28.06.2019 Aufrufe

ACS Automobilclub - Ausgabe 03/2019

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<strong>Ausgabe</strong> <strong>03</strong>/<strong>2019</strong><br />

Das Magazin des Automobil Club der Schweiz | Edition Deutschschweiz<br />

AU TO<br />

Swiss Classic World<br />

MEHR FRAUEN FÜR<br />

SZENE BEGEISTERN<br />

Mit Aktionen anlässlich der Swiss Classic World vom<br />

25./26. Mai <strong>2019</strong> in Luzern sollen auch Frauen für den Einstieg<br />

in die Young- und Oldtimerszene begeistert werden<br />

Motorsport<br />

SWISS E-PRIX<br />

SPEKTAKEL IN<br />

DER HAUPTSTADT<br />

Nach der Premiere in Zürich letztes<br />

Jahr gastiert die aufstrebende<br />

Formel E am 22. Juni <strong>2019</strong> in Bern<br />

Reisen<br />

COSTA RICA<br />

EIN LAND FÜR<br />

ENTDECKER<br />

Das mittelamerikanische Land<br />

Costa Rica fasziniert durch Vielfalt<br />

in der Tier- und Pflanzenwelt


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Rund ums Auto<br />

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Ich lebe mobil.


EDITORIAL<br />

FASZINATION CLASSIC CARS<br />

Jetzt, wo der Frühling Einzug gehalten hat, schmücken sie unsere Strassen<br />

wieder: die Classic Cars. Prächtige Young- und Oldtimer, die unsere Herzen<br />

höherschlagen lassen und bei manch einem schöne Kindheitserinnerungen<br />

wecken. Sie sind nicht nur Nostalgie auf Rädern, sondern auch Zeugen<br />

unserer Zeitgeschichte.<br />

M<br />

it dem ersten Frühlingserwachen öffnen sich<br />

auch die Pforten so mancher Garage, in der<br />

wertvolle Schätze aus vergangener Zeit den<br />

Winter verbracht haben. Vom Frühjahr bis in<br />

den späten Herbst sind sie, vor allem an den Wochenenden, unterwegs:<br />

die Liebhaber von Veteranenfahrzeugen,<br />

die stolz – und das ganz zu Recht –<br />

mit ihren Bijous auf vier Rädern ausfahren.<br />

Die Begeisterung für das Automobil<br />

ist die DNA des <strong>ACS</strong>. Deshalb sind Veranstaltungen<br />

rund um Veteranenfahrzeuge<br />

fester Bestandteil unseres Clublebens.<br />

Verschiedene Sektionen des <strong>ACS</strong> sind<br />

Partner und Mitorganisator traditioneller<br />

und bedeutender Classic Car Events in der<br />

ganzen Schweiz. So zum Beispiel der Concours<br />

d’Elégance Suisse, der vom 21. bis<br />

23. Juni <strong>2019</strong> in der Nähe von Genf in der<br />

royalen Kulisse des «Château de Coppet»<br />

stattfindet. Oder der Concours d’Excellence<br />

Inter national, der am 14. September<br />

<strong>2019</strong> in der Innenstadt von Luzern über<br />

die Bühne geht. Wie auch der Zurich Classic<br />

Car Award, der am 21. August <strong>2019</strong> auf<br />

dem Bürkliplatz im Herzen von Zürich verliehen<br />

wird. Solche Veranstaltungen erfreuen sich zunehmender<br />

Beliebtheit, sowohl bei den Besitzern der klassischen Schönheiten<br />

als auch beim breiten Publikum, das sich an diesen nostalgischen<br />

Fahrzeugen aus vergangener Zeit erfreut. Die Young- und Oldtimer<br />

wecken in vielen von uns nostalgische Gefühle und lassen<br />

Erinnerungen unserer Kindheit aufleben. Die prachtvollen Autos<br />

erzählen nicht nur eine Geschichte, sie sind ein Stück Zeitgeschichte.<br />

Nicht zuletzt deswegen geht von den Classic Cars eine<br />

ganz besondere Faszination aus.<br />

Für die Liebhaber von Young- und Oldtimern ist der <strong>ACS</strong> nicht<br />

nur als Co-Organisator von Classic Cars Events ein wertvoller<br />

Partner, sondern auch als zuverlässiger Assistance-Dienstleister.<br />

Zudem sind in jüngster Zeit verschiedene Sektionen unseres Clubs<br />

politisch aktiv geworden, um eine Senkung der Motorfahrzeugsteuern<br />

für Veteranenfahrzeuge zu erwirken.<br />

Mit seinem Engagement rund um die<br />

Zeitzeugen des Automobils möchte der<br />

<strong>ACS</strong> sicherstellen, dass seine Mitglieder<br />

der Faszination Classic Cars auch zukünftig<br />

frönen können.<br />

Was übrigens an vielen dieser Classic<br />

Cars Veranstaltungen auffällt: Die Oldtimer-Szene<br />

ist im Grossen und Ganzen<br />

immer noch eine Männerdomäne. Frauen<br />

sind bisher leider nur selten als Besitzerinnen<br />

oder Fahrerinnen der alten, vierräderigen<br />

Schmuckstücke auszumachen. Dass<br />

es aber auch Ausnahmen gibt, beweist der<br />

Artikel «Women on Wheels» auf den Seiten<br />

6/7 in dieser <strong>Ausgabe</strong> unseres Magazins,<br />

der einen Einblick in den Frauen power an<br />

der Swiss Classic World <strong>2019</strong> gibt, die am<br />

25. und 26. Mai in Luzern stattfindet.<br />

Für die Zukunft ist zu hoffen, dass sich<br />

viele Frauen von der Faszination, die von den Veteranenfahrzeugen<br />

ausgeht, anstecken lassen und so die Oldtimerszene über kurz<br />

oder lang aufmischen werden.<br />

Ihr Thomas Hurter<br />

Zentralpräsident<br />

Panne?! Assistance-Nummer wählen<br />

+41 44 283 33 77<br />

NR. <strong>03</strong>/<strong>2019</strong><br />

AUTO<br />

3


INHALT<br />

MOTORSPORT S.12<br />

KOLUMNE S.18<br />

DANKBAR FÜR CHALLENGE 2018<br />

Der <strong>ACS</strong>-Botschafter Tom Lüthi erhält<br />

im <strong>ACS</strong> AUTO eine Plattform. Der erfolgreiche<br />

Moto2- Pilot schreibt in einer<br />

regelmässig erscheinenden Kolumne<br />

über seinen Sport oder auch andere<br />

Erlebnisse, die ihn bewegen.<br />

RATGEBER S.31<br />

SO VERHALTE ICH MICH RICHTIG<br />

Bei Unfällen mit dem Mietwagen kann<br />

es ziemlich kompliziert und teuer werden.<br />

Wir sagen Ihnen, wie Sie sich verhalten<br />

müssen. Ebenfalls ein wichtiges<br />

Thema ist die Müdigkeit am Steuer.<br />

STRECKENFÜHRUNG GARANTIERT VIEL SPEKTAKEL BEIM SWISS E-PRIX<br />

Am Samstag, 22. Juni <strong>2019</strong>, kommt es zur zweiten Auflage des Swiss E-Prix. Nach der erfolgreichen<br />

Premiere im Vorjahr in Zürich mit rund 150 000 Zuschauern wird erstmals<br />

Bern als Austragungsort auftreten. Der 2,7 Kilometer lange Rundkurs liegt im Obstgartenquartier<br />

und ermöglicht den Fahrern – falls sie denn Zeit hätten – einen herrlichen<br />

Blick auf die Altstadt der Bundeshauptstadt.<br />

OFFROAD S.34<br />

NICHT VERPASSEN!<br />

Der <strong>ACS</strong> organisiert in Zusammenarbeit<br />

mit erfahrenen Instruktoren auch in<br />

diesem Jahr lehrreiche Offroad-Kurse.<br />

SICHERHEIT S.14<br />

JUFALA UND TIPPS FÜR TÖFFFAHRER<br />

Die Saison für ausgiebige Töffausfahrten<br />

hat begonnen. Wir sagen Ihnen<br />

worauf Sie achten sollten. Der <strong>ACS</strong> bildet<br />

in Jugendfahrlagern (Jufala) aber auch<br />

zukünftige Verkehrsteilnehmer aus.<br />

TECHNIK S.16<br />

<strong>ACS</strong> S.34<br />

GEWINNEN SIE!<br />

Kennen Sie sich in der Welt des Automobils<br />

aus? Falls ja, sollten Sie unbedingt<br />

das Kreuzworträtsel ausfüllen! Zu<br />

gewinnen gibt es eine Übernachtung inklusive<br />

¾-Pension in einem exklusiven<br />

Fünfsterne-Hotel am Thunersee.<br />

BENZINMOTOREN NÄHERN SICH DEM DIESEL AN<br />

Um die Emissionsziele erreichen zu können, ist neben der Elektrifizierung der Antriebsstränge<br />

auch eine weitere Optimierung der Verbrennungsmotoren unumgänglich.<br />

4<br />

AUTO NR. <strong>03</strong>/<strong>2019</strong>


inhalt<br />

OLD- & YOUNGTIMER S.26<br />

PROFITIEREN<br />

SIE! S.08<br />

Upgraden Sie Ihre<br />

<strong>ACS</strong>-Mitgliedschaft,<br />

oder gewinnen Sie<br />

neue Freunde<br />

ZWEI RALLYE-IKONEN TREFFEN SICH IM OBERAARGAU<br />

Ihre Geburtsorte liegen zwar nur 80 Kilometer auseinander, doch unterschiedlicher könnten die beiden<br />

schwedischen Rallye-Ikonen nicht sein: Da der Saab 96 V4 aus Trollhättan und dort der Volvo 123 GT aus<br />

Göteborg. Der <strong>ACS</strong> hat die beiden Fahrzeuge in einer heissen Rallye-Version unter die Lupe genommen.<br />

Impressum<br />

Verlag <strong>ACS</strong>-AUTO<br />

© Automobil Club der<br />

Schweiz (<strong>ACS</strong>)<br />

Wasserwerkgasse 39<br />

CH-3000 Bern 13<br />

Tel. +41 31 328 31 11<br />

Fax +41 31 311 <strong>03</strong> 10<br />

www.acs.ch, info@acs.ch<br />

CLASSIC S.24<br />

BOLIDEN & IKONEN<br />

In einer Sonderausstellung des Pantheon Basel<br />

können bis zum 13. Oktober <strong>2019</strong> mehr als zwei<br />

Dutzend Preziosen bestaunt werden.<br />

EXKLUSIV S.09<br />

NEUER SUPERSPORTWAGEN<br />

Aston Martin bringt den DBS Superleggera<br />

Volante im dritten Quartal <strong>2019</strong>.<br />

REISEN S.32<br />

EIN LAND FÜR ENTDECKER<br />

Costa Rica – auch die Schweiz von Zentralamerika<br />

genannt – fasziniert durch seine<br />

Artenvielfalt in der Tier und Pflanzenwelt.<br />

Chefredaktion/<br />

Anzeigenverkauf<br />

Markus Rutishauser<br />

Romanshornerstrasse 62B<br />

CH-8280 Kreuzlingen<br />

Mobile +41 79 406 90 23<br />

markus.rutishauser@acs.ch<br />

Produktion<br />

Bodan AG<br />

Druckerei und Verlag<br />

Zelgstrasse 1<br />

CH-8280 Kreuzlingen<br />

Tel. +41 71 686 52 52<br />

www.bodan-ag.ch,<br />

druck@bodan-ag.ch<br />

Berichte<br />

Titelbild und Testbericht<br />

können einem Advertorial<br />

entsprechen, wobei die Redaktion<br />

jeglicher Verpflichtung<br />

freibleibend und ohne Fremdeinsprache<br />

die Beurteilung<br />

des Objektes vornimmt.<br />

Erscheinungsweise<br />

8 <strong>Ausgabe</strong>n pro Jahr. Für<br />

die <strong>ACS</strong>-Mitglieder in den<br />

Clubleistungen enthalten.<br />

Auflage<br />

76 717 Exemplare<br />

(WEMF-beglaubigt 2018)<br />

NEUHEITEN S.19<br />

TALENTE WIE DIE GROSSEN<br />

Der neue Range Rover Evoque punktet nicht<br />

nur mit seiner gepflegten Optik, sondern auch<br />

mit einem Mild-Hybrid-Antrieb.<br />

VIELVERSPRECHENER NACHFOLGER<br />

Skoda stellt mit dem Octavia das meistverkaufte<br />

Auto der Schweiz. Mit dem Scala wollen die<br />

Tschechen nun auch unterhalb punkten.<br />

FORD DEFINIERT SEINE ZUKUNFT<br />

So sieht die Zukunft des US-Herstellers Ford in<br />

Europa aus: 16 elektrifizierte Personenwagen<br />

und Nutzfahrzeuge bis 2021.<br />

QUARTETT IST KOMPLETT<br />

VW bringt den vierten SUV an den Start: Der<br />

T-Cross ergänzt das bewährte Trio Touareg,<br />

Tiguan und T-Roc perfekt.<br />

Nachdruck nur unter Quellenangabe<br />

und mit Bewilligung<br />

des Verlages gestattet.<br />

Für unverlangt eingesandtes<br />

Manuskript- und Bildmaterial<br />

übernehmen Verlag und Redaktion<br />

keine Haftung.<br />

Titelbild<br />

Christoph Bleile<br />

produziert mit<br />

naturstrom<br />

NR. <strong>03</strong>/<strong>2019</strong><br />

AUTO<br />

5


SPECIAL<br />

SWISS CLASSIC WORLD <strong>2019</strong><br />

FRAUEN<br />

WILLKOMMEN<br />

Verschiedene Analysen belegen, dass Frauen aller Altersgruppen bei der Mobilität<br />

zulegen. Ein Ausdruck unseres Gesellschaftswandels und der Emanzipation.<br />

Allerdings ist die Frauenquote in der Oldtimer-Szene noch tief. Diese zu fördern<br />

ist das Ziel mehrerer Aktionen an der Swiss Classic World in Luzern.<br />

A<br />

ls Pat Moss, die Schwester<br />

des berühmten Rennfahrers<br />

Sir Stirling Moss und<br />

Gattin von Saab Rallye Legende<br />

Erik Carlsson, 1960 in London als<br />

«Fahrer des Jahres 1960» geehrt wurde,<br />

musste der Königlich-Englische Automobilklub<br />

RAC erstmals seine Satzung ändern,<br />

da bis anhin Damen das Betreten<br />

des klubeigenen Bankettsaals untersagt<br />

war. Pat war zu dieser Zeit eine Exotin.<br />

Fiel die Flagge am Start, war ihr Ziel,<br />

nicht gegen die Frauen zu gewinnen, sondern<br />

die Männer zu schlagen. Das gelang<br />

Pat mit grossem Erfolg auf verschiedenen<br />

Rallyewagen wie Austin Healey, Mini<br />

Coo per, Saab 96 und Sonett II oder Renault<br />

Alpine A110<br />

War in den 60er Jahren der Anteil autofahrender<br />

Frauen bescheiden, so hat sich<br />

das bis heute stark gewandelt. Nicht gleich<br />

entwickelt hat sich hingegen die weibliche<br />

Quote in der Oldtimer-Szene. Eher selten<br />

sind Frauen wie Kerstin Etterlin aus Bad<br />

Ragaz, die im Alltag regelmässig mit ihrem<br />

roten Austin Healey 100/4 Le Mans<br />

unterwegs ist und die Wochenenden vorzugsweise<br />

an Oldtimer Veranstaltungen<br />

verbringt; unter anderem als Speakerin<br />

der Heidiland Classic. Oder Daria Müller<br />

und Sabina Schneider, die beispielweise<br />

auf einem Triumph TR4 die RAID Young<br />

Raiders Challenge 2017 gewonnen haben.<br />

ERSTMALIG: «FRAUEN & CLASSIC<br />

CARS» AN DER SCW<br />

Die Faszination für altes Blech mit<br />

Historie teilt auch Judith Jenni vom <strong>ACS</strong><br />

Aarau-Mitte, die einen Austin Seven Ulster<br />

mit Jahrgang 1932 bewegt. Auch sie<br />

wünscht sich mehr Frauenpower in der<br />

Young- und Oldtimer-Szene. Zusammen<br />

Erfolgreiches Damenteam: Daria Müller<br />

und Sabina Schneider.<br />

Kerstin Etterlin vor Iris Kamber an<br />

der Lenzerheide Motor Classic 2018.<br />

6<br />

AUTO NR. <strong>03</strong>/<strong>2019</strong>


Special<br />

Pat Moss gewinnt 1960 die Rallye Liège – Rome – Liège auf einem Austin Healey 3000.<br />

Seit elf Jahren Oldtimer-Fan: Judith Jenni mit ihrem Austin Seven Ulster, 1932.<br />

mit Gleichgesinnten realisiert sie den spezifischen<br />

Stand «Frauen & Classic Cars» in<br />

Halle 2 an der diesjährigen Swiss Classic<br />

World in der Messe Luzern.<br />

Neben Benzingesprächen sind u.a. ein<br />

Vintage-Foto-Wettbewerb sowie informative<br />

Rundgänge durch die Messe mit Besuch<br />

von Ständen, die primär von Frauen<br />

betrieben werden, angesagt. Und als besonderes<br />

Highlight werden kurze Ausfahrten<br />

mit Oldtimern vor Ort angeboten. Dies<br />

ist eine Schnupper-Gelegenheit par excellence,<br />

die Frau nicht verpassen sollte.<br />

«Mit der Präsenz an der Swiss Classic<br />

World möchten wir interessierte Frauen<br />

unterstützen und bewegen, den Einstieg<br />

in die Young- und Oldtimerszene zu finden,<br />

ganz nach ihren Vorlieben und Möglichkeiten»,<br />

sagt Organisatorin Judith Jenni.<br />

Die am Wochenende vom 25. / 26. Mai<br />

<strong>2019</strong> stattfindende Swiss Classic World in<br />

der Messe Luzern hat sich in den letzten<br />

Jahren zu einer hochwertigen Plattform<br />

für Liebhaber/innen klassischer Automobile<br />

und deren Erhaltung entwickelt. Faszination<br />

und Begeisterung garantiert!<br />

Text Christoph Bleile<br />

Bilder Christoph Bleile, zVg<br />

Info<br />

Öffnungszeiten:<br />

Samstag, 25. Mai <strong>2019</strong>, von 09.00 – 18.00 h<br />

Sonntag, 26. Mai <strong>2019</strong>, von 09.00 – 17.00 h<br />

Reservierter Parkplatz für Oldtimer<br />

Einzeleintritt CHF 23.–<br />

(Vorverkauf CHF 20.–)<br />

Spezielle Preise für Familien<br />

und Frühbucher<br />

Informationen auf<br />

www.swissclassicworld.ch<br />

NR. <strong>03</strong>/<strong>2019</strong><br />

AUTO<br />

7


Neumitglied vermitteln<br />

Benzingutschein gewinnen<br />

Viel Freude für Sie und Ihre Freunde<br />

Sie wissen es längst: Als <strong>ACS</strong>-Mitglied geniessen Sie viele Vorteile. Und<br />

es werden noch mehr, wenn Sie jetzt Ihre Freunde und Bekannten für<br />

eine <strong>ACS</strong>-Mitgliedschaft begeistern: Für jedes vermittelte Neumitglied<br />

belohnen wir Sie mit einem Benzingutschein im Wert von CHF 50.–.<br />

Ihre Prämie<br />

Damit macht das Tanken Spass!<br />

Sobald Sie uns ein Neumitglied bringen,<br />

gehört der Gutschein Ihnen.<br />

Gutschein<br />

Wert CHF 50.–<br />

Die Gutscheine sind nicht kumulierbar<br />

und werden nicht in bar ausbezahlt.<br />

Antragstalon schon weg?<br />

Dann rufen Sie uns an unter: <strong>03</strong>1 328 31 11 oder<br />

füllen Sie den Antrag gleich online aus: www.acs.ch/freunde-gewinnen<br />

Machen Sie sich und Ihren Freunden eine Freude!<br />

Anmeldung und weitere Informationen unter:<br />

acs.ch/freunde-gewinnen


EXKLUSIV<br />

ASTON MARTIN DBS SUPERLEGGERA VOLANTE<br />

OPEN-AIR-SPASS<br />

Aus dem Stand auf Tempo 100 beschleunigt der Supersportwagen in 3,6 Sekunden.<br />

Mit dem DBS<br />

Superleggera<br />

Volante bringt Aston<br />

Martin einen offenen<br />

Supersportwagen auf<br />

den Markt. Sein Preis:<br />

Über 300 000 CHF.<br />

V<br />

on einem 5,2-Liter-Twin-<br />

Turbo-V12 (715 PS/900 Nm)<br />

angetrieben, beschleunigt<br />

das 4,72 Meter lange Cabrio<br />

in 3,6 Sekunden auf Tempo 100 und<br />

von null auf 160 km/h in 6,7 Sekunden.<br />

Dann ist noch nicht einmal die Hälfte<br />

der Höchstgeschwindigkeit erreicht. Sie<br />

beträgt beim DBS Superleggera Volante<br />

340 km/h. Geschaltet wird über eine neue<br />

Acht-Gang-Automatik von ZF.<br />

Wer sozialverträglich starten möchte,<br />

der nutzt die «Quiet Start»-Funktion.<br />

Im GT-Modus gibt der Motor ein subtil<br />

köchelndes Geräusch von sich, während<br />

in den Fahrprogrammen Sport und Sport<br />

Plus die Akustik immer intensiver wird.<br />

Die neue, tiefer gelegte Seitenzierleiste<br />

saugt mehr Luft aus dem vorderen Radlauf<br />

Sportlich-edel: Das Interieur mit den<br />

Ledersportsitzen.<br />

an, um so den Auftrieb zu reduzieren und<br />

die Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten<br />

zu verbessern. Hinter den Vorderrädern<br />

erlaubt der «Curlicue» das Austreten<br />

der Luft, die gleichmässig seitlich weiterfliesst,<br />

während der doppelte Diffusor am<br />

Heck eine saubere Ableitung ermöglicht.<br />

TURBO-V12<br />

MIT 715 PS<br />

Der Volante wurde ganz bewusst auf<br />

das Klangerlebnis bei offener Fahrt abgestimmt,<br />

während bei geschlossenem Stoffverdeck<br />

acht Schichten Isoliermatten den<br />

Komfort erhöhen. Es öffnet in 14 Sekunden,<br />

zum Schliessen benötigt es zwei Sekunden<br />

länger. In gefaltetem Zustand ist die Dachkonstruktion<br />

lediglich 26 Zentimeter hoch.<br />

Dem Käufer stehen eine Reihe von Personalisierungsoptionen<br />

zur Wahl. So ist<br />

das Verdeck in acht verschiedenen Farben<br />

erhältlich, auch der Dachhimmel kann in<br />

sechs Varianten den persönlichen Vorlieben<br />

angepasst werden. Ausserdem ist zum<br />

ersten Mal bei einem Volante-Modell die<br />

Fenstereinfassung mit einer Karbon-Konstruktion<br />

erhältlich; dabei besteht die<br />

Option, dieses Design auch bei der Tonneau-Abdeckung<br />

und der hinteren Mittelkonsole<br />

des Autos fortzusetzen. Grosse<br />

gewebte Karbonteile ersetzen jene Komponenten,<br />

die einst in Leder gehüllt waren,<br />

wobei auch eine getönte Karbonvariante<br />

erhältlich ist.<br />

Die Auslieferung der ersten Fahrzeuge<br />

ist für das dritte Quartal geplant.<br />

Text jri / Bilder pd<br />

Das Dach öffnet in 14 Sekunden.<br />

Zum Schliessen braucht es etwas länger.<br />

NR. <strong>03</strong>/<strong>2019</strong><br />

AUTO<br />

9


MOTORSPORT<br />

FASZINATION AN DEN 20. AUTO-RENNTAGEN FRAUENFELD<br />

PREMIERE 1: OLDTIMER IM<br />

SLALOM UND SHOW-BLOCK<br />

Das gab es bisher noch nie – eine Oldtimer-Gleichmässigkeitsprüfung<br />

auf der<br />

Slalomstrecke. Eine tolle Idee der Organi-<br />

PREMIEREN-<br />

FIEBER<br />

69 Jahre trennen den Dallara World Series von Daniel Mauerhofer vom Lagonda V12 Special von Holger Lange.<br />

Volle Startfelder,<br />

spannender Motorsport,<br />

begeisterte Zuschauer,<br />

ein tolles Rahmenprogramm<br />

sowie etliche<br />

Innovationen prägten<br />

das 20-Jahr-Jubiläum<br />

der Auto-Renntage<br />

in Frauenfeld. Einige<br />

Premieren haben wir<br />

herausgepickt.<br />

satoren und perfekt passend zum nationalen<br />

Wochenende für historische Fahrzeuge,<br />

den «Historic Vehicle Days», an dem<br />

sich schweizweit an zahlreichen Anlässen<br />

über 3000 Veteranenfahrzeuge, Old- und<br />

Youngtimer als mobile Kulturgüter präsentierten.<br />

In Frauenfeld am Start waren<br />

16 Fahrzeuge mit Jahrgang 1933 bis 1986<br />

sowie etliche parkiert in und vor der Boxenstrasse<br />

sowie im Show-Block, darunter<br />

zwei legendäre Sauber Sportwagen C2 und<br />

C5 sowie ein March-BMW Formel 2, pilotiert<br />

von Fredy A. Lienhard.<br />

Unikat im Regen: Lagonda V12 Special<br />

gesteuert von Holger Lange<br />

PREMIERE 2: UNIKAT<br />

LAGONDA V12 SPECIAL<br />

Die Aluminiumkarosserie des Lagonda<br />

V12 Special glänzt in der spärlichen<br />

Nachmittagssonne. Mit gezielten Gasstössen<br />

bringt Holger Lange den 4,7 Liter V 12<br />

Zylinder auf Betriebstemperatur für einen<br />

optimalen Start. Ein wunderbares Motorkonzert<br />

und ein Genuss für Zuschauer wie<br />

für den Fahrer, der diesem Sound verfallen<br />

ist und noch zwei Ferrari F1, ebenfalls mit<br />

V12 Zylindermotoren, sein Eigen nennt.<br />

Die Basis für den einzigartigen «Special»<br />

bildete eine Lagonda Limousine aus<br />

dem Jahre 1933. Nach den Kriegsjahren<br />

wurde von privater Hand daraus ein einsitziger<br />

Rennwagen mit dem von W.O. Bentley<br />

entwickelten V12 Motor gebaut. Dazu wurde<br />

das Chassis der Limousine gekürzt und<br />

für den Einsatz hauptsächlich an Bergrennen<br />

modifiziert. 1947 übernahm David<br />

Brown die Marke Lagonda und gliederte<br />

sie in sein Unternehmen Aston Martin ein.<br />

10<br />

AUTO NR. <strong>03</strong>/<strong>2019</strong>


Motorsport<br />

Zum ersten Mal auf der Rennstrecke: Daniel Mauerhofer im Dallara World Series.<br />

Der Rennwagen Lagonda V12 Special<br />

blieb ein Unikat. 1952 wurde er zu einem<br />

engen Zweisitzer umgebaut und in den folgenden<br />

Jahrzehnten mehrfach mit grossem<br />

Aufwand restauriert. So auch vor zwei<br />

Jahren durch den heutigen Besitzer Holger<br />

Lange, der am Lagonda eine umfassende<br />

Revision vornahm inklusive Überarbeitung<br />

des Motors, unter anderem mit dem<br />

Einbau einer neuen Amal Vergaseranlage<br />

und angepasster Benzinzufuhr. Heute leistet<br />

der 4,7 Liter V12 Motor über 300 PS. Das<br />

ist doch einiges mehr als die V12 Motoren<br />

mit 175 PS in den seinerzeitigen Lagonda<br />

Luxuswagen. Geschaltet wird über ein<br />

synchronisiertes 4-Gang-Getriebe von Alvis.<br />

Und ebenso einmalig: Der Lagonda V12<br />

Special besitzt eine Strassenzulassung.<br />

Flachbauende Amal Vergaser-Batterie – ein<br />

Schmaus für Aug und Ohr.<br />

«Servo» war früher ein grosses Lenkrad.<br />

«Der Lagonda fährt sich erstaunlich<br />

leicht und bei Bedarf sehr schnell. Hier im<br />

Slalom wie am Berg ist das bullige Drehmoment<br />

von grossem Vorteil», beschreibt<br />

Holger Lange seine Fahreindrücke. «Es ist<br />

ein sehr authentisches Fahren, ohne Servolenkung<br />

oder andere Fahrunterstützungen.<br />

Das macht Spass – und hält fit.»<br />

3.0 Liter V6 Motor mit 410 PS im Dallara T02.<br />

PREMIERE 3: EIN DALLARA<br />

ZUM GEBURTSTAG<br />

40 Jahre Rennsport, inklusive 10 Jahre<br />

Präsident der Ecurie Basilisk, dem ältesten<br />

Automobilrennsportclub der Schweiz,<br />

prägen die Karriere von Daniel Mauerhofer.<br />

Zu seinem 60. Geburtstag hat er sich<br />

ein aussergewöhnliches Geschenk gegönnt<br />

in Form eines Dallara World Series. Dieser<br />

Rennwagen wurde 2002 gebaut und von<br />

verschiedenen Piloten im In- und Ausland<br />

erfolgreich eingesetzt.<br />

Der nur 565 kg wiegende Dallara besitzt<br />

ein Chassis aus Carbon und Kevlar.<br />

Für kräftigen Vortrieb sorgt ein 3 Liter V6<br />

Motor von Nissan mit 410 PS und einem<br />

Drehmoment von 505 Nm in Verbindung<br />

mit einem sequentiellen 6-Gang-Getriebe<br />

von Ricardo. Die Dallara World Series by<br />

Nissan galt in den Jahren 2002 bis 2004<br />

als ideales Sprungbrett für die Formel 1.<br />

So fuhren alle drei Gesamtsieger Ricardo<br />

Zonta, Franck Montagny und Heikki Kovalainen<br />

anschliessend in der Formel 1 – der<br />

Königsklasse des Rennsports.<br />

«Einen leistungsstarken Monoposto zu<br />

fahren war stets ein Jugendtraum von mir.<br />

Umso grösser war meine Freude, hier in<br />

Frauenfeld erstmals als Funktionstest mit<br />

dem Dallara starten zu können», erzählt<br />

Daniel Mauerhofer. «Doch leider schlug die<br />

Defekthexe zu. War der zweite Trainingslauf<br />

okay und hat Spass gemacht, versagte<br />

im ersten Rennlauf die Elektronik, was<br />

mich zur Rennaufgabe zwang.»<br />

PREMIERE 4: SCHNELL<br />

UND FASZINIEREND<br />

Die 20. <strong>Ausgabe</strong> der Auto-Renntage<br />

Frauenfeld bot einmal mehr faszinierenden<br />

Motorsport und zahlreiche Premieren;<br />

allerdings nicht beim Tagessieger. Wie<br />

in den letzten vier Jahren siegte wiederum<br />

der schnelle Philip Egli aus Rombach auf<br />

seinem Dallara F393 vor dem Herisauer<br />

Lukas Eugster auf einem potenten Ligier<br />

JS53 Evo 2, der mit diesem zweisitzigen<br />

Rennwagen ebenfalls erstmals in Frauenfeld<br />

an den Start ging.<br />

Text Christoph Bleile /<br />

Bilder Christoph Bleile, Ruedi Menzi<br />

Info<br />

Alle Infos über die 20. Auto-Renntage<br />

Frauenfeld auf www.acs-thurgau.ch<br />

NR. <strong>03</strong>/<strong>2019</strong><br />

AUTO<br />

11


MOTORSPORT<br />

SWISS E-PRIX <strong>2019</strong> IN BERN<br />

SURRENDES<br />

SPEKTAKEL<br />

Die Formel E präsentiert sich in der Saison 2018/19 so ausgeglichen wie noch nie. In den ersten acht Rennen gab es acht verschiedene Sieger.<br />

Am Samstag, 22. Juni, gelangt der zweite Swiss E-Prix zur Austragung.<br />

Nach der erfolgreichen Premiere 2018 in Zürich surren die Elektro-<br />

Hightech-Boliden in diesem Jahr in Bern um die Wette. Der Rundkurs<br />

führt am Bärengraben und Rosengarten vorbei.<br />

M<br />

it dem Julius Bär Swiss<br />

E-Prix kommt die<br />

weltweit erfolgreiche<br />

Elektro-Rennserie am<br />

vierten Juni-Wochenende in die Bundeshauptstadt.<br />

Der Umzug aus Zürich gründet<br />

in der Tatsache, dass in der Limmatstadt<br />

in diesem Jahr mit dem Züri-Fäscht<br />

vom 5. bis 7. Juli bereits ein Megaevent<br />

über die Bühne geht, zu dem bis zu zwei<br />

Millionen Besucherinnen und Besucher<br />

erwartet werden. Die E-Prix-Organisatoren<br />

mit CEO Pascal Derron an der Spitze<br />

stiessen in Bern schnell auf offene Ohren.<br />

Spektakuläre TV-Bilder garantieren<br />

dem Veranstaltungsort unter anderem<br />

eine weltweite Ausstrahlung und damit<br />

ZWEI SCHWEIZER<br />

MIT AMBITIONEN<br />

ein einzigartiges Standortmarketing.<br />

Im letzten Jahr sorgte Zürich mit rund<br />

150 000 Zuschauern für eine herausragende<br />

Premiere. Dazu verfolgten mehrere<br />

Millionen Motorsportfans im In- und<br />

Ausland im Fernsehen, wie der charismatische<br />

Brasilianer Lucas di Grassi (34) im<br />

Audi Sport ABT Schaeffler das erste Rundstreckenrennen<br />

auf Schweizer Boden seit<br />

60 Jahren für sich entscheiden konnte.<br />

Wenig verwunderlich, dass sich für 2021<br />

auch Genf für die Austragung des Swiss<br />

E-Prix interessiert. Dazwischen soll der<br />

Event nochmals nach Zürich zurückkehren<br />

– allerdings auf einer neuen Strecke.<br />

Nach dem Zürcher Seebecken rückt in<br />

diesem Jahr nun also die gleichermassen<br />

attraktive und für die Fans gut erreichbare<br />

Strecke im Berner Obstgartenquartier in<br />

den Fokus. Der 2,7 Kilometer lange Rundkurs<br />

führt – entgegen dem Uhrzeigersinn –<br />

nach dem Start auf der Laubeggstrasse am<br />

weltbekannten Bärengraben vorbei und<br />

dann mit Sicht auf die Aare und die Berner<br />

Altstadt den grossen Muristalden hinauf<br />

zurück in Richtung Schosshalde. Prägenden<br />

Charakter werden die Schikane auf der<br />

12<br />

AUTO NR. <strong>03</strong>/<strong>2019</strong>


Motorsport<br />

War in der Saison 2015/16 schon einmal<br />

Formel E-Champion: Sébastien Buemi.<br />

BÄRENGRABEN<br />

Das Streckenlayout.<br />

Sieger in Hongkong: Der Genfer<br />

Edoardo Mortara.<br />

Laubeggstrasse und die Haarnadelkurve<br />

zum Alten Aargauerstalden haben. Die<br />

Spitzentempi auf diesem Stadtkurs dürften<br />

bei 220 km/h liegen.<br />

Der erste Swiss E-Prix in Bern ist das<br />

11. Rennen im 13 ePrix umfassenden Rennkalender<br />

2018/19 der Formel E. Die Bundeshauptstadt<br />

bildet den Abschluss der<br />

Europa-Tournee mit Rennen in Rom, Paris,<br />

Monaco und Berlin, bevor das Saisonfinale<br />

in New York mit zwei Wertungsläufen am<br />

13. und 14. Juli ausgetragen wird. Selten<br />

zuvor präsentierte sich die Rennserie so<br />

ausgeglichen. In den ersten acht Rennen<br />

gab es ebensoviele verschiedene Sieger.<br />

Zu diesen zählt auch der 32-jährige Genfer<br />

Edoardo Mortara. Er setzte sich in seiner<br />

zweiten Saison im Venturi- Formula<br />

E-Team im E-Prix von Hongkong an die<br />

Ranglistenspitze. Als zweiter Schweizer<br />

bestreitet in Bern auch der 30-jährige<br />

Sébastien Buemi ein Heimrennen. Der<br />

Waadtländer aus Aigle startet für Nissan<br />

e.dams und gehört seit seinem Gewinn<br />

der Gesamtwertung 2015/16 zu den festen<br />

Mehr als ein Rennen<br />

Rund um die Rennstrecke, im E-Village<br />

und in der Stadt Bern wird das<br />

Formel E-Rennen das Wochenende<br />

des 22. Juni positiv prägen. Den<br />

Besucherinnen und Besuchern stehen<br />

neben dem eigentlichen Rennen<br />

sieben unterschiedliche Bereiche<br />

zur Verfügung, welche verschiedene<br />

Interessen ansprechen und alle<br />

thematisch rund um das eigentliche<br />

Formel E-Rennen aufgebaut<br />

sind. Das Smart City Forum zeigt<br />

mit verschiedenen Veranstaltungen<br />

die Mobilität von morgen. Die<br />

Mobility Zone zeigt, wie wir uns in<br />

Zukunft bewegen werden. In der Explorer<br />

Zone treffen sich Wirtschaft,<br />

Wissenschaft und die Besucher. Die<br />

Start-up Zone bietet Jungunternehmen<br />

eine Plattform zur Begegnung<br />

mit der Bevölkerung. Die Kids Zone<br />

führt Kinder spielerisch an die Themen<br />

rund um die neuen Formen von<br />

Mobilität, Energie und Umwelt heran.<br />

Die Recharge Zone bietet Inseln<br />

der Ruhe. Auf der Stage Zone finden<br />

Siegerehrung und Konzerte statt.<br />

Und mit der Taste Zone entsteht ein<br />

Bereich, in dem nicht nur ein breites<br />

Verpflegungsangebot geboten wird,<br />

sondern wo auch das Thema Nachhaltigkeit<br />

eine Rolle spielt.<br />

Grössen in der FIA-Elektro-Rennserie. Beiden<br />

Schweizern wird vor Heimpublikum<br />

eine Spitzenklassierung zugetraut.<br />

Text Markus Rutishauser / Bilder pd<br />

TRIBÜNENPLÄTZE<br />

AB 20. MAI IM VERKAUF<br />

Am Montag, 20. Mai <strong>2019</strong>, um genau 12.00 Uhr, startet der Verkauf<br />

der Tribünenplätze für das zweite Formel E-Rennen in der<br />

Schweiz. Der Preis eines Tribünentickets beträgt 96.50 CHF. Wer<br />

den Renntag in einem exklusiven Ambiente geniessen möchte,<br />

hat die Möglichkeit, eines der Hospitality-Pakete zu kaufen. Aber<br />

grundsätzlich gilt: Der Julius Bär Swiss E-Prix ist für Zuschauer<br />

auch dieses Jahr kostenlos.<br />

Stehplätze entlang der Rennstrecke ermöglichen es, hautnah am<br />

Geschehen teilzunehmen. Im E-Village in der Berner Altstadt gibt<br />

es für Jung und Alt viel Neues zu sehen und zu lernen. Auch dort<br />

gilt: In Bern sein, heisst am Rennen teilnehmen. Denn an verschiedenen<br />

Orten in der Stadt gibt es die Möglichkeit, dass Spektakel<br />

live auf Grossbildschirmen zu verfolgen. SRF wird das Rennen<br />

wiederum live übertragen. Da viele Besucherinnen und Besuchern<br />

erwartet werden, empfiehlt es sich, mit dem ÖV über den Berner<br />

Hauptbahnhof zum Julius Bär Swiss E-Prix <strong>2019</strong> anzureisen.<br />

Denjenigen, welche das Renngeschehen in einem exklusiven Ambiente<br />

geniessen möchten, bietet die Swiss E-Prix Operations AG<br />

als Veranstalterin die Swiss E-Prix Lounge Hospitality rund um<br />

den Bärengraben an. Tickets sind online unter www.swisseprix.<br />

com/experience/hospitality zum Preis von 950 CHF erhältlich.<br />

Text red<br />

NR. <strong>03</strong>/<strong>2019</strong><br />

AUTO<br />

13


VERKEHRSSICHERHEIT<br />

WICHTIGE TIPPS<br />

RÜCKSICHT UND<br />

WEITSICHT GEFRAGT<br />

Mit der Sicherheitsweste sind Motorradfahrer deutlich besser erkennbar.<br />

Das Töfffahren erfreut sich in der Schweiz grosser Beliebtheit. Immer<br />

öfter wird mit dem Kauf eines Motorrads auch ein lang gehegter Wunsch<br />

erfüllt. Doch gerade zum Saisonstart ist es sinnvoll, sich wieder an das<br />

Töfffahren zu gewöhnen, gewisse Regeln aufzufrischen und sich auch<br />

über die neusten Entwicklungen zu informieren.<br />

I<br />

m vergangenen Jahr sind auf<br />

Schweizer Strassen 3663 Personen<br />

auf dem Motorrad verunfallt.<br />

Dabei haben sich 1068<br />

Personen schwerverletzt, 42 Menschen<br />

verloren gar ihr Leben. Die Unfälle ereigneten<br />

sich hauptsächlich auf Strassen<br />

innerorts und ausserorts. Selten auf Autobahnen.<br />

Die Gründe dieser Ereignisse<br />

sind meist Schleuder- und Selbstunfälle<br />

oder Abbiege- und Querungsunfälle. Bei<br />

Kollisionsunfällen mit schweren Personenschäden<br />

trägt der Motorradfahrende<br />

nur in einem Drittel die alleinige Schuld,<br />

in 54 Prozent ist gar der Kollisionsgegner<br />

<strong>ACS</strong>-MITGLIEDER<br />

PROFITIEREN<br />

alleiniger Verursacher des Unfalls. (Quelle:<br />

bfu SINUS Report 2018)<br />

Im Vergleich zu allen übrigen<br />

Verkehrs teilnehmenden werden gerade<br />

mal zwei Prozent der auf Schweizer Strassen<br />

gefahrenen Kilometer von Motorradfahrenden<br />

zurückgelegt. Dennoch sind<br />

rund 28 Prozent der bei Verkehrsunfällen<br />

schwerverletzten Personen Motorradfahrende.<br />

Sie sind überproportional stark gefährdet.<br />

Wie lässt sich also die Sicherheit<br />

der Motorradfahrenden erhöhen?<br />

Ohne Rücksicht und Weitblick von allen<br />

Verkehrsteilnehmenden funktioniert<br />

eine sichere Teilnahme am Strassenverkehr<br />

kaum. So wie andere Zweiräder werden<br />

auch Motorräder immer wieder gar<br />

nicht oder zu spät wahrgenommen. Ihrer<br />

schmalen Silhouette wegen übersehen andere<br />

Verkehrsteilnehmer sie oft bei Kreuzungen<br />

und Einmündungen. Die Folgen<br />

können fatal sein. Fahrzuglenkende sollten<br />

deshalb immer auf Strassen innerorts<br />

14<br />

AUTO NR. <strong>03</strong>/<strong>2019</strong>


VERKEHRSSICHERHEIT<br />

Hilft Unfälle verhindern: das ABS.<br />

Präventionstag<br />

Grosser St.-Bernhard<br />

Am Samstag, 15. Juni <strong>2019</strong>, findet bei<br />

Bourg St. Pierre am Grossen St. Bernhard<br />

ein Präventionstag für Motorradfahrende<br />

statt. Mit von der Partie sind die FMS Wallis,<br />

die Kantonspolizei Wallis und der <strong>ACS</strong>.<br />

Datum: Samstag, 15. Juni <strong>2019</strong><br />

Zeit:<br />

Ort:<br />

10.00 bis 15.00 Uhr<br />

Hôtel du Crêt, Bourg St. Pierre,<br />

route du Grand-St-Bernard<br />

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!<br />

(Der Event findet nur bei gutem<br />

Töffwetter statt)<br />

und ausserorts mit Motorrädern rechnen.<br />

Einerseits die Rücksichtnahme, andererseits<br />

die angepasste, defensive Fahrweise<br />

helfen schwere Unfälle zu vermeiden. Motorradfahrer<br />

können sich zudem durch die<br />

richtige Bekleidung und das Tragen einer<br />

leuchtenden Sicherheitsweste zusätzlich<br />

schützen.<br />

Die Kampagne Stayin’ Alive von<br />

der Föderation der Motorradfahrer der<br />

Schweiz FMS, dem Fonds für Verkehrssicherheit<br />

FVS sowie der Beratungsstelle für<br />

Unfallverhütung bfu unterstützen Motorradfahrende<br />

dabei, sicher unterwegs zu<br />

sein und trotzdem Spass am Motorradfahren<br />

zu haben. Auf der Webseite www.stayin-alive.ch<br />

finden sich für Interessierte viele<br />

gute Tipps und wichtige Informationen<br />

zum Thema sicher Motorradfahren.<br />

Der <strong>ACS</strong> bietet an der Cornu Master<br />

School verschiedene ausgezeichnete Motorradkurse<br />

an. Ob «Motorrad Beherrschung<br />

– Bremsen und ausweichen», «ABS<br />

und die moderne elektronische Hilfe» oder<br />

auch einfach ein «Schnupperkurs» – ein<br />

Fahrweiterbildung macht immer Spass<br />

und trägt zur Ihrer Sicherheit im Strassenverkehr<br />

bei. Alle Angaben zu den Motorradkursen<br />

der Cornu Master School finden<br />

Sie unter www.acs.ch/Verkehrssicherheit/<br />

Fahrkurse. Als <strong>ACS</strong>-Mitglied profitieren<br />

Sie zudem von 15 Prozent Rabatt auf allen<br />

Tageskursen.<br />

Und sollte Sie unterwegs mal eine Panne<br />

am Aus- oder Weiterfahren hindern –<br />

mit der <strong>ACS</strong> Classic-Mitgliedschaft sind Sie<br />

rundum gut versichert. Auch auf dem Motorrad.<br />

Wir kümmern uns innerhalb von<br />

Europa um das Pannenfahrzeug und helfen<br />

Ihnen rasch und unkompliziert, Ihre Reise<br />

fortzusetzen.<br />

Text Anita Brechtbühl / Bilder zVg<br />

LERNFAHRAUSWEIS MIT 17 –<br />

AB 1. JANUAR 2021<br />

A<br />

utofahren mit 17 Jahren<br />

soll per Gesetz ab dem Jahr<br />

2021 möglich sein. Dann<br />

wird das Mindestalter für<br />

den Erwerb des Lernfahrausweises für<br />

Personenwagen auf 17 Jahre gesenkt. Damit<br />

der Einstieg ins sichere Autofahren<br />

nachhaltig gelingt, führt der <strong>ACS</strong> jedes<br />

Jahr im Sommer Jugendfahrlager durch.<br />

Hier erlangen die angehenden Junglenkenden<br />

auf explorative Art und Weise ihre<br />

ersten Fahrkompetenzen und können zudem<br />

die Theorieprüfung absolvieren.<br />

Im Jugendfahrlager des <strong>ACS</strong> verbringen<br />

die Jugendlichen eine spannende und<br />

Die <strong>ACS</strong>-Sommerfahrlager erfreuen sich<br />

grosser Beliebtheit – und sind sehr nützlich!<br />

lehrreiche Woche. Sie eignen sich Wissen<br />

über Technik und Betrieb eines Autos an,<br />

legen die Theorieprüfung ab, trainieren<br />

das Lenken und Manövrieren eines Autos,<br />

sowohl mit Verbrennungsmotor wie auch<br />

mit Elektroantrieb. Zusätzliche Themen<br />

wie Verkehrssicherheit, gesetzliche Bestimmungen<br />

und Versicherungsregress<br />

runden die einwöchige Ausbildung ab.<br />

Aktuell gibt es noch freie Plätze, sowohl<br />

im Jugendfahrlager im Melchtal OW<br />

wie auch in Flumserberg SG. Profitieren<br />

Sie jetzt, und melden Sie Ihre/Ihren Junglenker/in<br />

heute noch an auf www.acs.ch<br />

(Verkehrssicherheit/Fahrkurse/Jugendfahrkurse).<br />

Text Anita Brechtbühl / Quelle zVg<br />

NR. <strong>03</strong>/<strong>2019</strong><br />

AUTO<br />

15


TECHNIK<br />

ASPEKTE DER INDIVIDUELLEN MOBILITÄT<br />

OTTO KOMMT<br />

INS DIESELN<br />

Kalibrierung eines Abgasmesssystems für Strassenmessungen an einem Erdgasfahrzeug im Abgaslabor der Empa Dübendorf.<br />

Der CO2-Ausstoss<br />

lässt sich auch mit<br />

weiter optimierten<br />

Verbrennungsmotoren<br />

verringern. Neue Entwicklungen<br />

zeigen, dass<br />

der Benzinmotor dem<br />

Diesel bei Wirkungsgrad<br />

und Verbrauch<br />

sehr nahe kommt.<br />

U<br />

m die Emissionsgrenzwerte<br />

von 2021 einzuhalten, ist<br />

parallel zur Elektrifizierung<br />

der Antriebsstränge eine<br />

weitere Optimierung der Verbrennungsmotoren<br />

unumgänglich. Dies machte die<br />

Tagung «Aspekte der individuellen Mobilität»<br />

an der ETH ebenfalls deutlich. Weil<br />

Otto- und Dieselmotoren – oder auch neue<br />

Misch formen – noch längere Zeit zum<br />

Christian Schultze, Director Research &<br />

Operation, Mazda Motor Europe.<br />

Einsatz kommen werden, müssen auch sie<br />

verbrauchs- und emissionsseitig weiter<br />

verbessert werden.<br />

An Ideen für technische Lösungen<br />

fehlt es nicht. So lassen sich Benziner mit<br />

modifizierten Einspritzsystemen, Atkinson-<br />

oder Miller-Brennverfahren sowie<br />

Partikelfilter und 3-Wege-Katalysatoren<br />

extrem sparsam und sauber machen. Ausserdem<br />

werden neue vollhydraulische Ventiltriebe<br />

kommen. Systeme ohne Nockenwellen<br />

wie etwa der Freevalve-Motor von<br />

Koenigsegg oder die IVA-Ventilsteuerung<br />

(Intelligent Valve Actuation) von Camcon<br />

werden weitere Wirkungsgradfortschritte<br />

ermöglichen. Auch in der Schweiz, bei der<br />

Empa in Dübendorf, ist seit Jahresbeginn<br />

ein Motor mit neuartigem Ventilbetätigungssystem<br />

im Versuchseinsatz.<br />

Andere Entwicklungstätigkeiten an<br />

der Empa und an der ETH Zürich widmen<br />

sich dem Erdgasmotor. Dieser könnte sowohl<br />

als bivalenter oder monovalenter<br />

Einzelantrieb als auch in Verbindung mit<br />

Elektromaschinen im Hybridbetrieb als<br />

sehr effiziente Verbrennungsmaschine<br />

deutliche CO2-Verbesserungen bringen.<br />

DER DIESEL LEBT<br />

Mit der Einführung des neuen Testverfahrens<br />

WLTP, das nun auch eine Strassenprüfung<br />

(RDE) enthält, beginnt für<br />

die Diesel-Personenwagen eine neue Ära:<br />

16<br />

AUTO NR. <strong>03</strong>/<strong>2019</strong>


Technik<br />

Ausgestattet mit Oxidationskatalysator,<br />

Partikelfilter, Abgasrückführ- und Harnstoffeinspritzsystemen<br />

(SCR), ist für sauberen<br />

Betrieb in allen Betriebszuständen<br />

gesorgt, denn Abschaltvorrichtungen sind<br />

nicht mehr möglich. Wie sich bereits herausgestellt<br />

hat, arbeiten viele ganz neue<br />

Selbstzünder heute extrem emissionsarm<br />

– und zwar nicht nur auf dem Rollenprüfstand.<br />

Solche Motoren werden in den<br />

nächsten Jahren für die Hersteller noch<br />

unbedingt notwendig sein, um die CO2-Limite<br />

von 95 g/km einhalten zu können.<br />

Auch wenn der Dieselmotor längerfristig<br />

wohl eher nur noch in schweren<br />

Nutzfahrzeugen zum Einsatz kommt, wird<br />

er im PW nicht so schnell verschwinden.<br />

Da der Selbstzünder mit besonders<br />

niedrigen Verbrauchswerten glänzt und<br />

der Benziner für seine unproblematischen<br />

Abgase bekannt ist, sind Motorenentwickler<br />

schon seit längerem bestrebt, die beiden<br />

Verbrennungsprinzipien miteinander<br />

zu verbinden. An sogenannten HCCI-Motoren<br />

(Homogeneous Charge Compression<br />

Ignition) haben in der Vergangenheit viele<br />

Autohersteller gearbeitet – zuletzt mit<br />

grösserem Aufwand Mercedes. Der im Jahr<br />

2007 präsentierte «Diesotto»-Motor der<br />

Stuttgarter fand den Weg zur Serienreife<br />

jedoch nicht.<br />

Tagung «Aspekte der individuellen Mobilität» im ETH-Hauptgebäude.<br />

Mazda nennt das neue Verfahren deshalb<br />

SPCCI (Spark Plug Controlled Compression<br />

Ignition). Dabei wird das im Verdichtungstakt<br />

bereits stark komprimierte Magergemisch<br />

mit einem fremdgezündeten «Feuerball»<br />

komplett durchverbrannt. Damit die<br />

magere Verbrennung möglichst perfekt<br />

verläuft, wird das Gemisch beim Ansaugen<br />

stark verwirbelt. Zudem arbeitet die Einspritzung<br />

mit aufgeteilten Injektionsmengen,<br />

um ein Klopfen sicher zu vermeiden –<br />

immerhin ist das Verdichtungsverhältnis<br />

des Skyactiv-X-Motors mit 16,3:1 so hoch<br />

wie in einem Diesel. Zudem wird gewährleistet,<br />

dass konventionelles 95-Ok tan-<br />

Benzin getankt werden kann.<br />

Zusammen mit der 24-Volt-Mildhybridisierung<br />

mit riemengetriebenem<br />

Starter-Generator soll der SPCCI-Motor<br />

laut Schultze gegenüber dem heutigen<br />

Skyactiv-G-Aggregat um rund 20 Prozent<br />

weniger Treibstoff verbrauchen. Und<br />

selbstverständlich erfüllt er dabei die Euro-Abgasnorm<br />

6d-Temp.<br />

Text Stephan Hauri / Bilder Stephan Hauri/zVg<br />

KOMPRESSIONSZÜNDUNG<br />

Schon weit sind auf diesem Gebiet die<br />

Entwickler bei Mazda. Ihr Skyactiv-X-Aggregat,<br />

das in Form eines 2-Liter-Direkteinspritzers<br />

im Herbst im Modell Mazda<br />

3 in Serie gehen wird, leistet 181 PS und<br />

arbeitet in einem grossen Drehzahl- und<br />

Lastbereich mit Magergemisch und Kompressionszündung.<br />

Wie Christian Schultze, Entwicklungschef<br />

Mazda Europa, bei der ETH-Tagung<br />

erklärte, zeichnet sich der neue Motor<br />

dadurch aus, dass er extrem mageres<br />

Gemisch (Lambda = 2) verbrennen kann.<br />

Durch den Luftüberschuss resultiert eine<br />

niedrigere Verbrennungstemperatur, weshalb<br />

sich in den Rohemissionen weniger<br />

Stickoxide bilden. Ausserdem ergeben sich<br />

durch die Kompressionszündung höhere<br />

Zylinderdrücke, also grössere Drehmomente.<br />

Die Herausforderung allerdings liegt<br />

in der instabilen Magerverbrennung. Bei<br />

hohen Drehzahlen und extremen Lasten<br />

muss daher mit einer Zündkerze für eine<br />

sichere Verbrennung gesorgt werden.<br />

Skyactiv-X-Motor von Mazda, Benziner mit «Dieselgenen».<br />

NR. <strong>03</strong>/<strong>2019</strong><br />

AUTO<br />

17


IN KÜRZE<br />

TOM’S KOLUMMNE<br />

DANKBAR FÜR DIE<br />

CHALLENGE 2018<br />

D<br />

er<br />

zweite Platz in Qatar, dann der<br />

Sturz in Argentinien, dem der<br />

langersehnte Sieg in Texas folgte<br />

– mein Saisonstart in die Moto2-WM-Saison<br />

war hinsichtlich der Resultate<br />

ein Auf und Ab, wie es im Buche steht<br />

und somit sinnbildlich für so manchen Verlauf<br />

einer Sportler-Karriere. Es ist nicht<br />

einfach, mit diesen Emotionen umzugehen<br />

und sie nicht nur zu kontrollieren, sondern<br />

sie auch noch bestmöglich positiv zu sehen<br />

und zu nutzen.<br />

Denn oft scheint es als wäre es das Beste, nach negativen Erfahrungen einfach<br />

nach vorne zu blicken. Zu vergessen, was passiert ist und sich stattdessen<br />

auf das Bevorstehende zu freuen. Doch obwohl der berühmte Satz<br />

«Ein Wochenende zum Vergessen, wir fokussieren uns auf das nächste Rennen»<br />

so schnell gesagt ist, steckt eigentlich nicht viel Wahrheit darin. Jedenfalls<br />

nicht für mich. Natürlich kämpft man intuitiv dagegen an, sich mit<br />

den negativen Erlebnissen der Rennweekends bewusst und intensiv auseinanderzusetzen.<br />

Nicht, weil man sich bewusst davor verschliessen möchte,<br />

aber in solchen Momenten fehlt der Sinn darin, sich scheinbar noch tiefer in<br />

die Negativspirale zu stürzen.<br />

Ich bin da nicht anders: Nach einem Tief oder schlechten Resultaten möchte<br />

ich mich auf die Zukunft fokussieren, darauf, es beim nächsten Mal besser<br />

zu machen. Doch um sich zu verbessern, muss man erst verstehen, was<br />

zuvor schief gelaufen ist. Dazu muss man zurückschauen, die negativen<br />

Momente nochmal erleben, sich damit auseinandersetzen. Genau dabei ist<br />

mir mein Mental Coach Jörg Wetzel eine enorm grosse Hilfe. Er hat mich<br />

bereits früher begleitet und ist nun seit Ende 2018 wieder an meiner Seite.<br />

Dank seiner Unterstützung habe ich gelernt, aus jeder Situation das Beste<br />

zu gewinnen, auch wenn sie auf den ersten Blick noch so negativ zu sein<br />

scheint. Diese Arbeitsweise ist wahrscheinlich für so manchen Sportler der<br />

Schlüssel zum nachhaltigen Erfolg.<br />

Die MotoGP-Saison 2018? Ja, das war die Masterclass des positiven Denkens.<br />

Und im Nachhinein bin ich für diese Challenge dankbar, denn wenn<br />

ich etwas aus dieser Saison mitnehmen konnte, ist es die mentale Stärke.<br />

Ihr Tom Lüthi<br />

<strong>ACS</strong>-Botschafter<br />

DEM ÄRGER<br />

HINTERM STEUER<br />

HERR WERDEN<br />

Es ist ungesund, ein echter Gute-Laune-Killer<br />

– und es sieht auch noch ziemlich<br />

unerfreulich aus: Wer sich am Steuer masslos<br />

über andere Verkehrsteilnehmer aufregt,<br />

schadet sich selbst am meisten und<br />

vergrössert das Unfallrisiko deutlich. Deswegen<br />

ist es sinnvoll, auch in ärgerlichen<br />

Situationen Ruhe zu bewahren. Aber wie?<br />

Selbstreflexion ist der erste Schritt<br />

zur Besserung. Entspricht eigentlich die eigene<br />

Fahrweise der Strassenverkehrsordnung<br />

in Sachen ständige Vorsicht und gegenseitige<br />

Rücksicht? «Dieser Grundsatz<br />

gilt natürlich auch dann, wenn der Vordermann<br />

gegen die Verkehrsregeln verstösst»,<br />

sagen die <strong>ACS</strong>-Experten. Schliesslich habe<br />

jeder mal einen schlechten Tag. «Grosszügig<br />

über die Fehler von anderen hinwegzusehen,<br />

beweist Charakter.»<br />

Selbst auf eine offenkundige Provokation<br />

sollte man nicht eingehen: «Augenkontakt<br />

und Gesten vermeiden, Abstand<br />

halten, den Vortritt lassen, niemanden<br />

zum Bremsen, Beschleunigen oder Ausweichen<br />

nötigen», empfiehlt der Experte.<br />

«Aggression ist ansteckend. Aber jeder<br />

kann frei entscheiden, ob er die Kette fortsetzen<br />

oder unterbrechen will.»<br />

In einer experimentellen Studie lernten<br />

durch ihre aggressive Fahrweise aufgefallene<br />

Verkehrsteilnehmer, sich mit<br />

Atemübungen zu entspannen und Ärgernisse<br />

aus einem anderen Blickwinkel zu<br />

betrachten. Nach acht Sitzungen ärgerten<br />

sie sich seltener und weniger heftig. Der Effekt<br />

hielt auch ein Jahr später noch an.<br />

Die Experten raten: Nach Frust- und<br />

Ärger-Situationen eine kleine Pause zu machen,<br />

durchzuatmen und sich zu bewegen,<br />

um Stress abzubauen. «Und sich darauf besinnen,<br />

was am wichtigsten ist: gesund am<br />

Ziel anzukommen.»<br />

Texte mid/rhu<br />

18 AUTO NR. <strong>03</strong>/<strong>2019</strong>


NEUHEITEN<br />

GO FURTHER<br />

FORD GEHT ELEKTRISCH<br />

Am Genfer Automobilsalon<br />

gehörte Ford zu den<br />

namhaftesten Abwesenden.<br />

Im April zeigte der<br />

US-Hersteller nun, wie<br />

seine Zukunft in Europa<br />

aussieht: 16 elektrifizierte<br />

Personenwagen und leichte<br />

Nutzfahrzeuge bis 2021<br />

und drei neue SUV’s mit<br />

Explorer, Kuga und Puma.<br />

Der Ford Explorer soll im europäischen Premiumsegment wildern.<br />

N<br />

icht den Genfer Palexpo, sondern<br />

die 10 000 m 2 grosse industrielle<br />

Eventlocation Sugar-<br />

City in Amsterdam hatte sich<br />

Ford ausgesucht, um exklusiv über seine<br />

«Go Further»-Strategie zu informieren.<br />

Zuletzt waren im Zuge des globalen Sparprogrammes<br />

von gegen 14 Milliarden<br />

CHF und Werksschliessungen dunkle<br />

Wolken am europäischen Autohimmel<br />

aufgezogen. Mit einem Neuheitenfeuerwerk<br />

und einer umfassenden Elektrifizierungsstrategie<br />

versucht das neue Führungsduo<br />

von Ford Europe, Stuart Rowley<br />

(CEO) und Steven Armstrong (Chairman),<br />

aber trotzdem Zuversicht zu verbreiten.<br />

Klar ist aber auch: Ford ist nach einem<br />

operativen Verlust im letzten Jahr von<br />

rund einer halben Milliarde CHF alleine<br />

in Europa zum Geldverdienen verdammt.<br />

Die Hälfte der angekündigten 16 elektrifizierten<br />

Modelle wird bis zum Jahresende<br />

auf die Strasse rollen. Hingegen wird die<br />

Produktion der Familienvans C-Max und<br />

Grand C-Max per Ende Jahr eingestellt.<br />

Den markantesten Auftritt hatte in<br />

Amsterdam der ab Herbst erhältliche 5,05<br />

Meter lange Explorer, der mit einer prägnanteren<br />

Optik und bis zu sieben Plätzen<br />

gegen die europäischen Premium-Modelle<br />

wie den Range Rover und Audi Q7 antreten<br />

will. Nur in Europa bietet Ford seinen<br />

Vorzeige-SUV als Plug-in-Hybrid mit einer<br />

Systemleistung von 450 PS (331 kW) und<br />

einem maximalen Drehmoment von 840<br />

Nm an. Die rein elektrische Reichweite<br />

Der beliebte Ford Tourneo Custom als<br />

Plug-in-Hybrid-Version.<br />

beträgt 40 Kilometer. Ford will in Europa<br />

rund 10 000 Explorer pro Jahr verkaufen<br />

und die Interessenten mit einem herausragenden<br />

Preis-Leistungs-Verhältnis locken.<br />

Die Basisversion soll unter 100 000 CHF<br />

kosten.<br />

AB ENDE JAHR<br />

KEINE VANS MEHR<br />

In komplett neuem Kleid fuhr der<br />

Kuga auf die Bühne. Angetrieben wird<br />

er von Turbomotoren mit 120 bis 190 PS,<br />

dazu gibt es auch Allrad und eine Achtgang-Automatik<br />

sowie gleich drei Elektro-Versionen.<br />

Der 150-PS-Diesel wird von<br />

einem Mild-Hybrid unterstützt. Erst für<br />

nächstes Jahr ist die Lancierung des 225<br />

PS starken Plug-in-Hybrid geplant, der bis<br />

zu 50 Kilometer rein elektrisch fahren soll.<br />

Nach NEFZ-Formel gerechnet begnügt sich<br />

der PEHV-Kuga mit einem Verbrauch von<br />

1,2 l/100 km (29 g CO2/km).<br />

Anfang 2020 feiert zudem der Puma<br />

sein Comeback. Nicht als Sportcoupé, wie<br />

Der Ford Kuga ST-Line mit komplett<br />

neuer Optik.<br />

er bis 2001 gebaut wurde, sondern als<br />

zeitgemässes Crossover-Coupé mit bis zu<br />

155 PS auf der Basis des Ford Fiesta. Für<br />

den Kuga sind drei Hybrid-Versionen geplant:<br />

Mild-Hybrid (MHEV), Hybrid (HEV)<br />

und Plug-in-Hybrid (PHEV). Endgültig<br />

ins Schwärmen kommt Steven Amstrong<br />

beim Ausblick auf den Elektro-Crossover<br />

Mach E, der gegen den Tesla Model X, den<br />

Audi e-Tron und den Jaguar I-Pace antreten<br />

wird. Inspiriert von der Ford-Ikone<br />

Mustang, soll der Mach E eine Reichweite<br />

von 600 Kilometern nach WLTP-Norm<br />

schaffen. Weitere Details sparte sich Ford<br />

für später auf.<br />

Grosses Potenzial sieht die Traditionsmarke<br />

ebenso in der Elektrifizierung<br />

ihrer Nutzfahrzeugsparte. Dabei<br />

soll die Veränderung im Antriebsstrang<br />

nicht zum Nachteil der Praktikabilität gehen.<br />

In Amsterdam zeigte Ford den Tourneo<br />

Custom und den Transit Custom als<br />

Plug-In-Hybrid sowie ein vollelektrisches<br />

Concept Car des Transit.<br />

Text Markus Rutishauser / Bilder mru/zVg<br />

NR. <strong>03</strong>/<strong>2019</strong><br />

AUTO<br />

19


NEUHEITEN<br />

JAGUAR F-PACE SVR<br />

BRITISCHE SPORTSKANONE<br />

Vor drei Jahren hatte Jaguar begonnen, mit dem F-Pace auch im SUV-Segment<br />

einzutauchen. Topmodell ist der jetzt anrollende F-Pace SVR, und der ist mit<br />

550 PS die sportliche Speerspitze der Briten.<br />

M<br />

it dem F-Pace SVR geht der<br />

erste Jaguar-SUV in den Verkauf,<br />

an dem die Special Vehicle<br />

Operations SVO von<br />

Jaguar Land Rover Hand angelegt haben.<br />

Im Aufgabenfeld der SVO-Truppe lag dabei<br />

eine deutlich verbesserte Fahrdynamik,<br />

ohne dass der Komfort zu stark leiden<br />

sollte. Erste Fahrversuche mit dem<br />

ab 120 000 Franken angeschriebenen<br />

Hochleistungs-SUV belegen, dass das<br />

Fahrwerk auch spürbar straffer geworden<br />

ist, was engagiertem Vorwärtsdrang<br />

zu Gute kommt, es lässt den Wagen aber<br />

gleichzeitig auch stärker über Bodenwellen<br />

und kurze Unebenheiten holpern. Die<br />

zahlreichen Anpassungen am aufgewerteten<br />

Sportfahrwerk umfassen adaptive<br />

Dämpfer, steifere Federn und massive<br />

21-Zoll-Sporträder. Bequeme, gut stützende<br />

Sportsitze sorgen auch bei akzentuierter<br />

Kurvenfahrt für stabilen Halt für<br />

Fahrer und Passagiere.<br />

Kernstück des Antriebsstranges ist<br />

der bekannte 5.0-V8 mit Kompressoraufladung.<br />

Seine 550 PS und bis zu 680 Nm<br />

Drehmoment werden über die sportlich<br />

getrimmte Achtgang-Automatik auf den<br />

FAHRSPASS NICHT<br />

ZU ÜBERTREFFEN<br />

Allradantrieb geleitet. Letzterer priorisiert<br />

die Hinterräder, indem im Normalfall<br />

die ganze Kraft nach hinten geht, erst bei<br />

Traktionsschwierigkeiten und bei dynamischer<br />

Kurvenfahrt werden maximal<br />

50 Prozent des Drehmoments auch an die<br />

Vorderräder geleitet. 4,3 Sekunden für<br />

0–100 km/h sind dabei sehr sportlich, wobei<br />

der F-Pace SVR bei Bedarf eine Spitze<br />

von 283 km/h erreicht. Die Unterschiede<br />

zwischen Alltags-Fahrprogramm und Dynamic<br />

Mode sind spür- und über das variable<br />

Abgassystem auch hörbar. Zum einen<br />

reagiert der Wagen unmittelbarer aufs Gas,<br />

die Lenkung fühlt sich direkter an, das<br />

Fahrwerk ist knackiger, und der Fahrspass<br />

auf Strecken mit langen Kurven ist nicht zu<br />

schlagen. Dass dabei das Getriebe bestens<br />

mit dem Motor zusammenspielt, zeigt sich<br />

darin, dass wir kaum je das Bedürfnis hatten,<br />

per Schaltwippen am Lenkrad in die<br />

automatische Arbeit des Getriebes einzugreifen.<br />

Natürlich hat solches Tun auch seinen<br />

Preis an der Tankstelle, denn der 4,74<br />

m lange SUV weist einen Normverbrauch<br />

von 11,9 l/100 km auf – durchaus akzeptabel<br />

für eine derartige Sportskanone.<br />

Text Martin Schatzmann / Bilder Jaguar<br />

Der F-Pace SVR zeichnet sich optisch durch grössere Luftöffnungen im Spoiler und weiteren aerodynamischen Elementen aus, welche<br />

das Leistungspotenzial seiner 550-PS-Maschine unterstreichen.<br />

20 AUTO NR. <strong>03</strong>/<strong>2019</strong>


NEUHEITEN<br />

Je nach Farbwahl präsentiert sich der VW T-Cross lifestylig-verspielt oder dezent-elegant.<br />

VW T-CROSS<br />

ALLER GUTEN DINGE SIND VIER<br />

Nach Touareg, Tiguan und T-Roc startet jetzt der Kleinste im SUV-Team<br />

von VW durch. Der T-Cross basiert auf dem Polo und punktet mit einem gelungenen<br />

Gesamtpaket - von der Optik über das Platzangebot bis zu Antrieb und Fahrwerk.<br />

Dank der Einstiegsprämie geht’s schon bei 19 600 CHF los.<br />

D<br />

er T-Cross ist mit 4,11 Meter<br />

Länge und einer Höhe von 1,56<br />

Meter etwas länger und deutlich<br />

höher als der Polo. Das hat<br />

den Interieurdesignern die Möglichkeit<br />

eröffnet, luftige Platzverhältnisse zu<br />

schaffen. Auch im Fond fühlen sich grosse<br />

Menschen wohl, allerdings nur zu zweit.<br />

Und dank der um 14 Zentimeter verschiebbaren<br />

Rücksitzbank gibt es einen<br />

flexiblen Kofferraum mit einem für diese<br />

Klasse bemerkenswerten Ladevolumen<br />

von 385 bis 455 Liter. Wird die 40:60 teilbare<br />

Rückenlehne umgeklappt, passen bis<br />

EIN REINER<br />

FRONTTRIEBLER<br />

zu 1281 Liter in den Kofferraum. Und mit<br />

der optional umklappbaren Beifahrersitz-Lehne<br />

wird auch der Transport eines<br />

Surfbretts oder von Skis möglich.<br />

Beim Blick auf und dem Griff an die im<br />

Innenraum verwendeten Kunststoffe wird<br />

deutlich, dass auch bei VW mit jedem Euro<br />

Auch bei der Farbgestaltung des Innenraums<br />

gibt es grossen Spielraum.<br />

gerechnet wird: Deshalb gibt es reichlich<br />

Hartplastik. Aber zum Trost auch bunte<br />

Dekors in 2D und 3D fürs Armaturenbrett,<br />

und zwar in den besseren Ausstattungslinien<br />

«Life» und «Style». An der Funktionalität<br />

gibt es hingegen nichts zu kritisieren,<br />

vor allem, wenn sich der Käufer für<br />

das digitale «Active Info Display» und den<br />

8-Zoll-Touchscreen entschieden hat. Eine<br />

induktive Ladestation und vier USB-Ports<br />

sorgen für ausreichend Strom und zeitgemässe<br />

Vernetzung.<br />

Zum Start ist die Motorenauswahl<br />

überschaubar. Frontantrieb ist Pflicht,<br />

dazu gibt es einen Dreizylinder-Benziner<br />

mit 70 bzw. 115 PS. Der schwächere TSI ist<br />

grundsätzlich an ein Fünfganggetriebe<br />

gekoppelt, der stärkere an einen Handschalter<br />

mit sechs oder ein DSG mit sieben<br />

Gängen. Der 1,6 Liter-Turbodiesel leistet<br />

95 PS. Ende <strong>2019</strong> folgt noch der aus Golf<br />

und Co. bekannte 1,5-Liter-TSI mit 150 PS.<br />

Alle Motoren erfüllen die Abgasnorm Euro<br />

6d-Temp.<br />

Sieben Assistenzsysteme bietet VW<br />

insgesamt für das neue SUV an, serienmässig<br />

sind schon in der Basisversion<br />

Front und Lane Assist, Fussgänger-Erkennung<br />

und Toter-Winkel-Warner installiert.<br />

Wie bei den Grossen gibt es eine Ambientebeleuchtung<br />

im Inneren oder LED-Licht an<br />

Front und Heck, dazu zwölf Aussenlacke<br />

und diverse Felgen-Designs – auch in bunt.<br />

Unser Fazit: Der T-Cross ist eine erfolgversprechende<br />

Ergänzung des kleinen<br />

SUV-Segments. Dank der geschickten<br />

Raumausnutzung rückt er dem grösseren<br />

T-Roc ziemlich dicht auf die Stossstange.<br />

Und: Seine direkten Konkurrenten wie<br />

Peugeot 2008, Opel Crossland X oder Seat<br />

Arona werden seinen Markteintritt zu spüren<br />

bekommen.<br />

Text Markus Rutishauser / Bilder Werk<br />

NR. <strong>03</strong>/<strong>2019</strong><br />

AUTO<br />

21


NEUHEITEN<br />

SKODA SCALA<br />

MARKENKOMPETENZ IN REINKULTUR<br />

Der Nachfolger des Skoda<br />

Rapid heisst Scala und ist<br />

mit einem reduzierten<br />

Motorenprogramm ab<br />

24 370 CHF bereits<br />

im Handel.<br />

S<br />

koda zählt momentan zu den<br />

erfolgreichsten Marken in der<br />

Schweiz, und stellt mit dem Octavia<br />

sogar das meistverkaufte<br />

Auto. Aber nicht jedes Modell, welches die<br />

VW-Tochter aus Tschechien in den Handel<br />

gebracht hat, stiess auf grosse Akzeptanz.<br />

Der unterhalb des Octavia angesiedelte<br />

kompakte Rapid floppte ordentlich. Der<br />

Nachfolger Scala wächst in der Länge (+6<br />

cm auf 4,36 m) und Breite (+8 cm auf 1,79<br />

m). Der neue Scala ist rund zehn Zentimeter<br />

länger und gleich breit wie der Golf,<br />

steht aber auf der Plattform des kleineren<br />

VW Polo. Resultat: ein im Vergleich leichtes<br />

und geräumiges Auto. Die Beinfreiheit<br />

im Fond ist eine Merite, und der 467 bis<br />

1410 Liter grosse Laderaum ist es auch.<br />

GERÄUMIG<br />

UND LEICHT<br />

Das Fahrwerk kommt mit der grösseren<br />

Karosserie bestens zurecht, Abrollkomfort<br />

und Kurvengrip setzen Skoda-typisch<br />

keine Massstäbe, fühlen sich<br />

im Konkurrenzumfeld aber ausgewogen<br />

an. Motorisch hält sich der Skoda-Importeur<br />

zurück; vorläufig stehen lediglich der<br />

Obschon er zehn Zentimeter länger als der Golf ist, basiert der Scala auf dem kleineren VW Polo.<br />

Der Scala ist ausschliesslich als Fünftürer<br />

erhältlich.<br />

Ein liter-Dreizylinder mit 115 PS (ab 24 370<br />

CHF, 6,3 l/100 km, 142 g/km CO2 nach<br />

WLTP) sowie der 1,5 Liter-Vierzylinder mit<br />

150 PS (ab 28 240CHF, 6,9 l/100 km, 157 g/<br />

km CO2) in der Preisliste. Der Dreizylinder<br />

ist mit einem manuellen 6-Gang-Getriebe<br />

ausgestattet und der Vierzylinder serienmässig<br />

mit dem Doppelkupplungsgetriebe<br />

(DSG) ausgeliefert wird. Eine Dieselversion<br />

ist nicht vorgesehen; im Herbst wird stattdessen<br />

eine Erdgas-Version in Aussicht<br />

gestellt. Der Volkswagenkonzern sieht<br />

diesen Treibstoff im Zeichen der strenger<br />

werdenden CO2-Gesetze als sinnvolle<br />

Überbrückungsmöglichkeit, bis es zur flächendeckenden<br />

Elektrifizierung kommt.<br />

Gefahren sind wir den quirligen und<br />

laufruhigen Dreizylinder mit der perfekt<br />

passenden 6-Gang-Schaltung sowie den<br />

1,5-Liter mit Zylinderabschaltung und<br />

dem nicht immer spontan reagierenden<br />

Doppelkupplungsgetriebe. Über Paddels<br />

hinter dem Lenkrad kann man individuell<br />

eingreifen. Die werksseitig angegebenen<br />

Verbräuche mit 5,0 l/100 km und<br />

von verschiedenen Medien publizierten<br />

NFEZ-Werte sind unrealistisch.<br />

Zum Heer der Assistenzsysteme gehören<br />

Spurführung und Abstandsregelung,<br />

Zeichenerkennung sowie Notbremshilfe.<br />

Die Instrumente arbeiten digital, der<br />

Touchscreen steht frei und ist stets online.<br />

Bedienen lässt sich der Computer teils mit<br />

Gesten oder einer Sprachsteuerung; an Ablenkungspotenzial<br />

mangelt es nicht. Skoda<br />

baut geräumige und einfach zu bedienende<br />

Autos ohne weiter geschärfte Charaktereigenschaften.<br />

Im Scala wird die Markenkompetenz<br />

astrein abgebildet.<br />

Text Jürg Wick / Bilder Werk<br />

Digitalisierte Instrumente.<br />

Klassenprimus beim Beinraum im Fond.<br />

22 AUTO NR. <strong>03</strong>/<strong>2019</strong>


NEUHEITEN<br />

Die extrem schmalen Matrix-LED-Scheinwerfer mit dynamischen Blinkern zeigen viel Modernität.<br />

RANGE ROVER EVOQUE<br />

KLEINER ZEIGT GROSSE STÄRKEN<br />

Der neue Benjamin der Range Rover-Familie punktet nicht nur mit seiner gepflegten<br />

Erscheinung, sondern auch mit einem Mild-Hybrid-Antrieb. Dazu gibt es als<br />

Weltneuheiten Clear Sight Ground View und Clear Sight Smart View.<br />

D<br />

er Mild-Hybrid (149 g/km)<br />

kann im Evoque mit Ausnahme<br />

des frontgetriebenen D150 mit<br />

allen Modellen kombiniert werden.<br />

Demnächst folgt ein Plug-in-Hybridantrieb<br />

und ein Dreizylinder-Benziner.<br />

Der Evoque baut auf der neuen Premium-Transversale-Architektur<br />

von Jaguar<br />

Land Rover auf. Sie verschafft den<br />

Passagieren mehr Raum. Der um 20 Millimeter<br />

längere Radstand bringt deutlich<br />

mehr Knieraum im Fond. Im Innenraum<br />

dominieren glatte Flächen und sparsam<br />

eingesetzte Linien die strenge Eleganz à<br />

la Range Rover. Hochwertige Materialien<br />

und gute Verarbeitung prägen auch hier<br />

den Charme der Marke. Man fühlt sich von<br />

der ersten Fahrminute an wohl.<br />

Als erstes Modell seiner Klasse besitzt<br />

der Neuling den Clear Sight Smart View-Innenrückspiegel,<br />

der sich auf Knopfdruck in<br />

einen hochauflösenden Video-Bildschirm<br />

verwandelt. Die auf dem Dach nach hinten<br />

gerichtete Kamera zeigt in hoher Auflösung<br />

ein 50-Grad-Sichtfeld. Das ist ein<br />

wertvoller Beitrag zur Sicherheit.<br />

ERSTES MODELL<br />

MIT MILD-HYBRID<br />

Der Evoque geht als erster Range Rover<br />

mit einem 48-Volt-Mild-Hybrid an<br />

den Start. Herzstück des Antriebs ist ein<br />

am Motor montierter Riemen-Starter-Generator.<br />

Fährt der Mild-Hybrid langsamer<br />

als 17 km/h und tritt der Fahrer das<br />

Bremspedal, wird der Verbrenner automatisch<br />

abgeschaltet.<br />

Ganz klar, jedes Mitglied der Familie<br />

muss in jedem Terrain Klassenbester sein.<br />

Der Evoque hat dafür die zweite Entwicklungsstufe<br />

des Active Driveline-Antriebssystems<br />

erhalten, das Allradantrieb auf<br />

Abruf bereitstellt.<br />

Nicht nur im Gelände wird Clear Sight<br />

Ground View wichtig. Die Kameras des<br />

Systems schauen durch die Motorhaube<br />

und unter das Fahrzeug. Der obere Touchscreen<br />

zeigt einen 180-Grad-Blick unter<br />

den Vorderwagen. Das ist auch beim Einparkieren<br />

sinnvoll.<br />

Alles in allem: Wer den neuen Briten,<br />

der mit 150 bis zu 300 PS zu haben ist, so<br />

richtig geniessen möchte, sitzt im handgeschalteten<br />

Diesel oder Benziner richtig.<br />

Da kommt echt Freude am Auto auf. Wer es<br />

erleben möchte, muss mindestens 43 900<br />

CHF (4-Zylinder-Turbodiesel, zwei Liter<br />

Hubraum, 150 PS) investieren.<br />

Text Stefan Donat / Bilder Werk<br />

NR. <strong>03</strong>/<strong>2019</strong><br />

AUTO<br />

23


CLASSIC<br />

PANTHEON BASEL<br />

BOLIDEN & IKONEN<br />

Ikonen und Boliden im Pantheon.<br />

Im Pantheon Basel sind Sportwagen aus längst vergangenen Epochen neben<br />

aktuellen Sportwagen der gleichen Marke zu sehen und veranschaulichen<br />

die Verwandlung von stilsicheren Ikonen zu futuristischen Boliden. In der<br />

24. Sonderausstellung Boliden & Ikonen des Pantheon Basel können bis zum<br />

13. Oktober <strong>2019</strong> mehr als zwei Dutzend zum Thema passende Preziosen aus<br />

nächster Nähe besichtigt werden.<br />

D<br />

as gewählte Konzept, Ikonen<br />

& Boliden aus verschiedenen<br />

Epochen zu präsentieren, ist<br />

nicht nur für Autoliebhaber<br />

spannend und interessant. Automobile,<br />

gleich welchen Alters, sind neben ihrer<br />

Rolle als Fortbewegungsmittel immer auch<br />

ein Spiegel der Gesellschaft und unserer<br />

Kultur. Wenn wir uns ein Urteil erlauben,<br />

ob Sie «schön» sind, ist in der Regel nur das<br />

von aussen Sichtbare massgebend, unabhängig<br />

vom Zustand.<br />

In meiner damaligen Zeit als Selecting<br />

Advisor für den Concorso d’Eleganza<br />

Villa d’Este war neben der Selektion von<br />

einzigartigen Automobilen auch deren Präsentation<br />

in spannenden vergleichbaren<br />

Kategorien eine der grössten Herausforderungen.<br />

Wie zeigt man das damals noch<br />

nach Herkunftsland unterscheidbare Fahrzeugdesign<br />

und dessen Formensprache,<br />

NICHT NUR FÜR<br />

ENTHUSIASTEN<br />

die Gemeinsamkeiten und die gegenseitige<br />

Beeinflussung? Eines meiner Ziele war damals,<br />

den Teilnehmern, den Gästen und<br />

den Medienvertretern das «Vergleichende<br />

Sehen» näherzubringen, mit allen Sinnen<br />

anzusprechen und zu fördern. Als dann<br />

zum Concorso ab 2002 auch noch die neuesten<br />

Concept Cars und Design Studien präsentiert<br />

wurden, war der Spannungsbogen<br />

zwischen gestern und heute noch deutlicher<br />

sichtbar.<br />

Vergleichendes Sehen hilft auch in der<br />

Sonderausstellung «Ikonen & Boliden», um<br />

die Entwicklung des Designs einzelner Marken<br />

über einen langen Zeitraum zu erkennen<br />

und den enormen Wandel der Automobilindustrie<br />

hier im Bereich Design deutlich<br />

zu machen. So wird man erkennen, dass<br />

rund die Hälfte der Vertreter der älteren<br />

Generation ihr Blechkleid von eigenständigen<br />

Design Studios wie Bertone, Vignale,<br />

Zagato oder Pinin Farina erhalten haben,<br />

die Ausnahmekönner wie beispielweise<br />

24 AUTO NR. <strong>03</strong>/<strong>2019</strong>


ClAssic<br />

Lamborghini Miura und Lamborghini<br />

Aventador.<br />

Giovanni Michelotti, Giorgetto Giugiaro,<br />

Marcello Gandini, Ercole Spada oder Tom<br />

Tjaarda beschäftigten. Natürlich waren in<br />

der Zeit auch noch die handwerklichen Fähigkeiten<br />

der Carrossiers (z.B. Scaglione,<br />

Fantuzzi) gefragt, die dann die gewählten<br />

Formen und Linien ins Aluminium-Blech<br />

zauberten. Tempi passati.<br />

In der amerikanischen Automobilindustrie<br />

fehlten bis Anfang der fünfziger<br />

Jahre die sportlichen Automobile, wie sie in<br />

Europa auf den Strassen anzutreffen waren.<br />

So kam es, dass der 1904 in Wien geborene<br />

und 1941 in die USA geflüchtete Max Hoffman<br />

Hersteller wie Jaguar, Mercedes, Porsche,<br />

Austin-Healey oder BMW überzeugen<br />

konnte, speziell für den riesigen amerikanischen<br />

Markt Sportwagen zu produzieren.<br />

«The Hoffman Motor Car Co., 487 Park<br />

Avenue, New York (Slogan 1947: Distinguished<br />

European Automobiles) importierte<br />

schon bald nach dem Krieg europäische<br />

Automobile in die USA. Max Hoffman hat<br />

sehr grosse Verdienste, dass Fahrzeug Ikonen<br />

wie beispielsweise der Mercedes-Benz<br />

300 SL, der BMW 507, aber auch der Jaguar<br />

XK120 oder der Porsche Speedster auf den<br />

Markt kamen oder speziell dafür modifiziert<br />

wurden.<br />

Die amerikanische Automobilindustrie<br />

musste reagieren; ab 1953 hatte General<br />

Motors mit dem Chevrolet Corvette ein<br />

wirklich sportliches Modell im Angebot.<br />

Carroll Shelby (1923–2012) folgte in den<br />

Ferrari 488 und Ferrari 512 BB.<br />

sechziger Jahren mit den AC Cobras. Der<br />

Name Shelby wird bis heute mit starken<br />

Motoren, heissem Sound, viel Speed & Fun<br />

verbunden. Im Pantheon sind auch ein Ford<br />

Mustang Shelby GT 350 aus den sechziger<br />

Jahren und ein aktueller Mustang Shelby<br />

GT 500 ausgestellt. Sportliche Erfolge auf<br />

ENORMER WANDEL<br />

IM BEREICH DESIGN<br />

den Rennstrecken sind bis heute wertvolle<br />

Reklame für den Absatz von zivileren Versionen.<br />

So auch der Audi Quattro Sport,<br />

dessen Vierradantriebs-Konzept im Rallye<br />

Sport für Furore sorgte.<br />

Heute verfügen die Premium Marken-<br />

respektive Sportwagenhersteller über<br />

eigene Designstudios, die sich um das komplette<br />

Design der Automobile kümmern<br />

(Interieur, Exterieur, Beleuchtung, Duft,<br />

Ton etc.) Dank CAD, neuen Werkstoffen und<br />

Verarbeitungsmethoden wurde eine neue<br />

Formensprache möglich. Dadurch sind die<br />

handwerklichen Fähigkeiten der damaligen<br />

Designer oder Carrosseriespengler<br />

nicht mehr gefragt. Und wie geht die Entwicklung<br />

weiter? Schwierig vorauszusagen;<br />

«Big Toys for Big Boys» wird es noch lange<br />

geben. Durch die neuen Mobilitätskonzepte<br />

mit neuen Playern aus der (bisherigen)<br />

Zulieferindustrie, der Assekuranz, den Telekommunikations-<br />

und IT-Unternehmen<br />

und den dadurch erwarteten Umbruch in<br />

der Automobilindustrie, wird das Design<br />

der Fahrzeuge nach dem Motto «Form follows<br />

Function» noch mehr vereinheitlicht<br />

werden und für den Zweck, die Nutzung<br />

und die dafür verwendete Technologie optimiert,<br />

vor allem das Interieur. Das heisst<br />

im Umkehrschluss, das Äussere wird eher<br />

langweilig und emotionslos, Raumkapseln<br />

für von A nach B.<br />

Erfreuen wir uns deshalb im hier und<br />

jetzt an den Ikonen & Boliden im Pantheon.<br />

Ein Blick sagt mehr als tausend Worte; die<br />

ausgestellten Ikonen & Boliden werden beim<br />

vergleichenden Sehen viele schöne Erinnerungen<br />

wecken und ein Schmunzeln ins<br />

Gesicht zaubern. Hoffen wir, dass ein Funke<br />

dieses Zaubers auch auf die nächste Generation<br />

der Sammler und deren Sammlerobjekte<br />

überspringen wird.<br />

Text Urs P. Ramseier, SWISS CAR REGISTER<br />

Bilder Pantheon Basel<br />

Aston-Martin DB5 und Aston-Martin DB11.<br />

Weitere Informationen<br />

www.pantheonbasel.ch<br />

NR. <strong>03</strong>/<strong>2019</strong><br />

AUTO<br />

25


OLD- & YOUNGTIMER<br />

ZWEI RALLYE IKONEN AUS DEM NORDEN TREFFEN SICH IM OBERAARGAU<br />

SCHWEDISCHES<br />

INTERMEZZO<br />

Mit 140 PS über die Felder: Sa(a)bine jagt Hägar.<br />

Obwohl ihre Geburtsorte<br />

nur 80 km auseinanderliegen,<br />

könnten sie unterschiedlicher<br />

nicht sein: der<br />

Saab 96 V4 aus Trollhättan<br />

und der Volvo 123 GT aus<br />

Göteborg. Der zierliche<br />

Saab entzückt mit einem<br />

Fliessheck, V4-Motor und<br />

Frontantrieb. Ganz anders<br />

der klassisch geschnittene<br />

Volvo mit Stufenheck,<br />

4-Zylinder-Reihenmotor<br />

und Heckantrieb. Wir haben<br />

beide in einer heissen Rallye<br />

Version getestet.<br />

S<br />

aab steht für «Svenska Aeroplan<br />

Aktien Bolaget» – also<br />

Schwedische Flugzeugfa brik.<br />

Eine Herkunft, welche der<br />

kompakte Saab 96 nicht verleugnen kann,<br />

sei es beim aerodynamischen Design oder<br />

bei den zahlreichen raffinierten Details<br />

– getreu nach dem Leitsatz «form follows<br />

function». Und was man dem 96er auf<br />

den ersten Blick nicht ansieht, sind seine<br />

Siegergene, denn er war ein Grosser in<br />

der internationalen Rallye Szene. Obwohl<br />

leistungsmässig meist unterlegen, kompensierte<br />

der Rallyewagen aus Trollhättan<br />

dieses Handicap mit einem tiefen Gewicht<br />

und einer hervorragenden Traktion dank<br />

Frontantrieb und grossen Rädern. Dazu<br />

kam ein absoluter Champion am Steuer,<br />

der nichts anderes kannte, als Vollgas zu<br />

geben in jeder Kurve. So gewann Erik Carlsson<br />

in den 60er Jahren zweimal die Rallye<br />

Monte Carlo, dreimal die RAC Rallye und<br />

die Schweden Rallye. Um die Drehzahl seines<br />

3-Zylinder-Zweitakt-Motors hoch zu<br />

halten, bremste Carlsson mit dem linken<br />

Fuss und blieb mit dem rechten auf dem<br />

Gaspedal. So wurde er zum Pionier des<br />

Linksbremsen.<br />

Seltener Volvo 123 GT und rarer Saab 96 V4, beide perfekt aufgebaut für viel Spass an Oldtimer<br />

Veranstaltungen.<br />

26<br />

AUTO NR. <strong>03</strong>/<strong>2019</strong>


Old- & Youngtimer<br />

Technische Daten Saab 96 Rallye V4, 1975 Volvo 123 GT Rallye, 1968<br />

Motor 4 Zylinder V4 4 Zylinder Reihe<br />

Hubraum / PS<br />

(Serie)<br />

1853 ccm / 141 PS<br />

(1498 ccm / 65 PS)<br />

1980 ccm / 145 PS<br />

(1980 ccm / 1<strong>03</strong> PS)<br />

Antrieb / Getriebe Front / 4-Gang-Lenkradschaltung Heck / 4-Gang mit Overdrive<br />

Bandtacho und präzise digitale Anzeigen<br />

im Volvo 123 GT Rallye.<br />

Reifen<br />

(Serie)<br />

175/65 R 15<br />

(155 SR 15)<br />

195/65 R 15<br />

(165 SR 15)<br />

Leer-Gewicht 930 kg 1150 kg<br />

Länge × Breite × Höhe 430 × 158 × 147 cm 444 × 162 × 151 cm<br />

Formschöne Rundinstrumente und doppelter<br />

Chronometer im Saab Cockpit.<br />

Modifikationen vs.<br />

Serienmodell<br />

Servolenkung; Sport-Schalensitze;<br />

Tripmaster; Duplex Chronometer;<br />

80 Liter Tank; Leistungssteigerung<br />

durch grösseren Hubraum, Doppelvergaseranlage<br />

und Sportauspuff;<br />

Ölkühler; Unterfahrschutz; Sportfahrwerk,<br />

Sperrdifferential;<br />

Optimierte Bremsen<br />

Servolenkung; Sport-Schalensitze;<br />

Tripmaster; Stopp-Uhren digital;<br />

80 Liter Tank; Leistungssteigerung<br />

durch Doppelvergaseranlage,<br />

Fächerkrümmer und Sportauspuff;<br />

Ölkühler; Unterfahrschutz;<br />

Sportfahrwerk; Sperrdifferential;<br />

Optimierte Bremsen<br />

Einiges mehr an Power hat die orange<br />

Sa(a)bine von Daniel Gubelmann. Bei dem<br />

ab Modelljahr 1970 verfügbaren 1,5 Liter V4<br />

Motor wurde die Leistung auf 141 PS erhöht.<br />

Ein Sperrdifferential für optimale Traktion,<br />

eine Servolenkung, eine gewichtsoptimierte<br />

Karosserie mit Alu-Stossstangen<br />

sowie hinteren Kunststoffkotflügeln mit<br />

grösseren Radhäusern, die einen schnelleren<br />

Radwechsel ermöglichen, sind weitere<br />

Merkmale des Saab 96 V4 Rallye, der schon<br />

sechsmal erfolgreich an der Rallye Monte<br />

Carlo Historique teilnahm.<br />

Erik Carlsson siegt bei der Rallye<br />

Monte Carlo, 1962.<br />

Marktwert Rallye<br />

(Serie Listenpreis)<br />

CHF 50'000.–<br />

(CHF 9'200.–)<br />

TOP OF THE LINE: VOLVO 123 GT<br />

Der 1956 lancierte Volvo P120, auch<br />

Amazone genannt, war weltweit ein durchschlagender<br />

Erfolg und erlangte auch<br />

hierzulande grosse Beliebtheit. Speziell<br />

für die kaufkraftstarken Märkte wie USA,<br />

Deutschland und die Schweiz wurde eine<br />

sportlichere, zweitürige Topversion mit<br />

1<strong>03</strong> PS entwickelt, von der nur 1500 Exemplare<br />

in den Farben Rot, Weiss und Dunkelgrün<br />

gebaut wurden.<br />

Der von MADmotors aufgebaute 123<br />

GT im Rallye Trimm verfügt über einen 145<br />

PS starken Sportmotor und liegt dank dem<br />

modifizierten Fahrwerk und breiten 195er<br />

Reifen satt auf der Strasse. Sport-Schalensitze<br />

sowie digitale Rallye Anzeigen lassen<br />

über den Einsatz von Hägar, so nennen ihn<br />

CHF 50'000.–<br />

(CHF 12'900.-)<br />

Umbau Sweedspeed, AD Neer, NL MADmotors GmbH, Flaach, CH<br />

Besitzer Daniel Grubenmann www.rentaclassic.swiss<br />

die Oldtimer Spezialisten aus Flaach, keinen<br />

Zweifel aufkommen. Seine Standfestigkeit<br />

hat er an der Rally Le Jog bewiesen:<br />

2500 km quer durch Schottland in drei<br />

Tagen.<br />

SA(A)BINE VERSUS HÄGAR<br />

Der optische Eindruck trügt nicht. Der<br />

solid gebaute Amazone bringt über 200 kg<br />

mehr auf die Waage und ist dadurch nicht<br />

so quirlig wie der leichtere Saab 96, der<br />

dank Frontantrieb seine Leistung auf losem<br />

Untergrund wie Schotter und Schnee<br />

souveräner in Vortrieb umsetzen kann.<br />

Vorteile verbucht der Volvo durch sein<br />

knackiges 4-Gang-Getriebe mit elektrisch<br />

zuschaltbarem Overdrive, welches sich<br />

weitaus sportlicher bedienen lässt als die<br />

4-Gang-Lenkradschaltung beim Saab.<br />

Aber beide Schweden machen jede<br />

Menge Spass beim Fahren. Im Unterhalt<br />

kann der exklusive Saab 96 Rallye aufwendiger<br />

sein. Ersatzteile und Spezialisten finden<br />

sich vor allem in Holland, England und<br />

Schweden. Der Volvo 123 GT hingegen ist<br />

technisch einfacher, und es gibt auch in der<br />

Schweiz einige Fachwerkstätten für einen<br />

Umbau. Und wer mal schnuppern möchte:<br />

Rent a Classic vermietet Hägar.<br />

Text Christoph Bleile<br />

Bilder Christoph Bleile, Markus Straub, zVg<br />

Schwedische Autos – eine Herzenssache für <strong>ACS</strong> Auto-Redaktor Christoph Bleile.<br />

NR. <strong>03</strong>/<strong>2019</strong><br />

AUTO<br />

27


HOTELTIPP<br />

CHALET ROYALP HOTEL & SPA<br />

EINE KÖNIGIN DER ALPEN<br />

Perfekt in die Waadtländer Bergwelt eingebettet, verbindet das Chalet<br />

RoyAlp Hôtel & Spa in Villars-sur-Ollon den Charme einer Lodge im<br />

Chaletstil mit der Eleganz und den Annehmlichkeiten eines Luxushotels.<br />

D<br />

as seit einem Jahr vom<br />

Schweizer Generaldirektor<br />

Markus Marti geführte<br />

Luxushotel, welches zum<br />

exklusiven Kreis der «Leading Hotels of<br />

the World» gehört, bietet für jeden Geschmack<br />

und jedes Bedürfnis genau das<br />

Richtige. Im Winter haben die Gäste einen<br />

direkten Zugang zum einzigartigen Skigebiet,<br />

das bis auf die Bergstation Glacier<br />

3000 hinauf führt. Im Sommer bietet das<br />

RoyAlp einen direkten Anschluss zum<br />

18-Loch-Golfplatz, einer Tennisanlage<br />

und zur herrlichen Berglandschaft für<br />

allerlei Freizeitaktivitäten wie Wandern,<br />

Mountainbiken oder Gelände-Trottinett-<br />

Fahren. Ganz besondere Erlebnisse sind<br />

die Fahrt mit dem Touristenzug von Villars<br />

nach Bretaye und die höchstgelegene<br />

Sommerrodelbahn der Welt. Selbst an<br />

heissen Sommertagen finden die Gäste in<br />

der herrlichen Bergwelt des Waadtlandes<br />

wohltuende Frische.<br />

Das im Dezember 2008 eröffnete Roy-<br />

Alp Hôtel & Spa präsentiert sich von aussen<br />

im traditionellen Chaletstil und bietet innen<br />

eine Hotelkultur auf Weltklasseniveau.<br />

Es beherbergt Gäste aus der ganzen Welt.<br />

Die 63 hochwertig ausgestatteten Zimmer<br />

Grégory Halgand<br />

Audrey Feutren<br />

Die geschmackvoll eingerichteten Zimmer<br />

strahlen viel Wärme aus.<br />

Das Chalet RoyAlp liegt auf 1300 m ü.M. und bietet seinen Gästen sowohl im Winter als auch im<br />

Sommer Hotelkultur auf Weltklasseniveau.<br />

und Suiten (40 bis 55 m 2 ) sowie 27 Appartements<br />

(100 bis 350 m 2 ) garantieren Genuss<br />

pur und viel Erholung. Neben dem 1200<br />

m 2 grossen Spa by RoyAlp, das neben einem<br />

grossen Indoorpool mit Cheminée u.a.<br />

auch ein exklusives Private Spa, eine Sauna,<br />

ein Jacuzzi und eine umfangreiche Auswahl<br />

an professionellen Massagen bietet,<br />

begeistert das Fünfsterne-Superior-Haus<br />

mit einem herausragenden Gastronomieangebot.<br />

Drei Restaurants stehen zur<br />

Auswahl. Der französische Küchenchef<br />

Grégory Halgand verzaubert mit exquisiten<br />

Gerichten und die Konditormeisterin<br />

Audrey Feutren mit ihren herausragenden<br />

Kreationen aus Schokolade. Das Gourmet-Restaurant<br />

Le Jardin des Alpes (1 Michelin-Stern<br />

und 16 Gault-Millau-Punkte)<br />

ist weit über die Region hinaus beliebt.<br />

Eine gemütliche Lounge, ein Chef’s Table<br />

in der Hotelküche und eine Cigar Lounge<br />

runden das authentische Angebot ab.<br />

Dazu gibt es ein hoteleigenes Kino sowie<br />

diverse Spiel- und Arbeitszimmer. Selbst<br />

für Hochzeiten, Galadinners oder Grossveranstaltungen<br />

verfügt das RoyAlp über<br />

ausreichend grosse Räumlichkeiten.<br />

Das Chalet RoyAlp Hôtel & Spa ist aus<br />

Zürich mit dem Auto via Montreux in rund<br />

zweieinhalb Stunden oder mit dem Zug via<br />

<strong>ACS</strong>-Spezialangebot<br />

• 2 Übernachtungen im Superior Zimmer<br />

BB in Doppelbelegung<br />

• Upgrade beim Check-in nach Verfügbarkeit<br />

• Ein reichhaltiges Frühstücksbuffet<br />

• Zugang zum 1200 m 2 grossen Spa von<br />

RoyAlp<br />

• 2 Massagen « Just Relax » (30 Min.)<br />

• Parkplatz<br />

• Gültigkeit des Angebots: vom 17. Mai bis<br />

26. Oktober <strong>2019</strong> unter Vorbehalt der<br />

Verfügbarkeit und Reservierung. Das<br />

Angebot kann nicht mit anderen Werbeaktionen<br />

kombiniert werden.<br />

718.00 CHF<br />

www.royalp.ch<br />

Reservationen:<br />

Telefon 024 495 90 07<br />

E-Mail spa@RoyAlp.ch<br />

(bei der Buchung das <strong>ACS</strong>-Spezialangebot<br />

erwähnen und beim Einchecken den<br />

<strong>ACS</strong>-Mitgliederausweis zeigen)<br />

Bern und Visp erreichbar. Das hoteleigene<br />

Parking bietet Platz für rund 100 Fahrzeuge,<br />

davon 64 im Parkhaus.<br />

Text Markus Rutishauser / Bilder zVg<br />

28 AUTO NR. <strong>03</strong>/<strong>2019</strong>


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RATGEBER<br />

MIETWAGEN-UNFALL<br />

SO VERHALTE ICH<br />

MICH RICHTIG<br />

Ein Unfall ist immer ein Worst Case, erst recht auf einer<br />

Urlaubsreise. Vor allem mit einem Mietwagen kann es<br />

im Fall der Fälle kompliziert und teuer werden.<br />

Wir haben einige Tipps zusammengestellt, wie man<br />

mit einem Unfall am besten umgeht.<br />

A<br />

ls Faustregel gilt: Sind auch<br />

andere Verkehrsteilnehmer<br />

beteiligt, muss im Grunde<br />

immer die Polizei gerufen<br />

werden. Macht man das nicht, riskiert man<br />

seinen Versicherungsschutz. Was wesentlich<br />

öfter vorkommt, sind kleinere Schäden<br />

wie Reifenschäden, Steinschlag an<br />

der Windschutzscheibe oder Parkschäden<br />

an Pollern oder in engen Tiefgaragen. Nur<br />

bei grossen Schäden ist ein Polizeibericht<br />

zwingend notwendig. Die Experten raten,<br />

im Schadensfall auf jeden Fall mit dem<br />

Mietwagen-Broker Rücksprache zu halten.<br />

Fotos vom Auto sollte man ebenfalls machen,<br />

dazu einen Schadensbericht ausstellen<br />

und unterschreiben lassen. Ebenfalls<br />

wichtig: Alle Unterlagen aufheben, dazu<br />

zählen der Mietvertrag, Quittungen, Kreditkartenbelege,<br />

Zahlungsnachweise über<br />

die Kaution und die Selbstbeteiligung, Ko-<br />

pien von Polizeiberichten, Unfallprotokolle<br />

oder Schadensberichte des Vermieters.<br />

Und was kostet ein Unfall mit einem<br />

Mietwagen? Das kommt neben der Schuldfrage<br />

auf den Versicherungsschutz an. Ist<br />

der Mietwagenfahrer schuld an einem Unfall,<br />

behält der Vermieter fast immer die<br />

Selbstbeteiligung ein. Aber: Hat man ein<br />

Angebot mit Erstattung der Selbstbeteiligung<br />

gebucht, erhält man die Selbstbeteiligung<br />

gemäss Vertragsbedingungen vom<br />

Mietwagen-Broker zurück.<br />

Voraussetzung ist, dass die Bedingungen,<br />

wie die Polizei hinzuzuziehen, eingehalten<br />

werden. Was raten die Experten?<br />

Kunden sollten auf ein Angebot mit Erstattung<br />

der Selbstbeteiligung inklusive Glasund<br />

Reifenschutz setzen.<br />

Text mru/mid Bild zVg<br />

Bei längeren Strecken sollten mindestens alle<br />

zwei Stunden Pausen eingelegt werden.<br />

POWER-SCHLAF<br />

GEGEN MÜDIGKEIT<br />

AM STEUER<br />

Eine lange, monotone Strecke, die<br />

Dämmerung setzt ein: ein aus Sicht der<br />

Verkehrssicherheit gefährliches Szenario.<br />

Doch was können Autofahrer tun, um<br />

Müdigkeit am Steuer vorzubeugen?<br />

Bei längeren Strecken sollten spätestens<br />

alle zwei Stunden Pausen eingelegt<br />

werden. Und die müssen, so unsere Experten,<br />

schon bei der Reiseplanung einkalkuliert<br />

werden. Bei ersten Müdigkeitssignalen<br />

eine Pause machen ist ein Grundprinzip:<br />

den nächsten Autobahn-Parkplatz oder die<br />

nächste Ausfahrt ansteuern. Anschliessend<br />

sollte der Fahrer die Rückenlehne zurückstellen<br />

und zehn bis 20 Minuten schlafen.<br />

Bloss nicht länger, sonst fällt er in die<br />

Traumschlaf-Phase.<br />

Wenn sich der Schlaf partout nicht<br />

einstellen will, hilft auch ein Kontrastprogramm:<br />

den Kreislauf mit Bewegung in<br />

Schwung bringen. Vermeintlich bewährte<br />

Tricks wie das Fenster öffnen oder das Radio<br />

laut aufdrehen helfen nach Ansicht der<br />

Expertin nur wenig und dann auch nur für<br />

kurze Zeit.<br />

Im Schadensfall sollte auf jeden Fall mit dem Mietwagen-Broker Rücksprache gehalten werden.<br />

Text mru/mid / Bild zVg<br />

NR. <strong>03</strong>/<strong>2019</strong><br />

AUTO<br />

31


REISEN Reisen<br />

COSTA RICA<br />

EIN LAND FÜR ENTDECKER<br />

Rauchende Vulkane, tiefer Dschungel, dichte Nebelwälder und zwei Meere<br />

machen den Reichtum von Costa Rica (Reiche Küste) aus. Das Land fasziniert<br />

durch seine Vielfalt. An kaum einem anderen Ort gibt es so viele<br />

verschiedene Tier- und Pflanzenarten zu entdecken, und an kaum einem<br />

anderen Ort kann man innert kurzen Distanzen in so vielfältige Landschaften<br />

eintauchen. Die Schweiz Zentralamerikas ist ein Paradies für Entdecker.<br />

Der Vulkan Arenal – ein echter Bilderbuch-Vulkan<br />

A<br />

us der Ferne klingt ein heiseres,<br />

dröhnendes Brüllen.<br />

Ausserhalb des kleinen<br />

Holzhauses mitten im<br />

Dschungel ist es noch stockdunkel. Es ist<br />

halb fünf Uhr morgens im Tortuguero Nationalpark,<br />

an der Karibikküste im Osten<br />

Costa Ricas. Das Brüllen kommt näher<br />

und näher und jetzt sogar von mehreren<br />

Seiten gleichzeitig. Was um Himmels Willen<br />

ist das? Plötzlich rumpelt es auf dem<br />

Blechdach, und ein vorsichtiger Blick<br />

nach draussen verrät die Missetäter. Eine<br />

Bande Brüllaffen spielt ausgelassen auf<br />

und über dem blechernen Hüttendach.<br />

Willkommen in Costa Rica!<br />

Der dichte Regenwald im Tortuguero<br />

Nationalpark ist von Flussläufen durchzogen,<br />

und er ist die Heimat unzähliger<br />

Pflanzen und Tiere. Neugierige Kapuzineräffchen<br />

beobachten jeden Schritt,<br />

während ein Ameisenbär durchs Gebüsch<br />

schleicht. Im Fluss faulenzt derweil ein träger<br />

Kaiman, der sich vom Kreischen eines<br />

Schwarms grün schillernder Aras am blauen<br />

Himmel gar nicht beeindrucken lässt.<br />

Wer Glück hat, der kann im Tortugero<br />

Nationalpark Schildkröten beim Schlüpfen<br />

beobachten. Maurizio schnitzt aus einer<br />

Nussschale innerhalb weniger Sekunden<br />

kleine Schildkröten.<br />

PURES LEBENSGEFÜHL<br />

Pura Vida, das pure Leben, heisst der<br />

Zauberspruch. Pura Vida ist der Gruss der<br />

Ticos, wie sich die Costa Ricaner selbst<br />

nennen. Er bedeutet soviel wie: Geniesse<br />

32<br />

AUTO<br />

NR. <strong>03</strong>/<strong>2019</strong>


Reisen<br />

Neugierige Weissschulter-Kapuzineräffchen<br />

Pura Vida am Fluss<br />

Ein Erdbeerfrosch. Der Wasserfall des Rio Fortuna. Der Strand von Manuel Antonio.<br />

das Leben, sei gelassen. Pura Vida ist eine<br />

Lebenseinstellung. Man begegnet ihr im<br />

ganzen Land und zu jeder Gelegenheit. Es<br />

scheint, als hätte selbst die Tierwelt das<br />

Pura Vida verinnerlicht. Ein Lebensgefühl,<br />

das ansteckend ist und auch vor Touristen<br />

nicht Halt macht.<br />

VULKANE UND BRODELNDE QUELLEN<br />

Im Landesinneren ziehen vor allem<br />

heisse Quellen und Schlammlöcher sowie<br />

rauchende Vulkane die Besucher in ihren<br />

Bann. Im Nordwesten, an der Grenze zu<br />

Nicaragua, liegt der 142 km² grosse Nationalpark<br />

Rincon de la Vieja, der seit<br />

1999 zum UNESCO Naturerbe gehört. Hier<br />

qualmt und brodelt es, und man kommt<br />

ganz nah an die nach Schwefel riechenden<br />

Schlammlöcher heran. Einige Hotels in der<br />

Region nutzen den schwefeligen Schlamm<br />

und das heisse Quellenwasser für ein ganz<br />

besonderes Wellnesserlebnis mitten in der<br />

herrlichen Natur.<br />

Ein echter Bilderbuch-Vulkan befindet<br />

sich in der Nähe der Stadt La Fortuna.<br />

Hier erhebt sich der 1633 Meter hohe<br />

Vulkan Arenal trotzig aus dem Boden. Er<br />

bildet einen perfekten Kegel und galt bis<br />

vor wenigen Jahren als einer der aktivsten<br />

Vulkane der Welt. Heute kann er teilweise<br />

wandernd oder zu Pferd erkundet werden.<br />

Weit weniger heiss geht es unweit des<br />

Arenals am Wasserfall des Rio Fortuna zu.<br />

Er ist über einen schmalen Fussweg mit<br />

rund 500 Treppenstufen zu erreichen.<br />

Er bietet eine umwerfende Kulisse für ein<br />

kühles Bad inmitten von Forellen unterhalb<br />

des 70 Meter hohen Wasserfalls.<br />

GELASSENHEIT AN DER KÜSTE<br />

An Puderzuckerstränden und immer<br />

einer guten Welle finden Sonnenanbeter<br />

und Surfer an der Pazifikküste ihr kleines<br />

Paradies. Hier befindet sich unter anderem<br />

der Nationalpark Manuel Antonio. Mit einer<br />

Grösse von nur sieben Quadratkilometern<br />

ist er der kleinste Nationalpark Costa<br />

Ricas. Klein aber oho!<br />

Gemächlich dreht das Faultier seinen<br />

Kopf, während die Touristen begeistert<br />

am Fusse des Baumriesen stehen und zu<br />

ihm nach oben starren. So schnell bringt<br />

einen Zentralamerikaner nichts aus der<br />

Ruhe! Selbst von dem aufgeregten Kreischen<br />

der Vögel, die ein paar Meter weiter<br />

über den Baumwipfeln kreisen, lässt es<br />

sich nicht stören. «Dort sitzt eine Schlage<br />

im Baum. Die Vögel warnen sich gegenseitig»,<br />

erklärt der Park-Guide, der mit einem<br />

Fernglas bewaffnet ist.<br />

Auch ohne Fernglas gibt es hier viel<br />

zu entdecken: bis zu 20 Zentimeter grosse,<br />

bunt schillernde Schmetterlinge, Tukane,<br />

Aras, Affenbanden, Nasenbären, Agutis,<br />

Basilisken und Pfeilgiftfrösche. Es scheint,<br />

als würde man in eines der Wimmelbücher<br />

aus der Kindheit eintauchen. Und so wie es<br />

in den Wimmelbüchern oft einen Schelm<br />

zu entdecken gibt, darf der auch hier<br />

nicht fehlen.<br />

Während sich einige Besucher im türkisblauen<br />

Meer am Strand des Nationalparks<br />

erfrischen, stibitzen ein paar freche<br />

Waschbären ihre Badetücher. Da hilft alles<br />

Schimpfen nichts.<br />

Pura Vida!<br />

Text und Bilder Ellen Gromann<br />

Info<br />

Costa Rica lässt sich wunderbar mit dem<br />

Mietwagen erkunden. Man ist an den<br />

meisten Orten auf Touristen eingestellt und<br />

es besteht eine breite Auswahl an Hotels<br />

und Unterkünften. Ab Zürich gibt es mit<br />

Edelweiss Direktflüge nach San José. Tipp:<br />

unbedingt mindestens Premium Economy<br />

buchen. Die Bestuhlung in der Economy<br />

Klasse ist sehr eng!<br />

NR. <strong>03</strong>/<strong>2019</strong><br />

AUTO<br />

33


<strong>ACS</strong><br />

<strong>ACS</strong>-QUIZ 3/<strong>2019</strong><br />

LÖSUNGSWORT<br />

1. Was machte manch einer in seiner Jugend mit dem Töffli?<br />

G schneiden H kämmen R frisieren<br />

2. Wo kann man die genaue Uhrzeit nicht ablesen?<br />

A Parkuhr E Taschenuhr I Armbanduhr<br />

3. Wie nennt man die Schutzkleidung eines Motorradfahrers?<br />

S Kombat T Body D Kombi<br />

4. Wo wird jeweils im Frühsommer ein Bergrennen ausgetragen?<br />

R Seerücken K Hemberg E Irchel<br />

5. Welcher Skifahrer ist «Botschafter» für eine japanische Automarke?<br />

L Roland Collombin A Bernhard Russi N Walter Tresch<br />

6. Wo steht die Grosse-Belt-Brücke?<br />

S Norwegen O Schweden P Dänemark<br />

7. Wie wird das Fahrradtaxi in Ostafrika genannt?<br />

T Olabola P Bodaboda A Borabora<br />

8. Wie viele öffentliche Markentankstellen gibt es in der Schweiz (2018)?<br />

R ca. 100 S ca. 1800 E ca. 3300<br />

Teilnahmebedingungen:<br />

Mit der Teilnahme akzeptiert<br />

der Teilnehmer diese Teilnahmebedingungen.<br />

Teilnahmeberechtigt<br />

sind ausschliesslich<br />

Mitglieder des Automobil Clubs<br />

der Schweiz.<br />

Der Gewinner wird persönlich<br />

vom Automobil Club der<br />

Schweiz benachrichtigt. Barauszahlung<br />

und Rechtsweg<br />

sind ausgeschlossen.<br />

Teilnahmeschluss ist der<br />

22. Juni <strong>2019</strong> (Poststempel).<br />

Preis:<br />

Eine Übernachtung inkl.<br />

Frühstück im BEATUS<br />

Wellness- & Spa-Hotel in<br />

Merligen am Thunersee. Sie<br />

übernachten im Superior DZ<br />

Mönch mit Balkon zur Seeseite,<br />

inklusive ¾ Geniesserpension<br />

sowie Benützung der<br />

gesamten Wellnessanlagen.<br />

Im Wert von rund 700.– CHF.<br />

Senden Sie uns eine Postkarte<br />

mit dem Vermerk «<strong>ACS</strong>-Rätsel»<br />

und dem Lösungswort,<br />

Ihrer Mitgliedsnummer und<br />

Adresse an unten stehende<br />

Adresse, oder senden Sie uns<br />

das Lösungswort online unter<br />

www.acs.ch/auto-raetsel zu.<br />

Automobil Club der Schweiz<br />

Wasserwerkgasse 39<br />

CH-3000 Bern 13<br />

Lösungswort <strong>Ausgabe</strong> 02/19<br />

ZYLINDER<br />

Anzeige<br />

Off Road Drive (4×4)<br />

Besitzen Sie ein Off-Road-Fahrzeug und<br />

können auf Schweizer Strassen seine<br />

Möglichkeiten nicht austesten? Dann<br />

lernen Sie die Grenzen Ihres Fahrzeugs<br />

auf der abgesperrten Piste in Ederswiler<br />

JU unter fachmännischen Anweisungen<br />

kennen.<br />

Theorie<br />

Bodenfreiheit, Böschungs- und Rampenwinkel,<br />

Schwerpunkt, Fahrwerk, Achsverschränkung,<br />

Kippgrenze, Motordrehmoment<br />

und Leistung, Geländereduktion, Antriebssysteme,<br />

Differenzialsperren und andere<br />

Traktionshilfen, Bereifung und Luftdruck<br />

je nach Einsatz und Witterung.<br />

Praxis<br />

Fahrzeughandling, Sperren, Reduktionsgetriebe,<br />

Fahren in leichtem und schwierigem<br />

Gelände, Gangwahl, Bremsen mit oder<br />

ohne ABS, Befahren von Steigungen und<br />

Gefällen an der Traktionsgrenze, Fahren<br />

quer zum Hang, Spur verhalten über Brücken,<br />

Einschätzen des Schwierigkeitsgrades<br />

je nach Witterungsbedingung.<br />

Kursort<br />

Trainingsgelände in Ederswiler JU<br />

Kursdaten<br />

Samstag, 08. Juni <strong>2019</strong><br />

Samstag, 22. Juni <strong>2019</strong><br />

Samstag, 24. August <strong>2019</strong><br />

Samstag, 28. September <strong>2019</strong><br />

Kurskosten<br />

(eine Person pro Fahrzeug)<br />

CHF 375.– für <strong>ACS</strong>-Mitglieder<br />

CHF 405.– für Nichtmitglieder<br />

Verpflegung im Restaurant auf eigene Kosten.<br />

Pro Fahrzeug kann ein Beifahrer (nicht fahrberechtigt)<br />

angemeldet werden: CHF 60.– .<br />

Aus Sicherheitsgründen sind Kinder unter<br />

16 Jahren als Begleitperson nicht zugelassen.<br />

Fahrzeug<br />

Fahrzeuge ohne Reduktionsgetriebe (Gelände-Untersetzung)<br />

sind nur bei genügender<br />

Bodenfreiheit zugelassen. Absprache empfehlenswert.<br />

Besitzen Sie kein 4×4 Fahrzeug? Der <strong>ACS</strong><br />

organisiert für Sie ein Off Road-Fahrzeug.<br />

Für mehr Infos kontaktieren Sie uns.<br />

Instruktor<br />

Gérard Bodenheimer<br />

Erfahrene Offroader<br />

fahren stets nach dem Motto:<br />

So gleichmässig wie<br />

möglich und nur so schnell<br />

wie nötig!<br />

Weitere Infos finden Sie unter:<br />

www.acs.ch/offroad | Tel. <strong>03</strong>1 328 31 11<br />

47107_<strong>ACS</strong>_Off_Road_Anzeige_210x145.indd 1 28.11.18 15:17<br />

34<br />

AUTO NR. <strong>03</strong>/<strong>2019</strong>


PARTNER<br />

UBS<br />

MEHR SICHERHEIT<br />

BEI ONLINE-EINKÄUFEN<br />

Vergessen Sie Ihr 3-D Secure<br />

Passwort. Neu bestätigen Sie<br />

Online-Einkäufe mit<br />

Kreditkarte nicht mehr über<br />

ein statisches Passwort,<br />

sondern über ein neues 3-D<br />

Secure Verfahren. Damit wird<br />

das Einkaufen im Internet<br />

noch bequemer – und<br />

sicherer.<br />

WAS IST 3D-SECURE?<br />

3-D Secure ist ein Service von Mastercard<br />

und Visa, der Ihnen beim Online-Einkaufen<br />

einen zusätzlichen Schutz vor<br />

unberechtigter Verwendung Ihrer Kreditoder<br />

Prepaidkarte bietet.<br />

WAS ÄNDERT SICH?<br />

Die bisherige, statische Passwortlösung<br />

für 3-D Secure wird von Mastercard<br />

und Visa nicht mehr länger unterstützt,<br />

u.a. weil es von Betrügern über sogenannte<br />

Phishing-Attacken in Erfahrung gebracht<br />

werden kann. Es folgen deshalb zwei Änderungen:<br />

• Neu bestätigen Sie 3-D Secure Online-Einkäufe<br />

mit einem dynamischen Verfahren.<br />

Bei der dynamischen Freigabe wird<br />

ein einmal verwendbarer Code generiert<br />

und auf Ihr Smartphone oder Mobiltelefon<br />

geschickt – Sie entscheiden dann,<br />

ob Sie diesen Einkauf bestätigen wollen<br />

oder nicht.<br />

• Neu verwalten Sie Ihre <strong>ACS</strong>-Kreditkarten<br />

über UBS Digital Banking. Dies ersetzt<br />

das bisher zur Kartenverwaltung benutzte<br />

Cards Online Portal.<br />

WAS SIND DIE VORTEILE?<br />

• Sie müssen sich kein Passwort mehr<br />

merken.<br />

• Höhere Sicherheit durch einen stärkeren<br />

Identitätsnachweis.<br />

• Mit der UBS Access App bestätigen Sie<br />

Online-Einkäufe schnell mit 2 Klicks.<br />

• Mit der UBS Mobile Banking App können<br />

Sie Ihre Karte auch unterwegs verwalten.<br />

• Neu eingeführte Benachrichtigungen<br />

weisen Sie auf jede initialisierte Transaktion<br />

hin.<br />

WAS MÜSSEN SIE ALS KARTENIN-<br />

HABER TUN?<br />

Folgen Sie der Schritt-für-Schritt-Anleitung,<br />

um auch weiterhin sicher online<br />

einzukaufen:<br />

1. App herunterladen: Laden Sie die UBS<br />

Access App auf Ihr Smartphone.<br />

2. App aktivieren: Der Schritt-für-Schritt-<br />

Assistent führt Sie durch die Aktivierung.<br />

2. Wichtig: Beim Einrichten der App werden<br />

Sie gefragt, ob Sie Push-Nachrichten<br />

aktivieren möchten. Antworten Sie mit<br />

«Ja». Nur so erhalten Sie jeweils automatisch<br />

eine Nachricht zur Bestätigung Ihrer<br />

Kreditkartenzahlung.<br />

3. Online-Einkäufe bestätigen: Beim Einsatz<br />

Ihrer <strong>ACS</strong>-Kreditkarte erhalten Sie<br />

automatisch eine Push-Nachricht via<br />

Access App, um Zahlungen zu bestätigen.<br />

NOCH FRAGEN?<br />

Besuchen Sie:<br />

ubs.com/3DS oder ubs.com/<br />

karteverwalten<br />

NR. <strong>03</strong>/<strong>2019</strong><br />

AUTO<br />

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EFFIZIENT<br />

LANGLEBIGKEIT<br />

SAUBER<br />

MEHR LEISTUNG GLEICHER PREIS<br />

sp98TECH+ ist ein neuer und innovativer Treibstoff, entwickelt und ergänzt<br />

mit einem Additiv zur Verbesserung der Motorleistung. Er garantiert eine<br />

optimale Verbrennung und eine Reduktion der CO2-Emissionen dank<br />

der Wirkung auf das Einspritzsystem. Die Sauberkeit der Einspritzdüsen<br />

sorgt für eine längere Lebensdauer und eine hervorragende Leistung bei<br />

Benzinmotoren.<br />

DieselTECH+ und sp98TECH+ sind Teil der neuen Treibstoffgeneration<br />

ENI TECH+ die nur Vorteile bieten !<br />

Eni und sein Netzwerk von 285 Tankstellen.<br />

60<br />

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