ACS Automobilclub - Ausgabe 03/2019

online.magazines

Ausgabe 03/2019

Das Magazin des Automobil Club der Schweiz | Edition Deutschschweiz

AU TO

Swiss Classic World

MEHR FRAUEN FÜR

SZENE BEGEISTERN

Mit Aktionen anlässlich der Swiss Classic World vom

25./26. Mai 2019 in Luzern sollen auch Frauen für den Einstieg

in die Young- und Oldtimerszene begeistert werden

Motorsport

SWISS E-PRIX

SPEKTAKEL IN

DER HAUPTSTADT

Nach der Premiere in Zürich letztes

Jahr gastiert die aufstrebende

Formel E am 22. Juni 2019 in Bern

Reisen

COSTA RICA

EIN LAND FÜR

ENTDECKER

Das mittelamerikanische Land

Costa Rica fasziniert durch Vielfalt

in der Tier- und Pflanzenwelt


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Ich lebe mobil.


EDITORIAL

FASZINATION CLASSIC CARS

Jetzt, wo der Frühling Einzug gehalten hat, schmücken sie unsere Strassen

wieder: die Classic Cars. Prächtige Young- und Oldtimer, die unsere Herzen

höherschlagen lassen und bei manch einem schöne Kindheitserinnerungen

wecken. Sie sind nicht nur Nostalgie auf Rädern, sondern auch Zeugen

unserer Zeitgeschichte.

M

it dem ersten Frühlingserwachen öffnen sich

auch die Pforten so mancher Garage, in der

wertvolle Schätze aus vergangener Zeit den

Winter verbracht haben. Vom Frühjahr bis in

den späten Herbst sind sie, vor allem an den Wochenenden, unterwegs:

die Liebhaber von Veteranenfahrzeugen,

die stolz – und das ganz zu Recht –

mit ihren Bijous auf vier Rädern ausfahren.

Die Begeisterung für das Automobil

ist die DNA des ACS. Deshalb sind Veranstaltungen

rund um Veteranenfahrzeuge

fester Bestandteil unseres Clublebens.

Verschiedene Sektionen des ACS sind

Partner und Mitorganisator traditioneller

und bedeutender Classic Car Events in der

ganzen Schweiz. So zum Beispiel der Concours

d’Elégance Suisse, der vom 21. bis

23. Juni 2019 in der Nähe von Genf in der

royalen Kulisse des «Château de Coppet»

stattfindet. Oder der Concours d’Excellence

Inter national, der am 14. September

2019 in der Innenstadt von Luzern über

die Bühne geht. Wie auch der Zurich Classic

Car Award, der am 21. August 2019 auf

dem Bürkliplatz im Herzen von Zürich verliehen

wird. Solche Veranstaltungen erfreuen sich zunehmender

Beliebtheit, sowohl bei den Besitzern der klassischen Schönheiten

als auch beim breiten Publikum, das sich an diesen nostalgischen

Fahrzeugen aus vergangener Zeit erfreut. Die Young- und Oldtimer

wecken in vielen von uns nostalgische Gefühle und lassen

Erinnerungen unserer Kindheit aufleben. Die prachtvollen Autos

erzählen nicht nur eine Geschichte, sie sind ein Stück Zeitgeschichte.

Nicht zuletzt deswegen geht von den Classic Cars eine

ganz besondere Faszination aus.

Für die Liebhaber von Young- und Oldtimern ist der ACS nicht

nur als Co-Organisator von Classic Cars Events ein wertvoller

Partner, sondern auch als zuverlässiger Assistance-Dienstleister.

Zudem sind in jüngster Zeit verschiedene Sektionen unseres Clubs

politisch aktiv geworden, um eine Senkung der Motorfahrzeugsteuern

für Veteranenfahrzeuge zu erwirken.

Mit seinem Engagement rund um die

Zeitzeugen des Automobils möchte der

ACS sicherstellen, dass seine Mitglieder

der Faszination Classic Cars auch zukünftig

frönen können.

Was übrigens an vielen dieser Classic

Cars Veranstaltungen auffällt: Die Oldtimer-Szene

ist im Grossen und Ganzen

immer noch eine Männerdomäne. Frauen

sind bisher leider nur selten als Besitzerinnen

oder Fahrerinnen der alten, vierräderigen

Schmuckstücke auszumachen. Dass

es aber auch Ausnahmen gibt, beweist der

Artikel «Women on Wheels» auf den Seiten

6/7 in dieser Ausgabe unseres Magazins,

der einen Einblick in den Frauen power an

der Swiss Classic World 2019 gibt, die am

25. und 26. Mai in Luzern stattfindet.

Für die Zukunft ist zu hoffen, dass sich

viele Frauen von der Faszination, die von den Veteranenfahrzeugen

ausgeht, anstecken lassen und so die Oldtimerszene über kurz

oder lang aufmischen werden.

Ihr Thomas Hurter

Zentralpräsident

Panne?! Assistance-Nummer wählen

+41 44 283 33 77

NR. 03/2019

AUTO

3


INHALT

MOTORSPORT S.12

KOLUMNE S.18

DANKBAR FÜR CHALLENGE 2018

Der ACS-Botschafter Tom Lüthi erhält

im ACS AUTO eine Plattform. Der erfolgreiche

Moto2- Pilot schreibt in einer

regelmässig erscheinenden Kolumne

über seinen Sport oder auch andere

Erlebnisse, die ihn bewegen.

RATGEBER S.31

SO VERHALTE ICH MICH RICHTIG

Bei Unfällen mit dem Mietwagen kann

es ziemlich kompliziert und teuer werden.

Wir sagen Ihnen, wie Sie sich verhalten

müssen. Ebenfalls ein wichtiges

Thema ist die Müdigkeit am Steuer.

STRECKENFÜHRUNG GARANTIERT VIEL SPEKTAKEL BEIM SWISS E-PRIX

Am Samstag, 22. Juni 2019, kommt es zur zweiten Auflage des Swiss E-Prix. Nach der erfolgreichen

Premiere im Vorjahr in Zürich mit rund 150 000 Zuschauern wird erstmals

Bern als Austragungsort auftreten. Der 2,7 Kilometer lange Rundkurs liegt im Obstgartenquartier

und ermöglicht den Fahrern – falls sie denn Zeit hätten – einen herrlichen

Blick auf die Altstadt der Bundeshauptstadt.

OFFROAD S.34

NICHT VERPASSEN!

Der ACS organisiert in Zusammenarbeit

mit erfahrenen Instruktoren auch in

diesem Jahr lehrreiche Offroad-Kurse.

SICHERHEIT S.14

JUFALA UND TIPPS FÜR TÖFFFAHRER

Die Saison für ausgiebige Töffausfahrten

hat begonnen. Wir sagen Ihnen

worauf Sie achten sollten. Der ACS bildet

in Jugendfahrlagern (Jufala) aber auch

zukünftige Verkehrsteilnehmer aus.

TECHNIK S.16

ACS S.34

GEWINNEN SIE!

Kennen Sie sich in der Welt des Automobils

aus? Falls ja, sollten Sie unbedingt

das Kreuzworträtsel ausfüllen! Zu

gewinnen gibt es eine Übernachtung inklusive

¾-Pension in einem exklusiven

Fünfsterne-Hotel am Thunersee.

BENZINMOTOREN NÄHERN SICH DEM DIESEL AN

Um die Emissionsziele erreichen zu können, ist neben der Elektrifizierung der Antriebsstränge

auch eine weitere Optimierung der Verbrennungsmotoren unumgänglich.

4

AUTO NR. 03/2019


inhalt

OLD- & YOUNGTIMER S.26

PROFITIEREN

SIE! S.08

Upgraden Sie Ihre

ACS-Mitgliedschaft,

oder gewinnen Sie

neue Freunde

ZWEI RALLYE-IKONEN TREFFEN SICH IM OBERAARGAU

Ihre Geburtsorte liegen zwar nur 80 Kilometer auseinander, doch unterschiedlicher könnten die beiden

schwedischen Rallye-Ikonen nicht sein: Da der Saab 96 V4 aus Trollhättan und dort der Volvo 123 GT aus

Göteborg. Der ACS hat die beiden Fahrzeuge in einer heissen Rallye-Version unter die Lupe genommen.

Impressum

Verlag ACS-AUTO

© Automobil Club der

Schweiz (ACS)

Wasserwerkgasse 39

CH-3000 Bern 13

Tel. +41 31 328 31 11

Fax +41 31 311 03 10

www.acs.ch, info@acs.ch

CLASSIC S.24

BOLIDEN & IKONEN

In einer Sonderausstellung des Pantheon Basel

können bis zum 13. Oktober 2019 mehr als zwei

Dutzend Preziosen bestaunt werden.

EXKLUSIV S.09

NEUER SUPERSPORTWAGEN

Aston Martin bringt den DBS Superleggera

Volante im dritten Quartal 2019.

REISEN S.32

EIN LAND FÜR ENTDECKER

Costa Rica – auch die Schweiz von Zentralamerika

genannt – fasziniert durch seine

Artenvielfalt in der Tier und Pflanzenwelt.

Chefredaktion/

Anzeigenverkauf

Markus Rutishauser

Romanshornerstrasse 62B

CH-8280 Kreuzlingen

Mobile +41 79 406 90 23

markus.rutishauser@acs.ch

Produktion

Bodan AG

Druckerei und Verlag

Zelgstrasse 1

CH-8280 Kreuzlingen

Tel. +41 71 686 52 52

www.bodan-ag.ch,

druck@bodan-ag.ch

Berichte

Titelbild und Testbericht

können einem Advertorial

entsprechen, wobei die Redaktion

jeglicher Verpflichtung

freibleibend und ohne Fremdeinsprache

die Beurteilung

des Objektes vornimmt.

Erscheinungsweise

8 Ausgaben pro Jahr. Für

die ACS-Mitglieder in den

Clubleistungen enthalten.

Auflage

76 717 Exemplare

(WEMF-beglaubigt 2018)

NEUHEITEN S.19

TALENTE WIE DIE GROSSEN

Der neue Range Rover Evoque punktet nicht

nur mit seiner gepflegten Optik, sondern auch

mit einem Mild-Hybrid-Antrieb.

VIELVERSPRECHENER NACHFOLGER

Skoda stellt mit dem Octavia das meistverkaufte

Auto der Schweiz. Mit dem Scala wollen die

Tschechen nun auch unterhalb punkten.

FORD DEFINIERT SEINE ZUKUNFT

So sieht die Zukunft des US-Herstellers Ford in

Europa aus: 16 elektrifizierte Personenwagen

und Nutzfahrzeuge bis 2021.

QUARTETT IST KOMPLETT

VW bringt den vierten SUV an den Start: Der

T-Cross ergänzt das bewährte Trio Touareg,

Tiguan und T-Roc perfekt.

Nachdruck nur unter Quellenangabe

und mit Bewilligung

des Verlages gestattet.

Für unverlangt eingesandtes

Manuskript- und Bildmaterial

übernehmen Verlag und Redaktion

keine Haftung.

Titelbild

Christoph Bleile

produziert mit

naturstrom

NR. 03/2019

AUTO

5


SPECIAL

SWISS CLASSIC WORLD 2019

FRAUEN

WILLKOMMEN

Verschiedene Analysen belegen, dass Frauen aller Altersgruppen bei der Mobilität

zulegen. Ein Ausdruck unseres Gesellschaftswandels und der Emanzipation.

Allerdings ist die Frauenquote in der Oldtimer-Szene noch tief. Diese zu fördern

ist das Ziel mehrerer Aktionen an der Swiss Classic World in Luzern.

A

ls Pat Moss, die Schwester

des berühmten Rennfahrers

Sir Stirling Moss und

Gattin von Saab Rallye Legende

Erik Carlsson, 1960 in London als

«Fahrer des Jahres 1960» geehrt wurde,

musste der Königlich-Englische Automobilklub

RAC erstmals seine Satzung ändern,

da bis anhin Damen das Betreten

des klubeigenen Bankettsaals untersagt

war. Pat war zu dieser Zeit eine Exotin.

Fiel die Flagge am Start, war ihr Ziel,

nicht gegen die Frauen zu gewinnen, sondern

die Männer zu schlagen. Das gelang

Pat mit grossem Erfolg auf verschiedenen

Rallyewagen wie Austin Healey, Mini

Coo per, Saab 96 und Sonett II oder Renault

Alpine A110

War in den 60er Jahren der Anteil autofahrender

Frauen bescheiden, so hat sich

das bis heute stark gewandelt. Nicht gleich

entwickelt hat sich hingegen die weibliche

Quote in der Oldtimer-Szene. Eher selten

sind Frauen wie Kerstin Etterlin aus Bad

Ragaz, die im Alltag regelmässig mit ihrem

roten Austin Healey 100/4 Le Mans

unterwegs ist und die Wochenenden vorzugsweise

an Oldtimer Veranstaltungen

verbringt; unter anderem als Speakerin

der Heidiland Classic. Oder Daria Müller

und Sabina Schneider, die beispielweise

auf einem Triumph TR4 die RAID Young

Raiders Challenge 2017 gewonnen haben.

ERSTMALIG: «FRAUEN & CLASSIC

CARS» AN DER SCW

Die Faszination für altes Blech mit

Historie teilt auch Judith Jenni vom ACS

Aarau-Mitte, die einen Austin Seven Ulster

mit Jahrgang 1932 bewegt. Auch sie

wünscht sich mehr Frauenpower in der

Young- und Oldtimer-Szene. Zusammen

Erfolgreiches Damenteam: Daria Müller

und Sabina Schneider.

Kerstin Etterlin vor Iris Kamber an

der Lenzerheide Motor Classic 2018.

6

AUTO NR. 03/2019


Special

Pat Moss gewinnt 1960 die Rallye Liège – Rome – Liège auf einem Austin Healey 3000.

Seit elf Jahren Oldtimer-Fan: Judith Jenni mit ihrem Austin Seven Ulster, 1932.

mit Gleichgesinnten realisiert sie den spezifischen

Stand «Frauen & Classic Cars» in

Halle 2 an der diesjährigen Swiss Classic

World in der Messe Luzern.

Neben Benzingesprächen sind u.a. ein

Vintage-Foto-Wettbewerb sowie informative

Rundgänge durch die Messe mit Besuch

von Ständen, die primär von Frauen

betrieben werden, angesagt. Und als besonderes

Highlight werden kurze Ausfahrten

mit Oldtimern vor Ort angeboten. Dies

ist eine Schnupper-Gelegenheit par excellence,

die Frau nicht verpassen sollte.

«Mit der Präsenz an der Swiss Classic

World möchten wir interessierte Frauen

unterstützen und bewegen, den Einstieg

in die Young- und Oldtimerszene zu finden,

ganz nach ihren Vorlieben und Möglichkeiten»,

sagt Organisatorin Judith Jenni.

Die am Wochenende vom 25. / 26. Mai

2019 stattfindende Swiss Classic World in

der Messe Luzern hat sich in den letzten

Jahren zu einer hochwertigen Plattform

für Liebhaber/innen klassischer Automobile

und deren Erhaltung entwickelt. Faszination

und Begeisterung garantiert!

Text Christoph Bleile

Bilder Christoph Bleile, zVg

Info

Öffnungszeiten:

Samstag, 25. Mai 2019, von 09.00 – 18.00 h

Sonntag, 26. Mai 2019, von 09.00 – 17.00 h

Reservierter Parkplatz für Oldtimer

Einzeleintritt CHF 23.–

(Vorverkauf CHF 20.–)

Spezielle Preise für Familien

und Frühbucher

Informationen auf

www.swissclassicworld.ch

NR. 03/2019

AUTO

7


Neumitglied vermitteln

Benzingutschein gewinnen

Viel Freude für Sie und Ihre Freunde

Sie wissen es längst: Als ACS-Mitglied geniessen Sie viele Vorteile. Und

es werden noch mehr, wenn Sie jetzt Ihre Freunde und Bekannten für

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gehört der Gutschein Ihnen.

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EXKLUSIV

ASTON MARTIN DBS SUPERLEGGERA VOLANTE

OPEN-AIR-SPASS

Aus dem Stand auf Tempo 100 beschleunigt der Supersportwagen in 3,6 Sekunden.

Mit dem DBS

Superleggera

Volante bringt Aston

Martin einen offenen

Supersportwagen auf

den Markt. Sein Preis:

Über 300 000 CHF.

V

on einem 5,2-Liter-Twin-

Turbo-V12 (715 PS/900 Nm)

angetrieben, beschleunigt

das 4,72 Meter lange Cabrio

in 3,6 Sekunden auf Tempo 100 und

von null auf 160 km/h in 6,7 Sekunden.

Dann ist noch nicht einmal die Hälfte

der Höchstgeschwindigkeit erreicht. Sie

beträgt beim DBS Superleggera Volante

340 km/h. Geschaltet wird über eine neue

Acht-Gang-Automatik von ZF.

Wer sozialverträglich starten möchte,

der nutzt die «Quiet Start»-Funktion.

Im GT-Modus gibt der Motor ein subtil

köchelndes Geräusch von sich, während

in den Fahrprogrammen Sport und Sport

Plus die Akustik immer intensiver wird.

Die neue, tiefer gelegte Seitenzierleiste

saugt mehr Luft aus dem vorderen Radlauf

Sportlich-edel: Das Interieur mit den

Ledersportsitzen.

an, um so den Auftrieb zu reduzieren und

die Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten

zu verbessern. Hinter den Vorderrädern

erlaubt der «Curlicue» das Austreten

der Luft, die gleichmässig seitlich weiterfliesst,

während der doppelte Diffusor am

Heck eine saubere Ableitung ermöglicht.

TURBO-V12

MIT 715 PS

Der Volante wurde ganz bewusst auf

das Klangerlebnis bei offener Fahrt abgestimmt,

während bei geschlossenem Stoffverdeck

acht Schichten Isoliermatten den

Komfort erhöhen. Es öffnet in 14 Sekunden,

zum Schliessen benötigt es zwei Sekunden

länger. In gefaltetem Zustand ist die Dachkonstruktion

lediglich 26 Zentimeter hoch.

Dem Käufer stehen eine Reihe von Personalisierungsoptionen

zur Wahl. So ist

das Verdeck in acht verschiedenen Farben

erhältlich, auch der Dachhimmel kann in

sechs Varianten den persönlichen Vorlieben

angepasst werden. Ausserdem ist zum

ersten Mal bei einem Volante-Modell die

Fenstereinfassung mit einer Karbon-Konstruktion

erhältlich; dabei besteht die

Option, dieses Design auch bei der Tonneau-Abdeckung

und der hinteren Mittelkonsole

des Autos fortzusetzen. Grosse

gewebte Karbonteile ersetzen jene Komponenten,

die einst in Leder gehüllt waren,

wobei auch eine getönte Karbonvariante

erhältlich ist.

Die Auslieferung der ersten Fahrzeuge

ist für das dritte Quartal geplant.

Text jri / Bilder pd

Das Dach öffnet in 14 Sekunden.

Zum Schliessen braucht es etwas länger.

NR. 03/2019

AUTO

9


MOTORSPORT

FASZINATION AN DEN 20. AUTO-RENNTAGEN FRAUENFELD

PREMIERE 1: OLDTIMER IM

SLALOM UND SHOW-BLOCK

Das gab es bisher noch nie – eine Oldtimer-Gleichmässigkeitsprüfung

auf der

Slalomstrecke. Eine tolle Idee der Organi-

PREMIEREN-

FIEBER

69 Jahre trennen den Dallara World Series von Daniel Mauerhofer vom Lagonda V12 Special von Holger Lange.

Volle Startfelder,

spannender Motorsport,

begeisterte Zuschauer,

ein tolles Rahmenprogramm

sowie etliche

Innovationen prägten

das 20-Jahr-Jubiläum

der Auto-Renntage

in Frauenfeld. Einige

Premieren haben wir

herausgepickt.

satoren und perfekt passend zum nationalen

Wochenende für historische Fahrzeuge,

den «Historic Vehicle Days», an dem

sich schweizweit an zahlreichen Anlässen

über 3000 Veteranenfahrzeuge, Old- und

Youngtimer als mobile Kulturgüter präsentierten.

In Frauenfeld am Start waren

16 Fahrzeuge mit Jahrgang 1933 bis 1986

sowie etliche parkiert in und vor der Boxenstrasse

sowie im Show-Block, darunter

zwei legendäre Sauber Sportwagen C2 und

C5 sowie ein March-BMW Formel 2, pilotiert

von Fredy A. Lienhard.

Unikat im Regen: Lagonda V12 Special

gesteuert von Holger Lange

PREMIERE 2: UNIKAT

LAGONDA V12 SPECIAL

Die Aluminiumkarosserie des Lagonda

V12 Special glänzt in der spärlichen

Nachmittagssonne. Mit gezielten Gasstössen

bringt Holger Lange den 4,7 Liter V 12

Zylinder auf Betriebstemperatur für einen

optimalen Start. Ein wunderbares Motorkonzert

und ein Genuss für Zuschauer wie

für den Fahrer, der diesem Sound verfallen

ist und noch zwei Ferrari F1, ebenfalls mit

V12 Zylindermotoren, sein Eigen nennt.

Die Basis für den einzigartigen «Special»

bildete eine Lagonda Limousine aus

dem Jahre 1933. Nach den Kriegsjahren

wurde von privater Hand daraus ein einsitziger

Rennwagen mit dem von W.O. Bentley

entwickelten V12 Motor gebaut. Dazu wurde

das Chassis der Limousine gekürzt und

für den Einsatz hauptsächlich an Bergrennen

modifiziert. 1947 übernahm David

Brown die Marke Lagonda und gliederte

sie in sein Unternehmen Aston Martin ein.

10

AUTO NR. 03/2019


Motorsport

Zum ersten Mal auf der Rennstrecke: Daniel Mauerhofer im Dallara World Series.

Der Rennwagen Lagonda V12 Special

blieb ein Unikat. 1952 wurde er zu einem

engen Zweisitzer umgebaut und in den folgenden

Jahrzehnten mehrfach mit grossem

Aufwand restauriert. So auch vor zwei

Jahren durch den heutigen Besitzer Holger

Lange, der am Lagonda eine umfassende

Revision vornahm inklusive Überarbeitung

des Motors, unter anderem mit dem

Einbau einer neuen Amal Vergaseranlage

und angepasster Benzinzufuhr. Heute leistet

der 4,7 Liter V12 Motor über 300 PS. Das

ist doch einiges mehr als die V12 Motoren

mit 175 PS in den seinerzeitigen Lagonda

Luxuswagen. Geschaltet wird über ein

synchronisiertes 4-Gang-Getriebe von Alvis.

Und ebenso einmalig: Der Lagonda V12

Special besitzt eine Strassenzulassung.

Flachbauende Amal Vergaser-Batterie – ein

Schmaus für Aug und Ohr.

«Servo» war früher ein grosses Lenkrad.

«Der Lagonda fährt sich erstaunlich

leicht und bei Bedarf sehr schnell. Hier im

Slalom wie am Berg ist das bullige Drehmoment

von grossem Vorteil», beschreibt

Holger Lange seine Fahreindrücke. «Es ist

ein sehr authentisches Fahren, ohne Servolenkung

oder andere Fahrunterstützungen.

Das macht Spass – und hält fit.»

3.0 Liter V6 Motor mit 410 PS im Dallara T02.

PREMIERE 3: EIN DALLARA

ZUM GEBURTSTAG

40 Jahre Rennsport, inklusive 10 Jahre

Präsident der Ecurie Basilisk, dem ältesten

Automobilrennsportclub der Schweiz,

prägen die Karriere von Daniel Mauerhofer.

Zu seinem 60. Geburtstag hat er sich

ein aussergewöhnliches Geschenk gegönnt

in Form eines Dallara World Series. Dieser

Rennwagen wurde 2002 gebaut und von

verschiedenen Piloten im In- und Ausland

erfolgreich eingesetzt.

Der nur 565 kg wiegende Dallara besitzt

ein Chassis aus Carbon und Kevlar.

Für kräftigen Vortrieb sorgt ein 3 Liter V6

Motor von Nissan mit 410 PS und einem

Drehmoment von 505 Nm in Verbindung

mit einem sequentiellen 6-Gang-Getriebe

von Ricardo. Die Dallara World Series by

Nissan galt in den Jahren 2002 bis 2004

als ideales Sprungbrett für die Formel 1.

So fuhren alle drei Gesamtsieger Ricardo

Zonta, Franck Montagny und Heikki Kovalainen

anschliessend in der Formel 1 – der

Königsklasse des Rennsports.

«Einen leistungsstarken Monoposto zu

fahren war stets ein Jugendtraum von mir.

Umso grösser war meine Freude, hier in

Frauenfeld erstmals als Funktionstest mit

dem Dallara starten zu können», erzählt

Daniel Mauerhofer. «Doch leider schlug die

Defekthexe zu. War der zweite Trainingslauf

okay und hat Spass gemacht, versagte

im ersten Rennlauf die Elektronik, was

mich zur Rennaufgabe zwang.»

PREMIERE 4: SCHNELL

UND FASZINIEREND

Die 20. Ausgabe der Auto-Renntage

Frauenfeld bot einmal mehr faszinierenden

Motorsport und zahlreiche Premieren;

allerdings nicht beim Tagessieger. Wie

in den letzten vier Jahren siegte wiederum

der schnelle Philip Egli aus Rombach auf

seinem Dallara F393 vor dem Herisauer

Lukas Eugster auf einem potenten Ligier

JS53 Evo 2, der mit diesem zweisitzigen

Rennwagen ebenfalls erstmals in Frauenfeld

an den Start ging.

Text Christoph Bleile /

Bilder Christoph Bleile, Ruedi Menzi

Info

Alle Infos über die 20. Auto-Renntage

Frauenfeld auf www.acs-thurgau.ch

NR. 03/2019

AUTO

11


MOTORSPORT

SWISS E-PRIX 2019 IN BERN

SURRENDES

SPEKTAKEL

Die Formel E präsentiert sich in der Saison 2018/19 so ausgeglichen wie noch nie. In den ersten acht Rennen gab es acht verschiedene Sieger.

Am Samstag, 22. Juni, gelangt der zweite Swiss E-Prix zur Austragung.

Nach der erfolgreichen Premiere 2018 in Zürich surren die Elektro-

Hightech-Boliden in diesem Jahr in Bern um die Wette. Der Rundkurs

führt am Bärengraben und Rosengarten vorbei.

M

it dem Julius Bär Swiss

E-Prix kommt die

weltweit erfolgreiche

Elektro-Rennserie am

vierten Juni-Wochenende in die Bundeshauptstadt.

Der Umzug aus Zürich gründet

in der Tatsache, dass in der Limmatstadt

in diesem Jahr mit dem Züri-Fäscht

vom 5. bis 7. Juli bereits ein Megaevent

über die Bühne geht, zu dem bis zu zwei

Millionen Besucherinnen und Besucher

erwartet werden. Die E-Prix-Organisatoren

mit CEO Pascal Derron an der Spitze

stiessen in Bern schnell auf offene Ohren.

Spektakuläre TV-Bilder garantieren

dem Veranstaltungsort unter anderem

eine weltweite Ausstrahlung und damit

ZWEI SCHWEIZER

MIT AMBITIONEN

ein einzigartiges Standortmarketing.

Im letzten Jahr sorgte Zürich mit rund

150 000 Zuschauern für eine herausragende

Premiere. Dazu verfolgten mehrere

Millionen Motorsportfans im In- und

Ausland im Fernsehen, wie der charismatische

Brasilianer Lucas di Grassi (34) im

Audi Sport ABT Schaeffler das erste Rundstreckenrennen

auf Schweizer Boden seit

60 Jahren für sich entscheiden konnte.

Wenig verwunderlich, dass sich für 2021

auch Genf für die Austragung des Swiss

E-Prix interessiert. Dazwischen soll der

Event nochmals nach Zürich zurückkehren

– allerdings auf einer neuen Strecke.

Nach dem Zürcher Seebecken rückt in

diesem Jahr nun also die gleichermassen

attraktive und für die Fans gut erreichbare

Strecke im Berner Obstgartenquartier in

den Fokus. Der 2,7 Kilometer lange Rundkurs

führt – entgegen dem Uhrzeigersinn –

nach dem Start auf der Laubeggstrasse am

weltbekannten Bärengraben vorbei und

dann mit Sicht auf die Aare und die Berner

Altstadt den grossen Muristalden hinauf

zurück in Richtung Schosshalde. Prägenden

Charakter werden die Schikane auf der

12

AUTO NR. 03/2019


Motorsport

War in der Saison 2015/16 schon einmal

Formel E-Champion: Sébastien Buemi.

BÄRENGRABEN

Das Streckenlayout.

Sieger in Hongkong: Der Genfer

Edoardo Mortara.

Laubeggstrasse und die Haarnadelkurve

zum Alten Aargauerstalden haben. Die

Spitzentempi auf diesem Stadtkurs dürften

bei 220 km/h liegen.

Der erste Swiss E-Prix in Bern ist das

11. Rennen im 13 ePrix umfassenden Rennkalender

2018/19 der Formel E. Die Bundeshauptstadt

bildet den Abschluss der

Europa-Tournee mit Rennen in Rom, Paris,

Monaco und Berlin, bevor das Saisonfinale

in New York mit zwei Wertungsläufen am

13. und 14. Juli ausgetragen wird. Selten

zuvor präsentierte sich die Rennserie so

ausgeglichen. In den ersten acht Rennen

gab es ebensoviele verschiedene Sieger.

Zu diesen zählt auch der 32-jährige Genfer

Edoardo Mortara. Er setzte sich in seiner

zweiten Saison im Venturi- Formula

E-Team im E-Prix von Hongkong an die

Ranglistenspitze. Als zweiter Schweizer

bestreitet in Bern auch der 30-jährige

Sébastien Buemi ein Heimrennen. Der

Waadtländer aus Aigle startet für Nissan

e.dams und gehört seit seinem Gewinn

der Gesamtwertung 2015/16 zu den festen

Mehr als ein Rennen

Rund um die Rennstrecke, im E-Village

und in der Stadt Bern wird das

Formel E-Rennen das Wochenende

des 22. Juni positiv prägen. Den

Besucherinnen und Besuchern stehen

neben dem eigentlichen Rennen

sieben unterschiedliche Bereiche

zur Verfügung, welche verschiedene

Interessen ansprechen und alle

thematisch rund um das eigentliche

Formel E-Rennen aufgebaut

sind. Das Smart City Forum zeigt

mit verschiedenen Veranstaltungen

die Mobilität von morgen. Die

Mobility Zone zeigt, wie wir uns in

Zukunft bewegen werden. In der Explorer

Zone treffen sich Wirtschaft,

Wissenschaft und die Besucher. Die

Start-up Zone bietet Jungunternehmen

eine Plattform zur Begegnung

mit der Bevölkerung. Die Kids Zone

führt Kinder spielerisch an die Themen

rund um die neuen Formen von

Mobilität, Energie und Umwelt heran.

Die Recharge Zone bietet Inseln

der Ruhe. Auf der Stage Zone finden

Siegerehrung und Konzerte statt.

Und mit der Taste Zone entsteht ein

Bereich, in dem nicht nur ein breites

Verpflegungsangebot geboten wird,

sondern wo auch das Thema Nachhaltigkeit

eine Rolle spielt.

Grössen in der FIA-Elektro-Rennserie. Beiden

Schweizern wird vor Heimpublikum

eine Spitzenklassierung zugetraut.

Text Markus Rutishauser / Bilder pd

TRIBÜNENPLÄTZE

AB 20. MAI IM VERKAUF

Am Montag, 20. Mai 2019, um genau 12.00 Uhr, startet der Verkauf

der Tribünenplätze für das zweite Formel E-Rennen in der

Schweiz. Der Preis eines Tribünentickets beträgt 96.50 CHF. Wer

den Renntag in einem exklusiven Ambiente geniessen möchte,

hat die Möglichkeit, eines der Hospitality-Pakete zu kaufen. Aber

grundsätzlich gilt: Der Julius Bär Swiss E-Prix ist für Zuschauer

auch dieses Jahr kostenlos.

Stehplätze entlang der Rennstrecke ermöglichen es, hautnah am

Geschehen teilzunehmen. Im E-Village in der Berner Altstadt gibt

es für Jung und Alt viel Neues zu sehen und zu lernen. Auch dort

gilt: In Bern sein, heisst am Rennen teilnehmen. Denn an verschiedenen

Orten in der Stadt gibt es die Möglichkeit, dass Spektakel

live auf Grossbildschirmen zu verfolgen. SRF wird das Rennen

wiederum live übertragen. Da viele Besucherinnen und Besuchern

erwartet werden, empfiehlt es sich, mit dem ÖV über den Berner

Hauptbahnhof zum Julius Bär Swiss E-Prix 2019 anzureisen.

Denjenigen, welche das Renngeschehen in einem exklusiven Ambiente

geniessen möchten, bietet die Swiss E-Prix Operations AG

als Veranstalterin die Swiss E-Prix Lounge Hospitality rund um

den Bärengraben an. Tickets sind online unter www.swisseprix.

com/experience/hospitality zum Preis von 950 CHF erhältlich.

Text red

NR. 03/2019

AUTO

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VERKEHRSSICHERHEIT

WICHTIGE TIPPS

RÜCKSICHT UND

WEITSICHT GEFRAGT

Mit der Sicherheitsweste sind Motorradfahrer deutlich besser erkennbar.

Das Töfffahren erfreut sich in der Schweiz grosser Beliebtheit. Immer

öfter wird mit dem Kauf eines Motorrads auch ein lang gehegter Wunsch

erfüllt. Doch gerade zum Saisonstart ist es sinnvoll, sich wieder an das

Töfffahren zu gewöhnen, gewisse Regeln aufzufrischen und sich auch

über die neusten Entwicklungen zu informieren.

I

m vergangenen Jahr sind auf

Schweizer Strassen 3663 Personen

auf dem Motorrad verunfallt.

Dabei haben sich 1068

Personen schwerverletzt, 42 Menschen

verloren gar ihr Leben. Die Unfälle ereigneten

sich hauptsächlich auf Strassen

innerorts und ausserorts. Selten auf Autobahnen.

Die Gründe dieser Ereignisse

sind meist Schleuder- und Selbstunfälle

oder Abbiege- und Querungsunfälle. Bei

Kollisionsunfällen mit schweren Personenschäden

trägt der Motorradfahrende

nur in einem Drittel die alleinige Schuld,

in 54 Prozent ist gar der Kollisionsgegner

ACS-MITGLIEDER

PROFITIEREN

alleiniger Verursacher des Unfalls. (Quelle:

bfu SINUS Report 2018)

Im Vergleich zu allen übrigen

Verkehrs teilnehmenden werden gerade

mal zwei Prozent der auf Schweizer Strassen

gefahrenen Kilometer von Motorradfahrenden

zurückgelegt. Dennoch sind

rund 28 Prozent der bei Verkehrsunfällen

schwerverletzten Personen Motorradfahrende.

Sie sind überproportional stark gefährdet.

Wie lässt sich also die Sicherheit

der Motorradfahrenden erhöhen?

Ohne Rücksicht und Weitblick von allen

Verkehrsteilnehmenden funktioniert

eine sichere Teilnahme am Strassenverkehr

kaum. So wie andere Zweiräder werden

auch Motorräder immer wieder gar

nicht oder zu spät wahrgenommen. Ihrer

schmalen Silhouette wegen übersehen andere

Verkehrsteilnehmer sie oft bei Kreuzungen

und Einmündungen. Die Folgen

können fatal sein. Fahrzuglenkende sollten

deshalb immer auf Strassen innerorts

14

AUTO NR. 03/2019


VERKEHRSSICHERHEIT

Hilft Unfälle verhindern: das ABS.

Präventionstag

Grosser St.-Bernhard

Am Samstag, 15. Juni 2019, findet bei

Bourg St. Pierre am Grossen St. Bernhard

ein Präventionstag für Motorradfahrende

statt. Mit von der Partie sind die FMS Wallis,

die Kantonspolizei Wallis und der ACS.

Datum: Samstag, 15. Juni 2019

Zeit:

Ort:

10.00 bis 15.00 Uhr

Hôtel du Crêt, Bourg St. Pierre,

route du Grand-St-Bernard

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

(Der Event findet nur bei gutem

Töffwetter statt)

und ausserorts mit Motorrädern rechnen.

Einerseits die Rücksichtnahme, andererseits

die angepasste, defensive Fahrweise

helfen schwere Unfälle zu vermeiden. Motorradfahrer

können sich zudem durch die

richtige Bekleidung und das Tragen einer

leuchtenden Sicherheitsweste zusätzlich

schützen.

Die Kampagne Stayin’ Alive von

der Föderation der Motorradfahrer der

Schweiz FMS, dem Fonds für Verkehrssicherheit

FVS sowie der Beratungsstelle für

Unfallverhütung bfu unterstützen Motorradfahrende

dabei, sicher unterwegs zu

sein und trotzdem Spass am Motorradfahren

zu haben. Auf der Webseite www.stayin-alive.ch

finden sich für Interessierte viele

gute Tipps und wichtige Informationen

zum Thema sicher Motorradfahren.

Der ACS bietet an der Cornu Master

School verschiedene ausgezeichnete Motorradkurse

an. Ob «Motorrad Beherrschung

– Bremsen und ausweichen», «ABS

und die moderne elektronische Hilfe» oder

auch einfach ein «Schnupperkurs» – ein

Fahrweiterbildung macht immer Spass

und trägt zur Ihrer Sicherheit im Strassenverkehr

bei. Alle Angaben zu den Motorradkursen

der Cornu Master School finden

Sie unter www.acs.ch/Verkehrssicherheit/

Fahrkurse. Als ACS-Mitglied profitieren

Sie zudem von 15 Prozent Rabatt auf allen

Tageskursen.

Und sollte Sie unterwegs mal eine Panne

am Aus- oder Weiterfahren hindern –

mit der ACS Classic-Mitgliedschaft sind Sie

rundum gut versichert. Auch auf dem Motorrad.

Wir kümmern uns innerhalb von

Europa um das Pannenfahrzeug und helfen

Ihnen rasch und unkompliziert, Ihre Reise

fortzusetzen.

Text Anita Brechtbühl / Bilder zVg

LERNFAHRAUSWEIS MIT 17 –

AB 1. JANUAR 2021

A

utofahren mit 17 Jahren

soll per Gesetz ab dem Jahr

2021 möglich sein. Dann

wird das Mindestalter für

den Erwerb des Lernfahrausweises für

Personenwagen auf 17 Jahre gesenkt. Damit

der Einstieg ins sichere Autofahren

nachhaltig gelingt, führt der ACS jedes

Jahr im Sommer Jugendfahrlager durch.

Hier erlangen die angehenden Junglenkenden

auf explorative Art und Weise ihre

ersten Fahrkompetenzen und können zudem

die Theorieprüfung absolvieren.

Im Jugendfahrlager des ACS verbringen

die Jugendlichen eine spannende und

Die ACS-Sommerfahrlager erfreuen sich

grosser Beliebtheit – und sind sehr nützlich!

lehrreiche Woche. Sie eignen sich Wissen

über Technik und Betrieb eines Autos an,

legen die Theorieprüfung ab, trainieren

das Lenken und Manövrieren eines Autos,

sowohl mit Verbrennungsmotor wie auch

mit Elektroantrieb. Zusätzliche Themen

wie Verkehrssicherheit, gesetzliche Bestimmungen

und Versicherungsregress

runden die einwöchige Ausbildung ab.

Aktuell gibt es noch freie Plätze, sowohl

im Jugendfahrlager im Melchtal OW

wie auch in Flumserberg SG. Profitieren

Sie jetzt, und melden Sie Ihre/Ihren Junglenker/in

heute noch an auf www.acs.ch

(Verkehrssicherheit/Fahrkurse/Jugendfahrkurse).

Text Anita Brechtbühl / Quelle zVg

NR. 03/2019

AUTO

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TECHNIK

ASPEKTE DER INDIVIDUELLEN MOBILITÄT

OTTO KOMMT

INS DIESELN

Kalibrierung eines Abgasmesssystems für Strassenmessungen an einem Erdgasfahrzeug im Abgaslabor der Empa Dübendorf.

Der CO2-Ausstoss

lässt sich auch mit

weiter optimierten

Verbrennungsmotoren

verringern. Neue Entwicklungen

zeigen, dass

der Benzinmotor dem

Diesel bei Wirkungsgrad

und Verbrauch

sehr nahe kommt.

U

m die Emissionsgrenzwerte

von 2021 einzuhalten, ist

parallel zur Elektrifizierung

der Antriebsstränge eine

weitere Optimierung der Verbrennungsmotoren

unumgänglich. Dies machte die

Tagung «Aspekte der individuellen Mobilität»

an der ETH ebenfalls deutlich. Weil

Otto- und Dieselmotoren – oder auch neue

Misch formen – noch längere Zeit zum

Christian Schultze, Director Research &

Operation, Mazda Motor Europe.

Einsatz kommen werden, müssen auch sie

verbrauchs- und emissionsseitig weiter

verbessert werden.

An Ideen für technische Lösungen

fehlt es nicht. So lassen sich Benziner mit

modifizierten Einspritzsystemen, Atkinson-

oder Miller-Brennverfahren sowie

Partikelfilter und 3-Wege-Katalysatoren

extrem sparsam und sauber machen. Ausserdem

werden neue vollhydraulische Ventiltriebe

kommen. Systeme ohne Nockenwellen

wie etwa der Freevalve-Motor von

Koenigsegg oder die IVA-Ventilsteuerung

(Intelligent Valve Actuation) von Camcon

werden weitere Wirkungsgradfortschritte

ermöglichen. Auch in der Schweiz, bei der

Empa in Dübendorf, ist seit Jahresbeginn

ein Motor mit neuartigem Ventilbetätigungssystem

im Versuchseinsatz.

Andere Entwicklungstätigkeiten an

der Empa und an der ETH Zürich widmen

sich dem Erdgasmotor. Dieser könnte sowohl

als bivalenter oder monovalenter

Einzelantrieb als auch in Verbindung mit

Elektromaschinen im Hybridbetrieb als

sehr effiziente Verbrennungsmaschine

deutliche CO2-Verbesserungen bringen.

DER DIESEL LEBT

Mit der Einführung des neuen Testverfahrens

WLTP, das nun auch eine Strassenprüfung

(RDE) enthält, beginnt für

die Diesel-Personenwagen eine neue Ära:

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AUTO NR. 03/2019


Technik

Ausgestattet mit Oxidationskatalysator,

Partikelfilter, Abgasrückführ- und Harnstoffeinspritzsystemen

(SCR), ist für sauberen

Betrieb in allen Betriebszuständen

gesorgt, denn Abschaltvorrichtungen sind

nicht mehr möglich. Wie sich bereits herausgestellt

hat, arbeiten viele ganz neue

Selbstzünder heute extrem emissionsarm

– und zwar nicht nur auf dem Rollenprüfstand.

Solche Motoren werden in den

nächsten Jahren für die Hersteller noch

unbedingt notwendig sein, um die CO2-Limite

von 95 g/km einhalten zu können.

Auch wenn der Dieselmotor längerfristig

wohl eher nur noch in schweren

Nutzfahrzeugen zum Einsatz kommt, wird

er im PW nicht so schnell verschwinden.

Da der Selbstzünder mit besonders

niedrigen Verbrauchswerten glänzt und

der Benziner für seine unproblematischen

Abgase bekannt ist, sind Motorenentwickler

schon seit längerem bestrebt, die beiden

Verbrennungsprinzipien miteinander

zu verbinden. An sogenannten HCCI-Motoren

(Homogeneous Charge Compression

Ignition) haben in der Vergangenheit viele

Autohersteller gearbeitet – zuletzt mit

grösserem Aufwand Mercedes. Der im Jahr

2007 präsentierte «Diesotto»-Motor der

Stuttgarter fand den Weg zur Serienreife

jedoch nicht.

Tagung «Aspekte der individuellen Mobilität» im ETH-Hauptgebäude.

Mazda nennt das neue Verfahren deshalb

SPCCI (Spark Plug Controlled Compression

Ignition). Dabei wird das im Verdichtungstakt

bereits stark komprimierte Magergemisch

mit einem fremdgezündeten «Feuerball»

komplett durchverbrannt. Damit die

magere Verbrennung möglichst perfekt

verläuft, wird das Gemisch beim Ansaugen

stark verwirbelt. Zudem arbeitet die Einspritzung

mit aufgeteilten Injektionsmengen,

um ein Klopfen sicher zu vermeiden –

immerhin ist das Verdichtungsverhältnis

des Skyactiv-X-Motors mit 16,3:1 so hoch

wie in einem Diesel. Zudem wird gewährleistet,

dass konventionelles 95-Ok tan-

Benzin getankt werden kann.

Zusammen mit der 24-Volt-Mildhybridisierung

mit riemengetriebenem

Starter-Generator soll der SPCCI-Motor

laut Schultze gegenüber dem heutigen

Skyactiv-G-Aggregat um rund 20 Prozent

weniger Treibstoff verbrauchen. Und

selbstverständlich erfüllt er dabei die Euro-Abgasnorm

6d-Temp.

Text Stephan Hauri / Bilder Stephan Hauri/zVg

KOMPRESSIONSZÜNDUNG

Schon weit sind auf diesem Gebiet die

Entwickler bei Mazda. Ihr Skyactiv-X-Aggregat,

das in Form eines 2-Liter-Direkteinspritzers

im Herbst im Modell Mazda

3 in Serie gehen wird, leistet 181 PS und

arbeitet in einem grossen Drehzahl- und

Lastbereich mit Magergemisch und Kompressionszündung.

Wie Christian Schultze, Entwicklungschef

Mazda Europa, bei der ETH-Tagung

erklärte, zeichnet sich der neue Motor

dadurch aus, dass er extrem mageres

Gemisch (Lambda = 2) verbrennen kann.

Durch den Luftüberschuss resultiert eine

niedrigere Verbrennungstemperatur, weshalb

sich in den Rohemissionen weniger

Stickoxide bilden. Ausserdem ergeben sich

durch die Kompressionszündung höhere

Zylinderdrücke, also grössere Drehmomente.

Die Herausforderung allerdings liegt

in der instabilen Magerverbrennung. Bei

hohen Drehzahlen und extremen Lasten

muss daher mit einer Zündkerze für eine

sichere Verbrennung gesorgt werden.

Skyactiv-X-Motor von Mazda, Benziner mit «Dieselgenen».

NR. 03/2019

AUTO

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IN KÜRZE

TOM’S KOLUMMNE

DANKBAR FÜR DIE

CHALLENGE 2018

D

er

zweite Platz in Qatar, dann der

Sturz in Argentinien, dem der

langersehnte Sieg in Texas folgte

– mein Saisonstart in die Moto2-WM-Saison

war hinsichtlich der Resultate

ein Auf und Ab, wie es im Buche steht

und somit sinnbildlich für so manchen Verlauf

einer Sportler-Karriere. Es ist nicht

einfach, mit diesen Emotionen umzugehen

und sie nicht nur zu kontrollieren, sondern

sie auch noch bestmöglich positiv zu sehen

und zu nutzen.

Denn oft scheint es als wäre es das Beste, nach negativen Erfahrungen einfach

nach vorne zu blicken. Zu vergessen, was passiert ist und sich stattdessen

auf das Bevorstehende zu freuen. Doch obwohl der berühmte Satz

«Ein Wochenende zum Vergessen, wir fokussieren uns auf das nächste Rennen»

so schnell gesagt ist, steckt eigentlich nicht viel Wahrheit darin. Jedenfalls

nicht für mich. Natürlich kämpft man intuitiv dagegen an, sich mit

den negativen Erlebnissen der Rennweekends bewusst und intensiv auseinanderzusetzen.

Nicht, weil man sich bewusst davor verschliessen möchte,

aber in solchen Momenten fehlt der Sinn darin, sich scheinbar noch tiefer in

die Negativspirale zu stürzen.

Ich bin da nicht anders: Nach einem Tief oder schlechten Resultaten möchte

ich mich auf die Zukunft fokussieren, darauf, es beim nächsten Mal besser

zu machen. Doch um sich zu verbessern, muss man erst verstehen, was

zuvor schief gelaufen ist. Dazu muss man zurückschauen, die negativen

Momente nochmal erleben, sich damit auseinandersetzen. Genau dabei ist

mir mein Mental Coach Jörg Wetzel eine enorm grosse Hilfe. Er hat mich

bereits früher begleitet und ist nun seit Ende 2018 wieder an meiner Seite.

Dank seiner Unterstützung habe ich gelernt, aus jeder Situation das Beste

zu gewinnen, auch wenn sie auf den ersten Blick noch so negativ zu sein

scheint. Diese Arbeitsweise ist wahrscheinlich für so manchen Sportler der

Schlüssel zum nachhaltigen Erfolg.

Die MotoGP-Saison 2018? Ja, das war die Masterclass des positiven Denkens.

Und im Nachhinein bin ich für diese Challenge dankbar, denn wenn

ich etwas aus dieser Saison mitnehmen konnte, ist es die mentale Stärke.

Ihr Tom Lüthi

ACS-Botschafter

DEM ÄRGER

HINTERM STEUER

HERR WERDEN

Es ist ungesund, ein echter Gute-Laune-Killer

– und es sieht auch noch ziemlich

unerfreulich aus: Wer sich am Steuer masslos

über andere Verkehrsteilnehmer aufregt,

schadet sich selbst am meisten und

vergrössert das Unfallrisiko deutlich. Deswegen

ist es sinnvoll, auch in ärgerlichen

Situationen Ruhe zu bewahren. Aber wie?

Selbstreflexion ist der erste Schritt

zur Besserung. Entspricht eigentlich die eigene

Fahrweise der Strassenverkehrsordnung

in Sachen ständige Vorsicht und gegenseitige

Rücksicht? «Dieser Grundsatz

gilt natürlich auch dann, wenn der Vordermann

gegen die Verkehrsregeln verstösst»,

sagen die ACS-Experten. Schliesslich habe

jeder mal einen schlechten Tag. «Grosszügig

über die Fehler von anderen hinwegzusehen,

beweist Charakter.»

Selbst auf eine offenkundige Provokation

sollte man nicht eingehen: «Augenkontakt

und Gesten vermeiden, Abstand

halten, den Vortritt lassen, niemanden

zum Bremsen, Beschleunigen oder Ausweichen

nötigen», empfiehlt der Experte.

«Aggression ist ansteckend. Aber jeder

kann frei entscheiden, ob er die Kette fortsetzen

oder unterbrechen will.»

In einer experimentellen Studie lernten

durch ihre aggressive Fahrweise aufgefallene

Verkehrsteilnehmer, sich mit

Atemübungen zu entspannen und Ärgernisse

aus einem anderen Blickwinkel zu

betrachten. Nach acht Sitzungen ärgerten

sie sich seltener und weniger heftig. Der Effekt

hielt auch ein Jahr später noch an.

Die Experten raten: Nach Frust- und

Ärger-Situationen eine kleine Pause zu machen,

durchzuatmen und sich zu bewegen,

um Stress abzubauen. «Und sich darauf besinnen,

was am wichtigsten ist: gesund am

Ziel anzukommen.»

Texte mid/rhu

18 AUTO NR. 03/2019


NEUHEITEN

GO FURTHER

FORD GEHT ELEKTRISCH

Am Genfer Automobilsalon

gehörte Ford zu den

namhaftesten Abwesenden.

Im April zeigte der

US-Hersteller nun, wie

seine Zukunft in Europa

aussieht: 16 elektrifizierte

Personenwagen und leichte

Nutzfahrzeuge bis 2021

und drei neue SUV’s mit

Explorer, Kuga und Puma.

Der Ford Explorer soll im europäischen Premiumsegment wildern.

N

icht den Genfer Palexpo, sondern

die 10 000 m 2 grosse industrielle

Eventlocation Sugar-

City in Amsterdam hatte sich

Ford ausgesucht, um exklusiv über seine

«Go Further»-Strategie zu informieren.

Zuletzt waren im Zuge des globalen Sparprogrammes

von gegen 14 Milliarden

CHF und Werksschliessungen dunkle

Wolken am europäischen Autohimmel

aufgezogen. Mit einem Neuheitenfeuerwerk

und einer umfassenden Elektrifizierungsstrategie

versucht das neue Führungsduo

von Ford Europe, Stuart Rowley

(CEO) und Steven Armstrong (Chairman),

aber trotzdem Zuversicht zu verbreiten.

Klar ist aber auch: Ford ist nach einem

operativen Verlust im letzten Jahr von

rund einer halben Milliarde CHF alleine

in Europa zum Geldverdienen verdammt.

Die Hälfte der angekündigten 16 elektrifizierten

Modelle wird bis zum Jahresende

auf die Strasse rollen. Hingegen wird die

Produktion der Familienvans C-Max und

Grand C-Max per Ende Jahr eingestellt.

Den markantesten Auftritt hatte in

Amsterdam der ab Herbst erhältliche 5,05

Meter lange Explorer, der mit einer prägnanteren

Optik und bis zu sieben Plätzen

gegen die europäischen Premium-Modelle

wie den Range Rover und Audi Q7 antreten

will. Nur in Europa bietet Ford seinen

Vorzeige-SUV als Plug-in-Hybrid mit einer

Systemleistung von 450 PS (331 kW) und

einem maximalen Drehmoment von 840

Nm an. Die rein elektrische Reichweite

Der beliebte Ford Tourneo Custom als

Plug-in-Hybrid-Version.

beträgt 40 Kilometer. Ford will in Europa

rund 10 000 Explorer pro Jahr verkaufen

und die Interessenten mit einem herausragenden

Preis-Leistungs-Verhältnis locken.

Die Basisversion soll unter 100 000 CHF

kosten.

AB ENDE JAHR

KEINE VANS MEHR

In komplett neuem Kleid fuhr der

Kuga auf die Bühne. Angetrieben wird

er von Turbomotoren mit 120 bis 190 PS,

dazu gibt es auch Allrad und eine Achtgang-Automatik

sowie gleich drei Elektro-Versionen.

Der 150-PS-Diesel wird von

einem Mild-Hybrid unterstützt. Erst für

nächstes Jahr ist die Lancierung des 225

PS starken Plug-in-Hybrid geplant, der bis

zu 50 Kilometer rein elektrisch fahren soll.

Nach NEFZ-Formel gerechnet begnügt sich

der PEHV-Kuga mit einem Verbrauch von

1,2 l/100 km (29 g CO2/km).

Anfang 2020 feiert zudem der Puma

sein Comeback. Nicht als Sportcoupé, wie

Der Ford Kuga ST-Line mit komplett

neuer Optik.

er bis 2001 gebaut wurde, sondern als

zeitgemässes Crossover-Coupé mit bis zu

155 PS auf der Basis des Ford Fiesta. Für

den Kuga sind drei Hybrid-Versionen geplant:

Mild-Hybrid (MHEV), Hybrid (HEV)

und Plug-in-Hybrid (PHEV). Endgültig

ins Schwärmen kommt Steven Amstrong

beim Ausblick auf den Elektro-Crossover

Mach E, der gegen den Tesla Model X, den

Audi e-Tron und den Jaguar I-Pace antreten

wird. Inspiriert von der Ford-Ikone

Mustang, soll der Mach E eine Reichweite

von 600 Kilometern nach WLTP-Norm

schaffen. Weitere Details sparte sich Ford

für später auf.

Grosses Potenzial sieht die Traditionsmarke

ebenso in der Elektrifizierung

ihrer Nutzfahrzeugsparte. Dabei

soll die Veränderung im Antriebsstrang

nicht zum Nachteil der Praktikabilität gehen.

In Amsterdam zeigte Ford den Tourneo

Custom und den Transit Custom als

Plug-In-Hybrid sowie ein vollelektrisches

Concept Car des Transit.

Text Markus Rutishauser / Bilder mru/zVg

NR. 03/2019

AUTO

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NEUHEITEN

JAGUAR F-PACE SVR

BRITISCHE SPORTSKANONE

Vor drei Jahren hatte Jaguar begonnen, mit dem F-Pace auch im SUV-Segment

einzutauchen. Topmodell ist der jetzt anrollende F-Pace SVR, und der ist mit

550 PS die sportliche Speerspitze der Briten.

M

it dem F-Pace SVR geht der

erste Jaguar-SUV in den Verkauf,

an dem die Special Vehicle

Operations SVO von

Jaguar Land Rover Hand angelegt haben.

Im Aufgabenfeld der SVO-Truppe lag dabei

eine deutlich verbesserte Fahrdynamik,

ohne dass der Komfort zu stark leiden

sollte. Erste Fahrversuche mit dem

ab 120 000 Franken angeschriebenen

Hochleistungs-SUV belegen, dass das

Fahrwerk auch spürbar straffer geworden

ist, was engagiertem Vorwärtsdrang

zu Gute kommt, es lässt den Wagen aber

gleichzeitig auch stärker über Bodenwellen

und kurze Unebenheiten holpern. Die

zahlreichen Anpassungen am aufgewerteten

Sportfahrwerk umfassen adaptive

Dämpfer, steifere Federn und massive

21-Zoll-Sporträder. Bequeme, gut stützende

Sportsitze sorgen auch bei akzentuierter

Kurvenfahrt für stabilen Halt für

Fahrer und Passagiere.

Kernstück des Antriebsstranges ist

der bekannte 5.0-V8 mit Kompressoraufladung.

Seine 550 PS und bis zu 680 Nm

Drehmoment werden über die sportlich

getrimmte Achtgang-Automatik auf den

FAHRSPASS NICHT

ZU ÜBERTREFFEN

Allradantrieb geleitet. Letzterer priorisiert

die Hinterräder, indem im Normalfall

die ganze Kraft nach hinten geht, erst bei

Traktionsschwierigkeiten und bei dynamischer

Kurvenfahrt werden maximal

50 Prozent des Drehmoments auch an die

Vorderräder geleitet. 4,3 Sekunden für

0–100 km/h sind dabei sehr sportlich, wobei

der F-Pace SVR bei Bedarf eine Spitze

von 283 km/h erreicht. Die Unterschiede

zwischen Alltags-Fahrprogramm und Dynamic

Mode sind spür- und über das variable

Abgassystem auch hörbar. Zum einen

reagiert der Wagen unmittelbarer aufs Gas,

die Lenkung fühlt sich direkter an, das

Fahrwerk ist knackiger, und der Fahrspass

auf Strecken mit langen Kurven ist nicht zu

schlagen. Dass dabei das Getriebe bestens

mit dem Motor zusammenspielt, zeigt sich

darin, dass wir kaum je das Bedürfnis hatten,

per Schaltwippen am Lenkrad in die

automatische Arbeit des Getriebes einzugreifen.

Natürlich hat solches Tun auch seinen

Preis an der Tankstelle, denn der 4,74

m lange SUV weist einen Normverbrauch

von 11,9 l/100 km auf – durchaus akzeptabel

für eine derartige Sportskanone.

Text Martin Schatzmann / Bilder Jaguar

Der F-Pace SVR zeichnet sich optisch durch grössere Luftöffnungen im Spoiler und weiteren aerodynamischen Elementen aus, welche

das Leistungspotenzial seiner 550-PS-Maschine unterstreichen.

20 AUTO NR. 03/2019


NEUHEITEN

Je nach Farbwahl präsentiert sich der VW T-Cross lifestylig-verspielt oder dezent-elegant.

VW T-CROSS

ALLER GUTEN DINGE SIND VIER

Nach Touareg, Tiguan und T-Roc startet jetzt der Kleinste im SUV-Team

von VW durch. Der T-Cross basiert auf dem Polo und punktet mit einem gelungenen

Gesamtpaket - von der Optik über das Platzangebot bis zu Antrieb und Fahrwerk.

Dank der Einstiegsprämie geht’s schon bei 19 600 CHF los.

D

er T-Cross ist mit 4,11 Meter

Länge und einer Höhe von 1,56

Meter etwas länger und deutlich

höher als der Polo. Das hat

den Interieurdesignern die Möglichkeit

eröffnet, luftige Platzverhältnisse zu

schaffen. Auch im Fond fühlen sich grosse

Menschen wohl, allerdings nur zu zweit.

Und dank der um 14 Zentimeter verschiebbaren

Rücksitzbank gibt es einen

flexiblen Kofferraum mit einem für diese

Klasse bemerkenswerten Ladevolumen

von 385 bis 455 Liter. Wird die 40:60 teilbare

Rückenlehne umgeklappt, passen bis

EIN REINER

FRONTTRIEBLER

zu 1281 Liter in den Kofferraum. Und mit

der optional umklappbaren Beifahrersitz-Lehne

wird auch der Transport eines

Surfbretts oder von Skis möglich.

Beim Blick auf und dem Griff an die im

Innenraum verwendeten Kunststoffe wird

deutlich, dass auch bei VW mit jedem Euro

Auch bei der Farbgestaltung des Innenraums

gibt es grossen Spielraum.

gerechnet wird: Deshalb gibt es reichlich

Hartplastik. Aber zum Trost auch bunte

Dekors in 2D und 3D fürs Armaturenbrett,

und zwar in den besseren Ausstattungslinien

«Life» und «Style». An der Funktionalität

gibt es hingegen nichts zu kritisieren,

vor allem, wenn sich der Käufer für

das digitale «Active Info Display» und den

8-Zoll-Touchscreen entschieden hat. Eine

induktive Ladestation und vier USB-Ports

sorgen für ausreichend Strom und zeitgemässe

Vernetzung.

Zum Start ist die Motorenauswahl

überschaubar. Frontantrieb ist Pflicht,

dazu gibt es einen Dreizylinder-Benziner

mit 70 bzw. 115 PS. Der schwächere TSI ist

grundsätzlich an ein Fünfganggetriebe

gekoppelt, der stärkere an einen Handschalter

mit sechs oder ein DSG mit sieben

Gängen. Der 1,6 Liter-Turbodiesel leistet

95 PS. Ende 2019 folgt noch der aus Golf

und Co. bekannte 1,5-Liter-TSI mit 150 PS.

Alle Motoren erfüllen die Abgasnorm Euro

6d-Temp.

Sieben Assistenzsysteme bietet VW

insgesamt für das neue SUV an, serienmässig

sind schon in der Basisversion

Front und Lane Assist, Fussgänger-Erkennung

und Toter-Winkel-Warner installiert.

Wie bei den Grossen gibt es eine Ambientebeleuchtung

im Inneren oder LED-Licht an

Front und Heck, dazu zwölf Aussenlacke

und diverse Felgen-Designs – auch in bunt.

Unser Fazit: Der T-Cross ist eine erfolgversprechende

Ergänzung des kleinen

SUV-Segments. Dank der geschickten

Raumausnutzung rückt er dem grösseren

T-Roc ziemlich dicht auf die Stossstange.

Und: Seine direkten Konkurrenten wie

Peugeot 2008, Opel Crossland X oder Seat

Arona werden seinen Markteintritt zu spüren

bekommen.

Text Markus Rutishauser / Bilder Werk

NR. 03/2019

AUTO

21


NEUHEITEN

SKODA SCALA

MARKENKOMPETENZ IN REINKULTUR

Der Nachfolger des Skoda

Rapid heisst Scala und ist

mit einem reduzierten

Motorenprogramm ab

24 370 CHF bereits

im Handel.

S

koda zählt momentan zu den

erfolgreichsten Marken in der

Schweiz, und stellt mit dem Octavia

sogar das meistverkaufte

Auto. Aber nicht jedes Modell, welches die

VW-Tochter aus Tschechien in den Handel

gebracht hat, stiess auf grosse Akzeptanz.

Der unterhalb des Octavia angesiedelte

kompakte Rapid floppte ordentlich. Der

Nachfolger Scala wächst in der Länge (+6

cm auf 4,36 m) und Breite (+8 cm auf 1,79

m). Der neue Scala ist rund zehn Zentimeter

länger und gleich breit wie der Golf,

steht aber auf der Plattform des kleineren

VW Polo. Resultat: ein im Vergleich leichtes

und geräumiges Auto. Die Beinfreiheit

im Fond ist eine Merite, und der 467 bis

1410 Liter grosse Laderaum ist es auch.

GERÄUMIG

UND LEICHT

Das Fahrwerk kommt mit der grösseren

Karosserie bestens zurecht, Abrollkomfort

und Kurvengrip setzen Skoda-typisch

keine Massstäbe, fühlen sich

im Konkurrenzumfeld aber ausgewogen

an. Motorisch hält sich der Skoda-Importeur

zurück; vorläufig stehen lediglich der

Obschon er zehn Zentimeter länger als der Golf ist, basiert der Scala auf dem kleineren VW Polo.

Der Scala ist ausschliesslich als Fünftürer

erhältlich.

Ein liter-Dreizylinder mit 115 PS (ab 24 370

CHF, 6,3 l/100 km, 142 g/km CO2 nach

WLTP) sowie der 1,5 Liter-Vierzylinder mit

150 PS (ab 28 240CHF, 6,9 l/100 km, 157 g/

km CO2) in der Preisliste. Der Dreizylinder

ist mit einem manuellen 6-Gang-Getriebe

ausgestattet und der Vierzylinder serienmässig

mit dem Doppelkupplungsgetriebe

(DSG) ausgeliefert wird. Eine Dieselversion

ist nicht vorgesehen; im Herbst wird stattdessen

eine Erdgas-Version in Aussicht

gestellt. Der Volkswagenkonzern sieht

diesen Treibstoff im Zeichen der strenger

werdenden CO2-Gesetze als sinnvolle

Überbrückungsmöglichkeit, bis es zur flächendeckenden

Elektrifizierung kommt.

Gefahren sind wir den quirligen und

laufruhigen Dreizylinder mit der perfekt

passenden 6-Gang-Schaltung sowie den

1,5-Liter mit Zylinderabschaltung und

dem nicht immer spontan reagierenden

Doppelkupplungsgetriebe. Über Paddels

hinter dem Lenkrad kann man individuell

eingreifen. Die werksseitig angegebenen

Verbräuche mit 5,0 l/100 km und

von verschiedenen Medien publizierten

NFEZ-Werte sind unrealistisch.

Zum Heer der Assistenzsysteme gehören

Spurführung und Abstandsregelung,

Zeichenerkennung sowie Notbremshilfe.

Die Instrumente arbeiten digital, der

Touchscreen steht frei und ist stets online.

Bedienen lässt sich der Computer teils mit

Gesten oder einer Sprachsteuerung; an Ablenkungspotenzial

mangelt es nicht. Skoda

baut geräumige und einfach zu bedienende

Autos ohne weiter geschärfte Charaktereigenschaften.

Im Scala wird die Markenkompetenz

astrein abgebildet.

Text Jürg Wick / Bilder Werk

Digitalisierte Instrumente.

Klassenprimus beim Beinraum im Fond.

22 AUTO NR. 03/2019


NEUHEITEN

Die extrem schmalen Matrix-LED-Scheinwerfer mit dynamischen Blinkern zeigen viel Modernität.

RANGE ROVER EVOQUE

KLEINER ZEIGT GROSSE STÄRKEN

Der neue Benjamin der Range Rover-Familie punktet nicht nur mit seiner gepflegten

Erscheinung, sondern auch mit einem Mild-Hybrid-Antrieb. Dazu gibt es als

Weltneuheiten Clear Sight Ground View und Clear Sight Smart View.

D

er Mild-Hybrid (149 g/km)

kann im Evoque mit Ausnahme

des frontgetriebenen D150 mit

allen Modellen kombiniert werden.

Demnächst folgt ein Plug-in-Hybridantrieb

und ein Dreizylinder-Benziner.

Der Evoque baut auf der neuen Premium-Transversale-Architektur

von Jaguar

Land Rover auf. Sie verschafft den

Passagieren mehr Raum. Der um 20 Millimeter

längere Radstand bringt deutlich

mehr Knieraum im Fond. Im Innenraum

dominieren glatte Flächen und sparsam

eingesetzte Linien die strenge Eleganz à

la Range Rover. Hochwertige Materialien

und gute Verarbeitung prägen auch hier

den Charme der Marke. Man fühlt sich von

der ersten Fahrminute an wohl.

Als erstes Modell seiner Klasse besitzt

der Neuling den Clear Sight Smart View-Innenrückspiegel,

der sich auf Knopfdruck in

einen hochauflösenden Video-Bildschirm

verwandelt. Die auf dem Dach nach hinten

gerichtete Kamera zeigt in hoher Auflösung

ein 50-Grad-Sichtfeld. Das ist ein

wertvoller Beitrag zur Sicherheit.

ERSTES MODELL

MIT MILD-HYBRID

Der Evoque geht als erster Range Rover

mit einem 48-Volt-Mild-Hybrid an

den Start. Herzstück des Antriebs ist ein

am Motor montierter Riemen-Starter-Generator.

Fährt der Mild-Hybrid langsamer

als 17 km/h und tritt der Fahrer das

Bremspedal, wird der Verbrenner automatisch

abgeschaltet.

Ganz klar, jedes Mitglied der Familie

muss in jedem Terrain Klassenbester sein.

Der Evoque hat dafür die zweite Entwicklungsstufe

des Active Driveline-Antriebssystems

erhalten, das Allradantrieb auf

Abruf bereitstellt.

Nicht nur im Gelände wird Clear Sight

Ground View wichtig. Die Kameras des

Systems schauen durch die Motorhaube

und unter das Fahrzeug. Der obere Touchscreen

zeigt einen 180-Grad-Blick unter

den Vorderwagen. Das ist auch beim Einparkieren

sinnvoll.

Alles in allem: Wer den neuen Briten,

der mit 150 bis zu 300 PS zu haben ist, so

richtig geniessen möchte, sitzt im handgeschalteten

Diesel oder Benziner richtig.

Da kommt echt Freude am Auto auf. Wer es

erleben möchte, muss mindestens 43 900

CHF (4-Zylinder-Turbodiesel, zwei Liter

Hubraum, 150 PS) investieren.

Text Stefan Donat / Bilder Werk

NR. 03/2019

AUTO

23


CLASSIC

PANTHEON BASEL

BOLIDEN & IKONEN

Ikonen und Boliden im Pantheon.

Im Pantheon Basel sind Sportwagen aus längst vergangenen Epochen neben

aktuellen Sportwagen der gleichen Marke zu sehen und veranschaulichen

die Verwandlung von stilsicheren Ikonen zu futuristischen Boliden. In der

24. Sonderausstellung Boliden & Ikonen des Pantheon Basel können bis zum

13. Oktober 2019 mehr als zwei Dutzend zum Thema passende Preziosen aus

nächster Nähe besichtigt werden.

D

as gewählte Konzept, Ikonen

& Boliden aus verschiedenen

Epochen zu präsentieren, ist

nicht nur für Autoliebhaber

spannend und interessant. Automobile,

gleich welchen Alters, sind neben ihrer

Rolle als Fortbewegungsmittel immer auch

ein Spiegel der Gesellschaft und unserer

Kultur. Wenn wir uns ein Urteil erlauben,

ob Sie «schön» sind, ist in der Regel nur das

von aussen Sichtbare massgebend, unabhängig

vom Zustand.

In meiner damaligen Zeit als Selecting

Advisor für den Concorso d’Eleganza

Villa d’Este war neben der Selektion von

einzigartigen Automobilen auch deren Präsentation

in spannenden vergleichbaren

Kategorien eine der grössten Herausforderungen.

Wie zeigt man das damals noch

nach Herkunftsland unterscheidbare Fahrzeugdesign

und dessen Formensprache,

NICHT NUR FÜR

ENTHUSIASTEN

die Gemeinsamkeiten und die gegenseitige

Beeinflussung? Eines meiner Ziele war damals,

den Teilnehmern, den Gästen und

den Medienvertretern das «Vergleichende

Sehen» näherzubringen, mit allen Sinnen

anzusprechen und zu fördern. Als dann

zum Concorso ab 2002 auch noch die neuesten

Concept Cars und Design Studien präsentiert

wurden, war der Spannungsbogen

zwischen gestern und heute noch deutlicher

sichtbar.

Vergleichendes Sehen hilft auch in der

Sonderausstellung «Ikonen & Boliden», um

die Entwicklung des Designs einzelner Marken

über einen langen Zeitraum zu erkennen

und den enormen Wandel der Automobilindustrie

hier im Bereich Design deutlich

zu machen. So wird man erkennen, dass

rund die Hälfte der Vertreter der älteren

Generation ihr Blechkleid von eigenständigen

Design Studios wie Bertone, Vignale,

Zagato oder Pinin Farina erhalten haben,

die Ausnahmekönner wie beispielweise

24 AUTO NR. 03/2019


ClAssic

Lamborghini Miura und Lamborghini

Aventador.

Giovanni Michelotti, Giorgetto Giugiaro,

Marcello Gandini, Ercole Spada oder Tom

Tjaarda beschäftigten. Natürlich waren in

der Zeit auch noch die handwerklichen Fähigkeiten

der Carrossiers (z.B. Scaglione,

Fantuzzi) gefragt, die dann die gewählten

Formen und Linien ins Aluminium-Blech

zauberten. Tempi passati.

In der amerikanischen Automobilindustrie

fehlten bis Anfang der fünfziger

Jahre die sportlichen Automobile, wie sie in

Europa auf den Strassen anzutreffen waren.

So kam es, dass der 1904 in Wien geborene

und 1941 in die USA geflüchtete Max Hoffman

Hersteller wie Jaguar, Mercedes, Porsche,

Austin-Healey oder BMW überzeugen

konnte, speziell für den riesigen amerikanischen

Markt Sportwagen zu produzieren.

«The Hoffman Motor Car Co., 487 Park

Avenue, New York (Slogan 1947: Distinguished

European Automobiles) importierte

schon bald nach dem Krieg europäische

Automobile in die USA. Max Hoffman hat

sehr grosse Verdienste, dass Fahrzeug Ikonen

wie beispielsweise der Mercedes-Benz

300 SL, der BMW 507, aber auch der Jaguar

XK120 oder der Porsche Speedster auf den

Markt kamen oder speziell dafür modifiziert

wurden.

Die amerikanische Automobilindustrie

musste reagieren; ab 1953 hatte General

Motors mit dem Chevrolet Corvette ein

wirklich sportliches Modell im Angebot.

Carroll Shelby (1923–2012) folgte in den

Ferrari 488 und Ferrari 512 BB.

sechziger Jahren mit den AC Cobras. Der

Name Shelby wird bis heute mit starken

Motoren, heissem Sound, viel Speed & Fun

verbunden. Im Pantheon sind auch ein Ford

Mustang Shelby GT 350 aus den sechziger

Jahren und ein aktueller Mustang Shelby

GT 500 ausgestellt. Sportliche Erfolge auf

ENORMER WANDEL

IM BEREICH DESIGN

den Rennstrecken sind bis heute wertvolle

Reklame für den Absatz von zivileren Versionen.

So auch der Audi Quattro Sport,

dessen Vierradantriebs-Konzept im Rallye

Sport für Furore sorgte.

Heute verfügen die Premium Marken-

respektive Sportwagenhersteller über

eigene Designstudios, die sich um das komplette

Design der Automobile kümmern

(Interieur, Exterieur, Beleuchtung, Duft,

Ton etc.) Dank CAD, neuen Werkstoffen und

Verarbeitungsmethoden wurde eine neue

Formensprache möglich. Dadurch sind die

handwerklichen Fähigkeiten der damaligen

Designer oder Carrosseriespengler

nicht mehr gefragt. Und wie geht die Entwicklung

weiter? Schwierig vorauszusagen;

«Big Toys for Big Boys» wird es noch lange

geben. Durch die neuen Mobilitätskonzepte

mit neuen Playern aus der (bisherigen)

Zulieferindustrie, der Assekuranz, den Telekommunikations-

und IT-Unternehmen

und den dadurch erwarteten Umbruch in

der Automobilindustrie, wird das Design

der Fahrzeuge nach dem Motto «Form follows

Function» noch mehr vereinheitlicht

werden und für den Zweck, die Nutzung

und die dafür verwendete Technologie optimiert,

vor allem das Interieur. Das heisst

im Umkehrschluss, das Äussere wird eher

langweilig und emotionslos, Raumkapseln

für von A nach B.

Erfreuen wir uns deshalb im hier und

jetzt an den Ikonen & Boliden im Pantheon.

Ein Blick sagt mehr als tausend Worte; die

ausgestellten Ikonen & Boliden werden beim

vergleichenden Sehen viele schöne Erinnerungen

wecken und ein Schmunzeln ins

Gesicht zaubern. Hoffen wir, dass ein Funke

dieses Zaubers auch auf die nächste Generation

der Sammler und deren Sammlerobjekte

überspringen wird.

Text Urs P. Ramseier, SWISS CAR REGISTER

Bilder Pantheon Basel

Aston-Martin DB5 und Aston-Martin DB11.

Weitere Informationen

www.pantheonbasel.ch

NR. 03/2019

AUTO

25


OLD- & YOUNGTIMER

ZWEI RALLYE IKONEN AUS DEM NORDEN TREFFEN SICH IM OBERAARGAU

SCHWEDISCHES

INTERMEZZO

Mit 140 PS über die Felder: Sa(a)bine jagt Hägar.

Obwohl ihre Geburtsorte

nur 80 km auseinanderliegen,

könnten sie unterschiedlicher

nicht sein: der

Saab 96 V4 aus Trollhättan

und der Volvo 123 GT aus

Göteborg. Der zierliche

Saab entzückt mit einem

Fliessheck, V4-Motor und

Frontantrieb. Ganz anders

der klassisch geschnittene

Volvo mit Stufenheck,

4-Zylinder-Reihenmotor

und Heckantrieb. Wir haben

beide in einer heissen Rallye

Version getestet.

S

aab steht für «Svenska Aeroplan

Aktien Bolaget» – also

Schwedische Flugzeugfa brik.

Eine Herkunft, welche der

kompakte Saab 96 nicht verleugnen kann,

sei es beim aerodynamischen Design oder

bei den zahlreichen raffinierten Details

– getreu nach dem Leitsatz «form follows

function». Und was man dem 96er auf

den ersten Blick nicht ansieht, sind seine

Siegergene, denn er war ein Grosser in

der internationalen Rallye Szene. Obwohl

leistungsmässig meist unterlegen, kompensierte

der Rallyewagen aus Trollhättan

dieses Handicap mit einem tiefen Gewicht

und einer hervorragenden Traktion dank

Frontantrieb und grossen Rädern. Dazu

kam ein absoluter Champion am Steuer,

der nichts anderes kannte, als Vollgas zu

geben in jeder Kurve. So gewann Erik Carlsson

in den 60er Jahren zweimal die Rallye

Monte Carlo, dreimal die RAC Rallye und

die Schweden Rallye. Um die Drehzahl seines

3-Zylinder-Zweitakt-Motors hoch zu

halten, bremste Carlsson mit dem linken

Fuss und blieb mit dem rechten auf dem

Gaspedal. So wurde er zum Pionier des

Linksbremsen.

Seltener Volvo 123 GT und rarer Saab 96 V4, beide perfekt aufgebaut für viel Spass an Oldtimer

Veranstaltungen.

26

AUTO NR. 03/2019


Old- & Youngtimer

Technische Daten Saab 96 Rallye V4, 1975 Volvo 123 GT Rallye, 1968

Motor 4 Zylinder V4 4 Zylinder Reihe

Hubraum / PS

(Serie)

1853 ccm / 141 PS

(1498 ccm / 65 PS)

1980 ccm / 145 PS

(1980 ccm / 103 PS)

Antrieb / Getriebe Front / 4-Gang-Lenkradschaltung Heck / 4-Gang mit Overdrive

Bandtacho und präzise digitale Anzeigen

im Volvo 123 GT Rallye.

Reifen

(Serie)

175/65 R 15

(155 SR 15)

195/65 R 15

(165 SR 15)

Leer-Gewicht 930 kg 1150 kg

Länge × Breite × Höhe 430 × 158 × 147 cm 444 × 162 × 151 cm

Formschöne Rundinstrumente und doppelter

Chronometer im Saab Cockpit.

Modifikationen vs.

Serienmodell

Servolenkung; Sport-Schalensitze;

Tripmaster; Duplex Chronometer;

80 Liter Tank; Leistungssteigerung

durch grösseren Hubraum, Doppelvergaseranlage

und Sportauspuff;

Ölkühler; Unterfahrschutz; Sportfahrwerk,

Sperrdifferential;

Optimierte Bremsen

Servolenkung; Sport-Schalensitze;

Tripmaster; Stopp-Uhren digital;

80 Liter Tank; Leistungssteigerung

durch Doppelvergaseranlage,

Fächerkrümmer und Sportauspuff;

Ölkühler; Unterfahrschutz;

Sportfahrwerk; Sperrdifferential;

Optimierte Bremsen

Einiges mehr an Power hat die orange

Sa(a)bine von Daniel Gubelmann. Bei dem

ab Modelljahr 1970 verfügbaren 1,5 Liter V4

Motor wurde die Leistung auf 141 PS erhöht.

Ein Sperrdifferential für optimale Traktion,

eine Servolenkung, eine gewichtsoptimierte

Karosserie mit Alu-Stossstangen

sowie hinteren Kunststoffkotflügeln mit

grösseren Radhäusern, die einen schnelleren

Radwechsel ermöglichen, sind weitere

Merkmale des Saab 96 V4 Rallye, der schon

sechsmal erfolgreich an der Rallye Monte

Carlo Historique teilnahm.

Erik Carlsson siegt bei der Rallye

Monte Carlo, 1962.

Marktwert Rallye

(Serie Listenpreis)

CHF 50'000.–

(CHF 9'200.–)

TOP OF THE LINE: VOLVO 123 GT

Der 1956 lancierte Volvo P120, auch

Amazone genannt, war weltweit ein durchschlagender

Erfolg und erlangte auch

hierzulande grosse Beliebtheit. Speziell

für die kaufkraftstarken Märkte wie USA,

Deutschland und die Schweiz wurde eine

sportlichere, zweitürige Topversion mit

103 PS entwickelt, von der nur 1500 Exemplare

in den Farben Rot, Weiss und Dunkelgrün

gebaut wurden.

Der von MADmotors aufgebaute 123

GT im Rallye Trimm verfügt über einen 145

PS starken Sportmotor und liegt dank dem

modifizierten Fahrwerk und breiten 195er

Reifen satt auf der Strasse. Sport-Schalensitze

sowie digitale Rallye Anzeigen lassen

über den Einsatz von Hägar, so nennen ihn

CHF 50'000.–

(CHF 12'900.-)

Umbau Sweedspeed, AD Neer, NL MADmotors GmbH, Flaach, CH

Besitzer Daniel Grubenmann www.rentaclassic.swiss

die Oldtimer Spezialisten aus Flaach, keinen

Zweifel aufkommen. Seine Standfestigkeit

hat er an der Rally Le Jog bewiesen:

2500 km quer durch Schottland in drei

Tagen.

SA(A)BINE VERSUS HÄGAR

Der optische Eindruck trügt nicht. Der

solid gebaute Amazone bringt über 200 kg

mehr auf die Waage und ist dadurch nicht

so quirlig wie der leichtere Saab 96, der

dank Frontantrieb seine Leistung auf losem

Untergrund wie Schotter und Schnee

souveräner in Vortrieb umsetzen kann.

Vorteile verbucht der Volvo durch sein

knackiges 4-Gang-Getriebe mit elektrisch

zuschaltbarem Overdrive, welches sich

weitaus sportlicher bedienen lässt als die

4-Gang-Lenkradschaltung beim Saab.

Aber beide Schweden machen jede

Menge Spass beim Fahren. Im Unterhalt

kann der exklusive Saab 96 Rallye aufwendiger

sein. Ersatzteile und Spezialisten finden

sich vor allem in Holland, England und

Schweden. Der Volvo 123 GT hingegen ist

technisch einfacher, und es gibt auch in der

Schweiz einige Fachwerkstätten für einen

Umbau. Und wer mal schnuppern möchte:

Rent a Classic vermietet Hägar.

Text Christoph Bleile

Bilder Christoph Bleile, Markus Straub, zVg

Schwedische Autos – eine Herzenssache für ACS Auto-Redaktor Christoph Bleile.

NR. 03/2019

AUTO

27


HOTELTIPP

CHALET ROYALP HOTEL & SPA

EINE KÖNIGIN DER ALPEN

Perfekt in die Waadtländer Bergwelt eingebettet, verbindet das Chalet

RoyAlp Hôtel & Spa in Villars-sur-Ollon den Charme einer Lodge im

Chaletstil mit der Eleganz und den Annehmlichkeiten eines Luxushotels.

D

as seit einem Jahr vom

Schweizer Generaldirektor

Markus Marti geführte

Luxushotel, welches zum

exklusiven Kreis der «Leading Hotels of

the World» gehört, bietet für jeden Geschmack

und jedes Bedürfnis genau das

Richtige. Im Winter haben die Gäste einen

direkten Zugang zum einzigartigen Skigebiet,

das bis auf die Bergstation Glacier

3000 hinauf führt. Im Sommer bietet das

RoyAlp einen direkten Anschluss zum

18-Loch-Golfplatz, einer Tennisanlage

und zur herrlichen Berglandschaft für

allerlei Freizeitaktivitäten wie Wandern,

Mountainbiken oder Gelände-Trottinett-

Fahren. Ganz besondere Erlebnisse sind

die Fahrt mit dem Touristenzug von Villars

nach Bretaye und die höchstgelegene

Sommerrodelbahn der Welt. Selbst an

heissen Sommertagen finden die Gäste in

der herrlichen Bergwelt des Waadtlandes

wohltuende Frische.

Das im Dezember 2008 eröffnete Roy-

Alp Hôtel & Spa präsentiert sich von aussen

im traditionellen Chaletstil und bietet innen

eine Hotelkultur auf Weltklasseniveau.

Es beherbergt Gäste aus der ganzen Welt.

Die 63 hochwertig ausgestatteten Zimmer

Grégory Halgand

Audrey Feutren

Die geschmackvoll eingerichteten Zimmer

strahlen viel Wärme aus.

Das Chalet RoyAlp liegt auf 1300 m ü.M. und bietet seinen Gästen sowohl im Winter als auch im

Sommer Hotelkultur auf Weltklasseniveau.

und Suiten (40 bis 55 m 2 ) sowie 27 Appartements

(100 bis 350 m 2 ) garantieren Genuss

pur und viel Erholung. Neben dem 1200

m 2 grossen Spa by RoyAlp, das neben einem

grossen Indoorpool mit Cheminée u.a.

auch ein exklusives Private Spa, eine Sauna,

ein Jacuzzi und eine umfangreiche Auswahl

an professionellen Massagen bietet,

begeistert das Fünfsterne-Superior-Haus

mit einem herausragenden Gastronomieangebot.

Drei Restaurants stehen zur

Auswahl. Der französische Küchenchef

Grégory Halgand verzaubert mit exquisiten

Gerichten und die Konditormeisterin

Audrey Feutren mit ihren herausragenden

Kreationen aus Schokolade. Das Gourmet-Restaurant

Le Jardin des Alpes (1 Michelin-Stern

und 16 Gault-Millau-Punkte)

ist weit über die Region hinaus beliebt.

Eine gemütliche Lounge, ein Chef’s Table

in der Hotelküche und eine Cigar Lounge

runden das authentische Angebot ab.

Dazu gibt es ein hoteleigenes Kino sowie

diverse Spiel- und Arbeitszimmer. Selbst

für Hochzeiten, Galadinners oder Grossveranstaltungen

verfügt das RoyAlp über

ausreichend grosse Räumlichkeiten.

Das Chalet RoyAlp Hôtel & Spa ist aus

Zürich mit dem Auto via Montreux in rund

zweieinhalb Stunden oder mit dem Zug via

ACS-Spezialangebot

• 2 Übernachtungen im Superior Zimmer

BB in Doppelbelegung

• Upgrade beim Check-in nach Verfügbarkeit

• Ein reichhaltiges Frühstücksbuffet

• Zugang zum 1200 m 2 grossen Spa von

RoyAlp

• 2 Massagen « Just Relax » (30 Min.)

• Parkplatz

• Gültigkeit des Angebots: vom 17. Mai bis

26. Oktober 2019 unter Vorbehalt der

Verfügbarkeit und Reservierung. Das

Angebot kann nicht mit anderen Werbeaktionen

kombiniert werden.

718.00 CHF

www.royalp.ch

Reservationen:

Telefon 024 495 90 07

E-Mail spa@RoyAlp.ch

(bei der Buchung das ACS-Spezialangebot

erwähnen und beim Einchecken den

ACS-Mitgliederausweis zeigen)

Bern und Visp erreichbar. Das hoteleigene

Parking bietet Platz für rund 100 Fahrzeuge,

davon 64 im Parkhaus.

Text Markus Rutishauser / Bilder zVg

28 AUTO NR. 03/2019


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RATGEBER

MIETWAGEN-UNFALL

SO VERHALTE ICH

MICH RICHTIG

Ein Unfall ist immer ein Worst Case, erst recht auf einer

Urlaubsreise. Vor allem mit einem Mietwagen kann es

im Fall der Fälle kompliziert und teuer werden.

Wir haben einige Tipps zusammengestellt, wie man

mit einem Unfall am besten umgeht.

A

ls Faustregel gilt: Sind auch

andere Verkehrsteilnehmer

beteiligt, muss im Grunde

immer die Polizei gerufen

werden. Macht man das nicht, riskiert man

seinen Versicherungsschutz. Was wesentlich

öfter vorkommt, sind kleinere Schäden

wie Reifenschäden, Steinschlag an

der Windschutzscheibe oder Parkschäden

an Pollern oder in engen Tiefgaragen. Nur

bei grossen Schäden ist ein Polizeibericht

zwingend notwendig. Die Experten raten,

im Schadensfall auf jeden Fall mit dem

Mietwagen-Broker Rücksprache zu halten.

Fotos vom Auto sollte man ebenfalls machen,

dazu einen Schadensbericht ausstellen

und unterschreiben lassen. Ebenfalls

wichtig: Alle Unterlagen aufheben, dazu

zählen der Mietvertrag, Quittungen, Kreditkartenbelege,

Zahlungsnachweise über

die Kaution und die Selbstbeteiligung, Ko-

pien von Polizeiberichten, Unfallprotokolle

oder Schadensberichte des Vermieters.

Und was kostet ein Unfall mit einem

Mietwagen? Das kommt neben der Schuldfrage

auf den Versicherungsschutz an. Ist

der Mietwagenfahrer schuld an einem Unfall,

behält der Vermieter fast immer die

Selbstbeteiligung ein. Aber: Hat man ein

Angebot mit Erstattung der Selbstbeteiligung

gebucht, erhält man die Selbstbeteiligung

gemäss Vertragsbedingungen vom

Mietwagen-Broker zurück.

Voraussetzung ist, dass die Bedingungen,

wie die Polizei hinzuzuziehen, eingehalten

werden. Was raten die Experten?

Kunden sollten auf ein Angebot mit Erstattung

der Selbstbeteiligung inklusive Glasund

Reifenschutz setzen.

Text mru/mid Bild zVg

Bei längeren Strecken sollten mindestens alle

zwei Stunden Pausen eingelegt werden.

POWER-SCHLAF

GEGEN MÜDIGKEIT

AM STEUER

Eine lange, monotone Strecke, die

Dämmerung setzt ein: ein aus Sicht der

Verkehrssicherheit gefährliches Szenario.

Doch was können Autofahrer tun, um

Müdigkeit am Steuer vorzubeugen?

Bei längeren Strecken sollten spätestens

alle zwei Stunden Pausen eingelegt

werden. Und die müssen, so unsere Experten,

schon bei der Reiseplanung einkalkuliert

werden. Bei ersten Müdigkeitssignalen

eine Pause machen ist ein Grundprinzip:

den nächsten Autobahn-Parkplatz oder die

nächste Ausfahrt ansteuern. Anschliessend

sollte der Fahrer die Rückenlehne zurückstellen

und zehn bis 20 Minuten schlafen.

Bloss nicht länger, sonst fällt er in die

Traumschlaf-Phase.

Wenn sich der Schlaf partout nicht

einstellen will, hilft auch ein Kontrastprogramm:

den Kreislauf mit Bewegung in

Schwung bringen. Vermeintlich bewährte

Tricks wie das Fenster öffnen oder das Radio

laut aufdrehen helfen nach Ansicht der

Expertin nur wenig und dann auch nur für

kurze Zeit.

Im Schadensfall sollte auf jeden Fall mit dem Mietwagen-Broker Rücksprache gehalten werden.

Text mru/mid / Bild zVg

NR. 03/2019

AUTO

31


REISEN Reisen

COSTA RICA

EIN LAND FÜR ENTDECKER

Rauchende Vulkane, tiefer Dschungel, dichte Nebelwälder und zwei Meere

machen den Reichtum von Costa Rica (Reiche Küste) aus. Das Land fasziniert

durch seine Vielfalt. An kaum einem anderen Ort gibt es so viele

verschiedene Tier- und Pflanzenarten zu entdecken, und an kaum einem

anderen Ort kann man innert kurzen Distanzen in so vielfältige Landschaften

eintauchen. Die Schweiz Zentralamerikas ist ein Paradies für Entdecker.

Der Vulkan Arenal – ein echter Bilderbuch-Vulkan

A

us der Ferne klingt ein heiseres,

dröhnendes Brüllen.

Ausserhalb des kleinen

Holzhauses mitten im

Dschungel ist es noch stockdunkel. Es ist

halb fünf Uhr morgens im Tortuguero Nationalpark,

an der Karibikküste im Osten

Costa Ricas. Das Brüllen kommt näher

und näher und jetzt sogar von mehreren

Seiten gleichzeitig. Was um Himmels Willen

ist das? Plötzlich rumpelt es auf dem

Blechdach, und ein vorsichtiger Blick

nach draussen verrät die Missetäter. Eine

Bande Brüllaffen spielt ausgelassen auf

und über dem blechernen Hüttendach.

Willkommen in Costa Rica!

Der dichte Regenwald im Tortuguero

Nationalpark ist von Flussläufen durchzogen,

und er ist die Heimat unzähliger

Pflanzen und Tiere. Neugierige Kapuzineräffchen

beobachten jeden Schritt,

während ein Ameisenbär durchs Gebüsch

schleicht. Im Fluss faulenzt derweil ein träger

Kaiman, der sich vom Kreischen eines

Schwarms grün schillernder Aras am blauen

Himmel gar nicht beeindrucken lässt.

Wer Glück hat, der kann im Tortugero

Nationalpark Schildkröten beim Schlüpfen

beobachten. Maurizio schnitzt aus einer

Nussschale innerhalb weniger Sekunden

kleine Schildkröten.

PURES LEBENSGEFÜHL

Pura Vida, das pure Leben, heisst der

Zauberspruch. Pura Vida ist der Gruss der

Ticos, wie sich die Costa Ricaner selbst

nennen. Er bedeutet soviel wie: Geniesse

32

AUTO

NR. 03/2019


Reisen

Neugierige Weissschulter-Kapuzineräffchen

Pura Vida am Fluss

Ein Erdbeerfrosch. Der Wasserfall des Rio Fortuna. Der Strand von Manuel Antonio.

das Leben, sei gelassen. Pura Vida ist eine

Lebenseinstellung. Man begegnet ihr im

ganzen Land und zu jeder Gelegenheit. Es

scheint, als hätte selbst die Tierwelt das

Pura Vida verinnerlicht. Ein Lebensgefühl,

das ansteckend ist und auch vor Touristen

nicht Halt macht.

VULKANE UND BRODELNDE QUELLEN

Im Landesinneren ziehen vor allem

heisse Quellen und Schlammlöcher sowie

rauchende Vulkane die Besucher in ihren

Bann. Im Nordwesten, an der Grenze zu

Nicaragua, liegt der 142 km² grosse Nationalpark

Rincon de la Vieja, der seit

1999 zum UNESCO Naturerbe gehört. Hier

qualmt und brodelt es, und man kommt

ganz nah an die nach Schwefel riechenden

Schlammlöcher heran. Einige Hotels in der

Region nutzen den schwefeligen Schlamm

und das heisse Quellenwasser für ein ganz

besonderes Wellnesserlebnis mitten in der

herrlichen Natur.

Ein echter Bilderbuch-Vulkan befindet

sich in der Nähe der Stadt La Fortuna.

Hier erhebt sich der 1633 Meter hohe

Vulkan Arenal trotzig aus dem Boden. Er

bildet einen perfekten Kegel und galt bis

vor wenigen Jahren als einer der aktivsten

Vulkane der Welt. Heute kann er teilweise

wandernd oder zu Pferd erkundet werden.

Weit weniger heiss geht es unweit des

Arenals am Wasserfall des Rio Fortuna zu.

Er ist über einen schmalen Fussweg mit

rund 500 Treppenstufen zu erreichen.

Er bietet eine umwerfende Kulisse für ein

kühles Bad inmitten von Forellen unterhalb

des 70 Meter hohen Wasserfalls.

GELASSENHEIT AN DER KÜSTE

An Puderzuckerstränden und immer

einer guten Welle finden Sonnenanbeter

und Surfer an der Pazifikküste ihr kleines

Paradies. Hier befindet sich unter anderem

der Nationalpark Manuel Antonio. Mit einer

Grösse von nur sieben Quadratkilometern

ist er der kleinste Nationalpark Costa

Ricas. Klein aber oho!

Gemächlich dreht das Faultier seinen

Kopf, während die Touristen begeistert

am Fusse des Baumriesen stehen und zu

ihm nach oben starren. So schnell bringt

einen Zentralamerikaner nichts aus der

Ruhe! Selbst von dem aufgeregten Kreischen

der Vögel, die ein paar Meter weiter

über den Baumwipfeln kreisen, lässt es

sich nicht stören. «Dort sitzt eine Schlage

im Baum. Die Vögel warnen sich gegenseitig»,

erklärt der Park-Guide, der mit einem

Fernglas bewaffnet ist.

Auch ohne Fernglas gibt es hier viel

zu entdecken: bis zu 20 Zentimeter grosse,

bunt schillernde Schmetterlinge, Tukane,

Aras, Affenbanden, Nasenbären, Agutis,

Basilisken und Pfeilgiftfrösche. Es scheint,

als würde man in eines der Wimmelbücher

aus der Kindheit eintauchen. Und so wie es

in den Wimmelbüchern oft einen Schelm

zu entdecken gibt, darf der auch hier

nicht fehlen.

Während sich einige Besucher im türkisblauen

Meer am Strand des Nationalparks

erfrischen, stibitzen ein paar freche

Waschbären ihre Badetücher. Da hilft alles

Schimpfen nichts.

Pura Vida!

Text und Bilder Ellen Gromann

Info

Costa Rica lässt sich wunderbar mit dem

Mietwagen erkunden. Man ist an den

meisten Orten auf Touristen eingestellt und

es besteht eine breite Auswahl an Hotels

und Unterkünften. Ab Zürich gibt es mit

Edelweiss Direktflüge nach San José. Tipp:

unbedingt mindestens Premium Economy

buchen. Die Bestuhlung in der Economy

Klasse ist sehr eng!

NR. 03/2019

AUTO

33


ACS

ACS-QUIZ 3/2019

LÖSUNGSWORT

1. Was machte manch einer in seiner Jugend mit dem Töffli?

G schneiden H kämmen R frisieren

2. Wo kann man die genaue Uhrzeit nicht ablesen?

A Parkuhr E Taschenuhr I Armbanduhr

3. Wie nennt man die Schutzkleidung eines Motorradfahrers?

S Kombat T Body D Kombi

4. Wo wird jeweils im Frühsommer ein Bergrennen ausgetragen?

R Seerücken K Hemberg E Irchel

5. Welcher Skifahrer ist «Botschafter» für eine japanische Automarke?

L Roland Collombin A Bernhard Russi N Walter Tresch

6. Wo steht die Grosse-Belt-Brücke?

S Norwegen O Schweden P Dänemark

7. Wie wird das Fahrradtaxi in Ostafrika genannt?

T Olabola P Bodaboda A Borabora

8. Wie viele öffentliche Markentankstellen gibt es in der Schweiz (2018)?

R ca. 100 S ca. 1800 E ca. 3300

Teilnahmebedingungen:

Mit der Teilnahme akzeptiert

der Teilnehmer diese Teilnahmebedingungen.

Teilnahmeberechtigt

sind ausschliesslich

Mitglieder des Automobil Clubs

der Schweiz.

Der Gewinner wird persönlich

vom Automobil Club der

Schweiz benachrichtigt. Barauszahlung

und Rechtsweg

sind ausgeschlossen.

Teilnahmeschluss ist der

22. Juni 2019 (Poststempel).

Preis:

Eine Übernachtung inkl.

Frühstück im BEATUS

Wellness- & Spa-Hotel in

Merligen am Thunersee. Sie

übernachten im Superior DZ

Mönch mit Balkon zur Seeseite,

inklusive ¾ Geniesserpension

sowie Benützung der

gesamten Wellnessanlagen.

Im Wert von rund 700.– CHF.

Senden Sie uns eine Postkarte

mit dem Vermerk «ACS-Rätsel»

und dem Lösungswort,

Ihrer Mitgliedsnummer und

Adresse an unten stehende

Adresse, oder senden Sie uns

das Lösungswort online unter

www.acs.ch/auto-raetsel zu.

Automobil Club der Schweiz

Wasserwerkgasse 39

CH-3000 Bern 13

Lösungswort Ausgabe 02/19

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können auf Schweizer Strassen seine

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lernen Sie die Grenzen Ihres Fahrzeugs

auf der abgesperrten Piste in Ederswiler

JU unter fachmännischen Anweisungen

kennen.

Theorie

Bodenfreiheit, Böschungs- und Rampenwinkel,

Schwerpunkt, Fahrwerk, Achsverschränkung,

Kippgrenze, Motordrehmoment

und Leistung, Geländereduktion, Antriebssysteme,

Differenzialsperren und andere

Traktionshilfen, Bereifung und Luftdruck

je nach Einsatz und Witterung.

Praxis

Fahrzeughandling, Sperren, Reduktionsgetriebe,

Fahren in leichtem und schwierigem

Gelände, Gangwahl, Bremsen mit oder

ohne ABS, Befahren von Steigungen und

Gefällen an der Traktionsgrenze, Fahren

quer zum Hang, Spur verhalten über Brücken,

Einschätzen des Schwierigkeitsgrades

je nach Witterungsbedingung.

Kursort

Trainingsgelände in Ederswiler JU

Kursdaten

Samstag, 08. Juni 2019

Samstag, 22. Juni 2019

Samstag, 24. August 2019

Samstag, 28. September 2019

Kurskosten

(eine Person pro Fahrzeug)

CHF 375.– für ACS-Mitglieder

CHF 405.– für Nichtmitglieder

Verpflegung im Restaurant auf eigene Kosten.

Pro Fahrzeug kann ein Beifahrer (nicht fahrberechtigt)

angemeldet werden: CHF 60.– .

Aus Sicherheitsgründen sind Kinder unter

16 Jahren als Begleitperson nicht zugelassen.

Fahrzeug

Fahrzeuge ohne Reduktionsgetriebe (Gelände-Untersetzung)

sind nur bei genügender

Bodenfreiheit zugelassen. Absprache empfehlenswert.

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ein statisches Passwort,

sondern über ein neues 3-D

Secure Verfahren. Damit wird

das Einkaufen im Internet

noch bequemer – und

sicherer.

WAS IST 3D-SECURE?

3-D Secure ist ein Service von Mastercard

und Visa, der Ihnen beim Online-Einkaufen

einen zusätzlichen Schutz vor

unberechtigter Verwendung Ihrer Kreditoder

Prepaidkarte bietet.

WAS ÄNDERT SICH?

Die bisherige, statische Passwortlösung

für 3-D Secure wird von Mastercard

und Visa nicht mehr länger unterstützt,

u.a. weil es von Betrügern über sogenannte

Phishing-Attacken in Erfahrung gebracht

werden kann. Es folgen deshalb zwei Änderungen:

• Neu bestätigen Sie 3-D Secure Online-Einkäufe

mit einem dynamischen Verfahren.

Bei der dynamischen Freigabe wird

ein einmal verwendbarer Code generiert

und auf Ihr Smartphone oder Mobiltelefon

geschickt – Sie entscheiden dann,

ob Sie diesen Einkauf bestätigen wollen

oder nicht.

• Neu verwalten Sie Ihre ACS-Kreditkarten

über UBS Digital Banking. Dies ersetzt

das bisher zur Kartenverwaltung benutzte

Cards Online Portal.

WAS SIND DIE VORTEILE?

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merken.

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Identitätsnachweis.

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Online-Einkäufe schnell mit 2 Klicks.

• Mit der UBS Mobile Banking App können

Sie Ihre Karte auch unterwegs verwalten.

• Neu eingeführte Benachrichtigungen

weisen Sie auf jede initialisierte Transaktion

hin.

WAS MÜSSEN SIE ALS KARTENIN-

HABER TUN?

Folgen Sie der Schritt-für-Schritt-Anleitung,

um auch weiterhin sicher online

einzukaufen:

1. App herunterladen: Laden Sie die UBS

Access App auf Ihr Smartphone.

2. App aktivieren: Der Schritt-für-Schritt-

Assistent führt Sie durch die Aktivierung.

2. Wichtig: Beim Einrichten der App werden

Sie gefragt, ob Sie Push-Nachrichten

aktivieren möchten. Antworten Sie mit

«Ja». Nur so erhalten Sie jeweils automatisch

eine Nachricht zur Bestätigung Ihrer

Kreditkartenzahlung.

3. Online-Einkäufe bestätigen: Beim Einsatz

Ihrer ACS-Kreditkarte erhalten Sie

automatisch eine Push-Nachricht via

Access App, um Zahlungen zu bestätigen.

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