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Handwerk in Bremen

Vertrieb: Verlag Wilhelm Schintz Druck GmbH

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Die Zeitschrift

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Schornsteinfeger:

125 Jahre Sicherheit

für Menschen

Konjunkturumfrage:

Bremens Handwerk

verhalten optimistisch

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Liebe Handwerkerinnen und Handwerker,

sehr geehrte Leserinnen und Leser,

Tradition ist etwas Schönes. Sie gibt Können weiter und erhält Wissen. Und solange

die Gepflogenheiten Sinn machen und die tradierten Vorstellungen nicht überkommen

sind, ist Tradition durchaus etwas Gutes. Auf ihr bauen Bräuche auf und gerade im

Handwerk leben wir heute noch Riten, deren Wurzeln oft Jahrhunderte zurück liegen.

Dies bedeutet aber nicht, dass man um jeden Preis an allem festhalten muss, was

althergebracht und überliefert ist. Denn Fortschritt braucht Wandel – und wer sich

nicht wandelt, wird eines Tages mit unsinnigen Traditionen leben. Unsinnig deshalb,

weil sie dann keinen Sinn mehr machen.

Umso schöner ist es, sinnvolle Traditionen zu erleben. Traditionen, die handwerklichem

Selbstverständnis entspringen. Die Schornsteinfeger-Innung Bremen verdeutlichte

anlässlich ihres 125-jährigen Bestehens diese sinnvollen Beispiele. Eines ist das

Image der „Schwarzen“ als „Glücksbringer“. Zwar ist es lange her, dass ganze Städte abgebrannt sind,

weil ungekehrte Kamine die Reetdächer und Holzhäuser entzündeten, und die Bürger zumeist von solchen

Feuern verschont blieben, wenn – zum Glück – zuvor der Kaminkehrer da war. Dennoch hält sich

dieser Ruf der Schornsteinfeger und hat im Hinblick auf vorbeugenden Brandschutz und Betriebssicherheit

nichts von seiner traditionellen Kraft eingebüßt.

Daneben sind viele Schornsteinfeger im so genannten ‚Schwarzen Zug‘ der Bremer Feuerwehr organisiert.

Traditionell drücken sie dadurch ihre Verbundenheit und Solidarität mit den Bremer Bürgern aus.

Drittens sind – das ist bundesweit einmalig – alle bremischen Bezirksschornsteinfegermeister in der

Innung organisiert. Diese Tradition der gemeinsamen Interessenvertretung macht durchaus Sinn in einer

Zeit, in der Einzelunternehmen kaum noch nebenher eine zielgerichtete Öffentlichkeitsarbeit bewerkstelligen

können und eine wirkungsvolle Rechtsberatung am sichersten durch Spezialisten gegeben ist,

die mit allen handwerklichen Fragen bestens vertraut sind.

Doch gerade die Schornsteinfeger, die wir als besonders traditionsbewusst erleben, sind auch ausgesprochen

offen für Neues. Ihre Aufgaben haben sich seit Bestehen ihrer Innung so stark verändert wie in

nur wenigen anderen Gewerken und angesichts der Herausforderungen der Zukunft in puncto Umweltschutz

haben sie sich zu unabhängigen Experten für Energie-Einsparung und Emissionsschutz gewandelt.

Solcher Wandel ist wichtig. Er belegt die Entwicklungs- und Fortschrittsfähigkeit des Handwerks. Fortschritt

zu modernen Dienstleistern, Entwicklern, Produzenten und Lieferanten.

Solcher Fortschritt bedarf fortschrittlich denkenden Nachwuchses. Leider jedoch ist bei vielen jungen

Menschen solch fortschrittliches Denken nur wenig vorhanden. Schon anlässlich des Bildungsberichts

2008 beklagte der ZDH, dass jeder vierte Jugendliche eines Jahrgangs nicht ausbildungsfähig sei. Acht

bis neun Prozent der Schüler verließen damals die Schule ohne Abschluss. Heute – im aktuellen Bildungsbericht

– heißt es, 17 Prozent der 20- bis 30-jährigen Menschen haben keinen Berufsabschluss und befänden

sich auch nicht mehr in Bildungsmaßnahmen. Besonders problematisch sei dies bei Frauen mit

Migrationshintergrund. Hieran müssen wir arbeiten. Schnell!

Das Handwerk ist bereit dazu. Doch ich finde, es reicht nicht aus, dass jungen Menschen nur einen

Schulabschluss haben. Es muss vor allem auch ihr Wille erkennbar sein, arbeiten zu gehen und etwas leisten

zu wollen. Regelmäßig, zuverlässig, pünktlich und zielgerichtet. Ganz traditionell – und gut.

Herzlichst

Ihr

Joachim Feldmann

Präses der

HANDWERKSKAMMER BREMEN

Auf ein Wort – Editorial

Handwerk in Bremen 7+8/2010 | 3


11

12

13

19

23

27

DAS HANDWERK

6 AG Mittelstand: Die richtigen Konsequenzen ziehen

BREMEN & BREMERHAVEN

7 Bremer Kunsthalle feiert Richtfest

7 Mehr Bereitschaft zum Dialog

HANDWERKSKAMMER BREMEN

8 Bremens Handwerker sind verhalten optimistisch

10 Foto-Ausstellung: Was Lehrlinge als Krise sehen

10 Neues Führungsteam beim Integrationsfachdienst

11 Sieg für das Team der ‚System Bau Betrieb GmbH‘

KREISHANDWERKERSCHAFT BREMEN

12 Meisterprüfungen: Bremens neue Tischlermeister

12 Abschied in den Ruhestand

13 Schornsteinfeger: 125 Jahre Sicherheit für Menschen

14 Elektro-Innung stellt sich der Zukunft

15 Geregelter Wettbewerb mit Beschäftigungsträgern

16 Landesjugendorchester: „Good old New World“

16 Ehrennadel für Bremer Bäcker

17 Kundenbeirat tagte im HandWERK

17 Bremer Handwerk: Kurz notiert

KREISHANDWERKERSCHAFT BRHV-WEM

18 Schutz vor fremder Insolvenz

19 Friseure sammelten für Haiti

19 Auf dem Rasen gegen Rechts

20 Zertifikate für Gebäudeenergieberater und Fachkräfte

SERVICE & BETRIEB

21 Dienstleister müssen informieren

21 Efektivere Finanzierungshilfe

NAMEN & NOTIZEN

22 Geburtstage und Jubiläen

23 Nachrichten aus Handwerk, Politik und Organisationen

27 Handwerk hilft ‚Special Olympics‘

TIPPS & TERMINE

28 Angebote zur Aus- und Weiterbildung

29 Passt: Vom Meister zum Master

MARKTPLATZ

30 Betriebsbörse der Handwerkskammer Bremen

SCHLUSSPUNKT

31 Nachgefragt: Dirk Smula

31 Impressum

INHALT

Handwerk in Bremen 7+8/2010 | 5


DAS HANDWERK

DIE RICHTIGEN KONSEQUENZEN ZIEHEN

Die Arbeitsgemeinschaft Mittelstand legte den Jahresmittelstandsbericht 2010 vor.

Die neun führenden Mittelstandsverbände gaben ihm den Titel „Aus der Krise

lernen: Soziale Marktwirtschaft stärken“.

Umsatzrückgang – aber stabile Beschäftigungslage:

Diese Merkmale kennzeichnen die

wirtschaftliche Entwicklung des Mittelstandes

im vergangenen Jahr. Die Umsätze gingen

um 4,9 Prozent zurück. Die Beschäftigung

blieb mit minus 0,3 Prozent weitgehend stabil.

2010 wird sich das nach wie vor hohe

Beschäftigungsniveau nur halten lassen,

wenn auch die bisher erst angekündigten

Maßnahmen zur Binnenmarktstabilisierung

beschlossen werden und wirken können,

heißt es im Jahresmittelstandsbericht 2010

der Arbeitsgemeinschaft Mittelstand, der

jetzt in Berlin vorgestellt wurde.

Zahlen und Einschätzungen basieren auf

den Konjunkturumfragen der in der AG

Mittelstand zusammengeschlossenen Verbände

aus Handel, Industrie, Handwerk und

Gastgewerbe sowie auf Prognosen der kreditwirtschaftlichen

Verbände. Schon mit dem

Titel „Aus der Krise lernen: Soziale Marktwirtschaft

stärken“ machen die neun führenden

Mittelstandsverbände deutlich, dass die

Finanz- und Wirtschaftskrise, sowie die

aktuelle Euro-Krise nicht auf ein Versagen des

Marktes, sondern auf fehlende Regeln und

politische Fehler zurückzuführen und hieraus

die richtigen Konsequenzen zu ziehen sind.

„Der Mittelstand ist das Fundament und

der Erfolgsfaktor der Sozialen Marktwirtschaft

in Deutschland. Dank der Sozialen

Marktwirtschaft können mittelständische

Unternehmer ihren Beitrag für den Wohlstand

unseres Gemeinwesens leisten“, unterstrichen

Otto Kentzler, Präsident des Zentralverbandes

des Deutschen Handwerks (ZDH)

und Heinrich Haasis, Präsident des Deutschen

Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV).

Haasis machte deutlich, dass für die Unternehmen

neben dem Zugang zu Fremdkapital

besonders eine solide Ausstattung mit Eigenkapital

die unverzichtbare Voraussetzung für

nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg sei. „Hier

leisten Sparkassen und Genossenschaftsbanken

mit ihren Beteiligungsgesellschaften

einen wichtigen Beitrag zur eigenkapitalnahen

Finanzierung des Mittelstandes.“

Die Arbeitsgemeinschaft Mittelstand

macht in ihrem Bericht deutlich, dass die

unaufschiebbare Konsolidierung des Staatshaushalts

gleichgewichtig und in sachgerechter

Schrittfolge mit einer strukturellen und

nachhaltigen Steuerentlastung verbunden

werden muss. Angesichts der Haushaltslage

muss die Politik klare Prioritäten für den Einsatz

der geringer werdenden Mittel zu setzen.

Kentzler: „Wir müssen da investieren – und

nur noch da –, wo es eine zusätzliche Rendite

bringt. In Form von besserer Bildung, mehr

Arbeitsplätzen, steigenden Steuereinnahmen,

oder auch mehr Klimaschutz.“

Der vollständige Jahresmittelstandsbericht

als PDF unter: www.zdh.de/Publikationen im

Menüpunkt „sonstige Publikationen“.

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Vorschläge zum Bürokratieabbau

Zwölf Vorschläge zum Bürokratieabbau haben

die Spitzen von BDA, BDI, DIHK, ZDH und ZKA

jetzt der Bundesregierung überreicht. Die Wirtschaft

könnte damit um mehrere Milliarden

Euro pro Jahr entlastet werden. Die Vorschläge

umfassen Verbesserungen beim elektronischen

Entgeltnachweis, Erleichterungen für

Existenzgründer bei der Umsatzsteuervoranmeldung,

Vereinfachungen bei der Abgeltungssteuer

sowie die Gleichbehandlung von Rechnungen

und Belegen in elektronischer und

Papierform. Allein das Ausstellen und Aufbewahren

von Rechnungen schlägt derzeit mit

rund neun Milliarden Euro pro Jahr zu Buche.

Rund 9.200 Dokumentations- und Nachweispflichten

belasten die Wirtschaft jährlich mit 48

Milliarden Euro und schränken den Handlungsspielraum

der Unternehmen ein. 2006 hatte

sich die Bundesregierung das Ziel gesetzt, die

Wirtschaft bis 2011 um 25 Prozent von den

Belastungen durch diese Pflichten zu befreien.

Das ist aber erst zur Hälfte erfolgt. Der Handlungsbedarf

ist enorm, hinzu kommt, dass

umgesetzte Vereinfachungen bei den Betrieben

nicht in ausreichendem Maße ankommen.

Mit dem Abbau bestehender Bürokratie ist es

nicht getan. Auch unnötige neue Bürokratielasten

müssen wirksam verhindert werden. Der

Nationale Normenkontrollrat, der die Bundesregierung

als neutrale Instanz bei der Messung

alter und neuer Bürokratielasten unterstützt,

muss daher in Zukunft umfassender und frühzeitiger

in die politischen Prozesse einbezogen

werden. Im Verzicht auf überflüssige Bürokratie

liegt eine große Chance, den Wirtschaftsstandort

Deutschland nachhaltig zu stärken.

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6 | Handwerk in Bremen 7+8/2010


KUNSTHALLE FEIERTE RICHTFEST

Seit Dezember 2008 wird die Bremer Kunsthalle umgebaut. Der

Rohbau des 30-Millionen-Projektes ist jetzt fertig, die Kunsthalle

feierte Richtfest.

„Für die Kunst erhält das historische

Gebäude zusätzliche 1500 Quadratmeter Fläche.

Das entspricht etwa 50 Prozent der gesamten

Ausstellungsfläche“, sagt Kunsthallendirektor

Prof . Dr. Wulf Herzogenrath“. Hinzu kommt die

vergrößerte Bibliothek, Platz für die Restauration,

Verwaltungsräume, Gastronomie, sowie

eine eigene LkW-Einfahrt. Insgesamt entstehen

sechs neue Stockwerke.

Der kalte Winter hat den Ausbau der Kunsthalle

verzögert: „Unter 5 Grad Celsius kann der

Zement nicht richtig trocknen. Es können Schäden

entstehen und dadurch geht die Arbeit

schleppend voran“, begründet der ausführende

Berliner Architekt Peter Pütz. Der Rohbau ist

trotzdem pünktlich fertig geworden! Das haben

etwa 20 Handwerksunternehmen möglich

gemacht. Ein Viertel der Gesamthandwerker bilden

die Bremer Betriebe. Für frische Farbe ist der

Malerunternehmen „ Röschmann“ zuständig.

Das Dach wird von der Traditionsfirma „Dadego“

gebaut. Für den festen Untergrund mit ihren

Estricharbeiten sorgt die Firma „Siebert“.

Osmers ist zuständig für Wärme und sanitäre

Die Vollversammlung ist das oberste Organ

der Handwerkskammer. Sie bestimmt unter

anderem den Haushaltsplan und legt die Höhe

von Beiträgen und Gebühren fest. Anlässlich der

Vollversammlung der Handwerkskammer Bremen

in Bremerhaven besuchte der Bremer Senator

für Wirtschaft und Häfen, Martin Günthner,

die Vollversammlung. „Hochmodern, innovativ

und vielfältig“ – so empfindet der Senator das

Handwerk, das sich aus seiner Sicht immer wieder

neu entwickelt. „Diese Vielfalt gilt es zu stützen“,

sagte er und freute sich, dass mit der Änderung

des zweiten Hochschulreformgesetzes den

Handwerksmeistern und Meisterinnen nun der

Zugang zu den Hochschulen möglich ist. „Damit

wird ein weiterer Bildungsweg durchlässiger“,

sagte der Senator.

Für die Konzentration auf die Stärken des

Landes Bremen ermutigte Senator Martin

Anlagen. Die Fahrstühle werden von „Roland

Aufzugstechnik“ aus Oyten gebaut und gewartet.

Den abschließenden Höhepunkt bildete das

Richtfest bei dem die Fertigstellung des Rohbaus

gefeiert wird. Neben den Handwerkern waren

unter den etwa 160 geladenen Gästen Vertreter

aus Medien, Politik, Kunst. Auch der 46-jährige

Klaus-Jürgen Walz war zu Gast. Er ist Dachdecker

und Vorarbeiter bei der Firma Dadego. Seit

Anfang Juni arbeitet er mit etwa sechs Gesellen

an dem Dach. Und nun ist es soweit: Der Richtkranz

kann aufgesetzt werden. Er ist stolz darauf

am Umbau der Kunsthalle beteiligt zu sein: „Ich

finde es gut die Kunsthalle als Auftraggeber zu

haben. Das kann man später seinen Kindern zeigen

und sagen ´das habe ich gemacht´“. Etwa 6

Wochen werden die Dachdecker noch daran

arbeiten.

Vor Ort war auch der Geschäftsführer Oliver

Harting vom Malereibetrieb „Röschmann“. Für

ihn ist die größte Aufgabe an dem Millionenprojekt

die Zusammenarbeit der Handwerker: „Die

Herausforderung besteht darin, dass alle Hand-

MEHR BEREITSCHAFT ZUM DIALOG

Bremens Wirtschaftssenator Martin Günthner kündigt künftigen Sitz der

Handwerkskammer im Aufsichtsrat der Wirtschaftsförderung an.

Günthner die Vertreter des Handwerks, sich einzubringen.

Er versprach: „Die Wirtschaftsfördergesellschaften,

die WFB und die BIS werden Sie

gerne unterstützen!“ Dabei beteuerte er auch

den Willen zu mehr Gesprächs- und Dialogbereitschaft

zwischen der Politik und dem Handwerk.

„Es darf nicht sein, dass das Handwerk in

den Aufsichtsgremien nur unter ferner liefen

vorkommt. Wir brauchen eine kontinuierliche

enge Zusammenarbeit. Dies muss sich auch in

der Besetzung der Gremien niederschlagen“,

sagt er wörtlich und teilte erfreut mit, dass einen

Tag vor der Vollversammlung beschlossen worden

sei, dass künftig ein Vertreter der Handwerkskammer

im Aufsichtsrat der Wirtschaftsförderung

beteiligt sein wird. „Damit ist ein

Geburtsfehler der neuen Bremer Wirtschaftsförderungsgesellschaft

beseitigt“, betonte der

Senator.

BREMEN & BREMERHAVEN

werker Hand in Hand arbeiten müssen. Die

Gewerke müssen zeitlich koordiniert werden,

sodass alle Arbeiten pünktlich abgeschlossen

werden. Wir sind mit den Malerarbeiten die

letzte Instanz. Zum Schluss müssen wir sehr flexibel

sein“, sagt Harting.

Die künstlerische Krönung der Wiedereröffnung

wird die europäische Kunst aus dem

Mittelalter bis zur Gegenwart bilden. Dabei wird

ein Schwerpunkt auf die Medienkunst gelegt,

für die Direktor Wulf Herzogenrath seit den

1990er Jahren Exponate erwarb. Eine besondere

Rolle spielt auch die französische Kunst des frühen

19. und 20. Jahrhunderts. Direktor Herzogenrath

verrät vorab: „Wir werden ein Werk des französischen

Impressionisten Claude Monet bei

uns beherbergen“.

Die Neueröffnung ist für das das Frühjahr

2011 geplant. Die Verantwortlichen wollen sich

nicht auf einen genaueren Termin festlegen. Das

Lächeln von Direktor Herzogenrath lässt jedoch

auf positives schließen. Einen Teil seiner guten

Laune kann er ganz sicherlich optimistischen

Handwerkern wie Klaus-Jürgen Walz und Oliver

Harting verdanken.

Konjunkturprogramm: 82 Prozent

der Aufträge gingen in die Region

„Das Konjunkturprogramm hat eine wichtige

Funktion für die regionale Wirtschaft. 82

Prozent der bisher vergebenen Aufträge gingen

an Firmen aus Bremen, Bremerhaven

oder dem Umland beider Städte. Damit werden

Arbeitsplätze gerade in kleinen und

mittleren Firmen gesichert und geschaffen“,

freut sich Bürgermeisterin Karoline Linnert,

die jetzt den Zwischenbericht zum Stand der

Umsetzung des Konjunkturprogramms veröffentlichte.

Ende Mai waren Projekte mit

einem Investitionsvolumen von insgesamt

109,5 Millionen Euro begonnen oder bereits

abgeschlossen. Das entspricht 92,7 Prozent

des Konjunkturprogramms. Einen detailliert

Überblick über den Sachstand einzelner Projekte

bietet die Internetseite des Finanzressortswww.finanzen.bremen.de/info/konjunkturprogramm.

Handwerk in Bremen 7+8/2010 | 7


HANDWERKSKAMMER

BREMENS HANDWERKER SIND VERHALTEN OPTIMISTISCH

Die Handwerkskammer Bremen befragte im Frühjahr 1.150 Betriebe zur Konjunktur. 288 antworteten mit dem Ergebnis:

Zwar hat sich die Geschäftslage verschlechtert und ist die Umsatzentwicklung zurückgegangen, die Auftragseingänge

steigen jedoch leicht an und die Beschäftigung ist stabil. Insgesamt also ein verhaltener, hoffnungsvoller Optimismus.

Die Handwerkskonjunktur in Bremen erwies

sich auch angesichts des langen und eisigen

Winters als noch beständig. Das ergab das von

der Handwerkskammer Bremen in ihrer Frühjahrsumfrage

ermittelte Stimmungsbarometer.

Nach wie vor erweist sich die Binnennachfrage

relativ stabil, obwohl einige Bereiche eine

Zurückhaltung der Nachfrager bereits spüren.

Die Wirkungen des Konjunkturpaketes stützen

die Entwicklung im Handwerk auch in 2010. Die

eingebrochenen Exportmärkte haben sich lediglich

auf einzelne Gewerke negativ ausgewirkt

Für eine nachhaltige Stabilisierung im Handwerk

ist es wichtig, dass bei auslaufenden Effekten

aus den Konjunkturpaketen nun Investitionsanreize

gesetzt werden und die

Binnennachfrage gestärkt wird.

Insgesamt hat sich die positive Grundstimmung

des Vorquartals nicht bestätigt. Hier sind

sicherlich die Auswirkungen des strengen Winters

zu beobachten, die zu einer leichten Abkühlung

der Lage geführt haben können. 63 Prozent

aller an der Umfrage beteiligten Bremer Handwerksunternehmen

beurteilen die aktuelle

Geschäftslage als befriedigend oder gut, im

Herbst 2009 haben noch 73 Prozent der Befragten

mit einer solchen Entwicklung gerechnet.

Die Bewertungen für den nächsten Berichtszeitraum

fallen mit 75 Prozent wieder deutlich

positiver aus.

Die Hauptergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage

(März 2010), an der sich 288 Handwerksbetriebe

beteiligt haben:

Die Auswirkungen der weltweiten Finanzund

Wirtschaftskrise in einzelnen Branchen sind

im Kammerbezirk Bremen in der Entwicklung

der Handwerkskonjunktur noch nicht überwunden.

Insbesondere ist für 2010 ohne entsprechende

Maßnahmen mit einer Verschärfung

der Finanzierungsmöglichkeiten für

Handwerksbetriebe zu rechnen.

8 | Handwerk in Bremen 7+8/2010

Bei der Beschäftigung bleibt das Bremer

Handwerk insgesamt gesehen eine stabilisierende

Kraft auf dem hiesigen Arbeitsmarkt. 74

Prozent der befragten Handwerksbetriebe

haben in den letzten Monaten ihren Personalbestand

unverändert gelassen. Von Mitarbeitern

trennen musste sich nur noch jeder sechste

Betrieb (16%), elf Prozent der befragten Unternehmen

haben zusätzliches Personal eingestellt.

Die negative Beschäftigtensituation in der

Kfz-Branche konnte sich leicht konsolidieren. Im

Bereich Nahrungsmittel hat sich die Situation

verschlechtert, Dienstleister und Zulieferer für

den gewerblichen Bereich melden eine Verbesserung

hinsichtlich der Beschäftigungslage.

33 Prozent (Vorquartal 50%) der befragten

Kfz-Betriebe, 21 Prozent (Vorquartal: 0%) der Nahrungsmittelbetriebe

und 18 Prozent (Vorquartal:

35%) der Betriebe aus dem Dienstleistungs- und

Zulieferbereich für gewerbliche Kunden gaben

an, Stellen abgebaut zu haben. Trotz der angespannten

wirtschaftlichen Lage versuchen die

Betriebe aber weiterhin, ihre Mitarbeiter solange

wie möglich zu halten.

Für die Zukunft schätzen die Bremer Unternehmen

die Beschäftigungslage als stabil ein. 82

Prozent der Handwerksbetriebe wollen in den

nächsten Monaten kein Personal entlassen.

Zehn Prozent gehen sogar von weiteren Einstellungen

aus, während acht Prozent mit einem

Stellenabbau in den nächsten Monaten rechnen.

Beim Umsatz ist eine leichte Abschwächung

zu verzeichnen. Gestiegene oder unveränderte

Umsätze melden 55

Prozent (Vorquartal: 61%) der

Betriebe. Bauhauptgewerbe und Kfz-Handwerk

liegen hier deutlich unter dem Durchschnitt.

Ebenso leicht unter dem Durchschnitt finden

sich die Personenbezogenen Dienstleister und

die Unternehmen für den gewerblichen Bedarf

(Zulieferer).

Ein Drittel der Befragten sind von sinkenden

Preisen betroffen, im Vorquartal gaben dies nur

25 Prozent Betriebe an. Insbesondere das Bauhauptgewerbe

ist von erhöhtem Wettbewerbsdruck

betroffen.

Wie im Vorquartal ist Zurückhaltung bei

Investitionen spürbar und noch leicht angestie-

gen, nur noch zehn Prozent (Vorquartal 14%) der

Betriebe geben mehr für Investitionen aus.

Details für Gewerkegruppen

Bau:

Im Bauhauptgewerbe hat sich die verhalten

positive Einschätzung trotz des strengen Winters

bestätigt. 63 Prozent (Vorquartal: 59%) der

Befragten beurteilen die aktuelle Geschäftslage

als gut oder befriedigend. Aufgrund öffentlicher

Aufträge im Rahmen der Konjunkturpakete fällt

die Einschätzung zur weiteren Entwicklung mit

69 Prozent (Vorquartal: 64%) verhalten optimistischer

aus als im Herbst 2009. Insgesamt liegt

die Betriebsauslastung bei 56 Prozent der

Befragten über 80 Prozent und bei 13 Prozent der

Unternehmen allerdings auch unter 50 Prozent.

Ausbau:

Die Ausbaugewerke liefern eine durchschnittliche

Beurteilung der Geschäftslage (66%

gut oder befriedigend). Die robuste Nachfrage

nach Sanierungsmaßnahmen im Bestand und

Energie sparenden Maßnahmen stärken den

Bereich, die private Nachfrage wird durch den

doppelten Steuerbonus angekurbelt. Allerdings

wird der Geschäftsverlauf für die Zukunft verhaltener

eingeschätzt als noch im Vorquartal. Nur

noch 78 Prozent (Vorquartal: 87%) rechnen

zukünftig mit einer guten und befriedigenden

Geschäftsentwicklung.

Gewerblicher Bedarf:

Dazu zählen die handwerklichen High-Tech-

Betriebe, die als Zulieferer zur Maschinenbau-,

Luft- und Raumfahrt- und Kraftfahrzeugindustrie,

dem Schiffbau und den Häfen arbeiten.

Deren Lage ist nach dem Einbruch der Exporte

sehr schwierig. Es ist daher parallel zum Aufwärtstrend

der Exportindustrie nur eine langsame

Stabilisierung auf niedrigem Niveau zu

erwarten. Die sehr positive Erwartung vom

Herbst 2009 hat sich bei den handwerklichen

(Fortsetzung nächste Seite)


(Fortsetzung)

Zulieferern und Dienstleistern der Industrie

nicht bestätigt. Nur 62 Prozent der befragten

Unter-nehmen sehen für sich eine gute oder

befriedigende Geschäftslage. Die Einschätzung

der zukünftigen Entwicklung zeigt aber weiterhin

positive Tendenz. 70 Prozent erwarten eine

gute bis befriedigende Geschäftslage.

Kraftfahrzeuge:

Im Kfz-Gewerbe hat sich die positive

Zukunftserwartung aus dem Vorjahresquartal

nicht erfüllt. Jedoch beurteilen nur noch 22 Prozent

der befragten Unternehmen ihre Situation

als schlecht. Die Zukunftserwartungen unterscheiden

sich nicht von der allgemeinen

Geschäftslage, es wird nicht mit einer Veränderung

der Situation gerechnet.

Lebensmittel:

Auch die Lebensmittelhandwerke sind noch

vergleichsweise zufrieden (72% / Vorquartal:

87%) und bewerten die Lage mit gut oder befriedigend

– obwohl die Lebensmittelhandwerker

mit der Geschäftspolitik der Discounter im Wettbewerb

stehen, die zunehmend einen noch

aggressiveren Preiswettbewerb fahren und mit

immer mehr Konkurrenzprodukten in den Markt

drängen, rechnen 77 Prozent der Befragten

weiterhin mit einer guten und befriedigenden

Geschäftslage.

Gesundheit:

In den Gesundheitshandwerken können nur

noch 52 Prozent der Befragten eine gute oder

zumindest befriedigende Geschäftssituation im

Frühjahr 2010 bestätigen. Die Entwicklungen für

die Zukunft werden hier wieder deutlich positiver

gesehen (70%).

Tote Fische auf dem Pflaster, dekadente

Modepudel, Computer-Mäuse auf dem Rathausplatz

oder Tee trinkende Kakerlaken... 26

originelle, abstrakte, aber auch einfach schöne

Fotos über ‚Tiere in der Stadt‘ und falsch verstandene

Tierliebe hatten Auszubildende des

Fotografen-Handwerks im vergangenen halben

Jahr im Besucherbereich der Handwerkskammer

gezeigt. Besonders die Arbeiten von

Christina Michael, Nicola Jäger, Sabrina Rath-

Persönliche Dienstleistungen:

Im gleichen Trend liegen auch die Handwerksbetriebe

mit personenbezogenen Dienstleistungen,

wie Frisör, Kosmetiker oder Fotografen

mit einer aktuellen guten bis befriedigenden

Auslastung bei 55 Prozent der Betriebe. Die

Zukunftserwartungen sind hier deutlich besser,

73 Prozent rechnen mit guter bis befriedigender

Geschäftslage.

Prognose für 2010

75 Prozent der befragten Handwerksmeister

rechnen für 2010 mit einer guten und befriedigenden

Geschäftslage. Mit steigenden Auftragseingängen

rechnen 29 Prozent der Unternehmen

(Vorquartal: 13%), von einem

Auftragsrückgang gehen nur noch 23 Prozent

der Unternehmen aus. Ein deutlich größerer

Anteil (32%) als im Vorquartal (23%) rechnet mit

steigen Umsätzen, aber immerhin auch 21 Prozent

aller Befragten erwarten sinkende

Umsätze. Elf Prozent der Handwerker wollen

ihre Investitionstätigkeit erhöhen und 84 Prozent

der Teilnehmer wollen ihren Beschäftigungsstand

stabil halten oder ausweiten.

Forderungen an die Politik

Glücklicherweise scheint die schwierige wirtschaftliche

Lage jetzt ihrem Ende zuzugehen.

Die vorüber gehende Krise hat eines deutlich

Handwerkskammer kauft Fotos der Ausstellung ‚Tiere in der Stadt‘

mann, Anna Heinrich und Melanie Kahrs beeindruckten

die Mitarbeiter der Handwerkskammer.

Deren Hauptgeschäftsführer Michael

Busch hat zum Wechsel der Ausstellung jetzt

diese fünf Fotos gekauft. „Es sind tolle Bilder, die

die Leistungsfähigkeit der Lehrlinge dokumentieren

und daher gut zum Handwerk passen“,

sagte er bei der Übergabe. Die Fotos werden

künftig Büros in der Handwerkskammer

schmücken.

HANDWERKSKAMMER

gezeigt: kleine und mittelständische Unternehmen

waren in 2009 stark betroffen. Insgesamt

jedoch erwiesen sie sich als Stabilisatoren der

Konjunktur. 99,7 Prozent aller Betriebe in Bremen

sind zu den KMU‘s zu zählen, dieser Prozentsatz

ist enorm. Vor allem auch deshalb, weil

drei Viertel aller bremischen Betriebe weniger

als zehn sozialversicherungspflichtig Beschäftigte

haben. Das Bremer Handwerk erweist sich

trotz der Krise als stabilisierender Wirtschaftsfaktor.

Eine Politik allein für die Konzerne wäre

darum für Bremen nicht zielführend. Vielmehr

muss der Mittelstand im Fokus der Landespolitik

stehen, denn Bremen braucht mehr junge

Unternehmer, die Arbeitsplätze schaffen,

Betriebe die neue Potentiale erschließen, und

Werkstätten, die Innovationen entwickeln.

Große Risiken für den vorsichtig beginnenden

Aufschwung der Wirtschaft sind derzeit

steigende Rohstoff- und Energiepreise sowie

Probleme im Bereich der Unternehmensfinanzierung.

Die Investitionsabsichten der Unternehmen

werden durch die Konjunkturumfrage deutlich,

eine gesicherte Finanzierung bei Investitionsund

Betriebsmittelkrediten ist aktuell eine der

wichtigsten Stellgrößen für den konjunkturellen

Aufschwung. Die Bremer Banken und Förderinstitute

haben in einem Gespräch mit Wirtschaftssenator

Günthner und den Kammern bekräftigt,

dass es in Bremen keine Kreditklemme geben

wird. In den nächsten Monaten wird sich zeigen,

wie diese Aussage zu werten ist.

Informationen zur Konjunkturumfrage: Angelika

Pfeifer: Telefon (04 21) 30 50 0-3 10, E-Mail:

Pfeifer.Angelika@hwk-bremen.de.

AMTLICHE MITTEILUNG DER

HANDWERKSKAMMER BREMEN

Sachverständigenwesen

Gemäß § 25 der

Sachverständigenordnung der

Handwerkskammer Bremen

geben wir bekannt,

dass die öffentliche Bestellung

und Vereidigung des

Herrn Dieter Dombrowski

als Sachverständiger

für das Schornsteinfegerhandwerk

per 08.06.2010 erloschen ist.

Handwerk in Bremen 7+8/2010 | 9


HANDWERKSKAMMER

WAS LEHRLINGE ALS KRISE SEHEN

Fotografen-Auszubildende stellen in der Handwerkskammer ihre Fotos aus.

Fast jeder Mensch erlebt in seinem Leben die

eine oder andere schwere Situation – sei es in

der Familie, durch Krankheit, Veränderung der

Lebensumstände, Angst oder den Verlust von

Anerkennung und Zuneigung. Entscheidend ist,

wie man damit umgeht, damit die Krise nicht in

einer Katastrophe endet.

Was junge Auszubildende des Fotografenhandwerks

unter Krisen verstehen, zeigt jetzt

eine Ausstellung in der Handwerkskammer.

Berufsschullehrer Fritz Westmeyer an der Wilhelm-Wagenfeldt-Schule

hatte den Schülern

aller drei Lehrjahre die Aufgabe gegeben, ihre

Vorstellungen einer Krise umzusetzen. Herausgekommen

sind sehr persönliche und nahegehende

Fotos, die nachdenklich stimmen, wie das

NEUES FÜHRUNGSTEAM BEIM INTEGRATIONSFACHDIENST

Die Integrationsfachdienst (IFD) Bremen

GmbH hat eine neue Führungsmannschaft.

Seit April ist Bernhard Havermann als

Geschäftsführer tätig. Für Kontinuität und die

Fortsetzung der bewährten Arbeit sorgt Stefan

Höppner als Prokurist und langjähriger Leiter

des IFD.

Für die Zukunft hat sich das neue Team einiges

vorgenommen: „Wir wollen uns mit der

10 | Handwerk in Bremen 7+8/2010

Bild des Kindes vor dem Grabstein auf dem

„Mama und Papa“ zu lesen steht oder das junge

Mädchen, das zusammengebrochen mit einem

Schwangerschaftstest in der Hand auf der Toilette

sitzt.

Bei der Aufgabenstellung war eigentlich an

die großen von den Medien publizierten Krisen

gedacht, erklärte Konrektor Christoph Hüsingund

verwies auf ein Foto auf dem Geldscheine

verbrennen. „Aber es stellte sich schnell heraus,

dass sich die Schüler glücklicherweise der großen

und kleinen Krisen des Lebens angenommen

haben“, sagte er.

Handwerkskammer Hauptgeschäftsführer

Michael Busch, freut sich, dass die angehenden

Fotografen mittlerweile schon zum dritten Mal

ihre Fotos in der Handwerkskammer

ausstellen. „Sie sind Teil des

Handwerks, das Gewerbehaus ist

Ihr Haus und ich finde es toll,

dass Sie mit Ihrer Ausstellung

hier selbstbewusst auftreten und

damit Ihr Handwerk befördern",

betonte er gegenüber den jungen

Gästen. Die Ausstellung

kann zu den üblichen Öffnungszeiten

der Handwerkskammer

besichtigt werden.

Bremer Unternehmenswelt stärker vernetzen“,

sagt Havermann. Beide planen, neue

Geschäftsfelder zu erschließen, vor allem bei

Firmen, die einen integrativen Ansatz haben.

Unterstützt werden sie dabei durch die rundum

erneuerte Homepage des IFD. Sie ist unter

www.ifd-bremen.de online und hat einiges zu

bieten: eine übersichtliche Navigation, frisches

Design, vielfältige Informationen für Arbeitssuchende

und

Arbeitgeber

sowie kompetenteAnsprech-

Neues Führungsteam

beim IFD:

Stefan Höppner

(links) und BernhardHavermann.

Aus jedem Lehrjahr wurden zwei Auszubildende

für ihre Fotos ausgezeichnet.

Als bestes Bild des dritten Lehrjahres wurde das

Foto von Anja Deutschmann (oben) mit einem

ersten Preis ausgewählt. Links: Michael Busch mit

Anja Deutschmann.

Unten: Die jungen Fotografen mit ihren Lehrern.

partner. Die neue Homepage berücksichtigt die

unterschiedlichen Wünsche der Ratsuchenden.

Sie erhalten Informationen in der Gebärdensprache

oder in einfacher Sprache. „Ein gutes

Medium, mit dem sich Menschen mit Behinderungen

und Arbeitgeber Erstinformationen

über die Leistungen der IFD GmbH beschaffen

können“, freut sich der Geschäftsführer.

Annähernd 700 Menschen mit Handicaps

und zahlreiche Arbeitgeber nutzen im Jahr das

Unterstützungsangebot der Integrationsfachdienst

Bremen GmbH. Insgesamt 23 Fachberater

stehen ihnen zur Seite. Seit Anfang des Jahres

gibt es ein Büro der Integrationsberatung

im Haus der Handwerkskammer (HiB berichtete).

Dort informieren zwei Integrationsberaterinnen

interessierte und anfragende Handwerksbetriebe.

Frauke Borchers (Tel. 04 21-277

502 03) und Iris Sauerberg (Tel. 0421-277 502 01)

beraten bei Einstellung und Beschäftigung

schwerbehinderter Mitarbeiter.


DIE ‚SYSTEM BAU BETRIEB GMBH‘

GEWINNT FUßBALL-BENEFIZ-TURNIER

Handwerkskammer, AOK und Volksbank spenden über 7.000 Euro an Trauerland!

Sport ist etwas Schönes. Er macht fit, hält zur

Fairness an, fördert die Völkerverständigung und

trägt zum Zusammenhalt unserer Gesellschaft

bei. Sport und Handwerk passen darum hervorragend

zusammen. Am 5. und 6. Juni 2010

bewiesen Handwerker, dass sie auch beim Fußball

erstklassige Teams bilden. Beim großen

Benefiz-Turnier der Handwerkskammer Bremen

in der soccerworld in Bremen-Habenhausen

spielten 26 Teams um den Betriebs-Pokal und

einen Schüler-Wanderpokal, die jeweils vom Bremer

Handwerksbetrieb ‚Koch & Bergfeld Corpus‘

gestiftet wurden, der auch den Pokal der Fußball

Champions Leaque und die Repliken der Meisterschale

und des DFB-Pokals fertigt.

In packenden Duellen setzte sich bei den

Schülern am Ende die Mannschaft des Technischen

Bildungszentrums (TBZ) durch. Den Pokal

der Betriebsmannschaften gewannen die Profis

von der ‚System Bau Betrieb GmbH‘, die jedoch

erst im Neun-Meter-Schießen das mit Abstand

das jüngste Firmen-Team des ‚FC Roggemann‘

bezwingen konnten. Den dritten Platz erkämpften

die Jungs von ‚August Hespenheide‘ mit

einem 3:2-Sieg gegen die Mannschaft von

‚Elektro Siemer‘.

Handwerkskammer-Hauptgeschäftsführer

Michael Busch, Thomas Trentz von der Bremischen

Volksbank, Alexej Dietz von der AOK

Gesundheitskasse und die Zuschauer freuten

sich über spannende und faire Spiele. Zwischendurch

heizten im Rahmenprogramm japanische

Trommler von der Gruppe Masa Daiko ordentlich

ein und die Versteigerung eines von allen

Werder-Spielern signierten Trikots und signierten

Balls sorgten für Stimmung. In einem Interview

mit Moderator Axel Pusitzky erzählte Werder-Spieler

Madjid Albry, wie er den Profi-Fußball

mit seiner Ausbildung im Friseur-Salon von Luca

Rizzo verbindet.

Trauerland hilft Kindern, den Verlust von

Angehörigen zu verarbeiten – und die Handwerkskammer

hilft Trauerland!

Zum Leben gehört auch der Tod. Kinder aber

trauern anders als Erwachsene. „Sie drücken

ihre Gefühle und Gedanken nicht immer mit

Worten und durch Weinen aus, sondern ihre

Trauerarbeit besteht oft aus Spielen, Malen

oder Toben“, sagt Trauerland-Geschäftsführerin

Beate Alefeld-Gerges. Nach dem Tod eines

Familienmitglieds versuchen Kinder oft, gut zu

funktionieren. Sie leugnen ihre Trauergefühle,

um die Hinterbliebenen nicht noch mehr zu

belasten“, so die Sozialpädagogin weiter. „Für

HANDWERKSKAMMER

So sehen Sieger aus: Die Mannschaft von ‚System

Bau Betrieb GmbH‘ war nicht zu schlagen und

gewann den Pokal der Betriebsmannschaften.

Unten: Heimlicher Favorit – Der ‚FC Roggemann‘

in blauen Trikots war taktisch gut aufgestellt. Alle

Spieler der drei erstplazierten Mannschaften

erhielt eine Plakette. Sie wurden von Indugrav

gefertigt.

(Fotos: Anna Biskupic und Melanie Schmidt)

Links: Moderator Axel Pusitzky von Radio Bremen

interviewt Madjid Albry. Der Mittelfeldspieler der

U23-Mannschaft beim SV Werder Bremen kam mit

13 Jahren aus dem Niger nach Deutschland, lernte

deutsch, ging zur Schule. „Es ist schwer im Fußball

immer gut zu sein und man weiß nie genau, ob man

nicht vielleicht eines Tages verletzt wird und aufhören

muss“, sagt er. Für solche Eventualitäten hat er

vorgesorgt und hat im Salon von Luca Rizzo das

Friseur-Handwerk erlernt.

ihre Trauer bleibt dann oft kein Raum.“ Diese

Lücke schließt Trauerland. Der gemeinnützige

Verein in Bremen und Oldenburg bietet zurzeit

180 Kindern einen geschützten Raum für ihre

individuelle Trauer. Seine Arbeit finanziert er

ausschließlich aus Spenden. Die Handwerkskammer

spendet den Erlös ihres Benefiz-Fußball-Turniers

komplett an Trauerland.

Trauerland – Zentrum für trauernde Kinder und

Jugendliche e. V., Doventorscontrescarpe 172 D,

28195 Bremen, Telefon (04 21) 34 36 68.

Spenden: Sparkasse Bremen (BLZ: 290 501 01),

Konto: 171 999 77.

Internet: www.trauerland.org.

Handwerk in Bremen 7+8/2010 | 11


KH BREMEN

BREMENS NEUE

TISCHLERMEISTER

Meisterbriefe für neun Tischler und

eine Tischlerin.

Sebastian Dunker, Waldemar Fell, Michael

Holst, Michael Höhl, Daniel Jung, Nils Meyer,

Jan Frederick Schillai, Kai Wagschal, Johannes

Weyhausen-Brinkmann und Mareike Weidanz

heißen die neuen Meister im Tischler-

Handwerk. Voller Stolz nahmen sie im historischen

Ambiente des Tischlerei Museums

Bremen ihre Meisterbriefe entgegen. Handwerkskammer-Präses

Joachim Feldmann

übergab gemeinsam mit Dieter Kleinschmidt

vom Referat Meisterprüfung der Handwerkskammer

und dem Vorsitzenden des Meisterprüfungsausschusses

Karl-Heinz Stürmer die

Urkunden an die erfolgreichen Absolventen.

Der Prüfungsausschuss vergab im Gesamtergebnis

je fünfmal die Noten ‚zwei‘ und ‚drei‘.

„Zwanzig Prozent aller Arbeitsplätze und

fast vierzig Prozent aller Ausbildungsplätze in

Deutschland werden vom Handwerk gestellt.

Damit gehört das Handwerk zu den zentralen

Stützen unseres Arbeitsmarktes und ist

Motor für die Berufsausbildung in unserem

Land“, sagte der Präses in seiner Glückwunschrede

und wies darauf hin, dass es die

Handwerksmeister sind, denen das deutsche

Handwerk diese zentrale und unverzichtbare

Das Tischlerei Museum Bremen bewahrt

ein Stück deutscher und bremischer Handwerksgeschichte.

Der gleichnamige Förderverein

hat mit seinem ‚Tischlerei Museum

Bremen‘ – dem ersten seiner Art in

Deutschland – an der Köpkenstraße zusammen

mit der Tischler-Innung die historische

Dampftischlerei Seebach & Deckwitz vor

dem Abbruch bewahrt und die originale

Einrichtung gerettet. Mehr als zwanzig

funktionsfähige Maschinen für die Holzverarbeitung

aus der Zeit vor 1900 sind

dadurch erhalten geblieben. Zusätzlich

zeigt eine umfangreiche Ausstellung Holzarten

und eine Sammlung historischer

Schriftstücke und Zeichnungen des Tischlerhandwerks.

Auskünfte über Führungen und Mitgliedsanträge

für den Förderverein bei der Tischler-Innung

Bremen, Telefon (04 21) 2 22 80-6

28 (werktags von 8 –13 Uhr).

12 | Handwerk in Bremen 7+8/2010

Tischlermeister Daniel Jung mit seinem Meisterstück, einem Küchenschrank. Jung schnitt bei den

Prüfungen als Bester ab. (Foto: Christian Volk)

Rolle verdankt. Zusammen mit Obermeister

Matthias Winter hofft der Präses, dass die jungen

Meister ihr Glück in der Selbständigkeit

suchen und der Tischler-Innung beitreten.

„Tag für Tag garantieren die Meister die hohe

Qualität handwerklicher Arbeiten und

machen dabei gleichzeitig junge Menschen

Zehn Jahre lang hatte Karl-Heinz Stürmer

den Vorsitzend der Meisterprüfungsausschüsse

im Maler und Lackierer-Handwerk

und Tischler-Handwerk inne. Einundvierzig

zum Teil mehrtägige Prüfungstermine hat er

in dieser Zeit für das Tischler-Handwerk wahrgenommen

und insgesamt 250 Tischler

anlässlich ihrer Meisterprüfung betreut. Im

Maler- und Lackierer-Handwerk waren es 57

teilweise mehrtägige Prüfungstermine mit

insgesamt 133 Teilnehmern. Nach der Übergabe

der Meisterbriefe an die neuen Tischlermeister

übergab er sein Amt jetzt an den

39jährigen Falk Witte, der bereits seit fünf

Jahren für die Handelskammer Medienfachwirte

prüft und als Berater Handwerker auf

ihrem Weg in eine erfolgreiche Selbständigkeit

begleitet.

Der Präses der Handwerkskammer, Joa-

Vorn: Die Ehefrauen Antje Witte und Ingrid Stürmer

mit dem ausscheidenden Vorsitzenden des

Meisterprüfungsausschusses Karl-Heinz Stürmer

Hinten: Nachfolger Falk Witte und Obermeister

Matthias Winter.

fit für ihren späteren Beruf“, betonte er und

empfahl: „Meister wissen, dass ihre Qualifikation

zurecht als Garant für erstklassige Beratung

und Arbeit gilt. Lassen sie ihre Kunden

ruhig wissen, dass sie von Ihnen und ihren

Betrieben durchaus eine besondere Leistung

erwarten dürfen und auch erhalten.“

ABSCHIED IN DEN RUHESTAND

chim Feldmann, bedankte sich bei beiden

sowie allen übrigen Mitgliedern des Prüfungsausschusses

im Namen der Handwerker

sehr herzlich. „Ihr Engagement hat eine große

Bedeutung für das Funktionieren unserer

handwerklichen Selbstorganisation und ich

würde mir wünschen, dass sich der Eine oder

Andere neue Meister an diesem Beispiel

orientiert“, sagte er. Matthias Winter, Obermeister

der Tischler-Innung ging in einer kurzen

Laudation darauf ein, wie reibungslos und

erfolgreich die Arbeit unter Leitung von Karl-

Heinz Stürmer in all den Jahren gewesen sei

und wünschte Falk Witte als Nachfolger einen

ebensolchen Erfolg.


125 JAHRE SICHERHEIT FÜR MENSCHEN

Gemeinsam mit Vertretern aus Handwerk, Wirtschaft, Politik, Behörden und der

Feuerwehr feierte die Schornsteinfeger-Innung Bremen ihr 125-jähriges Jubiläum.

Unzählige Häuser sind im Verlauf vieler Jahrhunderte

abgebrannt, weil die Kamine ungereinigt

waren. Unversehrt hingegen blieben zumeist

jene Häuser, deren Schornsteine gekehrt waren.

Darum – so sagen die Menschen seither – „bringt

der Schornsteinfeger Glück“. Am 28. September

1885 traten unter Vorsitz des Senators Dr. Oelrichs

im Gewerbehaus einundzwanzig solcher Glücksbringer

zusammen und gründeten die Schornsteinfeger-Innung

Bremen. „Eine überaus kluge und

gute Entscheidung, denn seither ist die Schornsteinfeger-Innung

die Interessenvertretung für alle

Bezirksschornsteinfegermeister und ein Garant

für Sicherheit in unserem Land“, sagte Landesinnungsmeister

Günter Dieckhöner in seiner Festrede.

„Feuer hat immer zwei Gesichter. Einerseits

strahlt es wunderbare Wärme und Behaglichkeit

aus. Andererseits birgt es todbringende Gefahren

in sich.“ Dabei ging Dieckhöner gleichermaßen

auf die Geschichte ein wie er angesichts der

Begleiterscheinungen des Klimawandels auch an

Vernunft und Verantwortung appellierte: „Für das

Ausblick in die Zukunft

Ende 2002 hatte die Europäische Kommission

entschieden, dass die Monopolstellung der

Schornsteinfeger in den Kehrbezirken keine

europäischen Wettbewerbsregeln verletzt.

Nur ein Jahr darauf leitete die EU gegen

Deutschland ein Vertragsverletzungsverfahren

zugunsten eines liberalisierten Marktes

ein. Die Bundespolitik reagierte im November

2008 mit der Verabschiedung des Schornsteinfegerhandwerksgesetzes

und einer neuen

bundeseinheitlichen Kehr- und Überprüfungsverordnung,

die zum 1. Januar 2010 in

kraft gesetzt wurde. Ab 2013 gilt die freie

Dienstleisterwahl unter den Schornsteinfegern,

es können sich sogar Schornsteinfeger

aus anderen EU-Mitgliedsstaaten um einen

Kehrbezirk bewerben.

Abbremsen des Klimawandels und die nachhaltige

Sicherung unserer Lebensgrundlagen ist es

darum von entscheidender Bedeutung, dass alle

Heizungsanlagen umweltfreundlich und energiesparend

arbeiten“, betonte er und bedauerte,

dass in einer solch entscheidenden Phase das

bestehende System der festen Kehrbezirke

gekippt wurde und nur noch bis zum Ende der

Übergangsfrist im Jahr 2012 Bestand haben wird.

Doch der Landesinnungsmeister zeigt sich optimistisch.

„Vorbeugender Brandschutz, Betriebssicherheit

und Gesundheits- und Umweltschutz

werden auch künftig ein Thema sein. Denn jedem

Hausbesitzer leuchtet ein, dass Anlagen, die regelmäßig

geprüft und gewartet werden, sicherer

sind, besser funktionieren und letztlich geringere

Kosten verursachen.“

Für die Handwerkskammer gratulierte Präses

Joachim Feldmann den Schornsteinfegern.

„Hierzulande haben wir die wohl einzigartige

Situation in Deutschland, dass alle Betriebe

eines Gewerkes in der Innung organisiert sind“,

hob er eine bremische Besonderheit hervor. „Ich

persönlich bin überzeugt, dass in Zukunft noch

stärker als in der Vergangenheit solche starken

Gemeinschaften für eine erfolgreiche Interessenvertretung

entscheidend sein werden. Die

deutschen Handwerkskammern setzen daher

stets auf gute und partnerschaftliche

Zusammenarbeit mit den Innungen und ihren

Verbänden auf Bundesebene und werden dies

auch in Zukunft tun“, bekräftige er.

Als Vertreterin des verhinderten Innensenators

Ulrich Mäurer beschrieb Staatsrätin Karen

Kruse anhand von historischen Verordnungen

den Wandel des einstmals etwas anrüchigen

Handwerks hin zu einem unabhängigen Ermittler,

Kontrolleur und Berater, der zugunsten von

Energie-Einsparung und Umweltschutz, mit

mikroprozessorgesteuerte Mess- und Prüfgeräten

ausgestattet ist und heute als anerkannter

Experte für Feuerstätten, Energie-Einsparungen,

KH BREMEN

Links: Garant für Sicherheit – die Schornstein -

feger-Innung Bremen.

Unten: Zum 125-jährigen Jubiläum appellierte

Landesinnungsmeister Günther Dieckhöner an

Vernunft und Verantwortung. (Fotos: HWK)

Betriebssicherheit, Brand- und Emissionsschutzgefragt

ist. In Bezug auf die gesetzlich verordnete

Entlassung in den freien Wettbewerb des

Marktes empfahl sie „nicht schwarz sehen!“

Die Grüße des Bundesverbandes des

Schornsteinfegerhandwerks – Zentralinnungsverband

(ZIV) überbrachte dessen Präsident

Günther Beyerstedt.

Er kritisierte, dass die politische Entscheidung

ein „wohlfunktionierendes Handwerk mit der

kostengünstigsten Variante der Leistungen“

beseitigt habe, in deren Folge die Ausbildungsordnung,

Meisterprüfungsordnung und die

Altersversorgung neu geregelt werden müsse.

Gleichzeitig mahnte er „Kooperation statt Konfrontation“

mit nahe stehenden Gewerken und

zukünftige Geschlossenheit an.

Fortschritt aus Bremen

Die Bremer Innungsmitglieder gaben in der

Vergangenheit wichtige Impulse für mehr

Sicherheit der Bürger. Richtungsweisend für

ganz Deutschland war die Bremische Schornsteinfegerordnung

von 1899. Erstmals schrieb sie

die gleichzeitige Reinigung der Schornsteine

und Überprüfung der Feuerungsanlagen vor.

Sie regelte die Ausbildung von Lehrlingen nach

einheitlichen Standards und knüpfte zugunsten

von mehr Professionalität die Ausgabe

von Gewerbescheinen für das Schornsteinfeger-Handwerk

an den Meistertitel. In Bremen

gab es bereits zu Anfang des 20. Jahrhunderts

für jede Feuerstätte einen maßgerechten Einzelschornstein.

In den kommenden Jahrzehnten

setzte sich dieser Vorteil dann langsam

auch im übrigen Deutschland durch. Die

Methode der Schornsteinfeger-Innung Bremen

zur vereinfachten Kennzeichnung von

Feuerstätten mit verschiedenfarbigen, sechseckigen

Plaketten ahmten später alle anderen

Bundesländer nach.

Handwerk in Bremen 7+8/2010 | 13


KH BREMEN

ELEKTRO-INNUNG STELLT SICH DER ZUKUNFT

Der Fortschritt in der technischen Entwicklung bringt für das Elektro-Handwerk viele neue

Herausforderungen – aber auch große Chancen.

Die vergangenen Jahre brachten für die

Elektrotechnik einen enormen technischen Fortschritt,

der den Betrieben eine ständige Anpassung

und Fortbildung abforderte. Für Betriebsinhaber

und Mitarbeiter heißt das: Regelmäßige

Fortbildung und Informationen, Informationen,

Informationen…. Und die bieten die Fachbetriebe

der Elektro-Innung Bremen.

Ein Beispiel für den hohen Anspruch der

Elektrotechnik ist die Systemintegration in der

Gebäudetechnik. Im Gegensatz zu Großunternehmen

sind die durchschnittlichen elektround

informationstechnischen Handwerksunternehmen

in der Lage, Speziallösungen für jede

Gebäudegröße umzusetzen. Innungsfachbetriebe

aus dem Elektrotechniker- und dem Informationstechnikerhandwerk

können sich auf

individuelle, maßgeschneiderte gebäudetechnische

Komplettlösungen konzentrieren.

Und die Entwicklung wird weiter gehen: In

naher Zukunft wird es sogar möglich sein, den

Energieverbrauch 1:1 – also in Echtzeit – am TVoder

Computer-Bildschirm abzulesen. Elektronische

Haushaltszähler und Messgeräte zeigen

dann exakt an, wie viel Strom, Öl, Gas oder Wasser

gerade verbraucht wird. Wie beim Autotacho

ist abzulesen, wie viel Liter Öl die Heizung

gerade schluckt und wie viel Kilowattstunden

Strom gerade im Haus verbraucht werden. Der

Energietacho erscheint auf dem TV- oder dem

PC-Bildschirm. Auf diese Weise erfahren Wohnungsbesitzer

und Hauseigentümer, wo sich die

Zum sechsten Mal fand am in den Terminals

des City Airport Bremen die Ausbildungsmesse

job4u statt. Bei mehr als 50 Unternehmen

konnten sich Schüler über mehr als 150 unterschiedliche

Ausbildungsberufe informieren.

Mit von der Partie waren die Innungen der

Bäcker, Konditoren, des Elektro-Handwerks, von

Sanitär-Heizung-Klima, der Glaser, Kraftfahrzeugtechniker,

Maler und Lackierer, Metallbauer

sowie Raumausstatter und Sattler. Die

Personal-Leiterin des City Airport Bremen,

Ulrike Urban-Tönnies, betonte die Bedeutung

der Nachwuchsförderung und freute sich insbesondere

über den regen Zuspruch der jungen

Menschen, die bei verschiedenen Vorführungen

auch erlebten, wie man Marzipan modelliert

oder Glas klebt. (Foto: Stefan Schiebe)

14 | Handwerk in Bremen 7+8/2010

Obermeister Dieter Siever repräsentiert

die Elektro-Innung Bremen.

Energiefresser in den eigenen vier Wänden verstecken.

Die Innung bietet ihren Mitgliedern das Neueste

an Entwicklungstrends in Seminaren, Fortbildungsveranstaltungen

und Fachvorträgen,

etwa in den Innungsversammlungen, und sie

bietet einen Informationsdienst für ihre Mitglieder.

Übrigens: nur Mitglieder der Elektro-Innung

dürfen die E-Check Plakette vergeben. Betriebe,

die den E-Check anbieten, müssen zuvor eine

Qualifizierungsmaßnahme durchlaufen, in der

sie alles über die aktuelle technische Normung

erfahren und in den neuesten messtechnischen

Verfahren geschult werden.

Bei vielen Hausbesitzern, Kommunen und

Gewerbetreibenden gilt auch heute noch die

Auffassung, die Elektroinstallation sei „auf alle

Ewigkeit“ ausgelegt. Dass dies ein gravierender

Irrtum ist, belegen die Schadensstatistiken eindrucksvoll.

So verursachten Strom und Blitzschlag

allein in der letzten Dekade einen Schaden

von unglaublichen 3,4 Milliarden Euro, und

die Zahl an jährlichen Stromschäden steigt

unaufhörlich an.

Der E-Check bietet größtmögliche Sicherheit

vor Sach- und Personenschäden. Bedenkt man

den in Deutschland hohen Bestand an Altbauten

und eben die Entwicklung der Schadensummen

in den letzten Jahren, dann ist der Bedarf

an Überprüfungen enorm. Sogar in renovierten

Bauten sind veraltete Anlagen, die nicht mehr

dem aktuellen Stand der Technik entsprechen,

oftmals keine Seltenheit.

Das Thema „Energie sparen“ spielt bei den

Betrieben der Elektro-Innung Bremen eine

große Rolle. Die Photovoltaik ist ein Beispiel

dafür, dass eine gesellschaftspolitische Grundausrichtung

zu einem Auftragsboom führen

kann. Wenn technische Lösungen wie die Wohnungslüftung

mit Wärmerückgewinnung, die

Kraftwärmekoppelung sowie die Solar- und Klimatechnik

für viele Auftraggeber attraktiv sind,

dann muss das Handwerk diese Nachfrage

befriedigen können. Die Betriebe müssen dem

Kunden erklären können, wo und mit welchen

Techniken Energie eingespart werden kann

ohne Komfort einzubüßen.

Infos unter www.elektroinnung-bremen.de.

Frischer Schwung für SHK-Flyer

Modern, informativ und zielgruppengerecht –

so präsentiert sich der neue öffentliche Auftritt

der Innung Sanitär Heizung Klima Bremen.

Die neue Grundausstattung zur

Innungs-Öffentlichkeitsarbeit löst mit Pep,

ansprechender Gestaltung und mehr Übersichtlichkeit

die alten Flyer ab. „Wir wollten

uns nach außen hin besser darstellen“, sagt

Jens Bergmann vom Vorstand der Innung, der

für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist.

Die Faltblattserie informiert über drei Themenbereiche:

Ausbildung zum Anlagenmechaniker,

Sparen beim Heizen und im Bad

sowie Aufgaben und Ziele der Innung. Kurze

und knappe Informationen, Zitate und eine

Frage-Antwort-Seite, die die jeweilige Zielgruppe

direkt anspricht. Gleich zwei Zielgruppen

hat der Innungsflyer im Visier: interessierte

Endkunden und Betriebe, die sich über

die Vorteile einer Innungs-Mitgliedschaft

informieren wollen. Auf den Rückseiten der

Faltblätter sind

alle Mitgliedsbetriebe

im Bremer

Stadtgebiet verzeichnet.

„Eine

runde Sache“,

freut sich SHK-

Öffentlichkeitsarbeiter

Jens Bergmann

(rechts).


WWW.AUSBILDUNGSASS.DE

GEREGELTER WETTBEWERB MIT BESCHÄFTIGUNGSTRÄGERN

Die Kreishandwerkerschaft Bremen schloss eine Kooperationsvereinbarung ab, in

der die handwerklichen Leistungen von Beschäftigungsträgern geregelt wird.

Langzeitarbeitslose wieder in Beschäftigung

zu bringen, stellt auch in Bremen in den letzten

Jahren eine riesige Herausforderung dar. Der

Senat hat daher eine Vielzahl von Maßnahmen

ergriffen, um durch öffentlich geförderte Qualifizierungsmaßnahmen

den oft sozial benachteiligten

Menschen eine Chance auf eine – im Idealfall

dauerhafte – Beschäftigung zu geben. Eine

Vielzahl dieser Maßnahmen wird durch sogenannte

Beschäftigungsträger durchgeführt.

Voraussetzung für die Förderung solcher

Maßnahmen ist es, dass diese „zusätzlich" und

im „öffentlichen Interesse" sind. Ohne Förderung

würde die Maßnahme also von vornherein nicht

durchgeführt werden.

Soweit handwerkliche Tätigkeiten davon

betroffen sind, führt dies immer wieder zu Irritationen

bei Handwerksbetrieben, da die Gefahr

besteht, dass hierdurch eine Wettbewerbsverzerrung

stattfindet, da ein Beschäftigungsträger

– aufgrund der öffentlichen Förderung – die Leistungen

in der Regel günstiger anbieten kann.

Dies liegt daran, dass Handwerksbetriebe tarifoder

marktübliche Löhne zahlen. Leider muss zu

diesem Zeitpunkt festgestellt werden, dass die

aufgestellten Regeln bei einigen Maßnahmen

bisher nicht eingehalten wurden.

In diversen Gesprächen mit den Mitarbeitern

der Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit,

Jugend und Soziales konnte die Kreishandwerkerschaft

Bremen nunmehr erreichen, dass bei

handwerklichen Leistungen bei den ab 2011

geförderten Beschäftigungsprogrammen (Titel:

„Geförderte Beschäftigung und soziale Stadtentwicklung“)

eine Kooperation der Beschäftigungsträger

mit Handwerksbetrieben stattfinden

muss.

Im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung

ist in Zukunft festzulegen, welche Aufgaben der

Handwerksbetrieb übernimmt und welche Leistungen

vom Beschäftigungsträger erbracht werden.

Unter anderem ist die „gemeinsame Sache"

zu definieren (Woran wird gearbeitet? Wer

macht was?). Diese Kooperationsvereinbarungen

sind bereits bei Antragstellung durch den

Beschäftigungsträger vorzulegen, also sehr frühzeitig.

Das Handwerk ist damit künftig grundsätzlich

stärker und früher eingebunden.

Erfahrungen in der Praxis mit diesen Kooperationsvereinbarungen

stehen noch aus. Insofern

sollte jeder Handwerksbetrieb vor Unterschrift

unter einer Kooperationsvereinbarung

mit einem Beschäftigungsträger genau den

Umfang der insgesamt zu erbringenden Leis-

A U S B I L D U N G S - A S S 2 0 1 0

KH BREMEN

tungen und seinen Anteil klären. Da hier öffentliche

Gelder verwendet werden, ist nicht ausgeschlossen,

dass nach Abschluss der Maßnahme

eine Prüfung erfolgt.

Die stärkere Einbindung von Handwerksbetrieben

ist zu begrüßen, auch wenn weiterhin

auf eine klare Abgrenzung zwischen „zusätzlich

zu erbringenden Leistungen" und den ansonsten

„ohnehin beauftragten Leistungen" Wert

zu legen ist. Die Kreishandwerkerschaft Bremen

wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass auch

künftig Handwerkstätigkeiten durch Handwerksbetriebe

erbracht werden.

(Text: Andreas Meyer)

Neue Autos senken Feinstaubbelastung

Die Aussagen des Senats, wonach die Umweltzone

einen erheblichen Beitrag zur Feinstaubreduktion

erbringen solle, hält der umweltpolitische

Sprecher der FDP-Bürgerschaftsfraktion, Dr.

Magnus Buhlert, für widerlegt. Buhlert beruft

sich dabei auf aktuelle Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes.

Danach ist innerhalb eines Jahres der

Anteil der Fahrzeuge mit grüner Plakette allein in

der Stadt Bremen um 6.000 gestiegen und der

der Autos ohne Plakette um 4.000 gesunken.

Buhlert: In Bremen fahren immer mehr moderne

und saubere Autos. Die Umweltzone selbst

bringt keinen nennenswerten Beitrag zur Reduzierung

der Feinstaubbelastung.

Ausbildung: Investition in die Zukunft

➲ Die Situation

Immer mehr Unternehmen finden heute

keine oder nicht ausreichend qualifizierte

Bewerber für ihre Ausbildungsplätze und

stehen vor einem Fachkräftemangel.

Gleichzeitig verlassen nach wie vor Jugendliche

die Schule ohne Perspektive.

➲ Unser Ziel

Gemeinsam wollen wir Zeichen für mehr

Kreativität und Qualität bei der Ausbildung

junger Menschen setzen. Darüber hinaus

die Chancen der Jugendlichen verbessern,

die eine besondere Förderung brauchen.

➲ Unser Engagement

Das Ausbildungs-Ass, der Förderpreis der

jungen deutschen Wirtschaft, würdigt

außergewöhnliche Ausbildungsaktivitäten

von Unternehmen aus Handwerk und

Industrie sowie Initiativen, damit sie Anerkennung

und Nachahmer finden.

Machen Sie mit!

Ihre Teilnahme ist wichtig!

Ausschreibungsunterlagen anfordern

bei (Einsendeschluss: 31. Juli 2010):

INTER Versicherungen

Stichwort: „Ausbildungs-Ass“

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Förderpreis der Wirtschaftsjunioren Deutschland

(WJD) und Junioren des Handwerks e.V.,

gefördert durch INTER Versicherungen und

WirtschaftsKurier – dotiert mit 15.000 € Handwerk in Bremen 7+8/2010 | 15


KH BREMEN

„GOOD OLD

NEW WORLD“

Am 29. August: Klasse trifft Klassik.

Vor dem Hintergrund der Imagekampagne

des deutschen Handwerks möchte sich das

Handwerk innovativ, modern und überraschend

präsentieren. Dazu haben sich in Bremen starke

Partner gefunden, um ein außergewöhnliches

Event zu präsentieren: Erstmals laden die Kfz-

Innung Bremen, die Handwerkskammer Bremen

und das Landesjugendorchester Bremen zu

einem Konzert in der Übergabehalle des Mercedes-Kundencenters

Bremen ein.

Am Sonntag, 29. August, lässt sich ab 11 Uhr

ein sommerlich festlich-erfrischendes Programm

an einem besonderen Ort erleben. Unter

dem Motto „Good old New World“ startet ein

Ausflug in die Welt der amerikanischen Musik

der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Neben

den beliebten „Three Dance Episodes“ aus Leonard

Bernsteins weltbekanntem Musical „West

Side Story“ präsentiert das Landesjugendorchester

Bremen Werke von George Gershwin, Aaron

Copland und Erich Korngold, der als einer der

bekanntesten Hollywood-Filmmusik-Komponisten

gilt.

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aller Klassen.

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16 | Handwerk in Bremen 7+8/2010

Kartenvorverkauf für das Konzert beim Nordwest Ticket.

Das Landesjugendorchester Bremen, geleitet

von Professor Stefan Geiger, zählt zu den herausragenden

Landesjugendorchestern in Deutschland.

Es begeisterte in den letzten Jahren durch

zahlreiche Konzerte, von denen die Vertonung

des Ringzyklus’ Richard Wagners als der „Ring

ohne Worte“ einen Höhepunkt darstellte. Neben

den „klassischen Konzerten“ kennen viele Bremer

das Landesjugendorchester durch seine

Filmmusikbegleitungen in der Bremer Glocke

und dem Kino 46, bei dem unter anderem

Stummfilmklassiker von Charlie Chaplin, Buster

Keaton und das berühmte Stummfilmepos

Mit der Ehrennadel des Bäcker-Handwerks

und einer Urkunde wurden Günter Möhlenbrock,

Harald Sager und Hans-Jürgen Schröder

auf der Innungsversammlung der Bäcker-

Innung Bremen ausgezeichnet. Damit, so

Obermeister Wilfried Schnaare in seiner

Ansprache, bringe die Innung zum Ausdruck,

dass man das hohe Engagement anerkenne

und sehr schätze.

Weitere Themen auf der Innungsversammlung

waren neben den Regularien die

„Metropolis“ aufgeführt wurden.

Nach der musikalischen Reise in die USA können

sich die Konzertbesucher kulinarisch von

einem Drei-Gänge-Menü im „gottlieb“-Restaurant

der Sarah Wiener Bremen GmbH verwöhnen

lassen. (Menü-Buchungen unter: 04 21 - 4 19

53 67).

Eintrittspreise für das Konzert: 24 bis 30 Euro

(30% Ermäßigung für Schüler, Auszubildende

und Studenten bis 30 Jahre). Kartenvorverkauf:

Nordwest Ticket, Telefon: (04 21) 36 36 36,

www.nordwest-ticket.de.

EHRENNADEL FÜR BREMER BÄCKER

Imagekampagne des deutschen Handwerks

sowie ein weiterer Vortrag von Stefan Schiebe

von der Geschäftsführung zum Thema „Rund

um den Klaben“. Anlass war der geografische

Schutz, den der Klaben als Bremer Traditionsgebäck

seit Kurzem genießt.

Das Foto zeigt v.l.n.r.: Günter Möhlenbrock,

Harald Sager, Hans-Jürgen Schröder und

Obermeister Wilfried Schnaare.

(Text und Foto: Stefan Schiebe)


KUNDENBEIRAT TAGTE IM HandWERK

Die dritte Sitzung des Kundenbeirates brachte erste konkrete Ergebnisse.

Erste konkrete Ergebnisse der Umsetzung

des Qualitätsmanagements konnte Reiner Krebs

vom HandWERK präsentieren. Externe Audits

durch die ‚bag cert‘ haben im April stattgefunden.

Dem HandWERK wurden Zertifikate nach

DIN EN ISO 9001:2008 und AZW ausgestellt. Die

Senatorin für Bildung und Wissenschaft gab ihre

Empfehlung für die Anerkennung nach dem Bremischen

Weiterbildungsgesetz.

Um die Ergebnisse der Überbetrieblichen

Lehrlingsunterweisungen den Lehrherren transparent

darzustellen, bekamen die Obermeister

und Lehrlingswarte der entsprechenden

Betriebe vom HandWERK erstmalig die Auswertungen

der ÜLU-Kurse zu Verfügung gestellt.

Ziel ist es letztendlich die Inhalte der Unterweisungen

in Einklang mit den Betrieben abzustimmen

und diese bereits zukünftig mit der Einladung

an die Lehrlinge/Betriebe im Vorfeld

mitzuverschicken. Dieser Prozess ist noch nicht

vollständig abgeschlossen, befindet sich aber

auf einem guten Weg.

Eine weitere Verbesserung im Qualitätsmanagement

stellt der zukünftig geplante

Umgang mit dem Teilnehmer-Bewertungsbo-

Versorgungswerk tagt

Die Mitglieder des Versorgungswerkes der

Innungen der Kreishandwerkerschaft Bremen

treffen sich am 2. September um 17.30

Uhr in den Räumen der Kreishandwerkerschaft

zu ihrer Mitgliederversammlung. Auf

der Tagesordnung stehen neben dem Bericht

über die Entwicklung des Versorgungswerkes

Vorstandswahlen an. Dazu referiert Dirk

Smula von der Signal Iduna Bremen zum

Thema „In sechs einfachen Schritten zur

modernen Altersvorsorge“.

Wie Haarshampoo zu Spielplatzsand wird

Wasser in Wein verwandeln, das können Stefan

Hagens und Rainer Kaemena nicht. Mit

ihrem Bremer Friseurunternehmen Hairliner’s

verwandeln sie jedoch Haarshampoo in Spielplatzsand

– fast jedenfalls. Das Friseur-Team

ließ sich eine professionelle Pflege- und Stylingserie

auf die eigenen hohen Ansprüche

maßschneidern. Und die exklusiven Salonpro-

gen dar. Dieser wird an die Lehrgangsteilnehmer

verteilt, damit diese verschiedene Faktoren,

ihren Lehrgang betreffend, realistisch

beurteilen. Die Ergebnisse der Auswertungen

und die hieraus abzuleitenden Maßnahmen ,

die zu Verbesserungen führen, soll den Azubis

den Rücken stärken. Hier gilt es noch die Fragen

zu detaillieren und die Abgabe der Bögen weiter

zu anonymisieren, um eine neutrale Bewertung

zu erlangen.

Matthias Winter, Obermeister der Tischler-

Innung, schlägt ein bereits in seiner Innung

bewährtes Modell zur regelmäßigen Kommunikation

mit dem HandWERK vor, die Berufsfachkonferenz.

In dieser treffen sich Verantwortliche

aus der jeweiligen Innung und aus dem Hand-

WERK, um Probleme auf dem kurzen Dienstweg

zu erfassen und zu erledigen. Das Modell könnte

zukünftig auch bei anderen Innungen Einzug

halten und soll in der nächsten Kundenbeiratssitzung

konkretisiert werden. Die nächste

Zusammenkunft des Kundenbeirates, wiederum

im HandWERK: am 22. September, dann ist eine

ausführliche Werkstattbesichtigung im Hand-

WERK geplant. (Text: Vera Rolle)

dukte sind nicht nur für die Schönheit der

Haare ein Gewinn. Auch die Umwelt – speziell

der Bremer Bürgerpark – profitieren von den

innovativen Ideen der beiden Friseurunternehmer.

Um nachhaltig auch zum Erhalt und zur

Pflege der Stadt beizutragen, geht von jeder

verkauften Flasche Hairliner’s Shampoo eine

Spende an den Bremer Bürgerpark. Die ersten

1.000 Euro gingen bereits an Parkdirektor Werner

Damke. Mit dem Geld wird frischer Sand

für die Spielplätze angeschafft.

Ein Ziel ohne Plan bleibt nur ein Wunsch

Warum sind manche Menschen erfolgreich und

andere nicht? Auf einer Abendveranstaltung im

Presse Club im Schnoor gingen Bremer Unternehmerfrauen

im Handwerk (UFH) der Frage

nach. Helga Castens vom Beitraining Bremen

referierte über das Thema. Die 16 Unternehmerfrauen

ließen sich erklären, dass Wünsche die

Zukunft beeinflussen können, weil sie Ziele aufzeigen

und motivieren. Wichtige Impulse erhiel-

Termine AGVH und KH Bremen

im Juli und August

KURZ NOTIERT AUS DEM BREMER HANDWERK

KH BREMEN

1.7.: Freisprechung Maler und Lackierer

5.7.: Vorstandssitzung Friseure

12.7.: Freisprechung Friseure

12.7.: Vorstandssitzung Raumausstatter

und Sattler

19.7.: Vorstandssitzung Maler und Lackierer

2.8.: Schiffstour Bäcker

3.8.: Vorstandssitzung Elektro

9.8.: Vorstandsitzung SHK

9.8.: Vorstandssitzung Maler und Lackierer

10.8.: Vorstandssitzung Tischler

10.8.: Vorstandssitzung Metall

12.8.: Vorstandssitzung Kfz

13.8.: Sommerfest Maler und Lackierer

15.8.: Wattwanderung Maler und Lackierer

16.8.: Mitgliederversamml. Versorgungsverein

23.8.: Vorstandssitzung KH/ AGVH

30.8.: Einschulungsfeier Kfz

2.9.: Mitgliederversamml. Versorgungswerk

Nähere Informationen zu den Veranstaltungen,

zu Zeit und Veranstaltungsort, entnehmen

Innungsmitglieder den jeweiligen

Einladungen oder telefonisch beim AGVH

und der KH Bremen an: (04 21) 22 28 06 00.

ten die Frauen zur Frage, wie aus Wünschen

Ziele und gelebte Realität werden kann. Dabei

setzt sich der Weg, seine Ziele zu erreichen, aus

mehreren Schritten zusammen: Die eigene Rollenklarheit

herausfinden, Prioritäten zu setzen,

Aktivitäten zu planen sowie Gewohnheiten und

Veränderungen zu überdenken und schließlich

das Ziel zu kontrollieren.

TÜV-Siegel für Handwerks-Dienstleistung

Wenn der Handwerker ins Haus kommt, sind

höchste Standards zu erfüllen, und die prüft

der TÜV. Ein Fachhandwerksbetrieb wird zertifiziert,

wenn er den strengen Kriterien gerecht

wird. Weil die Hasch & Co KG ihren Kunden mit

bestmöglichen Dienstleistungen zu Seite stehen

will und dabei nichts dem Zufall überlassen

möchte, hat Geschäftsführer Torsten Gerken

das Qualitätsmanagement nach der

europäischen Norm DIN EN ISO 9001: 2008 in

seinem Betrieb eingeführt und vom TÜV Nord

zertifizieren lassen.

Handwerk in Bremen 7+8/2010 | 17


KH BRHV-WEM

SCHUTZ VOR FREMDER INSOLVENZ

Im Haus des Handwerks begrüßten die Handwerkskammer-Außenstelle Bremerhaven und der Verein der Betriebswirte des

Handwerks Bremerhaven-Cuxland rund 60 Gäste zu einer Informationsveranstaltung.

Jedes Jahr, so die Zahlen der Euler Hermes

Kreditversicherung, gewähren deutsche Unternehmen

ihren Kunden Kredite in Höhe von rund

330 Milliarden Euro, indem sie Waren liefern und

Dienstleistungen erbringen, die nicht sofort

bezahlt werden. Im besten Fall verzögert sich die

Bezahlung der Rechnung nur um ein paar Tage,

im schlimmsten Fall gerät der Gläubiger wegen

eines Forderungsausfalls selbst in eine bedrohliche

Lage.

Wie Unternehmen einer solchen Situation

vorbeugen können, darum ging es jetzt bei

Wir Wi ir vverstehen

erstehen uunter

unter Loge

etwas andere anderes es aals

als Theater

Entwickeln Enntwickeln

Si Sie ie Ih Ihre hree

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Persönlichkeit ersönlichkeit

im Kreis Kreeis

gleichgesinnter.

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Gedankenaustausch Ge edankenaustausch h unter Fr Freunden reeunden

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18 | Handwerk in Bremen 7+8/2010

einem Seminar der Handwerkskammer-Außenstelle

Bremerhaven und dem Verein der

Betriebswirte des Handwerks Bremerhaven-

Cuxland.

Rund 60 Zuhörer aus dem Handwerk und

anderen Wirtschaftszweigen aus Bremerhaven

und den benachbarten Landkreisen, darunter

auch Vertreter der Wirtschaftsjunioren, waren

ins Haus des Handwerks gekommen, um sich

über das im Handwerk eher selten diskutierte

Thema zu informieren.

Nachdem Horst Lüdtke, Leiter der Kammer-

Außenstelle Bremerhaven, einleitende Worte an

die Gäste gerichtet und die aktuelle Situation

des regionalen Handwerks geschildert hatte,

sprach Uwe Lissau, Präsident des Amtsgerichts

Bremerhaven und Lehrbeauftragter für Insolvenz-

und Wirtschaftsrecht an der Universität

Bremen, unter anderem über den Ablauf von

Insolvenzverfahren und mögliche Alarmzeichen

für eine drohende Insolvenz von Schuldnerunternehmen.

Informationsmöglichkeiten über

Vertragspartner gebe es unter anderem unter

der Internetseite www.unternehmensregister.de.

Allerdings zeigten auch Handels- und Steuerbilanzen

häufig nicht, welches Schuldnervermö-

gen den Gläubigern im Falle der Insolvenz zur

Verfügung stehe. Aktivvermögen ständen oft im

Eigentum Dritter oder seien zur Sicherheit an

Dritte übereignet. Deshalb seinen weitere Maßnahmen

der Kreditüberwachung, des Kreditmanagements,

unerlässlich. Dieses liege aber bei

vielen kleinen und mittleren Unternehmen im

Argen.

Darüber hinaus habe jede Insolvenzfrüherkennung

Grenzen. Unternehmensrisiken hätten

oft mehrere Ursachen, Schwachstellen im

Schuldnerunternehmen seien oft schwer zu

erkennen. Dennoch gebe es typische, in der Literatur

ausführlich beschriebene Alarmsignale, die

auf eine drohende Insolvenz des Schuldners hinweisen.

Als Gastrednerin konnten die Veranstalter

Franziska Mock, Diplom-Wirtschaftsjuristin von

der Euler Hermes Kreditversicherung, gewinnen.

In ihrem Vortrag ging sie ebenfalls darauf ein,

wie Unternehmen erkennen, ob deren

Geschäftspartner noch zahlungsfähig sind.

Das Thema Risikomanagement stellte Rainer

Sievert, Geschäftsführer des Instituts für Finanzund

Dienstleistungsmanagements an den

Hochschulen Bremen und Bremerhaven vor.

Informierten die Gäste im Haus des Handwerks über das Thema Kreditmanagement (v.l.): Uwe Lissau,

Franziska Mock und Horst Lüdtke.

(Text: Oliver Brandt, Foto: HiB)


FRISEURE SAMMELTEN FÜR HAITI

Innung Bremerhaven-Wesermünde spendet 4.150 Euro für Kinderschutzzonen.

Das Erdbeben in Haiti gehört zu den schwersten

Naturkatastrophen der jüngeren

Geschichte. Die Bevölkerung des ärmsten Lands

der westlichen Welt wird noch Jahre lang unter

den verheerenden Folgen leiden. Besonders

hart hat es viele Kinder getroffen, die ihre

Familien verloren haben. Wie die gesamte

Bevölkerung werden auch sie noch lange auf

die Unterstützung von internationalen Hilfsorgani

sationen angewiesen sein.

Aus diesem Grund hat die Friseurinnung

Bremerhaven-Wesermünde eine Spendenak-

tion zugunsten von UNICEF organisiert. Vier

Wochen lang haben Innungsfriseure aus der

Stadt Bremerhaven und dem Altkreis Wesermünde

pro Haarschnitt 50 Cent zugunsten des

Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen

gespendet und in vielen Fällen die Summe noch

einmal auf einen glatten Betrag aufgerundet.

Außerdem hatten die Kunden beim Besuch im

Friseursalon die Möglichkeit, das Sparschwein

auf dem Tresen mit einer eigenen Spende zu

füttern.

Von dem Ergebnis der spontanen Sammel-

AUF DEM RASEN GEGEN RECHTS

InCoTrain beteiligt sich mit drei Mannschaften am Fußballturnier „Fair Play – gegen

Rechts“. Team „Holba“ aus dem Holz- und Baubereich spielt sich auf den ersten Platz.

Tore schießen und den Pokal gewinnen, dass

funktioniert meist nur mit Teamgeist und

Gemeinschaftssinn. Das ist auf Bremerhavens

Fußballplätzen nicht anders als zurzeit bei der

Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika. Hier wie

dort geht es aber nicht allein um sportlichen

Erfolg sondern auch darum, außerhalb des Platzes

Grenzen zu überwinden und Fairplay zu fördern.

Mit diesem Ziel haben jetzt auch die Berufliche

Bildung Bremerhaven (BBB), der Landes-

sportbund Bremen und die Beratungsstelle „pro

aktiv gegen Rechts“ ein Fußballturnier unter

dem Motto „Fair Play – gegen Rechts“ ausgerichtet.

Insgesamt nahmen zwölf Mannschaften

von den drei Bremerhavener Bildungsträgern

BBB, Förderungsgesellschaft für Bildung (FÖG)

und InCoTrain (Ingenieurdienstleistung, Coaching,

Training) an dem Turnier teil. Unter dem

Applaus von rund 400 Zuschauern kickten die

Teams mit jeweils sechs Spielerinnen und Spielern

unterschiedlicher Nationalität und aus ver-

KH BRHV-WEM

Stefan Hartmann, Obermeister der Friseurinnung

Bremerhaven-Wesermünde (rechts) und seine

Kollegen sammelten für Kinder in Haiti. Über die

Spende freuten sich Jutta Lücke, Leiterin des UNICEF-

Arbeitskreises Bremen, und Ingo Kramer, Honorarkonsul

der Republik Haiti (links).

aktion zeigten sich die Innungsfriseure positiv

überrascht. Bei der Spendenübergabe im Bremerhavener

Haus des Handwerks konnte sich

Jutta Lücke, Leiterin des UNICEF-Arbeitskreises

Bremen, über ein dickes Sparschwein im Wert

von 4.150 Euro freuen.

„Die Spende soll unseren Kinderschutzzonen

in Haiti zugute kommen“, so Lücke. In ihnen

biete UNICEF den Waisenkindern, von denen

viele nicht einmal ihren Namen und ihr Alter

wüssten, eine sichere Anlaufstelle, Verpflegung,

medizinische Versorgung und elementarsten

Schulunterricht. Außerdem suchen die UNICEF-

Mitarbeiter nach Familienangehörigen, welche

die Katastrophe überlebt haben.

Über das Ergebnis der Spendenaktion freute

sich auch Ingo Kramer, Honorarkonsul der Republik

Haiti. „Die Spende für die Schutzzonen ist

gerade jetzt sehr sinnvoll“, so der Bremerhavener

Unternehmer. „Durch das Erdbeben wurde

das Land in seinen Grundfesten zerstört, die

Hilfsorganisationen werden noch viele Jahre

dort bleiben müssen“, so Kramer.

schiedenen Ausbildungsgängen um die Plätze.

Mit dem Turnier wollten die Veranstalter und

ihre Kooperationspartner das Bewusstsein für

das Problem Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit

wach halten. Mit der Resonanz

waren Andreas Nowacki (Berufliche Bildung Bremerhaven)

Ulrich Lüdtke (InCoTrain) und Kurt-

Veit Ebkes (Förderungsgesellschaft) sehr zufrieden.

Jörg Schulz, Oberbürgermeister der Stadt

Bremerhaven, betonte in seiner Begrüßung die

große Bedeutung des Fair Play für die Gesellschaft.

Gemäß dem Motto des Turniers und entgegen

den zum Teil kampfeslustig klingenden

Team-Namen („Messerscharf“, „Hot Shots“,

„Iron Wings“, „Alpha-Schnitzel“) ging es beim

Kampf um den Ball fair zu. Am Ende landete die

Mannschaft „Holba“ aus dem Holz- und Baubereich

der InCoTrain ganz vorne. Den zweiten

Platz belegten die „Iron Wings“ (BBB), gefolgt

vom Team „Windbeutel“ (BBB). Der Fair-Play-

Pokal ging an das Team „Hot Shots“ von der Förderungsgesellschaft.

Arie Shah Putra, Tome Domgjoni und Daniel

Horstmann (v.l.), Spieler des Teams „Holba“ von

der InCoTrain GmbH, freuten sich über den ersten

Platz beim Turnier „Fairplay – gegen Rechts“.

(Text: Oliver Brandt, Foto: BBB)

Handwerk in Bremen 7+8/2010 | 19


KH BRHV-WEM

Steigende Energiepreise und die Klimaerwärmung

machen einen sparsamen Umgang mit

Energie immer wichtiger. Eines der größten Einsparpotenziale

liegt in der Modernisierung von Gebäuden.

Handwerker sollten sich deshalb stets auf dem neuesten

Stand der Technik bewegen, der Nachweis dafür ist

das Zertifikat Gebäudeenergieberater (HWK), das jetzt

neun Handwerker nach einem Lehrgang der InCoTrain

GmbH erhalten haben.

Bei dem sechsmonatigen, berufsbegleitenden

Lehrgang vermittelten die Dozenten den

Teilnehmern aktuelle Kenntnisse und Informationen

aus der Bauphysik, der Baukonstruktion

und der Haustechnik. Schwerpunkt des Lehrgangs,

den die InCoTrain GmbH regelmäßig

anbietet, ist die Optimierung der Gebäudehülle

und die Anlagentechnik nach hohen wirtschaftlichen

und ökologischen Kriterien.

Bei der Übergabe der Zertifikate gratulierten

(Foto oben v. l. n. r.) die Dozenten Dr.-Ing. Michael

Kruse, Michael Pleus von Essen und Robert

Nach erfolgreicher Prüfung durch die Handwerkskammer

Bremen dürfen Sie jetzt das

„Fachkräfte Siegel“ für Wärmedämmtechnik

und Schimmelpilzsanierung offiziell benutzen.

Es signalisiert dem Kunden hohe Fachkompetenz

und ist für die Betriebe auch ein Merkmal,

mit dem offensiv geworben werden kann.

Ausgehend von den Festlegungen der Ener -

gie einsparverordnung waren Gewerke übergreifende

Fachkenntnisse Gegenstand des Lehrgangs

Fachkraft Wärmedämmtechnik. Als

Grundlage für energetische Sanierungen wurde

ein umfangreiches Wissen über das Zusammenspiel

relevanter Betrachtungen vermittelt. Neun

Teilnehmer des modular aufgebauten, durch

den Europäischen Sozialfonds ESF und das Land

NEUE

GEBÄUDEENERGIEBERATER

Schimweg den Absolventen Marc Gerdes (Cuxhaven),

Thorsten Ohlandt (Kührstedt-Alfstedt),

Arndt Gundermann (Schiffdorf-Spaden), Sven

Bark (Ritterhude), Ulrich Harjes (Bremerhaven),

Jens Ludwig (Langen-Neuenwalde), Marc Schubert

(Dorum) sowie (vorne v. l. n. r.) Udo Wisch

(Misselwarden) und Marco Schumacher (Lunestedt).

Marc Gerdes und Arndt Gundermann hat-

Bremen geförderten Lehrgangs, haben jetzt

nachgewiesen das Know-how zu haben, den

Heizenergieverbrauch von Altbauten mindestens

um 50 Prozent senken zu können und im

Neubau, den erforderlichen Standard zu erbringen.

Die erfolgreichen Absolventen des Lehrgangs

Fachkraft Schimmelpilzsanierung sind nun in

der Lage, Kunden zu Fragen von Feuchteschäden

und Schimmelpilzbefall zu beraten, umfassende

Konzepte zur fachgerechten Sanierung zu entwickeln

und Sanierungsmaßnahmen durchzuführen.

Mehr Informationen zu den Lehrgängen

unter www.bbz-bremerhaven.de und

www.handwerkbremen.de

ten wegen ihres Abschlusses mit der Note sehr

gut besonderen Grund zur Freude.

Der nächste Lehrgang zum Gebäudeenergieberater

beginnt am 1. Oktober. Informationen bei

der InCoTrain GmbH, Telefon (04 71) 184-314 oder

im Internet unter www.incotrain-bhv.de.

(Text: Oliver Brandt, Foto: Holger Schröder)

ZERTIFIKATE FÜR SPEZIALKENNTNISSE VERGEBEN

20 | Handwerk in Bremen 7+8/2010

Das Zertifikat Fachkraft für Wärmedämmtechnik

(HWK) erhielten: Dirk Albes, Frank Bornhuse,

Hartmut Brodd, Wolfgang Kellner, Tom

Maresch, Uwe Naumann, Gerhard Thies, Hergen

Tietje. Das Zertifikat Fachkraft für Schimmelpilzsanierung

(HWK) erhielten: Stefan Dittmar,

Stefan Kaschewski, Aboghassem Sarbandi, Janet

Kaufhold, Marco Gräbner

Im Foto unten von links nach rechts: Tom

Maresch, Hartmut Brodd, Frank Bornhuse, Hergen

Tietje, Dirk Albes, Hans-Joachim Fahrenholz,

Uwe Naumann, Marko Gräbner, Stefan

Kaschewski, Wolfgang Kellner, Aboghassem

Sarbandi, Projektkoordinator ‚Prima Klima‘ Heinfried

Becker, Dozent Rainer Stasch, Projektkoordinator

KomET Johann Dirks.


Vertreterversammlung bei

der Bremischen Volksbank

„Das Jahr 2009 war unter Ertragsgesichtspunkten

ein insgesamt überaus erfolgreiches

Jahr für unsere Bank“ sagte Jürgen Burhop,

Vorstandsvorsitzender der Bremischen Volksbank,

auf der Vertreterversammlung der

Volksbank über das abgelaufene Geschäftsjahr.

Nach Eröffnung und Begrüßung im Maritim

Hotel Bremen durch den Vorsitzenden des

Aufsichtsrates, Lothar Geißler, legte Burhop

jetzt die Ergebnisse des abgelaufenen

Geschäftsjahres und den Jahresabschluss per

31. Dezember 2009 vor.

Der Vorstandsvorsitzende erläuterte die

wesentlichen Bilanzpositionen. Die Bilanzsumme

ist nach planmäßiger Abwicklung der

in 2008 angestoßenen Interbankengeschäfte

um rund 136 Mio. Euro reduziert worden. Die

Kundenpositionen haben sich in Summe nur

moderat entwickelt, wobei auf der Einlageseite

deutliche Verschiebungen stattfanden.

Die Rückstellungen auf der Passivseite sind

deutlich gestiegen, als Hauptgründe dafür aufzuführen

sind Neugestaltungen der Altersvorsorgezusagen

als auch die Gestaltung eines

Restrukturierungsprogrammes, mit dem die

langfristige Verbesserung und Stabilisierung

der Ertragslage und Sicherung der Selbständigkeit

der Bank erreicht werden soll.

Die Ergebnisverbesserung in 2009 wurde

getragen von der Entwicklung des Zinsüberschusses,

wobei sich das Ergebnis aus dem

Kundengeschäft knapp gehalten hat. Der

Anstieg des Zinsüberschusses beruht ausschließlich

aus dem Transformationsergebnis,

durch Aktivitäten im Interbankengeschäft

konnte der Zinsüberschuss um mehr als drei

Millionen Euro gesteigert werden.

„Die Anlagefreudigkeit unserer Kunden war im

zweiten Jahr der Finanz- beziehungsweise

Wirtschaftskrise unverändert niedrig. Insge -

samt sind wir zufrieden, ein Provisionsergebnis

auf dem Vorjahresniveau erreicht zu haben“ so

Burhop. Auf der Kostenseite wurde unverändert

sparsam gewirtschaftet, der dennoch

feststellbare Kostenanstieg beruht auf ein Vorziehen

der ab nächsten Jahr greifenden Veränderungen

des Bilanzmodernisierungsgesetzes

in Bezug auf die Altersvorsorgelasten.

Die anwesenden Vertreter genehmigten nach

den Ausführungen des Vorstands den Jahresabschluss

sowie die Dividendenausschüttung

in Höhe von 4,5 Prozent.

Nach der am 17. Mai 2010 in Kraft getretenen

Dienstleistungs-Informationspflichten-Verordnung

(DL-InfoV) muss jeder Dienstleister, also

auch Handwerksbetriebe, (Ausnahme: Augenoptiker,

Hörgeräteakustiker, Orthopädietechniker,

Orthopädieschuhmacher und Zahntechniker)

seinen Kunden und Auftragebern eine Reihe

von Informationen klar und verständlich zur Verfügung

stellen.

Das gilt für alle Dienstleister mit einer

Niederlassung im Inland und muss vor

Abschluss eines Vertrages und Erbringung der

Dienstleistung geschehen. Dabei kann der

Dienstleister die Informationen wahlweise von

sich aus mitteilen oder so vorhalten, dass sie

dem Kunden leicht zugänglich sind, auch der

elektronische Weg ist zulässig.

Nach §§ 2, 3 und 4 der DL-InfoV sind dies insbesondere

folgende Informationen:

• Vor- und Nachname, bei Personengesellschaften

und juristischen Personen die Firma

mit Angabe der Rechtsform;

• die Anschrift der Niederlassung oder, sofern

keine Niederlassung besteht, eine ladungsfähige

Anschrift mit Telefonnummer, E-Mail-

Adresse oder Faxnummer;

• bei kaufmännischen Firmen (e. K., GmbH, KG

u.ä.) Handelsregister, Registergericht und

Registernummer;

• Name und Anschrift der zuständigen Handwerkskammer;

• Umsatzsteuer-Identifikationsnummer

soweit vorhanden;

SERVICE & BETRIEB

DIENSTLEISTER MÜSSEN INFORMIEREN

Neue Informationspflichten für Handwerksbetriebe und Sachverständige.

• gesetzliche Berufsbezeichnung (etwa Dachdecker-Meister

oder öffentlich bestellter und

vereidigter Sachverständiger);

• die Allgemeinen Geschäftsbedingungen

wenn vorhanden und soweit sie in den Vertrag

einbezogen sind;

• gegebenenfalls verwendete Vertragsklauseln

über das auf den Vertrag anwendbare Recht

oder über den Gerichtsstand;

• die wesentlichen Merkmale der Dienstleistung

(z.B. Werkvertrag/Gutachten), soweit sie

sich nicht bereits aus dem Zusammenhang

ergeben;

• falls eine Berufshaftpflichtversicherung

besteht, Angaben dazu, insbesondere Name

und Anschrift des Versicherers und den

räumlichen Geltungsbereich;

• auf Anfrage haben öffentlich bestellte und

vereidigte Sachverständige zusätzlich die

Sachverständigenordnung auszuhändigen

bzw. den Hinweis zu geben, wie oder wo

diese zugänglich ist (z.B. Homepage der

Handwerkskammer);

• Angaben zum Preis (nicht gegenüber den

Letztverbrauchern).

Davon unberührt bleiben alle weiteren

Anforderungen aus anderen Rechtsvorschriften,

wie etwa Kennzeichnungspflichten nach dem

Telemediengesetz, Preisangabenverordnung.

Verstöße gegen die Vorschriften der DL-InfoV

können wettbewerbsrechtlich mit einer Abmahnung

oder einer Unterlassungserklärung verfolgt

werden.

EFFEKTIVERE FINANZIERUNGSHILFE

Der Senator für Wirtschaft und Häfen und die

Bremer Aufbau Bank haben mit Vertretern der

Banken und den Handwerks- und Handelskammern

in Bremen und Bremerhaven ein gemeinsames

Vorgehen bei der Mittelstandsfinanzierung

im Bundesland Bremen verabredet. Künftig

soll dadurch eine noch effektivere Hilfe angeboten

werden. Die Vertreter der Institutionen hatten

beraten, wie im Land Bremen die Funktion

eines Kreditmediators ausgestaltet werden soll.

Senator Martin Günthner: „Wir sind uns einig,

dass wir kein weiteres bürokratisch formalisiertes

Verfahren brauchen, um Unternehmen zu

unterstützen. Statt dessen brauchen wir ein

enges Zusammenspiel der unterschiedlichen

Akteure und verlässliche Ansprechpartner.“

Dafür stehen die Kammern sowie die Bremer

Aufbau-Bank zur Verfügung. Die Bremer Aufbau-Bank

kann hierbei auf die bewährten Instrumente

ihrer Task Force zurück greifen, die bereits

im November 2008 gemeinsam mit dem Senator

für Wirtschaft und Häfen ins Leben gerufen

wurde und seitdem in mehr als 250 Fällen tätig

geworden ist.

Die Kreditinstitute im Land Bremen sichern

zu, bei Kreditentscheidungen über Anträge von

Bremer Unternehmen jeden Einzelfall unter

Berücksichtigung seiner individuellen Besonderheiten

zu prüfen und soweit möglich den Einsatz

von Fördermitteln zu berücksichtigen.

Handwerk in Bremen 7+8/2010 | 21


NAMEN & NOTIZEN

Glückwunsch zum Geburtstag

Am 2. Juli

SIEGHARDT REINHARDT, Kreishandwerksmeister

der KH Brhv.-Wem.

Am 3. Juli

INGO STELZER, stellvertretender Obermeister

der Innung des Bauhandwerks Brhv.-Wem.

Am 4. Juli

IMKE LATHWESEN, Geschäftsführerin der KH

Brhv.-Wem.

Am 6. Juli

ARTUR BÖHLKEN, Obermeister der Maler- u.

Lackiererinnung Brhv.-Wem. und Kreislehrlingswart

der KH Brhv.-Wem.

HOLGER BECKER, stellvertretender Obermeister

der Dachdecker-Innung Bremen

Am 7. Juli

BERNHARD RIEGER, Ehrenkreishandwerksmeister

der KH Bremen

Am 8. Juli

KLAUS ALPERT, Beisitzer im Vorstand der HWK

Bremen, Elektro-Innung Bremen und KH

Bremen

Am 12. Juli

ROLF SEEDORF, Ehrenobermeister der Innung

des Bauhandwerks Brhv.-Wem.

Am 18. Juli

ROLAND KRAFT, stellvertretender Obermeister

der Innung für Informationstechnik Bremen

Am 20. Juli

HERBERT DOHRMANN, Obermeister der Fleischer-Innung

Bremen

Am 22. Juli

JENS DOHSE, Ehrenobermeister der Orthopädietechnik-Innung

Bremen

Am 27. Juli

HORST-DIETER QUELL, Ehrenobermeister der

Maler- und Lackierer-Innung Brhv.-Wem.

Am 28. Juli

ANDREAS KNIGGE, Obermeister der Konditoren-

Innung Bremen

Am 30. Juli

HEIKO ROCKMANN, Ehrenobermeister der Konditoren-Innung

Bremen

Am 1. August

BERND DEMELT, Obermeister der Innung

Metall Brhv.-Wem.

Am 14. August

KLAUS BERGHORN, Ehrenobermeister der Tischler-Innung

Brhv.-Wem.

Am 15. August

ULF BEHNKEN, stellvertretender Obermeister

und Rechnungsführer der Schornsteinfeger-

Innung Bremen

22 | Handwerk in Bremen 7+8/2010

Am 16. August

WOLFGANG SCHÖPF, Ehrenobermeister der

Innung der Elektrohandwerke und Vorstandsmitglied

der KH Brhv.-Wem.

Am 18. August

BERNHARD DOBSCHINSKI, Obermeister der Fleischer-Innung

Brhv.-Wem.

Am 27. August

WOLFGANG KRUSE, stellvertretender Kreishandwerksmeister

und Landesinnungsmeister

der KH Bremen

CARL BOCK, Ehrenobermeister der Innung

Sanitär-Heizung-Klima Bremen

Am 29. August

ULRICH E. RADEMACHER, Ehrenobermeister der

Zahntechniker-Innung Bremen

HUBERTUS SCHÖNSTEDT, Ehrenobermeister der

Orthopädietechniker-Innung Bremen

ERICH STENDER , Ehrenkreishandwerksmeister

der KH Brhv.-Wem.

Am 30. August

WERNER BADE, Ehrenobermeister der Uhren,

Schmuck-Innung Brhv.-Wem.

Am 31. August

DIETER SIEVER, Obermeister der Elektro-Innung

Bremen

Glückwunsch zum Jubiläum

50 Jahre

Am 14. Juni (Nachmeldung)

FRANK-CLAUS LUDWIG, Elektrotechnik, Bremen

Am 12. August

KLEINERT AUTO- UND INDUSTRIELACKIERUNGEN

GMBH & CO. KG, Bremerhaven

Am 16. August

HEINRICH BAASEN, Baumeister, Bremen

25 Jahre

Am 1. Juli

JACEK GESELLE, Bremen, Uhrmacherhandwerk

ANDREAS SCHEBSDAT, Geigenbauermeister, Bremen

RAINER REITER, Elektroinstallateurmeister, Bremen

Am 23. Juli

J. & G. RENZELMANN GMBH, Bremen (Metall)

Am 24. Juli

BOLZ AUTOPORT GMBH, Bremen (Kfz)

Am 1. August

JIRINA PLACEK, Bremen, Schnellreinigergewerbe

ROBERT FRENZEL SANITÄRINSTALLATION UND HEI-

ZUNGSBAU GMBH & CO. KG, Bremerhaven

MICHAEL BAUNACKE, Glasermeister, Bremerhaven

ANNEGRET JENSEN, Friseurmeisterin, Bremen

UTE BUSCHATZKY, Bremen, Friseurhandwerk

MANFRED REESE, Augenoptikermeister, Bremen

Zweiter Platz für Bremer Fotografin

Den zweiten Platz im bundesweiten Fotowettbewerb

von CeWe Color Oldenburg und

der Fachzeitschrift „Photo Presse“ gewann die

Bremerin Anna Heinrich (Foto unten). Die

Auszubildende lernt im dritten Lehrjahr in der

Studio B GmbH, Bremen.

„Dynamik und Bewegung“ war der Titel des

Wettbewerbs, der mit insgesamt 2.000 Euro

dotiert war. Anna Heinrich wählte als Motiv

den Bremer Freimarkt, wozu sie zwei überzeugende

Aufnahmen einreichte. Bewegung und

Dynamik, dafür gibt es auf dem Markt genügend

Motive, dennoch bedarf es eines

geschulten und kreativen Auges, um aus der

Vielzahl der Objekte ein geeignetes Bild entstehen

zu lassen.

„Es macht uns stolz, dass unsere Auszubildende

den Wettbewerb gewinnen konnte.

Gute Ausbildung überzeugt nicht nur im Alltagsgeschäft,

sondern zeigt auch, zu welchen

Leistungen Auszubildende fähig sind. Wir gratulieren

zum zweiten Platz im Wettbewerb“,

sagte Ursula Niemann, Geschäftsführerin der

Studio B GmbH.

Der Tätigkeitsschwerpunkt von Studio B liegt

im Bereich Werbe- und Industriefotografie.

Seit 1990 wird im Bereich Fotografie ausgebildet.

Schon vor einiger Zeit stellte Studio B die

Bundessiegerin im praktischen Leistungswettbewerb

im Handwerk, eine weitere Auszubildende

erhielt eine Prämierung der Karl-

Nix-Stiftung Bremen.


Eine Delegation des Education Office der japanischen

Stadt Ota war jetzt zu Besuch im Hand-

WERK. Die Vertreter der regionalen Bildungsbehörde

planen einen Austausch jugendlicher

Schüler, die die Werkstätten des HandWERK kennen

lernen und ausprobieren sollen. Reiner Krebs,

pädagogischer Leiter des Kompetenzzentrums

(im Foto links): „Es ist immer wieder schön, als Vorbild

für effiziente Aus- und Weiterbildung auch

über Bremens Grenzen hinweg gefragt zu sein.“

Thomas Röwekamp bestätigt

Die CDU im Land Bremen hält an ihrem Modernisierungskurs

fest und setzt weiter auf Thomas

Röwekamp als Landesvorsitzenden. Auf ihrem

Parteitag bestätigten jetzt die Delegierten Röwe-

Auftakt für „Klimafreunde Bremen“

Die gemeinnützige Bremer Klimaschutzagentur

energiekonsens will mit der Kampagne „Klimafreunde

Bremen“ ein Umdenken bei Bürgern,

Unternehmern, Politikern und in der

Verwaltung auslösen. Mit ihrer Unterschrift

haben sich jetzt auf dem Bremer Marktplatz 28

Unternehmen und Institutionen sowie zahlreiche

Bürger selbst verpflichtet, künftig noch

mehr CO 2 und Energie einzusparen. Die auf

zwei Jahre angelegte Kampagne wird in Kooperation

mit dem BUND Bremen, der Bremer

Umweltberatung und dem ADFC durchgeführt.

Der Senator für Umwelt, Bau, Verkehr

und Europa unterstützt die Klimafreunde.

Warum eine solche Kampagne nötig ist, erklärt

Dr. Cornelis Rasmussen, Geschäftsführer der

Klimaschutzagentur: „Jeder Bremer produziert

durchschnittlich 10,6 Tonnen des schädlichen

Klimagases CO 2 im Laufe eines Jahres – etwa

kamp (im Foto: rechts) mit 86,3 Prozent der Stimmen

im Amt. Bei seiner Erstwahl im Jahr 2008

hatte der Bremerhavener 83,5 Prozent erhalten.

Neue Stellvertreterin ist Dr. Rita Mohr-Lüllmann

(Mitte), die die Nachfolge von Hartmut Perschau

antritt. Als weitere Stellvertreter wurden Dr.

sechs mittelgroße Heißluftballons voll. Damit ist

klar: Würden alle Menschen auf der Erde diese

Menge verursachen, würde unser Klima-Konto

schon bei einem Wert von über 2,5 Tonnen jährlich

in den roten Bereich geraten.“

Während der kommenden 24 Monate werden

NAMEN & NOTIZEN

Catrin Hannken und Jörg Kastendiek (links)

wiedergewählt. Die neue Führung will die Basisbeteiligung

vorantreiben. So sollen drei Landesfachausschüsse

zu den Themen „Zukunft unserer

Kinder“, „Sicherheit und Bürgerrechte“ sowie

„Nachhaltiges Wachstum für unsere Städte“ ihre

Arbeit aufnehmen. Außerdem können CDU-Mitglieder

künftig per Urwahl bestimmen, wer als

Direktkandidat in den Bundestagswahlkampf

zieht. Einer entsprechenden Satzungsänderung

wurde zugestimmt.

Sorge bereitet der CDU die Perspektivlosigkeit vieler

Jugendlicher in Bremen und Bremerhaven. Der

Beauftragte für soziale Integration und Chancengerechtigkeit,

Dr. André-Michael Schultz, forderte,

vor allem Kindergärtner und Lehrer zu unterstützen.

„Sie bemühen sich nach Kräften, Kinder aus

sozial benachteiligten Familien auf ein Leben

ohne Sozialhilfe vorzubereiten“, lobte Schultz.

Voraussetzung für mehr Chancengerechtigkeit

sei eine bessere Bildung.

sich die „Klimafreunde Bremen“ mit gezielten

Informationen und Aktionen rund um das

Thema Klimaschutz zu Wort melden. Mitmachen

ist jederzeit möglich. Weitere Informationen

zur Aktion und der Teilnahme finden sich

unter www.energiekonsens.de/klimafreunde.

Handwerk in Bremen 7+8/2010 | 23


Von links: Hans Driemel, Präsident der Arbeitnehmerkammer Bremen, Ingo Schierenbeck, frisch gewählter

Hauptgeschäftsführer der Kammer und Hans Endl, der scheidende Amtsinhaber.

NEUER GESCHÄFTSFÜHRER GEWÄHLT

Auf ihrer jüngsten Vollversammlung hat

die Arbeitnehmerkammer Bremen Ingo Schierenbeck

zum neuen Hauptgeschäftsführer

gewählt. Schierenbeck, Jahrgang 1957, löst

Hans Endl ab, der in den Ruhestand tritt.

Schierenbeck ist Jurist, arbeite nach seinem

Studium zunächst als Rechtsanwalt und

nahm 1983 als Rechtsberater seine Tätigkeit in

der damaligen Angestelltenkammer auf. 1987

wurde ihm die Leitung der Geschäftsstelle der

Angestelltenkammer in Bremerhaven übertragen.

Seit 1997 ist er Mitglied der Geschäftsführung

der Angestelltenkammer und seit

Norbert Kaufhold, Vorstandsvorsitzender

der

AOK Bremen/Bremer -

haven, ist einstimmig vom

Verwaltungsrat der AOK

Bremen/Bremer haven bis

zum 28. Februar 2015

wiedergewählt worden.

Der 60-jährige gebürtige

Bremer hat das Gesundheitswesen

im Land Bremen

in den vergangenen

beiden Jahrzehnten maßgeblich

mitgestaltet und -geprägt. Kaufhold

begann 1966 als Lehrling bei der damaligen

AOK Bremen, er war unter anderem seit 1988

stellvertretender Geschäftsführer des AOK-

Landesverbandes Bremen, Leiter der Hauptgeschäftsstelle

Bremerhaven und seit 1996

Direktor Vertragsrecht/Zentrale Dienste der

1991 fusionierten AOK Bremen/Bremerhaven,

bevor er 1999 zum Vorsitzenden des Vorstandes

gewählt wurde. Die Verwaltungsratsvorsitzenden

Hans-Jürgen Söffing und Heiner

Bögemann wünschten – ebenso wie Vorstandskollege

Heinzpeter Mühl – Norbert

Kaufhold nach seiner Wahl weiterhin viel

Geschick als „Chef“ der mit rund 222.000 Versicherten

und über 600 Mitarbeitern größten

Krankenkasse im Land Bremen.

24 | Handwerk in Bremen 7+8/2010

2001 der Arbeitnehmerkammer. Er ist zudem

Leiter der Rechtsabteilung.

Ingo Schierenbeck: „Die Arbeitnehmerkammer

wird sich dafür einsetzen, dass die

Interessen der Arbeitnehmerinnen und

Arbeitnehmer im Lande Bremen bei den politischen

Entscheidungen angemessen berücksichtigt

werden. Die Sicherung und Schaffung

zukunftsorientierter und tariflich abgesicherter

Arbeitsverhältnisse ist dabei von zentraler

Bedeutung. Die Kammer wird zudem ihre

Angebote für die Mitglieder ausbauen und

modernisieren."

Das 25-jährige Jubiläum seiner „fotowerkstatt“

feierte jetzt Claus H. Bartels aus Bremen

(Foto unten). Studio, Color-Fachlabor, Archiv,

Büro und Galerie in der Lindenstrasse stehen

für zeitgemäße Porträts und Hochzeitsaufnahmen.

Seit 20 Jahren gehört eine fahrbare

Tribühne für Gruppenfotos bis 120 Personen

zur Ausrüstung. 2005 konnte der 50.000.

Passbildkunde begrüßt werden.

7.000 EURO SPENDE FÜR TRAUERLAND

Siebentausend Euro – das ist die Summe, die

das große Benefiz-Turnier der Handwerkskammer

gemeinsam mit AOK und Bremischer Volksbank

eingespielt hat.

Jetzt wurde vor dem Portal des Gewerbehauses

der Scheck an Beate Alefeld-Gerges, die Initiatorin

von ‚Trauerland – Zentrum für trauernde

Kinder‘ überreicht. Gleichzeitig nahmen Vertreter

des siegreichen Betriebs ‚System Bau Betrieb

GmbH‘ und der besten Schülermannschaft vom

‚Technischen Bildungszentrum Mitte‘ ihre nunmehr

mit ihrem Namen gravierten Meisterschalen

entgegen.

Handwerkskammer-Hauptgeschäftsführer

Michael Busch dankte den Sponsoren für die

Unterstützung und allen teilnehmenden Mann-

schaften für ihr Engagement und faire Spiele

und hatte die Kooperationspartner von Fahrrad-

Rikschas von 1-2-3-Rad von ihren Büros abholen

lassen.

Für AOK-Vorstand Jörg Twiefel ist es selbstverständlich,

dass die AOK als großer Krankenversicherer

im Handwerk den guten Zweck der

Veranstaltung unterstützt. Thomas Trenz, Pressesprecher

der Bremischen Volksbank, hatte den

überdimensionalen Scheck mitgebracht, der die

stolze Summe ausweist, die die Initiatoren

zusammen getragen haben.

Aktuell betreut das Trauerland in Bremen

rund 180 Kinder. Es kann die Summe gut gebrauchen.

Die Kinder haben sich deshalb mit selbstgemalten

Bildern bedankt.

In der vorderen Reihe auf

dem Foto (v.l.): Handwerkskammer-Hauptgeschäftsführer

Michael Busch, AOK-

Vorstand Jörg Twiefel und

Thomas Trentz, Pressesprecher

der Bremischen Volksbank,

überreichen Beate

Alefeld-Gerges von ‚Trauerland

– Zentrum für trauernde

Kinder‘ einen Scheck

über 7000 Euro.

HiB 7+8/2010 | 24


Bei der Kfz-Innung Stade wurde jetzt die erste

Online-Gesellenprüfung (Teil 1) absolviert.

Unter der Leitung des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses

Hans-Peter Böttcher fand

an den Berufsbildenden Schulen in Buxtehude

die Prüfung mit 73 Auszubildenden des

Kfz-Handwerks statt. Mit dabei waren alle

Mitglieder des Prüfungsausschusses. So war

die Betreuung in drei Computerräumen der

Schule gewährleistet. Die Prüfung am PC

wurde im Unterricht und in der Massentestprüfung

vorbereitet, so dass die Prüflinge mit

den Räumen und der Arbeit am PC vertraut

waren. Durch die hohe Anzahl an Prüflingen

wurde die Prüfung in zwei Durchgängen

durchgeführt. Abstürze im System wurden

problemlos mit dem speziellen Passwort

behoben und der Prüfling setzte auf die

Sekunde genau seine Prüfung fort. Die Teilnehmer

hatten kein Problem mit der Bedienung

und waren mit dem Ablauf der Prüfung

genau so zufrieden wie die Prüfer. Die Auswertung

am PC war trotz anfänglichen Bedenken

problemloser als gedacht. Die einzelnen Aufgaben

konnten durchgängig kontrolliert werden

(kein Umblättern mehr), was die Vergabe

der Punkte erleichterte. Nach dieser positiven

Erfahrung wird die Kfz-Innung Stade in

Zukunft nur noch so prüfen, als nächstes Teil 2

im kommenden Winter.

Deutschlands Schornsteinfeger kamen jetzt

zu ihrem 126. Bundesverbandstag in Bremen

zusammen, um über aktuelle Themen des

Schornsteinfegerhandwerks zu diskutieren.

Der Bundesverbandstag ist die wichtigste

Veranstaltung des Schornsteinfegerhandwerks,

an der auch Gäste aus vielen Teilen Europas teil-

Klassenkasse aufgebessert

Für die Schülerinnen und Schüler der Klassen

R8a und R8b der Haupt- und Realschule Beverstedt

hat sich die Teilnahme an den Tagen der

offenen Tür im Bremerhavener Haus des Handwerks

doppelt gelohnt. Zum einen haben sie bei

der Arbeit in den Werkstädten viel über die Ausbildungsberufe

im Handwerk gelernt, zum

anderen haben sie mit den richtigen Antworten

beim Preisrätsel 200 Euro für die Klassenkassen

gewonnen. Zur Verfügung gestellt wurde der

Preis von der Maler- und Lackiererinnung Bremerhaven-Wesermünde

und der InCoTrain

GmbH. Bei der Übergabe gratulierte Karin

Die Privatnutzung von Internet und E-Mail-

Accounts am Arbeitsplatz birgt für Unternehmen

Probleme, wenn es keine klar festgelegten

Regeln gibt. Dabei ist die Ablenkung von der

Arbeit nicht einmal die größte Gefahr, denn insbesondere

eine rechtskonforme, automatische

Archivierung des E-Mail-Aufkommens wird

durch die Privatnutzung des betrieblichen E-

Mail-Accounts erschwert. Der Online-Ratgeber

E-Mail-Management zeigt auf, dass sich die

meisten Unternehmen dieser Gefahr nicht

bewusst sind: Bei über der Hälfte von über 5.000

befragten Betrieben gibt es keine festen Regelungen

für die private Nutzung von E-Mails oder

sind diese Regeln zumindest nicht bekannt. Um

Gäckel-Pallentin von der InCoTrain GmbH den

Jugendlichen und übergab Susanne Helke, Klassenlehrerin

der R8a, den Gewinn.

(Text: Oliver Brandt, Foto: Sabine Wolff)

die Voraussetzungen und die Stellhebel für ein

professionelles E-Mail-Management zu verdeutlichen,

haben die Projektpartner ECC Handel, IHK

Zetis und IT-Akademie Mainz im Rahmen des

vom Bundesministerium für Wirtschaft und

Technologie (BMWi) geförderten Projekts „KMUorientiertes

E-Mail-Management“ den Online-

Ratgeber entwickelt. Er gibt nach Beantwortung

von 12 kurzen Fragen einen Überblick über die

Erfüllung organisatorischer, technischer und

rechtlicher Anforderungen an das E-Mail-

Management und leitet individuelle Handlungsanleitungen

ab.

Zum Selbsttest und einer kostenlosen Einstiegsberatung:

www.emr.zetis.de.

SCHORNSTEINFEGER TRAFEN SICH ZUM VERBANDSTAG

nahmen. Vor Veranstaltungseröffnung trafen

die radelnden Schornsteinfeger der „Glückstour“

mit ihren Fahrrädern in Bremen ein. In mehreren

Etappen legten die Teilnehmer eine Strecke von

rund 1.000 Kilometern von Stuttgart bis Bremen

zurück, um Spendenschecks in Höhe von je

5.000 Euro an den Elternverein Leukämie- und

NAMEN & NOTIZEN

Tumorkranke Kinder Bremen e.V. und an die

Deutsche Kinderkrebsstiftung zu übergeben.

Die Glückstour ist eine Aktion des Vereins

„Schornsteinfeger helfen krebskranken Kindern“.

Im Congress Centrum Bremen öffnete

begleitend zum Bundesverbandstag eine Fachausstellung.

Auf rund 800 Quadratmetern

Fläche stellten 59 Anbieter Produkte und Dienstleistungen

rund um das Schornsteinfegerhandwerk

vor. Zur öffentlichen Veranstaltung

begrüßte Verbandspräsident Hans-Günther

Beyerstedt Experten aus Industrie, Handwerk

und Marketing. In einer Talkrunde wurde die

Frage „Wo steht das Schornsteinfegerhandwerk

im Jahr 2020?“ und mögliche Zukunftsszenarien

für die Branche diskutiert. Künftig werden sich

mehr Betriebe mit einem kundenorientierten

Dienstleistungs-Mix positionieren, so die Meinung

der Fachleute. Dabei hat das Schornsteinfegerhandwerk

gute Perspektiven für die

Zukunft. (Foto: BDH)

Handwerk in Bremen 7+8/2010 | 25


NAMEN & NOTIZEN

Ausgezeichnete Imagekampagne

Die von Scholz & Friends Berlin entwickelte

und betreute Imagekampagne des deutschen

Handwerks wurde vom Art Directors Club für

Deutschland (ADC) gleich mehrfach ausgezeichnet.

Auf dem Jahrestreffen des ADC

erhielt die Kampagne zwei silberne sowie

zwei bronzene ADC-Nägel. In den Kategorien

Text sowie Musik und Sound wurde die auf

fünf Jahre angelegte Kommunikationsoffensive

mit Silber ausgezeichnet. In der Kategorie

TV und Kino Einzelspot ergatterte „Die Wirtschaftsmacht.

Von nebenan.“ außerdem den

ADC-Nagel in Bronze. Damit zählt sie zu den

zehn erfolgreichsten Kampagnen des diesjährigen

ADC-Awards.

Im Rahmen des jährlich ausgerufenen ADC-

Wettbewerbs hat eine Jury aus 286 ADC-Mitgliedern

über 6.700 eingereichte Arbeiten im

Hinblick auf die Kriterien Originalität, Klarheit,

Überzeugungskraft und Machart gesichtet.

Die besten 187 Arbeiten wurden mit den so

genannten ADC-Nägeln in Gold, Silber und

Bronze geehrt. Der ADC für Deutschland ist

ein Zusammenschluss von 577 führenden Kreativen.

Er zielt darauf ab, Unternehmen und

Wirtschaft mit innovativen Kommunikationslösungen

zu unterstützen sowie Maßstäbe

für kreative Kommunikation zu setzen.

Gold für Kinospot

Der Kinospot „Anders als Du denkst – das

Deutsche Bäckerhandwerk" wurde mit dem

„World Media Award“ in der Kategorie Advertising/Cinema

Commercials mit der höchsten

Auszeichnung Gold prämiert. Die Filmproduktion

trias GmbH realisierte im Auftrag der

Agentur Stiebel & Team den außergewöhnlichen

Kinospot für den Zentralverband des

Deutschen Bäckerhandwerks. Der von klassischen

Tanzvideos inspirierte Film setzt auf die

beeindruckende Körpersprache der Tänzer. So

wird der Ausbildungsberuf des Bäckers auf

ungewöhnliche Weise beleuchtet und das

Image neu belebt. „Die Nachwuchswerbung

ist ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit. Es

gilt, den potentiellen Bäckernachwuchs zu

mobilisieren. Vorurteile sollen abgebaut und

über die attraktiven Möglichkeiten des Berufes

aufgeklärt werden. Mit dem Kinospot haben

wir hierfür einen starken Beitrag geleistet“, so

Peter Becker, Präsident des Zentralverbandes

des Deutschen Bäckerhandwerks.

26 | Handwerk in Bremen 7+8/2010

AUS BREMEN

UND UMZU

Arne Dunker, Geschäftsführer des Klimahauses

Bremerhaven 8°Ost, ist mit dem „Bremer Klimaschutz

Preis 2010“ ausgezeichnet worden. Mit

dem Preis zeichnet die Klimaschutzagentur

‚energiekonsens‘ jährlich Menschen aus, die

richtungsweisende Leistungen erbracht und

hohes persönliches Engagement für den Klimaschutz

in Bremen und Bremerhaven gezeigt

haben. „Mit dem Klimahaus, der Gründung der

Deutschen Klimastiftung sowie vielen, manchmal

auch unbequemen Ideen trägt Arne Dunker

seit Jahren aktiv dazu bei, aus Bremerhaven „Klimahaven“

zu machen und die Stadt zu einem

Vorbild für viele andere Kommunen werden zu

lassen“, begründete ‚energiekonsens‘-

Geschäftsführer Dr. Cornelis Rasmussen vor

rund 100 Gästen in seiner Laudatio die Wahl des

Preisträgers. Beim Klimahaus habe Dunker

durch sein unermüdliches Engagement und

seine vielen praxisorientierten Ideen schon in

der Planungsphase wichtige Grundsteine für

den heutigen Erfolg gelegt.

Angesichts der bekannt gewordenen Pläne des

Bremer Senats und des Bremerhavener Magistrats,

die mit der Verwaltung der arbeitsmarktpolitischen

Programme des Landes betrauten

Gesellschaften Bremerhavener Arbeit (brag) und

Bremer Arbeit (bag) zu verschmelzen, bekräftigt

Dr. Oliver Möllenstädt, arbeitsmarktpolitischer

Sprecher der FDP-Bürgerschaftsfraktion die Forderung

der FDP-Fraktion, die Gesellschaften aufzulösen:

„Wir begrüßen, dass Senat und Magistrat

unseren Vorschlag aufnehmen und die

Aufgabenverteilung überdenken.“ Den Gesellschaften

fehlen zunehmend Aufgaben, seit das

zu verwaltende Budget für die Arbeitsmarktpolitik

im Jahr 2007 kräftig gesunken ist. Möllenstädt

hatte bereits nach den Unregelmäßigkeiten

mit der bag im Zusammenhang mit der

Interkulturellen Werkstatt Tenever im letzten

Jahr deren Auflösung gefordert. „Die Verwaltung

der arbeitsmarktpolitischen Programme

sollte ins Ressort zurückgeholt werden. Jährlich

kosten die beiden Gesellschaften rund zwei

Millionen Euro. Diese Mittel können besser in die

Qualifizierungen der Arbeitsuchenden investiert

werden“, sagte Möllenstädt.

Als einen skandalösen Vorgang bezeichnet der

CDU-Abgeordnete Harry Nestler die Fusion der

Bremer und Bremerhavener Arbeit GmbH. „Einmal

mehr startet das Ressort einen Alleingang,

ohne die Fragen der Opposition zu beantworten.

Dabei wäre gerade nach dem Versagen der Bremer

Arbeit GmbH im Zusammenhang mit der

missbräuchlichen Verwendung von Geldern an

der Interkulturellen Werkstatt in Tenever mehr

Transparenz nötig“, kritisiert er. „Wir haben

nichts gegen Fusionen, die zu Einsparungen führen.

Jedoch macht es uns misstrauisch, wenn

ausgerechnet die Bremer Arbeit GmbH mehr

Aufgaben bekommen soll“, sagt Harry Nestler.

Zur Erinnerung: Die BAG hatte im Jahr 2009 über

Monate hinweg Hinweise auf eine missbräuchliche

Verwendung von Geldern an der Interkulturellen

Werkstatt, jedoch nichts dagegen unternommen.

Auch damals erfuhren die Mitglieder

der zuständigen Deputation erst aus der Zeitung

davon. Die CDU forderte eine Aufklärung,

weshalb die BAG völlige Narrenfreiheit hatte, ob

es ähnliche Fälle in anderen Bereichen gibt und

welche Konsequenzen daraus gezogen werden.

Seit Mai hat die Bremer Aufbau Bank (BAB) mit

Diane Zetzmann-Krien eine neue Geschäftsführerin.

Die gebürtige Nürnbergerin ist langjährig

in der Finanzbranche mit dem Schwerpunkt

Bankbereich tätig. Sie ist eine ausgewiesene

Expertin mit etlichen Jahren Führungserfahrung,

vor allem im Kredit-, Firmenkunden- sowie

Corporate Finance-Bereich, mit voller Ertragsund

Personalverantwortung. Seit 2007 war sie

bei der Südwestbank AG Direktorin und

Bereichsleiterin Corporate Finance und Firmenkundengeschäft,

nach Übertragung der vollen

Vorstandskreditkompetenz fungierte sie als

Stellvertreterin des Vorstandssprechers. Die

berufliche Laufbahn begann Diane Zetzmann-

Krien bei der Deutschen Bank AG, wo sie langjährig

in verschiedenen Funktionen tätig war.

Eine einjährige Tätigkeit in New York schlägt den

Bogen von der Betreuung mittelständischer

Unternehmen hin zu börsennotierten Konzernen.

Gemeinsam mit Geschäftsführer Holger

Neumann leitet Zetzmann-Krien die Geschicke

der Bremer Aufbau-Bank. Ebenfalls zur Führungsmannschaft

gehört Andreas Heyer, der

neben dem Vorsitz der Geschäftsführung der

WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH die

Funktion des Generalbevollmächtigten der BAB

ausübt. So wird eine engere Verzahnung der

Angebote von Wirtschaftsförderung und BAB,

die eine 100%-ige Tochtergesellschaft der WFB

ist, erreicht. Enges Zusammenspiel bei Kreditvergabe

in Bremen.


Mit einer spektakulären Zeremonie wurden

die ‚National Games‘ der ‚Special Olympics‘ in

Bremen von Bürgermeister Jens Böhrnsen eröffnet.

Unter dem Motto „In jedem von uns steckt

ein Held“ traten rund 4.500 Athleten mit geistiger

Behinderung in 20 Disziplinen gegeneinander

an. Bei den Spielen geht es nicht nur um Sieg

oder Niederlage, denn „dabei sein ist alles“.

Damit spiegeln die Special Olympics, mehr als

jeder andere Wettbewerb, den ursprünglichen

olympischen Gedanken wieder.

Der Bremer Energieversorger swb AG verzeichnet

für 2009 bei nahezu stabilem

Umsatz einen leichten Gewinnzuwachs. Der Jahresüberschuss

stieg im Vergleich zum Vorjahr von 38,9

Millionen Euro auf 42,3 Millionen Euro. „Von krisenbedingten

Sondereffekten abgesehen, die das Ergebnis

belastet haben, lief das Geschäftsjahr 2009 für swb

zufriedenstellend. Die leichte Verbesserung im Vergleich

zu 2008 lässt uns mit Blick auf den Branchentrend

durchaus zufrieden sein", sagte Dr. Willem

Schoeber, Vorstandsvorsitzender der swb AG.

Für die Entwicklung des Jahresüberschusses

2009 waren neben gestiegenen Absatzmengen

bei Strom-, Wärme- und Abfallvermarktung und

stark gesunkenen Preisen im Gasvertrieb für

Tarif- und Sondervertragskunden in erheblichem

Maße außerordentliche Effekte ausschlaggebend.

Zu diesen zählen Abschreibungen

auf Beteiligungen an den Stadtwerken

Bielefeld und dem Müllheizkraftwerk Bremen

sowie höhere Aufwendungen für den Pensionssicherungsverein.

im gewerblichen Bereich wirken sich die Folgen

der Finanz- und Wirtschaftskrise spürbar auf

swb aus. „Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen

am Markt haben wir uns gut behaup-

Rechts: Wolfgang Lüllmann (Betriebsberatung HWK)

und Jürgen Katenkamp (Zimmererwerkstatt Hand-

WERK) beim Aufbau des Barfußparcours.

Unten: Auszubildende der Optikerwerkstatt im

HandWERK bei der Montage der Brillen.

(Fotos HandWERK)

HANDWERK HILFT SPECIAL OLYMPICS

Neben den sportlichen Wettbewerben

umfasst Special Olympics als ganzheitliches

Angebot auch das Gesundheitsprogramm Healthy

Athletes, das in vielfältiger Weise vom Handwerk

unterstützt wird.

So ist die Optikerwerkstatt des Kompetenzzentrums

HandWERK in das Programm Opening

Eyes (Untersuchungen der Sehkraft) aktiv eingebunden.

In einem genau abgestimmten Verfahren

werden die einzelnen Schritte, von der Erfassung

der notwendigen Augendaten, über die

swb AG: operatives Geschäft 2009 zufriedenstellend

tet. Durch eine negative Entwicklung der Kraftwerksmargen

wird es schwer werden, im laufenden

Geschäftsjahr ein besseres Gesamtergebnis

zu erzielen", sagte Schoeber.

Gegenüber dem Vorjahr stieg der Umsatz von

1,144 Milliarden Euro um 0,4 Prozent auf 1,148

Milliarden Euro. Der Erdgasabsatz sank bei im

Wesentlichen konstanten Marktanteilen

erneut: von 8.020 Millionen Kilowattstunden

(kWh) auf 7.781 Millionen kWh (-3,0%). Der

Stromabsatz stieg bei ebenfalls konstanten

Marktanteilen im Land Bremen um 26,3 Prozent,

von 4.197 Millionen kWh auf 5.301 Millionen

kWh. Die abgesetzte Wärmemenge stieg

um 20,3 Prozent, von 1.051 Millionen kWh auf

1.265 Millionen kWh. Der Trinkwasserabsatz ist

von 37,9 Millionen Kubikmetern (m 3 ) um 3,2

Prozent auf 36,7 Millionen m 3 gesunken.

Die Abwassermenge sank um fast 8 Prozent

(51,8 auf 47,7 Mio. m 3 ). Aufgrund der Inbetriebnahme

des Mittelkalorik-Kraftwerks erreichte

die thermische Abfallverwertung einen Durchsatz

von 711.000 Megagramm (Mg). Gegenüber

dem Vorjahr (522.000 Mg) ist das eine Steige-

NAMEN & NOTIZEN

Fertigung der Brillengestelle und der Gläser bis

hin zur Montage, von den jeweiligen Partnern

abgewickelt. Den Part der Brillenmontage

haben die Auszubildenden der Optikerwerkstatt

aus dem HandWERK übernommen. Die Zimmerwerkstatt

des HandWERK erstellte den Barfußparcours

für den Bereich Fit Feet – Fußdiagnostik.

Der Parcours findet großen Anklang bei

Athleten und Betreuern.

Mit den Aktivitäten zu den Special Olympics

unterstreicht das Bremer Handwerk sein soziales

Engagement.

rung von 36,2 Prozent. swb hat im Jahr

2009 trotz Wirtschaftskrise rund 150

Millionen Euro in den Ausbau seiner technischen

Anlagen investiert: Ins Netz flossen 51,7

Millionen Euro, weitere rund 94 Millionen Euro

wurden für konventionelle Kraftwerksanlagen

sowie Biogasanlagen und Windkraft-Projekte

bereitgestellt.

Mit rund 2.470 Mitarbeitern ist swb nach wie

vor einer der größten Arbeitgeber im Land Bremen

und liegt mit einer Ausbildungsquote von

6,3 Prozent deutlich über dem Bundesdurchschnitt.

Im laufenden Geschäftsjahr will swb weiter in

erneuerbare Energien und in die Effizienzsteigerung

des bestehenden Kraftwerksparks investieren.

Dazu gehören Projekte wie das geplante

Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerk am Standort

Mittelsbüren und ein mögliches Projekt zur

Effizienzsteigerung des Müllheizkraftwerks.

Darüber hinaus engagiert sich swb für den

Baufortschritt des Weserkraftwerks, den Bau

von Biogas-, Windkraft- und Photovoltaikanlagen

sowie den Aufbau einer Ladeinfrastruktur

für Elektrofahrzeuge im Land Bremen.

Handwerk in Bremen 7+8/2010 | 27


TIPPS & TERMINE

BÄCKER VERANSTALTEN MARKETINGTAG

Der Bäckerinnungs-Verband Niedersachsen/Bremen

(BIV) will mit optimierter Verbandsarbeit

den Organisationsgrad der Handwerksbäcker

innerhalb des Berufsstandes erhöhen und

mit mehr Öffentlichkeitsarbeit das Ansehen des

Bäckerhandwerks bei den Verbrauchern stärken.

Für diese Doppelstrategie wurden jetzt die Eckpunkte

beschlossen.

Während die Image bildenden Maßnahmen

zur Kundengewinnung und -bindung in enger

Angebote und Termine

Kompetenzzentrum HandWERK

Unternehmensführung

Betriebswirt (HWK), 4 Semester, 480 Stunden,

2 Abende/Woche: ab 23. August

Existenzgründung, 8 Abende: ab 16. August

Meistervorbereitung (berufsbegleitend)

Bäckerhandwerk (ca. 8 Monate): ab 23. Aug.,

Feinwerkmechanik (ca. 18 Monate): ab 9. Aug.,

Metallbau (ca. 18 Monate): ab 9. August,

Elektrotechnik (ca. 20 Monate): ab 9. August,

Tischler (ca. 14 Monate): ab 9. August,

Maler/Fahrzeuglackierer (ca. 12 Monate): 9. Aug.,

KFZ-Technik Teil II (ca. 8 Monate): ab 9. August,

Teil III – Wirtschaftliche und rechtliche Kenntnisse:

ab 09. August,

Teil IV - Ausbildereignungsverordnung AEVO:

ab 10. August.

Meistervorbereitung (Vollzeit)

Teil III + IV – Kombinationskurs Ausbildereignung

AEVO und wirtschaftliche und rechtliche

Kenntnisse (9 Wochen) ab 9. August.

Fachlehrgänge (berufsbegleitend)

Öl- u. Gasfeuerungsmonteur, 40 Stunden: ab

16. August,

Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten,

108 Stunden: ab 17. August.

Fachlehrgänge (Vollzeit)

Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten,

3 Wochen: ab 16. August,

CNC-Technik, 4 Wochen: ab 16. August.

Gewerkeübergreifende Bildungsangebote

Gebäudeenergieberater/-In (HWK), 200 Stunden,

2 Abende/Woche: ab 17. August.

Informationen und Anmeldungen:

HandWERK gemeinnützige GmbH, Kompetenzzentrum

der Handwerkskammer Bremen,

Schongauer Straße 2, 28219 Bremen,

Telefon (0421) 222744 -422 oder -421

E-Mail: info@handwerkbremen.de

Internet: www.handwerkbremen.de

28 | Handwerk in Bremen 7+8/2010

Michael Wippler, Vorstandsvorsitzender der Werbegemeinschaft

des Bäckerhandwerks mit BIV-GF

Bettina Emmerich-Jüttner, Landesinnungsmeister

Karl-Heinz Wohlgemuth und BIV-Landesbeauftragter

für Marketing, Torten Hacke (v.l.n.r.).

(Foto: BIV)

Kooperation mit der Werbegemeinschaft des

Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks

(ZV) laufen und regional eher der Akzentuierung

speziell norddeutscher Produkte dienen,

setzt der Ausschuss innerhalb des BIV auf

berufsständische Dienstleistungen, die Innungsbäckereien

möglichst kostenfrei, mindestens

aber zu reduzierten Beiträgen erhalten.

Am 6. September will der BIV erstmals einen

„Bäcker-Marketingtag“ ausrichten. Dort sollen

Handwerksbäcker erfahren, wie sie mit wirksamen

Strategien der Öffentlichkeitsarbeit höhere

Umsätze generieren können. Als Referenten sollen

PR-Profis sowie Bäcker-Kollegen mit vorbild-

Unternehmen im Nordwesten gefragt

Vorsprung durch Innovation wird in der Nordwestregion

großgeschrieben. Der Klimawandel

aber erhöht die Risiken für Unternehmen -

er kann jedoch auch als Chance für einen

Wettbewerbsvorsprung gesehen werden,

wenn frühzeitig gehandelt wird. Doch wie

verhalten sich Unternehmen vor dem Hintergrund

neuer Chancen und Risiken, die der Klimawandel

mit sich bringt? Klimaprognosen

sagen zunehmende Extremwetterereignisse

voraus, die die Wirtschaftsprozesse massiv

beeinflussen können. Fehlendes Kühlwasser

im Sommer, Staunässe im Frühjahr, Hitzwellen

und Starkstürme können die Energiever-

Mehr Chancen für Frauen

„Frauen-Innovation-Technik - F.I.T. in MINT“ –

das ist eines der beiden Projekte, die die Chancen

von Frauen am Arbeitsmarkt, besonders in technischen

und damit männerdominierten Bereichen,

erhöhen sollen. F.I.T. in MINT (Mathematik,

Informatik, Naturwissenschaften und Technik)

spricht Frauen in unterschiedlichsten Erwerbsund

Lebenslagen an, die zwar über MINT-Qualifikationen

verfügen, diese aber am Arbeitsmarkt

nicht angemessen nutzen können. Vermittelt

werden deshalb Kompetenzen im Bereich der

Medieninformatik, der Softwareergonomie und

der Mediengestaltung. Im Teilprojekt

„Umwelt/Technologie/Nachhaltigkeit“ geht es

um naturwissenschaftliche, ökologische und

umweltrechtliche Fähigkeiten. Und schließlich

erhalten alle Teilnehmerinnen Unterstützung

im Networking, denn gerade das ist wichtig, um

sich in der männerdominierten MINT-Umgebung

zu behaupten. Das Projekt will knapp 240

lichem Firmenmarketing auftreten, die entsprechend

nutzwertige Informationen und Tipps

vorstellen, berichtete Torsten Hacke, Ausschussvorsitzender

und BIV-Landesbeauftragter für

Marketing. Für Mitgliederbetriebe niedersächsischer

und Bremer Bäckerinnungen will der Marketingausschuss

außerdem eine gemeinsame

PR-Aktion mit einem großen regionalen Radiosender

veranstalten und die Strukturen des Verbandsmarketings

weiter verbessern. Dazu zählt

unter anderem die Modernisierung des Internet-

Auftritts.

sorgung, die Aussaat, Kühlprozesse oder Verkehrsinfrastrukturen

stören. Um zu erfahren,

inwieweit sich regionale Unternehmen mit

den ökonomisch relevanten, zukünftigen Herausforderungen

beschäftigen und wie sie sich

strategisch ausrichten, wurde im Rahmen von

nordwest2050 ein Fragebogen entwickelt, der

an 4.000 Unternehmen verschickt wird. Aufgrund

der hohen Bedeutung des Themas, wird

die Befragung von den Handwerks- und Handelskammern

des Nordwestens und der Landwirtschaftskammer

Niedersachsen unterstützt.

Unternehmen, die nicht angeschrieben

wurden, können sich online an der Umfrage

beteiligen: www.nordwest2050.de.

Teilnehmerinnen erreichen. Dafür stehen ESF-

Fördermittel in Höhe von 1,275 Millionen Euro für

die Jahre 2010 bis 2013 zur Verfügung.

Ein weiteres Projekt im Rahmen des Landesprogramms

zur Förderung der Chancengleichheit

von Frauen ist „LoLa – Lageristin in der Logsitik“.

Mit LoLa sollen 18 Kommissioniererinnen in

der Logistik berufsbegleitend im zweijährigen

Ausbildungsberuf Fachlageristin qualifiziert

werden. Damit soll nichtqualifizierten Frauen in

unsicheren Beschäftigungsverhältnissen der

Erwerb eines anerkannten Berufsabschlusses

ermöglicht werden.

„Good old New World“

Konzert des Landesjugendorchesters Bremen,

Veranstaltung der Kfz-Innung und Handwerkskammer

Bremen im Mercedes-Benz-

Kundencenter, Im Holter Feld, Bremen: Am 29.

August, Beginn: 11 Uhr, anschließend Mittagsmenü

im gottlieb-Restaurant.


PASST: VOM MEISTER ZUM MASTER

Die Grenzen zwischen beruflicher und hochschulischer Bildung überwinden.

Die Forschungsgruppe I:BB der Universität

Bremen hat jetzt ein Konzept zur Durchlässigkeit

zwischen beruflicher und hochschulischer

Bildung vorgelegt, das sich deutlich von bisherigen

Regelungen unterscheidet. In einer kritischen

Analyse der kaum überschaubaren Vielfalt

länderspezifischer Regelungen zum

Übergang von der beruflichen zur hochschulischen

Bildung werden zunächst die Schwachstellen

der Übergangspraxis offengelegt. „Die

grundlegende Schwäche dieser Regelungen“, so

Bildungsexperte Professor Felix Rauner, Leiter

der Forschungsgruppe I:BB, „liegt vor allem in

der Gleichsetzung von höherer Bildung mit akademischen

Abschlüssen begründet. Daraus entspringt

beispielsweise die problematische Regelung,

Meister zum Bachelorstudium

zuzulassen“. Meister, so die I:BB-Analyse, verfügen

über mehrjährige Berufserfahrung und eine

berufliche Kompetenz, die sie zum Unternehmer

oder zu einer Funktion im mittleren Management

qualifiziert. Ein vergleichbares Qualifikationsniveau

erreichen Absolventen von Bachelor-Studiengänge

erst nach einer Einarbeitung

in eine entsprechende Position. Für Meister wird

daher ein berufsbegleitendes Masterstudium

vorgeschlagen, das auf den Kompetenzen und

Erfahrungen von Meistern aufbaut.

Zu einer ähnlichen Einschätzung kommt die

Studie bei Fachschulstudierenden: Ein staatlich

geprüfter Techniker verfüge nach seiner sechsbis

siebenjährigen beruflichen Qualifizierung,

die eine duale Berufsausbildung und wenigstens

eine einjährige Praxisphase im erlernten

Beruf sowie ein daran anschließendes zweijähriges

Fachschulstudium umfasst, wenigstens

über eine dem Bachelorabschluss äquivalente

Qualifikation. Fachschulabsolventen sollten

daher ebenso wie Meister zu einschlägigen dualen

Masterstudiengängen zugelassen werden.

Die Studie der Forschungsgruppe I:BB orientiert

sich an vier Leitideen.

1. Keine universelle, berufsübergreifende Übergangsregelung:

Man könne einen Steinmetz

nicht mit einem Industriekaufmann oder Goldschmied

in einen (Übergangs)topf werfen. Für

Ausbildungsberufe, für die sich bevorzugt Abiturienten

entscheiden, müssen andere Übergangsregelungen

entwickelt werden als für traditionelle

Handwerksberufe, deren Stärke etwa

auf gestalterisch-handwerklichen Fähigkeiten

basiert.

2. Zahlreiche Berufe haben eine inhaltliche Entsprechung

im Bereich der hochschulischen Bildung.

So wird etwa das Fachschulstudium einer

Erzieherin auf ein entsprechendes Fachhochschulstudium

der Sozialpädagogik angerechnet.

Dagegen gibt es sehr viele Berufe, für die es

keine verwandten akademischen Berufe gibt.

Für diese müssen andere Übergangsregelungen

zum Hochschulstudium gelten.

3. Für die sogenannten halb-akademischen

Berufe bieten sich flexible Anerkennungsregelungen

an, nach denen Teile der Berufsausbildung

auf das Hochschulstudium angerechnet

werden bis hin zur Zulassung zum Bachelor. So

verfügen etwa Mediengestalter nicht selten

über eine ähnliche hohe Qualifikation wie Studierende

in einem vergleichbaren Bachelorstudiengang.

4. Für Berufe ohne Anschlussmöglichkeit an ein

verwandtes Hochschulstudium ist oftmals der

einzige Weg zur Höherqualifizierung der Weg

über den Meister oder ein Fachschulstudium.

Das I:BB-Konzept schlägt vor, im Sinne eines

durchgängigen dualen Berufsbildungsweges für

Meister und Techniker, berufsbegleitende duale

Masterstudiengänge einzurichten.

„Das Neue an diesem Übergangsmodell ist,

dass ein durchgängiger beruflicher Bildungsweg

bis auf das Niveau höchster hochschulischer

Abschlüsse nicht mehr an die traditionellen Kriterien

akademischer Bildung gebunden wäre“,

so Rauner. „Dieses Konzept stellt daher auch

eine Absage an die verbreiteten internationalen,

eindimensionalen Klassifizierungsskalen für

berufliches Qualifikationsniveau und berufliche

Abschlüsse dar.“

Der Forschungsbericht mit dem Titel

„Demarkationen zwischen beruflicher und akademischer

Bildung und wie man sie überwinden

kann“ ist erschienen in der Reihe A+B Forschungsberichte

und ist erhältlich unter

www.ibb.uni-bremen.de / A-B-Forschungsberichte.268.0.html.

TIPPS & TERMINE

Angebote und Termine der Akademie

des Handwerks an der Unterweser e.V.

Seminare

Empfangssekretariat (mit IHK Brhv.): 20. August,

9 - 16 Uhr.

Serienbriefe erstellen (mit IHK Brhv.): 1. + 8. September,

18 – 21.15 Uhr.

English for Business (mit IHK Brhv.): 2. bis 30. September,

(5 Abende), do., 18 – 21.15 Uhr.

Fit für den Beruf (der gesunde Rücken): 2. September

bis 21. Oktober, donnerstags, 17 – 18 Uhr.

Textverarbeitung mit Word: 6. September bis

4. Oktober (5 Abende), montags, 18 – 21.15 Uhr.

Mahnen, klagen, vollstrecken – vom Forderungseinzug

bis zur Zwangsvollstreckung: 8. + 15. September,

18 – 21.15 Uhr.

IT-Sicherheit kompakt (mit der IHK Brhv.): 9. September,

9 – 12.15 Uhr.

Business-Networking – Nutzen und Möglichkeiten

im Netz: 10. September, 9 – 16 Uhr.

Buchführungs- und Aufzeichnungspflicht (auch

für Existenzgründer): 14. September bis 12. Oktober

(5 Abende), dienstags, 18 – 21.15 Uhr.

Risikoloses Forderungsmanagement in der

Insolvenz: 15. + 22. September, 18 – 21.15 Uhr.

Meisterausbildung

Teil I & II

Metallbauer/Feinwerkmechaniker-Handwerk:

ab 6. September 2010.

Friseur-Handwerk: ab 24. Januar 2011.

Bau-Handwerke (Maurer, Stahl-Betonbauer,

Zimmerer): ab 9. Februar 2010.

Kfz-Handwerk (Teil II): ab 14. Februar 2011.

Installateur- und Heizungsbauer-Handwerk: ab

22. Februar 2011.

Elektrotechniker-Handwerk: ab 15. März 2011.

Kfz-Handwerk (Teil I): Beginn auf Anfrage.

Teil III

Technischer Fachwirt (HWK): ab 10. Januar 2011

Teil IV

AEVO (Teilzeit): ab 9. August.

Berufsbegleitende Fortbildungen

Vorbereitung auf die Ausbildereignungsprüfung

(Vollzeit/BU): 22. Nov. bis 4. Dez. 2010.

Vorbereitung auf die Ausbildereignungsprüfung

(Teilzeit): ab 9. August 2010.

Technische/r Fachwirt/in (HWK): ab 10. Jan. 2011.

Betriebswirt/in (HWK): ab 1. März 2011.

Informationen und Anmeldungen:

Akademie des Handwerks an der Unterweser

e.V., Columbusstraße 2, 27570 Bremerhaven,

Tel.: 0471/185-249

info@akademie-bremerhaven.de

www.akademie-bremerhaven.de

Handwerk in Bremen 7+8/2010 | 29


MARKTPLATZ

BETRIEBSBÖRSE DER HANDWERKSKAMMER BREMEN

Sie suchen einen Nachfolger für Ihr Unternehmen?

Sie möchten Ihr Unternehmen verkaufen? Oder

suchen Sie einen Partner, Gesellschafter mit Knowhow

und/oder Kapital? Hier können Sie fündig werden.

Nutzen Sie die Betriebsbörse für Ihr Angebot

oder Ihr Gesuch. Geben Sie Ihren Text für eine kostenlose

Veröffentlichung zusammen mit Ihrem

Namen, Ihrer Anschrift, Telefonnummer und gegebenenfalls

einem Ansprechpartner per Fax an die

Abteilung Betriebsberatung der Handwerkskammer

Bremen, Stichwort: Betriebsbörse (Kontakt:

unten rechts). Die Offerten werden kostenlos und

ohne Gewähr veröffentlicht.

Bremen Angebote

1076 Langjähriges und erfolgreiches Gerüstbaugeschäft

in Norddeutschland (keine GmbH) sucht

aus Altersgründen Nachfolger oder Teilhaber.

Eigenkapital erforderlich.

1124 Tischler-Werkstattgemeinschaft in Bremen-

Woltmershausen sucht selbständigen Tischler für eigenen

Werkstattbereich (mit Maschinenbenutzung).

1129 Zweiradfachgeschäft und Kfz-Werkstatt aus

Altersgründen zu verkaufen. (guter Kundenstamm)

Verkaufsräume mit zwei darüber liegenden Wohnungen

auch für anderes Gewerbe verwendbar;

Grundstücksgröße 2000 qm; zentrale Lage.

1130 Friseurgeschäft in Bremen-Nord mit 9 Plätzen,

guten Stammkunden, aus Altersgründen

abzugeben.

1131 Damen-Friseursalon (florierend und kostengünstig)

in Bremen-West zu verkaufen.

1134 Überseestadt: TOP-Herrensalon (2 Plätze,

ausbaufähig, konkurrenzlose Lage, gut als Filiale

geeignet) zu verkaufen. Preis VB.

1136 Malermeister als Nachfolger für alteingesessenen

Malerbetrieb gesucht.

1158 Ladengeschäft (ca. 70 qm), incl. Büroräume,

mit direktem Zugang zum beheizb. Lager (ca. 40

qm) in Bremen-Woltmershausen zu vermieten.

1163 Friseursalon im Zentrum von Bremen-

Lesum (ca. 100 qm) aus Altersgründen zu vermieten,

zu verpachten oder zu verkaufen.

1164 Büroräume und Lagerflächen (ca. 356 qm,

ebenerdig) in Bremen-Überseestadt zu vermieten;

Parkplätze und Freifläche vorhanden.

1170 Autosattlerei sucht dynamischen Mitarbeiter

zur späteren Teilhaberschaft bzw. Erwerb/Pacht

möglich.

1176 Alteingesessener Friseursalon in Bremen-

Nord zu verpachten und evtl. später zu verkaufen.

Salongröße: ca. 90 qm; 11 Plätze im Damensalon + 2

Plätze im Herrensalon; 1 Büro (geeignet als Fußpfle-

30 | Handwerk in Bremen 7+8/2010

gebereich), 1 kl. Küche und 2 Toiletten. Geschäftsgünstige

Lage an einer Hauptstraße.

1177 Aus Altersgründen alteingeführtes, erfolgreiches

Fliesen- und Natursteingeschäft für Großund

Einzelhandel zu verkaufen. Die Möglichkeit zur

Übernahme auf Rentenbasis wie auch Jungunternehmerteilhaberschaft

ist gewünscht. Eigenkapital

ist erforderlich.

1181 Nachmieter für Friseursalon mit Kosmetik

über zwei Ebenen gesucht (262 qm, in der Nähe

vom Hbhf., Abstand erforderlich).

1182 Verkauf/Vermietung eines Radio- und Fernsehtechnikergeschäftes

+ Inventar (auch separat):

Arbeitsplatz mit Trenntrafo, Regeltrafo, Beistelltische,

Regalsystem mit Glastüren bzw. für Hifianlagen

plus Verkabelung.

1183 Sehr leistungsfähiger Feinmechanikerbetrieb

abzugeben.

1190 Traditionsreicher Elektroinstallateurbetrieb

aus Altersgründen abzugeben, (Übernahme der

Werkstatträume, ca. 220 qm, auch separat möglich).

1191 Langjähriger (25 Jahre) und erfolgreicher

Elektroinstallationsbetrieb sucht Nachfolger bzw.

Beteiligung mit späterer Übernahme (2 Mitarbeiter),

Werkstatt- und Bürogebäude vorhanden, Fahrzeug

Ez.2008 kann übernommen werden).

1195 Gewerbeobjekt in der Bayernstraße zu verkaufen,

ca. 1200 qm Grundstück, 520 qm Büro und

Wohnung, 330 qm Werkstatt + Lager, abgeschlossene

Hoffläche, ideal für Handwerksbetrieb.

1196 Heizungs- u. Sanitärbetrieb sucht Nachfolger,

Kauf oder Pachtbasis, Werkstatt/Lager und

Kundenstamm vorhanden, Preis VB.

1201 Renommierter Glasereibetrieb sucht Meister/Techniker/Teilhaber/Käufer

zur kurzfristigen Einstellung/Teilhaberschaft

oder Übernahme (Kauf).

1202 Friseureigentumsladen mit Friseurmuseum

in Schwachhausen aus Altersgründen zu verkaufen

bzw. zu vermieten.

Bremen Gesuche

2032 Elektromeister sucht Beteiligung oder Übernahme

eines mittelständigen Installationsbetriebes.

Auch freie Mitarbeit möglich.

2038 Friseursalon zur Übernahme in Bremen

gesucht; mind. 6 Plätze; Kosmetik- bzw. Wellness-

Angebot in Planung.

2044 Suche Backstube, ca. 1000 – 1200 qm, zu

mieten, zu pachten oder zu kaufen, möglichst in

Gewerbe- oder Mischgebiet (Verkaufsgeschäft

nicht notwendig).

2049 Suche einen attraktiven Friseursalon in

guter Lage (ausgenommen Randgebiete Bremens).

2052 Tischlerei, mit oder ohne Mitarbeiter, zur

Übernahme in Bremen oder 20 – 30 km Umgebung

gesucht.

Bremerhaven Angebote

3039 Werkstatträume mit Wohngebäude beson -

ders geeignet für Nutzung in den Bereichen Lebensmittel

(Fleischerei), Sanitär-Heizung-Klima, Malerei

etc., günstig zu verkaufen oder zu verpachten.

3056 Alteingesessener Heizungs- und Sanitärbetrieb

sucht aus Altersgründen einen Nachfolger.

Übernahme auf Kauf- oder Pachtbasis möglich. Ein

guter Auftragsbestand, ein solider Kundenstamm

und ein eingespieltes Team sind vorhanden.

3057 Alteingesessenes Ladengeschäft aus dem

Bereich Bodenbeläge und Heimtextilien aus Altersgründen

abzugeben.

3058 Friseurgeschäft sucht Nachfolger, 53 qm, 4

Plätze, günstige Miete, Ablöse 3.000 Euro.

3059 Moderner Friseursalon, ca. 60 qm, 7 Plätze, in

bevorzugter Lage, ab sofort zu verkaufen/zu verpachten.

Auf Wunsch mit Immobilie zu erwerben.

Erwerb der Saloneinrichtung (modernes Design,

neuwertig) separat möglich.

3061 Handwerksbetrieb mit hochwertigem

Wohnhaus, Bj. 2000, günstig zu verkaufen. (großzügiges

Bürogebäude mit Sozialräumen, Betriebshof

und Remise).

3064 Büro/Verkaufsräume (ca.150 qm) und/oder

Lagerräume (ca. 200 qm) in guter Verkehrslage mit

eigenen Parkplätzen zu verpachten. Verkaufsräume

können aufgeteilt werden. Gut geeignet für Handwerksbetriebe,

Einzelhandel oder Versicherung.

3067 Kfz-Unternehmen am Rande Bremerhavens

aus Altersgründen abzugeben. Bebaute Verkaufsfläche

600 qm; anderweitige Nutzung ist denkbar.

3070 Friseursalon aus Altersgründen abzugeben,

2 Herren- und 8 Damenplätze, 69 qm + 13 qm Aufenthaltsraum.

Interessenten wenden sich unter Angabe der

Chiffre-Nr. an die Abteilung Betriebsberatung

der Handwerkskammer Bremen, Außenstelle

Bremerhaven, Ansprechpartnerin: Anke Pötsch,

Columbusstraße 2, 27570 Bremerhaven,

Telefon (04 71) 97 24 9-0, Telefax (04 71) 20 70 29,

E-Mail: hwk-bremerhaven@hwk-bremen.de.

Die vollständige Betriebsbörse der Handwerkskammer

Bremen und weitere Angebote und

Gesuche aus dem gesamten Bundesgebiet

unter www.nexxt-change.org im Internet.


NACHGEFRAGT: ALTERSVORSORGE –

TROTZ EUROKRISE NOCH SICHER ?

Der Euro in Not. Stellt sich die Frage: Was ist mit

der Altersversorgung, wenn das Geld seinen

Wert verliert? HANDWERK IN BREMEN bat den Bremer

Repräsentanten der Versicherungsgruppe

Signal Iduna, Filialdirektor Dirk Smula (Foto), um

Antworten.

HANDWERK IN BREMEN: Herr Smula, bei der Signal

Iduna haben viele Betriebsinhaber mit privaten

Renten- und Lebensversicherungen fürs Alter

vorgesorgt. Wie sicher ist das in der Eurokrise?

Dirk Smula: Die Kapitalanlagen der Iduna Vereinigte

Lebensversicherung weisen ein hohes

Maß an Sicherheit auf, welches auch von der

Ratingagentur ‚Assekurata‘ in Verbindung mit

der hohen Kapitalkraft der Gesellschaft insgesamt

mit ‚exzellent‘ bewertet wird.

Das Portfolio ist breit gestreut über verschiedene

Anlageklassen und -regionen sowie Währungsräumen

und wird im Rahmen eines sehr

kontrollierten Investment- und Risikomanagementprozess

gesteuert. Die Zeitschrift ‚Portfolio

Institutionell‘ hat die Iduna Vereinigte Lebensversicherung

für diese Portfoliostruktur und das

Risikomanagement in 2010 ausgezeichnet.

Insbesondere in der Finanzkrise hat sich diese

solide und konservative Ausrichtung bewährt, so

dass auch die aktuelle Diskussion an den Kapitalmärkten

bezüglich der Euro-Entwicklung

nicht Anlass zur Sorge bezüglich der Altersvorsorge

gibt. Im übrigen ist der Euro bereits seit

Einführung in der Diskussion gewesen und hat

auch wesentlich niedrigere Niveaus gesehen als

aktuell. Das Tief lag bei cirka 0,84 Cent/US-Dollar

im Jahr 2000, das Hoch bei cirka 1,60 Euro/US-

Dollar im Jahr 2008. Die derzeitige Euro-Schwäche

hat grundsätzlich positive Effekte für den

Export und somit auch die Arbeitsplätze in

Deutschland und somit auch im Handwerk.

HANDWERK IN BREMEN: Wie lässt sich das Risiko

einer durch Inflation geringer ausfallenden Versicherungsleistung

vermeiden?

Dirk Smula: Das Portfolio der Iduna Vereinigte

Lebensversicherung ist sowohl in Nominalwerten

(festverzinsliche Papiere) wie auch Sachwerten

wie zum Beispiel Immobilien, Aktien, Private

Equity, Infrastruktur usw. angelegt. Im Branchenvergleich

ist die Sachwertquote, insbesondere

im Immobilienbereich, deutlich überdurchschnittlich.

Die Konzentration auf Top-Qualität

in 1a-Lagen in den europäischen Zentren führt

zu einer langfristigen überdurchschnittlichen

Rendite, insbesondere in einem inflationären

Umfeld.

Auch die langfristige Investition in nicht notierte

Aktien (Private Equity) und damit die Beteiligung

an Unternehmen aus den unterschiedlichsten

Branchen, profitieren von einem Anstieg

der Inflation aufgrund der steigenden Unternehmensgewinne.

Dadurch wird erreicht, dass

das Portfolio neben den höheren Neuanlagezinsen

im festverzinslichen Segment auch überdurchschnittlich

von der Wertentwicklung und

laufenden Verzinsung im Sachwerte-Portfolio

profitiert.

Handwerk-Kontakt

Handwerkskammer Bremen

Ansgaritorstraße 24

28195 Bremen

Telefon (04 21) 30 50 0-0

Telefax (04 21) 30 50 0-1 09

Außenstelle Bremerhaven

Columbusstraße 2

27570 Bremerhaven

Telefon (04 71) 2 80 14

Telefax (04 71) 20 70 29

Internet: www.hwk-bremen.de

E-Mail: service@hwk-bremen.de

Redaktionsleitung HWK:

Thomas Dürr

Telefon (04 21) 3 64 99 10

Mobil (01 51) 14 13 68 10

E-Mail: info@thomas-duerr-bremen.de

KH Bremen: Stefan Schiebe

Telefon (04 21) 222 80 620

E-Mail: schiebe@bremen-handwerk.de

KH Bremerhaven-Wesermünde:

Oliver Brandt, Telefon (04 71) 18 52 18

E-Mail: brandt@kreishandwerkerschaftbremerhaven.de

Impressum

SCHLUSSPUNKT

HANDWERK IN BREMEN

Verlag: Schintz Druck GmbH & Co. KG

Oppenheimerstraße 26, 28307 Bremen

Telefon (04 21) 48 57 8-0

Telefax (04 21) 48 57 848

Internet: www.schintz-druck.de

Herausgeber:

Handwerkskammer Bremen (s.o.)

Anzeigen: Schintz Druck

Telefon (04 21) 48 57 822

Telefax (04 21) 48 57 848

anzeigen@handwerk-in-bremen.de

Redaktion: Rainer Haase (V.i.S.d.P.)

Telefon (01 71) 64 25 483

redaktion@handwerk-in-bremen.de

HANDWERK IN BREMEN ist das

offizielle Mitteilungsmagazin der

HANDWERKSKAMMER BREMEN

Alle redaktionellen Beiträge sind sorgfältig

recherchiert oder stammen aus

zuverlässigen Quellen. Jegliche Haftung

ist ausgeschlossen. Für unverlangt

eingesandte Beiträge und Fotos

wird keine Haftung übernommen.

Handwerk in Bremen 7+8/2010 | 31


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