”<br />

Entscheidung der Jury: Die Flaschenform<br />

der Anjola-Erfrischungsgetränke<br />

ist außergewöhnlich und fällt sofort<br />

auf. Die einzigartige Ananasform<br />

trägt in starkem Maße zum Branding<br />

bei. Der Retro-Look greift die lange<br />

Geschichte der Limonade auf, ist aber<br />

gleichzeitig modern. Details wie farblich<br />

passende Kronkorken runden das<br />

harmonische Gesamtkonzept ab. Fritz<br />

lässt mit Anjola eine Tradition aufleben<br />

und entwickelt sie gleichzeitig im<br />

Hinblick auf heutige Verbraucherwünsche<br />

weiter.<br />

Wahl des Publikumslieblings<br />

Im Anschluss hatte das Publikum – ausgenommen<br />

Mitgliedsunternehmen der<br />

Behälterglasindustrie – selbst die Möglichkeit,<br />

seinen persönlichen Favoriten<br />

aus den sechs Nominierten zu wählen.<br />

Jeder konnte per TED eine Stimme abgeben.<br />

Nun wurde es noch einmal spannend.<br />

Man konnte zwar Balken auf der<br />

Leinwand sehen, aber keine Namen.<br />

Nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen gab<br />

es dann doch mit 39 Prozent der Stimmen<br />

einen klaren Favoriten.<br />

Wer die drei Gewinner im Finale waren,<br />

blieb bis zum Ende spannend. Denn die<br />

offizielle Preisverleihung und Übergabe<br />

der Trophäen fand erst am Abend des 18.<br />

Mai <strong>2017</strong> im Anschluss an den Trendtag<br />

Glas während des Get-together im „Au<br />

Quai” in Hamburg statt:<br />

Gewinner „kleine Unternehmen“:<br />

die kukki Cocktails der boozeME GmbH,<br />

Berlin<br />

Gewinner „mittlere und große<br />

Unternehmen“ und<br />

„Publikumsliebling“<br />

die GLÜCK-Marmelade der Privatmarmeladerie<br />

Friedrich Göbber,Eystrup<br />

Impressing Glass Product<br />

Innovations<br />

The Action Forum Glasverpackung (glass<br />

<strong>packaging</strong>) awards the „Product Innovation<br />

in Glass“ award to the best and most innovative<br />

product packaged in glass out of<br />

the beverages and food industry. The respective<br />

trade event took place 18th of<br />

May <strong>2017</strong>, already for the eleventh time,<br />

and once more represented the festive setting<br />

for the award of the winners and commended<br />

runners-ups. The winner in the<br />

category „small enterprises“ is the Berlinbased<br />

company boozeME GmbH with its<br />

kukki cocktails. The „medium and large enterprises“<br />

winner, as well as the favorite of<br />

audience, is the GLÜCK marmalade of the<br />

jam manufacturer Privatmarmeladerie<br />

Friedrich Göbber in Berlin.<br />

pj<br />

04/05 | <strong>2017</strong> Pj


InterSupply <strong>2017</strong><br />

Rohtabak, Papier, Verpackungen<br />

und mehr<br />

Fibers in Process<br />

Fachmesse und Kongress mit 112. Jahrestagung<br />

Frankfurt am Main, 04. – 06.07.<strong>2017</strong><br />

Mehr als nur eine Messe.<br />

Die internationale Fachmesse InterSupply findet in diesem Jahr zum dritten<br />

Mal statt. Vom 22. bis 24. September <strong>2017</strong> trifft sich in den Westfalenhallen<br />

Dortmund die gesamte Tabakbranche. Das Ausstellungsspektrum<br />

reicht von Papier und Maschinen bis hin zu Verpackungen und Aromen.<br />

Die Messeleitung erwartet um die 80 Aussteller aus etwa 24 Ländern.<br />

Die Messe richtet sich an Fach- und<br />

Führungskräfte aus den Bereichen<br />

Einkauf, Produktionsleitung, Produktentwicklung,<br />

Forschung und Entwicklung<br />

sowie Qualitätsmanagement<br />

und Controlling aus dem gesamten<br />

Bereich der Tabakwarenherstellung.<br />

Angesprochen sind alle Ausstellerzielgruppen,<br />

deren Dienstleistungen und<br />

Produkte in Unternehmen der Tabakbranche<br />

zum Einsatz kommen, darunter<br />

Faltschachtelhersteller,<br />

Drucker, Maschinenbauer für die Herstellung und das Verpacken der Produkte<br />

in Schachteln, Collies und Kartons sowie deren Produzenten.<br />

Breites Spektrum vertreten<br />

Mit U.S. Tobacco Cooperative und Universal Leaf sind bereits zwei der weltweit<br />

ganz großen Tabakanbieter mit dabei. Daneben präsentieren auch<br />

Camtek Tobacco International aus Singapur, Flue Cured Verona aus Italien<br />

oder die Pasinfo-Grup aus Moldawien Rohtabak.<br />

Aber auch Verpackungen sind ein zentrales Thema der Messe. Schur Star<br />

Systems beispielsweise, Teil der dänischen Schur-Gruppe, produziert vorgefertigte<br />

Kettenbeutel für das patentierte Schur-Star-Verpackungsmaschinenkonzept.<br />

Schur-Star-Kettenbeutel können aus Polyethylen,<br />

Polypropylen und als Laminate gefertigt werden.<br />

BMJ aus Indonesien hingegen ist ein namhafter Lieferant für Zigarettenpapier,<br />

der sich erstmals auf der InterSupply präsentiert. Auf Papier spezialisiert<br />

hat sich auch die Tierenberg Holding GmbH aus Österreich.<br />

Nemuno Banga aus Litauen stellt Filter her: Dual-Filter, ungebleichte Papierfilter,<br />

die für natürliche Produkte zum Einsatz kommen, oder aromatisierte<br />

Filter, die individuell an die Wünsche der Kunden angepasst werden<br />

können.<br />

ADT Machinery ist für die Produktion von Banderolliermaschinen, Packmaschinen<br />

für Tabakbündel, Verpackungsmaschinen für Zigarren und Zigaretten<br />

und Schneidemaschinen international bekannt. Das holländische<br />

Unternehmen entwickelt Maschinen für den gesamten Herstellungsprozess<br />

von Tabakwaren.<br />

Hertz Flavors hat nicht nur in der deutschen Heimat einen klangvollen<br />

Namen. Das Unternehmen ist auf die Herstellung von Aromastoffen spezialisiert.<br />

Damit sind wichtige Themenfelder der InterSupply erneut mit<br />

namhaften Ausstellern besetzt, die auch den internationalen Anspruch<br />

der Messe unterstreichen.<br />

Die InterSupply findet erneut parallel zur InterTabac, der weltgrößten<br />

Fachmesse für Tabakwaren und Raucherbedarf, statt. Gemeinsam bilden<br />

die InterSupply und die InterTabac das Thema Tabak umfassend ab und<br />

machen Dortmund zum Treffpunkt der gesamten Branche. Wie immer<br />

haben ausschließlich Fachbesucher Zutritt.<br />

Pj 04/05 | <strong>2017</strong><br />

Ideeller Träger:<br />

ZELLCHEMING e. V.<br />

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Vergleichen – Netzwerken<br />

• Einzigartiger Branchenüberblick entlang der Prozesskette der<br />

Zellstoff- und Papierherstellung sowie faserbasierter Werkstoffe<br />

• Kostenfreies Vortragsprogramm zum Thema »Papierindustrie 4.0«<br />

• Attraktive Abendveranstaltungen<br />

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#ZELLExpo


Internationalität auf Rekordniveau<br />

Toptrends: Digitalisierung, Industrie 4.0 und<br />

Nachhaltigkeit<br />

Dem enormen Interesse der Aussteller im Vorfeld der interpack <strong>2017</strong>, die der weltweit größten und<br />

bedeutendsten Messe der Verpackungsbranche und der verwandten Prozessindustrie eine Rekordbeteiligung<br />

von 2.865 Unternehmen beschert hatte, folgten nun vom 04. bis 10. Mai Messetage mit<br />

exzellenter Stimmung und weiteren Bestmarken.<br />

58<br />

170.500 Besucher kamen nach Düsseldorf,<br />

darunter 74 Prozent aus dem Ausland,<br />

drei Viertel waren Entscheider. Die<br />

hohe Quote der deutschen und internationalen<br />

Top-Fachleute aus insgesamt<br />

168 Ländern sorgte für sehr zufriedene<br />

Gesichter bei den Ausstellern, die sich<br />

über vielversprechende Geschäftsanbahnungen<br />

und sogar konkrete Abschlüsse<br />

freuen konnten, nicht selten im siebenstelligen<br />

Bereich. Umgekehrt profitierten<br />

die Besucher von einer international unerreichten<br />

Vielzahl an ausgestellten Innovationen<br />

und einem einzigartigen<br />

Marktüberblick. Das honorierten sie entsprechend<br />

auch in der Bewertung der<br />

Messe: Beinahe 98 Prozent gaben in der<br />

offiziellen Befragung an, zufrieden oder<br />

sehr zufrieden mit dem Besuch der interpack<br />

<strong>2017</strong> gewesen zu sein. Das Angebotsinteresse<br />

galt dabei allen Bereichen<br />

der interpack, wobei das Thema Packmittelproduktion<br />

im Vergleich zur Vorveranstaltung<br />

einen deutlichen Aufmerksamkeitssprung<br />

machte.<br />

Offensiver Trend bei vielen Unternehmen<br />

war das Thema der weiteren Digitalisierung<br />

des Produktionsprozesses auf dem<br />

Weg zu Industrie 4.0-Anwendungen. Eine<br />

in diesem Sinne vernetzte Produktion ermöglicht<br />

es beispielsweise, personalisierte<br />

Verpackungen wirtschaftlich zu<br />

produzieren oder Rückverfolgbarkeit zu<br />

garantieren. Außerdem spielten modulares<br />

Design von Verpackungsmaschinen<br />

und Prozesslinien sowie optimierte digitale<br />

Bedienkonzepte eine große Rolle,<br />

um die Komplexität in der Produktion zu<br />

reduzieren und größtmögliche Flexibilität<br />

für Losgrößenänderungen oder Produktvarianten<br />

zu erreichen. Um Komplexität<br />

bereits im Produktionsprozess<br />

von Maschinen und Anlagen sowie in der<br />

Schulung und im Betrieb beherrschbarer<br />

zu machen, setzten einige Unternehmen<br />

auf Virtual-Reality-Anwendungen, die<br />

eine Maschine oder Anlage ganzheitlich<br />

erlebbar machen.<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 04/05 | <strong>2017</strong> Pj


Messen und Veranstaltungen<br />

Das Thema Nachhaltigkeit blieb auch zur<br />

interpack <strong>2017</strong> dominierend. Die Unternehmen<br />

zeigten verbesserte Ressourceneffizienz,<br />

sowohl bei dem verwendeten<br />

Material als auch im Produktionsprozess.<br />

Zudem gewinnen alternative Packstoffe<br />

an Bedeutung.<br />

Sonderthemen punkten<br />

Zum Thema Industrie 4.0 gab es nicht nur<br />

von Ausstellern sehr viel Neues zu sehen.<br />

Auch die in Kooperation mit dem Verband<br />

Deutscher Maschinen- und Anlagenbau<br />

e. V. (VDMA) ausgerichtete<br />

gleichnamige interpack-Sonderschau<br />

zeigte neueste Ideen und Ansätze und<br />

wurde von den Besuchern exzellent angenommen.<br />

Publikumsmagnet war dort<br />

unter anderem der Demonstrator<br />

„smart4i“, der personalisierte Power-<br />

Banks produzierte und verpackte. Dabei<br />

war nicht nur der gesamte Workflow digital,<br />

von der Onlinebestellung bis zur<br />

Rückverfolgbarkeit, sondern die Maschine<br />

selbst mithilfe eines virtuellen<br />

Zwillings in Rekordzeit gebaut und vorher<br />

in Kooperation mehrerer Universitäten<br />

vernetzt geplant worden.<br />

Sechs Jahre nach der Gründung von<br />

SAVE FOOD ist die Initiative zu einer breiten<br />

Allianz aus mehr als 850 internationalen<br />

Mitgliedern aus Industrie, Verbänden,<br />

Nichtregierungsorganisationen und Forschungsreinrichtungen<br />

angewachsen.<br />

Meilenstein der Initiative war der SAVE<br />

FOOD-Kongress, der am 4. Mai von den<br />

Teilnehmern für seine breite thematische<br />

Ausrichtung sehr viel Anerkennung fand.<br />

Er folgte einem multidimensionalen Ansatz,<br />

um das Thema Nahrungsmittelverluste<br />

und -verschwendung umfassend zu<br />

beleuchten.<br />

Neues Konzept überzeugt<br />

Das für <strong>2017</strong> überarbeitete Konzept der<br />

„components – special trade fair by interpack“<br />

wurde von den Besuchern sehr gut<br />

angenommen. Diese seien zudem sehr<br />

hochkarätig gewesen, so das Feedback<br />

der überaus zufriedenen Aussteller. Die<br />

zweite components nach der verhalten<br />

verlaufenen Premiere vor drei Jahren an<br />

Die neue App von Beumer ermöglicht es Anwendern, über ihre<br />

mobilen Endgeräte den aktuellen Status der an ihr System<br />

angeschlossenen Anlagen im Blick zu behalten.<br />

zentraler Lage zu positionieren und parallel<br />

zur gesamten interpack laufen zu<br />

lassen, war optimal. An der Bedeutung<br />

des Themas bestand ohnehin nie Zweifel,<br />

schließlich spielt die Zulieferindustrie mit<br />

Komponenten und Software für Verpackungs-<br />

und Prozesstechnologie eine<br />

wichtige Rolle bei der Digitalisierung von<br />

Produktionsprozessen bis hin zu Industrie<br />

4.0-Ansätzen.<br />

Auf der größten interpack aller<br />

Zeiten<br />

„Die interpack ist eine absolute Pflichtveranstaltung<br />

für die Unternehmen der<br />

Branche und ein einzigartiger Impulsgeber.<br />

Sie ist alle drei Jahre nicht nur eine<br />

einzigartige Leistungsschau, sondern<br />

auch der Ort, wo Anbieter und Kunden<br />

aus aller Welt zusammenkommen, um<br />

sich auszutauschen und Geschäfte zu<br />

machen“, unterstreicht auch Friedbert<br />

Klefenz, der Präsident der interpack <strong>2017</strong>.<br />

Vorgestellt wurde eine Fülle an interessanten<br />

und wegweisenden Lösungen<br />

quer durch die gesamte Angebotspalette.<br />

Es gab Weltpremieren mit hohem<br />

Potenzial, Entwicklungen im Packmittelbereich,<br />

die als Meilensteine gelten können,<br />

beachtenswerte Präsentationen bei<br />

einigen Erstausstellern und verschiedene<br />

Auszeichnungen.<br />

Die Weber Maschinenbau GmbH, Breidenbach,<br />

präsentierte das bandlose<br />

Transportsystem in einer Anwendung zur<br />

Produktion von Sandwiches und Fertiggerichten.<br />

In einer Kombination aus Demonstration<br />

am realen Objekt und<br />

virtueller Animation stellen die Entwickler<br />

die Vielfalt der möglichen Einsatzmöglichkeiten<br />

des Weber Shuttle System<br />

(WSS) vor. Es bietet eine flexible Alternative<br />

zum Portionstransport über Bandsysteme:<br />

Portionen – sowohl<br />

geschnittene Produkte als auch Fertiggerichte<br />

und Sandwiches – werden einzeln,<br />

präzise und schonend zu einer oder<br />

mehreren Abgabestellen transportiert.<br />

Bei Bedarf kann während des Durchlaufs<br />

durch die Förderstrecke jederzeit auf einzelne<br />

Portionen zugegriffen werden.<br />

Die Seidenader Maschinenbau GmbH,<br />

Markt Schwaben, bietet Track-&-Trace-<br />

Lösungen für die richtlinienkonforme Serialisierung<br />

und Aggregation für<br />

Einzelverpackungen, Bündelverpackungen,<br />

Kartons und Paletten. Auf der interpack<br />

zeigte das Unternehmen seine<br />

Lösung in Verbindung mit der Mediseal<br />

Blisterlinie (die ItemUnit-Tamper Evident,<br />

ergänzt durch die Case- und die PalletUnit).<br />

Auf der Seidenader-ItemUnit werden<br />

Codes auf Faltschachteln gedruckt und<br />

verifiziert, je nach Regularien, z. B. neben<br />

chargenspezifischen Informationen in<br />

Weltpremieren<br />

Loesch Verpackungstechnik<br />

GmbH, Altendorf, präsentierte ihre<br />

Weltneuheit RCB-HS. Die innovative<br />

Entwicklung ist für kleinstückige<br />

Schokoladenartikel geeignet und<br />

vereint dabei einen hermetisch dichten<br />

Packstil mit einer klassischen<br />

Falteinschlagoptik.<br />

www.loeschpack.com<br />

MediSeal GmbH, Schloß Holte-Stukenbrock,<br />

stellte ihre neue Blisterserie<br />

BE als Weltpremiere vor. Die<br />

modulare Anlage kann in der jeweiligen<br />

Kundenvariante bestmöglich<br />

an individuelle Anforderungen angepasst<br />

werden.<br />

www.mediseal.de<br />

Als Weltneuheit war bei SN Maschinenbau<br />

GmbH, Wipperfürth, der<br />

Spoutfiller SF 400 zu sehen. Die Beutelbefüllung<br />

von flüssigen oder pastösen<br />

Produkten erfolgt durch den<br />

Spout mit einem speziell entwickelten<br />

Füllsystem, das den Beutel vorher<br />

evakuiert.<br />

www.sn-maschinenbau.de<br />

Die Geräte der neuen ONE-Reihe der<br />

Heuft Systemtechnik GmbH, Burgbrohl,<br />

feierten Weltpremiere. Sie setzen<br />

bei Metalldetektion und<br />

Codeverifikation Maßstäbe hinsichtlich<br />

Erkennungsgenauigkeit und Betriebssicherheit<br />

bei der Inline-<br />

Qualitätsinspektion auf engstem<br />

Raum. www.Heuft.com<br />

Auszeichnungen<br />

Das Flascheneinlaufsystem CareSelect<br />

von Gebo Cermex hat nach<br />

seiner weltweiten Einführung auf der<br />

interpack <strong>2017</strong> den von Rockwell Automation<br />

gesponserten „Best Future<br />

Machine Award“ in der Kategorie<br />

„Modulare Maschinen“ gewonnen.<br />

www.gebocermex.com<br />

Pj 04/05 | <strong>2017</strong> www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 59


Messen und Veranstaltungen<br />

Theegarten-Pactec präsentierte<br />

eine Gesamtlösung für das Komprimieren<br />

von Pulver oder Granulat<br />

mit anschließendem<br />

Primärverpacken in Schlauchbeutel.<br />

Erstaussteller<br />

Der französische Softwarehersteller<br />

ADENTS stellte erstmals auf der Interpack<br />

aus und demonstrierte seine<br />

leistungsstarken Serialisierungslösungen<br />

für den Fälschungsschutz<br />

und die Produktrückverfolgung von<br />

Pharmaverpackungen.<br />

www.adents.com<br />

Asia Pulp and Paper (APP) war <strong>2017</strong><br />

erstmalig mit einem eigenem Stand<br />

vertreten. Neben seinem vielfältigen<br />

Produktportfolio aus dem Bereich<br />

Packaging präsentierte das Unternehmen<br />

neueste Ergebnisse einer<br />

Studie zum Out-of-Home (OOH) Verpackungsmarkt.<br />

www.asiapulppaper.com<br />

Klartext und einer zufälligen, eindeutigen<br />

Seriennummer auch ein DataMatrix<br />

Code, der alle zuvor genannten Informationen<br />

enthält.<br />

Das Ziel der Neuentwicklungen bei der<br />

SOMIC Verpackungsmaschinen GmbH<br />

& Co. KG, Amerang, war, die Flexibilität zu<br />

erhöhen und die Formatumstellzeit gravierend<br />

zu reduzieren. Dass dies gelungen<br />

ist, konnte eindrucksvoll am neu<br />

konzipierten Traypacker 424 T2 gezeigt<br />

werden. Das völlig neu entwickelte Zuschnittmagazin<br />

hat besonderes Interesse<br />

gefunden, entfallen doch zukünftig alle<br />

zeitaufwendigen Hilfen, um nach einer<br />

Formatumstellung die volle Produktionsfähigkeit<br />

sofort herzustellen, denn die<br />

Formatumstellzeit konnte dadurch mehr<br />

als halbiert werden.<br />

Die bEUMER Group GmbH & Co. KG,<br />

Beckum, hat mit ihrer Boom-App (BEU-<br />

MER Overall Operation Monitoring) eine<br />

Anwendung entwickelt, mit der Mitarbeiter<br />

über mobile Endgeräte jederzeit den<br />

Überblick über alle relevanten Kennzahlen<br />

der Verpackungslinien erhalten. Es<br />

zeigt den Status quo von Verfügbarkeit,<br />

Leistungs-, und Qualitätsgraden sowie<br />

den Energie- und Druckluftverbrauch an.<br />

Das Programm kann an die kundenspezifischen<br />

Anforderungen angepasst werden.<br />

Das Unternehmen geht mit dieser<br />

Neuentwicklung einen weiteren Schritt<br />

in Richtung Industrie 4.0.<br />

Eine Maschine der bausch+Ströbel Maschinenfabrik<br />

Ilshofen GmbH + Co. KG<br />

war auch auf dem Stand von Siemens zu<br />

sehen. Beide Unternehmen zeigen hier<br />

ein gemeinsames Zukunftsprojekt: Die<br />

Steigerung der Engineeringeffizienz um<br />

30 Prozent ist das gemeinsame Ziel des<br />

Zukunftsprojekts der beiden Unternehmen<br />

in den nächsten drei Jahren. Mittel<br />

der Wahl ist die konsequente Digitalisierung<br />

der gesamten Wertschöpfungskette:<br />

von Design und Auslegung über<br />

das Engineering bis zu Inbetriebnahme,<br />

Betrieb und Service. Im Zentrum steht<br />

dabei ein „digitaler Zwilling“, der die künftige<br />

reale Maschine als virtuelles Modell<br />

in jeder Lebensphase detailgetreu abbildet<br />

und zur Simulation und virtuellen<br />

Optimierung dient. Gezeigt wurde dies<br />

anhand der B+S-Maschine zur Verarbeitung<br />

von Spritzen im Nest.<br />

Spouted-Pouch-Verpackungen boomen<br />

weltweit. Eine hohe Ausbringung fällt da<br />

umso mehr ins Gewicht. Bisherige Leistungsgrenzen<br />

lösen sich mit dem neuen<br />

OptiPouch-System der Optima <strong>packaging</strong><br />

group GmbH, Schwäbisch Hall, mit<br />

einem Leistungszuwachs um den Faktor<br />

drei geradezu in Luft auf. Verarbeitet werden<br />

flüssige bis viskose Produkte in vorgefertigten,<br />

bereits auf Dichtigkeit<br />

geprüften Pouch-Verpackungen: Das<br />

System befüllt und verschließt bis zu 600<br />

Beutel pro Minute. Dabei erweist sich die<br />

Rundläufermaschine als hoch flexibel. Sie<br />

deckt einen Formatbereich von 50 bis<br />

1.500 ml ohne Formatteile ab. Der Formatwechsel<br />

verläuft „on the fly“. Freiheit<br />

gibt es auch in der Materialwahl, bei der<br />

verschiedene Folientypen zur Auswahl<br />

stehen. Anwender gestalten die flexiblen<br />

Beutelverpackungen individuell: Egal ob<br />

Standboden- oder Seitenfaltenbeutel mit<br />

mittiger oder seitlichem Ausgießer, vieles<br />

ist machbar. Unterschiedliche Verschlusstypen<br />

wie „no spill“, „anti choke“ oder Dosierhilfen<br />

lassen sich integrieren.<br />

Undichte Schutzgasverpackungen sollten<br />

die Produktion nicht verlassen. Die<br />

Ishida GmbH, Schwäbisch Hall, hat für die<br />

zuverlässige Leckdetektion ein revolutionäres<br />

Inline-System entwickelt. AirScan<br />

„Die interpack hat ihren Anspruch, alle drei<br />

Jahre die weltweit bedeutendste Veranstaltung<br />

und Innovationsplattform für die Branche<br />

zu sein, wieder eindrucksvoll unterstrichen.<br />

Durch das Konzept der neu geschaffenen<br />

globalen ‚interpack alliance‘ ist auch die<br />

interpack als deren Flaggschiff in den Wachstumsmärkten<br />

im Ausland präsenter geworden<br />

und zieht dadurch noch mehr Top-Fachleute<br />

nach Düsseldorf“, erklärt Hans Werner<br />

Reinhard, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf.<br />

(Bild: Messe Düsseldorf, Constanze Tillmann)<br />

prüft mit Hochgeschwindigkeit von bis zu<br />

180 Verpackungen pro Minute einzelne<br />

Schalen und Beutel und meldet undichte<br />

Stellen ab 0,25 mm Durchmesser und. Das<br />

Qualitätskontrollsystem ist prädestiniert<br />

für frisches Fleisch, Fertiggerichte oder Salate.<br />

Binnen weniger Minuten kann die<br />

Maschine ohne Modifikationen der Förderanlagen<br />

in bestehende Verpackungslinien<br />

integriert werden.<br />

Top-Trends: Digitisation,<br />

Industry 4.0 and Sustainability<br />

The enormous interest of the exhibitors<br />

has generated a record participation of<br />

2865 exhibiting enterprises for the globally<br />

largest and most significant exhibition<br />

of the <strong>packaging</strong> industry and the respectively<br />

related process industry. The<br />

trade fair days stood out with a great atmosphere<br />

and further best marks. 74 % of<br />

the 170.500 visitors came to Düsseldorf<br />

from abroad. Three quarters of these were<br />

decision-makers. The high ratio of German<br />

and international top experts that<br />

came from a total of 168 countries ensured<br />

for very satisfied smiles on behalf of<br />

the exhibitors. The exhibition featured a<br />

multitude of interesting and innovative<br />

solutions from all across the complete exhibited<br />

range of products and services. It<br />

featured high potential world premieres,<br />

new developments in the <strong>packaging</strong> material<br />

sector that can be regarded as new<br />

benchmarks, remarkable presentations at<br />

some of the exhibiting newcomers, as<br />

well as various different awards.<br />

pj<br />

04/05 | <strong>2017</strong> Pj


Kalender | Leseecke<br />

JUNI<br />

Lebensmittelrecht und Verpackungen<br />

in Europa (D, A, CH) -<br />

Konformität sicherstellen<br />

20.06. bis 21.06.<strong>2017</strong> in Osnabrück<br />

www.innoform-coaching.de<br />

RosUPack <strong>2017</strong><br />

20.06. bis 23.06.<strong>2017</strong> in St. Petersburg (RU)<br />

www.rosupack.com<br />

Future Day <strong>2017</strong><br />

21.06.<strong>2017</strong> in Frankfurt<br />

www.futureday.network<br />

all about automation <strong>2017</strong><br />

21.06. bis 22.06.<strong>2017</strong> in Essen<br />

www.all-about-automation.com<br />

CosmeticBusiness <strong>2017</strong><br />

21.06. bis 22.06.<strong>2017</strong> in München<br />

www.cosmetic-business.com<br />

Pack&Gift <strong>2017</strong><br />

21.06. bis 22.06. in Paris (FR)<br />

www.packandgift.com<br />

6th International Fresenius Conference<br />

"Residues of Food Contact Materials in Food"<br />

21.06. bis 22.06. in Köln<br />

www.akademie-fresenius.de<br />

Tag der Verpackung <strong>2017</strong><br />

22.06.<strong>2017</strong> Schweiz<br />

www.svi-verpackung.ch<br />

JULI<br />

SEPTEMBER<br />

drinktec und SIMEI <strong>2017</strong><br />

11.09. bis 15.09.<strong>2017</strong> in München<br />

www.drinktec.com / www.simei.it/de<br />

Barriere-Verbundfolien -<br />

nachhaltig und effizient<br />

13.09. bis 14.09.<strong>2017</strong> in Würzburg<br />

www.innoform-coaching.de<br />

COMPOSITES EUROPE <strong>2017</strong><br />

19.09. bis 21.09.<strong>2017</strong> in Stuttgart<br />

www.composites-europe.com<br />

InterSupply <strong>2017</strong><br />

22.09. bis 24.09.<strong>2017</strong> in Dortmund<br />

www.intersupply.de<br />

südback <strong>2017</strong><br />

23.09. bis 26.09.<strong>2017</strong> in Stuttgart<br />

www.suedback.de<br />

PACK EXPO <strong>2017</strong><br />

25.09. bis 27.09.<strong>2017</strong> in Las Vegas (USA)<br />

www.packexpolasvegas.com<br />

LabelExpo Europe <strong>2017</strong><br />

25.09. bis 28.09.<strong>2017</strong> in Brüssel (BE)<br />

www.labelexpo-europe.com/de<br />

all about automation <strong>2017</strong><br />

27.09. bis 28.09.<strong>2017</strong> in Leipzig<br />

www.all-about-automation.com<br />

OKTOBER<br />

LUXE PACK <strong>2017</strong><br />

02.10. bis 04.10.<strong>2017</strong> in Monaco (MC)<br />

www.luxepack.com<br />

MOTEK <strong>2017</strong><br />

09.10. bis 12.10.<strong>2017</strong> in Stuttgart<br />

www.motek-messe.de<br />

Druck+Form <strong>2017</strong><br />

11.10. bis 14.10.<strong>2017</strong> in Sinsheim<br />

www.druckform-messe.de<br />

Fakuma <strong>2017</strong><br />

17.10. bis 21.10.<strong>2017</strong> in Friedrichshafen<br />

www.fakuma-messe.de<br />

Sustainability in Packaging Europe<br />

24.10. bis 26.10.<strong>2017</strong> in Barcelona (ES)<br />

www.sustainability-in-<strong>packaging</strong>.com<br />

11th International Fresenius Conference<br />

"Contaminants and Residues in Food"<br />

25.10. bis 26.10.<strong>2017</strong> in Mainz<br />

www.akademie-fresenius.de<br />

Folgen Sie uns<br />

auf twitter<br />

@<strong>packaging</strong>J<br />

ZELLCHEMING-EXPO<br />

04.07.bis 06.07.<strong>2017</strong> Frankfurt am Main<br />

www.mesago.de<br />

Weitere Termine finden Sie auf www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de<br />

Leseecke<br />

CODES der automatischen<br />

Identifikation<br />

Die sichere Versorgung der Märkte mit Daten und Informationen<br />

ist die entscheidende Voraussetzung für<br />

eine Automatisierung der Prozesse in Industrie, Logistik<br />

und Handel. Der Autor, der bereits zahlreiche Fachbücher<br />

über diese Thematik veröffentlicht hat,<br />

beschreibt diesmal in präziser, zusammengefasster<br />

Form mehr als 300 Codearten und Begriffe seit Bestehen<br />

der Optischen Identifikation. Damit umfasst das<br />

handliche Nachschlagewerk die meisten der heute bekannten<br />

Codes, fügt jeweils die entsprechende Abbildung<br />

hinzu und beschreibt die unterschiedlichen<br />

Anwendungen.<br />

Identität<br />

Eine genaue Kenntnis der Identität und der konstituierenden<br />

Merkmale der eigenen Marke sind, so<br />

Markenexperte Franz-Rudolf Esch für eine erfolgreiche<br />

Markenführung unabdingbar. Aber wie lässt<br />

sich eine starke Marke bilden, wie wird sie wirksam<br />

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Pj 04/05 | <strong>2017</strong> www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 61


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Margot Cremer-<br />

Tel. 02236 848829 • Fax 02236 848824 •<br />

Email: mcremer@ella-verlag.de<br />

Andrea Vogel-<br />

Tel. 02236 848822 • Fax 02236 848824 •<br />

Email: av@ella-verlag.de<br />

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www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 04/05 | <strong>2017</strong><br />

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Tel. (04122) 922-0 • Fax (04122) 922-201<br />

Internet: http://www.hellinggmbh.de<br />

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Margot Cremer-<br />

Tel. 02236 848829 • Fax 02236 848824 •<br />

Email: mcremer@ella-verlag.de<br />

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Email: sg@ella-verlag.de<br />

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Andrea Vogel-<br />

Tel. 02236 848822 • Fax 02236 848824 •<br />

Email: av@ella-verlag.de<br />

Pj 04/05 | <strong>2017</strong> www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 65


<strong>packaging</strong> <strong>journal</strong><br />

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Markenschutz, Fälschungssicherheit<br />

Wägen, Dosieren, Qualitätssicherung<br />

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Etikettieren, Kennzeichnen, Codieren und RFID<br />

Anzeigenindex<br />

A Adents International, F-Massy 9<br />

b Bobst SA, CH- Mex 27<br />

C Christ GmbH & Co. KG, Ottobeuren 35<br />

F Focke & CO, Barssel 57<br />

G Getecha GmbH, Aschaffenburg 41<br />

H HP Deutschland GmbH, Böblingen 17<br />

L Leuze electronic GmbH & Co., Owen 47<br />

M MediSeal GmbH, Schloss-Holte 7<br />

Mesago Messe Frankfurt GmbH, Stuttgart 57<br />

Metsä Board Deutschland GmbH, Frankfurt 69<br />

Mettler-Tolede PCE GmbH, Zwingenberg 33<br />

Müller & Bauer GmbH & Co.KG, Metzingen 43<br />

MULTIVAC SE & Co. KG, Wolfertschwenden 45<br />

O OPTIMA <strong>packaging</strong> group GmbH, Schwäbisich-Hall 2<br />

P Packservice PS Marketing GmbH, Karlruhe 3<br />

POLPAK Sp. z o.o., PL-Warschau 13<br />

R R.WEISS GmbH & Co. KG, Crailsheim 25<br />

S SIG Combibloc GmbH, Linnich 29<br />

Siko GmbH, Buchenbach 40<br />

Spilker GmbH, Leopoldshöhe 70<br />

Strema GmbH, Sulzbach-Rosenberg 53<br />

T Transnova Ruf GmbH, Ansbach 44<br />

V Variopack GmbH, Nidda-Harb 56<br />

V+E Consult GmbH, Nürnberg 52<br />

IMPRESSUM<br />

Verlag<br />

Verlag ella Verlag Elke Latuperisa e. K.<br />

ella Emil-Hoffmann-Str. Verlag Elke Latuperisa 55–59 e. · K. 50996 Köln<br />

Emil-Hoffmann-Str. Tel.: +49 (0)2236-84 55–59 88 0 ·• 50996 Fax: +49 Köln (0)2236-84 88 24<br />

Tel.: pj@ella-verlag.de +49 (0)2236-84· 88 www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de<br />

0 • Fax: +49 (0)2236-84 88 24<br />

pj@ella-verlag.de · www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de<br />

Herausgeberin/Chefredakteurin<br />

Herausgeberin/Chefredakteurin<br />

Elke Latuperisa · el@ella-verlag.de · Tel. +49 (0)22 36-84 88 11<br />

Elke Latuperisa · el@ella-verlag.de · Tel. +49 (0)22 36-84 88 11<br />

Redaktion<br />

Redaktion Brigitte Bähr · Tel. +49 (0)341-52 03 043 · brigitte-baehr@t-online.de<br />

Brigitte Robert Bähr Latuperisa · Tel. +49 · Tel. (0)341-52 +49 (0)22 0336-84 043 · brigitte-baehr@t-online.de<br />

88 12 · latup@ella-verlag.de<br />

Robert Latuperisa · Tel. +49 (0)22 36-84 88 12 · latup@ella-verlag.de<br />

Anzeigen<br />

Anzeigen Susanne Julia Gorny · sg@ella-verlag.de · Tel. +49 (0)2236 - 84 88 17<br />

Susanne n sind urheberrechtlich Julia Gorny · sg@ella-verlag.de geschützt. Kein · Tel. Teil +49 dieser (0)2236 Zeitschrift - 84 88 darf 17 ohne<br />

Andrea Genehmigung Vogel · av@ella-verlag.de des Verlages in irgendeiner · Tel. +49 (0)2236 Form - verwendet 84 88 22 werden. Dies<br />

gilt auch für die Vervielfältigung als Kopie oder auf Datenträgern sowie für<br />

Auslandsvertretung<br />

die Aufnahme in elektronischen Datenbanken oder ins Internet. Für unverlangt<br />

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Tel. die +33 Allgemeinen (0) 6 86 64 62 Geschäftsbedingungen 85 · edouard.costemend@free.fr des Verlages.<br />

Es gilt Preisliste Nr. 15 vom 01.11.2016<br />

Angeschlossen der Informationsgemeinschaft<br />

Marketing zur Feststellung und Vertrieb der Verbreitung von<br />

Margot Werbeträgern Cremer • mc@ella-verlag.de<br />

e.V. (IVW)<br />

Tel. +49 (0)2236-84 88 29 • Fax +49 (0)2236-84 88 24<br />

Korrektorat/Lektorat: textperlen.de · Bärbel Philipp<br />

Übersetzung Mike Wägeler<br />

Produktion RL art & design · produktion@ella-verlag.de<br />

Grafik Robert Latuperisa<br />

Titelbild Lumena/Shutterstock.com<br />

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Konto: 1005102627, BLZ 37050198<br />

IBAN : DE19370501981005102627, BIC COLSDE33XXX<br />

Haftung<br />

Eine Haftung für die Richtigkeit von Veröffentlichungen können Redaktion<br />

und Verlag trotz sorgfältiger Prüfung nicht übernehmen. Die Veröffentlichungen<br />

im <strong>packaging</strong> <strong>journal</strong> erfolgen ohne Berücksichtung eines eventuellen<br />

Patentschutzes. Mit Namen oder Zeichen des Verfassers<br />

gekennzeichnete Beiträge stellen nicht unbedingt die Meinung der<br />

Redaktion dar.<br />

Alle im <strong>packaging</strong> <strong>journal</strong> veröffentlichten Beiträge und Abbildungen sind<br />

urheberrechtlich geschützt. Kein Teil dieser Zeitschrift darf ohne Genehmigung<br />

des Verlages in irgendeiner Form verwendet werden. Dies gilt auch<br />

für die Vervielfältigung als Kopie oder auf Datenträgern sowie für die Aufnahme<br />

in elektronischen Datenbanken oder ins Internet. Für unverlangt<br />

eingesandte Beiträge wird keine Haftung übernommen. Es gelten die Allgemeinen<br />

Geschäftsbedingungen des Verlages.<br />

Angeschlossen der Informationsgemeinschaft<br />

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