Bahnsport 11/2019

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Augen zu und durch ...
den November

Liebe BSA-Leser,
wir begrüßen Sie herzlich zu unserer Novemberaus-
gabe von Bahnsport aktuell. November, der „Saure-
Gurken-Monat“, wie ihn mal jemand in einem Ge-
spräch nannte. Die eine Saison ist vorüber und die
andere hat noch nicht begonnen. Alles ist gerade ein
bisschen trist und das Jahr war sowieso kein leichtes.
So manches Mal hat sich’s gar angefühlt wie beim
Motocross auf dem sogenannten Waschbrett. Aber
das Gute daran, wir gehen da ja gemeinsam durch
und zusammen ist’s dann auch sogleich nicht mehr
ganz so trist...

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NR. 11/19

SPEEDWAY • SANDBAHN • GRASBAHN

EISSPEEDWAY

Bartosz Zmarzlik

Speedway-Weltmeister

mit Stiefeln von

Brokstedt

Bundesligameister

Dimitri

Bergé

Langbahn-

Weltmeister

Mikkel

Michelsen

Speedway-

Europameister


Bartosz Zmarzlik, hier beim GP in Cardiff

vor Martin Vaculik, wurde mit DAYTONA-

Stiefeln Speedwayweltmeister

¥ Foto: Jarek Pabijan

Meister stehen auf daytona ®

Deutscher

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Bartosz Zmarzlik

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Michael Härtel

Martin Smolinski

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INHALT & EDITORIAL

6

14

In den letzten beiden GP-Runden in Cardiff und Torun sicherte sich Bartosz Zmarzlik seinen ersten Speedway-Weltmeistertitel

vor Vizeweltmeister Leon Madsen (links) und dem WM-Dritten Emil Sayfutdinov

• Foto: Jarek Pabijan

SPEEDWAY

WM: GP 9 Cardiff/GB 6

WM: GP 10 Torun/PL 8

WM: Junioren Pardubice/CZ 10

+ Goldhelm 11

EM: Finale 4 Chorzow/PL 12

EM: Junioren-Team-Finale Lamothe/F 13

DM: Bundesliga Finale 1 Landshut 16

DM: Bundesliga Finale 2 Brokstedt 17

Team-Cup Olching 18

Goldenes Band Olching 19

Offene Rennen: Neuenknick, 20

Mulmshorn, Meißen 21

Flutlichtrennen Dohren 22

LANGBAHN

WM: Finale 5 Roden/NL 14

DM: Seitenwagen Pfarrkirchen

Grasbahnrennen Neuenhaßlau 24

SONSTIGES

People & Facts 4

Vorstellung daytona 25

International 26

Bazar 30

Impressum/Letzte Meldungen/

Termine 31

Dimitri Bergé feiert im niederländischen Roden mit seinen Fans seinen ersten Langbahn-Weltmeistertitel

Augen zu und durch ...

den November

- von Nadine Pfeiffer -

Liebe BSA-Leser,

wir begrüßen Sie herzlich zu unserer Novemberausgabe

von Bahnsport aktuell. November, der „Saure-

Gurken-Monat“, wie ihn mal jemand in einem Gespräch

nannte. Die eine Saison ist vorüber und die

andere hat noch nicht begonnen. Alles ist gerade ein

bisschen trist und das Jahr war sowieso kein leichtes.

So manches Mal hat sich’s gar angefühlt wie beim

Motocross auf dem sogenannten Waschbrett. Aber

das Gute daran, wir gehen da ja gemeinsam durch

und zusammen ist’s dann auch sogleich nicht mehr

ganz so trist.

Beginnen wir mal mit dem Schönen und somit mit

den Glückwünschen für unsere diesjährigen Weltmeister

Dimitri Bergé auf der Langbahn und Bartosz

Zmarzlik, der jüngst die Speedway-WM für sich entscheiden

konnte. Und darüber hinaus natürlich auch

Glückwunsch in den hohen Norden, nach Brokstedt

an den neuen deutschen Bundesligameister. Und eines

möchte ich an dieser Stelle mal ganz deutlich sagen:

Auch wenn wir als monatlich erscheinendes Magazin

hier immer nur etwas zeitverzögert reagieren

können, sind wir darauf stolz, Ihr einziges Fachmagazin

für diesen schönen Sport zu sein und umso bemühter,

neben allen Onlineplattformen und trotz so

mancher Widrigkeiten auch weiterhin als Printmagazin

zu bestehen.

Der Bahnsport, mit dem ich mit soviel Herzblut verbunden

bin, ich kann es nur immer wieder sagen, bedeutet

für mich persönlich soviel mehr als „nur“

Sport, sondern vielmehr auch Verbundenheit und

gar Freundschaft zu ganz besonderen Menschen.

Und spätestens zum Saisonende, sage ich da gerne,

wie schön, dass es euch da draußen auf der Rennbahn

gibt! Was haben wir schon gemeinsam gelacht,

mitgefiebert und gar getanzt, und wie!

Aber auch geweint ..., weil Rennfreunde und Bekannte

verstorben sind. Auch das gehörte leider zu dieser

Saison dazu und soll deshalb an dieser Stelle auch

nicht unerwähnt bleiben. Umso schöner die Erinnerungen

an gemeinsam verbrachte Zeiten!

Noch ist aber das Jahr nicht ganz um. Jetzt dürfen wir

uns noch auf die vielen Ehrungen und Feierlichkeiten

freuen, die da jetzt kommen. Wir bleiben also in Aktion.

Und bevor mir hier an der Stelle der Platz gleich

knapp wird, möchte ich es auch nicht versäumen,

noch ganz herzliche Grüße dem Renndienst Schinko

zukommenzulassen, verbunden mit einem ganz großen

Danke, für das, was ihr über 40 Jahre da draußen

im Fahrerlager für die Fahrer ward, die Rettung

schlechthin, wenn man mal eben ein technisches

Problem und ein neues Ersatzteil fürs Bike brauchte.

Und immer auch mit einem offenen Ohr für andere

Belange. Ich bin mir aber sicher, wir treffen uns auch

weiterhin regelmäßig an der Rennbahn, und zwar

ganz egal ob’s schneit, regnet oder die Sonne

scheint. Fast so halt wie immer ;-)

Einen ganz besonderen Gruß möchte ich an dieser

Stelle auch noch nach Bielefeld senden ... woher

mich kürzlich eine Nachfrage und Nachricht erreicht

hat, über die ich mich sehr gefreut habe!

Ihnen allen jetzt viel Spaß beim Lesen ... und beim

Feiern bei den baldigen Saisonabschlussehrungen

natürlich auch!

MfG

Nadine P.

Zum Titelbild: Speedway-Weltmeister

Bartosz Zmarzlik • Foto: Jarek Pabijan

• Fotos links unten: Daniel Sievers

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PEOPLE & FACTS

Wie geschnitten Brot ...

Der Speedway Grand Prix von Polen 2020 findet am 16. Mai im Fünf-Sterne-Stadion

PGE Narodowy in Warschau statt. Noch vor der ganz offiziellen

Bekanntgabe dieses Termins durch BSI Speedway, begann der Vorverkauf

am Mittwoch, 10. Oktober. Wer nicht sehr früh aufstand, hatte ganz

schlechte Karten.

Bereits vier Stunden nach Beginn des Vorverkaufs auf dem Portal

„Kupbilet.pl“ wurden sage und schreibe 9000 Eintrittskarten verkauft!

Zumeist waren es die „Filetstücke“ im unteren Rang (für 30,- Euro) in der

ersten und zweiten Kurve. Innerhalb der ersten 24 Stunden konnten

25.000 Tickets abgesetzt werden. Jetzt, nach einer Woche wurden fast

46.000 der 54.000 Eintrittskarten verkauft. Das Interesse an diesem GP

ist unglaublich groß. Davon können die Veranstalter des Grand Prix von

Großbritannien in Cardiff nur träumen ... • Andreas Fahldiek

Richi Geyer sagt

„Goodbye Deutschland“

Richard Geyer erfüllt sich

seinen Traum und geht

Ende Oktober für unbestimmte

Zeit nach Australien.

Der junge Meißner,

der in diesem Sommer

sein Abitur mit Bravour

bestanden hat,

blickt trotz der Lern-Strapazen

auf eine erfolgreiche

Saison zurück. Mit

einer überzeugenden

Leistung bei Team-EM

und WM startete der

20-Jährige auch bei der

Einzel-EM Quali im ungarischen

Nagyhalasz und

verfehlte dort mit einem

Punkt den Einzug ins Finale.

Bei der Einzel-Junioren-DM

wurde er

Sechster, bei der Senioren-DM

Elfter. Von seinen Fans verabschiedete sich Richi beim Silbernen

Stahlschuh mit Platz 2 auf der Heimbahn in Meißen.

Los geht die Reise am 25. Oktober (nach Redaktionsschluss) an der australischen

Westküste in Perth. Wie die Reise weitergeht, ist ungewiss.

„Natürlich bin ich bemüht, an Rennen in Australien teilzunehmen. Die

Renntasche ist auf jeden Fall ein Bestandteil meines Reisegepäcks. Die

Verhandlungen laufen noch, um einen Startplatz bei Rennen auf dem anderen

Kontinent zu bekommen“, freut sich Richi. Gemeinsam mit seinen

beiden Kumpels wird Richard für die kommenden Monate im Wohnmobil

durch Australien touren, bevor im September 2020 sein Studium beginnt.

Wir wünschen dir eine schöne Zeit Richard. Komm gesund wieder!

• Text: Anja Baldermann; Foto: Niklas Breu

Martin Smolinski darf 2020

auf GP-Einsätze hoffen

Eine Rückkehr auf die große Bühne des Speedway Grand Prix 2020 hatte

sich Martin Smolinski vorgenommen. Beim Challenge im kroatischen Gorican

schien der Traum vom Grand Prix nach einer Verletzung und einem

menschlichen Versagen des Startmarschalls schon geplatzt, doch nun

darf der deutsche Meister wieder auf Einsätze im Speedway Grand Prix

hoffen.

Promoter BSI und der Motorradsport Weltverband FIM haben einen Tag

nach Bekanntgabe der permanenten Wildcards und damit des kompletten

GP-Line-Ups auch die Fahrer der Substitute-Liste, auf der Martin Smolinski

an erster Stelle steht, bekannt gegeben. Die Substitute-Fahrer rücken

im Falle von Verletzungen und Absagen der 15 permanenten GP-Fahrer ins

GP-Feld und kommen so zu Renneinsätzen im Speedway Grand Prix. „Wir

freuen uns, von BSI den ersten Reserveplatz bekommen zu haben und somit

wieder die deutsche Fahne im SGP 2020 auftaucht. Es ist ein großer

Schritt erneut für mich und den deutschen Bahnsport“, erklärte Martin

Smolinski. In der vergangenen Saison kamen in jedem der zehn Grand-

Prix-Rennen Substitute-Fahrer zum Einsatz und so darf sich auch Martin

Smolinski berechtigte Hoffnungen auf Einsätze machen: „Von der Statistik

her gesehen, hat die erste Reserve sechs Einsätze in einer Saison oder

vielleicht auch mehr so wie in diesem Jahr. Wir werden uns über den Winter

gut vorbereiten und parat stehen, wenn wir zu einem Einsatz gefordert

werden.“

Als der Bayer von den Verantwortlichen der GP-Serie den ersten Reserveplatz

angeboten bekam, sagte er nicht sofort zu, denn es gilt für den

Grand Prix, auch eine gewaltige Logistik zu bewältigen. „Als der Anruf

kam, bat ich um kurze Bedenkzeit. Im Hintergrund des Speedway Grand

Prix muss ein gewaltiges Uhrwerk laufen, das finanziell gestemmt werden

muss. Das Leistungsniveau im Grand Prix und auch allgemein bei uns im

Sport ist gewaltig hoch geworden. Hier haben wir es als Deutsche nicht

einfach, da der Sport nicht im Free TV bei uns kommt“, so Smolinski zur

Lage des Bahnsports, „Es wird nicht einfach, das benötigte Budget als Ersatzfahrer

auf die Beine zu stellen, doch wir werden unser Bestes geben,

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Auch Sie können mit einer kleinen Spende auf nachfolgend

genanntes Konto helfen sowie spendenbedürftige

verunfallte Fahrer vorschlagen

Bahnsport-aktuell-Unfallkonto“ Raiffeisenbank Rodenbach IBAN DE28 5066 3699 0000 0495 57

4 BAHNSPORT AKTUELL November '19


die deutsche Fahne im Konzert der besten Speedwayfahrer der Welt bestmöglich

zu präsentieren, wenn wir zum Einsatz kommen.“

Martin Smolinski stand seit Einführung des Speedway Grand Prix in der

Saison 1995 in der Saison 2014 als einziger deutscher Fahrer fest im Feld

des GP und gewann damals den Auftakt in Neuseeland. Es war bis dahin

der einzige Grand-Prix-Sieg eines deutschen Speedwayfahrers. Die Saison

2014 schloss der 34-Jährige auf dem 12. Rang ab und hatte seit der

Saison 2014 immer wieder Einsätze als Wildcard-Fahrer und als Substitute

Rider. • Text: Manuel Wüst; Foto: BSI

Das GP-Starterfeld 2020 (Startnummer): Bartosz Zmarzlik (95), Leon

Madsen (30), Emil Sayfutdinov (89), Fredrik Lindgren (66), Martin Vaculik

(54), Maciej Janowski (PL), Jason Doyle (69), Patryk Dudek (692).

Über Challenge qualifiziert: Matej Zagar (55), Niels Kristian Iversen (88),

Artem Laguta (222), Antonio Lindbäck (85).

Wildcardfahrer: Tai Woffinden (108), Max Fricke (46), Greg Hancock (45).

Substitute-Fahrer: Martin Smolinski, Mikkel Michelsen, Bartosz Smektala,

Anders Thomsen, Pontus Aspgren, Dimitri Bergé.

LESERBRIEF

Danke an Brigitte Geyer-Bernhardt

Danke, danke kann ich nicht oft genug sagen, für das was du geleistet

hast. Nicht nur für mich und meinen Club, den MSC Altrip e.V./ADAC, sondern

für alle und besonders für unseren Bahnsport!

Wir haben eine lange gemeinsame Zeit, angefangen mit dem Beginn

meines Vorsitzes in Altrip im Jahre 1974 bis heute, immer sehr gut miteinander

gearbeitet. Viele Dinge gingen einfach leichter, wenn du mitgemacht

hast. Dafür nochmal vielen, vielen Dank.

Bleibe gesund im Kreise deiner Familie und lass’ es dir gutgehen, bis wir

uns wiedersehen an Fronleichnam in Altrip oder auf einer anderen Veranstaltung!

Es grüßt herzlich,

Karl-Martin Gensinger, 1. Vorsitzender MSC Altrip eV./ADAC

Familien- und Schnuppertag

der White Tigers Academy

Am Tag der deutschen Einheit fand in der LVM-Rhein-Main-Arena in Diedenbergen

in Zusammenarbeit mit dem MSC Diedenbergen und der neuen

White Tigers Academy ein Familien- und Schnuppertag statt. Und es

wurde ein toller Erfolg, denn es nahmen 44 Personen daran teil. Von den

kleinen Kids über die „jungen Wilden“ bis hin zu gestandenen Bundesligafahrern:

Alle waren begeistert, dass sie auf der Speedwaybahn ihre

Runden drehen konnten – einige sogar zum ersten Mal.

Als Instructor fungierte der Bundesligafahrer des MSC Diedenbergen Robert

Lambert. Der Profi aus England, der selbst auch erst 21 Jahre jung ist

und am Speedway Grand Prix teilnimmt, wurde vor allem von den Kids in

Beschlag genommen. Sie erhielten wertvolle Tipps und Anregungen, die

sie dann vor seinen Augen auf der Bahn umsetzen konnten. Auch die

Nachwuchsfahrer der DMV Junior White Tigers waren Robert dankbar,

dass er sich mehrere Stunden um sie kümmerte.

Für Speis und Trank war vonseiten des MSC Diedenbergen bestens gesorgt,

das Wetter spielte mit, sodass der Familien- und Schnuppertag der

White Tigers Academy, die auch die Bikes in den verschiedenen Klassen

und Fahrerausrüstung stellte, am Tag der deutschen Einheit noch lange in

Erinnerung bleiben wird. „Mit dieser und anderen Aktionen will die neu

gegründete Akademie den deutschen Speedway-Nachwuchs fördern“, so

Sönke Petersen, der ebenfalls in der LVM-Arena zugegen war.

• Text: Wolfgang Geiler; Fotos: Klaus Goffelmeyer

Hans Zierk verstorben

*23. Juni 1934 † 19. September 2019

Nur knapp drei Monate nach seinem 85. Geburtstag ist am 19. September

einer der ganz Großen des Bahnsports von uns gegangen, der

Lehrter Hans Zierk.

Hans Zierk wurde am 23. Juni 1934 in Tribsees (Mecklenburg-Vorpommern)

geboren und startete seine Bahnsportkarriere im zarten Alter

von 14 Jahren in Berlin-Mariendorf. Bereits ein Jahr später gewann er

sein erstes Rennen in der Ausweisklasse auf dem Teterower Bergring.

Seine insgesamt 19 Starts dort brachten ihm den Namen „Bergringkönig“

ein. Auf dem Bergring fuhr Zierk auch als erster Bahnsportler einen

Rundenschnitt von über 100 km/h. Zierk wurde 13-mal DDR-Meister

auf der Gras- und Sandbahn bis er 1960 kurz vor dem Mauerbau

mit seiner Familie in die Bundesrepublik nach Lehrte bei Hannover

umzog. Dort baute er erfolgreich ein Autohaus auf.

Aber die Liebe zum Bahnsport ließ ihn nicht los. 1966 zog es ihn wieder

auf die Bahnen, die für ihn die Welt bedeuteten. Auch dort war er

erfolgreich unterwegs und sicherte sich unter anderem bei der Sandbahn-EM

in Scheeßel 1970 Bronze. 1977 verabschiedete sich Zierk

nach einem schweren Sturz in Stockholm/Schweden aus dem aktiven

Sport und war fortan als Bahnmotoren-Tuner gefragt. Fahrern wie

dem unvergessenen Simon Wigg, Hans Nielsen, Karl Maier, Kelvin Tatum,

Gerd Riss und Bernd Diener verhalf er zu ihren größten Erfolgen.

Bis zuletzt war Zierk trotz einer schweren Kehlkopf-Krebserkrankung

dem Bahnsport zugetan und gefragter Ansprechpartner vieler Aktiver.

Die Beerdingung fand am 26. September statt.

R.I.P., lieber Hans.

• Foto: ts

November '19 BAHNSPORT AKTUELL 5


SPEEDWAY-WM

Grand Prix 9 - Cardiff/GB

Zum 19. Mal fand ein Grand Prix

im Principality- Stadion in Cardiff statt.

Die Erwartungen allseits waren

hoch gesteckt.

Leon Madsen vor

Emil Sayfutdinov

Die britischen Fans wollten natürlich endlich

wieder einmal einen Landsmann als Sieger sehen.

Chris Harris war bislang der einzige Brite,

der einen GP in diesem großartigen 5-Sterne-

Stadion gewinnen konnte. Mit einem unglaublichen

Endspurt kämpfte er 2007 Greg Hancock

im Grand Final nieder. Die große Anzahl von angereisten

polnischen Fans wollten natürlich ihre

Lieblinge vorn sehen. Seit zwei Jahren ist das

Principality-Stadion mit den Siegen von Maciej

Janowski (2017) und Bartosz Zmarzlik (2018) in

polnischer Hand. Der WM-Führende, Gorzow-

Star Bartosz Zmarzlik, ging mit 9 Punkten Vorsprung

vor Emil Sayfutdinov in diesen neunten

GP. Bereits drei GP konnte er in dieser Saison

gewinnen. Der 24-Jährige startete nervös in das

Rennen. Bereits in Lauf 3 traf er (in Weiß) auf

seinen härtesten Rivalen, Emil Sayfutdinov (auf

der Innenbahn). Trotz guter Starts hatte Bartosz

in der ersten Kurve das Nachsehen und wurde

hinter Sayfutdinov und Jason Doyle nur Dritter.

In Heat 16 kam es zum Aufeinandertreffen von

Zmarzlik und Leon Madsen, der 11 Punkte im

Gesamtklassement hinter Zmarzlik lag. Der Däne,

der sich in Vojens wegen seiner Verletzung

nicht einmal für die Halbfinals qualifizieren

konnte, präsentierte sich in Cardiff äußerst erholt.

Nach nur 3 Punkten aus seinen ersten beiden

Läufen wechselte er die Maschine und war

Madsen sie

damit weitaus besser unterwegs. Im ersten Versuch

in Heat 16 erhielt der Däne (in Blau) wegen

eines unbefriedigenden Starts eine Verwarnung

vom Schiedsrichter. Im Re-run startete

Madsen nun ganz korrekt und nahm Zmarzlik,

der auf der bevorzugten Innenbahn fuhr, ganz

klar den Start ab. Madsen gewann und verwies

Matej Zagar und Zmarzlik auf die Plätze. Maciej

Janowski (der hier 2017 gewinnen konnte) und

Artem Laguta boten beide eine nicht zufriedenstellende

Vorstellung. Der Russe begann stark

mit zwei Laufsiegen, baute danach aber sehr

stark ab und konnte in seinen verbleibenden

Läufen keinen einzigen Punkt mehr holen. Auch

Janowski begann stark. Aber mehr als ein 3-2-1-

0-1 sprang für den Wroclaw-Star nicht heraus.

Beide schafften nicht den Sprung in die Halbfinals.

Aber auch andere prominente Fahrer patzten.

Niels Kristian Iversen konnte nicht annähernd

an seine Leistung von 2015 anknüpfen,

als er hier gewinnen konnte. Auch die drei Engländer

blieben blass. Einzig Robert Lambert

konnte von den Dreien einen Lauf gewinnen.

Charles Wright, der britische Meister, der für

dieses Rennen die Wildcard erhielt, konnte

zwar keine Bäume ausreißen, begann aber mit

zwei starken 2. Plätzen. Für ihn, wie er sagte,

war es eine unbezahlbare Erfahrung, einmal

hier vor etwa 38.000 Zuschauern fahren zu dürfen.

Gern hätten die britischen Fans ihren Liebling

Tai Woffinden, der nicht einmal in der britischen

Premiership fährt, vorn gesehen. Aber es

kam anders für den Bahnrekordhalter hier in

Cardiff. In seinem ersten Lauf kam der Beste im

Qualifying recht gut von der Außenbahn aus

den Bändern. In der dritten Kurve wurde dann

Freddie Lindgren etwas langsamer. Woffinden

konnte nicht anders und fuhr auf den Schweden

auf. Beide gingen spektakulär zu Boden. Alle

Augen waren natürlich auf den Weltmeister gerichtet.

Woffinden stürzte bereits Anfang Juli

bei einem Ekstraligarennen in Lublin. Bei dem

nicht unbedingt spektakulären Sturz brach er

sich den Wirbel T4 in der Brustwirbelsäule. Dabei

hatte er noch Glück gehabt, dass gerade

dieser Wirbel verletzt wurde. Andernfalls hätte

er sich sogar auch eine Querschnittslähmung

zuziehen können. Woffinden (wie auch Lindgren)

konnte nach seinem Sturz das Rennen

wieder aufnehmen. Er wurde aber für diesen

Sturz – zum Unmut seiner vielen Fans – von

Schiedsrichter Jesper Steentoft als Sturzverursacher

disqualifiziert. In seinen folgenden vier

Läufen ging Woffinden kein Risiko mehr ein und

qualifizierte sich somit auch nicht für die Semifinals.

Patryk Dudek zählte nach den ersten drei

Grand Prix in dieser Saison noch zu den Titelanwärtern.

Seit dem Grand Prix in Breslau aber

befindet sich der 27-Jährige in einer WM-Krise.

Hier in Cardiff kam er dieses Jahr überhaupt

6 BAHNSPORT AKTUELL November '19


t, Zmarzlik bleibt in Führungsposition

nicht zurecht und über ein desaströses 0-1-1-

0-1 nicht hinaus. Er ließ wiederum seine erfrischende

fahrerische Eleganz total vermissen.

Dudek muss in Torun alles geben, um in den

Top-Acht im Gesamtklassement zu verbleiben.

Leider war die Beschaffenheit der nur 272 Meter

kurzen Bahn nicht so gut wie im Vorjahr und ließ

weniger Linien zu als zuvor. Im ersten Semifinale

hatten Leon Madsen und Emil Sayfutdinov

keine Mühe, um sich gegen Martin Vaculik und

Antonio Lindbäck durchzusetzen. Das zweite

Halbfinale wurde dann eine sichere Sache für

Zmarzlik. Er startete sehr gut – wie Madsen zuvor

– von der Innenbahn und fuhr auf der Ideallinie

ins Ziel. Aber auch Jason Doyle auf der Außenbahn

fuhr einen hervorragenden Lauf und

qualifizierte sich zurecht für das Grand Final.

Bartosz Zmarzlik startete in diesem alles entscheidenden

Endlauf von der bevorzugten Innenbahn.

Neben ihm Madsen, Doyle und Sayfutdinov

auf der Außenbahn. Der Däne schoss

raketenartig aus den Bändern und bog vor

Zmarzlik als erster in die Startkurve. Der Pole

konnte nicht einmal seine 2. Position halten.

Bereits gegen Ende der Gegengerade ging der

Cardiff-Gewinner von 2013, Emil Sayfutdinov,

außen an Zmarzlik vorbei. Es gab einige Diskussionen

darüber, ob Madsen mit einem Frühstart

in diesen Lauf gegangen ist. Wäre das der Fall

gewesen, hätte Madsen schlechte Karten gehabt.

Dann hätte Schiedsrichter Jesper Steentoft,

ein Landsmann von Madsen, ihn aus dem

Rennen nehmen müssen, weil Madsen bereits

in Heat 16 eine Verwarnung erhalten hatte.

Letztlich büßte Vorjahresgewinner Bartosz

Zmarzlik nach seinen drei Patzern insgesamt

aber nur 2 Punkte in der Gesamtwertung ein

und hatte nach Cardiff noch 7 Punkte Vorsprung.

Nun war er der große Favorit beim letzten

Grand Prix im polnischen Torun. Der Vizeweltmeister

benötigte 15 Punkte, um sicher zu

gewinnen. Zmarzlik könnte dann nach Jerzy

Szczakiel (1973) und Tomasz Gollob in 2010 der

dritte polnische Speedway-Weltmeister werden.

Aber ein Sieben-Punkte-Vorsprung ist kein

sanftes Ruhekissen. Maschinenprobleme oder

Stürze (wie Jason Doyle vor drei Jahren) können

schnell die Situation ändern. Das spürte z. B.

auch Hans Nielsen im GP-Jahr 1996 vor heimischer

Kulisse in Vojens, als Billy Hamill einen

9-Punkte-Rückstand wettmachte und mit

2 Punkten Vorsprung Weltmeister wurde.

Zmarzlik muss in Torun aufpassen!

Der Termin für den 20. Grand Prix im Principality

Stadium steht fest. Er findet am Samstag, den

10. Juli 2020 statt. Fans, die ihre Eintrittskarten

vor dem 1.11.2019 kaufen, sparen mehr als

30%! Eintrittskarten sind regulär ab 22,50 € zu

bestellen. Die teuersten V.I.P.-Plätze kosten

393,00 €.

Einige Stimmen nach dem Rennen

Leon Madsen: Ich bin sehr froh über das Ergebnis

bei meinem ersten Rennen hier in Cardiff. Es

ist ein gutes Gefühl, mit Warschau und Cardiff

die beiden größten Rennen im Grand Prix gewonnen

zu haben. Ich kämpfe seit einiger Zeit

mit meiner Verletzung. Diese Saison ist sehr

schwer für mich. In Torun werde ich alles in meiner

Macht Stehende tun. Der Druck liegt jetzt besonders

stark auf Bartosz.

Emil Sayfutdinov: Leider konnte ich nur 2 Punkte

wettmachen. Aber es kann in Torun noch alles

passieren. Es wird ein interessantes Rennen.

Warten wir es ab. Ich werde nicht aufgeben.

Bartosz Zmarzlik: Es war das bislang härteste

Rennen für mich hier in Cardiff. Ich habe den

Druck gespürt. Es ist ein tolles Gefühl, hier in

Cardiff zu fahren. Ich fahre gerne hier. Viermal

das Finale zu erreichen, ist auch nicht schlecht.

Tai Woffinden: Das ist meine schlechteste Saison

seit Langem.

• Texte: Andreas Fahldiek; Fotos: Jarek Pabijan

November '19 BAHNSPORT AKTUELL 7


SPEEDWAY-WM

Grand Prix 10 - Torun/PL

Bartosz Zmarzlik, Emil Sayfutdinov,

Tai Woffinden und Niels Kristian Iversen

in Aktion

Der dritte Pole

Vor der abschließenden GP-Runde hatte Bartosz Zmarzlik 7 Punkte mehr auf dem Konto als sein Verfolger Emil Sayfutdinov. Der Pole

konnte in Torun letztendlich seinen Vorsprung retten und wurde dritter Weltmeister der polnischen Speedway-Geschichte, aber das

Rennen entwickelte sich für ihn und seine Fans zu einem echten Thriller. Überraschenderweise setzte nicht der Russe, sondern Leon

Madsen Zmarzlik unter Druck.

Der WM-Führende begann mit einem Sieg nach

Maß, aber schon der fünfte Heat zeigte, dass

die letzte GP-Runde für den 24-Jährigen keine

Spazierfahrt werden würde. Zmarzlik hatte

nach dem Start Probleme, konnte sich in der

Startkurve noch vor einem Sturz retten und war

zunächst Letzter. Er konnte sich zwar auf Platz

2 vorarbeiten, aber Madsen siegte ungefährdet.

Auch Emil Sayfutdinov holte einen Dreier.

Im dritten Durchgang bekam der Russe allerdings

einen heftigen Dämpfer. In Heat 12 kam

Madsen zum dritten Mal als Erster ins Ziel,

während die „russische Rakete“ leer ausging.

Zmarzlik ließ im zehnten Lauf einen weiteren

Zähler liegen, als er sich Laguta beugen musste.

In der nächsten Runde kam es für den Polen

noch dicker, als er hinter Janusz Kolodziej und

Jason Doyle nur Dritter wurde, während seine

Erzrivalen ihre Heats gewinnen konnten. In der

Gesamtwertung hatte Zmarzlik nur noch 5 Zähler

Vorsprung auf Madsen und 6 auf Sayfutdinov.

Im 19. Rennen holte der Skandinavier seinen

fünften Sieg und im darauffolgenden Heat bezwang

Zmarzlik den Russen, obwohl der

29-Jährige immer wieder versuchte, außen vorbeizuziehen.

Damit hatte der Osteuropäer keine

Chance mehr, den Titel zu holen, denn er

hatte 7 Punkte weniger als der WM-Leader. Als

Madsen im ersten Semifinalrennen wieder einen

Dreier erkämpfte, erreichte die Spannung

in der Marian-Rose-MotoArena ihren Höhepunkt.

Denn wäre Zmarzlik im zweiten Semifinale

ausgeschieden, hätte Madsen den Polen

im WM-Klassement sogar noch überholen können.

Der Start riss die Zuschauer von den Rängen.

Zmarzlik kam am besten aus den Bändern,

setzte sich an die Spitze und wurde

durch das frenetische Anfeuern seiner Fans

förmlich ins Ziel getragen. Der Fahrer aus Gorzow

meldete sich vor Sayfutdinov als Sieger im

Ziel und konnte schon den Titelgewinn feiern.

Im Finale fuhr Zmarzlik hinterher und wurde

am Ende Tagesvierter. Nach 1973 (Jerzy Szczakiel)

und 2010 (Tomasz Gollob) hat Speedway-

Polen wieder einen Weltmeister. In dieser Saison

gewann Zmarzlik drei GP-Runden und

stand fünfmal auf dem Podium. Obwohl er erst

24 Jahre alt ist, besitzt er bereits drei WM-Medaillen

– von jeder Farbe eine. „Wenn ich an

mein Alter denke, kann ich eigentlich nicht sagen,

dass ich sehr lange auf den WM-Titel gewartet

habe. Ich bin ja erst 24. Es ist ein unbeschreibliches

Gefühl, die GP-Serie zu gewinnen,

weil man weiß, wie viele harte Arbeit der

Sieg mich und mein Team gekostet hat. Ich

kann es noch nicht richtig begreifen. Ich brauche

etwas Zeit, um zu mir zu kommen und das

Geschehene zu verarbeiten. Im Semifinale hatte

ich das Gefühl, die Zeit stünde still, und der

Lauf dauerte wohl gute fünf Minuten. Ich konnte

es kaum erwarten, die schwarzweiß-karierte

Flagge zu sehen, weil ich ja wusste, dass der

Lauf mir das ersehnte Gold bringen würde“,

sagte der überglückliche Speedwaypilot.

Leon Madsen zeigte auf der 325 Meter langen

Bahn eine brillante Leistung. Der 31-Jährige

holte im Endlauf vor zirka 17.000 Zuschauern

seinen siebten Sieg und schloss das Rennen

mit einer fabelhaften Ausbeute von 21 Zählern

ab. So ein Meisterstück gelang zuletzt Greg

Hancock, als er am 24. Oktober 2015 in Melbourne

siegte. Ähnlich wie Zmarzlik triumphierte

Madsen bei drei GP-Rennen, stand

aber nicht weniger als siebenmal auf dem Podest.

Der Däne erzielte insgesamt 130 Zähler,

zwei weniger als der Pole. „Es ist nicht einfach,

in der WM zu gewinnen. Zmarzlik startet schon

seit einigen Jahren in der GP-Serie und für mich

war das die erste Saison. Ich musste mich in

diesem Jahr auch mit den Verletzungen von

Fingern und vom Knöchel herumplagen, was

meinen Kampf noch zusätzlich erschwerte. Ich

bin stolz auf das, was ich erreicht habe und

hoffe, dass ich in der kommenden Saison gesund

bleibe, um um den Gesamtsieg zu kämpfen“,

gab der im polnischen Wejherowo ansässige

Fahrer zu Protokoll. Emil Sayfutdinov kam

als Zweiter ins Ziel und konnte sich über die

Bronzemedaille freuen. Damit knüpfte der

29-Jährige an seinen Erfolg von 2009 an. „Ich

bin mit der Saison sehr zufrieden, weil ich im

Vergleich zu den letzten Jahren deutlich bessere

Ergebnisse erzielt habe. Meine Technik war

sehr schnell und konkurrenzfähig. Das ist auf

viele Tests zurückzuführen, die wir schon im

vergangenen Jahr durchgeführt hatten. Wir

werden noch weiterhin daran arbeiten. Ich

möchte mich dafür bei meiner Familie und dem

Team herzlich bedanken. Bartosz wurde heute

dritter polnischer Weltmeister und ich will der

erste Russe sein, der nach der Goldmedaille

greift“, fasste der Russe seine Leistung zusammen.

Etwas überraschend konnte sich Niels

Kristian Iversen fürs Finale qualifizieren. Der

Däne erkämpfte in der Qualifikation 8 Punkte

und wurde im ersten Semifinale Zweiter. Im

Endlauf kam der 37-Jährige vor Zmarzlik ins

8 BAHNSPORT AKTUELL November '19


Die Sieger von Torun (v.l.) Emil Sayfutdinov, Leon

Madsen und Niels Kristian Iversen

Ziel und bestieg die niedrigste Podeststufe.

Der Skandinavier belegte in der WM-Wertung

Rang 10, aber das spielte keine Rolle mehr,

denn er hatte sich im Challenge in Gorican seine

weitere GP-Teilnahme bereits gesichert.

Jason Doyle lag vor dem Turnier in Torun im

Klassement an 9. Stelle und konnte noch nicht

sicher sein, dass er 2020 auch in der GP-Serie

dabei sein würde. Der Exweltmeister zeigte

sich in der MotoArena in sehr guter Form. Am

Vortag seines 34. Geburtstages erzielte der

Australier insgesamt 11 Zähler, was für Tagesplatz

5 reichte, überholte in der Gesamtwertung

Patryk Dudek sowie Matej Zagar und belegte

am Ende – wie schon im Vorjahr – Rang 7.

„Eines meiner Ziele heute, war im GP zu bleiben

und das ist mir gelungen. Ein anderes Ziel

war, ins Finale zu kommen und das habe ich

auf dem glatten Bahnbelag knapp verpasst.

Insgesamt bin ich zufrieden und habe nun vor,

mich auf die Vorbereitungen auf die kommende

GP-Saison zu konzentrieren“, sagte Doyle.

Nach dem missglückten Rennen in Cardiff

überstand Tai Woffinden in Torun die Qualifikation

und wurde mit 9 Punkten Tagessechster.

Weiter folgten Antonio Lindbäck und Fredrik

Lindgren. Beide Schweden kamen auf jeweils

7 Zähler. Letzterer wurde schließlich WM-Vierter,

aber sein Rückstand auf Sayfutdinov betrug

nicht weniger als 21 Punkte. Weiter folgten

Artem Laguta, Martin Vaculik und Maciej Janowski,

die zwar mit den Skandinaviern punktgleich

waren, jedoch das Semifinale denkbar

knapp verpassten. Der Slowake und der Pole

blieben als WM-Fünfter bzw. WM-Sechster unter

den Topacht, während der Russe Gesamtelfter

wurde. Er hatte allerdings nur 3 Zähler

weniger als der WM-Achte Dudek, der in Torun

lediglich Vierzehnter wurde.

Referee Krister Gardell sorgte in Torun für Unmut,

als er den 15. Heat wegen angeblich unkorrekten

Starts von Doyle abbrach. In Wahrheit

legte der Australier einen perfekten Start

hin, was der Schwede auch zugeben musste,

nachdem er sich die Videoaufzeichnung angeschaut

hatte. Der Übereifer des Unparteiischen

wirkte sich negativ auf Doyle aus. In der Wiederholung

startete das „Känguru“ nicht mehr

so gut und kreuzte als Zweiter die Ziellinie.

• Text: Georg Dobes; Fotos: Jarek Pabijan

SPEEDWAY-WM

(Endstand nach 10 Grand Prix)

Pl./Name

Nat. GP1 GP2 GP3 GP4 GP5 GP6 GP7 GP8 GP9 GP10 Ges.

1. Bartosz Zmarzlik PL 10 18 8 8 17 8 16 18 15 14 132

2. Leon Madsen DK 13 13 14 7 14 14 10 7 17 21 130

3. Emil Sayfutdinov RUS 6 13 11 17 14 7 10 16 17 15 126

4. Fredrik Lindgren S 15 5 12 10 5 16 9 15 11 7 105

5. Martin Vaculik SK 7 17 4 16 15 9 4 7 9 7 95

6. Maciej Janowski PL 4 7 13 12 15 16 6 7 7 87

7. Jason Doyle AUS 5 6 12 7 5 7 6 12 13 11 84

8. Patryk Dudek PL 16 12 12 7 8 6 8 3 3 4 79

9. Matej Zagar SLO 7 6 4 10 3 7 15 13 9 4 78

10. Niels Kristian Iversen DK 14 7 3 8 2 7 13 7 5 11 77

11. Artem Laguta RUS 4 9 9 5 7 16 8 5 6 7 76

12. Antonio Lindbäck S 10 3 4 6 7 8 9 9 7 63

13. Tai Woffinden GB 6 9 6 6 8 11 5 9 60

14. Janusz Kolodziej PL 4 7 15 3 15 4 2 0 1 6 57

15. Robert Lambert GB 8 7 6 3 4 3 6 2 39

16. Max Fricke AUS 3 13 11 4 5 36

17. Mikkel Michelsen DK 9 6 15

18. Bartosz Smektala PL 10 10

19. Oliver Berntzon S 7 7

20. Adrian Midzinski PL 6 6

21. Charles Wright GB 5 5

22. Maksym Drabik PL 4 4

23. Jacob Thorssell S 2 2

Matic Ivacic SLO 2 2

25. Martin Smolinski D 1 1

26. Kai Huckenbeck D 0 0

26. Zdenek Holub CZ 0 0

GP9 - Cardiff/GB - SF1: Madsen, Sayfutdinov, Vaculik, Lindbäck; SF2: Zmarzlik, Doyle, Zagar, Lindgren; Finale:

Madsen, Sayfutdinov, Zmarzlik, Doyle.

GP10 - Torun/PL - SF1: Madsen, Iversen, Doyle, Lindbäck; SF2: Zmarzlik, Sayfutdinov, Woffinden, Lindgren; Finale:

Madsen, Sayfutdinov, Iversen, Zmarzlik.

STATISTIK WM 2019

GP-Siege: Zmarzlik 3, Madsen 3, Sayfutdinov 1, Lindgren 1, Janowski 1, Kolodziej 1.

Podestplätze: Madsen 7 (3/2/2), Zmarzlik 5 (3/1/1), Sayfutdinov 3 (1/2/0), Lindgren 3 (1/1/1), Janowski

3 (1/0/2), Vaculik 3 (0/3/0), Zagar 2 (0/1/1), Dudek 2 (0/0/2), Kolodziej 1 (1/0/0), Iversen 1 (0/0/1).

Finalteilnahmen: Madsen 7, Zmarzlik 6, Sayfutdinov 4, Lindgren 3, Vaculik 3, Janowski 3, Dudek 3, Iversen

3, Doyle 2, Zagar 2, Kolodziej 2, Laguta 1, Max Fricke 1.

Semifinalteilnahmen: Zmarzlik 9, Madsen 8, Sayfutdinov 8, Lindgren 8, Vaculik 6, Dudek 5, Zagar 5,

Lindbäck 5, Janowski 4, Doyle 4, Iversen 4, Laguta 3, Woffinden 3, Kolodziej 2, Lambert 2, Fricke 2, Mikkel

Michelsen 1, Bartosz Smektala 1.

November '19 BAHNSPORT AKTUELL 9


SPEEDWAY-JUNIOREN-WM Finale 3 - Pardubice/CZ

Maksym

Drabik

Champ

Mit Spannung wurde der finale Lauf um die Speedway-Weltmeisterschaft der U21-Junioren im tschechischen Pardubice erwartet.

Nach den Rennen in Lublin/Polen und Güstrow

standen vor der Entscheidung um die Vergabe

des Titels mit Dominik Kubera (36 Punkte),

Maksym Drabik (35) und dem noch amtierenden

Titelinhaber Bartosz Smektala (28) drei

Fahrer aus Polen an der Spitze der Punktewertung.

Schon einmal in der Geschichte der Juniorenweltmeisterschaften,

und zwar 2013, besetzten

drei Polen das Podium. Damals siegte

Patryk Dudek vor Piotr Pawlicki und Kacper Gomolski.

Der Sieger des Abends hieß Gleb Chugunov.

Der Russe hatte sich noch minimale Chancen

auf den Titel ausgerechnet, aber aus seinem

Vorhaben wurde nichts. Der 19-jährige Teamweltmeister

begann mit zwei Null-Runden,

steigerte sich kontinuierlich, zog mit 8 Punkten

ins Halbfinale ein und gewann vor über

5000 Zuschauern das Finale. Smektala und

Drabik komplettierten das Podium in der Tageswertung.

Dominik Möser aus Deutschland

sah an diesem Abend leider nur die Hinterrä-

der seiner Kontrahenten. Alle seine Läufe beendete

er als Letzter.

Maksym Drabik hatte nach Abschluss aller

Rennen die meisten Punkte (49) auf seinem

Konto und wurde nach 2017 zum zweiten Mal

Speedway-Juniorenweltmeister. Um den Silberrang

musste ein Stechen her, das Smektala

gegen Kubera gewann.

• Text: Peter Stanislawski; Fotos: Jarek Pabijan

Speedway-Junioren-WM - Finale 3 - Pardubice/CZ - 4.10.2019

Ergebnis:

1. Gleb Chugunov, RUS, 13 Punkte; 2. Bartosz Smektala, PL, 17;

3. Maksym Drabik, PL, 14; 4. Jaimon Lidsey, AUS, 15; 5. Robert

Lambert, GB, 11; 6. Jonas Jeppesen, DK, 11; 7. Jan Kvech, CZ, 10;

8. Dominik Kubera, PL, 9; 9. Patrick Hansen, DK, 8; 10. Frederik

Jakobsen, DK, 8; 11. Rafal Karczmarz, PL, 7; 12. Petr Chlupac, CZ,

6; 13. Wiktor Lampart, PL, 4; 14. Tim Sörensen, DK, 3; 15. Nick

Skorja, SLO, 2; 16. Dominik Möser, D, 0.

Endstand (nach 3 Veranstaltungen): 1. Drabik, 49 Punkte; 2.

Smek-tala, 45+3; 3. Kubera, 45+2; 4. Chugunov, 39; 5. Lambert,

32; 6. Kvech, 30; 7. Lidsey, 29; 8. Jeppesen, 26; 9. Lampart, 24;

10. Jakobsen, 20; 11. Hansen, 15; 12. Karczmarz, 13; 13. Sörensen,

12; 14. Skorja, 11; 15. Michael Härtel, D, 11; 18. Möser, 2.

Weltmeistersiegerehrung (v.l.): Bartosz Smektala,

Maksym Drabik und Dominik Kubera

Foto oben: Maksym Drabik vor Bartosz Smektala und

dem WM-Sechsten Jan Kvech

71. Goldhelmrennen - Pardubice/CZ

Jason Doyle zum zweiten

• Foto: Ralf Dreier

Schon im letzten Jahr feierte der AMK Pardubice unter Leitung ihres Präsidenten Evzen

Erban ein rundes Jubiläum: Der 70. Goldhelm wurde dem Australier Jason Doyle aufgesetzt.

Am ersten Oktober-Wochenende dieses Jahres wiederholte sich das Szenario,

wieder gab es ein Jubiläum. Seit 1929 gibt es diese traditionelle Veranstaltung (in früheren

Jahren auf einer Grasbahn), das sind genau 100 Jahre. Und wieder hieß der Sieger

Jason Doyle!

Somit schreiben die Australier weiterhin Geschichte

bei diesem Klassiker. Dreizehnmal

stand ein Fahrer aus dem Land der Kängurus

ganz oben auf dem Siegertreppchen. Und genauso

oft brachten die Sieger eine nagelneue

Jawa-Speedwaymaschine als Preis mit nach

Hause.

Lange hatten tausende Speedwayfreunde auf

das erste Oktoberwochenende gewartet, um

an drei Tagen bei den Rennen in der böhmi-


schen Metropole live dabei zu sein. Diesmal

wurden aus drei Veranstaltungen leider nur

zwei! Nachdem am Freitag der U21-WM-Lauf

reibungslos über die Bühne ging, sahen die

Wetteraussichten für den darauffolgenden Tag

ziemlich düster aus. Und so war es dann auch.

Schon in der Nacht zu Samstag öffnete Petrus

seine Schleusen und es regnete ununterbrochen

bis zum späten Abend. Am Mittag musste

das Juniorenrennen um das „Goldene Band“

abgesagt werden, die Bahn stand förmlich unter

Wasser. Aufgrund dieses Umstands füllten

sich am Nachmittag zusehends die Restaurants

und Cafés in der Pardubicer Innenstadt.

Im modernen Shopping-Center stellten sich

ehemalige Goldhelmgewinner vor und schrieben

fleißig Autogramme. Schade, dass dieses

Event nicht angekündigt wurde. Nur wer zufällig

vorbeikam, konnte Jiri Stancl, John Davis,

Milan Spinka & Co. dort treffen.

Immer wieder schweiften die Blicke gen Himmel

oder aufs Handy. Aber die Aussichten für

den Sonntag waren erfreulicherweise richtig

gut! Es sollte einen Mix aus Sonne und Wolken

geben und der Wetterbericht behielt zur Freude

der Fans Recht!

Dem Pardubicer Motorsportclub war es wieder

gelungen, ein Klasse-Fahrerfeld zu verpflichten.

Allein fünf Grand-Prix-Starter unter den

36 Aktiven aus 14 Ländern machten sich in der

Nacht auf den 600 Kilometer langen Weg, um

den 71. Goldhelm zu gewinnen. Am Abend zuvor

standen sie noch in Torun/Polen beim letzten

WM-Lauf am Startband. Der spätere Sieger

Jason Doyle schaffte es geradeso, rechtzeitig

an der Fahrervorstellung teilzunehmen. Seine

Rennkombi konnte der Australier aber nicht

mehr überstreifen, im Jogginganzug präsentierte

er sich den Fans an der Start- und Ziellinie


Mit Max Dilger, Michael Härtel, Lukas Fienhage

und Kevin Wölbert bekamen vier Deutsche einen

Startvertrag. Wölbert verzichtete auf seine

Teilnahme, familiärer Nachwuchs hatte sich

angekündigt.

Nach dem vielen Regen präsentierte sich das

Speedwayoval in einem guten Zustand. Schon

nach den ersten Läufen musste der Wasserwagen

auf die Bahn – wohl niemand hatte vorher

an Staubfontänen gedacht!

Über 15.000 Zuschauer, darunter schätzungsweise

ein Drittel Deutsche, verfolgten schon in

den Vorläufen spannende Auseinandersetzungen.

Schaffen es die Deutschen in die Gruppe

der Viertelfinalisten? Diese Frage wiederholt

sich von Jahr zu Jahr. Dilger wurde dreimal konstant

Vierter, Fienhage steigerte sich von Lauf

zu Lauf mit den Plätzen 5, 4 und 2. Leider reichte

die Punkteausbeute für Beide für die nächste

Runde nicht. Härtel begann verheißungsvoll

mit einem Sieg, die Fans applaudierten begeistert.

Auch bei seinem darauffolgenden Einsatz

sah es nach weiteren 5 Punkten und einem sicheren

Weiterkommen aus. Nach einem spannenden

Zweikampf mit dem Italiener Paco Castagna

streikte aber Härtels Maschine, der Bayer

fiel aus. Gegenüber Bahnsport aktuell äußerte

sich Härtel unmittelbar nach dem Lauf:

„Der Tank war leer“! Was für ein Drama! Ein 4.

Platz im abschließenden Vorrundenrennen

reichte für ein Weiterkommen auch bei ihm leider

nicht aus. Die drei Deutschen konnten die

weiteren Rennen nur als Zuschauer verfolgen.

Nachdem die ersten zwölf Läufe absolviert waren,

stiegen die „Stars“ mit ins Geschehen ein.

Patryk Dudek, Vaclav Milik, Jason Doyle und

Martin Vaculik gingen als Sieger aus ihren

Gruppen hervor. Ihre Teilnahme an den Halbfinals

war gesichert. Auch die Zweit- und Drittplatzierten

schafften es eine Runde weiter und

bewahrten sich ihre Chance auf die Finalteilnahme.

Gut in Form präsentierte sich der Lette

Andzejs Lebedevs. Mit ihm schafften Jack Holder/AUS

und Patryk Dudek/PL den Sprung in

den Tagesendlauf. Aus dem zweiten Halbfinale

Goldhelmrennen Pardubice/CZ - 6.10.2019

Ergebnisse:

Ausscheidungen - Gruppe 1: 1. Pontus Aspgren, S, 10 Punkte,

2. Lasse Bjerre, DK, 8; 3. Josef Franc, CZ, 7; 4. Nicolas Covatti,

I, 6; 5. Max Dilger, D, 4; 6. Norbert Magosi, H, 1.

Gruppe 2: 1. Andzejs Lebedevs, LV, 10 Punkte; 2. Tero Aarnio,

FIN, 9; 3. Zdenek Simota, CZ, 7; 4. Lukas Fienhage, D, 7; 5. Hynek

Stichauer, CZ, 5; 6. Adrian Gala, PL N.

Gruppe 3: 1. Jack Holder, AUS, 10; 2. Matic Ivacic, SLO, 8;

3. Ben Barker, GB, 8; 4. Zdenek Holub, CZ, 7; 5. Alessandro Milanese,

I, 2; 6. Gleb Chugunov, RUS, 0.

Gruppe 4: 1. Viktor Kulakov, RUS, 8; 2. Paco Castagna, I, 8;

3. Chris Harris, GB, 8; 4. Michael Härtel, D, 7; 5. Ondrej Smetana,

CZ, 4; 6. Patrik Mikel, CZ, 0.

Viertelfinals - Gruppe 1: 1. Patryk Dudek, PL, 10 Punkte; 2. Aarnio,

8; 3. Matej Zagar, SLO, 7; 4. Jan Kvech, CZ, 6; 5. Aspgren,

6; 6. Barker, 2.

Gruppe 2: 1. Vaclav Milik, CZ, 8; 2. Kulakov, 8; 3. Max Fricke,

AUS, 8; 4. Bjerre, 6; 5. Jurica Pavlic, KRO, 4; 6. Simota, 3.

Gruppe 3: 1. Jason Doyle, AUS, 9; 2. J.Holder, 9; 3. Antonio

Lindbäck, S, 8; 4. Rune Holta, PL, 7; 5. Castagna, 4; 6. Franc, 1.

Gruppe 4: 1. Martin Vaculik, SK, 10; 2. Chris Holder, AUS, 9;

3. Lebedevs, 8; 4. Mads Hansen, DK, 4; 5. Harris, 4; 6. Matic

Ivacic, SLO, 0.

Halbfinals - Gruppe 1: 1. Lebedevs, 9 Punkte; 2. J.Holder, 8;

3. Dudek, 8; 4. Vaculik, 7; 5. Kulakov, 6; 6. Zagar, 1.

Gruppe 2: 1. Doyle, 10 Punkte; 2. Fricke, 8; 3. Lindbäck, 7;

4. C.Holder, 7; 5. Milik, 6; 6. Aarnio, 1.

Kleines Finale (Plätze 7-12): 1. Vaculik; 2. Zagar; 3. C.Holder;

4. Kulakov; 5. Milik; 6. Aarnio.

Finale um den Goldhelm: 1. Doyle; 2. Lebedevs; 3. Dudek;

4. Fricke; 5. Lindbäck; 6. J.Holder.

Max Dilger, Lukas Fienhage und Michael Härtel (v.l.)

• Foto: Peter Stanislawski

kamen Doyle, sein Landsmann Max Fricke und

der Schwede Antonio Lindbäck hinzu. Doyle erwischte

den besten Start und gab die Führung

über sechs Runden bis ins Ziel nicht mehr ab.

Um Platz 2 kämpften Lebedevs und Dudek. Der

Lette wehrte jeden Angriff des Polen ab und

bewies auch hier seine außergewöhnliche Tagesform.

Im „kleinen Finale“ überzeugte

Grand-Prix-Fahrer Martin Vaculik, Lokalmatador

Vaclav Milik wurde Fünfter.

Nach Rennschluss kommentierte Doyle seinen

Erfolg: „Ein schöneres Geschenk hätte ich mir

heute nicht machen können. Den zweiten Goldhelmgewinn

in Folge, und das an meinem

34. Geburtstag“. Wohl die wenigsten im Stadion

wussten von seinem Ehrentag am 6. Oktober.

Auch bei der Präsentation am Mittag

konnte kein Blumenstrauß für den Weltmeister

von 2017 gesichtet werden … Schade eigentlich!

• Peter Stanislawski

Der Goldhelmgewinner von 1984 John Davis sorgte

für Spaß bei der Eröffnung • Foto: Peter Stanislawski

Finale: Jason Doyle (gelb), Andzejs Lebedevs

(weiß), Patryk Dudek (grün), Antonio Lindbäck

(schwarz-weiß), Jack Holder (rot) und Max

Fricke (blau)• Foto: Ralf Dreier

November '19 BAHNSPORT AKTUELL 11


SPEEDWAY-EM

Die drei Erstplatzierten der EM (v.l.): Grigorij Laguta, Mikkel Michelsen und Leon Madsen

Finale 4 - Chorzow/PL

Michelsen nach Stechen

Zum zweiten Mal empfing das Slaski-Stadion die besten Speedwayfahrer Europas. Am 28. September fand in der schlesischen

Sportstätte das abschließende EM-Finale statt und das Rennen hatte es in sich.

Obwohl Grigorij Laguta in Vojens Schwächen

zeigte und den Finallauf deutlich verpasste,

kam der Russe als EM-Führender nach Chorzow

und stand vor der großen Chance, nach

2011 zum zweiten Mal die Goldmedaille zu holen.

Da Nicki Pedersen verletzungsbedingt

nicht an den Start gehen konnte, hatte Laguta

auf den drittplatzierten Mikkel Michelsen komfortable

4 Punkte Vorsprung.

Im ersten Durchgang verloren beide Titelanwärter

Punkte. Der Däne wurde nur Dritter und

Laguta ging sogar leer aus. Danach sammelten

sie fleißig Siege, bis sie im 14. Heat aufeinandertrafen.

Der Russe bezwang Michelsen und

hatte wieder 4 Zähler mehr auf dem Konto als

der Skandinavier (43:39). Es schien, als ob der

35-Jährige den Vorsprung nicht mehr verspielen

könnte. Im 17. Lauf überquerte der Däne

zum dritten Mal als Erster die Ziellinie und

schloss die Qualifikation mit 12 Punkten ab.

Würde Laguta in seinem letzten Vorlauf 3 Zähler

holen, hätte er auch 12 Zähler vorzuweisen

und sich direkt für den Endlauf qualifiziert.

Doch dann trat für den aus dem russischen fernen

Osten stammenden Fahrer Murphys Gesetz

in Kraft: „Alles, was schiefgehen kann,

wird auch schiefgehen.“ Er musste sich im

19. Rennen etwas überraschend Pawel Przedpelski

und als Drittbester den Last-Chance-

Heat bestreiten, während Michelsen ins Finale

einzog. Im Semifinale kämpfte der Russe zuerst

mit Lindbäck verbissen um Platz 3, konnte

in der Endphase auch Kacper Woryna gefährden,

fand jedoch kein Durchkommen. Laguta

schied aus und konnte seine Punkteausbeute

nicht mehr verbessern. Vor dem Finallauf hatte

Laguta immer noch 3 Punkte Vorsprung und jeder

Rennausgang – außer ein Sieg von Michelsen

– würde ihm den Titel bringen. Der Däne

wusste natürlich auch, worum es geht. Er legte

im Endlauf einen Superstart hin, kam als Sieger

ins Ziel und zog mit Laguta in der Gesamtwertung

gleich. Tageszweiter wurde Leon Madsen,

gefolgt von Pawel Przedpelski und Kacper

Woryna.

Wer von den beiden Anwärtern nun Europameister

werden würde, sollte ein Stechen entscheiden.

Nach dem Start übernahm der Russe

12 BAHNSPORT AKTUELL November '19


Kai Huckenbeck konnte in seinem ersten Lauf

unter anderem Michelsen schlagen und wurde

Zweiter. Leider konnte der Deutsche danach

keine Punkte mehr erzielen und wurde letztendlich

Fünfzehnter. Im 13. Heat kollidierte der

26-Jährige in der dritten Runde mit Vaclav Milik

und beide Fahrer stürzten. Referee Krister Gardell

disqualifizierte den Deutschen als Laufabbruchverursacher.

Huckenbeck belegte in der

EM-Gesamtwertung Rang 10.

Genau 28.523 Zuschauer sahen sich im Slaski-

Stadion das Finalrennen an. Die Bahnpräparierung

ließ einiges zu wünschen übrig, darum

waren spannende Kämpfe und Überholvorgänge

Mangelware.

• Text: Georg Dobes; Fotos: Jarek Pabijan

Speedway-EM - Finale 4 - Chorzow/PL - 28.9.2019

Ergebnis:

1. Mikkel Michelsen, DK, 15 Punkte; 2. Leon Madsen, DK, 13;

3. Pawel Przedpelski, PL, 14; 4. Kacper Woryna, PL, 10; 5. Grigorij

Laguta, RUS, 11; 6. Antonio Lindbäck, S, 9; 7. Anders

Thomsen, DK, 8; 8. Michael Jepsen Jensen, DK, 8; 9. Bartosz

Smektala, PL, 7; 10. Jaroslaw Hampel, PL, 6; 11. Robert Lambert,

GB, 6; 12. Maksym Drabik, PL, 6; 13. Vaclav Milik, CZ, 5;

14. Jurica Pavlic, KRO, 4; 15. Kai Huckenbeck, D, 2; 16. David

Bellego, F, 2.

Semifinale: 1. Madsen; 2. Woryna; 3. Laguta; 4. Lindbäck A.

Finale: 1. Michelsen; 2. Madsen; 3. Przedpelski; 4. Woryna.

EM-Endstand: 1. Michelsen, 45+3 Punkte; 2. Laguta, 45+2;

3. Madsen, 39+3; 4. Woryna, 39+A; 5. Smektala, 36; 6. Jepsen

Jensen, 35; 7. Nicki Pedersen, DK, 33; 8. Przedpelski,

27; 9. Hampel, 25; 10. Huckenbeck, 24; 11. Milik, 22;

12. Lindbäck, 22; 13. Lambert, 18; 14. Thomsen, 14; 15. Bellego,

14.

Junioren-Team-Finale - Lamothe-Landerron/F

Polen besiegt Dänemark

Mikkel Michelsen führt vor Kacper Woryna

und Anders Thomsen

die Führung, beging jedoch in der zweiten Kurve

einen groben Fahrfehler, was Michelsen sofort

ausnutzte. Der 25-Jährige zog an Laguta

vorbei und holte auf der 369 Meter langen

Strecke den Meistertitel. „Ich bin sehr glücklich.

Im vergangenen Jahr habe ich die Bronzemedaille

knapp verpasst. Heute hatte ich zwar

einen schwachen Rennanfang, aber bald konnte

ich wieder um den Titel kämpfen. Ich kam

sehr zuversichtlich nach Chorzow und hatte

nichts zu verlieren“, sagte der neue Europameister.

Auch um die Bronzemedaille musste gestochen

werden, denn Madsen und Woryna erzielten

insgesamt jeweils 39 Punkte. Der Pole lag

fast drei Runden lang in Führung, bis er aufgrund

technischer Probleme ins Innenfeld ausrollen

musste. Madsen sah als Einziger die

schwarz-weiß-karierte Flagge und kam am Ende

auf die niedrigste EM-Podiumsstufe. „Meine

Abwesenheit in Vojens hatte die Situation

etwas kompliziert, aber mein Ziel in Chorzow

war, eine Medaille zu gewinnen und das ist mir

gelungen“, so der 31-Jährige.

Nachdem das Finale in Mâcon am 20. Juli wetterbedingt abgesagt wurde und am

nächsten Tag aus organisatorischen Gründen nicht durchgeführt werden konnte, beschloss

die Bahnsportkommission des europäischen Motorsportverbandes, das Rennen

am 28. September in Lamothe-Landerron stattfinden zu lassen.

Die dänische Mannschaft hatte im Vorjahr den

Titel geholt und es schien zunächst, als ob die

Skandinavier erneut nach Gold im Junioren-

Teamwettbewerb greifen würden.

Die Titelverteidiger legten am Anfang eine beeindruckende

Serie von sechs Siegen ein und

setzten sich etwas ab. Die Polen hatten zu diesem

Zeitpunkt bereits 6 Zähler Rückstand, gaben

jedoch nicht auf und starteten eine Verfolgungsjagd.

Nach 16 Heats trennten beide Teams nur

2 Punkte (41:39) voneinander. Als dann Dominik

Kubera zweimal eingesetzt wurde und beide

Male als Erster ins Ziel kam, waren beide Titelaspiranten

punktgleich. Jonas Seifert-Salk

bezwang im vorletzten Rennen Viktor Trofimov

und die Dänen gingen wieder in Front. Im 20.

Lauf aber setzte sich Jakub Miskowiak gegen

Mads Hansen durch und erzwang damit ein

Stechen um die Goldmedaille.

Der 18-jährige Pole schlug dann im Zusatzlauf

Seifert-Salk und sicherte letztendlich seiner

Mannschaft den Gesamtsieg. Es ist bereits der

neunte Meistertitel der „Weiß-Roten“ in der

zwölfjährigen Geschichte des Wettbewerbs.

Die Dominanz beider Mannschaften war auf

der 370 Meter langen Bahn erdrückend. In allen

20 Läufen belegten ihre Vertreter immer

die zwei vorderen Plätze. Sechzehnmal kreuzten

die jungen Schweden als Dritte den Zielstrich.

Am Ende gewann das SVEMO-Team die

Bronzemedaille, konnte jedoch zu keinem Zeitpunkt

weder den Polen noch den Dänen gefährlich

werden.

Die Gastgeber standen von Anfang an auf verlorenem

Posten und wurden mit lediglich

4 Zählern Letzte. Die Franzosen traten im Finale

ohne Gaetan Stella an, aber auch mit ihm

hätten sie kaum Chancen gehabt, aufs Podest

zu kommen. • Text: Georg Dobes; Foto: FIM Europe

Junioren-Team-Finale - Lamothe-Landerron/F - 28.9.2019

Ergebnis:

1. Polen, 50+3 Punkte (Wiktor Lampart 6, Mateusz Cierniak

4, Viktor Trofimov 12, Jakub Miskowiak 14+3, Dominik

Kubera 14); 2. Dänemark, 50+2 (Mads Hansen 14, Jonas

Seifert-Salk 13+2, Tim Sörensen 12, Jonas Jeppesen N, Jason

Jörgensen 11); 3. Schweden, 16 (Filip Hjelmland 2, William

Björling 4, Christoffer Selvin 5, Emil Millberg 5); 7.

Frankreich, 4 (Steven Goret 1, Enzo Dubernard 2, Baptiste

Comblon 0, Thomas Valladon 1, Mathias Tresarrieu 0).

November '19 BAHNSPORT AKTUELL 13


Dimitri Bergé ist We

LANGBAHN-WM

Finale 5 - Roden/NL

Dimitri Bergé vor Lukas Fienhage

und Mathieu Tresarrieu

Dimitri Bergé wurde verdient Langbahnweltmeister

2019. Der 22-jährige Franzose aus dem

südfranzösischen Marmande kam mit einem

WM-Punkt Vorsprung vor Martin Smolinski

nach Roden und hielt diesen Vorsprung vor seinem

größten Konkurrenten bis zu den Semifinalläufen.

Bis dahin waren die beiden nur einmal aufeinander

getroffen, mit Sieg für den Deutschen.

Gleich dreimal traf „Smoli“ dagegen auf Lukas

Fienhage, den er zweimal besiegte, ihm aber

einmal den Vortritt lassen musste. Bergé konnte

alle Vorläufe bis auf den gegen Smolinski als

Sieger beenden.

So hatten die beiden Titelaspiranten je

19 Punkte auf ihrem Konto, bevor es in die Semis

ging, Smolinski im ersten, Bergé im zweiten.

Hier zeigte der Olchinger jedoch Nerven.

Was war passiert? Mathieu Trésarrieu hatte

den Start gegen Smolinski gewonnen, doch

der kämpfte sich nach einer Runde wieder vor,

als der Franzose konterte. In Kurve 1 setzte der

Deutsche dann aber zu einem für ihn verhängnisvollen

Überholmanöver an. Dabei knallte er

beim Kreuzen der Linien ins Hinterrad des

Franzosen hinein und beide flogen ab.

Trésarrieu hatte das Ganze ohne weitere Blessuren

überstanden, doch für Smolinski folgte

Die Sieger von Roden (v.l.)

Dimitri Bergé,

Lukas Fienhage

und Josef Franc

14 BAHNSPORT AKTUELL November '19


Lukas Fienhage war der strahlende Sieger beim finalen Langbahn

Grand Prix im niederländischen Roden. Der erst 20-jährige

Niedersachse vom AC Vechta besiegte im Endlauf auch den

neuen Weltmeister, den Franzosen Dimitri Bergé. Titelverteidiger

Martin Smolinski musste seine Titelchancen nach einem

bösen, selbstverschuldeten Sturz im Semifinale begraben.

im Medical Center die bittere Diagnose Schlüsselbeinbruch rechts.

Das war es dann mit der Titelverteidigung für Martin Smolinski. Stattdessen

ging es ab zur Operation ins Krankenhaus nach Cloppenburg.

Teammanager Josef Hukelmann aus Werlte und Smolis Freund und

Sponsor Burkhard Timme begleiteten ihn dabei.

Der Sieg im Wiederholungslauf des ersten Semifinales ging an Josef

Franc (CZ) vor Trésarrieu, dem Briten Chris Harris und Jesse Mustonen

aus Finnland. Semi 2 ging an den gelöst fahrenden Bergé, der sich damit

vorzeitig als Weltmeister feiern lassen konnte. Zweiter wurde hier

Europameister Zach Wajtknecht (GB) vor dem Niederländer Theo

Pijper, Lukas Fienhage und Max Dilger.

Im Finale, das nach Smolinskis Ausfall nur zu viert gefahren wurde,

packte Fienhage dann seine Chance konsequent beim Schopfe. Der

Youngster aus Lohne kassierte Bergé ein und fuhr seinen ersten GP-

Sieg sauber ins Ziel. Dritter wurde Franc vor Trésarrieu.

„Ich kann es noch gar nicht fassen, dass ich das entscheidende Langbahnweltfinale

in Roden gewonnen habe“, strahlte Fienhage später,

„damit habe ich mein Ziel erreicht und mich nicht nur für die WM 2020

qualifiziert, sondern auch meinen 4. Platz in der Gesamtwertung gefestigt.“

Max Dilger wurde nach guten Leistungen am Ende Zehnter und kam in

der Gesamtwertung auf Platz 9. Bernd Diener ergatterte auf der ungeliebten

glatten Bahn nur 3 Pünktchen, ist aber über den Challenge

qualifiziert und für Jörg Tebbe war es in Roden ein Tag zum Vergessen

mit zwei Ausfällen und null Punkten.

Dimitri Bergé wurde in Roden, wo die Stichting Motorsport Roden ein

schönes und gelungenes 50-jähriges Club-Jubiläum feierte, verdient

Soloweltmeister auf der Langbahn. Nach dem Sieg bei der Europameisterschaft

U21 im Speedway 2016, dem EM-Titel zwei Jahre später

auf der Grasbahn und zwei Langbahn-Team-Weltmeisterschaften

(2018 und 2019) folgte jetzt ein weiterer Glanzpunkt in seiner noch

jungen Karriere.

Noch vom Krankenbett aus in Cloppenburg richtete Martin Smolinski

das Wort an den neuen Weltmeister: „An dieser Stelle Glückwunsch an

Dimitri Bergé zum WM-Titel. Es war ein schönes WM-Jahr, gerne hätte

ich einen erneuten Last Heat Decider mit dir gefahren.“

• Text u. Fotos: Rudi Hagen

ltmeister

LANGBAHN-WM

Foto: FIM/Good-Shoot/Lefrancq

(Endstand nach 5 Finals)

Pl./Name Nat. F1 F2 F3 F4 F5 Ges.

1. Dimitri Bergé F 21 26 24 24 26 121

2. Martin Smolinski D 24 23 27 20 19 113

3. Mathieu Trésarrieu F 21 20 18 23 19 101

4. Lukas Fienhage D 12 13 14 18 22 79

5. Josef Franc CZ 15 6 18 18 20 77

6. Theo Pijper NL 14 9 21 9 13 66

7. Chris Harris GB 3 18 5 11 13 50

8. Jesse Mustonen FIN 2 9 12 14 11 48

9. Max Dilger D 8 11 11 6 8 44

10. Martin Malek CZ 2 8 3 14 7 34

11. James Shanes GB 18 11 5 34

12. Andrew Appleton GB 10 4 10 5 2 31

13. Bernd Diener D 10 5 8 1 3 27

14. Zach Wajtknecht GB 9 16 25

15. Jörg Tebbe D 12 5 0 17

16. Stéphane Trésarrieu F 11 3 14

17. Romano Hummel NL 8 6 14

18. Stephan Katt D 3 3

F5 - Roden/NL - SF1: Franc, M.Trésarrieu, Harris, Mustonen, Smolinski D

SF2: Bergé, Wajtknecht, Pijper, Fienhage, Dilger

Finale: Fienhage, Bergé, Franc, M.Trésarrieu, Smolinski

November '19 BAHNSPORT AKTUELL 15


SPEEDWAY-DM

Finale 1 - Landshut - Brokstedt

Viktor Kulakov (Landshut) vor Rune Holta (Brokstedt)

Patt im Titelduell

Erstes Finale der Speedway-Bundesliga 2019 endet 42:42 und leichtem strategischem Vorteil der Brokstedt Wikinger.

Für schwache Nerven war das erste Aufeinandertreffen

der diesjährigen Konkurrenten um

den Meistertitel in der Speedway-Bundesliga

am Sonntag beim AC Landshut wirklich nichts.

Vor 3050 Zuschauern lagen die ausfallgeschwächten

Gastgeber kurz in Führung, glichen

einen Rückstand aus und gingen mit Gleichstand

in das alles entscheidende zweite Finale

in Brokstedt.

Doch der Reihe nach. Wie nervös beide Seiten

waren, machte sich schon beim Start zum allerersten

Lauf bemerkbar, als sowohl Viktor Kulakov

von den Devils als auch Rune Holta von den

Wikingern in der Grünphase „zuckten“ und eine

Verwarnung kassierten. Den Sieg nach Neustart

holte sich der junge Russe ungefährdet,

dahinter dann Holta und Max Dilger von den

Gästen vor Mark Riss. Nicht viel anders sah es

auch im zweiten und dritten Durchgang aus,

wobei in letzterem Valentin Grobauer nach verlorenem

Start in der zweiten Kurve beherzt an

Norick Blödorn vorbeizog und die Führung nicht

mehr aus der Hand gab. In Heat 4 lagen die Devils

lange auf 4:2-Kurs, bis Sandro Wassermann

im letzten Durchgang noch von Blödorn eingeholt

wurde, was wieder ein Unentschieden bedeutete.

Eine knappe Führung von 2 Punkten

gelang dem Titelverteidiger dann im nächsten

Heat, in dem Kulakov sich erfolgreich gegen die

anhaltenden Attacken von Timo Lahti zur Wehr

setzte. Doch wie gewonnen, so zerronnen –

schon im nächsten Lauf glichen die Wikinger

wieder aus, nachdem Grobauer nach gewonnenem

Start zu weit nach außen getragen wurde,

sich danach auf Platz 3 wiederfand und nochmal

einen Platz aufholte. In Heat 7 dann gelang

es den Gästen erstmals, mit 2 Punkten in Führung

zu gehen, die sie dank dreier darauffolgender

Unentschieden bis nach Heat 10 behaupten

konnten. Unglücklich für die Devils vor

allem Heat 10, als sich Katt und Wassermann ins

Gehege kamen, Letzterer stürzte und Katt zum

Re-run nicht mehr zugelassen wurde. Doch

Wassermann, im zweiten Renneinsatz seit seiner

Verletzung Ende Juli, bewies Nervenstärke

und holte einen Start-Ziel-Sieg, stets heftig attackiert

vom erst 15-jährigen Blödorn, der bei

seiner Premiere auf der Landshuter Bahn immerhin

8 Punkte einfuhr. Mehr wäre auch in Heat

11 für die Devils drin gewesen, als Grobauer

den ersten Start gewonnen hatte, jedoch Riss

nach Fremdeinwirkung von Dilger zu Sturz kam.

Im Re-run gewann Riss den Start, Grobauer lag

bis kurz vor Zieleinfahrt auf 2. Position, bis er

noch von Lukas Fienhage abgefangen wurde.

Die nachfolgenden Läufe endeten dann wiederum

3:3, sodass der Endstand nach 14 Läufen

42:42 lautete.

„Ich kann mich nicht erinnern, jemals so viele

Unentschieden gesehen zu haben, insbesondere

in einem Finale“, kommentierte ACL-Vorstand

Gerald Simbeck nach dem Rennen. „Das

war heute schon eine verrückte Sache.“

Aufgrund des ausgeglichenen Ergebnisses kamen

die Zuschauer noch in den Genuss eines

Extra-Rennens, da Schiedsrichter Christian Froschauer

vor den beiden Finalläufen per Stadionsprecher

auf eine Besonderheit des Reglements

aufmerksam gemacht hatte: Für den Fall,

dass das zweite Finalrennen in Brokstedt nicht

gefahren werden könne, z. B. wegen schlechter

Witterungs- und Bahnverhältnisse-, müsse es

in Landshut einen Sieger geben. Daher sei noch

ein Stechen zu fahren, dessen Ergebnis egalisiert

ist, wenn das Rennen in Brokstedt stattfindet.

Hier traten erwartungsgemäß die beiden

punktbesten Fahrer der Teams, Vaclav Milik –

trotz Sturz am Vorabend beim SEC-Finale in Topform

– und Timo Lahti, an. Zwar zeigte Lahti anfangs

Nerven und verursachte einen Re-run,

setzte sich dann aber gegen den Tschechen

durch, sodass die Brokstedter hier den Sieg mit

nach Hause nehmen konnten und einen leichten

strategischen Vorteil gegenüber den Devils

hatten.

Dennoch war man im Lager des Rekordmeisters

kampfeslustig: „Wir hatten uns ja erhofft, hier

heute ein kleines Punktepolster einfahren zu

können, wohl wissend natürlich, dass das ohne

Martin Smolinski und mit zwei Fahrern, die erst

letzte Woche aus der Verletzungspause zurückgekehrt

sind, extrem schwierig werden würde.

Leider haben wir heute insbesondere auf den

C-Positionen viele Punkte liegen lassen, die in

der Endabrechnung fehlen“, analysiert Teammanager

Klaus Zwerschina.

• Text: Claudia Patzak; Foto: Niklas Breu

ADAC-Speedwayrennen Landshut - 29.9.2019

Ergebnis:

Speedway-Bundesliga: AC Landshut Devils, 42 Punkte

(Viktor Kulakov 12, Vaclav Milik 14, Mark Riss 4, Valentin

Grobauer 8, Sandro Wassermann 4, Stephan Katt 0, Jonas

Wilke 0); MSC Brokstedt Wikinger, 42 (Rune Holta 10, Timo

Lahti 12, Max Dilger 3, Lukas Fienhage 7, Danny Maaßen 2,

Norick Blödorn 8).

16 BAHNSPORT AKTUELL November '19


Finale 2 - Brokstedt - Landshut

Herzschlagfinale

45:39! Brokstedter Wikinger sichern sich den Titel

Der MSC Brokstedt e.V. im ADAC ist neuer deutscher Speedwaymeister. Nach 1997 und 2014 feiern die „Wikinger“ ihren dritten Titel

in der Eliteliga.

In einem wirklich spannenden zweiten Finale

konnte sich die Mannschaft von Teammanagerin

Sabrina Harms auf dem Holsteinring am Ende

mit 45:39 gegen den AC Landshut, den bisherigen

Meister, durchsetzen.

Vor einer eindrucksvollen Kulisse bei perfekten

Bedingungen auf dem Holsteinring in Brokstedt

sah es dabei lange Zeit nicht wirklich gut aus für

die Gastgeber. Die Devils aus Landshut konnten

im ersten Lauf des Tages ein souveränes 5:1 einfahren

und hatten danach lange Zeit die Führung

in den Händen.

Vor dem neunten Lauf hatten die Gäste die Führung

mit 26:22 konstant gehalten, ehe die Wikinger

dann den berühmten Spieß umdrehten.

Lukas Fienhage (3) und Rune Holta (2) sorgten

gegen Valentin Grobauer (1) und Stephan Katt

(0) mit ihrem 5:1 für den 27:27-Ausgleich und

für großen Jubel bei den Fans. Was folgte, war

aus Brokstedter Sicht nahezu perfekt. In Lauf 11

sorgten Kai Huckenbeck und Lukas Fienhage

mit ihrem 4:2 gegen Grobauer und Mark Riss

endgültig für die Wende. Der Norweger Rune

Holta und der „Man of the Match“, Timo Lahti

aus Finnland, brachten den MSC im letzten Vorlauf

mit einem sensationellen 5:1 gegen Vaclav

Milik und Victor Kulakov endgültig auf die Siegerstraße.

Ein 3:3 im ersten Finallauf reichte, um den dritten

Titel in den Norden zu holen. Den Schlusspunkt

in einem sehenswerten und spannenden

Finale, setze erneut Timo Lahti, der mit einem

Laufsieg das 45:39 perfekt machte! „Wir haben

heute eine spektakuläre Saison mit dem Titelgewinn

gekrönt“, so das Fazit von MSC-Teammanagerin

Sabrina Harms. In der Tat war es eine

Saison mit Höhen und Tiefen, die es so wohl

noch nie in der nunmehr 36-jährigen Brokstedter

Vereinsgeschichte gegeben hat. Harms: „Es

waren zwei Finalrennen auf Augenhöhe, voller

Dramatik, sportlich fair und mit respektvollem

Umgang – so soll es sein!“

ADAC-Speedwayrennen Brokstedt - 3.10.2019

Ergebnis:

Speedway-Bundesliga: Brokstedt Wikinger, 45

Punkte (Timo Lahti 14, Kai Huckenbeck 11, Rune

Holta 10, Norick Blödorn 6, Lukas Fienhage 4, Danny

Maaßen 0, Niels Oliver Wessel 0); AC Landshut

Devils, 39 (Vaclav Milik 9, Valentin Grobauer 9,

Victor Kulakov 8, Mark Riss 6, Sandro Wassermann

4, Stephan Katt 3).

Fight zwischen Timo Lahti (Brokstedt)

und Vaclav Milik (Landshut)

Am Ende war es ein Herzschlagfinale zweier

sehr gut besetzter Teams, die sich sehenswerten

Speedwaysport auf Augenhöhe geliefert

haben. Dem 42:42 im ersten Finallauf in Landshut

in seiner ganzen Dramaturgie folgte nun der

zweite Akt, der genauso spannend war und

letztlich den Wikingern den Titel bescherte.

• Text: Michael Schubert; Fotos: Wolfgang Radszuweit


SPEEDWAY

1. und

Cupsieger

Güstrow Torros

2. MSC Olching

3. Cloppenburg

Fighters

Olching

Güstrow Torros Team-Cupsieger

MSC Olching ADAC Bayerncupsieger

Nach dem letzten Vorlauf zum ADAC-Bayerncup

am 21. September hatte die Olchinger Gastgebermannschaft

etwas zu Feiern: Nach einem 2.

Platz in der Tageswertung hatte das Team um

Betreuer Nico Gillar insgesamt so viele Punkte

gesammelt, dass der MSC Olching sich in der

Gesamtwertung den Sieg gesichert hatte.

Überragender Punktegarant war bei den Olchingern

einmal mehr Patrick Hyjek, der in der

Juniorenklasse B ein klares Maximum einfuhr.

Tagessieger AC Landshut stellte mit Leon

Krusch und Jonas Wilke gleich zwei Maximumfahrer.

In der Juniorenklasse A waren insgesamt nur

zwei Fahrer am Start: Frieda Thomas vom BBM

München und Franziska Kober vom AC Landshut.

Die beiden absolvierten vier tolle Rennläufe,

waren aber außerhalb der Wertung am Start,

da der MSC Olching und der MSC Abensberg an

diesem Tag für die Junioren A keinen Fahrer

stellen konnten.

Der letzte Bayerncup-Vorlauf war gleichzeitig

auch das letzte Rennen von Alexandra Schauer

– sie gab an diesem Tag bekannt, dass sie sich

aus dem aktiven Rennsport zurückziehen wird.

Güstrow Torros holen STC-Gesamtsieg

Am Sonntag ging es auf der Olchinger Rennpiste

mit Vollgas weiter. Der MSC Olching hatte

den etwa 500 am Sonntag im Stadion anwesenden

Fans ja bereits im Vorfeld ein spannendes

Duell beim Speedway Team-Cup versprochen:

Es ging um den Gesamtsieg, den sich entweder

die MC Güstrow Torros oder die MSC Cloppenburg

Fighters am 22. September sichern konnten.

Beide Teams waren stark aufgestellt und

hochmotiviert.

Das Olchinger Team um Betreuer Stephan Wunderer

hatte um den Tabellensieg nichts mehr

mitzureden, allerdings spekulierte man noch

auf einen möglichen 3. Gesamtrang, falls man

den Heimvorteil entsprechend nutzen können

würde. Und anfangs mischte Gastgeber MSC

Olching tatsächlich noch um den Tagessieg mit,

während sich Güstrow und Cloppenburg um

Platz 2 „prügelten“. Bis Ende des dritten Durchgangs

hatten die Olchinger die Nase punktemäßig

vorne. Dann aber zogen die Güstrower an

den Olchingern vorbei und holten sich mit 40

Gesamtpunkten den Tages- und auch den Saisongesamtsieg.

Ein sehr ausgeglichenes Team hatte Güstrows

Betreuer Maurice Mörke nach Olching mitgebracht:

Tobias Busch, Lukas Baumann und Norick

Blödorn punkteten jeweils zweistellig und

auch der Juniorenfahrer des Teams, Ben Ernst,

steuerte 7 wertvolle Punkte zum Sieg bei.

Die Cloppenburger René Deddens, Dominik Möser,

Niels O. Wessel, Jonny Wynant und Celina

Liebmann mussten nach einem relativ schwachen

dritten und vierten Durchgang die Hoffnung

auf den Gesamtsieg begraben. Hier waren

den „Fighters“ einfach schon zu viele Punkte

durch die Lappen gegangen.

Auch die Olchinger hatten mit Valentin Grobauer,

Michael Härtel und Erik Bachhuber zweistellige

Punktegaranten am Start. Bei Tim Wunderer

lief es an dem Tag allerdings nicht so rund,

er ging komplett leer aus. Für einen guten

Treppchenplatz als Zweiter am Renntag reichte

das bei den Olchingern noch – insgesamt jedoch

nicht, der MSC Olching landete hier letztendlich

auf Rang 4 in der Tabelle.

Das Schlusslicht bildete an diesem Tag die junge

Truppe der AC Landshut Young Devils – Sandro

Wassermann war hier der überragende

Punktelieferant des Teams. Er holte insgesamt

9 Zähler. Jonas Wilke hatte Pech: Nach einem

Sturz in seinem ersten Lauf konnte er beim weiteren

Rennen nicht mehr antreten. Für ihn

sprang dann der Ersatzfahrer Maximilian Troidl

ein. Zusammen mit Mario Niedermeier und Leon

Krusch holte er insgesamt noch 4 Punkte.

Dies reichte, um in der Gesamttabelle die DMV

Junior White Tigers Diedenbergen noch hinter

sich zu lassen.

Im Beiprogramm waren die Junioren der Klasse

B schnell unterwegs. Der Olchinger Patrick Hyjek

holte sich hier den Siegerpokal mit einem

lupenreinen Maximum vor Leonie Weinhold

(BBM München) und Kacper Cymermann (MSC

Olching).

Einen Tag nach Alexandra Schauer hängte dann

auch Luca Kastner den Speedwaysport an den

Nagel. Nach einem Motorschaden im Training

hatte er beim Rennen nicht mehr antreten können.

• Text: Tanja Schön; Foto: Niklas Breu

ADAC-Speedwayrennen Olching - 21./22.9.2019

Ergebnisse:

Speedway-Team-Cup - 8. + letzte Runde - 22.9.: 1. Güstrow ,

40 Punkte (Tobias Busch 12, Lukas Baumann 11, Norick Blödorn

10, Ben Ernst 7); 2. MSC Olching, 34 (Valentin Grobauer

11, Michael Härtel 13, Tim Wunderer 0, Erik Bachhuber 10);

3. MSC Cloppenburg Fighters, 27 (René Deddens 6, Dominik

Möser (Gast) 7, Niels-Oliver Wessel 5, Jonny Wynant 7, Celina

Liebmann (Gast) 2); 4. Landshut Young Devils , 13 (Sandro

Wassermann 9, Jonas Wilke 0, Mario Niedermeier 2, Leon

Kusch 0, Maximilian Troidl 2).

Endstand: 1. MC Güstrow Torros, 4 Rennen/157 Laufpunkte/

11 Matchpunkte; 2. MSC Cloppenburg Fighters, 4/144/10;

3. Emsland Speedway Team, 4/123/8; 4. MSC Olching,

4/125/7; 5. Black Forest Eagles Berghaupten, 4/122/6;

6. Wolfspack Wolfslake, 4/105/4; 7. AC Landshut Young Devils,

4/69/1; 8. DMV Junior White Tigers Diedenbergen,

4/67/1.

Bayerncup - letzter Vorlauf - 21.9.: 1. AC Landshut, 41 Punkte

(Franziska Kober 8 (außer Wertung), Maximilian Gammel 5,

Jenny Apfelbeck 4, Leon Krusch 12, Jonas Wilke 12, Mario Niedermeier

8); 2. MSC Olching, 34 (Patrik Hyjek 12, Kacper Cymermann

6, Ann-Kathrin Gerdes 5, Celina Liebmann 7, Tim

Wunderer 4); 3. BBM München, 28 (Frieda Thomas 12 (außer

Wertung), Bruno Thomas 10, Leonie Weinhold 8, Tim Widera

0 , Cyrill Hofmann 0, Sebastian Adorjan 2, Julian Bielmeier 8);

4. MSC Abensberg, 17 (Mario Häusl 0, Toni Eichhorn 3, Alexandra

Schauer 7, Maximilian Troidl 7, Manuel Thalmann 0).

Endstand ADAC Bayerncup 2019: 1. MSC Olching, 164 Punkte;

2. BBM München, 147; 3. AC Landshut, 133; 4. MSC Abensberg,

89.

Junioren B - 22.09.2019: 1. Patrick Hyjek, 12 Punkte; 2. Leonie

Weinhold, 10; 3. Kacper Cymermann, 8; 4. Maximilian Gammel,

8; 5. Tim Widera, 4; 6. Frieda Thomas, 3; 7. Toni Eichhorn,

3; 8. Luca Kastner, 0.

18 BAHNSPORT AKTUELL November '19


Goldenes Band der Schlossbrauerei Maxlrain - Olching

Goldenes Band

geht nach Dänemark –

dmsj-Paarcup-Sieg

nach Olching

Jonas Jeppesen

vor Michael Härtel

Besseres Wetter hätten sich die Olchinger für den Speedway-Saisonabschluss am 13. Oktober nicht wünschen können – bei strahlendem

Sonnenschein holte sich der Däne Jonas Jeppesen in der Olchinger „Maxlrainer Arena“ die begehrte Siegertrophäe, nämlich

das „Goldene Band der Schlossbrauerei Maxlrain“.

Schade war für die 1500 anwesenden Fans nur,

dass an diesem Tag der Olchinger Lokalmatador

und Titelverteidiger Martin Smolinski aufgrund

seiner Schlüsselbeinverletzung nicht im

Renngeschehen mitmischen konnte. Er ließ es

sich jedoch nicht nehmen, seinen Fans im Fahrerlager

eine Autogrammstunde zu geben.

Der dänische Tagessieger Jonas Jeppesen war

zum ersten Mal überhaupt in den Amperauen

unterwegs. Niemand konnte vorab seine Leistung

auf dem Olchinger Rennoval einschätzen –

die Fans hatten als Favoriten für den Sieg eher

den Briten Robert Lambert auf dem Schirm, der

in Olchinger ja mittlerweile ein häufiger Gast

ist. Lambert kam aufgrund einer Autopanne

erst kurz vor Rennbeginn im Stadion an und in

den ersten drei Durchgängen schien er seiner

Favoritenrolle gerecht zu werden und punktete

in allen Läufen mit Maximum. Dies tat allerdings

auch Jonas Jeppesen und somit wurde es

in Lauf 13 spannend, als die beiden dann aufeinandertrafen.

Hier hatte Jeppesen allerdings

klar die Nase vorn und zwischen ihn und den

Briten schob sich sogar noch der spätere Drittplatzierte

Kenneth Kruse Hansen. Nun hatte

Lambert also Federn gelassen und Jeppesen

schien sich auf dem besten Weg zu einem Maximumsieg

zu befinden. Doch auch hier lief es

letztlich anders als gedacht: Im letzten Durchgang

knöpfte Mark Riss dem Dänen noch einen

Punkt ab und war somit auch der einzige, der

den Tagessieger schlagen konnte.

Der Tagessieg ging dann trotzdem eindeutig an

Jeppesen vor Lambert. Kruse Hansen und Riss

waren auf Rang 3 punktgleich – hier musste ein

Stechen die Entscheidung bringen: Der Däne

war hier schneller und hüpfte bei der Siegerehrung

aufs Podest, Riss wurde Gesamtvierter.

Bereits am Vormittag hatten die Junioren der

250-ccm-Klasse im Rahmen des dmsj-Paar-

Cups Vollgas gegeben. Hier legte das Olchinger

Nachwuchstalent Erik Bachhuber ein lupenreines

Maximum hin und holte sich zusammen mit

seinem jungen lettischen Kollegen Francis

Gusts den Siegerpokal. Zweitplatzierte wurden

Jonny Wynant und Marlon Hegener von den

MSC Cloppenburg „Fighters“. Auf Gesamtrang

3 landeten Tom Finger und Damian Ratajczak

von den „Black Forest Eagles“ MSC Berghaupten.

• Text: Tanja Schön; Fotos: Klaus Goffelmeyer

Die dmsj-Paar-Cup-Teilnehmer mit ihren Betreuern

Julia Frenk (2. v. re.) und Christian Hefenbrock (re.)

ADAC-Speedwayrennen Olching - Goldenes Band

13.10.2019

Ergebnisse:

Goldenes Band: 1. Jonas Jeppesen, DK, 14 Punkte; 2. Robert

Lambert, GB, 13; 3. Kenneth Kruse Hansen, DK, 12; 4. Mark

Riss, 12; 5. Valentin Grobauer, 11; 6. Kacper Gomolski, PL, 10;

7. Michael Härtel, 9; 8. Matias Nielsen, DK, 8; 9. Max Dilger, 8;

10. Daniel Kaczmarek, PL, 6; 11. Norick Blödorn, 4; 12. Jesse

Mustonen, FIN, 4; 13. Jan Kvech, CZ, 4; 14. Zdenek Simota, CZ,

3; 15. Nicolas Vicentin, I, 1; 16. Jonas Wilke, D, 1; 17. Celina

Liebmann N.

dmsj-Paar-Cup: 1. MSC Olching, 41 Punkte (Erik Bachhuber

24, Francis Gusts 17); 2. MSC Cloppenburg „Fighters“, 29

(Jonny Wynant 14, Marlon Hegener 15); 3. „Black Forest

Eagles“ MSC Berghaupten, 30 (Tom Finger 16, Damian Ratajczak

14); 4. MC Güstrow „Torros“, 21 (Leon Krusch 13, Sebastian

Kössler 8); 5. MSC „Wölfe“ Wittstock, 22 (Patrik Hyjek

18, Jon Ruhnke 4); 6. DMV White Tigers Diedenbergen, 17

(Melf Ketelsen 2, Nathan Ablitt 15).

A-Finale: 1. Bachhuber; 2. Hegener; 3. Gusts; 4. Wynant.

B-Finale: 1. Ratajczak; 2. Finger; 3. Krusch; 4. Kössler.

C-Finale: 1. Hyjek; 2. Ablitt; 3. Ruhnke; 4. Ketelsen.

November '19 BAHNSPORT AKTUELL 19


SPEEDWAY

Talents Team Trophy - 2. Lauf - Mulmshorn

Junge Wölfe

beißen auch

Wölfe-Nachwuchs setzt sich in Mulmshorn

durch: Wittstock gewinnt den zweiten Lauf der

Talents Team Trophy

Bei bestem Wetter fand am dritten September-

Sonntag in Mulmshorn auf der KNAX-Speedwaybahn

ein Juniorenrennen statt. Den Auftakt

machten morgens die Junioren B mit der TTT.

Am Ende war es ein Punkt, der den zweiten

Lauf der Talents Team Trophy in der 125-ccm-

Klasse des norddeutschen Speedway-Nachwuchses

entscheiden sollte. Auf der Speedwaybahn

des Wümmerings im niedersächsischen

Mulmshorn hatten die „Young Wolves“

vom MSC Wittstock letztlich mit 21 Zählern die

Nase vorn. Vor dem letzten Lauf des Tages hatten

die „Young Fighters“ vom MSC Cloppenburg

vorgelegt und waren mit 20 Punkten in

Führung gegangen. Mit einem 5:1 gegen die

Mannschaft „Tigers Grün“ vom MSC Brokstedt

machten dann allerdings Freya Redlich und

Ben Iken den Tagessieg für Wittstock klar.

Zuvor zeigten die Nachwuchsbahnsportler engagierten

Speedwaysport auf einem sehr fairen

und freundschaftlichen Niveau. Auf dem

3. Platz landeten letztlich die „Pirates“ vom

MSC Nordhastedt (18 Punkte).

Der letzte Lauf dieser Rennsportserie findet am

19. Oktober auf dem Dithmarschenring in

Nordhastedt (siehe „Letzte Meldungen“) statt.

• Michael Schubert

Junioren NBM: Am Nachmittag startete auf der

KNAX-Speedwaybahn dann der NBM-Lauf der

Junioren. Leider musste die Klasse Junior C abgesagt

werden, da einige Teilnehmer kurzfristig

absagten. Den Anfang machten die PW-50-

Fahrer, die sich erst an die längere Bahn gewöhnen

mussten. Hier siegte Benne Kruse mit

Maximum vor Aiden Schomacher, Dritter wurde

Jarik Perenz vor Kylian Kurt und Niklas Bager,

der sein erstes Rennen bestritt.

In der Klasse Junior A gab es wieder tolle Läufe

zu sehen, der Höhepunkt war aber das Finale,

vor dem alle noch gewinnen konnten. Am Ende

siegte Magnus Rau, Zweiter wurde Levi Böhme

vor Thies Schweer und Valentino Scheibe. In

der Klasse U21 siegte Jeffrey Sijbesma, Zweiter

wurde hier Fynn Ole Schmietendorf, der einmal

leider die Bahn verlassen hatte. Dritter wurde

hier Birger Jähn vor Nick Haltermann und Domenik

Otto.

Im zweiten Lauf der Talents Team Trophy in Mulmshorn

zeigten die sechs angetretenen Teams engagierten

und fairen Speedwaysport • Foto: Michael Schubert

Der MSC Mulmshorn bedankt sich recht herzlich

bei allen anwesenden Fahrern und Helfern

für die schöne Veranstaltung. Im Anschluss

fand unter reger Beteiligung das Helferfest

statt und so konnte man den Tag gemütlich beenden.

• MSC Mulmshorn

ADAC-Speedwayrennen Wümmering Mulmshorn - 22.9.2019

Ergebnisse:

Talents Team Trophy : 1. Young Wolves Wittstock, 21 Punkte

(Ben Iken 13, Freya Redlich 8); 2. Young Fighters Cloppenburg,

20 (Heidi Stolzenberg 13, Mika-Fynn Janßen 7); 3. Nordhastedt

Pirates, 18 (Louis Ruhnke 15, Malte Semrau 3); 4. Team Brokstedt

„Grün“, 13 (Niklas Eßlinger 0, Len Joris Rixen 7, Hanna Marie

Jasper 6); 5. Scorpions Mulmshorn, 10 (Felix Klütemeyer 7,

Melvin Jödicke 1, Leon Janzen 2); 6. Team Brokstedt „Orange“,

8 (Sam Schubert 7, Lennard Suhr 1).

NBM - PW 50: 1. Benne Kruse, 16 Punkte; 2. Aiden Aaron Schomacher,

10; 3. Jarik Perenz, 8; 4. Kylian Kunt, 5; 5. Niklas Bager, 0.

Junior A: 1. Magnus Rau, 9 Punkte; 2. Levi Böhme, 9; 3. Thies

Schweer, 8; 4. Valentino Scheibe, 7; 5. Tajo N. Groh, 5; 6. Marco

Jarczewski, 2; 7. Mike Jarczewski, 2.

U21: 1. Jeffrey Sijbesma, NL, 10 Punkte; 2. Fynn Ole Schmietendorf,

9; 3. Birger Jähn, 5; 4. Nick Haltermann, 4; 5. Domenik Otto,

0.

Clubmeisterschaft Neuenknick

Hervorragende

Bedingungen

Die Bedingungen für den Leistungsvergleich

der Clubfahrer des SC Neuenknick waren hervorragend.

Das Wetter: spätsommerlich,

warm, wolkenlos.

Leider waren nur knapp 200 Zuschauer gekommen,

um die Veranstaltung zu sehen. Fünfundvierzig

Fahrer hatten sich angemeldet, von denen

allerdings einige Akteure kurzfristig absagten,

darunter Marcel Sebastian, Buddy

Prijs und Jelto Schäfer. So sah es bei der

A/B-Gruppe recht dünn aus, wie auch bei den

Junioren.

Die Rennen der A/B-Lizenz gingen über vier

Runden. Der herausragende Fahrer in der aus

nur vier Fahrern bestehenden Gruppe der internationalen

Akteure war der 20-jährige

mehrfache Norddeutsche Bahnmeister und

Deutsche Vizemeister (2014) Fabian Wachs

vom MSC Dohren. Erwartungsgemäß gut besetzt

waren die Hobby-Klassen unter und über

50. Neben Dominic Asche war der technisch

vom Scheeßeler Ex-Bahnsportler Günter Bünning

unterstütze Michael Walczak aus Köln Favorit

in der U50 Gruppe. Doch ein technischer

Defekt brachte ihn gleich zu Beginn des Rennens

ins Hintertreffen. Noch am Vorstart gab

es ein Problem mit dem Vergaser. Die Maschine

sprang nicht an und der Kölner musste zurückziehen.

Als der Fehler für seinen zweiten

Durchgang behoben war, legte sich Walczak

zwar mächtig ins Zeug, konnte aber punktemäßig

an Dominic Asche (drei Laufsiege, einmal

Zweitplatzierter) nicht mehr herankommen –

obwohl er in allen drei noch von ihm gefahrenen

Durchgängen die Nase vorn hatte. Das Stechen

um Platz 2 gewann Thomas Flemming vor

Kim Kempa. Favorit in der Ü50-Gruppe war

Burkhard Zoschke. Er wurde prominent vom

U21-Meister Lukas Fienhage und Vater Uwe unterstützt.

Zoschkes Strategie: hochkonzentrierte

und souveräne Starts, ein gutes Auge

für die optimale Linie und perfekter Maschinencheck

nach jedem gefahrenen Lauf. Das

Ü50 Rennen gewann der Georgsmarienhütter

mit Maximum.

Heiß her ging es mal wieder bei den Speedkarts.

Im Lauf standen fünf Karts eng aneinander

vor der Linie. Die Gruppe schoss „auf Biegen

und Brechen“ in die Startkurve hinein. Favorit

Julian Fischer kam schlecht vom Start

weg. Er wurde im Gedränge und Geschiebe

nach hinten durchgereicht. Fischer kam allerdings

nach einer schneidigen Aufholjagd kurz

vor der Ziellinie noch an Max Lawrentz vorbei.

Er belegte Platz 2. Max Lawrentz baute von Heat

zu Heat seine Führung aus. Nervöse Spannung

vor Heat 5 – nicht nur bei den Fahrern!

Durch den Ausfall in Lauf 3 lag Fischer zu diesem

Zeitpunkt abgeschlagen zurück. Zwischen

Lawrentz, Rath und Goedke war allerdings

noch nichts entschieden. Lawrentz erwischte

einen Superstart, dicht gefolgt von Fischer, der

auf einen Fehler von Lawrentz wartete, um vorbeizukommen,

dann aber in Runde 2 abgedrängt

wurde und in die Airfences einschlug.

Neustart! Auch Fischer durfte ans Startband!

Allerdings brauchte er Minuten, um seinen demolierten

Spoiler zu richten. Perfekter Start

von Lawrentz! Fischer war dicht hinter ihm!

Rath fiel aus! Lawrentz gewann den Lauf und

damit das Rennen der Karts vor einem sichtlich

frustrierten Fischer. • André Lindhorst

20 BAHNSPORT AKTUELL November '19


ADAC-Speedwayrennen Neuenknick - 21.9.2019

Ergebnisse:

A/B-Solo: 1. Fabian Wachs, 12 Punkte; 2. Maximilian Pott, 7; 3. Timo

Wachs, 4.

Hobby A (U50): 1. Dominic Asche, 11 Punkte; 2. Thomas Flemming,

10; 3. Kim Kumpa, 10; 4. Michael Walczak, 9; 5. Tarek

Schlüter, 7; 6. Andreas Leppack, 6; 7. Christoph Lenz, 6; 8. Ralf

Kowald, 5; 9. Thomas Naber, 3; Lukas Tusch, 3.

Hobby B (Ü50): 1. Burkhard Zoschke 12 Punkte; 2. Roland Körner,

10; 3. Andreas Knöschke, 8; 4. Heiko Scheer, 5; 5. Heiner Möller,

4; 6. Marek Mokrysch, 3.

Junior A (50 ccm): 1. Lenja Tebbe, 6 Punkte; 2. Luka Dammeier, 3.

Junior B (125 ccm): 1. Ben Iken, 6 Punkte; 2. Mika Fynn Jannsen, 3.

Junior C (250 ccm): 1. Niklas Schmidt, 6 Punkte; 2. Louis Tebbe, 3.

Speedkarts ( bis 750 ccm): 1. Max Lawrentz, 17 Punkte; 2. Tim Goedke,

12; 3. Ralf Rath, 11; 4. Julian Fischer, 6; 5. Kevin Kunkel, 0.

Seitenwagen: 1. Jens Benneker/Ingo Wanske, 6 Punkte; 2. Lukas

Tusch/Sebastian Albers, 3.

„Silberner Stahlschuh“ Meißen

Dreier-Stechen

aus dem Vorjahr

wurde getoppt

Am Sonntag, 6. Oktober, fand beim Motorsportclub

Meißen e.V. das Speedwayrennen

um den „Silbernen-Stahlschuh“ statt.

Noch Tage zuvor hielten der anhaltende Regen

und die Wetterprognose für das Rennwochenende

die Mitglieder des MC Meißen auf Trab.

Schon einmal, im Jahr 2017, musste der Ortsclub

sein traditionelles Rennen wegen einer zu

nassen Bahn absagen. Dieses Jahr war Petrus

allerdings gut gestimmt und somit verzogen

sich pünktlich einen Tag vorher auch die letzten

Regenwolken.

Das Oval war nach unermüdlichem Einsatz aller

Helfer bestmöglich vorbereitet. Die Ränge

waren trotz des windigen Wetters gut gefüllt

und somit erlebten rund tausend Zuschauer

spannenden Speedwaysport auf der Bahn an

der Zaschendorfer Straße.

Dreißig Jahre zog das Oktober-Rennen um den

„Silbernen Stahlschuh“ zum Tag der Deut-

Prominent unterstützt:

Burkhard Zoschke,

Sieger der Ü50-Klasse

mit U21-Meister

Lukas Fienhage und

dessen Vater Uwe

• Foto: André Lindhorst

Siegerehrung

Silberner Stahlschuh

(v.l.): Richard Geyer,

Marko Levishyn und

Geert Bruinsma

schen Einheit die Motorsportbegeisterten in

die Porzellan-Stadt. Doch dieses Jahr wollte

man beim Motorsportclub alles anders machen

und verschob das Rennen auf den Sonntag.

Grund hierfür: Die Verpflichtung der Fahrer

stellte sich in den vergangenen Jahren als immer

schwieriger heraus und sollte sich trotz

Terminverschiebung auch bei der diesjährigen

47. Auflage des Traditionsrennens nicht ändern.

Krankmeldungen und Nichtfreigaben

ausländischer Clubs erreichten den Veranstalter

nur wenige Tage vor dem Rennen und sorgten

somit für zahlreiche Absagen. Trotzdem

konnte der MC ein ausgeglichenes und vollständiges

16er-Fahrerfeld verpflichten.

Die jungen Fahrer aus fünf Nationen zeigten in

allen 20 Läufen dramatische Positionskämpfe,

spektakuläre Drifts und boten Top-Speedwaysport.

Die Besucher heizten den Fahrern ordentlich

ein und motivierten die Drifter zusätzlich.

Die Spannung zog sich durch das komplette

Rennen und somit musste aufgrund von Punktgleichheit

ein Stechen über die Plätze 2 bis 5

entscheiden. Vier Fahrer hatten sich zuvor

11 Punkte hart erkämpft und jeder war heiß auf

die beiden verbleibenden Podiumsplätze.

Richard Geyer vom MC Meißen gewann das

Vierer-Stechen durch einen Start-Ziel-Sieg und

verwies Geert Bruinsma aus den Niederlanden

auf den Bronzerang. Lokalmatador Ronny Weis

kam hinter dem Dänen Esben Hjerrild ins Ziel

und wurde somit Fünfter in der Gesamtwertung.

Die ersten drei Läufe konnte Weis als Sieger

auf heimischer Piste absolvieren und musste

in Lauf 13 lediglich einen Punkt an Richard Geyer

abgeben. Leider hatte der 41-jährige Meißner

in seinem letzten Vorlauf einen „Aufsteiger“,

der ihn zwang, Gas wegzunehmen, um einen

Sturz zu vermeiden. Dies gelang, doch er

kam nicht mehr an seine Mitstreiter heran und

beendete diesen Heat als Vierter. Nach diesem

Patzer des Lokalmatadoren stand der Sieger

des Tages bereits fest. Marko Levishyn aus der

Ukraine gewann den begehrten 47. „Silbernen-

Stahlschuh“-Pokal souverän mit 13 Zählern

und war nicht mehr einzuholen.

Abgerundet wurde die Veranstaltung mit den

Flattrackern als Rahmenprogramm.

• Text: Anja Baldermann; Foto: Vincent Paarmann

Int. ADMV-Speedwayrennen Meißen „Silberner Stahlschuh“

6.10.2019

Ergebnisse:

„Silberner Stahlschuh“: 1. Marko Levishyn, UKR, 13 Punkte;

2. Richard Geyer, 11+3; 3. Geert Bruinsma, NL, 11+2; 4. Esben

Hjerrild, DK, 11+1; 5. Ronny Weis, 11+0; 6. Lars Skupien, PL, 8;

7. Mads Dalum, DK, 8; 8. Marius Hillebrand, 7; 9. Kevin J. Pedersen,

DK, 7; 10. Rafal Konopka, PL, 6; 11. Bastian Borke, DK, 6;

12. Vitalii Lysak, UKR, 5; 13. Frederik Kristiansen, DK, 5; 14. Lukas

Wegner, 5; 15. Niels Oliver Wessel, 3; 16. Jeffrey Sijbesma,

NL, 2.

ADAC-Bahnsport-Bundesendlauf - Meißen

4x Maximum

Am 12. Oktober, nur eine Woche nach dem Rennen

um den Pokal „Silberner Stahlschuh“,

stand eine Premiere für den im ADAC Sachsen

e.V. registrierten Club an. Meißen war diesjähriger

Austragungsort des Bahnsport Bundesendlaufes

der Junioren in den Klassen A, B, C

und 500 ccm U18. Die knapp 50 Mädchen und

Jungen, die zu den besten deutschen Nachwuchsfahrern

gehören, zeigten bei fast sommerlichen

Temperaturen ihr Können.

In der Juniorklasse A war Carl Wynant Schnellster

des Tages und gewann nicht nur alle Vorläufe,

sondern auch das Finale. Magnus Rau vom

MC Meißen konnte sich den 2. Platz vor Vorjahressieger

Thies Schweer sichern.

In der Juniorklasse B sorgte der junge Patrick

Hyjek für Begeisterung. Der Junior schwebte

fast spielerisch über die 394-Meter-Bahn. Bruno

Thomas vom MC Meißen erkämpfte sich

Platz 2 auf seiner 125-ccm-Maschine vor Leonie

Weinhold.

Das Fahrerfeld in der Juniorklasse C auf

250-ccm-Speedwaymotorrädern führte der

Sieger 2018, Erik Bachhuber, an. Der deutscher

Meister verwies Tom Finger und Jon

Ruhnke auf die Ränge 2 und 3. Norick Blödorn

heißt der Sieger in der Klasse 500 ccm U18. Mit

Maximum zog der diesjährige 85-ccm-Europameister

ins Finale mit Ben Ernst ein. Norick, der

in diesem Jahr erstmals auf den „großen“ Motorrädern

startet, konnte den Erwartung der

Fans gerecht werden. Der Bronzerang ging an

Jonas Wilke.

Rund 300 Zuschauer genossen bei freiem Eintritt

die Sonne und unterstützen die junge Zukunft

des Speedwaysports. Der MC Meißen beendete

mit dieser gelungenen Veranstaltung

seine Speedwaysaison. • Anja Baldermann

ADMV-Speedwayrennen Meißen

ADAC-Bahnsport-Bundesendlauf - 6.10.2019

Ergebnisse:

ADAC-Bahnsport-Bundesendlauf - Junioren A - 50 ccm: 1. Carl

Wynant, 20 Punkte; 2. Magnus Rau, 18; 3. Thies Schweer, 14;

4. Levi Böhme, 13; 5. Valentino Scheibe, 12; 6. Michelle Rau, 9;

7. Tajo-Nikolas Groh, 7; 8. Mike Jarczewski, 7; 9. Marco

Jarczewski, 4; 10. Lenja Tebbe, 2.

Junioren B - 125 ccm: 1. Patrick Hyjek, 16 Punkte; 2. Bruno Thomas,

14; 3. Leonie Weinhold, 11; 4. Ben Iken, 10; 5. Alina Sassenhagen,

9; 6. Mika Fynn Janssen, 7; 7. Mascha Schwend, 7;

8. Toni Eichhorn, 6; 9. Maximilian Gammel, 5; 10. Freya Redlich,

4; 11. Frieda Thomas, 4; 12. Tim Widera, 3; 13. Hanna Marie Jasper,

3; 14. Kimi Weber, 1.

Junioren C - 250 ccm: 1. Erik Bachhuber, 12 Punkte; 2. Tom Finger,

8; 3. Jon Ruhnke, 6; 4. Leon Krusch, 5; 5. Jonny Wynant, 4;

6. Tom Meyer, 4; 7. Louis Tebbe, 3; 8. Cyril Hofmann, 0.

B-Lizenz U18 - 500 ccm: 1. Norick Blödorn, 12 Punkte; 2. Ben

Ernst, 10; 3. Jonas Wilke, 8; 4. Timo Wachs, 6; 5. Lukas Wegner,

6; 6. Marco Niedermeier, 6; 7. Maximilian Firniss, 3; 8. Maximilian

Troidl, 3; 9. Nick Colin Haltermann, 3; 10. Sebastian Adorjan,

2; 11. Manuel Rau, 1.

November '19 BAHNSPORT AKTUELL 21


SPEEDWAY

Flutlichtrennen Dohren

Niels Kristian Iversen gewinnt in Dohren

Dänischer Triu

Der MSC Dohren hatte die Speedwayfans wieder an den Eichenring gerufen und es kamen viele. Nicht so viele wie im vergangenen

Jahr, aber angesichts des Regenwetters rings um das Emsland waren die zirka 3000 Besucherinnen und Besucher doch ein schöner

Rahmen für den Saison-Kehraus.

Aber dem MSC Dohren unter der sachkundigen

Führung seines Vorsitzenden Tobias Kroner wurde

es nicht leicht gemacht. Neben einigen Absagen

mussten sich die Emsländer zudem mit dem

Wetter herumschlagen. Es hatte schon die Tage

vorher geregnet und auch noch am Samstag,

dem Renntag, ging einiges an Wasser auf die

Bahn.

Aber die Emsländer sind nicht stur, sondern

auch beharrlich und zuversichtlich. „Wir schaffen

das“, sagten Kroner und Josef Hukelmann

vom benachbarten MSC Werlte. Und siehe da:

Zum Start um 19:00 Uhr war die Bahn passabel

und gut befahrbar und fertig präpariert für einige

schöne Rennen.

Das Fahrerfeld war so stark wie nie mit den GP-

Fahrern Niels Kristian Iversen (DK), Robert Lambert

(GB), Patryk Dudek (PL) und dem Speedwayweltmeister

von 2017 Jason Doyle aus Australien.

Und Kai Huckenbeck als Lokalmatador vom MSC

Dohren durfte ja auch schon als Wildcard-Pilot in

die Welt des Grand Prix hineinschnuppern.

Wie die Feuerwehr legte aber der Finne Timo Lahti

los, der nach vier Siegen und einem 2. Platz in

den Vorläufen schon 14 Punkte und damit die

meisten von allen Fahrern auf seinem Konto hatte.

Doyle, der schon vorher seinen Respekt vor

dem urigen ultrakurzen Eichenring bezeugt hatte,

kam dem mit 13 Zählern am nächsten. Es folgten

Dudek (12), der Däne Mikkel Bech (11), Lambert

und Huckenbeck mit je 10. Iversen mit 9 und

der Franzose David Bellego (8) waren bis dahin

eher unscheinbar geblieben.

Tobias Busch hatte zwar wie Bellego ebenfalls

zwei Laufsiege auf seinem Zettel, im direkten

Vergleich hatte er den Franzosen in seinem dritten

Heat aber ziehen lassen müssen. Busch wurde

am Ende Neunter vor Max Dilger auf 10 und

René Deddens auf Platz 12. Fabian Wachs vom

MSC Dohren, eigentlich zweiter Reservist, ersetzte

seinen Clubkameraden Geert Bruinsma,

der ins Hauptfeld gerutscht war und fuhr ordentlich

mit, hatte in dem international stark besetzten

Feld aber keine Chance.

Vor den beiden Semifinals gab es unter den Fahrern

durchaus Stimmen, die behaupteten, die

Bahn sei an einigen Stellen nicht sicher genug.

Damit war vor allem die Startkurve gemeint,

wenn man hier überhaupt von „der“ Kurve sprechen

kann, denn der Eichenring ist im Prinzip eine

einzige Kurve.

Auf jeden Fall war hier schon gleich im ersten

Heat Steven Mauer zu Fall gekommen. Er musste

danach ausscheiden. Als später der Finne Timo

Lahti ebenfalls hier (harmlos) ausrutschte, wurde

die Bahn noch einmal mit schwerem Gerät

über längere Zeit gehobelt.

Zur Auslosung der Startplätze für die Semifinals

fehlten dann die beiden GP-Fahrer Doyle und Dudek.

Wohl, weil ihnen die Bahn nicht sicher genug

war. Da man sich im GP-Modus befände, beorderten

die Offiziellen dann nur jeweils drei

Fahrer in die für die Finalteilnahme entscheidenden

Semifinals.

Jetzt schlug Iversens Stunde. Der Däne war hellwach

und gewann das Semi 1 vom Start weg vor

22 BAHNSPORT AKTUELL November '19


Die Sieger von Dohren (v.l.): Mikkel Bech, Niels Kristian Iversen und Robert Lambert • Foto: Daniel Sievers

mph

Niels Kristian Iversen vor Jason Doyle

Lahti und Huckenbeck, der vor den eigenen Fans

zwar alles versuchte, aber nicht am Finnen vorbeikam.

So blieb ihm am Ende nur Platz 7. Das

zweite Semi gewann der starke Lambert vor Bech

und Bellego auf Platz 3.

Das Finale war dann auch eine Sache von Niels

Kristian Iversen, der seinen Landsmann Mikkel

Bech hinter sich lassen konnte. Robert Lambert

versuchte zwar alles, konnte Bech aber nicht

mehr einholen und wurde Dritter vor Timo Lahti.

Ab 23:00 Uhr konnte dann im Festzelt ordentlich

gefeiert werden.

• Text u. Fotos: Rudi Hagen

ADAC-Speedwayrennen Dohren - 12.10.2019

Ergebnisse:

I-Solo: 1. Niels Kristian Iversen, DK, 9 Vorlaufpunkte; 2. Mikkel

Bech, DK, 11; 3. Robert Lambert, GB, 10; 4. Timo Lahti, FIN, 14;

5. Jason Doyle, AUS, 13; 6. Patryk Dudek, PL, 12; 7. Kai Huckenbeck,

10; 8. David Bellego, F, 8; 9. Tobias Busch, D, 8; 10. Max

Dilger, 6; 11. Kacper Gomolski, PL, 5; 12. René Deddens, 5;

13. Theo Pijper, NL, 5; 14. Andreas Lyager, DK, 3; 15. Fabian

Wachs, 1; 16. Steven Mauer, 0.

Semifinale 1: 1. Iversen; 2. Lahti; 3. Huckenbeck.

Semifinale 2: 1. Lambert; 2. Bech; 3. Bellego.

Finale: 1. Iversen; 2. Bech; 3. Lambert; 4. Lahti.

Schöne Geste von

Tobias Kroner. Der

1. Vorsitzende des MSC

Dohren ehrte mit Josef

Hukelmann aus Werlte

einen langjährigen

Freund und Helfer des

kleinen Clubs aus der

Samtgemeinde Herzlake.

„Huki“ feierte

kürzlich seinen

60. Geburtstag und

erhielt dafür ein Präsent

aus den Händen

von Kroner

November '19 BAHNSPORT AKTUELL 23


LANGBAHN

Siegerehrung (v.l.): Markus Brandhofer/Tim Scheunemann, Markus Heiß, Markus

Venus, Florian Kreuzmayr und Jasmin Staudacher

Venus/Heiß on top

Mit Punktemaximum sicherten sich die Lokalmatadoren Markus Venus/

Markus Heiß zum sechsten Mal den deutschen Titel in der Seitenwagen-

DM.

Nachdem der ursprüngliche Termin am 8. September wortwörtlich ins

Wasser gefallen war, fand die „Wiederholung“ am 6. Oktober bei guten

Bahnverhältnissen statt. Venus/Heiß waren an diesem Tag eine Klasse

für sich und gewannen alle fünf Läufe inklusive Finale. Vizemeister wurden

letztlich Markus Brandhofer/Tim Scheunemann vor Florian Kreuzmayr/Jasimin

Staudacher, Mike Kolb/Nadin Pierick, Patrick Zwetsch/

Victor Caric und Karl Keil/David Kersten, die im Finale einen Ausfall hinnehmen

mussten. • Fotos: Niklas Breu

Grasbahnrennen Neuenhasslau

Wie in alten Zeiten

Das zweite Grasbahnrennen „der Neuzeit“ auf dem Kinzigtalring in Neuenhasslau

war gegenüber der Premiere ein Jahr zuvor eine deutliche

Steigerung: Ein attraktives Gespannfeld, eine volle B-Soloklasse und im

Rahmenprogramm viele spektakuläre Quad- und Speedkartläufe.

Der MSC Neuenhasslau, immerhin schon 66 Jahre alt, hatte für das zweite

Rennen nach elf Jahren Grasbahnpause mehr Fahrer, mehr Klassen

und mehr Rennen versprochen und er hielt das Versprechen auch ein:

Bereits am Samstag gab es freies Training und der erste Durchgang der

Quads und der Speedkarts wurde abgespult.

Am Sonntag standen bei traumhaftem Herbstwetter die Gespanne im

Blickpunkt der beinahe 1000 Zuschauer, von denen ein gemischtes I-

und B-Lizenzfeld verpflichtet worden war. An vergangene Zeiten musste

sich am meisten die Copilotin von Ex-Europameister Sven Holstein erinnert

gefühlt haben: Desiree Holstein, geborene Daubert hockte nach

zehn Jahren zum ersten Mal wieder im Beiwagen und genau hier in Neuenhasslau

hatte sie einmal ihre ersten Gehversuche im Gespann gemacht,

lange bevor sie in den Niederlanden einheiratete. Der erste Auftritt

von Holstein in Neuenhasslau und mit Ehefrau „Crazy Desi“ geriet

zur Demonstration; die beiden gewannen alle Läufe, auch nach verlorenem

Start. Neuenhasslaus Clubfahrer Imanuel Schramm mit ebenfalls

neuem Beifahrer Frank Schiemer musste alles in die Waagschale werfen,

um Platz 2 gegen seine Teamkollegen Moritz Straub/Patrick Löffler zu

verteidigen.

Neun Fahrer in der B-Soloklasse lieferten sich tolle Duelle ab. Zum

Schluss war der Bünder Marcel Sebastian strahlender Maximumsieger.

Dennis Helfer (2.) konnte ihm diesmal nichts entgegensetzen, denn er

hatte am Vortag in den Niederlanden einen Sturz und die halbe Nacht im

Krankenhaus verbracht. Oldie Jörg Schneider aus Burbach wurde Dritter

vor Oldie Mike Todt, der einmal disqualifiziert wurde.

In den Quadklassen hießen die Sieger(innen), Conny Kraft (Automatikklasse),

Joachim Römer (Rookies), Simon Bonkowski (500 ccm), Christian

Bonkowski (MEFO Sportklasse) und Chantal Wagner (Schülerklasse).

Marco Dahms gewann bei den Speedkarts vor Maurice Meyer. Ingo Dutinee

setzte mit Platz 3 den Grundstein zur Titelverteidigung.

• Text: Thomas Schiffner; Foto: Jens Schwarz

SEITENWAGEN-DM Pfarrkirchen - 6.10.2019

Pl./Name 1 2 3 SF F Ges.

1. Markus Venus/Markus Heiß 5 5 5 5 5 25

2. Markus Brandhofer/Tim Scheunemann 4 3 5 5 4 21

3. Florian Kreuzmayr/Jasmin Staudacher 4 4 4 4 3 19

4. Mike Kolb/Nadine Pierick 3 5 4 A 2 14

5. Karl Keil/David Kersten 5 1 3 2 A 11

6. Patrick Zwetsch/Victor Caric 2 3 1 4 1 11

7. Raphael San Millan/Benedikt Zapf 1 4 1 2 8

8. Andreas Horn/Christian Schädler 2 0 2 3 7

9. Patrick Hermanns/Pascal Hillmann 3 3 6

10. Ole Möller/Dana Frohbös 0 2 2 1 5

11. Jam Kempa/Sina Stickling 3 A 3

12. Roman Löffler/Patrick Herbst 1 2 A A 3

13. Achim Neuendorf/Morris San Millan 0 1 A 1

14. Sebastian Kehrer/Benjamin Maier N N N 0

Mit Maximum zum Titel:

Markus Venus und Markus Heiß

Sven und Desiree Holstein, hier im Fight mit Moritz Straub/Patrick Löffler, gewannen

alle Läufe bei den B-Seitenwagen

Die Hinterhofwerkstatt-DMV-Grasbahnrennen Kinzigtalring Neuenhasslau - 21./22.9. 2019

Ergebnisse:

B-Solo: 1. Marcel Sebastian, 12 Punkte; 2. Dennis Helfer, 9; 3. Jörg Schneider, 6; 4. Mike Todt, 5;

5. Rudi Eichenlaub, 4; 6. Sebastian Trapp, 5; 7. Roland Körner, 4; 8. Ralf Herhaus, 3; 9. Maik Brinkkötter,

0.

B-Seitenwagen: 1. Sven Holstein/Desiree/Holstein, NL, 12 Punkte; 2. Imanuel Schramm/Frank

Schiemer, 9; 3. Moritz Straub/Patrick Löffler, 6; 4. Fabian Müller/Peter Maurer, 5; 5. Achim Neuendorf/Morris

San Millan, 8; 6. Jens Lorei/Dennis Rupp, 3; 7. Patrick Zwetsch/Victor Caric, 0.


VORSTELLUNG

Was Daytona-Stiefel ausmacht

Köpfchen

und Handarbeit

aus Bayern

Die Inhaber führen auch die Geschäfte des Familienunternehmens: Reinhard und Helmut Frey

Stabil, bequem, wirklich wasserdicht, fast

unkaputtbar: Motorrad-Stiefel von Daytona

haben seit Jahrzehnten einen guten Ruf.

Dass gerade diese Stiefel so zuverlässig

sind, ist kein Zufall. Denn die Daytona-Geschäftsführer

Reinhard und Helmut Frey

wollen das Maß der Dinge sein.

Handarbeit und „made in Germany“

Ihr Erfolgsrezept: Sie lassen alle ihre Modelle von Hand herstellen. Mitten

in Niederbayern, also sind die Daytona-Stiefel von A bis Z „made in Germany“.

In der Produktion in Eggenfelden machen die Daytona-Mitarbeiter jeden

Arbeitsgang von Hand. Sie stanzen Lederteile, nach wie vor der Hauptbestandteil

eines Daytona-Stiefels. Sie nähen, schleifen, dichten, tapen,

polieren, prüfen. Insgesamt besteht ein Stiefel aus rund 120 Teilen.

Wirklich wasserdicht – aber warum?

Alle wasserdichten Modelle bekommen als Fütterung ein drei- oder vierlagiges

Laminat mit Gore-Tex-Membran. Damit die Nähte dicht sind und dicht

bleiben, werden sie mit Gore-Tape verschweißt – und danach wird sofort

getestet, ob kein Wasser durchdringen kann. Die getestete wasserdichte

Membranschicht bauen die Niederbayern anschließend in den halbfertigen

Stiefel ein. Im Schuh sitzt sie zwischen dem Futter und dem Leder.

Genau darin unterscheiden sich die Daytona-Stiefel von vielen anderen:

Die wasserdichte Schicht wird nicht als eine Art wasserdichter Socke gehandhabt,

sondern wie eine Fütterung eingebaut. Das ist aufwändiger –

aber es hat echte Vorteile: Dadurch hält die Membran das ständige Scheuern

von Materialien und Fuß im Stiefel viel besser aus. Außerdem kann

man während der Produktion besser kontrollieren, dass die Qualität und

Dichtigkeit stimmen. Und nicht zuletzt ist die Membran als elastische Zwischenschicht

wie eine Polsterung im Sohlenbereich.

Stiefel für jede Gelegenheit

Die Stiefel-Modelle sind unterschiedlich konstruiert. Es gibt Modelle speziell

für heiße Sommertage ebenso wie Ganzjahres-Stiefel, die auch bei

kühleren Temperaturen getragen werden können. Dazu passend wird ausgewählt,

welche Membran-Fütterung verarbeitet wird.

„Wir sind Tüftler – und holen uns Ratschläge“

Dass bei der Produktion an nichts gespart wird, ist sicher ein Grund, warum

Daytona-Stiefel wirklich wasserdicht sind, dies auch bleiben und

überdies lange halten. Noch ein Grund: Bei Daytona arbeitet man mit Bewährtem,

das man ganz konsequent immer weiter perfektioniert. Um die

Stiefel noch besser zu machen, forschen und experimentieren die Niederbayern

auch gemeinsam mit den Herstellern ihrer Materialien. „Wir sind

Tüftler“, sagt Reinhard Frey. „Aber wir tüfteln nicht nur alleine. In den vergangenen

Jahrzehnten haben wir immer wieder eng zusammengearbeitet

mit Gore, dem Hersteller von Gore-Tex.“ Gore ist ein Branchenpionier, seitdem

das Unternehmen in den 1970er-Jahren die erste wasserdichte, atmungsaktive

Membran auf den Markt gebracht hat.

84 Auszeichnungen für Qualität und Haltbarkeit

Daytona ist nicht nur ein Lizenznehmer von Gore und verarbeitet deren Material.

Die Niederbayern sind auch eng vernetzt mit den Wissenschaftlern

und Technikern dort. Gemeinsam testen sie Stiefel im Labor, zerlegen,

analysieren und verbessern. So sind immer neue Ideen entstanden, wie

man das wasserdichte Material optimal anpassen kann an die besonderen

Anforderungen eines Motorradstiefels. „Bis wir unseren heutigen Standard

und die jetzige Qualität erreicht haben, haben wir viel Arbeit hineingesteckt“,

sagt Helmut Frey. „Unser Unternehmen hat inzwischen 57 Jahre

Entwicklungsarbeit hinter sich. Aber es lohnt sich ja: Insgesamt schon

84 Auszeichnungen bei Produkttests bestätigen uns in unserer Arbeit.“

Forschung am gebrauchten Stiefel

Sich zurückzulehnen und ab

sofort die Hände in den Schoß

legen, kommt für die Frey-Brüder

und das Daytona-Team

aber nicht in Frage. „Wenn wir

unsere Qualität und unser Niveau

halten wollen, geht das

nicht. Wir suchen weiterhin

nach Details, die wir noch besser

machen können.“ Der beste

Weg dorthin: die gebrauchten

Schuhe von Kunden untersuchen.

Das macht man bei Daytona

ganz regelmäßig. Denn viele

Kunden schicken ihre Stiefel

ein, beispielsweise, um nach

vielen Jahren und Kilometern die Sohlen ersetzen zu lassen. Oder für eine

Schadensanalyse nach Stürzen. „Wir schauen uns genau an, wie

dicht gebrauchte Stiefel noch sind“, berichtet Reinhard Frey.

Die Lebenszeit der Stiefel verlängern

Noch so eine Stellschraube: Die Lebenszeit der Stiefel soll noch länger

werden. „Damit sich für die Kunden die Anschaffung eines hochwertigen

Stiefels auch wirklich lohnt“, erklärt der Geschäftsführer. Motorradstiefel

sind ja großen Belastungen ausgesetzt, das Material muss Hitze, Regen

und Frost aushalten. Früher waren manche Stiefel bereits nach weniger

als 50.000 Kilometern nicht mehr völlig wasserdicht. „Heute sind

60.000 oder mehr Fahrkilometer kein Problem mehr. Wir wissen sogar

von Kunden, die mit unseren Stiefeln weit über 100.000 km gefahren

sind“, berichtet Helmut Frey. Daytona unterstützt die Kunden auch mit

Pflege-Tipps und Produkten, damit die Stiefel länger durchhalten. Und

falls es trotz aller Bemühungen doch mal feucht wird im Schuh, greift

Plan B: „Als einziger Hersteller bereiten wir undicht gewordene Stiefel

wieder auf.“

www.daytona.de

Foto oben: Gore-Tex-Membrane für

wasserdichte Stiefel wird verschweißt.

Dabei wird auf sämtliche

Nahtstellen des mehrlagigen Innenfutters

bei rund 360 Grad ein

schmaler Dichtstreifen aufgebracht

Foto rechts: Nach allen Arbeitsschritten

werden Material und Verarbeitung

geprüft. Die Endkontrolle

prüft den fertigen Stiefel

November '19 BAHNSPORT AKTUELL 25


Neue Teammanager

Alun Rossiter führte die britische Nationalmannschaft sechs Jahre lang

als Teammanager. Nun hört der 54-Jährige auf. Rosco hätte dann unter anderem

mehr Zeit für Frau Julie, seine vier Kindern und seinen gemütlichen

Pub, den „Southbrook Inn“ (www.thesouthbrook.co.uk) in Swindon. Aber

Speedway lässt ihn noch nicht los. Er arbeitet weiterhin für die Poultec

Speedway Academy und auch bei den Swindon Robins wird er noch gebraucht.

Das Nationalteam wird nun erstmals seit 1994 (damals John

Louis und James Easter) wieder von einem Duo geleitet. Sheffield Teammanager

Simon Stead und sein langjähriger Freund Oliver Allen (beide

37 Jahre alt) wollen die Lions in eine bessere Zukunft führen. Immerhin

liegt der letzte Team-WM-Titel 30 Jahre zurück.

Wetterchaos

Wie schon seit Jahren nicht mehr behinderten heftige Niederschläge das

finale Ende in den drei britischen Ligen erheblich! Erst ab Mitte Oktober

(nach Redaktionsschluss) können die Grand Finals der Premiership,

Championship und National League ausgetragen werden. Weiterhin warten

wir auf die Entscheidungen im Knockout Cup der Championship und

der National League.

Championship Pairs - Highbridge (Somerset)

Riss zweimal ohne

Traditionell fand dieser britische Major Event einen Tag vor dem Grand

Prix in Cardiff (nur knapp 100 km entfernt) statt. Die mitfavorisierten Gastgeber

mit Rory Schlein/Nick Morris konnten nur einen Heat gewinnen und

blieben gleich dreimal ohne Punkte. Redcar startete ohne Charles Wright

(Wildcard beim GP). Jordan Stewart fuhr zwar nicht schlecht, aber es war

ausgerechnet Erik Riss, der mit einem 4-2-0-0 zu wenige Punkte für eine

Top-Platzierung beisteuerte.

Ergebnis - Vorläufe: 1. Glasgow, 25 Punkte (Rasmus Jensen 13, Craig Cook 12); 2. Birmingham, 22

(Adam Ellis 13, Tero Aarnio 9); 3. Leicester, 21 (Ryan Douglas 12, Scott Nicholls 9); 4. Sheffield, 20

(Daniel King 14, Kyle Howarth 6); 5. Scunthorpe, 20 (Jake Allen 13, Ben Barker 7); 6. Redcar Bears,

19 (Jordan Stewart 13, Erik Riss 6); 7. Eastbourne, 18 (Richard Lawson 12, Lewis Kerr 6); 8. Newcastle,

15 (Steve Worrall 12, Lasse Bjerre 3); 9. Somerset, 15 (Nick Morris 8, Rory Schlein 7); 10. Edinburgh,

13 (Ricky Wells 8, Cameron Heeps 5); 11. Berwick, 10 (Tomas H. Jonasson 10, Jye Etheridge

0).

1. Halbfinale: 1. Jensen; 2. Cook; 3. Howarth; 4. King • 2. Halbfinale: 1. Ellis; 2. Douglas; 3. Nicholls;

4. Aarnio.

Finale: 1. Cook; 2. Douglas; 3. Jensen; 4. Nicholls.

ENGLAND

Premiership Play-off - Halbfinals

Ipswich und Swindon

im Grand Final

Ipswich könnte die Überraschung dieser Play-offs und nach 21 Jahren

endlich wieder Meister werden. Im ersten Match des Halbfinales wurde

Poole kalt erwischt, denn die Hexen konnten sich bis Heat 10 mit 12 Punkten

absetzen! Dennoch schafften es die Gastgeber, das Match umzubiegen.

Aber die 10 Punkte Vorsprung reichten in Ipswich nicht. In den letzten

drei Läufen dominierten die Gäste und fuhren letztlich einen 8-Punkte-

Vorsprung heraus.

Ipswich verpflichtete für die letzten Rennen der Saison Niels Kristian Iversen

und James Sarjeant. Die beiden ersetzen Edward Kennett und Krystian

Pieszczek. Das zweite Halbfinale war eine klare Angelegenheit. Wolverhampton

konnte in beiden Matches nichts ausrichten.

Ergebnisse: Poole - Ipswich 50:40 Punkte; Ipswich - Poole 54:36. Ipswich gewinnt 94:86.

Wolverhampton - Swindon 39:49 Punkte; Swindon - Wolverhampton 58:32. Swindon gewinnt

107:71.

Premiership

Ergebnisse: King’s Lynn (Erik Riss 3-1-2-2-A-A=8) - Swindon 39:51 Punkte; Poole - Ipswich 51:39;

Peterborough - Wolverhampton 48:42; King’s Lynn (Erik Riss 1-3-0-3-2-3-1=13) - Poole 39:51.

Premiership Supporters’ Cup - Finale

Großartiger Endspurt

Belle Vue konnte nach seinem 49:41 eine Woche zuvor nur bis zu Lauf 11

den Vorsprung halten. Dann aber folgten drei eindrucksvolle 5:1, denen

die Aces nichts entgegenzusetzen hatten.

Ergebnis: Swindon, 56 Punkte (Jason Doyle 11, Troy Batchelor 10, Adam Ellis 10, Tobiasz Musielak

8, Rasmus Jensen 8, Ellis Perks 5, Claus Vissing 4); Belle Vue, 34 (Max Fricke 9, Jaimon Lidsey 6,

Kenneth Bjerre 6, Steve Worrall 5, Dan Bewley 4, Jye Etheridge 4, Dimitri Bergé 0).

Swindon gewinnt 97:83.

Championship Play-off - Halbfinals

Drama in Leicester

Titelfavorit Glasgow hatte in seinem Halbfinale zu Hause keine Mühe mit

Somerset und konnte einen komfortablen 12-Punkte-Vorsprung herausfahren.

Auch das zweite Rennen bei den Rebels hatte Glasgow sicher im

Griff. Die Gastgeber konnten sich nie mehr als 6 Punkte absetzen. Unglaublich

spannend verlief das zweite Halbfinale zwischen Redcar und

Leicester. Erst im letzten Lauf (beim zweiten Match in Leicester) entschied

sich diese Begegnung! Redcar benötigte unbedingt ein 5:1 zum Sieg oder

aber ein 4:2 zum Remis. Aber das Glück war nicht mit den Bears. In einem

sehr spannenden 15. Lauf gewann zwar der britische Meister Charles

Wright für Redcar, aber Mannschaftskamerad Erik Riss wurde nur Letzter.

Die erste Begegnung des Finales fand in Glasgow statt.

• Texte: Andreas Fahldiek; Archivfoto: Jarek Pabijan

Ergebnisse: Glasgow - Somerset 51:39 Punkte; Somerset - Glasgow 48:42. Glasgow gewinnt

93:87.

Redcar (Erik Riss 3-3-3-0-1=10) - Leicester 49:41 Punkte; Leicester - Redcar (Erik Riss 3-1-2-3-0=9)

50:40. Leicester gewinnt 91:89.

Championship

Ergebnisse: Eastbourne - Birmingham 37:23 Punkte (Abbruch nach Lauf 10); Edinburgh - Newcastle

54:36.

Championship Knockout Cup - Finale

Eine Hand am Pott

Ergebnis: Redcar, 51 Punkte (Erik Riss 3-3-3-3-1=13, Charles Wright 12, Jake Allen (Gast) 10, Jordan

Stewart 6, Nathan Greaves 5, Kasper Andersen 5, Tom Woolley 0); Newcastle, 39 (Ulrich Östergaard

9, Lasse Bjerre 9, Matt Wethers 8, Steve Worrall 8, Daniel Phillips 3, Max Clegg 2).

National League Play-off

Halbfinale

Ergebnisse: Cradley - Leicester 37:53 Punkte; Leicester - Cradley 64:26. Leicester gewinnt 117:63.

Belle Vue - Kent 47:43 Punkte; Kent - Belle Vue 53:36. Kent gewinnt 96:83.

National League

Ergebnisse: Cradley - Kent 46:44 Punkte; Plymouth - Mildenhall 44:46.

National League Knockout Cup

Halbfinale

Ergebnisse: Stoke - Leicester 36:54 Punkte; Leicester - Stoke 59:31. Leicester gewinnt 113:67.

Cradley - Belle Vue 39:45 Punkte (Abbruch nach Lauf 14); Belle Vue - Cradley 55:35. Belle Vue gewinnt

100:74.

Sittingbourne

The Kent Laurels

1. Halbfinale: 1. Paul Hurry; 2. Anders Rowe; 3. Rob Ledwith; 4. Jake Mulford S.

2. Halbfinale: 1. Luke Bowen; 2. Jon Armstrong; 3. Jordan Jenkins; 4. d.n.r.

Finale: 1. Bowen; 2. Rowe; 3. Hurry; 4. Armstrong.

CHAMPIONSHIP ENDSTAND

Pl./Club

R S U N Ges.

1. Leicester (1) 20 15 0 5 50

2. Glasgow (2) 20 15 0 5 48

3. Redcar (3) 20 11 0 9 36

4. Somerset (4) 20 11 0 9 36

5. Berwick (5) 20 9 0 11 30

6. Sheffield (6) 20 9 0 11 30

7. Scunthorpe (7) 20 8 2 10 29

8. Edinburgh (8) 20 9 0 11 28

9. Eastbourne (9) 20 9 0 11 27

10. Newcastle (10) 20 7 0 13 22

11. Birmingham (11) 20 5 2 13 18

26 BAHNSPORT AKTUELL November '19


NATIONAL LEAGUE

Pl./Club

R S U N Ges.

1. Leicester (1) 14 11 0 3 38

2. Belle Vue (2) 14 10 0 4 32

3. Kent (3) 14 8 1 5 26

4. Cradley (5) 14 7 0 7 24

5. Isle of Wight (4) 14 5 2 7 21

6. Mildenhall (6) 14 7 0 7 24

7. Stoke (7) 14 3 1 10 12

8. Plymouth (8) 14 3 0 11 10

PREMIERSHIP ENDSTAND

Pl./Club

R S U N Ges.

1. Poole (2) 24 15 2 7 52

2. Swindon (1) 24 14 1 9 50

3. Wolverh’pton (3) 24 12 1 11 43

4. Ipswich (4) 24 11 2 11 42

5. Belle Vue (5) 24 12 1 11 41

6. King’s Lynn (6) 24 9 2 13 31

7. Peterborough (7) 24 6 1 17 20

PREMIERSHIP TOP-10

Pl./Name Nat. Club R Ave.

1. Jason Doyle (1) AUS Swindon 31 10,07

2. Troy Batchelor (2) AUS Swindon 32 9,34

3. Max Fricke (3) AUS Belle Vue 28 9,02

4. Kenneth Bjerre (4) DK Belle Vue 28 8,56

5. Craig Cook (5) GB King’s Lynn 20 8,35

6. Robert Lambert (8) GB King’s Lynn 26 8,21

7. Brady Kurtz (7) AUS Poole 24 8,17

8. Rasmus Jensen (6) DK Swindon 22 8,12

9. Josh Grajczonek (10) AUS Poole 32 8,00

10. Sam Masters (9) AUS Wolverhampton 26 8,00

19. Erik Riss (16) D King’s Lynn 24 7,29

SGB CHAMPIONSHIP TOP-10

Pl./Name Nat. Club R Ave.

1. Sam Masters (2) AUS Edinburgh 11 10,86

2. Craig Cook (1) GB Glasgow 33 10,79

3. Charles Wright (3) GB Redcar 29 9,53

4. Chris Harris (4) GB Somerset 25 9,32

5. Rory Schlein (5) AUS Somerset 27 9,28

6. Scott Nicholls (6) GB Leicester 33 9,25

7. Rasmus Jensen (-) DK Glasgow 32 9,07

8. Richard Lawson (8) GB Eastbourne 33 9,06

9. Erik Riss (7) D Redcar 17 9,00

10. Edward Kennett (10) GB Eastbourne 29 8,99

Valentin Grobauer D Somerset 17 5,52

NATIONAL LEAGUE TOP-10

Pl./Name Club R Ave.

1. Daniel Ayres (1) Mildenhall 13 10,65

2. Max Clegg (3) Cradley Heath 18 10,39

3. Ellis Perks (2) Leicester 13 10,35

4. Ben Morley (4) Isle of Wight 22 9,68

5. Danyon Hume (6) Leicester 17 9,41

6. Jordan Palin (5) Belle Vue 18 9,32

7. Leon Flint (7) Belle Vue 15 9,26

8. Georgie Wood (8) Isle of Wight 15 9,21

9. Drew Kemp (9) Kent 18 8,82

10. Ben Wilson (-) Plymouth 22 8,81

Jason Doyle führt die

Premiership-Top-10 an

POLEN

Goldhelmrennen - Finale - Gdansk - 11.10.2019

Epidemie

Im Frühjahr konnte das Goldhelm-Finale nicht durchgeführt werden, weil

einige Teilnehmer die Speedwaybahn in Pila damals als nicht regelkonform

befanden. Das Rennen wurde erst am 11. Oktober in Gdansk nachgeholt,

aber diesmal war es von einer geheimnisvollen „Epidemie“ überschattet.

Maciej Janowski, Maksym Drabik und die Pawlicki-Brüder ließen

sich krankschreiben und legten entsprechende Atteste vor. Die Hauptkommission

des Speedwaysports gab danach bekannt, sie wolle zwar die

ärztlichen Bescheinigungen nicht anfechten, sich jedoch die Krankheitsgeschichten

etwas genauer ansehen. Das Rennen im Zbigniew-Podlecki-

Stadion gewann Krzysztof Kasprzak. Der 35-Jährige erzielte vor über 1000

Zuschauern Punktemaximum. Die restlichen Podiumsränge sicherten

sich Jakub Jamrog und Piotr Protasiewicz. Da das Goldhelmrennen zugleich

eine interne GP-Qualifikation war, wurde auch ein Dreierstechen

um Rang 4 ausgetragen. Krystian Pieszczek lag in Führung, wurde jedoch

in der letzten Runde von Miedzinski gefoult und stürzte. Der Schiedsrichter

disqualifizierte Miedzinski und wertete den Heat nach der Reihenfolge

vor dem Sturz. Damit sicherte sich Pieszczek die letzte GP-Nominierung.

Ergebnis: 1. Krzysztof Kasprzak, 15 Punkte; 2. Jakub Jamrog, 13; 3. Piotr Protasiewicz, 9; 4. Krystian

Pieszczek, 8+3; 5. Dominik Kubera, 8+2; 6. Adrian Miedzinski, 8+D; 7. Bartosz Smektala, 7; 8. Patryk

Dudek, 7; 9. Szymon Wozniak, 7; 10. Pawel Przedpelski, 6; 11. Norbert Kosciuch, 6; 12. Tobiasz

Musielak, 6; 13. Krzysztof Buczkowski, 6; 14. Kacper Woryna, 6; 15. Janusz Kolodziej, 5; 16. Kacper

Gomolski, 3.

Pokal der Liga - Gniezno - 21.9.2019

Peter Ljung siegt

Die besten Fahrer der 1. Liga gingen am 21. September in Gniezno an den

Start des Speedwayrennens um den Pokal der Liga. In der ersten polnischen

Hauptstadt triumphierte Peter Ljung. Der Schwede bezwang im Finallauf

vor zirka 1000 Fans Viktor Kulakov, Troy Batchelor und Timo Lahti.

Ergebnis: 1. Peter Ljung, S, 14 Vorlaufpunkte; 2. Viktor Kulakov, RUS, 10; 3. Troy Batchelor, AUS, 9;

4. Timo Lahti, FIN, 14; 5. Mateusz Szczepaniak, 11; 6. Daniel Jeleniewski, 11; 7. Adrian Gala, 8;

8. Oliver Berntzon, S, 8; 9. Tobiasz Musielak, 7; 10. Rafal Okoniewski, 6; 11. Grzegorz Walasek, 6;

12. Rohan Tungate, AUS, 5; 13. Krystian Pieszczek, 4; 14. Mikkel Bech, DK, 3; 15. Kacper Woryna, 2;

16. Jacob Thorssell, S, 1; 17. Tomasz Gapinski, 0.

Int. Teamvergleich - 12.10.2019

Rybnik

Ergebnis: 1. Polen, 58 Punkte (Bartosz Zmarzlik 11, Kacper Woryna 9, Pawel Przedpelski 8, Bartosz

Smektala 11, Janusz Kolodziej 5, Dominik Kubera 14); 2. Weltauswahl, 32 (Anders Thomsen 4, Troy

Batchelor 4, Antonio Lindbäck 10, Chris Holder 3, Mikkel Michelsen 6, Daniel Bewley 5).

Junioren-Teammeisterschaft - Finale - 25.9.2019

Grudziadz

Ergebnis: 1. Falubaz Zielona Gora, 26 Punkte (Krakowiak 9, Pawliczak 8, Tonder 9); 2. Wlokniarz

Czestochowa, 21 (J.Miskowiak 5, Gruchalski 11, B.Kowalski 2, Swidnicki 3); 3. Stal Gorzow, 20

(Karczmarz 8, Bartkowiak 9, Pytlewski 3); 4. Motor Lublin, 18 (W.Lampart 7, Kuromonov 3, Trofimov

8); 5. GKM Grudziadz, 15; 6. ROW Rybnik, 13; 7. Ostrovia Ostrow, 12.

Weitere Rennen

Krystian Pieszczek und Rasmus Jensen siegten in der zweiten Ausgabe

des Henryk-Zyto-Memorials, das am 22. September in Gdansk stattfand.

Das Duo erzielte beim Paarrennen vor rund 1000 Zuschauern insgesamt

25 Zähler.

Ergebnis: 1. Team Avides, 25 Punkte (Pieszczek 9, R.Jensen 16); 2. Team Kolanko-Transport, 21

(Bech 11, Lyager 10); 3. Team Lotto, 20 (Ljung 17, Lahbaum 3); 4. Team Makita, 19 (Woryna 9, Kosciuch

10); 5. Team Dackarna, 16 (Berntzon 7, K.Gomolski 9); 6. Team LTE, 13 (Tungate 13, Sundström

0); 7. Team Citroen-Zdunek, 11 (Thorssell 11, K.Nilsson 0).

Janusz Kolodziej triumphierte im 3. Krystian-Rempala-Memorial, das am

28. September in Tarnow über die Bühne ging. Der 35-Jährige von Unia

Leszno verwies im Finale vor ungefähr 1200 Fans Michal Gruchalski, Jakub

Jamrog und Ernest Koza auf die Plätze.

Jaimon Lidsey setzte sich beim Speedwayrennen um den Pokal des Präsidenten

der Stadt gegen die Konkurrenz durch. Der Australier erzielte am

6. Oktober in Bydgoszcz vor zirka 1500 Fans insgesamt 14 Punkte. Um den

2. Rang musste gestochen werden. Dimitri Bergé konnte sich gegen Andreas

Lyager behaupten.

Ergebnis: 1. Jaimon Lidsey, AUS, 14 Punkte; 2. Dimitri Bergé, F, 13+3; 3. Andreas Lyager, DK, 13+2;

4. Andrey Kudriashov, RUS, 12; 5. Marcin Jedrzejewski, 10; 6. Ryan Douglas, AUS, 10; 7. Brady

Kurtz, AUS, 9; 8. Vadim Tarasenko, RUS, 8; 9. Josh Grajczonek, AUS, 7; 10. Adrian Cyfer, 6.

November '19 BAHNSPORT AKTUELL 27


INTERNATIONAL

Teammeisterschaft - Ekstraliga - Play-off-Runde

Finals

Unia Leszno wurde zum dritten Mal polnischer Teammeister. Der Titelverteidiger

ließ in der Revanche der Mannschaft aus Wroclaw keine Chance

und gewann zu Hause mit 59:31 deutlich. Die Bronzemedaille sicherte

sich das Team von Wlokniarz Czestochowa. In Zielona Gora siegten zwar

die Gastgeber mit 45:44, aber die Mannschaft von Falubaz konnte ihren

Rückstand vom ersten Match (33:57) nicht mehr wettmachen.

Ergebnis - Rückrunde - 22.9.: Leszno - Wroclaw 59:31 Punkte; Zielona Gora - Czestochowa 45:44.

Relegationsrennen

Um den Aufstieg in die Ekstraliga: Die Mannschaft von Ostrovia hatte im

Duell gegen Stal keine Chance. Im ersten Match in Gorzow siegte das vorletzte

Team der Ekstraliga mit 60:30 haushoch und errang auch in Ostrow

einen deutlichen 57:33-Sieg. Damit bleibt Stal Gorzow in der Ekstraliga

und Ostrovia Ostrow wird in der kommenden Saison wieder in der 1. Liga

fahren.

Ergebnisse - Hinrunde - 6.10: Gorzow - Ostrow 60:30 Punkte.

Rückrunde - 13.10.: Ostrow - Gorzow 33:57.

Um den Aufstieg in die 1. Liga: Als das siebtplatzierte Team der 1. Liga im

ersten Match nur einen relativ knappen 50:40-Sieg errang, schien es, als

ob die Mannschaft aus Poznan eine reale Chance hätte, in die 1. Liga aufzusteigen.

Die Revanche verlief zunächst im Sinne des Zweitligisten.

Nach neun Läufen führte das Team von PSZ mit 23:16 und war nah dran,

den Rückstand wettzumachen. Doch in der Endphase konnten sich die

Gäste steigern und gewannen letztendlich mit 45:42. Orzel Lodz wird

2020 wieder in der 1. Liga starten, während die Mannschaft aus Poznan

ihre Träume vom Aufstieg um ein Jahr verschieben muss.

Kai Huckenbeck gehörte in den beiden Rennen zu den Leistungsträgern

des Teams aus Lodz. Im ersten Match verzeichnete der 26-Jährige drei Siege

und kam auf 12 Punkte. In Poznan erzielte der Deutsche einen Dreier

und schrieb insgesamt 10 Zähler. • Georg Dobes

Ergebnisse - Hinrunde - 29.9.: Lodz (Huckenbeck 12) - Poznan 50:40 Punkte.

Rückrunde - 6.10.: Poznan - Lodz (Huckenbeck 10) 42:45.

RUSSLAND

Teammeisterschaft

Finals

Rückrunde: Welche Mannschaft sich über die Bronzemedaille des Teamwettbewerbs

freuen konnte, wurde am 18. September in Balakovo entschieden.

Das Team von Turbina, das schon in der Hinrunde einen wichtigen

Sieg in Oktjabrskij errungen hatte, ließ zu Hause der Mannschaft von

Baschkirija keine Chance, gewann mit 53:39 und belegte schließlich den

3. Gesamtrang.

Man hoffte, dass die Revanche in Wladiwostok, wo die besten russischen

Teams aufeinandertrafen, viel spannender werden würde. Das Team von

Mega-Lada siegte in der Hinrunde zwar mit 48:44, man ging aber davon

aus, dass es dem Titelverteidiger das Leben schwermachen würde. Daraus

wurde jedoch nichts. Togliatti kam im fernen Osten sprichwörtlich

unter die Räder und kassierte mit 28:63 eine derbe Niederlage ein. Die

Mannschaft von Wostok war im Avantgarde-Stadion deutlich besser und

konnte den Titel letztendlich erfolgreich verteidigen. Sie erzielte acht

Doppelsiege und Trainer Stoljarov brauchte nicht mal seinen Edelreservisten

Grigorij Laguta übermäßig zu strapazieren. Der 35-Jährige wurde

nur zweimal eingesetzt. Bei den Gästen konnten lediglich Roman Lahbaum

und Adrian Gala einigermaßen überzeugen. Der Pole war der einzige

Fahrer der Gäste, der zwei Laufsiege verbuchen konnte. • Georg Dobes

Ergebnisse - um Rang 1: Wladiwostok, 63 Punkte (Lebedevs 12, Kotlar 12, Logachev 10, P.Laguta 9,

A.Laguta 8, Karion 7); Togliatti, 28 (Lahbaum 10, Kudriashov 6, Gala 6).

Um Rang 3: Balakovo, 53 Punkte (Borodulin 15, Bogma 12, Chalov 11, Kaibuchev 9, K.Gomolski 6);

Oktjabrskij, 39 (Gizatullin 16, Kulakov 10, Kononov 7).

Endstand: 1. Wladiwostok; 2. Togliatti; 3. Balakovo; 4. Oktjabrskij.

Speedwayrennen „Pokal der Hoffnung“ zum 55-jährigen Jubiläum

des Bestehens des Speedwaystadions - 14.9.2019

Novosibirsk

Ergebnis: 1. Roman Kashirin, 14+3 Punkte; 2. Ivan Lvov, 14+2; 3. Oleg Bestchastnov, 11; 4. Sergej

Polenok, 11; 5. Ivan Simikov, 10; 6. Konstantin Kulagin, 10; 7. Maxim Lobsenko, 7; 8. Ruslan Vikitimirov,

7.

UKRAINE

Rennwochenende

Am 28. September wurde in Chervonograd ein Speedwayrennen um den

Pokal der Stadt ausgetragen. Die Veranstaltung wurde als ein Best-Pairs-

Turnier mit fünf Teams durchgeführt. Sieger in der Westukraine wurden

Andriy Karpov und Mateusz Swidnicki. Sie erkämpften insgesamt

19 Punkte. Den 2. Rang sicherten sich Stanislav Burza und Andriy Rozaliuk

(13), gefolgt von Andriy Kobrin und Krystian Stefanow (12) sowie Stanislav

Melnychuk und Denis Prisazhnjuk (10 Punkte). Im Lauf der punktbesten

Fahrer triumphierte Karpov, der Melnychuk, Kobrin und den Polen Burza

auf die Plätze verwies.

Am nächsten Tag fand in Rivne ein Turnier um den Pokal des Saisonabschlusses

statt. An den Start gingen insgesamt zwölf Fahrer aus Lettland,

Polen und der Ukraine. Nach zwölf Vorläufen wurden zwei Semifinals und

ein Finale ausgetragen. Sieger des Rennens vor rund 4000 Zuschauern

wurde Olegs Mihailovs. Der 20-jährige Lette kreuzte im Endlauf vor den

Polen Daniel Kaczmarek und Patryk Wojdylo als Erster die Ziellinie, während

sein Landsmann Kjastas Puodzuks ausfiel. Bester Ukrainer war Marko

Levishyn, der im ersten Semifinallauf Dritter wurde und am Ende Gesamtplatz

6 belegte. • Georg Dobes

SLOWAKEI

Tschechische Junioren-Teammeisterschaft - Zarnovica - 22.9.2019

Prager Dominanz

Das Finale der tschechischen Junioren-Teammeisterschaft sollte zunächst

am 24. Juli in Pardubice stattfinden. Doch aufgrund vieler Verletzungen

potenzieller Teilnehmer beschloss die Bahnsportkommission, das Rennen

zu einem späteren Zeitpunkt auszutragen. Da der Club aus Pardubice

inzwischen aus Mangel von freien Terminen die Organisation des Finals

abgegeben hatte, erklärte sich Zarnovica bereit, die Veranstaltung am

22. September durchzuführen.

In der Slowakei war das Duo von Marketa, Petr Chlupac und Daniel Klima,

der Konkurrenz deutlich überlegen. Die jungen Prager gewannen alle Läufe

doppelt und holten mit einem einwandfreien Punktemaximum die

Goldmedaille. Die Gastgeber schickten nicht weniger als drei Teams an

den Start und zwei von ihnen bestiegen das Podium. David Pacalaj, der im

Vorjahr den Titel gewonnen hatte, wurde diesmal zusammen mit Jakub

Valkovic Zweiter. Die Slowaken verzeichneten zwei Doppelsiege und kamen

auf 18 Punkte. Nur einen Zähler weniger hatten ihre Landsleute Jan

Mihalik und Michal Tomka. Das Team von Zlata Prilba kam mit dem Ziel in

die Slowakei, eine Medaille zu holen, aber Mateusz Tudziez stürzte im

zweiten Lauf und bestritt danach keine Rennen mehr. Patrik Mikel erkämpfte

zwar im Alleingang 12 Zähler, aber das reichte nur für den unbeliebten

4. Gesamtrang. • Georg Dobes

Ergebnis: 1. AK Marketa Prag, 25 Punkte (Petr Chlupac 11, Daniel Klima 14); 2. SC Zarnovica, 18 (David

Pacalaj 13, Jakub Valkovic 5); 3. SC Zarnovica Team B, 17 (Jan Mihalik 8, Michal Tomka 9); 4. AMK

Zlata Prilba Pardubice, 12 (Patrik Mikel 12, Mateusz Tudziez/PL 0); 5. SC Zarnovica Team C, 10 (Michal

Danko 3, Patryk Zielinski/PL 7); 6. AK Koprivnice, 8 (Jan Macek 7, Blazej Wypior/PL 1).

TSCHECHIEN

Extraliga - Pardubice - 18.9.2019

Prag Extraligameister

Mit einem kampfbetonten Meeting setzte die Extraliga einen starken

Schlusspunkt hinter die heurige Saison. Die Prager, die mit einem Ligapunkt

Vorsprung auf das Interteam und 2 Punkte Vorsprung auf Slany angereist

waren, mussten eine Niederlage einstecken. Diese fügte ihnen der

Hausherr zu. Die Pardubicer, die chancenlos auf Platz 4 lagen, geigten voll

auf und gewannen die Tageswertung mit 36 Punkten vor Slany (34), Prag

(30) und dem Interteam (23).

In den Reihen des Pardubicer Teams glänzte Matej Zagar, der es auf

14 Punkte brachte und nur eine Niederlage gegen Jakub Jamrog einstecken

musste. Vaclav Milik steuerte 12 Zähler bei und Hynak Stichauer

bzw. Patrik Mikel beließen es bei 7 bzw. 3 Punkten. Die Cracks aus Slany

stützten sich auf den Polen Jakub Jamrog und Eduard Krcmar, welche die

28 BAHNSPORT AKTUELL November '19


Hauptlast trugen. Jamrog sammelte 14 Punkte und musste nach vier Siegen

– beim zweiten Antreten gegen Zagar – eine Niederlage verkraften.

Krcmar kam auf 11 Zähler vor Zdenek Simota (8) und Jakub Valkovic (1),

während Martin Malek nicht zum Einsatz kam.

Der Kampf um den 2. Tagesrang entschied sich wohl im 17. Rennen, in dem

Josef Franc mit Defekt aufgeben musste. Übrigens der einzige an diesem

Tag, wie auch das gesamte Meeting sturzfrei blieb. Damit blieb Franc auf

7 Punkten sitzen, ebenso viele für Teamkollege Ondrej Smetana. Spitzenreiter

in der Mannschaft blieb somit Zdenek Holub (8), dahinter scorten

Petr Chlupac (6) und überraschend Jan Kvech (nur 2).

Gespalten präsentierte sich das Interteam, das wie Prag mit fünf Fahrern

ins Geschehen eingriff. Als es zur Halbzeit mit 8 Punkten gegenüber Pardubice

(18), Slany und Prag (je 14) zurücklag, setzte der junge Pole Adrian

Gala auf Jokerpunkte, als es in Heat 10 gegen Smetana, Krcmar und Mikel

ging. Das Kalkül ging auf und die 6 Punkte gaben wieder Anschluss. Doch

Galas Nebenmänner waren auch als Wasserträger zu schwach. Pacalajs

(3), Skurlas (3), Klimas (1) und Gavendas (0) Ausbeute machten sich gegen

die 13+3 Punkte von Gala

schmächtig aus.

EXTRALIGA

• Text u. Fotos: Alfred Domes

Ergebnis: 1. AMK ZP Pardubice, 36 Punkte

(Zagar 14, Mikel 3, Stichauer 7, Milik 12); 2.

AK 3ton Slany, 34 (Krcmar 11, Simota 8, Valkovic

1, Jamrog 14); 3. AK Marketa Praha, 30

(Franc 7, Holub 8, Chlupac 6, Smetana 7,

Kvech 2); 4. SC Interteam, 23 (Pacalaj 3, Skurla

3, Gavenda 0, Klima 1, Gala 13+3).

Pl./Club R P Ges.

1. Prag 8 22 257

2. Slany 8 21 256

3. Zarnovica 8 20 229

4. Pardubice 8 17 237

Einzelmeisterschaft - Finale 3

Brezolupy - 12.10.2019

Vaclav Milik

Meister

Obwohl die zu Ende gehende Saison

auf internationaler Ebene für Vaclav

Milik eher durchwachsen war, bewies

der 26-Jährige in der Einzelmeisterschaft

eindrucksvoll, dass er

in seinem Land mit Abstand der beste

Fahrer ist. In Brezolupy, wo die

dritte, abschließende Finalrunde

über die Bühne ging, beherrschte er

die Konkurrenz nach Belieben und

stand wieder ganz oben auf dem Podest.

Wie schon in Prag und Pilsen, erzielte er dabei ein lupenreines Punktemaximum

und wurde zum fünften Mal in seiner sportlichen Laufbahn

Landesmeister. Eduard Krcmar kam im Osten des Landes auf 14 Zähler

und sicherte sich damit den Vizemeistertitel. Der 23-Jährige hatte am Ende

insgesamt 9 Punkte weniger als der Triumphator. Obwohl Miliks Dominanz

in Tschechien fast schon erdrückend ist, sollte er sich nicht auf seinen

Lorbeeren ausruhen, denn schon bald könnte Jan Kvech ihn stark gefährden.

Das 17-jährige Supertalent wurde in Brezolupy zwar nur Tagesachter,

aber dank guter Leistungen in den früheren Finals holte er letztendlich

die Bronzemedaille. Nach einem Stechen gegen Hynek Stichauer

belegte Josef Franc Tagesrang 3. Der 40-Jährige wurde in der Gesamtwertung

zwar nur Zehnter, konnte jedoch in Pilsen verletzungsbedingt nicht

an den Start gehen.

Ergebnis: 1. Vaclav Milik, 15 Punkte; 2. Eduard Krcmar, 14; 3. Josef Franc, 12+3; 4. Hynek Stichauer,

12+2; 5. Martin Malek, 10; 6. Zdenek Holub, 10; 7. Petr Chlupac, 7; 8. Jan Kvech, 7; 9. Michal Skurla,

7; 10. Zdenek Simota, 7; 11. Ondrej Smetana, 7; 12. Daniel Klima, 6; 13. Patrik Mikel, 2; 14. Martin

Gavenda, 2; 15. Filip Hajek, 2; 16. Vaclav Kvech, 1.

Endstand (nach 3 Rennen): 1. Milik, 45 Punkte; 2. Krcmar, 36; 3. J.Kvech, 32; 4. Stichauer, 29; 5. Simota,

28; 6. Holub, 27; 7. Malek, 26; 8. Smetana, 25; 9. Chlupac, 24; 10. Franc, 21; 11. Skurla, 20;

12. Klima, 15; 13. Hajek, 8.

Pardubice holt sich den Tagessieg vor Slany und Prag

Adrian Gala vor Zdenek Holub und Jakub Valkovic

Juniorenmeisterschaft - Finale 3 - Divisov - 28.9.2019

Jan Kvech holt den Titel

Vor der letzten Runde des Junioren-Championats hatte Jan Kvech 3 Punkte

Vorsprung und konnte es sich sogar leisten, in Divisov nur Tagesdritter zu

werden. Der 17-jährige Prager erzielte 13 Punkte. Da zwei Fahrer nach

20 Läufen jeweils 14 Zähler verbuchen konnten, musste ein Stechen über

den Tagessieg entschieden. Daniel Klima bezwang Petr Chlupac und freute

sich über den Tagessieg, doch in der Gesamtwertung ist die Reihenfolge

umgekehrt. Der 17-jährige Chlupac hatte am Ende 2 Punkte weniger als

Kvech und wurde Vizemeister, während Klima die Bronzemedaille gewann.

Eine Chance auf den niedrigsten Podiumsplatz hatte auch Patrik

Mikel, aber im 17. Heat wurde der 21-Jährige wegen eines unkorrekten

Starts zum zweiten Mal verwarnt und damit disqualifiziert. Mikel wurde

im Endeffekt Gesamtvierter.

Ergebnis: 1. Daniel Klima, 14+3 Punkte; 2. Petr Chlupac, 14+2; 3. Jan Kvech, 13; 4. Patrik Mikel, 10;

5. David Pacalaj, SK, 9; 6. Vaclav Kvech, 8; 7. Jan Macek, 8; 8. Jakub Valkovic, SK, 8.

Endstand (nach 3 Rennen): 1. J.Kvech, 42 Punkte; 2. Chlupac, 40; 3. Klima, 37; 4. Mikel, 34; 5. Valkovic,

27; 6. Jan Mihalik, SK, 24; 7. Pacalaj, 23; 8. Macek, 19; 9. Daniel Silhan, 17; 10. V. Kvech, 16.

Endstand U19-Meisterschaft: 1. J.Kvech; 2. Chlupac; 3. Klima; 4. Mihalik; 5. Pacalaj; 6. Macek.

Landespokal - Finale 3 - Divisov - 28.9.2019

Abschluss

Schon vor der letzten Runde des Landespokals stand Zdenek Simota als

Pokalsieger fest. Am 29. September in Pilsen ging es nur noch darum,

welche Fahrer die restlichen Podiumsränge belegen würden. Sieger des

Rennens wurde zwar Petr Chlupac. Er konnte im Stechen um den 1. Platz

Simota schlagen, aber dem 17-jährigen Prager fehlten am Ende 2 Punkte,

um aufs Podest zu kommen. Gesamtzweiter wurde letztendlich Michal

Skurla, der in Pilsen auf Platz 4 landete. Obwohl Martin Gavenda nur

6 Zähler erzielte und Zehnter wurde, bestieg der 31-Jährige aus Brezolupy

die niedrigste Podiumsstufe. • Texte u. Foto: Georg Dobes

Ergebnis: 1. Petr Chlupac, 14+3 Punkte; 2. Zdenek Simota, 14+2; 3. Daniel Klima, 13; 4. Michal

Skurla, 12; 5. Jaroslav Petrak, 11; 6. Filip Hajek, 10; 7. Vaclav Kvech, 8; 8. Pavel Kuchar, 7.

Endstand: 1. Simota, 109 Punkte; 2. Skurla, 87; 3. Martin Gavenda, 75; 4. Chlupac, 73; 5. Jan

Kvech, 65; 6. Petrak, 59; 7. Klima, 56; 8. Patrik Mikel, 48; 9. Hajek, 47; 10. Ondrej Smetana, 47.

November '19 BAHNSPORT AKTUELL 29


INTERNATIONAL

Siegerehrung (v.l.): Nick

Skorja, Daniel Gappmaier

und Marcel Kajzer

Daniel Gappmaier vor

Marcel Kajzer und Nick Kovacs

ÖSTERREICH

Bubi Bössne Memorial - Mureck - 13.10.2019

15 gegen einen vor voller Tribüne

Nach der wetterbedingten Absage im Mai gab es nun im Oktober herrliches

Spätsommerwetter und das erste (!) Meeting der Saison konnte

plangemäß durchgeführt werden. Bei dem als „Bubi Bössner Memorial“

durchgeführten Rennen feierte man gleichzeitig 70 Jahre Speedway in

Mureck. Im September 1949 startete auf der neuerrichteten Bahn das erste

Rennen und seitdem ist die südsteirische Bahn Fixpunkt im heimischen

Geschehen. Ausgehungert harrte das Publikum auf der vollgepfropften

Tribüne und wurde mit spannenden Läufen belohnt.

Mit Daniel Gappmaier stand ein einziger Österreicher am Start und der

zeigte es den Cracks aus den anderen sechs Nationen. Dabei war er nicht

der Überflieger, sondern erarbeitete sich den Sieg mit harter Rackerei.

Zunächst war er nicht unter den Laufsiegern, denn Marcel Kajzer (Polen),

Daniele Tessari (Italien), Artjom Trofimov (Lettland) und Norbert Magosi

(Ungarn) holten sich die ersten Dreier. Doch dann holte der Salzburger

aus. Sieg gegen Kajzer in Lauf 8 und gegen Tessari und Trofimov in Lauf 12.

Trofimov hatte sich in diesem Heat durch einen Sturz und Disqualifikation

für den Re-run selbst aus der Spitze gekickt. So lag nach dem dritten

Durchgang das 8-Punkte-Trio Gappmaier, Kajzer und Magosi vorne. Und

als 20 Läufe gefahren waren, rangierte Kajzer mit 14 Punkten vor Gappmaier

(13). Damit hatten die beiden ihre Finalplätze in der Tasche. Um die

weiteren zwei Startplätze mussten nun die bisher Dritt- bis Sechstplatzierten

zittern.

Die im Laufe des Meetings erstarkten Slowenen brachten nun mit Skorja

und Stojs ihre Topfahrer in Stellung und Skorja konnte mit dem Laufsieg

die Finalteilnahme erreichen. Ebenso war Magosi im Finale, während der

Mureckbahn-erfahrene Denis Stojs knapp ausschied. Auch Trofimov, der

sich eine Finalteilnahme verdient hätte, scheiterte. Im entscheidenden

Endlauf machte Gappmaier mit einem Superstart die Sache klar. Unter

dem Jubel des Publikums überquerte er mit erhobenem Vorderrad die

Ziellinie vor Skorja, Kajzer und Magosi.

Der zu Beginn siegreiche Tessari wurde schließlich nur Siebter und führte

sozusagen das Unterhaus an. Ihm folgten der zweite Pole im Feld Marek

Lutowice, Jernej Hribersek aus Slowenien und der Lette Ricards Ansviesulis

sowie Roland Kovacs (Ungarn). Außer für den Ungarn war die österreichische

Bahn Neuland für die Gäste. Ebenso für den einzigen Esten Markus

Maximus Lill, der vom Maximum mit Platz 14 weit entfernt blieb.

Die von Ex-Champ Heini Schatzer angeführte Speedway Center Austria

Crew zog das Meeting – in dessen Rahmen auch der Flattrack-Pokal ausgefahren

wurde – gekonnt durch und die ehemals als sturzreich bekannte

Bahn präsentierte sich in bester Verfassung. Die Stürze der Protagonisten

Trofimov (Lauf 12) und Magosi (Lauf 14) waren eindeutig der Angriffslust

zuzuschreiben. • Text u. Fotos: Alfred Domes

Ergebnis - Finallauf: 1. Daniel Gappmaier, A; 2. Nickj Skorja, SLO; 3. Marcel Kajzer, PL; 4. Norbert

Magosi, H.

Weitere Platzierungen: 5. Artjom Trofimov, LV, 10 Punkte; 6. Denis Stojs, SLO, 12; 7. Daniele Tessari,

I, 9; 8. Marek Lutowice, PL, 8; 9. Jernej Hribersek, SLO, 7; 10. Ricards Ansviesulis, LV, 7; 11. Roland

Kovacs, H, 5; 12. Pacel, SLO, 4; 13. Alessandro Milanese, I, 3; 14. Markus Maximus Lill, EST, 3;

15. Bot Dalibor, SLO, 2; 16. Dario Vugrinec, SLO, 0.

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TERMINE

NOVEMBER

16.11. NBM-Tagung/Ehrung

Cloppenburg

16.11. SBM-Tagung/Ehrung

Abensberg

LETZTE MELDUNGEN

Int. ADMV-Speedwayrennen

Race of the Night - 19. 10.

Wittstock

I-Solo: 1. Mathias Thornblöm, S,

14 Vorlaufpunkte; 2. Tobias

Busch, 14; 3. Marvin Nowak, PL,

11; 4. Dominik Möser, 13; 5. Marcin

Kozcielski, PL, 8; 6. Steven

Mauer, 12; 7. Jonas Knudsen, DK,

9; 8. Tim Sörensen, DK, 9; 9. Kamil

Nowacki, PL, 8; 10. Mirko Wolter,

5; 11. Henry van der Steen, NL,

5; 12. Marius Nielsen, DK, 4;

13. Nick Agertoft, DK, 4; 14. Celina

Liebmann, 3; 15. Zdenek Holub,

CZ, 2; 16. Robert Baumann, 1;

17. Maximilian Pott, 1.

Finale: 1. Thornblöm; 2. Busch;

3. Nowak; 4. Möser; 5. Koscielski;

6. Mauer.

Seitenwagen: 1. Ole Möller/Dana

Frobös; 2. Jan Kempa/Sina Stickling;

3. Klaas Kregel/Emiel Bruins;

4. André Schöning/Kim Kempa.

Int. Speedwayrennen 20.10.

Härtel gewinnt

in St. Johann/A

Finale: 1. Michael Härtel, 12+3

Punkte; 2. Daniel Gappmaier, A,

12+2; 3. Matias Nielsen, DK, 13+1;

4. Norbert Magosi, H, 11+0.

Weitere Platzierungen: 5. Andreas

Jensen, DK, 10; 6. Viatcheslav Monachov,

RUS, 10; 7. Nick Skorja,

SLO, 9; 8. Zdenek Simota, CZ, 9;

9. Tobias Thomsen, DK, 8; 10. Ricards

Ansviesulis, LV, 7; 11. Nicolas

Vicentin, I, 6; 12. Dawid Rempala,

PL, 5; 13. Jernej Hribersek,

SLO, 3; 14. Patryk Zielinski, PL, 2;

15. Artjoms Trofimovs, LV, 2.

Albersdorf abgesagt

Nach langen Diskussionen musste

der MSC Nordhastedt-Nordseeküste

die für den 19. Oktober geplanten

Veranstaltungen Talents

Team Trophy und Clubmeisterschaft

absagen. Der starke Regen

hatte der Bahn so zugesetzt, dass

aus sicherheitstechnischen Gründen

kein Wettbewerb durchgeführt

werden konnte. • MSC

Bahnsport aktuell 12/2019

erscheint am

25. November 2019

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