„Passgenaue Vermittlung“ der Handwerkskammer Bremen

handwerkskammer.bremen.de

„Passgenaue Vermittlung“ der Handwerkskammer Bremen

November 2011 70678 Das Magazin für das Handwerk in Bremen und Bremerhaven.

Unternehmerfrau 2011

Stickerin Birgit Rodler führt

insolvente Fabrik zu

internationalem Erfolg

ab S. 18

PASSGENAUE VERMITTLUNG

Neues Projekt der Handwerkskammer Bremen hilft bei der Lehrstellen-Vermittlung

Großes Jubiläum

Der Innungsbetrieb Hermann O.

Eckert feiert 75-jähriges

Jubiläum

ab S. 26

Historische Gewerke

Großes Interesse beim Aktionstag im

Museum des Handwerks

Bad Bederkesa

ab S. 30

5€


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EDIToRIAL

Liebe Handwerkerinnen und Handwerker

sehr geehrte Leserinnen und Leser,

die Nachricht schlug ein, wie eine Bombe: Fast 71.000 Männer

und Frauen mussten im vergangenen Jahr bundesweit wegen

seelischer Störungen vor Erreichen der Altersgrenze von 65 Jahren

in den Ruhestand gehen. Seit 1980 hat sich der Altersdurchschnitt

aller erwerbs- und berufsunfähigen Neurentner von 56 Jahren auf

50 abgesenkt – bei denen mit psychischen Störungen sogar auf

48,3 Jahre. Die Gründe hierfür sehen Experten in zunehmendem

Stress, gestiegenem Leistungsdruck, größeren Alltagsbelastungen

und zunehmenden Existenzängsten, auf die viele Menschen mit

Depressionen oder anderen psychischen Erkrankungen reagieren.

Wir erleben Fußballtrainer, die unter Erschöpfungsdepressionen

leiden, Führungskräfte, die ihre Aufgaben nur noch als Routine

empfinden und demotiviert sind, wenn sich ihre Erwartungen

an die eigene Entfaltungsmöglichkeit nicht erfüllen. Wir erleben

handwerkliche Betriebsinhaber, die völlig überarbeitet ihre Verantwortung

für ihre Mitarbeiter höher stellen als die eigenen Bedürfnisse,

und wir erleben Menschen, die innere Konflikte überspielen

und sich weitgehend zurück ziehen, so dass letztlich sogar

die Familie, Hobbies und Freunde darunter leiden.

Irgendetwas läuft offenbar falsch in unserem Staat, wenn bei sovielen

Menschen Leistungsstreben in innere Leere mündet oder

hohe eigene Wertmaßstäbe in Gleichgültigkeit, Ängstlichkeit,

oder ein Gefühl von Wert- und Hoffnungslosigkeit übergehen.

Einer der Fehler sind sicher die immer weiter steigenden finanziellen

und bürokratischen Anforderungen unseres Staates an unsere

Bürger. Gerade die Selbständigen sind hier besonders betroffen.

Aus vielen Gesprächen weiß ich, dass zahlreiche Handwerker deshalb

das Gefühl haben, trotz permanent hoher Arbeitsbelastung

nicht mehr viel zu bewirken. Angesichts der ständig steigenden

qualitativen Anforderungen in den Handwerksberufen und immer

höheren finanziellen Abgaben erscheint ihnen ihre eigene

Leistung im Vergleich zu den wachsenden Ansprüchen als gering.

Wenn trotz hoher eigener Kraftanstrengungen das Betriebsergebnis

immer niedriger ausfällt, verliert sich schnell der Glaube

an den Sinn der Tätigkeit. Um wieder einen Sinn zu sehen, flüchten

sich offenbar immer mehr Menschen in die Schwarzarbeit.

Das Institut der deutschen Wirtschaft hat schon vor einiger Zeit

ermittelt, dass sich rund ein Fünftel der Deutschen – insgesamt

13,1 Millionen Bundesbürger – durch Schwarzarbeit Geld verdienen.

Im Schnitt arbeitet jeder von ihnen sechseinhalb Stunden pro

Woche für einen Stundenlohn von 10 Euro, heißt es. Nach Experten-Schätzungen

gehen dadurch dem Staat jährlich Einnahmen

von mehr als 100 Millionen Euro verloren.

SEITEN 02 | 03

Konsequent wäre deshalb, die Steuern in den betroffenen Bereichen

zu senken, um den Anreiz für Schwarzarbeit zu verringern

und zumindest einen Teil der Einnahmen, die jetzt dem Staat

komplett entgehen, unserem Gemeinwesen zuzuführen. Doch

stattdessen werden auf politischer Ebene zumeist nur Maßnahmen

gefordert, die für die Betriebe die Kosten für reguläre Arbeit

weiter verteuern; dadurch den Druck auf reguläre Beschäftigte

weiter erhöhen und die Schwarzarbeit sogar noch verstärken. So

schafft man keine zufriedenen Bürger, sondern verschärft die Problematik

für Handwerksbetriebe und deren Mitarbeiter nur.

Viel Geld ließe sich zudem einsparen, wenn alle durch die öffentliche

Hand finanzierten Maßnahmen auf Sinnhaftigkeit überprüft

würden. Speziell im Bildungsbereich gibt es viele Maßnahmen, bei

denen man nicht einmal weiß, ob sie eher den Teilnehmern oder

den Trägern dienen. Deshalb ist Überprüfen das oberste Gebot –

beim Bund wie auch in Bremen! Denn knappes Geld muss dort

eingesetzt werden, wo es nachweislich die gewünschten Effekte

erzielt – und zwar um eine Arbeitsaufnahme zu fördern, statt

vielfach ein Verharren in der Schule zu fördern, obwohl die schulischen

Leistungen dafür objektiv nicht ausreichen.

Diese Umorientierung ist umso wichtiger vor dem Hintergrund,

dass die Bundesregierung gemeinsam mit dem führenden Wirtschaftsinstituten

wegen der weltweiten Konjunkturabkühlung

und der Schuldenkrise im kommenden Jahr mit einem deutlich

nachlassenden Wirtschaftswachstum rechnen. Gute Aussichten

gibt es dann in Deutschland nur noch für Arbeitnehmer. Die

Arbeitslosenquote wird sinken, so dass die Zahl der Arbeitslosen

durchschnittlich unter drei Millionen liegen wird. Vor allem Migranten

müssen zielgerichteter für das duale Ausbildungssystem

begeistert werden. Denn für Bremen ist es extrem wichtig, dass

sich mehr junge Migranten um einen Ausbildungsberuf bewerben

und sich später selbständig zu machen, denn nicht mal für

die jährlich in Bremen einen Nachfolger suchenden Handwerksbetriebe

finden sich ausreichend viele Nachfolger.

Herzlichst

Ihr

Joachim Feldmann

Präses der Handwerkskammer Bremen


INHALT

TITELTHEMA

Passgenaue Vermittlung

HANDwERkSkAMMER BREMEN

Berufsinformationstag an der FEBB

Umweltnetzwerk „partnerschaft umwelt unternehmen“

Basics der websitegestaltung

Unternehmerfrau im Handwerk 2011

Modernes Handwerk mit Migranten

kREISHANDwERkERScHAFT BREMEN

Auszeichnung für Fleischhauer

25 Jahre Hermann o. Eckert

Einschulung der Maler

kFZ-Innung zur Pkw-Maut

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28


INHALT

kREISHANDwERkERScHAFT BHV-wEM

Ehrenzeichen für 35 erfolgreiche Jahre

Historische Gewerke und Fahrzeuge

Lernbausteine für die Jobsuche

Bauinnung begrüßt neue Azubis

TIPPS & TERMINE

Angebote zur Aus- und weiterbildung

NAMEN & NoTIZEN

Geburtstage und Jubiläen

MEINUNGEN

Thema: Schwarzarbeit

ScHLUSSwoRT | IMPRESSUM

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38

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TITELTHEMA

„VIELEN FEHLT DIE oRIENTIERUNG“

Martina Bartels ist seit September für das Projekt „Passgenaue Vermittlung“ der Handwerkskammer Bremen zuständig

Nicht nur beim Handwerk selbst ist Passgenauigkeit gefragt, sondern auch bei der Vermittlung in die entsprechenede Lehrstellen

Erstmals gab es in diesem Jahr wieder

mehr Lehrstellen als Bewerber. Da vielen

Schülern auch noch die ausreichende Qualifikation

fehlte, konnten zahlreiche Ausbildungsplätze

nicht besetzt werden. Seit

September bietet die Handwerkskammer

Bremen die „Passgenaue Vermittlung“

an, einen Service den sowohl Betriebe als

auch Ausbildungsplatzsuchende in Anspruch

nehmen können. Die Diplom-Sozialpädagogin

Martina Bartels leitet das

Projekt.

HiB: Passgenaue Vermittlung. was genau

ist das?

Martina Bartels: Es geht darum, passgenau

Auszubildende für den ersten Arbeitsmarkt

zu suchen. Und ich vermittle ins Handwerk.

Ich versuche also, für alle Mitgliedsbetriebe

der Handwerkskammer Bremen, die passenden

Auszubildenden zu finden – sofern

sie noch Bedarf haben.

Und wie ist die Idee zu diesem Projekt

entstanden?

Es gibt einen Mangel an Fachkräften. In

Bremerhaven läuft so ein Projekt schon seit

Längerem mit großem Erfolg. Für Bremen

baue ich das gerade aktuell auf und arbeite

in diesem Bereich auch mit dem Bildungszentrum

der Wirtschaft in Bremen (BWU)

zusammen.

woran liegt denn der von Ihnen angesprochene

Fachkräftemangel?

Dafür gibt es mehrere Gründe. Es ist zum

Beispiel so, dass viele Schulabgänger nicht

in die Ausbildung gehen, sondern erst einmal

weiterführende Schulen besuchen.

wie kommt das?

Viele haben eine oder zwei Bewerbungen

geschrieben und dann aufgegeben, da

sie sich schon an einer weiterführenden

Schule eingeschrieben hatten. Sie gehen

dann einfach weiter zur Schule, obwohl sie

vielleicht gar keine Lust mehr dazu haben.

Oftmals fehlt Ihnen die Orientierung, sie

wissen noch gar nicht, wo sie einmal hinwollen

- speziell im Handwerk.

wieso speziell im Bereich Handwerk?

Bei uns gibt es mehr als 130 verschiedene

Berufe. Die meisten kennen in der Regel

aber nur sieben oder acht davon. Beliebt

sind bei Frauen zum Beispiel Friseurin oder

Schneiderin, bei Männern ist es häufig

der KFZ-Mechatroniker, der nachgefragt

wird. Diese Berufe sind dann entsprechend

überlaufen.

wer kann denn zu Ihnen kommen?

Es sollen natürlich beide Seiten, Ausbildungsplatzsuchende

sowie die Betriebe,

die Ausbildungsplätze anbieten, zu mir

kommen. Aber ich gehe auch in die Betriebe

um zum Beispiel Anregungen zu geben,

damit dort dann wieder ausgebildet wird.

Zudem besuche ich auch Schulen und

Messen, um das Projekt bekannt zu machen

und die Unterstützungsleistung anzubieten.

Derzeit geht es darum, eine Bewerberdatei

anzulegen, um so über einen

Pool zu verfügen. Dabei sichte ich zugleich

die Bewerbungsunterlagen, die Zeugnisse

und die Qualifikation. Ich achte darauf, wie

sie sich selbst einschätzen und gucke ob es

noch andere interessante Berufe für die Bewerber

geben könnte und versuche so, ein

Profil zu erstellen. Manche Schulabgänger

überschätzen sich einfach. Mit einer vier in

Mathe wird man als Elektroniker in der Regel

nicht genommen.

Aber gibt es vielleicht auch bei den Betrieben

Fehleinschätzungen?

Ganz klar ja. Einige gehen nur nach den

Zeugnisnoten ohne sich die betreffenden

Personen richtig anzusehen. Auch da versuchen

wir Abhilfe zu schaffen.

wie muss man sich das vorstellen, wenn

ein Ausbildungsplatzsuchender zu Ihnen

kommt?

Ich habe so eine Art Bewerbungsbogen

auf denen die Stammdaten und die Berufswünsche

angegeben werden können.


TITELTHEMA

Anschließend gehe ich mit den Bewerbern

noch einmal die Berufswünsche durch und

stelle ihnen verwandte Berufe vor. Es gibt

dieses tolle Buch vom Handwerk „Nimm

deine Zukunft in die Hände“. Darin sind

alle handwerklichen Ausbildungsberufe

beschrieben. Das gebe ich den Bewerbern

mit, denen noch die Berufsorientierung

fehlt. Wenn dann Ausbildungsangebote

reinkommen, fordere ich die Personen, die

dafür in Frage kommen auf, sich dort zu

bewerben.

Helfen Sie denn auch beim Bewerbungsschreiben?

Ja, ich sehe mir die Bewerbungsunterlagen

an und gebe Tipps und Anregungen. Es ist

aber nicht so, dass ich komplette Bewerbungen

schreibe.

Stellen Sie den kontakt zum Betrieb dann

her?

Teilweise ja. Es kommt letztendlich auf den

Bewerber an. Manche sind so selbstsicher,

dass ich das nicht muss.

Und wie funktioniert die Zusammenarbeit

mit den Betrieben?

Ich habe gerade ein Mailing verfasst, auf das

es durchaus einige positive Rückmeldungen

gab. Zudem werden öfter Mitarbeiter angesprochen

und ich mache dann Termine und

fahre auch zu den Betrieben hin. Für mich

ist wichtig, dass die Betriebe auch ein Anforderungsprofil

erstellen. Dabei kann ich

beispielsweise auch unterstützen.

Unterstützen sie nur oder beraten sie

auch konkret?

Ich berate auch konkret, wenn es zum

Beispiel darum geht von Firmenseite den

Anspruch zu senken. Wenn der Betrieb

in seinem Anforderungsprofil eine drei in

Mathe sowie einen Realschulabschluss

vorsieht, ich aber glaube, dass eine drei

von der Hauptschule in diesem Beruf völlig

ausreichend ist, teile ich das mit und

Herr Gümpel, Leiter

VermögensmanagementCenter

Centrum

Martina Bartels leitet das neue Projekt

versuche auch, sie zu überzeugen. Am

sinnvollsten ist der Einstieg, so glaube ich,

über ein Praktikum.

Zudem gibt es noch die Möglichkeit über die

die sogenannte Einstiegqualifizierung (EQ).

Genau, das ist ein mindestens sechsmonatiges

Praktikum, das über die Agentur für

Arbeit vergeben wird. Ziel ist es, dass der

Praktikant übernommen wird. Zudem erhält

er eine geringe Praktikumsvergütung,

der Arbeitgeber muss keine Sozialabgaben

zahlen – beides übernimmt die Agentur

für Arbeit – und das Praktikum kann auf

die Lehrzeit angerechnet werden.

SEITEN 06 | 07

Wir haben den Bären gezähmt.

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E-Mail bartels.martina@hwk-bremen.de


HANDwERkSkAMMER

BERUFSINFoRMATIoNSTAG AN DER FEBB

35 Unternehmen und Institutionen präsentieren sich

Die Frage: „Was mache ich eigentlich nach

der Schule?“ ist für viele Jugendliche sehr

schwer zu beantworten. Unter den meisten

Berufsbildern können sie sich nichts

Konkretes vorstellen. Darum führt die Freie

Ev. Bekenntnisschule Bremen schon seit

Jahren einen eigenen Berufsinformationstag,

den FEBBIT, an der Schule durch. Und

das mit stetig steigender Teilnehmerzahl.

In diesem Jahr konnten sich Schülerinnen

und Schüler ab der 9. Klasse bei 35

Unternehmen und Institutionen über

Ausbildungsmöglichkeiten informieren.

In Gruppen- und auch Einzelgesprächen,

die dann schon fast den Charakter eines

Bewerbungsgespräches hatten, erhielten

HANDwERkSPRäSIDENT

ZUM HERBSTGUTAcHTEN

Die Forschungsinstitute haben ihr Herbstgutachten vorgelegt.

ZDH-Präsident Kentzler fordert höhere Wachstumsziele. In einer

Information sagte er: „Gut ist es, dass die Institute für 2012 ein

Wachstum voraussehen, negativ ist, dass es nur noch bei 0,8 Prozent

liegen soll. Deutschland sollte sich höhere Wachstumsziele

setzen. Das Handwerk wird mit seinen Betrieben jedenfalls alles

dafür tun, dass sich das Wachstum und die gute Beschäftigungsentwicklung

fortsetzen.

Dazu gehören aber auch notwendige politische Weichenstellungen.

In diesem Zusammenhang weisen wir noch einmal mit

Nachdruck darauf hin, wie wichtig es ist, schnell die für die steuerliche

Förderung der energetischen Gebäudesanierung notwendigen

Beschlüsse zu fassen.

2011 ist es für das gesamte Handwerk erfreulich, dass die Binnennachfrage

ein maßgeblicher Stabilitätsanker bleibt. Ungeachtet

der offenkundigen Risiken aus der Staatsschulden- und Vertrauenskrise

und der hieraus entstehenden Abschwächungen bei Exporten

und Ausrüstungsexporten bleibt auch aus diesem Grund

die für 2011 von den Instituten prognostizierte Wachstumsrate

mit 2,9 Prozent positiv.“

die Jugendlichen Informationen über die

Branche, die Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten

sowie Praktika und allgemeine

Fragen, die der eigenen beruflichen

Orientierung dienen. Zusätzlich zu den Informationsständen

fanden in diesem Jahr

erstmals auch Vorträge der Unternehmen

statt zum Beispiel mit Tipps Tricks für

Online-Bewerbungen oder Informationen

über Duale Studiengänge. Dieses Angebot

wurde sehr gut angenommen.

Da bei den Gesprächen bereits die Bewerbungssituation

eingeübt werden sollte,

wurden die Schülerinnen und Schüler

auch im Bereich Stil auf den FEBBIT vorbereitet.

Dies umfasste unter anderem

Hinweise auf eine angemessene Kleidung

sowie ein entsprechendes Auftreten

und eine möglichst gute

Vorbereitung auf die Gespräche.

Durch die wachsende Zahl von

Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten

wird es für die Jugendlichen

immer schwieriger, den für

sie besten Weg ins Berufsleben zu

finden.

Deshalb ist das Hauptziel der Veranstaltung

die Schülerinnen und

Schüler mit der Frage der Berufsorientierung

zu konfrontieren,

ihnen Informationsmöglichkeiten

zu bieten und ihnen neue Impulse zu geben.

Für die beteiligten Unternehmen ist

es keine Frage: Die FEBB ist zu Recht ausgezeichnet

als Schule mit vorbildlicher Berufsorientierung,

denn hier gibt es sowohl

für die Schülerinnen und Schüler als auch

für die ausstellenden Unternehmen eine

hervorragende Chance für eine erfolgreiche

Zusammenarbeit.

HANDwERkER wERDEN,

ERFoLGREIcH SEIN

Die Wirtschaft boomt, das Handwerk steht gut da. Vor allem die

Ausbau-Gewerke profitieren vom Trend zu energetischen Gebäudesanierungen.

Deshalb werden vor allem Maler, Zimmerer, Anlagenmechaniker

für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik sowie

Elektroniker für Gebäude- und Energietechnik dringend gesucht.

Um auch Interessenten aus anderen Berufen den Einstieg in diese

erfolgreichen Laufbahnen des Handwerks zu ermöglichen, bietet

das gemeinnützige Kompetenzzentrum der Handwerkskammer

Bremen die Chance, im Rahmen von Umschulungen diese interessanten

Berufe zu erlernen. Daneben starten im HandWERK in der

Schongauer Straße ab Februar 2012 auch wieder viele andere Umschulungen

wie zum Beispiel zum Augenoptiker, Bäcker, Friseur,

Kraftfahrzeug-Mechatroniker, Metallbauer und Fachverkäufer/

in im Lebensmittelhandwerk. Sämtliche erreichbare Berufsabschlüsse

sind auf dem Arbeitsmarkt stark nachgefragt. Alle Maßnahmen

stehen Männern und Frauen ofen und sind nach AZWV

zertifiziert, so dass zur Finanzierung auch Bildungsgutscheine der

Arbeitsverwaltung genutzt werden können.

Infos unter www.handwerkbremen.de


HANDwERkSkAMMER

wAS BRINGT DIE ARBEITS-

STäTTENVERoRNDUNG?

Die Arbeitsstättenverordnung (ArbstättV) hat maßgeblichen Einfluss

auf die Sicherheit und Gesundheit von Mitarbeitern am Arbeitsplatz.

Zu mehr Schutz der Arbeitnehmer vor Gefährdungen

durch künstliche optische Strahlung wurde sie jüngst geändert

und beinhaltet nun auch neue Regeln zu Raumtemperaturen und

Fluchtwegen. Der Landesarbeitskreis für Arbeitsschutz Bremen

nimmt dies zum Anlass auf seiner diesjährige Herbstveranstaltung

am 9. November ab 14 Uhr in der Handwerkskammer Bremen

über die wesentlichen Neuerungen zu berichten, Als Referent

ist der Vorsitzende des zentralen Ausschusses für Arbeitsstätten,

Ernst-Friedrich Pernack, eingeladen, der das Bundesministerium

für Arbeit und Soziales in Fragen der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes

berät. Pernack wird insbesondere über die wesentlichen

Änderungen wie beispielsweise die Einführung eines

Paragrafen zu Straftaten und Ordnungswidrigkeiten berichten.

Daneben wird er auch auf die spannende Frage eingehen: Müssen

bestehende Arbeitsstätten den neuen Regeln für Arbeitsstätten

angepasst werden? Die Antwort besitzt eine erhebliche Tragweite

für viele Betriebe. Weiteres Thema sind Psychische Erkrankungen.

Eine Expertin des Instituts für Arbeit und Gesundheit (IAG) der

Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung wird Zusammenhänge

zwischen der Arbeitsplatzgestaltung und psychischen Belastungen

erläutern und im Rahmen einer Podiumsdiskussion diskutieren

Vertreter von Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften

mit Arbeitsschutzexperten die Frage: „Gesunde und sichere Arbeitsplätze

in Bremen – Was können wir dazu beitragen?“

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BREMEN

Wohin auch immer der Weg Sie führt – wir bleiben Ihnen treu.

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BREMER SENAT wEITER-

HIN VERScHwENDERIScH

Bremen spart so viel wie es nur geht und sei „auf den Knochen

angelangt“, betont Bürgermeister Jens Böhrnsen wenn er von den

Sparanstrengungen spricht. Der FDP-Bundestagsabgeordnete

Torsten Staffeldt: sieht das anders. „Entgegen eigener Aussagen

spart der Bremer Senat noch immer nicht ausreichend. Das aktuelle

Schwarzbuch für Bremen des Bundes der Steuerzahler zeigt

nur ein paar der Beispiele, wo in Bremen noch immer sinnlos

Geld verschwendet wird“, ließ er nach der Veröffentlichung des

Schwarzbuchs des Bundes der Steuerzahler in einer Pressemitteilung

erklären. „Die vielen sinnlosen Ausgaben müssen immer

genannt werden, um die falschen Behauptungen, man könne

nicht mehr zu sparen, zu widerlegen“, meint Staffeldt und zählte

Beispiele auf, wie an der Wilhelm-Kaisen-Brücke, an der eine

„nutzlose Fahrradzählstation mit teurer Digitalanzeige eingerichtet

worden“ sei. Er kritisierte die Schaffung einer zweiten hochdotierten

Staatsrats-Stelle und die Schließung des Flugplatzes

Luneort nachdem dort zweistelligen Millionensummen investitiert

worden seien. „In Bremen-Nord wird der Tunnel unter dem

Sedanplatz, durch den Besucher die Fußgängerzone umgehen,

die eigentlich belebt werden soll, mal eben doppelt so teuer. Dabei

sind gewaltige Kosten wie der teure Umbau der Cherbourger

Straße oder die Risiken etwa beim Neubau des Klinikums Bremen

Mitte noch nicht einmal genannt“, heißt es weiter. Staffeldts Fazit:

„ Der Senat lügt sich und den Bürgerinnen und Bürgern etwas

vor, wenn er immer wieder behauptet, es würde so viel gespart

werden wie nur möglich.“


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GEScHäFTSFüHRUNG koMPLETTIERT

Ralf Stapp wird zweiter Geschäftsführer der Bremer Aufbau-Bank

Ralf Stapp komplettiert die Geschäftsführung

der Bremer Aufbau-Bank GmbH

(BAB). Seit Mai 2010 ist Diane Zetzmann-

Krien die Geschäftsführerin und seit drei

Monaten auch Vorsitzende der Geschäftsführung.

Mit Ralf Stapp bekommt sie nun

einen zweiten Geschäftsführer an ihre

Seite, der für den Geschäftsbereich Marktfolge

verantwortlich ist und als Überwachungsgeschäftsführer

mit ihr zusammen

die Gesamtverantwortung für die Bank

trägt. Nach einem bundesweiten Bewerbungsverfahren

entschied sich eine Auswahlkommission

für Ralf Stapp, der am 1.

Oktober sein Amt antrat.

Ralf Stapp ist 41 Jahre alt. Seine schulische

Laufbahn absolvierte er in Bremen. Nach einer

Ausbildung zum Elektroniker studierte

er Wirtschaftswissenschaften an der Universität

Paderborn. Anschließend war Ralf

Stapp als Prüfungsleiter bei der internationalen

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Arthur Andersen in Hamburg tätig, danach

als Projektleiter bei der Unternehmensberatung

Angermann, die bundesweit mittelständische

Unternehmen berät. 2003

wechselte Stapp zur Sparkasse Lüneburg.

Dort leitete er das Kredit-Consulting, bevor

er 2007 als Bereichsleiter Marktfolge die

Verantwortung für sieben Abteilungen mit

120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

übernahm.

„Auf Grund seiner vielfältigen beruflichen

Erfahrungen, gerade auch in der Unternehmensberatung

sowie seiner zuletzt

langjährigen Führungsposition bei einer

öffentlich-rechtlichen Sparkasse bringt

Herr Stapp hervorragende Voraussetzungen

mit, um gemeinsam mit Frau

Zetzmann-Krien den bereits erfolgreich

eingeleiteten Neuausrichtungsprozess der

Bank weiter voranzutreiben“, kommentiert

Staatsrat Dr. Heiner Heseler, Vorsitzender

des Aufsichtsrates der BAB, die Entscheidung.

Als Förderbank des Landes Bremen

finanziert die BAB in enger, wettbewerbsneutraler

Partnerschaft mit Banken und

Sparkassen wirtschaftliche Aktivitäten.

Die Fördermaßnahmen richten sich insbesondere

an kleinere und mittelständische

Unternehmen im Land Bremen, um Arbeitsplätze

zu sichern und zu schaffen. Die

BAB begleitet Firmen mit Krediten, Beteiligungen

und Bürgschaften in allen Phasen

der Unternehmensentwicklung von Gründung,

Wachstum, Umstrukturierung und

Konsolidierung. Im Zuge der strategischen

Neuausrichtung werden die bestehenden

Förderangebote sukzessive ausgeweitet.

Zudem findet eine enge Verzahnung der

Angebote von Bremer Aufbau-Bank und

Wirtschaftsförderung statt.


» Mit Telekommunikation

von swb überstehen wir

jeden Auftragsansturm. «

Reimund Ott, Vorstand dbh Logistics IT AG, Bremen

„Seit 35 Jahren setzen wir unser Know-how in die Verbindung von IT und Logistik.

Dazu entwickeln wir immer wieder optimale und kompetente Lösungen für

Speditionen und die Abwicklung von Zoll, Umschlag und Ausfuhr in Häfen. Auch in

stürmischen Zeiten bleibt die Verbindung zwischen uns und unseren Kunden dabei

sicher – denn swb versorgte uns mit hochverfügbaren Festverbindungen, Mobilfunk,

Internet und Datenleitungen – und das alles zu einem Top-Preis! Für uns ist swb

in allen Kommunikationsbereichen ein sicherer Hafen.“ Reimund Ott


HANDwERkSkAMMER

FüNF wEITERE MITGLIEDER AN BoRD

Umweltnetzwerk „partnerschaft umwelt unternehmen“ zählt 122 Unternehmen aus unterschiedlichen wirtschaftszweigen

Reibungslose Kommunikation, schnelle

Transporte auch zu See, fester Boden unter

den Füßen oder feinstes Badewasser –

das Angebot der fünf neuen Mitglieder in

der „partnerschaft umwelt unternehmen“

könnte vielfältiger nicht sein. Was sie jedoch

verbindet: Klimaschutz ist bei der BLG

Automobile Logistics, der Bremerhavener

dergesellschaft, der Bremerhavener Versorgungs-

und Verkehrsgesellschaft, sowie

bei Siemens Enterprise Communications

und Siebrecht Fußbodentechnik inklusive.

Sie alle setzen auf einen verantwortungsvollen

Umgang mit natürlichen Ressourcen

und Energie. Die neue Staatsrätin Gabriele

Friderich im Ressort des Senators für Umwelt,

Bau und Verkehr fand lobende Worte

für die Unternehmen: „Sie zeigen: Es gibt

für jeden Betrieb Möglichkeiten, einen Beitrag

für den Klimaschutz zu leisten – entweder

allein oder sehr erfolgreich auch in

Kooperationen. Und: Nicht immer sind die

Maßnahmen mit hohen Kosten verbunden,

auch mit konsequentem nachhaltigen

Handeln kann man viel bewegen. Unsere

jüngsten Partner können mit ihren Beispielen

zum Nachahmen anregen.“

Die nach ISO 14001 zertifizierte BLG Automobile

Logistics GmbH & co. kG transportiert

jährlich über fünf Millionen Fahrzeuge

weltweit. Verkehr wird dabei bevorzugt auf

Schiene und Wasser verlegt. Durch Fahrertraining

und moderne Fahrzeuge gelingt es,

den Kraftstoffverbrauch auf der Straße zu

reduzieren. Eine Innovation: Frei werdende

Energie beim Verladen von Containern per

Van Carrier wird gespeichert und ins Netz

gespeist.

Die Bremerhavener Bädergesellschaft

mbH, die insgesamt fünf Schwimmbäder

betreibt, investiert in moderne Technik,

um den Energieverbrauch und damit auch

den CO2-Ausstoß zu senken. Sie erhielt dafür

Anfang des Jahres bereits zum dritten

Mal die Auszeichnung „Klimaschutzbetrieb

CO2-20“. In den Hallenbädern steuert eine

Gebäudeleittechnik automatisch und sehr

effizient Licht und Raumtemperatur. Über

Wärmepumpen wird aus der Abluft Energie

zurück gewonnen und im Freibad Grünhöfe

erwärmen Solarkollektoren das Wasser

in den Schwimmbecken.

Die Bremerhavener Versorgungs- und

Verkehrsgesellschaft mbH bewegen Menschen

umweltfreundlich per Bus oder mit

der Fähre zwischen Nordenham und Bremerhaven.

Mehr noch: Auf dem Betriebsgelände

wurde die Beleuchtung optimiert

und eine Photovoltaikanlage installiert. Ein

weiteres Ziel des „Klimaschutzbetriebes

CO2-20“ 2011 ist es, Kraftstoffverbrauch

und Emissionen stetig zu reduzieren. Mit

Partnern wird ein Fahrsimulator entwickelt,

mit dem Kapitäne eine energieeffiziente

Fahrweise trainieren können.

Auch die Siemens Enterprise communications

GmbH & co. kG steht für Angebote,

mit denen Kunden einen Beitrag für den

Umweltschutz leisten können. Der nach

ISO 14001 zertifizierte Konzern entwickelt

Kommunikations- und Kooperationslösungen

für Unternehmen. Telearbeitsplätze,

Videokonferenzen – mit der Technik von

Siemens Enterprise sind weniger Dienstreisen

notwendig und kleinere Immobilien

möglich. Zudem vertreibt das Unternehmen

ein mit dem Blauen Engel ausgezeichnetes

Telefon.

Die Siebrecht Fußbodentechnik GmbH ist

auf Boden- und Spezialbeschichtungen,

Industrieböden und Zementestriche spezialisiert.

Ein bewusster Umgang mit Materialien

und natürlichen Ressourcen hat

in dem nach ISO 14001 zertifizierten, TÜVgeprüften

Handwerksbetrieb oberste Priorität.

Chemische Substanzen und Flüssigkeiten

für die industrielle Verwendung bei

Beschichtungen werden umweltfreundlich

gemäß §19 des Wasserhaushaltsgesetzes

zum Schutz von Mensch, Tier und Natur

eingesetzt.

Die „partnerschaft umwelt unternehmen“

(„puu“) ist eine Gemeinschaftsinitiative

des Senators für Umwelt, Bau und Verkehr,

der RKW Bremen GmbH und der Agentur

ecolo in Kooperation mit der BIS Bremerhavener

Gesellschaft für Investitionsförderung

und Stadtentwicklung mbH, der WFB

Wirtschaftsförderung Bremen GmbH und

der Bremer Klimaschutzagentur energiekonsens,

gefördert durch die Europäische

Union. Ziel ist es, mit einem Zusammenschluss

umweltaktiver Unternehmen die

Vorreiterrolle des Landes Bremen beim

nachhaltigen Umweltschutz weiter auszubauen.

Infos: www.umwelt-unternehmen.bremen.de

oder bei der koordinierungsstelle,

Telefon 04 71 3083131.

koNGRESS ZUM DEMoGRAFIScHEN wANDEL

Das Projekt „Zukunftsfaktor

Mensch– Handwerk

im demografischen Wandel“

geht zu ende. Zum

Abschluss werden die Ergebnisse

deszweijährigen

Arbeit vorgestellt und diskutiert.

Wer sich Veränderungen

als Erster stellt, hat einen

Vorsprung für seine Entwicklung.

Nach fast zwei

Jahren intensiver Diskussionen

über den ´Zukunftsfaktor

Mensch mit fast 50

bremischen Handwerksbetrieben über Handlungsbedarfe und

Handlungsmöglichkeiten werden am 17. November in der Handwerkskammer

Bremen die Ergebnisse vorgestellt.

Bei einem ganztägigen Abschlusskongress werden die erarbeiteten

Antworten auf die drängenden Fragen der veränderten Altersstruktur

und zur Zukunftsgestaltung von Handwerksbetrieben

gegeben und im Rahmen einer Podiumsdiskussion diskutiert.

Informationen bei:

Frau Tuku Roy-Niemeier

Arbeits- Umwelt- und Gesundheitsschutzberatung der Handwerkskammer

Bremen

Telefon: 04 21 30500-312

Email: Roy-Niemeier.Tuku@hwk-bremen.de


HANDwERkSkAMMER

HILFE GEGEN

HoHE koSTEN

Hwk und Fachdienst für Arbeitssicherheit helfen zu sparen

Jeder Betrieb, der Mitarbeiter beschäftigt, muss einen Betriebsarzt

und eine Fachkraft für Arbeitssicherheit fest bestellen. Dies

ergibt sich aus dem Arbeitssicherheitsgesetz und der im Januar

2011 verabschiedeten neuen DGUV–Vorschrift 2 (ehem. BGV A2).

Viele Betriebe haben deshalb in der letzten Zeit Schreiben der Berufsgenossenschaft

für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege

(BGW) erhalten. Darin werden sie aufgefordert, einen Nachweis

über die feste Bestellung zu erbringen. Üblicherweise ist eine

solche Bestellung mit hohen Kosten verbunden. Die Handwerkskammer

Bremen bietet deshalb eine günstige Alternative: Betriebsinhaber,

die an einer speziellen Schulung teilgenommen haben,

können die ´Alternative bedarfsorientierte Betreuung` – das

frühere sogenannte ´Unternehmermodell` – in Anspruch nehmen

und dadurch auf die feste Bestellung eines Betriebsarztes und

einer Fachkraft für Arbeitssicherheit verzichten. Für alle Friseure

und Kosmetiker, die diese Möglichkeit für sich nutzen möchten,

führt die Handwerkskammer Bremen in Kooperation mit dem

Fachdienst für Arbeitssicherheit das nötige Seminar am Montag,

dem 23. Januar 2012 in der Zeit von 10 bis 16 Uhr in der Handwerkskammer

Bremen, Ansgaritorstr. 24 in Bremen durch.Bitte

melden Sie sich zeitnah an, die Plätze sind sehr begeehrt.

Infos und Anmeldung: Frau Tuku Roy-Niemeier, Arbeits- Umwelt-

und Gesundheitsschutzberatungder Handwerkskammer

Bremen, Telefon: 04 21 30500-312,

Email: Roy-Niemeier.Tuku@hwk-bremen.de

MIT ScHwEISSEN

ERFoLGREIcH SEIN

Lehrgang zum Schweiß-Fachmann im HandwERk

SEITEN 12 | 13

Wer schweißen oder beim Schweißen die Aufsicht ausübenwill

oder vielleicht sogar auch im Schweißen ausbilden möchte,

braucht dafür eine Zulassung. Die Weiterbildung zum Internationalen

Schweißfachmann ist darum eine gefragte Qualifizierung,

die es Diplom-Ingenieuren, Technikern, Meistern der Metall verarbeitenden

Handwerke oder Metallfacharbeitern und Gesellen mit

3-jähriger Berufserfahrung erlaubt in Unternehmen selbständig

und eigenverantwortlich zu schweißen oder in kleinen und mittelständischen

Unternehmen als vollverantwortliche Schweißaufsichtsperson

zu fungieren.

Der praxis-orientierte Lehrgang „Internationale/r Schweißfachmann/-

frau SFM / EWS / IWS“ der HandWERK gemeinnützigen

GmbH in Zusammenarbeit mit der SLV Hannover vermittelt innerhalb

von acht Monaten allen Teilnehmern die allgemeinen technischen,

fachkundlichen und praktischen Grundlagen.

Der Lehrgang - der sich inhaltlich in vier aufeinander aufbauende

Teile gliedert - findet jeweils freitags von 14:00 - 19:40 Uhr und

samstags von 08:00 - 13:40 Uhr statt. Das Mindestalter der Teilnehmer

beträgt 22 Jahre.

Informationen und Anmeldung:

HandwERk gGmbH

Frau Özlem Mutluer

Telefon: 04 21 222744-441

Email: mutluer.oezlem@handwerkbremen.de

BUSINESS-INITIATIVE 2011:

NISSAN 4x4 MIT SONDERKONDITIONEN!

INKLUSIVE 19 % SONDERNACHLASS*

NAVARA King Cab 4x4 XE

2.5 l dCi, 140 kW (190 PS)

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Gesamtverbrauch l/100 km: innerorts 10,7, außerorts 7,2, kombiniert 8,5; CO2-Emissionen: kombiniert 224,0 g/km (Messverfahren gem.

EU-Norm). Abb. zeigt Sonderausstattungen. *Enthält 19 % Rabatt gegenüber der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers für Mitglieder eines Verbandes mit

Rahmenabkommen mit der NISSAN Center Europe GmbH. Alle gewerblichen Angebote gelten bei Kauf bis 31.12.2011 bei allen teil nehmen den NISSAN Händlern

und verstehen sich netto, zzgl. MwSt.


HANDwERkSkAMMER

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VIELFäLTIGE MÖGLIcHkEITEN UND HoHE EINSPARPoTENZIALE

oLB informiert über attraktive Förderprogramme

Umweltschutz und Ressourcenschonung sind nicht erst in Zeiten

des Klimawandels von großer gesellschaftlicher Bedeutung.

Und im Privaten ebenso wie im Geschäftsbetrieb auch für den

Blick in den Geldbeutel wichtig. Denn: Der nachhaltige Schutz der

Umwelt sowie der effiziente Umgang mit Strom und Wärme haben

sich noch nie so schnell ausgezahlt wie jetzt. „Unternehmen,

denen es gelingt, möglichst viel Energie zu sparen und effizient

mit den natürlichen Ressourcen umzugehen, verschaffen sich für

die Zukunft nachhaltige Kosten- und Wettbewerbsvorteile“, sagt

Frauke Sandkuhl aus der Bremer Niederlassung der Oldenburgische

Landesbank AG (OLB).

Nach Angaben der Firmenkundenbetreuerin unterstützt die KfW

Bankengruppe (KfW) sowohl Energieeffizienzmaßnahmen als

auch allgemeine Investitionen in den Umweltschutz (beispielsweise

zur Luftreinhaltung oder Abfallvermeidung) mit ausgesprochen

zinsgünstigen Kreditprogrammen. Diese stehen allen

privaten in- und ausländischen Unternehmen sowie Freiberuflern

zur Verfügung, die Projekte in Deutschland realisieren. Kleine

und mittlere Unternehmen erhalten bevorzugte Finanzierungskonditionen.

Eine Bremer Besonderheit hierbei: Die Bremer Aufbau-Bank bietet

mit dem „Bremer Gründerkredit“ und dem „Bremer Unternehmerkredit“

Existenzgründern sowie kleinen und mittleren

Unternehmen eine weitere, günstige Alternative zum klassischen

Darlehen an. Insbesondere zur langfristigen Finanzierung von Investitionen

im Land Bremen kommen die beiden Spezialprodukte

infrage. Beide Programme werden - wie auch die der KfW- nicht

unmittelbar an das investierende Unternehmen gewährt, sondern

ausschließlich über Kreditinstitute zur Verfügung gestellt.

Gefördert werden von der Bremer Aufbau-Bank Investitionen unter

anderem in Grundstücke, Gebäude, Baumaßnahmen, Maschinen,

Anlagen und Einrichtungsgegenstände. Was muss man tun,

um in den Genuss einer Förderung zu kommen? Je nach Art der

Investition beziehungsweise Umweltmaßnahme sind bestimmte

Kriterien zu erfüllen. Welche das sind und wie es dann weitergeht,

ToLLE STREckE, ToLLE STIMMUNG

IFD-Geschätsführer Bernhard Havermann über seine Teilnahme beim swb-Marathon

IFD-Geschätsführer Bernhard Havermann

hat den Bremer swb-Marathon am 2. Oktober

genossen. Er lief entspannt und gut gelaunt

als 88. Marathoni über die Ziellinie.

„Die Strecke war wirklich schön und das

Wetter sehr angenehm“, berichtet Bernhard

Havermann, Geschäftsführer der Integrationsfachdienst

Bremen GmbH (IFD

Bremen). Er hat zum ersten Mal den Bremer

swb-Marathon absolviert und ist beeindruckt,

was die Bremerinnen und Bremer

aus ihrem Marathon gemacht haben.

„Ein nettes Publikum mit ganz vielen individuellen

Ideen!“ Sei es ein DJ am Deichschart

in der Bremer Neustadt oder im

Schwachhauser Fußgängertunnel, der mit

einer Lichtanlage ausgestattet war – so et-

was fehlte Havermann bislang in

seiner Marathon-Laufbahn. Und

dass ein Lauf mitten durch ein Gebäude,

den Speicher I in der Bremer

Überseestadt, hindurchgeht,

das war für den 43-Jährigen ebenfalls

neu. „Absolut unterhaltsam!“

Auch die Zeit nach dem Lauf wird

der IFD-Geschäftsführer gern in

Erinnerung behalten. „Ich habe

die 42,195 Kilometer locker überstanden.

Die Regenerationsphase

war gut und problemlos.“ Havermanns

Zeit lag bei 3:25 Stunden,

mit dem 88. Platz ist er mehr als

zufrieden. Was bleibt, sind sein

Ehrgeiz und die Vorfreude – auf

ein nächstes Rennen.

wissen im Land Bremen die OLB-Firmenkundenbetreuer Frauke

Sandkuhl und Folkert Tienken (OLB-Niederlassung Bremerhaven).

Bei Bedarf können die Berater zudem auf die Kompetenz hausinterner

Fördermittelspezialisten zurückgreifen. Eine wichtige Voraussetzung

ist, dass der Unternehmer vor Investitionsbeginn mit

seiner Bank - zum Beispiel der OLB – gesprochen hat. Denn das

Vorhaben beginnt mit dem Eingehen einer ersten wesentlichen,

finanziell bindenden Verpflichtung, wie dem Abschluss eines

Kaufvertrages. Die reichhaltige Erfahrung der OLB im Umgang

mit zinsgünstigen Investitionskrediten und öffentlichen Zuschüssen

begünstigt eine zügige Projektrealisierung.

Folkert Tienken

Prokurist Niederlassung

Bremerhaven

Am Fischbahnhof 5,

27572 Bremerhaven

Telefon 0471 902262-10

folkert.tienken@olb.de

Frauke Sandkuhl

Betreuerin für Firmenkunden

Am wall 146, 28195 Bremen

Telefon 04 21 478858-14

frauke.sandkuhl@olb.de


HANDwERkSkAMMER

PASSGENAUE VERMITTLUNG,

PASSGENAUER SERVIcE

Das Handwerk hat Probleme. Der Grund: Viele Betriebe können

ihre offenen Ausbildungsplätze nicht besetzen. Einerseits

mangelt es an Interessenten. Und wenn sich doch mal genügend

Schüler für eine Lehrstelle interessieren, fehlt denen nicht

selten die Qualifikation, um die gestiegenen Anforderungen im

Handwerk erfüllen zu können. Die Folgen sind klar: Immer mehr

Ausbildungsbetriebe bemühen sich Jahr für Jahr vergeblich um

Azubis und geben schließlich die Ausbildung auf. So geht wichtige

Ausbildungserfahrung verloren und Wachstumschancen

können von den Betrieben nicht realisiert werden.

Die Handwerkskammer Bremen hat das Problem erkannt und

bietet ihren Mitgliedern einen wertvollen Service: Seit September

unterstützt Martina Bartels die Unternehmer bei der Suche

nach passenden Auszubildenden und für EQ-Plätze. Im Projekt

´Passgenaue Vermittlung Auszubildender an ausbildungswillige

Unternehmen` sichtet die Diplom-Sozialpädagogin Bewerbungsunterlagen,

wählt für die Ausbildungsbetriebe anhand

der Profile passende Jugendliche aus und bringt die Betriebe

so mit geeigneten Interessenten zusammen. Daneben hält sie

Kontakt zu den wichtigen Institutionen – die an der Berufsausbildung

beteiligt sind – und besucht allgemeinbildende Schulen,

Berufsschulen und Ausbildungsmessen. Den Eindruck der

ersten Wochen schildert Martina Bartels so: „Viele Schüler wissen

nicht genau, was sie wollen. Etliche haben keine Vorstellung

vom Arbeitsleben, manch einer überschätzt sich selbst.“ Rund

die Hälfte aller bisherigen Beratungen führte sie für Jugendliche

mit Migrationshintergrund durch. „Diese jungen Leute haben

zum Teil besondere Schwierigkeiten auf Betriebe zuzugehen,

sind in ihrem Berufsziel einseitig fokussiert und wünschen sich

oft, dass ich den Erstkontakt zum Betrieb herstelle. Die Handwerkskammer

fungiert hier quasi als Brücke“, erzählt sie. Immer

wieder regt Martina Bartels in diesen Gesprächen deshalb an,

dass die Bewerber sich auch mal verwandte Berufsbilder angucken,

die ebenfalls den Neigungen und Qualifikationen entsprechen.

Deshalb hat sie aktuell noch eine ganze Reihe interessierter

Jugendlicher vom Hauptschüler bis zum Abiturienten

in ihrem Bewerberpool.

Angebot für Unternehmen

Sie würden gerne ausbilden, scheuen jedoch den mit einem

Bewerbungsverfahren verbundenen Aufwand? Der Service

„Passgenaue Vermittlung von Auszubildenden“ kann helfen.

kontakt:

Martina Bartels

Handwerkskammer Bremen

Telefon 0421 30500-136

bartels.martina@hwk-bremen.de

SEITEN 14 | 15

FREISPREcHUNG FüR

INNUNGSFREIE GEwERkE

„Wir haben auch Chief Executive Officers, Executives for Labor Relations

und Plant Managers. Nur bei uns heißen die Andrea, Frank

und Matze”, wirbt die Imagekampagne für flache Hierarchien und

persönliche Nähe im Handwerk. Und in der Tat – im Handwerk

wird niemand vergessen.

Auch nicht, wenn er in einem Gewerk arbeitet, in dem es keine Innung

gibt, oder die Innung keine Freisprechungsfeier durchführt.

Für eine Reihe von Bürokaufleuten und einen Karosserie- und

Fahrzeugbaumechaniker gab es deshalb eine Premiere: Die Handwerkskammer

Bremen führte erstmals eine Freisprechung für alle

durch, die bislang keine Freisprechung erleben konnten. Ziel ist es

dabei unter anderem, die Verbundenheit mit dem Handwerk zu

stärken. Auch waren die erfolgreichen Ausbilder waren eingeladen.

Der Vizepräses der Handwerkskammer, Hans-Joachim Stehr,

gratulierte im Namen der Handwerkskammer Bremen sehr herzlich

zu dem Erfolg, der für jeden jungen Menschen einen wichtigen

Wegepunkt markiert, der den Einstieg ins echte Berufsleben

bedeutet. Als Überraschung erhielt jeder neue Geselle eine Geschenkbox

mit Kinogutscheinen.

Primus: Ihr Personaldienstleister

für Handwerk und Industrie

Die Globalisierung und Liberalisierung der Märkte sowie die allgemein

unsichere Wirtschaftsentwicklung stellen neue, höhere

Anforderungen an die Anpassungsfähigkeit der Unternehmen.

Was heute zählt, ist die schnelle und flexible Anpassung an eine

sich ändernde Nachfrage und damit an immer wieder neue Kapazitätsanforderungen.

Ein zentraler Erfolgsfaktor hierbei ist der optimale

Einsatz von Personalressourcen durch geschickte Auswahl

und Beschränkung.

Sichern auch Sie durch ein flexibles Personalmanagement langfristig

die bestehenden Arbeitsplätze.

Ihre Vorteile:

Die Umwandlung fixer in variable

Personalkosten steigert den Unternehmensertrag

Das bewegliche Personalmanagement

stärkt die Wettbewerbs- und

Wachstumschancen

Die Reduktion der Personaladministration

ermöglicht es den Unternehmern,

sich auf ihre Kernkompetenz

zu konzentrieren

Die professionelle Mitarbeiterauswahl-

und Qualifizierung sichern die

Prozessqualität

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Ihr Ansprechpartner Andreas Mende

Primus Personaldienstleistungen GmbH,

Hillmannplatz 13/15,

28195 Bremen, Tel.: 0421 / 468479-20, Fax: 0421 / 468479-18,

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HANDwERkSkAMMER

BASIcS DER wEBSITEGESTALTUNG

wer im „Netz“ begeistern möchte, muss einiges beachten

Eine eigene Webpräsenz ist heute für jedes

Unternehmen ein Muss. Kunden recherchieren

über Produkte und Dienstleistungen

im Internet und informieren sich über

entsprechende Anbieter. Daher haben viele

auch Handwerker eine Website. Aber nutzen

sie diese auch optimal als Marketinginstrument

für ihren Betrieb?

Wer im „Netz“ gefunden werden will und

seine Besucher begeistern möchte, muss einiges

beachten. Dabei ist der erste Eindruck

der Homepage entscheidend. Erkennt der

Kunde nicht auf den ersten Blick, was angeboten

wird, oder findet er sich auf Ihrer Seite

nicht zurecht, wird er sich anderweitig

orientieren. Wichtige Informationen und

Anregungen zu diesem Thema wurden auf

der Veranstaltung der Handwerkskammer,

in Kooperation mit der Wirtschaftsförderung

Bremen, näher beleuchtet. Um mehr

Internetuser auf die eigene Website zu holen

und zu halten, muss man sich in die Rolle

der Besucher der Website versetzen, erklärte

Frau Christiane Niebuhr-Redder von

der Agentur WebMan. In einem weiteren

Vortrag erläuterte Herr Bertold Frick von

Entdecken auch Sie unsere

SERVICELEISTUNGEN

für Haus, Hof und Garten

> Containerdienst und Abfall-

sammlung

> Gehwegreinigung und

Winterdienst

> Schädlingsbekämpfung

Rufen Sie an, wir beraten Sie gerne:

01805 803388* Mehr Informationen und Anfrage starten unter:

v.l. Kristin Schmidt, Bertold Frick, Wolfgang Lüllmann, Christiane Niebuhr-Redder, Nicola Illing

der Sozietät von Einem & Partner, Rechtsanwälte

und Notare, rechtliche Aspekte,

die beim Betreiben einer Internetseite zu

beachten sind. Wie sich anhand der Nachfragen

der Teilnehmer zeigte, herrscht bei

vielen Besitzern von

Webseiten enorme

Untersicherheit,

welche Inhalte eine

Webseite laut Gesetzgeberenthal-

> Sicherheitsdienstleistungen

> Hausmeister- und Wartungs-

arbeiten

> Grünanlagenpflege

> Kanaldienstleistungen

www.nehlsen.com

Nehlsen GmbH & Co. KG | Niederlassung Karl Nehlsen

Betriebsstätte Bremen | Hüttenstraße 5 | 28237 Bremen

Tel.: 0421 6266-5000 | Fax: 0421 6266-5379 | info.karlnehlsen@nehlsen.com

* 0,14 ¤ / pro Min. aus dem Festnetz, Mobilfunkpreis max. 0,42 ¤ /

ten muss. Schwierig

ist das Ganze auch,

weil sich Gesetzgebung

und Rechtsprechung

immer

wieder ändern.

Abgerundet wurde

die Veranstaltung durch einen Beitrag der

Firma „Fotoraum“, die für Ihre Webseite im

Frühjahr dieses Jahres beim Website Award

2011 den Sonderpreis Kreativwirtschaft

gewonnen hat. In sehr anschaulicher Weise

erläuterte Frau Kristin Schmidt einzelne

Details zum Seitenaufbau und die damit

verbundenen Intensionen. An diesem Best

Practice konnte die praktische Umsetzung

vieler Anforderungen und Anregungen

der vorangegangenen Vorträge aufgezeigt

werden. Wer mehr Informationen zu

diesem Thema haben oder über Termine

weiterer Informationsveranstaltungen informiert

werden möchte, kann sich an den

Herrn Wolfgang Lüllmann‚ Beauftragter

für Innovation und Technologie, der Handwerkskammer

Bremen wenden.


HANDwERkSkAMMER

IDEE MIT

VoRBILD-cHARAkTER

Risiko Prothesenbeläge – wer achtet auf Pflegebedürftige?

Die Zahntechniker-Innung Berlin-Brandenburg und die Deutsche

Gesellschaft für AlterszahnMedizin e.V. machen auf die

Notwendigkeit einer guten zahnmedizinischen Versorgung der

Pflegebedürftigen aufmerksam.

Die Bilanz einer Untersuchung durch Kooperationsteams aus

Zahnärzten und Zahntechnikern – unterstützt Heimleitungen ist

verheerend: 300 Vollprothesen von Pflegebedürftigen wurden ehrenamtlich

auf Hygienemängel geprüft und anschließend professionell

gereinigt. Nur jede 4. Vollprothese war frei von Zahnstein,

der aufgrund seiner rauen Struktur zu Schäden am Mundgewebe

und entsprechend zu schmerzenden Wunden führen kann sowie

als ideale Grundlage für die Anhaftung weiterer mundschädlicher

Bakterien dient. Nicht ausreichende Prothesen-Hygiene ist insbesondere

für ältere und geschwächte Patienten allgemeingesundheitlich

riskant. Eingeatmete Mundkeime können beispielsweise

zu einer Lungenentzündung führen. Auch über die Blutbahn – bei

Zahnfleischbluten – wandern Mundbakterien in den Körper und

können erwiesenermaßen zu Entzündungen im Herzen führen.

Immer mehr Kardiologen und Lungenfachärzte weisen daher auf

die Bedeutung sorgfältiger Mundhygiene zur Vorbeugung dieser

riskanten Infektionen hin. Nicht zuletzt führen harte und weiche

Zahnbeläge zu einer Verschlechterung des Prothese-Sitzes, was

mit Störungen der Nahrungsaufnahme einhergehen und damit

zu einer weiteren Schwächung führen kann. Pflegebedürftige

sind angewiesen auf Unterstützung und Hilfe seitens ihrer

Angehörigen, insbesondere aber seitens der Pflegedienste in den

Heimen. Derzeit spielt allerdings der Bereich Mundhygiene eine

eher vernachlässigte Rolle im Aufgabenkatalog der Pflegeteams.

Zudem können die Teams zwar Routine-Mundpflegeaufgaben

wie Zähneputzen übernehmen – nicht umsetzbar sind allerdings

professionelle Mund- und Prothesenpflege, wie sie für Hygiene

und damit auch die Prävention von Allgemeinerkrankungen

dringend notwendig wäre. Die Initiatoren des Modellprojektes

– Zahnärztekammer, Zahntechniker-Innung und die Deutsche

Gesellschaft für AlterszahnMedizin – appellieren daher nicht zuletzt

nach den Ergebnissen der Evaluation zum Berliner Modellprojekt

„Gesunde Dritte in der Pflege“ eindringlich an die Politik,

entsprechende Rahmenbedingungen für eine Verbesserung der

professionellen Mund- und Prothesenhygiene und damit der

Gesundheitsförderung von Pflegebedürftigen zu schaffen. Mit

vergleichsweise wenig Aufwand kann nicht nur die Lebensqualität

der Pflegebedürftigen gebessert werden – auch das Auftreten riskanter

Infektionen mit kostenintensiven Behandlungs- und Folgekosten

könnte auf diese Weise minimiert werden.

SEITEN 16 | 17

INNUNGSVERSAMMLUNG

ELEkTRo-INNUNG

Die Herbst-Innungsversammlung der Elektro-Innung Bremen fand

dieses Mal im Kundencenter von Mercedes-Benz „Im Holterfeld“

statt. Vor dem gemeinsamen Essen in Kundencenter stand zunächst

eine Werksbesichtigung des Mercedes-Benz-Werkes auf

dem Plan. Hier wurden interessante Einblicke in den Produktionsablauf

sowie das reibungslose Zusammenspiel zur Herstellung eines

hochwertigen Produktes vermittelt. Einen SLK durften die Teilnehmer

aber nicht mitnehmen. Im Rahmen des anschließenden

Essens stand ein intensiver Erfahrungsaustausch im Mittelpunkt.

Weiterhin wurde über Aktuelles aus dem Elektrohandwerk seitens

Herrn Obermeister Siever sowie Herrn Fuhrken informiert. Daneben

tauschten sich die Mitglieder auch über den aktuellen Stand

der Tarifverhandlungen intensiv aus.

Die günstige Verstärkung für Ihr Team:

der neue Crafter.

Gut, dass Sie sich auf den neuen Crafter mit neuen, wirt-

schaftlichen Common-Rail-TDI- Motoren verlassen können –

und das jetzt noch länger. Volkswagen Nutzfahrzeuge bietet

Ihnen eine kostenlose Anschlussgarantie für das 3. Betriebs-

jahr (max. 250.000 km) – mit vollem Leistungsumfang. Über-

zeugen Sie sich vom neuen Crafter: bei einer Probefahrt.

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HANDwERkSkAMMER

UNTERNEHMERFRAU IM HANDwERk 2011

Stickerin Birgit Rodler führt insolvente Fahnenfabrik zu internationalem Erfolg

Stickerin Birgit Rodler heißt die Unternehmerfrau

im Handwerk 2011. Sie ist Geschäftsführerin

von AFW Creativ Stickerei

aus Marktleugast in Oberfranken. Diesen

Betrieb hat sie erst vor zwei Jahren gemeinsam

mit ihrer Schwester und einer Freundin

aus der Insolvenz gekauft.

Zuvor hatte sie selbst 20 Jahre in der ehemaligen

Meinel Fahnenfabrik als Näherin

gearbeitet. handwerk magazin, welches

den Preis seit 23 Jahren auslobt, verlieh die

Auszeichnung im Rahmen des Bundeskongresses

der Unternehmerfrauen im Handwerk

in Köln. Birgit Rodler hat gemeinsam

mit ihrer Schwester Sonja Oelschlegel und

ihrer Freundin Doris Rau die Firma AFW

Creativ-Stickerei GmbH 2009 direkt aus der

Insolvenz heraus gegründet. Die ehemaligen

Stickerinnen nahmen in der Garage der

Familie Rodler unter Einsatz der Ersparnisse

von drei Familien die Produktion wieder

auf. Seit der Gründung konnte die Firma auf

20 Beschäftigte in Vollzeit wachsen. Sie beschäftigt

überwiegend ihre alten Kollegen.

Rodler erwirtschaftet inzwischen einen

Jahresumsatz von 820000

Euro. Durch geschickte Nischenpolitik

im Produktportfolio

meistern sie den Weg

aus der Krise. Sie festigen die

Position im Markt gegenüber

vielen osteuropäischen und

fernöstlichen Konkurrenten.

Unter anderem produzieren

sie Wimpel für den Deutschen

Fußball Bund, hochwertige

Karnevalsmützen und Fahnen.

Die Meinel Mützen sind

mittlerweile Marktführer in

Deutschland und beliefern

2000 Karnevalsgesellschaften

jährlich. Die Fertigung von Vereinsfahnen

und Standarten stellt eine Besonderheit

durch handgeführte Stickerei und Konfektion

in der eigenen Näherei dar. Auch die

Abteilung Automatenstickerei ist für die

Abwicklung von Kleinaufträgen wie Bestickung

von T-Shirts, Berufskleidung, Ärmelabzeichen

usw. bestens gerüstet.

Birgit Rodler ist als treibende Kraft in der

Geschäftsführung viel auf Messen, Aus-

STARkES BüNDNIS FüR PRäVENTIoN

Schülerinnen und Schüler erproben sich im Herbstcamp in verschiedenen Berufsfeldern

Auf Initiative des Jobcenters Bremen startet

in den Bremer Herbstferien ein innovatives

Pilotprojekt: 20 Schülerinnen und

Schüler der 9. und 10. Klassen aus dem Bremer

Westen und Süden nutzen ihre Ferien

nicht nur zur Erholung, sondern sorgen für

ihre Zukunft vor, indem sie ein „gesponsertes“

Freizeitangebot auch zur Berufsorientierung

und Berufsfelderkundung nutzen.

Neben einzelnen Freizeitaktivitäten orientieren

sich die Jugendlichen in den Berufsbereichen

Holz, Metall, Küche, Farbe,

Hauswirtschaft und Verkauf. Betriebsbesichtigungen,Kompetenzfeststellungsverfahren

und ein Bewerbungstraining

runden die Vorbereitung auf den Weg in

die Ausbildung ab. Ziel des Projektes in Trägerschaft

der Waller Beschäftigungs- und

Qualifizierungsgesellschaft mbHg (Wa-

BeQ) ist es, den benachteiligten Schülerinnen

und Schülern Handwerkszeug für den

direkten Übergang von der Schule in die

Ausbildung mitzugeben und sie anzuspornen,

die verbleibende Schulzeit intensiv für

einen guten Schulabschluss zu nutzen. Bei

den Schülerinnen und Schülern handelt es

sich vielfac um junge Menschen, deren all-

gemeine Startchancen

aufgrund verschiedener

Ursachen nicht immer

gut sind. Diese Jugendlichen

reisten vom 17.

– 28: Oktober nach Parchim,

einer Kleinstadt

in Mecklenburg-Vorpommern.

In Parchim

werden so genannte

Herbstcamps vom JugendfördervereinParchim/

Lübz e.V. bereits

seit längerem erfolgreich

durchgeführt.

Beim Herbstcamp

2011 handelt es sich um ein Pilotprojekt,

bei dem im Rahmen von Wissenstransfers

Erfahrungen eines Trägers aus Mecklenburg-Vorpommern

auf das Bundesland

Bremen übertragen werden sollen. Bei

Erfolg wird darüber nachgedacht, ob das

Herbstcamp ab 2012 die Angebote der Berufsorientierung

in Bremen ergänzen soll.

Zu den Unterstützern und Förderern des

Herbstcamps gehören - erstmalig in dieser

Kombination der Zusammenarbeit - die

Agentur für Arbeit Bremen, der Senator für

stellungen, Vereinstreffen und den Maestro-Handwerksmärkten

in Oberfranken unterwegs,

um Kundenkontakte zu knüpfen.

Mit Erfolg, denn sie lässt nichts unversucht

um auf die Firma aufmerksam zu machen.

Ihre Hauptaufgabengebiete sind die Öffentlichkeitsarbeit,

Budgetplanung, Kundenakquise

und die Leitung der Stickerei.

Birgit Rodler ist verheiratet und hat einen

Sohn.

Wirtschaft, Arbeit und Häfen, die Handelskammer

Bremen, die Handwerkskammer

Bremen, die Kreishandwerkerschaft Bremen,

die Unternehmensverbände im Lande

Bremen e.V. sowie Werder Bremen. Dieses

starke Bündnis eint die Idee, dass alle Akteure

noch mehr als in der Vergangenheit

alle Anstrengungen unternehmen müssen,

um jungen Menschen einen guten Start in

ein eigenverantwortetes Leben zu ermöglichen.

Und dafür braucht man einen Schulabschluss

und eine berufliche Ausbildung.



praxis aktuell

BRANCHENREPORT

HANDWERK

5 I 2011

Mobil erfolgreich

Mobiles Arbeiten außerhalb der

Fir men räumlichkeiten gehört zum

Handwerkeralltag. Es ist ein Markenzeichen

dieser Branche – logisch,

denn viele Handwerker und ihre

Mitarbeiter erbringen meistens ihre

Leistungen am Standort ihrer Kunden.

Keine Überraschung also, wie

schnell sich im Handwerk Handys

durchgesetzt haben, um von unterwegs

aus mit Mitarbeitern, Kunden,

Büro, Lager und Zulieferern in Verbindung

zu bleiben.

Mehr Möglichkeiten. Mittlerweile

aber erledigen Handwerker mehr mit

den kleinen mobilen Kommunikationsgeräten

als nur zu telefonieren.

Mit Smartphones, Notebooks oder

Tablet-PCs ist dank schneller Verbindungen

heutzutage überall

AUFBLÄTTERN

Leitfaden. Die Welt des mobilen

Arbeitens hat eine eigene Sprache.

In der Broschüre „Mit Hammer, Säge

und Smartphone – Mobiles Arbeiten

im Handwerk“ erhalten Handwerker

die passende Übersetzung,

verständliche

Antworten und einen

guten Überblick.

Herausgeber ist das

vom Bundeswirtschaftsministerium

geförderte NetzwerkElektronischer

Geschäfts -

verkehr.

und jederzeit der Zugriff auf das

Internet mög lich. Auch das mobile

Banking oder die schnelle Suche

nach Geldautoma ten ist mithilfe der

neuen Geräte kein Problem. Die

Technik schafft also neue Möglichkeiten,

effektiv zu arbeiten.

Maßstab Mobilität. Ob mit Apps

für iPhone & Co. oder mit komplexen

Sys temen, die mit speziellen Eingabegeräten

ausgestattet und in die

Betriebs-EDV eingebettet sind: Handwerkern

stehen eine ganze Reihe

mobiler Anwendungen zur Verfügung.

Damit können sie unter anderem

Aufträge unterwegs sichten und

bearbeiten, Arbeitszeiten minutengenau

erfassen oder Aufmaße vor

Ort ein geben und für die

weitere Auftragsabwicklung

aufbereiten. Das spart

Zeit und damit am Ende Kos ten.

Neu und nützlich. Was jetzt aber

teure, wenig nützliche Spielerei oder

tatsächlich sinnvolle Arbeitserleich-

ANKLICKEN

Arztnavigator. Der neue AOK-

Arztnavi gator bietet künftig verlässliche,

faire und seriöse Informationen

über Ärzte im Internet –

bewertet von Patienten für Patienten.

Abgefragt werden bundesweit

die Meinungen zu „Praxis und

Personal“, „Arztkommunikation“,

„Behandlung“ und „Gesamteindruck“.

Dafür benötigen AOK-Versicherte

ihre Kassen- und Versichertennummer.

Sichtbar sind die

Bewertungen, wenn pro Arzt mindestens

zehn abgegeben wurden. Die

Befragung ist übrigens strikt anonym.

Weitere Informationen unter

Information

der AOK Bremen /

Bremerhaven

terung ist und wie sich Investitionen

in mobile Technik langfristig rechnen,

ist für Handwerksbetriebe schwer

zu überblicken. Immer mehr Endgeräte,

neue Übertragungstechniken

und Anwendungen kommen zurzeit

auf den Markt. Einen ersten Blick

in die Welt des Mobile Business

im Handwerk finden Sie in diesem

Branchenreport.

Ulf Brothuhn,

Vorstand der Bremischen Volksbank

AUFMERKEN

Kein Zusatzbeitrag. Die AOK Bremen/

Bre mer haven wird garantiert bis

2014 keinen Zusatz beitrag erheben.

Unter den momentan herrschenden

Bedingungen sei es sicher, dass die

AOK 2012 und 2013 keinen Zusatzbeitrag

von ihren Mitgliedern verlangen

müsse, so der AOK-Verwaltungsrat.

Zusätzliche Belastungen

für AOK-Mitglieder seien damit in

den kommenden beiden Jahren ausgeschlossen.

Die AOK ist mit rund

223 000 Versicherten die größte

Krankenkasse im Land Bremen, sie

wird das Jahr 2011 mit einem Überschuss

abschließen.

www.ec-net.de > Bibliothek www.aok-arztnavi.de www.aok.de/bremen


Wir Handwerker

arbeiten mobil

MEHRWERT FÜR PATIENTEN.

„Der Einsatz mobiler Techniken wird in der

Dentaltechnik immer wichtiger. Schon jetzt

können wir Prothesen herstellen, ohne

einen herkömmlichen Abdruck zu nehmen.

Damit entfällt eine unangenehme Prozedur

für den Patienten. Digitale Erfassung mittels

Laser und Kamera macht das möglich.

Während unsere Mitarbeiter vor Ort die

Daten noch aufnehmen, sind sie via

Internet quasi zeitgleich im Labor angekommen.

Und schon können die Techniker

mit der Arbeit an der Prothese beginnen.“

Joachim Feldmann, Zahntechnikermeister,

Feldmann Zahntechnik GmbH

Bremen

ZEIT GESPART.

„Der Einsatz von Smartphones und Tablet-

PCs bringt enorme Vorteile. Wir benötigen

weniger Zeitaufwand im Büro – und in

vielen Fällen auch bei den Kunden vor Ort.

Dem Monteur liegen alle Anlagendaten

dort vor, zum Beispiel auch die Reparaturen

der Vergangenheit. So kann er neue

Fehler schneller eingrenzen und beheben.

Zukünftig können wir außerdem Badsanie

rungen digital modellieren und dem

Kunden vor Ort auf einem virtuellen Rundgang

vorführen.“

Heiko Anders,

Anders Heizung-Sanitär GmbH Bremen

Im Außeneinsatz

Wie mag das früher funktioniert haben, fragt sich heute sicher der ein oder andere junge

Handwerker: Gehen etwa bei einer Montage beim Kunden die Ersatzteile zur Neige, dauert

der Auftrag länger als gedacht. Heutzutage geht der Griff zum Handy und schon können

Probleme vor Ort gelöst und Nachschub geordert werden.

Längst ist aus dem reinen Kommunikationsgerät dank immer neuer Innovationen und

schnellerer Übertragungstechnik ein vielseitig einsetzbares, mobiles Arbeitsmittel geworden.

Schon seit langem nutzen Handwerker selbstverständlich Kameras, Organizer,

Navigationssysteme, GPS-Daten und den Internetzugang der Mobilfunkgeräte, um unterwegs

Baustellen zu dokumentieren, Termine zu koordinieren, den Kunden zu finden und

E-Mails abzurufen.

Computer mit Telefon. Die Entwicklung

der mobilen Endgeräte ist mit solchen

Zusatzfunktionen nicht abgeschlossen.

Leistungsfähigkeit, Multifunktionalität

und Anwenderfreundlichkeit wurden

vorangetrieben. Die großen Touchscreens,

schnelle Internetverbindungen

und die Möglichkeit, unzählige kleine

Programme – sogenannte Apps – nach

eigenem Geschmack und Bedarf zu installieren,

trägt zum Erfolg der neuen

Telefone bei. Jedes dritte verkaufte

Handy ist mittlerweile ein Smartphone.

Tendenz: steigend.

Einsatzort Baustelle. Für manche

Handwerker ist so ein Gerät allerdings

nicht die erste Wahl. Staub, Schmutz,

Wasser, mechanische Belastungen oder

extreme Temperaturen mögen viele

Smartphones gar nicht. Die Lösung: Für

den Einsatz auf Baustellen und unter

anderen schwierigen Bedingungen gibt

Betriebssysteme für Smartphones

(Marktanteile 2011)

Android (Motorola, Siemens,

Sony Ericsson, Samsung u. a.) 38,5 %

Apple IOS

(iPhone) 19,4 %

Symbian

19,2 % (Nokia)

RIM

13,4 % (Blackberry)

Windows Mobile / Phone

5,6 % (HTC, Samsung, LG)

es Handwerker-Handys, die den hohen mechanischen Anforderungen genügen. Wer viel

und lange im Freien unterwegs ist, sollte bedenken, dass gerade die multifunktionalen

Geräte mit großem Display Stromfresser sind und die Akkulaufzeit nicht sehr lange anhält.

Große Auswahl. Mittlerweile ist die Palette an Smartphones für unterschiedliche Bedürfnisse

breiter denn je. Wer sich ein solches Gerät anschaffen möchte, um bestimmte Anwendungen

darauf zu nutzen, muss im Auge behalten, für welches Betriebssystem die

Apps geschrieben wurden. Die verschiedenen Smartphone-Hersteller verwenden für ihre

Geräte ganz unterschiedliche Betriebssysteme. Apps etwa sind Anwendungen für iPhone-

Nutzer. Vor einer Kaufentscheidung sollten Handwerker deswegen neben den technischen

Eigenschaften eines Smartphones immer anschauen, welche Anwendungen auf

dem Gerät zum Einsatz kommen sollen.


* Für 3,9 Cent pro Anruf aus dem deutschen Festnetz. Aus Mobilfunknetzen höchstens 42 Cent / Minute.

Partner des Handwerks

Mercedes, Marmelade, Menschlichkeit

Im Rahmen der Aktion „Marketing für den

Mittelstand“ fanden sich über 100 Mittelständler

aus Bremen und Bremerhaven im

Martinshof ein, um mehr über die vielfältige

Arbeit in der Werkstatt Bremen zu erfahren.

Die AOK Bremen/Bremerhaven und die Bremische

Volksbank hatten unter dem Motto

„Mercedes, Marmelade und Menschlichkeit“

zur Betriebsbesichtigung eingeladen. Zum

ersten Mal standen Mit arbeiter mit geistigen

und körperlichen Behinderungen auch nach

19 Uhr an der Werkbank – „die erste Nacht-

Einfach. Mehr. Wissen.

Neuer Auftritt unter aok-business.de: Ver -

läss liche Sozialversicherungsinforma tio nen,

praktische Tools für Handwerker

und spannende Featu res

für Entscheider

das Unternehmerportal

der

AOK Bremen/

Bremerhaven

hat jetzt mehr

zu bieten. Die

AOK BREMEN / BREMERHAVEN. GESUNDHEIT IN BESTEN HÄNDEN.

AOK Bremen / Bremerhaven

Bürgermeister-Smidt-Straße 95 · 28195 Bremen

E-Mail info@hb.aok.de

Internet www.aok-business.de / bremenbremerhaven

AOK-Service-Telefon 0421 1761 - 0 – Ihr direkter Draht

zur AOK Bremen / Bremerhaven – Montag bis Freitag

von 8 bis 20 Uhr, am Samstag von 10 bis 13 Uhr.

schicht bei uns“, wie Wilfried Hautop, Chef

der Werkstatt Bremen, verkündete. Mit

2 200 Mitarbeitern, sechs Betriebsstätten

und 31 Außenstellen sowie 40,4 Mio. EUR

Jahresumsatz gehört die Werkstatt Bremen/Martinshof

zu den größten Betrieben

ihrer Art. Dabei fertigt die Werkstatt nicht

nur im Auftrag von Mer cedes-Benz, sondern

bietet auch zahlreiche andere Arbeitsplätze

für Menschen mit geistigen

und psychischen sowie mehrfachen Behinderungen

– etwa in der eigenen Gärtnerei,

in der Gebäudereinigung oder in den Holz-

und Keramikwerkstätten. Die AOK Bremen/Bre

merhaven ist zweitgrößter Auftraggeber

mit einem von der Werkstatt

betriebenen Hilfs mittel-Logistik-Center. Mit

dem selbst hergestellten Senatskaffee und

der offiziellen Senatskonfitüre sind die

Mitarbeiter des Martinshofs auch so etwas

wie Botschafter der Hansestadt. Ihre Waren

verkaufen sie zudem in eigenen Geschäften

in der Bremer Innenstadt und am

Bremer Flughafen.

neue Struktur auf aok-business.de hilft Ihnen,

schnell die gewünschten und regionalen

Informationen zu finden. Sie wollen

für Ihren Handwerksbetrieb eine Frage

klären? Sie wollen etwas für die Gesundheit

Ihrer Mitarbeiter tun? Welche Erwartungen

Sie auch immer an das Unternehmerportal

der AOK Bremen/Bremerhaven

richten – wir haben Antworten für

Sie! Besuchen Sie die neuen Seiten unter

www.aok-business.de/bremen

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Unsere Experten finden eine Antwort auf Ihre Fragen

rund um die Gesundheit, zum Beispiel zu Ernäh rung,

Bewegung oder Stressbewältigung und zu allen

AOK-Gesundheitsangeboten. Rund um die Uhr, an

365 Tagen im Jahr.

Impressum: Herausgegeben und verlegt von der AOK Bremen / Bremerhaven, 28195 Bremen, und CW Haarfeld GmbH,

Postfach 16 16, 50333 Hürth · Verantwortlich für den Inhalt: Heinzpeter Mühl · Fotos: AOK, Fotolia, Getty Images,

iStockphoto, Netzwerk Elektronischer Geschäftsverkehr · Redaktionsschluss war der 19. Oktober 2011 · Gemäß § 13 SGB I

sind die Sozialversicherungsträger verpflichtet, die Bevölkerung im Rahmen ihrer Zuständigkeit aufzuklä ren.

Neue Pflichten

Ab 1. Januar 2012 übermitteln Arbeitgeber

in bestimmten Fällen die neue GKV-Monatsmeldung

mit dem Meldegrund „58“. Sie

wird für Mehrfachbeschäftigte, unständig

Beschäftigte oder in den Fällen, in denen

Arbeitnehmer weitere beitragspflichtige

Einnahmen erzielen, abgegeben. Anhand

der GKV-Monatsmeldungen prüft die Krankenkasse

bei Mehrfachbeschäftigten, ob

die Gleitzonenberechnung infrage kommt,

ob die geltenden Beitragsbemessungsgrenzen

überschritten werden und ob ein eventueller

Sozialausgleich durchzuführen ist.

Auch im kommenden Jahr werden die voraussichtlichen

Einnahmen des Gesundheitsfonds

höher sein als die Ausgaben

aller Krankenkassen. Daher hat das Bundesgesundheitsministerium

für das Jahr 2012

den durchschnittlichen Zusatzbeitrag erneut

mit 0 EUR festgelegt. Für Arbeitgeber

entfällt also auch im kommenden Jahr

die Aufgabe, für jeden Beschäftigten den

Anspruch auf Sozialausgleich zu prüfen.

Die GKV-Monatsmeldungen müssen nach

dem Willen des Gesetzgebers aber trotzdem

übermittelt werden.

Haben Sie Fragen zur neuen GKV-Monatsmeldung?

Dann wenden Sie sich einfach

an den Firmenkundenservice Ihrer AOK

Bremen/Bremerhaven. Infos auch unter:

www.aok-business.de/bremen

Frauenpower im Handwerk

Sie lenken die Geschicke im Hintergrund, kümmern

sich um das Management oder die Buchhaltung im

Betrieb: Frauen im Handwerk. Aber nicht nur als

Zahlenfrau und Datenspezialistin erobert das weibliche

Geschlecht die einstige Männerdomäne, sondern

auch als Meisterin.

Die vierte Bilanz zum Stand der Chancengleichheit

von Männern und Frauen, die das Bundesfamilienministerium

in Auftrag gegeben hat, zeigt: Jeder

vierte Azubi im Handwerk ist eine Frau. Wie die Damen

im Bremer Handwerk zupacken, lesen Sie im nächsten

Branchenreport.


Hoher Nutzwert

Smartphones, Note- oder die Netbooks

können schnell Daten an die

heimische EDV senden. Das und die

Vielzahl weiterer Nutzungsmöglichkeiten

erleichtern die Arbeit eines

Handwerkers.

Mobile

Auftragserfassung.

In Handwerksbetrieben verlassen

Mitarbeiter morgens das Büro mit einem

Packen Auftragszettel. In Unternehmen, die auf mobile

Auftragserfassung umstellen, gehören die Auftragszettel der Vergangenheit

an. Die Aufträge werden direkt auf das mobile Gerät

übertragen. Vorteil: Jeder Mitarbeiter bleibt mit dem Büro in Verbindung.

Geht ein Notfall ein, kann ein Monteur mit den notwendigen

Daten versorgt werden. Auf der anderen Seite erhält das Büro nach

Fertigstellung eines Auftrags alle Angaben. Das spart Zeit und Geld.

Mobiles Bezahlen. Weiter gehen die Systeme, mit denen es möglich ist,

direkt beim Kunden die fälligen Leistungsentgelte zu kassieren. So gibt es

zum Beispiel Apps, die aus dem Smartphone ein Kartenterminal machen.

Mobile Zeiterfassung. Das fehleranfällige Übertragen der handschriftlich

ausgefüllten Stundenzettel entfällt, wenn ein Betrieb auf mobile Zeiterfassung

umstellt. So können außerdem Projekte oder Arbeitsgänge

erfasst werden.

Mobiles Aufmaß. Nicht nur für Maler- und Maurermeister sind mobile

Aufmaßsysteme eine Hilfe. Dabei sendet ein digitales Lasermessgerät

die Maße über Blue tooth an einen Pocket-PC oder ein Smartphone. Von

dort können die Daten im Büro oder beim Kunden direkt und vollauto-

Apps: Einstieg in die mobile Internetwelt

Nachrichtendienste, Ticketkauf, Spiele, die Applikationen

(Apps) sind für Smartphonebesitzer der Einstieg

in die Welt der mobilen Internetnutzung.

Neben Spielereien gibt es nützliche Apps für den

Berufsalltag, sogar speziell für Handwerker. So

können sie mit der passenden App Visitenkarten von

Kunden einscannen, Produktkataloge, Kundendaten

oder den Ersatzteilbestand prüfen. Für Schreiner gibt

es Apps, die Richtwaage, Wasserwaage, Winkelmesser

oder Lineal ersetzen. Die nur zum Teil kostenlosen

Apps finden die Nutzer in den jeweiligen Stores der

Hersteller.

www.apple.com / de / itunes,

www.store.ovi.com,

https:// market.android.com,

www.apps.msn.de, www.samsungapps.com

matisch in ein Angebot

übertragen werden. Dabei

profitieren die Handwerksbetriebe

von der

schnelleren Bearbeitung.

Flottensteuerung. Um

Fahrzeiten und gefahre ne

Kilometer der Fir men -

fahr zeuge zu reduzieren

und ihre Positionen zu

bestimmen, können in die

Fahrzeuge Geräte mit GPS-

Empfänger eingebaut werden.

Diese Software kann

den effizien ten Einsatz der

Fahrzeuge planen.

nachgefragt:

Detlef Persin ist Leiter des Projekts „Mobiles Arbeiten“

des Hessischen Wirtschaftsministeriums, das kleine

und mittlere Unternehmen bei der Einführung von mobilen

Arbeitslösungen berät.

Die Nutzung mobiler Anwendungen auf den Smartphones setzt sich mehr

und mehr durch. Wie sehen Sie die Entwicklung in den nächsten Jahren?

Mit der nächsten Generation der Handwerker wird das Arbeiten mit mobilen

Lösungen so selbstverständlich wie das Nutzen des stationären Internets

sein. Wer privat mit Smartphone & Co. aufgewachsen ist, möchte

diese Mobilität in seinem Arbeitsalltag nicht missen.

Welche Art von Anwendungen wird sich am ehesten durchsetzen?

Schwer zu sagen. Dem mobilen Bezahlen gebe ich eine gute Chance, denn

es kann Forderungsausfälle reduzieren. Damit haben viele Handwerksbetriebe

zu kämpfen. Eine kombinierte Lösung aus Bezahlen mit Kreditkarte

und mobilem Erstellen der Rechnung hilft den Betrieben, schnell an ihr

Geld zu kommen. Der Kunde hat auch bei diesem Verfahren eine Rechnung

in der Hand, die er steuerlich absetzen kann.

Was sollte ein Handwerksbetrieb grundsätzlich beachten, bevor er in

mobile Technologie investiert?

Neben passender Software oder Apps ist die Auswahl der Hardware

ein wichtiger Faktor. Was nützt das schickste Gerät, wenn es schon

beim Runterfallen in Stücke zerbricht oder wenn die Eingabe über eine

zu filigrane Tastatur im Arbeitseinsatz zur Qual wird?

Für welche Kriterien sollte sich ein Handwerker bei der Auswahl

des Smartphones entscheiden?

Gerade im beruflichen Einsatz ist es wichtig darauf zu achten, ob es

bereits Standardsoftware für die angedachten Lösungen gibt. Ansonsten

haben die Android-Varianten und das iPhone in der Kundengunst die Nase

vorn. Ebenso sind aber auch noch viele Windows-Mobile-Anwendungen

im Einsatz.

Stichwort: Mobile Zeiterfassung. Wie reagieren Mitarbeiter auf diese

mobilen Anwendungen?

Dies ist ein nicht zu vernachlässigendes Thema. Da ist die Führungsqualität

des Chefs gefragt. Ist das Vertrauen der Mitarbeiter da, dürfte es

keine größeren Probleme geben. Der Einsatz solcher Technologien rüstet

den Betrieb für die Zukunft. Gibt es aber kein stabiles Verhältnis zwischen

Geschäftsleitung und Mitarbeitern, kann man schon mit einigem Widerstand

rechnen. Auf alle Fälle sollten klare Regeln vor der Einführung

mobiler Software abgesprochen und schriftlich fixiert werden.

@ detlef.persin@hessen-it.de


HANDwERkSkAMMER

SEITEN 22 | 23

MoDERNES HANDwERk MIT MIGRANTEN

50. Jahrestag des Anwerbeabkommens mit der Türkei

Die Handwerkskammer Bremen sieht

beste Voraussetzungen für Migranten

und eine erfolgreiche Selbständigkeit im

Handwerk.

Im Oktober 1961 wurde in Bad Godesberg

ein Abkommen unterzeichnet, das

die Entwicklung der Bundesrepublik

Deutschland nachhaltig prägt: Das Anwerbeabkommen

mit der Türkei. Es regelte

eine zeitlich begrenzte Anwerbung von

türkischen Arbeitskräften für die deutsche

Wirtschaft. Die Türkei erhoffte sich

davon die Kompensation ihres Handelsbilanzdefizits

gegenüber dem wirtschaftlich

erstarkenden Deutschland. Durch

Geldüberweisungen der in Deutschland

„Gastarbeiter“ genannten Arbeitnehmer

an ihre Angehörigen zuhause in der Türkei

und das technische Know-how, das

sie nach der vereinbarten zweijährigen

maximalen Aufenthaltsdauer bei ihrer

Rückkehr mitbringen würden, erwartete

die türkische Regierung eine Effizienzsteigerung

ihrer eigenen Industrie.

Vereinbart war, dass ausschließlich Unverheiratete

aus dem europäischen Teil der

Türkei für maximal zwei Jahre in Deutschland

arbeiten durften. Eine Verlängerung

dieser Frist war ausgeschlossen – ebenso

ein Nachholen der in der Türkei zurückbleibenden

Familien. Allerdings wurde dieser

Teil der Übereinkunft in Deutschland nicht

umgesetzt. Eine nachhaltige Kontrolle

durch die Behörden unterblieb. So markiert

das Anwerbeabkommen den Beginn

der Einwanderung aus der Türkei. Die wird

in der Bevölkerung zum Teil sehr kritisch

gesehen. In den Betrieben des Handwerks

orientiert man sich jedoch eher an den

Realitäten. „Wo Hand in Hand gearbeitet

wird, wie bei uns, wachsen Verständnis,

Wertschätzung und gesellschaftlicher

Zusammenhalt. Das Handwerk macht

deshalb keinen Unterschied zwischen Kulturen

oder Nationalitäten. Es ist offen für

Menschen unterschiedlichster Herkunft,

deshalb lautet ein Motto unserer Imagekampagne:

Bei uns zählt nicht, wo man

herkommt, sondern wohin man will“, sagt

Günther Engelke, Vorstand der Handwerkskammer

Bremen.

Schon bisher beschäftigen die handwerklichen

Betriebe einen großen Teil Migranten.

Um den Fachkräftemangel zu mindern, will

das Handwerk künftig sogar noch mehr Jugendliche

aus Migranten-Familien für das

Handwerk begeistern. „Die Voraussetzung

für ein erfolgreiches Berufsleben ist eine

Berufsausbildung. Das Handwerk besucht

mit Mentoren die allgemeinbildenden

Schulen und präsentiert sich auf Ausbildungsmessen

und Jobbörsen. Für uns ist

wichtig, dass sich mehr junge Migranten

um einen Ausbildungsberuf bewerben und

vielleicht später die Meisterprüfung ablegen

und sich selbständig machen“, sagt

Engelke.

Denn allein im Land Bremen suchen pro

Jahr 200 Handwerksbetriebe einen Nachfolger.

Deshalb sieht der HWK-Vorstand für

Migranten im Handwerk beste Voraussetzungen

für eine erfolgreiche Selbständigkeit.

„Die Zuwanderung von Menschen

aus der Türkei hat uns gut getan“, findet

Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen anlässlich

der Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag

des Abkommens. Deutschland sei bunt

und vielfältig geworden, sagte er bei der

zentralen Feier im Rathaus.

In der Gesellschaft dagegen müsse sich

noch viel mehr widerspiegeln, dass die türkischstämmige

Bevölkerung dazugehöre

und gleichberechtigt sei, meint hingegen

Halime Cengiz vom Bremer Rat für Integration.

„Menschen mit Migrationshintergrund

haben noch nicht die gleichen

Chancen wie Deutsche“, stellt sie fest

und sieht die Politik in der Pflicht hieran

etwas zu ändern. Auch die Professorin

Dr. Yasemin Karakaşoşlu, Konrektorin für

Interkulturalität und Internationalität an

der Hochschule Bremen, sieht Nachholbedarf.

„Noch immer werden Jugendliche

mit ausländischen Nachnamen bei

der Suche nach einem Ausbildungsplatz

benachteiligt.“ Hausbesitzer nähmen lieber

einen deutschen Mieter.

Der türkische Generalkonsul Tuncar Özcuhadar

hingegen zeigt sich versöhnlich:

Natürlich gab und gibt es Probleme beim

Zusammenwachsen. Aber es gibt doch

auch deutlich mehr Gemeinsamkeiten

als Unterschiede.“

Gebrauchte Transporter ohne

Risiko – es sei denn, Sie sorgen

dafür.

Vertrauen Sie dem TGC-Gütesiegel: beste

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HANDwERkSkAMMER

MITTELSTAND TRIFFT HANDwERk

Die Mittelstandvereinigung MIT besuchte das HandwERk / Gedankenaustausch zwischen Handwerkern und Politik

Neunundneunzig Prozent aller umsatzsteuerpflichtigen

Unternehmen in Deutschland

gehören zum Mittelstand. Zwei Drittel aller

sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer

werden von ihm beschäftigt und mehr

als vier Fünftel aller Ausbildungsplätze gestellt.

Die mittelständischen Unternehmer

gelten deshalb zurecht als Leistungsträger

unserer Gesellschaft.

Die Mittelstands-und Wirtschaftsvereinigung

MIT der CDU/CSU vertritt die Interessen

dieser Leistungsträger, zu denen

auch die Handwerker gehören. Aus Sicht

des MIT-Landesvorsitzenden in Bremen,

Jochen Leinert, kommt dem Handwerk

angesichts seiner fünf Millionen Beschäftigten

sogar eine besondere Bedeutung

zu. Angesichts der Diskussionen um den

Fachkräftemangel und mehreren tausend

unbesetzten Stellen lud er darum zum Besuch

des Kompetenzzentrums HandWERK

ein und sprach dort mit Handwerkern,

damit sich die Mitglieder der Vereinigung

selbst ein Bild über die Ausbildung und die

Bedrüfnisse im Handwerk machen können.

Dabei waren auch der wirtschaftspolitische

Sprecher der CDU-Fraktion und ehemalige

Wirtschaftssenator Jörg Kastendiek

sowie ihr bildungspolitischer Sprecher, Dr.

Thomas vom Bruch. Bei allen warb Thomas

Kurzke, Obermeister der Bremer Maler-

und Lackierer-Innung, mit einem Impulsreferat

um das Verständnis für die Anliegen

von Handwerkern, deren Kleinzelligkeit es

manchmal schwierig macht, ein einheitliches

Bild zu finden. „Handwerker sind

sehr laut auf der Baustelle und sehr leise

in dieser Gesellschaft. Handwerker fordern

nicht, Handwerker bevormunden nicht,

Handwerker sind keine Wutbürger. Und

doch ist Handwerk, überall in dieser Gesellschaft

vertreten“, sagte er und gab handfeste

Anregungen für politisches Handeln.

Insbesondere wünschte er sich mehr Verlässlichkeit

in der Politik. „Wenn das Handwerk

weiterhin als tragende Säule, dieses

Landes stehen soll, brauchen unsere Betriebe

einen festen Grund, auf dem sie bauen

können. Mehr denn je, sind sie auf gute

Rahmenbedingungen angewiesen. Dies

gilt insbesondere für den Bildungsbereich.

„Schüler die heute die Regelschulen verlassen

und sich in die duale Ausbildung begeben,

sind immer öfter nicht ausbildungsfähig“

stelle er fest und wies darauf hin, dass

in allen Bereichen müssen zunächst einmal

Schwächen kompensiert werden müssen.

Das HandWERK bietet zwar Kurse an, in

denen schwachen Ausbildungsstarter die

theoretischen Grundlagen nahe gebracht

werden, damit sie überhaupt eine Ausbildung

absolvieren können. Deshalb muss

es unbedingt gelingen, in den nächsten ein

erfolgreiches Schulsystem aufzubauen in

dem die Schüler eine viel frühere und besonders

intensive Förderung erhalten. „Das

bremische Handwerk bietet der Bildungsbehörde

immer wieder die offene Hand,

denn hier ist unbedingt mehr Miteinander

erforderlich“, hob Kurzke hervor.

Nachholbedarf sieht er auch beim Thema

Migration. Parallel-Gesellschaften, Ghettoisierung

und Abgeschiedenheit einer

großen Gruppe von Menschen, die für das

Handwerk interessant ist, zeigen, dass an

die heutige Förderung an den Bedürfnissen

dieser Menschen vorbei geht. „Wir Handwerker

freuen uns über jeden leistungsbereiten

Menschen, den wir im Handwerk begrüßen

können. Das sind schon viele aber

längst nicht genug. Geben wir den Migranten

zielgerichtete Förderung und damit

einen Platz in unserer Mitte“, unterstrich

er. Um die leidliche Verkehrssituation Bremens

auf die Bedürfnisse aller abzustimmen,

forderte er eine gemeinsame Lösung,

für die die Vertreter des Handwerks, der

Auto- und Radfahrer, des Schwerlastverkehrs,

von Fußgängern und der Anwohner

an einen Tisch eingeladen werden. „Das

Handwerk wird Konzepte mittragen, wenn

sie glaubwürdig sind. Entscheidend ist

aber, die Menschen mitzunehmen und zu

MIT-Landesvorsitzender Jochen Leinert Jörg Kastendieck und Dr. Thomas vom Bruch

motivieren. Jörg Kastendieck und Thomas

vom Bruch zeigten sich beeindruckt von

der Differenziertheit des zwanzigminütigen

Referats und stimmen grundsätzlich

mit dem Handwerk überein. „Das Bremer

Bildungssystem ist träge wie ein Tanker.

Man muss schon froh sein, wenn die Richtung

stimmt“, sagte vom Bruch. Er empfiehlt:

„Ausbildungsfähigkeit ist ein wichtiger

Punkt. Die Schule braucht das Drängen

des Handwerks.“ Gemeinsam mit Kastendieck

stimmt er zu, dass die duale Ausbildung

Vorrang vor einem „weiterführenden

Schulbesuch“ haben muss, der sich viel zu

oft als Warteschleife entpuppt. Bei vielen

so genannten „Maßnahmen“ im Bildungsbereich

wisse man zudem nicht, ob sie eher

den Teilnehmern oder den Maßnahme-

Trägern helfen, sagte er und wies auf die

fehlende Überprüfung der Nachhaltigkeit

hin. Zum Ende der einstündigen Diskussion

waren sich alle einig, dass Maßnahmen,

bei denen keine positiven Ergebnisse

festgestellt werden können, eingestellt

werden sollten. Jochen Leinert fasst dies

in seinem Schlusswort so zusammen: „Die

Wirtschafts- und Bildungspolitik muss die

Voraussetzungen für die Ausbildungs- und

Berufsfähigkeit schaffen und verlässlich

garantieren. Dazu müssen in Bremen und

Bremerhaven das Handwerk und die Politik

offen und ergebnisorientiert miteinander

reden, damit Ziele und Ergebnisse geschaffen

werden.“ Beide Seiten vereinbarten,

dass sie sich in Zukunft weiter zu solchen

Meinungsaustauschen treffen wollen.

Die Mittelstandsvereinigung MIT will in

Bremen Politik für den Mittelstand durchsetzen

und künftig auch verstärkt Handwerker

mit einbeziehen.

Mittelstands- und wirtschaftsvereinigung

(MIT)

Telefon (04 21) 3 08 94-26

Email: info@mit-bremen.de

Internet: www.mit-bremen.de

Thomas Kurzke, Obermeister der Maler- und

Lackierer-Innung, Dr. Thomas vom Bruch,

HWK-Präses Joachim Feldmann, Jochen Leinert

und Jörg Kastendieck (von links)

Fotos: Mark Diekmann-Lange


R

kH BREMEN

Zeit zum Wechseln!

Privat. Solide. Leistungsstark.

INTER Krankenversicherung

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ToP-PRoGRAMM ZEIcHNET FLEIScHHAUER AUS

Große Ehre für den Bremer Dienstleister für Sicherheitstechnik und Telefonanlagen

Fleischhauer Bremen wird vom Bundesministerium

für Wirtschaft in Berlin als langjähriger

Gastgeber der TOP-Programms

ausgezeichnet. Der Dienstleister für Sicherheitstechnik

und Telefonanlagen stellt

interessierten Unternehmen seine innovative

Prozesskompetenz in Tagesseminaren

vor und bietet damit einen Blick hinter die

Kulissen.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und

Technologie hat jetzt Fleischhauer Bremen

die Urkunde des technologieorientierten

Besuchs- und Innovationsprogramms für

langjährige TOP-Gastgeber verliehen. Das

1992 vom Wirtschaftsministerium initiierte

TOP-Programm fördert den Erfahrungs-

und Wissenstransfer zwischen Unternehmen

unterschiedlicher Größe und

Branchen. Fleischhauer engagiert sich seit

2007 als einer von bundesweit rund 100

TOP-Gastgebern. Aus Bremen ist sonst

nur Thermo Fisher in diesem Kreis ausgewählter

Unternehmen vertreten. Die Idee:

Innovative Unternehmen aus der Republik

laden ein. TOP steht dabei für Transfer von

Wissen, Optimierung von Prozessen und

Praxis erleben.

Geschäftsführer Arne Bär bietet im Rahmen

des Gastgeber-Programms das Tagesseminar

„Kaizen im Büro“ an, um das

interne Prozesswissen an interessierte

Dr. Markus Merk

Partner der INTER

Unternehmen weiterzugeben.

„Wir

haben in dieses Jahr

zwei Veranstaltungen

gemacht und

werden dies im

kommenden Jahr

wieder machen. Die

Resonanz der Teilnehmer

zeigt, dass

unser Know-how

bei Prozessen und

Mitarbeiterführung

ihnen viele Anstöße

für die eigene Praxis

bietet.“ Fleischhauer

war 2004 im Top-

Job-Wettbewerb unter Schirmherrschaft

das Bundeswirtschaftsministeriums als einer

der besten Arbeitgeber im deutschen

Mittelstand ausgezeichnet worden und erhielt

die Einladung zur Teilnahme am Gastgeberprogramm.

Im Rahmen von TOP erhalten Fach- und

Führungskräfte die Möglichkeit führende

Unternehmen zu besuchen und sich in

eintägigen Veranstaltungen vor Ort über

den Einsatz innovativer Technologien oder

Strategien zu informieren. Die Besucher

erhalten aktuelles, in der Praxis erprobtes

Wissen und bekommen in persönlichen

Gesprächen mit Experten Innovationsprozesse

erklärt. Voraussetzungen, Einsatzmöglichkeiten

sowie Vor- und Nachteile

neuer Arbeitsabläufe oder Verfahren werden

offen diskutiert. Befragungen zeigen,

dass rund 97 Prozent der Teilnehmer einen

konkreten Nutzen für ihr eigenes Unternehmen

ziehen konnten, und dass 80 Prozent

die aufgezeigten Innovationen direkt

in Ihrem Unternehmen anwenden. Somit

fördert TOP den Erfahrungs- und Wissensaustausch

sowohl auf Fach-, als auch auf

Führungsebene und schafft einen Mehrwert

für die Unternehmen.

Jetzt informieren:

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kH BREMEN

75 JAHRE BETRIEB HERMANN o. EckERT

Die Firma Hermann o. Eckert (HoE) feierte Mitte September 75-jähriges Jubiläum

Der Obermeister der Informationstechniker-Innung

Bremen, Peter Struck, und

Stefan Schiebe von der Geschäftsführung

der Kreishandwerkerschaft Bremen, überbrachten

dem Innungsbetrieb die Jubiläumsurkunde,

Blumen und die Glückwünsche

der Handwerksorganisation.

Gegründet wurde die Firma 1936 in der

Bürgermeister-Smidt-Straße. Der Krieg verhinderte

zunächst den weiteren Aufbau

der Firma. Als Otto Eckert jedoch 1945 gesund

aus dem Krieg zurück kam, mietete er

Räume in der Obernstraße an und wagte

einen Neuanfang mit damals modernen

Bürogeräten wie Kopierern auf fotografischer

Basis, elektromechanischen Fakturier-

und Rechenmaschinen.

Die Wartung und die Reparatur waren von

Anfang an ein Schwerpunkt, lange Zeit vor

allem für mechanische Schreibmaschinen.

„Die Büromaschinenmechaniker gehörten

übrigens lange Zeit der Innung der Zweiradmechaniker

an. Dies verdeutlicht, wie

„mechanisch“ die Geräte damals waren

und welche Veränderung in der Branche

bis heute stattgefunden hat“, weiß Reinhard

Schult zu berichten.

Reinhard Schult, der heutige Geschäftsführer,

begann 1962 als Techniker bei HOE. Die

Firma war damals klein und bestand aus

einem Techniker, zwei Auszubildenden und

zwei Büroangestellten. Zu diesem Zeitpunkt

hatte er schon eine Lehre als Feinmechaniker

in der Mess- und Analysentechnik

absolviert. Parallel zur Arbeit als Techniker

machte er noch eine Lehre als Büromaschinenmechaniker.

Stetiger technischer Wandel

war eine Herausforderung, aber auch

stets eine Chance, wie Reinhard Schult erzählt:

„Als unser Lieferant aus Sömmerda

in Thüringen in der

DDR nicht mehr liefern

konnte, blieben

uns nur die Reparaturen.

Ein Teil des

Umsatzes brach

weg. Es musste also

nach Alternativen

gesucht werden.“

Die fand man, zum

Beispiel mit Addiermaschinen

und

Buchungsautomaten,

und schon bald

konnte der Betrieb

erweitert werden.

Und die technische Entwicklung schritt

voran: Mit Röhren versehene Diktiergeräte

wurden mit digitalen Bausteinen bestückt.

Die ersten Elektronenrechner kamen auf

den Markt. Nach der Kugelkopfschreibmaschine

von IBM ging es mit den Typenrad-

Maschinen los. Reinhard Schult: „Allen in

der Branche schwirrte der Kopf. “ Auch der

Vertrieb von Büromöbeln war angelaufen.

HOE vergrößerte sich langsam, aber beständig.

Die Technik entwickelte sich immer

mehr in Richtung Elektronik und Computer.

1971 wurde Reinhard Schult Teilhaber der

neu gegründeten OHG. 1977 schied Otto

Eckert im Alter von 73 Jahren aus der Firma

aus, und sie wurde umbenannt in „Hermann

O. Eckert, Inhaber Reinhard Schult“.

Die Firma erweiterte sich weiter im Bereich

Büromöbel und Kopiergeräte; auch der Bereich

Registrierkassen nahm langsam Fahrt

auf. 1984 erfolgte dann der Umzug nach

Habenhausen. Ein weiterer Meilenstein

war die Welt der Computer. 1989 wurde

eine EDV-Abteilung gegründet, und wieder

war es Zeit für bauliche Erweiterungen.

kUNDENBEIRAT

Obermeister Peter Struck (links) gratulierte Reinhard Schult

Eine Verknüpfung fand schon bald mit

der Kassentechnik statt. 1993 entwickelte

man selber Software, um den Wünschen

der Kunden entgegenzukommen. Heute

wird die Software europa- und amerikaweit

vertrieben. 1998 kam Sohn Thomas

Schult nach seinem Studium in die Firma,

seit 2006 leitet hauptsächlich er die Firma.

Sohn Andreas Schult hatte bereits in den

80ern seine Lehre im Betrieb und inzwischen

seine Meisterprüfung gemacht.

Bemerkenswert ist die Konstanz des Mitarbeiterstamms,

auch wenn dann und wann

Personalwechsel zu verkraften waren. Die

Firma hat heute 29 Mitarbeiter, von denen

gut zwei Drittel länger als 10 Jahre da sind,

viele erheblich länger. Reinhard Schult, der

sich heute mit 69 Jahren gönnt, nur noch

vormittags zu arbeiten, sagt: „Mit großer

Freude kann ich feststellen, dass das typische

„Abteilungsdenken“ dem Gedanken

„Wir, die Eckert-Familie“ gewichen ist. Wie

wir alle wissen, kann man so etwas nicht

anordnen. Es kann nur mit der Unterstützung

der Mitarbeiter funktionieren.“

Der Kundenbeirat wurde als Interessenvertretung der Innungen, die das HandWERK als Aus- und Weiterbildungsstätte nutzen, geschaffen.

Er führt einen regelmäßigen Austausch der beteiligten Partner herbei. Dabei geht es primär um Qualitätssicherung und

-verbesserung.

Die Tagung im September fand am HandWERK in der Schongauer Straße statt. Von besonderem Interesse waren die Neuerungen

und die damit einhergehenden Verbesserungen am HandWERK. Peter Brandt vom HandWERK konnte von weiteren Fortschritten

bei der Ausstattung der Werkstätten berichten. So wurden beispielsweise 12 Übungstüren für den Schließ- und Sicherheitstechnik-

Kurs im Metallhandwerk angeschafft. Der kaufmännische Leiter Reiner Krebs berichtete über die neuesten Auswertungen der ÜLU-

Lehrgänge, die von den Teilnehmern bewertet werden. Hier zeigt sich ein sehr positives Bild. Auch der Mathekurs, der Betrieben mit

Auszubildenden mit Nachholbedarf angeboten wird, wurde thematisiert. Das Pilotprojekt war sehr erfolgreich. Seit Oktober laufen

neue Kurse. Schließlich waren die Lehrgangsplanungen 2012 Thema des Kundenbeirats.

Erneut stellte der Kundenbeirat unter Beweis, dass sich der intensive Austausch für alle Beteiligten lohnt.

Der nächste Termin wird im Januar 2012 stattfinden.


kH BREMEN

AGVH REcHTSBERATUNG IST FAcHkUNDIG UND SPART GELD

Beratung nutzen, bevor es zu Auseinandersetzungen kommt

Ärger mit den Mitarbeitern? Fragen zu Arbeitsverträgen und Tarifen?

Eine Klage flattert ins Haus? Zerwürfnisse mit dem Betriebsrat

drohen? Der Arbeitgeberverband weiss durch seine Rechtsberatung

schnell und kompetent zu helfen.

„Ich nutze den Service des AGVH seit Jahren und habe mich inzwischen

daran gewöhnt, mich frühzeitig bearten zu lassen, bevor es

zu ernsten Auseinandersetzungen im Betrieb kommt“ weiss Thorsten

Kunz, Geschäftsführer des SHK- Betriebes Joh. Osmers GmbH

& Co KG zu berichten. Mit einer Betriebsgrösse von über fünfzig

Mitarbeitern werfen sich für Kunz häufig in der Zusammenarbeit

mit den Mitarbeitern Fragen auf, die dem Praktiker nicht auf den

ersten Blick lösbar erscheinen. Der Griff zum Telefon verschafft

schnell Klarheit. Es sind nicht immer die grossen Rechtsfragen,

die zu lösen sind, gerade Fragen nach einer Kündigungsfrist, einer

Vertragsklausel oder einer Formulierung gegenüber den Mitarbeitern

halten auf und lenken vom Kerngeschäft ab. „ Auch hier kann

ich mit einem Telefonanruf die notwendigen Auskünfte erhalten“

freut sich Kunz. Auch wenn es mal zum Äussersten kommt und

ein Gerichtsverfahren zu führen ist weiss sich der Betrieb in guten

Händen. „Für den Arbeitgeber ist es häufig schwer zu akzeptieren,

dass das Arbeitsrecht dem Schutz des Arbeitnehmers dient und es

DAS ALTER VoN HERRN wANNINGER wAR kEIN

HINDERNIS. SEINE ERFAHRUNG EIN GUTER GRUND.

Motivierte Arbeitskräfte finden: www.jobcenter-ichbingut.de

Hermann Wanninger braucht keine Gabel,

um zu füttern. Er braucht einen Gabelstapler.

Denn „Füttern“ bedeutet im Jargon der

Tischlerei Harde in Stadland-Rodenkirchen,

für Nachschub an Baustoffen wie Blendrahmen

oder Beschlägen zu sorgen.

Diese Aufgabe übernimmt der 53-Jährige

in dem auf Bau und Montage von Türen

und Fenstern spezialisierten Betrieb: Tag

für Tag fährt er zwischen Lager und Werkstätten

hin und her.

Bevor er im Sommer 2011 seine Unterschrift

unter den Arbeitsvertrag setzte,

war Hermann Wanninger arbeitslos. Acht

Jahre lang schreibt er eine Bewerbung

nach der anderen und sammelt eine Absage

nach der anderen.

Die Begründung ist immer

dieselbe: das Alter. Dann

nimmt er an einer sechswöchigen

Schulung teil, die

gemeinsam vom Jobcenter

Wesermarsch, einem Bildungsträger

und dem Chef

der Tischlerei Harde, Stefan

Pieperjohanns, auf die Beine

gestellt wurde. Das bringt

die ersehnte Wende. Denn

für Herrn Pieperjohanns

zählen nicht die Lebensjahre,

sondern Erfahrung

und Können. Nach einem

Praktikum stellt er den Lageristen

und Gabelstaplerfahrer

unbefristet ein – ein

Glücksfall für beide. Pieperjohanns:

„Mit seinen hand-

SEITEN 26 | 27

ist gerade hier angenehm einen Vertreter neben sich zu wissen,

der die Belange und Interessen des Handwerks sehr genau kennt.“

Ein Grossteil der Vertretung und Beratung erfolgt über Rechtsanwalt

Patrick von Haacke der mittlerweile seit 10 Jahren die juristische

Anlaufstelle des AGVH ist. „In Beratung und Vertretung ist

es es entscheidend, den Betrieben zu vermitteln, dass wir ihre Interessen

im Auge haben und kennen. Das ist uns als Fachverband

natürlich leichter möglich, da uns die Strukturen und Interessenlagenb

unserer Mitgliedsbetriebe sehr geläufig sind“ betont von

Haacke die Nähe zu den Handwerksbetrieben. „Schlussendlich ist

neben der unbürokratischen und zuverlässigen Verfahrensweise

auch die Kostenlösung ein dicker Pluspunkt“. Mitgliedsbetriebe

zahlen für die gerichtliche Vertretung pro Termin 150,00 EUR die

Beratung ist mit den Innungsbeiträgen abgedeckt. Ein wichtiges

Argument für die Mitgliedschaft, denn die anwaltliche Vertretung

ist ausserhalb der Verbände viel teurer und von den Betrieben

selbst zu tragen. „In den letzten Jahren habe ich durch das

rechtzeitige Einschalten des AGVH in Beratung und Vertretung

viel Geld und Aufwand gespart, den ich produktiver im Betrieb

einsetzen kann“ lobt Kunz die Zusammenarbeit mit dem Arbeitgeberverband

Handwerk.

Die Rechtsberatung erreichen Sie unter Tel. 0421 22280614

werklichen Fähigkeiten, seiner schnellen

Auffassung und seiner Zuverlässigkeit ist

Hermann Wanninger genau der Kollege,

den wir gesucht haben.“ Viele ältere Arbeitnehmer

verfügen über die Kompetenzen,

die im Handwerk gebraucht werden.

Zum Beispiel ausgezeichnetes Fachwissen,

Improvisationstalent oder Erfahrung im

Umgang mit Kunden.

wIR SIND DER PARTNER AN IHRER SEITE

Deutschlandweit stehen Arbeitnehmern

und Arbeitgebern rund 50.000 Mitarbeiter

in unseren Jobcentern zur Seite. Durch den

engen Kontakt mit den Arbeitsuchenden

in SGB II kennen unsere Berater deren Talente

und Qualifikationen sehr genau und

können Ihnen die passenden Bewerber

vermitteln. So sparen Sie sich langwierige

Bewerbungsverfahren. Zudem bieten

wir Ihnen zahlreiche Unterstützungs- und

Förderleistungen, etwa zeitlich begrenzte

Lohnzuschüsse oder Weiterbildungsmaßnahmen

für ihre künftigen Arbeitnehmer.

Helfen Sie motivierten Menschen beim

Einstieg ins Berufsleben – und profitieren

Sie als Arbeitgeber davon. Wir informieren

Sie gerne über entsprechende Fördermöglichkeiten.

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kH BREMEN

kFZ-INNUNG: Pkw-MAUT

STÖRT koNJUNkTUR

Als eine „unnötige Störung einer derzeit stabilen Konjunktur im

Automobilgeschäft“ hat die Innung des Kraftfahrzeugtechniker-

Handwerks Bremen die aktuellen politischen Forderungen nach

einer Autobahnmaut für Pkw bezeichnet. Eine weitere finanzielle

Belastung der ohnehin bereits jetzt stark beanspruchten Autofahrer

könne das Geschäft mit neuen und gebrauchten Pkw sowie

den automobilen Service nachhaltig irritieren. Obermeister

Hans Jörg Kossmann sagte, die Kfz-Innung lehne eine Pkw-Maut

ab.

Die Autofahrer seien heute bereits

durch Kfz-Steuer, Mineralölsteuer und

Umsatzsteuer erheblich belastet. Vor

dem Hintergrund knapper Kassen im

Bund könne man nicht darauf vertrauen,

dass eine völlige Kompensation der

jetzt diskutierten Mehrbelastung möglich

werde. Zudem sei die Kfz-Steuer als

eine Ländereinnahme nicht in der Entscheidungsbefugnis

des Bundes. Die

Erfahrung der vergangenen Jahre zeigt

nach Darstellung von Obermeister

Kossmann, dass die ca. 125 Betriebe der Kfz-Innung Bremen für

Konjunktur- und Kostenschwankungen anfällig seien. Wörtlich:

„Eine weitere Kostenbelastung der Autofahrer spüren vor allem

Automobilhandel und -service.“

wERkVERTRAGSSEMINAR

DES AGVH

Ein echtes Highlight konnte der Arbeitgeberverband Handwerk

seinen interessierten Mitgliedern am 12. Oktober in der Martinistrasse

präsentieren. Die Vorsitzende Richterin am Landgericht

Bremen Dr. Britta Gustafsson hielt unterstützt von Herrn Rechtsanwalt

Patrick von Haacke des AGVH ein Seminar über das Werkvertragsrecht.

Die Referenten gaben dreissig Mitgliedern einen

Überblick über das Rechtsgebiet von der Vertragsanbahnung bis

zur Schlussrechnung. Zeil war es, den Teilnehmern einen Gesamtüberblick

über das Rechtsgebiet zu verschaffen und bei den kundigeren

Zuhörern vorhandenes Wissen aufzufrischen. „Das Recht

des Werkvertrags ist das juristische Rüstzeug für Handwerker“

betont Frau Dr. Gustafsson. „Es ist sehr angenehm, die gerichtliche

Sicht der Dinge ausserhalb einer Verhandlung beleuchten zu

können“ freute sich die Vorsitzende einer der beiden Baurechtskammern

des Landgerichts Bremen über die Chance, Praktikern

gegenüber auf Fallstricke und Notwendigkeiten in der Vertragsgestaltung

und Abwicklung hinzuweisen. „Dies war eine tolle Möglichkeit,

unseren Mitgliedsbetrieben einen Einblick in die Arbeits-

und Denkweise der gerichtlichen Praxis zu geben“ bewertete von

Haacke die Veranstaltung. Allerdings bleibt es das vorrangige Ziel

der Arbeit des AGVH und auch des Seminars bei den Betrieben

Wachsamkeit zu fordern, damit Rechtstreite vermieden werden

können. „ Der Weg zu Gericht sollte stets die letzte Lösung sein“

mahnt Frau Dr. Gustafsson, denn „leider liegt es in der Natur der

Sache, dass die Verfahren auch wegen der schwierigen Beweisfragen

häufig sehr zeit – und kostenintensiv sind.“

EINScHULUNG

DER MALER

Durchweg aufmerksame neue Auszubildende konnte Obermeister

Thomas Kurzke bei der „Einschulung“ im Handwerkssaal des

Gewerbehauses begrüßen. Gab es in den letzen Jahren auch

gerne mal Unruhe bei den Reden, so fiel die Ruhe und Aufmerksamkeit

bei diesem Mal doch sehr auf. Den Jugendlichen, die eine

Ausbildung im Maler- und Lackiererhandwerk begonnen haben,

wurde von allen Seiten Glück und Erfolg für die Ausbildung gewünscht.

Der Obermeister hieß die Auszubildenden im Handwerk

herzlich willkommen. Horst Müller-Kuntzer von der Alwin-Lonke-

Schule sprach als Vertreter der Berufsschule und stellte seine anwesenden

Kolleginnen und Kollegen vor. Von ca. 2.000 Schülern

an der Schule ist ein großer Anteil Berufsschüler. Es gibt drei neue

Malerklassen, eine für Bauten- und Objektbeschichter sowie eine

Fahrzeuglackiererklasse. Neu ist der mit dem neuen Schuljahr eingeführte

Blockunterricht. Günther Catterfeld stellte den Förderkreis

des Maler- und Lackiererhandwerks vor. Ein erstes Weiterbildungsseminar

für die neuen Auszubildenden fand inzwischen

bereits statt. Schließlich berichtete der Lehrlingswart der Innung,

Wilfried Marx, und zeigte den Jugendlichen auf, dass sie nie alleine

dastünden, sondern bei Problemen immer Ansprechpartner

hätten: vom Chef über die Innung und den Lehrlingswart, über die

Lehrer bis hin zur Schlichtungsstelle für Lehrlingsstreitigkeiten.

kFZ-VERBAND BEGRüSST

NEUE FILTER-FÖRDERUNG

Die Pläne der Bundesregierung, den nachträglichen Einbau von

Rußpartikel-Filtern in Diesel-Fahrzeuge ab Januar 2012 wieder

zu fördern, ist vom Kfz-Verband Niedersachsen-Bremen begrüßt

worden.

Diese finanzielle Unterstützung in voraussichtlicher Höhe von 330

Euro, sagte Manfred Steinbrecher, Vize-Präsident des Landesverbandes,

sei vor dem Hintergrund weiterer Umweltzonen und der

weiteren Reduzierung von Umweltbelastungen der richtige Weg.

Die „Förderung 2.0“ müsse aber rechtzeitig beschlossen und publiziert

werden, um unter anderem Lieferengpässe zu vermeiden.

Die Teilehersteller benötigten, wie die Erfahrung gezeigt habe,

Vorlauf. Steinbrecher sprach sich für eine Informations-Kampagne

der Bundesregierung zum Thema Rußpartikel-Filter als Teil der

Möglichkeiten für alternative Antriebe und umweltschonende

Mobilität aus.


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kH BREMERHAVEN-wESERMüNDE

EHRENZEIcHEN FüR 35 ERFoLGREIcHE JAHRE

wolfgang Schröter bekommt höchste Auszeichnung des Zentralverbands Raum und Ausstattung

Es wird nur äußerst selten verliehen. Lediglich

alle paar Jahre kommt es vor, dass

einem verdiensten Handwerker das echtgoldene

Ehrenzeichen des Zentralverbands

Raum und Ausstattung (ZVR) ans Revers

geheftet wird. Zum exklusiven Kreis seiner

Träger gehört seit kurzem auch Wolfgang

Schröter, Ehrenobermeister der Innung

Raum und Ausstattung Bremerhaven-Wesermünde.

Mit dem Ehrenzeichen, das ihm von ZVR-

Präsident Norbert Berndt übergeben wurde,

würdigte das Raumaustatterhandwerk

Schröters langes und verdienstvolles Engagement.

Über 35 Jahre lang hat er sich in

verschiedenen Ämtern für sein Handwerk

stark gemacht, besonders im Bereich Aus-

und Weiterbildung.

Seine Karriere begann Wolfgang Schröter

mit der Lehre zum Polsterer und Dekorateur.

Die Meisterprüfung im Jahr 1964

ergänzte er 1966 mit dem Diplom als Innenarchitekt.

Eine erste ehrenamtliche

Aufgabe in der Innung übernahm Schröter

ab Oktober 1968 mit dem Vorsitz des

Gesellenausschusses. 1974 folgte die

Übernahme des 1949 gegründeten

elterlichen Raumausstatterbetriebs.

Auch über die Innung hinaus übernahm

Schröter zahlreiche Ehrenämter.

Vom 1975 bis 2000 war er

Mitglied der Vollversammlung der

Handwerkskammer Bremen und Mitglied

im Ausschuss für Berufsbildung

des Landes Bremen. Auf Bundesebene

zählt er zu den Gründungsmitgliedern

der Sachverständigengruppe im

ZVR, seit 1980 Bundesverband für

Sachverständige im Raumauststatter-Handwerk

und tätiggleicher Berufe

(BSR).

1977 wählten ihn die Mitglieder der

Innung Bremerhaven-Wesermünde

zu ihrem Obermeister. Daneben betätigter

er sich weiter in verschiedenen

Ehrenämtern, unter anderem als

ZVR-Vorstandsmitglied und als Mitglied im

Verwaltungsrat der AOK Bremen/Bremerhaven.

1996 übergab Schröter seinen Betrieb

in die Hände seines Sohnes Matthias.

Im Mai 2000 bekam er die goldene Hand-

HISToRIScHE GEwERkE UND FAHRZEUGE

Aktionstag im Museum des Handwerks Bad Bederkesa trifft auf großes Interesse

Wenn historische Druckmaschinen stampfen,

Holzschuhe geschnitzt werden und

Uhrmacher, Juweliere, Böttcher sowie

Steinmetze und Schumacher ihre Kunst

präsentieren, ist Aktionstag im Museum

des Handwerks. Nach einer längeren Pause

war es nun wieder soweit. Einen ganzen

Tag lang konnten Besucher alte Handwerkskunst

bestaunen und hier und dort

auch selbst anpacken.

Harry Bremer zeigte die Kunst des Holzschuh-Schnitzens

Viele der Besucher waren mit

der Museumsbahn aus Bremerhaven

gekommen, vom benachbarten

Museumsbahnhof

sind es nur wenige Schritte zum

Handwerksmuseum. Wer sich

für historische Fahrzeuge interessiert,

kam hier voll auf seine

Kosten. Zusätzlich zur Attraktion

der Museumsbahn konnten

vor dem MuseumhistorischeLandmaschinen

und

Zweiräder bestauntwerden.

Mit den

Aktionstagen

knüpft der neue Vorstand

des Museumsvereins an

eine Tradition an, welche

schon in den vergangenen

zehn Jahren seit der

Gründung des Museums

ins Leben gerufen worden

war. Im kommenden

Jahr soll es wieder mehrere

Aktionstage geben.

Bei der Mitgliedversammlung des ZVR in Göttingen

heftete Präsident Norbert Berndt (links) seinem

Kollegen Wolfgang Schröter die höchste Auszeich-

nung des Verbands an

werksnadel der Kammer Bremen. Nach der

Wahl seines Sohnes Matthias zu seinem

Nachfolger als Obermeister wählten ihn

die Innungsmitglieder im März 2011 zum

Ehrenobermeister.

Historische Zweiräder waren der Blickfang

vor dem Museum

Museum des Handwerks, Heubruchsweg

8, Bad Bederkesa (neben dem

Museumsbahnhof), Öffnungszeiten:

bis Ende November dienstags und

sonntags 11 – 17 Uhr, donnerstags 14

– 17 Uhr, Gruppen nach Anmeldung

(Tel. 04745 1819 o. 1023), www.handwerksmuseum-bederkesa.de


kH BREMERHAVEN-wESERMüNDE

LERNBAUSTEINE SoLLEN BEI JoBSUcHE HELFEN

Jugendliche bekommen Nachweise über Bildungsmaßnahmen vor dem Berufseinstieg

Fachkräftemangel und demografischem

Wandel zum Trotz, fällt vielen Jugendlichen

der Übergang von der Schule in die Ausbildung

schwer. Nach wie vor landen viele von

ihnen im so genannten Übergangssystem,

in dem sie mit Hilfe von Bildungsmaßnahmen

fit gemach werden sollen für eine betriebliche

Ausbildung. Das geschieht aber

nicht immer reibungslos. Aus diesem Grund

wurde im Rahmen des Landesprogramms

„Ausbildung und Jugend mit Zukunft“ das

Projekt Opti-Qua am Institut Arbeit und

Wirtschaft der Universität Bremen und der

Arbeitnehmerkammer (IAW) zur Verbesserung

der Maßnahmen im Übergangssystem

ins Leben gerufen.

Kern des vom Europäischen Sozialfonds

(ESF) geförderten Projekts sind so genannte

Lernbausteine, die Jugendlichen an den

Berufsfachschulen im Bundesland Bremen

dabei helfen sollen, ihre Ausbildungsfähigkeit

systematisch zu verbessern. Mit

Hilfe dieser Lernbausteine sollen sie unter

anderem bestehende Defizite bei sozialen

und kulturellen Grundkompetenzen aufarbeiten

sowie grundlegende fachliche Kompetenzen

in einem Berufsfeld erwerben.

Dabei stehen aber nicht die Inhalte der

eigentlichen Ausbildung

wie bei den

Qualifizierungsbausteinen

des Bundesinstituts

für Berufsbildung

(BiBB)

im Mittelpunkt,

vielmehr geht es darum,

die Voraussetzungen

für einen erfolgreichen

Einstieg

zu schaffen. Bei

diesem sollen auch

die Nachweise über

die Teilnahme an

den Lernbausteinen

helfen, welche die

Jugendlichen ihren

Bewerbungen um einen Ausbildungsplatz

hinzufügen können. In diesem Nachweisen

werden die jeweils vermittelten Kompetenzen

dokumentiert.

Für Ausbildungsbetriebe im Handwerk

dürften die Bausteine Technische Kommunikation,

Technische Mathematik sowie

Kommunikation und Arbeitsschutz von

größtem Interesse sein. Darüber hinaus gibt

es Nachweise über Kenntnisse der Grund-

Neue Kooperation zwischen dem

Arbeitskreis der Versorgungswerke e.V. und HDI-Gerling

Gute Nachrichten für alle Handwerksbetriebe in Bremen und Bremerhaven!

Der Arbeitskreis der Versorgungswerke e.V. hat eine Kooperation zu Gunsten

aller Handwerker/Handwerksbetriebe abgeschlossen. Ziel der Kooperation ist es, den

Handwerksbetrieben eine erstklassige Beratung mit Analyse der betrieblichen Risiken

auf notwendige Absicherungen zu bieten, sowie die Überprüfung und Aktualisierung

vorhandener Versicherungen. HDI-Gerling bietet im Bereich der betrieblichen Risiken

interessante und auf den jeweiligen Betriebscharakter zugeschnittene Versicherungskonzepte

speziell für Handwerker an.

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Arbeitskreis von attraktiven Konditionen.

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KFZ- Versicherungen überprüfen - ein nicht unbedeutender Posten

auf der Ausgabenseite eines jeden Betriebes.

� Der Arbeitskreis informiert alle Handwerker: Der Gesetzgeber senkt den

Garantiezins bei neu abzuschliessenden Lebens- und Rentenversicherun-

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Viele Themen – viele Fragen! Die Antworten geben Ihnen die Fachberater

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Ihr Klaus Nebelung – Vorsitzender -

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Grundkompetenzen in Technischer Kommunikation und Mathematik

sind Voraussetzung für viele Ausbildungen im Handwerk

lagen kaufmännischer Standardsoftware

und über Kompetenzen im Bereich Hauswirtschaft/Soziales,

darunter „Hygiene“.

Ausbildungsbetriebe und alle am Übergangssystem

Beteiligten können sich am

13. Dezember, 16 Uhr, bei einer Vortragsveranstaltung

des IAW über die Lernbausteine

informieren.

weitere Infos unter www.opti-qua.de

Ansprechpartner Bremen

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HDI-Gerling Generalvertretung

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Ansprechpartner Bremerhaven

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HDI-Gerling Hauptvertretung

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kH BREMERHAVEN-wESERMüNDE

ANSPREcHPARTNER FüR TEcHNIk UND MEHR

TT-Stellen Bremerhaven und Bremen beraten Unternehmen bei der Einführung neuer Technologien und Verfahren

Das Handwerk zählt zu den innovativsten

Wirtschaftszweigen in der Bundesrepublik.

Jedes Jahr melden Handwerker unzählige

Patente an, die für den Wissens-Standort

Deutschland unentbehrlich sind. Dabei,

und bei vielen anderen technischen Fragen,

werden sie unterstützt vom Technologie-

Transfer-Netzwerk (TTnet), einem Zusammenschluss

der Beauftragten für Innovation

und Technologie im Handwerk (BIT).

Handwerksbetriebe aus dem Bundesland

Bremen haben mit den TT-Stellen in Bremen

und Bremerhaven zwei Anlaufstellen,

die zunächst für die jeweilige Stadt zuständig

sind. Die Bremerhavener TT-Stelle hat

ihren Sitz bei der Kreishandwerkerschaft

und berät Unternehmen unter anderem

bei der Einführung und Anwendung neuer

Techniken, mit denen sie ihre Wettbewerbsfähigkeit

nachhaltig verbessern

können. „Wir möchten die Handwerksbetriebe

unter anderem dabei unterstützen,

mit neuen Verfahren und – einhergehend

damit – neuen Organisationsformen, ihre

Wettbewerbsfähigkeit zu sichern oder sogar

zu verbessern“, sagt Josef Solscheid,

Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft.

Ein Schwerpunktthema, dem sich

die Bremerhavener TT-Stelle widmet, ist die

Schweißtechnik, ein weiteres die Qualitätssicherung

in Betrieben nach DIN EN 1090.

Doch auch für andere Disziplinen ist sie Ansprechpartnerin

der Betriebe. Bei sehr speziellen

Fachfragen nutzt sie das Netzwerk

aller 72 BIT-Beauftragten in der Bundes-

BAUINNUNG BEGRüSST NEUE AZUBIS

Der Übergang von

der Schule in die Ausbildung

ist für die

meisten jungen Leute

ein großer Schritt,

der gleichzeitig auch

viele Fragen mit sich

bringt. An wen kann

ich mich mit meinen

Fragen wenden,

und wer wäre mein

Ansprechpartner bei

Problemen in der Ausbildung?

Antworten auf diese

und viele weitere Fragen

gibt seit drei Jahren

die Innung des Bauhandwerks Bremerhaven-Wesermünde bei

der offiziellen Begrüßung der neuen Auszubildenden.

Jetzt trafen sich die neuen Auszubildenden und die zahlreichen

Handwerker, die sich meist im Rahmen des Ehrenamts um die reibungslose

Organisation der Ausbildung kümmern. Obermeister

Thorsten Klonczinski hatte alle in Konferenzräume in der 16. Etage

des Hauses des Handwerks eingeladen. Von hier aus konnten

Elektro-Innung wählt Gesellenprüfungsausschüsse

republik, zu dem auch der Kollege bei der

Handwerkskammer Bremen gehört. Durch

diese enge Vernetzung bekommen die Betriebe

auch auf sehr spezielle Fragestellungen

stets fundierte Antworten.

Die Beauftragten für Innovation und Technologie

werden über das Bundesministerium

für Wirtschaft und Technologie gefördert

und durch das Heinz-Piest-Institut für

Handwerkstechnik (HPI) wissenschaftlich

begleitet.

Betriebe aus Bremerhaven können sich

mit ihren Fragen an die TT-Stelle im

Haus des Handwerks wenden:

columbusstraße 2; Tel. 0471 185-263

tts@btz-bremerhaven.de

www.btz-bremerhaven.de/tts

die jungen Auszubildenden sowohl einen Ausblick auf ihre Ausbildung

als auch auf die Wesermündung werfen.

„Uns ist es wichtig, dass die Jugendlichen auch diejenigen sehen,

die ihre Ausbildung möglich machen und an die sie sich jederzeit

mit Fragen wenden können. Außerdem wollen wir ihnen zeigen,

dass sie mit dem Beginn ihrer Lehre in unserem Kreis herzlich willkommen

sind“, so Klonczinski.

Bei der jüngsten Versammlung der Innung der Elektrohandwerke Bremerhaven-Wesermünde stand auch die Wahl von drei Gesellenprüfungsausschüssen

auf der Tagesordnung. Für das Gewerk Elektroniker wurde als Arbeitgeberbeisitzer Jens Oldenburg

wiedergewählt, ebenso die stellvertretenden Arbeitgeberbeisitzer Jens-Uwe Döscher, Marco Boltz, Stephan Kappelmann und Wolfgang

Thermer. Bei den Elektronikern für Maschinen und Antriebstechnik wurde Kay Kupferschmidt im Amt des Arbeitgeberbeisitzers

bestätigt, neuer stellvertretender Arbeitgeberbeisitzer ist Michael Jendro. Er löst Dierk Blanke in diesem Amt ab. Im Bereich

Informationselektroniker wurde Helmut Bortels als Arbeitgeberbeisitzer wiedergewählt.


NAMEN & NoTIZEN

Der energetische Sanierungsbedarf an Gebäuden in Deutschland

ist groß. Um die Hausbesitzer optimal über die Schwachstellen

ihrer Häuser zu beraten, haben sich Marco Fehlig, Frank Koß, Michael

Nestroi, Bernd Rebeski, Arne Ritzmann und Sascha Völker zu

Gebäudeenergieberatern ausbilden lassen. Bei der Übergabe der

Zeugnisse freuen sich mit ihnen die Ausbilder und der Prüfungsausschuss

Michael Pleus von Essen, Dr. Michael Kruse, Robert

Schimweg sowie Dieter Kleinschmidt, Referent Meisterprüfung

der Handwerkskammer Bremen.

BREMER AMPELN

STEHEN AUF RoT!

Der FDP-Landesverband Bremen kritisiert die fehlende Verkehrspolitik

in Bremen. Die verkehrspolitische Sprecherin Sabine Akkermann

sieht in die letzten Entscheidungen des zuständigen

Senators Joachim Lohse nur noch rote Ampeln für die Bremer Verkehrspolitik:

„Autobahnanschluss Güterverkehrszentrum – kein

Ergebnis. Verkehrsbehinderung durch parkende Autos im Concordia-Tunnel

– keine Entscheidung. Versuche mit Gigalinern – abschlägige

Entscheidung. Atomtransporte über bremische Häfen

– nein danke. Herr Lohse verweigert sich anscheinend den wirtschaftlichen

Notwendigkeiten.“ Es könne nicht sein, dass für den

Autoverkehr keine Entscheidungen getroffen bzw. nur Absagen

erteilt würden. Für die Wirtschaftsunternehmen in Bremen ergebe

dies eine katastrophale Lage und bedeute eine Schwächung

Bremens als Logistik-Standort. „Eine Verkehrspolitik ohne Konzept

und Sachverstand. Dabei ist es gerade die Wirtschaft die wesentliche

Einnahmen zum bremischen Haushalt beiträgt und somit

unterstützt und nicht behindert werden sollte“, so die Liberale.

Lediglich in Sachen Verkehrspolitik für Fahrradverkehre werde

kräftig in die Pedale getreten. Von Express-Trassen durch Bremen

über Fahrradzählstellen bis hin zu einem Tempolimit von 30 km/h

im gesamten Bremer Stadtzentrum ist

die Rede. Hier arbeite das

Verkehrsressort auf Hochtouren. „Der Se-

nator für Verkehr ist für alle Verkehrsarten

zuständig und sollte Rad- und Autoverkehre

gemeinsam gestalten, aktiv und

intelligent. Denn nur so bleibt Bremen

ein Wirtschafts- und Logistikstandort

– sonst haben bald mehr Bremer als gewünscht

Zeit zum Radfahren“, so Akkermann

weiter.

Bremen-Mahndorf

®

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kFZ-INNUNGVERSAMM-

LUNG

Die Kfz-Innung veranstaltete ihre Innungsversammlung am

12.10.2011 dieses Mal in den futuristischen Räumen der „Kantine

der Sparkasse Bremen“ im Restaurant „brill bel étage“ im „Brillissimo“

in der Hutfilter Straße.

Nach einem kleinen Empfang stand im Mittelpunkt der Vortrag

von Herrn Michael Bache bezüglich Reklamationsbearbeitung. Unter

der Überschrift „Momente der Wahrheit“ machte Herr Bache

deutlich, dass in Zeiten steigender Kundenanforderungen bzw.

sinkender Kundenloyalität die Wechselbereitschaft der Kunden

deutlich zunimmt. Daher ist es zukünftig verstärkt erforderlich,

auf die Wiederherstellung der Kundenzufriedenheit einen großen

Stellenwert zu legen. Hierbei bietet das Feedback der Kunden aus

Reklamationen eine gute Chance. So sind zum Beispiel die ersten

drei Sekunden bei der Reklamationsannahme (der Erstkontakt)

entscheidend, ob der Kunde sich öffnet und erkennt, dass der Betrieb

sein Anliegen ernst nimmt.

Der Vortrag bot einen interessanten Einblick in professionelle

Reklamationsbearbeitung, ein entscheidender Schlüssel, um am

Markt dauerhaft bestehen zu können und somit ein hohes Maß

in der Kundenzufriedenheit zu erreichen. Herr Obermeister Kossmann

ging in seinem Bericht auf die vielfältigen Aktivitäten der

Kfz-Innung im letzten Halbjahr ein sowie auf die von den Dachverbänden

des Kfz-Gewerbes vorgenommene Lobby-Arbeit (zum

Beispiel die Ablehnung der Pkw-Maut).

Anschließend stellte Herr Kossmann die neue Fahne der Kfz-Innung

vor. Mit dieser Fahne und einem den Betrieben zur Verfügung

gestellten kostenlosen Innungsschild wird ein guter Bogen

in der Kfz-Innung zwischen aktuellen Themen und der Pflege der

Tradition hergestellt.

Im Rahmen der Innungsversammlung wurde Herrn Rudolf Liebenskind

für sein langjähriges Engagement als Lehrlingswart der

Innung gedankt. Herr Liebeskind hat durch seinen Einsatz zur

Sicherstellung eines hohen Niveaus des Berufsstandes „Kfz-Mechatronikers“

beigetragen. Die Innungsversammlung beschloss

einstimmig, Rudolf Liebeskind zum Ehrenmitglied zu ernennen.

Als neuer Lehrlingswart wurde Herr Basem Khan gewählt. Auch

auf dieser Innungsversammlung bildete der Erfahrungsaustausch

der Innungsmitglieder einen ganz wesentlichen Themenschwerpunkt.

Büromöbel

Neuware und 2. Wahl zu Superpreisen!

Besuchen Sie unsere Ausstellungsräume!

Heerenholz 12 - 14 • Nähe Weserpark

Tel. 0421 - 48 60 50 • www.rbb.de

Montags - freitags 8:00 - 16:00 Uhr

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NAMEN & NoTIZEN

HANDwERk BAUT BARRIEREN AB

„Tag des weißen Stockes“

Am 15. Oktober wurde mit dem „Tag des Weißen Stockes“ weltweit

auf dietäglichen Herausforderungen aufmerksam gemacht,

vor denen blinde, sehbehinderte und taubblinde Menschen stehen.

Das Handwerk gibt Menschen, die in ihrem Sehvermögen

eingeschränkt sind, tatkräftige Unterstützung, ihr Berufs- und

Alltagsleben möglichst ohne Einschränkungen zu meistern: Elektrotechniker,

Siebdrucker, Schilder- und Lichtreklamehersteller und

viele weitere Gewerke entwickeln und fertigen zu diesem Zweck

innovative Geräte und Produkte.

Einem Wegweiser in einer fremden Stadt folgen, eine SMS oder

eine Zeitung lesen oder Informationen im Internet suchen – alltägliche

Situationen wie diese stellen Menschen mit starker Sehbehinderung

vor große Herausforderungen. Auch im beruflichen

Alltag müssen sie immer wieder Hürden überwinden, die Sehenden

oft nicht bewusst sind. Im Jahr 1969 haben die Vereinten

Nationen deshalb den „Internationalen Tag des Weißen Stockes“

ins Leben gerufen, um auf die Situation von Sehbehinderten aufmerksam

zu machen. Damit Menschen mit leichten oder starken

Sehbehinderungen ihren Alltag meistern können, entwickelt das

Handwerk innovative Ideen und technische Neuerungen. Elektrotechniker

etwa stellen spezielle Braille-Tastaturen und akustische

Übersetzungsmedien her, während Siebdrucker und Schilderhersteller

Plakate und Informationstafeln in Blindenschrift entwerfen.

Problemlos den Alltag zu bewältigen, bedeutet für viele

blinde und sehbehinderte Menschen, auf die Hilfe Anderer angewiesen

zu sein. Die Firma Papenmeier RehaTechnik aus Schwerte

hat sich daher auf einen ganz speziellen Sektor der Barrierefreiheit

spezialisiert: Seit mehr als 30 Jahren ermöglichen die Elektroniker

blinden und sehbehinderten Menschen den uneingeschränkten

Zugang zu elektronischen Daten. „Wir konnten bereits für mehr

Unabhängigkeit von Blinden im Computer-Zeitalter sorgen und

arbeiten immer wieder an neuen Geräten“, sagt der Geschäftsführer

Günther Papenmeier, der die Firma zusammen mit seinem

Bruder Armin Papenmeier leitet. „Mit unseren verschiedenen Zusatzgeräten

schaffen wir die technischen Voraussetzungen, so

dass sehbehinderte und blinde Menschen beruflich und privat

mit den modernen Kommunikations- und Informationsformen

selbstständig arbeiten können“, so Papenmeier. Das Handwerks-

Bekanntmachung der Handwerkskammer Bremen

Sitzung der Vollversammlung der Handwerkskammer Bremen

Hiermit geben wir gemäß § 10 Abs. 2 unserer Satzung (Amtsblatt der Freien Hansestadt

Bremen 2006 Nr. 36 S. 231) bekannt, dass am

13. Dezember 2011 um 17:00 Uhr

im Handwerkssaal des Gewerbehauses,

Ansgaritorstr. 24, 28195 Bremen,

eine Sitzung der Vollversammlung der Handwerkskammer Bremen stattfindet.

Bremen, 1. November 2011

Handwerkskammer Bremen

gez. Feldma gez. Flathmann

Präses Stv. Hauptgeschäftsführer

unternehmen entwickelt

Braillex-Blindenschriftzeilen

und Tastaturen, die problemlos

per USB an jeden

PC oder Laptop und über

Bluetooth auch an Smartphones

angeschlossen

werden können. Mithilfe

der Braillezeile können umfangreiche

Dokumente und

komplette Bildschirminhalte

in die Blindenschrift

übersetzt werden. Dafür

heben sich kleine Stiftchen aus der Braille-Tastatur hervor, die das

ganze Blindenalphabet abbilden und mit den Fingerspitzen ertastet

und gelesen werden können. Der Siebdruck weist den Weg Vor

einigen Jahren hat die Hamburger Firma Emil Frey KG Siebdruck

+ Schilder begonnen, ihre Produktpalette zu erweitern und Schilder

sowie Folien in Blindenschrift zu produzieren. „Für uns sind

die Druckwerke für Blinde zum einen eine wirtschaftlich sinnvolle

Spezialisierung. Zum anderen freuen wir uns, dass wir einen Beitrag

dazu leisten können, Menschen mit Sehbehinderung den Alltag

zu erleichtern“, sagt Hellmuth Frey, der die Firma gemeinsam

mit seiner Schwester führt. Das Familienunternehmen,

das wenige Monate nach Ende des Zweiten Weltkrieges gegründet

wurde, setzt dabei auf Siebdruck. Dabei wird die Farbe durch

ein feinmaschiges Gewebe auf Papier oder andere Materialien

gedruckt – im Falle der Blindenschrift wird eine spezielle Farbe

genutzt, die einen hohen Farbauftrag erreicht, so dass die Braille-Schrift

leicht zu ertasten ist. Der Vorteil dieses Verfahrens im

Vergleich zur Prägemethode: Es können auch Materialien mit Blindenschrift

bedruckt werden, die sich für Prägungen nicht eignen.

Für die Bundesagentur für Arbeit produziert die Firma beispielsweise

gerade Fahrstuhlbeschilderungen, die Menschen mit Sehbehinderung

das jeweilige Stockwerk anzeigen. Durch innovative

Ideen und technisches Know-how tragen Handwerksunternehmen

dazu bei, dass blinde und sehbehinderte Menschen unterschiedliche

Alltags- und Berufssituationen leichter meistern können

und vergrößern so ihre Unabhängigkeit.


TIPPS & TERMINE

TERMINE AGVH/ kH

BREMEN

07.11.

Vorstandssitzung Friseure

Versammlung LIV Friseure

Vorstandssitzung SHK

Innungsversammlung Raumausstatter und Sattler

08.11. oder 09.11. (noch zu klären)

Innungsversammlung Konditoren

09.11.

Vorstandssitzung Kfz

14.11.

Vorstandssitzung Elektro

Innungsversammlung Maler und Lackierer

17.11.

Vorstandssitzung Gebäudereiniger

Innungsversammlung Gebäudereiniger

21.11.

Mitgliederversammlung KH/ AGVH

28.11.

Vorstandssitzung SHK

29.11.

Innungsversammlung Metall

Nähere Informationen zu den Veranstaltungen, zu Zeit und

Veranstaltungsort, entnehmen Sie als Innungsmitglied bitte

den jeweiligen Einladungen oder rufen Sie den AGVH bzw.

die kH Bremen an: 0421 22280600.

AkADEMIE DES HANDwERkS

AN DER UNTERwESER E.V.

Meisterausbildung Teil I & II

Elektrotechniker-Handwerk

ab 11.9.2012

Friseur-Handwerk

ab 7.11.

Metallbauer- /Feinwerkmechaniker-Handwerk

ab 14.11.2011 u. 7.11.2012

Kfz-Handwerk

ab 6.2.2012 u. 02/2013

Installateur- und Heizungsbauer-Handwerk

ab 6.3.2012

Bau-Handwerk (Maurer, Stahl-Betonbauer, Zimmerer)

ab 10.9.2012

Meisterausbildung Teile III & IV

Teil III: Technische/r Fachwirt/in (HWK)

ab 12.1.2012

Teil IV: AEVO (Teilzeit)

ab 6.9.2012

Berufsbegleitende Fortbildungen

Vorbereitung auf die Ausbildereignungsprüfung (Vollzeit/BU)

5.-17.3.2012

29.10.-10.11.2012

Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten im

Metall-Handwerk: 21.-26.11. / 12.-17.3.2012

SHK-Handwerk:21.-24.11., 28.+29.11., 12.-15.3.2012, 19.+20.3.2012

ALLE GESUND

„AN BoRD“?

SEITEN 34 | 35

Damit das Alltagsgeschäft im Betrieb reibungslos läuft, müssen

alle Mitarbeiter an Bord sein. Was aber ist zu tun, wenn eine Person

aus dem Team gesundheitlich nicht fit ist? Die Gründe können

vielfältig sein: eine Erkrankung, ein Betriebsunfall oder andere

Handicaps. Iris Sauerberg, Beraterin beim Integrationsfachdienst

Bremen (IFD Bremen) hat aus ihrem Berateralltag typische Fälle

rund um Gesundheit, Krankheit und Behinderung ausgewählt

und stellt sie in HANDWERK IN BREMEN vor.

Thema „Zuschuss zum Arbeitsplatz“

Frage: Wir planen, einen Friseursalon zu eröffnen und suchen Mitarbeiter.

Auch eine Bekannte ist in der engeren Wahl, allerdings

hat sie einen angeborenen Herzfehler. Sie besitzt deshalb einen

Schwerbehindertenausweis. Ich schätze ihre Arbeit sehr und

möchte ihr eine Chance geben. Jetzt habe ich gehört, dass dieser

Arbeitsplatz sogar bezuschusst werden kann. Stimmt das?

Iris Sauerberg: Das ist richtig, denn in Ihrem Fall wird ein Arbeitsplatz

neu geschaffen und mit einer schwerbehinderten Person

besetzt. Die anfallenden Investitionskosten können bezuschusst

werden; die Höhe ist je nach Einzelfall unterschiedlich.

Über weitere Details informiere ich Sie gern.

Iris Sauerberg, Integrationsberatung des IFD Bremen,

Telefon 0421 277502-01

Holz-Handwerk: 5.-16.12. / 27.2.-9.3.2012

Nachschulung Elektrofachkraft für Festgelegte Tätigkeiten

1.12. / 22.3.2012

Technische/r Fachwirt/in (HWK)

12.1.2012

Betriebswirt/in (HWK)

ab 1.3.2012

Vorbereitung auf die Ausbildereignungsprüfung (Teilzeit)

ab 6.9.2012

Seminare

Word für Fortgeschrittene

in Kooperation mit der IHK Bremerhaven

ab 9.11. (4 Abende), mittwochs, 18-21.15 Uhr

Deutsche Grammatik und Rechtschreibung

18.+25.11., 16-19.15 Uhr

Kaufmännischer Schriftverkehr

in Kooperation mit der IHK Bremerhaven

25.11., 9-16 Uhr

Geschäftskontakte im Internet

2.12., 9-16 Uhr

Access (Einstiegsseminar)

ab 7.12. (3 Abende), mittwochs, 18-21.15 Uhr

Informationen und Anmeldungen:

Akademie des Handwerks an der Unterweser e.V.

columbusstraße 2, 27570 Bremerhaven, Tel. 0471 185-249

info@akademie-bremerhaven.de

www.akademie-bremerhaven.de


NAMEN & NoTIZEN

GLückwUNScH ZUM

GEBURTSTAG

1. November

Ingo Gröne

Stv. OM Tischler-Innung Bremen

9. November

Harry Böhmert

Ehem. Leiter BTZ Bremerhaven

12. November

Gregor Mumpro

OM Augenoptiker-Innung Bremen

Nuray Özalp

OMin Friseur-Innung Bremen

19. November

Reinhard Wetjen

Stv. OM Innung des Metallhandwerk Bremerhaven-Wesermünde

Vorstand KH Bremerhaven-Wesermünde

27. November

Joachim Feldmann

Präses der Handwerkskammer Bremen

koMPETENZZENTRUM

HANDwERk

Meistervorbereitung

Ausbildung der Ausbilder (Teil IV), Wochenendlehrgang: ab 04.

November

Fachlehrgänge (berufsbegleitend)

CNC-Fräsen, Aufbaustufe, 10 Wochen: ab 01.11.

Einführung in die Elektro-Pneumatik, 5 Wochen: ab 08.11.

Strukturierte Verkabelung in der Gebäudetechnik, 3 Wochen: ab

07.11.

Lichtwellenleitertechnik, 4 Samstage: ab 28.11.

Empfangtechnik Grundlagen, 2 Wochen: ab 01.11.

Empfangtechnik-Fehlersuche/Messtechnik, 2 Wochen: ab 15.11.

Hydraulischer Abgleich-Optimierung von Heizanlagen: ab 07.11

Gebäudeenergieberater/-in, 9 Monate: ab 15.11.

Fachlehrgänge (Vollzeit)

Pneumatik, 2 Wochen: ab 07.11.

Elektro-Pneumatik, 2 Wochen: ab 21.11.

Steuerrelais Siemens Logo, 1 Woche: ab 07.11.

Öl- und Gasfeuerungsmonteur, 1 Woche: ab 14.11.

Elektrofachkraft f. festgelegte Tätigkeiten, 3 Wochen: ab 07.11.

Elektrofachkraft Wiederholungsprüfung, 4 Tage: ab 22.11.

Asbestlehrgang nach TGRS 519, Anlage 4, Do. + Fr.: 24.+25.11.

Unternehmensführung

Die erfolgreiche Existenzgründung, 4 Wochen, 2 Abende pro Woche:

ab 14.11.

Der Handwerker als Visitenkarte des Unternehmens, Vollzeit, 2

Tage: 18.+ 19.11.

GLückwUNScH ZUM

JUBILäUM

50 Jahre

13.11.1961

Ralf Gürtler, Bremen

Uhrmacherhandwerk

14.11.1961

Tietjen Holz-Kunststoff-Technik GmbH & Co. KG, Bremen

Tischlerhandwerk

25 Jahre

01.11.1986

Joachim Köstr, Bremen

Maler- und Lackiererhandwerk, Holz- und Bautenschutzgewerbe

17.11.1986

Roman Schlafka, Bremen

Änderungsschneidergewerbe, Gewerbe zur Ausführung einfacher

Schuhreparaturen

Seminare Akademie des Ehrenamtes:

Handlungsorientiert Prüfen-Die Umsetzung der neuen Prüfungsordnungen

im Handwerk (Das Recht im Prüfungswesen) MP:

Konfliktgespräche in Prüfungssituationen, 2 Tage, 9:00 - 16:00

Uhr: 24.+25.11.

Informationen und Anmeldungen:

HandwERk gemeinnützige GmbH,

Das kompetenzzentrum der Handwerkskammer Bremen,

Schongauer Str. 2, 28219 Bremen,

Telefon: Frau Schröder 0421 222744-422

Frau krey 0421 222744-421

E-Mail: info@handwerkbremen.de

Internet: www.handwerkbremen.de

AUSTAUScH UNTER

SPEZIALISTEN

Die Qualifikation zum ´European Welding Specialist`ist ein absolutes

Highlight. Wer sie absolviert hat, ist anerkannter Schweißfachmann

und Experte auf seinem Gebiet. Doch auch Experten

können noch hinzu lernen. Deshalb treffen sich am 2.und 3.

Dezember die Schweißfachmänner und Schweißfachfrauen im

HandWERK um sich in ein Wochenende lang über aktuelle Themen

aus dem Bereich der Schweißtechnik auszutauschen. Das

Angebot ist Absolventen vorbehalten. Andere Personen nur auf

Anfrage.

Informationen und Anmeldung bei der HandwERk gGmbH,

Frau Özlem Mutluer, Telefon 0421 222744-441 oder per Email

an mutluer.oezlem@handwerkbremen.de.


MARkTPLATZ

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BETRIEBSBÖRSE DER HANDwERkSkAMMER BREMEN

Sie suchen einen Nachfolger für Ihr Unternehmen, der Ihr Le-benswerk

weiterführt? oder Sie möchten Ihr Unternehmen ver-kaufen?

oder suchen Sie einen Partner, Gesellschafter mit know-how und/

oder kapital? wir helfen Ihnen, einen käufer, Pächter, Mieter oder

Partner zu finden. Nutzen Sie die Betriebsbörse für Ihr Angebot oder

Ihr Gesuch. Geben Sie uns Ihren Text für eine kostenlose Veröffentlichung

zusammen mit Ihrem Namen, Ihrer Anschrift, Telefonnummer

und gegebenenfalls einem An-sprechpartner per Fax an unsere

Abteilung Betriebsberatung, Stichwort: Betriebsbörse. Unsere Fax-

Nr.: 04 21 / 3 05 00-319 Die nachstehenden Angebote und Gesuche

sind der Hand-werkskammer Bremen zugegangen. Die offerten

werden kostenlos und ohne Gewähr veröffentlicht.

.

Bremen Angebote

1130 Friseurgeschäft in Bremen-Nord mit 9 Plätzen, guten Stammkunden,

aus Altersgründen abzugeben.

1170 Autosattlerei sucht dynamischen Mitarbeiter zur späteren Teilhaberschaft

bzw. Erwerb/Pacht möglich.

1177 Aus Altersgründen alteingeführtes, erfolgreiches Fliesen- und

Natursteingeschäft für Groß- und Einzelhandel zu verkaufen. Die

Möglichkeit zur Übernahme auf Rentenbasis wie auch Jungunternehmerteilhaberschaft

ist gewünscht. Eigenkapital ist erforderlich.

1183 Sehr leistungsfähiger Feinmechanikerbetrieb abzugeben.

1191 Langjähriger (25 Jahre) und erfolgreicher Elektroinstallationsbetrieb

sucht Nachfolger bzw. Beteiligung mit späterer Übernahme

(2 Mitarbeiter), Werkstatt- und Bürogebäude vorhanden, Fahrzeug

Ez.2008 kann übernommen werden)

1195 Gewerbeobjekt in der Bayernstraße zu verkaufen, ca. 1200 m²

Grundstück, 520 m² Büro und Wohnung, 330 m² Werkstatt + Lager,

abgeschlossene Hoffläche, ideal für Handwerksbetrieb

1196 Heizungs- u. Sanitärbetrieb sucht Nachfolger, Kauf oder Pachtbasis,

Werkstatt/Lager und Kundenstamm vorhanden, Preis VB

1201 Renommierter Glasereibetrieb sucht Meister/Techniker/ Teilhaber/Käufer

zur kurzfristigen Einstellung/Teilhaberschaft oder Übernahme

(Kauf)

1202 Friseureigentumsladen mit Friseurmuseum in Schwach-hausen

aus Altersgründen zu verkaufen bzw. zu vermieten

1212 Nachfolger/Pächter für kompl. eingerichtete Tischlerei im nördl.

Landkr. von Cuxh. gesucht, gute Auftragsl. + großer Kundenstam

1213 Mieter/Pächter gesucht für Tischlerei zwischen Bremen u.

Hamburg, Kundenstamm vorhand., gute Verkehrsanbindung

1220 alteingesessener Metallbaubetrieb (1939 gegründ.) mit Landmaschinenhandel,

-reparatur und Tankstelle aus Altersgründen abzugeben,

am Rande Bremens mit sehr guter Autobahnanbindung

1222 wellness-Studio, 190 m², mit Kosmetik-, Fußpflege- und Nagelstudio,

sowie 5 Solarien, zum 1.01.2011 oder früher zu verkaufen

1234 Gut eingeführter, renovierter Friseursalon mit zahlungskräftiger

Kundschaft günstig abzugeben.

1235 langjährig eingeführtes Sanitätshaus mit Werkstatt in Bremen-

Nord sucht schnellstmöglich Nachfolger

1236 Tischlerei in Bremen-Mitte aus Altersgründen zu verkaufen,

Büro, Werkstatt mit Maschinen, Lager, gute Auftragslage

1239 Farbenfachgeschäft mit Tapeten, Teppichboden und Gardi-nen

zu vermieten. Ladeneinrichtung kann übernommen oder separat abgegeben

werden (z.B. Farbenmischmaschine VOC Konform, Regale

etc.)

1243 Gut eingeführter Betrieb, überwiegend Stammkunden, Tätigkeitsschwerpunkt

Brand- und wasserschadensanierung sowie allgem.

Handwerklichen Arbeiten, zu verkaufen.

1246 Langjährig bestehender Sanitär- und Heizungsbetrieb aus

Altersgründen zu verkaufen; auf Wunsch kann das Grundstück mit

Wohnimmobilie und Werkstatt/Büro übernommen werden.

1247 Gebäudereinigungsunternehmen mit Kundenstamm im Bereich

Klein- und mittelständische Unternehmen aus persönlichen

Gründen abzugeben.

1248 Gewerbegrundstück mit Halle ca. 100 qm zu vermieten, von

privat (vorher Klempnerwerksatt)

1251 Mitnutzung Möbel-Tischlerei in Bremen-Neustadt. Partner ist

Tischlermeister. Gerne für Jungmeister. Maschinen vorhanden. Pacht

VB 450 € inkl. Maschinen und Versicherung

1252 Suche Nachfolger (evtl. auf Rentenbasis) für Reparatur- und

Servicebetrieb für Näh-Stick-und Bügelmaschinen

1253 Kleines Gebäudereinigerunternehmen in Bremen zu verkaufen

1254 Vertragswerkstatt für Navigation und Multimediaprodukte.

Seit 25 Jahren bestehendes Dienst-lstg.unternehmen für Garan-tiearbeiten

für Produkte aus dem Bereich Car-Stereo, Navigation und

Multimedia aus gesundheitlichen Gründen zu verkaufen

1255 Gut geführter Elektrobetrieb in Bremen abzugeben Kd. sind

im privaten, gewerbl. und öffentlichen Sektor vorhanden. Büro und

Werkstatt sind in angemieteten Räumen vorhanden.

1256 Friseursalon (84 qm) in Bremer Innenstadtlage abzugeben.

Langjähriger Kundenstamm vorhanden.

werkstatt/Lager in Burg-Grambke ca. 150 m² zu vermieten, mtl. 400

€, Tel.: 0171/6386801

Bremen Gesuche

2052 Tischlerei, mit oder ohne Mitarbeiter, zur Übernahme in Bremen

oder 20-30 km Umgebung gesucht

2055 Malermeister sucht Betrieb zur Übernahme zwecks Selbstständigk.,

Kenntnisse in Hanwerk/Industrie und kaufmänn. Erfahrung

vorhanden

Bremerhaven Angebote

3057 Alteingesessenes Ladengeschäft aus dem Bereich Bodenbeläge

und Heimtextilien aus Altersgründen abzugeben.

3058 Friseurgeschäft sucht Nachfolger, 53 m², 4 Plätze, günstige Miete,

Ablöse 3000 €

3059 Moderner Friseursalon, ca. 60 m², 7 Plätze, in bevorzugter Lage,

ab sofort zu verkaufen/zu verpachten. Auf Wunsch mit Im-mobilie zu

erwerben. Erwerb der Saloneinrichtung (modernes De-sign, neuwertig)

separat möglich.

3074 werkstatträume, Halle, Garagen und Wohnhaus in guter Verkehrslage,

Samtgemeinde Hadeln, günstig zu verkaufen

3077 Heizung-Sanitärgebäude Nähe Wesertunnel, BAB-Anschluss,

Kundenstamm vorhanden, auch für andere Branchen geeignet, auf

600 m² arbeiten, lagern, wohnen

3078 Nachfolger für Friseurgeschäft in der Bremerhavener Innenstadt

gesucht, komplett eingerichtet, 6 Bedienungsplätze, einschließlich

separates Perückenhaus, mit allen Einrichtungsgegenständen

und Warenbeständen.

Interessenten wenden sich bitte unter Angabe der chiffre-Nr. telefonisch

oder schriftlich an die Abteilung Betriebsberatung der

Handwerkskammer Bremen, Ansprechpartnerin: Frau Angelika

Pfeifer, Ansgaritortsr. 24, 28219 Bremen, Telefon (04 21) 3 05 00-

310, Telefax (0421) 3 05 00-319, E-Mail: pfeifer.angelika@hwkbremen.de.

Die vollständige Betriebsbörse der Handwerkskammer Bremen

und weitere Angebote und Gesuche aus dem gesamten Bundesgebiet

finden Sie im Internet unter der Adresse:

www.nexxt-change.org


MEINUNGEN

HANDwERk IN BREMEN HAT

NAcHGEFRAGT

welche Rolle spielt Schwarzarbeit in Ihrem Gewerk?

Thomas Kurzke, Obermeister der

Maler- und Lackiererinnung

Bremen

Wolfgang Kruse, Obermeister der Landesinnung

Bremen und Nord-West-Niedersachsen des

Gebäudereiniger-Handwerks und stellvertretender

Kreishandwerksmeister

Oft sind die Grenzen zwischen Nachbarschaftshilfe

und professioneller, bandenorientierter

Schwarzarbeit fließend. Deshalb brauchen wir

einen offenen Konsens, um nicht nur die strafrechtliche

Seite zu beleuchten, sondern auch ein

Unrechtsbewusstsein in unserer Bevölkerung neu

zu verankern. Sich illegal Vorteile zu verschaffen,

Häuser und Wohnungen mit Hilfe von Schwarzarbeitern

zu renovieren, zerstört nicht nur diese

Solidarität, sondern auch die Lohn- und Gehaltsstrukturen

in unserem Gewerk. Die Bremer Innungsbetriebe

im Maler- und Lackiererhandwerk

leiden in unterschiedlichem Maße unter der

Schattenwirtschaft. Sie sind sich bewusst: Wenn

wir unsere Werte und Tarifstruktur mit sicherem

Einkommen erhalten wollen, können wir nur gemeinsam

jede Form von Schwarzarbeit ächten.

Zirka 90 Prozent des Umsatzes im Gebäudereiniger-Handwerk

wird von Innungsbetrieben

gemacht. Schwarzarbeit ist für diese Betriebe

kein Thema. Gleichwohl gibt es Schwarzarbeit

in unserem Gewerk. Die ist vor allem auf die Entlassung

des Gebäudereiniger-Handwerks aus der

Meisterpflicht zurück zu führen. Unzählige Ein-

Mann-Betriebe wurden danach angemeldet, die

überwiegend einen Gewinn unter 17.500 Euro

haben. Das Ende der EU-Übergangsfrist für Osteuropäer

am 1. Mai dieses Jahres hat unser Handwerk

zunächst nicht beeinflusst. Aktuell scheint

es jedoch, als gäbe es seit dem Herbst eine neue

Welle von Kleinst-Gründungen durch Bulgaren.

Natürlich ist es möglich, dass diese Betriebe an

der Steuer vorbei arbeiten. Aber ich gehe von einer

temporären Erscheinung aus. Der Markt ist

weitgehend aufgeteilt und die Lage in Osteuropa hat sich mittlerweile so verbessert,

dass viele Menschen dort für eine angemessene Bezahlung arbeiten, ohne ihre

Familien verlassen zu müssen.

Nur Unternehmer, die vernünftige Preise durchsetzen

können, können ihre Mitarbeiter vernünftig

bezahlen. Angesichts der hohen Abgaben und

Sozialversicherungsbeiträge ist jedoch in vielen

Friseur-Betrieben kaum eine realistische Preisgestaltung

möglich. Zuviele Kunden müssen

nämlich mittlerweile Wert auf einen möglichst

niedrigen Preis legen – und davon Mitarbeiter angemessen

zu entlohnen funktioniert eben nicht.

Schwarzarbeit ist da für die Betriebe ein zusätzliches,

enormes Problem. Vielfach bessern sich

Friseure und Friseurinnen, die arbeitslos sind und

viel Zeit haben, sich in Mutterschutz befinden

oder einfach etwas „nebenbei“ verdienen wollen,

Rita Höpfner, Friseurmeisterin

ihre Kasse dadurch auf. Für manchen sind das

mehrere hundert Euro im Monat. Das verschärft

den Preisdruck für die eingetragenen Betriebe,

senkt die Motivation der regulären Beschäftigten, forciert die Abwärtsspirale in unserem

Gewerk und ist zutiefst unsozial.

koNTAkT

Handwerkskammer Bremen

Ansgaritorstraße 24

28195 Bremen

Telefon 0421 30500-0

Telefax 0421 30500-109

Internet: www.hwk-bremen.de

E-Mail: service@hwk-bremen.de

Außenstelle Bremerhaven

Columbusstraße 2

27570 Bremerhaven

Telefon 0471 972490

Telefax 0471 207029

Internet: www.hwk-bremen.de

E-Mail: hwk-bremerhaven@hwk-bremen.de

Redaktionsleitung HWK:

Thomas Dürr

Telefon 0421 3649910

Mobil 0151 14136810

E-Mail: info@thomas-duerr-bremen.de

KH Bremen: Stefan Schiebe

Telefon 0421 22280620

E-Mail: schiebe@bremen-handwerk.de

KH Bremerhaven-Wesermünde:

Oliver Brandt, Telefon 0471 185218

E-Mail: brandt@kreishandwerkerschaftbremerhaven.de

Titelfoto: Martin Märtens

IMPRESSUM

HANDWERK IN BREMEN (HiB)

Verlag: Weser Presse Verlag GmbH & Co. KG

Contrescarpe 56, 28195 Bremen

Telefon 0421 330350

Telefax 0421 33035-29

Herausgeber:

Handwerkskammer Bremen (s.o.)

Anzeigenverkauf: Thomas Werner

Telefon 0421 33035-13

Telefax 0421 33035-29

werner@bremen-magazin.de

Redaktion: Manuela Chrestels

Telefon 0421 33035-17

Telefax 0421 33035-29

chrestels@bremen-magazin.de

Thomas Werner (V.i.S.d.P.)

HANDWERK IN BREMEN (HiB) ist das offizielle

Mitteilungsmagazin der HANDWERKSKAMMER

BREMEN

Alle redaktionellen Beiträge sind sorgfältig

recherchiert oder stammen aus zuverlässigen

Quellen. Jegliche Haftung ist ausgeschlossen.

Für unverlangt eingesandte Beiträge und Fotos

wird keine Haftung übernommen. Vervielfältigung,

Speicherung und Nachdruck nur mit

Genehmigung des Verlages.


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Michael

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Verkauf Nutzfahrzeuge

Telefon (0421) 4 58 08-117

Telefax (0421) 4 58 08-205

michael.bruemmer@woltmann-gruppe.de

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