PDF-Ausgabe - G´sund Online

gsund.net

PDF-Ausgabe - G´sund Online

www.gsund.net

28

Waldwirtschaft

im LKH-Univ.Klinikum Graz

KAGes

ERSCHEINUNGSORT GRAZ. VERLAGSPOSTAMT 8010 GRAZ/P.B.B. 01Z023966 G NR. 30

Juni 2001

Das Das Kunstherz

Kunstherz

zur zur Therapie Therapie

der der Herzinsuffizienz

Herzinsuffizienz

Seite Seite 20 20

www.ExclusivImmobilien.com ☎ 0316/ 36 38-22

Info-Hotline 0664/100 8119 Herr Melcher

Exclusiv-Wohnbau

Geidorf/Liebiggasse

Penthouse 100-200 m 2

mit riesiger Dachterrasse

3-5 Zimmer mit Eigengarten

Kleinwohnungen mit Balkon

Direkt bei Universität!

Exclusiv-Wohnbau

Ruckerlberg/Rilkeweg

Doppelhaushälften

100 m 2 – 120 m 2 – 140 m 2

In sehr ruhiger, sonniger

Kuppenlage mit traumhafter

Aussicht. Keller und Garage

Zu Fuß zu LKH/Straßenbahn


L

EBENS.STIL

Mit der Landesbank finanziert.

www.hypobank.at

LANDES-HYPOTHEKENBANK STEIERMARK AG, 8010 GRAZ, RADETZKYSTRASSE 15 - 17, Tel. 0316/8051-0

Graz•Bruck/Mur•Deutschlandsberg•Feldbach•Fürstenfeld•Judenburg•Leibnitz•Liezen•Loipersdorf•Schladming


AKTUELLES

Qualitätsmanagement-Führungskräfteklausur der KAGes:

Planen – messen – verbessern 4

4

REGIONALSPIEGEL

Leitfaden „Stillen“: Ein guter Start ins Leben 6

6

Stolzalpe: Modernisierungsschub 7

Patientendokumentation „CareVue“ 8

Graz: Speiseversorgung: Essen ist Heilen 9

100 Jahre LKH Voitsberg 11

LKH Voitsberg, 11

Foto H. A. Pachernegg

QUALITÄTSMANAGEMENT

Gesundheitsförderung für Mitarbeiter:

Das Kreuz mit dem Kreuz 12

12

Gesundheit 2000:

Prävention mit „rauchfreier“ Station 13

LKH Stolzalpe:

„Willkommen“ mit Einführungstag 14

PERSONALENTWICKLUNG

RTA: Die ersten hundert Jahre 15

Pflegekontakte mit Ungarn 16

Gesundheitsförderung, 12

15

KAGes-Führungsgrundsätze:

Weichenstellung für die Zukunft 17

PE-Kurzmeldungen 18

GESUNDHEIT & FORSCHUNG

„Kunstherz“ zur Herzinsuffizienztherapie 20

Reduktion von Tumor-Nebenwirkungen 22

Schulterchirurgie 24

Schulterchirurgie, 24

20

UMWELT

Umfassendes Umweltvorsorgeprogramm 26

Einzigartige Lebensgemeinschaft: Wald 27

26

Waldwirtschaft im LKH-Univ.Klinikum Graz 28

ORGANISATION & KOMMUNIKATION

Medikamenten-Informations-System 30

45. Österr. Kongress für

Krankenhausmanagement in Graz 31

30

PANORAMA

Südsteirische Idylle 33

Die griechische Insel Kefalonia 34

LKH Voitsberg: Engagierter Notfallmediziner 36

33

KunstRaumKAGes 37

www.gsund.net

Spitalsarchitektur im Internet 37

LKH Weiz: Brass Brothers & Werner Stadler 38

KunstKulturKalender 40 Werner Stadler in Weiz, 38

IMPRESSUM

39

Menschen helfen Menschen


4 AKTUELLES

Fotos H. A. Pachernegg

In den Workshops wurde zu unterschiedlichsten

Themen intensiv diskutiert und gearbeitet

Die Gäste der Führungskräfteklausur wurden von

den jungen Damen Monika Amon (li.) und Susanne

Eibl bestens betreut

5. Qualitätsmanagement-Führungskräfteklausur der KAGes

Planen – messen – verbessern

Über 400 Teilnehmer hatten sich am 2.

Mai 2001 im Europasaal der Wirtschaftskammer

Steiermark zur bereits 5.

QM-Führungskräfteklausur eingefunden.

Die Themen der vier Plenarvorträge waren:

„Behandlungspfade als Basis für Qualitätsmanagement

und Kostenermittlung“,

„Wie gewinnt man den Europäischen

Qualitätspreis: EQA Award Application

Nokia Mobile Phones Europe & Africa“,

„Vorstellung des Entwurfs für Führungsgrundsätze

in der KAGes“ und „Patientenund

andere Befragungen: Erfahrungen eines

EFQM-orientierten Großkrankenhauses“.

Mit regem Interesse folgten die Teilnehmer

den Ausführungen von Prof. Dr. Dieter Conen,

Ärztlicher Direktor und Vorstand der

Medizinischen Abteilung des Kantonsspitals

Aarau. Am Beispiel seines Krankenhauses

veranschaulichte er den praktischen

Einsatz von Behandlungspfaden. Diese umfassen

die inhaltliche und zeitliche Diagnose-

und Therapieplanung von PatientInnen

mit definierten Erkrankungen. Er stellte auch

TERMINVORSCHAU

100-Jahr-Feier

LKH Voitsberg

Zeit: 23. Juni 2001

die Möglichkeiten dar, wie Behandlungspfade

für Kostenkalkulationen und Finanzierungsmodelle

genützt werden können.

Anschließend hatten die Führungskräfte der

KAGes die Gelegenheit, Managementgrundsätze

und Führungsmethoden von einem

der derzeit international erfolgreichsten

Konzerne kennen zu lernen. Mag.

Manfred Frauneder, Management-Controller

bei NOKIA, erläuterte, welche Voraussetzungen

und Vorbereitungen notwendig

sind, damit ein solches Unternehmen den

Europäischen Qualitätspreis (EQA/EFQM)

gewinnt.

Mit großer Spannung wurde die Vorstellung

des Entwurfs für Führungsgrundsätze in

der KAGes erwartet. Die Vorstandsdirektoren

DI Dr. Klaus Fankhauser und DI Berndt

Martetschläger präsentierten die ausgearbeiteten

Führungsgrundsätze und legten

die strategischen Rahmenbedingungen

dar, in die diese Grundsätze eingebettet

sind. Mag. Helmut Dörfler skizzierte dann

die weiteren Schritte zur Entwicklung einer

breit abgestimmten Endversion der

Führungsgrundsätze. Am Nachmittag begaben

sich die Teilnehmer zu den 7

Workshops, wobei allein 170 jenen über

die Führungsgrundsätze besuchten. Die anderen

angebotenen Themen der Workshops,

die zur Auswahl standen, waren:

„Patientenbefragung“, „Selbstbewertung

nach dem EFQM-Modell“, „Erfahrungen

mit dem Aufbau eines Qualitätssystems

gemäß ISO 9000“, „Behandlungspfade“,

„Standards“ und „Projekte“.

Dr. Ingrid Seyfarth-Metzger, Oberärztin im

Krankenhaus Schwabing/München,

konnte im letzten Beitrag über Kundenbefragung

das Publikum für sich gewinnen,

da ihre Ausführungen über Nutzen und Aufwand

für diese Form der Qualitätsmessung

aktueller denn je waren. Insgesamt hatte

auch diese KAGes-weite Veranstaltung viel

Interessantes und Anregungen für weitere

Schritte und Projekte am eigenen Arbeitsplatz

geboten.


Mag. Anne-Marie Escandre,

Personaldirektion

Führungskräftetagung des

LKH-Univ.Klinikum Graz

Thema: Gesund: Heilen – Sparen

Zeit: 8. und 9. November 2001

Ort: Bad Gleichenberg

Über 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer füllten den Europasaal

der Wirtschaftskammer Steiermark bis zum letzten Platz

Menschen helfen Menschen


AKTUELLES

5

Liebe

Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter!

KAGes

In der letzten Ausgabe unseres G’sund haben

wir über unsere Einschätzung der

künftigen Entwicklung der KAGes unter den

neuen finanziellen Rahmenbedingungen

berichtet. Nunmehr ist das Budget des Landes

für 2001 und 2002 verabschiedet

worden, in dem auch die Anteile des Landes

an der Gebarung unseres Unternehmens

enthalten sind und die in jener Form

beschlossen worden sind, wie wir sie in unseren

Regionalkonferenzen bereits dargelegt

haben.

Der Spielraum ist enger als wir uns ursprünglich

vorgestellt haben, und das Augenmerk

kann daher nicht nur auf Ausweitung,

sondern muss auch auf innere Reorganisations-

und Rationalisierungsmaßnahmen

gerichtet werden. Wir können und sollen

diese Zeit durchaus nützen, um neue

Ansätze in unserer Leistungs- und Strukturbetrachtung

für die steirischen Patienten, für

Budget als Herausforderung

bei der Einhaltung des uns vorgegebenen

finanziellen Rahmens helfen.

• Führungsgrundsätze: Wir sind erfreut

über eine sehr enge und verständnisvolle

Zusammenarbeit auf allen Ebenen. Wir

werden zur Unterstützung dieses Prozesses

in der nächsten Zeit Führungsgrundsätze

für unsere Führungskräfte mit

einem breiten Teilnehmerkreis erarbeiten.

Wir hoffen, dass damit das Image unseres

Unternehmens und die Zusammenarbeit

auch für die Patienten spürbar noch

weiter verbessert werden kann.

• Qualitätsmanagement in der Rechtsmaterie

der Krankenanstaltengesetzgebung:

Es ist nunmehr auch die Einrichtung von

Qualitätsmanagementstrukturen, insbesondere

Qualitätskommissionen in allen

Forschung und Lehre sowie die Ausweitung

unseres Unternehmenszweckes zu finden.

Dazu sind in den letzten Wochen folgende

einzelne Vorhaben vom Vorstand gestartet

worden:

• Struktur- und Leistungsplanung: Dieses

Projekt soll, ausgehend vom Österreichischen

Krankenanstaltenplan, das Leistungsangebot

in unserem Unternehmen

nach einzelnen Fachbereichen, nach interdisziplinären

Fachschwerpunkten,

aber auch differenziert nach regionalen

Schwerpunkten und Zentralfunktionen

definieren und, daraus abgeleitet, Rückschlüsse

auf die Weiterentwicklung unserer

einzelnen Standorte geben.

• Die Standortgarantie für die steirischen

Krankenanstalten der KAGes: Die Steiermärkische

Landesregierung hat mit Beschluss

vom 23. April 2001 die Standortgarantie,

die von einer Drei-Parteienvereinbarung

1994 ausgegangen ist,

erneuert. Dazu wird die im Krankenanstaltenplan

des Bundes in den nächsten

Jahren vorgesehene vertiefte Untersuchung

der Leistungsangebote an den einzelnen

Standorten angeführt, was sehr

gut zu dem vorstehenden Punkt passt.

Damit wird die Sicherheit der Versorgung

und der Arbeitsplätze garantiert.

• Überprüfung der Organisation der Zentraldirektion

und der Betriebsdirektion

des LKH-Univ.Klinikum Graz: Das Expertengutachten,

das, ausgehend von einem

Landesrechnungshofbericht und einem

Auftrag des Landes Steiermark und

des Vorstandes der KAGes, erstellt worden

ist, liegt nunmehr vor und zeigt Wege

auf, wie nun nach 16 Jahren Bestehen

der KAGes-Organisation eine veränderte,

zeitgemäßere Organisationsform

gefunden werden kann. Hiebei wird von

einer schärferen Trennung der reinen

Holding-Funktionen der KAGes und der

Dienstleistungsfunktionen ausgegangen.

Diese Maßnahmen werden in der nächsten

Zeit diskutiert werden und sicher Veränderungen

im Sinne einer modernen

Unternehmensführung bewirken.

• Im Rahmen der Berateruntersuchungen

wurde auch die betriebswirtschaftliche

Untermauerung der KAGes untersucht

und festgestellt, dass diese noch verbesserungswürdig

ist. Wir werden daher unsere

Anstrengungen im Rahmen unserer

Controlling-Aktivitäten und der entsprechenden

Unterstützung einer Budgetierung

bis zu Abteilungs- und Stationsebenen

verstärken, um auch entsprechende

Budgetverantwortung und Controlling-

Möglichkeiten auf allen Ebenen zu gewährleisten.

Dies wird uns wieder

Krankenanstalten, in das Krankenanstaltengesetz

aufgenommen worden. Dies

ist eine Bestätigung unserer eigenen

Qualitätsmanagement-Tätigkeiten, die

wir noch weiter ausdehnen werden.

Wir werden uns also engagiert weiterentwickeln

können. Darüber hinaus sollen weiterhin

die vielen Aktivitäten gefördert werden,

die jeweils in den einzelnen Häusern,

Abteilungen, Kliniken und Stationen ablaufen

und von denen ein Ausschnitt auch in

dieser Ausgabe des G’sund wieder dargestellt

werden kann.

Wir ersuchen Sie, wo immer Sie mit neuen

Themen in Berührung kommen, im Rahmen

Ihrer Möglichkeiten aktiv mitzuwirken. Im

nun kommenden Sommer sollte aber auch

die Freizeit wieder einen angemessenen

Stellenwert haben, und so wünschen wir Ihnen

und Ihrer Familie einen schönen Urlaub

und erholsame Sommertage.

DI Dr. Klaus Fankhauser

DI Berndt Martetschläger

Menschen helfen Menschen


6

REGIONALSPIEGEL

Geburtshilflich-Gynäkologische Univ.Klinik Graz

„Ein guter Start ins Leben“

Für die Eltern ist

die Geburt eines

Kindes ein

großartiges Ereignis.

Ganz besonders,

wenn es

„das Erste“ ist.

Nach der Geburt

konzentriert sich

die elterliche Fürsorge

ganz darauf,

dem Kind einen

in jeder Hinsicht

gesunden

Start ins Leben zu

sichern.

Hier kommt dem

Stillen eine Schlüsselrolle

zu. Stillen

ist der erste, stille

Dialog zwischen Mutter und Kind, es fördert

in hautnahem Kontakt die sozialen

Fähigkeiten des

Neugeborenen, sichert

seinen kompletten

Nährstoffbedarf

und stärkt

sein Immunsystem.

Gleichwohl ist das

Stillen nicht allein

ausschlaggebend

für eine gute Mutter-Kind-Beziehung.

Die Empfänglichkeit

der Frau für die

Signale ihres Babys

und ihre Fähigkeit

und Bereitschaft,

auf seine

sozialen Initiativen

einzugehen, spielen

ebenso eine

wichtige Rolle. So weit ein Vorgeschmack

auf die 5. Ausgabe des „Leitfa-

dens Stillen“, der nun in ergänzter und

aktualisierter Form vorliegt. Der übersichtlich

gestaltete Leitfaden zeigt, dass Stillen

leicht zu erlernen ist und für Mutter und

Kind ein einmaliges Erlebnis bedeutet.

Er spricht aber auch „Mythen“ rund ums

Stillen an und setzt ihnen fachlich fundierte

Information entgegen. So gesehen ist

die von den MitarbeiterInnen der Geburtshilflich-Gynäkologischen

Univ.Klinik

ausgearbeitete Stillbroschüre ein wertvolles

Begleitheft für jede (stillende) Mutter.

Geborgenheit und Zufriedenheit von Mutter

und Kind sind oberste Ziele an der

Geburtshilflich-Gynäkologischen Univ.

Klinik, auch über Geburt und stationäre

Betreuung hinaus. In diesem Sinn ist das

Team der Geburtshilflich-Gynäkologischen

Abteilung für alle etwaigen Fragen

über eine Still-Hotline rund um die Uhr erreichbar.


Grazer Univ.Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin

Leitfaden für Angehörige

Für

Besucher

von

Intensivstationen

kann es

ein sehr einschneidendes

Erlebnis

bedeuten,

wenn sie einen

An-

Univ.-Prof. Dr. W.

Kröll: Besucherleitfaden

übergehörigearbeitet

besuchen,

der eine

schwere, lebensbedrohliche Verletzung

oder Erkrankung erlitten hat. Ohne Erfahrung

mit einer derartigen Situation erscheint

diese Umgebung ungewohnt, ja sogar erschreckend.

Der Angehörige ist an viele Apparate

angeschlossen, sein Aussehen ist aufgrund der Erkrankung

verändert, es kann auch sein, dass er bewusstlos

ist und sich nicht mitteilen kann.

Um die Besonderheiten einer Intensivstation besser

zu verstehen, hat Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Kröll gemeinsam

mit Mitarbeitern der Univ.Klinik für

Anästhesiologie und Intensivmedizin (Ass.-Prof. Dr.

A. Fall, DGKS Ulrike Resch, DGKP Thomas Schelischansky)

den Besucher-Leitfaden neu überarbeitet.

Im Sinne der Qualitätssicherung liegt der Informationsbroschüre

auch ein Fragebogen über die

Zufriedenheit der Angehörigen mit der Intensivstation

bei.


Haben Sie Ihren Namen oder Ihre Adresse geändert? In diesen Fällen geben Sie dies bitte dem

Personalbüro Ihrer Verwaltungsdirektion bekannt. Damit ermöglichen Sie uns, Ihnen das Mitarbeitermagazin

G‘sund zuzuschicken.

Menschen helfen Menschen


REGIONALSPIEGEL 7

Stolz auf das LKH Stolzalpe

„Herzhafter“ Modernisierungsschub

Das steirische Spitalswesen blickt mit

„Stolz auf die Alpe”: Im Ausbau- und

Modernisierungsprogramm des Spitals

konnte – nach der Inbetriebnahme des

neu errichteten OP-Zentrums im November

1999 um rund 200 Millionen Schilling

– mit der Sanierung des Ost-Traktes

im Hause 2 sowie dem Herzüberwachungszubau

eine weitere wichtige

Wegmarke erreicht werden. Mit einem

Investitionsaufwand von knapp 84 Millionen

Schilling und einer Bauzeit von 17

Monaten konnte auch dieses umfangreiche

Bauprojekt termin- und kostengerecht

abgeschlossen werden.

Neben der hervorragenden

medizinischen Betreuung unterstützt

die einzigartige Lage

der Stolzalpe den Genesungsverlauf

der Patienten

Ost-Trakt in neuem Glanz

Bei der Generalsanierung wurde neben

der baulichen Standardhebung auch

großes Augenmerk auf die Verbesserung

der Stationsabläufe und auf höchste

Sicherheit gelegt. Sämtliche Krankenzimmer

sind südseitig angeordnet und verfügen

über eine begehbare Terrasse. Der

wunderschöne Panoramablick, die g’sunde

Luft und die reichliche Sonne unterstützen

die Genesung in wohl einzigartiger

Form. Höchsten Komfort bieten die modernst

ausgestatteten Sonderklassezimmer,

die in ihrer Art wohl zu den schönsten

Österreichs zählen. Sie vermitteln

dank ihrer freundlichen Ausstattung eine

nahezu heimelige Wohnzimmeratmosphäre.

Topmoderne Herzüberwachungsstation

bringt höhere

medizinische Betreuungsqualität

Im wahrsten Sinne das Herzstück der generalsanierten

Abteilung für Innere Medizin

ist die Medizinische Intensivstation,

die mit modernster Intensivtechnik ausgestattet

ist. Durch das neue Monitoringsystem

können die Vitalparameter der Patienten

während ihrer kritischen Behandlungsphase

lückenlos überwacht werden.

Die Herzüberwachungsstation (HÜST)

Trotz modernster Ausstattung

wird auf die menschliche Betreuung

größter Wert gelegt

steht nicht nur mit der Internen Abteilung

in engster Verbindung, sondern ist auch

mit den Operationssälen und der Perioperativen

Einheit im fast zwei Kilometer

entfernten Haus 1 vernetzt. In der Herzüberwachungsstation

stehen vier „Hightech-Betten”,

die hydropneumatisch verstellbar

sind und durch die integrierten

Schutzgitter eine beträchtliche Erleichterung

für das Pflegepersonal bringen. ■

Fotos H. A. Pachernegg

the living company

Siemens P/UK

Karl Komatz, Direktor

Siemens Medizintechnik.

Hightech, die den

Menschen schont.

Als größtes Hightech-Unternehmen des Landes bieten wir unseren

Partnern mit innovativer Technik, Kundennähe und Lösungskompetenz

die Grundvoraussetzungen für schnelle und treffsichere Diagnose- und

Behandlungsverfahren und damit eine optimale Betreuung der Patienten.

Wenn Sie mehr wissen möchten:

Siemens Niederlassung Graz: 05 1707-0 (österreichweit).

www.siemens.at

Menschen helfen Menschen


8

REGIONALSPIEGEL

Grazer Univ.Kliniken für Chirurgie sowie Anästhesiologie und

Intensivmedizin

Papierlose Patientendokumentation

Datenerfassung, Datengenauigkeit sowie

ihre Transparenz und Verfügbarkeit

stellen Anforderungen an alle Mitarbeiter,

die zur Dokumentation ihrer Arbeit

gesetzlich verpflichtet sind. Unleserliche

Dokumentationen, nicht zuordenbare Eintragungen

oder das wiederholte Nachrechnen

von Bilanzen gehören zu den unliebsamen

Erfahrungen im Spitalsalltag.

Dem stehen Patienten-Daten-Management-Systeme

(PDMS) wie das „Care

Vue“ gegenüber, die eine vollständige

fallbezogene Patientendokumentation

per Computersystem gewährleisten. Seit

Juli 2000 wird das PDMS „CareVue“ an

der Herz-Transplant-Intensivstation eingesetzt.

Über das Programm mit seiner automatischen

Patientendatenübernahme

vom Monitor aus und einer Langzeitdatenbank

ist ebenso die Krankengeschichte

samt Pflegedokumentation automatisch

abrufbar.

Weiters ermöglicht CareVue die Übernahme

der Labordaten aus dem KIS, die

automatische Aufzeichnung von Gerätedaten

– z. B. Respirator (noch nicht vorhanden)

–, ärztliche Anordnungen und

Dekurs, Pflegeplanung und Durchführungsnachweise,

die automatische Berechnung

der Ein-/Ausfuhrbilanzen sowie

die automatische Dosisberechnung von

Medikamenten. Dies alles natürlich mit

Langzeitdatenerfassung und statistischer

Auswertung.

Unleserliche Eintragungen sind nun Vergangenheit:

Vollständige fallbezogene Patientendokumentation per

Computersystem mit dem PDMS CareVue

fallenen Wünsche der Mitarbeiter analysiert

und in eine „programmierbare“ Form

gebracht. Alle im Team Beschäftigten haben

es sich und dem Computer nicht

leicht gemacht. Denn das erklärte Ziel

war, den höchstmöglichen Komfort für

die Anwender zu erreichen und auswertbare

Datenbanken zu erstellen. So sind

für einen Großteil der Eingaben „Dropdown-Menus“

und vordefinierte Textbausteine

zu verwenden.

Diese erste Konfiguration dauerte insgesamt

vier Wochen, wobei die verantwortliche

Firma jeden Mitarbeiter der

HTI-Station drei Stunden lang ausbildete.

Nach einem „Ghost-Betrieb“ von sechs

Wochen wurde CareVue in Betrieb genommen

und die gesamte Dokumentation

von der handschriftlichen auf Computererfassung

umgestellt. In der Pflegeplanung

hat das Team einen Plan entwickelt

und konfiguriert, der auf den Pflegedia-

Das CareVue an der Herz-Transplant-

Intensivstation ist ein hochkonfigurierbares

System, für das in seiner österreichspezifischen

Ausführung zwei Teams auf

Bedienung und Konfiguration eingeschult

wurden:

Das Ärzteteam von OA Dr. Michael Zink

und OA Dr. Manfred Gütl und das Pflegeteam

mit DGKS Doris von Hof, DGKP

Richard Weiß und DGKP Herbert Janisch

nahmen an einem einwöchigen Seminar

teil. Dabei wurden tägliche Routinearbeit,

Notfälle und die zum Teil ausgegnosen

nach Nanda basiert und nun erstmals

in CareVue integriert werden konnte.

Der direkte Praxisbezug sowie das hohe

Maß an Automatisierung fanden bei

den Mitarbeitern Akzeptanz.

Die Installation von CareVue in der Verbindung

von Prämedikation, OP und Intensivstation

ist abgerundet und ergänzt

sich hervorragend mit dem Pflegemodul.

Und zwar so gut, dass die Herz-Transplant-Intensivstation

am LKH-Univ.Klinikum

Graz zur europäischen Referenzstation für

CareVue gewählt wurde. Selbstverständlich

ist das engagierte Team gerne bereit,

CareVue den KAGes-MitarbeiterInnen im

Routinebetrieb zu demonstrieren. ■

OA Dr. Michael Zink,

DGKP Richard Weiß,

DGKP Herbert Janisch

Menschen helfen Menschen


REGIONALSPIEGEL 9

Speisenversorgung am LKH-Univ.Klinikum Graz

Essen ist Heilen!

Unter diesem Motto bietet das LKH-

Univ.Klinikum Graz seinen Patienten

neben der medizinischen Betreuung auch

eine erstklassige Verpflegung. Nicht nur

die ca. 1.700 PatientInnen werden täglich

mit Frühstück, Mittagessen, Jause und

Abendessen versorgt, auch unter den

6.000 MitarbeiterInnen findet das Speisenangebot

regen Zuspruch. Die Bestellung

der PatientInnenessen erfolgt direkt

von der anfordernden Stelle aus online

über das Speisenanforderungsprogramm

„VESTA“. Die Bezahlung der Speisen

durch die MitarbeiterInnen erfolgt bargeldlos

über ein Free-Flow-System.

Dass das Führen einer Spitalsküche dieser

Größenordnung mehr als profunde

Kochkenntnisse und organisatorisches Talent

erfordert, beweist unser Küchenteam

täglich. Wer hier an vorderster Front

steht, muss auch die Bedürfnisse der

Menschen kennen und verstehen. Nahrhaft,

frisch, gesund und bekömmlich sind

die Lebensmittel, die wir einkaufen und

verwerten. Der Preis muss stimmen und

schon beim Einkauf fällt die Entscheidung

für umweltfreundliche Produkte. Unsere

Philosophie fordert, qualitäts-, preis- und

umweltbewusst zu handeln.

Fotos Nina Krok

1.700 Patienten werden täglich mit Frühstück, Mittagessen,

Jause und Abendessen versorgt

tischt werden. Das reichhaltige Angebot

lässt selten einen Wunsch offen und entspricht

den hohen Ansprüchen unseres

Hauses.

Beste Lebensmittel sind

oberstes Gebot

Um der umstrittenen und viel diskutierten

Qualität von Lebensmitteln zu begegnen,

steht Qualität bei uns an erster Stelle.

Desserts und Mehlspeisen sowie Wurst

werden von unseren MitarbeiterInnen

Täglich stehen drei Standard-Menüs

(Fleisch, vegetarisch, Sondermenü), spezielle

Diät- und Spezialkost, diverse Suppen

und Eintöpfe, Salate und Desserts zur

Verfügung, welche unseren PatientInnen

und MitarbeiterInnen kochfrisch aufgeselbst

gefertigt, mit speziell ausgearbeiteten

Rezepturen unter Verwendung ausschließlich

qualitativ hochwertiger Zutaten.

Nicht zuletzt sind hier die ständige

Kooperation mit Lebensmittellieferanten

und behördlichen Stellen zur Qualitätssicherung

sowie strenge Warenkontrollen

die Garantie für höchste Qualität. Bei unserem

Schwerpunkt auf Frischspeisen

spielt natürlich die Hygiene eine entscheidende

Rolle. Deshalb ist unsere Spitalsküche

bereits seit dem Jahre 1999

HAACP-zertifiziert, ein weiteres Qualitätssiegel

unserer Kompetenz. Die Speisenverteilung

erfolgt zum Teil direkt von der

Küche über ein Schöpfsystem und in jenen

Kliniken, die bereits an ein Tunnelsystem

angeschlossen sind, über ein Tablettsystem.

So können wir verbrauchsorientiert

auf die speziellen Anforderungen unserer

PatientInnen und MitarbeiterInnen

eingehen und schnell auf Wünsche reagieren.

Ständige Kommunikation mit den

Stationen sowie hoher Qualitätslevel und

partnerschaftlicher kücheninterner Führungsstil

tragen das Ihre zur besonderen

Zufriedenheit von PatientInnen und

MitarbeiterInnen bei.


Das reichhaltige Angebot lässt selten einen Wunsch offen

Karin Messer-Mischak

LKH-Univ.Klinikum Graz

Menschen helfen Menschen


10

REGIONALSPIEGEL

LKH-Univ.Klinikum Graz – Chirurgiehochhaus

Brandschutzsanierung hat begonnen

Startschuss für die Sanierung des Chirurgiehochhauses im LKH Graz

Ein im Vorbereitungsgutachten für die

Generalsanierung des Hochhauses

Chirurgie im LKH-Univ.Klinikum Graz zutage

getretener baulicher Brandschutzmangel

wird nun behoben.

„Ich hör’ Dich kichern“

Gedichte seelisch kranker Menschen

In diesem kleinen Bändchen werden nicht nur ansprechende

und berührende Gedichte, sondern – zumindest kurz –

auch die Autoren präsentiert. „Wenn man sich auf ein Gedicht

einlässt, soll man sich bewegen lassen”, schreiben die

Herausgeber im Vorwort.

BU

schendecken gegen brandbeständige

Zwischendecken ausgetauscht. In Gangbereichen,

wo in der Zwischendecke wegen

vieler Kabel eine zu hohe Brandlast

vorhanden ist, werden die Stege der Betonrohdecke

mit Brandschutzplatten U-förmig

verkleidet.

Grundsätzlich weist das über 30 Jahre alte

Hochhaus einen guten Brandschutzstandard

auf. Nicht zuletzt aufgrund der

Die Gedichte erzählen von der Wanderschaft seelisch kranker

Menschen zwischen den Welten, die durch Hut und

Schuh auf der Titelseite symbolisiert wird.

Der Erlös dieses Buches kommt dem Projekt „Zeit für Menschen“

zugute. Erhältlich ist es zum Preis von S 130,– in allen Grazer Buchhandlungen

und über Bestellung bei: Allgemeinpsychiatrische Abteilung I der Landesnervenklinik

Sigmund Freud, Wagner-Jauregg-Platz 1, 8053 Graz.


Foto Nina Krok

Nach dem Gutachten des renommierten

Institutes für Brandschutztechnik und Sicherheitsforschung

in Linz werden in Bereichen

mit hoher Brandlast die Zwivon

der KAGes in den 80er-Jahren

nachträglich eingebauten Brandschutzeinrichtungen

wie der kürzlich erneuerten

Vollschutzbrandmeldeanlage,

der Wandhydranten, der nachträglich

eingebauten Brandschutztüren und der

entsprechenden Brandabschottungen.

Zusätzlich erreicht das LKH-Univ.Klinikum

Graz mit seiner Betriebsfeuerwehr den

höchsten Standard beim betrieblichen

Brandschutz.

Das aufwendige Gutachten zur Sanierung

– Mitarbeiter waren u. a. der ehemalige

Branddirektor der Stadt Graz, Dr.

Otto Widetschek, Univ.-Prof. Sparowitz

von der TU und der Direktor des Institutes

für Brandschutztechnik und Sicherheitsforschung

Linz, DI Moser – wird nun von der

Technischen Direktion umgesetzt.

Für den Betrieb der Medizinischen Einheiten

im Chirurgiehochhaus (Univ.Klinik

für Chirurgie, für Neurochirurgie, für

Anästhesiologie und Bereiche der

Univ.Klinik für Orthopädie) ist vor allem

die Schließung jeweils einer Station im

C-Trakt des Hochhauses bedeutsam.

Für die Dauer der Schließung der jeweiligen

Station ist nur ein eingeschränkter

Betrieb in der Ausweichstation – in der

Chirurgie auf 6 C – möglich. Patientenzimmer

sind nicht von der Sanierung betroffen.

Im B-Trakt des Hochhauses werden

die Zimmer mit Brandlast – es handelt

sich dabei um Untersuchungszimmer,

Arbeits- und Nebenräume der Station –

Raum für Raum bearbeitet.

Aufgrund anderer Deckenkonstruktionen

sind das 2. UG, d. h. der Technikbereich

und der OP der Klinik für Neurochirurgie,

sowie das darüber liegende Geschoß

nicht betroffen. Auch in allen Sekretariaten,

Dienstzimmern und sonstigen

administrativ genutzten Räumen muss die

Zwischendecke (insgesamt 7000 m 2 )

ausgewechselt werden.

Das Projekt besitzt höchste Priorität und

soll in ca. einem Jahr abgeschlossen

sein.


DI Friedrich Zopf,

Technische Direktion

Menschen helfen Menschen


REGIONALSPIEGEL 11

Rahmenveranstaltungen sehr gut angenommen

100 Jahre LKH Voitsberg

Das Jahr 2001 ist für das LKH Voitsberg besonders denkwürdig, feiert es doch sein 100-jähriges Bestehen – heuer gleichzeitig

mit dem bereits traditionellen Weststeirischen Gesundheitstag. Im Vorfeld des großen Tages, der am 23. Juni mit einem Festakt

begangen wird, gibt es zahlreiche Zusatzveranstaltungen. Kürzlich wurde die Ausstellung „100 Jahre Voitsberg“ eröffnet. Im

Foyer läuft bis 20. Juni eine Ausstellung weststeirischer Künstler.

Auf Initiative von Primarius Dr. Wolfgang

Schellnegger recherchierte OA Dr.

Wolfgang Grinschgl das vergangene erste

Jahrhundert des LKH Voitsberg in Archiven

und in der Fachliteratur. Herausgekommen

ist dank vieler Originaldokumente, Fotografien

und medizinischer Requisiten eine

Schau, die für alle historisch Interessierten

einmalige Eindrücke bietet.

Von links: Die beiden Vorstandsdirektoren DI

Berndt Martetschläger und Dr. Klaus Fankhauser

beim Rundgang unter fachkundiger

Führung von Prim. Dr. Wolfgang Schellnegger

TERMINVORSCHAU

LKH Judenburg-Knittelfeld

Eröffnung des MR am Standort

Knittelfeld

Zeit: 19. Juni 2001, 13.30 Uhr

LKH Mürzzuschlag

Eröffnung der Med. Ambulanz

Zeit: 28. Juni 2001

zember 1901 war es dann so weit: Landeshauptmann

Graf Edmund Attems eröffnete

feierlich das Allgemeine Krankenhaus

Voitsberg. Erster Ärztlicher Leiter war Prim.

Dr. Payer. Am 14. Dezember bezogen die

Barmherzigen Schwestern im neuen Krankenhaus

Quartier. Es diente ihnen bis 1.

Oktober 1977 als Arbeits- und Wohnstätte.

Wöchnerinnen

mussten über den

Hof getragen

werden

Am 10. Februar 1964

erfolgte die Eröffnung

der neuen Gebärstation

im ehemaligen Isolierhaus.

Für Operationen,

wie z. B. Kaiserschnitte,

mussten die

Patientinnen über den

Hof in das Haupthaus

getragen werden. Der

Operationssaal lag im

ersten Stock und anfangs

gab es noch keinen

Lift. 1976 kehrte

der damalige Ass. Dr.

W. Schellnegger von

einer Ausbildung in Intensivmedizin

bei Prof. Sterz in Klagenfurt

zurück, dort hatte er gemeinsam mit Prof.

Sterz als weltweit erster Internist permanente

Schrittmacher gesetzt. Am 1. Oktober 1977

endete die Ära der geistlichen Schwestern

im LKH Voitsberg. Noch vielen ist die allseits

bekannte und beliebte Sr. Adolfa, welche

jahrelang in der Chirurgischen Ambulanz

und im Röntgen arbeitete, in Erinnerung.

Erste Generalsanierung

1979 wird die Gynäkologisch-Geburtshilfliche

Abteilung im neu errichteten 2. Stock

des Haupthauses eröffnet. Von 1979 bis

1984 erfolgte die erste Generalsanierung

des Hauses (Gesamtkosten: 115 Millionen

Schilling), welches seit seiner Gründung

baulich nur unwesentlich verändert worden

war. Sie endete am 29. Mai 1984 mit

der feierlichen Eröffnung des neuen Patien-

Die Verbundenheit der Bevölkerung

mit ihrem Krankenhaus

zeigte die große Zahl der interessierten

Ausstellungsbesucher

anlässlich der Eröffnung

Beginn als Armenspital

Die Anfänge des LKH Voitsberg reichen

zurück ins Jahr 1866, als die Stadtgemeinde

ein Versorgungshaus für die Armen der

Stadt errichtete. Es diente bis zur Jahrhundertwende

auch als Notspital und hatte eine

Kapazität von 50 Betten. Sieben Jahre

später wurde der Beschluss zur Gründung

eines Krankenhauses gefasst. Am 15. Detentraktes.

Bis dahin hatte es Patientenzimmer

mit 20 Betten gegeben. Seit 1. Jänner

1986 ist die Steiermärkische Krankenanstaltengesellschaft

m.b.H. Rechtsträger des

LKH Voitsberg.


LKH Voitsberg: 1901–2001

Das LKH Voitsberg gedenkt heuer

seiner Gründung vor 100 Jahren.

Neben der informativen Ausstellung

w u r d e

auch eine

umfangreiche

Festschrift

zur

Geschichte

der medizinischen

Versorgung

im Bezirk

Voitsberg

erstellt. Dabei

wird die Entwicklung des LKH Voitsberg

vom Armenspital zum modernen

Regionalkrankenhaus präsentiert. Der

Herausgeber OA Dr. Wolfgang

Grinschgl hat hier mit viel Engagement

einen historisch interessanten Rückblick

zusammengestellt.


Fotos H. A. Pachernegg

Menschen helfen Menschen


12

QUALITÄTSMANAGEMENT

Gesundheitsförderung für MitarbeiterInnen

Vital im Spital – Wirbelsäule

„Das Kreuz mit dem Kreuz!“

PTA Delphine Giuliani

Nach langer konzentrierter Arbeit tun Dehnungsübungen richtig gut

Das Projekt „Vital im Spital“ ist eine Initiative

von MitarbeiterInnen für MitarbeiterInnen,

das gemeinsam von der Anstaltsleitung

des LKH-Univ.Klinikum Graz

und dessen Betriebsräten getragen wird.

Im Rahmen des Arbeitskreises Wirbelsäule

unter dem Motto „Vorbeugen

ist besser als Heilen

– der ‚richtige‘ Umgang

mit der ‚falschen‘ Arbeitshaltung“

konnten bisher

50 MitarbeiterInnen

des LKH-Univ.Klinikum

Graz eine individuelle Beratung

und Anleitung zur

Selbstbehandlung ihrer

Wirbelsäule unter Schulung

durch eine diplomierte

Physiotherapeutin in Anspruch

nehmen.

Wichtige Faktoren dieses

Programms stellen Bewusstseinsbildung,

Vermeidung

von Risikofaktoren

(bessere Körperhal-

tung und Handhabung), Reduzierung der

Symptome sowie Motivation zur aktiven

Selbstbehandlung dar.

An diesem Pilot-Projekt haben seit August

2000 vier Gruppen (Zentralsterilisation,

Zytologisches Institut, Unfallchirurgie,

Transportdienst) teilgenommen.

Nach Erhebung und

Analyse des Ist-Zustandes sowie

einer Arbeitsplatzanalyse

in Zusammenarbeit mit der

Betriebsärztin und dem Sicherheitstechnischen

Dienst

konnte die für den Arbeitskreis

zuständige Physiotherapeutin Dipl. PT

Delphine Giuliani ein Berufsgruppen- und

individuell orientiertes Selbstbehandlungsprogramm

erstellen.

Frau Giuliani sieht insbesondere in der Information,

der Motivation, im Erklären

und dem Korrigieren von Körperhaltungen

und in der Anleitung zum Üben die

Basis dieses Projektes: „Ein Mensch ist

dann bereit, gezielte Übungen durchzuführen,

wenn er sich der Problematik seiner

Wirbelsäule bewusst ist, durch die

Übungen bald eine Wirkung am eigenen

Körper verspürt und dadurch eine positive,

aktive Lebens- und Arbeitseinstellung

gewinnt. Dafür ist Motivationsarbeit notwendig,

die nur realisierbar ist, wenn

sich eine vertrauensvolle Beziehung zwischen

Mitarbeitern und Therapeuten einstellt

und gute Laune, Humor und Entspannung

immer Platz finden.“

Einfache Entspannungsübungen zwischendurch in der Zentralsterilisation

Menschen helfen Menschen


QUALITÄTSMANAGEMENT 13

Gesundheit 2000

Prävention mit

„rauchfreier“ Station

Anleitungen zu Übungen beim

Sitzen: (v. li.) Rautner, Zytolog.

Institut; Giuliani, Physiotherapie,

Neurologie; Weissenböck,

Zytologisches Institut

Das Programm gliedert sich

in vier Teile:

• Allgemeine Information bezüglich der

Wirbelsäule (Struktur und Funktion, Entstehung

der Probleme, Therapiemöglichkeiten).

• Leicht verständlicher Aufbau und Vorstellung

der gezielten Übungen. Übergabe

eines Skriptums mit Erläuterungen

und Fotos zu den Übungen an jede

Gruppe.

• Mit Hilfe der Erhebung der „Ist-Situation”

ist eine individuelle Beratung mit

Erstellung des spezifischen Übungsprogrammes

möglich.

• Beratung und Kontrolle der Qualität

des durchzuführenden Übungsteils verteilt

auf ein Jahr.

Obwohl man auf der II. Medizinischen

Abteilung jeden Tag mit den

zerstörerischen Folgen des Rauchens

konfrontiert ist, ist der Prozentsatz der

Raucher unter Ärzten und Pflegepersonal

relativ hoch. Aus diesem Grund wurde

im Juli 1997 beschlossen, die Station

„rauchfrei“ zu machen.

Die Eröffnung der Station II. Med.

Abteilung EB1 war eine gute Ausgangssituation.

Erster Schritt zum Nichtrauchen

war Nikotinverzicht am Arbeitsplatz

Die positiven Auswirkungen sind:

• Gutes Arbeitsklima: Unbehagen und Ablehnung

gegenüber Raucherqualm können

jederzeit ausgesprochen werden.

• Vorbildwirkung des Gesundheits- und

Krankenpflegeberufes für PatientInnen,

für die auszubildenden Schüler

und Mitarbeiter.

• Einstimmige Beschlussfassung der

RaucherInnen und NichtraucherInnen

für eine rauchfreie Station.

• Diskussion und Gespräche der MitarbeiterInnen.

Gemeinsame Suche im

Team nach der Motivation für das

Rauchen.

• Motivation der MitarbeiterInnen zur

Gesundheitsförderung.

Der Erfolg nach drei Jahren:

• 15 % der MitarbeiterInnen wurden zu

NichtraucherInnen.

• Kein Zigarettenkonsum während der

Dienst- und Pausenzeit.

• Keine verrauchte Arbeitskleidung (keine

Geruchsbelästigung für Patienten).

• Ausgewogenes, partnerschaftliches

Verhältnis im Team von RaucherInnen

und NichtraucherInnen.

Das Pflegeteam der EB1 der II. Medizinischen

Abteilung, das von den Vorteilen

der seit bereits drei Jahren bestehenden

„Rauchfreien Zone“ überzeugt ist,

hat dazu auch ein Merkblatt entworfen

und diese Idee für eine rauchfreie Station

dem Projekt „Vital im Spital” zur erfolgreichen

Nachahmung zur Verfügung

gestellt.


Bis jetzt sind schon drei Nachkontrollen

durchgeführt worden, die letzte ist im

Oktober geplant.

Nach Beendigung dieses Pilot-Programmes

ist eine Darstellung der Daten bezüglich

der Entwicklung der Beschwerden,

der Motivation und der Ausdauer bei den

Übungen vorgesehen.


Nikotinverzicht am Arbeitsplatz hebt Arbeitsklima und Gesundheit

Foto Peter Philipp

Menschen helfen Menschen


14

QUALITÄTSMANAGEMENT

LKH Stolzalpe

„Willkommen“ mit

Einführungstag

Zum Schluss noch eine Auswahl der

wichtigsten Kommentare auf den

Fragebögen.

FRAGE: Was gefällt Ihnen gut an unserem

„Einführungstag“?

Wie ein Arbeitnehmer am ersten Arbeitstag

in seiner neuen Dienststelle

aufgenommen wird, ist ausschlaggebend

für seine spätere Einstellung zum Arbeitsplatz.

Wie werde ich im Team aufgenommen?

Werde ich vorgestellt und

ausreichend eingeführt? Bekomme ich

sachliche und allgemeine Informationen

über meinen neuen Arbeitsplatz? Dies

120

100

Fragebögen

80

60

40

20

0

103

Ausgegeben

Beantwortet

sind Fragen, die sich jede/r „Neue“ am

Anfang stellt.

Das Team des Qualitätsmanagements

hat Anfang Februar 1999 das Projekt

„Einführungstag“ ins Leben gerufen, um

neuen MitarbeiterInnen den Einstieg zu

erleichtern.

Diese werden an jedem Monatsersten

von der Anstaltsleitung mit Betriebsdirektor

Harald Weber, dem Ärztlichen Direktor

Univ.-Prof. Prim. Dr. Reinhard Graf

und Pflegedirektorin Renate Schwarz begrüßt

und erhalten anschließend Informationen

über

• Personalangelegenheiten (Personalreferent

Rudolf Pürstl),

• Sicherheitstechnische Belange (Sicherheitsfachkraft

Karl Stelzl),

• Hygienevorschriften (Hygienefachkraft

DGKS Grete Sumann) und

• Qualitätsmanagement (Qualitätsbeauftragte

Renate Frank).

Der Leiter des Einführungstages, Betriebsrat

Johann Fussi, führt durch die beiden

Häuser des LKH Stolzalpe, und schließlich

„übernimmt“ der jeweilige verantwortliche

Abteilungsleiter den „Neuling“,

um ihm eine spezifische Arbeitsplatzeinführung

zu geben.

43

Wie dieser Einführungstag und die ersten

Wochen auf der „Alm“ von den Betroffenen

selbst bewertet werden, wird nun

laufend mit einem Fragebogen kontrolliert.

44 Fragen müssen nach dem Schulnotensystem

bewertet werden. Zusätzlich können

zu jedem Punkt persönliche Kommentare

hinzugefügt werden.

Die Rückmeldungen sind im

Großen und Ganzen sehr positiv.

Von den Beteiligten wurde

vor allem hervorgehoben, dass

ihnen mit dem Einführungstag

von Beginn an vermittelt wird,

„willkommen zu sein“. Als

ebenso wichtig wurde erachtet,

dass versucht wird, bereits am

ersten Arbeitstag alle wesentlichen

sachlichen und fachlichen Informationen

zu vermitteln.

Eine Rückfrage bei den Stationen/Bereichen

ergab, dass sich der „Einführungstag“

positiv auswirkt, da sich die Einschulung

für die neuen MitarbeiterInnen auf

die fachliche Komponente konzentrieren

kann.

Einige Verbesserungen im Bereich allgemeine

Information, wie Vorträge über

EDV, Abfallwirtschaft und Betriebsfeuerwehr,

sind den Rückmeldungen zu verdanken.


Johann Fussi

Betriebsrat u. Prozessverantwortlicher

Aus Aus folgenden Bereichen kommen kommen

die 43 Befragten: die 43 Befragten:

1

3

8

9

1

1

3

KOMMENTARE:

• Freundlichkeit der Einführenden.

• Dass sich auch Univ.-Prof. Prim. Dr.

Graf die Zeit nahm und uns einige

Infos weitergab.

• Dass Herr Fussi das Vorstellen bei

den Stationsschwestern übernimmt.

• Hilfestellung bei Erledigung von Verwaltungsangelegenheiten.

• Anwesenheit des Betriebsrates.

• Grundsätzlich ist die Idee eines Einführungstages

sehr gut, so etwas habe

ich bis jetzt noch nirgendwo erlebt.

Bravo!

FRAGE: Was gefällt Ihnen an unserem

„Einführungstag“ überhaupt nicht?

KOMMENTARE:

• Etwas zu viel Information auf einmal,

unübersichtlich, wenig bleibt

im Gedächtnis.

• Beim Vorstellen auf den einzelnen

Stationen war die Stationsleitung

meistens im Stress! Ich hatte das Gefühl,

dass ich gerade unpassend

hineinplatzte (trotzdem netter Empfang).

FRAGE: Welche Vorschläge haben

Sie zur Verbesserung?

KOMMENTARE:

• Konzentration auf Wesentliches.

• Ein Teil des Einführungstages sollte

unbedingt von Seiten ärztlicher Kollegen

erfolgen.

• Genauere Angaben zu Urlaubsanspruch,

Fortbildungsurlaub ...

• Neue Mitarbeiter in „ihrem“ neuen

Arbeitsbereich genauer vorstellen.

17

Ärztlicher Bereich

Verwaltungsbereich

Med.techn. Bereich

Pflegebereich

Technischer Bereich

Wirtschaftsbereich

Reinigungsbereich

Ohne Angabe

Menschen helfen Menschen


PERSONALENTWICKLUNG 15

Mit Verständnis für die Vergangenheit in die Zukunft

RöntgenassistentIn: Breites Berufsfeld

Die Geschichte der Röntgenassistentin ist

beinahe so alt wie das Röntgen selbst,

wurde doch bereits im Jahr 1896, also ein

Jahr nach der Entdeckung der geheimnisvollen

Strahlen, in einer Berliner Fotografenschule

„Röntgenphotographie“ in den Lehrplan

aufgenommen. Die ersten Absolventinnen

dieser Ausbildung kamen aus dem

Schwesternbereich, sie trugen daher auch

die Berufsbezeichnung „Photographische

Schwester“ oder „Röntgenschwester“. In

den Anfängen war über die Gefährlichkeit

der Strahlung noch nichts bekannt, es wurde

wild drauflos fotografiert, wobei Belichtungszeiten

von mehreren Minuten nötig

waren, um überhaupt ein Bild zustande zu

bringen. Thomas Mann beschreibt in seinem

Roman „Der Zauberberg“ das Durchleuchtungslaboratorium

einer Lungenheilanstalt:

Da ist die Rede von langen, blauen

Blitzen, die an der Wand entlangknistern,

knallenden Entladungen, bebendem Fußboden,

aber auch von der Faszination dieses

Live-Einblickes in den menschlichen Körper

– und vom Gehilfen, der die Apparate und

Maschinen bedient und den Patienten richtig

positioniert. 1907 wurde in einer deutschen

Frauenzeitschrift für den Beruf der

Röntgenassistentin Werbung betrieben, indem

die hohen Anforderungen als Herausforderung

und Bestätigung für die (emanzipierte)

Frau dargestellt wurden. Es erscheint

interessant, dass dieser doch sehr technische

Bereich von vornherein als Frauenberuf

angesehen wurde und die Männer sich erst

in letzter Zeit einen Platz darin erkämpfen

konnten.

Oben: Entspannt im MR-Tomografen der neuesten Generation

tinnen trieben in einem gesetzlosen Vakuum,

in dem sich niemand für Richtlinien oder

Regelungen zuständig fühlte. Während der

Krankenpflegedienst bereits 1949 in einem

eigenen Gesetz geregelt wurde, dauerte es

bis 1992, bis die Medizinisch-Technischen

Dienste, wozu die „Radiologisch-Technischen

Assistentinnen und Assistenten“

gehören, eine Verankerung im österreichischen

Recht erfuhren. Heute erfolgt die dreijährige

Ausbildung an „Akademien für den

Radiologisch-Technischen Dienst“, von denen

es zur Zeit zehn in Österreich gibt.

Ausweitung des Arbeitsfeldes

In den „gesetzlosen“ Zeitraum fällt eine

enorme Ausweitung des Arbeitsfeldes der

RTA. Wurden in den Anfängen nur Bilder

angefertigt und bald auch einfache Durchleuchtungen

durchgeführt, gab es mit Einführung

der Kontrastmittel die Möglichkeit

der Darstellung von Magen-Darmtrakt, Nieren

und Gefäßen. Die radioaktiven Stoffe

wurden für therapeutische (Radium) und diagnostische

(Isotopenuntersuchungen)

Zwecke genutzt. Mit der Mammografie

wurde ein wichtiges Instrument der Brustkrebsvorsorge

geschaffen. Einen Quantensprung

erlebte die Radiologie

Anfang der Siebzigerjahre mit

der Einführung des Computers:

Computertomografie, Ultraschall,

digitale Subtraktionsangiografie,

exakte Bestrahlungsplanung

usw. eröffneten

den RTA ein sich ständig erweiterndes

Spektrum an Aufgaben.

Auch die herkömmlichen

Röntgenfilme werden

Entwicklung der Ausbildung

Die Ausbildung erfolgte anfänglich sicherlich

durch Anlernen, vor allem an größeren

Krankenhäusern. Jeder Arzt gab seine eigenen

Methoden und Anwendungen weiter,

erst eine einheitliche Einstelltechnik schuf die

Voraussetzungen für eine einheitliche Ausbildung.

1922 dauerte ein „Praktikum in Röntgenassistenz“

im AKH Wien sechs Monate,

1930 bereits zehn Monate. Während

des Dritten Reichs gab es eine gemeinsame

Ausbildung für den Labor- und den Röntgenbereich,

die als sehr niveauvoll und angesehen

gegolten hat. Leider ging dieses Niveau

der Ausbildung in den Nachkriegsjahren

völlig verloren und die Röntgenassistenbald

durch digital verarbeitete Computerbilder

ersetzt werden, und ein Ende der Weiterentwicklung

ist nicht abzusehen. Verbesserungen

der Strahlenschutzmaßnahmen erlauben

heute eine für Personal und Patienten

gefahrlose Anwendung der Röntgenstrahlen,

wenn sie effizient und sparsam eingesetzt

werden.

Vielfältiger Einsatz

Flexibilität und Innovationsgeist sind unverzichtbares

Werkzeug in diesem Berufsfeld.

In Diagnostik und Therapie finden sich viele

Aufgabenbereiche. Radiologisch-Technische

AssistentInnen bedienen heute Magnetresonanztomografen,

Linearbeschleuniger,

Positronenemmissionstomografen und viele

andere technische Wunderwerke. Ist die Arbeit

in der konventionellen Radiologie nach

wie vor unverzichtbar für rasche Erstdiagnosen,

wird dieses spezialisierte Personal auch

für wissenschaftliche Mitarbeit benötigt und

leistet wichtige Beiträge bei der Entwicklung

neuer Untersuchungsmethoden, aber auch

in der Industrie bei Geräteinnovationen und

deren Erprobung. Trotz aller technischen Errungenschaften

darf nicht vergessen werden,

dass die menschliche Komponente den

wichtigsten Bestandteil dieses

interessanten, zukunftsorientierten

Berufes bildet. ■

RTA Ulrike Almer, ZRI

LKH-Univ.Klinikum Graz

Weitere Informationen

als „Special“

(Berufsgruppen) unter

www.gsund.net

Menschen helfen Menschen


16

PERSONALENTWICKLUNG

Wissensaustausch mit anderen Ländern

Nachbarschaftliche Pflegekontakte

Auf Initiative und Einladung der Fa.

Hartmann kam es am 30. Jänner

2001 in Graz zu einem sehr interessanten

Treffen mit der „Obersten Krankenschwester

Ungarns“, Frau Kláro Sövényl,

und dem für die Aus-, Fort- und Weiterbildung

der Pflege in Ungarn verantwortlichen

Herrn László Vizvári.

An diesem Treffen nahmen neben den

beiden Genannten auch Vertreter des

ÖGKV-Landesverbands Steiermark und

der Abteilung Pflege der KAGes teil.

Von links stehend: Dir. Scheidl, DGKP Pletschnig, Mag. Stelzl,

Dir. Petek, LSr. Vollmann, Mag. Mittelbach, Dir. Köck; von links

sitzend: Dr. Hoffberger, László Vizvári, Kláro Sövényl

Einer gegenseitigen Darstellung der Pflegesituation

in Ungarn und Österreich

folgte eine sehr rege Diskussion. Da bei

diesem ersten Zusammentreffen aus zeitlichen

Gründen bei weitem nicht alles

Wissenswerte über den Pflegebereich

beider Länder besprochen werden konnte,

wurde eine weitere Zusammenkunft

noch in der ersten Jahreshälfte in Budapest

vereinbart.

Von den doch schon vielen Informationen

über die Pflege in Ungarn scheinen, kurz

zusammengefasst, folgende besonders

erwähnenswert:

• Die Krankenpflege hat in der postkommunistischen

Zeit – nicht zuletzt wegen

des in Aussicht gestellten EU-Beitritts

Ungarns – große Veränderungen erfahren.

Die Ausbildung entspricht nun

auch den Vorgaben der EU-Richtlinie.

Die strategische Einbindung der Pflege in Ungarn

• Ungarn hat seit 1997 ein neues Krankenpflegegesetz.

Anders als zuvor erfolgt

der Eintritt in eine Krankenpflegeschule

nicht mehr nach Absolvierung

der allgemeinen Schulpflicht mit 14

Jahren. Das geltende Recht schreibt als

Voraussetzung für eine Aufnahme in

die Krankenpflegeschule die Hochschulreife

vor. Die Ausbildung in einer

Krankenpflegeschule dauert sodann

drei Jahre. Den Absolventen steht danach

der Weg zu einem Universitätsstudium

bis hin zur Erreichung des Doktorgrades

offen. Daneben wird jedoch

auch für die diplomierten Pflege-

Menschen helfen Menschen


PERSONALENTWICKLUNG 17

in Ungarn

personen ein umfangreiches Programm

an Spezialisierungsmöglichkeiten angeboten.

Erwähnenswert ist dazu jedoch, dass

das ungarische Berufsrecht auch die

Möglichkeit vorsieht, dass auch ohne

Absolvierung der Krankenpflegeschule

nach Besuch eines Colleges die erwähnte

Hochschullaufbahn oder eine

Spezialisierung in der Krankenpflege

angestrebt werden kann.

• Beeindruckend war weiters, dass für

Spezialisierungen im Pflegebereich

auch Fernstudien mittels sehr anschaulicher

Computerprogramme angeboten

werden. Eine Möglichkeit der Fort- und

Weiterbildung, die wohl auch in

Österreich Beachtung finden sollte.

Abschließend kann gesagt werden, dass

ein solch informatives Zusammentreffen

auch eine künftige engere Zusammenarbeit

mit unserem Nachbarn erwarten

lässt. Wir freuen uns jedenfalls schon auf

das bereits erwähnte nächste Zusammentreffen

in Budapest.


Dr. Monika Hoffberger

Personaldirektion, Abteilung Pflege

„www.gsund.net“

neu

Zu Beginn des Jahres 2000 hat die

G´sund-Redaktion der KAGes eine

Homepage im WorldWideWeb eröffnet.

Anfangs wurden dabei nur die einzelnen

G´sund-Ausgaben 1:1 wiedergegeben

und als pdf-downloads angeboten.

Nach den bisher gewonnenen Erfahrungen

und neuesten Erkenntnissen in diesem

sich so rasch ändernden Bereich wurde

gsund.net vollkommen neu gestaltet. Die

G´sund-Redaktion wird versuchen, dieses

Medium als Service und Informationsstelle

zu nutzen und dort spezielle Themen und

Projekte zu lancieren.


Diskussion der KAGes-Führungsgrundsätze

Weichenstellung für die

Zukunft

Wie sollen Mitarbeiter in den Krankenhäusern zeitgemäß geführt werden? Wie stellt

sich das der Vorstand vor? Was halten die Führungskräfte und Mitarbeiter von diesen

Vorstellungen? Ein spannender Diskussionsprozess, der bis Ende des Jahres abgeschlossen

sein soll und zu dem jeder Mitarbeiter über Intranet herzlich eingeladen ist.

Eine zukunftsorientierte und an den Unternehmenszielen

ausgerichtete

Führungskultur ist einer der wichtigsten

„weichen“ Faktoren für den langfristigen

Erfolg eines Unternehmens. In diesem Sin-

Reges Interesse fand der Entwurf der

Führungsgrundsätze der KAGes am QM-Tag

ne hat die erweiterte Vorstandsrunde in

zwei Workshops gemeinsam mit einem

externen Berater einen Entwurf von

Führungsgrundsätzen für die KAGes erarbeitet.

Dieser Entwurf soll nun innerhalb

der KAGes breit diskutiert werden. Mit

der Umsetzung der einzelnen Schritte dieses

Diskussionsprozesses wurde die

PE&OE betraut.

Was sind Führungsgrundsätze?

Führungsgrundsätze sind Aussagen zum

Verhalten von Führungskräften, die einen

Soll-Standard definieren. Sie enthalten

Werte, Einstellungen und Prinzipien, die

Orientierung und Anhaltspunkte für das

tägliche Führungshandeln geben sollen.

Wozu Führungsgrundsätze?

Die Führungsgrundsätze geben zum einen

die in der KAGes angestrebte Unternehmens-

und Führungskultur wieder.

Weiters sollen die Führungsgrundsätze

auch als Maßstab für die Einschätzung

dienen, in welchem Ausmaß sie in der

Praxis schon gelebt werden. Beim periodischen

Mitarbeitergespräch mit einer

Führungskraft sollen sie Thema

und Grundlage für Feedback

sein.

Der Diskussionsprozess –

über moderierte Veranstaltungen

und Intranet

Der Diskussionsprozess wurde

offiziell am QM-Tag der KA-

Ges am 2. Mai 2001 gestartet.

Der Vorstand hat hier seine

Beweggründe für die Formulierung

von Führungsgrundsätzen,

den geplanten Prozess

und die damit verbundenen

Ziele erläutert. Der eigentliche

Diskussionsprozess ist zweigleisig angelegt:

Im Rahmen von großteils vorhandenen

Veranstaltungen/Gremien, an denen

vor allem Führungskräfte teilnehmen,

werden moderierte Diskussionsprozesse

zu den Führungsgrundsätzen stattfinden.

Zusätzlich wird eine breite Einbindung

von KAGes-Mitarbeitern über „neue Medien“

erfolgen. Wir haben eine spezielle

Intranetseite mit Angeboten und Informationen

zum Thema Führung und einen

elektronischen Fragebogen rund um den

Führungsgrundsätze-Entwurf auf der

PE&OE-Homepage eingerichtet. Dieses

Service ist unter folgender Adresse zu finden:

http://intranet.zdion.

kages.at/PE/fuehrung. Wir laden Sie

herzlich ein, die Chance zur Mitgestaltung

der Führungskultur unseres Unternehmens

zu nutzen. Bitte bringen Sie Ihre

Meinung ein und füllen Sie den „elektronischen

Fragebogen“ aus!


Mag. Helmut Dörfler, Dr. Werner Walisch,

Personaldirektion

Menschen helfen Menschen


18

PERSONALENTWICKLUNG

PE-KURZMELDUNGEN

300 Unterrichtsstunden auf

höchstem Niveau

Am 9. März 2001 endete der

1. Weiterbildungslehrgang im Fachbereich

Endoskopie mit einem Festakt im

Festsaal der Barmherzigen Brüder Graz-

Eggenberg. Rund 100 Festgäste aus

Die AbsolventInnen des

1. Weiterbildungslehrganges

im Fachbereich Endoskopie

dem Gesundheitswesen zollten den 19

AbsolventInnen durch ihre Anwesenheit

Anerkennung und Wertschätzung. Die Inhalte

der Weiterbildung erarbeitete die

Arbeitsgruppe Endoskopie des Österreichischen

Gesundheits- und Krankenpflegeverbandes

(ÖGKV). Der Träger

dieser Ausbildung ist der Landesverband

Steiermark.

Für das hohe Niveau der Weiterbildungsveranstaltung

sorgten hervorragende

Vortragende aus den medizinischen

Bereichen mit besonderer Unterstützung

des wissenschaftlichen Leiters OA Dr.

med. Wolfgang Florian sowie die pflegefachliche

Leiterin des Kurses Elisabeth

Kern-Wächter, DGKS, Lehrerin für Gesundheitsfachberufe

und Endoskopieexpertin.

In 300 Unterrichtsstunden wurden pflegefachliche

sowie medizinische Schwerpunktbereiche

der Endoskopie von den

TeilnehmerInnen bearbeitet, erlernt, vertieft

und reflektiert. Der Lehrgang wurde in

berufsbegleitender Form angeboten, um

so den TeilnehmerInnen zu ermöglichen,

die Anforderungen des Berufes und des

Alltags mit dem Lernen in Einklang zu

bringen. Alle TeilnehmerInnen haben

auch schon Verbesserungen eingeführt

und Projekte geplant. Für das Jahr 2002

wurde bereits ein Treffen vereinbart, um

die umgesetzten Projekte vorzustellen.

Österreich kann sich mit dieser neu installierten

Weiterbildungsmaßnahme auch

europaweit sehen lassen. Gerade im November

2000 hat das „European Network

of Nursing Organisation“ (ENNO)

eine Rahmenrichtlinie für Fachweiterbildungen

in der Krankenpflege verabschiedet.

Ein neuer Weiterbildungslehrgang ist

für Oktober 2001 geplant. Es sind noch

Plätze frei. Auskunft erteilt das

Bildungszentrum des ÖGKV: Landesverband

Steiermark, Tel.: 0316/ 57 71 51,

E-Mail: oegkv.stmk@aon.at


Berufsgruppen im Internet:

Die med.-techn. Dienste online

Die medizinisch-technischen Berufsgruppen

haben sich in den letzten

G‘sund-Ausgaben vorgestellt. Dabei wurde

viel Interessantes und Wissenswertes

über Ausbildung, Aufgabenstellung und

die Arbeit in den steirischen Spitälern berichtet.

Nun gibt es diese Berichte zusammengefasst

auch im Internet. Und zwar

als „Special“ bei www.gsund.net. ■

Unsere Senioren – 50 plus

Maria Harb und Angela Lovse haben

einen Stammtisch für die Pensionistinnen

und Pensionisten im Grazer Restaurant

„Gösser“ in der Neutorgasse gegründet

und sind die rührigen Organisatoren

von Ausflügen und anderen Aktivitäten. Dieser

Stammtisch findet jeden ersten Dienstag

im Monat statt. Willkommen sind alle Seniorinnen

und Senioren der steirischen KAGes

und natürlich deren Angehörige und Freunde,

die auch an den Ausflügen teilnehmen

können. Ab 15.00 Uhr ist unter „Senioren

des LKH Graz“ ein Tisch reserviert.

Von links: Maria Harb und

Angela Lovse

Näheres zum Stammtisch bzw. zu den

Ausflügen für PensionistInnen erfahren Sie

beim Betriebsrat des LKH-Univ.Klinikum

Graz unter der Telefon-Nr. 0316/ 385 -

2479. ■

Grundausbildung „Psychosoziale

und interkonfessionelle Betreuung“

Im Rahmen eines Pilotprojektes wurde in

den Bezirken Knittelfeld, Judenburg und

Murau von der Abteilung Katastrophenschutz

und Landesverteidigung des Landes

Steiermark die Grundausbildung zur psychosozialen

und interkonfessionellen Betreuung

im Katastrophenfall beziehungsweise

bei Großschadensereignissen angeboten.

In einer Gruppe von 16 Personen aus

den Bereichen Feuerwehr, Rettung, Bergrettung

und diplomierte SozialarbeiterInnen

der Bezirke war aus der KAGes Sr. Gertrud

Reiner vom LKH Judenburg-Knittelfeld dabei.

In einem theoretischen

und einem

praktischen Block

gab es Instruktionen,

wie man sich bei

Katastrophen und

Großschadensereignissen

den Betroffenen

gegenüber hilfreich

verhalten Reiner

DGKS Gertrud

kann. Nach Beendigung

der Ausbildung unter der Leitung von

Fr. Dr. Purtscher wurden den Teilnehmer-

Innen von Landeshauptmann Klasnic am

4. April 2001 im Rahmen eines Empfanges

im Weißen Saal der Grazer Burg die

Urkunden und Betreuerausweise feierlich

überreicht.


Menschen helfen Menschen


20

GESUNDHEIT & FORSCHUNG

LKH-Univ.Klinikum Graz: Das „Kunstherz“ zur Therapie der He

Lebensqualität nimmt eno

Der große Unterschied zu allen anderen

LVADs, welcher uns dazu bewogen hat,

das System zu wechseln, ist die innere

Oberfläche des TCI HeartMate. Sowohl

das Gehäuse aus einer Titanlegierung als

auch die Polyurethanmembran haben eine

mikroskopisch raue Oberfläche, sodass

sich Fibrin und andere Blutbestandteile

daran anheften und eine so genannte

Pseudointima bilden. Daher kann auf

eine Antikoagulation mit Kumarinderivaten

verzichtet werden und es ist eine Aggregationshemmung

der Thrombozyten

mit Aspirin zur Thrombembolieprophylaxe

ausreichend. Dies stellt eine wesentliche

Vereinfachung der postoperativen

Betreuung der Patienten dar, und die

Thrombembolierate liegt unter 4 %, weiweit

über 2000 Patienten mit derartigen

Systemen behandelt, und diese stellen

die Spitze der Pyramide in der Behandlung

der Herzinsuffizienz dar.

OA Dr. Andrä Wasler, Klin. Abt.

für Transplantationschirurgie,

Univ.Klinik für Chirurgie

Patient mit Novacor-LVAD im

eigenen Garten

Einige Worte zum Begriff Kunstherz: Als

eigentliches Kunstherz bezeichnet man

eine Blutpumpe, welche beide Ventrikel

ersetzt und orthotop, also an der Stelle

des eigenen Herzens, implantiert wird.

Diese Kunstherzen werden selten implantiert,

da die Entwicklung dieser Systeme

noch nicht ausgereift ist. Zumeist wird ein

LVAD als Kunstherz bezeichnet. Ein LVAD

oder „Left Ventricular Assist Device“ ist ein

linksventrikuläres Unterstützungssystem,

also eine Blutpumpe, welche die linke

Herzkammer unterstützt bzw. entlastet. Es

dient zur Zeit meist als Überbrückungstherapie,

bis ein geeignetes Spenderorgan

zur Verfügung steht.

An der Klinischen Abteilung für Transplantationschirurgie

stehen implantierbare

LVADs seit 1995 zur Therapie der

Herzinsuffizienz zur Verfügung. Im Dezember

1995 wurde ein Novacor-LVAD

bei einem Patienten auf der Warteliste

zur Herztransplantation erfolgreich implantiert.

Dieser Patient konnte bereits

nach 31 Tagen das Krankenhaus mit

dem implantierten LVAD verlassen!

Über 750 Tage wurde mit diesem LVAD

das eigene Herz unterstützt, ehe ein geeignetes

Spenderorgan gefunden und

die Transplantation erfolgreich durchgeführt

werden konnte. Dies ist weltweit das

viertlängste „bridging“ mit einem Novacor-LVAD.

Seit Beginn des

Jahres steht uns

nun ein neues

System zur Verfügung

– das TCI

HeartMate 1000

VE. Wie beim

Novacor handelt

es sich um eine

elektrisch betriebene

Druckplat-

Schema der

Kanüllierung

TCI HeartMate LVAD –

komplikationsloser Verlauf

durch neue Oberfläche

Erstmals wurde 1969 am Texas Heart

Institute bei einem Patienten mit einem

Kunstherz der Kreislauf bis zur erfolgreichen

Herztransplantation aufrechterhalten.

Es dauerte bis zum Beginn der 80er-

Jahre, dass erste klinische Studien mit implantierbaren

mechanischen Blutpumpen

initiiert wurden. Mittlerweile wurden welttenpumpe,

welche in den linken Oberbauch

implantiert wird und über eine so

genannte perkutane „drive-line“ mit der

Steuereinheit und der Energieversorgung

kommuniziert.

Der Zufluss zur Pumpe erfolgt durch Implantation

des Einflussgrafts in die Herzspitze

der linken Kammer, der Auswurf erfolgt

über eine Gefäßprothese in die aufsteigende

Aorta.

Menschen helfen Menschen


GESUNDHEIT & FORSCHUNG 21

rzinsuffizienz

m zu

ters ist die Explantation des LVAD bei der

Herztransplantation wesentlich komplikationsloser.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt in

der richtigen Patientenauswahl

und der rechtzeitigen Indikationsstellung.

Die Hauptindikation für ein LVAD stellt die

therapieresistente Herzinsuffizienz bei Patienten

auf der Warteliste zur Herztransplantation

dar. Zunehmend werden

LVADs als Alternative zur Herztransplantation,

als „bridge-to-recovery“, d. h. bei

Patienten mit einem voraussichtlich reversiblen

Herzversagen bis zur Erholung des

Myokards, aber auch bei Patienten im

kardiogenen Schock nach akutem Myokardinfarkt

implantiert. Die Nieren- und

Leberdysfunktionen müssen reversibel und

Neurologie-unauffällig sein

und allfällige Infekte beherrscht

sein. Um ein funktionierendes

„out-patient“-Programm

– also Patienten mit

einem LVAD außerhalb des

Krankenhauses – zu haben,

bedarf es der Kompliance

der Patienten, eines geringen

technischen Verständnisses

und eines sozial ausgewogenen

Umfelds.

Hauptprobleme nach erfolgter

Implantation sind postoperative

Blutungen und Infektionen.

65 % der Patienten mit einem LVAD erleben

die Transplantation, wobei die Überlebensrate

nach der Transplantation über

90 % liegt. Dies ist sicherlich auf den

TCI HeartMate II

wiederhergestellten Kreislauf

mit optimaler Hämodynamik

und Durchblutung der Organe

zurückzuführen. In ein bis

zwei Jahren werden Systeme

mit perkutaner Energieübertragung,

d. h. ohne eine die

Haut durchdringende „driveline“,

zur Verfügung stehen

und außerdem werden die

Blutpumpen wesentlich kleiner

sein als heute.

Die Infektionsraten werden durch die vorhandene

natürliche Hautbarriere und

das wesentlich kleinere Operationstrauma

reduziert werden und die Lebensqualität

wird enorm zunehmen, somit wird

auch die Indikation „Alternative zur

Transplantation“ einen neuen Stellenwert

erhalten.


G&F-KURZMELDUNGEN

Neuwahlen beim Österreichischen

Primarärzteverband

Anlässlich der Jahreshauptversammlung

2000 des Verbandes der Ärztlichen

Direktoren und Primarärzte Österreichs

wurden Prof. Dr. Peter Spath als

Präsident, Doz. Dr. Herwig Koter als Erster

Vizepräsident und Prof. Dr. Richard

Die steirischen Vorstandsmitglieder

im Österreichischen Primarärzteverband

(von links):

Prof. Dr. R. Fotter, Prof. Dr. P.

Spath (Präsident), Doz. Dr. H.

Koter (Erster Vizepräsident)

Fotter in den Vorstand gewählt. Aufgabe

des österreichweiten Verbandes sind vielfältige

Ziele auf allen Gebieten des Krankenhauswesens,

u. a. auch die Wahrung

und Förderung der beruflichen Interessen

seiner Mitglieder.


KAGes-Leitbild

Jede Symbolik wie Logos, Fotos usw.

bietet Anlass zu Diskussionen. Das ist

gut so. Denn ein Leitbild, über das nicht

gesprochen wird, lebt auch nicht.

Bei der Erarbeitung

einer gemeinsam

e n

Grundform

für die Präsentation

der verschiedenen

Leitbilder

in der

KAGes

gab es vor allem bei den Stein- und Wasserbildern

spontane positive Assoziationen:

Dieses Bild strahlt Gemeinsamkeit,

Dauerhaftigkeit und Stärke aus. Obwohl

es sich um eine „scheinbar“ versteinerte

Form handelt, symbolisiert sie Zusammengehörigkeit

und Festigkeit. Die Spirale

wiederum vermittelt das Gefühl von Dynamik

und Energie. Wer die Erde nur aus

dem Weltraum betrachtet, ist kaum in der

Lage zu erkennen, wie viel Leben auf der

Erde vorhanden ist.


Bestellung

Univ.-Ass. Dr.

Ulrike Demel

wurde gemäß §

66 UOG 1993

idgF zur Stellvertreterin

des Vorstandes

der Gemeinsamen

Einrichtung

für Immunologie

bestellt.■

Univ.-Ass. Dr.

Ulrike Demel

Foto Nina Krok

Menschen helfen Menschen


22

GESUNDHEIT & FORSCHUNG

Seminar: Gynäkologische

Onkologie

Reduktion von

Tumor-Nebenwirkungen

Die meisten medikamentösen

Antitumor-Therapien sind mit

belastenden Nebenwirkungen

behaftet. Vom 16. bis 17. März

2001 fand in Pöllauberg bei

Hartberg/Stmk. ein Seminar der

Arbeitsgemeinschaft für Gynäkologische

Onkologie (AGO) statt.

Die wissenschaftliche Organisation

erfolgte durch Univ.-Prof. Dr.

Edgar Petru und Univ.-Prof. Dr.

Hellmuth Pickel, beide von der

Universitäts-Frauenklinik in Graz.

Ziel dieser Seminar-Veranstaltung

Univ.-Prof. Dr.

Edgar Petru,

Univ.Klinik für

Geburtshilfe und

Gynäkologie

der AGO war es, einen Beitrag zur Reduktion dieser Toxizität

zu leisten. Im Mittelpunkt standen Maßnahmen, die zu einer

Verminderung der Nebenwirkungen und Verbesserung der

Verträglichkeit bei zugleich erhaltener therapeutischer Wirksamkeit

der Antitumor-Therapie führen.

Den Anstoß zu diesem Seminar hat vor gut einem Jahrzehnt

Professor Schmähl vom Deutschen Krebsforschungszentrum in

Heidelberg mit einem Kongress zu einem ähnlichen Thema gegeben.

Die AGO wollte

aber noch mehr die praktische

Seite und damit

die Möglichkeit einer Reduktion

von Nebenwirkungen

für den Anwender

der Therapie und für

die behandelte Patientin

in einem Seminar betonen.

42 Teilnehmer aus

ganz Österreich waren

gekommen, darunter in

erster Linie Gynäkologen,

aber auch einige internistische

Fachkollegen.

Das interaktive Seminar am Seminar-Samstag war derart

gestaltet, dass praktische Fallbeispiele von Nebenwirkungen,

deren Diagnostik und Therapie in vier Kleingruppen von vier

Tutoren abgehandelt wurden.

Für das nächste Jahr ist das zweite Seminar zu diesem Thema

geplant (Pöllauberg, 9. bis 10. März 2002). Informationen

unter edgar.petru@kfunigraz.ac.at


Die Reisethrombose als tödliche

Gefahr auf Langstreckenflügen

Niedermolekulares Heparin zur Selbstinjektion

bietet besten Schutz

Was die schönste Zeit im Jahr – nämlich die Fernreise – werden soll,

kann mit einer bösen Überraschung enden. Durch das lange Sitzen

im Flugzeug können sich in den Beinen Blutpfropfen, so genannte Thrombosen,

bilden, die im allerschlimmsten Fall sogar eine tödliche Lungenembolie

auslösen können.

Dieses Krankheitsbild der „Reisethrombose“ ist erst seit kurzem bekannt. Beobachtet

wird es insbesondere, seit Langstreckenflüge mit Flugzeiten bis zu

14 Stunden immer häufiger werden. Neben der Änderung des Lebensstils

und Maßnahmen während des Fluges hat sich zuletzt die Verabreichung

niedermolekularer Heparine bewährt.

Bei Flügen, aber auch bei Bahn- und Autofahrten von mehr als vier Stunden

kommt es zu einem Absinken des Blutes in die tiefen Beinvenen. Durch die

eingeschränkte Tätigkeit der Beinmuskulatur wird das Blut nicht mehr ausreichend

bewegt, was zur Bildung von Thrombosen führen kann. Begünstigt

wird die Bildung der Thrombosen noch durch verschiedene Risikofaktoren,

wie den Flüssigkeitsverlust im Flugzeug, geringe Luftfeuchtigkeit, starkes

Übergewicht und Krampfadern. Gefährdet sind Personen, die über 40 Jahre

sind oder eine Herzschwäche haben, sowie Frauen, die schwanger sind

oder die Anti-Baby-Pille einnehmen. Weitere Hochrisikofaktoren sind: ein

kürzlicher operativer Eingriff, ein Beingips, eine Krebserkrankung, eine familiäre

Thromboseneigung und bereits durchgemachte Thrombosen. Doch

mit der richtigen Vorsorge lassen sich Thrombosen und deren Folgeerkrankungen

vermeiden.

Wie kann eine Reisethrombose vermieden werden?

Es gibt drei Gruppen von Vorsorgemaßnahmen:

• Bei der primären Prävention geht es um eine langfristige Vorsorge mit einer

Umstellung des Lebensstils. Das bedeutet viel Bewegung, Abbau von

Übergewicht, Verzicht auf Nikotin und Alkohol sowie insgesamt eine gesunde

Lebensführung.

• Als sekundäre Prävention bezeichnet man physikalische Maßnahmen

während der Reise. Diese Maßnahmen sollen der Verlangsamung der

Blutzirkulation und der Versackung des Blutes in die Beine entgegenwirken.

Das bedeutet häufiges Aufstehen und Umhergehen, Fußwippen,

nach Möglichkeit Hochlagern der Beine, Massieren der Beine und Anlegen

von Stützstrümpfen. Zusätzlich sollte man während des Fluges auf Alkohol

und Kaffee möglichst verzichten und viel Flüssigkeit, am besten Mineralwasser

und Softdrinks, zu sich nehmen.

• Besteht ein höheres Risiko, weil etwa mehrere Risikofaktoren für eine

Reisethrombose zusammentreffen, gibt es die Möglichkeit der tertiären

Prävention mit Medikamenten.

Heute gehen alle diesbezüglichen Empfehlungen eindeutig in die Richtung

der Verabreichung von niedermolekularem Heparin. Dabei ist von Vorteil,

dass – im Gegensatz zu anderen gerinnungshemmenden Medikamenten –

keine labordiagnostische Einstellung notwendig ist und kaum Nebenwirkungen

auftreten. Der Reisende kann sich das Medikament, so wie ein insulinpflichtiger

Diabetiker, auch selbst verabreichen, wobei die einfache Injektion

unter die Haut einige Stunden vor der Abreise erfolgt. Grundsätzlich ist zur

Selbstinjektion eine kurze Beratung durch den Arzt oder Apotheker notwendig,

da das Medikament auch für den Rückflug mitgenommen und vorher

injiziert werden muss. Aspirin ist zur Thrombosevorbeugung nicht geeignet.

Bei Rückfragen:

Flughafenambulanz Schwechat

Univ.-Prof. DDr. A. Prinz, Dr. W. Krasselt, Tel.: (01) 70 07/ 222 45

Mag. Lilian Klepsch (01) 48 53 / 505 344 E-Mail: klepsch@gerot.co.at

Menschen helfen Menschen


REISETHROMBOSE?

NEIN DANKE!

Ist Ihre Anreise zu Ihrem Urlaubsort mit mehrstündigem Sitzen

(im Flugzeug, im Auto, im Bus) verbunden?

Ein Service von

GEROT PHARMAZEUTIKA

Arnethgasse 3 • 1160 Wien

Wenn Sie außerdem …

• älter als 40 Jahre sind,

• Krampfadern haben,

• übergewichtig sind,

• eine Herzschwäche haben,

• die Pille nehmen oder

• schwanger sind …

… dann gehören Sie, wenn mindestens 2 Faktoren

zutreffen, zur mittleren Risikogruppe.

Tragen Sie Stützstrümpfe und achten Sie auf Bewegung

und reichliche Flüssigkeitszufuhr (kein Alkohol!)

unterwegs, um einer Beinvenenthrombose vorzubeugen!

Haben Sie …

• bereits einmal eine tiefe Venenthrombose

oder Lungenembolie

durchgemacht?

• Tragen Sie einen Beingips?

• Oder sind Sie vor kurzem

operiert worden?

• Haben Sie eine Krebserkrankung?

• Gibt es in Ihrer Familie eine

Thromboseneigung?

Wenn Sie eine dieser Fragen mit „Ja“ beantworten

müssen, dann gehören Sie zur Hochrisikogruppe.

Hier ist eine medikamentöse Vorsorge mit niedermolekularem

Heparin notwendig!

Zur richtigen Vorsorge befragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker!

Besuchen Sie unsere neue Homepage: www.gerot.at


24

GESUNDHEIT & FORSCHUNG

LKH Stolzalpe

Schulterchirurgie als fixer Besta

OA Dr. Dieter Kerngast,

LKH Stolzalpe

Die Schulterchirurgie ist keineswegs

eine Errungenschaft des neuen Millenniums,

sondern sie ist seit Jahrzehnten

ein fixer Bestandteil der orthopädischen

Chirurgie. Gerade in den letzten Jahren

hat sie aber einen deutlichen Aufschwung

genommen, wobei hierfür vielerlei

Gründe verantwortlich sind, wie

z. B. neue Erkenntnisse in der Anatomie

und Funktion des gesunden und insbesondere

des geschädigten Schultergelenkes

bzw. seiner benachbarten Weichteile

und Gelenke, verbesserte Operationstechniken

sowohl bei offenen als auch arthroskopischen

Eingriffen und nicht zuletzt

ein gesteigerter Anspruch an Schmerzlinderung

und/oder Funktionserhalt oder -

verbesserung sowohl seitens der Patienten

als auch der behandelnden Ärzte.

Dieser Artikel soll einen Überblick über

Standarddiagnosen von Schultererkrankungen

und deren chirurgische Behandlungsmöglichkeiten

geben.

Impingementsyndrom/

Rotatorenmanschettenruptur

Die Schulter ist ein muskelgeführtes Gelenk,

da die Gelenkspfanne klein, der

Oberarmkopf in Relation relativ groß und

die Gelenkskapsel weit ist. Eine normale

Funktion ist nur möglich, wenn die Intaktheit

der sog. Rotatorenmanschette, einer

Sehnenkappe, gebildet aus fünf anatomischen

Strukturen (Muskulus teres minor, infra-

u. supraspinatus, subscapularis und

langer Bizepssehne), gegeben ist. Diese

Sehnenhaube und ein damit korrespondierendes

knöchernes (Akromion bzw.

Proc. coracoideus) und bandartiges (Ligamentum

coracoacromiale) Schulterdach

ermöglichen eine zentrierte und

schmerzfrei laufende Bewegung des

Schultergelenkes.

In dem Raum zwischen Oberarmkopf

und Schulterdach befinden sich Teile der

Rotatorenmanschette sowie Gleitstrukturen

(Schleimbeutel), wobei die Enge dieses

Raumes mechanische Probleme in

Form von Reibung und Einklemmung prädisponiert.

Bestehen bei einem Patienten Ruhe- bzw.

vor allem Nachtschmerzen, eine

schmerzhaft eingeschränkte Beweglichkeit

in mittlerer Höhe („schmerzhafter Bogen”)

sowie eine oft reduzierte Armhebebzw.

-haltekraft, so sollte an ein „Engpasssyndrom”

(= Impingement) gedacht werden.

Dieses Impingementsyndrom kann

grundsätzlich durch zwei Ursachen bedingt

sein:

1. Einengung von außen: Knochenvorsprünge

bzw. anatomische Varianten

am Akromion, fehlverheilte Brüche am

Oberarmkopf

2. Volumenzunahme von innen: Kalkeinlagerungen,

Aufrauhungen oder Risse

der Sehnen, Entzündung der Schleimbeutel

Betroffen sind einerseits ältere Patienten

mit altersentsprechenden Abnützungen

sowie auch jüngere Patienten, vorwiegend

Sportler (Tennis, Schwimmen) und

Überkopfarbeiter, bei denen durch ständige

Sehnenirritation ein Impingement

provoziert wird.

Zur weiteren, insbesondere operativen

Therapieplanung ist vor allem die Beurteilung

der Sehnenkappe (Rotatorenmanschette)

wichtig, wobei hier nach klinischer

und radiologischer Untersuchung

als bildgebendes Verfahren die Sonografie

(Ultraschall) das Diagnostikum der

ersten Wahl darstellt, da sie sofort durchführbar,

beliebig oft wiederholbar, ohne

Strahlenbelastung, verlässlich und zudem

noch kostengünstig ist. Nur in Ausnahmefällen

ist die Durchführung einer Magnetresonanztomografie

ev. mit Kontrastmittel

erforderlich.

Mögliche Ursachen eines

Risses (= Rotatorenmanschettenruptur,

RMR) sind

überwiegend degenerative

Veränderungen im Rahmen

von Mangeldurchblutung

und chronischer mechanischer

Schädigung (Impingement),

wobei die Belastbarkeit

und Reißfestigkeit der

Sehnen mit zunehmendem

Alter abnimmt. In seltenen

Fällen kommt es aber auch

bei jüngeren Patienten im

Rahmen einer schwereren

Verletzung zu einem Sehnenriss.

Eingeteilt wird die RMR danach,

ob sie partiell (teilweise) oder vollständig

ist, nach der Rissgröße und -art bzw. ob

es sich um eine Ein-, Zwei- oder Dreisehnenruptur

handelt, ob der Rand zurückgezogen

ist oder nicht und nach der Gewebequalität

der Sehne.

Menschen helfen Menschen


GESUNDHEIT & FORSCHUNG 25

ndteil der Chirurgie

CHIRURGISCHE THERAPIE

Acromioplastik

Die Acromioplastik ist die Erweiterung des

Gleitraumes zwischen Schulterdach und

Rotatorenmanschette durch Abmeißeln eines

Knochenspans von der Unterfläche

Diese Operation wird bei therapieresistentem

Impingementsyndrom nach mindestens

einem halben Jahr konservativer

Therapie, im Rahmen der Naht einer Rotatorenmanschettenruptur

sowie bei biologisch

älteren Patienten mit nicht rekonstruierbaren

Rupturen mit gleichzeitiger

Abtragung mechanisch störender Sehnenstümpfe

zur Schmerzreduktion durchgeführt.

PUBLIKATION

Die Fähigkeit zur Kommunikation

nimmt in unserer Gesellschaft einen

zunehmend höheren Stellenwert

ein. Während um die Jahrhundertwende

nur etwa 10 % der Berufe auf kommunikativen

Fähigkeiten beruhten,

des Acromions bei gleichzeitiger Entfernung

des Schleimbeutels und Glättung

der Sehne. Dieser Eingriff kann sowohl in

konventioneller offener als auch arthroskopischer

Technik durchgeführt werden, wobei

Letztere vor allem den Vorteil einer kürzeren

Rehabilitationsdauer durch einen

minimaleren Eingriff bringt.

Rotatorenmanschettennaht

Die Naht bzw. Rekonstruktion eines Sehnenrisses

erfolgt in offener OP-Technik

durch Fixierung der zuvor angefrischten

Sehnenstümpfe an den Knochen des

Oberarmkopfes und auch aneinander.

Die damit erzielte Rekonstruktion ist

übungs-, aber noch nicht belastungsstabil,

die Einheilung der Sehne am Knochen

ist erst nach sechs Wochen gegeben.

Während dieser Zeit wird das

Schultergelenk durch einen speziellen

Verband geschützt. Im Rahmen der physiotherapeutischen

Nachbehandlung

empfehlen wir zwei Wochen geführte

und vier Wochen unterstützte Bewegungsübungen;

eine Rehabilitationsdauer

von drei Monaten ist als Minimum anzusehen.

Die Rotatorenmanschettennaht wird einerseits

bei traumatischer Ruptur im jüngeren

und mittleren Lebensalter frühzeitig sowie

bei chronisch-degenerativer Ruptur im

mittleren und höheren Lebensalter bei Versagen

konservativer Therapiemaßnahmen

und Verbleiben von Schmerzen und

Funktionsausfall über Monate durchgeführt.

Ein zwar mittlerweile etabliertes schematisches

Vorgehen muss in jedem Einzelfall

auf die Situation des Patienten und dessen

Ansprüche abgestimmt und mit ihm

eingehend besprochen werden, wobei

die Anforderungen an die Kooperationsfähigkeit

des Patienten und sein therapeutisches

Umfeld (Hausarzt - Facharzt - Physiotherapie)

sehr groß sind. ■

ISBN 3-209-03158-4

sind dies derzeit bereits über 80 %

und es werden nach US-amerikanischen

Schätzungen bis zum Jahr

2010 an die 90 % sein (Ruben).

Kommunikationsstörungen werden somit

in Zukunft einen wesentlichen sozialen

und wirtschaftlichen Faktor nicht

nur für den Einzelnen, sondern für die

Gesellschaft insgesamt darstellen. Parallel

zu diesen steigenden Anforderungen

nimmt die Zahl an Stimm- und

Sprachstörungen in den letzten Jahren

kontinuierlich zu.

Nicht zuletzt aus diesen Gründen

kommt der Erkennung und Behandlung

von Stimmstörungen zunehmende Bedeutung

zu.


Univ.-Prof. Dr. G. Friedrich,

Leiter der Klinischen Abteilung für

Phoniatrie,

HNO-Univ.-Klinik Graz

Weitere Informationen im Internet unter:

http://www.gsund.net

Menschen helfen Menschen


26

UMWELT

Umfassendes Umweltvorsorgeprogramm

Profitieren mit ÖKOPROFIT

Das ÖKOlogische PROjekt Für Integrierte

UmweltTechnik läuft in Graz

seit 1991 und ist ein Kooperationsprojekt

zur wirtschaftlichen

Stärkung von

Grazer Betrieben

durch vorsorgenden

Umweltschutz

mit

dem Ziel, einen Beitrag zur Verbesserung

der Umweltsituation zu leisten.

Kontaktadresse in Graz: Magistrat Graz

– Umweltamt (Referat für betriebliche Umweltvorsorge),

Ing. Margit Baumhakel,

Tel: (0316) 872 - 4340, 4341

oekoprofit@graz.at.

Kontaktadresse in der Obersteiermark:

Technologie Transfer Zentrum Leoben,

Ing. Erich Pachatz, Tel: (03842)

46 0 10, erich.pachatz@arcs.ac.at. ■

ÖKOPROFIT LSF:

„Informieren, beraten und fördern“

Bereits zum achten Male wurde der

Landesnervenklinik Sigmund Freud

LSF die ÖKOPROFIT-Auszeichnung durch

den Grazer Bürgermeister Alfred Stingl

und den Vizebürgermeister Dr. Peter

Weinmeister überreicht.

Seit Projektstart im Jahr 1993 wurden in

der LSF wichtige Umwelt-Verbesserungen

Bgm. A. Stingl und Bgm.-Stv.

Dr. P. Weinmeister überreichen

LSF-Betriebsdirektor

Bernhard Haas die

ÖKOPROFIT-Auszeichnung

Für Hans Zöhrer und Projektleiter

Adolf Dornetshuemer

gehört die Einholung und Weitergabe

von Information zu

den wichtigsten Aufgaben der

Umweltarbeit

erreicht. Das machte sich auch auf Kostenseite

durch Senkungen von Material-,

Energie- und anderen Umweltkosten bemerkbar.

Als Highlight dieses Jahres ist

die Verringerung des gefährlichen medizinischen

Abfalls „schwarze Tonne“ um

45 % hervorzuheben. ■

ÖKOPROFIT Zentrale Krankenhauswäscherei:

„Noch besser werden”

K önnen

w i r

noch besser,

noch

w i r t -

schaftlicher

und

gleichzeitig

um-

Thermokamera-Aufnahme

zeigt Wärmeverluste

bei der

Kleinteilmangel

weltbe-

wusster

arbeiten?“,

wollte der Betriebsleiter

der Zentralen

Krankenhauswäscherei

Ing. Molli wissen.

In Zusammenarbeit mit

ÖKOPROFIT-Beratern

und durch engagierte

Projektbetreuung von Josef

Kottlan konnten einige

Verbesserungspunkte

gefunden werden:

Engagierte

Projektbetreuung

durch J.

Kottlan

Die Druckluftanlage wird nun noch effizienter

betrieben und im Bereich der

Dampfversorgung konnten Thermografieaufnahmen

wertvolle Hinweise auf Wärmeverluste

geben. Neben weiteren Energiesparmaßnahmen

ist auch geplant, die

anfallenden Altkleider einer Verwertung

statt wie bisher der Entsorgung zuzuführen.


ÖKOPROFIT LKH Mürzzuschlag:

„Agieren statt reagieren“

LUK Hubert Veitschegger nimmt

im Beisein von Bgm. Kranner

und der Anstaltsleitung die

ÖKOPROFIT-Auszeichnung für

das LKH Mürzzuschlag von Ing.

Pachatz entgegen

Das ÖKOPROFIT-Motto „Agieren statt

reagieren“ hat den lokalen Umweltkoordinator

vom LKH Mürzzuschlag bewogen,

sich Ausbildungs- und Umwelt-

Know-how bei ÖKOPROFIT Obersteiermark

zu holen. Hubert Veitschegger besuchte

im vergangenen Jahr insgesamt

zehn Trainingsworkshops.

Viele Verbesserungsideen, mit denen Hubert

Veitschegger sein Umweltteam „in

Trab“ hielt, konnten verwirklicht werden.

Trotz vieler Investitionen wurden allein im

Projektjahr unterm Strich über 40.000,–

Schilling eingespart.

Was diese Maßnahmen der Umwelt

alles ersparen, erfahren Sie im ersten

KAGes-Umweltbericht (anzufordern unter

umwelt@kages.at) oder direkt bei Hubert

Veitschegger: Nbst. 03852/ 2080-

204. ■

Menschen helfen Menschen


UMWELT 27

Blickpunkte auf die einzigartige Lebensgemeinschaft Wald

Vielfalt auffälliger Erscheinungen

Wälder prägen das Bild unserer

Landschaften. Sie dienen als Erholungsraum,

als Wasserspeicher und als

Luftfilter, sie schützen vor Verkarstung und

erhalten die Bodenfruchtbarkeit. Sie sind

Heimstätten für Wildtiere und Rückzugsgebiete

gefährdeter und selten gewordener

Arten.

Zwei Drittel des österreichischen Waldes

entsprechen den zeitgemäßen Vorstellungen

von intakten Ökosystemen. Mehr als

60 % der Gesamtfläche der Steiermark

sind von Wald bedeckt.

Auf etwa 989.000 Hektar wachsen die

Bäume vor allem mit

Hilfe von Kohlendioxyd,

Wasser und

Sonnenenergie. Der

Wald ist mehr als

Wirtschaftsfaktor und

„Holzfabrik“, er ist

sensibles ganzheitliches

Netzwerk, das

natürliche Zusammenwirken

zwischen unbelebter

Natur, Pflanzen,

Tier und Mensch – ein

Ökosystem.

ter. Diese Buche bietet darüber hinaus

kühlenden Schatten, Windschutz, Erholung

und liefert zwei bis drei Festmeter

Holz.

Der Wald erneuert sich ständig, aus totem

Holz entsteht neues Leben, etwa ein

Viertel der Waldbewohner lebt vom absterbenden

Holz, das als Brut- und

Wohnraum für zahlreiche Tierarten dient.

Der Wald ist somit eine einzigartige,

hoch entwickelte Lebensgemeinschaft

von Pflanzen und Tieren.


Quelle: DA SCHAU HER, Die Kulturzeitschrift aus

Österreichs Mitte, 2/2000/April

Waldlehrpfad im

Leechwald

Der neu gestaltete Lehrpfad im Grazer

Leechwald bietet auf einer Länge

von 2,3 Kilometern Information und

Erholung. Er führt vom Hilmteich (Nähe

GVB-Haltestelle) bis zur Endstation der

Linie 7 nach Mariatrost.

Teilweise werden Altholz- und Totholzelemente

belassen und auch eine kontrollierte

Naturverjüngung ist erlaubt.

Dies bietet vielen Kleintierarten einen Lebensraum.

Nahezu 40 Vogelarten können

immer wieder im Bereich des

Leechwaldes beobachtet werden. Einige

brüten auch hier.

Eine Broschüre der Stadt Graz informiert

ausführlich über den Waldlehrpfad

Leechwald. Erhältlich ist diese

z. B. beim Portier im Grazer Rathaus. ■

In der Lebensgemeinschaft

Wald sind die

Bäume neben Pilzen,

Beeren, Bodenpflanzen,

Insekten, Vögeln

und Säugetieren die

auffälligsten Erscheinungen.

Eine 100 Jahre alte

Buche, die 25 Meter

hoch ist, trägt ca.

120.000 Blätter, die

4,6 Tonnen Sauerstoff

– den Jahresbedarf

von etwa elf Menschen

– produzieren.

Dieser Baum verarbeitet

6,3 Tonnen Kohlendioxid

und bildet jährlich

etwa 55 Kilo organisches

Material

wie Eicheln und Blät-

Gänseblümchenwiese am Waldrand

Fotos H. Grager & R. Sudy

Baumschutz ist

Menschenschutz

Für das Stadtklima ist der Altbaumbestand

sehr wichtig. Es müssen Baumarten

zum Einsatz kommen, die unempfindlich

gegen die Belastungen einer

Stadt sind, wie etwa große Hitzeabstrahlung

oder Wurzeltrockenheit.

Früher waren die Bäume mit großen

Kronen, z. B. die Kastanie oder die Platane,

sehr beliebt. Heute sind es vor allem

Bäume mit Kugel- oder Säulenform.

Zu den häufigsten gepflanzten Arten

zählen Ahorn, Linde und der Schnurbaum

(aus Südostasien).


Quelle: BIG Nr. 8, November 2000

(„Bruder Baum und seine Hüter“)

Menschen helfen Menschen


28

UMWELT

Wälder sind für uns selbstverständlich. Ihre Erhaltung ist aber mit viel

Forstwirtschaft im LKH-Univ.Klin

Ing.

Johann

Zirkl,

Forstwirtschaftsmeister,

LKH-

Univ.Klinikum

Graz

Wohlfahrtswirkung

Der Waldlehrpfad im LKH-Wald wird regelmäßig von den Parkdienst-

und Gärtnerei-Mitarbeitern kontrolliert, verbessert und

erneuert

Angrenzend an den bekannten Grazer

„Leechwald“ werden ca. 26 Hektar

Waldfläche vom LKH-Universitätsklinikum

Graz verwaltet und betreut. Weitere 1,3

Hektar Wald befinden sich im Quellschutzgebiet

(Wasserversorgung für das

LKH Graz) Graz-Stattegg bzw. Graz-Mariagrün,

die ebenfalls mit besonderer

Sorgfalt und Fachkompetenz von den

Parkdienst- und Gärtnerei-Mitarbeitern bearbeitet

und betreut werden. Sämtliche

Waldflächen liegen im Naherholungsgebiet

der Stadt Graz und werden von der

Bevölkerung entsprechend stark genützt.

Die große Bedeutung des Waldes für uns

und unseren Lebensraum resultiert aus seinen

Leistungen und Wirkungen.

Erholungswirkung

Der Wald wird in zunehmendem Ausmaß

zur wichtigsten und beliebtesten Erholungslandschaft.

Durch die Verstädterung

flüchten immer mehr Menschen vor

Lärm, Abgasen, Staub und schlechter

Luft, sie suchen die Verbundenheit mit der

Natur. Der Wald bietet dem Menschen

Ruhe, Entspannung, Erholung und Abwechslung.

Er ist Stätte der körperlichen,

seelischen und geistigen Erbauung.

Die Lebensgemeinschaft Wald ist wie

kaum ein anderes System geeignet, die

wichtigen Faktoren Temperatur, Luft und

Wasser günstig zu beeinflussen und ausgeglichene

ökologische Verhältnisse herzustellen.

Der Wald sorgt für Klimaausgleich,

Regulierung des Wasserhaushaltes,

Bereitstellung von Trinkwasser, Reinigung

und Erneuerung von Luft und Wasser

sowie für die Lärmminderung.

Nutzwirkung

Das Haupterzeugnis des Waldes ist das

Holz. Dieses findet als Schnittware in

den verschiedenen Holz verarbeitenden

Industriezweigen und als Ausgangsmaterial

für die Herstellung von Papier usw.

Verwendung. Die Bedeutung des Holzes

als Brennstoff ist demgegenüber gering.

Zum Schutze unserer Umwelt sollte Holz

als „sauberer“ Brennstoff, der keine

Schwefeloxyde produziert, mehr Verwendung

finden.

Boden- und bestandschonende Holzrückung mit

dem Pferd

Die Forstgruppe mit entsprechender Schutzausrüstung

für die gefährliche Arbeit

Menschen helfen Menschen


UMWELT 29

Arbeit verbunden

kum Graz

Käferbefall: Natürliche Borkenkäferbekämpfung

durch Verbrennen des befallenen Materials

Windwurf 1998: Die Aufarbeitung von Windwurfbeständen

ist extrem gefährlich und

verlangt daher besondere Vorsicht

Schutzwirkung

Die Waldbestände bieten durch ihre stabilisierende

Wirkung Schutz vor Rutschungen

und dergleichen. Durch das

hohe Wasserrückhaltevermögen vermindert

der Wald Hochwasserschäden und

verhindert Erosionsschäden.

Waldlehrpfad

Seit einigen Jahren gibt es einen Waldlehrpfad,

der Patienten, Besucher und

Mitarbeiter zu einem erholsamen Spaziergang

durch ein Stück erhaltenswerter

Natur einlädt. Dabei wird das Ökosystem

„Wald“ sowie dessen Wirkung

näher vorgestellt.

Start und Ziel ist das kleine Waldstück

gleich hinter der Anstaltskirche.

„Habt Ehrfurcht vor dem Baum!

Euren Vorfahren war er heilig.

Die Feindschaft gegen den Baum ist

ein Zeichen der Schwäche eines Volkes

und niederer Gesinnung des Einzelnen.“

Lehrsatz des bekannten

Naturforschers Alexander von Humboldt

Damit der Wald diese unersetzbaren

Leistungen für die Menschen und für die

Umwelt erfüllen kann, wird im LKH Graz

seit einiger Zeit eine naturnahe nachhaltige

Waldbewirtschaftung praktiziert.

Unter Mitwirkung von Herrn Dir. DI Anton

Schatz, forstwirtschaftlicher Sachverständiger,

wurde dazu 1997 ein Waldwirtschaftsplan

erstellt, wo die Waldfläche in

Abteilungen unterteilt und der Bestand

genauestens erhoben wurde. Im Besonderen

wurden die Baumarten, der Baumartenanteil,

das Alter, die Bonität sowie

eine genaue Standortbeschreibung der

einzelnen Abteilungen erhoben.

Dabei konnten zwei wesentliche Missstände

festgestellt werden, bei denen die

Stabilität und Vitalität unserer Bestände

gefährdet sind.

Durchforstungsrückstände: Vor allem die

Wiesenaufforstungen (ca. 5,5 Hektar)

der nicht standortgerechten Fichtenmonokulturen

vor 35 Jahren weisen starke

Durchforstungsrückstände auf. Die Besorgnis

erregenden Massenvermehrungen

der Borkenkäfer in diesen „ausgeputzten“

reinen Nadelholzbeständen

sind leider eine Folge dieser ehemaligen

Waldbewirtschaftung.

Überalterte Bestände: Bestände mit mehreren

Altersklassen und Entwicklungsphasen

sind weit stabiler gegen Windwurf

(1998 große Windwurfschäden) und

Schneebruch.

Im Hinblick auf eine ökologisch bessere

Mischwaldbegründung werden daher alle

Laubgehölze begünstigt. Es trifft dies

vor allem auf die Jungkulturen zu, wo neben

der Pflanzung von Edellaubbäumen

wie Vogelkirsche, Bergahorn, Esche, Buche

und Eiche natürlich auch der Selbstanflug

aller standortgemäßen Laubhölzer

einschließlich einer dichten Strauchschicht

sehr willkommen ist. Mit einer üppigen

Strauchschicht und einem ökologisch

richtigen Mischwald, bei dem alle

Entwicklungsphasen vorhanden sind, hoffen

wir, das Gleichgewicht in der Natur

wiederum herstellen zu können. Vordergründigstes

Ziel ist es, die Gesundheit,

die Vitalität sowie die biologische Vielfalt

des Waldökosystems sicherzustellen

bzw. zu verbessern.


Aufforsten eines „Käferloches“

mit heimischen, standortgerechten

Laubgehölzen.

Die Heranzucht der Forstpflanzen

erfolgt zum Teil im

eigenen Betrieb

Menschen helfen Menschen


30

ORGANISATION & KOMMUNIKATION

Umstellung 2002

Der EURO

kommt

Am 1. Jänner 2002 beginnt die

Bargeldumstellung.

Bis 28. Februar 2002 sollen in Österreich

die EURO-Münzen und Banknoten

den Schilling ersetzt haben. Ab

1. März 2002 gilt der EURO als gesetzliches

Zahlungsmittel.

Das sind harte Fakten, die für jeden

österreichischen Staatsbürger bzw. für

alle Bürger der EU-Währungsunion gelten

und immer näher rücken. Noch ohne

große Öffentlichkeitswirksamkeit laufen

die Vorbereitungsmaßnahmen für

die Währungsumstellung bereits seit Anfang

dieses Jahres.

Nachdem die KAGes als Unternehmen

dem öffentlichen Bereich zuzuzählen

ist, wurde entschieden, die Umstellung

erst gegen Ende des Übergangszeitraumes

durchzuführen. Vom Finanzdirektor

wurde ein Projektteam mit der „EURO-

Umstellung“ beauftragt. Das Projektteam

soll vorwiegend die Umstellung im

Rechnungswesen betreiben, aber

gleichzeitig setzt sich die Finanzdirektion

zum Ziel, für die Krankenanstalten eine

Service- bzw. Informationsstelle für

alle Fragen im Zusammenhang mit der

„EURO-Umstellung“ zu sein.

Auf der Homepage der Finanzdirektion

im Intranet wurde eine Informationsseite

zum Thema EURO eingerichtet (http://

intranet.zdion.kages.at/fdion).

Die EURO-Intranet-Seite beinhaltet Informationen

zur „EURO-Umstellung“, die

unseren Krankenanstalten als Unterstützung

bzw. Leitfaden dienen sollen.

Die Umstellung des Rechnungswesen

wird rückwirkend für das Jahr 2001 im

Herbst dieses Jahres durchgeführt.

Somit wird die Bilanz 2001 bereits in

EURO erstellt.

Die übrigen Applikationen werden zum

1. Jänner 2002 auf EURO umgestellt.■

Evelyn Strunz/Finanzdirektion

Alle Informationen über Medikamente auf

jedem PC der KAGes

Die elektronische

Alternative

Der Austria Codex ist das Standardwerk,

wenn es darum geht, Informationen

über Medikamente zur Verfügung

zu stellen. Alle Detailinformationen (Wirkungsweise,

Zusammensetzung, Nebenwirkungen,

Wechselwirkungen u.v.m.)

sind darin aufgeführt. Doch die Buchausgabe

hat einige

Nachteile:

Erstens

hat sie eine

stolze Stärke

von ca. 20

cm und

zweitens

gibt es wegen

der laufenden

Ergänzungen

viele Teilbände,

d. h. die Informationen

über ein bestimmtes Medikament können

auf mehrere Bände verteilt sein. Und das

bedeutet mühsames Blättern und Suchen

in vielen dicken „Wälzern“.

Aber seit einigen Jahren gibt es dazu

elektronische Alternativen. Die KAGes

setzt dabei das System MEDIS der Firma

pr-data ein. Die Vorteile: Das Suchen

übernimmt der Computer und alle Informationen

werden gesammelt angeboten.

Doch der Computer kann noch mehr: Bei

der Verschreibung von mehreren Medikamenten

werden automatisch alle bekannten

Wechselwirkungen zwischen den

Präparaten analysiert und entsprechende

Warnhinweise ausgegeben.

Da Computer unterschiedlichste Zugänge

zu ein und demselben Datenbestand er-

lauben, kann auch hier je nach Anforderung

auf das Medikament zugegriffen

werden. Man kann nach dem Namen suchen,

aber auch nach Indikationen (d. h.

man gibt die Beschwerden bzw. das Anwendungsgebiet

an und erhält dazu eine

Liste passender Medikamente). Aber genauso

kann

nach dem

Hersteller, Zulassungsinhaber

und nach

weiteren Informationen

abgefragt

werden.

Und wo sind

die Informationen

verfügbar?

Da es

sich um eine

sog. Intranetapplikation

handelt, kann von jedem PC

in allen KAGes-Häusern auf das System

zugegriffen werden.

Der Zugang ist einfach: Im Webbrowser

die Adresse INTRANET aufrufen und im

Menüpunkt ANGEBOTE den Punkt ME-

DIS auswählen. Viermal im Jahr wird zentral

eine neue Version eingespielt, um eine

fortwährende Aktualität zu gewährleisten.

Diese neue Version steht dann unmittelbar

allen Mitarbeitern zur Verfügung.

Für weitere Informationen wenden Sie

sich bitte an die Abteilung Informationsservice

(UIM-I3).


Dr. H. Brückler

UIM-I3

Haben Sie Ihren Namen oder Ihre Adresse geändert? In diesen

Fällen geben Sie dies bitte dem Personalbüro Ihrer Verwaltungsdirektion

bekannt. Damit ermöglichen Sie uns, Ihnen das Mitarbeitermagazin

G‘sund zuzuschicken.

Menschen helfen Menschen


ORGANISATION & KOMMUNIKATION 31

45. Österr. Kongress für Krankenhausmanagement tagte in Graz

Die Spitäler im Spiegel der Medien

Schwerpunkte dieser

Tagung. Teils beeindruckende

Vorträge

erfüllten sicherlich die

Erwartungen der

zahlreichen Gäste.

Mit Spannung erwartet wurden die beiden

Podiumsdiskussionen. Der mit politischen

Experten prominent besetzte runde

Tisch gab unter der Moderation von

Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Mazal interessante

Einblicke in die einzelnen Sichtweisen

der Thematik, wie öffentliche Meinung

und Skandale die Gesetzwerdung

beeinflussen. Als „Reality Talk“ wurde

über den Patienten im Spannungsfeld

zwischen Arzthonoraren und Fernsehprogrammen

diskutiert. Elmar Oberhauser

Grazer Kollegen bei intensiver,

aber entspannter Diskussion

Spitäler sind ein wesentlicher Bestandteil

im Netzwerk des Gesundheitssystems

und haben eine wichtige öffentliche

Aufgabe zu erfüllen. Unterschiedlichste

Erwartungshaltungen, hohes Anspruchsdenken

und die Realität begrenzter Finanzierbarkeit

prägen das Spannungsfeld,

das Spitäler immer wieder in den

Mittelpunkt öffentlichen Interesses und der

medialen Berichterstattung stellt.

Das Interesse der journalistischen Arbeit

und öffentlichen Meinungsbildung an

den Spitälern und die Auswirkungen medialer

Berichterstattung waren die

Ein voller Steiermarksaal im Grazer Congress anlässlich der

Tagung des Österreichischen Krankenhausmanagements

war hier ein erfahrener Talkmaster.

Die Abendveranstaltungen im Weißen

Saal der Grazer Burg und der Aula der

KFU Graz boten reichlich Gelegenheit

zum Erfahrungsaustausch und für neue

Kontakte.


Fröhliche Stimmung beim Empfang durch den

Landeshauptmann der Steiermark im Weißen

Saal der Grazer Burg: In der Mitte der Vorsitzende

der Vereinigung der steirischen Krankenhausdirektoren,

Betriebsdir. N. Koller, mit seiner

charmanten Gattin Susanne und mit H. Brolli,

dem Chef der Brolli Textilservice Ges.m.b.H.

Gäste aus Kärnten beim Abendempfang:

Von links: DI Dr. G. Kaunel, Pflegedir. K.

Fiausch, Kaufm. Dir. Mag. K. Wulz (alle

LKH Villach) und Verwaltungsdir. G. Maurer,

LSKH Hermagor-Gailtal-Klinik

Fotos H. A. Pachernegg

Menschen helfen Menschen


32

ORGANISATION & KOMMUNIKATION

Auszug aus dem Beitrag zum Speyerer Qualitätswettbewerb 2000

Erhebung von Patientenerwartungen

Lebens.Stil.

Mehr PS für die Sinne:

Lust statt Frust!

Leben heißt: Genießen.

Der Sternenhimmel über Rio.

Das Holzhaus auf dem Berg.

Paris bei Nacht.

Marmor im Badezimmer.

Die Yacht an der Mole.

Sich etwas Besonderes gönnen.

Loslassen vom Alten.

Und frische Kraft schöpfen.

Greif nach den Sternen!

Luxus ist etwas sehr Persönliches.

Und Subjektives: Jedem das Seine.

Die stationäre und ambulante Versorgung

in Krankenhäusern erfolgt durch

das Zusammenspiel von spezialisierten Berufsgruppen.

Die Patienten wurden bisher

kaum aktiv in die Gestaltung der Krankenhausleistungen

eingebunden.

Das Verhalten der Patienten ist aber im

Umbruch begriffen. Gestiegene Erwartungen

und eine größere Mündigkeit werden

unter den ohnedies druckvollen Rahmenbedingungen

als belastend empfunden.

Patienten wollen immer öfter nicht nur passive

Empfänger medizinischer Leistungen

sein, sondern streben eine aktive Rolle in

der Behandlung ihrer gesundheitlichen Probleme

an. Dabei spüren sie den Widerstand

der etablierten ExpertInnen aus den

Gesundheitsberufen, die nicht gelernt haben,

ihr Fachwissen mit den individuellen

Bedürfnissen ihrer PatientInnen in Einklang

zu bringen.

• Oft suchen Patienten dann nach alternativen

Wegen, was z. B. den Anbietern

von Komplementärmedizin einen Boom

beschert hat.

• Die Gesetzgebung reagiert auf die veränderten

Bedürfnisse mit der Verankerung

von Patientenrechten in den Krankenanstaltengesetzen

und der Einrichtung von Ombudsstellen

in Form der Patientenvertretungen.

In dieser Situation entsteht für Krankenhäuser

immer stärker der Bedarf, in einen

aktiven Dialog mit dem wichtigsten

Kunden zu treten und den Patienten als

weiteren Experten an der Gestaltung der

Leistungen teilhaben zu lassen bzw. das

Patientenurteil als wertvolles Feedback im

Veränderungsprozess zu nutzen.

Patientenbefragungen

Eine Möglichkeit, diesem Ziel näher zu

kommen, sind regelmäßige Patientenbefragungen.

Die Abteilung für Qualitätsmanagement

der KAGes hat dazu bereits seit

1993 Schwerpunkte gesetzt und Erfahrungen

gesammelt. In einer ca. 4 Jahre dauernden

Pilotphase wurden an fünf verschiedenen

Krankenhäusern an unterschiedlichen

Abteilungen Befragungen stationärer

und ambulanter Patienten durchgeführt.

Die Erfahrungen dieser Pilotphase haben

gezeigt, dass durch die eingesetzten Erhebungsinstrumente

in den teilnehmenden

Abteilungen durchaus verwertbare Ergebnisse

gewonnen werden konnten.

Auf dem Weg zur Routine

Der Fragebogen wurde in seiner „Kernversion”

als Standardpatientenfragebogen für

die KAGes-LKHs festgelegt. Die Patientenbefragungen

in der KAGes sind auf dem

Weg zu einem Routine-Qualitätsbarometer.

In der KAGes werden die Befragungen

derzeit unter Beteiligung der Abteilung

für Qualitätsmanagement durchgeführt,

die auch die organisatorische Beratung

und EDV-Unterstützung bietet. Ein Häuservergleich

anhand von übersichtlichen Diagrammen

wurde inzwischen erstellt.

Verbesserungspotenzial nutzen

Eine genaue Zielsetzung vor der Durchführung

von Befragungen ist die wichtigste

Grundlage für eine Reaktion der Krankenhausleitung

auf das Befragungsergebnis. Die

Ergebnisse von Patientenbefragungen sind

ein Anstoß, um Abläufe zu verändern und die

Betreuung nach den Wünschen und Erwartungen

der PatientInnen auszurichten. ■

Dem einen viele PS unter dem sündhaft

schönen Blechkleid, dem anderen

der Fitness-Bereich in den eigenen

vier Wänden.

Alte Mauern für neues Lebens.Gefühl.

Im Oldtimer-Cabrio durch die Toscana.

Die Dachterrasse als lang ersehnter

Lebens(t)raum.

Möglich ist alles, machbar ist vieles.

Hypo realisiert Träume

Ideen im Kopf, Entwürfe, die ihren

Plan suchen, Vorhaben, die einen

Meister verlangen: Den „Punkt“ auf

das i setzen – Lebens.Stil.

Mit der Landesbank finanziert: Die

Hypo-Finanzierungswochen sind

eröffnet!

Österreichweites Revisionstreffen

LKH Laas

Österreichs Spitalsrevisoren vor

dem LKH Laas, Kärnten

Die Internen Revisorinnen und

Revisoren aus den Krankenanstaltengesellschaften

der österreichischen

Bundesländer tagten in

dem romantisch gelegenen Kärntner

LKH Laas.

Die Themen des Erfahrungsaustausches

waren diesmal das Berichtswesen,

SAP-Personal und verschiedene

Aspekte des Internen Kontrollsystems.


Menschen helfen Menschen


IN DER STEIERMARK

PANORAMA 33

Südsteirische Idylle

UNTERWEGS

Wandschmuck im Gastraum:

Ein Aquarell von Wolfgang

Garofalo

Von der Ortsmitte von Gamlitz aus

geht es genau 3 km die südsteirische

Weinstraße hinauf. Etwa 100 m nach

der Gastwirtschaft Ferlinz (rechter Hand)

und dem Weingut Elsnegg (linker Hand)

führt ein kleiner Wegweiser steil bergab

zur wunderbar gelegenen, idyllischen

Buschenschank von Erhard Krenn.

In ungemein freundlicher Atmosphäre,

geradezu familiär wird hier gegessen

Viele

schätzen

den Reiz der

insgesamt acht steirischen

Weinstraßen,

die sich

durch die Weinanbaugebiete

der

West-, Süd- und

Südoststeiermark schlängeln.

Weinbaubetriebe, Vinotheken und Buschenschanken

laden den Besucher ein,

den steirischen Wein zu verkosten oder

auch die steirische Gastlichkeit bei einer

guten Jause zu genießen.

Landschaftlich besonders reizvoll ist die

Hügellandschaft der südsteirischen

Weinstraße mit bekannten Weinorten

wie Spielfeld, Ehrenhausen und Gamlitz.

Foto Nina Krok

Mit unserem Tipp über die kleine „Buschenschank

Krenn“ möchten wir auch

Sie einladen, uns Ihre Anregungen bekannt

zu geben:

Redaktion G’sund, Stmk. Krankenanstaltengesellschaft

m.b.H., Stiftingtalstraße

4 - 6, 8010 Graz. Oder rufen Sie uns

an unter: 0316/ 340 - 5120.

Ihr Reinhard Sudy

Diese versteckt gelegene Buschenschank gehört zu den wenigen,

die den Blick bergauf in die schöne Landschaft führen

und getrunken und mit dem Tischnachbarn

von nebenan geplaudert. An kühleren

Tagen wärmen in den beiden gemütlichen

Räumen im Inneren des alten Winzerhauses

moderne, aber dennoch

heimelige Kachelöfen.

Die Etiketten für den Wein stammen von

einem Jugendfreund des jungen Winzers:

dem bekannten südsteirischen

Maler Wolfgang Garofalo. Die Originale

dazu hängen im großen Gastraum.

Ein paar Tipps aus der kleinen Speisekarte:

belegtes Brot 28,–, Brettljause 60,–

oder der ausgezeichnete Bauernsalat

um 40,–. Der Riesenkrapfen um 15,– ist

mit viel Marmelade gefüllt und die Frage

nach weiteren hausgemachten Mehlspeisen

kann sich lohnen.

Günstig sind auch die Getränke wie

1/4 l Mischung um 13,– oder 1/8 l

Sortenwein um 15,– Schilling. Empfehlenswert

ist der Welschriesling (die Flasche

um 90,–).


Eckberg 28, 8462 Gamlitz,

Tel. 0664/ 17 17 778, geöffnet

ab ca. 14.00 Uhr

Fotos H. Grager & R. Sudy

Menschen helfen Menschen


34

PANORAMA

REISE-TIPPS

Diesmal führt uns

die Reise in ein

kleines Fischerdorf

auf einer griechischen

Insel. Über

einige besondere

Sehenswürdigkeiten

einer italienischen

Insel, Sizilien, berichten wir aus

Platzgründen nur sehr knapp. Ausführlichere

Informationen darüber finden Sie

dann in der aktuellen gsund.online-Ausgabe

unter www.gsund.net.

Tagsüber beschaulich und abends sehr lebend

Fiscardo mit einem kleinen Hafen – ein Kleino

Vom Touristenstro

von Reinhard Sudy

Kefalonia ist die größte der Ionischen

Inseln und bislang von den Touristenmassen

glücklicherweise noch nicht wirklich

entdeckt. Sie liegt vor dem Golf von

Patras und ist mit Fähren und dem Flugzeug

gut erreichbar. Am kleinen Flughafen

angekommen, ahnt man noch nicht,

welche Schönheit und Faszination diese

Insel ausstrahlt. Vielfältig wie ihre erstaunlich

grüne, herbe Landschaft ist auch ihre

Schreibweise, wie z. B. Keffalinia oder

Cephalonia.

Fotos H. Grager & R. Sudy

Vom Café Katharina blickt man auf die bunten, zweistöckigen

Häuser am Hafen. Und im Vordergrund schaukeln Fischer- und

kleine Motorboote im leichten Wellengang

Die Straßen sind durchwegs gut befahrbar,

wenn teilweise auch sehr eng und

ungesichert. Es kann vorkommen, dass

sich die Autos an Ziegen vorbeischlängeln

müssen, die gemütlich auf den

Bergstraßen rasten.

Der Blick von der Anlegeseite der Fähre auf den westlichen

Teil des kleinen Hafens von Fiscardo, in dem dicht aneinander

gedrängt Segelboote unterschiedlichster Größe liegen. Dahinter

bedeckt ein dichter grüner Wald den Berghang

Menschen helfen Menschen


PANORAMA

35

ig: das ist die romantische Ortschaft

d auf der griechischen Insel Kefalonia

m verschont

Von Argostoli nach Norden

Die Hauptstadt, 9 km nördlich vom Flughafen,

ist mit etwa 8000 Einwohnern

auch die größte Stadt der Insel. Argostoli

hat bei dem Erdbeben von 1953 viel

von seiner Atmosphäre eingebüßt und

wirkt auf den ersten Blick eher nüchtern

und wenig reizvoll. Von hier führt eine

Straße weiter nach Norden auf die Halbinsel

Erissos, an deren äußerstem Ende

Fiscardo liegt.

Der Weg dorthin führt vorbei an der faszinierenden

Bucht von Myrtos und der

malerischen Ortschaft Assos.

Eine steile Straße zweigt ab zum strahlend

weißen Kieselstrand der Myrtos-

Bucht, die von einer prächtigen Felskulisse

umrahmt wird. Ein wenig weiter, von

der Hauptstraße aus gut sichtbar, liegt

tief unten auf einer ins Meer hineinragenden

kleinen Halbinsel das malerische Assos,

überragt von den Ruinen einer venezianischen

Festung.

Fiscardo

Dieses romantische Fischerdorf umschließt

mit seinem kleinen Hafen eine

bezaubernde

Bucht. Alte,

gepflegte und

farbenfrohe

Häuser säumen

die Uferpromenade.

Tavernen und

kleine Läden

mit Lebensmitteln,

handgemachten

Tex-

Fiscardo überall.

Gebadet wird in

Auch in der Hafenbucht

ist das

t i l i e n ,

Schmuck und

Wasser überraschend

klar und

Keramik und

die vor allem sauber

abends dicht

aneinander gedrängten eleganten Yachten

und Fischerboote ergeben eine Bilderbuchatmosphäre.

Überragt wird diese

Hafenbucht von einem Kirchlein samt

Friedhof mit einem strahlend weißen

Glockenturm. Dahinter, den Berghang

hinauf, erstrecken sich dichte Wälder

und Zypressenhaine.

Etwas störend sind nur am äußeren Ortsrand

der eine oder andere Neubau und

vereinzelte Bauruinen.

Süßwasser ist hier knapp. Es kommt

größtenteils mittels Tanks von der Insel

Lefkas. Gebadet wird fast überall. Bevorzugt

aber auf den Felsplatten an den

Ausgängen der Hafenbucht oder an den

südlich davon gelegenen Kiesstränden,

die zu Fuß in etwa 20 Minuten erreicht

werden. Hier ziehen sich Schatten spendende

Olivenhaine fast bis an den

Strand. Die schönsten Badebuchten liegen

aber nordöstlich hinter dem die Ortschaft

Fiscardo begrenzenden Hügelrücken,

die mit einem Leihboot gut erreichbar

sind. Mit Blick auf die gegenüberliegende,

zum Greifen nahe Insel

Ithaka gibt es hier kleine versteckte Strände

mit blitzend weißen Kieseln und in

allen Türkis- und Blautönen schimmerndem

Wasser.


Romantisch und einladend, verschlafen,

lebendig, laut und

chaotisch präsentieren sich kleine

Ortschaften und Städte auf

Sizilien

Die größte Insel des Mittelmeers ist

voller Kontraste: Pulsierendes, chaotisches

Leben in den großen Städten und

idyllische, verschlafene, kleine Ortschaften;

menschenleere Berglandschaften

und einsame Buchten oder touristisch belebte

Strände. Das Klima in Sizilien ist

besonders warm und trocken. Im Sommer

gibt es Temperaturen bis 40 Grad

Celsius, im Winter aber ist am Ätna,

Der alte Hafen von Cefalú,

einer kleinen Stadt an der

Nordküste Siziliens

dem mächtigsten aktiven Vulkan Europas,

Schi fahren angesagt.

Wir berichten diesmal aus Platzgründen

nur im Internet unter www.gsund.net

(G´SUND ON-

LINE PANORA-

MA) über das

Barockstädtchen

Noto, Siziliens

bekanntesten Ferienort

Taormina

und das Bergdorf

Castelmola

Saftig gelbe

Zitronen: Bis

zu dreimal im

Jahr trägt ein

Zitronenbaum

in Sizilien

Früchte

an der Ostküste

Siziliens, die an

der Nordküste

gelegenen

Städtchen Monreale

und Cefalú

sowie das

im Landesinneren

gelegene Caltagirone. Hier verbinden

sich landschaftliche Schönheit und

Aussicht mit beeindruckenden Baudenkmälern,

der Mythologie und der Geschichte

dieser Insel.


Weitere Informationen im Internet unter:

http://www.gsund.net

Menschen helfen Menschen


36

PANORAMA

LKH Voitsberg

Engagierter

Notfallmediziner

Seine Notfall-Broschüren und sein Engagement

für die Notfallmedizin helfen

vielen Kollegen aus der „Not“. „Niemand

auf der Welt merkt sich die Fülle

der Medikamente und schon gar nicht

die Dosierungen, und daher sind nützliche

Unterlagen sehr gefragt“, erklärt Dr.

Ralf Müller.

Sein in Zusammenarbeit mit der „Arbeitsgemeinschaft

für Notfallmedizin“ (AGN)

handlich gebundener Ratgeber „Medikamente

und Richtwerte in der

Notfallmedizin“ (Verleger:

Krause und Pachernegg

GmbH) gehört bereits zur Standardausrüstung

für Notfallmediziner.

Dieser ist nun bereits in der

8. Auflage erschienen und die

30.000 Exemplare sind praktisch

vergriffen. Seit dem Jahr

1990 ist Müller in der Notfallmedizin

tätig und mittlerweile Leitender

Notarzt im Bezirk Voitsberg. Als Facharzt

für Anästhesie arbeitet er im LKH Voitsberg

an der dortigen Fachabteilung.

„Die Anästhesie und Notfallmedizin überlappen

sich zu 50 %“, meint Facharzt Dr.

Müller, der bereits als Jugendlicher seine

ersten Erfahrungen in der Bergrettung

machte und sich in der Folge über das

Mediziner-Corps in Graz zum Rettungsarzt

ausbilden ließ. Im Studium selbst

gebe es nicht wirklich eine Ausbildung,

so Müller, was ein Arzt in einer Notfallsituation

beherrschen sollte.

Bei der Beurteilung von Vitalfunktionen

von Notfallpatienten hätten Sanitäter

nicht selten mehr Erfahrung als Mediziner,

die richtige Vorgangsweise zu Beginn

eines Einsatzes bestimme aber in

hohem Maße die Heilungs- und Überlebenschancen

mit. „Ein breites Wissen ist

für Notfallmediziner wichtig,

weil bei Einsätzen, wie zum

Beispiel hier in unserer Region,

vom Großunfall über Alltags-

Unglücksfälle, Infarkte bis hin

zur Geburt alles vorkommt.“

Die Ausbildung der Notärzte

wurde in den letzten Jahren intensiviert.

Dem Notärzteteam

der Region Voitsberg – es besteht

seit dem Jahr 1992 – stehen

heute rund 20 Mediziner zur Verfügung.

Die Einsatzzentrale ist rund um die

Uhr besetzt. Bei Großeinsätzen in der

Vergangenheit – wie Unfällen im Packabschnitt

der Südautobahn oder auf dem

Gaberl – konnten Müller und Kollegen ihre

fachliche Kompetenz unter Beweis stellen.

In mehreren Publikationen beschäftigt

sich Facharzt Dr. Ralf Müller als (Co-)Autor

mit Aspekten der Notfallmedizin.

Dr. Ralf Müller: Voller Einsatz

für Notfallmedizin

Nähere Informationen gibt es über die

Homepage www.agn.at, die auf mehr

als 100 Seiten notfallmedizinische Information

bietet und deren Chefredakteur

Dr. Müller ist.

Literaturtipps zu den Themen Notfall-, Intensiv-,

Katastrophenmedizin und

Anästhesiologie finden Sie unter

www.medihoo.net/drmshop.

Weitere Kontaktmöglichkeiten über Tel.

und Fax: 03144/ 6337 oder über

E-Mail: ralf.mueller@agn.at. ■

Foto Peter Philipp

LKH Leoben

Sieg für Sicherheitstechniker

Als Bester von 250 Teilnehmern im

mittelalterlichen Dreikampf – Hufeisenwerfen,

Kegeln und vor allem

Nageln – erwies sich Sicherheitsfachkraft

Ing. Rudolf Illitsch aus dem LKH

Leoben bei einer Rahmenveranstaltung

des AUVA Kongresses der Österreichischen

Sicherheitstechniker in

Innsbruck.

Neben Wissen aus der fachlichen

Weiterbildung – in der Arbeitsgruppe

Krankenanstalten wurden unter dem

Vorsitz von DI Friedrich Zopf, Technische

Direktion, die

Themen Medizinproduktegesetz

und Arbeitsmittelverordnung,

Biologische Arbeitsstoffe,

Gefahrengutbeförderung

und Brandalarmorganisationssystem

bearbeitet –

konnte er daher ein

Mountain-Bike als 1.

Preis nach Hause mitnehmen.


„Dreikampfsieger“ Ing. R. Illitsch mit dem

1. Preis – einem Mountain-Bike

Menschen helfen Menschen


KunstRaumKAGes 37

Die schönsten Perspektiven

Spitalsarchitektur im Internet

Der Neubau von Spitälern, Generalsanierungen

sowie Zu- und Umbauten führen oft zu faszinierenden

Ergebnissen. In beeindruckenden Symbiosen

aus Funktion, Technik und Architektur erfolgt die Orientierung

an den Bedürfnissen der Patienten und des

Personals.

Die schönsten und beeindruckendsten Ansichten,

großartig fotografiert, wurden in den letzten G‘sund-

Ausgaben bereits vorgestellt. Nun gibt es eine dokumentierte

Zusammenfassung dieser „Perspektiven“

auch im Internet. Und zwar als „Special“ bei

www.gsund.net.


Galerie im Klinikum – LKH Graz

Rückblicke – Vorschau

Vom 8. März bis 13. April waren unter

dem Titel „Leise mit Seitenwind“

Mischtechniken von Angela Flois zu sehen.

Die in Graz lebende Künstlerin studierte

Malerei an der Europäischen Akademie

für Bildende Kunst in Trier und übt

Lehrtätigkeiten an verschiedenen Gymnasien

aus.


LKH Rottenmann

Kunst im Spital

Ambulanzgalerie

Ute Müller inmitten ihrer Eltern,

Hedy Eibl (li. außen) und

Betriebsdir. Dr. H. Reinhofer

Betriebsdir. Helmut Reinhofer,

Angela Flois und ZBR Winfried

Weitzl

Vom 26. April bis 5. Juni waren unter

dem Titel „de-formation“ Werke der

Grazerin Ute Müller zu sehen. Eigenwillige

Definition dazu: Deformation ist

Crash-Test mit der Realität, es wird zerlegt,

um schließlich wieder zur Gesamtheit

zurückzufinden. Ute Müller studiert

an der Universität für Angewandte Kunst

bei Prof. Frohner in Wien, wo sie auch

lebt.


Galerie im Klinikum 2001

Mag. Ingrid Rovan

21. Juni bis 29. August

Univ.-Prof. Dr. Harald Cesnik

6. September bis 12. Oktober

Magistratsdir. OSR Dr. Horst Bogner

25. Oktober bis 30. November

Seit dem 11. Mai sind Werke des

Salzburgers Helmut Laimer zu sehen.

Laimer war ausgebildeter Werbegrafiker,

ehe er sich vor rund 20 Jahren

der Malerei verschrieb. Aus der Beschäftigung

mit der Landschaft wechselte

er zur abstrakten Grafik mit anfangs

vorwiegend strengen, farblich ungeheuer

dichten geometrischen Kompositionen.

Seit drei Jahren arbeitet er mit der selbst

entwickelten Technik der „Assemblage-

Radierungen“, die dem freien Spiel

fließender Formen und innerer Stimmungen

mit ihrem Farbgefühl folgt. ■

Menschen helfen Menschen


38 KunstRaumKAGes

„Gsund und Kunst“ im LKH Weiz präsentiert Brass Brothers und Bi

Musik, Malerei un

Gsund und Kunst“ ist eine Veranstaltungsreihe

der Anstaltsleitung des

LKH Weiz mit dem Ziel, das Krankenhaus

mit all seinen Mitarbeiterinnen und

Mitarbeitern und die Bevölkerung der Region

einander näher zu bringen. Im Umfeld

der steirischen Landesausstellung

ENERGIE gab es Hochspannung im

Weizer Landeskrankenhaus.

Ein temperamentvolles Benefizkonzert der

Brass Brothers und eine beeindruckende

Ausstellung des bekannten Malers Werner

Stadler unter dem Titel „Energie des

Körpers“ faszinierten die zahlreichen

Gäste. Die Architektur des Weizer Spitals

scheint für Konzerte und Bilderausstellungen

geschaffen worden zu sein.

Für den kulinarischen Teil des gelungenen

Abends sorgte Küchenchef Erwin

Fotos H. A. Pachernegg

Im eleganten Foyer des LKH Weiz gab es eine

stimmungsvolle Eröffnungsfeier für die „Gsund

und Kunst“-Veranstaltung

Die Brass Brothers gaben

ein temperamentvolles Benefizkonzert

Höfler. Seine kunstvollen Kreationen sahen

nicht nur wunderbar aus, sondern

schmeckten auch ausgezeichnet.

Temperamentvolle

Brass

Brothers

Mit dem Benefizkonzert

der Brass

Brothers wurde der

Ankauf eines elektrischen

Pflegebettes

für die Hauskrankenpflege

unterstützt.

Christoph Pfeiffer, Peter Fröhlich,

Herbert Schöggl, Thomas Reithofer und

Peter Derler präsentierten mit Charme

und Witz ihr Programm: ernste, niveauvolle

und heitere Musik, voll Temperament

und mit humoristischen Einlagen vor-

getragen. Ein musikalischer Höhepunkt

der Entwicklung dieser Gruppe war sicher

die erste CD-Aufnahme im vorigen

Nach dem Konzert und der

Ausstellungseröffnung gab es

für die Gäste ein ausgezeichnetes

Buffet

Menschen helfen Menschen


KunstRaumKAGes 39

lderreigen von Werner Stadler

Kochkunst

Jahr. Eines ihrer Mitglieder,

Peter Fröhlich,

ist seit 7 Jahren

im Krankenhaus

Weiz beschäftigt. Für

ihn ist die Musik der

schönste Ausgleich

neben seiner Arbeit

mit kranken Menschen.

Werner

Stadler zeigt

Körperenergie

Mag. Werner Stadler

hat sich schon

während des Studiums

der Bildhauerei

und des Bühnenbilds vielseitig künstlerisch

beschäftigt. Seine zahlreichen Einzelausstellungen

und Ausstellungsbeteiligungen

in Graz, Stuttgart, Hamburg und

Paris sowie u. a. auch in Groningen,

Brüssel, Mostar und New York bestätigen

dies eindrucksvoll. Die öffentliche

Anerkennung für sein Schaffen zeigt sich

Großes Volumen I, 1999, Öl

und Acryl auf digital bearbeiteter

Fotografie, 174x108x6

Fotoshooting vor den faszinierenden Bildern:

Von links: Künstler Mag. W. Stadler, Ärztl.

Leiter Prim. K. Gruber, Betr.-Dir. E. Fartek,

Pflegedir. S. Reisinger und VD K. Fankhauser

durch den Preis der Diözese Graz-

Seckau, den Kunstförderungspreis der

Stadt Graz sowie ein Rom-Stipendium

des Bundesministeriums für Unterricht und

Kunst. Aber auch seine eigene Ausbildung

begleitete ihn in seinem Berufsleben.

Aufträge für Bühnenarbeiten und Dekorationsgestaltungen

brachten ihn nach

Stuttgart, Düsseldorf, Bonn und Hamburg.

Den Grazern ist Werner Stadler durch

seine Projektarbeiten bekannt. Die Ausstellungsgestaltung

im Grazer Schlossbergstollen

„Der Berg ruft“, die Licht- und

Gestaltungskonzeption für die Grazer Innenstadt

– Graz, Advent der Regionen –

und die Organisation der Pantheneum-

Veranstaltungen, Kulturfeste in der Grazer

Burg und im Burggarten sind einige der

größeren Arbeiten.


Kontakt:

Mag. Werner Stadler

E-Mail: art.stadler@nextra.at

Tel. 0316/ 466 730

Weitere Informationen im Internet unter:

http://www.gsund.net

I M P R E S S U M

Medieninhaber & Herausgeber:

Stmk. Krankenanstaltengesellschaft m.b.H. (KA-

Ges), Stiftingtalstraße 4 - 6, A-8010 Graz.

Redaktionelle Leitung:

Dr. Reinhard Sudy, Organisationsabteilung.

Redaktionsteam:

Ingrid Haubenhofer, Personaldirektion; Wolfgang

Meditz, Finanzdirektion; Mag. Helmut

Meinhart, Medien- und Öffentlichkeitsarbeit; Peter

Neumeister, Unternehmensinformationsmanagement;

Waltraud Nistelberger, LKH-Univ.

Klinikum Graz; Gerlinde Potza, Medizinische

Direktion; Ing. Klaus-Dieter Schaupp, LKH Graz-

West; DI Friedrich Zopf, Technische Direktion.

Redaktionssekretariat,

Marketing & Werbung:

Hedi Grager, Organisationsabteilung.

vox: 0316/340-5121, fax: 0316/340-

5221, E-Mail: gsund@kages.at.

InterNet-Adressen:

http://www.gsund.net,

http://www.kages.at.

Gestaltung & Produktion:

KLIPP Zeitschriften GmbH Nfg & Co KG, Graz.

Fotos:

KAGes-Archiv, H. Grager & R. Sudy,

H. A. Pachernegg, Peter Philipp.

Repro:

Leykam Universitätsbuchdruckerei, Graz.

Druck:

Leykam Universitätsbuchdruckerei, Graz.

Auflage:

19.500 Exemplare.

Gedruckt auf umweltfreundlichem Papier.

Erscheinungsweise:

4 x jährlich.

Charakteristik:

G‘sund dient der umfassenden Information der

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der KAGes

über das gesamte Unternehmen.

Durch die Zusendung von G’sund an alle

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird dem Recht

auf Information gemäß § 7a EKUG bzw.

§ 15f MSchG entsprochen.

Alle Rechte vorbehalten. Trotz sorgfältiger Bearbeitung

in Wort und Bild kann für die Richtigkeit

keine Gewähr übernommen werden. Nachdruck,

auch auszugsweise, mit Quellenangabe

und Übermittlung eines Belegexemplares erlaubt.

Mit Verfassernamen gekennzeichnete Beiträge

geben nicht unbedingt die Meinung des

Herausgebers und der Redaktion wieder.

Menschen helfen Menschen


KunstKulturKalender

LKH-Univ.Klinikum

Graz

Galerie im Klinikum

Vom 21. Juni bis 2. August werden

von Mag. Ingrid Rowan „Expressive

Landschaften“ in Acryl, Tempera und Öl,

Akte sowie Porträts zu sehen sein. ■

LKH Leoben

Kunst im Spital

Am 22. März lud

Univ.-Prof. Dr.

Lipsky zu einer gemeinsamen

Ausstellung

mit der Lebenshilfe

Steiermark, Bezirksverband

Mürzzuschlag,

und dem

Künstler Hans Schoberer.

Dieser arbeitet aufgrund seiner

geistigen Behinderung in der Tageswerkstätte

der Lebenshilfe Kindberg. Sein

kreatives Talent wurde vor 10 Jahren entdeckt,

und er begann neben seiner Tischler-Tätigkeit

auch seinen künstlerischen

Fähigkeiten nachzugehen.


LKH Hörgas

Ganggalerie „Bunte Gänge“

in der Internen Abteilung

Dauerausstellung von Werken der

Maltherapie der LSF Graz, von Künstlern

des eigenen Hauses sowie Angehörigen

von Angestellten. ■

LKH Voitsberg

Ausstellung

LKH Feldbach

Galerie „Bildgebende

Diagnostik – Bildende Kunst“

Vom 23. Mai bis 14. Juli sind Exponate

des bekannten Künstlers Helmut

Seiss zu bewundern.


LKH Deutschlandsberg

Kultur im Krankenhaus

Am 6. Juni wird um 19.00 Uhr die

Ausstellung mit Bildern von Wolfgang

Krebl und einer Lesung von Liesl

Kotgasser eröffnet. Für die musikalische

Umrahmung sorgte die Mandolinengruppe

Lieboch. Der Reinerlös der Ausstellung

kommt dem Verein „MIT – Lebenshilfe

Deutschlandsberg für behinderte Menschen“

zugute.


LSF Graz

Galerie „Grenzgänger“

der Maltherapie

Werke verschiedener Künstler sind

im Seminarzentrum und auch im

Café Valentino (Eingangsbereich LSF) zu

sehen.


LKH Weiz

Galerie „Gsund und Kunst“

Von April bis

September

sind Werke

des bekannten

Grazer Künstlers

Mag.

Werner Stadler

zu sehen. ■

Im Rahmen von „100 Jahre Voitsberg“

findet im Foyer in der Zeit vom 29. Mai

bis 20. Juni eine

Ausstellung mit

weststeirischen

Künstlern statt:

Friedrich Aduatz,

Siegfried Amtmann,

Franz Eigner,

Gottfried Fabian,

Rudolf Pointner,

Franz Roupec.

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine