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Die Wirtschaft Köln - Ausgabe 01 / 24

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WWW.DIEWIRTSCHAFT-KOELN.DE | AUSGABE <strong>01</strong>.<strong>24</strong><br />

DAS WIRTSCHAFTS-MAGAZIN FÜR KÖLN UND DIE REGION<br />

„NUR GLAS-<br />

FASER IST<br />

ZUKUNFTS-<br />

SICHER“<br />

NetCologne als Bindeglied<br />

zwischen Stadt, <strong>Wirtschaft</strong><br />

und Privathaushalten<br />

WENIGER<br />

FOOD WASTE<br />

Start-up senkt Verschwendung dank KI<br />

Foto: NetCologne / Birgitta Petershagen<br />

KÖLNER<br />

GAMING<br />

BRANCHE<br />

Interview mit Felix Falk


Nähe zum Mandanten<br />

Eine der besonderen Stärken der Luther Rechtsanwaltsgesellschaft mbH ist die Nähe zu ihren<br />

Mandanten. Unsere vor Ort in <strong>Köln</strong> tätigen Beraterinnen und Berater sind nicht nur mit den<br />

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Vorwort |<br />

LIEBE LESERINNEN<br />

UND LESER,<br />

hat die Weihnachtsgans gemundet? Sind<br />

Sie Silvester gut ins neue Jahr gestartet?<br />

Und haben Sie Karneval gut gefeiert?<br />

Nun, dann können wir uns entspannt zurücklehnen<br />

und der Dinge harren, die da<br />

kommen.<br />

Oder auch nicht. <strong>Die</strong> Busse und Bahnen<br />

der KVB etwa. Dem <strong>Köln</strong>er ÖPNV-Dinosaurier<br />

mangelt es an Personal, die Technik<br />

streikt, was manchmal sogar wünschenswert<br />

ist. Denn als Kunde ist es mir fast<br />

lieber, die Fahrplandisplays bleiben dunkel,<br />

als wenn sie mir erzählen, dass die<br />

nächste Bahn in 48 Minuten gedenkt, an<br />

der Haltestelle mal vorbeizuschauen. Hier<br />

wartet auf die Vorstandsvorsitzende Stefanie<br />

Haaks eine Menge Arbeit. Eine Idee,<br />

um mehr Personen zu befördern: längere<br />

Bahnverbünde, was allerdings den Ausbau<br />

der Haltestellen bedeutet.<br />

Ihr Kollege Timo von Lepel, der die gleiche<br />

Position bei Netcologne bekleidet und<br />

dessen Vertrag soeben um fünf weitere<br />

Jahre verlängert wurde, blickt im großen<br />

Titelinterview durchaus optimistisch in<br />

die Zukunft. Beim <strong>Köln</strong>er Kommunikationsdienstleister<br />

dreht sich alles um das<br />

Thema Glasfaser. „Glasfaser ist längst ein<br />

Standortfaktor, genauso wie eine gute Verkehrsanbindung,<br />

gut ausgebildete Fachkräfte<br />

oder Rechtssicherheit.“ Was die<br />

KVB für <strong>Köln</strong> trotz aller Schwierigkeiten<br />

ist – nämlich eine Institution –, scheint<br />

Netcologne in den nächsten Jahren zu werden.<br />

Oder ist es das Unternehmen bereits?<br />

Und über eine weitere <strong>Köln</strong>er Führungs-<br />

persönlichkeit müssen wir ein paar Worte<br />

verlieren: Henriette Reker. Je länger sie<br />

im Amt ist, desto schwerer fällt es, Erfolge<br />

ihrer Arbeit in Erinnerung zu rufen. Ihre<br />

Parteilosigkeit, so dachte man, würde dafür<br />

sorgen, dass wichtige Entscheidungen<br />

für die Stadt schnell vorangetrieben und<br />

umgesetzt werden. Das Gegenteil ist der<br />

Fall. Henriette Reker steht einsam an der<br />

Spitze der <strong>Köln</strong>er Politik, getrieben von<br />

den einzelnen Fraktionen. Schulen und<br />

Wohnungsbau, Verkehr und Gesundheit,<br />

alles dauert, überschreitet angesetzte<br />

Budgets und sorgt in der Stadtgesellschaft<br />

für Kopfschütteln.<br />

Und woran liegt’s? „Es fehlen Köpfe, auch<br />

im Karneval, Menschen, die ihre Meinung<br />

sagen“ – so Jörg Paul Weber in der Rolle<br />

des Horst Muys auf der diesjährigen Prinzenproklamation.<br />

Er sparte nicht an Kritik<br />

auch an der Oberbürgermeisterin und<br />

bekam für seinen Beitrag lang anhaltenden<br />

Applaus.<br />

Beim Protest gegen die AfD hingegen<br />

steckten die richtigen Personen ihre Köpfe<br />

zusammen und organisierten in Windeseile<br />

eine Demo an der Deutzer Werft, zu<br />

der 70.000 Menschen kamen und Flagge<br />

zeigten. Würden alle Wähler das Parteiprogramm<br />

der AfD kennen, würde die<br />

Partei zur Bedeutungslosigkeit verkommen.<br />

Leider tragen Politiker wie „Lieber<br />

gar nicht regieren als schlecht regieren“<br />

Lindner erheblich dazu bei, rechtsextremistische<br />

Tendenzen zu fördern. Würde<br />

er sich doch nur selbst beim Wort nehmen.<br />

Aber was schert manche Politiker<br />

ihr demokratieschädliches Geschwätz von<br />

gestern.<br />

Herzlichst<br />

Eugen Weis, Herausgeber<br />

IMMER<br />

UP TO<br />

DATE<br />

www.diewirtschaft-koeln.de<br />

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| Inhalt<br />

HIGHLIGHTS DIESER AUSGABE<br />

Foto: Gorodenkoff – stock.adobe.com<br />

Foto: NetCologne / Birgitta Petershagen<br />

10<br />

SCHULEN UND BEHÖRDEN<br />

Digitalisierung schreitet voran<br />

........................................................... ab Seite 10<br />

Foto: Tobias Arhelger – stock.adobe.com<br />

06<br />

NUR GLASFASER IST ZUKUNFTSSICHER<br />

Interview mit Timo von Lepel<br />

...........................................................ab Seite 06<br />

20<br />

AUF DEM PRÜFSTAND<br />

Stadt <strong>Köln</strong> prüft Verkehrsmaßnahmen<br />

...........................................................ab Seite 20<br />

IMPRESSUM<br />

Verlag und Herausgeber:<br />

Weis <strong>Wirtschaft</strong>smedien GmbH<br />

Eugen Weis<br />

Hahnenstr. 12, 50667 <strong>Köln</strong><br />

Telefon 0221.47439<strong>24</strong><br />

info@diewirtschaft-koeln.de<br />

www.diewirtschaft-koeln.de<br />

Objekt- und Anzeigenleitung:<br />

Alex Weis<br />

Hahnenstr. 12, 50667 <strong>Köln</strong><br />

Telefon: 0221.47439<strong>24</strong><br />

anzeigen@diewirtschaft-koeln.de<br />

Redaktionsleitung:<br />

Matthias Ehlert (ViSdP)<br />

Hahnenstr. 12, 50667 <strong>Köln</strong><br />

redaktion@diewirtschaft-koeln.de<br />

Redaktion:<br />

Matthias Ehlert (me), Heribert Eiden (he),<br />

Monika Eiden (mei), Jana Leckel (jl),<br />

Karoline Sielski (ks), Astrid Waligura<br />

(aw), Eugen Weis (ew)<br />

Jahrgang: 9, Heft <strong>01</strong>/20<strong>24</strong><br />

Auflage: 17.000 Exemplare<br />

Fotos: stock.adobe.com, Alex Weis,<br />

Envato, sowie Kunden und privat<br />

Druck: Druckhaus DOC<br />

Zeißstr. 23-27<br />

5<strong>01</strong>71 Kerpen<br />

Telefon: 02237.9757<strong>01</strong>1<br />

Gestaltung / Layout:<br />

amannDESIGN<br />

Humboldtstr. 60<br />

51379 Leverkusen<br />

www.amanndesign.de<br />

© Weis <strong>Wirtschaft</strong>smedien GmbH 20<strong>24</strong> - Nachdruck und Vervielfältigungen jeglicher Art, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlages. Alle Urheberrechte<br />

liegen bei<br />

/ oder beim Verlag bzw. den Autoren. Auch Werbeschaltungen sind urheberrechtlich geschützt. Es gelten unsere AGBs. Erfüllungsort<br />

und Gerichtsstand ist <strong>Köln</strong>. Unser Verlag wird beraten und rechtlich vertreten durch: Rechtsanwälte Stiletto Wilhelm & Kollegen.<br />

4 www.diewirtschaft-koeln.de


25<br />

NEUE RECHTSLAGE<br />

GbR unterliegt neuen Bestimmungen<br />

................................ ab Seite 25<br />

EVENTS ZUR EM 20<strong>24</strong><br />

<strong>Die</strong> Pläne der Stadt <strong>Köln</strong><br />

................................ ab Seite 38<br />

Foto: sebra – stock.adobe.com Foto: Alex Weis<br />

Inhalt |<br />

28<br />

INNOVATIONSKRAFT<br />

Mit KI Geschäftsprozesse gestalten<br />

................................ ab Seite 28<br />

WEITERE THEMEN:<br />

Familienunternehmer................... S.12<br />

Datenschutz bei KMU.................... S.22<br />

IT-Kommunikation........................ S.30<br />

Schokoladenmuseum................... S.42<br />

... und vieles mehr ...<br />

38 IMMER<br />

UP TO<br />

DATE<br />

www.diewirtschaft-koeln.de<br />

Foto: Martin Rettenberger – stock.adobe.com<br />

Cyber Security<br />

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Aufgrund der immer häufiger werdenden<br />

Angriffe auf die IT-Systeme von<br />

Unternehmen, Verwaltungen und<br />

Behörden ist es bisweilen unumgänglich,<br />

die eigenen Mitarbeiter*innen aus<br />

dem Fachbereich IT mit Spezialkenntnissen<br />

auszustatten, damit sie die<br />

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nicht nur schützen, sondern<br />

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April 20<strong>24</strong><br />

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Hinweise: Es gilt die Anzeigenpreisliste aus<br />

November 2023. Namentlich gekennzeichnete Artikel<br />

geben nicht in jedem Falle die Meinung des<br />

Herausgebers wieder. Für unverlangt eingesandte<br />

Manuskripte und Fotos übernimmt w<br />

keine Haftung. Für fehlerhafte oder unterbliebene<br />

Angaben übernehmen wir keine Gewähr.<br />

Bei Nichtlieferung ohne Verschulden des Verlages<br />

oder infolge von Störungen des Arbeitsfriedens<br />

bestehen keine Ansprüche gegen den Verlag.<br />

Es gelten unsere AGBs.<br />

Copyright/ Urheberrecht: Nachdruck und<br />

Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit<br />

schriftlicher Genehmigung von Weis <strong>Wirtschaft</strong>smedien<br />

GmbH. Alle Urheberrechte liegen bei<br />

w bzw. den Autoren. Auch Werbeschaltungen<br />

sind urheberrechtlich geschützt. Erfüllungsort<br />

und Gerichtsstand ist <strong>Köln</strong>.<br />

Datenschutz/Disclaimer: Sie finden in unserer<br />

Print-<strong>Ausgabe</strong> an verschiedenen Stellen sogenannte<br />

QR-Codes. <strong>Die</strong>se ermöglichen Ihnen mit<br />

einer App für das Smartphone oder Tablet diese<br />

einzuscannen. Daraufhin werden Sie bequem direkt<br />

zu dem jeweiligen Online-Angebot weitergeleitet.<br />

Auf unserem Internetangebot finden Sie<br />

bspw. weiterführende Infos oder können direkt<br />

an Gewinnspielen teilnehmen. Dabei erheben wir<br />

Analysedaten für statistische Zwecke und zur Verbesserung<br />

unseres Angebots, die wir bspw. durch<br />

anonymisiertes Tracking erfassen. Es werden dabei<br />

keinerlei persönliche Daten erfasst oder an<br />

Dritte weitergegeben.<br />

Weitere Informationen und die Möglichkeiten<br />

diese Datenerhebung zu unterbinden finden Sie<br />

online in unserer Datenschutzerklärung unter:<br />

www.diewirtschaft-koeln.de/datenschutzerklaerung<br />

Zudem können Sie direkt auf Links klicken, die sich in<br />

unserer <strong>Ausgabe</strong> befinden (z.B. im E-Paper oder der<br />

PDF- Version). Der Verlag übernimmt dabei keine<br />

Haftung für etwaige Fehler oder Irrtümer und wir<br />

weisen daraufhin, dass allein die jeweiligen Seitenbetreiber<br />

für die Inhalte verantwortlich sind.<br />

Stand Februar 20<strong>24</strong><br />

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w | Titelstory<br />

„Mit Glasfaser bewegen wir<br />

uns in der Festnetz-Kommunikation<br />

im Vergleich zu den<br />

älteren Technologien schlicht<br />

und ergreifend in einer ganz<br />

anderen Liga.“<br />

Foto: NetCologne / Birgitta Petershagen<br />

„Als kommunales Unternehmen<br />

haben wir den großen<br />

Vorteil, mit Weitblick arbeiten<br />

zu können.“<br />

„NUR GLASFASER<br />

IST ZUKUNFTSSICHER“<br />

NetCologne als Bindeglied zwischen Stadt, <strong>Wirtschaft</strong> und Privathaushalten<br />

Im Interview mit w spricht Timo von Lepel, Geschäftsführer von<br />

NetCologne, über schnelles Internet als Standortfaktor, welche Rolle NetCologne für<br />

die Stadtentwicklung spielt und wieso Unternehmen eigentlich nicht auf Glasfaser<br />

verzichten können.<br />

schlicht und ergreifend in einer ganz anderen<br />

Liga. Unsere Privatkunden surfen mit<br />

bis zu einem Gigabit pro Sekunde, für Unternehmen<br />

sind noch weit größere Übertragungsgeschwindigkeiten<br />

möglich. Mit dem<br />

alten Telefon-Kupferkabel ist ein Gigabit<br />

ganz weit weg und auch das Fernsehkabel<br />

ist im Vergleich zur Glasfaser weit weniger<br />

leistungsfähig und stabil. Mittlerweile<br />

setzt unsere gesamte Branche immer mehr<br />

auf diese Zukunftstechnologie, auch die<br />

klassischen Kabelnetzbetreiber, die lange<br />

stark auf das Fernsehkabel fokussiert<br />

waren. Bei der Glasfaser werden die Daten<br />

über Lichtsignale übertragen, weshalb diese<br />

Technologie auch in Zukunft ein ungemeines<br />

Entwicklungspotenzial bietet. Wir<br />

von NetCologne setzen deshalb schon seit<br />

unseren Gründungsjahren auf Glasfaser.<br />

w: Glasfaser ist das<br />

Thema Nummer eins in der Telekommunikationsbranche.<br />

Wieso dieser Hype?<br />

Timo von Lepel: Hype trifft es nicht richtig.<br />

Ich bin vielmehr überzeugt, dass wir in<br />

Deutschland endlich mit der nötigen Aufmerksamkeit<br />

über diese Technologie sprechen.<br />

Wir werden dem Thema in Deutschland<br />

jetzt erstmals richtig gerecht.<br />

w: Wie meinen Sie das?<br />

Timo von Lepel: Mit Glasfaser bewegen<br />

wir uns in der Festnetz-Kommunikation<br />

im Vergleich zu den älteren Technologien<br />

w: Wo stehen wir denn in<br />

<strong>Köln</strong> beim Glasfaserausbau?<br />

Timo von Lepel: Der frühe Fokus von<br />

NetCologne auf Glasfaser hat sich hier<br />

deutlich ausgezahlt. Mit unserem Glasfasernetz<br />

erreichen wir in <strong>Köln</strong> heute schon<br />

drei von vier Haushalten. Zum Vergleich:<br />

In Deutschland ist laut der jüngsten Marktanalyse<br />

des Branchenverbands Breko erst<br />

rund ein Drittel der Haushalte via Glasfaser<br />

angebunden. Dabei sind glasfaserbasierte<br />

Kommunikationsnetze die modernste und<br />

bei Weitem die schnellste Möglichkeit, online<br />

zu gehen. Unser Netz in <strong>Köln</strong> und der<br />

Region bauen wir weiter aus. Allein 2022<br />

6 www.diewirtschaft-koeln.de


Titelstory | w<br />

haben wir mehr als 50 Millionen Euro in<br />

den Netzausbau investiert.<br />

w: Wieso sollten sich<br />

Privathaushalte für einen Glasfaseranschluss<br />

entscheiden?<br />

Timo von Lepel: Mit einem Glasfaseranschluss<br />

surfen sie mit Abstand am<br />

schnellsten und am verlässlichsten. Und<br />

das wird immer wichtiger: Denken Sie<br />

an das Homeoffice mit Videokonferenzen<br />

und Co., an Streaming und Internet-TV,<br />

an die Kinder, die für die Schule oder zum<br />

PC-Spielen ins Netz gehen. Und das alles<br />

häufig parallel an mehreren Endgeräten<br />

in einem Haushalt. Mit einem Glasfaseranschluss<br />

ist man dafür perfekt aufgestellt.<br />

Glasfaser als Faktor für<br />

wirtschaftlichen Erfolg<br />

w: Welche Rolle spielt<br />

Glasfaser für die <strong>Wirtschaft</strong>?<br />

Timo von Lepel: Glasfaser ist längst ein<br />

Standortfaktor, genauso wie eine gute Verkehrsanbindung,<br />

gut ausgebildete Fachkräfte<br />

oder Rechtssicherheit. Es fängt zum<br />

Beispiel an mit der Grafikerin oder dem<br />

freiberuflichen Fotografen: <strong>Die</strong> müssen<br />

ihren Kunden regelmäßig große Datenmengen<br />

zur Verfügung stellen und wenn<br />

das schnell gehen soll, braucht es Glasfaser.<br />

Es geht weiter über den Mittelstand,<br />

wo die Unternehmen immer mehr Bereiche<br />

digitalisieren und vernetzen, bis hin<br />

zu den Großunternehmen, die ihre Standorte<br />

mit einem sicheren Kommunikationsnetz<br />

verbinden müssen. Je nach Branche<br />

und Geschäftsfeld unterscheidet sich der<br />

Digitalisierungsgrad. Der grundsätzliche<br />

Trend hin zum Digitalen hat aber längst<br />

die gesamte <strong>Wirtschaft</strong> erfasst. <strong>Die</strong> Coronapandemie<br />

hat hier zuletzt viele Entwicklungen<br />

noch einmal beschleunigt. Und<br />

glasfaserschnelles Internet ist vor diesem<br />

Hintergrund längst ein wichtiger Faktor<br />

für wirtschaftlichen Erfolg geworden.<br />

w: Für private Zwecke<br />

reichen doch auch eigentlich 100 Mbit/s,<br />

oder?<br />

Timo von Lepel: Selbst wenn Sie heute<br />

noch nicht jeden Tag auf glasfaserschnelle<br />

Datenübertragungsraten angewiesen sind,<br />

kann sich das in Zukunft schnell ändern.<br />

In den vergangenen Jahrzehnten ist die<br />

übertragene Datenmenge Jahr für Jahr um<br />

50 Prozent gewachsen und es gibt keine<br />

Anzeichen, dass sich an diesem langfristigen<br />

Trend etwas ändert. Zudem bietet ein<br />

Glasfaseranschluss über die Geschwindigkeit<br />

hinaus erhebliche Vorteile. Zunächst<br />

einmal ist diese Technologie im Vergleich<br />

zu älteren Technologien viel weniger störungsanfällig.<br />

Wenn Sie schon mal aus<br />

einer wichtigen Videokonferenz wegen<br />

schlechten Internetempfangs rausgeflogen<br />

sind, werden Sie diesen Vorzug zu schätzen<br />

wissen.<br />

w: Wieso ist die Glasfaserleitung<br />

stabiler als Kupferkabel oder<br />

Fernsehkabel?<br />

Timo von Lepel: Vereinfacht gesagt, müssen<br />

Sie zum Beispiel bei einer alten, auf<br />

mehr Geschwindigkeit hochgetunten Kupferleitung<br />

die Signale im Netz an unterschiedlichen<br />

Punkten verstärken, um die<br />

Übertragungsverluste auf dem Weg in die<br />

jeweiligen Haushalte zu kompensieren.<br />

Dafür braucht es Strom und das sind alles<br />

Punkte, wo potenziell Störungen auftreten<br />

können. Bei einer Glasfaserleitung dagegen<br />

schießen die Daten als Lichtsignale<br />

über weit größere Strecken und nahezu ohne<br />

Verluste durch die Leitung. Verstärker<br />

braucht es da nicht. Deshalb ist Glasfaser<br />

zuverlässiger. Und sie verbraucht weniger<br />

Energie. Auch Immobilieneigentümer sollten<br />

sich mit dem Thema beschäftigen.<br />

w: Warum ist das Thema<br />

für Immobilieneigentümer so relevant?<br />

Foto: NetCologne / Marius Becker<br />

Timo von Lepel: Je wichtiger das Internet<br />

im Alltag und im <strong>Wirtschaft</strong>sleben<br />

wird, je mehr Anwendungen auf einer Online-Anbindung<br />

basieren, desto wichtiger<br />

ist ein schneller und verlässlicher Zugang<br />

ins Netz. Vor diesem Hintergrund steigt<br />

der Wert einer Immobilie durch den Anschluss<br />

an das superschnelle Glasfasernetz.<br />

Unter anderem aus diesem Grund<br />

empfehlen nicht nur wir, sondern auch die<br />

Verbraucherzentrale NRW einen Glasfaseranschluss<br />

für Hauseigentümer. Denn nur<br />

Glasfaser ist zukunftssicher. Das Gleiche<br />

gilt für Gewerbeimmobilien.<br />

w: Das alles ist erklärungsbedürftig.<br />

Hier kommt der Vertrieb<br />

ins Spiel. Zuletzt ist in der Branche über<br />

Qualitätsstandards im Direktvertrieb diskutiert<br />

worden. Wie ist NetCologne hier<br />

aufgestellt?<br />

Timo von Lepel: Der Direktvertrieb spielt<br />

beim Glasfaserausbau tatsächlich eine<br />

wichtige Rolle, denn im direkten Austausch<br />

lassen sich viele Fragen am besten<br />

und schnell klären. Unsere Kolleginnen<br />

und Kollegen aus dem Vertrieb sind der<br />

persönliche Ansprechpartner für unsere<br />

Kunden. Dabei legen wir großen Wert auf<br />

Verlässlichkeit und Seriosität. Sie können<br />

sich darauf verlassen, dass jeder, der mit<br />

einer blauen NetCologne-Jacke bei Ihnen<br />

vor der Haustür steht und sich ausweist,<br />

fest bei NetCologne angestellt ist. Rein provisionsbasierte<br />

Vertriebsmodelle oder Subunternehmen<br />

gibt es im Direktvertrieb von<br />

NetCologne nicht.<br />

w: Ein weiteres Thema,<br />

das die Branche und auch die Politik beschäftigt,<br />

ist das Thema Überbau, also die<br />

doppelte Verlegung von Glasfaserleitungen<br />

in Bereichen, die schon mit Glasfaser<br />

versorgt sind.<br />

Timo von Lepel: NetCologne hat sich in<br />

dieser Diskussion früh und sehr klar posi-<br />

„Glasfaser ist längst ein Standortfaktor,<br />

genauso wie eine<br />

gute Verkehrsanbindung, gut<br />

ausgebildete Fachkräfte oder<br />

Rechtssicherheit.“<br />

www.diewirtschaft-koeln.de 7


w | Titelstory<br />

tioniert. Wir setzen auf Wettbewerb auf der<br />

Infrastruktur, nicht um die Infrastruktur.<br />

Der Überbau bestehender Glasfasernetze<br />

macht keinen Sinn aus wirtschaftlicher<br />

Sicht und wenn wir die Ziele der Gigabitstrategie<br />

der Bundesregierung (Anm.:<br />

flächendeckende Glasfaseranbindung in<br />

Deutschland bis 2030) erreichen wollen.<br />

Wir stecken deshalb all unsere Energie<br />

dort in den Ausbau, wo die Menschen noch<br />

nicht mit Glasfaser angebunden sind. Dabei<br />

setzen wir auf Open Access, das heißt,<br />

wir öffnen unser Netz gegen Entgelt auch<br />

für Wettbewerber. In der Region setzen wir<br />

außerdem teilweise auf Kooperationen, um<br />

Kräfte zu bündeln.<br />

Investition in die Zukunft<br />

der Stadt<br />

w: NetCologne ist ein<br />

kommunales Unternehmen und Teil des<br />

Stadtwerke <strong>Köln</strong> Konzerns. Macht das einen<br />

Unterschied im Vergleich zu Wettbewerbern,<br />

die anders strukturiert sind?<br />

Timo von Lepel: Als kommunales Unternehmen<br />

haben wir den großen Vorteil, mit<br />

Weitblick arbeiten zu können. Wir investieren<br />

seit Jahrzehnten nachhaltig in die Zukunft<br />

unserer Stadt und der Region. Auch<br />

deshalb liegt <strong>Köln</strong> im neuen, deutschlandweiten<br />

SmartCity-Ranking des Bitkom-Verbands<br />

auf Platz 3. In der Kategorie „IT &<br />

Kommunikation“, bei der auch indirekt<br />

unser Glasfasernetz bewertet wird, steht<br />

<strong>Köln</strong> sogar auf Platz 2. Bei der Auswertung<br />

bilden mit <strong>Köln</strong>, München und Hamburg<br />

genau die Städte die Top 3, in denen seit<br />

Jahren die regionalen Anbieter den Glasfaserausbau<br />

und damit die Digitalisierung<br />

vorantreiben. Das belegt die Vorreiterrolle<br />

der kommunalen Unternehmen.<br />

w: Wo machen Sie diese<br />

besondere Rolle der Kommunalunternehmen<br />

noch fest?<br />

Timo von Lepel: In <strong>Köln</strong> haben wir als<br />

städtisches Unternehmen bei unseren Aktivitäten<br />

die Entwicklung der Stadt mit<br />

im Blick. So betreiben wir im Auftrag der<br />

Stadt seit 2<strong>01</strong>4 ein öffentliches und kostenloses<br />

WLAN-Netz mit mittlerweile mehr als<br />

2.000 Hotspots. Wir haben ebenfalls für<br />

die Stadt alle 275 <strong>Köln</strong>er Schulen an unser<br />

Glasfasernetz angebunden, betreiben dort<br />

das WLAN und sind mit unserer Tochter<br />

NetCologne IT Services auch als IT-<strong>Die</strong>nstleister<br />

unterwegs. Das sind nur zwei von<br />

mehreren Punkten. Teil unserer Strategie<br />

ist immer ein 360-Grad-Blick.<br />

w: Was heißt das?<br />

Timo von Lepel: Wir leisten unseren Beitrag<br />

zum Erreichen der Stadtstrategie <strong>Köln</strong>er<br />

Perspektiven 2030+. Dafür arbeiten<br />

wir eng mit den anderen Unternehmen im<br />

Stadtwerke-Konzern zusammen, etwa auch<br />

bei der Energiewende und der dezentralen<br />

Energieerzeugung, für die wir flexiblere<br />

Netze brauchen, oder bei LoRaWAN, dem<br />

Funknetz für das Internet of Things, das<br />

wir betreiben. <strong>Die</strong>sen 360-Grad-Blick bringen<br />

wir auch in das Fusion-Cologne-Projekt<br />

der HGK und die Entwicklung des Deutzer<br />

Hafens ein. Das ist für uns Teil der digitalen<br />

Daseinsvorsorge. <strong>Die</strong>se digitale Daseinsvorsorge<br />

stärkt den <strong>Wirtschaft</strong>sstandort <strong>Köln</strong>.<br />

„Digitale Daseinsvorsorge ist<br />

auch ein Schlüssel für mehr<br />

Datensouveränität in Zeiten<br />

digitaler Plattformökonomien.“<br />

Foto: NetCologne / Birgitta Petershagen<br />

w: Haben Sie dafür ein<br />

weiteres Beispiel?<br />

Timo von Lepel: Digitale Daseinsvorsorge<br />

ist auch ein Schlüssel für mehr Datensouveränität<br />

in Zeiten digitaler Plattformökonomien.<br />

Während zunehmend Daten global<br />

bei einzelnen Anbietern konzentriert<br />

erfasst werden, bieten wir mit unseren Rechenzentren<br />

eine attraktive Alternative –<br />

aus der Region für die Region. Bei uns sind<br />

die Unternehmen nicht irgendeiner von<br />

Millionen Kunden weltweit. Sie speichern<br />

ihre Daten in der Nachbarschaft und haben<br />

bei NetCologne Ansprechpartner, die<br />

für sie da sind und die Region bestens kennen.<br />

Um hier noch attraktiver zu werden,<br />

errichten wir nun auch unser erstes nachhaltiges<br />

Rechenzentrum.<br />

„Für unser erstes nachhaltiges<br />

Rechenzentrum beziehen wir<br />

Ökostrom der RheinEnergie und<br />

nutzen die entstehende Abwärme<br />

konsequent.“<br />

w: Was bedeutet „nachhaltig“<br />

in diesem Zusammenhang?<br />

Timo von Lepel: Rechenzentren geben der<br />

Digitalisierung ihren Herzschlag. Viele digitale<br />

Anwendungen haben einen positiven<br />

Einfluss auf Nachhaltigkeit und helfen zum<br />

Beispiel, Energie oder Transportwege einzusparen.<br />

<strong>Die</strong> Rechenzentren selbst sollten<br />

darum ebenfalls nachhaltig sein, das heißt<br />

mit Ökostrom und energieeffizient betrieben<br />

werden. Darum wird unser neues Rechenzentrum<br />

eine Photovoltaik-Anlage auf dem<br />

Dach haben, die entstehende Abwärme wird<br />

konsequent genutzt und die Fassade begrünt.<br />

Für den Betrieb beziehen wir Ökostrom der<br />

RheinEnergie. So können unsere Kunden<br />

ihre Daten sicher, regional und zugleich<br />

nachhaltig speichern lassen. Als Gesamtunternehmen<br />

setzen wir ebenfalls ausschließlich<br />

auf Ökostrom. Auch darüber hinaus haben<br />

wir in den vergangenen Jahren unseren<br />

CO 2<br />

-Fußabdruck deutlich reduziert, sodass<br />

NetCologne vom TÜV Rheinland schon heute<br />

als klimaneutral zertifiziert worden ist.<br />

w: Der Name NetCologne<br />

hat klar einen regionalen Bezug zum <strong>Köln</strong>er<br />

Raum. Nach Kooperationsgesprächen<br />

mit der Landeshauptstadt Düsseldorf wurde<br />

im vergangenen Jahr die NetDüsseldorf<br />

GmbH ins Leben gerufen, quasi das<br />

Pendant zu Ihrem Unternehmen. Können<br />

Sie sich vergleichbare weitere Unternehmensgründungen<br />

auch für andere große<br />

deutsche Städte vorstellen?<br />

8 www.diewirtschaft-koeln.de


Titelstory | w<br />

„Wir stecken deshalb all unsere<br />

Energie in den Ausbau dort, wo<br />

die Menschen noch nicht mit<br />

Glasfaser angebunden sind.“<br />

Foto: NetCologne / Birgitta Petershagen<br />

„Mieter, die bisher über ihren<br />

Vermieter mit TV versorgt<br />

werden, müssen bis zum 1. Juli<br />

einen eigenen TV-Vertrag abschließen.“<br />

Timo von Lepel: Erst einmal möchte ich<br />

festhalten, dass unser Engagement in Düsseldorf<br />

vor allem der Nähe und einer gefühlten<br />

Gemeinsamkeit mit unserer Nachbarstadt<br />

geschuldet ist. Was viele nicht<br />

wissen, ist, dass wir hier auch bereits seit<br />

vielen Jahren im Bereich der Wohnungswirtschaft<br />

unterwegs sind und ein eigenes<br />

Glasfasernetz aufgebaut haben, das nun<br />

unser Tochterunternehmen schrittweise<br />

erweitern wird. Und trotz aller Sticheleien<br />

zwischen beiden Städten im Karneval sind<br />

wir als Rheinmetropolen auch wirtschaftlich<br />

miteinander verbunden. Darum sehen<br />

wir das Potenzial, das ein mit NetCologne<br />

vergleichbar regional ausgerichtetes Telekommunikationsunternehmen<br />

in Düsseldorf<br />

hat. Weitere Unternehmensgründungen<br />

in anderen Städten haben wir aktuell<br />

nicht geplant.<br />

w: Es gibt im Rahmen der<br />

TKG-Novelle ein neues Gesetz, nach dem<br />

ab Sommer 20<strong>24</strong> der Fernsehbeitrag bei<br />

Wohnungsgesellschaften nicht mehr automatisch<br />

über die Nebenkosten abgerechnet<br />

werden darf. Was bedeutet das für die<br />

Verbraucher und auch für NetCologne?<br />

Timo von Lepel: <strong>Die</strong> Gesetzesänderung bedeutet,<br />

dass jeder Fernsehzuschauer, der<br />

bisher über seinen Vermieter mit TV versorgt<br />

wird, jetzt einen eigenen TV-Vertrag<br />

benötigt. Eine Versorgung über den Vermieter<br />

und die Abrechnung über die Nebenkosten<br />

sind ab 1. Juli 20<strong>24</strong> nicht mehr<br />

zulässig. Theoretisch könnte es sein, dass<br />

eine Mieterin oder ein Mieter dann kein<br />

Fernsehen mehr gucken kann. <strong>Die</strong> betroffenen<br />

Haushalte versuchen wir zu informieren<br />

und ihnen ein Angebot zu machen.<br />

Jeder dritte Haushalt in <strong>Köln</strong> schaut aktuell<br />

Fernsehen über NetCologne. Damit sind<br />

wir der größte TV-Anbieter der Stadt. W<br />

Jana Leckel<br />

So funktioniert<br />

der Glasfaserausbau<br />

von NetCologne:<br />

Wie kommt die Glasfaser eigentlich<br />

ins Haus? Das hat NetCologne jüngst<br />

bei „Glasfaser zum Anfassen“ in<br />

<strong>Köln</strong>-Fühlingen gezeigt. Mehr dazu erfahren<br />

Sie im Video,<br />

das die einzelnen<br />

Ausbauschritte zeigt<br />

– vom Kernnetz bis<br />

ins Haus:<br />

Das ist NetCologne:<br />

NetCologne gehört zum Stadtwerke <strong>Köln</strong><br />

Konzern und zählt mit über einer halben<br />

Million Kundenanschlüssen zu den größten<br />

regionalen Telekommunikationsanbietern<br />

Deutschlands. Das Unternehmen<br />

feiert in diesem Jahr 30-jähriges Bestehen<br />

und bietet Privat- und Geschäftskunden<br />

sowie der Wohnungswirtschaft<br />

zukunftssichere Kommunikationstechnologie<br />

über das eigene, leistungsstarke<br />

Glasfasernetz. Mit mehr als 30.500<br />

verlegten Kilometern und einem jährlichen<br />

Invest im zweistelligen Millionenbereich<br />

treibt der <strong>Köln</strong>er Anbieter somit<br />

die Digitalisierung in der Region voran.<br />

Zum Produktangebot gehören neben<br />

klassischen Telefonie-, Internet-, Mobilfunk-<br />

und TV-<strong>Die</strong>nsten auch professionelle<br />

IT- und Rechenzentrumsleistungen<br />

für Unternehmen. Geschäftskunden<br />

erfahren<br />

im Netz, welche<br />

Möglichkeiten sich an<br />

ihrem Standort bieten:<br />

www.diewirtschaft-koeln.de 9


| Macher & Märkte<br />

SCHRITT FÜR<br />

SCHRITT VORAN<br />

Digitalisierung von Schulen und Behörden<br />

<strong>Köln</strong> will in vielen Bereichen digitaler werden<br />

Foto: Gorodenkoff – stock.adobe.com<br />

digitalen Schulplattform und die Einführung<br />

eines digitalen Personalausweises.<br />

Auch verwaltungsinterne Projekte, wie in<br />

der Betreuungsstelle des Sozialamtes, im<br />

Amt für Brücken, Tunnel und Stadtbahnbau<br />

und eine dienststellenübergreifende<br />

mobile Lösung für einen Alarm, konnten<br />

abgeschlossen werden.<br />

Bei 14 Projekten sind die Arbeiten noch<br />

nicht abgeschlossen. <strong>Die</strong>se Projekte werden<br />

20<strong>24</strong> konsequent fortgesetzt. Der<br />

Start von zwölf Projekten verzögert sich<br />

auf 20<strong>24</strong> bzw. Folgejahre. Gründe hierfür<br />

lägen insbesondere in der Notwendigkeit<br />

weiterer Abstimmungen mit den Beteiligten,<br />

erforderlichen zusätzlichen Ressourcen<br />

sowie benötigten zusätzlichen Genehmigungen.<br />

Dazu gehören Projekte wie die<br />

E-Akte Wohnberechtigungsschein oder ein<br />

Folgeprojekt zur E-Wohngeldakte. Sieben<br />

Projekte konnten 2023 nicht wie geplant<br />

begonnen werden. Grund hierfür sei, dass<br />

die Softwarelösungen, die für diese Projekte<br />

benötigt werden, noch nicht vom Land<br />

NRW bereitgestellt worden wären. Sobald<br />

die Softwarelösungen nachnutzbar seien,<br />

sollen die Projekte zeitnah auf den Weg gebracht<br />

werden. Bei acht Projekten sind die<br />

Projektstände und das weitere Vorgehen<br />

noch in Klärung.<br />

Im ganzen Land soll die Digitalisierung voranschreiten und oftmals geht es uns nicht<br />

schnell genug. Ob in Behörden oder an den Schulen, es fehlt oft an grundsätzlicher<br />

Technik. Das soll geändert werden und auch <strong>Köln</strong> ist mittendrin, daran zu arbeiten.<br />

Es ist ein Puzzle mit vielen Einzelteilen, welches viel Zeit, Arbeit und Mühe erfordert.<br />

Nur ein Beispiel sind SelfService Terminals, die in den Bürgerämtern bzw. Kundenzentren<br />

bereits seit Ende 2021 stehen, um Passfotos und Unterschriften digital<br />

zu erfassen. Mittlerweile gibt es zahlreiche weitere Schritte, die <strong>Köln</strong> in Richtung<br />

Digitalisierung unternommen hat und unternimmt. Wie ist der Stand wirklich? Hier<br />

die aktuellen Fakten.<br />

Online-<strong>Die</strong>nstleistungen werden von der<br />

Stadt <strong>Köln</strong> für BürgerInnen und Unternehmen<br />

in <strong>Köln</strong> umgesetzt. Ziel sei es, nicht<br />

nur digitale Services anzubieten, sondern<br />

auch die <strong>Köln</strong>er Verwaltung zukunftsfähig<br />

aufzustellen und als attraktiven Arbeitgeber<br />

zu stärken. Dabei werde großen Wert<br />

auf eine durchgängige Digitalisierung der<br />

Verwaltungsprozesse gelegt, statt auf eine<br />

reine Bereitstellung digitaler Antragsformulare<br />

ohne die erforderlichen Schnittstellen<br />

zur weiteren digitalen Bearbeitung<br />

in den Fachverfahren. In den vergangenen<br />

vier Jahren seien trotz Pandemie und Krisenmanagement<br />

105 Projekte erfolgreich<br />

umgesetzt worden. <strong>Die</strong> <strong>Die</strong>nststellen der<br />

Stadtverwaltung teilen auf Anfrage hin<br />

mit, dass sie mit Hochdruck Lösungsvorschläge<br />

zur Digitalisierung der Stadtverwaltung<br />

erarbeiten, um Verwaltungsleistungen<br />

für BürgerInnen auf Wunsch auch<br />

online zur Verfügung zu stellen und zugleich<br />

intern Digitalisierungsprozesse voranzutreiben<br />

für eine effiziente Kommunikation<br />

und Bearbeitung. So wurden 2023<br />

insgesamt 50 Digitalisierungsprojekte zur<br />

Umsetzung angekündigt. <strong>Die</strong> 50 Projekte<br />

wurden in vier verschiedene Themenfelder<br />

aufgeteilt:<br />

→ Soziales und Familie<br />

→ Bürgerdienste der Zukunft<br />

→ Bürokratieabbau für Unternehmen<br />

→ Stärkung der Arbeitgebermarke<br />

Der aktuelle Stand<br />

Neun Projekte seien 2023 erfolgreich abgeschlossen<br />

worden. Dazu gehören beispielsweise<br />

die Einführung eines digitalen<br />

Elterngeldantrags, die Einführung einer<br />

Digitalisierungserfolge<br />

Digitalisierungserfolge in 2023 in <strong>Köln</strong> sind<br />

der Unterhaltsvorschuss-Erstantrag, der in<br />

Kürze online beantragt werden kann, wie<br />

auch der Führerschein-Erstantrag. Beides<br />

soll im ersten Quartal 20<strong>24</strong> an den Start gehen.<br />

Seit dem Frühherbst 2023 können zudem<br />

neben Anträgen im sogenannten vereinfachten<br />

Baugenehmigungsverfahren (§<br />

64 BauO NRW) auch Anträge auf große Sonderbauten<br />

(§ 65 BauO NRW) digital angenommen<br />

und bearbeitet werden. Zu großen<br />

Sonderbauten gehören zum Beispiel Gaststätten<br />

mit mehr als 200 Gastplätzen oder<br />

Einzelhandel mit mehr als 2.000 Quadratmetern<br />

Verkaufsfläche. <strong>Die</strong> Stadt <strong>Köln</strong> geht<br />

damit als zweitgrößte Bauaufsichtsbehörde<br />

Deutschlands den nächsten Schritt in Richtung<br />

volldigitales Baugenehmigungsverfahren<br />

unter Einbindung des landesweiten<br />

„Bauportal.NRW“. Hier können die Anträge<br />

eingereicht werden. Weitere Leistungen<br />

in diesem Bereich, wie Vorbescheide, sollen<br />

ergänzt werden. Bereits seit Herbst 2022<br />

können im <strong>Köln</strong>er Bauaufsichtsamt auch<br />

digitale Bauanträge auf Wohnungsbau angenommen<br />

und bearbeitet werden. In <strong>Köln</strong><br />

Mülheim gibt es ein Pilotprojekt im Foyer<br />

des Bezirksrathauses – hier können BürgerInnen<br />

Ausweisdokumente an einem Doku-<br />

10 www.diewirtschaft-koeln.de


Macher & Märkte |<br />

mentenausgabeterminal abholen, ähnlich<br />

wie bei z. B. DHL-Packstationen. BürgerInnen<br />

haben hier also die Möglichkeit, ihr<br />

neues Ausweisdokument kontaktlos und<br />

ohne nochmalige Vorsprache im Kundenzentrum<br />

abzuholen. <strong>Die</strong> Nutzung des neuen<br />

Service wird von den MitarbeiterInnen des<br />

Kundenzentrums Mülheim bei der Antragstellung<br />

angeboten. Zur Abholung der Dokumente<br />

erhalten die BürgerInnen eine SMS<br />

mit einem Code, der am Dokumentenausgabeterminal<br />

zur Identifizierung eingegeben<br />

werden muss. Digital und von zu Hause<br />

aus kann seit Oktober 2023 nun auch der<br />

Untersuchungsberechtigungsschein ausgestellt<br />

werden. Hintergrund: Minderjährige<br />

Jugendliche benötigen vor Ausbildungsbeginn<br />

eine ärztliche Bescheinigung, dass sie<br />

ausbildungsfähig sind. Für die Kostenübernahme<br />

der Untersuchungskosten mussten<br />

Jugendliche bisher persönlich einen Antrag<br />

im Bürgeramt stellen.<br />

<strong>Köln</strong> auf Platz 3<br />

der digitalsten Städte<br />

<strong>Köln</strong> belegte 2023 jeweils den dritten Platz<br />

im Smart City Index des Branchenverbandes<br />

der deutschen Informations- und Telekommunikationsbranche<br />

Bitkom e. V.<br />

und im Ranking der Haselhorst Associates<br />

Consulting. Seit 2<strong>01</strong>9 ist <strong>Köln</strong> durchgängig<br />

unter den Top zehn der digitalsten Städten<br />

beider Indizes gelistet. Der Smart City Index<br />

analysiert und bewertet die 81 deutschen<br />

Großstädte mit mehr als 100.000<br />

EinwohnerInnen in fünf verschiedenen<br />

Themenbereichen. Nach dem zweiten Platz<br />

im Jahr 2021 und dem vierten Platz im vergangenen<br />

Jahr belegt die Stadt 2023<br />

Anzeige <strong>Wirtschaft</strong>.ai 1 15.<strong>01</strong>.20<strong>24</strong> 12:00:54<br />

mit<br />

<strong>Die</strong> Smart City Cologne steht im deutschen Vergleich gut da<br />

83,2 Punkten von 100 möglichen Punkten<br />

den dritten Platz hinter München und Hamburg<br />

und vor Nürnberg. In NRW geht <strong>Köln</strong><br />

als beste Stadt hervor, gefolgt von Aachen<br />

auf Platz fünf und Bochum auf Platz elf.<br />

<strong>Die</strong>s ist eine überregionale Anerkennung<br />

für das große Engagement aller AkteurInnen<br />

in den zahlreichen Handlungsfeldern.<br />

In der Kategorie IT und Kommunikation<br />

verbessert sich <strong>Köln</strong> um zwei Plätze und<br />

rückt auf Platz zwei vor. Hier erreicht <strong>Köln</strong><br />

sogar 91,1 von 100 möglichen Punkten.<br />

Insbesondere trägt das Digitalisierungsprogramm<br />

2<strong>01</strong>9 bis 2022 mit seinen abgeschlossenen<br />

Projekten nun Früchte und<br />

sorgt für eine Steigerung in der Kategorie<br />

Verwaltung um zehn Plätze auf Platz vier.<br />

Auch im Bereich Bildung und Gesellschaft<br />

ist eine Steigerung von neun Plätzen auf<br />

Platz acht zu verzeichnen. Insbesondere im<br />

Bereich der Verwaltungsleistungen konnte<br />

sich <strong>Köln</strong> im Index im vergangenen Jahr<br />

deutlich verbessern. <strong>Köln</strong> rückte um satte<br />

zehn Plätze vor auf den vierten Platz in dieser<br />

Kategorie (Quelle www.bitkom.org).<br />

Insgesamt steht <strong>Köln</strong> also relativ gut da,<br />

was die Digitalisierung der Stadt angeht.<br />

Es darf gerne weiter vorangehen, besonders<br />

in Schulen und anderen Stellen, die<br />

die Digitalisierung dringend benötigen,<br />

auch um im internationalen Vergleich<br />

wettbewerbsfähig zu sein, sowie auch flächendeckend<br />

in der gesamten Stadtverwaltung<br />

und den Kundenzentren, um unser<br />

Leben zu vereinfachen. W<br />

Foto: Gorodenkoff – stock.adobe.com<br />

Karoline Sielski


| Macher & Märkte<br />

FAMILIENUNTERNEHMER<br />

WÄHLEN NEUEN VORSTAND<br />

Frank Oelschläger erneut zum Regionalvorsitzenden vom Verband DIE FAMILIENUNTERNEHMER gewählt<br />

David Zülow, Katja Dörner, Frank Oelschläger und Dr. Dirk Reder beim Polit-Talk in Bonn 2023<br />

Frank Oelschläger, geschäftsführender Gesellschafter der GILOG – Gesellschaft für<br />

innovative Logistik mbH, mit Sitz in Frechen, wurde auf der Mitgliederversammlung<br />

von DIE FAMILIENUNTERNEHMER Metropolregion <strong>Köln</strong> Bonn erneut zum Regionalvorsitzenden<br />

des <strong>Wirtschaft</strong>sverbands gewählt.<br />

Der alte und neue Regionalvorsitzende bedankte<br />

sich in seiner Ansprache für das<br />

erneut in ihn gesetzte Vertrauen. In seiner<br />

Rede verwies er zudem auf die zahlreichen<br />

Probleme, denen sich Unternehmerinnen<br />

und Unternehmer derzeit stellen müssten.<br />

Als Beispiele nannte er Lieferengpässe, Inflation,<br />

die überbordende Bürokratie und<br />

die Angebotsverknappung im Bereich Energie.<br />

„<strong>Die</strong> Stimmung in der <strong>Wirtschaft</strong> ist<br />

momentan sehr schlecht, die Haushaltspolitik<br />

wirft enorme Probleme auf. Es herrscht<br />

dringender Rede- und Handlungsbedarf“,<br />

mahnte Oelschläger.<br />

Rückblick auf 2023<br />

Frank Oelschläger nutzte die Gelegenheit,<br />

einen Blick zurück auf die Veranstaltungen<br />

im vergangenen Jahr 2023 zu werfen,<br />

wie beispielsweise das Spargelessen<br />

mit der Bonner Oberbürgermeisterin Katja<br />

Dörner, die Betriebsbesichtigung bei der<br />

ZAPP-ZIMMERMANN GmbH, die große Gala<br />

auf Schloss Bensberg – das alljährliche<br />

Highlight – sowie den Besuch bei dem Bonner<br />

Beethovenhaus inklusive einer großartigen<br />

Führung.<br />

Abschließend bedankte sich Frank Oelschläger<br />

bei dem Unternehmer Carsten<br />

Schweneker für seine ehrenamtliche und<br />

engagierte Vorstandsarbeit, die er nunmehr<br />

nach über zehn Jahren beendet.<br />

<strong>Die</strong> ursprünglich als Speakerin angekündigte<br />

NRW-<strong>Wirtschaft</strong>sministerin und<br />

stellvertretende Ministerpräsidentin Mona<br />

Neubaur musste leider kurzfristig ihre Teilnahme<br />

absagen. Stattdessen konnte der Verband<br />

spontan einen ausgewiesenen Finanzexperten,<br />

Prof. Dr. Berthold Wigger, Leiter<br />

des Lehrstuhls für Finanzwissenschaft und<br />

Public Management am Karlsruher Institut<br />

für Technologie, als Redner gewinnen.<br />

Sein Impulsvortrag trug den Titel: Nach Karlsruhe<br />

– wie geht es weiter in NRW mit der<br />

„transformativen Angebotspolitik“? Seiner<br />

Meinung nach sei das Scheitern des Plans<br />

der Bundesregierung, ihre sogenannte<br />

transformative Angebotspolitik mit Mitteln<br />

aus dem Klima- und Transformationsfonds<br />

zu finanzieren, ein „punch in the face“ der<br />

Bundesregierung gewesen. Er schlug vor,<br />

die Klimatransformation auf einen breiteren<br />

gesellschaftlichen Konsens zu stellen,<br />

langfristig anzulegen und von einseitigen<br />

ideologischen Positionen zu befreien.<br />

Foto: Ingrun Sauer / DIE FAMILIENUNTERNEHMER<br />

Podiumsdiskussion und<br />

intensive Gespräche<br />

Während der anschließenden Podiumsdiskussion,<br />

die von Thorsten Breitkopf, Leiter<br />

der <strong>Wirtschaft</strong>sredaktion des <strong>Köln</strong>er<br />

Stadt-Anzeigers, moderiert wurde, diskutierten<br />

Prof. Dr. Wigger und David Zülow,<br />

NRW-Vorstand von DIE FAMILIENUNTER-<br />

NEHMER. Der Abend, der in den Räumlichkeiten<br />

der Deutschen Bank in <strong>Köln</strong> stattfand,<br />

klang bei einem Imbiss sowie intensiven Gesprächen<br />

der versammelten Unternehmer<br />

untereinander aus. Dabei ergab sich für die<br />

Gäste die Gelegenheit, sich mit Fragen und<br />

Anmerkungen einzubringen.<br />

DIE FAMILIENUNTERNEHMER folgen als<br />

politische Interessenvertretung der Familienunternehmer<br />

den Werten Freiheit, Eigentum,<br />

Wettbewerb und Verantwortung.<br />

<strong>Die</strong> Mitgliedsunternehmen erwirtschaften<br />

einen Jahresumsatz von ca. 460 Milliarden<br />

Euro. Über 90 Prozent der Unternehmen in<br />

Deutschland sind eigentümergeführte Familienunternehmen.<br />

Zum neuen Vorstand der Metropolregion<br />

<strong>Köln</strong> Bonn gehören, neben Frank Oelschläger,<br />

der stellvertretende Regionalvorsitzende<br />

Olaf Ziegs, Anke Eickhoff, Jens Stevens, Holger<br />

Müller, Kai Arnold, Dr. Dirk Reder, Ivan<br />

Sertic, Frank Scholzen sowie Jörg Skorpil. W<br />

Monika EIden<br />

Veranstaltungen in 20<strong>24</strong><br />

09.04.20<strong>24</strong> Polit-Talk mit<br />

Dr. Dr. Rainer Zitelmann<br />

22.05.20<strong>24</strong> Polit-Talk mit<br />

<strong>Wirtschaft</strong>sministerin<br />

Mona Neubaur<br />

<strong>24</strong>.09.20<strong>24</strong> Neumitgliedertreffen<br />

Weitere Veranstaltungen:<br />

→ GALA der Familienunternehmer<br />

→ Polit-Talk zur Europawahl 20<strong>24</strong><br />

→ Unternehmertreff am Flughafen<br />

<strong>Köln</strong>-Bonn mit Nachtführung<br />

bei UPS<br />

→ Unternehmer trifft Kunst – Besuch<br />

im Beethovenhaus in Bonn mit<br />

Konzert<br />

12 www.diewirtschaft-koeln.de


Wie werden wir<br />

erfolgreich nachhaltig<br />

und nachhaltig<br />

erfolgreich?<br />

Gemeinsam finden<br />

wir die Antworten<br />

für morgen.<br />

Mehr dazu:<br />

sparkasse-koelnbonn.de/transformation<br />

Weil’s um mehr als Geld geht.


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KONTRAKTLOGISTIK –<br />

ALLES AUS EINER HAND<br />

DACHSER <strong>Köln</strong> bietet die ganze Bandbreite der Kontraktlogistik mit optimaler Anbindung<br />

„Alles aus einer Hand“: Eine breite Palette an integrierten Services bietet viele Vorteile.<br />

Das gilt besonders auch in der Logistik. Bei DACHSER werden unter dem Begriff<br />

„Kontraktlogistik“ maßgeschneiderte Services angeboten, die Transport, Lagerung<br />

und individuelle <strong>Die</strong>nstleistungen intelligent miteinander verbinden.<br />

Lieferketten müssen heute unter immer<br />

komplexeren Rahmenbedingungen<br />

am Laufen gehalten werden, seien es die<br />

sich ständig ändernden Verbraucheranforderungen,<br />

konjunkturbedingte oder<br />

saisonale Volatilität, der Mangel an neuen<br />

Logistikflächen und Personal oder die<br />

Verantwortung, nachhaltig zu wirtschaften.<br />

DACHSER stellt sich diesen Herausforderungen<br />

und sorgt für resiliente Supply<br />

Chains mit einem ganzheitlichen Kontraktlogistikangebot:<br />

Transportlösungen<br />

in alle Welt, Lagerhaltung und umfangreiche<br />

Mehrwertdienstleistungen – alles aus<br />

einer Hand.<br />

Transparenz, Effizienz, Flexibilität und<br />

Qualität stehen dabei im Mittelpunkt der<br />

<strong>Die</strong>nstleistungen des international tätigen<br />

Logistikdienstleisters mit 379 Standorten<br />

weltweit. In <strong>Köln</strong> ist DACHSER bereits<br />

seit über 70 Jahren vor Ort. 2009 fand<br />

die Niederlassung ihre jetzige Heimat in<br />

<strong>Köln</strong>-Gremberghoven. 102.000 Quadratmeter<br />

Gesamtareal, 330 Mitarbeitende,<br />

Kontraktlogistik-Kunden profitieren von eng verzahnten,<br />

optimal aufeinander abgestimmten Prozessen<br />

über 13.000 Quadratmeter Umschlagfläche<br />

und dazu noch Büroflächen und mehrere<br />

Außenlager – damit gehört DACHSER<br />

<strong>Köln</strong> zu den größten Standorten im deutschen<br />

DACHSER-Netzwerk. Jährlich gehen<br />

von hier aus 1,2 Millionen Sendungen nach<br />

ganz Europa. 37 Länder sind mit der Niederlassung<br />

durch System- und Charterverkehre<br />

verbunden. Etwa 100 Lkw starten<br />

werktäglich ins Europanetzwerk. Ein großes<br />

Plus ist dabei die ideale Verkehrsanbindung<br />

mit den drei Autobahnkreuzen<br />

Gremberg, Porz und <strong>Köln</strong>-Heumar.<br />

Warehousing<br />

mit Mehrwert<br />

Foto: DACHSER / Matthias Sienz<br />

<strong>Die</strong> gute Verkehrsverbindung kommt auch<br />

beim umfangreichen Kontraktlogistikangebot<br />

des Standorts zum Tragen und sorgt<br />

so für effiziente Transporte und optimale<br />

Laufzeiten. Für einen weiteren wichtigen<br />

Bestandteil des Angebots, die kundenindividuelle<br />

Lagerhaltung, sind ebenfalls passende<br />

Rahmenbedingungen in <strong>Köln</strong> vorhanden.<br />

Entsprechende Ressourcen finden<br />

sich an drei Warehouse-Standorten in der<br />

Region: in Bornheim, Weilerswist sowie<br />

ein Lagerstandort in Frechen. Insgesamt<br />

stehen 16.000 Quadratmeter mit einer Kapazität<br />

für 20.000 Paletten zur Verfügung.<br />

<strong>Die</strong> Kunden des Logistikzentrums <strong>Köln</strong><br />

kommen vorwiegend aus der Chemie und<br />

Industrie, dem Maschinenbau und dem<br />

Handel sowie dem Baumarkt-Sektor. Für<br />

diese Branchen macht DACHSER bedarfsgerechte<br />

Logistikdienstleistungen. Dazu<br />

gehören auch sogenannte Value Added<br />

Services, also Mehrwertdienstleistungen<br />

über den Transport und die Lagerhaltung<br />

hinaus. Dazu zählen unter anderem Produktveredelung,<br />

Sleeving (Folierung), das<br />

Umpacken in neue Kartonagen vor Auslieferung<br />

an den regionalen Handel, Konfektionierung<br />

oder Displaybau bis hin zur<br />

Preisauszeichnung und zu Regalservice<br />

am Point of Sale. <strong>Die</strong> Warenwirtschaftssysteme<br />

der Kunden sind dabei über Electronic<br />

Data lnterchange (EDI) an die DACHSER<br />

IT-Systeme für Warehouse Management<br />

und Transport Management angebunden.<br />

Startpunkt und Grundlage für komplexe<br />

Logistikprojekte bilden stets eine professionelle<br />

Beratung und der intensive Austausch.<br />

Hier stehen die Logistikexperten<br />

von DACHSER <strong>Köln</strong> mit viel Erfahrung und<br />

Branchenkenntnis zur Seite. So können<br />

alle Funktionen entlang der Wertschöpfungskette<br />

passgenau auf die speziellen<br />

Anforderungen der Lieferketten der Kunden<br />

abgestimmt werden. Und diese können<br />

sich dafür ganz auf ihr Kerngeschäft<br />

konzentrieren. W<br />

Weitere Informationen unter:<br />

www.dachser.de<br />

DACHSER SE<br />

Logistikzentrum <strong>Köln</strong><br />

Alexander Haak<br />

General Manager, European Logistics<br />

Hansestraße 52, D-51149 <strong>Köln</strong><br />

Tel.: +49 2203 6998181<br />

dachser.koeln@dachser.com,<br />

www.dachser.de<br />

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Qualität, Funktionalität und weltweit einheitliche<br />

Prozesse. Vor allem aber wird es stets<br />

Ihren individuellen Anforderungen gerecht.<br />

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Hansestraße 52 • 51149 <strong>Köln</strong> • Tel.: +49 2203 6998 181<br />

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Ausstellungen, Messen, Konferenzen,<br />

Produktpräsentationen oder Galaabende<br />

– der 2.300 Quadratmeter große<br />

4-Takt-Hangar, verschiedene Tagungsräume<br />

mit mobiler Leidenschaft sowie die<br />

imposante denkmalgeschützte Empfangshalle<br />

sind die perfekten Voraussetzungen<br />

für gelungene Veranstaltungen. Individuell<br />

und mit Erlebnischarakter!<br />

Der ehemalige Flughafen Butzweilerhof,<br />

ein denkmalgeschütztes und aufwendig<br />

saniertes Bauwerk aus den 1930er-Jahren,<br />

begeistert als Motorworld <strong>Köln</strong>-Rheinland<br />

nicht nur Automobil-Liebhaber, sondern<br />

ist auch als eindrucksvolle Eventlocation<br />

mit historischem Flair nutzbar.<br />

Veranstaltungsflächen für<br />

unterschiedliche Formate<br />

Veranstaltungsflächen hat die MOTOR-<br />

WORLD <strong>Köln</strong>-Rheinland in vielen Größen<br />

für unterschiedlichste Formate. Zum<br />

Beispiel bietet der 4-Takt-Hangar mit<br />

VIP- und Backstage-Bereich auf Platz für<br />

bis zu 4.000 Gäste. Sie können hier das<br />

Flair der 30er-Jahre in Kombination mit<br />

zeitgemäßer Architektur erleben. Bei einer<br />

Theaterbestuhlung fasst der Hangar<br />

rund 2.300 Gäste, bei einer Bankettbestuhlung<br />

1.200 Teilnehmer. Der vielseitig<br />

nutzbare Hangar mit einer Deckenhöhe<br />

von 11 Metern ist mit Kraftfahrzeugen<br />

befahrbar. Bei unerwünschtem Tageslicht<br />

lässt er sich komplett verdunkeln,<br />

sodass alle Licht- und Showeffekte realisiert<br />

werden können. Auf einer 300 Quadratmeter<br />

großen angrenzenden Galerie<br />

sind weitere Nutzungen für Events möglich.<br />

Rund 400 Parkplätze und das V8<br />

Hotel mit 112 Zimmern direkt auf dem<br />

Gelände komplettieren das Angebot.<br />

Tagungen mit<br />

mobiler Leidenschaft!<br />

Außergewöhnlich tagen: Ob in der Zeppelin<br />

oder Butz Lounge – bei uns bekommt<br />

SAVE THE DATE<br />

Upcoming Public-Events<br />

Ab 22. Januar Baller League –<br />

Anpfiff für elf Spieltage, jeweils montags<br />

live auf JOYN & ProSieben Maxx<br />

8. März Schiller DJ Experience<br />

(Weltpremiere)<br />

9. März GO 90/2000 – die rasanteste<br />

90er Party im Rheinland<br />

10. März Oliver Pocher –<br />

Der Liebeskasper<br />

7. April Saisonauftakt & 1. Motortreff<br />

30. April ICH WILL SPASS mit<br />

Markus u. v. a. Anschließend<br />

Tanz in den Mai mit<br />

80er Party<br />

5. Mai Motortreff<br />

18. Mai US Car – Cruisin Cologne<br />

Treffen<br />

19. Mai Gentlemen’s Ride<br />

26. Mai Rhein Schalter<br />

Vespa Treffen<br />

16 www.diewirtschaft-koeln.de


Macher & Märkte |<br />

ÜBER START-UPS IN DER<br />

KÖLNER GAMING-BRANCHE<br />

Interview mit Felix Falk<br />

KI generiertes Motiv – firefly.adobe.com<br />

ein gut funktionierendes Ökosystem und<br />

passende, verlässliche Standortbedingungen<br />

– national wie regional. Hier punktet<br />

die Stadt <strong>Köln</strong> mit einem bereits sehr<br />

umfassenden Angebot, beginnend mit der<br />

politischen Unterstützung und der Games-Förderung<br />

durch die Film und Medienstiftung<br />

NRW über renommierte Bildungsangebote<br />

wie das des Cologne Game<br />

Lab der TH <strong>Köln</strong>, SAE Institute <strong>Köln</strong> oder<br />

der School of Games bis hin zu beratenden<br />

<strong>Wirtschaft</strong>sinitiativen wie <strong>Köln</strong>Business.<br />

Von großem Vorteil ist für junge Unternehmen<br />

natürlich auch, dass gamescom sowie<br />

devcom, eine der international bedeutendsten<br />

Entwicklerkonferenzen, in <strong>Köln</strong><br />

beheimatet sind und es damit gleich in der<br />

eigenen Stadt hervorragende Plattformen<br />

zum Austausch, zu Investorengesprächen<br />

und zur Bewerbung der eigenen Spieleentwicklungen<br />

und Projekte gibt.<br />

<strong>Köln</strong> ist ein wichtiger Gaming-Standort<br />

Felix Falk ist seit 2<strong>01</strong>8 Geschäftsführer des game – Verband der deutschen Gamesbranche.<br />

Er ist die Interessenvertretung der Games-Branche in Deutschland. Zuvor<br />

war er Geschäftsführer der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK). Als Meinungsmacher<br />

im Game-Bereich, Experte und Branchenkenner erläutert er uns die<br />

besondere Lage der Start-ups und auch Großunternehmen in <strong>Köln</strong> im Bereich Videospielindustrie.<br />

Foto: Dirk Mathesius<br />

w: <strong>Köln</strong> ist auch durch<br />

die Gamescom, das weltweit größte Event<br />

für Computer- und Videospiele, ein Zentrum<br />

für die Spielewelt. Es gibt eine Unternehmerszene<br />

in der Stadt. In den letzten<br />

Jahren profitierten Start-ups in der <strong>Köln</strong>er<br />

Gaming-Branche von staatlichen Förderungen.<br />

Wie sehen Sie die Entwicklungen?<br />

Felix Falk: <strong>Köln</strong> gehört zu den wichtigsten<br />

und lebendigsten Games-Standorten<br />

in Deutschland. Hier sind über 70 Unternehmen<br />

der Games-Branche, wichtige Initiativen<br />

wie die esports player foundation<br />

ebenso zu Hause wie Bildungseinrichtungen,<br />

internationale Branchengrößen wie<br />

Electronic Arts oder Esport-Veranstalter<br />

ESL Gaming genauso wie viele kleine Games-Studios<br />

und Start-ups. Zusammen<br />

mit dem weltweit größten und wichtigsten<br />

Games-Event gamescom sowie anderen<br />

international bedeutsamen Veranstaltungen<br />

wie dem Esport-Turnier Intel<br />

Extreme Masters bildet sich so in <strong>Köln</strong> das<br />

gesamte Games-Ökosystem gut ab. Der Erfolg<br />

des Standorts liegt nicht zuletzt auch<br />

an der starken Unterstützung durch das<br />

Land Nordrhein-Westfalen, das sich in vielen<br />

Games-Themen engagiert und die Rahmenbedingungen<br />

für die einheimischen<br />

Games-Unternehmen konsequent ausbaut.<br />

Das schafft sehr gute Voraussetzungen für<br />

die Branche vor Ort und für eine starke Games-Entwicklung<br />

auch in Zukunft.<br />

w: Warum ist <strong>Köln</strong> noch<br />

ein guter Standort für die Gaming-Startup-Szene?<br />

Felix Falk: Um erfolgreich zu sein, brauchen<br />

gerade junge Games-Unternehmen<br />

Felix Falk: Junge Games-Unternehmen<br />

sind für die gamescom enorm wichtig.<br />

Häufig sind das kleinere Indie-Studios, die<br />

herausragende und inspirierende Projekte<br />

mitbringen und deren Spiele zu den beliebtesten<br />

auf der gamescom gehören. Viele<br />

dieser Studios und ihre Games werden erst<br />

auf der gamescom entdeckt – sei es von<br />

Publishern und Investoren, den Gamerinnen<br />

und Gamern oder den Medien. Daher<br />

bieten wir auch jungen und kleineren Entwicklern<br />

eine gute Sichtbarkeit und ausreigame-Geschäftsführer<br />

Felix Falk<br />

w: Der game-Verband ist<br />

Mitveranstalter der Gamescom. Was wird<br />

für Start-ups auf der Messe getan?<br />

www.diewirtschaft-koeln.de 17


| Macher & Märkte<br />

KI generiertes Motiv – firefly.adobe.com<br />

echte Spielschätze, die von den Fans gefeiert<br />

und sogar in einigen Fällen über Crowdfunding-Projekte<br />

mitunterstützt werden.<br />

Letztendlich profitieren auch die Fans von<br />

diesem hohen Maß an Kreativität und Hingabe<br />

hinter den Spielen, denn so genießen<br />

sie einzigartige und vielfältige Games.<br />

w: Sollte man mit dem<br />

Berufsziel Gaming-Branche nach <strong>Köln</strong><br />

kommen?<br />

„Der deutsche Games-Markt ist einer der umsatzstärksten überhaupt.” (Felix Falk)<br />

Felix Falk: <strong>Die</strong> Games-Branche in <strong>Köln</strong> beschäftigt<br />

über 1.000 Mitarbeitende und<br />

durch das starke Netzwerk aus Games-Unternehmen<br />

und -Institutionen ist <strong>Köln</strong> sicherlich<br />

ein guter Ort für die ersten oder<br />

weiteren Karriereschritte im Games-Bereich.<br />

Auch ist der hiesige Games-Markt<br />

einer der umsatzstärksten Teilmärkte der<br />

<strong>Köln</strong>er Kreativwirtschaft. <strong>Die</strong> Stadt und<br />

das Bundesland Nordrhein-Westfalen bieten<br />

damit insgesamt sehr gute Perspektiven<br />

für Berufseinsteigerinnen und -einsteiger<br />

wie auch für erfahrene Fachkräfte.<br />

chende Vernetzungsmöglichkeiten. So gibt<br />

es für sie zum Beispiel mit der gamescom<br />

indie area einen eigenen Ausstellungsbereich<br />

zu vergünstigten Konditionen mit zusätzlichen<br />

Services wie einer kostenfreien<br />

Business-Lounge. <strong>Die</strong> indie area ist mittlerweile<br />

auch einer der am stärksten besuchten<br />

Bereiche auf der gamescom und wächst<br />

Jahr für Jahr weiter, was einmal mehr für<br />

die dort ausgestellten Games spricht. Auch<br />

die devcom Developer Conference, die unmittelbar<br />

vor der gamescom stattfindet,<br />

bietet für junge Unternehmerinnen und<br />

Unternehmen spannende Möglichkeiten,<br />

sich zu vernetzen, weiterzubilden und zu<br />

präsentieren – etwa mit Ausstellungsformaten<br />

wie der NRW Indie Showcase oder<br />

vielfältigen Networking-Events.<br />

w: Welche Neuerungen<br />

oder Veränderungen können wir für die<br />

Gamescom 20<strong>24</strong> erwarten?<br />

Felix Falk: <strong>Die</strong> Planungen für die gamescom<br />

20<strong>24</strong> laufen bereits auf Hochtouren,<br />

jedoch kann ich zu diesem frühen Zeitpunkt<br />

noch nicht viel verraten. Es steht<br />

auf jeden Fall fest: Zusammen mit unserem<br />

langjährigen und starken Partner,<br />

der Koelnmesse, bauen wir die bereits etablierten<br />

und reichweitenstarken gamescom-Formate<br />

und -Angebote kontinuierlich<br />

aus, sodass die gamescom auch in diesem<br />

Jahr zu den absoluten Highlights von Games-Unternehmen<br />

und -Community gleichermaßen<br />

gehören wird. Über eine Neuigkeit<br />

rund um die gamescom dürfen wir uns<br />

zusammen mit zahlreichen Games-Fans allerdings<br />

bereits im Frühjahr freuen, denn<br />

vom 15. bis 17. März findet in <strong>Köln</strong> die allererste<br />

<strong>Ausgabe</strong> der gamescom LAN statt<br />

– ein neues gamescom-Format, das eine<br />

klassische LAN-Party auf dem <strong>Köln</strong>er Messegelände<br />

mit einigen der bekanntesten<br />

deutschen Gaming-Content-Creator vereint.<br />

<strong>Die</strong> internationale Strahlkraft der gamescom<br />

verlängern wir in diesem Jahr zudem<br />

erstmalig auch nach Südamerika mit<br />

dem neuen Satelliten-Event gamescom latam,<br />

bei dem sowohl Fachbesuchende als<br />

auch Fans Ende Juni in São Paulo, Brasilien<br />

Teil des größten Games-Festivals Lateinamerikas<br />

sein werden.<br />

w: Inwiefern profitieren<br />

die GamerInnen von der Gaming-Start-up-<br />

Szene?<br />

Felix Falk: Großartige Spiele werden sowohl<br />

von international bekannten großen<br />

Games-Unternehmen entwickelt als auch<br />

von neu gegründeten kleineren Entwicklungsstudios.<br />

In der Tat sind einige der<br />

weltweit beliebtesten Games zu ihrer Zeit<br />

in jungen Studios entstanden, man denke<br />

zum Beispiel an den Klassiker „Minecraft“.<br />

<strong>Die</strong> Entwicklerinnen und Entwickler stecken<br />

quasi ihr ganzes Herzblut in die Projekte.<br />

Oft setzen diese die Spiele um, die<br />

sie selbst schon als Spielende verwirklicht<br />

sehen wollten – häufig mit noch ganz neuen<br />

Ideen. Das macht solche Spiele ganz besonders.<br />

Nicht ohne Grund sind zahlreiche<br />

kleinere Projekte aus dem Indie-Bereich<br />

w: Wie sehen Sie <strong>Köln</strong><br />

als Gaming-Standort im Vergleich zu ganz<br />

Deutschland?<br />

Felix Falk: Durch die sehr guten Rahmenbedingungen<br />

auf regionaler Ebene<br />

hat die <strong>Köln</strong>er Games-Branche tatsächlich<br />

einen Vorsprung vor vielen anderen<br />

Games-Standorten in Deutschland. Hier<br />

machen sich Politik und Institutionen<br />

gleichermaßen stark für die Weiterentwicklung<br />

des Standortes. Das Einzigartige<br />

an <strong>Köln</strong> ist, dass durch die gamescom<br />

einmal im Jahr die ganze Games-Welt<br />

auf die Stadt und dadurch auch Deutschland<br />

schaut. Und auch hier wird vieles<br />

– etwa das gamescom Festival, die devcom<br />

oder der gamescom congress – erst<br />

durch die wichtige Unterstützung der<br />

Stadt <strong>Köln</strong> und des Landes NRW möglich.<br />

Das starke Engagement in <strong>Köln</strong> zeigt<br />

sich auch, wenn wir auf Teilbereiche wie<br />

den Esport schauen: Mit dem Turnier<br />

IEM Cologne, das jährlich Zehntausende<br />

Esport-Zuschauende in die LANXESS<br />

arena zieht, oder der weltweit einmaligen<br />

Esport-Nachwuchsförderung der esports<br />

player foundation ist <strong>Köln</strong> auch für den<br />

Esport einer der wichtigsten Standorte<br />

in Deutschland und weltweit geworden.<br />

w: Wo sehen Sie Deutschlands<br />

Gaming-Szene aktuell im internationalen<br />

Vergleich?<br />

Felix Falk: Der deutsche Games-Markt ist<br />

einer der umsatzstärksten überhaupt: In<br />

Europa sind wir auf Platz 1 und weltweit<br />

auf Platz 5. Allein 2022 wurden mit Ga-<br />

18 www.diewirtschaft-koeln.de


Macher & Märkte |<br />

mes hierzulande knapp 10 Milliarden Euro<br />

umgesetzt. Leider entfällt noch immer<br />

nur ein Bruchteil dieses Umsatzes auf Produktionen<br />

aus Deutschland. <strong>Die</strong> Einführung<br />

der bundesweiten Games-Förderung<br />

2020 war ein erster wichtiger Schritt, um<br />

endlich eine Aufholjagd zu den erfolgreichen<br />

Games-Standorten wie Frankreich,<br />

Großbritannien oder Kanada zu starten.<br />

<strong>Die</strong> ersten positiven Effekte der Förderung<br />

wurden zum einen durch die stark gestiegene<br />

Anzahl der Games-Unternehmen und<br />

-Beschäftigten sichtbar – das waren 46 beziehungsweise<br />

19 Prozent in den vergangenen<br />

drei Jahren. Auch eine vor Kurzem<br />

veröffentlichte Evaluation durch das Bundeswirtschaftsministerium,<br />

das für Games<br />

zuständig ist, zeigte nochmals deutlich,<br />

dass die Förderung wirkt und eine starke<br />

Dynamik am deutschen Games-Standort<br />

ausgelöst hat. Allerdings ist das Förderprogramm<br />

so erfolgreich, dass die jährlich<br />

zur Verfügung gestellten Fördermittel<br />

aufgrund der starken Nachfrage immer<br />

wieder ausgeschöpft waren. Auch aktuell<br />

gilt seit Mai 2023 abermals ein Förderantragsstopp.<br />

<strong>Die</strong>ses Hin und Her bei der<br />

Games-Förderung führte in den vergangenen<br />

Monaten zu großen Unsicherheiten für<br />

zahlreiche Games-Unternehmen hierzulande.<br />

Abermals hinkt so der deutsche Games-Standort<br />

beim internationalen Wettbewerb<br />

deutlich hinterher. Aktuell fehlt es<br />

also wieder an Planbarkeit und zuverlässigen<br />

Rahmenbedingungen, jedoch nur mit<br />

diesen kann der deutsche Games-Standort<br />

international nachhaltig erfolgreich sein.<br />

w: Was tut die Politik aus<br />

Ihrer Sicht aktuell für die Spielebranche?<br />

Felix Falk: In den vergangenen Jahren<br />

und insbesondere seit Einführung der Games-Förderung<br />

des Bundes hat die deutsche<br />

Games-Branche eine breite politische<br />

Unterstützung – national wie auch durch<br />

die einzelnen Bundesländer – erfahren.<br />

Endlich hat die Politik auch hierzulande<br />

die enormen Potenziale von Games als<br />

wichtigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen<br />

Faktor am Digital- und <strong>Wirtschaft</strong>sstandort<br />

Deutschland erkannt. Und<br />

das zeigte bereits erste Resultate. Am wichtigsten<br />

ist es aktuell daher, dass planbare,<br />

international vergleichbare und konsistente<br />

Bedingungen für die Spieleentwicklung<br />

in Deutschland geschaffen werden. Ein<br />

positives politisches Signal haben wir im<br />

November erhalten, als die Mittel für die<br />

Games-Förderung im Haushaltsentwurf<br />

für 20<strong>24</strong> um zusätzliche 33 Millionen Euro<br />

pro Jahr erhöht wurden. Aber so positiv<br />

diese Entscheidung der Bundesregierung<br />

KI generiertes Motiv – firefly.adobe.com<br />

Der game-Verband ist Interessensvertreter der Game-Branche<br />

angesichts der schwierigen Haushaltslage<br />

ist, so viele offene Fragen verbinden sich<br />

damit. So sind die zusätzlichen Fördermittel<br />

nicht wie bisher im eigentlich zuständigen<br />

Bundeswirtschaftsministerium, sondern<br />

erstmalig bei der Beauftragten der<br />

Bundesregierung für Kultur und Medien,<br />

Claudia Roth, angesiedelt. Es muss daher<br />

möglichst schnell geklärt werden, wie und<br />

wann die deutschen Games-Unternehmen<br />

von diesem neuen Förderbudget profitieren<br />

können. Es bedarf dabei einer engen<br />

Abstimmung zwischen dem Haus von Claudia<br />

Roth, dem BMWK und der Games-Branche.<br />

Hier ist vor allem eine konsistente<br />

Games-Politik gefragt, die wieder für international<br />

vergleichbare Bedingungen sorgt.<br />

w: Auf welche Ziele<br />

arbeitet der game-Verband als Interessenvertreter<br />

der Game-Branche aktuell<br />

besonders hin?<br />

Felix Falk: Kurzfristig geht es vor allem darum,<br />

gemeinsam mit der Politik die offenen<br />

Fragen rund um die neuen Fördermittel zu<br />

klären. Weiterhin werden wir auch in diesem<br />

Jahr gemeinsam mit Games-Unternehmen<br />

und der Politik an der Weiterentwicklung<br />

der Förderbedingungen arbeiten: Denn<br />

es braucht zum einen ausreichend Mittel,<br />

deren Höhe sich am tatsächlichen Bedarf<br />

der Spieleentwicklung orientiert. Um endlich<br />

dauerhaft die im internationalen Wettbewerb<br />

benötigte Planungssicherheit zu ermöglichen,<br />

bedarf es außerdem mittelfristig<br />

zusätzlich einer steuerlichen Games-För-<br />

derung, wie sie an nahezu allen erfolgreichen<br />

Games-Standorten längst Standard ist.<br />

<strong>Die</strong> Games-Förderung steht in den Ländern<br />

mit steuerlichen Fördermodellen dauerhaft<br />

zu Verfügung und ist damit zuverlässiger,<br />

planbarer und begünstigt wichtige Investitionen<br />

aus dem In- und Ausland. Wenn<br />

wir mit unseren Games-Entwicklungen international<br />

eine größere Rolle spielen wollen,<br />

muss auch hier ein solches stabiles<br />

Fördermodell etabliert werden. Außerdem<br />

beschäftigen wir uns intensiv mit Themen<br />

wie der Verbesserung der Fachkräfte-Situation<br />

in der Branche oder den Rahmenbedingungen<br />

für Esport in Deutschland.<br />

Langfristig arbeiten wir damit auf das gemeinsame<br />

Ziel hin, Deutschland zum Herzen<br />

der Games-Welt zu machen. W<br />

02651 96200<br />

STAHL<br />

HALLEN<br />

Karoline Sielski<br />

Andre -Michels.de<br />

www.diewirtschaft-koeln.de 19


| Branchen & Betriebe<br />

VERKEHRSMASSNAHMEN<br />

AUF DEM PRÜFSTAND<br />

Stadt <strong>Köln</strong> hat die aktuellen und geplanten Verkehrsmaßnahmen rechtlich geprüft<br />

Nachdem im letzten Jahr der Verkehrsversuch auf der Deutzer Freiheit aufgrund<br />

eines Beschlusses des Verwaltungsgerichtes abgebrochen werden musste, hat die<br />

Stadt <strong>Köln</strong> aktuell laufende und geplante Maßnahmen auf den Prüfstand gestellt.<br />

Sowohl Verkehrsversuche als auch Maßnahmen<br />

auf Grundlage von § 45 StVO, die<br />

den Individualverkehr maßgeblich beschränken,<br />

wurden rechtlich geprüft. <strong>Die</strong><br />

Ergebnisse der Prüfung wurden im Januar<br />

dem Verkehrsausschuss vorgelegt.<br />

Fahrradstraße Trankgasse/<br />

Komödienstraße<br />

Im Mai 2023 wurden die Trankgasse, zwischen<br />

Marzellenstraße und „Am Domhof“,<br />

sowie die Komödienstraße zur Fahrradstraße<br />

umgewidmet. <strong>Die</strong>s jedoch vorerst<br />

als Zwischenlösung ohne Baumaßnahmen.<br />

Nach Ende der EM 20<strong>24</strong> sollen dann<br />

die entsprechenden Baumaßnahmen beginnen.<br />

<strong>Die</strong> Prüfung ergab hier, dass laut<br />

§ 45 Abs. 1b Satz 1 Nr. 5 Var. 2 StVO notwendige<br />

straßenverkehrsrechtliche Anordnungen<br />

zur Unterstützung einer geordneten<br />

städtebaulichen Entwicklung getroffen<br />

werden können und die Fahrradstraße somit<br />

den rechtlichen Vorgaben entspricht.<br />

Verkehrsversuch<br />

Dellbrücker Hauptstraße<br />

<strong>Die</strong> Dellbrücker Hauptstraße ist bereits seit<br />

2<strong>01</strong>8 im Abschnitt zwischen der Bergisch<br />

<strong>Die</strong> Stadt <strong>Köln</strong> hat ihre aktuellen und geplanten Verkehrsmaßnahmen<br />

geprüft, um sie rechtsicher zu machen<br />

Gladbacher Straße und der Stadtbahntrasse<br />

eine Tempo-20-Zone. Zwischen der Idastraße<br />

und der Kemperbachstraße wurde zusätzlich<br />

eine Halteverbotszone eingerichtet.<br />

Zudem wurden weitere Fußgängerüberwege<br />

geschaffen. Als rechtliche Voraussetzung<br />

für die Einführung des Tempolimits führt<br />

die Stadt den § 45 Abs. 1d StVO an. Demnach<br />

kann die Stadt in zentralen städtischen Bereichen,<br />

die über ein hohes Fußgängeraufkommen<br />

verfügen, Zonen-Tempolimits<br />

von weniger als 30 km/h als sogenannte<br />

verkehrsberuhigte Geschäftsbereiche<br />

anordnen. Sowohl vor als auch nach der<br />

Umsetzung wurden Verkehrserhebungen<br />

durchgeführt, deren Ergebnisse nun vorliegen.<br />

Nach Beendigung der Auswertung<br />

werden diese in den zuständigen Gremien<br />

vorgestellt. <strong>Die</strong> umgesetzten Maßnahmen<br />

bleiben bis dahin bestehen.<br />

Verkehrsführungskonzept<br />

Altstadt<br />

Schon im März 2<strong>01</strong>9 hat der Verkehrsausschuss<br />

das Verkehrsführungskonzept Altstadt<br />

beschlossen. Ziel des Konzeptes war<br />

es, die Straßenräume in der <strong>Köln</strong>er Altstadt,<br />

rund um die „Via Culturalis“, aufzuwerten.<br />

Dementsprechend wurde die<br />

Foto: Tobias Arhelger – stock.adobe.com<br />

Verwaltung damit beauftragt, kurzfristig<br />

umsetzbare Maßnahmen zu veranlassen,<br />

was dann auch im Sommer 2020 erfolgte.<br />

<strong>Die</strong> jetzige Prüfung ergab, dass hier noch<br />

eine straßenrechtliche Umwidmung bzw.<br />

Teileinziehung, bei der die Verkehrsfläche<br />

dem Kfz-Verkehr entzogen wird, vorgenommen<br />

werden muss. Laut der Stadt <strong>Köln</strong><br />

wird das entsprechende Verfahren zeitnah<br />

eröffnet.<br />

Fußgängerzone<br />

Ehrenstraße/Breite Straße<br />

<strong>Die</strong> Umwandlung der Ehrenstraße in eine<br />

Fußgängerzone, die auch für den Fahrradverkehr<br />

freigegeben ist, wurde bereits im<br />

August 2022 beschlossen. Hierbei handelte<br />

es sich nicht, wie bei der Deutzer Freiheit,<br />

um einen Verkehrsversuch, sondern um eine<br />

dauerhafte Maßnahme. In Stufe zwei sollen<br />

dann auch die baulichen Maßnahmen<br />

durchgeführt werden. Wie in der Altstadt<br />

ist hier ebenfalls noch eine Umwidmung<br />

bzw. eine Teileinziehung erforderlich.<br />

Autofreie Fahrradstraße<br />

Eigelstein<br />

<strong>Die</strong> Bezirksvertretung Innenstadt hat im<br />

März 2021 die Umsetzung der Fahrradstraße<br />

Eigelstein beschlossen. Vorgesehen ist<br />

eine weitestgehend autofreie Verkehrsführung<br />

zwischen der Eigelsteintorburg und<br />

der Machabäerstraße. Der fast vollständige<br />

Ausschluss des Kfz-Verkehrs macht<br />

hier eine Änderung des straßenrechtlichen<br />

Widmungsinhaltes erforderlich. <strong>Die</strong><br />

Verwaltung prüft allerdings, ob statt einer<br />

Fahrradstraße die Einrichtung einer Fußgängerzone<br />

mit Freigabe für den Radverkehr<br />

die geeignetere Variante für die autofreien<br />

Bereiche wäre. <strong>Die</strong> Frage, ob die<br />

autofreien Bereiche in eine Fußgängerzone<br />

umgewandelt werden können, wird der<br />

Bezirksvertretung im April zur Entscheidung<br />

vorgelegt. Im Übrigen wäre auch hier<br />

eine straßenrechtliche Teileinziehung erforderlich.<br />

W<br />

Monika Eiden<br />

20 www.diewirtschaft-koeln.de


Anzeige Sonderthema Immobilien, Bauen und Erhalten | Branchen & Betriebe |<br />

BAUGRUNDSTÜCKE<br />

MITTEN IN KÖLN<br />

Im Quartier Hohenlind nimmt die Vermarktung von<br />

34 Baufeldern für individuelle Eigenheime Fahrt auf<br />

Den Traum vom selbst konzipierten und gebauten Eigenheim haben viele Menschen.<br />

<strong>Die</strong>sen in <strong>Köln</strong> zu realisieren, scheitert meist schon am allerersten Schritt: ein passendes<br />

Grundstück zu finden. Denn Baugrundstücke in bester <strong>Köln</strong>er Lage gibt es<br />

nicht. Oder besser: sehr, sehr selten. Manchmal jedoch ergeben sich Chancen. So wie<br />

jetzt im neu entstehenden Quartier Hohenlind in <strong>Köln</strong>-Lindenthal.<br />

Dort stehen aktuell 34 Grundstücke zur<br />

Bebauung mit Eigenheimen zur Verfügung.<br />

<strong>Die</strong> Grundstücke mit Größen von<br />

331 bis 792 Quadratmetern liegen im<br />

Südwesten des rund neun Hektar großen<br />

Quartiers, zwischen Werthmannstraße im<br />

Norden, Militärringstraße im Westen, Bachemer<br />

Straße im Süden und einer Grünfläche<br />

im Osten. Über die Bachemer Straße<br />

und die neu entstandene Agnes-Karll-Straße<br />

erreicht man die Baufelder, die zur individuellen<br />

Bebauung mit Einzel-, Doppel-<br />

oder Reihenhäusern mit bis zu drei<br />

Wohneinheiten freigegeben sind.<br />

Eigenheime als<br />

Bestandteil eines<br />

lebendigen Quartiers<br />

<strong>Die</strong> Vermarktung der voll erschlossenen<br />

Grundstücke durch die Immobilienexperten<br />

von Greif & Contzen ist gestartet, die<br />

ersten sind bereits vergeben. <strong>Die</strong> künftigen<br />

Eigenheimbewohner können sich auf ein<br />

Quartier freuen, das mit einem lebendigen<br />

Mix aus Kleinappartements, Wohnungen<br />

unterschiedlichster Größenordnungen und<br />

Reihenhäusern punktet. In ruhiger Randlage<br />

ergänzen die nach eigenen Vorstellungen<br />

realisierbaren Ein- bis Dreifamilienhäuser<br />

das Quartier.<br />

Um Spekulationen zu vermeiden und das<br />

Quartier als Wohlfühl-Viertel einheitlich<br />

zu gestalten, ist bei den Grundstücken<br />

für Bauantragstellung, Bebauung und Gestaltung<br />

ein Zeit- und Gestaltungsrahmen<br />

vorgegeben. <strong>Die</strong> künftigen Bewohnerinnen<br />

und Bewohner werden nicht in Nähe einer<br />

Baustelle leben oder damit überrascht, was<br />

sich der Nachbar wohl ausdenken wird.<br />

Denn die Grundstücke sind innerhalb von<br />

vier Jahren zu bebauen, ein Gestaltungshandbuch<br />

schafft einen verlässlichen Rahmen<br />

und Planungssicherheit. <strong>Die</strong> Kosten<br />

für die Grundstücke orientieren sich am<br />

aktuellen Bodenrichtwert, hinzu kommen<br />

die Kaufnebenkosten.<br />

Im eigenen Haus<br />

mitten im Leben<br />

Wo jetzt noch gebaggert wird und das<br />

Gras wächst, können - mitten in einer der<br />

schönsten <strong>Köln</strong>er Veedel - Grundstücke<br />

für den Eigenheimbau erworben werden<br />

Lindenthal, umschlossen vom Inneren<br />

und Äußeren Grüngürtel, bietet ein vielfältiges<br />

Freizeitangebot und beste Infrastruktur.<br />

Der nahe gelegene Lindenthalgürtel<br />

und die Dürener Straße laden zum<br />

Einkaufen und Flanieren ein, die Vielzahl<br />

von Geschäften garantiert dabei ein<br />

breit gefächertes Angebot, das von größeren<br />

Lebensmittelmärkten bis hin zu überwiegend<br />

inhabergeführten Geschäften<br />

reicht, die sich vielfach in den schönen<br />

Seitenstraßen angesiedelt haben. Quartier<br />

Hohenlind hat für die künftigen Bewohnerinnen<br />

und Bewohner auch die notwendige<br />

Infrastruktur im Blick. Eine Kindertagesstätte<br />

und eine Grundschule sind auf<br />

dem Areal geplant. Ein Parkhaus und zwei<br />

Tiefgaragen bieten Parkraum für über 400<br />

Autos und bringen den ruhenden Verkehr<br />

weg von den Straßen. Grün- und Parkflächen<br />

als Treff- und Erholungspunkte,<br />

Spielplätze und Freiflächen sind Bestandteile<br />

des neuen Quartiers. Ebenso wie ein<br />

Mobilitätskonzept mit Sharing-Komponenten,<br />

E-Ladestationen und Radschnellweg,<br />

eine nachhaltige und energieeffiziente<br />

Versorgung der Wohnräume über ein<br />

Blockheizkraftwerk oder auch das durchgängige<br />

Architekturkonzept. All das formt<br />

Quartier Hohenlind – ein neues, attraktives<br />

Wohnviertel für <strong>Köln</strong>. W<br />

Auf der Seite www.qhl-baugrundstücke.de<br />

finden Sie die wichtigsten Infos – Größe,<br />

Preise, Lageplan, Umgebung – und können<br />

sich mit einem Drohnenflug selbst ein<br />

Bild machen.<br />

Fotos: Greif & Contzen<br />

www.diewirtschaft-koeln.de 21


| Branchen & Betriebe<br />

DATENSCHUTZ BEI KMUS<br />

Für kleine und mittlere Unternehmen ist die Umsetzung der DSGVO nicht immer einfach<br />

Mannus Weiß, leidenschaftlicher Netzwerker, der sich auf das Thema Datenschutz<br />

bei KMUs spezialisiert hat, unterstützt Unternehmen bei der (oft nicht so einfachen)<br />

Umsetzung der DSGVO, berät bei der Erstellung der notwendigen Dokumentationen,<br />

überprüft die IT-Sicherheit und schult die Mitarbeitenden. Nicht zuletzt sorgt er aber<br />

auch dafür, dass alle wieder ruhig schlafen können ohne Angst vor Bußgeldern und<br />

Abmahnungen. Im Interview mit <strong>Die</strong><strong>Wirtschaft</strong> <strong>Köln</strong> erläutert er, worauf es bei der<br />

Umsetzung zum Thema Datenschutz ankommt.<br />

w: Hallo Herr Weiß,<br />

stellen Sie sich doch gerne vor …<br />

Mannus Weiß: Ich heiße Mannus Weiß,<br />

bin Geschäftsführer der Datenschutzkonzept<br />

GmbH in Zülpich und deutschlandweit<br />

unterwegs. Ich begleite Unternehmen als<br />

TÜV-zertifizierter externer Datenschutzbeauftragter<br />

und Auditor bei der Umsetzung<br />

der DSGVO und des Datenschutzes, überprüfe<br />

die IT-Sicherheit und bin mittlerweile<br />

auch als Beauftragter des Hinweisgeberschutzgesetzes<br />

(Whistleblowing) tätig.<br />

Kleine Unternehmen eher<br />

schlecht aufgestellt<br />

w: Wie sind denn, Ihrer<br />

Erfahrung nach, die Unternehmen mittlerweile<br />

aufgestellt, was den Datenschutz<br />

angeht?<br />

Mannus Weiß: Das ist sehr unterschiedlich.<br />

Insgesamt mache ich die Erfahrung, dass<br />

Mannus Weiß, Geschäftsführer der Datenschutzkonzept GmbH,<br />

unterstützt Unternehmen bei der Umsetzung der DSGVO<br />

die etwas größeren Unternehmen (ab ca.<br />

50 Mitarbeitern) eher besser, die kleineren<br />

Unternehmen leider eher schlechter aufgestellt<br />

sind, teilweise die DSGVO aber auch<br />

noch gar nicht umgesetzt ist.<br />

Oft komme ich in Unternehmen, die mir im<br />

Vorfeld mitteilen, dass sie „etwas“ Beratungsbedarf<br />

haben und die DSGVO „teilweise“<br />

umgesetzt haben. Aber die Geschäftsführer<br />

haben das Thema auch oft verdrängt<br />

und hintangestellt. Und wenn ich dann vor<br />

Ort bin, besteht der Datenschutz in einer<br />

halb fertigen DSE-Erklärung auf der Website,<br />

einem oft nicht funktionierenden Cookie-Banner<br />

und ein paar Vorlagen, in denen<br />

außer der Firmenbezeichnung nichts eingetragen<br />

ist. Wenn ich dann etwas von den Erfordernissen<br />

der DSGVO erzähle, werden die<br />

Unternehmer immer unsicherer und merken,<br />

dass hier ein dringender Handlungsbedarf<br />

besteht.<br />

Foto: Manfred Limbach<br />

w: Worauf führen Sie<br />

denn zurück, dass viele Firmen noch nicht<br />

gut aufgestellt sind und kein konkretes<br />

Wissen haben, was sie eigentlich machen<br />

müssen?<br />

Mannus Weiß: <strong>Die</strong> DSGVO wird oft gerne,<br />

gerade bei kleineren Betrieben, aus dem<br />

Bewusstsein verdrängt und nach hinten<br />

geschoben, weil der Datenschutz nach Meinung<br />

vieler Geschäftsführer nur Geld kostet,<br />

Ressourcen einschränkt und nichts<br />

bringt. Manche Unternehmer haben es<br />

2<strong>01</strong>8 auch schon einmal mit der Umsetzung<br />

versucht, sind dann allerdings gescheitert,<br />

weil einfach die Fachkenntnis fehlte.<br />

Allerdings schauen die Kunden, gerade<br />

auch die jüngeren, immer öfter darauf, was<br />

mit ihren Daten passiert, und eine Umsetzung<br />

ist ja gesetzlich auch vorgeschrieben.<br />

Deshalb kann ich jedem nur raten, sich da<br />

vernünftig aufzustellen.<br />

Datenschutzkonzept<br />

erstellen<br />

w: Können Sie uns denn<br />

in kurzer Form einmal vorstellen, was<br />

jedes Unternehmen machen muss, um DS-<br />

GVO-konform aufgestellt zu sein?<br />

Mannus Weiß: Natürlich, sehr gerne:<br />

Es muss ein Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten<br />

erstellt werden.<br />

Hier wird aufgeführt, welche Datenverarbeitungstätigkeiten<br />

mit welchen Grundlagen<br />

und mit welchen Zugriffsmöglichkeiten<br />

durchgeführt werden. Das sind z. B. Zeiterfassung,<br />

Lohnbuchhaltung, Finanzbuchhaltung,<br />

E-Mail-Verarbeitung, Homeoffice,<br />

Nutzung CRM-System, Nutzung von Software,<br />

Videoüberwachung (ein heikles Thema),<br />

Nutzung Clouddienste usw. So ein Verzeichnis<br />

umfasst oft schon bei kleineren<br />

Betrieben 150 Seiten.<br />

Es muss eine TOM-Liste (technische und organisatorische<br />

Maßnahmen) erstellt werden.<br />

Hier wird aufgeführt, was das Unternehmen<br />

unternimmt, um die personenbezogenen<br />

Daten zu sichern, also z. B. gibt es ein<br />

Antivirusprogramm, eine Firewall, welche<br />

Back-ups werden gemacht, wer hat Zugriff<br />

auf welche Daten, gibt es ein Berechtigungskonzept<br />

usw.<br />

Es muss überprüft werden, ob AV(Auftragsverarbeitung)-Verträge<br />

existieren bzw. abgeschlossen<br />

werden müssen. AV-Verträ-<br />

22 www.diewirtschaft-koeln.de


Branchen & Betriebe |<br />

ge müssen z. B. mit dem Webhoster, dem<br />

IT-<strong>Die</strong>nstleister, dem Cloudanbieter oder<br />

der Firma, welche den Drucker wartet, abgeschlossen<br />

werden.<br />

<strong>Die</strong> Datenschutzerklärung und ggf. das Cookie-Banner<br />

müssen überprüft werden.<br />

In der Praxis sind hier in über 90 Prozent<br />

der Fälle Fehler zu finden. Viele Webmaster<br />

installieren z. B. Google Analytics, ohne<br />

dass der Kunde das überhaupt nutzt und benötigt.<br />

<strong>Die</strong> Behörden müssen z. B. Beschwerden<br />

von Kunden oder Wettbewerbern nachgehen<br />

und die Webseiten überprüfen. Wer<br />

dann z. B. Tracking Tools nutzt ohne funktionierende<br />

Einwilligung des Besuchers (also<br />

ohne oder mit nicht funktionierendem Cookie-Banner),<br />

der bekommt einen Fragenkatalog<br />

geschickt, der im Regelfall nicht allein<br />

zu beantworten ist, und dann wird es teuer.<br />

w: Das ist ja einiges, was<br />

es zu beachten gilt. War das denn alles?<br />

Mannus Weiß: Nein, da geht es noch weiter:<br />

Es muss ein Datenschutzkonzept und<br />

ein Löschkonzept erstellt werden und wenn<br />

ein Unternehmen Mitarbeitende hat, sollten<br />

auch verschiedene Richtlinien, wie z.<br />

B. eine Unternehmensrichtlinie, Homeoffice-Richtlinie<br />

und eine IT-Nutzungsrichtlinie,<br />

erstellt werden. Zusätzlich muss der<br />

Mitarbeitende, genauso wie die Kunden,<br />

über die Verarbeitung seiner Daten informiert<br />

werden und auch auf das Datenschutzgeheimnis<br />

und das TTDSG verpflichtet<br />

werden.<br />

Initial müssen alle Mitarbeitenden, welche<br />

Daten verarbeiten, zum Thema Datenschutz<br />

geschult werden und einmal jährlich sollte<br />

man überprüfen, ob ein Datenschutzbeauftragter<br />

bestellt werden muss.<br />

Fachmännisch<br />

beraten lassen<br />

w: Was empfehlen Sie<br />

denn einem Unternehmer, der sich unsicher<br />

ist, ob er DSGVO-konform aufgestellt<br />

ist?<br />

Mannus Weiß: Das Unternehmen sollte sich<br />

auf jeden Fall an einen zertifizierten Fachmann<br />

wenden und sich beraten lassen, bevor<br />

es sich selbst an den Dokumentationen<br />

versucht, das erspart viel Arbeit und auch<br />

Kosten.<br />

w: Und wie ist das mit<br />

dem Hinweisgeberschutzgesetz, das hatten<br />

Sie ja ebenfalls erwähnt. Hat das ebenfalls<br />

mit Datenschutz zu tun?<br />

Mannus Weiß: Ja, natürlich, das spielt alles<br />

zusammen. Das Hinweisgeberschutzgesetz<br />

muss ja seit dem 17.12.2023 bei jedem Unternehmen,<br />

welches mehr als 50 Mitarbeitende<br />

beschäftigt, umgesetzt sein.<br />

Unternehmen sollten sich bei der Umsetzung der DSGVO an einen<br />

zertifizierten Fachmann wenden und sich beraten lassen<br />

Dort muss eine interne Meldestelle eingerichtet<br />

werden, bei der Personen, welche im<br />

beruflichen Kontext mit dem Unternehmen<br />

stehen, z. B. Diskriminierungen, Übergriffigkeiten,<br />

<strong>Die</strong>bstähle usw. melden können.<br />

Bei der Einrichtung einer solchen Meldestelle<br />

muss eine sogenannte DSFA (Datenschutzfolgenabschätzung)<br />

erstellt werden.<br />

Das bedeutet für bestimmte Prozesse eine<br />

ausführliche Beschreibung und Bewertung<br />

der bestehenden datenschutzrechtlichen<br />

Risiken vorzunehmen. Das ist eine<br />

anspruchsvolle Aufgabe, welche fachlichen<br />

Beistands bedarf.<br />

w: Vielen Dank, Herr<br />

Weiß, das war ja einiges an Input.<br />

Mannus Weiß: Danke ebenfalls für die Möglichkeit,<br />

interessierten Unternehmern hier<br />

weiterhelfen zu können.<br />

Weitere Informationen auf<br />

www.datenschutzkonzept.com<br />

Eugen Weis<br />

Foto: Weissblick – stock.adobe.com<br />

Cyber Security<br />

Zusatzqualifikation<br />

für IT-Berufe (IHK)<br />

Aufgrund der immer häufiger werdenden Angriffe auf die<br />

IT-Systeme von Unternehmen, Verwaltungen und Behörden<br />

ist es bisweilen unumgänglich, die eigenen Mitarbeiter*innen<br />

aus dem Fachbereich IT mit Spezialkenntnissen<br />

auszustatten, damit sie die Systeme und Identitäten<br />

Ihrer IT-Infrastruktur nicht nur schützen, sondern präventiv<br />

auf mögliche Cyberangriffe vorbereitet sind.<br />

Nutzen Sie die Zusatzqualifikation „Cyber Security für<br />

IT-Berufe“ und gewinnen Sie Ihre digitale Souveränität<br />

zurück. Mit dieser Zusatzqualifikation erwerben Ihre<br />

Mitarbeiter*innen das dringend benötigte Know-how, um<br />

IT-Sicherheit und Datenschutz zu gewährleisten.<br />

Vorteile und<br />

Benefits<br />

Umsetzung bereits in der Lernphase<br />

(Training-on-the-Job)<br />

Individuelle Betreuung auch nach<br />

der Schulung<br />

Best-Practice aus IT-Technik /<br />

Beratung / Schulung und Training<br />

IHK-Abschluss<br />

Nächster Starttermin<br />

April 20<strong>24</strong><br />

Infos und Anmeldung unter:<br />

https://bisa-bonn.de/zqcs<br />

Am Hofgarten 20<br />

53113 Bonn<br />

Tel.: 02 28 – 96 28 700<br />

E-Mail: office@bisa-bonn.de<br />

https://bisa-bonn.de


| Branchen & Betriebe<br />

KÖLNER BÜROMARKT<br />

MIT UMSATZRÜCKGANG<br />

Der aktuelle Marktbericht von Greif & Contzen analysiert<br />

das abgelaufene Jahr und blickt auf die kommenden Monate<br />

Trotz Umsatzrückgang im vergangenen Jahr ist und bleibt <strong>Köln</strong> ein starker Bürostandort<br />

(Im Bild: Friesen-Quartier)<br />

Mit einem Umsatzrückgang von rund 37 Prozent im Vergleich zu 2022 schloss der<br />

<strong>Köln</strong>er Büroimmobilienmarkt das Jahr 2023 ab. <strong>Die</strong> erzielten 200.000 Quadratmeter<br />

Vermietungsleistung kennzeichnen ein Jahr, das verhalten begann, im Sommer zwischenzeitlich<br />

eine Phase der Nachfragebelebung sah, dann aber von Krisen geopolitischer<br />

und lokaler Natur wieder eingeholt wurde. So skizzieren es die Immobilienexperten<br />

von Greif & Contzen in ihrem aktuellen Marktbericht.<br />

Unsicherheiten und Risiken, so Greif &<br />

Contzen, zwangen Unternehmen, ihre längerfristigen<br />

Entscheidungen über Umzüge<br />

oder Veränderungen von Bürokonzepten zu<br />

vertagen, in einigen Fällen sogar Flächengesuche<br />

zurückzuziehen, Mietvertragsverhandlungen<br />

abzubrechen und bestehende<br />

Verträge infrage zu stellen.<br />

<strong>Köln</strong> bleibt starker<br />

Bürostandort<br />

Foto: Cornelius Otto<br />

„Dennoch ist und bleibt <strong>Köln</strong> ein starker<br />

Bürostandort“, sagt Andreas Reul, der bei<br />

der Greif & Contzen Immobilienmakler<br />

GmbH den Bereich Büroimmobilien leitet.<br />

„Und auch wenn es schwieriger wird, die<br />

steigenden Erstellungskosten vor allem im<br />

hochwertigen Neubausegment über Mieterhöhungen<br />

zu kompensieren, so waren Steigerungen<br />

möglich.“ Andreas Reul verweist<br />

auf die Spitzenmiete: <strong>Die</strong>se stieg auf 33,00<br />

Euro pro Quadratmeter. <strong>Die</strong> Höchstmiete<br />

lag bei 35,00 Euro, und die gewichtete<br />

Durchschnittsmiete notiert nach 18,50 Euro<br />

Ende 2022 jetzt bei 19,60 Euro. Mit dem<br />

Nachfragerückgang nahm der Leerstand<br />

sukzessive auf rund 280.000 Quadratmeter<br />

zu, die Leerstandsquote liegt jetzt bei<br />

3,4 Prozent und entspannt die in <strong>Köln</strong> über<br />

viele Jahre angespannte Situation bei der<br />

Verfügbarkeit von Bestandsflächen.<br />

Insgesamt, so heißt es bei Greif & Contzen,<br />

besteht kein Grund für Schwarzmalerei.<br />

„Wir hatten schließlich eine lange Phase<br />

mit hohem Nachfrageüberhang und sehr<br />

geringer Leerstandsquote, jetzt konsolidiert<br />

sich der Markt“, erläutert Reul. Dazu<br />

gehört, dass die Angebotsseite, die viele<br />

Jahre lang geringer war als die Nachfrage,<br />

jetzt Kostendruck spürt. <strong>Die</strong> Baupreise sind<br />

hoch, die Finanzierungszinsen und Kreditanforderungen<br />

sind gestiegen, Genehmigungen<br />

dauern nach wie vor lange, was<br />

wiederum Kapital in ruhenden Projekten<br />

bindet. <strong>Die</strong> bei Verkäufen erzielbaren Margen<br />

werden kleiner und viele Endinvestoren<br />

fallen als Käufer für Neubauten aus,<br />

da sie mittlerweile auf den Finanzmärkten<br />

andere Anlagemöglichkeiten finden. All<br />

dies erschwert die Realisierung von Neubauprojekten.<br />

Mit Skepsis, aber auch mit gedämpfter Zuversicht<br />

gehen die Experten von Greif &<br />

Contzen an die Prognose für die kommenden<br />

Monate. Ausgehend von der positiven<br />

Annahme einer sich im weiteren Jahresverlauf<br />

allmählich wieder etwas verbessernden<br />

Konjunktur wird auch für den<br />

<strong>Köln</strong>er Büromarkt mit leicht steigenden<br />

Umsätzen gerechnet. „Mit einem stabileren<br />

Geschäftsumfeld und mehr Planungssicherheit<br />

werden wir Nachholeffekte auf<br />

dem Büromarkt sehen“, sagt Andreas Reul.<br />

Allerdings zeichnen die aktuellen Konjunkturprognosen<br />

für das neue Jahr nach<br />

dem Streit um den Bundeshaushalt wieder<br />

ein eher skeptisches Bild. Eine rasche<br />

Erholung wird es nicht geben, Konjunkturimpulse<br />

durch Staatsausgaben wohl auch<br />

nicht und – schlimmer noch – weitere Herausforderungen<br />

und Unsicherheiten für<br />

privatwirtschaftliche Investitionsvorhaben<br />

drohen. Zu erwarten ist deshalb, dass<br />

Investitionsentscheidungen auch in den<br />

kommenden Monaten erst einmal zurückgestellt<br />

werden und der <strong>Köln</strong>er Büromarkt<br />

kein neues Spitzenjahr sehen wird. Aber<br />

wie gesagt: <strong>Köln</strong> ist und bleibt ein starker<br />

Bürostandort. W<br />

Andreas Reul, Leitung Büroimmobilien<br />

Tel.: +49 221 937793-311<br />

Fax: +49 221 937793-77<br />

andreas.reul@greif-contzen.de<br />

Foto: Greif & Contzen / Bernd Vogel<br />

<strong>24</strong> www.diewirtschaft-koeln.de


Sonderthema Recht & Steuern | Geld & Geschäft |<br />

NEUE RECHTSLAGE<br />

FÜR GBR<br />

Seit Beginn des Jahres unterliegt die Gesellschaft bürgerlichen Rechts neuen gesetzlichen Bestimmungen<br />

Das Inkrafttreten des "MoPeG“ am 1. Januar 20<strong>24</strong> bringt für Gesellschaften bürgerlichen<br />

Rechts und ihre Gesellschafter erhebliche Veränderungen mit sich<br />

<strong>Die</strong> Gesellschaft bürgerlichen Rechts („GbR“), auch BGB-Gesellschaft genannt,<br />

unterliegt seit dem 1. Januar 20<strong>24</strong> neuen gesetzlichen Regelungen. Dazu zählt<br />

auch das neu geschaffene „Gesellschaftsregister“. In vielen Fällen dürfte die Eintragung<br />

bestehender und neu gegründeter Gesellschaften in dieses Gesellschaftsregister<br />

empfehlenswert sein.<br />

Durch das Gesetz zur Modernisierung des<br />

Personengesellschaftsrechts („MoPeG“)<br />

wurden die im Bürgerlichen Gesetzbuch<br />

(„BGB“) geregelten gesetzlichen Grundlagen<br />

des Rechts der GbR weitgehend neu<br />

gefasst. Zur Verbesserung der Transparenz<br />

und Publizität der Gesellschafter einer<br />

GbR hat der Gesetzgeber das Gesellschaftsregister<br />

eingeführt.<br />

Der Gesetzgeber normiert nunmehr zwei<br />

Rechtsformvarianten der GbR: die rechtsfähige<br />

GbR und die nicht rechtsfähige GbR.<br />

<strong>Die</strong> rechtsfähige GbR ist seit Jahresbeginn<br />

gesetzlich neu geregelt. Rechtsfähigkeit<br />

bedeutet, dass die GbR selbst – und nicht<br />

nur die Gesellschafter zusammen – Rechte<br />

erwerben und Pflichten begründen kann.<br />

<strong>Die</strong> Rechtsfähigkeit einer GbR ist grundsätzlich<br />

nicht von ihrer Eintragung im<br />

Gesellschaftsregister abhängig. Es reicht<br />

vielmehr aus, dass die GbR nach dem Willen<br />

ihrer Gesellschafter am Rechtsverkehr<br />

teilnehmen soll. Es besteht somit<br />

auch im Hinblick auf das Erlangen der<br />

Rechtsfähigkeit keine Pflicht zur Anmeldung<br />

einer GbR zum Gesellschaftsregister.<br />

Entscheidet sich die rechtsfähige GbR für<br />

eine Eintragung in das neu geschaffene<br />

Gesellschaftsregister, muss sie mit der<br />

Eintragung im Gesellschaftsregister den<br />

Zusatz „eingetragene Gesellschaft bürgerlichen<br />

Rechts“ oder „eGbR“ führen.<br />

Welchen Unterschied macht<br />

die Eintragung der GbR im<br />

Gesellschaftsregister?<br />

Von der Eintragung im Gesellschaftsregister<br />

hängen wichtige Rechtsfolgen ab.<br />

Faktisch dürfte durch die neuen Regelungen<br />

für viele GbR die Eintragung im<br />

Gesellschaftsregister zwingend werden.<br />

→ GbR als Gesellschafterin<br />

einer „GmbH“ oder als<br />

Aktionärin einer „AG“<br />

Seit dem 1. Januar 20<strong>24</strong> kann nur noch eine<br />

eGbR, also eine im Gesellschaftsregister<br />

eingetragene GbR, in die Gesellschafterliste<br />

einer GmbH (Gesellschaft mit<br />

Foto: sebra – stock.adobe.com<br />

beschränkter Haftung) bzw. einer UG haftungsbeschränkt<br />

(häufig als „Mini-GmbH“<br />

bezeichnet) oder in das Aktienregister einer<br />

AG (Aktiengesellschaft) aufgenommen<br />

werden. <strong>Die</strong>s hat zur Folge, dass eine<br />

nicht im Gesellschaftsregister eingetragene<br />

GbR ihre Gesellschafterrechte in der<br />

GmbH oder AG, deren Gesellschafter/Aktionär<br />

sie ist, nicht ausüben kann. Sofern<br />

also der Erwerb von Anteilen an einer GmbH,<br />

einer UG haftungsbeschränkt oder einer<br />

AG durch eine GbR geplant ist, ergibt<br />

sich für diese GbR mittelbar ein Zwang,<br />

die GbR zuvor zum Gesellschaftsregister<br />

anzumelden.<br />

Eine GbR, die vor dem 1. Januar 20<strong>24</strong><br />

bereits als Gesellschafter in der Gesellschafterliste<br />

einer GmbH oder einer UG<br />

haftungsbeschränkt oder in das Aktienregister<br />

einer AG aufgenommen wurde, ist<br />

nicht verpflichtet, sich im Gesellschaftsregister<br />

anzumelden, um in der Gesellschafterliste<br />

bzw. im Aktienregister verbleiben<br />

zu dürfen.<br />

→ GbR als Eigentümerin<br />

von Immobilien<br />

Im Sinne einer Verbesserung der Transparenz<br />

und Publizität von an grundbuchpflichtigen<br />

Vorgängen beteiligten GbR<br />

kann seit dem 1. Januar 20<strong>24</strong> nur noch<br />

eine im Gesellschaftsregister eingetragene<br />

eGbR als Rechteinhaberin in das<br />

Grundbuch aufgenommen werden. Nach<br />

der Neuregelung wird nicht mehr die GbR<br />

unter Nennung ihrer einzelnen Gesellschafter,<br />

sondern die eGbR durch Angabe<br />

von Namen, Sitz, Registergericht und<br />

Registerblatt des Gesellschaftsregisters<br />

als Rechteinhaberin im Grundbuch eingetragen.<br />

Für eine vor dem 1. Januar 20<strong>24</strong> in das<br />

Grundbuch eingetragene GbR wurde eine<br />

Übergangsregelung eingeführt, nach<br />

der Änderungen an dem im Grundbuch<br />

eingetragenen Recht erst dann eingetragen<br />

werden, wenn die GbR im Gesellschaftsregister<br />

(vor)eingetragen<br />

und ihre (bisherige) Eintragung als<br />

Rechteinhaberin im Grundbuch auf sie<br />

als eGbR umgeschrieben worden ist.<br />

www.diewirtschaft-koeln.de 25


| Geld & Geschäft | Sonderthema Recht & Steuern<br />

GbRs bzw. ihre Gesellschafter sollten sich mit den durch das MoPeG<br />

eingeführten neuen Regelungen vertraut machen<br />

→ Namensschutz<br />

Ab dem Zeitpunkt der Eintragung im Gesellschaftsregister<br />

hat die GbR einen Namenszusatz<br />

zu führen, der auf den Umstand der<br />

Eintragung im Gesellschaftsregister hinweist<br />

(„eingetragene Gesellschaft bürgerlichen<br />

Rechts“ oder „eGbR“). Bei der Auswahl<br />

des Namens der Gesellschaft sind durch die<br />

Neuregelung des MoPeG die firmenrechtlichen<br />

Vorschriften gemäß Handelsgesetzbuch<br />

(„HGB“) zu beachten. Damit sind große<br />

Teile des Firmenrechts des HGB, das<br />

auch im Geschäftsverkehr Bedeutung hat,<br />

auch auf die eGbR anzuwenden.<br />

→ Vertragssitz<br />

und Verwaltungssitz<br />

<strong>Die</strong> neue Gesetzeslage bestimmt grundsätzlich<br />

als Sitz der GbR den Ort, an dem ihre Geschäfte<br />

geführt werden (Verwaltungssitz).<br />

Für die eGbR gilt allerdings, dass, soweit<br />

die Gesellschafter im Gesellschaftsvertrag<br />

einen anderen im Inland gelegenen Ort als<br />

Sitz vereinbart haben (Vertragssitz), dieser<br />

Ort der Sitz der Gesellschaft ist.<br />

Wie funktioniert die<br />

Eintragung der GbR im<br />

Gesellschaftsregister?<br />

me, Geburtsdatum und Wohnort anzugeben.<br />

Bei juristischen Personen (z. B. GmbH)<br />

oder rechtsfähigen Personengesellschaften<br />

(z. B. OHG) als GbR-Gesellschafter sind<br />

Firma/Name, Rechtsform, Sitz und, soweit<br />

gesetzlich vorgesehen, zuständiges Register<br />

sowie Registernummer anzumelden.<br />

Zudem muss die Anmeldung Angaben zur<br />

Vertretungsbefugnis der Gesellschafter sowie<br />

die Versicherung enthalten, dass die<br />

Gesellschaft nicht bereits im Handels- oder<br />

Partnerschaftsregister eingetragen ist. Änderungen<br />

zu den oben genannten Angaben<br />

sind ihrerseits anzumelden. <strong>Die</strong> Anmeldung<br />

erfolgt beim Amtsgericht als Registergericht<br />

in dem Bezirk, in dem die GbR ihren<br />

Sitz hat. Sie muss durch alle Gesellschafter<br />

elektronisch in öffentlich beglaubigter<br />

Form (durch einen Notar) erfolgen.<br />

Mit Eintragung im Gesellschaftsregister<br />

wird die GbR zur eGbR und damit zu einer<br />

Foto: wolfhound911i – stock.adobe.com<br />

<strong>Die</strong> Eintragung der GbR im Gesellschaftsregister<br />

setzt eine entsprechende Anmeldung<br />

voraus. Im Rahmen der Anmeldung sind<br />

zur Gesellschaft die folgenden Angaben zu<br />

machen: Name, Sitz, Anschrift in einem<br />

Mitgliedstaat der EU. Zu den Gesellschaftern<br />

sind folgende Angaben erforderlich:<br />

Sofern es sich bei den GbR-Gesellschaftern<br />

um natürliche Personen handelt, sind Naeingetragenen<br />

Personengesellschaft. <strong>Die</strong>s<br />

hat zur Folge, dass sie nach dem Geldwäschegesetz<br />

zur Mitteilung ihrer sogenannten<br />

wirtschaftlich Berechtigten an das<br />

Transparenzregister verpflichtet ist. <strong>Wirtschaft</strong>lich<br />

Berechtigter ist jede natürliche<br />

Person, die mehr als 25 Prozent der Gesellschaftsanteile/Stimmrechte<br />

kontrolliert<br />

oder auf sonstige Weise Kontrolle ausübt.<br />

Welche weiteren gesetzlichen<br />

Neuerungen durch das MoPeG<br />

gelten für die GbR auch ohne<br />

Eintragung im Gesellschaftsregister<br />

für Geschäftsführung<br />

und Vertretung?<br />

Der Gesetzgeber hat die Regelungen über<br />

Geschäftsführung und Vertretung mit der<br />

Neuregelung klarer strukturiert und eigenständig<br />

geregelt.<br />

→ Haftung der Gesellschafter<br />

<strong>Die</strong> Neuregelung sieht eine (akzessorische)<br />

gesamtschuldnerische Haftung der Gesellschafter<br />

für Gesellschaftsverbindlichkeiten<br />

vor und kodifiziert damit die bereits<br />

seit Langem von der Rechtsprechung vorgenommene<br />

Angleichung des Haftungsregimes<br />

der GbR an das der offenen Handelsgesellschaft.<br />

→ Gesellschafterwechsel<br />

Der Tod eines Gesellschafters führt anders<br />

als nach alter Rechtslage nicht mehr im Regelfall<br />

zur Auflösung der Gesellschaft, sondern<br />

zum Ausscheiden des verstorbenen<br />

Gesellschafters. <strong>Die</strong> Möglichkeit zur Fortsetzung<br />

der GbR mit dem/den Erben eines<br />

Foto: k.u.r.t. – stock.adobe.com<br />

Mit einer Eintragung in das Gesellschaftsregister sind zudem<br />

die Meldepflichten nach dem Geldwäschegesetz verbunden<br />

26 www.diewirtschaft-koeln.de


Sonderthema Recht & Steuern | Geld & Geschäft |<br />

verstorbenen Gesellschafters wird ausführlicher<br />

geregelt.<br />

→ Beteiligung an<br />

Gewinn und Verlust<br />

Nach der vor dem 1. Januar 20<strong>24</strong> geltenden<br />

Gesetzeslage waren alle Gesellschafter zu<br />

gleichen Teilen am Gewinn und Verlust der<br />

Gesellschaft beteiligt, wenn keine Anteilsregelung<br />

bestimmt war. Durch die neuen<br />

Regelungen richten sich die Anteile an Gewinn<br />

und Verlust vorrangig nach den vereinbarten<br />

Beteiligungsverhältnissen. Sind<br />

diese nicht vereinbart worden, richten sie<br />

sich nach dem Verhältnis der vereinbarten<br />

Werte der Beiträge. Sind auch die Werte der<br />

Beträge nicht vereinbart worden, so hat erst<br />

dann jeder Beteiligte einen gleichen Anteil<br />

an Gewinn und Verlust.<br />

Fazit<br />

Das Inkrafttreten des MoPeG am 1. Januar<br />

20<strong>24</strong> ist für Gesellschaften bürgerlichen<br />

Rechts und ihre Gesellschafter mit erheblichen<br />

Veränderungen verbunden. Häufig<br />

werden Immobilien von Gesellschaften bürgerlichen<br />

Rechts gehalten, hinter denen z.<br />

B. Familienmitglieder oder ein Investorenkreis<br />

als Gesellschafter stehen. Auch bei Investitionen<br />

in Unternehmen, insbesondere<br />

in Start-ups, kommt es häufiger zu Bündelung<br />

des investierten Vermögens über eine<br />

Gesellschaft bürgerlichen Rechts. Besonders<br />

in diesen Fällen führt faktisch kein<br />

Weg an der Eintragung der GbR im Gesellschaftsregister<br />

vorbei. Für eine GbR hingegen,<br />

die lediglich dazu dienen soll, die Verhältnisse<br />

der Gesellschafter untereinander<br />

zu organisieren oder nicht wirtschaftliche<br />

Zwecke zu verfolgen, gibt es kaum Gründe,<br />

das formalisierte Anmeldeverfahren durchzuführen<br />

und die (ggf. sogar ungewünschte)<br />

Publizitätswirkung des Gesellschaftsregisters<br />

auszulösen.<br />

Foto: Jörg Modrow/laif/ Luther Rechtsanwaltsgesellschaft<br />

In diesem Kontext ist auch zu beachten, dass<br />

mit einer Eintragung in das Gesellschaftsregister<br />

zudem die Meldepflichten nach dem<br />

Geldwäschegesetz verbunden sind, wodurch<br />

sich der Verwaltungsaufwand nicht<br />

unerheblich erhöht. Ungeachtet der Frage,<br />

ob eine Eintragung in das Gesellschaftsregister<br />

erfolgt oder nicht, sollten sich GbR<br />

bzw. ihre Gesellschafter, soweit noch nicht<br />

geschehen, mit den durch das MoPeG eingeführten<br />

neuen Regelungen vertraut machen<br />

und den hieraus resultierenden Handlungsbedarf<br />

identifizieren sowie ggf. die Regelungen<br />

des Gesellschaftsvertrages an die neue<br />

Rechtslage anpassen. W<br />

Gastautoren: Dr. Gregor Wecker, Rechtsanwalt, Dr. Marc Peters, Rechtsanwalt<br />

Luther Rechtsanwaltsgesellschaft mbH<br />

Foto: Luther Rechtsanwaltsgesellschaft mbH/Jörg Modrow/laif<br />

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INNOVATIONSKRAFT<br />

UND EFFIZIENZ STEIGERN<br />

Wie Unternehmen mit künstlicher Intelligenz die Geschäftsprozesse der Zukunft gestalten können<br />

KI als Basis für die Geschäftsprozesse der Zukunft<br />

In der heutigen Geschäftswelt ist die Integration von künstlicher Intelligenz (KI)<br />

in die Unternehmensstrategien zu einem zentralen Diskussionsthema avanciert.<br />

Angesichts des stetigen Anstiegs an verfügbaren KI-Tools, von denen gefühlt täglich<br />

Hunderte neuer Lösungen auf den Markt drängen, entpuppt sich der Schritt<br />

zur Implementierung dieser Technologien in bestehende Geschäftsprozesse als eine<br />

anspruchsvolle Herausforderung. In dem wachsenden Dschungel an Optionen und<br />

Möglichkeiten rückt die Frage nach einer klaren, strukturierten Herangehensweise<br />

in den Vordergrund.<br />

Foto: Martin Rettenberger – stock.adobe.com<br />

Um künstliche Intelligenz effektiv und effizient<br />

in die Unternehmensprozesse zu<br />

integrieren, ist eine sorgfältig durchdachte,<br />

strukturierte Herangehensweise unerlässlich.<br />

Es geht dabei nicht nur darum,<br />

auf den aktuellen Hype um bestimmte<br />

KI-Tools zu reagieren. Vielmehr ist es entscheidend,<br />

dass Unternehmen die für sie<br />

maßgeschneiderten Tools identifizieren<br />

und einsetzen. <strong>Die</strong>s bedeutet, dass eine<br />

bloße Orientierung an Trends und Neuheiten<br />

im Bereich der KI nicht ausreicht. Es<br />

erfordert eine tiefgehende Analyse und ein<br />

Verständnis dafür, welche Tools den spezifischen<br />

Anforderungen und Zielen des Unternehmens<br />

am besten dienen.<br />

→ Phase 1 – Basis schaffen:<br />

KI-Tools kennenlernen,<br />

testen und prüfen<br />

Der erste Schritt in Richtung einer effektiven<br />

Nutzung von künstlicher Intelligenz<br />

im Unternehmen ist das Schaffen einer<br />

soliden Grundlage. Es ist essenziell, ein<br />

tiefes Verständnis für die Funktionsweise<br />

und Potenziale von KI-Technologien zu<br />

entwickeln. Dazu gehört auch, sich aktiv<br />

mit neuen Technologien und Werkzeugen<br />

auseinanderzusetzen.<br />

Der Prozess beginnt mit dem gezielten Testen<br />

von KI-Tools, um deren Eignung für<br />

die spezifischen Unternehmensbedürfnisse<br />

zu bewerten. Es geht darum, diese<br />

Tools in realen Szenarien der Unternehmensumgebung<br />

einzusetzen und ihre Anwendbarkeit,<br />

Effektivität sowie mögliche<br />

Auswirkungen genau zu analysieren. Nur<br />

durch diesen praktischen Ansatz kann sichergestellt<br />

werden, dass die ausgewählten<br />

KI-Tools nicht nur technologisch fortschrittlich,<br />

sondern auch in der Lage sind,<br />

konkreten Mehrwert für die relevanten Geschäftsprozesse<br />

zu liefern.<br />

→ Phase 2 – Use Cases<br />

identifizieren und testen<br />

Viele Unternehmen suchen nach effektiven<br />

Wegen, um die Vielfalt der KI-Tools<br />

zu navigieren, ihre spezifischen Anwendungsfälle<br />

zu identifizieren und stabile,<br />

effiziente Prozesse zu etablieren. <strong>Die</strong>se Suche<br />

spiegelt eine allgemeine Unsicherheit<br />

wider: Wo beginnt man angesichts des riesigen<br />

Angebots an Tools? Welche sind die<br />

richtigen Tools für die spezifischen Bedürfnisse<br />

eines Unternehmens? <strong>Die</strong> Erfahrung<br />

zeigt, dass der Schlüssel in der Notwendigkeit<br />

einer strukturierten Herangehensweise<br />

an die Implementierung von KI-Tools<br />

liegt. <strong>Die</strong>ser Artikel bietet einen Leitfaden,<br />

um Unternehmen dabei zu unterstützen,<br />

die passenden KI-Lösungen auszuwählen<br />

und erfolgreich zu integrieren, um so die<br />

Effizienz und Innovationskraft zu steigern.<br />

Effektiver Einsatz von KI:<br />

ein strukturierter Ansatz<br />

Für eine nahtlose und effektive Integration<br />

von KI-Tools im Unternehmen ist die Identifizierung<br />

relevanter Use Cases von entscheidender<br />

Bedeutung. <strong>Die</strong>s bedeutet, dass es<br />

unerlässlich ist, spezifische Anwendungsfälle<br />

innerhalb des Unternehmens zu identifizieren,<br />

in denen künstliche Intelligenz<br />

wirkungsvoll eingesetzt werden kann, um<br />

konkrete Probleme zu lösen und Mehrwert<br />

zu schaffen. <strong>Die</strong>ser Schritt ermöglicht es,<br />

genau zu verstehen, wie KI-Technologien<br />

spezifische Herausforderungen oder Aufgaben<br />

im Unternehmen adressieren und lösen<br />

können. Durch das gezielte Trainieren der<br />

KI-Tools mit praxisnahen Aufgabenstellungen<br />

lassen sich diejenigen Tools herausfiltern,<br />

die für die spezifischen Anwendungsfälle<br />

am besten geeignet sind.<br />

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Sonderthema IT, Kommunikation & Büro | Leben & Wissen |<br />

→ Phase 3 – Strukturierung<br />

relevanter KI-Werkzeuge:<br />

effiziente Prozesse entwickeln<br />

Nach der Identifizierung relevanter KI-<br />

Tools sind der nächste entscheidende<br />

Schritt die Entwicklung und das Testen<br />

effizienter Prozesse. Eine klar definierte<br />

Struktur für den Einsatz dieser Werkzeuge<br />

ist ausschlaggebend, um deren Integration<br />

im Unternehmen reibungslos zu gestalten.<br />

Es ist empfehlenswert, die Tools in unterschiedlichen<br />

Unternehmensbereichen einzusetzen<br />

und deren Effekte genau zu beobachten.<br />

So kann ein besseres Verständnis<br />

darüber erlangt werden, wie die Effizienz<br />

gesteigert und welche Prozessanpassungen<br />

nötig sind, um die volle Leistungsfähigkeit<br />

der KI auszuschöpfen.<br />

Ein praktischer Tipp hierbei ist, die ausgewählten<br />

Use Cases direkt in den betrieblichen<br />

Alltag zu integrieren. <strong>Die</strong>s ermöglicht<br />

es, die realen Auswirkungen der KI-Tools<br />

auf die Geschäftsprozesse zu beobachten<br />

und anzupassen, wo es nötig ist. Darüber<br />

hinaus ist es wichtig, eine Feedback-Schleife<br />

zu etablieren, in der Mitarbeiter ihr direktes<br />

Feedback zu den neuen Tools und<br />

Prozessen geben können. <strong>Die</strong>s fördert<br />

nicht nur die Akzeptanz der KI-Technologie<br />

im Unternehmen, sondern ermöglicht<br />

auch kontinuierliche Verbesserungen und<br />

Anpassungen an die dynamischen Anforderungen<br />

des Geschäftsumfelds.<br />

→ Phase 4 – Automatisierung:<br />

Automatisierung von Prozessen<br />

und Use Cases<br />

Im abschließenden Schritt rückt die Automatisierung<br />

in den Vordergrund. Nachdem<br />

durch die vorangegangenen Schritte<br />

wertvolle Expertise gewonnen wurde,<br />

ist es nun an der Zeit, jene Prozesse und<br />

Use Cases zu identifizieren, die sich für eine<br />

Automatisierung eignen. Das Ziel dabei<br />

ist, eine nachhaltige Effizienzsteigerung<br />

im Unternehmen zu erzielen. Durch Automatisierung<br />

können Unternehmen nicht<br />

nur Zeit und Ressourcen sparen, sondern<br />

auch die Genauigkeit und Konsistenz von<br />

Arbeitsabläufen erhöhen.<br />

<strong>Die</strong> Auswahl der zu automatisierenden Prozesse<br />

sollte sorgfältig erfolgen, wobei diejenigen<br />

bevorzugt werden sollten, die den<br />

größten Einfluss auf die Produktivität und<br />

Kundenzufriedenheit haben. Es ist ebenfalls<br />

wichtig, alle Stakeholder in den Automatisierungsprozess<br />

miteinzubeziehen,<br />

um sicherzustellen, dass die Änderungen<br />

nahtlos in den Betriebsablauf integriert<br />

und von den Mitarbeitern akzeptiert wer-<br />

den. Langfristig ermöglicht die Automatisierung<br />

nicht nur eine Effizienzsteigerung,<br />

sondern fördert auch die Innovationsfähigkeit<br />

des Unternehmens, indem sie Mitarbeitern<br />

erlaubt, sich auf kreativere und<br />

strategischere Aufgaben zu konzentrieren.<br />

„Unsere Erfahrung bestätigt die Wirksamkeit<br />

der vier essenziellen Schritte für eine<br />

erfolgreiche Integration von künstlicher<br />

Intelligenz in Unternehmensprozesse. Unsere<br />

KI-Werkstatt ist speziell darauf ausgerichtet,<br />

mittelständischen Unternehmen<br />

und Verwaltungen dabei zu helfen, KI sicher<br />

und effektiv zu nutzen. Das 100-Tage-Intervallprogramm<br />

dient dazu, Unternehmen<br />

aktiv bei der Implementierung<br />

dieser Schritte zu unterstützen und den<br />

Mehrwert von KI in Unternehmensstrategien<br />

deutlich zu machen. Das Resultat<br />

unserer Bemühungen sind konkrete und<br />

messbare Erfolge durch die Anwendung<br />

der Vier-Schritte-Methode“, so Prof. Dr. Michael<br />

Bernecker, Geschäftsführer des Deutschen<br />

Instituts für Marketing.<br />

KI als Treiber für Effizienz<br />

und Innovation<br />

<strong>Die</strong> Integration von KI in Unternehmensprozesse<br />

spielt eine zunehmend zentrale<br />

Rolle, doch viele Unternehmen zögern<br />

noch, sich intensiv damit auseinanderzusetzen.<br />

Der offensichtliche Nutzen, den KI<br />

in vielerlei Hinsicht bietet, ist jedoch nicht<br />

zu unterschätzen. Im Kontext dieser Entwicklung<br />

fungiert die Implementierung<br />

von KI als Katalysator für eine Vielzahl an<br />

Verbesserungen und Transformationsprozessen:<br />

→ Steigerung der betrieblichen Effizienz<br />

durch optimierte Arbeitsabläufe<br />

→ Kosteneinsparungen durch Automatisierung<br />

zeitintensiver Aufgaben<br />

→ Wettbewerbsvorteile durch die Nutzung<br />

innovativer Technologien<br />

Foto: Sallyhateswing/Philipp Johann<br />

→ Förderung von Innovation durch neue<br />

Lösungsansätze, Inspiration und zukunftsweisende<br />

Produkte und <strong>Die</strong>nstleistungen<br />

→ Mitarbeiterentwicklung durch den<br />

Aufbau neuer Kompetenzen<br />

→ Verbesserte Entscheidungsfindung<br />

durch KI-basierte Analysen<br />

→ Zukunftssicherung durch eine Adaption<br />

der neuesten Technologien und<br />

Anwendungen<br />

→ Personalisierung und Kundenorientierung<br />

durch eine tiefere Analyse von<br />

Kundenpräferenzen und -verhalten<br />

und darauf aufbauender Individualisierung<br />

Effiziente KI-Integration<br />

für zukunftsorientierte<br />

Unternehmen<br />

<strong>Die</strong> breite Palette an verfügbaren KI-Tools<br />

unterstreicht die Dringlichkeit einer strukturierten<br />

Herangehensweise. Ein fundiertes<br />

Verständnis für künstliche Intelligenz<br />

und das praktische Testen von KI-Tools anhand<br />

realer Use Cases schaffen die Basis,<br />

um effiziente Prozesse zu entwickeln und<br />

Automatisierung in die Unternehmensstrategie<br />

einzubetten. W<br />

Weitere Infos unter<br />

https://www.marketinginstitut.biz/<br />

ki-im-marketing/<br />

Bastian Foerster, Projektleiter, Elena Tillmanns, Online Marketing Managerin<br />

Deutsches Institut für Marketing<br />

Foto: Sallyhateswing/Philipp Johann<br />

Illustration: Knut – stock.adobe.com<br />

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| Leben & Wissen | Sonderthema IT, Kommunikation & Büro<br />

KLARTEXT IN DER IT<br />

Meisterhafte IT-Kommunikation: die Kunst, Technik und Teamwork zu vereinen<br />

Foto: Limitless Visions – stock.adobe.com<br />

Aus Worten Mehrwert machen - mehr als Vernetzung<br />

In der heutigen digitalen Ära ist eine effektive Kommunikation der Schlüssel zum<br />

Erfolg in der Informationstechnologie (IT). Es stellt sich jedoch die Frage, was genau<br />

unter „Kommunikation“ in diesem Zusammenhang zu verstehen ist und wie sie bestmöglich<br />

umgesetzt werden kann.<br />

Kommunikation in der IT geht weit über<br />

das simple Austauschen von Informationen<br />

hinaus. Sie umfasst den gesamten<br />

Prozess, in dem Daten, Ideen, Anforderungen<br />

und Lösungen zwischen den beteiligten<br />

Akteuren ausgetauscht werden. <strong>Die</strong>s<br />

schließt nicht nur Gespräche zwischen<br />

Entwicklern und Managern ein, sondern<br />

auch die Interaktion zwischen den verschiedenen<br />

Abteilungen eines Unternehmens<br />

sowie mit externen Partnern und<br />

Kunden. Für eine erfolgreiche Kommunikation<br />

in der IT sind klare Botschaften und<br />

ein tiefes gegenseitiges Verständnis unerlässlich.<br />

Oftmals scheitern Projekte nicht<br />

aufgrund technischer Schwierigkeiten,<br />

sondern aufgrund von Missverständnissen<br />

oder unzureichender Kommunikation zwischen<br />

den Teammitgliedern.<br />

Eine nahtlose Kommunikation ist der<br />

Schlüssel zu einer guten Zusammenarbeit.<br />

Deutlichkeit und Genauigkeit sind hierbei<br />

von entscheidender Bedeutung, denn Kommunikation<br />

umfasst weit mehr als das gesprochene<br />

Wort. Es ist ein komplexes Netzwerk<br />

aus Zuhören, Verstehen, Feedback und<br />

der geschickten Nutzung unterschiedlicher<br />

Kommunikationsmittel.<br />

Klarheit und Präzision: Unklare Anweisungen<br />

oder vage Formulierungen können<br />

zu Fehlinterpretationen führen und den<br />

Fortschritt behindern. Es ist entscheidend,<br />

Informationen deutlich zu übermitteln,<br />

um Missverständnisse zu vermeiden.<br />

Zuhören und Verständnis: Kommunikation<br />

ist keine Einbahnstraße. Das Zuhören<br />

ist genauso wichtig wie das Sprechen. Ein<br />

aktives Interesse an den Sorgen und Vorschlägen<br />

anderer fördert ein umfassenderes<br />

Verständnis und erleichtert die Zusammenarbeit.<br />

Feedback-Kultur: Konstruktives Feedback<br />

ist ein wesentlicher Bestandteil einer erfolgreichen<br />

Kommunikation. <strong>Die</strong> Möglichkeit,<br />

Rückmeldungen zu geben und anzunehmen,<br />

verbessert nicht nur die Qualität der<br />

Arbeit, sondern stärkt auch das Teamgefühl.<br />

Kommunikationskanäle nutzen: <strong>Die</strong><br />

Vielfalt an Kommunikationsmitteln bietet<br />

zahlreiche Möglichkeiten, Informationen<br />

auszutauschen. Von E-Mails über<br />

Chat-Plattformen bis hin zu Videokonferenzen<br />

– die Wahl des richtigen Kanals je<br />

nach Kontext und Ziel ist entscheidend.<br />

Regelmäßige Updates geben: <strong>Die</strong> regelmäßige<br />

Aktualisierung aller Beteiligten über<br />

den Fortschritt von Projekten oder Änderungen<br />

ist wichtig, um Missverständnisse<br />

zu vermeiden und sicherzustellen, dass<br />

alle auf dem gleichen Informationsstand<br />

sind.<br />

Klare Verantwortlichkeiten festlegen: <strong>Die</strong><br />

klare Definition von Verantwortlichkeiten<br />

für Aufgaben und Entscheidungen hilft,<br />

Verwirrung über Zuständigkeiten zu vermeiden.<br />

Konfliktlösung fördern: Konflikte können<br />

die Produktivität beeinträchtigen. Es ist<br />

wichtig, einen offenen Dialog zu führen<br />

und Lösungen zu finden, die für alle akzeptabel<br />

sind.<br />

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Sonderthema IT, Kommunikation & Büro | Leben & Wissen |<br />

Dokumentation: Wichtige Informationen<br />

sollten dokumentiert und leicht zugänglich<br />

sein. Das verhindert, dass Informationen<br />

verloren gehen oder vergessen werden.<br />

Eine gelungene Kommunikation ist der<br />

Schlüssel zum Erfolg in der IT. Sie befähigt<br />

Teams, effektiver zu arbeiten, Herausforderungen<br />

rascher zu bewältigen und letztlich<br />

überzeugendere Ergebnisse zu erzielen.<br />

Schlüsselkomponenten<br />

für vernetzte<br />

IT-Kommunikation<br />

<strong>Die</strong> Welt der Kommunikation erfährt durch<br />

IT-gestützte Mittel eine Revolution. Egal ob<br />

E-Mails, Sofortnachrichten, Videokonferenzen,<br />

soziale Medien oder kollaborative<br />

Plattformen – sie überbrücken Distanzen,<br />

schaffen Flexibilität und gestalten eine<br />

neue, vernetzte Kommunikationslandschaft.<br />

Hier sind einige ausgewählte Kommunikationsmittel:<br />

→ E-Mail: Als fundamentales Kommunikationsmittel<br />

dient die E-Mail dem<br />

Austausch von Nachrichten, Dokumenten<br />

und Informationen.<br />

→ Sofortnachrichten und Chat-Plattformen:<br />

Plattformen wie Slack, Microsoft<br />

Teams und WhatsApp ermöglichen unmittelbare<br />

Echtzeitkommunikation.<br />

→ Videokonferenzen und Online-Meetings:<br />

Mithilfe von Plattformen wie<br />

Microsoft Teams, Zoom, Skype oder<br />

Google Meet ist es möglich, visuelle<br />

Kommunikation über große Entfernungen<br />

hinweg zu realisieren.<br />

→ Soziale Medien: Soziale Medien wie<br />

Facebook, Twitter, LinkedIn und Instagram<br />

eröffnen verschiedene Kanäle<br />

für Kommunikation, die von persönlichem<br />

Austausch bis hin zu geschäftlichen<br />

Anwendungen wie Marketing und<br />

Networking reichen.<br />

→ Kollaborative Plattformen und Werkzeuge:<br />

Google Workspace, Microsoft<br />

365, Trello und Asana dienen als zusätzliche<br />

Planungstools und fördern die<br />

Zusammenarbeit sowie den reibungslosen<br />

Informationsaustausch im Team.<br />

Moderne, IT-gestützte Kommunikation profitiert<br />

von verschiedenen Schlüsselfaktoren,<br />

die entscheidend für ihre Leistungsfähigkeit<br />

sind. Hier sind einige Kernelemente,<br />

die das Rückgrat einer erfolgreichen digitalen<br />

Kommunikation bilden:<br />

Sicherheit und Datenschutz: <strong>Die</strong> Sicherung<br />

sensibler Daten vor unerlaubtem Zugriff ist<br />

von großer Bedeutung, besonders im Bereich<br />

der digitalen Kommunikation.<br />

Nutzerfreundlichkeit und Zugänglichkeit:<br />

Eine mühelose Erreichbarkeit der Technologie<br />

ist essenziell, um eine durchgängige<br />

Kommunikation zu gewährleisten. Um sicherzustellen,<br />

dass jeder gleichermaßen<br />

teilnehmen kann, spielt die Barrierefreiheit<br />

eine entscheidende Rolle, indem sie<br />

eine unkomplizierte Zugänglichkeit zur<br />

Technologie ermöglicht.<br />

Skalierbarkeit und Flexibilität: <strong>Die</strong> Fähigkeit,<br />

sich an unterschiedliche Kommunikationsbedürfnisse<br />

anzupassen und bei steigendem<br />

Bedarf zu erweitern, ist wichtig.<br />

Interkulturelle und multilinguale Anpassung:<br />

In einer globalisierten Welt sind die<br />

Anpassungsfähigkeit an verschiedene kulturelle<br />

Kontexte und die Unterstützung<br />

mehrsprachiger Kommunikation von entscheidender<br />

Bedeutung für erfolgreiche Interaktionen.<br />

Bits, Bytes und brillante<br />

Kommunikation<br />

<strong>Die</strong> IT-Branche ist ein Orchester von Technik,<br />

Teamwork und, vielleicht am wichtigsten,<br />

Kommunikation. In der Welt von Bits<br />

und Bytes sind das richtige Verständnis<br />

und die klare Übermittlung von Informationen<br />

entscheidend. Anne Morrow Lindberghs<br />

Worte, dass gute Kommunikation<br />

so stimulierend wie schwarzer Kaffee und<br />

genauso schwer zu schlucken ist, spiegeln<br />

die Komplexität und den Wert einer klaren<br />

Kommunikation in der IT wider.<br />

In diesem digitalen Zeitalter ist Kommunikation<br />

mehr als nur ein Informationsaustausch<br />

– sie ist das Herzstück erfolgreicher<br />

Zusammenarbeit. Klarheit und Genauigkeit<br />

sind unerlässlich, um Missverständnisse<br />

zu vermeiden und Projekte auf Kurs<br />

zu halten. Doch Kommunikation ist nicht<br />

nur das gesprochene Wort. Sie erfordert<br />

auch Zuhören, Feedback, die geschickte<br />

Wahl der Kommunikationsmittel und eine<br />

Kultur des offenen Dialogs.<br />

<strong>Die</strong> Vielfalt an Kommunikationskanälen,<br />

von E-Mails bis zu kollaborativen Plattformen,<br />

hat eine neue Landschaft der Interaktion<br />

geschaffen. Doch das Fundament<br />

für erfolgreiche IT-Kommunikation reicht<br />

weiter. Es umfasst stabile Technologie, Sicherheit,<br />

Benutzerfreundlichkeit und die<br />

Anpassungsfähigkeit an verschiedene Bedürfnisse<br />

und kulturelle Kontexte.<br />

George Bernard Shaw brachte es treffend<br />

auf den Punkt: <strong>Die</strong> größte Tragödie in der<br />

Kommunikation ist der Glaube, dass sie erfolgt<br />

sei. Das verdeutlicht, wie leicht Missverständnisse<br />

entstehen können. Um diese<br />

zu vermeiden und die Weichen für Erfolg<br />

zu stellen, ist es entscheidend, Kommunikation<br />

nicht als bloßen Informationsaustausch<br />

zu betrachten, sondern als ein<br />

komplexes Zusammenspiel von Klarheit,<br />

Verständnis und geschickter Nutzung von<br />

Ressourcen.<br />

Eine gut strukturierte und präzise Kommunikation<br />

bildet das Fundament für IT-Unternehmen,<br />

um produktiv zu arbeiten, Herausforderungen<br />

zu meistern und bessere<br />

Ergebnisse zu erzielen. Es ist die Brücke<br />

zwischen Ideen, Technologie und Erfolg. W<br />

Gastautor: Superbernd,<br />

Dynamic DiFFerence GmbH & Co. KG<br />

Foto: Bold<strong>24</strong> – stock.adobe.com<br />

Stabile Technologie: Eine effiziente Kommunikation<br />

hängt maßgeblich von einer<br />

stabilen IT-Infrastruktur als Basis ab.<br />

Der Schlüssel zum Erfolg für erfolgreiche Kommunikation in der IT<br />

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| Leben & Wissen | Sonderthema IT, Kommunikation & Büro<br />

GROSSER SERVICE FÜR<br />

KLEINE UNTERNEHMEN<br />

<strong>Köln</strong>er Mediaagentur OVERMEDIA bietet den Service großer Agenturen<br />

für kleine und mittelständische Unternehmen<br />

Im <strong>Köln</strong>er Agnesviertel, im urigen Hinterhof, in den Räumlichkeiten einer ehemaligen<br />

Kartonagenfabrik, treffen wir Moritz Over, Geschäftsführender Gesellschafter<br />

der OVERMEDIA GmbH, und Dominik Goetze, Leiter Mediaplanung und Mediaeinkauf,<br />

um mit den beiden über Mediaplanung für kleine und mittelständische Unternehmen<br />

zu sprechen sowie über die Herausforderungen, die der Wandel der Mediennutzung<br />

der Zielgruppen für eine inhabergeführte Mediaagentur mit sich bringen.<br />

w: Zunächst einmal, was<br />

macht eigentlich eine Mediaagentur?<br />

Moritz Over: Wir sind als Mediaagentur der<br />

letzte Baustein in der Kommunikation eines<br />

Werbetreibenden mit seiner Zielgruppe.<br />

Wir planen und verhandeln Werbeplätze für<br />

unsere Kunden und bringen die Werbebotschaften<br />

an die jeweiligen Zielgruppen. Dabei<br />

bedienen wir uns aller Mediagattungen<br />

und planen intermediale Kampagnen. Wir<br />

denken über den besagten Tellerrand hinaus<br />

und sind in der glücklichen Situation, dass<br />

wir unseren Kunden neben den klassischen<br />

und bekannten Werbemedien auch innovative<br />

und kreative Werbemöglichkeiten bieten.<br />

w: Heißt, man bekommt<br />

alle Medien aus einer Hand?<br />

Dominik Goetze: Ganz genau. Unsere Aufgabe<br />

ist es, den Überblick über den Media-Markt<br />

zu behalten, die Anbieter in allen<br />

Städten und Orten zu kennen, Medien auszusortieren<br />

und den besten Mediamix für das<br />

Der Wandel der Mediennutzung bringt für eine inhabergeführte<br />

Mediaagentur einige Herausforderungen mit sich<br />

Budget unserer Kunden zusammenzustellen.<br />

Wir erstellen übersichtliche Mediapläne<br />

mit allen Timings und halten wichtige Deadlines<br />

im Blick. Wir koordinieren auch alle<br />

Nebenthemen, wie Kreation, Druck von Plakaten<br />

oder die Animation von Online-Bannern.<br />

Im Grunde sind wir wie ein Architekt<br />

beim Hausbau. Wir halten für den Bauherren<br />

alle Gewerke im Blick, vergleichen die Preise<br />

am Markt, kontrollieren die Ausführung und<br />

stellen den Erfolg des Vorhabens schlüsselfertig<br />

sicher.<br />

w: Können sich diesen<br />

Service vor allem kleinere Unternehmen<br />

leisten?<br />

Dominik Goetze: Ja, denn dieser Aspekt ist<br />

uns sehr wichtig. Wir wollen Werbung allen<br />

zugänglich machen. Im Mediageschäft<br />

ist es so, dass Vertriebsvergütungen bereits<br />

in den Mediapreisen der Anbieter kalkuliert<br />

sind. Demnach erhält der Kunde bei uns den<br />

gleichen Preis wie bei der direkten Anfrage<br />

beim Anbieter des Mediums. Daher wird<br />

Foto: Pakin– stock.adobe.com<br />

die Mediabuchung über uns nicht teurer,<br />

nur übersichtlicher und mit lediglich einem<br />

Ansprechpartner für alle Belange vor allem<br />

deutlich einfacher. Unser größter Mehrwert<br />

ist, unseren Kunden erheblich Zeit einzusparen,<br />

sodass sie sich auf ihr jeweiliges<br />

Kerngeschäft konzentrieren können. Beratungsgespräche,<br />

Mediaanfragen und auch<br />

ein Mediaangebot sind bei uns zudem immer<br />

kostenfrei und unverbindlich. Große Kunden<br />

bekommen von den großen Agenturen super<br />

Service. Das wollten wir für kleine und mittelständische<br />

Kunden ebenfalls ermöglichen<br />

und haben damit unsere Nische gefunden.<br />

Bei uns sind Fotos der Kampagnen und umfassende<br />

Reportings Standard, wir fahren<br />

raus zu unseren Kunden für Beratungsgespräche<br />

und sind immer erreichbar und aussagefähig.<br />

Problemlöser für<br />

den Gesamtprozess<br />

w: Erstellen Sie für Ihre<br />

Kunden auch die Motive passend zu den<br />

gebuchten Medien?<br />

Moritz Over: Wir sind keine Kreativagentur,<br />

die komplette Layoutserien oder formatübergreifende<br />

Grafikleistungen erstellt. Für<br />

unsere Kunden haben wir aber einen freien<br />

Grafiker, der Anzeigen gestaltet, Online-Banner<br />

programmiert oder auch Plakate druckfertig<br />

anlegt. So scheitert es auch gerade bei<br />

kleinen Unternehmen nicht daran, dass man<br />

noch eine Kreativagentur beauftragen und<br />

bezahlen muss.<br />

Grundsätzlich bemühen wir uns, unsere<br />

Kunden in den vor- und nachgelagerten Prozessen<br />

rund um die Werbekampagne zu begleiten<br />

und immer einen weiterführenden<br />

Kontakt für eine Empfehlung zur Hand zu<br />

haben. Sei es eine passende Marketing-/Strategieagentur,<br />

eine PR-Agentur oder einen Social-Media<br />

Manager. Unser Netzwerk ist groß<br />

und wir sehen uns als Problemlöser für den<br />

Gesamtprozess.<br />

w: Ihr Team hat neun Mitarbeiter.<br />

Wie kann man da auf allen Medien<br />

und Anbietern den Überblick behalten?<br />

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Sonderthema IT, Kommunikation & Büro | Leben & Wissen |<br />

Moritz Over: Wir haben professionelle Planungs-<br />

und Einkaufstools, die uns die Arbeit<br />

erheblich erleichtern und uns Überblick über<br />

den Markt ermöglichen. Wir arbeiten bspw.<br />

mit einer eigenen DSP (Demand-Side-Platform)<br />

für den Einkauf von Online-, Audiound<br />

Digital-out-of-Home-Kampagnen und<br />

können damit sehr genaue Zielgruppenansprachen<br />

ermöglichen. Wir haben ebenfalls<br />

ein Tool, mit dem wir alle Plakatstellen und<br />

die entsprechenden Verfügbarkeiten aller<br />

Anbieter in allen Orten Deutschlands abfragen,<br />

planen und buchen können. Dennoch<br />

sind wir uns bewusst, dass niemand überall<br />

der Beste sein kann. Aus diesem Grund haben<br />

wir über die Jahre ein großes Netzwerk<br />

an Spezialisten in verschiedenen Bereichen<br />

aufgebaut, mit denen wir je nach Anforderung<br />

zusammenarbeiten. Auch halten wir einen<br />

engen Draht zu den Mediaberatern und<br />

Anbietern der einzelnen Medien, um bspw.<br />

im Printbereich auch immer passende Themenumfelder<br />

und Anzeigenformate im Blick<br />

zu behalten.<br />

w: <strong>Die</strong> Mediennutzung<br />

verändert sich, alles wird schneller und<br />

digitaler. Merken Sie das in der Mediaplanung?<br />

Dominik Goetze: <strong>Die</strong> Medien, über die wir die<br />

Zielgruppen unserer Kunden erreichen, verändern<br />

sich stetig. Mal schneller, mal langsamer,<br />

das war früher auch schon so, allerdings<br />

nicht in dem Tempo, wie derzeit die<br />

Digitalisierung voranschreitet und sich das<br />

Nutzungsverhalten bestimmter Zielgruppen<br />

verändert. War vor fünf Jahren noch jede<br />

sechste bis achte Kampagne aus unserem<br />

Hause mit Online-Media-Anteil, ist es heute<br />

mindestens jede zweite. Ebenso wandelt sich<br />

die Außenwerbewelt zunehmend weg vom<br />

geklebten Plakat, hin zum digitalen Screen.<br />

Das macht die Vorlaufzeiten deutlich geringer,<br />

weil nichts mehr gedruckt und verschickt<br />

werden muss, sorgt aber häufig auch<br />

für kurzfristige Anfragen und entsprechend<br />

schnelle Reaktionszeiten auf unserer Seite.<br />

Wir investieren stetig in neue Technologien<br />

und die Schulung unserer Mitarbeiter, beispielsweise<br />

zum Thema Einkauf von Onlineund<br />

Digital-out-of-Home-Medien über die eigene<br />

DSP, und stehen im engen Austausch<br />

mit den Mediaanbietern, um immer am Puls<br />

der Zeit zu sein. Durch unseren direkten Zugang<br />

zu den digitalen Anbietern über die DSP<br />

sind wir sehr schnell und haben eine hohe<br />

Preistransparenz. Wir können mittlerweile<br />

Kampagnen innerhalb von zwei Tagen für<br />

unsere Kunden realisieren.<br />

Viele klassische etablierte<br />

Medien im Mediamix<br />

w: Sind die klassischen<br />

Medien damit in Ihren Mediaplänen weniger<br />

relevant?<br />

Dominik Goetze: Im Gegenteil. Durch die Digitalisierung<br />

kannibalisieren sich einige Medien,<br />

was sicherlich gerade der Printbereich<br />

zu spüren bekommt. Manche Tageszeitungen<br />

und Magazine verschwinden oder verlagern<br />

ihr Angebot auf Onlineplattformen.<br />

<strong>Die</strong> Titel, die sich aber behaupten und durchsetzen,<br />

bündeln die jeweiligen Zielgruppen<br />

noch stärker als zuvor auf deren Themenund<br />

Interessenfeldern, was die Schaltung<br />

in einem dieser Printtitel für uns – je nach<br />

zu erreichender Zielgruppe – noch interessanter<br />

und effektiver macht. Wir haben in<br />

unserem Mediamix viele klassische etablierte<br />

Medien, die gerne belegt werden, weil<br />

sie funktionieren. Es gibt auch genügend Online-Medien,<br />

die zwischenzeitig wieder uninteressant<br />

oder unwirtschaftlich werden. Das<br />

ist keine Entwicklung, die sich rein auf klassische<br />

Medien auswirkt.<br />

Moritz Over<br />

Dominik Goetze<br />

w: Bekommen Sie für<br />

Ihren Bereich geeignetes Personal oder leiden<br />

Sie ebenfalls unter dem viel zitierten<br />

Fachkräftemangel?<br />

Moritz Over: Wir sind Spezialisten für einen<br />

sehr spitzen Bereich in der Werbe-Wertschöpfungskette.<br />

Da genau den Mediaplaner<br />

zu finden, der nicht nur auf eine Mediagattung<br />

fixiert ist, oder die Beraterin, die ein<br />

übergreifendes Medienverständnis hat und<br />

zu allen Medien beraten kann, ist immer eine<br />

Herausforderung. Daher haben wir früh<br />

angefangen, selbst auszubilden, und gehen<br />

bald schon ins zehnte Jahr, in welchem wir<br />

Kaufleute für Marketingkommunikation<br />

und Kaufleute für Büromanagement ausbilden<br />

und nach erfolgreicher Ausbildung auch<br />

sehr gerne übernehmen. Drei unserer festen<br />

Mitarbeiter kommen aus eigener Ausbildung.<br />

w: Was erwarten Sie für<br />

das Jahr 20<strong>24</strong>?<br />

Foto: Overmedia / Yannik Sturm<br />

Foto: Overmedia / Yannik Sturm<br />

Auch soziales Engagement steht im Fokus: Hier das Projekt „NoMobbing“ aus Duisburg<br />

Foto: Streetspotr/Overmedia<br />

Moritz Over: Nach der Coronapandemie<br />

sind die Vorlaufzeiten für Mediaplanungen<br />

und Kampagnenbuchungen immer weiter<br />

geschrumpft. Werbetreibende trauen sich<br />

nur langsam wieder, eine Jahreskampagne<br />

auch mal langfristig einzubuchen. Das<br />

ist schade, weil es uns die Grundlage entzieht,<br />

für den Kunden höhere Rabatte durch<br />

mehr Volumen zu verhandeln. Wir hoffen<br />

und sehen aber bereits jetzt, dass die Planungsbereitschaft<br />

zurückkommt und unsere<br />

Kunden mit uns wieder langfristigere<br />

und aufeinander aufbauende Kampagnen<br />

planen und umsetzen.<br />

Eugen Weis<br />

www.diewirtschaft-koeln.de 33


| Leben & Wissen | Sonderthema IT, Kommunikation & Büro<br />

DANK KI WENIGER<br />

VERSCHWENDUNG<br />

Wie das <strong>Köln</strong>er Start-up foodforecast den Food Waste um durchschnittlich<br />

30 Prozent senkt und gleichzeitig 5 Prozent mehr Umsatz verspricht<br />

CEO Justus Lauten blickt positiv in die Zukunft: Noch in diesem Jahr möchte er zusammen<br />

mit seinem Team den ersten internationalen Markt außerhalb von DACH erschließen<br />

Laut einer Erhebung des Statistischen Bundesamtes werden allein in Deutschland<br />

jährlich 11 Millionen Tonnen Lebensmittel verschwendet. Grund genug dagegenzusteuern!<br />

Das dachte sich auch Justus Lauten und gründete daher foodforecast: Sein<br />

Start-up entwickelt eine künstliche Intelligenz, die bereits bei der Produktion von<br />

Lebensmitteln einer potenziellen Verschwendung entgegenwirkt.<br />

Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Das<br />

darf man durchaus wortwörtlich verstehen,<br />

denn neben Themen wie nachhaltiger<br />

Energiegewinnung oder Müllreduktion<br />

stehen Aspekte rund um die Lebensmittelproduktion<br />

ganz oben auf der Agenda.<br />

Immer mehr Menschen versuchen, ihren<br />

eigenen Weg zwischen Genuss, Konsum<br />

und Nachhaltigkeit zu finden. Doch auch<br />

wenn 59 Prozent der Lebensmittelverschwendung<br />

laut dem Statistischen Bundesamt<br />

im privaten Haushalt stattfindet,<br />

muss bei der gezielten Bekämpfung dieses<br />

Problems über den häuslichen Tellerrand<br />

hinausgeschaut werden. Schaut man sich<br />

den Einzelhandel an, so gehen 7 Prozent<br />

der jährlich weggeworfenen Lebensmittel<br />

in Deutschland auf seine Kappe; in der Außer-Haus-Verpflegung<br />

sind es sogar 17 Prozent.<br />

Demnach handelt es sich hier um ein<br />

Problem, dessen Lösung nicht allein beim<br />

Endkunden liegen darf.<br />

Eines dieser Start-ups ist foodforecast aus<br />

<strong>Köln</strong>. 2<strong>01</strong>9 noch unter dem Namen werkstatt<br />

gegründet, entwickelte CEO Justus<br />

Fotos: Karin Maigut von Maigut Media in <strong>Köln</strong><br />

Lauten gemeinsam mit zwei studentischen<br />

Entwicklern der RWTH Aachen und der Bäckerei<br />

Merzenich einen Prototyp der KI,<br />

die inzwischen in mehr als 1.000 Filialen<br />

in neun Bundesländern Deutschlands<br />

zum Einsatz kommt: Anhand von Wetterdaten,<br />

historischen Verkaufszahlen sowie<br />

Feier- oder Sondertagen berechnet sie exakte<br />

Verkaufsprognosen. Dank dieser Prognose<br />

kann der Kunde besser planen, welche<br />

Menge an Lebensmitteln produziert<br />

und bestellt werden muss: „So wandern<br />

täglich mehr Lebensmittel über die Theke<br />

als in die Tonne. Damit reduzieren wir im<br />

Durchschnitt 30 Prozent der Lebensmittelabfälle<br />

bei unseren Kunden und steigern<br />

ihren Umsatz um 5 Prozent“, erzählt<br />

Sophie Knipp, Marketing Managerin bei<br />

foodforecast. Seit dem ersten Prototyp der<br />

KI vor vier Jahren hat sich viel getan: Inzwischen<br />

kann die KI beliebige Zeiträume<br />

berechnen und die Zahl der Parameter für<br />

das Training ist deutlich größer geworden.<br />

<strong>Die</strong> KI berechnet dabei nicht nur, wie viele<br />

Produkte insgesamt an einem Tag benötigt<br />

werden, sondern auch in welchem Zeitraum<br />

des Tages. So wird einerseits weniger<br />

weggeschmissen und andererseits der Umsatz<br />

gesteigert, weil immer die Produkte<br />

verfügbar sind, die zu dem Zeitpunkt die<br />

größte Nachfrage haben. <strong>Die</strong> Genauigkeit<br />

der KI liegt durchschnittlich bei über 95<br />

Prozent.<br />

Doch nicht nur die KI selbst ist gewachsen,<br />

auch das Team ist in den letzten vier<br />

Jahren von drei Mitarbeitern auf 17 herangewachsen:<br />

„Wir sind ein internationales,<br />

heterogenes Team aus verschiedenen<br />

Fachbereichen. Für uns ist Diversität sehr<br />

wichtig, da wir dadurch wachsen“, berichtet<br />

Lauten. „Meine Persönlichkeit ist im<br />

starken Kontrast zu hitzköpfigen Charakteren<br />

wie Steve Jobs oder Oliver Samwer,<br />

die lange Zeit als Blueprint für den erfolgreichen<br />

Start-up-Gründer galten. Trotzdem<br />

haben wir ambitionierte Ziele und wollen<br />

schnell wachsen. Das verlangt viel ab von<br />

den Mitarbeiter:innen und benötigt eine<br />

klare Kommunikation und vor allem Vertrauen“,<br />

führt der studierte Informatiker<br />

fort. Neben den Mitarbeitern selbst spielen<br />

auch Business Angels aus verschiedenen<br />

Bereichen eine entscheidende Rolle beim<br />

Vorantreiben der Visionen.<br />

In diesen Branchen wird<br />

die KI bereits benutzt<br />

In den ersten Jahren fokussierte sich foodforecast<br />

vor allem auf Bäckereien, 2023<br />

starteten erste Pilotkunden aus der Gastronomie<br />

und mit Supermärkten. Dass es<br />

der Gastronomie derzeit an qualifiziertem<br />

Personal mangelt, ist kein Geheimnis. <strong>Die</strong><br />

KI unterstützt an dieser Stelle, da sie die<br />

Automatisierung der Bestell- und Produktionsprozesse<br />

übernimmt und somit die Mitarbeiter<br />

entlastet. Wobei das letzte Wort<br />

immer der Mensch hat, der die Vorschläge<br />

der KI manuell anpassen kann.<br />

Wenn ein Betrieb die KI nutzen möchte,<br />

muss er sie einmalig an das Warenwirtschafts-<br />

oder Kassensystem anbinden. Um<br />

die Hürde für seine Kunden – zu denen u.<br />

a. die Bäckereien Kamps und Merzenich sowie<br />

mehrere Hundert Backtheken von Al-<br />

34 www.diewirtschaft-koeln.de


Sonderthema IT, Kommunikation & Büro | Leben & Wissen |<br />

di gehören – so gering wie möglich zu halten,<br />

übernimmt foodforecast den Aufwand<br />

der Anbindung für den Kunden. Außerdem<br />

gibt es eine kostenlose Testphase, bevor<br />

ein Vertrag abgeschlossen wird.<br />

Möglichkeiten<br />

und Grenzen der KI<br />

Ist eine KI erst mal gut trainiert und wird<br />

regelmäßig mit aktuellen Zahlen bespielt,<br />

scheint sie ein regelrechter Selbstläufer<br />

zu sein. <strong>Die</strong> täglichen Auswertungen der<br />

Prognosen bestätigen dem Team von foodforecast<br />

und seinen Kunden den Mehrwert<br />

der Technologie, beispielsweise im<br />

Vergleich zu manuellen Bestellungen. <strong>Die</strong><br />

Grenzen der KI sieht Gründer Justus Lauten<br />

dort, wo menschliche Kreativität gefragt<br />

ist: „Ein Kunde kann beispielsweise<br />

seine Theke und die Warenpräsentation<br />

umgestalten und dadurch mehr verkaufen.<br />

In solchen Aufgaben kann eine KI zwar<br />

unterstützen, aber hier sind Intuition und<br />

<strong>Die</strong>ses Team backt längst keine kleinen Brötchen mehr: Mit der selbst entwickelten<br />

KI sagt foodforecast der Lebensmittelverschwendung den Kampf an<br />

Einfallsreichtum gefragt. Außerdem sind<br />

Sicherheit und Datenschutz ein wichtiges<br />

Thema. <strong>Die</strong> Grenze einer KI sollte dort liegen,<br />

wo es moralisch bedenklich wird, sie<br />

einzusetzen.“<br />

Für die Zukunft hat das Start-up große Pläne:<br />

Noch in diesem Jahr möchte es den<br />

Umsatz verdoppeln und den ersten internationalen<br />

Markt außerhalb von DACH erschließen.<br />

Das langfristige Ziel besteht darin,<br />

den weltweiten Nahrungsmittelabfall<br />

zu bekämpfen und die eigene KI-Lösung<br />

dafür einzusetzen, dass weniger Ressourcen<br />

und Lebensmittel verschwendet werden.<br />

W<br />

Jana Leckel<br />

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fördern Unternehmen die heimische <strong>Wirtschaft</strong> und erreichen eine<br />

enge Bindung ihrer Mitarbeitenden. Das Ergebnis ist eine stabile,<br />

loyale Belegschaft in Zeiten des Arbeitskräftemangels. So trägt die<br />

regionale Stellenbesetzung zur positiven Unternehmensentwicklung<br />

bei und stärkt zudem das soziale und wirtschaftliche Gefüge des<br />

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Karrierewege und -chancen und in die Arbeitswelt. Viele nützliche<br />

Tipps begleiten den Berufseinstieg, Schnellbewerbungsformulare<br />

ermöglichen die unkomplizierte Bewerbung.<br />

„Dank unserer Stellenausschreibung auf Karriere Bergisches Land<br />

konnten wir unsere Ausbildungsstelle sehr kurzfristig über das<br />

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Regionalität sowie der Betreuung“, so Danuta Bubenzer, Assistentin<br />

der Geschäftsführung bei der voltagy GmbH aus Gummersbach. W<br />

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www.diewirtschaft-koeln.de 35


| Leben & Wissen | Sonderthema IT, Kommunikation & Büro<br />

MÖGLICHKEITEN UND<br />

CHANCEN DURCH KI<br />

Der Hype um ChatGPT und generative KI –<br />

nur Euphorie oder auch pragmatisch im Unternehmen umsetzbar?<br />

Der Einsatz von KI birgt viele Möglichkeiten und Chancen für Unternehmen<br />

Foto: ProstoSvet – stock.adobe.com<br />

Jörg Feldmann: Unternehmen haben sehr<br />

viele Daten in den unterschiedlichsten Systemen<br />

gespeichert, aber diese Systeme kommunizieren<br />

nicht unbedingt miteinander.<br />

Wir machen dieses unternehmensweite Wissen<br />

auffindbar, indem wir die unterschiedlichsten<br />

Datenquellen und -formate, wie z.<br />

B. MS365, Confluence, JIRA, Sharepoint, unternehmenseigene<br />

Wikis etc., leistungsfähig<br />

durchsuchbar machen, vernetzen und miteinander<br />

in Beziehung setzen.<br />

Hierzu haben wir über 80 sogenannte Konnektoren,<br />

um die Systeme ohne großen<br />

IT-Aufwand datenschutzsicher anzuschließen.<br />

Wir versetzen somit die Unternehmen<br />

in die Lage, alle Informationen, ob strukturiert<br />

oder unstrukturiert, intelligent auffindbar<br />

zu machen und zielgerichtet den Mitarbeitern<br />

oder Kunden an die Hand zu geben.<br />

w sprach mit Jörg Feldmann, dem Geschäftsführer der kompaktwerk<br />

GmbH, zu den Chancen und Möglichkeiten durch KI-Wissensmanagement, Chatbots<br />

und generative KI.<br />

w: Herr Feldmann,<br />

können Sie unseren Lesern einen Überblick<br />

darüber geben, wie Sie mittelständischen<br />

Unternehmen dabei helfen, die Digitalisierung<br />

insbesondere mit KI schneller<br />

voranzubringen?<br />

Jörg Feldmann: Aufgrund meiner langjährigen<br />

IT-Erfahrung im Service und Vertrieb<br />

habe ich mir das Ziel gesetzt, die digitale<br />

Kommunikation in Unternehmen zu<br />

verbessern. Wir bieten umfassende digitale<br />

Lösungen, die die Serviceprozesse in Unternehmen<br />

optimieren, die Kommunikation<br />

über digitale Kanäle wie Chat und Chatbots<br />

vereinfachen und die interne Informationssuche<br />

mit KI verbessern.<br />

w: Wie können wir uns<br />

dieses Zusammenspiel genauer vorstellen?<br />

Jörg Feldmann: Mitarbeiter und Kunden<br />

verbringen oft viel Zeit, um mit ihren Fragen<br />

zu Produkten und <strong>Die</strong>nstleistungen des<br />

jeweiligen Unternehmens richtige Antworten<br />

zu bekommen. Oftmals gibt es gar keine<br />

Antwort, da die Informationen nicht bereitstehen.<br />

Hier können wir helfen, indem wir eine<br />

KI-gestützte unternehmensweite Suche aufbauen,<br />

um kundenrelevante Daten über unterschiedliche<br />

Quellsysteme hinweg schnell<br />

zu finden und sicherzustellen, dass nichts<br />

übersehen wird.<br />

Wir machen Informationen besser erreichbar:<br />

dann, wenn sie gebraucht werden, und<br />

unabhängig davon, wo sie in Ihrem Unternehmen<br />

oder Ihrer Organisation liegen. Unsere<br />

Wissensmanagement-Lösung ist sozusagen<br />

eine intelligente Suchmaschine, die<br />

wie eine Googlesuche funktioniert, jedoch<br />

in Bezug auf die unternehmenseigenen Daten.<br />

Es ist rechtegeprüft, skalierbar, mit Linguistik<br />

und KI für beste Nutzererfahrung.<br />

<strong>Die</strong> Suchergebnisse können dann über ein<br />

Suchfenster im digitalen Arbeitsplatz des<br />

Mitarbeiters oder über einen Chatbot ausgespielt<br />

werden.<br />

w: Inwiefern spielt<br />

KI-Wissensmanagement eine zentrale<br />

Rolle in Ihren <strong>Die</strong>nstleistungen zur Digitalisierung<br />

von Serviceprozessen? Wie<br />

ermöglicht dies mittelständischen Unternehmen<br />

eine effizientere Verwaltung sowie<br />

die Nutzung ihres Wissens?<br />

Jörg Feldmann<br />

Foto: Privat<br />

Chatbots zur Verbesserung<br />

des Kundenservice<br />

w: Künstliche Intelligenz<br />

wird oft mit Chatbots in Verbindung gebracht.<br />

Welche Vorteile bietet der Einsatz<br />

von Chatbots und Chats für die Interaktion<br />

mit Kunden und die Verbesserung des<br />

Kundenservice?<br />

Jörg Feldmann: KI-Chatbots und Chat-Funktionen<br />

bieten eine nahtlose Interaktion mit<br />

Kunden. Durch intelligente Automatisierung<br />

können häufig gestellte Fragen beantwortet<br />

werden, wodurch die Unternehmen Kosten<br />

für Servicemitarbeiter sparen, die sonst die<br />

Fragen z. B. am Telefon beantworten müssten.<br />

Das Problem ist aber, dass der Chatbot<br />

nur genau die Fragen beantworten kann, die<br />

ihm auch „antrainiert“ wurden. Sobald eine<br />

Frage auftaucht, die der Chatbot noch nicht<br />

36 www.diewirtschaft-koeln.de


Sonderthema IT, Kommunikation & Büro | Leben & Wissen |<br />

kennt, steigt er aus und der Kunde muss<br />

evtl. doch zum Telefonhörer greifen.<br />

w: Im vergangenen Jahr<br />

gab es einen großen Hype um ChatGPT.<br />

Kann solch ein Ansatz hier weiterhelfen?<br />

Jörg Feldmann: Ja und nein, denn der von<br />

OpenAI/Microsoft entwickelte ChatGPT ist<br />

mit einem großen Sprachmodell (Large Language<br />

Model) trainiert worden. Jedoch weniger<br />

auf unternehmensspezifische Fragen,<br />

sondern auf eine Vielzahl von ganz allgemeinen<br />

Aufgaben.<br />

Natürlich könnte man ChatGPT auch auf<br />

unternehmensspezifische Belange trainieren,<br />

doch das ist kostenintensiv aufgrund<br />

der benötigten Hardware und birgt datenschutztechnische<br />

Herausforderungen in Bezug<br />

auf die DSGVO.<br />

w: Wie könnten mittelständische<br />

Unternehmen denn diesen innovativen<br />

Ansatz mit ChatGPT überhaupt<br />

nutzen?<br />

Jörg Feldmann: ChatGPT ist zwar in aller<br />

Munde, aber neben GPT gibt es auch weitere<br />

Large-Language-Modelle, z. B. wie BARD<br />

von Google oder Llama von META/Facebook,<br />

die auch mit Hunderten Milliarden (ja, Sie<br />

haben richtig gehört) Daten trainiert wurden.<br />

Mittlerweile gibt es einige sogenannte<br />

Open-Source-Sprachmodelle, mit denen wir<br />

in unseren Projekten sehr positive Erfahrung<br />

gemacht haben. Hier werden deutlich<br />

weniger Daten zum „Training“ des Modells<br />

benötigt und es liefert erstaunlich bessere<br />

Ergebnisse als viele der o. g. LLMs.<br />

Dadurch, dass wir durch unseren Enterprise-Search-Ansatz<br />

ja heute schon alle Datensilos<br />

in einem Unternehmen auslesen<br />

können, können wir damit auch das entsprechende<br />

LLM füttern und so ganz unternehmensspezifisch<br />

trainieren. Hinzu<br />

Unternehmensweite Wissensdatenbank<br />

unterstützt zahlreiche Applikationen<br />

Workplace<br />

Search<br />

Service-Desk-<br />

Chatbot<br />

DMS Search<br />

kw Unternehmens Search App<br />

System-Konnektoren<br />

Department<br />

Search<br />

Wiki Search<br />

File Shares ... CRM ... PIM ... ERP ... Wikis ... Intranet /<br />

Websites<br />

structured data / database<br />

kommt, dass wir auch nur die unternehmensspezifischen<br />

Daten nutzen und nicht<br />

das „World Wide Web“ befragen. Hierdurch<br />

wird verhindert, dass der Chatbot „halluziniert“<br />

und nicht wie eventuell ChatGPT<br />

neue Tatsachen erfindet.<br />

w: Wie können wir<br />

uns dann die Lösung durch so einen<br />

„Open-Source-Ansatz“ vorstellen?<br />

Jörg Feldmann: Durch die sogenannte generative<br />

KI können wir unterschiedlichste Anwendungsfälle<br />

umsetzen, indem wir unsere<br />

bereits vorhandene Wissensmanagementlösung<br />

mit solch einem LLM koppeln. Hierdurch<br />

sind wir in der Lage, z. B. folgende<br />

Anwendungsfälle umzusetzen:<br />

→ Aus eigenen Dokumenten Fragen<br />

beantworten oder Zusammenfassungen<br />

erstellen<br />

→ Zusammenfassungen oder Antwort im<br />

Kontext erzeugen mit nachvollziehbarem<br />

Quellenbezug, somit kein „Halluzinieren“<br />

→ Automatisierte Übersetzung von<br />

Servicedokumenten usw.<br />

Für jede Unternehmensgröße<br />

eine Lösung<br />

w: Das hört sich sehr<br />

aufwendig an. Und wie unterstützt die<br />

kompaktwerk GmbH ihre Kunden bei der<br />

Bewältigung dieser innovativen Ansätze?<br />

Jörg Feldmann: Ja, das hört sich zunächst<br />

nach „Raketenwissenschaft“ an, ist es aber<br />

nicht. Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung<br />

gehen wir hier sehr pragmatisch vor.<br />

Wir setzen uns mit dem Kunden zusammen<br />

und besprechen, welche Anforderungen,<br />

Zielsetzungen sowie Probleme er in Bezug<br />

unstructured<br />

www.diewirtschaft-koeln.de 37<br />

Grafik: IntraFind Software AG<br />

auf seine unternehmensinterne Suche hat.<br />

In einem zweiten Schritt besprechen wir die<br />

vorhandenen Systeme. Hier haben die meisten<br />

Unternehmen Systeme u. a. von Microsoft<br />

wie MS 365, Sharepoint, TEAMS oder<br />

CRM/ERP-Systeme und interne Wikis. In einer<br />

Teststellung (proof of concept) schließen<br />

wir dann über unseren Konnektor das relevante<br />

System an und indexieren die Daten.<br />

Oft werde ich gefragt, wie viel IT-Ressourcen<br />

der Kunde hierfür benötigt. Das ist aufgrund<br />

unserer intelligenten Architektur<br />

und des strukturierten Vorgehens minimal,<br />

dauert vielleicht zwei bis drei Tage und ist<br />

dann bereits lauffähig. Direkt hiernach können<br />

wir dann das System beliebig erweitern<br />

und die Suche Stück für Stück optimieren.<br />

Und da zu unserem Kundenstamm kleine<br />

wie auch größere mittelständische Unternehmen<br />

gehören, haben wir hier für jede<br />

Unternehmensgröße eine maßgeschneiderte<br />

Lösung.<br />

w: Abschließend, welche<br />

Tipps würden Sie mittelständischen Unternehmen<br />

geben, die ihre Serviceleistungen<br />

digitalisieren möchten, insbesondere im<br />

Hinblick auf die Nutzung von KI-Wissensmanagement,<br />

generativer KI und KI-Chatbots?<br />

Jörg Feldmann: Mit generativer KI und den<br />

Large-Language-Modellen können Unternehmen<br />

zweifellos ihre Produktivität steigern.<br />

Um aus der KI-Euphorie echten Nutzen<br />

zu ziehen, benötigen Organisationen<br />

zum einen jedoch einen klaren Plan und die<br />

Beratung von Experten, um sinnvolle Anwendungsfälle<br />

zu identifizieren und zu definieren.<br />

Sie sollten sich die Fragen stellen,<br />

welches Ziel sie verfolgen, welche Prozesse<br />

sie beschleunigen möchten und welche<br />

Rahmenbedingungen für einen sicheren<br />

Einsatz erforderlich sind.<br />

Zum anderen ist es entscheidend, an der Verbesserung<br />

der Datenqualität zu arbeiten, um<br />

optimale Ergebnisse durch generative KI zu<br />

erzielen. Insbesondere angesichts der wachsenden<br />

Menge unstrukturierter Daten leistet<br />

die KI erneut wertvolle Unterstützung.<br />

Zukünftig werden sogenannte multimodale<br />

Sprachmodelle, die nicht nur Text, sondern<br />

auch Layout-Informationen verarbeiten, auf<br />

dem Vormarsch sein. <strong>Die</strong>s bietet den Unternehmen<br />

eine optimale Möglichkeit, alle relevanten<br />

Informationen aus nicht linearen<br />

Dokumenten wie Lieferscheinen, Rechnungen<br />

oder Formularen zu extrahieren und somit<br />

den gesamten Rechnungsprozess zu digitalisieren.<br />

W<br />

Eugen Weis


| Leben & Wissen<br />

EVENTS WÄHREND<br />

DER EM 20<strong>24</strong><br />

Pläne der Stadt <strong>Köln</strong><br />

EM 20<strong>24</strong> im RheinEnergieSTADION in <strong>Köln</strong> genießen<br />

Der dreimalige Europameister Deutschland richtet die 17. UEFA-Fußball-Europameisterschaft<br />

20<strong>24</strong> aus, welche vom 14. Juni bis zum 14. Juli stattfindet. Das bedeutet<br />

Prestige und auch viel Fan-Rummel in den Städten, in denen Matches laufen werden.<br />

Im <strong>Köln</strong>er RheinEnergieSTADION werden fünf Spiele, nämlich die Gruppenspiele<br />

Ungarn vs. Schweiz, Schottland vs. Schweiz, Belgien vs. Rumänien, England vs. Slowenien<br />

und ein Achtelfinale, ausgetragen. Was plant die Stadt <strong>Köln</strong> dabei an Events<br />

und Angeboten für alle Fußballfans?<br />

<strong>Die</strong> Host City <strong>Köln</strong> verfolgt einen konzeptionellen<br />

Ansatz, der erprobte, zentrumsnahe<br />

Veranstaltungsbereiche der Stadt einbindet.<br />

<strong>Die</strong> <strong>Köln</strong>er Altstadt ist im Rahmen<br />

von Sportgroßveranstaltungen ein traditioneller<br />

Treffpunkt für Fans und Gäste aus<br />

ganz Europa und für die <strong>Köln</strong>er BürgerInnen.<br />

Daher wird der Heumarkt als Veranstaltungsort<br />

für die geplante Fan Zone<br />

fungieren. Hier sind über den gesamten<br />

Turnierzeitraum Live-Übertragungen aller<br />

Spiele, Fan-Aktivitäten, Verpflegungsstände<br />

und Sponsoren-Aktivitäten für bis<br />

zu 7.500 Gäste geplant. <strong>Die</strong> Fan Zone soll<br />

über drei große LED-Leinwände verfügen<br />

und ist an allen Turniertagen geöffnet. Der<br />

Eintritt ist frei, es erfolgt eine Zugangskontrolle.<br />

In Anlehnung an das <strong>Köln</strong>er EM-Stadion<br />

wird die Fan Zone mit vier zwölf Meter<br />

hohen Pylonen umrandet, die echtes<br />

Fußball-Flair aufkommen lassen können.<br />

Eine weitere Anlaufstelle während der UE-<br />

FA EURO 20<strong>24</strong> in <strong>Köln</strong> ist der Tanzbrunnen<br />

in Deutz. Hier wird ein Public Viewing<br />

mit Live-Übertragungen der Spiele und<br />

Bühnenprogramm für bis zu 12.500 Gäste<br />

stattfinden. Es wird allerdings nur bei<br />

Bedarf geöffnet, sicherlich zu den Spielen<br />

der deutschen Mannschaft sowie an den<br />

einzelnen Spieltagen, an denen Begegnungen<br />

in <strong>Köln</strong> stattfinden. Für Menschen mit<br />

Behinderung wird ein besonders barrierearmer<br />

Zugang geschaffen. Der Eintritt ist<br />

frei, es erfolgt eine Zugangskontrolle.<br />

Football und<br />

Culture Experience<br />

<strong>Köln</strong> verfolgt den Ansatz, dass die Fußballeuropameisterschaft<br />

in unserer Stadt ein<br />

Turnier von allen und für alle werden soll.<br />

So wie bei der „Football Experience“ mit<br />

Turnieren für Vereine, Schulen, inklusive<br />

Teams sowie verschiedenste soziale Träger<br />

und Institutionen. <strong>Köln</strong> lädt darüber hinaus<br />

Foto: Alex Weis<br />

auch Fans und Gäste aus ganz Europa ein,<br />

gemeinsam Fußball zu spielen. <strong>Die</strong> „Football<br />

Experience“ umfasst zwei Spielfelder<br />

im Rheinpark, die bis zum 30. Juni 20<strong>24</strong><br />

genutzt werden können. <strong>Die</strong>se Plätze sollen<br />

dem vom Fußball-Verband Mittelrhein<br />

(FVM) organisierten Sport vorbehalten sein.<br />

Hier werden Turniere, Workshops und Trainingseinheiten<br />

durchgeführt. Zielgruppe<br />

ist jedes Alter sowie Menschen mit Behinderung.<br />

Im Rahmen der „Football Experience“<br />

entsteht zusätzlich in unmittelbarer Nähe<br />

zum Tanzbrunnen die „Stadium & Activity-Area“,<br />

die einen Soccercourt mit Tribüne<br />

und Bühne sowie zahlreiche Mitmach- und<br />

Eventmodule umfassen wird.<br />

Ein weiterer Baustein des Konzepts ist die<br />

„Culture Experience“. <strong>Die</strong> Host City <strong>Köln</strong><br />

empfängt ihre Gäste zur EM 20<strong>24</strong> mit einem<br />

vielseitigen Kulturprogramm auf den Straßen<br />

und Plätzen der Altstadt und im unmittelbaren<br />

Domumfeld. Durch Kunstinstallationen<br />

sowie Programm unterschiedlicher<br />

Sparten wie Musik, Theater, Film, Tanz,<br />

Street Art oder Brauchtum bekommen die<br />

internationalen Gäste in der „Culture Experience“<br />

einen leicht zugänglichen und<br />

nachhaltigen Eindruck der vielseitigen Kulturmetropole<br />

<strong>Köln</strong>. Das Konzept verfolgt eine<br />

niederschwellige Ansprache aller Zielgruppen<br />

und schafft kulturell hochwertige<br />

Begegnungsorte europäischer Lebenskultur<br />

vor einmaliger Kulisse. Kunst und Kultur<br />

sollen die Gäste nicht nur unterhalten, sondern<br />

auch auf attraktive Art und Weise die<br />

DNA der Stadt präsentieren.<br />

Alle vier genannten Veranstaltungsorte<br />

sind fußläufig in weniger als einer Viertelstunde<br />

über ein vom Autoverkehr getrenntes<br />

Straßen- und Wegenetz zu erreichen.<br />

<strong>Die</strong> „Football Experience“ und die „Culture<br />

Experience“ sind ein freiwilliges Angebot<br />

der Gastgeberstadt <strong>Köln</strong>. Darüber hinaus<br />

wird es im Vorfeld der UEFA EURO 20<strong>24</strong><br />

in <strong>Köln</strong> weitere Veranstaltungen wie das<br />

Kulturprogramm „Stadion der Träume“<br />

im Deutschen Sport- und Olympia Museum<br />

oder auch die sogenannte „Trophy Tour“<br />

mit dem originalen EM-Pokal geben. W<br />

Karoline Sielski<br />

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EREKTIONSSTÖRUNGEN –<br />

SPRECHEN SIE DARÜBER<br />

Es ist ein Thema, über das zu sprechen vielen Patienten schwerfällt.<br />

Das ist nachvollziehbar, aber dennoch unberechtigt.<br />

Erektionsstörungen sind nicht nur unangenehm. Sie können auch ein Warnsignal sein.<br />

Schätzungen zufolge leidet in Deutschland etwa jeder fünfte der 40- bis 50-jährigen<br />

Männer unter einer erektilen Dysfunktion. Bei den 60- bis 69-Jährigen betrifft es bereits<br />

ein Drittel der Männer. Bei den über Siebzigjährigen ist es so, dass statistisch<br />

jeder zweite Mann eine mittelschwere bis schwere Erektionsstörung hat. Aber auch immer<br />

mehr jüngere Männer sind betroffen. Weil aber die wenigsten Männer gerne über<br />

ihre Potenzprobleme reden, liegt die Dunkelziffer vermutlich noch höher. <strong>Die</strong> Ursachen<br />

für Erektionsstörungen können sehr unterschiedlich sein. So können organische<br />

Ursachen vorliegen, aber auch die psychische Verfassung spielt eine sehr große Rolle.<br />

Sind bereits Erektionsprobleme aufgetreten, dann kann eine zusätzliche Angst vor dem<br />

Versagen das Problem bei Betroffenen noch verstärken. Ein Teufelskreis.<br />

Erektionen sind<br />

komplexe Vorgänge<br />

Erektionen sind komplexe Vorgänge, die<br />

durch das Nervensystem gesteuert werden.<br />

Im Penis befinden sich Schwellkörper, die<br />

große Mengen Blut aufnehmen können. Im<br />

Normalzustand sind die Arterien, die die<br />

Schwellkörper mit Blut versorgen, nur teilweise<br />

geöffnet. Auf diese Weise fließt genug<br />

Blut in den Penis, um das Gewebe gesund<br />

zu erhalten. Bei sexueller Erregung weiten<br />

sich die Penisarterien, und die Schwellkörper<br />

im Penis füllen sich mit Blut. Durch das<br />

vergrößerte Volumen des Penis werden die<br />

Venen zusammengedrückt, sodass das Blut<br />

nicht in gleichem Maße abfließen kann. Das<br />

Blut wird im Penis gestaut und eine Erektion<br />

entsteht. <strong>Die</strong>ser Vorgang ist nur durch<br />

das komplexe Zusammenspiel von Nerven,<br />

Blutgefäßen und Hormonen möglich.<br />

<strong>Die</strong> Arterien, die den Penis mit Blut versorgen,<br />

sind sehr klein und dünn, sie haben<br />

einen Innendurchmesser von ein bis zwei<br />

Millimetern. Um es zu vergleichen: Das ist<br />

etwa die Hälfte unserer Herzkranzgefäße<br />

und nochmals deutlich weniger als z. B. die<br />

Halsschlagader. Und für diese Arterien gelten<br />

dieselben Risikofaktoren wie für andere<br />

Blutgefäße. Bluthochdruck, Stoffwechselstörungen,<br />

Verstopfung der Blutgefäße (Arteriosklerose),<br />

Diabetes oder Rauchen sind<br />

ernst zu nehmende Risikofaktoren, denn<br />

sie können zu sehr unterschiedlichen Erkrankungen<br />

führen, seien es Erektionsstörungen,<br />

koronare Herzerkrankungen oder<br />

Schlaganfälle.<br />

Wann man von Erektionsstörungen<br />

spricht<br />

Foto: NanSan – stock.adobe.com<br />

Von einer Erektionsstörung sprechen wir,<br />

wenn innerhalb eines halben Jahres mehr<br />

als 50 Prozent der Versuche, Geschlechtsverkehr<br />

zu haben, fehlgeschlagen sind,<br />

weil entweder die Steifigkeit des Penis nicht<br />

ausgereicht hat oder aber während des Geschlechtsverkehrs<br />

nicht gehalten werden<br />

konnte. Im Gegensatz dazu sind vorübergehende<br />

Probleme, also vereinzelte Situationen,<br />

in denen der Penis nicht steif wird,<br />

nicht als Erektionsstörung zu betrachten,<br />

sondern stellen ein situatives Versagen dar.<br />

Auch die nachlassende Potenz im Alter ist<br />

von der Erektionsstörung zu differenzieren.<br />

Sie ist normal.<br />

Ursachen der<br />

Erektionsstörungen<br />

Das Risiko, an Erektionsstörungen zu erkranken,<br />

steigt mit dem zunehmenden Lebensalter.<br />

De facto leidet etwa jeder zweite<br />

Mann über 70 unter einer mittelschweren<br />

bis schweren Erektionsstörung. <strong>Die</strong>se statistische<br />

Häufigkeit sollte jedoch nicht dazu<br />

verleiten, das Problem zu bagatellisieren<br />

oder als unvermeidlichen Normalzustand<br />

hinzunehmen. Entscheidend ist die Bedeutung<br />

des Themas für den Patienten, nicht<br />

die Statistik. Eine erektile Dysfunktion muss<br />

auch in höherem Alter nicht einfach akzeptiert<br />

werden; sie kann behandelt werden.<br />

In über 80 Prozent der Fälle sind Erektionsstörungen<br />

auf ein körperliches Problem zurückzuführen.<br />

Meistens liegen die folgenden<br />

Ursachen zugrunde:<br />

→ Verletzungen (z.B. am Gehirn<br />

oder Rückenmark)<br />

→ Erkrankungen (z.B. Diabetes, Bluthochdruck<br />

oder erhöhter Cholesterinspiegel)<br />

→ Operation (z.B. Entfernung der Prostata)<br />

→ Rauschmittelkonsum (z.B. Tabak, Drogen,<br />

Alkohol) oder bestimmte Medikamente<br />

Frühwarnsystem<br />

Organisch bedingte Erektionsstörungen sind<br />

häufig auch ein Warnsignal. Da die Arterien<br />

im Penis so dünn sind, müssen organisch bedingte<br />

Erektionsstörungen immer ernst genommen<br />

werden. Wenn nämlich ein Gefäß<br />

zu etwa 50 Prozent verschlossen ist, dann<br />

treten Symptome auf. Wenn ein Patient also<br />

Erektionsstörungen hat, dann sollte unbe-<br />

40 www.diewirtschaft-koeln.de


dingt geprüft werden, ob die Herzkranzgefäße<br />

bereits Schäden aufweisen. Auch wenn die<br />

Schädigungen gering sind, die Herzkranzgefäße<br />

„nur“ zu 25 oder 30 Prozent verschlossen<br />

sind, also noch keine Krankheiten wie<br />

Angina Pectoris oder Herzinfarkt aufgetreten<br />

sind, darf dies nicht unbeachtet bleiben.<br />

Wenn also Erektionsstörungen nicht weiter<br />

abgeklärt werden, dann bleiben die Risikofaktoren<br />

im schlimmsten Fall bestehen, und<br />

der Patient bekommt Jahre später vielleicht<br />

einen Herzinfarkt oder Schlaganfall. Damit<br />

nichts übersehen wird, muss im Rahmen<br />

der Abklärung einer Erektionsstörung untersucht<br />

werden, ob der Patient einen bisher unerkannten<br />

Diabetes oder Bluthochdruck hat,<br />

ob er übergewichtig ist oder unter Stoffwechselstörungen<br />

leidet.<br />

Erektionskiller Stress<br />

Erektionsstörungen haben in den meisten Fällen<br />

körperliche Ursachen. Sporadisch auftretende<br />

Erektionsstörungen können aber auch<br />

stressbedingt sein. Wer großen Belastungen<br />

ausgesetzt ist, dessen Körper fokussiert sich<br />

mitunter auf die sogenannten Grundbedürfnisse,<br />

also das Essen, Trinken und Schlafen.<br />

Wenn jemand dauerhaft zu viel arbeitet und<br />

erschöpft ist, ist das zweifelsohne ein Erektionskiller.<br />

Dann gilt es, Entspannungstechniken<br />

zu erlernen und anzuwenden oder generell<br />

etwas im Leben zu ändern.<br />

Keine falsche Scham<br />

Leben & Wissen |<br />

Das Thema Erektionsstörungen ist für die<br />

Betroffenen meist schwierig. Um aber den<br />

Ursachen auf den Grund zu gehen und auch<br />

Abhilfe schaffen zu können, bedarf es einer<br />

detaillierten Anamnese. Hierzu gehört die<br />

Erhebung der individuellen Risikofaktoren,<br />

eventueller Medikamente und des allgemeinen<br />

Gesundheitszustands, aber auch das<br />

Formulieren der Beschwerden. Was für den<br />

Patienten eine Überwindung bedeuten mag,<br />

ist für den urologischen Facharzt alltägliche<br />

Normalität. Es ist für einen Urologen Alltag,<br />

über Sexualität zu sprechen. Wir untersuchen<br />

jeden Tag verschiedene Männer im<br />

Intimbereich. Und deshalb ist es eben auch<br />

völlig alltäglich, uns über Penisse, Hoden,<br />

Prostata-Drüsen, Spermien oder Sex zu unterhalten.<br />

Für uns ist das Gespräch so normal,<br />

als würden wir uns über die Arbeit des<br />

Patienten als Tapezierer oder Sachbearbeiter<br />

unterhalten. Und das wäre auch niemandem<br />

peinlich.<br />

Implantate<br />

Durch den gezielten Einsatz verschiedener<br />

Hilfsmittel oder Medikamente kann in den<br />

meis-ten Fällen eine Erektionsstörung deutlich<br />

verbessert oder beseitigt werden. Es gibt<br />

jedoch auch Patienten, bei denen eine organisch<br />

bedingte Erektionsstörung vorliegt,<br />

die konservativ nicht zu therapieren ist. Eine<br />

Lösung für diese Patienten sind dann Penisschwellkörperimplantate,<br />

die den natürlichen<br />

Erektionsmechanismus nachahmen.<br />

<strong>Die</strong>se Schwellkörperimplantate gibt es bereits<br />

seit mehr als 50 Jahren, und sie sind<br />

technisch sehr ausgereift. In einer Operation,<br />

die unter Vollnarkose durchgeführt wird,<br />

werden dem Patienten zwei Silikonimplantate<br />

in die Schwellkörper im Penis und eines<br />

in den Unterbauch eingesetzt. Das Implantat<br />

im Bauch, das direkt neben der Harnblase<br />

liegt, wird mit Kochsalzlösung gefüllt und<br />

dient als Speicher. Beim Zusammendrücken<br />

der Pumpe, die im Hodensack liegt, von außen<br />

wird dann die Kochsalzlösung aus dem<br />

Speicher in die Schwellkörper gepumpt. Dadurch<br />

wird der Penis aufgerichtet und steif.<br />

Sobald der Patient ein Ablassventil an der<br />

Pumpe betätigt, fließt die Kochsalzlösung<br />

wieder zurück in den Speicher und die Erektion<br />

geht zurück. Das Implantat ist nicht zu<br />

sehen, und sowohl die Orgasmusfähigkeit<br />

als auch das Gefühlsleben bleiben erhalten.<br />

Der Geschlechtsverkehr fühlt sich also ganz<br />

normal an. <strong>Die</strong> Zufriedenheitsquote liegt bei<br />

über 90 Prozent, das gilt für die Patienten<br />

selbst und auch für ihre jeweiligen Sexualpartnerinnen<br />

und -partner. W<br />

Foto: Kufff ner/Rhein-Design<br />

ERNTEFRISCH VERARBEITET<br />

100% aus Österreich<br />

Bei Pollenallergie und<br />

Heuschnupfen:<br />

Aronia Konzentrat<br />

und<br />

Schwarzkümmelöl<br />

Sobald die ersten Frühblüher am Ende des<br />

Winters ihren Blütenstaub freigeben, setzt<br />

bei betroffenen Menschen die Überreaktion<br />

des Abwehrsystems gegen die Blütenpollen<br />

ein.<br />

<strong>Die</strong> Symptome sind vielfällig: Atemnot, verstopfte<br />

Nase mit Fließschnupfen und Niesanfällen,<br />

gerötete, brennende, tränende<br />

Augen. Dazu gesellen sich Kratzen im Hals,<br />

Gliederschmerzen, Müdigkeit, Schlaflosigkeit,<br />

juckende Schwellungen im Gesicht<br />

und Lichtempfindlichkeit. Über die Jahre<br />

können sich Symptome in die Lunge verlagern<br />

und bei Immunschwachen ein allergisches<br />

Asthma auslösen.<br />

WICHTIG:<br />

Immunssytem durch<br />

bioaktive Pflanzenstoffe<br />

stärken:<br />

täglich 1 EL Aronia Konzentrat,<br />

es enthält das<br />

Spurenelement Mangan,<br />

das die Zellen vor oxidativen<br />

Stress schützt, beiträgt<br />

zu einem normalen<br />

Energiestoffwechsel, zur<br />

Erhaltung normaler Knochen<br />

und zur Bindegewebsbildung.<br />

Zusätzlich täglich 1 TL kaltgepresstes<br />

Schwarzkümmelöl, mit wertvollen<br />

Fettsäuren und ätherischen Ölen.<br />

Es wirkt immunmodulierend und histaminsenkend<br />

und trägt damit zur Linderung der<br />

Beschwerden bei. Prophylaktisch, 3 Monate<br />

vor dem ersten Pollenflug, hat sich die<br />

Mischung sehr bewährt.<br />

Foto: privat<br />

Gastautoren: Dr. Christian Leiber-Caspers und PD Dr. Timur Kuru,<br />

Kontakt: CUROS Urologisches Zentrum in der Klinik LINKS VOM RHEIN<br />

www.diewirtschaft-koeln.de 41<br />

ARONIALAND ®<br />

Alfred Glarcher<br />

Josef Lengauer Str. 14 · 6341 Ebbs / Tirol<br />

office@aronialand.at<br />

www.aronialand.at


| Leben & Wissen<br />

KÖLNS SÜSSESTER ERFOLG<br />

Das privat geführte Schokoladenmuseum ist Pilgerstätte für Touristen aus aller Welt<br />

Kultur in <strong>Köln</strong>. Das ist selbstverständlich mehr als nur der Dom. Zwölf romanische<br />

Kirchen locken die Besucher ebenso wie Museen von Weltruf. <strong>Die</strong> Sammlung moderner<br />

Kunst des Museums Ludwig zählt dazu wie das Wallraf-Richartz-Museum, das<br />

durch einen Erweiterungsbau eine wichtige Aufwertung bekommt. Architektonische<br />

Highlights sind das Weltstadthaus von Peek & Cloppenburg an der Schildergasse sowie<br />

die drei Kranhäuser im Rheinauhafen.<br />

Wobei <strong>Köln</strong> gerade im Kultursegment einen<br />

mächtigen Sanierungsbedarf aufweist.<br />

Das Museum Ludwig muss saniert<br />

werden, Gleiches gilt für das Römisch-Germanische<br />

Museum. Das Stadtmuseum befindet<br />

sich im Interim, das Museum für<br />

Angewandte Kunst bedarf ebenfalls einer<br />

Runderneuerung. Auch das Schokoladenmuseum,<br />

das wie ein Schiff im Rheinauhafen<br />

vor Anker zu liegen scheint, erfindet<br />

sich immer wieder neu.<br />

<strong>Die</strong> Hoffnung<br />

nicht aufgeben<br />

Das Schokoladenmuseum, erfindetsich immer wieder neu.<br />

<strong>Die</strong> neue Ausstellung heißt "Welt Reise des Kakaos".<br />

„Intowada“ – so lautet die Aufschrift auf<br />

einem antiken westafrikanischen Einbaum-Boot.<br />

Es ist das erste Ausstellungsstück,<br />

das den Besuchern ins Auge fällt,<br />

wenn sie im <strong>Köln</strong>er Schokoladenmuseum<br />

ihre „Weltreise des Kakaos“ antreten. Auf<br />

über 600 Quadratmetern dreht sich hier<br />

alles um den Anbau, den Transport, die<br />

Produktion und den Konsum von Kakao<br />

und Schokolade. Kritische Aspekte dieser<br />

langen Herstellungs- und Lieferketten werden<br />

hierbei nicht verschwiegen. „Nachhaltigkeit“<br />

ist der rote Faden, der sich durch<br />

die gesamte Ausstellung zieht. Und „Intowada“<br />

ist ihr Motto. Denn: Das westafrikanische<br />

Wort bedeutet so viel wie „die Hoffnung<br />

nicht aufgeben“.<br />

Und genau das soll nach Überzeugung der<br />

Museumschefin Annette Imhoff auch die<br />

Botschaft der Ausstellung an die Besucherinnen<br />

und Besucher sein: „Klimawandel,<br />

Ressourcenverbrauch, CO 2<br />

-Ausstoß, aber<br />

auch Fragen der fairen Arbeitsbedingungen,<br />

der Kinderarbeit, der Bildung oder<br />

mangelnder Infrastruktur in den Anbauländern<br />

– das alles sind große Herausforderungen,<br />

denen sich die moderne Kakaound<br />

Schokoladenproduktion stellen muss.<br />

Und auch stellt.“<br />

Vieles, sagt Imhoff, sei schon auf einem guten<br />

Weg. Und auch den beleuchtet die neue<br />

Ausstellung: Wer das Schokoladenmuseum<br />

besucht, der erfährt, dass in den Kakaoanbauländern<br />

in Westafrika die Sterblichkeit<br />

von Müttern und Kindern auf einem historischen<br />

Tiefststand ist; dass immer mehr<br />

Kinder eine Schulbildung genießen und<br />

Foto: Schokoladenmuseum <strong>Köln</strong><br />

die Lebenserwartung stetig steigt. Oder<br />

dass große Schokoladenhersteller wie der<br />

Kooperationspartner des Schokoladenmuseums,<br />

der Traditionshersteller Lindt,<br />

mittlerweile eigene, strenge Nachhaltigkeitskonzepte<br />

umsetzen.<br />

Zahlreiche digitale<br />

und interaktive Stationen<br />

Auffallend ist dabei: <strong>Die</strong> „Weltreise des<br />

Kakaos“ führt über zahlreiche digitale<br />

und interaktive Stationen. Dialog-Optionen<br />

und moderne Technologie-Highlights<br />

wie ein interaktiver Multitouch-Tisch oder<br />

ein riesiger LED-Globus informieren ebenso<br />

anschaulich wie unterhaltsam über die<br />

vielfältigen Themen – von der Ernte der<br />

Kakaobohnen über die globalen Lieferketten<br />

und die Produktion bis hin zum heimischen<br />

Supermarktregal und den Genuss<br />

des süßen Goldes.<br />

Ebenso sinnlich und zugleich handfest<br />

geht es nach der „Weltreise“ in der ebenfalls<br />

erneuerten „Gläsernen Schokoladenfabrik“<br />

des Museums zu. „<strong>Die</strong> Fertigung<br />

funktioniert jetzt wie eine begehbare Infografik“,<br />

erklärt Christian Unterberg-Imhoff,<br />

der die Geschäfte des Museums gemeinsam<br />

mit seiner Ehefrau Annette<br />

führt. „Unsere Gäste erfahren wirklich<br />

Schritt für Schritt durch zusätzliche Medienstationen<br />

und Farbsignale, wie aus<br />

den gerösteten Bohnen am Ende eine Tafel<br />

Schokolade wird.“<br />

Als Krönung dieser Erfahrung wartet am<br />

Ende der „gläsernen Produktion“ vor der<br />

großen Fensterfront des Museums der traditionelle<br />

drei Meter hohe Schokoladenbrunnen.<br />

Als eines der beliebtesten <strong>Köln</strong>er<br />

Fotomotive thront er nun auf einer<br />

neuen, eigens für ihn angefertigten, goldenen<br />

Bühne vor dem <strong>Köln</strong>er Stadtpanorama.<br />

200 Kilogramm frische Lindt-Schokolade<br />

sprudeln in der Brunnenschale und<br />

werden zum Naschen angeboten. Ein Angebot,<br />

das im vergangenen Jahr 665.000<br />

Süßmäuler gerne angenommen haben. Das<br />

Schokoladenmuseum hat damit bewiesen,<br />

dass Kultur durchaus auch wirtschaftlich<br />

erfolgreich sein kann, was in den Anfängen<br />

des Museums die wenigsten für möglich<br />

gehalten haben. W<br />

Monika Eiden<br />

42 www.diewirtschaft-koeln.de


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