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Erscheinungsort Graz. Verlagspostamt 8010 Graz/P.B.B. 02Z033793M – Postentgelt bar bezahlt

KAGes

www.kages.at

Nr. 53 März 2007


Inhalt März 2007

AKTUELLES

4 LEHRLINGE. Wertvolle Stützen

5 KAGes-VORSTAND. Aktuelles

MENSCHEN HELFEN MENSCHEN

6 EINSATZORGANISATIONEN. Freiwillige Helfer

8 ÄRZTE OHNE GRENZEN. Weltweite Hilfe

9 GELBE TANTEN. Ehrenamtlicher Einsatz

PERSONALENTWICKLUNG

11 BRUCK. Mitarbeiterbefragung

12 REGIONALKONFERENZEN. Managementprogramm

13 STEUERTIPPS. Hubner & Allitsch

14 PORTRÄT. Ernst Ulz, LSF Graz

16 ZERTIFIKAT. Erfolgreiche Projektmanager

GESUNDHEIT & FORSCHUNG

19 STOLZALPE. Symposium und OPs online

20 NOBELPREISTRÄGER. Universität Graz

22 ZMF. Core Facilities & Speziallaborbereiche

23 MULTIPLE SKLEROSE. Forschung in Graz

24 ERNÄHRUNG. Screening

26 ANGST. Erkrankungsursachen

29 TRAUMA UND AKUTCHIRURGIE. Kongress

31 LUNGENHOCHDRUCK. Grazer Forschungsprojekt

QUALITÄTSMANAGEMENT

34 LEOBEN. Kinder-Gedenkandacht

35 ETHIKKOMITEE. Entscheidungshilfe

36 HARTBERG. Risikomanagement

37 GRAZ WEST. Zertifizierung mit Dienstleister

INFRASTRUKTUR & TECHNIK

38 STOLZALPE. MRT-Institut

39 LSF GRAZ. Neue Heilstättenklassen

40 FÜRSTENFELD. Spitalskapelle

ORGANISATION & KOMMUNIKATION

42 LSF GRAZ. Chronologie

43 MEDIZIN-PORTAL. Ambulanzterminplanung

44 WEIHNACHTSFEST. Nachlese

46 IKS. Funktionen und Kontrollmechanismen

48 KAGes. Zentrale Beschaffung

PANORAMA

51 FREIBERG. Tulpenkanzel und Bauerhase

52 STULECKER. Interview mit einem Filmarchitekten

53 RIVIERA. Sonne, Meer und Boote

55 KunstKulturTipp. Jonny Stühlinger

Titelseite-Foto:

Forschung und Entwicklung. Foto: AVE des ZMF

14

PORTRÄT.

21

ROCHE.

22

23

26

ZMF.

MULTIPLE SKLEROSE.

ANGSTERKRANKUNGEN.

Cartoon: Mag. H. Meinhart Foto: Sudy

Impressum

Medieninhaber und Verleger

Stmk. Krankenanstaltengesellschaft m.b.H.

A-8010 Graz, Stiftingtalstraße 4–6

Herausgeber

Krankenanstaltenpersonalamt,

A-8010 Graz, Stiftingtalstraße 4–6,

DVR 0468533

Geschäftsführung und

redaktionelle Leitung

Dr. Reinhard Sudy

Redaktionsteam

Susanne Gasteiner, Hedi Grager,

Mag. Katharina Kainz, Wolfgang Meditz,

Mag. Helmut Meinhart, Peter Neumeister,

Reingard Ragger,

Petra Ritz, Ing. Klaus-Dieter Schaupp,

DI Friedrich Zopf

Redaktionssekretariat,

Marketing und Werbung

Hedi Grager, Organisationsabteilung.

vox: 0316/ 340-51 21,

fax: 0316/ 340-52 21,

E-Mail: gsund@kages.at.

Internet

www.gsund.net, www.kages.at

Produktion

KLIPP Zeitschriften GmbH Nfg & Co KG,

Graz, www.klippmagazin.at

Fotos

KAGes-Archiv, Hedi Grager, Albert Hütter,

Helmut Meinhart, Heinz A. Pachernegg,

Klaus Schaupp, Reinhard Sudy

Druck

Leykam Universitätsbuchdruckerei GesmbH,

8054 Graz, Ankerstraße 4

Auflage

22.000 Exemplare, gedruckt auf

umweltfreundlichem Papier.

Erscheinungsweise

4-mal jährlich

Offenlegung nach § 25 Mediengesetz

G’sund dient der umfassenden Information

der Mitarbeiter der KAGes über das gesamte

Unternehmen. Durch die Zusendung von

G’sund an alle Mitarbeiter wird dem Recht

auf Information gemäß § 7a EKUG bzw. § 15f

MSchG entsprochen. Trotz sorgfältiger Bearbeitung

in Wort und Bild kann für die Richtigkeit

keine Gewähr übernommen werden. Mit

Verfassernamen gekennzeichnete Beiträge

geben nicht unbedingt die Meinung des Herausgebers

und der Redaktion wieder.

Alle Rechte vorbehalten.

Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit

genauer Quellenangabe und Übermittlung

eines Belegexemplares erlaubt.

G’sund behält sich das Recht vor, die veröffentlichten

Beiträge (inkl. Tabellen und Abbildungen)

auf CD-ROM und ins Internet zu

übertragen und zu verbreiten.

Die G’sund-Redaktion ist grundsätzlich um einen

geschlechtergerechten Sprachgebrauch

bemüht. Im Interesse einer guten Lesbarkeit

verzichten wir aber weitestgehend auf

Schreibweisen wie z. B. MitarbeiterInnen oder

Patienten/Innen und auf gehäufte Doppelnennungen.

Wir bitten daher um Verständnis,

wenn dies zu geschlechtsabstrahierenden und

neutralen Formulierungen, manchmal auch zu

verallgemeinernden weiblichen oder männlichen

Personenbezeichnungen führt.

KAGes

www.kages.at

März 2007


4

AKTUELLES

Führungskräfte-Verabschiedung

Dank und Anerkennung für das Engagement in der KAGes

Verabschiedung

von Führungskräften

und

Aufsichtsräten

der KAGes.

KAGes-Spitäler und

Gesundheitsplattform

Die Steirische Gesundheitsplattform hat

den Abbau unnötiger Krankenhausaufenthalte

und den Abbau von Spitalsbetten

als ihre wesentlichen Ziele vorgestellt. Dabei

soll unter anderem ein neues Finanzierungsmodell

unterstützend wirken.

Insbesondere durch die laufende Medizinische

Struktur- und Angebotsplanung konnte

die KAGes gegenüber anderen Bundesländern

hinsichtlich Krankenhaushäufigkeit und

Bettenabbau den Status eines führenden

Benchmarkunternehmens erlangen.

Die Steiermark weist auch seit der Einführung

des LKF-Systems 1997 die geringste

Steigerungsrate bei den Spitalsaufnahmen

auf. Mit 15 Prozent liegen die steirischen

Fondsspitäler deutlich unter dem Österreichschnitt

von 23 Prozent.

Die Steiermark liegt nach der offiziellen

ÖBIG-Auswertung (Juni 2006) hinsichtlich

der länderweiten Krankenhaushäufigkeit mit

einem sehr niedrigen Wert im bundesweiten

Spitzenfeld. Mit 282 Spitalsaufnahmen pro

1.000 Einwohner nehmen die steirischen

Spitäler nach dem Burgenland (272) die wenigsten

Patienten auf. Internationale Vergleiche

zeigen noch weiteres Optimierungspotenzial

in Richtung einer verbesserten und

abgestuften Versorgung. Dies bedarf aber

struktureller Bereinigungen zwischen dem

intra- und extramuralen Bereich.

Aber auch beim Bettenabbau als Umsetzung

des medizinischen Trends liegen die weiß-grünen

Spitäler im Österreich-Vergleich hervorragend

und somit ebenfalls im Spitzenfeld. ■

Mehr dazu:

www.kages.at > AKTUELLES

(Archiv 2007: 9.2.2007)

Eine bereits langjährige und gute Tradition

wurde fortgesetzt. Bei einem gemeinsamen

Essen würdigte der KAGes-Vorstand verdienstvolle,

in Pension gegangene Führungskräfte

und ausgeschiedene Mitglieder des

Aufsichtsrates. Der Dank des Vorstandes galt

diesmal den beiden ausgeschiedenen Aufsichtsräten

Mag. Siegfried Feldbaumer und

Dr. Peter Schmidt sowie zahlreichen KAGes-

Führungskräften:

Lehrlingsausbildung

Die Ausbildung von Mitarbeitern im eigenen

Unternehmen ist Teil der Unternehmensphilosophie

der steirischen LKHs.

Oftmals werden aus diesen jungen Mitarbeitern,

von denen einige als Lehrlinge begonnen

haben, wertvolle Stützen für die

LKHs.

Investition in Ausbildung

Jährlich investiert die KAGes mehr als 3 Millionen

Euro in die Ausbildung der Mitarbeiter.

Dies unterstreicht die Bedeutung der Per-

Pflegedirektorin Elisabeth Griesser (LKH

Mürzzuschlag-Mariazell), Univ.-Prof. Dr.

Wolfgang Hermann (LKH Bruck a.d. Mur),

Univ.-Prof. Dr. Ingomar Mutz (LKH Leoben),

Dr. Hannes Pichler (LKH Hartberg), Univ.-

Prof. Dr. Harald Pristautz (LKH Wagna), Dr.

Manfred Resch (LKH Hartberg), Univ.-Doz.

Dr. Heinz Lothar Seewann (LKH Fürstenfeld),

Mag. Gertraud Stadler (Personaldirektion

KAGes).


Berufseinstieg für zahlreiche Jugendliche

Aktuelles

Lehrberufsangebot

Bürokauffrau-/Bürokaufmannslehrling

Betriebselektroniklehrling

Informationstechnologielehrling

Kommunikationstechnikerlehrling

Küchenlehrling

Zahntechnikerlehrling

Jugendliche sind wertvolle Mitarbeiter in den

LKHs.

sonalentwicklung. Ein wichtiger Baustein dabei

ist die Akademie der KAGes, die alljährlich

ein vielfältiges Angebot für die Fort- und

Weiterbildung der Mitarbeiter bietet.

Über 100 Lehrlinge

Heuer wurden wiederum 40 neue Lehrlinge

aufgenommen. Insgesamt sind damit derzeit

113 Lehrlinge in der KAGes bzw. den LKHs

und der Zentraldirektion beschäftigt. ■

Foto: H. A. Pachernegg

reinhard.sudy@kages.at

März 2007

Menschen helfen Menschen


AKTUELLES 5

Das Wirtschaftsjahr 2006

stand im Zeichen eines Budgetprovisoriums,

welches für die

KAGes zehn Monate bis Ende Oktober

dauerte. Als das Provisorium

beendet war, zeichnete sich

bereits das neue Budget-Provisorium

für 2007 ab, welches bis

einschließlich April laufenden

Jahres vom Land Steiermark beschlossen

wurde. In Zeiten provisorischer

Budgets ist die Weiterentwicklung

der Krankenanstalten

und Betriebe der KAGes, insbesondere

auf dem investiven

Sektor, stark eingeschränkt.

Dafür, dass wir diese schwierige

Zeit hervorragend gemeistert haben,

danken wir Ihnen herzlich.

Im Jahresabschluss 2006 werden

wir in nahezu allen Anstalten

ein besseres Ergebnis als im

Wirtschaftsplan präliminiert

ausweisen. Wir gehen davon

aus, diese gegenüber dem Plan

„erwirtschafteten“ Mittel für

dringend notwendige Investitionen

im laufenden Jahr verwenden

zu dürfen.

Schwierige Finanzierungsverhandlungen

Derzeit laufen die Verhandlungen

mit dem Land über einen Finanzierungsvertrag

für die Jahre

2007 bis einschließlich 2011. Die

Verhandlungen sind durch die

Haushaltsprobleme des Alleineigentümers

der KAGes, des Landes

Steiermark, überschattet. Es

zeichnet sich bereits ab, dass

wir für die Jahre 2007 und 2008

wiederum durch Landesdarlehen

finanziert werden sollen. Diese

Art der Finanzierung führt in den

Folgejahren, bedingt durch die

Rückzahlungsraten für die aufgenommenen

Darlehen, zu einem

starken Anstieg der Aufwendungsentwicklung

der KAGes.

In Zeiten knapper werdender Ressourcen

muss man auf eine gerechte

Verteilung der Mittel und

einen optimalen Mitteleinsatz

besonders achten. Die Abdeckung

des laufenden Betriebes

und die Mittelbereitstellung für

Infrastruktur für die medizinischpflegerische

Versorgung nach

dem Stand der medizinischen

Von links: Vorstandsdirektor Ernst Hecke und

Vorstandsdirektor Dipl.-Ing. Christian Kehrer.

Liebe Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter!

Wissenschaft muss jedenfalls

gesichert werden. Die Sicherung

der medizinischen Versorgung aller

Steirerinnen und Steirer auf

hohem Niveau und die weitere

Umsetzung des medizinisch-pflegerischen

Fortschrittes ist unser

erklärtes Ziel bei den Finanzierungsverhandlungen.

Nur wenn

sich die öffentlichen Krankenanstaltenträger

den medizinischpflegerischen

Fortschritt für alle

leisten können, kann die Zwei-

Klassen-Medizin zurückgedrängt

werden. Im Mittelpunkt haben

die PatientInnen und ihre Bedürfnisse

sowie unsere Mitarbeiter

zu stehen. Ein niederschwelliger

Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen

muss gesichert bleiben.

Finanzierungsmodell der

Gesundheitsplattform

Die Gesundheitsplattform (GPF)

hat für 2007 ein neues Finanzierungsmodell

für den stationären

Bereich beschlossen. Wir haben

gegen dieses Modell gestimmt,

da wir dessen Auswirkungen auf

die stationären Umsatzerlöse für

die KAGes nicht abschätzen

konnten und uns von der Geschäftsführung

des Fonds auch

keine Simulationsrechnungen zur

Verfügung gestellt wurden. Darüber

hinaus sind wir der Ansicht,

dass der LKF-Steuerungsbereich

für länderspezifische Erfordernisse

6 Kriterien umfasst, unter welchen

die Krankenhaushäufigkeit

nicht enthalten ist. Nach dem von

der GPF beschlossenen Modell

sollen für jene PatientInnen mit

bestimmten leistungshomogenen

Diagnosefallgruppen, die im Verhältnis

zum Österreichdurchschnitt

des zweitvorangegangenen

Jahres in den steirischen

Fondskrankenanstalten häufiger

aufgenommen wurden, nur 50 %

der den Österreichdurchschnitt

übersteigenden LKF-Punkte verrechenbar

sein. Da uns nicht bekanntgegeben

wurde, um welche

Diagnosefallgruppen es sich konkret

handelt, muss generell größtes

Augenmerk auf die Spitalsbedürftigkeit

bei jedem einzelnen

stationären Patienten gelegt werden.

Wenn immer möglich, ist der

stationären Versorgung eine

semistationäre (tagesklinische)

und dieser eine ambulante Behandlung

vorzuziehen.

Strategieabstimmung

und Neuorganisation

Anfang Feber 2007 hat die konstituierende

Sitzung des vom Aufsichtsrat

zur Unterstützung und

Beratung des Vorstandes eingerichteten

Strategieausschusses

Ernst Hecke

stattgefunden. Bis Ende März

2007 soll die Strategie der KAGes

für die nächsten Jahre gemeinsam

abgestimmt sein und bis Ende

2008 die Reorganisation im

Rahmen eines strategischen Projektes

des Vorstandes abgeschlossen

werden. Ziel der Neuorganisation

ist eine strategieausgerichtete

steuerungsorientierte

schlanke Organisation. Wir

bitten Sie, diesen wichtigen

Schritt der Erneuerung der KA-

Ges, in der Zentrale, aber auch in

den Regionen, zu unterstützen

und gemeinsam mit uns zu gehen.

„Klinikleitung“ für Graz

Auch in der Führung des LKH-

Univ.Klinikum Graz haben wir

neue Wege angedacht und haben

gemeinsam mit dem Rektor

der Medizinischen Universität

Graz (MUG) die Anstaltsleitung,

den Klinischen Vizerektor und

den Universitätsdirektor beauftragt,

uns bis Ende März 2007

ein Arbeitsprogramm für 2007

bis 2009 sowie eine Geschäftsordnung

und einen Geschäftsverteilungsplan

für eine weitestgehend

eigenverantwortliche

„Klinikleitung“ vorzulegen. Sofern

die Medizinische Universität

Graz die bisherigen Vereinbarungen

zwischen dem Bund

und dem Land bzw. der KAGes

einhält, beabsichtigen wir, mit

der MUG gemeinsam einer „Klinikleitung“

die weitestgehend

eigenverantwortliche Führung

des Klinikums zu übertragen.

Blicken wir gemeinsam positiv in

die Zukunft, lassen wir uns in unserer

Arbeit für unsere PatientInnen

nicht beirren. Der Frühling gibt

uns neue Vitalität, die uns Schaffenskraft

beschert und unser Unternehmen

KAGes im gemeinsamen

Interesse zum Nutzen unserer

PatientInnen einen entscheidenden

Schritt vorwärts bringt. ■

Dipl.-Ing. Christian Kehrer

Menschen helfen Menschen

März 2007


6

MENSCHEN HELFEN MENSCHEN

Sichere Steiermark durch „Ehrenamtliche“ und

Die steirischen Einsatzorganisationen im Dienst an den Mitmenschen bei Not- und

Vorbildlich ist das ehrenamtliche und freiwillige

Engagement der österreichischen

Bevölkerung im Gesundheits- und

Sozialwesen sowie die Hilfs- und Spendenbereitschaft

in Not- und Katastrophenfällen.

Vorbildliche

Malteser

Der Malteser Hospitaldienst Austria

(MHDA) besteht österreichweit aus mehr

als 1300 ausschließlich ehrenamtlichen Mitgliedern.

Er wurde

1956 als Hilfswerk

des Souveränen

Malteser-Ritter-

Ordens gegründet.

Laien-Orden

Die Geschichte

dieses Katholischen

Laien-Ordens

beginnt mit

der Gründung 1070

im Hl. Land. Seine

Mitglieder pflegten

Kranke und Pilger

aller Konfessionen

und dienten

dem Glauben. Der Orden folgt seiner mittlerweile

über 900 Jahre alten Bestimmung in

mehr als 70 Ländern der Erde. Im Mittelpunkt

der Tätigkeiten des Ordens und des Hospitaldienstes

steht der kranke, behinderte und bedürftige

Mensch, um dessen Betreuung sich

ehrenamtliche Mitarbeiter kümmern.

Die steirischen Malteser sind überwiegend

im Sozial-, Sanitäts- und Katastrophendienst

engagiert.


Mehr dazu:

http://steiermark.malteser.at

Zusammenarbeit ziviler und militärischer

Kräfte soll optimale Hilfe ermöglichen

Das steirische Kriseninterventions-Team

(KIT) hat derzeit insgesamt 260 ehrenamtliche

Mitglieder für Einsätze zur Verfügung.

Um eine umfassende Betreuung im

Ernstfall zu gewährleisten, wurden in allen

Bezirken der Steiermark Kriseninterventionsteams

ausgebildet, die in ihrer Freizeit für

Einsätze bereitstehen. Das Land Steiermark

Dr. Alois Hirschmugl im Einsatz.

Kriseninterventions-Team (KIT)

Anfang Dezember 2006 war das Schloss

Seggau im steirischen Bezirk Leibnitz

Tagungsort internationaler Experten. Diese

befassten sich mit der Zusammenarbeit von

zivilen und militärischen Kräften bei technischen

sowie Natur- und Umweltkatastrophen

in Friedenszeiten. Abgestimmte Vorgehensweisen

sollen in Krisen- und Katastrophengebieten

zu Synergieeffekten führen

und damit optimale Hilfeleistungen ermöglichen.

Dr. Alois Hirschmugl, steirisches Mitglied

des UN- und EU-Ersteinsatzteams bei Großkatastrophen,

wies im Rahmen dieses Expertentreffens

darauf hin, dass bei verheerenden

Großereignissen immer öfter auf militärische

Kräfte zurückgegriffen werde, wobei jedoch

die humanitären Prinzipien im Vordergrund

stünden.


Quelle:

Presse-Information des Landespressedienstes

vom 5. Dezember 2006

finanziert die Grundausbildung sowie Weiterbildungsmaßnahmen.

Ein KIT-Team besteht

aus Mitarbeitern der Sozialreferate der

Bezirkshauptmannschaften, der Feuerwehr,

der Polizei, aber auch aus Psychologen, Psychologiestudenten,

Religionslehrern genauso

wie Sachbearbeitern von Versicherungen

oder Pensionisten.


Foto: Alois Hirschmugl Foto: Bundesheer

März 2007

Menschen helfen Menschen


MENSCHEN HELFEN MENSCHEN 7

„Freiwillige“ (Teil2)

Katastrophenfällen

Foto: Landespressedienst

FF: 1191 Menschen

das Leben gerettet

Landesfeuerwehrkommandant Albert Kern

über das Einsatzjahr 2006: „Arbeitsleistung

erfolgte auf höchstem Niveau.“

Das Einsatzjahr 2006 der Freiwilligen Feuerwehren

war von dramatischen Ereignissen

und überwältigenden Leistungen geprägt.

Über fünf Millionen freiwillig geleistete

Einsatz- und Arbeitsstunden sind eine stolze

Bilanz der Menschlichkeit und des Helfens

in der Not.

Die insgesamt 41.251 Einsatzleistungen verteilten

sich auf 7.800 Brand- und 33.451 technische

Einsätze. Insgesamt konnten von den

Freiwilligen Feuerwehren 1.191 Menschen

vor dem sicheren Tod gerettet werden. Mit

einem verhüteten Schaden von 327 Millionen

Euro stellten die 776 steirischen Feuerwehren

ihre Bedeutung für die Volkswirtschaft

erneut unter Beweis.


Quelle:

Presse-Information des Landespressedienstes

vom 12. Jänner 2007

SOS Nachbar

Steirische Drehscheibe für Menschen in Not

SOS Nachbar ist ein gemeinnütziger Verein,

der sich gemeinsam mit den bestehenden

sozialen Hilfsdiensten als eine Drehscheibe

für in Not geratene Menschen versteht.

Viele dieser armen Menschen wissen

oft nicht, wo sie Hilfe finden können. SOS

Nachbar hilft tagtäglich direkt oder durch

kompetente Weitervermittlung.

Hotline und Straßenzeitung

Die Hotline 0800 / 244 244 betreut rund um

die Uhr hilfesuchende Menschen.

Mit der sozialen Straßenzeitung „SOS Nachbar

– News“ wird die direkte Nachbarschaftshilfe

gefördert und das Armutsthema

bewusst gemacht.

Alle Mitarbeiter von SOS Nachbar sind ehrenamtlich

tätig. Helfende Hände und finanzielle

Unterstützung in jeder Form werden

gerne angenommen.


Kontakt:

SOS Nachbar

Laimburggasse 6, 8010 Graz

Hotline 0800 / 244 244, www.sos-nachbar.org

Die soziale Straßenzeitung „SOS

Nachbar – News“ macht das

Armutsthema bewusst.

SOS Nachbar

Spendenkonto: Stmk. Sparkasse

Kto.-Nr.: 200 700 003, BLZ: 20815

Zehn Cent am Tag

für die Not vor der Tür

„Gott schafft keinen Müll. Jedes Kind

ist auch sein Werk!“

Das Hilfswerk der Franziskaner für Mittelund

Osteuropa hilft mit großem Engagement

Kindern, Kranken und Alten. So hat vor

über dreizehn Jahren P. Csaba Böjte aus Siebenbürgen

in Rumänien seine Seelsorgearbeit

für die Kinder aus den Barackensiedlungen

und Plattenbauten um Deva (Diemrich)

begonnen. Er organisierte für sie ein

Sommerlager mit regelmäßigen Mahlzeiten.

Damals wurde den Franziskanern das alte

Kloster in Deva zurückgegeben. Auf der

Suche nach Essen, Gemeinschaft und Güte

kamen die Kinder immer wieder zu diesem

Kloster, das renoviert und zum ersten Kinderheim

der Stiftung St. Franziskus wurde. Die

zu dieser Zeit noch kommunistisch geprägten

Behörden drohten P. Csaba mit Gefängnis

wegen „nicht genehmigter Kinderschutzmaßnahmen“.

Es blieb aber bei der Drohung.

Zehn Jahre später, im Jahre 2006, wurde P.

Csaba wegen seiner „Kinderschutzmaßnahmen“

zum Ehrenbürger der Stadt Deva ernannt.

So haben die Franziskaner in Siebenbürgen

nun täglich ca. 1000 Kinder am Tisch sitzen,

für die sie sorgen. Denn selbst wenn Eltern

versagen, gilt das Wort von P. Csaba: „Gott

schafft keinen Müll, jedes Kind ist ein Meisterwerk

des Unendlich Guten.“ ■

Mehr dazu:

www.franzhilf.org

Quelle:

Rundbrief der Franziskaner für Mittel- und

Osteuropa,

September 2006

Menschen helfen Menschen

März 2007


8

MENSCHEN HELFEN MENSCHEN

Buddy-Bären

Für Toleranz und

Not leidende Kinder

Ärzte ohne Grenzen

Die medizinische Nothilfe-Organisation ist seit 1994 in

Österreich aktiv

rzte ohne Gren-

hilft überall „Äzen“

und rasch dort, wo die

medizinische Versorgung

zusammengebrochen

ist. Die Einsätze

der freiwilligen Experten

dieser privaten internationalen

Organisation

erfolgen unabhängig

von politischen,

wirtschaftlichen oder religiösen

Interessengruppen.

Friedensnobelpreis 1999

„Ärzte ohne Grenzen“ wurde

1971 gegründet und ist heute

weltweit tätig. Seit 1994 gibt

es diese medizinische Nothilfe-

Organisation auch in Österreich.

In Anerkennung der von

ihr geleisteten humanitären

Arbeit auf mehreren Kontinenten

wurde 1999 der Friedensnobelpreis

an „Ärzte ohne

Grenzen“ vergeben.

Dr. Stefan Steiner in Sri Lanka.

MTA Heike Eckermann bei ihrem Einsatz in Sibirien.

Gsund 36

Gsund 27

Die 142 „United Buddy Bears“ repräsentieren

ebenso viele Mitgliedsstaaten der

Vereinten Nationen und stehen für Toleranz

und Verständigung zwischen Völkern und

Kulturen.

Jede einzelne dieser Bärenfiguren wurde von

einem Künstler landestypisch für sein Heimatland

gestaltet. Die unterschiedlichen Stilrichtungen

ließen die „United Buddy Bears“

zu einem Gesamtkunstwerk werden.

Charity

Buddy-Bär-Aktivitäten und Hilfe für Not leidende

Kinder sind eine unzertrennliche Einheit

geworden. Durch Spenden und Versteigerungen

von Buddy-Bären sind mit Stand

Mai 2006 bereits 1.150.000,– Euro zugunsten

von UNICEF und lokalen Kinderhilfsorganisationen

zusammengekommen.


Mehr dazu:

www.buddy-bear.com

Dokumentationen im

G’sund

• G’sund Nr. 27,

September 2000. Detaillierte

Informationen über „Ärzte ohne

Grenzen“ und über die

österreichweite Aktion „Ärzte

helfen Ärzten“ sowie ein Interview

mit Dr. Stefan Steiner,

Unfallchirurg am Unfallkrankenhaus

in Graz, über seinen

Einsatz in Sri Lanka.

• G’sund Nr. 36,

Dezember 2002. Bericht von

MTA Heike Heckermann über

ihren Einsatz in Novokuznetsk in

Sibirien.

• G’sund Nr. 39,

September 2003. Kurze Information über

„Ärzte ohne Grenzen“.

• G’sund Nr. 52,

Dezember 2006. Bericht über den Einsatz

von Dr. Gerd Köstl, Kinderarzt an

der Abteilung für Kinder und Jugendliche

des LKH Leoben-Eisenerz, über seinen

Einsatz in der Elfenbeinküste. ■

Dr. Gerd Köstl an der Elfenbeinküste.

Mehr dazu:

www.gsund.net

Kontakt:

Ärzte ohne Grenzen

Taborstraße 10, 1020 Wien

Mail: office@aerzte-ohne-grenzen.at

Internet: www.aerzte-ohne-grenzen.at

reinhard.sudy@kages.at

Gsund 52

März 2007

Menschen helfen Menschen


30 Jahre Gelbe Tanten

MENSCHEN HELFEN MENSCHEN 9

Gertraud Leodolter sagt nach 30 Jahren ehrenamtlichen Einsatzes „Auf Wiedersehen“

Univ.-Prof. Dr. Wilhelm Müller verabschiedet

die „Gelbe Tante“ Gertraud Leodolter.

Ärzte ohne

Grenzen

Auszeichnung an KAGes

für die besondere

Unterstützung

Für die besondere Unterstützung der

Einsätze von „Ärzte ohne Grenzen“ erhielt

die KAGes in der Kategorie Gesundheitswesen

die „medicus Urkunde 2006“. Personaldirektor

Hofrat Dr. Johann Thanner und Ärztlicher

Leiter Prim. Dr. Ingomar Mutz übernahmen

im Museumsquartier in Wien im Rahmen

einer kleinen Feier die Urkunde. ■

Seit nunmehr dreißig Jahren zaubern die

Gelben Tanten mit Aufmerksamkeit und

viel Geduld tagtäglich ein bisschen Nestwärme

in die Krankenbetten der ganz kleinen

Patienten. Gertraud Leodolter gehört seit der

Geburtsstunde 1976 auch zum Team dieser

ehrenamtlichen Helfer.

„Vor 30 Jahren war es noch nicht möglich,

die eigenen Kinder während ihres Spitalsaufenthaltes

jederzeit zu

besuchen oder länger

als 60 Minuten zu

bleiben“, erinnert

sich Gertraud

Leodolter. Aus

diesem Grund

organisierte sich

1976 eine Mütterrunde,

um neben

dem klar definierten

Ziel einer Verbesserung

bei den Besuchsregelungen

vor allem

eines sicherzustellen: Zeit zu

haben und da zu sein für alle

kranken Kinder im Krankenhaus.

Damit waren die Gelben

Tanten geboren.

Gertraud Leodolter war in ihrer

Dienstzeit als Gelbe Tante stets mit vollem

Einsatz dabei und nahm ihre Rolle als Zuhörerin

und Spielkameradin für die Kinder sehr

ernst. „Wir versuchten immer, den kleinen

Patienten jene Nestwärme und Geborgenheit

zu vermitteln, die ihnen die Stunden ohne die

Familie erleichtern“, so Gertraud Leodolter,

die seit 1983 die Gruppe leitete. Sie hat in

diesen Jahren viele schöne, aber auch traurige

Momente erlebt. Heute noch steht sie mit

vielen ihrer ehemaligen Schützlinge in Kontakt.

Nun geht Gertraud Leodolter als Gelbe

Die „medicus Urkunde 2006“ in der Kategorie

Gesundheitswesen für die KAGes.

Tante in den wohlverdienten Ruhestand und

will sich künftig voll und ganz ihren Enkelkindern

widmen.

Ein herzliches „Vergelt’s Gott“. ■

Mag. Simone Pichler,

LKH-Univ.Klinikum Graz

Helfen Sie mit – danke

Franziskaner gegen Armut

10 Cent am Tag für die Not vor der Tür

Spendenkonto: 92 044 050

Bankleitzahl: 60 000 PSK

Die Franziskaner für Mittel- und Osteuropa

bemühen sich besonders um die Situation

der ärmsten Menschen in den ehemals

kommunistischen Ländern.

Sehen ohne Grenzen

Spendenkonto: 2024 1075 444

Bankleitzahl: 56 000 Hypo

Viele Millionen Menschen in den Entwicklungsländern

sind am grauen Star erkrankt

und erblindet. Mit einer Routineoperation

helfen ihnen österreichische Ärzte.

Mehr dazu:

www.sehenohnegrenzen.org

Licht für die Welt

Spendenkonto: 92 011 650

Bankleitzahl: 60 000 PSK

50 Millionen Blinde gibt es auf der Welt.

Vielen kann mit einem geringen finanziellen

Aufwand geholfen werden.

Mehr dazu:

www.licht-fuer-die-welt.at

Menschen helfen Menschen

März 2007


10

MENSCHEN HELFEN MENSCHEN

Currywurst und Kernöl

für „Licht ins Dunkel“

Am Anfang war

die ungewöhnliche

Idee von icomedias,

dem Systemhaus

für digitale

Kommunikation, ein

Kochbuch auf Papier

herauszubringen.

Aus dem vorgesehenen

dünnen Rezeptheft

ist ein richtig

kräftiges Kochbuch

geworden, in dem

Kunden, Partner und

Mitarbeiter mit

ihren Lieblingsrezepten

die Berliner

und die steirische Küche auf

geschmackvollste Weise vorstellen.

Die Bücher können bei icomedias

zum Herstellungspreis von

je Euro 25,– bestellt werden.

Dieser Betrag wird zur Gänze der

Aktion „Licht ins Dunkel“ des

Österreichischen Rundfunks gespendet.


Kontakt:

icomedias Holding GmbH

8020 Graz, Entenplatz 1

Tel.: +43 316 / 721 671 - 103

www.icomedias.com

Hallo, mein

Name ist Desiree!

Das Innere eines Ferraris als Belohnung

für tägliches Training, Therapie und

beruflichen Einsatz

Benefizkonzert für Grazer

Kindersicherheitshaus

Desiree Binder und Heribert Kasper im ORF Graz.

Foto: Patrick Kovacs

Benefizkonzert „Tangissimo“ mit dem Ensemble „Ars Harmoniae“ und

„string syndicate“.

Seit 15 Jahren organisiert Rudolf

Plank jährlich ein Benefizkonzert

in Gleisdorf. Der Erlös

kommt immer einer Organisation

zugute, die sich um das Wohl

von Kindern kümmert.

Den Erlös von „Tangissimo“, einem

mitreißenden Tango-Abend

im Gleisdorfer „forum Kloster“

Anfang März dieses Jahres, erhält

heuer GROSSE SCHÜTZEN

KLEINE. Er wird zur Errichtung

des 1. Österreichischen Kindersicherheitshauses

unmittelbar

neben der Grazer Universitätsklinik

für Kinderchirurgie verwendet

werden.


Mehr dazu:

www.grosse-schuetzenkleine.at

gabriele.blaschitz

@klinikum-graz.at

Ich wurde am 30. Jänner 1988

geboren und kam mit nur 970 g

zur Welt. Ich atmete vom ersten

Moment an selbständig. Nach

meiner Krankenhausentlassung

mit 2500 g begann für mich und

meine Mutter eine harte Zeit.

Wegen meiner Spastischen Diplegie

therapierten wir täglich

nach „Vojta“ bis zu meinem 6.

Lebensjahr. Nach dem Besuch

des Integrationskindergartens

„Steingruber“, der Volksschule

im Hirtenkloster und der Neuen

Mittelschule Kepler konnte ich

beim Land Steiermark die Lehre

als Verwaltungsassistent erfolgreich

abschließen und arbeite

nun in der Landesbuchhaltung.

Meine Hobbys sind Konzerte von

internationalen Popstars. Mein

Herz gehört aber auch Ferrari

und „Mr. Ferrari“. Ebenso bin ich

ein totaler Michael-Schumacher-

Fan und besitze von ihm sehr viele

Accessoires und Fan-Artikel.

Das größte Glück für mich war, als

ich die Bekanntschaft von „Mr.

Ferrari“ – Heribert Kaspar machte.

Ich durfte 2005 mit seinem Ferrari

in der Steiermark mitfahren. Seitdem

werde ich von ihm zu zahlreichen

Ferrari-Treffen, wie beispielsweise

nach Leibnitz oder

Velden, eingeladen. Heribert Kasper

hat es mir auch ermöglicht, die

Innenseite eines Ferraris kennenzulernen

– ein tolles Gefühl! ■

Weitere Informationen im Internet unter:

www.gsund.net/gsundonline

Desiree Binder

März 2007

Menschen helfen Menschen


PERSONALENTWICKLUNG 11

Mitarbeiterbefragung

am LKH Bruck a.d. Mur

Betriebsklima-Barometer zeigt weitreichendes Hoch

Top • News

KAGes-Aufsichtsrat

wieder vollzählig

Nach den Beschlüssen in der Steiermärkischen

Landesregierung und der Generalversammlung

der KAGes ist deren Aufsichtsrat

wieder mit zwölf Mitgliedern vollständig

besetzt. Als Nachfolger von Mag. Siegfried

Feldbaumer, der sein Aufsichtsratsmandat

zurückgelegt hat, konnte der frühere ÖBB-

Vorstandsdirektor Dipl.-Ing. Dr. Helmut Draxler,

ein hochkarätiger Manager aus der österreichischen

Wirtschaft, gewonnen werden.

An der Spitze des KAGes-Aufsichtsrates stehen

Thomas Jozseffi und sein Stellvertreter

Anton Fischer-Felgitsch.


Foto: Katalin Oberrainer

Der Zentrale Reinigungsdienst bei der Präsentation der Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung.

Übergabe des

Frauenklinik-Funktionstraktes

Hellblaue und rosarote Luftballons stiegen

hoch in den Himmel, als der Funktionstrakt

der Grazer Frauenklinik im Rahmen einer kleinen

Feier zur Nutzung freigegeben wurde. ■

Im Jahr 2006 wurde im LKH Bruck a.d. Mur

eine umfassende Mitarbeiterbefragung

durchgeführt. Erstmalig wurde der standardisierte

Fragenkatalog der KAGes mit Fragestellungen

zum Thema Gesundheitsförderung

erweitert.

Hohe Beteiligung

und große Zufriedenheit

Insgesamt beteiligten sich 484 Mitarbeiter

an der Befragung (Rücklaufquote 61%), 468

Fragebögen konnten letztendlich ausgewertet

werden. 55 Mitarbeiter standen, trotz

einer gezielten Aufklärungskampagne, der

Wahrung der Anonymität skeptisch gegenüber

und machten keine Angaben zum

Arbeitsbereich. Die Resultate zeigten insgesamt

im KAGes-weiten Vergleich (sieben

LKHs) eine große Zufriedenheit in allen

Themenbereichen auf.

Kollegialität

und Führungsverhalten

Betreffend die Kollegialität wird von allen

Berufsgruppen die Aufnahme in die

Gruppengemeinschaft als zufriedenstellend

wahrgenommen. Das Betriebsklima im Allgemeinen

wird als angenehm empfunden.

Kritikpunkte finden sich zum Thema konstruktive

Konfliktbewältigung. Mit großer

Zustimmung wird das Führungsverhalten

unmittelbarer Vorgesetzter und die der Kollegialen

Führung bewertet.

Präsentation der Ergebnisse

Alle Mitarbeiter wurden unmittelbar nach

der Auswertung, in Form einer Sonderausgabe

der LKH NEWS, über die Ergebnisse

des „Gesamten Hauses“ informiert.

In weiterer Folge wurden insgesamt 18

Ergebnispräsentationen durchgeführt, in denen

auch auf die weitere Vorgehensweise

hingewiesen wurde.

Neben dem persönlichen Engagement jedes

einzelnen Mitarbeiters liegt es auch am

Bemühen der Führungskräfte, die getätigten

positiven und kritischen Äußerungen als

einen konstruktiven Bestandteil einer effektiven

Führungsarbeit gelten zu lassen, die

Chance auf Veränderungen wahrzunehmen,

um die nachhaltige Akzeptanz der Befragung

sicherzustellen.


DGKS Katalin Oberrainer,

Qualitätsbeauftragte des

LKH Bruck a.d. Mur

katalin.oberrainer@lkh-bruck.at

Weitere Informationen im Internet unter:

www.gsund.net/gsundonline

Letzter Einsatz, um die hellblauen und

rosaroten Luftballons steigen zu lassen.

Aktuelles

101-Jahr-Feier LKH Hörgas-Enzenbach

5. Mai 2007

KAGes-Führungskräftetagung

Loipersdorfer Spa&Conference Hotel,

8282 Loipersdorf 219

30. bis 31. Mai 2007

9.00–17.00 Uhr

8. QM-Führungskräftetagung

Messecenter Graz

26. September 2007 ■

Foto: Gerd Schwager

Menschen helfen Menschen

März 2007


12

PERSONALENTWICKLUNG

Managementprogramm der KAGes

Weiterbildung für Anstaltsleitungen und Betriebsratsvorsitzende der

Regionalkonferenzen brachte positive Rückmeldungen

Ziel der Veranstaltungsreihe

vom Juli 2006 bis Jänner

2007 für alle Anstaltsleitungen

und Betriebsratsvorsitzenden

der Regionalkonferenzen war,

ein gemeinsames Zukunftsverständnis

zu entwickeln, die Regionen

weiter zu vernetzen, Leitungspersonen

zu stärken und

persönliche Entwicklungsimpulse

zu ermöglichen.

Auch die Pausen wurden für intensive Gespräche

genützt.

Austausch wichtig

Das Besondere des MAP (Managementprogramm)

war, dass

der Austausch interdisziplinär

(Großveranstaltungen – Modul 1

und Modul 4) wie auch regional

(Modul 2) und berufsspezifisch

(Modul 3) erfolgte. Diese herausfordernde

Aufgabe gelang dem

Beraterteam Dr. Ruth Simsa und

Mag. Heinz Jarmai (Beratergruppe

Neuwaldegg) in hohem

Maße. Dies zeigten die sehr positiven

Rückmeldungen. Besonders

erwähnt wurde, dass durch

das MAP die Arbeitsfähigkeit

der Regionalkonferenzen gestärkt

wurde.


Mag. Sigrid Fanninger,

Personaldirektion/PE & OE

sigrid.fanninger@kages.at

Der „Tisch des KAGes-Vorstandes“ bei der interdisziplinären

Großveranstaltung im Schloss Seggau.

In Workshops wurde u.a.

an einem gemeinsamen Zukunftsverständnis gearbeitet.

Auszeichnung für

fahrradfreundliches

LKH-Univ.Klinikum Graz

Im Rahmen des Wettbewerbs

„bike2business“ suchte der

VCÖ gemeinsam mit der Wirtschaftskammer

Österreich und

der Kronen Zeitung nach dem

fahrradfreundlichsten Unternehmen

2006. Das LKH-

Univ.Klinikum Graz erhielt dabei

für das große Engagement

eine Auszeichnung, die von den

Bundesministern Pröll und Gorbach

überreicht wurde.

Großen Anklang findet das umfassende

Angebot, das von

1.339 teilweise überdachten

Fahrradabstellplätzen, über

Werkzeug, verschließbare

Radräume bis zu Umkleidegarderoben

reicht. 30 Diensträder,

ein hauseigener Fahrradkurier

und Betriebsausflüge mit dem

Rad rechtfertigen wahrlich den

Betriebsdirektor Mag. G.

Falzberger, eine Mitarbeiterin des

LKH-Univ.Klinikum Graz und

Betriebsratsvorsitzender G.

Hammer.

Ruf einer „fahrradfreundlichen

Klinik“.


Mag. Simone Pichler, LKH-

Univ.Klinikum Graz

Zitate von Teilnehmern

Dr. Klaus Theil (Ärztlicher Leiter, LPH Schwanberg)

Das MAP war äußerst positiv, weil Hemmschranken zwischen hierarchischen

Bereichen aufgelockert wurden und man sich kommunikativ

näher gekommen ist. Bekanntschaften wurden gepflegt und es entwickelte

sich daraus sogar die eine oder andere Freundschaft. Ich bedanke

mich dafür beim Vorstand, dass dies alles ermöglicht wurde.

Susanna Reisinger, MAS (Pflegedirektorin, LKH Weiz)

Das MAP hat viel zur gegenseitigen Vertrauensbildung beigetragen,

wobei auch viele Ideen für die Zukunft geboren wurden. Ich wünsche

mir, dass vieles von dem Gesagten auch in der Zukunft noch

Gültigkeit hat.

Wera Spiegel-Senghas (Betriebsdirektorin, LKH Rottenmann)

Intensive Auseinandersetzung mit unseren Topmanagementthemen

– Ergebnis: ein Quantensprung in der Qualität unserer Zusammenarbeit.

Johann Piantschitsch (Betriebsratsvorsitzender, LKH

Deutschlandsberg)

Das MAP hat geholfen, vorhandene Ressourcen besser zu nützen.

Das ist auch für die Patienten ein Vorteil, da die Qualität steigt,

wenn kein Neid zwischen den LKHs vorhanden ist. Durch die gemeinsamen

Gespräche und den Austausch von Informationen hat

sich gegenseitiges Vertrauen und Wertschätzung entwickelt.

März 2007

Menschen helfen Menschen


PERSONALENTWICKLUNG 13

Foto: Sudy

Schon beim Zugang zu den Abschiedsfeierlichkeiten im Seminarzentrum der KAGes in der LSF

Graz wurden die Gäste freundlich willkommen geheißen.

Personaldirektor Hofrat Dr.

Johann Thanner in Pension

„Herr Direktor Thanner, dafür schätzen wir Dich“

Seinen Einstieg in den steirischen Landesdienst

1966 hatte Dr. Johann Thanner

als wohl erste steirische männliche ärztliche

Schreibkraft im LKH Stolzalpe. 20 Jahre später

war er mit der Gründung der KAGes Leiter

der Personalabteilung und Stellvertreter

des legendären Personaldirektors Hans Pintar.

Seit Mitte 1990 hat Thanner mit großartigem

Geschick, Einfühlungsvermögen und

Weitblick die Personaldirektion geleitet und

war in seiner beruflichen Laufbahn zweimal,

insgesamt für 15 1 /2 Monate, auch einer der

beiden Geschäftsführer der KAGes. Nun ist

Thanner mit Ende Jänner 2007 in die Pension

gegangen und wird sich mehr Zeit für seine

Familie und seine Hobbys nehmen können.

Anlässlich einer Abschiedsfeier im Seminarzentrum

der KAGes in der LSF Graz brachten

seine Mitarbeiter ihm ein selbst getextetes

Ständchen. In den Refrain „Herr Direktor

Thanner, dafür schätzen wir Dich“ stimmten

alle kräftig ein.


Univ.-Doz. Prim. Dr. Hannes Hofmann, LKH

Feldbach, und Betriebsdirektor Klaus Koller, LKH

Bruck a.d. Mur, bei der Geschenküberreichung.

Abschiedsworte und Geschenkübergabe durch

Pflegedirektor Hildegard Ruhdorfer, LKH Bruck

a.d. Mur.

Die Vorstandsdirektoren Ernst Hecke

und Dipl.-Ing. Christian Kehrer

„umrahmen“ Personaldirektor

Dr. Johann Thanner.

Fotos (3): Walter Eder-Halbedel

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März 2007


14

PERSONALENTWICKLUNG

Ernst Ulz ist Leiter des Kraftfahrzeugbetriebes in der LSF Graz, Koordinator des Hol- und Bringdienstes und Kommandant der Betriebsfeuerwehr.

„Der Motor für alle sein“

Kommandant Ernst Ulz und die Betriebsfeuerwehr der LSF Graz sind stets einsatzbereit

von Petra Prascsaics

Der richtige Mann am richtigen

Platz: Seit vielen Jahren

schon gelingt es Ernst Ulz, tagtäglich

mehr als nur einen Job

unter einen Hut zu bringen: Er ist

Leiter des Kraftfahrzeugbetriebes

in der Landesnervenklinik

Sigmund Freud (LSF), er koordiniert

den Hol- und Bringdienst.

Und: Er ist seit neun Jahren Betriebsfeuerwehrkommandant.

Engagement und Einsatzbereitschaft

reichen da keineswegs

aus, um dem Anforderungsprofil

zu entsprechen. „Ich sehe mich

als Ansprechpartner für alle und

versuche meinen Mitarbeitern

ein Vorbild zu sein“, erzählt der

51-Jährige. Seine Motivation ist

Idealismus und Freude an der

Arbeit. „Ich kann in den meisten

Bereichen meine Leidenschaft

für die Technik und die Feuerwehr

einbringen“, erzählt Ulz.

„Ich freue mich, wenn es meinem

Team und mir gelingt, zu

helfen.“

Am Ball bleiben

Seinen ersten Arbeitstag in der

LSF Graz hatte der gelernte Kfz-

Mechaniker am 2. Jänner 1978.

Eingesetzt wurde er damals als

„Allround -Talent“. „Ich arbeitete

als Mechaniker, fuhr die

hausinternen Krankentransporte

sowie Gütertransporte von

der Brennkohle bis zu Lebensmitteln“,

erzählt der gebürtige

Tiroler. Neben seiner Dienstzeit

absolvierte er die Unternehmerschule,

legte die Lehrlingsausbildungsprüfung

und die Meisterprüfung

ab. Seit 1992 leitet

Ernst Ulz den Kfz-Betrieb sowie

den Hol- und Bringdienst. Dazu

gehören die Zustellungen von

Essen, Wäsche, Medikamenten

und Patiententransporte in andere

klinische Abteilungen.

„Die Anforderungen im Beruf

werden immer umfangreicher

und anspruchsvoller“, erzählt

er. „Pünktlichkeit und Verlässlichkeit

haben oberste Priorität.“

Das verlangt er nicht nur

von sich selbst, sondern auch

von seinen zwanzig Mitarbeitern.

Bewältigen könne man

dieses Arbeitspensum nur,

wenn „der Job nicht zum Alltag

wird“, ist der zweifache Familienvater

überzeugt. „Ohne

Teamgeist und Flexibilität hätten

wir keine Chance, all die

zusätzlichen Aufgaben zu erledigen.“

Um immer am neuesten

Stand der Technik zu sein,

gehört auch Weiterbildung zum

Job. Ulz: „Vor allem im Bereich

der Transportlogistik gibt es

immer wieder Neuerungen.“

Seit neun Jahren ist Ernst Ulz Betriebsfeuerwehrkommandant in der LSF Graz.

Betriebsfeuerwehr

Die Betriebsfeuerwehr im LSF

wurde 1992 gegründet, Ulz ist

Gründungsmitglied und seit

1998 gewählter Kommandant

der Einheit. „Zur Zeit haben wir

80 aktive Mitglieder und drei

Ehrenmitglieder“, erzählt er.

„Besonders stolz sind wir auf die

sieben Feuerwehrfrauen.“ Ohne

Weiterbildung gehe es auch bei

der Betriebsfeuerwehr nicht, betont

der Grazer. „Beim Jahresübungsplan

für die Einsatzmannschaft

muss man am neuesten

Stand sein“, weiß Ulz. „Dank der

guten Zusammenarbeit mit der

Berufsfeuerwehr der Stadt Graz

gelingt es uns jedes Jahr wieder,

eine Evakuierungsgroßeinsatzübung

gemeinsam abzuhalten.

Dabei werden immer wieder

neue Erkenntnisse gewonnen.

Diese werden anschließend analysiert

und für die Sicherheit unserer

Patienten und der Klinik

umgesetzt.“

Brandschutz

Allein im letzten Jahr gab es in

der LSF Graz insgesamt 75

Einsätze. Darunter einige Brände

sowie technische Einsätze. Den

größeren Anteil nahmen allerdings

die Fehl- und Täuschungsalarme

ein. „Durch zahlreiche

vorbeugende Maßnahmen, organisatorischen

und betrieblichen

Brandschutz, sowie eine hoch

motivierte Einsatzmannschaft

der Betriebsfeuerwehr konnten

aber größere Schäden vermieden

werden“, freut sich Ulz. Seit der

März 2007

Menschen helfen Menschen


Aufstellung einer betriebseigenen

Feuerwehr hat sich der

Brandschutz in der LSF Graz erheblich

verbessert. Dazu gehört

nicht nur ein speziell ausgestatteter

VW-Bus Baujahr 1970. In

den letzten Jahren wurden alle

Gebäude der LSF Graz mit der

ersten Löschhilfe – Brandmeldeanlagen,

Handfeuerlöscher,

Wandhydranten, Fluchthauben

und Löschdecken – ausgestattet.

Die Klinikleitung mit der technischen

Betriebsleitung habe in

den letzten Jahren alle Anstrengungen

unternommen, den Stand

der Technik zu erreichen, so der

Betriebsfeuerwehrkommandant,

„angestrebtes Ziel ist der Vollschutz“.

In den Brandschutzschulungen

– durchgeführt nach dem

Arbeitnehmerschutzgesetz –

werden die Mitarbeiter über das

richtige Verhalten im Brandfall

sowie über die allgemeinen

Brandverhütungsmaßnahmen informiert.

Auf dem Programm stehen

dabei unter anderem die verschiedenen

Arten von Bränden,

wie eine Fettexplosion, Explosion

von Druckgasverpackungen,

Magnesiumbrände, Brandverhalten

von PVC und Kunststoffen.

„Größten Wert legen wir dabei

auf die erste und erweiterte

Löschhilfe“, so der Kommandant.

In der Praxis bedeutet das: Jeder

Kursteilnehmer löscht Brände

mit Handfeuerlöscher, Wasser,

Schaum, CO 2 , ABC-Pulverlöscher

und einem Wandhydranten. Das

Ziel: Jeder Mitarbeiter muss in

der Lage sein, einen Entstehungsbrand

professionell löschen

zu können! „Wobei man

den Respekt vor dem Feuer nie

verlieren darf“, betont Ulz.

Diese Schulungen werden auch

im Landespflegeheim Schwanberg

– gemeinsam mit dem verantwortlichen

Brandschutzbeauftragten

– für alle Mitarbeiter

durchgeführt. Sein umfassendes

Wissen stellt Ulz außerdem dem

Verein „Brandschutzforum Austria“

zur Verfügung.

Weite Wege

Privat ist für Ernst Ulz die Familie

der absolute Mittelpunkt. Seine

Leidenschaft für die Feuerwehr

teilt er mit seiner Frau Susanne

und Tochter Sandra, die ebenfalls

in der LSF Graz in der Pflege

beschäftigt sind und auch der

Betriebsfeuerwehr angehören.

Sein Sohn Michael engagiert

sich am Arbeitsplatz bei der Feuerwehr.

„Darauf bin ich natürlich

sehr stolz“, so der Feuerwehrkommandant.

In seiner Freizeit

legt der Grazer gerne weite Wege

zurück. Seit sieben Jahren

marschiert er einmal im Jahr gemeinsam

mit Kollegen und dem

Betriebsrat nach Mariazell. „Bei

dieser Wallfahrt legen wir in drei

Tagen 65 Kilometer zurück“, erzählt

Ulz. Wenn es die Zeit erlaubt,

legt der leidenschaftliche

Wanderer diese Strecke noch ein

zweites Mal zurück, dann allerdings

allein! „Auf diesem Weg

gewinne ich Eindrücke, die mich

bis heute begleiten“, so Ulz. Ein

weiterer Fixpunkt des Jahres ist

eine Fahrt von Passau nach Hainburg

und weiter durch das Burgenland

nach Ungarn – und das

auf dem Fahrrad.


Titelseite der Infobroschüre

Nr. 4/2006.

Infos & Tipps

PERSONALENTWICKLUNG 15

2007 – Jahr der

Chancengleichheit

für alle

Steirische Bemühungen um Vielfalt und

gegen Diskriminierung

Das heurige Jahr hat die

Europäische Kommission

zum „Jahr der Chancengleichheit

für alle“ erklärt. Ihr Ziel ist

es, damit die tatsächliche Anwendung

und Durchsetzung bestehender

europäischer Bestimmungen

voranzutreiben.

Zusätzlich zu all den europäischen

Aktivitäten gibt es in der

Steiermark ein umfassendes

Angebot an Projekten und

Initiativen zur Bewusstseinsbildung

und Verbesserung der

Chancengleichheit für alle.

Steiermarkweit sind dies 37

Landesorganisationen und

Dachverbände für Frauen, 54

Frauenprojekte und Fraueninitiativen

in Graz und 40 in den

steirischen Regionen. Zahlreiche

Organisationen bemühen

sich um die Chancengleichheit

für Migranten. So etwa der

Verein Zebra oder ISOP. ■

Quelle: Dr. Bettina Vollath:

Diversity in der Steiermark.

In: IF für die Frau in der

Steiermark. Nr. 4/2006.

reinhard.sudy@kages.at

Curriculum Vitae

Ernst Ulz, geboren am 4. Jänner 1956 in Solbad Hall (Tirol), aufgewachsen

in Deutsch Goritz (Südsteiermark), verheiratet, zwei

Kinder: Sandra (29 Jahre) und Michael (21 Jahre).

Lehre als Kfz-Mechaniker, Meisterprüfung, seit 1978 als Kfz-

Mechaniker in der Landesnervenklinik Sigmund Freud beschäftigt,

seit 1992 Leiter des Kraftfahrzeugbetriebes und des Hol- und Bringdienstes

(Essen, Medikamente, Wäsche, Patiententransporte usw.),

seit 1998 Leitung und Koordination der Betriebsfeuerwehr (80

ordentliche Mitglieder und drei Ehrenmitglieder AD) im LSF als

gewählter Kommandant. Seit 35 Jahren Mitglied der Freiwilligen

Feuerwehr in seiner Heimatgemeinde Krobathen (Deutsch Goritz).

Steirischer GIRLS’ DAY 2007

26. April 2007

www.girlsday.steiermark.at

Gründerinnenzentrum Steiermark

www.gruenderinnenzentrum-stmk.at

Steiermark:

Referat Frau - Familie - Gesellschaft

www.steiermark.at/referat-ffg

Kärntner Gleichbehandlungs-Folder

www.frauen.ktn.gv.at

Tiroler Integrationskonzept

www.tirol.gv.at/integration

Menschen helfen Menschen

März 2007


16

PERSONALENTWICKLUNG

Projektmanagement-Qualifikation

Elf Mitarbeiter erhielten Zertifikat durch Projektmanagement Austria

Bei den Projekten der Technischen Direktion

wird entweder eine Anlage oder ein

Gebäudeteil erneuert oder zur Anpassung an

die Vorgaben der „Medizinischen Strukturund

Angebotsplanung“ zu- und umgebaut.

Projektmanagementplanung

Fast immer ist dabei ein großer Personenkreis

beteiligt und ein Zeit- und Kostenrahmen

vorgegeben. Dem verantwortlichen Projektmanager

kommt dabei die Aufgabe zu,

inhaltliche Ziele zu formulieren, eine Projektorganisation

zu etablieren und eine Projektmanagementplanung

zu erstellen. Dieser

Plan ist anschließend laufend zu aktualisieren,

das Projektcontrolling verschafft den

notwendigen Überblick. Der Projektauftraggeber

will schließlich periodisch informiert

werden. Im Gegenzug erwartet sich der Projektleiter

von ihm Unterstützung bei Problemen

und Krisen.

Umfangreiche

Zertifizierungsvoraussetzungen

Projektmanagement als Methode zur Bewältigung

komplexer und riskanter Aufgaben

soll also gelernt sein. Elf Projektmanager der

Technischen Direktion haben daher im abgelaufenen

Jahr die Schulbank gedrückt, sich

in die Projektmanagementtheorie

vertieft und ihre praktische

Erfahrung mit den theoretischen

Ansätzen verglichen – mit dem

Ziel, eine Zertifizierung durch die

Projekt Management Austria, ein

Mitglied der International Project

Management Association

(IPMA), zu erreichen. Der Nachweis

einer mehrjährigen Projekterfahrung,

die Planung des Projektmanagementprozesses

für

ein konkretes Projekt und eine

schriftliche und mündliche Prüfung

waren der Weg dahin.

Erfolgreiche

Qualifikation

Die Mühe hat sich gelohnt, die

Damen und Herren: Christian

Benque, Walter Brückler, Konrad Byma, Eckhard

Conrad, Helmut Graf, Beate Hasiba,

Markus Rockenschaub, Engelbert Stadlober,

Rudolf Waltersdorfer, Robert Weinhandl und

Ulrike Winkler haben den Nachweis, dass

durch dieses Zertifikat „Spezialwissen und

Erfahrungen im Projektmanagement“ bestätigt

werden und der Zertifizierungsprozess

gemäß der internationalen Validierung

Stolz präsentiert sich Technischer Direktor Dipl.-Ing.

Walter Raiger mit den elf zu Projektmanagern zertifizierten

Mitarbeitern.

Neue MTD-Koordinatorin der KAGes

Seit 1. Dezember 2006 hat Barbara

Bäck die Leitung der Koordinationsstelle

für Medizinischtechnische

Dienste (MTD) in der

Medizinischen Direktion der KA-

Ges übernommen. Sie führt aber

die MTD-Laborleitung an der Universitätsklinik

für Dermatologie

und Venerologie (UDV) weiter.

Vielseitige Erfahrung

Barbara Bäck ist seit 1986 als Biomedizinische

Analytikerin (BA) im molekularbiologischen

Forschungsbereich tätig. Nach ihren

ersten drei Berufsjahren am Pathologischen

Institut am LKH-Univ.Klinikum Graz nahm sie

das Angebot an, am Pathologischen Institut

der Technischen Universität München Forschungslabors

einzurichten und organisatorisch

zu leiten (1989–1995). Seit

Ende 1995 arbeitet sie an der

UDV, wo sie seit 2000 nach Absolvierung

der Sonderausbildung für

Führungskräfte als Leitende BA

tätig ist.

Wichtige Management-Erfahrung

sammelte sie im Zuge von Umbauprojekten,

der Etablierung eines

Labor-EDV-Systems und insbesondere

der erfolgreichen Einführung eines

Qualitätsmanagement-Systems.

Ihr Interesse und Engagement für die MTD-

Berufsgruppen zeigte sich u.a. in ihrer Funktion

als Bereichssprecherin der BA des LKH-

Univ.Klinikum Graz und als Mitglied eines Arbeitskreises

zur Erarbeitung eines Vorschlags

für die Strukturierung des MTD-Bereichs im

LKH-Univ.Klinikum Graz.

des Zertifizierungsprogrammes von Personen

der IPMA durchgeführt wurde.

Damit wurde ein wichtiger Schritt zur Ausrichtung

der Technischen Direktion auf ein

zukunftsweisendes Management für Investitionsprojekte

gesetzt.


Dipl.-Ing. Rudolf Waltersdorfer,

Technische Direktion

Barbara Bäck leitet die Koordinationsstelle für Medizinisch-technische Dienste

MTD-Koordinatorin

Barbara Bäck.

Neue Herausforderung

Als MTD-Koordinatorin der KAGes ist B. Bäck

die zentrale Ansprechpartnerin und Koordinatorin

für alle MTD-Belange. Zu ihrem Aufgabengebiet

zählen aber auch Fragen des

Qualitätsmanagements, die Erarbeitung effektiver

Organisationsstrukturen, die sinnvolle

Bündelung von Ressourcen und die Organisation

fachlicher Fortbildungen.

Eines der ersten Projekte von Barbara Bäck

ist die Etablierung eines MTD-Fachbeirats,

der sich aus Repräsentanten der medizinisch-technischen

Berufsgruppen und einer

ärztlichen Vertretung zusammensetzt. ■

Kontakt:

MTD-Koordinatorin Barbara Bäck,

Tel. 0316 / 340 / 5749,

E-Mail: barbara.baeck@kages.at

März 2007

Menschen helfen Menschen


PERSONALENTWICKLUNG 17

Behindertenvertrauenspersonen

der Zentraldirektion

Hans-Jörg

Friedrich,

Behindertenvertrauensperson

der

Zentraldirektion.

Das Unternehmensleitbild

der KAGes

und das Leitbild der

Pflege sind Teil unserer

täglichen Arbeit.

Wenn Sie es noch

nicht kennen, fragen

Sie bitte Ihre Vorgesetzten

danach.

Das Behinderteneinstellungsgesetz

und das mit 1. Jänner

2006 in Kraft getretene Behindertengleichstellungspaket

sind

wesentliche Grundlagen der Arbeit

der Behindertenvertrauenspersonen.

Bei den kürzlich erfolgten

Neuwahlen in der Zentraldirektion

wurde Hans-Jörg

Friedrich zur Behindertenvertrauensperson

gewählt. Seine beiden

Stellvertreter sind Hedi Grager

und Michael Reiner.

Menschen mit physischen oder

psychischen Gebrechen sehen

sich im privaten und beruflichen

Alltag häufig mit Hürden und

Schwierigkeiten konfrontiert.

Die Behindertenvertrauenspersonen

sind bemüht, Mitarbeitern

mit Behinderungen zu helfen und

sie zu beraten. Dies beginnt beispielsweise

mit der Hilfe bei der

Antragstellung um Anerkennung

als begünstigt Behinderter an

das Bundessozialamt. ■

Oder lesen Sie im Internet,

unter

www.kages.at, wo Sie

auf der Homepage Verweise

auf Leitbilder finden.

Auszeichnung für Grazer

„Anästhesieschwestern“

Die Anästhesie-DGKS Susanne

Konrad und Petra Mugitsch

von der Univ. Klinik für Anästhesiologie

und Intensivmedizin erhielten

von einer Fachjury am 22.

November 2006 den 2. Platz verliehen.

Dieser wird alljährlich

österreichweit für besondere

Leistungen im Bereich der Pflege

vergeben. Die prämierte Arbeit

„Kinästhetik in der Anästhesiepflege“

befasst sich mit dem Nutzen

der Kinästhetik für Patient/

Klient und Personal, den strukturellen

und wirtschaftlichen Auswirkungen

und mit der Anwendbarkeit

im klinischen Alltag.

Kinästhetische Pflegemaßnahmen

verbessern die Qualität der

Patientenversorgung deutlich.

Wesentliche Schritte für die Zukunft

beinhalten daher eine forcierte,

kinästhetische Schulung

aller an der Patientenversorgung

beteiligten Mitarbeiter.

Zweiter Platz des „KCI-Pflege-

Awards“ für DGKS Petra Mugitsch

und DGKS Susanne Konrad.

Die vollständige Arbeit wird im

März 2007 in der KCI-Zeitschrift

„Times“ veröffentlicht

werden.


christine.uhl@klinikum-graz.at

Hohe Ehrung für Anton

Fischer-Felgitsch

Der

langjährige

Vorsitzende des

Zentralbetriebsrates

der KAGes, Anton

Fischer-Felgitsch,

war auch viele Jahre

an der Spitze der

Betriebsratsvertreter

im Aufsichtsrat tätig.

Als er mit Jahresende

2004 seine aktive

und überaus erfolgreiche

Dienstzeit

beim Land Steiermark

bzw. der KA-

Ges beendete, blieb

Anton Fischer-Felgitsch

als Vorsitzender des KA-

Ges-Aufsichtsrates weiterhin

den Bediensteten, den Patienten

und dem Eigentümer Land Steiermark

verbunden. Seit Jahresende

2006 engagiert er sich als

Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden.

Bundesministerin Maria Rauch-Kallat mit dem

„ausgezeichneten“ Anton Fischer-Felgitsch.

Als ehemaligem Betriebsrat und

Zentralbetriebsratsvorsitzendem

der KAGes wurde Anton Fischer-

Felgitsch vom Bundespräsidenten

der Republik Österreich die

Goldene Medaille für Verdienste

um die Republik Österreich verliehen.


Menschen helfen Menschen

März 2007


18

PERSONALENTWICKLUNG

IN ALLER KÜRZE

Neue Führungskräfte

DGKS Christa

Preissl, zuletzt Oberschwester

des konservativen

Fachbereiches

am LKH Leoben-Eisenerz,

wurde mit Wirkung

vom 1. Jänner 2007 zur

Pflegedirektorin am

LKH Mürzzuschlag-Mariazell bestellt.


Dr. Norbert Bauer,

zuletzt Oberarzt an der

2. Internen Abteilung

des Krankenhauses

Wiener Neustadt,

wurde mit Wirkung

vom 1. Jänner 2007

zum Primararzt an der

Abteilung für Innere Medizin am LKH Hartberg

bestellt.


OA Univ.-Doz. Dr. Peter

Krippl, zuletzt an

der Klinischen Abteilung

für Onkologie der

Medizinischen Universitätsklinik

am

LKH-Univ.Klinikum

Graz tätig, wurde mit

Wirkung vom 1. Jänner 2007 zum Primararzt

an der Abteilung für Innere Medizin am LKH

Fürstenfeld bestellt.


Dr. Markus Grasl, zuletzt

Beleg- und Konsiliararzt

am Diakonissen-Krankenhaus

Linz,

wurde mit Wirkung

vom 1. Dezember 2006

zum Primararzt an der

Augenabteilung am

LKH Bruck a.d. Mur bestellt.


Dr. Heinrich Leskwoschek,

zuletzt

Oberarzt und stellvertretender

Leiter am

Department für

Gastroenterologie

und Hepatologie am

LKH Bruck a.d. Mur,

wurde mit Wirkung vom 1. Jänner 2007 zum

Primararzt an der Abteilung für Innere

Medizin am LKH Wagna bestellt. ■

Dr. Christina Grünauer-Leisenberger,

Leiterin

der Abteilung für

Personal und Personalamt

(P1), wurde mit

Wirkung vom 1. Dezember

2006 zur Stellvertreterin

des Perso-


naldirektors ernannt.

Telearbeit im Landesdienst

Das Projekt Telearbeit im Landesdienst ist

um die bessere Vereinbarkeit von Beruf und

Familie bemüht. Das von der Steiermärkischen

Landesregierung Ende 2005 eingeführte

Projekt Telearbeit wurde nun bis Ende

2007 verlängert. Auf der Grundlage einer

Evaluierung wird dann eine Entscheidung

über die weitere Vorgangsweise getroffen

werden.


Quelle: Presse-Information des Landespressedienstes

vom 11. Dezember 2006

Neuer steirischer

Landesamtsdirektor

Foto: Robert Frankl

Von links: Landeshauptmann Mag. Franz Voves

mit den beiden Landesamtsdirektoren

Univ.-Prof. Dr. Gerhart Wielinger (links) und

Dr. Gerhard Ofner.

Wechsel an der Spitze der Steirischen Landesverwaltung:

Der mit Jahresende 2006 in

den Ruhestand getretene Landesamtsdirektor

Univ.-Prof. Dr. Gerhart Wielinger hat

seinen Nachfolger Landesamtsdirektor Dr.

Gerhard Ofner in das verantwortungsvolle

Amt des höchsten Beamten im steirischen

Landesdienst eingeführt. Diesem wird Dr.

Margit Körner als Stellvertreterin zur Seite

stehen.


Leobner LKH-Ball

Fleißige Tänzer beim diesjährigen Leobner

LKH-Ball.

Bereits zum 11. Mal hatte das Ballkomitee

des LKH Leoben-Eisenerz unter Leitung von

Betriebsratsvorsitzenden Gernot Wallner in

das Leobner Kongresszentrum „Altes Rathaus“

eingeladen. Dort fand Anfang Februar

der schon traditionelle Ball der Leobner Bediensteten

statt, der zu einem Höhepunkt der

Ballsaison in Leoben geworden ist. Für tolle

Stimmung sorgten die Musikgruppen „The

Smash“ und „Waschecht“ und natürlich die

hauseigene „Country Bar“.


Haben Sie Ihren Namen

oder Ihre Adresse

geändert?

In diesen Fällen geben Sie dies bitte dem

Personalbüro Ihrer Verwaltungsdirektion

bekannt. Damit ermöglichen Sie uns,

Ihnen das Mitarbeitermagazin G‘sund

zuzuschicken.

Immer aktuell!

www.gsund.net

www.kages.at

Foto: Koch

März 2007

Menschen helfen Menschen


GESUNDHEIT & FORSCHUNG 19

Stolzalpe: Symposium und

OPs live im Internet

Weltweite Übertragung des internationalen

orthopädischen Symposiums und einer Knie-Operation

Das LKH Stolzalpe, ein Europäisches Kompetenzzentrum

für Kniechirurgie, veranstaltet

regelmäßig Fortbildungsveranstaltungen,

Live-Demonstrationsoperationen und

wissenschaftliche Symposien für Kniechirurgie.

Erstmals in Österreich wurde und wird

ein internationales orthopädisches Symposium

einschließlich einer OP direkt weltweit

im Internet übertragen.

Weltweiter Blick

über die Schulter

„Kollegen konnten so weltweit von jedem PC

aus die Veranstaltung mitverfolgen und dem

Chirurgen bei der Operation über die Schulter

sehen“, so Univ.-Dozent Dr. Siegfried Hofmann,

Leiter des Departments für Endoprothetik

am LKH Stolzalpe. Nach einer Online-

Patientenvorstellung und den beiden Live-

OPs wurden sechs Wochen nach der Operation

die klinischen Ergebnisse der Eingriffe

im Rahmen eines Post-Events ebenfalls via

Internet diskutiert.

Verlauf des Symposiums

und der OPs

Online Pre Event am 10. Jänner 2007

Die zu behandelnden Patienten wurden im

Internet vorgestellt. Das geplante Vorgehen

und die chirurgischen Techniken wurden

unter interaktiver Teilnahme von Chirurgen

aus der ganzen Welt diskutiert.

• Center of Excellence – Event am 19. und

20. Jänner 2007

Univ.-Doz. Dr. Siegfried Hofmann, Leiter des

Departments für Endoprothetik am LKH

Stolzalpe.

Gemeinsam mit einer internationalen Expertengruppe

wurde ein Center of Excellence

zum Thema „minimal invasive Knee

Solutions in Knee Replacement Surgery“

auf der Stolzalpe veranstaltet. Diese Veranstaltung

und die beiden OPs wurden live

im Internet präsentiert.

Online Post Event am 19. Februar 2007

Als Abschluss dieses Fortbildungs-Symposiums

wurden die beiden operierten

Patienten wiederum im Internet vorgestellt

und konnten das Ergebnis und die

Operationstechniken weltweit diskutiert

werden.


gerlinde.kollau@lkh-stolzalpe.at

Minimalinvasive

Operation am

Kniegelenk.

Ihrer

Gesundheit

zuliebe

Fruchtzuckerunverträglichkeit –

eine Modekrankheit?

Die Diagnose Fruchtzuckerunverträglichkeit

(= Fruktosemalabsorption)

ist keine Erkrankung,

sie beschreibt lediglich

die individuell verminderte

Fähigkeit, Fruchtzucker zu verdauen.

Die Diagnose wird durch einen Atemtest

gestellt.

Fruchtzucker (Fruktose) wird im Darm generell

nur unvollständig aufgenommen. Bei einem

Überangebot gelangt dieser in den Dickdarm,

wo er durch Bakterien abgebaut wird.

Blähungen, Bauchschmerzen, Krämpfe bis

hin zu Durchfällen sind die Folge. Dieselben

unangenehmen Wirkungen haben Zuckeraustauschstoffe

wie Sorbit, Mannit und Xylit,

die in Diabetikerwaren vorkommen.

Fruchtzucker ist reichlich enthalten in: Äpfeln,

Birnen, Pflaumen, Pfirsichen, Marillen, Obstsäften,

Trockenfrüchten, Honig, Müsliriegeln,

Diabetikerprodukten, Diabetikergetränken, …

Zur Linderung der

Beschwerden empfehlen wir:

• Meiden Sie fruchtzuckerreiche Obstsorten

wie Äpfel, Birnen, Zwetschken,

Trockenfrüchte …

• Meiden Sie Diabetikerwaren wie Diabetikerzucker,

-kekse, -schokolade, -marmelade,

zuckerfreie Kaugummis …

• Bereiten Sie Kompotte mit Traubenzucker

(Dextropur) zu, so wird die negative Wirkung

des Fruchtzuckers aufgehoben.

• Meiden Sie blähende Speisen wie Kraut,

Kohl, grobe Vollkornprodukte …

Wussten Sie, dass …

• Durchfall oder das typische Bauchweh

nach Genuss von zu viel Apfelsaft vom

unverdauten Fruchtzucker kommt?

• Fruchtzucker gleich viel Kalorien wie üblicher

Haushaltszucker hat?

• Wellness-Getränke häufig Fruchtzucker

als Süßungsmittel enthalten?

• künstliche Süßstoffe (Kandisin, Natreen

…) keinen Fruchtzucker enthalten und

somit keine Blähungen hervorrufen? ■

Kontakt:

Ernährungsmedizinischer Dienst

LKH-Univ.Klinikum Graz

Menschen helfen Menschen

März 2007


20

GESUNDHEIT & FORSCHUNG

„Grazer“ Nobelpreisträger

Den letzten Preisträger gab es an der Universität Graz im Jahr 1973

Die Gedenkbüste von Fritz

Pregl im Arkadengang der

Aula der KFU Graz.

Alfred Bernhard Nobel (1833–1896) war

ein schwedischer Chemiker und Erfinder.

Ihm verdanken wir die 1900 gegründete Nobelstiftung,

die 1901 die ersten fünf Preise in

den Kategorien Physik, Chemie, Physiologie

oder Medizin, Literatur und Frieden vergab.

Zahlreiche Wissenschaftler haben im Laufe

der Zeit in Graz gelebt und erfolgreich geforscht.

Darunter waren auch einige Nobelpreisträger,

von denen aber nur Viktor Franz

Hess nördlich von Graz auf Schloss Waldstein

bei Peggau geboren worden ist.

Physiknobelpreise (1933, 1936)

• Erwin Schrödinger (1887–1961)

Der Professor für Theoretische Physik an

der Universität Graz (1937–1938) erhielt

1933 den Nobelpreis für Physik für die Entwicklung

neuer Formen der Atomtheorie.

• Viktor Franz Hess (1883–1964)

Der Professor für Experimentalphysik an

der Universität Graz (1920–1931 und

1937–1938) erhielt 1936 den Nobelpreis

für Physik für die Entdeckung der kosmischen

Strahlung.

Im Institutsgebäude für Physik am Grazer Universitätsplatz 5

erinnert eine Gedenktafel im Eingangsbereich an die beiden

Nobelpreisträger für Physik V. F. Hess und E. Schrödinger.

Chemienobelpreise (1923, 1925)

• Fritz Pregl (1869–1930)

Der Professor für Medizinische Chemie

an der Universität Graz erhielt 1923 den

Nobelpreis für Chemie für die von ihm

entwickelte Mikroanalyse organischer

Stoffe.

• Richard Adolf Zsigmondy (1865–1929)

Der Forscher und Assistent an der Technischen

Universität Graz (1893–1897) erhielt

1925 den Nobelpreis für Chemie für die

Aufklärung der heterogenen Natur kollodialer

Lösungen sowie für die dabei angewandten

Methoden.

Medizinnobelpreise

(1927, 1936, 1947, 1973)

• Julius Wagner von Jauregg (1857–1940)

Der Professor für Psychiatrie an der Universität

Graz (1889–1892) erhielt 1927

den Nobelpreis für Medizin für die Entdeckung

der therapeutischen Bedeutung

der Malaria-Impfung bei der Behandlung

von progressiver Paralyse, Dementia

paralytica.

• Otto Loewi (1873–1961)

Der Professor für Pharmakologie an der

Universität Graz (1909–1938) erhielt 1936

den Nobelpreis für Medizin für die Entdeckung

der chemischen Übertragung der

Nervenimpulse.

• Gerty Teresa und Carl Ferdinand Cori

Das Forscherehepaar arbeitete bereits vor

1922 an der Universität Graz und erhielt

1947 den Nobelpreis für Medizin für die

Entdeckung des Verlaufs des Glykogen-

Stoffwechsels.

• Karl von Frisch (1886–1982)

Der Professor für Zoologie an der Universität

Graz (1945–1950) erhielt 1973 den

Nobelpreis für Medizin für vergleichende

Physiologie und Verhaltensforschung.

Mehr dazu:

www.uni-graz.at ➟ Suche: Nobelpreisträger

www.gsund.net ➟ Suche: Nobelpreisträger

Nobelpreisträgerausstellung

Das Haus der Wissenschaft der Universität

Graz präsentiert Ausstellungen über aktuelle

und historische Forschung in allgemein

verständlicher Form. Die Dauerausstellung

über das Leben und Wirken der beiden Nobelpreisträger

und Physiker Erwin Schrödinger

und Viktor Franz Hess wurde nun erweitert

um die Multi-Media-Ausstellung

über die Nobelpreisträger Otto Loewi und

Karl von Frisch.


Kontakt:

Haus der Wissenschaft

Zeitgeschichtelabor und Science-Tunnel

Karl-Franzens-Universität Graz

Elisabethstraße 27, 8010 Graz

Haupteingang Beethovenstraße 12

reinhard.sudy@kages.at

Forschungs-News

Die Homepage www.gsund.net ist eine virtuelle Plattform für Partner, Organisationen und

Firmen aus dem Gesundheits- und Spitalsbereich. Ihre übersichtliche Gestaltung erleichtert

die Kommunikation über den Stand, die Entwicklungen und Forschungsergebnisse des

Gesundheits- und Spitalsbereichs.

Der Forschung wird dabei ein besonderer Stellenwert beigemessen. Mit aktuellen News,

Veranstaltungshinweisen und einem breiten Informationsangebot über Forschung & Entwicklung

wird dazu beigetragen.


Mehr dazu:

www.gsund.net/forschung

März 2007

Menschen helfen Menschen


GESUNDHEIT & FORSCHUNG 21

Fotos: Bernd Bergmann für MedUni Graz

Forschungszentrum „Artificial

Vision Center“ (AVC)

Neues Behandlungskonzept in Graz mit

Chipimplantation, Trainingsprogramm und Sehtests

Eine bestimmte Netzhauterkrankung (Retinopathia

Pigmentosa) kann zu einer Erblindung

führen, für die es noch keine Heilung

gibt. Der technische Fortschritt ermöglichte

es, aktive Implantate für blinde Menschen

zu entwickeln und so einen Teil der

Sehfähigkeit wieder herzustellen. Grundlage

dafür war eine interdisziplinäre Kombination

der Fachbereiche Mikroelektronik, Signalverarbeitung,

Chip-Design und Medizin.

Grazer Forschungsteam

führend

Weltweit arbeiten auf diesem

Standard nur zwei bis

drei Forschungsgruppen an

Konventionelle Sehtests können

bei Menschen mit Implantaten

nicht sinnvoll eingesetzt

werden. Daher wurden im AVC

neue Sehtests entwickelt, etwa

um das Erkennen von Hell und

Dunkel zu überprüfen.

Von rechts: Das AVC-Forschungsteam Univ.-

Prof. Dr. Michaela Velikay-Parel (Leiterin),

Dr. Domagoj Ivastinovic, Angela Kundengraber

(Wissenschaftliche Mitarbeiterin), Thomas

Georgi.

Implantatsystemen. Das Grazer Team von

Univ.-Prof. Dr. Michaela Velikay-Parel ist mit

dem neu entwickelten Konzept führend auf

diesem Gebiet. Die speziell und umfassend

betreuten Patienten werden nach der Operation

an der Grazer Universitäts-Augenklinik

mit einem intensiven Trainingsprogramm und

gezielt entwickelten Sehtests begleitet. Das

Ausmaß des neu gewonnenen Sehens wird

wesentlich von den im AVC durchgeführten

Training beeinflusst.


Quelle:

Unterlagen zum Pressegespräch

der MUG vom 18. Jänner 2007

Menschen helfen Menschen

März 2007


22

GESUNDHEIT & FORSCHUNG

Multiple Sklerose ist zentrales Anliegen

Grazer Forschung führt zum spürbaren Erfolg für Menschen mit MS

Multiple Sklerose (MS) ist eine entzündliche

Erkrankung des zentralen Nervensystems

und führt durch einen Autoimmunmechanismus

zur Schädigung der Myelinscheiden

und Axone. Die Erkrankung verläuft

in Schüben oder chronisch fortschreitend

und ist sowohl in ihrem Verlauf als auch in

den auftretenden Symptomen sehr variabel.

Zu häufigen Symptomen der Erkrankung

zählen Sehstörungen (Verschwommensehen

oder Doppelbilder), Gefühlsstörungen, Lähmungen

oder Gleichgewichtsstörungen.

MS dauert ein Leben lang

MS beginnt üblicherweise in der 3. oder 4.

Lebensdekade und betrifft Frauen etwa

doppelt so häufig wie Männer. Die Häufigkeit

in Österreich beträgt etwa 100 Betroffene

auf 100.000 EinwohnerInnen, das entspricht

ca. 8000 Personen, die von dieser Erkrankung

betroffen sind. In der Steiermark

leben dementsprechend etwa 1200 an MS

erkrankte Menschen. Diese Zahl mutet zuerst

nicht sehr hoch an. Viel klarer wird einem

die Bedeutung aber, wenn man bedenkt,

dass MS eine chronische Erkrankung

ist, die bei jungen Menschen erstmals auftritt

und die Betroffenen ihr ganzes weiteres

Leben begleitet.

MS – ein zentrales

Anliegen der Neurologien

Die Erkrankung ist in ihrem Schweregrad

sehr variabel. Leichte Verläufe ohne jede

körperliche Beeinträchtigung kommen vor,

wobei natürlich auch bei diesen Patienten

zu bedenken ist, dass der seelische Umgang

mit der Krankheit von sehr viel

Lebensunsicherheit und Angst vor einem

weiteren Krankheitsschub geprägt ist. Bei

aktiven Verläufen kann MS zu schwersten

Behinderungen bis zu Rollstuhlpflichtigkeit

oder Pflegebedürftigkeit führen. Es ist deshalb

erforderlich, alle Anstrengungen zu

unternehmen, um die Ursachen der MS

weiter zu erforschen und wirkungsvolle

Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten

zu finden sowie für die Betroffenen ein entsprechendes

Versorgungsnetz zu garantieren.

Die Universitätsklinik für Neurologie in

Graz, die übrigen Neurologischen Abteilungen

der Steiermark sowie die neurorehabilitativen

Einrichtungen unseres Landes machen

sich dieses Ziel zu einem zentralen

Anliegen.

MS-Arbeitsgruppe der Grazer Universitätsklinik für Neurologie.

Grazer Forschung

Glücklicherweise haben die letzten 10 bis 15

Jahre große Fortschritte in Bezug auf Verständnis,

Erkennung und Behandlung der MS

gebracht, wobei an dieser Entwicklung auch

österreichische Neurologen sehr aktiv beteiligt

waren. Die neurologische Univ.-Klinik in

Graz hat mit einem Schwerpunkt in diesem

Bereich seit Jahren sowohl die Erforschung

der Erkrankung als auch die Betreuung der

Patienten mit MS intensiv aufgebaut.

Effiziente Reduktion

der Krankheitsaktivität

Mit der Einführung von immunmodulatorischen

Substanzen wie den Beta-Interferonen

und Glatirameracetat zur Therapie der MS

wurde erstmals ein Tor zur effizienten Reduktion

der Krankheitsaktivität bei zumindest

einem großen Teil der an MS Erkrankten aufgestoßen.

Die neurologische Klinik Graz war

in Studien mit Interferonpräparaten von Beginn

an beteiligt und hat auch als eine der

ersten Kliniken Interferone in der Praxis angewendet.

Auch derzeit werden noch mehrere

Studien mit diesen Substanzen zur Beurteilung

eventueller Vorteile höherer Dosierung

und zum Vergleich der Wirkung gegenüber

anderen Medikamenten durchgeführt.

Gemeinsam mit weiteren Neurologischen

Abteilungen Österreichs wurden auch andere

Behandlungsalternativen wie etwa die intravenöse

Verabreichung von Immunglobulinen

erfolgreich untersucht und als österreichische

Verbundstudie federführend von

der Grazer neurologischen Klinik publiziert.

Neben mehreren anderen Therapiestudien

wurde in den letzten Jahren auch die inzwischen

als sehr wirksam bestätigte Therapie

mit Tysabri® bei uns untersucht und mittlerweile

auch in der klinischen Praxis angewendet.

Die Durchführung von Therapiestudien gibt

uns die Möglichkeit, Medikamente mit vielversprechenden

Ansätzen frühzeitig und in

kontrollierter Form zur Verfügung zu stellen.

Diagnostik mit

Kernspintomographie

Forschungsarbeiten an der Universität Graz

haben sich besonders auf die Bedeutung der

Kernspintomographie für Diagnose und Verlaufsbeurteilung

der MS konzentriert. Diese

Erkenntnisse haben unter anderem dazu geführt,

dass die Kernspintomographie heute

einen wesentlichen Pfeiler in der Diagnostik

der MS darstellt und zunehmend auch für

Verlaufsbeurteilungen der Erkrankung herangezogen

wird. Gerade die Beurteilung von

MS-Verläufen unter Verwendung von MR-Ergebnissen

stellt auch derzeit noch ein wichtiges

Forschungsanliegen der Neurologischen

Klinik dar und wird auch in Zukunft speziell

durch Entwicklung neuer Methoden wie z. B.

der funktionellen MRT-Untersuchung den Zugang

zu neuen Informationen über MS ermöglichen.

In Zusammenarbeit mit mehreren anderen

österreichischen Zentren konnte auch ein

Beitrag zur epidemiologischen Erfassung von

MS geleistet werden. Auch die Bedeutung

genetischer Faktoren für Auftreten und

Krankheitsverlauf der MS wurde gemeinsam

mit anderen österreichischen Zentren untersucht

und deren Einfluss auf das Ausmaß der

Veränderungen in der MRT belegt. In einer

März 2007

Menschen helfen Menschen


GESUNDHEIT & FORSCHUNG 23

internationalen Kooperation werden Erstmanifestationen

von MS mit MRT-Kontrollen

im weiteren Verlauf untersucht.

Eine Reihe von Studien über die Beurteilung

von MS-Verläufen und eventuelle prognostische

Bedeutung von MRT-Untersuchungen

ist im Gange.

Betreuung von Patienten

Neben all diesen Fortschritten in der Forschung

ist es aber vor allem die umfassende

Betreuung der Betroffenen, die eine gute

Krankheitsbewältigung erst ermöglicht.

Es ist uns ein Anliegen, neue Therapieformen

zu finden und Medikamente im Hinblick auf

einen möglichen Einsatz zu untersuchen. Genauso

wichtig ist es aber, unsere Patienten

mit den schon vorhandenen Mitteln zu behandeln

und die individuell notwendige Medikation

zu finden. Begleitend ist es uns ein

Anliegen, unsere MS-Betroffenen mit Geduld

und Verständnis einfühlend auf ihrem Lebensweg

mit der Krankheit zu begleiten und

unterstützend zur Verfügung zu stehen.

Die chronische Erkrankung erfordert auch ein

besonderes Ausmaß an Information der Betroffenen,

dem wir nicht nur in persönlichen

Gesprächen, sondern auch mit Artikeln in

Zeitschriften und im Internet entgegenkommen.

Ein zusätzliches Angebot zur Information

stellen die mit allen MS-Zentren der Steiermark

gemeinsam veranstalteten Steirischen

MS-Tage dar, bei denen in Vorträgen

Information übermittelt, aber auch eine Möglichkeit

zum Austausch von Erfahrungen und

Kommunikation mit anderen Betroffenen geboten

wird.


Kontakt:

Universitätsklinik für Neurologie

am LKH-Univ.Klinikum Graz

Auenbruggerplatz 22, 8036 Graz

Ass. Prof. Dr. Siegrid Strasser-Fuchs

Tel. +43 316/385 80389,

Mail: siegrid.strasser@meduni-graz.at

Univ.-Prof. Dr. Franz Fazekas

Tel. +43 316/385 80382,

Mail: franz.fazekas@klinikum-graz.at

Core Facilities & Speziallaborbereiche

Umfassendes Angebot des ZMF zur Unterstützung und Entwicklung der Grazer

medizinischen Forschung

Das Zentrum für Medizinische Grundlagenforschung

(ZMF) bietet einen idealen

Rahmen für Core Facilities und Speziallaborbereiche.

Core Facilities

Unter dem Begriff Core Facilities (CF) sind

zentrale Einrichtungen der Med Uni Graz zu

verstehen, in denen Großgeräte bereitgestellt

werden, die von mehreren Arbeitsgruppen,

Instituten oder Kliniken benötigt werden.

Die CF verfügen über eigenes Stammpersonal

mit hoher Fachexpertise und bieten

Dienstleistungen (Auftragsanalysen, Support

und Beratung) für Forschungsprojekte an.

Selbstverständlich können Technologien und

Geräte, die unter die Definition der CF fallen,

auch in Instituten vor Ort vorhanden sein,

wenn entsprechender Bedarf gegeben ist

(z.B. HPLC, RT-PCR, LSM usw.). CF sollen Angebote

sein, die aufgrund von Vorteilen genutzt

werden (Schnelligkeit, Zeitersparnis,

günstige Preise usw.).

Speziallaborbereiche

Speziallaborbereiche hingegen sind gemeinsam

genutzte Bereiche mit speziellen Erfordernissen

an die technische Ausstattung

und/oder Bereiche, die aufgrund gesetzlicher

Vorgaben spezielle Sicherheitsvorkehrungen

erforderlich machen.

Im Gegensatz zu Core Facilities stellt das

Stammpersonal hier die Ressourcen bereit,

koordiniert und organisiert die Bereiche,

führt aber selbst keine weiteren Dienstleistungen

oder Auftragsarbeiten durch. Ziel ist

es, Speziallaborbereiche so weit wie möglich

gemeinsam zu nutzen (z.B. auf Zentrumsebene),

um den technischen und organisatorischen

Aufwand gering zu halten. ■

Quelle:

NEWS XXXIV – Ausgabe 4/2006. MUG

Zielsetzungen von CF

• In Form einer zentralen Forschungseinrichtung

werden z.B. Großgeräte, Hochdurchsatzverfahren

bzw. komplexe Technologien

für die Med Uni Graz verfügbar gemacht,

deren Anschaffung und/oder Betrieb

für ein einzelnes Institut nicht leistbar

wäre.

• Den Forschern der Med Uni Graz wird der

Zugang zu Großgeräten, Hochdurchsatzverfahren

bzw. komplexen Technologien

ermöglicht, ohne dass jede einzelne Gruppe

Zeit für langwierige Schulungen aufbringen

muss, um eigenes Know-how aufzubauen.

• Dadurch wird eine möglichst hohe Auslastung

dieser Großgeräte und möglichst hohe

Spezialisierung des Bedienungspersonals

erreicht.

Säulentausch am GC-MS (Gaschromatografie-Massenspektrometrie).

Foto: AVE (Audiovisuelle Einheit) des ZMF

Menschen helfen Menschen

März 2007


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GESUNDHEIT & FORSCHUNG

Standardisiertes Ernährungsscreening

Die Erfassung des Ernährungszustandes ist eine wichtige Voraussetzung für

Diagnose, Operation und Therapie

Laut Studien weisen zirka 20% der Patienten

bei der Aufnahme in das Krankenhaus

eine krankheitsassoziierte Mangelernährung

auf. Die Erhebung und Dokumentation des

Ernährungszustandes bei der Aufnahme der

Patienten soll daher genauso selbstverständlich

werden wie die Erhebung von Blutdruck,

Puls und Temperatur.

Ernährungsscreening –

Implementierung in MEDOC’s

Innerhalb des Ernährungsteams des LKH-

Univ.Klinikum Graz wurde in Anlehnung an

europäische Guidelines ein einfach durchzuführendes

Ernährungsscreening entwickelt

und in das bestehende Patienten-EDV-System

implementiert. Die Erhebung erfordert

einen minimalen Zeitaufwand (2–3 min), ist

einfach durchzuführen und das Ergebnis liegt

binnen kürzester Zeit vor, ist jederzeit einsehbar

und wird in der Krankengeschichte

dokumentiert.

Nutzen des

Ernährungsscreenings

In einer Studie von Kruizenga et al. (Am J

Clin Nutr 2005; 82:1082-9) konnte gezeigt

werden, dass ein standardisiertes Screening-Programm

bei hospitalisierten Patienten

in der Lage ist, die Effektivität der

ernährungsmedizinischen Betreuung zu verbessern.

Die Arbeit zeigt eindrücklich, dass

durch ein Screening-Programm Mangelernährung

besser erkannt und eine

ernährungsmedizinische Intervention den

Verlauf günstig beeinflussen kann.

Neue Wege in der

Ernährung von chirurgischen

Patienten

War bis vor einigen Jahren sowohl

die Vorbereitung der

chirurgischen Patienten als

auch die Situation nach Operationen

von langen Phasen

strikter Nahrungskarenz gekennzeichnet,

so hat sich dieses

Dogma in den letzten Jahren

grundlegend geändert.

Die Grazer Univ. Klinik für

Anästhesie hat in Anlehnung

an die aktuelle Literatur die präoperative

Nüchternzeit für elektive Patienten auf zwei

Stunden für klare Flüssigkeiten verkürzt. Mit

der Verabreichung eines kohlenhydrathältigen

Getränkes „Carboloading“ zwei Stunden

vor großen Operationen werden die Kohlenhydratspeicher

in der Leber aufgefüllt. Der

Vorteil ist eine Reduzierung von postoperativen

Blutzuckerschwankungen, Übelkeit und

Erbrechen.

Der postoperative Nahrungsaufbau beginnt

bereits wenige Stunden nach Operationsende.

Die Funktion des Darmes bleibt somit

erhalten. Für den oralen Kostaufbau wurde

ein stark vereinfachtes Schema erstellt und

umgesetzt.

Folder

Das neue Konzept ermöglicht neben der Verringerung

der postoperativen nicht chirurgischen

Komplikationen eine schnellere Erholung

und Mobilisation der Patienten und

Auszug der Titelseite des Folders „Perioperatives

Ernährungskonzept“.

damit auch eine Verkürzung der Aufenthaltszeiten

im Krankenhaus.

Um die praktische Umsetzung zu erleichtern

wurde vom Ernährungsteam des Univ. Klinikums

ein Folder erarbeitet, der allen Mitarbeitern

zur Verfügung steht.


Kontakt:

A.M. Eisenberger, Diätologin

Koordination & Organisation

Ernährungsteam

LKH-Univ. Klinikum Graz

Priv. Doz. Dr. S. Gabor

Klinische Abt. f. Thorax- &

Hyperbare Chirurgie

LKH-Univ. Klinikum Graz

Intranet: LKH-Univ.Klinikum Graz/

Medizinisches/Ernährungsteam

Weitere Informationen im Internet unter:

www.gsund.net/gsundonline

Newsletter-Service

Die Redaktion von G’sund.net möchte mit den Leserinnen und Lesern des

Online-Informationsangebotes von www.gsund.net regelmäßig kommunizieren

und über die aktuellen Meldungen vor allem aus dem steirischen

Gesundheits- und Sozialbereich informieren.


Mehr dazu:

www.gsund.net

März 2007

Menschen helfen Menschen


GESUNDHEIT & FORSCHUNG 25

Richtige Ernährung unterstützt Heilungsprozesse

Broschüren, Folder, Beratungsunterlagen und EDV-Systeme der KAGes informieren

über die „Ernährung als Therapie“

Richtige Ernährung

trägt wesentlich

zur Gesundheit bei

und unterstützt somit

auch Heilungsprozesse.

Dieser Tatsache

sind sich die

Teams des Ernährungsmedizinischen

Dienstes der einzelnen

LKHs bewusst.

Mag.

Katharina Kainz,

Organisationsabteilung

Zahlreiche Broschüren,

Folder, Beratungsunterlagen,

aber auch EDV-Systeme

wurden aus diesem Grund

entwickelt. Sie leisten einen

Beitrag zur Qualitätssicherung

in der Patientenversorgung

bzw. zur Bewusstseinsbildung

„Ernährung als Therapie“. Mit

Hilfe dieser Unterlagen können

Patienten beispielsweise nach

Operationen oder auch mit

Stoffwechselstörungen optimal

versorgt werden.

Kostformenkatalog

Der Kostformenkatalog gibt einen

detaillierten Überblick über die

aktuellen Kostformen aller KA-

Ges-Spitäler und gewährleistet

eine wissenschaftlich fundierte

und klinisch relevante Diätetik.

Das Ernährungsmanagement

(Ernährungsvisite, Ernährungstherapie,

Ernährungsberatung,

Ernährungsschulung) kann so gezielt

in die Therapie

des Patienten miteinbezogen

werden. Die

im Kostformenkatalog

verwendeten Bezeichnungen

entsprechen

den Bestellcodes

des Speisenanforderungs-

und

Küchen-EDV-Systems

VESTA.

Weitere Informationen:

Anna Eisenberger,

LKH-Univ. Klinikum Graz

anna.eisenberger@klinikum-graz.at

VESTA

VESTA ist eine Eigenentwicklung

der KAGes. Dieses Speisenanforderungs-

und Küchen-

EDV-System unterstützt alle

Bereiche der Diätetik und

Speisenlogistik im Krankenhausbereich.

Der minimale Bearbeitungsaufwand,

die Möglichkeit

einer bedarfsgerechten

Versorgung, die Integration

der Materialwirtschaft sowie

die optimale Genauigkeit

bei der Rezepturberechnung

zählen u.a. zu den Vorteilen

von VESTA.

Weitere Informationen:

Ing. Kurt Fresenberger, UIM

kurt.fresenberger@kages.at

Beratungsstandards

Verschiedenste Beratungsstandards

unterstützen zusätzlich bei

der täglichen Arbeit in den Landeskrankenhäusern

der KAGes.

Diese Standards wurden von den

Ernährungsmedizinischen Diensten

mit wissenschaftlichem Beirat

erstellt und als „ON Regel“ am

österreichischen Normungsinstitut

eingereicht, was österreichweit

einzigartig ist. Die folgenden

Unterlagen sind nur einige von

vielen, die Tipps zur praktischen

Umsetzung, beispielsweise einem

möglichen Tagesplan etc., geben.

• Enterale Ernährung

• Ernährung bei

Fettstoffwechselstörungen

• Ernährung bei

Laktoseintoleranz

• Ernährung bei Übergewicht

• Essen und Trinken

für Nierenkranke

• Gesunde Ernährung

• Leichte Vollkost

• Purinarme Kost

• Zuckerarme

und fettreduzierte Kost ■

Weitere Informationen:

Ernährungsmedizinischer Dienst,

LKH-Univ. Klinikum Graz,

+43/316/385-82958

katharina.kainz@kages.at

Weitere Informationen im Internet unter:

www.gsund.net/gsundonline

Menschen helfen Menschen

März 2007


26

GESUNDHEIT & FORSCHUNG

Foto: Mag. H. Meinhart

Angsterkrankungen (1. Teil)

Ursachen und Erklärungsmodelle zur Angstentstehung

Nach heutigem Wissensstand

leidet jeder 5.

Mensch im Verlauf seines Lebens

während längerer Zeit

unter Angst. Angst- und Panikstörungen

sind die häufigsten

psychischen Störungen bei

Frauen und die zweithäufigsten

bei Männern nach den

Suchterkrankungen. In den

meisten Fällen (80%) treten

die Angstanfälle plötzlich auf, wobei in medizinischen

Untersuchungen meist keine organischen

Ursachen zu finden sind. Häufig

kommt es zur Angst vor der Angst.

Was ist eigentlich Angst?

Angst ist ein grundlegendes normales Gefühl,

das bei jedem Menschen auftritt, wie

Freude, Wut, Ärger, Zorn oder Traurigkeit.

Angst tritt zumeist in Situationen auf, die als

bedrohlich, ungewiss und unkontrollierbar

eingeschätzt werden. Ängste und Angsterkrankungen

können aber auch im Zusammenhang

mit körperlichen Erkrankungen auftreten.

Heute spricht man in Zusammenhang

mit Angst häufig von Panik.

Dr. Magdalena

Koinegg, Klinische

Psychologin, LKH

Deutschlandsberg.

Symptomatik der Panikstörung

Wir finden folgende körperliche Symptome:

Starkes, schnelles oder unregelmäßiges

Herzklopfen, Zittern, Schwindel oder Benommenheit,

Schwitzen, weiche

Knie, Schmerzen oder Beklemmungsgefühle

in der Brust,

Atemnot, Kloß im Hals, Übelkeit

oder Magen/Darmprobleme.

Die Betroffenen erleben

diese Symptome als sehr unangenehm

und bedrohlich.

Angst- und Panikstörungen

sind oft die Folge einer stark

belastenden und schon länger

andauernden Situation (z.B. beruflicher oder

familiärer Stress, Scheidung, Todesfall,

Schulden, Arbeitslosigkeit), eine Panikattacke

tritt dann oft erst verzögert in einer

Ruhesituation auf, wo Zeit zum Nachdenken

und Verarbeiten von Erlebtem gegeben ist.

Erklärungsmodelle

zur Angstentstehung

• Angst als Stressreaktion

Unter Stress versteht man alle körperlichen

und seelischen Belastungen (Stressoren)

sowie auch die Reaktion auf diese Belastungen.

Angst, Aufregung und Stress lösen

bestimmte biologisch sinnvolle vegetative

Reaktionen aus, im negativen Fall aber

auch belastende Fehlregulierungen. Alles,

was zu einem drastischen Anstieg des Adrenalinspiegels

im Blut führt, kann eine Panikattacke

auslösen. Panikattacken treten

oft erst nach einer starken körperlichen

oder seelischen Belastung auf. War der

Stresshormonspiegel über einen längeren

Zeitraum erhöht, sinkt er nämlich mit nachlassender

Belastung nicht sofort auf das

Normalmaß zurück, sondern wird oft erst

über eine Panikattacke abgebaut. Dies erklärt

das häufige Auftreten von Panikattacken

in Phasen beginnender Ruhe, das

heißt, wenn man sich gerade niedergesetzt

oder in das Bett gelegt hat. Panikattacken

können sogar im Schlaf auftreten, und zwar

dann, wenn die chronische Verspannung

erst im Schlaf nachlässt. Eine derartige

Symptomatik ist mit einer Wochenendmigräne

vergleichbar.

• Der Teufelskreis der Angst

Manche Menschen, die einmal einen starken

Angstzustand wie z.B. eine Panikattacke erlebt

haben, werden sehr empfindlich. Sie bewerten

zunehmend ganz normale körperliche

Beschwerden als besonders gefährlich und

setzen so den Teufelskreis in Gang.

Der Teufelskreis der Angst kann grundsätzlich

von verschiedenen Faktoren ausgelöst

werden: z.B. durch das Lesen eines Zeitungsartikels

über Herzerkrankungen oder die

Wahrnehmung von körperlichen Veränderungen

in vermeintlich bedrohlichen Situationen,

wie z.B. das Liftfahren.

Angst wird zur Krankheit, wenn sie unangemessen

stark ist, wenn sie zu häufig und zu

lange auftritt, wenn die Personen einen Kontrollverlust

erleben und hoher Leidensdruck

entsteht.

Jeder Versuch, die Angst zu unterdrücken,

sei es durch Ablenkung, Vermeidung oder

Flucht, verstärkt letztendlich die Angstproblematik.

Würde es gelingen, die Angst auszuhalten,

ohne sie zu vermeiden, würde sie

schon nach kurzer Zeit von alleine verschwinden.

• Angst bei körperlichen

Erkrankungen und Eingriffen

Eine besondere Form oft lang andauernder

Belastungssituationen, die mit Angst und

Stress verbunden ist, sind körperliche Erkrankungen.

Deren Bandbreite reicht dabei

von schweren Zuckerkrankheiten (Diabetes)

über Herzerkrankungen, Nierenerkrankungen,

Unfallfolgen bis zu Krebs. In allen Abschnitten

ärztlicher Untersuchungs- und Behandlungsschritte

können Angstgefühle und

Erwartungsängste auftreten.

• Erwartungsangst bei der Diagnostik

Ausgeprägte Erwartungsängste sind bei den

meisten Menschen normale Reaktionen, z.B.

März 2007

Menschen helfen Menschen


GESUNDHEIT & FORSCHUNG 27

bei der ängstlich-gespannten Erwartung einer

Diagnose oder beim Warten auf einen

Befund bis hin zur Mitteilung der Notwendigkeit

einer operativen Behandlung.

• Ängste und Sorgen in der Therapie

Tiefgreifender können Angstreaktionen werden,

wenn es um eine kurz- oder langfristige

medikamentöse oder gar operative Therapie

geht. Auch dies zählt zu den normalen Angstreaktionen,

insbesondere wenn es um Krebsbehandlungen

geht, treten oft besonders

ausgeprägte Ängste und Sorgen vor bleibenden

Schädigungen, Behinderungen, vor der

Form zukünftiger Lebensführung bis hin zur

Befürchtung, sterben zu müssen. Verknüpft

damit sind auch die Angst vor Verlust des

Partners, seiner Liebe und Zuwendung, bis

hin zum Verlust des Selbstwertgefühls. Da

ausgeprägtere Angst Schmerzempfindungen

verstärken kann und umgekehrt Schmerz (Erwartungs-)Angst

steigert, kann es so zu einem

quälenden Teufelskreis kommen.

• Angst vor Krankenhaus und Krankenhausatmosphäre

Verunsicherungen kommen aus der unbekannten

Krankenhausatmosphäre, den oft

nicht nachvollziehbaren Abläufen auf der Station

und der Konfrontation mit dem Leiden

und Sterben der Mitpatienten. Dies gilt vor

allem für intensivmedizinische Behandlungen

nach schweren Unfällen oder Operationen.

• Angst vor den Folgen

Eine realistische Angst besteht auch vor dauernden

und möglicherweise sichtbaren Entstellungen.

Alle Menschen fürchten selbst

kleinste Narben und Entstellungen, vor allem

im Gesichtsbereich, an den Händen, Armen

und im Oberkörperbereich. In besonderem

Maße gilt dies für operative Eingriffe an der

Brust oder gar deren teilweise oder vollständige

Amputation sowie für Brandverletzte,

bei denen die Haut als entscheidendes körperliches,

seelisches und soziales Schutzorgan

betroffen ist. Eine andere Folge kann bei

immer wiederkehrenden Schmerzanfällen

oder bei der wiederholten Erfahrung schmerzauslösender

Behandlungsverfahren die Entwicklung

eines „Teufelkreises“ von Angst

und Schmerz sein.

Ähnliche Ängste gelten auch für Angehörige

und wichtige Bezugspersonen, wenn ein

Angehöriger oder Partner von einer schweren

Erkrankung oder einem schweren Unfall

betroffen ist.


Fortsetzung in der nächsten Ausgabe von

G’sund im Juni 2007

magdalena.koinegg

@lkh-deutschlandsberg.at

KAGes als Zentrum der Forschung

Zahlreiche steirische LKHs an Forschungsarbeiten der führenden

Studiengesellschaft ABCSG beteiligt

In den steirischen LKHs werden die Patienten

nach den aktuellsten medizinischen Erkenntnissen

behandelt. Viele tragen aber auch selbst

dazu bei, dass das medizinische Wissen kontinuierlich

erweitert wird: Zahlreiche Abteilungen

des LKH-Univ.Klinikum Graz und steirischer

LKHs beteiligen sich an Untersuchungen der international

erfolgreichen österreichischen Studiengesellschaft

Austrian Breast & Colorectal

Cancer Study Group (ABCSG), die sich auf

Brust- und Darmkrebs spezialisiert hat.

Steiermarkweite Aktivitäten

Die Studien werden in Graz, Bruck a.d. Mur,

Deutschlandsberg, Feldbach, Fürstenfeld, Hartberg,

Judenburg, Leoben, Mürzzuschlag, Rottenmann,

Voitsberg, Wagna und Weiz durchgeführt.

Einerseits wird durch die präzisen Vorgaben

bei Studien ein landesweiter Standard in

Diagnose, operativer Therapie und Nachbehandlung

sichergestellt, andererseits erfolgt

zugleich eine kontinuierliche Fortbildung der

teilnehmenden Ärzte. Sowohl bei Darm- als

auch bei Brustkrebs haben die Studien bereits

international beachtete Ergebnisse erbracht,

welche die Heilungschancen deutlich steigern.

Interdisziplinäre

Zusammenarbeit

Der Regionalverantwortliche der ABCSG für

Südösterreich, Univ.-Prof. Dr. Hellmut Samonigg:

„Unsere Gesellschaft widmet sich

der Aufgabe, Diagnostik, Therapie und

Nachbehandlung des Mamma- und Kolorektalen

Karzinoms in ganz Österreich zu

vereinheitlichen und kontinuierlich zu verbessern.

Dafür sind klinische Studien, bei

denen Mediziner verschiedener Fachrichtungen

wie Onkologie, Chirurgie, Radiotherapie,

Radiologie, Gynäkologie, Histopathologie,

Psychologie und Rehabilitationstherapie

zusammenarbeiten, unbedingt notwendig.“

Osteoporose bei

Brustkrebspatientinnen

Derzeit beteiligen sich mehrere ABCSG-Zentren

in Spitälern der KAGes an der Studie 18,

die sich mit der Osteoporose bei Brustkrebspatientinnen

befasst. Bei diesen Patientinnen

wird der Behandlungseffekt des Antikörpers

Denosumab untersucht, der die Aktivierung,

Entwicklung und das Überleben von Zellen

(Osteoklasten) behindert, die einen Knochenabbau

bewirken. Die bisher durchgeführten

Tests an 4.000 Patientinnen zeigten, dass eine

alle sechs Monate verabreichte subkutane Injektion

dieses Antikörpers zu einer Verlangsamung

des Knochenabbaus führt und somit

Knochenbrüche verhindern kann. ■

Mehr dazu:

www.abcsg.at

Kontakt:

Mag. Brigitte Grobbauer

ABCSG-Public Relations

Mail: gitti.grobbauer@abcsg.at

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März 2007


28

GESUNDHEIT & FORSCHUNG

Kontakt & Infos

H. Peter Soyer, MD

Department of Dermatology

Research Unit Teledermatology

Medical University Graz

Auenbruggerplatz 8, A-8036 Graz, Austria

Phone: +43-316-385-80310

peter.soyer@meduni-graz.at

www.meduni-graz.at/dermoscopy

www.telederm.org

www.dermoscopy-ids.org

www.teledermatology-society.org

http://ironmanaustria2006.blogspot.com/

Grazer Dermatologie-Experte

erhält Lehrstuhl in Australien

Univ.-Prof. Dr. H. Peter Soyer wird ab Juli 2007 an der

University of Queensland in Brisbane lehren und forschen

Der Grazer Dermatologie-Experte Univ.-

Prof. Dr. H. Peter Soyer, Universitätsklinik

für Dermatologie und Venerologie

am LKH-Univ.Klinikum Graz, hat sich in der

Melanomfrüherkennung und Teledermatologie

bereits weltweit einen Namen gemacht.

So werden seiner Idee und Entwicklung

folgend Hautveränderungen mit

einem handelsüblichen Mobiltelefon fotografiert

und weltweit mit Experten diskutiert.

Auch die Auflichtmikroskopie wurde

wesentlich von ihm mitentwickelt. Diese

nichtinvasive Methode der Melanom-Diagnostik

wird in Graz im Rahmen der „Postgraduate

School“ Dermatologen aus der

ganzen Welt vermittelt.

Mit seiner Berufung auf den Lehrstuhl für

Dermatologie an der University of Queensland

in Brisbane, Australien, erhielt Univ.-

Prof. Dr. H. Peter Soyer einen der drei australischen

Dermatologie-Lehrstühle. Er

sieht in dem Aufbau einer komplett neuen

Abteilung mit einem Team von 15 bis 20

Mitarbeitern eine interessante Herausforderung.


Kontakt:

Univ.-Prof. Dr. Hans Peter Soyer

Univ.-Klinik für Dermatologie

und Venerologie

Tel.: 0316-385-80310

peter.soyer@meduni-graz.at

Düfte zum Wohle der Patienten

Aromaexpertin Andrea Temmel über Öle, die Körper und Seele berühren

Düfte, die Körper und Seele berühren“, ist

der Titel meiner schriftlichen Arbeit, die

ich im Herbst des Vorjahres im Rahmen meines

Abschlusses als Aromaexpertin in

Deutschland abgegeben habe. Dadurch habe

ich mich intensiv mit der Wirkung von ätherischen

Ölen beschäftigt. Diese liegt nicht nur

im psychischen, sondern auch im physischen

Bereich.

Psychische Wirkweise

Diese lässt sich durch den direkten Einfluss

auf unser limbisches System erklären, den

Sitz unserer Emotionen. Auch die hormonelle

und vegetative Steuerung sowie die Aussendung

von Botenstoffen geht von diesem Zentrum

des Gehirnes aus. So kommt es nachgewiesenermaßen

bei bestimmten Dufteinwirkungen

zu vermehrter Bildung von

Endorphinen, Serotoninen, Encephalinen

usw.

Zwischen den

beiden Fotos liegen

14 Tage

Zeitunterschied. Die

Pflege erfolgte hier

ausschließlich mit

Wildlavendelöl, das

5x täglich lokal

aufgetragen wurde.

Primavera®Aroma

-Expertin im

Fachbereich

Aromapflege I-

DGKS Andrea

Temmel, LKH

Judenburg-

Knittelfeld.

Ätherische Öle auf Intensivstationen

Gerade auf Intensivstationen

kann es häufig zum Mangel an

Glückshormonen und dadurch bedingten

psychischen Auswirkungen

(Depressionen, Appetitmangel,

Schlaflosigkeit, vermehrtes

Schmerzempfinden usw.) kommen.

Durch die Anwendung ätherischer

Öle in der Pflege (tägliche

Ganzwaschungen, wärmende Ölkompressen,

fiebersenkende Wickel, atemstimulierende

Einreibungen, Mundpinselungen

usw.) kann das Wohlbefinden

des Patienten ohne wesentliche

Zeitaufwendung verbessert werden.

Physische Wirkweise

In entsprechender Verdünnung

mit einem geeigneten Basisöl

(kaltgepresstes Pflanzenöl wie

z.B. Olivenöl) direkt auf die Haut

aufgetragen, zeigen ätherische

Öle ihre Wirkweise an der Zelle

selbst. In mehreren Untersuchungen

konnte ihre antibakterielle,

antivirale, fungizide, aber auch

entzündungshemmende, zellregenerierende

oder auch mukolytische und sekretomotorische

Wirkung nachgewiesen

werden.

Dies erklärt auch die nach Rücksprache mit

den Ärzten erfolgreiche Verwendung ätherischer

Öle zur Vorbeugung und Behandlung

von Dekubita. Ätherische Öle sind keine

Wundermittel, aber uns von der Natur zur

Verfügung gestellte wertvolle Mittel. ■

andrea.temmel@lkh-judenburg.at

März 2007

Menschen helfen Menschen


Trauma und Akutchirurgie

Kongress vom 23. bis 25. Mai 2007 in Graz, der Gründungsstadt einer neuen

wissenschaftlichen Organisation in Europa

GESUNDHEIT & FORSCHUNG 29

Erstmals in ihrer

Geschichte werden

European Association

for Trauma

and Emergency Surgery

(EATES) und European

Trauma Society

(ETS) ihre zur

Tradition gewordenen

Kongresse gemeinsam

und in Österreich

veranstalten. Dieser

Univ.-Prof.

Dr. Selman Uranüs,

Kongresspräsident

and Vice President,

EATES.

Kongress ist auch deswegen von besonderer

Bedeutung, weil diese beiden europäischen

Gesellschaften sich während des Grazer

Kongresses zu einer neuen gemeinsamen

Gesellschaft vereinen werden. Somit wird

Graz als Gründungsstadt der neuen und somit

der größten wissenschaftlichen Traumaund

Akutchirurgie-Organisation Europas in

die Geschichte eingehen.

Grazer Kongress

erwartet 1500 Teilnehmer

Als größte wissenschaftliche Trauma- und

Akutchirurgie-Gesellschaften können EATES

und ETS über 3000 Mitglieder aus allen europäischen

und benachbarten nicht europäischen

Ländern vorweisen. Die alle zwei Jahre

stattfindenden Kongresse wurden immer

sehr gut besucht. Auch beim Grazer Kongress

2007 werden mindestens 1500 Teilnehmer

erwartet. Als Kongressteilnehmer

werden neben den Unfallchirurgen auch Vertreter

anderer chirurgischer Fächer wie Allgemein-,

Neuro-, Gefäß- und Thoraxchirurgen,

aber auch Notfallmediziner angesprochen.

Neuer Weg: Traumazentrum

In Anbetracht der weltweiten Zusammenlegung

der Traumatologie und der Akutchirurgie

– die USA haben als eines der

ersten Länder diese Entwicklung in vielen

ihrer Bundesstaaten bereits vollzogen –

kommt dem Grazer Kongress als Schrittmacher

bei der europäischen Weiterentwicklung

dieser Spezialdisziplin eine besonders

wichtige Rolle zu. Das LKH-

Univ.Klinikum Graz und die Grazer Medizinische

Universität, als erste österreichische

Universität, haben mit der Entscheidung

für die Errichtung eines Traumazentrums

bereits einen wichtigen Meilenstein

gelegt. Auch die KAGes hat bereits die

Neustrukturierung der Traumaversorgung

in der Steiermark in ihre Struktur- und Angebotsplanung

aufgenommen.

Mit diesem wichtigen und zukunftsträchtigen

Kongress in Graz und dem damit verbundenen

internationalen Wissensaustausch

geht in der Steiermark die Verbesserung der

Versorgung schwer verletzter und erkrankter

Menschen Hand in Hand.


Weitere Informationen:

1st Joint Congress

European Association for Trauma and

Emergency Surgery – EATES

European Trauma Society – ETS, Graz, Austria

May 23–26, 2007

www.eurotrauma2007.com

selman.uranues@meduni-graz.at

Menschen helfen Menschen

März 2007


30

GESUNDHEIT & FORSCHUNG

Diagnostikerfolg bei Tuberkulose

LKH Hörgas-Enzenbach: Blutuntersuchungen ermöglichen Diagnose von TBC-Infektion

Fotos: LKH Hörgas-Enzenbach

CT eines Patienten mit TBC.

Als Kompetenzzentrum für Tuberkulose

mit einer der größten TBC-Stationen

Österreichs beschäftigt sich die Abteilung für

Lungenkrankheiten des LKH Hörgas-Enzenbach

schon seit Jahren mit den neuesten

Entwicklungen im Bereich der Diagnostik und

Prim. Dr. Gert

Wurzinger, LKH

Hörgas-Enzenbach.

Therapie dieser Infektionserkrankung.

Zum Ausschluss einer

TBC wird seit vielen

Jahrzehnten eine

Thoraxröntgenuntersuchung durchgeführt. Diese

eignet sich aber nicht zur Feststellung einer

TBC-Infektion und damit zur Einschätzung eines

Tuberkuloserisikos. Der Tuberculin-Hauttest

zeigt häufig auch positive Ergebnisse bei

Kontakt mit ungefährlichen Mykobakterien. Im

hauseigenen Labor wurden daher verschiedene

Labortests zum Nachweis von TBC-Infektionen

evaluiert. Als Ergebnis dieser Bemühungen

wird an der Abteilung für Lungenkrankheiten in

Enzenbach ein neuer Serumtest eingesetzt, der

eine Infektion mit Tuberkelbakterien mit hoher

Sensitivität und Spezifität anzeigt. Er beruht

auf dem Nachweis von TBC-spezifischem Interferon-

und ist unabhängig vom Nachweis allergischer

Reaktionen an der Haut. Damit konnte

eine entscheidende Qualitätsverbesserung

in der Diagnostik der Tuberkulose-Infektion erzielt

werden. Der Test steht ab sofort allen KA-

Ges-Krankenhäusern zur Verfügung. ■

Kontakt:

Prim Dr. Gert Wurzinger

LKH Hörgas-Enzenbach

Abteilung für Lungenerkrankungen

Tel.: +43 / (0)3124 / 501-2000

Fax: +43 / (0)3124 / 501-2004

Mail: gert.wurzinger@lkh-hoergas.at

www.lkh-hoergas.at

Netzwerk Psychosomatik Österreich

Internet bietet qualifizierte Behandlungsoptionen bei psychosomatischen Beschwerden

Die meisten Menschen kennen die

engen Wechselwirkungen zwischen

Körper und Seele aus eigener Erfahrung

und es ist nicht verwunderlich,

dass Hausärzte bei 25 % bis 30 % ihrer

Patienten mit psychosomatischen Beschwerden

konfrontiert sind. Die Behandlung

solcher Störungen gestaltet

sich vor allem oft dann schwierig, wenn

keine organische Erklärung für die

Symptome gefunden werden kann.

Psychosomatische und

Psychotherapeutische Medizin

Für die Behandlung psychosomatischer Beschwerden

ist es besonders wichtig, die engen

Wechselwirkungen zwischen körperlichen, psychischen

und sozialen Faktoren zu erkennen.

Viele Ärzte haben sich auf die Behandlung solcher

Störungen spezialisiert und dafür eine insgesamt

sechs Jahre dauernde Weiterbildung

und Spezialisierung durchlaufen, die mit Diplomen

für Psychosomatische und Psychotherapeutische

Medizin abschließt. Wichtig dabei ist

natürlich die Zusammenarbeit mit anderen in

diesem Bereich tätigen Berufsgruppen.

Qualifizierte

Behandlungsoptionen online

Viele der zusätzlich spezialisierten Allgemeinmediziner

und Fachärzte sowie ambulante

und stationäre psychosomatische Einrichtungen

sind nunmehr im Rahmen des Projekts

„Netzwerk Psychosomatik Österreich“

im Internet leicht auffindbar. Sie können für

Beratungs- und Behandlungsempfehlungen,

Therapien oder Überweisungen kontaktiert

werden.

Das Netzwerk Psychosomatik hat es

sich zum Ziel gesetzt, die bestehenden

psychosomatischen Behandlungsangebote

in Österreich umfassend aufzuzeigen

und zugänglich zu machen. Unterstützt

wird dieses vom Bundesministerium

für Gesundheit und Frauen und von

der Österreichischen Ärztekammer getragene

Projekt von allen im Bereich

Psychosomatik tätigen österreichischen

Fachgesellschaften.


Mehr dazu:

www.netzwerk-psychosomatik.at

Kontakt:

Univ.-Ass. Dr. Christian Fazekas

und Mag. Franziska Matzer

Univ.-Klinik für Medizinische Psychologie

und Psychotherapie

Tel.: 385 / 2516

E-Mail: christian.fazekas@meduni-graz.at

März 2007

Menschen helfen Menschen


GESUNDHEIT & FORSCHUNG 31

Foto: MedUni Graz

Lungenhochdruck

Pulmonale Hypertonie bislang noch unheilbar:

Forschungsprojekt am LKH-Univ.Klinikum Graz

Univ.-Prof. Dr. Horst Olschewski, Leiter der Klinischen

Abteilung für Pulmonologie am LKH-Univ.Klinikum

Graz, und Univ.-Prof. Dr. Andrea Olschewski,

Experimentelle Anästhesiologie.

Lungenhochdruck (Pulmonale Hypertonie)

zählt zu den Waisenkrankheiten, die laut

WHO nicht mehr als 5 von 10.000 Personen

betreffen. Für die betroffenen Patienten

gibt es derzeit nur beschränkte medizinische

Behandlungsmöglichkeiten.

Hauptbeschwerden

In Österreich leiden derzeit nach offiziellen

Statistiken ca. 700 Patienten an Lungenhochdruck.

Dieser erschwert das Atmen

fortschreitend und geht mit einer langsamen

Verminderung der körperlichen Leistungsfähigkeit

einher. Die Hauptbeschwerden

– Atemnot, Brustschmerzen, rasche Erschöpfung

und Schwindel unter Belastung –

sind wenig charakteristisch, denn sie kommen

auch bei anderen Herz- und Lungenerkrankungen

vor. Häufig werden daher die

Betroffenen fehldiagnostiziert bzw. es

kommt zu Verlegenheitsdiagnosen. Denn

Atemnot wird noch allzu oft auf Ursachen

wie zum Beispiel unzureichende körperliche

Fitness, Übergewicht oder starkes Rauchen

zurückgeführt.

Behandlung der

PAH und Auslöser

Für die Behandlung der pulmonal arteriellen

Hypertonie (PAH) wurden in den letzten Jahren

mehrere wirksame Medikamente entwickelt

und neue Therapieformen werden in

klinischen Studien untersucht. Dennoch ist

eine Heilung der PAH nicht in Sicht und die

Kosten der Dauertherapie steigen stetig.

Häufig sind junge Frauen betroffen,

eine besondere Häufung findet sich

kurz nach der Entbindung. Als Auslöser

der PAH gelten neben genetischen

Faktoren angeborene Herzfehler,

Lebererkrankungen, eine

HIV-Infektion, eine Lungenentzündung,

Allergien usw., aber auch die

Einnahme von z.B. Appetitzüglern.

Es ist bekannt, dass Sauerstoffmangel

(Hypoxie), chronische Entzündungen,

Thromboembolien und Mediatoren

wie Endothelin an der Entstehung

der Krankheit beteiligt sind.

Initiative gegen

Lungenhochdruck

In Kooperation mit der Bank Austria

Creditanstalt als Partner und Hauptsponsor

wurde vom Forschungsverein Lungenhochdruck

eine Initiative gegen Lungenhochdruck

ins Leben gerufen. Mittlerweile konnten

bereits 13.000 Meilensteine, das sind

mit dem Namen des Spenders versehene

Pflastersteine, im Wiener Prater vor dem

Planetarium verlegt werden. Diese Initiative

gegen Lungenhochdruck unterstützt nun ein

aussichtsreiches Forschungsprojekt am

Lung Cell Laboratory der Medizinischen

Universität Graz. So wird für zwei Jahre die

Finanzierung der Post-Doc-Stelle des Lungenhochdruck-Forschungsteams

gesichert.

Lung Cell Laboratory

Lung Cell Laboratory an der Med Uni Graz

(LuCeL-MUG) setzt die Forschungsarbeit

fort, die von seinen Leitern vor ca. acht Jahren

am University Giessen Lung Center in

Deutschland begonnen wurde. Unter der

Leitung von Dr. Andrea Olschewski, Univ.-

Prof. für experimentelle Anästhesiologie,

und Dr. Horst Olschewski, Univ.-Prof. für

Pulmonologie, beschäftigt sich das LuCeL-

MUG speziell mit dem vaskulären Aspekt

von Lungenkrankheiten, der gegenwärtig eine

zunehmende Bedeutung gewinnt. Dies

betrifft die PAH, aber auch beispielsweise

das Lungenemphysem und bösartige Lungentumoren.


Quelle:

Presse-Info der MUG, 12. Dezember 2006

Sehenswert

Sehenswert

Wiener „Türme“

Vom Narrenturm zum Museum

Der Narrenturm, ein wuchtiger

fünfgeschossiger Rundbau, im Gelände des

alten AKH-Universitätscampus.

Fotos: Sudy

Der Eingang in den

Narrenturm, heute

das Pathologischanatomische

Bundesmuseum.

Historische und

zeitgenössische

„Turmbauten“ sind

interessante Zeugen

unserer Lebensund

Arbeitsbedingungen

und der Gedankenwelt.

Narrenturm

Dieser nach seiner

ehemaligen Funktion

als Narrenturm

benannte fünfgeschossige

Rundbau

wurde als eine der ersten Anstalten für

Geisteskranke 1784 unter Kaiser Josef II.

errichtet. Ab 1866 wurde das im alten AKH-

Universitätscampus gelegene interessante

Gebäude als Schwesternwohnheim, für

Ärztedienstwohnungen, als Depot von Universitätskliniken

und für Werkstätten genutzt.

Bereits seit 1971 wurde hier auch das

Pathologisch-anatomische Bundesmuseum

untergebracht. Heute ist der seit 1993 ausschließlich

als Museum genutzte Narrenturm,

der im Volksmund auch „Kaiser

Josefs Gugelhupf“ genannt wurde, denkmalgeschützt

und Teil der Universität

Wien. Neuerdings kann für Veranstaltungen

ein Vortragsraum im 5. Stock des Narrenturms

gebucht werden.


Kontakt:

Pathologisch-anatomisches

Bundesmuseum

Spitalgasse 2, 1090 Wien

Zugang: Van-Swieten-Gasse

www.narrenturm.info

reinhard.sudy@kages.at

Menschen helfen Menschen

März 2007


32

GESUNDHEIT & FORSCHUNG

Knorpel lässt sich nachzüchten

„Künstliches Kniegelenk nicht absolut nötig“, so Unfallchirurg Peter Panzenböck

Der bekannte Grazer Unfallchirurg Dr. Peter

Panzenböck ist ein Beispiel dafür,

dass frei niedergelassene Ärzte auch in der

Steiermark wesentliche Beiträge zur Forschung

leisten. Die Züchtung und spätere

Transplantation von körpereigenen Knorpelzellen

ist ein Spezialgebiet von ihm, die es

möglich macht, dass Patienten zum Beispiel

das Einsetzen eines künstlichen Kniegelenks

erspart bleiben kann.

„Wenn die Defekte nicht zu große sind“,

schränkt der Mediziner ein. Seit dem Jahr

2004 setzt er körpereigene Knorpelzellen bei

Gelenksoperationen ein; hauptsächlich betrifft

dies das Knie. Bis zu zwölf Quadratzentimeter

große Defekte können bereits behoben

werden. Die Knorpelzellen werden entnommen,

in einem Labor („Ich arbeite mit

Freiburg zusammen“) über einen Zeitraum

von vier bis sechs Wochen gezüchtet und

An der Grazer Universitätsklinik für Kinder-

und Jugendheilkunde wurde der

jugendliche Patient Emanuel mit einem

neuen, kürzlich zugelassenen Medikament

behandelt. Dem 7-jährigen Buben aus

Wels in Oberösterreich fehlt wegen eines

vererbten Stoffwechseldefektes ein lebenswichtiges

Enzym. Die Erkrankung am

MPS-Typ II (Morbus Hunter) führte in den

letzten Jahren zu einer zunehmenden Hyperaktivität,

wodurch er ständig beaufsichtigt

werden muss. Die Beweglichkeit seiner

Gelenke hat stark nachgelassen, auch

Unfallchirurg Dr.

Peter Panzenböck:

„Biotechnologie

macht’s möglich.“

dann innerhalb von 72 Stunden

operativ eingesetzt. Die Methode

erfülle ihn als Arzt mit großer

Befriedigung, so Panzenböck.

Die Entwicklung komme aus der

Biotechnologie, dennoch stehe

man erst am Beginn.

Gelenksknorpeldefekte

Zigtausend Österreicher leiden

unter Gelenksknorpeldefekten.

Der Knorpel erfüllt wichtige

Funktionen innerhalb der komplexen

Struktur unserer Gelenke.

Einerseits sorgt er für die reibungslose

Bewegung der Knochen

im Gelenk, andererseits kann er Belastungen

und Stöße bis zum Siebenfachen unseres

Körpergewichtes auffangen und dämpfen.

Aufgrund dieser Eigenschaften werden

Beschädigungen der Knochen verhindert.

„Die fehlende Blutversorgung des Gelenkknorpels

bedingt aber auch, dass sich im Falle

einer Schädigung der Knorpel nur teilweise

regenerieren kann“, so Panzenböck. Es

gibt verschiedene Arten von Knorpeln. Der

weiße, glasartig durchscheinende hyaline

Gelenksknorpel überzieht die Knochenendflächen

beweglicher Gelenke. Weil der Knorpel

keine Nerven hat, spürt der Patient in der

Frühphase bei einer Schädigung auch keine

Schmerzsignale. Panzenböck: „Diese Schäden

können aufgrund altersbedingter Abnutzung

auftreten oder zum Beispiel auch durch

Sportunfälle hervorgerufen werden. Bleibende

Gelenksschäden sind schmerzhaft.“

Und wie läuft nun

eine solche Operation ab?

Während einer Arthroskopie (Kniespiegelung)

wird aus einem wenig belasteten

Bereich Knorpelgewebe entnommen und im

Labor vermehrt. Die Versorgung der neu gezüchteten

Knorpelzellen erfolgt mit Eigenblut.

„Das vorgeformte Transplantat“, erklärt

Panzenböck, „wird bei der Operation auf die

gewünschte Größe zugeschnitten. Mit Hilfe

von vier Verankerungsdrähten – es gibt an

jeder Ecke eine Verknüpfung – wird das

Transplantat ganz genau in den Defekt eingebracht.“

Die vier Verknüpfungsnähte werden

dabei im Knochen sicher verankert, so

heilen die Knorpelzellen in den Defekt ein.

Das Trägervlies wird dann im Zeitraum eines

halben Jahres völlig absorbiert. Zwischen

sechs Monaten und einem Jahr kommt es

durch zusätzliche Rehabilitationsmaßnahmen

zur Heilung.

Die Kosten für die gesamte Operation sind

nicht gering, allein für die Züchtung muss mit

4.000,– bis 8.000,– Euro gerechnet werden.

Aber auch ein Kniegelenk verursacht reine

Materialkosten von rund 5.000,– Euro. „Die

Nachzüchtung von Knorpeln ist aber die weit

zukunftsweisendere Methode“, ist Unfallchirurg

Dr. Peter Panzenböck überzeugt. ■

Dr. Jürgen Lehner

Kontakt:

Dr. Peter Panzenböck

Körblergasse 46, 8010 Graz

Tel. +453664 / 420 20 27

Neues Medikament gegen Mukopolysaccharidose

Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde hofft auf Lebensqualitätsverbesserung bei MPS

Ein neues

Medikament

bringt Hoffnung

für den 7-

jährigen

Emanuel, der an

der seltenen

Krankheit

Mukopolysaccharidose

(MPS) leidet.

sein Längenwachstum bleibt deutlich

zurück. Veränderungen der oberen Atemwege

führen zu häufigen Infektionen. Ärzte

und Eltern erhoffen sich durch die Infusionsbehandlung

mit dem neuen Medikament

eine deutliche Verbesserung in der

Lebensqualität.


Mehr dazu:

www.klinikum-graz.at

➟ AKTUELLES

Mag. Simone Pichler,

LKH-Univ.Klinikum Graz

März 2007

Menschen helfen Menschen


GESUNDHEIT & FORSCHUNG 33

IN ALLER KÜRZE

Gesunde Bücher und Broschüren

Eddy Korsche beschreibt in der Broschüre

„So wurde ich meinen Zucker los“ seine Erfahrungen

mit dem Diabetes Mellitus Typ 2.

Hildegard Wiery präsentiert mit „Problemloses

Kochen für Zölliakiekranke“ wunderbare

neue Rezepte für eine gesunde Ernährung für

die ganze Familie.


Kontakt:

Verlag Bomus Publishing Korsche OEG

A-9421 Eitweg 135.

Tel. +43/4355/26009

Mail: korscheverlag@gmx.at

Steirisches Pistengütesiegel

Über das normale

Maß allgemeiner

Vorschriften für die

Sicherheit von Skipisten

hinausgehend

sehen die Statuten

des Steirischen

Pistengütesiegels

strenge Auflagen zur

Qualität und Markierung der Pisten, zur Gefahrenwarnung

und Abfahrtenkontrolle vor. Ein wesentlicher

Schwerpunkt liegt auf der Unfallverhütung.

Durch die einzigartige saisonale Unfalldokumentation

und

deren Auswertung

am Saisonende

durch „GROSSE

SCHÜTZEN KLEINE“

können Unfallhäufungspunkte

und gefährliche Pistenkreuzungen

lokalisiert, entschärft oder gesichert werden. ■

Mehr dazu:

www.grosse-schuetzen-kleine.at

➟ Landesstelle Steiermark ➟

Pistengütesiegel (unter "Themen")

2. Grazer Psychosentage

Mit Schizophrenie und Affekt werden wesentliche

Erkrankungen aus dem schizophrenen

Formenkreis in den Mittelpunkt der

2. Grazer Psychosentage gestellt. Prominente

Referenten setzen sich mit den unterschiedlichsten

Aspekten dieser Erkrankungen auseinander.

Ort:

Hörsaalzentrum der Pathologie,

LKH-Univ.Klinikum Graz

Zeit: 13. bis 14. April 2007

Veranstalter:

Universitätsklinik für Psychiatrie Graz

Kongresssekretariat:

E-Mail: psychosentage@meduni-graz.at

Tel.: 0043/316/385-3634,

Fax: 0043/316/385-3560

Kongress: Religiosität in

Psychiatrie und Psychotherapie

Religiosität ist nicht nur für die Theologie,

sondern auch für Psychiatrie, Psychologie,

Psychotherapie und Philosophie von zentra-


LITERATURTIPPS

Informations- und

Kommunikationstechnologien

im

Krankenhaus

B. Herbig / A. Büssing

Schattauer,

Stuttgart 2005

Euro 49,95

An konkreten Projekten

wird anschaulich erläutert,

wie Informationsund

Kommunikationssysteme

auch für Ärzte und

Pflegepersonal positiv in

den Krankenhausalltag integriert

und Arbeitsabläufe

besser gestaltet werden

können, ohne dass

dabei der Mensch aus

dem Blickfeld gerät.

Handbuch der Kompetenzentwicklung

für E-Learning

Innovationen

D. Euler/J. Hasanbegovic/M.

Kerres/S. Seufert

Verlag Hans Huber 2006

Euro 26,95

Ein wichtiger Erfolgsfaktor

für die Einführung von

Bildungsinnovationen ist

die umfassende Kompetenzentwicklung

der Vortragenden.

Die Autoren

vermitteln wichtiges Wissen

einschließlich informeller,

organisatorischer

Maßnahmen für E-Learning,

auch jenseits traditioneller

Pfade.

Lehrbuch Hämato-

Onkologie

Hämatologie - Onkologie

- Hämostaseologie

Wolfram Dempke (Hrsg.)

Verlag Hans Huber 2006

Euro 125

Unter Berücksichtigung

neuester Pathophysiologischer

Erkenntnisse und

aktueller Forschungsliteratur

präsentiert dieses

praxisorientierte Lehrbuch

mit zahlreichen Abbildungen,

Tabellen und Hervorhebungen

kompakt und

anschaulich alle Aspekte

der Onkologie, Hämatologie

und Hämostaseologie.

Grundrechtsschutz

in der

Petrischale

Torsten Hartleb

Schriften zum Öffentlichen

Recht, Band 1046

Duncker & Humblot

Berlin 2006,

Euro 84

Der Autor greift die in

Deutschland aktuelle

verfassungsrechtliche

Bioethikdebatte auf. Er

untersucht die beiden zentralen

Modelle des normativen

Schutzes für das extrakorporale

menschliche

Leben im Hinblick auf das

Grundrecht auf Leben und

die Menschenwürde.

lem Interesse. Der interdisziplinäre Kongress

dient dazu, das alltägliche Spannungsfeld all

dieser Disziplinen abzubauen. Als offene

Plattform möchte er Psychiatrie, Psychologie

und Psychotherapie wie auch Religionswissenschaft,

Philosophie und Theologie in

ein Gespräch bringen.

Ort: Aula Magna der KFU Graz und

Vorklinik der MUG

Zeit: ganztägig


Mehr dazu:

www.rpp2007.org

Immer aktuell!

www.gsund.net

www.kages.at

Menschen helfen Menschen

März 2007


34

QUALITÄTSMANAGEMENT

Abschied in

Würde

Verabschiedungsraum der

Univ.Klinik für Dermatologie

und Venerologie

Lebenswege im LKH Leoben

Gedenkandacht für die verstorbenen Kinder der

Kinderintensivstation

Am 10. November 2006 fand in

der Kapelle des LKH Leoben

die erste Gedenkandacht für die

verstorbenen Kinder der Kinderintensivstation

der Jahre 2005 und

2006 statt. Im gemeinsamen Erinnern,

Hoffen und Beten wurden die

Kinder in ihrer Einzigartigkeit gewürdigt.

Nach einer stimmigen Feier

mit gemeinsamen Ritualen, zu

der das Team der Kinderintensivstation

gemeinsam mit der Krankenhausseelsorge

eingeladen hatte,

blieb Zeit für einen Erfahrungsaustausch

mit den Eltern. ■

Eröffnung des Verabschiedungsraumes an der

Grazer „Derma“ mit Segnung.

DKKS Barbara Prieler,

Neonatologie u.

Kinderintensivstation, LKH Leoben

Auf der Grazer Univ.Klinik für Dermatologie

und Venerologie ist ein würdevolles

Abschiednehmen von einem Verstorbenen

möglich.

Durch das von OSr.

Lisbeth Magnes

und Mitarbeitern der

„Grazer Derma“ koordinierte

Projekt im ausgebauten

und freundlichhellen

Untergeschoß

der Universitätsklinik konnte ein Raum gestaltet

werden, der ein würdevolles Abschiednehmen

von einem verstorbenen Angehörigen ermöglicht.

Mit den Worten der Pflegedirektorin

DGKS Hedy Eibel: „Es sollte nicht nur die Kultur

des Lebens, sondern auch die Kultur des

Sterbens gepflegt werden“, wurde im Sommer

des vergangenen Jahres dieser Verabschiedungsraum

eröffnet und vom katholischen und

evangelischen Pfarrer gesegnet. ■

Fotos: Werner Stieber

Am Ende des Weges …

Gedenkandacht für

verstorbene Kinder.

Patientenbefragungen

Ein wichtiger Beitrag zum KAGes-Qualitätsmanagement

Die Erwartungen, Bedürfnisse und Erfahrungen

der Patienten sind für die

Führungskräfte und Mitarbeiter der KAGes

ein großes Anliegen.

Professioneller Fragebogen

Für den stationären und für den ambulanten

Bereich wurde mit wissenschaftlicher Unterstützung

ein professioneller Fragebogen entwickelt.

Damit kann das Qualitätsurteil der

Patienten und ihre Zufriedenheit methodisch

und zuverlässig ermittelt werden. Der Fragebogen

ist in standardisierter Form bereits in

allen steirischen LKHs haus- und abteilungsübergreifend

zum Einsatz gekommen. Mittlerweile

wurde er anhand von mehr als 5000

ausgewerteten Fragebögen im Test theoretisch

geprüft und als geeignet beurteilt.

Periodische Patientenbefragungen

Standardisierte und übersichtliche KAGesweite

Vergleiche der Patientenzufriedenheit

sind ein wichtiges Messinstrument. Patientenbefragungen

sind daher in regelmäßigen,

periodisch wiederkehrenden Zeiträumen (zumindest

in Abständen von drei Jahren) in allen

steirischen LKHs verpflichtend durchzuführen.

Zur Vermeidung eines organisatorischen

Mehraufwandes ist jeweils ein gesamtes

LKH in einem einmaligen Vorgehen

zu befragen.


Kontakt:

Mag. Karin Steinkellner

und Andrea Pernitsch

Tel. +43 316 340-5218

karin.steinkellner@kages.at

andrea.pernitsch@kages.at

März 2007

Menschen helfen Menschen


Ethikkomitee als Ratgeber

LITERATURTIPPS

Winterquartier

Cathy Day

DuMont Verlag,

Köln 2006

Lima, eine verträumte

amerikanische Kleinstadt

in Indiana, wird zum pulsierenden

Winterquartier

des Great Porter Circus.

Ein phantasievoller und

berührender Roman zwischen

der Sehnsucht nach

einem festen Wohnsitz

und dem Fernweh.

Nicht zuletzt dank Ihres

Interesses, Ihrer Unterstützung

und Aktivitäten

hat G’sund sich von

seinem Inhalt her in

den letzten Jahren beachtlich

erweitert. Das

freut uns natürlich und

wir möchten uns dafür

Habemus Papam

Papstwahlen von Petrus

bis Benedikt XVI.

Heiner Boberski

Edition Atelier, 2005

Spannend, informativ

und in der aktuellen Auflage

das Konklave von

2005 berücksichtigend

wird die auch im Medienzeitalter

geheimnisvolle

Wahl des Papstes beschrieben.

Bis zum Ruf

„Habemus Papam“.

An die

Gsund-Redaktion

Stiftingtalstraße 4–6

A-8036 Graz

Postfach 6

auch bedanken. Wir ersuchen Sie, uns

auch weiterhin mit Vorschlägen, Ideen und

Engel nebenan

Geschichten zwischen

Himmel und Erde

Sauerländer Verlag 2006,

€ 13,30

In Beiträgen von Bach,

Drvenkar, Abedi und anderen

erfährt man vieles

über Engel. Vor allem,

dass sie ganz anders sind,

als man denkt, und dass

in jedem von uns ein Engel

stecken kann.

Schreiben Sie uns!

Kaleidoskop

Eleonore Zuzak (Hrsg.)

Edition Atelier, 2005

In der Vielfalt der Beiträge

liegt der Reiz dieses Lesebuches.

Texte von Mitgliedern

des Österreichischen

Schriftstellerverbandes

aus den Jahren

1945 bis 2005 vermitteln

Erfahrungen, Erkenntnisse

und Impulse.

auch Leserbriefen zu

„versorgen“. Natürlich

können wir nicht immer

sofort alles und

im gewünschten Umfang

unterbringen,

doch Sie können versichert

sein: Es geht

nichts verloren.

Ihre G’sund-Redaktion

QUALITÄTSMANAGEMENT 35

Seit einem Jahr als Entscheidungshilfe bei moralisch-medizinischen Konflikten

am LKH-Univ.Klinikum Graz tätig

Das österreichweit erste Ethikkomitee am LKH-Univ.Klinikum Graz zog Bilanz anlässlich des

ersten Jahrestages.

Durch die Zunahme der Therapiemöglichkeiten,

komplexere Krankheitsbilder

und die Werte und Zielvorstellungen von

Behandlern, Patienten und ihren Angehörigen

können sehr komplexe und schwierige

Entscheidungssituationen entstehen. Hilfe

bei der Entscheidungsfindung bietet das vor

einem Jahr am LKH-Univ.Klinikum Graz ins

Leben gerufene, österreichweit einzigartige

Ethikkomitee.

Patienten- und

Mitarbeiterorientierung

Im vergangenen Jahr gelang es, durch die

Durchführung von Ethikkonsilien und individuellen

Ethikberatungen, das Ethikkomitee

im klinischen Alltag zu implementieren.

Knapp 20 Mal wurde das Ethikkomitee im

vergangenen Jahr zu Rate gezogen und weitere

zehnmal kam es zu individuellen Ethikberatungen.

Damit erfüllte das Ethikkomitee

seine Aufgabe mit der Unterstützung der Mitarbeiter,

der Patienten und der Angehörigen,

wenn es um eine Entscheidung zur weiteren

Behandlung geht.

Interdisziplinäre

Zusammenarbeit

Die Empfehlungen und die ethische Beratung

in speziellen Entscheidungssituationen soll

dazu beitragen, eine ethisch vertretbare, vernünftige

und gleichsam medizinisch hochwertige

Lösung zu finden.

13 Mitglieder aus interdisziplinären Bereichen

der Medizin, Philosophie, Theologie und

aus dem Rechtsbereich nutzten das vergangene

Jahr zudem auch, um nach einer umfassenden

Planungsphase strategische Richtlinien

als Basis für medizinische Entscheidungen

zu erarbeiten.

Um die hohe Akzeptanz des Personals und

die positiven Zusprüche seitens der Patienten

und Angehörigen wird das Ethikkomitee

auch weiterhin bemüht sein. Das Bemühen,

„den abstrakten Begriff der Ethik verantwortungsvoll

und effektiv in die Medizin zu integrieren“,

wird nach dem Vorsitzenden des

Ethikkomitees, Univ.-Prof. Dr. Hans Tritthart,

weitergehen. Überdies soll künftig auch mit

anderen deutschen Kliniken zusammengearbeitet

werden.


Mag. Simone Pichler,

LKH-Univ.Klinikum Graz

Menschen helfen Menschen

März 2007


36

QUALITÄTSMANAGEMENT

Risikomanagement im LKH Hartberg

Frühzeitiger Weg der Erkennung und Vermeidung von Fehlern

Risikomanagement in der KAGes ist um

ein gemeinsames Verständnis und ein

einheitliches methodisches Vorgehen bei der

Erkennung, Einschätzung, Bewertung, Bewältigung

und Überwachung von Risiken

bemüht.

Acht Mitarbeiter aus den verschiedensten

Bereichen des LKH Hartberg sind bereits ausgebildete

Risikomanager und haben eine

Risikolandschaft des Behandlungsprozesses

erstellt.

Auf der Suche nach

Fehlerquellen – Risikoanalyse

Bei der Beurteilung wurde nach Häufigkeit

des Risikos und dessen Auswirkung auf den

Patienten vorgegangen. Dabei wurden die

Ursachen festgestellt und geklärt, welche

Lösungsmöglichkeiten zu einer Minimierung

des Risikos, d.h. einer Verminderung der Eintrittswahrscheinlichkeit

sowie einer Verminderung

oder Vermeidung der Auswirkungen

führen.

Ein wichtiges Thema war die Verwechslung

von Patienten, besonders bei gleichen oder

ähnlichen Namen, welches sich durch die

EDV-Erfassung der Daten verschärft hat.

Wenn bei der Aufnahme nicht

nach den vorgegebenen Suchkriterien

in Medocs gearbeitet

wird, wird der „falsche Pat.“

angelegt und auf falsche Vorbefunde

zugegriffen.

Ein großes Fehlerpotenzial ist

auch die fehlerhafte Informationsweitergabe

zwischen

den handelnden Personen. In

der Luftfahrt ist ein „Briefing“

üblich, ein strukturiertes

Wiedergeben der Information

zwischen zwei Piloten. Im Krankenhaus sind

die kritischen Informationsschnittstellen die

Dienstübergaben, die telefonischen Anordnungen,

aber auch die schlecht lesbaren

händischen Aufzeichnungen.

Kritische Situationen

in Datenbank

Kritische Situationen, „near misses“ oder

„Beinahefehler“ genannt, werden in Zukunft

in eine Datenbank eingegeben und mit anderen

Spitälern verglichen, um daraus zu lernen.

Auch dies ist ein bei den Fluglinien bereits

erfolgreich angewandtes System.

Das engagierte Team des LKH Hartberg anlässlich des Abschlusses

des Projektes Risikomanagement im Dezember 2006.

Erfolgsfaktoren

Entscheidend für den Erfolg von RISK-

Management ist die aktive Mitarbeit aller

Mitarbeiter, eine angstfreie Gesprächskultur,

wo aus Fehlern gelernt wird und nicht Bestrafung

im Vordergrund steht. Dann entsteht

eine Vertrauensbasis, wo auch „Beinahefehler“

mitgeteilt und Schwierigkeiten besprochen

werden, um aus Fehlern zu lernen

und Fehler zu vermeiden.


Pflegedirektorin Brigitte Hahn,

LKH Hartberg

Foto: Marietta Jagerhofer

Patientenfeedback

Zufriedenheitsmessung bei onkologischen Patienten der Grazer HNO-Klinik

Foto: Salzwimmer

OA Dr. Michaela

Salzwimmer,

Univ.Klinik für Hals,

Nasen und Ohren.

An der Universitätsklinik

für

Hals, Nasen, Ohren

am LKH-Univ.Klinikum

Graz werden

zwischen 80 und 100

Patienten pro Jahr

mit der Erstdiagnose

einer malignen Tumorerkrankung

im

Kopf-Halsbereich

vorstellig. Nach absolvierter

Primärtherapie

erfolgen regelmäßige Kontrolluntersuchungen

in der onkologischen Nachsorgeambulanz,

wobei die Patienten von einem

fixen Team, bestehend aus Ärzten und

Diplom-Gesundheits- und Krankenschwestern

betreut werden.

Ambulanzablauf/Organisation: Anmeldung, Wartezeit.

Fragebogen:

Auswertung und Ausblick

Von insgesamt 122 abgegebenen Fragebögen

konnten 120 ausgewertet werden.

Die Frage bezüglich des Ambulanzablaufes

betreffend Anmeldung und Wartezeit wurde

in 64 % mit „sehr gut“ und 33 % mit „gut“

beantwortet. Das Patientenfeedback zeigt

uns jedoch in Teilbereichen die Notwendigkeit

von Verbesserungen. Im

nächsten Jahr wird eine umfassende

Patientenbefragung

nach bereits vorliegenden

standardisierten Fragebögen

durchgeführt, die dann die

Basis für weitere Maßnahmen

bilden wird. ■

Kontakt:

OA Dr. Michaela Salzwimmer

Univ. Klinik für HNO

Tel.: 385 / 3465

E-Mail:

michaela.salzwimmer@klinikum-graz.at

Weitere Informationen im Internet unter:

www.gsund.net/gsundonline

März 2007

Menschen helfen Menschen


Schon bei der Einreichplanung

für das LKH Graz

West waren „zur Vermeidung

von Überkapazitäten

bei gleichzeitiger Steigerung

der Qualität durch Schwerpunktbildung

im Angebot,

Zusammenarbeit im medizinisch-technischen

Bereich

und durch Auslagerung im

Dienstleistungsbereich“ Kooperationen

und Dienstleistungsverträge

vorgesehen.

Kooperationen

Diese Vorgaben wurden konsequent

während der Planung

verfolgt und bereits bei

Teil- Eröffnung des Hauses im

Mai 2000 umgesetzt. So werden

im Rahmen von Kooperationsverträgen

z.B. die Laborleistungen vom

KH der Barmherzigen Brüder Graz Eggenberg

oder die Essensversorgung vom UKH Graz zugekauft.

Die Zusammenarbeit im Rahmen

der technischen Bereitschaft mit der LSF und

eine gemeinsame Betriebsfeuerwehr LKH

Graz West / UKH sind weitere Beispiele für

solche Kooperationen. Die Gebäudereinigung

erfolgt durch einen externen Dienstleister.

Vom Handbuch zur Zertifizierung

Im Mai 2005 hat die Firma Dr. Sasse AG die

Unterhaltsreinigung im LKH Graz West übernommen.

Im stetigen Bestreben, die hohen

Qualitätsansprüche eines Krankenhauses an

einen Gebäudereiniger fortlaufend sicherzustellen,

wurde ein Projekt gestartet. Dieses

hatte zum Ziel, ausgehend von den Vorgaben

der vorangegangenen Ausschreibung zur Unterhaltsreinigung,

alle Schnittstellen und Abläufe

zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer

in einem Handbuch festzuhalten. Um

dem ganzen Regelwerk das nötige Gewicht

zu verleihen, wurden die Vorgaben und Prozesse

in Zusammenarbeit mit dem externen

Dienstleister in Anlehnung an die Normvorgaben

der ISO 9001 festgelegt, dokumentiert

und in letzter Konsequenz durch eine akkreditierte

Gesellschaft zertifiziert.

Gemeinsam mit dem externen Dienstleister,

einer freiberuflichen Beraterin, der Hygienefachkraft

Karin Moßhammer und der Leiterin

der Materialwirtschaft Judith Graumann

wurde das Projekt der Zertifizierung im letzten

Halbjahr des Jahres 2006 durchgeführt

und erfolgreich zum Abschluss gebracht.

Projektphasen

• die Erfassung der Abläufe in der Zusammenarbeit

mit den Lieferanten;

• die Optimierung der erfassten Abläufe;

• die Definition von Beurteilungs- und Bewertungskriterien;

• die Entwicklung und Erstellung des

Prozesshandbuches und der Vorlagen und

Formulare;

• die Einweisung der Mitarbeiter;

• die Anmeldung und Planung der

Verfahrenszertifizierung bei der akkreditierten

Gesellschaft;

• die Planung und Durchführung des internen

Audits;

• die Planung und Vorbereitung auf das

Zertifizierungsaudit mit der akkreditierten

Gesellschaft;

• das Zertifizierungsaudit.

Österreichweit

erstmaliges Zertifikat

Der erfolgreiche Abschluss war die – österreichweit

erstmalige – Ausstellung eines

QUALITÄTSMANAGEMENT 37

Gemeinsames Qualitätssicherungssystem

unterstützt Zusammenarbeit

LKH West und externe Dienstleister erfolgreich zertifiziert

Von links: Geschäftsführer Andreas Bake, Ing. Klaus Dieter Schaupp,

Betriebsdir. Siegfried Fortmüller, Districtmanager Rudolf Lanzl, Judith

Graumann, Objektmanagerin Diana Wiedl und HFK DGKS Karin Moßhammer.

Zertifikates über die „Qualitätssicherung,

Überprüfung

und Bewertung von Dienstleistern

in den Bereichen der

zugekauften Dienstleistungen

– Infrastrukturelle Dienste“

durch die akkreditierte

Gesellschaft – AMD TÜV Arbeitsmedizinische

Dienste

GmbH – für das LKH Graz

West. Wir haben damit ein

Qualitätssicherungssystem

gemäß den Anforderungen

der TÜV Rheinland Industrie

Service GmbH eingeführt und

den Nachweis der Anwendung

erbracht.

Hilfreiches

Prozesshandbuch

Das im Rahmen der Zertifizierung

erstellte Prozesshandbuch ist jetzt bei

der täglichen Arbeit ein unverzichtbares

Hilfsmittel. Alle Mitarbeiterinnen der Abteilung

Wirtschaft und die Hygienefachkraft

sind mit diesem Regelwerk vertraut und es

gibt seither in der Zusammenarbeit mit unserem

Partner in der Unterhaltsreinigung keine

Wissensdefizite. Die Erfahrungen sind so

positiv, dass mittlerweile sehr ehrgeizig an

der Erweiterung des Prozesshandbuches für

andere extern zugekaufte Dienstleistungen

gearbeitet wird.

Innovative Verbundzertifizierung

Der Vorstandsvorsitzende des externen

Dienstleisters hat die gemeinsame Zertifizierung

zwischen einem LKH und einem externen

Dienstleister von Anfang an mit großem Interesse

verfolgt und unterstützt: „Allein schon die

Idee einer Verbundzertifizierung ist faszinierend.

Dem Verantwortlichen ist damit eine Innovation

gelungen, die Schule machen wird.“

Im Ergebnis bestätigte die ungewöhnliche Zertifizierungskampagne,

dass die Erwartungen

des LKH Graz West hinsichtlich infrastruktureller

Dienste sehr präzise und operational definiert

wurden und der externe Dienstleister den

Erwartungen eines qualitätsorientierten Auftraggebers

passgenau entspricht. ■

Ing. Klaus Schaupp, LKH Graz West

Menschen helfen Menschen

März 2007


38

INFRASTRUKTUR & TECHNIK

LKH Stolzalpe verfügt nun über ein MRT-Institut

Sichtbarer Qualitätssprung durch eine moderne Magnetresonanz-Tomographie-Anlage

Fotos (2): Philips

Durch die offene Bauweise ist die MRT-Anlage

besonders geeignet für klaustrophobische, narkotisierte,

überwachte und übergewichtige Patienten und Kinder.

Durch seine hochwertigen medizinischen

Leistungen hat sich das LKH Stolzalpe weit

über die Landesgrenzen hinweg einen exzellenten

Ruf geschaffen. Mit dem neuen Institut für

Magnetresonanz-Tomografie, das von Dr. Peter

Schmidt als niedergelassenem Facharzt für Radiologie

betrieben wird, gibt es nun einen weiteren

diagnostischen Qualitätssprung für die

Patienten aus dem oberen Murtal.

Kooperationsmodell

Die Konstruktion des neuen MRT-Institutes

ist ein österreichweites Musterbeispiel für

Magnet-Resonanz

MR steht für Magnetresonanz und ist eine

effiziente, effektive und dynamische Methode,

die es dem Arzt ermöglicht, ohne

Strahlenbelastung einen Blick ins Körperinnere

zu werfen und Krankheiten sehr früh

und sehr genau zu erkennen bzw. zu diagnostizieren.

Eine MR-Untersuchung ist

schmerzlos und läuft schneller ab, als man

glaubt. Die Untersuchung kann auch sehr

entspannend sein. Der Patient liegt auf einer

elektronischen Tischplatte und kann

sich sogar, während gescannt wird, die

Lieblingsmusik anhören.

Die neue MRT-Anlage am LKH

Stolzalpe ist multifunktional

nutzbar und kinderfreundlich.

eine sinnvolle Kooperation zwischen öffentlichen

Spitälern und niedergelassener Ärzteschaft

und könnte durchaus im europäischen

Gesundheitswesen Schule machen.

Durch die gemeinsame Nutzung der topmodernen

Anlage als Spitals- und als Praxisgerät

können auch Patienten außerhalb des

LKH Stolzalpe diese hochentwickelte High-

Tech-Einrichtung nutzen.

Moderne MRT-Anlage

Die im 1. Stock des Hauses 1 aufgestellte

MRT-Anlage der Firma Philips vom Typ PAN-

ORAMA 1,0 T gestattet schnelle und nicht

strahlenbelastende Untersuchungen. So finden

darin beispielsweise zu untersuchende

Säuglinge gemeinsam mit der Mutter Platz.

Vor allem ist eine perfekte Darstellung von

bewegten Gelenken möglich.

Anlässlich der feierlichen

Eröffnung des MRT-

Institutes am LKH Stolzalpe

von links: Ärztlicher

Direktor Univ.-Prof. Dr.

Reinhard Graf, LR Mag.

Helmut Hirt, MRT-

Institutsleiter Dr. Peter

Schmidt, Vorstandsdir.

Ernst Hecke und LAbg.

Johann Bacher.

Magnetresonanz-Tomographie-Institut am LKH

Stolzalpe mit topmoderner Anlage der Firma

Philips.

MR ist ein äußerst

patientenschonendes Verfahren

Die Vorteile dieser neuen, auf dem letzten

Stand der Technik stehenden Anlage für Patienten

und Ärzteschaft sind vielfältig und

reichen von größtmöglicher Sicherheit und

geringster Belastung bis zu einer verbesserten

Bildqualität und Untersuchungsergebnissen

in kürzester Zeit.


Mag. Helmut Meinhart, Medien- und

Öffentlichkeitsarbeit,

Dipl.-Ing. Helmuth Schröcker

und Ing. Gerhard Deutschmann,

beide Technische Direktion

Foto: Helmut Meinhart

Spitalsarchitektur-Highlights

Im Interesse des Patienten- und des Mitarbeiterwohls hat die KAGes bei der Planung

und Umsetzung der vielen Bauprojekte neben der Funktionalität und Wirtschaftlichkeit

auch den baukünstlerischen Aspekt berücksichtigt.

Die schönsten und beeindruckendsten Ansichten, großartig fotografiert, sind als

„Perspektiven der Architektur“ im Internet dokumentiert.


Mehr dazu:

www.architektur.kages.at

März 2007

Menschen helfen Menschen


INFRASTRUKTUR & TECHNIK 39

Fotos: Pachernegg

Neue Heilstättenklassen

in der LSF Graz

Modern ausgestattete Schulräumlichkeiten schaffen

deutlich verbesserte Lernbedingungen

Seit Beginn gibt es an der Abteilung für Kinder-

und Jugendpsychiatrie der Landesnervenklinik

Sigmund Freud Graz (LSF Graz) eine

Heilstättenschule für die stationär und im Rahmen

der Tagesklinik behandelten Kinder und

Jugendlichen. Dazu stehen vier speziell ausgebildete

Lehrer für den Unterricht zur Verfügung.

Neues Zuhause

Bisher waren die Heilstättenklassen mit zwei

Klassenräumen im K-Gebäude im Stationsgefüge

der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie

untergebracht. Die drei neuen

Klassenräume befinden sich im nahe gelegenen

D-Gebäude. Durch den Umbau konnte das

Raumangebot erweitert und die Ausstattung

modernisiert werden. Mit den zusätzlichen

Klassenräumlichkeiten sind damit beste Voraussetzungen

für eine moderne schulische

Ausbildung der Patienten geschaffen worden.

Ein Einzelunterrichtsraum, ein Konferenzraum

sowie Pausenräume und ein moderner Sanitärbereich

– konzipiert für 20 Jugendliche –

komplettieren das neue „Lernzentrum“.

Die neuen

Räumlichkeiten

bieten auch Platz,

um die Kreativität

besser zu fördern.

Schulunterricht kranker Kinder

Die gesetzliche Grundlage für den Schulunterricht

kranker Kinder im Spital bildet das

Österreichische Schulorganisationsgesetz.

Auch die „Charta für Kinder im Krankenhaus“

der UNESCO postuliert das Recht auf Schulbildung

durch professionelles Personal bei

Krankenhausaufenthalten.

Zum Schulunterricht aufgenommen werden alle

schulpflichtigen Patienten unter besonderer

Berücksichtigung ihrer Voraussetzungen hinsichtlich

ihrer körperlichen und/oder seelischen

Gesundheit. Nach Indikationsstellung des behandelnden

Arztes und in Absprache mit dem

multiprofessionellen Betreuungsteam wird entschieden,

ob ein Kind zum Unterricht den Klassenraum

aufsuchen kann oder eventuell eine

Einzelbeschulung oder Beschulung am Bett notwendig

ist.


Dipl.-Ing. Edith Pump, Technische Direktion

Mag. Helmut Meinhart,

Medien und Öffentlichkeitsarbeit

Die neue Atmosphäre trägt zum verbesserten Lernerfolg

– wie hier beim Gruppenunterricht – bei.

Auf Besuch in der Heilstättenschule:

Landesschulratspräsident Mag. Wolfgang Erlitz

im Gespräch mit Schülern unter „Beobachtung“.

Von links: Primaria Dr. Katharina

Purtscher, Betriebsdirektor Bernhard Haas und

Vorstandsdirektor Ernst Hecke.

Grazer

Kostbarkeiten

Wasser- und

Messeturm

Als ich vor einiger Zeit für den Beitrag

über Grazer Türme zu recherchieren begann,

auf den einen oder anderen Turm

hinaufstieg und

Fotos machte,

dachte ich nicht

daran, dass es

so viel interessante

Turmvariationen

gibt.

Wasserturm

von

Ghega

Ein durchaus

gut erhaltener,

ehemaliger

Wasserturm

befindet sich

im Gelände der

ÖBB hinter dem

Grazer Hauptbahnhof.

Unmittelbar

an

der Waagner-

Biro-Straße 30b

erhebt sich dieses

denkmalgeschützte

Bauwerk

von Carl

Ritter von Ghega,

dem Erbauer

der Semmering-Bahn.

Messeturm

Im Eingangsbereich

des Grazer

Messecenters

Dieser ehemalige

Wasserturm im

Gelände der ÖBB

hinter dem Grazer

Hauptbahnhof steht

unmittelbar an der

Waagner-Biro-Straße

30b.

Der Stahl-Beton-

Messeturm.

in der Conrad-von-Hötzendorf-Straße erhebt

sich unmittelbar neben der Stadthalle

mit dem mächtigen Vordach der mittelhohe

Stahl-Glas-Beton-Messeturm mit

der Hausnummer Messeplatz 1. ■

Mehr dazu:

www.gsund.net ➠ Suche: Türme

reinhard.sudy@kages.at

Menschen helfen Menschen

März 2007


40

INFRASTRUKTUR & TECHNIK

Fotos: Walter Eder-Halbedel

Mit blauer Schutzhülle entsteht derzeit die Spitalskapelle im LKH

Fürstenfeld.

Neue Spitalskapelle

im LKH Fürstenfeld

Komitee spendet 40.000 Euro

Das überaus engagierte, am 1. März 2004

gegründete Komitee zur Errichtung der

Spitalskapelle im LKH Fürstenfeld hat sein

Ziel erreicht. Durch insgesamt 24 Benefizveranstaltungen

– Konzerte, Theater- und Kabarettveranstaltungen,

Lesungen, Pfarrfeste

Infos und Tipps

Andachtsräume, Kirchen und

Kapellen in der KAGes

Eine umfassende Dokumentation über

Standort, Geschichte, architektonische und

künstlerische Gestaltung dieser Orte des

Gebetes und der Besinnung in den steirischen

LKHs gibt es im Intranet der KAGes

unter Zentraldirektion ➟ Organisationsabteilung

➟ Serviceangebot.

und Sammlungen –

konnten 40.000 Euro

zur Finanzierung der

neuen Spitalskapelle

beigetragen werden.

Diese wird nun vom

derzeitigen Standort

im Zubau von Küche

und Speisesaal in das Zentrum des LKH

Fürstenfeld verlegt. Die Spitalskapelle wird

im neuen Funktionstrakt in zentraler Lage

zwischen den beiden das Haupthaus und

Die beiden Glasfenster der von Alois Neuhold gestalteten „alten

Kapelle“ werden auch in der neuen Spitalskapelle einen Platz erhalten.

den Neubau verbindenden Gängen errichtet.

Baubeginn war bereits im November 2006.

Die Fertigstellung ist für Ende April 2007

vorgesehen.


Übergabe des 40.000,– Euro Schecks durch das Komitee für die

Errichtung der Spitalskapelle an Vorstandsdirektor Ernst Hecke.

www.kircheninfo.com

Auf dieser Internetplattform präsentieren

sich die katholischen Kirchen in der Steiermark

mit einer bequemen Suchfunktion

nach den steirischen Pfarren und deren

wichtigsten Daten.

Kircheneck

Informations- und Servicestelle der Katholischen

Stadtkirche Graz

Herrengasse 23, 8010 Graz, Tel. +43 316 /

81 15 28, www.kath-kirche-graz.org

März 2007

Menschen helfen Menschen


INFRASTRUKTUR & TECHNIK 41

IN ALLER KÜRZE

Grazer Handbuch „Barrierefreies

Bauen für ALLE Menschen“

Mit dem neuen Nachschlagewerk

„Barrierefreies

Bauen für ALLE

Menschen“ werden Architekten

und Planende dabei

unterstützt, Gebäude für

alle Menschen nutzbar zu

machen. Das Handbuch

enthält umfangreiche, sehr gut strukturierte

und beschriebene Planungsgrundlagen entsprechend

der aktuellen Gesetzeslage. Das

Handbuch zum „Downloaden“ kann auch

kostenlos bestellt werden:


Stadtbaudirektion Graz,

Referat Barrierefreies Bauen

Europaplatz 20, 8011 Graz

Tel. +43/316/872-3903

Internet: www.barrierefrei.graz.at

Verkehrsberuhigung rund um die

Grazer Kinderklinik

Zur verkehrstechnischen Erschließung des

Neubaues der Grazer Universitätsklinik für

Für den notwendig gewordenen

Rodungsbereich sind Ersatzwaldflächen

vorgesehen.

Blutgruppenserologie und Transfusionsmedizin

wurde ein Verkehrskonzept entwickelt.

Eine neue Verbindungsstraße wird die Verkehrsbelastung

bei der Kinderklinik wesentlich

entschärfen.


Grazer

Kostbarkeiten

Fassadengestaltung

und Wandmalereien

(1. Teil)

Detail aus der Wandmalerei und

Lichtinstallation von Fedo Ertl, 1997.

LITERATURTIPPS

Bauten und Projekte

für das Gesundheitswesen.

1991–2002

Domenig / Eisenköck /

Peyker / Gruber / Zinganel

Verlag Haus der

Architektur 2003

Euro 22,–

Die Architektur des Krankenhausbaues

hat sich in

den letzten Jahrzehnten

verstärkt an einer qualitativ

baukünstlerisch-architektonischen

Qualität orientiert.

Die Bedeutung von Funktionalität,

städtebaulich-architektonischer

Lebenswelt,

Nutzerakzeptanz und

Nachhaltigkeit wird besonders

ausführlich in Wort

und Bild am LKH Graz West

und am LKH Bruck a.d. Mur

dargestellt.

Architektur & Gesundheitswesen:

Die HNO-Klinik Graz

Ernst Giselbrecht

Verlag Haus der Architektur,

Graz 2000

HDA Baudokumentation 17

Euro 19,90

Ein wichtiger Beitrag zum

Erneuerungs- und Erweiterungskonzept

„LKH

2000“ des LKH-Univ.Klinikum

Graz. Räume im Kopf

waren für Ernst Giselbrecht

Ausgangspunkt für

den Entwurf der Hals-,

Nasen-, Ohren-Klinik

Graz, einem Baustein dieses

zukunftsweisenden

Gesamtkonzeptes.

Jugendstil in Graz

Architektur um 1900

Barbara Kramer-Drauberg

(Fotos) und Eva Lettl

(Text)

Weishaupt Verlag, Graz

2004

Euro 49,90

Anhand zahlreicher beeindruckender

Fotos und eines

interessanten kunsthistorischen

Textes wird

die Baukunst und Kultur in

Graz um 1900 präsentiert.

Eine Einladung, die Gebäudefassaden

mit oft

faszinierenden Details,

Stiegenhäuser, Wohnanlagen

und andere unbeachtete

Schätze neu zu

entdecken.

Schlösser, Burgen

und Ruinen der

Steiermark

Band 1

Barbara Kramer-Drauberg,

Heribert Szakmáry

Weishaupt Verlag, Graz

2007

Euro 39,80

Mit 335 stimmungsvollen

Bildern und informativen

Texten werden 154

Schlösser, Burgen und

Burgruinen in Graz, der

Grazer Umgebung und in

den angrenzenden Bezirken

vorgestellt. Sie sind

ein romantisches Zeugnis

einer langen Geschichte

der Steiermark und prägen

oft eindrucksvoll das

Landschaftsbild.

Die Darstellung von Familie und Kind

symbolisiert das Bade- und

Freizeitvergnügen im Bad zur Sonne am

Eck Belgiergasse/Feuerbachgasse.

Fotos: Sudy

Die 1997 von Fedo Ertl mit der Wandmalerei

und Lichtinstallation „URSA MAI-

OR“ gestaltete Fassade am Gebäude der

Grazer Stadtwerke am Schönaugürtel 65

zeigt das Sternbild „Großer Wagen“. Die

erst in der Dunkelheit erkennbare, aus Solarzellen

gespeiste Lichtinstallation ist die

symbolhafte Verbindung zur Sparte

Stromversorgung der Grazer Stadtwerke.

Durch die Neugestaltung der Fassade

des Grazer Bads zur Sonne am Eck Belgiergasse/Feuerbachgasse

kommt die

von Reno Ernst Jungel bereits 1958 geschaffene

„Fassadengestaltung“ kontrastreich

zur Geltung. Die Darstellung einer

Familie mit Kind symbolisiert das Bade-

und Freizeitvergnügen treffend. ■

reinhard.sudy@kages.at

Menschen helfen Menschen

März 2007


42

ORGANISATION & KOMMUNIKATION

LSF Graz: „Schule für ein neues Leben“

Vom Tollhaus in der Grazer Paulustorgasse zur Landesnervenklinik Sigmund Freud Graz

Die LSF Graz – im Bild das

E-Gebäude – bietet heute ein

umfassendes

Behandlungsspektrum

an.

Fotos: Sudy

Weithin sichtbar ist der

Wegweiser der LSF Graz.

Das heutige Grazer Volkskundemuseum

in der Paulustorgasse

war einst ein Kapuzinerkloster.

Ab 1787 beherbergte es

das als „Tollhaus“ bezeichnete

Nervenspital. Erst 1874 wurde

am heutigen Gelände der Landesnervenklinik

Sigmund Freud

Graz (LSF Graz) die Landes-Irrenanstalt

am Feldhof eröffnet.

Anstaltspsychiatrie in

der Steiermark

Über die Entstehung und Entwicklung

der „Landes-Irrenanstalt

Feldhof bei Graz“ und ihre

Insassen von 1874 bis 1913 berichtet

Carlos Watzka in den

„Blättern für Heimatkunde (Doppelheft

1-2/2006) des Historischen

Vereins für Steiermark. Er

skizziert die Entstehung der „modernen“

Anstaltspsychiatrie in

der Steiermark und geht dabei

weit zurück in die Geschichte.

Sehr intensiv setzt er sich mit

dem Zeitraum von der Übertragung

des „Irrenwesens“ in den

Aufgabenbereich des Landes

Steiermark bis zum Beginn des

Ersten Weltkrieges auseinander.

Mehr dazu:

http://members.aon.at/

histor.verein.stmk/

Kontakt und Quelle:

Dr. Carlos Watzka

Institut für Soziologie,

Universität Graz

Universitätsstraße 15/G 5,

8010 Graz

Mail: carlos.watzka@uni-graz.at

Trendwende LSF Graz

Die 1999 erfolgte Umbenennung

des Landesnervenkrankenhauses

(LNKH Graz) in „Landesnervenklinik

Sigmund Freud Graz (LSF Graz)“

Das heutige Volkskundemuseum beherbergte einst das als „Tollhaus“

bezeichnete Nervenspital.

signalisierte auch eine Trendwende

in der psychiatrischen Krankenhausbehandlung.

Einer internationalen

Tendenz zum Abbau zentraler

Versorgungseinheiten folgend

setzte sich das in den späten

Neunzigerjahren ausgearbeitete

Projekt „LNKH 2005“ zum Ziel,

halbstationäre und ambulante Behandlungsmethoden

auszubauen,

die es den Patienten ermöglichen,

Kontakte zur Familie und Arbeitswelt

aufrechtzuerhalten.

Chronologie

Schule für neues Leben

Die LSF Graz nimmt dabei die

Rolle einer „Schule für ein neues

Leben“ ein, die mit Behandlungspaketen

aus Medikamenten,

Psychotherapie, Ergotherapie

und körperlich aktivierenden

Maßnahmen gezielte Hilfestellungen

setzt.


reinhard.sudy@kages.at

norbert.weiss@kages.at

1787: In einem aufgelassenen Kapuzinerkloster in der Paulustorgasse

der Grazer Innenstadt wird das Nervenspital

oder Tollhaus eingerichtet. Heute ist hier das

Volkskundemuseum untergebracht.

1826: Das große Röckenzaun(i)sche Haus in der Paulustorgasse

15 und 17 wird zum Teil als Gebärhaus und zum

Teil als Irrenhaus benützt.

1874: Die Landes-Irrenanstalt am Feldhof mit Hauptgebäude,

Kolonien, Leichenhaus und Kapelle wird eröffnet.

1925–1969: Bezeichnung als Landes-Heil- und Pflegeanstalt für

Geisteskranke am Feldhof.

1969–1990: Bezeichnung als Landessonderkrankenhaus für Psychiatrie

und Neurologie Graz.

1990–1999: Bezeichnung als Landesnervenkrankenhaus Graz

(LNKH Graz).

1999: Umbenennung in Landesnervenklinik Sigmund Freud

Graz (LSF Graz).

Foto: Pachernegg

März 2007

Menschen helfen Menschen


ORGANISATION & KOMMUNIKATION 43

IN ALLER KÜRZE

E-Commerce-Gütezeichen der

Wirtschaftskammer Österreich

Dieses von Konsumentenschutzeinrichtungen,

öffentlichen Stellen

und Interessenvertretungen

gemeinsam

mit dem Österreichischen Institut für angewandte

Telekommunikation entwickelte Gütezeichen

gilt jeweils für ein Jahr. Die Vergabekriterien

gehen weit über die gesetzlichen

Mindeststandards hinaus und sichern die

kundenfreundliche Abwicklung. ■

Mehr dazu:

www.guetezeichen.at

E-Commerce Quality des Österreichischen

Handelsverbandes

STOLZALPEN flyer

Dieses hochwertige Internet-Qualitätszeichen

des Österreichischen Handelsverbandes

ist ein Symbol für seriöse und konsumentenfreundliche

Unternehmen

im Netz. ■

Mehr dazu:

www.handelsverband.at

Mit der periodisch erscheinenden

„Stolzalpe

Infosion“ informiert ein

engagiertes Redaktionsteam

schon seit vielen

Jahren Mitarbeiter und

Patienten über die vielen

großen und kleinen Ereignisse

des LKH Stolzalpe.

Mit der kürzlich erschienenen ersten Ausgabe

des „STOLZALPEN flyers“ wurden das Thema

Magnetresonanz (MR) und das MR-Leistungsangebot

am LKH Stolzalpe vorgestellt.

In Zukunft soll etwa dreimal jährlich ein Flyer

über verschiedene Themenschwerpunkte

des LKH Stolzalpe informieren. ■

Mehr dazu:

www.lkh-stolzalpe.at

Gesundheitsführer

des Bezirks Murau

Als Sonderausgabe der

„STOLZALPE Infosion“

ist ein Bezirksgesundheitsführer

herausgegeben

worden. Die Arbeitsgemeinschaft

der

Gesundheits- und Betreuungsdienste

des

Bezirkes Murau, ein

freiwilliges und ehrenamtliches Netzwerk,

ist bereits 10 Jahre im Interesse der Gesundheit

der Bevölkerung tätig. Mit dem Bezirksgesundheitsführer

bietet sie der Bevölkerung

umfassende Unterstützung bei der Suche

nach Gesundheits- und Betreuungsangeboten

des Bezirkes Murau.


Immer aktuell!

www.gsund.net

www.kages.at

Medizin-Portal der KAGes

Ambulanzterminplanung für niedergelassene Ärzte im Pilotbetrieb

Niedergelassenen Ärzten bietet die KA-

Ges im Rahmen des Medizin-Portals

die Möglichkeit, Patiententermine in den

Spitalsambulanzen über das Internet zu buchen.

Dabei kann ein niedergelassener Arzt

nach freien Ambulanzterminen für seine Patienten

suchen und diese verbindlich reservieren.

Für den Patienten wird daraufhin

eine Buchungsbestätigung als Merkzettel

ausgedruckt.

Als Pilotambulanzen stellen nun die Allgemeine

und die Septische Ambulanz der

Chirurgie des LKH Bruck a.d. Mur dieses

Service zur Verfügung. Als Schnittstelle

verbindet das Medizin-Portal die niedergelassenen

Ärzte mit dem Krankenhausinformationssystem

„openMedocs“.

Niedergelassene Ärzte können einen

kostenlosen Zugang zum Medizin-Portal

anfordern.

Sie erhalten damit auch die Möglichkeit,

Vereinbarung von Ambulanzterminen im

Medizin-Portal der KAGes.

über das Medizin-Portal kostenfrei Befunde

elektronisch übermittelt zu bekommen.

Fragen zu diesem Thema richten Sie bitte

an:

christian.lutterschmidt@kages.at. ■

Dipl.-Ing.(FH) Christian

Lutterschmidt, UIM

Menschen helfen Menschen

März 2007


44

ORGANISATION & KOMMUNIKATION

Das nächste Christkind kommt sicher

Der Frühling hat am 21. März begonnen und die Advent- und Weihnachtszeit liegt bereits zurück. Traditionell

und angebracht ist unsere „Weihnachtsnachlese“ in der ersten G’sund-Ausgabe dieses Jahres.

Patientenkonzert in der

LSF Graz

Bereits zum 16. Mal fand das

Weihnachtskonzert der Musiktherapie

für Patienten, Angehörige

und Freunde, Angestellte

und Gäste statt. Dass

dem Motto „Kultur - Begegnung

- Gespräch“ Rechnung getragen

wird, dafür sorgten wiederum in

sehr liebevoll entgegenkommender

Art renommierte Musiker,

Sänger und Künstler. Mitglieder

der Grazer Philharmoniker und

der Volksoper Wien, Domorganist

Emanuel Amtmann, Domkantorei

zu Graz, ein Ensemble

der Militärmusik Steiermark, Solistin

Min-Young Sim, Solist der

Grazer Oper Wilfried Zelinka,

Musiker der GVB, Domkapellmeister

Josef M. Doeller als musikalischer

Gesamtleiter spielten

Der musikalische Gesamtleiter

Domkapellmeister Josef M.

Doeller im Einsatz.

und sangen Werke der musikalischen

Gedenkjahresregenten W.

A. Mozart, J. M. Haydn sowie

Werke von J. S. Bach und G. Fr.

Händel.


Mehr dazu:

www.lsf-graz.at ➟ Aktuelles ➟

Impressionen -

Patienten-Weihnachtskonzert

Mag. Dagmar Stevcic, LSF Graz

Foto: K. Landauf und K. Dillinger

Besinnliche Stunde auf der

Grazer Derma

Es war eine

spontane Entscheidung

von

Oberschwester

Lisbeth Magnes,

zum ersten Mal

gemeinsam mit

Die Kinder des Betriebskindergartens sangen

Weihnachtslieder.

allen Patienten

der Grazer Universitätsklinik

für

Dermatologie

und Venerologie im geräumigfreundlichen

Bereich der Ambulanzschalter

Weihnachten zu

feiern. In den Jahren davor gab

es auf den einzelnen Stationen

kleine Weihnachtsfeiern.

Nach einer kurzen Begrüßung

durch den Klinikvorstand Univ.-

Prof. Dr. Helmut Kerl sangen

Kinder des Betriebskindergartens

Weihnachtslieder, aktive

und ehemalige Schwestern musizierten

mit Hackbrett, Flöte

und Gitarre und Univ.-Doz. Dr.

Ingrid Wolf las Weihnachtsgeschichten

vor. Bei Keksen

und Punsch haben sich die Patienten

in dieser vorweihnachtlichen

Atmosphäre sichtlich wohl

gefühlt.


Foto: Werner Stieber

Der Club „AKTIV 50“ war aktiv

LKH Leoben – Alle Jahre wieder

Über 80 Personen kamen auf

Einladung der Anstaltsleitung

und des Betriebsrates der

LSF Graz zur diesjährigen Weihnachtsfeier

Anfang Dezember

2006 in den Festsaal. Begrüßt

wurden sie von Obfrau Rudi

Manninger sowie vom ZBR-Vorsitzenden

Manfred Wolf. Für die

musikalische Umrahmung der

Für weihnachtliche

Musik sorgten, von

links, Daniela

Dreisiebner,

Brigitte Brunegger

und Sandra

Dreisiebner.

Weihnachtsfeier

sorgten gesanglich

Sandra Dreisiebner,

deren Tochter

Daniela auf der

Geige und Brigitte Brunegger mit

der Harfe. Nach einem kurzen

Rückblick auf 2006 und einer

Vorschau auf das Jahr 2007 wurde

das Buffet eröffnet und es

wurde ein festlich-fröhliches

Beisammensein für die Mitglieder

des Club Aktiv 50. ■

ZBRV Manfred Wolf, LSF Graz

Alle Jahre wieder gibt es für

die stationären Patienten

des LKH Leoben eine Nikolausfeier

und eine Weihnachtsfeier.

Durch die gute interdisziplinäre

Zusammenarbeit aller Mitarbeiter

waren diese beiden Feiern

ein berührendes Erlebnis für unsere

Patienten und deren Angehörige.

Die hauseigene Küche

Berührend:

Nikolausfeier

mit

musikalischer

Begleitung.

stellte Kekse zur Verfügung und

sogar einige unserer Patienten

trugen aktiv zur Gestaltung der

Feierlichkeiten bei.

Wir hoffen, auch im nächsten

Jahr wieder diese Veranstaltungen

durchführen zu können. ■

DKKS Sabine Juvan,

Kinderabteilung des LKH Leoben

März 2007

Menschen helfen Menschen


ORGANISATION & KOMMUNIKATION 45

LKH Bruck a.d. Mur –

Stimmungsvoller Abend und

Adventkalender

Hygienegruppenausflug der

LSF im LKH Univ.Klinikum Graz

Unter der bewährten

musikalischen

Leitung

von Prof. Lieselotte

Zechner, Mitgliedern

des Joseph-Haydn-Orchesters

und des

Singkreises Bruck

a.d. Mur wurde

der stimmungsvolle

Konzertabend wiederum zu einem

feierlichen Klangerlebnis.

Hochkarätige Solisten und zahlreiche

Musikensembles sorgten

mit heimischen, traditionellen

Weihnachtsliedern für eine besinnliche

Stimmung. Die Musik

wurde zur Sprache der Seele und

das Wort zu einem Kleid der Gedanken.

Ein erfolgreicher Beitrag, um der

Hektik des Alltags – wenn auch

Auszug aus dem Gemälde der

Whispering Angels von Agostino

Carracci.

nur für einen kurzen Augenblick –

zu entrinnen, war der LKH-Adventkalender

im Intranet. Mit über

4200 Zugriffen bestätigten die

Mitarbeiter den Wert dieses kreativen

Freizeitvergnügens. ■

DGKS/QB Katalin Oberrainer,

LKH Bruck a.d. Mur

Hygienisch verpackt wurde die Haupt- und Verteilerküche im LKH-

Univ.Klinikum Graz besichtigt.

Ende November des Vorjahres

besuchten die Hygienekontaktpersonen

der LSF Graz

ihr „Nachbarkrankenhaus“ zu

einem intensiven Informationsund

Erfahrungsaustausch.

Schon die Anreise war ein Erlebnis,

da viele jahrzehntelang

nicht mit den „Öffis“ unterwegs

waren. Das interessante Rahmenprogramm

führte durch den

hell und freundlich gestalteten

Logistiktunnel, hoch hinauf zum

Hubschrauberlandeplatz auf

dem Dach der Universitätsklinik

für Chirurgie und in die Hauptund

Verteilerküche, in der täglich

ca. 3800 Mittagsmenüs vorbereitet

werden. ■

Hygienefachkraft Barbara

Feiertag, LSF Graz

Grußkartenservice des LKH Bruck a.d. Mur

Erfolgreiche Umsetzung einer Service-Idee

Gutes Timing bewies

Evelyn Seehofer,

die Leiterin der

Physiotherapie im

LKH Bruck a.d. Mur.

Als sie Ende Jänner

2007 einem entzückenden

Töchterchen

das Leben

schenkte, wurde ihr

von der Anstaltsleitung

die erste LKH-

Bruck-a.-d.-Mur-

Grußkarte zur Geburt

ihres Kindes überreicht.

Gleichzeitig erhielt

sie das Zertifikat

Foto: C. Werner

Pflegedirektorin Hildegard Ruhdorfer und Betriebsdirektor Klaus Koller

bei der Überreichung der ersten Grußkarte des LKH Bruck a.d. Mur an

Evelyn Seehofer.

des Innerbetrieblichen

Vorschlagswesens

und eine Prämie für die erfolgreiche

Umsetzung ihrer eigenen Idee eines Grußkartenservices.

Dieses wird in Zukunft allen Patienten

des LKH Bruck a.d. Mur zugutekommen

können. Dank der technischen Umsetzung

durch Andreas Schwaiger, LKH Bruck

Innerbetriebliches Vorschlagswesen

der Stmk. Krankenanstaltengesellschaft

a.d. Mur, und Mitarbeitern des UIM konnte

diese liebenswürdige Serviceidee rechtzeitig

zur Geburt der kleinen Anja Seehofer verwirklicht

werden.


Mehr dazu:

www.lkh-bruck.at

DGKS/QB Katalin Oberrainer,

LKH Bruck a.d. Mur

Menschen helfen Menschen

März 2007


46

ORGANISATION & KOMMUNIKATION

Internes Kontrollsystem

Das IKS als komplexes Geflecht von Regelungen, Funktionen und

Kontrollmechanismen (Teil 2)

Das IKS der KAGes ist, wie

auch in anderen Unternehmen,

ein sehr komplexes Geflecht

von Regelungen, Funktionen

und Kontrollmechanismen,

welche großteils nicht bewusst

als IKS wahrgenommen werden.

Eingebunden ist es in die gesamte

Aufbau- und Ablauforganisation

der KAGes.

In der letzten Ausgabe von

G'sund wurde über die Ziele des

IKS sowie das Kontrollumfeld als

Mag. Birgit

Fahrnberger,

Organisationsabteilung/Interne

Revision.

wesentlicher Faktor für die Wirksamkeit

des IKS und das Kontrollbewusstsein der

Mitarbeiter und Führungskräfte berichtet.

Im Folgenden werden organisatorische Vorkehrungen

und Regelungen zu den Arbeitsabläufen

beschrieben, die zu einer transparenten

Aufbauorganisation und schlüssigen

Ablauforganisation beitragen sollen.

Organisatorische Vorkehrungen

Organigramme und Funktionsbeschreibungen

dokumentieren die Aufbauorganisation.

Sie regeln neben grundsätzlichen Bestimmungen

wie Geschäfts- und Anstaltsordnungen

die Verteilung von Aufgaben, Kompetenzen

und Verantwortung. Ergänzt werden

sie durch Handlungsvollmachten, unternehmensspezifische

Regelungen für die

Zeichnungsberechtigung und auch durch

das Vier-Augen-Prinzip.

Vier-Augen-Prinzip/

Funktionstrennung

Das Vier-Augen-Prinzip/die Funktionstrennung

soll sicherstellen,

dass die Bearbeitung von Geschäftsvorgängen

über mehrere

Personen oder Abteilungen verteilt

ist. In organisatorischer Hinsicht

soll gewährleistet sein, dass

kein Geschäftsvorgang von seinen

Anfängen bis zur endgültigen

Erledigung in einer Hand liegt und

auch Buchungs- und Zahlungsgeschäfte

nicht von ein und derselben Person

durchgeführt werden.

Das Vier-Augen-Prinzip findet sich in den

organisatorischen Strukturen (z. B. gemeinsame

Aufgaben der Anstaltsleitung lt.

Anstaltsordnung) und auch in Richtlinien

wieder.

Zugriffs- und

Änderungsberechtigungen

Das Datenschutzgesetz 2000 und darauf

aufbauend die Datensicherheitsvorschriften

der KAGes sehen eine Regelung der

Zugriffsberechtigungen auf Daten und Programme

und den Schutz vor der Einsicht

und Verwendung durch Unbefugte vor.

Dies wird durch Vorgaben zur Einrichtung,

Änderung und Löschung von Zugriffsberechtigungen,

die Verantwortung hiefür

und deren Dokumentation ermöglicht. Wesentlich

ist, dass für die Beantragung von

Benutzereinstiegen zu EDV-Systemen

standardisierte Formulare vorliegen, die

eine ausreichende Dokumentation ermöglichen

und eine Missbrauchsmöglichkeit

präventiv ausschließen. Für den einzelnen

Mitarbeiter bedeutet dies eine erhöhte

Verantwortung für den Schutz vor unbefugtem

Zugriff auf seinen EDV-Arbeitsplatz.

Regelungen zu

den Arbeitsabläufen

Die Beschreibung und graphische Darstellung

der Kernprozesse der Patientenbetreuung

und -versorgung sowie der wichtigsten

unterstützenden Prozesse sind das

dynamische Element eines IKS. Dazu

gehören Festlegungen über die Schnittstellen

und die Verwendung von genormten

Formularen ebenso wie Hinweise auf

Richtlinien, Standards, Arbeitsunterlagen

und Kennzahlen.

So wurden beispielsweise die Haupt-

Geschäftsprozesse der Zentraldirektion im

KAGes-Richtlinie für die Zeichnungsberechtigung

Diese regelt die äußere Form der Ausübung

von Vollmachten, die Zeichnungsberechtigung

für den Schriftverkehr, das Eingehen

von Verpflichtungen sowie die Genehmigung

zur Abschreibung von Forderungen

und das Ausscheiden von Vermögenswerten.

Der Berechtigungsumfang für den rechtsverbindlichen

Schriftverkehr und die Vergabe

von Lieferungen und Leistungen (Investitionen,

Materialien und Sonstige Leistungen)

ist in sechs Berechtigungsstufen gegliedert.

Damit wird u. a. die Vorlage bzw. Zeichnung

von Geschäftsvorgängen an/durch einen

Gesamtprokuristen, Vorstandsdirektor oder

den Vorstand festgelegt.

Das Überwachungssystem der KAGes als Grafik.

März 2007

Menschen helfen Menschen


ORGANISATION & KOMMUNIKATION 47

Rahmen der ISO-Zertifizierung definiert. Unterstützung

bei der Darstellung, Analyse

und Simulation der Prozesse bietet dabei

das Tool ADONIS®.

Verbindliche Arbeitsunterlagen

Die Vorgehensweise bei wesentlichen Geschäftsvorgängen

soll in einem Unternehmen

mittels verbindlicher Arbeitsunterlagen geregelt

sein. Dies ermöglicht in der KAGes ein

IT-basiertes Dokumentenlenkungssystem.

Melde- und

Informationspflichten

Diese sollen gewährleisten, dass der Vorstand,

aber auch die jeweilige Anstaltsleitung

über alle wesentlichen Informationen

verfügt. Eine Melde- und Informationspflicht

über Vorkommnisse ist z. B. in den Funktionsbeschreibungen

der Mitglieder der Anstaltsleitung

geregelt.

Definition von Toleranzgrenzen

für Soll-Ist-Abweichungen

Diese ermöglicht der Führungskraft die

Wahrnehmung ihrer Verantwortung im

Rahmen des IKS. Als Beispiel dafür ist die

Erläuterungspflicht bei definierten Soll-Ist-

Abweichungen im Rahmen des Wirtschaftsplan-Controllings

anzuführen. ■

birgit.fahrnberger@kages.at

Kalenderprojekt des

LKH Hartberg

Prim. Dr. G. Winkler und sein Team mit dem

neuen Herz-Kreislauf-Katheter.

Die bereits 2005 begonnene Kalenderaktion

am LKH Hartberg wurde 2006 erfolgreich

fortgesetzt. Das Kalenderprojekt erbrachte

einen Erlös in der Höhe von

€ 6.150,–. Damit konnte für beide Intensivstationen

des LKH Hartberg ein neuer Herz-

Kreislauf-Katheter angeschafft werden.

Das von Maria Grassl und Betriebsdirektor-

Stellvertreter Dietmar König erfolgreich geleitete

Kalenderprojekt soll natürlich im kommenden

Jahr fortgesetzt werden. ■

Privatklinik als

Brückenbauer zur

Kunst

Anlässlich des schon traditionellen Neujahrsempfangs

in der Privatklinik Graz

Ragnitz wurden heuer Werke der Malwerkstatt

Graz gezeigt. Malkunst und Heilkunst trafen

hier an einem idealen Ort aufeinander. ■

„Streifzug“ der Werke der Künstler der

Malwerkstatt Graz Adi Brunner, Gerhard

Hammerl, Manuela Hillebrand, Jörg Kozak,

Barbara Seirer, Andreas Schmidt und Walter

Novak.

Information

LITERATURTIPPS

Weiterführende Details finden Sie in der

Dokumentation „Internes Kontrollsystem

der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft

m.b.H.“ auf der Homepage der

Zentraldirektion ➟ Organisationsabteilung

➟ Service ➟ Rubrik „I“ – Internes Kontrollsystem.

Literaturtipp

Das Interne Kontrollsystem aus der Sicht

der Internen Revision, Hrsg. IIA Austria,

Linde Verlag 2006

Handbuch zum Internen Kontrollsystem;

Hrsg. Helge Löffler, Klaus Mittermair, Linde

Verlag, 2000

The Corruption

Monster

Ethik, Politik und Korruption

Martin Kreutner (ed.)

Czernin Verlag Wien, 2006,

Euro 29,80

Mehr als 40 in- und ausländische

Persönlichkeiten aus

Politik, Wissenschaft, Wirtschaft

und den Medien setzen

sich in durchaus kontroversieller

Weise mit Korruption

als der betrügerischen

Bereicherung weniger

am Vermögen aller und

ihren Auswirkungen auf die

Gesellschaft auseinander.

Blindenhund für

Justitia

Advokatenstreiche aus

Österreich

Erhard C.J. Weber

Leopold Stocker Verlag

2006

Euro 19,90

Augenzwinkernd und humorvoll

werden hier aus

der mitunter skurrilen

Welt von Anwaltskanzlei

und Gerichtssaal originelle

und köstliche Geschichten

erzählt.

zuadraht

Kriminalroman

Werner Kopacka /

Thomas Schrems

Steirische Verlagsgesellschaft

2006

Euro 19,90

Die beiden erfahrenen

Autoren schreiben hier

gegeneinander an: Der eine

in der Rolle eines raffinierten

Serienmörders,

der andere in der eines

eigenwilligen Ermittlers.

Sherlock Holmes

Nick Rennison

Patmos Verlag / Artemis&Winkler

Euro 20,50

Diese vollständige und

detaillierte, wenn auch

nicht autorisierte Biografie

über den eigenwilligen

Detektiv mit Pfeife und

Tweedmütze ist unterhaltsam

und überzeugend.

Ein Lesegenuss für Krimileser

und alle Sherlock-

Holmes-Fans.

ABC der Gestaltung und Prüfung des Internen

Kontrollsystems (IKS) in Unternehmen,

Klinger/Klinger, Linde Verlag 1998

Menschen helfen Menschen

März 2007


48

ORGANISATION & KOMMUNIKATION

Zentrale Beschaffung in der KAGes

Medizinische und nichtmedizinische Güter- und Dienstleistungen als Beispiel

Die strengen Vorgaben

des Bundesvergabegesetzes

(BVerG) und das

Gebot der Sparsamkeit

und Wirtschaftlichkeit im

Einkauf einzuhalten, verlangen

bei der Zentralen

Beschaffung in der KAGes

ein klar abgestimmtes

Vorgehensmuster anzuwenden.

In der Regel wird

ein einziges Produkt „als Bestbieter“

des Beschaffungsvorganges

hervorgehen, welches fortan von

allen Anwendern in der KAGes,

abgesehen von seltenen Ausnahmen

(vergleiche dazu die FDion

ArbU 1001.3228), benutzt werden

muss. Gerade aus diesem

Grunde ist es wichtig, die Anwender

in den Beschaffungsvorgang

einzubeziehen und ihr umfangreiches

Wissen für die Produktbeschaffung

zu nutzen.

Bedarfserhebung und

Angebotsprüfung

Im ersten Schritt des Beschaffungsvorganges

wird der künftige

Bedarf erhoben, um so den

geschätzten Auftragswert zu ermitteln.

Der Bedarf

spielt für die

Art und die Auswahl

des Vergabeverfahrens

eine

große Rolle. Mit

Hilfe der Anwender

wird ein Ausschreibungskonzept

erstellt, welches

den Leistungsinhalt,

ein Leistungsverzeichnis,

die Mindestanforderungen

an die Produkte sowie die

Zuschlagskriterien (beispielsweise

das Verhältnis von Preis und

Funktionalität bzw. Qualität) beinhaltet.

Nach der Prüfung der Angebote

erfolgt die formelle Prüfung nach

den Vorgaben des Vergabegesetzes

durch den Zentraleinkauf.

Als nächster Schritt werden von

den Lieferanten, die den formellen

Anforderungen der Ausschreibung

entsprechen, Muster

angefordert. Diese Muster werden

an die ausgewählten Anwender

übermittelt und einer

ausführlichen funktionalen Testung

unterzogen.

Dr. Thomas

Zacharias,

Finanzdirektion, F1.

Von der Produktauswahl

bis zur Artikelbereinigung

Die Auswahl der einzelnen Produkte

erfolgt aufgrund der Expertisen

der einzelnen Tester.

Die Auswahl der Tester erfolgt

aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung,

eines bekundeten Interesses

an der Mitarbeit am

Beschaffungsvorgang oder aufgrund

von sachlicher Notwendigkeit.

Die Anwender nehmen

als Mitglieder der Bewertungskommission

eine Beurteilung

nach Qualität und Funktionalität

der Produkte vor; die Beschaffungskommission

ermittelt unter

Berücksichtigung von Preis

und Funktionalität den Bestbieter.

In der Folge wird dem Bestbieter

der Zuschlag erteilt. Danach

wird eine Einkaufsrichtlinie

erstellt, die Artikel werden

im MATEKIS-System eingegeben

und die Einkaufsrichtlinie

wird im Intranet publiziert. Teil

der Umsetzung des Ausschreibungsergebnisses

ist auch die

Artikelbereinigung von nicht

mehr ausschreibungskonformen

Produkten im MATEKIS-System

(Sperre von Artikeln).

Beschaffung über die

Bundesbeschaffungsgesellschaft

(BBG)

Der KAGes ist es auch möglich,

Produkte gemäß den Ausschreibungen

der Bundesbeschaffungsgesellschaft

(BBG) zu erwerben,

z.B. Büromaterialien,

Büromaschinen. Vor dem Ankauf

dieser nicht zentral ausgeschriebenen

Artikel ist jedenfalls ein

Preisvergleich durchzuführen.

Dieser Preisvergleich ist primär

zwischen den Produkten der

Bundesbeschaffungsgesellschaft

und der im MATEKIS unter

„Info Quick Bestpreisliste“

angeführten Produkte und Preise

der verschiedenen Anbieter vorzunehmen.

Bei Interesse am Ankauf

von Artikeln, die von der

BBG ausgeschrieben sind, ist

das Einvernehmen mit dem Zentraleinkauf

in der ZDion unter der

Angabe der Beschaffungsgruppe

herzustellen.


thomas.zacharias@kages.at

Sachkundelehrbuch für

Graz-Umgebung

Die Schüler der dritten Volksschulklassen

der Volksschulen

des Bezirkes Graz-Umgebung

können sich freuen. Ein besonders

lebensnah gestaltetes

Sachkundelehrbuch ist ausschließlich

für sie vorgesehen.

Es enthält Sagen aus der Geschichte

des Bezirkes,

Informationen zu historischen

Gebäuden

und über den modernen

Flughafen Graz,

die Geografie der engeren

Heimat der

Schüler und mathematische

Übungen. In

ihrem Vorwort zur ersten Auflage

mit 1600 Exemplaren schreibt

die engagierte Autorin Claudia

Genser, Lehrerin an der Volksschule

Hausmannstätten: „Wir

schauen in der heutigen Zeit gerne

weit weg, in die Ferne, zu anderen

Völkern und Kulturen …

doch sollten wir nicht

vergessen, woher wir

kommen und wie es

bei uns aussieht.“ ■

Bezirk Graz-Umgebung

Sachkundelehrbuch

von Claudia Genser,

Herbst 2006.

Mitmachen und gewinnen

In der letzten

G’sund-Ausgabe

(Dezember 2006)

gab es für unsere

Leserinnen und Leser

gleich drei Gewinnchancen.

Rätsel-Lösungen:

• Kreuzworträtsel

(„Denksport“):

Talent

• Lavazza-Gebäude:

fünf Bullaugen-Fenster

• Internet-Adresse

von G’sund:

www.gsund.net

Die Gewinner der Buchpreise,

der Espressomaschine sowie der

Von rechts: Günter Jaschouz übergibt dem

Gewinner Hans-Jörg Gruber die Espresso

Maschine.

Sonntagsbrunch-Gutscheine

wurden bereits verständigt.

Wir gratulieren herzlich. ■

März 2007

Menschen helfen Menschen


PANORAMA 49

Denksport mit Gewinnchance

SUDOKU

Das Diagramm dieser japanischen Rätselart ist mit den Zahlen 1–9 aufzufüllen.

Jede Zahl darf in jeder Zeile und jeder Spalte und in jedem 3x3-Feld

nur einmal vorkommen.

Viel Vergnügen!


Lösungswort

1 2 3 4 5 6

Schicken Sie das Lösungswort

mit dem Kennwort

„Denksport“ an:

Steiermärkische

Krankenanstaltengesellschaft

m.b.H.

Redaktion G’sund

Postfach 6, 8036 Graz

Mail: gsund@kages.at

Fax: 0316/340-5221

Aus allen bis zum 30. April 2007

eingelangten Einsendungen mit

der richtigen Lösung werden unter

Ausschluss des Rechtsweges

Buchpreise verlost. Die Gewinner

werden schriftlich verständigt.

Das G’sund-Team wünscht viel

Erfolg!

Schwierigkeitsgrad: leicht

Foto: Christoph Sudy

Tipps fürs Radfahren: Regelmäßige

Sicherheitskontrolle

Nach dem Frühjahrscheck und mit dem Radhelm macht der kleine Luca

seinen ersten Ausflug.

Der Frühling steht vor der

Haustür und das Fahrrad, eines

der wohl beliebtesten Fortbewegungsmittel

für viele Österreicher,

wird wieder hervorgeholt.

Neben einer gründlichen

Reinigung sind folgende,

während der Fahrradsaison zu

wiederholende, Sicherheitskontrollen

zweckmäßig:

• Kette und Zahnräder reinigen

und ölen

• den Luftdruck der Reifen prüfen

und im Bedarfsfall aufpumpen

• Bremsbacken und Bremszug

kontrollieren

• Lichtanlage testen

• Schrauben nachziehen und im

Bedarfsfall ergänzen

• Schaltung kontrollieren

• Radhelm nicht vergessen ■

Sicher in den Urlaub –

Sicher reisen

Einige Sicherheitstipps und

Verhaltensregeln für die Zeit

vor und während der Reise.

• Informieren Sie sich über ein

erhöhtes Sicherheitsrisiko in

ihrem Urlaubsland (Entführungen,

Straßenraub und Überfälle)

und aktuelle Reisewarnungen

des österreichischen

Außenministeriums.

Mehr dazu:

www.bmaa.gv.at

• Speichern Sie die wichtigsten

Telefonnummern und Hotlines,

am besten gleich mit der

Österreich-Länderwahl + 43, in

ihrem Mobiltelefon: Versicherung,

Kartensperre, Hausbank

usw.

• Benutzen Sie Geldausgabeautomaten

generell am besten

in Bankgebäuden oder zumindest

auf belebten Plätzen.

• Überprüfen Sie immer wieder

die Anzahl ihrer Kreditkarten

und veranlassen Sie sofort

eine Sperre, wenn eine Kreditkarte

gestohlen worden ist.

Kontrollieren Sie am besten in

periodischen Abständen, jedenfalls

aber nach der Rückkehr vom

Urlaub ihre Kartenumsätze. ■

Menschen helfen Menschen

März 2007


50

PANORAMA

Sehenswert

Sehenswert

Asolo

Stadt der hundert Horizonte

Über den Dächern von Asolo erhebt sich im

Hintergrund ein Hügel mit den Ruinen der

Rocca.

Nördlich von Padua, zwischen Bassano del

Grappa und Monte Belluna, liegt Asolo, die

Stadt der hundert Horizonte: „Città dei cento

orizzonti“. Mein Weg führte mich durch

eine grüne Hügellandschaft und die engen

Straßen des kleinen Bergstädtchens Asolo

zu den kleinen Plätzen im Zentrum. Mit etwas

Glück fand ich einen Parkplatz auf der

Piazza Brugnoli.

In Asolo geht fast alles bergauf oder bergab,

teils mit verschlungenen Wegen. Bei

meinem ersten Streifzug durch das kleine

Fotos: Sudy

Eisstockturnier in Gratwein

Unter Schirmherrschaft des LKH Hörgas-Enzenbach:

55 Teams kämpften um Sieg

Die siegreiche Moarschaft der Straßenmeisterei Ilz-

Fürstenfeld II mit Pflegedirektorin Berta Weißensteiner.

Auf Platz 2 die erfolgreiche Moarschaft der

Bautechnischen Betriebe LKH-Univ.Klinikum Graz.

LITERATURTIPPS

Fotos: Wolfgang Gössler, LKH Hörgas-Enzenbach

Der schon traditionelle Vergleichswettkampf

der steirischen

Landesbediensteten im Eisstockschießen

fand heuer am 16.

Jänner in der Bad Weihermühle in

Gratwein statt. Unter Schirmherrschaft

des LKH Hörgas-Enzenbach

waren 55 Moarschaften aus den

verschiedensten Landesabteilungen

und aus allen steirischen Bezirken

für dieses sportliche Ereignis

angemeldet. Nach dem Eisstockturnier

bei besten Eisbedingungen,

herrlichem Sonnenschein

und toller Stimmung ging es zur

Siegerehrung in das Hotel-Restaurant

Fischerwirt in Gratwein.

Pflegedirektorin Berta Weißensteiner

und Betriebsdirektor Josef

Mayer überreichten hier die Siegerpokale.


Gudrun Rinner, LKH Hörgas-

Enzenbach

Der mittelalterliche Torre del’ Orologico im

Zentrum des kleinen Städtchens.

Stadtzentrum kam ich durch die leicht bergauf

führende Via Regina Cornaro zum

Castello della Regina Cornaro. Von diesem

einstigen Palast sind heute nur mehr der

mittelalterliche Turm, der „Torre del’ Orologico“,

und der Audienzsaal erhalten. Hier

trat in einem großen hölzernen Theatersaal

Eleonore Duse auf, eine der großen Schauspielerinnen

des 20. Jahrhunderts. ■

Geschichte der

Karl-Franzens-

Universität Graz

Walter Höflechner

Leykam 2006

Euro 34,90

Von den Anfängen bis in

das Jahr 2005 wird eindrucksvoll

die wechselvolle

Geschichte der

zweitältesten Universität

Österreichs mit zahlreichen

interessanten Abbildungen

dokumentiert.

Graz ganz groß

Ein tierisch guter Stadtführer

für Kinder

Sabine Turek-Pirker und

Andreas Leb

Styria Verlag 2006

Fünf schlaue Eichhörnchen

und Großvater erzählen

nicht nur Spannendes über

Graz und seine Umgebung,

sondern bringen auch viel

Wissenswertes über Technik,

Geschichte, Natur und

Kunst. Ein Mitmachbuch

für Kinder ab acht Jahren

mit mehr als 70 kniffligen

Rätselnüssen.

Berggeist, Zauberer,

Wilde Jagd

Sagen aus dem

steirischen Almenland

Dir. Otto Schinnerl,

Tel. 03179/27430

Euro 15,–

Zwölf Gemeinden rund um

die Teich- und Sommeralm

bilden die Tourismus-Region

„Almenland“. Schüler

der Volksschule Arzberg

befassten sich intensiv mit

diesen Sagen der Region,

erzählten sie nach und

illustrierten sie.

Den Kranken

zum Heile

Geschichte des

LKH Leoben

Norbert Weiss

Selbstverlag des LKH

Leoben, Leoben 2003,

Euro 24,90, erhältlich im

LKH Leoben (Infoschalter)

Auf der Grundlage bisher

unveröffentlichter Dokumente

gelingt dem Verfasser

erstmalig eine umfassende

historische Darstellung

des Landeskrankenhauses

Leoben.

Mehr dazu:

www.gsund.net ➟ Suche: Asolo

reinhard.sudy@kages.at

März 2007

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PANORAMA 51

Freiberg in Sachsen

Filigrane Tulpenkanzel, weltgrößte

Gesteinssammlung und Bauerhase

Freiberg mit den Gruben „Reiche Zeche“

(Untertageführung) und „Alte Elisabeth“

(Übertageführung) und weiteren interessanten

Bergbaudenkmälern des Erzbergbaues.

Fotos: H. Grager

Die große Silbermannorgel.

Dieses hübsche und etwas verschlafen wirkende

kleine Städtchen wird vor allem

wegen seines spätgotischen Doms

St. Marien mit dem als „Goldene Pforte“ bezeichneten

beeindruckenden Eingangstor, der

um 1505 vom Bildhauer Hans Witten geschaffenen

Tulpenkanzel und der im Manierismusstil

erbauten kurfürstlichen Begräbniskapelle

besucht. Für den Tipp eines Freibergers, eine

Domführung mit Orgelmusik der vom Orgelbaukünstler

Gottfried Silbermann zwischen

1711 und 1714 geschaffenen großen Silbermannorgel

zu besuchen, hatte ich zu wenig

Zeit. Sehenswert sind auch das Lehr- und Besucherbergwerk

der einstigen Silberstadt

Gesteinssammlung

Bei meinem Besuch im Vorjahr

wurde das im Stadtzentrum gelegene

Schloss Freudenstein im Rahmen

des EU-Projektes Freiberg 2010 gerade

restauriert. Seine künftigen Nutzer, die TU

Bergakademie Freiberg und das Sächsische

Staatsarchiv – Bergarchiv, werden

hier eine der größten Gesteinssammlungen

der Welt präsentieren. Die bereits

vorhandene mineralogische Sammlung

der TU Bergakademie Freiberg wird durch

die Dauerleihgabe einer Privatsammlung

mit über 80 000 Exemplaren erweitert.

Bergarchiv

Das Bergarchiv mit vielen Raritäten ist in seiner

Art weltweit ein einmaliges Zentrum der

Montangeschichte mit historischen Kulturgütern

aus sechs Jahrhunderten sächsischer

Bergbaugeschichte. Akten, Bergbücher, Karten,

Pläne, Risse, Fotos, Dokumentarfilme

und Bergbauliteratur werden hier archiviert.

Entstehung des Bauerhasen

Zur Tafelrunde des Markgrafen Friedrich

mit der gebissenen Wange (1257–1324)

zählte auch der Kaplan

von St. Marien.

Die beiden sollen

bei einem Gelage

vom Fastnachtdienstag

auf

Die freistehende Tulpenkanzel aus

Hilbersdorfer Porphyrtuff im Freiberger Dom

St. Marien.

den Aschermittwoch

in einen heftigen

Wortwechsel

geraten sein, als

der Markgraf kurz

vor Mitternacht einen

Hasenbraten

auf den Tisch bringen

wollte. Durch

den mitternächtlichen

Beginn der Osterfastenzeit sah der

Kaplan darin eine schwere Sünde. Einen

Ausweg zur Zufriedenheit aller fand

schließlich der Koch, der kurz nach Mitternacht

ein mit Mandeln gespicktes Gebäck

in Form eines Hasen servierte. Zu Ehren des

Kochs, der Bauer hieß, wurde dessen Kreation

vom Markgrafen als „Bauerhase“ bezeichnet,

der heute noch in alter Tradition

hergestellt wird.


reinhard.sudy@kages.at

LITERATURTIPP

Dom und Domviertel

Freiberg / Sachsen

Manfred Hübner mit Fotos von Manfred Lohse

Hinstorff Verlag, Rostock 2005

Der Dom St. Marien zu Freiberg in Sachsen ist Gotteshaus,

Konzertsaal und Kulturdenkmal in einem. Manfred Hübner

führt, ergänzt durch zahlreiche Schwarz-weiß- und Farbabbildungen,

durch Geschichte und Gegenwart des Freiberger

Domviertels und den Sakralbau mit der berühmten filigranen

Tulpenkanzel und der Silbermann-Orgel.

Menschen helfen Menschen

März 2007


52

PANORAMA

Er schreibt Drehbücher, malt und ist ein

Filmarchitekt – Ein Interview mit Szenograph Burkhard Stulecker

Burkhard Stulecker ist in Langenwang in

der Steiermark geboren. Er studierte

Bühnenbild an der Universität für Musik und

darstellende Kunst in Graz sowie an der

Akademie der bildenden Künste in Wien

und ein Jahr Bildhauerei bei Joseph Pillhofer.

Lange Jahre war Burkhard Stulecker

Journalist. Heute schreibt er Drehbücher,

malt und ist ein anerkannter Szenograf.

G’sund: Ich habe Deinen Lebenslauf gelesen

und kann gar nicht glauben, was Du in

Deinem Leben schon alles gemacht hast.

Du hast nach dem Studium 1979 beispielsweise

ein Jahr als Fabricator im SHADOW

Formel 1 Team in Northampton in Großbritannien

gearbeitet, bevor Du Dich dem

Journalismus zugewandt hast.

Stulecker: Ich hatte dort schon einige

Male ferialgejobbt und habe dann dort

ein Jahr lang Karosserien gebaut,

poliestert usw.

G’sund: Danach hast Du hauptsächlich als

Journalist für die Neue Zeit, Kronen Zeitung,

den Grazer gearbeitet und warst als

Korrespondent für die Wiener Zeitung, Autorevue

(Wien), Motorsport Aktuell (Zürich)

und die italienische Autosprint tätig.

Stulecker: Die sieben Jahre im Medienbereich

waren für mich eine sehr schöne Zeit

und haben mir auch viel Spaß gemacht. Ich

habe vorwiegend über Motorsport und über

Kultur berichtet, aber auch sehr lustige

Befragungen gemacht. Einmal bin ich mit

Burkhard Stulecker mit Kultregisseur Reinhard Schwabenitzky.

einem angeschnallten Fallschirm den

Schlossberg runtergegangen und habe Passanten

erzählt, dass ich mich verflogen habe

und wie ich zum Hauptplatz komme.

G’sund: Du hast aber auch schon während

dieser Zeit bei Filmprojekten mitgearbeitet.

Stulecker: Ich habe schon immer gewusst,

dass ich für die Bühne und den Film

arbeiten möchte. Das habe ich studiert und

das ist auch mein Hobby. So habe ich 1987

kurz entschlossen gekündigt und bin nach

Rom gefahren, wo ich sechs Jahre lang lebte.

Ich machte für verschiedene Projekte

Aufnahmeleitung, Ausstattungsassistenz

Foto: Gerd Müller

Foto: Patrick Kovacs

Hedi Grager im Interview mit Burkhard Stulecker.

Christian Marczik, Leiter der Intro-Graz-Spection, und Burkhard Stulecker.

Foto: Veronique Lacoste

März 2007

Menschen helfen Menschen


PANORAMA 53

und war auf Motivsuche für österreichische

Produzenten. In dieser Zeit hatte ich auch

meine erste Bilderausstellung in Orvieto.

G’sund: 1996 bist Du nach Graz zurückgekommen

und arbeitest jetzt von hier und

auch von Marano aus, wo Du seit Anfang

2002 lebst. Wie bist Du in diese Lagunenlandschaft

Venedigs gekommen?

Stulecker: Das war ein Zufall. Ich hörte

den Namen erstmals von einem Freund, der

sich verfahren hatte. Als ich dann Monate

später in der Nähe war, habe ich mir den

Ort angesehen und eine Viertelstunde später

hatte ich mein Haus am Hauptplatz.

G’sund: Du hast bei unzähligen Filmprojekten

mitgearbeitet und internationale

Schauspieler wie Albert Finney, Oscarpreisträger

Ernest Borgnine, Julia Stemberger,

Marisa Mell, Serge Falk kennen

gelernt. 1991 hast Du in „The More I see

you“ mit Monica Bellucci und 1996 in

„Daylight“ mit Silvester Stallone in Italien

gearbeitet. Wer hat Dich bis jetzt

am meisten beeindruckt?

Stulecker: Sehr beeindruckt hat mich

Barry Newman, den ich schon jahrelang aus

dem Fernsehen in seiner Rolle als Petrocelli

kannte. Plötzlich saß er bei den Aufnahmen

zu „Der blaue Diamant“ neben mir und wir

unterhielten uns. Aber auch die Schauspielerinnen

Roberta Wallach, mit der ich an

einem Theater in New York arbeitete, und

Julia Stemberger.

Sehr interessant ist auch der unterschiedliche

Zugang der amerikanischen

und europäischen Schauspieler zu einer

Rolle. Nach Raimund spielt man die Figur,

nach Lee Strasberg ist man die Figur.

Da wird beispielsweise eine Ohrfeige

nicht wie bei uns angedeutet, man

bekommt sie wirklich.

G’sund: Du hast mit Regisseuren wie

Wolfgang Dickmann, Reinhard Schwabenitzky,

Götz Spielmann, Franz Antel,

Alfred Ninaus und anderen gearbeitet.

Aktuell arbeitest Du wieder mit Reinhard

Schwabenitzky.

Stulecker: Ja, zur Zeit sind wieder Dreharbeiten

zur TV-Serie „Oben ohne“ (Ausstrahlung

im Herbst 2007). Drehorte sind

Salzburg und Marano.

G’sund: Abschließend noch eine Frage:

Machst Du eigentlich lieber Film oder

Theater?

Stulecker: Ich mache lieber Filmprojekte.

Aber seit der Kaktusblüte an den Kammerspielen

in Wien mit Kultregisseur Reinhard

Schwabenitzky ist der Reiz für Theaterarbeiten

wieder sehr groß geworden. Vielleicht ergibt

sich heuer wieder ein Theaterprojekt. ■

Italienische Riviera

Varigotti, Santa Margherita Ligure und Portovenere:

Sonne, Meer und Boote

Die italienische Provinz Ligurien erstreckt

sich sichelförmig von der französischitalienischen

Staatsgrenze bis zur Region

Toskana. Vor dem gebirgigen, weitgehend

dicht bewaldeten Hinterland liegt der oft

schmale Küstenstreifen mit lang gezogenen

Sandstränden und steilen Klippen. Genua

teilt sie in eine Riviera di Ponente und eine

Riviera di Levante, beide reich an liebenswürdigen

und beeindruckenden Fischerdörfern

und Küstenstädtchen.

Ein nicht mehr ganz einsatzbereites Boot vor

einem Strandhaus in Varigotti.

Blick durch ein Mauerfenster auf eine kleine

Bucht beim Ortsausgang von Portovenere mit

der Steilküste Richtung Cinque Terre im

Hintergrund.

Varigotti

Westlich von Genua

zwischen Noli und Finale

Ligure liegt an der

Durchgangsstraße Varigotti,

einst ein bedeutender

Hafen und ein

byzantinisches Verteidigungszentrum gegen

die Langobarden. Bei der Durchfahrt wirkt

das im Kern malerische kleine Städtchen mit

seinem langgezogenen Sandstrand eher

unscheinbar. Beeindruckend sind die dem

Strand zugewandten bunten, maurisch wirkenden

Flachdach-Häuser.

Santa Margherita Ligure

Südlich von Genua liegt die Halbinsel von

Portofino mit dem mondänen Urlaubsort Portofino

und dem exklusiven Küstenstädtchen

Santa Margherita Ligure. Dieses hat sich

vom einstigen Fischerdorf zu einem gemütlich-eleganten

Badeort entwickelt. Eine palmengesäumte

Uferpromenade verbindet das

Stadtzentrum mit Hotelfassaden der Jahrhundertwende

mit dem Hafen.

Portovenere

Am südlichen Ende des landschaftlich faszinierenden,

felsigen Küstenstreifens der

Cinque Terre mit den fünf Dörfern Monterosso,

Vernazza, Corniglia, Manarola und

Riomaggiore liegt die Halbinsel des Golfes

von La Spezia. An ihrem äußersten Ende

wächst das Städtchen Portovenere mit den

hohen, bunt gefärbten Hausfassaden am

Hafenkai den Hang hinauf. Auf dem

äußersten Felskap bei der Meereseinfahrt

zur einstigen genuesischen Grenzfeste Portovenere

steht das kleine Kirchlein San Pietro

mit einem wunderbaren Ausblick in alle

Himmelsrichtungen.


reinhard.sudy@kages.at

Ein buntes Fischerboot im Hafen von Santa

Margherita Ligure.

Fotos: Sudy

Menschen helfen Menschen

März 2007


54

PANORAMA

Grazer

Kostbarkeiten

Landhausbrunnen

Renaissance-Juwel erstrahlt

in neuem Glanz

Der frühere Ziehbrunnen im Grazer

Landhaushof mit seinem Kranz aus

Röthelsteiner Marmor und der Bronzeguss-Laube

zählt zu den bedeutendsten

Arbeiten der Spätrenaissance. Die 1590

nach einem Entwurf von Jeremias

Franck kunstvoll gegossene und geschmiedete

Brunnenlaube wurde bereits

1878 restauriert, während des

Zweiten Weltkrieges in Schloss Herberstein

zwischengelagert und 1947 wieder

aufgestellt. Nach den jüngsten

Sanierungsmaßnahmen 2006 ist der

Brunnen im Landhaushof in „beinahe“

ursprünglicher Form und Schönheit wieder

erstanden.


Der Landhausbrunnen,

ein Schmuckstück

im großen

Innenhof des Landhauses

zwischen

Herrengasse und

Schmiedgasse.

Links: Detail aus

der Bronzeguss-

Laube des Landhausbrunnens.

Foto: Klaus Dieter Schaupp

K UNSTR AUMKAGES

Ingeborg Sussmann

im LKH Graz West

Die Grazer Künstlerin Ingeborg Sussmann

malt in kräftigen Farben Erlebtes und

Erdachtes.

Die großen, leuchtenden Farbflächen der

Künstlerin Ingeborg Sussmann.

Große, leuchtende Farbflächen wechseln mit

klaren und akzentuierten Linien und bringen

die Bilder, die sie in der Galerie im 1. OG im

LKH Graz West ausstellte, zum „Klingen“.

Der Farbklang ihrer Bilder ist optimistisch

und leicht, wie bunte Farbtupfer an einem

Regentag.


Mehr dazu:

www.sussmann.cc

Patrick Halek in der Galerie im

Klinikum. Ohne Titel

Die Bilder von Patrick Halek haben keine Titel,

da sie einfach abstrakt bleiben sollen.

Grazer Künstlers Hans Beletz im LKH

Stolzalpe.

Der Künstler Hans Beletz mit Departmentleiter

Dr. Gerd Ivanic vor einer seiner großformatigen

Arbeiten.

Im 1. Stock des Departments 2 des Hauses 1

präsentierte der Meister von Tusche und

Aquarell seine einfühlsamen Arbeiten. Eindrucksvoll

präsentierte er auch seine neue Liebe

zu Öl auf Leinwand im großen Format. ■

Siegfried Ganster in der

Galerie „Street Art“

Mehr dazu:

www.beletz.at

Über Weihnachten 2006 zeigte Siegfried

Ganster von der Zentraldirektion der KAGes

seine neusten Werke in der Galerie „Street

Art“ in der Grazer Kärntnerstraße 155.

Der Künstler Patrick Halek bei der Vernissage.

Die

Galeristin

Sabine

Schwarz mit

dem Künstler

Siegfried

Ganster und

seiner Arbeit

„Schwarzlhalle“.

Fotos: Sudy

Jedes einzelne Bild des Künstlers kann damit

unbeeinflusst auf den Betrachter wirken

und seine Assoziationen hervorrufen. ■

Hans Beletz im LKH Stolzalpe

Ende Jänner 2007 war die feierliche Eröffnung

einer Ausstellung des renommierten

Die Galeristin Sabine Schwarz, seit Jahren

selbst aktiv als Hobbykünstlerin tätig, hat mit

ihrer Galerie ein Forum für Hobbykünstler geschaffen.

Der in Graz geborene Siegfried

Ganster begann in den 80er-Jahren als Autodidakt

mit Bleistiftzeichnungen und Pastellmalerei.

Vom bekannten Künstler Bernhard

März 2007

Menschen helfen Menschen


K unstK ulturT ipp

PANORAMA 55

Eisendle ermutigt, stellt Siegfried Ganster

nun ein- bis zweimal pro Jahr im In- und Ausland

seine Werke aus.


Mehr dazu:

www.streetart.at

www.sigan.gs

Ursula Klug in der Galerie im

Klinikum: Wagemut

Die Künstlerin Mag. (FH) Ursula Klug stellte

unter dem Titel „Wagemut” ihre Arbeiten

vom 10. Jänner bis 9. Februar 2007 in der

Galerie im Klinikum im LKH-Univ.Klinikum

Ing. (MAS) Volker Kikel mit der Künstlerin

Mag. (FH) Ursula Klug bei der Eröffnung der

Ausstellung.

Graz aus. Sie ist mit ihren farbenfroh-kräftigen

Bildern bemüht, „andere Menschen

glücklich zu machen, da darin der wahre

Weg zur Erlangung von Glücklichkeit besteht

(Lord Baden Powell)”.


Alfred E. Kirchsteiger

in der LSF Graz

Foto: Susanne Gasteiner

In der Galerie „Verborgene Talente“ in den

Räumen des LSF-Betriebsrates präsentierte

Ein

surrealistisches

Ölbild auf

Leinwand von

Alfred E.

Kirchsteiger.

der Künstler Alfred E. Kirchsteiger seine

Werke „TRAUMWELTEN“.

Die Darstellung des Irrationalen und des

Traumhaften in der Malerei fasziniert den

Künstler schon von Jugend an. Seine Vorliebe

zur Verfremdung von Landschaften und

Dingen zeigt sich in den Leinwand gewordenen,

farbkräftigen Traumwelten. ■

Adolf Gsell im LKH Weiz

Franz Schlögl, LSF Graz

Weihnachtliche Stimmung durch die Lieder

und Texte des Singvereins Weiz.

Betriebsdirektor Ernst Fartek und

Pflegedirektorin Susanna Reisinger mit dem

Künstler Adolf Gsell vor einem seiner

farbprächtigen Werke.

Im Rahmen von Kunst & G’sund im LKH Weiz

gab es knapp vor Weihnachten ein Adventsingen

des Singvereins Weiz unter der Leitung

von Elfriede Schloffer und die Eröffnung

der Ausstellung mit Bildern des Künstlers

Adolf Gsell. Die besinnlichen Texte und

Lieder des Singvereins Weiz trugen Weihnachtsstimmung

in die Herzen von Patienten

und Besuchern. Wunderbar abgerundet wurde

diese Festveranstaltung durch die herrlichen

Farbkompositionen von Landschaften

des Künstlers Adolf Gsell.


Jonny Stühlinger

Schon mit 10 Jahren wusste Jonny Stühlinger:

„Ich werd’ Redakteur bei Geo.“ Er

besuchte das BRG Petersgasse in Graz und

arbeitete bereits mit 16 Jahren nebenbei an

einer Tankstelle. Sein Traum war, nach

Wien zu gehen und Publizistik zu studieren.

Der Zufall führte ihn aber zur Grazer Woche,

wo gerade freie Mitarbeiter gesucht wurden.

Nach zwei Monaten war Jonny Stühlinger

angestellter Redakteur und nach zweieinhalb

Jahren kam ein Angebot der Kleinen

Zeitung. Dort ist er nun schon seit vier Jahren.

Bekannt ist Jonny Stühlinger vielen auch aus

„Leute TV“. Diese Sendung wird seit mehr

als einem Jahr von Steiermark1 gemeinsam

mit www.kleinezeitung.at ausgestrahlt.

Jonny Stühlinger moderiert sie gemeinsam

mit seinem Kollegen Michael Weinmann.

Dass es ihm sehr viel Freude und Spaß

macht, sieht man an der Art seiner Moderation:

humorvoll, gepaart mit Witz und

Charme und manches Mal ironisch gewürzt.

Bis zu seinem 19. Lebensjahr war Jonny

Stühlinger auch sehr sportlich: er spielte

Handball. Nun geht er in seiner wenigen

Freizeit seinen Hobbys nach: er schreibt sehr

gerne – zur Zeit nur für sich – spielt Backgammon

und Poker und nimmt sich Zeit für

seine Freunde.

Jetzt ergab sich eine neue und spannende

Herausforderung für Jonny Stühlinger. Mit

1. April 2007 wechselt er zum „Seitenblicke

Magazin“ nach Wien.

Wir wünschen ihm alles Gute und viel Erfolg. ■

Ihre Hedi Grager

Menschen helfen Menschen

März 2007


56

PANORAMA

20 Jahre KAGes

Im Zeichen von Panther & Schlange

KAGes

1

2

1. Das KAGes-Logo

ist ein wichtiger

Bestandteil des

Erscheinungsbildes

der steirischen

LKHs. 2. KAGes-

Panther und

Schlange in

Urlaubsstimmung

bei den G’sund-

Reiseberichten. 3.

Die beiden KAGes-

Wappentiere als

Hinweis auf G’sund-

Berichte über Graz

und die Steiermark.

Die

Steiermärkische

Krankenanstaltengesellschaft

m.b.H. (KAGes)

ist ein zwanzigjähriges Unternehmen

mit hundertfünfzigjähriger

Tradition – Anlass

genug, erstmals der eigenen

Geschichte auf den

Grund zu gehen.

Wertvolle

Publikation

Die Darstellung in der nunmehr

vorliegenden Publikation

verbindet wissenschaftliche

Präzision mit

guter Lesbarkeit und präsentiert

durchaus ungewöhnliche

Zugänge zu einer

Unternehmensgeschichte, die mit Unerwartetem

aufwarten kann. Über dreihundert

größtenteils bislang unveröffentlichte

historische Abbildungen, Karten und Pläne,

sinnfällig eingebettet in ein übersichtliches

und zugleich ungemein ästhetisches Gesamtkonzept

machen dieses Buch zu einer

bibliophilen Kostbarkeit.

Auf über 600 Seiten wird mit fast 400 Fotos

die Geschichte zum Jubiläum der

Steiermärkischen Krankenanstalten

präsentiert. Erhältlich ist diese im KAGes-

Verlag erschienene Publikation um 41,90

Euro im Informationszentrum des LKH-

Univ.Klinikum Graz und in weiteren

steirischen LKHs.

Näheres dazu unter Tel. 0316/340-7796 oder

unter norbert.weiss@kages.at.

3

Aus unserer Geschichte

In den nächsten G’sund-Ausgaben werden

wir interessante und originelle Auszüge

aus der jüngsten Publikation über die Geschichte

der steirischen LKHs und der KA-

Ges präsentieren. Die Titelseite der Publikation

wird Ihnen dabei als Wegweiser

dienen und Sie zu unseren „Geschichten“

führen.


Immer aktuell: www.gsund.net

Die G’sund-Redaktion der KAGes präsentiert auf der Plattform von

www.gsund.net laufend Neues und Termine rund um Gesundheit, Soziales

und Forschung mit dem Schwerpunkt Steiermark. Eine einfache und sehr übersichtliche

Struktur erleichtert die Kommunikation über den aktuellen Stand, die

Entwicklungen und Forschungsergebnisse des Gesundheits- und Spitalsbereichs,

zu der auch Partner, Organisationen und Firmen eingeladen sind.

Die aktuelle Online-Ausgabe der Zeitschrift G’sund, Specials wie beispielsweise

Porträts oder Highlights der Architektur runden das Informationsangebot ab. ■

Mehr dazu:

www.gsund.net

März 2007

Menschen helfen Menschen

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