der-Bergische-Unternehmer_0520

weinheimer

Das Wirtschaftsmagazin für das Bergische und den Kreis Mettmann

der BERGISCHE www.bvg-menzel.de

UNTERNEHMER

DAS WIRTSCHAFTSMAGAZIN FÜR DAS BERGISCHE UND DEN KREIS METTMANN

05

2020

Die erzwungene Ruhe

Krise, Chancen, Wandel?

38 Serie

Prima Klima: Bergisch Land

tankt auf

42 Zeit für Zukunft

Revolution an

Bord

48 Unterwegs

Reisen beginnt im Kopf -

Vive la Provence!


Regional verwurzelt, international verbunden.

Höchste Ansprüche an die Beratungsqualität und langjährige Verankerung in der Region:

Das sind die Eckpfeiler unserer Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungstätigkeit. Zu unseren Mandanten zählen bedeutende

mittelständische und kommunale Unternehmen. Als größte Kanzlei in Wuppertal und dem Bergischen Land bietet Ihnen

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SO VIEL FREIHEIT WIE MÖGLICH, SO VIEL SICHERHEIT

WIE NÖTIG. Das ist die Quintessenz der jüngsten Beschlüsse zur Corona-

Bekämpfung, wie sie der bayerische Ministerpräsident Markus Söder bei der Pressekonferenz

zur Exit-Strategie der Bundesregierung und der Bundesländer zusammenfasste.

Mit den damit verbundenen Einschränkungen werden wir noch eine

ganze Weile leben müssen, dürfen uns aber dennoch über die jüngsten Lockerungen

freuen. Die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie in unserem Land

und weltweit haben verheerende Folgen, auch für uns als Verlag ist die Situation

ausgesprochen schwierig. Trotzdem haben wir uns entschlossen, Ihnen, unseren

Leserinnen und Lesern, weiterhin die Informationen und Geschichten rund um

das Wirtschaftsleben in unserer Region zu liefern, wie Sie das von uns gewohnt

sind. In der Hoffnung, dass die „neue Normalität“ uns alle allmählich aus dem

tiefen Tal herausführen möge. Genau deshalb schauen wir in unserem Titelthema

bewusst auf Chancen durch Wandel, die sich aus der Krisenbekämpfung möglicherweise

ergeben werden. Dazu haben wir Vertreter verschiedener Branchen aus

unserem Erscheinungsgebiet befragt. Dabei trat Überraschendes, Mutmachendes

und auch Nachdenkenswertes zutage – seien Sie gespannt!

Weiterhin setzen wir unsere Serie rund um den Wandel in der Automobilindustrie

fort. Auch diesbezüglich gibt es unterschiedliche Meinungen, wie Sie nicht zuletzt

in unserer Titelgeschichte erfahren werden. Wir geben beiden Ansichten ein

Forum, machen Sie sich selbst ein Bild.

Um abschließend die Gedanken wieder in schönere Gefilde zu führen, reisen wir

mit Ihnen in die Provence. Träumen Sie von einer facettenreichen Landschaft und

tauchen Sie gedanklich ein in den himmlischen Duft blühender Lavendelfelder.

Vielleicht können Sie den Träumen schon bald Taten folgen lassen. Hoffen wir gemeinsam

das Beste!


INHALT

20 Titel

Die erzwungene Ruhe

Krise, Chancen, Wandel? Welche Veränderungen bewirkt Corona?

38

Serie Prima Klima!?

Bergisch Land tankt auf

42

Fokus:

Zeit für Zukunft -

Revolution an Bord.

4 www.bvg-menzel.de


48

In den Urlaub träumen -

Vive la Provence!

Namen & Nachrichten

o 6 High Tech aus Solingen

07 Unternehmerstudium in Wuppertal

08 #Umdenken

09 LKW-Verkehr geht zurück

10 Corona trifft Kultur hart

11 Wuppertaler Bänder für

Schutzmasken

12 Barmenia zieht positive Bilanz

12 Neue Leitung beim Wupperverband

13 Stabwechsel zum Monatsbeginn

14 Digitaler Konferenzraum

14 1.000 Anträge auf Soforthilfe

15 Weniger los in Elberfeld

16 Neu im Vorstand

16 Seit 111 Jahren in Wuppertal

17 Solidarität in Corona-Zeiten

Titel

18 Die erzwungene Ruhe – welche

Veränderungen bewirkt Corona?

22 Interview: Wie schnell kommen wir

mit welchem Ergebnis aus der Krise

heraus?

Aus der Region

32 Gastkommentar:

Die Marke Friedrich Engels

Aus der Praxis

34 Recht / Finanzen / Steuern

Serie: Prima Klima!?

38 Bergisch Land tankt auf

Im Fokus

42 Zeit für Zukunft: Revolution an Bord

Für Sie unterwegs

48 Reisen beginnt im Kopf:

Vive la Provence!

Rubriken

54 Handelsregister

58 Vorschau / Impressum

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der Bergische Unternehmer 05|20 5


NAMEN & NACHRICHTEN

Solinger High-Tech Unternehmen kämpft gegen Corona

Einfacher Speicheltest gibt Auskunft über die Mundgesundheit.

Foto: dentognostic

Biotech-Unternehmer

und Firmengründer

Senator Dirk-Rolf Gieselmann

(l.) und Geschäftsführer

Peter

Möller fanden für ihr

Biotech-Unternehmen

dentognostics GmbH

gute Bedingungen am

Standort Solingen.

Eingebunden in die

Standortwahl war die

Wirtschaftsförderung

Solingen.

Biotechnologie für die Corona-Prävention

kommt aus Solingen. Was die dentognostics

GmbH macht, könnte ein wichtiger Beitrag

zum Schutz vor einer Infektion mit CO-

VID-19 sein. Denn die dentognostics GmbH

ist nach eigenen Angaben Weltmarktführer

in der patentierten Diagnostik-Technologie

des aMMP-8-Biomarkers. Das nordrheinwestfälische

Biotechnologieunternehmen

forscht in enger Zusammenarbeit mit internationalen

Universitäten auf dem Gebiet der

oralen Immunologie. Der Ansatz: Die

Mundhöhle ist das wichtigste Einfallstor für

das Virus SARS-CoV-2. Der Geschäftsansatz:

Den Kunden aus Medizin und Zahnmedizin

jederzeit innovative und leistungsstarke

Systeme für die Diagnostik, Therapie

und Pflege anbieten zu können. Das Ziel dabei

ist stets der Erhalt und die Bewahrung

und Wiederherstellung der natürlichen

Mundgesundheit der Patienten. Die Mundhöhle

sei die wichtigste Eintrittspforte für

das Coronavirus SARS-CoV-2, erläutert das

Unternehmen. Ausschlaggebend dafür seien

die im Mund befindlichen Rezeptoren, die

das Virus benötigt, um in den Körper zu gelangen.

In den Körperzellen vermehrt sich

das Virus und erreicht schließlich die Lunge.

Deshalb sei ein gesundes orales Immunsystem

eine erste Hürde für die Viren. Wie

gesund das orale Immunsystem ist, bestimmt

ein einfacher Speicheltest in nur

fünf Minuten. Der sogenannte aMMP-8

Test misst, ob im Mund Gewebeabbau stattfindet.

Wird Kollagen abgebaut, ist die

Mundschleimhaut durchlässig für Viren und

andere Krankheitserreger. Der Test wurde

von Forschern der Universität Helsinki und

deutschen Biotech-Experten entwickelt und

hat weltweit in über 400 Studien bewiesen,

dass er den Zustand des oralen Immunsystems

zuverlässig bestimmt. Die regelmäßige

Bestimmung der Mundgesundheit mit dem

aMMP-8 Test und die Anwendung von

Mundspüllösung mit Mikrosilber sollen gemeinsam

im Zuge der Corona-Pandemie einen

wichtigen Baustein bei der Prävention

dieser Virusinfektion liefern.

Mehr Informationen unter

www.dentognostics.de

6 www.bvg-menzel.de


Studium für Unternehmer in Wuppertal

Konsequenzen aus der Corona-Krise sind Thema.

Foto: IUU

Professor Dr. Gerd

Walger ist Geschäftsführer

des Instituts für

Unternehmer- und Unternehmensentwicklung

– ein An-Institut

der Universität Witten/

Herdecke.

Das IUU Institut für Unternehmer- und Unternehmensentwicklung

bietet in Wuppertal

ein bundesweit einzigartiges, erfahrungsorientiertes

Studium für Unternehmer an. „Für

den Unternehmer ist wesentlich, die eigene

unternehmerische Idee von der Zukunft her

zu entwickeln“, erläutert Univ.-Prof. Dr. Gerd

Walger, geschäftsführender Direktor des An-

Instituts der Universität Witten/Herdecke.

„Die Kenntnis von rationalem Management-

Wissen, das im Bildungssystem vermittelt

wird, ist für den Unternehmer notwendig,

aber nicht hinreichend.“ Das IUU hat auf der

Basis langjähriger Erfahrungen in der Beratung

und Zusammenarbeit mit Unternehmern

ein Angebot entwickelt, dass Unternehmer in

der persönlichen Weiterentwicklung und dem

Herausarbeiten ihrer Idee, die ihr Unternehmen

einzigartig macht, unterstützt.

Die Idee des Studiums ist die persönliche Entwicklung

des Unternehmers und die seines

Unternehmens zu verbinden. Durch die Reflexion

der eigenen, praktischen Erfahrungen

kann jeder am Unternehmer-Studium teilnehmende

Unternehmer sein Selbstverständnis

stärken, sich mit anderen Unternehmern intensiv

austauschen sowie aktuelle unternehmerische

Probleme erörtern und zukunftsweisende

Chancen für sein Unternehmen durchdenken.

Das Studium beinhaltet vier Module zu den

Themen Identität, Führen, Gestalten und

Verhandeln mit je vier Veranstaltungen, die

problemlos neben der unternehmerischen

Tätigkeit absolviert werden können. Im laufenden

Jahrgang wurde aus aktuellem Anlass

eine interaktive Veranstaltung via Internet

zum Krisenmanagement ergänzt, in der

die beteiligten Unternehmer erörtern konnten,

welche Konsequenzen jeder von ihnen

konkret aus der Corona-Krise zieht.

Das nächste Studium beginnt im

Herbst 2020. Formale Voraussetzungen

gibt es keine. Weitere Informationen

unter www.unternehmerstudium.

de oder bei Dr. Ralf Neise, Telefon

0202/ 7594 2821.

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der Bergische Unternehmer 05|20 7


NAMEN & NACHRICHTEN

#UMDENKEN: Beratung in Krisenzeiten

Stadt Solingen startet eine neue Initiative zur Corona-Bewältigung.

Eine neue Initiative will

Unternehmern bei der Bewältigung

der Corona-Krise

helfen. Aufgelegt wurde

#UMDENKEN von der Wirtschaftsförderung

Solingen.

Die Wirtschaftsförderung Solingen bietet

mit #UMDENKEN eine Initiative für alle

unternehmerisch Tätigen in Solingen, um

bestehende Geschäftsmodelle hinsichtlich

der Anforderungen für die Zeit während

und nach der Corona-Krise zu überprüfen

und gegebenenfalls anzupassen. „Wir alle

müssen jetzt ganz ehrlich zu uns sein:

Niemand kann die Zukunft vorhersagen -

gerade jetzt im Rahmen der Corona-Entwicklungen.

Aber wir wissen, dass sich

vieles schon verändert hat und noch verändern

wird“, sagt Frank Balkenhol, Geschäftsführer

der Solinger Wirtschaftsförderung

und des Gründer- und

Technologiezentrums. „Funktioniert mein

Geschäft bzw. mein Unternehmen auch

nach der Krise noch?“ oder „Was muss

ich ändern?”, seien derzeit viel gestellte

Fragen. „Wir helfen jetzt mit unserem

#UMDENKEN-Team dabei, bestehende

Geschäftsmodelle hinsichtlich ihrer Zukunftsfähigkeit

zu hinterfragen, konstruktive

Impulse zu geben und Antworten

zu finden“, erläutert Balkenhol. Unter

www.umdenken-solingen.de haben Solinger

Unternehmer und Unternehmerinnen

jetzt die Möglichkeit, sich kostenlos in einen

solchen Innovations- und Umdenkprozess

zu begeben. Hier gibt es auch erste

Fallbeispiele, die zeigen, wie

erfolgreiches #UMDENKEN funktioniert.

Denn um die Geschäftsfähigkeit

auch in Zukunft aufrecht zu halten, seien

jetzt vor allem Geschwindigkeit und Ideen

gefragt. Sämtliche Solo-Selbstständige

und Unternehmen, die durch die Krise

gerade hart getroffen seien, hätten so die

Möglichkeit, auf ein eigens rekrutiertes

Netzwerk an Innovations- und Wirtschaftsexperten

zuzugreifen, ergänzt

Sven Wagner, der unter anderem den

Coworking-Space coworkit des Gründerund

Technologiezentrums Solingen leitet.

Die von ihm betreuten Startups sind

ebenso Teil dieses Netzwerkes, wie erfahrene

Fachleute aus in Solingen ansässigen

Innovations- und Unternehmensberatungen

sowie Wissenschaftler, Juristen und

Querdenker.

Weitergehende fachkundige Unterstützung,

die über die initialen Impulse

hinausgeht, kann unter anderen

durch die sogenannten

BAFA-Fördermittel finanziert werden.

Weitergehende Orientierung

über die vom Land NRW geförderten

Innovations- und Digitalisierungsvorhaben

für kleine und mittlere

Unternehmen sowie die

Begleitung bei der Planung, Umsetzung

und Finanzierung mit regional

und fachlich differenzierten Beratungsangeboten

ist unter

www.bergisch-innovativ.de zu finden.

Kleine und mittelständische

Unternehmen erhalten somit maßgeschneiderte,

qualifizierte Beratungsleistungen

und werden

finanziell entlastet.

8 www.bvg-menzel.de


Lkw-Verkehr geht

zurück

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes

ist der mautpflichtige Lkw-Verkehr

im März 2020 um 5,9 Prozent gegenüber

dem Vormonat zurückgegangen.

Das ist der stärkste Einbruch seit Einführung

der Maut 2005 – obwohl ein großer

Teil der Corona-Maßnahmen erst in der

zweiten Monatshälfte wirksam wurde.

Für das Institut der deutschen Wirtschaft

(IW) ein klares Indiz dafür, dass in

Deutschland weniger produziert wird.

Und dies schlage sich früher oder später

in den Beschäftigtenzahlen nieder. Der

Transportrückgang liefere einen ersten

messbaren Eindruck davon, wie hart die

Corona-Krise Deutschlands Konjunktur

treffen wird. Insbesondere die industrielle

Fertigung, die stark auf Arbeitsteilung

und Lieferketten basiert, ist ein Garant

für genügend Aufträge in der Logistik.

Doch die Industrie in Südeuropa und

Frankreich befindet sich in Schockstarre.

In Deutschland stehen ebenfalls viele

Bänder still. Bereits im vergangenen Jahr

hatte die Transportbranche mit einem

rückläufigen Geschäft zu kämpfen. Die

Rezession, die 2019 der Industrie einen

Dämpfer verpasst hatte, hat sich in den

Monaten Januar bis November 2019 auch

deutlich auf die Fahrleistung ausgewirkt.

Im Februar dieses Jahres stiegen die

Werte dann wieder und legten Coronabedingt

im März eine Vollbremsung hin.

Das Statistische Bundesamt wird den

Fahrindex nach eigenen Angaben nun

täglich aktualisieren, um so frühe Hinweise

auf die Konjunkturentwicklung zu

geben. „Einerseits macht das deutlich,

wie eng die Bereiche Industrie und

Transportwesen verknüpft sind“, sagt

IW-Verkehrsökonom Thomas Puls. Andererseits

zeige die Entscheidung, dass

die Industrie mit der Corona-Krise aktuell

sehr schwer zu kämpfen habe.

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Gewerbekunden (ausgeschlossen sind Großkunden mit Ford Rahmenabkommen sowie gewerbliche Sonderabnehmer

wie z.B. Taxi, Fahrschulen, Behörden). 2 Das Technik-Service-Paket enthält Wartungs- und Inspektionsarbeiten sowie

anfallende Verschleißreparaturen in vereinbartem Umfang. Für weitere Fragen zu Details und Ausschlüssen können Sie

sich gerne an uns wenden. Nur erhältlich im Rahmen eines Ford Lease Full-Service Vertrags. 3 Leasingrate auf Basis eines

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der Bergische Unternehmer 05|20 9


NAMEN & NACHRICHTEN

Corona trifft auch die Kultur hart

Wuppertaler Bühnen und Tanztheater sagen Veranstaltungen ab.

Foto: Frank Elschner

Das Opernhaus in

Wuppertal bleibt, wie

so viele andere Kultureinrichtungen

in ganz

Deutschland, zunächst

geschlossen.

Schweren Herzens hat die Wuppertaler

Stadtspitze gemeinsam mit den Leitungen

der Wuppertaler Bühnen und des Tanztheater

Wuppertal Pina Bausch entschieden, alle

in Wuppertal geplanten Vorstellungen und

Konzerte bis einschließlich Sonntag, 28.

Juni 2020 abzusagen. Aufgrund der geltenden

behördlichen Vorgaben zum Schutz vor

dem Coronavirus sei eine Wiederaufnahme

der Proben und des Spielbetriebs derzeit

nicht möglich. Auch angesichts der Einschätzung

der Bundesregierung, dass Großveranstaltungen

in der Infektionsdynamik

eine bedeutende Rolle spielen, könnten zum

Schutz des Publikums keine Veranstaltungen

stattfinden. Sobald eine behördliche Erlaubnis

für kleinere Veranstaltungsformate

vorliegt, wollen die Wuppertaler Bühnen

versuchen, ein alternatives Programm für

das Theater am Engelsgarten, das Kronleuchterfoyer

im Opernhaus und gegebenenfalls

für Konzertformate wie „Uptown Classics“

aufstellen. Die Wuppertaler Bühnen

beabsichtigen, ab dem 4. Mai-Proben in

kleinen Gruppen – unter Berücksichtigung

der nötigen Abstände und Hygienevorschriften

– wieder aufzunehmen, sowohl

um Produktionen fertigzustellen, als auch,

um Vorproben für die Spielzeit 2020/21

vorzunehmen. Zudem arbeiten Oper,

Schauspiel und Sinfonieorchester weiterhin

an meist digitalen, kreativen Formaten,

die über die Social-Media-Kanäle der

Wuppertaler Bühnen abrufbar sind.

Alle Informationen zum Umgang

mit bereits gekauften Tickets der

Wuppertaler Bühnen oder Tickets

aus Abonnements werden laufend

aktualisiert unter wuppertalerbuehnen.de/corona.

Die KulturKarte

ist bis auf weiteres für den Kundenverkehr

geschlossen. Die Mitarbeitenden

sind aber von Montag

bis Freitag von 10 bis 18 Uhr vorzugsweise

per E-Mail (info@kulturkarte-wuppertal.de),

per Post (KulturKarte,

Kirchplatz 1, 42103

Wuppertal) oder telefonisch (0202/

563 7666) zu erreichen.

10 www.bvg-menzel.de


Wuppertaler Bänder für Schutzmasken-Produktion

Bremkamp Elastic GmbH liefert Material für Gummibänder.

Foto: Bremkamp Elastic GmbH

Die Bremkamp Belegschaft

arbeitet mit

Hochdruck an der Produktion

von Elastik-Bändern

für die Herstellung

von Schutzmasken.

Im Fabrikgebäude der Bremkamp Elastic

GmbH rattern die Produktionsmaschinen seit

Wochen fast rund um die Uhr. In der Fabrik

wird täglich elastisches Material für die Fertigung

von bis zu 1,8 Millionen Nase-Mund-

Masken produziert. Das Corona-Virus hat

den normalen Geschäftsalltag der Wuppertaler

Firma umgekrempelt, erzählt Geschäftsführer

Dirk Bernd Bremkamp: „In manchen

Produktionsbereichen herrscht weitgehend

Flaute, zum Beispiel bei Automotive.“ Hier

betrage der Anteil derzeit nur noch knapp

zehn Prozent vom normalen Geschäft. So hat

sich das 118 Jahre alte Unternehmen schnell

auf die neuen Herausforderungen der Corona

Krise eingestellt. Das Wuppertaler Produkt

wird von großen deutschen Schutzmasken-

Herstellern verwendet. Da die Herstellung

dieser speziellen Fäden jedoch Neuland für

die Bremkamp Elastic GmbH war, musste

erst einmal passendes Material gefunden

werden. Die Textilien, die in der Fabrik normalerweise

verwendet werden, wiesen nicht

die gewünschten Eigenschaften auf. Diese

Hürde wurde dank Mutter Doris Bremkamp

schnell genommen. Mit ihrem Fachwissen

entwickelte die über 80-Jährige in nur einer

Woche elastische Fäden, die den Anforderungen

an Spannkraft und Dehnbarkeit entsprechen.

Nun hat die Firma alle Hände voll

zu tun. „Wir fangen jetzt morgens um vier

Uhr an und arbeiten bis abends um zehn.

Und das sieben Tage die Woche“, so der Unternehmer.

Ohne den Einsatz der Mitarbeitenden

hätte diese Umstellung nicht erfolgen

können, betont er. Noch bevor die Corona-

Krise richtig losging, wurden die Lager ordentlich

mit Rohstoffen aufgestockt. Davon

profitiert die Firma jetzt. Auch wenn die internationalen

Lieferketten wegbrechen, laufe

die Zusammenarbeit auf lokaler Ebene weiterhin

gut.

Beratung mit Herz. Steuern mit Verstand.

Letztes Jahr sind wir stark

gewachsen. Auch dank

erfahrener Steuermänner.

Erfolgreiches Wachstum erfordert eine

ganzheitliche Sichtweise. Neben betriebswirtschaftlicher

Beratung setzen wir auf kreative

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der Bergische Unternehmer 05|20 11


NAMEN & NACHRICHTEN

Barmenia zieht positive Bilanz

Versicherer reagiert auf Krisenzeiten.

Neue Leitung des

Geschäftsbereichs

Technik beim

Wupperverband

Foto: Barmenia/Martin Jepp

Die Barmenia Versicherungen blicken auf ein erfolgreiches

Jahr zurück. Der Bestand an Kunden wuchs auf 2,5

Millionen, die Beiträge steigerten sich in 2019 um 3,2

Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Man habe die Gruppenstruktur

optimiert, um die Gruppe zukunftsfähig zu halten

und Profitabilität und Wettbewerbsposition dauerhaft

zu sichern, erläutert Barmenia-Chef Andreas Eurich. Die

Barmenia Allgemeine schloss das Geschäftsjahr mit

marktüberdurchschnittlicher Entwicklung und setzte damit

ihren Wachstumspfad fort. Wachstumstreiber im

Jahr 2019 waren die Wohngebäude- und Haftpflichtversicherung

sowie die Tier-Operationskostenversicherung.

Eine Trendwende in der Bestandsentwicklung schaffte

die Barmenia Kranken, die ihren Bestand um 3,4 Prozent

auf nunmehr 1.292.074 Versicherte ausbaute. Die Barmenia

Leben behauptete sich im Umfeld mit hoher Marktliquidität

und extrem niedrigem Zinsniveau weiter. Treiber

waren Rentenversicherungen mit optionaler Indexbeteiligung,

Berufsunfähigkeitsversicherungen sowie fondsgebundene

Rentenversicherungen. „In das neue Geschäftsjahr

sind wir gut gestartet. Wie sich das Jahr insgesamt

entwickeln wird, bleibt – aufgrund der Corona-Krise –

abzuwarten“, erklärt Andreas Eurich. Man habe ein Maßnahmenpaket

geschnürt, das viele Erleichterungen bringen

soll – sowohl für die Kunden als auch für die

Vermittler. „Wir stehen vor einer echten Herausforderung.

Aber wir werden sie meistern“, ist der Barmenia

Vorstandsvorsitzende überzeugt.

Barmenia-Vorstandsvorsitzender

Dr. Andreas

Eurich will die Corona-

Herausforderungen

meistern.

Thomas Klein ist seit dem 1. April neuer

Leiter des Geschäftsbereichs Technik

und Flussgebietsmanagement beim Wupperverband.

Er übernimmt damit die Leitung

des größten Geschäftsbereichs im

Verband. Der Geschäftsbereich umfasst

die Aufgaben Planung, Bau und Betrieb

der elf Kläranlagen, der Abwasserableitung

sowie der Mischwasserbehandlung,

der Klärschlammverbrennungsanlage,

der 14 Talsperren inklusive Forst, der

Unterhaltung und Renaturierung von

2.300 Kilometern Flussläufen sowie die

Betreuung weiterer Anlagen und Betriebseinheiten,

zum Beispiel dem Bereich

wasserwirtschaftliche Grundlagen.

Nach seinem Studium im Bereich Bauingenieurwesen

mit den Schwerpunktthemen

Siedlungswasserwirtschaft, Wasserwirtschaft

und Hydrologie an der

Ruhr-Universität Bochum war Thomas

Klein in einem Planungsbüro und in

Baufirmen tätig. Von 2004 bis März

2020 war er bei den Stadtentwässerungsbetrieben

Köln in den verschiedenen Positionen

auf dem Großklärwerk Köln-

Stammheim beschäftigt. Seit 2011 war er

als Abteilungsleiter verantwortlich für

den gesamten Betrieb des Großklärwerkes

mit 110 Mitarbeitern. Der Wupperverband

betreibt 14 Talsperren, elf Klärwerke,

eine Schlammverbrennungsanlage

und weitere Anlagen wie Hochwasserrückhaltebecken

und Regenbecken. Er

unterhält insgesamt rund 2.000 Kilometer

Flüsse und Bäche. Verbandsmitglieder

sind Städte und Gemeinden, Kreise,

Wasserversorgungsunternehmen, Industrie

sowie Gewerbe im Wuppergebiet.

12 www.bvg-menzel.de


Stabwechsel zum Monatsbeginn

Neuer Standortleiter bei Bayer Wuppertal.

Foto: Bayer AG

Dr. Timo Fleßner (l.)

folgt als neuer Standortleiter

bei Bayer Wuppertal

auf Dr. Holger

Weintritt, der sich innerhalb

des Unternehmens

anderen Aufgaben zuwendet.

Am 1. Mai hat Dr. Timo Fleßner (49) die

Leitung des Bayer-Standorts Wuppertal

übernommen. Er folgt auf Dr. Holger Weintritt

(50), der sich nach zweijähriger Standortleitung

nun komplett auf seine Aufgaben

als globaler Leiter der pharmazeutischen

Wirkstoffproduktion innerhalb der Division

Pharmaceuticals konzentriert.

Weintritt hatte beide Funktionen bislang parallel

verantwortet. „Ich freue mich sehr darauf,

die Stärken des traditionsreichen For-

schungs-, Entwicklungs- und

Produktionsstandorts Wuppertal weiter zu

nutzen und somit die Erfolgsgeschichte fortzuschreiben.

Zusammen mit den Beschäftigten

vor Ort innovative Lösungen für den

Erfolg von morgen voranzubringen und einen

Beitrag für den medizinischen Fortschritt

zum Wohle der Patienten leisten zu

können reizt mich ganz besonders“, betont

Fleßner.

Den Standort Wuppertal und die Division

Pharmaceuticals von Bayer kennt der Chemiker

aus vorausgegangenen Tätigkeiten:

Nach Promotion im Jahr 1999 an der Universität

Hannover, einem folgenden Forschungsaufenthalt

in den USA und dem Eintritt

in die Bayer AG im Jahr 2000 in Leverkusen

wechselte er 2002 nach Wuppertal.

Nach einer Zwischenstation in Berlin übernahm

er 2007 eine Abteilungsleitung in der

Wirkstoff-Forschung in Aprath. Von 2011

bis 2017 war er verantwortlich für die Chemische

Entwicklung in Wuppertal. Zuletzt

leitete er den Bayer-Standort in Bergkamen.

Fleßner engagiert sich darüber hinaus seit

24 Jahren in der Gesellschaft Deutscher

Chemiker (GDCh).

Aktuell ist er dort im Präsidium für die Finanzen

zuständig. Desweiteren hat er seit

2015 einen Lehrauftrag an der Universität

Hannover. Dr. Timo Fleßner ist verheiratet

und lebt mit seiner Frau und zwei Kindern

in Wuppertal.

Studium für Unternehmer

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der Bergische Unternehmer 05|20 13

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NAMEN & NACHRICHTEN

140 Mitarbeiter, zehn Standorte, ein digitaler Konferenzraum

GESA-Verbund veranstaltete erste digitale Betriebsversammlung.

In eigener Sache

Foto: Gesa

Alle Entwicklungen rund um

die Corona-Krise wurden in

dieser Ausgabe des Bergischen

Unternehmers bis zum

Redaktionsschluss am 11. Mai

berücksichtigt. Die Entscheidungen

zum Corona-Exit, die

danach beschlossen und verkündet

werden, greifen wir in

unserer nächsten Ausgabe

auf.

Betriebsversammlungen sind ein Pflichttermin im Jahreskalender

eines Unternehmens. Doch die Corona-Krise

wirft diese gewohnte Routine über den Haufen, stellt Unternehmen

vor Herausforderungen und zwingt zur Innovation.

So auch die GESA gGmbH. Rund 140 Mitarbeiter

sind bei den Unternehmen des GESA-Verbunds

beschäftigt, verteilt auf zehn Standorte in Wuppertal und

Essen. Während viele Unternehmen ihre Betriebsversammlungen

derzeit auf unbestimmte Zeit verschieben,

nahm die GESA die Corona-Krise zum Anlass, ein alternatives

Konzept zu erproben: Dieses Jahr führte Geschäftsführer

Ulrich Gensch durch eine digitale Betriebsversammlung.

Unter Beachtung der empfohlenen

Mindestabstände wurden die Mitarbeitenden dezentral

auf fünf Standorte verteilt und per Online-Konferenz

vernetzt. Das Sozialunternehmen zieht ein positives Fazit:

Habe man den Sprung ins kalte, digitale Wasser erst

gewagt, funktioniere es häufig besser als erhofft.

Mehr Informationen über die GESA unter

www.gesaonline.de

An fünf verschiedenen

Standorten

folgten Mitarbeitende

der Präsentation.

Im Anschluss

konnten

Fragen gestellt

werden.

1.000 Anträge

auf Soforthilfe

in Mettmann

Seit dem 27. März können Kleinunternehmer,

Freiberufler und Soloselbstständige

eine Soforthilfe in Höhe von 9.000

bis 25.000 Euro beantragen. Anträge

können direkt beim Ministerium für

Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung

und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen

gestellt werden, wenn ein Betrieb

oder Soloselbstständiger infolge der Corona-Krise

drastische Umsatzeinbußen

erlitten hat, mit massiven Auftragsstornierungen

kämpft oder aufgrund einer

Anordnung den Betrieb schließen musste.

In Mettmann wurden seitdem 935 Anträge

auf Soforthilfe gestellt, im gesamten

Kreisgebiet sind es 10.903 (Stand:

22. April). Das teilte die zuständige Bezirksregierung

Düsseldorf mit.

14 www.bvg-menzel.de


Besucherfrequenz in Elberfeld

Nach dem Lockdown kommen die Kunden nur zögerlich.

.........................

Noch meiden die Menschen

die Innenstädte.

Diese Erfahrung macht

auch Elberfeld in diesen

Tagen.

Immer mehr Geschäfte durften nach rund

sechs Wochen Shutdown in den vergangenen

Tagen wieder öffnen. Trotzdem ist die

Elberfelder Innenstadt noch nicht wieder so

belebt wie sonst. Das zeigen aktuelle Messungen

der Passantenfrequenz. Viele Kunden

reagieren noch verhalten auf das wieder

eröffnete Einkaufsangebot. „Man kann sagen,

dass sich die durchschnittliche Frequenz

seit der Wiedereröffnung der Einzelhandelsbetriebe,

gemessen an der

Normalsituation, bei ungefähr 50 Prozent

eingependelt hat. Die Eröffnung der größeren

Einzelhandelsbetriebe in der Kalenderwoche

18 hat nicht zu einem signifikanten

Anstieg der Frequenz geführt“, berichtet Dr.

Marco Trienes von der Wirtschaftsförderung

Wuppertal. Warum die Frequenz in

den letzten beiden Wochen nicht auf Normalniveau

angestiegen ist, könne viele

Gründe haben. Wahrscheinlich führten die

Corona-bedingten Regelungen wie Zugangsbeschränkung,

Abstand- und Hygieneregeln

und die Reduzierung der Kaufkraft

durch Kurzarbeit und negative Zukunftsaussichten

zu einer allgemeinen Zurückhaltung

beim Einkaufen. Um über mehrere Messpunkte

ein Verständnis des „Systems City“

zu entwickeln, wäre der Einsatz weiterer

Frequenzzählanlagen in Wuppertal aus

Sicht der Wirtschaftsförderung wünschenswert.

Vereinigung Bergischer Unternehmerverbände e.V. - VBU®

Unsere Verbandsgruppe umfasst rd. 620 Mitgliedsunternehmen mit

ca. 71.000 Beschäftigten unterschiedlicher Branchen. Wir informieren,

beraten und vertreten unsere Mitglieder in allen Fragen des Personalwesens,

insbesondere in Angelegenheiten des Arbeits-, Sozial- und Tarifrechts.

Nutzen Sie diesen Service. Wir informieren Sie gerne!

Wuppertal

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Solingen

Neuenhofer Straße 24 · 42657 Solingen · Telefon 02 12 / 88 01-0 · Telefax 0212 / 88 01-35

Mönchengladbach

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der Bergische Unternehmer 05|20 15


NAMEN & NACHRICHTEN

Das Team ist komplett

Neuer Vorstand bei der Sparkasse Remscheid.

Seit 111 Jahren in

Wuppertal

Foto: Stadtsparkasse Remscheid

Zum 1. April 2020 wurde Peter Hardebeck in den Vorstand der

Stadtsparkasse Remscheid berufen. Damit ist das Vorstandsteam

mit dem Vorsitzenden Michael Wellershaus und dem stellvertretenden

Vorstandsmitglied Herbert Thelen nach dem Ausscheiden

von Frank Dehnke wieder komplett. Peter Hardebeck

kennt das Haus gut, ist er doch seit 2009 bei der Sparkasse

Remscheid beschäftigt – zunächst als Bereichsleiter der Internen

Revision und später in selber Funktion im Kreditmanagement.

2016 wurde er Verhinderungsvertreter des Vorstandes.

Seine Aufgabenschwerpunkte als Überwachungs- und Risikovorstand

sind die Marktfolgetätigkeiten im Kreditgeschäft, die

Gesamtbanksteuerung und der Compliance Bereich. Hardebeck

freut sich auf seine neue Aufgabe. Dabei stehen Kontinuität und

Verlässlichkeit im Fokus seines Handelns. „Persönlich am Herzen

liegt mir, dass die Sparkassenfinanzgruppe und damit natürlich

auch unsere Stadtsparkasse Remscheid als der Anbieter

für schnelle und komfortable Lösungen bei unseren Kundinnen

und Kunden agieren“, sagt er.

Peter Hardebeck

ist seit 2009 bei

der Stadtsparkasse

Remscheid

beschäftigt. Nun

wurde er in den

Vorstand berufen.

Thielenhaus Technologies beweist Verbundenheit

zum Standort.

Zum 111. Firmengeburtstag der Maschinenfabrik

Thielenhaus Technologies ist

ein Poster entstanden, das die historisch

gewachsene Verbundenheit des Familienunternehmens

mit dem Standort Wuppertal

dokumentiert. Das Unternehmen

ist 2019 erneut von der Universität St.

Gallen als Weltmarktführer bei Werkzeugmaschinen

für die Oberflächenfeinstbearbeitung

bestätigt worden. Das

weltweit patentierte „Microfinish“-Verfahren

sichert nach Unternehmensangabe

höchste Werkstück-Präzision bis zu einem

Zehntausendstel Millimeter. Es ermöglicht

deutliche Fortschritte bei Leistungsfähigkeit,

Belastbarkeit,

Langlebigkeit, Geräuschminderung, Miniaturisierung,

Energie- und Rohstoffeffizienz.

Eingesetzt werden die Maschinen

vor allem in der Automobil-,

Wälzlager- und Zuliefererindustrie, aber

auch in der Pneumatik, Hydraulik, Medizintechnik,

Luft- und Raumfahrt. Die

Firmengruppe ist mittlerweile mit acht

Standorten in sechs Ländern weltweit

vertreten. Tochtergesellschaften gibt es

aktuell in den USA, China, Indien, Brasilien

und der Schweiz.

Mehr Informationen unter

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Solidarität zwischen Radevormwald und Remscheid

Zusammenarbeit zwischen Gira und der Team Gastronomie GmbH.

Foto: Team Gastronomie GmbH

Paul Clemens (l.) und

Tino Burk, zwei der fünf

Geschäftsführer der

Team Gastronomie

GmbH aus Remscheid,

freuen sich über den

Auftrag von Gira. Er hilft

dem Gastronomieunternehmen

in der Corona-

Krise ein Stück weit,

„mit einem blauen Auge

durch diese schwierige

Zeit“ zu kommen.

Aus Gründen des Gesundheitsschutzes vor

dem Hintergrund der Corona-Krise entschied

der Radevormwalder Gebäudetechnikspezialist

Gira, den eigenen Küchenbetrieb

vorsorglich zu schließen und einen

externen Caterer mit der Essensversorgung

zu beauftragen. „Unsere eigene Küche ist

darauf ausgelegt, hauptsächlich warme

Speisen für den Verzehr in den Bistros anzubieten.

Dies ist aber mit den Schutzmaßnahmen,

die wir ergriffen haben, um der

Verbreitung des Corona-Virus’ entgegen-

zuwirken, nicht vereinbar“, erläutert Gira-

Personalleiterin Alexandra Ptock. So wurde

die Team Gastronomie GmbH aus Remscheid

mit dem Catering beauftragt. Seither

beliefern Geschäftsführer Paul

Clemens und seine vier Geschäftsführungskollegen

– alle fünf gelernte Köche –,

unterstützt von vier Auszubildenden die

mittelständische Technologiefirma drei

Mal am Tag mit frischen Mahlzeiten. „450

bis 500 Essen geben wir täglich aus, so

dass Früh- und Spätschicht versorgt sind“,

erklärt Clemens. Die verpackten Kaltgerichte

inklusive Einwegbesteck können von

den Gira-Mitarbeitenden mit an den Arbeitsplatz

genommen und dort verzehrt

werden. Die Kosten dafür übernimmt das

Familienunternehmen. Alles in allem eine

Win-win-Situation, resümieren die Betroffenen.

Die Gira-Anfrage kam bei der Gastronomie

GmbH gerade recht. Schließlich

mussten ihre insgesamt fünf Restaurantbetriebe

– darunter die Klosterschänke in

Lennep, das Schützenhaus in Remscheid

und die Gastronomie auf Schloss Burg in

Solingen – sowie ihr Cateringservice seit

Mitte März infolge der Regelungen zur

Eindämmung des Corona-Virus bis zur

Wiedereröffnung am 13. Mai die Tätigkeit

nahezu komplett einstellen.

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der Bergische Unternehmer 05|20 17


TITEL DIE ERZWUNGENE RUHE – KRISE, CHANCEN, WANDEL?

18 www.bvg-menzel.de


Krise, Chancen, Wandel?

Die erzwungene Ruhe – welche

Veränderungen bewirkt Corona?

Das Virus hält die Welt in Atem und in Schach. Daran wird sich zumindest in naher

Zukunft nichts ändern. Alle Gesellschaften der Welt werden noch viele Monate,

vielleicht auch ein oder zwei Jahre mit Einschränkungen leben müssen. Anders wird

es wohl leider nicht gehen, will man Gesundheit schützen. Die Auswirkungen auf

die Wirtschaft, auf Existenzen, auf Bildung, Familien und Kinder durch die Pandemie-Bekämpfung

sind zweifelsohne verheerend. Doch wollen wir an dieser Stelle

nach vorne schauen und nicht zurück. Was wird sich verändern, vielleicht verbessern

und wo ergeben sich Chancen durch Wandel? Wir haben in unserer Region

nachgefragt.

der Bergische Unternehmer 05|20 19


TITEL DIE ERZWUNGENE RUHE – KRISE, CHANCEN, WANDEL?

Wie sich die Pandemie

letztlich auswirkt, wird

erst allmählich sichtbar

werden.

Corona ist ein Horrorszenario, ein

Monster und eine Bedrohung, die

die ganze Welt in Geiselhaft

nimmt. Derlei Bilder sind nur ein

Versuch zu beschreiben, welche

dramatischen Folgen die Ausbreitung

des Virus für alle Länder und Gesellschaften

hat und haben wird. An allererster Stelle natürlich

für die gesundheitlich Betroffenen und

für die vielen Menschen, die eine Infektion mit

dem Leben bezahlt haben – Alte und Junge. Bis

auf ganz wenige Ausnahmen haben Regierungen

mit massiven Eingriffen in das öffentliche Leben

reagiert, mit Kontaktsperren, Versammlungsund

Berufsverboten. Dabei ist der Preis zur Eindämmung

des Virus hoch. Einhellig sprechen

Experten von der tiefsten Rezession seit dem

zweiten Weltkrieg. Aktuell sind die Sorgen wohl

noch größer als die Visionen. Doch könnte die

Krise auch Veränderungen bewirken und mancher

positiver Entwicklung Vorschub leisten.

WIRTSCHAFT UND RECHT

„Unsere Mandanten sind in der Mehrheit zum

Glück sehr substanzstark. Sie haben die Kraft,

diese Krise zu bewältigen. Nichtsdestotrotz haben

sie viele pragmatische und operative Fragen“, berichtet

Dr. Martin Hüttermann, Rechtsanwalt und

Geschäftsführender Partner der Breidenbach-Unternehmensgruppe

in Wuppertal. Um den Unternehmen

in der Krise effektiv und schnell zur Seite

zu stehen, hat die Wirtschaftsprüfungs-, Steuerberatungs-

und Rechtsanwaltsgesellschaft „Task

Forces“ für die Bereiche Steuerstundungen, Kurzarbeitergeld,

KfW-Darlehen und unternehmeri-

20 www.bvg-menzel.de


sche Fragestellungen eingerichtet. Unterschiedliche

Experten sind in diesen Kompetenzzentren

vertreten, der interdisziplinäre Ansatz der Breidenbach-Gruppe

helfe, unterschiedliche Probleme

zielgenau zu lösen. „In erster Linie geht es um Liquiditäts-

und Finanzierungsfragen. Intensive Hilfe

benötigen vor allem die Unternehmen, die wir

restrukturiert haben“, schildert Dr. Martin Hüttermann

die Vorgehensweise in Corona-Zeiten.

Stresstest und Zukunftsfragen

Zweifelsohne sei die aktuelle Krise ein Stresstest

für das jeweilige Geschäftsmodell der Firmen.

Während es aktuell natürlich um die Fortführung

und Stabilität der Geschäftstätigkeit und gerade

für die kleineren Betriebe ums Überleben gehe,

könnten gewonnene Erkenntnisse die Zukunft beeinflussen

– im besten Fall sogar positiv. „Ich

glaube, dass unsere Wirtschaft sich verändern

wird“, sagt der Jurist. Der Trend der grenzenlosen

Globalisierung werde zunehmend kritisch hinterfragt.

„Man wird sich bewusst, dass man Lieferketten

mehrgleisig gestalten muss und zwar mehr,

als das heute der Fall ist. Geschäftsbeziehungen

sollten regionaler und europäischer aufgebaut

werden, auch um sich in Krisen autarker aufzustellen.“

Mit Blick auf den Verlauf der Infektionszahlen

ist Dr. Hüttermann eher ein Vertreter der

vorsichtigen Öffnung und betrachtet zu schnelle

Lockerungen mit Sorge. Die Gefahr einer zweiten

Welle sei nach wie vor nicht von der Hand zu weisen.

„Ein Unternehmen können Sie aber nicht aus

und anschalten wie einen Lichtschalter. Ein zweiter

Lockdown wäre fatal.“

Verlässliche Demokratie

Vielfach beanstandet werden dennoch die massiven

Eingriffe in die Grundrechte, die aus Sicht der

Regierung zur Eindämmung der Epidemie in

Deutschland unausweichlich waren. Wie beurteilt

der Jurist Dr. Martin Hüttermann diese Kritik?

„Juristisch ist immer die Frage nach der Verhältnismäßigkeit

relevant. Natürlich wurde das Recht

auf Berufsfreiheit massiv eingeschränkt. Definitiv

gibt es aber durch das Virus eine Gefahr für Leib

und Leben. Insofern halte ich den Eingriff in die

Grundrechte für absolut vertretbar. Denn nur

durch strikte Kontaktsperren war ja eine massive

und gefährliche Ausbreitung des Virus zu verhindern“,

sagt der Rechtsanwalt. Nicht bange ist ihm

demnach um unsere Demokratie. „Wir befinden

uns nach wie vor in einem verlässlichen Rechtssystem.

Unsere Demokratie bleibt gewahrt, wir

arbeiten eben mit den Mitteln, die uns das System

zur Verfügung stellt.“ Und noch ein Gedanke

treibt Dr. Martin Hüttermann, der vielerlei Kontakte

ins Ausland hat, um: „Im internationalen

Vergleich können wir sehr froh sein, dass wir diese

Krise in Deutschland durchstehen – sowohl in

Bezug auf die Stärke unseres Gesundheitssystems

als auch auf die wirtschaftliche Kraft unseres

Staates.“

Fortsetzung auf Seite 26

Dr. Martin Hüttermann

ist Rechtsamwalt und

Geschäftsführender

Partner der Breidenbach-Unternehmensgruppe

in Wuppertal.

Individuelle Mobilität soll erschwert werden.

Anders sind die Beschlüsse der Politik nicht zu

verstehen.

der Bergische Unternehmer 05|20 21


TITEL INTERVIEW DIE ERZWUNGENE RUHE – KRISE, CHANCEN, WANDEL?

„Vieles wird davon abhängen, wie

schnell wir mit welchem Ergebnis

aus der Krise herauskommen“

In jeder Krise steckt eine Chance. Bei aller Dramatik sieht Rechtsanwalt Frank R. Witte, Sprecher

der Geschäftsführung der Vereinigung Bergischer Unternehmer (VBU®), gute Möglichkeiten, Unternehmen

in post-Corona Zeiten neu und besser aufzustellen.

Herr Witte, welche Sorgen beschäftigen Ihre

Mitgliedsunternehmen derzeit am stärksten?

Das hängt maßgeblich davon ab, wie schnell und

massiv die Unternehmen von den Auswirkungen

der Corona-Pandemie betroffen sind. Wer seine

Waren nicht verkaufen kann, weil Abnehmer ihre

Läden zum Beispiel gar nicht öffnen dürfen, bei

dem konzentrieren sich die Sorgen etwa darauf, ob

schnelle und ausreichende finanzielle Hilfen zur

Verfügung stehen. Hier fragt man sich natürlich,

wie schnell zuständige Behörden Anträge bewilligen

und dann tatsächlich auch Gelder fließen.

In anderen Bereichen, bei denen sich erst zu einem

späteren Zeitpunkt Schwierigkeiten abzeichnen,

stellt man sich beispielsweise folgende Fragen:

- Wie lange reichen die eigenen finanziellen

Ressourcen aus?

- Wie groß ist die Lagerreserve?

- Sind Lieferketten mit Vorprodukten unterbrochen?

- Wie steht es um den grenzüberschreitenden

Warenverkehr?

- Kann ich von woanders Vorprodukte in

entsprechender Qualität beziehen?

- Wie rasch kann geliefert werden?

Sind die staatlichen Hilfen für die Industriebetriebe

ausreichend?

Staatliche Hilfen sind erstaunlich schnell und

auch in überzeugender Größenordnung zur Verfügung

gestellt worden. Sie funktionieren aber

nur, wenn auch deren Bewilligung und Auszahlung

erfolgreich bewältigt werden können. Überwiegend

habe ich den Eindruck, dass dies relativ

gut läuft und insbesondere auch von den kleinen

Unternehmen gut angenommen wird. Für mittlere

und größere Betriebe kann sich dies allerdings

differenziert darstellen.

Natürlich kann es überall auch noch immer „etwas

mehr“ sein. Doch hier gilt es, Augenmaß zu

behalten. Zwar sind wir in der glücklichen Lage,

dass viele öffentliche Kassen durch hohe Steuerüberschüsse

aus den vergangenen Jahren gut gefüllt

sind; doch wir reden hier über Milliarden-

Ausgaben, die irgendwie auch refinanziert

werden müssen. Die Staatsverschuldungen wachsen

jedenfalls ganz beträchtlich.

So mehren sich nach nicht unerheblichen Hilfsprogrammen

für die Unternehmen auch die Stimmen,

die ein zusätzliches Konjunkturprogramm

für den Exit fordern. Hier muss aus meiner Sicht

die Politik aufpassen, nicht falsche Signale zu

senden. Abwrackprämien zum Beispiel für Autos

sind meines Erachtens nicht sonderlich zielführend.

Besser wäre es, Kaufanreize für längerfristige

Investitionen zu setzen, beispielsweise im

Bereich umweltfreundlicher Heizungen für Häuser

etc. Es gibt auch noch viele andere Sektoren,

in denen Deutschland Nachholbedarf hat: Ich

nenne beispielsweise Zukunftsfelder wie Digitalisierung,

Mobilität und Energie. Außerdem ist es

höchste Zeit, jetzt schleunigst die Investitionsbremsen

bei Planungs- und Genehmigungsverfahren

zu lösen.

Nach Aussage der meisten Experten ist die

Pandemie noch lange nicht ausgestanden.

22 www.bvg-menzel.de


Wichtig ist auch, sich vor Augen zu führen, dass

die Herstellung eines Produktes allein nur eine

Seite der Medaille ist. Gleichzeitig muss auch sichergestellt

werden, dass die Nachfrage nach den

entsprechenden Produkten anspringt. Nur auf

Vorrat zu produzieren hilft wenig und führt nur

zu weiteren Kosten.

Im Übrigen ist es für viele Beschäftigte auch unabdingbar,

dass die Betreuung der Kinder sichergestellt

ist; will heißen: Ohne eine Öffnung von

Schulen und Kitas geht es hier nicht wirklich.

Rechtsanwalt Frank R.

Witte, Sprecher der Geschäftsführung

der Vereinigung

Bergischer

Unternehmer (VBU®),

beantwortet viele Anfragen

in diesen

schwierigen Tagen.

Welche Maßnahmen sind nötig, damit Wirtschaftstätigkeit

während der Krise möglich ist

und im Anschluss wieder Fahrt aufnimmt?

Um die Wirtschaftstätigkeit in der Krise aufrechtzuerhalten,

gilt als oberstes Gebot, dass die Gesundheit

der Belegschaften geschützt und das Ziel

der Eindämmung der Infektionen nicht gefährdet

wird. Angesprochen sind insoweit Schutzmaßnahmen

wie die Beachtung von Hygieneregeln,

das Abstandsgebot oder das Tragen von Schutzausrüstungen.

Doch hier trifft das Wünschenswerte

auf die Realität: Atemschutzmasken und

Desinfektionsmittel sind zur Mangelware geworden

und können vielfach nur mit Verzögerungen

beschafft werden oder sind nicht in notwendiger

Anzahl verfügbar.

Besonders schwer sind die Automobilindustrie

und damit auch die Zulieferer in unserer Region

vom Shutdown betroffen. Wie können diese

Unternehmen wieder Zuversicht gewinnen?

Es ist zutreffend, dass in ganz erheblichen Umfang

gerade hier im Bergischen Land Zulieferer

der Automobilindustrie außerordentlich betroffen

sind. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass schon

vor der Corona-Krise die Automobilbranche mehr

als andere angeschlagen war. Denken Sie an

„Diesel-Skandale“ und Absatzrückgänge deutscher

Fahrzeuge weltweit.

Ich glaube aber, dass der Lockdown das normale

Konsumverhalten sehr stark eingeschränkt hat

und dass mit einer schrittweisen Lockerung auch

wieder die Kaufwünsche der Menschen befriedigt

werden wollen. Möglicherweise führt ja die

Angst von einer Ansteckung in öffentlichen Verkehrsmitteln

dazu, dass das Fortbewegen in einem

Privatwagen sich als die sicherere Mobilitäts-Alternative

darstellt. Bleiben internationale

Urlaubsreisen wegen Einschränkungen der Bewegungsfreiheit

weiter erschwert, kann das eigene

Auto innerhalb Deutschlands das Mittel der ersten

Wahl sein. Denn irgendwann wollen sich die

Leute auch einmal wieder irgendwelche entfernteren

Reiseziele anschauen und nicht nur in den

eigenen vier Wänden sitzen.

In jeder Krise steckt auch eine Chance. Glauben

Sie, dass Corona allen katastrophalen

Einschränkungen zum Trotz zu positiven Veränderungen

führen wird?

In der Tat, Krisen bergen in sich auch immer

Chancen für neue Entwicklungen. Sie haben mit

den Stichworten Telefon-/Video-Konferenzen

schon richtige Beispiele genannt. Es ist erstaun-

der Bergische Unternehmer 05|20 23


TITEL INTERVIEW DIE ERZWUNGENE RUHE – KRISEN, CHANCEN, WANDEL?

lich und beachtlich, wie schnell sich diese Möglichkeiten

der Kommunikation in unserer Tagesarbeit

durchgesetzt haben, ja durchsetzen

mussten. Auch wir selbst hatten als Verbandsgruppe

vielfältigste Informationsveranstaltungen

in Präsenzform angeboten; inzwischen sind wir

zu Webinaren übergegangen, die ausgesprochen

gut angenommen werden. Dies gilt jedenfalls

dann, wenn überschaubare Teilnehmerzahlen zusammenkommen.

Da der Mensch ein soziales

Wesen ist, glaube ich aber auch, dass mobiles Arbeiten

oder eine Tätigkeit nur im Homeoffice sich

nicht durchgängig auf dem heute praktizierten

Niveau halten werden. Die persönliche Begegnung

am stationären Arbeitsplatz eröffnet vielfältige

Kontakte und strukturiert den Tag gleichzeitig.

Viele Menschen fühlen sich hier besser

aufgehoben, zumal geregeltes Arbeiten im Homeoffice

ein hohes Maß an Selbstdisziplin erforderlich

macht. Sicherlich wird sich am Ende ein neuer

Mix zwischen beiden Formen etablieren.

Darüber hinaus hoffe ich auch, dass in möglichst

vielen Schulen der Knoten zwischenzeitlich geplatzt

ist und man die Chancen (zusätzlichen) digitalen

Lernens erkannt hat und fortführt. Es gab

im letzten Jahr für Schulen einen Digitalpakt,

doch die Gelder lagen wie Blei auf den öffentlichen

Konten und wurden nicht abgerufen. Hoffentlich

ändert sich dies jetzt.

Die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus

haben digitale Prozesse in Deutschland beschleunigt.

Wie können wir diese Entwicklung

fortsetzen?

Wie gesagt, hat die Corona-Pandemie digitale Arbeitsformen

massiv auf den Plan gerufen. Dabei

hat sich aber herausgestellt, dass nicht alle Beteiligten

auf dem gleichen Kenntnisstand sind. Um

beim Beispiel Schule zu bleiben: Viele Lehrkräfte

fühlen sich selber schlecht gerüstet und benötigen

deshalb Aus- und Weiterbildung auf diesem Gebiet.

Das gilt ebenso für Wirtschaftsbeteiligte. Hier

sollte man meines Erachtens ansetzen und dringend

weitermachen, womit gleichzeitig das Verständnis

für digitale Arbeitswelten wachsen wird

und damit auch deren Akzeptanz. In vielen Anträgen

auf Hilfsgelder hieß es übrigens: Elektronische

Anträge können schneller bearbeitet werden.

Das Homeoffice hat Fahrt aufgenommen. Ob

die Unternehmen ihren Mitarbeitenden dauerhaft

das Vertrauen schenken, ihre Arbeit vermehrt

in „Heimarbeit“ zu erledigen? Ist dies

aus Ihrer Sicht überhaupt sinnvoll?

In unserer jetzigen Situation war die „Flucht in

das Homeoffice“ quasi zwangsläufig vorgezeichnet.

Aber auch schon vor dieser Zeit gab es in vielen

Betrieben eine Vertrauensarbeitszeit, wo zumindest

für bestimmte Mitarbeiter/-innen keine

Stempeluhr mehr vorgesehen war. Dieses Grundvertrauen

bestand also schon früher. Und schwarze

Schafe hat es in der Vergangenheit immer gegeben

und wird es zukünftig auch geben.

Letztendlich zählt am Ende nur, ob Projekte oder

sonstige Arbeiten termingerecht und erfolgreich

abgearbeitet wurden. Wenn dies der Fall ist, dürften

neue Arbeitsverfahren sich weiter verbreiten.

Andererseits wird es aber auch immer berufliche

Anlässe geben, die in einer persönlichen Aussprache

schneller, besser und effizienter gelöst werden

können. So kann ich mir zum Beispiel nicht

vorstellen, dass die jetzt temporär eingeführte

Möglichkeit, per Fernschalte mit einem Arzt ein

Arbeitsunfähigkeitsattest zu bekommen, von

Dauer ist. Und schließlich habe ich kürzlich von

Tools gehört, die Aktivitäten auf einer Computertastatur

nur vortäuschen – vertrauensbildend ist

das gerade nicht. Und wie schon oben gesagt:

Viele Firmen haben auch schon vor geraumer Zeit

Experimente mit Heimbüros gemacht, am Ende

aber auch eine gewisse Mindestanzahl von Tagen

im Betrieb vorgeschrieben, und zwar oftmals auf

Wunsch der Mitarbeiter selbst. Zudem sollte man

auch die EDV-Sicherheit im Homeoffice und

beim mobilen Arbeiten nicht aus den Augen verlieren

Vielfach wird die Meinung vertreten, dass die

Wirtschaft nach Corona eine andere sein wird?

Teilen Sie diese Auffassung und was glauben

Sie, wird die grundlegendste Veränderung sein.

Ich stimme der Auffassung zu, dass die Wirtschaft

nach Corona eine andere sein wird, weil sowohl

Stärken als auch Schwächen zu beobachten sind.

Wie eben schon erwähnt, werden viele Dienstreisen

zukünftig entfallen, weil es alternative Kommunikationsmöglichkeiten

gibt. Denn oftmals stehen

An- und Abreisezeiten in keinem Verhältnis

zum Zeitaufwand für ein Meeting selbst.

24 www.bvg-menzel.de


Auch der Glaube, dass Globalisierung ausschließlich

Vorteile für alle bietet, dürfte wieder vermehrt

hinterfragt werden. Wenn verschiedene Länder

wie China oder Indien monopolartige Stellungen

im Medizinsektor einnehmen und plötzlich in anderen

Weltteilen bestimmte Medikamente nicht geliefert

werden können, offenbart sich ein Verbesserungsbedarf.

Hier muss gefragt werden, ob nicht

unüberlegt und leichtfertig staatliche Krisenvorbereitungen

abgebaut wurden. Das gilt sowohl für

die innere wie die äußere Sicherheit.

Richtig ist auch, bestimmte Lieferketten kritisch

zu beleuchten. Wie sicher sind selbige? Sind die

Vorteile einer Just-in-Time-Anlieferung wirklich

zutreffend oder könnte sich nicht doch – insbesondere

in systemkritischen Sektoren – eine gewisse

Lagerhaltung/Bevorratung als sinnvoller

erweisen? Muss man nicht auch stärker in den

Lieferketten diversifizieren, statt nur auf ein

„Pferd“ zu setzen?

Das waren viele, interessante Gedanken zum

Krisengeschehen. Gibt es sonst noch Anmerkungen,

vielleicht zum Umfeld der Corona-

Krise?

Die Politik hat – wie ich finde – erstaunlich

schnell auf die Herausforderungen reagiert. Diese

Geschwindigkeit möchte man sich in Zukunft

auch in allen Teilen der öffentlichen Verwaltung

wünschen. Jahrelange Planungs- und Gerichtsverfahren

können wir uns einfach nicht mehr leisten.

Jeder will Versorgungssicherheit bei der Energie

– das geht aber nur, wenn es bei projektierten

Stromtrassen - ober- wie unterirdisch - nicht zu

größeren Verzögerungen kommt. Hier muss weiter

entschlackt und Bürokratie zurückgestutzt

werden. Zwar gibt es inzwischen x Bürokratieentlastungsgesetze,

doch was hinten gestrichen wird,

wird am nächsten Tag vorne wieder mit einer

neuen Verordnung verkompliziert.

Ein weiteres Thema, das hoffentlich noch einmal

zielführend und vertieft diskutiert wird, ist der Föderalismus

in seiner heutigen Form. Einerseits ist

damit das Verhältnis von Bundes- zu Landeskompetenzen

angesprochen, zum anderen aber auch

das Verhältnis der 16 Bundesländer untereinander.

Was muss wirklich zentral, was kann dezentral

entschieden werden? Oft hieß es heute „so“, zwei

Tage später wieder „so“, im angrenzenden Bundesland

war dann wieder alles anders. Dies stärkt

nicht gerade die Einsicht in der Bevölkerung. Klarere

Vorgaben wären hier sicherlich hilfreich.

Und abschließend ist auch am Ende die Frage zu

beantworten, wie das Verhältnis von individuellen

Freiheitsrechten zu gesamtgesellschaftlichen

Aspekten zu bewerten ist. Vieles wird davon abhängen,

wie schnell wir mit welchem Ergebnis

aus der Krise herauskommen. Eine Pandemie mit

Hunderttausenden von Betroffenen kann man

meines Erachtens doch nicht mit dem Autoverkehr

vergleichen, der auch weiterläuft, wenn pro

Jahr rund 3.000 Verkehrstote in Deutschland zu

verzeichnen sind.

Das Gespräch führte Stefanie Bona

Foto: BVG

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der Bergische Unternehmer 05|20 25


TITEL DIE ERZWUNGENE RUHE – KRISEN, CHANCEN, WANDEL?

Die eine Seite der Medaille

Marcus Jungmann ist Geschäftsführender

Gesellschafter

des Autohauses

Jungjohann-Vonzumhoff.

An drei Standorten erwirtschaftet

das Unternehmen

rund 50 Millionen

Euro im Jahr

Fortsetzung von Seite 21

AUTOBRANCHE

„Es geht jetzt erst einmal entscheidend darum,

dass niemand krank wird – weder in unserer Belegschaft,

noch bei unseren Kunden“, sagt Marcus

Jungmann, geschäftsführender Gesellschafter des

Autohauses Jungmann-Vonzumhoff. An drei

Standorten – zwei in Wuppertal und einer in Wülfrath

– erwirtschaftet das Unternehmen mit insgesamt

128 Beschäftigten rund 50 Millionen Euro

im Jahr. Strenge Hygienemaßnahmen wurden in

den Werkstätten sowie im Verkauf der Marken

Ford, Kia und Suzuki installiert. „Wir haben alle

Empfehlungen umgesetzt. Doch darf trotz der Lockerungen

jetzt keine Sorglosigkeit einsetzen. Darauf

mache ich unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

immer wieder aufmerksam“, bekräftigt

der Unternehmer.

Die Verbraucherunsicherheit ist das, was uns

zu schaffen macht. Ohne Kaufanreize hätte

E-Mobilität eine Nachfrage von nahezu Null.

Um seinen Betrieb vor einer durch die Corona-

Krise bedingten Schieflage zu schützen, hat der

Steuerberater und Ökonom die Instrumente genutzt,

die der Staat zur Krisenbewältigung zur

Verfügung gestellt hat. So etwa einen KfW-Kredit

zu günstigen Konditionen sowie Anträge zur

Stundung von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen.

„Das macht man alles nicht gerne.

Aber als Unternehmer bin ich verpflichtet, Liquidität

sicherzustellen.“ Für die momentane

Schwäche der Autobranche sei Corona aber nur

die eine Seite der Medaille. Vielmehr sorgt sich

Marcus Jungmann um den zur Bewältigung des

Klimawandels forcierten Umstieg auf die Elektromobilität.

„Der Umbruch macht allen zu schaffen und langfristig

wird das nicht gut gehen“, prognostiziert

er und ergänzt: „Individuelle Mobilität soll erschwert

werden. Anders sind die Beschlüsse der

Politik nicht zu verstehen.“ So erforderten die

aktuellen Entwicklungen auch von den Händlern

hohe Investitionen in die Infrastruktur. „Wenn

Sie E-Autos verkaufen wollen, müssen Sie Ladestationen

einrichten und Mitarbeiter schulen“,

nennt er zwei kostenintensive Beispiele. Vor diesem

Hintergrund bedeute Corona natürlich eine

zusätzliche Herausforderung.

Falsche Anreize

Die bislang beschlossenen Anreize zum Wechsel

vom Verbrenner auf einen emissionsfreien oder

-armen Antrieb liefen zum Teil in eine völlig falsche

Richtung. Wer beispielsweise einen Plug-Hybrid

kaufe, erhalte erhebliche steuerliche Vorteile.

„Ob derjenige aber jemals seinen Wagen an eine

Ladesäule anschließt, wird überhaupt nicht kontrolliert“,

gibt er zu bedenken. Für Marcus Jungmann

ist Corona natürlich ein Problem, aber nicht

das schwerwiegendste.

„Die Verbraucherunsicherheit ist das, was uns zu

schaffen macht. Wenn es Kaufanreize nicht gäbe,

hätte die E-Mobilität eine Nachfrage von nahezu

Null.“ Eine differenzierte Betrachtung wäre vielmehr

sinnvoll. „Für die Kurzstrecke ist ein E-

Fahrzeug vernünftig. Für längere Strecken aber

müsste man andere Lösungen finden“, so seine

26 www.bvg-menzel.de


Meinung. Die für größere Reichweiten produzierten

Batterien seien aus ökologischer Sicht zweifelhaft,

sagt er mit Blick auf den übermächtigen

amerikanischen Mitbewerber, der in dieser Richtung

erfolgreich ist. Da sei ein moderner Diesel

teilweise sicher die umweltfreundlichere Alternative.

Verbraucherunsicherheit ist groß

Nach dem Lockdown sei man bei der Nachfrage

nach Gebrauchtwagen erfreulicherweise fast wieder

auf dem Niveau wie vor der Krise. Bedingt

durch die geschilderten Voraussetzungen sehe das

beim Neuwagenverkauf völlig anders aus. Ob daher

die jetzt von der Branche geforderten Kaufanreize

oder die Einführung einer Abwrackprämie

den gewünschten Erfolg erzielen würden, beurteilt

er skeptisch. „Das wird die Unsicherheit bei

den Verbrauchern nicht verändern.“ So kann Marcus

Jungmann nur warnen: „Am Ende hat der Autohandel,

wie wir ihn heute kennen, keine Zukunft.

Das wird aber dazu führen, dass die großen

Player wie Amazon oder Google in den Markt eindringen

und größten Einfluss nehmen.“ Darauf

müssten sich die Entscheidungsträger einstellen.

„Als Händler können wir nur versuchen, so attraktiv

wie möglich zu bleiben.“

EINZELHANDEL

Ohne den Ernst der Lage zu verkennen oder bagatellisieren

zu wollen, hat Bärbel Beck die Herausforderungen

des Lockdowns angenommen und

nach besten Kräften genutzt. „Wie das Jahr letztlich

endet, wissen wir natürlich nicht“, sagt die

Inhaberin des traditionsreichen Modehauses Johann

im Remscheider Stadtteil Lennep ehrlich.

Auf 400 Quadratmetern verkauft die Unternehmerin

mit einem insgesamt neunköpfigen Team

im idyllischen Altstadtkern der Röntgenstadt

hochwertige Damen- und Herrenmode. Eine Besonderheit

ihres Konzepts:

Alle Generationen können hier fündig werden.

Von jeher war eine gute Kundenbindung eines ihrer

Credos. Und schon weit vor Corona nutzte

Bärbel Beck Social-Media-Kanäle wie Facebook

und Instagram, um ihre Mode einem größeren Publikum

zu präsentieren. Diese Instrumente kamen

ihr während der angeordneten Geschäftsschließung

jetzt zunutze.

Sie präsentierte die Kleidung über Fotos und Videos

und ging auch schon mal mit dem Handy

durch den Laden, um nach gezielten Kundenwünschen

diverse Blusen, Hosen oder Jacken im Bild

festzuhalten und den Kundinnen und Kunden via

Facetime oder Whatsapp nach Hause zu schicken.

Alsdann richtete sie einen Lieferservice ein und

brachte die ausgesuchten Kleidungsstücke nach

strengsten Hygieneauflagen bis vor die jeweilige

Haustür. Auch Gutscheine wurden so geordert.

Der ohnehin schon gepflegte gute Service wurde

also ausgebaut. „Wir haben auch Outfits zur Auswahl

gebracht. Bei uns gibt es keinen Kaufzwang“,

betont die Einzelhändlerin.

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der Bergische Unternehmer 05|20 27


TITEL DIE ERZWUNGENE RUHE – KRISE, CHANCEN, WANDEL?

Viel dazu gelernt

Bärbel Beck, die in Remscheid-Lennep

das Modehaus

Johann betreibt, hat

aus der Not eine Tugend

gemacht. Die Krise hat

sie genutzt, um ihren

Service weiter auszubauen,

die Kundenbindung

zu festigen und sich online

besser aufzustellen

Kundenbindung über alle Kanäle

Was sie während der Zeit der erzwungenen Ruhe

weiterhin feststellte war, dass Kunden sich ein erweitertes

Angebot auf der geschäftseigenen

Homepage wünschten. „Schon im Januar und Februar

haben wir eine Umfrage gestartet, über welche

Kanäle wir unsere Stammkunden erreichen.“

Dabei stellte sich heraus, dass darunter viele waren,

die gerne im Internet surfen, aber Social Media

nicht oder nur wenig nutzen. „Und das waren

bei weitem nicht nur die älteren unserer Kunden“,

hat Bärbel Beck erfahren. Also nutzte sie jetzt die

Zeit und ließ ihre Internetseite überarbeiten und

richtete sogar einen kleinen, aber feinen Onlineshop

ein. Und tatsächlich hat sie gerade das erste

Paket ins Süddeutsche geschickt. „Da darf man

nicht zu euphorisch sein, aber trotzdem ist es ein

gutes Signal“, bekennt sie erfreut.

Wir haben in dieser schwierigen Phase viel

dazu gelernt, vor allem, wie man auf sich

aufmerksam machen kann. Daran wollen wir

jetzt anknüpfen.

Natürlich könne man sich als lokaler Einzelhändler

hinsichtlich des Online-Handels nicht mit den

Großen der Branche messen. Aber das will Bärbel

Beck auch gar nicht. So ist auch auf der Homepage

die Ansprache sehr persönlich und immer

serviceorientiert. Mittlerweile können dort auch

Gutscheine digital geordert werden. Während des

Lockdowns meldete sie für ihre Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter Kurzarbeit an, jetzt „pendele“

man sich allmählich wieder ein. „Die Besucherfrequenz

ist noch nicht so wie vor der Schließung“,

gibt sie zu. Trotzdem bietet sie den Menschen

verlässliche Öffnungszeiten und freut sich

über jeden, der sich in ihrem Geschäft umschaut.

Dazu hat sie alle erforderlichen Hygienemaßnahmen

akribisch umgesetzt. „Wir haben während

der schwierigen Phase viel dazu gelernt, vor allem,

wie man auf sich aufmerksam machen kann.

Daran wollen wir jetzt anknüpfen“, sagt Bärbel

Beck nicht ohne einen Appell in Richtung Zukunft

zu richten: „Wenn wir möchten, dass auch

unsere kleinen Innenstädte ihren Charme erhalten,

müssen wir unsere örtlichen Cafés, Restaurants

und unsere Einzelhändler unterstützen.“ So

hat sie den Stoff für den Mund-Nasen-Schutz ihres

Teams selbstverständlich in Lennep gekauft.

DIGITALISIERUNG

Die Digitalisierung wird durch Corona einen

Schub bekommen. Davon ist auch Tobias Erdmann,

geschäftsführender Gesellschafter des Systemhauses

Erdmann in Solingen, überzeugt. „In

dieser Hinsicht ist schon ein Ruck durch die Unternehmen

gegangen“, stellt er fest. Das Systemhaus

Erdmann mit heute 28 Mitarbeiterinnen und

Mitarbeitern ist seit 1994 am Markt. Kurz nach

dem Lockdown habe man eine Auslastung von

130 Prozent gehabt. „Wir haben die ganze Woche

und am Wochenende gearbeitet. Nach Ostern hat

sich die Lage normalisiert“, beschreibt Tobias

Erdmann den Auftragsboom. Vor allem sei es darum

gegangen, die technischen Voraussetzungen

für das Homeoffice der Beschäftigten in den Unternehmen

zu schaffen. Jetzt wachse das Interesse,

auch andere Prozesse in den Firmen zu digitalisieren.

28 www.bvg-menzel.de


Weg von der E-Mail hin zu

Messenger-Diensten

Die Digitalisierung wird an Fahrt aufnehmen, davon ist Tobias Erdmann der geschäftsführende

Gesellschafter des Systemhauses Erdmann in Solingen überzeugt.

Dies betreffe zum Beispiel generell den Wunsch,

mobiles Arbeiten von jeder Ecke der Welt möglich

zu machen. Die jetzt während der Krise verstärkt

genutzten Videokonferenzen und die Einführung

sogenannter Collaboration Software für eine bessere

und koordinierte Teamarbeit und Kommunikation

werden in den Betrieben dauerhaft von

Nutzen sein, prognostiziert der IT-Spezialist.

Auch eine verstärkte Digitalisierung des Warenwirtschaftssystems,

Dokumentenmanagements

und der Bankgeschäfte gerate aktuell in den Fokus.

Und betriebliche Kommunikation werde sich

zunehmend weg von der E-Mail hin zu Messenger-Diensten

verlagern, ähnlich denen, die im privaten

Bereich schon lange für einen schnellen

Austausch untereinander sorgen.

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der Bergische Unternehmer 05|20 29


TITEL DIE ERZWUNGENE RUHE – KRISE, CHANCEN, WANDEL?

Kluges „Change Management“

Um dauerhaft von den Innovationen zu profitieren,

sei ein kluges „Change-Management“ für die

Unternehmen allerdings von großer Bedeutung.

Es reiche nicht, analoge Prozesse jetzt einfach in

ein digitales Format zu gießen. „Vielmehr sollte

man die Gelegenheit nutzen, Strukturen generell

zu überdenken, gegebenenfalls zu verändern und

dann zu digitalisieren“, empfiehlt Tobias Erdmann.

Ganz wichtig dabei: Die Mitarbeiter und

Mitarbeiterinnen mitnehmen, ihre Ideen und Kreativität

zu nutzen. Dies trage ganz entscheidend

zur Akzeptanz von Prozessveränderungen bei.

Noch einmal zurück zum Thema Homeoffice.

Wird sich die „Heimarbeit“ dauerhaft durchsetzen

oder ist das häusliche Büro nur etwas für Krisenzeiten?

„Der Bedarf ist auf jeden Fall geweckt“,

stellt Tobias Erdmann fest.

Gleichzeitig beurteilt er die Veränderungen diesbezüglich

differenziert. Einmal seien die Bereiche,

wo häusliche Arbeit möglich sei, begrenzt,

Unternehmen sollten jetzt die Gelegenheit

nutzen, Strukturen generell zu überdenken,

gegebenenfalls zu verändern und dann zu

digitalisieren.

zum Beispiel auf Marketing oder die Verwaltung.

„Eine Produktionsmaschine können Sie natürlich

nicht mit nach Hause nehmen“, gibt er zu bedenken.

Weiterhin ginge es darum, die Firmenphilosophie

dahin auszurichten. Für den Unternehmer

– und vielleicht gerade für den von der industriellen

Tradition geprägten bergischen Unternehmer

– sei es schwer, Kontrolle nicht mehr wie gewohnt

ausüben zu können. „Die Angst, etwas aus der

Hand zu geben, ist immer noch groß“, weiß der

IT-Fachmann. Wenn Chef und Mitarbeiter aber

feststellten, dass die Produktivität mit der Möglichkeit

im Homeoffice zu arbeiten gesteigert werde,

könne die Bereitschaft zur Einführung steigen.

Dazu müsse der Compliance-Aspekt berücksichtigt

und Rahmenbedingungen aufgestellt werden.

„Auch die Mitarbeiter müssen sich im Homeoffice

wohlfühlen – indem sie wissen, dass ihr Arbeitgeber

schätzt, wie und was dort erledigt wird.“ Tobias

Erdmann kann sich gut vorstellen, dass Arbeiten

zukünftig flexibler wird. „Im Homeoffice

kann ich fokussiert und effizient an bestimmten

Projekten arbeiten. Und dann gehe ich ins Büro,

um dort andere Dinge zu bearbeiten und mich direkt

mit meinen Kollegen auszutauschen.“

Text: Stefanie Bona

Fotos: Breidenbach-Gruppe, Autohaus Jungmann-Vonzumhoff,

Modehaus Johann, Systemhaus

Erdmann

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Lässig. Lokal. Leben.

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Eigentlich …

… hatten wir uns das Jahr 2020 ganz anders vorgestellt. Wir wollten

noch intensiver mit Ihnen ins Gespräch kommen, um über Ihre

finanziellen Wünsche, Ziele und Pläne zu sprechen. Nun stellt uns die

Ausbreitung des Corona-Virus alle gemeinsam und jeden persönlich

vor riesige Herausforderungen.

Trotzdem …

… sind wir weiterhin für Sie da. Unsere Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter sind gut vorbereitet, um Ihnen eine sichere Beratung

in unseren Geschäftsstellen und Beratungscentern zu garantieren.

Alle behördlichen Auflagen und die Hygieneempfehlungen des Robert

Koch-Instituts setzen wir um und gehen sogar mit unseren Maßnahmen

darüber hinaus. Denn Ihre Sicherheit und die unserer

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter liegt uns am Herzen. Selbst verständlich

stehen wir Ihnen gerade auch jetzt über andere Kanäle

via Telefon, E-Mail, Chat oder WhatsApp zur Verfügung.

Bleiben Sie gesund!

Stefan Grunwald Sebastian Greif Andreas Tangemann

Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied stellv. Vorstandsmitglied

sparkasse-solingen.de/kontakt

der Bergische Unternehmer 05|20 31


AUS DER REGION GASTKOMMENTAR

Die Marke

Friedrich Engels

Vor zweihundert Jahren wurde Friedrich Engels am

28. November 1820 in Barmen geboren. Sein unvergessener

Name wird verbunden mit Philosophie, Gesellschaftskritik,

Unternehmertum und der zusammen

mit Karl Marx entwickelten marxistischen Wirtschaftstheorie.

Könnte er auch als Marke fungieren,

oder tut er das? Ja, beides ist der Fall.

Prominente Namen oder Antlitze sind als Marke

schutzfähig, das heißt sie sind geeignet, die von einer

Markenanmeldung erfassten Waren oder Dienstleistungen

von denjenigen anderer Unternehmen zu unterscheiden.

Es gibt kein generelles Hindernis für die

Eintragung von Namen Dritter als Marke, es sei denn,

die beanspruchten Waren oder Dienstleistungen lägen

den Persönlichkeitsmerkmalen oder dem Tätigkeitsbereich

des Namensträgers so nahe, dass sein Name

sie sachlich beschreiben oder ausschließlich bewerben

würde. Allerdings können einer Verwendung als Marke

entgegenstehende Namens- und Persönlichkeitsrechte

lebender oder verstorbener Namensträger Gegenstand

eines anschließenden

Markenlöschungsverfahrens werden. Beim Namen

oder Konterfei Friedrich Engels kommt eine Verletzung

postmortaler Persönlichkeitsrechte wegen Zeitablaufs

nicht mehr in Betracht. Seine bisherige Kommerzialisierung

als Marke ist aber überschaubar. So

ist er etwa Namensgeber der Marken „Engels Bräu“

für Bier, unter „Friedrich Engels“ für Olivenöl und

Getränke und „Friedrich Engels Wein“ für alkoholische

Getränke. Zusammen mit seinem Weggefährten

Marx repräsentiert er die Marke „MARX & ENGELS

DIE BURGERGESELLSCHAFT“ eines Gastro-Unternehmers

aus Köln. Karl Marx wiederum prägt etwa

die Marken „Karl Marx Schokolade“, „Karl Marx

Karte“, „Karl Marx Bier“, „Karl Marx Sekt“, „Karl

Marx Wein“, „karl-marx-jeans“ und „Karl Marx

Foto: BVG

Die Autorin Bettina Piepenbrink ist

Rechtsanwältin in Wuppertal

HOTEL“. Ohne dass diese Aufzählung abschließend wäre,

müssen die genannten Schutzrechte bei Neuanmeldung einer

Marke ähnlicher Struktur natürlich beachtet werden.

32 www.bvg-menzel.de


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lange Liste von Wertpapieren. Es ist

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Investor gleichermaßen Chancen und

Absicherung unter einer Vielzahl von

möglichen zukünftigen Entwicklungen

bietet.” So umschreibt der Nobelpreisträger

der Wirtschaftswissenschaften Harry

M. Markowitz die Anforderungen, die

ein gut ausbalanciertes Wertpapierdepot

erfüllen sollte – und das gilt insbesondere

in Zeiten schnelllebiger Märkte.

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Marktsituation, werden die Orientierungsdepots

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Börsenphasen eine eher defensive

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Zusammensetzung seiner Vermögenswerte

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Geldanlage gemäß seinen persönlichen

Präferenzen beeinflussen. Auch bei der

Vergütung hat der Anleger die Wahl

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zur Seite zu stellen”, sagt Dr. Ulrich

Stephan, Chef-Anlagestratege Privatund

Firmenkunden der Deutschen Bank. Das Depot gestalten

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zusammengeführt wird. Bei dieser Beratungsform

vom Kunden definierten Chance-Risiko-

der Bergische trifft Unternehmer der Anleger 05|20 alle wich- Profil und dem aktuellen Marktumfeld:

33


AUS DER PRAXIS RECHT | STEUERN | FINANZEN

Maßnahmen zur Berücksichtigung

der Auswirkungen des

Coronavirus

Durch das Coronavirus sind bereits beträchtliche

wirtschaftliche Schäden entstanden.

Die Finanzverwaltung (1) will

den Geschädigten durch folgende steuerliche

Maßnahmen zur Vermeidung unbilliger

Härten entgegenkommen:– Nachweislich

unmittelbar und nicht unerheblich

betroffene Unternehmer und Privatpersonen

können beantragen, die Einkommenoder

Körperschaftsteuer-Vorauszahlungen

herabzusetzen und bis zum 31.12.2020

fällig werdende Steuern zu stunden. Bei

der Nachprüfung der Voraussetzungen für

Stundungen sollen in diesen Fällen keine

strengen Anforderungen gestellt werden,

auch wenn die entstandenen Schäden

wertmäßig nicht im Einzelnen nachgewiesen

werden können. Stundungszinsen sollen

grundsätzlich nicht erhoben werden.–

Von Vollstreckungsmaßnahmen gegen

vom Coronavirus stark Betroffene soll auf

Antrag bis zum 31.12.2020 abgesehen

werden.– Die Finanzämter können auf

Antrag auch die Herabsetzung der Gewerbesteuer-Vorauszahlungen

für 2020 veranlassen,

insbesondere wenn sie bereits die

Fotos: MEV

Einkommen- oderKörperschaftsteuer-Vorauszahlungen

angepasst haben.– Anträge

auf Stundung und Erlass von Gewerbesteuerzahlungen

sind an die für die Festsetzung

und Erhebung der Gewerbesteuer

zuständige Behörde zu richten.– Die Bundesländer

haben beschlossen, dass die

Umsatzsteuer-Sondervorauszahlungen

2020 auf Antrag teilweise oder vollständig

(d. h. auf 0 Euro) herabgesetzt und erstattet

werden können. (2) Im Zeitraum vom

01.03.2020 bis zum 31.12.2020 zusätzlich

zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn

gezahlte Zuschüsse (Bar- oder Sachleistungen)

an Arbeitnehmer bleiben bis zur

Höhe von 1.500 Euro (lohn-)steuerfrei

und beitragsfrei in der Sozialversicherung.

(3)Darüber hinaus haben Bund, Länder

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34 www.bvg-menzel.de


und Kommunen verschiedene Fördermaßnahmen

beschlossen:– Liquiditätszuschüsse

für Klein- und Kleinstunternehmen

(gestaffelt nach Mitarbeiterzahl), die

nicht zurückgezahlt werden müssen, aber

als steuerpflichtige Einnahmen gelten sollen.–

Kredite als Liquiditätshilfe. Anträge

sollen bei der Förderbank des jeweiligen

Bundeslandes gestellt werden. Kreditprogramme

der KfW (4) mit Haftungsfreistellung

werden über die Hausbank des

Antragstellers abgewickelt. Die sozialversicherungsrechtlichen

Grenzen für kurzfristige

Beschäftigungen (§ 8 Abs. 1 Nr. 2

SGB IV) werden in der Zeit vom

01.03.2020 bis 31.10.2020 von 3 Monaten

oder 70 Arbeitstagen auf 5 Monate oder

115 Arbeitstage angehoben. (5)Die gesetzlichen

Krankenkassen können Arbeitgebern

bei erheblichen Härten die fälligen

Sozialversicherungsbeiträge für deren

Mitarbeiter unter bestimmten Voraussetzungen

zinslos stunden. Ist der Arbeitgeber

selbst gesetzlich krankenversichert,

kann er bei seiner Krankenkasse ggf. eine

Beitragsermäßigung beantragen. (6) In

beiden Fällen empfiehlt sich Rücksprache

mit der jeweiligen Krankenkasse.Die Minijob-Zentrale

hat unbürokratische Hilfe

für Minijob-Arbeitgeber bei Zahlungs-

rückständen in Aussicht gestellt. (7)

(1)Siehe dazu BMF-Schreiben vom

19.03.2020 – IV A 3 – S 0336/ 19/10007

(BStBl 2020 I S. 262) und gleichlautenden

Ländererlass vom 19.03.2020 zur Gewerbesteuer

(BStBl 2020 I S. 281).(2) Siehe z.

B. FinMin Bayern, Pressemitteilung Nr.

057 vom 23.03.2020 (www.stmfh.bayern.

de).(3) Siehe BMF-Schreiben vom

09.04.2020 – IV C 5 – S 2342/20/10009.

(4) Kreditanstalt für Wiederaufbau, siehe

dazu auch unter www.kfw.de.(5) Siehe

Art. 3 Nr. 3 Sozialschutz-Paket (BGBl

2020 I S. 575).(6) Siehe dazu Mitteilung

des GKV-Spitzenverbandes vom

25.03.2020.(7) Näheres siehe www.minijob-zentrale.de.

(Quelle: Rinke Treuhand)

Keine „umgekehrte“ Heimfahrt

Doppelte Haushaltsführung gilt

nicht bei Partnerbesuch

Wenn ein Arbeitnehmer an einem anderen

Ort als dem Familienwohnsitz beruflich

tätig ist und dort eine Wohnung unterhalten

muss, dann kann er im Rahmen

der doppelten Haushaltsführung die

Fahrten steuerlich geltend machen. Das

gilt jedoch nach Auskunft des Infodienstes

Recht und Steuern der LBS nicht für

Besuche des Partners am Beschäftigungsort.

Der Fall: Ein Ehemann war am

Hauptwohnsitz der Familie selbständig

tätig, seine Frau arbeitete angestellt in einer

anderen Stadt. Normalerweise reiste

sie am Wochenende heim zum Mann.

Doch es wurden in der Steuererklärung

neben diesen „regulären“ Fahrten ohne

nähere Begründung auch „umgekehrte“

www.runkel-anwaelte.de

ERFAHRUNG. ENGAGE MENT. ERFOLG.

der Bergische Unternehmer 05|20 35


AUS DER PRAXIS RECHT | STEUERN | FINANZEN

Fahrten des Mannes zur Frau geltend gemacht.

Der Fiskus akzeptierte das nicht.

Das Urteil: In letzter Instanz ließ der Bundesfinanzhof

die Anerkennung der Fahrten

des Ehemannes nicht zu. Das entspreche

nicht der gesetzlichen Regelung für

die Werbungskosten, denn es liege hier

keine berufliche Veranlassung vor. Der

grundgesetzlich verbürgte Schutz der Ehe

sei durch dieses Versagen der steuerlichen

Absetzbarkeit nicht betroffen. (Bundesfinanzhof,

Aktenzeichen VI R 15/10)

(Quelle: LBS Infodienst Recht und Steuern)

Hauptversammlung nicht wegen

der Corona-Pandemie verbieten

Ein Aktionär kann trotz der Corona-Pandemie

die für Mai 2020 geplante Hauptversammlung

seiner Aktiengesellschaft

nicht im Wege des Eilrechtsschutzes verbieten

lassen. Weder das Infektionsschutzgesetz

noch der verwaltungsgerichtliche

Eilrechtsschutz dienen den

Interessen der Aktionäre. Für eine Untersagung

muss der Aktionär glaubhaft machen,

dass die Aktiengesellschaft bei unveränderter

Risikobewertung der

Pandemie ihre Hauptversammlung im

Mai 2020 durchführen und zugleich die

zuständige Stadt die in diesem Fall notwendigen

Schutzmaßnahmen unterlassen

wird. Davon ist nicht auszugehen, wenn

die Aktiengesellschaft gegenüber dem

Aktionär erklärt, dass die Lage selbstverständlich

sehr genau beobachtet wird und

Entscheidungen über die Hauptversammlung

zu gegebener Zeit getroffen und

kommuniziert werden.

(Beschluss des Verwaltungsgerichts

Frankfurt/M. vom 26. März 2020, 5 L

744/20.F)

Finanz-Achterbahnfahrt ohne

Fiskus Freikarte

Wenn es ihrer AG oder GmbH wirtschaftlich

schlecht geht, sind Gesellschafter

häufig gezwungen, der Gesellschaft Darlehen

zu gewähren oder sich für deren

Kredite zu verbürgen. Nachfolgend kann

es dazu kommen, dass Gesellschafter mit

ihren Darlehensforderungen ausfallen

oder aus den Bürgschaften in Anspruch

genommen werden. Dieser Ausfall bzw.

diese Inanspruchnahme konnte regelmäßig

steuerlich geltend gemacht werden.

Aufgrund neuester Rechtsprechung ist die

steuerliche Berücksichtigung nur noch unter

bestimmten Voraussetzungen möglich.

Hier gilt es richtig und rechtzeitig zu gestalten,

damit der Fiskus die Verluste steuerlich

weiterhin anerkennt.

(Quelle: Treumerkur Dr. Schmidt und

Partner KG)

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Externe Datenschutzbeauftragte

sind gewerbliche Unternehmer

Ein externer Datenschutzbeauftragter ist

gewerblicher Unternehmer, auch wenn er

zugleich als Rechtsanwalt tätig ist. Er ist

daher gewerbesteuerpflichtig und – bei

Überschreiten bestimmter Gewinngrenzen

– auch buchführungspflichtig.

Es liegt keine freiberufliche Tätigkeit vor.

Die Tätigkeit eines Datenschutzbeauftragten

ist ein eigenständiger, von einer Tätigkeit

als Rechtsanwalt abgegrenzter Beruf.

36 www.bvg-menzel.de


Der Datenschutzbeauftragte berät in interdisziplinären

Wissensgebieten. Hierfür

muss er zwar neben datenschutzrechtlichem

Fachwissen auch Fachwissen in anderen

Bereichen (z.B. Informations- und

Kommunikationstechnik, Betriebswirtschaft)

besitzen. Eine spezifische akademische

Ausbildung muss er aber – anders

als der Rechtsanwalt – nicht nachweisen.

(Urteil des Bundesfinanzhofs vom 14. Januar

2020, VIII R 27/17)

Allgemeine Geschäftsbedingungen

von PayPal nicht zu lang

Allein der erhebliche Umfang von Allgemeinen

Geschäftsbedingungen (AGB)

macht diese nicht unwirksam.

AGB müssen zwar transparent sein, was

nicht der Fall ist, wenn sie im Verhältnis

zur Bedeutung des Geschäfts einen vertretbaren

Umfang überschreiten. Die AGB

des Betreibers des Online-Bezahldienstes

„PayPal“, die in ausgedruckter Form 83

DIN A4-Seiten umfassen, sind aber nicht

allein wegen ihres Umfangs unwirksam.

Es ist zu berücksichtigen, dass diese AGB

die Abwicklung einer Zahlung zwischen

fünf verschiedenen Personen ermöglichen:

An einem Zahlungsvorgang sind neben

dem Zahlenden, dem Zahlungsempfänger

und PayPal gegebenenfalls auch

Banken und Kreditkartenunternehmen

beteiligt. Zudem kann sich der Verbraucher

nicht nur in der Rolle des Zahlenden,

sondern – etwa bei Rückerstattungen –

auch in der Rolle des Zahlungsempfängers

befinden. Die Verwendung von Fremdwörtern

in AGB kann zulässig sein, wenn

diese hinreichend erläutert werden.

(Urteil des Oberlandesgerichts Köln vom

19. Februar 2020, 6 U 184/19)

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SERIE PRIMA KLIMA!?

Wir tragen

Verantwortung

Sonne, Wasser, Wind und Mist: Unsere Region setzt bei Strom und Wärme

auf nachhaltige Effizienz. Um dieses Ziel zu erreichen, ist es erforderlich,

regenerative Quellen bevorzugt anzuzapfen und kontinuierlich auszubauen.

Dieser Aufgabe nimmt sich unter anderem die Arbeitsgemeinschaft ‚Erneuerbare

Energien Bergisches Land‘ an, in denen sich die Städte Remscheid, Solingen

und Wuppertal, dazu der Kreis Mettmann sowie verschiedene Landeseinrichtungen

zusammengeschlossen haben.

Bergisch Land

tankt auf

Als oberste Priorität des Zweckbündnisses

gilt es, eine dauerhafte Energieversorgung

und Verwendung vorhandener

Ressourcen im regionalen Umfeld sicherzustellen.

Dabei leisten erneuerbare Energien

nicht nur einen maßgeblichen Beitrag zur Minderung

des CO2-Ausstoßes, sondern bieten zugleich

die Voraussetzung für eine deutliche Wertschöpfung

bei der ansässigen Wirtschaft.

Monika Meves vom Fachdienst Umwelt der Stadt

Remscheid bringt den Vorteil für eine gewinnorientierte

Rentabilitätssteigerung auf den Punkt:

„Die erneuerbaren Energien haben für die lokalen

Unternehmen eine hohe Bedeutung. Die Anlagen

werden hier vor Ort von Firmen und Handwerkern

geplant, montiert und gewartet. Zudem gibt es bei

Betrieb und Instandhaltung jährlich wiederkehrende

Wertschöpfungsschritte. Damit werden qualifizierte

Arbeitsplätze erhalten und im besten

Fall neu geschaffen. Ebenfalls sind Gewerbe- und

Einkommensteuer wichtige Aspekte bei der Beurteilung.“

Remscheid ist gut aufgestellt

Das Beispiel Remscheid zeigt, wie erfolgreich das

Thema angegangen wird. So melden die lokalen

Stadtwerke einen Zuwachs der Ökostromkunden

auf nunmehr 11.280 Abnehmer im Privat- und Gewerbebereich.

Aufgeschlüsselt in die nachhaltig

erzeugten Energievarianten heißt das: Das Leistungsspektrum

umfasst 19 Blockheizkraftwerke,

zehn Photovoltaikanlagen, 26 Windparks sowie

eine Wasserkraftanlage an der Eschbachtalsperre.

Rechnet man das Engagement in der regenerativen

Energieerzeugung zusammen, produziert der

Stadtwerke Remscheid Verbund über 65 Mio.

kWh Ökostrom pro Jahr für fast 19.000 Haushalte

in der Stadt. Durch den Einsatz dieser umweltfreundlichen,

regenerativen Energien wird eine

CO2-Einsparung von rund 39.000 Tonnen per annum

erzielt. Um diesen Wert anderweitig zu erreichen,

müssten zum Beispiel über drei Millionen

Bäume gepflanzt werden.

Fachfrau Monika Meves sieht folglich auch opti-

38 www.bvg-menzel.de


mistisch in die nahe Zukunft: „In Remscheid liegt

der Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch

bei 2,57 Prozent, bei der Wärme bei 2,3

Prozent. Diese Zahlen sind für Remscheid gut,

denn sie spiegeln die Erzeugung im Stadtgebiet

wieder. Aber: Der Anteil kann sicherlich noch gesteigert

werden. Für Remscheid gibt das Integrierte

Klimaschutzkonzept die Zielmarke vor: Bis

2022 sollen Erneuerbare 3,5 Prozent, bis 2030 sogar

5,0 Prozent am Gesamtstromverbrauch ausmachen.

Durch den Ausbau der Solarenergie im

Stadtgebiet bin ich zuversichtlich, diese angestrebten

Werte auch zu erreichen.“

Die Sonne liegt vorn

Nun kommen im Bergtischen nicht sämtliche Arten

der Energiegewinnung gleichermaßen zum

Zuge. Das gemeinsame Klimaschutz-Konzept der

drei bergischen Großstädte führt zu dem Ergebnis,

dass im Umkreis die Solarenergie am besten,

schnellsten und einfachsten genutzt werden kann.

der Bergische Unternehmer 05|20 39


SERIE PRIMA KLIMA!?

Wir tragen

Verantwortung

Zwischen Hückeswagen

und Remscheid

trifft man nahe der

Ortschaft Goldenbergshammer

auf dieses

Windrad. Remscheid

erreicht bei

der Windkraft eine

Ausnutzung von 16,1

Prozent.

Auf vielen Gebäuden im Einzugsgebiet besteht

zudem die Möglichkeit, solarthermische Anlagen

oder Photovoltaikmodule zu installieren. Die interaktiven

Solarpotenzialkataster verschiedener

Kommunen geben Interessenten dazu über ein

Ampelverfahren punktgenau Auskunft, ob das

eigene Gebäude als Standort für eine Solaranlage

in Frage kommt. Gleichzeitig liefert die Software

weitere Informationen über die Wirtschaftlichkeit,

den Preis für die Installation und über die

jeweils optimale Technik.

Zahlreiche Projekte auf dem Weg

Aber nicht nur im Bereich Solar verstärkt die Arbeitsgemeinschaft

‚Erneuerbare Energien

Bergisch Land‘ ihre Aktivtäten. Dies belegt eine

Vielzahl von Projekten, die bereits mit Erfolg auf

den Weg gebracht wurden. Etwa die energetische

Nutzung von Biomasse, die im Rahmen eines

Bioenergie-Managements vorangetrieben wird.

Mittlerweile ist bereits eine Biogasanlage in Solingen

in Betrieb genommen worden. Auch mehrere

sogenannte Kurzumtriebsplantagen sollen

dazu beitragen, durch die Anpflanzung schnell

wachsender Bäume und Sträucher Holz als nachwachsenden

Rohstoff für die Energieerzeugung

heranzuziehen.

Ebenso verfügt die Region bereits über Vorrichtungen

zur Produktion von Holzhackschnitzeln.

Unter anderem wird beispielsweise das Schulzentrum

in Wuppertal-Ronsdorf mit diesen Pellets

aus Alt- und Restholz beheizt. Ebenso die Stiftung

Tannenhof in Remscheid.

Kraft, die aus dem Wasser kommt.

In einem wasserreichen Gebiet wie dem Bergischen

Land liegt es außerdem nahe, auch Energie

aus dem nassen Element zu fördern. Der Wupperverband

betreibt zu diesem Zweck sieben

Wasserkraftanlagen in der Region; und zwar

sechs an Talsperren und eine an der Wupper auf

der Kläranlage in Buchenhofen. Die erzeugten

Energien gehen direkt in die Netze der zuständigen

Versorgungsbetriebe. Im abgelaufenen Jahr

wurden mit der Kraft des Wassers 6,6 Mio. Kilowattstunden

Strom generiert.

Die größten Energielieferanten in Sachen umweltfreundliche

Strom- und Wärmeerzeugung

sind die Kläranlagen mit ihren Faulbehältern, in

denen Klärgas entsteht und zu Strom und Wärme

40 www.bvg-menzel.de


umgewandelt wird. Zum Tag der erneuerbaren

Energien am 25. April dieses Jahres meldete der

Wupperverband Erfreuliches. Die Stromerzeugung

aus regenerativen Energien lag in 2019 bei

27,3 Mio. Kilowattstunden. Das entspricht dem

jährlichen Strombedarf von rund 7.800 Vier-Personen-Haushalten.

Noch viel Potenzial in der Pipeline

Trotz aller positiver Nachrichten: Es gibt noch

jede Menge zu tun. Bei einer Untersuchung der

NRW-Landesregierung, ausgelöst durch eine Große

Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen in 2019,

kam heraus, dass manche Städte im Bergischen

nur einen kleinen Teil des vorhandenen Potenzials

wirklich nutzen.

Die regionalen Unterschiede sind erheblich. Wuppertal

beispielsweise rangiert im unteren Teil mit

wenig überzeugenden Daten. So wird die Windenergie

hier ledilglich zu 5,4 Prozent, die Photovoltaik

von Dächern gerade einmal zu 1,5 Prozent

genutzt. Auf Freiflächen existieren zurzeit gar

keine Solaranlagen, so dass die Ausschöpfung

hier bei Null liegt.

Deutlich besser sieht es in der Nachbarschaft aus.

Velbert kann auf eine Ausnutzung des Windenergiepotenzial

von 30,1 verweisen; Sprockhövel

kommt auf 18,6 Prozent. Remscheid erreicht immerhin

16,1 Prozent. Absoluter Spitzenreiter im

Ranking ist Radevormwald, das mit einer Nutzung

seines Potenzials von über 80 Prozent bei

der Erhebung des Landes NRW top abschneidet.

Text: Brigitte Waldens

Foto: BVG

Anzeige_V4_2.pdf 2 06/05/2020 16:49:54

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DIEELEKTRONIK

TECHNIKDER ZUKUNFT

LEICHT. WIEGEN?

Gefördert durch das Land

Nordrhein-Westfalen

der Bergische Unternehmer 05|20 41


IM FOKUS REVOLUTION AN BORD

Zeit für Zukunft:

Revolution an Bord

42 www.bvg-menzel.de


Evolution war gestern. Jetzt ist es Zeit für revolutionäre Lösungen,

um das Auto fit für die künftigen Anforderungen im Straßenverkehr

zu machen. Ein Ziel, das mit der Entwicklung einer neuen sogenannten

Smart Vehicle Architecture in greifbare Nähe rückt. Doch was macht

diesen richtungsweisenden Ansatz eigentlich so smart?

Je mehr sich das Angebot in der Fläche verbreitet,

desto mehr Autofahrer und -fahrerinnen

können auf ein eigenes Auto verzichten.

der Bergische Unternehmer 05|20 43


IM FOKUS REVOLUTION AN BORD

für KI-Algorithmen, die für automatisiertes Fahren

eingesetzt werden - etwa im Segment der

thermischen Kühlung.

Am Limit der Belastbarkeit

Thomas Lämmer-

Gamp koordiniert

die Projekte rund

um „Bergisch-

Smarr-Mobility“ bei

der Bergischen

Wirtschaftsförderungsgesellschaft

Diese Neuausrichtung wurde nötig, weil die bisher

gebräuchliche Architektur nicht mehr in der

Lage ist, die Komplexität funktionsreicher, hoch

automatisierter Fahrzeuge zu bewältigen. Immer

mehr Assistenzsysteme brachten nicht nur die

räumliche Kapazität im Auto ans Limit, sondern

auch die Leistungsfähigkeit der vorhandenen Datenverbindungen.

Damit haben die Fachleute einen

Punkt erreicht, an dem sie mit dem bisher

praktizierten, evolutionären Vorgehen nicht mehr

weiterkommen. Bis zu 120 Steuereinheiten pro

Fahrzeug, zuzüglich Sensorik und Aktuatorik für

das selbsttätige Fahren, waren selbst für die moderne

Technik schlichtweg zu viel. So konnte und

kann es nicht weitergehen.

Ein radikaler Neubeginn

In einer Gemeinschaftsaktion arbeitet das

Innovationsbündnis Bergisch.Smart.Mobility

mit Hochdruck auf verschiedenen

Handlungsfeldern zum Thema Mobilität

von Morgen. Ein Bereich befasst sich mit der

Schaffung einer Plattform, die mit Hilfe einer

zentralisierten und bereichsübergreifenden Architektur

die bisherige Anzahl von Datenraten

und Komponenten im Fahrzeug reduzieren soll.

Zusätzlich zu der Einsparung an Platz, Volumen

und Gewicht bietet die neue Architektur den

Vorteil, die Flexibilität im Alltag bei hoher, softwarebasierter

Funktionsbreite und gleichzeitig

sinkenden Kosten zu steigern. Darüber hinaus

unterstützt das neuartige Architekturkonzept

ebenfalls Hochleistungs-Computing-Plattformen

Die Kooperation stärkt die Wertschöpfung in

der Region und schafft neue, qualifizierte

Arbeitsplätze.

Der notwendige Schwenk erfolgte radikal und mit

Blick auf die Zukunft. Wenn Fahrer ganz oder

zeitweise das Auto nicht mehr steuern, sind

Grundsatzfragen zu klären, die weit über eine

„reine Produktevolution“ hinausgehen. Schluss

mit der gewohnten elektrischen und elektronischen

Fahrzeugarchitektur. Gesucht werden intelligente

Methoden, die es ermöglichen, in einem

ersten Schritt in den nächsten drei bis vier Jahren

die Vielzahl von Sensoren und Steuereinheiten

durch eine innovative Power-Data-Center-Struktur

ausfallsicher und robust zu verkoppeln. In einer

zweiten Stufe folgt dann nach 2025 die Einführung

der Smart Vehicle Architecture mit den

zentralen, über Server laufenden Recheneinheiten.

Abschied von den Einzel-Controllern

Die Methoden zur offenen Smart Vehicle Architecture,

die in Zusammenarbeit mit der Firma

Aptiv im bergischen Innovationsbündnis realisiert

wird, basieren auf einer hohen Kompetenz bei der

Systemintegration und der Fähigkeit, Rechenleistung

im Fahrzeug in Zonencontrollern zu zentralisieren,

zu skalieren und gezielt bereitzustellen.

44 www.bvg-menzel.de


Hinzu kommt die Expertise, die Verteilung von

Signalen und Strom bedarfsgerecht zu regeln. Ein

weiterer Vorteil der nachhaltig offenen Plattform

besteht darin, Softwareanwendungen von der

Hardware zu entkoppeln, unabhängig voneinander

weiter zu entwickeln und wieder zu verwenden.

Im Zusammenhang mit der Entwicklung der neuen

Architektur eröffnet sich die Möglichkeit, neue

Fertigungsverfahren anzuwenden, wie etwa der

3D-Druck. Hier kann das Projekt auf erfolgversprechende

Vorentwicklungen von Aptiv aufbauen.

„Die neu eingeschlagene Marschrichtung zeigt,

dass die alte Denkweise des Nacheinanders nicht

mehr greift. Wurde früher zuerst die Elektronik

definiert und rund ein Jahr später das Bordnetz in

die Entwicklung mit einbezogen, so ist heute ein

Die neu eingeschlagene Marschrichtung

zeigt, dass die alte Denkweise des Nacheinanders

nicht mehr greift.

ganzheitlicher Ansatz gefragt, um alle Vorteile in

toto zu nutzen“, fasst Stephan A. Vogelskamp, Geschäftsführer

der Bergischen Gesellschaft und des

Clusters automotiveland.nrw, den veränderten

Entwicklungsprozess zusammen.

Keine lange Leitung mehr

Zurzeit ist die Bordnetz-Fertigung lediglich zu

fünf Prozent automatisiert. Mit der Gestaltung der

Smart Vehicle Architecture wollen die Wuppertaler

einen wesentlich höheren Automatisierungsgrad

bei der Leitungssatzprodukt erreichen, um so

einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu

komplett autonomen Fahrsicherheits-Systemen zu

setzen. Auch hinsichtlich der Kosten. Schon heute

ist das Bordnetz nach Chassis und Motor das

drittteuerste Teil im Fahrzeug. Das Projekt soll

diesen ganzheitlichen Aspekt des SVA Prinzips

eröffnen, damit dieses Kostensenkungspotenzial

auch Realität werden kann.

Christian Schäfer, Director Electrical and Electronics

Systems in der globalen Vorentwicklung von

Aptiv, präzisiert: „In Zukunft werden in einem

Fahrzeug zwei bzw. sechs zonale, miteinander

der Bergische Unternehmer 05|20 45


IM FOKUS REVOLUTION AN BORD

Frage & Antwort

Die Aptiv-Experten Christian

Schäfer, Director Electrical

and Eletronics Systems, und

Dr. Rainer Denkelmann, Global

Advanced Chief Engineer Vehicle

Systems & Architecture geben

Auskunft.

verbundene Steuergeräte eingebaut, die sämtliche

Sensoren und Aktuatoren im Umfeld mit Energie

versorgen sowie mit einem zentralen Datenanschluss

ausrüsten. So stellen wir sicher, dass jedes

Element den nötigen Strom bekommt. Dank der

neuen Bauweise ist es möglich, den umfangreichen

Hauptleitungssatz, der bis zu 3.500 Kabel in

einer Gesamtlänge von bis zu sechs Kilometern

enthält, in kleinere Zonen aufzuteilen. Die maximale

Leitungslänge bleibt dabei unter 2,5 Metern.

Ideale Voraussetzungen, um alles besser automatisch

fertigen zu können. Das spart Zeit, Manpower

und Geld. Und natürlich Masse im Fahrzeug,

die wir im Vergleich zur konventionellen Architektur

um etwa 15 Prozent reduzieren können.

Übrigens lässt das Architektur-Modell die Option

offen, beim Autobau auch Hardware und Software

anderer Zulieferer zu verwenden.“

Kooperation mit regionalen

Netzwerken

Zur Lösung der Grundsatzfragen im Zusammenhang

mit der Realisierung der Smart Vehicle Architecture

ist die Unterstützung sachkundiger

Maschinenbau-Experten ganz wichtig. Thomas

Lämmer-Gamp, Projektleiter bei der Bergischen

Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft

BSW und damit einer der Hauptakteure beim Verbund

Bergisch.Smart.Mobility erklärt: „Bei der

Smart Vehicle Architecture wird wirklich in alle

Christian Schäfer

Welche Bauteile werden bei Aptiv entwickelt?

Aptiv ist welweit das am breitesten aufgestellte

Unternehmen, was elektrische und elektronische

Komponenten betrifft. Dazu gehören Steuergeräte

in allen Segmenten, Energieverteiler, Leitungssätze

und Stecksysteme. Es gibt vermutlich kaum ein

Fahrzeug auf der Welt, in dem keine Bauteile von

Aptiv enthalten sind.

Bringt die Smart Vehicle Architecture (SVA)

abgesehen von der verbesserten Kompaktheit

die gleiche Funktionsvielfalt oder sogar noch

mehr Leistung?

Gerade künftige komplexe Funktionalitäten benötigen

das Zusammenspiel vieler Komponenten inklusive

aufwendiger Software-Algorithmen. Diese

Funktionsbreite ist mit herkömmlichen

Fahrzeugarchitekturen kaum darzustellen.

Lässt sich die neue Architektur flexibel auf

den jeweiligen Auto-Typ übertragen bzw. nach

Bedarf differenziert gestalten?

Ja. Aufgrund kundenspezifischer Anforderungen

müssen wir flexibel reagieren können. Nichtsdestotrotz

wird durch die Definition von sogenannten

Building-Blöcken eine Wiederverwertbarkeit der

entscheidenden Technologie-Bausteine garantiert.

Dies erhöht die Qualität und reduziert den Aufwand.

46 www.bvg-menzel.de


Bergische Struktur- und

Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH

Kölner Str. 8

42651 Solingen

Fon 0212 88 16 06 - 60

Fax 0212 88 16 06 - 66

Mail info@bergische-gesellschaft.de

Net www.bergische-gesellschaft.de

Ist die Architektur ausbaufähig, wenn sich die

Anforderungen im Markt ändern?

Das ist sie. Die Software-Updates für neue und erweiterte

Funktionen können praktischerweise

über die Cloud erfolgen. Heute muss dazu bis auf

wenige Ausnahmen wie bei der Aktualisierung

des Navigationssystems, die Werkstatt aufgesucht

werden.

Wird die Autoreparatur dadurch

teurer?

Bei der Auslegung der Architektur wird darauf

geachtet, dass gerade die Komponenten in Zonen

mit Crash-Risiko möglichst preiswert gehalten

werden, um Reparaturkosten niedrig zu halten.

Bauteile, die relevant für die Sicherheit sind und

nach ganz speziellen Sicherheitsnormen entwickelt

wurden, sollten dagegen eher ausgetauscht

werden.

Zum Schluss noch eine ketzerische Frage:

Brauchen wir das Ganze wirklich?

Unbedingt. Der Wechsel einer klassischen Fahrzeugarchitektur

auf neue Ansätze wie die SVA ist

erforderlich, um künftige sicherheitsrelevante

Funktionen wie das automatisierte Fahren überhaupt

anbieten zu können.

Dr. Rainer Denkelmann

Richtungen gedacht und gearbeitet. Auf diese

Weise kommen wir zu überraschenden, wegweisenden

Lösungen. Dabei ist uns jederzeit kompetente

Hilfe hoch willkommen. Wir sind zum Beispiel

sehr froh, einen ausgezeichneten Draht zum

Maschinenbau Netzwerk Bergisch Land und zum

Cluster Automotiveland NRW zu haben. In enger

Abstimmung mit den Fachleuten dort schaffen wir

es, immer wieder neue, zielführende Ideen zu entwickeln

und umzusetzen. Gleichzeitig stärkt die

Kooperation die Wertschöpfung in der Region und

schafft neue, hochqualifizierte Arbeitsplätze.“

Großes Potential für smarte

Architektur - Günstige Prognosen

für autonomes Fahren

Für den Markterfolg der intelligenten Fahrzeugarchitektur

sind sowohl die Wirtschaftlichkeit als

auch die technische Machbarkeit von entscheidender

Bedeutung, aber auch ihr Vorteil für Fahrzeuge

mit aktiven Fahrassistenzsystemen bis hin zum

autonomen und vernetzten Fahren. Die ersten Serienanwendungen

der automatisierten Fahrsysteme

werden wohl zunächst im Premiumbereich

und bei den People-Movern auf Kurzstrecken

stattfinden. Bei steigender Akzeptanz in der Gesellschaft

sehen die Zeichen gut, bald mehr Smarte

Autos unterwegs auf der Straße anzutreffen.

Text: Brigitte Waldens

Fotos: BSW, Aptiv, WSW Mobil

der Bergische Unternehmer 05|20 47


FÜR SIE UNTERWEGS VIVE LA PROVENCE!

Reisen beginnt im Kopf:

Vive la Provence!

48 www.bvg-menzel.de


der Bergische Unternehmer 05|20 49


FÜR SIE UNTERWEGS VIVE LA PROVENCE!

Was bei Corona derzeit völlig auf der Strecke bleibt, ist das Reisen.

Viele Menschen in Deutschland und weltweit haben gebuchte Urlaube

storniert, kurzfristige Reisepläne ad acta gelegt und stellen sich auf

Urlaub im Garten oder auf Balkonien ein. Doch sollten wir voll Zuversicht

auf die Zeit nach der Pandemie schauen und uns an ferne Ziele

träumen. Reisen beginnt im Kopf und deshalb stellen wir Ihnen an dieser

Stelle einen Landstrich vor, der zum Entschleunigen und Erholen

einlädt. Träumen Sie sich also in die Lavendelfelder der Provence!

Stecken wir zunächst einmal das Gebiet

ab: Die Provence erstreckt sich vom

Rhônedelta im Westen bis zur italienischen

Grenze im Osten, den Gipfeln

der Haut-Alpes im Norden bis zur Mittelmeerküste

zwischen Nizza und Marseille im Süden.

Dementsprechend facettenreich ist die Landschaft.

Zwischen Meer und Hochgebirge begegnen

dem Reisenden Sonnenblumen- und Lavendelfelder,

historische Städte und pittoreske

Dörfer, bunte Märkte und bunte Häfen. Kein

Wunder, dass dieser Landstrich immer wieder

neue Motive bot für die weltberühmten Pinselstriche

von Van Goch, Cézanne, Picasso, Matisse

oder Chagall bot. Bis heute bietet die variantenreiche

Umgebung eine Kulisse für Künstler

und Künstlerinnen, Fotografen und Fotografinnen.

Darunter eine wahre Augenweide die berühmten

Lavendelfelder mit ihrem blau-lilafarbenem

Blütenmeer. Lavendel so weit das Auge

reicht. Bilder, die Naturliebhaber faszinieren und

Gartenfreunde vor Neid erblassen lassen.

Roter Klatschmohn und Olivenbäume

Um den Lavendel in seiner ganzen Pracht zu erleben,

bietet sich eine Reise von Anfang/Mitte

Juni bis Mitte August an. Ist das Frühjahr warm,

beginnt die Lavendelblüte früh. Bei kühleren

Temperaturen muss man sich ein bisschen gedulden.

Bis zur Ernte im Hochsommer entfaltet der

Lavendel durch seine ätherischen Öle einen einzigartigen

Duft, der auch hierzulande in vielen

Bädern und Wäscheschränken für Wohlempfinden

sorgt. Wer nicht unbedingt auf den Anblick

der endlosen Lavendelfelder wert legt, wird das

Frühjahr als Reisezeit schätzen. Es ist nicht so

heiß und trocken wie im Hochsommer, die Obstbäume

blühen prächtig und der rote Klatschmohn

leuchtet einzigartig.

Lavendel Hotspot

Ein berühmtes Fotomotiv ist das Lavendelfeld

bei der malerisch in einem Tal gelegenen „Abbaye

de Sénanque“ im Département Vaucluse.

Gemeinhin zieht diese Aussicht auf das Kloster

inmitten des lila Teppichs Touristenströme an,

50 www.bvg-menzel.de


auf die das Land in diesem Sommer wohl verzichten

wird müssen. Doch auch außerhalb des

Lavendel-Hotspots findet man vielerorts ähnliche

Impressionen, am besten macht man sich

selbst auf Entdeckungsreise. Der Naturpark „Luberon“,

der rund 45 Minuten von Avignon und

etwa eine Stunde entfernt von Marseille gelegen

ist, bietet dazu vielfache Gelegenheit. „Luberon

Coeur de Provence“ erlaubt den Blick auf die

markanten Bergmassive des französischen Südostens:

Luberon, Alpilles, Mont Ventoux und

manchmal Sainte-Victoire. Olivenhaine, Weinberge,

Obstgärten und Zedernwälder machen die

Aussicht perfekt. Zwei Dörfer des Gebietes tragen

das offizielle Label „Schönste Dörfer Frankreichs“,

als da wären Gordes und Loumarin. Dort

oder auch im etwas weniger bekannten „Oppède

le Vieux“ laden romantische Gassen zu einem

gemütlichen Bummel ein. Luberon ist Teil jener

Lavendelroute, die über das Örtchen Coustellet

mit seinem Lavendelmuseum ins Departement

Vaucluse führt.

Mit allen Sinnen geniessen

Die Möglichkeiten der Beherbergung sind genauso

abwechslungsreich wie das „Herz der Provence“

selbst. Es gibt idyllisch gelegene Hotels

inmitten der Weinberge, historische Gemäuer

mit modernen Wellness und Spa-Angeboten, Ferienwohnungen

und auch naturnahe Campingplätze

an Flussläufen oder in Wäldern. Natürlich

Die Abtei de Sénanque

ist ein beliebtes Fotomotiv

(Seite 48.u. 49)

Eine farbenfrohe Impression

aus Saint Remy

de Provence (Foto oben)

der Bergische Unternehmer 05|20 51


FÜR SIE UNTERWEGS VIVE LA PROVENCE!

.Majestätisch erhebt sich

das Chateau des Gordes

über die malerische

Landschaft (Foto oben).

Kulinarisch wartet die

Provence mit regionalen

Spezialitäten auf, die

vor Ort genossen oder

gekauft werden können.

Da isst das Auge mit

(Fotos rechts).

Klosteranlagen in der

Provence sind von idyllischen

Grün umsäumt

(Foto rechts unten)..

kommen Gourmets hier bei der berühmt exquisiten

französischen Küche auf ihre Kosten. Reichlich

frische Kost mit Melonen, Erdbeeren, Tomaten,

Zucchini, Kürbissen und vielem mehr

verwandeln sich unter den Händen der Köche in

kulinarische Erlebnisse. Die Weine mit den Labeln

AOC Luberon, AOC Ventoux oder IGP Vaucluse

gedeihen in einem sonnenverwöhnten Klima.

Die Weinreben sind geprägt von leichten,

kalkhaltigen Sandböden, die ihnen zu unverkennbaren

Geschmacksqualitäten verhelfen – zu

genießen in Restaurants, in Kellereien bei Touren

durch die Weinberge oder in der Hochsaison

direkt im Weingut. Einkaufen sollte man auf jeden

Fall die regionalen Spezialitäten wie provenzialische

Kräuter, Olivenöl und natürlich Lavendel

in jedweder Form. Wer das Auto einmal

stehen lassen möchte, findet eine Vielzahl von

Touren zu Fuß, mit dem Rad oder durchaus technisch

anspruchsvoll mit dem Mountainbike.

Lohnend auch eine Kanufahrt auf verschiedenen

Flussläufen, um die einzigartige Landschaft vom

Wasser aus zu erkunden.

Sanfter Tourismus

Nicht umsonst steht die Destination „Luberon

Coeur de Provence“ im Gebiet des Regionalen

Naturparks Luberon für den Begriff des „Slow

Tourism“ - des sanften Tourismus. Die sich bietenden

Eindrücke sollte man nicht im Schnelldurchgang,

sondern entschleunigt genießen und

sich bewusst eine Auszeit vom Alltag gönnen.

Eine Reise in die Provence ist Urlaub mit allen

Sinnen, der hoffentlich so bald wie möglich unbeschwert

wieder möglich ist. Vive la France!

Vive la Provence!

Text: Stefanie Bona

Fotos: Shuttestock

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der Bergische Unternehmer 05|20 53


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Die Planung, die Herstellung,

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Vertretungsregelung: Ist nur ein

Geschäftsführer bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind

mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch

zwei Geschäftsführer oder durch

einen Geschäftsführer gemeinsam

mit einem Prokuristen vertreten.

Geschäftsführer: Orthen, Marvin,

Remscheid, *02.03.1990, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis

im Namen der Gesellschaft mit sich

im eigenen Namen oder als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

16.04.2020 HRB 30680: ZIRA Verwaltungs

GmbH, Wuppertal, Heinz-

Fangman-Straße 6, 42287 Wuppertal.

Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag vom

27.03.2020. Geschäftsanschrift:

Heinz-Fangman-Straße 6, 42287

Wuppertal. Gegenstand: Die Übernahme

der persönlichen Haftung und

die Geschäftsführung ausschließlich

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der ZIRA Präzisionswerkzeuge

GmbH & Co. KG, Wuppertal. Stammkapital:

25.000,00 EUR. Allgemeine

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sind für Rechtsgeschäfte zwischen

der Gesellschaft und der ZIRA Präzisionswerkzeuge

GmbH & Co. KG von

den Beschränkungen des § 181 BGB

befreit. Geschäftsführer: van Hasselt,

Tobias, Wuppertal, *17.10.1985,

einzelvertretungsberechtigt mit der

Befugnis im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen oder als

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abzuschließen.

17.04.2020 HRB 30682: MBDE GmbH,

Solingen, Talstraße 25, c/o Stüttgen

& Partner mbB Wirtschaftsprüfer

Steuerberater Rechtsanwalt,

42697 Solingen. Gesellschaft mit

beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 21.12.2017 Die

Gesellschafterversammlung vom

10.12.2019 hat die Änderung des

Gesellschaftsvertrages in § 1 Abs.

2 (Firma und Sitz) und mit ihr die

Sitzverlegung von Köln (bisher

Amtsgericht Köln HRB 94499) nach

Solingen beschlossen. Geschäftsanschrift:

Talstraße 25, c/o Stüttgen

& Partner mbB Wirtschaftsprüfer

Steuerberater Rechtsanwalt,

42697 Solingen. Gegenstand: Die

Erbringung von Dienstleistungen in

den Bereichen der Kommunikation

der Unternehmensstrategie sowie

die Leitung und Pflege der Kundenbeziehungen

wie z.B.: Marktuntersuchungen,

Marketing, Vertrieb

von Werbeflächen, Markterschließung,

statistische Erhebungen und

Untersuchungen, Telemarketing-

Dienstleistungen sowie jede andere

Dienstleistung, welche direkt oder

indirekt mit diesen Dienstleistungen

zusammenhängt. Stammkapital:

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Nicht mehr Geschäftsführer: Eudes-

Flavier, Olivier, Levallois-Perret /

Frankreich, *30.09.1968. Bestellt

als Geschäftsführer: Churchill, Thomas,

Mantes-La-Jolie / Frankreich,

*05.09.1984, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis im Namen

der Gesellschaft mit sich im

eigenen Namen oder als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

21.04.2020 HRB 30688: Alexander

Schächter Handels GmbH, Velbert,

Herzogstraße 16, 42551 Velbert.

Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 21.06.2017 mit Änderung vom

29.11.2018. Die Gesellschafterversammlung

vom 11.03.2020 hat die

Änderung des Gesellschaftsvertrages

in § 1 (Firma und Sitz) und

mit ihr die Änderung der Firma

und die Sitzverlegung von Essen

(bisher Amtsgericht Essen HRB

28333) nach Velbert beschlossen.

Geschäftsanschrift: Herzogstraße

16, 42551 Velbert. Gegenstand:

Der Handel mit Kraftfahrzeugen

aller Art sowie der Handel mit Ersatzteilen

sowie der Erbringung

entsprechender Dienstleistungen

des KFZ-Gewerbes. Stammkapital:

125.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur ein

Geschäftsführer bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind

mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch zwei

Geschäftsführer oder durch einen

Geschäftsführer gemeinsam mit

einem Prokuristen vertreten. Geschäftsführer:

Schächter, Alexander,

Essen, *02.10.1991, einzelvertre-

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Für die Aktualität, Korrektheit und

Vollständigkeit der Anlage kann vom

Verlag keine Gewähr übernommen

werden.

tungsberechtigt mit der Befugnis

im Namen der Gesellschaft mit sich

im eigenen Namen oder als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

22.04.2020 HRB 30693: SAM music

publishing UG (haftungsbeschränkt),

Mettmann, Wollenhausweg 9,

40822 Mettmann. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 27.03.2020.

Geschäftsanschrift: Wollenhausweg

9, 40822 Mettmann. Gegenstand:

Der Erwerb von Rechten,

insbesondere Urheberrechte für

Werke der Tonkunst und Literatur

deutschen und ausländischen Ursprungs,

sowie deren Lizensierung,

Druck und Vertrieb von Werken der

Tonkunstliteratur, Übertragung von

Rechten an Werken der Tonkunst

und Literatur, Erwerb, Herstellung,

Vervielfältigung und Vertrieb von

Ton- und Bildtonträgern aller Art

und die Durchführung aller mit dem

Gesellschaftszweck in Verbindung

stehenden Tätigkeiten. Stammkapital:

500,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur ein

Geschäftsführer bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind

mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch die

Geschäftsführer gemeinsam vertreten.

Geschäftsführer: Rosenow,

Beate, Mettmann, *08.07.1959, mit

der Befugnis im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen

oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

22.04.2020 HRB 30694: König &

Partner Consulting GmbH, Wuppertal,

Lipkenskothen 4, 42113 Wuppertal.

Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 15.11.2019. Geschäftsanschrift:

Lipkenskothen 4, 42113 Wuppertal.

Gegenstand: Unternehmensberatung,

sowie die Übernahme aller

Tätigkeiten, die dem Gesellschaftszweck

unmittelbar oder mittelbar

zu dienen geeignet sind. Stammkapital:

25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur ein

Geschäftsführer bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind

mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch

zwei Geschäftsführer oder durch

einen Geschäftsführer gemeinsam

mit einem Prokuristen vertreten.

Geschäftsführer: Urban, Martin,

Wuppertal, *23.07.1990, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis

im Namen der Gesellschaft mit sich

im eigenen Namen oder als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

22.04.2020 HRB 30691: Telesio

UG (haftungsbeschränkt), Haan,

Beethovenstr. 52, 42781 Haan. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung.

Gesellschaftsvertrag vom

19.02.2020. Geschäftsanschrift:

Beethovenstr. 52, 42781 Haan. Gegenstand:

Design von und Einzelhandel

mit individuellen Vogelhäuschen.

Stammkapital: 500,00 EUR.

Allgemeine Vertretungsregelung:

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt,

so vertritt er die Gesellschaft allein.

Sind mehrere Geschäftsführer

bestellt, so wird die Gesellschaft

durch die Geschäftsführer gemeinsam

vertreten. Geschäftsführer:

Telesio, Alessandro Silvio, Haan,

*11.12.1957, mit der Befugnis im Namen

der Gesellschaft mit sich im

eigenen Namen oder als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

23.04.2020 HRB 30699: Wupper

Food GmbH, Wuppertal, Höfen 91,

42277 Wuppertal. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 17.02.2020. Geschäftsanschrift:

Höfen 91, 42277

Wuppertal. Gegenstand: Die Führung

gastronomischer Betriebe,

der Import, Export, Großhandel

von Lebensmitteln, sowie An- und

Verkauf von Immobilien. Stammkapital:

25.200,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur ein

Geschäftsführer bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind

mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch

zwei Geschäftsführer oder durch

einen Geschäftsführer gemeinsam

mit einem Prokuristen vertreten.

Geschäftsführer: Baba, Hikmet,

Schwelm, *05.01.1966, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis

im Namen der Gesellschaft mit sich

im eigenen Namen oder als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

24.04.2020 HRB 30703: Finderlive

UG (haftungsbeschränkt), Mettmann,

Bahnstraße 25, 40822 Mettmann.

Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 06.03.2020. Geschäftsanschrift:

Bahnstraße 25, 40822 Mettmann.

Gegenstand: Singles und

sonstige Personen miteinander zu

verbinden. Dieses passiert unter

anderem bei organisierten Events

und bei Reisen. Den Singles wird

zum Beispiel die Möglichkeit des

Austausches auf einer eigens dafür

geschaffenen Plattform gegeben.

Den Personen werden mittelfristig

weitere Dienstleistungen, wie

Coachings oder Reisen, auch über

einen eigenen Shop angeboten.

Stammkapital: 1.500,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur

ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind

mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch zwei

Geschäftsführer oder durch einen

Geschäftsführer gemeinsam mit

einem Prokuristen vertreten. Geschäftsführer:

Gebhardt, Stefanie

Renee, Mettmann, *06.03.1986;

Kahl, Stephanie, Mettmann,

*29.06.1974; Schack, Jens, Haan,

*17.02.1967, jeweils einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis

im Namen der Gesellschaft mit sich

im eigenen Namen oder als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

27.04.2020 HRB 30707: CASPAR-

TUS Management GmbH, Solingen,

Abteiweg 19, 42653 Solingen. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung.

Gesellschaftsvertrag vom

19.02.2020. Geschäftsanschrift: Abteiweg

19, 42653 Solingen. Gegenstand:

Die Gründung von, die Beteiligung

an und die Verwaltung von

Gesellschaften aller Art und Rechtsform

im In- und Ausland. Stammkapital:

25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur ein

Geschäftsführer bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind

mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch

zwei Geschäftsführer oder durch

einen Geschäftsführer gemeinsam

mit einem Prokuristen vertreten.

Geschäftsführer: Dr. Hoffmeister,

Christian, Overath, *19.02.1984,

einzelvertretungsberechtigt mit

der Befugnis im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen

oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

28.04.2020 HRB 30710: SGD-Tech

UG (haftungsbeschränkt), Haan,

Zwengenberger Straße 3c, 42781

Haan. Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 27.02.2020. Geschäftsan-

Seit über 110 Jahren

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Hauptverwaltung

Wuppertal

Deutscher Ring 88

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Remscheid

Lenneper Str. 47 -49

42855 Remscheid

Tel. (0 21 91) 93 12 91

Fax (0 21 91) 3 10 59

der Bergische Unternehmer 05|20 55


HANDELSREGISTER

schrift: Zwengenberger Straße 3c,

42781 Haan. Gegenstand: Die Erbringung

von Dienstleistungen im

Bereich Reparatur, Wartung und

Installation von EDV-Anlagen, insbesondere

von IT-Rechnern sowie

die in diesem Zusammenhang stehende

Software- und Hardwareberatung.

Stammkapital: 300,00 EUR.

Allgemeine Vertretungsregelung:

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt,

so vertritt er die Gesellschaft allein.

Sind mehrere Geschäftsführer

bestellt, so wird die Gesellschaft

durch die Geschäftsführer gemeinsam

vertreten. Geschäftsführer:

Bekic, Sasa, Haan, *28.01.1964, mit

der Befugnis im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen

oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

29.04.2020 HRB 30711: bergischgrün

GmbH, Remscheid, Dreherstraße

15a, 42899 Remscheid.

Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag vom

08.04.2020. Geschäftsanschrift:

Dreherstraße 15a, 42899 Remscheid.

Gegenstand: Herstellung

und der Vertrieb von Heimtierfuttermitteln

sowie aller damit verbundenen

Dienstleistungen einschließlich

des Franchising. Stammkapital:

25.000,00 EUR. Allgemeine Vertretungsregelung:

Ist nur ein Geschäftsführer

bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind

mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch

zwei Geschäftsführer oder durch

einen Geschäftsführer gemeinsam

mit einem Prokuristen vertreten.

Geschäftsführer: Schaffert, Sonja,

Remscheid, *06.03.1986; Scholz,

Melanie, Remscheid, *11.03.1978,

jeweils einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen

oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

30.04.2020 HRB 30714: Kolibri

Industriebeteiligungen GmbH,

Wuppertal, c/o Fides Treuhand

Gesellschaft mit beschränkter

Haftung, Friedrich-Engels-Allee

32, 42103 Wuppertal. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 18.03.2020.

Geschäftsanschrift: c/o Fides Treuhand

Gesellschaft mit beschränkter

Haftung, Friedrich-Engels-Allee

32, 42103 Wuppertal. Gegenstand:

Die Beteiligung an Industrieunternehmen

aller Art. Stammkapital:

25.000,00 EUR. Allgemeine Vertretungsregelung:

Ist nur ein Geschäftsführer

bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind

mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch zwei

Geschäftsführer oder durch einen

Geschäftsführer gemeinsam mit

einem Prokuristen vertreten. Geschäftsführer:

Backhaus, Thorsten,

Wuppertal, *10.07.1970, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis

im Namen der Gesellschaft mit sich

im eigenen Namen oder als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

01.05.2020 HRB 30716: Metallbau

Spormann GmbH, Wuppertal,

Hölker Feld 60, 42279 Wuppertal.

Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag vom

06.04.2020. Geschäftsanschrift:

Hölker Feld 60, 42279 Wuppertal.

Gegenstand: Die Ausführung aller

01.05.2020 HRB 30718: Elektro AME

GmbH, Wuppertal, Ritterstraße

78, 42285 Wuppertal. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 15.04.2020.

Geschäftsanschrift: Ritterstraße

78, 42285 Wuppertal. Gegenstand:

Die Koordination und die Ausführung

von Elektroinstallationen

und Elektroarbeiten aller Art, Kabel-

und SAT-Fernsehanlagen sowie

die Planung und Ausführung von

Beleuchtungsanlagen, des Weiteren

die Sanierung von Altbauten,

Durchführung von Trockenbauarbeiten,

Verlegen von Laminatfußböden

und Fliesenarbeiten sowie die

Übernahme der Bauleitung und die

rosenlöcher Schlosser-, anzeige 90x60 Schmiede- zeichenwege.indd und Stahlbauarbeiten,

2 Koordination von Bauarbeiten 03.02.20 aller 17:52

insbesondere die Art in einem Gesamt-Bauprojekt.

Herstellung und Montage von Anbaubalkonen,

Geländern, Treppen,

Gittern und Einrichtungsgegenständen

aus Stahl, Edelstahl und anderen

Metallen, die Absicherung von

Gebäuden, sowie die Reparatur und

der Kundendienst hierfür. Weiterhin

betreibt die Gesellschaft den Handel

und die Montage von Bauelementen,

wie z.B. Brandschutztüren

oder Garagentoren, und den Handel

Stammkapital: 25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist

nur ein Geschäftsführer bestellt,

so vertritt er die Gesellschaft allein.

Sind mehrere Geschäftsführer

bestellt, so wird die Gesellschaft

durch zwei Geschäftsführer oder

durch einen Geschäftsführer gemeinsam

mit einem Prokuristen

vertreten. Geschäftsführer: Klocke,

Angelika, Wuppertal, *18.10.1975,

mit Befestigungsmitteln und bearbeiteten

einzelvertretungsberechtigt mit

Halbzeugen. Stammka-

der Befugnis im Namen der Gesell-

pital: 25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur ein

Geschäftsführer bestellt, so vertritt

schaft mit sich im eigenen Namen

oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

er die Gesellschaft allein. Sind

mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch zwei

04.05.2020 HRB 30720: Cab Transfer

GmbH, Erkrath, Max-Planck-Straße

Geschäftsführer oder durch einen 12, 40699 Erkrath. Gesellschaft

Geschäftsführer gemeinsam mit mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag

einem Prokuristen vertreten. Geschäftsführer:

Defontaine, Marcel,

Sprockhövel, *08.07.1986, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis

im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen oder als

Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

vom 19.02.2020. Ge-

schäftsanschrift: Max-Planck-Straße

12, 40699 Erkrath. Gegenstand: Die

Durchführung von Personen- und Gütertransporten

mit Fahrzeugen, die

Durchführung von Geschäften, die

mit diesem Geschäftszweck mittelbar

und unmittelbar zusammenhängen,

desweiteren die Vermietung von

Kraftfahrzeugen und die Vermittlung

von Kundenaufträgen auf diesen

Gebieten. Stammkapital: 25.000,00

EUR. Allgemeine Vertretungsregelung:

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt,

so vertritt er die Gesellschaft

allein. Sind mehrere Geschäftsführer

bestellt, so wird die Gesellschaft

durch zwei Geschäftsführer oder

durch einen Geschäftsführer gemeinsam

mit einem Prokuristen vertreten.

Geschäftsführer: Drbas, Mohamad

Radwan, Meerbusch, *14.11.1965,

mit der Befugnis im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen

oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

06.05.2020 HRB 30726: CLC GmbH,

Wuppertal, Simonshöfchen 55,

42327 Wuppertal. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 31.03.2020. Geschäftsanschrift:

Simonshöfchen 55,

42327 Wuppertal. Gegenstand: Die

Beratung, Produktentwicklung, Qualitätssicherung,

Schulung, Zertifizierung/Auditierung

und Herstellung/

Lagerung in den Bereichen Kosmetika,

Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel,

Bedarfsgegenstände sowie

Biozide. Stammkapital: 25.500,00

EUR. Allgemeine Vertretungsregelung:

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt,

so vertritt er die Gesellschaft

allein. Sind mehrere Geschäftsführer

bestellt, so wird die Gesellschaft

durch zwei Geschäftsführer oder

durch einen Geschäftsführer gemeinsam

mit einem Prokuristen vertreten.

Geschäftsführer: Rosendahl,

Sven, Neuss, *14.04.1981.

06.05.2020 HRB 30724: Schrödinger

Bedachungen UG (haftungsbeschränkt),

Remscheid, Amboßweg

7, 42855 Remscheid. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 27.02.2020.

Geschäftsanschrift: Amboßweg 7,

42855 Remscheid. Gegenstand: Arbeiten

aller Art im Zusammenhang

mit dem Betrieb eines Dachdeckermeisterbetriebes.

Stammkapital:

3.000,00 EUR. Allgemeine Vertretungsregelung:

Ist nur ein Geschäftsführer

bestellt, so vertritt er

die Gesellschaft allein. Sind mehrere

Geschäftsführer bestellt, so

wird die Gesellschaft durch die Geschäftsführer

gemeinsam vertreten.

Geschäftsführer: Osmanbegovic,

Nedzad, Remscheid, *13.11.1986,

mit der Befugnis im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen

oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

06.05.2020 HRB 30725: Red Door

Investments Holding GmbH, Erkrath,

Kopernikusstraße 25, 40699 Erkrath.

Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag vom

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Das Justizministerium des Landes

NRW veröffentlicht unter der Internet-

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Insolvenzverfahren.

01.04.2020. Geschäftsanschrift: Kopernikusstraße

25, 40699 Erkrath.

Gegenstand: Der Erwerb, das Halten

und die Verwaltung von Beteiligungen

an sowie die Gründung von

anderen Unternehmen. Innerhalb

dieser Grenzen kann die Gesellschaft

alle Geschäfte und Maßnahmen

durchführen, die zur Erreichung

des Geschäftszwecks notwendig

oder nützlich sind. Dies schließt

die Geschäftsführung von Tochtergesellschaften

mit ein. Stammkapital:

25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur ein

Geschäftsführer bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind

mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch zwei

Geschäftsführer oder durch einen

Geschäftsführer gemeinsam mit

einem Prokuristen vertreten. Geschäftsführer:

Hupe, Hanns Michael,

Erkrath, *14.10.1981; Huster, Meike,

Erkrath, *20.05.1984, jeweils einzelvertretungsberechtigt

mit der

Befugnis im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen oder als

Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

07.05.2020 HRB 30730: D&M Gerüstbau

GmbH, Solingen, Bergerstraße

13, 42657 Solingen. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 16.04.2020. Geschäftsanschrift:

Bergerstraße 13,

42657 Solingen. Gegenstand: 1. Die

Erbringung von Industriedienstleistungen,

insbesondere Industrie- und

Gebäudereinigung, Sandreinigung.

Gerüstbau, Einbau von genormten

Baufertigteilen, Isolierarbeiten,

Estrichverlegung, Abbruch bzw.

Demontage (ohne Statik). 2. Handwerklich

geschützte Tätigkeiten

werden nur durch konzessionierte

Subunternehmer ausgeführt, soweit

im Unternehmen keine Konzessionsträger

vorhanden sind. Stammkapital:

25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur ein Geschäftsführer

bestellt, so vertritt er

die Gesellschaft allein. Sind mehrere

Geschäftsführer bestellt, so wird die

Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer

oder durch einen Geschäftsführer

gemeinsam mit einem Prokuristen

vertreten. Geschäftsführer:

Maric, Dana, Langenfeld, *03.10.1978,

einzelvertretungsberechtigt mit der

Befugnis im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen oder als

Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

07.05.2020 HRB 30729: Cityhaus 200

GmbH, Wuppertal, Friedrichstraße 40,

42105 Wuppertal. Gesellschaft mit

beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 24.09.2019. Geschäftsanschrift:

Friedrichstraße 40, 42105

Wuppertal. Gegenstand: Der An- und

Verkauf von Immobilien sowie Asset

Management im Immobilienbereich.

Stammkapital: 25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist

nur ein Geschäftsführer bestellt, so

vertritt er die Gesellschaft allein.

Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch

zwei Geschäftsführer oder durch

einen Geschäftsführer gemeinsam

mit einem Prokuristen vertreten. Geschäftsführer:

Ballantyne, Craig, Berlin,

*14.08.1969; Pinno, Rüdiger W.,

Lünen, *10.12.1955, jeweils einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis

im Namen der Gesellschaft mit sich

im eigenen Namen oder als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

08.05.2020 HRB 30735: AP Holding

GmbH, Erkrath, Steinhof 37,

40699 Erkrath. Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 26.04.2019. Geschäftsanschrift:

Steinhof 37, 40699

Erkrath. Gegenstand: Erwerb, Halten

und Verwalten von Beteiligungen.

Stammkapital: 25.000,00 EUR.

Allgemeine Vertretungsregelung:

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt,

so vertritt er die Gesellschaft allein.

Sind mehrere Geschäftsführer

bestellt, so wird die Gesellschaft

durch zwei Geschäftsführer oder

durch einen Geschäftsführer gemeinsam

mit einem Prokuristen

vertreten. Geschäftsführer: Corgiolu,

Francesco, Köln, *03.03.1987,

einzelvertretungsberechtigt mit

der Befugnis im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen

oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

08.05.2020 HRB 30733: BSports

Health Consulting UG (haftungsbeschränkt),

Wuppertal, Roeberstraße

46, 42117 Wuppertal. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 07.04.2020. Geschäftsanschrift:

Roeberstraße 46,

42117 Wuppertal. Gegenstand: Die

Erbringung von Dienstleistungen im

Bereich der Physiotherapie und alle

damit in Zusammenhang stehenden

Geschäfte, sowie insbesondere die

Betreuung von Sportlern in den

Bereichen Rehabilitation, Fitness,

Ernährung und Gesundheit. Stammkapital:

300,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur ein

Geschäftsführer bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind

mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch die

Geschäftsführer gemeinsam vertreten.

Geschäftsführer: Barničs, Vadims,

Wuppertal, *02.04.1986, mit

der Befugnis im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen

oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

08.05.2020 HRB 30734: LeFi Consulting

GmbH, Wuppertal, In den Birken

32a, 42113 Wuppertal. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 15.06.2012

mit Änderung vom 27.11.2014. Die

Gesellschafterversammlung vom

25.11.2019 hat die Änderung des

Gesellschaftsvertrages in § 1 Abs.

1.1.1 (Firma, Sitz) und mit ihr die

Sitzverlegung von Essen (bisher

Amtsgericht Essen HRB 26034)

nach Wuppertal beschlossen. Geschäftsanschrift:

In den Birken 32a,

42113 Wuppertal. Gegenstand: Die

Unternemensberatung und Interim

Management im Bereich Finanzund

Rechnungswesen. Geschäfte

deren Ausübung Rechtsanwälten,

Steuerberatern, Wirtschaftsprüfern

oder sonstigen beratenden Berufen

gesetzlich vorbehalten sind, werden

nicht getätigt. Stammkapital:

25.000,00 EUR. Allgemeine Vertretungsregelung:

Ist nur ein Geschäftsführer

bestellt, so vertritt er

die Gesellschaft allein. Sind mehrere

Geschäftsführer bestellt, so wird die

Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer

oder durch einen Geschäftsführer

gemeinsam mit einem Prokuristen

vertreten. Geschäftsführer:

Finke, Lena, Hamburg, *31.08.1992,

einzelvertretungsberechtigt mit der

Befugnis im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen oder als

Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

der Bergische Unternehmer 05|20 57


VORSCHAU

Im Juni 2020

IMPRESSUM

Herausgeber und Eigentümer:

Bergische Verlagsgesellschaft

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Fon 0202 451654

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übernehmen dennoch keine Haftung für Druckfehler.

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Fotos wird keine Gewähr übernommen. Nachdruck

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Beiträge geben die Meinung des Verfassers, aber

nicht unbedingt die des Verlags wieder. Bezugspreis

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